Der erste Veranstaltungstermin steht: am 19. Juli 2013 um 18 Uhr im Apex in Göttingen werden wir in trauter Wikipedia-Runde über Bilden und Unbilden des Phänomens diskutieren.
Der erste Veranstaltungstermin steht: am 19. Juli 2013 um 18 Uhr im Apex in Göttingen werden wir in trauter Wikipedia-Runde über Bilden und Unbilden des Phänomens diskutieren.
Kommendes Wochenende reisen rund 20 Wikipedianer nach Braunschweig, um im Vorfeld der großen Landesausstellung “Die Römer kommen! Roms vergessener Feldzug” alles über das römische Schlachtfeld am Harzhorn zu erfahren.
Die Veranstaltung findet Rahmen des Projekts GLAM on Tour statt, das lokale Kulturkooperationen mit Wikipedia-Gruppen fördert. Drei Tage lang öffnet das Braunschweigische Landesmuseum für die Wikipedianer seine Pforten, um einen Überblick über die sensationellen Funde der Grabungsstelle bei Kalefeld zu geben, die in der Fachwelt für Aufsehen sorgen. 2008 wurden hier Fundstücke entdeckt, die auf ein Gefecht zwischen Römern und Germanen im 3. Jhd. n.C. hindeuten.
Ein willkommener Anlass, um GLAM-Aktivisten und Wikipedianer aus dem Raum Braunschweig einzuladen, die Grabungsstelle im Vorfeld zu erkunden, mit Artikelarbeit zu beginnen, zu fotografieren und mit Wissenschaftlern, Archäologen und Museumsmitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Im Zentrum der dreitägigen Veranstaltung stehen ein Vortrag zur Wikipedia und ein Musketiertreffen für Interessierte und Wikipedia-Neulinge. Besonders vergnüglich und ertragreich für die Artikel- und Fotoarbeit wird sicherlich die gemeinsame Bus-Exkursion zum Schlachtfeld (einige Plätze sind noch vorhanden, bei Interesse hier anmelden). Das Programm ist umfangreich, die Fachliteratur für die Quellenarbeit und die Fundstücke zum Fotografieren im Museum bereitgestellt, WLAN und Hashtag eingerichtet, die Sinne geschärft. Man darf gespannt sein!
100 Tage vor der Bundestagswahl bzw. 11 Tage vor dem Beginn der Parlamentsferien schließt sich das Fenster, um noch Gesetzgebungsvorhaben über die Bühne zu bringen. Ein solches Vorhaben ist das Gesetz zur Nutzung verwaister und vergriffener Werke und einer weiteren Änderung des Urheberrechtsgesetzes, das von der Bundesregierung eingebracht wurde. Hierin enthalten sind zwei Themen des Urheberrechtes, die uns die ganze Legislaturperiode über begleitet haben:
Wikimedia Deutschland hat zu beiden Themen in der Vergangenheit öffentlich und insbesondere auch in Stellungnahmen gegenüber dem Bundesministerium der Justiz seine Haltung deutlich gemacht. Für alle Neudazugekommenen gibt es dazu folgende stark verknappte Zusammenfassung:
Am 10. Juni fand im Rechtsausschuss des Bundestages eine Anhörung von Sachverständigen zu dem Gesetzesentwurf der Bundesregierung und den Entwürfen der Oppositionsfraktionen statt. Die Stellungnahmen der Sachverständigen sind – mit einer Ausnahme – ebenfalls online verfügbar.
Während es bei den Verwaisten Werken vorwiegend um die Umsetzung einer EU-Richtlinie in nationales Recht geht und daher die Gestaltungsmöglichkeiten stark begrenzt sind, entzündete sich bei dem zweiten Thema ein teilweise quer zu Regierungskonstellationen verlaufender Streit über das Ob und die Frage, wer hier nun davon profitieren werde. Unstrittig unter allen Sachverständigen war, dass der vorgeschlagene §38 Abs. 4 UrhG nur einen sehr kleinen Kreis an Urhebern betreffen wird, ohne dass handfeste Gründe für eine solche enge Definition vorliegen.
Von Oppositionsseite ist kein Widerstand mit Händen und Füßen gegen dieses Gesetz zu erwarten, insbesondere für den Bereich Verwaiste Werke ist sogar von einigen redaktionellen Formulierungen und Präzisierungen abgesehen Konsens zur Regelung. Beim Zweitveröffentlichungsrecht ist die Situation bizarrer, da es ja insbesondere ein Wunsch der Oppositionsfraktionen war, Urheber gegenüber Verlagen in ihrer Position zu stärken und etwas zur Förderung von Open-Access-Publikationen zu unternehmen. Dass die Regierung die Forderungen der Opposition in einer Schmalspurvariante übernimmt, die nahezu keine praktische Relevanz entfalten wird, ist mehr als ein Kuriosum. Es offenbart vielmehr die völlig entgegengesetzten Vorstellungen über den Freiheitsbegriff und die Waffengleichheit zwischen Urhebern und Verlegern.
Mal als Idee in den Raum geworfen. Vielleicht hat ja jemand Ideen, Flames, Einwände, Vorschläge etc.
Paid-Editing und seinen Einfluss abschätzen geht ganz gut, harte Zahlen sammeln geht recht schwer. Dabei wären harte Zahlen nicht das schlechteste, wenn es darum geht, möglichst zielgenau Maßnahmen zu ergreifen. [[WP:ANON|Der Grundsatz der Anonymität]] steht vor fast jedem Versuch, einzelnen Edits und einzelne Accounts zu bestimmten Personen zuzuordnen, und wenn man die Accounts nicht zuordnen kann oder sollte, wird es schwer mit einer Accountbezogenen Datenaggregation. Aber vielleicht kann ja die Statistik etwas, was einfaches zusammenzählen nicht kann. Vielleicht gibt es Eigenschaften, die bei Paid Editing öfter vorkommen als in anderen Fällen. Das trifft dann immer noch keine Aussage über einzelne Accounts, aber über eine Gesamtheit kann man vielleicht sinnvolle Aussagen treffen.
Dazu stellt sich die Frage: Was haben kommerzielle Accounts, was andere Accounts nicht haben? Oder welche Eigenschaft kommt sehr oft bei kommerziellen Accounts vor, die nur ab und an bei allen anderen Accounts da ist. Woran kann man sie erkennen? Nach den ganzen Diskussionen hier scheinen mir zwei Kriterien ganz gut in Frage zu kommen, wenn man mal Zahlen und Vergleiche zum kommerziellen Editieren haben will:
* Verifizierte Accounts. Die Kontenverifizierung ist mittlerweile ganz gut fortgeschritten. Ein Großteil der verfizierten Accounts gehört zu irgendeiner Organisaton. Meist sitzen dort dann Mitarbeiter oder Agenturen auf der anderen Seite.
* Single-Purpose-Accounts. Fast alle Accounts, die im Auftrag schreiben, beschränken sich dabei auf Artikel ihrer Auftraggeber - meist sind das nur eine handvoll Artikel.
Über einzelne Accounts lässt sich da nur begrenzt was sagen. Nicht alle verfizierten Accounts sind bezahlt, und viele Single-Purpose-Accounts haben einen ganz anderen Hintergrund. Sprich: die verfizierten Accounts sind zu wenig, und die Einzweckaccounts zu unbestimmt, um wirklich sinnvolle Zahlen zu kriegen, die Einzweckaccounts sind genug, nur wissen wir nicht, ob es sinnvolle Zahlen ergibt.
Das Zusammenkommen von beiden gibt uns aber die Chance auf mehr: man kann man testweise verifizierte und Einzweckaccounts vergleichen und schauen ob sie ähnlich sind.
Mal als Beispiel: Man nehme die Artikel einer anfälligen Kategorie, z.B. die Kategorie:Suchmaschinenoptimierung und etwas unverfängliches wie zB Kategorie:Monument historique (Frankreich) (Kein DACH’ler sollte da ein Eigeninteresse haben, trotdzem nah genug an der Lebenswelt vieler Wikipedianer dran, um etwas statistische Streuung reinzukriegen), und schaue, ob man anhand der Beteiligung von Verifizierten/Single-Purpose-Accounts sinnvolle Ergebnisse bekommt.
Wenn das geklappt hat, kann man auch verschiedene thematisch nähere Bereiche nehmen, und mal schauen, in welchen Wirtschaftszweigen und in welchen Kulturbereichen zB besonders viele anfällige Accounts unterwegs sind. Danach kann man dann zB mal die Relevanzkkriterien näher anschauen, oder vielleicht andere Filter genauer entwerfen. Mal schauen.
Vor Kurzem habe ich einmal diese neue Bibliothek ausprobiert. 1,6 Millionen Romane klang gut, ein paar Tausend mehr als in meiner alten Bücherei und schneller wachsen tat sie in der Vergangenheit auch, was Hoffnung auf Mehr machte. Das Gebäude war nicht schöner oder hässlicher und obwohl die Leute etwas seltsam sprachen, schienen sie doch nett zu sein.
Zum ersten Mal misstrauisch wurde ich, als ich an die Regale trat um ein Buch zu entnehmen. Bei den meisten Romanen handelte es sich mehr um dünne Heftchen als um dicke Bücher – viele Hundert passten in ein Regelfach. Ich zog ein Exemplare heraus und schlug es auf. In großen Lettern fand ich die Geschichte auf einer einzigsten Seite vor: „Held bekämpft Drache, Held rettet Mädchen, Held heirated Mädchen. Ende.“. Nicht gerade ein Thriller. Ich trat zwei Schritte zur Seite und zog ein anderes Buch aus dem Regel. Gleiche Ausmachung, Inhalt diesmal „Held bekämpft Riese, Held rettet Mädchen, Held heirated Mädchen. Ende.“. Drei Versuche später hatte ich gelernt das Helden auch Trolle, Seeungeheuer und böse Magier erschlagen können, aber wirklich unterhaltend waren die Bücher nicht. Auch hatte ich bemerkt das alle Bücher von dem selben Autor geschrieben worden waren – und die Regale schienen noch Tausende seiner Machwerke zu beinhalten.
Ein Stockwerk höher fand ich Bücher eines anderen Autoren, der sich auf Gruselgeschichten spezialisiert zu haben schien und sie zu Tausenden schrieb. Aber außer das die Spukgestalten zwischen Geist, Gespenst, Kobold und einem namenlosen Unheil abwechselten war auch hier wenig Unterhaltendes zu finden.
Bei meinen weiteren Streifzügen durch die Bibliothek stellte ich fest, dass die meisten Bücher von sehr wenigen Autoren geschrieben worden waren und das die gesamte Ausstellungsfläche wesentlich kleiner war als in meiner alten Bücherei. Ab und an fand ich tatsächlich mal ein dickeres Buch oder eine kurze Buchreihe von anderen Autoren, diese gingen aber ziemlich unter und da mein Bedarf an Enttäuschung gedeckt war, lies ich sie stehen.
Ich bin dann wieder zu meiner alten Bücherei gewechselt. Zugegeben, sie ist nicht so groß und wächst auch langsamer. Ab und an fehlen Bücher und es gibt ganze Buchgebiete die nur sehr spärlich abgedeckt sind. Auch in dieser Bibliothek gibt es teilweise sehr dünne Bücher, aber die fallen neben den normalen Werken und dicken Schwarten kaum auf. Und wenn ich hier ein Buch aus dem Regal ziehe, dann werde ich meist unterhalten.
So, es ist Zeit persönlich zu werden. Ich habe mal in |Hamburg, Leipzig, Göttingen und Berlin nach Interesse an einer RL-Veranstaltung gefragt. Da das Format ja noch experimentell ist, habe ich mich erstmal für den Teil Deutschlands entschieden, der von Berlin aus gut zu erreichen ist. Sollte das ganze halbwegs funktionieren, kommt dann der Rest der deutschsprachigen Gebiete dran, und sollten wieder erwarten hunderte von Leuten kommen wollen, kann man sicher auch noch mehr Veranstaltungen machen.
Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.
Viel Spaß beim Lesen!
Frühere Ausgaben sind archiviert unter:
Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.


So, das Programmkommittee der Wikimania hat gesprochen und das Wikimania-Programm veröffentlicht. Das bedeutet, ich kann langsam einen vagen Überblick darüber geben, was ich nun in Hongkong so vorhabe. Wobei ich sagen muss, das Programm ist voller Überraschungen, und die Programmplaner haben sich an quasi keine einzige meiner inneren Prognosen gehalten.
Mein Kerntalk “The past, present and future of paid editing” ist von der Jury leider aus dem Programm gekegelt worden (und ja, ich beschuldige eine bestimmte Jurorin). Der Talk wird sich dann allerdings im Chapters Village wiederfinden. Inhaltlich geht das so in die Richtung des Talks vom Offenen Sonntag, also “Wer bin ich, was mach ich, was geht an paid editing und was bedeutet das für Wikipedia.” Vermutlich mit stärkerer Gewichtung auf dem zweiten Teil, weil die Details eines WMDE-Programms vermutlich für WMDE-Mitglieder wichtiger sind als für Wikipedianer aus Ostasien.
Dafür hat uns das Programmkomitte mit der Diskussionsrunde “Imagine the Wikipedia in 2022” gleich in den Hauptsaal gesetzt. Wir (Barbara Fischer & Ich) haben eine hoffentlich spannende Auswahl von Leuten mit verschiedenen Perspektiven eingeladen, die ihre Sicht auf die Entwicklung der Wikipedia geben werden. Schöne Erfahrung am Rande: jeder angefragte Diskussionsteilnehmer hat relativ begeistert zugesagt. Die Teilnehmer sind Melisa Parisi, Benjamin Mako Hill, Christophe Henner, Barbara Fischer und ich. Wir hoffen auf eine spannende Diskussion mit sehr verschiedenen Standpunkten, und stehen jetzt vor der Herausforderung, wie man einen 1000-Personen-Saal in die Diskussion mit einbezieht.
Außerdem fürchte ich, ich muss langsam mal eine Liste anlegen und Dates ausmachen, von Leuten, die ich treffen will, soll oder muss. Falls noch jemand jemand kennt, mit ich reden kann, bin ich für jeden Tipp dankbar.
Auf der Wikimania gibt es auch noch ein paar andere Veranstaltungen, die für die UBZ-Problemlage von Interesse sind: Christophe Henner hat gleich zwei Talks zum Thema How could companies help reach Wikimedia strategic goals? und Paid editing: all we need is a framework and here’s one!. Für die Liebhaber von Skandalen gibt es GibraltarpediA: The Good, The Bad and The Ugly. Zum weiten Thema GLAM-Kooperationen gibt es ein paar Dutzend Talks. Und nur mal zwei rauszugreifen: Working with hundreds of GLAMs at once – a Wikimedia-Europeana cooperation und Professional GLAM editors, what and what not to do. Das Thema “Professionalisierung der Wikipedianer” wird vermutlich bei Introductory Project Management for Wikimedians angesprochen. Und ganz generall interessant für jeden, der sich irgendwie mit Meta-Fragen beschäftigt The State of Wikimedia Scholarship 2012-2013
Der Vollständigkeit halber sei auch mein “privater” Beitrag erwähnt. The interwiki workshop on peer review. Den habe ich mehr aus Penetranz eingereicht, weil er bisher jedes Jahr abgelehnt wurde, und bin jetzt eher überrascht, dass er im Programm ist. Ich bin sehr gespannt darauf, ob neben mir noch jemand Anwesend ist, der sich irgendwo auf der Welt mit dem [[Wikipedia:Review]] auseinandersetzt.
Crossposting mit dem Wikipedia:Kurier. Dort sind noch jede Menge weiterführende Links im Text
User:Noraft ist seit 2006 Wikipedianer. Seit 2009 benutzt er dabei den Noraft-Account. Den Erstaccount hat er Aufgrund von Online-Verfolgung gewechselt. Dabei hat er seit 2009 recht normal vor sich hin editiert, und das geschrieben und gemacht, was Wikipedianer halt so machen. Unter anderem war Ahn dabei an zwei exzellenten Artikel beteiligt. Auch schon seit Anfang an hat Ahn starkes Interesse an Meta- und Real-Life-Themen. So war er seit der Gründung von Wikimedia Philippines in dem Chapter aktiv, und dort in beratender Position im Board. Seine Aktivität im Strategieprozess der Wikimedia Foundation hat Ahn immerhin einen persönlichen Wikimedia Foundation Barnstar von Sue Gardner gebracht.
Seit 2011 hat Ahn einen zweiten Account, er ist User:I’m Tony Ahn. Diesen Account nun wiederum benutzt er, um bezahlte Artikelvorschläge zu schreiben. Dabei arbeitet er alle paar Monate intensiv an einem Artikel, um dann wieder monatelang nichts zu machen. Oder anders gesagt: quantitativ dürfte das eher ein Taschengeld sein, dass er damit verdient. Klienten bezahlen Ahn, er schreibt einen Artikelentwurf, und bewegt dann nicht-bezahlte Wikipedianer dazu, diesen Entwurf in die Wikipeda zu setzen. Die Vorschläge erstellt Ahn auf seiner Nutzerseite, und fragt dann andere Wikipedianer, ob dies ein geeigneter Ort zum Einstellen wäre.
Dabei hat Ahn im Wesentlichen das gemacht, was die formellen und selbst die informellen Prozeßregeln vorschreiben: er war transparent; er hat die Artikel nicht selbst in die Wikipedia gestellt, sondern nur auf seine persönliche Spielwiese. Am eigentlichen Auswahlprozess war er auch nicht beteiligt. Soweit entspricht das der strengeren der beiden wichtigen informellen Auslegungen zum Conflict of Interest, die in der englischen Wikipedia gelten, auch wenn es nicht unbedingt den ungeschriebenen Ethik-Richtlinien entspricht. Sätze wie “Wiki Star is a simple way to assure that the information about you on the web is accurate. By being proactive, you can control your data, information, content and even your photo” dürften bei den meisten Wikipedianern auch eher Befremden auslösen.
Darüberhinaus schlägt Ahn neu geschriebene Artikel bei „Did You Know“ ((DYK); das englische Äquivalent zur deutschen Hauptseitenrubrik: „Schon gewusst?“) vor und schreibt freudige Blogposts, wenn diese Artikel auf der Hauptseite sind. Insgesamt hat er nach eigenen Angaben fünf Artikel auf der Hauptseite gehabt. So ist es zum Beispiel geschehen bei Daphne Oseña-Paez. Daphne Oseña-Paez schrieb auch selber in ihrem Blog, ebenso wie Ingrid Chua-Go schrieb selber schrieb. (Die Hauptseiten dazu sind die vom 17. Juni 2011 und vom 18. März 2013). Diese Hauptseitenplatzierung heißt aber auch: andere Wikipedianer setzen die Artikel auf die Hauptseite. (Diskussion 1 und Diskussion 2) Die Hauptseiten-Aktion trifft nun auf weniger Begeisterung in der englischen Wikipedia. Die Gibraltarpedia-Diskussion ist noch in guter Erinnerung, und Did-You-Know ist eine gute Abkürzung zur prominenten Platzierung eines Themas. Ahn hat sich damit nicht nur in der englischen Wikipedia Kritik zugezogen, sondern auch mindestens einen Pressebericht provoziert.
Auf Nachfragen des Kuriers schreibt Ahn, dass er weiter Artikel auf DYK vorschlagen wird, solange er diese für formal und inhaltlich ausreichend hält. Sollten bezahlte Artikel auf DYK verboten werden, wird er auch keine mehr vorschlagen.
Jetzt kandidiert er für das Board von Wikimedia Philippines. Die 0 Offenbarung seines Conflict of Interests geschah in der Kandidatur erst auf Nachfragen, allerdings war es auch vorher schon kein Problem, auf Ahns Nutzerseiten selber alles notwendige herauszufinden. Bei der Kandidatur sieht er keine Probleme, da er selbst nur organisatorisch vor Ort für das Chapter tätig sein wird. er möchte die Öffentlichkeitsarbeit und interne Organisation verbessern und zum Beispiel beim Fundraising helfen. Das Chapter selbst hat nichts mit den Inhalten in Wikipedia zu tun, und er selbst plant keine On-Wiki-Aktivitäten für das Chapter. dabei schreibt er, dass er Unbehagen und Ablehnung versteht, aber denkt, dass dieses sich mit Transparenz und genauer Prüfung seiner Aktivitäten durch die Wiki-Öffentlichkeit vermeiden lässt.
Ahn hat zudem auch Jimmys Nutzseite einen Grundsatztext zu PR in der Wikipedia geschrieben. Tenor: “If you outlaw PR editing, only outlaws will PR edit.”, oder weniger flach: PR-Leute, die sich an keine Regeln halten wollen, wird es immer geben; deshalb ist es sinnvoll, denen, die in guter Absitz aktiv sein wollen, einen Weg zu zeigen. Die Diskussion wie englische Community, Wikimedia Philippinen und die Foundation reagieren, ist noch offen. Die Diskussion wie man mit dem Widerspruch zwischen geschriebenen Regeln und ethischem Empfinden umgeht, ist auch offen.
Mit großem Dank an Túrelio, Atlasowa und Jayen466 für die Hinweise und vielen Links zum Thema
Das war’s dann: Das Traditionslexikon Brockhaus wird endgültig eingestellt und Bertelsmann gibt seine Lexikonsparte auf. Nachdem das Lexikon bereits aufgrund der starken Konkurrenz zuerst von Microsofts Encarta, dann des Internets und vor allem der Wikipedia in arge wirtschaftliche Schieflage geraten ist und bereits einmal den Betreiber wechselte, wird das Projekt jetzt ganz aufgegeben. Bis Mitte 2014 soll der Vertrieb der gedruckten Bände eingestellt werden, Onlineaktualisierungen gibt es noch 6 Jahre.
Das verwundert nicht sonderlich: Der komplette Brockhaus kostet schlappe 2820€ und ist damit ein klares Luxusgut für gutbetuchte Bildungsbürger. Auch die 10 Bände der kleineren Ausgabe schlagen mit 450€ zu Buche – eine Anschaffung, die man sich dreimal überlegt, wenn es die Wikipedia kostenlos gibt und die gedruckten Bände nach wenigen Jahren bereits wieder veraltet sind.
Wirklich interessant ist, was jetzt mit dem Brockhaus passieren könnte:
“Die Zukunft der Marke Brockhaus ist noch unklar”, sagte Pressesprecher Matthias Wulff. Denkbar sei, eine Lizenz für die Marke Brockhaus zu vergeben. “Denn Brockhaus ist ja eine gute Marke.”
Die Marke ist egal, aber die Inhalte sind interessant. Wie wäre es mit einer kollektiven Befreiung des Brockhauses? Warum sollte der Brockhaus an irgendeine weitere Firma gehen, die ihn dann irgendwie verzweifelt versucht weiter zu betreiben oder zu verramschen? Eine Stiftung wäre sicherlich der bessere Weg. Wie wäre es, wenn etwa die Wikimedia Foundation oder der deutsche Verein mit einer Spendenkampagne genügend Geld sammeln, um die Rechte zu kaufen und das Lexikon unter eine freie Lizenz zu stellen? Eine derartige Kampagne dürfte auf einiges Interesse stoßen. Oder wie wäre es, wenn eine andere Stiftung oder Kulturorganisation mal unauffällig bei unserer Regierung nachfragt, ob man irgendwelche Finanztöpfe anzapfen kann? Mehr als ein paar Kilometer Autobahn, eine halbe Eurohawk-Drohne oder die monatlichen Betriebskosten einer Flughafenbaustelle nahe Berlin sollte auch der Brockhaus nicht kosten – und kulturell sinnvoller als demnächst von der Elbe überflutete Philharamoniebaustellen ist das eh. Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, um das bis zur Wikipedia wichtigste deutsche Lexikon zu befreien.
Tagelange Regenfälle haben seit Mai in Mitteleuropa zu schweren Hochwassern geführt. Während sich Bürger in süddeutschen Ländern schon an die Aufräumarbeiten wagen können, bereiten sich ihre Nachbarn in Niedersachsen auf das Eintreffen der Flutwelle vor. An einigen Orten wurden die höchsten Pegelstände seit Aufzeichnungsbeginn gemessen, nach Behördenangaben verloren bis heute mindestens 21 Menschen ihr Leben, die Zahl der von Evakuierungen betroffenen Menschen ist um ein Vielfaches höher. Zu den Schäden in Milliardenhöhe kommen zusätzliche Kosten für den Bau neuer Deichanlagen, die in Zukunft für Schutz vor dem Wasser bieten sollen.
Zusätzlich zu den vielen Helfern von Feuerwehr, THW, DLRG und Bundeswehr arbeiten Behörden des Bundes und der Länder daran, Hilfe für Betroffene zu organisieren. Ein wichtiger Baustein ist die Beschaffung, Pflege und Verteilung von Informationen zur aktuellen Situation. Für Bürgerinnen stehen Hochwasserportale bereit, die Pegelstände zusammenfassen und auf Länderportale verweisen. Wie die eigentlichen Daten bereitgestellt werden, ist je nach Bundesland höchst unterschiedlich, in den meisten Fällen ist der gedachte Anwendungsfall nur das Ansehen, nicht das Weiternutzen der Daten. Eine für Betroffene besonders interessante Seite ist das Zentrum für Satellitengestützte Kriseninformation, das vom vom Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums des DLR betrieben wird. Auf den Seiten des ZKI werden tagesaktuell Karten mit Hochwassersituationen betroffener Regionen bereitgestellt. Ein Download der Daten in geringer und mittlerer Auflösung ist erlaubt, die höchste Auflösung ist derzeit für Bürgerinnen nicht verfügbar.
Da die für die Kartenerstellung verwendeten Geodaten nicht ausschliesslich Geodaten des Bundes sind, findet die noch relativ junge Geodatennutzungsverordnung keine Anwendung, die die kostenlose Freigabe von Geodaten des Bundes an jedermann für beliebige – auch kommerzielle – Zwecke vorsieht. Michel Vorsprach machte uns heute auf einen Emailwechsel zwischen ihm und dem Bundesinnenministerium aufmerksam, in dem er die Freigabe dieses hochauflösenden Kartenmaterials für seine Heimatregion anfragte. Die Antwort des Innenministeriums ist für einen von der Flut betroffenen Bürger nicht erbaulich:
Sofern Sie darüber hinausgehend einen Bedarf an einem ZKI-Produkt in einer höheren Auflösung, wie sie z.B. den Einsatz- und Krisenstäbe oder Hilfsorganisationen vor Ort bereitgestellt werden, begründen können, weise ich vorsorglich darauf hin, dass das BMI nach § 63 Abs. 3 der Bundeshaushaltsordnung (BHO) dazu verpflichtet ist, Vermögensgegenstände nur zu ihrem vollen Wert zu veräußern. Dazu gehören auch die Dateien (Karten). Wir gehen dabei von einem Wert pro Kartenprodukt von ca. 800 Euro aus.
Wikimedia Deutschland hat mit Michel Vorsprach, dem DLR (das wir als sehr offen gegenüber Freien Lizenzen erleben konnten) und dem Referat O 7 des Bundesinnenministeriums Kontakt aufgenommen. Wir setzen uns für die Bereitstellung von verfügbarem Kartenmaterial für jedermann ein. Dazu gehört kurzfristig das Kartenmaterial für jedermann wenigstens zur Ansicht und mittelfristig unter Verwendung Freier Lizenzen, auch in Vektorformaten und als Rohdaten zur Weiternutzung. Die Rechnung des BMI halten wir für wenig plausibel und haben unsere Gründe dargelegt, warum es bereits auf heutiger Rechtsgrundlage möglich ist, Michel Vorsprach die gewünschte Karte zu einem deutlich niedrigeren Betrag als 800 Euro zu übermitteln; auch eine kostenfreie Abgabe halten wir für rechtlich möglich.
Nach unserer Auffassung gibt es keinen Bedarf nach Spezialvorschriften, die situativ den Datenbedarf stillen, wie beispielsweise ein Hochwasserinformationsweiterverarbeitungsgesetz oder eine Open Data-Verordnung spezifisch für den Katastrophenschutz. Die Weiterentwicklung von Informationsfreiheitsgesetzen (auf europäischer Ebene: Die Direktive über Public Sector Information) und eine Reform des Urheberrechts an staatlichen Werken würde helfen, rechtliche Hürden bei der Weitergabe von allen relevanten Behördendaten zu reduzieren. Im Falle der Geodaten ist das DLR zwar formal ein eingetragener Verein, seine Mittel kommen jedoch überwiegend aus dem Bundeshaushalt und die Arbeit des DLR bei der Erforschung des Alls und der Erde wurden bereits von den Steuerzahlern einmal finanziert.
