Der Film wurde völlig pragmatisch erstellt, ohne Profi-Ausrüstung - eben schulgerecht ;-)
von Nando Stöcklin (noreply@blogger.com) - Mai 16, 2008 05:40
von Nando Stöcklin (noreply@blogger.com) - Mai 16, 2008 05:40
Frankfurt am Main/Köln - 16. Mai 2008 - Vor dem Landgericht Köln ist diese Woche erneut ein Versuch gescheitert, Wikimedia Deutschland für Inhalte der freien Enzyklopädie Wikipedia verantwortlich zu machen. Damit konnte der gemeinnützige Verein auch den letzten noch laufenden Rechtsstreit erfolgreich abschließen.
Bereits 2006 hatte die “Frankfurter Verlagsgruppe” versucht, den Verein wegen Darstellungen in der freien Enzyklopädie Wikipedia in Anspruch zu nehmen. Im Mai 2007 reichte sie schließlich Klage gegen Wikimedia Deutschland und dessen als Admin-C fungierenden Geschäftsführer Arne Klempert vor dem Landgericht Köln ein, um damit die Entfernung ihr unliebsamer Passagen aus dem Artikel “Frankfurter Verlagsgruppe” in der deutschsprachigen Wikipedia zu erreichen.
Im Kern ging es in dem Verfahren (AZ 28 O 344/07) um Ausführungen in der Enzyklopädie Wikipedia zum Geschäftsmodell der zur Frankfurter Verlagsgruppe gehörenden Unternehmen. Im Gegensatz zu klassischen Publikumsverlagen zahlen die Autoren hier Zuschüsse und finanzieren damit die Veröffentlichung ihres Werkes selbst. Die Klägerin hielt die Äußerungen, die sich unter anderem auf Vorwürfe durch den Autorenhaus Verlag und einen Bericht der ZDF-Sendung WISO bezogen, für unzulässig und hat u.a. mit der Begründung Klage erhoben, dass der Wikimedia Deutschland e.V. und der Admin-C der Domain wikipedia.de für die Inhalte der Enzyklopädie verantwortlich seien.
Mit seinem 22seitigen Urteil vom 14. Mai 2008 hat die für Persönlichkeits- und Presserecht zuständige 28. Zivilkammer des Landgerichts Köln die Klage abgewiesen. In seiner Entscheidung äußert sich das Gericht auch ausführlich zur Verantwortung von Wikimedia Deutschland für Inhalte der Wikipedia. Darin erblickt der Wikimedia Deutschland e.V. eine eindeutige Bestätigung seines schon immer eingenommenen Standpunkts. Der gemeinnützige Verein hatte stets betont, dass er weder redaktionellen noch technischen Einfluss auf die Inhalte der Wikipedia habe und deshalb nicht für diese hafte. Betreiber sei allein die in San Francisco ansässige Wikimedia Foundation Inc.
In einem früheren Verfahren zwischen der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und Wikimedia Deutschland hatte das Landgericht in einer mündlichen Verhandlung eine Passivlegitimation nicht ausdrücklich ausgeschlossen. “Nun stellt das Gericht im aktuellen Urteil klar, dass sich Wikimedia Deutschland durch die Weiterleitung von seiner Domain wikipedia.de auf die Hauptseite der deutschsprachigen Wikipedia nicht sämtliche Inhalte der Enzyklopädie zu Eigen macht”, freut sich Arne Klempert.
Der Weiterleitung könne “nicht die ausdrückliche oder konkludente Erklärung entnommen werden, die Beklagten billigten die in diesen über 600.000 Artikeln enthaltenen Äußerungen und machten sie sich zu Eigen”, stellt das Gericht in der Urteilsbegründung klar und ergänzt “die Annahme eines solchen Erklärungswerts wäre bloße Fiktion”. Auch die derzeitige Gestaltung der Domain wikipedia.de als Suchportal reiche nach Überzeugung des Gerichts nicht aus, um ein Zu-Eigen-Machen hinsichtlich der streitgegenständlichen Inhalt durch die Beklagten anzunehmen.
Wikimedia-Anwalt Thorsten Feldmann von der Berliner Kanzlei JBB Rechtsanwälte zeigt sich zufrieden mit dem Urteil: “Wir freuen uns vor allem darüber, dass sich die Richter die Mühe gemacht haben, sich mit der Wikipedia detailliert auseinanderzusetzen und die Besonderheiten dieser Art der Verfügbarmachung von Drittäußerungen über das Internet herauszuarbeiten. Es ist davon auszugehen, dass dieses Urteil Signalwirkung für künftige Verfahren haben wird.”
Mit diesem Prozess wurde eine lange Reihe von Rechtstreitigkeiten beendet. Seit einer einstweiligen Verfügung im Januar 2006 - wegen der Nennung des bürgerlichen Namens eines verstorbenen Hackers - musste sich Wikimedia Deutschland permanent vor Gericht gegen Versuche wehren, den Verein für Inhalte der Wikipedia verantwortlich zu machen. Aus all diesen Verfahren ist der Wikimedia Deutschland e.V. als obsiegende Partei hervorgegangen. “Auch Dank unserer hervorragenden und überaus engagierten Anwälte konnten wir alle gerichtlichen Auseinandersetzungen gewinnen - und das in jeder einzelnen Instanz”, freut sich Arne Klempert.
Reaktionen:
heise.de Gericht: Wikimedia Deutschland haftet nicht für Wikipedia
golem.de: Urteil: Wikimedia nicht für Wikipedia-Inhalte verantwortlich
intern.de: Keine Passivlegitimation der Wikimedia Deutschland
Vor längerer Zeit hatte ich (virtuell) kopfschüttelnd über das LOLCat Bible Translation Project berichtet. Nun gibt es viele Wikis da draußen, die nichts mit Wikimedia zu tun haben. Es gibt große und kleine, ernsthafte und sinnlose, erfolgreiche und unbedeutende, schöne und hässliche, … Wikis. Einige davon, die ich benutze, will ich in loser Folge in der Reihe Wikis, die die Welt (nicht?) braucht
vorstellen.
Den Anfang macht Televison Tropes & Idioms, oder kurz TV Tropes. Die Inhalte, die dort zu finden sind, bestehen zum Großteil aus Dingen, die in der Wikipedia absolut unerwünscht sind: Das, was im englischen Sprachraum schlicht als Trivia bezeichnet wird, gemischt mit den in der englischen Wikipedia beliebten Abschnitten In popular culture und einer ordentlichen Portion Theoriefindung.
Was zum Henker ist ein Trope eigentlich? Vieles, in diesem Fall ein Begriff aus der Literatur (es gibt einen englischer Wiki-Artikel). Eine direkte Übersetzung scheint es nicht zu gehen, aber wenn man TV Tropes als Fernsehklischees übersetzt, sollte das passen. Es geht allerdings nicht nur Fernsehen, sondern auch um Filme, Comics, Webcomics und was nicht alles. Dabei gibt es sowohl Einträge zu Filmen usw. als auch zu den Klischees.
Beispiel: Wie oft kommt es doch vor, dass ein Hauptcharakter seine Unschuld beweisen muss, etwa in CSI Miami ist mir das häufiger aufgefallen. Einer der Ermittler in dieser Serie teilt ein Klischee mit einem aus einer anderen CSI-Serie, den Hang zu markanten Sprüchen vor der Werbepause.
Oder: Immer wieder tauchen plötzlich böse Zwillinge auf, die am besten auch noch Bärte tragen, so wie in einer Episode einer bekannten Science-Fiction-Serie in einem Spiegeluniversum.
TV Tropes ist eine Unterhaltungsseite, die meiner Meinung nach weder an sich selbst noch an den Leser große Ansprüche stellt. Trotzdem ist es eine interessantes Wiki, das einem viele Stunden Lesestoff bescheren kann. Und jetzt bitte ich um Entschuldigung, ich habe noch etwa ein Dutzend Tabs offen, die gelesen werden wollen …
Mitte 2006 öffnete sich Google Earth und erlaubte das einfache Einbinden externer Datenquellen.
