de.planet.wikimedia

March 30, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Tech on Tour: Technikunterstützung für die Communities vor Ort

In diesem Jahr geht die Technik auf Touren. In Zusammenarbeit mit den Communities sollen in Workshops vor Ort Rahmenbedingungen entwickelt und diskutiert werden, wie Software-Entwicklung eingesetzt werden kann, um Bedürfnisse von Freiwilligen zu erfüllen.

Dabei geht es nicht nur um kleine Nicklichkeiten im Alltag mit der Wiki-Software, die im Englischen auch gerne als Paper cut bugs bezeichnet werden und oft schnell behoben sind. Es soll auch groß gedacht werden: Wo wollen wir (technisch) hin? Und wie können Bedürfnisse strukturiert aufgenommen und transparent abgearbeitet werden?

Technik, die begeistert auf dem Weg zu den Communities

Offene und erledigte Aufgaben: Technische Wünsche bei der Umsetzung in der Software-Entwicklung

 

Seit ein paar Wochen gibt es das Projekt Technische Wünsche als zentrale Informationsseite für die Konzeption eines Verfahrens zum Umgang mit technischen Wünschen und der technischen Unterstützung von Community-Projekten. Ende 2013 startete Benutzer:Raymond eine Umfrage zu technischen Wünschen, aus der eine Wunschliste entstand. Seit Anfang 2014 arbeitet die Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland an der Abarbeitung der Top-20-Liste. Fünf Wünsche davon konnten bereits umgesetzt werden, weitere sind zur Zeit in Arbeit.

Wichtig ist bei Tech on Tour, dass Technik für die Communities dort diskutiert wird, wo Fragen entstehen: Bei den Freiwilligen, die Artikel schreiben, Fotos beitragen oder auch Tools betreiben. Nicht zuletzt geht es auch darum, die Arbeit der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland zu erläutern und einen Überblick über den Aktuellen Stand der Dinge bei der Abarbeitung der Wünsche zu geben. Daneben wird diskutiert, wie technische Bedürfnisse der Communities besser in den Prozess der Software-Entwicklung eingebracht werden können.

Birgit Müller kümmert sich seit einiger Zeit um die Vernetzung von Technik und Communities bei Wikimedia Deutschland und zusammen mit Freiwilligen konnten die ersten Stationen der Tour bereits besucht werden. Am 10.3. startete Tech on Tour im Lokal K/Köln mit Raymond und Birgit und am 29.3. folgte sozusagen ein Tech-on-Tour-Spezial als Kurzformat im Rahmen des Workshops zur Weiterentwicklung der Förderung in Hamburg. Fest stehen als als Termine auch schon der 11.4. in Dresden mit Birgit und Thiemo von WMDE (im Anschluss daran “klassischer” Stammtisch) und der 22.4. mit einer Station im Kontor Hamburg. In Stuttgart hat die Organisation für eine Tech-on-Tour-Station im Süden Deutschlands bereits begonnen.

Für diejenigen, für die der Besuch einer Veranstaltung vor Ort gar nicht in Frage kommt, startet zusätzlich auch noch demnächst ein Wiki-Dialog zum Thema technische Unterstützung der Communities.

Im Jahr 2015 stellt Technik für die Communities einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt dar. Die Magical Mystery Tour von Birgit und anderen braucht noch mehr Feedback und hoffentlich den Erfolg des gleichnamigen Albums (und weniger die verwirrten Reaktionen zum Film) der Beatles.

Auf Wikipedia:Technische Wünsche findet sich stets der aktuelle Stand des Projekts.

by Jens Ohlig at March 30, 2015 01:41 PM

March 26, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 11/2015

Hier kommt die elfte Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

= Wikimedia:Woche 11/2015 =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:
* https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche und unter
* https://blog.wikimedia.de/tag/wikimediawoche/Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen
Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.
== Foundation und Organisationen ==
===Neues Mitglied im Board of Trustees: Guy Kawasaki===
Guy Kawasaki ist neues Mitglied im Board of Trustees der Wikimedia Foundation. Er folgt damit auf Bishakha Datta, deren Amtszeit Ende 2014 endete.
* http://blog.wikimedia.org/2015/03/24/guy-kawasaki-joins-wikimedia-board/

 

===Wikimedia vs. NSA: Protokolle vom Reddit-AMA und IRC Office Hour===
Das Protokoll der Office Hour im IRC zum Thema Wikimedia vs. NSA mit Lila Tretikov ist nun verfügbar:
* http://bots.wmflabs.org/~wm-bot/logs/%23wikimedia-office/20150323.txt

Außerdem gab es ein Ask me Anything auf Reddit, mit Lila und Jimmy zum gleichen Thema:
* https://www.reddit.com/r/IAmA/comments/2zpkxx/we_are_jameel_jaffer_of_the_aclu_wikipedia/

 

===Anträge für die WMDE-Mitgliederversammlung sind online===
* https://forum.wikimedia.de/wiki/Antragswerkstatt Im WMDE-Forum stehen inzwischen die vollständigen Anträge für die 16. Mitgliederversammlung von WMDE im April 2015 mitsamt Stellungnahmen von Vorstand und Präsidium.

 

== Projekte und Initiativen ==

===Förderworkshop in Hamburg===
Am Samstag den 28.03. und Sonntag dem 24.03.2015 findet in Kontor H in Hamburg der 3. Workshop zur Weiterentwicklung der Förderung statt
https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:F%C3%B6rderung/3._Workshop_zur_Weiterentwicklung_der_F%C3%B6rderung

===Bericht von der Antragsangarage===
Sebastian Wallroth veröffentlicht in seinem Blog einen Bericht zur Antragsgarage.
* http://real68er.com/2015/03/19/wikimedia-lenken-und-leiten-fragen-und-antworten-zur-antragsgarage/

===Nachbetrachtung zum Coding-da-Vinci-Kickstarter===
Barbara Fischer schreibt auf Startnext eine Nachbetrachtung zum gescheiterten Coding-da-Vinci-Kickstarter
* https://www.startnext.com/codingdavinci/blog/beitrag/?b=45299

===Commons: Bilder des Jahres 2014===
Auf Wikimedia Commons können die Bilder des Jahres 2014 bewundert werden.
* https://commons.wikimedia.org/wiki/Commons:Picture_of_the_Year/2014/Results

===Hashtags machen Musik===
Mit dem wunderbaren Tool “Listen to Wikipedia” kann man nicht nur Kĺänge von Wikipedia-Bearbeitungen in Echtzeit hören, sondern nun auch erfahren, wie bestimmte Hashtags klingen.
* http://blog.hatnote.com/post/112756032432/the-humble-hashtag-now-on-wikipedia
* http://listen.hatnote.com/

===Zwischenstand der Inspire-Kampagne===
Die bisher im Rahmen der WMF-Inspire-Kampagne eingereichten Ideen kann man hier einsehen. Laut ersten Berichten wird in den zugehörigen Diskussionen bisher auch die Friendly Space Policy größtenteils beachtet.
* https://meta.wikimedia.org/wiki/Grants:IdeaLab/Inspire/Ideas_by_theme
* https://meta.wikimedia.org/wiki/Grants:IdeaLab/Friendly_space

 

== Technik ==
===Bugfixes bei Wikidata und Diskussion über das neue Header-Design===
Eine neue Version der Wikidata-Software ist seit Dienstag „live“. Sie behebt etliche Fehler unter der Haube. Gleichzeitig nimmt das mit der Community diskutierte neue Design des Headers der Eingabemaske Gestalt an.
* https://lists.wikimedia.org/pipermail/wikidata-l/2015-March/005703.html

===Call for Papers zur EnthusiastiCon gestart===
Vom 19. bis zum 21. Juni veranstaltet Wikimedia Deutschland eine Konferenz für die Community der Programmiererinnen und Programmierer zum Thema Begeisterung für das Programmieren. Beiträge für 10-minütige Kurzvorträge können ab sofort eingereicht werden.
* http://blog.wikimedia.de/2015/03/20/enthusiasticon-eine-konferenz-ueber-die-begeisterung-fuer-das-programmieren/
== Diskussion ==
===Umfrage zur Fördergestaltung===
Noch bis zum 31. März läuft die von Martina Nolte gestartete Umfrage zur Förderung von (Groß-)Projekten durch Wikimedia Deutschland. Themen aus dem Zwischenstand der Umfrage werden auch auf dem Förderworkshop (s.o.) besprochen.
*https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Umfragen/F%C3%B6rderung_von_Wikipedia-Gro%C3%9Fprojekten== Presse und Websites ==
===Vor 20 Jahren ging das erste WikiWikiWeb online:===
* http://www.heise.de/newsticker/meldung/Vor-20-Jahren-Das-erste-Wiki-kommt-ins-Netz-2584113.html===Wikipedia Artikel sind von häufig von regionalen Interessen bestimmt===
Das Editieren in den verschieden Sprachversionen der Wikipedia ist häufig auch von dem kulturellen Umfeld bestimmt (in englischer Sprache)
*http://www.smithsonianmag.com/smart-news/wikipedia-editing-shows-different-countries-have-different-sets-interests-180954643/?no-ist

 

== Termine ==
===GlAM WIKI Konferenz===
Vom 10. bis 12. April findet in Den Haag (Niederlande) die Konferenz GLAM WIKI 2015 statt (GLAM steht für Galleries, Libraries, Archives, Museums, Wiki für Wikimedia). Interessierte aus Communities und Kulturinstitutionen sind herzlich willkommen, die Anmeldung ist noch geöffnet.
* https://nl.wikimedia.org/wiki/GLAM-WIKI_2015

===Nächste Sprechstunden im IRC===
Die nächsten Sprechstunden im IRC-Channel #wikimedia-office finden am Freitag, den 27.3.2015 um 16 Uhr MEZ (Visual Editor mit James Forrester) und am Dienstag, den 31.3.2015 um 18 Uhr MEZ (Wikidata mit Lydia Pintscher) statt.
* https://meta.wikimedia.org/wiki/IRC_office_hours#Upcoming_office_hours

—-
Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

* https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche und unter
* https://blog.wikimedia.de/tag/wikimediawoche/

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt [[Wikipedia:Wikimedia:Woche/Nächste Woche|hier]] eingetragen werden. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Merle Wittich at March 26, 2015 04:10 PM

March 25, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

March 21, 2015

Iberty

Mehr von der Antragsgarage

Wie ich hier schon mehrfach schrub, am 7. März fand die Wikimedia-Antragsgarage statt. Zu dieser gab es in der letzten Woche noch zwei Nachbetrachtungen.

Dank des großartigen Einsatzes der Ideenförderung gibt es das Livestream-Video mittlerweile nicht nur auf Youtube, sondern auch auf Commons - und glaubt mir, Videos für Commons aufzubereiten ist ungefähr so interessant und geht ähnlich schnell wie mit einer Zahnbürste ein Beet umzugraben. (Und wo ich gerde dabei bin, kann ich eh noch mal mein Kompliment für Essen, Orga und ähnliches bei der Antragsgarage loswerden.)


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Zum anderen hat Sebastian Wallroth in seinem Blog auch noch eine längere Nachbetrachtung geschrieben: Wikimedia Lenken und Leiten: Fragen und Antworten zur Antragsgarage. Da ich selber etwas brauchte, um die Struktur des Textes zu verstehen: es beginnt immer mit einem Zitat eines Anwesenden auf der Antragsgarage, dann kommt eine Frage (von Sebastian? Oder dem Leser? Aus der Diskussion auf der Garage?) und dann eine Antwort, die ungefähr dem entspricht, was die Garagendiskussion dann hergab. Enjoy lesen und auch hier nochmal Dank an Sebastian.<script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at March 21, 2015 08:00 PM

March 20, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

EnthusiastiCon: Eine Konferenz über die Begeisterung für das Programmieren

Vom 19. bis zum 21. Juni veranstaltet Wikimedia Deutschland im Rahmen von sourcecode.berlin eine Konferenz für die Community der Programmiererinnen und Programmierer mit dem Namen EnthusiastiCon. In einer Reihe von kleinen, 10-minütigen Vorträgen geht es um Begeisterung für das Schreiben von Software: Interessantes, Seltsames und Schönheit im Code und schlaue Lösungen für ungewöhnliche Probleme. Vorträge können eingereicht werden zu den unterschiedlichsten Themen wie zum Beispiel hardwarenahe Programmierung bei Embedded Devices, Web-Entwicklung oder Kindern beizubringen zu programmieren. Wichtig ist nur, dass es begeistert und diese Begeisterung in 10 Minuten auf das Publikum übertragen werden kann.

