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August 04, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

#schlossopen – kein Twittermärchen

Teilnehmer des Wettbewerbes Wiki loves Monuments sind in das Schloss Caputh bei Potsdam eingeladen

Ein Schloss öffnet sich. Bild von tOrange unter Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz via tOrange.com

Wenn man über ein Schloss schreiben möchte, dann möchte man den Artikel gern mit einem schönen Foto schmücken. Dieser Artikel handelt von einem schönen Schloss, von dem es kaum schöne Fotos bei Wikimedia Commons gibt. Und der Artikel handelt davon, wie sich das ändern könnte.

Vor einigen Tagen startete ich einen Versuch. Ich wollte via Twitter auf ein Schloss-Foto-Shooting aufmerksam machen. Und da es sich um ein Schloss handelt, und da Twitter nur jeweils 140 Zeichen erlaubt, fing ich an unter dem Hashtag “#schlossopen” , ein Twittermärchen in Fortsetzungen zu schreiben. Ich weiß bis heute nicht, woran es lag, aber plötzlich erlaubte der Twitteralgorithmus es 48 Stunden lang nicht, dass irgendeiner meiner Tweets unter ihrem jeweiligen Hashtag gefunden werden konnten. Und alle 10 #schlossopen-Tweets waren in den Untiefen des Twittergeplappers verschollen. Ein ungelöstes Mysterium, wie es sich für wahre Märchen gehört. Also besann ich mich auf eine konventionellere Methode.

Ein Schloss öffnet sich – für Sie?

Liebe Blogleser, hätten Sie nicht Lust, ein Schloss zu erobern, indem Sie es aus der Nähe, en detail, von Innen wie von Außen fotografieren und Ihre Fotos für Wikipedia zugänglich machen, indem Sie sie unter einer Freien Lizenz auf Wikimedia Commons hochladen? Und wären Sie nicht zusätzlich motiviert, wenn Sie mit Ihren Aufnahmen an dem weltweit größten Fotowettbewerb “Wiki loves Monuments” teilnehmen könnten? Insbesondere, wenn Sie wüssten, dass diese Aufnahmen die besondere Aufmerksamkeit der Jury erfahren werden, da es ja so wenige (es sind 13- wie im Märchen!) Aufnahmen dieses Schloss gibt? Wenn Sie alle drei Fragen mit Ja beantworten, dann melden Sie sich rasch für die Fotosafari auf dem Schloss Caputh am 4. und 5. September 2015 an. Alles was Sie brauchen sind Zeit und ein gutes Auge für fotografische Details. Auch wenn Sie sich eher durch Ihr kunsthistorisches Interesse, denn durch Ihre ausgefeilte Kameratechnik auszeichnen, Sie sind herzlich willkommen. Denn Sie könnten in Teamarbeit Fotografen auf besondere Details aufmerksam machen. Das Programm wächst – auch mit Ihren Vorschlägen – nach und nach auf der Projektseite der 8. GLAM on Tour Station, die Wikimedia Deutschland diesmal gemeinsam mit der Stiftung Preussische Schlösser und Gärten in Berlin Brandenburg unter der Leitung des erfahrenen Wikimedianers Ralf Roletschek durchführt.

Ein Schloss öffnet sich – Warum?

Die Stiftung Preussische Schlösser und Gärten in Berlin Brandenburg (SPSG)  ist Eigentümerin des Schlosses Caputh. Vor 17 Jahren ist das Barockschlösschen umfassend saniert worden und ziert so wieder in altem Glanz die Ufer des Schwielowsees bei Potsdam. Es gehört damit zu den mehr als 20 Schlössern, die alle von der SPSG bewahrt, der Öffentlichkeit zugänglich und bewirtschaftet werden. Zur Bewirtschaftung gehört nach bisherigem Verständnis der Stiftung natürlich auch die Inanspruchnahme der Verwertung der Bildrechte. Wer immer eine Aufnahme eines der Schlösser der Stiftung machen möchte und dies nicht nur für sein privates Fotoalbum, braucht eine gebührenpflichtige Genehmigung der Stiftung. Wer jetzt “Halt, die Panoramafreit gilt in Deutschland” ruft, hat recht, so lange er oder sie sich nicht auf dem Gelände der Stiftung befindet. Das gute Recht des Eigentümers ist es aber zu verfügen, ob und wie Abbildungen des Eigentums, die von seinem Grund und Boden aufgenommen wurden, kommerziell verwertet werden dürfen. Das hat der Bundesgerichtshof in dem so genannten Sanssouci- Urteil ausdrücklich bestätigt.

Um so schöner ist es, wenn die Stiftung sich jetzt entschieden hat, das Engagement vieler tausend Wikipedianer zu würdigen. Meist ehrenamtlich und in ihrer Freizeit helfen sie, das Wissen über die Welt um uns herum zu mehren. Sie schreiben enzyklopädische Artikel, wie den ausführlichen zu dem kleinen Schloss Caputh. Und sie machen Fotos wie dieses von Schlössern. Die Fotos des Medienarchivs Wikimedia Commons sind, um ihre Verbreitung und Nachnutzung zu vereinfachen, grundsätzlich auch kommerziell nachnutzbar. Daher gibt es zur Zeit nur wenige Außenaufnahmen des Schlosses aus der Ferne, denn alle anderen Fotos bedürfen der Genehmigung der Stiftung. Damit es künftig tolle Nahaufnahmen vom Schloss Caputh auch in Wikipedia-Artikeln gibt, öffnet die Stiftung für einen Tag die Pforten. Es ist wie im Märchen: #schlossopen. Danke.

 

Historische Ansicht des Schloss Caputh von Friedrich Nagel um 1795, gemeinfrei via Wikimedia Commons

 

Weiterführende Links:

Website der Stiftung

Projektseite der aktuellen GLAM on Tour Station

weitere Wiki loves Monuments Touren in Ihrer Nähe

 

by Barbara Fischer at August 04, 2015 12:05 PM

August 03, 2015

DaB.

GnuPG-Party auf der WikiCon

Wie auch letztes Jahr wird es auch im diesem Jahr eine GnuPG-/GPG-/PGP-Keysigning-Party auf der WikiCon geben.
Der genaue Termin ist noch unbekannt, aber wer möchte kann mir schonmal seine Key-ID an gpg-wikicon-2015@dabpunkt.eu schicken.
Nur nochmal zur Erinnerung: Meine ist die 7CD1E35FD2A3A158.

by DaB. at August 03, 2015 01:53 PM

July 30, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 29/2015

Hier kommt die 29. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Call for papers zur Wikimedia Conferentie Nederland gestartet

Für die Wikimedia Conferentie Nederland am 28. November 2015, begann der Call for papers. Es sind auch englischsprachige Vorträge willkommen.

Protokoll der 2. Präsidiumsklausur veröffentlicht

Das Protokoll der 2. Präsidiumsklausur am 20./21. Juni ist im Forum von Wikimedia Deutschland veröffentlicht worden.

WMF sucht Endowment Director und Editorial Associate für das Movement-Blog

Die Wikimedia Foundation sucht einen „Endowment Director“. Deren oder dessen Aufgabe es sein wird, innerhalb von zehn Jahren ein Endowment (zu deutsch etwa Anlage, Stiftungskapital) von etwa 100 Millionen US-Dollar aufzubauen. Dieses Endowment dient der nachhaltigen Sicherung des Weiterbetriebes der Wikimedia-Projekte für den Fall, dass reguläre Spendeneinnahmen einbrechen sollten. Ebenfalls wird ein Editor gesucht, die oder der die Verantwortung für das Movement-Blog übernehmen wird.

WMF fährt „Community Health learning“-Aktion

Das Learning and Evaluation Team der Wikimedia Foundation fährt vom 15. Juli bis zum 15. August eine Kampagne zu der Frage was eine funktionierende Community mit zufriedenen Mitgliedern auszeichnet. Zu gewinnen gibt es ein Stipendium zur Wikimania 2016.

Progress Reports für FDC

Am 30.Juli ist Abgabeschluss für die Halbjahresberichte der APG-Grantees, einschliesslich WMDE. Der Bericht kann ab Donnerstag abend gelesen werden.

Neue Blogreihe der WMF: Wikipedia Picks

Kürzlich startete die Wikimedia Foundation die neue Blog-Reihe „Wikipedia Picks“. Darin stellt jeweils ein Community-Mitglied fünf bedeutende Artikel, Bilder oder andere Inhalte vor. Für diese Woche präsentierte die Benutzerin Victoria Short (Ealdgyth) aus der englischsprachigen Wikipedia ihre Auswahl. Ealdgyth war an der Erstellung 60 ausgezeichneter Artikel beteiligt.

5. Ausgabe des Learning Quarterly erschienen

Die 5. Ausgabe des „Learning Quarterly“, dem „Learning & Evaluation Newsletter“ ist erschienen.

WMUK wählt neue Board-Mitglieder

Auf der Jahreshauptversammlung von WMUK wurden Doug Taylor, Nick Poole und Josie Fraser als neue Board-Mitglieder gewählt.

Projekte und Initiativen

Neuzugang beim Literaturstipendium

Nach der Verlagsgruppe Random House und C.H.Beck bietet nun auch der Klett-Cotta Verlag Wikipedia-Autorinnen und Autoren seine Bücher als Literaturstipendium zur kostenfreien Nutzung für die Wikipedia an.

Vorbereitungen für WLM laufen

Die Vorbereitungen für den kommenden Fotowettbewerb „Wiki loves Monuments“ laufen auf Hochtouren. Einen aktuellen Überblick gab Benutzer:Dr. Bernd Gross im Wikipedia-Kurier.

Projektwebseite online: Mapping OER – Bildungsmaterialien gemeinsam gestalten

Das Projekt Mapping OER möchte das Thema der freien Bildungsmaterialien von allen Seiten beleuchten und auf seine Umsetzbarkeit in Deutschland eruieren. Auf der Projektwebseite www.mapping-oer.de werden deshalb in regelmäßigen Abständen Debattenbeiträge von Fachleuten veröffentlicht, um so viele Facetten von OER in Deutschland wie möglich zu beleuchten.

Kunal Mehta: Vom Autor zum Entwickler

Im Blog der Wikimedia Foundation wurde ein Porträt über den Autor und MediaWiki-Entwickler Kunal Mehta veröffentlicht.

Mein Leben als autistischer Wikipedianer

Einer der am meisten gepriesenen Vorträge auf der Wikimania 2015 war „My life as an autistic Wikipedian“ von WMF-Mitarbeiter Guillaume Paumier. Er hat eine verschriftliche Fassung seines Vortrags in seinem Blog veröffentlicht.

Galaveranstaltung zum 10-jährigen Bestehen der bengalischsprachigen Wikipedia

Im Rahmen einer Galaveranstaltung wurde das zehnjährige Bestehen der bengalischsprachigen Wikipedia gefeiert.

Technik

Vereinfachte Uploadmöglichkeit für Denkmallisten

Ab dem kommenden Fotowettbewerb „Wiki loves Monuments“ 2015 soll es möglich sein, fehlende Bilder in Denkmallisten direkt über die Liste hochzuladen und dort einzubinden.

Tech News issue #31

Die aktuelle Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Diskussion

OER an Universitäten und Hochschulen: Plädoyer für eine didaktische Sicht

Dr. Sandra Hofhues, ab 1. September Juniorprofessorin für Mediendidaktik/Medienpädagogik an der Universität zu Köln, schreibt im Blog von Wikimedia Deutschland über den Einsatz von Open Educational Resources (OER) im Wissenchaftsbereich.

Presse, Blogs und Websites

Gnom bloggt über die Wikimania

In seiem Wikimedia-Blog hat Benutzer:Gnom einen ausführlichen Bericht über die Wikimania veröffentlicht.

Ziko sammelt seine Eindrücke von der Wikimania

Ziko sammelte seine Eindrücke der kürzlich in Mexiko statt gefundenen Wikimania auf seinem Blog. https://zikoblog.wordpress.com/2015/07/24/inspirations-from-wikimania-2015/ (englisch)

Main-Post berichtet über Wikipedianer aus Unterfranken

Die Main-Post hat einen Artikel über die aktiven Wikipedianer um den Stammtisch Unterfranken verfasst.

bild.de amüsiert über Gruppenbild in Personenartikel

„Um welchen Politiker geht’s in diesem Wiki-Eintrag?“ fragte bild.de und verwies auf den Artikel des frankfurter Politikers Uwe Becker, der mit einem Gruppenfoto bebildert war.

Wikipedianer-Porträt auf main-echo.de

Auf main-eche.de erschien ein Porträt über den Wikipedianer Hans Schneider, der unter anderem Denkmäler für die Wikipedia fotografiert.

Aargauer Zeitung checkt Wikipedia-Artikel

Die Aargauer Zeitung überprüfte wie „sich die Aargauer Städte auf der Info-Webseite“ Wikipedia „präsentieren“.

Termine

30.7.: Offenes Editieren Berlin

Wie jeden Monat findet das Offene Editieren auch im Juli wieder am letzten Donnerstag von 19.00 bis 22.00 Uhr in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland in Berlin statt.

31.7.-8.8.: Fotoprojekt Historische Kameras

Wikipedianer aus Österreich und Deutschland treffen sich um in einem kleinen, nicht öffentlich zugänglichen Privatmuseum in der Steiermark in der Nähe von Graz etwa 400 Exponate, alte Analog- und Filmkameras sowie Objektive und Zubehör zu fotografieren und zu filmen.

1.8.: Wikipedianische KulTour

Gemeinsam besuchen Wikipedianerinnen und Wikipedianer im Rahmen der Veranstaltungsreihe „KulTour“ die Ausstellung Aquis Grani im Couven-Museum.

4.8.: Vorstellung Work with Sound

Work With Sound (WWS) ist eine Kooperation zwischen sechs europäischer Museen mit finanzieller Unterstützung (2013–2015) der Europäischen Union. Das Ziel ist ein digitales Archiv über Soundfiles aufzubauen, die aus der Industrie- und Arbeitswelt kommen. Die Files werden unter einer CC-Lizenz gestellt und wurden auch schon, in Partnerschaft mit der Wikimedia Schweden, auf den Commons gespiegelt. Am 4. August stellt sich Work with Sound im Lokal K in Köln der deutschsprachigen Community vor.

5.8.: Women edit Berlin

Women edit ist ein Netzwerk von Wikipedianerinnen. Jeden ersten Mittwoch im Monat findet in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland von 18.00 bis 21.00 Uhr ein Treffen statt. Neu-Autorinnen sind willkommen.

6.8.: Wikipedia Sprechstunde Bibliothek Hamburg

Jeweils am 1. Donnerstag des Monats bietet die Hamburger Wikipedia-Community von 16.00 bis 18.00 Uhr eine regelmäßige öffentliche Sprechstunde an.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at July 30, 2015 02:54 PM

July 28, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Projektwebseite online: Mapping OER – Bildungsmaterialien gemeinsam gestalten

Wie können freie Bildungsmaterialien in Deutschland voran gebracht werden? Dieser Frage geht das Projekt Mapping OER – Bildungsmaterialien gemeinsam gestalten nach (Infos zum Projekt auch im Blogbeitrag aus dem April). Jetzt ist die Projektwebseite online, auf der Stück für Stück verschiedene Bereiche des Themas OER vorgestellt werden und zur Diskussion einladen.

Screenshot der Startseite von www.mapping-oer.de, Design: Atelier Disko, CC-BY 4.0

Das Projekt Mapping OER möchte das Thema der freien Bildungsmaterialien von allen Seiten beleuchten und auf seine Umsetzbarkeit in Deutschland eruieren. Auf der Projektwebseite www.mapping-oer.de werden deshalb in regelmäßigen Abständen Debattenbeiträge von Fachleuten veröffentlicht, um so viele Facetten von OER in Deutschland wie möglich zu beleuchten. Dabei sind uns alle Meinungen wichtig: Unter jedem Fachbeitrag kann kommentiert und mit uns und den OER-Fachleuten diskutieren werden. Alle Beiträge fließen systematisch in die Ergebnisse des Projekts ein.

In den kommenden Wochen werden wir uns auf dieser Seite zunächst mit der Situation von freien Bildungsmaterialien in Deutschland beschäftigen und die Ergebnisse der Analysephase präsentieren. Später widmen wir uns dann sukzessive den vier Schwerpunktthemen des Projekts.

Für einen persönlichen Austausch laden wir zur öffentlichen Fachtagung im Januar 2016 in Berlin ein. Sobald wir nähere Informationen zum Veranstaltungsort haben, werden wir, wie auch zu allen anderen Neuigkeiten des Projekts, auf www.mapping-oer.de informieren. Um keine Neuigkeiten zu verpassen, kann der RSS-Feed mit einem Feedreader abonniert oder das Hashtag #MappingOER auf Twitter beobachtet werden.

Weitere Fragen oder Feedback können gern per E-Mail an uns gerichtet werden.

 

by Jan Apel at July 28, 2015 03:45 PM

July 27, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Freies Wissen und Wissenschaft (Teil 02): Offene Bildungsressourcen (OER) an Universitäten und Hochschulen: Plädoyer für eine didaktische Sicht

Open Access, Citizen Science, Open Research Data – Die Öffnung der Wissenschaft schreitet voran. Immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich im Rahmen ihrer Arbeit mit freien Lizenzen und kollaborativen Arbeitsweisen. Sie machen ihre Forschungsergebnisse und -daten frei zugänglich, damit sie von möglichst vielen Menschen verwendet und nachgenutzt werden können oder beteiligen Bürgerinnen und Bürger direkt am Forschungsprozess. An dieser Stelle veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen Beiträge rund um das Thema Freies Wissen und Wissenschaft. Im zweiten Teil unserer Reihe schreibt Dr. Sandra Hofhues, ab 1. September Juniorprofessorin für Mediendidaktik/Medienpädagogik an der Universität zu Köln, über den Einsatz von Open Educational Resources (OER) im Wissenchaftsbereich.


Whitepaper Open Educational Resources (OER) an Hochschulen in Deutschland (89 Seiten, 3,5Mb) (zum Download auf das Bild klicken)

Wie wahrscheinlich ist es, dass offene Bildungsressourcen – kurz OER – akademisches Lehren und Lernen verändern? Nach Aussage der Autoren des aktuellen Whitepapers zu „Open Educational Resources (OER) an Hochschulen“ (Deimann, Neumann und Muuß-Meerholz, 2015) unwahrscheinlich. Dennoch lohnt es sich, danach zu fragen, welche Auswirkungen die Auseinandersetzung mit und über OER im Hochschulkontext insbesondere für Studium und Lehre haben könnte. Wie lässt sich die Diskussion vor allem mit einer (hochschul-) didaktischen Sicht verbinden?

Einführung und Stand der Diskussion

Was für eine kleine Gruppe interessierter Forschender und Praktiker_innen seit über einem Jahrzehnt selbstverständlich ist, steht seit etwa drei Jahren auch auf der bildungs- und hochschulpolitischen Agenda weit oben: die Beschäftigung mit offenen Bildungsressourcen (OER). Als offen und frei zugängliches Material sollen sie den Zugang zu didaktisch aufbereiteten Inhalten erleichtern und Einblicke in Lernen und Arbeiten in Bildungseinrichtungen geben. Vorreiter für Universitäten und Hochschulen war sicherlich das Massachusetts Institute of Technology (MIT): Im MIT OpenCourseWare werden Lehr-Lerninhalte schon seit 2002 als offene Bildungsressourcen frei zur Verfügung gestellt. Mit dem Aufkommen der Massive Open Online Courses (MOOCs) wurde die Debatte um offene Bildungsressourcen in der Breite entfacht: National wie auch international stellt sich die Frage, wie man unter gegenwärtigen technischen und rechtlichen Bedingungen auf (öffentliches) Wissen zugreifen kann und welche Rolle Bildungseinrichtungen dabei spielen. Sind sie bspw. dafür verantwortlich, in ihnen entstandenes Wissen stets frei und offen zur Verfügung zu stellen? Ein Schwerpunkt in der Diskussion liegt daher im offenen Zugang zu Wissen, eine Forderung der Open Access (OA)-Bewegung, die seit ihrer Initiierung große Erfolge aufweist. So ist beispielsweise am 17. April 2015 in einem Spiegel-Artikel von einem „wegweisenden Urteil“ zu lesen: Demnach dürfen Uni-Bibliotheken alle Bücher digital anbieten. Der Weg zu einem freien und offenen Zugang zu Wissen und Informationen in Universitäten und Hochschulen ist demnach bereitet. Für offene Bildungsressourcen auch?

Die OA- und die OER-Bewegung basieren zwar auf denselben Prinzipien, die mit den Leitideen der 5R im Sinne des Open Content beschrieben werden: Es geht um

  1. das Recht, eigene Kopien von bestehenden Inhalten zu machen (Retain),
  2. das Recht, Inhalte wiederzuverwenden (Reuse),
  3. das Recht, Inhalte für eigene Zwecke anzupassen (Revise),
  4. das Recht, Inhalte unterschiedlicher Art zu vermischen (Remix) sowie
  5. das Recht, Kopien dieses neu entstandenen Inhalts wieder zu verbreiten (Redistribute).

Ein Unterschied findet sich aber doch: Während OA vor allem die Zugänglichkeit zu Büchern und anderen, textbasierten Veröffentlichungen regelt, setzt die OER-Bewegung darauf, dass didaktisch aufbereitetes Material der Gesellschaft zur Verfügung gestellt wird. Sie zeichnet an dieser Stelle ein ausgeprägter, beinahe idealistischer Gemeinwohlcharakter aus. Gleichzeitig nimmt die Bewegung durch den Fokus auf aufbereitetes Material selbst eine Einschränkung für den hier zugrunde liegenden Kontext Universitäten bzw. Hochschulen vor: In den Blick geraten vor allem solche digitalen Materialien, die für Lehre und Studium entstanden sind. Darunter fallen Lehrbücher genauso wie ganze Lehrveranstaltungen, in denen digitale Ressourcen entstanden sind oder die selbst digital z.B. in Form eines MOOCs vorliegen. Solche definitorischen Abgrenzungen sind hilfreich, um den tatsächlichen Stand von OER an Universitäten und Hochschulen zu begreifen. Sie machen beispielsweis klar, warum sich derzeit ein technischer, infrastruktureller oder auch bibliothekarischer Schwerpunkt in der Debatte ergibt: Orientiert an der Schwesterdebatte um OA wird vor allem nach nachhaltigen Möglichkeiten gesucht, didaktisch aufbereitetes Material digital zur Verfügung zu stellen. Dass hier Technologien genauso zum Einsatz kommen wie etablierte und neue Standards aus der Bibliothekswelt, dürfte klar sein und die disziplinäre Verortung der Debatte erklären.

Von dieser Schwerpunktsetzung gehen auch Deimann, Neumann und Muuß-Meerholz (2015) in ihrem kürzlich erschienenen Whitepaper zu „Open Educational Resources (OER) an Hochschulen“ aus. Sie konstatieren aber zugleich, dass sich die gesamte Debatte um OER an Hochschulen noch in den Kinderschuhen befindet. Obschon es nicht an Leuchtturmprojekten fehlt, mangelt es vor allem an dem Willen und den persönlichen wie auch technischen Ressourcen, Bildungsmaterialien in der Breite zur Verfügung zu stellen. Die Autoren des Whitepapers kommen allerdings zu dem Schluss, dass offene Fragen zu umfangreichen Infrastrukturen für digitales Bildungsmaterial oder Qualitätssicherungsinstrumente bald geklärt sein dürften. Doch so manch andere Frage bleibt nach Ansicht der Autoren unbeantwortet, darunter die Frage nach dem Einsatz von OER für das akademische Lehren und Lernen.

Leerstellen in der gegenwärtigen Diskussion

Es ist erstaunlich, dass insgesamt nur wenige normative Zielvorstellungen existieren, wozu Bildungsmaterialien digital vorliegen sollten. Zwar wird regelmäßig postuliert, „Bildung für alle“ solle ermöglicht werden. Selten werden aber weitere Szenarien für akademische Kontexte entworfen, wie man mit den frei und offen zugänglichen Bildungsmaterialien auch studieren könnte. Denn eins dürfte klar sein: Die Verfügbarkeit des Materials allein sorgt nicht dafür, dass damit auch gelernt wird. Es dient allenfalls einer kleinen Gruppe Engagierter dazu, sich im eigentlichen Sinne zu bilden. An dieser Stelle kommen Bildungsinstitutionen wie Universitäten und Hochschulen zurück ins Spiel: Sie bieten Lehr-Lernkontexte an, innerhalb derer gelernt wird – ganz gleich, ob mit OER oder mit anderen Materialien. Entsprechend stellt sich für Universitäten oder Hochschulen weniger die Frage danach, welches Material für Lernen und Bildung genutzt wird – dies wird ohnehin stark über das Fach oder die zugehörige Disziplin bestimmt. Vielmehr ist danach zu fragen, in welchen didaktischen Szenarien sich Optionen zur Nutzung, aber eben auch zur Weiterentwicklung von Bildungsmaterialien jeglicher Art ergeben.

Stellt man sich diese Frage(n), gelangt man rasch zu einer älteren didaktischen Diskussion darum, welche Rolle die eigene Wissensproduktion in Hochschulen gegenüber der Rezeption bestehenden Wissens spielt (vgl. Mayrberger und Hofhues, 2013, S. 57). Übersetzt in den Kontext der OER-Diskussion ginge es dann vor allem um offene Bildungspraktiken (OEP): Wie gestaltet sich akademisches Lehren und Lernen, wenn dort freie und offene Bildungsmaterialien zum Einsatz kommen? Welche Bedeutung haben dann Kollaboration und Vernetzung von Lernenden? Wie realistisch wären offene Curricula, wonach sich Studierende ihre Lerninhalte komplett selbst zusammenzusuchen bzw. -stellen? Welche Fähigkeiten würden bei Lernenden adressiert, wenn die Verantwortung für ihr Lernen und ihre Bildung komplett auf ihren Schultern lastet? etc.

Geht man von einer solchen durchschlagenden Kraft der OER-Bewegung aus, könnte sich auch akademisches Lehren und Lernen verändern. Dieser massive Wandel ist aber, Stand jetzt, unwahrscheinlich (Deimann et al., 2015, S. 55), denn: In Forschung und Lehre haben sich über die Jahrhunderte bestimmte Handlungspraktiken ausgeprägt, die von der Verfügbarkeit von Wissen und Information lediglich technisch-funktional beeinflusst werden. So kann man als Wissenschaftler_in bedeutend besser, schneller und umfangreicher über digitale Medien auf Wissen und Information zugreifen, die benötigten Fähigkeiten in der Recherche und der Bewertung dieser Information ändern sich aber nicht grundlegend. Kooperation und Vernetzung ist auch in der prä-digitalen Zeit für den wissenschaftlichen Diskurs von zentralem Wert gewesen – heute findet diese dann vornehmlich vermittelt über digitale Medien statt. Somit lassen sich zwei Leerstellen ausmachen, die in der bisherigen Debatte um OER wenig bearbeitet werden: 1) Vor allem wäre es wichtig, die gegenwärtige Diskussion in Richtung der OEP zu weiten. OER würden so als Grundlegung für OEP verstanden (Mayrberger und Hofhues, 2013). Auf diese Weise würde auch eine didaktische Zielrichtung für die Debatte ausgegeben, die derzeit noch nicht vorhanden ist. 2) Überdies könnte es von zentraler Bedeutung sein, sich über die Auseinandersetzung mit OER solchen Lernzielen zu nähern, die im Kontext akademischen Lehrens und Lernens seit jeher von zentraler Bedeutung sind: z.B. die Ausbildung von Medien- und Informationskompetenzen bei Lehrenden und Studierenden. Wie man Wissen und Information nämlich recherchiert, bewertet, wieder aufbereitet und (später) gegenüber der wissenschaftlichen Gemeinschaft kommuniziert, hat sich über die Jahrhunderte als ein Kern des Studiums ausgeprägt. Konstituierend sind dafür der Wissenschaft inhärente Elemente wie Kritik bzw. kritisches Denken, Austausch und Diskurs.

Mögliche Szenarien zum Einsatz von OER in Universitäten und Hochschulen

Bereits deutlich wurde, dass die Diskussion um OER eigentlich eine didaktische sein sollte, die didaktische Beschäftigung mit OER/OEP aber seit Jahren zu kurz kommt (vgl. dazu auch Zauchner und Baumgartner, 2007). Hier stellt sich dann primär die Frage, wie mit diesem Material gelernt werden kann oder bereits gelernt wird. Von daher lohnt sich der Blick auf zwei beispielhafte Szenarien, die klar machen dürften, in welche Richtung sich eine didaktisch konturierte Diskussion mit/um OER bewegen könnte.

Szenario 1: Lehrende stellen ihre Forschungstexte zur weiteren Be- und Verarbeitung in Lehrveranstaltungen zur Verfügung

Akademisches Lehren und Lernen ist zentral davon geprägt, dass Wissensvermittlung an Universitäten und Hochschulen nur unter Einbezug von Forschung stattfinden sollte und die Auseinandersetzung mit Forschung persönlich bildet. Zugrunde gelegt wird dazu die Idee der Bildung durch Wissenschaft. Übersetzt wird sie in „Spielarten“ forschenden Lernens (Reinmann, in Druck), also in didaktische Szenarien, die Studierenden ermöglichen, ihren eigenen (Forschungs-) Fragen in Vorlesungen, Seminaren oder Projekten nachzugehen. In allen Spielarten forschenden Lernens wäre es nun möglich, dass Studierende an Forschungstexten ihrer Lehrenden oder der wissenschaftlichen Gemeinschaft arbeiten und diese beginnen zu hinterfragen, eigene Fragen daran sammeln oder Artefakte mit den Lehrenden weiterentwickeln. Zumindest drei der oben genannten 5R-Prinzipien (Retain, Reuse, Revise) ließen sich durch die weitere Verarbeitung vorliegenden Forschungsmaterials problemlos umsetzen.

Erst die weitere Verarbeitung und Veröffentlichung (Remix, Redistribute) dürfte Lehrenden wie Forschenden schwer fallen, da es sich hier nicht mehr um die weitere Verwendung des Forschungsmaterials für Lernzwecke handelt, sondern deren Bewertung und Begutachtung in den Bereich der Forschung selbst fällt. Kopien haben dort aber – ebenso wenig wie Mashups – keinen Wert (Gehlen, 2011). Sie könnten allenfalls einen persönlichen Nutzen für die beteiligten Lehrenden und Studierenden erzeugen, wenn nämlich durch die gemeinsame Beschäftigung interessante neue Forschungsfragen erzeugt werden, wenn Fehler in der Forschung aufgedeckt werden oder wenn sich Studierende schlicht zu Co-Forschenden entwickeln.

Szenario 2: Lehrende produzieren mit Studierenden offene Bildungsmaterialien

Problemorientierter als Szenario 1 ist Szenario 2: Es rekurriert nur mittelbar auf die Idee der Universität und greift stattdessen eher eine praxisorientierte Sichtweise auf, die sich besonders für solche Studiengänge eignet, in denen Studierende für pädagogische Berufe ausgebildet werden. So könnte es für Studierende und spätere pädagogische Fachkräfte von zentraler Bedeutung sein, einmal selbst digitales Bildungsmaterial zu erstellen und gewissermaßen am Material ihre Medien- und Informationskompetenzen zu entwickeln. Offene Bildungsmaterialien würden dann beispielsweise an Universitäten und Hochschulen produziert und kämen jetzt oder später in anderen Bildungseinrichtungen (z.B. Schulen) zum Einsatz. Für Konzepte dieser Art gibt es bereits Namen: Sie lassen sich als medienpraktische Kurse bezeichnen oder sehen sich dem Dienst an der Gemeinschaft im Sinne des Service Learning verpflichtet. Die so entstehenden (digitalen) Ressourcen (OER) sind speziell für didaktische Kontexte gedacht und es nicht nur wünschenswert, sondern geradezu erwünscht, sie auch zu erproben, gemeinsam weiterzuentwickeln und beständig neu auf dafür gedachten Plattformen im Internet zu veröffentlichen.

Die beiden vorgestellten Szenarien könnten unterschiedlicher kaum sein, greifen sie doch eine eindeutig forschungsorientierte und eine eindeutig praxisorientierte Sichtweise auf akademisches Lehren und Lernen auf. Sie sind jedoch nicht gänzlich unvereinbar: So könnte eine forschungsorientierte Auseinandersetzung mit und über OER immer auch einen praktischen und theoretischen Gehalt haben. Auch ließen sich eher problem- und praxisorientierte Szenarien um Forschungskomponenten anreichern, wenn man bedenkt, dass die studentische Wissensproduktion für das forschende Lernen ebenfalls zentral ist.

Fazit

Es dürfte von herausragender Bedeutung sein, die bisherigen Debatten um OER an Deutschlands Universitäten und Hochschulen didaktisch zu rahmen. Zwei denkbare Szenarien für den Einsatz von OER in Universitäten und Hochschulen wurden deshalb vorgestellt und in Bezug zur hochschuldidaktischen Diskussion gesetzt. Diese Bezugnahme ist wichtig, damit die OER-Diskussion in Universitäten und Hochschulen Gehör findet, aber auch zur Weiterentwicklung von Studium und Lehre beiträgt. Immerhin bietet sie das Potenzial, Studierenden und Lehrenden in forschungs- und problemorientierten Lehrveranstaltungen wichtige Studien- und Lehrerfahrungen zu ermöglichen.