Dies führte dazu, dass innerhalb kürzester Zeit Stefan Kühn und das WikiProjekt Georeferenzierung eine umfangreiche Liste aller geokodierten Wikipedia-Artikel schufen, die direkt in Google Earth importiert werden kann.
Ende des Jahres (Dezember 2006) erkannte auch Google, dass dies eine extrem sinnvolle Anwendung ist und begann von sich aus unter dem Layer-Namen “Geographic Web” Wikipedia-Artikel und Bilder des inzwischen von Google übernommenen Dienstes Panoramio direkt in Google Earth einzubinden.
Diese Funktionalität wurde nun auch in Google Maps übernommen:
Die drei Reiter Karte, Satellit und Gelände haben einen etwas abgesetzten vierten Reiter mit der Bezeichnung “Mehr…” spendiert bekommen. Ein Klick ermöglicht die Wahl Wikipedia-Inhalte, Panoramio-Fotos oder beides in der aktuellen Kartenansicht einzublenden.
Klickt man innerhalb der Karte auf ein Vorschaubild oder ein Wikipedia-Symbol wird zunächst innerhalb von Google-Maps ein vergrößertes Vorschaubild bzw. der Beginn des Wikipedia-Artikels angezeigt - ein weiterer Klick führt dann zum Original-Angebot.
(via TechCrunch)
von Nando Stöcklin (noreply@blogger.com) - Mai 12, 2008 09:58
Mathias Schindler hat über die Wikide-l-Mailingliste auf ein Interview mit Philipp Birken (P. Birken) hingewiesen. Philipp war lange eine treibende Kraft hinter den gesichteten/geprüften Versionen, und seit der Freischaltung in der deutschen Wikipedia wohl wie kein anderer in Diskussionen zum Thema präsent.
Ich finde auf dradio.de, wo der Beitrag heruntergeladen werden kann, keine Informationen, aber ganz offensichtlich muss er heute im Deutschlandfunk gelaufen sein. Er ist fast fünf Minuten lang und kann als etwa 1,7 MB große MP3-Datei abgerufen werden.
Update: Jetzt sind die Informationen auch auf der Website vorhanden, inklusive Textfassung der Fragen und Antworten. Der Beitrag lief um 16:30 im Deutschlandfunk.
Vor etwa 2 Wochen hat der Wikipedianer Meisterkoch im [[Wikipedia:Kurier]] die Zusammenarbeit mit der Universität Jena in Person von Prof. Dr. Thomas Sauer mit dem Portal Wirtschaft vorgestellt. Kurz zuvor wurde über die Flut an Beiträgen aus dem wiwiwiki an anderer Stelle kontrovers diskutiert.
Am gestrigen 7. Mai wurde nun der erste Artikel aus der Zusammenarbeit von Autorenschaft an der Uni und Review in der Wikipedia als lesenswert eingestuft: Die Transformationskurve. Weitere Artikel kandidieren bereits (die J-Kurve, die Währungsreserve, das Einfuhrkontingent, das Bruttoinlandsprodukt, Jeffersons Handelsembargo; Persistenz (Makroökonomie) wird in Kürze folgen) und werden überwiegend positiv und konstruktiv diskutiert.
Schaut man sich die Projektseite an, überblickt man erst das Ganze Ausmass der Bereicherung: Neben den Kandidaten befinden sich 21 Artikel im aktuellen Review und 25 werden als erfolgreich qualitätsgesichert (wikifiziert, angepasst) gelistet; 50 zusätzliche Artikel sind zudem mit aktuell noch vorhandenen inhaltlichen und strukturellen Problemen in Arbeit und werden aufbereitet - insgesamt wurde der Wirtschaftsbereich also bislang um etwa 100 Artikelausbauten oder neue Artikel bereichert.
Auch wenn der Wirtschaftsbereich nicht ganz meine Hochzeit ist: Hut ab vor dieser Mammutleistung – ich hoffe, dass wir aus diesem Pilotprojekt noch einiges lernen und in Zukunft auch in anderen Bereichen anwenden können. Vielleicht sollte man sich mit der Projektskizze in der Hand mal an den ein- oder anderen Professor für Biologiedidaktik wenden, damit auch hier ein paar Lücken geschlossen werden.
Ganz wikimäßig stiegen wir am gestrigen Dienstag in den Workshop „Der Beitrag der Nutzer zur Barrierefreiheit“ ein. Die Aktion Mensch veranstaltete die Tagung „Konzepte und Zukunftsbilder für ein barrierefreies Internet“ und hatte Experten und Webworker eingeladen, über Barrierefreiheit im so genannten Web 2.0 zu diskutieren. Als Vertreterin von Wikimedia e.V. durfte ich den o.g. Workshop mit drei Experten moderieren. Das waren Michael Jendryschik als Webentwickler, Nicole Weißkopf vom deafhood blog bei chip.de und Maria aka Benutzer:lecartia als Vertreterin des BIENE-Projekts in Wikipedia. (more…)
Mike Perez, design student at Texas State University, and his fellow students Mark Decker and Jacob Brubaker have created a wonderful campaign for Wikipedia in their design class. The posters or ads each show a straight view of an everyday person as an expert on a specific subject and a mind map of their thought process. This are the best ads for Wikipedia that I have seen since the Wikipedia promotion images that André created back in 2005 for the German Wikipedia. Just have a look (photos at flickr only because of copyright restrictions) and enjoy if you like Wikipedia as much as I do!
P.S: My other favourites of the Wikipedia search at flickr that I just performed are: this shirt, this manifestation (and this) , this and this and this data visualization, and this meal.
Das Buch wird teilweise unpassend als Quelle angegeben: http://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Alexander_vom_Hofe
s. site:wikipedia.org VIERPRINZEN Madrid OR edocs "vom Hofe"
Frankfurt am Main, 6. Mai 2008 - Die deutschsprachige Wikipedia experimentiert seit heute mit einer neuen Funktion, mit der die Qualität und Verlässlichkeit der freien Enzyklopädie weiter gesteigert werden soll. Das Konzept der gesichteten und geprüften Versionen sieht vor, dass in der Standardansicht nur noch Inhalte dargestellt werden, die von einem erfahrenen Wikipedia-Autoren als frei von Verunstaltungen gekennzeichnet wurden.
Die Wikipedia zeichnet sich dadurch aus, dass jeder Leser mit nur einem Klick zum Autor werden kann, um direkt an der Gestaltung der freien Online-Enzyklopädie mitzuwirken. Nur so war das rasante qualitative und quantitative Wachstum möglich. Diese absolute Offenheit bringt es jedoch mit sich, dass auch unsinnige, inhaltlich verzerrte oder mutwillig tendenziöse Beiträge möglich sind. Mit der nun bereitgestellten neuen Funktionalität sollen die Auswirkungen solcher Beiträge spürbar reduziert werden, da dem Leser bevorzugt gesichtete Versionen angezeigt werden.
Das heute begonnene Experiment konzentriert sich zunächst auf die “gesichteten Versionen”. Hier findet eine oberflächliche Kontrolle statt, mit der hauptsächlich einfacher Vandalismus verhindert werden kann. Später sollen dann auch inhaltliche Prüfungen stattfinden, mit denen die Richtigkeit der im Artikel enthaltenen Angaben durch einen Experten bestätigt wird. Gleichzeitig können die Artikel aber weiterhin von jedem bearbeitet werden, dieses Grundprinzip der Wikipedia wird mit dem neuen System also nicht in Frage gestellt.
“Die Umsetzung des Konzepts der gesichteten und geprüften Versionen stellt einen bedeutenden Schritt für das Wikipedia-Projekt dar. Er ist die Konsequenz aus der in den letzten Jahren stattgefundenen Umorientierung in der Autorengemeinschaft - weg von der schieren Masse an Artikeln, hin zu mehr Qualität und Verlässlichkeit für unsere Leser”, erklärt Philipp Birken vom Vorstand des Vereins Wikimedia Deutschland und Projektverantwortlicher.