Die Einreichungsphase für die EnthusiastiCon beginnt ab sofort. Der Einreichungsprozess ist – in der Konferenzsprache Englisch – auf der Konferenzseite erläutert.

by Jens Ohlig at March 20, 2015 11:19 AM

March 19, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 10/2015

Hier kommt die zehnte Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Abschluss des Single-User-Logins angekündigt

Der Single-User-Login soll im kommenden Monat abgeschlossen werden.

Umfrageergebnis zur WMF-Fundraising-Kampagne

Die Signpost veröffentlichte einen ausführlichen Bericht zu den Ergebnissen einer Umfrage über die Fundraising-Kampagne der Wikimedia Foundation.

Daten zur Nutzung der Wikimedia-Projekte

Das Research and Data Team der Wikimedia Foundation veröffentlichte kürzlich einige freie Datenbestände zur Nutzung der Wikimedia-Projekte unter einer CC-0-Lizenz.

Neue Open Access Policy der WMF

Die Wikimedia Foundation hat eine neue Open Access Policy eingeführt.

WMDE-Karaoke-Künste international gewürdigt

Gayle Karen Young, Chief Talent and Culture Officer, verlässt die Wikimedia Foundation und hebt die Karaoke-Künste von Wikimedia Deutschland hervor.

Wikimedia Hackathon 2015 in Lyon

Wikimedia Frankreich läd alle Entwickler für den 23. bis 25 Mai zum Hackathon nach Lyon ein.

Antragsgarage von WMDE

Bei Wikimedia Deutschland traf sich am 7./8. März die erste Offline-Antragsgarage zur Vorbereitung der nächsten Mitgliederversammlung. Erste Resultate sind veröffentlicht:

Vorschlag zur modularen Jahresplanung

Als Folge der WMDE-Antragsgarage entstand ein Vorschlag zur modularen und partizipativeren Jahresplanung bei WMDE

Treffen der WMDE-Kassenprüfer

Am 14. März trafen sich erstmals die neu gewählten Kassenprüfer und der neu gewählter Schatzmeister von Wikimedia Deutschland zu einem gemeinsamen Arbeitstreffen.

Projekte und Initiativen

Treffen der GLAM-Koordinatoren

Die internationalen „GLAM coordinators“ trafen sich am 7./8. März in Paris.

Die Wikimania-Programmjury bewertet

Die ersten Mitglieder der Wikimania-Programmjury bewerten die eingereichten Submissions.

Vortrag zum Thema „Museen & Wikipedia“

Auf Einladung des Landschaftsverbandes Rheinland und des Verbandes Rheinischer Museen e.V., hielt Raymond am 16. März 2015 in der Bundeskunsthalle einen Vortrag zum Thema „Museen & Wikipedia“.

Kickstarter für Coding da Vinci beendet

Der Kickstarter für Coding da Vinci brachte insgesamt 2.696 Euro. Damit wurde das Ziel von 10.000 Euro nicht erreicht.

Diskussion

Im Motherboard der Vice wird beschrieben, dass eigentlich alle Websites, die Gesundheitsinformationen zur Verfügung stellen, ihre Nutzer tracken und Daten an Dritte weiter geben. Einzige Ausnahme sei Wikipedia.

Termine

Antrags- und Kandidaturschluss für die WMDE-Mitgliederversammlung

Am 20. März ist Antrags- und Kandidaturschluss für die Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland.

Das ABC des Freien Wissens – G wie Grundeinkommen

Am 26. März wird diskutiert, ob Grundeinkommen eine sinnvolle Antwort auf die Zukunft ehrenamtlicher und kreativer Arbeit und die digitale Urheberrechtskrise ist. Zu Gast: Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Adrienne Goehler, Senatorin a.D., Ilja Braun, Autor „Grundeinkommen statt Urheberrecht?“ und Michael Bohmeyer, Gründer mein-grundeinkommen.de, Moderation: Valie Djordjevic, Journalistin. Alle sind herzliche eingeladen, ein Livestream ist unter wmde.org/abc-salon abrufbar.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt hier eingetragen werden. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

 

by Nicolas Rueck at March 19, 2015 02:52 PM

Das ABC des Freien Wissens “G=Grundeinkommen. Eine Antwort auf die digitale Krise des Urheberrechts?”

Das ABC des Freien Wissens (Logo). By Markus Büsges, leomaria [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Am Donnerstag, den 26. März, 19 Uhr, findet das nächste “ABC des Freien Wissens” statt. Diesmal wird die Diskussion um ein bedingungsloses Grundeinkommen mit der über das Urheberrecht im digitalen Zeitalter verknüpft.

Arbeit – Verwirrung. Arbeit – Hoffnung. Arbeit – Du faule Sau.

Was Musikerin Bernadette la Hengst in ihren Performances (siehe Beispiel) betreibt, kann als assoziatives Diskotieren rund ums Thema Grundeinkommen beschrieben werden. Statt nur theoretisch zu bleiben, sollen performative Ansätze die angestaubte Diskussion reanimieren, die gerade mit der Frage um das Urheberrecht im Digitalzeitalter neue Relevanz erfährt.
Am nächsten Donnerstag wird dies bei Wikimedia Deutschland in die Praxis umgesetzt – auf dem Podium und mit dem Publikum.

Wir laden herzlich ein zum ABC des Freien Wissens:


 

G=Grundeinkommen, Markus Büsges, leomaria [CC-BY-SA-4.0], via Wikimedia Commons

“G=Grundeinkommen. Eine Antwort auf die digitale Krise des Urheberrechts?”

Donnerstag, 29. Januar, 19 Uhr
Wikimedia Deutschland e.V.
Tempelhofer Ufer 23-24

Gäste:

Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates
Adrienne Goehler, Senatorin a.D., Kuratorin
Ilja Braun, Autor “Grundeinkommen statt Urheberrecht”
Michael Bohmeyer, Gründer mein-grundeinkommen.de

Moderation: Valie Djordjevic, Journalistin

Live: Bedingungsloses Grundeinsingen mit Bernadette la Hengst

 

Was bekommen Kreativschaffende zukünftig von einer Arbeitswelt zurück, die Gewinne mit ihren “Ideen” und “Innovationen” erwirtschaftet? Welche Perspektiven ergeben sich mit dem Szenario des bedingungslosen Grundeinkommens auf das digitale Ehrenamt, etwa die Arbeit in Wikipedia?

Die Debatte um das Urheberrecht im digitalen Raum mit der um das Grundeinkommen zu verknüpfen, kann interessante Impulse für die Zukunft geben. Die zentrale Frage dabei ist: Bietet das Grundeinkommen eine versöhnende Antwort auf den Konflikt zwischen analogem und digitalem Zeitalter, auch für Urheberinnen und Urheber?

Wir freuen uns auf einen interessanten Abend!

Der Eintritt ist frei. Zur besseren Organisation freuen wir uns über eine Anmeldung unter salon@wikimedia.de

Der Salon ist am Veranstaltungstag auf der Website als Livestream abzurufen. Unter #wmdesalon kann mitdiskutiert werden.

 

by Christopher Schwarzkopf at March 19, 2015 11:11 AM

March 18, 2015

Elya & Raymond

1-2-3: Museen & Wikipedia

1 Thema, 2 Vorträge, 3 Stunden: Auf Einladung des Landschaftsverbandes Rheinland und des Verbandes Rheinischer Museen e.V. durfte ich am 16. März 2015 in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn (kurz: Bundeskunsthalle) einen Vortrag zum Thema „Museen & Wikipedia“ halten. Aufhänger war die Outer Space-Schreibwerkstatt der Wikipedia 2014 in der Bundeskunsthalle. Gekommen war […]

by raymond at March 18, 2015 08:12 AM

March 16, 2015

Iberty

Wikimedia lenken und formen: die erste Antragsgarage von WMDE fand statt.


Da gründet man eine freie Online-Enzyklopädie, wartet einige Jahre - und was passiert: man muss sich mit dem deutschen Vereinsrecht, Satzungen und anderen eher unschönen Formalia rumschlagen. Vor dem Versuch, auf den eigenen Verein Einfluss auszuüben, hat die Welt eine ganze Menge formaler Hindernisse gelegt, und um diese kollaborativ zu überwinden, veranstaltete Wikimedia Deutschland - wie hier schon öfters angesprochen - am 7. März in Berlin die erste Face-to-Face-Antragsgarage statt. Im Vorfeld der Mitgliederversammlung im April in Köln sollten Interessierte zusammenkommen, um zu diskutieren, sich auf die MV vorzubereiten, gemeinsam über mögliche Anträge und die kommenden Themen zur MV zu sprechen.

Insgesamt war dies die erste Veranstaltung dieser Art und als solche noch recht experimentell: im Vorfeld stellten sich Fragen, wer überhaupt kommt, ob es überhaupt Anträge zum diskutieren gibt, ob Menschen aus Ideen kollaborativ Anträge entwickeln wollen etc. Die  zwölf bis vierzehn Anwesenden selbst hatten teilweise auch durchaus verschiedene Vorstellungen über genaues Ziel und Ablauf der Veranstaltung, waren aber alle offen und bereit, sich auf die Vorstellungen der jweils anderen einzulassen. Neben der durchaus konstruktiven inhaltlichen Arbeit - dazu etwas weiter unten mehr - war das fast durchgehend entspannte und von Wertschätzung getragene Diskussionsklima ein erfreulicher Punkt der ganzen Veranstaltung.


Antragsgarage eingang 07.03.2015 09-21-24

Der ganze Workshop gliederte sich in drei Teile: 1 On Stage - mit zwei längeren Vorträgen und dazugehöriger Diskussion, Teil 2: Arbeitsgruppen und Teil 3: Stammtisch in der Kneipe um die Ecke.

Teil 1: On Stage


Am Vormittag fanden zwei Vorträge statt: Alice Wiegand schilderte das kleine 1x1 des Antragschreibens. Es enthielt die Überlegungen zu Sinn und Zweck verschiedene Arten des Antrags und ihre Ziele und Anwendungen. Es ging um Überlegungen, wie man den Ansprechpartner des Antrags dann auch dazu bringt, den Antrag wirklich umzusetzen. Nicht zuletzt führte sie auch die zahlreiche Gründe dafür auf, warum es oft sinnvoll ist, einen Antrag nicht zu stellen.

Über das Schreiben von Anträgen

Nach Alice stellte dann Michael Jahn - Leiter Kommunikation bei Wikimedia Deutschland - den Jahresplan vor. Hierbei ging es weniger um die Inhalte des Plans als um dessen Konstruktion. Es ging um den Zusammenhang der einzelnen Teile und die Frage, inwieweit es für Vereinsmitglieder und andere möglich ist, einzelne Teile des Jahresplanentwurfs zu ändern oder anders zu priorisieren ohne gleich den ganzen Plan zum Einsturz zu bringen. Zweiteres ist schwierig. Diverse Leute sprachen von “Jenga mit verbundenen Augen”, da Änderungen in einem Teil des Planentwurfs immer auch Änderungen in anderen Teilen des Entwurfs nach sich ziehen, die aber aus den veröffentlichten Teilen des Plans her nicht nachvollziehbar sind. Für Außenstehende und Nur-Jahresplans-Entwurfs-Leser, die nicht über privilegierte Informationen verfügen, wird so jeder Versuch der Änderung zu einem gewissen Glücksspiel.

Die Aufzeichnung des Live-Streams (leider aus technischen Gründen ohne die ersten Minuten) ist auf Youtube, Mindestens der Alice-Wiegand-Teil soll nach Überwindung der technischen Hürden auch noch nach Commons, wo Alice dankenswerterweise bereits ihre Slides zur Verfügung gestellt hat.

