Planet Wikimedia

Juli 02, 2009

Wikimedia Deutschland Blog

Neuer Geschäftsführer

Pavel Richter
Pavel Richter
Vor etwa einem Jahr begannen wir, einen neuen Geschäftsführer für Wikimedia Deutschland zu suchen. Seit gestern ist die Suche beendet. Es ist mir heute eine ganz besondere Freude, euch den neuen Geschäftsführer für Wikimedia Deutschland vorzustellen. Pavel Richter, zuletzt als freier Unternehmensberater tätig, wird zum 1. August 2009 die Geschäftsführung des Vereins übernehmen. In einem Bewerbungsmarathon hat die Personalfindungskommission letztes Wochenende vier Kandidaten auf Herz und Nieren geprüft. Pavel überzeugte dabei durch sein strukturiertes und analytisches Denken, seine kompetente Herangehensweise bei den Aufgabenstellungen und die zielorientierte Umsetzungsfähigkeit. Der einstimmige Vorschlag der Komission wurde am Dienstag ebenfalls einstimmig vom Vorstand angenommen. Bereits gestern abend konnten die Vertragsverhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden.

Einigen ist Pavel Richter bekannt als Wikipedia-Autor (Benutzer: Schreibvieh). Seit 2004 engagiert er sich als Autor, seit diesem Jahr auch als Mitglied des Vereins. Pavel hat Politik, Geschichte und Öffentliches Recht in Freiburg und Ottawa studiert und begann seine Karriere als Projektmanager bei IBM. In seiner neuen Funktion als Geschäftsführer wird er konsequent die Idee Freien Wissens vorantreiben. Ich freue mich sehr auf eine gute Zusammenarbeit und seine effiziente und erfolgreiche Leitung der Vereinsaktivitäten.

An dieser Stelle möchte ich, auch im Namen des Vorstandes, einen großen Dank an die Personalfindungskommission aussprechen. Mit ihrem unermüdlichen Engagement und ihrer professionellen Herangehensweise haben sie sichergestellt, dass der Verein auch in Zukunft professionell geführt und unsere Aktivitäten weiterentwickelt werden. Eure Hingabe für die Förderung Freien Wissens und die Interessen des Vereins sind bewundernswert.

Pavel ist ab sofort per E-Mail unter pavel.richter(at)wikimedia.de zu erreichen.
Pressemitteilung

von Sebastian - Juli 02, 2009 10:08

Juni 29, 2009

Peter Schloemer (Dapete)

Was der Tod des “King of Pop” für die Wikipedia bedeutete (2)

Mittlerweile sind mir noch zwei Dinge aufgefallen:

  • Die deutschsprachige Wikipedia hatte erst am folgenden Tag die meisten Zugriffe auf den Michael-Jackson-Artikel innerhalb einer Stunde, wenn auch nur unwesentlich mehr. Klar, die Nachricht kam spät am Abend, das hat den die Zugriffe auf den nächsten Tag verschoben. Den Effekt findet man auch bei anderen Sprachen, etwa Polnisch.

  • Die Zahl der Zugriffe auf den gesamten Tag (UTC) gerechnet ist zwischen den Sprachversionen sehr ähnlich verteilt. Setzt man jeweils die Zugriffe am 26. Juni gleich 1 ergibt sich bisher fast dieselbe Kurve:

    Ich vermute mal es wird noch einige Ausreißer wie die arabischsprachige Wikipedia hier geben, aber letztlich scheint das weltweit sehr ähnlich zu sein.

von Peter Schlömer - Juni 29, 2009 04:23

Juni 27, 2009

Peter Schloemer (Dapete)

Was der Tod des “King of Pop” für die Wikipedia bedeutete (1)

In der Nacht vom 25. auf dem 26 Juni kam die traurige Nachricht: Michael Jackson, der King of Pop, ist tot. Andere werden bessere Nachrufe schrieben (oder haben das schon), als ich je könnte, also lasse ich das lieber. Ich mache lieber ein paar Zahlenspielereien, das kann ich zumindest etwas besser.

Etliche Websites brachen unter der Last der Zugriffe zusammen, darunter CNN, Twitter und auch die Wikipedia. Zwischen 22:00 und 23:00 UTC (00:00 bis 01:00 deutscher Zeit) gab es in der englischsprachigen Wikipedia fast 1 Million Zugriffe auf den Artikel über Michael Jackson, in der deutschsprachigen immerhin fast 70.000.

Die folgende Grafik zeigt die Zugriffszahlen von kurz vor dem Ausschlag bis zum Ende des nächsten Tages. Die Zeiten sind jeweils UTC und beziehen sich auf den Zeitstempel der zugrundeliegenden Logdateien, die jeweils die Zugriffe der vorhergehenden Stunde enthalten.

Zum Vergleich: In der englischsprachigen Wikipedia wurde der Artikel über Barack Obama im gesamten letzten November 7,1 Millionen mal aufgerufen, darunter 2,8 Millionen mal am Wahltag. Der Artikel über Michael Jackson wurde an den vergangenen zwei Tagen (25. und 26. Juni) 7,8 Millionen mal aufgerufen, davon fast 1 Million mal innerhalb nur einer Stunde und 5,8 Millionen mal am zweiten Tag.

Mal sehen, wie das weitergeht. Ich warte jetzt mal eine Woche ab, dann will ich nochmal ein paar Zahlen zusammentragen.

von Peter Schlömer - Juni 27, 2009 11:34

Juni 26, 2009

Nando Stoecklin

Wikibu: Hinweise zur Verlässlichkeit von Wikipedia-Artikeln

Anfangs Juni hat unser Team vom Zentrum für Bildungsinformatik der Pädagogischen Hochschule Bern einen Prototypen von Wikibu im Internet veröffentlicht. Einige Kolleginnen und Kollegen haben bereits darüber gebloggt oder getwittert. Gerne füge ich hier noch einige Gedanken an.

Primärer Zweck von Wikibu ist die Sensibilisierung von Schülerinnen und Schülern sowie von Studierenden für eine überlegte Nutzung der Wikipedia. Wikibu versucht das mit verschiedenen Mitteln:
  • Die Wikibu-Punkte sollen einen ersten groben Hinweis bezüglich der Verlässlichkeit eines Wikipedia-Artikels geben. Die Wikibu-Punkte basieren ausschliesslich auf statistischen Kriterien und bilden entsprechend nur Wahrscheinlichkeiten ab. Sie sind vergleichbar mit Vorsicht-Wildwechsel-Schildern. An Stellen mit solcher Beschilderung besteht erhöhte Gefahr, dass z.B. ein Reh vors Auto springt. Das muss aber nicht zwingend der Fall sein und es garantiert auch nicht, dass an Stellen ohne Schild kein Reh vors Auto springen wird.
  • Die Wikibu-Kriterien wie Anzahl Besucher oder Anzahl Einzelnachweise (relativ zur Länge des Artikels) sollen Ideen liefern, wie Besucher der Wikipedia selbst die Inhalte kritisch bewerten können.
  • Warnhinweise sollen animieren, Meta-Informationen der Wikipedia wie die Diskussionsseiten und Versionsgeschichten in die kritische Artikel-Prüfung miteinzubeziehen. Sie machen auf aktuelle Diskussionen oder Änderungen aufmerksam.
  • Ein konkretes Unterrichtsszenario soll aufzeigen, wie Informationskompetenz bezüglich Wikipedia in der Schule gefördert werden kann und welche Rolle Wikibu dabei spielen kann.
Die Wikibu-Punkte sollen nun wissenschaftlich erhärtet werden. Knackpunkt hier dürften Artikel zu Nischenthemen sein, die von einem spezialisierten Experten verfasst worden sind. Wir vermuten, dass solche Artikel derzeit noch zu schlecht bewertet werden. Aber lieber ein Wildwechsel-Schild zu viel als zu wenig.

von Nando Stöcklin (noreply@blogger.com) - Juni 26, 2009 04:47

Wikimedia Deutschland Blog

Unser Stand beim Stadtfest in Berlin

Wikimedianer erklären, wie die Wikipedia funktioniert
Wikimedianer erklären, wie die Wikipedia funktioniert
Jedes Jahr im Juni findet in Berlin-Schöneberg das Lesbisch-schwule Stadtfest statt. Da die Veranstaltung für den Verein direkt vor der Tür liegt, und die über 400.000 Besucher eine gut gemischte Zielgruppe sind, bot es sich an, mit einem eigenen Stand teilzunehmen. Ziel des Ganzen: über Wikipedia aufklären und zum Mitmachen animieren.

Für die Standgestaltung haben wir auf Artikel aus der Wikipedia und Bilder aus Commons zurückgegriffen und sie zu Postern verarbeitet. Sehr schön war auch, dass wir Teile der Wikipedia-Ausstellung verwenden konnten, die reges Interesse fanden. Wikipedia-Fahnen, die stresserprobten Tischdecken von der YOU und jede Menge Infomaterialien und Promoartikel stellten sicher, dass der Wikipedia-Stand auch aus der Distanz gut erkennbar war.

An zwei Tagen haben ein halbes Dutzend Wikimedianer mit vielen Interessierten über Wikipedia gesprochen (kannte jeder) und sie gefragt, ob sie schon einmal mitgeschrieben haben (so gut wie keiner). Wer etwas Neugier zur Mitarbeit entwickelt hatte, bekam das Wikipedia Einmaleins und einen Spickzettel sowie die aktuelle Ausgabe der Wikimedium. Aufgefallen ist, dass viele Interesse daran hätten, Bilder beizusteuern, es aber kaum Material zur Einführung in Commons gibt. Daran werden wir zügig arbeiten. Ebenfalls haben wir natürlich für Spenden geworben und T-Shirts verkauft. Die Wikipedia- und Wikimedia-Schlüsselbänder erfreuten sich solch großer Beliebtheit, dass Besucher gern bereit waren, einen kleinen Beitrag dafür zu spenden.

Alles in allem war unser erster Stand beim Stadtfest trotz teilweise heftigem Regenwetter ein Erfolg. Für das nächste Jahr wäre es gut, wenn wir statt eines typischen Marktstandes eher eine offene Pagode bekommen könnten. Dann ließe sich auch etwas direkter und abseits von den Massen mit den zukünftigen Wikimedianern sprechen.

von Sebastian - Juni 26, 2009 03:05

Juni 25, 2009

Peter Schloemer (Dapete)

Juni 24, 2009

Elvis untot

piratenblog


Pressemitteilung von wikimedia.ch

Wikipedia DVD für Linux verfügbar

Aktualisierte DVD setzt auf freie Software

Wikimedia CH stellt in Zusammenarbeit mit dem openZIM-Projekt zum LinuxTag 2009 vom 24. bis 27. Juni in Berlin eine neue Ausgabe der Wikipedia-DVD vor. Auf der DVD befinden sich über 900.000 Artikel der deutschsprachigen Wikipedia sowie ein Volltextindex zur Begriffssuche. Das openZIM-Projekt entwickelt ein Dateiformat mit dem Namen “ZIM” um Hypertexte wie Wikipedia oder andere Webseiten samt Suchindex und Bildern möglichst effizient zu speichern. Dabei werden die Daten stark komprimiert. Die Wikipedia-Artikel belegen somit nur 1,4 GB auf dem Datenträger.