“Die Einführung der gesichteten und geprüften Versionen ermöglicht es uns, die Qualität der Wikipedia-Inhalte weiter zu steigern - unter Beibehaltung der Transparenz und Offenheit des Projektes”, ergänzt Vorstandsmitglied Tim Bartel. Er hofft, “dass sich das Konzept in der Praxis bewährt. Jetzt ist zunächst einmal die Community am Zug, die neuen Funktionen auszuprobieren.” Die neue Funktionalität wurde zunächst nur für die deutschsprachige Wikipedia freigeschaltet. Auf Grundlage der hier gesammelten Erfahrungen soll dann über die Einführung in anderen Sprachausgaben entschieden werden.
Die Entwicklung der gesichteten und geprüften Versionen ist ein Gemeinschaftsprojekt von Wikimedia Deutschland, Wikimédia France und der in San Francisco ansässigen Wikimedia Foundation. Das Konzept wurde 2006 zum ersten Mal vorgestellt und unter Federführung des deutschen Vereins fertiggestellt. Das Grundgerüst des Codes wurde vom freien Entwickler Jörg Baach erstellt, nach dieser Anfangsphase wurde die Arbeit von Aaron Schultz, einem der engagierten freiwilligen MediaWiki-Entwickler, weitergeführt.
Nachdem ich es vor ein paar Tagen schon geschrieben habe, scheint es jetzt wirklich so weit zu sein. Mitten am Tag sind die Tags zu sehen, die kennzeichnen, ob ein Artikel schon gesichtet wurde oder nicht.
Weitere Infos gibt es unter http://de.wikipedia.org/wiki/Hilfe:Gesichtete_und_geprüfte_Versionen
Presse und Blogs:

Wir sind gekommen um zu bleiben…
Nach einem kurzen Vorgeplänkel in der Nacht vom 3. Mai, wurden heute vormittag in der deutschsprachigen Wikipedia die gesichteten und geprüften Versionen aktiviert.
Die ehemals als “stabile Versionen” bekannte Funktionalität entspricht dem Umfang, den ich am 29. August 2006 im Artikel “Fakten” zu den Stabilen Versionen beschrieben habe. Da kann man sich die Idee noch einmal genauer zu Gemüte führen.
Erst gestern auf dem 14. Kölner Webmontag habe ich mich mit Torsten Kleinz über größere Software-Änderungen innerhalb der Wikipedia unterhalten, die relativ selten sind. Mit zu den größten Schritten zählten sicherlich die Abkehr vom CamelCase, der Wechsel von Phase II auf MediaWiki und der Aufbau der zentralen MediendatenbankWikimedia Commons.
Persönlich erinnere ich mich an wenige Projekte (abgesehen vom Single-User-Login), die so lange bereits in der Arbeit und in der Diskussion sind, wie die “stable versions”. Es freut mich, dass mit Hilfe von Wikimedia Deutschland, Wikimedia Frankreich und dem Einsatz von Philipp Birken, Aaron Schulz, Brion Vibber und vielen weiteren Helfern, die gesichteten und geprüften Versionen nun endlich Realität geworden sind.
Nun wird sich zeigen, wie gut die neue Möglichkeit zur Qualitätssicherung in der Realität skaliert. Momentan enthält die Mehrzahl der Artikel noch die Kennzeichnung “Es wurde noch keine Version gesichtet.”, dies wird sich aber dank vieler fleißiger Hände vermutlich bald ändern.
Anträge zur Vergabe des “Sichter”-Flags (das es erlaubt, Artikel als gesichtet zu markieren) können auf der Seite Wikipedia:Gesichtete Versionen/Rechtevergabe gestellt werden.
Momentan ist dazu die Stimmberechtigung Voraussetzung, in Zukunft sollen die Hürden allerdings deutlich niedriger angelegt werden.
Nicht ganz zwei Monate nach der klaren Aussage, dass die gesichteten und geprüften Versionen in der deutschsprachigen Wikipedia “bald” implementiert werden, ist es nun soweit! Letzten Samstag gab es in den frühen Morgenstunden einen Testlauf, bei dem noch einige wenige Fehler auftraten, die nun behoben wurden. Heute, am 6. Mai, wurde nun die Erweiterung erneut in der deutschsprachigen Wikipedia angeschaltet.
Da die Funktionalität erst heute aktiviert wurde, ist die große Mehrzahl der Artikel momentan noch nicht gesichtet. Weitere Informationen zur Vorgehensweise finden sich auf der Seite Hilfe:Gesichtete und geprüfte Versionen.

Thomas Wanhoff hat heute per Twitter eine schöne Übersetzung für den Begriff “Bells and Whistles” gesucht.
Es gibt keine zufriedenstellende prägnante Übersetzung für diese relativ neue englische Redewendung.
Online-Wörterbücher wie dict.leo.org oder dict.cc schlagen den Begriff “Schnickschnack” vor, greifen damit aber viel zu kurz.
“Bells and whistles” sind Funktionen, die für das korrekte Funktionieren eines Produktes oder einer Anwendung nicht wirklich notwendig sind, aber die “user experience” spürbar verbessern.
Ein gutes Beispiel dafür die Typeahead-Funktionalität, die den meisten Benutzern das erste Mal bei der Autokomplettierung der Adresszeile im Browser über den Weg gelaufen sein dürfte. Nachdem man einige Zeichen eingetippt hat, vervollständigt der Browser die Adresse selbst oder bietet, falls mehrere Alternativen gefunden werden, ein Dropdown-Menü an, um die passende Adresse auszuwählen.
Mittlerweile gibt es - gerade in Web 2.0-Umfeld - eine ganze Reihe von Diensten im Web, die diese durch AJAX realisierte Funktionalität nutzen. Während im Browser-Beispiel auf die Historie zurückgegriffen wird, nutzt man im Allgemeinen während des Eintippens der entsprechenden Zeichenfolge eine (asynchrone) Datenbankabfrage auf Daten eines aktuellen Bestandes, um die Treffer als Auswahl anzubieten.
So fragt beispielsweise die Suchmaske auf dem Portal wikipedia.de bereits seit Juni 2007 die bestehenden Artikel der Wikipedia schon bei der Eingabe des Suchbegriffes ab (siehe auch Wikipedia.de in neuem Gewand).
Seit dem 22.04. ist ohne große Ankündigung in allen Wikimedia-Wikis eine Typeahead-Suche aktiviert. Die Suchbox fragt seitdem bei der Eingabe die existierenden Lemmata ab und blendet eine Dropdown-Box zur Auswahl ein.
Da dieses Feature ungemein praktisch ist, wundert es mich, dass bis auf Brion (der es zusammen mit Robert Stojnic umgesetzt hat) bisher niemand das Thema aufgegriffen hat.
Während dies für die Wikimedia-Projekte ein großer Schritt ist, bieten wir bei Wikia bereits seit geraumer Zeit eine Typeahead-Suche an. Aber da das ja nun ein alter Hut ist, haben wir uns überlegt, was man sonst noch so tun kann, um dem Nutzer sinnvolle Tools an die Hand zu geben.
Eine dieser Entwicklungen hört auf den Namen “Link Suggest” und ermöglicht - passend zum Thema - eine Typeahead-Auswahl existierender Artikel bei der Verlinkung im Bearbeitungsmodus. Nach der Eingabe von “[[” und folgenden Zeichen öffnet sich eine Dropdown-Box, aus der der zu verlinkende Artikel einfach ausgewählt werden kann.
Auf die gleiche Art und Weise können auch einfach Bilder (bzw. Thumbnails) eingebunden werden. Leider gibt es momentan noch einen Bug, der dazu führt, dass Link Suggest augenscheinlich nicht unter unixoiden Systemen funktioniert, aber wir arbeiten dran.
