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December 01, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Selbstlernende Computerprogramme und Evolution – Ein Projektbericht aus dem Fellow-Programm Freies Wissen

Logo Fellow-Programm, leomaria designbüro, CC BY-SA 4.0

Das Fellow-Programm Freies Wissen wurde 2016 von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband initiiert, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre eigene Forschung und Lehre im Sinne von Open Science zu öffnen und damit für alle zugänglich und nachnutzbar zu machen. In diesem Gastbeitrag stellt der Stipendiat Nicolas Schmelling sein Projekt vor, welches er im Rahmen des Fellow-Programms durchführt. 

Computer spielen in unserer heutigen Gesellschaft eine immer größere Rolle. Zum einen verwenden wir Computer täglich bewusst für die unterschiedlichsten Sachen – vom Wecker bis hin zum Wissenserwerb. Zum anderen steuern Computer auch immer mehr Prozesse ohne unser Mitwirken, wie zum Beispiel der Spamfilter, der ungewollte E-Mails aussortiert. Mit Blick auf die Zukunft wird uns bewusst, dass Computer viele unserer Tätigkeiten übernehmen werden. Eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Thema hat beispielsweise in der diesjährigen ARD-Themenwoche zum Thema „Zukunft der Arbeit“ stattgefunden.

Ein wichtiger Aspekt ist dabei das Vermögen von Computern, durch Informationen und Daten zu „lernen”. Anwendungen mit dieser Fähigkeit finden wir in unterschiedlichsten Bereichen, sei es eine Kaufempfehlung im Onlineshop oder der Einsatz von selbstfahrenden Autos auf den Straßen. In einer Zeit, in der Computer datengestützte Vorhersagen machen können, sollte es also auch möglich sein, auf diese Weise neues Wissen zu schaffen und wissenschaftliche Probleme zu lösen.

In meinem Projekt möchte ich daher mithilfe von kleinen autonomen Computerprogrammen Fragestellungen der Evolution beantworten. Im Detail werde ich mich mit der Evolution von Zeitmessern beschäftigen. Unter welchen Umweltbedingungen kann überhaupt eine „innere“ Uhr entstehen? Was für einen Sinn/Vorteil hat ein Zeitmesser für einen Organismus? Dies sind Beispiele für Fragen, denen mein Projekt auf den Grund geht.

Was genau sind eigentlich diese „digitalen Organismen“?

Ein Problem, welches die Erforschung von Evolution mit erschwert, ist die Zeit. Evolution ist normalerweise ein sehr langsamer Prozess. Glücklicherweise gibt es nur drei zentrale Bedingungen, die gegeben sein müssen, damit Evolution auftreten kann:

  • Replikation, also die Fähigkeit, sich zu vermehren und Nachwuchs zu produzieren.
  • Variation, also die Möglichkeit von Veränderungen über Zeit oder Unterschieden zwischen Individuen.
  • Konkurrenz, also der Kampf um Ressourcen und der Druck, besser zu sein als ein Gegenspieler.

All diese Bedingungen können von Computerprogrammen erfüllt werden. Darüber hinaus haben Computer weitere Vorteile – und zwar Geschwindigkeit und die Fähigkeit der Datenaufzeichnung. Diese Kombination erlaubt es, Prinzipien der Evolution in einem Bruchteil der Zeit mit einer Fülle von Daten zu erforschen. Im Zentrum des Projektes stehen daher kleine autonome Computerprogramme oder auch „digitale Organismen“. Wenn ich von digitalen Organismen spreche, dann beziehe ich mich auf Organismen implementiert in Avida, einer Plattform für Computer-basierte Evolutionsbiologie. Diese digitalen Organismen sind tatsächlich ein sehr abstraktes Konstrukt. Nähert man sich jedoch einem Computerprogramm etwas, stellt man fest, dass es auf ähnlichen Prinzipien aufgebaut ist wie etwa Bakterien. Sie verfügen, wie auch normale Organismen, über ein Genom, reproduzieren sich und interagieren mit ihrer Umwelt. Das Genom ist in Avida durch eine zirkuläre Aufreihung von „Instruktionen“ dargestellt. Instruktionen können dabei verschiedenste Funktionen codieren, wie zum Beispiel das Erkennen einer Ressource in der Umgebung oder das Kopieren der Erbinformation. Reproduktion geschieht im simpelsten Fall asexuell durch die Verdopplung der Erbinformation und der anschließenden Teilung in zwei getrennte Individuen. Damit ist auch schon die erste Bedingung für Evolution erfüllt. Während der Reproduktion kann es, wie auch in der Natur, zu Kopierfehlern oder dem Verlust bzw. Gewinn von Erbinformation kommen. Diese Mutationen sorgen für Variation zwischen den einzelnen digitalen Organismen und erfüllen die zweite Bedingung für Evolution.

Wie bereits erwähnt, können digitale Organismen in Avida mit ihrer Umwelt interagieren. Die Interaktion kann dabei die unterschiedlichsten Formen annehmen. In den meisten Fällen beschränkt sie sich jedoch nur auf die Aufnahme von Ressourcen aus der Umwelt. Ressourcen stellen in Avida eine Art Grundversorgung für digitale Organismen dar. Wie kommt nun jedoch die dritte Bedingung für Evolution, die Konkurrenz zwischen den Organismen, zustande? Im einfachsten Fall kämpfen die Organismen in Avida um Platz. Es gibt nur ein begrenztes Raumangebot, und sollte der bestehende Platz besetzt oder erschöpft sein, verdrängen neue Organismen die bereits bestehenden Organismen. Es ist also ein Wettrennen um Lebensraum. Die einzige Methode, um ein Überleben seiner Art zu gewährleisten, ist es, sich schneller und öfter zu vermehren als andere Arten. Das eröffnet die zweite Ebene der Konkurrenz zwischen Organismen – und zwar die um Computerzeit. Am Anfang hat jeder Organismus dieselbe Zeit, um Instruktionen auszuführen. Alle Organismen sind also gleich schnell und vermehren sich gleich oft. Der einzige Weg, um mehr Computerzeit als andere Organismen zu bekommen, ist es, logische Aufgaben zu lösen. Beispielsweise werden dem Organismus zwei Zahlen gezeigt, und er muss diese addieren. Bei einem korrekten Ergebnis erhält der Organismus einen Bonus. Je schwieriger dabei die Aufgaben, desto mehr Boni gibt es für den Organismus, was die dritte Ebene der Konkurrenz darstellt. Zusammenfassend lässt sich die Konkurrenz als Kampf um Lebensraum, Computerzeit, und Komplexität von Aufgaben beschreiben. Weitere Informationen und Anwendungsbeispiele können dem Artikel von Carl Zimmer oder der umfassenden Publikation von Charles Ofria und Claus Wilke entnommen werden.

Wenn deine innere Uhr mal wieder aus dem Gleichgewicht kommt

Jeder kennt das Phänomen, wenn die Uhr umgestellt wird und man auf einmal Probleme mit dem Aufstehen morgens früh hat. Oder aber, wenn man zurück aus dem Urlaub in einem fernen Land kommt und sich erst wieder an die eigene Zeitzone gewöhnen muss. Die Ursachen für dieses Phänomen ist die „innere“ Uhr, auch circadiane Uhr genannt. Die circadiane Uhr hilft dem Körper dabei, sich auf täglich wiederkehrende Erscheinungen einzustellen. Ein bekanntes Beispiel dafür ist der Tag-Nacht-Rhythmus. Die „innere“ Uhr ist also ein zentraler Bestandteil in der Organisation einer Zelle oder eines ganzen Organismus. Variationen davon sind in nahezu allen Lebensformen zu finden [10]; bei uns Menschen und anderen Säugetieren ebenso wie bei Pflanzen und einfachen Organismen, wie z.B. Cyanobakterien. Die Frage, die sich dabei stellt, ist die nach dem Grund für den Besitz einer solchen Uhr. Es konnte bereits an einem exemplarischen Beispiel gezeigt werden, dass eine circadiane Uhr einen Wettbewerbsvorteil für Organismen darstellt [11]. Dieser Vorteil wird jedoch nur unter oszillierenden Bedingungen sichtbar, wie einem Tag-Nacht-Rhythmus. Wie muss nur eine Welt ausgesehen haben, die eine derartige Regulation ermöglicht hat? Die Entstehung der ersten circadianen Uhr geht mehrere Milliarden Jahre zurück [10]. Die Unterschiede zwischen den bekannten Formen von circadianen Uhren sind jedoch so groß, dass man davon ausgeht, dass diese mehrfach im Laufe der Erdgeschichte entstanden sein müssen [10].In meinem Projekt möchte ich die Fragen nach der Entstehung (und Entwicklung) dieser „inneren Uhr“ beantworten. Ich möchte verstehen, wie sehr sich bestimmte Parameter, wie zum Beispiel die Tageslänge, auf die Entstehung einer Uhr auswirken. Braucht man eine Umwelt, die jeden Tag des Jahres ähnlich ist, wie beispielsweise am Äquator, oder kann eine Uhr auch auf einer der Halbkugeln entstehen, wo wir über das Jahr hinweg Unterschiede in der Tageslänge aufweisen? Sobald ich eine genauere Vorstellung über die Umweltbedingungen habe, die eine circadiane Uhr hervorbringen können, möchte ich untersuchen, wie sich der Besitz einer Uhr auf die Fitness des Organismus auswirkt, wenn er mit anderen Organismen in Konkurrenz steht. Wieviel besser ist eine circadiane Uhr im Vergleich zu einem Organismus ohne Uhr oder mit einer unterschiedlich eingestellten Uhr?

Offener Forschungsprozess für alle

Das Projekt ist dabei Teil des Fellow-Programmes „Freies Wissen“, das von Wikimedia und dem Stifterverband ins Leben gerufen wurde. Ziel des Fellow-Programmes ist es, junge Wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre Forschung zu öffnen und einen offenen Wissenschaftsprozess zu führen. Ich habe mich dazu entschlossen, mein Projekt, welches mit dem Beginn des Fellow-Programmes initiiert wurde, so offen wie nur möglich aufzubauen. Um jedem eine einfache Teilnahme am Projekt zu ermöglichen, wurde GitHub, eine Online Plattform für kollaborative Softwareprojekte, ausgewählt. Der ausschlaggebende Faktor für die Wahl von GitHub als Mittelpunkt des Projektes ist die Fähigkeit der Versionsverwaltung von Inhalten durch das Versionsverwaltungssystem Git. Darüber hinaus bietet GitHub weitere Anwendungsmöglichkeiten. Sowohl der Code, der Experimenten und Datenanalyse zugrunde liegt, die produzierten Daten als auch die Dokumentation von Hintergrundwissen und weiterem Informationsmaterial kann hier gesammelt und bearbeitet werden. Des Weiteren kann der beigefügte „Issue Tracker“ dafür genutzt werden, Probleme und Fragen offen zu diskutieren. Ich nutze momentan alle vorher genannten Möglichkeiten von GitHub und führe darüber hinaus noch ein offenes Laborbuch, in dem ich Fortschritte und Gedanke festhalte. Mir ist es aber auch wichtig, dass man nicht nur die Fortschritte des Projektes mitverfolgen, sondern auch aktiv teilnehmen kann. Deshalb habe ich mit Avida (für die Experimente) und der Programmiersprache Python (für die Datenauswertung) zwei freie Lösungen mit offenem Quellcode gefunden, die allen eine freie Teilnahme erlauben.

Nebenprojekte

Im Laufe des Projektes sind unter anderem zwei Nebenprojekte entstanden. Während ich mit meinem Projekt angefangen habe, kamen immer wieder Fragen auf, die sich mit dem korrekten Aufbau eines wissenschaftlichen Projekts auf GitHub beschäftigt haben. Welche Lizenz brauche ich, wenn ich überhaupt eine brauche? Was passiert mit meinen Daten und wo speichere ich diese am besten? Das hat dazu geführt, dass ein weiteres Projekt entstanden ist, das eine Anleitung für ähnliche Projekte auf GitHub werden soll. Des Weiteren benutze ich Python für meine Datenanalyse. Damit jedoch jeder die Möglichkeit hat, an meinem Projekt teilzuhaben, war es für mich wichtig eine Referenzsammlung zu erstellen, die jedem den Einstieg erleichtern würde. Beide Projekte sind ebenfalls auf GitHub zu finden und für beide, wie auch dem Hauptprojekt, ist Mithilfe immer gerne gesehen.

Links zu den Projekten


Zum Autor:
Nicolas Schmelling promoviert an der Heinrich Heine Universität in Düsseldorf im Institut für Synthetische Mikrobiologie, wo er sich mit der Diversität und Funktionalität der cirkadianen Uhr in Cyanobakterien befasst. Seit September 2016 ist er Stipendiat im Fellow-Programm Freies Wissen.

 

 

 


  1. Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD): ARD Themenwoche Zukunft der Arbeit, URL: http://www.ard.de/home/themenwoche/ARD_Themenwoche_2016_Zukunft_der_Arbeit/3234726/index.html (Stand: 10. November 2016).
  2. Seite Reproduktion. In: Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 8. November 2016 um 11:17 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Reproduktion (Abgerufen: 10. November 2016)
  3. Seite Phänotypische Variation. In: Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 7. Februar 2016 um 23:00 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Phänotypische_Variation (Abgerufen: 10. November 2016)
  4. Seite Konkurrenz (Ökologie). In: Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 20. Oktober 2016 um 20:50 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Konkurrenz_(Ökologie) (Abgerufen: 10. November 2016)
  5. Ofria, C. and Wilke, C. O. (2004): Avida: A software platform for research in computational evolutionary biology. Journal of Artificial Life, vol. 10, pp. 191–229, International Society of Artificial Life (ISAL)
  6. Randy Olson (2013): Christoph Adami – Introduction to the digital evolution platform Avida veröffentlicht am 11. November 2013 unter https://youtu.be/ouF8wKxXWFQ, zugegriffen am 11. November 2016.
  7. Seite Bakterien. In: Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 7. November 2016 um 00:49 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Bakterien (Abgerufen: 10. November 2016)
  8. Zimmer, Carl (2005): Testing Darwin. Discover Magazine. Resort Technology, 5. Februar 2005 online unter: http://discovermagazine.com/2005/feb/cover/#.URRxZOjZrbI, Zugriff: 10. November 2016
  9. Seite Circadiane Rhythmik. In: Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 30. August 2016 um 17:49 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Circadiane_Rhythmik (Abgerufen: 10. November 2016)
  10. Rosbash, M. (2009): The Implications of Multiple Circadian Clock Origins. PLoS Biol 7(3): e1000062. doi:10.1371/journal.pbio.1000062
  11. Woelfle, M.A., Yan, O.Y., Phanvijhitsiri, K., Johnson, C.H. (2004): The adaptive value of circadian clocks: An experimental assessment in cyanobacteria. Curr. Biol. 14, 1481-1486.
  12. Wikimedia und Stifterverband Fellow-Programmes „Freies Wissen“, URL: https://wikimedia.de/wiki/BildungWissenschaftKultur/Fellowprogramm (Stand: 21. November 2016).
  13. Seite GitHub. In: Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 9. Juni 2016 um 16:50 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/GitHub (Abgerufen: 10. November 2016)
  14. Seite Versionsverwaltung. In: Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 23. Oktober 2016 um 14:29 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Versionsverwaltung (Abgerufen: 10. November 2016)
  15. Seite Git. In: Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 17. November 2016 um 00:31 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Git (Abgerufen: 22. November 2016)
  16. Projekt-Repository „Evolution von circadianen Uhren„, URL:https://github.com/schmelling/clock_evo (Stand: 27. November 2016)
  17. Seite Avida . In: Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 30. März 2013 um 09:48 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Avida (Abgerufen: 27. November 2016)
  18. Seite Python (Programmiersprache). In: Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 20. Oktober 2016 um 15:14 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Python_(Programmiersprache) (Abgerufen: 10. November 2016)

by Christopher Schwarzkopf at December 01, 2016 03:50 PM

Wikimedia:Woche 47/2016

In der Wikimedia:Woche 48/2016 sind unter anderem ein Rückblick auf die 19. Mitgliederversammlung und das Protokoll der letzten Telefonkonferenz des 4. Präsidiums von Wikimedia Deutschland zu finden. Außerdem übergibt WMDE am 5. Dezember die Disc mit den Daten, die anschließend auf den Mond geflogen werden soll.

Zur Wikimedia:Woche 48/2016 geht es hier.

by Nicolas Rueck at December 01, 2016 03:46 PM

November 26, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Rückblick auf die 19. Mitgliederversammlung

Blick in den Saal der Kalkscheune, wo die19. Mitgliederversammlung stattfand. (Foto: Denis Schröder (WMDE), CC-BY-SA 4.0)

Laut Wikipedia ist die Kalkscheune in Berlin-Mitte die erste Maschinenfabrik der Stadt gewesen, als sie 1804 errichtet wurde. In ihrer ehemaligen Fertigungshalle waren am 26. November knapp 100 Mitglieder von Wikimedia Deutschland zu Gast, um die 19. Mitgliederversammlung des Vereins abzuhalten. Auf der Tagesordnung standen einerseits Rückblicke, andererseits wichtige Entscheidungen für 2017 und darüber hinaus: Neben der Abstimmung über den Wirtschaftsplan ging es auch um die Wahl des 5. Präsidiums für eine 2-jährige Amtszeit, um Wahlen für Kassenprüfende, Diskussionen um Fundraising, …und Wikidata und Wikipedia. Eine Zusammenfassung:

Rückblicke

Zu Beginn des Tages blickten das Präsidium und der geschäftsführende Vorstand für die Mitgliederversammlung zurück: Tim Moritz Hector resümierte als Vorsitzender des Präsidiums die zweijährige Amtszeit des Gremiums, Christian Rickerts fasste das Jahr 2016 zusammen:

Das 4. Präsidium hatte an diesem Tag seinen letzten „Einsatz“, am Ende seiner Amtszeit. Tim Moritz Hector berichtete aus und über die Jahre 2015 und 2016. Darunter fielen mit der Verpflichtung von Christian Rickerts der erfolgreiche Abschluss der Geschäftsführungssuche, die Umsetzung des Governance Reviews, die Verlängerung des Fundraising-Vertrags mit der Wikimedia Foundation, und auch Prozesse rund um die Jahresplanungen. Hierzu äußerte sich Hector zugleich zuversichtlich und kritisch. Der jährliche Rhythmus und Fokus der Planung würden die Organisation einerseits flexibel halten, andererseits brauchte dauerhafte Wirkung auch längerfristige Ziele.

An diesen Ausblick schloss Christian Rickerts als geschäftsführender Vorstand an. Er vermeldete neben dem schon erwähnten Fundraising-Vertrag noch eine weitere strategische Vereinbarung mit der Wikimedia Foundation: Die Stiftung sichert für mindestens die nächsten 3 Jahre die Basisfinanzierung des Großprojekts Wikidata, der freien Datenbank für die Wikimedia-Projekte und darüber hinaus. Aus inhaltlicher Sicht resümierte Rickerts die drei ersten Prioritäten des Jahres 2016: die Gewinnung neuer Freiwilliger, Software-Entwicklung und politische & rechtliche Arbeit. Das ambitionierte Ziele, viele Menschen für die Mitarbeit an Wikipedia zu begeistern, stellte und stellt eine große Herausforderung für den Verein dar. Auch wenn bspw. die Zahl der Benutzerkonten in der deutschsprachigen Wikipedia 2016 weiter ansteigt, ist bislang die Vereinsarbeit nicht ausschlaggebend dafür. Jeweils ein positives Zwischenfazit zog Rickerts für die Software-Entwicklung und politische & rechtliche Arbeit.

Ausblick: Jahresplan 2017 und Anträge

Die Eckpfeiler der Vereinsarbeit 2017. Kann man hier nicht lesen, musst du draufklicken, dann gibt es die Handlungsfelder und 5 Schwerpunkte in groß! (Grafik: Elisabeth Mandl (WMDE), CC-BY-SA 4.0)

Die drei Schwerpunkte, auf die der Vorstand zurückblickte, werden auch in den fünf programmatischen Schwerpunkten 2017 weitergeführt, die den Kern des Jahresplanentwurfs bilden. Außerdem liegt je ein Schwerpunkt auf der Unterstützung bestehender Freiwilligen-Communitys und auf der Befreiung von Inhalten.

Nach Rückfragen und Erklärungen zu den verschiedenen inhaltlichen und finanziellen Dimensionen des Entwurfs, wurde er schließlich zur Abstimmung gestellt. Mit großer Mehrheit ist der Jahresplan 2017 in der vorgelegten Form beschlossen worden.

Bevor der Tag am Nachmittag auf die Wahlen zusteuerte, galt es noch, eine Reihe allgemeiner Überarbeitungen der Satzung und Vereinsordnungen sowie allgemeine Anträge zu beschließen. Detaillierte Auskunft darüber wird das in Kürze folgende Protokoll liefern.

Wahlen

Mit dem Präsidium und den Kassenprüfenden standen zwei Wahlgänge auf der Tagesordnung. Für die Aufgabe der Kassenprüfung standen zwei Plätze zur Besetzung, bei fünf Kandidierenden. Die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnten Lena Stammler und Daniel Baur. Herzlichen Glückwunsch!

Bei der Wahl für das 5. Präsidium traten Tim Moritz Hector als Vorsitzender und Schatzmeister Sebastian Moleski erneut für ihre Ämter an. Gegenkandidaten gab es nicht und beide wurden mit großer Mehrheit wiedergewählt.

Das 5. Präsidium von Wikimedia Deutschland. Von links nach rechts: Kurt Jansson, Lukas Mezger, Tim Moritz Hector, Sebastian Moleski, Harald Krichel, Johanna Niesyto und Sabria David. (Foto: Denis Schröder (WMDE), CC-BY-SA 4.0)

Ein anderes Bild bot die Wahl für Beisitzende des Präsidiums, weil für fünf zu besetzende Plätze zehn Personen kandidierten. Die meisten Stimmen konnten die folgenden fünf Kandidierenden auf sich vereinigen. Gewählt wurden:

  • Sabria David
  • Kurt Jansson
  • Harald Krichel
  • Lukas Mezger
  • Johanna Niesyto

Herzlichen Glückwunsch an die Vertreterinnen und Vertreter des neu gewählten, 5. Präsidiums! Großer Dank sei an dieser Stelle aber insbesondere allen Kandidatinnen und Kandidaten ausgesprochen, die sich zur Wahl der Kassenprüfenden und für das Präsidium gestellt haben. Danke für Euer Engagement!

Mit der Neuwahl des Präsidiums scheiden als Beisitzende aus: Catrin Schoneville, Jürgen Friedrich und Nikolas Becker. Allen Dreien vielen Dank für ihren Einsatz für Freies Wissen in den vergangenen zwei Jahren!

Diskussionen

…gab es zu diversen Punkten, mit viel Engagement und am Ende auch mit Szenenapplaus für die Konstruktivität der Gespräche. Unter den Ergebnissen: eine Arbeitsgruppe Politik und Gesellschaft sowie ein Auftrag an Präsidium und Geschäftsstelle, einen Vorschlag für Rahmenbedingungen und Konzeption künftiger Bannerkampagnen bis zur nächsten Mitgliederversammlung zu entwerfen. Hier sei noch einmal auf das offizielle Protokoll der Versammlung verwiesen, das nun im Nachgang erstellt wird.

…und dann noch ganz viel „Wiki“

Eine der Einführungen für Teilnehmer der Versammlung, hier zur freien Datenbank Wikidata. Es gab auch Wikipedia-Einführungen für Neulinge. (Foto: Denis Schröder (WMDE), CC-BY-SA 4.0)

Mitgliederversammlungen werden auch von Fördermitgliedern besucht, die Wikimedia Deutschland näher kennenlernen wollen. Ganz besonders neugierig sind sie aber auch auf Wikipedia. Deshalb gab es auf dieser Versammlung eine Premiere: Zum ersten Mal gab es ein Parallelangebot, bei dem Ehren- und Hauptamtliche Einführungen für Wikipedia und Wikidata gaben. Vielen Dank auch an Euch, dafür, dass Ihr Eure Zeit und Euer Wissen gespendet habt!

Nach der „MV“ – wie die Mitgliederversammlungen gerne abgekürzt werden – ist vor der MV. Die 20. Versammlung wird im Frühjahr 2017 stattfinden. Wer dieses Mal nicht kommen konnte oder wollte: Es lohnt sich, schaut das nächste Mal vorbei!

by Michael Jahn at November 26, 2016 05:19 PM

November 25, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Software Craftsmanship at Wikimedia Deutschland: Rewriting the Wikimedia Deutschland fundraising application

German summary: Jeroen De Dauw, Software-Architekt bei Wikimedia Deutschland, hat in zwei Blogposts architektonischen Überlegungen hinter einer umfangreichen Refaktorisierung der Spendenplattform-Software und ihre praktischen Umsetzungen beschrieben.

The story behind the refactoring of Wikimedia Deutschland’s fundraising framework

It took a team of software developers at Wikimedia Deutschland (Jeroen de Dauw, Kai Nissen, and Gabriel Birke) eight months to refactor the fundraising framework for the annual donation campaign.

Jeroen, software architect in the software development department, wrote two in-depth blog posts about the architectural concept behind the rewrite and how they approached it technically, all based of the principles of Clean Code and Software Craftsmanship.

 

by Jens Ohlig at November 25, 2016 11:01 AM

November 24, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 47/2016

In der Wikimedia:Woche 47/2016 gibt es Informationen über zwei neue Wikimedia-User Groups, mehrere Ausschreibung der WMF und die FDC-Empfehlung zur Verteilung der Spendeneinnahmen. Außerdem bekam WMDE eine Goldmedaille für herausragende Leistungen in der Denkmalpflege verliehen und die deutschsprachige Wikipedia erhielt ihren zwei-millionsten Artikel.

Die Wikimedia:Woche wird über verschiedene Plattformen verschickt. Die vollständige Ausgabe wird weiterhin in der Wikipedia zu finden sein. Über den Blog von Wikimedia Deutschland und die Vereins- und Wikipedia-Mailingliste wird zukünftig nicht mehr der gesamte Inhalt, sondern die zusammenfassende Einleitung mit dem Verweis auf die vollständige Ausgabe zu finden sein.

Zur Wikimedia:Woche 47/2016 geht es hier.

by Nicolas Rueck at November 24, 2016 05:14 PM

Herzlich willkommen, Maria Heuschkel!

Maria Heuschkel; Bild: Jan Apel, CC BY-SA 4.0

Ich freue mich sehr, dass Maria seit dem 15. November 2016 das Team Ideenförderung als Projektassistenz verstärkt. Zu ihren Hauptaufgaben gehört die direkte Unterstützung von Ehrenamtlichen bei der erfolgreichen Umsetzung ihrer Vorhaben.

Sie stellt sich hier kurz mit eigenen Worten vor:

„Nach verschiedenen Stationen und Aufenthalten in Zwickau, Marburg, Beijing und Bangkok, einem Bachelorstudium mit dem umständlichen Namen Languages and Business Administration im chinesischsprachigen Kulturraum und einem Master der International Development Studies, habe ich es mir nun in Berlin gemütlich gemacht und freue mich darauf, die Community bestmöglich zu unterstützen. Die verschiedenen Wikimedia-Projekte leben vom Engagement und Enthusiasmus der Ehrenamtlichen und ich bin gespannt auf die künftige Zusammenarbeit. In freien Minuten beschäftige ich mich gern mit Yoga, Pilates (oder auch Yogilates) und mit inhaltlichen Themen wie Menschenrechten, Menschenhandel und Migration.“

Für Fragen und Anregungen steht Maria sehr gerne zur Verfügung: maria.heuschkel@wikimedia.de

Zur Wikipedia-Benutzerseite von Maria als WMDE-Mitarbeiterin: Benutzerin:Maria Heuschkel (WMDE)

by Julian Fischer at November 24, 2016 04:52 PM

November 23, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

„Wikipedia … das ist doch das, wo man draufklickt, oder?“

Ein Beitrag von Chiara Weiß und Bernd Gross

„Wikipedia … das ist doch das, wo man draufklickt, oder?“ … diese Frage war eine der ersten, die uns auf der 12. Leipziger „denkmal“, der europäischen Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung, gestellt wurden. Es war überraschend und natürlich sehr schön zu sehen, wie groß die Neugier bezüglich der Wikipedia und der Schwesterprojekte sowie WMDE war. Neben allgemeinen Fragen zum Thema Wikipedia, Benutzerkonten, Finanzierung und Bearbeitungen wurden einige neue Accounts angelegt, Bilder in Artikel eingefügt und viel über GLAM, WMDE und alle Schwesterprojekte erklärt und erzählt.

Dank dem großen Interesse mussten wir nach drei Tagen auf der Messe keine (!!) von den aus Berlin mitgebrachten Materialien wieder zurückschicken.

Ein weiterer Satz, der häufiger zu hören war, war: „Ihr seid toll, macht weiter so, das ist ein super Projekt!“ – was natürlich für uns alle ein Lob ist, das wir uns immer wieder vor Augen führen sollten!

In den Mittelpunkt an unserem Stand stellten wir unsere großen Fotowettbewerbe WLM und WLM. Zwölf Poster zeigten das breite Spektrum der Denkmalfotografie; fünf Kalenderposter wurden gerne von den Besuchern mitgenommen. An zwei Monitoren liefen Fotogalerien, ebenso konnten wir viele Fragen zur Wikipedia allgemein beantworten.

Mit Blick auf die Gewinnung von Neulingen luden wir zur Mitarbeit ein und stellten wiederholt fest, dass viele gar nicht wissen, dass und wie sie bei diesem großen Puzzle des Weltwissens mitmachen können. Unter Schülern hatte sich herumgesprochen, dass man bei uns bei einem Quiz sein Wissen über Wikimedia testen könne. Fast alle erreichten die nötige Punktzahl und erhielten für eine erfolgreiche Teilnahme einen Wikipedia-Beutel.

Ein besonderes Highlight an unserem Stand bildeten fünf PediaPress-Bücher mit ausgewählten Artikeln zur Denkmalpflege, zu Kulturdenkmalen und Denkmallisten von Dresden und Leipzig. Für eine Online-Enzyklopädie etwas geradezu Exotisches. Viele Besucher nahmen gerne so mal „ein Stück Wikipedia in die Hand“ und nicht wenige fragten, ob sie diese Bücher auch kaufen könnten.

Ein ganz besonderer Moment ereignete sich um 11.00 Uhr am Sonnabend. Der dritte und letzte Messetag hatte begonnen. Gemeinsam mit ajepbah, Puusterke und Tilman2007 hatten wir zuvor unser Auftreten auf dem Denkmal-Forum um 13.00 Uhr abgestimmt und in der Präsentation die letzten Fehler ausgemerzt. Derweil hatten dat doris, Oberlausitz Matthes und Don-kun, der den bereits abgereisten Ludwig, Silvio ersetzte, die fünf Papierkorb-Magazine mit eingerollten Kalenderpostern inkl. Aufrufen zu WLE und WLM 2017 nachgeladen.  Nach zwei lebendigen Messetagen war es eine angenehme Ruhe vor dem letzten Ansturm.

Da erschien plötzlich die Leiterin der denkmal-Messe, Frau Ingrid Heinick, und erklärte uns, dass unsere Präsentation von 13.00 auf 16.30 Uhr verschobenen werden müsse, also fast ans Ende der Messe. Freude löste dies zunächst nicht aus, zumal Puusterke und Tilman dann schon auf der Rückreise sein sollten. Doch die Erklärung folgte sofort, als vier Vertreter der Protokollabteilung der Leipziger Messe erschienen und uns sagten: „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen … eine von zehn Goldmedaillen für herausragende Leistungen in der Denkmalpflege in Europa. Kommen Sie um 12.55 Uhr pünktlich zur Preisverleihung und zum anschließenden Sektempfang.“ Unser Team jubelte.

Viele Kontakte wurden während dieser drei Tage geknüpft bzw. deutlich vertieft. Dies betrifft die Zusammenarbeit mit Institutionen der Denkmalbranche, mit Stiftungen, Verbänden sowie Ministerien. Und zahlreiche neue Projektideen befinden sich in der Reifephase und werden bald das neue Ideenportal von WMDE anreichern.

Natürlich präsentierten wir uns auch vor gut einem Dutzend Zuhörer am Ende der Messe, zusammen mit ajepbah und Boshomi. Nach fünfjähriger Team-Arbeit konnte Boshomi, als Vertreter unserer Wikipedianer-Kollegen aus Österreich, die Fertigstellung der dortigen Denkmallisten in der Wikipedia verkünden. Zu 95 % sind die 37 Tausend Denkmale listenmäßig erfasst, mit Geokoordinaten versehen und zum größten Teil bebildert. Im gleichen Zeitraum kommen wir in Deutschland auf rund 50 %, wobei es hierzulande aber rund 900 Tausend Kulturdenkmale gibt. Bei der Erstellung einer Online-Denkmaltopographie für Sachsen werden wir 2017 mit der Freischaltung der amtlichen Denkmallisten im Frühjahr ein großes Stück Arbeit vor uns haben. Diese Chance gilt es zu nutzen.

Der Geschäftsführer der Leipziger Messe, Markus Geisenberger, zog nochmals kurz vor Messeschluss seine Hallenrunde, nicht ohne uns nochmals zu beglückwünschen, seinem Wunsch auf unsere Teilnahme an der denkmal 2018 Ausdruck zu verleihen und uns auch zur kommenden Buchmesse im März 2017 willkommen zu heißen.

Siehe auch: Leipziger Denkmal-Gold für Wikimedia Deutschland

Weitere Fotos auf Commons

by Nicolas Rueck at November 23, 2016 04:10 PM

Rückblick des Präsidiums: Vision, Mission, Werte

Eine „Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens“ – was genau soll das sein? Nicht nur Menschen, die zum ersten Mal mit uns in Kontakt treten, stellen sich diese Frage. Kaum jemand greift dann zur Satzung, liest die Präambel und den § 2, in dem der Vereinszweck erläutert wird. Und sucht sich dann den Text zu unseren Werten heraus, liest zum besseren Verständnis noch den (eher durchwachsenen) Wikipedia-Artikel zu Freien Inhalten und sucht den letzten Wikimedia-Jahresbericht nach einer Passage zum Selbstverständnis des Vereins ab.

 

Das 4. Präsidium hat nun zum Abschluss seiner Amtszeit niedergeschrieben, wie es selbst die Vision, Mission und Werte des Vereins versteht – vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen aus den vergangenen zwei Jahren Präsidiumsarbeit. Grundlage für den Text sind die oben genannten Dokumente, die wir auf nicht mehr als einer Seite zusammenfassen wollten. Besonders wichtig war uns, dass der Text auch von Menschen verstanden wird, die noch nicht mit uns und unseren Themen zu tun hatten.

 

Wir freuen uns über Hinweise, wo der Text ergänzt, verbessert und verständlicher formuliert werden kann.

 

Unsere Vision

Unsere Vision ist eine Welt, in der jeder Mensch am Wissen der Menschheit teilhaben, es nutzen und mehren kann. Wir sind davon überzeugt, dass ein freier Zugang zu Wissen und Information die Gesellschaft mündiger macht. Wir sehen uns damit in der Tradition der Aufklärung und treten für das Menschenrecht auf Bildung ein.

 

Unsere Mission

Wir verstehen uns als Bildungsverein, der die Reichweite des Internets und die Kopierbarkeit digitaler Inhalte nutzt, um möglichst vielen Menschen sehr effizient Zugang zu Wissen und Bildung zu ermöglichen.
Wir engagieren uns darum für Online-Communitys, die Informationen sammeln und ordnen, dadurch Wissen schaffen und dieses Wissen anderen kostenlos zugänglich machen. Wir fördern die genutzten Online-Plattformen, entwickeln hierfür Software und unterstützen Aktive bei ihren Projekten.
Das gesammelte Wissen wird in Form Freier Inhalte veröffentlicht, daher nennen wir uns auch „Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens“. Das „frei“ bezieht sich auf das Recht, Inhalte kostenlos zu nutzen, zu verändern und weiterzuverbreiten. Wir sehen in Nutzern keine bloßen Konsumenten, sondern potentielle Wissen-Schaffende, die Freie Inhalte weiterentwickeln und auch neue kreieren. Spezielle Lizenzen garantieren und schützen diese Freiheiten dauerhaft, sodass der Bestand an Freien Inhalten stetig wächst.
Darüber hinaus wollen wir den Nutzen dieser Freiheiten im gesellschaftlichen Bewusstsein verankern. Wir werben bei politischen Entscheidungsträgern für bessere rechtliche Rahmenbedingungen zur Erstellung und Verbreitung Freier Inhalte. Gleichzeitig versuchen wir, andere Institutionen von den Vorteilen freier Lizenzierung zu überzeugen, damit sie eigene Inhalte für die Allgemeinheit freigeben.

 

Unsere Werte

Wir verstehen uns als Teil einer weltweiten Bewegung, mit der wir offen und partnerschaftlich zusammenarbeiten und uns austauschen. Insbesondere betrifft dies die Wikipedia-Community, aus deren Mitte Wikimedia Deutschland 2004 gegründet wurde, und die Communitys der anderen Wikimedia-Projekte. Unsere Aktivitäten sind transparent gestaltet und offen für Freiwillige. Strategische Entscheidungen treffen wir partizipativ. Diversität ist uns wichtig. Wir arbeiten wirkungsorientiert, um stetig zu lernen, wie unsere Arbeit uns unserer Vision am effektivsten näher bringt.

 

by Kurt Jansson at November 23, 2016 08:54 AM

November 21, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

2 Millionen Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia

Am 19. November 2016‎ um 17:14 Uhr legte die Wikipedianerin Ra′ike einen Eintrag über das Mineral „Michenerit“ an. Es wurde der zweimillionste Artikel der deutschsprachigen Wikipedia.

In nur 15 Jahren hat die Community der deutschsprachigen Wikipedia-Autorinnen und -Autoren eine unglaubliche Menge an Wissen zusammengetragen. Nur mit ihrem ehrenamtlichen Engagement konnte Wikipedia zu einer der beliebtesten Websites und zur größten Online-Enzyklopädie überhaupt werden. Alleine im vergangenen Oktober wurden in der deutschsprachigen Wikipedia Bearbeitungen von über 16.000 Menschen getätigt. (Quelle)

by Nicolas Rueck at November 21, 2016 11:38 AM

November 17, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 46/2016 – Jubiläumsausgabe

Die Wikimedia:Woche feiert ihre 250. Ausgabe! Deshalb gibt es in dieser Woche keine Neuigkeiten, sondern einen Rückblick auf 25 Highlights aus 250 Ausgaben, mit den kontroversesten Eklats, bizarrsten Meldungen, interessantesten Entwicklungen und einschneidendsten Ereignissen der vergangenen Jahre. Also lass dich überraschen! Außerdem bekommt die Wikimedia:Woche mit dieser Ausgabe erstmals ein Logo geschenkt.

Aktuelles aus dem Wikimedia-Universum gibt es wie gewohnt wieder in der nächsten Ausgabe 47/2016. Außerdem wird es mit der kommenden Ausgabe eine kleine Umstellung des Versands der Wikimedia:Woche geben (Näheres dazu folgt).

Übrigens: In der allerersten Ausgabe vom 29. September 2011 stand es noch in Großbuchstaben ganz oben: „DAS WICHTIGSTE: MITMACHEN!“. Und das gilt natürlich auch heute noch. Interessante Neuigkeiten für kommende Ausgaben können immer hier eingetragen werden. Ein großer Dank geht an alle, die an den bisherigen 250 Ausgaben mitgewirkt haben.

29.9.2011: WMF: Bildfilter

Die Diskussionen (vor allem in der deutschsprachigen Wikipedia) um den geplanten Image Filter <http://meta.wikimedia.org/wiki/Image_filter_referendum/Results/en> wurden von Sue Gardner (WMF) in ihrem Blog <http://suegardner.org/2011/09/28/on-editorial-judgment-and-empathy/> am 28.9. aufgegriffen. Es geht vor allem darum einen Aufruf weiter zu diskutieren, dabei aber sachlich zu bleiben und den Perspektivwechsel einzubeziehen, damit auch Positionen von Lesern/Nutzern berücksichtigt werden. Die Diskussion sollte sich nicht gegen die Foundation richten, so Sue Gardner. Ausserdem erläutert und differenziert sie die Begriffe Zensur (Censorship) vs. redaktionelle Beurteilung (editorial judgement)

aus der Ausgabe 1/2011

6.10.2011: Streik der italienischen Wikipedia-Autoren

Das italienische Parlament berät zurzeit über eine Gesetzänderung, die jeden Webseitenbetreiber verpflichten soll, innerhalb von 48 Stunden beanstandeten Inhalt zu entfernen und eine Gegendarstellung zu veröffentlichen, ohne dass geprüft wird, ob diese berechtigt ist. Als Protestaktion gegen diese Änderung begann die italienische Wikipedia am Abend des 4. Oktobers, alle Seiten der Sprachversion auf ein Protestschreiben umzuleiten und sie damit faktisch zu sperren. Mit der Aktion wurde gefordert, die fragliche Gesetzgebung zu unterlassen. Nach politischen Signalen, dass aufgrund des Protestes Änderungen am Gesetzesvorschlag vorgenommen werden, hat die italienische Community die Sperrung zu 14 Uhr am 06.10. aufgehoben.

Das Protestschreiben auf Italienisch, Englisch, Deutsch:

Die Wikimedia Foundation sowie Wikimedia Italien haben jeweils Stellung zu den Entwicklungen bezogen. Sie unterstützen die Aktion der italienischen Wikipedianer:

Weitere offizielle Stellungnahmen haben Wikimedia Serbien, Wikimedia Schweden und Wikimedia Russland abgegeben. Sie unterstützen die Aktion:

Die Wikimedia Foundation hat im Zuge der Diskussion um die Verhältnismäßigkeit des italienischen Streiks zu einer gemeinsamen Diskussion über die Vor- und Nachteile ähnlicher Aktionen in der Zukunft aufgerufen. Die Diskussion soll auf Meta geführt werden:

aus der Ausgabe 2/2011

5.4.2012: Wikidata ist gestartet

Wikimedia Deutschland hat die Entwicklung des ersten neuen Wikimedia-Projekts seit 2006 in dieser Woche gestartet. Ein eigenes Entwicklerteam soll mit Wikidata in den nächsten Monaten einen zentralen Speicherort für strukturierte Wikipedia-Daten schaffen. Es berichtete u.a. auch die Wikimedia Foundation in einem längeren Blogposting über das Projekt. Im Blog von Wikimedia Deutschland ist eine kurze Teamvorstellung veröffentlicht worden:

aus der Ausgabe 14/2012

5.7.2012: QR-Codes auf Friedhof

Auf dem Friedhof mit Namen Congressional Cemetery in Washington, D.C. sind auf Initiative von Wikipedia-Aktiven QR-Codes angebracht worden, die auf Wikipedia-Einträge von dort beerdigten Persönlichkeiten verweisen. Mehr Details zum Projekt gibt ein Kurzbericht im GLAM-Newsletter des Monats Mai. http://outreach.wikimedia.org/wiki/GLAM/Newsletter/June_2012/Contents/USA_report

aus der Ausgabe 27/2012

11.10.2012: WLM 2011 im Guinness-Buch der Rekorde

Wiki Loves Monuments 2011 wurde als größter Fotowettbewerb der Welt ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen:

aus der Ausgabe 41/2012

7.2.2013: Asteroid wurde nach Wikipedia benannt

Der Asteroid No. 274301 wurde nach Wikipedia benannt.

aus der Ausgabe 6/2013

11.4.2013: Französischer Geheimdienst lässt Artikel löschen

Der Vorsitzende von Wikimedia France, Remi Mathis, hat als Admin in der französischen Wikipedia den Artikel über eine geheime Militärbasis auf Verlangen des französischen Inlandsgeheimdienstes gelöscht, nachdem die Wikimedia Foundation eine Löschung per Office Action abgelehnt hatte. Der Artikel ist nach Diskussion unter den Admins wieder hergestellt worden. Der Vorgang ist bisher beispiellos.

aus der Ausgabe 15/2013

27.6.2013: Jimmy Wales und Edward Snowden

Jimmy Wales wird vorgeworfen, er habe versucht, den Wikipedia-Account des Whistleblowers Edward Snowden zu outen, was gegen das Recht der Wikipedianer auf Anonymität innerhalb des Projekts verstoßen würde. Wales bestreitet das.

aus der Ausgabe 26/2013

27.2.2014: Wikipedianer kommt bei Unruhen in der Ukraine ums Leben

Der zwanzigjährige Igor Kostenko, Wikipedianer und Freiwilliger von Wikimedia Ukraine, ist bei den Unruhen auf dem Kiewer Maidán ums Leben gekommen. Wikimedia Ukraine hat dazu einen Blogbeitrag veröffentlicht.

aus der Ausgabe 2/2014

24.4.2014: Mietvertrag für Kölner Communityspace unterschrieben

In Köln wurde der Mietvertrag für einen Kölner Community-Raum – der „Lokal K“ heißt – unterschrieben.

aus der Ausgabe 9/2014

30.4.2014: Abmahner mahnt ab und fliegt als Abschreiber auf

Jan Engelmann, Leiter Politik und Gesellschaft bei Wikimedia Deutschland schreibt im Kurier und WMDE-Blog über einen Abmahnfall mit ironischer Wendung. „Er endete mit dem juristischen Sieg für einen Wikipedianer, der seine Rechte als Urheber durch ein windiges Modell der Rechteberühmung verletzt sah. Der Fall zeigt einerseits, dass die lizenzwidrige Übernahme von Texte aus der Wikipedia keineswegs sanktionslos bleiben muss. Andererseits aber auch, dass durch das gelungene Zusammenspiel von Community, einer spezialisierten Medienkanzlei und WMDE die Interessen der Autorenschaft sowie der legitimen Nachnutzer von freien Inhalten sehr effektiv geschützt werden können.“

aus der Ausgabe 10/2014

14.8.2014: Ist Wikimedia gegen das Freie Internet?

Das von der Wikimedia Foundation propagierte Programm „Wikipedia:Zero“, das Menschen in Ländern des Globalen Südens kostenlosen Zugang zu Wikipedia ermöglichen soll, widerspricht nach Ansicht von Kritikern den Prinzipien des Freien Internets, insbesondere dem Prinzip der Netzneutralität. Raegan MacDonald erläutert die Kritik auf Netzpolitik.org.

aus der Ausgabe 23+24/2014

21.8.2014: MediaViewer und Superprotect

Die Diskussionen um die Auswirkungen des Meinungsbildes zum MediaViewer (Medienbetrachter), unter anderem die Einführung des „Superschutzes“ (Superprotect), halten weiter an. In zahlreichen weiteren Beiträgen innerhalb und außerhalb der Wikipedia wird weiterhin darauf eingegangen. Diskussionen innerhalb der Wikipedia (Auswahl):

Statements seitens der Wikimedia Foundation

Blogbeiträge (Auswahl)

aus der Ausgabe 25/2014

11.9.2014: Übersetzung des Artikels „Ebola“ in alle Amtssprachen Südafrikas

Der Übersetzungsdienstleister Rubric hat dem südafrikanischen Wikimedia-Chapter die Übersetzung des Artikels „Ebola“ in allen südafrikanischen Amtssprachen gespendet. Damit ist der Artikel ist jetzt auch unter anderem auf Xhosa, Zulu, Setswana, Sesotho, Siswati, Xitsonga, Tshivenda, Nord-Sotho und Ndebele verfügbar. Über Wikipedia:Zero sind die Inhalte kostenfrei verfügbar.

aus der Ausgabe 28/2014

23.10.2014: Wikipedia-Denkmal in Słubice eingeweiht

Am 22. Oktober wurde in der polnischen Kleinstadt Słubice ein Denkmal für die ehrenamtlichen Autorinnen und Autoren der Wikipedia eingeweiht (die Wikimedia:Woche berichtete mehrmals). Zahlreiche Medien schrieben über das Ereignis, es gibt inzwischen auch einen eigenen Wikipedia-Artikel für das Denkmal des armenischen Künstlers.

aus der Ausgabe 34/2014

18.12.2014: Freebase geht in Wikidata auf

Das zuletzt von Google betriebene Projekt „Freebase“ zur Sammlung strukturierten Daten mit 46,5 Millionen Einträgen wird in Wikidata aufgehen.

aus der Ausgabe 42/2014

30.4.2015: Kölner OB-Kandidat stellte Löschantrag auf Artikel von Konkurrentin

Der OB-Kandidat Hendrick Rottmann stellte in der deutschsprachigen Wikipedia einen Löschantrag auf den Wikipedia-Artikel seiner Konkurrentin Henriette Reker, nachdem der Artikel über ihn gelöscht worden war.

aus der Ausgabe 16/2015

2.7.2015: Initiative für den Erhalt der Panoramafreiheit

Die Banner in der Wikipedia waren nicht zu übersehen – die Panoramafreiheit und ihre Bedrohung sind Thema in vielen Medien. Nicht zuletzt, weil sich die deutschen Wikipedia-Aktiven in der größten Unterschriftenaktion bisher für die Erhaltung ausgesprochen haben! 4.235 Autorinnen und Autoren haben unterschrieben und zusätzlich 4.465 nicht angemeldete Nutzerinnen und Nutzer!

