de.planet.wikimedia

September 12, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

Wikipedia im Deutschen Bundestag

Foto: Martin Kraft [CC-BY-SA-4.0 oder CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Was bereits mit Erfolg in den deutschen Landesparlamenten und dem Europaparlament Schule machte, wurde in dieser Woche nun auch im Deutschen Bundestag verwirklicht: Fünf Tage lang arbeiteten Fotografen, Autoren und Unterstützer der Wikipedia unter dem Motto Wiki loves parliaments intensiv an einer umfangreichen Erschaffung freier Inhalte zu den 631 derzeit dem Bundestag angehörenden Abgeordneten. Sowohl die Organisation als auch die Durchführung wurde mit ehrenamtlichem und zugleich hoch professionellem Engagement von etwa 40 Wikipedianerinnen und Wikipedianern realisiert. An mehreren Stationen wurden die Politiker erst über die Wikimedia-Projekte und die Vorteile freien Wissen informiert. Danach wurden sie für die Fotos geschminkt und schließlich fotografiert. Zusätzlich entstanden Filmaufnahmen mit kurzen persönlichen Vorstellungen der Abgeordneten. In der Projekt-Redaktion wurden die Bilder direkt vor Ort bearbeitet. So war es möglich, sie sofort online zu stellen und die entsprechenden Wikipedia-Artikel mit dem aktuellen Material zu illustrieren. Gefördert wurde das Projekt durch das Förderprogramm Freies Wissen und unterstützt u.a. durch Fototechnik von Wikimedia Deutschland und Wikimedia Österreich.

Viele Fotos und Videos sind bereits jetzt auf Commons zur Weiternutzung bereit gestellt. Weitere werden in Kürze folgen.

Wikimedia Deutschland bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfern für ihr außerordentliches Engagement bei diesem besonderen Projekt!

by Nicolas Rück at September 12, 2014 04:00 PM

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

September 11, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 28/2014

Hier kommt die 28. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Dieser frühherbstliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 28/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden. Die Ausgabe in der Wikipedia findet sich unter https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/110914

Foundation und Organisationen

Nachtragshaushalt 2014 für Wikimedia Deutschland

Auf Grund der Neubesetzung des Vorstandes bei Wikimedia Deutschland ist ein Nachtragshaushalt für das laufende Jahr notwendig. Jan Engelmann, Interims-Vorstand, hat im Wikimedia-Forum – für das eine einmalige, kostenfreie Anmeldung notwendig ist – den Entwurf veröffentlicht und zur Diskussion eingeladen.

IEG-Komitee sucht neue Mitglieder

Das Vergabekomitee für die sog. „Individual Engagement Grants“, das Förderprogramm der Wikimedia Foundation für Einzelpersonen, sucht derzeit neue Mitglieder.

Projekte und Initiativen

OER-Konferenz in Berlin

Dieses Wochenende findet die Konferenz zu Freien Bildungsressourcen (Open Education Ressources, OER) in Berlin statt.

Wikimedia Commons wird zehn Jahre alt

Das freie Medienarchiv Wikimedia Commons feier seinen zehnjährigen Gründungstag.

Wikipedia auf Asturisch feiert 10. Geburtstag

Die Wikipedia auf Asturisch, eine der Regionalsprachen in Spanien, feiert am 12. und 13. September ihr zehnjähriges Bestehen. Das spanische Wikimedia-Chapter feiert anlässlich dessen in Oviedo.

Übersetzung des Artikels „Ebola“ in alle Amtssprachen Südafrikas

Der Übersetzungsdienstleister Rubric hat dem südafrikanischen Wikimedia-Chapter die Übersetzung des Artikels „Ebola“ in allen südafrikanischen Amtssprachen gespendet. Damit ist der Artikel ist jetzt auch unter anderem auf Xhosa, Zulu, Setswana, Sesotho, Siswati, Xitsonga, Tshivenda, Nord-Sotho und Ndebele verfügbar. Über Wikipedia:Zero sind die Inhalte kostenfrei verfügbar.

Guide-Camp in Kassel

Die Wikipedianerin Kritzolina schreibt über das jüngst stattgefundene „Guide Camp“, auf dem Konfliktlösungsstrategien in der Wikipedia besprochen wurden.

60 Wege um Neulingen in der Wikipedia zu helfen

Auf der Wikimania fanden abseits des regulären Programms in einem „Discussion Room“ zahlreiche Diskussion zu Wikipedia und ihren Schwesterprojekten statt. Lodewijk Gelauff, (Mit-)Organisator dieser Diskussionraumes fasst eine Diskussion zusammen, bei der es darum ging wie neuen Benutzerinnen und Benutzern in der Wikipedia geholfen werden kann.

Drei Mythen über freie Bildungsressourcen

Till Kreutzer diskutiert auf irights.info drei Mythen der sog. „Open Educational Ressources“ (Freie Bildungsressourcen).

Rückblick auf Abendveranstaltung “Digital Natives”

Am 1. September 2014 fand die zweite Veranstaltung der WMDE-Abendveranstaltugnsreihe “Digitale Kompetenzen” statt, es ging um den Begriff „Digital Natives“ und wie viel Substanz dieser hätte. http://blog.wikimedia.de/2014/09/04/digital-natives-unbefangener-aber-nicht-unbedingt-kompetenter/

Wikimedia Conferentie in den Niederlanden

Am 1. November findet in Utrech wieder eine Wikimedia Conferentie des niederländischen Wikimedia-Chapters statt. Inzwischen ist das vorläufige Programm veröffentlicht worden.

Technik

Bugzilla geht, Phabricator kommt

Mit dem Ansinnen Bugs (Fehlermeldungen) und Wünsche besser an die Entwicklerinnen und Entwickler heranzutragen und für Nicht-Technik-Affine einfacher zu machen, wird demnächst Bugzilla durch das neue System Phabricator ersetzt.

VisualEditor für Internet Explorer 11 verfügbar

Am 11. September wird im Zuge des regulären Updates der VisualEditor auch für den Internet Explorer 11 verfügbar gemacht. Feedback ist sehr erwünscht!

Globale Umbenennungen nur noch en bloc möglich

Ab dem 15. September werden im Zuge der Finalisierung der Vereinheitlichung der Benutzernamen aller Wikimedia-Projekte („Single User Login“) Umbennenung nur noch en bloc (und nicht mehr einzeln) möglich sein. Wann Single User Login jedoch vollständig abgeschlossen sein wird, steht noch nicht fest.

Wikidata und das Outreach-Programm für Frauen

Helen Halbert und Anjali Sharma schreiben (auf Englisch) im Blog von Wikimedia Deutschland was sie im Mai für Wikidata gemacht haben. Dabei ging es unter anderem darum, das Projekt mithilfe von Tutorials und sog. „Einführungstouren“ freundlicher zu machen.

Presse und Websites

Daten der ARD/ZDF-Onlinestudie zu Wikipedia

Die jährlich von ARD und ZDF herausgebrachte Studie zum Online-Verhalten der deutschen Bevölkerung gibt es auch dieses Jahr Daten zur Nutzung der Wikipedia an. 76 Prozent der Deutschen Onlinenutzer ab 14 Jahren nutzen zumindest gelegentlich Wikipedia. Mehr Daten auf Seite 388.

Termine

13./14.9.: GLAM-Wiki-Treffen in Wien

Nach den GLAM-Treffen in Kaufbeuren, Hannover und Bremen findet das nächste GLAM-Wiki-Vernetzungstreffen am 13./14. September in Wien statt

15.09.: Freies Wissen in der Wissenschaft?! Veranstaltung im Rahmen der Tour der MS Wissenschaft in Wien

Im Rahmen der Tour des Ausstellungsschiffes MS Wissenschaft laden Wikimedia Österreich, Wikimedia Deutschland, Wikimedia Schweiz, die Open Knowledge Foundation Österreich und die Open Knowledge Foundation Deutschland gemeinsam zur Diskussion über (mehr) Offenheit in der Wissenschaft ein. Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr.

20.9.: Wikimedia Deutschland wird Zehn

Wikimedia Deutschland feiert am 20. September um 17 Uhr seinen zehnten Geburtstag. Die Veranstaltung wird in den Berliner Räumen am Tempelhofer Ufer 23-24 stattfinden. Des Weiteren gibt es eine Parallelveranstaltung im Kölner Lokal K sowie einen Live-Stream im YouTube-Kanal von Wikimedia Deutschland. Bei einer Teilnahme in Berlin wird um eine Anmeldung über das Google-Formular erbeten.

29.9.: Digitale Kompetenzen: „Digitalisierung der Arbeitswelt – Zwischen Kollaboration und Selbstausbeutung”

Am 29. September findet in den Räumen von Wikimedia Deutschland die dritte Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Digitale Kompetenzen statt“. Unter dem Titel „Digitalisierung der Arbeitswelt – Zwischen Kollaboration und Selbstausbeutung” geht es um die kritische Auseinandersetzung mit den grundlegenden Veränderungen der Arbeitswelt durch zunehmende Digitalisierung sowie deren Folgen.

by Cornelius Kibelka at September 11, 2014 04:28 PM

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Noch missratener als das neue Wien-Wiki: Theaterlexikon der Schweiz

http://tls.theaterwissenschaft.ch/wiki/Hauptseite

Wieso man ein Wiki braucht, wenn man keine Aktualisierungen möchte, ist mir rätselhaft. Noch nicht einmal die Abbildungen der Druckversion sind präsent.

by KlausGraf at September 11, 2014 04:10 PM

Wien-Wiki missraten

In den Jubel über die Eröffnung des Wien Geschichte Wikis

http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=33552

vermag ich nicht einzustimmen.

https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/Wien_Geschichte_Wiki

Es handelt sich um eine Mediawiki-Anwendung auf der Grundlage des sechsbändigen Czeike-Lexikons aus den 1990er Jahren. So erfreulich es ist, dass diese Inhalte nun auch online [als E-Texte] verfügbar sind, so gibt es doch jede Menge zu bemängeln.

[Digitalisat des Wien-Lexikons ohne OCR:
http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/titleinfo/1112764 ]

"Die Lizenz ist gestrig, vor einer Beteiligung kann man nur warnen. Die Rechte an allen Beiträge fallen "exklusiv und weltweit" an die Stadt Wien, heißt es in den Nutzungsbedingungen." (Dietmar Bartz)

Es gibt zu wenig Bilder. Im Impressum steht dazu: "Alle hochgeladenen Abbildungen sind unter der Lizenz CCBY-NC-ND 4.0 nutzbar". Also NICHT in der Wikipedia. bei den Abbildungen steht NICHTS zur Lizenz.

Lustig ist auch: "Grundsätzlich freut sich die Stadt Wien über Links oder Hinweise auf http://geschichtewiki.wien.gv.at. Die Stadt behält sich jedoch ausdrücklich vor, das Verlinken oder die Schaffung anderer Hinweise auf diese Website zu untersagen."

Querverweise sind nicht realisiert (keine Wikifizierung).

Es gibt keine Verknüpfung mit Wikipedia-Artikeln.

GNDs sind noch nicht eingetragen.

Es gibt keine Digitalisat-Nachweise in den Literaturangaben.

Es gibt (noch) keine Einzelnachweise.

Man vergleiche den Wikipedia-Artikel über Abraham a Santa Clara

http://de.wikipedia.org/wiki/Abraham_a_Sancta_Clara

mit

https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/Abraham_a_Sancta_Clara

[Czeike-Digitalisat:
http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/pageview/1112805 ]

Die Wikipedia schneidet sehr viel besser ab.

Foto: Stefan Horak https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de

by KlausGraf at September 11, 2014 02:41 PM

September 10, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

Das Ende des Schulbuchs?

Im letzten Teil der Beitragsreihe zum Programm der OER-Konferenz 2014 setzt Tim Schmalfeldt den Fokus auf den dreiteiligen Workshop über die Zukunft des Schulbuchs von Matthias Bock, Dr. David Klett und Dr. Ilias Körner-Wellershaus. Hierbei sollen die Teilnehmerin und Teilnehmer die Chance bekommen über ihre Vorstellungen von Schulbüchern und Bildungsmaterialien zu diskutieren. Im Weiteren greift Sarah Behrens die Herausforderung gesellschaftlicher Beteiligung am bildungspolitischen Diskurs über ein gemeinsames Verständnis von offener Bildung auf, welche in dem Vortrag von Dr. Anja Wagner und Dr. Markus Deimann auf der OERde14 diskutiert wird.

Offene Bildungsressourcen in der Schule

Tim Schmalfeldt über den Workshop von Matthias Bock, Dr. David Klett und Dr. Ilias Körner-Wellershaus  „ Zukunft des Schulbuchs ­- Verlage, freie Lizenzen und die Realität im Unterricht? Workshop: Lehrer stellen Verlage und Politik auf die Probe“.

Kontroversität und Konsensfindung sind Grundprinzipien der politischen Bildung. Und ein Konsens ist nur dann tragfähig, wenn möglichst viele Gruppen an der Meinungsbildung beteiligt werden. In diesem Workshop kommen nicht nur OER-Anhänger zu Wort. Verlage, Lehrerinnen und Lehrer und Politik finden sich zusammen, um über nicht weniger als die Zukunft des Schulbuchs zu diskutieren.

“Going open (education)”, Bild von Jtneill, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Dabei geht es zunächst darum, sich mit wichtigen Fragen auseinanderzusetzen: Können die hohen Qualitätsstandards, die Schulbuchredakteure gewährleisten, auch bei offenen Materialien gesichert werden? Birgt die staatliche Unterstützung von OER die Gefahr „staatlich verordneter“ Materialien? Ist es gerechtfertigt, dass Schulbuchverlage alle Rechte für ihre Materialien beanspruchen, auch wenn diese wesentlich aus den Landeshaushalten finanziert werden? In einem weiteren Schritt soll dann nach Lösungen für die vielfältigen Herausforderungen gesucht werden, die mit einer Verankerung von offenen Bildungsressourcen im Feld Schule einhergehen.

Diese Herausforderungen gibt es auf allen Seiten: Die Verlage verdienen seit Jahrzehnten mit Unterrichtsmaterialien Geld und sehen dieses Geschäftsmodell nun durch OER in Teilen bedroht. Die Lehrenden müssen ihrerseits eine Kultur des Teilens oft erst erlernen. Und während manche von ihnen offensiv einfordern, Materialien ohne Rechtebeschränkungen bearbeiten und an ihre SchülerInnen verteilen zu können, deuten andere OER als zusätzliche Belastung und sehen schlicht nicht die Notwendigkeit für offene Bildungsressourcen – gibt es doch schon eine Fülle guter Materialien und die „Umwege über die Kopierer“. Die Politik muss die verschiedenen Interessen ausgleichen, Richtlinien und Rahmenbedingungen für den sinnvollen Einsatz von OER finden und schaffen. Dabei kommt ihr die Idee von OER einerseits entgegen – etwa dort, wo es um konkrete Beteiligungsprozesse geht. Anderseits sieht sie ihre Bildungshoheit in Gefahr und fürchtet mit Blick auf die Schulbuchverlage auch um den Verlust von Arbeitsplätzen.

Auf dem Markt für Bildungsmaterialien tummeln sich jedoch längst nicht mehr nur die Verlage. Die Stände großer IT-­Konzerne wie Apple und Microsoft sind auf den Bildungsmessen heute fast so groß wie die der etablierten Bildungsanbieter. Diese Entwicklung kann im schlechtesten Fall dazu führen, dass OER im Sinne kostenfreier “Contents” als Verfügungsmasse betrachtet werden, über die sich Tablets, Notebooks und andere technische Lösungen an Schulen verkaufen oder Nutzerdaten von SchülerInnen wie LehrerInnen generieren lassen.

Vielleicht ist diese gemeinsame Herausforderung ja eine mögliche Basis für die Suche nach kreativen Lösungen. Und vielleicht gilt es, zukünftige Workshops um eben diese Akteure zu erweitern.

Tim Schmalfeldt ist Referent im Fachbereich Multimedia bei der Bundeszentrale für politische Bildung.

Open Education: Was ist das eigentlich?

Sarah Behrens über den Vortrag von Dr. Anja Wagner und Dr. Markus Deimann “Open Education als diskursives Feld – Regeln und Mechanismen”

Der Begriff Open Education ist im Bildungsbereich in aller Munde, wenn es darum geht dem Anspruch gerecht zu werden, Bildung frei zugänglich zu machen. Freie Bildungsmaterialien und frei zugängliche Lernplattformen tragen dazu bei, den Begriff Open Education mit Leben zu füllen. Dennoch bleibt Open Education ein weit gefasstes Feld variierender Sichtweisen, die nur schwer zu vereinheitlichen sind, so dass sich daraus ein gemeinsames Verständnis von offener Bildung ableiten lässt. Mit ihrem Vortrag zur OER-Konferenz 2014 möchten Dr. Anja Wagner (ununi.tv) und Dr. Markus Deimann (FernUniversität in Hagen) darlegen, welche Charakteristika für Open Education relevant sind und welche Rückschlüsse sich daraus auf gesellschaftliche Interessengruppen und das (gemeinsame) Verständnis von Open Education ziehen lassen. Grundlage für die Erkenntnisse ist die offen zugängliche Interview-Reihe “OpenEd” auf der Plattform ununi.tv, die seit Anfang 2014 verschiedene Akteure und Initiativen zur Diskussion über ihre bildungspolitischen Ideen und Ansätze bewegt. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der OERde14 bedeutet dies im Folgenden: Wie werden diese Erkenntnisse übermittelt?

Zunächst gilt es für den Vortrag von Dr. Anja Wagner und Dr. Markus Deimann folgende theoretische Annahme zu berücksichtigen: Betrachtet man Bildung als diskursives Feld, eröffnen sich Möglichkeiten zu erfahren, wie über Bildung gesprochen und welches Verständnis dabei von Bildung erzeugt wird. Wie kann das funktionieren? Ausgehend vom gesellschaftstheoretischen Begriff “diskursives Feld” im Foucaultschen Sinne wird Realität im Diskurs kontinuierlich erzeugt und strukturiert. Übertragen auf die Bildung bedeutet das, vereinfacht gesagt, dass im sprachlichen Austausch über bildungspolitische Ideen und Ansätze ein bestimmtes Verständnis von Bildung geschaffen wird. Gleichzeitig bedingen  Machtstrukturen und individuelle Interessen welche Vorstellungen von Bildung forciert werden. Das Verständnis von Bildung ist folglich abhängig von den jeweiligen Positionen der Akteure, die in der diskursiven Formation über Bildung diskutieren.

Welches Verständnis wird von Bildung auf der Plattform ununi.TV erzeugt? Auf der Plattform ununi.TV ist so ein diskursives Feld um das Thema Open Education entstanden. Allen Interessierten ist es über Live-Video-Formate und interaktive Workshop-Modelle auf dieser Plattform möglich, sich über Erfahrungen zum Thema Open Education auszutauschen, sich zu vernetzen und gemeinsam an Lösungsmodellen zu arbeiten. Wohin es im Einzelnen thematisch geht, bestimmen die daran Beteiligten selbst. Damit werden Freiräume, speziell Erfahrungsräume, geschaffen, in denen eigene Mechanismen regeln, wie im Diskurs über Bildung gesprochen wird.

Mit der offenen Interview-Reihe “OpenEd”, die auf der Plattform ununi.TV Anfang 2014 ins Leben gerufen wurde, soll dieses diskursive Feld um das Thema Open Education “entzaubert” werden. Verschiedene Akteure und Initiativen aus Politik, Wirtschaft und Bildung haben über “OpenEd” in Form von Live-Videos die Chance sich zu Themen rundum Open Education zu äußern, Problemfelder aufzuzeigen und Lösungsansätze vorzustellen. Auf der OER-Konferenz 2014 sollen im ersten Schritt sich daraus abzeichnende Regelmäßigkeiten, Prozeduren und Mechanismen analysiert und relevante Diskursstränge für Open Education identifiziert werden. Im zweiten Schritt werden charakteristische Muster abgeleitet und zusammengefasst präsentiert.

Insgesamt bietet der Vortrag auf der OERde14 von Dr. Anja Wagner und Dr. Markus Deimann nicht nur ein theoretisches Grundkonzept, Bildung im Rahmen von Open Education greifbarer zu machen, sondern auch konkrete Möglichkeiten, wie der damit verbundene bildungspolitische Diskurs aktiv mitbestimmt werden kann.

Sarah Behrens ist Werkstudentin bei Wikimedia Deutschland im Bereich Bildung & Wissen.

 

by Sebastian Horndasch at September 10, 2014 11:28 AM

September 08, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

Digitale Kompetenzen die dritte: Digitalisierung der Arbeitswelt – Zwischen Kollaboration und Selbstausbeutung

Am 29. September geht die Veranstaltungsreihe “Digitale Kompetenzen” in die dritte Runde. Nachdem wir in den vorangegangen Veranstaltungen über Datenschutzbewusstsein und den Begriff der Digital Natives gesprochen haben, wollen wir uns nun kritisch mit den grundlegenden Veränderungen der Arbeitswelt durch die zunehmende Digitalisierung und den damit verbundenen Folgen auseinandersetzen.

Broschüre zur Veranstaltungsreihe herunterladen

Innovationen innerhalb der Mobiltechnologie und kollaborative Arbeitswerkzeuge vereinfachen die Arbeit und ermöglichen flexible Arbeitszeiten und -orte, wovon besonders Familien profitieren. Die Kehrseite besteht jedoch in einem zunehmenden Zerfließen der Grenze von Arbeit und Privatleben durch ständige Erreichbarkeit. Erst vor kurzem hatte die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles die Prüfung einer “Anti-Stress-Verordnung” auf Bundesebene gefordert, um ArbeitnehmerInnen besser vor psychischen Belastungen schützen zu können. Das Unternehmen Daimler ermöglicht seinen Mitarbeitenden seit August 2014, E-Mails während des Urlaubs löschen zu lassen. Die Veranstaltung möchte sich daher der Frage widmen, wie einschneidend die mit den neuen digitalen Technologien einhergehenden Veränderungen in der Arbeitsorganisation und im Arbeitshandeln sind. Welche Konsequenzen ergeben sich für das Individuum? Öffnen diese Veränderungen Tür und Tor für Dauerstress? Ist es für Arbeitgeber überhaupt sinnvoll, wenn Mitarbeitende nahezu durchgehend arbeiten? Brauchen wir einen digitalen Arbeitsschutz und können kollaborative Arbeitssysteme wie sie Wikipedia nutzt Vorbild für ein neue Art des Zusammenarbeitens sein?

Sabria David vom Slow Media Institut wird in ihrem einführenden Vortrag über die Veränderungen durch zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt sprechen und vorstellen, wie ein digitaler Arbeitsschutz präventiv wirken kann.Anschließend wollen wir uns im Rahmen einer moderierten Podiumsdiskussion den oben genannten Fragen widmen. Zu Gast ist Prof. Dr. Tim Hagemann von der Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld, der zu Organisationsentwicklung, Psychischer Belastung und Beanspruchung, Stress & Burnout und der betrieblichen Gesundheitsförderung forscht.

Wie immer werden wir für diejenigen, die nicht persönlich vor Ort sein können, einen Livestream auf der Webseite der Veranstaltung anbieten. Via Twitter können unter dem Hashtag #DigiKompz Fragen und Anmerkungen übersendet werden. Außerdem bietet die Diskussionsseite Raum für eigene Beiträge zu dem Thema.

  • Ort: Wikimedia Deutschland e.V., Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin
  • Uhrzeit: 19:00 Uhr – ca. 21:30 Uhr
  • Anmeldung: Die Veranstaltung ist kostenfrei, über eine Anmeldung freuen wir uns jedoch.

by Christopher Schwarzkopf at September 08, 2014 12:24 PM

Outreach Program for Women at Wikidata

German summary: Im Mai beteiligte sich Wikidata am Outreach Program for Women. Helen Halbert und Anjali Sharma kümmerten sich um die Dokumentation von Wikidata für die Öffentlichkeit und Community, von Guided Tours, die an Wikidata heranführen bis zum Befüllen der Social-Media-Kanäle. Der folgende Gastbeitrag auf Englisch wurde von Helen (zusammen mit Anjali) nach ihrer Teilnahme an dem Programm bei uns verfasst.


This May, Wikidata was part of the Outreach Program for Women. Helen Halbert and Anjali Sharma took care of documenting Wikidata for the general public and the community, with tasks ranging from guided tours for those new to Wikidata to handling the various social media channels. The following guest post is a summary by Helen (written together with  Anjali) about her time with Wikidata.

The journey to contributor

This past May, Anjali and myself were thrilled to learn we both would be working for Wikidata for the summer as part of GNOME Foundation’s Outreach Program for Women (OPW), which provides paid internships with participating organizations to encourage more women to get involved with free and open source software. Both of us were assigned the task of working on outreach efforts.

Apart from dipping our toes briefly into the project while applying to the program, we were newcomers to Wikidata—although not technical projects.

Anjali, a student in Information Technology at the Indian Institute of Information Technology with an interest in software architecture, and I, a recent graduate of UBC’s library and information studies program, were both familiar with linked, structured data and concepts like authority control. But despite this technical and theoretical understanding, when we both reflected back to our first encounters with Wikidata, we recalled how it had taken a few re-reads of the Glossary (and the Wikipediapages, and some of the Help pages…. ) before fully coming to terms with what the project was all about.

This challenge of communicating what Wikidata is and does was essentially the motivation behind our two internships. While Wikidata is an impressive and important undertaking—made all the more so because it’s a product of volunteer contributors—the project presented a barrier to participation, even to those from a technical background, let alone someone who didn’t already know what structured data is or why they should care about it.

In some keys ways, this is where being a newcomer to the Wikidata community had its advantages.

Because neither Anjali nor I had expertise with the project, or a long-standing familiarity with the way the software worked, it meant that we weren’t blind to our own intimate knowledge of Wikidata and wouldn’t take for granted or assume that what we knew was a level of understanding common to everyone. This was definitely an asset while writing documentation! I tended to approach a lot of my work from a starting point of first addressing my own sources of confusion, and second, finding reason behind how and why the different parts of Wikidata fit together to make structured data a powerful tool for human knowledge.

Being a newcomer also has its own set of challenges. Updates to documentation sometimes required a lot of reading and research on my own part, and I often found myself not only consulting other pages on Wikidata and Wikimedia projects, but archived mailinglist messages and Project chat discussions, as well as my mentor and other contributors on the IRC channel.  Anjali too had a similar experience while creating content for slideshow tutorials and resources primarily intended as an orientation to the basics of Wikidata. Her undertaking also involved a lot of reading, research, and consultation to suss out the major obstacles and common difficulties faced by newcomers, as well as effective solutions and available strategies as suggested by other contributors. Yet another challenge was encountered by Anjali while she worked on new headers for Wikidata’s social media profiles—previous to the OPW internship, she had little idea of the complexity of copyright, but quickly came to terms with the various issues involved when navigating the murky waters of image rights.

Newcomers anywhere always run the risk of feeling like they are outsiders. Luckily, Anjali and myself both felt welcome by the Wikidata community, and while we were amazed and appreciative of everyone’s patience and generosity who worked with us, we both still found it difficult at first to follow the flow of community conversations—from the Project Chat and mailinglists, to the talk pages, and RFCs—and to be bold; this was especially true at the beginning, when I found myself updating Help pages, crossing my fingers and hoping that they would be seen as improvements by the community.

While we endeavoured to work as openly as possible by keeping a public work plan, first announcing intentions at Project Chat and then proposed changes on talk pages, and requesting and responding to feedback from the community—it was never clear how to weigh feedback when there were either comments with conflicting opinions or too few to go by to form the basis of a decision.

In my experience, I found the best way to mediate this discomfort was gradually by getting to know other contributors through their interests, passions, and strengths, and by collaborating with them on specific initiatives. It goes without saying that Anjali, through her analysis, and then promotion, of candidate items for Showcase status, and research into past Wikidata content that generated the most page views and interest on social media platforms, also developed a very good idea of what excites and engages the Wikidata community.

We both enjoyed seeing the community grow in the short few months of our internship. From the buzz that built up just prior to Wikimania, to the new properties, WikiProjects, and initiatives like the Wikidata Lounge that were proposed by one or two people and then quickly took on a life of their own—it was clear that feeling part of the community was important motivation for contributors who kept coming back to Wikidata.

These experiences and reflections influenced the way we approached outreach efforts as well as thought about how to create meaningful, sustainable pathways for newcomers to get involved with Wikidata.

Helen:

  • authored content for a series of GuidedTours interactive tutorials (two have been deployed, others are in the works);
  • updated all of the pages in the Help namespace (and created some new ones where there were gaps in the documentation;
  • aggregated and improved common content related to sister projects integration;
  • planned and implemented a new Main page;
  • made efforts to provide more opportunities for those interested in non-technical contributors by updating the Contribute portal, creating a task list, and planning related WikiProjects

Anjali:

  • analyzed Wikidata social media profiles to determine content that generated the most interest;
  • designed new headers for Wikidata social media profiles;
  • created a Wikidata Facebook group for college youth to provide regular updates pertaining to work happening around Wikidata;
  • developed a social media calendar for scheduling Twitter updates and populated the calendar with ideas for content;
  • developed a slideshow resource for use in Wikidata-related events;
  • brainstormed ideas and drafted a proposal for holding regular interactive discussions on social media platforms;
  • and translated some of the GuidedTours content into Hindi;

by Jens Ohlig at September 08, 2014 09:49 AM

September 05, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

Ein Beginn, der schon lange vorher begonnen hat – erstes Guide-Camp in Kassel

Am letzten August-Wochenende fand in Kassel das erste Guide-Camp zur nichtadministatriven Konfliktbewältigung in der Wikipedia statt. Die Wikipedianerin Kritzolina nahm dort als Teilnehmerin statt und veröffentlichte ihre Erfahrungen im Wikipedia:Kurier, dem internen Mitteilungsblatt der Wikipedia-Community. Wir freuen uns, diesen Text auch hier im Blog veröffentlichen zu können.

Die Teilnehmerin und die Teilnehmer des Guide-Camps. By Informationswiedergutmachung (Own work) CC-BY-SA-4.0 , via Wikimedia Commons

Als Neuwikipedianerin war ich in Kassel erstmals auf einem Arbeitstreffen der Wikipedia-Community. Ich war rundum angetan – von der guten Atmosphäre in der Gruppe, der Vorbereitung, der guten Versorgung und nicht zuletzt von der intensiven inhaltlichen Arbeit an einem sehr komplexen Thema. Ich finde, wir haben Ergebnisse, die sich sehen lassen können – auch wenn die Umsetzung der unterschiedlichen Ideen zur Konfliktbearbeitung in der Wikipedia sicher noch viel Arbeit und viele Unterstützer braucht.

Zunächst bekamen wir am Freitag einen sehr fundierten Vortrag von Benno Heussen zum Thema ”Zielkonflikte oder Machtkonflikte? Streitkultur bei Wikipedia”. Dabei wurden uns Grundsätze für das Konfliktmanagement an anschaulichen Praxisbeispielen erklärt und Theorien wie das Harvard-Konzept vorgestellt. Danach gab es einen lebendigen Dialog mit dem Referenten, bei dem wir die Inhalte seines Vortrages auf Wikipediatauglichkeit hinterfragen konnten. So kamen wir auf die Problematik der „offenen Systeme“ zu sprechen, in denen nicht immer offen mit Macht umgegangen wird; auf das Thema von Gefühlen und Gefühlskontrolle als Schlüssel zu Konfliktlösungen und auf die Frage, was wir als Autoren denn von der Wikipedia haben. Am späten Abend gab es noch einige interessante Erkenntnisse: Uns wurde bewusst…

… dass die Abwehrhaltung gegenüber Neuerungen in der Community möglicherweise der Selbststabilisierung des offenen Systems Wikipedia dient; alternativ, dass uns eine gesunde Streitkultur fehlt und Gefühle oft negiert anstatt ausgesprochen werden. Es blieben viele Fragen offen, vor allem zum Umgang mit Neulingen, mit Anerkennung und Stolz unter dem Mantel der Anonymität u.v.m.