Teil 2: Die Arbeitsgruppen


Nach der Themensammlung und einiger Diskussion fanden sich schließlich die Arbeitsgruppen “Jahresplan” und “Nicht-Jahresplan” zusammen; beide etwa gleichgroß. Die Arbeitsgruppe Jahresplan versuchte sich dem Jenga-Problem anzunehmen und zu überlegen wie ein Jahresplan aussehen könnte, bei dem die Mitgliederversammlung ihr formal vorhandenes Hoheitsrecht über den Plan auch faktisch ausüben kann. Die andere Arbeitsgruppe arbeitete an den Themen “Wie funktionieren Anträge mit Fernwahl jetzt tatsächlich?”, “Partizipation - was verstehen wir denn nun darunter?” und sie arbeitete an den Anträgen “Ende des FFW” und “Community in die Geschäftsstelle.”

Antragsgarage raum 07.03.2015 15-03-49

Partizipation an sich


Während die Diskussion zur Partizipation erwartungsgemäß nicht direkt zu konkreten Ergebnissen führte, war doch zumindest allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern klar, dass es noch sehr unterschiedliche Ideen dazu gibt, mit welchen Ziel wer wann partizipieren sollte oder müsste. Auf jeden Fall gibt es aber unterschiedliche Gruppen von Menschen da draußen, die verschiedene Formen der Mitarbeit und Einbindung benötigen. Mangelnde Einbeziehung im Vorfeld sorgt nicht nur bei Wikimedia für Stress und die Neigung zu sehr weitreichenden Beschlüssen im Nachhinein. Partizipation bedeutet auch eine Kulturänderung bei denjenigen ie diese praktisch durchführen (also vor allem der Geschäftsstelle). Es ist notwendig weg von Partizipation als getrennter Maßnahme oder einer von vielen Stufen hin zu kommen und diese zu gelebtem Alltag zu machen. Für eine ausführlichere Wiedergabe empfehle ich die Aufzeichnungen zur Diskussion-Partizipation im Forum.

Antragsgarage ag-tisch 07.03.2015 17-42-39

Anträge und Antragsarten


Die Beschäftigung mit der Möglichkeit, Anträge per Fernwahl abstimmen zu lassen, und die Entscheidung auf breitere Schultern zu stellen, stellte sich als recht desillusionierend heraus: das derzeitige durch die Satzung bestimmte Verfahren in Kombination mit dem JHJHJHJLKJKL deutschen Vereinsrecht, macht es erforderlich auf der ersten MV zu beschließen, dass es eine Fernwahl gibt, die dann auf der nächsten MV durchgeführt wird. Im Schnitt liegen so also ungefähr 7 Monate zwischen Antragsstellung und Abstimmung..

Die Diskussionen zu den beiden konkreten Anträgen kreisten vor allem um entstandene Missverständnisse aus dem Antragstext und führten mittlerweile auch zu Überarbeitungen der Anträge. Das Protokoll zur Diskussion um Anträge und Antragsarten findet sich im Forum.  Die beiden diskutierten Anträge sind mitterweile als direkte Folge der Diskussion umfassend überarbeitet, eine Darstellung der verschiedenen Arten des Antrags zur späteren Wiederverwendung ist gerade in Arbeit.

Modularer Jahresplan


Die Jahresplangruppe, bei der ich nicht anwesend war, setzte sich erwartungsgemäß mit dem Jahresplan auseinander und der Frage, wie dieser so aufbereitet werden kann, dass er von Außen verständlich und änderbar ist. Am Ende entstand so ein modulares Konzept, in dem der Plan nicht mehr ein schwer-durchschaubares Gesamtkustwerk ist, sondern es verschiedene Module gibt, die einzeln geplant werden und an denen sich Community- und Vereinsmitglieder iM Rahmen ihrer Zeit beteiligen können. Auch ist es so am Ende des Planungsprozesses möglich, die verschiedenen Module anders zu gewichten und mit anderen Ressourcen zu versehen, so dass diese Entscheidung über Gewichtung und Priorisierumg einzelner Ziele tatsächlich auf der MV liegt. Ein erster Entwurf für diesen Jahresplangestaltung befindet sich ebenfalls im Forum.


Teil 3: Folgen und Dokumentation

 

Da es nicht jedermenschs Sache ist, für so einen Workshop zur Besprechung möglicher Anträge für eine Mitgliederversammlung eines Vereins nach Berlin zu fahren, haben wir uns bemüht, möglichst viel davon auch Online zu stellen: es gab zeitweise einen Livestream, zeitweise ein Etherpad und den größten Teil der Zeit waren Teilnehmerinnen und Teilnehmer im IRC-Chat erreichbar.

Deshalb noch einmal in Kürze alle Links zu weiterführenden Materialien und Dokumentation des Workshops:

* Die Workshopseite: Im Wikimedia-Forum (Anmeldung erforderlich, Vereinsmitgliedschaft nicht)
* Die On-Stage-Teile sind auf Youtube
* Die Slides zu Alice Wiegands Vortrag 
* Das Diskussionsprotokoll der Arbeitsgruppe Nicht-Jahresplan
* Der Vorschlag zum modularen Jahresplan 
* Einige Fotos auf Commons (und wie immer sind Wikipedianerinnen und Wikipedianer fotoscheu)




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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at March 16, 2015 04:27 PM

March 15, 2015

Iberty

Materials on paid editing in Wikipedia

Resources for the Paid-Editing-panel at SXSW, March 13, 2015, but surely useful for anybody who cares about this topic:

 Wikipedia:Statement on Wikipedia from participating communications firms/info <script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at March 15, 2015 01:08 PM

March 14, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

March 13, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Improving data quality on Wikidata – checking what we have

German summary: Ein Team von Studenten des Hasso Plattner Instituts in Potsdam arbeitet aktuell mit Wikimedia Deutschland an Werkzeugen um die Datenqualität auf Wikidata zu verbessern und zu sichern. In diesem Beitrag stellen sie ihre beiden Projekte vor: die Prüfung von Wikidatas Daten auf Konsistenz mit sich selbst sowie die Prüfung von Wikidatas Daten gegen andere Datenbanken.

 

 Hello, we are the Wikidata Quality Team. We are a team of students from Hasso Plattner Institute in Potsdam, Germany. For our bachelor project we are working together with the Wikidata development team to ensure high quality of the data on Wikidata.

Wikidata provides a lot of structured data open to everyone. Quite a lot. Actually, they are providing an enormous amount of data approaching the mark of 13.5 million items, each of which has numerous statements. The data got into the system by diligent people and by bots, and neither people nor bots are known for infallibility. Errors are made and somehow we have to find and correct them. Besides erroneous data, incomplete data is another problem. Imagine you are a resident of Berlin and want to improve the Wikidata item about the city. You go ahead and add its highest point (Müggelberge), its sister cities (Los Angeles, Madrid, Istanbul, Warsaw and 21 others) and its new head of government (Michael Müller). As you do it the correct way, you are using qualifiers and references. Good job, but did you think of adding Berlin as the sister city of 25 cities? Although the data you entered is correct, it is incomplete and you have—both unwilling and unknowingly—introduced an inconsistency. And that’s only, assuming you used the correct items and properties and did not make a typo while entering a statement. And thirdly, things change. Population numbers vary, organizations are dissolved and artists release new albums. Wikidata has the huge advantage that this change only has to be made in one place, but still: Someone has to do it and even more importantly, someone has to become aware of it.

Facing the problems mentioned above, two projects have emerged. People using Wikidata are adding identifiers of external databases like GND, MusicBrainz and many more. So why not make use of them? We are developing a tool that scans an item for those identifiers and then searches in the linked databases for data against which it compares the items statements. This does not only help us verify Wikidata’s content and find mismatches that could indicate errors, but also makes us aware of changes. MusicBrainz is a specialist for artists and composers, GND for data related to people, and these specialists’ data is likely to be up to date. Using their databases to cross-check, we hope to be able to have the latest data of all fields represented in Wikidata.

The second projects focuses on using constraints on properties. Here are some examples to illustrate what this means:

  • Items that have the property “date of death” should also have “date of birth“, and their respective values should not be more than 150 years apart
  • Properties like “sister city“ are symmetric, so items referenced by this statement should also have a statement “sister city“ linking back to the original item
  • Analogously, properties like “has part” and “part of” are inverse and should be used on both items in a lot of cases
  • Identifiers for IMDb, ISBN, GND, MusicBrainz etc. always follow a specific pattern that we can verify
  • And so on…

Checking these constraints and indicating issues when someone visits an items page, helps identify which statements should be treated with caution and encourages editors to fix errors. We are also planning to provide ways to fix issues (semi-)automatically (e.g. by adding the missing sister city when he is sure, that the city really has this sister city). We also want to check these constraints when someone wants to save a new entry. This hopefully prevents errors from getting into the system in the first place.

That’s about it – to keep up with the news visit our project page. We hope you are fond of our project and we appreciate your feedback! Contact information can also be found on the project page.

by Lydia Pintscher at March 13, 2015 03:25 PM

Die längste These der Welt. Das Leistungsschutzrecht badet lau in Düsseldorf

Düsseldorfer Landtag, Saal für Ausschüsse. Foto: Mbdortmund, Free Art License / via Wikimedia Commons

Vater Rhein, viel gepriesen und besungen, eignet sich nicht für Turbulenzen. Auch die Bewohner rechts und links seiner Auen gelten gemeinhin als äußerst freundliche und gesellige Menschen, denen stärker an obergärigen Getränken als an obertourigen Gesetzesfolgendebatten gelegen ist. Doch hier macht das Leistungsschutzrecht für Presseverleger (LSR) einen Strich durch die Rechnung. Denn es zwingt die Rheinländer zur Auseinandersetzung mit einer Sache, die irgendwo oben, im Sibirien Deutschlands (K. Adenauer), verbockt wurde. Aber schön der Reihe nach.

Mit dem LSR, das am 1. August 2013 in Kraft trat, wurde Presseverlagen das ausschließliche Recht eingeräumt, ihre Texte zu gewerblichen Zwecken im Internet zu veröffentlichen. Suchmaschinenbetreiber und Aggregatoren wurden damit lizenzpflichtig. Durch die in letzter Minute hineinverhandelte Einschränkung, dass weder „einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte“ davon betroffen seien, wurde der eigentliche Schutzgegenstand dennoch sehr unbestimmt belassen. Christoph Keese, Cheflobbyist des Springer-Konzerns, gab gegenüber dem Medienjournalisten Stefan Niggemeier jüngst seine Interpretation ab, dass auch Überschriften durchaus schutzfähig “im Sinne des Gesetzes” sein könnten. Die Konfusion könnte kaum größer sein.

Entkernt und einzigartig

Wikimedia Deutschland beschäftigt sich mit dem LSR seit seeeehr langer Zeit. Bei Veröffentlichung des ersten Referentenentwurfs im Jahr 2012 äußerten wir unsere Sorge vor möglichen Kollateralschäden für die Belegpraxis in Wikipedia. So sahen wir die  Problematik “betexteter” Weblinks, die trotz höchstinstanzlich garantierter Linkfreiheit plötzlich unter den Schutzumfang des LSR fallen könnten. Auch Schutzrechtsberühmungen bei Neukompositionen von Presse- und Wikipedia-Inhalten schienen uns ein sehr realistisches Szenario zu sein.

Als es in die chaotische Endphase des Gesetzgebungsprozesses ging, stellte mein Kollege Mathias Schindler hier im Blog die Gretchenfrage: “Sind Wikipedia und ihre Schwesterprojekte von diesem LSR direkt und unmittelbar betroffen? Nein, vermutlich nicht (…) Ob dennoch ein Verlag Anstoß an einer Handlung nimmt und versucht, sein Verbotsrecht durchzusetzen, weiß auch unsere Glaskugel nicht.” Gestützt auf die Befunde renommierter Fachwissenschaftler kritisierte er die Einführung “eines unsinnigen, entkernten, weltweit einzigartigen und rechtssystematisch problematischen Gesetzes”. Danach hätte man eigentlich zur Tagesordnung übergehen können.