Literatur

  • Deimann, M., Neumann, J. & Muuß-Meerholz, J. (2015). Whitepaper Open Educational Ressources (OER) an Hochschulen in Deutschland – Bestandsaufnahme und Potenziale 2015. Berlin: Transferstelle für OER mit freundlicher Unterstützung des Stifterverband für die Deutsche Wissenschft.
  • Gehlen, D. (2011). Mashup – Lob der Kopie. Frankfurt: Suhrkamp.
  • Mayrberger, K. & Hofhues, S. (2013). Akademische Lehre braucht mehr „Open Educational Practices“ für den Umgang mit „Open Educational Resources“ – ein Plädoyer. Zeitschrift für Hochschulentwicklung, 8(4), 56–68.
  • Reinmann, G. (in Druck). Forschungs- und Berufsorientierung in der Lehre aus hochschuldidaktischer Sicht. Erscheint in P. Tremp (Hrsg.), Forschungsorientierung und Berufsbezug im Studium (Blickpunkt Hochschuldidaktik). Bielefeld: W. Bertelsmann.
  • Zauchner, S. & Baumgartner, P. (2007). Herausforderung OER – Open Educational Resources. In Merkt, M., Mayrberger, K., Schulmeister, R., u. a. (Hrsg.) Studieren neu erfinden – Hochschule neu denken. Reihe Medien in der Wissenschaft (S. 244–252). Münster: Waxmann.

Bild von Sandra Hofhues, CC BY-SA 4.0

Dr. Sandra Hofhues ist ab 1.9.2015 Juniorprofessorin für Mediendidaktik/Medienpädagogik im Institut für Allgemeine Didaktik und Schulforschung der Humanwissenschaftlichen Fakultät an der Universität zu Köln. Von 2013 bis 2015 forschte sie als PostDoc für „Digital Education“ am Lehrstuhl für Hochschuldidaktik an der Zeppelin Universität Friedrichshafen. Zuvor war sie an verschiedenen anderen deutschen Universitäten und Hochschulen im Bereich Hochschul- und Mediendidaktik tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: kollaboratives und vernetztes Lernen, (Medien-)Projekte zwischen Bildungsinstitutionen und weiteren Organisationen sowie Fragen der Öffnung und Entgrenzung mit/durch digitale Medien. Weitere Informationen finden sich unter: www.sandrahofhues.de.

 

 

 


Mehr aus der Reihe „Freies Wissen und Wissenschaft“

by Christopher Schwarzkopf at July 27, 2015 07:51 AM

July 23, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 28/2015

Hier kommt die 28. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Wikimania 2015

Vom 17. bis 19. Juni fand in Mexiko die diesjährige Wikimania statt. In der aktuellen Wikimedia:Woche sind zunächst einige erste Beiträge von Teilehmenden der internationalen Tagung zu finden.

Thema: Videoschnitt-Server

Die Wikimania bot Gelegenheit zum Austausch über den Schnittserver. Eine Zusammenfassung wurde von brionv gebloggt.

Dirk Franke bloggt Tagesberichte

Dirk Franke bloggte drei Tagesberichte von der Wikimania.

Sebastian Wallroth bloggt über die Wikimania

Gleich mehrere Beiträge verfasste auch Sebastian Wallroth in seinem Blog zur Wikimania.

Max Klein hält Vortrag über Geschlechterverhältnis

Max Klein hielt einen Vortrag über das Verhältnis von Frauenbiografien in der Wikipedia. Einen interessanten Einblick geben auch die zugehörigen Grafiken.

Luis Villa gibt seine Eindrücke von der Wikimania wieder

Luis Villa, Sr. Director of Community Engagement (WMF), gab seine Eindrücke und Erlebnisse von der Wikimania in seinem Blog wieder.

OpenGLAM auf der Wikimania

Die Open Knowledge Foundation war mit der Initiative OpenGLAM auf der Wikimania vertreten. Lieke Ploeger schrieb eine Zusammenfassung.

Video-Reportage auf Noticieros Televisa

Noticieros Televisa produzierte einen News-Beitrag zur Wikimania.

Weitere Berichte

Weitere Berichte von der Wikimania werden in der Wikipedia gesammelt.

Foundation und Organisationen

WMF veröffentlicht 3. Transparenzbericht

Die Wikimedia Foundation hat ihren dritten Transparanzbericht veröffentlicht. Der Report dokumentiert Anfragen zu Nutzerdaten oder dem Entfernen von Inhalten.

Wiki Education Foundation veröffentlicht Jahresplan

Die Wiki Education Foundation hat ihren Jahresplan 2015/2016 veröffentlicht.

Bartsch-Zimmer und Gardner neue Board-Mitglieder der Wiki Education Foundation

Das Board der Wiki Education Foundation hat Shadi Bartsch-Zimmer und Sue Gardner als neue Mitglieder gewählt.

Wikimedia Argentinien kooperiert mit historischem Archiv

In Zusammenarbeit mit Wikimedia Argentinien, stellt das Historische Archiv der Provinz Buenos Aires einen Teil seiner Sammlung auf Wikimedia Commons ein.

WMF gewinnt Rechtsstreit mit Elternorganisation

Die Wikimedia Foundation gewann einen Rechtsstreit mit der italienischen Elternorganisation „MOIGE“ (Movimento Italiano Genitori, deutsch etwa: Italienische Eltern-Bewegung). MOIGE hatte im Jahr 2011 auf die Entfernung vorgeblich jugendgefährdender Inhalte aus der Wikipedia geklagt.

WMUK veranstaltet „Volunteer strategy day“

Wikimedia United Kingdom veranstaltet am 25. Juli den „Volunteer strategy day“, um die zukünftige Zusammenarbeit mit Mitgliedern und Freiwilligen weiter ausbauen und verbessern zu können.

Wiki Education Foundation Sponsor der WikiConference 2015

Die Wiki Education Foundation gab bekannt, Sponsor der WikiConference USA 2015 zu sein.

Jugendparlament Wennigsen besucht WMDE

Das Jugendparlament Wennigsen besuchte Wikimedia Deutschland auf seiner eintägigen Berlin-Fahrt zum Thema Digitalisierung.

Projekte und Initiativen

Collective Impact

Nikki Zeuner hat im Movement Blog einen Beitrag zum Thema Collective Impact und wie dieses Konzept dem Movement bei Partnerschaften und Projekten nützen kann, veröffentlicht. Darin geht sie auch auf die Fragen ein, die der Chapters Dialogue hervorgebracht hat.

Rückblick auf die Wikidata Menu Challenge

Im Mai lief die Wikidata Menu Challenge zur gezielten Erfassung internationaler Lebensmittel, um damit unter anderem mehrsprachige Menüs erstellen zu können. 183 Menschen bearbeiteten 300 vorgegebene Items auf Wikidata. Hinzugefügt wurden 4700 Übersetzungen, 102 Bilder und 1140 Hörbeispiele. Im Blog der Wikimedia Foundation wurde auf das Projekt zurück geblickt.

Neue Wikipedia-Sprachversion: Nördliches Luri

Bereits in der vergangenen Ausgabe hatte die Wikimedia:Woche über die neue Wikipedia-Sprachversion in Konkani berichtet. Etwas wenniger Aufmerksamkeit bekam jedoch ein weiterer Neuzugang: Am 16. Juni wurde die Wikipedia auf nördliches Lurisch nach acht Jahren aus dem Inkubator entlassen.

Geförderte Projekte aus den Communitys im Juni

In einer Übersicht sind die im Juni von Wikimedia Deutschland geförderten Projekte aus den Communitys veröffentlicht worden.

Coding DaVinci-Projekt „Rolling Stone“ erhält Auszeichnung

Die Juroren des Kultur-Hackathons Coding DaVinci prämierten die App „Rolling Stone“ mit einem Preis in der Kategorie „Out of Competition“. Damit gewann das Entwickler*innen Team den von SAP gestifteten Design Thinking Workshop am Hasso Plattner Institut in Potsdam.

Welche Beiträge zur Wikipedia leisten Studierende?

Dieser Frage ging die Wiki Education Foundation im Rahmen ihres Classroom Programs nach und veröffentlichte eine interessante Übersicht.

Außerdem berichtete die Foundation über Veränderungen im Classroom Program. Insbesondere soll die Qualität der Beiträge gesteigert worden sein.

Videoprojekte am ITESM abgeschlossen

Studenten am Institut für Technologische und Höhere Studien Monterrey (Mexiko) haben ein Videoprojekt abgeschlossen. Produziert wurden eine Dokumentation über die Aktivitäten die an dem Institut für die Wikipedia stattgefunden haben und ein Tutorial zur Nutzung von Wikimedia Commons.

Technik

Übersetzungswerkzeug jetzt in allen Wikipedias verfügbar

Das Content Translation Tool, das bisher nur in einigen Sprachversionen der Wikipedia aktiviert war, ist nun in sämtlichen Sprachversionen verfügbar.

Matthiasb hat das Tool getestet und veröffentlichte dazu ein zweites Review im Wikipedia-Kurier.

URL-Struktur des britischen Parlaments bei Wikidata

Andy Mabbett bloggte über Schwierigkeiten bei Wikidata mit der URL-Struktur des britischen Parlaments für Wikidata.

Tech News issue #30

Die aktuelle Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Diskussion

Meinungsbild über Relevanzkriterien zu Unternehmen endet

Heute endet das Meinungsbild in der deutschsprachigen Wikipedia über die viel diskutierten Relevanzkritierien für Unternehmen.

Presse, Blogs und Websites

metro.co.uk schreibt über einen Wikipedia-Ausdruck

Auf metro.co.uk erschien ein Beitrag über die Visualierung eines möglichen Wikipedia-Ausdrucks von dem New Yorker Künstler Michael Mandiberg. (die Wikimedia:Woche berichtete)

Heise berichtet über neues Projekt von Jimmy Wales

Heise berichtete über „The Peoples Operator“ (TPO), ein Projekt von Jimmy Wales, das sowohl als werbefreier Mobilfunkanbieter als auch Sendenplattform und soziales Netzwerk konzipiert ist.

Open-Access-Artikel werden in Wikipedia häufiger zitiert

Telepolis berichtete, dass Open-Access-Artikel häufiger in der Wikipedia zitiert werden.

Termine

24.-26.7.: WLM-Netzwerktreffen

Bei dem „Wiki loves Monuments“-Netzwerktreffen in Weimar geht es darum, die Projekte und Kampagnen zu dem diesjährigen Wettbewerb konkret anzuschieben, die nötigen Voraussetzungen zu schaffen und die jeweiligen Maßnahmen zu organisieren.

27.7.: Wikipedia-Stammtisch Bremen

Der nächste Wikipedia-Stammtisch Bremen findet am Donnerstag, 27. August, 19:00 Uhr statt. Ort: Restaurant Friesenhof, Hinter dem Schütting 12/13


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at July 23, 2015 02:10 PM

July 20, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im Juni 2015

Die folgende Liste zeigt eine chronologische Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im Juni. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Die Sommermonate gehören zur Hochsaison des Festivalsommers. 14 Veranstaltungen standen für Juni insgesamt auf dem Festivalplan. Der Festivalsommer ist ein Projekt von freiwilligen Wikipedianerinnen und Wikipedianern, um gezielt freie Bilder von Künstlern und Bands im Musikbereich zu schaffen. Hier findet sich der Festivalplan für das ganze Jahr.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Grupen von Wikipedianern ist über Wikipedia:Lokales zu finden. Einige Communitys hinter den lokalen Räumen führen außerdem Blogs, über die eine Auswahl dort stattgefundener Veranstaltungen und Aktionen nachgelesen werden kann:

3.-7.6.: Wikiprojekt österreichische Denkmallisten / Wiki Takes Nordtiroler Oberland

Das Projekt Wiki Takes Nordtiroler Oberland beschäftigte sich mit der Bebilderung der denkmalgeschützten Objekte und anderer Objekte in den Bezirken Landeck und Imst. Diese Regionen wiesen bislang eine im Vergleich zum Rest Österreichs geringe Abdeckung an bebilderten und beschriebenen Denkmälern in den Denkmallisten in der deutschsprachigen Wikipedia auf. Ziel war es, mit einer gezielten Foto- und Artikelaktion in diesem Bereich möglichst viele Objekte zu erfassen und für die Wikimedia-Projekte zu dokumentieren. (Text: Braveheart, CC-by-sa-3.0, weiterlesen)

4.6.: Gangway-Workshop

Von Gangway e.V. wurde im Juni mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland ein Wiki zur Erstellung freier Inhalte eingerichtet. Es dreht sich rund um die Themen Straßensozialarbeit und mobile Jugendarbeit und soll den gemeinsamen überregionalen Austausch verschiedener Gruppen und Vereine auf dem Gebiet fördern. Gangway ist ein Verein, der sich mit Straßensozialarbeit mit jugendlichen und erwachsenen Menschen in Berlin beschäftigt.

5.-7.6.: Wikipedianische Landpartie Straubing

Planung der Wikipedianischen Landpartie, Foto: Flo Sorg, CC-0

Im Rahmen der Projektreihe „Wikipedianische Landpartie“ beschäftigte sich eine Gruppe von Wikipedianern im Juni intensiv mit der niederbayerischen Stadt Straubing. Neben zahlreichen Bildern und zusammengetragenen Informationen, die der Wikipedia zu Gute kommen werden, konnten auch Kontakte für eine potentielle zukünftige Mit- und Zusammenarbeit geknüpft werden. Ergebnisse und Berichte der Landpartie sind über die Projektseite zu finden.

6.6.: 1. Sender-Workshop

Der Sender“ soll der erste genossenschaftliche Sender mit freien Inhalten in Deutschland werden. Der erste Workshop fand im Juni mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland statt. Über das Ergebnis des Workshops wurde hier berichtet.

6.6.: Nordhessen-Stammtisch Hofgeismar

Stammtisch Nordhessen, Foto: CTHOE, CC-BY-SA 3.0

Zum 31. Mal trafen sich Wikipedianerinnen und Wikipedianer aus Nordhessen; diesmal in Hofgeismar. Veranstalter von Stammtischtreffen können von Wikimedia Deutschland mit einer Community-Versicherung abgesichert werden.

6.6.: Stammtisch Braunschweig Juni

Auch in Braunschweig kamen an diesem Wochenende Aktive aus der Wikipedia zusammen. Bei den Stammtischen in Braunschweig handelt es sich um eine in unregelmäßigen Abständen wiederkehrende Veranstaltung, die nun zum 37. Mal stattgefunden hatte.

6.-7.6.: Jungwikipedianer-Treffen 2015

Jungwikipedianer-Treffen, Bild: DerHexer, CC-BY-SA 4.0

Die Jungwikipedianer existieren seit vielen Jahren als Gemeinschaft von und für aktive Wikipedianer unter 18 Jahren. Im Lokal K in Köln kamen sie nun erstmals zu einem Treffen im Real Life zusammen. Neben einem unterhaltsamen Minutenprotokoll, wurden zahlreiche inhaltliche Ergebnisse festgehalten und zukünftige Vorhaben besprochen.

11.-14.6.: Balve Optimum

Das internationale Reitturnier Balve Optimum, der derzeitigen Austragungsort der Deutschen Meisterschaften im Dressur- und Springreiten, wurde von dem Wikipedianer Falkmart besucht.

Seine Bilder werden auf Commons verfügbar sein.

13.6.: 11. Wikipedianischer Salon zur langen Nacht der Wissenschaften (LNDW)

Anläßlich der „Langen Nacht der Wissenschaften“ fand der 11. Salon zum Thema „Gemeinsames wissenschaftliches Arbeiten in Wikipedia“ in Berlin-Adlershof statt. Statt eines geladenen Gastes, wurden diesmal von Wikipedianern kleine Vorträge vorbereitet, die zu Publikumsgesprächen führen sollten. Das Konzept ging auf, der Gesprächsbedarf des bei solchen Veranstaltungen wie der Berliner Langen Nacht der Wissenschaften stark fluktuierenden Publikums, das gezielt zum Salon kam, war groß. Viele Fragen wurden gestellt und offenbar zufriedenstellend beantwortet. Kritik an der Wikipedia kam den Akteuren nicht zu Ohren, eher Bewunderung und Lob. (basierend auf einem Text von Schlesinger, CC-by-sa-3.0)

13.-14.6.: 33. Stammtisch Oberlausitz

Der 33. Stammtisch Oberlausitz fand im Dorf Quatitz im ostsächsischen Landkreis Bautzen statt. Auf der Stammtischseite wurde ein Bericht des Treffens veröffentlicht.

17.6.: Vorgespräch für Schriftgut Messe

Vom 6. bis 8. November ist ein Stand auf der Messe Schriftgut in Dresden geplant. Wikipedianer sind teilweise schon mehrere Jahre als Gäste auf der Messe präsent um sich und ihre Arbeit darzustellen.

die Messe ist ein […] gemeinsamer Auftritt von Buch- und Literaturschaffenden aus Dresden und dem Umland […], wir finden uns im Bereich der Bilder- und Textnachnutzung und bei MediaWiki als Werkzeug für die Erstellung von Büchern wieder. Die Orga beginnt gerade, Helfer sind herzlich willkommen! (Text: Conny, CC-by-sa-3.0, weitere Informationen)

19.-21.6.: Guide Camp 3

Das Guide-Camp möchte die konkrete Arbeitssituation der Autoren in der Wikipedia verbessern und setzt dabei auf eine nichtadministrative Konfliktlösung. In Augsburg fand nun der 3. Workshop dazu statt. Die behandelten Punkte wurden in Tagesprotokollen festgehalten und können dort nachgelesen werden.

19.-21.6.: Redaktionstreffen Medizin

Die Redaktion Medizin der deutschsprachigen Wikipedia kam an diesem Wochenende zu ihrem Redaktionstreffen im Lokal K in Köln zusammen. Zur Nachlese wurde auf der Projektseite ein Bericht hinerlegt.

20.6.: Überregionales Stammtischtreffen Aachen

Nach Aachen-Burtscheid zog es eine Gruppe von Wikipedianerinnen und Wikipedianern am 20. Juni. Dort besuchten sie unter anderem die Pfarrkirche St. Johann für Fotoaufnahmen. Wikimedia Deutschland versicherte die Veranstaltung und übernahm die Kosten der Führung. Weiteres findet sich derzeit auf der Diskussionsseite zur Aachener Stammtischseite in der Wikipedia.

20.-21.6.: Wiki Loves Earth / Jurysitzung

Gewinnerbild WLE: Joefrei, CC-BY-SA 4.0

Die Jury des diesjährigen Fotowettbewerbs Wiki loves Earth ermittelte die Sieger unter den 14.115 Einsendungen. Das Gewinnerbild zeigt einen Eisvogel im Flug und wurde von einem neuen Commons-Nutzer beigetragen.

26.6.: Stammtisch Bonn

Die Wikipedia-Gruppe um Bonn führte es zu ihrem 29. Treffen auf den Petersberg mit einer Führung durch das geschichtsträchtige Grand Hotel. Einige Eindrücke sind über die entsprechende Commons-Kategorie zu finden.

27.6.: Poesiefestival Berlin: Lyrikmarkt

Die Wikipedianerin Kritzolina war auf dem Lyrikmarkt in Berlin zu Besuch und brachte Bilder dort aufgetretener Autorinnen und Autoren für die Wikipedia mit.

27.6.: Wikipedianische KultTour Chapeau!

Exponat im LVR Industriemuseum Cromford, Chapeau! Foto: Geolina, CC-BY-SA 4.0

Der Themenbereich Mode gilt als noch unzureichend in der Wikipedia behandelt. Dem möchte das Projekt KultTour Abhilfe verschaffen. Es führte Wikipedia-Aktive in das LVR-Industriemuseum Cromford nach Ratingen bei Düsseldorf. Das Textilmuseum zeigt bis zum 28. Juni 2015 eine Sonderausstellung zum Thema Hutgeschichte in den letzten 150 Jahren. Freie Bilder davon sind bereits auf Commons zu finden.

Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende regelmäßige Community-Termine fanden auch im Mai wieder mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland statt:

by Nicolas Rueck at July 20, 2015 01:58 PM

Iberty

#Wikimania Mexico City - Day 3

Day 3: A BIG BIG Thank you to all the organizers. Esino Lario has a 6 meter Theremin. And: finally: Tequila!

So, goodbye Mexico! Goodbye Wikimania! You were great. So after too many Tequilas, too little sleep and just enough of dancing I apoloize for even more unrthodox orthgraphy and grammar than normally.
 

 Lambada in a (former) church building. The Haifa (Wikimania 2011) closing party has finally found a worthy successor.

The last day. Let's start at the end. The Party was awesome. At a former church building, now some kind of government owned cultural place, there finally was Tequila (and they were not shy on it), many happy people and dance. Mood imrpoved after the DJ switched from Electro-whatever to Latin-Sounds, and oh it was fun. Worth every bit of pain I'm feeling right now :-)

 Did I mention the great food already? 

So again, a BIG BIG Thank you by me to all the organizers, volunteers and whoever made this possible. I have to admit: previous of Wikimania I hesitated a bit if this was really worth all the hassle, the taken vacation days and the money (I got a scholarship - thank you Wikimedia Deutschland, but you always still pay a lot of stuff private as well. But in retrospect it was really worth it.
 
 THANK YOU!


So let's talk about program again.  Sunday was my fanboy day. I started with a talk about the Stanford Encyclopedia of Philosophy - of which I'm a fan for several years now - saw a presentation of the Foundation.Video-guy Viktor Grigas (I've been a fan for years) and a talk by Rebecca, of whom I'm a fanboy as well. 

But first lets talk about a talk I didn't see. While yesterday I complained about the lack of unexpected, unusual and just simply unique and great talks - exactly that seems to have happened. So many people were raving about "My life as an autistic Wikipedian" - clearly the conference highlight.

The Stanford Encyclopedia is in my opinion the best source on Philosophy in the internet since the late 1990s, so I was really curious to see how it is made. On the one hand it was interesting, on the other hand it felt like time travelling to 1997. Nothing has changed there much: from the layout of the encyclopedia to the layout of the slides or that they are talking about CD-Roms.

Viktor showed his neat video about "2014 on Wikipedia" and talked about he liked to make "2015 on Wikipedia" more community based and collaborative. But, as already said in another talk, doing video collaboratively still has enormous technical obstacles in its way.

Rebecca did dome neat playing with data about what grants work and what don't and what's the best way to reach grantees. 
 It is more effective to talk to people at they place where they are.


Stanford encyclopedia.  "This doesn't happen"


And I can't really say that I'm a Jimmy Wales fanboy: but by now, his speech at the closing ceremony felt like home: Yes, it was the same as always, yes, the slides were horrible as always and I'm still not sure about the value of choosing somebody more or less randomly as Wikipedian of the year. But, hey, in this rapidly changing Wikimedia world right now, it gives a sense of continuitiy and belonging,

Change: talked to some people about my perception of change at the Foundation. I'm not the only one feeling this it seems. Some guy "The talked to me. And they were interested what I had to say. This has never happened before." Still a long way to go - and of course I could cite several examples of were it doesn't happen. But after three days still convinved: change for good is real.

And then: Mariachis, Barbacoa, and BIG thank you again to all the totally sweet and helpful volunteers. And for 2016. Need I say more: 
 
 YES!
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at July 20, 2015 01:32 PM

July 19, 2015

Iberty

Wikimania Mexico City - Day 2

Day 2: questions, answers, a room with a view and horrible acoustics


Madonna of the Yarnwinder. (Circle of Leonardo, Museo Soumayor)

 So, Wikimania is going on. It is going on well. Subtext seems to me different from other times.

The one is just a general feeling. it feels a lot more streamliked and businesslike than other Wikimedias I've been to. May be because this is just a small Wikimania (I heard something of 800 registered attendees, feels rather like 500) and only the hardest of hardcore is here. But also for me the feeling is more like "getting things done" and less like "let's tell each other just how wonderful we are" - a style that suits better to me in my opinion to the most Wikipedia projects as well. To me it seems far less nonsense, pompous bullshit and self-rightous self-affirmation than in the last years but also less surprises, less fun and less unexpected.Still not sure if just is happening by accident because it's just a small number of people is there and the baseline of knowledge and engagement is high or if that is a trend that will continue.

On the other hand - I still have to talk about Lilas keynote - to me there really seems to be a change of attitude at the foundation. The foundation did and does feel that the community really is difficult and cumbersome. But whereas in earlier times it was more like "so let's look for a new community that is more fun, and likes us better" this time it feels more like "ok, so we have to work with the old one to get some change done." And as much as you can ridicule strange vine metaphors at Lilas speech: there is huge different in meaning between planting a new plant (WMF old style) and grafting something new onto an existing rootstock (Lilas plans according to Keynote). If my feeling proves to be true this would be a huge change.
 
 It's a trap!

So, talks. Q&A with the boards seems to have been boring as usual. I tried to talk to several people afterwards about what was going on and nobody could tell me. Except "everything is high priority." But I was sitting in another Q&A as well. This time with the community engagement team. And, as I have should known before: 8 people on a panel about a huge subject and a quite diverse audience. It really just stayed on the surface. It's fine that it has been done but I wasn't really the target audience. Although it was nice to see them all in once and have some faces attached to the names. 


 
 Kind of engaging. The community engagement team. 

Way more interesting for me was Lodewijks dicussion room about citations on Biographies on living people. No abstraction, no buzzwords, a talk on topic and in the real world. Was also nice to see several meta-meta-Wikimedians just nerding on about Wikipedia. And, my secret love, the Uzbek Wikipedia was there as well. But, oh boy, the have problems "We don't want to write about people outside of Uzbekisten because the information is there and the articles can easily be translated and we cannot write articles about people in Uzbekistan because there are no sources.."

And finally: we did have a spontaneous meetup about the Wikimedia Deutschland annual plan. One could and should argue about details, but I'm so so happy that this really seems to be a planning process that seriously wants to engage community. Yeah! The meeting was in Dona Sol - as we discovered the only conference room with windows. So now I know what sessions to attend today: everything that is in Dona Sol.
Far more engaging: a demonstration. 

More exciting: i ran into a demonstration. As I speak no spanish I have not really an idea what it was, but I frequently heard "cultural", "Pancho Villa", "educacion", "reflecion critical", "companeros" etc. It may be that these were the teachers demonstrating against the non-existence of educational resources and standards for them in Mexico. A huge number (even for Mexico City downtown standards) of police right and left of the demonstration, the demonstration itself was totally relaxed, many women and children and a positive mood. Oh, and the same Mexican music and dance(!) as at the Wikimania opening, except the texts of the songs were frequently mentioning Zapata and revolucion.
 
 
 People dancing on the streets,
 Mexicans like it colorful. Even when impersonating the Beatles.


And finally: another night at a museum. For somebody used to European public museums the privately owned Museo Soumayo is a different world. It houses the collection of Carlos Slim, the richest man in the world, has an impressive collection of European masters, but it also shows that the collection in general was made by one man's likes and not by concept of art. Quite an experience. And in the end: a beatles cover band in a room with the most horrible acoustics on earth, finally rain, more Mexican finger food and tomorrow/today the last day to come. Enojoy!











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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at July 19, 2015 01:49 PM

July 18, 2015

Iberty

#Wikimania Mexico City - Day 1

Day 1. Conference!


 Nachts im Museum


So, the conference started - as should any conference - with the opening. A real nice video by the organizing team (soooo sweet), a nice speach by Protoplasmakid aka Ivan, THE guy from Mexico, and very cool Mexican dance presentation, and Lilas opening speech. I really enjoyed it, but I also discovered: all the people who have already seen opening speeches at Wikimania liked it better than those who haven't.

Okay, Lila doesn't have any charisma on stage - but hey, that fits well into the Wikipedia world and I'm not sure if these "you are the vineyard" and "THE BIG WE" were really necessary. But, hey, she was taking about Wikipedia and the projects and not about world hunger, the plight of children in developing countries and whatever other random problem but she was on focus. And most of what she said about Wikipedia and the development of the foundation made sense. I'm still more than happy and maybe I'm becoming a Lila fanboy.

Doing Citations: A pain in the ass since 2005 and ignored by the foundation since 2005. I'm more than happy that now its even such a priority to get mentioned in the opening speech.

Just one graph in Lila's speech: And it actually made some kind of sense.
 

Opening ceremony dance. Good photos but not too much so see for everybody else.


The Workshop. I don't need to become a Rebecca-fanboy because I already am. The was talking a bit about typical projects and how to measure if they have any success. But mostly she was asking and discussing. The people in the room weren't too many, but the rights ones. We discovered: for most of the stuff the movement does we still don't know how effective they are and if they really make sense because we hardly have numbers. People don't bother to get the data, it's way to complex to aggregate and the Foundation has "tons of resources" - but too me that's part of the problem. You completely get lost. Even in this highly self-selected panel only one third to one fourth of the people knew about the evaluation portal of the Foundation for example. So I guess, there's some work to do next year: find easy ways to measure if yourproject had any success.

Talks: one about the Visual Editor the world didn't need. The first half was going on about the why it is so difficult (templates, pictures etc. - I guess I heard that already at Wikimanias 2013 and 2014) and on the second half I lost track completely and had no idea what he was talking about.

Another one about "bigquery" - a tool from google that allows so do database searches on huge lumps of data in just seconds. The guy who talked was a Wikimedian working at google - but hey, he was sooo happy presenting his great toy that everyone could use and that everyone could share - he was almost jumping out of joy of all the crazy things he can do. 

And then the national anthropolocigal museum. WOW. What a treasure, and how nicely presented. A bit they lost the chance by having guided tours and keeping the Wikipedians close to the guide - otherwise by now they would have digitized their whole collection in high quality. But still: WOW

  "Everyone say Aztec!"
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at July 18, 2015 01:46 PM

July 17, 2015

Iberty

Wikimania Day 0 - Some pictures

So now I'm in the hotel rooms again and have working internet. So here are some of yesterdays pictures:




Could be the Wikimania with the best food ever. Although Wiimania Haifa is still a close contender.

 
 Badges, badges, badges. There is a speicial sticker for WMF Staff, one for scholarship recipients, one for WMF board, one for speakers and whatnot. Still not sure if they are meant to be singled out in a good sense or not a good sense. 
 
The reception. And very enthusiastic volunteers. 


Nice architecture around. 


Mexican pedestrian traffic lights are animated. And they are notwalking, they are not running. Considering Mexico traffic they better be.


 The volunteer supporters workshop.

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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at July 17, 2015 07:11 PM

Maybe I'm becoming a lila-fanboy #wikimania

Positively surprised by Lilas opening speech at Wikimania.

* It had substance

* It had content

* Hardly any bullshit

* For most of the things she said I could say yes.

* For some of it I could even say YES

* Having hope. Actually quite a lot. <noscript>
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at July 17, 2015 03:21 PM

Wikimedia Deutschland Blog

Von Rodinia nach Berlin

Ein uraltes Sommermärchen mit digitalen Mitteln erzählt

An einem Sonntag in Berlin drohte das Publikum von Coding da Vinci in der stickigen Sommerhitze wegzudösen. 16 Projekte hatten sich schon präsentiert, jedes auf seine Weise interessant. Doch dann die Rolling Stones! Der Versprecher beim Start der Präsentation rüttelte das Publikum lachend wach. Ok, es kam nicht Mick Jagger auf die Bühne, sondern das Team rund um Knut Perseke, doch was dann folgte war rocking Poesie. Es war einmal vor langer Zeit da wuchs ein Fels vielleicht an einem Ort des Urkontinents  Rodinia. Unten ein Foto von ihm. Von einem Teil.  Auf jeden Fall ein wahrscheinliches.

Das ist übrig geblieben nach 1,3 Mrd Jahren Wanderung. Foto aus der Sammlung Stadtmuseum Berlin (Stadtmuseum Berlin) [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

Wenn Steine mit Dir flüstern

Als die Erde sich vermutlich langsamer drehte, erkalteten die Gasmassen und Steine entstanden. Die Erde drehte sich weiter, Kontinentalplatten verschoben sich, zerbrachen und wanderten über die Planetenoberfläche. So kam unser Stein schließlich in Skandinavien zu liegen. Es wurde kälter. Es wurde wärmer. Und wieder kälter. Unser Fels zerbrach in Steine. Die Steine fingen an zu wandern. Heute – genauer nach 1,3 Milliarden Jahren – liegt einer der Steine im Museum. Genauer gesagt im geologischen Sammlungsdepot der Stiftung Stadtmuseum in Berlin-Spandau. Wie ist er dort hingekommen? Das ist ein Teil der Poesie, wenn Steine zu flüstern beginnen.