Gegen 3 Uhr heute Nacht gab es einen kurzen Live-Test der stabilen Versionen in der deutschsprachigen Wikipedia – ja, in der Echten, nicht dem Versuchslabor. Leider währte die Freude nur zirka 10 Minuten. Mehrere kleine Fehler müssen noch behoben werden (zum Beispiel funktionierte das Logging nicht, weil in letzer Minute noch was verändert worden war).
Brion hat hier eine kurze Zusammenfassung hinterlassen – vermutlich kann bald mit einem neuen Test gerechnet werden ![]()
Es ist mitten in der Nacht und ich schaue gerade noch mal schnell auf Wikipedia, da ich meine nächtliche Dosis an Wissen brauche, und was sehen meine Entzündeten Äuglein da?
Ich gebe ja zu, ich habe in den letzten Tagen nicht die entsprechenden Mailinglisten beobachtet, aber dass mir dieses hier entgangen ist…
(ich muss jetzt noch schnell GNU/HURD runterladen, damit ich Morgen Duke Nukem Forever kaufen und installieren kann)
(mal sehen, ob das Morgen früh noch da ist, oder ob das jetzt nur ein Test ist oder ob ich das wirklich komplett verpasst habe)
Update: War doch nur ein Test, zumindest ist jetzt wieder alles weg :(
Update: näheres, siehe leŭksman

… zumindest wenn man dem Branchenverband Bitkom glaubt. Das ist zwar nicht ganz richtig, aber auch nicht ganz falsch.
Denn genau genommen hat heute vor 15 Jahren das Genfer Kernforschungszentrum (CERN) nur die Erlaubnis gegeben, dass Tim Berners-Lee und Robert Cailliau die Quelltexte des Webservers und Web-API libwww zu veröffentlichen. Damit wurde der Veröffentlichung und Verbreitung von Webseiten im Netz der Netze ein enormer Schub gegeben. Die Idee dahinter stammt aber bereits aus dem Jahr 1989. Auf Grund der unterschiedlichen Netzinfrastrukur in der Schweiz und Frankreich (in beiden Ländern hat das CERN Laboratorien) schlug Tim Berners-Lee seinem Arbeitgeber (CERN) vor, eine Informationsplattform für den weltweiten Austausch zu schaffen.
Was daraus geworden ist, sieht man täglich aufs neue, wenn der Rechner gestartet, der Browser geöffnet und die gewünschte Adresse aufgerufen wurde. Weltweit surfen circa 1,3 Milliarden Menschen im Internet. Experten schätzen die Zahl der Webadressen auf 170 Millionen. Hinter diesen Adressen befinden sich wertvolle Informationsportale wie heise online und Spiegel Online, aber auch Wissensportale wie die Wikipedia in all ihren Sprachversionen und natürlich Zeno.org.
Ob nun der 30.4.1993 als Geburtsstunde des WWW gelten kann oder nicht, … HAPPY BIRTHDAY.
Wikimedia Deutschland und Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften laden zum Dialog
Berlin/Frankfurt am Main, 29. April 2008 - Die freie Enzyklopädie Wikipedia ist längst zum festen Bestandteil der modernen Alltagskultur geworden. Auch die Wissenschaft entdeckt zunehmend das Potential des Online-Lexikons zur breitenwirksamen Vermittlung ihrer Themen. Dies haben auch die Macher des offenen Enzyklopädie-Projekts erkannt und engagieren sich gemeinsam mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften für einen Dialog: Wie können Wissenschaftler zur Mitwirkung motiviert und wie kann damit zugleich die Qualität der Wikipedia verbessert werden? Um diesen Fragen nachzugehen, werden sich im Jahr der Mathematik Autoren der freien Enzyklopädie und Wissenschaftler am 20. und 21. Juni 2008 in Berlin unter dem Titel „Mathematik. Wissen. Wikipedia.” zur dritten Wikipedia Academy treffen.
Im Zentrum der zweitägigen Veranstaltung, die der Verein Wikimedia Deutschland e.V. in diesem Jahr gemeinsam mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ausrichtet, steht die breitenwirksame Vermittlung von Mathematik mit ihren Anwendungen. In Vorträgen, Diskussionen und Workshops werden sich die Teilnehmer umfassend mit der Wikipedia und ihrem Potential für die Darstellung von mathematischen Themen auseinandersetzen. Die “Wikipedia Academy” findet nach 2006 an der niedersächsischen Staats- und Landesbibliothek zu Göttingen und 2007 in Zusammenarbeit mit der Mainzer Akademie der Wissenschaften und Literatur bereits zum dritten Mal statt.
„Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften erneut einen überaus renommierten Partner aus der Wissenschaft gewinnen konnten”, erklärt Frank Schulenburg vom Vorstand des Vereins Wikimedia Deutschland. „Jetzt gilt es, in einem gemeinsamen Dialog die Möglichkeiten einer nachhaltigen Verbesserung der Wikipedia-Inhalte auszuloten”, so Schulenburg weiter. Unterstützung erhält die Wikipedia auch in diesem Jahr vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das die Veranstaltung in das offizielle Programm des laufenden Wissenschaftsjahrs „Mathematik. Alles, was zählt.” aufgenommen hat und fördert.
Den Abschluss der Veranstaltung bildet am Samstag, 21. Juni 2008 eine öffentliche Podiumsdiskussion in den Räumen der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.
Weitere Informationen gibt es unter www.wikipedia-academy.de
O.k., der Marathon ist gelaufen – 3 Tage lang hiess es, nach einem festgesetzten Zeitpunkt über eine längere Zeit kontinuierlich an Artikeln der Wikipedia zu arbeiten oder neue Artikel zu schreiben. Und was ist das Ergebnis? Meines Erachtens kann es sich ziemlich gut sehen lann, obwohl alle Beteilgten gegen das gute Wetter und ständig wiederkehrende Müdigkeit ankämpfen zu hatten:
Insgesamt wurden an disem einen Wochenende von den 20 Teilnehmern insgesamt 448 neue Artikel geschrieben, wobei unter “Artikel” in diesem Fall auch tatsächlich Artikel gemeint sind. Der größte Teil davon stammte wie erwartet von der Initiatorengruppe aus der Biologieredaktion: 134 Pflanzen- und 82 Tierartikel entstanden auf diesem Weg; allein 85 der Pflanzenartikel gingen dabei auf das Konto des Spitzenreiters Griensteidl, dem Ticketautomat mit deutschen Politikern ständig auf den Fersen war, den er dann jedoch mit 20 Artikeln Differenz auf den zweiten Platz verbannte. Geiserich77 folgte mit 48 Artikeln zu östereichischen Politikern und ein paar Friedhöfen zu Entspannung, dicht gefolgt von Denis Barthel mit 45 Pflanzenartikeln und mir selbst mit 44 Artikel vor allem zu Schlangenarten. Weitere Mitspieler waren Kulac (32, Insekten), Voyager (24, Pferdesport), Ureinwohner (21, Fußballspieler), Thalan (18, National Football League), Julius 1990 (13, holländische Kunst), kh80 (13, deutsche Politer), Bradypus (11, Languren), syrcro (7, Fußballspieler), Liesel (6, Triebwagen und Horst Liebe), dvdb (6, schweizerische Politiker), ChristianBier (3, Künstler), jcornelius (3, portugiesische Politiker), Carstor (3, Pflanzen), ixitixel (1, Pflanze)
Aber mal davon weg: Der Marathon soll helfen, mit den persönlcihen to-do-Listen reinen Tisch zu machen und Zeit für Neues zu schaffen. Er soll Motivation bringen – und mir hat er eine ganze Menge Energie zurückgebracht, die ich in den letzten Wochen nach und nach verbraucht habe. Was habe ich geschafft in den drei Tagen:
* die vollständige Artenliste der Zwergklapperschlangen (3 Arten) gefüllt
* die vollständige Artenliste der Klapperschlangen (29 Arten) gefüllt
* als Nebenprodukt eine Aktualisierung der Klapperschlangentaxonomie auf den Stand C&L 2004
* die vollständige Artenliste der Palmlanzenottern (7 Arten)
* die vollständige Artenliste der Vipern, Erdvipern und Grubenottern Europas und des Mittelmeergebietes
* meinen ersten Traktorartikel und eine Bläuung zweier immer gern verlinkter Artikel des Schlangenbereichs
(Bildnachweis: Bild 1: Ureinwohner; Bild 2: syrcro via timeline)
Danke auch hier nochmal an alle Typojäger, die die “Athleten” während der 72 Stunden auf das Kritischste beäugt haben. Der nächste Marathon kommt bestimmt!