Am Samstag wählten wir aus der Vielzahl der Themen einige aus, die wir dann in kleineren Arbeitsgruppen diskutierten, bearbeiteten, wieder in Unterpunkte zerlegten, nochmal ausdiskutierten – aber erfreulicherweise nie völlig zerredeten.
… das ist übrigens etwas, was mich wirklich faszinierte: All die doch so unterschiedlichen Wikicharaktere, die da in Kassel aufeinander trafen, arbeiteten sehr konstruktiv, effektiv und zielorientiert zusammen. Die aktuell brennenden Konflikte (Stichwort Superprotect) fanden ebenso Eingang in die Gespräche wie die altbekannten Dauerbrenner (Stichwort z. B.  Kreuz/Stern/gestorben). Sie wurden als Beispiele analysiert, unsere Ideen an ihrer Umsetzbarkeit in solchen Fällen gemessen, aber wir verloren uns nie in den – an anderer Stelle geführten – Endlosdebatten. Nach einem kurzen, aber guten Mittagessen fassten wir zunächst im Plenum die Ergebnisse zusammen und setzten dann am Nachmittag die Kleingruppenarbeit in veränderten Gruppen fort.

Am Sonntag konnten wir bei erstaunlich vielen Punkten darüber reden, ”wie” und ”wann” ”wer” die Umsetzung voranbringen sollte. Ein paar Themen, wie z.B. die Frage, ob wir eine Vergessenskultur in der Wikipedia brauchen, wurden auf die eher lange Bank gestellt. Bei anderen Fragen, die wir geschlossen für sehr sinnvoll hielten, wie z. ;B. die Einrichtung einer Ombudsstelle für (fast) alle Konflikte, diskutierten wir, ob für uns vorstellbar ist, die dafür erforderlichen Änderungen in Struktur und Reglement der Wikipedia gestalten zu können – und vor allem natürlich darüber, ob das, was wir für nützlich und sinnvoll halten, denn auch vom Rest der Community akzeptiert würde. Seid also nicht überrascht, wenn in der nächsten Zeit einige Umfragen gestartet werden oder wir auf Stammtischen und der WikiCon über Themen rund um die Konfliktbewältigung diskutieren wollen. Um mitreden zu können, empfehlen wir, sich schon jetzt damit zu beschäftigen, … Aber bitte habt Geduld, wenn dieses oder jenes Projektdetail noch „im Fluss“ ist.

(Das Konzentrat der Projektdetails soll hier erscheinen (in Arbeit).)

Einige Anmerkungen zum Text durch Dirk Franke: “Superprotect” bezieht sich auf das im August durch die Wikimedia Foundation eingeführte Recht, bestimmte Seiten auch für Administratorinnen und Administratoren der Wikipedia sperren zu lassen und nur einer kleinen durch die Wikimedia Foundation ausgewählten Zahl von Menschen dort Bearbeitungsmöglichkeiten zu geben. Dieses ist in der Community stark umstritten und wird von einer überwiegenden Zahl der Communitymitglieder abgelehnt. ” Kreuz/Stern/gestorben” bezieht sich auf die Auseinandersetzung innerhalb der Wikipedia-Community ob das Kreuz (†) generell als Zeichen für ein Sterbedatum adequat ist, oder ob dies bei Nicht-Christen durch ein andere Symbol ersetzt werden sollte.

by Dirk Franke at September 05, 2014 02:49 PM

September 04, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 27/2014

Hier kommt die 27. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Dieser frühherbstliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 27/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Wikimedia Belgien anerkannt

Das Board of Trustees der Wikimedia Foundation hat auf seinem Treffen auf der Wikimania die Anerkennung von Wikimedia Belgien als Chapter beschlossen.

Affiliations Committee such neue Mitglieder

Das Affiliations Committee, zuständig für die Anerkennung von neuen Wikimedia-Organisationen und -Gruppen, sucht neue Mitglieder.

Wikimedia Foundation mit neuem Evaluationsportal

Das Evaluations-Team der Wikimedia Foundation hat die eigenen Seiten auf Meta komplett überarbeitet. Edward Gálvez berichtet darüber im Wikimedia-Blog.

Projekte und Initiativen

Wiki Loves Monuments 2014

Die nächste Runde des jährlich stattfindenden Fotowettbewerbes hat wieder begonnen! Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz nehmen auch noch 34 weitere Länder an dem Wettbewerb teil, unter anderem zum ersten Mal der Irak, Libanon, die palästinensischen Gebiete, Pakistan und Irland.

Neue IEG-Förderrunde der Wikimedia Foundation

Die Wikimedia Foundation hat eine neue Runde für die „Individual Engagement“-Förderung ausgeschrieben, Anträge (in einem Kostenrahmen von 200 bis 30.000 US-Dollar) können zwischen dem 1. und 30. September eingereicht werden. Auch nicht-englischsprachige Förderanträge sind möglich. Des Weiteren finden am 16., 25. und 28. Google-Hangouts zur Information von Interessierten statt.

Flickr mit 12 Millionen neuen Bilder des Internet Archive

Der Amerikaner Kalev Leetaru lädt derzeit 12 Millionen digitalisierte, gemeinfreie Bilder des Internet Archive auf Flickr. Derzeit gibt es Pläne Teile der Sammlung auch auf Wikimedia Commons zu übertragen.

Wiki-Dialog zum Zedler-Preis 2015 gestartet

Der Wiki-Dialog zur Vorbereitung des Zedler-Preises 2015 hat am 4. September begonnen.

Wikidata-Daten für Histropedia

Jens Ohlig berichtet im WMDE-Blog (auf Englisch) über den Nutzen von Wikidata-Daten für externe Projekte, wie beispielsweise Histropedia. Histropedia ermöglicht es Zeitleisten für bestimmte Ereignisse und Objekte zu erstellen.

Technik

Mobiles Hochladen wird ausgeschaltet

Wie das „Mobile“-Team der Wikimedia Foundation berichtet, wird das mobile Hochladen (über den Browser) von Dateien auf Wikimedia Commons vorerst abgeschaltet. Die bisher eingegangenen Dateien waren 70-80 Urheberrechtsverletzungen, Testbilder oder Selfies. Die Initiative zum Abschalten kommt vor allem seitens der Community auf Wikimedia Commons, die sich über den massiven Arbeits- und Wartungsaufwand beklagt hatte.

Presse und Websites

„Editiermarathon“ für Frauen

Das Neue Deutschland berichtet über einen „Editiermarathon“ (Edit-a-thon) für Frauen, der in den Räumen von Wikimedia Deutschland stattfand.

Ethnographische Studie der Wikipedia

Dariusz Jemielniak, unter anderem Autor in der englisch- und polnischsprachigen Wikipedia sowie FDC-Mitglied, hat eine ethnographische Studie zur Wikipedia im Allgemeinen herausgegeben. Motherboard.com gibt einen Einblick in das Werk.

Studie zu Kommunikation und Emotion in Wikipedia

In einem wissenschaftlichen Paper stellen Wissenschaftler aus Spanien, Deutschland, Qatar und USA ihre Ergebnisse zur Studie: “Emotions under Discussion: Gender, Status and Communication in Online Collaboration” vor. Darin geht es vorrangig um Wikipedia.

Termine

4.09.: Metrics Meeting der Wikimedia Foundation

Am Donnerstag (4.9., also am Erscheinungstag der Wikimedia:Woche) findet um 20 Uhr das monatliche Metrics Meeting der Wikimedia Foundation statt. Dort stellen Mitarbeitende und Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation ihre aktuelle Arbeit vor und präsentieren nächste Schritte oder regen zur Diskussion an. Interessierte können sich entweder per Livestream dazu schalten, im IRC Fragen stellen oder später das Video ansehen. Themen werden unter anderem auch MediaViewer und Single User Login (SUL) sein.

12./13.09.: OERde14 – Konferenz zu Freien Bildungsmaterialien in Berlin

Am 12. und 13. September ist es soweit: Zum zweiten Mal findet die größte Konferenz zum Thema “Freie Bildungsmaterialien” in den Räumen der Urania in Berlin statt. Themen der Konferenz sind unter anderem bildungspolitische Fragen zu OER, Erfahrungen aus dem Ausland sowie didaktische Implikationen. Gefördert wird die Konferenz von der Bundeszentrale für politische Bildung, Schirmherrin ist die Deutsche UNESCO Kommission. Die Anmeldung zur Teilnahme ist noch bis zum 07. September möglich. Mehr Informationen zur OERde14 gibt es unter:

15.09.: Freies Wissen in der Wissenschaft?! Veranstaltung im Rahmen der Tour der MS Wissenschaft in Wien

Im Rahmen der Tour des Ausstellungsschiffes MS Wissenschaft laden Wikimedia Österreich, Wikimedia Deutschland, Wikimedia Schweiz, die Open Knowledge Foundation Österreich und die Open Knowledge Foundation Deutschland gemeinsam zur Diskussion über (mehr) Offenheit in der Wissenschaft ein. Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr.

by Cornelius Kibelka at September 04, 2014 03:39 PM

Digital Natives: Unbefangener aber nicht unbedingt kompetenter!

Am 01. September 2014 fand die zweite Veranstaltung der Reihe Digitale Kompetenzen statt, die Wikimedia Deutschland im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2014 veranstaltet. Das Thema “Digital Natives” lockte fast 70 Gäste aus Medienpädagogik, Wissenschaft, Politik und Presse an. Neben einer ausgesprochen lebhaften Diskussion im Saal wurde auch fleißig auf Twitter kommentiert.       

Dass die Menschen, die Marc Prensky in seinem 2001 erschienenden Aufsatz als “Digital Natives” bezeichnete, keine besonderen Wesen mit quasi angeborenen digitalen Fähigkeiten und sogar anderen Gehirnfunktionen sind, darin waren sich die meisten der Teilnehmenden einig. Viele, die nach 1980 geboren sind, gehen sicherlich unbefangener mit “digitalen Medien” um, aber nicht unbedingt kompetenter. Gleichwohl entstand eine Diskussion darüber, welche Erwartungen der Begriff “Digital Native” eigentlich an diese vermeintliche Generation stellt und was das für die Praxis bedeutet.

Prof. Dr. Rolf Schulmeister von der Universität Hamburg setzte sich wissenschaftlich mit dem Begriff der “Digital Natives” auseinander, Bild von Sebastian Horndasch (WMDE), CC-BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

In seinem Vortrag betrachtete Prof. Dr. Rolf Schulmeister unter Einbeziehung verschiedener Studien kritisch einige der Eigenschaften, die Prensky den “Digital Natives” zuschreibt. Dabei warf er einen empirischen Blick auf die Mediennutzung der Jugendlichen: wenngleich Jugendliche vermehrt das Handy bzw. das Smartphone nutzen, so ist es für sie vor allem ein Mittel der Kommunikation mit den Peers – etwas, wie Prof. Schulmeister im Fazit festhielt, was schon immer stattgefunden habe, nur eben auf anderen Kanälen.

Allerdings trage die exzessive Nutzung mobiler Kommunikationmittel mit dazu bei, dass die Konzentrationsfähigkeit in formellen Bildungskontexten sinkt, was sich in den Benotungen der Leistungen widerspiegele. Auch nutze nur eine Minderheit digitale Medien im Kontext von kollaborativem Zusammenarbeiten (z.B. Wikis) und zum Lernen – Informationen im Netz werden zwar durchaus viel rezipiert, es fehlt aber an einer genaueren Bewertung und Weiterverarbeitung. Insgesamt, so Prof. Schulmeister in seinem Fazit, würden Freizeit und Lernen auseinanderbrechen, vor allem würde das, was in der Freizeit mittels Smartphone und Computer alles so gemacht wird, nicht ins Lernen transferiert.

In der anschließenden Podiumsdiskussion ging es dann um die Frage, ob der Begriff denn nun vor dem Hintergrund der Ausführungen von Prof. Schulmeister überhaupt noch haltbar sei, welche Rolle er in der Praxis einnimmt und ob die Art und Weise der Nutzung digitaler Medien denn nun tatsächlich mit dem Faktor Alter zusammenhängt.

Tim Moritz Hector, Vorsitzender des Präsidiums von Wikimedia Deutschland e.V. , berichtete von seinen unterschiedlichen Erfahrungen in der Vermittlung von Wikipedia an SchülerInnen sowie SeniorInnen. Sein Fazit: Zwar hätten ältere Menschen im Vergleich tatsächlich größere Probleme damit, die technische Funktionsweise digitaler Medien zu verstehen, hier seien Jugendliche klar im Vorteil. Sobald diese technischen Einstiegshürden überwunden seien, sei den Älteren jedoch das Prinzip kollaborativer Projekte wie Wikipedia sehr viel schneller klar. Im Vergleich zu jungen Menschen würden Sie viel schneller hinterfragen, wo denn die Informationen überhaupt herkommen und sich damit auseinandersetzen, wie sie selber am besten einen Beitrag leisten könnten. Das ältere Menschen zwar öfter Nachholbedarf in Bezug auf die Technik haben, jedoch einen großen Willen zur gesellschaftlichen Teilhabe über digitale Medien aufweisen und deren Potenziale in dieser Hinsicht oft sehr gut einschätzen könnten, konnte auch Günter Voß vom SeniorenComputerClub Berlin-Mitte bestätigen.

Auf dem Podium diskutierten: Prof. Dr. Rolf Schulmeister, Tim Moritz Hector, Nina Lindlahr, Kristin Narr, Günter Voß (v.l.n.r.); Bild von Sebastian Horndasch (WMDE), CC-BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Auf der anderen Seite scheint es den Jugendlichen genau an dieser Kompetenz zu mangeln, was sicherlich auch darauf zurückzuführen ist, dass der Begriff der “Digital Natives” nach wie vor häufig falsch verstanden werde – mit fatalen Folgen für das Bildungssystem. Häufig werde nämlich davon ausgegangen, junge Menschen seien automatisch versiert im Umgang mit digitalen Medien und man müsse ihnen folglich auch nichts mehr beibringen, wie aus dem Publikum angemerkt wurde. Hier besteht also dringender Handlungsbedarf. Tatsächlich hatte die Kultusministerkonferenz bereits im März 2012 beschlossen, Medienbildung als Lernbereich nachhaltig in der schulischen Bildung zu verankern.

Allerdings stelle sich hier die Frage der richtigen Implementierung, so die freiberufliche Medienpädagogin Kristin Narr. Es sei falsch, den Fokus darauf zu legen, die Schülerinnen und Schüler einseitig darin zu schulen, wie sie beispielsweise ihre Privatsphäreeinstellung auf Facebook ändern können, sondern es gehe vielmehr darum, sie zu Beteiligung und Partizipation an der Gesellschaft zu motivieren und zu befähigen.

Versucht man nun, die zentralen Erkenntnisse des Abends zusammenzufassen, könnte man sagen: Digital Native sein heißt über Digitale Kompetenzen zu verfügen und zwar nicht nur im Sinne technischen Verständnisses für die Funktionsweise digitaler Medien. Es geht eben auch darum, ein ausgeprägtes Bewusstsein für deren Möglichkeiten und Potenziale in Bezug auf gesellschaftliche Teilhabe zu entwickeln und sie in dieser Hinsicht zu nutzen. Hier scheint es bei allen Altersgruppen gleichermaßen Förderbedarf zu geben, wenn auch auf unterschiedlichen Ebenen.        <script async="" charset="utf-8" src="http://platform.twitter.com/widgets.js"></script>
Hier gibt es die Veranstaltung in voller Länge zu sehen:

<iframe allowfullscreen="allowfullscreen" frameborder="0" height="317" src="http://www.youtube.com/embed/emVHpuM9aoU" width="562"></iframe>

by Valentin Münscher at September 04, 2014 01:55 PM

OER in der Praxis: Tipps und Qualitätssicherung

Im dritten Teil der Beitragsreihe zum diesjährigen OER-Konferenzprogramm beschäftigen sich die Autorinnen mit der Qualität von konkreten Materialien. Kristin Narr richtet den Fokus auf konkrete Tipps für das Erstellen von OER, die auf der Konferenz von Guido Brombach vorgestellt werden. Sabine Kühnel verweist auf den Vortrag der beiden Schulbuch-O-Mat-Initiatoren, Hans Hellfried Wedenig und Heiko Przyhodnik, die aus eigener Erfahrung erklären, wie Qualitätssicherung bei kollaborativ erstellen Bildungsmaterialien funktionieren kann. Übrigens: Die Anmeldung zur OERde14 ist noch bis zum 7. September möglich!

Notwendige Erfahrungen und Tipps aus der Praxis

Stünde Coca-Cola unter einer freien Lizenz, könnten findige RemixerInnen auch eine pinke Version kreieren. Bild: D. Sharon Pruitt, CC-BY 2.0 via Wikimedia Commons

Kristin Narr über  “10 Tipps zur Veröffentlichung von OER Materialien in der politischen Bildung”von Guido Brombach

In den Auseinadersetzungen über OER fehlen mir oft konkrete Probierfelder und beispielhafte Projekte, die über das Reden über OER hinaus gehen. Das  Thema OER ist geprägt von Diskussionen, Publikationen und Veranstaltungen. Dabei wird behandelt, was OER überhaupt sind, sollen und können. Zweifelsohne ist jede Diskussion, Publikation oder Veranstaltung auf eine bestimmte Art wichtig und notwendig. Aber das kann es noch nicht gewesen sein.

Im Bereich der politischen Bildung passiert bereits viel. Es entsteht ein wertvoller Austausch über die eigenen Erfahrungen bei der Erstellung und Veröffentlichung von Bildungsmaterialien. Auch auf der OER-Konferenz. So wird der politische Erwachsenenbildner Guido Brombach in seinem Talk“10 Tipps zur Veröffentlichung von OER Materialien in der politischen Bildung – Nachnutzung leicht gemacht” von seinen Erfahrungen berichten und ganz besonders konkrete Tipps für diejenigen, die ihre Materialien auch als freie Bildungsmaterialen veröffentlichen und eine Nachnutzung explizit ermöglichen wollen, in den Fokus stellen.

Letztlich bieten diese Tipps aus der Praxis, gerade weil sie auf der OER-Konferenz präsentiert werden, wiederum einen wertvollen Beitrag für die größeren, allgemeineren Auseinandersetzungen um OER. Sie zeigen, was möglich ist und wo die Grenzen liegen und helfen uns, das Prinzip des Teilens und der Nachnutzung noch mehr zu durchdringen.

Kristin Narr ist freiberufliche Medienpädagogin und arbeitet u.a. für das Internet & Gesellschaft Collaboratory e.V.

 

Qualität vor Quantität

Sabine Kühnel über“Schulbuch-O-Mat lessons learned – Dos und Don’ts in kollaborativen OER-Projekten”von Hans Hellfried Wedenig und Heiko Przyhodnik

„Wie sieht es denn mit der Qualität von Open Educational Resources aus?“ – eine Frage, die ich schon oft und insbesondere von Lehrerinnen und Lehrern gehört habe und die im Hinblick auf einzelne Materialien sicher auch berechtigt ist. Die beiden Schulbuch-O-Mat-Initiatoren, Hans Hellfried Wedenig und Heiko Przyhodnik, wollen diese Problematik auf der Konferenz in den Mittelpunkt ihrer Session „Dos und Don’ts in kollaborativen OER-Projekten“ stellen und aufzeigen, dass OER und Qualität sehr wohl gut zusammenpassen – wenn man die Erstellung richtig angeht.

Für mich gehört die Session schon deshalb zu den Highlights der OERde14, weil ich mir selbst Antworten auf die Frage der OER-Qualitätssicherung erhoffe. Zunächst werden die Referierenden die drei zu diesem Zeitpunkt bereits von ihnen umgesetzten OER-Projekte vorstellen: 1. Das erste offene und freie, lehrplankonforme, digitale und deutschsprachige Biologie-Schulbuch, 2. Fünf durchgeführte Schulbuch- Hacking-Tage für und mit Schülerinnen und Schülern und 3. Den OER-Schulbuch-Sprint “Von null auf ein Schulbuch in 3,5 Tagen”. Dabei werden sie von den damit verbundenen positiven sowie negativen Erfahrungen berichten und Lösungsansätze bieten. Insbesondere am Beispiel des OER-Schulbuch-Sprints soll gezeigt werden, dass auch in kürzester Zeit qualitativ hochwertige Materialien erstellt werden können. Und an dieser Stelle wird auch klar, weshalb „nur“ rund 80 Seiten in den 3,5 Tagen entstehen sollen – Qualität steht klar vor Quantität.

Letztlich dürfte die Session nicht nur für Multplikatorinnen und Multiplikatoren aus dem Bildungsbereich interessant sein, sondern auch für die OER-Community einen Mehrwert bieten – schließlich handelt es sich um die erste öffentliche Zwischenbilanz der beiden Schulbuch-O-Mat-Initiatoren mit vielen persönlichen Erfahrungen, von denen andere Initiativen sicher profitieren können.

Sabine Kühnel ist Referentin im Bereich „Medienkompetenz“ bei der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb).

by Sarah Behrens at September 04, 2014 11:30 AM

Monatsbericht August 2014

PROGRAMM FREIWILLIGE

Aufgrund der vielen geförderten Aktivitäten der Communitys im August steht im Monatsbericht nur eine kurze Übersicht. Einen ausführlicheren Bericht gibt es in einem gesonderten Blogbeitrag.

Fotoprojekte

Noch immer läuft der Festivalsommer auf Hochtouren: Auf 28 Veranstaltungen waren die Fotografinnen und Fotografen im August mit Fototechnik zugegen, um Festivals zu dokumentieren und die Wikipedia-Artikel zu Musikschaffenden aller Spielrichtungen zu bebildern. Weitere von Freiwilligen durchgeführte und von Wikimedia Deutschland geförderte Events waren:

  • 20.–24.08.: Besuch zur Rallye Deutschland in Trier und Umgebung
  • 23.–24.08.: DFB Beachsoccer Cup in Warnemünde
  • 29.–31.08.: WLM-Fototour durch Erfurt als Auftaktveranstaltung zum diesjährigen Wiki-loves-Monuments-Fotowettbewerb
  • 31.08.: Fotoprojekt im Sächsischen Landtag

Community-Räume, Community-Treffen

Das Lokal K in Köln lud auch im August Wikipedia-Interessierte zu einem Besuch ein. Mittlerweile nutzt auch das OK Lab den regionalen Community-Raum als Treffpunkt. Die Einreichungsphase für Programmvorschläge zur WikiCon 2014 wurde geschlossen. Bis zum 10. September besteht noch die Möglichkeit sein Feedback zu den eingereichten Programmvorschlägen abzugeben. In Herne trafen sich am 18. August die Organisatorinnen und Organisatoren der WikiCon-Abendveranstaltung zur Planung des Ablaufs. Die folgende Liste gibt einen Überblick über die von Wikimedia Deutschland geförderten Community-Veranstaltung im August:

  • 27.08.: Oberlausitz-Treffen, unter anderem zum Ausbau und der Verbesserung von Wikipedia-Inhalten
  • 29.–31.08.: Guide Camp für nichtadministrative Konfliktbewältigung in Kassel
  • 30.–31.08.: Workshop in Lüneburg, mit dem Ziel mehr Videos in die Wikipedia einzubringen
  • 28.08.: Offenes Editieren in TU23
  • 06.08.: Wikipedianerinnen-Treff Women Edit zur gemeinsamen Artikelarbeit und Vorbereitung des zweiten Edit-a-thons
  • 30.08.: 2. Edit-a-thon Women Edit, zum Ausbau und zur Verbesserung der Wikipedia zum Thema „Frauen in der Wissenschaft“

Wikimania

Wikimedia Deutschland vergab Stipendien zur Teilnahme an der Wikimania. Insgesamt bekamen 47 der 58 Bewerberinnen und Bewerber ein Stipendium, das von 43 Personen tatsächlich in Anspruch genommen wurde. Mitglieder der deutschen Community nahmen an verschiedenen Workshops teil und referierten zu Themen wie “Which Law Applies to Wikipedia”, “Structured Wikiquote – the future of the free quote compendium that anyone can edit” oder “Wiki Loves Parliaments”. Das Videos-auf-der-Wikimania-Projekt wurde von .js initiiert, der die Wikimania mit einem Workshop zum Thema begann und anschließend mit anderen Freiwilligen zusammen Videos drehte. Berichte von der Wikimania stehen im Kurier-Extrablatt. Das Team Communitys war auch auf der Wikimania präsent. Neben den obligatorischen Gesprächen mit Menschen zu verschiedensten Anlässen und Gelegenheiten, veranstaltete das Team, vor allem im Rahmen der Pre-Conference, den Volunteer Support Workshop und hielt zwei Vorträge: “Community empowerment through professional Community involvement” (kurz: “The Community is your friend”) und “Engineering volunteering – what’s this volunteer support all about anyway?”.

Kompass der Vielfalt

Der Kompass der Vielfalt wurde nun publiziert. Er wurde im Rahmen des Projektes “Wikipedia Diversity” erstellt, das zusammen mit Prof. Dr. Ilona Buchem, Gastprofessorin für Digital Media & Diversity am Gender- und Technikzentrum der Beuth Hochschule für Technik Berlin durchgeführt wurde. In der Publikation finden sich der aktuelle Forschungsstand zum Themenspektrum Genderdiversität und Wikipedia, die zentralen Handlungsfelder sowie Maßnahmen für eine vielfältigere Wikipedia. Den Kompass der Vielfalt gibt es sowohl in einer deutschen als auch in einer englischen Version. Wer ein gedrucktes Exemplar erhalten will, kann es per E-Mail an bildung@wikimedia.de anfordern.

GLAM-Vernetzungstreffen in Wien

Am Wochenende 12.-14. September findet gemeinsam mit Wikimedia Österreich das zweite deutschsprachige GLAM-Treffen 2014 statt, das momentan vorbereitet wird. In den Räumlichkeiten der Österreichische Akademie der Wissenschaften wird über laufende und geplante Projekte berichtet, die Agenda wird von GLAM-Aktiven (GLAM=galleries, libraries, archives, museums) gestaltet. Neben einem kulturellen Rahmenprogramm in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt wird es außerdem am Montag, den 15.9. eine gemeinsame Begehung der MS Wissenschaft geben, die im September in Wien anlegt. Anmeldungen für das GLAM-Treffen sind willkommen.

PROGRAMM INSTITUTIONEN

Coding da Vinci

Teil des WMDE-Auftrittes auf der Wikimania war es auch, den Kultur-Hackathon “Coding da Vinci” einem internationalen Publikum vorzustellen. Das Organisationsteam reiste zusammen mit zwei Gewinnern des Wettbewerbs nach London, um in einer Session vom Event und seinen Ergebnissen zu berichten. Die Session wurde im Rahmen des GLAM-Tracks (hier ein Überblick) durchgeführt und zog so viele internationale Wikimedianer mit Fokus auf Kulturpartnerschaften und -daten an.

GLAM on Tour

Die nächste GLAM on Tour-Station, die momentan vorbereitet wird, führt Wikipedianerinnen und Wikipedianer im Oktober ins Sauerland. Im Haus Hövener in Brilon werden etwa 20 GLAM-Aktive gemeinsam mit Mitarbeitenden des Stadtmuseums und dessen Förderkreises zum Thema Bergbau im Sauerland Vorträge, Exkursionen und Schreibwerkstätten veranstalten. Zudem wird in der Folge der GLAM on Tour-Station in der Bonner Bundeskunsthalle im Mai die Vorbereitung der Ausstellung “Outer Space” fotografisch dokumentiert; mehr Informationen dazu auf der Projektseite.

Wissenschaftsjahr 2014

Im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2014 lädt Wikimedia Deutschland gemeinsam mit Wikimedia Schweiz und Wikimedia Österreich sowie der Open Knowledge Foundation Österreich und der Open Knowledge Foundation Deutschland zur Veranstaltung “Wissenschaft und Freies Wissen – Fortschrittsmotor und Gemeingut der Informationsgesellschaft” am 15. September auf der MS Wissenschaft in Wien ein. Entlang der Panels Open Science, Open Data und Citizen Science wollen wir mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, Vertretern und Vertreterinnen aus der Politik und Interessierten über mehr Offenheit und Freies Wissen in der Wissenschaft diskutieren.

PROGRAMM RAHMENBEDINGUNGEN

Datentankstelle

Jimmy Wales an der Datentankstelle am WMDE-Stand auf der Wikimania 2014 [Foto: Sebastian Sooth (WMDE), CC-BY-SA 4.0]

Auch auf der Wikimania in London sollte die Datentankstelle interessierten Wikimedia-Aktiven und der Öffentlichkeit das Konzept freier Daten und freier Lizenzen näherbringen. Um das zu gewährleisten, wurde die Datentankstelle übersetzt und bietet nun auch eine englische Menüführung an.

Monsters of Law

Ist das Kunst oder kann das weg? – Diese Frage nimmt vor dem Hintergrund urheberrechtlicher Überlegungen eine durchaus ernsthafte Dimension an. Lukas Mezger (Benutzer:Gnom), Jurist und Mitglied der Wikipedia: Redaktion Recht, gibt zur nächsten Veranstaltung der Vortragsreihe “Monsters of Law” zu rechtlichen Fragen rund um Freies Wissen am 25. September einen Einblick in das Spannungsfeld von Urheberrecht und Schöpfungshöhe. Er beleuchtet dabei die aktuelle Frage, wo eine Untergrenze für urheberrechtlichen Schutz, etwa im Bereich angewandter Kunst und Design, zu ziehen ist.

Wikimania-Sessions

Nachnutzungstool

Auf der Wikimania feierte das von WMDE betreute Nachnutzungstool seine erste öffentliche Vorführung. Es soll eine rechtssichere Verwendung von Creative Commons-lizenzierten Bildern von Wikimedia Commons erlauben und stellt den Nachnutzenden die benötigten Autoreninformationen und Links auf Quellen bereit. Das Tool ist dauerhaft auf den Wikimedia-Labs verfügbar und steht unter einer freien Lizenz zur freien Verwendung und Weiterentwicklung. Bislang ist der Einsatz in deutscher Sprache in Deutschland möglich, Anpassungen in andere Sprachen und Jurisdiktionen bedürfen möglicherweise  juristischer Prüfung.

Positionspapier Urheberrecht

Als Antwort auf die veröffentlichen Resultate der Urheberrechtskonsultation der Europäischen Kommission und in Erwartung der Weißbuches zum Urheberrecht derselben, haben wir ein Positionspapier verfasst, dass unsere Anliegen auf EU-Ebene popularisieren und auf die Tagesordnung bringen soll. Dieses wurde zuerst von WMDE vorverfasst, bevor es nachher in Zusammenarbeit von der Free Knowledge Advocacy Group EU und anderen Ehrenamtlichen bearbeitet wurde. Das Positionspapier wurde ebenfalls bei der Wikimania vorgestellt und mit internationalen Ehrenamtlichen, Chaptern und WMF legal besprochen. Die ersten Chapter haben es bereits unterschrieben. Ziel ist es, das Dokument Mitte September mit so vielen Unterschriften wie möglich herauszubringen.