Mit der Freien Software, welche auf der DVD mitgeliefert wird, können ZIM-Dateien betrachtet, aber auch erzeugt werden. Eine Bibliothek mit allen dafür notwendigen Funktionen erleichtert es Softwareentwicklern und Verlagen, das ZIM-Format in eigene Produkte zu integrieren. Da sich die Software noch in der Testphase befindet, hat der schweizer Wikimedia-Verein zunächst 500 Wikipedia-DVDs für die kostenlose Verteilung auf dem LinuxTag produziert. Manuel Schneider, Projektleiter openZIM und Vereinsmitglied von Wikimedia CH erklärt: „Auch wenn wir noch in der Testphase sind, ist uns diese erste Veröffentlichung sehr wichtig, für die Weiterentwicklung sind wir für jede Mithilfe dankbar. Dazu gehört auch das Melden von Fehlern und Problemen mit der Software.“

Seit April 2009 besteht eine Zusammenarbeit mit der Wikimedia Foundation, dem Betreiber der Wikipedia mit Sitz in San Francisco/USA. Software-Entwickler der Wikimedia Foundation arbeiten daran, dasb ZIM-Format in den regelmäßigen Export-Prozess einzubinden, so dass zukünftig ZIM-Dateien aller Wikimedia-Projekte in allen Sprachen zur Verfügung stehen werden. Außerdem soll eine entsprechende Funktion direkt in MediaWiki, der Wiki-Software hinter Wikipedia und zahllosen anderen Wikis, eingebunden werden. Eine neuere Version der Wikipedia-DVD, in spanischer Sprache, ist zur Wikimania-Konferenz vom 26. bis 28. August 2009 in Buenos Aires geplant.

== Weitere Informationen zum openZIM-Projekt ==
Das openZIM-Projekt existiert seit Februar 2009. Vorläufer war das TntReader-Projekt, welches einem Aufruf des Directmedia-Verlages gefolgt ist, einen Open Source Reader für das Zeno-Dateiformat zu erstellen. Directmedia hat dieses Dateiformat definiert um Wikipedia auf DVD zu veröffentlichen. Die letzte von Directmedia veröffentlichte DVD 2007/2008 enthielt dann neben dem proprietären Windows-Reader auch erstmals den TntReader als Open Source, welcher unter Linux und Mac OS X funktionierte. Das openZIM-Projekt hat das zeno Dateiformat zum ZIM (Zeno IMproved)-Dateiformat weiterentwickelt und veröffentlicht. Die notwendige Software wie auch die Dokumentation, die unter openZIM entsteht, wird unter der GPL veröffentlicht.

Das openZIM-Projekt ist vom 24. bis 27. Juni auf dem LinuxTag in Berlin in Halle 7.2a, Stand 113a vertreten. Mehr Informationen unter: http://openzim.org/ oder http://www.linuxtag.de/.

== Weitere Informationen zu Wikimedia CH ==
Wikimedia CH ist ein von der Wikimedia Foundation anerkannter lokaler Förderverein. Ziel ist es, Projekte zum Erstellen freien Inhalts zu unterstützen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Projekten der Wikimedia Foundation, das größte ist die Wikipedia. Seit der Gründung 2001 sind dort über 900.000 Artikel in deutscher Sprache entstanden und bei Wikipedia abrufbar. Damit ist die deutschsprachige Version die zweitgrößte nach der englischsprachigen Wikipedia.

Die gemeinnützige Förderung der Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte zu fördern, um die Chancengleichheit beim Zugang zu Wissen und die Bildung zu unterstützen ist der Schwerpunkt von Wikimedia CH.

Mehr Informationen unter: http://www.wikimedia.ch/.

Posted in linbux, wiki, wikipedia

von piratenblog - Juni 24, 2009 07:37

Juni 22, 2009

Elvis untot

piratenblog


Unter http://wiki.piratenpartei.de/Pressespiegel findet man Presseberichte über die Piratenpartei. Nicht vollständig, da nicht jeder daran denkt Artikel die er findet in der Liste einzutragen.

Aber wer mal sehen will, wer was über die Partei im Laufe der Zeit geschrieben hat dürfte hier an der richtigen Stelle sein.

Posted in piraten, piratenpartei, presse, wiki

von piratenblog - Juni 22, 2009 12:38

Juni 19, 2009

Wikimedia Deutschland Blog

Bundestag beschließt Internetzensur

Der deutsche Bundestag hat in seiner gestrigen Sitzung mit den Stimmen der großen Koalition das Gesetz zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornografischen Inhalten in Kommunikationsnetzen beschlossen. Die Initiatorin, Bundesfamilienministerin von der Leyen von der CDU, begrüßte dies als “wichtiges gesellschaftliches Signal”, als ob Kinderpornographie noch stärkerer Ächtung bedürfe. Kritiker wie der Arbeitskreis Zensur nennen das Gesetz einfach nur Internet-Zensur-Gesetz. Die damit beschlossenen technischen Maßnahmen einigen sich tatsächlich eher wenig dazu, eine echte Zensur auszuüben, von der Verhinderung von Kindesmissbrauch mal ganz abgesehen, sondern eher dazu, die Verbreiter von Kinderpornographie davor zu warnen, dass sie im Blickfeld der Ermittler stehen.

Der dazugehörige Dammbruch bleibt bedrohlich. So meldete der CDU-Politiker Thomas Strobl bereits am Tag nach der Verabschiedung, er prüfe bereits eine Ausweitung der Sperren auf “Killerspiele”. Schon im Vorfeld hatten Interessengruppen dies für andere Themenbereiche gefordert. Ebenso ist zu befürchten, dass eine wirkungslose Aktion wie diese, sobald mal eine Interessengruppe mit Internetkompetenz dahintersteht, in eine wirksame Internetzensur verwandelt wird. Schließlich wird die Abgrenzung von Exekutive und Judikative aufgelöst, die nachträgliche stichprobenartige Prüfung von täglich wechselnden Listen alle drei Monate ist kein Ersatz.

Wikimedia hatte dieses Jahr Erfahrung mit solchen Sperrungen, als der Zugang zum Artikel zu einem Scorpions-Album auf der englischen Ausgabe für Benutzer aus Großbritannien wegen der Darstellung auf dem Cover durch eine englische Internetzensurorganisation gesperrt wurde. Es ist nicht abwegig, dass dies nun wieder passiert, allerdings in Deutschland.

Ebenso ärgerlich ist der Umgang der beiden Volksparteien mit dem massiven Wiederstand aus dem Netz, ausgedrückt in einer Rekordzahl von über 134.000 Unterzeichnern einer Epetition an den Bundestag: Auf die Kritikpunkte am Gesetz wurde ungenügend eingegangen, das Gesetz im Schweinsgalopp durch den Gesetzgebungsprozess getrieben. Frau von der Leyen trifft sich heute, also einen Tag nach Verabschiedung mit der Verfasserin der Petition, Franziska Heine.

Einen hoffnungsfrohen Kommentar zu dem Thema habe ich allerdings irgendwo in der Blogosphäre lesen können: Nachdem die FDP in einer kleinen Anfrage entlarvt hatte, dass die Argumentation der Bundesregierung für die Sperren auf beschönigten bis erlogenen Fakten beruhte, ging dies durchs Netz. Es wird dort auch nicht vergessen. Das Internet ist heute so sehr wie noch nie ein Ort, an dem Interessierte (auch Internet-Ausdrucker) den Wahrheitsgehalt von Behauptungen nachprüfen können. Und wir helfen dabei.

von P. Birken - Juni 19, 2009 09:41

Juni 17, 2009

Wikimedia Deutschland Blog

Orden en masse und Gutes vom Grill

5 Jahre Wikimedia Deutschland feierten wir gemeinsam mit Mitgliedern, Wikipedianern und Freunden am vergangenen Samstag in der Berliner c-base. Bereits am Nachmittag trafen sich ab 14:00 Uhr Interessierte zu Workshops, während die freiwillige Küchen-Crew bereits die Messer wetzte und dem Gemüse an den Kragen ging.

Das Wetter spielte mit, die aus dem Vorstand berufenen Grillatoren konnten (natürlich erst nach fachmännischer Einweisung) mit feinen Sachen vom beeindruckenden Grill Fleisch-, Fisch- und Gemüseliebhaber zufriedenstellen. Reger Austausch am Spreeufer bestimmte die Szene. Nicht nur das leckere Essen, auch vereinsnahe Themen wie der Toolserver, OpenStreetMap, mögliche Foto-Workshops, aber auch das Support-Team oder die Ausheilungsdauer von Bänderdehnungen am Sprunggelenk waren Teil der Tischgespäche. Unterhaltungen so vielfältig wie die Gesprächspartner und doch immer wieder zurückkehrend zur gemeinsamen Idee: Freies Wissen schaffen, fördern und verbreiten.

Am späteren Abend schöpften Henriette und Nolispanmo stilsicher aus dem Vollen und beglückten die Menge mit massig Orden. Jeder Anwesende konnte seinen heimlichen Helden der Wikipedia nominieren, Vereinsorden gab es für Mitarbeiter und Vorstandsmitglieder. Aus den heimlichen Helden wurden so öffentlich ausgezeichnete Ordensträger, die ihren Orden nach kurzer persönlicher Laudatio stolz empfingen. Das machte allen sichtlich Spaß. Es war eine tolle Feier, die auch Dank der tatkräftigen Unterstützung vieler Freiwilliger möglich wurde. Ich freu mich jetzt schon auf’s 10-jährige und hoffe, ihr seid alle dabei.

von Alice - Juni 17, 2009 03:45

Gezwitscher aus der Wikimedia-Welt

Wikimedia Deutschland twittert jetzt auch. Unter http://twitter.com/WikimediaDE schreiben wir über Kleinigkeiten aus dem Alltag des Vereins.

von Sebastian - Juni 17, 2009 03:08

Juni 15, 2009

Wikimedia Deutschland Blog

Neue Wikimedium ab sofort erhältlich

2. Wikimedium
2. Wikimedium
Die zweite Ausgabe der neuen Vereinszeitung ist pünktlich zum 5-jährigen Jubiläum von Wikimedia Deutschland fertig geworden. Die Gäste der Party, am 13. Juni in der c-base in Berlin, konnten die druckfrische Ausgabe bereits in den Händen halten. Nachdem die Resonanz auf die erste Wikimedium (pdf) sehr positiv war hoffe ich, dass auch die aktuelle Ausgabe die Erwartungen erfüllt.

Wichtige Ereignisse in Berlin wie die Wikimedia Konferenz, die Mitgliederversammlung, die Vorstandswahlen und das 5-jährige Jubiläum des Vereins bilden einen Schwerpunkt der Ausgabe auf den Seiten 4 und 5. Mit dem neuen Thema ‚Aus aller Welt‘ wollen wir auch einen Beitrag dazu leisten, die Beziehung zu anderen Chaptern weiter auszubauen. Leider fehlen uns immer noch Beiträge aus anderen Wikimedia-Projekten, aber ich hoffe sehr, dass unsere Redaktion auch in diese Richtung weiter wächst.

Ich wünsche allen eine informative und unterhaltsame Lektüre und freue mich über Anfragen oder Anregungen unter redaktion@wikimedium.de.

von Catrin - Juni 15, 2009 12:31

Juni 14, 2009

Finanzer

Neuigkeiten aus Wikisource (7)

Vor ein paar Tagen hat Wikisource ein paar runde Grenzen überschritten. Erstens haben wir mehr als 5000 Gedichte und insegsamt mehr als 12.000 Werke. Außerdem gibt es mittlerweile mehr als 2000 Seiten zu Autoren.  Großen Anteil daran hatte die Erfassung und Erschließung einiger Sammelwerke, darunter z.B. Schillers Musenalmanach der Jahrgänge 1796, 1797, 1798, 1799 und 1800.