Wikimedia Deutschland hat diesen 57-seitigen Briefen postalisch an die deutschen EU-Parlamentarierinnen und EU-Parlamentarier geschickt. Begleitet durch einen vierseitigen Brief (unterschrieben von Christian Rickerts), der dem Anliegen der Autorenschaft volle Unterstützung gibt und auf die Auswirkungen hinweist, die durch die Annahme des Vorschlags entstehen würden.

Zusätzlich hat WMDE eine Pressemitteilung veröffentlicht, damit der Brief nicht nur in Brüssel Gehör findet.

Am 30.06. hat WMDE zu einem Pressegespräch eingeladen, um das Thema einordnen zu können und die Auswirkungen eines solchen Gesetzes auf EU-Ebene zu erklären. Die dpa hat dazu direkt nachmittags eine Meldung versendet. (Die Meldung der dpa ist nicht frei zugänglich. Daher hier ein Link zu dem fast vollständig übernommenen Text von Focus Online.)

aus der Ausgabe 25/2015

16.7.2015: Gestickte Wikipedia

Anlässlich des 800. Jahrestags der Magna Charta, wurde der entsprechende Wikipedia-Artikel unter Beteiligung mehrerer Prominenter als Stickerei nachgebildet. Ob es neben der gesprochenen und der gedruckten Wikipedia wohl bald auch die gestickte Wikipedia geben wird?

aus der Ausgabe 27/2015

27.8.2015: Haschisch-Artikel führt zu Wikipedia-Sperrung in Russland

Nach einer Gerichtsentscheidung in der russischen Stadt Astrachan, sollte ein russischsprachige Artikel über Haschisch gesperrt werden. Darüber berichteten unter anderem der Standard und Heise. Da sich die Community der russischsprachigen Wikipedia dem verweigerte, wurde kurzfristig die gesamte russischsprachige Wikipedia (für kurze Zeit) gesperrt.

Spiegel-Online und faz.net berichteten über die zeitweise Sperrung der gesammten Wikipedia in Russland.

aus der Ausgabe 33/2015

24.9.2015: Streit um Affenselfie geht in eine weitere Runde

In der Frage um das Urheberrecht eines Affenselfies, klagt die Tierschutzorganisation Peta im Namen des Tieres darauf, dass das Urheberrecht bei diesem liegen solle.

aus der Ausgabe 37/2015

26.11.2015: Stadt Mannheim verklagt WMF und WMDE

Die Stadt Mannheim klagt gegen die Wikimedia Foundation und Wikimedia Deutschland. Die Klage betrifft 17 Fotos gemeinfreier Gemälde aus dem Bestand der Reiss-Engelhorn Museen in Mannheim, die auf Wikimedia Commons hochgeladen worden sind.

aus der Ausgabe 46/2015

26.11.2015: Wikipedia-Community erhält Erasmuspreis

Die Community der Autorinnen und Autoren von Wikipedia hat den Erasmuspreis erhalten. Überreicht wurde der mit 150.000 Euro dotierte Preis von König Willem-Alexander im Amsterdamer Königspalast stellvertretend an drei Mitglieder der internationalen Wikipedia-Gemeinschaft.

aus der Ausgabe 46/2015

11.2.2016: Anne Franks Tagebücher wegen schwieriger Urheberrechtslage gelöscht

Vor über 70 Jahren wurde Anne Frank im Konzentrationslager Bergen-Belsen ermordet. Ihre Tagebücher sollten eigentlich mittlerweile gemeinfrei sein. Wegen einer problematischen Urheberrechtslage wurden die Tagebücher jetzt dennoch von den Wikimedia-Servern gelöscht.

aus der Ausgabe 6/2016

21.4.2016: Wikipedia to the Moon

Wir können Wikipedia zum Mond bringen! Zumindest eine Auswahl – was wie aus welchen Gründen ins All sollte, kann die weltweite Community entscheiden. Wie genau, ist in einem Blogbeitrag nachzulesen.

aus der Ausgabe 16/2016


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at November 17, 2016 12:29 PM

November 15, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Engagement der Wikipedia-Community für herausragende Leistungen in der Denkmalpflege ausgezeichnet

Wikipedia-Aktive und Wikimedia Deutschland durften am vergangenen Samstag, den 12.11.2016, auf der europäischen Leitmesse „Denkmal“ in Leipzig die Goldmedaille für die besondere Aktivierung des bürgerschaftlichen Engagements entgegen nehmen. Insgesamt erhielten zehn Standbetreiber eine Medaille für herausragende Leistungen in der Denkmalpflege in Europa.

Die Goldmedaille ist ein Verdienst zahlreicher ehrenamtlich Aktiver, die sich seit Jahren dafür engagieren, die Wikipedia und Wikimedia Commons im Denkmalbereich voranzubringen. Beispielsweise haben die Ehrenamtlichen Denkmallisten erstellt, Artikel zu einzelnen Baudenkmalen geschrieben, entsprechende GLAM-Aktivitäten durchgeführt oder den jährlichen Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments organisiert. Wikimedia Deutschland unterstützt die Freiwilligenaktivitäten u.a. mit dem Verleih von Kameras, Literatur, Treffen oder Mitwirkung bei der Projektorganisation.

Die Wikipedia war 2016 zum dritten Mal in Folge durch Ehrenamliche auf der europäischen Messe für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung vertreten.

by Nicolas Rueck at November 15, 2016 01:29 PM

November 11, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im Oktober 2016

Die folgende Liste zeigt eine Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen, die von den Communitys organisiert wurden und mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im vergangenen Monat stattgefunden haben. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Beim Festivalsommer standen im letzten Monat zwölf Veranstaltungen auf der Agenda. Der vollständige Festivalplan ist in der Wikipedia zu finden.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Wikipedia-Communitys ist über Wikipedia:Lokales abrufbar. Einige Gruppen hinter den lokalen Räumen führen außerdem Blogs, über die eine Auswahl der dort stattgefundenen Veranstaltungen und Aktionen nachgelesen werden kann:

1.10.: Wikipedia-Einführungskurs in Ulm

Nach dem Vorbild der Stuttgarter Gruppe fand in Ulm erstmals ein Wikipedia-Einführungskurs und Offenes Editieren statt. Der Veranstaltung besteht aus den zwei Teilen: Zunächst wird ca. eine Stunde lang ein Einführungsvortrag zur Mitarbeit an der Wikipedia mit anschließender Diskussions- und Fragerunde angeboten. Dieser Teil richtet sich vornehmlich an Neulinge und angehende Autorinnen und Autoren, die die ersten Schritte bei der Bearbeitung von Artikeln in Begleitung erfahrener Nutzerinnen und Nutzer machen möchten.

Beim anschließenden Offenen Editieren werden weiterführende Themen bearbeitet, die vom Teilnehmendenkreis vorgeschlagen werden. Dabei werden erfahrene Wikipedianer und Wikipedianerinnen anwesend sein, die gerne einschlägige Fragen beantworten.

3.10.: Tag der Deutschen Einheit

Der Wikipedianer Sandro Halank besuchte mit der Fotokamera die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden. Die Fotos der anwesenden Politiker befinden sich zur freien Weiternutzung auf Wikimedia Commons. Eines der Bilder wurde bereits kurz nach Veröffentlichung von dem Satireblog Postillon genutzt.

3.10.: Treffen der Redaktion Altertum

In Heidelberg fand im Vorfeld einer GLAM on Tour-Station (siehe unten) ein Treffen der Wikipedia-Redaktion Altertum statt. Für den Wikipedia-Kurier schrieb Marcus Cyron einen Artikel über die Veranstaltung.

4.–5.10.: GLAM on Tour Heidelberg

Foto: Martin Rulsch, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0, Antikenmuseum der Universität Heidelberg (Martin Rulsch) 2016-10-05 01, CC BY-SA 4.0

Eine neue Station der GLAM on Tour fand im Oktober im Antikenmuseum und der Abguss-Sammlung der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem Institut für Klassische Archäologie und dem Sonderforschungsbereich 933 „Materiale Textkulturen“ statt. Das Programm, Berichte und Bilder sind über die Projektseite zu finden.

7.10.: Eröffnung des WikiMUC

Das WikiMUC, der neue lokale Standort der Wikipedianerinnen und Wikipedianer in München, ist bereits seit einiger Zeit aktiv und feierte nun seine offzielle Eröffnungsparty.

8.10.: Treffen der Wikipedianer im Sauerland

In Hallenberg fand im Rahmen einer Stadtführung der 39. Stammtisch im Sauerland statt. Die Veranstaltung war durch die Wikimedia-Community-Versicherung mit einer Haftpflicht- und Unfallversicherung geschützt.

9.10.: Israel Edit-a-thon

In Berlin trafen sich Autorinnen und Autoren der Wikipedia zum gemeinsamen Israel Edit-a-thon, also dem gemeinsamen Editieren rund um den Themenbereich Israel. Eingeladen waren explizit auch Menschen ohne Vorkenntnisse in der Wikipedia. Presse war außerdem vor Ort: So wurde bspw. ein Artikel zur Veranstaltung auf i24news.tv veröffentlicht.

14.–16.10.: Subscribe 8

Mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland nahm Sebastian Wallroth an der SUBSCRIBE 8 teil, einer Konferenz bzw. einem Workshop und Community-Treffen für Menschen aus der Podcast-Szene. Dabei ist unter anderem eine weitere Episode des WikiStammtischs entstanden.

14.-16.10.: Support-Team-Workshop

Das Support-Team ist eine Gruppe von Freiwilligen, die mit viel Geduld und Freundlichkeit E-Mail-Anfragen zu den verschiedenen Wikimedia-Projekten bearbeiten. Mitglieder des Support-Teams trafen sich nun in Erfurt zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch.

21.-23.10.: Stadtwiki-Tage Passau

Zum Netzwerken mit den Betreibern kleinerer Wikis und Regional-Wikis reiste der Wikipedianer Sebastian Wallroth zu den Stadtwiki-Tagen nach Passau. Die Stadtwiki-Tage dienen als Forum für alle deutschsprachigen Wikis mit lokalem oder regionalem Schwerpunkt.

21.-23.10.: WLM-Jurysitzung

Nachdem die Einreichungsphase des Fotowettbewerbs Wiki Loves Monuments abgeschlossen war, gingen die Bilder zunächst zur Vorauswahl an eine Vorjury. Die 1041 Fotos, die dabei eine Bewertung von mindestens 3 von 5 erhalten hatten, wurden von der Hauptjury, die durch die Experten Nina Schwenke und Volkmar Billeb unterstützt wurde, begutachtet. Die Top-10-Bilder werden an den internationalen Wettbewerb weitergeleitet. Neben den Preisen für die Top 100 vergab die Jury zwei Sonderpreise an besonders gelungene 360°-Panoramabilder. (basierend auf einem Text von DCB, CC-by-sa 3.0)

Über die Jury-Sitzung berichtete außerdem Sandra Becker im Podcast WikiStammtisch Folge 26.

22.10.: Wikipedia-Einführungskurs in Ulm

Der Anfang des Monats erstmals angebotene Einführungskurs mit Offenem Editieren (siehe oben) wurde zwei Wochen später erneut angeboten.

25.10.: Workshop zur AutorInnen-Gewinnung

Unter dem Motto Besserwisser(innen) dringend gesucht! fand im Haus der Wissenschaft in Bremen ein Workshop statt, zu dem alle Interessierten aus Bremen und „Umzu“ eingeladen waren, um einen Abend lang gemeinsam zu überlegen, zu diskutieren und zu beratschlagen, welche Wege es zur Gewinnung von neuen Autorinnen und Autoren in Bremen und Bremerhaven geben könnte.

28.10.: Wikisource-Sprechstunde Dresden

Die Dresdner Wikipedia-Community bot im Oktober eine öffentliche Sprechstunde zu der freien Quellensammlung Wikisource in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden an.

28.-30.10.: Jurysitzung zum 25. Schreibwettbewerb

Gewinner des 25. Schreibwettbewerbs ist der Artikel Stochastische Analysis von HilberTraum. Kuebi gewann den Publikumspreis mit dem Artikel Aktion gegen Geheimlehren und sogenannte Geheimwissenschaften. Der Reviewpreis ging an JTCEPB. Wikimedia Deutschland unterstützte die Jurysitzung und förderte den Wettbewerb mit Preisspenden.

28.-30.10.: Redaktionstreffen Film und Fernsehen

In Frankfurt am Main kam die Wikipedia-Redaktion Film und Fernsehen zusammen, um über die gemeinsame Arbeit im Themenbereich zu sprechen. Die Ergebnisse sind zum Nachlesen in einem Protokoll festgehalten worden.

29.10.: 17. Stammtisch Ostfriesland

Am 29. Oktober traf sich der 17. Stammtisch des Wikiprojekts Ostfriesland ab 17:00 Uhr vor dem Offizierheim am Adalbertplatz in Wilhelmshaven. Nach einer kleinen Warterunde vor der Tür begann der Stammtisch mit einer Führung durch das Offizierheim. Anschließend konnte man sich bei der heimeigenen Gastronomie à la carte ein Abendessen bestellen. (Text: WHVer, CC-by-sa 3.0, weiterlesen)

Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende regelmäßige Community-Termine fanden auch im vergangenen Monat wieder mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland statt:

by Nicolas Rueck at November 11, 2016 10:30 AM

November 10, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 45/2016

In der deutsch- und englischsprachigen Wikipedia ist das Spendenbanner geschaltet worden und das Community Tech Team der Wikimedia Foundation startete die internationale Umfrage zu den technischen Wünschen. Weitere Themen der aktuellen Wikimedia:Woche sind das Ideenportal und neue Stellenausschreibungen von Wikimedia Deutschland, sowie ein interessanter Artikel über die Urteile im Fall Reiss-Engelhorn-Museen.

Am kommenden Donnerstag erscheint übrigens die 250. Ausgabe der Wikimedia:Woche mit einer kleinen Überraschung.

Foundation und Organisationen

Neue Stellenausschreibungen bei Wikimedia Deutschland

Wikimedia Deutschland hat mehrere neue Stellen ausgeschrieben.

Spendenkampagne 2016 begonnen

In den kommenden Wochen wird Wikimedia Deutschland Banner in der deutsch- und englischsprachigen Wikipedia schalten. Das Spendenziel ist mit 8,6 Millionen Euro unverändert zum letztjährigen Spendenziel. Wer wissen möchte, wie die Spendenziele zustandekommen, welche Banner auf welchen Wikipedia-Versionen angezeigt werden, wie häufig man Banner zu sehen bekommt oder Fragen und Kommentare loswerden möchte, dem sei die Portalseite und dort insbesondere die Q&A empfohlen.

Projekte und Initiativen

Ideenportal für Projekte rund um Wikipedia & Co.

Das Ideenportal ist eine Plattform für Projektideen und konkrete Vorhaben, die von der Community veröffentlicht und diskutiert werden. Im September wurde die Seite online gestellt und präsentiert inzwischen drei Projekte.

Wie sich WLM und OSM gegenseitig befruchten

ChristianSW schrieb über die ergänzende Arbeit in OpenStreetMap zum Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments.

Wikidata:Status updates/2016 10 29

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt

Die aktuellen Zusammenfassungen aus der OpenStreetMap-Welt „weekly 328“ berichtet über Neues rund um das offene Projekt für freies Kartenmaterial.

Kultur – Galerien, Bibliotheken, Archive, Museen (GLAM)

Konferenz „Zugang gestalten“ am 17.11. – Panel zur Nachhaltigkeit in der Partizipation

Am 17. und 18.11. findet in Berlin die GLAM-Konferenz „Zugang gestalten“ statt. Wikimedia Deutschland ist unter anderem mit einem Panel zur Nachhaltigkeit in der Partizipation beteiligt. Es diskutieren die Wikipedia-Autorin Geolina163, Barabra Thiele vom Jüdischen Museum, Stefanie Schulte-Strathaus von Arsenal und Lydia Pintscher, Communitymanagerin von Wikidata. Der Eintrtt ist frei.

Panel zu Nachhaltigkeit und Zugang am 18.11. – Konferenz „Zugang gestalten“

Auf dem Panel “Nachhaltigkeit und Zugang” am 18.11. diskutieren Dr. Helge David (Initiator und Gründer von Openmuseum.de), Prof. Dr. Alfried Wieczorek (Generaldirektor der Reiss-Engelhorn-Museen), Prof. Dr. Hubertus Kohle (Ludwig-Maximilians-Universität München) und Tim Moritz Hector (Vorsitzender des Präsidiums von Wikimedia Deutschland) die politischen Rahmenbedingungen und welche Rollen Institutionen und Bürger heute haben und in Zukunft haben sollten, wenn es um einen nachhaltig gesicherten Zugang zum kulturellen Erbe geht.

Wissenschaft und Forschung

Wikimedia Research Newsletter

Die Oktober-Ausgabe des Wikimedia Research Newsletters der Wikimedia Foundation ist erschienen. In diesem Monat gibt es unter anderem Antworten auf die Frage, warum Frauen insgesamt weniger in der Wikipedia editieren und in welchen Bereichen sie stärker repräsentiert sind.

Technik

Internationale Umfrage zu den technischen Wünschen gestartet

Das Community Tech Team der Wikimedia Foundation hat die internationale Umfrage zu den technischen Wünschen 2016 gestartet. Bis zum 20.11. können Vorschläge für neue und zu verbessernde Wiki-Werkzeuge eingereicht werden.

Tech News issue #43

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Diskussion

Diskussion um Bezeichnung „Wikimania“

Auf der Wikimania-Mailingliste wird der Name der Veranstaltung „Wikimania“ diskutiert. Es geht um den Wortbestandteil -mania, der im englischen eher mit der affektiven Geistesstörung als mit Beatlemania assoziiert wird und daher zu wenig seriös und zu wenig attraktiv für Sponsoren ist und darum, dass das Wort Wikipedia viel zugkräftiger wäre.

Presse, Blogs und Websites

Aktuell in der Presse

Gemeinfreiheit bald nur noch auf dem Papier? Marcus Engert über die weitreichenden Folgen der Urteile im Fall Reiss-Engelhorn-Museen.

  • Monopol – 07.11.2016, Marcus Engert: „Wir entscheiden“
http://www.monopol-magazin.de/wir-entscheiden

Eine Studie der Universität Harvard zeigt: auch bei politisch brisanten Themen ist die Wikipedia neutral. Die Konsensfindung in der Wikipedia sorge sogar dafür, dass extreme politische Ansichten von Nutzenden mit der Zeit moderater würden.

  • SRF – 07.11.2016, Danja Nüesch: Auf Wikipedia finden politische Gegner einen Konsens
http://www.srf.ch/kultur/netzwelt/auf-wikipedia-finden-politische-gegner-einen-konsens

Wikipedia-Pressespiegel

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Kika über das Klexikon

Timster auf Kika berichtete über die Wikipedia und das Klexikon.

Audio-Podcast WikiStammtisch

Neben der 25. Jubiläums-Episode mit einem Rückblick auf die bisherigen Podcasts sprach Sebastian Wallroth für die neuen Ausgaben des WikiStammtisch mit Sandra Becker und J. Patrick Fischer.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

Freitag, 11.11.: Offenes Editieren (Stuttgart)

Die Stadtbibliothek Stuttgart am Mailänder Platz heißt die Wikipedianer und interessierte Neulinge herzlich willkommen. An jedem 2. Freitag im Monat findet ein Workshop für Offenes Editieren statt.

Sonntag, 13.11.: Anmeldefrist für das WikiLibrary Barcamp am 3.12.2016 in Dresden

Eine engere Zusammenarbeit zwischen Wikimedia-Projekten und Bibliotheken zu gestalten – darum geht es beim WikiLibrary Barcamp, das am 3.12. in der Säschsischen Staats- und Landesbibliothek in Dresden stattfindet. Bis zum 13.11. können Programmbeiträge vorgeschlagen werden zum Thema des Barcamps „Bibliotheken im Netz – Digitale Allmende?!“. Es sind auch noch Hotelzimmer für Wikimedia-Freiwillige verfügbar. Tragt euch dafür einfach bis zum 13.11. in die Liste zur Hotelbuchung ein.

Montag, 14.11.: OK Lab (Berlin)

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland Code for Germany Teams – die Open Knowledge Labs (OK Labs) – um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürgerinnen zu entwerfen. Wir, das Open Knowledge Lab Berlin treffen uns bereits seit Februar 2014 jede Woche bei Wikimedia und würden dies auch gerne weiterhin tun. Während unserer Treffen arbeiten wir ehrenamtlich gemeinsam an Projekten, tauschen uns zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen – und sind generell Ansprechpartner für alle Interessierten. Damit fördern wir die Verbreitung des Wissens rund um diese Themen und wollen mithilfe unserer Projekte zeigen, welche Möglichkeiten in offenen Daten stecken.

  • http://codefor.berlin/ / #codeforde
  • Zeit: 19:00 – 23:00 Uhr
  • Ort: Wikimedia Deutschland e.V.; Tempelhofer Ufer 23-24; 10963 Berlin

Dienstag, 15.11.: Bremenpedia vor Ort (Bremen)

„BremenpediA vor Ort“ versteht sich als Anlaufadresse in Bremen-Lesum für alle Fragen rund um das freie Online-Lexikon Wikipedia und die freie Medien-Datenbank Wikimedia Commons. Die Veranstaltungsreihe findet zwischen 15.00 und 17.00 Uhr im Heimathaus Lesum, dem Domizil des Heimat- und Verschönerungsvereins Bremen-Lesum e. V. (HVL) statt.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at November 10, 2016 02:07 PM

November 07, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Divide et Impera neu interpretieren

Die Podiumsdiskussion zum Thema Nachhaltigkeit in der Partizipation auf Berliner Konferenz “Zugang gestalten” interpretiert Machiavellis Spruch neu in „Teile und Herrsche“ gemeinsam.

Unter dem Aufschlag “Teile und Herrsche” lädt Wikimedia Deutschland seine Gäste und das Publikum ein, das Spannungsverhältnis zwischen Teilhabe und Kontrolle für Freiwillige in der digitalen Kulturarbeit und den Institutionen zu debattieren. zugang-gestalten-logo-600x400

Nach fünf Jahren kann man schon von einer Traditionskultur sprechen, mit der Paul Klimpel als spritus rector alljährlich Akteure aus Kultur- und Gedächtnisinstitutionen* im November nach Berlin ruft. Sie tauschen sich über Fragen zum Umgang mit den Herausforderungen der digitalen Welt aus. Zugang gestalten! – Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe, 17. und 18. November 2016, ist die GLAM-Konferenz in Deutschland und Forum für aktuelle Debatten.

Nachhaltigkeit ist das Motto für 2016

Zugang gestalten – aber Wie lange? Angesichts der rasanten technologischen Entwicklung der elektronischen Medien, der Projektorientierung von Kulturförderung und der Flüchtigkeit digitaler Kommunikation gewinnen Fragen nach der Nachhaltigkeit an Bedeutung. Welche Strategien zur Stärkung der Beständigkeit gibt es? Unter der Überschrift Divide et Impera stehen die Freiwilligen im Zentrum der Debatte. Viele Projekte gerade im Netz leben vom Engagement der Digital Volunteers. Während traditionelle Vereine und politische Parteien sich um die sinkende Bereitschaft ihrer Mitglieder, in den Gremien und vor Ort verbindlich mitzuarbeiten, sorgen, bauen digitale Communities auf ein sich beschleunigendes Wachstum. Auf der Konferenz „Zugang gestalten“ debattieren wir unter dem Hashtag #ke16 gemeinsam über den Umgang mit Community und das Verhältnis von Institution und Community im digitalen Raum.

Divide et Impera riet Machiavelli seinem Fürsten 1532. Skulptur von Lorenzo Bartolini heute in den Uffizien in Florenz , Bild von Frieda at it.wikipedia CC-BY-SA-3.0 , via Wikimedia Commons

Teile und Herrsche

Divide et impera – riet einst Machiavelli seinem Fürsten. Damals wie heute ging es um den verbesserten Zugang zu Ressourcen, um die angestrebten Ziele erreichen zu können. Sollte damals der Fürst durch das vermeintliche Teilen seiner Macht mit anderen sich nur um so besser deren Ressourcen für seine Zwecke vereinnahmen können mit dem alleinigen Ziel, seine eigene Macht zu stärken, geht es heute beim Teilen eben um das tatsächliche Teilen von Herrschaft. Das ist zumindest das Versprechen der „Sharing“-Bewegung auf die viele Netzprojekte setzen. Keiner kann allein eine Enzyklopädie verfassen, ohne die Mitwirkung von Freiwilligen ist die Vielfalt des jüdischen Lebens in Deutschland nicht greifbar und ohne die Teilhabe von „Aficionados“ müssen Archivalien fürchten vergessen zu werden. Die digitalen Medien und Technologien ermöglichen einfacher Teilhabe und Teilnahme. Über Grenzen, Öffnungszeiten und Diplome hinweg finden sich in unzähligen Projekten Menschen freiwillig zusammen und setzen ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Fertigkeiten für ein gemeinsames Vorhaben ein. Ist es das Teilen von Herrschaft, das die Nachhaltigkeit des Teilens bedingt?

Drei Projekte und eine Freiwillige

Bei Zugang gestalten diskutieren und tauschen sich vier Frauen aus ganz unterschiedlichen Projekten über die Neudeutung von Machiavellis Fürstenrat aus. Denn es geht nicht nur darum zu teilen. Wir fragen auch nach dem Spannungsverhältnis zwischen Teilhabe und Kontrolle. Kontrolle zum Beispiel um sicher zu stellen, dass weiterhin das Ziel der tragenden Institution tatsächlich angestrebt wird. Dass das Projekt nicht zur Unkenntlichkeit im Mitwirken der Vielen deformiert wird. Oder gilt es, für Veränderung immer offen zu sein. Den Weg zum Ziel erklären, um dauerhaft erfolgreich zu sein?

Freiwillige erarbeiten neue Anwendungen auf der Grundlage von frei lizenzierten Kulturdaten beim Hackathon Coding da Vinci, Bild von Volker Agueras Gäng CC BY 2.0 , via Wikimedia Commons

Zuerst kommt Geolina163 zu Wort. Sie engagiert sich seit über 10 Jahren bei *Wikipedia*. Sie steht stellvertretend für tausende von digitalen Freiwilligen auf der Bühne. Wir fragen sie, was sie begeistert, was sie aushalten lässt und was sie auch mal stört. Mit ihr zusammen diskutieren wir mit drei Funktionären aus drei Projekten nach ihrem Blick auf ein nachhaltiges Community-Management, wie das Zusammenspiel zwischen Projektstrukturen und Freiwilligen gern professionalisiert wird. Drei sehr unterschiedliche Projekte stellen sich vor. Ihnen ist allen gemeinsam, sie leben von der digitalen Partizipation ihrer Community.

*Wikidata* ist ein von Freiwilligen getragenes Projekt der Wikimedia Familie. Hier entsteht eine enorm schnell wachsende Datenbank, die das Wissen von Wikipedia und Partnern wie der World Health Organization für Menschen und Maschinen gleichermaßen erschließt und nachnutzbar macht. Eine Stichwort-Enzyklopädie zum Nachschlagen und gleichzeitig ein Big Data Pool als Rohstoffquelle für viele neue Anwendungen. Wie bringt Wikidata Freiwillige dazu einzusteigen und dabei zu bleiben? Wie geht Wikidata als Projekt mit dem Wandel von Anforderungen an Freiwillige um? Welche neuen Rollen entstehen und wie gelingt die Balance der Interessen im Fall einer Diversifikation der Community? Zum Beispiel Freiwillige, die sich stärker in den technischen Belangen einbringen, und andere, die sich stärker um Inhalte kümmern. Mit uns diskutiert Lydia Pintscher, Produktmanagerin für Wikidata bei Wikimedia Deutschland eV.

In dem neuen Portal des Jüdischen Museums Berlin *Topographie des jüdischen Lebens in Deutschland*, erarbeiten im Wesentlichen Institutionen  die Inhalte, doch auch Besucher des Portals sollten sich unbedingt mit ihrem Wissen und ihren Kenntnissen aktiv einbringen. Wie geht das Jüdische Museum-Team mit Fragen nach sensiblen Inhalten um? Wie selbstverwaltet kann heute ein Portal zur Topographie des Jüdischen Lebens in Deutschland sein? Welche technischen Schnittstellen sind geplant, um Inhalte nicht nur beitragen, sondern nach Möglichkeit auch teilen zu können? Barbara Thiele, Leiterin der Abteilung »Digital & Publishing« am Jüdischen Museum Berlin, spricht mit uns.

Einen ganz anderen Aspekt des „Community-Managements“ nimmt das noch im Entstehen begriffene Digitalisierungsprojekt *Living Archive* des Arsenal Institut für Film und Videokunst ein. Hier ist die Community alles zugleich: Wissensträger, Fundraiser, Beitragender für die Datenbank und Sichter der analogen Bestände. Ohne eigene umfassende Geldmittel zur Digitalisierung und zeitgemäßen Erfassung ist das Institut von Anfang an auf eine sehr aktive Community angewiesen. Wie gestalten sich die Rollen innerhalb dieser Community und zwischen ihr und dem Institut? Wird es gelingen, Menschen dauerhaft an das Projekt zu binden und ist das überhaupt erforderlich? Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, damit dieses Partizipationsprojekt fliegt? Es spricht Stefanie Schulte-Strathaus, Ko-Direktorin des Arsenal – Institut für Film- und Videokunst.

Diskutieren Sie am 17. November mit uns. Der Eintritt zur Konferenz ist frei, bitte melden Sie sich hier an, oder verfolgen Sie die Debatte online via Twitter unter den Hashtags #ke16 und #DEI.

*Das internationale Akronym GLAM für Galleries, Libraries, Archives, Museums steht für Interaktion dieser Einrichtungen im Netz.

by Barbara Fischer at November 07, 2016 10:07 AM

November 04, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wo geht die Reise hin beim Zugang zum kulturellen Erbe?

zugang-gestalten-logo-600x400… bzw. wo soll sie hingehen? Dieser umstrittenen Frage wird sich eines der von Wikimedia Deutschland ausgerichteten Panel bei der diesjährigen Konferenz „Zugang gestalten!“ in Berlin stellen. Letztlich geht es dabei um die Verantwortung für das kulturelle Erbe. Dass sie eine gesellschaftliche ist, darüber sind sich alle wohl einig. Das sagt aber noch nichts genaues darüber, wer sie dann genau wann tragen soll und wie.

Das Panel “Nachhaltigkeit und Zugang” am 18.11. ab 10:40 Uhr ist ideal besetzt, um zu diskutieren, welche Rollen Institutionen und Bürger heute haben und in Zukunft haben sollten, wenn es um einen nachhaltig gesicherten Zugang zum kulturellen Erbe geht.

Der rechtliche Hintergrund interessiert uns dabei weniger als die politische Dimension. Denn es geht im Kern um Politik, wenn entschieden wird, wer genau wie die Aufgabe hat, auch den virtuellen den Zugang zu den Objekten des kulturellen Erbes sicherzustellen und zu regeln. Gedächtnisinstitutionen wie Museen, Archive und Bibliotheken bewegen sich inzwischen in einem Spannungsfeld zwischen spürbarem Veränderungsdruck auf ihr Selbstverständnis auf der einen und ihrem öffentlichen Auftrag auf der anderen Seite. Dadurch entsteht eine Notwendigkeit zu strategischen Weichenstellungen, wie sie noch vor wenigen Jahren kaum denkbar zu sein schien.

Es diskutieren:

Dr. Helge David – Kunsthistoriker und Initiator und Gründer von Openmuseum.de

Prof. Dr. Alfried Wieczorek – Generaldirektor der Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim

Prof. Dr. Hubertus Kohle – Kunsthistoriker, Ludwig-Maximilians-Universität München

Tim Moritz Hector – Vorsitzender des Präsidiums von Wikimedia Deutschland

Als Moderator konnte Reinhard Altenhöner gewonnen werden, seineszeichens ständiger Vertreter der Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin, und damit auch an zentraler Stelle innerhalb der Stiftung Preußischer Kulturbesitz tätig.

Der Eintritt zur Konferenz ist frei, aber es ergibt Sinn, sich vorab zu registrieren.

 

by John Weitzmann at November 04, 2016 04:22 PM

November 03, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 44/2016

Die vergangene Woche war von einigen Personaländerungen bei der Wikimedia Foundation und Berichten von Wikimedia-Organisationen, den Ergebnissen des Schreib- sowie WLM-Fotowettbewerbes und dem Ende der Schreibphase des Projektes Wikipedia to the Moon geprägt. Darüber hinaus wird zum WikiLibrary BarCamp, zur Mitarbeit im Asiatischen Monat und einer Diskussion zu strukturierten Daten auf Wikimedia Commons eingeladen.

Foundation und Organisationen

WMF-Kuratoriumsmitglied Kelly Battles wird CFO von Quora

Die im Januar 2016 ins Board of Trustees der Wikimedia Foundation (WMF) kooptierte Finanzexpertin Kelly Battles hat bekanntgegeben, dass sie neue Chief Finance Officer (CFO, in etwa: Leiterin Finanzen) des Frage-und-Antwort-Portals Quora.com wird. Im Rahmen des WMF-internen Interessenskonfliktverfahrens der Rechtsabteilung wurde festgestellt, dass Wikipedia-Gründer Jimmy Wales kleine Unternehmensanteile an Quora besitzt, dies jedoch keinen Interessenskonflikt im WMF-Kuratorium zwischen Battles und Wales darstellen würde. Battles gab diese Informationen (proaktiv) auf der Mailingliste wikimedia-l bekannt.

Vicoria Coleman wird neue WMF-Chief Technology Officer

Victoria bringt 20 Jahre Erfahrung in der Produkt- und Innovationsentwicklung mit, unter anderem war sie für Technicolor, Yahoo, Nokia, Samsung, Hewlett-Packard und Intel tätig. Sie war im Open Source-Bereich in der Entwicklung von LiMo (neuer Name: Tizen) beteiligt – einem Linux-Betriebssystem für Mobilgeräte. Victoria hat einen Ph.D. in Informatik (University of Manchester) gemacht, ist Inhaberin von vier Patenten und hat über 60 Artikel und Bücher veröffentlicht.

Interessensbekundungsverfahren für Wikimania

Nachdem endgültig entschieden wurde, dass die Wikimania auch weiterhin jährlich stattfinden wird, läuft derzeit ein „Interessensbekundungsverfahren“ für die Ausrichtung der Wikimania 2018. Statt eines aufwendingen und motivationsverbrauchenden Bieterprozess, plant das Wikimania Committee mittels dieses (simpleren) Verfahrens ein Ausrichterteam für 2018 zu finden. Alle, die ein Interesse an der Ausrichtung der Konferenz für 2018 habe, können sich noch bis zum 10. November bei Ellie Young, Wikimania-Koordinatorin der WMF, melden.

WikiCon North America

Anfang Oktober fand die „WikiCon North America“ im kalifornischen San Diego statt. Aubrie Johnson hat dazu einen Blogbeitrag verfasst:

Bundesfreiwilligendienstleistende bei Wikimedia Deutschland

Vor kurzem wurde Wikimedia Deutschland als Einsatzstelle im Bundesfreiwilligendienst vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben anerkannt. Die beiden Bundesfreiwilligendienstleistenden Chiara Weiß und Sebastian Peters stellten sich nun vor.

Mitgliederversammlung von Wikimedia Frankreich

Wikimédia France, die französische Wikimedia-Ländersektion, hatte am Wochenende die halbjährliche Mitgliederversammlung. Ein Teil des ehrenamtlichen Vorstandes wurde neugewählt, Émeric Vallespi ist weiterhin Vorsitzender, Samuel Le Goff wiedergewählter stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Nous souhaitons beaucoup de succès!

Projekte und Initiativen

Gewinner des 25. Schreibwettbewerbs stehen fest

Die Gewinner des 25. Schreibwettbewerbs der Wikipedia stehen fest. Gewonnen habe die Artikel „Stochastische Analysis“ von HilberTraum, „Immensum bellum“ von Bernd Preiss und „Einschlusskörperchenkrankheit der Riesenschlangen“ von Gleiberg.

Weitere Wiki Loves Monuments-Gewinner bekanntgegeben

Nach und nach trudeln auch die Ergebnisse der anderen nationalen Wiki Loves Monuments-Wettbewerbe ein. Nun hat auch die algerische und spanische Community ihre Gewinner bekanntgegeben.

Wikipedia:Asiatischer Monat

Wikipedia:Asiatischer Monat ist ein Online-Edit-a-thon, der das Verständnis zwischen den Wikipedia-Communities verbessern soll. Er findet im November 2016 statt. Der Zweck des Asiatischen Monats in der deutschsprachigen Wikipedia ist es, die Anzahl und die Qualität der Artikel zu asiatischen Themen zu erhöhen. Als Symbol der Freundschaft zwischen den Wikipedia-Communities erhält jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin, der oder die mindestens vier (4) Artikel erstellt, die die Kriterien erfüllen, eine speziell entworfene Wikipedia-Postkarte aus den teilnehmenden Ländern. Wikipedianer und Wikipedianerinnen, die die meisten Artikel in der jeweiligen Wikipedia anlegen, werden als „Wikipedia-Asien-Botschafter“ geehrt.

Wikidata:Status updates/2016 10 29

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt

Die aktuellen Zusammenfassungen aus der OpenStreetMap-Welt „weekly 326“ berichtet über Neues rund um das offene Projekt für freies Kartenmaterial.

Wikipedia to the Moon: Ende der Arbeitsphase

Bis zum 31. Oktober hatten Wikipedianer und Wikipedianerinnen aus aller Welt Zeit, zusätzliche exzellente Artikel und Listen zu erarbeiten. Nun sollen die besten der besten Wikipedia-Artikel als Zeitkapsel des Freien Wissens an Board der Mission der Berliner Part-Time Scientists zum Mond zu fliegen. In den kommenden Wochen werden alle exzellenten Artikel und Listen nun aufbereitet und auf einer speziellen Disc für mindestens 1000 Jahre festgehalten. Noch immer können Freiwillige helfen: Die Grußworte sollen in alle Wikipedia-Sprachen übersetzt werden:

Kultur – Galerien, Bibliotheken, Archive, Museen (GLAM)

WikiLibrary Barcamp am 3.12. in Dresden

Am 3. Dezember findet in Dresden das WikiLibrary Barcamp für Freiwillige der Wikimedia-Projekte und Bibliothekare statt. Zum Thema „Bibliotheken im Netz – Digitale Allemende?!“ kann jeder Teilnehmende seine Ideen und Projekte mit anderen Interessierten besprechen und so dazu beitragen, dass Bibliotheken und Wikimedia-Projekte enger zusammen arbeiten. Jetzt zur Anmeldung eintragen.

Politik und Recht

EU Policy Monitoring Report für Oktober

Im neuen „EU Policy Monitoring Report“ berichtet Dimitar Parvanov Dimitrov über aktuelle und relevante Ereignisse in Brüssel.

Wissenschaft und Forschung

Leistungsschutzrechte, Remix-Kultur und Freies Wissen

Marion Goller, Stipendiatin im Fellow-Programm Freies Wissen, wirft im Wikimedia-Blog einen Blick auf die Rechtsprechung zur kreativen Nachnutzung seit dem Sampling-Urteil des Bundesverfassungsgerichts.

Generation Wikipedia an den Hochschulen

Im Blog der Wiki Education Foundation geht Eryk Salvaggio dem Gedanke nach, wie eine neue Generation Wikipedia entstehen könnte, wenn nur zehn Prozent aller aktuellen Studienanfängerinnen und -anfänger statt einer Seminararbeit einen Wikipedia-Artikel schreiben würden. Außerdem stellt er heraus, welche Kompetenzen für die berufliche Zukunft Studierende durch die Arbeit in der Wikipedia entwickeln können.

Technik

Feedback zu Projekt der strukturieren Daten für Wikimedia Commons

Im Zusammenarbeit zwischen Wikimedia Foundation und Wikimedia Deutschland wurde ein Plan erarbeitet die Umsetzung des Projektes „Structured Data for Wikimedai Commons“ zu beschleunigen. Der Plan findet sich auf Meta, dort wird auch Feedback dazu erwünscht.

Tech News issue #43

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Diskussion

Presse, Blogs und Websites

Aktuell in der Presse

Die EU-Kommission erwägt Filtersysteme für digitale Plattformen zur Urheberrechtsdurchsetzung. Das könnte größere Auswirkungen auf ein offenes Netz haben als das ebenfalls geplante Leistungsschutzrecht und besonders Non-Profit Webseiten wie Wikipedia und Wikimedia Commons treffen, schreibt Helena Piontek.

  • Netzpolitik.org – 29. Oktober 2016, Helena Piontek: EU: Ein Filtersystem soll Urheberrechte schützen, gefährdet aber Meinungsfreiheit, Datenschutz und Vielfalt im Netz
https://netzpolitik.org/2016/eu-ein-filtersystem-soll-urheberrechte-schuetzen-gefaehrdet-aber-meinungsfreiheit-datenschutz-und-vielfalt-im-netz/

Wikipedia Pressespiegel

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Audio-Podcast WikiStammtisch

In der Podcast-Episode 0025 spricht Sebastian Wallroth mit Leuten aus vorhergehende WikiStammtisch-Episoden über Feedback und Gesprächsthemen, die auch interessant gewesen wären.

Podcast-Episode 0026: Sandra Becker und Sebastian Wallroth reden über Wikipedia und Kunst und umgekehrt.

Podcast-Episode 0027: J. Patrick Fischer und Sebastian Wallroth sprechen über Ost-Timor, Nationalflaggen, die Wirmer-Flagge, CSU, SED und Ehrenamt

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

Montag, 07.11.: OK Lab (Berlin)

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland Code for Germany Teams – die Open Knowledge Labs (OK Labs) – um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürgerinnen zu entwerfen. Wir, das Open Knowledge Lab Berlin treffen uns bereits seit Februar 2014 jede Woche bei Wikimedia und würden dies auch gerne weiterhin tun. Während unserer Treffen arbeiten wir ehrenamtlich gemeinsam an Projekten, tauschen uns zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen – und sind generell Ansprechpartner für alle Interessierten. Damit fördern wir die Verbreitung des Wissens rund um diese Themen und wollen mithilfe unserer Projekte zeigen, welche Möglichkeiten in offenen Daten stecken.

  • http://codefor.berlin/ / #codeforde
  • Zeit: 19:00 – 23:00 Uhr
  • Ort: Wikimedia Deutschland e.V.; Tempelhofer Ufer 23-24; 10963 Berlin

Mittwoch, 09.11.: Treffen der Wikipedia Filmfrauen (Berlin)

Ziel des Projektes ist die Verbesserung von Wikipedia Artikeln im Bereich Frauen in und aus Film und Fernsehen. Es soll aus dem erfolgreichen Pilotprojekt vom 15.2. (Mo, während der Berlinale 2016) ein sich verstetigendes Angebot etablieren. Zu den Nachbesprechungen in Berlin werden auch Frauen aus Film und Fernsehen erwartet, die als NeuWikipedianerinnen weiterhin Unterstützung und Begleitung beim Editieren oder einen ersten begleiteten Termin für Fachfrauen (die zur Berlinale nicht erscheinen konnten) wünschen.

Donnerstag, 10.11.: Offenes Editieren (Berlin)

Das Offene Editieren findet immer am zweiten und letzten Donnerstag des Monats am Tempelhofer Ufer 23 im Raum „Mosaik“ statt. Es ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer_innen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits Wikipedianer_innen mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Martin Rulsch at November 03, 2016 08:38 PM

November 02, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Leistungsschutzrechte, Remix-Kultur und Freies Wissen – Zur kreativen Nachnutzung seit dem Sampling-Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Logo Fellow-Programm, leomaria designbüro, CC BY-SA 4.0

Dies ist ein Gastbeitrag von Marion Goller, Stipendiatin im Fellow-Programm Freies Wissen. Das Fellow-Programm wurde 2016 von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband initiiert, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre eigene Forschung und Lehre im Sinne von Open Science zu öffnen und damit für alle zugänglich und nachnutzbar zu machen.

Kunstfreiheit schlägt Eigentum“ titelte Ende Mai dieses Jahres die Online-Ausgabe der Legal Tribune, als das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) seine Entscheidung in Sachen „Metall auf Metall“ bekanntgab. In der Musik- und vor allem in der HipHop-Szene war das Urteil im Streit zwischen Moses Pelham und der Band Kraftwerk mit Spannung erwartet worden, sollte es doch ein für allemal regeln, ob Sampling – das Verwenden von Tonausschnitten aus fremden Werken in der eigenen Produktion – erlaubt ist oder nicht.

Aber nicht nur für professionelle Musiker:innen ist das Urteil interessant, sondern auch für Musikfans, die aus den Werken ihrer Idole neue Tracks zusammenschneiden und so neue Kunst schaffen wollen. Technische Fortschritte, insbesondere Digitalisierung und Internet, haben Herstellungs- und Grenzkosten in Ton und Film stark gesenkt, wie ich in meinem letzten Beitrag ausführte. Das hat eine neue Form der Remix-Kultur entstehen lassen, die wohl niemand so eloquent, passioniert und enthusiastisch beschrieben hat wie der Rechtswissenschaftler und Creative Commons-Mitgründer Lawrence Lessig.[1] Die Remix-Kultur lässt die Grenzen zwischen Produzent:innen und Konsument:innen verschwimmen oder hebt sie sogar ganz auf und schafft den neuen Typus der Prosument:innen: Personen, die sich der Werke anderer bedienen, um sich selbst kreativ auszudrücken.

Anstatt hier das Sampling-Urteil selbst im Detail zu analysieren, möchte ich es in den größeren Kontext der kreativen Nachnutzung einordnen, weil es meines Erachtens zu kurz greift, das Urteil allein an der Kunstfreiheit zu messen. Die alte Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) ordnete für leistungsschutzrechtlich geschützte Inhalte[2] ein strengeres Schutzniveau an als für urheberrechtlich geschützte Werke. Durch seine Auslegung, auch kleinste Tonfetzen seien vom Leistungsschutzrecht des Tonträgerherstellers[3] umfasst, verkürzte der BGH aber nicht nur die Kunstfreiheit nachfolgender Urheber, sondern schmälerte allgemein die Domäne Freien Wissens, die Ursprung aller Kreativität ist.[4] Das Urteil des BVerfG könnte nun zu einer Änderung dieser Bewertung führen; das ist jedoch keineswegs sicher.