Weiterführende Links:
[update 13. Juni 2013: Michel Vorsprach schreibt in einem Blog, dass das Bundesinnenministerium ihm kostenfrei eine hochaufgelöstde Version der ZKI-Karte seiner Region zugeschickt hat]
tl;dr: Die wichtigsten Wahlen in der Wikimedia-Universum haben begonnen. Alle Kandidierenden samt Fragen und Antworten (in deutscher Sprache!) sowie den Link zum Wahlinterface auf Meta.
Mit einer Woche Verzögerungen haben am Samstagmorgen die wichtigsten Wahlen im Wikimedia-Universum begonnen: Alle Mitglieder der Community sind dazu aufgerufen, drei Vertreter für das Board of Trustees und zwei neue Mitglieder für den Spendenverteilungssauschuss (FDC) plus eine Ombudsperson zu wählen. Der Wahlzeitraum geht bis zum 22. Juni 2013, die Ergebnisse sollen zwischen dem 25. und 28. Juni veröffentlicht werden.
In den vergangenen Jahren waren Interesse und Beteiligung der deutschsprachigen Communities an den Wahlen eher verhalten. Das ist schade, denn im Grunde wird hier eine tolle Möglichkeit verspielt, sich in die Gestaltung der Arbeit von Board und FDC und damit auch in die Entwicklung des Wikimedia-Universums aktiv einzubringen. Die deutschsprachigen Communities haben das begründete Bedürfnis, auf dem internationalen Wikimedia-Parkett mitzumischen. In unterschiedlichen Debatten gab es immer wieder Reibungspunkte und den Wunsch nach mehr Mitsprache und Mitwirkung. Gerade für eine der größten Communitys ist diese Wahl eine gute Chance, sich mehr Gehör für die eigenen Anliegen, Vorstellungen, Sorgen und Wünsche zu verschaffen.
Ja, gibt es!
Delphine Ménard (Benutzerin:Notafish), derzeit stellvertretende Vorsitzende von Wikimedia Deutschland, kandidiert für eine der beiden Plätze im Funds Dissemination Committee. Des Weiteren geben verschiedene Kandidierende an, dass sie zumindest grundlegende Sprachkenntnisse des Deutschen verfügen: Jeromy-Yu Chan (Yuyu), Samuel Klein (Sj), und Michel Aaij (Drmies).
Vieles ist auf Englisch, zugegeben. Dennoch haben wir – die Stabsstelle Internationales, zur Zeit bestehend aus Cornelius Kibelka, der mich als Werkstudent unterstützt, und mir – daran gearbeitet, viele der Seiten auch auf Deutsch zugänglich zu machen. Alle Vorstellungen der Kandidatinnen und Kandidaten sind ins Deutsche übersetzt worden. Des Weiteren haben wir zumindest einen Großteil der zahlreichen Fragen an die Kandidierenden samt Antworten übersetzt. Und natürlich ist das Wahl-Interface selbst auch auf Deutsch verfügbar.
Damit haben nun alle die Chance, sich auf Deutsch über ihre Wunschkandidaten zu informieren und sich aktiv an der Wahl zu beteiligen. Anschließend möchten wir dann gerne auswerten, ob dieses Vorgehen für euch als Wahlberechtigte hilfreich war und gemeinsam überlegen, für welche weiteren Anlässe solche umfassenden Übersetzungen sinnvoll sein können.
Alle Links im Banner, die derzeit in allen Wikimedia-Wikis zu sehen sind, führen auf die deutschsprachige Meta-Seite zur Wahl. Von dort aus ist es nur ein Klick weiter zum Wahl-Interface.
Du kannst von jedem registrierten Benutzerkonto abstimmen, das du auf einem Wikimedia-Wiki besitzt. Du darfst nur einmal abstimmen, egal wie viele Accounts du hast. Du bist wahlberechtigt, wenn du:
nicht in mehr als einem Projekt gesperrt bist,
nicht im Projekt, von dem aus du wählst, gesperrt bist,
kein Bot bist,
in den Wikimedia-Wikis mindestens 300 Bearbeitungen vor dem 15. April 2013 getätigt hast (Bearbeitungen auf mehreren Wikis können zusammengefasst werden, wenn deine Konten in einem globalen Konto zusammengefasst sind),
und mindestens 20 Bearbeitungen zwischen dem 15. Dezember 2012 und dem 30. April 2013 getätigt hast.
Das Board of Trustees, zu Deutsch in etwa mit „Kuratorium“ zu übersetzen, ist nach amerikanischem Stiftungsrecht das höchste Organ der Wikimedia Foundation und trifft alle maßgeblichen Entscheidungen über die Zukunft der Wikimedia-Projekte. In welche Richtung werden sich die Wikipedia, die Commons und ihre Schwesterprojekte sowie die gesamte Bewegung in Zukunft entwickeln? Welche Maßnahmen werden getroffen, um neue Autoren zu gewinnen? Welche technischen Neuerungen werden finanziell vorangetrieben? All diese Fragen und noch viele weitere beschäftigen die Mitglieder des Kuratoriums und sind auch für die lokalen Communities höchst interessant. Deswegen haben die Communities das Recht, ihre Vertreter in diesem Gremium selbst zu bestimmen (fünf der zehn Kuratoriumsmitglieder werden direkt durch die Community gewählt, von diesen stehen aktuell drei Plätze zur Wahl) und damit auch die Richtung vorzugeben, die sie für die Richtige halten.
Das Funds Dissemination Committee, zu Deutsch in etwa „Spendenverteilungsausschuss“, arbeitet eng mit dem Board of Trustees zusammen und legt diesem Vorschläge vor, in welcher Art und Weise die zur Verfügung stehenden Mittel verwendet und verteilt werden sollen. Jährlich durchlaufen viele Wikimedia Chapter – auch Wikimedia Deutschland – einen vom FDC koordinierten Prozess, um im Rahmen einer Förderung Gelder zugewiesen zu bekommen, mit denen lokale Projekte umgesetzt werden können. Das FDC überwacht des Weiteren regelmäßig die Verwendung der gewährten Mittel durch die Geldempfänger und sichert so einen verantwortungsvollen Umgang mit den Spendenmitteln der Wikimedia-Bewegung.
Die Ombudsperson – derzeit ist es mit Susana Morais eine Ombudsfrau – dient als Schlichterin zwischen den verschiedenen Beteiligten im Prozess des FDC, also zwischen Bewerberinnen, Empfängerinnen, dem Verteilungssauschuss selbst, dem Board of Trustees und den Mitarbeiterinnen der Foundation. Die Ombudsperson dokumentiert die Prozesse und nimmt jederzeit Kritiken und Beschwerben in Bezug auf den Verteilungsprozess an. Im letzten Jahr wurden die Ombudsperson bspw. bei zweiten Runden des Förderprozesses angerufen, nachdem die Bewerbungen von Wikimedia Hongkong und Wikimedia Tschechien keinen Erfolg hatten.
Wenn du allgemeine Frage hast, kannst du diese jederzeit auf der Diskussionseite im Meta-Wiki (egal in welcher Sprache) stellen.
Wenn du technische Probleme hast, kannst du dem Wahlkommittee gerne direkt eine Mail schreiben (board-elections@wikimedia.org). Ralf Roletschek ist Mitglied im Wahlkommittee und beantwortet dir die Fragen gerne auch in deutscher Sprache.
Und natürlich stehe ich in der Stabsstelle Internationales (nicole.ebber@wikimedia.de) für Fragen und Anregungen ebenfalls gerne zur Verfügung. Mich interessiert besonders eure Rückmeldung zur erstmaligen Übersetzung der Q&A und ich bin neugierig, ob und wie ihr generell dem Geschehen rund um die Wahl folgt. Jedenfalls: Go vote! :)
* Einige der Texte stammen aus einer Mail von Thomas Planinger (WMAT), vielen Dank für die schöne Vorlage!
<style></style> <style></style> <style></style> <style></style> <style></style> <style></style> <style></style> <style></style> <style></style> <style></style> <style></style> <style></style> <style></style> <style></style>by Achim Raschka (noreply@blogger.com) at June 07, 2013 12:01 PM
Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.
Viel Spaß beim Lesen!
Frühere Ausgaben sind archiviert unter:
Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.


Aufgrund von technischen Schwierigkeiten hat das Election Committee die Wahlen zum Board of Trustees und dem Funds Dissemination Committee um eine Woche verschoben. Diese beginnen nun am 8. Juni 2012, um 2 Uhr MESZ. Inzwischen sind alle Vorstellungen der Kandidatinnen und Kandidaten auch auf Deutsch verfügbar, ebenso wie ein Großteil der Community-Fragen und die Antworten der Kandidierenden darauf. Aschmidt geht in einem ausführlichen Artikel im Wikipedia-Kurier auf die Bedeutung und Wichtigkeit der Wahlen ein.
Die Wikimedia Foundation hat das Protokoll der letzten Sitzung des Board of Trustees vom 18./19. April veröffentlicht.
Wie Bence Damokos, Vorsitzender des Affiliations Committee, auf der Mailingliste wikimedia-l schreibt, hat das Komitee empfohlen, die Wikimedians of Nepal als offizielle Wikimedia-Nutzergruppe anzuerkennen. Die Gruppe strebt an, dieses Jahr noch die Anerkennung als Chapter zu erhalten. Auf der Wikimedia Conference in Mailand stellte Ganesh, Vorsitzender der Gruppe, die Aktivitäten in Nepal vor (letzer Link).
Das Affiliations Committee hat neben der nepalesischen Nutzergruppe auch das uruguayische Chapter als anerkennungswürdig empfohlen. Die Empfehlung wurde am 4. Juni an das Board of Trustees weitergeleitet. Das Chapter wird bereits in zwei Wochen an der Iberoconf, dem Treffen aller iberoamerikanischen Chapter, in Mexiko-Stadt teilnehmen.
Geoff Brigham, Justiziar bei der Wikimedia Foundation, bittet die Communitys um Stellungnahmen zur Reform der Markenrichtlinie (“trademark policy”), die u.a. Rechte und Pflichten bei der Verwendung des Wikipedia-Logos durch Community-Mitglieder regelt.
Die Wikimedia Foundation hat ihren Fundraising-Bericht für das Jahr 2012 veröffentlicht.
Monatsbericht April 2013 von Wikimedia UK
Monatsbericht April 2013 von Wikimedia Schweden
Zweiwochenbericht Mai 2013 (Nr. 53) von Wikimedia Italien
Monatsbericht Mai 2013 von Wikimedia Deutschland
Die Wikinewsie Group, eine Gruppe zur Unterstützung der englischsprachigen und spanischsprachigen Ausgabe von Wikinews, die sich gerade um den Status als Thematische Organisation bei der WMF bewirbt, gibt nun einen eigenen Newsletter heraus. Die erste Ausgabe erschien am 1. Juni 2013.
Mit einem Gastbeitrag im Blog der WMF beschreibt John Andersson die Entwicklung des Projekts “Wiki Loves Public Art”:
Konstantinos Stampoulis beschreibt in einem Gastbeitrag im WMF-Blog die Bemühung des Wikipedia-Bildungsprojektes in Griechenland, bisher ohne jedwede Wikimedia-Organisation, Fuß zu fassen.
In einem Blogbeitrag reflektiert Adrienne Alix die seit Jahren bestehende Partnerschaft zwischen dem Musée des Augustins in Toulouse und dem französischen Wikimedia-Chapter.
Im Blog der Wikimedia Foundation wird die Gründerin und Vorsitzende von Wikimedia Armenia, Susanna Mkrtchyan, vorgestellt.
Ed Saperia, Teil des Organisationsteams der Wikimania 2014, beschreibt in einem Blogbeitrag die Schwierigkeiten Sponsoren für die Veranstaltung zu finden.
In zwei Beiträgen beschreibt Achim Raschka, Hauptorganisator des Wikimedia-Projektes “Wikipedia-Festivalsommer”, die anstehenden Konzerte und blickt auf das Wave-Gotik-Treffen 2013 zurück.
In Kooperation mit dem Universidad Iberoamericana bzw. ihrem Radiosender Ibero 90.9 FM produziert das mexikanische Wikimedia-Chapter eine wöchentliche Radiosendung namens “Möebius”. In dieser Sendung sollen zwei nicht offensichtlich zusammengehörende Themen über vier bis fünf Wikipedia-Artikel zusammengebracht werden. Co-Moderator ist unter anderem Ivan Martínez, Vorsitzender von Wikimedia México. Die Sendungen werden später hochgeladen.
Der Research-Newsletter für Mai ist erschienen. Darin: Welche Themen sind in welchen Sprachversionen populär und welche Motivation liegt vor, um sich an der persischen Wikipedia zu beteiligen?
Das Arbitration Committee (ArbCom) ist das Schiedsgericht in der englischen Wikipedia-Sprachversion. Vier Mitglieder des ehrenamtlichen Gremiums wurden kürzlich von der Wikimedia Foundation über die Arbeit des ArbCom interviewt. Dazu gibt es einen einführenden Blogbeitrag, unten außerdem der direkte Link zu den Interviews im Meta-Wiki.
Die Wikimedia Foundation bittet Wikipedia-Benutzer um Mithilfe beim Testen des VisualEditors, der Anfang Juli zunächst für angemeldete Benutzer freigeschaltet wird. Hintergrund ist die bisherige Überarbeitung des Editors samt Problemlösungen, die in den letzten Wochen nach dem Feedback von Benutzern durchgeführt worden ist.
Ab dem 11. Juni wird in allen Sprachversionen von Wikipedia der Universal Language Selector (ULS) freigeschaltet. Das wird Stück für Stück in jeweils fünf Phasen passieren. Mit dem ULS können Anwender die Spracheinstellungen der Benutzeroberfläche, der Fonts und Eingabemethoden wählen. Der ULS verbindet dabei die Funktionen der MediaWiki-Erweiterungen Narayam und WebFonts. Mehr dazu im Blog der Wikimedia Foundation:
Der Suchmaschinenanbieter Yandex hat 150.000 Euro für die weitere Entwicklung von Wikidata gespendet. Details im Blog und in der Pressemitteilung von Wikimedia Deutschland. Projektleiter Denny Vrandecic hat außerdem einen längeren Blogbeitrag über die Wahrheit von Aussagen in Wikidata veröffentlicht.
Die WTO hat der Foundation nun eine neue Frist bis Ende August eingeräumt, um ein neues Logo für Wikivoyage zu finden. Wegen der Ähnlichkeit zum WTO-Logo wurde die langfristige Nutzung des Wikivoyage-Logos untersagt. Nun soll ein neuer Wettbewerb gestartet werden, der gesamte Prozess wird hier diskutiert.
Das nächste Meeting findet am 6. Juni 2013 um 20 Uhr MESZ im IRC-Kanal der Wikimedia Foundation statt.
Siebrand Mazeland, Produktmanager im Language Engineering Team, lädt zur IRC-Office Hour im Kanal #wikimedia-office. Die Sprechstunde findet am 12. Juni 2013 um 19 Uhr MESZ statt. Es geht vor allem um den oben genannten “Universal Language Selector”.
Die jährliche Wikmedia-Conference des britischen Chapters findet am 8. Juni 2013 in Lincoln statt.
Wikimedia Deutschland organisiert in diesem Jahr erstmals eine deutschsprachige Konferenz mit dem Thema Freie Bildungsinhalte. Der Call for Participations endet am 23. Juni 2013.
Heute hält Denny Vrandecic vom Wikidata-Team einen Vortrag auf der Semantic Technology and Business Conference in San Francisco. Dabei kann er neben den vielen inhaltlichen Punkten, die das Team in der ganzen Welt vor Datenenthusiasten präsentiert, auch auf großartige finanzielle Unterstützung verweisen: Das Wikidata-Team und Wikimedia Deutschland freuen sich, eine Großespende über 150.000 Euro durch den Suchmaschinenbetreiber Yandex verkünden zu können. Mit diesen zusätzlichen Mitteln können Kernfunktionen des Projekts weiterentwickelt werden. Details sowie Kommentare von Denny und Pavel Richter sind in unserer Pressemitteilung zur Spende nachzulesen.
Yandex wurde 1997 gegründet und betreibt heute die meistgenutzte Suchmaschine Russlands. Das Unternehmen gehört zu den fünf größten Anbietern weltweit und ist mit seinen Angeboten auch in der Ukraine, Kasachstan, Weißrussland und der Türkei vertreten. Über die Motivation für das Engagement von Yandex sagt Alexander Shubin, verantwortlich für Web-Standards:
Es ist eine ambitionierte Aufgabe, Objekte der realen Welt und die Beziehungen zwischen ihnen verstehen zu wollen. Für Forscher ergeben sich zahlreiche Hürden dabei. Eine davon ist es, dass eine vollständige und hochwertige Datenbank verfügbar sein muss, die solche Objekte und ihre Eigenschaften und Beziehungen enthält. Niemand kann so etwas allein erstellen. Dafür ist ein gemeinschaftlicher Ansatz nötig, mit der Unterstützung tausender Menschen. Deshalb freuen wir uns, Wikidata unterstützen zu können – denn das Projekt ist ein gemeinschaftlicher und offener Versuch, genau so eine Datenbank zu schaffen.
Die Spende ist keinem festen Zweck innerhalb des Wikidata-Projekts zugewiesen, sondern vergrößert die Möglichkeiten für das Entwickler-Team, die anstehenden Aufgaben zu bewältigen. Hier im Vereinsblog gibt es unter http://blog.wikimedia.de/tag/wikidata/ alle Neuigkeiten und Berichte der letzten Wochen zum nachlesen.
Dies ist der zweite in einer kurzen Serie von Blogeinträgen, in denen ich einige der Design-Entscheidungen hinter Wikidata erkläre. Der erste Blogeintrag beleuchtete die Einschränkung von Eigenschaften und ihren Werten. Diese Essays stellen meine persönliche Meinung dar, und sollten nicht als offizielle Stellungnahme des Wikidata-Projekts verstanden werden.
Datenbanken haben eine Aura der Richtigkeit. Wenn wir eine Abfrage an eine Datenbank stellen, erwarten wir, dass das Ergebnis, das zurück kommt, im Grunde Die Antwort und Die Wahrheit ist. Frag Amazons Datenbank nach dem Autor der Bibel. Frag IMDB nach dem Regisseur von Adaption. Du erwartest nicht eine mögliche Antwort, oder verschiedene Blickwinkel – du erwartest eine definitive Antwort.
Wikidata sammelt strukturierte Daten über die Welt. Es ist im Grunde eine crowdgesourcte Datenbank. Im Gegensatz zu Text, fehlt strukturierten Daten notwendigerweise und leider Nuance. Während es möglich ist, über die Staatlichkeit des Kosovo in einer NPOV-weise in natürlicher Sprache zu sprechen, würde ein naiver Ansatz das in strukturierten Daten darzustellen scheitern: Entweder sagen wir Kosovo ist ein Staat oder wir tun es nicht. Es gibt keine Grautöne.
Glücklicherweise liegen einige der Wurzeln von Wikidata in einem EU-Forschungsprojekt namens RENDER. Das Ziel dieses Projekts ist es die Vielfalt des Wissens im Web zu erforschen und zu unterstützen. Render verwirft die Annahme einer einfachen, einzigen Wahrheit – und dies wurde vom Wikidata Datenmodell geerbt. Statt Fakten zu sammeln, sammeln wir Aussagen. Wir definieren Aussagen als Behauptungen die Referenzen haben. Eine Referenz belegt die Behauptung. Ein schönes Beispiel ist Ethanol bei dem die CAS Nummer – eine Standard-Kennung für chemische Verbindungen – angegeben ist mir einer Referenz auf die Quelle inklusive der entsprechenden Seitenzahl.
Im Gegensatz zu vielen anderen Datenbanken kann Wikidata widersprüchliche Aussagen enthalten die von verschiedenen Referenzen unterstützt werden. Im Gegensatz zum natürlichen Text in Wikipedia, bietet Wikidata nicht die Möglichkeit, diese Unterschiede in Einklang zu bringen und in Prosa zu erklären um den verschiedenen Blickwinkeln das ihnen zustehende Gewicht zu verleihen. Die Verantwortung liegt beim Leser und Weiterverwender von Wikidata zu entscheiden welchen Quellen er vertraut. Ich gehe davon aus, dass es in den nächsten Jahren ziemlich viel Forschung und Untersuchungen zu dieser Frage geben wird. Die ersten Nachnutzer, die sich mit diesen Fragen befassen sind die Wikipedia Communities, die sich entscheiden Daten aus Wikidata zu verwenden.
In den nächsten Wochen und Monaten werden wir noch ein paar weitere Features hinzufügen, die die Vielfalt der Aussagen in Wikidata unterstützen.
Derzeit ist der naheliegendste Mängel das Fehlen von Datentypen um Zahlen, Text und URLs angeben. Nur mit diesen Datentypen wird es möglich sein Referenzen in ihrer vollen Pracht zu nutzen. Eine weitere Möglichkeit – sobald URLs zur Verfügung stehen – wäre Content Locators für Text in HTML-Seiten durch XPath, oxPath, CSS-Selektoren oder ähnliches zur Verfügung zu stellen, sodass Bots überprüfen können, ob die angegebenen Referenzen noch gültig sind. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Verwendung von Referenzen und Quellen in und um Wikidata entwickelt.
Ein weiteres wichtiges Feature, das im Laufe dieses Jahres eingeführt wird, ist die Möglichkeit, Aussagen einen Rang zuzuweisen: nicht alle Aussagen sollen als gleichwertig betrachtet werden. Wir werden drei Ränge einführen und jede Aussage wird in einem von ihnen sein: bevorzugt, normal und überholt.
“Bevorzugte” Aussagen sollten die aktuellsten und am weitesten akzeptierten Aussagen sein. Es kann mehrere bevorzugte Aussagen für das gleiche Objekt und Eigenschaft geben.
“Überholte” Aussagen sind die, die aus irgendeinem Grund als nicht zuverlässig angesehen werden. Sie werden aber erwähnt, weil sie eine solide Quelle haben die sie unterstützen oder weil sie aus irgendeinem Grund weit verbreitet aber eigentlich nicht mehr akzeptiert sind. Beispiele können Tippfehler in einflussreichen Lehrbücher sein — zum Beispiel zum Eisengehalt von Spinat, oder der Länge des Rheins – - oder Zahlen, die durch irgendeine Form von Propaganda verbreitet wurden und heute nicht mehr als korrekt angesehen werden.
“Normale” Aussagen sind also die, die übrig bleiben, also weder “bevorzugt” noch “überholt” sind. Dies wird oft für historische Aussagen (die Bevölkerung von Rom in der Zeit von Julius Caesar, ehemalige Hauptstädte von Russland, etc.) gelten.
Technisch werden wir zuerst nur bevorzugte Aussagen für die Beantwortung von Anfragen verwenden (dh, wenn du nach allen Hauptstädten mit einer Bevölkerung von weniger als 500.000 fragen, dann wirst du keine Resultate erhalten bei denen die Stadt eine Bevölkerung von 120.000 im 16. Jahrhundert hatte). Außerdem werden nur diese von der Eigenschaften-Parserfunktion zurückgegeben werden. Die Lua-Schnittstelle hat Zugang zu allen Aussagen und bieten damit volle Flexibilität. Es ist geplant die Abfragemöglichkeiten später zu erweitern um komplexere Abfragen zuzulassen, an welchem Punkt wir uns über die Einbeziehung der anderen Ränge Gedanken machen müssen.
Die Ränge sollten offenere Regeln in Wikidata ermöglichen, sodass eine breitere Vielfalt von Wissen abgedeckt werden kann.
Um eine Vorstellung vom Zeitplan zu geben: Wir werden zunächst die noch fehlenden Datentypen implementieren, und dann, als Voraussetzung für Ränge, die Möglichkeit Aussagen zu ordnen. Danach werden Ränge das nächste verfügbare Feature in Wikidata sein.
Ränge führen einen neuen Vektor in die Debatte ein, den es in Wikidata bisher noch nicht gibt. Die Frage verschiebt sich von “sollte diese Aussage aufgenommen werden?” zu “was soll der Rang dieser Aussage sein?” Dies scheint ein notwendiger Schritt zu sein: Im Gegensatz zu natürlichem Text, könnte Wikidata sonst keine Aussagen aufnehmen, bei denen man sich geeinigt hat, dass sie falsch sind aber einen historischen oder anderen Wert haben. Dies macht es umso wichtiger, sich daran zu erinnern, dass es bei Wikidata nicht um die Wahrheit geht, sondern um das Sammeln belegter Aussagen in einer sekundären Datenbank. Das Kriterium für die Aufnahme sollte nicht Wahrhaftigkeit sondern Überprüfbarkeit sein – eine Politik, die Wikipedia sehr gut gediehnt hat.
Wikidata wird immer – und das ist sowohl eine Notwendigkeit als auch im Design anerkannt – weniger können als Wikipedia in vielen Aspekten. Wikipediaartikel können kausale und informellen Verbindungen beleuchten, sie können Neugier wecken und sie können eine der wichtigsten Formen des Wissenstransfers zwischen Menschen unterstützen: Geschichtenerzählen. Wikidata hat andere, einzigartige Vorteile: Es kann einige Grunddaten über ein Thema von Interesse in vielen Sprachen leichter zur Verfügung stellen, und es stellt die Daten in einer Weise bereit, die für Bots und Apps viel leichter zugänglich ist. Es könnte ein Schritt in Richtung Entlastung einiger Wikipedien von einer Menge Bot-erstellter Artikel sein, die nie von einem menschlichen Editor berührt wurden, die letzten Änderungen fluten und Statistiken verzerren.
Ohne die Fähigkeit, eine Vielzahl von Aussagen zu einem Objekt zum Ausdruck zu bringen – auch wenn sie nur von einigen als Wahrheiten und von anderen als Lügen angesehen werden – würde Wikidata einer der wichtigsten Säulen der Wikipedia nicht gerecht werden: dem Neutral Point of View und der Möglichkeit gegensätzlichen Standpunkte zu integrieren.
Ich hoffe, dass die technische Plattform, die wir als Entwickler bauen, und die Regeln und Verfahren der Communities in Wikidata, den Wikipedien und andere Wikimedia-Projekten ein nützliches Ökosystem schaffen, mit dem Verständnis der Grenzen der einzelnen Projekte und dem Willen zu entdecken, wie wir einander am effektivsten helfen können. Und das bedeutet, die eigenartige Beziehung zwischen Wikidata und Der Wahrheit zu verstehen.
(Die deutsche Version dieses Artikels ist hier.)
This is the second in a short series of blog entries in which I explain some of the design decisions behind Wikidata. The first one was about restricting property values or properties. The essays represent my personal opinion, and are not to be understood as the official opinion of the Wikidata project.
Databases have an aura of correctness. When we query a database, we expect the result that comes back to basically be The Answer and The Truth. Ask Amazon’s database about the author of the Bible. Ask IMDB about the director of Adaptation. You are not expecting to get a possible answer, or different points of view – you expect one definitive answer.
Wikidata is collecting structured data about the world. It is basically a crowdsourced database. Unlike text, structured data necessarily and unfortunately lacks in nuance. Whereas it is possible to talk about the statehood of Kosovo in an NPOV way in natural language, a naive approach to represent that in structured data would fail: either we say Kosovo is a state, or we do not. There are no shades of grey.
Fortunately some of the roots of Wikidata lie in an EU research project called RENDER. The goal of this project is to explore and support the diversity of knowledge on the Web. RENDER discards the assumption of a simple, single truth – and this was inherited by the Wikidata data model. Instead of collecting facts, we collect statements. We define statements as claims that can have references. A reference supports the claim. A beautiful example is for example Ethanol, where the CAS number – a standard identifier for chemical compounds – is given with a reference to the actual standard, pointing out the page in the source.
Unlike many other databases, Wikidata can contain contradicting statements, supported by different references. Unlike the natural text in Wikipedia, Wikidata does not offer the possibility to reconcile and explain the differences in prose, providing due weight to the different points of view. The responsibility lies with the Wikidata reader and reuser to deal with deciding which sources to trust. I expect quite a bit of research and exploration to deal with this question in the following years. The first reusers to deal with these issues will be the Wikipedia communities that opt to choose data from Wikidata.
In the next few weeks and months we will add a few more features to support the diversity of statements in Wikidata.
Currently, the most obvious omission is a lack of datatypes to specify numbers, text and URLs. Only with these datatypes it will be possible to actually write down references in their full glory. Another opportunity – once URLs are available – would be to provide content locators for text in HTML pages through XPath, oxPath, CSS selectors, or something similar, thus enabling bots to check if the given references are still valid. I am very curious to see how the usage of references and sources will develop in and around Wikidata.
Another major feature that will be introduced in the course of this year is the possibility to rank statements: not all statements are to be regarded equally. We will introduce three ranks, and every statement will be in one of them: preferred, normal, and deprecated.
“Preferred” statements should be the most current and most widely accepted statements. There can be several preferred statements for the same item and property.