Wie du mir, so ich dir

Was allerdings nach Inkrafttreten des Gesetzes geschah, kann man nur als Politsatire bezeichnen: So erhielt Google zunächst eine Gratislizenz von den größeren Verlagen (u.a. Burda und Springer), nachdem der Suchmaschinenriese unverhohlen mit deren Auslistung gedroht hatte. Die Verlage organisierten daraufhin die Wahrnehmung ihrer Ansprüche in der eigens zu diesem Zweck gegründeten VG Media. Diese veröffentlichte im Juni 2014 einen recht sportlichen Tarif (bis zu elf Prozent der Bruttoumsätze). Folgerichtig eskalierte die Situation. Google verweigerte weitere Verhandlungen, Webportale wie GMX, web.de und T-Online zeigen seitdem keine Suchresultate der in der VG Media vertretenen Verlage mehr an.

Über die Ansprüche der Wahrnehmungsberechtigten muss nun das Schiedsgericht des Deutschen Marken- und Patentamts entscheiden. Weitere Instanzen bis zum BGH sind wahrscheinlich. Zugleich strengten die Verlage bereits im letzten Jahr eine Überprüfung wegen des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung durch Google beim Bundeskartellamt an. Dieses sah jedoch keine Möglichkeit zur Verpflichtung des Unternehmens “zum entgeltlichen Erwerb von Leistungsschutzrechten” und wird nun umgekehrt untersuchen, ob die selektive Erteilung von Gratislizenzen womöglich wettbewerbswidrig war. Als wäre das alles nicht kompliziert genug, hat Google-Konkurrent Yahoo eine Verfassungsbeschwerde eingelegt.

Europa drängt, NRW bremst

Christoph Keese, Cheflobbyist von Springer, sieht die “Stunde der Judikative” gekommen. Er sitzt zusammen mit Valentina Kerst (Vorstandsmitglied bei D64), zwei Vertretern des Zeitungsverlegerverbands NRW und mir als Verteter von Wikimedia Deutschland in einem Sitzungssaal, der den Blick auf die nahe Rheinkniebrücke freigibt. Wir sind als Sachverständige geladen, um alte Kontroversen zu befeuern, die bereits die europäische Ebene erfasst haben. So ließ Günter Oettinger jüngst eine gewisse Sympathie für ein gesamteuropäische Lösung – eventuell ausgestaltet als Schrankenbestimmung – erkennen. Erwartungsgemäß wünscht sich auch Kesse “ein deutlich stärkeres und weitreichenderes Leistungsschutzrecht auf europäischer Ebene”. Merke: Etwas, das in Deutschland komplett baden ging, soll nun auch in anderen Ländern als Rettungsring für die darbenden Presseverlage dienen.

Im Ausschuss für Kultur und Medien des nordrhein-westfälischen Landtags wurde gestern ein Antrag der Piratenfraktion behandelt, der die sofortige Abschaffung des LSR fordert. Doch die Hoffnungen auf eine politische Initiative auf Länderebene wurden von verschiedenen Vertretern der anderen Fraktionen gebremst. Dadurch, dass im Koaltionsvertrag der schwarz-roten Bundesregierung ohnehin eine Evaluierung des LSR vereinbart ist, ergibt sich eine politische Atempause. Folgerichtig interessieren sich die meisten Abgeordneten mehr für die dargebotenen Kuchen als für die Feinheiten im Immaterialgüterrecht. Die Fragerunde läuft etwas gehetzt ab, Keese muss zum nächsten Termin. Dass er zuvor noch den auf Creative-Commons-Lizenzen gemünzten Satz “NC ist kaum nutzbar” im Plenum hinterlassen hatte, wird ihm von einigen Beteiligten hoch angerechnet.

In unserer vorab zugesandten Stellungnahme habe ich versucht, vor allem die möglichen Effekte neuer und undurchdachter Schutzrechte für Open-Content-Plattformen herauszustellen. Allen Sachverständigen wurden zu Beginn der Sitzungen drei Minuten zugebilligt, um ihre Punkte anzubringen. Daher habe ich mich auf fünf Thesen zum LSR beschränkt, zu denen es aus allen Fraktionen Nachfragen gab:

  1. Bücher und Zeitungen sind unverzichtbare Bestandteile für den Aufbau einer digitalen Wissensallmende. Gerade bürgerschaftliche, konzernunabhängige Informationsplattformen wie Wikipedia belegen ihre Einträge mit journalistischen Produkten als wesentlichen Sekundärquellen. Rückt diese Referenzierungsarbeit in rechtsunsichere Gefilde, wird die Abkehr vom Informationsangebot der Zeitungen noch zusätzlich beschleunigt.
  2. Das LSR ist nicht nur ein „Schuss in den Ofen“, sondern es wurde damit schlicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Schutzrechte im Bereich des geistigen Eigentums tendieren heute in wachsendem Umfang dazu, ihre eigene Idee zu pervertieren: Denn immer weniger geht es darum, Anreize für kulturelle Wertschöpfung zu bilden, sondern Verbote in vormals verbotslosen Zonen zu etablieren. Dies hat allerdings negative Konsequenzen für die Innovationsdynamik am Wirtschaftsstandort Deutschland.
  3. Das LSR ist systemfremd, weil es gerade nicht gegen die widerrechtliche Aneignung bzw. Piraterie urheberrechtlich geschützter Inhalte gerichtet ist. Zudem ist es ein handwerklich schlecht gemachtes Gesetz, das mit einer Fülle von unbestimmten  Rechtsbegriffen operiert. So ist z.B. bis heute nicht hinreichend deutlich, worin die “redaktionell-technische Festlegung” durch Verlage überhaupt besteht. Wenn damit die Bündelung von Inhalten gemeint ist, so betreiben Hyperlinks und Filtermechanismen das genaue Gegenteil: die Entbündelung. Die gesetzgeberische Einschränkung, dass “einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte” vom LSR nicht erfasst werden, hat die Interpretationsspielräume nicht beseitigt.
  4. Fraglich ist, ob das LSR durch seine Abgrenzungsschwierigkeiten zu urheberrechtlichen Eigentumsrechten nicht sogar Schutzrechtsberühmungen Vorschub leistet. Erhalten Presseverlage ein Ausschließlichkeitsrecht auch auf Neukompositionen, die sich maßgeblich gemeinfreier oder frei lizenzierter Inhalte bedienen? Gerade weil der Gesetzgeber sich um diese konkreten Szenarien herumgedrückt hat, ist absehbar, dass die wesentlichen Profiteure des LSR nicht in erster Linie die Presseverlage, sondern vor allem jene Abmahnkanzleien sein werden, die parteiübergreifend als eine der Hauptursachen für die Akzeptanzkrise des Urheberrechts gelten.
  5. Alle Versuche, Intermediäre im Internet über einen Kamm zu scheren, sind von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Ist Wikipedia nun ein manueller Aggregator von Informationen? Oder gar eine Suchmaschine? Oder eher ein “bei Würdigung der Gesamtumstände überwiegend verlagstypisches” Produkt, das die gedruckten Enzyklopädien schleichend ersetzt hat? Vermutlich stimmt alles irgendwie zum Teil. Aber diese definitorische Unsicherheit ist eben symptomatisch für eine medientechnologische Umbruchssituation, in der sich ständig neue Verkehrwege von Informationen herstellen. Es ist vor diesem Hintergrund geradezu fahrlässig, mit den Mitteln des Urheberrechts Festlegungen zu vollziehen, die der aktuellen Entwicklungsdynamik im Internet überhaupt nicht gerecht werden.

Im Gesamtergebnis ist das LSR in seiner vorliegenden Form abzulehnen, weil es eher neue Risiken eröffnet als das zugrundeliegende Strukturproblem – die Dominanz von Google auf dem deutschen Online-Werbemarkt – zu lösen vermag. Realpolitisch besteht jedoch wenig Aussicht auf Hoffnung, dass die Große Koalition ihren Fehler aus der vergangenen Legislaturperiode anerkennt und hier eine rasche Rücknahme des Gesetzes anstrebt. Den reformwilligen Landesregierungen ist daher zu empfehlen, die im schwarz-roten Koalitionsvertrag versprochene Evaluierung des LSR einzufordern, um daraus auch Rückschlüsse für regionale Medienmärkte zu ziehen. Dennoch wird es mit den Mitteln der Politik nicht möglich sein, die dringend anstehende gesellschaftliche Debatte über die Anforderungen und Refinanzierungswege von künftigem Qualitätsjournalismus gewissermaßen auszusitzen. Aus Verbraucherperspektive wären kluge Rahmensetzungen für den Erhalt eines vielfältigen Ökosystems für unterschiedliche Publikationsformen und -kanäle sicherlich erstrebenswert.

 

by Jan Engelmann at March 13, 2015 08:42 AM

March 12, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 9/2015

Hier kommt die neunte Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Klage gegen NSA

Die WMF kündigte am Dienstag eine Klage gegen das Justizministerium und die Geheimdienstbehörde NSA an, da deren Spionageprogramme verfassungswidrig seien.

Inspire-Kampagne zur Steigerung der Geschlechteridentität

Mit der Inspire-Kampagne sammelt die Wikimedia Foundation bis Ende März Ideen zur Steigerung der Geschlechtervielfalt in der Wikipedia. Bisher sind 115 Ideen eingegangen.

Neuer Vorstand bei WMDE

Das Präsidium von Wikimedia Deutschland berief Christian Rickerts zum Vorstand. Die Entscheidung hatte das Präsidium einstimmig beschlossen und folgte damit der ebenfalls einstimmigen Empfehlung der Übergangskommission. Christian wird seine Vorstandsaufgaben ab dem 1. Mai 2015 übernehmen.

1. Klausur des neuen Präsidiums

Das 4. Präsidium von Wikimedia Deutschland hielt am 7. Februar seine erste Klausur. Dabei wurden eine neue Ausschuss-Struktur und die ersten Ziele des Präsidiums beschlossen.

 Vorläufige Tagesordnung für MV veröffentlicht

Für die 16. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland am 18. März liegt nun ein Vorschlag für die Tagesordnung vor.

 Ergebnis des Governance Review

Am 24. Mai 2014 hatte die 14. Mitgliederversammlung beschlossen, WMDE einem unabhängigen “Governance Review” zu unterziehen, um die Strukturen, Regeln und Prozesse von Wikimedia Deutschland nach mehr als 10 Jahren Vereinsgeschichte auf den Prüfstand zu stellen. Der Bericht der externen Gutachter liegt nun vor und kann im Forum eingesehen werden.

Arbeitsgruppe Partizpation

Wikimedia Deutschland sucht vier Mitglieder für die Arbeitsgruppe Partizipation zur Verbesserung der Beteiligungsmöglichkeiten im Verein.

Geförderte Projekte aus den Communitys im Februar

Die Ideenförderung von Wikimedia Deutschland veröffentlichte die geförderten Projekte aus den Communitys im Februar 2015.

Projekte und Initiativen

Internationaler Edit-a-thon

Bei einem internationalen Edit-a-thon am 7. und 8.3. wurden 334 Wikipedia-Artikel über Künstlerinnen angelegt.

Geschlechteridentität in der Wikipedia

Amanda Menking veröffentlichte im Blog der Wikimedia Foundation einen Beitrag zur Geschlechteridentität.

Neuer Meilenstein auf Commons erreicht

Wikimedia Commons erreichte mit 25 Millionen Dateien einen neuen Meilenstein.

Technik

Tech on Tour gestartet

Am 10.3. startete “Tech on Tour” mit einer Veranstaltung im Lokal K. Weitere Städte folgen. Auf den Veranstaltungen werden der Stand der Dinge bei der Technischen Wünscheliste vorgestellt und Bedarf und Ideen rund um technische Unterstützung für Community-Projekte diskutiert.

Integration von Wikidata in Beobachtungsliste

Die Wikidata-Entwickler möchten die Integration von Wikidata in die lokale Beobachtungsliste verbessern und fragen dazu nach Wünschen, Ideen und Vorschlägen:

Termine

Wikimedia-Hackathon

Am 5.3. startete die Registrierungsphase für den Wikimedia-Hackathon in Lyon. Auch in diesem Jahr werden wieder Stipendien vergeben. Wikimedia Deutschland beteiligt sich ebenfalls an dem Stipendien-Fonds.

10. Wikipedianischer Salon

Der zehnte Wikipedianische Salon am 19.3. steht unter dem Motto Wikipedia und die Sprache der Männer.