Da es seit geraumer Zeit Kritik daran gab, dass nicht alle Autorenseiten auch tatsächlich Autoren behandelten und Themenseiten für Personen auch nicht besonders passen sind, wurde eine neue Kategorie Personen eingeführt. Außerdem passte die Möglichkeit von Themenseiten schon deshalb nicht, da hier keine Personendaten zugeordnet werden können und auch keine PND zugeordnet werden kann. Die Autoren sind jetzt eine Unterkategorie der Personen. Mit Hife der dazugehörigen Vorlage, können nun auch Seiten angelegt werden, die Werke über Personen aufführen, ohne dass der Eindruck ensteht, dass diese Person Werke geschaffen hat.

Und überrascht war ich, als jemand die Fachkategorie Spezielle Relativitätstheorie einführte, wieviele Werke wir zu dem Thema mittlerweile haben. Für den an diesem Thema Interessierten ist das mittlerweile eine kleine Fundgrube geworden, die sich doch eher im Verborgenen entwickelt hat.

Die Anzahl der unkorrigierten Artikel in der ADB ist Anfang Juni auf unter 16.000 Artikel gesunken. Daraus resultiert, dass mittlerweile der Buchstabe I und der Band 55 vollständig korrigiert wurden.

von Finanzer - Juni 14, 2009 05:21

Juni 10, 2009

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia bei der YOU&ME in Kaiserslautern

Blick vom Kaiserberg über das Gartenschaugelände
Blick vom Kaiserberg über das Gartenschaugelände

Wikimedia Deutschland verstärkt sein Engagement im Jugendbereich und ist am 7. und 8. Juli auf dem größten Schülerfestival in Rheinland-Pfalz, der YOU&ME 2009 in Kaiserslautern, vertreten.

Das Festival, unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters von Kaiserslautern, Klaus Weichel, und der Bundesdrogenbeauftragten Sabine Bätzing, soll sowohl informativ und aufklärend als auch spannend sein.
Dabei werden die Wikimedianer wieder direkten Kontakt zu ihren wahrscheinlich treuesten Lesern haben, den Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren, sowie - erklärtes Ziel des Vorstandes und Schwerpunkt dieses Vereins - auf Lehrer zugehen, das Schulprojekt propagieren und für freies Wissen werben (das vollständige Programm befindet sich hier). In einer Reihe von verschiedenen kleinen Vorträgen wollen wir auf dem Festival zudem zeigen, wie wir die Qualität der Wikimedia-Projekte, hier natürlich vorrangig Wikipedia, sichern und Vandalismus bekämpfen. Zahlreiche Aktionen wie zum Beispiel das Fotoshooting „Wikipedia sucht das Gesicht 2009“ ergänzen das Programm.

Eines der Saurier-Modelle auf dem Gelände
Eines der Saurier-Modelle auf dem Gelände

Ein kleiner Fotowettbewerb soll dafür sorgen, dass auch die Wikipedia ganz direkt von diesem Festival profitiert: Jeder Teilnehmer, der eine Kamera zur Hand hat, kann die Dinosaurier-Figuren auf dem Gartenschaugelände fotografieren und bei uns, mit Hilfe der anwesenden Wikimedianer, auf Commons hochladen. Als Gewinn schreiben wir eines von zwanzig PediaPress-Büchern aus, gefüllt mit Artikeln über alle auf dem Gelände zu bestaunenden Dinosaurier.

Ingesamt werden von den Veranstaltern mehr als 10.000 Besucher erwarten. Die perfekte Gelegenheit für Wikimedia neue Leser, Autoren und vielleicht gar Förderer seitens der Lehrer zu gewinnen. Organisiert wird der Festivalstand von Community-Assistant Henriette sowie ihrem neueingestellten Praktikanten Cornelius. Wer die Veranstaltungs-Vorbereitungen in (Fast-)Echtzeit verfolgen möchte, der sei auf das Veranstaltungsblog hingewiesen.

von Henriette - Juni 10, 2009 11:49

Juni 09, 2009

Wikimedia Deutschland Blog

Monatsbericht März/April 2009

Folgend der kombinierte Monatsbericht für März und April 2009. Fragen und Kommentare sind wie immer willkommen.

Projekte und Veranstaltungen

Zedler-Medaille

Nach dem Treffen mit den Kooperationspartnern in Frankfurt stehen Termin, Veranstaltungsort und Programmschwerpunkte fest. Das Senckenberg-Museum in Frankfurt ist fest zugesagt. Als Termin für die Verleihung ist der 8. Dezember vorgesehen. In den Magazinen “Spektrum der Wissenschaft”, “Gehirn&Geist” und “epoc” werden im Mai/Juni redaktionelle Anzeigen zur Bekanntmachung des Projektes und als Aufruf zur Teilnahme erscheinen. Auf unserer Website wird jetzt auch über die Zedler-Medaille informiert. Die Jury steht fest und aus der Community hat sich Southpark bereit erklärt, als Jurymitglied das Projekt zu unterstützen. Derzeit in Arbeit: Pressemitteilung zum Start des Projektes u.a. auch an Fachmagazine, Verbandszeitschriften etc. Universitäten und Hochschulen sollen gezielt angeschrieben werden, um das Projekt einem möglichst großen Kreis bekannt zu machen. Nächste Schritte sind weitere Maßnahmen zur Bewerbungs und Gestaltung des Veranstaltungsprogramms.

Generation 50plus

Die Ausschreibung einer befristeten Projektmanager-Stelle wurde erfolgreich zu Ende geführt. Nach Betrachtung von sechs Bewerbungen fiel die Wahl auf Dr. Elvira Schmidt. An der Personalauswahl waren Alice, Henriette und ich beteiligt. Elviras Aufgabe ist es, in den kommenden drei Monaten das Konzept für dieses Projekt weiter auszuarbeiten und die Finanzierung zu sichern. Die Möglichkeit einer Weiterbeschäftigung wurde ihr in Aussicht gestellt, sofern die gestellten Ziele erreicht werden.

Schulprojekt

Die Sponsorensuche für das Schulprojekt geht langsamer voran als ursprünglich erwartet. Im März gibt es mehrere Berichte zum Projek (z.B. Radio Eins, Spiegel Online), die zu einer großen Anzahl an Anfragen von Schulen und Universitäten führen. Gleichzeitig sprechen wir mit einer größeren Zahl an Institutionen, die im Zusammenhang mit Medienkompetenz aktiv sind. Obwohl überall großes Interesse am und Lob für das Projekt bekundet wird, gibt es nur wenige Informationen für eine potenzielle Finanzierung. Für den Mai ist geplant, mit zwei Agenturen zusammenzuarbeiten, die ein professionelles Sponsoringkonzept aufstellen und möglichst auch umsetzen sollen.

Für das Anschieben des Projekts fand eine Ausschreibung statt, die allerdings nur für vier Bewerber attraktiv war. Nach Durchsicht der Unterlagen kam nur ein Kandidat in Frage, der sich allerdings beim persönlichen Gespräch als nicht geeignet herausstellte. Angesichts der bisher noch unsicheren Situation bei der Anschubfinanzierung wird von der für Juni geplanten Anstellung abgesehen.

Wikimedia Conference

Die Wikimedia Conference fand vom 3. bis 5. April 2009 statt. Die Veranstaltung bestand aus dem Chapters Meeting, einem Entwicklertreffen und einer Sitzung des Kuratoriums der Wikimedia Foundation. Über 120 Teilnehmer aus Dutzenden Ländern nehmen daran teil.

Besonders interessant ist bei der Wikimedia Conference die Tatsache, dass mehrere Chapter aus eigenen Mitteln Gelder bereitgestellt haben, um die Teilnahme anderer Chapter an der Veranstaltung sicherzustellen. Auf diesem Wege sind über €8.000 zusammengekommen. In Folge dessen musste der Verein nur wenig Geld als Reisekostenzuschüsse für andere Chapter bereitstellen. Der Haushaltsposten für die Conference wurde nur zu 95% ausgeschöpft.

Im Zusammenhang mit dem Entwicklertreffen werden auch eine Reihe von Software-Projekten ausgeschrieben, für die sich Entwickler aus der Community bewerben können. Für alle Projekte ließen sich bereits im April kompetente Angebote einholen, über die Anfang Mai entschieden werden soll.

Newsletter

Der Newsletter, jetzt unter dem Namen “Wikimedium”, wurde dank Catrins unermüdlichem Engagement rechtzeitig zur Mitgliederversammlung produziert und verteilt. Die elektronische Version kann von unserer Website heruntergeladen werden. Die zweite Ausgabe ist pünktlich zum Vereinsjubiläum am 13. Juni geplant und wird wieder von Catrin mit Unterstützung vieler Helfer produziert. Wer Interesse an der Mitarbeit hat, kann sich gern an redaktion@wikimedium.de wenden.

You & Me

Henriette hat die Vorbereitungen für die Teilnahme von Wikimedia Deutschland an der You & Me begonnen. Neben der Anwerbung von Freiwilligen in der Region gehört auch die Entwicklung eines Standkonzepts dazu, wobei sie von Catrin unterstützt wird.

Nachwachsende Rohstoffe

Ein von Denis initiierter erfolgreicher Artikelmarathon des Projekts NaWaRo in der Wikipedia führt zu einem Schwung neuer Wikipedia-Artikel. Am 24. März fand in Bonn ein Workshop mit Teilnehmern vom Fach statt, der konzentrierte und angeregte Dialog warb neue Teilnehmer und führt zu einigen darüberhinausweisenden Ideen. Für Anfang Mai ist in Berlin eine Autorenschulung geplant, mit der neue Autoren geworben und mit der Arbeit in der Wikipedia vertraut gemacht werden sollen.

Kooperationsentwicklung

Ende März wurde die Kooperation mit der SLUB auf einer Pressekonferenz angekündigt. Voraussichtlich über eine Viertel Million Bilder sollen aus den Beständen der Bibliothek unter einer freien Lizenz veröffentlicht werden. Aus nicht ganz erklärlichen Gründen werden die Details der Kooperation bereits eine Woche vor der Pressekonferenz am 25. März vom Gastgeber der Veranstaltung veröffentlicht. Entsprechend ist die Beteiligung an der Konferenz eher überschaubar.

Nachdem Microsoft die Einstellung der Encarta verkündet hatte, gab es verschiedene Versuche, Microsoft zu einer freien Veröffentlichung der Inhalte zu bewegen. Diese schlugen allerdings fehl. Ebenfalls scheiterte der erste Anlauf beim Bundespresseamt, deren Fotos als freie Inhalte zu gewinnen.

Nächster Fokus bei der Kooperationsentwicklung sind die Personendaten der deutschen Nationalbibliothek. Hierbei ist insbesondere die Möglichkeit interessant, Aktualisierungen aus der Wikipedia in den Datenbestand der DNB übernehmen zu können. Ebenfalls sollen Personendaten von anderen Quellen akquiriert und frei verfügbar gemacht werden.