Der andere Teil ist die Leistung der Entwickler*innen, neben Knut Perseke, Anika Schultz, Thomas Fett und Ulrika Müller, der Webanwendung “Rolling Stone”. Sehr prosaisch ihre Kurzbeschreibung im Programmheft von Coding da Vinci: “User können explorativ das Steinarchiv des Stadtmuseums erkunden, und so deren Millionen Jahre alte Spuren aufdecken.” Hinter diesen dürren Worten verbirgt sich eine Reise auf dem Zeitschlitten durch Millionen Jahre Erdgeschichte. Man folgt auf der Karte direkt den Steinen auf ihrer Grand Tour. Klicke ich auf einen der Felsen im Norden, poppen in Brandenburg und Berlin die Fundstellen der Steine auf, die mit dem Eis nach Süden gewandert sind. Gleichzeitig sehe ich links das Farbfoto des Steins und seine Verwandten. In einer Animation kann ich mir die Verwandtschaftsbeziehungen der Steine  anzeigen lassen. Noch funktioniert das nicht bei allen Steinen und auch die Beschreibung der Einträge bei Commons können noch ergänzt werden. Aber “jeder kann mitmachen”, denn sowohl die Bilder als auch der Code der Anwendung stehen unter Freier Lizenz, und kann so die Spur der Steine weiterzeichnen. Circa 300 Fotos umfasst die Sammlung des Berliner Stadtmuseums in der Webanwendung “Rolling Stone”. Ein sehr gelungenes Beispiel, wie digitale Technologien dazu beitragen, unser Wissen zu erweitern und die Sammlungen in den Museen zugänglicher zu machen.

Rolling Stone on Stage. Bildrechte: CC-BY https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/ Coding da Vinci, Foto: Thomas Nitz

 

An das Licht der Öffentlichkeit

Das fanden auch die Juroren und prämierten diese App mit einem Preis in der Kategorie “Out of Competition”. Damit gewann das Entwickler*innen Team den von SAP gestifteten Design Thinking Workshop am Hasso Plattner Institut in Potsdam. Eine hoffentlich gute Gelegenheit, die Webanwendung weiter zu entwickeln. Schön wäre es, wenn sie schon bald allgemein zugänglich würde, wohlmöglich als Release des Berliner Stadtmuseums. Wir warten also gespannt auf die Fortsetzung des Sommermärchens.

Dieser Blogpost ist der zweite in einer losen Sommerreihe, der die Ergebnisse des Hackathons Coding da Vinci beschreibt.

 

by Barbara Fischer at July 17, 2015 12:25 PM

July 16, 2015

Iberty

Community II? #wikimania

Just had a look at the Wikimania programme. And I am really not sure if my understanding of Community is the same as the understanding of the Wikimania organizers. Here's the first day of the track "Community":





I am not sure. But a "community definition" that includes financial reporting and the Wikimedia Foundation as organization seems to be a really really loose understanding to me.

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at July 16, 2015 09:32 PM

#Wikimania 2015 Day -1

So the first real day in Mexico. A day to sleep, arrive and have a first look.


Hello!

Had a stroll around the neighbourhood and its beautiful park, didn't get killed in traffic and went to the first Hackathon sessions.

 Mexikanisches Parkhörnchen (kopfüber)

Right opposite the Hotel there's the Alameda Central Park - "the oldest public park in Latin America". It's kind of smallish but beautifully designed and taken care of. Of course it is very representative and it shows in its numbers o statues and monuments everywhere. Still not sure if a police man at every entrance of park and every corner really helps my personal feeling of security.

 What can you do if you want to help?


Went to the first two sessions at the Hackathon. An overview over all the tools, projects and programming where Hackers can engage: from Toolsever over MediaWiki extensions, Bugs and whatnot. Of course in theory I know all of them, but it was inpressive to see all this tools and stuff and wild growth. The infrastructure is very wiki-style and I wonder if anybody on this plant actually has an overview. Best question: “So what’s the difference between a tool and a bot?” The next session – also done neatly by Andrew Klapper – was about Phabricator, the new tool used by Wikimedia to coordinate its software development. And it actually sounded quite cool and neat. Could be used outside of Wikimedia as well.







The beautiful arts



More about Mexico: had a stroll around the neighbourhood which is also the old town and therefor the center of centers of Mexico. Interesting, full, a pedestrian zone and a huge place that was blocked by some kind of digital event (no, not Wikimania). Still at the park there is the Palace Bellas Artes – an opera house but also a museum. Right now as I’ve heard with a Leonard exhibition which means huge, huge queues already at 7AM in the morning. And a beautiful building as well.



High Up in Mexico City but still inside a valley



My mystery roommate has appeared by now. It's either Michail or Andrei (sorry, but I was really sleepy when he arrived..) and on first look he seems to be a really nice and decent guy. Just arrived via Paris and I guess today he will be busy really arriving in Mexico City. About the venue: Could become the Wikimania with the best food ever. Unluckily, the most important item – coffee – is sub par and worse than all the rest.



 Traffic ballet




Still didn’t get killed in traffic. Sometimes there are pedestrian lights, but they seem to have more of an advisory role than are really binding. Then sometimes there are police man guiding the traffic – they seem to become more respect than the traffic lights, unluckily I really don’t understand what they are trying to tell me. So right now I’ve settled with “walk when the Mexikcans walk” – it seems to work fine until now.


As this is the first Wikimania in ages where I don't have any talks or any other resposibilities, I used to reflect to my last Wikimania when I was just an attending community member - Haifa. It has become much bigger, much more professional and business style and a bit "grown up". But somehow it's also less new and less exciting . it seems to me I've seen at least half the attendees at some other Wikimanias and it's bit business as usual. But maybe that will change when the real Wikimania begins - right now we are still at the pre-conference. 

Still haven't use the gourgouse Hotel pool. <noscript>
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at July 16, 2015 03:27 PM

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 27/2015

Liebe Leserinnen und Leser der Wikimedia:Woche,

hier kommt nun die 27. Ausgabe im Jahr 2015. Doch vorweg möchten wir einen kleinen Hinweis geben: Kürzlich wurde der Jahreskompass für 2016 von Wikimedia Deutschland veröffentlicht. Bis zum 30. Juli können sich nun alle Interessierten mit eigenen Ideen in die Planung konkreter Maßnahmen einbringen. Weitere Informationen siehe unten.

Aber jetzt erst mal viel Spaß mit der Wikimedia:Woche.

Foundation und Organisationen

Wikimania 2015 hat begonnen

In Mexico City begann die diesjährige Wikimania. Der Hashtag lautet #Wikimania.

Bluerasberry bloggte bereits über seine Ankunft in Mexiko.

WMUK ab Oktober mit neuer Geschäftsführung

Lucy Crompton-Reid wird ab Oktober neue Geschäftsführerin von Wikimedia UK.

WMDE-Jahreskompass 2016 veröffentlicht

Wikimedia Deutschland hat seinen Jahreskompass für das Jahr 2016 in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht.

Darauf aufbauend beginnt nun die Planung konkreter Maßnahmen. Dazu können alle Interessierten bis zum 30. Juli eigene Ideen einbringen.

Wiki Education Foundation baut Partnerschaften aus

Die Wiki Education Foundation konzentrierte sich im Juni gezielt auf den Ausbau von Partnerschaften. Neben offiziellen Partnerschaftsvereinbarungen mit der American Sociological Association und der National Women’s Studies Association, wurden Gespräche mit sechs weiteren Organisationen geführt.

Projekte und Initiativen

Anmeldung und Call for papers für WikiCon 2015 gestartet

Die Anmeldungsphase zur diesjährigen WikiCon in Dresden ist gestartet. Ab sofort können sich die Teilnehmenden verbindlich über ein Online-Formular anmelden.

Programmvorschläge werden noch bis zum 27. Juli engegen genommen.

Rückblick auf EnthusiastiCon

Julia Schuetze gab im Blog von Wikimedia Deutschland einen Rückblick auf die EnthusiastiCon.

Online Edit-a-thon in chinesischsprachiger Wikipedia gestartet

Zum 13. Mal begann in der chinesischsprachigen Wikipedia der zweimonatige Online-Edit-a-thon „Dong Yuan Ling“. Der jährlich stattfindende Event brachte im vergangenen Jahr 759 neu geschriebene oder ausgebaute Artikel von 80 Autorinnen und Autoren hervor.

Wikipedia Library bekommt Zuwachs

Mit der McMaster University, der DePaul University, der Smithsonian Institution, der University of Pittsburgh und der University of Washington, konnten fünf neue Kooperationen mit der Wikipedia Library geschlossen werden.

Deutsche OSM-Community mappt Wanderwegweiser

Für die Sommerferien hat sich die deutsche OpenStreetMap-Community vorgenommen auf Wander- und Radtouren gezielt Wegweiser zu erfassen.

weeklyOSM in der Sommerpause

Die sonst wöchentlich erscheinende aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weeklyOSM“ erscheint im Juli und im August nur einmal monatlich.

Neues aus der GLAM-Community im Juni

Der Newsletter aus der internationalen GLAM-Community gibt einen Überblick über die weltweit interessantesten Aktionen und Neuigkeiten aus der Zusammenarbeit mit „Galleries, Libraries, Archives and Museums“.

Landstreicher 2.0: Wikipedianer im Allgäu

Am vergangenen Wochenende besuchten Fotografen und Autoreninnen aus der Wikipedia den südlichen Landkreis Oberallgäu, um die Wikipedia gezielt um Informationen und Bilder zu den dortigen Geotopen zu erweitern.

Gestickte Wikipedia

Anlässlich des 800. Jahrestags der Magna Charta, wurde der entsprechende Wikipedia-Artikel unter Beteiligung mehrerer Prominenter als Stickerei nachgebildet. Ob es neben der gesprochenen und der gedruckten Wikipedia wohl bald auch die gestickte Wikipedia geben wird?

Neue Wikipedia-Sprachversion Konkani

Nach neun Jahren im Inkubator, existiert die Konkani-Wikipedia nun als neue eigenständige Sprachversion der Wikipedia. Konkani wird im indischen Bundesstaat Goa von etwa 7,4 Millionen Menschen gesprochen.

Weiterbildung zum Thema: OER und Bibliotheken – jetzt anmelden!

Eine Weiterbildung für Beschäftigte an wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken findet am 17. September 2015 unter dem Dach der FH Köln statt. Geboten wird ein kompaktes Programm und Raum zur Diskussion mit Blick auf die Möglichkeiten, die sich den Bibliotheken durch die Bereitstellung von OER-Materialien eröffnen. Die Anmeldungsphase läuft bis zum 6. August.

Podcast: OER in der Weiterbildung

Dr. Burkhard Lehmann von der Universität Koblenz-Landau und Dr. Markus Deimann von der FernUniversität in Hagen diskutieren über die Herausforderungen und Chancen rundum OER in der Weiterbildung.

Kunst: Freies Bildmaterial zur Berliner Secession verfügbar

Im Rahmen von Coding da Vinci, dem Kulturhackathon, den Wikimedia Deutschland mit Partnern ausrichtet, hat die Berlinische Galerie 95 Gemälde und Zeichnungen der Sammlung Thiede unter einer Freien Lizenz zugänglich gemacht. Die Bilddateien sind auf Flickr abrufbar. Wer mag die Commons-Kategorie zur Berlin_Secession um die Sammlung Thiede ergänzen? Ausführliche Metadaten zu den Bildern sind ebenfalls im Lido-Format vorhanden.

Technik

Tech News issue #29

Die aktuelle Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Neues aus der Wikipedia über IFTTT

Wer sich über Neuerungen in der Wikipedia auf dem Laufenden halten möchte, kann dies ab sofort mit Hilfe von IFTTT tun.

Nutzer-Umfrage zu MediaWiki gestartet

Die MediaWiki Stakeholders‘ Group startete für die Weiterentwicklung der MediaWiki-Software eine an die Nutzer gerichtete Umfrage. Um Teilnahme bis zum 31. Juli wird gebeten.

Diskussion

Über die Integration der Freebase-Daten

Gerard Meijssen bloggte über die Integration der Freebase-Daten nach Wikidata.

Presse, Blogs und Websites

Josef Freitag gewinnt beim Fotowettbewerb WLE

Die Münsterland Zeitung schrieb über Josef Freitag, den diesjährigen Gewinner des Fotowettbewerbs „Wiki loves Earth“ und dessen Teilnahme an dem Wettbewerb.

Wie Unternehmen ihre Wikipedia-Artikel aufhübschen

Nachdem die Zürcher Kantonalbank ihren Artikel in der Wikipedia geschönt hatte (die Wikimedia:Woche berichtete), zeigte watson.ch ähnliche Fälle auf, die es in den vergangenen Jahren von anderen Unternehmen gegeben hatte.

Zuverlässige Informationen: Wikidata vs. Wikipedia

Gerard Meijssen bloggte über Misstrauen in der Wikipedia-Community gegenüber Informationen aus Wikidata.

Studie zur Nutzung von Social Media durch Wissenschaftler

Aus der Befragung einer Studie (Science 2.0-Survey 2014 des Leibniz-Forschungsverbunds) geht hervor, dass 94 Prozent der Befragten die Wikipedia im wissenschaftlichen Arbeitsalltag nutzen. Die Online-Enzyklopädie zählt damit auch in diesem Jahr wieder zu den beliebtesten Anwendungen.

Termine

24.-26.07.: WLM-Netzwerktreffen

Anknüpfend an den vergangenen Kickoff-Workshop in Wiesbaden zum kommenden Fotowettbewerb „Wiki loves Monuments“, soll das dort konzipierte Arbeitsprogramm auf dem Netzwerktreffen in Weimar in Angriff genommen werden und der Erfahrungsaustausch zwischen den WLM-Aktivisten in einzelnen Bundesländern mit dem Arbeitsseminar in Weimar intensiviert werden. Damit soll ein aktives WLM-Netzwerk entwickelt beziehungsweise weiter gestärkt werden.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at July 16, 2015 01:07 PM

Iberty

Visual Editor? A Good Sign? #wikimania

Today I actually listened to some tech talks at the Hackathon (An overview and "phabricator for beginners") and suddenly I remembered Wikimanias long ago and almost forgotten.

Wikimania 2012 in Washington: the Visual Editor was the new hot cool stuff that was coming and revolutionizing Wikipedia and Mediawiki. T-H-E G-R-E-A-T N-E-W S-T-U-F-F

Than a lot happened between 2012 and 2013. Mostly a premature deployment of a seriously buggy product, a huge community backlash and a lot of bad Karma for the Visual Editor. And I remember Wikimania 2013. Visual Editor was everywhere: on T-Shirts, almost every second talk was aboit Visual Editor (and all of them by WMF staff telling how great the Vsual Editor will be), posters, transparents: no escape at all. Oh, and the same staff occupied the best of the "open rooms" for their 24/7 presentation. So the rooms weren't open anymore and nobody but the Visual Editor team else could use them. It felt like being steamrolled for a product - that still was seriously buggy.

And now: what is Visual Editor doing? Does it even still exist? I've heard there are a few tiny bugs left (but, really only a few - and it's coming from people who are not being paid for liking VE), it has gotten a lot faster and for almost all use cases it actually is usable.

And at Wikimania: I did find two talks - both seem to be matter-of-fact-style and actually being informative. It may be that this is just coincidence and the WMF has simply accepted that they won't win any hearts with Wikimania presentations for Visual Editor. But it also may that the product team has given up on communitymanagement by steamrolling and introduced a new style.

I surely hope so. 
 
A lot less bruhaha and more delivery? If this is actually the new WMF style I'm more than happy.

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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at July 16, 2015 01:44 AM

July 15, 2015

Iberty

Wikimania 2015 Tag -2

Erste Impressionen und Eindrücke von der Wikimania 2015 in Mexico City.


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 Mexico-Woche bei dem 16. Juli. Auch bei Lidl.

Jetlag nach Westen mag ich irgendwie. Man springt morgens um fünf hellwach aus dem Bett und abends noch ein paar Stunden dranhägen fällt mir nicht so schwer; angekommen in Mexico, voller Spannung was die Tage kommt.

Den Reiseberichten zufolge war KLM über Amsterdam eine bessere Wahl als Lufthansa über Frankfurt. Spannend auf jeden Fall, dass quasi alle deutschen in drei verschiedenen Fliegern (Air France über Paris gab es auch noch) sich zeitgleich an der Passkontrolle in Mexiko City trafen.


Noch nie in einem so großen Flugzeug gesessen. Die Sitze wurden dadurch aber auch nicht größer.

In Amsterdam am Flughafen gibt es dutzendweise Tulpenstände und diverse Käsestände. Gut, dass ich bei den Tulpenzwiebeln widerstand - die hätte ich in Mexiko bei der Einreise gleich deklarieren müssen.
Amsterdam Aiport. Of course.

Mexikaner sind unglaubliche Meister darin, Pässe mit Schmackes abzustempeln. Chapeau. Ob die Koffer im Zoll durchleutet werden, bestimmt hingegen ein lustiger Zufallsgenerator, bei dem man grünes Licht (geh durch) oder rotes Licht (Pech gehabt) ziehen kann.

Der Zollhund in Amsterdam hingegen war anscheinend der Meinung, ich wollte große Mengen Bargeld außer Landes bringen ????? Herrchen leß sich zum Glück überzeugen, dass dem nicht so ist.


11 Stunden Flug sind aber auf jeden Fall auch bei einer guten Fluggesellschaft nichts, das man weiterempfehlen kann.

Immerhin: neben mir saß ein unglaublich netter Schwede auf dem Weg zu seiner zweiten Wikimania, wo es ihm besonders um medizinische Artikel in afrikanischen Sprachen geht. Vor allem aber tatsächlich mal ein echter Wikipedianer - das hat schon mal Laune gemacht.

Von Mexiko selbst bisher wenig mehr gesehen als das Hilton. Die dutzenden Taxigesellschaften am Flughafen - von denen man einige unbedingt nehmen soll und andere gar nicht - waren etwas verwirrend, aber Christian Rickerts höchstpersönlich hat tatkräftig dafür gesorgt, dass wir alle im richten Hotel landeten.

Das Hotel... Hilton Reforma.. ich hatte schon Hotelzimmer, die kleiner waren als das Bad hier. Mit Ausblick über die Stadt. Bin auf die Tageslichtversion gespannt.


Wobei ich ja ein Doppelzimmer mit dem Mystery-Mitbewohner habe. Von dem ist aber bisher noch keine Spur zu entdecken.

Interaktion mit Einheimischen beschränkte sich auf das Bestellen einer Michilada an der Hotelbar. Fazit der neu angekommenen: für Hilton/Hotelbar ist das spektakulär preiswert. Fazit derjenigen, die schon einige Tage da sind: für Mexiko ist das spektakulär teuer. Vermutlich geht es mit der ganzen Konferenz so. Fazit aller: Michilade ist ein tolles Getränk.

Apropos Preise. sehr irritierend, dass Mexikanische Pesos (ein Peso entspricht etwa 6 Pfennig) mit $-Zeichen angegeben werden. Zuerst schluckt man immer erst kurz beim Blick auf Preise und auch dieses "Wollen Sie jetzt 1000$ abheben?" am Geldautomat kostete etwas Überwindung.

Mit Englisch kommt man nicht weit. Selbst in den super-tourfizierten Sachen wie Flughafen und flughafen-Taxi war man schnell beim Ende der Englischkenntnisse des Gegenüber und auch der Geldautomat eines globalen Finanzinstituts im Hilton spricht nur spanisch.

Schade aber, dass die allgemeine Polizei- und Sicherheitslage meine liebste Form der Stadterkundung ("einfach mal wahllos eine Stunde durch die Gegend laufen und schauen wo man rauskommt") nur bedingt ratsam machen. 

Und auch noch zur Wikimania: heute ist erstmal gründlicher Ankomm-Programmsichte-und-ähnliches-Tag. Auf den ersten Blick wirkte das Programm noch uninspririerender als in London. Aber man wird sehen. Auf jeden Fall dehnt die Konferenzt sich zeitlich immer mehr aus: allein die ganzen Veranstaltungen der Pre-Konferenz würden ausreichen um eine eigene Konferenz zu füllen.

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at July 15, 2015 10:54 AM

July 10, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

EnthusiastiCon: Programmieren ist persönlich, spannend und begeistert

Ein Beitrag von Julia Schuetze

Technisch und persönlich ging es auf der ersten EnthusiastiCon am 18. bis 21. Juni 2015 zu. 30 Begeisterte kamen zu Wikimedia Deutschland, um sich einmal für ein ganzes Wochenende auf eine etwas andere Weise dem Programmieren zu widmen.

Die persönliche Note verliehen die Teilnehmenden der Konferenz: Ein bunter Mix von Programmierenden und Interessierten schaffte es, die verschiedensten Seiten des Themas vielfältig zu beleuchten.

Raichoo erklärt “Hole-Driven Development in Haskell”

Höhepunkte gab es auf der EnthusiastiCon mehr als genug, denn jeder Vortrag war ein mit Begeisterung vorgetragenes Highligt. Aeron Buchanan ließ alle Interessierten an den Forschungen zur Berechnung von Problemen in der Blockchain teilhaben und projizierte das Projekt Weltcomputer an die Wand. Im Redeblock ‘Brainy Stuff’ wurden alle von Raichoo auf erfrischende Weise aufgeklärt, was es denn mit “Hole-Driven Development in Haskell” auf sich hat.

Wem nach so viel Input dann der Kopf brummte, hatte genügend Gelegenheit, sich entspannt auf den gemütlichen Sofas mit Gleichgesinnten auszutauschen.

In einer Pause sorgte Yetzt mit seinem Wikigame für Stimmung. Klicke dich so schnell wie möglich vom Wikipedia Artikel “Sexualpraktik” zu dem Artikel über “Hilary Swank”. Auf die Plätze fertig los!

Emotional wurde es, als die Hobby-Programmiererin Andrea Knabe davon erzählte, wie sie ihre Fitbit App personalisierte, um sie optimal mit ihrem Leben zu konfigurieren. Raichoo ließ es sich nicht nehmen, sie gleich darauf als Hackerin zu küren.

Positives Fazit am Rande: Einer unserer Teilnehmenden meinte, das Essen schmeckte besser als bei Google. Danke noch einmal dafür!

Wem dieser kleine Einblick in unsere Konferenz Lust auf mehr gemacht hat, für den haben wir einen Nachschlag vorbereitet. Auf dem Blog Source Code Berlin gibt es das EnthusiastiCon Podcast mit Interviews der Teilnehmenden. https://sourcecode.berlin/

Alle Vorträge wurden aufgenommen und werden demnächst auf dem Blog veröffentlicht. Dort gibt es dann auch u. a. Gelegenheit, Mirko Fichtner zuzuhören, wie er das Programmieren mit Impro-Theater vergleicht, zu erleben, was Daniela Berger für verrückte Programmieraufgaben im Second Life übernahm oder auch zu lernen, wie Stefanie Schirmer sich selbst mit einem shell script ersetzte, das ihre Tweets für sie schreibt.

Verrückte, persönliche und knifflige Geschichten rund ums Programmieren, das war die EnthusiastiCon 2015.

by Jens Ohlig at July 10, 2015 11:35 AM

July 09, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 26/2015

Hier kommt die 26. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

WMF sucht Public Policy Manager

Die Wikimedia Foundation sucht eine Public Policy Manager für die Arbeit an movementrelevanten Themen wie Intellektuellem Eigentum, Überwachung und Zensur. Akademischer Hintergrund und ein Faible für Remix-Kultur im Netz werden vorausgesetzt.

WMF wertet Blog aus

Die Wikimedia Foundation berichtete über die Ziele und Entwicklungen ihres Blog in den vergangenen sechs Monaten, sowie über dessen Zukunftsperspektiven.

Chapter machen mobil für Erhalt der Panoramafreiheit

Wikimedia Deutschland hatte bereits in der vergangenen Woche mehrere Aktionen zur Panoramafreiheit gestartet (die Wikimedia:Woche berichtete). Andere Chapter machen nun ebenfalls mobil.

WMUK versendet Infobrief an EU-Parlamentarier =

Wikimedia UK versendete einen Infobrief zur Panoramafreiheit an die britischen EU-Parlamentarier. Der Brief ist außerdem im Blog von WMUK zu lesen.

WMHU mobilisiert zum Erhalt der Panoramafreiheit

Wikimedia Ungarn rief dazu auf, sich für den Erhalt der Panoramafreiheit in Europa zu engagieren.

WMES kontaktiert EU-Parlamentarier

Wikimedia Spanien positionierte sich ebenfalls in einem Brief an die spanischen EU-Parlamentarier für den Erhalt der Panoramafreiheit.

Dariusz Jemielniak wird Fellow und Yana Welinder Researcherin am Berkman Center

Dariusz Jemielniak, WMF-Boardmitglied, ist als Fellow am Berkman Center for Internet and Society und Yana Welinder aus dem Legal Team der WMF als Affiliate Scholar/Researcher ernannt worden.

Drittes Treffen der AG Partzipation statt gefunden

Am vergangenen Sonntag fand in Berlin das dritte Treffen der AG Partizipation von Wikimedia Deutschland statt. Das Protokoll wurde im Forum hinterlegt. Das nächste Treffen ist für August geplant.

Dimitar Dimitrov berichtet über Erfahrungen in Brüssel

Dimitar Dimitrov ist seit 2013 lokaler Ansprechpartner für die Wikimedia-Aktivitäten in Brüssel und arbeitet dort gemeinsam mit anderen Vertretern der Wikimedia Chapter daran, den politischen Entscheidern Wege zu einem zeitgemäßen Urheberrecht aufzuzeigen. Im Blog von Wikimedia Deutschland berichtete er von seinen Erfahrungen vor Ort.

Wikimedia Conference: WMDE veröffentlicht Bericht und Umfrageergebnisse

Der ausführliche Bericht sowie die Auswertung der Umfrage unter den Teilnehmenden der Wikimedia Conference (14.-17. Mai 2015, Berlin) wurden veröffentlicht.

Projekte und Initiativen

Coding da Vinci: Gewinnerprojekte stehen fest

Am vergangenen Sonntag fand im Jüdischen Museum Berlin die Preisverleihung von Coding da Vinci statt.

Uni Bamberg veröffentlicht Broschüre über Wikipedia

Im Mai veröffentlichet die Universität Bamberg die „uni.vers 2015“ mit dem Thema „Ein Universum des Wissens für alle – Bamberger Perspektiven auf die Wikipedia“. Die Broschüre kann als pdf herunter geladen werden.

Neues aus der OSM-Welt #258

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 258“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 23. bis 29. Juni.

Klexikon: Artikelanzahl steigt, Leserzahl stagniert

Das Klexikon hat mit 750 Artikeln einen neuen Meilenstein erreicht. Unter den Leserzahlen konnte dagegen in letzter Zeit kein signifikanter Anstieg verzeichnet werden.

Wikisource-Benutzergruppe bittet um Input zur Zukunft des Projektes

Die Wikisource-Benutzergruppe bittet um Input zur Zukunft des Projektes und kündigt die erste Wikisource-Konferenz an, die im zweiten Halbjahr 2015 von Wikimedia Österreich und Wikimedia Italien organisiert wird.

Wiki-Dialogues go Wikimania – Broschüre zum Format Wiki-Dialog nun auch auf Englisch erschienen

Die Broschüre zu dem von Wikimedia Deutschland, Wikimedia Österreich und Wikimedia CH gemeinsam mit Communitymitgliedern entwickelten Format Wiki-Dialog ist nun auf Englisch erschienen und soll unter anderem auf der Wikimania 2015 in Mexiko beworben werden

Bernd Gross berichtet über die Lange Nacht der Wissenschaften

Seit 2006 beteiligen sich Dresdner Wikipedianer fast jährlich mit Informationsständen bzw. Vorträgen zu Wikipedia und deren Schwesterprojekten am Veranstaltungsprogramm der „Langen Nacht der Wissenschaften“ am Standort der Hochschule für Technik und Wirtschaft. Bernd Gross berichtete über die vergangene Veranstaltung.

WMES stellt WLE-Gewinnerbilder für Spanien und Portugal vor

Wikimedia Spanien stellte die Gewinnerbilder des Fotowettbewerbs „Wiki loves Earth“ aus Spanien und Portugal vor.

Tipps & Tools für die Durchführung von Schreibwettbewerben

Das L&E-Team der WMF hat im Movement-Blog einen Beitrag zum Thema Schreibwettbewerbe veröffentlicht und stellt Tools und Tipps zu deren Durchführung und Evaluation vor.

Wikipedia-Treffen im ehemaligen Gästehaus der Bundesregierung

Am 26. Juni lud das Grandhotel Petersberg Wikipedia-Aktive im Rahmen des Bonner Wikipedia-Stammtisch zu einer Führung (mit Fotomöglichkeit) durch das geschichtsträchtige Gebäude ein. Benutzer:Malabon, der das Treffen organisiert hatte, schrieb dazu einen Gastbeitrag im Blog von Wikimedia Deutschland.

Technik

Konzept Technische Wünsche veröffentlicht

Am 2. Juli wurde das Konzept Technische Wünsche veröffentlicht: Ein Vorschlag für den Umgang mit technischen Wünschen aus den Communitys und mögliche Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit zwischen der Software-Entwicklung von Wikimedia Deutschland und den Communitys. Fragen und Feedback zum Konzept sind herzlich willkommen.

Semantic MediaWiki 2.2.2 veröffentlicht

Am 7. Juli wurde die Bugfix-Version 2.2.2 des Semantic MediaWikis veröffentlicht.

Tech News issue #28

Die aktuelle Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Diskussion

Panoramafreiheit: Bisherige Regelung bleibt bestehen

Das EU-Parlament hat sich gegen die Einschränkung der Panoramafreiheit ausgesprochen. Somit bleibt es zunächst bei der bisherigen Regelung mit den nationalen Bestimmungen der Mitgliedsstaaten.

EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft Günther Oettinger, bezeichnete die Diskussion um die Panoramafreiheit als „reines Phantom“, ein „Missverständnis im Fachausschuss“ und als „ein kluger Marketing-Schachzug von Wikipedia, denen sei es gegönnt“.

Foundation fasst Diskussion über Panoramafreiheit zusammen

In den letzten Tagen wurde viel über die Panoramafreiheit und eine mögliche Gesetzesänderung in der Europäischen Union diskutiert. Die Wikimedia Foundation fasste die Debatte und die Reaktionen aus dem Movement nun zusammen.

Community diskutiert über Fotomontage unter WLE-Gewinnerbildern

Eine vermeindliche Fotomontage schaffte es auf Platz 5 des diesjährigen Fotowettbewerbs „Wiki loves Earth“ in Deutschland. Nach einer längeren Diskussion wurde das Foto aus der Gewinnerliste genommen und Preisträger rückten nach.

Presse, Blogs und Websites

Mannheimer Museum klagt gegen Wikimedia

Die taz berichtete, wie das Mannheimer Museum wegen Veröffentlichung einer Abfotografie eines gemeinfreien Gemäldes juristisch unter anderem gegen Wikimedia Deutschland vorgeht.

Auch Heise griff das Thema auf.

„Afroshop“ in der Löschdiskussion

Der Tagesspiegel schrieb über die Löschdiskussion in der deutschsprachigen Wikipedia zum Artikel „Afroshop“.

Giana Bianchini schreibt über den Aufbau offener Communitys

Giana Bianchini, ehemalige CEO von Ning, schreibt über ihre Erfahungen und Erkenntnisse aus jahrelanger Arbeit am Aufbau offener Communitys. Auch wenn sie sich dabei auf das Beispiel Reddit bezieht, lassen sich viele Dinge auf die Wikimedia-Welt übertragen. Lesenswert!

Leonhard Dobusch über die Debatte zur Panoramafreiheit

Leonhard Dobusch schreibt in der Süddeutschen Zeitung unter dem Titel „Streit um Panoramafreiheit – Plädoyer gegen den Urheberrechts-Extremismus“ über die aktuelle Debatte und deren Hintergründe. Der erste Satz des Artikels lädt zum Weiterlesen ein: „Am Ende werden es vermutlich die Leute des Online-Lexikons Wikipedia gerichtet haben“.

Zürcher Kantonalbank löscht Kritikabschnitt in Wikipedia

Wie auf watson.ch zu lesen war, löschte die Pressestelle der Zürcher Kantonalbank im Artikel der Bank den Abschnitt über die «Mangelnde Einhaltung interner Richtlinien 2006/2007».

Technology Review berichtet über Coding daVinci

Unter der Schlagzeile „Kultur-Hacks mit offenen Daten“ berichtete das Technology Review, ein Magazin des Massachusetts Institute of Technology (MIT), über Coding daVinci.

Termine

10.7.: Offenes Editieren Stuttgart

Die Stadtbibliothek Stuttgart am Mailänder Platz heißt die Wikipedianer und interessierte Neulinge herzlich willkommen. An jedem 2. Freitag im Monat findet ein Workshop für Offenes Editieren statt.

14.7.:BremenpediA vor Ort

„BremenpediA vor Ort“ versteht sich als Anlaufadresse in Bremen-Lesum für alle Fragen rund um das freie Online-Lexikon Wikipedia und die freie Medien-Datenbank Wikimedia Commons. Die Veranstaltungsreihe findet zwischen 15.00 und 17.00 Uhr im Heimathaus Lesum, dem Domizil des Heimat- und Verschönerungsvereins Bremen-Lesum e. V. (HVL) statt.

15.-19.7.: Wikimania

Die internationale Wikimedia-Konferenz findet vom 15.-19.7. in Mexiko City statt.