“Deprecated” statements are those that are considered to be not reliable for some reason. They are mentioned though because they might have a strong source supporting it, or they are widely spread for some reason, but actually not accepted anymore. Examples can include typos from influential textbooks – for example regarding the iron content of spinach, or the length of the Rhine – or numbers spread by some form of propaganda that are considered not correct today anymore.
“Normal” statements are thus the ones left, which are neither “preferred” nor “deprecated”. This will often apply for historic statements (the population of Rome in the time of Julius Caesar, former capitals of Russia, etc.).
Technically, we will start with using only preferred statements for answering queries (i.e. when you ask for all capitals with a population of less than 500,000, then you won’t get answers where the city had a population of 120,000 in the 16th century). Also only they will be returned by the property-parserfunction. The Lua interface will have access to all statements and thus provide full flexibility. It is planned to extend query answering later to support more complex queries, at which point we will have to think about integrating other ranks.
The ranks should allow for a more inclusive policy in Wikidata, allowing to reflect a wider diversity of knowledge.
To give an idea of the time scale: we will first implement the datatypes that are still missing, and then, as a prerequisite for ranks, the possibility to reorder statements. After that, ranks will be the next feature to land in Wikidata.
Ranks introduce a vector for debate, which has not been there in Wikidata yet. The question moves from “should this statement be included?” to “what should be the rank of this statement?” This seems like a necessary step: unlike natural text, Wikidata otherwise could not include statements that are agreed on to be bogus but that have historical or other value. This makes it even more important to remember that Wikidata is not about truth, but about collecting referenced statements in a secondary database. The criterion for inclusion should not be veracity, but verifiability – a policy that has served Wikipedia very well.
Wikidata will always – and that is both a necessity as well as acknowledged by design – run short of Wikipedia in many aspects. Wikipedia articles can explore causal and informal connections, they can inspire curiosity, and they can support one of the major modes of knowledge transfer between humans: storytelling. Wikidata has other, unique advantages: it can provide some ground data about a topic of interest in many languages more easily, and it provides the data in a way that is much more accessible for bots and apps. It could be a step towards relieving some Wikipedias from a lot of bot-created articles, never touched by a human editor, cluttering recent changes, and skewed statistics.
Without the ability to express a plurality of statements about an item – even if they are considered truths only by some and lies by others – Wikidata would fall short of one of the major pillars of Wikipedia, the Neutral Point of View and the possibility of integrating conflicting points of view.
I hope that the technical platform that we as developers are building, and the rules and processes of the communities in Wikidata, the Wikipedias, and other Wikimedia projects, are establishing a useful ecosystem, understanding the limitations of each project, and discovering how we can most effectively help each other. And this means understanding the peculiar relationship between Wikidata and the Truth.
by Ralf Lotys (noreply@blogger.com) at June 04, 2013 05:57 AM
by Achim Raschka (noreply@blogger.com) at June 04, 2013 05:56 AM
Tim Moritz Hector ist nun “Wikipedian in Residence” des Projekts und hat gemeinsam mit der Redaktion aus Mitarbeitern des ZDF und Phoenix die ersten zwei Wochen der Pilotphase des ZDFchecks erfolgreich durchlaufen. Ein Bericht darüber ist im Blog erschienen. Außerdem wurden die ersten Infografiken in Wikimedia Commons hochgeladen. Zum Beispiel beleuchtet eine der Grafiken die Steuereinnahmen in Deutschland in ihrer Verteilung nach Gebietskörperschaften. Für Juni ist ein Vortrag und eine Schulung zu den Wikimedia-Projekten und bevorzugten Lizenzen für die Mitarbeiter des ZDF-Hauptstadtstudios geplant.
Das Vorhaben gehört zum Jahresprojekt Exzellente Partnerschaften.
Die neue Auflage der so genannten GLAM-Broschüre liegt vor. Es ist eine Handreichung für Kultureinrichtungen und Gedächtnisinstitutionen im deutschsprachigen Raum zu den Potenzialen der Zusammenarbeit mit Wikimedia-Projekten. Ziel der Publikation ist es, Kulturinstitutionen (und hier besonders diejenigen, die unter dem englischen Akronym GLAM für Galleries, Libraries, Archives und Museums zusammengefasst werden) zu ermuntern, sich aktiver in die Wikimedia-Projekte einzubringen. Besonderen Wert haben wir auf die Darstellung der unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit gelegt. Durch die Bereitstellung des Textes in der deutschsprachigen Wikipedia sind alle Interessierten eingeladen, sich aktiv an der Fortschreibung bzw. Verbesserung des Textes zu beteiligen.
Die Broschüre gehört ebenfalls zum Jahresprojekt Exzellente Partnerschaften.
Am offenen Sonntag im Anschluss an die Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland diskutierten Vereinsmitglieder, Wikipedianer und WMDE-Mitarbeiter in zwei Sessions relevante Fragen zu Wikipedia-Aktivitäten im kulturellen Bereich:
Hier ging es im Kern um neue Ideen aus der Community und von den Vereinsmitgliedern, wie sie sich die Zusammenarbeit über die bekannten Formate wie Fotoexkursion oder Schreibwerkstatt mit GLAM-Institutionen hinaus vorstellen können. Einerseits wurden mögliche Kooperationsformen gesammelt und diskutiert, andererseits wünschenswerte Ergebnisse der Zusammenarbeit zwischen Kultureinrichtungen und WikipedianerInnen besprochen. “Traumziel” wäre hier etwa die zukünftig selbstverständliche Einbindung freier Lizenzen in die Arbeitsabläufe von Kultureinrichtungen. Als besonders wichtig wurde herausgestellt, dass der persönliche Kontakt als bester Türöffner fungiert und eine sorgfältige Planung der Zusammenarbeit hinsichtlich der individuellen Erwartungshaltungen seitens der WP-Communitys und der GLAMs nötig ist.
Die Ergebnisse und Ideen wurden im Meta-Wiki dokumentiert.
Ausgehend von den Erfahrungen der bisherigen Wikipedians in Residence wurden sehr spannende neue Formatideen entwickelt, die flankierend eingesetzt werden können. Das Spektrum reichte von der Idee, in den GLAM-Einrichtungen bereits als Mitarbeiter wirkende Wikipedianer zu identifizieren, bis hin zu einer verbesserten Dokumentation der Maßnahmen. Auch zu dieser Session gibt es Notizen.
Auf Einladung der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen fand am 17. Mai im Landtagsgebäude eine eintägige Veranstaltung zu den open.nrw-Eckpunkten statt, nach denen sich das Bundesland und seine Verwaltung für Dritte öffnen will. Bausteine dieser Strategie sind Open Data, eine leistungsfähige Informationsfreiheit und regelmäßige Beteiligungsverfahren. Der Weg dorthin ist kein kurzer, er führt auch nicht schnurgerade zum Ziel. Im Wikimedia-Blog gibt es dazu eine kurze Zusammenfassung.
Auf Bundesebene arbeitet das Innennministerium daran, auf die von der Zivilgesellschaft vorgebrachte Kritik zu den Lizenzbedingungen der Datenlizenz Deutschland einzugehen. Wir haben an einer Sitzung der “Unterarbeitsgruppe Recht” teilgenommen und Vorschläge für eine kommende Version dieser Datenlizenzen eingebracht, die zum Teil übernommen wurden. An unserer grundsätzlichen Einschätzung, dass es keinen weiteren Bedarf für neue Lizenzen gibt und eine Freigabe z.B. nach CC0 oder freien Creative Commons-Lizenzen erfolgen darf, halten wir fest. Wie konfliktarm Daten nach der Geodatennutzungsverordnung nachgenutzt werden können, wird sich erst noch zeigen müssen:
Wikimedia-Urheberrechtsblog-Einträge:
* http://urheberrecht.wikimedia.de/2013/01/open-data-datenlizenz-bmi/ Kritik an der Datenlizenz
* http://urheberrecht.wikimedia.de/2013/04/geodaten-geonutzv/ Geodatennutzungsverordnung
* http://not-your-govdata.de/ Zivilgesellschaftlicher Appell zu Govdata.de
Im September (14.-15.9.2013) wird Wikimedia Deutschland in Berlin die OER-Konferenz – Freie Bildungsmaterialien in Deutschland veranstalten. Gemeinsam mit unseren Partnern und Unterstützern geht es darum, Menschen zusammenzubringen und zu zeigen, warum freie Lehr- und Lernmaterialien (Open Educational Resources, OER) in Deutschland ein wichtiges Thema ist. Zudem startete der Call-For-Participation, bei dem noch bis zum 23.06.2013 Sessions und Vorträge rund um freie Bildungsinhalte eingereicht werden können. Wir freuen uns besonders auf Einreichungen rund um die Themenfelder gesellschaftliche Bedeutung, Praxis, Qualität und Finanzierung freier Materialien. Mehr zur Konferenz und zum CFP kann man auf unserer Webseite nachlesen.
Darüber hinaus war das Projekt “Schulbuch-O-Mat” für den Zedler-Preis nominiert und hat im Zuge dessen einen Workshop bei unserem Offenen Sonntag angeboten. Vielen Dank dafür! Bei Interesse und Rückfragen immer gerne an oer@wikimedia.de.
In Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Internationales und dem Eventmanagement von Wikimedia Deutschland wurde begonnen, die Konferenz zum Thema Diversität in Wikipedia (mit Fokus auf Geschlechtervielfalt) am 09. und 10. November in Berlin zu planen. Dort möchten wir Ansätze für mehr Geschlechtervielfalt in der Wikipedia vorstellen und gemeinsam mit der weltweiten Community diskutieren. Derzeit befinden wir uns im Planungsprozess und möchten Partner aus der internationalen Bewegung für diese Konferenz gewinnen, die mit uns inhaltlich das Programm gestalten.
Im Rahmen des Offenen Sonntags nach der ersten Mitgliederversammlung 2013 bot Ilona Buchem, Professorin an der Beuth-Hochschule Berlin, einen Workshop zumThema “Diversität und Qualität in der Wikipedia” an. Im Rahmen des Workshops wurden erste Ergebnisse des Forschungsprojekts zusammengefasst und es ergaben sich spannende Diskussionen über Qualität, Geschlechtervielfalt und das Selbstverständnis der Wikipedia.
Anfang Mai haben wir unseren Bericht zu den bisherigen Aktivitäten des Bereichs veröffentlicht. Der Bericht ist eine selbstkritische Reflexion der 2010 bis 2012 durchgeführten Bildungsaktivitäten und konzentriert sich auf die inhaltliche Konzeption und Durchführung, die Rahmenbedingungen und die Infrastruktur. Der Bericht versucht, Stärken und Schwächen zu bilanzieren, dient der Ableitung qualitätsverbessernder Maßnahmen und ist Basis für eine weiterführende Diskussion. Die Schlussfolgerungen beziehen sich vor allem auf die Strukturen und Zielgruppenorientierung, Etablierung von Qualitätssicherungsmechanismen, das Zusammenspiel von Freiwilligkeit und strukturierter Bildungsarbeit, Materialentwicklung und Kooperationen. Hier geht es zum ausführlichen Bericht.
Im Anschluss an den Bericht wird es nun darum gehen, Projekte zur Gewinnung neuer Mitmacher und Mitmacherinnen zu initiieren. Ein Aspekt ist dabei auch die Gewinnung Älterer im Rahmen des EU-Projekts Third Age Online (TAO). In dessen Rahmen fanden im Mai in Deutschland zwei wichtige Veranstaltungen statt: In einem Workshop am Zentrum für allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Ulm diskutierten Betreiber von Angeboten für Online-Communitys mit Vertretern von Senioren-Organisationen Strategien und Maßnahmen, wie die Zielgruppe 50+ erfolgreich in die virtuelle Welt geführt werden kann. Ein wichtiges Ergebnis der Diskussionen war die übergreifende Erkenntnis, dass Ältere über die sie interessierenden Themen ihren Platz in Online-Communitys finden. Elvira Schmidt vertrat den Bereich Bildung und Wissen mit dem Beitrag “Silberwissen – Wissen in der Wikipedia teilen”. In einer zweiten Veranstaltung beriet das Management Board von TAO im voraussichtlich letzten Arbeitstreffen dieses Jahres die noch erforderlichen Schritte zum Projektabschluss bis zum 30. September 2013.
Im Anschluss an eine Diskussion über die Restrukturierung wird derzeit über die Art und Weise der weiteren Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ein Dialog angestrebt. Dabei werden künftige Ansprechpartner, Kontaktmöglichkeiten und die Gestaltung der Unterstützungswege für das Netzwerk erarbeitet. Ziel ist es, eine Form zu finden, auf der freiwillige Referenten direkt mit Bildungsinstitutionen in Kontakt treten können. Eine Diskussion offener Fragen wird im Forumswiki (Anmeldung) fortgesetzt.
Bereits zum achten Mal traf sich die Redaktion Chemie, organisatorisch und finanziell von Wikimedia Deutschland unterstützt. Dieses Mal war Mainz der Veranstaltungsort. Das Protokoll des Treffens zeigt die vielfältigen Arbeitsschwerpunkte. Lydia Pintscher war vor Ort, um Fragen rund um Wikidata, den VisualEditor und weitere technische Projekte zu beantworten.
Einen Überblick über den aktuellen Status der geförderten Anträge im Community-Projektbudget findet sich auf der Projektseite. Die Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland hat die Einrichtung einer Arbeitsgruppe zur Entwicklung der Zukunft des Programmes beschlossen. Diese wird bis zur nächsten Mitgliederversammlung Vorschläge für die Überarbeitung vorlegen.
Das Projekte “Schau mal vorbei” zur Unterstützung lokaler Aktivitäten nimmt an Fahrt auf. Aktuell wird ein Workshop in Köln geplant.
Der Zedler-Preis wurde verliehen. Er ehrt Menschen, die sich rund um Freies Wissen verdient gemacht haben. Man kann den tollen Abend anhand des Liveblogs nachverfolgen und auf Wikimedia Commons gibt es zusätzlich Bilder. Wir gratulieren nochmals allen Gewinnern (El Greco, Wikiprojekt Osttimor, wheelmap.org)!
Die Veröffentlichung der finalen Version unserer Supporting Tools wird Anfang Juni erfolgen. Das Entwicklerteam hat viele Anregungen aus der RENDER-Tour und aus den Diskussionsseiten zur Beta-Veröffentlichung beherzigt und diverse Änderungen vorgenommen. Näheres wird zum Veröffentlichungstermin auf der Projektseite bekanntgegeben.
Auf dem diesjährigen Hackathon in Amsterdam hat Johannes Kroll das bereits auf Tool Labs umgezogene Limes-Visualisierungstool gezeigt, was auf breites Interesse gestoßen ist und aus dem sich eine Zusammenarbeit mit ähnlichen Projekten ergeben könnte. Außerdem wurde die Veranstaltung genutzt, um CatGraph ein bisschen bekannter zu machen. Das Tool dient als Backend zum Durchsuchen des gesamten Kategoriebaums nach enthaltenen Artikeln, wobei es gegenüber den bisherigen Methoden einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil bietet. Auch CatGraph wird in nächster Zeit testweise auf Tool Labs installiert und kann dann zur Grundlage verschiedener Bot-Aufgaben werden.
Das Wikidata-Team hat im Mai an zwei größeren Dingen gearbeitet: Erstens können Daten jetzt mithilfe ihrer Bezeichnung in Wikipedia-Artikel eingebunden werden und nicht mehr nur mithilfe ihrer ID. Zweitens ist es jetzt möglich, Zeitpunkte in Wikidata einzutragen, um zum Beispiel das Geburtsdatum einer Person anzugeben. Magnus Manske hat über die Werkzeuge, die bereits rund um Wikidata entstanden sind, gebloggt. In den nächsten drei Monaten wird das Team von 3 “Google Summer of Code”-Studenten unterstützt und es arbeiten zwei weitere in anderen Organisationen an Wikidata-Projekten.
Der Code von Wikidata wurde von einer externen Stelle untersucht und erhielt sehr gute Noten. Die Ergebnisse wurden veröffentlicht. Außerdem hat das Team wieder am jährlichen MediaWiki-Hackathon teilgenommen. Dort ist unter anderem dieser Prototyp einer mehrsprachigen Karte entstanden.
Am vorletzten Mai-Wochenende war Nicole Ebber (sowie Kolleginnen aus den Wikidata- und Render-Projekten) zu Gast beim Hackathon in Amsterdam, der in diesem Jahr erstmals von Wikimedia Nederland organisiert wurde. Nicole hatte das niederländische Chapter im Vorfeld bei den Vorbereitungen unterstützt und alle Materialien und Erfahrungen aus den Vorjahren an die neuen Organisatoren weitergegeben. Ziel ihrer Teilnahme war außerdem, mit Mitarbeitern der Wikimedia Foundation über die Optimierung der Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen WMDE, lokalen Communitys und WMF zu sprechen. Dabei standen Themen wie der VisualEditor, das neue Benachrichtigungssystem Echo und die WikiTech Ambassadors im Fokus der Gespräche. Neben diesen technischen Themen bot sich für Nicole außerdem die Möglichkeit, sich mit potenziellen Kandidaten über das Projekt Chapters Dialogue auszutauschen.
Gemeinsam mit Cornelius Kibelka (Werkstudent in der Stabsstelle Internationales) hat Nicole Ebber weitere Vorbereitungen für die Begleitung der WMF-Wahlen getroffen. Hier wählt die Community vom 8. bis 22. Juni neue Vertreter in das Board of Trustees und das Funds Dissemination Committee. So wurden neben den Profilen der Kandidierenden (Board, FDC, FDC-Ombudsperson) erstmals auch die Fragen und Antworten ins Deutsche übersetzt. Unser Ziel ist es, mit diesem niedrigschwelligen Angebot das Interesse und die Wahlbeteiligung in den deutschsprachigen Communitys deutlich zu erhöhen. Fragen und Anregungen zur Begleitung der Wahl nimmt Nicole Ebber gerne entgegen.
Die Berichterstattung über Wikimedia Deutschland, Wikipedia und die Arbeit von Ehrenamtlichen in den Wikimedia-Projekten haben wir auch im Mai auszugsweise auf der Vereinswebseite zusammengefasst. Eine Reihe von Berichte wurde mit intensiven Vorab- und Vor-Ortgesprächen im Berliner Büro begleitet, darunter ein Porträit unseres Fundraisers Till Mletzko in der Druckausgabe der ZEIT, mit dem der Beruf des Online-Fundraisers im speziellen NGO-Bereich vorgestellt wurde.
Zu Anfang des Monats erschien der gedruckte Tätigkeitsbericht des Vereins für 2012. Er fasst für Mitglieder, Spender, Aktive in den Wikimedia-Projekten und alle Interessierten die Aktivitäten und Ziele des vergangen Jahres zusammen. Gleichzeitig legt der Bericht finanzielle Rechenschft in einem umfangreichen Teil mit Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen sowie Kostenverteilung und Einnahmeentwicklungen ab. Dieser 2012er Bericht wurde erstmals auch von der KPMG AG geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk testiert. Ein weitere Premiere ist die Aufbereitung des Berichts in einer Wiki-Version, die ebenfalls im Mai erstellt wurde und auf der Vereinswebseite zu finden ist. Diese Onlinefassung wurde außerdem ins Englische übersetzt und ebenfalls im Wiki-Format veröffentlicht.
Noch ein umfangreicher Bericht, im Gegensatz zum jährlichen Tätigkeitsbericht allerdings der erste seiner Art: Im Mai veröffentlichten wir den ersten Quartalsbericht über den Stand der Ziel- und Projektarbeit der Geschäftsstelle. Alle drei Monate folgt ab sofort der öffentliche Abgleich mit den für dieses Jahr von der Mitgliederversammlung verabschiedeten Vereinszielen. Details über den Quartalbericht gibt es im Blog. Auch dieser Bericht wurde zweisprachig in Deutsch und Englisch erarbeitet und veröffentlicht.
Im Monat Mai wurde die neuaufgelegte GLAM-Broschüre für Akteure und Wikipedianer im kulturellen Bereich produziert. Aus dieser Druckversion wurde später auch eine Online-Version auf Wikipedia erstellt. Für die Zedler-Preisverleihung Ende des Monats wurden Einladungskarten, Urkunden, Gutscheine für die Gewinner, Roll-up-Displays, Banner und natürlich die Pokale produziert. Für das Begrüßungsschreiben für alle Neumitglieder, die während der Spendenkampagne 2012 Mitglied bei WMDE geworden sind, wurden außerdem die Mitgliedschafts-Flyer überarbeitet.
Im Mai hat sich das Fundraising-Team neben den ersten Vorbereitungen für die diesjährige Spendenkampagne vor allem mit der Auswertung der letztjährigen beschäftigt. Unter den Ergebnissen der Tests sind einige interessante Erkenntnisse, zum Beispiel dazu, wie persönliche Aufrufe mit dem Faktenbanner erfolgreich kombiniert werden konnten. Wie alle Testergebnisse sind auch die neuen Auswertungen auf unserer Portalseite Fundraiser 2012 veröffentlicht.
Auch der Versand der Zuwendungsbescheinigungen für das Jahr 2012 wurde ausgewertet: Wie jedes Jahr wurde den Bescheinigungen ein Mitgliedsantrag sowie ein Überweisungsträger beigelegt, um nach einem weiteren Engagement der Spender zu fragen. Von den knapp 83.000 Sendungen haben bisher fast 1.500 Personen auf die Frage nach Unterstützung reagiert. Insbesondere ist erfreulich, dass sich bisher fast 1.100 Personen zu einer Mitgliedschaft entschieden haben. Damit hat der Verein mittlerweile eine Mitgliedschaft von 6.436 fördernden (4.774) und aktiven (1.662) Mitgliedern. Erstmals haben wir auch Mitglieder nach einer Änderung ihres Mitgliedschaftsbeitrags gefragt. Von den fast 2.400 angeschriebenen Mitgliedern haben bisher 52 Mitglieder von der Möglichkeit einer Erhöhung des Beitrags Gebrauch gemacht. Somit lässt sich abschließend sagen, dass auch dieses Jahr der Versand der Zuwendungsbescheinigung eine der wichtigsten Aktionen für das weitere Engagement unserer bestehenden Unterstützer ist.
Das Fundraising-Team hat sich mit einer in Kürze erscheinenden Spenderumfrage der Wikimedia Foundation beschäftigt. Für einen sehr kurzen Zeitraum wird dabei ein Banner in der deutschsprachigen Wikipedia für die Teilnahme einer Spenderumfrage werben – nur für nicht eingeloggte User, wohlbemerkt. Mit der Umfrage sollen vor allem Erkenntnisse rund um die Wahrnehmung der Spendenbanner durch die Leser gewonnen werden.
Aktuelle Stellenausschreibungen bei Wikimedia Deutschland sind auf der Vereinswebseite gesammelt aufgeführt. Ganz neu dabei: eine Stellenanzeige aus dem Team Fundraising.
Ich kann es nicht glauben, ich habe tatsächlich verpasst.
Vor ein paar Tagen habe ich mein 10 jähriges Wikipedia Jubiläum gehabt.
Mitte Mai 2003 habe ich mich zum ersten Mal in der englischsprachigen Wikipedia angemeldet. Die deutschsprachige habe ich noch ignoriert, da ich dachte, aus der wird nie was, da die Menge der Nutzer viel zu klein sein würde, kleiner Irrtum meinerseits, den ich Anfang 2004 eingesehen habe.
Geschrieben habe ich in der Wikipedia eigentlich nie viel, ich habe mehr als “Evangelist” gearbeitet, ein paar Messestände auf der Systems, ein paar Interviews und so Zeug halt. Ne handvoll Bilder habe ich auch reingestellt, alles nix besonderes, aber jeder macht was er kann. Die Pfälzische Wikipedia habe ich leider nachdem sie öffentlich wurde sehr vernachlässigt (warum ist der Tag nur 24 Stunden lang?)
Wikipedia ist leider nicht mehr so “sexy” wie 2005 rum, als man wirklich an jeder Ecke noch rote Links hatte und die Leute so langsam aufmerksam wurden auf dieses komische Wikiding (“Und was wollt ihr da verkaufen?”) aber zum Glück auch nicht mehr so verbissen, wie so 2009 rum, als viele Wikipedianer rumgerannt sind und sich für was besseres hielten.
Ich habe dieses Jahr noch einige Aktionen für die Wikipedia vor, wohl nix, dass gross an die Öffentlichkeit geraten wird … oder doch? Na das wird man noch sehen (so ich motiviert genug bin;)
Also, auf meine nächsten 10. Prost!
Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.
Viel Spaß beim Lesen!
Frühere Ausgaben sind archiviert unter:
Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.


Am Samstag, 1. Juni 2013, beginnen die Wahlen der neuen Mitglieder im Board of Trustees und im Funds Dissemination Committee der Wikimedia Foundation. Wahlberechtigt sind alle aktiven Community-Mitglieder. Die Kandidatenprofile wurden bereits auf deutsch übersetzt, bis Mitte nächster Woche werden erstmals auch alle Fragen und Antworten an die Kandidaten auf deutsch zur Verfügung stehen. Go Vote!
Die Kurzversion des Monatsberichts der Wikimedia Foundation enthält dieses Mal unter anderem: das neue Benachrichtigungssystem Echo, Wikidata und die Verfügbarkeit in allen Wikipedia-Sprachversionen, Empfehlungen des Funds Dissemination Committees und viele Statistikangaben.
Die Arbeitsgruppe Wahlordnung hat im Vereinsblog ihre Empfehlungen zu Änderungen der Wahlordnung des Vereins veröffentlicht, die unter anderem auf einer Mitgliederbefragung beruhen.
Dimitar Dimitrov hat den ersten EU-Policy-Monitoring-Bericht veröffentlicht, dessen Einrichtung nach dem “Hacking Brussels” Treffen verschiedener europäischer Chaptervertreter und -vertreterinnen beschlossen wurde.
Lennart Guldbrandsson berichtet im Blog von Wikimedia Schweden, dass die Videos der Digikult-Konferenz, die Mitte April in Göteborg stattfand, auf Youtube hochgeladen wurden. Zudem berichtet Lennart von der Veröffentlichtung der schwedischen GLAM-Broschüre.
Im Blog von Wikimedia Schweden berichtet der seit sechs Wochen angestellte Büroassistent Stefan Elfving (auf Schwedisch) über seine Erfahrungen in der Chapterarbeit.
Monatsbericht April Wikimedia Frankreich
2. Quartalsbericht des Wikipedia Education Program
2. Quartalsbericht der Freiwilligenförderung der Foundation (Grantmaking Team)
Iberocoop, das Netzwerk portugiesisch- und spanischsprachiger Chapter, hat ein Video veröffentlicht, in dem die Chapter von Argentinien, Chile, Mexiko, Spanien und Venezuela sich für die eine Million Artikel in der spanischsprachigen Wikipedia bedanken.
Analog zum bisher stattgefundenen Wiki Loves Monuments-Wettbewerb hat das ukrainische Wikimedia-Chapter einen „Wiki Loves Earth“-Fotowettbwerb veranstaltet. Vom 15. April bis 15. Mai luden 365 Teilnehmer 11.736 Fotos auf Wikimedia Commons hoch. Eine zwölfköpfige Jury wählte zwölf Siegerfotos aus, die im Blog von WMUA zu sehen sind. Die Preisverleihung findet am 9. Juni in Kiew statt.
Jitka Erbenová berichtet im Blog der Wikimedia Foundation über ein Fotoprojekt, bei dem alle Jüdischen Friedhöfe der tschechischen Republik dokumentiert werden sollen.
Derzeit berät das Language Committee über die Einrichtung einer Wikipedia auf Tuwinisch. Tuwinisch ist eine Turksprache, die von 200.000 Menschen im südlichen Sibirien gesprochen wird.
Das Language Committee und das Board of Trustees haben beschlossen ein Wiktionary-Version auf Venezianisch zu eröffnen.
Die Wikimedia Foundation hat in die Mobilversion der englischsprachigen Wikipedia eine neue Funktion integriert, die abhängig vom Standort des Benutzers Wikipedia-Artikel anzeigt, die Objekte oder Orte in der näheren Umgebung beschreiben. Es soll dazu animieren, für die betroffenen Artikel Fotos vor Ort zu machen und diese auf Wikipedia einzubinden.