Wikidata

Zwei Veranstaltungen rund um Wikidata stehen an: Im Lokal K in Köln wird es am 17.3. eine Einführung in Wikidata für Wikipedianer geben. In Berlin findet am 24.3. ein Wikidata Edit-a-thon statt.

Opening up science, crosing borders

Unter dem Motto “Opening up science, crossing borders” wird am 24.3. in Hamburg einen über Offene Wissenschaft diskutiert. Die Anmeldung für das Barcamp Science 2.0 ist jetzt offen.

ABC des Freien Wissens

Beim ABC des Freien Wissens wird am 26.3. das Thema “G=Grundeinkommen. Eine Antwort auf die digitale Krise des Urheberrechts?” behandeln.

Workshop zur Weiterentwicklung der Förderung

Wikimedia Deutschland lädt zur Teilnahme an dem kommenden 3. Workshop zur Weiterentwicklung der Förderung am 28./29.3. ein.

Ideenwerkstatt WMAT

Außerdem lädt Wikimedia Österreich für den 18.4. zur jährlichen Ideenwerkstatt ein.

Lydia Pintscher bei linux.com

Auf der Seite linux.com, von der Linux Foundation, wurde ein Artikel über Lydia Pintscher und ihre Arbeit bei KDE veröffentlicht.

Wikimedia Conference

Die internationale Wikimedia Conference 2015 findet vom 15.-17.5. in Berlin statt.

Im Vorfeld der Conference wird es auch wieder eine zweitägige Pre-Conference mit Vorträgen und Workshops zu Evaluation / Program Design geben.

Wiki loves monuments

Zum fünften Mal findet in diesem Jahr der internationale Fotowettbewerb „Wiki Loves Monuments“ (WLM) statt. Als Auftakt für den deutschen Teil dieses größten Fotowettbewerbs der Welt, wird am 19./20.3. in Wiesbaden eine Kick-off-Veranstaltung in Form eines Workshops stattfinden.


 

Das war die 9. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015, die nach einer einwöchigen Pause nach der letzten Ausgabe bis auf Weiteres durch das Team Ideenförderung fortgeführt wird.

Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du hier gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

by Nicolas Rueck at March 12, 2015 03:38 PM

Monsters of Law Nr. 5: Wiki-Immunity – Bleibt die Wikipedia in Deutschland rechtlich geschützt?

Dies ist ein Gastbeitrag von Lukas Mezger (Benutzer:Gnom), Präsidiumsmitglied von Wikimedia Deutschland e. V.

Foto von Christopher Schwarzkopf, CC-BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Wikipedia beschreibt nicht nur archäologische Stätten, U-Bahnhöfe und Leuchttürme – die deutschsprachige Version enthält mittlerweile weit über eine halbe Million Biografien. Aber was kann ich eigentlich tun, wenn eine unzutreffende Behauptung in “meinem” Wikipedia-Eintrag steht? Was, wenn dieser vermeintlich durch Quellen belegte Fakt mein Ehrgefühl verletzt oder negative Konsequenzen für mein Berufs- oder Privatleben bedeutet? Und wie kann geprüft werden, was im öffentlichen Interesse in der Wikipedia stehen sollte und ab wann die Grenze zur Übertretung der Privatsphäre erreicht ist?

Wer kann für Falschbehauptungen in Wikipedia belangt werden?

Am 5. März sprach Jan Mönikes, Rechtsanwalt und Experte für Urheber-, Medien- und IT-Recht, über die heutige rechtliche Situation und mögliche Veränderungen der Haftung für die deutschsprachige Wikipedia. Mönikes befasst sich bereits seit Jahren mit Durchsetzbarkeit von äußerungsrechtlichen Urteilen “gegen Wikipedia”. Er erklärte, dass sich bei der Beantwortung der Frage, wer zur Rechenschaft gezogen werden kann, wenn in einem Eintrag getroffene Aussagen zum Gegenstand einer juristischer Prüfung werden, das Phänomen der “Wiki-Immunity” ergibt (hier die Vortragsfolien).

 Die Ausgangssituation ist schnell beschrieben: Ein anonymer, freiwilliger Wikipedia-Nutzer begeht – entgegen den Regeln der Autorengemeinschaft – eine Persönlichkeitsrechtsverletzung in einem Artikel. Das kann durch Falschbehauptungen oder aber auch durch wahre, aber dennoch rechtsverletzende, weil private Informationen geschehen. Gegen diesen Autor kann der Betroffene nicht vorgehen, wenn ihm seine Identität nicht bekannt ist. Auch der Verein Wikimedia Deutschland e.V. ist kein geeigneter Anspruchsgegner, weil er auf Wikipedia selbst keinen Einfluss hat und damit nicht als so genannter Störer in Frage kommt.

Jan Mönikes sprach über die heutige rechtliche Situation und mögliche Veränderungen der Haftung für die deutschsprachige Wikipedia, Foto von Christopher Schwarzkopf, CC-BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Der gute Wille unter der Sonne Kaliforniens

Der Betroffene muss rechtlich gegen die Betreiberin der Wikipedia, die Wikimedia Foundation mit Sitz in den USA vorgehen – dabei stellt sich als erste Frage, ob er dies in Deutschland oder in Kalifornien tun sollte. An beiden Orten gibt es zuständige Gerichte und auf den Fall anwendbares staatliches Recht.

Geht man von der näher liegenden Variante einer Klage in Deutschland aus, so müsste ein entsprechendes Urteil eines hiesigen Gerichts dann in den USA vollstreckt werden. Dazu müsste das deutsche Urteil von einem kalifornischen Gericht anerkannt werden. Dies scheitert aber daran, dass das amerikanische Recht ein umfassendes Providerprivileg kennt, nach dem der individuelle Nutzer und eben nicht der Website-Provider als Störer in Anspruch genommen werden muss. Im Ergebnis hängt die Erfüllung des vor dem deutschen Gericht rechtskräftig festgestellten Anspruchs also vom “guten Willen” der Wikimedia Foundation ab.

Von Vollstreckungsabkommen und Klarnamenspflicht

Die Alternative, eine Klage nach amerikanischem Recht vor einem Gericht in Kalifornien müsste daher im ersten Schritt auf Herausgabe der Nutzerdaten durch die Wikimedia Foundation lauten, aufgrund dieser man dann den Nutzer in Deutschland über seinen Internetanbieter ermitteln und verklagen könnte. Auch hier müsste ein deutsches Gericht das ausländische Urteil anerkennen. Das wird es jedoch nicht tun, denn das deutsche Presserecht gestattet in diesem Fall – anders als im Urheberrecht – die Herausgabe von Nutzerdaten nicht. Dem Betroffenen verbleibt wieder nur, auf den “guten Willen” der Autorengemeinschaft bei der Korrektur des Artikels zu hoffen.

In der Folge gewinnt der Betroffene also sowohl bei einer Klage in den USA als auch bei einer Klage in Deutschland, kann sie aber in beiden Fällen nicht vollstrecken – diese Situation nennt Jan Mönikes “Wiki-Immunity”. Ein solches Scheitern der Durchsetzung des Rechts ist freilich  rechtsstaatlich nicht hinnehmbar. Der Vortrag diskutierte daher verschiedenste Möglichkeiten zur Lösung des Problems: von Vollstreckungsabkommen über Netzsperren und eine Klarnamenspflicht im Internet bis hin zur Ausweitung der Störerhaftung nach dem Vorbild der Google-Spain-Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs.

Fazit und Ausblick

Abschließend betonte Jan Mönikes die Verantwortung der Wikipedia-Autorengemeinschaft zur Selbstregulierung und damit zum Schutz der Rechte der Betroffenen. So könne Wikipedia als Online-Enzyklopädie als vertrauenswürdige und rechtssichere Institution erhalten bleiben. Im Anschluss ergab sich insbesondere zur Frage der Vollstreckung in Deutschland eine interessante Diskussion.

Die Veranstaltung in voller Länge kann hier angeschaut werden:
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Die nächste Veranstaltung von Monsters of Law findet am Donnerstag, den 28. Mai statt.
Referent wird Dr. Ansgar Koreng sein.

Links:

by Lilli Iliev at March 12, 2015 08:13 AM

March 10, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im Februar 2015

Die folgende Liste führt eine chronologische Übersicht ausgewählter Aktivitäten aus der Ideenförderung im Februar. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

04.02.: German Masters

German Masters, Foto: LezFraniak, CC-BY-SA 4.0

Commons-Fotografen waren auf dem diesjährigen Profi-Snookerturnier German Masters zugegen. Die Bilder sind nach Tagen geordnet auf Commons zu finden. Somit sind alle Turniere die seit 2011 im Berliner Tempodrom stattgefunden hatten, fotografisch auf Commons dokumentiert.

04.02.: Women Edit Februar

Neben dem monatlichen Treffen der Wikipedianerinnen, das in diesem Monat am 4. Februar in der Berliner Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland statt fand, konnten sich Teilnehmerinnen mit Organisatorinnen des Art+Feminism projects vernetzen, die für den 7. und 8. März einen Edit-a-thon in Berlin organisieren.

E-Litstip Italienische Charts

Für den Ausbau von Artikeln zu italienischer Musik wurde im Rahmen des Förderprogramms eLitstip ein Zugang zur Online-Datenbank von Musica e dischi an den Wikipedia-Benutzer XanonymusX vergeben.

05.02.: Wikipedia-Sprechstunde Bibliothek Hamburg

Jeweils am 1. Donnerstag im Monat stehen erfahrene Wikipedia-Autorinnen und -Autoren in der Bibliothek Hamburg für Fragen rund um Wikipedia zur Verfügung, geben Tipps und Hilfestellung für interessierte Neuautoren und vieles mehr. Die Veranstaltung ist öffentlich und richtet sich an alle Interessierten und die Besucher der Bücherhalle. (weitere Informationen)

06.02.: Digitalisierung Halbjahresband antiquarische Zeitschrift

Der gebundene Halbjahresband einer Zeitung von 1872 wurde von Bernd Schwabe in Hannover digitalisiert und wird demnächst auf Commons verfügbar sein.

06.02.: E-Litstip The Jazz Discography

Auch im Jahr 2015 steht die Online-Datenbank „The Jazz Discography“ wieder Wikipedianern für ihre Recherchen zur Artikelarbeit offen. Hierzu wurden der Zugang für die Autoren Freimut Bahlo und Claude J für das laufende Jahr erneuert. Für welche Artikel der Datenbankzugang bisher genutzt wurde ist in der Wikipedia dokumentiert.

08.02.: Stammtisch Bautzen

Fünf Wikipedianerinnen und Wikipedianer trafen sich am 8. Februar in der Lessingstadt Kamenz in der westlichen Oberlausitz. Teil des Programms war eine öffentliche Führung durch die Sonderausstellung „Burgunden und Vandalen“ im Elementarium – Museum der Westlausitz. Der vollständige Bericht ist hier zu lesen.

10.02.: Denkmallandschaft Bautzen

Am 10. Februar startete das von Bernd Gross initiierte Projekt „Denkmallandschaft Bautzen“, mit dem Ziel, die Denkmallisten der 25 Stadt- und Ortsteile von Bautzen anzulegen und mit einer geplanten individuellen zweitägigen Fototour einen Grundstock für die Bebilderung zu legen. Die Sächsische Zeitung berichtete über den „Denkmal-Sammler“ in einem Artikel vom 24. Februar. Ein weiterer Artikel erschien am 1. März in der Morgenpost am Sonntag mit der Schlagzeile „Er jagt Sachsens Denkmäler“.

13.02.: Offenes Editieren Stuttgart

Offenes Editieren in Stuttgart, Foto: RaBoe, CC-BY-SA 3.0 DE

Das zweite offene Editieren in Stuttgart fand hohen Zuspruch, so dass der Raum recht gut belegt war. In praxisorientierter Weise wurden Benutzerfragen zum Thema Wikidata beantwortet, verschiedene Edits an diversen Objekten durchgeführt und nützliche Tools vorgestellt. Der vollständige Bericht kann hier nachgelesen werden.