Die Wikimedia Foundation ändert die Zusammensetzung ihres Kuratoriums. Im Foundation-Wiki hat Jan-Bart de Vreede die Meldung dazu eingestellt. Zur neuen Zusammensetzung schreibt er (frei übersetzt):
Erstmal ändert sich nichts. Die aktuellen Kuratoren bleiben im Amt und werden ihre neuen Rollen/Positionen wie folgt besetzen: […]
Die darauf folgende Liste habe ich etwas zusammengefasst. Es wird vier Gruppen von Kuratoren geben:
Gründer der Community(community founder). Klar, das ist auf Jimmy Wales zugeschnitten.
special expertiseseats). Jan-Bart de Vreede und Stuart West besetzen zwei dieser Sitze, zwei weitere sind noch nicht besetzt.
Das Kuratorium soll also zehn Mitglieder haben, wobei mehr als die Hälfte (wenn man Jimbo mitrechnet) aus der Community kommen.
Problematisch könnte meiner Meinung nach noch der Auswahlprozess für die Chapter-Kuratoren werden. Von ordre de Mufti bis Wahl unter den Mitgliedern tun sich ja viele Möglichkeiten auf. Abgesehen davon finde ich es sehr positiv, dass man endlich mal sieht, wie das Kuratorium langfristig aussehen soll. Da hatte ich bisher den Eindruck, es wäre recht zufällig zusammengewürfelt.
Kopie von der Benutzerdiskussion, 26.04.2008 (0:11 Uhr):
Wow, am ersten Tag sind von den hier mitmachenden Leuten 161 neue Artikel geschrieben worden, allein das Portal Lebewesen hatte incl. ein paar nicht hier assoziiierter Beiträge an diesem Tag 69 Neueinstellungen. Derzeit führen in der Gesamtanzahl die Benutzer:Ticketautomat mit deutschen Politikern und Benutzer:Griensteidl mit Pflanzenartikeln (jeweils 20), gefolgt von Benutzer:Denis Barthel (A) (Pflanzen, 17) und Benutzer:Geiserich77 (A) (Mischung aus österreichischen Politikern, und Friedhöfen, 16). Weitere Themenbereiche sind Fußballspieler (incl. Torwarte und Schiedsrichter), Viecher (Affen, Insekten und Schlangen), Vermeer-Gemälde, Footballspieler, Dampftriebwagen, Pferdesportveranstaltungen und schweizer Politiker. Ich finde, diese Ausbeute an Artikeln kann sich echt gut sehen lassen, bin gespannt, was der nächste Tag bringt.
Mein persönliches Pflichtprogramm beinhaltet erstmal die vollständige Liste der Klapperschlangen inklusive der (heute morgen abgeschlossenen) 3 Arten der Zwergklapperschlangen - vor der Fertigstellung ist allerdings noch ein Artabgleich notwendig, bei dem ich auf fremde Hilfe angewiesen bin.
Da aktuell der frisch angekündigte Einbänder ganz intensiv diskutiert wird und ich eigentlich wenig Lust habe, die ganzen Diskussionen zu verfolgen, hinterlasse ich einfach mal hier zwei Statements:
1. Glückwunsch für die Kooperation: Die Zusammenarbeit mit Bertelsmann mag der ein oder andere kritisch sehen, ich sehe sie als Chance der guten Vermarktungschancen der Marke Wikipedia im Buchhandel. Auf diese Weise findet zumindest der Name Wikipedia wahrscheinlich doch noch in den ein oder anderen Haushalt, der nicht von der modernen internetaffinen Bildungselite dominiert wird.
2. Inhaltlich sind meine Erwartungen an den Einbänder denkbar gering; Ich sehe kein Stück Wikipedia in einem Buch, dass versucht, die Arbeit der letzten Jahre komprimiert auf 50.000 Artikel in einem 1000-seitigen Buch abzubilden. Das Ganze wird ein nettes Büchlein mit Wikipedia-Logo und einer Lemmaliste, die so etwa wiedergibt, was die Leute in Wikipedia so alles suchen - Informationen wie in der Wikipedia wird der Leser in diesem Ding schlicht nicht finden.
Zu Punkt 2. vielleicht mal mein immer wieder gern zitierter Artikel [[Krokodile]]. Die Ankündigung verspricht, von den 50.000 am meisten abgerufenen Artikeln Anteile der Einleitung aufzunehmen. In der Annahme, dass Krokodile einen Platz in der Auswahl finden, wie wird sich die aktuelle Einleitung wiederfinden, die da lautet:
“Die Ordnung der Krokodile (Crocodilia; altgr. κροκόδῑλος, „Krokodil“) umfasst zusammen mit den Vögeln die letzten Überlebenden der Archosaurier, zu denen außer diesen noch die ausgestorbenen Pterosaurier und Dinosaurier gehörten. Von den heute noch existierenden Tiergruppen stellen die Krokodile also die Schwestergruppe der Vögel dar. Diese Verwandtschaft lässt sich aufgrund einer ganzen Reihe von Merkmalen, vor allem der Ausbildung des Herz-Kreislauf-Systems begründen. Aufgrund eines Knochenpanzers unter der Haut werden sie auch als Panzerechsen bezeichnet. Alle heute lebenden Krokodile leben in Flüssen und Seen der Tropen und Subtropen, nur das Salzwasserkrokodil kann auch im Meer leben und kommt häufig an den Küsten verschiedener Inseln vor. Als Anpassung an ihren Lebensraum können die Tiere sehr gut schwimmen und tarnen sich im Wasser, indem sie vollständig bis auf Augen und Nasenlöcher untertauchen.”
Auf alternative Darstellungen, die berücksichtigen, dass die Krokodile einer von 50.000 Artikeln sein werden, bin ich gespannt. Nur fürchte ich, dass ausser “Krokodile: Ordnung der Reptilien mit aktuell etwa 30 Arten,; wasserlebend und mit Knochenpanzer geschützt” nicht viel mehr erscheinen wird – wie immer lasse ich mich aber natürlich auch gern positiv überraschen und wünsche allen Beteilgten Spaß und Erfolg mit dem Einbänder.
Bertelsmann will ein “Wikipedia-Kompakt” Buch drucken lassen.
Geplant sind 50.000 Artikel auf 1000 Seiten. Das Buch soll 19.95€ kosten, davon soll 1€ an Wikimedia e.V. gehen.
Voraussichtlich werden nur gekürzte Artikel bzw die Artikeleinleitungen abgedruckt, und selbst das dürfte noch ziemlich eng werden bei 50 Stichwörtern pro Seite.
Laut laut Mathias Schindler wird die Wikipedia durch die Arbeit des Verlages einige Vorteile haben.
Wikipedia profitiert hier in mehrfacher Hinsicht:
1. Die Lexikonredaktion des Verlags wird ihre Arbeit in die Wikipedia zurückfliessen lassen, beispielsweise die Arbeit an den jeweiligen Einleitungsabsätzen.
2. Wir erreichen mehr Leser und möglicherweise auch neue Autoren.
3. Für jedes verkaufte Exemplar fließt ein Euro an Wikimedia.
fragen die sich im Moment noch jedem stellen sind z.B. ob es eine Veröffentlichung in einem computerlesbaren Format (z.B. PDF) geben wird, wie das Problem mit der Auflistung der Bearbeitungshistorie gelöst wird und vor allem, wie die Artikel ausgewählt werden. Viele Personen scheinen auch noch nicht verstanden zu haben, dass JEDER Artikel aus der Wikipedia kopieren und verkaufen darf ohne sogar etwas dafür zu bezahlen, solange er sich an die Lizenz hält. Das hat nichts mit Betrug oder sonst etwas zu tun, das war von Anfang an ein Bestandteil der Planung mit der versucht wurde das gesammelte Wissen so weit wie möglich zu verbreiten.