Tim Moritz Hector, Wikipedian in Residence beim ZDF, hat im Blog von Wikimedia Deutschland einen frühen Zwischenbericht zum Projekt Faktencheck veröffentlicht:
Am Samstag, den 25. Mai, fand in Berlin die diesjährige Verleihung des Zedler-Preises für Freies Wissen statt. Als Wikipedia-Artikel des Jahres wurde El Greco ausgezeichnet, Community-Projekt des Jahres wurde das WikiProjekt Osttimor. Den Preis für das Externe Wissensprojekt des Jahres erhielt wheelmap.org. Im Wikpedia-Kurier hat ein Gast einen Rückblick auf die Veranstaltung eingestellt. Ein Live-Ticker von der Veranstaltung ist im WMDE-Blog nachzulesen:
Im Kurier schreibt Silke Meyer über den Fortschritt des Umzugs vom Toolserver auf die Tool-Labs-Umgebung der Wikimedia Foundation. Laut Zeitplan sollen ab Juni alle Funktionen von Tool Labs bereitgestellt werden. Nutzer haben dann ein Jahr Zeit, ihre Tools auf die neue Infrastruktur umzuziehen. Ein Blogbeitrag auf dem Blog der Wikimedia Foundation ist dazu auch erschienen.
Im Blog der Wikimedia Foundation ist ein Teilnehmerbericht vom ersten Hackathon in Tel Aviv veröffentlicht, der wenig Tage vor dem Wikimedia Hackathon in Amsterdam stattfand.
Am 29. Mai 2013 beginnt die Wikimedia Foundation mit dem Roll-out des neuen Designs für Anmeldung und Registrierung in der deutschsprachigen Wikipedia sowie auf Wikimedia Commons, Wikidata, Meta, MediaWiki.org und weiteren WP-Sprachversionen.
Das Team, das für die Wikimedia Foundation am Mobilauftritt der Projekte arbeitet, beschreibt in einem Beitrag im WMF-Blog, mit welchen Mitteln sie ortsunabhängig gemeinsam arbeiten können.
Die zweite Ausgabe des wöchentlichen Newsletter über technische MediaWiki-Neuerungen ist erschienen. Damit diese Informationen die lokalen Communities besser erreichen, werden noch Übersetzer und Botschafter gesucht.
Die Simple English Wikipedia (also Wikipedia-Artikel in bewusst einfach gehaltener Sprache) hat die Marke von 100.000 Artikeln erreicht.
Auf der Diskussionsseite des Wikipedia-Stammtischs Köln hat Achim Raschka eine Idee für einen Community-Workshop im Herbst vorgestellt. Orte, Zeiten und Themen werden dort gerade diskutiert.
Vom 1. bis 15. Juni 2013 wählt die Community das wichtigste Gremium in der Wikimedia-Welt: Drei Mitglieder werden für das Board of Trustees gesucht, 12 stehen zur Verfügung. Außerdem könnt ihr noch zwei Mitglieder plus eine Ombudsperson ins Funds Dissemination Committee wählen. Alle Informationen – auch auf Deutsch! – findet ihr auf Meta.
Crossposting mit einem Beitrag in der Wikipedia.
Vorgeschichte
Im Laufe der Diskussion unter WP:UBZ wurde es schon mal kurz angesprochen: Kontaktversuche durch die Außenwelt können für einzelne Wikipedianer sehr unangenehm werden. Erfolge diese, lässt einen das Wikip/media-Universum relativ allein. Das Thema hat mich in den letzten Wochen durchaus weiterumgetrieben, und ich habe darüber weiter nachgedacht. Wie kann man Wikipedianern in solchen Situationen sinnvoll helfen? Ich habe jetzt einfach mal ein paar Gedanken aufgeschrieben, und so eine vage Idee aufgeschrieben, und bitte um zahlreiche Rückmeldungen, Ideen und Vorwürfe.
Meine Idee ist die Einführung der “Real-Life Vertrauensstelle” (Arbeitstitel). Diese hilft Wikipedianern, die unangenehmen/überfordernden Kontakt mit der Außenwelt haben. Sie wird nicht selbst aktiv, vermittelt aber im Zweifel Kontakt zu Leuten, die aktiv werden können. Denn die Außenwelt weiß mittlerweile, wie man einzelne Wikipedia-Autoren findet und anspricht. Die Außenwelt nutzt dieses Wissen, und die Nutzung ist nicht immer zum Besten der einzelnen Wikipedia-Autoren.
Eine der Erkenntnisse aus dem Projekt war, dass ich immer mal wieder mit Wikipedianern zu tun habe, die mehr oder weniger privat von Externen angesprochen werden, und sich unsicher sind, wie sie darauf reagieren sollen. Die gleich von mir angesprochenen Fälle sind zum Teil öffentlich, und zum Teil mir privat bekanntgeworden und etwas verfremdet. Der eine oder andere der Leser hier wird vielleicht den einen oder anderen Fall wiedererkennen. Aber hier geht es mir jetzt ja weniger um Einzelfälle, sondern mehr um ein grundlegendes Problem und dessen Struktur, das meines Erachtens auch eine langfristigere Lösung benötigt.
Einige Beispiele
Um mal ein Beispiel zu nennen: Die Geschichte User A und die Agentur: A ist einer Wikipedia-Agentur aufgefallen, und diese hat mehrfach und wiederholt auf verschiedenen Wegen versucht, A im Real Life zu kontaktieren. A selbst war zu sehr von der Vertraulichkeit persönlicher Kommunikation überzeugt, um das ganze öffentlich zu machen, und anscheinend zu höflich, um die Agentur in die Wüste zu schicken. Die ganze Geschichte hat A anscheinend vermeidbar deutliches Unbehagen bereitet, der durch die Anrufe gereizte A dann in der Wikipedia auch nicht wirklich zur Klimaverbesserung beigetragen. Geklärt hat sich das ganze erst an einem leicht karthatischen Wochenende, an dem A das alles doch öffentlich machte.
Gerade aktuell läuft der Fall O. O schreibt/telefoniert in investigativer Recherche (anscheinend zum Thema Paid Editing) Wikipedianern komische-unterstellende Anfragen. C und ich haben das ganze öffentlich gemacht, aber natürlich gehört auch ein gewisser Mut dazu, sich öffentlich mit einem Journalisten anzulegen und eventuell auch noch ein Real-Life-Outing in der Presse zu riskieren. Auch hier würde ich davon ausgehen, dass es eine ganze Reihe von Wikipedianern gibt, die gerade ähnliche Erfahrungen mit O machen, nicht wirklich wissen, wo sie damit hinsollen, und aus diversen Gründen auch nicht damit in die Wikipedia-Öffentlichkeit wollen.
Nicht zuletzt bin ich auch selber mittlerweile zwei, dreimal in Situationen gekommen, in denen ich relativ ratlos war, wie ich damit umgehen sollte. Da habe ich dann Ansprechpartner gefunden, aber selbst mir wäre es angenehm gewesen, eine Art Instant-Ansprechpartner zu haben.
Da wäre der Fall U, in der ein Wikipedianer ohne weitere Hintergedanken einen Artikel über ein Schloss schrieb, in dem heute ein relativ edles Hotel ist. Knapp zwei Jahre nach dem Artikel ist der Hotelbesitzer zufällig auf den Autoren gestoßen, und hat ihm aus Dank ein freies langes Wochenende angeboten. Wie geht man damit um? Will man das öffentlich diskutieren?
Darüber hinaus weiß ich auch persönlich noch von diversen Fällen, in denen Wikipedianer Angebote bekommen haben, gegen Geld/Tauschgeschäfte Artikel zu verbessern. Zumindest ein paar der Wikipedianer waren sehr unsicher, wie sie damit umgehen sollen. Sie sind generell eh am Thema interessiert, trauen sich schon zu, den Artikel zu schreiben, und ihn inhaltlich nicht anders zu schreiben als andere Artikel auch. Andererseits fühlt sich so ein Angebot komisch an. Die haben Redebedarf Andererseits wollten sie das ganze aus begreiflichen Gründen auch nicht öffentlich machen - wer stellt sich schon freiwillig in die Mitte eines erwartbaren Shitstorms und ruft laut “Hier!”
Nicht zu vergessen sind die Wikipedianer, die voller Enthusiasmus und Hilfsbereitschaft Neulingen/interessierten Externen unter die Arme greifen, und ihnen Wikipedia erklären - nur damit diejenigen dann trotzdem schlechte Erfahrungen machen, und ihren Frust an den Wikipedianern auslassen.
Ein Versuch der Systematisierung
Ich habe versucht, die ganzen Gedanken, Erfahrungen und Eindrücke mal zu systematisieren: Die “Außenwelt” entdeckt langsam etwas besser, wie Wikipedia funktioniert. Sie lernt wie man einzelne Autoren findet und diese Autoren kontaktiert. Ich fürchte, die Zahl unerfreulicher Außenkontakte für einzelne Wikipedianer wird in näherer Zukunft zunehmen. Nun sind Wikipedianer selbst oft genug bei Wikipedia, weil sie eben nicht selbst als Person öffentlich in Erscheinung treten wollen, und eben keinen besonderen Wert auf Außenkontakte legen. Schließlich ist Wikipedia ein probates Mittel, um Inhalte ins Netz zu stellen, ohne sich - anders als in Blogs, Twitter etc. - gleich noch selbst als Person darstellen zu müssen.
Erst recht wollen die meisten Wikipedianer nicht externe RL-Drohungen (O), Verführungen (paid editing) oder beides gleichzeitig (Agentur) bekommen. Die klassisch wikipedianische Verfahrensweise ist dann ja entweder “ignorier es” oder “mach’ es öffentlich”. Aber gerade wenn solche externen Anfragen näher an die reale Person rücken, wird ignorieren oder öffentlich machen schwieriger. Hoffentlich wird jeder Wikipedianer Freunde und ein privates Umfeld haben, in das er die beschriebenen Probleme hineintragen kann. Nur hat das private Umfeld im Zweifel zu wenig Kenntnis von der Wikipedia und deren komplexer Interaktion mit der Außenwelt, um mehr als Anteilnahme bieten zu können.
Wenn ich derzeit etwas von solchen Fällen mitbekomme, versuche ich natürlich zuzuhören, die Leute zu beraten, ihnen Tipps zu geben etc. Aber ich bin ja selbst schon beschäftigt genug damit, meine ganzen Rollen im Wikip/media-Universum zu balancieren, und die übrigen Wikipedianer haben da natürlich auch leichte Sortierprobleme. Andererseits bin ich in der Rolle des paid-editing-Interessierten auch nächstes Jahr wieder weg. Ich bin also keine Dauerlösung, und auch jetzt nur eine relativ schlechte aktuelle Behelfslösung. Und nicht zuletzt bin ich selber in den letzten Monaten zwei- dreimal in eine Situation gekommen, in der ich dachte, es wäre nett, einen wikipediakundigen unabhängigen Ansprechpartner außerhalb des direktem Umfelds zu haben.
Mir scheint es aber Bedarf an einem Gesprächspartner zu geben, der einfach zuhört, ungefähr einschätzen kann, ob etwas okay oder nicht okay ist, und im Zweifel Kontakte an die richtige Stelle herstellt (zu anderen Wikipedianern, zu WMDE/Anwalt, Leuten die einen Kurierartikel schreiben können, zu jemand der einfach nur ausreichend unhöflich am Telefon sein kann, etc.)
Die Idee
Also entstand die Idee: Wikipedia schafft einen solchen Ansprechpartner, der aus der Community kommt, und im Zweifel einfach erst mal da ist. So als Vorschlag:
Zum einen Schreiben wir, d.h. die Gemeinschaft der Wikipedianer in einer noch festzulegenden Konkretisierung, eine Hilfeseite was in solchen Fällen zu tun ist, und wie man sinnvoll damit umgeht. Also: was ist okay? Wie wehrt man sich? Etc. Möglichst unverbindlich und wenig vorschreibend, mit Tipps und Hilfsangeboten. Auf der Hilfeseite finden sich dann auch einige Ansprechpartner, die im konkreten Einzelfall weiterhelfen können.
Es gibt eine Handvoll “Real-Life-Seelentröster” (Arbeitstitel), die einfach bei komischen Anfragen, Angeboten, Verschwörungen etc. zuhören und eventuell weiteren Kontakt vermitteln. Die Seelentröster können erst mal zuhören, verständnisvoll Hmm-en, nachfragen, und sagen, dass solche Versuche öfters vorkommen. Die Seelentröster wissen, wen man bei echten Problemen ansprechen kann, können eine ethische Einschätzung über akzeptables Verhalten geben, und Wikipedianern mit ihren Rückmeldungen helfen. Die Seelentröster sollen nicht selber handeln oder eine aktive Rolle einnehmen. Sie haben keine Entscheidungsgewalt oder besondere Rechte, aber sie können auf Anfrage beratend zur Seite stehen.
Um eine solche Rolle auszufüllen bedarf es natürlich Leuten, die mit solchen Anfragen tatsächlich sinnvoll umgehen können, und die in der Community ausreichendes Vertrauen genießen. Darüber hinaus stellen sich dann auch fragen, ob es offizielle Personen einer Art sind, Leute, die sich einfach so zur Verfügung stellen etc. Meine vage Idee bisher wäre es, mal mutig zu sein, und höflich beim Support-Team anzufragen, ob die in ihren Reihen jemand finden, der sich das testweise mal antun mag. Das Support-Team kennt sich prinzipiell mit komischen Außenkontakten aus, wissen wie man Informationen vertraulich behandelt, und sind allgemein in der Vermittlung zwischen Intern und Extern durchaus geübt. Wenn es gelänge im Team jemand zu überzeugen, sich das anzutun, und das Ganze sich ein paar Monate mal eingespielt hat, kann man dann darüber nachdenken, wie man damit weiter umgehen kann.
Dies wird ein Crossposting vom entsprechenden Text auf dem Wikimedia-weltweit-Meta-Wiki. Aber bevor ich dazu kommen, kommen erst einmal ein paar Kontext-Informationen, die hier im Gegensatz zum Meta-Wiki nötig sind:
Letztes Wochenende war Mitgliedsversammlung von Wikimedia Deutschland. Dabei gibt es seit einiger Zeit einen formalen Teil am Samstag und ein informelleres Barcamp namens “Offener Sonntag” am Sonntag.
Da ich es mir ja zur Zeit mit Hilfe von Vereinsgeldern gut gehen lasse, fühlte ich mich verpflichtet, am Sonntag einen Überblick über das Thema “Grenzen der Bezahlung” zu geben. Dazu gibt es eine Präsentation und eine schriftliche Kurzzusammenfassung ebenjener auf meta. Die Kurzzusammenfassung poste ich jetzt auch hier.
Die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des professionellen Schreibens in der Wikipedia
Das war der Titel eines Impulsreferats im Barcamp des [[Wikimedia Deutschland/Offener Sonntag|Offenen Sonntags]] bei Wikimedia Deutschland, das am 26. Mai 2013 stattfand. Es gab eine Präsentation dazu, die aber nur zum Teil selbsterklärend ist, und von der der Autor nicht weiß, wie er sie in dieses Wiki einbetten kann.
Thema: Das Community-Projekt-Budget-Projekt Die Grenzen der Bezahlung und Ausmaß und Konflikte die durch professionelles Schreiben entstehen können.
Ansatz: Professionelles Schreiben ist vielfältig, und die Konflikte werden uns die nächsten Jahre begleiten. Je näher professionelles Schreiben an die Kern-Community rückt, desto geringer werden inhaltliche Probleme, und desto gravierender werden soziale Probleme.
Ziel: Vortrag und Diskussion sollten einen allgemeinen Überblick über Problemfeld und Behandlung geben, und die Hörer mit vielem offenen Fragen an das persönliche Wikipedia-Verständnis nach Hause schicken.
Ablauf: Zuerst gab ich einen Eindruck über das CPB-Projekt und meine Aktivitäten in dessen Rahmen. Dann folgte ein Überblick über das bekannte Ausmaß an professionellem Schreiben, und über die potenziell daraus erwachsenden Konflikte.
Präsentation: Hier
Das Projekt
* Existiert seit knapp 5 Monaten, und besteht vor allem aus Kommunikation in alle Richtungen.
* In der Reihe der Wichtigkeit: Wikipedia, E-Mail, Blog/ andere Online-Medien, persönliche Treffen, (Workshops)
* Im Zeitaufwand liegen E-Mails deutlich vorne, und nehmen mehr Zeit in Anspruch als vorhergesehen.
Professionelles Schreiben/Formen
Davon ausgehend, dass Wikipedia einst als rein ehrenamtliches Projekt begonnen hat, bei dem auch nie jemand bereit dafür gewesen wäre, Geld zu bezahlen. Dies ändert sich langsam. Dabei gibt es eine Bewegung aus der Welt hinaus zur Wikipedia, und eine von Wikip/media zur Welt.
* Aus der Welt gibt es (mit zunehmender Kompetenz): Leute, die ihren eigenen Beitrag bearbeiten; normale PR/Social-Media-Agenturen, die auch Wikipedia mitmachen/ einige wenige Wikipedia-Agenturen/ Wikipedianer die sehr selten kleine Gefälligkeiten gegen Gegenleistungen gewähren.
* Aus dem Wikip/media-Universum gibt es (mit zunehmender Entferung zur Kerncommunity): Projekte, die von Wikipedianern selbst kommen (in Deutschland zB CPB-Projekte, Fotoprojekte, Referenten); Wikipedia in Residences; Kooperationen mit GLAMs.
* Dabei sind die Grenzen zwischen Wikipedianer-Projekten/Wikipedia-Agenturen sowie zwischen GLAM-Kooperationen und professioneller Öffentlichkeitsarbeit oft unklar, und ein Übergang von Einem zum Anderen leicht möglich. Auch zu indirekten Effekten kommt es: wenn die GLAM-Kooperationen die Erzeugung neuer Analyse-Tools befördern, befördert dies auch zum Beispiel jede andere Art des Schreibens im Auftrag.
* Die Community reagiert darauf unhöflich aber unbestimmt. Die Faktoren, die professionelles Schreiben bisher begrenzen sind zum einen viele typische Newbie-Probleme (Bedienung zu aufwendig, Regeln zu undurchschaubar), von denen Profis noch stärker betroffen sind als andere (Unfreundlichkeit), Desinteresse (es gibt kaum Analyse-Tools) und die Angst vor dem Skandal.
Professionelles Schreiben/Potenzielle Konflikte
* Grundsätzlich treffen beim professionellen Schreiben zwei Grundwerte der Wikipedia konfliktbehaftet aufeinander: “Wikipedia ist offen für jeden”, und die bürgerliche Existenz spielt keine Rolle und “Wikipedia ist ehrenamtlich”. Der Konflikt war zu Gründungszeiten nicht relevant und ist unauflösbar. Die Frage ist, wie er am besten ausgehalten werden kann.
* In der Praxis treten zwei Konfliktfelder auf: nur wenige Auftraggeber sind dafür bereit, für neutrale Enzyklopädieartikel zu bezahlen. Die Aufragnehmer meistens auch nicht bereit, sich in die komplexen Wikipediaregeln einzuarbeiten. Ein Großteil der bezahlten Edits gehört inhaltlich nicht in die Wikipedia.
* Wenn einige Wikipedianer für Tätigkeiten bezahlt werden, was andere umsonst machen, verstößt das Fundamental gegen Gleichheits- und Gerechtigkeitsprinzipien. Diese sind zumindest im Selbstbild vieler Wikipedianer zentral, jede Bezahlung zwingt so zur Beschäftigung mit dem Selbstbild als Community.
* Faustregel: je näher professionelles Schreiben an die eigentliche Kern-Community rückt, desto wichtiger werden soziale Aspeke von gefühlter Gleichheit, Gerechtigkeit und relativer Deprivation. Je weiter professionelles Schreiben von der eigentlichen Kern-Community wegrückt, desto wichtiger werden inhaltiche Aspekte von neutralem Standpunkt und enzyklopädischem Stil.
Lessons learned
* Ungleichzeitigkeiten. Alle Menschen wissen unterschiedlich viel, was dazu führt, dass ich sehr oft dasselben anderen Leuten erkläre. Das gilt selbst innerhalb der Wikipedia: er Erklärungsbedarf ist enorm.
* Versachlichung durch Langeweile funktioniert.
* Timing ist wichtig. Im speziellen Fall: zu schnell sein ist schlecht, weil es die Community überfordert.
Infografik unter CC-BYby dirkfranke (noreply@blogger.com) at May 27, 2013 04:07 PM
Wie zuletzt an dieser Stelle berichtet, ist vor zwei Wochen der ZDF-Faktencheck (#ZDFcheck) angelaufen. Im Rahmen dieses Projektes arbeiten eine Redaktion im ZDF-Hauptstadtstudio, Phoenix und Wikimedia gemeinsam an einem Faktencheck im Vorfeld der Bundestagswahl, in dem Politikeraussagen geprüft werden. Seit 13. Mai sitze ich nun als Wikipedian in Residence im Hauptstadtstudio des ZDF in Berlin in der ZDFcheck-Redaktion und betreue die Zusammenarbeit mit Wikimedia Deutschland e. V.. Alle sind herzlich dazu eingeladen mit zu recherchieren und die Arbeit zu kommentieren und sich so zu beteiligen. Insbesondere freuen wir uns auf Hinweise von Wikipedianern, anderen Wikimedianern und der übrigen Netz-Community.
Im Laufe der letzten beiden Wochen haben wir rund 135 Hinweise von zahlreichen Freiwilligen erhalten, davon waren bereits vier Wikipedianer. Die Testphase des Formats, in der wir unsere Arbeitsweise geklärt haben, ist jetzt abgeschlossen. Fünf Thesen konnten wir bereits durch den Check schicken. Dabei gehen wir in mehreren Schritten vor: Zunächst definieren wir, was wir genau checken, um die Aussage dann nach und nach in ihre Einzelteile zu zerlegen. Diese prüfen wir dann auf ihren Wahrheitsgehalt.
Dr. Eckart Gaddum, ZDF-Hauptredaktionsleiter Neue Medien, fasst die Woche auf heute.de zusammen. Auch der NDR und die RheinZeitung berichten über das Format. Das politische Umfeld hat bereits sensibel auf das neue Format reagiert. Ein vollständiges Medienecho und weitere Informationen findet sich im FAQ in der Wikipedia und im Pressespiegel von Wikimedia.
Eine Besonderheit des Checks ist, dass nicht nur die Möglichkeit zum Mitmachen besteht, sondern, dass alle erstellten Infomaterialien (Texte, Bilder und Videos) unter einer Freien Lizenz stehen. Dazu verwenden wir die Lizenz CC-BY. Gemeinsam mit der Grafikerin des ZDF und der Beratung von Wikipedianern erarbeiten wir so auch gezielt Material, das in der Wikipedia noch fehlt.
Die Kommentare von Wikipedianern und anderen Ehrenamtlichen aus den Wikimedia-Projekten, die die Software dezent hervorhebt, beobachtet die Redaktion mit besonderem Interesse, da wir von dieser Gruppe sehr hochwertige Beiträge erwarten. Bei Rückfragen oder Recherecheanfragen stehe ich besonders dieser Gruppe auf meiner Benutzerseite jederzeit zur Verfügung.
Die erste Runde von Materialien, fünf Infografiken, die im Bereich deutscher Innenpolitik verwendet werden können, wurde am Freitag auf Commons transferiert. Sie stehen unter einer Freien Lizenz und können jetzt weiter kategorisiert und eingebunden werden. Mithilfe dabei ist gern gesehen, auch hier stehe ich für Fragen gern zur Verfügung!
Ab 19 Uhr wird heute im Palais der Berliner Kulturbrauerei der Zedler-Preis 2013 verliehen. Ausgezeichnet wird in drei Kategorien: Wikipedia-Artikel des Jahres, Community-Projekt sowie Externes Wissensprojekt des Jahres. Hier gibt es die Verleihung im Live-Ticker mit allen Nominierten, den Gewinnern und Eindrücken vor Ort.
20:42 – Dann bleibt mir nur noch, an den Geräten auch noch einen schönen Abend zu wünschen. Morgen findet in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland der Offene Sonntag statt. Vielleicht bis dann!
20:37 – Der Zedler-Preis 2013 ist offiziell beendet. Herzliche Glückwünsche an dieser Stelle noch einmal an alle Gewinner:
20:36 – Ein großes gewaltiges Gruppenfoto wird angekündigt. Pavel Richter fasst den Abend kurz zusammen.
20:33 – In der Eile kann man weder den Gewinnern noch den vielen Nominierten gerecht werden. Mehr Informationen und alle notwendigen Links gibt es auf der Zedler-Projektseite:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Zedler-Preis
20:32 – Großer Applaus für wheelmap.org und alle Nominierten.
20:31 – In wenigen Jahren haben die ehrenamtlichen Mithelfer 340.000 Orte im Projekt markiert, sagt Raul Krauthausen.
20:31 – Externes Wissensprojekt des Jahres ist wheelmap.org!
20:29 – Die letzten Nominierten des Abends sind die Vertreter des Berliner Open Data Portals. Bescheidenheit: “Unser Ziel ist nicht, das Wissen der Welt verfügbar zu machen. Die Verwaltung ist schwierig genug ;-)”
20:27 – Wer aber da ist, ist Raul Krauthausen vom Projekt wheelmap.org, dem fünften nominierten Projekt. Es basiert auf Openstreetmap und zeigt Barrierefreiheit auf. Jeder kann mitmachen und rollstuhlgerechte Orte eintragen.
20:26 – Von “Europeana 1914-18″ kann leider kein Vertreter anwesend sein. Bei den vierten Nominierten geht es um Zeitzeugenberichte aus dem 1. Weltkrieg.
20:25 – Die dritten Nominierten kommen auf die Bühne. “YaCy” ist eine Suchmaschine, die von einer gleichberechtigten Community gesteuert wird. Der Name steht für “Yet another Cyberspace”.
20:23 – Einer der beiden Projektvertreter von Schulbuch-o-mat zeigt gleich sehr gut, wie “extern” in dieser Kategorie zu verstehen ist. Er zieht Parallelen zu Wikipedia und dem Teilen von Wissen. Extern ist also kein Graben, sondern nur ein Weg, um zu beschreiben, dass es nicht um die Wikimedia-Projekt direkt geht.
20:22 – Das externe Wissensprojekt des Jahres. Nominiert ist das Projekt Schulbuch-o-mat, zur Erstellung freier Lehrmaterialien…
20:20 – Dritte Kategorie, los geht es. Auf die Bühne kommt Sebastian Wallroth, Wikipedianer seit 2003 und Mitglied im Präsidium von WMDE.
20:17 – Der Honorarkonsul dankt dem Hauptautor des Projekts. Er würdigt die erstaunliche Akribie, mit der die Seiten aufgebaut werden. “Antworten finden im Netz, ist großartig!”, sagt er und bemerkt, wie sehr er das jedesmal wieder erfährt, wenn er in Osttimor ist.
20:19 – Alle Nominierten bekommen Glückwünsche, Urkunden und Blumen sowie viel, viel Applaus.
20:17 – Keine Verleihung ohne Telefonklingeln. Bitte abstellen!
20:15 – Der Honorarkonsul nimmt den Zedler-Preis stellvertretend für die Projektorganisatoren entgegen. Laudator Gereon Kalkuhl erklärt noch Hintergründe zur Arbeit im Themenbereich Osttimor.
20:14 – Das WikiProjekt Osttimor hat gewonnen!
20:14 – Und die 5. Nominierung: E-Books aus Wikisource, die der Wikipedia-Benutzer Finanzer erstellt.
20:13 – ..genauer gesagt, machen Ehrenamtliche im Wikisource-Projekt die gemeinfreien Texte des RE online zugängig (in Wikisource).
20:10 – Ich greife wieder zu copy & paste. Die vierte Nominierung betrifft “Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft”, in kurz “RE”.
20:09 – Kleiner Disclaimer: “exzellente” und “lesenswerte” Artikel sind Stufen der Auszeichnung für Wikipedia-Artikel.
20:08 – Drittes nominiertes Projekt ist die “Elementoffensive” der Wikipediaredaktion Chemie. Dabei geht es darum, möglichst alle chemischen Elemente zu exzellenten Artikeln zu machen.
20:07 – Jetzt wird es voll: Als zweites nominiert ist die WikCon, eine deutschsprachige Konferenz für jeden, der sich für Wikipedia interessiert. Gleich vier der Projektorganisatoren sind auf der Bühne.
20:06 – Der Honorarkonsul sagt Chapeau an die Autoren, die er offensichtlich vertritt.
20:05 – …und der Honorarkonsul für Osttimor kommt auf die Bühne.
20:04 – Nominiert ist das WikiProjekt Osttimor…
20:03 – Jetzt flott weiter. Pavel Richter ruft Gereon Kalkuhl auf die Bühne, Wikipedianer und Laudator der zweiten Kategorie (Community-Projekt des Jahres).
20:02 – So machen das Wikipedia-Aktive: In der Dankesrede erstmal anderen Helfern danken.
20:01 – Großer Applaus aus dem Publikum. Menschen machen Fotos vom Hauptautor Julius1990, mit Urkunde und Blumen. (Die findet ihr bestimmt unter #zedler)
20:00 Achtung: Gewonnen hat der Artikel El Greco!!
19:59 – Spannede Randbemerkung vom Hauptautor des Artikels über den Polarforscher Nansen: Wikipedia-Artikel auf hohem Niveau werden von anderen Autoren in einem strikten Reviewprozess noch besser gemacht.