14.02.: Eröffnung Kontor Hamburg

Eröffnungsfeier Kontor Hamburg, Foto: Andreas Möllenkamp, CC-BY 3.0

Am 14. Februar fand die offizielle Eröffnungsfeier des neuen lokalen Community-Raums, dem Kontor Hamburg statt, bei dem neben Gästen aus Hamburg und den benachbarten Bundesländern auch Besucher aus Nordrhein-Westfalen und Berlin anwesend waren. Der vollständige Kurzbericht befindet sich hier.

14.2.: Stammtisch Braunschweig

Beim Stammtisch in Braunschweig war Georg Ruppelt, der Direktor der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, zu Gast. Themen des Abends waren unter anderem: Die Entdeckung des bis dato unbemerkt gebliebenen LiteraturgenresRentnerliteratur“, wobei die Frage letztlich nicht abschließend geklärt werden konnte, ob dies Literatur „für“ oder „von“ Rentner(n) sei. Des Weiteren wurde über Science-Fiction-Autoren wie Jules Verne oder den Braunschweiger Bruno S. Wiek diskutiert, der den Gästen unbekannt war. Hier geht’s zum ganzen Bericht.

19.02.: Fotoprojekt Rennrodelweltcup Altenberg

Aufnahmen beim Rodelweltcup Altenberg, Foto: Marcus Cyron, CC-BY 4.0

Vom 19. bis 22. Februar waren DerHexer und Marcus Cyron in Altenberg, um beim dortigen Rennrodel-Weltcup zu fotografieren. Ein ausführlicher Bericht des Fotoprojekts ist im Wikipedia-Kurier nachzulesen. Es entstanden ca. 5000 Aufnahmen. Alle Bilder stehen auf Commons zur Verfügung. In der Community wurde anschließend über eine „Best Practice bei der Photoauswahl und -aufbereitung“ diskutiert.

20.02.: Marjorie-Wiki/PrePedia Server-Umzug

Die Wiki-Projekte der PrePedia-Gemeinschaft (Marjorie-Wiki, Film-Wiki, polnische PrePedia, Heraldik-Wiki und andere) zogen im Februar auf einen neuen Server. Die Server-Kosten werden von Wikimedia Deutschland getragen.

20.02.: Stammtisch Münsterland

In Münster kam eine Runde lokaler Wikipedia-Autoren zum gemeinsamen Austausch in einem Café am Domplatz zusammen. Weitere Informationen sind auf der Veranstaltungsseite zu finden.

21.02.: Festivalsommer-Workshop

Im Lokal K trafen sich Fotografen des Festivalsommers zu einem Workshop, um sich über Themen rund um die Konzertfotografie auszutauschen, das Projekt im Jahr 2015 zu planen, und organisatorische Fragen zu besprechen. Laut des Programmplans des Wikipedia-Festivalsommers, verspricht auch das Festivaljahr 2015 wieder äußerst interessante freie Aufnahme von Musikern und Musikerinnen jeglicher Stilrichtungen.

24.02.: Fotoprojekt Messe Embedded World

Der Benutzer Ordercrazy war als Wikipedianer auf der Fachmesse Embedded World in Nürnberg akkreditiert, um wie auch im vergangenen Jahr Fotoaufnahmen für Wikimedia Commons bereitstellen zu können.

26.02.: Dreiband Billiard WM Viersen

LezFraniak und Carambol waren gegen Ende des Monats ebenfalls als Fotografen für die Wikipedia unterwegs. Auf der Dreiband-WM in Viersen konnte der bisher rare Bildbestand mit Spielern aus Asien und Südamerika und des Veranstaltungsortes. Die Veranstaltung bot außerdem die Möglichkeit zwecks Bildfreigaben mit dem Deutschen Billardverband (DBU) in Kontakt zu treten. Die Bilder werden auf dieser Seite zu finden sein. Mit den German Masters (siehe oben) wurden somit gleich zwei wichtige Billard-Veranstaltungen im Februar für die Bebilderung der Wikipedia und das freie Medienarchiv Commons besucht.

Dreiband Billiard WM Viersen, Foto: LezFraniak, CC-BY-SA 3.0

26.02.: Offenes Editieren Berlin Februar

Natürlich fand im Februar auch wieder das Offene Editieren in Berlin statt. Dazu treffen sich jeden letzten Donnerstag im Monat Wikipedianerinnen und Wikipedianer in der Berliner Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland zum gemeinsamen Bearbeiten der Wikipedia und einem generellen Austausch zu laufenden Projekten und aktuellen Diskussionen.

26.02.: Stammtisch Bremen

Ebenfalls zu den regelmäßig stattfindenden lokalen Community-Treffen gehört der Wikipedia-Stammtisch in Bremen, der von Wikimedia-Deutschland mit der Community-Versicherung unterstützt wird. Informationen zu der wiederkehrenden Veranstaltung finden sich auf der Projektseite.

27.02.: AdminCon

Über 40 der ehrenamtlich tätigen Administratorinnen und Administratoren der Wikipedia trafen sich zu einer Fachtagung in Oer-Erkenschwick. Das umfangreiche Programm beinhaltete Themen wie die nichtadministrative Konfliktbewältigung, den Adminalltag in den Wikipedien in Regional- und Minderheitensprachen und spezielle technische Fragen. Protokolle und weitere Informationen sind über die Projektseite zu finden. Über das Treffen berichtete die Recklinghäuser Zeitung am 2. März unter dem Titel „Fehler haben kaum eine Überlebenschance – Wikipedianer erzählen/Treffen in Oer-Erkenschwick“.

27.02.: Videoprojekt 1. Swiss Open Cultural Data

Filmaufnahmen entstanden im Februar auf dem 1. Swiss Open Cultural Data Hackathon. Der Hackathon wird von der Open Knowledge Foundation Schweiz und einigen anderen schweizer Open Data, FreeSoftware und Open Knowledge-Organisationen organisiert. Bei der verwendeten Kamera handelt es sich um eine professionelle Filmkamera, die freiwilligen Wikipedianerinnen und Wikipedianer zur kostenlosen Leihe aus dem Technikpool von Wikimedia Deutschland zur Verfügung steht.

28.02.: 3. Wiktionary-Treffen

3. Wiktionary-Treffen, Foto: Hubertl, CC-BY-SA 4.0

Aktive aus dem freien Wörterbuch Wiktionary trafen sich zum Ende des Monats in Wien zum 3. Wiktionary-Treffen. Das Programm erstreckte sich über zwei Tage. Behandelt wurden Themen wie Wikidata, das Einsprechen von Hörbeispielen oder allgemeine Fragen zur Arbeit an einem freien Wörterbuch. Weitere Informationen gibt es auf der Projekt- und Planungsseite.

28.02.: Geschichtsmarkt Dresden

Wikipedia auf dem Geschichtsmarkt Dresden, Foto: Conrad Nutschan, CC-BY-SA 4.0

Mittlerweile im vierten Jahr in Folge beteiligten sich Wikipedianer am Geschichtsmarkt in Dresden, diesmal zum Thema „Die Geschichte von Bildung und Wissenschaft in Dresden“. Der Wikipedianer Conny hielt außerdem einen Vortrag über das „Zitieren und Bearbeiten von Geschichtsthemen in Wikipedia“. Eine Übersicht der bisherigen Geschichtsmärkte mit Beteiligung durch Wikipedianer ist hier zu finden.

28.02.: Stammtisch Sauerland

Das 33. Sauerland-Treffen der Wikipedianerinnen und Wikipedianer führte die Aktiven diesmal unter anderem ins Heimatmuseum Niederense und zum Hof Münstermann in Obersee. Die Bilder und Artikel die während und nach dem Ausflug entstanden sind, sowie ein ausführlicher Bericht, sind hier zu finden.

by Nicolas Rueck at March 10, 2015 01:00 PM

March 06, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Vier Mitglieder zur Verbesserung der Beteiligungsmöglichkeiten im Verein gesucht!

Die Beteiligung von Mitgliedern am Vereinsleben ist einer der wichtigsten Grundsteine für die Arbeit von Wikimedia Deutschland. Wie können wir erreichen, dass sich noch mehr Mitglieder an den Entscheidungen des Vereins beteiligen und sich aktiv im Verein engagieren? Um Antworten auf diese Frage zu finden und die Beteiligungsmöglichkeiten im Verein gezielt zu verbessern, hat die letzte Mitgliederversammlung die Einrichtung einer permanenten Arbeitsgruppe beschlossen. So sollen Mitglieder des Vereins selbst daran mitwirken können, Vorschläge für neue und erfolgreiche Beteiligungsformen zu entwickeln.

Daher sucht Wikimedia Deutschland nun

Vier Mitglieder für die Arbeitsgruppe Partizipation

Als Mitglied dieser Arbeitsgruppe hast du folgende Aufgaben:

  1. Die Wahlordnung regelmäßig auf ihre Praktikabilität, ihre Akzeptanz und ihre Wirkung auf die Beteiligung der Mitglieder an Wahlen und Abstimmungen zu evaluieren.
  2. Maßnahmen zur Stärkung der Mitgliederbeteiligung zu erarbeiten, sie den Organen des Vereins zur Umsetzung vorzuschlagen und deren Umsetzung zu begleiten und zu evaluieren.
  3. Die Mitglieder regelmäßig nach weiteren Möglichkeiten zur Steigerung der Beteiligung an Entscheidungsprozessen zu befragen.
  4. Auf jedem weiteren Wege die Stärkung der Mitgliederbeteiligung zu unterstützen und zu fördern.

Die Wahl findet auf der 16. Mitgliederversammlung am 18. April 2015 für ein Jahr statt. Ein weiteres Mitglied der AG wird vom Präsidium ernannt.

Du hast Interesse an Fragestellungen der Partizipation und an der Verbesserung von Strukturen und Prozessen, in denen Mitglieder ihre Ideen, Vorstellungen, Wünsche und Kritik aktiv in die Arbeit unseres Vereins einbringen können? Dann freuen wir uns über deine Bewerbung bis zum 20. März an mv@wikimedia.de!

Kandidieren können alle aktiven Vereinsmitglieder. Aber: Falls du ein Fördermitglied bist, besteht die Möglichkeit, in eine aktive Mitgliedschaft zu wechseln. Falls du noch gar kein Vereinsmitglied bist, kannst du einen Antrag zur Aufnahme als aktives Mitglied stellen. Bitte nehme in beiden Fällen möglichst frühzeitig Kontakt zu mv@wikimedia.de auf.

Weitere Informationen findest du auch hier.

by Tim Moritz Hector at March 06, 2015 09:05 AM

Festivalsommer

70.000 tons in der Karibik und Eurovision Song Contest – Erste Highlights aus dem Festivalsommer 2015

Während ganz Deutschland vor der Mattscheibe sitzt und mitfiebert, wer in diesem Jahr zum Eurovision Song Contest nach Wien fahren darf, ist der Fotograf MarkusFelix vom Wikipedia:Festivalsommer bereits seit drei Tagen vor Ort in Hannover und hat die Bilder der Proben bereits hochgeladen – und ermöglicht es uns so, bereits Sekunden nach dem Sieg von Ann Sophie nicht nur den Text zu aktualisieren, sondern auch ein Foto von der Siegerperformance gleich hinzuzufügen. Und damit nicht genug – auch vom Clubkonzert in Hamburg, bei dem die Sängerin ihre Wildcard für die Livesendung ''Unser Song für Österreich'' gewann, liegen dank dem Fotografen Huhu Uet Bilder vor. Zwei Highlights des noch jungen Festivalsommers, der in diesem Jahr bereits sehr früh im Januar ordentlich Fahrt aufnahm

Ann Sophie mit ihrer Performance des Siegertitels bei Unser Song für Österreich
(Foto: Markus Felix, CC-by-sa 3.0, Information)


Das erste große Festivalhighlight des Jahres spielt allerdings in einer ganz anderen Gewichtsklasse: 70000 Tons of Metal hieß die Devise der Kreuzfahrt durch die Karibik (!!), auf der unser Fotograf Grywnn teilnahm. An Bord des Kreuzfahrtschiffes genoss er nicht nur ordentlich Power auf die Ohren, Pool und Bier, sondern durfte dank einer Akkreditierung durch das Festivalsommer-Team auch für die Wikipedia fotografieren und brachte uns so einen ganzen Sack sonnige Metalgrüße vom Kreuzfahrtschiff mit.