Formen der kreativen Nachnutzung

Mit kreativer Nachnutzung meine ich die Verwendung von Werken, Inhalten oder Teilen davon zur Erstellung eines neuen Werks. Das deutsche Urheberrechtsgesetz (UrhG) kennt, bzw. reguliert, drei Formen: das Zitat, die Bearbeitung und die freie Benutzung.[5]

Ein Zitat gemäß § 51 UrhG ist nur die unveränderte Übernahme eines Werkteils oder Medienteils zu Zwecken der inhaltlichen Auseinandersetzung. Die Quelle muss genannt werden und der Zweck die Nutzung in ihrem Umfang rechtfertigen. Man darf also nicht einfach einen kompletten Zeitungsartikel übernehmen und mit einer eigenen Überschrift versehen. Ebenso wenig darf man eigene Musik- oder Filmproduktionen einfach mit Ausschnitten aus fremden Aufnahmen garnieren, ohne dass dabei eine inhaltliche Auseinandersetzung stattfindet. Als rechtliche Grundlage für Remixes taugt das Zitatrecht also nicht.

Eine Bearbeitung gemäß § 23 Abs. 1 UrhG meint die Veränderung oder Umgestaltung des Werks, z.B. eine Übersetzung oder Dramatisierung. Grundsätzlich ist die Bearbeitung ohne Genehmigung möglich; allein ihre Veröffentlichung bedarf der Erlaubnis der ursprünglichen Urheber.[6] Ausnahmen sind z.B. die Ausführung von Plänen für bildende Kunst, der Nachbau von Baukunstwerken und auch die Verfilmung. Bei diesen Nutzungen ist der Gesetzgeber bei Schaffung des UrhG davon ausgegangen, dass sie nur im kommerziellen Rahmen betrieben werden, also nicht Privatpersonen, sondern nur Wettbewerber betreffen würden, und ordnete ein Verbot an. Angesichts der Tatsache, dass es heute möglich ist, mit einem Telefon Videoaufnahmen herzustellen, ist diese Regelung für Verfilmungen nicht mehr zeitgemäß.

Eine freie Benutzung gemäß § 24 UrhG liegt vor, wenn ein:e Künstler:in sich bei der Schaffung eines Werks von anderen Werken inspirieren lässt. Das wird für Rezipient:innen allerdings gar nicht immer erkennbar sein. Ob eine Krimiautorin eher von Elizabeth George oder von Agatha Christie beeinflusst wird, ist ihren Geschichten nicht unbedingt zu entnehmen.

Nachnutzung und Urheberrecht

Um das Urheberrecht an einem Werk überhaupt zu berühren, muss ein bei der Nachnutzung verwendeter Teil dieses Werk über eine freie Benutzung hinaus gehen. Abstrakte Ideen sind nicht vom Urheberrecht umfasst. Sie müssen schöpferisch konkretisiert worden sein und die Nachnutzung muss auf diese schöpferische Konkretisierung zugreifen. Ist das der Fall, so handelt es sich um eine Bearbeitung, deren Veröffentlichung von der Genehmigung der Urheber des früheren Werks abhängt. Die unveränderte Übernahme kann als Zitat zulässig sein.

Für Sprachwerke gilt, dass nicht der Inhalt eines Textes geschützt ist, sondern die konkrete Formulierung. Auch die Bausteine des Textes können nicht vom Urheberrecht umfasst sein. Alle Texte bestehen aus Wörtern und diese müssen für die Allgemeinheit verwendbar bleiben, dürfen nicht monopolisiert werden. Nur Formulierungen von ausreichender Länge und Kreativität rechtfertigen Urheberrechtsschutz. Den Satz „Bei einem Wohnhausbrand in Weimar wurden zwei Menschen verletzt.“ darf ich hier ohne Quellenangabe veröffentlichen, weil er so generisch ist. Die Zeilen „Und leiden nicht, daß sich die letzten Kohlen; Von unsers Hauses Schreckensbrande still; In mir verglimmen“ dagegen sind so individuell und schöpferisch, dass sie Schutz verdienen. Sie dürfte ich nicht ohne Weiteres verwenden, wenn Johann Wolfgang von Goethes Urheberrecht auf seine Iphigenie auf Tauris nicht mittlerweile abgelaufen wäre.

Wer solch kreative Formulierungen verwenden will, darf sie zitieren, aber eben nur zum Zweck des Belegs und nur in einem Umfang, den dieser Zitatzweck rechtfertigt. Hierzu fällte das BVerfG im Jahr 2000 eine Grundsatzentscheidung. Der Fall betraf die Verwendung von Texten Bertolt Brechts im Drama „Germania 3“ des Autors Heiner Müller. Dieser hatte die Erben Brechts vor der Veröffentlichung nicht um eine Genehmigung ersucht. Sie ließen daher den Vertrieb des Stücks verbieten, wogegen Müllers Verlag schließlich Verfassungsbeschwerde erhob.

Das BVerfG entschied, das Verbot verletze die Kunstfreiheit. Die Zitatschranke aus § 51 UrhG sei im Hinblick auf Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG verfassungsgemäß auszulegen. In diese „kunstspezifische Betrachtungsweise“ müsse die Kollision zwischen der Kunstfreiheit und der Eigentumsgarantie aus Art. 12 Abs. 1 GG mit einbezogen werden. Die Verwertungsinteressen der Brecht-Erben seien hier nicht beschädigt. Daher müsse ihr Urheberrecht hinter die Kunstfreiheit bzgl. des neuen Werks zurücktreten.

Als Musikwerk geschützt sind Noten und ggfs. Text eines Musikstücks. Auch bei Musikwerken sind Zitate zulässig, sie bedürfen aber ebenfalls eines Zitatzwecks. Der kann z.B. in einer Hommage liegen, muss aber den Umfang des Zitats rechtfertigen. Melodien sind zudem besonders geschützt; gemäß § 24 Abs. 2 UrhG darf eine Melodie nicht „erkennbar dem Werk entnommen und einem neuen Werk zugrunde gelegt“ werden. Ab wann eine Tonfolge eine Melodie darstellt, ist wiederum Auslegungssache.

Keine kreative Nachnutzung sind sog. Cover von Liedern. Wer sich – wie ich – beim Anhören einer Coverversion schon einmal gefragt hat, warum die Urheber etwas erlauben, das entweder völlig grauenhaft ist und ihr Lied entstellt oder sogar besser ist als das Original und ihren Gewinn schmälern wird, der/dem sei gesagt: Das müssen sie gar nicht. Das unveränderte „Nachsingen“ eines Liedes ist nämlich keine Bearbeitung, sondern eine Vervielfältigung. Und die Vervielfältigungsrechte haben Musikurheber in den allermeisten Fällen an eine Verwertungsgesellschaft abgetreten – in Deutschland an die GEMA. Diese ist gemäß § 11 Urheberrechtswahrnehmungsgesetz verpflichtet, „jedermann auf Verlangen zu angemessenen Bedingungen Nutzungsrechte einzuräumen“. Wer covert, zahlt an die GEMA, und diese schüttet die Einnahmen nach den Bedingungen ihres Verteilungsplans an Musikurheber und Musikverlage aus.[7]

Beim Filmwerk wird die Sache kompliziert. Als Urheber gelten dort immer die Hauptregisseurin, die Komponistin der Filmmusik, die Drehbuchautorin und – sofern abweichend – die Dialogautorin. Je nach Kreativität ihrer Beiträge können auch Cutter, Kameraleute und andere ein Urheberrecht erwerben.[8]

Für die Nachnutzung von Drehbuch, Dialog und Musik gelten die soeben erläuterten Regeln. Ob der Schnitt einer Szene, eine bestimmte Einstellung oder Kamerafahrt so eindeutig ein anderes Werk nachahmen, dass sie als Bearbeitung gelten und damit genehmigungspflichtig sein sollten, hängt wiederum vom Einzelfall ab.

Als abstrakte Idee grundsätzlich nicht schützbar ist die erfundene Geschichte, die einem Sprachwerk, Film, Theaterstück oder Videospiel zugrunde liegt. Ausnahmsweise können jedoch schon einzelne Elemente einer Geschichte so kreativ sein, dass Dritte sie nicht ohne Genehmigung verwenden dürfen. Die Abgrenzung zwischen Bearbeitung und freier Benutzung fällt hier besonders schwer. So ist für manche Filmfans der Plot von John WoosMission: Impossible 2 bloß eine Hommage an Alfred Hitchcocks Notorious, für andere dagegen klarer „Ideenraub“.

Insbesondere erfundene Charaktere können Schutz genießen. Sogenannte „Fan Fiction“ – das Weitererzählen der Erlebnisse beliebter Figuren durch Fans – berührt daher stets das Urheberrecht. Einige Autor:innen dulden die Praxis, solange die Fans kein Geld damit verdienen und das Original am Markt nicht verdrängt wird. Der Veröffentlichung von Fan Fiction in privaten Internetforen oder auf nicht kommerziellen Webseiten ist ohnehin praktisch kaum beizukommen.

Auf die Verwendung des jeweiligen Namens kommt es nicht an. Auch Charaktereigenschaften und besondere äußerer Merkmale können Gegenstand des Urheberrechts sein, wenn sie einer Figur eine unverwechselbare Persönlichkeit verleihen. Dabei ist laut Rechtsprechung des BGH aber ein strenger Maßstab anzulegen.[9]

Insgesamt gilt im Urheberrecht stets und für alle Werkarten: Nicht die einzelnen Bausteine sind geschützt, sondern das Gesamtgefüge; nicht Wörter, sondern Texte, nicht Töne, sondern Melodien, nicht Tanzschritte, sondern Choreographien, nicht Farben, sondern Bilder, nicht Ideen, sondern deren konkrete kreative Ausführung. Eine klare Grenze, wo das eine aufhört und das andere beginnt, gibt es selten. Aber es ist wichtig, dass die Bausteine der Kreativität frei verfügbar bleiben. Sie gehören zur Domäne des Freien Wissens, zur public domain, ohne welche Kreativität nicht möglich wäre.

Nachnutzung und Leistungsschutzrechte

Während das BVerfG im Jahr 2000 in „Germania 3“ eine Kollision zwischen der Kunstfreiheit und dem Urheberrecht lösen musste, befasste sich der BGH etwas zur selben Zeit im Fall „Mattscheibe“ mit einer Kollision zwischen der Kunstfreiheit und dem Leistungsschutzrecht des Film- und Laufbildherstellers. Der Komiker Oliver Kalkofe hatte Ausschnitte aus Fernsehprogrammen unverändert übernommen und sich dann kritisch mit diesen auseinandergesetzt. Diese Kritik ließ der BGH genügen, um die Nutzung als Satire für zulässig zu erklären. Anders als das BVerfG stützte er sich dabei nicht auf das Zitatrecht, sondern ordnete die Verwendung der Ausschnitte als freie Benutzung analog[10] § 24 Abs. 1 UrhG ein.

Wie ebenfalls in meinem letzten Beitrag ausgeführt, sollen Leistungsschutzrechte nicht Kreativität schützen, sondern Investitionsanreize setzen. Die große Frage, welche die Gerichte zuletzt in „Metall auf Metall“ beschäftigte, lautet daher: Kann es angesichts der unterschiedlichen Zielsetzung von Urheberrecht (das die Urheber schützt) und Leistungsschutzrecht (das Investitionen der Hersteller und Verwerter schützt) eine der Schöpfungshöhe vergleichbare Mindestschwelle geben, unterhalb derer das Schutzrecht gar nicht berührt wird? Gibt es auch in diesem Bereich Bausteine, die frei verfügbar bleiben sollten?

Für die Rechte der Hersteller von Filmen, Laufbildern und Tonträgern verneinte der BGH diese Frage. In „Mattscheibe“ waren die Ausschnitte so lang, dass er sich nicht dazu hatte äußern müssen. Im Jahr 2007 urteilte er im Fall „TV Total“, auch kleinste Teile einer Videoaufnahme seien vom Recht des Film- bzw. Laufbildherstellers aus §§ 94, 95 UrhG umfasst.

Ein Jahr später wandte der BGH diese Wertung auch auf das Recht des Tonträgerherstellers an. Bei der Produktion des Songs „Nur Mir“ hatte Moses Pelham im Jahr 1997 zwei Sekunden aus der Aufnahme des Lieds „Metall auf Metall“ von Kraftwerk geloopt und als Beat verwendet. Kraftwerk sind selbst Inhaber des Herstellerrechts und klagten gegen den Vertrieb des neuen Songs. Der BGH entschied, das Herstellerrecht umfasse auch „kleinste Tonfetzen“. Anders als das Urheberrecht schütze § 85 Abs. 1 UrhG keine besondere Kreativität, sondern die wirtschaftliche, organisatorische und technische Leistung, die zur Festlegung von Tönen auf Trägern erforderlich sei.

Da der Tonträgerhersteller diese unternehmerische Leistung für den gesamten Tonträger erbringt, gibt es keinen Teil des Tonträgers, auf den nicht ein Teil dieses Aufwands entfiele und der daher nicht geschützt wäre.[11]

Anders als das Urheberrecht schützen Leistungsschutzrechte nach dieser Ansicht also sehr wohl die Bausteine. Sie wären demnach stärker als das Urheberrecht, was dem Urteil viel Kritik eingebracht hat.[12]

Pelham erhob schließlich Verfassungsbeschwerde gegen die Urteile – und bekam Recht. Wieder rügte das BVerfG, der BGH sei hier dem Erfordernis der „kunstspezifischen Betrachtungsweise“ nicht nachgekommen. In „Mattscheibe“ habe er – im Ergebnis richtig – einen satirischen Zweck ausreichen lassen. Dieser sei aber nicht nötig; auch Sampling zu „tongestalterischen Zwecken“ müsse erlaubt sein, solange es nicht zu erheblichen wirtschaftlichen Nachteilen für den Tonträgerhersteller führe. Ansonsten wäre eine ganze Musikrichtung praktisch verboten, nämlich der HipHop, der viel auf Sampling setzt.

Das BVerfG hat den Fall an den BGH zur erneuten Entscheidung zurückverwiesen und angemerkt, dass die gebotene Abwägung nicht im Rahmen der freien Benutzung gemäß § 24 Abs. 1 UrhG zu erfolgen habe. Statt dessen könne sich der BGH auch auf das Zitatrecht aus § 51 UrhG stützen oder bloße Tonfetzen von vornherein aus dem Anwendungsbereich des Leistungsschutzrechts des Tonträgerherstellers nach § 85 Abs. 1 UrhG herausnehmen. Für diese Auslegung hatte sich während des Verfahrens sogar die Bundesregierung(!!) in einer Stellungsnahme ausgesprochen.[13]

Für Texte existierten bis 2013 keine Leistungsschutzrechte; aus gutem Grund, denn es fehlt an einer der Ton- oder Filmaufnahme vergleichbaren Fixierung. Das neue Leistungsschutzrecht des Presseverlegers nimmt deshalb „einzelne Wörter und kleinste Textausschnitte“ ausdrücklich von seinem Anwendungsbereich aus. Es will augenscheinlich nicht die Bausteine der Sprache monopolisieren. Dennoch bleibt es ein Fehlgriff, denn was „kleinste Textausschnitte“ sind, müssen nun die Gerichte klären. Fassen sie den Rahmen weit, bleibt das Recht wirkungslos, fassen sie ihn eng, wird es zu einem Monopol auf Sprache.

Dessen ungeachtet versucht die EU-Kommission gerade, das Leistungsschutzrecht, das in Deutschland als so gut wie gescheitert gilt, auf europäischer Ebene einzuführen.

Fazit

Für welche Lösung sich der BGH in Sachen „Metall auf Metall“ entscheidet, bleibt nun abzuwarten. Den Interessen der Leistungsschutzberechtigten wäre auch dann ausreichend Rechnung getragen, wenn ein Eingriff in ihre Schutzrechte erst dann angenommen würde, sobald das Sampling von Musik- oder auch Filmausschnitten ihre eigene Verwertung spürbar beeinträchtigt. Ein entsprechendes Urteil des BGH könnte die Remix-Kultur mit dem deutschen Urheberrecht ein gutes Stück kompatibler machen. Weitere Anpassungen oblägen dann dem Gesetzgeber.[14]

Die Leistungsschutzrechte wurden ursprünglich zum Schutz vor kommerziellen Wettbewerbern geschaffen. Je mehr der technische Fortschritt die Mittel zur Produktion und Veränderung von Kulturgütern in die Hände von Privatpersonen legt, desto mehr greifen die Schutzrechte in deren Privatleben ein und machen die Kreativität der Prosument:innen illegal. Ihr schöpferisches Potential bleibt ungenutzt. Solange Sampling den Investitionsschutz nicht spürbar schmälert, indem es das ursprüngliche Werk verdrängt, sollten auch bei Aufnahmen die Bausteine frei benutzbar bleiben.

Wie schon in „Germania 3“ betont das BVerfG ausdrücklich die Bedeutung des intellektuellen Gemeineigentums, des Freien Wissens, der public domain:

[E]in Werk [steht] mit der Veröffentlichung nicht mehr allein seinem Inhaber zur Verfügung, sondern tritt bestimmungsgemäß in den gesellschaftlichen Raum und kann damit zu einem eigenständigen, das kulturelle und geistige Bild der Zeit mitbestimmenden Faktor werden.[15]

Mehr noch als reale Eigentumsrechte haben Immaterialgüterrechte eine Sozialbindung. Ihre Existenz soll nicht allein ihren Inhaber:innen dienen, sondern Anreize für neue Kreativität setzen und damit letztlich der Allgemeinheit zugute kommen. Richtig eingesetzt, werden sie nach ihrem Ablauf die public domain vergrößert haben. Wenn sie Kreativität unterdrücken statt fördern, verfehlen sie ihr Ziel und verlieren ihre Berechtigung.

Dieser Artikel ist zuerst erschienen auf www.oabooks.de unter der Lizenz CC BY-SA 4.0


Zur Autorin:

Marion Goller ist Juristin, hat in Mainz und Leicester studiert und in Rheinland-­Pfalz und London ihr Referendariat absolviert. Derzeit promoviert sie an der Universität Münster im Bereich Immaterialgüterrecht. In ihrer Dissertation erforscht sie die Mechanismen der Privatisierung von Wissen und die Gegenbewegungen hin zu einer Wissensallmende. Sie analysiert, wie die Verschärfung von Urheber­ und Patentrecht sowie die Einführung neuer Schutzrechte Kreativität und Innovation hemmen statt fördern und inwieweit Konzepte zur Freien Lizenzierung dieser Entwicklung entgegenwirken könne. Seit September 2016 ist sie Stipendiatin im Fellow-Programm Freies Wissen.


 

1 Lawrence Lessig: „Remix, Making Art and Commerce thrive in the Hybrid Economy“; Lessigs wunderbarer Vortrag desselben Titels ist online zu finden unter YouTube: Lawrence Lessig – Remix.

2 Zur Erinnerung: Werk ist nur, was die Schöpfungshöhe erreicht, siehe mein letzter Beitrag.

3 Im Text verwendete generische Maskulina sind dem Wortlaut des Gesetzes geschuldet.

4 Der Filmemacher Kirby Ferguson demonstriert in seiner exzellenten Webserie Everything is a Remix, wie nahezu unsere gesamte Kultur und Technologie aus der Kopie, Transformation und Rekombination bekannten Wissens besteht.

5 Das Copyright der USA hat eine „fair use“ genannte, sehr offene und flexible Schranke; dazu vielleicht in einem späteren Beitrag mehr.

6 Erreicht die Bearbeitung die notwendige Schöpfungshöhe, so entsteht an ihr wiederum ein Urheberrecht. Auch ungenehmigt ist sie nicht urheberrechtsfrei. Das neue Urheberrecht ist jedoch wieder nur ein Verbotsrecht. Es berechtigt nicht zur Nutzung, wenn dadurch Urheberrechte an den Quellen verletzt werden.

7 Ob die Ausschüttung an die Musikverlage nach dem Urteil des BGH in Sachen VG Wortnoch als rechtmäßig gelten kann, darf bezweifelt werden.

9 Vergleiche das Urteil Pippi Langstrumpf, Randnummer 29.

10 Die Analogie war nötig, weil § 24 direkt nur für Urheberrechte gilt, nicht auch für das hier betroffene Leistungsschutzrecht am Laufbild.

11 Siehe Randnummer 14 im Urteil des BGH.

12 Das Sampling sollte laut dem BGH trotzdem als freie Benutzung analog § 24 Abs. 1 UrhG erlaubt sein, wenn es nicht möglich sei, die verwendete Tonfolge selbst einzuspielen. Mit dieser Einschränkung wollte der BGH die Nachnutzung doch noch ermöglichen. Er verkannte aber, dass es beim Sampling gerade darum geht, Tonausschnitte unverändert zu übernehmen, sodass diese für den Zuhörer erkennbar sind. Trotz dieser Kritik bestätigte der BGH sein Urteil vier Jahre später, als der Fall erneut zu ihm gelangte; siehe Urteil Metall auf Metall II.

13 Siehe Randnummer 53 im Urteil des BVerfG.

14 Die Initiative Recht auf Remix fordert seit einigen Jahren entsprechende Änderungen des Urheberrechts. Die Berichterstatterin im Europaparlament, Julia Reda, forderte im Jahr 2014 in ihrem Entwurf eines Berichts über die Umsetzung der relevanten Richtlinie ebenfalls ein solches Recht. Leider gehen die Pläne der EU-Kommission teilweise in die entgegengesetzte Richtung.

15 Siehe Randnummer 87 im Urteil des BVerfG.

by Christopher Schwarzkopf at November 02, 2016 10:29 AM

October 30, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

10 cool queries for Wikidata that will blow your mind. Number 7 will shock you.

Dieser Blogpost ist auch auf Deutsch verfügbar.

Wikidata is an open knowledge base that collects facts (statements) on pieces of knowledge (items). It is run by the Wikimedia Foundation, developed by a team led by Wikimedia Deutschland, and tended and cared for by a global community of volunteers. Unlike Wikipedia, that contains knowledge collected by volunteers written in free form, it is machine-readable and pieces of knowledge and can be queried in relation to each other.

Dozens of application already use the knowledge base. One particularly cool way to access knowledge in Wikidata is through queries in the SPARQL query language. Just a little knowledge of SPARQL goes a long way to query for facts and relationships – thus opening new horizons and rearranging knowledge in a totally new way.

With SPARQL, the possibilities are virtually endless. Follow along for 10 cool queries:

#1 The best cocktail recipes according to Wikidata


No longer sure about the ingredients for your Mojito on a hard day’s night? Wikidata to the rescue! There’s even a picture to go with the list of ingredients. This query is especially impressive as it magically generates a recipe in English. It was conjured up by a Wikidata volunteer known on Twitter as WikidataFacts.

http://tinyurl.com/gqbmzlp

#2 The Internet loves cats. So does Wikidata.


Cats are kind of a big deal on the Internet. But what famous and well-known cats are there in the world? Find out with just one click on Wikidata. We are definitely fans of Humphrey and Larry, both of them bearing the very British title of Chief Mouser to the Cabinet Office.

http://tinyurl.com/z75d4wc

#3 German settlements ending with „-ow“ or „-itz“


Where are German towns, villages, and cities located ending in „-ow“ or „-itz“? Geography and cultural science buffs may know the answer, but Wikidata will show it to you on a map: It’s basically East Germany with with a few notable exceptions in the North (Olpenitz near Kappeln) and South (Flanitz, a part of Frauenau).

http://tinyurl.com/gtonu2v

#4 The world’s most common surnames


What are the world’s most common surnames? A fun fact that may surprise you. Of course Smith, Miller, and similar (former) names of occupations are in that list, but don’t forget Lee, Liu, and Zhan!

http://tinyurl.com/hodlnmb

#5 Things named after French presidents


Many countries have the custom of naming institutions and buildings after former public officials – France is no exception to that rule. Did you ever want to know what kind of things has been named after former French presidents?

http://tinyurl.com/z654mgk

#6 Awesomely assorted alliterations…


…always acquire accolades. A  SPARQL query in Wikidata can be used to print out all the title of works containing an alliteration. It’s everything from All About Anna to Wild Wild West.

http://tinyurl.com/zdragu9

#7 Horses are dangerous. Especially if you happen to be of noble birth and fall down.


Wikidata can also tell you the cause of death for most noble people. Apparently, horses are dangerous, as the sixth most common cause is „horse fall“.

http://tinyurl.com/jl9et7g

#8 Average gestation period of genera, color-coded by order


Wikidata isn’t only for queries, but also for data visualizations. This biology SPARQL query impressively demonstrates this with a bubble chart.

http://tinyurl.com/hydtknk

#9  The data are alive with the sound of music. But which key is used most often?


A simple query will tell: The most common key is C, then D, then Eand B. The first minor key is on the seventh rank (D minor).

http://tinyurl.com/jo68q9h

#10 Wikidata isn’t only fun and games, but can also be an inspiration for new Wikipedia articles.


Many of the queries we showed may be curious, funny or surprising and yet you may say „What’s in it for me?“ If you’re a hardcore Wikipedian who has run out of ideas for new articles, just ask Wikidata for missing articles. One example: Which women born in Suriname are lacking an article in English Wikipedia? Wikidata will tell you!

http://tinyurl.com/h8gdozr

Where to go from here?

There is much more to discover regarding SPARQL. Wikidata has extensive documentation on the topic. If you want, you can turn to the community to request a query. And every Sunday there’s the #SundayQuery hashtag on Twitter for all your SPARQL questions.

by Jens Ohlig at October 30, 2016 08:00 AM

10 coole Wikidata-Abfragen, die dir neue Horizonte eröffnen. Nummer 7 wird dich schockieren.

This blog post is also available in English.

Wikidata ist eine offene Datenbank für strukturiertes Wissen, die einzelne Fakten (Statements) zu bestimmten Begriffen (Items) sammelt. Sie wird von der Wikimedia Foundation betrieben, technisch federführend von Wikimedia Deutschland entwickelt und von der weltweiten, ehrenamtlichen Wikimedia-Community gehegt, gepflegt und beständig erweitert. Im Gegensatz zu Wikipedia, die händisch geschriebenes Wissen von vielen Freiwilligen speichert, ist Wikidata maschinell lesbar und einzelne Wissensbestandteile und Zusammenhänge sind gezielt abfragbar.

Dutzende Anwendung nutzen die Datenbank bereits als Grundlage. Eine der besonders coolen Wege das in Wikidata gespeicherte Wissen abzufragen und zu nutzen sind sogenannte Queries (Abfragen) in der Abfragesprache SPARQL. Mit etwas SPARQL-Kenntnissen können eben bestimmte Zusammenhänge und Wissenbestandteile aus Wikidata abgefragt werden – und sie eröffnen dir ganz neue Horizonte und stellen Wissen in ganz neuen Beziehungen dar.

Die Möglichkeiten für SPARQL-Abfragen sind praktisch unbegrenzt. 10 coole Abfragen stellen wir dir hier vor:

#1 Die besten Cocktail-Rezepte dank Wikidata


Mal wieder vergessen was Du alles für deinen abendlichen Mojito brauchst? Selbst das kann Wikidata dir sagen – mit genauen Zutaten! – und selbst ein Bild deines gewünschten Cocktails kann die Datenbank dir inzwischen anzeigen. Diese Abfrage ist besonders beeindruckend dadurch, dass sie magisch englischen Text erzeugt. Gezaubert hat sie der Wikidata-User, der auf Twitter unter WikidataFacts unterwegs ist.

http://tinyurl.com/gqbmzlp

#2 Das Internet liebt Katzen. Wikidata auch.


Katzen und Kater beglücken das Internet tagtäglich. Aber welche berühmten und bekannten Katzen gab und gibt es eigentlich auf der Welt? Ein Klick und Wikidata verrät es dir. Wir sind ja definitiv Fans von Humphrey und Larry, den beiden britischen Chief Mouser to the Cabinet Office.

http://tinyurl.com/z75d4wc

#3 Orte, die mit „-ow“ oder „-itz“ enden


Wo befinden sich eigentlich alle Orte (in Deutschland), die mit „-ow“ oder „-itz“ enden? Geographisch und kulturwissenschaftlich versierte Menschen werden es wissen, doch Wikidata zeigt es dir genau: Vor allem in Ostdeutschland mit kleinen Ausläufern in den Norden (Olpenitz bei Kappeln) und Süden (Flanitz, Teil von Frauenau).

http://tinyurl.com/gtonu2v

#4 Meist vergebene Nachnamen der Welt


Was sind die meist vergebenen Nachnamen der Welt? Ein Funfact, der dich tatsächlich überraschen wird. Natürlich sind „Smith“, „Miller“ und ähnliche (ehemalige) Berufsbezeichnungen dabei, doch solltest du auch Li, Liu und Zhan nicht vergessen!

http://tinyurl.com/hodlnmb

#5 Dinge, die nach französischen Präsidenten benannt wurden


In vielen Ländern ist es Usus bestimmte Einrichtungen oder Bauwerke nach früheren Amtsträgern zu benennen – Frankreich ist da ein gutes Beispiel. Wolltest Du nicht schon immer mal wissen, was alles nach früheren französischen Präsidenten benannt wurde?

http://tinyurl.com/z654mgk

#6 Ansprechende Alliterationen aller Art…


…beeindrucken bestimmt. Wikidata kann dir mithilfe einer SPARQL-Abfrage auch alle (Kunst-)Werktitel ausgeben, die eine Alliteration beinhalten. Von All About Anna bis Wild Wild West ist alles dabei.

http://tinyurl.com/zdragu9

#7 Pferde sind gefährlich. Erst recht wenn du adlig bist und runterfällst.


Wikidata kann dir denn auch folgendes verraten: Woran sind die meisten adeligen Menschen gestorben? Und offensichtlich sind Pferde tatsächlich gefährlich, denn der sechst meistgenannte Grund ist „horse fall“ (vom Pferd fallen).

http://tinyurl.com/jl9et7g

#8 Durchschnittliche Trächtigkeitsdauer bei unterschiedlichen Tierarten, farbkodiert nach Länge  


Wikidata kann nicht nur Abfragen, sondern auch Datenvisualisierung. Sehr eindrücklich stellt das diese SPARQL-Query aus dem Bereich der Biologie mit einer Bubble-Grafik dar.

http://tinyurl.com/hydtknk

#9  Musik liegt in der Luft, beziehungsweise in den Daten. Aber welche Tonart ist die häufigste?


Eine kurze Anfrage an Wikidata bringt es an den Tag: Die beliebteste Tonart ist C-Dur, dann D-Dur, dann Es-Dur und H-Dur. Die erste Molltonart kommt auf dem siebten Platz (D-Moll).

http://tinyurl.com/jo68q9h

#10 Wikidata macht nicht nur Spaß, sondern kann dich auch für neue Wikipedia-Artikel inspirieren.


Viele der Abfragen, die wir dir gezeigt haben, sind tatsächlich kurios, lustig, überraschend und trotzdem wirst du vielleicht sagen „das bringt mir ja nichts“. Wenn du hartgesottene Wikipedianerin bist, aber mal wieder keine Idee für einen Artikel hast, frag Wikidata wozu es vielleicht noch keinen Wikipedia-Artikel gibt. Ein Beispiel: Welche in Surinam geborenen Frauen haben noch keinen Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia? Wikidata sagt es dir!

http://tinyurl.com/jgsfp6e

Und weiter?

Es gibt viel zu entdecken in Sachen SPARQL. Auf Wikidata gibt es dazu auch eine umfangreiche Dokumentation. Wer mag, kann sich auch per Request a query an die Community wenden. Und jeden Sonntag gibt es auf Twitter die Möglichkeit, unter dem Hashtag #SundayQuery zu dem Thema Fragen zu stellen.

by Jens Ohlig at October 30, 2016 08:00 AM

October 28, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Herzlich willkommen beim Bundesfreiwilligendienst!

Logo des Bundesfreiwilligendienstes

Ein großer Schwerpunkt und der Ursprung von Wikimedia Deutschland ist die Unterstützung von Freiwilligen in den Wikimedia-Projekten. Was läge dort näher, sich nicht auch am Bundesfreiwilligendienst zu beteiligen? Vor kurzem wurde Wikimedia Deutschland nun als Einsatzstelle im Bundesfreiwilligendienst vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben anerkannt und so lesen wir in Wikipedia zu diesem Dienst:

„Im Bundesfreiwilligendienst (BFD) engagieren sich Frauen und Männer (als sog. Bufdis) für das Allgemeinwohl, insbesondere im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich sowie im Bereich des Sports, der Integration und des Zivil- und Katastrophenschutzes […]. Er ist 2011 als Initiative zur freiwilligen, gemeinnützigen und unentgeltlichen Arbeit in Deutschland eingeführt worden. Der Bundesfreiwilligendienst wurde von der Bundesregierung als Reaktion auf die Aussetzung der Wehrpflicht 2011 und damit auch des Zivildienstes geschaffen. Er soll die bestehenden Freiwilligendienste Freiwilliges Soziales Jahr und Freiwilliges Ökologisches Jahr ergänzen und das bürgerschaftliche Engagement fördern.“ (BundesfreiwilligendienstVersionsgeschichte, CC-by-sa 3.0)

Logo des Freiwilligen Jahres Beteiligung

Wikimedia Deutschland ist dabei im Programm „Freiwilliges Jahr Beteiligung“ beim Träger „Demokratie & Dialog“ zusammen mit anderen Vereinen, Stiftungen und Schulen angemeldet. Dort werden mehr als 30 Personen einsatzstellenübergreifende Projekte angehen, über politische Bildung und Demokratieprozesse diskutieren und in den Arbeitsalltag hineinschauen. So nutzen nach der Schule viele Bundesfreiwilligendienstleistende die Gelegenheit, ihre Interessen und Stärken weiter zu schärfen. Wikimedia Deutschland als Verein ist im Kreise von Partnerorganisationen wie der Digitalen Gesellschaft, Kiron Open Higher Education und der Open Knowledge Foundation beim Schwerpunkt „Freies Wissen“ des kommenden Programms vertreten.

Neu im Team Ideenförderung: Chiara Weiß
Foto: Jan Apel, Lizenz: CC-by-sa 4.0

Für 2016/7 freuen wir uns, dafür zwei Bundesfreiwilligendienstleistende, Chiara und Sebastian, in den Bereichen Ideenförderung sowie Event für die Wikimedia Conference bei Wikimedia Deutschland zu begrüßen:

Hallo alle,

ich bin Chiara, seit kurzem Berlinerin by choice und unterstütze jetzt als Budfi (ja, laut Wikipedia die offizielle Bezeichnung) für ein Jahr das Team Ideenförderung.

Ich bin gespannt, was die nächsten Monate für mich bereithalten werden, denn bisher hatte ich mit dem ganzen Wikiversum nur am Rande etwas zu tun.

Deshalb war die WikiCon in Kornwestheim ein sehr gelungener Anfang, um alles und alle näher kennenzulernen.

Zu den Highlights gehörte da – wie sollte es anders sein – „Wiki loves Cocktails“. Aber auch meine ersten Kontakte zu den Wikipedianern, Einblicke in eine doch ganz eigene Welt und nicht zuletzt die Rückfahrt haben die Tage für mich zu einem ganz besonderen Wochenende gemacht.

Ich freue mich auf weitere Erlebnisse dieser Art und hoffe auf ein ereignisreiches Jahr mit und bei euch!

Unterstützung im Team Event: Sebastian Peters
Foto: Jan Apel, Lizenz: CC-by-sa 4.0

Auch Sebastian freut sich auf seinen Bundesfreiwilligendienst bei Wikimedia Deutschland:

„Hallo,

Ich bin Sebastian, 19 Jahre alt und frisch aus der Schule. Seit September leiste ich nun meinen Bundesfreiwilligendienst bei Wikimedia Deutschland im Team Event.

Meine ersten, durchaus sehr spannenden Eindrücke über das Wikiversum und die an ihm beteiligten Menschen konnte ich bereits Mitte September in Kornwestheim auf der bisher größten WikiCon sammeln. Beeindruckt und äußerst gespannt auf mehr freue ich mich nun auf die Wikimedia Conference, an deren Vorbereitung und Durchführung ich mitarbeiten werde.“

Wir wünschen viel Erfolg beim Bundesfreiwilligendienst und viel Freude und viele neue Erfahrungen bei Wikimedia Deutschland. Herzlich willkommen, Chiara und Sebastian!

by Martin Rulsch at October 28, 2016 11:44 AM

October 27, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 43/2016

In den vergangenen Tagen erhielt ein Wikipedianer den Deutschen Preis für Denkmalschutz. Außerdem wurden die Ergebnisse der Feedback-Befragung zur WikiCon und die Gewinner des Fotowettbewerbs Wiki Loves Monuments veröffentlicht und Leonhard Dobusch wirft einen Blick darauf, was sich aktuell beim freien Zugang zu wissenschaftlichem Wissen tut.

Projekte und Initiativen

Gewinner des Fotowettbewerbs WLM stehen fest

Die Gewinnerbilder des Fotowettbewerbs Wiki Loves Monuments aus Deutschland sind bekannt gegeben worden. Etwa 39.000 Bilder sind in diesem Jahr für Deutschland eingereicht worden.

Wikipedianer erhält Deutschen Preis für Denkmalschutz

Der Wikipedianer Axel Hindemith hat für seinen Beitrag zur Vermittlung von Objekten und Themen der Denkmalpflege in Wikipedia den Deutschen Preis für Denkmalschutz (Silberne Halbkugel) erhalten.

6. alemannischer Schreibwettbewerb läuft

In der alemannischsprachigen Wikipedia läuft der sechste Schreibwettbewerb. Thema in diesem Jahr: «Gewünschte fehlende Artikel schreiben». Noch bis zum 4. Dezember 2016 können Artikel nominiert werden.

Ergebnisse der Feedback-Befragung zur WikiCon 2016

Zusätzlich zu der Rubrik „Lob & Kritik“ auf der Projektseite hat das Orga-Team der WikiCon 2016 in Zusammenarbeit mit WMDE, WMAT und WMCH eine Online-Befragung unter allen registrierten Teilnehmenden der WikiCon durchgeführt. Der Ergebnisbericht – mit teils sehr positivem Feedback – ist jetzt auf der Projektseite sowie auf Commons zu finden:

Eine Million Links repariert

Gemeinsam mit dem Internet Archive, der Wikimedia Foundation und der Community konnten in der englischsprachigen Wikipedia etwa eine Million defekter Weblinks durch deren Archiv-Version in der sogenannten Wayback Machine ersetzt werden.

Wikidata:Status updates/2016 10 22

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt

Die aktuellen Zusammenfassungen aus der OpenStreetMap-Welt „weekly 325“ berichtet über Neues rund um das offene Projekt für freies Kartenmaterial.

Wissenschaft und Forschung

Was tut sich im Bereich Open Access?

Anlässlich der Open Access Week wirft Leonhard Dobusch im Wikimedia-Blog einen Blick darauf, was sich aktuell beim freien Zugang zu wissenschaftlichem Wissen tut.

Wikimedia Research Newsletter

Die September-Ausgabe des Wikimedia Research Newsletters der Wikimedia Foundation ist erschienen. Neben Hinweisen auf aktuelle Veröffentlichungen und Konferenzen werden zwei Studien kurz vorgestellt: Der „Wikipedia Dispute Index“ gibt Einblicke in die Streitkultur verschiedener Länder. Die zweite Studie untersucht, wie die Motivation von Wikipedianern ihr Rollenverhalten prägt und damit auch die Inhalte beeinflusst.

Technik

Tech News issue #42

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Presse, Blogs und Websites

Aktuell in der Presse

In einem Pilot-Seminar an der Universität Heidelberg hatten Studierende die Wahl: Wikipedia-Artikel statt Hausarbeit. Ein Erfolg! Weitere Seminare sollen folgen.

  • Unispiegel, Universität Heidelberg – Oktober 2016, Dr. Oliver Fink: Wikipedia-Artikel statt Hausarbeit
http://www.uni-heidelberg.de/md/zentral/unispiegel/unispiegel_okt_16204_web.pdf

Können bisherige marktwirtschaftlich-ökonomischen Modelle Wachstum im digitalen Zeitalter überhaupt noch erfassen? Nein, sagt Dave Elder-Vass. Bestes Beispiel: Wikipedia.

  • Netzpiloten – 20. Oktober 2016, Dave Elder-Vass: Unsere Welt ist keine reine Marktwirtschaft – doch Ökonomen wissen nichts davon
http://www.netzpiloten.de/welt-marktwirtschaft-oekonomen/

Wikipedia Pressespiegel

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Benutzer:Gnom bloggt über Diskussionskultur

Benutzer:Gnom veröffentlichte in seinem Blog in der Wikipedia einen Kommentar zu den Umgangsformen und der Diskussionskultur in der Wikipedia und innerhalb des deutschen Vereins.

Audio-Podcast WikiStammtisch

In der Podcast-Episode 0024 sprechen Petra Thore und Sebastian Wallroth unter anderem über das Offene Editieren, Dialekte und die Wikimania.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

Freitag, 28.10.: Wikisource-Sprechstunde Dresden

Die Dresdner Wikipedia-Community bietet im Oktober 2016 eine „öffentliche Sprechstunde“ zu Wikisource, der freien Quellensammlung, an.

Montag, 31.10.: Wikipedia-Sprechstunde (Berlin)

Wikipedia-Sprechstunde in der Schiller-Bibliothek in Berlin-Wedding (U Leopoldplatz): Die Sprechstunden sind kein Kurs, sondern ein offenes Format, in dem erfahrene Wikipedia-Autorinnen und -Autoren jedermann für Fragen rund um Wikipedia zur Verfügung stehen, Tipps und Hilfestellung für interessierte Neuautoren geben usw. Die Veranstaltungen sind öffentlich und richten sich an alle Interessierte. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Montag, 31.10.: OK Lab (Berlin)

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland Code for Germany Teams – die Open Knowledge Labs (OK Labs) – um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürgerinnen zu entwerfen. Wir, das Open Knowledge Lab Berlin treffen uns bereits seit Februar 2014 jede Woche bei Wikimedia und würden dies auch gerne weiterhin tun. Während unserer Treffen arbeiten wir ehrenamtlich gemeinsam an Projekten, tauschen uns zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen – und sind generell Ansprechpartner für alle Interessierten. Damit fördern wir die Verbreitung des Wissens rund um diese Themen und wollen mithilfe unserer Projekte zeigen, welche Möglichkeiten in offenen Daten stecken.

Tempelhofer Ufer 23-24
10963 Berlin

Dienstag, 01.11.: Bremenpedia vor Ort (Bremen)

„BremenpediA vor Ort“ versteht sich als Anlaufadresse in Bremen-Lesum für alle Fragen rund um das freie Online-Lexikon Wikipedia und die freie Medien-Datenbank Wikimedia Commons. Die Veranstaltungsreihe findet zwischen 15.00 und 17.00 Uhr im Heimathaus Lesum, dem Domizil des Heimat- und Verschönerungsvereins Bremen-Lesum e. V. (HVL) statt.

Mittwoch, 02.11.: Women Edit (Berlin)

An jedem ersten Mittwoch im Monat treffen sich Frauen zum gemeinsamen Editieren, Diskutieren, Fragen beantworten, etc. Eingeladen sind alle aktiven Wikipedianerinnen und auch neue Interessierte. Vorkenntnisse sind nicht notwendig, wir helfen Neueinsteigerinnen gerne bei den ersten Artikelbearbeitungen usw. Bitte richtet euch doch vorab schon mal einen Wikipedia-Account mit einem anonymen User-Namen ein!

Tempelhofer Ufer 23-24
10963 Berlin

Freitag, 04.11.: Wikidata’s Fourth Birthday Meeting (Berlin)

Meet Wikidata editors, celebrate the birthday, discover new tools, play board games and eat a piece of cake!

Tempelhofer Ufer 23-24
10963 Berlin

Samstag, 05.11.: Einführungsseminar Transparency International Deutschland (Berlin)

Am Samstag, den 5. November, lädt die Regionalgruppe Berlin von Transparency International Deutschland e.V. zum Einführungsseminar für (Neu-)Mitglieder und Interessierte ein. Von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr werden die Arbeitsweise und Organisation von Transparency Deutschland sowie Möglichkeiten für ehrenamtliche Mitarbeit vorgestellt. Außerdem wird es ausreichend Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und Erfahrungsaustausch geben. Das Seminar ist für alle Mitglieder offen, die sich entschlossen haben, aktiv mitzuarbeiten. Eingeladen sind darüber hinaus Interessierte, die sich überlegen, Mitglied bei Transparency Deutschland zu werden. Um Anmeldung wird gebeten.

Tempelhofer Ufer 23-24
10963 Berlin

Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at October 27, 2016 01:19 PM

October 25, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Open Access: Was tut sich beim freien Zugang zu wissenschaftlichem Wissen?

Open Access (storefront), by Gideon Burton, CC BY-SA 2.0 via Flickr

Vom 24. bis 30. Oktober 2016 findet bereits zum achten Mal die internationale Open Access Week statt. Zahlreiche Veranstaltungen weltweit bieten Gelegenheit, sich über den freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen und Daten zu informieren, sich mit Aktiven aus der Open-Science-Bewegung zu vernetzen und so die Öffnung der Wissenschaft voranzutreiben. Diese Woche ist also ein guter Zeitpunkt einmal zu schauen, was sich im Bereich Open Access in der jüngeren Vergangenheit so getan hat und aktuell tut. Dies ist ein Gastbeitrag von Leonhard Dobusch.

Erst vor wenigen Wochen hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein neues Strategiepapier veröffentlicht und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka betont, dass der freie Zugang zu Wissen ein Sprungbrett für die gesellschaftliche Entwicklung sei. In der Pressemitteilung fordert sie:

Wichtig ist mir, dass die Ergebnisse von Forschung, die mit Steuergeld gefördert wurde, für die Allgemeinheit unentgeltlich verfügbar werden. Wissenschaftliche Erkenntnisse können heute leichter publik gemacht werden. Die digitalen Medien ermöglichen dies und wir müssen es schaffen, dass diese Chancen stärker ergriffen werden.

Das BMBF vertritt in seiner Strategie die These, eine komplette Umstellung auf Open Access sei denkbar. Dafür notwendig sei vor allem ein Paradigmenwechsel bei der Verwendung der Bibliotheksetats. Dabei verweist es auf Untersuchungen der Max-Planck-Gesellschaft.

Diese hatte im März diesen Jahres die Initiative „Open Access 2020“  gestartet, um Open Access auf breiter Front zum Standard zu machen („large-scale transition to open access“). Der Grund für die neue Initiative ist, dass bisheriger Bekenntnisse und entsprechender (auch: finanzieller) Unterstützung für Open-Access-Zeitschriften und -Publikationen zum Trotz der Umstieg nur langsam vorankommt. Eingefahrene Publikationspfade zwingen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den meisten Disziplinen dazu, in etablierten, nicht-offenen Zeitschriften zu publizieren, wenn sie weiterhin im Wissenschaftssystem verbleiben bzw. Drittmittel einwerben wollen. Was zählt, ist die wissenschaftliche Reputation einer Zeitschrift und nicht, ob ihre Beiträge frei online zugänglich sind.

Der vielversprechendste Weg wäre deshalb, bereits etablierte Zeitschriften zu Open-Access-Zeitschriften zu machen, sie also quasi zu „befreien“. Vergangenes Jahr wurde genau das vom Herausgeberkreis einer führenden sprachwissenschaftlichen Zeitschrift versucht. Der Verleger Elsevier verweigerte sich jedoch nicht nur dessen Ansinnen, sondern verbreitete auch noch Unwahrheiten über die (ehemaligen) Herausgeber. Letztlich entschied sich das gesamte Herausgeberkollektiv für eine Neugründung unter dem Namen „Glossa“.

Zahlungsströme umlenken

Die Initiative „Open Access 2020“ will die Umstiegslast von den Schultern individueller Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nehmen und möchte „die Mehrheit der heute per Subskription erscheinenden wissenschaftlichen Fachzeitschriften auf das Publizieren per Open Access (OA)“ umstellen, wie es in einer Presserklärung der Max-Planck-Gesellschaft heißt. Der Umstieg soll wie folgt gelingen:

Dieser Wandel soll erreicht werden, indem die ‚Mittel, die aktuell für Abonnements von Subskriptionszeitschriften genutzt werden, zur Finanzierung nachhaltiger OA-Geschäftsmodelle eingesetzt werden‘.