GLAM on Tour

Auf der Wikimania wurden in der Session “The secrets of local GLAM outreach” verschiedene Strategien für lokale Begegnungen zwischen Wikipedia-Aktiven und Kulturinstitutionen vorgestellt. Lars Alvik, Wikipedian in Residence in der norwegischen Nationalbibliothek, Axel Pettersson, Projektleiter GLAM outreach bei Wikimedia Schweden, User:Raymond und WMDE stellten ihre entsprechenden Projekte vor und bilanzierten Ergebnisse und ähnliche Erfahrungen. Fazit: Genaue Themensetzung, ausreichend Zeit zum Kennenlernen der Mitarbeitenden und Engagement der Institution aus eigenem Interesse sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

GLAM-Evaluation

Beim Workshop “Best practices for the evaluation of GLAM-Wiki cooperations” ging es um die künftig immer wichtiger werdende Herausforderung, die vielfältigen Aktivitäten im Kulturbereich angemessen und konsistent auszuwerten. WMDE beteiligte sich hier mit einem Input zu den Schwerpunkten im GLAM-Bereich und Beispielen zu Informationen, die bisher erhoben und ausgewertet werden.

Liquid Lobbying

Bei gleich zwei Wikimania Sessions wurde unsere Arbeit auf EU Ebene und das Konzept der kollaborativen Interessensvertretung behandelt. Zuerst wurde die Arbeit der Free Knolwedge Advocacy Group EU in den letzten 18 Monaten vorgestellt, wobei einige Projekte, Hürden und Fragen aufgeworfen wurden. Im Anschluss wurden diese bei einer 90-Minütigen Diskussionsrunde mit Referenten von WMF, WMDE, WMIT und EFF global besprochen. Wichtige Erkenntnisse aus der Diskussion waren, dass Wikimedia versuchen sollte schmerzhaft offen seine Positionen und inneren Widersprüche zu diskutieren. Trotz kurzfristiger Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben, teilten die meisten Referenten die Meinung, dass dies langfristig von Vorteil sein wird. Konferenzteilnehmer meldeten sich nachher mit der Bitte, uns bei unserem Vorhaben helfen zu können.

OER-Konferenz 2014

Für die am 12. und 13. September stattfindende OER-Konferenz (OER=Open Educational Resources=freie Bildungsmaterialien) konnte Wikimedia Deutschland eine Reihe von wichtigen Gästen gewinnen. Unter anderem werden Dirk van Damme (Head of the Innovation and Measuring Progress Division der OECD) und Nicole Allen (SPARC, USA) Keynote Speaker der Konferenz sein. Mark Rackles, Staatssekretär für Schule in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und  Wissenschaft, wird an einer Podiumsdiskussion auf der Konferenz teilnehmen. Darüber hinaus wird die Arbeitsgruppe der Kultusministerkonferenz, die derzeit Empfehlungen an alle Bildungsministerien von Bund und Ländern zu Open Educational Resources ausarbeitet, auf der Konferenz präsent sein und sich mit Vertreterinnen  und Vertretern von Wikimedia treffen. Im August stand vor allem die Bewerbung der Konferenz im Vordergrund. Die Medienpartnerin der Konferenz, die werkstatt.bpb, erstellte dazu einen Konferenztrailer. Wikimedia streute die Informationen zur Konferenz intensiv unter Partnerorganisationen, auf Social Media-Kanälen sowie bei Verbänden und Parteien.

Bündnis Freie Bildung

Das Bündnis Freie Bildung hat am 18. August den Prozess zur Erarbeitung politischer Handlungsempfehlungen zu OER begonnen. Zu diesem Zweck wurde eine Reihe von OER-Fachleuten eingeladen, die in mehreren Treffen bis Ende 2014 ein Papier erarbeiten werden. Auf dem Treffen anwesend waren zehn Personen, insgesamt werden sich etwa 20 Partnerinnen und Partner sowie Unterstützerinnen und Unterstützer an dem Prozess beteiligen. Auf dem ersten Treffen am 18. August wurden vor allem grundlegende Entscheidungen zu Themenschwerpunkten und Arbeitsweise getroffen. Ziel des Bündnisses ist es, zunächst ein Papier mit Handlungsempfehlungen zu verfassen und zu publizieren. Darüber hinaus hat das Bündnis Freie Bildung eine kurze kritische Stellungnahme zur Vorstellung der Digitalen Agenda durch die Bundesregierung abgegeben. Das Bündnis ist von den Festlegungen der Digitalen Agenda enttäuscht, da im Koalitionsvertrag im Herbst 2013 noch von Open Educational Resources gesprochen wurde, dieser Bereich nun aber keine Erwähnung mehr fand.

Internationales

Die Stabsstelle Internationales widmete den August ebenfalls der Vor- und Nachbereitung der Wikimania. Neben der Vernetzung mit den Schlüsselpersonen des Movements stand insbesondere der Abschluss des Projektes Chapters Dialogue im Mittelpunkt, das exakt vor einem Jahr auf der Wikimania in Hong Kong offiziell startete. Im Vorfeld der Konferenz veröffentlichte Nicole das umfassende Abschlussdossier im Meta-Wiki, das en detail die Erkenntnisse und Erfahrung dokumentiert. Im WMDE-Blog findet sich eine deutschsprachige Zusammenfassung: Auf dem Pfad der Dämmerung.

Im Rahmen ihrer Präsentation stellte Nicole auf der Wikimania neben dem Ergebnis und den schwierigen, kritischen Fragen auch den 30-minütigen Film vor. Dieser fasst das Projekt auf audiovisuelle Weise zusammen und ist inzwischen auch auf Wikimedia Commons und Vimeo (inklusive Untertitel!) verfügbar.Gleichzeitig ergab sich die Chance mit vielen Menschen (u. a. Mitarbeiternden der Wikimedia Foundation, Mitgliedern des Board of Trustees, Aktiven aus Wikimedia-Organisationen) über das Projekt zu sprechen und mögliche nächste Schritte zu erörtern. Die Herausforderungen, die das Projekt zu Tage gebracht hat, sind entscheidend für die Weiterentwicklung des Wikimedia-Movements, die “Tough Questions” müssen dringend und koordiniert angegangen werden.

<iframe allowfullscreen="allowfullscreen" frameborder="0" height="281" src="http://player.vimeo.com/video/102508380" width="500"></iframe>

Das Video zum „Chapters Dialogue“-Projekt, von Dominic Ernst, CC-BY-SA 4.0,via Vimeo

Personelles

Henry Laurisch, Werkstudent im Team Fundraising, hat die Geschäftsstelle zum 1. September verlassen.

by Tjane Hartenstein at September 04, 2014 08:49 AM

September 03, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

Wiki-Dialog zum Zedler-Preis beginnt

ZedlerPreis motiv3“ von Wikimedia Deutschland. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Noch dauert es etwas, bis das Jahr 2014 beendet ist, aber langsam wird es Zeit sich um 2015 Gedanken zu machen:  am morgigen Donnerstag startet der Wiki-Dialog zum Zedler-Preis 2015. Dieser soll in der Wikipedia zusammen mit der Community Anforderungen und Wünsche der Community an die Ausgestaltung des Preises im nächsten Jahr formulieren. Der Dialog läuft in der Wikipedia über die nächsten zwei Wochen, wird einige altbekannte Vorschläge aufgreifen, wie zum Beispiel die Forderung nach mehr und anderen Kategorien, oder eine ganzjährige Laufzeit der Nominierungen aufgreifen, aber vielleicht auch noch ein paar neue Anregungen für 2015 bringen.

Der Zedler-Preis geht 2015 in sein neuntes Jahr. Und obwohl sich mittlerweile ein recht fest stehendes Format etabliert hat, kommen immer wieder Vorschläge, dieses oder jenes zu ändern; sei es der Ablauf in der Nominierungsphase, die ein ganzes Jahr dauern soll, die Einführung weiterer Kategorien oder zumindest die Einführung von Sonderpreisen und die Zusammenlegung mit weiteren Auszeichnungen in der Wikipedia oder die Integration in ein größeres Sommerfest.

Der Wiki-Dialog soll diese Vorschläge bündeln, einmal in größerer Runde diskutieren und in einen Gesamtzusammenhang stellen. Dabei sollen Anforderungen an Wikimedia-Deutschland erarbeitet werden, die WMDE dann entweder sofort oder im Rahmen der weiteren Jahresplanung umsetzen kann.

In dem Dialog sollen vom 4. September bis zum 8. September Vorschläge gesammelt und zur Diskussion gestellt werden, während vom 9. bis zum 16. September über diese abgestimmt werden kann. Am 16. September folgt noch einmal ein gemeinsames Live-Treffen bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer versuchen, die einzelnen Vorschläge in einen kohärenten Vorschlagstext zu integrieren.

Wer also an der weiteren Ausgestaltung des Zedler-Preises Interesse hat, kann sich jetzt und in der Wikipedia an der weiteren Diskussion beteiligen.

by Dirk Franke at September 03, 2014 10:51 AM

September 02, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

Why Wikidata is so important to Histropedia

The following is a guest post we received from our friends at the Histropedia project. We met at Wikimania 2014 in London and they told us how Wikidata is useful for them. Here is their write-up.

For those who don’t yet know; Histropedia is a project using Wikipedia and Wikidata to create the world’s first timeline of everything in history.
Earlier this year I wrote on the Histropedia blog about how important Wikidata is for our project. At the time we had just switched from trying to get dates from Wikipedia articles (from the infoboxes) to using Wikidata items. We had a reasonable amount of success with the infoboxes, but encountered some major limitations. Firstly we were only able to get dates precise to a year, and in some cases we were unable to recognise the date format used to even get the year. And of course there were the articles with no infobox.
By switching to Wikidata as the primary source for dates we immediately added over 700,000 date properties to our events, often to a much better precision than just years. This was incredibly important to the project as it not only greatly improved the accuracy of our timelines, but also allowed us to increase the available zoom levels. So now thanks to Wikidata we can zoom right in to see a day by day view of History.

Timelines from Wikidata Queries and future features

In the previous post I also mentioned that improved date precision was only the first of many amazing things we hope to achieve by using Wikidata. And last month during Wikimania London we were able to unveil a new tool that lets us automatically create a timeline using a Wikidata query, which in our opinion definitely counts as amazing!

 

The feature is currently using Magnus Manske’s tool to run the query, Histrobot (our busy little timeline bot) then checks for matching Histropedia events and adds them straight to the timeline. There are limitations; Histropedia currently can’t handle more than about 500 events without suffering some performance issues, we are not yet completely synced with Wikidata so there are some items that don’t have events yet, and of course if the Wikidata item doesn’t have the required date properties the event will only be added if we have a date from Wikipedia or someone has manually added the dates on Histropedia.

We are working on these issues, increasing the number of events we can display is a major priority and we are making good headway in this area, we hope to soon have a solution in place that will keep us more up to date with Wikidata, and we are doing our best to encourage anyone editing Histropedia (small numbers, but they are growing) to go and edit Wikidata instead of Histropedia so we can all benefit.

But even with the current limitations this tool is incredibly powerful, and there are so many amazing timelines that can already be created. For example here is a timeline created straight from the a query showing everything that took place within a 2km radius of the Wikidata offices in Berlin:

http://histropedia.uat.co/Home.aspx?q=around[625,52.50,13.38,2]

As you can see in the URL above, the tool works by simply appending the query to our url. In the future we will try and add a more user friendly interface to the feature and some clever little auto queries, for example we were thinking when hovering over an event a user would be able to simply choose the radius and create a timeline, like the one above, based on the location of the event.

We also plan to allow users to attach queries to timelines in our upcoming directory. The contents of these timeline would be automatically updated, allowing users browsing timelines to always experience the latest improvements to Wikidata.

Eventually we want to be using as many Wikidata properties as possible, not just for instant timeline creating but also for categorisation of our events, so when you are looking at a timeline you will be able to filter by any property available on Wikidata. For example you could be looking at a timeline of missions to mars (like this one) and use filters to automatically colour code the successful and unsuccessful missions, or whether the mission was a lander, obiter or fly-by. With the ever increasing number of properties and items in Wikidata we should eventually be able filter timelines by almost anything imaginable.

Future Wikidata related features

We already have several Wikidata related features in our ideas forum where we are collecting votes and feedback to help us choose the best order for future development of Histropedia.

Filter the timeline using a Wikidata query

Colour code events using a Wikidata query

Show Charts in the timeline background (from file, statistics or Wikidata)

Automatically generate the local history of a person or other event

Automatically add descendants and relatives of a person to the timeline

 

Can Histropedia help Wikidata?

So that’s what Wikidata can do for Histropedia. It has become a fundamental part of how we are going to achieve our final vision and we can’t wait to incorporate more Wikidata power into Histropedia, it’s going to be awesome! But what can Histropedia do for Wikidata? Hopefully a lot!

We are already trying wherever we can to use Histropedia as an example of why Wikidata is such an important project and encourage people to start editing Wikidata. We have also made it very easy for people using Histropedia to edit Wikidata, instead of Histropedia, and we are trying to encourage our users to do this. However there will probably be a lot of dates entered straight into Histropedia and we would love to develop a system so that this data could be imported straight into Wikidata.

The Histropedia database could also be used for comparison with Wikidata, flagging up a list of differences that could then be investigated by the community.

 

Another way we hope Histropedia can help Wikidata is as a tool to visually spot errors in Wikidata. Because Histropedia is a very visual way of viewing the data we believe that running certain Wikidata queries on Histropedia will help identify errors, for example this query showing people born in 1950 makes it very easy to spot potential errors.

These are just a couple of examples and we hope to work together with the Wikidata community to expand on the possibilities our visual nature offers for this type of work.

 

Our vision for Histropedia would not be possible if it wasn’t for Wikidata, so obviously we have personal reasons for wanting to see it become the very best resource it can be. However we are also huge fans of Wikidata and what it is trying to achieve and we believe in the potential impact it will have; not just for Wikimedia community, not just for Histropedia, but for the whole world!

Thank you Wikidata, and please keep up the amazing work you are doing!

 

by Jens Ohlig at September 02, 2014 12:32 PM

September 01, 2014

Iberty

Grenzen-der-Bezahlung-Bericht jetzt auch auf deutsch

Hier wir gehen.

Offenheit und Kontrolle

<script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
</noscript>

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at September 01, 2014 01:01 PM

August 29, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im August 2014

Ambitionierte Freiwillige entwickeln und realisieren fortdauernd Ideen und Projekte zur Schaffung freier Inhalte. Bei einem Teil dieser Aktivitäten ist es Wikimedia Deutschland möglich, ihnen finanzielle und organisatorische Unterstützung zukommen zu lassen. Alleine bei den von WMDE geförderten Projekten sind die Communitys allerdings dermaßen aktiv, dass eine ausreichende Würdigung all ihrer Tätigkeiten den Umfang des Monatsberichts von Wikimedia Deutschland sprengen würde. Wir stellen daher, ergänzend zum Monatsbericht, an dieser Stelle jene Projekte vor, die im August 2014 dank dem Engagement von Freiwilligen und mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland stattgefunden haben.

Die Aktivitäten konzentrierten sich im August vor allem auf das Monatsende. Zu mehreren der hier vorgestellten Projekte waren daher zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags noch nicht alle Ergebnisse abrufbar.

Fotoprojekte

Aufnahme vom Festivalsommer, Foto: Rs-foto, CC-BY-SA 3.0

Noch immer läuft der Festivalsommer auf Hochtouren: Auf 28 Veranstaltungen sind die Fotografen in diesem Monat mit Fototechnik zugegen, um Festivals zu dokumentieren und die Wikipedia-Artikel zu Musikern aller Spielrichtungen zu bebildern.

Ein Besuch zur Rallye Deutschland, die vom 20. bis 24. August in Trier und Umgebung statt fand, wurde von Wikimedia Deutschland mit Akkreditierungshilfe und Reisekostenerstattung unterstützt.

Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern bei der Siegerehrung DFB Beachsoccer Cup in Warnemünde Foto: Olaf Kosinsky, CC-BY-SA 3.0

Und gleich weiter ging es am 23. und 24. August mit dem DFB Beachsoccer Cup in Warnemünde. Solche Ereignisse bieten den Vorteil, dass neben dem Themenbereich Sport gelegentlich auch Bilder zur Illustration von Artikeln aus der Politik eingefangen werden können, da Siegerehrungen oft von Politikern beigewohnt werden. Hier entstand nebenbei ein Foto von Harry Glawe, dem Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern.

„Wiki loves monuments“ ist auch außerhalb des Wikiversums vielen längst als der große jährliche Fotowettbewerb um Baudenkmäler bekannt. Ergänzend zum diesjährigen Wettbewerb und zugleich als dessen Auftaktveranstaltung, findet an dem Wochenende vom 29. bis 31. August eine WLM-Fototour durch Erfurt statt. Im Fokus steht die Bebilderung der Stadtmitte für die Wikipedia.

Ein weiteres Fotoprojekt wird zum Wahlabend am 31. August im Sächsischen Landtag durchgeführt.

Community-Räume, Community-Treffen

Das Lokal K in Köln lud auch im August wiederkehrend Wikipedia-Interessierte zu einem Besuch ein. Mittlerweile nutzt auch das OK Lab den regionalen Community-Raum als Treffpunkt.Die Einreichungsphase für Programmvorschläge zur WikiCon 2014 wurde geschlossen. Bis zum 10. September besteht noch die Möglichkeit sein Feedback zu den eingereichten Programmvorschlägen abzugeben. Die Organisatorinnen der WikiCon-Abendveranstaltung trafen sich am 18. August in Herne zur Planung des Ablaufs.

Industriekultur in der Lausitz, war das Thema des Oberlausitz-Treffens am 27. August, das unter anderem dem Ausbau und der Verbesserung von Wikipedia-Inhalten diente. Für den darauf folgenden Tag lud, wie immer zum letzten Donnerstag des Monats, die Berliner Community zum Offenen Editieren in die TU23.

Das Guide Camp für nichtadministrative Konfliktbewältigung, stieß bereits im Vorfeld auf großes Interesse. In diesem Monat treffen sich nun Wikipedianerinnen und Wikipedianer vom 29. bis 31. August in Kassel, um entsprechende Lösungsansätze zu finden und somit die Arbeitssituation der Autoren und Autorinnen in der Wikipedia zu verbessern.

Ebenfalls am letzten Wochenende des August findet in Lüneburg ein Workshop statt, mit dem Ziel mehr Videos in die Wikipedia einzubringen. Der Workshop ist Teil des Förderprojekts „Videos für Wikipedia-Artikel“.

Zur Artikelarbeit und Vorbereitung des zweiten Edit-a-thons, trafen sich am 6. August Wikipedianerinnen des Frauennetzwerks Women edit. Der zweite Edit-a-thon wird am 30. August als Zusatzuprogramm des monatlichen Women-edit-Treffens statt finden, um die Wikipedia gemeinsam zum Thema „Frauen in der Wissenschaft“ zu verbessern und auszubauen. Die Teilnahme kann auch online erfolgen.

Wikimania

Session mit Tobias Lutzi Foto: Deror_avi, CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0

Wikimedia Deutschland vergab Stipendien zur Teilnahme an der Wikimania. Insgesamt erhielten 47 der 58 Bewerberinnen und Bewerber ein Stipendium, das von 43 Personen tatsächlich in Anspruch genommen wurde. Aktivitäten und Eindrücke der dort Anwesenden waren natürlich ebenso vielfältig wie die Anwesenden selber. Als großer Erfolg erwies sich die von WikiAnika vorgeschlagene Buttonmaschine, die nicht nur wirksam das Projekt Persönliche Bekanntschaften promotete, sondern auch die ganze Wikimania über ein gelungener Gesprächs- und Bekanntschaftsaufhänger war.

Mitglieder der deutschen Community nahmen an verschiedenen Workshops teil. Einige Teilnehmende aus der Community hielten interessante Präsentationen wie etwa Tobias Lutzi, dessen Which Law Applies to Wikipedia als eine der besten Darbietungen der ganzen Konferenz genannt wurde. Andere Präsentationen kamen zum Beispiel von Bene* und Vogone, die zu Structured Wikiquote – the future of the free quote compendium that anyone can edit referierten, von Diego Delso, der erklärte wie Commons aus ihm einen guten Fotografen gemacht hat,  oder von Manuel Schneider und Olaf Kosinsky, die zu dem Projekt Wiki Loves Parliaments vortrugen. Das Videos-auf-der-Wikimania-Projekt wurde von .js initiiert, der die Wikimania mit einem Workshop zum Thema begann und anschließend mit anderen Freiwilligen zusammen Videos drehte.

Berichte von der Wikimania stehen im Kurier-Extrablatt, wobei weitere in den nächsten Wochen folgen werden. Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben außerdem gebloggt (wie Ireas und Matthias Süßen) oder getwittert. Vor allem aber wurden sehr viele Bekanntschaften geschlossen, neue Perspektiven gewonnen und neue Eindrücke aus dem internationalen „Movement“ mitgenommen.

Volunteer Support Group auf der Wikimania Foto: Andycyca, CC-BY 4.0

Das Team Communitys war ebenfalls auf der Wikimania präsent. Neben den obligatorischen Gesprächen mit Menschen zu verschiedensten Anlässen und Gelegenheiten, veranstaltete das Team, vor allem im Rahmen der Pre-Conference, den Volunteer Support Workshop und hielt zwei Vorträge: Community empowerment through professional Community involvement (kurz: The Community is your friend) und Engineering volunteering – what’s this volunteer support all about anyway?.

Weitere Projekte

Als Ergebnis einer Initiative der Redaktion Chemie in Kooperation mit Wikimedia Deutschland und dem Georg Thieme Verlag, stehen im Rahmen des Förderprogramms eLitstip seit dem 1. März 2011 Zugänge zum RÖMPP Online für Autoren des Bereichs Chemie in der deutschsprachigen Wikipedia bereit. Bezüglich der bisherigen und zukünftigen Zusammenarbeit fand nun am 21. August in Stuttgart ein Gesprächstermin zwischen einem Vertreter der Redaktion Chemie und Mitarbeitern des Thieme-Verlags statt. Einzelne Funktionen und technische Erweiterungen der beiden Plattformen, standen bei dem Austausch unter anderem im Mittelpunkt.

Das vom nordrhein-westfälischen Innenministerium veranstaltete ÖEV-Symposium findet am 28. August zum 15. Mal statt. Diesmal unter dem Motto „E-Government in NRW – Strategisch voran!“. Da unter anderem die Frage um die Bereitstellung von Daten unter freien Lizenzen, insbesondere durch die Kommunen, und deren Weiternutzung in freien Projekten einen Schwerpunkt bildet, wird auch ein Wikipedianer an der Konferenz teil nehmen.

Weitere Mitteilungen des Team Communitys

Alle Informationen zu den von der Community nutzbaren Räumlichkeiten in Berlin, sind seit August auf einer neuen Übersichtsseite abrufbar. Wie auch bereits zuvor, sind alle interessierten Community-Mitglieder herzlich eingeladen, sich gestalterisch und organisatorisch bei der Raumnutzung einzubringen.

by Nicolas Rück at August 29, 2014 10:00 AM

August 28, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 26/2014

Hier kommt die 26. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Dieser spätersommerliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 26/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Wikimedia Schweiz stellt zwei neue Mitarbeiterinnen ein

Das Schweizer Wikimedia-Chapter stellt zwei neue Mitarbeiterinnen ein. Während Sabine Ray die Verwaltungsarbeit unterstützt, übernimmt Gabrielle Marie die Aufgabe als „French Community Liaison“, was unter anderem die Kommunikation mit der französischsprachigen Community (der Schweiz) umfasst.

Projekte und Initiativen

Neue Metriken für Wikimedia

Denny Vrandečić (User:Denny), Entwickler von Wikidata und SemanticWiki, hat in der Signpost eine neue Methode, um Erfolg und Wirkung zu messen, vorgeschlagen. Jakob Voss hat in seinem Blog eine deutsche Zusammenfassung (und einen Kommentar dazu) veröffentlicht

Wiki Loves Africa-Fotowettbewerb

Der von Wikimedia Frankreich initiierte Fotowettbewerb „Wiki Loves Africa“ hat die Finanzierung der Wikimedia Foundation erhalten. Der Fotowettbewerb wird vom 1. Oktober bis 30. November auf dem gesamte afrikanischen Kontinent stattfinden, vorwiegend jedoch in den Ländern mit bereits aktiven Communities (Südafrika, Tunesien, Elfenbeinküste, Ghana, Uganda, Malawi, Äthiopien und Ägypten).

Twitterbot listet neue Stubs auf

Auf Twitter gibt es eine neuen Account, der automatisch (bereits kategorisierte) Stubs der englischsprachigen Wikipedia auflistet

Wikipedia-ALS-Challenge

Während im (restlichen) Internet die „Ice Bucket Challange“ viral geht, um damit auf die Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose aufmerksam zu machen, gibt es nun Initiativen eine ähnliche „Challenge“ mit Wikipedia-Bezug zu starten. Auch diese soll auf die Krankheit hinweisen. Patricio Lorente, stellvertretender Vorsitzender des Board of Trustees der Wikimedia Foundation, ist einer der ersten, der mitmacht:

Technik

Strukturierte Daten für Wikimedia Commons

Das Wikidata-Team geht gemeinsam mit der Wikimedia Foundation den nächsten Entwicklungsschritt an, um strukturierte Daten für Dateien auf Wikimedia Commons bereitzustellen. Auf Commons gibt es eine Arbeitsseite, Interessierte wie Input sind herzlich willkommen.

Diskussion

MediaViewer und Superprotect

Inzwischen ist die Seite für das Benutzer-Interface (Commons.js) nicht mehr durch den Superschutz geschützt. Dennoch gehen die Diskussionen auf den verschiedesten Seiten weiter

Presse und Websites

Wie viele Mütter gibt es in der Wikipedia?

Marielle Volz geht in ihrem Blog der Frage nach wie viele der Autorinnen in der Wikipedia Mütter sind.

Das Leben eines Wikipedia-Administrators

Einer der Administratoren der deutschsprachigen Wikipedia berichtet im Online-Portal „jetzt.de“ der Süddeutschen Zeitung über die Arbeit, Aufgaben und Herausforderungen des Admin-Daseins.

Termine

1.9.: Veranstaltung „Digital Natives“ der Reihe Digitale Kompetenzen

Am 1. September findet in den Berliner Räumen die Veranstaltung „Digital Natives – Ein gut klingender Begriff mit wenig Substanz?“ der Reihe „Digitale Kompetenzen“ statt. Gäste sind Prof. Dr. Rolf Schulmeister (Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung an der Universität Hamburg), Tim Moritz Hector (Vorsitzender des Präsidiums von Wikimedia Deutschland e.V.), Kristin Narr (Institut für Kommunikation in sozialen Medien (ikosom)) und Günter Voß (SeniorenComputerClub Berlin-Mitte)

6./7.9: Verbesserung der Förderrichtlinien bei Wikimedia Deutschland

Am 6. und 7. September findet in Berlin der zweite Workshop zur Weiterentwicklung der Förderrichtlinien statt. Änderungsvorschläge und Erfahrungen können auch auf der Projektseite eingetragen werden, Anmeldung ist noch möglich.

13./14.9.: GLAM-Wiki-Treffen in Wien

Nach den GLAM-Treffen in Kaufbeuren, Hannover und Bremen findet das nächste GLAM-Wiki-Vernetzungstreffen am 13./14. September in Wien statt

20.9.: Wikimedia Deutschland wird Zehn

Wikimedia Deutschland feiert am 20. September um 17 Uhr seinen zehnten Geburtstag. Die Veranstaltung wird in den Berliner Räumen am Tempelhofer Ufer 23-24 stattfinden. Des Weiteren gibt es eine Parallelveranstaltung im Kölner Lokal K sowie einen Live-Stream im YouTube-Kanal von Wikimedia Deutschland. Bei einer Teilnahme in Berlin wird um eine Anmeldung über das Google-Formular erbeten.

by Cornelius Kibelka at August 28, 2014 05:03 PM

Endlich da: Kompass der Vielfalt

Endlich da: Der Kompass der Vielfalt.

Endlich da: Der Kompass der Vielfalt (zum herunterladen als PDF-Datei auf das Bild klicken)

Im Jahr 2012 begann eine Diskussion über das Verhältnis von männlichen und weiblichen Beitragenden in der Wikipedia.Verschiedene Studien bescheinigen der EditorInnenschaft einen signifikanten Gender Gap. Inzwischen haben sich in verschiedenen Ländern viele erfolgreiche Initiativen gebildet, die sich auf die direkte Autorinnenförderung spezialisiert haben. Zum Beispiel die zahlreichen Veranstaltungen in Indien der Wikipedianerin Netha Hussain oder von Emily Temple Wood in den USA. Diese Projekte haben es insbesondere zum Ziel, durch Partizipation die Teilhabe an Wikimedia Projekten zu steigern.

In dem jetzt erschienenen Kompass der Vielfalt haben wir noch weitere ergänzende Handlungsfelder und Instrumente identifiziert, die sich positiv auf eine vielfältigere EditorInnenschaft auswirken können. Zum einen geht es darum, Verständnis und Bewusstsein in der Community für das Thema “Vielfalt” zu schaffen, die Stärkung von Offenheit und einer Wilkommenskultur ist ein zweiter wichtiger Ansatz. Wie auch auf der diesjährigen Wikimania unter anderem von Lila Tretikov, Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, betont wurde: Die Förderung eines wertschätzenden Umgangs und eines positiven Kommunikationsklimas sind unerlässlich für Wikipedia. Ein fünftes Handlungsfeld stellt die Forschung zum Zusammenhang von Vielfalt und Qualität in der Wissensproduktion dar – hier gibt es noch viele ungeklärte Fragen, in welchem Zusammenhang sozio-demographische Diversität und der Inhalt in Wikipedia-Artikeln stehen.

Der Kompass der Vielfalt setzt sich mit Diversität und seiner Bedeutung für Wikipedia auseinander, bereitet unser derzeitiges Wissen hierüber auf, erklärt Handlungsfelder und schließt mit einem Maßnahmenkatalog als Anregung für unsere zukünftige Arbeit. Natürlich flossen auch die Meinungen und Ideen der Wikip(m)edianerinnen und der Wikip(m)edianer in diesen Kompass ein, die wir auf zahlreichen Treffen und Workshops sowie auf der Wikimedia Diversity Conference, die 2013 in Berlin stattfand, erhalten haben.

Dieses Jahr hat Wikimedia Deutschland gemeinsam mit Wikipedianerinnen und Wikipedianern zwei Instrumente aus dem “Kompass der Vielfalt” initiiert. Ein Instrument aus dem Kompass sind die so genannten cMOOCs (connectivist Massive Open Online Course) – dies sind offene Online-Treffen mit Workshop-Charakter. Unter dem Titel Wiki-Dialog finden hier alle Wikipedianerinnen und Wikipedianer sowie Interessierte einen Ort um problematische Themen, die die Zusammenarbeit in der Community betreffen, gemeinsam anzugehen und zusammen in strukturierter Form, lösungsorientiert und zeitlich begrenzt zu diskutieren. Daneben widmen wir uns dem Aufbau themenspezifischer Multiplikatorinnen-Netzwerke. Unter dem Titel Women edit können sich Wikipedianerinnen aktiv an Projekten beteiligen, die zum gezielten Mitmachen motivieren und die Kommunikationskultur in den Blick nehmen. Hieraus sind unter anderem der Edit-a-thon “Frauen in der Wissenschaft” und Treffen der WikiWomen entstanden.