4.-6.9.: Anmeldung zum OERcamp 2015 gestartet!

Das OERcamp wird dieses Jahr vom 4. bis 6. September in Berlin stattfinden, dieses Jahr unter dem Dach des EduCamps. Die Anzahl der Plätze ist aktuell auf 100 begrenzt. Ab sofort ist die Anmeldung auf der Website des EduCamps möglich.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at July 09, 2015 02:18 PM

Wikipedia-Treffen im ehemaligen Gästehaus der Bundesregierung

US-Wirtschaftsberater im Gästehaus Petersberg. Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F011086-0027 / Wegmann, Ludwig / [CC BY-SA 3.0]

Am 26. Juni lud das Grandhotel Petersberg Wikipedia-Aktive im Rahmen des Bonner Wikipedia-Stammtisch zu einer Führung (mit Fotomöglichkeit) durch das geschichtsträchtige Gebäude ein. Wikipedianer Malabon, der das Treffen organisierte, berichtet.

Ein Gastbeitrag von Malabon, ehrenamtlicher Wikipedia-Autor


Von diesem Gebäude auf dem Petersberg bei Bonn aus wurde die Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg regiert. 1892 als Hotel eröffnet, hatte das Gebäude ein unterschiedliches Schicksal:

International bekannt wurde es 1938, als der britische Premierminister Neville Chamberlain mit Adolf Hitler verhandelte, was später zum „Münchner Abkommen“ führte. Von 1949 bis 1952 residierte hier die Alliierte Hohe Kommission, die nach dem Besatzungsstatut u. a. die Gesetzgebung in der jungen Bundesrepublik ausübte. Nach 1952  wurde das Gebäude wieder als Hotel genutzt und beherbergte zahlreiche Staatsgäste der Bundesregierung. 1979 erwarb der Bund den gesamten Berg (mit Wald, Zufahrtsstraße und Hotel) und baute es zu einem Gästehaus um, das 1990 eröffnet wurde und seitdem von dem Hotelunternehmen Steigenberger als Grandhotel betrieben wird.  Seit der Verlegung des Regierungssitzes nach Berlin 1999 steht die Nutzung für Bundeszwecke nicht mehr im Vordergrund. Dennoch wurde das Hotel auch nach diesem Zeitpunkt für politische Zwecke, wie die Afghanistankonferenzen 2001/2002  genutzt.

Überwachungszentrale im ehemaligen Gästehaus der Bundesregierung. By Malabon [CC BY-SA 4.0]

Eine Zeitreise in die bundesrepublikanische Geschichte

Die Teilnehmer des Bonner Stammtischs, darunter auch treue Gäste aus Köln, wurden zunächst durch den Geschäftsführer der bundeseigenen Gesellschaft, die das Hotel betreibt, sowie den Hoteldirektor durch das imposante Gebäude geführt. Anschaulich wurde die Funktion der Hotelzimmer aufgezeigt: Suiten für Staatsoberhäupter, größere Hotelzimmer für hochrangige Delegationsmitglieder sowie kleinere Zimmer für Sicherheits- und sonstiges Personal. Auch die Restaurant- und Tagungsräume konnten besichtigt werden; eine Besonderheit war die frühere Überwachungszentrale mit Dutzenden von Monitoren, in der das Gebäude sowie die Außenanlagen kontrolliert werden konnten (es war die Zeit nach dem RAF-Terrorismus).

Auch Kunstgegenstände, KPM-Porzellan und Besteck für Staatsbankette wurden gezeigt und eifrig fotografiert. Nach der Führung trafen wir uns auf der Terrasse mit einem grandiosen Ausblick auf den Rhein, die Stadt Bonn und die Nachbargemeinde Wachtberg zum Essen und Trinken und wikipedianischen Austausch.

Auf Wunsch des Organisators hatte WMDE eine Haftpflicht- und Unfallversicherung abgeschlossen, die glücklicherweise nicht in Anspruch genommen werden musste. Die Rückmeldungen bei [Wikipedia:Bonn] waren durchweg positiv. Wir hätten uns gern noch mehr Teilnehmer gewünscht, aber die nicht ganz zentrale Lage und der fehlende Anschluss an den ÖPNV (außer am Wochenende) sowie der bevorstehende Schulferienbeginn standen dem wohl entgegen. Ich hatte den Eindruck, dass es eine große Bereitschaft gab, auch künftige Stammtische mit Besuchen bei kulturellen Einrichtungen zu verbinden.

by Lilli Iliev at July 09, 2015 01:28 PM

Das lange Schwitzen in der Nacht

Es folgt ein Beitrag von Dr. Bernd Gross, der am 5. Juli 2015 im Wikipedia-Kurier veröffentlicht wurde.

Als wir gestern nach 24:00 Uhr die Technischen Sammlungen Dresden verließen, sagte Conny: „Das war die heißeste Lange Nacht der Wissenschaften“. Er muss es ja wissen, denn diese Traditionslinie hatte maßgeblich Conny im Jahre 2006 eröffnet. Seither beteiligten Dresdner Wikipedianer – sehen wir von kleinen Unterbrechungen mal ab – fast jährlich mit Informationsständen bzw. Vorträgen zu Wikipedia und deren Schwesterprojekten am Veranstaltungsprogramm der Langen Nacht der Wissenschaften am Standort der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW). Und auch in diesem Jahr war es am 3. Juli wieder so weit, auch wenn die HTW nicht infrage kam und als Alternative die Technischen Sammlungen als Standort gewählt wurden.

37 LNdW-DD 2015.JPGMehr als zehn Wikipedianer und OpenStreetMapper (OSM) stellten ihre Projekte vor, angefangen mit dem Schreiben von Artikeln über das Fotografieren und Bebildern bis hin zum Erstellen von OSM-Karten. Die Entstehungsgeschichte des Artikels zu Dresden, der von Unukorno am 3. April 2002 mit 235 Bytes eröffnete wurde und an der sich in den letzten 13 Jahren 1962 Benutzer an 54 Seiten mit 240.952 Bytes zu schaffen gemacht haben, war mit einem A0-Poster ein besonders einladender Blickfang. Darüber hinaus wurden aktuell die Top-100-Fotos vom Fotowettbewerb Wiki Loves Earth 2015 vorgestellt. Auch die Wiki-Loves-Monuments-Kalenderposter mit den Fotos von 2014 wurden von den Besuchern gerne mitgenommen.
20 LNdW-DD 2015.JPG
Hinsichtlich der personellen, räumlichen, materiellen, informellen sowie technischen Ressourcen waren wir reichlich ausgestattet. Wikimedia Deutschland stellte mehr als reichlich Drucksachen und Souvenirs zur Verfügung, in den besten Räumlichkeiten der Technischen Sammlungen konnten wir ein „Wikimedia-Klassenzimmer mit 6 Laptops“ zur Nutzung durch die Besucher aufbauen. Im Ernemann-Turm war im Ansatz ein Vortragsraum nutzbar. Das Turm-Cafe übernahm für uns die Versorgung insbesondere mit Eis. Wir hätten also mit Leichtigkeit eine doppelte oder gar dreifache Besucherzahl verkraften können, wenn nicht die Biergärten bei über 30 Grad mit uns im Wettbewerb standen. Dennoch, die Ergebnisse der letzten Jahre konnten getoppt werden.
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Zu den Neuigkeiten gehörte auch ein auf Wikimedia zugeschnittenes Quizspiel. Daran beteiligten sich immerhin 17 Besucher, die sich danach stolz ein T-Shirt oder einen Wikipedia-Beutel o.a. aussuchen konnten. Von 23 Fragen wurden im Schnitt 13 richtig beantwortet. Zu den größten Fallen im Fragebogen zählte das Wort „Wiki“, was die meisten als Abkürzung für „world internet knowledge initiative“ ansahen und nicht als hawaiisches Wort für schnell verstanden. Ein jeder Teilnehmer war danach an einem Auswertungsgespräch sehr interessiert, was durchschnittlich 10 Minuten dauerte und die Neugier aller auf Wikipedia verdeutlichte, auch wenn nur einer zum Ausdruck brachte, dass er gerne aktiv mitmachen möchte.
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Typisch war auch, dass Wikipedianer und OSMler ein deutliches Interesse haben, sich untereinander über ihre Projekte auszutauschen. Auch ein Wikipedianer aus Oxford mit einem Wikidata-Poster war dabei. Es war kein geringerer als Markus Krötzsch, der Hauptentwickler des Semantic MediaWiki und nun ein Akteur von Wikidata, der einst im Team von Logik-Professor Steffen Hölldobler an der Technischen Univerität Dresden (TUD) brillierte, seit über einem Jahr wieder in Dresden lebt und an der TUD die nächste Generation von „Knowledge Machines“ entwickelt. Keiner aus der DD-Community hat ihn bislang dort gesehen, aber seine Teilnahme an künftigen DD-Stammtischen ist fest vereinbart. Übrigens kamen auch unsere Freunde vom Stadt-Wiki Dresden vorbei. Und Didi43 aus Bayern.

Insgesamt zeigte dieser Abend, dass die Lange Nacht der Wissenschaften, ähnlich den Museumsnächten, auch für Wikipedianer eine gute Gelegenheit ist, Wikipedia publik zu machen. In einigen Städten hat diese Nacht schon stattgefunden, wie in Magdeburg, Halle oder Leipzig. In Berlin und Potsdam steht sie am kommenden Wochenende (13.7.) bevor, mancherorts aber erst zum Ende des Jahres, so in Nürnberg am 24. Oktober und in Hamburg am 7. November. Vielleicht können die regionalen Wikipedianer noch ähnliche Initiativen ergreifen. Nicht zuletzt sei unserem Gastgeber, den Technischen Sammlungen Dresden für die großzügige Gastfreundschaft gedankt. Es war ein Auftakt für eine engere Zusammenarbeit und sicherlich nicht der letzte Besuch von Wikipedianern in diesem sehenswerten Technik-Museum, wo auch historische Wurzeln unserer Wikimedia-Projekte liegen.

Allen Teilnehmern, Mitwirkenden und Unterstützern sei herzlich gedankt.

Bilder: Dr. Bernd Gross, CC-BY-SA 4.0

by Nicolas Rueck at July 09, 2015 08:43 AM

July 08, 2015

lyzzy

What I’m thinking about

Although we are a community where sharing is key for what we do and what we want to achieve, we sometimes struggle upon our best intentions. Board work is an area where the nature of discussions is often confidential, sometimes personal or just happening among a small group of Board members. That makes it hard to let anyone outside know what is happening inside that obscure bubble. And there certainly is some risk that the reserve to tell too much results in a concrete or perceived lack of information over all. I’ve experienced that dilemma in several committees I’ve worked on and of course it is also true for the WMF Board of Trustees.

So I’m trying to find a balance, write a short blog post once or twice a month, talk about my personal thoughts and make the bubble less opaque. I’m just starting and I don’t know where it leads me. Stay curious. So do I.

by Alice Wiegand at July 08, 2015 08:56 PM

Wikimedia Deutschland Blog

Harmonisierung im Wilden Westen – Ein Gastbeitrag von Dimitar Dimitrov

Die Veranstaltung der Reihe Das ABC des Freien Wissens am 8. Mai 2015 drehte sich um den Verhandlungsprozess für ein neues Urheberrecht auf europäischer Ebene (siehe Video).

Aktuell ist das Thema Panoramafreiheit nicht nur auf der politischen Agenda nach oben gerückt, sondern auch in den Fokus des öffentlichen Interesses geraten. Tausende Wikipedianerinnen und Wikipedianer haben in einem Offenen Brief an die Mitglieder des Europäischen Parlaments zur Erhaltung der Panoramafreiheit ihren Protest gegen eine womöglich drohende Abschaffung der Panoramafreiheit in einigen Mitgliedstaaten der EU ausgedrückt (Siehe auch Wikipedia:Initiative für Panoramafreiheit). Am 9.7. 2015 stimmt das Europäische Parlament über die Zukunft der Panoramafreiheit in Europa ab.

Dimitar Dimitrov ist seit 2013 lokaler Ansprechpartner für die Wikimedia-Aktivitäten in Brüssel. Dort arbeitet er gemeinsam mit anderen Vertretern der Wikimedia Chapter daran, den politischen Entscheidern Wege zu einem zeitgemäßen Urheberrecht aufzuzeigen. Hier berichtet er von seinen Erfahrungen vor Ort.


Freie Fahrt für ein moderneres Urheberrecht? Dimitar Dimitrov. By Dimi z [CC BY-SA 3.0]

Ein Gastbeitrag von Dimitar Dimitrov, Free Knowledge Advocacy Group EU

Um einen Beitrag über die sich gerade in den Startlöchern befindend europäische Urheberrechtsreform zu schreiben, musste ich mir länger überlegen, ob hierbei Anspielungen auf Kafka oder auf Westernfilme treffender sind. Ich habe mich letzten Endes für die Western entschieden, und zwar mit Vorliebe für das Spaghetti-Sub-Genre. Zu ernst wollen wir uns nicht nehmen, und an ein an Happy End sollten wir allemal glauben.

Once Upon a Time in the West

Nach 1993 und 2001 gibt es nun den dritten ernsthaften Versuch, in Brüssel EU-Urheberrechtspolitik zu machen. Anfang der Neunziger sollte die Schutzdauer harmonisiert werden. Ein Prozess, der trotz einer zusätzlichen Direktive mit derselben Absicht anno 2015 immer noch nicht vollzogen ist.

Kurz nach der Jahrtausendwende wurde dann die heute gültige Richtlinie angenommen. Ihr Ziel war es, die Regeln in Europa wenn schon nicht zu vereinheitlichen, dann aber doch miteinander vereinbar zu machen. Das Resultat kann heute in Lobbying-Handbüchern als Textbuchbeispiel für eine effektive Lobbying-Kampagne herhalten. Die nationalen Kulturindustrievertreter siegten auf ganzer Linie. Harmonisiert wurde eine einzige Ausnahme. Es wurden technisch notwendige, vorübergehende Vervielfältigungshandlungen gewährt. Sprich Arbeitsspeicher und Proxyserver. Alle anderen zu dem Zeitpunkt in Europa existierenden Schranken wurden in einer unverbindlichen Liste zusammengefasst, um es den Mitgliedstaaten zu überlassen, ihre nationalen Regelwerke nicht zu verändern. Das Resultat ist ein Flickenteppich an Regeln in einem gemeinsamen Markt und einem gemeinsamen Netz. Jedes Katzenbild ist irgendwo, irgendwie illegal.

The Treasure of the Sierra Madre

By Trailer screenshot (The Treasure of the Sierra Madre trailer) [Public domain]

Tatsache ist, dass Europa heute Geld verliert. Gäbe es das schwedische Spotify nicht, hätte die EU heute keine einzige globale Internetplattform. Die freundlichen Skandinavier haben trotz Erfolg auf den Investionsmärkten sechs Jahre gebraucht, um die Rechte für etwas so nicht-lokaliserbares wie Musik EU-weit zu klären. Aus EU-Bürokraten-Sicht sieht das wie folgt aus: Das digitale Europe spielt weltweit nicht in der ersten Liga. Der Einheitsmarkt führt zu mehr Wettbewerb und mehr Effektivität. Europäische Kooperation bringt starke, globale Wirtschaftsunternehmen hervor. Das Konzept hat sich bewährt. Heureka! Wir brauchen einen digitalen Binnenmarkt! Nationale Urheberrechtssilos, um in der von der neuen Europäischen Kommission benutzten Terminologie zu bleiben, sind da natürlich hinderlich.

For a Fistful of Dollars

Die lokalen europäischen Unternehmen verlieren immer mehr Einnahmen ans Silicon Valley, an seine Geräte und seine Plattformen. Das macht den europäischen Verlegern natürlich noch viel mehr Angst als der Europäischen Kommission. Doch die Reaktion ist erstaunlich: Statt einen Schritt nach vorne zu machen, zieht man sich lieber in die nationale Ecke zurück. Das Kernproblem: Mit Kunst wird an zwei Stellen Geld verdient – zum einen durch die Rechte am Werk selbst inform von Künstlereinnahmen und zum anderen durch dessen Verbreitung. Doch die Verbreitung heißt heutzutage Dienstleistung und findet (aus EU-Sicht) auf  US-Plattformen statt. Kleinere, nationale Nischenmärkte überleben den Ansturm von Amazon, iTunes und Netflix. Aus einem solchen Blickwinkel betrachtet wäre eine Harmonisierung des europäischen Urheberrechts der Verlust der letzten schützenden Hürde, die das Silicon Valley davon abhält, alle vom Markt zu drängen. Europas Mangel an Innovation ist zum Teil auch Ausdruck einer vor Angst erstarrten Industrie, die sich verbissen hinter altgedienten Verwertungsmustern verbarrikadiert.

The Magnificent Seven

By movie studio (eBay) [Public domain], via Wikimedia Commons

Politikfeldanalysen sind immer unvollständig, wenn auf EU-Ebene globale Sachverhalte geregelt werden sollen. Zu komplex das Umfeld, zu vielschichtig die Probleme, zu wechselnd die Koalitionen. Sieben Gruppen möchte ich aber doch ausmachen, um zumindest im Ansatz die Arena beschrieben zu haben.

Magnificent Three

Die drei EU-Institutionen sind hier natürlich die Entscheidungsträger. Für die Europäische Kommission, als Hüterin der Verträge und als Motor der Union, ist der Harmonisierungswunsch ein fest verdrahtetes Programm. Doch das gilt im vollen Ausmaß lediglich für die festangestellten Bürokraten. Was die Kommissare angeht, so sind diese so unterschiedlich wie die nationalen Regierungen. Vom überzeugten Pro-Europäer bis zu eher skeptischen Subsidiaritätsprinzipvertretern lässt sich alles finden. Auffällig ist, dass die Kommissare nicht in den für sie zuständigen Generaldirektionen sitzen, sondern allein unter sich im Berlaymont. Das macht die jeweiligen Chef-Bürokraten, also die Generalsekretäre, natürlich umso bedeutender. Urheberrechtlich zu erwarten ist ein Vorschlag, der eine, wenn auch nur teilweise, echte Harmonisierung vorschlägt.

Das Europäische Parlament ist ein Standbild der 28 Gefühlslagen und Emotionen der jeweiligen Bevölkerungen am Tag der Wahl. Dadurch, dass es weniger ernst genommen wird, sind Menschen bei Europawahlen experimentierfreudiger, was zu einer sehr bunten Volksvertretung führt. Dadurch, dass hier keine Mehrheit über Jahre gehalten werden muss, um der Regierung ihr Amt zu garantieren, ist die Bereitschaft, mit anderen Gruppen zu sprechen, für Brüsseller Neulinge stets eine Überraschung. Das Europäische Parlament hat noch eine zweite Eigenheit: Es darf viele Sachen nicht, die andere Parlamente dürfen. So darf es z. B. keine Gesetze selbst vorschlagen. Das kann zwar dazu führen, dass alles, was auf dem Tisch landet, automatisch überreguliert wird. Es ist ja nicht absehbar, ob die Chance sich wieder ergibt. Andererseits führt das auch dazu, dass die Mitglieder des Parlaments allein schon deswegen einen breiten, für alle akzeptablen Kompromiss suchen, damit sie ihre Institution als starken Gegenpart zur Kommission und zum Rat aufbauen. Urheberrechtlich zu erwarten ist, dass vieles der Kommission abgeschwächt wird, anderes auch wieder gestärkt. Der Kompromissreflex und der Wunsch nach einer starken Position wird in Mindeststandarts resultieren.

Beim Europäischen Rat handelt es sich um 28 Positionen der jeweiligen Mitgliedstaaten. Es ist die unvorhersehbarste – irgendwo ist immer vor oder nach der Wahl – und undurchsichtigste Institution. Gleichzeitig hat sie aber genau die gleichen Rechte wie das Parlament. Unsere Regierung, die national also die Exekutive stellt, spielt bei der EU-Gesetzgebung die Legislative. Montesquieu kommt einem in den Sinn. Urheberrechtlich zu erwarten ist, dass der Vorschlag vom Europäischen Parlament entweder weiter abgeschwächt oder gleich blockiert wird. Lange Gespräche und Aufschiebungen wären keine Überraschung.

Cowboys & Aliens

Um Autoren und Künstler, also um Urheber, soll es bei der Reform vorrangig gehen. Doch sind diese kaum direkt Vertreten. Rechteverwertungsgesellschaften, Verlage und Filmstudios, kleinere Künstervereinigungen, Rundfunkgesellschaften und Online-Plattformen – alle wollen sie die Künstler vertreten. Die Nase vorn haben dabei immer noch die Verwertungsgesellschaften, sodass die Künsterstimme meist als “bitte nichts Verändern, wir brauchen mehr Rechtsdurchsetzung” wahrgenommen wird. Abweichende Botschaften werden als Einzelgänger abgestempelt. Zu den “kopierenden Industrien” zählen Verwertungsgesellschaften, Filmstudios, Musik- und klassische Verlage. Sie nennen sich selbst “creative industries”, gründen ihre Geschäftsmodelle auf Kopien und Vertrieb und  wollen von Reform nichts wissen. Dabei sind sie durchaus bereit – privat und nach dem dritten Bier – anzuerkennen, dass viele Teile der Reform ihnen nichts anhaben würden. Doch das Risiko, Pandorras Büchse aufzumachen, wird als zu groß eingeschätzt.

Internet-Akteure sind ein komischer Mix, der keine einheitliche Gruppe darstellt und trotzdem oft als ein gemeinsamer und ähnlich denkender Block – the digital people – betrachtet wird. Dabei kommen hier Internetgiganten genauso rein wie Piraten, kommerzielle Musikplatformen genauso wie ehrenamtliche Projekte, Blogger genauso wie Taxidienstleistungs-Apps. Der einigende Nenner? All diese sind recht jung, haben keine Angst vor Veränderung und betrachten das Kopieren von Information sowie nationale Regeln weder als Lebensgrundlage noch als Eckpfeiler europäischer Kultur. Im besonderen sollen hier unbedingt die öffentlichen Kultureinrichtungen genannt werden. Museen, Archive, Büchereien. Alles, was der Wikimedianer in den Begriff GLAM reinpacken würde und noch eine Prise mehr. Diese wollen auch modern sein, sie wollen die Reform, denn sie wollen nicht als Staubfänger enden. Das Besondere? Sie sind nicht neu, also verfehlen sie die ganzen Angriffe auf Internet-Akteure. Sie sind auch in der Regel vom öffentlichen Sektor gegründet und werden von der öffentlichen Hand bezahlt, was ihnen Gehör verschafft. Wenn sie ihre Karten richtig ausspielen, ist das die Gruppe mit den besten Chancen, ihre, wenn auch sehr begrenzten, Forderungen durchzubekommen.

The Good, the Bad and the Ugly

By MGM (mymovies.it) [Public domain], via Wikimedia Commons

Es ist mittlerweile eine Brüsseler Tradition (auch hier), good/bad/ugly-Listen zu erstellen. Zwar liegt die Reform noch in den Startlöchern, doch einige Konturen sind bereits erkennbar:

Good: Die urheberrechtlich Schutzfristen wurden seit 1790 konsequent immer nur verlängert. Zum ersten mal seit den Anfängen der Urheberrechtsgeschichte fängt eine ernsthaft gemeinte Reform mit einer Übereinkunft aller Seiten an, dass die Schutzfristen diesmal nicht verlängert werden sollen. Klingt nach wenig, ist aber ein historischer Narrativwechsel.
Bad: Die Idee, dass, wenn man schon etwas erlaubt, es unbedingt auf nichtkommerzielle Nutzungen beschränkt werden sollte, wurde von den Rechteverwerten dem europäischen Gesetzesgeber als konditionierter Reflex antrainiert. Die Tatsache, dass “nichtkommerziell” einer dieser Begriffe ist, die keiner genau definieren kann, spielt ihnen sogar in die Karten. Es wird immer das hineingelesen, was als wünschenswert empfunden wird.
Ugly: Da sprechen wir mal in 14 Jahren – nachdem Facebook, YouTube, Kindle und Wikipedia unser Kulturleben und Schaffen durch und durch auf den Kopf gestellt haben – endlich mal über eine Anpassung der Regeln, und was passiert? Die ersten großen Debatten drehen sich um Rechtsdurchsetzung. Ein Versuch, das Gespräch darüber, welche Regeln durchgesetzt werden sollen, zu übergehen. Nennt sich in Profikreisen „Red Herring“ oder zu gut Deutsch Ablenkungsmanöver.

Back to the Future (Part III)

Ja, doch. Es ist ein guter Western. Was kommen wird? Kann keiner absehen. Meine Vorhersage ist, dass 3-4 Schranken des Urheberrechts harmonisiert werden. Und wenn wir vieles richtig machen, vielleicht sogar in die richtige Richtung. Und wenn sogar etwas noch mutigeres geschehen soll, dann werden einige andere Ausnahmen mit Mindeststandards versehen. In der Hoffnung, dass das ein Schritt ist, der in nochmal 15 Jahren den Weg für die echte Harmonisierung und Novellierung ebnet. Tja, das ist Europa, nicht besonders ambitioniert, aber stets zu Kompromissen bereit.

Mehr zu Wikimedia-Aktivitäten auf EU-Ebene auf der Webseite der Free Knowledge Advocacy Group EU

by Lilli Iliev at July 08, 2015 03:47 PM

Wiki-Dialogues go Wikimania – Broschüre zu den Wiki-Dialogen liegt nun auch auf Englisch vor

In Wikipedia und den Schwesterprojekten Erkenntnisse teilen, gemeinsam Probleme bearbeiten und Entscheidungen treffen – Seit dem vergangenen Jahr gibt es dafür ein neues Format: Die Wiki-Dialoge. Einige dieser Online-Treffen haben in der deutschsprachigen Wikipedia bereits stattgefunden, weitere sind derzeit geplant. Nun wollen wir das Format unter anderem bei der Wikimania auf internationaler Ebene bekannter machen.

Die Broschüre zum Wiki-Dialog gibt es nun auch auf englisch (zum herunterladen auf das Bild klicken), CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons.

Das Konzept Wiki-Dialoge wurde 2014 von den deutschsprachigen Wikimedia-Chaptern (Deutschland, Österreich, Schweiz) in Zusammenarbeit mit der Beuth-Hochschule für Technik in Berlin und Mitgliedern der Wikipedia-Community entwickelt mit dem Ziel, eine Plattform anzubieten, auf der sich Wikipedianerinnen und Wikipedianer über verschiedene Aspekte der gemeinsamen Arbeit in Wikipedia und den anderen Wikimedia-Projekten austauschen können.

Bei den Wiki-Dialogen handelt es um Online-Treffen, die sich am Konzept der sogenannten cMOOCs (connectivist Massive Open Online Course)  orientieren. Anders als “herkömmliche” Wikipedia-Diskussionen haben Wiki-Dialoge einen klaren Rahmen, beispielsweise einen verbindlichen Zeitplan, eine Rollenverteilung und ein zuvor definiertes Ziel.

Bislang haben bereits einige Wiki-Dialoge stattgefunden, so beispielsweise zu den Themen Qualität („Warum ist es weniger attraktiv geworden ‚gute Artikel‘ zu schreiben?“) oder zur Gestaltung des Anforderungsprofils für den Zedlerpreis 2015. Ganz aktuell hat Benutzer:Achim Raschka einen Wiki-Dialog zum Thema Einleitung biografischer Artikel und genealogische Zeichen gestartet, ein Thema, das die Community seit Jahren beschäftigt.

Anfang 2015 wurden die Ergebnisse des Projektes in der Broschüre  “Wiki-Dialog – Ein Konzept für digitales Lernen in Wikipedia-Communities” anwendungsbezogen zusammengefasst. Die Publikation soll als Anleitung für die Initiierung eigener Dialoge dienen und enthält neben grundlegenden Informationen über das Projekt auch detaillierte Informationen darüber, wie die Dialoge aufgebaut sind und durchgeführt werden.

Die Broschüre wurde nun pünktlich zur anstehenden Wikimania in Mexiko auch ins Englische übersetzt und soll unter anderem dort beworben werden, um das Konzept auch auf internationaler Ebene bekannt zu machen. Da die Broschüre nicht gedruckt wird, sondern ausschließlich als PDF-Download vorliegt, haben wir für die Wikimania eigene Postkarten erstellt, die den Link zum PDF auf Commons enthalten.

Weitere Informationen zu den Wiki-Dialogen sind auf der WP-Projektseite zu finden.

by Christopher Schwarzkopf at July 08, 2015 07:31 AM

July 07, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Die fruchtbare Dialektik von Coding da Vinci

Warum man sich bei 34°C an einem Sonntag 20 Apps anschaut und das cool findet.

Die Ergebnisse

Am vergangenen Sonntag fand im Jüdischen Museum Berlin die Preisverleihung von Coding da Vinci – Der Kulturhackathon statt. Wesen eines Hackathons ist es, dass Hacker, also Softwareentwickler und Programmierer, in kurzer Zeit – 24, 48 oder 72 Stunden –  neuen Code schreiben. Manche tun es gemeinsam, manche lassen sich nur von der Anwesenheit der Kollegen stimulieren und manche übertreffen die Erwartungen. So ist auch beim Programmierwettbewerb Coding da Vinci, den Wikimedia Deutschland gemeinsam mit seinen Partnern, der Deutschen Digitalen Bibliothek, der Servicestelle für Digitalisierung und der Open Knowledge Foundation durchführt. Sicher, da gibt es noch ein paar Details: Der Hackathon geht über Wochen anstelle der üblichen Stunden. Der Rohstoff für die Aktivitäten der Coder sind ausschließlich digitalisierte Kulturgüter aus Deutschlands Museen, Archiven und Bibliotheken. Und schließlich stehen sowohl die Daten als auch die neu programmierten Anwendungen unter freier Lizenz. Wir haben darüber schon mehrfach berichtet.

Jeder würde jetzt erwarten, dass ich mich über messbare Erfolge – SMARTs eben – auslasse. Feiern, dass wir 600.000 Mediafiles zur Verfügung stellen konnten, und mit Wikidata, GND und den Beständen der DDB irgendetwas um die 65 Millionen Metadaten. Jubeln, dass zur Präsentation der 20 Projekte im Wettbewerb schätzungsweise 180 Personen kamen, obwohl man es niemanden verdenken konnte, der bei 34°C lieber irgendwo im Schatten chillte. Aber das kann man alles der Pressemitteilung entnehmen. Dort ist auch zu lesen, welche Projekte die fünf Jurypreise gewannen. Und dass die Botanikerapp Floradex “Everybody’s darling” – aka Publikumspreis – war. Stattdessen möchte ich lieber über ein Wettbewerbsprojekt schreiben, das aus meiner ganz persönlichen Sicht eine besondere Qualität von Coding da Vinci belegt.

Das Projekt imperii-Viz

Mit dieser Urkunde wies Götz von Berlichingen bei Bedarf sein Eigentumsrecht an der Burg Hornberg aus, Transskription. Archiv Burg Hornberg. Public domain via Wikimedia Commons

Bestimmt haben Sie auch schon mal so eine Urkunde wie die nebenstehende in einem Museum gesehen. Hübsch anzusehen, aber für die wenigsten lesbar. Und von denen, die sie entziffern können, dürften noch weniger sie verstehen. Trotz des zeitlichen Abstandes haben viele dieser Urkunden, meist zu Rechtsgeschäften, es in unsere Gegenwart geschafft. In Archiven werden sie umsichtig und wohl temperiert aufbewahrt. Selten schaut sie jemand an. Dazu sind sie allein schon wegen ihres Alters zu kostbar. Meist interessieren sich nur Mediävisten und andere wenige Spezialisten für sie. Etliche von ihnen einem größeren Kreis von Interessenten zu erschließen, ist das Verdienst der Akademie der Wissenschaften und Literatur Mainz (AWLM). Sie beheimatet das Langzeitforschungsprojekt “Regesta Imperii”(RI). Dort werden in so genannten regesten, in der Funktion vergleichbar einem Klappentext eines Buches, alle Urkunden der römisch-deutschen Könige und Kaiser in einer Datenbank erfasst. Eine trotz vieler Kriege, Brände, Schimmel und wütender Käfer doch nach wie vor unfassbar große Zahl. 130.000 Einträge umfasst die Datenbank zur Zeit. Es versteht sich von selbst, für den Aufbau und Betrieb der Datenbank und der dazugehörigen Forschung kamen eine Menge verschiedener Spezialisten zusammen. Ein Besuch auf der Website macht deutlich, dass man selbst schon wieder Spezialist sein muss, um sich nicht in den tausenden Einträgen zu verlieren. Goethe bemerkte, man sähe nur, was man wisse. Wenn ich nicht weiß, wonach ich suche, weil ich mir gar nicht vorstellen kann, wovon die Urkunden handeln könnten, kann ich nicht einmal eine Frage stellen. Die Urkunden bleiben letztlich nur dekorativ anzuschauen. Aus dieser Distanz sieht  eine Urkunde schnell aus wie tausend andere. “Ist das Kunst? Oder kann das weg?”, fragt sich mancher.