19:58 – Hier auch nochmal die Links zu allen nominierten Artikeln. http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Zedler-Preis#I._Wikipedia-Artikel_des_Jahres
Aber GLEICH WIEDER ZURÜCK HIER ZUM TICKER KOMMEN!!111!!!
19:55 – Auf der Bühne erklären die Autoren und Autorinnen kurz, warum sie sich jeweils so viel Arbeit gemacht haben. Zwischenbilanz: Es war einfach nicht auszuhalten, dass es keinen ordentlichen Artikel dazu gab.
19:53 – Dieser Live-Blogger hier ist erleichtert, dass auch der Laudator den Namen des nominierten Malers “Juan van der Hamen y León” nicht aussprechen kann, …ich habe nämlich copy & paste gemacht mit dem Titel.
19:52 – Nominiert ist der Artikel Peter-Paul Zahl, außerdem El Greco, Fridtjof Nansen, das Mars Science Laboratory, Juan van der Hamen y León und die Huxley-Wilberforce-Debatte.
19:51 – Sechs Nominierte gibt es heute, die Hauptautoren kommen auf die Bühne.
19:50 – Wikipedia-Artikel des Jahres. Auf die Bühne kommt der Laudator Whoiswhome (Benutzername in der Wikipedia), der gleich die Nominierungsphase rekapituliert.
19:48 – Abgerundet mit einem interessanten Wort: “Wissen kann man nicht besitzen.” Es geht ums Teilen. Und das ist die Überleitung zur 1. Kategorie.
19:46 – Kleiner Exkurs zum “Bearbeiten-Knopf” in der Wikipedia, inklusive herzlicher Einladung an alle Zuhörenden, den auszuprobieren (wenn noch nicth getan).
Hiermit an alle Lesenden herzlich weiterempfohlen.
19:45 – Der Name “Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens” besteht seit 2004. Richter erklärt, dass “frei” bedeutet: freier Zugang zu Wissen, freies Nutzen und freies Bearbeiten.
19:42 – Das Stichwort lautet “digitales Ehrenamt”, sagt Richter. Das war auch der Grundimpuls zur Gründung von WMDE. Mittlerweile geht die Förderung Freien Wissens auch darüber hinaus.
19:40 – Richter bittet anwesende Wikipedianer aufzustehen. Fast die Hälfte macht das und bekommt ebenfalls Applaus, für ihre ehrenamtliche Arbeit.
19:39 – Pavel Richter, Vorstand von Wikimedia Deutschland, eröffnet die Veranstaltung.
19:37 – Ankündigung, dass hinterher Fußball geguckt werden kann, reißt niemanden von den Sitzen. (musste protokolliert werden, sorry)
19:36. Jetzt gehts los. Applaus für den Pianisten. Restplätze werden im Akkord befüllt.
19:30 – Es gibt übrigens auch einen Pianisten auf der Bühne. Sehr festlich. Aber er hört jetzt hin und wieder auf zu spielen. Sicheres Zeichen für den nahenden Beginn.
19:25 – Ein Muster ist erkennbar. Menschen strömen von der Empore (!) herunter in die Sitzreihen. Faszinierend.
19:20 – Als erstes wird wohl der Preis für den Wikipedia-Artikel des Jahres vergeben. Gewählt hat eine Jury aus je zwei Wikipedianern und zwei von Wikimedia Deutschland angesprochenen Experten. Gilt übrigens für alle drei Kategorien.
19:14 – Bevor es gleich Schlag auf Schlag geht mit den drei Preiskategorien: Die Projekte (Community und extern) werden für das ausgezeichnet, worum es bei ihnen geht (hä?), ..also um das Projekt selbst. Beim Wikipedia-Artikel des Jahres geht der Preis aber an den bzw. die Autoren, nicht etwa an die Person, um die es im Artikel geht. Dieses Jahr sind 2 Maler, 1 Forscher, 1 Schriftsteller und eine wissenschaftliche Mission nominiert.
19:05 – Hashtag gibt es auch, eigentlich sogar zwei. Ich dachte an #zep13, las aber schon von #zedler. Entscheidungen, Entscheidungen.
19:03 – So. Bin vor Ort. In wenigen Minuten geht es los, Gäste trudeln ein.
17:35 – Was der Zedler-Preis ist, warum er so heißt und wer oder was ihn in den letzten Jahren gewonnen hat, hab ich hier bereits kurz zusammengefasst.
Die auf der letzten Mitgliederversammlung durch einen Antrag gegründete Arbeitsgruppe Wahlordnung (Michail Jungierek, Jürgen Lüdeke, Sebastian Moleski, Debora Weber-Wulff, Alice Wiegand) hat im Mitgliederforum von Wikimedia Deutschland (einmalige Anmeldung notwendig) ihren Bericht veröffentlicht.
Ein Ergebnis unserer Arbeit ist ein Antrag zur Änderung der Wahlordnung, der auf der Mitgliederversammlung am 25. Mai 2013 zum Beschluss steht. Die Änderungen setzen zum einen die durch die Satzungsänderung 2011 erfolgten Strukturänderungen um, zum anderen beinhalten sie Änderungen bei den Wahlen und Auszählungen. Diese erleichtern der ehrenamtlichen Zählkommission die Arbeit und ermöglichen ihr eine aktive Teilnahme an der Mitgliederversammlung trotz der übernommenen Aufgabe. Zu den Änderungen zählen Wahlen in einem Wahlgang, eine erweiterte Amtszeit der Zählkommission und die Möglichkeit, Briefwahlstimmen bereits vor den Wahlen auf der MV soweit vorzubereiten, dass die Zählung der Gesamtstimmen vereinfacht und beschleunigt wird.
Ein weiteres Ergebnis sind Empfehlungen, die wir auf Grundlage einer Umfrage unter 1000 aktiven Vereinsmitgliedern erarbeitet haben, um die Attraktivität von Wahlen und Mitgliederversammlungen zu erhöhen und damit möglichst vielen Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, an den wesentlichen Entscheidungen des Vereins teilzuhaben.
Diese Empfehlungen brauchen noch Hege und Pflege, damit sie auch umgesetzt werden und ihr Ziel erreichen. Daher möchten wir unsere Arbeit fortführen, um zur Mitgliederversammlung im November weitere Anträge, zum Beispiel zur Online-Wahl, mit fundierten Informationen erarbeiten zu können. Bitte helft uns dabei und teilt uns mit, was ihr von unseren Vorschlägen haltet.
Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.
Viel Spaß beim Lesen!
Frühere Ausgaben sind archiviert unter:
Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Katy Love weist auf der Mailingliste wikimedia-l darauf hin, dass ab der nächsten FDC-Antragsrunde interessierte Organisationen dem Spendenverteilungsausschuss (Funds Dissemination Committee, FDC) bereits im Vorhinein einen Letter of Intent (zu Deutsch in etwa „Willeneserklärung“) abgeben müssen. Abgabefrist dafür ist der 8. Juni 2013. Diese Veränderung soll dazu führen, dass die Mitglieder des FDC besser planen können und nicht mit Anträgen kurz vor der Antragsabgabefrist am 1. Oktober 2013 überrascht werden. Die Wikimedia Foundation hält dazu auch zwei Sprechstunden im IRC-Channel #wikimedia-office ab (28. Mai, 01:00 MESZ und 29. Mai 16:00 MESZ).
Die Wikimedia Foundation hat die Stellenausschreibung für die neuen Geschäftsführung der Wikimedia Foundation veröffentlicht. Kat Walsh hat dazu einen eigenen Blogbeitrag veröffentlicht, Nicole Ebber fasst diesen im WMDE-Blog zusammen.
Die Fragerunden an die Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahlen zum Board of Trustees der Wikimedia Foundation sowie zum Funds Dissemination Committee haben begonnen. Alle sind herzlich eingeladen Fragen einzureichen – auch in anderen Sprachen, das Wahlkomitee bemüht sich um eine schnelle Übersetzung.
Die Signpost, das Community-Medium in der englischsprachigen Wikipedia, hat einen ausführlichen Sonderbericht mit Stellungnahmen aller Kandidierenden der Wahlen zum Board of Trustees veröffentlicht.
Die Wikimedia Foundation hat ein Jobangebot für die Community ausgeschrieben, es werden sogenannte „Community Liaisons“ auf Vertragsbasis gesucht. Diese sollen erfahrene Community-Mitglieder sein und die Foundation bei der Kommunikation mit den weltweiten Projekt-Communitys unterstützen.
Wikimedia Deutschland hat die Ausschreibung für die Stelle eines Leiters/einer Leiterin für das Projekt Chapters Dialogue gestartet. Bewerbungsschluss ist der 10. Juni 2013.
Wikimedia Deutschland hat eine Neuauflage der GLAM-Broschüre veröffentlicht; sie ist online (sowohl als pdf wie on-wiki) als auch offline (postalisch) verfügbar.
Auf dem 77. Treffen haben die Mitglieder von Wikimedia Hongkong einen neuen Vorstand gewählt, Rover Wong bleibt Vorsitzender.
Wikimedia Niederlande, Monatsbericht April:
Die spanischsprachige Ausgabe der Wikipedia erreichte in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai mehr als eine Million Artikel. Wie Salvador Alcántar von Wikimedia México erklärt, erfolgte der Sprung (und Zuwachs) von 20.000 Artikeln durch einen Bug, in dem die Artikel im Namensraum Anexo (Listen, etc.) bisher nicht mitgezählt wurden.
In der deutschsprachigen Wikipedia sind fünf neue Mitglieder für das Schiedsgericht für die Zeit von Juni 2013 bis Mai 2014 gewählt worden. Wiedergewählt wurden die Benutzerin Alraunenstern und der Benutzer Krd. Hosse tritt nach einer Pause von einem halben Jahr erneut ins Schiedsgericht ein, während HOPflaume und Man77 erstmals gewählt wurden.
Wikimedia Deutschland veranstaltet am 26. Mai einen „Offenen Sonntag“, bei dem unter anderem auch Alice Wiegand, Mitglied des Board of Trustees der Wikimedia Foundation, eine Session halten wird, in der es um das Board als solches geht. Zudem möchte sie gerne Fragen dazu beantworten. Nicht-Anwesende können die Frage dennoch im Meta-Wiki einstellen.
Im Blog von Wikimedia Österreich wird über den Besuch von Wikipedianern im niederösterreichischen Landtag berichtet. Wie beim Pendant in Deutschland geht es auch bei diesem Landtagsprojekt darum, die Personenartikel der Landtagsabgeordneten in der Wikipedia zu verbessern.
Tomas Ganicz von Wikimedia Polen berichtet im Foundation-Blog über eine Initiative des polnischen Chapters: Gemeinsam mit der polnischen Staatseisenbahn werden Sonderzugfahrten organisiert, außerdem erhalten die Teilnehmenden Monatstickets und Zutritt zu sonst nicht für die Öffentlichkeit zugänglichen Bereichen, um so viel wie möglich der polnischen Eisenbahninfrastruktur fotografisch aufzunehmen. Eine Teilnahme ist für alle möglich, ein Eintrag auf der Projektseite in der polnischsprachigen Wikipedia genügt.
John Andersson, Projektleiter für „Europeana Awareness“ bei Wikimedia Schweden, berichtet im Blog der Wikimedia Foundation über den neuen Wettbewerb namens Wikimedia Loves Public Art. Dieser Wettbewerb, bei dem es darum geht öffentlich zugängliche Kunst(werke) zu fotografieren, findet in Zusammenarbeit mit Europeana in Österreich, Finnland, Israel, Spanien (auf Barcelona beschränkt) sowie Schweden statt.
Das argentinische Chapter hat mit dem staatlichen Kulturinstitut der Provinz Buenos Aires einen Rahmenvertrag vereinbart, auf den nun zahlreichen Kooperation folgen können. Im Blog von Wikimedia Argentinien werden das Historische Archiv der Provinz und das Digitalisierungsprogramm für Museen der Provinz hervorgehoben, mit denen nun Projekt organisiert wird.
Am Sonntag (26. Mai) startet offiziell das australische GLAM-Projekt „Freopedia“, bei dem es vor allem darum geht QR-Codes an wichtigen und historisch bedeutenden Orten in der westaustralischen Stadt Freemantle anzubringen.
Der Schreibwettbewerb in der englischsprachigen Ausgabe der Wikinews endet am nächsten Wochenende (1. Juni 2013).
Im Blog von Wikimedia Deutschland berichtet Mathias Schindler von einer Veranstaltung im nordrhein-westfälischen Landtag, bei dem die Open-Government-Strategie des Landes Thema war.
Guillaume Paumier (Technical Communications Manager, WMF) hat auf der Tech-Ambassadors-Liste den neuen, wöchentlichen Newsletter über technische MediaWiki-Neuerungen vorgestellt. Hier finden sich zum Beispiel Statusupdates zum VisualEditor, zum Single User Login, dem neuen globalen Benachrichtigungstool Echo und der neuen Erweiterung für Diskussionsseiten, Flow. Damit diese Informationen die lokalen Communities besser erreichen, werden noch Übersetzer gesucht.
Quim Gil, IT Communications Manager bei der Wikimedia Foundation, hat eine neue Mailingliste für Software Quality Assurance (Software-Qualitätssicherung) angekündigt. Die Liste soll Diskussion zu dem Thema, z.B. Testverfahren, Beta-Cluster, Bug-Management und Community-Aktivitäten etc., bündeln. Mehr Informationen gibt es dazu auch auf der Bugzilla-Seite.
Runa Bhattacharjee des Wikimedia Language Engineering Teams berichtet im Blog der Wikimedia Foundation über die Entwicklung der MediaWiki-Erweiterung namens „Universal Selector Language“. Bei der Erweiterung geht es vor allem um die vollständige Darstellung aller Schriftsysteme und die Darstellung der Benutzeroberfläche in der jeweiligen gewünschten Sprache.
Wikimedia Deutschland veranstaltet 25. Mai seine Mitgliederversammlung sowie die Verleihung des Zedler-Preises, am 26. Mai findet ein Offener Sonntag in der Geschäftsstelle des Vereins statt. Die Geschichte des Zedler-Preises ist übrigens kurz im WMDE-BLog nachgezeichnet.
Wikimedia Niederlande veranstaltet den diesjährigen Wikimedia Hackathon in Amsterdam (24.-26. Mai).
Der Name von Preisverleihungen ist eine Sache für sich. Die berühmten Oscar-Verleihungen heißen eigentlich Academy Awards, werden aber trotzdem Oscars genannt. Warum, das ist bis heute nicht geklärt. In dieser Beziehung hat der Zedler-Preis für Freies Wissen der etablierten Filmauszeichnung einiges voraus: Er ist klar und eindeutig nach Johann Heinrich Zedler benannt, der im 18. Jahrhundert sein Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste veröffentlichte. Dieses Werk war das umfangreichste seiner Art in ganz Europa und unter jenen das erste, das wie Wikipedia von gleichberechtigten Mitarbeitern geschaffen wurde. Zedlers Name steht deshalb Pate für den Preis, mit dem Wikimedia Deutschland seit 2007 Personen, Gruppen und Projekte auszeichnet, die sich für Freies Wissen engagieren. Wenn die Ehrung am Samstag, den 25. Mai, bei der Preisverleihung in Berlin zum sechsten Mal vergeben wird, reihen sich die Gewinner in die Reihe der bisherigen 14 Preisträger ein. Hier eine kleine Rückschau, bevor am Samstag ebenfalls im Blog live ab 19 Uhr vom Zedler-Preis 2013 berichtet wird:
Zum ersten Mal wurde die Auszeichnung 2007 vergeben, damals noch als Zedler-Medaille. Aus einer ganzen Reihe nominierter Wikipedia-Artikel kürte die Jury damals den Artikel über Ludwig Feuerbach als Preisträger. Das Wissenschaftsjahr 2007 war den Geisteswissenschaften gewidmet, weshalb dieser Fokus auch bei den Zedler-Nominierungen aufgegriffen wurde.
Anders im Jahr 2008, das im Zeichen von Vasen und Dinosauriern stand: Im zweiten Veranstaltungsjahr wurden erstmals auch zwei Auszeichnungen vergeben. Im Bereich Naturwissenschaften gewann der Artikel Ceratopsidae, in den Geisteswissenschaften der Artikel über Schwarzfigurige Vasenmalerei.
Eine Frage der Grundsätze stellte sich offensichtlich im Jahr 2009. Wie im Vorjahr wurde mit dem Artikel über Segler (Vögel) ein naturwissenschaftlicher Beitrag ausgezeichnet, dazu gewann im Bereich Geisteswissenschaften die Schilderung einer politischen Kontroverse – die Filbinger-Affäre. Neu war die Auszeichung für einen dritten Beitrag, der laut Wikipedia in keine der beiden Kategorien zu passen schien. Mit diesem Sonderpreis wurde der Artikel Materialismusstreit bedacht.
Nach 2009 zeigte sich eine weitere thematische Öffnung. Freies Wissen ist natürlich nicht nur in Textform sichtbar, sondern u. a. auch in Bildern. Das wird nicht zuletzt bei allen mit dem Zedler-Preis ausgezeichneten Artikeln besonders deutlich, die traditionell hervorragend bebildert sind. Bei der Verleihung 2010 erhielt passender Weise zum ersten Mal ein Foto (Focus Stacking) einen Preis. Daneben gewannen die Artikel über die Besselschen Elemente (Naturwissenschaft) und über die Comic-Figur Dagobert Duck (Geisteswissenschaften).
Nach einem Jahr Pause gab der Zedler-Preis im Jahr 2012 endgültig die Trennung nach wissenschaftlichen Kategorien auf. Stattdessen wurde einfach ein Wikipedia-Artikel des Jahres ausgezeichnet, nämlich der Beitrag zur Nuklearkatastrophe von Fukushima. Zusätzlich ging der Neustart auch mit neuen Perspektiven einher: Neben den reinen Artikeln wurde mit dem österreichischen Portal Denkmallisten ein Community-Projekt ausgezeichnet sowie ein externes Projekt mit dem VroniPlag (und, ja, Sonderpreise gab es auch noch: für den Pizzakarton und die Blume der Woche).
Auch in diesem Jahr bestehen die übergreifenden Kategorien des Jahres 2012. Aus der Auszeichnung für einen geisteswissenschaftlichen Wikipedia-Artikel ist eine Ehrung für Freies Wissen in Wikipedia und darüber hinaus geworden. Jetzt heißt es, Daumen drücken für alle Nominierten und viel Glück!
Vor gut acht Wochen verkündete Sue Gardner, dass sich von ihrer Position als Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation zurückziehen wird. Damit beginnt eine Zeit der Veränderung bei der Stiftung, die alle Wikimedia-Projekte betreibt und unterstützt. Das Board of Trustees, höchstes Aufsichtsgremium der Stiftung, hat das sogenannte Transition-Team gebildet, bestehend aus einigen Boardmitgliedern, Mitarbeitern der Stiftung sowie Sue Gardner selbst. Dieses Team leitet die Suche und Einführung der neuen Geschäftsführung und sammelt gleichzeitig auch den Input aus den Communities.
Bereits am Wochenende hatte Jan-Bart de Vreede, Leiter des Transitions-Teams einen Entwurf der Stellenausschreibung auf Meta veröffentlicht und um Kommentare gebeten. Nun hat die Wikimedia Foundation die offizielle Jobausschreibung gestartet: Wikimedia Foundation: Executive Director. Die Suche wird von m/Oppenheim Associates betreut und begleitet, einem Unternehmen, das auf Personalvermittlung im NGO-Bereich spezialisiert ist
Die Vorsitzende des Board of Trustees, Kat Walsh, betont in einem ausführlichen Beitrag im Blog der Foundation, dass die Ausschreibung bewusst sehr frei und offen gehalten ist. Man sei nicht auf eine bestimmte Art von Person festgelegt. So könne es sein, dass diese aus den USA kommt – oder aus anderen Teilen der Welt; sie kann dem Wikimedia-Universum angehören – oder gerade die ersten Schritte auf’s Wiki-Parkett wagen; sie kann langjährige Führungserfahrungen in der Softwarentwicklung besitzen, oder im NGO-Bereich – alles ist möglich! Die Suche soll bis Oktober abgeschlossen sein – bis dahin steht Sue Gardner weiterhin an der Spitze der Foundation.
In ihrem Blogbeitrag bittet Kat darum, die Stellenanzeige möglichst weit und breit zu verteilen, um die Suche auch auf Kreise jenseits der gewohnten Filterbubbles auszudehnen: Nutzt eure manigfaltigen Online- und Offline-Kanäle und verbreitet diese Stellenausschreibung!
Neben dem Feedbackkanal über die Meta-Seiten gibt es aktuell noch eine tolle Möglichkeit, sich in die Transition einzubringen: Vom 1. bis 15 Juni 2013 laufen die Wahlen für drei Community-Sitze im Board of Trustees. Das Board wird intensiv in die Suche eingebunden sein und zusammen mit dem Transition-Team die Einführung der neuen Geschäftsführung begleiten. Ihr könnt die Kandidierende zu ihren Vorstellungen der neuen Geschäftsführung befragen und ihnen bei Gefallen eure Stimme geben!
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Druckfrisch liegt sie vor mir auf dem Tisch: die neue, verbesserte Auflage der so genannten GLAM-Broschüre, eine Handreichung für Kultureinrichtungen und Gedächtnisinstitutionen im deutschsprachigen Raum zu den Potenzialen der Zusammenarbeit mit Wikimedia-Projekten. Auf dem Cover – jetzt in einer höheren Auflösung – teilt Eva mit Adam die Frucht der Erkenntnis. Das ist die zentrale Botschaft der Broschüre: Erkenntnis kommt durch teilen. Gerade weil Albrecht Dürers Werk seit Jahrhunderten gemeinfrei ist, konnten wir das Motiv variieren und für unser Cover neu interpretieren. Der im Hintergrund durchschimmernde Wikipedia-Ball schlägt den Bogen von Adam und Eva zu uns in die Gegenwart.
Wir möchten Kulturinstitutionen ermuntern, und hier besonders diejenigen, die unter dem englischen Akronym GLAM für Galleries, Libraries, Archives und Museums zusammengefasst werden, sich aktiver in die Wikimedia-Projekte einzubringen. In fünf kurzen Kapiteln beleuchten wir verschiedene Aspekte. Besonderen Wert haben wir auf die Darstellung der unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit gelegt. Angefangen von einer einfachen Beratung, wie man Inhalte durch Freie Lizenzen im Netz sicht- und nutzbarer machen kann, über die Herausforderung, wie man sich als Institution regelkonform und konstruktiv in die Wikipedia einbringt, bis hin zu den Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Real-Life-Modus, wo Menschen in Fotoexkursionen oder Schreibwerkstätten einander begegnen. Wohlgemerkt immer vorausgesetzt, dass es gelingt, für die Gemeinschaft der Wikipedianer und Wikimedianer attraktive Angebote zu machen. Dafür haben wir den Text der Vorjahresauflage, die unter großem zeitlichen Druck für die Veranstaltung “Zugang gestalten!” entstand, vollständig neu geschrieben. Inhalte wurden gestrafft und stringenter in der Argumentation dargestellt. Beibehalten haben wir das durch viele Fotos und ein luftiges Layout aufgelockerte Design. Den Abschluss bildet ein kurzer Selbsttest zum Ankreuzen: “Wie halten Sie es mit der Wikipedia?” Die Broschüre ist eine Einladung an Mitarbeiter und vor allem Führungskräfte in den GLAM Institutionen, mit uns direkt Kontakt aufzunehmen. Alles weitere erwächst dann im gegenseitigen Dialog.
Die Broschüre ist ab sofort als PDF verfügbar. Gern schicken wir sie aber auch postalisch. Alle Bestandteile der Broschüre stehen unter der Lizenz CC-BY-SA 3.0. Der Text der Broschüre kann in der Wikipedia weitergeführt werden.
Sie erreichen uns telefonisch unter 030 219 158 26 – 44, per email unter kultur@wikimedia.de oder hinterlassen Sie einen Kommentar. Wir kommen gern mit Ihnen ins Gespräch.
Die seit 2012 mit eigener Mehrheit regierende Rot-Grüne Regierung von Nordrhein-Westfalen hat die Umsetzung einer umfangreichen Öffnungsstrategie angekündigt, wie sie bereits im Koalitionsvertrag beider Parteien vereinbart wurde. Die bisher konkreteste Verschriftlichung der Vorhaben zur “Open Government-Strategie Open.NRW” stehen in einem Eckpunktepapier, dem das Landeskabinett im April 2013 zugestimmt hat. Keine der dort getroffenen Aussagen soll in Stein gemeisselt sein, jede Aussage soll diskutier- und veränderbar sein. Nun denn, lasst die Diskussion beginnen!
Auf Einladung der Landesregierung habe ich an einer eintägigen Verstaltung im Landtag teilgenommen. Lob und Dank gilt den Organisatoren für eine dicht bepackte Veranstaltung.
Mein besonderes Augenmerk galt dem Bereich Open Data. Das Eckpunktepapier hält als tautologisch fest, dass alle offenen Daten mittelfristig offen (im Sinne der meistverbreiteten Definition) sein sollen. Und mit dieser Tautologie ist das Grundproblem von Open Data in NRW hervorragend umschrieben; es darf nicht wehtun. Gerade für die Nachnutzung spannende Daten (z.B. Geodaten des Landes) sollen nicht als Open Data freigegeben werden. Als Lizenzen für die Open Data-Strategie des Landes sind zwei Lizenzen im Spiel, die uns seit Monaten Kopfschmerzen bereiten: Die Datenlizenz Deutschland Namensnennung – Version 1.0 und Datenlizenz Deutschland Namensnennung – nicht kommerziell – Version 1.0. Während letztere ausdrücklich gar nicht erst als Open Data-Lizenz gedacht ist, enthält erstere so viele handwerkliche Mängel, dass sie derzeit auch als Freie Lizenz ausscheidet. OKFN und Wikimedia haben an der letzten Sitzung einer Arbeitsgruppe im Bundesinnenministerium teilgenommen, die zumindest die gröbsten Mängel dieser Lizenz beseitigen wird. Zumindest nach den Formulierungen des Eckpunktepapieres ist derzeit unklar, ob das NRW-Open Data-Unterfangen seinen Namen verdienen wird.
Unsere Empfehlungen an das Land NRW sind daher relativ wenig überraschend:
Weiterführende Links:
Zur Info: das Paradies liegt zwischen Hofreitschule und Heldenplatz; oder, um genauer zu sein, eine Art Wikipedianerparadies liegt dort. Am Ort befindet sich eine alte Bibliothek, atmosphärisch, mit besonderer Literatur. Das ganze in einem historischen Gebäude an prominenter Stelle; umgeben von spannenden Menschen. Alles steht für einen Wikipedianer bereit. Und zu allem Überfluss ist dieser Wikipedianer auch noch ausgestattet mit neuester Technik und quasi unendlicher Zeit, um mit Hilfe der Technik die Bibliothek in Wikip/media-Inhalte zu übersetzen. Willkommen bei Hubertl im Bundesdenkmalamt, und bei seinem Buchscannerprojekt.
Im Hofreitparadies
Aber um etwas weiter auszuholen, etwas Vorgeschichte zu erzählen, und etwas Kontext zu schaffen. Hubertl hat einst zusammen mit Karl Gruber und AleXXw per Antrag beim Community-Projekt-Budget von Wikimedia Deutschland plus einem Zuschuss von Wikimedia Österreich die Mittel für einen Buchscanner erstritten. Er hat es geschafft, den Scanner in einem Bibliotheksraum im österreichischen Bundesdenkmalamt in der Wiener Hofburg aufstellen zu lassen, und dem Bundesdenkmalamt unbegrenzten Zutritt zu Scanner, Bibliothek und Bundesdenkmalamt abzuhandeln. Dort kann er jetzt Tag und Nacht alte Bücher einscannen und neuere Bücher auswerten. Mittlerweile sind durch das Projekt im BDA viele viele tausend Scans zusammengekommen - mit der dazugehörigen Artikelerstellung könnte man vermutlich mehrere Wikipedianerleben füllen. Wer die ganze Vorgeschichte und Nachgeschichte noch ausführlicher lesen möchte, der sei auf den Bericht verwiesen.
Soweit ich mitbekommen habe, ist Hubertl auch fast Tag und Nacht da. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter scheinen ihn alle zu kennen, und wer Hubertl schon mal live erlebt hat weiß, dass er ganz erheblichen Charme entwickeln kann wenn er will. Es wundert mich nicht, wenn sie seinem Charme im BDA alle hilflos erlegen sind. Ich hatte schon stark den Eindruck, dass er jeden einzelnen Mitarbeiter dort von den Vorzügen der Wikipedia überzeugt hat, und nur noch kurze Zeit davon entfernt ist, sie alle zu Powerusern zu konvertieren. Hubertl läuft irgendwie im Wikipedia-öffentlichen Diskurs nicht als Wikipedian in Residence, ist aber letztlich ein großes Erfolgsmodell genau dafür: ein Wikipedianer, der in/an einer externen Organisation angesiedelt ist, Inhalte für die Projekte schafft, und in der Organisation Verständnis für Wikipedia weckt.