Neben der inhaltlichen Arbeit sollte ein Schwerpunkt die Erstellung eines Fundraising-Konzepts für dieses Projekt sein. Die Ausarbeitung hat sich bisher als schwierig erwiesen, wird jedoch im Mai unter Zuhilfenahme einer externen Agentur zusammen mit der Umsetzung nachgeholt.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Öffentlichkeitsarbeit im März und April hatte insbesondere das Schulprojekt, die Wikimedia Conference mit Jimmys Besuch in Berlin, die Kooperation mit SLUB, das Ende der Encarta, Phorm, die Kooperation zwischen Foundation und Orange sowie die Lizenzabstimmung im Fokus. Für die Wikimedia Konferenz und Jimmys’ Aufenthalt in Berlin waren Vorbereitungen zu Interviews nötig, zahlreiche Pressegespräche im Vorfeld und die Zusammenstellung von Basisinformationen für Journalisten. Diverse Berichte entstanden u.a. Radio Berlin-Brandenburg, Deutsche Welle, WDR, Die Welt, Tagesspiegel, Morgenpost, Freitag etc. In mehreren Fernsehbeiträgen, darunter ein Auftritt von Jimmy Wales beim ARD-/ZDF-Morgenmagazin und ein Beitrag zu den Personen hinter Wikipedia bei 3sat, wurde Wikipedia thematisiert. Diese Beiträge wurden von Catrin initiiert und begleitet. Desweiteren gab es einen ganztägigen Dreh bei Wikimedia in Berlin für ZDF Infokanal.

Stark überarbeitet wurde im März die Gestaltung des Tätigkeitsberichts. Als Aushängeschild für Spender, Mitglieder und Förderer wird von einer externen Grafikerin ein neues Layout entworfen. Der Tätigkeitsbericht soll dieses Mal gedruckt und an Spender und interessierte Mitglieder und Freunde mit einer Spendenaufforderung und der aktuellen Ausgabe der Wikimedium verschickt werden.

Interna

Mitgliederversammlung

Am 21. März fand in Berlin die Mitgliederversammlung statt. Nicht nur bei der Zahl der zur Diskussion gestellten Anträge sondern auch bei der Beteiligung der Mitglieder mittels Briefwahl oder Teilnahme an der eigentlichen Veranstaltung werden Rekorde aufgestellt. Trotz der umfangreichen Teilnahme kommt es aber kaum zu inhaltlichen Diskussionen bezüglich der Projekte und Programme des Vereins.

Direkt anschließend an die Mitgliederversammlung wird innerhalb der Wikipedia ein Bericht von einem Vereinsmitglied veröffentlicht. Seitens des Vereins wird auf der Mailingliste über die Ergebnisse berichtet und den Mitgliedern in einer separaten Mail das Protokoll zur Verfügung gestellt. Auf eine eigene Pressemitteilung wird mangels inhaltlicher Diskussionen auf der Mitgliederversammlung und Prioritätenkollision durch die ungeplant voreilige Veröffentlichung der SLUB-Kooperation abgesehen.

Foundation

Im Zuge des Chapter-Meetings verkündete Mike Godwin, Anwalt der Foundation, dass es demnächst einen neuen Vertrag zwischen Chapter und Foundation geben wird. Der erste Entwurf wurde im April veröffentlicht. Er sieht, im Vergleich zu den bestehenden Vereinbarungen, insbesondere für Wikimedia Deutschland einige Verschlechterungen vor. Ich habe auf Empfehlung von JBB eine Anwaltskanzlei in San Francisco beauftragt, uns pro bono bei diesem Thema zu beraten und dazu beizutragen, eine angemesseneren Entwurf vorzubereiten.

Finanzen

Einnahmen

Bis zum 30. April haben wir €86.785,46 an nicht-gebundenen Spenden eingesammelt. Zum Vergleich: letztes Jahr hatten wir diese Summe erst im September erreicht. Hierzu hat auch ein außergewöhnlich guter März beigetragen. An zweckgebundenen Spenden haben wir €8.363,25 von anderen Chaptern für die Wikimedia Conference erhalten. Weitere Einnahmen waren Lizenzzahlungen mit einer Gesamthöhe von €30.000.

Die Gesamteinnahmen für den Zeitraum 1. Januar bis 30. April beliefen sich auf €145.345,24.

Ausgaben

Auf der Ausgabenseite spielte insbesondere die Wikimedia Conference eine große Rolle. Die Gesamtausgaben für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. April beliefen sich auf €161.111,48. Weitere €50.000 sind für Investitionen für Toolserver und OSM reserviert. Verwaltungskosten machen weniger als 30% der Gesamtausgaben aus.

Personal

Thomas Holbach war vom 1. März bis 30. April als Praktikant für uns tätig. Sein primärer Aufgabenbereich war die Wikimedia Conference, dort insbesondere die Betreuung der Teilnehmer und Unterstützung von Henriette und Daniel bei inhaltlicher und logistischer Planung.

Niko Becker hat uns zum 5. Mai leider aus Zeitgründen verlassen müssen. Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals für seinen engagierten Einsatz bedanken. Niko war unser Mitarbeiter der ersten Stunde in Berlin und hat uns von Anfang an mit Begeisterung und Ausdauer unterstützt. Wir werden ihn alle im Büro vermissen. Seine Stelle konnten wir Ende April mit Gerrit Holz neu besetzen.

Sonstiges

Für das Jahr 2009 sieht der Veranstaltungsausblick bisher so aus:
Juni: 5 Jahre Wikimedia Deutschland
Juli: You and Me
August: Wikimania 2009
September: Wikipedia Academy (?)
Oktober: Quadriga, Fundraising-Kampagne
Dezember: Zedler-Medaille

von Sebastian - Juni 09, 2009 10:10

Monatsbericht Februar 2009

Mit einiger Verspätung veröffentliche ich heute den Monatsbericht der Geschäftsführung für Februar 2009. März und April folgen auch gleich. Fragen und Kommentare sind wie immer willkommen.

Projekte

Zedler-Medaille

Die Vorbereitungen für die diesjährige Verleihung der Zedler-Medaille wurden fortgesetzt. Hauptziel im Februar war die Abstimmung des Termins und des Veranstaltungsortes. Im März ist in Frankfurt ein Treffen mit den anderen Projektteilnehmern geplant, um diese offenen Punkte zu klären.

Schulprojekt

Um potenzielle Partner für das Schulprojekt anzusprechen, haben Catrin und ich an der Didacta in Hannover teilgenommen. Wir haben mehrere Gespräche geführt, darunter mit einem Vertreter von NILS, die Landesmedienberater in Niedersachsen. Die ersten Exposéentwürfe wurden erweitert und Interessenten zur Ansicht gezeigt.

Wikimedia Conference

Die Vorbereitungen für die Wikimedia Conference wurden fortgesetzt. Die logistische Planung lag bei Henriette Fiebig. Inhaltlich war Daniel Kinzler für das Programm des Entwickler-Meetings und Guillaume Paumier für das Programm des Chapter-Meetings verantwortlich. Als Veranstaltungsort für letzteres konnten die T-Labs gewonnen werden, die uns kostenlos zur Verfügung gestellt wurden.

Newsletter

Pünktlich zur Mitgliederversammlung soll es wieder einen Vereins-Newsletter geben. Die inhaltliche Konzeption lag bei Catrin mit Zuarbeiten von einigen Vorstandsmitgliedern, Mitarbeitern und Freiwilligen. Als Medium haben wir eine gedruckte Zeitung im Berliner Format gewählt, die auch online verfügbar gemacht werden soll. Schwerpunkt der ersten Ausgabe sind die letzten Monate, insbesondere der Umzug, die Spendenkampagne, pediapress und die Zedler-Medaille.

Kooperationsentwicklung

Mathias hat seine Arbeit mit der SLUB und weiteren potenziellen Partnern fortgesetzt. Bei SLUB sollte es kurzfristig eine Einigung geben, sodass schon im März erste Bilder auf Commons verfügbar sein könnten.

Öffentlichkeitsarbeit

Im Februar waren das neue pediapress-Angebot in der Wikipedia und der “falsche Wilhelm” bedeutende Schlagzeilen. Letzteres Thema bot uns die Möglichkeit, für das Schulprojekt und insbesondere die damit verbundene Förderung von Medienkompetenz zu werben. Aus dem Wikipedia Pressespiegel lässt sich entnehmen, dass Wikipedia in über 40 Meldungen Thema war. Catrin war an der Vorbereitung vieler dieser Artikel instrumental beteiligt.

Finanzen

Abschluss 2008

Der Jahresabschluss 2008 wurde rechtzeitig zur Mitgliederversammlung fertiggestellt. Die Gesamteinnahmen für das Jahr betrugen €443.955,55 (Vorjahr: €289.393,29, +53,4 %). Davon waren €375.876,48 Einnahmen aus Spenden und €30.000,00 Einnahmen aus Lizenzerlösen (Spiegel Wissen, etc.). Die Gesamtausgaben für das Jahr betrugen €344.444,35 (Vorjahr: €143.089,62, +141 %) bei Abschreibungen von €59.819,40, woraus sich ein Überschuss von €99.511,20 ergab.

Investitionen

Wir haben im Februar in Folge des Vorstandsbeschlusses vom 12. Januar Server bestellt. Diese Investitionen haben sich bisher auf €15.836,39 belaufen.

Personal

Sören Brandes wurde am 26. Februar als Werkstudent eingestellt.

Die Geschäftsführersuche wurde fortgesetzt. Nach Aussprache innerhalb der Personalfindungskommission wurde festgelegt, Angebote von einer Personalberatung einzuholen. Ein erstes mündliches Angebot konnte eingeholt werden. Für den 1. März wurde ein Treffen angesetzt, um die weitere Vorgehensweise festzulegen.

Sonstiges

Für das Jahr 2009 sieht der Veranstaltungsausblick bisher so aus:
März: CeBIT, Mitgliederversammlung
April: Wikimedia Conference
Juni: 5 Jahre Wikimedia Deutschland
Juli: You and Me
August: Wikimania 2009
September: Wikipedia Academy (?)
November: Zedler-Medaille, Quadriga

von Sebastian - Juni 09, 2009 10:00

Juni 08, 2009

Elvis untot

piratenblog


Christian Engström hat jetzt auch einen deutschen Wikipediaartikel.

Posted in europa, piraten, piratenpartei, wahl, wiki, wikipedia

von piratenblog - Juni 08, 2009 12:38

Juni 05, 2009

Wikimedia Deutschland Blog

“Generation 50plus” - es geht weiter

Aus unserer Ausschreibung einer befristeten Projektplanerstelle für das Projekt Generation 50plus konnten wir mit Dr. Elvira Schmidt im Mai erfolgreich eine Kandidatin auswählen, die uns in den nächsten drei Monaten unterstützen wird.

Elvira Schmidt wird sich in ihrer Arbeit insbesondere auf die Schwerpunkte Projektkonzept, Umsetzungsplanung und Finanzierung konzentrieren. Sie erfüllt die hierfür formulierten Anforderungen durch ihre didaktische Ausbildung als Mathematik- und Geografielehrerin sowie ihre Erfahrung im Bildungsbetrieb und in der Projektarbeit auf ausgezeichnete Art und Weise. Aus ihren Tätigkeiten für den ARGUS e.V. hat sie umfangreiche Kenntnisse der öffentlichen Förderverfahren erlangen können. Gleichzeitig besticht sie mit ihrer Internetaffinität, wodurch sie in der Lage ist, die besonderen Herausforderungen des Projekts zu erkennen und angemessen zu adressieren.