Die Dialektik greift

Da entschließt sich die Akademie zu einem Experiment. Was würde passieren, wenn ganz andere Spezialisten, nicht Mediävisten, sondern neugierige “Hacker” anfingen, mit den Daten aus der Datenbank zu spielen? Für Coding da Vinci stellten sie die Daten unter freie Lizenz und machten sie so überhaupt erstmals für eine Verwendung zugänglich.130.000 maschinenlesbare Datensätze sind ein attraktives Angebot für Programmierer. Den Ball fingen fünf junge Informatikstudenten aus Stuttgart und Leipzig auf. Das Ergebnis heißt imperii-viz.

Das Imperii-viz Team präsentiert auf #codingdavinci, Foto CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/) Coding da Vinci von Thomas Nitz

Die Web-App reichert die RI-Datensätze mit Bildern aus Wikimedia Commons und Wikipedia Texten zu den Kaisern und Königen an. Wählt der Nutzer einen König, zeigt eine “heatmap” in welchen europäischen Regionen, dieser König besonders häufig Urkunden erlassen hat. Dr. Andreas Kuczera, wissenschaftlicher Mitarbeiter der RI, beurteilt den Ausgang des Experiments positiv: “Die Imperii-viz App ist sehr interessant. Sie unterstützt unseren Perspektivwechsel auf unsere Datensammlung. Sie betrachtet sie aus der Perspektive von Big Data, das ist neu für uns. Sie erschließt nicht nur Laien die Urkunden, sondern hilft uns Forschern neue Fragestellungen zu entwickeln. Wir wollen unbedingt mit dem Imperii-viz Team weiter zusammenarbeiten. Die erste Lektion, dass wir die Herrschernamen normieren müssen, damit die Datensätze konsistenter adressiert werden können, haben wir gelernt. Jetzt müssen wir sie umsetzen. Für uns war der Austausch mit den Hackern von Coding da Vinci sehr wertvoll.”

Das ist, glaube ich, genau die dialektische Qualität von Coding da Vinci. Der Dialog, der Austausch zwischen zwei Welten. Die Kultureinrichtungen mit zunehmend strukturiert vorliegenden Daten profitieren von dem technischen Know-How der Programmierer, um für uns alle eine Brücke zu unserem kulturellen Erbe zu schlagen. Unsere Welt wird dadurch vielfältiger, reicher und es hilft, unsere Gegenwart in der Geschichte zu verankern.

Danke an alle, die mit dem Erfolg von Coding da Vinci 2015 dazu beigetragen haben.

 

by Barbara Fischer at July 07, 2015 01:59 PM

July 05, 2015

Iberty

The middle sized picture: Friseurläden in Deutschland

In all' seinen komischen Fotos, seltsamen Motiven, Neigungen zum Klische und seltsamer Vorliebe für menschenleere Hauptstraßen liebe ich Wikimedia Commons. Commons erlaubt dann doch immer wieder einen Blick auf die Welt so wie echte Menschen sie sehen, und darauf wie die Welt nun einmal aussieht. weder technisch perfekt, noch unter optimalen Bedingungen, sondern halt alltäglich. Mit allen Vor- und Nachteilen. Das zeigt sich zum Beispiel, wenn man bizarre Kategorien auf Commons anschaut. Und damit menine ich jetzt nicht mal [[Kategorie:Sexuelle Spiele unter Einbeziehung von Artischocken, Dreifaschsteckern und Erdbeerkuchen]], sondern profaneres, alltäglicheres. Friseursalons zum Beispiel. Oder: Kategorie:Friseursalons in Deutschland.

Angelas Frisiersalon Leipzig
So sollte ein Salon aussehen. By Saalebaer (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Bundesarchiv B 145 Bild-F079059-0009, Bonn, Frisiersalon
So sah er mal aus. Bundesarchiv, B 145 Bild-F079059-0009 / CC-BY-SA [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Friseur Figaro in Berlin-Adlershof
Figaro. By Saalebaer (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Friseur Le Figaro in Berlin-Koepenick
Figaro. By Saalebaer (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Friseur Vielhaarmonie in Berlin-Bohnsdorf
Vielhaarmony. By Saalebaer (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Gevelsberg - Mittelstraße 36 ies
Die Deko. By Frank Vincentz (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Schoeneberg martinluther hairstyling 17.06.2015 11-09-03
Darummagichberlin

Friseur Hair und Flair in Berlin-Koepenick
Weil ich anders bin. By Saalebaer (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Gevelsberg - Mittelstraße 48 ies
Mit der Lizenz zumn Str?????n By Frank Vincentz (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Friseur Haarstation in Berlin-Mitte
I Haarstation. By Saalebaer (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Salon Beate - Munster (Örtze)
Und nochmal was richtiges: Salon Beate. By Oxfordian Kissuth (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at July 05, 2015 08:19 PM

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Bibliotheken und Wikipedia

"Liebe Listenmitglieder,

im Rahmen eines Praxisprojekts des berufsbegleitenden Masterstudiengangs
Bibliotheks- und Informationswissenschaft "MALIS" an der Fachhochschule Köln

( https://www.fh-koeln.de/studium/bibliotheks--und-informationswissenschaft-master_3202.php )

habe ich eine WikiProjekt-Seite zum Thema

"Bibliothekarinnen, Bibliothekare und Bibliotheken im Nationalsozialismus"

erstellt. Sie finden die Seite hier:

( https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiProjekt_Bibliothekarinnen,_Bibliothekare_und_Bibliotheken_im_Nationalsozialismus )

Kurzlink: ( http://tinyurl.com/q4lvsqp )

WikiProjekte sind "themenbezogene Initiativen zu Ausbau und Verbesserung
von Artikeln eines Themenkomplexes innerhalb der Wikipedia"

Siehe ( https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiProjekt )

Ich würde mich sehr freuen wenn Interessierte Menschen die Seite zur
Information und zur Pflege der Artikel nutzen. Wenn Sie Anmerkungen oder
Verbesserungsvorschläge haben, dürfen Sie mich gerne per Mail oder auf
Wikipedia kontaktieren. Vielleicht hat ja auch jemand Lust die Artikel weiter zu verbessern?
Melden Sie sich gerne!

Ich habe im Rahmen des Projekts auch folgende Artikel völlig neu angelegt:

( https://de.wikipedia.org/wiki/Herman_Kruk )

( https://de.wikipedia.org/wiki/Dina_Abramowicz )

( https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Rieser )

( https://de.wikipedia.org/wiki/Ghetto-Bibliothek )

Vielleicht kann ja auch insgesamt ein stärkerer Impuls zur
Zusammenarbeit von Bibliotheken in Wikipedia ausgehen.
Projekte wie "Wikipedia loves Libraries"

( https://outreach.wikimedia.org/wiki/Wikipedia_Loves_Libraries )

oder das
niederländische Pendant "wikilovesbieb"

( http://www.wikimedia.nl/project/wikilovesbieb )

sind gute Beispiele und auch in Deutschland gibt es bereits zahlreiche Aktivitäten von
Bibliotheken in Kooperation mit Wikipedia. Mehr Informationen:

( https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:GLAM )

Auf meiner Benutzerseite sammle ich zur Zeit Ideen zur Kooperation von Wikiepdia und Bibliotheken. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf:

( https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Philipp_Maa%C3%9F/Diskussion_Zusammenarbeit_Bib_Wiki )

Mit besten Grüßen,

Philipp Maass

Diese Mail geht an mehrere Listen. Mehrfachempfang bitte ich zu entschuldigen.

--
Philipp Maass " (INETBIB)

by KlausGraf at July 05, 2015 12:21 PM

July 04, 2015

Iberty

Wikipedia-Leaks: Brockhaus sinnvoller als Wikipedia

Die Löschdiskussionen innerhalb der Wikipedia sind ja mitterweile ebenso berühmt wie berüchtigt. Manchmal sind aber auch echte kleine Perlen darunter. Wie die Diskussion gestern zum -mittlerweile gelöschten - Artikel "Verlängerung von Möbelbeinen."

Nicht enzyklopädisch relevant--JTCEPB (Diskussion) 22:15, 3. Jul. 2015 (CEST)

Für Senioren ist das Thema wegen Problemen beim Aufstehen schon relevant. --Ochrid Diskussionsseite 22:17, 3. Jul. 2015 (CEST) 

Ein Buch unter ein Möbelbein zu legen, dafür brauchen auch Senioren keinen Artikel.--JTCEPB (Diskussion) 22:31, 3. Jul. 2015 (CEST) 

+1 Dafür reicht der Brockhaus, Wikipedia unnötig (und in dem Fall auch unpraktisch) Berihert ♦ (Disk.) 

Ein Buch reicht nicht. Es müssen vier sein, und die gleich dick. Wenn es nicht reicht, müssen es acht sein. Brockhaus wäre ideal, Auflage ist egal.--Der wahre Jakob (Diskussion) 00:04, 4. Jul. 2015 (CEST)

Auch Wikipedia hat praktische Anwendungen. Hier: als Türstopper.
 
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at July 04, 2015 09:08 AM

July 02, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Technische Wünsche werden wahr — Bausteine für eine Zusammenarbeit von Communitys in den Wikimedia-Projekten und der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland

Freies Wissen in der Wikipedia und anderen Wikimedia-Projekten wird mit Hilfe von Software eingegeben, bearbeitet und verbessert. In einem Konzeptpapier stellt Wikimedia Deutschland Rahmenbedingungen vor, wie diese Software von den Communitys verbessert werden kann und neue Anregungen von Autorinnen und Autoren aufgenommen werden können. Der Prozess, in dem diese Rahmenbedingungen entwickelt wurden, ist selbst hoch kollaborativ und entstand über Monate aus Veranstaltungen vor Ort mit Freiwilligen und Diskussionen im Netz.

Software entsteht nicht in einem Vakuum. Für die technische Korrektheit von Technik ist Know-How notwendig. Damit aber überhaupt Technik entstehen kann, die den Bedürfnissen von Freiwilligen entspricht, bedarf es Zugangsmöglichkeiten zur Gestaltung von denen, die die Software als Freiwillige nutzen, Beratung und Priorisierung von Wünschen. Vor dem Know-How steht das Know-Why.

Das Projekt Technische Wünsche entstand als zentrale Informationsseite für die Konzeption eines Verfahrens zum Umgang mit technischen Wünschen und der technischen Unterstützung von Community-Projekten. Ende 2013 startete Benutzer:Raymond eine Umfrage zu technischen Wünschen, aus der eine Wunschliste entstand. Seit Anfang 2014 arbeitet die Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland an der Abarbeitung der Top-20-Liste.  In der Veranstaltungsreihe Tech on Tour wurde in 5 Veranstaltungen in Köln, Dresden, Hamburg, Berlin und Stuttgart sowie im Rahmen eines Workshops zum Thema Community-Förderung das Konzept Technische Wünsche dort weiterentwickelt, wo die Fragen entstehen: Bei den Freiwilligen, die Artikel schreiben, Fotos beitragen oder auch Tools betreiben. Nicht zuletzt ging es auch darum, die Arbeit der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland zu erläutern und einen Überblick über den aktuellen Stand der Dinge bei der Abarbeitung der Wünsche zu geben.

Mit dem Konzeptpapier zu dem Projekt Technische Wünsche wird der Stand der Diskussion gebündelt. Damit ist die Debatte und Zusammenarbeit zwischen Communitys und der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland aber nicht abgeschlossen. Mit dem jetzt vorgelegten Konzept und den Eingangsseiten im Projekt Technische Wünsche ist ein Prototyp geschaffen worden, der die Grundlage für weitere Entwicklungen und Diskussionen bildet. In Themen- und nutzerspezifischen Workshops und durch Umfragen werden Anregungen und Wünsche der Community aufgenommen und in einem gemeinsamen Prozess zu strukturierten Arbeitspaketen für die Software-Entwicklung geschnürt. Wünsche entstehen bei den Autorinnen und Autoren. Aus den Wünschen wird bei der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland Code. Durch Kommunikation und Kollaboration werden Wünsche wahr.

Links

by Jens Ohlig at July 02, 2015 04:13 PM

Wikimedia:Woche 25/2015

Hier kommt die 25. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Initiative für den Erhalt der Panoramafreiheit

Die Banner in der Wikipedia waren nicht zu übersehen – die Panoramafreiheit und ihre Bedrohung sind Thema in vielen Medien. Nicht zuletzt, weil sich die deutschen Wikipedia-Aktiven in der größten Unterschriftenaktion bisher für die Erhaltung ausgesprochen haben! 4.235 Autorinnen und Autoren haben unterschrieben und zusätzlich 4.465 nicht angemeldete Nutzerinnen und Nutzer!

Wikimedia Deutschland hat diesen 57-seitigen Briefen postalisch an die deutschen EU-Parlamentarierinnen und EU-Parlamentarier geschickt. Begleitet durch einen vierseitigen Brief (unterschrieben von Christian Rickerts), der dem Anliegen der Autorenschaft volle Unterstützung gibt und auf die Auswirkungen hinweist, die durch die Annahme des Vorschlags entstehen würden.

Zusätzlich hat WMDE eine Pressemitteilung veröffentlicht, damit der Brief nicht nur in Brüssel Gehör findet.

Am 30.06. hat WMDE zu einem Pressegespräch eingeladen, um das Thema einordnen zu können und die Auswirkungen eines solchen Gesetzes auf EU-Ebene zu erklären. Die dpa hat dazu direkt nachmittags eine Meldung versendet. (Die Meldung der dpa ist nicht frei zugänglich. Daher hier ein Link zu dem fast vollständig übernommenen Text von Focus Online.)

Diskussion über Amtszeiten im Board der WMF

Das Kuratorium der WMF ruft zur Diskussion über die Änderung der Amtszeiten der Boardmitglieder auf. Dabei geht es unter anderem um die Länge einer Amtszeit sowie die Gesamtzeit, die ein Mitglied am Stück im Amt sein kann.

Alice Wiegand, derzeit Mitglied des Board of Trustees, hat dazu einen Beitrag in ihrem privaten Blog veröffentlicht.

Board of Trustees bestätigt FDC-Empfehlung der zweiten Runde

Das Board of Trustees der Wikimedia Foundation hat die Empfehlungen des Funds Dissemination Committee der zweiten Runde bestätigt. Um Jahresplanförderungen hatten sich die indische NGO The Centre for Internet and Society, Wikimedia Armenien, Wikimedia Frankreich, Wikimedia Italien und Wikimedia Norwegen beworben.

Wikimedia Research Newsletter Juni 2015

Über weitere interessante Themen aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Wikipedia, berichtet der Wikimedia Research Newsletter in seiner Juni-Ausgabe 2015.

Jahresplan der Wikimedia Foundation vom Board bestätigt

Lila Tretikov gibt auf der Mailingliste Wikimedia-l bekannt, dass der dem Board von ihr vorgelegte, aktualisierte Jahresplan bestätigt wurde und gibt Informationen zur Enstehung und den Schwerpunkten des Plans.

Update zur Klage der WMF gegen die NSA

Die Wikimedia Foundation informiert über den aktuellen Stand der Dinge und die nächsten Schritte in der Klage gegen die NSA.

Projekte und Initiativen

Kleiner Rückblick auf OpenGLAM-Workshop

Am 18. Juni fand bei Wikimedia Deutschland ein ganztägiger Workshop für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kultur- und Gedächtnisinstitutionen statt. Dabei wurde vermittelt, wie diese ihr digitalisiertes Kulturgut für eine möglichst offene Weiternutzung zur Verfügung stellen können.

Neues aus der OSM-Welt #257

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 257“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 16. bis 22. Juni.

Über das Wachstum afrikanischer Sprachversionen

Ein Beitrag auf greenman.co.za, gibt eine Übersicht über das Wachstum afrikanischer Sprachversionen der Wikipedia.

Artikelabdeckung von einzelnen Wikipedien und Wikidata

Markus Krötzsch hat mehrere Karten veröffentlicht die die Artikelabdeckung einzelner Wikipedien und Wikidatas veranschaulichen.

Wikidata-Administrator Zolo hat einige Grafiken erstellt, die die Artikelinhalte einzelner Wikipedien und Wikidatas veranschaulichen.

Untersuchung über das Editieren unter Studenten

Die Wiki Education Foundation untersuchte das Potential und die Motivation von Studenten zum Editieren der Wikipedia.

Französischer Ableger der Wikipedia:Library eingerichtet

Ein französischer Ableger der Wikipedia:Library wurde mit drei neuen Partnerschaften eingerichtet.

Songhay-Wikipedia in Planung

Mohomodou Houssouba aus Mali arbeitet am Aufbau einer Wikipedia auf Songhay, einer Sprachgruppe die um den Niger verbreitet ist.

OER MOOC of the Year 2016

Die Fachhochschule Lübeck und oncampus suchen den „MOOC Of The Year 2016“ #MOTY16. Der Call läuft bis 16. August. Der Siegerpreis ist mit einer vielversprechenden Förderung verbunden. Wer eine fantastische Idee für einen MOOC hat und diesen als OER veröffentlichen möchte, sollte sich jetzt bewerben!

OER Summer Academy 2015 von Serlo

Serlo – eine kostenlose Online-Plattform für OER Lernmaterialien und professionelle Lernsoftware – bietet eine OER Summer Academy vom 14. August bis zum 18. September in München an. 15 Studierende können einen Monat gemeinsam an freier Bildung arbeiten und ein umfangreiches Rahmenprogramm gestalten. Jetzt bewerben!

Buchneuheit: Open Source und Schule

Buchveröffentlichung zum Thema Einsatz von Free and Open Source Software in der Schule: „Open Source und Schule. Warum Bildung Offenheit braucht.“, Herausgeber: Sebastian Seitz.

Neue Broschüre von WikiEdu veröffentlicht

Die Wiki Education Foundation veröffentlichte eine Broschüre im pdf-Format, in der die Wikipedia als Forschungsgegenstand behandelt wird.

Technik

Tech News issue #27

Die aktuelle Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Presse, Blogs und Websites

Warum immer weniger Leute bei Wikipedia mitmachen

Die Handelszeitung sieht interne Steitereien und die Verbreitung von Smartphones mit unter als Ursachen für den Autorenschwund.

FAZ schreibt über die Folgen einer möglichen Abschaffung der Panoramafreiheit

Die FAZ schreibt unter dem Titel „Urheberrechtsreform: Geben Sie Panoramafreiheit, Sire!“ über die Folgen einer möglichen Abschaffung oder Einschränkung der Panoramafreiheit für Wikipedia und im Grunde jeden Internetnutzenden.

Heritage Lottery Fund nutzt NC-Lizenz

Der ehemalige Wikipedian in Residence Andy Mabbett bloggt über die Verwendung der restriktiven CC-BY-SA-NC-Lizenz durch die Heritage Lottery Fund.

Termine

2.7.: Metrics-Meeting der Wikimedia Foundation

Am 2. Juli findet um 20 Uhr (MESZ) das monatliche Metrics & Activities-Meeting der Wikimedia Foundation statt. Eine Übertragung (Livestream) findet sich im Youtube-Kanal der Wikimedia Foundation, die Aufzeichnung kann später nachgeschaut werden.

2.7.: Wikipedia-Sprechstunde Hamburg

Die regelmäßige öffentliche Sprechstunde der Hamburger Wikipedia-Communnity findet in diesem Monat am 2.7. von 16.00 bis 18.00 Uhr statt. Im August fällt die Sprechstunde wegen der Sommerferien aus.

Ort: Lern- und Informationszentrum (LIZ) der Bücherhallen-Zentralbibliothek (2. OG) am Hühnerposten (nahe Hauptbahnhof)

3.7.: Lange Nacht der Wissenschaften

Gemeinsam mit dem Team von OpenStreetMap, werden Wikipedianerinnen und Wikipedianer den Besuchern der Langen Nacht der Wissenschaften in Dresden zwischen 18.00 und 24.00 Uhr die Wikimedia-Projekte präsentieren.

Ort: Technische Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1

5.7.: Coding da Vinci – Präsentation und Preisverleihung

Die Ergebnisse des diesjährigen Kultur-Hackathons Coding da Vinci werden am Sonntag im Jüdischen Museum von den Projektteams vorgestellt. Eine Jury, u.a. mit Tim Moritz Hector besetzt, prämiert die Projekte, diesmal wird es auch einen Publikumspreis geben. 33 Kulturinstitutionen stellten insgesamt 47 Datensätze unter freier Lizenz zur Verfügung. Eine Anmeldung für die Veranstaltung ist noch möglich.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at July 02, 2015 02:59 PM

“Partizipation ist schön, macht aber viel Arbeit.” – Das ABC des Freien Wissens “I=Inhalt.”

Die neunte Veranstaltung der Reihe “Das ABC des Freien Wissens” drehte sich um die Frage, ob tatsächlich eine so breite Partizipation an Entstehung und Nutzung freier Inhalte in der Kulturlandschaft besteht, wie oft suggeriert wird. Unter dem Titel “I=Inhalt. Wer partizipiert wirklich an Open Culture?” diskutierte der Berliner Kulturstaatssekretär Tim Renner mit Stadtforscherin Dr. Paula Hildebrandt und Prof. Dr. Johannes Vogel, Generaldirektor des Berliner Naturkundemuseums, darüber, was es braucht, um über digitale Zugänge Teilhabe an offener Kultur zu ermöglichen.

 

Zu Beginn der Veranstaltung veranschaulichte Dr. Paula Hildebrandt in einem einführenden Vortrag, wie offene Kultur in der Praxis aussehen kann. Die Künstlerin mit Doktortitel in Europäischer Urbanistik  stellte das gemeinschaftlich organisierte Projekt welcomecitymap vor, das über performative Ansätze klandestines Stadtwissen erlebbar macht, gerade für Menschen, die neu einer Stadt ankommen sind, wie Geflüchtete und Zugezogene.  Sie machte deutlich, dass Partizipation nicht als Worthülse zur Unterfütterung von Drittmittelprojektanträgen und auch nicht zum Wohlfühl-Begriff für Kunstprojekte mit Migrantinnen taugt. Vielmehr habe die Bemühung für mehr Beteiligungsmöglichkeiten  für alle Menschen der Gesellschaft damit zu tun, auch selbst öfter den Standpunkt zu wechseln, sich einzufühlen, immer wieder ein anderer zu werden. Das kann anstrengend sein; so lautete das Fazit: “Partizipation ist schön, macht aber viel Arbeit.”

 

Europa – Open Culture-Vorreiterin oder -Nachzüglerin?

In der anschließenden Diskussion betonte Prof. Dr. Johannes Vogel vom Berliner Naturkundemuseum,  dass es auf europäischer Ebene einen klaren Trend zu mehr Offenheit im Wissenschafts- und Kulturbereich gebe. Europa versuche mehr denn je, sich als offen für Ideen gerade auch im Bereich Open Science darzustellen. Es gehe dabei nicht allein um die Frage, wie Kulturinstitutionen ihre Inhalte ins Netz stellen können, sondern darum, die Institutionenlandschaft insgesamt umzustruktrieren.  Dieser Prozess sei sehr kompliziert sehr politisch und vor allem unglaublich kostspielig.

Was aber können Kulturinstitutionen nun konkret tun, um eine größtmögliche Partizipation an ihrem Kulturgut zu gewährleisten? Wichtig sei zunächst, dass Institutionen ihre kulturellen Schätze überhaupt digitalisieren und einer möglichst großen Anzahl an Menschen zur Verfügung stellen, da war sich das Podium einig. Das Naturkundemuseum gilt hier in der Berliner Kulturlandschaft als Vorreiter, die Einrichtung hat bereits einen großen Teil seiner beachtlichen Sammlung digitalisiert und dafür etwa im vergangenen Jahr eine eigene Digitalisierungsstraße angeschafft.

Auf dem Podium: Dr. Paula Hildebrandt, Prof. Dr. Johannes Vogel und Tim Renner (von lins nach rechts), Foto von Christina Rupprecht, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons.

Digitalisate aus dem Status “Sicherheitskopie” befreien

Tim Renner, seit dem letzten Jahr Berliner Kulturstaatssekretär, betonte, dass viele Institutionen eben noch nicht so weit seien wie das Naturkundemuseum. Digitalisate würden noch zu oft als als Sicherheitskopien der eigenen Bestände verstanden. Dementsprechend sei noch längst nicht überall angekommen, dass es im nächsten Schritt darum gehen muss, digitalisierte Inhalte unter freier Lizenz freizugeben und damit einer lebendigen Nachnutzung zuführen. Doch selbst dies sei eben noch kein Garant für breite Partizipation an den Inhalten.

“Es geht nicht darum, ein bestimmtes Herrschaftswissen zu vermitteln; Inhalte entstehen erst im Tun,” betonte Dr. Paula Hildebrandt. Inhalte bildeten nicht den Anfang, sondern das Ende einer langen Kette, an deren Beginn das Communitybuilding stehe. Es brauche angesichts der zunehmenden Vielfalt der Anspruchsgruppen – Renner veranschaulichte dies an der stetig wachsenden und sich verändernden Stadt Berlin – eine grundlegende Anpassung der Struktur und Arbeitsweise von Kulturinstitutionen. “Wir müssen eine neue Sprache finden, wie wir miteinander verhandeln und umgehen,” so Renner. Auch Prof. Dr. Vogel betonte, dass Mitarbeitende von Kulturinstitutionen sich künftig weniger als “Hüter von Wissen” verstehen, sondern eher die Rolle von ModeratorInnen einnehmen sollten.

Digitale Openness führt zu mehr analogem Publikumsverkehr

Ganz wichtig sei laut Vogel und Renner außerdem, das “Analoge mit dem Digitalen zusammenzudenken”. Es sei eine falsche Annahme, so Vogel, dass die Digitalisierung von Kulturgütern dazu führe, dass sich niemand mehr für die echten Stücke interessiere. Im Gegenteil: Digitalisate machten mehr Lust auf die realen Objekte. Tim Renner verdeutlichte dies später am Beispiel der Musik: Auch hier habe die (damals allerdings unfreiwillige) Openness in Form des Filesharings über Tauschbörsen eben nicht zum totalen Zusammenbruch des Musikmarktes geführt, sondern im Gegenteil zu einer stärkeren Nutzung von Livekonzerten. Es gebe daher guten Grund zur Annahme, dass die freie Verfügbarkeit von Kultur dazu führe, dass die Menschen ein größeres Interesse hätten, sich mit dieser auseinanderzusetzen. Kurzum: Die zunehmende Demokratisierung sowohl der Produktion als auch der Distribution führe dazu, dass immer mehr Menschen an Kultur partizipieren können und wollen.

Die Veranstaltung in voller Länge kann hier angeschaut werden:


 

Fotos der Veranstaltung auf Wikimedia Commons

Das nächste ABC des Freien Wissens findet am Donnerstag, den 03. September in Kooperation mit dem Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft statt. Thema ist diesmal: „J=Journals. Welche Form wissenschaftlichen Publizierens setzt sich durch?“

Kontakt: salon@wikimedia.de

 

by Christopher Schwarzkopf at July 02, 2015 01:46 PM

June 30, 2015

lyzzy

Thoughts about Board renewal

The community election results for the Wikimedia Foundation Board of Trustees are already published and it’s great to see DariuszJames and Denny adding their expertise and skills to the Board soon. The result also includes that we lose María, Phoebe and Sam, which means to lose three markedly dedicated, experienced members. And Jan-Bart and Stu are going to finish their long terms at the end of this year.

That’s a huge turnover within only a few months and quite a challenge for group dynamics, working capacity and transfer of knowledge. And it does not only effect our Board’s internal relationships but also the relationship to our ED Lila and to our staff.

There are good reasons to be worried about the situation. There certainly will be some loss in stability and institutional knowledge which probably cause one or another difficulty and confusion. And there will be a lot of things to explain, to discuss and to agree upon. We will find ourselves in a situation where we can’t (and shouldn’t) fall back on our own history, because there won’t be anybody who was actual part of that history. But we won’t find ourselves in the middle of nowhere, since whereever we need to follow legal or organizational requirements we can rely on our dedicated staff and their experience and support.

And there is more than just challenges, there is the chance to fuel ourself with the positive spirit which comes with such a change – the motivation of new members, the innovation capability and the critical reflection of our established habits, methods and procedures. Yes, we have a huge opportunity to renew and update in its best sense. We can take the Board to a next level of supporting the ED and the community. We have to work on it, and we will. So rather than being anxious I’m curious and excited. And I hope you are as well.

by Alice Wiegand at June 30, 2015 06:51 PM

Wikimedia Deutschland Blog

Hoffnungen statt Befürchtungen – OpenGLAM-Workshop startet

Am 18. Juni fand bei Wikimedia Deutschland ein ganztägiger Workshop für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kultur- und Gedächtnisinstitutionen statt. Dabei wurde vermittelt, wie diese ihr digitalisiertes Kulturgut für eine möglichst offene Weiternutzung zur Verfügung stellen können. Organisiert wurde der Workshop von der OpenGLAM-Gruppe, an der Wikimedia Deutschland beteiligt ist.

Die deutschsprachige Arbeitsgruppe ist Teil eines internationalen Netzwerks von Menschen und Organisationen, die sich gemeinsam für den freien Zugang und die freie Nutzung von digitalisiertem Kulturgut engagieren.

Großes Interesse, viele Anregungen

Die Resonanz war gut, knapp 30 Gäste aus verschiedenen Institutionen, teils in leitenden Funktionen, kamen in die Räume von Wikimedia Deutschland, um eine Reise in die Welt der offenen Daten anzutreten, mit erfahrenen Urheberrechtsjuristinnen und -juristen ins Gespräch zu kommen und sich mit den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Häusern auszutauschen.

Nach einem Input-Vortrag „Eine Reise in die Welt der offenen Daten“ zu Open Data und Kulturinstitutionen wurden in einer offenen Runde von allen Teilnehmenden jeweils die größten Befürchtungen und die größten Hoffnungen bezogen auf Open Data genannt und gesammelt. An 4 Worldcafé-Stationen wurden dann konkrete Anwendungsfälle und praktische Hilfestellung mit je einem Experten zu folgenden Themen angeboten: 1. Lizenzmodelle, 2. Technische Aspekte von Offenen Daten, 3. Argumentationshilfen für das eigene Haus, 4. Nachhaltigkeit offener Daten.

Beeindruckend: Die große Bereitschaft für Austausch und gegenseitiges Lernen

Dabei stellte sich heraus, dass die Zeit für die einzelnen Stationen kaum ausreichte und die Teilnehmenden sich gern noch länger über die jeweiligen Themen ausgetauscht hätten. Einerseits lag das am tiefgehenden Interesse etwa für konkrete technische Anknüpfungsmöglichkeiten für Datenbanken an Wikidata; andererseits an den verschiedenen Kenntnisständen der Teilnehmenden. Das werden wir in die Auswertung und Planung der nächsten Veranstaltungen mit aufnehmen. Denkbar sind größere, gezielt thematische Workshops zu den einzelnen Worldcafé-Themen.
Am Nachmittag wurde auf Grundlage der Diskussionen aus dem Worldcafé von allen Teilnehmenden erste konkrete Ideen für Veränderungen im eigenen Haus erarbeitet. Besonders beeindruckend war dabei, wie offen alle Gäste ihre Erfahrungen mitsamt Fortschritten und Rückschlägen mit der Runde teilten.

Wie geht es weiter?

Die konkreten Ergebnisse und Inhalte des Workshops werden in diesen Wochen von der OpenGLAM-Gruppe ausgewertet und auf den Seiten des OpenGLAM-Wiki verfügbar gemacht. Dort ist auch mehr zu aktuellen Terminen und Beteiligungsmöglichkeiten der OpenGLAM-Gruppe zu finden.

by Lilli Iliev at June 30, 2015 11:55 AM

June 25, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 24/2015

Hier kommt die 24. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Wikimedia Foundation sucht Mitglieder für das Audit Committee

Das Board of Trustees sucht ehrenamtliche Mitglieder für das Audit Committee, vergleichbar mit den im deutschen Vereinsrecht üblichen Kassenprüfenden. Der Aufwand beträgt ungefähr 20 Stunden im Jahr, die Arbeit wird hauptsächlich in 3-4 Telefonkonferenzen getätigt. Erfahrung im Finanzwesen / Controlling ist wünschenswert.

Fabrice Florin verabschiedet sich

Der Movement Communications Manager der Wikimedia Foundation Fabrice Florin hat sich aus dem Movement verabschiedet. Florin verlässt die Foundation zu Ende Juni.

Monatsbericht Mai der Wiki Education Foundation online

Im aktuellen Monatsbericht der Wiki Education Foundation sind die Highlights von Mai nachzulesen.

Rückblick auf 5 Wikimedia-Veranstaltungen

Benutzer:Gnom, Mitglied des Präsidiums von Wikimedia Deutschland, berichtet über fünf Wikimedia-Veranstaltungen, die er in der vergangenen Woche besucht hatte.

Wikimedia France gibt einen Rückblick zum Hackathon inkl. eines Videozusammenschnitts

Wikimedia France gibt einen Rückblick zum Hackathon, der im vergangenen Mai in Lyon stattgefunden hatte. Ein dazu veröffentlichtes Kurzvideo gibt einen Einblick in die Veranstaltung.