Wobei ich mich dann fragte: warum nicht mehr so? In der Intensität wie Hubertl es betreibt, geht so ein Projekt natürlich nur, wenn der WiR Zeit hat. Aber vielleicht geht es ja auch ähnlich und weniger intensiv. Vielleicht sollte man die Wikipedians in Residence (WiR) vielleicht anders denken? Bisher ist der WiR ja meistens eine befristete mehr oder weniger gut dotierte Stelle, für die halt irgendjemand ein Jahr/drei Monate/drei Wochen lang viel Zeit haben muss, und danach wieder weg ist. Es ist ein kurzes, intensives Institutions-Bearbeiten. Ließen sich WiRs nicht anders denken? Weniger intensiv aber langfristiger? Sei es im Fall von Hubertl, sei es aber auch für jemanden, der nur einmal die Woche kommt, dafür aber ein paar Jahre durchhält. Dafür braucht man keine ganze Stelle, sondern kann das ganze nebenbei mit oder ohne Aufwandsentschädigung machen. Nötig wären halt der Arbeitsplatz und ein Schlüssel, um dorthin zu gelangen. Oder halt jemand, der einen zum Arbeitsplatz lässt. Aber so ein ehrenamtlicher Wikipedian in Residence bei der Berliner Geschichtswerkstatt, oder der Staatsbibliothek, oder dem Leuchtbuchstabenmuseum, oder im Arboretum der Späthschen Baumschulen, oder whatever. Das wäre doch was.
Wien, nur fast so paradiesisch
Soviel zum Besuch im BDA. Nun gibt es aber auch natürlich profanere und sekularere Orte in Wien. Zum Beispiel gibt es die Geschäftsstelle von Wikimedia Österreich, die mir übrigens vorbildlich und ganz hinreißend Gastfreundschaft bot: Netterweise waren diverse Wiener Wikipedianer kurzfristig gekommen, um sich mit mir über paid editing zu unterhalten. Die inhaltliche Diskussion war spannend und interessant, aber wie sag ich’s ohne unhöflich zu sein, es gab jetzt nicht DIE eine neue Erkenntnis gegenüber all’ den anderen Diskussionen, die es hier und online schon gab. Besonders herausheben möchte ich dann aber noch den Hinweis auf die Wirtschaftskammer Österreich, die mir in der Form als Piefke natürlich eher unbekannt ist. Für deutsche: die Wirtschaftskammern sind sowas wie die IHKs, aber deutlich größer und einflußreicher und fester im System eingebunden, als ihr deutsches Gegenstück. Die Wirtschaftskammern wären ein optimaler Partner, wenn es darum ginge “die Wirtschaft” anzusprechen, und da das ja Österreich ist, sind die ja eh’ alle untereinander bekannt.
Dritter Termin: der Porträt/Blitzworkshop des österreichischen Landtagsprojektes, in den ich kurz hineinschnupperte. Und ich muss sagen: es war beeindruckend. Ich habe ja auch schon an diversen Stellen solche mehr oder weniger kommerziellen Workshops mitgemacht und in seltenen Fällen gegeben - der Workshop in Wien soweit ich ihn mitbekam war schon hochgradig geplant und durchorganisiert. Ein bisschen fühlte ich mich wie an einem kleinen Ort in Dithmarschen an dem ein Ufo gelandet ist, und plötzlich die Medien einmarschieren und alles mit Beschlag belegen. Bevor man mich jetzt missversteht: beim Workshop waren alle freiwillig, auch die Referenten, und soweit ich mich erinnere waren die einzig bezahlten Personen im Raum ich und Claudia, die Geschäftsführerin von WMAT. Aber dieser Workshop war schon auch kein Hobbyprojekt mehr, so wie man sich Hobbyprojekte normalerweise vorstellt.
Um mal den (schlechten) Wikipedia-Artikel zum Thema Professionalisierung zu zitieren: “Unter Professionalisierung im weiteren Sinne versteht man die Entwicklung einer privat oder ehrenamtlich ausgeübten Tätigkeit zu einem Beruf (entspricht: Verberuflichung). Eine solche Professionalisierung geht oft mit einer Steigerung der Effizienz einher. Im Rahmen der Professionalisierung werden häufig Qualitätsverbesserungen und Standardisierungen erreicht.” Der Wikipedia-Artikel ist zwar sehr povig, aber gerade in Hinsicht auf Effizienz und Standardisierung nicht unzutreffend. Der Workshop nun wiederum war schon deutlich mehr standardisiert und effizienter als der normale Wikipedianer-Gedingse. [Und ehrlich gesagt auch standardisierter und effizienter als das was ich mir unter Freizeitgestaltung vorstelle, aber ich bin ja auch nicht die Zielgruppe der Veranstaltung]. Insofern wundert es mich dann auch nicht wirklich, dass aus den fotografischen Kreisen im weitesten Sinne eine der ersten Ideen kam, die Organisation der Erstellung von Wikipedia-Inhalten als Profession zu betreiben. Abgesehen von allen anderen Fragen des paid-Contents: man muss es erstmal können. Man merkt, dass “die Fotografen” - [Kurze Anmerkung. Ja, es gibt nicht “die Fotografen” und jeder Fotograf ist anders; aber es gibt eine Gruppe von Leuten, die sich innerhalb der Wikip/media-Projekte vor allem mit Fotografie beschäftigen, und die es trotz aller verschiedenen Einstellungen und unterschiedlichen Herangehensweisen geschafft haben, eine herausragend koordinierte Zusammenarbeit innrhalb der Wikipedia und auch im Real-Life durchzuziehen] - einfach schon seit vielen Jahren Erfahrung und Wissen sammeln, wissen wie man sich organisiert und RL-Events durchplant. Da verwundert es dann auch nicht, dass sie die meiste Erfahrung im Schreiben von Anträgen und die meiste Planung darin haben, diese auch umzusetzen. Beeindruckend. Da stellt sich die Frage, ob es auch die Autoren schaffen in der Bildung solcher Strukturen nachzuziehen, oder ob eine so durchorganisierte Gruppe ein Einzelfall bleibt.
Auch der eher stille Finanzbereich lässt es sich nicht nehmen, über eine aktuelle Neuerung zu informieren. Gleichzeitig gebe ich meinen Einstand im Wikimedia-Blog:
Um über die Herkunft und Verwendung der zugegangenen Mittel so transparent wie möglich Auskunft zu geben, haben wir die Jahresabschlüsse von Verein und Fördergesellschaft erstmalig nach den Erfordernissen für spendensammelnde Organisationen aufgestellt. Ausschlaggebend für die Umstellung war, dass wir es aufgrund des Wachstums von Wikimedia Deutschland als notwendig erachtet haben, die Berichts- und Informationsfunktionen weiter auszubauen.
Die Abschlüsse folgen nun den Grundsätzen des Hauptfachausschusses 21 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (kurz: HFA21). Zuvor wurden die Jahresabschlüsse nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Dabei wird eine Vermögensübersicht aufgestellt, was vor allem auf Kapitalgesellschaften gemünzt ist, die Gewinn erzielen wollen. Wikimedia ist dagegen eine nicht-gewinnorientierte Organisation, die ihren Satzungszielen verpflichtet ist und keine Maximierung ihrer Mittel verfolgt. Die Umstellung nach HFA-Grundsätzen passt besser zu uns.
Natürlich werden auch weiterhin die Vorschriften des Handelsgesetzbuches befolgt. Die wesentliche Neuerung durch die HFA21 aber ist, dass erhaltene Gelder erst dann als vereinnahmt gelten, wenn sie satzungsgemäß verwendet worden sind. Dementsprechend werden Mittel erst bei Verausgabung erfasst, und zwar sowohl als Aufwendungen als auch als Erlöse in der Gewinn-und Verlustrechnung. Sofern Mittel vereinnahmt, jedoch im Berichtsjahr selbst nicht verausgabt wurden, werden sie bis zum Zeitpunkt der Auszahlung als noch nicht verbrauchte Mittel in das Folgejahr übertragen.
Damit lässt sich nun einerseits genau bestimmen, wie viel der erhaltenen Mittel jährlich für die Arbeit von Wikimedia Deutschland für die satzungsgemäße Arbeit eingesetzt wird, andererseits richtet sich die Perspektive weg von den Einnahmen hin auf die Mittelverwendung. Das ist noch detaillierter und transparenter als in den Vorjahren.
Wenn Ihr erfahren möchtet, wie die neuen Abschlüsse in der Praxis gestaltet sind, so werft einen Blick auf unseren aktuellen Tätigkeitsbericht.
Die OER-Konferenz 2013 (#OERde13) von Wikimedia Deutschland wird deutschsprachige Akteure rund um das Thema Open Educational Resources (OER), also freie Bildungsmaterialien, zusammenbringen. Sie findet im Spetember statt und setzt sich zusammen aus Fachkonferenz und Barcamp. Sie bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und sich zu vernetzen, denn bei Freien Bildungsinhalten geht es um gemeinsames teilen, mixen und bearbeiten. Sprich: Dem Kern der Wikimedia-Projekte.
Die Veranstaltung ist nur möglich durch eine Reihe von Partnen und Unterstützern, die wir daher im Folgenden näher vorstellen.
Partner der Konferenz sind die Medienanstalt Berlin-Brandenburg, Creative Commons Deutschland und das Collaboratory.
Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg hat sich in diesem Jahr den Förderschwerpunkt „Freie Bildungsinhalte im Internet“ gesetzt. Hier werden Medienkompetenzprojekte gefördert, die sich mit folgenden Fragen beschäftigen: Worin unterscheiden sich die Begrifflichkeiten? Was darf ich als Produzent oder Nutzer, was nicht? Welche Bildungsinhalte sind offen und frei zugänglich und im Bildungskontext geeignet? Wie kann ich diese Inhalte für die praktische Medienarbeit nutzen oder eigene Inhalte frei zugänglich machen? etc. Die Ausschreibung läuft noch bis 21.5.2013.
Creative Commons Deutschland setzt sich für freie Inhalte und verstärkt auch für Freie Inhalte in der Bildung ein. Zusamen mit P2PU hat Creative Commons die “school of open” ins Leben gerufen. Wikimedia Deutschland und Creative Commons Deutschland haben zu Beginn des Jahres die Bewegung nach Deutschland geholt und erste Workshops und Arbeitsgruppen initiiert. Creative Commons Deutschland wird uns im Review-Prozess und in der inhaltlichen Planung begleiten. Das Projekt P2PU bietet eine freie Peer-to-Lernplattform, auf der man eigene Kurse erstellen kann. Wer hier mitarbeiten möchte, kann entweder an den Kursen weiterarbeiten oder sich auf der Mailingliste eintragen.
Das Collaboratory ist eine offene Expertenplattform, die Akteure aus unterschiedlichen Themenfeldern vernetzt, darunter auch Medienkompetenz als Schwerpunkt im Bereich Bildung. Die Arbeitsgruppe (OHU) “Digitale Integration und Medienkompetenz” widmet sich in diesem Jahr ebenfalls dem Thema Open Education und Open Educational Resources. Sie verfolgt dabei das Ziel, an bisherigen Aktivitäten, bei der sie beteiligt war, anzuknüpfen (OER-Whitepaper, OERcamp) und möchte sich an der geführten Diskussion um digitale, offene Lehr- und Lernmaterialien beteiligen. Hier kann man sich dazu informieren und mitmachen.
Als Medienpartner konnten wir die Kooperationsprojekte der Bundeszentrale für politische Bildung, werkstatt.bpb und pb21, gewinnen! Diese werden dafür sorgen, dass auch über die Konferenz hinaus Interessierte an den Themen und Inhalten teilhaben können.
Außerdem unterstützen einige OER-Plattformen die Konferenz, denn offene Bildungsmaterialien sind in Deutschland noch ein junges Thema und es gibt viele einzelne Initiativen in denen Materialien gesammelt werden können. Ein gemeinsames Bündnis ist hier für alle hilfreich! Ein erster Blick auf die Projekte lohnt sich für alle Interessierten. Unterstützung ist zudem immer willkommen:
Auch Edutags unterstützen mittlerweile die Konferenz. Das Projekt Edutags setzt sich für die Auffindbarkeit Freier Bildungsinhalte ein. Der EduCamp e.v. unterstützt die Konferenz, da wir gemeinsam mit der Konferenz das OERCamp 2012 fortführen und so bewusst eine Mischung aus kurierten Beiträgen aus dem Call For Participation gewählt haben. Das offene BarCamp-Format ermöglicht es den Teilnehmern, sich vor Ort noch zu überlegen, was Themen sind zu denen sie miteinander sprechen möchten und Projektideen sind, die man gemeinsam weiter verfolgen möchte. Auf Mixxt kann man sich dazu vorab untereinander vernetzen.
Der Call For Participation geht noch bis zum 23.6.2013! Näheres zu Themen und Einreichung findet sich hier.
Über den Zeitraum bis zur Konferenz sollen noch viele kleine Aktionen in ganz Deutschland aus dem Themenfeld OER stattfinden. Alle Infos dazu findet hier auf dem Blog unter der Kategorie “Bildung und Wissen” oder auf unserer Website. Wer Themenvorschläge und Ideen dazu hat, der ist herzlich wilkommen sie auf Facebook, per Mail oder hier mit uns zu teilen. Wir freuen uns auf eine spannende Zeit!
PS: Und wer immer noch nicht genug hat, der Wikipedia-Artikel zu “Open Educational Resources” könnte noch weiter ausgearbeitet werden. Los geht’s !
Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.
Viel Spaß beim Lesen!
Frühere Ausgaben sind archiviert unter:
Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.
Am 17. Mai endet die Frist für die Einreichung von Kandidaturen für die diesjährigen Wahlen der Wikimedia Foundation. Gewählt werden drei Mitglieder für das wichtigste Gremium der Wikimedia Foundation, das Board of Trustees. Zusätzlich werden zwei Mitglieder für den Spendenverteilungsauschuss (Funds Dissemination Committee) sowie eine Ombudsperson für denselben Ausschuss gewählt.
Wikimedia Deutschland-Vertreter/innen waren mehrfach auf der Netzkonferenz re:publica vom 6.–8. Mai vertreten. Neben der Vorstellung und Diskussion des #zdfcheck (siehe letzte Wikimedia:Woche) gab es noch folgende Auftritte, die via Youtube verfügbar sind:
Das Affiliations Committee, die ehrenamtliche Arbeitsgruppe, die sich um neue und sich in Gründung befindliche Mitgliedorganisationen im Wikimedia-Universum kümmert, hat zwei Wikimania-Stipendien vergeben. Jeweils ein Mitglied von den noch nicht gegründeten Organisationen Wikimedia Bolivien und Wikimedia Slowakei erhält die Möglichkeit, zur Wikimania nach Hongkong zu fahren.
Nicole Ebber hat im Blog von Wikimedia Deutschland den Jahresbericht des Affiliation Committee zusammengefasst. Gleichfalls gibt es in der deutschsprachigen Wikipedia auch eine eigene Seite für eines der wichtigsten ehrenamtlichen Gremien im Wikimedia-Universum.
Wie die Geschäftsführerin von Wikimedia Israel auf der Mailingliste wikimedia-l schreibt, findet am 23. Mai der erste von WMIL organisierte Wikimedia-Hackathon auf dem Google Campus in Tel Aviv statt. Jede und jeder ist herzlich zur Teilnahme aufgerufen.
Am 2. Juni wird im Interdisciplinary Center in Herzliya, Israel, die fünfte israelische Wikipedia-Academy stattfinden. Hauptthema wird die Beteiligung von Frauen in der Wikipedia sein. Bishakha Datta, Mitglied des Board of Trustees der Wikimedia Foundation, wird die Keynote halten.
Sophie Österberg berichtet im Wikimedia Foundation-Blog über die Bildungsarbeit des schwedischen Wikimedia-Chapters.
Die Wikimedia Chapters Association (WCA) hat eine eigene Nachrichtenseite, das WCA/Journal, auf Meta-Wiki gegründet, das über die Wikimedia-Organisationen einschließlich der WCA berichten möchte.
Das französische Wikimedia-Chapter und die Open Knowledge Foundation (OKFN) haben vor kurzem einen gemeinsamen Wettbewerb gestartet, bei dem es darum geht, gemeinfreie Werke auf kreative Art und Weise zu nutzen und zu remixen. Der Wettbewerb läuft bis zum 31. Dezember 2013 und umfasst fünf Kategorien (Kunst, Literatur, Musik, Video und Technologie).
Albin Olsson (user:Abbedabb), Freiwilliger der schwedischen Wikimedia-Community, wurde von der EBU für den Eurovision Song Contest als Fotograf akkreditiert, Wikimedia Schweden unterstützt ihn dabei mit Technikbestand aus ihrem eigenem Technikpool.
Susana Morais, Ombudsfrau für das Funds Dissemination Committee, hat ihre Stellungnahme zu den Anträgen der leer ausgegangenen Bewerber WMCZ und WMHK abgegeben
Die Fundraising-Abteilung der Wikimedia Foundation hat ihren Bericht für das letzte Jahr veröffentlicht.
Wikimedia Deutschland hat einen Bericht über die Entwicklung der Ziele und Projekte im ersten Quartal 2013 veröffentlicht. Weitere Quartalsbericht folgen ab jetzt regelmäßig. Mehr dazu auch im Vereinsblog.
Die erste Ausgabe des neuen Newsletters der Wiki Project Med Foundation ist erschienen.
Die zehnte Ausgabe des Education-Newsletters ist erschienen.
Die diesjährige OKCon findet am 17. und 18. September 2013 in Genf statt. Themen sind zum Beispiel Open Data, Government and Governance; Open Science and Research; Open Culture und Technology, Tools and Business. Einreichungen für den Call for Proposals werden bis zum 24. Mai 2013 entgegengenommen. Early Bird Tickets gibt es bis zum 23. Juni 2013.
Am 13. Mai hat, wie angekündigt, die Testphase des #ZDFCheck begonnen. Zugleich wurde die Position des Wikipedian in Residence als Schnittstelle zwischen der Community und der Redaktion beim ZDF mit Tim Moritz Hector besetzt.
Wie Federico Leva auf der Mailingliste wikimedia-l berichtet, ist die Erneuerung, Aktualisierung und Lokalisierung der meisten Wikipedia-Logos inzwischen abgeschlossen, mehr als 108 Sprachausgaben verwenden nun ihr eigenes, übersetztes Logo. Die Anpassung und Übersetzung für die einzelnen Projekte wurde komplett von Ehrenamtlichen durchgeführt.
Ginevra Sanvitale und Virginia Gentilini des italienischen Chapters berichten im Blog der Wikimedia Foundation über einen Schreibwettbewerb über Frauen-Biografien in der bekannten Bibliothek Biblioteca Salaborsa in Bologna.
Guillaume Paumier (Technical Communications Manager, WMF) ruft auf der Wikitech-Ambassadors-Mailingliste dazu auf, Feedback zur Verbesserung der (globalen) Beobachtungsliste zu geben.
Brandon Harris, Senior Designer der Wikimedia Foundation, hat die neue Wikipedia-Erweiterung namens „Flow“ vorgestellt. Diese soll zukünftig die bisherigen Diskussionseiten ablösen. Es wird um Feedback gebeten.
Die Personalabteilung der Wikimedia Foundation hat allen ehrenamtlichen Mitarbeitern die Administratorenrechte für das Wiki der Foundation (wwww.wikimediafoundation.org) entzogen.
Auf der Mailingliste wikitech-l wurde bestätigt, dass die Testversion (Alpha) des VisualEditors in der englischen Wikipedia nur sehr wenig genutzt wird. In der deutschsprachigen Wikipedia liegt die Nutzung etwas höher.
Der weltweite Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments hat ein Redesign seiner Homepage erhalten.
Das Affiliations Committee (kurz AffCom) – ins Deutsche etwa mit „Arbeitsgruppe für Wikimedia-zugehörigen Gruppen und Organisationen“ zu übersetzen – ist eines der wichtigsten Gremien im Wikimedia-Universum. Die Arbeitsgruppe wurde 2006 gegründet, damals noch als “Chapters Committee”. Das AffCom begleitet Chapter und weitere Wikimedia-Gruppen auf ihrem Weg zur offiziellen Anerkennung durch die Wikimedia Foundation. Am Ende des Bewerbungsprozesses spricht es Empfehlungen an das Board of Trustees, dem Aufsichtsgremium der Wikimedia Foundation, hinsichtlich dieser Anerkennung aus.
Wie alle ehrenamtlichen Gremien im Wikimedia-Universium muss auch das Affiliations Committee einen jährlichen Bericht über die seine Arbeit veröffentlichen. Bence Damokos, Vorsitzender der Arbeitsgruppe, veröffentlichte nun den Bericht für das Jahr 2012 und zeigt, wie umfangreich aber auch wichtig ihre Arbeit ist. Der Bericht ist nachfolgend in Kürze zusammengefasst, die Langversion gibt es auf Meta und auch in deutscher Übersetzung zu lesen.
Im Jahr 2012 gab es eine gewichtige Änderung im Verhältnis zwischen der Wikimedia Foundation in San Francisco und den weltweit vertretenen Chaptern: Zusätzlich zu dem Konzept der Ländervertretungen – Wikimedia Deutschland war bei Gründung 2004 die erste dieser Art – schuf das Board of Trustees die Möglichkeit für sogenannte thematische Organisation oder Nutzergruppen, sich ebenfalls offiziell anerkennen zu lassen. Diese beiden Konzepte haben vor allem den Vorteil, dass sie nicht derart strenge Bedingungen und Auflagen wie die Ländervertretungen erfüllen müssen. Das Affiliations Committee hatte im vergangenen Jahr vor allem mit der Einführung dieser beiden Konzepte zu tun. Problematisch erwies sich vor allem, dass die Wikimedia Foundation parallel mit der Einführung noch nicht über eine Namenskonvention für diese neuen Modelle entschieden hatte. Die Nutzung der Wikimedia-Marken verlangt stets eine Genehmigung durch die Foundation; dies führte dazu, dass sich der Anerkennungsprozess bereits im letzten erheblich in die Länge zog.
Eine weitere Neuerung ist ebenso wichtig für das Committee: Erstmals verfügen die zehn Mitglieder über ein eigenes Budget, um Reisekosten zu decken und an Gruppen, die anerkannt werden wollen, eine Anschubfinanzierung vergeben zu können. Dafür wählte die Gruppe mit María Sefidari auch eine eigene Schatzmeisterin.

Chapters Committee Past Present Future – Bence Damokos Wikimania 2012 presentation (PDF); via Wikimedia Commons CC-BY-SA 2.0
Was bleibt nach dem Bericht? Mehr denn je wird deutlich, wie wichtig die Arbeit des Affiliations Committee ist – viele Wikimedianerinnen und Wikimedianer möchten sich organisieren, um ihre Arbeit besser zu fördern und zu bewerben und gleichzeitig neue Menschen für die Projekte zu gewinnen. Auf diesem Weg zur Institutionalisierung ist das Affiliations Committee das wichtigste Gremium, das mit Rat und Tat zur Seite steht. Das Committee selbst wünscht sich dabei in Zukunft auch proaktiv handeln zu können, um auf Gruppen in Ländern zugehen zu können und sie bei ihrer Institutionalisierung zu unterstützen.
Mit der Münchner Nutzergruppe (vorläufig unter dem Namen Wikimedia Stammtisch München) befindet sich übrigens auch eine Gruppe aus der deutschsprachigen Community im Bewerbungsprozess. Neben der Gründung eigener Nutzergruppen oder thematischen Organisationen kannst du dich auch an der Arbeit des AffCom beteiligen. So werden stets Übersetzer_innen gesucht, du kannst die Gründung neuer Gruppen begleiten und dem AffCom Feedback für seine Arbeit geben. Außerdem steht Ende 2013 die nächste Wahl an. Wenn du mit Interesse das Wachstum des Wikiversums verfolgst, Erfahrungen in der Communityarbeit hast, dir interkulturelle Kommunikation Spaß macht und du auch vor bürokratischen Aufgaben wie dem Prüfen von Satzungen und allgemeiner Verwaltung nicht zurückschreckst, dann bewirb dich für das Affiliations Committee! Ein Datum steht noch nicht fest, aber Interessierte können sich per Eintrag auf der Diskussionsseite benachrichtigen lassen.
Außerdem haben wir gerade die Projektseite Affiliations Committee in der deutschsprachigen Wikipedia angelegt, auf der wir zunächst Basisinformationen zum Affiliations Committee und den zugehörigen Organisationen weiterführende Links sammeln. Die Seite kann als erste Anlaufstelle dienen, hier können gerne Fragen auf Deutsch gestellt werden, die wir dann ans AffCom weitergeben. Außerdem werden wir dort Ende des Jahres die Wahl der neuen Mitglieder begleiten.
Bei Fragen stehe ich euch gerne zur Verfügung und stelle den Kontakt zu entsprechenden Ansprechpartner_innen im internationalen Wikimedia-Universum her.
Das “Q” steht für eine ganze Reihe von Dingen, sagt Wikipedia. Von Außerirdischen über schrullige Film-Wissenschaftler, Objekte in Wikidata bis hin zu mathematischen Symbolen. Und natürlich ist Q auch ein Buchstabe des lateinischen Alphabets, obendrein der am seltenste verwendete von allen 26. An diesem Nischendasein kann das Q auch nichts ändern, denn 1 unter 26 zu sein, das bedeutet noch nichts. Es kommt darauf an, wie Buchstaben kombiniert und wofür sie gebraucht werden. Sie sind Teile eines Ganzen. Bei Informationen und dem Umgang mit ihnen ist das ganz ähnlich: Dass es sie gibt, hilft alleine nicht weiter – nicht bei der sprichwörtlichen Flut täglicher Informationen.
Die regelmäßigen Berichte von Wikimedia Deutschland sollen verschiedenen Informationsbedürfnissen gerecht werden. Die Beiträge in diesem Blog sind zum Beispiel persönliche Erfahrungsberichte oder Ausblicke zu einzelnen Projekten und Neuigkeiten. Der vierwöchentliche WMDE-Monatsbericht ist dagegen eine Zusammenstellung vieler unterschiedlicher Informationen, sachlicher geschrieben, mit Verweisen auf Blogbeiträge oder andere weiterführende Quellen. Der jährliche Tätigkeitsbericht (kürzlich erschienen) enthält wiederum ganz andere Informationen, Zahlen, Daten und Fakten. Darin werden auch grundsätzliche Themen eingeführt, anders als in anderen Berichten. Das hat natürlich mit unterschiedlichen Zielgruppen, Erwartungen oder Rahmenbedingungen zu tun, …was an dieser Stelle aber zu weit führt. Denn viel wichtiger ist:
Wir haben jetzt auch ein Q!
Um genau zu sein, es ist ein Q wie in Quartalsbericht. Heute wurde der erste, Q1/2013, veröffentlicht. Was im Fokus steht, zeigt ein Zitat aus dem Bericht:
Das Medium Quartalsbericht ist Neuland für Wikimedia Deutschland und hat mehrere Aufgaben: Zum einen soll die regelmäßige Berichterstattung an alle Interessierten mit diesem weiteren Format erweitert werden. Zum anderen dient es dazu, nicht nur auf die Arbeit des Vereins zurückzublicken, sondern wertvolle Erkenntnisse für die weitere Planung und Umsetzung zu sammeln, sichtbar zu machen und dann nutzen zu können.
Die Angaben aus diesem Quartalsbericht dienen in Form des FDC Progress Report 1/2013 außerdem der Berichterstattung an das Funds Dissemination Committee (FDC), das Gremium zur internationalen Mittelverteilung in der Wikimedia-Bewegung. WMDE hat in der ersten Förderrunde des FDC Mittel für Projekte beantragt und bewilligt bekommen, mit denen die Ziele der Jahresplanung 2013 erreicht werden sollen.
Wie dieser Bericht genau entstanden ist, erklärt der Abschnitt “Über dieses Dokument”. Kommentare und Rückfragen werden gerne auf der Diskussionsseite aufgegriffen und beantwortet!
Der Quartalsbericht ist also ein erster Schritt, dem in Zukunft regelmäßig weitere folgen werden. Er ergänzt die bestehenden Berichtsformen, und zwar jenseits der kalendarischen Ebene von Monaten, Quartalen oder Jahren: Je weiter sich die kommenden Quartalsrückblicke entwickeln und aufeinander aufbauen, desto fundierter die Rückschlüsse für die Aktivitäten bei Wikimedia Deutschland. Um auf das Alphabet zurückzukommen, wir arbeiten sozusagen an guten Kombinationen.