Der Schlüssel für den Umstieg auf Open Access sind demnach die Bibliotheken, die ihre „Rolle, Verantwortlichkeiten, Profil und Arbeitsprozesse“ weiterentwickeln sollen. Im Zentrum der „Roadmap“ zum Umstieg stehen die vorhandenen Zahlungsströme, die hin zu Open Access umgelenkt werden sollen.

Zu den ersten Unterstützern der Initiative zählen die größten Wissenschaftsfinanzierer in Deutschland und Österreich, konkret die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF). Die Chancen stehen angesichts derart (finanz-)starker Unterstützer also gut, dass im Ergebnis tatsächlich eine Vielzahl an Zeitschriften auf Open-Access-Modelle umstellen wird.

Konkret kann dieses Umlenken finanzieller Mittel auf verschiedene Weise erfolgen. Ein Weg wäre eine verstärkte Koordination öffentlicher Einrichtungen bei der Beschaffung von Zeitschriften, um so Druck auf etablierte Verlage zur Umstellung auf Open-Access auszuüben. Parallel gilt es gemeinsam mit Bibliotheken professionell-digitale Publikationsplattformen – idealerweise auf Open-Source-Basis – für Open-Access-Zeitschriften bereitzustellen. Auf diese Weise würden Bibliotheken ihre zentrale Rolle als Wissensinfrastrukturprovider auch im digitalen Zeitalter ausbauen und gleichzeitig den Umstieg auf Open-Access-Modelle für Herausgeberkreise attraktiver machen.

Überhaupt geht der Trend in Richtung institutionell finanzierter Open-Access-Plattformen, wie auch das Beispiel der 2015 gestarteten „Open Library of Humanities“ belegt. Nach Vorbild der eher naturwissenschaftlich orientierten Public Library of Science (PLoS) bietet diese einerseits ein disziplinenübergreifendes „Mega-Journal“ für den Bereich der Geisteswissenschaften und andererseits ein kostenloses und mehrsprachiges Hosting für Open-Access-Zeitschriften. Im Unterschied zu PLoS fallen aber keine Autorengebühren (article processing charges, kurz APC) an – die Finanzierung erfolgt über Beiträge von Bibliotheken und Wissenschaftsorganisationen. Dieser Punkt ist besonders wichtig, wenn Open Access nicht nur für die Leserinnen und Leser, sondern auch für Autorinnen und Autoren gelten soll.

Open auch im Bereich der Lehre?

Angesichts dieser Dynamik im Bereich des wissenschaftlichen Publizierens stellt sich allerdings auch die Frage, warum sich im Bereich der universitären Lehr- und Lernmaterialien bislang im deutschsprachigen Raum kaum vergleichbare Entwicklungen zeigen. Offen lizenzierte Lehr- und Lernmaterialien (Open Educational Resources, kurz OER) sind in Deutschland und Österreich vor allem im Schulbereich ein Thema, kaum jedoch im Bereich universitärer Lehre.

Eine Ursache für die bislang eher schleppende Verbreitung von OER im Bereich universitärer Lehre im deutschsprachigen Raum mag sein, dass Studierende hierzulande weniger unter Preisen für Lehrbücher leiden als zum Beispiel in den USA. Dort müssen Studierende neben oft beträchtlichen Studiengebühren auch noch bisweilen horrende Summen für Lehrbücher ausgeben; entsprechend populär sind deshalb politische Initiativen wie jene Kaliforniens oder in British Columbia in Kanada, die sich von der Einrichtung zentraler OER-Lehrbuchplattformen auch eine Senkung von Lernmittelkosten erhoffen.

Aber nicht nur die Politik, auch Universitäten sind im angelsächsischen Raum aktiver als ihre deutschen Pendants. Bereits vor über 15 Jahren begannen US-Eliteunis wie das Massachusettes Institute of Technology (MIT) die Unterlagen ganzer Kurse als „Open Courseware“ offen lizenziert ins Netz zu stellen – anfänglich allerdings noch unter vergleichsweise restriktiven Lizenzbedingungen, die eine kommerzielle Nutzung ausschlossen. Inzwischen geht der Trend in Richtung noch offenerer und damit Wikipedia-kompatibler Lizenzen (v. a. Creative Commons Namensnennung, CC-BY) und eine Reihe von britischen Universitäten hat sich mittlerweile eine OER-Policy verordnet. Im Rahmen ihrer OER-Policy fordern diese Universitäten ihre Lehrenden dazu auf, Lernunterlagen nach Möglichkeit offen lizenziert und in offenen Formaten zu veröffentlichen (vgl. z. B. kürzlich die Universität Edinburgh). Vergleichbare Beispiele gibt es im deutschsprachigen Raum jenseits der gerade im Aufbau befindlichen Hamburg Open Online University noch nicht.

Open Access – wo geht die Reise hin?

Es tut sich was, auch auf politischer Ebene. Erst letzte Woche erinnerte der EU-Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation, Carlos Moedas, auf der Frankfurter Buchmesse an die Anfänge von Open Access, als vor 25 Jahren der US-amerikanische Physiker Paul Ginsparg mit der Erfindung des Preprint-Archivs ArXiv den Grundstein für einen freien Austausch wissenschaftlicher Artikel über das Internet legte. Moedas bedankte sich bei all jenen, die dazu beigetragen haben, dass in Europa nun der Tipping Point erreicht ist und mehr als 50 Prozent aller wissenschaftlichen Artikel Open Access erscheinen. Zugleich stellte er heraus, dass es 25 Jahre gedauert habe, bis man an diesem Punkt stehe, und man nicht weitere 25 Jahre warten könne, bis alle Artikel frei verfügbar seien. Auch er formulierte das Ziel, bis 2020 die gesamte mit öffentlichen Geldern geförderte Forschung Open Access zu publizieren.

Auch wenn die politischen Bekenntnisse zu Open Access auf europäischer Ebene und seitens des BMBF begrüßenswert sind, fehlt es bislang an konkreten Festlegungen und viele Fragen bleiben offen: Wie gelingt es, aus dem bestehenden Subskriptionsmodell möglichst kostenneutral auszusteigen? Wie lässt sich Open Access zu einem gemeinschaftlich anerkannten Standard entwickeln, ohne die Wissenschaftsfreiheit einzuschränken? Der Großteil der Verantwortung dieser Transformation bleibt bei den einzelnen wissenschaftlichen Einrichtungen und ihren Akteurinnen und Akteuren

An diesem Punkt setzt das Fellow-Programm Freies Wissen an, welches 2016 von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband initiiert wurde. Indem es Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler dabei unterstützt, ihre Forschung im Sinne von Open Science zu gestalten und diesen Gedanken in ihren Institutionen und Netzwerken zu verbreiten, trägt es dazu bei, Wissenschaft und Forschung weiter zu öffnen. Denn neben politischen Signalen ist für die aktuelle Entwicklung von Open Access entscheidend, dass das Wissen darüber geteilt wird, wie Wissenschaft ganz praktisch offen gestaltet werden kann, etwa durch die Nutzung freier Lizenzen für die eigenen wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Wie das Beispiel von ArXiv zeigt, wo heute mehr als eine Million Artikel frei verfügbar sind, sind es gerade auch die vielen einzelnen Aktiven aus der wissenschaftlichen Open-Science-Community, die den freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen und Daten entscheidend voranbringen.

Dieser Artikel ist eine überarbeitete und deutlich erweiterte Fassung eines Beitrags bei netzpolitik.org.


Zum Autor:

Leonhard Dobusch ist Professor für Betriebswirtschaftslehre am Institut für Organisation und Lernen der Universität Innsbruck. Zu den Schwerpunkten seiner Forschung gehört das Thema Urheberrechtsregulierung. Im Mai 2016 wurde er als Vertreter der Interessensgruppe „Internet“ in den ZDF-Fernsehrat berufen. Er bloggt regelmäßig zu netzpolitischen Fragen auf Netzpolitik.org, iRights und seinem eigenen Blog Leonido.

by Christopher Schwarzkopf at October 25, 2016 07:57 AM

October 20, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 42/2016

In der Wikimedia:Woche 42/2016 geht es unter anderem um einen Antragsentwurf zur Gründung einer AG Politik und Gesellschaft bei Wikimedia Deutschland und die zehn Fellows, die ihre Arbeit im Fellow-Programm Freies Wissen aufgenommen haben. Außerdem hat Wikimedia CH eine Stelle ausgeschrieben und es können nun Beiträge für das WikiLibrary Barcamp eingereicht werden.

Foundation und Organisationen

WMCH sucht Community & Public Policy Manager

Wikimedia CH hat für Anfang 2017 eine Stelle als Community & Public Policy Manager ausgeschrieben. Bewerbungsfrist ist der 31. Oktober.

Antragsentwurf für AG Politik und Gesellschaft bei WMDE zur Diskussion gestellt

Nikolas Becker hat in Vorbereitung auf die 19. Mitgliederversammlung im Forum einen Antragsentwurf zur Gründung einer AG Politik und Gesellschaft zur Diskussion gestellt.

Projekte und Initiativen

Geförderte Projekte aus den Wikimedia-Communitys im September

Eine ausgewählte Übersicht der im September von Wikimedia Deutschland geförderten Projekte aus den Communnitys ist im Vereinsblog veröffentlicht worden.

Creative Commons freut sich über Input für den „State of the Commons report“

Seit 2014 veröffentlicht Creative Commons regelmäßig einen „State of the Commons report“, in dem unter anderem das Wachstum freier Inhalte abgebildet wird. Anlässlich einer teilweisen Neuausrichtung des Reports, werden die Nutzer von Creative-Commons-Lizenzen gebeten ihre Erfahrungen und gute Beispiele und Storys über kreative Verwendung der Inhalte beizusteuern.

Wikidata:Status updates/2016 10 15

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt

Die aktuellen Zusammenfassungen aus der OpenStreetMap-Welt „weekly 324“ berichtet über Neues rund um das offene Projekt für freies Kartenmaterial.

Kultur – Galerien, Bibliotheken, Archive, Museen (GLAM)

WikiLibrary Barcamp 2016 „Bibliotheken im Netz – Digitale Allmende!?“ – Jetzt Beiträge einreichen!

Am 3. Dezember findet das WikiLibrary Barcamp 2016 in der Sächsischen Staats- und Landesbibliothek (SLUB) in Dresden statt. Das Thema lautet „Bibliotheken im Netz – Digitale Allmende!?“. Programmbeiträge können bis zum 13. November eingereicht werden. Jetzt auf der Teilnahmeliste eintragen und weitersagen!

Was international im September im GLAM-Bereich passierte

Im monatlichen internationalen GLAM-Newsletter berichten die Ländervertretungen über Aktionen von Freiwilligen mit Galerien, Bibliotheken, Archiven und Museen (GLAM). Im Monat September teilen gleich vier Länder ihre Erfahrungen mit Wiki loves Monuments. Schaut rein!

Wissenschaft und Forschung

Fellows nehmen Arbeit im Fellow-Programm Freies Wissen auf

Im Fellow-Programm Freies Wissen haben zehn Fellows ihre Arbeit aufgenommen. Einen Einblick in die Auftaktveranstaltung und das weitere Programm bietet ein aktueller Beitrag von Christopher Schwarzkopf im Wikimedia-Blog.

Open Access Week in Berlin

Die letzte Oktoberwoche ist jedes Jahr weltweit Open Access Week. Aus diesem Anlass findet bei Wikimedia Deutschland die Veranstaltung Open in Action – Praxisperspektiven statt, organisiert von der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Technischen Universität Berlin. (siehe unter Termine)

Technik

Tech News issue #41

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Presse, Blogs und Websites

Aktuell in der Presse

Das Münchner Wikipedia-Büro, kurz WikiMUC, feierte Eröffnung. Zum Einstand ist am 22. Oktober ein Projekt zur Dokumentation und Aufarbeitung der Münchner Zeitgeschichte der 80er Jahre geplant.

  • Hallo München – 14.10.2016: Die München-Chronisten
http://www.hallo-muenchen.de/muenchen/mitte/neuer-wikipedia-standort-muenchen-6839474.html

Wikipedia Pressespiegel

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Karambolage erklärt Debatte um Panoramafreiheit

Die deutsch-französische Kultursendung Karambolage des Senders Arte erklärte die Auseinandersetzung mit der Panoramafreiheit in der Europäischen Union und die Auswirkungen des Gesetzes auf die Wikipedia.

Audio-Podcast WikiStammtisch

In der Podcast Episode 0020 sprechen Roland Unger und Sebastian Wallroth über Wikivoyage, Wikitravel, Kiwix, dynamische Karten in der Wikipedia und Ägypten

In Episode 0021 unterhalten sich Patrick Kenel und Sebastian Wallroth über den Verein Wikimedia CH, Lungenheilstätten und die alemannische Wikipedia

Im WikiStammtisch 0022 sprechen Silvia Stieneker und Sebastian Wallroth über den Einstieg in die Wikipedia, Frauen in der Wikipedia und den Spaß am Erstellen von Artikeln

Für die Episode 0023 unterhielten sich Bernd Rupp, Florian Simon, Stefan Haslinger, Anja und Sebastian Wallroth bei der Podcaster-Konferenz Subscribe8 über Wikipedia

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

24.10.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zurzeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23–24, 10963 Berlin. Während des Treffens arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

25.10.: Workshop zur Autor(inn)en-Gewinnung in Bremen

Die Wikipedia-Community der Freien Hansestadt Bremen und die Aktiven des WikiProjekts Bremen möchten einen regionalen Akzent zum Thema „Autor(inn)en-Gewinnung“ setzen: alle Interessierten aus Bremen und „Umzu“ sind herzlich zu einem Workshop eingeladen um einen Abend lang gemeinsam zu überlegen, zu diskutieren und zu beratschlagen, welche Wege zur Gewinnung von neuen Autorinnen und Autoren in Bremen und Bremerhaven und der Region gegangen werden können.

26.10.: Open in Action – Praxisperspektiven

Am Mittwoch, 26.10., sind alle Projektbeteiligten und interessierte Open-Access-Akteure eingeladen, sich zu einem offenen Gespräch über Open Access in Berlin und Brandenburg zu treffen. Eröffnet wird der Abend durch ein Podiumsgespräch mit Vera Meyer (TU Berlin), Sebastian Nordhoff (Language Science Press) und Heinz Pampel (Helmholtz-Gemeinschaft), moderiert von Christina Riesenweber (FU Berlin). Danach gibt es Gelegenheit zum Austausch und Vernetzen bei Getränken. Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin, 18:00 bis 22:00 Uhr.

27.10.: Offenes Editieren Berlin

Das Offene Editieren ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer_innen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits Wikipedianer_innen mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at October 20, 2016 02:59 PM

October 14, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im September 2016

Die folgende Liste zeigt eine Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen, die von den Communitys organisiert wurden und mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im vergangenen Monat stattgefunden haben. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Beim Festivalsommer standen im letzten Monat 19 Veranstaltungen auf der Agenda. Der vollständige Festivalplan ist in der Wikipedia zu finden.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Wikipedia-Communitys ist über Wikipedia:Lokales abrufbar. Einige Gruppen hinter den lokalen Räumen führen außerdem Blogs, über die eine Auswahl der dort stattgefundenen Veranstaltungen und Aktionen nachgelesen werden kann:

2.9.: Sommerfest des freien Wissens

Zur Vernetzung Aktiver in München und Umgebung im Bereich Freies Wissen und Freie Software, wurde am 2. September ein Sommerfest des freies Wissens veranstaltet. Eingeladen waren alle Personen und Gruppen die sich rund um freie Inhalte engagieren.

4.9.: Themenportal Augsburg / Artikel: Synagoge Augsburg

Mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland zog der Benutzer:Mailtosap los um Fotos der Synagoge Augsburg zu machen.

8.9.: Vorbereitung WLM-2016-Preisverleihung

In feierlichem Rahmen fand auf der WikiCon die Preisverleihung der beiden Fotowettbewerbe Wiki Loves Monuments 2015 und Wiki Loves Earth 2016 statt. Ein Team um die Verleihung von Wiki Loves Monuments 2016 traf sich mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland eine Woche zuvor zur Vorbereitung.

10.9.: Stammtisch Ruhrgebiet in Dorsten

Der Stammtisch Ruhrgebiet und der Stammtisch Münster(land) trafen sich zu einer Besichtigung des Schloss Lembeck in Dorsten. Eine Führung durch das Museum des Schlosses und durch die Ausstellung des Heimatvereins waren die interessanten Höhepunkte.

10.–11.9.: Corso Leopold

Auch in diesem Herbst organisierten Wikipedianerinnen und Wikipedianer wieder einen Infostand auf dem Straßenfest Corso Leopold an der Ecke Leopold- und Fendstraße und leisteten dort ehrenamtliche Öffentlichkeitsarbeit, um Interessierte über die Wikipedia und die Schwesterprojekte zu informieren.

10.–11.9.: WLM-Schüler-Fototour

Gemeinsam mit vier Schülern ging es in Schorndorf (Baden-Württemberg) auf eine WLM-Schüler-Fototour. Zwei der Schüler bekamen zudem Unterstützung beim Einrichten eines Wikipedia-Accounts. Die beiden (jetzt 1. Klasse und 4. Klasse) dürften damit zu den jüngsten potentiellen Neuautoren gehören.

11.9.: Denkmal Pf / Pforzheim

Zum Tag des Offenen Denkmals fand im Stadtlabor in Pforzheim die Preisverleihung und Ausstellungseröffnung zum lokalen Fotowettbewerb Denkmal PF, sowie die Feier zum 15-jährigen Bestehen der Wikipedia statt.

11.9.: Tag des Offenen Denkmals Bremen

BremenpediA beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals. Im Haus Heineken, dem Dienstsitz des Landesamts für Denkmalpflege (LfD Bremen), informierten Wikipedianer über den Zusammenhang von Denkmalschutz und Wikipedia, wie die Ergebnisse von allen frei genutzt werden können und wie jeder auch dazu beitragen kann. (Text: Quarz, cc-by-sa 3.0)

13.9.: Vorbereitungstreffen zu GLAM on Tour Antikensammlung und Redaktionstreffen Altertum

Am 4. und 5. Oktober 2016 machte GLAM on Tour Station in Heidelberg, wo eine bedeutende und vielfältige Antikensammlung der Universität auf die Erschließung für die Wikipedia wartete.

Marcus Cyron war bereits im September zur Vorbereitung des Redaktionstreffens und der Schreibwerkstatt vor Ort.

15.9.: Stuttgarter Kickers gegen Kickers Offenbach

Der Commons-Benutzer Sandro Halank erhielt eine Akkreditierung für das Spiel Stuttgarter Kickers gegen Kickers Offenbach im Gazi-Stadion auf der Waldau, um Fotoaufnahmen für das freie Medienarchiv Commons zu machen.

16.9.: WLX-Ehrung auf der WikiCon 2016

WLX, das steht für Wiki Loves Monuments und Wiki Loves Earth. Die Gewinner der beiden Fotowettbewerbe wurden im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung auf der WikiCon geehrt. Die prämierten Bilder wurden nochmals gezeigt und den Fotografen persönlich für ihre Arbeit gedankt.

16.–18.9.: Wiki Loves Cocktails auf der WikiCon 2016

Während der WikiCon stand im Foyer die Editier-Bar bereit, an der köstliche Drinks für die Konferenzteilnehmenden gemixt wurden. Zusätzlich war neben der Bar Platz für eine Fotostation (Blitzanlage, Lichtzelt usw.) und Sitzgelegenheiten. Die Bar wurde von den Machern und Barkeepern um Wiki Loves Cocktails organisiert und bespielt.

16.–18.9.: WikiCon 2016

In Kornwestheim fand mit über 300 Teilnehmenden die bisher größte WikiCon statt. Von Matthiasb und Barnos wurden zwei Berichte über die vergangene WikiCon im Wikipedia:Kurier veröffentlicht. Einen weiteren Bericht schrieb der Nutzer Gnom.

17.9.: WikiEule 2016

Die WikiEule wurde 2016 auf der WikiCon in zehn Kategorien vergeben. Für besonderes Engagement einzelner Wikipedianerinnen und Wikipedianer wurden von der WikiEulenAcademy außerdem EhrenEulen verliehen. Nominiert wurden in den jeweiligen Kategorien Projekte, Fotos, Artikel und Mitarbeitende innerhalb der großen Familie der deutschsprachigen Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte sowie erstmals auch Menschen, die nicht zu den klassischen Wikipedianerinnen und Wikipedianern zählen, sich dennoch verbunden fühlen und die Wikipedia unterstützen. (basierend auf einem Text von: WikiEulenAcademy, cc-by-sa 3.0)

20.9.: Wikipedia-Fortbildung für Lehrer

Marcus Cyron gab eine Lehrerfortbildung in Göttingen, um den dort Anwesenden Kenntnisse zum wissenschaftlichen Arbeiten und Zitieren in der Wikipedia zu vermitteln.

20.–23.9.: InnoTrans 2016

Die Wikipedianer DCB und Ubahnverleih waren auf der InnoTrans zu Besuch, der internationalen Fachmesse für Bahn- und Verkehrstechnik, um Fotos von Bahntechnik und neuen Wagen des Personenverkehrs zu machen und dem freien Medienarchiv Commons zur Verfügung zu stellen.

24.–25.9.: WLM-Workshop im WikiMUC: Crashkurs Bildbearbeitung

Nach einem Fotoabend am 15. September im WikiMUC wurde darauffolgend ein Crashkurs Bildbearbeitung angeboten, um Grundlagen des Bearbeitens von Fotos zu vermitteln und somit die Qualität der aufgenommenen Fotos vor dem Hochladen zu verbessern. Der kostenlose Kurs stand allen Fotografinnen und Fotografen offen, die ihre Bilder vor dem Hochladen nach Commons verbessern wollen.

26.–29.: Soziologentagung Bamberg

Der Wikipedianer Ziko war auf der Soziologentagung Bamberg zu Gast und hielt dort einen Vortrag über „Die Verheißungen des Wiki“. Freie Bilder der Veranstaltung sind auf Commons hinterlegt worden.

29.9.: Stammtisch Bremen

Der monatliche Wikipedia-Stammtisch in Bremen wird regelmäßig mit der Community-Versicherung gefördert. Weitere Informationen zu zukünftigen und vergangenen Stammtischen in Bremen sind hier zu finden.

30.9.–3.10.: GLAM on Tour: Ernst-Ludwig-Kirchner-Museum Davos

Der vor bald 80 Jahren gestorbene Ernst Ludwig Kirchner hat ein reiches und vielseitiges Erbe hinterlassen. An den Originalschauplätzen wie seinen beiden Wohnhäusern in Davos, dem Sanatorium auf der Schatzalp und natürlich mit seinem künstlerischen Werk konnte sich der gegenwartskunstinteressierte Wikipedianer an einem langen Wochenende in Davos beschäftigen. In Zusammenarbeit mit dem Kirchner Museum bot Wikimedia CH viele interessante Zugänge zu diesem Künstler, der in Wikipedia noch unterrepräsentiert ist. Nach einer Führung durch das Museum fand eine Schreibwerkstatt in der Bibliothek statt. Weitere Vorträge zum Leben und Schaffen des Künstlers gab es während dieser GLAM on Tour. Außerdem fand eine Wanderung und eine Besichtigung der originalen Wirkorte Kirchners statt. (basierend auf einem Text von Lantus, CC-by-sa 3.0)

Weitere Aktivitäten aus dem Team Ideenförderung

Preise für den 25. Schreibwettbewerb und den Miniaturenwettbewerb

Der Schreibwettbewerb und der Miniaturenwettbewerb sind als feste Instanzen zur Verbesserung der Wikipedia kaum wegzudenken. Wikimedia Deutschland unterstützte die beiden Veranstaltungen daher mit Preisen, um das Engagement der beteiligten Autorinnen und Autoren zu würdigen. Für den Schreibwettbewerb wurden Erlebnis-Gutschein, eine Jahreskarte für eine kulturelle Einrichtung und drei Büchergutscheine vergeben. Die Gewinner des Miniaturenwettbewerbs erhalten ebenfalls Büchergutscheine.

Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende regelmäßige Community-Termine fanden auch im vergangenen Monat wieder mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland statt:

by Nicolas Rueck at October 14, 2016 02:33 PM

Fellow-Programm Freies Wissen – an die Arbeit!

Nachdem das Fellow-Programm Freies Wissen im Mai offiziell mit der Ausschreibung der Fellowships startete, endete im August die Bewerbungs- und Auswahlphase. Aus knapp 80 Einreichungen wählte das Programmteam zehn Fellows aus, die am diesjährigen Pilotprogramm teilnehmen und bis Ende Februar 2017 Forschungsprojekte im Sinne offener Wissenschaft durchführen. Im September trafen sich die Teilnehmenden des Programms in Berlin, um sich über die Idee und Praxis Offener Wissenschaft auszutauschen und  gemeinsam die Arbeit in den kommenden Monaten zu planen. Ziel des Programms ist es, die Idee von Open Science sichtbarer zu machen und in die wissenschaftlichen Institutionen zu tragen, um damit die schrittweise Öffnung von Wissenschaft und Forschung voranzutreiben.

Logo Fellow-Programm, leomaria designbüro, CC BY-SA 4.0

Die Resonanz auf die Ausschreibung des Fellow-Programms Freies Wissen, welches Wikimedia Deutschland in diesem Jahr erstmalig in Kooperation mit dem Stifterverband durchführt, war überaus erfreulich: Insgesamt bewarben sich fast 80 Wissenschaftlerinnen und


Unter dem Begriff “Open Science” werden sämtliche Bestrebungen zusammengefasst, die darauf abzielen, den wissenschaftlichen Forschungsprozess offen zu gestalten und seine Bestandteile wie beispielsweise Methoden, Forschungsdaten und Publikationen frei zugänglich und nachnutzbar zu machen. Auf diese Weise können der Öffentlichkeit aber auch anderen Forschenden diese Daten und Informationen als Wissensallmende zur Verfügung gestellt werden, sodass möglichst vielen Menschen die Teilhabe an der Erstellung und Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse ermöglicht wird.

Wissenschaftler aus den unterschiedlichsten Disziplinen und Fachbereichen mit zahlreichen spannenden und interessanten Projektideen. In einem mehrstufigen Reviewprozess wurden schließlich zehn Fellows ausgewählt, die im Rahmen des diesjährigen Pilotprogramms mit einem Stipendium gefördert und bei der Umsetzung ihrer sechsmonatigen Forschungsvorhaben unterstützt werden.

Die Forschungsprojekte der ausgewählten Fellows könnten unterschiedlicher kaum sein. Sie reichen von der Publikation einer Zusammenstellung der Umweltbildungsaktivitäten verschiedener NGOs auf Madagaskar über die Entwicklung eines Workflows für die Einbettung von Videos in Open Access Publikationen bis hin zu Untersuchungen der Gehirnaktivität von Honigbienen. Gemein ist allen Projekten  jedoch der Aspekt der Offenheit: Im Rahmen des Programms werden die Fellows ihre Forschungsprozesse und -ergebnisse nach den Prinzipien von Open Science öffnen und letztlich für die Allgemeinheit zugänglich und nachnutzbar machen.

Betreut werden die Fellows dabei von einem Team von Mentorinnen und Mentoren, die sie bei der Umsetzung ihrer Projekte unterstützen: Fünf sehr erfahrene Open-Science-Expertinnen und -Experten stehen den Fellows beratend zur Seite und unterstützen sie dabei, ihre eigene wissenschaftliche Arbeit offen zu gestalten. Wir freuen uns, in diesem Jahr V.-Prof. Dr. Ina Blümel (Hochschule Hannover), Dr. Gregor Hagedorn (Museum für Naturkunde), Dr. Peter Kraker (Know-Center),  Dr. Daniel Mietchen (National Institutes of Health) und Prof. Dr. Claudia Müller-Birn (Freie Universität Berlin) als Mentorinnen und Mentoren gewonnen zu haben.

Auftaktworkshop in Berlin im September

Anfang September trafen sich Fellows sowie Mentorinnen und Mentoren in den Räumlichkeiten von Wikimedia Deutschland zu einem zweitägigen Workshop, um sich auszutauschen und einen gemeinsamen Arbeitsplan für die kommenden sechs Monate zu erarbeiten. Im Rahmen der Veranstaltung hatten die Fellows die Gelegenheit, mit Open-Science-Expertinnen und Experten sowie Vertreterinnen und Vertretern der Wikimedia-Communities ins Gespräch zu kommen. Ziel war es,  mehr über Idee und Praxis offener Wissenschaft zu erfahren und mögliche Anknüpfungspunkte an die Wikimedia-Projekte zu identifizieren.

Markus Neuschäfer von der Open Knowledge Foundation zeigte den Teilnehmenden in einem Inputvortrag die Potenziale von Open Science für Forschung, Sichtbarkeit und Vernetzung auf, im Anschluss daran präsentierte Peter Kraker die Idee der „Vienna Principles“. Dr. Thomas Wozniak, Lehrbeauftragter an der Universität Tübingen und aktiver Wikipedianer, erklärte den Teilnehmenden, wie Wissenschaft in den Wikimedia-Projekten funktioniert und wo Gemeinsamkeiten und Unterschiede bestehen. In vier Diskussionsrunden zu den Schwerpunkten Open Data, Open Access, wissenschaftliche Inhalte in den Wikimedia-Projekten sowie offene Wissenschaftskommunikation wurden die Themen Freies Wissen und Open Science aus verschiedenen Perspektiven diskutiert und Praxiserfahrungen ausgetauscht.

Prof. Dr. Jürgen Friedrich aus dem Präsidium von Wikimedia Deutschland e. V. gab den Teilnehmenden zum Auftakt des Programms einige Wünsche mit auf den Weg:

Es wäre schön, wenn die Fellows die Forschung über die Erstellung und Verbreitung Freien Wissens, die Rolle der freiwilligen Autorinnen und Autoren dabei und die Methodik der freien Wissensproduktion vorantreiben und damit die Zukunft der Wikimedia-Projekte mitgestalten würden. Die Einbeziehung der Konzepte des Freien Wissens in die eigenen Fachdisziplinen – von der Physik bis zur Soziologie, von den Ingenieurwissenschaften bis zur Kunstgeschichte – ist eine Riesenherausforderung für die Fellows. Unseren Wunsch, die Prinzipien von Open Data und Open Access bei der eigenen Forschungsarbeit umzusetzen, möchten wir den Fellows daher mit auf den Weg geben. Und nicht zuletzt würden wir uns freuen, wenn die Fellows mit ihren Arbeiten zum Freien Wissen in die eigenen Institutionen hineinwirken, in die Institute und Fachbereiche, die Forschungs-Communities und die eigene  Lehrtätigkeit. Es wäre einfach großartig, wenn die Fellows so zu Botschaftern und Multiplikatoren des Freien Wissens in der Wissenschaft würden.

Open Science-Handreichung auf Wiki-Books entsteht und lädt zum Mitmachen ein

Auf Wikibooks entsteht derzeit eine kollaborativ erarbeitete Handreichung zu Open Science

Im Rahmen des Programms entsteht unter anderem auch eine kollaborativ erarbeitete Wissensressource zum Thema Open Science in Form einer Handreichung in Wikibooks. Ziel ist es, eine anwendungsbezogene Übersicht zu Open Science zu erstellen. Denn obgleich sich bereits herumgesprochen hat, dass die Idee von Open Science großes Potential besitzt, fehlt häufig noch das Wissen darüber, wie die Umsetzung in der Praxis konkret aussehen kann. Hier soll die Handreichung ansetzen: Neben einer allgemeinen Übersicht zu Open Science soll das Handbuch insbesondere Anwendungsbeispiele aus verschiedenen Fachdisziplinen enthalten. Eine erste Fassung liegt bereits vor und soll im Laufe der nächsten Monate gemeinsam mit Fellows, Mentorinnen und Mentoren sowie Interessierten aus den Wikimedia- und Open Science-Communitys als living book kontinuierlich erweitert werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Fachdisziplinen aber auch Menschen, die sich für Verfahren und Strategien von Offener Wissenschaft interessieren, sind herzlich eingeladen sich an der thematischen Ausarbeitung der Handreichung zu beteiligen. Hierzu findet monatlich eine offene telefonische Redaktionskonferenz statt.

Wie es weitergeht

Auf Grundlage der im Auftaktworkshops entwickelten Arbeitspläne und in enger Abstimmung mit den Mentorinnen und Mentoren  werden die Fellows nun bis Februar 2017 ihre Forschungsprojekte umsetzen. Die Ergebnisse werden Anfang März 2017 im Rahmen einer Abschlussveranstaltung in Berlin präsentiert und diskutiert. Wir werden an dieser Stelle in den nächsten Wochen vermehrt Einblicke in die laufende Arbeit der Fellows geben und einzelne Projekte näher vorstellen. Mehr Informationen zum Fellow-Programm gibt es unter: https://www.wikimedia.de/wiki/Fellowprogramm. Fortlaufende Neuigkeiten rund um das Programm werden über unsere Mailingliste kommuniziert — schreibt uns an wissenschaft@wikimedia.de, wenn ihr auf dem Laufenden gehalten werden möchtet.


by Christopher Schwarzkopf at October 14, 2016 10:17 AM

October 13, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 41/2016

Laut einer Befragung, ist einem Großteil der Menschen in Indien und Nigeria die Wikipedia nicht bekannt und die Reiss-Engelhorn-Museen (REM) gewinnen einen Prozess gegen einen Wikipedianer, der Reproduktionen gemeinfreier Werke bei Commons einstellte. Außerdem findet sich in dieser Ausgabe der Wikimedia:Woche unter anderem ein Rückblick auf die vergangene GLAM-on-Tour-Station im Antikenmuseum der Universität Heidelberg und ein Rückblick auf die Veranstaltungen der vergangenen Jahre von und für Frauen in der Wikipedia.

Projekte und Initiativen

Schwedisches Nationalmuseum spendet 3000 Digitalisate

Das schwedische Nationalmuseum spendet Wikimedia Commons 3000 hochauflösende Digitalisate von Gemälden. Auch ein Datensatz der Digitalisate steht auf Github zur Verfügung.

Wie wird Wikipedia in Nigeria, Indien und Mexiko wahrgenommen?

Im Rahmen der Initiative „New Readers“ erforscht die Wikimedia Foundation derzeit wie Wikipedia in ausgewählten Ländern mit massiv steigenden Wachstumgsraten der Internetnutzung – konkret: Nigeria, Indien und Mexiko – wahrgenommen wird. Zachary McCune, Global Audiences Manager bei der Foundation, hat zu den jüngsten Ergebnissen einen Blogbeitrag veröffentlicht.

Rückblick auf Aktivitäten von und für Frauen in der Wikipedia

Im Sommer 2013 startete Wikimedia Deutschland das Pilotprojekt Women edit zum Aufbau eines Netzwerks von und für Frauen in der Wikipedia. Seit dem Start ist viel passiert. Insbesondere in den Jahren 2015 und 2016 wurden, unter anderem aus Women edit heraus, so viele spannende neue Initiativen gestartet, dass es nun einen kleinen Einblick in die vergangenen und aktuellen Aktivitäten gibt.

Ada-Lovelace-Tag

Seit 2009 wird immer am zweiten Dienstag im Oktober der Ada-Lovelace-Tag zu Ehren dieser Pionierin der Computerprogrammierung gefeiert. Aus diesem Anlass berichtet Jami Mathewson von der Wiki Education Foundation über eine gemeinsame Initiative von Wiki Edu und der Association for Women in Science, die sich zum Ziel gesetzt hat, mehr Wissenschaftlerinnen in der Wikipedia und der Wissenschaftsgeschichte sichtbar zu machen.

Wikidata:Status updates/2016 10 08

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt

Die aktuellen Zusammenfassungen aus der OpenStreetMap-Welt „weekly 324“ berichtet über Neues rund um das offene Projekt für freies Kartenmaterial.

Kultur – Galerien, Bibliotheken, Archive, Museen (GLAM)

GLAM on Tour machte Station im Antikenmuseum der Universität Heidelberg

Vom 4. bis 5. Oktober trafen sich Wikipedianer und Mitarbeitende der Universität Heidelberg im Antikenmuseum, um gemeinsam voneinander zu lernen: Über die Archäologie und über die Wikimedia-Projekte. Entstanden sind zahlreiche neue Wikipedia-Artikel, Bilder für Wikimedia-Commons, sowie neue Kontakte für freies Wissen.

Die erste GLAM-on-Tour-Veranstaltung der Schweiz fand in Davos zum Kirchner Museum statt

19 Wikipediannerinnen und Wikipedianer trafen sich vom 30. September bis 3. Oktober in Davos gemeinsam mit Mitarbeitenden des Kirchner-Museums. Auf dem vielseitigen Programm standen eine Museumsführung, eine Besichtigung des Sanatoriums auf der Schatzalp, eine Wanderung zur Kirchner-Hütte sowie natürlich Schreibwerkstätten.

Politik und Recht

„Macht der Daten – Daten der Macht“ – Der 13. Wikimedia-Salon fragt wie die Macht verteilt werden soll

Daten geben denjenigen Macht, die Zugriff auf sie haben – Unternehmen, Regierungen, Journalisten und BürgerInnen. Wie kann eine demokratische Teilhabe an dieser Datenmacht aussehen? Darüber diskutieren Peter Schaar (ehemaliger Bundesdatenschutzbeauftragter), Ulrike Höppner (Politikwissenschaftlerin) und Matthias Spielkamp (Vorstandsmitglied Reporter ohne Grenzen).

Technik

Tech News issue #41

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Presse, Blogs und Websites

Aktuell in der Presse

Reiss-Engelhorn-Museen (REM) gewinnen Prozess gegen einen Wikipedianer, der Reproduktionen gemeinfreier Werke bei Commons einstellte.

  • iRights.info – 11.10.2016, David Pachali: „Landgericht Stuttgart: Wikipedia-Fotograf muss Museumsfotos löschen“
https://irights.info/artikel/landgericht-stuttgart-wikipedia-fotograf-muss-museumsfotos-loeschen/28033

In München eröffnet das WikiMUC Wikipedia-Büro.

  • Bayerischer Rundfunk – 07.11.2016, Achim Killer: „Online-Lexikon lässt sich nieder“
http://www.br.de/nachrichten/wikimuc-eroeffnung-autorenschwund-100.html

Wikipedia-Pressespiegel

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Audio-Podcast WikiStammtisch

Im Podcast WikiStammtisch Episode 0020 unterhalten sich Roland Unger und Sebastian Wallroth über Wikivoyage, Wikitravel, Kiwix, dynamische Karten in der Wikipedia und Ägypten.

Im Podcast WikiStammtisch Episode 0021 unterhalten sich Patrick Kenel und Sebastian Wallroth über den Verein Wikimedia CH, Lungenheilstätten und die alemannische Wikipedia.

Im Podcast WikiStammtisch Episode 0022 unterhalten sich Silvia Stieneker und Sebastian Wallroth über den Einstieg in die Wikipedia, Frauen in der Wikipedia und den Spaß am Erstellen von Artikeln.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

14.10.: Offenes Editieren Stuttgart

Die Stadtbibliothek Stuttgart am Mailänder Platz heißt die Wikipedianer und interessierte Neulinge herzlich willkommen. An jedem 2. Freitag im Monat findet ein Workshop für Offenes Editieren statt.

17.10.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zurzeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23–24, 10963 Berlin. Während des Treffens arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

17.10.: Wikipedia-Sprechstunde Berlin

Wikipedia-Sprechstunde in der Schiller-Bibliothek in Berlin-Wedding (U Leopoldplatz): Die Sprechstunden sind kein Kurs, sondern ein offenes Format, in dem erfahrene Wikipedia-Autorinnen und -Autoren jedermann für Fragen rund um Wikipedia zur Verfügung stehen, Tipps und Hilfestellung für interessierte Neuautoren geben usw. Die Veranstaltungen sind öffentlich und richten sich an alle Interessierte. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

18.10.: Bremenpedia vor Ort

„BremenpediA vor Ort“ versteht sich als Anlaufadresse in Bremen-Lesum für alle Fragen rund um das freie Online-Lexikon Wikipedia und die freie Medien-Datenbank Wikimedia Commons. Die Veranstaltungsreihe findet zwischen 15.00 und 17.00 Uhr im Heimathaus Lesum, dem Domizil des Heimat- und Verschönerungsvereins Bremen-Lesum e. V. (HVL) statt.

19.10.: WikiWomen unterwegs in Berlin

„WikiWomen unterwegs in Berlin“: Frauen die sich für die Mitarbeit in der Wikipedia interessieren, sind herzlich eingeladen gemeinsam frauenrelevante Orte in Berlin zu besuchen und die dort gesammelten Informationen für die Wikipedia aufzubereiten.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at October 13, 2016 01:55 PM

“Macht der Daten – Daten der Macht“ – Der 13. Wikimedia-Salon fragt wie die Macht verteilt werden soll

“Macht ist zunächst die Möglichkeit oder Fähigkeit etwas zu bewirken oder zu beeinflussen.” Mit dieser Definition von Macht eröffnete die Moderatorin Vera Linß am 22. September den 13. Wikimedia-Salon “Das ABC des Freien Wissens”, diesmal zum Buchstaben M mit dem Thema “Macht der Daten – Daten der Macht”. Etwas zu bewirken oder zu beeinflussen – und zwar den gesellschaftlichen Diskurs über Fragen unserer vernetzten Welt – das ist auch das Ziel der Salon-Reihe selbst. Schließlich existieren auch rund um freies Wissen Machtfragen, die uns alle betreffen. So geht die Debatte um die Verteilung der Datenmacht weit über Urheberrechtsthematiken oder Daten- und Verbraucherschutz hinaus und sind keineswegs nur relevant in autoritären Staaten, in denen häufig der Zugang zu freiem Wissen erschwert wird. Konflikte rund um Datenzugang und Datenmacht gibt es ebenso in Gesellschaften mit freiheitlich-demokratischer Grundordnung. Auch bei dem Projekt Wikipedia – als eine Ansammlung von Informationen und Daten – wird immer wieder versucht, Einfluss zu nehmen auf dieses Wissen, etwa durch Löschanfragen und zivilrechtliche Klagen.

Wie wir auf gesellschaftlicher Ebene mit Daten umgehen wollen, aus welchen Gründen bspw. Unternehmen, Staaten oder Individuen Macht über Daten ausüben wollen und welche Handlungsmöglichkeiten es gibt, die darin liegende Macht zu verteilen – darüber diskutierten Peter Schaar, ehemaliger Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, die Politikwissenschaftlerin Dr. Ulrike Höppner und Matthias Spielkamp, Vorstandsmitglied bei Reporter ohne Grenzen und Mitgründer von iRights.info.

Von der Macht des Staates Kontrolle auszuüben, über die Macht durch Wissen Verhalten zu ändern bis hin zur Macht des Widerstands gegen Normalisierungstendenzen – ein Impuls

Zum Einstieg in die Diskussion leitete Ulrike Höppner in einem Kurzreferat drei Definitionen der Macht aus der Soziologie her. Zunächst zitiert sie Max Weber: “Macht ist jede Möglichkeit, seinen Willen auch gegen Widerstand durchsetzen zu können.” Diese Definition beziehe sich vor allem auf den Staat als letztinstanzlicher Machtinhaber. Institutionen und Personen könnten immer nur das machen, was der Staat zulässt, ansonsten greife er durch. Als Beispiel dafür sieht Ulrike Höppner das Datenschutzgesetz. Dieses sei vom Staat erlassen worden als Antwort auf die Herausforderung, dass immer mehr persönliche Daten gesammelt werden, die das Potenzial haben, Menschen in ihrer Freiheit einzuschränken. Das Problem besteht laut Höppner jedoch in der Durchsetzung des bekundeten Willen zum Datenschutz. Den Datenmissbrauch vollumfänglich zu kontrollieren sei jedoch kaum möglich.

Die zweite Definition bezieht Ulrike Höppner auf große Datenmengen und die Schlussfolgerungen, die aus ihnen gezogen werden. Beispielsweise sammelt der Staat große Datenmengen etwa zur Gesundheit seiner Bürgerinnen und Bürger. Laut Michel Foucault sei Macht etwas, das sich durch Wissen konstituiert. Wenn man aus Daten bestimmtes Wissen erlangt, kann das Handeln daran angepasst werden und zum Beispiel ein Gesundheitssystem eingerichtet werden. Neben diesem positiven Effekt, verweist Höppner jedoch auch auf die negative Folge des “Normalisierungseffekts”. Dieser bedeutet, dass Aktionen von Individuen anhand eines gemessenen Durchschnitts bewertet werden. Danach handeln heute vor allem Unternehmen, die auf Basis von persönlichen Daten Algorithmen entwickeln, die wiederum die Wahrnehmung des Individuums bestimmen. So fragt Ulrike Höppner: “Wenn man immer nur Dinge hört, die man schon kennt oder die man erwartet, wie soll man dann etwas Unerwartetes tun?”

“Wo Macht ist, ist auch Freiheit,” mit dieser dritten Definition von Michel Foucault regt Ulrike Höppner zu mehr Widerstand gegen die Normalisierungstendenz an. Jede Person könne trotz allem versuchen, sich anders zu verhalten als von ihr erwartet wird. Abschließend formuliert Ulrike Höppner den Aufruf, sich zusammen zu tun und gemeinsam zu versuchen, Handlungsräume zu eröffnen, um bestimmte Dinge zu verändern.

Wer hat die Macht über der Daten? Mehr Durchsetzungsmechanismen gegen Datenkonzentration!

Die Macht über die Daten sei laut Peter Schaar nicht das Problem, sondern dass – abgeleitet durch die Kontrolle über die Daten – Macht über Menschen ausgeübt wird. Die zunehmende Datenkonzentration führe dazu, dass Unternehmen die Wertschöpfung für sich beanspruchen und die Nutzerinnen und Nutzer weniger Möglichkeiten haben, sich frei zu entscheiden. Das Grundrecht auf “informationelle Selbstbestimmung” solle als Grundmaxime gelten.

Matthias Spielkamp weist darauf hin, dass das Individuum Einfluss auf die Machtverteilung nehmen kann, in dem es durch das demokratische System über Gesetze entscheidet. Die Durchsetzung sei hingegen in der digitalen Welt schwierig, da das Internet grenzüberschreitend ist, Gesetze jedoch üblicherweise nur in Staatsgebieten gelten.

Wie kann die Macht verteilt werden? Mehr Transparenz, mehr Widerstand, mehr Bewusstsein!

“Wie kann man Menschen in die Lage versetzen, zu hinterfragen: was passiert da eigentlich?,” fragt Ulrike Höppner mit Hinblick darauf, die Handlungsoptionen für die Menschen gegen Algorithmen oder Datenmonopole zu vergrößern. Peter Schaar fordert, mehr über die Mechanismen zu reden, wie mit den Daten umgegangen wird. Es bedürfe Strukturentscheidungen, die Transparenz förderten.

Ulrike Höppner sieht als eine weitere Möglichkeit gegen die Datenkonzentration, dass das Individuum sich bestimmten Diensten wie beispielsweise Facebook entzieht. Peter Schaar entgegnet dem, dass es aus sozialen Gründen häufig immer schwieriger sei, nicht in gewissen sozialen Netzwerken zu sein. Da zeige sich wieder die Macht von Unternehmen bzw. Dienstleistern, das Verhalten der Individuen zu steuern, indem viele beispielsweise WhatsApp nutzen, um in sozialen Gruppen zu sein. Häufig weiß der Nutzende jedoch nicht, was mit den Daten geschieht.