Mathias Schindler hat auf seiner Benutzerseite eine Unterseite, die sich mit einigen der Probleme befasst.
Links:


Am 26. Januar 2006 schrieb ich den Beitrag Die gedruckte Wikipedia kommt! über die Pläne der Zenodot Verlagsgesellschaft, die Wikipedia in 100 Bänden zu drucken.
Diese Projekt wurde allerdings für unbestimmte Zeit auf Eis gelegt, da das Interesse an diesem Projekt nicht ausreichte.
Etwas weniger ambitioniert, dafür aber sichere Sache, ist das Wikipedia-Lexikon in einem Band. Das einbändige Print-Nachschlagewerk des Bertelsmann Lexikon Institut ist ab September 2008 zum Preis von 19,95 Euro im Buchhandel erhältlich.
Dafür erhält man 1.000 Seiten mit den 50.000 am häufigsten genutzten Lemmata der Wikipedia, die anhand der Seitenzugriffe der deutschsprachigen Wikipedia bestimmt wurden. Die entsprechenden Daten stammen aus einer Auswertung der Statistiken von Domas Mituzas, die uns bereits den lang ersehnten Artikel-Zähler beschert haben. Etwas genauer wird die Auswahl von Mathias in der Mailingliste der deutschsprachigen Wikipedia erklärt.
Die Planungen an diesem Werk gehen übrigens bis in das Jahr 2004 zurück. Wenige Monate nach Gründung des Wikimedia Deutschland e.V. legte Mathias, dem das Projekt als Freund bedruckter toter Bäume sehr am Herzen liegt, eine entsprechende Seite in der Wikipedia an.
Die Umsetzung dieser Idee ist lange fällig und aus verschiedenen Gründen zu begrüßen.
Im Vergleich zu Brockhaus, die sich aus dem Print-Bereich zurückziehen wollten (sich allerdings inzwischen wieder anders geäußert haben), scheinen die Erfahrungen bei Bertelsmann anders gelagert zu sein.
Verlagsleiterin Dr. Beate Varnhorn meint dazu:
Also, im Gegensatz zu Brockhaus bewerten wir den Markt für Print-Lexika weiterhin positiv. Wir verzeichnen konstant gute Verkaufszahlen, vor allem im Bereich der ein- bis dreibändigen Lexika und können auch nur beobachten, dass das Angebot an diesen Lexika in den letzten Jahren tatsächlich gestiegen ist. Das zeigt, denke ich doch deutlich, dass beide Lexikon-Formen ihre Berechtigung haben. Online-Lexika ebenso wie Offline-Lexika, die klassischen Lexika ebenso wie die user-generierten Lexika.
Das Mathematische Forschungsinstitut Oberwolfach ist seit über 60 Jahren ein Ort, an dem sich die besten Mathematiker der Welt treffen, um in der Abgeschiedenheit des Schwarzwalds, aber mit einer ausgezeichneten Bibliothek, ihre Probleme zu diskutieren. Es gibt dort zwar kein Fernsehen und auf den Zimmern keine Telephone, aber es gibt dort Photoapparate und so ist im Laufe der Jahre eine ansehnliche Sammlung entstanden, 2005 durch eine Schenkung durch Karl Jacobs stark angereichert. Diese über 9000 Bilder sind Online unter der Seite http://owpdb.mfo.de/ zu finden. Nach langen Verhandlungen durch die Wikipedianer Kmhkmh und mich stehen seit gestern die Bilder an denen das MFO die Rechte hat unter der CC-by-sa, damit sie auch in der Wikipedia verwendet werden können. Die Sammlung enthält Photos unzähliger berühmter Mathematiker; ein echter Schatz für den Bereich Mathematik in der Wikipedia. Ein erstes Beispiel ist Paul Lorenzen und viele weitere werden folgen. Im Jahr der Mathematik gewinnt diese so ein Gesicht. Vielen herzlichen Dank an das MFO! Vielleicht ein Modell für weitere öffentlich geförderte Institutionen?
Nachdem unser Blog jetzt seit über vier Monaten läuft und von den Lesern gut angenommen wird, hat jetzt auch die Wikimedia Foundation ein Blog gestartet. Ab sofort findet man unter der Adresse http://blog.wikimedia.org/ Neuigkeiten aus dem Dunstkreis der Foundation. Zum Start wünschen wir ein gutes Gelingen.
Weitere interessante Neuigkeiten aus dem Wikimedia-Universum findet man nicht nur in unserem Blog, sondern auch im deutschsprachigen Planet Wikimedia. An dieser Stelle werden eine Vielzahl von Blogpostings in deutscher Sprache, die sich mit Wikimedia-Themen auseinandersetzen, zusammen aggregiert - sehr hilfreich für einen schnellen Überblick.
Eine wunderbare Stilblüte bietet der gerade frisch hereingeregnete Artikel zum Kavir-Nationalpark:
Die Pflanzenwelt wird von diversen Kakteengewächsen bestritten.
Das Gespräch zwischen den Kakteen kann man sich prima vorstellen: “pflanzen? ham wir hier nich” - “nix Flora, vergesst es, gibt’s hier nicht - da müsst ihr in den Urwald fahren.” Naya, was soll man von Touristen schon erwarten - oder wie sonst kommen die ansonsten auf Amerika beschränkten Kakteengewächse in eine Wüste nahe Teheran?
Danke an Wikignom und Carbidfisher für die Steilvorlage ;O)
Der im letzten Jahr als Weihnachtsmarathon erstmalig stattgefundene Artikelmarathon in der deutschsprachigen Wikipedia geht in die zweite Runde - haben wir uns jetzt mal einfach so gedacht. Einleitend heisst es dort:
Der Artikelmarathon stellt eine Spielidee dar, die sich vor allem im Biochat im Gespräch mit einer Reihe weitere spielaffiner Autoren entwickelt hat und die mit dem Weihnachtsmarathon im Dezember 2007 erstmalig realisiert wurde. Ziel des Spiels soll es werden, nach einem festgesetzten Zeitpunkt über eine längere Zeit kontinuierlich an Artikeln der Wikipedia zu arbeiten oder neue Artikel zu schreiben. Allerdings steht auch hier der Spaß im Vordergrund und wenn jemand in dem Zeitraum nur wenige Artikel schafft gilt noch immer der Wahlspruch “Dabeisein ist alles!”
Beim Weihnachtsmarathon nutzten neun Autoren die Chance, Arbeitslisten abzuarbeiten und haben in dieser Aktion insgesamt 246 neue Artikel in drei Tagen geschaffen, wobei der Großteil in den Bereich der Lebewesen fiel. Alle Artikel waren substantiell weit von dem entfernt, was gemeinhin als stub tituliert wird, sondern verdienen die Bezeichnung Artikel. Den beiden Mitstreitern, die sich in den letzten drei Tagen quer durch Sportler, Friedhöfe, Politiker und Heilige geschrieben und damit das Themengebiet doch ein wenig aufgelockert haben, sei hier nochmals Respekt und Dank ausgesprochen. (zitiert nach Wikipedia-Kurier 12/2007)
Eine Neuauflage war bereits damals für den April angedacht und wir hoffen mal, diesmal auch mehr Nichtlebewesenikis motivieren zu können. Der nächste Marathon wird also vom 25. bis zum 27.04.2008 stattfinden.
Bei Wikiversity wird gerade ein Brainstorming vorbereitet um einen Kurs:Urheberrecht zu erstellen.
Also wenn Ihr Ideen habt, was da alles gesagt werden sollte, dann macht euch auf und schaut auf Kurs:Urheberrecht und beteiligt euch ein wenig.