Der Kompass der Vielfalt wurde im Rahmen des Projektes “Wikipedia Diversity” erstellt. Das Projekt wurde zusammen mit Prof. Dr. Ilona Buchem, Gastprofessorin für Digital Media & Diversity am Gender- und Technikzentrum der Beuth Hochschule für Technik Berlin realisiert. Wer gedruckte Exemplare in englischer oder deutscher Sprache bestellen möchte, schreibt uns einfach eine E-Mail an bildung@wikimedia.de. Der Link zur deutschen Version befindet sich hier, der Link zur englischen hier. Gerne kann auch auf Meta dazu diskutiert werden.

Viel Spaß bei der Lektüre!

 

by Julia Kloppenburg at August 28, 2014 09:34 AM

August 26, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

OER – wie kann es umgesetzt werden?

Der zweite Teil der Beitragsreihe zum Programm der OER-Konferenz 2014 beschäftigt sich mit der Frage, wie OER in Deutschland konkret umgesetzt werden kann. Zunächst stellt Helene Hahn einen Vortrag zur OER Studie der Technologiestiftung Berlin vor, die Szenarien zur Einführung von OER in Deutschland skizziert. Sebastian Seitz präsentiert einen Konferenzvortrag über die Erstellung von OER in Polen, wo derzeit der Staat viel Geld in OER-Aktivitäten investiert.

Bild “OER-Konferenz 2013”: Agnieszka Krolik, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

 

“Wie ist die Lage von OER in Deutschland?”

Helene Hahn über den Vortrag von Maximilian Heimstädt “Open Education in Berlin: Benchmark und Potentiale – Eine Studie im Auftrag der Technologiestiftung Berlin”

Am 20. Februar bestätigte das Berliner Abgeordnetenhaus einen für die OER-Bewegung wichtigen Entschluss: OER-Prinzipien sollen in der schulischen Bildung umgesetzt und stärker gefördert werden. Dieses positive Ergebnis ist ein klares Bekenntnis zu freien Materialien in der Bildungslandschaft Berlins – wie auch schon Martin Delius schreibt. Doch wo können konkrete OER-Maßnahmen ansetzen, um diesen politischen Konsens in die Praxis zu übersetzen?

Mit dieser Frage hat sich das Team um Prof. Dr. Leonhard Dobusch (Freie Universität Berlin) in einer Studie der Technologiestiftung Berlin (TSB) beschäftigt, die auf der diesjährigen OER-Konferenz unter dem Titel “Open Education in Berlin: Benchmark und Potenziale” von Maximilian Heimstädt präsentiert wird.

Ein Blick in die Studie zeigt, dass es zwischen den Bundesländern große Unterschiede gibt. Mit mehr als drei dokumentierten OER-Aktivitäten stehen Berlin, Brandenburg und Niedersachsen an der Spitze, in den übrigen Bundesländern basieren die Aktivitäten meist auf dem Angebot kostenloser, aber nicht offen lizenzierter Lernmittel, so Leonhard Dobusch.

Die Studie weist auf Herausforderungen hin, die in naher Zukunft angegangen werden sollten. Offene Creative Commons-Lizenzen (CC-BY und CC-BY-SA) dürfen dabei in der Diskussion um OER nicht vernachlässigt werden, da sie eine freie Kooperation sowie das Teilen und Bearbeiten von Materialien erst ermöglichen. An dieser Stelle auch ein Verweis auf den Vortrag von Dr. Paul Klimpel “Creative Commons – Freiheit und Beschränkung”, der den Unterschied zwischen offenen und nicht-offenen Lizenzen und deren Wirkung deutlich macht.

Einsteiger und Fortgeschritte können sich in dieser Session einen guten Überblick über die Lage von OER in Deutschland verschaffen und mitdiskutieren.

Helene Hahn ist Projektleiterin bei der Open Knowledge Foundation Deutschland und engagiert sich insbesondere in den Bereichen OpenGLAM und Open Culture.


 

“Wie funktioniert OER in Polen?”

Sebastian Seitz über den Vortrag von Michał Woźniak “Lessons learned (so far) from OER in Poland – Government agreeing to OER textbooks is just the start of the road

Was würde passieren, gäbe es in Deutschland auf Länderebene ein Programm zur Finanzierung von Open Educational Resources? Würden sofort alle großen Schulbuchverlage bankrottgehen? Würde es z.B. durch öffentliche Ausschreibungen zu einem rasanten Qualitätsverlust der Materialien kommen, weil nun um die Gunst der Vergebenden (Jury, Beamte, …) gebuhlt würde, statt um die der Lehrkräfte? Oder wäre es der seit Langem notwendige Schritt, um größtenteils öffentlich finanzierte Materialien auch wirklich der Öffentlichkeit zugänglich zu machen? Hierzu gibt es ziemlich viele unterschiedliche Antworten und diese sind vor allem eines: Spekulation.

Genau darum ist es wichtig, dass wir uns zu solchen Fragen mit Menschen austauschen, die sich mit diesen Fragen ebenfalls auseinandersetzen und Antworten suchen bzw. bereits gefunden haben.

In Polen ist die eben beschriebene Situation Realität. Für die Interessierten in Deutschland ist dies ein Vorteil. Wir können von den Erfahrungen der Verantwortlichen in Polen lernen und versuchen die Herausforderungen, die Probleme und die Hürden, die ein solches Unterfangen mit sich bringt, auf die Situation in Deutschland zu übertragen. Ich freue mich darum besonders auf den Vortrag von Michał Woźniak, der seine Präsentation „Lessons learned (so far) from OER in Poland“ mit einer empirischen Aussage untertiteln kann: „Government agreeing to OER textbooks is just the start of the road“.

Wie die meisten Projekte haben auch solche wie dieses, bei denen es um die Erstellung von OER geht, ihre Tücken. Mit nur wenigen Monaten Zeit, um ein vollständiges und offenes Buch für die Grundschule in Polen zu entwickeln, waren bzw. sind die Vorgaben denkbar eng. Probleme treten folglich auf und Lösungen müssen gefunden werden. Darüber sprechen und diskutieren zu können macht diesen Vortrag so spannend und wichtig. Oder, um es mit den Worten von Michał Woźniak zu sagen: „Today it offers a unique chance of looking what dangers and pitfalls for openness are there in a government-­mandated OER project“.

Sebastian Seitz ist Projektmanager für den Themenschwerpunkt OER in der Technologiestiftung Berlin.

 

by Sarah Behrens at August 26, 2014 04:01 PM

Liesel

Die Trennung der Wikipedia

Angesichts des Beharrungsvermögens einiger Wikipedia-Benutzer an ihrer alten Oberfläche und der fast völligen Verweigerung von Design- und Softwareveränderungen sollte die Wikimedia Foundation die Projekte und vor allem die Software-Lösung noch mal neu durchdenken.

Meine radikale Idee ist die totale Trennung zwischen Inhalt und Design. Durch die Wikimedia wird nur noch ein Datenzugang für jeden angeboten. Drittanbieter oder auch Wikimedia selbst bieten dann eigenständige Oberflächen an. So könnte dann Wikimedia neben der derzeitigen Oberfläche auch eine neue Oberfläche anbieten. Oder auch ein Projekt wie “WikiWand” könnte dann nicht nur zur Anzeige sondern auch zur Bearbeitung der Artikel dienen.

Eine solche radikale Lösung wird zwar im ersten Moment zu ein paar Problemchen führen, da ein “gestalteter” Artikel je nach Anwendung anders aussehen könnte und sich dann Nutzer in die Haare bekommen. Aber das haben wir ja jetzt auch schon.

Schwieriger wird es höchstens, wenn es Fragen zu einzelnen Anwendungsfunktionen gibt. Hier gibt es keine für alle verbindlichen Auskünfte mehr, sondern nur noch für die spezielle Endanwendung.


Einsortiert unter:Wikipedia Tagged: Mediaviewer, Wikipedia, WikiWand

by Liesel at August 26, 2014 12:25 PM

August 25, 2014

Liesel

Die Unwahrheiten der WMF-Mediaviewer-Hasser

In der deutschsprachigen Wikipedia macht inzwischen ein Hass-Mob gegen die Wikimedia Foundation, den von ihr entwickelten Mediaviewer sowie gegen alle Autoren die nicht ihrer Meinung sind, die Runde.

Dabei schrecken die Accounts auch nicht vor offensichtlichen Lügen zurück. So wird behauptet, dass es durch den Einsatz des Mediaviewers zu massenhaften Verletzungen des Urheberrechtes käme. Dabei wird aber nicht erwähnt, dass es auch bisher in großem Umfang zu Urheberrechtsverletzungen bei der Nachnutzung von Bilder aus der Wikipedia oder von Commons kam und kommt.

Bisher gibt es gar keine Fakten, dass durch die Nutzung des Mediaviewers sich die Quote der Urheberrechtsverletzungen nachweislich verschlechtert hat. Aber das stört die Akteure dieser Anti-MV-Kampagne nicht im geringsten.

Das sieht man auch daran, dass einfachste Fakten unterdrückt und ignoriert werden.

Hierzu zwei Screenshot.

Mediaviewer GC Wikipedia Vorschau GC

Im ersten Screenshot mit dem Mediaviewer sieht man das Creative-Commons-Signets und der entsprechenden Lizenzversion, dazu ein Link “Diese Datei verwenden”.

Im zweiten Screenshot sehen wir, wie die herkömmliche Bildbeschreibungsseite beim Aufruf aussieht. Angaben zur Lizenz oder zur Nachnutzung sind überhaupt nicht sichtbar. Dazu muss der Nachnutzer erst mal scrollen. (Ob er das wirklich tut, bevor er das Bild mit copy&paste kopiert?)

Auch wenn jemand nicht weiß, was Creative Commons bedeutet, halte ich es für eine sehr gewagte These, dass früher die Urheberrechte mehr beachtet wurden als mit dem Mediaviewer, als auf dem ersten Blick gar keine Angaben zur Lizenz zu sehen waren.

Natürlich kann man am Mediaviewer einiges kritisieren. Aber in meinen Augen ist er wesentlich besser als die bisherige Bildbeschreibungsseite.

Auf der Diskussionsseite von AFBorchert wird behauptet, dass durch spezielle Wikimedia-Hacks die Nachnutzung nicht mehr möglich ist.

Es ist richtig, dass für die Wikimedia-Projekte inzwischen eine ganze Anzahl an Erweiterungen genutzt werden. Und ich kann es mir gut vorstellen, dass es da unter Umständen zu Problemen bei anderen Wikis kommen kann, wenn eine Erweiterung nicht installiert ist. Außerdem ist schon seit längerem die Wikipedia-Mediawiki-Version eine Vorabversion (sowas wie eine ständige Beta-Version). Auch dadurch könnten Kompatibilitätsprobleme auftreten. Aber ich denke das wird nur in ganz selten Fällen so sein.

Das Bilddateien (Commons) und Daten (Wikidata) ausgelagert wurden und werden ist ein anderes Problem. Aber inzwischen kann man problemlos Commons-Bilder in anderen Wikis einbinden und ich kann mir vorstellen, dass dies in Zukunft auch mit Wikidata-Daten möglich ist.

In meinen Augen produzieren aber die größten Inkompatibilitäten die Benutzer der Wikipedia selber. Da werden aufwändige Vorlagen programmiert, die über mehrere Unterseiten verfügen oder auf andere Vorlagen zurückgreifen. Bei einer solchen Komplexität ist es dann kein Wunder, dass Nachnutzer Probleme haben. Dies ist jedoch nicht die Schuld der WMF sondern die Schuld der Wikipedia-Vorlagen-Ersteller, also der ganz normalen Wikipedia-Benutzer.

Oder es werden projektspezifische Anpassungen der css- und js-Dateien vorgenommen um spezielle Wünsche der Wikipedia-Benutzer zu realisieren. Auch hier ist es für Nachnutzer schwierig herauszufinden, welche Änderungen dies sind. Am Ende tragen die Schuld daran aber die Wikipedia-Benutzer und die Wikipedia-Administratoren, die diese Datei-Änderungen vorgenommen haben.

Wie man sieht wird hier versucht, der Wikimedia Foundation schädliches Verhalten vorzuwerfen, das aber ursächlich bei den Wikipedia-Benutzer zu finden ist.

Aber es zeigt sich wieder mal deutlich, dass im Krieg die Wahrheit auf der Strecke bleibt.

Noch eine kleine Ergänzung. Klaus Graf behauptet in seinem Blog Archivalia am 13. August 2014, dass das Einbetten über die entsprechende Mediaviewer-Funktion nicht urheberrechtskonform wäre.

Folgendes Ergebnis ergibt sich durch das Einbetten des entsprechenden HTML-Codes:

Liesel 24-09-2011 Schloss Burgk.jpg
Liesel 24-09-2011 Schloss Burgk“ von Liesel – eigenes Foto. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Wo liegen also die von Graf behaupteten Probleme? Der Urheber ist angegeben, die Lizenz ist angegeben, mit Link zum Lizenztext und die Herkunft des Bildes.


Einsortiert unter:Wikipedia Tagged: Mediaviewer, Mediawiki, Wikimedia, Wikipedia

by Liesel at August 25, 2014 12:05 PM

August 24, 2014

Jakob Voss

Das Wissen der Welt

Denny Vrandečić, einer der Köpfe hinter Semantic MediaWiki und Wikidata, hat eine clevere Metrik vorgeschlagen um den Erfolg der Wikimedia-Projekte zu messen. Die Tätigkeit und damit das Ziel der Wikimedia-Foundation wurde 2004 von Jimbo Wales so ausgedrückt:

Imagine a world in which every single person on the planet is given free access to the sum of all human knowledge. That’s what we’re doing.

In Wikiquote wird dieser bekannte Ausspruch momentan folgendermaßen übersetzt: “Stell dir eine Welt vor, in der jeder Mensch auf der Erde freien Zugang zum gesamten menschlichem Wissen hat. Das ist, was wir machen.” Wie lässt sich nun aber quantifizieren, zu welchem Grad das Ziel erreicht ist? So wie ich es verstanden (und in meine Worte übersetzt) habe, schlägt Denny Folgendes vor:

Für jedem Menschen auf der Welt gibt es theoretisch eine Zahl zwischen Null und Eins, die angibt wieviel vom gesamten Wissens der Welt (“the sum of all human knowledge”) diesem Menschen durch Wikimedia-Inhalte zugänglich ist. Der Wert lässt sich als Prozentzahl des zugänglichen Weltwissens interpretieren – da sich Wissen aber kaum so einfach messen und vergleichen lässt, ist diese Interpretation problematisch.

Der Wert von Eins ist utopisch, da Wikipedia & Co nicht alles Wissen der Welt enthält. Für Menschen ohne Internet-Zugang kann der Wert aber bei Null liegen. Selbst mit Zugang zu Wikipedia ist die Zahl bei jedem Menschen eine andere, da nicht alle Inhalte in allen Sprachen vorhanden sind und weil viele Inhalte ohne Vorwissen unverständlich und somit praktisch nicht zugänglich sind.

Die Zahlen der individuellen Zugänglichkeit des Weltwissens lassen sich nun geordnet in ein Diagram eintragen, das von links (maximales Wissen) nach rechts (kein Wissen durch zugänglich) alle Menschen aufführt. Wie Denny an folgendem Bild ausführt, kann die Wikimedia-Community ihrem Weg auf verschiedenen Wegen näher kommen:

(1) Der Ausbau von vielen Artikeln in einem komplexen Spezialgebiet oder einer kleinen Sprache kommt nur wenigen Menschen zu gute.

(2) Stattdessen könnten auch die wichtigsten Artikel bzw. Themen in Sprachen verbessert und ergänzt werden, welche von vielen Menschen verstanden werden.

(3) Schließlich kann Wikimedia auch dafür sorgen, dass mehr Menschen einen Zugang zu den Wikimedia-Ihren Inhalten bekommen – zum Beispiel durch Initiativen wie Wikipedia Zero

Ich halte die von Denny vorgeschlagene Darstellung für hilfreich um über das einfache Zählen von Wikipedia-Artikeln hinauszukommen. Wie er allerdings selber zugibt, gibt es zahlreiche offene Fragen da sich die tatsächlichen Zahlen der Verfügbarkeit von Wissen nicht einfach ermitteln lassen. Meiner Meinung nach liegt ein Grundproblem darin, dass sich Wissen – und vor allem das gesamte Wissen der Menschheit – nicht quantifizieren lässt. Es ist auch irreführend davon auszugehen, dass die Wikimedia-Produkte Wissen sammeln oder enthalten. Möglicherweise ist dieser Irrtum für die Metrik egal, nicht aber für das was eigentlich gemessen werden soll (Zugänglichkeit des Wissens der Welt).

Falls Wikimedia an einem unverstelltem Blick auf die Frage interessiert ist, wieviel des Wissens der Menschheit durch ihre Angebote den Menschen zugänglich gemacht wird, könnte es helfen mal einige Philosophen und Philosophinnen zu fragen. Ganz im Ernst. Mag sein (und so vermute ich mit meinem abgebrochenen Philosophie-Studium), dass am Ende lediglich deutlich wird, warum dass ganze Wikimedia-Projekt nicht zu realisieren ist; selbst Erkenntnisse über mögliche Gründe dieses Scheitern wären aber hilfreich. Vermutlich ist es aber zu verpönt, Philosophen ernsthaft um Rat zu fragen oder die verbliebenen Philosophen beschäftigen sich lieber mit anderen Fragen.

P.S: Eine weitere relevante Disziplin zur Beantwortung der Frage wieviel Wissen der Welt durch Wikipedia & Co der Menschheit zugänglich gemacht wird, ist die Pädagogik, aber da kenne ich mich noch weniger aus als mit der Philosophie.

by jakob at August 24, 2014 08:39 PM

August 21, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 25/2014

Frisch und fröhlich kommt hier die 25. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Dieser sommerliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 25/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Wikimedia Deutschland auf der Wikimania

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Wikimedia Deutschland waren ebenfalls auf der Wikimania vertreten. Sie haben zwei Blogbeiträge zu ihren Eindrücken verfasst.

Wikimedia Frankreich auf der Wikimania

Auch Wikimedia Frankreich berichtet in seinem Blog von den Eindrücken und Vorträgen auf der Wikimania (auf Französisch).

Projekte und Initiativen

Die Bedeutung von roten Links

Josh Milburn berichtet im englischsprachigen Kurier-Pendant, The Signpost, über die Bedeutung und vor allem Wichtigkeit der „roten Links“ in den Wikipedia-Artikeln.

Stellungnahme zur „Digitalen Agenda“

Das „Bündnis für freie Bildung“, dem auch Wikimedia Deutschland angehört, hat eine Stellungnahme zur Digitalen Agenda der deutschen Bundesregierung herausgegeben.

„The GLAM-Wiki-Revolution“

Das britische Wikimedia-Chapter hat einen Kurzfilm zu GLAM (galleries, libraries, archives and museums) und ihren GLAM-Projekten produziert.

Vorläufiger Abschlusbsericht zu „Paid Editing“

Dirk Franke, der das Projekt zum Thema „Bezahltes Schreiben“ geleitet hatte, hat die deutschsprachige Übersichtsseite auf Englisch zusammengefasst.

Wikipedia und der US-Kongress

Das Washingtoner Cato Institute hat eine Podiumsdiskussion zum Thema „Wikipedia and the Congress“ organisiert. Ein Video der Diskussion ist auf C-Span.org verfügbar.

Klexikon – das Kinderlexikon

Das von WMDE geförderte Projekt „Klexikon – das Kinderlexikon“ nimmt seine Arbeit auf. Derzeit sammelt das Projekt via Blog und Twitter noch Input und Ideen.

Technik

Wikinews-Links jetzt auch in Wikidata

Ein weiteres Schwesterprojekt wird nun auch in Wikidata integriert: Wikinews. Des Weiteren können die Hinweise für exzellente und lesenswerte Artikel in anderen Sprachversionen nun auch in Wikidata markiert werden.

Vergrößerung der Vorschaubilder auf 300 px

Wie bekannt geworden ist, werden die Standardansicht für Vorschaubilder von derzeit 220 Pixel auf 300 Pixel vergrößert.

Diskussion

MediaViewer und Superprotect

Die Diskussionen um die Auswirkungen des Meinungsbildes zum MediaViewer (Medienbetrachter), unter anderem die Einführung des „Superschutzes“ (Superprotect), halten weiter an. In zahlreichen weiteren Beiträgen innerhalb und außerhalb der Wikipedia wird weiterhin darauf eingegangen.

Diskussionen innerhalb der Wikipedia (Auswahl):

Statements seitens der Wikimedia Foundation

Blogbeiträge (Auswahl)

Presse und Websites

Wikipedia mit „westlichem Bias“

Ansich keine Neuigkeit, hat Mark Graham auf theconversation.com die These, dass Wikipedia vor allem „westliches“ (europäisches und amerikanisches) Wissen wiederspiegelt mit Zahlenmaterial unterfüttert. Funfact: Die meisten (georeferenzierten) Artikel über Bolivien gibt es in der deutschsprachigen Wikipedia.

Mit zehn Tipps zum Wikipedia-Meister

Der Field Guide (Gizmodo) einen Artikel mit zehn Tipps veröffentlicht, mit denen es möglich sein soll, ein „Wikipedia-Meister“ zu werden.

Manuell erstelltes „Streetview“

Der Dienst „Mapillary“ versucht mit Hilfe einer App und zahlreichen Freiwilligen eine Art „Streetview“ zu erstellen. Inzwischen sind die Mapillary-Fotos auch für die Verbesserung der Karten auf OpenStreetMap verfügbar. Möglich scheint die Einbindung von georeferenzierten Fotos aus Wikimedia Commons.

Termine

29-31.8.: Guide-Camp

Vom 29. bis 31. August findet das erste sog. „Guide-Camp“ statt, das sich der Bewältigung von Konflikte ohne administrative Eingriffen annehmen möchte. Es findet in Kassel statt.

30./31.8.: Video-Workshop

Am 30./31. August findet der erste „Videos für Wikipedia“-Workshop an der Universität Lüneburg statt

1.9.: Veranstaltung „Digital Natives“ der Reihe Digitale Kompetenzen

Am 1. September findet in den Berliner Räumen die Veranstaltung „Digital Natives – Ein gut klingender Begriff mit wenig Substanz?“ der Reihe „Digitale Kompetenzen“ statt. Gäste sind Prof. Dr. Rolf Schulmeister (Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung an der Universität Hamburg), Tim Moritz Hector (Vorsitzender des Präsidiums von Wikimedia Deutschland e.V.), Kristin Narr (Institut für Kommunikation in sozialen Medien (ikosom)) und Günter Voß (SeniorenComputerClub Berlin-Mitte)

13./14.9.: GLAM-Wiki-Treffen in Wien

Nach den GLAM-Treffen in Kaufbeuren, Hannover und Bremen findet das nächste GLAM-Wiki-Vernetzungstreffen am 13./14. September in Wien statt

20.9.: Wikimedia Deutschland wird Zehn

Wikimedia Deutschland feiert am 20. September um 17 Uhr seinen zehnten Geburtstag. Die Veranstaltung wird in den Berliner Räumen am Tempelhofer Ufer 23-24 stattfinden. Des Weiteren gibt es eine Parallelveranstaltung im Kölner Lokal K sowie einen Live-Stream im YouTube-Kanal von Wikimedia Deutschland. Bei einer Teilnahme in Berlin wird um eine Anmeldung über das Google-Formular erbeten.

by Cornelius Kibelka at August 21, 2014 04:25 PM

Wikimedia Deutschland wird Zehn

Wikimedia Deutschland setzt sich bereits seit 2004 für Freies Wissen ein. 10 Jahre sind ein sehr schöner Anlass, um zusammen zu kommen. Wir möchten gern mit Aktiven aus dem Wikimedia-Projekten, Vereinsmitgliedern, dem Präsidium von WMDE sowie Personen von befreundeten Institutionen und Firmen anstoßen.

Dieser Anlass soll keine Rückschau auf die vergangenen 10 Jahre werden. Vielmehr wollen wir Aktiven und Wegbegleitern mit dieser kleinen Feier Danke sagen.

Am 20. September 2014 wird es um 17:00 Uhr los gehen. Der “offizielle” Teil wird um 17:30 Uhr starten und ca. eine Stunde lang sein. Danach wird in einer ungezwungenen Atmosphäre und bei etwas Musik, die Möglichkeit bestehen, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten teilzunehmen. Die Veranstaltung in den Räumen von WMDE am Tempelhofer Ufer 23-24 in Berlin wird auf dem YouTube-Kanal von Wikimedia Deutschland gestreamt. Zeitgleich lädt das Lokal K in Köln, das zweite Haus des Freien Wissens in Deutschland ein, Wikimedia-Aktive vor Ort kennenzulernen. Wer an einem anderen Ort zusammenkommen und per Videoübertragung mitfeiern möchte, ist herzlich eingeladen. Für Unterstützung (z.B. in Form eines Kuchens) bitte eine Email mit dem Wunsch an community@wikimedia.de schreiben.

Für eine Teilnahme in den Räumen am Tempelhofer Ufer 23-24 in Berlin bitten wir um eine Anmeldung.

Wir würden uns freuen, wenn Sie auf die ein oder andere Art mitfeiern.

by Jan Apel at August 21, 2014 02:17 PM

August 19, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

Wikidata at Wikimania 2014 in London

Die deutsche Version dieses Blogposts kann hier gelesen werden.

Wikidata was one of the dominating themes at Wikimania 2014. Many talks mentioned it in passing, even those that didn’t focus on technical topics. Structured data with Wikibase were a topic that was often talked about, be it in discussions on the future of Wikimedia Commons or in projects that do something with GLAM.

When it comes to Wikidata, more and more people are beginning to see the light, so to say. It was fitting that Lydia Pintscher’s talk on Wikidata used this metaphor for the projects: creating more dots of light on the map of free knowledge.

<iframe frameborder="0" height="360" scrolling="no" src="http://new.livestream.com/accounts/9511962/events/3254457/videos/59349820/player?autoPlay=false&amp;height=360&amp;mute=false&amp;width=640" width="640"></iframe>

Another excellent talk on Wikidata was dedicated to the research around it. Markus Krötzsch took us on a journey through the data behind the free knowledge base that anyone can edit.

<iframe frameborder="0" height="360" scrolling="no" src="http://new.livestream.com/accounts/9511962/events/3254457/videos/59350537/player?autoPlay=false&amp;height=360&amp;mute=false&amp;width=640" width="640"></iframe>

Of course, there were meetups by the Wikidata community and hacks were developed during the hackathon. One enthusiastically celebrated project came from the Russian Wikipedia. Russian Wikipedia had infoboxes that come from Wikidata for quite some while now. What they added at the hackathon was the ability to edit data in the columns of these infoboxes in place — and change it on Wikidata at the same time, pretty much like a visual editor for Wikidata. Read about their hack on Wikidata, or have a look at the source code (which is still a long way from being easy to adopt to other Wikipedias, but it’s a start).

by Jens Ohlig at August 19, 2014 10:17 AM

Wikidata auf der Wikimania in London 2014

The English version of the blog post can be found here.

Wikidata war auf der Wikimania 2014 eines der vorherrschenden Themen. In vielen Vorträgen wurde es erwähnt, auch wenn es gar nicht um Technik ging. Strukturierte Daten auf der Basis von Wikibase waren etwa bei Debatten um die Zukunft von Wikimedia Commons ein Thema oder auch bei Aktivitäten im Bereich GLAM.

Es wird Licht im Zusammenhang mit Wikidata. Passenderweise wählte Lydia Pintscher auch diese Metapher für ihre Keynote zu Wikidata, wo es um Lichtpunkte auf der Weltkarte des Freien Wissens ging.

<iframe frameborder="0" height="360" scrolling="no" src="http://new.livestream.com/accounts/9511962/events/3254457/videos/59349820/player?autoPlay=false&amp;height=360&amp;mute=false&amp;width=640" width="640"></iframe>

Ein weiterer hervorragender Beitrag kam von Markus Krötzsch und behandelte die Forschung zu Wikidata. Er nahm uns mit auf eine Reise zu den Zahlen und Daten hinter dem freien Wissensfundus.

<iframe frameborder="0" height="360" scrolling="no" src="http://new.livestream.com/accounts/9511962/events/3254457/videos/59350537/player?autoPlay=false&amp;height=360&amp;mute=false&amp;width=640" width="640"></iframe>

Es gab selbstverständlich Treffen der Wikidata-Community und auf dem Hackathon wurde gehackt.Besonders begeistert gefeiert wurde ein Projekt der russischen Wikipedia. Schon seit einiger Zeit hat die russische Wikipedia Infoboxen, deren Inhalt aus Wikidata befüllt wird. Auf dem Hackathon kam dann ein Gadget hinzu, mit dem die Werte der Infoboxen direkt im Text bearbeitet und auch gleich auf Wikidata angepasst werden können — ein Visual Editor für Wikidata sozusagen. Auf Wikidata haben sie mehr zu ihrem Hack geschreiben, und natürlich ist auch der Quellcode verfügbar. Bis der Code auch einfach auf anderen Wikipedien eingesetzt werden kann, ist es noch ein langer Weg, aber ein Anfang ist gemacht.

by Jens Ohlig at August 19, 2014 10:17 AM

August 18, 2014

Iberty

Openness and Control (#paidediting)

<script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script>Kleiner Hinweis in eigener Sache:



Openness and control

Preliminary project report "Grenzen der Bezahlung."
 <noscript>
</noscript>

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at August 18, 2014 05:35 PM

Wikimedia Deutschland Blog

Freies Wissen in der Wissenschaft?!

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2014 “die digitale Gesellschaft” statt.

Am Montag den 15. September 2014 um 19 Uhr findet in Wien auf dem Ausstellungsschiff “MS Wissenschaft “ die Veranstaltung “Wissenschaft und Freies Wissen – Fortschrittsmotor und Gemeingut der Informationsgesellschaft” statt. Wikimedia ÖsterreichWikimedia DeutschlandWikimedia Schweiz, die Open Knowledge Foundation Österreich und die Open Knowledge Foundation Deutschland laden gemeinsam zur Diskussion über (mehr) Offenheit in der Wissenschaft ein. Gefördert wird die Veranstaltung vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF).

Über Offenheit in der Wissenschaft wird bisher nur sehr vereinzelt und zurückhaltend von den beteiligten Akteuren diskutiert – zumeist weil negative Konsequenzen für die wissenschaftliche Karriere gefürchtet werden. Diese Befürchtungen sind ernstzunehmen. Andererseits dürfen aber nicht dazu führen, dass die Chancen und Vorteile der neuen offenen wissenschaftlichen Herangehensweise nur wenig oder gar nicht beachtet werden: Effizienz durch schnelle Rückmeldung, Nachnutzung von Daten, kollaboratives Arbeiten in Echtzeit und die Leistung und Forschung nicht-wissenschaftlicher Personen. Für all dies gibt es auch bereits gute Beispiele, von denen eine Auswahl auf der Veranstaltung in Wien vorgestellt werden sollen. Gemeinsam mit dem Publikum und den Gästen auf dem Podium sollen entlang der Panels Open Science, Open Data und Citizen Science diese Aspekte der Wissenschaft stärker ins Rampenlicht gerückt werden.