Menschen zu ermächtigen zu wissen, was mit ihren Daten passiert, diese Mission verfolgt zum Beispiel mobilsicher.de – das Infoportal für mehr Sicherheit auf Smartphone und Tablet, bei dem Matthias Spielkamp Redaktionsleiter ist. Das Portal liefert Hintergrundinformationen zu Betriebssystemen, Apps, etc., und versucht gesellschaftsproblematische Funktionsweisen herauszustellen. In technischen Schritt für Schritt-Anleitungen wird der oder dem Nutzenden erklärt, wie die Einstellungen im Smartphone zu ändern sind, so dass bspw. keine Standortdaten übermittelt werden. Damit wird dem Menschen gezeigt, dass sie Optionen haben. Trotzdem weist Matthias Spielkamp auf die andere Seite hin und fragt: “Was wollen die Leute eigentlich? Ist den Menschen die Technologie nicht doch so viel wert, dass sie das, was andere für kritikwürdig halten, in Kauf nehmen, um die Bequemlichkeit nutzen zu können?”

Was wollen wir? Unser Verhalten ändern und einen Diskurs über Werte beginnen!

Haben die Menschen bereits die Macht verloren? Diese Frage würde Matthias Spielkamp nicht bejahen. Der Umgang mit Daten sei ein Geben und Nehmen, so würden über soziale Netzwerke und Apps Revolutionen begonnen, weil sich Menschen vernetzen und zusammentun können, andererseits besteht dadurch auch die Möglichkeit, sie zu überwachen oder Verhalten auszuwerten. Die Macht liege nicht in den technischen Möglichkeiten, sondern im Verhalten.

Auch ist gegen die Nutzung von Daten durch Unternehmen oder den Staat grundsätzlich nichts einzuwenden, so Peter Schaar. Man sollte jedoch über eine sinnvolle Nutzung diskutieren. Datenbesitzende müssten sich bewusst sein, dass sie durch ihr Handeln die gesellschaftliche Wahrnehmung mit beeinflussen. Besonders vor dem Hintergrund, dass Facebook beispielsweise zum Löschen von Hassbotschaften aufgerufen ist, fordert Schaar, sich zu fragen, welche Verantwortung wir den Plattformen wie Facebook zugestehen wollen. Ulrike Höppner stellt daraus ableitend zwei Werte gegenüber: das Recht auf unternehmerische Freiheit gegenüber den Rechten auf Persönlichkeits- und Meinungsfreiheit. Diese Grundsatzfragen könnten laut Höppner nicht durch Verbote, keine Daten mehr zu sammeln, geklärt werden, sondern durch gesellschaftliche Aushandlung und daraus entstehende soziale Normen.

“Es kann nicht sein, dass man der unterschiedslosen Überwachung des Staates nur entkommen kann, indem man sich in irgendeinen schwarzen Sack hüllt,” meint Matthias Spielkamp auf die Frage, ob Verschlüsselung der Standard werden oder man sich anderweitig selbst schützen soll. Hier schließt sich der Kreis zu Ulrike Höppners anfänglichem Aufruf des Widerstands und zur Bewusstwerdung, dass die Menschen sich gemeinsam anders verhalten können als von ihnen erwartet wird. So lautet das Fazit der Moderatorin Vera Linß: Wir brauchen soziale Normen, wir brauchen Gesetze, wir müssen uns weiter darüber austauschen, welche Werte uns so wichtig sind, dass wir sie durchsetzen wollen.

by Sina Wohlgemuth at October 13, 2016 09:57 AM

October 12, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Das Programm für Konferenz „Zugang gestalten!“ steht

zugang-gestalten-logo-600x400Zum bereits fünften Mal versammelt am 17. und 18. November die Konferenz „Zugang gestalten!“ das Who is Who der deutschen Gedächtnisinstitutionen (Museen, Archive, Bibliotheken) und viele Aktivisten, Politiker und Kulturinteressierte zu einem großen Austausch zum kulturellen Erbe. Dieses Jahr wird wieder der Hamburger Bahnhof in Berlin Ort des Geschehens sein und das übergeordnete Thema lautet: Nachhaltigkeit. Wikimedia Deutschland gehört wieder zur Gruppe der Mitveranstalter, weil Fragen des Freien Wissens sehr oft auch Fragen des Zugangs zum kulturellen Erbe sind und damit im Fokus unserer Arbeit stehen. Seit kurzem steht auch das Programm der Konferenz und hier kann man sich anmelden, der Eintritt ist frei.

by John Weitzmann at October 12, 2016 03:19 PM

GLAM on Tour im Antikenmuseum der Universität Heidelberg

Dr. Hermann Pflug öffnet die Glasvitrine für die Wikimedia Commons, Foto: Scherben.Bringen.Glück, Fotographische Dokumentation 7, CC BY-SA 4.0

Was sagen zwei Pferde und ein Dreifuß auf einer Tonvase über die Person aus, in dessen Grab sie gefunden wurde? Warum sind am äußerten Rand eines Weinkelchs andere Bildgeschichten erzählt als im Innern? Und was verraten uns die kleinen Löcher in der Vase über die Maltechnik?* Die Antworten darauf bekamen am 4. und 5. Oktober 2016 zehn Wikipedianer und fünfzehn Uniangehörige bei der GLAM on Tour Station im Antikenmuseum der Universität Heidelberg.

Entdeckung der Antike

Das Herzstück der GLAM on Tour Station bildete die Führung des Archäologen Prof. Nikolaus Dietrich und des Sammlungskurators Dr. Hermann Pflug, die anhand von antiken Vasen und Tonscherben Forschungsergebnisse zur Lebenswelt in der Antike teilten. Schnell merkten die Wissenschaftler, dass sie es mit Profis zu tun hatten, die Fachwissen und großes Interesse haben. So durften die Wikipedianer in der letzten Stunde die ehrwürdige Glasvitrine zusammen mit dem Kurator öffnen. Dieser Moment, als die böotische Pyxis von Nahmen inspiziert und für die Wikimedia Commons fotografiert wurde, war sicherlich für die meisten Teilnehmende das Highlight der Station.

Dr. Nikolaus Dietrich führt die Wikipedianer durch das Antikenmuseum der Uni Heidelberg, Foto: Scherben.Bringen.Glück, GLAM Antikenmusem 2, CC BY-SA 4.0

Neben der Museumserkundung standen Vorträge auf dem Programm, die den Teilnehmenden und etwa 40 Interessierten weitere spannende Hintergrundinformationen zur Archäologie in Heidelberg lieferten. So führte Nicolas Zenzen in seinem Vortrag durch die 150-jährige Geschichte des Instituts für Klassische Archäologie der Uni Heidelberg und inspirierte die Wikipedianer zu Artikelerweiterungen. Von den frühen Anfängen der Archäologie als beschreibende Bildwissenschaft des Altertums, zeigte Dr. Hubert Mara vom Interdisziplinären Zentrum für wissenschaftliches Rechnen in Heidelberg in einem zweiten Vortrag, wie die Computertechnik heute Steinskulpturen, Vasen oder andere Oberflächen „liest“. Mit 3D-Technik werden antike Fundstücke an der Uni Heidelberg gescannt und analysiert. Dies erleichtert zum Beispiel die Rekonstruktion der antiken Objekte für Restauratoren. Da die 3D-Scans unter freien Lizenzen stehen, können sie auch von jedem für viele andere Zwecke weitergenutzt werden.

Auf ins Wikiversum

Mit diesem Gedanken des freien Wissens führten Marcus Cyron und ich abschließend Uniangehörige und interessierte Heidelbergerinnen und Heidelberger in das Wikiversum ein. Dank des umfangreichen Programms ist dieses nun um hunderte Bilder und einige Artikel bereichert, für die Uni Heidelberg etwas weiter geöffnet und sogar um einige Neuautorinnen und -autoren gewachsen! Damit lieferte die Station nicht nur neue und freie Inhalte für das Wikiversum, sondern schaffte auch Verbindungen und Kontakte zwischen Wikipedianern, Neuinteressierten und den Forschenden – sowie vor allem viel Material und Motivation, das eigene Wissen zu teilen und frei in den Wikimedia-Projekten zugänglich zu machen.

Der Handapparat dient als Quelle für neue Wikipedia-Artikel, Foto: Scherben.Bringen.Glück, Schreibwerkstatt4, CC BY-SA 4.0

Entstanden ist die Idee zur GLAM on Tour Station auf der WikiCon 2015, wo sich Marcus Cyron, ehemaliger Wikipedian in Residence im Deutschen Archäologischen Institut, und Christian Vater vom Sonderforschungsforschungsbereich 933 (SFB) „Materiale Textkulturen“ der Uni Heidelberg trafen. Eines der Ziele von Christians Teilprojekt ist es, die Mitglieder des SFB 933 darin zu unterstützen, Forschungsergebnisse und Forschungsmaterialien in die Wikipedia einzubringen, in die Wikimedia Commons einzustellen und die Möglichkeiten von Wikidata zu nutzen. Unterstützt wird der SFB dabei von Heiko Fischer, Geschichtsstudent in Heidelberg, und erfahrener Wikipedianer.

Weitere Informationen:
Projektseite
Bisherige Projektergebnisse

* Der auf der Grabbeilage abgebildete Dreifuß in Zusammenhang mit Pferden lässt auf eine Trophäe schließen. Dieses Bild spielt auf ein Ideal der reichen Oberschicht an, die reich genug waren Pferde zu halten und Sport zu betreiben.
* Die Bilder am äußeren Rand eines Trinkgefäßes richten sich an die Teilnehmenden eines Symposiums, die Bilder am Grund des Gefäßes an die trinkende Person.
* Die Löcher auf der Vase deuten darauf hin, dass zum Malen der Kreise Zirkel verwendet wurden.

by Sina Wohlgemuth at October 12, 2016 11:00 AM

October 11, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Frauen werden für die Wikipedia aktiv

Im Sommer 2013 startete Wikimedia Deutschland das Pilotprojekt Women edit zum Aufbau eines Netzwerks von und für Frauen in der Wikipedia. Seit dem Start ist viel passiert. Zwar sind Frauen in der Wikipedia mit etwa zehn Prozent noch immer deutlich unterrepräsentiert, aber das Angebot an Aktivitäten von und für Wikipedianerinnen hat deutlich zugenommen. Insbesondere in den Jahren 2015 und 2016 wurden, unter anderem aus Women edit heraus, so viele spannende neue Initiativen gestartet, dass sich ein kleiner Einblick in die vergangenen und aktuellen Aktivitäten lohnt.

Ein Netzwerk entsteht

Women edit wurde initiiert um Frauen zur aktiven Beteiligung an den Wikimedia-Projekten (Wikipedia, Wikimedia Commons usw.) zu motivieren. Der Pilotzeitraum für das Projekt war angesetzt auf ein halbes Jahr von Mitte Juli bis Mitte Dezember 2013. Wie sich der Aufbau des Women-edit-Netzwerks in den ersten Monaten gestaltete, wurde damals in einem Blogbeitrag geschildert.

Die Organisation durch Wikimedia Deutschland ist nach Abschluss des Pilotprojekts in ehrenamtlicher Regie fortgeführt worden und läuft heute als beständige monatliche Projektreihe unter der Bezeichnung WomenEdit weiter, die nach wie vor als erste Anlaufstelle und Motor für diverse Projekte rund um die Beteiligung von Frauen in den Wikimedia-Projekten funktioniert.

Wikipedianerinnen begannen anschließend auch außerhalb der Reihe Women edit gemeinsame Treffen zu organisieren, wie z. B. im Jahr 2013 gemeinsam mit den Digital Media Women in Berlin oder an den Wikiwomen-Wochenenden im darauffolgenden Jahr zur Vernetzung in Dortmund.

Mit Edit-a-thons gemeinsam neue Aspekte in die Wikipedia einbringen

Mehrere thematisch fokussierte  Edit-a-thons trugen dazu bei, dass noch unterrepräsentierte Themenbereiche dank ehrenamtlichen Engagements mit Inhalten befüllt wurden und sich Frauen mit speziellen Interessen und besonderem Fachwissen angesprochen fühlten. Schreiben für die Wikipedia, aber nicht alleine und zu Hause, sondern gemeinsam in der Gruppe und sich dabei gegenseitig zu unterstützen und Erfahrungen auszutauschen, das ist die Idee hinter diesen Events. Innerhalb eines Jahres fanden, initiiert durch das Women-edit-Netzwerk, fünf solcher Edit-a-thons zu vier verschiedenen Themen statt:

Art+Feminism: ein internationales Großprojekt

Art+Feminism ist ein jährlich weltweit stattfindender Edit-a-thon mit dem Ziel, die Wikipedia um Künstlerinnen, Kuratorinnen und Frauen aus der Kunst zu erweitern sowie Frauen zur Mitarbeit an der Wikipedia zu ermutigen. 2014 zog die Eröffnungskampagne von Art+Feminism 600 Freiwillige zu 30 separaten Veranstaltungen. Im folgenden Jahr waren es sogar 1300 Helferinnen und Helfer bei 70 Veranstaltungen in 17 Ländern auf vier Kontinenten. In Deutschland trafen sich Frauen ein ganzes Wochenende lang vom 7. bis 8. März in Berlin.

Der Künstler und Organisator von Art+Feminism-Edit-a-thons Michael Mandiberg war übrigens nominiert für die KulturEule 2016.

Unterstützung bei der Landeszentrale für politische Bildung

Wikipedia wird weiblich nennt sich eine Initiative, die bei der Landeszentrale für politische Bildung und der Frauenakademie Stuttgart vorangebracht wird. Ausgangspunkt war ein Seminar in Bad Urach 2015, bei dem Artikel über Frauen mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg erstellt wurden und aus dem sich wiederum zahlreiche weitere Initiativen und Veranstaltungen ergaben.

Frauen in der Bauwelt: Women Wikipedia Design

Um die Präsenz von Architektinnen und anderen Frauen in der Bauwelt auf Wikipedia zu steigern, wurde das Women Wikipedia Design (kurz: WikiD) als internationales Gemeinschaftsprojekt von Parlour (Melbourne), Architexx (New York) und n-ails (Berlin) ins Leben gerufen. Jeweils im September, Oktober und November 2015 gab es in jeder der drei Städte eine Schreibwerkstatt.

Wikipedianerinnen gehen nach draußen

Im Januar 2016 startete das Projekt WikiWomen unterwegs in Berlin mit dem Ziel, bis Ende des Jahres in vier Runden vier verschiedene Fraueneinrichtungen für die Wikipedia kennenzulernen und darzustellen. Eingeladen zu den monatlichen Treffen sind erfahrene Wikipedianerinnen und interessierte Neu-Autorinnen. So entstanden bisher Kontakte mit dem Verborgenen Museum, dem Frauenmuseum in Berlin und dem Ökumenischen Frauenzentrum Evas Arche.

Die Filmfrauen sprechen eine spezielle Zielgruppen an

In ehrenamtlicher Organisation wurde in Zusammenarbeit mit der Wikipedia:Redaktion Film und Fernsehen und der Gleichstellungsinitiative Pro Quote Regie mit dem Treffen der Wikipedia-Filmfrauen ein Raum speziell für Frauen aus Film- und Fernsehen geschaffen, die sich an der Wikipedia beteiligen möchten. Die erste Filmfrauen-Einführung fand zur Berlinale 2016 statt. Dabei trafen sich am 15. Februar erstmalig über 50 erfahrene Wikipedianerinnen und Wikipedianer und interessierte Frauen aus dem Filmbereich in den Räumen von Wikimedia Deutschland zu einer Einführungsveranstaltung. Ebenso gab es ein entsprechendes Angebot am 19. April zum Frauenfilmfestival in Köln und am 28. Juni zum Münchner Filmfestival. Zur Verstetigung wurde zu monatlichen Folgeveranstaltungen in Berlin, Hamburg und München eingeladen.

Eine Galerie öffnet sich für Wikipedia

Das Erlebbare Archiv der galerie futura in Berlin öffnete seine Räume im Sommer 2016 für insgesamt vier Wikipedia-Seminare für Frauen in Kunst und Kultur, um Künstlerinnen, Autorinnen und Laien aller Generationen an die Arbeit für die Wikipedia heranzuführen und so den Anteil von Autorinnen in der Community sowie die Sichtbarkeit relevanter Künstlerinnen, Institutionen, Theoretikerinnen und feministischer Perspektiven in der Kunst zu stärken.

Wikipedianerinnen auf Konferenzen und Podien

Die Wikipedianerin Renate Nuppenau nahm im Juni 2016 an einer Podiumsdiskussion der Gleichstellungsinitiative Pro Quote Regie teil zum Thema „Warum geraten Regisseurinnen in die Vergessenheit? Wie können wir dies stoppen und ändern?“. Sie sprach dort über die Beteiligungsmöglichkeiten für Frauen in der Wikipedia. Sehenswert ist außerdem ein Beitrag der in der deutschsprachigen Wikipedia aktiven Benutzerin Saskia Ehlers, die auf der internationalen Konferenz Wikimania in Italien zum Thema sprach.

Zuletzt auf der WikiCon, dem großen jährlichen Treffen der deutschsprachigen Wikipedia-Community, fanden 2016 gleich zwei Veranstaltungen statt, die sich dem Aktivitäten von Frauen in und um die Wikipedia widmeten: Auf dem Vortrag Wikipedia wird weiblich sprachen die Initiatorinnen über ihre Erfahrungen mit unterschiedlichen Angeboten für neue Wikipedia-AutorInnen und zu dem Projekt Filmfrauen wurde der aktuelle Sachstand aus verschiedenen Perspektiven erläutert.

Wikimedia Deutschland unterstützt Aktivitäten für Frauen in der Wikipedia

Wichtig ist es nun, die bisher aufgebauten Formate zu verstetigen, gewonnene Autorinnen an das Projekt zu binden und weitere Formate für neue Aktive zu entwickeln.

Insbesondere außerhalb Berlins besteht noch Bedarf nach regionalen Aktivitäten. So werden nach einer Anfrage eines kulturellen Zentrums beispielsweise aktuell Aktive aus dem Raum Leipzig gesucht, die gerne Einführungskurse in die Wikipedia anbieten möchten oder als Ansprechpartnerin für Frauen und potentielle Autorinnen in der Region zur Verfügung stehen.

Wer thematisch ausgerichtete oder regionale Aktivitäten ins Leben rufen möchte und dafür finanzielle oder organisatorische Unterstützung benötigt, kann sich an die Ideenförderung bei Wikimedia Deutschland wenden.

Mitmachen

Termine und Veranstaltungen für 2016

Mitarbeit in der Wikipedia

Weitere Informationen

by Nicolas Rueck at October 11, 2016 09:55 AM

October 06, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wir suchen: 7 Präsidiumsmitglieder

Wikimedia Deutschland e.V. sucht ab dem 26.11.2016

 

7 Mitglieder für das ehrenamtliche Aufsichtsgremium des Vereins
(Präsidium)

 

Wikimedia Deutschland ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für die Förderung Freien Wissens einsetzt. Wir unterstützen Projekte zur Erstellung und Verbreitung freier Inhalte. Das bedeutendste davon ist Wikipedia, die freie Online-Enzyklopädie. 2004 gegründet, hat der Verein heute über 35 000 Mitglieder und eine hauptamtliche Geschäftsstelle mit mehr als 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das Jahresbudget 2016 beträgt 6,2 Millionen Euro.

Alle zwei Jahre wählt die Mitgliederversammlung das Präsidium als ehrenamtliches Aufsichtsgremium. Das Präsidium legt die Schwerpunkte der Vereinsarbeit fest und beaufsichtigt den hauptamtlichen geschäftsführenden Vorstand. Jedes aktive Mitglied kann kandidieren. Für die Wahl des nächsten Präsidiums auf der 19. Mitgliederversammlung am 26. November 2016 in Berlin suchen wir engagierte Vereinsmitglieder, die Verantwortung für die weitere Entwicklung des Vereins übernehmen möchten.

Wikimedia Deutschland bekennt sich zu Vielfalt und Chancengleichheit. Wir möchten nicht nur in unseren Projekten, sondern auch in unserem Verein die Diversität des Wissens weiter ausbauen und streben nach einer gleichwertigen Repräsentation aller Perspektiven. Wir freuen wir uns deshalb ganz besonders über Kandidaturen von Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund.

Deine Aufgaben

  • Du arbeitest an der strategischen Ausrichtung des Vereins mit, die ab 2017 in einem Strategieprozess neu formuliert und verbindlich festgelegt werden soll.
  • Du entscheidest in der Jahresplanung darüber, welche inhaltlichen Ziele sich der Verein für das nächste Jahr vornimmt, bist an der Festlegung konkreter Erfolgsindikatoren beteiligt und beschließt auf Vorlage des Vorstands den Wirtschaftsplanentwurf, der die Personal- und Budgetplanung für das folgende Jahr beinhaltet.
  • Du beaufsichtigst die Arbeit des Vorstandes, prüfst auf Grundlage des etablierten Reportings die Umsetzung der inhaltlichen und finanziellen Ziele aus den Jahresplänen und besprichst die Entwicklung des Vereins regelmäßig auf gemeinsamen Sitzungen von Präsidium und Vorstand.
  • Du repräsentierst den Verein gemeinsam mit dem Vorstand bei Veranstaltungen im In- und Ausland.
  • Du suchst den Austausch mit den Vereinsmitgliedern und Freiwilligen der Wikimedia-Projekte, um deren Perspektiven in Entscheidungsprozessen Gehör zu verschaffen.
  • Du arbeitest aktiv in einem der Präsidiumsausschüsse mit und bereitest so Entscheidungen des Gesamtgremiums vor.

Was Du mitbringen solltest

  • Leidenschaft für die Idee des Freien Wissens sowie eine starke Identifikation mit den Zielen unseres Vereins.
  • Interesse an strategischen Fragestellungen und einen Blick für das “große Ganze”, anstatt Dich vorrangig mit Detailfragen des operativen Tagesgeschäfts oder einzelnen Projekten beschäftigen zu wollen.
  • Erfahrung in der Arbeit von Gremien oder Arbeitsgruppen, optimalerweise in Aufsichtsgremien oder in der Führung von Non-Profit-Organisationen.
  • Kenntnisse in einem oder mehreren der Arbeitsschwerpunkte des Vereins: Die Wikimedia-Projekte und die Unterstützung ehrenamtlicher Online-Communitys, Softwareentwicklung, politische und rechtliche Rahmenbedingungen für Freies Wissen sowie die Befreiung von Inhalten in den Bereichen Bildung, Wissenschaften & Kultur.
  • Nach Möglichkeit zusätzlich Fachkompetenzen in den Kernaufgabenfeldern des Präsidiums: Vorstand/Personalführung, Strategieentwicklung, Finanzen, interne Governance, internationale Zusammenarbeit oder Vereinsrecht.
  • Die Bereitschaft und Fähigkeit, auch bei unterschiedlichen Positionen gemeinsame Lösungen zu finden und nach außen zu vertreten.
  • Motivation und Durchhaltevermögen für eine 2-jährige Amtszeit sowie die Zeit für und Lust auf mehrere Sitzungen und Veranstaltungen an Wochenenden, regelmäßige Telefonkonferenzen, die Aktivität in Ausschüssen und einen regen Austausch über E-Mail.

Das bieten wir Dir

  • Die Möglichkeit, die Entwicklung des Vereins in einer ehrenamtlichen Führungsposition aktiv mitzugestalten.
  • Die Chance, wertvolle Erfahrungen und Kompetenzen in einem Leitungsgremium mit einem hohen Grad an Verantwortung zu erwerben oder zu erweitern.
  • Einmalige Einblicke und Zugänge in den Verein, der die führende Rolle in der Förderung Freien Wissens innehat.
  • Inspirierende Treffen mit Ehren- und Hauptamtlichen, die sich auf ganz unterschiedlichen Wegen für Freies Wissen engagieren.
  • Eine professionelle Unterstützung in deiner Arbeit durch die hauptamtliche Geschäftsstelle.

Du hast Interesse an einer Kandidatur oder kennst eine geeignete Person, die Du vorschlagen möchtest? Ausführliche Informationen zur Arbeit des Präsidiums und über die nötigen Schritte für eine Kandidatur findest Du ab sofort an dieser Stelle. Kandidaturfrist ist der 28.10.2016.

by Tim Moritz Hector at October 06, 2016 04:15 PM

Wikimedia:Woche 40/2016

Aktuell diskutiert die Community ein Lizenzupgrade auf CC BY-SA 4.0, Wikimedia Deutschland sucht eine Leitung für den Bereich „Bildung, Wissenschaft und Kultur“ und im Oktober können Kandidaturen für das neue Präsidium eingereicht werden. Diese und weitere Themen sind in der Wikimedia:Woche 40/2016 zu finden.

Foundation und Organisationen

Anträge für Jahresplanförderungen der Wikimedia-Organisationen gestellt

Zum 1. Oktober hatten elf Wikimedia-Organisationen Anträge für Jahresplanförderungen (Annual Plan Grants) an das Wikimedia-Spendenverteilungskommitee (Funds Dissemination Committee, FDC) gestellt. Vom 1. bis 31. Oktober haben die Wikimedia-Communitys Zeit um die Anträge zu kommentieren, Feedback zu geben und Fragen zu stellen. Anschließend wird das Kommitee zusammen kommen, über die Anträge beraten und für das Kuratorium (Board of Trustees) der Wikimedia Foundation Empfehlungen bezüglich der Anträge ausgeben. Über die Anträge wird letztendlich bis Ende Dezember entschieden.

Ziele, Erfolgskriterien und Wirtschaftsplanung für 2017 von Wikimedia Deutschland

Wikimedia Deutschland hat die Ziele und Erfolgskriterien zu den Schwerpunkten für 2017 und die Wirtschaftsplanung veröffentlicht.

Jobs bei Wikimedia Deutschland

Wikimedia Deutschland sucht eine neue Leitung (m/w) für den Bereich Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Kandidatinnen und Kandidaten für das WMDE-Präsidium gesucht

Ende November wird das Präsidium von Wikimedia Deutschland für die nächsten zwei Jahre gewählt. Kandidaturen können bis zum 28. Oktober eingereicht werden.

Fundraising-Bericht 2015-16 der Wikimedia Foundation veröffentlicht

Das Fundraising-Team der Wikimedia Foundation hat den Jahresbericht zum Geschäftsjahr 2015-16 veröffentlicht. Insgesamt nahm die Wikimedia Foundation im vergangenen Geschäftsjahr 77,2 Millionen Dollar ein (davon 61,1 Millionen Dollar über Banner- und E-Mail-Fundraising).

CEE-Meeting 2017 in Warschau

Nachdem sich für die Ausrichtung des Treffens der mittel- und osteuropäischen Wikimedia-Organisation und -Communitys (Wikimedia CEE Meeting) sowohl Wikimedia Polen als auch Wikimedia Tschechien beworben hatten, entschied das Auswahlkomitee nach Beratung und Feedback der Communitys, dass das nächste Wikimedia CEE-Meeting Ende September/Anfang Oktober im neuen jüdischen Museum POLIN in Warschau, Polen stattfinden wird.

Projekte und Initiativen

Wikidata:Status updates/2016 10 01

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt

Die aktuellen Zusammenfassungen aus der OpenStreetMap-Welt „weekly 323“ berichtet über Neues rund um das offene Projekt für freies Kartenmaterial.

Technik

Tech News issue #40

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Politik und Recht

Diskussion zum Lizenzupgrade auf CC BY-SA 4.0

Die Rechtsabteilung (Legal Team) der Wikimedia Foundation startete eine Diskussion über eine Änderung der Lizenz der Wikimedia-Projekte von CC BY-SA 3.0 auf Version 4.0. Die Diskussion/Umfrage läuft bis zum 8. November 2016. Eine Beteiligung ist in jeder Sprache möglich.

Monatsbericht September der „Free Knowledge Advocacy Group EU“

Dimi Dimitrov, Wikimedianer in Brüssel und Teil der wikimedianischen EU-Lobbygruppe für Freies Wissen, hat einen aktuellen Bericht über die Aktivitäten der Gruppe veröffentlicht.

Presse, Blogs und Websites

Aktuell in der Presse

Am 7. Oktober findet die Konferenz „Das ist Netzpolitik!“ in Berlin statt. Wikimedia Deutschland ist mit vier Programmpunkten vertreten.

  • Netzpolitik.org – 03.10.2016, Markus Beckendahl: „Das ist Netzpolitik“-Konferenz und Party am Freitag: Von Urheberrecht und Überwachung bis Künstlicher Intelligenz
https://netzpolitik.org/2016/das-ist-netzpolitik-konferenz-und-party-am-7-10-von-urheberrecht-und-ueberwachung-bis-kuenstlicher-intelligenz/

Die erste Schweizer GLAM-on-Tour-Station war zu Gast im Kirchner Muesum in Davos.

  • SRF – 30.09.2016, Pius Kessler: Kirchner Museum Davos sucht neue Online-Wege
http://www.srf.ch/news/regional/graubuenden/kirchner-museum-davos-sucht-neue-online-wege

Wikipedia-Pressespiegel

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Audio-Podcast WikiStammtisch mit Lydia Pintscher

In der Episode 19 des Podcasts WikiStammtisch unterhält sich Sebastian Wallroth mit Lydia Pintscher, Produktmanagerin für Wikidata bei Wikimedia Deutschland.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

7.10.: Konferenz „Das ist Netzpolitik“

Die dritte Konferenz „Das ist Netzpolitik“ findet in Berlin statt. Wikimedia Deutschland ist mit drei Talks und einem Workshop am Programm beteiligt. Bei dem Workshop wird es darum gehen, wie Interessierte sich an Advocacy/Liquid Lobbying beteiligen können.

9.10.: Israel-Edit-a-thon

Autorinnen und Autoren der Wikipedia-Community und Wikimedia Deutschland laden herzlich ein zum Israel-Edit-a-thon am 9. Oktober, 13 bis 19 Uhr in Berlin! An einem Nachmittag wollen wir zusammen Wikipedia-Artikel rund um Israel bearbeiten oder neu schreiben, Fotos ergänzen, Informationen aktualisieren, usw. Ziel ist es, die Vielfalt des Landes – jenseits von Politik und Konflikten – in Wikipedia besser abzubilden, denn noch fehlen viele Infos und Artikel.

9.10.: Wedding wikipediert

Die Sommerferien sind vorbei und wir kommen in den produktiven Herbst. Zeit, einmal intensiv zu wikipedieren, die Interessierten zusammenzuholen, vielleicht einen kleinen Rückblick und Ausblick zu bieten und Externen Interessierten die Wikipedia zu erklären. Eine Art Offenes Editieren mit (etwas Programm) und vielen Newbies. 16 Uhr bis Open End.

10.10.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zurzeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23–24, 10963 Berlin. Während des Treffens arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

12.10.: Treffen der Wikipedia-Filmfrauen Berlin

Editieren in der Wikipedia und ihren Schwesterprojekten rund um Frauenfilmthemen, -biographien und -fachkompetenz mit Frauen in und aus Film und Fernsehen, Interessierten und unterstützenden Wikipedians. 18.00-21.00 Uhr, Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin

13.10.: Offenes Editieren Berlin

Das Offene Editieren ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer_innen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits Wikipedianer_innen mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at October 06, 2016 02:02 PM

October 05, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Neues aus der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland: September 2016

Monatlich stellen wir einige Ergebnisse der Arbeit in der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland vor. Die Zusammenstellung führt eine Auswahl von fertiggestellten oder neu begonnenen Arbeiten auf.

Technische Wünsche

Einige Wünsche wurden im September wahr: Der Versionsblätterer ist jetzt auf allen Wikis als Beta-Feature verfügbar. Auch Benachrichtungen wurden verbessert und auf allen Wikis ausgerollt.

Begonnen wurden umfangreiche Arbeiten zum Versionsvergleich und zur Darstellung von Tabellen beim PDF-Export.

Wikidata

Wikidata wächst und gedeiht. Die Arbeit im September bestimmten unter anderem Unit Conversion: Dadurch ist es möglich Eingaben in Feet bei Items abzulegen und die Abfrage in Metern zu formulieren. Auch zu der Zusammenarbeit von unterschiedlichen Wikibase-Instanzen (Federation) wurde erste Schritte unternommen.

by Jens Ohlig at October 05, 2016 12:09 PM

Eine sichere Zukunft für Wikidata

2014 erhielt Wikidata den Open Data Innovation Award. (Foto: Open Data Institute Knowledge for Everyone, CC BY-SA 2.0)

Seit vier Jahren ist Wikidata ein Teil der Wikimedia-Familie, und darin nicht nur eines der jüngsten sondern auch größten Projekte. Stand August 2016 tragen mehr als 16.000 Freiwillige in der ganzen Welt zur freien Datenbank bei. Wikidata verfügt heute über knapp 24 Millionen Datensätze, die in den anderen Wikimedia-Projekten 266 Millionen Mal eingebunden sind.

Es ist uns eine große Freude, eine Übereinkunft zwischen der Wikimedia Foundation und Wikimedia Deutschland ankündigen zu können: Künftig wird die Entwicklung von Wikidata direkt durch die Wikimedia Foundation unterstützt.

Bei Wikimedia Deutschland wird die Software hinter Wikidata seit dem Start des Projekts entwickelt, zusammen mit ehrenamtlichen Beiträgen aus der ganzen Welt. Betrieben wird Wikidata wie Wikipedia und die anderen Wikimedia-Projekte durch die Wikimedia Foundation. In den letzten Jahren haben Entwicklerinnen und Entwickler aus Berlin und San Francisco zusammen daran gearbeitet, Wikidata weiter zu verbessern. Dafür haben sie unter anderem eine gemeinsame Roadmap erstellt, die aufzeigt, wie strukturiere Daten weiter in die Wikimedia-Projekte integriert werden können.

Im Geist dieser gemeinschaftlichen Bemühungen wird die Wikimedia Foundation von nun an die Basis-Finanzierung der Wikidata-Entwicklung sicherstellen. Damit wird in Zukunft nicht mehr um Finanzierung über das Funds Dissemination Committee (FDC) gebeten – so wie es das ehrenamtliche Gremium zur Mittelverwendung selbst empfohlen hat. Und wie bei allen Projekten, die von der Wikimedia Foundation finanziell gefördert werden, wird auch der Mittelbedarf für Wikidata jährlich betrachtet. Das wird den Planungsprozess für die Wikimedia-Projekte weiter zusammenführen und außerdem Förderungen für neue Vorhaben und Tests möglich machen.

Wikimedia Deutschland wird weiterhin die gesamte Software-Entwicklung an Wikidata verantworten – und zwar weiterhin gemeinschaftlich mit der Community aus ehrenamtlichen Entwicklerinnen und Entwicklern, die die Software mitgestalten. Die Entwicklung des Projekts Wikidata ist schon immer Community-getrieben gewesen. Dank dieser Tatsache konnte Wikidata in so kurzer Zeit so stark wachsen. Um sowohl technisch als auch sozial nachhaltig sein zu können, ist das Projekt von Beginn an in öffentlichen Planungen und im Input der Benutzerinnen und Benutzer verwurzelt. Das ist nicht nur eine Grundregel agiler Entwicklung im allgemeinen, sondern spielte eine Schlüsselrolle in Wikidatas stetig wachsender Nutzergemeinde und der Kernfunktion, die Wikidata bereits heute in der Wikimedia-Familie ausfüllt.

Wikidata bleibt ein tolles Beispiel Community-getriebener Entwicklung. Wir freuen uns darauf, zusammen die Zukunft des Projekts zu unterstützen.

 

Wes Moran
Vice President of Product, Wikimedia Foundation

Abraham Taherivand
Leiter Software-Entwicklung, Wikimedia Deutschland

 

by Abraham Taherivand at October 05, 2016 07:53 AM

September 29, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 39/2016

Anlässlich des internationalen Tags der Informationsfreiheit am 28. September, bildet der Zugang zu Informationen staatlicher Stellen ein Schwerpunktthema in der Wikimedia:Woche 39/2016. Außerdem wird in dieser Ausgabe auf eine Kooperation zwischen der UNESCO und Wiki loves Monuments und die dritte Ausgabe 2016 des Wikimedia Education Newsletters verwiesen.

UNESCO unterstützt WLM

Die UNESCO unterstützt im Rahmen einer Zusammenarbeit mit Wikimedia im September den Fotowettbewerb Wiki loves Monuments.

Protokoll der 13. Telefonkonferenz des Präsidiums von WMDE veröffentlicht

Das Protokoll der 13. Telefonkonferenz des Präsidiums von Wikimedia Deutschland vom 19. September wurde im Vereinsforum veröffentlicht. Beschlossen wurden unter anderem die finalen Ziele und Erfolgskriterien für das nächste Jahr sowie der Wirtschaftsplan. Der Wirtschaftsplan soll der 19. Mitgliederversammlung am 26. November in Berlin zum Beschluss vorgelegt werden.

Projekte und Initiativen

100wikidays-Challenge: Bisher mehr als 7000 Artikel

Am 16. Januar begann die 100wikidays-Challenge, bei der sich die Teilnehmenden vornehmen, jeden Tag einen neuen Artikel für die Wikipedia zu veröffentlichen. Bisher wurden somit über 7000 neue Artikel angelegt.

Wikidata:Status updates/2016 09 24

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

FragDenStaat präsentiert Kunstaktion

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Informationsfreiheitsgesetzes in Deutschland, präsentierte FragDenStaat eine limitierte Kunstedition mit dem Titel #000000. Die Aktion stellt eine Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums heraus und ist als Kritik an der Informationspolitik der Bundesregierung zu verstehen.

Wikivoyage-Autor Roland Unger im Porträt

Roland Unger ist seit Jahren in der deutschsprachigen Wikivoyage aktiv. Im Blog der Wikimedia Foundation erschien ein Beitrag über seine Aktivitäten.

Technik

Tech News issue #39

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Politik und Recht

Petition für Transparenzgesetz in Berlin gestartet

Arne Semsrott von der Open Knowledge Foundation startete eine Petition auf change.org, mit dem Ziel, dass in Berlin „mit Steuerzahlern finanziertes Wissen öffentlich wird“.

EAID fortert Beitritt Deutschlands zur Tromsö-Konvention

Die Europäische Akademie für Informationsfreiheit und Datenschutz fordert anlässlich des Tages der Informationsfreiheit in einer Presseerklärung, dass Deutschland der internationalen Konvention des Europarates über den Zugang zu amtlichen Dokumenten (Tromsö-Konvention) beitritt.

Bildung, Wissenschaft und Forschung

Wikimedia Education Newsletter erschienen

Jahrgang 5, Ausgabe 3 des vierteljährlich erscheinenden Wikimedia Education Newsletters ist veröffentlicht worden.

Studie über Wikipedia Education Program veröffentlicht

Ein Team aus Studenten, Akademikern, Wissenschaftlern und Wikipedia-Aktiven erstellte eine Studie über das Wikipedia Education Program mit dem Titel „Why Medical Schools Should Embrace Wikipedia“.

Presse, Blogs und Websites

Aktuell in der Presse

Jimmy Wales im Interview mit der FAZ.

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung – 25.09.2016, Axel Weidemann: Was unterscheidet Wikipedianer von Trump? „Sie mögen Fakten“
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/interview-mit-dem-wikipedia-gruender-jimmy-wales-14449979.html

In manchen Wikipedia-Sprachversionen werden Edit Wars mittlerweile von Bots ausgetragen.

  • Die Welt – 27.09.2016, Benedikt Fuest: Wiki-Roboter bekriegen sich permanent
https://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article158391363/Wiki-Roboter-bekriegen-sich-permanent.html

Audio-Podcast WikiStammtisch

In Episode 18 sprechen der 81jährige ehemalige Chef des Strahlenschutzes am CERN und Wikipedianer Dr. Manfred Höfert und Sebastian Wallroth über Dosimeter, die Entstehung des WWW, wanderfreudige Denkmale, den vergessenen Sommerfeld und Rotlinks.

Gnoms Rückblick auf die WikiCon

Benutzer:Gnom blickt auf die WikiCon in Kornwestheim zurück.

Wikipedia-Pressespiegel

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

1.10.: Wikipedia-Einführungskurs und Offenes Editieren Ulm

Nach dem Vorbild der Stuttgarter Gruppe heißen Wikipedia-Aktive aus Ulm alle Interessierten herzlich zu einem Wikipedia-Einführungskurs und offenem Editieren willkommen!

3.10.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zurzeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23–24, 10963 Berlin. Während des Treffens arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

4.10.: Bremenpedia vor Ort

„BremenpediA vor Ort“ versteht sich als Anlaufadresse in Bremen-Lesum für alle Fragen rund um das freie Online-Lexikon Wikipedia und die freie Medien-Datenbank Wikimedia Commons. Die Veranstaltungsreihe findet zwischen 15.00 und 17.00 Uhr im Heimathaus Lesum, dem Domizil des Heimat- und Verschönerungsvereins Bremen-Lesum e. V. (HVL) statt.

5.10.: WomenEdit Berlin

WomenEdit ist ein Netzwerk von Wikipedianerinnen. Jeden ersten Mittwoch im Monat findet in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland von 18.00 bis 21.00 Uhr ein Treffen statt. Neu-Autorinnen sind willkommen.

6.10.: Wikipedia Sprechstunde Bibliothek Hamburg

Jeweils am 1. Donnerstag des Monats bietet die Hamburger Wikipedia-Community von 16.00 bis 18.00 Uhr eine regelmäßige öffentliche Sprechstunde an.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at September 29, 2016 11:52 AM

September 22, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 38/2016

Nach der WikiCon in Kornwestheim gibt es bereits zwei Berichte und einen umfangreichen Pressespiegel, die Wikimedia Foundation eröffnete einen Dialog zum Thema „Leadership“ und Wikimedia Deutschland stellte das Ideenportal online.

Foundation und Organisationen

Governance Review: Allgemeine Überarbeitung von Satzung und Vereinsordnungen

Das Präsidium von Wikimedia Deutschland bereitet einen Antrag an die 19. Mitgliederversammlung vor, um die Vereinssatzung entsprechend der Ergebnisse eines Governance Reviews anzupassen. Anmerkungen und Änderungsvorschläge können noch bis Freitag, den 21. Oktober eingebracht werden.

WMF eröffnet Dialog zum Thema Leadership

Das Community Engagement Department der WMF läd bis zum 16. Oktober zur Beteiligung an einem Online-Dialog ein. Dabei geht es um die Frage, wie Leadership bzw. Projektorganisation am besten beschrieben werden soll und in diesem Bereich Kapazitäten aufgebaut werden können.

Projekte und Initiativen

So war die WikiCon 2016

Von Matthiasb und Barnos wurden zwei Berichte über die vergangene WikiCon im Wikipedia:Kurier veröffentlicht.

Ideenportal online

Seit letzter Woche steht mit dem Ideenportal von Wikimedia Deutschland eine Plattform für Projektideen und konkrete Vorhaben zur Verfügung. Sie ist auf Wunsch der Community entstanden und soll dabei helfen, gemeinsam an Anträgen zu arbeiten, neue Antragstellende zu ermutigen und ansprechend Projektergebnisse zu präsentieren.

GLAM-Rückblick auf die WikiCon und Coding da Vinci Nord

Barbara Fischer gibt einen Rückblick auf das vergangene GLAMouröse Wochenende mit der WikiCon in Stuttgart und Coding da Vinci Nord in Hamburg.

Aktuelle Zahlen zu WLM

Die Einreichungsphase des Fotowettbewerbs Wiki loves Monuments ist zu 2/3 abgelaufen. Hierzu gibt es nun eine Zusammenfassung mit aktuellen Zahlen.

Geförderte Projekte aus den Communitys im August 2016

Die aktuelle monatliche Übersicht geförderter Projekte aus den Communitys ist nun im Blog von Wikimedia Deutschland zu finden.

Der Wikipedianer David García im Porträt

Der Wikipedianer David García ist seit 13 Jahren in der spanischsprachigen Wikipedia aktiv und hat seit dem über 2200 Artikel geschrieben. Im Blog der Wikimedia Foundation wurde ein Porträt über ihn veröffentlicht.

Wikidata:Status updates/2016 09 17

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt

Die aktuellen Zusammenfassungen aus der OpenStreetMap-Welt „weekly 321“ und „weekly 322“ berichten über Neues rund um das offene Projekt für freies Kartenmaterial.

Technik

Wikipedia läd Bilder auf mobilen Endgeräten erst bei Aufruf

Um Datenvolumen einzusparen, werden Bilder aus Wikipedia-Artikeln auf mobilen Endgeräten erst dann geladen, wenn der Nutzer auch tatsächlich an die entsprechende Stelle scrollt.

Was ist der RevisionSlider?

Addshore stellt in seinem Blog den RevisionSlider („Versionsblätterer“) vor. Das Tool ermöglicht eine einfachere Nutzung der Versionsgeschichte im MediaWiki.

Tech News issue #38

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Presse, Blogs und Websites

Aktuell in der Presse

Christian Rickerts und Jan-Hendrik Olbertz im Streitgespräch über Freies Wissen und die Wikipedia. Jetzt auch im brand eins Archiv:

  • brand eins – 20.09.2016, Jan-Martin Wiarda: „Wissen ist ein Rohstoff, der der Veredelung bedarf“
https://www.brandeins.de/archiv/2016/digitalisierung/streitgespraech-wikipedia-jan-hendrik-olbertz-christian-rickerts/

Ein Rückblick auf die WikiCon 2016 in Kornwestheim:

  • Deutschlandfunk – 17.09.2016, Achim Killer im Gespräch mit Manfred Kloiber: Autoren und Nachwuchs gesucht
http://www.deutschlandfunk.de/wikipedia-autoren-und-nachwuchs-gesucht.684.de.html?dram:article_id=366156

WikiCon-Organisator Rudolf Simon im Interview über die WikiCon 2016:

  • Südwest Presse – 19.09.2016, Barbara Wollny: Treffen der Wikipedianer in Kornwestheim
http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Treffen-der-Wikipedianer-in-Kornwestheim;art1222894,4010917

Ausführlicher Pressespiegel zur WikiCon:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiCon_2016/Pressespiegel

Audio-Podcast WikiStammtisch mit Emmanuel Engelhart

In der Episode 17 des Podcasts WikiStammtisch unterhält sich Sebastian Wallroth mit dem französischen Programmierer und Wikipedianer Emmanuel Engelhart.

Wikipedia-Pressespiegel

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

24.9.: Eröffnung des Community-Space und Wikipedia-Stützpunkt in Lörrach

Arbeitsplätze, Schreibtische, große Tafel, Theaterbestuhlung: das technik.cafe in Lörrach ist als Wikipedia-Stützpunkt eingerichtet worden.

26.9.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zurzeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23–24, 10963 Berlin. Während des Treffens arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

29.9.: Offenes Editieren Berlin

Das Offene Editieren ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer_innen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits Wikipedianer_innen mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at September 22, 2016 01:26 PM

September 21, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im August 2016

Die folgende Liste zeigt eine Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen, die von den Communitys organisiert wurden und mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im vergangenen Monat stattgefunden haben. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Beim Festivalsommer herrschte im August noch Hochsaison. So standen im letzten Monat 17 Veranstaltungen auf der Agenda. Der vollständige Festivalplan ist in der Wikipedia zu finden.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Wikipedia-Communitys ist über Wikipedia:Lokales abrufbar. Einige Gruppen hinter den lokalen Räumen führen außerdem Blogs, über die eine Auswahl dort stattgefundener Veranstaltungen und Aktionen nachgelesen werden kann:

5.–7.8.: Landstreicher 3.0

Die Wikipedia-Landstreicher waren wieder unterwegs, um Geotope im Allgäu für die Wikipedia zu erschließen. Hier sind die Bilder zu finden.

6.8.: Editieren im Erlebbaren Archiv 3/4

Interessierte und Einsteiger*innen waren zum dritten Mal herzlich willkommen im Erlebbaren Archiv der Galerie Futura, um gemeinsam die Wikipedia zu bearbeiten oder eine Einführung zu erhalten. Zum Abschluss stand ein Besuch der Ausstellungseröffnung Welcome to Futuristan im Kunstquartier Bethanien auf dem Programm.

13.8.: Flugtage Bautzen

Wikipedianerinnen und Wikipedianer des Stammtisches Oberlausitz besuchten im August die Flugtage Bautzen, um Fotos von der Veranstaltung, den ausgestellten Maschinen, den Flugshows und vom Gelände des Flugplatzes Bautzen zu machen und sie anschließend zur freien Weiternutzung zur Verfügung zu stellen. Wikimedia Deutschland übernahm Eintrittsgelder und Versicherung.