Projekte und Initiativen

Kampagne für die Panoramafreiheit in Vorbereitung

Sowohl in der Commons-Community, als auch in der deutschsprachigen Wikipedia, werden zur Zeit Ideen für eine Kampagne zum Erhalt der Panoramafreiheit in Europa diskutiert und vorbereitet.

WLE-Gewinner stehen fest

Die Jury des Fotowettbewerbs „Wiki loves Earth“ hat die Top 100 der Einreichungen aus Deutschland ausgewählt. Das Gewinnerbild zeigt einen Eisvogel im Flug und wurde von einem neuen Commons-Nutzer beigetragen.

Jens Remer spricht Hörbeispiele für das Wiktionary ein

Jens Remer ist seit 10 Monaten unter dem Benutzernamen jeuwre beim deutschsprachigen Wiktionary, dem freien Wörterbuch, aktiv und hat seither über 4500 professionell eingesprochene Hörbeispiele beigetragen. Im Gespräch mit Wikimedia Deutschland erzählt er von seiner Tätigkeit, spricht Erfolge und Probleme des Projekts an und gibt Tipps wie gute Aufnahmen gelingen können.

Aufruf zur Teilnahme an Wiki loves Pride

„Wiki loves Pride“ ist eine weltweite und im Juni wieder anlaufende Kampagne, mit dem Ziel, LGBT-Inhalte (Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender) in mehreren Wikimedia-Projekten zu erweitern und zu verbessern. „Wiki loves Pride“ wird von der Wikimedia-Nutzergruppe „Wikimedia LGBT“ organisiert.

Veranstaltungsort der WikiCon 2015 steht fest

Die diesjährige WikiCon findet vom 18. bis 20. September 2015 im Deutschen Hygiene-Museum im Herzen der sächsischen Landeshauptstadt Dresden statt. Derzeit werden Programmvorschläge gesammelt.

WMUA macht verschlossene Denkmallisten zugänglich

Nach mehreren Anläufen und bürokratischen Hürden, gelang es Wikimedia Ukraine, einen Teil der bisher unter Verschluss gehaltenen Denkmallisten zu veröffentlichen.

Neues aus der OSM-Welt #256

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 256“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 9. bis 15. Juni. U.a. läuft derzeit eine Fundraising-Campagne für einen neuen OSM-Server.

Redaktion Medizin nimmt Kontakt zur zentralen Medizinbibliothek, der ZB Med auf

Im Rahmen des 7. Treffens der Redaktion Medizin der deutschsprachigen Wikipedia, das diesmal im „Lokal K“ in Köln stattgefunden hatte, entstanden Kontakte zur zentralen Medizinbibliothek, der ZB Med.

Praxisleitfaden erläutert Rechtsfragen bei E-Learning und digitaler Lehre

Ein von Till Kreutzer verfasste Leitfaden erscheint in überarbeiteter und erweiterter Fassung und informiert über Rechtsfragen bei E-Learning und digitaler Lehre. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Regelungen für Bildungseinrichtungen und Bibliotheken, freie Inhalte und Lehrmaterialien (Open Educational Resources, OER) und der Erwerb von Nutzungsrechten.

Online-Selbstlernkurs „Freie Bildungsressourcen“ unter freier Lizenz

Am Zentrum für multimediales Lehren und Lernen der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg haben Lavinia Ionica und Kevin Atkins einen Online-Selbstlernkurs unter offener Lizenz mit drei Lernmodulen erstellt. Der Kurs dient als Einführung in die Thematik „Freie Bildungsressourcen“ und soll erste Schritte in die Erstellung eigener OER-Materialien ermöglichen.

Wiki Education Foundation gibt neue Wikipedia-Info-Broschüren heraus

Die Wiki Education Foundation hat zwei neue Info-Broschüren zum Bearbeiten der Wikipedia heraus gegeben. Darin finden sich konkrete Tipps und Hinweise zum Bearbeiten der Themenbereiche Ökologie und Frauenforschung.

Technik

Wikimedia Labs ausgefallen

Ein Fehler im Dateisystem führte in der vergangenen Woche zu einem Ausfall von Wikimedia Labs, weswegen mehrere Tools nicht mehr zur Verfügung standen.

Tech News issue #26

Die aktuelle Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Content-Translation-Tool in der deutschsprachigen Wikipedia aktiviert

Am 18. Juni wurde die Betaversion eines Tools in der deutschsprachigen Wikipedia aktiviert, das die Übersetzung von Artikeln aus anderen Sprachversionen erleichtern soll. MatthiasB testete das Tool und berichtete darüber.

Diskussion

Superprotect: How Wikimedia board candidates addressed it

Kandidatinnen und Kandidaten zum Board of Trustees gaben ihre Meinung zu Superprotect wieder.

Presse, Blogs und Websites

Audio-Beitrag über die Mitarbeit von Neuautoren bei der Wikipedia

DRadio Wissen berichtete in einem Audio-Beitrag über den Versuch einer Neuautorin, sich an der Wikipedia zu beteiligen und besucht dazu Achim Raschka im „Lokal K“ für ein Interview.

zeit.de bloggt über printwikipedia

Im Blog von zeit.de erschien ein Beitrag über das Projekt „printwikipedia“ von Michael Mandiberg. (Die Wikimedia:Woche berichtete)

„Wikipedia fürchtet Abschaffung der Panoramafreiheit“

Auf Golem wurde die derzeitige Problematik um die Panoramafreiheit und dessen Folgen für die Wikipedia thematisiert.

welt.de: „Kampf gegen das Netz“

Susanne Gaschke beklagte auf welt.de den Prozess beim Entfernen falscher Behauptungen in der Wikipedia.

„Can Wikipedia Survive?“

Der Autor Andrew Lih schrieb in der New York Times über die Entwicklungsperspektiven der Wikipedia.

Aschmidt fasste den Artikel im Wikipedia-Kurier zusammen.

Basler Zeitung schreibt über Probleme der Wikipedia

Die Basler Zeitung berichtete über Nachwuchs- und PR-Probleme in der Wikipedia.

FAZ über Wikitrends-Angaben

Ursula Scheer beschäftigte sich in der Frankfurter Allgmeinen Zeitung mit Ergebnissen des Statistik-Tools „Wikitrends“.

Termine

25.6.: Offenes Editieren Berlin

Die Berliner Ausgabe des monatlichen Offene Editierens, dem Treffen von Wikipedianerinnen und Wikipedianern zum gemeinsamen Bearbeiten der Wikipedia, findet ab 19.00 Uhr in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland statt.

25.6.: Das ABC des Freien Wissens

Am Donnerstag, den 25. Juni, 19.00 Uhr, heißt es beim ABC des Freien Wissens: „I=Inhalt. Wer partizipiert wirklich an Open Culture?“. Diesmal fragen wir, wer jenseits aller politischen und institutionellen Lippenbekenntnisse zu Open Culture am Ende wirklich an Entstehung und Inhalt von freier Kultur in der vernetzten Gesellschaft teil hat. Zu Gast sind Tim Renner, Kulturstaatssekretär von Berlin, Dr. Paula Marie Hildebrandt, Künstlerin und Stadtforscherin und Prof. Johannes Vogel, Direktor des Berliner Naturkundemuseums. Alle sind herzliche eingeladen, persönlich oder per Livestream dabei zu sein.

27. und 30.6.:BremenpediA vor Ort

Bremenpedia vor Ort findet in diesen Tagen mit einer Sonderöffnung gleich zwei Mal statt. Es handelt sich dabei um eine Veranstaltungsreihe im „Heimathaus Lesum“, dem Domizil des Heimat- und Verschönerungsvereins Bremen-Lesum e. V. (HVL). „Wikipedia vor Ort“ versteht sich als Anlaufadresse in Bremen-Lesum für alle Fragen rund um das freie Online-Lexikon Wikipedia und die freie Medien-Datenbank Wikimedia Commons.

27. Juni (Samstag 13.00-18.00 Uhr) (Sonderöffnung zum Tag der offenen Tür im Heimathaus im Rahmen des Stadtteilfestes „Sommer in Lesmona“)
30. Juni (Dienstag 15.00-17.00 Uhr)

1.7.: Women edit

Seit November 2012 trifft sich einmal im Monat eine Frauengruppe (immer offen für Neueinsteigerinnen!), um gemeinsam an Wikipedia mitzuarbeiten. Wie funktioniert dieses Megaprojekt, aus dem die größte Enzyklopädie der Welt hervorgegangen ist? Wie wird gewährleistet, dass die Artikel inhaltlich stimmen und was kann frau tun, wenn sie einen Fehler bemerkt? Um diese und viele andere Fragen geht es bei den „Women edit“-Treffen. Seit Mai 2014 treffen wir uns immer am 1. Mittwoch im Monat in der Wikimedia Geschäftsstelle. Vorkenntnisse sind nicht notwendig, jeder kann einfach vorbei kommen und loslegen – Wikipedia macht Spaß!

2.7.: Wikipedia Sprechstunde Bibliothek Hamburg

Wie jeden ersten Donnerstag im Monat, findet am 2. Juli im Lern- und Informationszentrum (LIZ) der Bücherhallen-Zentralbibliothek (2. OG) am Hühnerposten, die Wikipedia-Sprechstunde statt. Die Sprechstunde ist ein Angebot der Hamburger Wikipedia-Community. Im August fällt die Sprechstunde wegen der Sommerferien aus.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at June 25, 2015 07:37 AM

June 24, 2015

Iberty

Mit Menschen wie mit Menschen kommunizieren - ist es so schwer?

Border Leicester 01

Letztens unterhielt ich mich mit einem Wikipedianer über diverse Wikimedia-(WMF und WMDE-)Kommunikationen, die oftmals verquast wirken, werblich wirken, jegliche Augenhöhe vermissen und irgendwie abgeschottet und weit weg sind und zu allem möglichen Lust machen, aber nicht zur Interaktion. Fiel uns natürlich bei Wikimedia besonders auf, trifft aber sehr oft wenn man liest wie Institutionen und Organisationen versuchen auf Social Media zu agieren. Bei den Wikimedias ist es nur um so drolliger, weil da ja eigentlich die Ausgangsvoraussetzungen viel mehr auf Augenhöhe sind als in anderer organisierter Onlinekommunikation und weil "Interaktion" quasi das Grundwesen aller Wiki-Projekte ist. Und weil es doch eigentlich gar nicht so schwer ist. Um mich selbst von der Wikimania zu zitieren: "Treat them as friends."

Wie banal das ganze eigentlich ist, fiel mir auf als ich heute einen Post über gute Instagram-Nutzung von Unternehmen las - vermutlich der am wenigsten herzliche oder brüderliche Anlass. Und selbst die Werbeberater für Unternehmen schreiben:

Wie auch in anderen Social Media Kanälen, sind Marken auf Instagram dann am erfolgreichsten, wenn sie sich wie die Freunde eine Nutzers verhalten,... Ziel ist es also, über ungewöhnliche, ansprechende Bilder oder Videos Geschichten zu erzählen oder ein Statement zu hinterlassen, um einen Anlass zur Interaktion zur bieten.

Wenn das selbst Großreederein auf Instagramm hinkriegen Ist es denn so schwer, Interaktion und Kommunikation-wie-ein-Freund innerhalb eines Movements zu schaffen? Wohlgemerkt ein Movement, das schon in seinen Grundwerten auf Augenhöhe, Gleichberechtigung und Interaktion setzt?

Bild Border Leicester 01: By Xabier Cid (flickr.com) CC BY-SA 2.0

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at June 24, 2015 08:29 PM

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Susanne Gaschke zieht über die Wikipedia vom Leder

http://www.welt.de/politik/deutschland/article142905067/Wikipedia-Eintraege-aendern-Ein-teurer-Nervenkrieg.html

Ein krudes Gebräu aus unbelegten Behauptungen und Internet-Bashing. Die Watschn für das Münkler-Watch-Blog bürgt bereits für mangelnde Qualität.

Über Gaschke:

https://de.wikipedia.org/wiki/Susanne_Gaschke

by KlausGraf at June 24, 2015 11:06 AM

June 19, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Ist die Wikipedia sexistisch?

Bettina Hammer findet, dass die Argumente für den Sexismus-Vorwurf dünn sind:

http://www.heise.de/tp/artikel/45/45211/1.html

by KlausGraf at June 19, 2015 06:53 PM

Wikimedia Deutschland Blog

Jens Remer spricht Hörbeispiele für das Wiktionary ein

Foto: jeuwre, CC-BY-SA-4.0

Jens Remer (52) ist seit 10 Monaten unter dem Benutzernamen jeuwre beim deutschsprachigen Wiktionary, dem freien Wörterbuch, aktiv und hat seither über 4500 professionell eingesprochene Hörbeispiele beigetragen. Im Gespräch mit Wikimedia Deutschland erzählt er von seiner Tätigkeit, spricht Erfolge und Probleme des Projekts an und gibt Tipps wie gute Aufnahmen gelingen können.

 

Wie bist du auf das Wiktionary aufmerksam geworden?

Ich weiß es tatsächlich nicht mehr. Ich entsinne mich, mal in der Wikipedia:Schwesterprojekte-Seite gestöbert zu haben, das ist das Wahrscheinlichste.

 

Wie bist Du auf die Idee gekommen, Hörbeispiele beizutragen?

Ich bin ziemlich häufig im englischsprachigen Wiktionary, aber nur für Recherche. Die Aussprache ist für Nichtmuttersprachler grundlegend. Ich suche häufig eine korrekte Aussprache, und zwar als Hörbeispiel, nicht IPA. Mir fiel auf, wieviele Hörbeispiele da fehlen. Meist wurde ich dann fündig auf der Online-Version von Oxfords Advanced Learner’s Dictionary oder dict.cc. Ich hatte dann zwar mein Problem einer englischen Aussprache gelöst, aber wirklich befriedigend fand ich es nicht, vom Wiktionary wegklicken zu müssen.

Warum Hörbeispiele wichtig sind, ist für mich klar: erst über viele Sinne findet die Bedeutung und Benutzung eines Wortes Eingang ins Hirn. Hörbeispiele sind deshalb elementar.

Anläßlich eines Radiobeitrags wegen eines Jubiläums eines der Goethe-Institute im letzten Jahr kam das Thema erneut bei mir hoch. Eine Zahl aus dem Radiobeitrag ist haften geblieben: weltweit gibt es ca. 15 Mio. Deutsch Lernende. 15 Mio. Kunden für das Wiktionary. Das ist also eine unserer wichtigen Zielgruppen. Für mich ist es sogar „die“ Zielgruppe. Wo werden die wohl nach Bedeutungen, Benutzung und Aussprache suchen? Vielleicht bei uns. Aber spätestens bei der Aussprache werden sie leider häufig – genau wie ich – bei dict.cc nachhören müssen. Ziemlich schade, finde ich. Dabei kann man bei uns sehr genau den Sinn und die Benutzung eines Wortes erfassen. Also kann ich das Wegklicken aus dem Wiktionary nur ändern, wenn ich mitarbeite.

 

Wie kann man sich bei der Aufnahme und Einbindung von Hörbeispielen beteiligen?

Eine Anleitung dafür habe ich nach dem Wiktionary-Treffen in Wien Anfang März überarbeitet, sie findet sich auf de.wiktionary.org unter Hilfe:Hörbeispiele. Wer irgendetwas nicht versteht: Unter Benutzer:jeuwre kann jeder angemeldete Benutzer, der eine Frage hat, über den Link E-mail an diesen Benutzer mich gerne kontaktieren. Ich werde versuchen, schnell zu antworten.

 

Welche konkreten Tipps hast du zur Einsprache von Audio-Aufnahmen?

Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen. Am Anfang habe ich überbetont, d.h. viel zu deutlich gesprochen. Ich zog die Silben auseinander, ich sprach überdeutlich die Endsilben, jeden einzelnen Buchstaben habe ich betont. Nun wollen wir in den Aussprachebeispielen aber die natürliche Sprache abbilden. Das Ergebnis ist auch heute noch, dass ich manches Wort zwei- oder dreimal einsprechen muss. Wenn ich das Gefühl habe, es „klingt nicht stimmig“, dann sehe ich mir die IPA an oder höre mir andere Sprecher an.

Ich spreche im Stehen ein, die Stimme klingt voller. Und es gibt weniger Reflektionen vom Bildschirm und den Wänden. Auf einem Notenständer liegt das Papier mit den einzusprechenden Worten, dann gibt es kein Papierrascheln. Es muss ruhig im Raum sein, Nebengeräusche hört man leider sofort.

Wichtig ist ein gutes technisches Equipment. Sonst rauscht die Aufnahme zu stark. Am Anfang habe ich mit einem zu billigen Headset gearbeitet. Das war verschwendete Zeit. Ende letzten Jahres hat mir dann Wikimedia ein gutes USB-Mikrophon zur Verfügung gestellt. Ich hoffe, man hört es … .

Ansonsten sehe ich das Technische als eher nebensächliches Thema, da arbeitet man sich zügig ein. Audacity, das ist das kostenlose Aufnahmeprogramm, was ich benutze, ist einfach und bei der Benutzung weitgehend selbsterklärend.

Wenn man sich entschieden hat, einzusprechen, dann sollte man erstmal klein anfangen. Eine pragmatische Herangehensweise ist, sich ein Thema vorzunehmen. Beispielsweise alle Begriffe aus einem Verzeichnis, auf dessen Gebiet man bewandert ist, nehmen wir das Verzeichnis:Deutsch/Musik. Es kann frustrierend sein, wieviel noch einzusprechen ist. Und es ist schönes Gefühl, ein Thema komplett eingesprochen zu haben.

 

Was machst Du bei schwierigen oder langen Worten, wie gehst Du genau vor?

Ich spreche nichts ein, was nicht in meinem aktiven Sprachschatz ist. Ich möchte ein Gefühl für das Wort und seine Benutzung, seinen Kontext haben.

Als ich anfing, machte ich meine Erfahrungen mit meinen fehlerhaften Aussprachen, man könnte auch sagen: meinen Sprachmacken. Ich spreche beispielsweise Substantive auf -ng, also mit der Endsilbe -ung oder -ing, hinten mit einem ‚k': „Verwunderunk“, „Schmetterlink“. War mir, bevor ich hier loslegte, nicht bewusst. Das werde ich wohl auch nicht mehr abstellen. Einsprechen kann ich diese Substantive nur, wenn ich mich wirklich konzentriere. Es tut mir ziemlich gut, mir der eigenen Sprachmacken bewusst zu werden: nämlich dann, wenn ich mal wieder über das Lispeln meines Sohnes (er hat noch Zahnlücken) herziehen möchte.

 

Wie blickst du auf das Wiktionary-Treffen in Wien zurück?

Das war hervorragend! Ich kann jedem nur empfehlen, die Treffen zu besuchen. Z.B. kann ich Kritik oder Verbesserungsvorschläge der anderen in der Teestube oder auch zu einzelnen meiner Beiträge viel besser einschätzen. Ich habe ein Gefühl gekriegt, wer aktiv ist. Auch die Themen der Vortreffen werden nachbearbeitet oder wieder aufgegriffen. Ich habe einfach eine Idee, wie Wiktionary organisatorisch funktioniert. Und – ganz wichtig – ich habe ein paar Ansprechpartner gefunden, wenn ich mal eine Frage habe. Schließlich bin ich erst seit 10 Monaten dabei.

Genauso wichtig ist, dass die anderen gelernt haben, mich einzuschätzen. Ich bin vergleichsweise entspannt, wenn ich ein nicht perfektes Hörbeispiel bei uns höre. Meist ist es (für mich) gut genug. Ich habe nur ganz wenige Hörbeispiele übersprochen, meist wegen offensichtlich falscher Silbenbetonung.

 

Kannst du etwas über deinen Vortrag zur Audio-Einsprache auf dem Treffen berichten?

Ich bin an das Thema praktisch herangegangen. Ich habe die anderen Teilnehmer nach der Erläuterung, wie ich vorgehe, ein paar Worte einsprechen lassen. Also, sie durften sich vorne vor allen hinstellen, ein Zettel mit ein paar einzusprechenden Worten in der einen Hand, das Mikro in der anderen Hand, Audacity lief auf der Leinwand mit, und los ging’s. Jeder Versprecher wurde natürlich kommentiert. Es war lustig und ich bin sicher, keiner fühlte sich bloßgestellt. So konnte jeder mal seine eigene Erfahrung mit dem Einsprechen machen: gute Hörbeispiele zu erzeugen ist nicht so einfach.

 

Was denkst Du, wo steht das Wiktionary heute?

Es ist einfach großartig, was im deutschsprachigen Wiktionary in 11 Jahren geleistet wurde. Um genau zu sein: Ich finde es einfach unglaublich. Die Gebrüder Grimm haben zwei Arbeitsleben gebraucht für ihr „Deutsches Wörterbuch“ und danach war es noch lange nicht fertig! Nun sind wir bei weitem nicht vollständig, ich weiß. Es gibt noch viel zu tun. Trotzdem möchte ich würdigen, wieviel bereits erreicht wurde.

Es fehlen uns schlicht Freiwillige an der Sprache Interessierte, die zur Mitarbeit und auch zum Einsprechen bereit sind. Frauenstimmen fände ich besonders nett, sie brächten Vielfalt in die Hörbeispiele. Mir gefallen auch sehr die mundartlichen Aussprachen, z.B. Bairisch. Leider gibt es sie viel zu selten. (Und ich kann kein Bairisch.) „Gefühlt“ arbeiten sehr viele bei Wikipedia und viel weniger beim Wiktionary.

Das ist eine meiner Motivationen: Ich kann hier bleibende „Basisarbeit“ leisten, viel eher, als bei Wikipedia. Wenn ich an die aktuelle Wunschliste noch fehlender Worte denke, da sind viele wichtige Lemmata, die einfach bearbeitet gehörten.

Wenn wir mehr Einsprecher wären, dann würde ich persönlich mehr charakteristische Wortkombinationen einsprechen. Die Verknüpfung der Worte, das könnte dem Leser, hier besser: Hörer, wirklich helfen.

Noch etwas: ich möchte eine Lanze für die Admins brechen: Wieviel sie sichten, was sie an lästigem Vandalismus verhindern, wieviel Organisationsarbeit sie leisten, Chapeau! (mußte mal gesagt werden …)

 

Was könnte beim Wiktionary besser laufen?

Den Gesamtprozess des Einsprechens empfinde ich als ineffizient. Das Einsprechen selber vor dem Mikro geht schnell, aber das Schneiden, Hochladen, Kategorisieren und Verlinken im Lemma, das kostet zusammen (zu) viel Zeit. Ich schätze, dass auf dict.cc der Prozess mindestens um den Faktor drei (!) schneller geht, als bei uns. Unser Prozess ist leider zu technisch gedacht und nicht genug anwenderorientiert. Der Upload-Prozess geht auch erkennbar von Fotos und Videos aus, an Tonaufnahmen wurde anfänglich möglicherweise nicht gedacht. Der erhöhte Aufwand hält meines Erachtens auch potentielle Einsprecher von unserem Projekt ab. Hier müßte eine komplett andere technische Lösung her.

Als ein weiteres Problem empfinde ich die fehlerhaften Verlinkungen in unserem Projekt: beispielsweise von earthquake wird auf earth und quake verlinkt. Die englische Bedeutung von quake ist aber dort nicht angegeben, sondern nur der Imperativ des deutschen quakens. Das mag man ja noch als komisch empfinden. Das gleiche Problem gibt es aber auch systematisch bei Synonymen oder sinnverwandten Wörtern in adjektivischen Lemmata. Wenn ich beispielsweise von kultiviert das sinnverwandte Wort geschliffen aufrufe, dann erwarte ich das Adjektiv und nicht das Partizip von schleifen. Selbst wenn der Nicht-Muttersprachler von dort auf schleifen weiterklickt, er wird den figurativen Sinn von geschliffen kaum verstehen können.

Es ist aber leider nicht möglich auf geschliffen#Adjektiv zu verweisen, und damit einen nicht existenten Link in Rot anzuzeigen. Die schiere Anzahl dieser fehlerhaften Verlinkungen ist bedeutend. Letztlich ist das Thema nicht vom Leser her gedacht. Es wurde auf dem Treffen in Wien angesprochen, wir hatten aber keine Lösung …

 

Wenn du einen Wunsch frei hättest …

… würde ich mir einen Programmierer wünschen, der mir programmiert, Auswahlkriterien für Lemmata auf einer eigenen Seite einzugeben und mir selber eine Wort-Liste zu generieren. Beispielsweise zeige mir alle Lemmata, die A) in der Kategorie: Adjektiv (deutsch) sind, die B) mit „z“ beginnen, C) aus dem deutschen Sprachschatz stammen, D) aus dem Verzeichnis:Musik stammen, E) kein Hörbeispiel haben und F) kein IPA haben (natürlich auch noch für weitere Kriterien G), H), …). Distrowatch.com hat so etwas unter „Suche“ für Linux-Distributionen gemacht. Eine nette, aber praktische Kleinigkeit, nicht mehr.

by Nicolas Rueck at June 19, 2015 12:54 PM

June 18, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 23/2015

Hier kommt die 23. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

WMF nutzt Inhalte aus Wikipedia und Commons für wöchentliche News-Zusammenfassung

Die Wikimedia Foundation testet in ihrem Blog eine neue Rubrik in Form einer wöchentlichen bebilderten Zusammenfassung aktueller Ereignisse mit Informationen und Dateien aus Wikipedia und Commons. Um Feedback wird gebeten.

Präsidium hält 2. Klausurtagung

Das vierte Präsidium von Wikimedia Deutschland trifft sich am kommenden Wochenende in Berlin zu seiner zweiten Klausurtagung.

Projekte und Initiativen

Wikipedia erhält Prinzessin-von-Asturien-Preis

Die Wikipedia wird mit dem Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Kategorie internationale Zusammenarbeit ausgezeichnet.

Auch dieses Jahr wieder: Wiki-Picnic

Seit 2011 findet in den USA im Sommer das „Wiknic“ statt, „the picnic anyone can edit“. In diesem Jahr ist das Treffen ebenfalls wieder für verschiedene Regionen geplant.

Neue Meilensteine bei der bulgarisch- und dänischsprachigen Wikipedia

Die bulgarischsprachige und die dänischsprachige Wikipedia haben jeweils die Marke von 200.000 Artikeln überschritten.

Langjähriger Autor der polnischsprachigen Wikipedia im Porträt

Thomas Ganicz, Wikipedia-Autor der ersten Stunde, blickt auf 14 Jahre polnischsprachige Wikipedia zurück.

Neues aus der OSM-Welt #255

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 255“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 2. bis 8. Juni.

OpenGLAM-Workshop für Kulturinstitutionen

Am 18. Juni fand bei Wikimedia Deutschland der erste Workshop für Kulturinstitutionen statt, organisiert von der OpenGLAM-Gruppe, bei der WMDE Mitglied ist. Vertreterinnen und Vertreter von Museen, Bibliotheken und Archiven konnten bei einem Worldcafé ihre Kenntnisse z.B. über technische Aspekte offener Daten vertiefen oder konkrete Argumentationshilfen für freie Zugänglichkeit zu Digitalisaten für das eigene Haus mitnehmen. Ein Bericht zur Veranstaltung folgt im WMDE-Blog.

Ausstellung From Aaaaa! to ZZZap! in New York

Die Denny Gallery in New York zeigt die Ausstellung „From Aaaaa! to ZZZap!“ des Künstlers Michael Mandiberg, die auf dessen Projekt zum Druck der Wikipedia basiert.

Technik

Englischsprachige Wikipedia schafft Persondata-Vorlage ab

In der englischsprachigen Wikipedia sollen die Vorlage für Personen-Metadaten abgeschafft und die Daten nur noch über Wikidata gepflegt werden.

Deutschsprachige Wikipedia bekommt Übersetzungs-Tool

Das neue Translation-Tool zur Übersetung von Artikeln aus anderen Sprachversionen, soll voraussichtlich am 18. Juni als Beta-Feature in der deutschsprachigen Wikipedia aktiviert werden.

Verschlüsselte Verbindungen für unangemeldete Benutzer

Das Aufrufen von Wikipedia-Seiten wird in Zukunft auch für unangemeldete Benutzer über verschlüsselte Verbindungen erfolgen.

Tech News issue #25

Die aktuelle Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Rückblick auf die Interwiki-Migration

Auf addshore.com wird auf die Auslagerung der Interwikilinks von den einzelnen Wikipedia-Sprachversionen nach Wikidata zurück geblickt.

Neue Version der Wikidata Map in Arbeit

Vor etwa 1,5 Jahren wurde von Denny Vrandečić die erste Wikidata Map generiert. Nun wird der Code zur Erstellung einer Weltkarte mit Visualisierung von Wikidata-Einträgen überarbeitet.

Diskussion

Deutschsprachige Wikipedia wieder auf Platz 3

Die deutschsprachige Wikipedia liegt bei der Artikelanzahl wieder vor der niederländischsprachigen Wikipedia und damit nach der englischsprachigen und der schwedischsprachigen Wikipedia auf Platz 3. Die niederländischsprachige Version hatte die deutschsprachige zuvor überholt, nachdem dort zahlreiche botgenerierte Artikel angelegt worden waren.

Meinungsbild über die Einbindung von Daten aus Wikidata beendet

Die deutschsprachige Wikipedia-Community hat in einem Meinungsbild darüber abgestimmt, in wie fern Daten aus Wikidata in der deutschsprachigen Wikipedia eingebunden werden sollen.

Panoramafreiheit gefährdet

Das EU-Parlament akzeptierte einen Änderungsantrag für die Reform der EU-Urheberrechtsrichtlinie, der die in einigen Ländern geltende Panoramafreiheit einschränken würde.

Marketing-Agentur Sunshine Sachs bearbeitet Wikipedia

Die Marketing-Agentur Sunshine Sachs, soll Wikipedia-Artikel über dessen Kunden, darunter Mia Farrow und Naomi Campbell, manipuliert haben.

Presse, Blogs und Websites

zeit.de und welt.de schreiben über die Darstellung Frauen in der Wikipedia

In einem Artikel über Geschlechteridentität in Online-Communitys, berichtete zeit.de unter anderem über eine entsprechende Studie des Leibniz Instituts für Sozialwissenschaften, der ETH Zürich und der Universität Koblenz, über die Darstellung von Frauenbiografien in der Wikipedia.

Der Autor Hannes Stein kritisierte die Wikipedia auf welt.de als „sexistische Männerwelt“.

Bettina Winsemann kommentierte den Artikel von Hannes Stein auf Telepolis.

Wahlergebnisse mit Wikipedia vorhersehen?

In einem Test wurden die Aufrufzahlen der Wikipedia für Prognosen für das Wahlergebnis der schweizer Parlamentswahlen im Oktober herangezogen.

Kanton Thurgau für die Wikipedia erschließen

Die Thurgauer Zeitung berichtete über ein Vorhaben zur Neuautorengewinnung, das von Benutzer:Lantus und mit Unterstützung von der Kantonsbibliothek initiiert wurde.

Termine

19.-21.6.: EnthusiastiCon

am kommenden Wochenende findet am Tempelhofer Ufer 23-24 die erste EnthusiastiCon statt. Die EnthusiastiCon ist eine Veranstaltung nur zum Thema Programmieren mit Vorträgen, Interaktion und viel Zeit zum persönlichen Austausch.

19.-21.6.: Treffen der Redaktion Medizin

Die Redaktion Medizin der deutschsprachigen Wikipedia trifft sich vom 19.-21. Juni zum 7. Mal. Veranstaltungsort ist das Lokal K in Köln.

19.-21.6.: Guide-Camp 3

Zum dritten Mal kommen Wikipedianerinnen und Wikipedianer zusammen, um gemeinsam Konzepte zur nichtadministrativen Konfliktbewältigung zu erarbeiten. Das Guide-Camp findet in Augsburg un Hotel IBIS, Halderstr. 25 statt.

25.6.: Das ABC des Freien Wissens

Am Donnerstag, den 25. Juni, 19.00 Uhr, lautet das Thema des ABC des Freien Wissens: „I=Inhalt. Wer partizipiert wirklich an Open Culture?“ Zu Gast sind Tim Renner, Kulturstaatssekretär von Berlin, Dr. Paula Marie Hildebrandt, Künstlerin und Stadtforscherin und Prof. Johannes Vogel, Direktor des Berliner Naturkundemuseums. Herzliche Einladung an alle, persönlich oder per Livestream dabei zu sein!


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at June 18, 2015 01:53 PM

June 15, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

EnthusiastiCon vom 19.-21. Juni: Eine Konferenz zum Thema Begeisterung für das Programmieren

Nur noch wenige Tage bis zur EnthusiastiCon! Haltet euch das Wochenende frei!!!

Liebe Programmerinnen und Programmierer, liebe digital Interessierte,

nächstes Wochenende vom 19.-21 Juni ist es endlich soweit! Die erste EnthusiastiCon findet in den Räumen der Wikimedia Deutschland statt.
Be there or be
def square(x): print(x**2)

 

Eine Veranstaltung nur zum Thema Programmieren mit Vorträgen, Interaktion und viel Zeit zum persönlichen Austausch. Teilt eure Leidenschaft mit anderen und kommt vorbei. Auf SourceCode Berlin findet ihr den Ablaufplan und einen Sneak-Peak zu den Themen, die uns begeistern werden.