 

Podiumsteilnehmende:

Panels

Open Science: Einführung Stefan Kasberger (OKFAT)

Open Science möchte den gesamten Forschungsprozess von der Recherche bis zur finalen Publikation nachvollziehbar und für alle frei nutzbar machen. Egal ob es um erzeugte Daten, entwickelten Quellcode, Labor-Protokolle, gewonnene Erfahrungen oder offene Fragen geht – offene Wissenschaft verbindet die Forschung so früh wie möglich mit der wissenschaftlichen Community und den Bürger*innen. So konnte mit dem Polymath Projekt schon ein mathematisches Problem gelöst werden.

Open Data: Einführung Dr. Peter Kraker (Know-Center/OKFAT)

Eine entscheidende Rolle in der offenen Wissenschaft spielen die im Rahmen der Forschung erhobenen Daten. Im Zeitalter großer Datenströme passen diese oft nicht mehr in die noch aus der Papierzeit stammenden Publikationsfomate. Daten sind aber Kernbausteine der Wissenschaft und sollten als solche begriffen und behandelt werden. Das heißt, dass die Daten samt der ihnen zugrundeliegenden Protokolle und der zu ihrer Analyse benutzten Software für andere Wissenschaftler verfügbar sein müssen, damit diese die Resultate überprüfen und auf ihnen aufbauen können. Ein gutes Beispiel für Open Data in der Wissenschaft ist die internationale Zusammenarbeit im Rahmen von DNA-Sequenzdaten. Entsprechende Sequenzen müssen nach ihrer Entdeckung in einer der DNA-Sequenzdatenbanken veröffentlicht werden und sind danach frei zugänglich. Diese Daten wurden bei der Entschlüsselung des menschlichen Genoms verwendet, haben aber noch viele andere Anwendungsfälle. So werden DNA-Sequenzen auch genutzt, um den Auslöser für das massive Bienensterben in Europa und Nordamerika zu finden.  Mit dem Open Data Portal Österreich stellt Wikimedia eine Plattform für Österreich zur Verfügung, um Forschungsdaten zu veröffentlichen, zu verlinken und weiterzuverwenden.

Citizen Science: Einführung Daniel Mietchen (Museum für Naturkunde Berlin/WMDE/WMCH/OKFDE)

Wenn der Forschungsprozess immer offener wird und die in seinem Laufe entstehenden Resultate allgemein verfüg- und nachnutzbar, werden neue Formen der Teilhabe möglich: Grenzen zwischen wissenschaftlichen Disziplinen oder Verwaltungseinheiten verschwimmen, ebenso wie diejenigen zwischen Amateuren und Profis. Unter geeigneten Rahmenbedingungen – die zunehmend geschaffen werden – können interessierte Bürger in ihrer Freizeit dazu beitragen, wissenschaftliche Fragestellungen anzugehen, für welche die klassische wissenschaftliche Infrastruktur nicht ausgelegt ist. Ein Beispiel für diese sogenannte Bürgerwissenschaft – vom englischen “citizen science” – ist das Hubble-Teleskop, welches bereits Aufnahmen von Millionen von Galaxien gemacht hat, für deren Analyse es keine geeignete Software gibt, aber die Webseite Galaxy Zoo, über welche sich Interessierte aus aller Welt daran beteiligen können. Sie tun dies zu zehntausenden und hatten wesentlichen Anteil an der Beschreibung von zwei neuartigen astronomischen Objekten,Hannys Objekt und Erbsengalaxien.

Weitere Informationen

Ort:  Handelskai, Anlegestelle Millenium Tower, 1200 Wien

Uhrzeit: 19:00 Uhr – ca. 21:00 Uhr. Im Anschluss laden wir zu einem informellen Ausklang der Veranstaltung.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten.

 

by Christopher Schwarzkopf at August 18, 2014 10:51 AM

August 16, 2014

Iberty

hmmm.. #mediaviewer

Had a discussion with some people about "what the future will bring for Wikipedia" at Wikimania on Friday. Was reminded of my presentation last year "Wikipedia in 2022". That was me in 2013 (and to avoid misunderstandings that's neither a plan nor my goal, just a prediction):

 "Not anymore. Today your phone, car, house, social network, newspaper and doormat give you information you desire. The freezer still does not order the milk by itself, but it is able to sing the best quotes about milk, taken from Wikiquote. Or theses appliances give you some information you maybe desire. ... But why should one visit this large, confusing website to get some information that is badly targeted as well. The Wikimedia Foundation and some of the bigger chapters tried between 2014 and 2018 to develop these apps and software themselves. But still they were way too slow. Can you imagine? They actually tried to include the community in the process. It was a process that was as undemocratic as it was slow and ineffective. The Wikimedia efforts were much too concerned with preserving Wikipedia the way it was. No real change is possible when involving a community. Their attempts never took off. It couldn’t be really successful. So the race was made by more ruthless and more effective competition." 

http://blog.wikimedia.org/2013/10/03/the-hidden-wikipedia-a-view-from-2022/


And by the way: it's not people messing up right now. It's structure that's not really working. <script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
</noscript>

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at August 16, 2014 08:38 AM

August 15, 2014

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Wikimedia Deutschland Blog

Gesucht: Engagierte Helferinnen und Helfer für OER-Konferenz

Jetzt Teil der OER-Konferenz am 12. und 13. September werden: Für die OERde14 sucht Wikimedia Deutschland engagierte Helferinnen und Helfer. Zu den Aufgaben zählen unter anderem Programmmanagement, Fotografie und die Anmoderation von Sprecherinnen und Sprechern.

Schicke Shirts: Helferinnen und Helfer der OER-Konferenz 2013 – Bild: Agnieszka Krolik, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die OERde14 ist die größte Veranstaltung zu freien Bildungsmaterialien im deutschsprachigen Raum. “Hinter den Kulissen” warten eine Vielzahl an Aufgaben, die ein engagiertes Team unentbehrlich machen. Wie das geht, erfährst du hier. Sichere dir jetzt deinen Platz im Konferenzteam.

Wie kannst du helfen?

Es gibt folgende vier große Aufgabengebiete, die wir je nach deiner persönlichen Präferenz vergeben:

  • Programmmanagement (Assistenzen Bühnenregie, ReferentInnenbetreuung)
  • Visuelle Dokumentation (FotografInnen, Assistenzen Kamerateam)
  • Schriftliche Dokumentation (Inhalte, Diskussionen und Ergebnisse von Vorträgen und Workshops)
  • Sessionräume (Technikbetreuung, Anmoderation von ReferentInnen und Publikumsfragen moderieren etc.)

Darüber hinaus gibt es noch einige weitere kleine Aufgaben während der Konferenz, für die wir Hilfe brauchen. Melde dich also auch gerne, falls du dich in keinem der genannten Bereiche siehst. Es bleibt übrigens in jedem Fall Zeit, auch die Konferenz selbst zu besuchen: Je nach Aufgabe liegt die Einsatzzeit bei vier bis sechs Stunden pro Konferenztag. Weitere Informationen findest du im ausführlichen FAQ für Helferinnen und Helfer.

Warum solltest du ehrenamtliche Helferin oder ehrenamtlicher Helfer werden?

  • Du wirst Teil eines motivierten und tollen Konferenzteams und prägst maßgeblich die Atmosphäre auf der Konferenz.
  • Du erhälst die einmalige Gelegenheit, das Geschehen und die Komplexität einer solchen Veranstaltung hinter den Kulissen zu erleben und mitzugestalten (gerne stellen wir auch Referenzen aus).
  • Du arbeitest mit Referierenden und OER-Aktiven zusammen.
  • Die Aufgabengebiete haben einen direkten inhaltlichen Bezug zur Konferenz.
  • Die Konferenzteilnahme sowie die Verpflegung sind kostenlos.

Die Aufgabenbereiche werden nach der Anzahl der angemeldeten Helferinnen und Helfer solange besetzt, bis das Team vollzählig ist. Nun heißt es: dabei sein!

 

by Sarah Behrens at August 15, 2014 02:54 PM

„Wir sind nicht allein!“ – Rückblick auf die Wikimania 2014

„Wir sind nicht allein!“ – ja, so hätte das inoffizielle Motto der Wikimania 2014 lauten können. Denn während es bei den letztjährigen Wikimania-Konferenzen vor allem um die Wikimedia-Communities und ihre Projekte, Vorhaben und Entwicklungen ging, standen diesmal auch thematisch verwandte Organisationen und Bewegungen wie Open Data und Bürgerjournalismus im Fokus der Wikimania.

Salil Shetty, Generalsekretär von Amnesty International, umriss Gemeinsamkeiten zwischen Amnesty und Wikimedia
(by Henry Kellner, CC-by-sa-4.0, via Wikimedia Commons)

Einen ersten Vorgeschmack darauf gab bereits der Eröffnungsredner Salil Shetty, Generalsekretär der internationalen Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Eindrücklich zeigte er Ähnlichkeiten in der Entwicklung der Amnesty- und der Wikimedia-Bewegung auf und umriss Gemeinsamkeiten hinsichtlich der humanitären Bedeutung beider Organisationen. Beide setzten sich auf ihre Art und Weise für Menschenrechte ein und seien „zwei große Bewegungen unserer Zeit“.

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales und die neue Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, Lila Tretikov, hielten ebenfalls Eröffnungsreden. Und setzten einen ganz besonderen Fokus: Am Vortag hatten beide bereits auf einer Pressekonferenz den neuen Transparenzbericht der Wikimedia-Stiftung vorgelegt und stolz verkündet, dass sich die rechtlichen Eingriffe in die Wikimedia-Projekte sehr, sehr gering hielten. Mit deutlichen Worten kritisierten beide das vom Europäischen Gerichtshof geschaffene „Recht auf Vergessenwerden“ und gaben damit der Stiftung und der Wikimedia-Bewegung eine unerwartet starke netzpolitische Position.

Datentankstelle mit Star-Allüren, GLAM und Liquid Lobbying

Jimmy Wales (rechts) begutachtet die Datentankstelle
(by Sebastian Sooth, CC-by-sa-4.0, via Wikimedia Commons)

Open Data zum Anfassen und Auftanken gab es am Stand von Wikimedia Deutschland. Die Datentankstelle, heimlicher Star der Wikimania mit entsprechenden Allüren (verspätetes Erscheinen), zog große Aufmerksamkeit auf sich. Auch Jimmy Wales wollte wissen, wie man sich an der “data pump” den Rohstoff des 21. Jahrhunderts – Informationen bzw. offene Daten – bequem auf sein mobiles Gerät laden kann, von Verwaltungs- oder Geodaten bis zu freier Musik und Katzenbildern.

Wie Kulturinstitutionen sowie Coderinnen und Codern zugleich gezeigt werden kann, welches Potenzial auch für die Wikimedia-Projekte in digitalisiertem Kulturgut steckt, wurde bei der Präsentation des Kultur-Hackathons Coding da Vinci deutlich. Wikimedia Deutschland und Vertretende der Partnerorganisationen teilten mit einem interessierten Publikum ihre Erfahrungen mit der Entwicklung und den Resultaten des Programmierwettbewerbs unter Beteiligung von 16 Kultureinrichtungen.

Wie die Zusammenarbeit mit Kultureinrichtungen erfolgreich gestaltet und damit nachhaltig zunehmend qualitativ hochwertige Inhalte freigegeben werden können, beschäftigte die internationalen GLAM-Communities (GLAM als Akronym für galleries, libraries, archives, museums) in den GLAM-Konferenz-Sessions. Unter anderem wurde das GLAMwiki-Toolset vorgestellt, das es Institutionen erleichtern soll ihre Kulturdaten künftig ohne aufwendige Vermittlungsarbeit selbst hochzuladen. Erfahrungen und Tipps zur Zusammenarbeit von Freiwilligen und Kultureinrichtungen auf lokaler Ebene in Schweden, Norwegen und Deutschland bot die Session „The secrets of local GLAM outreach”. Gemeinsames Fazit: genaue Themensetzung, ausreichend Zeit zum Kennenlernen der Mitarbeitenden und Engagement der Institution aus eigenem Interesse sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Klar wurde, dass ein zukünftiger Schwerpunkt die Auswertung von Aktivitäten im GLAM-Bereich sein wird, Beispiele dafür wurden etwa in Workshops zu Best practices der Evaluation und Metriken für GLAM-Projekte diskutiert.

Großes Interesse zog die Präsentation zur Free Knowledge Advocacy Group EU auf sich, der gemeinsamen Interessenvertretung elf europäischer Wikimedia-Chapter und thematischer Organisationen gegenüber relevanten politischen Entwicklungen auf EU-Ebene. In der folgenden Paneldiskussion unter anderem mit Luis Villa und Jan Engelmann wurde diskutiert, wie die Wikimedia-Bewegung unter dem Schlagwort „Liquid Lobbying“ urheberrechtspolitische Anliegen auf europäischer Ebene nach vorn bringen kann und in welcher Form hier das Eintreten für Freies Wissen sinnvoll ist.

Wikipedia als Zukunft der Bildung?

Das Motto „Wikipedia belongs in education“ (Wikipedia und Bildung gehören zusammen) war stark auf der Wikimania vertreten
(by Petr Novák, CC-by-sa-4.0, via Wikimedia Commons)

Eines der fünf großen Themen der Wikimania war auch „The Future of Education“ (die Zukunft der Bildung). Wie verändern sich Bildung und Bildungsressourcen aufgrund des Internets? Wie unterrichten Lehrende in der Zukunft?

Die neu geschaffene Wiki Education Foundation stellte sich und ihre Arbeit in drei Talks (1, 2, 3) vor. Die Stiftung, geleitet von Frank Schulenburg, ist eine Ausgründung der Wikimedia Foundation und konzentriert sich auf Bildungsarbeit in den USA und Kanada. Schwerpunkt der Stiftung ist es, Hochschullehrende sowie Studierende im Schreiben von Wikipedia-Artikeln zu schulen. Dabei stehen vor allem Lehrmethoden im Fokus: Wie schaffen wir es, Wikipedia besonders erfolgreich zu „lehren“? Welche Methoden, welche Inhalte, welche Arten von Artikeln sind besonders geeignet?

Auch die weiteren Education-Talks beschäftigten sich vor allem damit, wie Bildungssysteme und Wikimedia-Projekte näher aneinander rücken können – so sprach zum Beispiel Martin Poulter von der Universität Bristol darüber, wie Wikipedia Bildungsinstitutionen näher gebracht werden kann. Und Ziko van Dijk berichtete, wie Wikipedia verständlich zu erklären ist.

Insofern nahm das Thema Bildung einen starken Raum auf der Wikimania ein. Doch letztendlich lag der Fokus der zahlreichen Sessions vor allem auf den praktischen, derzeit anzuwendenden Methoden im Lehrbereich und weniger auf den Möglichkeiten und Herausforderungen der Bildungssysteme.

Vielfalt auf neuen Wegen

Ein ebenso wichtiges Thema war die schon in den letzten Jahren viel angesprochene Vielfalt der Wikimedia-Communities, bekannt unter dem englischen Schlagwort „Diversity“. Insbesondere die Wikimedia Foundation steht weiterhin stark hinter ihren Zielen besonders in den Ländern des sogenannten „Globalen Südens“ neue Autorinnen und Autoren zu gewinnen, sowie allgemein den Anteil weiblicher Autorinnen zu erhöhen.

Als markantestes Beispiel gilt dafür das Wikipedia:Zero-Programm, bei dem es darum geht Mobilfunkbetreiber zu überzeugen, keine Kosten für den mobilen Datenzugriff auf die Seiten der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte zu erheben. Bereits seit einigen Monaten wird dafür mit einer eigenen Petition geworben. Dass das Programm den Prinzipien der in vielen Ländern diskutierten Netzneutralität widerspricht, hindert die Foundation nicht daran, es fortzuführen.

Wikimedia Deutschland engagiert sich in dem Bereich mit dem kürzlich veröffentlichten „Kompass der Vielfalt“ (pdf, 408 KB), der auf der Wikimania offiziell vorgestellt wurde. Dieser soll eine wissenschaltliche Grundlage für die weitere Arbeit in dem Bereich darstellen. Zahlreiche Gruppen, unter anderem die sich gründende Nutzergruppe der schwulen, lesbischen, bi- und transsexuellen Wikimedianer (LGBT+) wie auch die Wikiwomen, zeigten Interesse daran.

Von „Esperanto-Meetup“ bis „Video-Lunch“

Zahlreiche Wikiwomen traffen sich zum gemeinsamen Austausch
(by James Knight, CC-by-sa-4.0, via Wikimedia Commons)

Abseits dieser zahlreichen Themen ist die Wikimania trotzdem natürlich das größte Treffen von Wikimedianerinnen und Wikimedianer auf der ganzen Welt. Wikimedia Deutschland konnte über das Stipendienprogramm 47 Wikimedia-Aktiven die Teilnahme ermöglichen. Berichte dazu finden sich im Extrablatt des Wikipedia-Kuriers.

Zusätzlich zum offiziellen Programm trafen sich zahlreiche Gruppen, um ihre Projekte und Themen voranzubringen. Für die über die ganze Welt verteilten Interessierten am Thema „Video und Wikipedia“ bot sich die Gelegenheit, sich zum Video-Lunch zu treffen und so gemeinsam die nächsten Schritte zu planen. Auch die französischsprachigen, Esperanto-sprechenden, osteuropäischen oder in Wikisouce arbeitenden Wikimedianerinnen und Wikimedianer trafen sich – der Vielfalt an Gruppen waren keine Grenzen gesetzt.

Ebenso fanden sich die Menschen, die sich haupt- oder ehrenamtlich mit der Freiwilligenförderung beschäftigen. Am Tag vor der Konferenz trafen sich „volunteer supporter“ aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Großbritannien, Mexiko, Frankreich und aus den USA, tauschten Erfahrungen aus und legten die Basis für eine engere Zusammenarbeit. Innerhalb des Programms der Wikimania hielt Dirk Franke mehrere Vorträge zu den Erfahrungen aus der Freiwilligenförderung von Wikimedia Deutschland. Birgit Müller knüpfte Kontakte mit dem neu gegründeten Community Engagement Team, das die Communities besser auf neue Softwareupdates vorbereiten soll.

Veränderungen im Board

Das Board of Trustees mit neuen und alten Mitgliedern sowie Lila Tretikov, neue Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation
(by Mike Peel, CC-by-sa-4.0, via Wikimedia Commons)

Die Wikimania ist außerdem auch Wikimedia-politisch durchaus von Relevanz, da regulär dort eines der Treffen des Board of Trustees (Kuratorium) der Wikimedia Foundation stattfindet. Zwar ist das Protokoll der Sitzung noch nicht veröffentlicht, dennoch verbreitete das Board bereits erste Meldungen.

Zwei kooptierte, das heißt vom Board selbst benannte Mitglieder, Bishakha Datta und Ana Toni, haben ihren Rücktritt zum Ende des Jahres verkündet. Beide betonten ihre große Sympathie für die Wikimedia-Bewegung, gäben ihre Ämter jedoch aus Zeitgründen auf. In das Board aufgenommen bzw. bestätigt wurden die beiden von den Wikimedia-Mitgliedsorganisationen bestimmten Mitglieder, Frieda Brioschi (aus Italien) und Patricio Lorente (aus Argentinien). Die aus Deutschland stammende Alice Wiegand, die von den Organisationen nicht gewählt worden war, verlängert jedoch trotzdem ihre Amtszeit bis 2016, da das Board sie als Nachfolgerin für einen der kooptierten Plätze bestimmt hat.

Wiedersehen in Mexiko-Stadt

Bei der Abschlusszeremonie hielt Jimmy Wales seine traditionelle „State of the Wiki“-Rede. Ungewöhnlich deutlich appellierte er an die Communities freundlicher und wilkommender zu werden – sowie Trollen und Störenfrieden („toxic people“) die Tür zu zeigen. Als Wikimedianer des Jahres bestimmte Wales den ukrainischen Wikipedianer Ihor Kostenko, der bei den Maidan-Protesten in der Ukraine ums Leben kam.

<iframe allowfullscreen="allowfullscreen" frameborder="0" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/VRM-QDkfm1o?rel=0" width="560"></iframe>
Präsentation der Wikimania 2015.
By Juan Carlos Elias, La Casa Productora, Biblioteca Vasconcelos Staff, Protoplasmakid, Dexter Brain. CC-by-sa-3.0, via Youtube

Zum Abschluss gab das mexikanische Wikimania-Team einen videovisuellen Ausblick auf die nächste Wikimania, die in Mexiko-Stadt vom 15. bis 19. Juli 2015 ihren Platz finden wird. Besonderer Jubel und Applaus brandete auf, als der Veranstaltungsort der Konferenz gezeigt wurde: die Vasconcelos-Bibliothek, die durch ihre „fliegenden“ Bücherregale mehr als atemberaubend wirkt. Nach der Wikimania 2011 in Washington DC ist es die vierte, die wieder auf dem amerikanischen Kontinent stattfinden wird. Nach London steht also bereits die nächste Wikimania am Horizont, oder um es mit den Worten des mexikanischen Organisationsteams zu sagen: „¡Nos vemos en México!“.


Zahlreiche Fotos sowie Präsentationsfolien der Wikimania sind bereits in der entsprechenden Kategorie auf Wikimedia Commons zu finden, eine Übersicht der aller Etherpad-Mitschriften der Sessions gibt es ebenfalls. Videos der Keynotes sind auf Livestream.com verfügbar. Berichte zu einzelnen Themen und Sessions sind im Extrablatt des Wikipedia-Kuriers zu finden. Des Weiteren findet derzeit der Auswahlprozess für die Jury der Wikimania 2016 statt. Wer Interesse daran hat mitzuentscheiden wo die Konferenz stattfinden wird, ist sehr herzlich dazu aufgerufen sich bei der Konferenz-Koordinatorin der Wikimedia Foundation, Ellie Young, zu melden!

by Cornelius Kibelka at August 15, 2014 12:07 PM

August 14, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 23+24/2014

Herzlichen Glückwunsch zur Doppelausgabe Nummer 23 und 24 der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Aufgrund der größten Wikimedia-Veranstaltung des Jahres, der Wikimania, die dieses Jahr in London stattfand, pausierte der Newsletter letzte Woche und kommte die Woche doppelt so groß mit zahlreichen Wikimania-Links zurück! Wie üblich wird die Wikimedia:Woche gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, sie serviert in kleineneren und größeren Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 23+24/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wikimania

Vom 8. bis 10. August fand die jährliche Wikimania in London statt. Aufgrund der Fülle an Geschichten und Links gibt es in dieser Sonderausgabe einen eigenen Abschnitt.

Ausgewählte Links

Die Wikimania wurde von zahlreichen Teilnehmenden aber auch von Externen auf allen Kanälen begleitet, beschrieben, fotografiert. Im Folgenden eine (subjektive) Auswahl an verschiedensten Links:

Lodewijk Gelauff hat eine subjektive, persönliche Umfrage nach den beliebtesten Wikimania-Sessions veröffentlicht

Peter Murray-Rust, Wissenschaftler und u.a. Keynote-Speaker auf der Wikimania, beschreibt in einem Blogbeitrag wie die Konferenz „sein Leben verändert hat“

Im „Education blog“ der Open Knowledge Foundation gibt es einen ausführlichen Blogbeitrag was Wikipedia und ihre Schwesterprojekte mit Bildung (Education) zu tun haben

Fabrice Florin, Produktmanager bei der Wikimedia Foundation, organisierte (wie auch schon im letzten Jahr) eine Umfrage zum Thema “Wie können wir Wikipedia verbessern?”. Die Umfrageergebnisse gibt es als Bildergalerie auf Flickr

Carl Miller, unter anderem auch Vortragender auf der Wikimania, stellte die These auf, dass Wikipedia dabei helfen könnte, Politik (positiv) zu gestalten

Aus dem Medienspiegel herausgegriffen: auch die Schweizer Tagesschau berichtete über die Wikimania

Wikimania 2015

Zum Abschluss der Wikimania stellte das mexikanische Organisationsteam den Veranstaltungsort der nächsten Wikimania 2015, in Mexiko-Stadt, vor. Das Video ist auf Wikimedia Commons verfügbar:

Foundation und Organisationen

Veränderungen im Board

Im Rahmen der Wikimania traf sich u.a. auch das Board of Trustees der Wikimedia Foundation. Vorsitzender Jan-Bart de Vreede verkündete einige personelle Neuigkeiten: Bishakha Datta und Ana Toni verlassen das Board zum Ende des Jahres, Frieda Brioschi und Patricio Lorente beginnen ihre neuen Amtszeiten, Alice Wiegand erhält einen Sitz bis Ende 2016.

AffCom bestimmt neuen Sekretär

Das Affiliations Committee, zuständig für die Empfehlungen für Anerkennungen von Wikimedia-Organisationen, hat das eigene Mitglied Tanvir Rahman zum neuen Sekretär („Secretary“) des Komitees ernannt. Er soll sich verstärkt um die Außenkommunikation des Freiwilligenkomitees kümmern.

Erkenntnisse des Chapters Dialogue veröffentlicht

Im Rahmen des WMDE-Projektes „Chapter Dialogue“ wurden Angehörige von Chaptern, Wikimedia Foundation, Funds Dissemination Committee und Affiliations Committee über Rollen, Ziele und Verantwortlichkeiten im Wikimedia Movement befragt. Die Ergebnisse sind nun öffentlich:

Des Weiteren wurde auch eine 30-minütige Dokumentation zu dem Projekt erstellt. Es ist auf Wikimedia Commons sowie auf Vimeo (inklusive Untertitel) verfügbar.

Transparenzbericht der Wikimedia Foundation veröffentlicht

Im Rahmen der Wikimania haben Jimmy Wales und die neue Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, Lila Tretikov, den ersten Transparenzbericht („Transparency Report“) der Foundation veröffentlicht.

Projekte und Initiativen

Das Foundation-Blog wird zum Movement-Blog

Das Blog der Wikimedia Foundation öffnet sich nach einem Redesign für interessierte Einzelpersonen oder Organisationen, die dort ihre eigenen Projekte vorstellen, von ihren Erlebnissen im Wikiversum berichten oder kontroverse Themen einem großen internationalem Publikum zugänglich machen können:

Chinesisches Wikipedia-Magazin „The Wikipedian“

Addis Wang, Koordinator der jüngst anerkannten Nutzergruppe der chinesischen Wikipedianer, berichtet in einem Blogbeitrag über das selbsterstellte Wikipedia-Community-Magazin „The Wikipedian“. Das Magazin versucht die auf vier Entitäten (Festlandchina, Macau, Hong Kong und Taiwan) verteilte chinesischsprachige Community zu vernetzen.

„Unfreie“ freie Lizenzen

Luis Villa, stellvertretender Justiziar der Wikimedia Foundation, berichtet in einem Blogbeitrag darüber, dass die Wikimedia Foundation einem Netzwerk beigetreten ist, dass sich gegen die neuen von der International Association of Scientific, Technical & Medical Publishers geschriebenen „Open Access“-Lizenzen wehre. Diese entsprächen nicht den Standards von „freien Lizenzen“.

Technik

Lightbox-Demo

Für den Medienbetrachter (Mediaviewer) sind weitere Verbesserungen in Planungen. Erik Möller hat auf der Mailingliste wikimedia-l auf die „Lightbox demo“ hingewiesen zu dem gerne Feedback entgegen genommen wird.

Diskussion

Mediaviewer und Superprotect

Das von der deutschsprachigen Wikipedia-Community abgehaltene Meinungsbild zur Abschaltung des Medienbetrachters (Mediaviewers) ist deutlich für eine Abschaltung ausgefallen. Nach der Umsetzung des Ergebnisses durch einen Administrator, setzte die Wikimedia Foundation dies wiederum zurück. Inzwischen ist eine MediaWiki-Seite nur noch für Mitarbeitende der Wikimedia Foundation bearbeitbar („Superprotected“).

Daten und Statistiken wie viele Nutzerinnen und Nutzer den Mediaviewer ausgeschaltet haben („opt-out“), finden sich auf WMFlabs.org

Inzwischen gibt es auch eine Stellungnahme des Board of Trustees der Wikimedia Foundation zur der Angelegenheit

Ist Wikimedia gegen das Freie Internet?

Das von der Wikimedia Foundation propagierte Programm „Wikipedia:Zero“, das Menschen in Ländern des Globalen Südens kostenlosen Zugang zu Wikipedia ermöglichen soll, widerspricht nach Ansicht von Kritikern den Prinzipien des Freien Internets, insbesondere dem Prinzip der Netzneutralität. Raegan MacDonald erläutert die Kritik auf Netzpolitik.org.

Presse und Websites

Urheberechtsdebatte um das Monkey-Selfie

Kurz vor der Wikimania wurde bekannt, dass der Inhaber des Fotoapparates des bekannten „Affen-Selfies“ (ein Schopfaffe, der mit einer Kamera von sich selbst ein Foto geschossen hatte) die Wikimedia Foundation verklagen möchte, da diese seinen Antrag auf Löschung des Bildes nicht stattgegeben hat.

Briten glauben eher Wikipedia als anderen Medien

Einer Umfrage von YouGov zu folge vertrauen mehr Briten der Wikipedia als anderen britischen Medien, u.a. auch der BBC.

Bunch of nobodies

Auf Meta tragen Wikimedianerinnen und Wikimedianer ein, was sie in ihrem „früheren“ Leben für Jobs und Aufgaben hatten. Chefentwickler Brandon Harris stand früher u.a. schon mal an der Fritteuse.

Termine

Guide-Camp

Vom 29. bis 31. August findet das erste sog. „Guide-Camp“ statt, das sich der Bewältigung von Konflikte ohne administrative Eingriffen annehmen möchte. Es findet in Kassel statt.

Video-Workshop

Am 30./31. August findet der erste „Videos für Wikipedia“-Workshop an der Universität Lüneburg statt

Veranstaltung „Digital Natives“ der Reihe Digitale Kompetenzen

Am 1. September findet in den Berliner Räumen die Veranstaltung „Digital Natives – Ein gut klingender Begriff mit wenig Substanz?“ der Reihe „Digitale Kompetenzen“ statt. Gäste sind Prof. Dr. Rolf Schulmeister (Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung an der Universität Hamburg), Tim Moritz Hector (Vorsitzender des Präsidiums von Wikimedia Deutschland e.V.), Kristin Narr (Institut für Kommunikation in sozialen Medien (ikosom)) und Günter Voß (SeniorenComputerClub Berlin-Mitte)

GLAM-Wiki-Treffen in Wien

Nach den GLAM-Treffen in Kaufbeuren, Hannover und Bremen findet das nächste GLAM-Wiki-Vernetzungstreffen am 13./14. September in Wien statt

 

by Cornelius Kibelka at August 14, 2014 04:27 PM

Erstes AdaCamp Europas in den Räumlichkeiten von Wikimedia Deutschland

Am 11. und 12. Oktober 2014 lädt die Ada-Initiative in den Räumen von Wikimedia Deutschland zum ersten AdaCamp Europas ein. Die Ada-Initiative setzt sich für Frauen im Bereich Open Technology ein; dies umfasst unter anderem Software-Entwicklerinnen in der OpenSource Bewegung und Wikipedianerinnen die sich für Freies Wissen einsetzen.

Um Frauen, die im Open Technology Bereich aktiv sind, eine Plattform zu geben, hat die Ada-Initiative (benannt nach der allerersten ProgrammiererinAda Lovelace) die AdaCamps ins Leben gerufen. In Form von “Unkonferenzen”/Barcamps, bieten sie den Teilnehmerinnen die Chance, sich zu Themen, Problemen und Lösungen im Bereich der open technology und culture auszutauschen und zu vernetzen.