Es ist mir eine große Freude, Elvira Schmidt im Team begrüßen zu dürfen. Wenn ihr Interesse am Projekt Generation 50plus habt, könnt ihr per E-Mail an elvira.schmidt@wikimedia.de Kontakt mit ihr aufnehmen.

von Sebastian - Juni 05, 2009 12:15

Juni 04, 2009

Thoken

[Foundation-l] Google Wave and Wikimedia projects

http://lists.wikimedia.org/pipermail/foundation-l/2009-May/052135.html -- mailing list thread
http://en.wikipedia.org/wiki/Google_Wave
Serverkapazität und Berücksichtigung der Privatsphäre sprechen dagegen, dass demnächst "auf WP-Welle" editiert wird.

von thoken - Juni 04, 2009 08:06

Juni 03, 2009

Wikimedia Deutschland Blog

Ausschreibung die zweite - Geschäftsführer m/w gesucht

Nachdem im ersten Anlauf die Stelle eines Geschäftsführers nicht besetzt werden konnte, startet - nach einigen Verzögerungen - nun die zweite Runde der Stellenausschreibung.

Die Zusammensetzung der Personalfindungskommission wurde durch den neuen Vorstand geändert. Geleitet wird sie durch Jenny Grabe, dazu kommen André Darmochwal, Harald Krichel, Jürgen Lüdeke und Philipp Birken. Außerdem konnte Kurt Jansson, der bis zur letzten Mitgliederversammlung Erster Vorsitzender des Vereins war, wieder als Kommissionsmitglied gewonnen werden.

Da der Vertrag über die Interims-Geschäftsführung mit Sebastian Moleski zum 31. Juli 2009 ausläuft, werden wir den Bewerbungsprozess zügig vorantreiben. Die Bewerbungsfrist endet am 13. Juni 2009. Alle Bewerbungen, die uns seit der letzten Runde erreicht haben, sind bereits in den Bewerberpool aufgenommen, werden also selbstverständlich berücksichtigt.

von Jenny - Juni 03, 2009 07:40

Juni 02, 2009

Arne Klempert (Akl)

Endlich meine Generation-Irgendwas gefunden

Am vergangenen Samstag bin ich beim Einkaufen in die Wanderausstellung “Das Jahrhundert des Computers” gestolpert.

Nicht fehlen durfte dabei ein C64. Auf einem solchen Gerät habe ich mein erstes Computerprogramm geschrieben, das nicht als Übungsaufgabe gedacht war. Leicht benebelt von der Erinnerung an sechs Wochen Sommerferien mit dem Basic-Handbuch musste ich auch noch kurz innehalten an einem PET 2001 und einem IBM-PC.

Auf diesen Geräten durfte ich später (sic!) in der Schule lernen. Zu allen drei Geräten habe ich eine besondere Bindung (etwas, das meinem Amiga 500, meinem 386SX-25, meinem Power Mac G3 oder den ihnen folgenden, namenlosen Kisten nicht vergönnt war), die stärkste aber zum C64.

Diese beim Wochenend-Einkauf aufgefrischte Erinnerung wird wohl noch ein wenig anhalten. Denn heute ruft Christian Stöcker bei SpOn die “Generation C64” aus. Mit der Generation Golf mochte ich mich nie so recht anfreunden, aber mit einer “Generation C64″ kann ich mich prima identifizieren - auch weil sie eine politische zu sein scheint.

Der Artikel ist übrigens völlig unabhängig vom Lebensalter lesenswert, und um Computer geht es dabei auch nur am Rande: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,628017,00.html

von Arne Klempert - Juni 02, 2009 09:20

Mai 30, 2009

Wikimedia Deutschland Blog

Kirchentag und Web 2.0 – ein Widerspruch der Kulturen?

Am Rande des evangelischen Kirchentages in Bremen gab es dieses Jahr ein Barcamp zum Thema “Kirchentag und Web 2.0″, bei dem ich einen Vortrag über die Wikipedia gehalten habe.
Auf diesem Barcamp hatten sich eine Reihe von christlichen und zugleich netzaffinen Benutzern versammelt, um einem Publikum von bis zu 30 Leuten einen Tag lang Vorträge und Diskussionen (Programm) zu diesem Thema anzubieten. Zuvor war auf der Vereinsmailingliste angefragt worden, ob Wikimedia testweise vertreten sein wolle, wozu ich mich in diesem Jahr bereiterklärt hatte.
Das Publikum bestand vorwiegend aus jungen Kirchentagsbesuchern, die über Mundpropaganda von dem Barcamp erfahren hatten. Außerdem waren einige evangelische Theologen anwesend, die sich anscheinend schon mit dem Thema Web 2.0. beschäftigt hatten. Zudem waren Vertreter von anderen Einrichtungen, die den Dialog zwischen Kirche und Web 2.0 suchen, unter den Zuhörern.
Die anschließenden, sogar die Vortragszeit sprengenden Diskussionen offenbarten das geweckte Interesse des Publikums an Wikimedia und waren insofern erfolgreich, als dass ich einige neue Anregungen bekommen habe, wobei insbesondere der Umgang mit Neulingen aus eigener Erfahrung kritisiert worden ist.
In diesem Zusammenhang erhielt die Idee des Mentorenprogramms positive Resonanz.  Außerdem haben einige Besucher angekündigt, Vereinsfördermitglieder zu werden und sich Benutzeraccounts anzulegen, um selbst Artikel zu verbessern. Das stellt gerade für das theologische Themenfeld eine Bereicherung dar, weil so auch gebildete Theologen für fundiertes Wissen in den häufig umstrittenen Themenbereichen sorgen können. Ein Erkenntnisgewinn ist auch, dass das Wikimedium als Informationsquelle sehr ansprechend ist und gut angenommen wurde.
Der Austausch zwischen Kirche und Web 2.0 wirkt insgesamt aber noch recht holprig, da es sich nach wie vor um zwei sehr verschiedene Kulturkreise handelt. Das zeigt sich daran, dass das offizielle Kirchentagsprogramm dieses Themenfeld noch nicht aufgegriffen hat. Mir scheint dieser Dialog jedoch sehr wichtig zu sein, weshalb ich mich an Überlegungen und Planungen zu einem möglichen, auch im offiziellen Kirchentagsprogramm verzeichneten Auftritt auf dem ökumenischen Kirchentag 2010 in München, wieder beteiligen werde. Für Meinungen und Anregungen bin ich sehr dankbar.

von buecherwuermlein - Mai 30, 2009 03:03

Mai 28, 2009

DaB.

Toolserverausfall

Auf Grund eines unbekannten Netzwerkproblems ist der komplette Toolservercluster (mit Ausnahme des Servers Amaranth) momentan offline. Aktuell kann nicht abgeschätzt werden, wann der Schaden repariert sein wird.

Update:Der Toolserver steht wieder zur Verfügung. Problem war wohl ein defekter Port am Switch.

von DaB. - Mai 28, 2009 06:44

Mai 27, 2009

Elya & Raymond

Wo bitte kann ich meine (Geo)Daten abgeben?

Vortrag im Forschungszentrum ceasar, Bonn
Vortrag im Forschungszentrum ceasar, Bonn

Gestern war ich auf der Konferenz „OpenStreetMap im Rheinland“ und habe dort einen Vortrag zum Thema „OSM meets MediaWiki“ gehalten: Über die Einbindung von OSM-Karten in MediaWiki, die Planungen bezüglich eigener Kartenserver und dem Karten-Toolserver, die Wikimedia Deutschland bestellt hat (Folien auf Wikimedia Commons).

Das spannendste waren aber die Gespräche am Rande und die Diskussionsrunde zum Schluss. Stefan Wink von Straßen.NRW, dem Landesbetrieb für Straßenbau in Nordrhein-Westfalen, erzählte erfrischend offen, warum sie letztes Jahr ihre Geodaten freigegeben haben, damit OSM sie verwenden kann: weil sie schon vom Bürger durch Steuergelder bezahlt worden sind.

Das Erfreuliche war zudem, dass die Erwartungen von Straßen.NRW erfüllt wurden: Die OSM-Community hat sich der Daten dankbar angenommen und Fehler in den Daten an die Behörde zurückgemeldet. Ein Prozess, den wir bereits von der Zusammenarbeit mit der Deutschen Nationalbibliothek und dem Bundesarchiv kennen.

Ein weiteres Highlight war die Frage eines Teilnehmers, der für einen großen Verkehrsverbund an der Konferenz teilgenommen hat:

     „Wo bitte kann ich meine Daten abgeben?“

Jochen Topf von der Geofabrik hat die Frage dankbar aufgegriffen und ich bin sicher, dass sie schon bald gemeinsam eine Lösung zum Import der Daten präsentieren werden.

Ich hoffe, dass in Zukunft noch viele Behörden, Firmen und Institutionen bei den freien Projekten anklopfen und fragen: „Wo bitte kann ich meine Daten abgeben?“

(Ray)

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Mai 27, 2009 06:42

Mai 24, 2009

Wikimedia Deutschland Blog

Arne Klempert im Board of Trustees

Arne Klempert, Gründungs- und langjähriges Vorstandsmitglied von Wikimedia Deutschland und bis September 2008 Geschäftsführer des Vereins, wurde in das Board of Trustees berufen, den Vorstand der Wikimedia Foundation.

Im Frühjahr 2008 beschloss das Board eine Erweiterung des Gremiums auf zehn Sitze.  Zwei der Sitze sind demnach von den nationalen Sektionen (Chapter) nach einem gemeinsamen Auswahlprozess zu besetzen. Neben Wikimedia Deutschland beteiligten sich 21 weitere Wikimedia Sektionen an der Auswahl und Nominierung. Neben Arne als neuem Mitglied wurde Michael Snow, der bereits seit Ende 2007 Mitglied im Board ist, aufgestellt. Jan-Bart de Vreede, der zweite Vorsitzende des Boards, bestätigte am Freitag auf der Mailingliste der Foundation die Bestellung beider bis Ende Juli 2010.

Herzlichen Glückwunsch zu deiner neuen Aufgabe, Arne!

von Alice - Mai 24, 2009 06:59

Der neue Vorstand konstituiert sich und setzt sich Ziele

Standing Ovations für Kurt Jansson - die Mitglieder
Standing Ovations für Kurt Jansson - die Mitglieder
Nachdem dieses Jahr bereits jede Menge über Projekte und Veranstaltungen berichtet wurde, möchten wir an dieser Stelle den Fokus auf die bisherigen Entwicklungen im Vorstand richten.

Mit der Wahl des neuen Vorstands, im Rahmen der am 21. März 2009 in Berlin stattgefundenen Mitgliederversammlung, ging eine wesentliche Änderung der Führungsspitze einher. In der Wahl zum Ersten Vorsitzenden unterlag der seit 2004 amtierende Mitbegründer des Vereins, Kurt Jansson, dem bisherigen Zweiten Vorsitzenden, Sebastian Moleski.

Erneut in den Vorstand gewählt wurden: Alice Wiegand (Zweite Vorsitzende), André Darmochwal (Schatzmeister), Tim Bartel und Philipp Birken; neu hinzugekommen sind: Jürgen Lüdeke (Schriftführer), Maria Schiewe, Jenny Grabe, Harald Krichel sowie Michail Jungierek, der bereits zum zweiten Mal Vorstandsmitglied ist. Wie in den Jahren 2004 – 2007 umfasst das Gremium nun wieder zehn Mitglieder.