Zum Beispiel habt ihr euch schon einmal überlegt, dass Impro-Theater aus euch einen besseren Entwickler machen könnte? Wie es einfacher ist, wartbaren Code zu schreiben? Wie ein Betriebsystem aussehen kann, dass von Grund auf sauber entwickelt wird? Dies und viel viel mehr wird auf der EnthusiastiCon diskutiert.

Hier geht’s zum Ablaufplan: https://sourcecode.berlin/enthusiasticon/

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

Wir freuen uns auf euch! Bis ganz bald…der Countdown läuft.

 

Euer EnthusiastiCon Team

by Jens Ohlig at June 15, 2015 12:11 PM

June 14, 2015

DaB.

Englische Wikipedia etwas sicherer

Wie heise berichtet, hat die WMF beschlossen, den Zugriff auf die Wikipedia etwas zu erhöhen und scheint auch mächtig stolz darauf zu sein. Die Zugriffs-Sicherheit zu erhöhen, ist natürlich immer eine gute Idee. Nur hat die WMF vergessen zu erwähnen, dass es HSTS im Moment nur für die Englische Wikipedia gibt; alle anderen gehen mal wieder leer aus.

Und auch weiterhin kann jedes Regime auf dieser Welt seine Bürger abhören, wenn sie auf die Wikipedia zugreifen – denn wirklich neuartige Verfahren wie DNSSEC (ok, so neuartig ist das gar nicht mehr…) und DANE werden von der WMF weiterhin nicht angeboten.

Für die nicht-öffentlichen Bereiche wie z.B. das OTRS warte ich übrigens schon über 3 Monate darauf, dass das Sicherheits-Niveau mal wenigstens auf Wikipedia-Level angehoben wird (also z.B. PFS) – und NIX tut sich. Und ich hätte noch ein paar Baustellen, wo die WMF was für sie Sicherheit tun könnte – aber die lässt sich ja lieber für Kleinigkeiten feiern.

by DaB. at June 14, 2015 12:58 PM

June 13, 2015

Iberty

Wikipedia: es wird wieder einfacher

Brebis limousine02 SDA2012
So mancher Wikipedia-Artikel ist schon ziemlich alt.

Mal eine Beobachtung am Rande: nachdem es jahrelang schwerer wurde, noch "freie Flächen" in der Wikipedia zu finden, in denen man neues schreiben konnte, scheint es mir zunehmend wieder einfacher zu werden. Sehr viele Artikel sind auf einem Stand von 2009/2010/2011 und da kurz zu recherchieren was seitdem passiert ist, geht einfach und mit wenig Aufwand lässt sich schnell Gutes tun. <noscript>
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at June 13, 2015 11:02 AM

June 11, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 22/2015

Liebe Leserinnen und Leser der Wikimedia-Woche,

vielen Dank für euer Interesse, das regelmäßige Feedback und alle Beiträge zu diesem wöchentlichen Newsletter.

In dieser Ausgabe möchten wir nochmal gesondert hervorheben, dass noch bis zum kommenden Sonntag die Inputphase zur WMDE-Jahresplanung läuft. Bis dahin werden im Meta-Wiki Themen, Anregungen und Fragen für den Jahreskompass des Präsidiums von Wikimedia Deutschland im Rahmen der partizipativen Jahresplanung 2016 gesammelt. Weitere Informationen siehe unten.

Aber jetzt erst mal viel Spaß mit der 22. Wikimedia-Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Inputphase zur WMDE-Jahresplanung 2016 noch bis Sonntag

Noch bis Sonntag wird Input für den Jahreskompass des Präsidiums von Wikimedia Deutschland im Rahmen der partizipativen Jahresplanung 2016 gesammelt.

Board of Trustees: Drei neue Mitglieder

Bei der diesjährigen Wikimania werden drei neue Mitglieder ihren Posten im Board of Trustees der Wikimedia Foundation antreten. Denny Vrandečić, Dariusz Jemielniak und James Heilman konnten sich gegen 17 Mitbewerbende durchsetzen, unter ihnen auch die drei amtierenden Mitglieder Phoebe Ayers, María Sefidari und Samuel SJ Klein. Derweil wird in den Communitys diskutiert, ob „Wahl durch Zustimmung“ und die entsprechende Wertung von Ja- und Nein-Stimmen das für diese Wahl am besten geeignete Verfahren ist.

Wie die Wahlen organisiert sind, berichtete die Wikimedia Foundation in einem gesonderten Blogpost.

Globaler Finanzbericht der Wikimedia-Organisationen

Im letzten halben Jahr haben die vier Finance Fellows bei der Wikimedia Foundation die Jahresberichte der Wikimedia-Organisationen aus dem Jahr 2013 analysiert und zu einem globalen Report zusammengeführt. Darin werden Einnahmen und Ausgaben der Organisationen dargestellt und regional verglichen.

„Evaluation helps Wikimedia leaders learn together“

Ausgehend von einer entsprechenden Session auf der vergangenen Wikimedia Conference, berichteten Wikimedia Foundation und Wikimedia Deutschland im Movement-Blog über Evaluation und dessen Nutzen für das Movement.

Rosemary Rein neue Leiterin des Learning and Evaluation Teams

Rosemary Rein übernimmt die Leitung des Learning and Evaluation Teams der Wikimedia Foundation.

WMUK nimmt Änderungen in der Freiwilligenförderung vor

Wikimedia United Kingdom möchte Änderungen bei der Freiwilligenförderung vornehmen und bitte dazu um Feedback.

Projekte und Initiativen

Geförderte Projekte aus den Communitys im Mai 2015

Die monatliche Übersicht mit geförderten Projekten aus den Communitys ist nun im Blog von Wikimedia Deutschland zu finden.

Konzept für ein freies Lexikon für Kinder fertiggestellt

Von Michael Schulte und Ziko van Dijk wurde das „Projekt Freies Kinderlexikon“ durchgeführt. Ziel war die Erstellung eines Konzepts für eine „kindgerechte Wiki-Enzyklopädie“. Das Konzept liegt nun vor. Das Modellwiki unter Klexikon.de ist seit Dezember 2014 aktiv. Fragen und Hinweise zum Konzept sind herzlich willkommen.

Wikipedia-Kleiderkollektion von Wikimedia CH und heidi.com

Wikimedia CH hat mit heidi.com eine Wikipedia-Kleiderkollektion entworfen. 50 Prozent der Verkaufserlöse gehen an das Schweizer Chapter.

OERup!

Das Projekt OERup! greift den Bedarf zur Verbreitung und Implementierung von Open Educational Resources und Open Educational Practices in der Erwachsenenbildung in Europa auf. Die in diesem Zusammenhang entstandenen Analysen zu OER in der Erwachsenenbildung sind online verfügbar.

Finanzierung von OER – wie funktioniert das?

In einem Video auf Youtube werden Erfahrungen aus der Praxis an Beispielen von L3T, Schulbuch-O-Mat und iMooX erklärt. Das Video wurde unter CC-BY-SA 4.0 veröffentlicht.

Erstmals trafen sich die Jungwikipedianer

Am vergangenen Wochenende trafen sich im Lokal K in Köln erstmals die Jungwikipedianer. Sie bilden eine Einrichtung und Gemeinschaft von und für junge Wikipedianer.

Video und weitere Informationen über Community-Treffen gebloggt

Unter dem Titel „How to join a Wikipedia meetup near you“, erklärt Jimmy Wales grundlegende Informationen zu Community-Treffen zum Bearbeiten der Wikipedia. Detailierte Informationen gibt ein entsprechender Blogpost der Wikimedia Foundation.

Barbara Fischer berichtet von internationaler Museumskonferenz

Barbara Fischer von Wikimedia Deutschland war dazu eingeladen worden, auf der internationalen Museumskonferenz „We are Museums 2015“ vom 31. Mai bis 2. Juni 2015 in Berlin zusammen mit Dr. Ellen Euler (DDB) einen Workshop zu Freien Lizenzen zu geben und berichtet nun was die Museumswelt aktuell beschäftigt.

Sara Thomas berichtet über ihre Tätigkeit als Wikimedian in Residence in Schottland

Sara Thomas berichtet über ihre abgeschlossene viermonatige Tätigkeit als Wikimedian in Residence mit den Museen in Glasgow und ihre zukünftige Arbeit.

GLAM: Das passierte im Mai

Die neueste Zusammenfassung der GLAM-Aktivitäten wurde im GLAM-Wiki veröffentlicht.

Technik

Mitmachen und das Design der Wikimedia-Projekte verbessern

Das Wikimedia Design-Team sucht Freiwillige, die sich an Umfragen und Usertests zum Design und zur Benutzbarkeit der Wikimedia-Projekte beteiligen.

Auswertung zum Übersetzungs-Tool

Die Wikimedia Foundation berichtet über aktuelle Zahlen und neue Entwicklungen zum Übersetzungs-Tool. Über 5000 neue Artikel wurden bisher mit Hilfe des Tools erstellt.

Tech News issue #24

Die aktuelle Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Diskussion

Über Daten aus DBpedia

Gerard Meijssen ruft zur engeren Kooperation zwischen den Wikipedia-, Wikidata- und DBpedia-Communitys auf.

Presse, Blogs und Websites

Gnom bloggt über Begegnungen der letzten Woche

Wikipedia-Benutzer und Präsidiumsmitglied von Wikimedia Deutschland Gnom berichtet in seinem Blog über Begegnungen der vergangenen Woche; darunter ein Gespräch mit dem Leiter des Archivs des Deutschen Museums, der mitteilte, dass das Archiv im kommenden Jahr seine neu digitalisierten Bestände online stelle möchte.

Tagesanzeiger über Löschdiskussionen in Wikipedia

Der schweizer Tagesanzeiger schrieb über die Löschdiskussion zum Artikel des Vereins Digital Allmend und befragte u. a. Patrick Kenel von Wikimedia CH zur Lage.

Basellandschaftliche Zeitung über Wikipedian in Residence an Basler Uni-Bibliothek

Die Basellandschaftliche Zeitung berichtet über Micha Rieser, der zur Zeit als Wikipedian in Residence an der Basler Uni-Bibliothek arbeitet.

orf.at berichtet über WikiProjekt zu österreichsichen Denkmallisten

Auf orf.at erschien ein Bericht über das WikiProjekt „Wiki Takes Nordtiroler Oberland 2015“, das vom 3. bis 7. Juni zur Bebilderung der denkmalgeschützten Objekte in den Bezirken Landeck und Imst statt fand.

Termine

13.6.: 11. Wikipedianischer Salon zur langen Nacht der Wissenschaften (LNDW)

Anläßlich der „Langen Nacht der Wissenschaften“ am 13. Juni 2015 findet der 11. Wikipedianische Salon in Berlin-Adlershof statt. Von 17.00 bis 21.00 Uhr geht es um das Thema „Gemeinsames wissenschaftliches Arbeiten in Wikipedia“. An dem Abend soll in lockeren Gesprächsrunden mit interessiertem Publikum nicht nur über das Übliche der in die Jahre gekommenen Wikipedia gesprochen werden, sondern vor allem über ihre aktuellen Entwicklungen in positiver, aber auch negativer Hinsicht. Besondere Berücksichtigung sollen dabei die Möglichkeiten der Wikipedia als Trainingsmöglichkeit für die Publikation wissenschaftlicher Arbeiten erfahren. Als Ort steht der kleine Clubraum im Haus D (WISTA-Management) zur Verfügung. Auf einen Besuch freuen sich Andreas Paul und Michael Schlesinger.

15.6.: „Digitale Bildung“ – gleichzeitige Veranstaltungen der Regierungsfraktionen

Für den 15. Juni haben sowohl die die Bundestagsfraktionen von SPD wie auch von CDU/CSU eine Fachtagung zum Thema „Digitale Bildung“ angekündigt. Anmeldung ist nur noch zur Fachtagung von CDU/CSU möglich.

16.6.: Cornelia Parker im Gespräch mit Jimmy Wales

Die britische Künstlerin Cornelia Parker trifft am 15. Juni, 18.30 bis 20.00 Uhr in der British Library in London zum Gespräch auf Jimmy Wales.

16.6.: Podcast zu OER in Leicester, England (auf Englisch)

Im Rahmen des Programms „Building Schools for the Future“ zur Modernisierung von Schulen werden in Leicester für 23 Schulen 340 Millionen Pfund investiert. Die Projektverantwortliche für den Bereich Technologie, Josie Fraser, berichtet am 16. Juni bei „zugehOERt! live“ darüber, welche zentrale Rolle Open Educational Resources dabei spielen.

19.6.: Office Hour für Wikidata

Am 19. Juni findet um 16.00 Uhr im Freenode-Channel #wikimedia-office die nächste Wikidata-Office-Hour statt.

19.-21.6.: EnthusiastiCon

Die EnthusiastiCon möchte die Begeisterung zum programmieren wecken. Sie findet vom 19. bis 21. Juni in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland statt, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin

25.6.: Das ABC des Freien Wissens

Am Donnerstag, den 25. Juni, 19.00 Uhr, lautet das Thema des ABC des Freien Wissens: „I=Inhalt. Wer partizipiert wirklich an Open Culture?“ Zu Gast sind Tim Renner, Kulturstaatssekretär von Berlin, Dr. Paula Marie Hildebrandt, Künstlerin und Stadtforscherin und Prof. Johannes Vogel, Direktor des Berliner Naturkundemuseums. Herzliche Einladung an alle, persönlich oder per Livestream dabei zu sein!

15.7.: Learning Day zur Wikimania México

Im Vorfeld der Wikimania wird es am 15. Juli einen Learning Day geben. Die Plätze sind allerdings begrenzt.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at June 11, 2015 12:24 PM

June 10, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im Mai 2015

Die folgende Liste zeigt eine chronologische Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im Mai. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Festivalsommer-Aufnahme von Achim Raschka, CC-BY-SA 3.0

Bereits im Mai, also noch vor der Hochsaison, waren für den Festivalsommer 13 Veranstaltungen angemeldet. Die ersten Uploads kommen von dem Groezrock in Meerhout (Belgien), dem Impericon Festival in Leipzig, dem Holsten Brauereifest, dem Hafen Rock und dem Pirate Satellite Festival in Hamburg, sowie dem Rock Hard Festival in Gelsenkirchen. Der Festivalsommer ist ein Projekt von freiwilligen Wikipedianerinnen und Wikipedianern, um gezielt freie Bilder von Künstlern und Bands im Musikbereich zu schaffen. Hier befindet sich der Festivalplan für das ganze Jahr.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Grupen von Wikipedianerinnen und Wikipedianern ist über Wikipedia:Lokales zu finden.

Einige Communitys hinter den lokalen Räumen führen außerdem eigene Blogs, über die eine Auswahl dort stattgefundener Veranstaltungen und Aktionen nachgelesen werden kann:

1.5.: Wikicon-Vortreffen

Die Vorbereitungen für die WikiCon in Dresden (18. bis 20. September) sind bereits in vollem Gange, das Orgateam arbeitet mit Hochdruck. Konzept und zusagter Förderplan liegen jetzt vor, in Kürze wird die Location bekannt gegeben.

Die WikiCon ist eine jährliche, seit 2011 stattfindende Convention der deutschsprachigen Communitys der Wikimedia-Projekte.

8.5.: Tech on Tour Stuttgart

Tech on Tour machte diesmal Station in Stuttgart. Die Ergebnisse wurden wieder zum Nachlesen in einem Etherpad festgehalten.

Tech on Tour besteht aus fünf Workshops. Idee ist es, zum einem den Stand der Dinge bei der Technischen Wünsche Liste vorzustellen und zum anderen die Verbesserungsmöglichkeiten zu diskutieren.

9.5.: Jurysitzung 22. Schreibwettbewerb

In Berlin fand die Jurysitzung zum 22. Schreibwettbewerb der Wikipedia statt. Die Preisträger stehen nun fest und Wikimedia Deutschland bedankt sich ganz herzlich bei allen Autorinnen und Autoren für ihre großartige Artikelarbeit und bei der Jury für die Auswertung der zahlreichen Beiträge. Der Siegerartikel behandelt das Thema Sangam-Literatur und wurde hauptsächlich von Benutzer:Jbuchholz verfasst.

10.5.: Fußballspiel Turbine Potsdam vs. FF USV Jena

Benutzer:Stepro war als Fotograf beim Erstligaspiel Turbine Potsdam vs. FF USV Jena. Dies war der letzte Spieltag der Saison, weswegen neben dem eigentlichen Fußballspiel mit entsprechender Prominenz zu rechnen war. Zudem wurde Anna Felicitas Saarholz bei Turbine verabschiedet.

13.5.: Fototechniksupport Wikimedia Conference

Stu West bei der WMF Board of Trustees Session auf der Wikimedia Conference, Foto: Robin Krahl, CC-BY-SA 4.0

Für die Wikimedia Conference erhielt Robin Krahl einen Fototechniksupport um die Veranstaltung fotografisch dokumentieren zu können.

15.5.: Abbyy Finereader Online / dewikisource

Seit dem 15. Mai 2015 steht Wikisource ein Softwarestipendium für ABBYY Finereader Online zur Verfügung. Dabei handelt es sich um ein für ein Jahr gültiges Kontingent von 12.000 OCR-Seiten. Der Account wird von Benutzer:Aschroet verwaltet. Bisher wurde die Software beispielsweise für die Digitalisierung des Buchs Armenien und Europa. Eine Anklageschrift von Johannes Lepsius genutzt.

16./17.5.: Corso Leopold 2015-1

Stand auf dem Corso-Leopold, Foto: Flo Sorg, CC-0

Zweimal jährlich trifft sich die Münchener Wikipedia-Community zum Straßenfest Corso Leopold. Die Aktiven organisieren dort einen Stand, an dem sie den Besuchern die Wikimedia-Projekte nahe bringen. Bilder von dem Stand können auf Commons betrachtet werden.

16.5.: Wikiprojekt Sauerland

Beim Sauerland-Treffen zog es die Wikipedianerinnen und Wikipedianer im Mai nach Wenden, zunächst zu einer Führung in die Kapelle an der Dörnschlade und anschließend in die Wendener Hütte. Ein Bericht, die dort entstandenen Fotos und daraus resultierenden Ergebnisse anschließender Artikelarbeit sind über die Projektseite zu finden.

18.5.: Stammtisch Wiesbaden

Der Wiesbadener Stammtisch traf sich am 18. Mai im Europaviertel. Das Treffen war von Wikimedia Deutschland versichert worden.

21.5.: Pfingstturnier Wiesbaden

Internationales Pfingstturnier Wiesbaden, Foto: Michael Kramer, CC-BY-SA 3.0, 2.5, 2.0, 1.0

Benutzer:Mich.kramer und Benutzer:Teta pk waren bereits in den Jahren 2013 und 2014 auf dem Pfingstturnier in Wiesbaden. In diesem Jahr besuchten sie die Veranstaltung erneut, um sie fotografisch zu dokumentieren. Die Bilder sind alle auf Commons zu finden.

22.5.: Fototechniksupport Mediawiki Hackathon Lyon

Einen Fototechniksupport gab es auch für den Benutzer:DerHexer, der den Hackathon, das Treffen der Wikimedia-Tech-Community in Lyon, besuchte.

23.5.: Exkursion Kloster Gravenhorst

Wikipedianer um den Stammtisch Münster trafen sich im Mai zu einer gemeinsamen Exkursion zum Kloster Gravenhorst und einem anschließenden Stadtrundgang durch Ibbenbüren. Ein Bericht ist auf der Projektseite zu finden.

23.5.: Internationaler Hackathon Mahmud Sabeen

Am Samstag, den 23. Mai wurde der Internationale Hackathon im Gedenken an die pakistanische Menschenrechtlerin Sabeen Mahmud ausgetragen. Mahmud organisierte den ersten Hackathon Pakistans und wurde am 24. April 2015 auf den Straßen von Karatschi erschossen. Auch in Berlin nahmen Wikipedia-Autorinnen daran teil, mit dem Ziel einen Tag lang gemeinsam möglichst viele Wikipedia-Artikel rund ums Thema „Frauenrechte und Frauen in der Technik“ zu bearbeiten. Dabei wurden neue Artikel zu Dreamcatcher (2015), Sabeen Mahmud und Amy Balkin angelegt.

28.5.: Stammtisch Bremen

Die Bremer Wikipedianerinnen und Wikipedianer nähern sich langsam ihrem 100. Stammtisch. Bereits zum 97. Mal trafen sie sich am 25. Mai. Die Veranstaltung war von Wikimedia Deutschland durch die Community-Versicherung abgedeckt.

30.5.: Stammtisch Ruhrgebiet Villa Hügel

Der 63. Ruhrgebietsstammtisch führte die Wikipedianer und Wikipedianerinnen aus der Region nach Essen in die oberhalb des Baldeneysees gelegene Villa Hügel nebst zugehöriger Parkanlage. Nach Erkundung der Anlage fand eine geführte Besichtigungstour durch einige Räumlichkeiten der Villa statt. Alles weitere ist auf der Projektseite zu finden.

Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende regelmäßige Community-Termine fanden auch im Mai wieder mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland statt:

05.05.: Bremenpedia vor Ort

06.05.: Women edit

07.05.: Wikipedia-Sprechstunde Bibliothek Hamburg

08.05.: Offenes Editieren Stuttgart

19.05.: Bremenpedia vor Ort

28.05.: Offenes Editieren Berlin

by Nicolas Rueck at June 10, 2015 01:29 PM

June 09, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Konzept für ein freies Lexikon für Kinder fertiggestellt

Ein Gastbeitrag der Klexikon-Organisatoren:
Wikimedia Deutschland hat mit seinem Förderprogramm Freies Wissen das „Projekt Freies Kinderlexikon“ ermöglicht. Durchgeführt wurde das Projekt von Michael Schulte und Ziko van Dijk. Ziel war ein Konzept für eine „kindgerechte Wiki-Enzyklopädie“. Das Konzept liegt nun vor, das Modellwiki unter Klexikon.de ist seit Dezember 2014 aktiv. Fragen und Hinweise zum Konzept sind nun herzlich willkommen. Aber bitte bei Kommentaren zum Konzept und zum Modellwiki darauf achten, dass auch Kinder verstehen, worüber diskutiert wird :)

by Nicolas Rueck at June 09, 2015 10:03 AM

June 05, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Das ABC des Freien Wissens „I=Inhalt. Wer partizipiert wirklich an Open Culture?“

ABC-Logo. Markus Büsges, leomaria [CC BY-SA 3.0]

Am Donnerstag, den 25. Juni, 19 Uhr, findet das nächste “ABC des Freien Wissens” statt. Diesmal fragen wir, wer jenseits aller politischen und institutionellen Lippenbekenntnisse zu Open Culture wirklich teil an Entstehung und Inhalt freier Kultur hat.

Viele Köche verderben den Brei. – Eine Weisheit aus längst vergangener Zeit, wie es scheint. Ob im schulischen, akademischen oder beruflichen Kontext – Partizipation ist das Diktum der Stunde. Gerade für das Ziel, allen Menschen das Wissen der Welt zugänglich zu machen, gehören partizipative Strategien zum Kernkonzept. Doch führen all die Bemühungen, diese Vision für den Bereich Open Culture zu realisieren, wirklich zu der breiten Teilhabe an Kultur, die so oft beschworen wird?

Was können Kulturinstitutionen konkret tun, um nach der Digitalisierung ihres Kulturguts im nächsten Schritt den wirklichen Zugang dazu zu gewährleisten? Welche politischen Weichenstellungen müssen nach der Digitalisierung im Kulturbereich erfolgen, um das Mantra der Teilhabe in die gelebte Alltagsrealität zu übersetzen? Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion!

Wir laden herzlich ein zum ABC des Freien Wissens:


Content is king. Aber auch für alle zugänglich? Foto: Chris Dlugosz, https://flic.kr/p/5raMFX, CC-BY-SA 2.0

„I=Inhalt. Wer partizipiert wirklich an Open Culture?“

Donnerstag, 25. Juni, 19 Uhr
Wikimedia Deutschland e.V.
Tempelhofer Ufer 23-24

Gäste:
Tim Renner, Kulturstaatssekretär von Berlin
Dr. Paula Marie Hildebrandt, Künstlerin und Stadtforscherin
Prof. Johannes Vogel, Direktor Museum für Naturkunde Berlin

Moderation: Barbara Fischer, Wikimedia Deutschland

Rauminszenierung: Performing Citizenship / Welcomecity

  • Der Eintritt ist frei. Um unsere Veranstaltungen noch besser zu machen, freuen wir uns über eine Anmeldung unter salon@wikimedia.de
  • Der Salon ist am Veranstaltungstag auf der Website als Livestream abzurufen.
  • Unter #wmdesalon kann mitdiskutiert werden.

by Lilli Iliev at June 05, 2015 10:34 AM

June 04, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Eine Reise zum Mond

Museen entdecken ihre Besucher

Der Raum hatte keine Fenster. Zwischen der schräg abfallenden dunklen Funktionsdecke und dem schwarz gebeizten Fußboden standen ca. 200 schwarze Jacobsen Stühle mit roten Raketeemblemkissen (siehe Konferenzlogo) darauf, alles andere weiße Wände. Im Raum waren gut 150 Frauen und circa 50 Männer aus ganz Europa und darüber hinaus. Sie interessierten sich alle scheinbar nur für Eines: Wer besucht wann, warum, für wie lange und mit wem ein Museum?

Das Raketenemblemlogo der Konferenz

Ich war eingeladen auf der internationalen Museumskonferenz „We are Museums 2015“ vom 31. Mai bis 2. Juni 2015 in Berlin zusammen mit Dr. Ellen Euler (DDB) einen Workshop zu Freien Lizenzen zu geben. So hatte ich Gelegenheit zu hören und zu sehen, was die Museumswelt aktuell beschäftigt.

 Der vermessene Museumsbesucher

Die Reise zum Mond, public domain, via Wikimedia Commons

Shooting Star war Robert Stein aus Dallas. The charming Texas boy enttäuschte jedoch unsere stereotypen Erwartungen, denn er kam ohne den unvermeidlichen Stetson Hut. Er sprach von den Anstrengungen des Dallas Art Museum Big Data über ihre Besucher zu generieren. Dank der Übertragung des alten Pfadfinderprinzips, belohne gutes Benehmen mit einem „badge“, hier Prämienpunkten, gelingt es seinem Team, Museumsbesucher zu bereitwilligen Datenlieferanten zu machen. Auf der Jagd nach Prämien kommunizieren die Besucher über SMS die Codes zu den Artefakten und offenbaren, was sie sich anschauen, wie oft sie wieder kommen und ob sie im Laufe der Zeit ihre Besuchergewohnheiten ändern. Ziel war es, durch den geschickten Einsatz von Anreizen, die Publikumszahlen des Museums zu steigern und die Besucher zu „repeater“, aka Wiederholungstätern, zu machen. Nach zwei Jahren Laufzeit des Programms DAM Friends hatten sie über 1 Millionen Rohdaten und die Besucherzahlen waren beachtlich gestiegen. Schon träumt Stein von einem weltweiten Museumsnetzwerk, in dem auf ähnliche Weise Daten über Museumsbesucher zusammentragen werden und so endlich helfen, das Geheimnis zu lüften: Warum gehen Menschen in Museen? Denn die Software, mit der die Daten ausgewertet werden, steht unter einer offenen Lizenz anderen Museen zur Nachnutzung zur Verfügung. Ein sehr aufschlussreicher Vortrag. Besonders wenn man ihn vor dem Hintergrund des Gesamtprogramms der Konferenz betrachtet. Egal, ob Conxa Rodà vom Catalanischen Kunstmuseum oder die beiden New Yorker Sree Sreenivasan vom Metropolitan Museum of Art und Micah Walter vom Cooper Hewitt Design Museum oder Elise Albenque vom Schloss Versailles, sie alle suchen den Nahblick auf den Besucher. Sie wollen mehr über ihn wissen. Sie wollen erfahren, was ihn bewegt, um ihn zum Freund gewinnen. Freundschaft wird zur Kundenbindung und das Museum zum Supermarkt? Die Konferenzteilnehmer lauschten so intensiv, dass sie darüber selbst fast das Twittern vergaßen.

We chat on WeChat

Die Marketing-Abteilung des Schloss Versailles hatte entdeckt, dass der Besucheranteil chinesischer Individualtouristen in den letzten Jahren so zugenommen hatte, dass diese den US-Amerikanern den Rang abliefen. Doch die üblichen Social Media Kanäle zum Aufbau und Pflege von Kundenbeziehungen prallen an der Mauer der chinesischen Zensur ab. Albenque begab sich daher auf Forschungsreise in die Spiegelwelt des chinesisches Internets. Wo man nicht googelt, sondern auf Baidu sucht und der chinesische Twitter-Service Weibo in seiner Popularität vom Hybridservice WeChat abgelöst wird. Knapp eine halbe Milliarde WeChat-Nutzer in China und 70 Mio außerhalb in vier Jahren. Zur Vermeidung von Transkriptionsfehlern zwischen lateinischen Buchstaben und chinesischen Zeichen werden bei Namen tatsächlich QR Codes als Identifikatoren eingesetzt. Das Schloss Versailles ist vermutlich das erste europäische Museum mit einem offiziellen WeChat-Account und musste lernen, dass in China der „Palace of Versailles“ nicht einzigartig ist. Es gab bereits etliche ähnlich klingende WeChat-Konten. Markenrecht wirkt hier nicht.

 Der Pen

Einen anderen Weg ihren Besuchern tief in die Augen zu schauen, geht das Design Museum Cooper Hewitt. Sie kreierten einen übergroßen Stift: The Pen. Hätte ich geahnt, dass es noch kein Bild des Stiftes auf Wikimedia Commons gibt, hätte ich gewagt, ihn mit meinem dürftigen Handy zu fotografieren. Aber das Internet war überlastet, die Beleuchtung schlecht und der Stift wanderte weiter durch die Reihen. Diese Aufgabe ist noch offen! Sie lohnt es. Der Pen wird Museumsgeschichte schreiben. Mit ihm kann der Besucher seine Lieblingsstücke aus dem Museum quasi mit nach Hause nehmen. Nicht ein Handy-Schnappschuss durch Vitrinenglas, sondern eine professionelle Aufnahme mit Metadaten und Beschreibung. Denn mit dem Stift sammelt der Besucher versteckt hinter den Labels der Exponate Codes und kann sie anschließend nach einer Anmeldeprozedur per E-Mail auf seinen eigenen Computer geschickt bekommen. Im Austausch erfährt das Museum, was ihren Besuchern gefällt, wie lange sie im Haus verweilen und wie oft sie wieder kommen. Hier werden also Daten gegen Daten getauscht. Doch während das Museum die Besucherdaten weiter nutzen kann, kann der Besucher die Museumsdaten nur privat betrachten. Denn leider musste Walter einräumen, dass die Lizenzlage bei den meisten Objekten des Museums eine freie Nachnutzung der Digitalisate durch die Besucher verhindere. „We work on it!“, tröstete er. Sreenivasan vom Metropolitan hingegen versprach, dass sie noch bis zum Jahresende all ihr digitales Bildmaterial unter eine Freie Lizenz stellen werden. Das behalten wir im Auge.

 Mit J.F. Kennedy gesprochen

Bild von NASA/Bill Inglais, Public Domain via Wikimedia Commons

Die Reden zusammengefasst und hinzugenommen die Kommentare der Teilnehmer in den Q&A Runden und auf den Fluren verfestigten bei mir den Eindruck: Die Museen sind so damit beschäftigt, ihre Besucher überhaupt erst kennen zu lernen, dass sie über die Frage, ob sich durch die Digitalisierung und die Verbreitung der digitalisierten Inhalte die Rolle der Museen auch in Bezug auf ihre Beziehung zu ihren Besuchern verändern wird, noch kaum Gedanken machen. Außer Robert Stein! In Kennedy-Manier forderte er die Museen auf, sich aktiv in den gesellschaftlichen Diskurs einzumischen und Empathie als zentrale soziale Fähigkeit als Museumsaufgabe zu fördern. Begeisterter Applaus für seine Moonshot-Rede war die Reaktion des Publikums. Und wer sich mal anschauen möchte, was die Übersetzung der Stein-Rede in Ausstellungskonzeption bedeutet, dem empfehle ich die ebenso verstörende wie bewegende Greenaway-Ausstellung „Gehorsam“ aktuell im Berliner Jüdischen Museum.

Die Lizenz-Workshop Präsentation gibt es auf Commons.

by Barbara Fischer at June 04, 2015 05:16 PM

Wikimedia:Woche 21/2015

Hier kommt die 21. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

FDC-Wahl beendet

Die Wahl zum Funds Dissemination Committee (FDC) endete am 31. Mai. Das Ergebnis ist im Meta-Wiki zu finden.

WMDE in 3 Minuten – April 2015

Wikimedia Deutschland präsentiert das Monatsvideo für April.