Logo der Ada-Initiative mit dem Bild von Ada Lovelace, Autorin: Valerietai, CC0 1.0 via Wikimedia Commons

Die Ada-Initiative hat sich das Ziel gesetzt, die hier aktiven Frauen anzusprechen, zu vernetzen, sie zu stärken und ihnen den Rücken freizuhalten. So bietet die Initiative zum Beispiel Training gegen das Hochstapler-Syndrom an, Workshops in denen interessierten Männern gezeigt wird, wie sie Frauen im tagtäglichen Leben unterstützen und Diskriminierung verhindern können. Zudem hat die Initiative mit verschiedenen Personen eine Empfehlung für Richtlinien gegen Belästigungen entwickelt, die übergriffiges Verhalten insbesondere auf IT-Konferenzen minimieren und verhindern soll.

Bisher fanden AdaCamps nur in Nord-Amerika statt. Dieses Jahr wird das Konzept nun ausgeweitet und es wird mehrere Camps in anderen Ländern geben, unter anderem im November 2014 in Bangalore. Wikimedia Deutschland  freut sich darauf, Gastgeber für das allererste Camp in Europa zu sein.

Die Teilnahme am Camp ist nur für Frauen möglich. Dies umfasst alle Menschen, die sich selber als Frau definieren. Da sich das AdaCamp an Frauen in ganz Europa richtet, wird die Konferenzsprache Englisch sein.

Bewerbungen für die Teilnahme am AdaCamp in Berlin sind nur über die Homepage des AdaCamps möglich. Da die Ada-Initative eine produktive und angenehme Arbeitsatmosphäre garantieren möchte, sind die Plätze begrenzt. Auf der Seite vom AdaCamp kann nachgelesen werden, wie die AdaInitiative Bewerberinnen auswählt.

Die Ada-Initative auf Twitter.

 

by Merle Wittich at August 14, 2014 11:39 AM

August 13, 2014

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

"Superprotect": Wikimedia behält das letzte Wort bei Wikipedia

http://heise.de/-2290569

Siehe auch
http://erinnerungshort.de/blog/eine-lanze-fuer-den-medienbetrachter/
https://de.wikipedia.org/wiki/MediaWiki_Diskussion:Common.js#Abschalten_MV
https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Kurier
https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia_Diskussion:Meinungsbilder/Medienbetrachter#Antwort_zur_Abstimmung_der_deutschsprachigen_Wikipedia_zum_Medienbetrachter

Ich mag den neuen Bildbetrachter auch nicht. Ich hasse es, wenn ich nicht sofort auf die Commons-Kategorien zugreifen kann.

Und es ist einfach Schwachsinn, wenn

http://erinnerungshort.de/blog/eine-lanze-fuer-den-medienbetrachter/

behauptet, da sei lizenzrechtlich alles in Ordnung.

Nichts ist in Ordnung, wenn man sich folgendes Bild von der aktuellen Hauptseite der Wikipedia ansieht. Es befindet sich aus bildrechtlichen Gründen nicht auf Commons.

2014 - Olympic Stadium (Athens).JPG
2014 - Olympic Stadium (Athens)“. Über Wikipedia.

2014 - Olympic Stadium (Athens)“. Über Wikipedia.

Zur Einbindung wurde die Funktion "Diese Datei verwenden" des Media Viewers genutzt. Oben das Einbetten - es fehlt der Urheber M(e)ister Eiskalt und die Lizenz!

https://de.wikipedia.org/wiki/Category:Datei:CC-by-sa

Die untere Version ergibt sich durch den Reiter herunterladen.

DA IST ALSO NICHTS LIZENZKONFORM!

Und das eingebundene Bild ist viel zu groß.

Das nächste Bild liegt auf Commons und ist Public Domain. Der Einbettungscode ist OK.

[...]
[ https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Maryam_Mirzakhani_2014-08-12_18-14.jpg
Das Bild wird nun viel zu groß dargestellt!]

Das folgende Bild wurde gerade bei Commons hochgeladen.

Saint-Pierre-de-Mésage (38) - Salle des fêtes.jpg
"Saint-Pierre-de-Mésage (38) - Salle des fêtes" by Parisdreux - Own work. Licensed under CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons.

Nur auf den ersten Blick ist der Einbettungscode OK, denn die LIZENZ IST NICHT VERLINKT! Das bezieht sich auf Archivalia, nicht notwendigerweise auf andere Websites.

Wieso können diese Wikimedia-Deppen nicht einfach das machen, was bei dem unter

http://archiv.twoday.net/stories/728556196/

beworbenen Bookmarklet und auf Geograph Deutschland

http://archiv.twoday.net/stories/948989393/

einwandfrei funktioniert?

Ich möchte einen korrekten Einbettungscode, der 1. den Urheber nennt, 2. die Lizenz verlinkt und nicht auf irgendwelche TITLE-Tags setzt, die bei bestimmten Betriebssystemen nicht funktionieren. Alles andere ist streng genommen eine Urheberrechtsverletzung!

Update:

http://schmalenstroer.net/blog/2014/08/wikipedia-und-die-neue-technik/

by KlausGraf at August 13, 2014 07:27 PM

Liesel

Wikipedia – der Nabel der Welt.

Auf Grund des Einschreitens der Wikimedia Foundation im Rahmen der Komplettsperrung des Mediaviewers in der deutschsprachigen Wikipedia mit dem neu geschaffenen Superprotect-Recht wird erneut und heftig die Beziehung zwischen der Foundation und den einzelnen Projekten diskutiert. Benutzer:Sicherlich stellt dabei die wichtige Frage: “Wie war das früher und warum ist das heute nicht mehr so?

Ich glaube das ist nicht einfach zu beantworten. Die einen meinen, es liegt daran, dass die Foundation ihre Verbindung zu den Autoren verloren hat und in ihrer eigenen Welt fernab in San Francisco lebt und gar nicht mehr mitbekommt was notwendig und nötig ist.

Ich denke, dass ist wesentlich kompliziert. Auf der einen Seite stehen Autoren die seit 10 und mehr Jahren in den Projekten aktiv sind. Sie haben sich “eingerichtet” und sind mit mehr oder weniger allen Finessen der Softwareumgebung vertraut, nutzen verschiedene Zusatzprogramme (Tools, Scripte etc.) um ihre Arbeit zu erleichtern. Auch haben sich in den letzten Jahren Hierarchien in den Projekten gebildet, es entstanden Anforderungen an die Artikel (Relevanzkriterien, Namenskonventionen etc.) sowie mit Unterstützung der Chapters im deutschsprachigen Raum auch eine Fördermöglichkeit für die Autoren. Dies betrifft zwar vor allem den Fotobereich, da das Bezahlen von Autoren immer noch anrüchig ist.

Andererseits ist die Foundation nicht mehr die kleine Förderstiftung zum Erhalt der Server. Durch die enorm gewachsenen Spenden entstand auch eine größere Verwaltung und die Notwendigkeit dieses Geld auszugeben. Wurde einerseits versucht neue Autoren zu gewinnen, in dem verschiedene Kampagnen liefen (Global South, Gender Gap) ist andererseits auch die Fortentwicklung der Software notwendig.

Womit ich jetzt zum aktuellen Diskussionpunkt komme. War die MediaWiki-Software-Entwicklung früher mehr oder weniger ein Projekt von Ehrenamtlichen so wird es heute auch von etlichen bezahlten Programmierern mitgestaltet. Anfänglich krankte die Software unter vielen Bugs und die Beseitigung dauerte manchmal Jahre, da die Programmierer gerade anderes machten und dazu keine Lust hatten. Die Autoren richteten sich damit ein und lebten mit den kleinen und großen Fehlerchen und jubelten, wenn mal einer beseitigt wurde. Das bedeutete aber auch, dass bis vor wenigen Jahren das Design noch auf dem Stand der 1990er Jahre war und auch die Benutzung der Software eigentlich nur mit bestimmten Helferlein (Gadgets) einen wirklich guten Work-flow erlaubte. Inzwischen wurden seitens der Foundation bezahlte Programmierer angestellt, dass ermöglicht nicht nur eine kontinuierliche Fortentwicklung und Pflege der Software sondern nunmehr auch die Möglichkeit, einer Komplettüberarbeitung mit der Anpassung an die neuen Anforderungen durch mobile Endgeräte (Smartphones, Tablets).

Mit dieser Entwicklung einher geht aber auch eine gewisse Distanz zwischen den Autoren und den Entwicklern der Software. War früher so mancher Autor noch nebenher Entwickler, so ist das heute kaum noch der Fall. Somit geht auch ein gewisser Informationsfluss zwischen den Autoren und der Softwareentwicklung verloren. Die Autoren haben dadurch den Eindruck, es wird etwas entwickelt, was sie nicht benötigen, weil sie ja mit dem bisherigen gut leben konnten. Damit verbunden ist natürlich auch eine gewisse Gewöhnung. Größere Softwareänderungen erfordern eventuell Änderungen am eigenen Nutzerverhalten. Andererseits werden auch die Anforderungen an die Software höher. Nahm man früher den einen oder anderen Bug hin und hoffte darauf, dass er zeitnah beseitigt wird, wird heute von manchen Autoren eine weitgehend bugfreie Software erwartet.

Durch die Trennung zwischen Autoren und Entwicklern ist aber auch ein anderer Prozess eingetreten. War es früher einfacher, bestimmte Entwicklungen anzuschieben oder Softwareverbesserungen einzubringen, ist das heute schwerer. So kommen sich im Gegensatz zu früher, viele Autoren den Softwareentwicklern ausgeliefert vor. Dazu kommt noch, dass im Gegensatz zum Mitspracherecht im Projekt, das Mitspracherecht bezüglich der Softwareentwicklung schon immer relativ eingeschränkt war. Dieser Eindruck wird jetzt noch dadurch verstärkt, dass irgendwo eine Software-Abteilung sitzt, die kommunikativ nicht erreichbar ist.

Mein Eindruck ist, dass sich im Grunde wenig grundsätzliches geändert hat, was den jetzigen Konflikt irgendwie begründen könnte. Meiner Meinung nach liegt der Konflikt eher darin begründet, dass eine gewisse Inflexibilität bei den Autoren eingetreten ist. Man ist nicht mehr so einfach bereit, sich auf Neues einzulassen und auch mal gewissen Einschränkungen hinzunehmen. Im Gegenteil, man erwartet gar keine großen Neuerungen mehr und hofft auf absehbare Zeit, dass der Status Quo bestehen bleibt.

Aber war früher die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit ein Vorteil der Wikipedia um neue Autoren zu gewinnen, ist dieser Stillstand meiner Meinung nach ursächlich für den schleichenden Rückgang von Autoren. Während alte Autoren weggehen, lassen sich nur wenige neue Autoren für die eingeschliffenen Verhältnisse in der Wikipedia begeistern.


Einsortiert unter:Wikipedia Tagged: Mediaviewer, Superprotect, Wikimedia, Wikipedia

by Liesel at August 13, 2014 07:24 AM

August 12, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

Digitale Kompetenzen die zweite: Digital Natives – Ein gut klingender Begriff mit wenig Substanz?

 

Anfang September ist es soweit: Die Veranstaltungsreihe Digitale Kompetenzen, die Wikimedia Deutschland im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2014 – Die digitale Gesellschaft durchführt, geht in die nächste Runde. Unter dem Titel “Digital Natives – Ein gut klingender Begriff mit wenig Substanz?” setzen wir uns am 1. September gemeinsam mit Expertinnen und Experten kritisch mit dem Begriff der “Digital Natives” auseinander.

Prof. Dr. Rolf Schulmeister, CC-BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Der amerikanische Pädagoge Marc Prensky prägte den Begriff im Jahr 2001, als er damit Jugendliche beschrieb, die seiner Sicht nach qua Geburtsjahr über besondere Medienkompetenzen verfügen. Aus Sicht der Wissenschaft und Medienpädagogik handelt es sich dabei um nicht viel mehr als eine künstliche Bezeichnung. So können diejenigen, die nach der gängigen Definition als “Digital Natives” gelten, nicht zwangsläufig programmieren oder wie selbstverständlich mit sozialen Medien umgehen und auch kollaborative Arbeitswerkzeuge wie Wikis werden nur selten verwendet. Weniger unser Alter als vielmehr andere Faktoren wie soziale Herkunft, Bildungsniveau und Zugang zu digitalen Technologien haben entscheidenden Einfluss auf unsere Medienkompetenz und digitalen Fähigkeiten.  Müssen wissenschaftliche und pädagogische Ansätze also dahingehend überprüft werden, ob sie die Veränderungen der digitalen Gesellschaft angemessen erfassen? Und was bedarf es in der praktischen Arbeit, um den verschiedenen Nutzergruppen und deren Fähigkeiten und Bedürfnissen gerecht zu werden? Diese und andere Fragen rund um den Begriff der “Digital Natives” sollen im Rahmen der Veranstaltung diskutiert werden.

Wir freuen uns auf einen Vortrag von Prof. Dr. Rolf Schulmeister vom Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung (ZHW) der Universität Hamburg, der in den vergangenen Jahren intensiv zum Thema “Digital Natives” geforscht und seine Ergebnisse unter anderem in der Studie „Gibt es eine Net Generation?“  veröffentlicht hat.

Broschüre zur Veranstaltungsreihe als PDF herunterladen

Anschließend wollen wir mit Expertinnen und Expertinnen aus der medienpädagogischen Praxis diskutieren. Zu Gast sind Kristin Narr vom Institut für Kommunikation in sozialen Medien, Günter Voß vom SeniorenComputerClub Berlin-Mitte sowie Tim Moritz Hector, Vorsitzender des Präsidiums von Wikimedia Deutschland e.V.

Wie schon bei der letzten Veranstaltung zum Thema Datenschutz werden wir für diejenigen, die nicht persönlich vor Ort sein können, einen Livestream auf der Webseite der Veranstaltung anbieten. Via Twitter können unter dem Hashtag #DigiKompz Fragen und Anmerkungen übersendet werden. Außerdem bietet die Diskussionsseite Raum für eigene Beiträge zu dem Thema.

Ort: Wikimedia Deutschland e.V., Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin

Uhrzeit: 19 Uhr – ca. 21:30 Uhr

Anmeldung: Die Veranstaltung ist kostenfrei, über eine Anmeldung freuen wir uns jedoch.

by Christopher Schwarzkopf at August 12, 2014 11:29 AM

August 08, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

Guided tours and Wikidata: How to explain a complex project and encourage new editors

The following is a contribution by Bene*, admin and bureaucrat on Wikidata and author of the guided tours on Wikidata. He explains the motovation behind guided tours and how they can attract new editors to the Wikidata community:

Wikidata is no longer a brand new project but still a lot of people do not really know what it actually does. This makes it hard for new editors to get involved with the project and become active contributors. We realized that something had to change; that we had to make things easier to understand and take our newbies by the hand.

Wikidata guided tour intro
Wikidata guided tour intro

Wikidata guided tour labels
Wikidata guided tour labels

 

When it comes to planning how to help new editors, a first approach is typically to create help pages for individual topics. However, these pages are often very long and do not do a good job of explaining concepts beyond their theoretical context. Another way to explain things is to create illustrative presentations including slideshows. Unfortunately, the users still only get the theory and have to make the leap from reading to actually editing on their own. Keeping all this in mind, we decided that we needed a format that is integrated with the editing interface of Wikidata and gives users the opportunity to edit content through a series of practical exercises.
In fact, this is exactly what the GuidedTour extension does. It provides a way to create presentations, or rather interactive tutorials, in which the user can actually complete a set of actions. One great use case of Guided Tours is the Wikipedia Adventure. However, for Wikidata we needed something different because the item editing interface shares very little in common with a standard wiki page. The pages contain more buttons and small text fields because an item does not simply consist of text but stores structured data instead. Therefore, we adjusted the guided tours to our needs and added an overlay feature to highlight single design elements. We also made the tours translatable as Wikidata is a multilingual project. If you are interested in the result just try it out for yourself: there are currently two Wikidata tours available—one on items, and one on statements.

Wikidata items tour stats
Wikidata items tour stats

Wikidata statements tour stats
Wikidata statements tour stats

As you can see from the usage statistics, the work was well worth the effort. Since the release on 11th July more than 150 users have taken the first tour and more than 100 went on to complete the second one. This shows the impact our tours have had and the great need for them. It was lots of fun to create and implement the interactive tutorials but there is still a lot of work to do. New tours are being worked on and the existing ones are also in need of translations. If you have any ideas for new tours or improvements to the existing ones, just add your comments to the coordination page. You might also want to help translate the released tours (which is just like translating any wiki page). You can translate the existing tutorials about items and about statements.

A note from Lydia (Wikidata’s product manager): Thank you so much to Bene* (Wikidata community developer) and Helen (Free Software Outreach Program for Women intern with Wikimedia) who have worked together over the past weeks to make these first guided tours a reality. It’s great to see us making progress towards making Wikidata easier to use every single day.

 

by Jens Ohlig at August 08, 2014 10:00 PM

August 07, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

OERde14: Der Countdown läuft!

Foto “OER-Konferenz 2013″: Raimond Spekking, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

75 Referentinnen und Referenten, 7 thematische Bühnen, 2 Tage Konferenz und 1 Programm.

Der Countdown zur größten Konferenz zu freien Bildungsmaterialien im deutschsprachigen Raum, am 12. und 13. September in der Urania Berlin, läuft. Das 12-köpfige Programmteam freut sich, ein vielversprechendes Programm der OERde14 präsentieren zu dürfen. Viele spannende Einreichungen standen für die OERde14 zur Auswahl – vielen herzlichen Dank dafür! Worauf sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der OERde14 im Einzelnen freuen dürfen, soll an dieser Stelle in einer wöchentlichen Beitragsreihe als kleiner Vorgeschmack auf die Konferenz vorgestellt werden. Soviel ist jetzt schon sicher, es wird spannend!

 

“Eine sehr erfolgreiche Dauerbaustelle!”

Sandra Schön über “OER auf ZUM.de (machen!) – Wie viele tun, wovon andere reden” von Karl-Otto Kirst

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, OER zu entwickeln. Mit viel Erfolg machen das die Autorinnen und Autoren im Bereich der offenen Bildungsressourcen rund um die Plattform ZUM e.V., der Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet. Mit dem Aufkommen und der Verbreitung der Creative-Commons-Lizenzen hat sich folgende Entwicklung zugetragen: Materialien, insbesondere beim ZUM-Wiki und bei anderen Wikis auf ZUM.de, werden nicht mehr nur (wie anfangs) kostenfrei, sondern auch unter einer CC-BY-SA-Lizenz angeboten. Neben der Wikipedia ist die ZUM-Initiative damit wohl eine der ältesten Initiativen für freien Content im Internet für Unterrichtszwecke in deutscher Sprache.


Wie das Miteinanderschreiben, das ständige Kommen und Gehen, das Unverbindliche und Offene nun auf den ZUM-Plattformen abläuft, wird Thema eines Vortrags bei der OER-Konferenz sein. Es wird auch darum gehen: Wer schreibt eigentlich für ZUM? Welche Inhalte gibt es auf den Webseiten? Die Konferenz ist also auch bei diesem Vortrag eine tolle Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. In diesem Fall ist es eine sehr erfolgreiche Dauerbaustelle!

Sandra Schön forscht bei der Salzburg Research Forschungsgesellschaft im InnovationLab zu Innovationen rund um Soziale Medien und Bildung. Zahlreiche OER-Projekte und Aktivitäten zeigen, dass ihr das Thema besonders am Herzen liegt.

 

“OER – in Kassel selbstverständlich”

Jöran Muuß-Merholz über “Kompetenzorientiertes und individualisiertes Lernen braucht OER – vom Lernenden her denken am Beispiel des Lernschrittkonzepts” von Dietmar Johlen, Waldemar Sobieroj, Wilfried Dülfer und Matthias Huhn

Ich lernte die Arbeit der Schule Anfang 2014 in Leipzig kennen. In einem ausführlichen Interview erklärten mir der Lehrer Dietmar Johlen und die Schülerin Charis Pape das, was sich so selbstverständlich anhört, aber die große Ausnahme ist. Und zwar gab es in der Schule nicht einen Ausgangspunkt hin zu Überlegungen: „Wir sollten digitaler werden” oder „Was können wir mit digitalen Medien machen?“. Es gab auch keinen Vorsatz: „Wir sollten mehr OER machen!“. Stattdessen stand am Anfang ein pädagogisches Konzept (nachzulesen hier: „Das Lernschrittkonzept – Weg in eine neue Lehr- und Lernkultur“ (pdf)). Und dann wurde klar: Beim selbständigen Arbeiten helfen digitale Materialien und entsprechende Plattformen. Beim Erstellen von Inhalten helfen digitale Werkzeuge. Und wenn andere darauf zugreifen und die neuen Inhalte weiter verwenden wollen, dann muss es eben OER sein. Sonst funktioniert das nicht.

An der Oskar-von-Miller-Schule wird deutlich: Es gibt keine digitale Didaktik. OER ist nicht das Zentrum oder der Ausgangspunkt aller Überlegungen. OER ist eine wichtige Grundlage für die Infrastruktur. Sie ist in Kassel so selbstverständlich, dass die Akteure sie kaum thematisieren. Es sei denn, man bittet sie, ihre Arbeit auf der OER-Konferenz 2014 vorzustellen.

Jöran Muuß-Merholz ist Diplom-Pädagoge und betreibt mit einem kleinen Team die Agentur „J&K – Jöran und Konsorten“. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit in den letzten Jahren liegt im Bereich Open Educational Resources (OER).

by Sarah Behrens at August 07, 2014 12:49 PM

Liesel

Die Feinde des Portales Bahn

Wie schon mehrmals erwähnt, gibt es in der Wikipedia eine lautstarke Fraktion von Benutzern, die aktiv gegen das Portal:Bahn und deren Autoren hetzen und agieren.

Ihnen geht es dabei nicht um die Qualität von Artikel im Bahnbereich. Für diese Benutzer zählt nur die Menge der Artikel. Irgendwelche Zusammenhänge oder Verständnis für die betrieblichen, städtebaulichen bzw. geografischen Bedingungen beim Schienenverkehr ist bei diesen Benutzern nicht zu erwarten. Somit ist die Ursache für die mangelnde Artikelqualtität nicht bei den wenigen noch verbliebenen Autoren zu suchen, sondern bei den Benutzern die eine fortwährende Vertreibungskampagne und Psychokrieg gegen die Bahnautoren führen.

Diese Benutzer sollten aber nicht nur dumm schwätzen, sondern auch aktiv werden, ansonsten wäre sie ja dann nur feige Maulhelden.

Hier ist die Liste der dieser Benutzer:


Einsortiert unter:Wikipedia Tagged: Maulhelden, Portal:Bahn, Wikipedia

by Liesel at August 07, 2014 05:43 AM

August 05, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

Auf dem Pfad der Dämmerung

Das Projekt „Chapters Dialogue“ hat seinen Abschluss gefunden

Vielleicht kann sich die eine oder der andere noch erinnern: vor gut einem Jahr initiierte ich in der Stabsstelle Internationales von Wikimedia Deutschland das Projekt „Chapters Dialogue“. Hauptziel des Projektes war, es zu erfahren, was die Menschen in den Wikimedia-Chaptern (Ländervertretungen) weltweit bewegt, was sie motiviert und vor welchen Problemen sie stehen. Nach 94 Interviews mit Wikimedianerinnen und Wikimedianer auf der ganzen Welt haben sich sechs Fragen herauskristallisiert, die für das Wikimedia Movement von Bedeutung sind. Im Folgenden eine deutschsprachige Zusammenfassung des Projektberichtes.

Projektleiterin Nicole Ebber (links) und Projektmanagerin Kira Krämer
(by Dominic Ernst, CC-by-sa-4.0, via Wikimedia Commons)

Wikimedia ist eine globale Bewegung. Die Wikimedia Foundation betreibt Onlineprojekte wie die Wikipedia, sammelt Spenden und verteilt diese an die weltweiten Communities. Diese kämpfen und arbeiten gemeinsam für Freies Wissen. In den letzten zehn Jahren hat sich ein ganzes Netzwerk aus Wikimedia-Organisationen gegründet, die alle gemeinsam die gleiche Idee vor Augen haben: Eine Welt, in der das gesamte Wissen der Menschheit jedem frei zugänglich ist. Gemeinsam betreten diese Organisationen Neuland, denn etwas Vergleichbares, das die Gesellschaft auf diese Art beeinflusste und die Welt veränderte, gab es bisher nicht.

Die Wikimedia-Chapter, zu Deutsch in etwa „Ländervertretungen“, sind Teil dieser internationalen Bewegung. Sie sind sogar elementar, denn sie übernehmen viele Aufgaben und viel Verantwortung. Sie unterstützen lokale Communities und kämpfen vor Ort für Freies Wissen. Und sie stehen für die Vielfalt der Bewegung.

Diskussionen und Dissenz

Doch gleichzeitig gibt es auch viele Diskussionen und Dissenz in der Wikimedia-Bewegung. Es geht um die Beziehungen untereinander, Verantwortlichkeiten und die Herausforderungen, vor denen diese Bewegung bestehend aus Foundation, Chaptern, Freiwilligenkommittees und Communites steht. Diese Diskussionen werden jedoch selten offen ausgetragen und genau so selten sind alle Beteiligten miteinbezogen. Außerdem gibt es kein gemeinsames Verständnis davon, was die Chapter eigentlich erreichen sollten, können oder wollen. Es wurde nie vereinbart, welche Aufgaben und Ziele sie konkret haben, noch welche Unterstützung sie brauchen. Und auch nicht, wer diese Unterstützung leisten soll.

Wir von Wikimedia Deutschland wollten deswegen herausfinden, was eigentlich hinter diesen sagenumwobenen „Chaptern“ steckt. Uns war es wichtig, dass die Bewegung eine fundierte Grundlage hat, um ihre zukünftigen Pläne und Entscheidungen auf ein solides Fundament zu stellen. Aus diesem Grund begann im Frühjahr 2013 ein Projekt, um die Bedürfnisse, Ziele und Geschichten der Chapter und ihrer Anspruchsgruppen („Stakeholder“) zu erfahren. Um den offenen und kommunikativen Charakter des Projektes hervorzuheben, haben wir es „Chapters Dialogue“ genannt.

Wie aus 94 Interviews eine „Landkarte der Wikimedia-Welt“ wurde


Von Anfang an war klar, dass dies ein Projekt qualitativer Forschung sein musste. Denn es ging hier vorrangig nicht um Zahlen, sondern eben darum, Geschichten, Eindrücke und Erfahrungen zu sammeln und diese miteinander zu verknüpfen – quasi eine „Landkarte der Wikimedia-Welt“ zu erstellen. Um dies zu erreichen, stellten wir im Juli 2013 Kira Krämer ein, eine Design-Thinking-Expertin, die diese Methodologie dem Chapters-Dialogue-Projekt entsprechend anpasste.

Von August 2013 bis Februar 2014 interviewte Kira insgesamt 94 Menschen des Wikiversums. Nicht nur Freiwillige und Angestellte der Wikimedia-Chapter, sondern auch die der Wikimedia Foundation, des Funds Dissemination Committees und des Affiliations Committees. Bei der Zusammenstellung und Zusammenfassung der Interviews arbeiteten wir die Schlüsselthemen heraus. Jedes Interview hatte für sich eine Bedeutung und stellte einen wichtigen Teil der Landkarte dar.

Erkenntnisse und Schlüsselfragen

Visual Recording der Präsentation bei der Wikimedia Conference
(Foto: Nicole Ebber, CC-by-sa-4.0, via Wikimedia Commons)

Die Erkenntnisse des Projektes betreffen einige der relevantesten Themenfelder der Bewegung. Es geht sehr viel um Rollen und Beziehung, um Erfahrungen und Entscheidungen der Vergangenheit, die die Bewegung zu der haben werden lassen, die sie heute ist. Diese Themenfelder sind

  • Leidenschaft für Wikimedia
  • Entdeckung von „Neuland“
  • Messung von Erfolg
  • Spenden sammeln und verteilen
  • Herausforderungen für Chapter
  • Gegenseitige Wahrnehmung von Chaptern und der Wikimedia Foundation
  • Entwicklung der Strukturen der Wikimedia-Bewegung
  • Das Organisationsmodell der Wikimedia-Bewegung

Das Projekt begann mit sehr vielen Fragen. Und mit den vielen Antworten der Interviewten kamen zahlreiche neue, spezifischere Fragen auf. Dieses Projekt endet daher auch nicht mit etwa mit Lösungen oder Vorschlägen  denn das wäre zum jetzigen Zeitpunkt fast schon verantwortungslos – sondern mit sechs Schlüsselfragen, die die Wikimedia-Bewegung angehen und bearbeiten muss.

  1. Was wollen wir als Wikimedia-Bewegung erreichen?
  2. Wie definieren wir Wirkung („Impact“) und Erfolg?
  3. Was ist die Rolle der Wikimedia Foundation?
  4. Wie wollen wir miteinander und untereinander kommunizieren?
  5. Wo kommt das Geld her und wohin wird es verteilt?
  6. Was ist der beste Organisationsmodell für die Wikimedia-Bewegung, um die gemeinsame Vision zu verwirklichen?

Ein Aspekt, der sich durch das ganze Projekt wie ein roter Faden zog, war der Mangel an gegenseitigem Einfühlungsvermögen (Empathie) bei allen Beteiligten. Der Wechsel von Perspektiven ist unerlässlich, um gerade „alte Wunden“ zu schließen und „olle Kammellen“ hinter sich zu lassen. Natürlich ist das einfacher gesagt als getan. Der detaillierte Abschlussbericht soll eine solide Grundlage für mögliche nächste Schritte bieten. Um Antworten auf die brennenden Fragen zu finden, ist es jedoch absolut notwendig, systematisch und strukturiert vorzugehen. Es geht vor allem darum, nicht weiter an vorhandenen Symptomen herumzudoktern, sondern die grundlegenden Ursachen anzugehen.

Gegenseitiges Verständnis allein ist die Vorbedingung für Wandel. Jetzt ist es an der Zeit, die Zukunft gemeinsam zu gestalten.

Der gesamte Projektbericht ist in einem Dossier im Meta-Wiki aufbereitet (englischsprachig). Ebenso gibt es diesen Bericht als pdf-Datei (1,24 MB) auf Wikimedia Commons. Außerdem gibt es einen Film zu dem Projekt, der seine Premiere auf der Wikimania in London feiert und später ebenfalls Wikimedia Commons verfügbar sein wird. Bei Fragen zum Projekt stehe ich, Nicole Ebber, unter nicole.ebber@wikimedia.de zur Verfügung, und bin auch bei der Wikimania – unter anderem bei meiner Session am Samstag (9. August) um 12:15 Uhr – und auch sonst ansprechbar.

by Nicole Ebber at August 05, 2014 08:13 PM

August 04, 2014

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Wikimedia Deutschland Blog

Monatsbericht Juli 2014

PROGRAMM FREIWILLIGE

Aufgrund der vielen geförderten Aktivitäten der Communitys im Juli steht im Monatsbericht nur eine kurze Übersicht. Ausführliche Informationen gibt es im gesonderten Blogbeitrag.