Seit Kurzem funktioniert auch Bugzilla – das Bugmeldesystem der Wikimedia-Projekte – mit IPv6. Der Toolserver, dieses Blog und die eMail-Server der Foundation beherrschen diese Neuerung bereits eine Weile. Lasst uns hoffen, das es auch in den Projekten bald aktiv geschaltet wird :).
KDE e.V. und Wikimedia Deutschland e.V. teilen sich seit kurzem ein gemeinsames Büro in Frankfurt am Main. Die bisherige Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland wurde erweitert und wird nun von beiden gemeinnützigen Vereinen genutzt. Da beide Vereine ähnliche Ziele haben und vergleichbaren organisatorischen Herausforderungen gegenüber stehen, hoffen sie, dass die gemeinsamen Ressourcen, Erfahrungen und Infrastruktur ihre Verbindungen in die Free Culture Community stärken.
“Wir glauben, dass die Kombination von Freier Software und Freiem Wissen nicht nur gewinnbringend ist”, so Sebastion Kügler, Vorstandsmitglied des KDE e.V., “sondern gleichzeitig der nächst logische Schritt hin zu einer reiferen, organisierteren Free Culture Community. Die Möglichkeit, das Wissen einer Organisation mit anderen Aufgaben, aber mit sehr ähnlichen Zielen und Prinzipien nutzen zu können, ist ein Chance”, erklärt Kügler den Hintergrund für das gemeinsame Büro. “Wir erhoffen uns dadurch einen Erfahrungs- und Wissenszuwachs und würden uns Kooperationen dieser Art häufiger wünschen - sowohl in unseren eigenen Projekten als auch in der Free Culture Community allgemein.”
Zudem, ergänzt Kügler, sei die Einrichtung des Büros in Frankfurt nicht der einzige organisatorische Fortschritt für den KDE e.V. Er geht einher mit der Einstellung der ersten festangestellten Mitarbeiterin des Vereins. “Sie wird als Assistentin für eine bessere und effizientere Unterstützung der KDE Community sorgen. Für 2008 sind bereits acht Entwicklertreffen und zahlreiche andere Events geplant; hier ermöglicht eine engagierte Geschäftstellenmitarbeiterin ein noch schnelleres Wachstum des K Desktop Environments”, sagt Kügler.
Auch Wikimedia Deutschland freut sich, seine im Oktober 2006 eröffnete Geschäftsstelle nun gemeinsam mit KDE erweitern zu können: “Wir waren damals die erste nationale Sektion der Wikimedia Foundation, die eine eigene Geschäftsstelle eröffnet hat. Damit haben wir als bis dahin rein ehrenamtlich arbeitender Verein Neuland betreten. Wir sind froh, dass wir diese Erfahrungen nun an den KDE e.V. weitergeben können”, meint Arne Klempert, Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland e.V. “Abgesehen davon ist uns die notwendige Erweiterung unserer Geschäftsstelle durch diese Zusammenarbeit sehr viel leichter gefallen. Denn die beiden gemeinnützigen Vereine können sich auf diese Weise viele Kosten teilen, die sie ansonsten jeder selbst schultern müssten.”
von Nando Stöcklin (noreply@blogger.com) - April 03, 2008 07:43
Die als “stabile Versionen” diskutierte Erweiterung von Wikipedia um ein System zur Begutachtung nähert sich mühsam aber sicher ihrer Vollendung (siehe Ankündigung im Wikimedia-Deutschland-Blog und Beitrag von Tim). Zur Zeit kann die neue Funktion in einem Testwiki ausprobiert werden. Konstruktive Bugreports, Vandalismus-Tests und vor allem Hilfe bei der Verbesserung der Usability (!) sind gerne willkommen. Danach wird das System - möglichst noch diesen Monat - zunächst in der deutschsprachigen Wikipedia probeweise eingeschaltet. Und darum geht es:
Mit der neuen Funktion “markierte Versionen” können einzelne Versionen eines Artikels markiert werden. Die Markierung als gesichtet zeigt an, dass kein Vandalismus vorhanden ist. Wenn zusätzlich jeweils zuerst die letzte gesichtete Version eines Artikels angezeigt wird, sollten offensichtlicher Blödsinn und Quatscheinträge in Wikipedia merklich abnehmen - allerdings ist es für Neuautoren möglicherweise abschreckend, wenn ihre Verbesserungen nicht sofort sichtbar sind.
Die Markierung als geprüft geht über eine gesichte Version hinaus: Sie stellt ein Qualitätsurteil eines fachkundigen Prüfers dar. Ein Prüfer gibt mit der Markierung als geprüft bekannt, dass die betreffende Artikelversion keine falschen Aussagen oder verfälschende Lücken enthält. Damit nähert sich Wikipedia dem traditionellen Review-System in den Wissenschaften an. Genauer gesagt handelt es sich um ein Offenes Peer-Review-Verfahren. Bisherige Peer-Review-Verfahren stoßen immer mehr an ihre Grenzen - zur Überwindung dieser Krise könnten Wikis helfen.
Was ich besonders bemerkenswert finde: Im Unterschied zu den bereits jetzt in Wikipedia vorhandenen Review-Verfahren (lesenswerte Artikel, exzellente Artikel) treten bei der Prüfung von einzelnen Artikelversionen nicht das Kollektiv der “Wikipedianer” in Erscheinung, sondern einzelne Personen. Wenn jemand einen Artikel prüft, muss er mit seiner vollen Reputation dafür geradestehen, dass keine Fehler übersehen wurden. Bei Wikipedia-Autoren ist das in geringerem Maße zwar auch schon der Fall; für Außenstehende ist jedoch in der Regel undurchschaubar, was ein Autor zu einem konkreten Wikipedia-Artikel geleistet hat.
Ich befürchte nur, dass den meisten Lesern aufgrund fehlender Informationskompetenz sowieso egal ist, wer für welche Inhalte in Wikipedia verantwortlich ist (nämlich die konkreten Autoren und Prüfer und nicht ein anonymes Kollektiv oder ein Herausgeber!). Die meisten Menschen wollen nämlich beim Erwerb von “Wissen” nicht selber denken, sondern einer Autorität vertrauen, die sagt, was richtig und was falsch ist. Das ist dann aber nicht das Problem der Wikipedia sondern ein Problem der Massenverdummung unserer Gesellschaft und ihren Teilnehmern, die lieber in selbstverschuldeter Unmündigkeit verharren, anstatt eigenes Urteilsvermögen zu gebrauchen.
Ich bin gespannt, wie sich die markierten Versionen in der Praxis entwickeln werden und wie sich die offen-anarchische Wikipedia-Community und das elitär-akademische Wissenschaftssystem weiter aufeinander zubewegen - im Guten wie im Schlechten.
Laut cnet verwendet Microsoft intern ein MediaWiki, das Open Source Programm, das auch hinter der Wikipedia steht.
Scheinbar wird es aber erst von einer kleinen Gruppe von Leuten verwendet, wie man es von anderen Firmen ja teilweise auch kennt. Ein Wiki wird von einigen Leuten (meist ein Projektteam) um die Zusammenarbeit zu verbessern. Manchmal wächst es darüber hinaus, manchmal stirbt es nach einer Zeit. Mal sehen, ob wir noch mehr von der Micropedia hören. (vielleicht sogar ein paar Erweiterungen, die von Microsoft her kommen?)
Quelle: DE Wikizine - Jahr: 2008 Woche: 13 Ausgabe: 93

Der DFG-Viewer ist eine relativ neue Webanwendung zur Anzeige von Digitalisaten. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt soll bei der Etablierung von Standards für Digitalisierungsprojekten helfen - und macht das dank Webservices und offener Standards schon recht gut.