Soulfly bei ihrem Auftritt beim 70.000 Tons of Metal
(Foto: Grwynn, CC-by-sa 3.0, Information)

Das Schüler-Rockfestival in Wuppertal mag dagegen blass wirken - für die Teilnehmer war es jedoch das Highlight ihres Jahres und vielleicht der Beginn einer Karriere auf größeren Bühnen. Die Schülerbands wurden abgelichtet von Fotandi und standen so zum ersten Mal unserem leibhaftigen Wikipedia-Paparazzo gegenüber, legten sich jedoch nicht nur für ihn recht ordentlich ins Zeug. Doch damit nicht genug: Vor allem Huhu Uet hat das beginnende Jahr bereits sehr intensiv genutzt und Bilder vom Hamburger Skiffle Festival, den Hamburger Motorrad Tagen 2015 und dem Heathen Rock Festival incl. Warm-up-Party gemacht. In Österreich war derweil der Fotograf Tsui aktiv und beim Österreichischen Filmpreis anwesend und dank Sebaso haben wir auch einige Bilder vom Fest der Vielfalt vom Brandenburger Tor und von der Berlinale.

Die Kaliskalyptischen Fighter auf dem Schüler-Rockfestival in Wuppertal
(Foto: Fotandi, CC-by-sa 3.0, Information)

Nicht nur vor den Bühnen gab es allerdings bereits Aktivitäten – beim Festivalsommer-Workshop im Kölner Lokal K trafen sich Organisatoren und Fotografen des Festivalsommers und diskutierten über die weitere Entwicklung des Projekts, etwa die Öffnung gegenüber Einzelkonzerten und deren Aufwand, die technische Ausstattung und potenzielle Unterstützung durch Wikimedia Deutschland sowie Fragen der Akkreditierung, des Verhaltens im Fotograben und der Bildbearbeitung und des Uploads. Keine Frage war allerdings, ob wir weitermachen – die Teilnehmer sind weiterhin hochmotiviert und freuen sich auf die Festivalsaison.

by Achim Raschka (noreply@blogger.com) at March 06, 2015 07:18 AM

March 04, 2015

Iberty

Wikimedia lenken und formen: Antragswerkstatt am 7. März in Berlin

Die tragende Säule, die die Vereinsarbeit von Wikimedia Deutschland seit jeher ermöglicht, sind die tausenden Freiwilligen in den Wikimedia-Projekten und im Verein. Diese Freiwillgen sind der Verein: Ihr Engagement, ihre Ideen, Vorstellungen und Wünsche sollten die Vereinsarbeit formen und lenken.

Bisher allerdings hat sich nur ein kleiner Teil der Mitglieder aktiv an den Diskussionen um den Verein, an den Mitgliederversammlungen und inhaltlichen Debatten zum Verein geäußert. Einer der vornehmsten und wirkmächtigsten Wege, um sich an der Entwicklung des Vereins zu beteiligen, ist die direkte inhaltliche Beteiligung an einer Mitgliederversammlung - zum Beispiel durch das Stellen von Anträgen. Um dieses zu fördern, Mitglieder dabei zu unterstützen und die inhaltliche Debatte auf einer Mitgliederversammlung möglichst gewinnbringend für alle Beteiligten zu gestalten, versuchen wir etwas neues: ein Vorbereitungstreffen zur Mitgliederversammlung, die Antragswerkstatt. (Anmeldung erforderlich, Vereinsmitgliedschaft nicht) 

 Die Werkstatt findet statt: 
am 7. März 2015 
ab 9 Uhr in den Räumen von Wikimedia Deutschland 
Tempelhofer Ufer 23/24 
10963 Berlin 

Die Antragswerkstatt im Online-Forum von Wikimedia Deutschland wird bereits für die Diskussion von Anträgen von Präsidium, Vorstand und Mitgliedern genutzt. Dabei geht es bisher meist um die Diskussion eines weitgehend fertigen Antrags. Nur selten findet eine kollaborative Erstellung von Anträgen aus vagen Ideen statt. Auch bleibt es bis zur offiziellen Stellungnahme des Präsidiums - die bisher meist so spät erfolgte, dass keine Antragsänderung mehr möglich war - offen, inwieweit Präsidium und Geschäftsstelle eine Idee in der vorgebrachte Form überhaupt für umsetzbar halten.

Unter den Anträgen sind gefühlt viele, die eher formeller Natur sind. Satzungsänderungen scheinen mehr Attraktivität zu haben als die Beschäftigung mit Inhalten der Vereinstätigkeit oder -ausrichtung. Die Werkstatt soll Vereinsmitglieder und andere Interessierte dabei unterstützen, auch inhaltlich auf die Arbeit des Vereins Einfluss zu nehmen.

Der Beschluss des Jahresplans ist in der letzten Mitgliederversammlung erstmals vertagt worden. Hintergrund ist die Entscheidung des FDC (Funds Dissemination Committee), die beantragten Mittel um rund 1/3 zu kürzen, was im November den Anschein erweckte Anpassungen des Entwurfs nach  unten notwendig zu machen. Tatsächlich aber war der Fundraiser so erfolgreich, dass der neue Jahresplanentwurf gegenüber der November-Version sogar Anpassungen nach oben vorsieht. Die Änderungen werden durch den Vorstand vorbereitet und von der Mitgliederversammlung beschlossen. Dadurch bietet sich nun eine konkrete Gelegenheit für Mitglieder, Akzente zu setzen und die Ausrichtung der Vereinsaktivitäten mitzugestalten. Durch die kol­la­bo­ra­tive Erstellung können Chancen und Risiken eines Antrags aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden und der Antragsteller kann frühzeitig auf Hinweise und Kritik reagieren und seinen Antrag entsprechend umformulieren.

 Und Disclaimer: nein, auch wenn es manchmal so Aussehen mag: das ist nicht "meine" oder meine und lyzzys Veranstaltung. Tatsächlich ist es eine WMDE-Veranstatung, die sogar Teil eines Präsidiumsbeschlusses ist und vom Vorstand als Vereinsveranstaltung angesehen wird. Warum trotzdem ich das die ganze PR machen muss - who knows. <script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at March 04, 2015 08:37 PM

March 02, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Christian Rickerts wird Vorstand von Wikimedia Deutschland

Rickerts, Christian 2014   140324_A01B0484.jpg

Christian Rickerts (Foto: Jan Voth, CC-BY-SA 4.0 International)

Liebe Vereinsinteressierte, es freut mich sehr, euch heute mitteilen zu können, dass die Suche nach einer neuen Geschäftsführung für Wikimedia Deutschland erfolgreich beendet ist. Das Präsidium beruft Christian Rickerts zum Vorstand. Diese Entscheidung hat das Präsidium einstimmig beschlossen und folgt damit der ebenfalls einstimmigen Empfehlung der Übergangskommission. Christian wird seine Vorstandsaufgaben ab dem 1. Mai 2015 übernehmen.

Wikimedia Deutschland ist durch ehren- wie hauptamtliche Arbeit geprägt, und Christian Rickerts kennt Freiwilligen-Engagement aus beiden Perspektiven bestens, unter anderem aus seiner Zeit als Mitgründer des Schüler Helfen Leben e. V., als dessen späterer Geschäftsführer und dann als geschäftsführender Vorstand der gleichnamigen Stiftung. Anschließend war er sowohl im wirtschaftlichen als auch gemeinnützigen Umfeld tätig, zuerst als Strategieberater bei Capgemini, dann als Geschäftsführer bei Reporter ohne Grenzen in Deutschland. Seit 2012 ist er Vice President für Corporate Communications bei der Bertelsmann Stiftung.

Christian hat uns insbesondere mit seinem Wissen um die Schnittstellen von Haupt- und Ehrenamt sowie seiner Motivation, mit wertegetriebenem Denken und methodischer Vielfalt davon überzeugt, dass wir Wikimedia Deutschlands Weg in die Zukunft gemeinsam gestalten wollen. Bis er sein Amt als Vorstand antritt, wird weiterhin Jan Engelmann übergangsweise die Geschäfte führen, wie er das im vergangenen halben Jahr erfolgreich getan hat. Dafür möchte ich Jan an dieser Stelle sehr herzlich danken.

Großer Dank geht auch an die Übergangskommission, die den Prozess der letzten Monate ebenso zielstrebig wie engagiert geplant, begleitet und zum Abschluss gebracht hat. Die Gruppe, die aus Mitgliedern des Präsidiums, des Vereins, Angestellten der Geschäftsstelle sowie Community-Vertretern bestand, konstituierte sich Ende Juni 2014. Ich denke, die Arbeit der Übergangskommission ist beispielhaft und eine wertvolle Erfahrung, die wir innerhalb der Wikimedia-Bewegung teilen sollten und werden.

Wenn Christian Rickerts im Mai seine Aufgaben als Vorstand übernimmt, wird die Frühjahrsmitgliederversammlung bereits stattgefunden haben. Es freut mich, dass er voraussichtlich trotzdem schon als Gast am 18. April nach Köln kommen kann.

Stellvertretend für das gesamte Präsidium möchte ich Christian Rickerts bei Wikimedia Deutschland und im internationalen Wikiversum herzlich willkommen heißen!

by Tim Moritz Hector at March 02, 2015 08:52 AM

February 28, 2015

Iberty

Liveblog: Open Editing Berlin



20:16h: A now for something new: a live blog from Open Editing (Offenes Editieren) Berlin, the oldest and original Open Editing Event :-)

Open Editing is a monthly meeting where Wikipedians meet and basically do stuff: mostly it is about writing articles, but also about uploading pictures, playing the Wikidata game, talking about life, the wikiverse and everythimg; it is to help newbies who are sometimes attending: basically people at Open Editng just do everything what they do online, - but nicer and without arguing. Open Editing started at the end of 2013 in Berlin and right now there are several similar events throughout Germany.

So right now we are in Berlin: around ten people are here. That is not so much, but there were upheavels in recent months. I hear chatter about Owls, Wikipedia navigation, jokes about Wikipedia-bickering and the food provided. Six people are writing on their laptops, one woman writes on paper  - the people here weite and talk about chemicals, locally grown food, the sport of bobsledding and the Wikimania. The mood is somewhere between calm and upbeat. Several WMDE people already said hallo and maybe one or two will even come editing.

And now I still start doing some research for my own articles.. maybe google scholar has something to offer about Bourbon Whiskey. Until now I only found articles from 1920 or very very specialized articles about the chemistry found on certain compounds found in Whiskey.

20:22h. Someone sings. "Now you have finally really arrived in Wikipedia."  Discovery: the point of return for Wikipedians is when people use your nickname to talk to you.

20:26: Yeah. I found a twenty-page articles about American whiskeys from "The alcohol textbook" which seem to have quite good contents on the technologies and craft used to today to produce whiskey.

20:41 People are getting silly.



21:01 People talking about their youth in the seventies. I will take a short control stroll to see if anybody is still actually editing. -> Yes, I do some open "edit" windows on Wikipedia.


21:06 Great. An article about Bourbon in a Journal about Groundwater: Springs and the origin of Bourbon. It's about the effect (or non-effect of Kentucky limestone water on Whiskey production)



21:12 In the next room is - by coincidence as far as I know - "Open Wikidata editing."


21:20 Battle of the songs. Notebook loudspeakers do not improve the sound of music.

21:21 Just some minutes and people will start dancing.. on tables. 

21:22 Yeah. Balkan Beats!
 
21:29 Talk about the upcoming Steward election. And someone explains Wikmedia Commons.

21:31 New music: Stand by me. Still nobody danncing.

21:34 NO HASENOHREN! 

22:11 YES HASENOHREN!
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 28, 2015 01:11 PM

February 26, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 8/2015

Hier kommt die achte Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015. Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Wikimedia:Woche 8/2015

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden. Die Wikipedia-Ausgabe der Woche findet sich unter https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/260215.