Inputphase WMDE-Jahresplanung 2016 startet nächste Woche

In den letzten Wochen stand im Vereinsforum von Wikimedia Deutschland ein Vorschlag für den Ablauf der partizipativen Planung zur Diskussion. Im nächsten Schritt werden ab kommenden Montag, 1. Juni, für zwei Wochen, also bis einschl. 14. Juni, im Meta-Wiki Themen, Anregungen und Fragen gesammelt:

Der ausführliche Vorschlag für den gesamten Prozess der Jahresplanung 2016 ist hier im Vereinsforum zu finden (einmalige Anmeldung erforderlich):

Termin der 17. MV und Protokoll der letzten Telefonkonferenz

im Vereinsforum von Wikimedia Deutschland ist seit heute das Protokoll der letzten Telefonkonferenz von Präsidium und Vorstand vom 13. Mai veröffentlicht.

3. Ausgabe des Wikiversum veröffentlicht

Die dritte Ausgabe behandelt die Arbeit von Wikimedia Deutschland und anderen Wikimedia-Organisationen für eine moderne und einheitliche Urheberrechts-Gesetzgebung innerhalb Europas. Das Wikiversum bietet vierteljährlich Informationen über die vielen Facetten des Freien Wissens, die Arbeit Wikimedia Deutschlands und Termine für anstehende Veranstaltungen.

Personelle Veränderungen bei der Wiki Education Foundation

Die Wiki Education Foundation begrüßt die neuen Mitarbeiter Tom Porter (Senior Manager of Development) und Ryan McGrady (Community Engagement Manger). McGrady war bereits zuvor als Interims Classroom Program Manager tätig.

WMFR veröffentlicht Quartalsbericht

Wikimedia Frankreich veröffentlicht seinen Quartalsbericht, die „WikiRevue n°9“. Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit mit dem ersten Public-Domain-Festival.

Wikimedia Research Newsletter Mai 2015

Über weitere interessante Themen aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Wikipedia, berichtet der Wikimedia Research Newsletter in seiner Maiausgabe 2015.

Projekte und Initiativen

WMF: Auswertung der Inspire-Kampagne

Johnathan Morgan stellt im Movement-Blog die Erkenntnisse aus der Inspire-Kampagne der Wikimedia Foundation vor. Die Kampagne hatte das Ziel, die ungleiche Beteiligung von Frauen und Männern in den Wikimedia-Projekten zu verringern.

Wiki-Dialog: Ein Konzept für digitales Lernen in Wikipedia-Communities

In der neuen Broschüre „Wiki-Dialog: Ein Konzept für digitales Lernen in Wikipedia-Communities“ werden seitens der Projektpartner Wikimedia Deutschland, Wikimedia Schweiz, Wikimedia Österreich sowie der Beuth Hochschule für Technik Berlin die Ergebnisse aus dem Projekt Wiki-Dialog anwendungsbezogen zusammengefasst.

Studie in DEWP: Pharma-Artikel sind akkurat und größtenteils vollständig

Eine Studie untersuchte die Korrektheit und Vollständigkeit von deutschsprachigen Wikipedia Artikeln zum Thema Pharmazie und kommt zu positivem Ergebnis.

Persondata-Vorlage auf englischsprachiger Wikipedia wird entfernt

Die englischsprachige Wikipedia-Community hat sich entschieden die Persondata-Vorlage zugunsten von Wikidata zu entfernen.

OER-Erklärvideos von edeos

Die Medienagentur edeos – digital education bietet Bildungsmaterialien (Filme, Infografiken, Skripte und Unterrichtsmaterialien) aus verschiedenen Förderprojekten als OER auf ihrer Webseite zum Download an. Thematisch geht es in den Bildungsmaterialien um globales Lernen oder politische Sachverhalte.

OER-Unterrichtsmaterial der Siemens Stiftung

Die Siemens Stiftung betreibt ein mehrsprachiges Medienportal mit rund 4.800 Lehr- und Lernmaterialien zur Unterrichtsvorbereitung und -durchführung, die zunehmend als OER zur Verfügung gestellt werden.

Anbieter von OER-Online-Kursen gründen den MOOChub

Ende Mai kündigten Mooin von oncampus / Fachhochschule Lübeck und iMooX von der Uni Graz und der TU Graz die Gründung von einem „MOOChub“ an. Der MOOChub ist der Zusammenschluss verschiedener MOOC-Portale von Hochschulen mit dem Ziel Teilnehmenden eine breitere Vielfalt an OER-Kursangeboten zentral bereit zu stellen.

Podcast zu OER: Qualität und Qualitätssicherung

Qualitätssicherung gilt als eine der größten Herausforderungen für OER. In dem Podcast greifen Prof. Dr. Ulf-Daniel Ehlers, Vizepräsident für Qualität und Lehre an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und Jan Neumann vom Hochschulbibliothekszentrum NRW die aktuelle Debatte um Qualitätssicherung und OER auf.

Wiki loves Earth 2015 beendet

Der diesjährige Fotowettbewerb Wiki loves Earth ist beendet. Insgesamt wurden über 100.000 Bilder hochgeladen. Die meisten Uploads kamen aus der Ukraine. Wiki Loves Earth 2015 (WLE) ist ein von Wikipedia/Wikimedia organisierter Fotowettbewerb rund um geschützte Naturelemente und Landschaftsbereiche, der in mehreren Ländern stattfindet. Fotobeiträge zu Schutzgebieten/Objekten in Deutschland konnten vom 1. Mai bis zum 31. Mai 2015 hochgeladen werden.

Wikipedia-Artikel über medizinische Themen in chinesischer Sprache

Im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen Wikimedia Taiwan, dem Wikiproject Medicine und einer medizinischen Bildungseinrichtung in Taipeh, wurden gezielt viele Artikel zu medizinischen Themen für die chinesischsprachige Wikipedia übersetzt.

Technik

Wikidata

Zur Vereinfachung des Hinzufügens von Einzelnachweisen auf Wikidata hat Magnus Manske ein neues Werkzeug veröffentlicht.

EventZoom wird vorgestellt

EventZoom ist ein Projekt zum Einsatz von Wikidata für Visualisierungen von historischen Ereignissen. Im Blog von Wikimedia Deutschland stellt User:Johansen.fred seine Arbeit vor.

Wikimedia Hackathon 2015

In Lyon fand der Wikimedia Hackathon statt, mit starker Beteiligung von allen, die an der Technik der Wikimedia Projekte arbeiten.

Semantic MediaWiki 2.2.1 veröffentlicht

Mit verschiedenen Bugfixen wurde am 2. Juni Semantic MediaWiki 2.2.1 veröffentlicht.

Tech News issue #23

Die aktuelle Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Diskussion

Caitlyn Jenners Wikipedia-Artikel

Wikipedianer haben den ENWP-Artikel der ehemals als Bruce Jenner bekannten Caitly Jenner entsprechend ihrer Identität auf weibliche Personalpronomen umgestellt.

Meinungsbild über Nutzung von Daten aus Wikidata in der Wikipedia gestartet

Die deutschsprachige Wikipedia-Community stimmt derzeit in einem Meinungsbild über die Nutzung von Daten aus Wikidata in der Wikipedia ab.

Presse und Websites

Beamte sollen Wikipedia-Eintrag über Polizeiopfer geändert haben

Die Süddeutsche Zeitung berichtete am 2. Juni darüber, wie Polizeibeamte Wikipedia-Artikel über Opfer von Polizeigewalt geändert haben sollen.

Wikipedia: Ein Kreuz für Atheisten

diesseits.de, „das Humanistische Magazin“, berichtete über genealogische Zeichen in der Wikipedia.

Termine

Das ABC des Freien Wissens

Am Donnerstag, den 25. Juni, 19:00 Uhr, heißt es beim ABC des Freien Wissens: „I=Inhalt. Wer partizipiert wirklich an Open Culture?“ Zu Gast sind Tim Renner, Kulturstaatssekretär von Berlin, Dr. Paula Marie Hildebrandt, Künstlerin und Stadtforscherin und Prof. Johannes Vogel, Direktor des Berliner Naturkundemuseums. Herzliche Einladung an alle, persönlich oder per Livestream dabei zu sein!

Erstes Treffen der Jungwikipedianer

Erstmals treffen sich die Jungwikipedianer am kommenden Wochenende im Lokal K in Köln.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at June 04, 2015 02:51 PM

May 27, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

May 26, 2015

lyzzy

Wählen ist besser als nicht wählen

Es ist wieder so weit: Alle zwei Jahre wählt die Community (beziehungsweise die vielen Communities) der unterschiedlichen Wikimedia-Projekte drei Mitglieder des 10-köpfigen Kuratoriums der Wikimedia Foundation. Ein Privileg, das von zu vielen Wikipedianern und Wikimedianern nicht genutzt wird. In den vergangenen Jahren gab es viel und zum Teil durchaus gerechtfertigte Kritik an der Foundation und am Kuratorium. Man kann natürlich weiter meckern und sich als Opfer böser Mächte gefallen, man kann aber auch selbst daran mitwirken, dass sich mit der Wahl geeigneter Personen die Zusammensetzung und Dynamik des Kuratoriums ändert.

Warum wählen besser ist als nicht wählen:

  1. Mehr Perspektiven im Kuratorium für bessere Entscheidungen
    Vielfalt im Kuratorium bedeutet vor allem, dass in der Abwägung unterschiedlicher Optionen und derer Konsequenzen möglichst viele Perspektiven berücksichtigt werden. Die Wikimedia Foundation und deren Kuratorium braucht Mitglieder aus der Community, denn die Community ist es, was unsere Projekte am Leben hält. Die Community ist sensibel, verwundbar, selbstbewusst und manchmal gleichzeitig schreckhaft und voreingenommen, aber im Kuratorium keineswegs stimmlos oder ohne Einfluss. Wer die Bedürfnisse und Vorschläge der Community transportieren und darstellen kann und dabei nicht das jeweilige Einzelinteresse sondern das große Ganze im Blick hat, der hat alle Möglichkeiten, dies in die Entscheidungen einfließen zu lassen. Das sichert keine Mehrheit, natürlich nicht, aber es hilft dem gesamten Kuratorium und der Geschäftsstelle der Foundation, sich ein besseres Bild zu verschaffen.
  2. Die Community-Wahl ist keine Alibi-Veranstaltung
    Echt. Wir brauchen nicht nur Kuratoriums-Mitglieder aus der Community, wir wollen sie auch. Denn sie sind die Spezialisten in dem Feld, das für die Foundation wesentlich ist. Wir wollen und brauchen auch andere Spezialisten, wenn wir sie nicht aus der Community bekommen können. Auch das zählt zur Vielfalt, die wir suchen. Aber wer, wenn nicht die Community selbst, ist am besten in der Lage, geeignete Kandidaten aus den eigenen Reihen festzulegen. Das funktioniert aber nur dann wirklich, wenn ihr auch wählt.
  3. Jede Stimme zählt!
    Und zwar ganz besonders.  Ja – Nein – Enthaltung, und das bei jedem Kandidaten. Was das bedeutet, erläutert Dirk Franke in seinem Blogpost „How to vote for the Wikimedia Foundation board – be negativ„.

Was ein potentielles Kuratoriumsmitglied aus der Community mitbringen sollte? Möglichst etwas mehr als ausschließlich eine wertvolle Autorin oder ein wertvoller Autor zu sein. Erfahrung in Gremien – gerne auch außerhalb der Wikiversums, meinungsstark aber kompromissfähig, mehr an Lösungen als an Problemen interessiert  – das wäre meine Wunschbesetzung.

In diesem Jahr stellen 20 Kandidaten zur Wahl. 20 Personen, die sich nicht nur selbst vorgestellt haben, sondern auch auf über 30 Fragen aus der Community antworten. Viel zu lesen, aber es lohnt sich. Und es geht um was Wichtiges für die Community.

Bis zum kommenden Sonntag kann noch gewählt werden. Bitte hier entlang!

 

 

by Alice Wiegand at May 26, 2015 07:14 PM

May 20, 2015

Iberty

How to vote for the Wikimedia Foundation board - be negative!

Dog and a ram
The Wikimedia Foundation is - said roughly - the organisation running the infrastructure behind Wikipedia. The Foundation is governed by a Board of Trustees comprised of volunteers. Out of the 10 board members 3 are elected by the community of the Wikimedia projects. This election is now.

There is an election page and several posts about who to vote. I will focus on "How to vote" or: how to maximize impact with your votes..

In general the system used is a form of approval voting. As such it is similar used to the voting system used by Wikimedia Deutschland for its board and as already written in this blog (and agreed upon by Wikipedia): there are two ways to maximize impact in such as system:

When you really want somebody to be on the board only vote for this person (or these people) = Bullet voting

When you really want somebody not to be on the board vote for everybody but this person. = Compromise voting.

But the WMF system does not offer two choices (yes or nay) but three (yes, neutral, nay) and even more interesting. The different votes are weighted differently. In the most likely outcomes the nay votes will have way more impact than the yes votes. Neutral votes are not counted in any way:

How are the winners determined, and what is the process once voting is completed?

Voters submit votes using a Support/Neutral/Oppose system. The votes will be tallied and the candidates will be ranked by percentage of support, defined as the number of votes cast in support of the candidate divided by the total number of votes cast for the candidate ("neutral" preferences are not counted, so this is the sum of support and oppose votes) - Support/Support+Oppose. The candidates with the highest percentage of support will be recommended to the Board of Trustees for appointment, which occurs once additional verification of requirements is completed.

Why nay votes count

To give you some examples with small numbers:

Person A who receives 9 support votes and one oppose vote has an approval rate of 90%.

Person B who receives 17 support votes and two oppose votes has an approval rate of 89%.

In this case person A would be the winner although in total numbers he has only half the support of person B. In this scenario the candidate needs 9 support votes to make up for one oppose vote.

This of course works for bigger numbers as well:

A  90- 10 gives an approval rate of 90%
B 900-101 gives an approval rate of 89,91%
A wins

A. 900 - 100 gives an approval rate of 90%
B: 908 - 101 gives an approval rate of 89,99%
A wins

The higher the approval rate for the top candidates is in general, the higher is the impact of a negative vote.

With an approval rate of 90% for the top canditaes voting nay has 9 times more impact than voting yes. Around 80% approval rate the impact of a nay is 4 times as big, around 70% approval rate the factor is below 3 and around 50% the factor is just one. Below 50%, the support votes become more influential than nays.

Given normal circumstances in such an election the approval rates for the top three candidates should be over 70 or 80%; so a negative given has three to four times than impact than a positive vote given.

For you as tatical voter this means: don't waste nay-votes. Don't vote neutral. 

What does that mean?

First, let's hope not everybody votes strategically - the likely outcome would be that all of the candidates will receive an approval rate of less than 50% which would really deligitimize the whole system. But probably this won't happen.

What will likely happen is another scenario: not the people who have the most support in the movement will win, but those who have the least opposition. This of course favours a different kind of candidates: people more keen on compromise, without strong opinions and more middle-of-the-road-types.

On the good side: the probably will make the board in general more efficient. Middle-of-the-road candidates need less time and attention of the other board members. For an international board comprised of 10 volunteers this is important. Coordinating 10 people in this setting is even strenous enough when all of the are great teamplayers.

On the good side: if gives a fighting chance to people from smaller projects. They may not be as well known internationally as those from the english Wikipedia but in this system it's not really the total number of people supporting one candidate that counts. Coming from a smaller project and having a big majority there supporting you could be more helpful.

But, seen from a community standpoint, it favours candidates who are less likely to stand for their points, who are less assertive and are less ready that may hurt or are not popular. Or, said differently: it favours candidates who just may get lost inside the board and never be seen again after their election.   


 




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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at May 20, 2015 07:07 AM

May 18, 2015

Iberty

Partizipative Jahresplanung bei WMDE (2/3)

Ŝaf'farbita

Wikimedia Deutschland hat sich - nicht ganz ohne stupsen - dazu entschlossen, partizipativ jahreszuplanen. Dafür gibt es seit geraumen Wochen einen Vorschlag des Präsidiums:

PP16

Diesen wollte ich mir mal näher anschauen und etwas dazu zu schreiben. Und da ich selbst größeren Mühen hatte, diesen Vorschlag durchzulesen und mir halbwegs eine Meinung dazu zu bilden, gehe ich mal davon aus, dass es anderen genauso geht, und habe mich für ein dreiteiliges Konzept entschieden.

(1) Eine Zusammenfassung des Vorschlags (Post vom 11. Mai)
(1a) Ein paar Rückfragen (Post vom 12. Mai; Fragen noch offen)
(2) Fragen/Anmerkungen/Kritikpunkte (dieser Post)
(3) Einen Ergänzungs/Alternativ/Umbauvorschlag (kommt die Tage).

Aber nun zum 2.ten Teil: Was sollen wir denn davon halten?

Um es kurz zu machen: kann ganz gut werden, kann auch schlecht werden. Vor allem ist noch sehr viel sehr unbestimmt.

Zur Form:


Ich habe ja die Randveranstaltungen der Wikimedia Conference genutzt, um mich noch mal etwas mit den entsprechenden Menschen zu unterhalten, was mein Verständnis des Prozesses deutlich befördert hat. Allerdings spricht es natürlich nicht für den Prozess, wenn es noch längerer Gespräche bedarf, um ihn zu verstehen. Wie schon gesagt: die Aufbereitung ist vorsichtig gesagt suboptimal und ganz hervorragend geeignet, Leute erst gar nicht zu beteiligen. Hoffen wir mal, dass es bei den weiteren Schritten besser wird.

Auch habe ich verstanden, warum ich bei dem Entwurf prinzipiell skeptisch positiv bin, viele andere mit denen ich sprach, aber kaum eine Hoffnung sehen: der Entwurf hat im Wesentlichen zwei Teile. Einen Plaintextteil und einen hervorgehobenen Teil in blauen Kästen. Der Plaintexttei ist deutlich optimistischer und zukunftsgewandter, während der blau hervorgehobene Teil vor allem ausführlich erklärt was alles nicht geht. Ich habe den Plaintext gelesen und den Rest nur überflogen, viele andere scheinen es andersrum gemacht zu haben. Good news: mir wurde glaubhaft versichert, dass die blauen Kästen ignoriert werden können und ausschließlich vergangenheitsbezogen sind.  

Dank Poupou ist die Originalversion jetzt ohne verwirrende blaue Kästen. Zu dokumentarischen Zwecken hier noch mal der Link auf die verkastelte Version.

Zeitplan:

Aber nun zum Entwurf:  der sieht im Wesentlichen vor: es wird eine - sehr weit ausgesreute und reichlich kurze - Inputphase für die diversen Communitys geben, aus denen das Präsidium einen Jahreskompass erstellt, aus dem dann wiederum die Geschäftsstelle einen operativen Jahresplan erstellt. Irgendwann irgendwann möglicherweise gibt es zwischendurch noch diverse Feedbackrunden.

Das ist schon wieder dicht gedrängt - ich weiß ja auch durchaus, warum im MV-Antrag stand, dass Ressourcen ab Januar dafür zur Verfügung stehen sollen - aber ist jetzt auch nicht mehr zu ändern und die nächste MV kommt auch.

Inhalte und offene Fragen:

Es ist noch alles sehr viel offen, und quasi alles hängt davon ab, wie die bisher vage skizzierten Schritte ausgestaltet werden. Das nun wiederum hängt stark von der verantwortlichen Person, aka Christian Rickerts, ab der ja auch erst seit 18 Tagen im Amt ist und sich noch einarbeiten muss.

Also:
* Wie ist die Frage nach Input aufgebaut? Wie weit wird sie tatsächlich gestreut? Kann man sich da sinnvoll beteiligen ohne fünf Jahre WMDE-Organisations-Geschichte nachholen zu müssen?
 * Was und wieviel Input kommt tatsächlich? (Wobei der kurze Zeitplan da meinen Optimismus etwas dämpft)
* Wie wird das Präsidium den (und am besten auch noch den aus der letzten Jahresplandiskussion) aufgreifen und was daraus machen?
* Wie konkret wird der Jahreskompass tatsächlich und inwieweit schafft er es, die Richtung präziser zu setzen als "muss irgendwas mit Freiem Wissen zu tun haben"?
* Wie sehen die Feedbackrunden dann aus? Welchen Grad der Verbindlichkeit haben die?
* Welche Möglichkeiten der Partizipation gibt es beim fertigen Jahresplan? Also: hat die MV überhaupt eine andere Möglichkeit als "Ja und Amen" zu sagen.

Fazit:

Womit dann dieser Teil weniger eine Einschätzung geworden ist, sondern eher ein - ich bin gespannt mit vielen offenen Fragen. On the plus side: das Präsidium will und es ist zumindest mal ein Anfang gemacht, auf dem man aufbauen kann. Wie sinnvoll oder nicht-sinnvoll dieser Anfang wird, ist noch sehr sehr offen. Das wichtigste an diesem Prozess wird wohl in den nächsten Wochen und Monaten passieren - was aber auch heißt: jetzt ist der Zeitpunkt um zu sagen, was man will, und nicht der, um darauf zu warten, was wohl passieren wird.
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at May 18, 2015 08:06 PM

May 17, 2015

DaB.

Nimm nicht an AbstimmungenBoard-Wahlen teil

Heute starten bekanntlich die Wahlen zum Board der Wikimedia-Foundation. Oder um es ehrlicher zu sagen: Es starten die Wahlen um die 3 Alibi-Wahl-Posten zu besetzen. Die meisten Sitze im Board werden nämlich gar nicht gewählt, sondern das Board ernennt sie in unendlicher Weisheit einfach selbst.
Um eine Parallele zum Real-Life zu haben: Der Bundestag hat (gerundet) 600 Sitze, wovon 180 durch uns Bürger gewählt werden dürfen. Die meisten Sitze (300) würden die Abgeordneten selber ernennen.
Würdest du zu einer Bundestagswahl gehen, wo du nur 3/10 der Abgeordneten wählen dürftest? Vermutlich nicht. Daher solltest du auch nicht bei der WMF-Wahl mitmachen. Jede Stimme, jedes % an Wahlbeteiligung, dient dem ganzem Board später als Rechtfertigung warum sie das Sagen haben. Seid gute Demokraten und ignoriert Wahlen, wo ihr nichts verändern könnt.

by DaB. at May 17, 2015 12:32 PM

May 12, 2015

Iberty

Partizipative Jahresplanung bei WMDE (1a/3)

Sardinian Sheep portrait

Wikimedia Deutschland hat sich - nicht ganz ohne stupsen - dazu entschlossen, partizipativ jahreszuplanen. Dafür gibt es seit geraumen Wochen einen Vorschlag des Präsidiums. Diesen wollte ich mir mal näher anschauen und etwas dazu zu schreiben. Und da ich selbst größeren Mühen hatte, diesen Vorschlag durchzulesen und mir halbwegs eine Meinung dazu zu bilden, gehe ich mal davon aus, dass es anderen genauso geht, und habe mich für ein dreiteiliges Konzept entschieden. 

(1) Eine Zusammenfassung des Vorschlags (Post von Gestern)
(1a) Ein paar Rückfragen (dieser Post)
(2) Fragen/Anmerkungen/Kritikpunkte (kommt die Tage)
(3) Einen Ergänzungs/Alternativ/Umbauvorschlag (kommt die Tage).

Aber nun zum 1a-sten Teil:

Beim näheren Nachdenken über den Post stellten sich mir doch viele Fragen. Ein paar davon habe ich gesammelt und mal an der korrekt vorgesehen Stelle im Wikimedia-Forum gestellt. Zu Dokumentationszwecken auch hier:

Beim Lesen des Textes sind mir dann doch ein paar Fragen gekommen, die vielleicht jemand beantworten kann:

Was ist denn der aktuelle Stand der Aufbereitung der Aktivitäten?

Es gibt ja nach bisherigem Verfahren zwei (ehemals drei) Möglichkeiten der Mitwirkung: Ehemals die Tour, die Online-Diskussionsphase nach Veröffentlichung des Plans und die MV. Im neuen
Entwurf finde ich von den drei Sachen nichts mehr: soll es Tour und/oder Diskussionsphase noch weiter geben? Und welche Rolle spielen sie?

Speziell zur letzten Diskussionsphase: die war ja recht intensiv, soweit ich nachvollziehen konnte, führte sie aber zu keinerlei Änderungen des Plans mehr. Für den Plan 2016: gibt es von der eine struturierte Auswertung und wird sie Auswirkungen auf den Plan 2016 geben?

Speziell zur MV: ist eine Möglichkeit vorgesehen, wie die MV tatsächlich aktiver werden kann als "ja" sagen oder das Risiko einzugehen, dass es gar keinen Plan gibt?

Zum Entwurf jetzt: was für eine Art des Inputs wird denn ungefähr erwartet? Eher so "wir sollten mehr Community fördern" oder eher so "die Wikicon sollte 2016 in Süddeutschland stattfinden, etwas zwischen 70.000 und 80.000 Euro kosten und einen externen Keynote-Speaker haben?"

Eh, wie konkret/unkonkret soll denn der Jahreskompass werden?

Speziell zum Thema: "Es entsteht der Impuls, die Budgets den Schwerpunkten zuzuordnen. Der Finanzteil wird damit als Grundlage für eine Interpretation der Schwerpunktsetzung gebraucht, die nur scheitern kann, weil sich die eigentliche Schwerpunktsetzung nicht herauslesen lässt." - ist irgendeine Mitwirkung im Bereich der Finanzen vorgesehen?

 
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at May 12, 2015 08:27 AM

May 11, 2015

Iberty

Partizipative Jahresplanung bei WMDE (1/3)



Alpine Stone Sheep

Wikimedia Deutschland hat sich - nicht ganz ohne stupsen - dazu entschlossen, partizipativ jahreszuplanen. Dafür gibt es seit geraumen Wochen einen Vorschlag des Präsidiums. Diesen wollte ich mir mal näher anschauen und etwas dazu zu schreiben. Und da ich selbst größeren Mühen hatte, diesen Vorschlag durchzulesen und mir halbwegs eine Meinung dazu zu bilden, gehe ich mal davon aus, dass es anderen genauso geht, und habe mich für ein dreiteiliges Konzept entschieden. 

(1) Eine Zusammenfassung des Vorschlags (dieser Post)
(2) Fragen/Anmerkungen/Kritikpunkte (kommt die Tage)
(3) Einen Ergänzungs/Alternativ/Umbauvorschlag (kommt die Tage).

Aber nun zum ersten Teil:

Es liegt ein Entwurf des Präsidiums zur partizipativen Planung vor, den es erstellt hat, „damit wir uns daran abarbeiten können.“ Soweit so gut, theoretisch erleichtert es die Diskussion ja, wenn sie nicht mit tabula rasa beginnt, sondern es irgendwas gibt. Aber, nun kommt das aber, nachdem ich beim ersten Versuch es zu lesen am Verständnis (und ok, mangelnder Zeit) gescheitert bin, habe ich jetzt das freie Wochenende genutzt und tatsächlich so mit jedes-Wort-einzeln-Ansehen und mir-Notizen-machen versucht das Ganze zu verstehen. Auch dabei habe ich jetzt vor allem viele virtuelle Fragezeichen über meinem Kopf.

Ich versuche mal das Dokument zusammenzufassen:

(0)    Vermutlich: ungefähr jetzt dokumentiert die GS alle Aktivitäten des Vereins und stellt diese Dokumentation hoffentlich zur Verfügung.

(1)    Von Mitte Mai bis Ende Juni können alle möglichen Menschen irgendwie Input geben. Das präziseste was ich in der Vorstellung fand war „Es ist daran gedacht, die Inputphase zu Beginn online durchzuführen. Bereits in den Wochen bis zum Start und auch im laufenden Prozess können in Absprache zwischen Vertreterinnen und Vertretern der „Kerncommunitys“ und der Geschäftsstelle aber weitere Formate entwickelt werden, um konzentriert Fragen zu entwickeln und Antworten zu geben, die auch Real-Life-Treffen oder andere Formate nicht ausschließen. Dies kann sich dann auch am Ausmaß der Rückmeldungen orientieren.“

(2)    Aus dem Input bastelt das Präsidium irgendwie auf einem Treffen mit externer Moderationen bis Mitte Juli einen Jahreskompass – was genau der enthält und wie spezifisch er sein wird, wird mir aus dem Papier noch nicht ganz klar.

(3)    Der Jahreskompass wird dann irgendwie mit den Mitgliedern gefeedbackt und ist Ende Juli endgültig.

(4)    Ab dem Jahreskompass verläuft alles eher wie bisher und am Ende gibt es etwas fertiges was die MV beschließen muss/darf/soll.

Vor allem sehe ich eine Menge Leerstellen bisher und noch nicht wirklich klares. Auf jeden Fall werden wir bald irgendwie von irgendwem gefragt werden was wir wollen. Allerdings scheint es nach dem bisherigen Verfahren doch so zu sein, dass die Mitwirkung recht unverbindlich ist und ihr Ergebnis niemand bindet, und dass die wirklich bindenden Teile des Jahresplans wie bisher auch geplant werden.

Längerfristig:
•    Zitat: "Perspektivisch streben wir außerdem an, auch die Möglichkeiten zur Partizipation an den Aktivitäten selbst zu stärken."
•    Zitat "Der gesamte Prozess soll zudem intensiv dokumentiert und im Anschluss ausgewertet werden. Wir planen, dass diese Auswertung auch transparent erfolgt, sodass gemeinsam noch Möglichkeiten gefunden werden können, die den Prozess unserer Jahresplanung weiter verbessern."
•    Verwirrend finde ichd as Zitat: "Es entsteht der Impuls, die Budgets den Schwerpunkten zuzuordnen. Der Finanzteil wird damit als Grundlage für eine Interpretation der Schwerpunktsetzung gebraucht, die nur scheitern kann, weil sich die eigentliche Schwerpunktsetzung nicht herauslesen lässt."

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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at May 11, 2015 04:15 PM

April 01, 2015

Iberty

Freiwillige gewinnen.. Beispiel Mexiko

Im Juli findet die Wikimania in Mexiko statt. Die Organisatoren haben - auch aus schierer Notwendigkeit heraus - den Anspruch, größere Teile der Veranstaltung mit Freiwilligen zu organisieren. Heute kam ein erstes Zwischenfazit der Veranstalter:

[..]this has attracted attention from people who have never heard about Wikimedia and people who wish to help our mission of freeing knowledge. For me, this has resulted in managing a lot of new faces and names, more than I anticipated. [...] the mailing list started to grow, slow but steadily. What began as a sheet of paper passed around is now a huge spreadsheet full with people who want to help Wikimania in one way or another.

Oder anders gesagt: Yeah!

Flock of shetland sheep

Der Post ist zwar kurz, beschreibt aber gleich drei wesentliche Faktoren, die maßgeblich zu einem solchen Erfolg beitragen können:

Rausgehen, rausgehen, rausgehen und nicht warten bis irgendjemand mal von alleine kommt: We started our Wikimania Volunteer program in May 2014, when we invited friends and colleagues to Biblioteca Vasconcelos to talk about Wikimania and how we came to become its host for 2015. We created an informal mailing list for this group. Throughout 2014, we talked about Wikimania at every occasion we could: on editathons, in our weekly radio show, in our workshops... : 

Längerfristig denken und planen:  We started .. in May 2014

Den Freiwilligen die Möglichkeit geben, sich untereinander zu vernetzen: We created an informal mailing list for this group. Ist zwar eigentlich simpel, wird aber oft genug vernachlässigt. Im besten Fall motivieren die Leute sich dann gegenseitig und bringen auch gleich noch ihre eigenen Freunde und Bekannte mit.

Und, das steht nicht so im Post, das weiß ich tatsächlich eher daraus, weil die Mexikaner so unermüdlich für ihr Programm werben: verschiedene Rollen und Aufgaben verschiedener Reichweite mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad für Leute mit viel Enthusiasmus und Zeit und für Leute, die sich noch nicht so sicher sind und wenig Zeit haben, kreieren.

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Ich bin sehr gespannt.
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at April 01, 2015 07:33 AM

March 25, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

March 21, 2015

Iberty

Mehr von der Antragsgarage

Wie ich hier schon mehrfach schrub, am 7. März fand die Wikimedia-Antragsgarage statt. Zu dieser gab es in der letzten Woche noch zwei Nachbetrachtungen.

Dank des großartigen Einsatzes der Ideenförderung gibt es das Livestream-Video mittlerweile nicht nur auf Youtube, sondern auch auf Commons - und glaubt mir, Videos für Commons aufzubereiten ist ungefähr so interessant und geht ähnlich schnell wie mit einer Zahnbürste ein Beet umzugraben. (Und wo ich gerde dabei bin, kann ich eh noch mal mein Kompliment für Essen, Orga und ähnliches bei der Antragsgarage loswerden.)




Zum anderen hat Sebastian Wallroth in seinem Blog auch noch eine längere Nachbetrachtung geschrieben: Wikimedia Lenken und Leiten: Fragen und Antworten zur Antragsgarage. Da ich selber etwas brauchte, um die Struktur des Textes zu verstehen: es beginnt immer mit einem Zitat eines Anwesenden auf der Antragsgarage, dann kommt eine Frage (von Sebastian? Oder dem Leser? Aus der Diskussion auf der Garage?) und dann eine Antwort, die ungefähr dem entspricht, was die Garagendiskussion dann hergab. Enjoy lesen und auch hier nochmal Dank an Sebastian.<noscript>
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at March 21, 2015 08:00 PM