Angestoßen von einem Hinweis auf die Sammlung Ponickau an der ULB Sachsen-Anhalt und eine anschließende Diskussion um die andauernden Verwirrungen bezüglich URI, URN, URL Identifikatoren und Lokatoren, habe ich mir den DFG-Viewer etwas näher angesehen. Die Darstellung sieht nicht ganz so cool aus, wie bei The Open Library, dafür gibt es offene Schnittstellen. Digitalisate können dem Viewer per OAI oder direkter URL im METS/MODS-Format übergeben werden. Die einzelnen Seiten eines digitalisierten Buches und dessen innere Struktur (Gliederung) lassen sich dann durchblättern. Eine Volltextsuche ist anscheinend noch nicht implementiert und es fehlt eine eigene Zoom-Funktion; bislang ist es nur möglich zwischen verschieden großen Auflösungen zu wechseln, falls diese vom Repository ausgeliefert werden.
Ein Exemplar des auf INETBIB als Beispiel genannten Buches mit der VD17-Nummer 32:623995L ist in Halle digitalisiert vorhanden. Die Metadaten des Digitalisates können per OAI in METS/MODS abgerufen werden. Übergibt man nun dem DFG-Viewer die URL, kann das Digitalisat im DFG-Viewer betrachtet werden. Im Moment ist noch ein Schritt Handarbeit notwendig, da im DFG-Viewer ein falscher (?) OAI-Server für Halle eingetragen ist, aber grundsächtlich funktioniert das Mashup.
Statt spaßeshalber eine METS-Datei mit Pornobildchen zusammenzustellen, um sie im DFG-Viewer anzeigen zu lassen, habe ich mir ein zufälliges Digitalisat von Wikisource vorgenommen. In Wikisource gibt es für jedes Digitalisat eine Indexseite, auf der einige Metadaten und die Seiten der digitalisierten Vorlage aufgelistet sind. Aus dieser Seite kann eine METS/MODS-Datei erzeugt und an den DFG-Viewer geschickt werden. Zwei bis drei Stunden später steht ein einfaches Perl-Skript, dass aus der Index-Seite in Wikisource eine METS-Datei erzeugt. Und so sieht es im DFG-Viewer aus (Draufklicken=größere Ansicht):
Das ganze ist nur ein schnell gehackter Proof-of-concept. Eine stabile Verwendung der Metadaten aus Wikisource sollte aus einer OAI-Schnittstelle bestehen, die METS/MODS liefert (und MABXML für ZVDD). Falls jemand Interesse hat (Bachelor/Diplomarbeit, eigenes Projekt etc.), biete ich gerne meine Unterstützung an - umsetzen muss er es jedoch erstmal jemand anderes da ich nicht dauernd nur neue Projekte anfangen kann.
Heute war doch mal so richtig nettes Botschaftswetter: Nicht zu kalt, weitgehed blauweißer Himmel und vor allem ein Windchen, bei dem zumindest einige der Flaggen mal so richtig zeigen konnten, wofür sie da sind:
Wie ich darauf komme? Ich bastle seit einiger Zeit an den Botschaften in Berlin rum und fülle vor allem die Kategorien in den Wikimedia-Commons. So langsam kann es sich sehen lasse, auch wenn noch etliche Häuser auf der Todo-Liste stehen …
Die deutschsprachige Wikipedia hat aktuell fast 730.000 Artikel, die französische folgt ihr dichtauf mit etwas über 640.000 Artikeln, so steht es auch in einem aktuellen heise-Artikel über den 10.000.000sten Wikipedia-Artikel . Nun hat ein findiger Forumsschreiber aufgedeckt, warum die französische Wikipedia die deutsche bald überholen wird:
”Die Franzmänner sind zwar nicht zahlenmässig überlegen, dafür haben sie an strategishen Stellen in der deutschen Wikipedia Sappeure platziert, die gezielt Artikel löschen und so die Anzahl an Artikeln kleinhalten.”
Na wie schön, ein Arsch zum Download – die Idee finde ich an sich ganz gut, die Umsetzung und vor allem der zugrundeliegende Text ist nur leider nicht ganz so prima (und mit Entfernung des Links auch nicht mehr up to date).
Eigentlich hat dieser Beitrag nichts mit Wikis zu tun; aber ich denke, er passt ganz gut in den Planet Wikimedia. Über das Fontblog bin ich auf einen Beitrag beim Chaosradio gestoßen: eine Dokumentation von etwa 1960, in der die Funktionsweise einer Linotype-Setzmaschine erklärt wird.
Das gut 170 MB große, englischsprachige Video dauert etwa 35 Minuten und kann über einen Flash-Player direkt im Browser abgespielt oder heruntergeladen werden (H.264, 320×240; das Video ist iPod-kompatibel und, selbst getestet, läuft auch auf der PSP). Beim Internet Archive gibt es die Dokumentation in zwei Teilen (die, wie ich gerade feststelle, im Artikel auch verlinkt sind) auch in anderen, teils größeren Formaten.
Ich bin fasziniert, dass diese Maschine einerseits kompliziert ist, andererseits aber so einfach, dass man sie im Detail verstehen kann. Besonders pfiffig finde ich die Methode, mit der Blocksatz erreicht wird: genial einfach. Ich hab jedenfalls mal wieder wirklich was neues gelernt.

Wenn ich schon gerade über Quantität blogge…
Die Wikipedia feiert ihren 10-millionsten Artikel.
Wie jeder weiß, der sich auch nur kurz mit den Meilensteinen in der deutschsprachigen Wikipedia beschäftigt hat, ist es aufgrund unterschiedlicher Zählweisen und anderer Probleme nicht wirklich möglich, einen genauen Kandidaten zu identifizieren.
Da das allerdings Aussenseitern schwierig zu erklären ist, einigt man sich schließlich doch immer auf einen “möglichst passenden” Meilenstein-Artikel :-).
Im aktuellen Fall ist dies der Eintrag über Nicholas Hilliard, einen Künstler aus dem 16. Jahrhundert, in der ungarischen Wikipedia.
Jimbo wird dazu wie folgt zitiert:
Jimmy Wales, founder of Wikipedia and the Wikimedia Foundation remarked on the occasion of this milestone, “It’s incredible to think that we’ve grown from one Wikipedia in English to over 250 language Wikipedias. Ten million articles is something we could never have imagined happening so fast when we embarked on Wikipedia in 2001. This is a testament to the incredible dedication of our volunteers around the world.”
Interessanterweise erwähnt und verlinkt die Pressemitteilung der WMF auch den Brockhaus-Wikipedia-Vergleichstest des Sterns.
Insgesamt existiert die Wikipedia in mehr als 250 Sprachen. Eine ausführliche Liste mit Größenübersicht der einzelnen Sprachversionen findet sich auf Meta.

Die Wikimania 2009 Jury hat entschieden: Im folgenden Jahr wird die internationale Wikimedia-Konferenz in Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens, stattfinden.
Um die Ausrichtung beworben hatten sich neben Buenos Aires die Städte Toronto (Kanada), Brisbane (Australien) und Karlsruhe (Deutschland).
Die Bewerbung von Buenos Aires hat die Jury überzeugt. Als Gründe für die Entscheidung nennt die Jury unter anderem:
Hauptziel der Wikimania ist es, die aktiven Community-Mitglieder sowie Wissenschaftler und Techniker zusammenzubringen, um gemeinsam über die Zukunft von Wikis im Allgemeinen und der verschiedenen Wikimedia-Projekte im Besonderen zu diskutieren.
Die Wikimania 2009 ist die fünfte Konferenz dieser Art. Die erste Wikimania fand 2005 in Frankfurt am Main (Deutschland) statt, die Wikimania 2006 wurde in Boston (USA) ausgerichtet. Letztes Jahr wurde in Taipeh (Taiwan) getagt und in knapp 100 Tagen trifft man sich auf der diesjährigen Wikimania in Alexandria (Ägypten).

Die New York Times hat bereits am 16. März den Artikel Start Writing the Eulogies for Print Encyclopedias von Noam Cohen veröffentlicht.
Cohen greift die Entwicklung auf, dass mehrere klassische Enzyklopädien wie die Encyclopædia Britannica oder der Brockhaus ihre Printausgaben eingestellt haben und ihre Inhalte online verfügbar mache