15.8.: WikiWedding-Projekttreffen

Die regelmäßigen Sprechstunden des WikiWedding legten im August eine Sommerpause ein. Stattdessen fand jedoch Mitte des Monats ein Projekttreffen statt. Bei dem Projekt WikiWedding soll über sechs Monate hinweg planmäßig der Bestand zum ehemaligen Berliner Bezirk Wedding (heutige Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen) in Wikipedia, Wikimedia Commons, Wikivoyage und Wikidata ausgebaut werden.

20.8.: Editieren im Erlebbaren Archiv 4/4

Zum vierten und letzten Mal in dieser Runde trafen sich Wikipedia-Begeisterte und Interessierte zum gemeinsamen Editieren im offenen Erlebbaren Archiv der Galerie Futura in Berlin.

23.–29.8.: Deutsche Meisterschaften im Bahnradsport 2016

Ausgestattet mit einer Fotokamera besuchte die Wikipedianerin Nicola die Deutschen Meisterschaften im Bahnradsport und brachte von dort viele frei verwendbare Fotos der Sportlerinnen und Sportler mit.

25.8.: Wikipedia-Stammtisch Bremen

Der regelmäßig stattfindende Wikipedia-Stammtisch in Bremen wurde auch in diesem Monat wieder mit der Community-Versicherung gefördert.

27.–29.8.: CEE-Meeting, Armenien

Gereon K. war auf dem CEE-Meeting in Armenien zu Besuch. Für den Wikipedia:Kurier verfasste er einen Bericht. Das CEE-Meeting ist ein Treffen von Menschen aus Zentral- und Osteuropa, die in den Wikimedia-Projekten aktiv sind. Es fand 2016 zum fünften Mal statt.

Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende regelmäßige Community-Termine fanden auch im vergangenen Monat wieder mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland statt:

by Nicolas Rueck at September 21, 2016 10:33 AM

September 19, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Und plötzlich wird Arbeit zu einem Erntedankfest

Ein GLAMouröses Wochenende zwischen Berlin, Stuttgart und Hamburg

Das Wochenende fing am Freitagmorgen an. Es galt möglichst rasch von Berlin nach Stuttgart – nein, präziser – nach Kornwestheim zu kommen, denn dort lud die Freiwilligengemeinschaft der in den Wikimedia-Projekten Aktiven zur WikiCon ein. Die WikiCon ist das große alljährliche Treffen zum Austausch und Netzwerken von Freiwilligen für Freiwillige aus den deutschsprachigen Wikimedia-Gebieten in der Schweiz, Österreich und Deutschland. In diesem Jahr gab es neben dem immer gut gefüllten Programm mit Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden im Forum so viele Informationsstände wie nie zuvor.

Eine Ausstellung mit digitalen Inhalten im Süden

Auf Anregung der Gemeinschaft der Freiwilligen entstand die Idee eine GLAM-Ausstellung zu machen. GLAM steht international für Zusammenarbeit zwischen Kunstsammlungen (Galleries), Bibliotheken (Libraries), Archiven sowie Museen und digitalen Anwendern, wie Wikipedia und ihre Schwestern. Wie aber stellt man in einer analogen Ausstellung Aktivitäten dar, die im digitalen Raum stattfinden? Vor dieser Frage standen Sina Wohlgemuth und ich im Sommer, als es galt, mit möglichst einfachen Mitteln die Ausstellung zu konzipieren. Wir legten eine Projektseite an, um Tipps und Ideen von den Freiwilligen zu bekommen und erfuhren nach und nach wie die Möglichkeiten vor Ort sein würden. Unser Ergebnis konnte sich sehen lassen.

Die GLAM Ausstellung auf der WikiCon, eigenes Foto CC0

In drei Stunden kaschierten wir Stellwände und beschrifteten sie mit von Hand ausgeschnittenen Buchstaben. Wir hängten eine Deutschlandkarte auf und steckten für jede der 100 Kooperationen der letzten Jahre eine Pinnnadel in die Wand. Wir recycelten Poster zu Coding da Vinci, dem Programmierwettbewerb mit Kulturdaten. Wir druckten Erklärtexte zu den typischen Veranstaltungsformaten wie GLAM on Tour und Wikipedianische KulTour, in denen Freiwillige vor Ort mit Kultureinrichtungen in bester GLAM-Manier kooperieren, aus und gestalteten damit die Ausstellungswände. Doch am meisten Aufmerksamkeit und Anerkennung bekam der Büchertisch. Wir wollten zeigen, was bei einer GLAM on Tour Station real entsteht: viele Aufnahmen von Museumsartefakten unter freier Lizenz und tatsächlich Wikipedia-Artikel. Doch anstatt diese über Bildschirme flirren zu lassen, druckten wir sie zwischen 20 Buchdeckel. Es entstanden zehn Bücher zu ausgewählten Stationen wie den Technischen Sammlungen in Dresden, dem Von-der-Heydt-Museum in Wuppertal, der Bundeskunsthalle in Bonn oder den Landesmuseen in Braunschweig und Stuttgart. Alle fein säuberlich von Pediapress gestaltet, farbig wie in der digitalen Fassung illustriert, mit einem Index und einem detaillierten Autorenverzeichnis versehen. Eine in Papier gebannte Momentaufnahme der sich stetig wandelnden Wikipedia-Artikel im Netz. Wer hätte es gedacht, auch digitale Ehrenamtler zeigen sich beeindruckt, wenn ihre Arbeit im Gewicht eines 300-Seiten-Werkes daherkommt. Doch nicht nur diejenigen, die selbst mitgeschrieben hatten, freuten sich über die Bücher, auch andere Teilnehmer und Besucherinnen der WikiCon entdeckten den GLAM-Faktor des Wikiversums. Wir freuen uns über die vielen neuen Ideen für GLAM-Kooperationen von Mecklenburg-Vorpommern bis Bayern. Ein besonderes Highlight der WikiCon war wieder die WikiEulen-Prämierung. Jedoch zum ersten Mal wurde 2016 eine KulturEule verliehen. Eine schöne Art zu zeigen, welche Bedeutung inzwischen die Kulturarbeit in den Wikimedia-Projekten hat.

Der Bücherstand zur den GLAM on Tour Stationen auf der WikiCon 2016, eigenes Foto CC0

Ein Hackathon mit digitalen Inhalten im Norden

Doch die WikiCon war dann nur die eine Veranstaltung mit GLAM-Faktor am vergangenen Wochenende. Denn parallel zu den Schwaben luden die Nordlichter in Hamburg zu Coding da Vinci Nord ein. Über einhundert Menschen, unter ihnen Kollegen aus Kultureinrichtungen, Entwicklerinnen und Designer, aber auch einfach am Kulturerbe Interessierte kamen im Mindspace Hamburg zusammen, um beim Start des regionalen Wettbewerbes aus der Hand der des lokalen Veranstalterteams* dabei zu sein. Es war uns Gründern– Deutsche Digitale BibliothekdigiSOKF und Wikimedia Deutschland – eine Ehre, Coding da Vinci Nord mit zu eröffnen. Jetzt ringen in den kommenden sechs Wochen 16 Projekte darum, aus ihren Ideen reale Apps, Webseiten und Software-Anwendungen zu programmieren. Zum Beispiel die Idee, den Selfie-Kult zu nutzen, um Gemälde und Kunstwerke zu entdecken, die dem eigenen gerade aufgenommenen Gesichtsausdruck am ähnlichsten sind. Oder mittels Sonifikation astronomischer historischer Photoplatten das Weltall zum Klingen zu bringen. Weitere Ideen für Spiele und Pädagogik. Die Daten von GLAM-Partnern aus Hamburg bis Stockholm beflügelten die Kreativität der Digitalprofis vor Ort. Fast schon ein Politikum war die Präsentation der von Wikimedia Sverige auf der Website offentlig konst zusammengestellten Daten zu Kunst im öffentlichen Raum in Schweden mit Fotos, die viele Tausende von Freiwilligen in den letzten Jahren bei Wikimedia Commons zusammengetragen hatten. Hatte nicht Schwedens höchstes Gericht im April entschieden, die Zusammenstellung der Bilder und Informationen verstoße gegen das Urheberrecht?** Doch jetzt wurden eben diese Daten von Visit-Sweden, Schwedens offizieller Website der Tourismusinformation, als Rohstoff für neue Anwendungen präsentiert. Ist das pikant oder savoir vivre? Auf jeden Fall gut so, denn so könnten mehr Menschen so schöne Skulpturengruppen wie die Inselfischer von Lundquist entdecken, sollte sich noch ein Team finden, das diese Daten verwenden will.

Am Ende komme ich am Sonntag von einem Arbeitswochenende wie von einem Erntedankfest zurück: reich beladen mit vielen neuen Freundschaften, Ideen und guten Impulsen. Merci.

Die Inselfischer von Svenrobert Lundquist, Foto von Rolf Broberg CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

 

Weiterführende Informationen:

*Das Veranstalterteam von Coding da Vinci Nord ist ein Zusammenschluss von Hamburger Kreativ Gesellschaft, Archäologisches Museum Hamburg, Code for Hamburg, eCulture.info , We build city, Stiftung Historische Museen Hamburg, Wikipedia Kontor Hamburg und Projekte und Seminare Sabine Heydenbluth.

**Information zum schwedischen Urteil zur Panoramaunfreiheit für öffentliche Kunst.

by Barbara Fischer at September 19, 2016 03:42 PM

September 15, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 37/2016

An diesem Wochenende findet in Kornwestheim bei Stuttgart die WikiCon statt, die jährliche große Konferenz der deutschsprachigen Wikipedia-Community. Neu erschienen ist das Wikiversum 03/16. Die letzten Aktivitäten der GLAM-Community und der Wiki Education Foundation sind in den jeweiligen kürzlich veröffentlichten Monatsberichten zu finden. Weitere Themen der Wikimedia:Woche sind unter anderem die Vorauswahl der WLM-Gewinner, Unterstützung für das Wiktionary durch Wikidata und ein neuer Meilenstein in der chinesischsprachigen Wikipedia.

Foundation und Organisationen

„Wikiversum“ Ausgabe 03/16 erschienen

Die neue Ausgabe des „Wikiversum“ ist erschienen, mit dem Schwerpunktthema „Wikipedia fliegt zum Mond“. Das Wikiversum ist die vierteljährliche Mitgliederinformation von Wikimedia Deutschland und richtet sich vor allem an deren Fördermitglieder.

Monatsbericht August der Wiki Education Foundation online

Im aktuellen Monatsbericht der Wiki Education Foundation sind deren Aktivitäten aus dem Monat August nachzulesen.

Nächste Sitzung des Board of Trustees am 19.9.

Das Board of Trustees der Wikimedia Foundation wird am 19. September seine nächste Sitzung halten. Die Tagesordnung ist bereits einsehbar.

Protokoll der 6. Präsidiumsklausur veröffentlicht

das Protokoll der 6. Präsidiumsklausur von Wikimedia Deutschland vom 20./21. August 2016 ist im Forum veröffentlicht worden. Schwerpunkt der Klausur war die Festlegung der Ziele und Indikatoren für den Jahreskompass 2017.

Projekte und Initiativen

Vorauswahl für WLM-Gewinner treffen!

Bis Mitte Oktober können Bilder des Fotowettbewerbs Wiki loves Monuments bewertet werden. Accounts für das Bewertungstool können jetzt angefordert werden.

Chinesischsprachige Wikipedia erreicht 900.000 Artikel

In der chinesischsprachigen Wikipedia wurde mit dem 900.000. Artikel ein neuer Meilenstein erreicht.

Anmeldung für WikiConference North America gestartet

Vom 6. bis 10. Oktober findet in San Diego die WikiConference North America statt. Die Anmeldephase hat nun begonnen.

GLAM-Aktivitäten im August

Im Outreach-Wiki wurde der Monatsbericht zu den Aktivitäten im August im GLAM-Bereich zu Galerien, Bibliotheken, Archiven und Museen veröffentlicht.

Wikidata:Status updates/2016 09 10

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Technik

Einbinden ganzseitiger Landkarten möglich

Mit dem Befehl <maplink> können in de Wikimedia-Projekten ab sofort ganzseitig Karten von OpenStreetMap eingebunden werden.

Wikidata soll Wiktionary unterstützen

Das Wiktionary soll in Zukunft Unterstützung von Wikidata erhalten, womit sich viele neue Möglichkeiten ergeben werden. Details sind einer neu veröffentlichten Beschreibung zu entnehmen.

Tech News issue #29

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Diskussion

Löschdiskussion als T-Shirt-Druck

Kathrin Passig hat eine neue Zufallsshirt-Kollektion kreiert, die sich mit Zitaten aus Wikipedia-Löschdiskussionen speist.

Politik und Recht

WMF Legal Team erarbeitet Urheberrechtsstrategie

Das Legal Team der Wikimedia Foundation erarbeitet eine neue Strategie, um für das Movement relevante Fragen rund um das Thema Urheberrecht gezielt identifizieren und priorisieren, sowie gezielt daran arbeiten zu können.

EU-Kommission macht Vorschläge zu Urheberrechtsreform

Am vergangenen Mittwoch wurden die Vorschläge der EU-Kommission zu einer Urheberrechtsreform offiziell präsentiert. Charles M. Roslof (WMF) und John Weitzmann (WMDE) hatten sich das bereits zuvor geleakte Dokument angeschaut und darüber geschrieben.

Brasilianischer Musiker verliert Klage gegen WMF

Der brasilianische Musiker Rosanah Fienngo verlor eine Klage gegen die Wikimedia Foundation. Er hatte auf Unterlassung der Darstellung von Informationen zu seinem Privatleben in der portugiesischsprachigen Wikipedia geklagt.

Wissenschaft und Forschung

Wikimedia Research Newsletter August

Über aktuelle interessante Themen aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Wikipedia, berichtet der Wikimedia Research Newsletter in seiner August-Ausgabe.

Presse, Blogs und Websites

Aktuell in der Presse

ZDF-Fernsehrat Leonhard Dobusch über Creative Commons Lizenzen für die Öffentlich-Rechtlichen und Wikipedia als freie Wissensplattform:

  • Netzpolitik.org – 13.09.2016: Leonhard Dobusch: Neues aus dem #Fernsehrat (2): Mehr Creative Commons im ZDF?
https://netzpolitik.org/2016/neues-aus-dem-fernsehrat-2-mehr-creative-commons-im-zdf/

Wie sogenannte Bots in anderen Sprachen Artikel für die Wikipedia erstellen:

  • Volksfreund.de – 12.09.2016: Adrian Froschauer: Von der Mosel nach Schweden, auf die Philippinen und zurück
http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/wittlich/aktuell/Heute-in-der-Wittlicher-Zeitung-Von-der-Mosel-nach-Schweden-auf-die-Philippinen-und-zurueck;art8137,4531017

Audio-Podcast WikiStammtisch mit Debora Weber-Wulff und Ting Chen

In der Episode 15 des Podcasts WikiStammtisch unterhalten sich Debora Weber-Wulff und Sebastian Wallroth über Frauenstudiengänge, Herrn zu Guttenberg, Frau Schavan und WikiData.

In der Episode 16 reden Ting Chen und Sebastian Wallroth über die chinesischsprachige Wikipedia, Drohnenvideographie und das Board der Wikimedia Foundation

Wikipedia-Pressespiegel

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

16.-18.9.: WikiCon

Die WikiCon Region Stuttgart findet vom 16. bis 18. September 2016 im Kultur- und Kongresszentrum – Das K in Kornwestheim bei Stuttgart statt. Du bist begeistert von Freiem Wissen? Du teilst dein Wissen gerne mit anderen? Du freust dich, Teil eines internationalen Gemeinschaftsprojektes zu sein? Ob du in der Wikipedia, in einem der zahlreichen Schwesterprojekte oder in anderen Projekten im Bereich des Freien Wissens engagiert bist – bei der WikiCon bist du in jedem Fall richtig. Sie ist das Treffen der Aktiven der deutschsprachigen Wikipedia, ihrer Schwesterprojekte und aller, die sich für Freies Wissen interessieren.

19.9.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zurzeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23–24, 10963 Berlin. Während des Treffens arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

20.9.: Bremenpedia vor Ort

„BremenpediA vor Ort“ versteht sich als Anlaufadresse in Bremen-Lesum für alle Fragen rund um das freie Online-Lexikon Wikipedia und die freie Medien-Datenbank Wikimedia Commons. Die Veranstaltungsreihe findet zwischen 15.00 und 17.00 Uhr im Heimathaus Lesum, dem Domizil des Heimat- und Verschönerungsvereins Bremen-Lesum e. V. (HVL) statt.

21.9.: WikiWomen unterwegs in Berlin

„WikiWomen unterwegs in Berlin“: Frauen die sich für die Mitarbeit in der Wikipedia interessieren, sind herzlich eingeladen gemeinsam frauenrelevante Orte in Berlin zu besuchen und die dort gesammelten Informationen für die Wikipedia aufzubereiten.

22.9.: Wikimedia-Salon – Das ABC des Freien Wissens „M=Macht der Daten – Daten der Macht“

Daten geben denjenigen Macht, die Zugriff auf sie haben – Unternehmen, Regierungen, Journalisten und Bürgerinnen. Wie kann eine demokratische Teilhabe an dieser Datenmacht aussehen? Darüber diskutieren Dr. Ulrike Höppner (Politikwissenschaftlerin), Peter Schaar (ehem. Bundesdatenschutzbeauftragter) und Matthias Spielkamp (Vorstandsmitglied bei Reporter ohne Grenzen) am 22.09. ab 19:30 Uhr bei Wikimedia Deutschland.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at September 15, 2016 01:27 PM

September 08, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 36/2016

Themen der vorliegenden Wikimedia:Woche sind unter anderem neue Mitglieder im Funds Dissemination Committee, viele Fragen zum Fundraising von Wikimedia Deutschland und gleich zwei Neuigkeiten rund um die Technische Wunschliste. Außerdem wird die Frage beantwortet, wie die Wikipedia eigentlich aussehen würde wenn sie ein Universum wäre und es gibt ein neues Denkmal für die Wikipedia.

Foundation und Organisationen

Neue Mitglieder des Funds Dissemination Committees (FDC) berufen

Nach einem Nominierungs- und Auswahlprozess hat das Board der Wikimedia Foundation vier neue Mitglieder für das Funds Dissemination Committees berufen.

FAQ zu Rahmenbedingungen des WMDE-Fundraising

In der deutschsprachigen Wikipedia gibt es nun eine Liste von Fragen und Antworten zu den Rahmenbedingungen des Fundraisings von Wikimedia Deutschland. Fragen, Kritik und Anmerkungen sind dort auf der Diskussionsseite willkommen.

Verstärkung im Team „Technische Wünsche“

Seit dieser Woche verstärkt Michael Schönitzer als Werkstudent das Team der Software-Entwicklung von Wikimedia Deutschland. Michi wird schwerpunktmäßig die Kommunikation rund um die technische Wunschliste unterstützen.

Projekte und Initiativen

Weltweit 2. Wikipedia-Denkmal auf CEE-Meeting in Armenien enthüllt

In Armenien trafen sich Wikipedia- und Wikimedia-Aktive aus Zentral- und Osteuropa zum fünften Mal auf dem CEE-Meeting. Dort wurde das weltweit 2. Wikipedia-Denkmal enthüllt, das später im Sewansee versenkt werden soll.

Bilanz zu GLAM on Tour

Was brachten die bisherigen GLAM-on-Tour-Veranstalungen und wie könnte es weiter gehen? Die Beteiligten ziehen Bilanz.

Wikidata:Status updates/2016 09 03

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt #320

Die aktuelle Zusammenfassung aus der OpenStreetMap-Welt „weekly 320“ berichtet über Neues rund um das offene Projekt für freies Kartenmaterial.

Technik

Funktion „Benachrichtigung bei erfolgreich gesendeter Benachrichtigung“ kommt

Wurde eine Benachrichtigung an einen anderen Benutzer erfolgreich versendet, kann dies in der Wikipedia zukünftig bestätigt werden. Die Funktion erfüllt einen Wunsch von der Technischen Wunschliste und wurde vom Team der Softwareentwicklung bei Wikimedia Deutschland umgesetzt.

Tech News issue #28

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Diskussion

Wikipedia-Community trauert um Benutzer:Purodha

Die Wikipedia-Community trauert um den langjährig aktiven Benutzer:Purodha. Er verstarb am 25. August 2016. Es wurde eine Kondolenzliste eingerichtet.

Wissenschaft und Forschung

Studie über den Umgang mit bot-generierten Artikeln

Auf der International Joint Conference on Artificial Intelligence (IJCAI) veröffentlichten Siddhartha Banerjee und Prasenjit Mitra ihre Studie „WikiWrite: Generating Wikipedia Articles Automatically“ über den Umgang und die Möglichkeiten mit bot-generierten Wikipedia-Artikeln.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Interview mit freiwilligem Entwickler für MediaWiki

Für einen Bericht über Menschen und deren Motivation, die ehrenamtlich für für die Wikimedia-Projekte programmieren, sind mehrere Interviews geführt worden. Ein erstes dieser Interviews mit einem freiwilligen MediaWiki-Entwickler wurde nun veröffentlicht.

WikiStammtisch mit Fabio Descalzi und Jens Kubieziel

In der 13. und 14. Episode des WikiStammtisch spricht Sebastian Wallroth mit Fabio Descalzi und Jens Kubieziel.

Wikiverse: Die Wikipedia als Universum

Wikiverse visualisiert die Inhalte der Wikipedia als Universum.

Wie Bots über Wikipedia-Änderungen twittern

Bereits seit längerer Zeit gibt es Bots die anonyme Wikipedia-Bearbeitungen aus Netzen von Behörden auf Twitter bekannt machen. sueddeutsche.de berichtete nun darüber.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

9.9.: Offenes Editieren Stuttgart

Die Stadtbibliothek Stuttgart am Mailänder Platz heißt die Wikipedianer und interessierte Neulinge herzlich willkommen. An jedem 2. Freitag im Monat findet ein Workshop für Offenes Editieren statt.

9.-11.9.: Auftakt zum Fellow-Programm Freies Wissen

Die Bewerbungsphase im Fellow-Programm Freies Wissen ist beendet. Das Programmteam hat aus knapp 80 Einreichungen 10 Fellows ausgewählt, die am diesjährigen Pilotprojekt (September bis Februar 2017) teilnehmen. Die Auftaktveranstaltung findet vom 9. bis zum 11. September statt. Neben den theoretischen Grundlagen zu Freiem Wissen und Open Science werden den Teilnehmenden auch deren praktische Anwendungen vermittelt, um ihre eigene Forschung offen zu gestalten. Darüber hinaus bietet die Veranstaltung Raum für Austausch, Diskussion und Vernetzung zu Erfahrungen und Fragestellungen rund um die Themen Freies Wissen und Open Science.

12.9.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zurzeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23–24, 10963 Berlin. Während des Treffens arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

14.9.: Treffen der Wikipedia-Filmfrauen in Berlin

Editieren in der Wikipedia und ihren Schwesterprojekten rund um Frauenfilmthemen, -biographien und -fachkompetenz mit Frauen in und aus Film und Fernsehen, Interessierten und unterstützenden Wikipedians.

14.9.: Treffen der Wikipedia-Filmfrauen in München

Die Wikipedia-Filmfrauen-Veranstaltungen verfolgen langfristig zwei Ziele: Frauen, die im Filmbereich oft unterrepräsentiert sind, lernen Werkzeuge für die Sichtbarkeitmachung von Film-Frauen, Filmen von Frauen und verwandten Themen. Damit wird auch dem niedrigen Frauenanteil bei Wikipedia etwas entgegengesetzt.

16.-17.9.: Ausstellung zu GLAM-Aktivitäten auf WikiCon

GLAM on Tour, KulTour, Coding da Vinci … – Was verbirgt sich hinter diesen Titeln? Was passiert in diesen Formaten? Und wie kann man mitmachen? Auf der WikiCon im öffentlichen Forum könnt ihr in einer GLAM-Ausstellung mehr über die Veranstaltungen erfahren, mit aktiven GLAM-Ehrenamtlichen ins Gespräch kommen und euch informieren, wie ihr selbst z.B. eine GLAM-on-Tour-Veranstaltung organisieren oder an einer teilnehmen könnt.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at September 08, 2016 01:31 PM

I don’t have to find tasks. Tasks are coming to me. Being a Volunteer Developer for Wikimedia projects: An Interview with Tpt

German summary:

“Ich suche mir keine Aufgaben. Normalerweise kommen die Aufgaben einfach zu mir,” sagt Thomas, freiwilliger Entwickler für MediaWiki. Wie sieht eigentlich die ehrenamtliche Tätigkeit eines freiwilligen Entwicklers aus? Wer steckt hinter dem Code und den Features, die tagtäglich von vielen Editoren benutzt werden? Julia Schuetze setzte sich mit Thomas aka tpt zusammen, um einen Einblick in die Programmiertätigkeit eines Freiwilligen zu bekommen.

An interview by Julia Schuetze with Thomas Pellissier-Tanon aka Tpt

“I work on the software behind Wikipedia!” That’s what Thomas aka (Tpt), a Volunteer Developer from France, tells his friends if they ask him about what he does in his free time. Up to ten hours per week he dedicates to free knowledge that way.

In the past two months, I got the chance to talk to some of our volunteer developers about their experience with the Wikimedia movement. I’d like to share Thomas’ story, his views, concerns, ideas and accomplishments with you.  

Thomas started in 2009 when he was still in high school. A passion for egyptian history and pharaohs inspired him to contribute to the French Wikipedia. Back then, programming was new to him. He started by writing templates and by learning how to use the functions around Wikipedia.

Starting is not easy. Wikipedia is a project created, maintained and developed by millions of people. Thousands contribute at least once a month. People commit, some stay for longer, some only for a short time. I wondered what made Thomas stick around and become a very innovative volunteer developer in our community for over seven years now.

MediaWiki: “huge, complex and often ugly”

The first few months can be rocky, he says. It was an exploration for him because MediaWiki, the free and open source wiki application, which stores the content into databases, “is huge, complex and often ugly.” “It was a lot of reading code to see how it works and how all the pieces are fitting together,” Thomas remembers. “Some of that can act as barriers. Especially for developers who are not familiar with Wikis,” he explains. It was quite difficult to write code matching MediaWiki standards and conventions and with a good enough level of quality at first.”

By Deror_avi (Own work) [CC BY-SA 4.0] Thomas (Tpt) at the Wikimedia Hackathon in Jerusalem

Improvements have been made in the past years to make the start for volunteers developers as smooth as possible. The WMDE engineering page for volunteer developers aims to provide relevant links and explains the processes and tools the developers work with on Wikimedia projects. For MediaWiki, the developer hub aims to give new developers an overview and the article “how to become a MediaWiki hacker” tries to give advice for beginners. “The documentation of MediaWiki is good enough to get into it,” Thomas says “because it has nice little schemas.” On this level it is good, but Thomas raises an important point. Good documentation is not always the case for the extensions. That can be problematic if an extension is not maintained and someone wants to pick it up again.

What made him stick around for so long?

An overarching theme during our chat was “need” the need for this tool or that extension to be developed which made him stick around. When he started “it was very painful because the Wiki source code was breaking because the extension wasn’t maintained. And the system at this time for deployment was kind of bad. So I have written unit tests in 2013. Unit tests are a kind of automated tests that are written in order to ensure that the software still behaves correctly before the deployments”. This shows how the projects have potential but it’s the people who make the Wikimedia projects to what they are today by developing useful tools, features and thinking of ways of how the project can look like in the future.

When Wikidata started in 2012, it was another milestone for Thomas. He was keen to follow the development work and proposed some changes. Questions about how it would be structured and discussions with Denny Vrandecic about if links to external sources should be in the cycling question really got him involved in the project early on. AskPlatypus, a Wikidata-based search engine, which can translate natural language to questions Wikidata can answer, should soon become his biggest Wikidata project. That is a good example of how volunteers should and can shape the direction of a Wikimedia project.  

Another way Thomas got involved was via the technical wishlist. During the last Wikimedia Hackathon in Jerusalem, he worked on the VisualEditor support for Wikisource. It’s one of the items on the wish list. So that can be a good way to get started as well and find the first tasks.

About the impact beyond Wikimedia projects

Thomas also notes how impactful his work can be to other open source projects. Wikimedia/MediaWiki projects can expand into other projects which are connected or not. One of the ones Thomas mentioned is WSexport. It is a tool that exports Wikisource content into epub, pdf and those formats.

This initiative emerged because the community and him found that it was very painful to read Wikisource content out of Wikisource. “I think Wikisource was losing a lot of contributors because it was quite complicated compared to Project Gutenberg that has quite a lot of tools to read books in a lot of different formats. And for us it was completely different. It’s not very useful, but it’s quite nice and fancy and very interesting to develop.”

Other reasons for why he is motivated to develop something is because others and him would like this tool, because it would be so useful. So he says: “Hey, I should do it”. Or “Hey, it could be amazing to have such a thing.” For that the community appreciates him. He receives a lot of direct requests. “I don’t have to find tasks. Usually, it is tasks which are coming to me. I just receive an email for each request.” For developer tasks, volunteers use Phabricator and Github. Some tasks are extra marked with ‘volunteers needed’. Talk pages, too,  play an important role. Thomas is known in the community, so there are a lot of people who ask him “You should fix it” or “You should implement this”. “Usually, there are a lot of requests, that is a very good side effect of the talk page,” he says.

Thomas’ hope is to find other Volunteer Developers to work with in the future.

By looking at the many ways Thomas has contributed, it becomes clear how diverse the impact of Volunteer Developers on Wikimedia projects can be. Thomas’ hope is to find other Volunteer Developers to work with in the future. “If there were more, some of the extensions could be maintained better.”

Some final advice for us? If the contribution process is easy enough to make people realise that contributing to MediaWikis is not so difficult and that with a small contribution you can get huge improvement in the Wikis, let’s say contribution of workflows (…) then usually people come up with smart things.”  

And wishes for the future?

In general, for the Wikimedia Movement to have more interest in Wikisource and keeping up the good work for Wikidata.”

At the beginning I asked him which three words he associates with Wikimedia. They were knowledge, sharing and community. And his role in the community, I wondered?

“Maintenance,” he says would be the best word to describe his volunteering position.

I believe caretaker is a good one for Thomas aka tpt, too.

Thank you, Thomas for taking the time to share your experience.

by Julia Schuetze at September 08, 2016 10:06 AM

September 02, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Und über den Tag hinaus

GLAM on Tour – Die Beteiligten ziehen Bilanz

Ein Beitrag von Sina Wohlgemuth, Mitarbeiterin im Kulturbereich von Wikimedia Deutschland

Mit einem archäologischen Forschungsteam die Wege am Harzhorn abschreiten, auf denen sich einst Römer und Germanen erbitterte Kämpfe lieferten, sich das Synchrotron im Deutschen Museum in Bonn von seinem Miterfinder persönlich erklären lassen oder bei einer Fotoexkursion im historischen Fliesensaal des Schloss Caputh 7500 einzelne Motivfliesen erfassen – bei GLAM on Tour bekommen Wikipedianerinnen und Wikipedianer exklusive Einblicke und Hintergründe von Fachleuten der Kultureinrichtungen. Dabei steht das englische Akronym für Galleries, Libraries, Archives Museums und bezeichnet Aktivitäten an der Schnittfläche der Kultureinrichtungen zur digitalen Welt.  Seit 2013 machte GLAM on Tour schon in zehn Städten Station. In manchen sogar zweimal. Insgesamt stehen zwölf Museen oder auch Bibliotheken und Kunstsammlungen mit der Wikimedia-Bewegung in Zusammenarbeit. Geschätzt dürften weit über 200 Freiwillige an den verschiedenen Stationen mitgearbeitet haben. Es entstehen neue Artikel für die Wikipedia, spannende Fotos bei Commons, und natürlich neue Kontakte – so soll ein Grundstein gelegt werden für stabile Beziehungen zwischen einer GLAM-Einrichtung und den Freiwilligen vor Ort.

Um diesen letzten Punkt der Kooperation zwischen der Wikimedia-Bewegung und den Kulturinstitutionen auszuleuchten, haben wir im Rahmen der Partizipationsphase zur Jahresplanung 2017 eine Umfrage gestartet. Ziel war es, zu erfahren, wie der Kontakt zwischen Wikipedianerinnen und Wikipedianern, den ehrenamtlichen Koordinierenden und den einladenden Kulturinstitutionen auch nach einer GLAM on Tour Veranstaltung ist und was sich die Beteiligten für eine Intensivierung der Zusammenarbeit wünschen. Die Umfrage ist dabei nicht als Evaluation des Formats zu verstehen, sondern als ein erstes Meinungsbild zur gemeinsamen Weiterentwicklung des Formats GLAM on Tour.

Freiwillige des Wikiversums besuchen die Depots des Landesmuseum Braunschweig 2013 im Rahmen einer GLAM on Tour Station. Foto von Medvedev (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Ergiebiger Kontakt zwischen Kulturinstitution und Wikimedia-Aktiven

Die Umfrage konnte je pro Veranstaltung ausgefüllt werden, um differenziert anzugeben, wie der Kontakt bzw. die Zusammenarbeit nach der jeweiligen Station war. Insgesamt wurde die Umfrage 44 Mal ausgefüllt, davon sind 72,7% der Antworten aus der Perspektive von Teilnehmenden (32 Fragebögen), 15,9% aus der von ehrenamtlichen Koordinierenden (7 Fragebögen) und 11,4% von einladenden Kulturinstitutionen (5 Fragebögen). In über der Hälfte aller Antworten (52,3% ) geben die Beteiligten an, dass ein Austausch über die Veranstaltung hinaus fortgeführt wurde. So hatten alle Vertreter der Kulturinstitutionen noch Kontakt zu den Ehrenamtlichen und 85,7% der Koordinierenden haben sich noch mit den Kulturinstitutionen ausgetauscht. Zwischen Teilnehmenden und Kulturinstitutionen kam es in 37,5% der Fälle zu einem Austausch. Dies verdeutlicht, welch verbindende Rolle die ehrenamtlich Koordinierenden über die eigentliche Veranstaltung hinaus ausfüllen können. Knapp die Hälfte der Fälle wird die Möglichkeit, bei Bedarf die Zusammenarbeit zu intensivieren, als sehr gut eingeschätzt (45,5%), in gut einem Drittel (36,4%) als “gut”.

Und zu welchem Zweck wurde der Kontakt wieder aufgenommen bzw. weiterverfolgt? Viele der Beteiligten geben an, die gewonnen Kontakte zu nutzen, um weitere Veranstaltungen zu planen. So wünscht sich ein/e Teilnehmer/in: “Einfach noch mal, wir haben nur Bruchteile dessen geschafft, was gemacht werden könnte,” ein anderer schrieb: “Das nächste Schloss bitte.” In diesem Sinne sind nach Angabe der einladenden Kulturinstitution in Ratingen z.B. weitere Veranstaltungen auch bei anderen Häusern des Museumverbundes in Planung oder wie die Bundeskunsthalle in Bonn Kooperationen zu neuen Themen anvisiert. Auch auf fachlicher Ebene werde Expertise ausgetauscht. Ein Wikipedianer beispielsweise verweist auf eine Einladung für einen Vortrag beim Deutschen Museumsbund sowie für Vorträge von Veranstaltungen des Landschaftsverband Rheinland und des Verbandes Rheinischer Museen. Andere Wikipedia-Aktive erhielten im Nachgang an GLAM on Tour-Veranstaltungen Einladungen zu Konferenzen und weiterführenden Kooperationen im Bereich von Wiki-Projekten oder sie waren gefragte Gesprächspartner z.B. bei der Denkmalmesse in Leipzig, woraus sich wieder weitere Kontakte ergeben haben. Für viele Teilnehmende bleiben die erkundeten Museen oder Bibliotheken regelmäßige Besuchsorte. Auch geben sie an, weiterhin die kennengelernten Ansprechpersonen in den Kulturinstitutionen zu konsultieren, um Hintergrundinformationen für die Artikelarbeit zu bekommen. Wenn Teilnehmende keinen Kontakt mehr zu den Kulturinstitutionen hatten, lag dies zumeist an zwei Gründen. Entweder liegt das besuchte Museum zu weit entfernt vom Wohnort oder das Thema des Museums stimmt nicht mit der eigenen thematischen Spezialisierung überein. Manche gaben auch an, dass sie vielmehr die ehrenamtlichen Koordinierenden in der Funktion sehen, den Kontakt zu den Institutionen zu halten.

Wünsche und Pläne für die weitere Zusammenarbeit

Konkrete Wünsche und Pläne, wie die Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden könnte, beziehen sich vor allem auf Nachfolgeveranstaltungen und -formate. Neben den Ideen, kleinere KulTouren, Fotoexkursionen oder Schreibwerkstätten zu kommenden Ausstellungen zu organisieren, wird insbesondere der Wunsch nach weiterer Arbeit an Artikeln betont. Hierfür sollen unter anderem auch lokale Expertinnen und Experten aus den Institutionen oder angegliederten Vereinen mit einbezogen und zum selbstständigen Schreiben und Editieren befähigt werden. Auch Edit-a-thons oder Schreibwettbewerbe werden vorgeschlagen, um bei geringerem Organisationsaufwand mehr Artikel und neue Autorinnen zu gewinnen. Auch wünschen sich einige Teilnehmende noch mehr inhaltliches Feedback von den GLAM-Einrichtungen zu ihren Artikeln.

Als letzten Punkt erhoffen sich einige in der Umfrage eine Fortführung der Zusammenarbeit, z.B. im Rahmen von Sonderausstellungen. Auf der GLAM-Diskussionsseite wünschten sich einige Benutzer eine Museumsjahreskarte oder andere Vereinbarungen zum kostenlosen Eintritt als eine Möglichkeit. Der Wunsch zu einer längeren Zusammenarbeit scheint jedenfalls beidseitig zu sein. So schreibt eine Kulturinstitution: “Ich würde mir wünschen, wenn der Besuch von Wikipedianern bei uns zu einer festen Institution zur Begleitung von Sonderausstellungen würde.”

Schreibwerkstatt im Rahmen der GLAM on Tour Station im Von-der-Heydt-Museum Wuppertal in 2015 Foto von Wuselig [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Fazit: GLAM on Tour als Türöffner

Die Umfrage hat gezeigt, dass mittels GLAM on Tour viele aktive Kontakte entstehen und sowohl Wikipedianerinnen und Wikipedianer als auch Kulturinstitutionen wissen, an wen sie sich wenden können zur Umsetzung ihrer Ideen. Denn genau darum geht es: Wissen zu teilen – inhaltlich über die Kulturgüter und methodisch über die Wikimedia-Projekte -, Inhalte zu befreien und letztlich GLAM-Einrichtungen als Teil der Wikimedia-Bewegung zu gewinnen. Wenn wir gemeinsam diese drei Aspekte kultivieren, können wir auch den viel genannten Wunsch realisieren, weiterhin gute Artikel und Bilder für die Wikimedia-Projekte zu generieren, die von vielen genutzt werden. Wer weiß, vielleicht heißt es dann auch mal “GLAM on Tour to the moon”?!

Weiterführende Links

Hintergrundinformation zu GLAM on Tour

Wikipedia-Projektseite GLAM on Tour

Der Kurzfilm zum GLAM on Tour Format

 

 

 

by Barbara Fischer at September 02, 2016 05:22 PM

September 01, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 35/2016

Der große jährliche Fotowettbewerb Wiki loves Monuments ist mit einem Grußwort der Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz gestartet, die Commons-Broschüre wurde komplett überarbeitet und für die Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin liegen Wahlprüfsteine vor. Außerdem berichtet Ziko von der ersten WikiConvention francophone und für die Wikipedia:Library sind fünf neue Online-Ressourcen verfügbar. Weitere Informationen zu diesen und weiteren Themen sind in der vorliegenden Wikimedia:Woche zu finden.

Foundation und Organisationen

Alessandro Piscopo berichtet über Forschungsaufenthalt bei WMDE

Alessandro Piscopo berichtete über seinen Forschungsaufenthalt in der Softwareentwicklung bei Wikimedia Deutschland. Fokus seiner Doktorarbeit ist es, herauszufinden wie gemeinschaftliche Prozesse die Datenqualität in Wikidata beeinflussen.

Projekte und Initiativen

Wiki loves Monuments 2016 gestartet

Am 1. September begann der große internationale Fotowettbewerb Wiki loves Monuments 2016 mit dem Themenschwerpunkt Kultur- und Baudenkmäler.

Die Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz sprach ein Grußwort zum Start des Wettbewerbs.

Berichte von erster WikiConvention francophone

In Paris fand vom 19. bis 21. August die erste WikiConvention francophone statt. Ziko berichtete von der dreitägigen Veranstaltung.

Außerdem gibt es eine Zusammenfassung von Wikimedia France.

5 neue Online-Ressourcen in der Wikipedia:Library

Die Wikipedia:Library hat fünf neue Online-Ressourcen mit freien Zugangängen für Wikipedia-Autorinnen und Autoren: World Scientific, Edinburgh University Press, American Psychological Association, Emerald Group Publishing und der Nomos Verlag.

Neue Commons-Broschüre verfügbar

Eine komplett überarbeitete Version der Commons-Broschüre erklärt die wichtigsten Aspekte zur Nutzung des freien Medienarchivs. Die pdf-Version steht bereits zum Download zur Verfügung. Die Printversion kann in Kürze über Wikimedia Deutschland bezogen werden.

Wikidata:Status updates/2016 08 27

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt #319

Die aktuelle Zusammenfassung aus der OpenStreetMap-Welt „weekly 319“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 23. bis 29. August.

Technik

Maps 3.8 for MediaWiki veröffentlicht

Mit einigen neuen Funktionen wurde Maps 3.8 für MediaWiki veröffentlicht.

Fragen zur Listenerstellung für Wikipedia

Das Entwickler-Team von Wikidata arbeitet an besseren Möglichkeiten zur Erstellung von Listen für die Wikipedia und bittet Nutzerinnen und Nutzer dazu um Input.

Tech News issue #35

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Politik und Recht

Mozilla startet Petition für Urheberrechtsreform

Die Mozilla Foundation startete eine Petition für eine Modernisierung des Urheberrechts.

Koalition Freies Wissen: Wahlprüfsteine Berlin 2016

Das Bündnis Freie Bildung, der Digitale Gesellschaft e.V., Freifunk, die Free Software Foundation Europe, die Open Knowledge Foundation und Wikimedia Deutschland haben sich zur Koalition Freies Wissen zusammengefunden, um anlässlich der bevorstehenden Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin am 18. September einige Parteien zu befragen. Die Pressemitteilung:

Die Zusammenfassung zu freier Bildung und OER des Bündnis Freie Bildung:

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

AfD Magdeburg verbreitet gefälschten Wikipedia-Eintrag

Die AfD Magdeburg brachte einen offenbar gefälschten Wikipedia-Eintrag über ihren Twitter-Kanal in Umlauf.

WikiStammtisch mit Alice Wiegand und Ziko van Dijk

In der 11. Episode des WikiStammtisch spricht Sebastian Wallroth mit Alice Wiegand. In der 12. Folge kommt Ziko von Dijk zu Wort.

ovb-online.de über Rechtsstreit Schels/Wikimedia

ovb-online.de schrieb über den Rechtsstreit zwischen der Wikimedia Foundation und der Drehbuchautorin Schels (die Wikimedia:Woche berichtete).

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

5.9.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zurzeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23–24, 10963 Berlin. Während des Treffens arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

6.9.: Bremenpedia vor Ort

„BremenpediA vor Ort“ versteht sich als Anlaufadresse in Bremen-Lesum für alle Fragen rund um das freie Online-Lexikon Wikipedia und die freie Medien-Datenbank Wikimedia Commons. Die Veranstaltungsreihe findet zwischen 15.00 und 17.00 Uhr im Heimathaus Lesum, dem Domizil des Heimat- und Verschönerungsvereins Bremen-Lesum e. V. (HVL) statt.

6.9.: Diskussionsveranstaltung: „(Offene) digitale Bildung – Was braucht die Berliner Bildungslandschaft?”

Anlässlich der bevorstehenden Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus lädt das Bündnis Freie Bildung dazu ein, mit Vertreter*innen verschiedener Parteien zum Thema offene digitale Bildung ins Gespräch zu kommen. 18.30-20 Uhr, c-base, Rungestraße 20, 10179 Berlin-Mitte

7.9.: WomenEdit Berlin

WomenEdit ist ein Netzwerk von Wikipedianerinnen. Jeden ersten Mittwoch im Monat findet in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland von 18.00 bis 21.00 Uhr ein Treffen statt. Neu-Autorinnen sind willkommen.

8.9.: Offenes Editieren Berlin

Das Offene Editieren ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer_innen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits Wikipedianer_innen mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.

9.-11.9.: Auftaktveranstaltung zum „Fellow-Programm Freies Wissen. Wissenschaft offen gestalten“

Das „Fellow-Programm Freies Wissen. Wissenschaft offen gestalten“ ist ein Pilotprojekt von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband. Der Auftakt zum Programm findet vom 9. bis zum 11. September in den Räumlichkeiten von WMDE statt. Neben den theoretischen Grundlagen zu Freiem Wissen und Open Science werden den Teilnehmenden auch deren praktische Anwendungen vermittelt, um ihre eigene Forschung offen zu gestalten. Darüber hinaus bietet die Veranstaltung Raum für Austausch, Diskussion und Vernetzung zu Erfahrungen und Fragestellungen rund um die Themen Freies Wissen und Open Science.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at September 01, 2016 01:14 PM

August 31, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Hands-on research about Wikidata: My time as a PhD student at Wikimedia Deutschland e.V.

German summary: In diesem Blogpost berichtet Alessandro über seinen Forschungsaufenthalt in der Softwareentwicklung bei Wikimedia Deutschland e.V. Fokus seiner Doktorarbeit ist es, herauszufinden wie gemeinschaftliche Prozesse die Datenqualität in Wikidata beeinflussen. Zentrale Fragen sind dabei, wie Ehrenamtliche in Wikidata zusammenarbeiten, wie sich die Zusammenarbeit nach längerer Erfahrung in der Community verändert, welche Auswirkungen dies auf die Datenqualität hat und was überhaupt Datenqualität in so einer Wissensdatenbank bedeutet.

This is a blog post by Alessandro Piscopo.

My secondment at Wikimedia Germany was part of the research work for my Computer Science PhD, which I carry out at the University of Southampton and as an Early-Stage researcher within the Marie Curie ITN WDAqua project. The aim of WDAqua is to perform research to advance the state of the art of Question-Answering systems based on web data. The outcome of my PhD will be integrated with the research carried out by 14 other participants in this project.

In this blog post I would like to recap this interesting and proficuous experience, and to communicate the advancements that I was able to make in my research.

By Planemad (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

What does data quality mean in Wikidata?

My research focuses on investigating how community processes influence data quality in collaborative knowledge engineering systems, in particular on Wikidata. Progressing in my research will then mean to find answers to questions such as: How do users collaborate in Wikidata? How does their behaviour change as they gain experience in the community? How do these aspects affect data quality? What does data quality mean in this knowledge base?

We – my PhD supervisor, other fellow researcher at the Web and Internet Science group of the University of Southampton, and I –  have already tried to answer some of these questions. Now we would like to concentrate our efforts on what data quality means in Wikidata.

Data quality is a complex concept. It covers a number of different aspects, also called dimensions, and is usually defined as fitness for use. But which use? Wikidata has already quite a broad coverage, has been already employed for several different purposes, and will probably be used for tasks we cannot devise yet. Furthermore, Wikidata is entirely maintained by its community. It is the community which determines what is in Wikidata and ultimately what Wikidata is and will be for.