Fotoprojekte

Auch im Juli nahmen Ehrenamtliche wieder an Veranstaltungen aus den Bereichen Kultur, Sport und Politik teil um Freies Wissen zu generieren. Allein das Projekt Festivalsommer verzeichnete im Juli rund 30 Veranstaltungen. Weitere von Freiwilligen durchgeführte und von Wikimedia Deutschland geförderte Events waren:

01.07.: Besuch im Europaparlament, für Fotoaufnahmen des neu gewählten Parlaments und Absprachen über zukünftige Aktivitäten (siehe auch Wikipedians in European Parliament)

06.07.: Ironman Germany

07.07.: Pressetermin zur Filmpremiere der Dokumentation „Verräterkinder – Die Töchter und Söhne des Widerstands“ für Foto- und Filmaufnahmen von Regisseur und Zeitzeugen

16.–17. 07.: Fotoprojekt Bremische Bürgerschaft und Bremer Weserstadion

22.07.: Pressekonferenz zum 10. „Tag der Legenden“ mit Fußball-Profis wie Karl-Heinz-Körbel, Thomas von Heesen und Thomas Berthold, unter der Moderation von Lou Richter

Community-Räume und -Veranstaltungen

Nachdem bereits in Berlin und Köln Community-Räume existieren, beschäftigen sich derzeit auch die Communitys in Hamburg und Hannover mit der Einrichtung eines jeweils lokalen Wikipedia-Büros als Treffpunkt und regionale Anlaufstelle für Wikipedia-Aktive und andere Interessierte.

Die folgende Liste gibt einen Überblick über die von Wikimedia Deutschland geförderten Community-Veranstaltung im Juli:

02.07.: Women Edit

03.07.: Wikipedianischer Salon zum Thema Plagiate

05.–06.07.: Vorbereitungstreffen WikiCon

11.–13.07.: Jury-Sitzung des Fotowettbewerbs Wiki Loves Earth (siehe auch Blogbeitrag vom 24.07.)

12.07.: Sauerland-Treffen in der nordrhein-westfälischen Gemeinde Finnentrop

12. –13.07.: Wikimania-Vorbereitungsworkshop mit Lightning Talks, Vorträgen und Meet-Ups

16.07.: Mate-Edit-a-thon (spezieller Edit-a-thon zum Thema Mate)

18.–20.07.: Urheberrechtsworkshop für Wikipedianerinnen und Wikipedianer

19.–20.07.: Ausflug und Arbeitstreffen von Wikipedianerinnen und Wikipedianern in und um Kempten

26.07.: Projekttreffen des Wikipedia-Referentennetzwerks wiki:team zum Austausch über bisherige und Planung zukünftiger Aktivitäten

31.07.: Offenes Editieren

Toolserver

Nach der Abschaltung des Toolservers Ende Juni wurde eine zentrale Problem-Sammelstelle auf deutsch und englisch aufgesetzt.

Auf dieser Plattform konnten die von den Communitys am stärksten vermissten der noch nicht umgezogenen Tools ermittelt und Verantwortliche für Betreuung und Weiterentwicklung verwaister Tools gefunden werden. Auch das Auffinden defekter Weiterleitungen vom Toolserver nach Tool Labs und deren Korrektur wurde somit ermöglicht.

Weitere Communiy-Aktivitäten

Die Kooperation zwischen Wikipedia und dem Landtag von Mecklenburg-Vorpommern wurde mit einem Besuch im Schweriner Schloss am 2. Juli weiter ausgebaut. Auf der Agenda standen unter anderem die Erläuterung Freier Lizenzen und Möglichkeiten zur Beteiligung  an der Wikipedia, die Kandidatur des Schweriner Schlosses für die Welterbeliste der UNESCO und der Einsatz eines offenen Mediawikis.

Weitere Mitteilungen des Team Communitys

Ab sofort besteht offiziell die Möglichkeit Community-Veranstaltungen mit Bezug zu Wikimedia-Projekten wie der Wikipedia über die Stabsstelle Kommunikation bei Wikimedia Deutschland durch Anzeigen in Stadtmagazinen bekannt zu machen, um mehr Interessierte zu gewinnen. Alle Informationen dazu sind auf der entsprechenden Förderportal-Seite zu finden (siehe auch Blogbeitrag vom 22.07.).

Wiki-Dialog

Der Wiki-Dialog ist ein Gesprächs-Format innerhalb der Wikipedia, das Diskussionen in der Wikipedia strukturiert und lösungsorientiert begleitet. Der erste Wiki-Dialog zum Thema “Qualität”, initiiert durch den Benutzer Plani, nähert sich dem Ende und wird seine Ergebnisse bald in einem Kurierartikel der Community vorstellen. Derzeit werden weitere Wiki-Dialoge konzipiert. Wer sich an der Konzeption und/oder dem folgenden Wiki-Dialog beteiligen möchte, ist herzlich willkommen. Geplant sind Wiki-Dialoge zu den Themen “Nicht-administrative Konfliktbewältigung” und “Wie soll der Zedler-Preis 2015 stattfinden?”.

PROGRAMM INSTITUTIONEN

Coding da Vinci

Der 10-wöchige Kulturhackathon, welchen Wikimedia Deutschland zusammen mit der Open Knowledge Foundation, der Deutschen Digitalen Bibliothek und digiS – Servicecenter Digitalisierung veranstaltet hat, fand am 6. Juli im Jüdischen Museum Berlin seinen würdigen Abschluss. 180 interessierte Vertreterinnen und Vertreter aus Kulturinstitutionen, Presse und Hacker-Community fanden sich ein, um der Präsentation von insgesamt 17 neu entwickelten Projekten beizuwohnen. Insgesamt standen Datensets aus 16 Kulturinstitutionen zur Verfügung, die mit anderen frei lizenzierten Daten verknüpft werden konnten. Auf der Preisverleihung wurden fünf glückliche Gewinnerteams gekürt. Fotos gibt es auf Wikimedia Commons, alle entwickelten Anwendungen auf der Webseite von Coding da Vinci.

Mehr Infos auch im Blogbeitrag.

Digitale Kompetenzen

Am 23. Juni fand in der Wikimedia-Geschäftsstelle unter dem Titel “Datenschutz – Eine unterschätzte Digitale Kompetenz” die Auftaktveranstaltung zur Reihe Digitale Kompetenzen statt. Zu Gast waren Dr. Imke Sommer, Prof. Dr. Karsten Weber und Martin Müsgens, wir berichteten bereits an dieser Stelle über die Veranstaltung. Wir haben nun die wichtigsten Aussagen und Momente des Abends nochmal in einem kurzen Video zusammengefasst und auch kurze Interviews mit den Referierenden sowie Prof. Jürgen Friedrich, Präsidiumsmitglied bei Wikimedia Deutschland, geführt.

HIVE Berlin Lernnetzwerk

Das monatliche HIVE Berlin Meetup in der Wikimedia Geschäftsstelle stand unter dem Motto “Hive Berlin Meets OK-Festival 2014”. Aufgrund des in der gleichen Woche stattfindenden Open Knowledge Festivals waren viele internationale Gäste anwesend. Besonders interessant für das Berliner HIVE-Netzwerk war der Kurzvortrag von Matt Hannigan von Hive Pittsburgh, der über deren Aufbau und Arbeitsweise sprach. Daneben wurde auch die School of Open, die Open Coalition und die HacKidemia vorgestellt.

PROGRAMM RAHMENBEDINGUNGEN

OpenGLAM-Workshop

Im Rahmen des Open Knowledge Festivals fand bei Wikimedia Deutschland ein Workshop zum Thema freie Kulturdaten statt. Ziel des Treffens, an dem ca. 60 OpenGLAM-Interessierte (GLAM=galleries, libraries, archives, museums) teilnahmen, war die Gründung eines deutschsprachigen Netzwerks, dass sich mit Digitalisierung und Freiem Wissen im Kulturbereich auseinandersetzen möchte. Weitere Interessierte können sich gern auf der dafür ins Leben gerufenen Mailingliste eintragen.

Umsetzung der PSI-Richtlinie

Wikimedia Deutschland, OKFN (Open Kowledge Foundation) und andere Verbände haben in einer gemeinsamen Stellungnahme den Entwurf der Bundesregierung für ein neues Informationsweiterverarbeitungsgesetz kritisiert. Hauptkritikpunkt ist der Ansatz der Bundesregierung, die Richtlinie in der denkbar engsten Form umzusetzen und keine der in der Richtlinie gegebenen Möglichkeiten für ein Überschreiten der Mindestanforderungen zu nutzen. Die EU-Mitgliedsstaaten müssen die im Jahr 2013 geänderte PSI-Richtlinie bis Sommer 2015 in nationales Recht umsetzen.

3. Ausgabe Monsters of Law

Am 2. Juli fand die dritte Ausgabe der Vortragsreihe Monsters of Law statt, diesmal mit Dr. Ellen Euler von der Deutschen Digitalen Bibliothek als Referentin. Thema ihres Vortrages war der Konflikt zwischen Urheberrecht und dem Auftrag von Kultureinrichtungen für die Sammlung, Erschließung und Bewahrung von Kulturgut.

OER-Konferenz 2014

Die OERde14 (OER=Open Educational Resources) hat Anfang Juli ihr Programm veröffentlicht. Mit dabei sind zahlreiche internationale Referierende, unter anderem Michał Woźniak von der polnischen Free and Open Source Software Foundation sowie Per Brahm, der Gründer von Learnify, einer von der schwedischen Regierung bezahlten OER-Plattform. Daneben konnte WMDE für die OERde14 eine Reihe von Partner- und Unterstützerorganisationen gewinnen. Schirmherrin der Konferenz ist die Deutsche UNESCO Kommission. Partnerinnen sind die Medienanstalt Berlin-Brandenburg, die Technologiestiftung Berlin sowie der Deutsche Bildungsserver. Eine vollständige Liste der Medienpartnerinnen und Unterstützerinnen findet sich auf der Webseite der OER-Konferenz.

Bündnis Freie Bildung

Das Bündnis Freie Bildung hat für August 2014 zu einem ersten Treffen von Fachleuten zur Erstellung politischer Handlungsempfehlungen geladen. Bis Ende des Jahres soll sich die breit angelegte Gruppe auf Handlungsempfehlungen an die Politik einigen, um OER in Deutschland voran zu bringen.

Weiteres

Wikimedia-Salon: Das ABC des Freien Wissens, C=Crowdrock

Am 10. Juli fand in den Räumen von WMDE der inzwischen 3. Wikimedia-Salon: Das ABC des Freien Wissens statt, der sich mit offenen Systemen in der Musikbranche auseinandersetzte. Der künstlerische Beitrag stammte dieses Mal von Johannes Kreidler, der von seiner Aktion erzählte, die die unzeitgemäßen Regularien der GEMA verdeutlichte. Weitere Podiumsgäste waren Danny Bruder, Gründungsmitglied der alternativen Verwertungsgesellschaft C3S, Olaf Möller, Vorsitzender der Clubcommission und Christian von Borries, Komponist, Filmemacher und Künstler. Moderiert wurde die Runde von Andrea Goetzke u.a. von newthinking. Auch diese Veranstaltung wurde wieder visuell aufbereitet: Video und Fotos des Abends können auf der Webseite angesehen werden.

Datentankstelle auf Reise

Auf Einladung und auf dem Stand des Bundesinnenministeriums bei dem 2. Zukunftskongress Staat und Verwaltung konnte Wikimedia dem interessierten Publikum die Datentankstelle vorführen und über die Vorzüge Freier Lizenzen bei Inhalten des öffentlichen Sektors reden. Zu den Standbesuchern zählte auch die Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe, Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik.

Spenderumfrage

Im September 2013 hat das Fundraising die zweite große Spenderumfrage unter unseren Spendenen durchgeführt. Fast 1.000 Spenderinnen und Spender haben an der Online-Umfrage teilgenommen. Interessierten stehen die Ergebnisse der Umfrage und ausführliche Informationen online zur Verfügung.

Personelles

Seit 1. Juli 2014 unterstützt Eileen Miedtank das Office-Team.

Ebenfalls seit 1. Juli 2014 ist Jacob Warkotsch im Rahmen eines Praktikums Teil der Teams Software Entwicklung.

Auch die Stabsstelle Internationales hat zum 1. Juli 2014 mit Cornelius Kibelka  Verstärkung erhalten.

Philip Heltzel hat seine Tätigkeit als Werkstudent im Team Fundraising zum  31. Juli beendet.

by Tjane Hartenstein at August 04, 2014 12:09 PM

Liesel

US-Kreuze und andere Probleme

In der Wikipedia toben nun schon seit einigen Monaten bzw. Jahren die Kriege um die Markierung von Geburts- und Todesdatum (*/ †) und die Bezeichung us-amerikanisch/amerkanisch.

Die Standpunkte für beide Seiten sind weitgehend ausgetauscht und neue Argumente sind ganz selten noch zu erwarten.

Im Grunde handelt es sich um ein- und das selbe Problem. Auf der einen Seite stehen Autoren, die sich um die Inhalte und Gestaltung der Artikel gedanken gemacht haben und entsprechendes Fachwissen verfügen. Auf der anderen Seite stehen dann eher diejenigen, die eine Einheitlichkeit und Eindeutigkeit wollen.

Ohne jetzt bezüglich der einzelnen Argumente ins Detail gehen zu wollen, ist eine Lösung derzeit nicht in Sicht. Beide Seiten haben sich so sehr investiert, dass ein Zurückgehen, als Niederlage empfunden wird. Ja selbst ein irgendwie ausgehandelter Kompromiss würde als Niederlage angesehen werden.

Ich habe auch keine Lösung. Aber die Probleme sind symptomatisch für den derzeitigen Zustand der Wikipedia.
– eine Marginalität wird (auch mittels Störsockenpuppen) zur Eskalation gebracht
– eine nahezu unversöhnliche und kompromisslose Grundeinstellung alle Beteiligten
– das Unterschiedliche wird mehr betont als das Gemeinsame
– es ist wichtiger den “Feind” zu vernichten, als durch einen Kompromiss einen Autor für die Wikipedia zu erhalten

In diesem “Krieg” gibt es nur einen Verlierer, die Menschheit selbst.
Durch das Wegbleiben von Autoren, wird Wissen nicht der Wikipedia gespendet und damit nicht für die Menschheit frei verfügbar.


Einsortiert unter:Wikipedia Tagged: Dagger, Kreuz, US-amerikanisch, Wikipedia

by Liesel at August 04, 2014 11:18 AM

July 31, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 22/2014

Herzlichen Glückwunsch zur 22. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Dieser sommerliche Newsletter im Vorfeld der großen Wikimania in London wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 23/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:
* https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche und unter
* https://blog.wikimedia.de/tag/wikimediawoche/

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Wikimedia Foundation akzeptiert Bitcoin

Wie Lisa Gruwell, Leiterin der Fundraising-Abteilung der Wikimedia Foundation berichtet, akzeptiert die Stiftung auch die virtuelle Währung Bitcoin. Derweil gibt es in den Kommataren im Blog und auf der Mailingliste Diskussion über den Datenschutz der Bitcoin-Spenden, da keine anonymen Spenden möglich sind.

Agenda des Board-Meeting in London

Im Vorfeld der Wikimania findet traditionell ein Real-Life-Treffen des Board of Trustees der Wikimedia Foundation statt. Vorsitzender Jan-Barte de Vreede hat die Agenda des zweitägigen Treffens (6. und 7. August) veröffentlicht.

Best Practices zur Verwendung der Wikimedia-Logos durch Organisationen

Das Affiliations Committee hat eine Seite mit Best Practice-Beispielen für die Verwendung der Wikimedia-Logos durch Chapter, thematische Organisationen und Nutzergruppen veröffentlicht.

Zwei neue Nutzergruppen anerkannt

Das Affiliations Committee hat zwei neuen Nutzergruppen (User Groups) anerkannt, eine aus Ägypten („Egypt Wikimedians User Group“) und eine aus China („Wikimedia User Group China“) anerkannt.

Auswertung des Feedbacks zur Wikimedia Conference 2014

Wenke Storn, Leiterin des Veranstaltungsmanagements von Wikimedia Deutschland, hat die Feedback-Auswertung und die Finanzen zur Wikimedia Conference 2014 veröffentlicht.

Metrics Meeting der Wikimedia Foundation

Am 31. Juli fand das monatliche „Metrics-Meeting“ der Wikimedia Foundation statt, das auch live gestreamt wurde. Das Video ist inzwischen auf Youtube verfügbar. Themen waren die Entwicklung im mobilen Bereich, Neuerung beim VisualEditor und des Growth-Teams (das sich um mehr Nutzer im Allgemeinen bemüht) und ein Update des Grant-Teams.

Wikimania steht vor der Tür

Nächste Woche findet die Wikimania in London statt, die bisher größte Ausgabe ihrer Art. Das Programm hat nochmal ein großes Update erfahren.

Projekte und Initiativen

Auswertung und Analyse der britische Wikimedian-in-Residence-Programme

Daria Cybulska, Mitarbeiterin bei Wikimedia UK, hat eine ausführliche Analyse der britischen „Wikimedian-in-Residence“-Programme veröffentlicht

Baugeschichte.at mit Bildern von Wiki Loves Monuments

Die österreichische Datenbank baugeschichte.at verwendet neuerdings auch die Fotos des österreichischen Wiki Love Monuments-Wettbewerbs:

Wendy das Wiesel ist jetzt Mitglied im Board of Cuties

Wendy, das Maskottchen der Free Knowledge Advisory Group EU, ist zum Mitglied des Boards of Cuties der Wikimedia Cuteness Association ernannt worden. Wendy das Wiesel hat seinen Namen aus dem ursprünglichen Akronym der Gruppe: Wikimedia European Action System for Enthusiastic Lobbying (W.E.A.S.E.L.).

Program & Evaluation: Impact-Bericht 2013-14

Das Evaluationsteam der Wikimedia Foundation hatte am 28. Juli einen Hangout veranstaltet, um über die Ergebnisse des sog. „Impact Reports“ ihrer Förderungen im Finanzjahr 2013-14 zu berichten. Der Hangout ist inzwischen als Video auf Youtube hochgeladen worden, die Präsentation auf Wikimedia Commons.

Petition für Wikipedia Zero

Die Wikimedia Foundation hat eine Petition für ihre Programm „Wikipedia:Zero“ lanciert, bei dem es darum geht, Menschen kostenlosen (mobilen) Zugang zu Wikipedia zu ermöglichen. Bereits jetzt ist dies in einigen Ländern Afrikas und Asiens möglich.

Technik

Meinungsbild zum Medienbetrachter

In der deutschsprachigen Wikipedia findet derzeit ein Meinungsbild zur Abschaltung des Medienbetrachters („Mediaviewer“) statt.

Eine Lanze für den Medienbetrachter

Wikipedianer Benutzer:Raymond bloggt u.a. darüber, wie der Medienbetrachter bei der korrekten Nachnutzungen von Bildern helfen kann:

Wikipedia-App jetzt auch für iOS

Die vor kurzem erneuerte Wikipedia-App ist nun auch für Apples mobiles Betriebssystem iOS verfügbar. Für Android war die App bereits vor ein paar Wochen veröffentlicht worden.

Diskussionen

20 Dollar für Edit aus dem Repräsentantenhaus

Der Entwickler John Resig hatte 20 US-Dollar für eine karitative Einrichtung ausgelobt, wenn jemand aus dem Netzwerk des Repräsentantenhauses die Artikel „Reptilians“ (Reptilien) oder „New World Order“ (die Verschwörungstheorie Neue Weltordnung) bearbeitet und dies vom Twitter-Account @congressedits registriert wird. Die 20 US-Dollar sind inzwischen gespendet.

 

by Cornelius Kibelka at July 31, 2014 09:15 PM

July 30, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im Juli 2014

Ambitionierte Freiwillige entwickeln und realisieren fortdauernd Ideen und Projekte zur Schaffung freier Inhalte. Bei einem Teil dieser Aktivitäten ist es Wikimedia Deutschland möglich, ihnen finanzielle und organisatorische Unterstützung zukommen zu lassen. Alleine bei den von WMDE geförderten Projekten sind die Communitys allerdings dermaßen aktiv, dass eine ausreichende Würdigung all ihrer Tätigkeiten den Umfang des Monatsberichts von Wikimedia Deutschland sprengen würde. Wir stellen daher, ergänzend zum Monatsbericht, an dieser Stelle jene Projekte vor, die im Juli 2014 dank dem Engagement von Freiwilligen und mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland stattgefunden haben.

Fotoprojekte

Weserstadion, Foto: CC-BY-SA 3.0

Gleich zu Beginn des Monats statteten Wikipedianer dem Europaparlament einen Besuch ab, um Bilder des neu gewählten Parlaments zu schießen und Absprachen über zukünftige Aktivitäten zu treffen. (siehe auch Wikipedians in European Parliament)

Weitere Aufnahmen aus dem Politikbereich entstanden am 16. und 17. Juli in der Bremischen Bürgerschaft, dem Landesparlament der Freien Hansestadt Bremen. Bei der Gelegenheit konnten neben den Bildern der Parlamentarier auch Bilder des Bremer Weserstadions aufgenommen werden; womit wir bereits bei der Kategorie Sport wären. Auch in diesem Bereich darf Wikimedia Deutschland Monat für Monat freiwillige Fotografen beim Besuch diverser Sportereignisse unterstützen. So wurden von Olaf Kosinsky im Juli freie Bilder des diesjährigen Triathlon-Langstreckenwettbewerbs Ironman Germany aufgenommen und bei Wikimedia Commons eingestellt.

Festivalsommer, Foto: Carstor, CC-BY-SA 3.0

Der erfolgreiche Festivalsommer hat in diesen Wochen Hochsaison und erreichte im Juli einen Meilenstein von 25.000 hochgeladenen Bildern (siehe Wikipedia-Kurier). Um die sage und schreibe 30 Veranstaltungen stehen für diesen Monat insgesamt auf der Liste der Festival-Fotografen. Die einzelnen Events können dem Festivalplan entnommen werden. Bildergebnisse werden zudem auf einer Übersichtsseite gesammelt. Gleich fünf Wochenenden in Folge war Huhu Uet für den Festivalsommer unterwegs, um freies Bildmaterial von Bands und Musikern einzufangen und über das Medienarchiv Commons bereit zu stellen. Im Juli nahm er Fotos zahlreicher Gruppen auf dem Deichpiraten Festival, dem Black Way Open Air, dem Langeln Open Air und dem Headbangers Open Air auf. Der Festivalsommer wird mit der Bereitstellung von Technik und Reisekostenerstattungen von Wikimedia Deutschland unterstützt.

Zwei Pressetermine wurden in diesem Monat zudem mit einer Förderung von Wikimedia Deutschland besucht. Am 7. Juli nutzte ein Wikipedianer die Gelegenheit der Filmpremiere der Dokumentation „Verräterkinder – Die Töchter und Söhne des Widerstands“ für Foto- und Filmaufnahmen von Regisseur und Zeitzeugen. Ferner besuchte er am 22. Juli die Pressekonferenz zum 10. „Tag der Legenden“ mit Fußball-Profis wie Karl-Heinz-Körbel, Thomas von Heesen und Thomas Berthold, unter der Moderation von Lou Richter.

Community-Räume und -Veranstaltungen

Aktive aus der Hamburger Community planen derzeit die Einrichtung eines lokalen Wikipedia-Büros. Regelmäßige Veranstaltungen sind bereits in Planung. Außerdem arbeitet die Hannoveraner Community an der Idee eines dortigen Wikipedia-Büros, das sowohl erfahrenen und neuen Wikipedianerinnen und Wikipedianern als auch allen anderen Interessierten als dauerhafter Wikipedia-Treffpunkt und regionale Anlaufstelle zur Verfügung stehen soll.

Zu Women edit kamen in diesem Monat neun Frauen – darunter drei Neuautorinnen – im Berliner Community-Raum zusammen, um gemeinsam die Wikipedia zu bearbeiten. Das Alter der Teilnehmerinnen reichte von 20 bis 70 Jahren, womit fast jede Generation vertreten war. Das neue Portal mit Tipps für Wikiwomen die Veranstaltungen anbieten wollen, wurde um zahlreiche Informationen ausgebaut. Women edit findet immer am ersten Mittwoch eines Monats statt und möchte Frauen dazu ermuntern, sich aktiv an den Wikimediaprojekten zu beteiligen.

Wikipedianischer Salon, Foto: Frank schubert, CC-BY-SA 3.0

Der Wikipedianische Salon erreichte am 3. Juli auch live und in Farbe die Zuschauer an den Streaming-Empfangsgeräten zu Hause oder unterwegs. Die Gastgeber Andreas Paul und Michael Schlesinger behandelten diesmal das Thema Plagiate. Mit auf dem Podium saß Frau Prof. Dr. Debora Weber-Wulff. Sie ist seit 2004 als Wikipedianerin aktiv, und arbeitete unter anderem im GuttenPlag-Wiki und im VroniPlag-Wiki. Die Aufzeichnung der Veranstaltung ist online abrufbar.

Vom 11.–13. Juli fand die Jury-Sitzung des Fotowettbewerbs Wiki Loves Earth statt. Wikimedia Deutschland übernahm die Reisekosten der Juroren und spendete 1000 Euro für Sachpreise. Die Top 100 des Fotowettbewerbs ist hier zu finden. (siehe auch Blogbeitrag vom 24.07.)

Mit großen Schritten steuert die Community auf die diesjährige WikiCon zu, die vom 3. bis 5. Oktober in Köln stattfinden wird. Zur Planung und Organisation des Events fand am ersten Juli-Wochenende ein weiteres Vorbereitungstreffen statt. Doch natürlich finden neben der jährlichen überregionalen Konferenz auch zahlreiche kleinere lokale Wikipedianertreffen statt. So lud der Sauerland-Stammtisch beispielsweise am 12. Juli zu einem Ausflug in die nordrhein-westfälischen Gemeinde Finnentrop. Um das Treffen entstanden zahlreiche Fotos historischer Bauwerke und Exponate des Heimatmuseums Schönholthausen, sowie Artikel-Neuanlagen und Ausbauarbeiten. Die Ergebnisse sind auf der Stammtischseite dokumentiert.

Vom 8. bis 10. August wird in London die Wikimania 2014 stattfinden. Zur Vorbereitung und zum gemeinsamen Kennenlernen der Teilnehmenden bot Wikimedia Deutschland am 12. und 13. Juli einen Vorbereitungstreffen an. Das Programm setzte sich aus Workshops, Lightning Talks, Vorträgen und Meet-Ups zusammen. Behandelt wurden unter anderem die Strukturen des Wikimedia-Movements und die interessantesten Programmpunkte der Wikimania. Außerdem bereiteten die Teilnehmenden des Workshops die gezielte Vernetzung mit anderen aktiven Wikimania-Besucherinnen und Besuchern vor. Als besonderer Gast war Stuart Prior vom Wikimania-Organisationsteam anwesend. Alle für die deutschsprachige Community relevanten Informationen zur Wikimania, sind nun auf einer neugestalteten Online-Präsenz zu finden.

Mate, Foto: André Karwath aka Aka, CC-BY-SA 2.5

Ein sehr spezieller Edit-a-thon fand am 16. Julie im Berliner Community-Raum statt: Freundinnen und Kenner des vielseitig nutzbaren Mate-Strauchs trafen sich, um gemeinsam Fotos der Pflanze oder der daraus gewonnenen Produkte hochzuladen, Artikel zum Thema auszubauen, fachliche Korrekturen vorzunehmen, Neuautorinnen und -Autoren in die Wikipedia einzuführen und natürlich zur gemeinsamen Verköstigung. Weitere offene Mate-Edit-a-thons sind bereits angedacht.

18.–20. Juli fand erstmals ein Urheberrechtsworkshop für Wikipedianerinnen und Wikipedianer statt. Zielgruppe waren in erster Linie all diejenigen, die bei der Beantwortung von Urheberrechtsfragenoder bei Dateiüberprüfung helfen, Freiwillige aus dem Support-Team und Commons-Mitarbeiter. zu den Schwerpunktthemen gehörten unter anderem der Umgang mit Werken der angewandten Kunst, amtlichen Werken und Musikrechte.

Am gleichen Wochenende, vom 19. bis 20. Juli, trafen sich Wikipedianerinnen und Wikipedianer zu einem zweitägigen Ausflug und Arbeitstreffen in und um Kempten. Alle Ergebnisse des Treffens werden auf der Seite des Stammtisch Kempten und Allgäu gesammelt, darunter mehrere Bilder und Artikel.

Im Lokal K fand am 26. Juli ein Projekttreffen des Wikipedia-Referentennetzwerks wiki:team zum Austausch über bisherige und Planung zukünftiger Aktivitäten statt. Außerdem veranstaltet die Kölner Community im Lokal K wöchentlich das Open door/Offenes Editier-Treffen, das nachmittags beginnt und sich bis in den späten Abend zieht.

Das nächste Offene Editieren in Berlin findet am 31. Juli von 19.00 bis 22.00 Uhr am Tempelhofer Ufer 23/24 statt. Vorher gibt es ein Public Viewing des halbstündigen Dokumentarfilms Wikimania 2013 in Hong Kong.

Toolserver-Umzug

Nach der Abschaltung des Toolservers Ende Juni wurde eine zentrale Problem-Sammelstelle auf deutsch und englisch aufgesetzt.

Auf dieser Plattform konnten die von der Community am stärksten vermissten der noch nicht umgezogenen Tool ermittelt und Verantwortliche für Betreuung und Weiterentwicklung verwaister Tools gefunden werden. Auch das Auffinden defekter Weiterleitungen vom Toolserver nach Tool Labs und deren Korrektur wurde somit ermöglicht.

Weitere Communiy-Aktivitäten

Die Kooperation zwischen Wikipedia und dem Landtag von Mecklenburg-Vorpommern wurde mit einem Besuch im Schweriner Schloss am 2. Juli weiter ausgebaut. Auf der Agenda standen unter anderem die Erläuterung der Freien Lizenzen und Mitarbeitsmöglichkeiten in der Wikipedia, die Kandidatur des Schweriner Schlosses für die Welterbeliste der UNESCO und der Einsatz eines offenen Mediawikis.

Weitere Mitteilungen des Team Communitys

Ab sofort besteht offiziell die Möglichkeit Community-Veranstaltungen mit Bezug zu denWikimedia-Projekten wie der Wikipedia überdie Stabstelle Kommunikation bei Wikimedia Deutschland über Anzeigen in Stadtmagazinen bekannt zu machen, um mehr Interessierte zu gewinnen. Alle Informationen dazu sind auf der entsprechenden Förderportal-Seite zu finden. (siehe auch Blogbeitrag vom 22. Juli)

by Nicolas Rück at July 30, 2014 10:00 AM

Liesel

Das Märchen vom Autohersteller

Es war einmal Mitte 1980er Jahre eine kleine Autowerkstatt in einem Berliner Hinterhof. Die Geschäfte gingen ihren gewohnten Gang und es reichte gerade so zum überleben. Meist gab es irgendwelche Basteleien an alten Autos oder mal ein paar Umbauten oder ein wenig Tuning für ein paar betuchtere Kunden.

Da der Chef sich immer wieder nach neuen Geschäftsfelder umsah, fiel sein Blick auf die entstehende Kitcar-Szene in Deutschland. Was in England schon seit Jahren in der Mode war, schwappte jetzt auch auf den Kontinent. Es hörte sich ja gut an, einen Autobausatz z. B. für einen AC Cobra-Nachbau bestellen, zusammenbauen und fahren. Also bot der findige Unternehmer ein solches Auto an. Dabei griff er auf einen Bausatz aus England zurück und bot auch den Zusammenbau an um seinen Kunden den Selberbau zu ersparen.

Nur leider hatten auch andere diese Idee und es wurde kein Verkaufskracher. Also schaute er sich erneut um und fand einen Bausatz für einen kleinen zwei- und später auch viersitzigen Roadster von der britischen Firma Pilgrim. Als Besitzer einer Autowerkstatt war es für ihn kein Problem so ein Auto zusammenzubauen und auch entsprechend den deutschen Zulassungsvorraussetzungen zur Zulassung zu bringen. Ein kleiner Test auf einem TÜV-Prüfstand ergab dann sogar eine sagenhafte Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h.