Standing Ovations für Kurt Jansson - die Vorstandskollegen
Standing Ovations für Kurt Jansson - die Vorstandskollegen
Mit dem Ausscheiden Kurt Janssons geht eine Ära zu Ende, denn er war maßgeblich am Aufbau und der bisherigen Entwicklung des Vereins beteiligt. Und so mischen sich unter die Dankbarkeit für Kurts geleistete Arbeit auch Wehmut bei seinen langjährigen Vorstandskollegen. Nun ist es an Sebastian Moleski, den Verein erfolgreich weiterzuführen. Die personellen Veränderungen bringen frischen Wind in den Vorstand, allerdings auch die Aufgabe, sich als neues Team zusammenzufinden. Dieser stellen wir uns jedoch gern. Bedingt durch die Größe des Vorstandes bestand die erste Herausforderung darin, einen Termin für die traditionelle Vorstandsklausur zu finden.

Um möglichst schnell handlungsfähig zu sein, fand am 26. April ein erstes Treffen zur Konstituierung statt. Am 16. und 17. Mai war es dann soweit, der neu gewählte Vorstand traf sich zu seiner ersten Klausurtagung in Fürstenwalde (Spree). Ein Wochenende lang beschäftigten wir uns einerseits mit organisatorischen und strukturellen Fragen und andererseits mit der Ziel- und Schwerpunktsetzung für die Vereinsaktivitäten der nächsten Jahre. Ziel war es, eine gemeinsame Vision zu erarbeiten, wo wir Wikimedia Deutschland langfristig sehen. Das heißt, wir entwickelten eine Vorstellung davon, wie der Verein mit seinen Programmen und Initiativen, die Wikimedia-Inhalte sowie die Idee des Freien Wissens allgemein, zukünftig wahrgenommen werden sollen.

Der Vorstand 2009 (90%)
Der Vorstand 2009 (90%)

Im Rahmen umfangreicher Diskussionen erarbeiteten wir zunächst Vision Statements für die verschiedenen Interessensgruppen von Wikimedia (Leser, Autoren, Medien, Bildungswesen etc.). Um in einem nächsten Schritt konkrete Ziele festlegen und Maßnahmen ableiten zu können, definierten wir verschiedene Tätigkeitsbereiche. Im Einklang mit den Satzungszielen setzten wir Verantwortungsbereiche (Ressorts) fest und ordneten diese nach Fähigkeiten und Interesse den Vorstandsmitglieder zu. Mit der Festlegung von Ressorts wollen wir mehr Klarheit und Transparenz in den Verantwortlichkeiten schaffen. Nach außen soll sichtbar sein, welches Vorstandsmitglied für welches Themenfeld verantwortlich ist. Damit greifen wir auch einen oft geäußerten Wunsch der Mitglieder auf. Die Ressorts sowie deren Zuordnung zu den Vorstandsmitgliedern werden wir demnächst auf der Vereinswebsite veröffentlichen.

Die Entwicklung einer Vision, auf die wir gemeinsam hinarbeiten wollen, ist ein wichtiger Meilenstein für den Verein und Grundlage für seine weitere Entwicklung. Im Nachgang zur Klausur werden sich die Vorstandsmitglieder in kleineren Gruppen zusammenfinden, um für die Ressorts konkrete Ziele zu formulieren. Da es uns sehr wichtig ist, die Mitglieder und Freunde des Vereins aktiv in die Diskussionen einzubinden, freuen wir uns darauf, euch die Vision sowie die Zielsetzungen vorzustellen und diese gemeinsam zu diskutieren. Wir haben viel vor und möchten dies gern weiterhin zusammen mit euch realisieren. Details dazu werden wir im Juni bekannt geben.

Jenny & Harald

Fotos: Elke Wetzig und Jürgen Lüdeke

von Jenny - Mai 24, 2009 02:11

Mai 22, 2009

Peter Schloemer (Dapete)

Creative Commons kommt

Die Abstimmung über die Relizensierung von Wikipedia und der anderen Wikimedia-Projekte von der GFDL auf Creative Commons ist zu Ende. Das Ergebnis: Dafür waren 13.242 (75,8 %), dagegen 1.829 (10,5 %) und 2.391 (13,7 %) hatten keine Meinung dazu. Auf der Foundation-Mailingliste hat jemand darauf hingewiesen, dass die Enthaltungen eigentlich nicht gezählt werden sollen; dann waren sogar 87,9 % dafür und 12,1 % dagegen.

Die Foundation hat nicht geschlafen und noch am gleichen Tag einen Beschluss gefasst, die Relizensierung zum 15. Juni 2009 durchzuführen.

Auch wenn ich unter denen war, die dagegen gestimmt haben – ich muss nicht wiederholen warum, das hatte ich ja ausführlich beschrieben –, freue ich mich. Die neue Lizenz ist, selbst wenn meine Bedenken berechtigt sind, für die Nachnutzung deutlich einfacher und eröffnet auch die Möglichkeit, mehr Inhalte zu importieren.

von Peter Schlömer - Mai 22, 2009 03:22

Elvis untot

piratenblog


…da ist tatsächlich der Artikel zu Neon Genesis Evangelion der Artikel des Tages in der deutschsprachigen Wikipedia.

Hmmm, wenn ich dran denke, wie ich die Serie zum ersten Mal gesehen habe, wir hatten einen Raum mit einem ausrangierten Beamer (3 getrennte Röhren, es hat mindestens 3 Personen gebraucht das Teil zu schleppen), die japanischen Laserdiscs und jeder einen Zettel mit dem übersetzten Script.

Ich finde es nur schade, dass ich es bei der letzten Connichi nicht gepackt habe die Typen von Gainax dazu zu überreden, dass wir Material von ihnen unter einer freien Lizenz bekommen.

Posted in anime, gainax, wiki, wikipedia

von piratenblog - Mai 22, 2009 01:44

Mai 15, 2009

Wikimedia Deutschland Blog

Der Deutschlandfunk und das kommerzielle Missverständnis

Update: Ich hatte eben ein kurzes, aber nettes Telefonat mit Herrn Müller-Ullrich, der sich entschuldigt hat. Er hat wohl auch eine ganze Reihe von Mails bekommen. In der heutigen Sendung wird es eine kurze Richtigstellung geben, die auch dem Online-Artikel hinzugefügt wird. Vielen Dank für die prompte Reaktion.

Durch einen Hinweis von Mathias und dem kurz darauf folgenden Blogposting bei netzpolitik.org von Markus Beckedahl bin ich gestern auf den Beitrag “Freie Enzyklopädie?” von Burkhard Müller-Ullrich aufmerksam geworden.

Dieser wurde im Rahmen der Sendung “Kultur heute” des Deutschlandfunks ausgestrahlt (MP3) und hat mich so verärgert, dass ich meinem Unmut in einer E-Mail an den Leiter der Onlineredaktion Luft gemacht habe.

Sehr geehrter Herr Dr. Meyer,

mit wachsendem Unbehagen habe ich den Online-Artikel “Freie Enzyklopädie?” von Burkhard Müller-Ullrich (online abzurufen unter http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/965806/) gelesen, der in dieser Version ja leider auch ausgestrahlt wurde.

Der Beitrag scheint auf einer Reihe von Missverständnissen zu basieren und enthält Fehler. Es ist sehr bedauerlich, dass kein Kontakt zur Wikimedia Foundation oder zum Wikimedia Deutschland e.V. gesucht wurde.

Die wichtigsten Kritikpunkte:

  • Der Autor behauptet, dass alle Autoren der Wikipedia ihre Texte unter die GPL-Lizenz stellen. Das ist faktisch falsch. Sämtliche Texte unterliegen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation (GFDL).
  • Die Wikipedia hat es sich seit ihrer Gründung zur Aufgabe gemacht, Freie Inhalte zu schaffen. Unser Verständnis von Freiheit umfasst die folgenden Punkte:
    • Die Wiederveröffentlichung der Inhalte und deren Verbreitung muss erlaubt sein. Eine Nachnutzung ist explizit erwünscht.
    • Die Veröffentlichung abgewandelter Inhalte muss erlaubt sein.
    • Die kommerzielle Nutzung muss erlaubt sein.
  • Auch die GFDL erlaubt selbstverständlich die kommerzielle Nutzung. Die Wahl fiel zur Gründung auf diese Lizenz, weil es 2001 keine sinnvollen und einfacheren Alternativlizenzen gab, die unseren Zwecken genügt hätten.
  • Es steht innerhalb der Wikipedia NICHT zur Diskussion, die ganze Palette der Creative-Commons-Lizenzen zu nutzen. Das wäre auch rechtlich überhaupt nicht möglich. Zur Diskussion steht einzig und allein die Doppellizenzierung der Inhalte unter der GFDL und der Creative-Commons-Lizenz “Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0″ (CC-BY-SA), die in Zusammenarbeit mit der Free Software Foundation (FSF) möglichst “GFDL-nah” ausgestaltet wurde. Beide Lizenzen streben genau das gleiche Ziel an, die CC-BY-SA ist für Nachnutzer aber deutlich praktikabler. Anstatt den gesamten Lizenztext beizulegen, reicht die Angabe eines Links, der auf diesen verweist.
  • Nur um das noch einmal zu betonen: Selbstverständlich war immer eine kommerzielle Nutzung der Inhalte der Wikipedia möglich und selbstverständlich wurde in der Vergangenheit die geltende, sehr unpraktikable GFDL-Lizenz - im Gegensatz zur im Artikel aufgestellten Behauptung - von den Nachnutzern in den meisten Fällen eingehalten. Als Beispiele seien nur die verschiedenen CD- und DVD-Ausgaben der Wikipedia oder das gedruckte Wikipedia-Lexikon in einem Band genannt, die alle von kommerziellen Nachnutzern erstellt und vertrieben werden.

    Die letzte Wendung des Beitrags ist schließlich für mich gar nicht mehr nachzuvollziehen. Hier werden munter unfreie Gratis-Inhalte ins Spiel gebracht und Wikipedia-Autoren unterstellt, dass sie eine Vergütung für die Schaffung Freier Inhalte wünschen oder erwarten würden, sofern die erstellten Inhalte kommerziell genutzt würden. Mir ist ja bewusst, dass die Gemeinschaft der Wikipedia-Nutzer oftmals für Außenstehende eine schwer zu durchschauende Masse darstellt - aber solche unbelegten Thesen aufzustellen, die mit der Realität augenscheinlich wenig zu tun haben, ist dann doch ein starkes Stück.

    Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich in diesem Artikel die im Gegensatz sonst beim Deutschlandfunk positiv hervorstechende Qualität der Beiträge *stark* vermisst habe.

    Enttäuscht, Tim Bartel.
    Mitglied des Vorstands Wikimedia Deutschland e.V.

Ich bin gespannt ob ich eine Antwort erhalte und ob der Artikel nachgebessert wird.

Die Veröffentlichung des Ergebnis der Abstimmung über die Änderung der Lizenzbestimmungen, an der sich über 18.000 Wikipedianer beteiligt haben, wird für heute in Kürze erwartet.

von avatar - Mai 15, 2009 07:19

Mai 12, 2009

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia Deutschland wird 5

Dieses Jahr wird Wikimedia Deutschland 5 Jahre alt. Dazu möchten wir euch gern einladen:

* Wann? – Samstag, 13. Juni 2009, ab 19 Uhr
* Wo? – c-base in Berlin
* Wie? - groß, lustig und mit einigen Überraschungen

Wir bieten eine Rallye/Schnitzeljagd durch Berlin, leckeres Barbecue (Motto: „Hier grillt der Vorstand!“) und eine entspannte Atmosphäre unter den Mitgliedern und Freunden des Vereins. Details gibt es unter http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:5_Jahre_WMDE.