Dieser Beitrag wurde von Sarah Khayati, Mitarbeiterin im Kooperationsprojekt “Diversität für Wikipedia” verfasst.
Welche Rolle spielt Diversität für die Qualität (der Beiträge) in der Wikipedia? Dieser Frage widmen wir uns in einem Workshop am 26. Mai 2013. Im Rahmen des Offenen Sonntags wollen wir gemeinsam Ideen und Erfahrungen zur Bedeutung von Diversität für die Qualität von Wikipedia austauschen, um Nachweise für die Rolle von Diversität für die Qualität von Wikipedia erarbeiten zu können.
Wir laden alle Interessierte am Thema, Wikipedianerinnen und Wikipedianer und Vereinsmitglieder herzlich dazu ein, gemeinsam nach möglichen Kriterien und Nachweisen zu suchen und sich aktiv an der Generierung und Entwicklung von entsprechenden Leitfäden zur Geschlechterdiversität und deren Anwendung zu beteiligen. Einige Fragen, die wir in diesem Rahmen diskutieren möchten sind:
Gibt es Nachweise dafür, dass die geringe Anzahl an Editorinnen (nach einigen Schätzungen sind nur ca. 9% der Autorenschaft Frauen) in der Wikipedia zu Qualitätseinbußen führt?
Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Diversität in der Autorenschaft und der Qualität der Wikipedia-Artikel? Woran können wir diesen festmachen?
Gibt es weitere Bereiche, z.B. verschiedene Arten der Zusammenarbeit in der Wikipedia, in denen wir einen Zusammenhang zwischen Diversität und Qualität vermuten/feststellen können?
Der Workshop ist Teil des Projektes zur Förderung von Wissens-Diversität in der Wikipedia in Zusammenarbeit mit dem Gender- und Technik-Zentrum der Beuth Hochschule für Technik Berlin. Er wird von der dortigen Gastprofessorin für Digital Media & Diversity, Ilona Buchem, geleitet.
Mehr zu dem Projekt findet Ihr auf der Homepage der Beuth Hochschule und bei Wikimedia Deutschland. Mehr Infos auch zu allen anderen Workshops am Offenen Sonntag findet Ihr hier. Und Rückfragen können gerne an mich gerichtet werden.
Der Offene Sonntag findet statt am 26. Mai 2013 in der Zeit von 9:00 bis 16:00 Uhr in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland e.V., Obentrautstr. 72, 10963 Berlin.
Kommt zahlreich und diskutiert mit!
Die Wahrheit ist verborgen, aber nichts ist schöner denn die Wahrheit. Hinter uns liegt eine aufregende Woche der re:publica in Berlin samt einstündiger Paneldiskussion zum Projekt ZDFCheck (wir berichteten darüber). Die re:publica-Veranstalter haben in Windeseile den Mitschnitt dieser Diskussion auf Youtube und unter die Lizenz Creative Commons CC BY-SA 3.0 gestellt, von dort erfolgte dann auch der Upload auf Wikimedia Commons.
Ab heute ist der zdfcheck.zdf.de mit einem ersten Faktencheck-Angebot online und die Einladung an die Netz-Community zur Beteilung an der Recherche steht.
Ebenfalls heute beginnt der “Wikipedian in Residence” seine Arbeit im Rahmen des Online-Angebots des ZDF. Nach dem Abschluss der Bewerbergespräche freuen wir uns, Tim Moritz Hector vorstellen zu dürfen. Tim ist Student der Politologie und Kommunikationswissenschaft in Münster und seit 2007 Wikipedianer, von 2008 bis 2012 als Admin. Seit 2012 ist er außerdem für das Referentennetzwerk tätig.
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Presseschau:
Crossposting mit dem Beitrag in der Wikipedia.
Vom 12. bis zum 14. April 2013 fand die Glamwiki 2013-Konferenz im Konferenzzentrum der British Library London statt. Aber bevor ich jetzt von der Konferenz erzähle, vielleicht für den Anfang noch mal drei Worte, was Glam ist: Glam kommt aus dem englischen Sprachraum und bedeutet Galerien, Libraries (Bücherein), Archive und Museen, kurz: Kulturinstitutionen im weiteren Sinne. Das sind die Institutionen, mit denen Wikipedia/Wikimedia gerne zusammenarbeiten würde, und um deren Aufmerksamkeit Wikim/pedia schon länger buhlt. Mittlerweile kommen wir aber dahin, dass auch Institutionen deutlich interessierter sind, und gerne „irgendwie in Wikipedia“ wären. In der Praxis gibt es allerdings noch sehr große kulturelle Unterschiede zwischen Wikipedia und Wikimedia und den Glams. Auch das, was Glams wollen, das was die ganzen Wikimedias wollen, und dem was die Wikipedianer wollen, liegt zum Teil noch sehr deutlich auseinander. Die Vorstellungen der Gruppen sind nicht unbedingt deckungsgleich, und auch die Gruppen in sich sind reichlich heterogen.
Trotzden aber gibt es auf allen Seiten Protagonisten, die diese Zusammenarbeit verstärken wollen. Die Protagonisten sind international mittlerweile recht gut über Mailinglisten, ein Glam Outreach Wiki und auch über persönliche Kontakte vernetzt. Diese Kontakte werden unter anderem bei Konferenzen bestärkt. Die Konferenz im April in der British Library sollte nun wiederum sowohl Wikip/medianer als auch Leute aus den Glams zusammenbringen, um einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch zu gewährleisten. Für mich war es eine praktische Gelegenheit, mal die gesamte internationale Glam-Szene auf einem Haufen live zu erleben, mitzukriegen was der Stand ist, wovon sie reden, was Ziele und Probleme sind, und wer in dem Bereich überhaupt aktiv ist.
Neben mir waren aus dem weit gefassten de.wikipedia-Universum zB noch Beat Estermann, Christoph Braun, Barbara Fischer, Ruben von WMAT, Daniel Mietchen, Stepro und Jens Best da. Dazu noch jede Menge Wikimedianer, diverse Wikipedianer, und eine ganze Menge Leute, die aus den Glams kamen - allerdings wiederum oft Technik- oder PR-Leute, weniger die Entscheidungsträger oder diejenigen in Glams, die inhaltlich arbeiten. Ein Großteil der Teilnehmer war tatsächlich Berufs-Glam und Hobby-Wikipedianer.
Die Anwesenden kamen vor allem aus Europa, besonders die Niederländer waren sowohl was ihre Anzahl als auch die inhaltliche Qualität ihrer Beiträge anging, herausragend. Briten waren natürlich auch viele da, deren Beiträge waren aber qualitativ deutlich weiter gestreut als die Beiträge von der Südküste der Nordsee. Es gab aber auch weltweit angereiste. So unterhielt ich mich zum Beispiel in einer Pause mit einer ursprünglich Deutschen, die mittlerweile mittelbar finanziert durch Google an einer Uni in Hong Kong zu Freier Kultur forscht. Das scheint in Asien aber ein eher schwieriges Konzept: Freie Kultur als Idee ist da wohl noch unbekannter als hier. Auf die Frage in die Runde in einer Veranstaltung, wieviel Anwesende Urlaub nehmen mussten um zu kommen, hat sich soweit ich sehen konnte etwa ein Drittel bis die Hälfte der Anwesenden gemeldet.
Die Konferenz diente vor allem der Kontaktpflege. Was die inhaltlichen Aspekte anging, wurde mir bis zum Ende nicht so ganz klar, um es jetzt eher eine Veranstaltung war, bei der Wikip/medianer um Glams werben, oder aber ob es um echten Erfahrungsaustausch ging, aber vermutlich war es irgendwie beides gleichzeitig. Auch das Verhältnis “zur Community” war etwas eigentümöich: zum einen die manchmal explizite, oft implizite, Distanzierung von all’ den komischen anstrengenden Menschen, die da Online rumlaufen; zum anderen das Gefühl, dass hier die eigentliche Community ist. Selten nur ergab der WMDE-Spruch von “den Communitys” so viel Sinn wie hier: Glammies sind eine Gruppe von Leuten, die mittlerweile sehr anders organisiert sind als die Kerncommunities, die international vernetzt sind, und die auch langsam und beständig daran arbeiten, sich mit externen Akteuren zu vernetzen.
Das ist eine Community im Wikip/media-Umfeld, die aber deutlich anders funktioniert als die Leute, die Artikel schreiben, in der Eingangskontrolle agieren und sich selten mal zum Stammtisch treffen. Was die “Professionalisierung der Wikipedia” und das Herauslösen aus einem reinen Hobbyprojekt angeht, ist Glam die Avantgarde.
So die Konferenz allgemein. Es war ja das erste mal, dass ich die Nicht-deutsche Glam-Bewegung tatsächlich in Person gesehen habe, und so insgesamt waren meine Eindrücke doch eher gemischt. Ein paar sehr fitte und interessante Leute (Andrew Gray, Maarten Brinkerink, ein paar Leute bei denen ich mich ernsthaft Frage, welches Chapter die freiwillig auf die Menschheit loslässt, eindrucksvolle Menschen beispielsweise vom Smithsonian und vom Rijksmuseum Amsterdam: die Eindrücke waren wild gemischt.
Inhaltlich waren meine Eindrücke auch durchaus gemischt. Gerade die werbenden Talks waren teilweise von deutlich verbesserungsfähiger Qualität. Wäre ich ein Glam, hätten diese Veranstaltungen mich eher abgeschreckt. Trotzdem auch - das mag auch eine persönliche Sache sein: Veranstaltungen auf denen sich alle Beteiligten andauernd versichern, wie toll sie sich gegenseitig finden, und wie unfassbar wichtig sie sind, sind nicht so mein Ding.
Die Veranstaltungen der Glams selber waren sehenswert. Michael Edson vom Smithsonian Institute dichtete sehr sehenswert über die Befreiung der Museen. Lizzy Jongman vom Rijksmuseum Amsterdam wiederum war sprachlich nicht ganz so eindrucksvoll, dafür aber inhaltlich wesentlich bestimmter. Die hat ein langes ausführliches Plädoyer dafür und darüber gehalten, warum das Rijksmuseum seine Sammlung unter freier Lizenz in höchstmöglicher Auflösung ins Netz lädt, und was sie auf ihrer Website mit den Bildern machen. Da musste ich dann ja fast ein bisschen weinen als ich an den traurigen Zustand von Commons dachte, und fragte mich, ob “wir” (als Wikipedia/Wikimedia) den Museen wirklich was zu bieten haben. Jongma hat natürlich am Ende pflichtschuldigst auch Wikimedia und Wikipedia gelobt und für wichtig erklärt. Aber so die leuchtenden Augen hatte sie eher bei den Wörtern Pinterest und Europeana.
Die Wikip/medianer waren vor allem sehenswert, wenn sie etwas inhaltsreicher wurden. Hier möchte ich ja besonders den Talk von Maarten Brinkerink hervorheben, der sich mal ernsthaft Gedanken macht ob und wie man den Erfolg einer Glam-Kooperation eigentlich messen kann. Das Interessiert sowohl die Glams als auch die Wikimedia-Organisationen, und die vorhandenen Meßmethoden stehen da alle noch sehr am Anfang: außer den reinen Aufrufstatistiken lässt sich kaum etwas herausfinden.
Projektweise für mich natürlich besonders spannend: der Vortrag “Professional GLAM staffers on Wikipedia”, der sich dann aber letztlich mehr mit den sehr grundlegenden Fragen auseinandersetzte, wie man die Staffers überhaup zum editieren bringt - weniger damit, was eigentlich passiert, wenn sie professionell editieren. (Natürlich außer dem Hinweis: schreibt nicht über Euch selbst]).
Ergiebiger war da der Workshop “Finding the Community” ganz am Ende, bei dem Sarah Stierch (mit dezenter Assistenz durch Andrew Gray) erklärt, wo man die Community findet. Spannend hier auch: “die Community” sind nicht nur die Leute, die schon Community, sondern auch die Externen Freundinnen und Freunde des Museums, die durch Glam-Kooperationen zum Editieren angeregt werden. Und hier nach dem Talk die Fragerunde: erste Frage (nicht von mir!): wie sieht es mit Paid Editing aus? Spontane Antwort: “Oh shit”. Letztlich gab es die Diskussion, dass das alles sehr kompliziert ist, und man zu dem Thema eigene Konferenzen oder Workshops machen kann.
Aber auch mein Eindruck hat sich bestätigt, dass das der große Große Gorilla im Raum ist, über den bei Glam niemand gerne redet. „Vermeide Interessenkonflikte“ ist Konsens, aber natürlich gibt es viele Formen des Paid Editing, die kein direkter Interessenkonflikt sind und über die man sehr verschiedene Meinungen haben kann. Besonders schön und nachvollziehbar fand‘ ich dann aber auch Sarah. Irgendein Chapter (Israel? Niederlande?) brachte mal wieder ins Spiel, dass ein “Wikipedian in Residence” alles darf außer Artikel editieren. Worauf Sarah dann sinngemäß meinte „Ich bin Wikipedianer. Ihr wollt mir das editieren verbieten? Dann werde ich depressiv.“ Sie hat es aber schöner gesagt, leider habe ich kein Wortprotokoll und ausgerechnet von der Veranstaltung gibt es auch kein Video.
Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.
Viel Spaß beim Lesen!
Frühere Ausgaben sind archiviert unter:
Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.
Jan-Bart de Vreede, Mitglied des Board of Trustees der Wikimedia Foundation, berichtet auf der Mailingliste wikimedia-l von Neuigkeiten aus dem sog. Transition Team. Auf Meta befinden sich nun ein erster Zeitplan für den Übergang der Geschäftsführung, eine Sammlung der häufigsten Fragen (FAQ) zu dem Thema sowie eine Liste von möglichen Kontakten und Multiplikatoren, die helfen könnten, eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für Sue Gardner zu finden. Gerade bei der “Connectors List” bittet de Vreede um Mithilfe!
Der Bereich Bildung und Wissen von Wikimedia Deutschland hat einen Bericht über die Bildungsprojekte von 2010 bis 2012 veröffentlicht.
Die Ombudsmann-Kommission bittet um Kommentare:
Wikimedia Deutschland, Monatsbericht April
Wikimedia Frankreich, Monatsbericht April (bisher nur auf Französisch)
Sarah Stierch ruft im Blog der Wikimedia Foundation zur Teilnahme am “Program Evaluation and Design workshop” in Budapest auf. Die Teilnehmer sollen dabei erlernen, wie Projekte und Programme sinnvoll evaluiert werden können.
Andrea Zanni und David Cuenca berichten im Blog der Wikimedia Foundation über den Start ihres Projektes “Wikisource vision”, das die Entwicklung des Schwesterprojekte fördern möchte. Das Projekt hatte im letzten Monat eine Förderung aus “Individual Grant Program” der Foundation erhalten.
David Cybulska gibt im Blog von Wikimedia UK einen Rückblick auf die vergangene Konferenz “GLAM-Wiki 2013″ in London.
Vibha Bamba gibt in einem Beitrag im Blog der Wikimedia Foundation einen Rückblick auf den Iconathon Anfang April, bei dem es darum ging neue (freie) Icons zu erschaffen.
Wie Tomasz Kozlowski auf der Mailingliste wikimedia-l schreibt, ist Wikipedia wieder verstärkt unter der Beobachtung seitens russischer Behörden. Derzeit sind 15 Artikel (13 aus der russischsprachigen und 2 aus der englischsprachigen Sprachversion) zum Thema Drogen und Suizid gesperrt.
Runa Bhattacharjee des Wikimedia Language Engineering-Team berichtet im Blog der Wikimedia Foundation über die neuen Entwicklungen für die Sprachlinks (im Vector-Design auf der linken Seite) für Wikipedia.
Oliver Keyes, Community Liaison, Product Development bei der WMF, schreibt über die Reaktionen auf und die Philosophie hinter Echo, dem neuen Benachrichtigungssystem, das gerade in der englischsprachigen Wikipedia eingeführt wurde: “Why are you turning Wikipedia into Facebook?”
Erik Moeller, Chef der Abteilung für Engineering and Product Development der Foundation, stellt auf der Mailingliste wikimedia-l den neuen Verantwortlichen für das Team der User Experience, Jared Zimmerman, vor.
Magnus Manske beschreibt im Blog von Wikimedia Deutschland die umfangreiche Auswahl an bereits bestehenden (und zu entwickelnden) Tools für Wikidata.
Zur Kooperation zwischen Wikimedia Deutschland und dem ZDF gibt es jetzt eine FAQ in der Wikipedia.
Auf der re:publica wurde das Projekt vorgestellt. Eine Videoaufzeichnung findet sich auf YouTube.
In der Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht (ZUM) 5/2013 erschien ein Aufsatz “Persönlichkeitsschutz durch Selbstregulierung in der Wikipedia”, der die juristischen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten für Betroffene beschreibt:
Oder etwas weniger polemisch gesagt: die ganzen Analyse- und Metrik-Tools, die sich so langsam für Wikipedia entwickeln, sind eigentlich nur im Zusammenhang mit Paid Editing im weiteren Sinne interessant.
Wer “einfach so” Wikipedia editiert, der hat zwar eventuell ein kursorisches Interesse an der Wikung seiner Beiträge, letztlich machen das aber alle aus Spaß an der Freud oder für ein höheres abstraktes Ziel - nicht für konkrete Zielerreichung, das sich irgendwie sinnvoll in Zahlen messen lässt. Ob ich Spaß habe, weiß ich so, und wenn es um Weltrettung geht, sind Einzelzahlen keine sinnvolle Größe.
Ganz anders sieht das aus, wenn man einem Auftraggeber/Geldgeber die Effektivität der eigenen Bemühungen nachweisen muss. Dann sind möglichst viele Zahlen und Wirkungsnachweise und Evalutionsnachweise Gold wert, und um die Erstellen zu können, bedarf es den Metriken und den Analyse-Tools.
Das bisherige Fehlen solcher Tools dürfte einer der Gründe sein, warum Wikipedia deutlich weniger Social-Media-Kommunikations-Betroffen ist als viele andere Websites.
Mehr dazu demnächst.
Der Bereich „Bildung und Wissen“ entstand Anfang 2012, um die Bildungs- und Wissensarbeit von Wikimedia Deutschland zu bündeln und zu professionalisieren, die Reichweite der Angebote zu erhöhen, neue Formate zu entwicklen und innovative Themenfelder zu besetzen. Im Rahmen dieser Zusammenführung wurden alle bisherigen Bildungsaktivitäten ausgewertet: dazu gehörten Aktivitäten mit Frauen, an Schulen, an Hochschulen und mit Älteren Menschen. Ziel des vorliegenden Berichts ist eine kritische Reflexion der bisherigen Aktivitäten und daraus resultierenden Schlussfolgerungen:
Strukturen: Zielgruppenorientierung, begleitende Strukturen und neue Angebotsformen
Qualitätssicherung: Etablierung von Qualitätssicherungsmechanismen auf den unterschiedlichen Ebenen
Ehrenamtliches Engagement: Zusammenspiel von Freiwilligkeit und strukturierter Bildungsarbeit
Materialentwicklung: Entwicklung professioneller Materialien für unterschiedlichste Kontexte
Kooperationen: Einbindung von Partnern in die konzeptionelle Arbeit und langfrsitige Zusammenarbeit
Inhaltliche Schlussfolgerungen: Möglichkeiten der Partizipation, Themen, Wiki-Kommunikation
Die gewonnen Ergebnisse sind eine selbstkritische Bilanzierung von Stärken und Schwächen der bisherigen Arbeit. Damit bildet der Bericht die Basis für Entscheidungen in Organisationsentwicklungsprozessen und dient der Weiterentwicklung der Bildungsarbeit von Wikimedia Deutschland. Wir danken allen, die an diesem Bericht mitgewirkt haben!
Und hier geht’s zum Bericht. Rückfragen und Anmerkungen gerne an uns per E-Mail.
Der folgende Beitrag ist ein Gastbeitrag von Magnus Manske, aktiver Toolentwickler rund um Wikidata und Autor der Software aus der später MediaWiki wurde.
Wikidata ist das jüngste Kind der Wikimedia-Familie und dient hauptsächlich als „Commons für Faktoide“, also als zentrales Archiv für die Schlüsseldaten der Wikipedia-Themen sowie für die Links zwischen den zahlreichen Sprachausgaben. Derzeitig umfasst Wikidata schon über 10 Mio. Items, mehr als jede Sprachausgabe von Wikipedia (momentan existieren 4,2 Mio. Einträge in der enlischsprachigen Wikipedia). Und obwohl Wikidata – genau wie Commons auch – hauptsächlich der Unterstützung von Wikipedia und ihren Schwesterprojekten dient, bietet es einen wesentlichen Mehrwert: Wikidata stellt maschinenlesbare, vernetzte Daten über Millionen von Themen in vielen Sprachen über eine Standard-Schnittstelle (API) bereit.
Von den bescheidenen Anfängen der Erforschung künstlicher Intelligenz über heutige Anwendungen wie Google Knowledge Graph und Wolfram Alpha bis hin zu zukünftigen Systemen wie „intelligenten“ User Agents oder (wer weiß?) der Singularität – ein derart strukturierter Datenbestand gilt schon lange als der „Heilige Gral“ der Computerwissenschaft.
Der Umfang einer solchen Datensammlung kann allerdings beängstigend sein. Während einige Unternehmen über genügend Mittel verfügen, um derartige Projekte zu finanzieren, haben andere Gruppen (wie etwa DBpedia) versucht, sich die in Wikipedia gespeicherten und frei zugänglichen Daten zunutze zu machen. Aber Wikidatas Mix aus Bearbeitungen von Menschen und Bots sorgt zusammen mit dem umfangreichen Wissensbestand von Wikipedia und einer Reihe innovativer Funktionen, wie z. B. mehrere Eigenschaftstypen, Quellenanmerkung und Qualifizierern, für einen Qualitätssprung im „Web of Knowledge“. Und mittlerweile gibt es einige Tools, die sich dieser Funktionen bedienen und das Potenzial des Web of „Knowledge“ erschließen. Eine relativ vollständige Liste dieser Tools gibt es hier.
Für ein sehr anschauliches Beispiel für solch ein Tool schau dir Mozart an. Das Tool ermöglicht nicht nur eine bloße Erfassung und Darstellung der Daten, sondern es „versteht“, dass dieses Item eine Person ist, und fragt zusätzliche, personenspezifische Items wie etwa Verwandte ab. Darüber hinaus zeigt es personenspezifische Informationen, wie z. B. Normdaten, die sich nicht auf andere Items beziehen. Mozarts Kompositionen werden aufgelistet und können auf der Seite wiedergegeben werden, wenn sie als Datei in Commons vorliegen. Bis zu einem gewissen Grad können auch die Sprachinformationen in Wikidata genutzt werden, sodass dieselbe Seite (größtenteils) auf Deutsch aufgerufen werden kann.
Anstatt nur nach den direkten Verwandten zu suchen, kann ein Tool auch eine „Kette“ von bestimmten Eigenschaften zwischen Items verfolgen und einen „Item-Cluster“ – wie etwa einen Stammbaum (hübscher und umfangreicher Stammbaum von Mozart) – erzeugen. Der Stammbaum um John F. Kennedy herum enthält mehr als 10.000 Menschen. Auf ähnliche Weise kann ein Tool taxonomische Verbindungen zwischen Arten bis hin zu den Ursprüngen verfolgen und daraus einen vollständigen Lebensbaum (Achtung: riesige Seite!) erzeugen.
Diese Tools zeigen, dass Wikidata, obwohl es noch in den Kinderschuhen steckt, mit einem recht mäßigen Programmierungsaufwand komplexe Ergebnisse erzeugen kann. Eine futuristischere Demonstration der Möglichkeiten bietet das sprechende Wiri (Google Chrome empfohlen).
Diejenigen, die bereits freiwillig an Wikimedia-Projekten mitgewirkt haben, wird es nicht überraschen, dass auch für Wikidata immer mehr Tools zum Editieren zur Verfügung stehen. Einige dieser Tools verfügen über eine Doppelfunktion zur Abfrage von Wikidata und Anzeige der Ergebnisse einerseits, und zum Aufzeigen noch ausstehender „To-dos“ andererseits. Bei einem Blick auf die Aufteilung der Genres von Fernsehserien auf Wikidata wird schnell erkennbar, dass weit mehr als die Hälfte überhaupt keinem Gerne zugewiesen ist. (Tipp: Klicke in dem Tortendiagramm auf ein Tortenstück, um die zugehörigen Items anzuzeigen. Kannst du Lost irgendeinem Genre zuordnen?).
Bei der Bearbeitung in Wikidata wird ein Item normalerweise durch Suche nach seinem Namen verlinkt. Schlechte Karten hat man aber, wenn man nach „John Taylor“ sucht, denn im Moment gibt es 52 Items mit dem Namen, aber ohne verwertbaren Beschreibungen dazu. Will man alle Items finden, die dasselbe Label verwenden, hilft der Terminator weiter. Dieses Tool stellt außerdem eine täglich aktualisierte Liste mit Items bereit, die denselben Titel, aber keine Beschreibung aufweisen.
Auf ähnliche Weise lassen sich Items nach Wikipedia-Kategorie suchen. Wer einen komplexeren Filter benötigt, sein eigenes Tool schreiben möchte oder nach einer Lösung zur Arbeitserleichterung sucht, kann ein Tool verwenden, das zum Beispiel Opern ohne Librettist findet (zur Änderung der Anfrage muss allerdings die URL bearbeitet werden).
Zusätzlich existieren viele Tools auf JavaScript-Basis, mit denen direkt in Wikidata gearbeitet werden kann. Ob man nun alle Sprachlinks oder die komplette Taxonomie aller Arten mit einem einzelnen Klick importieren, das gegenwärtige Item als weibliche Fußballspielerin aus Bosnien festlegen oder Eigenschaften eines Items auf alle Items in derselben Wikipedia-Kategorie übertragen möchte – für all diese Aufgaben stehen Tools zur Verfügung.
Während die meisten dieser Tools zwar kaum mehr als Demos sind oder hauptsächlich Wikidata und seinen Editoren dienen, zeigen sie doch das außerordentliche Potenzial dieses Projekts. Es kann sein, dass auf Wikidata nicht sehr viel über den Erzherzog Ernst von Österreich zu erfahren ist, aber immerhin mehr als unter dem Eintrag in der englischsprachigen Wikipedia über ihn (der nämlich nicht existiert). Vielleicht reichen die Informationen aber aus, um einen Stub-Artikel zu schreiben. Und je mehr Daten hinzugefügt werden, je mehr Datentypen (Datum, Ort usw.) bereitgestellt werden und je effektiver sind die Möglichkeiten zur Abfrage von Wikidata, bin ich mir sicher, dass in naher Zukunft etliche und viel erstaunlichere Tools geschrieben werden – es sei denn, die Singularität schreibt sie für uns.
(Die deutsche Version dieses Artikels ist hier.)
The following is a guest post by Magnus Manske, active tool developer around Wikidata and author of the software that later evolved into MediaWiki.
Wikidata is the youngest child of the Wikimedia family. Its main purpose is to serve as a “Commons for factoids”, a central repository for key data about the topics on, and links between, the hundreds of language editions of Wikipedia. At time of writing, Wikidata already contains about 10 million items, more than any edition of Wikipedia (English Wikipedia currently has 4.2 million entries). But while, as with Commons, its central purpose is to serve Wikipedia and its sister projects, Wikidata has significant value beyond that; namely, it offers machine-readable, interlinked data about millions of topics in many languages via a standardized interface (API).
Such a structured data repository has long been a “holy grail” in computer science, since the humble beginnings of research into artificial intelligence, to current applications like Google’s Knowledge Graph and Wolfram Alpha, and towards future systems like “intelligent” user agents or (who knows?) the Singularity.
The scale of any such data collection is a daunting one, and while some companies can afford to pour money into it, other groups, such as DBpedia, have tried to harvest the free-form data stored in Wikipedia. However, Wikidata’s mixture of human and bot editing, the knowledge of Wikipedia as a resource, and evolving features such as multiple property types, source annotation, and qualifiers add a new quality to the web of knowledge, and several tools have already sprung up to take advantage of these, and to demonstrate its potential. A fairly complete list is available.
For a straight-forward example of such a tool, have a look at Mozart. This tool does not merely pull and display data about an item; it “understands” that this item is a person, and queries additional, person-specific items, such as relatives. It also shows person-specific information that does not refer to other items, such as Authority Control data. Mozart’s compositions are listed, and can be played right on the page, if a file exists on Commons. To a degree, it can also use the language information in Wikidata, so you can request the same page in German (mostly).