Leider war ihm auch damit kein Erfolg gekönnt. Das Auto das Chefs war das einzige welches die Werkstatt aus gekauften Bausätzen zusammensetze. Irgendwann Anfang der 1990er Jahre wurde dann die Werkstatt dichtgemacht. Der Chef des Ganzen wandte sich dann der Luftfahrtbranche zu und begann Flugzeuge von und nach Nordamerika zu überführen.

Aber ihm sollte noch die Adelung zum Autohersteller bevorstehen. Durch seine Presseaussendungen an verschiedenen einschlägigen Zeitschriften und Katalogen wurden die Herausgeber einer Auto-Enzyklopädie auf ihn aufmerksam und vermerkten ihn in ihrer Datensammlung. Und weitere 25 Jahre wurde die kleine Autowerkstatt die mal ein paar aus England erworbene Autobausätze zusammenschrauben wollte von der Wikipedia zum Automobilhersteller deklariert. Und wenn der Artikel nicht gelöscht wird, dann bleibt das so bis zum Ende aller Tage.

Übereinstimmungen mit lebenden und toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.


Einsortiert unter:Autos, Wikipedia Tagged: Berlin, Kitcar, Wikipedia

by Liesel at July 30, 2014 08:44 AM

July 29, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

Wikidata als Spiel: Freies Wissen verbessern in der Mittagspause

Es gibt Inhaltsbefreiungsaktionen, die dauern ein bisschen länger. Einen guten oder gar exzellenten Artikel für Wikipedia zu verfassen geht nicht mal eben in ein paar Minuten, die Geodaten des Himmels über Berlin befreien sich auch nicht von selbst, sondern erst nach monatelangem politischem Engagement. Wie schön wäre es, wenn es zwischen all den aufwändigen Arbeiten für die Verbesserung Freien Wissens auch einen kleinen Snack zwischendurch gäbe. Ein bisschen spielerisches Klicken, um die Welt mit nachnutzbaren strukturierten Daten zu einem besseren Ort zu machen. Magnus Manske hat mit seinem Wikidata-Game genau so einen Anlaufpunkt im Netz geschaffen, um zwischen dem Warten auf die Kaffeemaschine oder an der Bushaltestelle ein bisschen mit der Laubharke durch den Garten des Freien Wissens zu gehen und sich dann wieder um andere Dinge zu kümmern.


Wikidata – The game! ist eine Sammlung von kleinen Aufgaben für Wikidata. Wikidata ist ein komplexer Datenfundus mit einigen ziemlich ausgeklügelten Funktionen. In vielen Fällen können allerdings abzuarbeitende Aufgaben von Programmen erahnt werden und brauchen dann „nur noch“ ein bisschen menschliche Hilfe, um die Aufgabe abzuschliessen oder zu verwerfen. Eine Person ist in Wikidata eingetragen, aber ihr Geschlecht wurde nicht vermerkt? Der Beruf zu einem enzyklopädisch relevantem Menschen fehlt, aber im zugehörigen Wikipedia-Artikel wird dieser als Autor oder Schauspielerin bezeichnet? Zwei Wissensgegenstände in Wikidata scheinen sich zu überschneiden und können zu einem zusammengefasst werden? Mit einem einfachen Klick können solche und ähnliche Gartenarbeiten in Wikidata schnell ausgeführt werden. Dabei sammelt man Punkte. Das Prinzip dahinter nennt sich „Gamification“ — aus Ernst wird Spiel. Und nebenbei wird die Datenbasis von Wikidata konsistenter.

„Derzeit ist Wikidata mein Lieblingsprojekt. Das boomt einfach“, sagt Magnus Manske, der auch für eine der ersten Versionen von MediaWiki verantwortlich ist. Mit Begeisterung hat er sich von Anfang an am Datenfundus für strukturierte Daten in Wikimedia-Projekten beteiligt und etliche Tools geschrieben, um die Arbeit dort zu vereinfachen oder die Potenziale der Datenbank mit beeindruckenden Visualisierungen aufzuzeigen. „Auf dem Hackathon in Zürich gab es die Idee, Gamification in Wikidata einzusetzen. Ich habe mich sofort hingesetzt und
etwas programmiert, das geht bei mir nach vielen Jahren MediaWiki-Erfahrung sehr schnell, oft in wenigen Stunden. Tools schreibe ich sehr schnell, meist haben sie dann einen bestimmten Zweck, den sie auch ganz gut erfüllen. Klar, hochsolide Enterprise-Software braucht mehr Zeit, aber ich bringe lieber Sachen schnell in die Community.”

Und für manche ist das Wikidata-Spiel auch der Einstieg in das Editieren von Wikidata. Anstatt Entity- und Propertynummern nachschlagen zu müssen, kann hier gleich losgelegt werden. „Über 1000 Edits habe ich jetzt auf Wikidata — alles durch das Spiel!“ schrieb ein begeisteter Nutzer an Magnus. Die Kombination von künstlicher Intelligenz und menschlicher Kompetenz, verpackt mit einer Jagd nach Highscores zündet einfach. Trotzdem: Das Wikidata-Game ist mehr als nur eine Klickbeschäftigung, sorgfältiges Prüfen ist immer angesagt. Zu schnelle Klicks helfen nicht, um die Datenbasis zu verbessern. „Problematisch war vielleicht das Merge-Game. Die Seite Requests for deletion war dadurch regelmäßig überfüllt.“

Das Spiel hat viele Fans, nur wenige rümpfen die Nase, dass hier Punkte gesammelt werden beim Aufräumen der Datenbank: „Die meisten sind von der Gamification begeistert. Wem das nicht zusagt — nun, es gibt ja auch noch andere Wege, um Wikidata zu editieren.“

Magnus Manske wird sicher nicht aufhören, neue Spiele hinzuzufügen und das Wikidata-Game ständig zu verbessern. Seine anderen Tools für Wikidata laufen alle problemlos, aber im Moment nimmt das Game bei ihm die meiste Zeit als freiwilliger Entwickler ein: „Ich würde mir wünschen, dass vielleicht auch einige Tools von Wikimedia und den angestellten Entwicklerinnen und Entwicklern übernommen und gepflegt werden.“

Das Wikidata-Game ist unter https://tools.wmflabs.org/wikidata-game/# zu finden, der Einlog-Prozess läuft über OAuth und wird beim ersten Besuch der Seite erklärt. Mit nur wenigen hundert Spielerinnen und Spielern ist der Highscore zur Zeit noch durchaus zu knacken…

by Jens Ohlig at July 29, 2014 12:33 PM

July 28, 2014

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Videos für Wikipedia-Artikel

"Über 1,7 Millionen Artikel umfasst die deutschsprachige Wikipedia. Videos enthalten die wenigsten. Und das, obwohl bewegte Bilder oft viel anschaulicher sind als reine Text-Einträge. „Videos für Wikipedia-Artikel“ (VWA) möchte das ändern – mit Workshops und einem Video-Wettbewerb zum Leitthema des Wissenschaftsjahres 2014 : „Digitale Gesellschaft“.
Dafür braucht VWA Dich!"

http://projekt-wikivideo.de

by SW at July 28, 2014 08:16 PM

July 27, 2014

Elya & Raymond

Eine Lanze für den Medienbetrachter

Seit einigen Wochen gibt es den neu entwickelten Medienbetrachter in der Wikipedia. Beim Klick auf ein Bild in einem Wikipedia-Artikel wird das Bild groß vor schwarzem Hintergrund dargestellt, unten hereinscrollend finden sich die wichtigsten Informationen. Mit persönlich gefällt der Medienbetrachter, obwohl noch Luft nach oben im Design ist. Insbesondere bei vielen Bildern in einer Commons-Kategorie […]

by raymond at July 27, 2014 08:59 AM

July 25, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

OpenGLAM-Arbeitsgruppe – Worum geht es und wie kann ich mitmachen?

Am 15. Juli, zum Start des OKFestivals, fand bei Wikimedia Deutschland ein OpenGLAM-Workshop statt (siehe auch Bericht vom 14. Juli). Wikimedia Deutschland, die Open Knowledge Foundation Deutschland und das Projekt DM2E luden Interessierte ein, einen Überblick zum Stand der Offenheit von Kulturdaten im deutschsprachigen Raum zu gewinnen. Was offene Kulturdaten sind, kann hier nachgelesen werden. Das Interesse an der Veranstaltung war groß, deutlich mehr Leute als erwartet kamen und tauschten sich angeregt über ihre Erfahrungen aus, auch im internationalen Bereich.

Inputs kamen von:

  • Volles Haus beim OpenGLAM-Workshop. Foto: Lilli Iliev (WMDE), CC-BY-SA-4.0

    Lieke Ploeger, Open Knowledge Foundation. Lieke erklärte, was Open GLAM bedeutet und welche Gruppen es bereits gibt, die über die Vorteile der Öffnung von Kulturdaten informieren.

  • Joris Pekel, Europeana, erläutere am Beispiel des Rijksmuseums, warum die Freigabe von Bildern in hoher Auflösung für Museen von Vorteil sein kann.
  • Stephan Bartholmei, Deutsche Digitale Bibliothek, redete über die häufigsten Schwierigkeiten, mit denen er bei der Öffnung von Kulturdaten konfrontiert ist.
  • Lydia Pintscher, Wikidata, WMDE, präsentierte die Möglichkeiten, die Wikidata bezüglicher offener Kulturdaten bietet.
  • Helene Hahn, OKF DE, zeigte am Beispiel des Kultur-Hackathons Coding da Vinci, wie Institutionen bereits Datensätze freigeben.
  • Daniel Mietchen stellte GLAM-Wiki-Kooperationen in der Wissenschaft vor.

Ziel der Veranstaltung war es, den Startschuss für eine deutsche OpenGLAM-Arbeitsgruppe zu geben. Darüber, wie solche Arbeitsgruppen funktionieren, was gut läuft und was vermieden werden sollte, konnten Beat Estermann und Sanna Marttila Auskunft geben. Beat gründete die OpenGLAM Switzerland-Arbeitsgruppe, Sanna die OpenGLAM-Gruppe Finnland und beide hatten Tipps für gutes Gelingen dabei.

Nächste Schritte

Interessierte können sich ab sofort in die neue OpenGLAM-Mailingliste eintragen. Hier wird über die nächsten Treffen und erste Ideen zu gemeinsamen Initiativen und Projekten der Arbeitsgruppe informiert. Auch werden hier Einladungen zu interessanten Veranstaltungen und Hinweise zu Neuigkeiten rund um offene Kulturdaten zu finden sein.

Weiterführende Links:

Alle Vortragsfolien finden sich im Blogbeitrag “Starting the OpenGLAM local group for Germany” von Lieke Ploeger.

Stephan Bartholmei – Deutsche Digitale Bibliothek

by Lilli Iliev at July 25, 2014 05:09 PM

Wikimedia:Woche 21/2014

Herzlichen Glückwunsch zur 21. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Dieser sommerliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 21/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Jahresplan 2014/15 der Wikimedia Foundation

Die Wikimedia Foundation, deren Geschäftsjahr von Juli bis Juni geht, hat ihren neuen Jahresplan für 2014-15 veröffentlicht. Schwerpunkte bleibt der technische Ausbau und Entwicklung der Wikimedia-Projekte. Die Nicole Ebber von Wikimedia Deutschland hat einen deutschsprachige Zusammenfassung des Plans im WMDE-Blog veröffentlicht.

Berechtigungen für Jahresplanförderungen des FDC

Die Wikimedia Foundation hat eine Liste der Wikimedia-Organisationen veröffentlicht, die berechtigt sind an der nächsten Runde der Jahresplanförderungen des Funds Dissemination Committees (FDC) teilzunehmen. Die drei Chapter Wikimedia Deutschland, Wikimedia Schweiz und Wikimedia Österreich haben ohne Einschränkung die Berechtigung erhalten. Elf weitere Organisationen müssen teilweise noch Berichte nachlegen, um ebenfalls berechtigt zu sein.

Wikimedia Italien und Wikimedia Foundation gewinnen Rechtsstreit gegen Politiker

Seit vier Jahren befand sich Wikimedia Italien in einem Rechtsstreit mit dem Politiker Antonio Angelucci, der sich auf zwei Seiten in der italienischsprachigen Wikipedia diffamiert fühlte. Er verklagte darauf erst Wikimedia Italien und daraufhin die Foundation auf 20 Millionen Euro Schadensersatz. Das römische Zivilgericht wies die Klage ab.

Spendenden-Umfrage von Wikimedia Deutschland

Wikimedia Deutschland hat die Ergebnisse der Spender-Umfrage 2013 veröffentlicht.

Projekte und Initiativen

Wieso GLAM-Institutionen ihr Material hochladen sollten

Lyam Wiatt, der bei der europäischen „virtuellen Bibliothek“ Europeana als GLAM-Wiki-Koordinator arbeitet, hat in einem Blogbeitrag beschrieben, welche Vorteile es GLAM-Institutionen bringt ihr Material über die Wikimedia-Projekte zur freien Verfügung zu stellen.

Wikimania Videos I

„Vor der Wikimania ist nach der Wikimania.“ Rechtzeitig bevor die nächste Wikimania in zwei Wochen beginnt, hat Wikimedia Deutschland zwei Videos der letztjährigen Wikimania veröffentlicht. Auf der letzten Wikimania in Hong Kong standen Freiwilligen sogenannte „Flip-cams“ (Kleinhandvideokameras) zur Verfügung, mit denen sie andere Teilnehmende der Konferenz interviewen konnten. Daraus ist eine dreiminütige Video-Collage entstanden, welch die Vielfalt der Konferenzteilnehmenden gut widerspiegelt. Für Menschen und Eichhörnchen mit kürzeren Aufmerksamkeitsspannen gibt es auch eine 1-Minuten-Version des Videos.

Wikimania Videos II

Neben Wikimedia Deutschland hat auch Victor Griegas der Wikimedia Foundation, der dort als sogenannter „story teller“ arbeitet und versucht Geschichten und Eindrücke der zahlreichen Freiwilligen aufzunehmen, sein Video der Wikimania 2013 veröffentlicht. Den Hintergrund zum Video erzählt Victor in einem Blogbeitrag im Foundation-Blog.

Videos unter freier Lizenz in HD

Auf der Seite Mazwai.com gibt es inzwischen über 75 Videos in hoher Qualität unter der CC BY 3.0-Lizenz. Die Videos können gezippt in den Formaten WebM und MP4 von der Seite heruntergeladen. Neben einigen Videos mit sehr künstlerischem Anspruch sind auch durchaus Videos für die Wikipedia (und ihre Schwesterprojekte) dabei. Gute Internet-Verbindung und eine aktuelle Version des genutzten Browsers empfehlen sich.

AdaCamp kommt nach Berlin!
Save the date: Am 11. und 12. Oktober findet in den Berliner Räumen von Wikimedia Deutschland das sogenannte „AdaCamp“ statt. Das Camp ist eine Konferenz, der es vor allem darum geht die Beteiligung von Frauen bei in den Bereichen offener Technologie und Kultur zu erhöhen. Es werden Stipendien für die Teilnahme vergeben.

Digitale Kompetenzen

Am 23. Juni begann im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2014 die Veranstaltungsreihe “Digitale Kompetenzen“ von Wikimedia Deutschland, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Der Auftakt der Reihe befasste sich mit dem Thema “Datenschutz – Eine unterschätzte digitale Kompetenz?”. Prof. Dr. Karsten Weber von der TU Cottbus, Dr. Imke Sommer, Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit der Stadt Bremen und Martin Müsgens, Referent der EU Initiative klicksafe diskutierten das Thema auf wissenschaftlicher, juristischer und praktischer Ebene. Ein zusammenfassendes Video der Veranstaltung ist nun auf vimeo verfügbar.

Technik

Änderungen Vorschaubilder

Im Rahmen eines neuen Sofware-Updates gibt Änderung bei der Darstellung der Thumbnail-Bilder (der Vorschaubilder, in den Artikeln). Bisher hatten diesen einen durchgehenden Rahmen bzw. Rand, dieser fällt nun weg.

Kurzinterview mit Brandon Harris zu „Winter“
Bereits letzte Woche brachten wir den Link zum Design-Prototypen „Winter“ des WMF-Entwicklers Brandon Harris. Dem mexikanischen Wikimedia Iván Martínez hat dieser nun ein Kurzinterview gegeben, zu lesen ist es auf fayerwayer.com (auf Spanisch). Dabei geht es vor allem um die Motivation und das Ansinnen hinter dem Design-Prototypen.

Diskussion

Edits der russischen Regierung

In der letzten Wochen berichteten wir über die verschiedenen inzwischen entstanden Twitter-Accounts, die anonyme Änderungen in den Wikimedia-Projekten von IP-Adressen verschiedener Regierungen der Welt mitprotokollieren. Im Rahmen dessen hat der norwegische Aktivist eine Liste aller (anonymer) Änderungen von IP-Adressen der russischen Regierung und ihrer untergeordneten Behörden und Unternehmen veröffentlicht. Die Qualität (und politische Tendenz) der Edits ist teilweise sehr divers. Mehrere Medien griffen das Thema auf, unter anderem auch das Blogger-Netzwerk GlobalVoices.

Termine

WMF metrics and activities meeting am 31. Juli 20 Uhr

Das monatliche live gestraemte Metrics and Activities Meeting der Wikimedia Foundation wird am 31. Juli um 20 Uhr MESZ (6PM UTC) stattfinden.

by Cornelius Kibelka at July 25, 2014 10:58 AM

July 24, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

Spender-Umfrage 2013 – die Ergebnisse

Vor drei Jahren stellten wir fest: Der Spendende von Wikimedia – wichtiges Element des Wikiversums – ist eine Art unbekannte Spezies. Abhilfe schuf eine repräsentative Umfrage unter unseren Unterstützern mit spannenden Ergebnissen. Doch seither ist viel passiert. Um im Bild zu bleiben: Die Population ist stark gewachsen. Zwei Spendenkampagnen weiter ist die Zahl der Förderer von Freiem Wissen um mehrere Hunderttausend angewachsen – was die Frage nach der Aktualität der Ergebnisse der letzten Umfrage aufwirft. Konnten neue Zielgruppen erreicht werden, so dass “der typische Spendende” von heute ein Anderer ist? Zur Prüfung möglicher Veränderungen, aber auch zur Beantwortung neuer Fragestellungen führte Wikimedia Deutschland im letzen Jahr die zweite große Spender-Umfrage durch. Die Ergebnisse liegen jetzt vor.

Knapp eintausend von den rund dreitausend eingeladenen Unterstützern beteiligten sich an der Online-Umfrage. Erneut zeigt die hohe Teilnahmequote von 28 Prozent die hohe Unterstützungsbereitschaft unserer Spendenden. Thematisch interessierten uns Fragestellungen rund um die Wikipedia-Nutzung der Spendenden, ihre Informationsinteressen zu Wikimedia Deutschland und ihre Einstellung zu den Tätigkeitsbereichen des Vereins. Ein weiterer Fokus lag auf Aspekten, die für die Arbeit im Fundraising praktisch relevant sind, etwa rund um Mitgliedschaft und Zuwendungsbescheinigungen.

Demographisch stellten wir trotz des Zuwachses der Unterstützerschaft praktisch keine Veränderungen gegenüber den Ergebnissen aus 2011 fest. Es sind überwiegend männliche Spendende, die sich engagieren. Nur 17 Prozent der Befragten gaben an, weiblich zu sein. Mit 52 Jahren liegt das Durchschnittsalter nur vier Jahre über den Ergebnissen der letzten Befragung. Unveränderte Merkmale sind ebenso ein überdurchschnittliches Einkommen und ein hohes Bildungsniveau mit auffallend großem Anteil an Promovierten.

Auch hinsichtlich der Nutzung von Wikipedia können wir feststellen, dass sich das typische Verhaltensbild der Spendenden nicht verändert hat: Sie besuchen Wikipedia sehr viel häufiger als der durchschnittliche Leser, wie der Vergleich mit den Ergebnissen der ARD/ZDF-Onlinestudie zeigt. Auch trägt ein höherer Prozentsatz Inhalte zur Freien Enzyklopädie bei. Angesichts des Aktivitätsausmaßes kann man aber kaum Wikipedianer unter den Spendenden finden. Es sind somit größtenteils die Dauerleser und sporadisch aktiven Nutzer, die die Enzyklopädie finanziell erhalten.

Neben der Bewertung verschiedener Qualitätsaspekte der Wikipedia (durchschnittlich gut) und Erfassung der Tätigkeiten bei aktiver Beteiligung (hauptsächlich Ergänzen von Informationen und Korrigieren von Rechtschreibfehlern) wollten wir dieses Mal wissen, was die Spendenden davon abhält, den Button zum Bearbeiten des Textes anzuklicken. In beiden Umfragen lässt sich eigentlich ein hohes Maß an Interesse feststellen, in der Wikipedia aktiv zu werden (rund 60 Prozent). Laut den Ergebnissen ist es interessanterweise weder das fehlende Wissen, dass editiert werden kann, noch die Unkenntnis darüber, wie dies geschieht. Am häufigsten wird genannt, sich nicht kompetent genug zu fühlen, um etwas beizutragen.

Das Studiendesign der Umfrage war allerdings nicht darauf angelegt, eindeutige kausale Rückschlüsse auf Handlungsmotive ziehen zu können. So entschieden wir uns auch dafür, nicht wie 2011 herausfinden zu wollen, warum unsere Spendenden für uns spenden, welche Motive sie also haben. Statt dessen legten wir den Fokus auf die Einstellung der Spendenden zu unserer Verwendung der Spendengelder. Sämtliche vorgestellten Tätigkeitsbereiche erfahren eine breite Unterstützung. Auch gegenüber der Umfrage von 2011 in der Bewertung neu hinzugekommene Aktivitätsbereiche wie die Kooperation mit Museen, Archiven und Bibliotheken und die Förderung der Vielfalt der Beteiligten werden überwiegend als sehr fördernswert bewertet.

Für die Arbeit im Fundraising interessant war unter anderem herauszufinden, welche Informationsbedürfnisse unsere Spendenden haben. Hier konnten wir lernen, dass sich zwei Drittel der Spendenden laut eigener Angaben vorab über Themen wie Mittelverwendung, Ziele und Projekte, Gemeinnützigkeit und Organisation von Wikimedia Deutschland informierten. Ebenso aufschlussreich: Der Versand der Zuwendungsbescheinigung hat für die Spendenden einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert: 60 Prozent der Befragten finden es mindestens wichtig, die Spendenquittung zu erhalten, davon 38 Prozent sogar sehr wichtig. Die Zuwendungsbescheinigung ist eben ein zentraler Eckpfeiler in der Beziehung zum Spendenden. Hinsichtlich einer möglichen Mitgliedschaft im Verein lernten wir einige der Bedenken von Spendenden kennen. Größtenteils sind diese durch bessere Aufklärung adressierbar, wie zum Beispiel der Wunsch, sich nicht langfristig binden zu wollen.

Eine langfristige Zeit-Bindung soll auch durch das Lesen dieses Blogbeitrags nicht entstehen. So können die Ergebnisse der Umfrage hier nur angerissen werden und hoffentlich als Appetithappen Lust auf mehr machen. Wer angebissen hat: Die ausführliche Auswertung mitsamt Graphiken zu allen Ergebnissen sollte jeden Hunger stillen können.

by Tobias Schumann at July 24, 2014 04:13 PM

Wiki Loves Earth: Viel Arbeit und tolle Bilder!

Gewinnerfoto von Satohan, CC-BY-SA 3.0

Zum zweiten Mal wurde nun Wiki Loves Earth durchgeführt – der internationale Wettbewerb rund um Naturdenkmäler und Naturschutzgebiete. Durch den kurzfristigen Einsatz von aktiven Wikimedianern, konnte der Wettbewerb in diesem Jahr erstmals auch in Deutschland statt finden. Zur Organisation, Mitarbeit und Unterstützung hatten sich Ordercrazy, Blech, Pustekuchen2014, Nightflyer, Indeedous, Lou.gruber, Frank schubert, Holger1959, Derzno und Brücke bereit erklärt.

Bereits im Vorfeld des Wettbewerbs wurden in freiwilligem Engagement unter anderem Wikipedia-Listen der Naturschutzgebiete erstellt, Artikel angelegt, Kategorien sortiert und PR betrieben.

Die ehrenamtlichen Juroren tagten vom 11. bis 13. Juli in Hamburg, um die Top 100 der besten, enzyklopädisch wertvollen Bilder aus den über 14.000 Einreichungen aus Deutschland zu küren. Der Jury bestand aus Aalfons, Bahnmoeller, Catfisheye, Hilarmont, Indeedous, Nightflyer und Olaf Kosinsky. Details ihrer Arbeit können im Jury-Blog nachgelesen werden.

Wikimedia Deutschland bedankt sich ganz herzlich bei allen Helfenden, der Jury und natürlich den Fotografinnen und Fotografen für ihr Engagement und ihre Beiträge zu dem erfolgreichen internationalen Fotowettbewerb. Vielen Dank auch an Bernd Gross und Steinsplitter, die den insgesamt 729 Fotografen wiederum ein offizielles Dankeschön für deren Teilnahme zukommen ließen.

Das Gewinnerbild von Benutzer:Satohan zeigt einen Blick ins Naturschutzgebiet „Heuckenlock“ bei Ebbe, Hamburg. Alle eingereichten Bilder stehen unter freier Lizenz in dem Medienarchiv Commons zur Weiternutzung bereit. Im Wikipedia-Kurier wurde ein ausführlicher Bericht über den Fotowettbewerb veröffentlicht.

by Nicolas Rück at July 24, 2014 03:43 PM

July 23, 2014

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Wikimedia Deutschland Blog

„Fit für OER!“ – Workshop für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus dem Bildungsbereich

Am 11. September, einen Tag vor Beginn der Konferenz „OERde14 – Die Zukunft Freier Bildungsmaterialien“ bietet die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) in Kooperation mit Wikimedia Deutschland e. V. einen Workshop mit Impulsen und Praxisübungen zum Thema OER für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus dem Bildungsbereich an. Der Workshop richtet sich an OER-Einsteigende. Dies ist Gastbeitrag von Sabine Kühnel, Referentin Medienkompetenz bei der mabb.

Open Educational Resources haben das Potential, unsere Bildungswelt entscheidend zu verändern. Bild: opensource.com, CC-BY 2.0 via Wikimedia Commons

Das passende Unterrichtsmaterial steht meist nicht fertig im Regal. Um den Lernenden ein solches an die Hand geben zu können, stellen pädagogische Fachkräfte es oft selbst her oder setzen Vorhandenes in neuen, passenden Kombinationen zusammen. Nutzt man dabei auch digitale Bildungsmaterialien, entstehen schnell Unsicherheiten und Hürden, beispielsweise durch urheberrechtliche Aspekte und die Frage der Qualitätssicherung.

Open Educational Resources könnten eine Lösung für diese Herausforderungen sein. Der Workshop „Fit für OER!“ will den Teilnehmenden das Thema OER praxisnah, leicht verständlich und an ihren Bedürfnissen ausgerichtet näher bringen und für den pädagogischen Arbeitsalltag nutzbar machen. Neben einer Einführung, was OER überhaupt sind, lernen die Teilnehmenden konkrete Anlaufstellen für freie Bildungsmaterialien kennen und üben sich im eigenen Herstellen und Freigeben von OER.

Einbindung in die OERde14

Im Rahmen des achtstündigen Workshops sollen die Teilnehmenden eigene Bildungsmaterialien – zum Beispiel Arbeitsblätter, Fragebögen oder Hörstücke – erstellen, die unter Freien Lizenzen veröffentlicht werden sollen und im Rahmen einer Barcamp-Session auf der OERde14 präsentiert werden können. Die Teilnehmenden des Workshops können kostenlos an der Konferenz OERde14 am 12. und 13.September 14 in Berlin teilnehmen.

Programmflyer:Hier

Datum: 11. September 2014

Uhrzeit: 09:00 – 17:00

Zielgruppe: Berliner und Brandenburger Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus dem Bildungsbereich. Lehrerende sind besonders willkommen.

Ort: Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23/24, 10963 Berlin

Anmeldung: Anmeldung bis zum 03.09.14 (Anmeldeformular)

Rückfragen bitte an Sabine Kühnel (030.2649670 │ kuehnel@mabb.de ).

Eintritt: Frei

Mitbringen: Teilnehmende sollten ihre eigenen technischen Geräte (z.B. Laptop, Smartphone, Digitalkamera, Tablet) mitbringen!

by Sebastian Horndasch at July 23, 2014 03:30 PM

July 22, 2014

Wikimedia Deutschland Blog

Deine Veranstaltung in Stadtmagazinen

Es gibt so viele tolle Veranstaltungen, die von Freiwilligen für Wikimedia-Projekte gedacht, geplant und umgesetzt werden. Für jemanden wie mich, der erst seit ein paar Wochen bei Wikimedia Deutschland ist, ist es großartig zu sehen, wie viel Engagement in so viele unterschiedliche Projekte fließt!

Einige Veranstaltungen richten sich sicherlich eher an Menschen, die sich schon im Wikiversum auskennen. Andere wünschen sich, dass ihre Veranstaltungen auch von neuen Interessierten besucht werden. Als eine Möglichkeit, diese Veranstaltungen publik zu machen, bietet Wikimedia Deutschland nun an, diese in den Veranstaltungsteilen von Stadtmagazinen anzukündigen.

Im ersten Schritt starten wir mit Stadtmagazinen in Berlin. Das heißt aber nicht, dass nur in Berliner Stadtmagazinen Veranstaltungen veröffentlicht werden können. Es gibt genauso die Möglichkeit, in anderen Städten/Regionen Gäste zu gewinnen, in denen es ebenfalls Stadtmagazine gibt. Wie das praktisch funktioniert, zeigt die Seite Werbung für Community-Veranstaltungen, als Teil des Förderportals, und ist ab sofort verfügbar.

Jan Apel, Foto: Tjane Hartenstein, CC-BY-SA 4.0

Mir Gedanken darüber zu machen, wie Veranstaltungen der Community breiter bekannt werden können, war eine meine ersten Aufgaben bei Wikimedia. Ich bin übrigens Jan und seit dem 15. Mai Teil des Kommunikationsteams von Wikimedia Deutschland. Zuständig für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Ich beantworte, betreue und begleite da, wo WMDE und „die Medien“ zusammen kommen. Also z. B. Presseanfragen, -mitteilungen und -einladungen, aber auch die Social-Media-Kanäle von WMDE sowie die Video- und Audiokommunikation. Kurz: Ich trommele für die Themen der Wikimedia-Bewegung.

Ich würde mich freuen, wenn das neue Tool rege genutzt wird und neue Interessierte zu den Veranstaltungen kommen.

 

 

by Jan Apel at July 22, 2014 04:10 PM

July 21, 2014

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

O tempora, o mores - Wikipedia im DA zitiert!

E.-D. Hehl verwies im DA 69 (2013), S. 710 zu Paul Drägers Aufsatz (Ehebruch unter Heiligen - ein bisher unverstandenes Beispiel für das Talion-Prinzip. In: Kurtrierisches Jahrbuch 51, 2011, S. 69-150) auf den Wikipedia-Eintrag

https://de.wikipedia.org/wiki/Flatus_vaginalis

by KlausGraf at July 21, 2014 11:06 PM

July 20, 2014

Archivalia (Benutzer:Historiograf)