Wir freuen uns auf euch!

von Sebastian - Mai 12, 2009 01:23

Mai 07, 2009

Wikimedia Deutschland Blog

Was der Verein 2008 getan hat

Wikimedia Deutschland veröffentlicht, wie andere Vereine auch, jedes Jahr einen Tätigkeitsbericht. Darin stellen wir unsere Projekte und Aktivitäten des vergangenen Jahres vor und geben auch einen Ausblick für die Zukunft. Der Tätigkeitsbericht 2008 ist jetzt fertig und online verfügbar. Ein paar Highlights daraus:

  • der Verein hat das Schulprojekt zur Förderung von Medienkompetenz neu aufgelegt und das Projekt Generation 50plus zur stärkeren Einbindung älterer Generationen in die Artikelarbeit gestartet
  • auf der YOU präsentierten wir Wikipedia als freie Online-Enzyklopädie und klärten über die angemessene Nutzung auf
  • in Zusammenarbeit mit Wissen Media wurde eine einbändige Ausgabe der populärsten Artikel aus der Wikipedia gedruckt veröffentlicht
  • durch eine Kooperation mit dem Bundesarchiv sind über 100.000 Bilder unter einer freien Lizenz veröffentlicht worden
  • mit der Verleihung der Zedler-Medaille haben wir gemeinsam mit Spektrum der Wissenschaft und der Mainzer Akademie der Wissenschaften und Literatur wissenschaftliche Artikel für die Wikipedia ausgezeichnet
  • die Wikipedia Academy festigte im Rahmen des Jahres der Mathematik die Beziehungen zwischen Verein, Community und Wissenschaftsbetrieb
  • die in Zusammenarbeit mit Wikimedia France und der Wikimedia Foundation entwickelten Gesichteten Versionen sind in der Wikipedia live gegangen und haben dort zur Verbesserung der Qualität beigetragen
  • die Arbeit in den Wikimedia-Projekten wurde mit Literaturstipendien, einem Digitalisierungsbudget und Mitteln für Community-Veranstaltungen unterstützt
  • Investitionen in unsere technische Infrastruktur haben sichergestellt, dass Benutzern der Wikipedia und Commons wichtige Werkzeuge erhalten bleiben
  • die Mitgliederzahl hat sich um ca. 19 % und die Spendeneinnahmen haben sich um ca. 40 % erhöht

Details zu all diesen Punkten und vieles mehr gibt es im vollständigen Tätigkeitsbericht 2008. Eine gedruckte Version ist auf Anfrage erhältlich.

von Sebastian - Mai 07, 2009 01:29

Mai 04, 2009

Arne Klempert (Akl)

Beim PolitCamp infiziert

Muss mich am Wochenende auf dem PolitCamp wohl irgendwie infiziert haben.

  1. Habe heute als einer der ersten 100 Mitzeichner meinen Otto unter die Petition Internet - Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten gesetzt. Hat ganz schön Überwindung gekostet, diese “gammelige Software” zu bedienen.
  2. Eben habe ich mich auch noch der Aktion Politiker-Stopp - Jetzt wird zurück zensiert angeschlossen und diese Seite vor den “Internet-Ausdruckern” versteckt. Ätsch!
  3. Jetzt blogge ich darüber. Habe ich eine halbe Ewigkeit nicht mehr gemacht.
  4. Und gleich werde ich auch noch microbloggen.

Kinder, Kinder, so politisch aktiv war ich ja seit Jahren nicht mehr.

von Arne Klempert - Mai 04, 2009 10:50

Mai 02, 2009

Elvis untot

piratenblog


Die Piratenpartei braucht noch Unterschriften, damit sie an den Bundestagswahlen teilnehmen kann

-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-

So, mal sehen wie lange sich ein Stub über die “World’s Most Influential Person 2008″ in der deutschsprachigen Wikipedia hält.

Er ist klein, hat Quellen und geht um eine Internetpersönlichkeit.

http://de.wikipedia.org/wiki/Moot_(Person)

Artikeltext (V1.0)

moot, echter Name Christopher Poole[1] ist der Administrator des Imageboards 4chan, das er 2003 mit 15 Jahren gründete. Er war als Redner zu verschiedenen Konferenzen eingeladen, wie z.B. der re:publica’09[2] . Er wurde Ende April 2009 von Time zur “World’s Most Influential Person 2008″ [3] ernannt.

Quellen

  1. http://www.time.com/time/business/article/0,8599,1821435-2,00.html
  2. Text zu moot auf der re:publica
  3. Time: The World’s Most Influential Person Is…

Artikel eingestellt:13:45, 2. Mai 2009

Posted in 4chan, imageboard, web20, wiki, wikipedia

von piratenblog - Mai 02, 2009 11:46

April 30, 2009

Wikimedia Deutschland Blog

Heranwachsen mit dem Social Web

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat gestern mit einer Pressemitteilung und Pressekonferenz die ersten Ergebnisse einer Studie über die Nutzung des “Social Webs” durch Jugendliche vorgestellt. Befragt wurden 650 Jugendliche über ihr Mediennutzungsverhalten.

Auf den LfM-Seiten findet sich schon eine Zusammenfassung der Studie als PDF, der komplette Text wird im Sommer in Buchform erscheinen.

Wenig überraschend taucht auch Wikipedia in der illustren Runde der “Sozialen Webseiten” auf: 85% der Jugendlichen nutzen die Online-Enzyklopädie, nahezu ausschließlich lesend. Zur Passivität der Jugendlichen schreiben die Autoren der Zusammenfassung:

Aktive Teilhabe über das Verfassen oder Verbessern von Einträgen bleibt weniger aufgrund von technischen Hürden aus, sondern weil Anmutung und Leitbild den Eindruck vermitteln, dass es sich um ein thematisch umfassendes Lexikon handelt, das von Menschen mit spezialisiertem Wissen bereit gestellt wird. Paradoxerweise wirkt noch verstärkend, dass in (Hoch-)Schulen auf die mangelhafte, zumindest kritisch zu hinterfragende Qualität der Beiträge verwiesen wird und somit ein weiterer Anreiz für die aktive Teilhabe entfällt.

Deutlicher (außer als vielleicht noch auf Seite 17 der Zusammenfassung) kann man meines Erachtens kaum noch auf die Notwendigkeit des Wikipedia-Schulprojektes hinweisen, das ja zuletzt vor einem Monat sehr ausführlich in einem Spiegel-Artikel beschrieben wurde. Hierzu sei auch auf die laufende Stellenausschreibung verwiesen.

von Mathias Schindler - April 30, 2009 07:43

April 29, 2009

Wikimedia Deutschland Blog

Neue Server für den Toolserver und OpenStreetMap

Gestern hat Wikimedia Deutschland fünf neue Server bestellt. Drei davon werden für das OpenStreetMap-Projekt verwendet, und drei werden den Toolserver Cluster erweitern. Müssten es dann nicht sechs sein? Nein, denn einer der Server wird für OpenStreetMap im Toolserver Cluster eingesetzt! Und das ist wohl auch der interessanteste:

Auf diesem neuen “Map-Toolserver” werden interessierte Programmierer die Gelegenheit haben, mit den Daten des OpenStreetMap-Projekts zu arbeiten und Werkzeuge bereitzustellen, die diese Daten nutzen. Zugang zu dem neuen Server wird, ähnlich wie bislang auch für andere Toolserverprojekte, auf Anfrage gewährt. Wir hoffen, der OpenStreetMap-Community auf diese Weise bei der Entwicklung neuer Werkzeuge helfen zu können.

Besonders interessant ist natürlich die Integration von OpenStreetMap in Wikipedia, die bereits beim Entwicklertreffen besprochen wurde. Sie soll automatisch Karten zu Ortsartikeln generieren und auch interaktive Karten bereitstellen, auf denen sich der Benutzer frei bewegen kann. Für diese Integration werden die übrigen zwei neuen OpenStreetMap-Server benutzt.

Die zwei verbleibenden Server für den Toolserver Cluster sind eine Investition in die Stabilität und Leistungsfähigkeit des Toolservers: ein Server wird unseren ältesten Datenbankserver ablösen, dem zunehmend die Puste ausgeht. Der zweite wird dafür sorgen, dass künftig mehr Rechenleistung für Bots zur Verfügung steht.

Insgesamt hoffen wir mit dieser Anschaffung die Stabilität des Toolserver-Projekts zu erhöhen, die OpenStreetMap-Community zu unterstützen und die Integration von interaktiven Karten in Wikipedia zu erlauben.

von Daniel - April 29, 2009 11:25

April 28, 2009

Wikimedia Deutschland Blog

Wenn man die Kamera im Nacken spürt…

“Behavioral Targeting” ist der Fachbegriff für die Auswahl möglichst passender und interessanter Inhalte (meistens Werbung), basierend auf dem Verhalten und den Nutzungsgewohnheiten eines Menschen.

Per se ist das eigentlich gar keine schlechte Idee. So sollte der Nutzen bei werbefinanzierten Angeboten nicht nur für den Anbieter, sondern auch für den Besucher größer werden, da die Werbung - zumindest in der Theorie - eher seinen Interessen entspricht. Gleichzeitig muss einem jedoch bewusst sein, dass dabei eine Menge Daten anfallen, die ein relativ genaues Bild von einem aufzeigen.

Unabhängig vom Nutzen sollte aber eines gewährleistet sein: Jeder sollte für sich selbst bestimmen können, ob er an dieser Form der Datenanalyse teilnehmen möchte oder nicht. Und nicht nur das: Er sollte sein explizites Einverständnis dazu geben.

Diese Grundannahme wird von dem Unternehmen Phorm unterlaufen. Phorm setzt nicht auf der Verbraucherseite an, sondern greift entsprechende Daten direkt bei Internetprovidern ab. In Großbritannien hat Phorm mit mehreren großen Providern eine Allianz geschlossen, so dass es sich Zugriff auf die Surfgewohnheiten von mehr als 70 % aller Haushalte mit Breitbandanschluss gesichert hat.

Im Gegensatz zu einem Anbieter, der auf seinen eigenen Seiten Behavioral-Targeting-Techniken nutzt, hat Phorm keinen Zugriff auf die Inhalte anderer Anbieter und die Klickstreams der Nutzer. Um dieses “Problem” zu umgehen setzten die mit Phorm zusammenarbeitenden Provider Deep packet inspection (DPI) ein und greifen damit tief in die Privatsphäre der Nutzer, sowie in die Funktionalität und die Freiheit des Internets ein.


Grob gesagt funktioniert DPI so, dass sämtliche Datenpakete die von einem Internetnutzer (über seinen Provider) zu einem Webangebot und zurück fließen ausgepackt, untersucht, wieder zusammengepackt und erst dann ausgeliefert werden. Diese Technik ist höchstproblematisch, da sie den Grundstein für gezielte Zensur- und Abhörmaßnahmen bildet.

Während ein Internetnutzer eines mit Phorm kooperierenden Providers in der Wikipedia Artikel zu einem bestimmten Thema liest oder bei E-Bay nach bestimmten Produkten sucht oder via Google Groups bestimmte Usenetgruppen durchblättert, werden alle diese Daten erfasst und fließen in ein Profil ein, dass Werbetreibenden zur Verfügung gestellt wird, um auf diesen Nutzer zugeschnittene Werbung auszuliefern.