Instead of looking only for direct relatives, a tool can also follow a “chain” of certain properties between items, and retrieve an “item cluster”, such as a genealogical tree (pretty and heavy-duty tree for Mozart). The Wikidata family tree around John F. Kennedy contains over 10.000 people at time of writing. In similar fashion, a tool can follow taxonomic connections between species up to their taxonomic roots, and generate an entire tree of life (warning: huge page!).
These tools demonstrate that even in its early stages, Wikidata allows to generate complex results with a fairly moderate amount of programming involved. For a more futuristic demo, talk to Wiri (Google Chrome recommended).
Unsurprisingly to anyone who has volunteered on Wikimedia projects before, tools to help with editing are also emerging. Some have the dual function of interrogating Wikidata and displaying results, while at the same time informing about “things to do”. If you look at the genre of television series on Wikidata, you will notice that over half of them have no genre assigned. (Hint: Click on the “piece of pie” in the pie chart to see the items. Can you assign a genre to Lost?).
When editing Wikidata, one usually links to an item by looking for its name. Bad luck if you look for “John Taylor”, for there are currently 52 items with that name but no discerning description. If you want to find all items that use the same term, try the Terminator; it also has (daily updated) lists with items that have the same title but no description.
Similarly, you can look for items by Wikipedia category. If you want some more complex filter, or want to write your own tool and look for something to ease your workload, there is a tool that can find, say, Operas without a librettist (you will need to edit the URL to change the query, though).
There are also many JavaScript-based tools that work directly on Wikidata. A single click to import all language links or species taxonomy from Wikipedia, find authority control data, declare the current item to be a female football player from Bosnia, or apply the properties of the current item to all items in the same Wikipedia category — tools for all of these exist.
While most of these tools are little more than demos, or primarily serve Wikidata and its editors, they nicely showcase the potential of the project. There might not be much you can learn about Archduke Ernest of Austria from Wikidata, but it is more than you would get on English Wikipedia (no article). It might be enough information to write a stub article. And with more statements being added, more property types (dates, locations) emerging, and more powerful ways to query Wikidata, I am certain we will see many, and even more amazing tools being written in the near future. Unless the Singularity writes them for us.
by Achim Raschka (noreply@blogger.com) at May 04, 2013 05:00 PM
Wikimedia Deutschland unterstützt den bald startenden Online-Faktencheck der Sender ZDF und Phoenix zur Bundestagswahl. Wikipedianer werden über WMDE angesprochen, sich aktiv am Faktencheck zu beteiligen. Dafür stellt WMDE einen Wikipedian in Residence als Botschafter zwischen dem Vorhaben der Sender und der Community ein. Das Projekt ist ein erster Schritt hin zu freien Inhalten von öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Bis jemals eine CC-BY-SA-lizenzierte Tagesschau über die Bildschirme flimmern wird, werden vorraussichtlich noch viele Initiativen nötig sein; kein Grund jedoch, nicht schon im Kleinen anzufangen. Das dem Faktencheck zugrunde liegende Arbeitsprinzip übernimmt die erprobten Redaktionsanweisungen aus einem bekannten Enzyklopädieprojekt: Jeder kann mitmachen, Aussagen sind neutral und belegt und die Versionsgeschichte ist stets nachvollziehbar. Die für diese Webseite des ZDF erstellten Inhalte werden unter einer freien Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht, jede(r) kann damit diese Inhalte weiternutzen.
Wir sind insbesondere für jede Art von Rückmeldung, Kritik, Verbesserungsvorschlägen dankbar und haben die nach der Veröffentlichung des Projekts entstandene Diskussion im Wikipedia-Kurier und an anderen Orten verfolgt und uns nach besten Kräften eingebracht. Auch die über die Umfrage eingehenden Einschätzungen sind für uns wichtig, wir erhoffen uns weitere intensive Beteiligung, sowohl am Projekt selbst als auch an der kritischen Begleitung.
Ansprechpartnerin ist Barbara Fischer. Das Vorhaben gehört zum Jahresprojekt Gewinnung von Exzellenzpartnern.
Am Montag den 22.4. wurde in der Invalidenstraße in Berlin Mitte die neue Sonderausstellung “Entwicklungen – 60 Jahre Entdeckung der DNA-Struktur” unseres Partners Berliner Museum für Naturkunde eröffnet. Die Arbeit an dem parallel zur Ausstellung laufenden Portal DNA in der Wikipedia ist bereits angelaufen. Die Herausforderung wird darin bestehen, die Arbeitsabläufe des Museums mit dem Workflow der Wikipedia-Autoren noch besser zu harmonisieren.
Das Vorhaben gehört ebenfalls zum Jahresprojekt Gewinnung von Exzellenzpartnern.
Als erstes “GLAM on Tour”-Projekt startet die Kooperation mit dem Braunschweiger Landesmuseum / 3 Landesmuseen durch. Lokale und thematisch interessierte Wikipedianer, WMDE-Vereinsmitglieder und Mitarbeiter sowie Freiwillige/Förderer des Museums verbringen unter dem Motto “Die Römer kommen!” gemeinsam ein Wochenende . Eine entsprechende Wikipedia-Seite existiert bereits. “Die Römer kommen!”, so heißt auch die für September geplante niedersächsische Landesausstellung über eine der wichtigsten aktuellen archäologischen Grabungsstellen der römischen Geschichte. In diesem Kontext wird eine Exkursion zum Grabungsfeld der nördlichsten Römerschlacht, eine Schreibwerkstatt sowie ein Musketiertreffen in Braunschweig ausgerichtet.
Weitere Informationen stellt gerne Lilli Iliev. Diese Kooperation ist Teil des Jahresprojekts GLAM on Tour.
Um die organisatorischen Voraussetzungen für ein besseres Monitoring der EU-Gesetzgebung zu schaffen, gab es am 6./7. April ein erstes Vernetzungstreffen von ehren- und hauptamtlichen Wikimedianern aus mehreren Ländern in Brüssel. Jan Engelmann hat über die grundsätzlichen Herausforderungen und die ersten Ergebnisse bereits im Vereinsblog berichtet, auf der Chapter-Konferenz in Mailand präsentierte Niko Becker den Stand der Dinge.
Mehr über das Projekt Roadmap nach Brüssel gibt es im Meta-Wiki.
In diesem Monat wurden die Grundsteine für die OER-Konferenz im Herbst gelegt. Ein großer Teil bestand dabei aus Partnerakquise, Öffentlichkeitsarbeit und Konzepterarbeitung. Zudem fanden diverse Treffen innerhalb der Geschäftsstelle statt, um Schnittmengen und Formen der Zusammenarbeit mit anderen Projekten in diesem Feld zu formulieren. Am 30.4.2013 startete der Call-for-Papers, bei dem jeder herzlich dazu aufgerufen wird, Ideen und Projekte einzureichen.
In der praxisbezogenen Lehrveranstaltung “Mediendidaktik und Konzeption” an der Beuth-Hochschule Berlin, unserem Kooperationspartner, widmen sich die Studierenden dieses Semester der Konzeption von digitalen, webbasierten Lernmaterialien für Wikipedia. Erklärter Fokus ist dabei ein Bezug zur Geschlechtervielfalt. Die Themen reichen von Feedback-Geben und -Nehmen über Konfliktmanagement bis hin zur Mobilisierung, in der Wikipedia mitzumachen. Fragen hierzu können gerne an Julia Kloppenburg gerichtet werden.
Innerhalb des Bereichs haben wir in diesem Monat intensiv an der Erarbeitung und Fertigstellung des Berichts zu den bisherigen Aktivitäten gearbeitet. Daraus und aus der Veränderung innerhalb des Referentennetzwerkes ergaben sich Veränderungen im Projekt. Für die Initiative bedeutet dies, dass wir nun bald für alle Interessierte in eine offene Brainstormingphase gehen werden, wie zukünftig Frauen zum Mitmachen an den Wikimedia-Projekten motivieren können. Viele Ideen gibt es dazu bereits, weitere werden gesammelt. Eine gute Gelegenheit dazu wird der Offene Sonntag nach der Mitgliederversammlung am 26.5.2013 in Berlin sein. Fragen und Anregungen dazu gerne an Elly Köpf.
Ein wichtiger Schritt für die Veränderung innerhalb des Bereichs “Bildung und Wissen” ist die Veränderung innerhalb des Referentennetzwerks. Zentraler Punkt, nicht nur bezüglich der Auswertung der bisherigen Aktivitäten, sondern auch bezüglich neuer Formen der Zusammenarbeit war diesbezüglich das ReferentenCamp in Papenburg. Die vielseitigen Sichtweisen werden im Bericht einiger TeilnehmerInnen des Camps und dem daraufhin veröffentlichten Bericht der Geschäftsstelle im Wikipedia-Kurier deutlich. Über die Art und Weise der weiteren Zusammenarbeit wird derzeit mit allen Beteiligten gesprochen.
Mit organisatorischer bzw. finanzieller Unterstützung von Wikimedia Deutschland konnten die Bebilderung des Wikipedia-Artikels Grimme-Preis 2013 weitergeführt und Exponate des tschechischen Skoda-Museums und der Musikmesse Frankfurt abgelichtet werden.
Die Juries der drei Kategorien des Zedler-Preises haben ihre Endauswahl bekanntgegeben. Wir freuen uns auf eine tolle Preisverleihung am 25. Mai im Anschluss an die Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland.
Das Team hat einen weiteren großen Meilenstein geschafft. Phase 2 von Wikidata (Infoboxen) wurde in allen verbleibenden Wikipedien in Betrieb genommen (vorher bereits in 11 Wikipedien in Betrieb). Sie sind jetzt in der Lage, die Daten auf Wikidata gemeinsam zu sammeln, zu pflegen und zu nutzen. Auf Wikidata selbst ist jetzt das Hinzufügen von Qualifikatoren ermöglicht, was es erlaubt, weitere Informationen zu bestimmten Daten hinzuzufügen. Zusätzlich wurden einige Probleme bei der Nutzung von WIkidata mit Internet Explorer 8 behoben und am Datentyp Zeit gearbeitet, der notwendig ist, um Jahreszahlen und Ähnliches in Wikidata eintragen zu können. Zusammen mit den Botbetreibern wurde außerdem die Zeitdauer erheblich gesenkt, in der eine Änderung auf Wikidata in den Beobachtungslisten und Letzten Änderungen in den Wikipedien angezeigt wird.
Vom 18. bis 21. April 2013 waren einige Mitarbeiter in Mailand bei der Wikimedia Conference. Unter diesem Dach fanden die Chapters Conference, die Sitzung des Board of Trustees der Wikimedia Foundation, ein Meeting der Wikimedia Chapters Association (WCA), ein Bildungsprogramme-Workshop, ein Wiki Loves Monuments-Meetup sowie mehrere Kleingruppentreffen statt. Auf der Agenda standen Themen wie Evaluation, Ziele, und Erfolgsfaktoren von Programmen, die internationale Zusammenarbeit innerhalb des Wikimedia-Universums, das Funds Dissemination Committee, die neuen “zugehörigen Gruppen” wie User Grous und Thematische Organisationen, die kommenden Wikimanias 2013 und 2014, der von uns initiierte Chapters Dialogue, der VisualEditor, die vielfältigen GLAM-Aktivitäten der Organisationen und der Kick-off der EU Policy Gruppe. Ein allgemeiner Bericht folgt noch im Blog.
Tim Moritz Hector hat bereits einen ausführlichen Beitrag über das Bildungsprogramme-Treffen, an dem er mit Cornelia Trefflich teilnahm, bei uns im Blog veröffentlicht: Die 1000 Perspektiven der „Education Program leader“”. Ebenso berichtet Markus Glaser, unser Ratsmitglied und Vorsitzender der WCA, über die Tage in Mailand: Die WCA hat ihren Platz gefunden. Alice Wiegand schreibt von der Sitzung des Board of Trustees und der Suche nach einer neuen Geschäftsführung für die Wikimedia Foundation: Zeit der Veränderungen bei der Wikimedia Foundation. Daran schließt der Beitrag von Nicole Ebber an: Community wählt höchstes Gremium des Wikimedia-Universums: Board of Trustees der Wikimedia Foundation. Fragen rund um die Veranstaltung und die internationale Zusammenarbeit nimmt Nicole Ebber gerne entgegen.
Im April gab es eine Reihe von Presseberichten, für die wir mit den anfragenden Journalisten zusammengearbeitet haben. Dabei ging es sowohl um Interviews und Reportagen über und in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland als auch darum, Journalisten und Community-Mitglieder zusammenzubringen. Einige Beispiele: Für eine Bildserie in der Zeitschrift GEO koordinierten wir die Zusammenarbeit mit Interessierten aus der Community, ebenso für das Radio des Bayerischen Rundfunks (BR). Der BR war für einen TV-Beitrag auch zu Gast in der Geschäftsstelle in Berlin. Hintergrundinformationen stellten wir bereit für die Berliner Zeitung, für die Süddeutsche Zeitung zum Thema Crowdsourcing, für die C’t über Wikidata, oder auch für den Tagesspiegel, der demnächst ein Porträt über Wikimedia Deutschland veröffentlicht. Die ZEIT wird in einer Sonderbeilage über das Fundraising bei WMDE berichten.
Eine Übersicht aktueller Berichte gibt es wie immer auf der Vereinswebseite.
Mit einer Reihe von Neuerungen haben wir die Arbeiten am Tätigkeitsbericht 2012 im April abgeschlossen. Der Jahresbericht ist veröffentlicht und erstmals in einer Wikiversion auf unserer Vereinswebseite nachzulesen. Das macht sie leichter zugänglich als eine reine PDF-Version des – natürlich ebenfalls vorliegenden – gedruckten Berichts. Auf Anfrage verschicken wir den Bericht gerne als Printbroschüre; einfach eine Mail an press-de@wikimedia.org senden!
Alle bisherigen Jahresberichte gibt es ebenfalls auf unserer Webseite.
Nachdem Anfang April die Zuwendungsbescheinigungen versendet wurden, erreichen das Team Fundraising jetzt Tag für Tag Anträge auf Mitgliedschaften. Momentan summiert sich der Rücklauf auf über 800 neue, mehrheitlich fördernde Mitglieder, deren Einpflege in die Datenbank nun einen beträchtlichen Aufwand darstellt – denn die große Mehrheit nutzte den beigelegten Papierantrag anstatt auf das Online-Formular zuzugreifen. Hier bestätigte sich erneut unsere Erfahrung, dass das Kommunikationsmedium (Brief) die Form der Antwort stark beeinflusst: In einem E-Mailing wäre eine digitale Reaktionsmöglichkeit sehr viel stärker genutzt worden. Auch der beigelegte Überweisungsträger wurde verwendet: Über 15.000 € sind auf diesem Wege in den letzten Wochen an uns gespendet wurden. Noch ist der Rücklauf dieses Versands nicht abgeebbt, so dass eine abschließende Auswertung noch aussteht.
Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch von Till Mletzko und Johannes Schrader auf dem Deutschen Fundraising Kongress 2013. Till durfte als Referent vor Ort vor mehr als 150 Teilnehmern über die erfolgreichste Spendenkampagne Deutschlands referieren. Bei solchen Vorträgen und den darauffolgenden Diskussionen merkt man immer wieder, dass das Online-Fundraising von Wikimedia neugierig macht. Insbesondere die Transparenz der Kampagnendurchführung sowie die Einbindung von Freiwilligen durch die persönlichen Aufrufe stießen auf sehr großes Interesse der zahlreichen Teilnehmer.
Aktuelle Stellenausschreibungen bei Wikimedia Deutschland sind auf der Vereinswebseite gesammelt aufgeführt.
Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.
Viel Spaß beim Lesen!

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:
Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.



Das lässt sich jetzt nachlesen in unserem gerade erschienen Bericht für 2012. Wie jedes Jahr legen wir mit dem Tätigkeitsbericht Rechenschaft über das abgelaufene Geschäftsjahr ab. Der Jahresbericht informiert über die wichtigsten Projekte und Zahlen in 2012 sowie die vielfältigen Aufgaben von Wikimedia Deutschland, und ist eine der wichtigsten Informationsquellen für unsere Mitglieder, Spender, die Communitys – und natürlich das Finanzamt. In diesem Jahr haben wir neben der gedruckten Version nicht nur eine PDF-Datei online gestellt, sondern zum ersten Mal auch eine Wiki-Version. In den letzten Jahren haben wir viel über die Leistung der Community, die internationale Bewegung und unsere einzelnen Projekte berichtet und damit ein umfangreiches Werk mit viel Hintergrundinformationen zum Verein und den Projekten geliefert. Für Viele zu detailliert, zu lang und zu umfangreich.
In der jetzt vorliegenden Ausgabe des Tätigkeitsberichts 2012 haben wir auf detaillierte Projekt- und Maßnahmenbeschreibungen weitgehend verzichtet und damit auch erfreulicherweise den Umfang reduziert. Das macht den neuen Tätigkeitsbericht lesefreundlicher und setzt ganz klar einen Fokus auf den Finanzteil. Durch Monatsberichte der Geschäftsstelle, aber auch die Wikimedia:Woche und den neu eingeführten Quartalsbericht garantieren wir darüber hinaus eine kontinuierliche Berichterstattung unterjährig und informieren über einzelne Projekte und Maßnahmen. Und nicht zuletzt dient auch der Vorstandsbericht im Rahmen der Mitgliederversammlung dazu, Einblicke in das große Ganze zu geben.
Wir werden in diesem Jahr in Ergänzung dazu an einer separaten Darstellung des Vereins und der Wikimedia-Bewegung arbeiten und im Rahmen eines Relaunch unserer Webseite auch eine Broschüre über uns und unsere Arbeit veröffentlichen.
Im Tätigkeitsbericht 2012 ist der Finanzteil wesentlich detaillierter dargestellt – und damit hoffentlich auch verständlicher und nachvollziehbarer. Der Bericht bietet eine Zusammenfassung unsere Strategie, der Tätigkeiten und berichtet über Ziele, die wir erreicht haben oder noch erreichen wollen. Ein Blick auf 2013 rundet das Bild ab und zeigt unsere Ziele für das laufende Jahr. Der Tätigkeitsbericht kann übrigens auch als gedruckte Version bei uns bestellt werden: Einfach eine email an press-de@wikimedia.de schicken.
Wir sind gut aufgestellt, um uns zuverlässig für Freies Wissen einzusetzen und ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die uns dabei unterstützen.
Die OER-Konferenz 2013 von Wikimedia Deutschland wird deutschsprachige Akteure rund um das Thema Open Educational Resources (OER), also freie Bildungsmaterialien, zusammenbringen. Sie setzt sich zusammen aus Fachkonferenz und Barcamp und bietet den Teilnehmenden eine großartige Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und sich zu vernetzen. Partner sind die Medienanstalt Berlin-Brandenburg, Creative Commons Deutschland und das Collaboratory. Außerdem unterstützen viele OER-Plattformen die Konferenz. Dafür sagen wir schon jetzt: Danke!
Heute hat der Call for Participation begonnen! Bis zum 23.6.2013 sind nun Einreichungen möglich und erwünscht! Wir möchten Sie daher herzlich dazu einladen, sich am Call for Participation zu beteiligen und Ihre Themen und Projekte aus dem Themenfeld “Freie Bildungsmaterialien für Deutschland” einzureichen.
Die Themen für die Einreichung sind:
Einen besonderen Fokus legen wir dabei auf die Bedeutung von OER für den deutschsprachigen Bildungsbereich, Qualitätssicherung und Finanzierungsmodelle.
Ausführlicheres zu den Themen und Hinweise zur Einreichung finden Sie hier:
http://wikimedia.de/wiki/<wbr></wbr>OERde13
Und alles nochmal in Kurz:
Call for Participation – OER- Konferenz 2013 – Freie Bildungsmaterialien für Deutschland
14.-15.9.2013| Berlin
Website: http://wikimedia.de/wiki/<wbr></wbr>OERde13
Hinweise zur Einreichung und Anmeldeformular (ebenda)
Mehr Infos?
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| Liptease and the Backstreet Crackbangers (Foto: Achim Raschka, CC-by-sa 3.0, Bildbeschreibung) |
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| Liptease and the Backstreet Crackbangers (Foto: Achim Raschka, CC-by-sa 3.0, Bildbeschreibung) |
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| Liptease and the Backstreet Crackbangers (Foto: Achim Raschka, CC-by-sa 3.0, Bildbeschreibung) |
| Blaas of Glory, WOA 2011 (Foto: Achim Raschka, CC-by-sa 3.0, Bildbeschreibung) |
| Blaas of Glory, WOA 2011 (Foto: Achim Raschka, CC-by-sa 3.0, Bildbeschreibung) |
by Achim Raschka (noreply@blogger.com) at April 30, 2013 04:22 PM
Dies ist ein Gastbeitrag von Tim Moritz Hector, der am Bildungsworkshop in Mailand teilgenommen hat. Vielen Dank, Tim!
Mit dem Ziel, eine globale Vernetzung unter allen Wikimedia-Gruppen herzustellen, die sich mit Wikipedia im Bildungsbereich beschäftigen, lockte uns der groß angelegte Education Program Leaders Workshop im Vorfeld der Wikimedia Conference nach Mailand. So fanden Cornelia Trefflich und ich – im Auftrag von Wikimedia Deutschland – unseren Weg nach Milano um daran teilzunehmen und uns zu vernetzen. Der Plan war, eine weltweite Community von Projektleitern und -gruppen aufzubauen, um untereinander Erfahrungen und Wissen im Aufbau und in der Durchführung von Projekten im Bildungsbereich austauschen zu können.
Die Agenda war anspruchsvoll und vollgepackt und dementsprechend hoch auch die Erwartungen an den Workshop, sollte er doch über Erfahrungen, den Austausch über neue Wege und die Nutzbarmachung für andere Chapter gesprochen werden. Denkbar waren zum Beispiel die Einrichtung eines Newsletters oder sogar gezieltes Chapter-to-Chapter-Coaching. Im Anschluss daran sollte sich das Nachmittagsprogramm den Zielen, dem Erfolg und dessen Messung widmen. 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren dieser Einladung gefolgt.
Schon eingangs, trotz der – streng mit dem Eggtimer gestoppten – fünfminütigen Präsentationsrunden wurde schnell offensichtlich, dass jedes teilnehmende Chapter sich in einer völlig anderen (Entwicklungs-)Phase seiner Bildungsbestrebungen befindet. Das war auch das erste Zwischenfazit: Unheimlich viele Perspektiven treffen hier aufeinander, einziger gemeinsamer Nenner: Alles hat irgendwie mit Wikipedia und Bildung zu tun, die Erwartungen der Involvierten an den Workshop und an die Zielgruppen sind jedoch völlig verschieden. Besonders stark unterscheiden sich die Perspektiven der jeweils Beteiligten: Ergebnisse, die die Wikimedia Foundation oder ein Chapter von einem Projekt erwartet, decken sich längst nicht immer mit denen, die die beteiligten Projektteilnehmenden, Lehrenden oder Studierenden sich erhoffen. Prinzipiell müssen wir berücksichtigen, dass es auch Bildungsprogramme vollkommen ohne Beteiligung eines Chapters geben kann.
Klar wurde in der Vorstellungsrunde jedoch, dass wir, Wikimedia Deutschland, eines der erfahrensten Chapter im Bildungsbereich sind. Nach der Vorstellungsrunde war Thema, wie die gegenseitige Unterstützung der Chapter und die der Wikimedia Foundation aussehen kann. Durch die sehr unterschiedlichen Stadien, in denen sich die Programme aber derzeit befinden, und auch durch die unterschiedlichen nationalen Gegebenheiten, ist eine Vergleichbarkeit und ein Austausch eine große Herausforderung. Die Wikimedia Foundation wird künftig ihre Rolle auch etwas anders definieren, mit den Chaptern auf Augenhöhe agieren und stärker als „Partner“ fungieren.
Als Wege der Zusammenarbeit wurden unter anderem ein Newsletter und eine recht neue Mailingliste vorgestellt. Personell haben wir eine Überschneidung von Engagierten in den GLAM-Projekten und in den Bildungsprojekten festgestellt und für sehr fruchtbar befunden.
In der Mittagspause ergab sich zunächst ein interessantes Gespräch mit Rod Dunican, (Global Education Program Director bei der Wikimedia Foundation) von der Wikimedia Foundation, der auch den Workshop moderierte. Er bestärkte nochmal unsere Annahme, dass demografische Kriterien häufig nicht ausreichen, um eine Zielgruppe von einzelnen Aktivitäten oder Programmen zu definieren; vielmehr konfrontierte er uns mit der Frage nach dem Prototypen eines Wiki(p/m)edianers, den es anzusprechen gelte. Im Gespräch mit anderen Teilnehmenden stellte sich zunehmend heraus, dass nur wenige Chapter überhaupt in Erwägung gezogen hatten, mit Älteren zu arbeiten und neben uns, dem polnischen und dem schweizerischen Chapter alle diesen Ansatz wieder verworfen hatten.
Nach dem Mittagessen war dann die Hauptfrage, welche Ziele die einzelnen Gruppen mit ihren Programmen verfolgten und wie sich die jeweiligen Erfolge in der Umsetzung dieser messbar machen lässt. Wir waren höchst überrascht von der Vielzahl der Ziele: Nicht nur die Autorengewinnung oder die Steigerung von Diversität, sondern auch die Aufklärung über Wikipedia und ganz unterschiedliche Herangehensweisen wurden genannt. Deutlich unterschieden werden musste dabei zwischen dem reinen Gewinnen von „Inhalten“, ggf. über den Umweg der Autorengewinnung, und unserem Ansatz, dem Gewinnen von „Mitmachern“ in jeder Hinsicht. Für erstere Zielsetzung wurde von der WMF eine neue Extension geschaffen, die für KursleiterInnen und TeilnehmerInnen eine standardisierte Umgebung bietet. Um den erzielten Erfolg abzuschätzen, lassen sich mit der Extension einfache quanitiative Maße ausgeben (wie die erzeugte Textmenge), die von den Kursen um ein qualitatives Peer-Review ergänzt werden sollen.
Eine der zentralen Fragen war schließlich: Können wir überhaupt irgendjemandem beibringen „Wiki(p/m)edianer“ zu werden, oder können wir lediglich die Fähigkeiten, die es dazu braucht, unterrichten? Wie müssen wir auch unsere quantitativen Ansprüche an einen Workshop definieren, wenn wir von Letzterem ausgehen? Und letztlich führte uns das zu der grundlegenden Überlegung, ob überhaupt alle Aktivitäten tatsächlich im Kontext von „Education“ oder ob nicht manche viel mehr im Kontext von „Community outreach“ zu sehen sind: Hier sollte die Verzahnung nach Ansicht der Teilnehmenden noch verstärkt werden.
Zum Abschluss wurde ein neues Treffen auf der Wikimania in Hong Kong vereinbart. Der Workshop hat uns den Blick für unterschiedliche Perspektiven und Rollen geschärft, die Wikimedia Foundation noch stärker als Austauschpartner in den Fokus gerückt und uns zudem einen Blick auf die großen, langfristigen Fragen in der Entwicklung der Bildungsprorgramme werfen lassen, der zukünftig in die Planungen des Bereichs Bildung und Wissen einfließen kann.
Im Blog der Wikimedia Foundation ist ebenfalls ein Rückblick auf den Workshop erschienen: Education program leaders gather to share experiences. Ansprechpartnerinnen bei uns sind Cornelia Trefflich und Elly Köpf.
dank eines Wikipedia-Diskussionsbeitrags kam mir gerade eine Idee, wie man zumindest einen Indikator für die Paid-Editing-Anfälligkeit bestimmter Themen/Artikel haben kann.
Denn prinzipiell ist das ja ein schwieriges Thema. Acounts sind anonym und in den wenigsten Fällen, weiß man sicher, wess’ geistes Kind ein Account ist. Aufgrund des Stigmas das mit Paid Editing einhergeht, wird man auch beim direkten Fragen, keine gute Antwort bekommen. Und öffentlich diskutieren kann man solche Fälle auch nicht, weil im Zweifel schon die Diskussion Konsequenzen nach sich zieht. Eine nicht-öffentliche Auswertung ist auch schwierig, wenn alle Grunddaten öffentlich sind.
Aber vielleicht gibt es doch eine Möglichkeit das ganze auszuwerten: fast alle mir bekannten Paid-Editing-Accounts haben - eigentlich logisch - ein sehr enges Thememspektrum. die meisten “normalen” Wikipedia-Accounts schreiben breiter.
Man könnte also bestimmte Bereiche/Kategorien/Themen festlegen - da jeweils in den Artikeln die Hauptautoren bestimmen, und dann festlegen, in welchen Bereichen sie noch aktiv sind. Das erlaubt keine einzige Aussage über den einzelnen Account; aber in ihrer Gesamtheit sollte man damit eine valide Aussage hinbekommen.