The Method

Therefore, the best method, i.e. more reliable and appropriate for its features, to determine what data quality means to Wikidata seemed to be to directly involve the community and the development team that is behind Wikidata. At Wikimedia Germany, I was able to obtain precious information about how Wikidata was conceived, to become aware about several technical details that would have been otherwise difficult to find, and to understand – and learn. For example, I could observe how developers of a collaborative project such as Wikidata relate to its vast user community (and believe, it can be a hard task sometimes).

In more specific terms, the main goal of my secondment at Wikimedia Germany has been to set a data quality framework for Wikidata. The first step has been to review the relevant literature, in order to select data quality dimensions, i.e. different aspects of data quality, that could be relevant for Wikidata. This was at the same time a top-down and a bottom-up approach: high-level, abstract dimensions were selected from the literature and included on the basis of quality issues already observed in Wikidata.

Community feedback

After several revisions, the resulting dimensions’ list was published as a Request for Comments, and advertised on the Wikidata Project Chat page (in the English, French, and Italian versions) and on social media (Thanks Lydia and Léa!). Since its publication date (11 August), the page has been viewed on average about 92 times per day and has been edited more than 80 times. This testifies a certain degree of interest from the community, considering that other RfC pages I checked had much lower numbers of daily views in similar time spans. Nevertheless, the hope is to get as many participants as possible in the discussion, which would be beneficial both for this research and for Wikidata itself.

The date chosen to close the RfC is September 4. After that date, user comment will be analysed, so it can be used for further refinement of the quality framework. This could be again submitted to the Wikidata community to enquire whether it should be officially adopted by the project or not. A following step will be to find appropriate metrics for the dimensions identified in order to eventually perform a large-scale evaluation of Wikidata. Finally, for the prosecution of my PhD project, these results should be analysed and related to the community processes in Wikidata. But this is another part of the story, which I hope to write about here sooner or later.

This was the description of the research I have carried out in the last four weeks at Wikimedia Germany. It is obviously only a partial account of my time there. It has been an interesting, enriching experience, which allowed me to learn a lot on the topic of my research, but not only. Furthermore, this research would have been much harder without the help and advice of everyone in the Wikidata team and, in particular, of Lydia Pintscher, who allowed me to be here, revised my work, and patiently answered a very large number of questions.

Finally, I would like to again thank everybody at Wikimedia Germany. You have been great hosts and made me immediately feel at ease. It has been a pleasure to spend this time here and hope to be back soon.

by Julia Schuetze at August 31, 2016 09:49 AM

August 26, 2016

Iberty

Äpfel, Fotos, Kalifornien

Wenn die Wikipedia auf Kalifornien trifft, auf Äpfel, Erntefeste, Kollaboration und Fotografem . So wie es sein solte. Gelegentlich erfüllt die Wikipedia jeden Wunsch und sie ist unterstützend, kollaborativ, inspirierend, gibt allen Beteiligten Spaß und der Menschheit dann etwas zu sehen und zu lesen.


Gravenstein Apple Fair 2016 - 01
Bild: Gravenstein Apple Fair 2016 in Sebastopol, Sonoma County, California Von: Frank Schulenburg Lizenz: CC BY-SA 4.0

Es begann mit dem Schreibwettbewerb. Der Schreibwettbewerb der Wikipedia existiert seit 2005 und findet zweimal im Jahr statt. Einen Monat lang versuchen Autoren DEN BESTEN Artikel zu schreiben und zu verbessern. Dafür gibt es Preise. Meist stiften andere Wikipedianer diese Preise. Sie reichen von Buchgutscheinen über Tee, selbstgemachte Marmelade oder Einladungen zum Opernbesuch.

Im März 2016 waren auch fünf Kilo Äpfel von der Streuobstwiese als Preis ausgesetzt – gestiftet von Benutzer:Sternrenette für den besten Artikel mit Bezug zum Thema Obst. Äpfel! Da konnte ich natürlich nicht widerstehen.



Schnell mal in das Bücherregal gesehen, die einschlägigen Bücher durchsucht und dann geschaut, welche Apfelsorten sowohl in den deutschen wie den englischen Publikationen behandelt werden – da war die Auswahl überraschend eng.

Gravenstein Apple Fair 2016 - 08

Abgesehen von einigen wenigen globalen Sorten (Gala, Golden Delicious, Cripps Pink..) – die zudem meistens in Deutschland selbst nicht angebaut werden – ist das mit den Äpfel doch eher eine lokale oder regionale Sache. Deutschlandweit angebaute Sorten wie Elstar kommen in englischsprachigen Ländern kaum vor, dortige Favoriten wie Braeburn wachsen in Deutschland nicht. Die wenigen Sorten, die den Sprung schafften wie Cox Orange oder Golden Delicious haben bereits seit einiger Zeit ausführliche Wikipedia-Artikel.

Sorten, die den Sprung über eine Sprachgrenze hinweg geschafft haben, sind rar gesät.

Aber dann gab es noch Gravenstein. Vielleicht eigentlich ein italienischer Apfel oder ein dänischer, auf jeden Fall seine Welteroberung beginnend im deutsch-dänischen Grenzgebiet. Mit seiner Einführung im 17. Jahrhundert ein Apfel, der die Bezeichnung „alte Sorte“ tatsächlich verdient, beliebt einst in ganz Europa und den USA. Laut diversen Experten der bestschmeckende Sommerapfel überhaupt, aber schlecht zu lagern und zu transportieren: heute nur noch Liebhaberapfel. Ein alter Apfel mit Geschichte, Hintergrund, Aufstieg und Fall – der Stoff für einen guten Artikel ist da.

Gravenstein Apple Fair 2016 - 09

Etwas mehr Recherche: der Aufstieg brachte den Gravensteiner über den Unweg russischer Pelzhändler bis in das Sonoma County in Kalifornien. Die Gegend bei San Francisco - heute vor allem berühmt für seinen Wein - war ehedem aber Gravenstein County. Dort feierten sie große Volksfeste, bauten Züge, Boote und Zeppeline aus Äpfeln nach, sammelten den ganzen Landkreis zu einer großen Party. Vergessen dann im 20. Jahrhundert, wiederbelebt zum 21. Jahrhundert hin, mittlerweile gefördert durch Slow Food, findet die Fair wieder statt.

Gravenstein Apple Fair 2016 - 03
Bild: Gravenstein Apple Fair 2016 in Sebastopol, Sonoma County, California Von: Frank Schulenburg Lizenz: CC BY-SA 4.0

Und wie es so ist, Sonoma County liegt nicht nur abstrakt nahe San Franciscos, sondern auch konkret nahe des Sitzes der Wiki Education Foundation. Damit liegt das Sonoma County auch nahe des  WikiEd Executive Director, wunderbaren Menschen und großartigen Fotografen Frank Schulenburg.

Den mal bei Gelegenheit angesprochen: Hey, Frank, schau mal was bei Dir in der Gegend los ist. Das war so im März. Apfelernte allerdings ist nichtmal für Frühäpfel in der Jahreszeit. Also gewartet bis zum August.

Der war nun heiß auf die Äpfel und endlich war am Wochenende Appel Fair. Frank hin. Mit Fotos zurück. Von Äpfel und der Fair, Kuchen und Menschen. Nur eine Apfelkönigin scheint es tatsächlich nicht gegeben zu haben. Hinein in den Artikel.

Inspiration, Literatur, Zeit, Umsetzung, Fotos und Einsatz. Über sechs Monate hinweg und zwei über Kontinente. So bitte darf Wikipedia öfter sein.

Gravenstein Apple Fair 2016 - 07
Bild: Gravenstein Apple Fair 2016 in Sebastopol, Sonoma County, California Von: Frank Schulenburg Lizenz: CC BY-SA 4.0
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at August 26, 2016 08:08 AM

August 25, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 34/2016

Erstmals gibt es konkrete Anerkennungskriterien für neue Wikimedia-Organisationen, viele neue Bilder auf Commons kommen von der schweizer ETH-Bibliothek, das Programm zur WikiCon steht nun fest und die Wiki Education Foundation hat ihren aktuellen Monatsbericht veröffentlicht. Außerdem liegen nun Wahlprüfsteine für Mecklenburg-Vorpommern vor, an deren Erstellung Wikimedia Deutschland beteiligt war. Diese und weitere Themen sind in der Wikimedia:Woche 34/2016 zu finden.

Foundation und Organisationen

Erstmals konkrete Anerkennungskriterien für neue Wikimedia-Organisationen

Das Affiliations Committee (AffCom), das für die Anerkennung neuer Wikimedia-Organisationen und -Gruppen zuständig ist, hat erstmals konkrete Kriterien für neue Organisationen veröffentlicht. Wichtig sei vor allem, dass die anzuerkennenden Organisationen eine Vielfalt an Aktivitäten durchführten, diese gut planten und evaluierten, sowie Partnerschaften mit Wikimedia-externen Institutionen vereinbarten. Im Zuge der Diskussion auf der Mailingliste wikimedia-l kristalisierte sich heraus, dass diese Kriterien auch für bestehende Organisationen angewandt werden sollen.

Monatsbericht der Wiki Education Foundation Juli 2016 online

Die Wiki Education Foundation berichtet in ihrem Blog über die Aktivitäten des Monats Juli.

Nächster Schritt in der WMDE-Jahresplanung erreicht

Auf Grundlage eines Vorschlags aus der Geschäftsstelle, legte das Präsidium von Wikimedia Deutschland die konkreten inhaltlichen Ziele und Erfolgskriterien zum Jahresplan 2017 fest.

WMDE bekommt Leiter Finanzen und Zentrale Dienste

Ab 1. Dezember 2016 ist Christian Humborg der neue Leiter Finanzen und Zentrale Dienste bei Wikimedia Deutschland.

Projekte und Initiativen

Programm zur WikiCon online

Das Programm der WikiCon ist nun veröffentlicht worden.

ETH-Bibliothek läd zahlreiche Bilder auf Commons

Die ETH-Bibliothek, die grösste öffentliche naturwissenschaftliche und technische Bibliothek der Schweiz, läd 134.000 Bilder auf Wikimedia Commons.

Die Olympiade in der Wikipedia

Der Wikipedia-Kurier und ein Blogbeitrag der Wikimedia Foundation geben einen Überblick zum Artikel-Bestand der Wikipedia rund um Olympia und dessen aktueller Entwicklung nach den Spielen.

Wikidata:Status updates/2016 08 20

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt #318

Die aktuelle Zusammenfassung aus der OpenStreetMap-Welt „weekly 318“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 16. bis 22. August.

Wikipedia to the Moon: über 250 neue exzellente Artikel

Mehr als 250 exzellente Artikel weltweit sind seit Beginn der Working Phase zu dem Projekt „Wikipedia to the Moon“ im Juli hinzugekommen. Wöchentliche Updates zum Projekt werden auf Facebook geteilt.

Neue Sprachversion der Wikipedia geht live

Nach acht Jahren im Inkubator ist die Wikipedia auf Tulu live gegangen. Tulu ist eine Sprache, die im Südwesten Indiens von etwa 1,7 Millionen Menschen gesprochen wird.

Technik

Benachrichtigung abgeschickt? Neue Funktion im Test

Sicher zu wissen, dass eine Benachrichtigung auch erfolgreich versendet werden konnte, ist ein Wunsch von der technischen Wunschliste. Die neue Funktion ist nun auf Test-Wikipedia verfügbar und kann ausprobiert werden. Das Team der Softwareentwicklung bei WMDE freut sich über zahlreiche Testende.

Tech News issue #34

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Politik und Recht

Wikimedia Deutschland und das Bündnis Freie Bildung veröffentlichen Wahlprüfsteine für Mecklenburg-Vorpommern

Wikimedia Deutschland und das Bündnis Freie Bildung haben als Teil der „Koalition Freies Wissen“ Wahlprüfsteine anlässlich der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 4. September 2016 veröffentlicht.

PETA legt Einspruch gegen Urteil zu Affen-Selfie ein

Die Tierrechtsorganisation PETA hat Einspruch gegen das Urteil zu dem bekannten Affen-Selfie eingelegt, wonach ein Affe keine Urheberrechte innehaben könne.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Neue Ausgaben des WikiStammtisch zum nachhören

In den Episode 8 bis 10 des WikiStammtisch spricht Sebastian Wallroth mit dem Wikipedianer Nikola Kalchev, dem Unternehmer Markus Franz und dem Wikipedianer Thomas Schallhart.

heise.de über Bot-Artikel

heise.de schrieb über bot-generierte Artikel in der Wikipedia.

Wikipedia is not Therapy!

Andrew McMillen schrieb auf backchannel.com einen ausfürlichen Artikel zum Thema Support and Safty bei der Wikimedia Foundation.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

29.8.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zurzeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23–24, 10963 Berlin. Während des Treffens arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

1.9.: Wikipedia Sprechstunde Bibliothek Hamburg

Jeweils am 1. Donnerstag des Monats bietet die Hamburger Wikipedia-Community von 16.00 bis 18.00 Uhr eine regelmäßige öffentliche Sprechstunde an.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at August 25, 2016 01:04 PM

Verstärkung: Dr. Christian Humborg wird Leiter Zentrale Dienste

Ich freue mich sehr, eine personelle Verstärkung für die Geschäftstelle unseres Vereins ankündigen zu können: Dr. Christian Humborg wird zum 1. Dezember 2016 der neue Leiter Finanzen und Zentrale Dienste. In dieser neuen organisatorischen Klammer hat Christian zukünftig die fachliche und disziplinarische Leitung der Teams Finanzen und der (internen) IT sowie die disziplinarische Leitung der Personalabteilung inne.

Er bringt dafür hervorragende fachliche und persönliche Expertise mit. Christian war nach seinem Studium der Verwaltungswissenschaften in Konstanz und Leiden acht Jahre in der Wirtschaft tätig. Anschließend führte er von 2007 bis 2014 die Geschäfte der Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland. Aktuell ist er kaufmännischer Geschäftsführer des gemeinnützigen Recherchezentrums CORRECTIV.

Am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre der öffentlichen Verwaltung der Universität Potsdam wurde Christian promoviert. Im Jahr 2009 gewann er als Mitglied des Autorenkollektivs carta.info den Grimme Online Award. Er ist zudem Mitglied des Beirats der Zeitschrift für Politikberatung, des Whistleblowernetzwerks und von Transparency International Deutschland. Außerdem hat er die Transparenzportale fragdenstaat.de und hochschulwatch.de mitinitiiert. Eine monatliche Radioshow „QDeWe – Die Kunst der Weltverbesserung“ hat er auch: Sie läuft ab September auf detektor.fm.

Mit seiner Erfahrung und seiner Leidenschaft für Transparenz ist Christian Humborg eine hervorragende Ergänzung für die Arbeit von Wikimedia Deutschland. Ich freue mich sehr, dass wir ihn im Dezember am Tempelhofer Ufer begrüßen können!

by Christian Rickerts at August 25, 2016 08:48 AM

August 18, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 33/2016

Während in Österreich über den Frieden geschrieben und der populärste Olympionike bzw. die populärste Olympionikin in Wikipedia gesucht wird, stehen die WikiConference North America und die SMWCon Fall 2016 in FFM an, hat das Board of Trustees wohl bekannte Ehrenamtliche in den Governance-Ausschuss benannt und ist mit der „Bamberger Islam-Enzyklopädie“ der erste zitierfähige Wikipedia-Ausschnitt entstanden. Besonders intensiv wird jedoch die Bitte des Prados diskutiert, möglichst nur deutlich kleinere Abbildungen ihrer Kunstwerke auf Wikimedia Commons zu veröffentlichen.

Foundation und Organisationen

Board of Trustees benennt beratende Ehrenamtliche für Governance-Ausschuss

Das Board of Trustees der Wikimedia Foundation organisiert sich intern in Ausschüssen. Einer dieser Ausschüsse ist das Board Governance Committee, das sich vor allem um Prozesse und interne Strukturen des Gremiums kümmert. Nach der Neukonstituierung des Boards auf der Wikimania 2016 hat der Auschuss beschlossen, beratende Ehrenamtliche zu benennen, die den Ausschuss bei der Arbeit unterstützen sollen. Nach einer Bewerbungsphase hat der Ausschuss nun fünf Ehrenamtliche ernannt: Gayle Karen Young (ehem. Personal-Leiterin der WMF), Kat Walsh (ehem. Mitglied des Board of Trustees), Tim Moritz Hector (Präsidiumsvorsitzender von WMDE), Ido Ivry (Vorstandsmitglied von Wikimedia Israel) und Ira B. Matetsky (User:Newyorkbrad; Wikipedia-Admin und ehemaliges Schiedsgericht-Mitglied in der en-wp)

Projekte und Initiativen

Wikipedia for Peace

„Wikipedia for Peace“ wird im Rahmen der „Workcamp“-Projektreihe des Service Civil International (SCI) Österreich als Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit Wikimedia Österreich organisiert. Im Rahmen des Projekts kommen für zwei Wochen, von 14. bis 27. August 2015, 15 Menschen verschiedener Länder und Sprachen in Wien zusammen, um gemeinsam Wikipedia-Artikel zum Thema Frieden zu verfassen.

WikiConference North America 2016

Auf der Wikimedia-Mailingliste wird zur WikiConference North America, 7. bis 10. Oktober 2016 in San Diego, eingeladen.

Neues aus der OSM-Welt #317

Die aktuelle Zusammenfassung aus der OpenStreetMap-Welt „weekly 317“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 9. bis 15. August.

Technik

Neues Design und neue Funktionen der Seite wikipedia.org

Im Blog der Wikimedia Foundation berichtet ein Mitarbeiter vom neuen Design und den neuen Funktionen des Suchportals https://www.wikipedia.org.

Semantic-MediaWiki-Konferenz 28. bis 30.9. in Frankfurt/Main

Die 13. Semantic-MediaWiki-Konferenz (SMWCon Fall) findet in diesem Jahr vom 28. bis 30. September in Frankfurt am Main statt. Für die ersten Tickets kann man sich bis 11. September registrieren.

Neuigkeiten aus der Technik

Diskussion

Aktueller Stand des deutschsprachigen Wikinews

Benutzer:YMS berichtet von seinen Eindrücken über das deutschsprachige Wikinews im Wikipedia-Kurier.

Politik und Recht

Prado bittet um Runterskalierung von Bildern aus ihrem Museum

Ein Mitarbeiter der Rechtsabteilung der Wikimedia Foundation leitet der Commons-Community den Wunsch des Museo del Prado weiter, dass die von Google Earth zur Verfügung gestellten enorm hochauflösende Detailaufnahmen (zum Teil über 200 MB große Dateie) auf eine Größe von maximal 1000 px herunterskaliert werden sollen. Nach spanischem Recht sind die nach Commons übertragenen Originalaufnahmen möglicherweise geschützt, nach Überzeugung der Commons-Community jedoch als gemeinfreie Kunst zu verstehen. Es wird um Community-Rückmeldung gebeten.

Wissenschaft und Forschung

Bamberger Islam-Enzyklopädie

Der Professor für Islamwissenschaften und langjährige Wikipedia-Autor Patrick Franke hat die „Bamberger Islam-Enzyklopädie“ gegründet, ein Verzeichnis von ausgewählten, qualitativ hochwertigen Wikipedia-Artikeln mit ihren Hauptautoren, die als zitierfähig angesehen werden.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Ranking der populärsten Olympia-Sportlerinnen und -Sportler

Die Seite Meedia veröffentlicht eine informative Auswertung der am häufigsten aufgerufenen Wikipedia-Artikel zum Thema Olympia in verschiedenen Sprachversionen.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Martin Rulsch at August 18, 2016 02:38 PM

August 11, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 32/2016

Die Wikimedia Foundation sucht einen neuen Chief Technology Officer und veröffentlicht ihren halbjährlichen Transparenzbericht, neue Benutzergruppen wurden genehmigt, ein Wettbewerb zu den Olympischen Spielen, Neues aus Israel, Brest, von GLAM und der Forschung sowie Verbesserung bei der Suche und Benachrichtigungen sind neben einem gewonnenen Rechtsstreit und Berichten über verschiedene Wikipedianer und den Münchner Wikipedia-Standort WikiMUC nur einige Highlights der Woche. Die englischsprachige Wikipedia nimmt außerdem Abschied von Kevin Gorman.

Foundation und Organisationen

Ausschreibung für den Chief Technology Officer

Eine der Prioritäten der neuen Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, Katherine Maher, ist es, die vakanten Leitungsstellen möglichst schnell bis Ende des Jahres zu besetzen. Nun ist die Stelle des Chief Technology Officers (CTO) ausgeschrieben. Der oder die CTO ist für die gesamte technische Infrastruktur der Wikimedia-Projekte verantwortlich.

Shortlist der ausgewählten FDC-Kandidierenden

Die Mitglieder des Funds Dissemination Committees (Spendenverteilungskomitees, kurz FDC) werden auf zwei Wegen ausgewählt. Alle zwei Jahre findet eine Community-Wahl statt, alternierend ernennt das Board of Trustees Mitglieder. Derzeit läuft der Auswahlprozess für letztere. Das zahlreichen Bewerbungen hat das Board of Trustees nun eine Shortlist mit 6 Kandidierenden ausgesucht. Die endgültige Auswahl der vier zu wählenden Mitglieder wird am 2. September bekannt gegeben.

Zwei neue User Groups

Das Affiliations Committee hat zwei neue User Groups anerkannt: Die Wikimedians of Iowa User Group – eine Gruppe von Wikimedianerinnen und Wikimedianern im US-Bundesstaat Iowa – sowie die WikiToLearn User Group. Letzte möchte die Internetlernplattform WikiToLearn bessern mit den Wikimedia-Projekten verbinden.

Lehre mit Wikipedia als zielführend wahrgenommen

Die WikiEducation Foundation hat die Teilnehmenden ihrer Bildungsprogramme befragt, ob sie erneut mit Wikipedia unterrichten würden. 98 % stimmten dem zu, davon erachten 87 % die Benutzung von Wikipedia sogar als erfolgreicher als mit anderen Methoden.

Projekte und Initiativen

Wikipedia nun auch auf Tulu verfügbar

Die Wikipedia in der indischen Sprache Tulu ist nun live gegangen.

Wikipedia-to-the-Moon-Babelbox

Mittlerweile läuft bereits seit einigen Wochen die Arbeitsphase von Wikipedia to the Moon. In der Voting-Phase hatte sich zuvor die internationale Community dazu entschieden, die exzellenten Artikel und exzellenten Listen aus allen Wikipedia Sprachversionen gemeinsam mit einem Rover der PT Scientists aus Berlin auf den Mond zu schicken. Noch bis zum 31. Oktober haben Wikipedianer Zeit, die Liste der exzellenten Artikel auszubauen, weiter aufzupolieren und ihr Wissen auf dem Mond zu verewigen. Für alle, die sich bereits an dem Projekt beteiligt haben oder dies noch tun möchten, gibt es nun eine Babelbox für die Nutzerseite.

Hier geht es zum Quellcode für die Babelbox:

Hier geht es zur Wikipedia to the Moon Arbeitsseite:

Wiki Loves the Olympics

Ein globaler Schreibwettbewerb rund um die Olympischen Spiele hat im Meta-Wiki begonnen. Bis zum 18. September können Beiträge eingereicht werden.

Fotoprojekt zum Maritimen Fest in Brest

Beim Martimen Fest in französischen Brest haben 16 Ehrenamtliche an die 1000 Fotos traditioneller Schiffe erstellt.

Israelisches Hochschulprogramm nun auch auf Arabisch

Das israelische Hochschulprogramm wird dank einer Förderung der Israeli Charitable Foundation nun auch für arabischsprachige Studierende erweitert.

GLAM-Aktivitäten im Monat Juli

Im Outreach-Wiki wurde der Monatsbericht zu den Aktivitäten im Juli im GLAM-Bereich zu Galerien, Bibliotheken, Archiven und Museen veröffentlicht.

Technik

Mobile Google-Suche verweist nun besser auf Wikipedia

In Zusammenarbeit mit Google wurde die Infobox bei der mobilen Suche so angepasst, dass nun wie bei der Desktopsuche Wikipedia direkt als Quelle ausgewiesen wird. Durch den Link erhofft sich die Wikimedia Foundation, dass das Ansteuern der Inhalte erleichtert wird. Noch immer wird jedoch nicht die freie Lizenz erwähnt.

Bessere Benachrichtigungen

Die Wikimedia Foundation berichtet in ihrem Blog über die Verbesserung der Echo-Benachrichtigungen („Notifications“). Globale Nachrichten werden jetzt korrekt angezeigt, zudem können Nachrichten nach der Seite, auf der sie ausgelöst wurden, gefiltert werden.

Neues aus der Technik

Die aktuelle Zusammenfassung aus der OpenStreetMap-Welt „weekly 316“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 2. bis 8. August.

Auch Wikidata gibt ein Update.

Diskussion

US-amerikanischer Wikipedia-Autor Kevin Gorman stirbt im Alter von 24 Jahren

Der US-amerikanische Wikipedia-Autor Kevin Gorman ist im Alter von 24 Jahren verstorben. Der Student kam über die erste Bildungsinitiative der Wikimedia Foundation 2011 ins Wikiversum, setzte sich gegen das Gender Gap und bezahltes Schreiben ein und war der erste Wikipedian in Residence an einer US-amerikanischen Universität. Die englischsprachige Wikipedia-Gemeinschaft trauert um einen engagierten Kollegen und guten Freund.

Politik und Recht

Halbjährlicher Transparenz-Bericht der WMF veröffentlicht

Die Wikimedia Foundation veröffentlicht halbjährlich ihren „Transparency Report“, in dem sie Auskunft über Einsprüche, Zugriffe u.Ä. auf die Wikimedia-Projekte von staatlicher wie privater Seite gibt. Jüngst veröffentlicht sie ihren 5. Bericht, der den Zeitraum Januar–Juni 2016 abdeckt. Die Rechtsabteilung hat zudem einen begleitenden Blogbeitrag dazu veröffentlicht.

WMF gewinnt Rechtsstreit gegen Drehbuchautorin und Regisseurin Schels

Das Landgericht München hat im Rechtsstreit zwischen der Wikimedia Foundation (WMF) und der Drehbuchautorin und Regisseurin Evelyn Schels zugunsten der WMF entschieden. Schels hatte gegen die Veröffentlichung ihres Geburtsdatum geklagt. Der Fall wird auch in der Presse rezipiert.

Stellungnahmen von Wikimedia Deutschland zu Freien Bildungsmaterialien

John Weitzmann, Referent für Politik und Recht bei Wikimedia Deutschland, berichtet im WMDE-Blog von den Plänen der Kultusministerien und Landtags-Koalitionen zu Freien Bildungsmaterialien sowie den Stellungnahmen des Vereins dazu.

Wissenschaft und Forschung

Research-Newsletter Juli

Der Newsletter des Monats Juli zur Forschung rund um die Wikimedia-Projekte ist erschienen.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Entstehung des Münchner Wikipedia-Standortes WikiMUC im Überblick

Wikipedia-Benutzer Pimpinellus blickt im Wikipedia-Kurier auf die Pläne, Umsetzung und ersten 100 Tage des Wikipedia-Standortes in München, des WikiMUCs, zurück.

WikiStammtisch mit Nikola Kalchev

In der 7. Episode des WikiStammtisch spricht Sebastian Wallroth mit dem bulgarischen Wikipedianer Nikola Kalchev, der derzeit in Deutschland lebt.

Blogbeitrag über Diego Delso

Im Movement-Blog hat Ed Erhard einen Beitrag über den auch in der deutschsprachigen Wikipedia aktiven Fotografen Diego Delso (Benutzer:Poco a Poco) veröffentlicht. Diego hat mehr als 15.000 Fotos auf Wikimedia Commons veröffentlicht und mehrere Preise bei Wikimedia-Bilderwettbewerben abgeräumt.

Wikipedian in Residence für das Open Science Lab der Technischen Informationsbibliothek Hannover gesucht

Das Open Science Lab der Technischen Informationsbibliothek Hannover sucht einen Wikipedian in Residence. Bewerbungsfrist ist der 12. August 2016.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Martin Rulsch at August 11, 2016 03:57 PM

August 10, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Freie Bildungsmaterialien: Pläne der Kultusministerien und Landtags-Koalitionen im Check

Tuxyso / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0, Akademie Mont-Cenis-Sonnenuntergang-2016, CC BY-SA 3.0

Es tut sich was in Sachen Freies Wissen in der Bildungspolitik – und Wikimedia Deutschland schaut genau hin:

Vergangene Woche wurde zuerst durch das „Bündnis Freie Bildung“ (BFB), an dem wir beteiligt sind, eine Stellungnahme zu den Koalitionsverträgen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt online gestellt. Grundlage der Stellungnahme sind Antworten der Parteien auf Wahlprüfsteine, also Fragen, die das BFB im Vorfeld der jeweiligen Landtagswahlen aufgestellt und an die Parteien geschickt hatte. Jetzt wurde als nächste Stufe untersucht, ob und inwieweit die Koalitionsverträge das widerspiegeln, was die Parteien vor der Wahl über ihre Position zu freien Bildungsmaterialien gesagt hatten. Eine ähnliche Aktion läuft derzeit auch mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

Außerdem hat Wikimedia Deutschland (WMDE) im laufenden Konsultationsprozess der Kultusministerkonferenz (KMK) zu deren noch im Entwurfsstadium befindlichen “Strategie Bildung in der Digitalen Welt” eine Stellungnahme abgegeben und auf Meta veröffentlicht (PDF). Hier fließen unsererseits vor allem die Erkenntnisse aus dem Praxisrahmen für OER in Deutschland ein, der im Februar 2016 veröffentlicht worden war. Neben diversen Einzelanmerkungen geht WMDE in der Stellungnahme auf drei Aspekte im Detail ein:

  1. Kultur des Teilens konsequenter fördern

Um den immer wieder beschworenen Paradigmenwechsel hin zu einer tatsächlich dem digitalen Zeitalter angemessenen Bildung einzuleiten, sollte die dafür notwendige „Kultur des Teilens“ aktiver als bisher gefördert werden. Übergeordnetes Handlungsfeld für die Kultusminister sind hier nicht in erster Linie Open Educational Resources (freie Bildungsmaterialien, kurz OER), sondern ist eine Verbesserung der Rechtssicherheit beim Zusammenarbeiten und Teilen über Schul- und Hochschulgrenzen hinweg – wofür freie Bildungsmaterialien allerdings ein hilfreiches Mittel sein können. Auch verändert das kollaborative Arbeiten nicht nur die Anforderungen an Lehrende, sondern auch die Anforderungen an Materialien. Dies wirkt sich sowohl auf die Qualitätssicherung als auch auf technische, rechtliche und formale Aspekte der Bildungsmaterialien aus. Zu diesen Aspekten enthält der in 2015 und 2016 erarbeitete Praxisrahmen für Open Educational Ressources in Deutschland bereits viele Vorschläge. Wenn es nicht gelingt, dass in der Schule ein verändertes Rollenverständnis von Lehrenden und Lernenden Einzug hält, wird die Bildung auch in Zukunft an den Anforderungen der Teilhabe in der digitalen Gesellschaft vorbeilaufen. Zudem müssen auch die Werkzeuge des Teilens beherrscht werden. Dazu gehören sowohl technische Fähigkeiten als auch ein Grundverständnis der zum Einsatz kommenden rechtlichen Werkzeuge.

  1. Potenziale des Lernens in der digitalen Welt besser vermitteln

Insgesamt sollten in fördernden Strukturen immer wieder die gesellschaftlichen Chancen der digital unterstützten Bildung und des Lernens in der digitalen Welt deutlich gemacht werden. Andernfalls läuft man Gefahr, dass Förderstrukturen einseitig als weitere Belastung ohnehin bereits unter großem Druck stehender Lehrkräfte wahrgenommen werden. Der Mehrwert kollaborativer Arbeitsweisen (online wie offline) sollte anhand praktischer Beispiele verdeutlicht werden, denn hier bestehen noch große Vorbehalte, die nicht allein über Vorgaben und Anforderungsprofile an Lehrende überwunden werden können. Es müssen Antworten auf die Frage nach dem „Warum?“ der Digitalisierung im Bildungsbereich und nach der Sinnhaftigkeit kollaborativer Erstellung von Inhalten gegeben werden, um Ängste und Hürden abzubauen. Der Fokus auf eine kritische Auseinandersetzung mit digitalen Technologien und mit dem Teilen über Schulgrenzen hinweg sollte nicht nur – negativ konnotiert – als „Schutz“ vor den mit der Technik und dem Teilen einhergehenden Risiken verstanden werden, sondern vielmehr als zentrale positive Kompetenz der Lehrenden und Lernenden in der digitalen Welt.

  1. Rechtliche und formale Rahmenbedingungen für transformativ nutzbare Bildungsmaterialien verbessern

Zentrales Argument für eine offene und digital angereicherte Bildungslandschaft sollte das Ziel eines freien Zugangs zu Bildung sein. Diesem Ziel dienen letztlich viele Zwischenschritte. Auch OER erfüllen keinen Selbstzweck, sondern dienen letztlich dazu, Hürden auf dem Weg zum Wissenserwerb für möglichst viele Menschen möglichst weitgehend abzubauen. Daher sollte, wenn der Begriff OER Erwähnung findet, explizit gemacht werden, wie der Einsatz von OER die Realisierung der oben angesprochenen Potenziale unterstützt. Genau wie nicht jede Standardlizenz weithin als „Freie Lizenz“ anerkannt wird, ist auch der Begriff OER ein schillernder und wird mitunter ein Opfer von „Open Washing“, indem er als Etikett für Inhalte verwendet wird, die in Wahrheit alles andere als offen im Sinne transformativer Nachnutzbarkeit sind. In der Strategie sollte deshalb der Begriff OER mit einer entsprechenden Definition unterlegt werden, sinnvollerweise derjenigen der UNESCO von 2012. Es erscheint uns zugleich wenig sinnvoll, im Rahmen einer solchen Strategie von OER als Antagonismus zu „proprietären“ Bildungsmaterialien zu sprechen. Urheberrechte bestehen schließlich auch an OER. Zentral ist nicht ein solcher begrifflicher Dualismus, der Assoziationen von klassisch vs. modern, angestaubt vs. innovativ und ähnliche weckt. Zentral sind vielmehr die materiellen Merkmale digitaler Bildungsmaterialien (wie z. B. die Veränderbarkeit und eine unter den richtigen Umständen dennoch rechtssichere Nachnutzbarkeit). Die Ansätze der Strategie, die sich auf eine teilweise Liberalisierung der für die Bildung im Urheberrechtsgesetz verankerten Schranken hinwirken wollen, begrüßen wir ausdrücklich.

by John Weitzmann at August 10, 2016 08:50 AM

August 04, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 31/2016

Unter anderem über mehrere technische Entwicklungen berichtet die Wikimedia:Woche 31/2016: In den ersten Wikimedia-Projekten wurden interaktive Karten als neue Zusatzfunktion eingeführt und für Android ist eine neue Version der Wikipedia-App verfügbar. Die Software-Entwicklung von Wikimedia Deutschland berichtet von ersten Ergebnissen zu strukturierten Daten auf Commons, und wie jede Woche sind natürlich auch wieder die Neuigkeiten aus der Technik-Community, Wikidata und OpenStreetMap verlinkt.

Foundation und Organisationen

WMF veröffentlicht ein Re-Design der Global Metrics (jetzt Grant Metrics)

Das Community Resources und das Learning & Evalution Team der Wikimedia Foundation haben gemeinsam die Global Metrics, jetzt Grant Metrics genannt, überarbeitet und neue Vorgaben für Metriken auf Meta veröffentlicht. Diese Vorgaben gelten ausschließlich für zukünftige Project Grant und Annual Plan Grant (APG) Programme.

Protokoll der 12. Telefonkonferenz des Präsidiums von WMDE veröffentlicht

Das Protokoll der 12. Telefonkonferenz des Präsidiums von Wikimedia Deutschland vom 18. Juli wurde im Forum veröffentlicht. Besprochen wurden vor allem die von der letzten Klausur vertagten Berichte des Vorstands und der Präsidiumsausschüsse.

Neu: Learning Pattern zur Wertschätzung Freiwilliger

Von Wikimedia Deutschland, Wikimedia Österreich und Wikimedia CH wurde ein gemeinsames Learning Pattern zum Thema Wertschätzung der Arbeit Freiwilliger erstellt, das sich speziell an andere Wikimedia-Chapter richtet.

Teele Vaalma schreibt über ihre Arbeit bei WMDE

Teele Vaalma von Wikimedia Estonia unterstützte Wikimedia Deutschland bei der Organisation der Wikimedia Conference in Berlin. Sie berichtete nun über ihre Erfahrungen.

WMDE ist anerkannte Einsatzstelle für Bundesfreiwillige

Wikimedia Deutschland ist als Einsatzstelle für Bundesfreiwillige anerkannt worden und somit in der Lage offiziell Bundesfreiwilligendienstler und -dienstlerinnen aufzunehmen. Für 2016 haben sich die Bereiche Event und Ideenförderung dafür entschieden, ab September 2016 jeweils einen sogenannten Bufdi aufzunehmen und ein Jahr lang mit diesen gemeinsam zu lernen, Projekte zu begleiten und Wissen zu teilen.

WMDE-Gastbeitrag im BBE-Newsletter

Über den „Newsletter für Engagement und Partizipation in Deutschland“ des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement wurde ein Gastbeitrag von Wikimedia Deutschland über die Wichtigkeit von Digitalem Ehrenamt versendet. WMDE und das BBE möchten gemeinsam auf den gesellschaftlichen Diskurs zum Themea Ehrenamt einwirken, um die Rahmenbedingungen für Engagement zu verbessern.

Projekte und Initiativen

Aufruf zur WikiCon 2017

Die WikiCon 2017 wird wieder in Deutschland stattfinden. Derzeit suchen Wikimedia Deutschland zusammen mit Wikimedia CH und Wikimedia Österreich ein lokales Freiwilligen-Team. Interessierte sind herzlich eingeladen mitzuwirken und sich zu beteiligen.

Einreichungen für WikiConference North America

Vom 7. bis 10. Oktober findet die WikiConference North America in San Diego, Kalifornien statt. Derzeit wird zu Einreichungen in sechs thematischen Tracks (Community, Advocacy & Outreach, Technology & Infrastructure, Health care and science, GLAM sowie Education and Academic Engagement) aufgerufen.

500.000 Wikipedia-Artikel auf Farsi verfügbar

Die Wikipedia auf Farsi erreichte mit dem 500.000. Artikel einen neuen Meilenstein. Die beiden Communitymitglieder Mohsen Salek und Mohammad Heidarzadeh beschreiben in einem Blogbeitrag, was dieser Meilenstein für die persischsprachige Wikipedia bedeutet.

Letzter Aufruf zur Organisation nationaler WLM-Wettbewerbe

Ein Aufruf richtet sich an Freiwillige aus Ländern die bisher noch nicht an dem internationalen Fotowettbewerb „Wiki Loves Monuments“ teilnehmen, mit der Bitte jetzt noch eine Teilnahme zu initiieren.

Geförderte Projekte aus den Communitys im Juli 2016

Die aktuelle monatliche Übersicht geförderter Projekte aus den Communitys ist nun im Blog von Wikimedia Deutschland zu finden.

Wikidata:Status updates/2016 07 30

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt #314

Die aktuelle Zusammenfassung aus der OpenStreetMap-Welt „weekly 314“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 19. bis 25. Juli.

Technik

Interaktive Karten für erste Wikipedia-Sprachversionen verfügbar

Die sogenannte Kartographer-Erweiterung für MediaWiki – sie stellt anpassbare, in Artikel einfügbare Openstreetmap-Karten bereit – wurde nach erfolgreichen Tests auf WikiVoyage jetzt auch in der katalanischsprachigen, hebräischen und mazedonischsprachigen Wikipedia sowie im Meta-Wiki eingeschaltet.

Neue Version der Wikipedia-App für Android verfügbar

Die Wikipedia-App für Android kommt nun mit einer neuen Startseite daher und bietet erweiterte Möglichkeiten zum Stöbern in der Wikipedia.

Demo-System für strukturierte Daten auf Commons

Ein Demo-System für einen ersten Einblick in den Einsatz von strukturierten Daten für Commons, also der Technologie von Wikidata für das Freie Medienverzeichnis, ist seit kurzem verfügbar. Die Ankündigung erklärt, was schon zu sehen ist und was in den nächsten Monaten folgen wird.

Neues aus der Software-Entwicklung im Juli

Die Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland erzählt in ihrem Monatsbericht Juli von Neuigkeiten der Technischen Wunschliste und strukturierten Daten auf Commons.

Tech News issue #31

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Politik und Recht

EU Policy Monitoring-Bericht für August

Dimi Dimitrov hat seinen monatlichen Bericht über die für Wikimedia politisch relevanten Aktivitäten für August veröffentlicht.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

WikiStammtisch mit Gereon Kalkuhl

In der 6. Episode des WikiStammtisch spricht Sebastian Wallroth mit dem Wikipedianer Gereon Kalkuhl.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

6.8.: Editieren im Erlebbaren Archiv

Wie schreibe ich in der Wikipedia? Ziel der in Berlin statt findenden Workshops ist es, Künstler*innen, Autor*innen und Lai*innen aller Generationen an die Arbeit für die Wikipedia heranzuführen, um so den Anteil von Autor*innen in der Community sowie die Sichtbarkeit relevanter Künstler*innen, Institutionen, Theoretiker*innen und feministischer Perspektiven in der Kunst zu stärken.

8.8.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zurzeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23–24, 10963 Berlin. Während des Treffens arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

9.8.: Bremenpedia vor Ort

„BremenpediA vor Ort“ versteht sich als Anlaufadresse in Bremen-Lesum für alle Fragen rund um das freie Online-Lexikon Wikipedia und die freie Medien-Datenbank Wikimedia Commons. Die Veranstaltungsreihe findet zwischen 15.00 und 17.00 Uhr im Heimathaus Lesum, dem Domizil des Heimat- und Verschönerungsvereins Bremen-Lesum e. V. (HVL) statt.

10.8.: Treffen der Wikipedia-Filmfrauen Berlin

Editieren in der Wikipedia und ihren Schwesterprojekten rund um Frauenfilmthemen, -biographien und -fachkompetenz mit Frauen in und aus Film und Fernsehen, Interessierten und unterstützenden Wikipedians. 18.00-21.00 Uhr, Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin

10.8.: Treffen der Wikipedia-Filmfrauen München

Editieren in der Wikipedia und ihren Schwesterprojekten rund um Frauenfilmthemen, -biographien und -fachkompetenz mit Frauen in und aus Film und Fernsehen, Interessierten und unterstützenden Wikipedians. 18.00-21.00 Uhr, WikiMUC, Angertorstraße 3, 80469 München

11.8.: Offenes Editieren Berlin

Das Offene Editieren findet immer am zweiten und am letzten Donnerstag eines Monats am Tempelhofer Ufer 23-24 im Raum „Mosaik“ statt. Es ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer_innen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits Wikipedianer_innen mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at August 04, 2016 12:06 PM

August 03, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im Juli 2016

Die folgende Liste zeigt eine Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen, die von den Communitys organisiert wurden und mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im vergangenen Monat stattgefunden haben. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Beim Festivalsommer herrscht derzeit wieder Hochsaison. So standen im Juli 31 Veranstaltungen auf der Agenda. Der vollständige Festivalplan ist in der Wikipedia zu finden.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Wikipedia-Communitys ist über Wikipedia:Lokales abrufbar. Einige Gruppen hinter den lokalen Räumen führen außerdem Blogs, über die eine Auswahl dort stattgefundener Veranstaltungen und Aktionen nachgelesen werden kann:

1.–3.7.: GLAM on Tour: Deutsches Museum Bonn

Über drei Tage hinweg erstreckte sich das Programm der GLAM-on-Tour-Station im Deutschen Museum Bonn. Anlass war die Ausstellung Leonardo da Vinci – Bewegende Erfindungen mit funktionsfähigen Modellen von Maschinen Leonardo da Vincis. Einen Überblick über das Programm und die Ergebnisse gibt die Projektseite.

2.7.: Treffen der Stammtische Unterfranken, Thüringen und des Portals Rhön

Das Portal:Rhön der deutschsprachigen Wikipedia hatte den Auftrag erhalten, das nächste Treffen des Stammtisches Unterfranken in Meiningen zu organisieren. Der Portalbetreuer hatte sich dafür bereit erklärt. Da dieser Stammtisch der Kontaktförderung der Stammtische und Projektteams untereinander dienen sollte und außerhalb Unterfrankens stattfand, waren auch die Thüringer Wikipedianer herzlich eingeladen. (basierend auf einem Text von Delta456, cc-by-sa 3.0, weiterlesen)

4.7.: Frag den Staat HH

Arne Semsrott war zu einem weiteren Workshop rund um das Portal Frag den Staat in dem lokalen Wikipedia-Standort Kontor Hamburg zu Besuch. Bereits im Vormonat hatte er im WikiMUC in München zusammen mit Wikipedianern und Codern des OK Lab einen Workshop zu dem Thema gehalten.

7.7.: Einkleidung Olympiamannschaft DOSB

Marcus Cyron und DerHexer waren bei der Olympiaeinkleidung in Hannover zugegen, um Bilder der Sportlerinnen und Sportler für Wikimedia Commons aufzunehmen.

9.7.: 30 Jahre galerie futura: Editieren im Erlebbaren Archiv 2/4

In der galerie futura findet im Sommer eine Seminar-Reihe statt, mit dem Ziel „Künstler*innen, Autor*innen und Lai*innen aller Generationen an die Arbeit für die Wikipedia heranzuführen, um so den Anteil von Autor*innen in der Community sowie die Sichtbarkeit relevanter Künstler*innen, Institutionen, Theoretiker*innen und feministischer Perspektiven in der Kunst zu stärken“. Zwei weitere Veranstaltungen sind für den 6. und 20. August geplant.

13.–24.7.: Fotoprojekt U-19-Fußball-Europameisterschaft

Bilder der U-19-Fußball-Europameisterschaft 2016 der Männer werden in Kürze auf Commons zu finden sein, denn Stepro war unterwegs, um sechs der zwölf Vorrundenspiele, das Play-Off, eines der Halbfinale sowie das Finale zu fotografieren.

16.7.: Stammtisch Braunschweig

Auch der 41. Stammtisch der Wikipedianerinnen und Wikipedianer in Braunschweig wurde von Wikimedia Deutschland mit einer Unfall- und Haftpflichtversicherung abgedeckt. Weitere Informationen zu diesem, bisherigen und folgenden Stammtischen in Braunschweig ist über die Regionalseite in der Wikipedia zu finden.

18.7.: WikiWedding Projekttreffen Juli

Neben den regelmäßigen Sprechstunden jeden Sonntag und jeden Montag (derzeit in der Sommerpause), fand am 18. Juli ein WikiWedding-Projekttreffen statt. Das Projekt WikiWedding verfolgt sechs Monate lang das Ziel, planmäßig den Bestand zum ehemaligen Berliner Bezirk Wedding (heutige Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen) in Wikipedia, Wikimedia Commons, Wikivoyage und Wikidata auszubauen und engagierte Weddinger an die Wiki-Projekte heranzuführen, so dass sie diese verstehen und bearbeiten können. (basierend auf einem Text von Southpark, cc-by-sa 3.0, weiterlesen)

19.7.: Wikipedia-Workshop in der Staatsbibliothek Berlin

Wikipedianer gaben in der Staatsbibilothek Berlin einen Einsteigerkurs für die Wikipedia. Die Teilnehmerzahl war wegen der Ausstattung mit Arbeitsgeräten im Werkstattraum auf 15 begrenzt. Die Plätze waren alle ausgebucht.

21.–26.7.: Vasenprojekt Teil II

Mit dem Ziel Wikidata zur zentralen Datenbank der Forschung zur antiken Keramik auszubauen, ging Marcus Cyron in die zweite Runde seines Vasen-Projekts. Es beinhaltete ein erneutes Treffen mit Vertretern des Corpus Vasorum Antiquorum Deutschland in München und ein Treffen mit Vertretern der Antikensammlung der Universität Innsbruck. Im Folgenden ist u. a. eine Einreichung eines Vortrages für das Digital Classics Seminar im Winter 2016/17, mit der Vorstellung eines Konzeptes zur Nutzung von Wikidata angedacht.