Trotz anhaltender juristischer Streitigkeiten ist eine Zustimmung der betroffenen Nutzer und der Anbieter von Webseiten zum Einsatz von Webwise (dem Werbesystem von Phorm) nicht vorgesehen. Es steht nur eine “Opt-out”-Möglichkeit zur Verfügung. Bisher haben von den 10 weltweit am häufigsten abgerufenen Websites Amazon und die Wikimedia Foundation diese Möglichkeit des “Abmeldens” wahrgenommen.

Da auch der Wikimedia Deutschland e.V. Websites betreibt, die von Nutzern aus Großbritannien abgerufen werden (hier ist vor allem der Toolserver zu nennen), haben wir uns dazu entschlossen, unsere Domains ebenfalls ausschließen zu lassen.

Weiterführend hat der Vorstand beschlossen, dass “die Sammlung und Verarbeitung von Nutzungsprofilen durch Dritte zu Zwecken, die nicht unmittelbar mit der Förderung Freien Wissens zu tun haben, mit den Zielen von Wikimedia Deutschland nicht vereinbar ist.”

Aus diesem Grund haben wir auch mit sofortiger Wirkung die Nutzung von Google Analytics in unseren Angeboten eingestellt, wobei aber klar hervorzuheben ist, dass Google Analytics bei weitem nicht soweit in die Privatsphäre eingreift, wie Phorm dies tut (DPI).

von avatar - April 28, 2009 05:41

April 27, 2009

Elvis untot

piratenblog


Die Münchner OSMler planen für den 16./17. Mai 2009 Mai eine Mapping Party am Tegernsee.

Nähere Infos hier.

Posted in bayern, münchen, OpenSource, openstreetmap, osm, wiki

von piratenblog - April 27, 2009 12:08

April 26, 2009

Wikimedia Deutschland Blog

Ein Heidelberger ruft zum Appell

Wer beispielsweise in Deutschland ein Buch schreibt und veröffentlicht, kann ohne weiteres Zutun rechtlichen Schutz für diese Arbeit beanspruchen. Als Autor darf er bestimmen, wer und zu welchen Konditionen dieses Buch gedruckt und verkauft wird. Wenn es sich für eine Verfilmung eignet, darf der Autor auch hier frei verhandeln und die Früchte seiner Arbeit einsammeln. Solange er lebt und 70 Jahre darüber hinaus darf mit diesem Werk nur jemand etwas anstellen, der sich vorher die nötigen Rechte dazu besorgt hat - entweder vom Urheber selbst oder von demjenigen, der sie vorher vom Urheber erworben hat. Ausnahmen regelt das Gesetz, beispielsweise im Hinblick auf die Verwendung von Texten in Schulbüchern oder bei Zitaten. Dieses Verwertungsmonopol, das automatisch dem Autor zugeschlagen wird, hat die erklärte Aufgabe, Kreativität zu fördern. Erst wenn der Autor über einen langen Zeitraum hinweg vollständige Kontrolle über sein Werk hat und daraus Profit schlagen kann, findet er nach dieser Überlegung den Anreiz, weitere Werke zu schaffen und damit den geistigen Reichtum des Landes, seinen wissenschaftlichen und technischen Fortschritt zu mehren. Ähnliches gilt für einen Verleger, der gerne sicherstellen möchte, dass nur er derjenige ist, der ein bestimmtes Werk auf den Markt bringen kann - zu Preisen, die ihm die Bezahlung des Autoren, der Angestellten und der nötigen Betriebsmittel sichert.

Zwei Schwierigkeiten mit diesem Konzept werden dabei immer wieder gerne thematisiert:

  1. Forschungspublikationen durch Wissenschaftler, die durch staatliche Mittel finanziert werden, müssen dabei nicht selten von den mit öffentlichen Mitteln finanzierten Bibliotheken erneut gekauft werden, damit sie Interessierten wieder zur Verfügung gestellt werden können. Hinzu kommen mitunter Druckkostenzuschüsse, also ein dreifaches Bezahlen für die gleiche Sache.
  2. Urheberrechtlicher Schutz gilt auch bei solchen Werken, bei denen die aktuellen Rechteinhaber gar kein Interesse an einer weiteren Verfügbarmachung haben oder bei denen auch nach intensiver Suche die Rechteinhaber gar nicht feststellbar sind. Je weiter die Schutzfristen verlängert werden, desto größer wird das Problem.

Ein Lösungsansatz für das erste Problem läuft unter “Open Access” und bedeutet, dass (primär Forschungs-)publikationen frei zugänglich im Internet für jedermann bereitgestellt werden. Die Wahl Freier Lizenzen wie Creative Commons kann hier zudem das Spiegeln und Sammeln der Publikationen an mehreren Orten erleichtern. Open Access ist inzwischen weitgehend als erfolgreiches und gesamtgesellschaftlich sinnvolles Publikationsmodell akzeptiert und wird in Deutschland durch die großen Forschungsmeinschaften (und damit die Geldgeber einer riesigen Anzahl an publikationswirksamer Forschung) gefördert. 2003 veröffentlichten diese eine “Berliner Erklärung“, in der sie die Grundlagen für OA-Publikationen darstellen und um Unterstützung werben. Wikimedia Deutschland e.V. ist einer der Mitunterzeichner dieser Erklärung.

An einem Konsens im Umgang mit den Halb- und Vollwaisen des Urheberrechts fehlt es hingegen leider noch. Dies bekam 2004 und in den folgenden Jahren der Suchmaschinenspezialist Google zu spüren, als man die Indexierung des gedruckten kulturellen Erbes der Welt ankündigte. Das Projekt heisst inzwischen “Google Book Search”: Gemeinfreie Werke werden dort im Volltext angezeigt, von Verlegern eingestellte Titel auch zu großen Teilen. Googles erster Ansatz war, die noch urheberrechtlich geschützten Titel aus den digitalisierten Beständen der Partnerbibliotheken nicht im Volltext anzuzeigen, sondern nur durchsuchbar zu machen und einen minimalen Teil vor oder nach dem Treffer anzuzeigen, analog zu den “Search Snippets” der normalen Websuche. Von Verlegerseite hagelte es daraufhin Kritik, es kam zu Klagen. Ein Musterprozess des deutschen Börsenvereins, Interessenvereinigung von Verlagen und Buchhandel scheiterte im ersten Anlauf, die Börsenvereinskollegen in den USA hingegen kamen letztlich mit Google zu einem Einigungsvorschlag, der jetzt noch durch das zuständige Gericht abgesegnet werden muss. Autoren und Verlage von noch urheberrechtlich geschützten Werken, die nicht mehr aktiv verkauft werden, bekommen ein Einspruchsrecht. Machen sie dabei durch Schweigen oder Zustimmung keinen Gebrauch, darf Google gegen eine entsprechende Vergütung auch jene Titel anzeigen und mittelfristig auch verkaufen, die noch urheberrechtlich geschützt sind. Ferner werden diverse Töpfe für die Vergütung von Autoren und Verlagen gebildet, in die Google einzahlt. Autoren werden in großen Anzeigen aufgefordert, sich auf http://www.googlebooksettlement.com/ zu melden und sich zu äußern. Wikimedia Deutschland e.V. hat jüngst in einer Stellungnahme an die Europäische Kommission auf diese außergerichtliche Einigung zwischen Verlagen und Google hingewiesen und vorgeschlagen, Elemente dieser Einigung auch auf Europa anzuwenden. Ein Vorschlag lautet, eine öffentlich einsehbare Registratur für Werke und Rechteinhaber einzurichten, die das Auffinden der aktuellen Rechteinhaber erleichtert. Fehlen diese Einträge, könnte ein Werk nach Ablauf einer großzügigen Einspruchs zum gemeinfreien Werk erklärt werden. Eine Zweckbindung des urheberrechtlichen Schutzes an eine tatsächliche Nutzung durch die Rechteinhaber finden wir ebenso überlegenswert, um einen Ausgleich zwischen den Interessen der Kreativen und ihrer Verwerter und der Allgemeinheit zu schaffen und um zu verhindern, dass ein Werk als Copyright Orphan zwischen alle Stühle rutscht und in Vergessenheit gerät.

Auf textkritik.de findet sich ein “Heidelberger Appell“, der Stellung zu diesen beiden Punkten - Open Access und Copyright Orphans - bezieht. Open Access wird dort als Einschränkung der Presse- und Publikationsfreiheit interpretiert, die  Einigung im Bereich Google Book Search hält der Autor des Appells für illegal. Wikimedia Deutschland wurde gebeten, diesen Appell zu unterstützen. Ich denke, dass der Verein besser bedient ist, darauf zu verzichten und stattdessen weiter daran zu arbeiten, dass möglichst viele Menschen Zugang zu dem Wissen der Welt in all seinen Facetten erhalten. Open Access und eine dauerhafte, Rechtssicherheit schaffende Regelung zu Urheberrechtswaisenkindern halte ich dabei für einen geeigneten Beitrag, um dieses Ziel zu erreichen. Eine sehr schöne Darstellung des “Heidelberger Halali” bietet übrigens Richard Sietmann in der c’t 10/2009, S.48, die der Verlag dankenswerterweise komplett online gestellt hat. Die Lektüre sei ausdrücklich empfohlen.

von Mathias Schindler - April 26, 2009 10:15

April 25, 2009

Peter Schloemer (Dapete)

Bin mal kurz … bei Wikipedia

Gert Anhalt, der viele Jahre im Fernen Osten für das ZDF gearbeitet hat (darunter mehrere Jahre als Leiter des Studios in Peking, später des Studios in Tokio), hat für seine Reihe Bin mal kurz …, die im ZDF-Infokanal ausgestrahlt wird, einen Beitrag über Wikipedia gedreht. Er ist in der Mediathek des ZDF oder bei YouTube zu finden.

Der Beitrag ist 15 Minuten lang und damit leider zu kurz, um in die Tiefe zu gehen. Auch wenn inhaltlich nicht viel bei rumgekommen ist, hat er mir aber doch gefallen. Ich bin da aber ein schlechter Maßstab (ich hab fast alle Personen schonmal getroffen, die im Beitrag vorkamen) und was jemand, der höchstens ein paarmal bei Wikipedia was nachgeguckt hat, davon mitnimmt, kann ich nicht einschätzen.

Fast vom Stuhl gefallen bin ich gegen Ende, als der Vorspann schon läuft und YourEyesOnly noch anmerkt: Wir hätten natürlich auch spaßeshalber den Artikel über Sie erstellen können. Gert Anhalt antwortet: Das gibt es nicht her. Na wenn er sich da mal nicht getäuscht hat, ich hab den Artikel gestern nämlich angelegt. Mittlerweile hat auch jemand meinen eher jämmerlichen Stub in einen richtigen kurzen Personenartikel umgewandelt. Man sieht und staunt, welche Lücken es auch heute noch gibt …

von Peter Schlömer - April 25, 2009 01:00

April 23, 2009

Wikimedia Deutschland Blog

Neue WordPress-Version installiert

Dieser Blog läuft jetzt auf WordPress Version 2.7.1 - dieser Artikel ist auch ein Test, ob alles funktioniert. Sieht aber eigentlich prima aus, das Upgrade lief problemlos. Ich bin beeindruckt. Danke, WordPress!

Wenn es doch noch irgendwelche Probleme mit dem Blog geben sollte, schreibt mir eine E-Mail an Daniel Punkt Kinzler At Wikimedia Punkt De.

von Daniel - April 23, 2009 03:24

Startschuss für Zedler 2009

Zum dritten Mal organisiert Wikimedia Deutschland in diesem Jahr die Verleihung der Zedler-Medaille für herausragende