27.–30.7.: A L’Arme Festival

Mit Geräten aus dem Technikpool von Wikimedia Deutschland, besuchte Denis Barthel das A L’Arme-Festival für Improvisation, Neue Musik und Noise, um dort Bilder für das freie Medienarchiv Commons zu erstellen.

29.–31.7.: Wallensteinfestspiele Memmingen 2016

Die Wallensteinfestspiele in Memmingen sind mit rund 4500 Teilnehmenden die größten Historienspiele Europas. Sie wurden in diesem Jahr von mehreren Wikipedianerinnen und Wikipedianern begleitet, mit dem Ziel das Spektakel unter anderem fotografisch zu dokumentieren.

30.7.: Kaisermania

Der Wikipedianer Sandro Halank erhielt eine Akkreditierung für die Kaisermania mit dem Schlagersänger Roland Kaiser am Dresdner Elbufer. Freie Fotos der Veranstaltung werden in Kürze auf Wikimedia Commons erscheinen.

30.7.: Stammtisch Elsass-Express

Der Elsass-Express gilt als „der längste Stammtisch in der deutschsprachigen Wikipedia. Er dauert von 8:33 Uhr bis 19:26 Uhr und ist damit knapp elf Stunden lang“. Diesmal ging es gemeinsam zu einer Drei-Länder-Reise nach Aschaffenburg, wo ein gemeinsames Treffen mit den Stammtischen Unterfranken und Darmstadt statt fand. Wikimedia Deutschland unterstützte die Veranstaltung mit einer Versicherung und stellte die Planungen für das Jahr 2017 vor.

Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende regelmäßige Community-Termine fanden auch im vergangenen Monat wieder mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland statt:

Weitere Aktivitäten aus dem Team Ideenförderung

12.7.: BBE Commons-Workshop für Foto-Wettbewerb

Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) arbeitet an der Idee, einen Fotowettbewerb mit seinen Netzwerkpartnern auf Commons durzuführen. Ziel ist es, die Partnerorganisationen zur Freigabe relevanter Dateien und Archive zu bewegen und ihnen Commons als ehrenamtlich organisiertes Projekt näher zu bringen. Um ein solches Vorhaben selbstständig umsetzen zu können, gab Wikimedia Deutschland dem BBE einen Einführungsworkshop in der Geschäftsstelle in Berlin.

Über den „Newsletter für Engagement und Partizipation in Deutschland“ des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement wurde außerdem ein Gastbeitrag von Wikimedia Deutschland über die Wichtigkeit von Digitalem Ehrenamt versendet.

WMDE und das BBE möchten gemeinsam auf den gesellschaftlichen Diskurs zum Themen Ehrenamt einwirken, um die Rahmenbedingungen für Engagement zu verbessern.

21.-22.7.: Gespräch mit der Stadtverwaltung Ulm

Das Team Ideenförderung hatte ein Treffen mit dem für das Projekt Zukunftsstadt 2030 zuständigen Mitarbeiter der Stadt Ulm. Inhalt des Gesprächs war unter anderem eine mögliche Kooperation mit der Stadt und eine Mitnutzung des sich im Aufbau befindenden Weinhof 9. Der Weinhof 9 versteht sich als Ort zum Ausprobieren und Experimentieren rund um Freies Wissen, Open Data und Digitalisierung.

25.7.: Thieme Verlag Stuttgart

In Stuttgart fand ein Gespräch zwischen Freiwilligen aus der Region, Merle von Wittich aus dem Team Ideenförderung und dem Thieme Verlag statt. Neben der kommenden WikiCon in der Region Stuttgart, ging es unter anderem um die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit bei dem eLitStip Römpp Online und mit der Redaktion Chemie der deutschsprachigen Wikipedia, sowie um Möglichkeiten weiterer  Kooperationen mit anderen Programmen des Verlages.

26.7.: Treffen zur Jahresplanung in Köln

Derzeit läuft die Jahresplanung von Wikimedia Deutschland für 2017. Merle von Wittich war im Lokal K in Köln zu Besuch, um mit den Freiwilligen vor Ort über deren Wünsche und Vorstellungen zu sprechen.

by Nicolas Rueck at August 03, 2016 10:52 AM

August 02, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Neues aus der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland: Juli 2016

Monatlich stellen wir einige Ergebnisse der Arbeit in der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland vor. Die Zusammenstellung führt eine Auswahl von fertiggestellten oder neu begonnenen Arbeiten auf.

Technische Wünsche

Abgeschlossen wurden die Arbeiten am RevisionSlider, auf der deutschsprachigen Wikipedia auch als Versionsblätterer bekannt. Die Extension läuft auf der deutschsprachigen, hebräischen und arabischen Wikipedia als anschaltbares Beta-Feature.

Neu begonnen wurden Vorarbeiten zu Benachrichtigungen bei Erwähnungen (notifications on mentions). Dieses Feature wird uns noch einige Zeit beschäftigen.

Wikidata

Bei Wikidata bestimmten Arbeiten zu strukturierten Daten für Commons den Monat Juli. Besonders stolz sind wir darüber, dass wir erste vorzeigbare Ergebnisse auf einem Demo-System zur Verfügung stellen können. Die Arbeit befindet sich noch einem sehr frühen Stadium und ist weit davon entfernt, auf Commons eingesetzt werden zu können, aber erste Einblicke sind jetzt schon möglich.

Eine umfangreiche Erklärung zum Demo-System für strukturierte Daten auf Commons findet sich in der Ankündigung auf Wikimedia Commons.

 

by Jens Ohlig at August 02, 2016 01:19 PM

July 28, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 30/2016

Zum Nachlesen sind in der Wikimedia:Woche 30/2016 vom Board of Trustees die letzten beiden Sitzungsprotokolle und von Wikimedia Deutschland der Halbjahresbericht sowie ein Bericht zur Wikimedia Conference zu finden. Außerdem steht nun fest, ob die Wikimania weiterhin jährlich oder, wie zuletzt in der Diskussion, nur noch alle zwei Jahre stattfinden wird. Eine App des freien Reiseführers Wikivoyage ist neuerdings für Android erhältlich und die deutschsprachige Wikipedia-Community diskutiert über eine Umgestaltung der Hauptseite.

Foundation und Organisationen

Wikimania weiterhin jährlich, Ausrichter für 2018 gesucht

Wie das Wikimania Committee auf der letzten Wikimania beschlossen hatte, wird die internationale Konferenz auch weiterhin jährlich stattfinden. Ein Ausrichter für 2018 wird bereits gesucht. Einen klassischen Bieterprozess wie in den vergangenen Jahren soll es nicht geben. Statt dessen werden direkt Bewerbungen von Freiwilligengruppen entgegengenommen. Ebenso wird es das vorgeschlagene globale Rotationsverfahren über alle Kontinente nicht geben, jedoch soll ein Ausgleich zwischen alle Regionen geschaffen werden. Mit Wikimedia Südafrika gibt es bereits einen ersten Bewerber.

Letzten zwei Sitzungsprotokolle des Board of Trustees veröffentlicht

Das Board of Trustees hat seine letzten zwei Sitzungsprotokolle veröffentlicht. Dazu gehört auch das Protokoll der zweitätigen Sitzung vor der Wikimania in Esino Lario, Italien. Auf letzter fand unter anderem der Wechsel zweier Mitglieder des Boards statt, zudem wurde Katherien Maher zur neuen Geschäftsführerin ernannt.

Bericht zur Wikimedia Conference 2016 online

Von Wikimedia Deutschland ist der Bericht (Grant Report) zur Wikimedia Conference 2016 veröffentlicht worden. Er beschreibt nicht nur was vor und während der Konferenz geschah, sonst liefert auch eine Übersicht zu den Lessons Learned und Erfahrungen.

Monatsbericht Juni der Wiki Education Foundation veröffentlicht

Die Wiki Education Foundation hat in ihrem Blog den Bericht zum Monat Juni veröffentlicht.

WMDE veröffentlicht Halbjahresbericht

Wikimedia Deutschland veröffentlichte seinen Halbjahresbericht, auch APG Progress Report genannt, für das erste Halbjahr 2016. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf der Arbeit rund um Wikidata und auf community-orientierter Softwareentwicklung („Technische Wünsche“).

Projekte und Initiativen

Wikimedia bei der State of the Map US 2016

Im Rahmen der OpenStreetMaps-Konferenz State of the Map US in Seattle wurden auch zwei Wikimedia-bezogene Vorträge gehalten, in denen es vor allem um die Verbindungen und Verknüpfungen von Wikimedia-Projekten mit OpenStreetMaps ging. In einer Keynote sprach die Geschäftsführerin der WMF, Katherine Maher, über die Herausforderungen und die Zukunft beider Communitys. Softwareentwickler Yuri Astrakhan sprach vor allem über „Wikimedia Maps“ – die neue Erweiterung zur Einbindung von OpenStreetMap-Karten in Wikimedia-Projekte.

Geförderte Projekte aus den Communitys im Juni 2016

Die aktuelle monatliche Übersicht geförderter Projekte aus den Communitys ist nun im Blog von Wikimedia Deutschland zu finden.

Wikidata:Status updates/2016 07 23

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt #313

Die aktuelle Zusammenfassung aus der OpenStreetMap-Welt „weekly 313“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 12. bis 18. Juli.

Victor Grigas beschreibt Recherche nach freiem historischem Bildmaterial

Victor Grigas beschreibt sein Vorgehen bei der Suche nach freiem historischem Bildmaterial für bestimmte Wikipedia-Inhalte.

Organisationsteam von „Wiki loves Monuments“ sucht Unterstützung

Das ehrenamtliche Organisationsteam des Fotowettbewerbs mit dem Themenschwerpunkt Kultur- und Baudenkmäler, Wiki loves Monuments 2016 in Deutschland, sucht noch tatkräftige Unterstützung um die Durchführung und Vorbereitung des Wettbewerbs so gut wie möglich zu gestalten. Interessenten können sich auf der Seite Wikipedia:Wiki Loves Monuments 2016/Deutschland/Organisation (2. Link) eintragen.

Hrishikes Sens Gründe sich bei Wikisource zu beteiligen

Hrishikes Sen schrieb über seine Motivation zu den Wikimedia-Projekten, insbesondere zu Wikisource, beizutragen.

Bisher weltweit längster Edit-a-thon fand in Mexiko statt

Von Wikimedia Mexico und dem Museo Soumaya wurde der #72HorasConRodin, der bisher weltweit längste Edit-a-thon veranstaltet.

Technik

Wikimedia CH veröffentlicht Wikivoyage-Android-App

Das Schweizer Wikimedia-Chapter hat eine – auf Europa fokussierte – Android-App des freien Reiseführers Wikivoyage herausgebracht. Die App basiert auf Kiwix.

Spracherkennung in der Wikipedia-Suche kommt

Die Wikipedia-Suchmaschie soll schlauer werden: Suchanfragen in einer bestimmten Sprache sollen entsprechende Ergebnisse für ebendiese Sprache anzeigen, unabhängig davon in welcher Wikipedia-Sprachversion die Suchanfrage gestellt worden ist.

Neues aus der Software-Entwicklung im Juni

Die Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland erzählt in ihrem Monatsbericht Juni von besuchten Veranstaltungen, der letzten Wikimania und Änderungen bei der Oberfläche für den Wikidata Query Service.

Tech News issue #30

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Diskussion

Umfrage zu neuer Wikipedia-Hauptseite

In der deutschsprachigen Wikipedia läuft eine Umfrage darüber, ob die Community für ein neues Design der Hauptseite aufgeschlossen wäre.

Wissenschaft und Forschung

Wikimedia Research Newsletter Juni

Über aktuelle interessante Themen aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Wikipedia, berichtet der Wikimedia Research Newsletter in seiner Juni-Ausgabe.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

WikiStammtisch mit Jens Best

In der 5. Episode des WikiStammtisch spricht Sebastian Wallroth mit dem Wikipedianer Jens Best.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

1.8.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zurzeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23–24, 10963 Berlin. Während des Treffens arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

3.8.: WomenEdit Berlin

WomenEdit ist ein Netzwerk von Wikipedianerinnen. Jeden ersten Mittwoch im Monat findet in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland von 18.00 bis 21.00 Uhr ein Treffen statt. Neu-Autorinnen sind willkommen.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at July 28, 2016 01:55 PM

July 26, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Neues aus der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland: Juni 2016

Monatlich stellen wir einige Ergebnisse der Arbeit in der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland vor. Die Zusammenstellung führt eine Auswahl von fertiggestellten oder neu begonnenen Arbeiten auf.

Veranstaltungen

Im Juni waren einige Entwicklerinnen und Entwickler unterwegs, um Vorträge zu halten oder technische Unterstützung zu geben. Zu der von uns besuchten Gulaschprogrammiernacht und dem HPI-Hackathon gab es an dieser Stelle auch Blogbeiträge: Zur Gulaschprogrammiernacht, zum Hackathon HackHPI in Potsdam.

Wikimania

Die Wikimania in Italien war im Juni die wichtigste Veranstaltung für die Software-Entwicklung. Hier gab es Diskussionen zur Technik und Arbeit an neuen Features auf dem Hackathon:

Und sonst?

Die Oberfläche für den Wikidata Query Service hat viele neue Änderungen erfahren. Visualisierungen für Ergebnisse können jetzt auch als HTML-Snippet außerhalb (etwa auf eigenen Webseiten) eingebunden werden. Testen läßt sich dies mit der stetig wachsenden Anzahl an Beispiel-Queries, etwa der nach den Päpsten mit mit den meisten Kindern.

 

by Jens Ohlig at July 26, 2016 10:02 AM

July 25, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im Juni 2016

Geförderte Projekte aus den Communitys im Juni 2016

Die folgende Liste zeigt eine Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen, die von den Communitys organisiert wurden und mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im vergangenen Monat stattgefunden haben. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Beim Festivalsommer standen im Juni 16 Veranstaltungen auf der Agenda. Darunter Veranstaltungen wie Rock im Park und Rock am Ring. Der vollständige Festivalplan ist in der Wikipedia zu finden.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Wikipedia-Communitys ist über Wikipedia:Lokales abrufbar. Einige Gruppen hinter den lokalen Räumen führen außerdem Blogs, über die eine Auswahl dort stattgefundener Veranstaltungen und Aktionen nachgelesen werden kann:

Seit Juni: Denkmal PF

Denkmal PF bezeichnet einen lokalen Fotowettbewerb rund um das kulturelle Erbe der Stadt Pforzheim. Von Juni bis September finden hierbei verschiedene öffentliche Fototouren mit anschließendem Wikipedia-Stammtisch statt. Partnerorganisationen sind neben Wikimedia Deutschland das Stadtwiki Pforzheim-Enz und das Kulturamt der Stadt Pforzheim (Denkmalpflege/Stadtlabor).

Druck- und Transportkosten Refugee Phrasebook

Wikimedia Deutschland unterstützte das auf Wikibooks gehostete Refugee Phrasebook bereits während der Entstehungsphase und fördert nun den Druck und Transport zu Hilfsinitativen und Flüchtlingscamps in Deutschland. Der Druck soll zwischen Juni und Oktober stattfinden, nach einem Workshop mit Flüchtlingsvertretern.

3.6.: 10 Jahre WikiProjekt Bremen

Das WikiProjekt Bremen feierte sein zehnjähriges Bestehen und nahm dies zum Anlass für einen außergewöhnlichen Ausflug.

3.–5.6.: GLAM on Tour: Landesmuseum Württemberg 2016

GLAM on Tour war auf Station im Landesmuseum Baden-Württemberg, wobei zahlreiche neue Bilder und Artikel für die Wikimedia-Projekte entstanden und ausgearbeitet worden sind. Details sind auf einer Dokumentationsseite zusammengetragen worden.

7.6.: Technikpool-Workshop

Über den Technikpool von Wikimedia Deutschland werden Freiwilligen Geräte bereit gestellt, um deren ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen. Diese Geräte wurden großteils auf Initiative der Freiwilligen angeschafft und werden zum Teil durch die Community und zum Teil durch WMDE verwaltet und versendet. Zwei mit dem Technikpool vertraute Wikipedianer waren im Juni in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland zu Gast, um die Geräteliste auf den aktuellen Stand zu bringen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen kleinen Einführungskurs zu spezieller Technik zu geben.

11.6.: Fotoprojekt Lyrikmarkt Berlin

Die Wikipedianerin Kritzolina war mit der Kamera auf dem Lyrikmarkt, um dort Fotoaufnahmen der Autorinnen und Autoren für das freie Medienarchiv Commons und die Wikipedia zu machen. Die Bilder wurden in einer Kategorie auf Commons gesammelt. Wikimedia Deutschland unterstützte das Vorhaben mit dem Verleih einer Kamera und Reisekostenerstattungen.

11.–12.6.: Corso Leopold I

Das Team um die lokale Wikipedia-Anlaufstelle WikiMUC in München, war erneut mit einem Infostand auf dem Straßenfest Corso Leopold vertreten. Außerdem präsentierten sich in der Nähe des Wikipedia-Standes die Organisationen Freifunk, FSFE und Serlo, die ähnliche Ziele verfolgen.

11.–12.6.: GLAM on Tour: Die Macht der Mode

An einem Junitag unter dem Dach der alten Spinnerei ist es noch heute stickig. Doch vor 230 Jahren war die Luft für die hier arbeitenden Kinder richtig ungesund. Damals wurde die Textilfabrik als erste Baumwollmaschinenspinnerei auf dem europäischen Kontinent von dem Kaufmann und Industriespion Brügelmann gegründet. Da haben wir es heute besser. Zwanzig digital volunteers, Studentinnen für Modejournalismus, gestandene Wikipedianer nicht nur aus dem Rheinland und dem Ruhrgebiet sowie eine kleine Delegation Weitangereister tauchen ein in die Ausstellung „Die Macht der Mode“. weiterlesen

16.6.: Frag den Staat im WikiMUC

Arne Semsrott veranstaltete in dem lokalen Wikipedia-Standort WikiMUC in München mit Wikipedianern und Codern des OK Lab einen Workshop rund um das Portal Frag den Staat. Die Ergebnisse aus der anschließenden Diskussion fließen ggf. in einen Vortrag auf der kommenden WikiCon, die vom 16. bis 18. September in Kornwestheim stattfinden wird.

16.–18.6.: Bundeswettbewerb Jugend debattiert

Bei dem Bundeswettbewerb Jugend debattiert war neben dem Bundespräsidenten Joachim Gauck auch der Wikipedianer Sandro Halank zu Gast, der von dort Fotoaufnahmen der Veranstaltung und der Gäste für das freie Medienarchiv Commons mitbrachte. Die Bilder wurden mit einer Leihkamera aus dem Wikimedia-Technikpool aufgenommen.

17.–19.6.: Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften

Die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften wurden von dem Wikipedianer Stepro fotografisch begleitet. Auch hier wurde die technische Ausrüstung aus dem Technikpool von Wikimedia Deutschland gestellt.

18.6.: Wikipedia-Seminar für Frauen* in Kunst und Kultur

In dem Archiv der galerie futura läuft derzeit eine Seminar-Reihe zur Mitarbeit in der Wikipedia, die sich speziell an Frauen richtet: Ziel der Workshops ist es Künstler*innen, Autor*innen und Lai*innen aller Generationen an die Arbeit für die Wikipedia heranzuführen, um so den Anteil von Autor*innen in der Community sowie die Sichtbarkeit relevanter Künstler*innen, Institutionen, Theoretiker*innen und feministischer Perspektiven in der Kunst zu stärken.

Weitere Informationen, sowie alle folgenden Termine sind hier zu finden. Wikimedia Deutschland vermittelte im Vorfeld Kontakte zu bereits bestehenden Frauen-Netzwerken in der Wikipedia und stellte Informationsmaterial zu Verfügung.

20.6.: WikiWedding-Projekttreffen

Das Projekt WikiWedding kam zu einem Koordinierungstreffen zusammen. Über sechs Monate hinweg soll der Bestand zum ehemaligen Berliner Bezirk Wedding (heutige Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen) in Wikipedia, Wikimedia Commons, Wikivoyage und Wikidata ausgebaut werden. Alleine 44 Artikel sind bisher (Stand: 25.7.2016) im Rahmen des Projekts erstellt oder überarbeitet worden.

21.–27.6.: Wikimania

Teilnehmende der Wikimania 2016, Foto: Niccolò Caranti, Wikimania 2016 – group photo 02, CC BY-SA 4.0

Zur diesjährigen Wikimania in dem italienischen Ort Esino Lario, stellte Wikimedia Deutschland ein Kontingent von 30 Teilstipendien zur Verfügung. Es umfasste die Teilnahmegebühr, sämtliche Verpflegung sowie die Übernachtung in einem Mehrbettzimmer. Außerdem war eine Übernahme der Reisekosten durch WMDE möglich. Eindrücke die die Teilnehmenden mit nach Hause nahmen, werden auf dieser Seite gesammelt.

25.6.: Aachen – Exkursion Vaals

Der Wikipedia-Stammtisch Aachen kam zu einem Tagesausflug in Vaals zusammen, um dort gemeinsam unter anderem das Schloss Vaalsbroek und das Museum Vaals zu besuchen. Wikimedia Deutschland übernahm die Unfall- und Haftpflichtversicherung.

29.6.: Filmfrauen-Workshop zum Münchner Filmfest

Wikipedia-Workshop in München, Foto: Pimpinellus, Angertorstraße 3 Film im WikiMUC 1, CC BY-SA 4.0

Anlässlich des Münchner Filmfestes wurde im WikiMUC ein Workshop für Frauen aus Film und Fernsehen angeboten, die sich als Autorinnen in der Wikipedia beteiligen möchten. Für jeden zweiten Mittwoch im Monat ist ein Follow-up geplant. Eine Dokumentation und die weiteren Termine sind hier zu finden.

Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende regelmäßige Community-Termine fanden auch im vergangenen Monat wieder mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland statt:

by Nicolas Rueck at July 25, 2016 11:44 AM

July 21, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 29/2016

In der Wikimedia:Woche 29/2016 finden sich drei Stellenausschreibungen von Wikimedia Deutschland. Zudem sucht Dimi Dimitrov, Wikimedian in Brussels und Koordinator der Free Knowledge Advocacy Group EU, neue Hospitantinnen und Hospitanten. In der neuen Podcast-Reihe „Wikistammtisch“ kommen freiwillige Wikipedia-Aktive zu Wort und in Brasilien gibt es erstmals einen Wikipedian in Residence. Außerdem neu: Der Versionsblätterer zur Anzeige aller Bearbeitungskommentare im Diff kommt!

Foundation und Organisationen

Neues Wahlkomitee ernannt

Der Board Governance-Ausschuss des Board of Trustees der Wikimedia Foundation hat sich aufgrund der Erfahrung der letzten Community-Wahlen entschieden, ein ständiges Wahlkomitee für Board-/FDC-Wahlen einzurichten. Der Ausschuss hat bei seiner letzten Sitzung das neue Wahlkomitee, bestehend aus sechs Ehrenamtlichen, ernannt. James Alexander (aus dem Team Trust & Safety) und Stephen LaPorte (Legal Team) stehen beratend zur Seite.

Berechtigungen zur Teilnahme am FDC-Prozess veröffentlicht

Demnächst beginnt der neue Zyklus für die Teilnahme am Förderprozess des Spendenverteilungskomitees (Funds Dissemination Committee, FDC). Dafür sind nun die berechtigten Organisationen bekannt gegeben worden.

Neue Stellenausschreibungen bei Wikimedia Deutschland

Ab sofort ist Wikimedia Deutschland wieder auf der Suche nach Unterstützung für das Team in Berlin. Dabei geht es konkret um folgende Stellen:

Projekte und Initiativen

WikiStammtisch-Podcast

Sebastian Wallroth produziert seit Anfang Juli eine Wikipedia-Podcast-Reihe mit dem Titel „WikiStammtisch“. In den einstündigen Folgen unterhält sich Sebastian jeweils mit einem Wikipedianer. In den bisher vier veröffentlichten Folgen waren Manuel Schneider, Dr. Richard Heigl, Benutzer:Caronna und Benutzerin:Kritzolina zu Gast.

Wikidata:Status updates/2016 07 16

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt #312

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 312“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 5. bis 11. Juli.

Erster Wikipedian in Residence in Brasilien

Seit April arbeitet David Alves im Research, Innovation and Dissemination Center for Neuromathematics. Er ist damit der erste Wikipedian in Residence in Brasilien.

Rückblick auf GLAM-on-Tour-Station

AxelHH schrieb für den Wikipedia:Kurier einen Rückblick auf die letzte GLAM-on-Tour-Station im Deutschen Museum Bonn.

Pokémon in der deutschsprachigen Wikipedia

Southpark gibt im Zuge des Pokémon Go-Hypes in einem Blogbeitrag Einblick in die Historie der Pokémon in der deutschsprachigen Wikipedia.

Technik

Technische Wunschliste: Der Versionsblätterer kommt als Beta-Funktion

Mit dem „Versionsblätterer“ („RevisionSlider“) wird der Wunsch „Anzeige aller Bearbeitungskommentare im Diff“ aus der Umfrage Technische Wünsche 2015 erfüllt. Der Versionsblätterer ermöglicht das schnelle Blättern durch die Versionen in der Vergleichsansicht und zeigt jeweils Bearbeitungskommentar, Bearbeiter, Datum, Größe der Bearbeitung, Größe der Seite sowie die Markierung „kleine Bearbeitung“ in einer Übersichtsleiste an. Umgesetzt wurde der Wunsch vom Team der Softwareentwicklung bei Wikimedia Deutschland. Die neue Funktion ist voraussichtlich ab Freitag, den 22. Juli als Beta-Funktion in der deutschsprachigen, arabischsprachigen und hebräischsprachigen Wikipedia verfügbar und kann im Alltagsbetrieb ausprobiert werden.

Neu gestaltete Meldungsseite

Joe Matazzoni, Produktmanager bei der Wikimedia Foundation, beschreibt in einem Beitrag im Movement-Blog die neu gestaltete Meldungsseite im MediaWiki, die zu finden ist über das Klingel-Icon oben links und dort unter der Auswahl „Alle Benachrichtigungen“.

Tech News issue #29

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

100.000 Artikel mit Content Translation Tool übersetzt

Das Content Translation Tool wurde seit seiner Einführung im Januar 2015, also vor etwa 1,5 Jahren, für die Übersetzung von bereits 100.000 Artikeln eingesetzt. Im Blog der Wikimedia Foundation kamen Nutzer des Tools zu Wort. Der 100.000. Artikel wurde ins Spanische übersetzt und behandelt das Lied „Crying, Waiting, Hoping“.

Politik und Recht

Free Knowledge Advocacy Group EU sucht zwei „Visiting WEASELs“

Dimi Dimitrov, Wikimedian in Brussels und Koordinator der Free Knowledge Advocacy Group EU, sucht neue Hospitantinnen und Hospitanten, die ihn zeitweise (für eine Woche) bei seiner Lobby-Arbeit in Brüssel unterstützen. Es gibt eine kleine Aufwandsentschädigung, die ein Teil der Aufenthaltskosten abdecken kann.

Kurzfristige Partizipation zu Schwerpunkt 4 gestartet

Im Rahmen der Partizipationsphase der Jahresplanung 2017 kann ab sofort auf Meta abgestimmt werden, welche politischen Ziele WMDE in 2017 mit besonderem Nachdruck verfolgen soll.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Wikipedia-Artikel zum Judentum: Wie neutral sind sie?

Dieser Frage geht die Jüdische Allgemeine nach.

Umgangsformen in der Wikipedia

Erneut wird das Thema Umgangsformen in der Wikipedia in der Presse behandelt. Diesmal auf fr-online.de.

Wie die Wikipedia bei der Entwicklung von (Recht)Schreib-Programmen hilft

…erklärt derwesten.de.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

25.7.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zur Zeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin. Während dem Treffen arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

28.7.: Offenes Editieren Berlin

Das Offene Editieren findet immer am zweiten und am letzten Donnerstag eines Monats am Tempelhofer Ufer 23-24 im Raum „Mosaik“ statt. Es ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer_innen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits Wikipedianer_innen mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at July 21, 2016 12:30 PM

July 20, 2016

Iberty

P wie Pikachu

Pikachu ist ein Pokemon. Nein, Pikachu ist DAS Pokemon. Oder, um es im Wikipedia-deutsch zu sagen:
Das Pikachu (jap. ピカチュウ, Pikachū) ist ein fiktives Wesen und das bekannteste Pokémon aus den gleichnamigen Videospielen der japanischen Spielesoftwarefirma Game Freak, sowie eine Kernfigur im zugehörigen Anime. ..Japanische Forscher des Osaka Bioscience Institute benannten nach dem Pokémon ein neu entdecktes Protein, Pikachurin, welchem eine Rolle beim Bewegungssehen zugeschrieben wird.

Ana.b747.pokemon.arp.750pix
Bild: Ana.b747.pokemon.arp.750pix Von: Adrian Pingstone Lizenz: Public Domain. Warning: One or more elements in this image are protected by copyrightSome parts of this file are not fully free but believed to be de minimis for this work. Derivatives of this file which focus more on the non-free element(s) may not qualify as de minimis and may be copyright violations. As a direct consequence it might be needed to review the copyright status if you crop the picture.

Außerdem ist Pikachu sehr gelb, sehr niedlich und vemutlich das einzige Pokémon, das auch viele Nicht-Spieler kennen. Und es hat seit mittlerweile 11 Jahren seinen eigenen Wikipedia-Artikel. Pikachu begann sein deutsches Wikipedialeben am 25. Februar 2005.



Die damalige Beschreibung lautete:

Pikachu (ピカチュウ Pikachu) ist ein sogenanntes Pokémon aus den gleichnamigen Computerspielen der japanischen Spielesoftwarefirma GAME FREAK inc., sowie dem dazugehörigen Anime. Pikachu stellt eine Art Maus dar und besitzt überwiegend elektrische Fähigkeiten.  (Blitze schleudern, etc.) – es gehört deswegen zum Pokémon-Typ Elektro. Seine interne Pokémon-Nummer ist 156 (25 nach alter Zählung).
Damit dauerte es immerhin drei Jahre bis auf den Pokémon-Artikel von 2002 der Pikachu-Artikel folgte. Die Entwicklung des Artikelinhalts ist eher typisch. Weg von spielinternen Informationen "Blitze schleudern", hin zu Informationen, die auch Außenstehenden mehr nutzen "DAS Pokémon", ein Protein danach benannt. Es wird deutlicher, warum Pikachu eine Bedeutung über die enge Pokémon-Welt hinaus hat. 

Pikachu bleibt bis heute das einzige Pokémon, der einen deutschen Wikipedia-Artikel hat, weil nach Meinung der deutschen Wikipedianer kein anderes Pokémon die enge Welt des Spielekosmos verlassen hat. Ansonsten blieben Detailinformationen zu den einzelnen Arten dort, wo sie die deutsche Wikipedia am liebsten hat. Im - viel zu langen und komplett unlesbaren - Hauptartikel zu Pokémon an sich.

Selbst die "Liste der Pokémon" brauchte acht Jahre vom Entstehen des Pokémon-Artikels bevor sie seit 2010 in der deutschen Wikipedia bestehen blieb. Nicht, dass es nicht Leute versucht hätten und die Liste sich nicht zwischenzeitlich zwischen 2002 und 2010 immer mal wieder einige Monate halten konnte. Aber sie fiel dann einem Löschantrag zum Opfer.

Die erste Löschdiskussion der Liste im Mai 2006 war dramatisch... "Fangeschwurbel", "Wikipedia ist keine Sammlung fiktiver Nerv-Monster", "Gibt es irgendeinen Mehrwert gegenüber der Pokémon-Wiki außer den Pseudoerklärungen des Namens?", "löschen und nirgends einarbeiten, es wird doch wohl genügend Pokemon-Fanseiten im www geben, die solche Listen führen können." gegen "die Informationen machen den Pokémon-Artikel zu lang", "wichtiges Medium um junge Leser an die Enzyklopödie heranzuführen" und "hat Zusatzinformationen wie einzelne Namen".

Nun ja, vier Jahre nach dieser Löschdiskussion hat sich die Wikipedia anders entschieden, heute stehen alle Pokémon von Nummer 1 Bisasam bis zum nicht-mehr-nummerieren Lunala (gezählt der 740. Pokémon) nebeneinander in der Liste einschließlich der Bezeichnung auf englisch, französisch, japanisch und koreanisch, der Typ (Bisasam: Pflanze/Gift Lunala: Psycho/Geist) und der Kategorie (Bisasam: Samen Lunala: Mondscheibe). Und nein, für Nicht-Pokémonista ist dort natürlich nicht erklärt, was Typ und Kategorie bedeuten.

Dabei wäre beispielsweise ein Artikel über Bisasam diskutabel. Nach Pikachu das Pokémon, das auch außerhalb der Szene am bekanntesten ist. In der Szene vielleicht sogar beliebter als Pikachu selbst. Immerhin heißt das englische Pokémon-Spezial-Wiki Bulbapedia nach Bisasams englischer Bezeichnung Bulbasaur. Im deutschen Pokéwiki wiederum ist Bisasam der einzige Artikel über ein Pokémon, der als lesenswert ausgezeichnet wurde.

Bisasam brachte es in der deutschen Wikipedia hingegen auf 13 Löschungen bevor die Seite komplett gegen Neuanlagen gesperrt wurde.


Die Begründungen laufen im Wesentlichen auf "Fancruft" hinaus. Oder, länger formuliert, es gibt nichts über Bisasam zu sagen, was außerhalb der Spiele von Relevanz wäre oder für das es andere Quellen als die Spielanleitungen gibt.

Deshalb ist die Frage nicht unspannend: wie sähe ein solcher Artikel aus? Im Pokéwiki bestehen normale Artikel über einzelne Pokémon vor allem aus langen Listen von Fähigkeiten, Entwicklungen und Stufen, die tatsächlich nur für Spieler relevant sind - und größtenteils auch für diese überhaupt nur verständlich. Bei Bisasam ist der Text länger: Dort erfahre ich zum Beispiel:

Bisasams Knolle ist der Ausgangspunkt für zahlreiche Fähigkeiten. .. Da Bisasam seine Knolle kurzzeitig an der Spitze öffnen kann, kann es die in der Knolle enthaltenen Samen auch offensiv nutzen, indem es den Gegner mit Samen bombardiert oder auf den Gegner einen Egelsamen schießt, der ihn bepflanzt und ihm Energie absaugt... In den Spielen ist Bisasam vor allem bekannt für seine Rolle als Starter-Pokémon, die es in den Spielen Pokémon Rot, Blau, Feuerrot und Blattgrün innehat. Zu Beginn dieser Spiele kann sich der Protagonist bei Professor Eich in Alabastia eines von drei Starter-Pokémon aussuchen, zu denen neben Bisasam auch Glumanda und Schiggy gehören. Wählt der Protagonist Schiggy, wird der Rivale Blau Bisasam als Starter-Pokémon wählen. In diesem Fall kämpft Blau dreimal mit Bisasam gegen den Protagonisten: In Professor Eichs Labor, auf Route 22 und in Azuria City.
Das gibt mir tatsächlich einen ganz guten Eindruck wie Pokémon funktioniert und wie es sich von innen heraus anfühlt. Ist aber natürlich immer noch von Spielern für Spieler. Mehr externe Perspektive sollte es in der Wikpedia geben.

Glücklicherweise sieht die englische Wikipedia das anders mitden Pokémon als die deutsche und lässt den Vergleich zu. Dort hat zwar bei weitem nicht jedes Pokémon seinen eigenen Artikel - die englische Wikipedia kennt 43 Artikel zu Pokémon von denen es über 700 gibt. Aber Bulbasaur schon.

Der Artikel über Bulbasaur existiert in en.wp seit 13 Jahren und hat mittlerweile 25.000 Zeichen. Er ist ein schönes Beispiel, wie es hätte anders laufen können. Dort erfährt der Leser, dass Bulbsaur/Bisasam von Ken Sugimori gestaltet wurde, der Name sich aus "Bulb" (Blumenzwiebel) und "[Dino]saurier" zusammensetzt, es werden viele Vorkommen in vielen Videospielen nacherzählt, noch mehr Vorkommen als diversestes Werbemittel von Flugzeugbemalungen über McDonalds-Happy Meals aufgezählt, erwähnt dass es die Insel Niue eine Münze mit Bulbasaur auf der Rückseite ausgegeben hat. Außerdem hat die Games-Fachplattform IGN Bulbasaur zum 52. besten Pokémon aller Zeiten gekürt.

Und ich frage mich: ist das was in der englischen Wikipedia steht, mehr als das Nacherzählen von Pressemitteilungen? Ist es nicht der Pokéwiki-Artikel in schlechter? Menschen drucken/prägen/gießen/virtualisieren ein fiktives Monster um Geld zu verdienen. Das sollen sie machen, aber ist es wirklich ein Enzyklopädieartikel nachzuerzählen wann/wo/wer dieses tat? Ist es mehr als eine Rohdatensammlung?

Ist es sinnvoll, eine Spielanleitung nachzuerzählen, die einerseits niemand nutzt, der nicht spielt, andererseits dann doch nicht detailliert genug ist, um als Anleitung zu taugen?

Vermutlich hat die Existenz des Bulbasaur-Artikels in der englischen Wikipedia Leute an Wikipedia gebunden/nicht verschreckt, die sonst gegangen wären. Vermutlich hat es viel internen Streit vermieden, eher offen an das Thema heranzugehen und die praktischer Erfahrung zeigt, dass Artikelschreiben viel einfacher ist, wenn man sich nicht dauernd gedanken machen muss, ob ein Thema relevant ist. Aber ist es das wert, dass Wikipedia sich gleichzeitig als ausgelagerte Pressestelle von Nintendo präsentiert?

Und was lernen wir daraus nicht über Pikachu und Bisasam, sondern über die deutsche Wikipedia?

(1) Der Umgangston in Teilen der deutschen Wikipedia war schon 2006 unterirdisch.

(2) Die deutsche Wikipedia hat ein hohes Grundmisstrauen gegenüber reinen Datensammlungen. Ein Wiki funktioniert mit Text gut, zumindest technisch ist es mit Datensammlungen schwierig.

(3) Die deutsche Wikipedia hat ein hohes Grundmisstrauen gegenüber kontrollierter Information. Bisasam hat das Pokemon-Universum nie verlassen. Alles was je an Information über Bisasam öffentlich wurde und öffentlich werden kann, geht letztlich auf Game Freak und Nintendo zurück. Letztlich läuft jeder Artikel auf eine Umformulierung von Inhalten der Anbieter zurück Die deutsche Wikipedia versteht sich nicht als Reformulierer von Pressemitteilungen.

(4) Auch in der deutschen Wikipedia ist die Lage seit 2006 deutlich entspannter geworden. Die Liste der Pokémon immerhin steht seit sechs Jahren in der Wikipedia.

Und als Bonus die Aufrufzahlen für den Wikpedia-Artikel zu Pokémon Go. Der Hype ist schon vorbei.




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by dirk franke (noreply@blogger.com) at July 20, 2016 07:08 AM

July 14, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 28/2016

Die Wikimedia:Woche 28/2016 verweist auf eine Fragerunde an die Kandidierenden für das Funds Dissemination Committee und das Protokoll der 5. Präsidiumsklausur von Wikimedia Deutschland. Außerdem werden derzeit drei Mitglieder für das Simple Annual Plan Grants Committee gesucht. Auch neu in dieser Woche: Die ersten Gewinnerbilder einzelner nationaler Wiki-Loves-Earth-Wettbewerbe stehen fest und Leonhard Dobusch ist neues Mitglied im ZDF-Fernsehrat und möchte dort daran arbeiten, Inhalte der öffentlich Rechtlichen für die Wikipedia nutzbar zu machen.

Foundation und Organisationen

Partizipationsphase der WMDE-Jahresplanung gestartet

Zur Jahresplanung 2017 von Wikimedia Deutschland hat die Partizipationsphase begonnen.

Fragen an die FDC-Kandidierenden

Die Mitglieder des Spendenverteilungskomitees (Funds Dissemination Committee, FDC) werden zur einen Hälfte von den Communitys gewählt, zur anderen vom Board of Trustees bestimmt. Auf die vom Board bestimmten vier Plätze haben sich nun 13 Kandidatinnen und Kandidaten beworben. Zwischen dem 11. und 17. Juli können den Kandidierenden auf Meta Fragen gestellt werden. Unter den Kandidatinnen und Kandidaten sind auch zahlreiche bekannte Gesichter, u.a. Garfield Byrd (ehemaliger CFO und Mitbegründer des FDC), Andrea Zanni (ehemaliger Vorsitzender von Wikimedia Italien), Tomasz Ganicz (Vorsitzender von Wikimedia Polen) und Bishakha Datta (ehemaliges Mitglied des Board of Trustees).

Drei Mitglieder für das Simple Annual Plan Grants Committee gesucht

Neben dem klassischen, „großen“ Jahresplanförderungsprogramm (Annual Plan Grants) für Wikimedia-Organisationen, das vom Funds Dissemination Committee vergeben wird, gibt es seit 2016 auch ein kleineres Jahresplanförderungsprogramm für kleinere Wikimedia-Organisationen. Dieses kleinere Programm (Simple Annual Plan Grants) wird vom Simple Annual Plan Grants Committee vergeben. Für dieses ehrenamtliche Komitee werden derzeit drei neue Mitglieder gesucht. Selbstnominierungen auf Meta sind gerne gesehen!

WMF-Chef-Justiziar wechselt zu Youtube

Der Chef-Justiziar der WMF, Geoff Brigham, verlässt die Foundation nach fünf Jahren und geht zu YouTube.

Protokoll der 5. Präsidiumsklausur online

Das Protokoll der 5. Klausur des Präsidiums von Wikimedia Deutschland ist im Forum veröffentlicht worden.

Praktikant bei Wikimedia Deutschland im Interview

Der IT-Spezialist Alaa Mustafa aus Syrien hat bei Wikimedia Deutschland ein sechswöchiges Praktikum im Bereich Software-Entwicklung absolviert. In einem Interview berichtet er über seine Erfahrungen.

Neue Gesichter im Bereich Bildung, Wissenschaft, Kultur bei WMDE

Im Bereich BWK gibt es personelle Veränderungen: Dominik Scholl ist als neuer Referent für Bildung, Wissenschaft und Kultur dabei. Sina Wohlgemuth vertritt als Projektassistentin Lilli Iliev, die in Elternzeit geht.

Projekte und Initiativen

Gewinnerbilder der deutschen und serbischen Wiki Loves Earth-Ausgabe

Nach und nach werden die Gewinnerinnen und Gewinner der einzelnen Wiki Loves Earth-Wettbewerbe bekannt gegeben. Nun sind die ausgezeichneten Bilder der deutschen und der serbischen Ausgabe bekannt.

Wikidata:Status updates/2016 07 09

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt #311

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 311“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 28. Juni bis 4. Juli.

Coding da Vinci: Erstes Regionalevent findet statt

Dieses Jahr findet in Hamburg die erste regionale Ausgabe des Kultur-Hackathons Coding da Vinci statt – gemeinsam mit norddeutschen Kultur­insti­tu­tionen und u.a. dem Kontor Hamburg. Kick-Off ist am 17./18. September im Mindspace Hamburg.

GLAM-Monatsbericht Juni

Der Monatsbericht zu den Aktivitäten im GLAM-Bereich wurde für den Monat Juni veröffentlicht.

Technik

Tech News issue #28

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Diskussion

Wikipedia-Community trauert um Siegfried von Brilon

Die Wikipedia-Community trauert um den Wikipedianer Siegfried von Brilon.

Was ist die Wikimania? Was wollen wir damit erreichen? Wo soll sie hin?

Im Nachklang zur letzten Wikimania findet auf der Mailingliste wikimania-l eine umfangreiche Diskussion statt, was diese bisher jährliche Konferenz ausmacht und wie sie in Zukunft aussehen könnte.

Politik und Recht

Neues ZDF-Fernsehrat-Mitglied möchte Inhalte für Wikipedia nutzbar machen

Der Wirtschaftswissenschaftler Leonhard Dobusch ist seit letzter Woche beim ZDF-Fernsehrat für den Bereich Internet zuständig und möchte dort unter anderem zeitgeschichtlich relevante Inhalte aus den Programmen des Senders für die Wikipedia nutzbar machen.

Panoramafreiheit tritt in Belgien am 15. Juli in Kraft

Das belgische Parlament hatte kürzlich die Einführung der Panoramafreiheit beschlossen (die Wikimedia:Woche berichtete). Diese wird nun am 15. Juli in Kraft treten. Wikimedia Belgien feiert diesen Tag mit einer begleitenden Veranstaltung.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Pro Quote Regie diskutiert über Frauen in der Wikipedia

Die Wikipedianerin Renate Nuppenau nahm an einer Podiumsdiskussion der Gleichstellungsinitiative Pro Quote Regie teil zum Thema „Warum geraten Regisseurinnen in die Vergessenheit? Wie können wir dies stoppen und ändern?“

Artikel über WikiMUC auf bayerische-staatszeitung.de

Bayerische-staatszeitung.de berichtete über Wikipedianer in München und deren neue lokale Anlaufstelle, das WikiMUC.

„Hört endlich auf, über Wikipedia zu meckern!“

„Hört endlich auf, über Wikipedia zu meckern!“ fordert Thierry Chervel auf welt.de.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

17.7.: Wikipedia-Sprechstunde Berlin

Wikipedia-Sprechstunde im Nachbarschaftsladen Buttmannstraße 16, Berlin-Gesundbrunnen (U Pankstraße): Die Sprechstunden sind kein Kurs, sondern ein offenes Format, in dem erfahrene Wikipedia-Autorinnen und -Autoren jedermann für Fragen rund um Wikipedia zur Verfügung stehen, Tipps und Hilfestellung für interessierte Neuautoren geben usw. Die Veranstaltungen sind öffentlich und richten sich an alle Interessierte. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

18.7.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zur Zeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin. Während dem Treffen arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

18.7.: Wikipedia-Sprechstunde Berlin

Wikipedia-Sprechstunde in der Schiller-Bibliothek in Berlin-Wedding (U Leopoldplatz): Die Sprechstunden sind kein Kurs, sondern ein offenes Format, in dem erfahrene Wikipedia-Autorinnen und -Autoren jedermann für Fragen rund um Wikipedia zur Verfügung stehen, Tipps und Hilfestellung für interessierte Neuautoren geben usw. Die Veranstaltungen sind öffentlich und richten sich an alle Interessierte. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

21.7.: WikiWomen unterwegs in Berlin

WikiWomen unterwegs in Berlin bietet seit 2016 4x im Jahr an Frauen-Orten und -Treffpunkten eine Besichtigung und eine Einführungsveranstaltung zu Wikipedia vor Ort an. Über das Angebot des Vor-Ort-Besuchs können Frauen und Frauenprojekte darin bestärkt werden, in der Wikipedia sichtbar zu werden.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at July 14, 2016 03:46 PM

Iberty

Wiki Loves Cocktails auf der Wikicon

Wer sich erinnert: Wiki Loves Cocktails war eines der besten Wikipedia-Projekte, das je stattfand.


Sidecar Cocktail

Nun gibt es die Anfrage, das Projekt auf der Wikicon im Herbst in Kornwestheim zu wiederholen. Es scheint noch nicht sicher zu sein - aber damit würden zwei wunderbare Sachen zusammenkommen.

Im Konferenzzentrum gibt es eine Bar, an der am Freitag und Samstag Drinks für die teilnehmenden Wikipedianer gemixt und verkauft werden könnten. Darüber hinaus wäre in einem benachbarten Seminarraum Platz für ein Fotoshooting. 

Iberty bleibt am Ball und hofft auf das Beste.

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by dirk franke (noreply@blogger.com) at July 14, 2016 05:03 AM