Foundation und Organisationen

Strukturveränderungen und Personalwechsel in der Leitungsebene der Wikimedia Foundation

Lila Tretikov, Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, hat angekündigt, dass es mehrere Strukturveränderungen und Personalwechsel in der Leitungsebene der Stiftung geben wird. Alle Community-relevanten Tätigkeiten werden unter dem „Community Engagement department“ zusammengefasst, angeleitet vom bisherigen stellvertretenden Justiziar Luis Villa. Berichtend an ihn wird Siko Bouterse Leiterin des Community Resources Teams, das die verschiedenen Förderprogramme der WMF vereint. Die Leiterin des ursprünglichen Grantmaking-Departments, Anasuya Sengupta, verlässt die Stiftung Ende März.

Beginn des WMF-Strategieprozess: Community-Befragung

Die Wikimedia Foundation beginnt ihren mehrere Male verschobenen Erarbeitungsprozess für eine neue Strategie. Erster Ausgangspunkt soll eine Befragung der Community sein, die Antworten auf die zwei Fragen (1. Was würdest du außer der Benutzung von Mobilgeräten und der nächsten Milliarde Benutzer als bedeutende Trends benennen? 2. Wie würden, deiner Meinung nach, anhand der zukünftigen Trends, die du für wichtig hältst, erfolgreiche und gesunde Wikimedia-Projekte aussehen?) werden öffentlich auf Meta gesammelt.

Erster Quartalsbericht der Wikimedia Foundation

Die Wikimedia Foundation hat ihren Berichtsrhythmus geändert und berichtet nicht mehr monatlich, sondern nur noch jedes Quartal über ihre Aktivitäten, Erfolge und Misserfolge. Tilman Bayer hat nun den ersten Quartalsbericht für vierte Quartal 2014 veröffentlicht.

Einreichungsfrist für Wikimania-Beiträge

Am 28. Februar um 23:59 UTC endet die Einreichungsfrist für Beiträge für die Wikimania 2015 in Mexiko-Stadt.

Wikimedia Norwegen mit neuer Geschäftsführerin

Wikimedia Norwegen hat erstmals eine Geschäftsführerin eingestellt, nämlich die bisherige GLAM-Verantwortliche Astrid Carlsen.

Zwei neue Nutzergruppen anerkannt

Das Affiliations Committee hat zwei neue Nutzergruppen (User Groups) anerkannt: Die „Wikimedia Community User Group Georgia“ sowie „Shared Knowledge“. Letztere möchte mittelfristig das nicht (mehr) aktive Wikimedia-Chapter Wikimedia Mazedonien ersetzen.

Projekte und Initiativen

Jahresbericht des internationalen OTRS-Teams

Das internationale OTRS-Team – die Gruppe von Freiwilligen, die die Mails an info@wikimedia.org beantwortet – hat seinen Jahresbericht für 2014 veröffentlicht.

Gewinnerfoto des Wiki Loves Africa-Fotowettbewerbes gekürt

Die Publikumsabstimmung des Fotowettbewerbs Wiki Loves Africa – dieses Jahr mit dem Thema „afrikanische Küche“ – ist ausgewertet und drei Gewinnerfotos sind gekürt worden. https://blog.wikimedia.org/2015/02/23/wiki-loves-africa-photo-contest/

Wikimedia Education Toolkit veröffentlicht

Das Learning & Evaluation Team der Wikimedia Foundation hat eine Sammlung von „best practices“ und Lernmustern für Bildungsaktivitäten veröffentlicht.

Ein Gnom in Brüssel

Lukas Mezger, stellvertretender Vorsitzender des Präsidiums von Wikimedia Deutschland, hat an einer „high-level roundtable discussion“ der Europäischen Kommission zur Urheberrechtsreform mit teilgenommen. Er berichtet davon in seinem Blog.

Bengali-Wikipedia feiert zehnjähriges Bestehen

Die Wikipedia in bengalischer Sprache, die vor allem in Ostindien und Bangladesch gesprochen wird, feiert ihr zehnjähriges Bestehen.

Wie Fotokurse Wikimedia Commons nutzen können

In einem Blogbeitrag für die Wiki Edu Foundation berichtet Eryk Salvaggio welche Nutzen und Auswirkungen es hat, wenn Fotokurs-Teilnehmende (Kurse und Schulungen für angehenden Fotografinnen und Fotografen) so geschult werden, dass ihre Werke auf Commons veröffentlicht werden.

Schreibwettbewerb von der Oder bis zur Insel Sachalin

Jan Loužek berichtet im Blog von Wikimedia Tschechien über den Plan der mittel- und osteuropäischen Wikimedia-Chapter (WMCEE) einen internationalen Schreibwettbewerb zu organisieren, der thematisch und geographisch von der Oder bis zur Insel Sachalin, dem östlichen Ende von Russland, reichen soll.

Technik

Fragen mithilfe von Wikidata beantworten

Großes Ziel ist es, mithilfe von Wikidata in Zukunft normale (menschliche) Fragen beantworten zu können. Ein Schritt auf dem Weg dahin ist „Platypus“, ein von Studierenden der École normale supérieure de Lyon entwickeltes Tool, das simple und komplizierte Fragen beantworten kann. Eine kompliziertere Beispielfrage: “Who is Michelle Obama’s husband’s father?”

Diskussion

Auswertung der „Danksagungen“

Fae (aus der englischsprachigen Wikipedia) hat die seit Einführung der „Danke“-Funktion in einem öffentlichen Logbuch mitprotokollierten Danksagungen von Wikipedia-Nutzerinnen und -Nutzer untereinander in einer Statistik zusammengefasst. Die Auswertung bzw. Aggregrierung dieser Daten hat zu großen Diskussion auf der Diskussionsseite des Wikipedia:Kuriers geführt. International (auf wikimedia-l) gibt es vor allem positives Feedback für die Auswertung.

Quantität vs. Qualität bei Fotoprojekten

Nicht zum ersten Mal, aber wieder Mal ist die Diskussion entfacht worden, wie die Balance zwischen Quantität und Qualität bei Wikipedia-Fotoprojekten gehalten werden sollte. Auslöser war ein Kurier-Artikel zum Rodel-Weltcup in Altenberg, bei dem zwei Wikipedianer 5000 Fotos erstellt haben.

Termine

27./28.2.: Open Cultural Hackathon in Bern

Am 27. und 28. Februar findet der erste „Open Cultural Hackathon“ in Bern (Schweiz) nach dem Vorbild von Coding da Vinci statt.

5.3.: Monsters of Law: Wiki-Immunity – Bleibt die Wikipedia in Deutschland rechtlich geschützt?

Am 5. März spricht Jan Mönikes, Rechtsanwalt und Experte für Urheber-, Medien- und IT-Recht, in den Räumen von Wikimedia Deutschland über die heutige rechtliche Situation und mögliche Veränderungen der Haftung für die deutschsprachige Wikipedia. Ein Livestream wird angeboten.

10.3.: Tech on Tour in Lokal K

Birgit Müller, Projektmanagerin für Kommunikation mit Communities bei Wikimedia Deutschland, organisiert gemeinsam mit Raymond ein Treffen zur Diskussion technischer Wünsche seitens der Communities. Weitere Stationen in Deutschland sind geplant.

by Cornelius Kibelka at February 26, 2015 04:42 PM

Monsters of Law: “Wiki-Immunity – Bleibt die Wikipedia in Deutschland rechtlich geschützt?”

Nicht erschrecken! Rechtliche Fragen bei Monsters of Law. Foto: By Gerrard St monster mural, by Aviva West, [CC BY-SA 2.0]

Die Veranstaltungsreihe Monsters of Law wurde von Wikimedia Deutschland ins Leben gerufen, um sich juristischen Fragen rund um Freies Wissen und seinen Rahmenbedingungen anzunehmen.

Jan Mönikes, Rechtsanwalt und Experte für Urheber-, Medien- und IT-Recht, spricht am 5. März bei Wikimedia Deutschland über die heutige rechtliche Situation und mögliche Veränderungen der Haftung für die deutschsprachige Wikipedia.


Monsters of Law:
Wiki-Immunity – Bleibt die Wikipedia in Deutschland rechtlich geschützt?”

Referent: Jan Mönikes, Rechtsanwalt und Experte für Urheber-, Medien- und IT-Recht
Wann: Donnerstag, 05.03., 18 Uhr, (Einlass 17:30 Uhr)
Wo: Wikimedia Deutschland e.V., Tempelhofer Ufer 23-24, Berlin



Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, uns an diesem Tag ab 18 Uhr zu besuchen.
Dem Format der Reihe entsprechend wird der Abend aus drei Teilen bestehen, einem Vortrag unseres Referenten, einer Frage- und Diskussionsrunde und einem informelleren Teil mit Getränken.

 

Immuniät hat viele Gesichter. Bild: [CC BY 4.0], via Wikimedia Commons

Nach der bisherigen Rechtsprechung der Gerichte in Deutschland ist der Wikimedia e.V. als Förderverein für die deutschsprachigen Inhalte der Wikipedia rechtlich nicht verantwortlich. Anders sieht es dagegen mit der Wikimedia-Foundation selbst aus: Sie haftet als Betreiberin der Seiten auch heute schon für den Inhalt der Autoren. Da die Stiftung jedoch in den USA sitzt und dort ein anderes System der Haftung von Internetanbietern etabliert ist, ergibt sich in der Praxis eine „Wiki-Immunity“, die gerichtliche Ansprüche deutscher Antragsteller meist ins Leere laufen lässt und auch die Autoren selbst schützt.

So erfreulich das im Einzelfall sein mag, so sehr weist dies aber auf ein dahinter liegendes, grundsätzliches Problem hin, dass im Internet die Durchsetzbarkeit nationalen Rechts – und damit eines der wesentlichen Rechtsstaatsprinzipien – grundsätzlich zur Disposition gestellt sein kann, selbst in Fällen rein innerstaatlicher Betroffenheit und auch bei solchen Konstellationen, in denen die normativen Wertungen der beteiligten Staaten grundsätzlich übereinstimmen. Das ist aus Sicht vieler Staaten in Europa, besonders im Verhältnis zu den USA, nicht (mehr) hinnehmbar, so dass es immer wieder Versuche gibt, dieses „irgendwie“ zugunsten der Durchsetzbarkeit nationalen Rechts zu lösen. Vor dem Hintergrund aktueller Debatten wie einem „Recht auf Vergessen“ könnten sich auch für die deutschsprachigen Inhalte der Wikipedia erhebliche Veränderungen gegenüber der heutigen „Wiki-Immunity“ ergeben.

Die Veranstaltung wird als Livestream auf der Webseite von Monsters of Law gezeigt und eine Aufzeichnung später verfügbar gemacht.

 

 

by Lilli Iliev at February 26, 2015 04:35 PM

February 24, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Freies Wissen und Wissenschaft – Barcamp Science 2.0 in Hamburg

Unter dem Motto “Opening up science, crossing borders” wird am 24. März wird in Hamburg einen ganzen Tag lang über Offene Wissenschaft diskutiert, die Anmeldung für das Barcamp Science 2.0 ist jetzt offen.

Die digitalen Technologien des Web 2.0 beeinflussen immer mehr den Alltag und die Arbeitsabläufe von Forschenden und eröffnen neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. So können Forschungsergebnisse und -daten frei zugänglich gemacht, ausgetauscht und nachgenutzt werden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können in Echtzeit kollaborativ zusammenarbeiten und die Forschung damit effizienter gestalten. Eine stärkere Öffnung der Wissenschaft brächte also viele Vorteile, erfordert jedoch auch den Abbau von Hemmnissen, Hürden und Vorbehalten, die derzeit noch an vielen Stellen bestehen.

Hier setzt das Barcamp Science 2.0 an, das am 24. März 2015 im Vorfeld der zweitägigen Science 2.0 Conference in Hamburg stattfinden wird. Das Barcamp soll interessierte Teilnehmende aus unterschiedlichen Bereichen zusammenbringen, um ihre Erfahrungen rund um das Thema Offene Wissenschaft auszutauschen und zu diskutieren. Das offene Format erlaubt es, neue Ideen zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

Organisiert wird das Barcamp vom Leibniz Forschungsverbund Science 2.0 (in welchem Wikimedia Deutschland Mitglied ist) und dem Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW). Wikimedia Deutschland ist Kooperationspartner des Barcamps und wird sich mit Beiträgen zu Freiem Wissen einbringen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

by Christopher Schwarzkopf at February 24, 2015 01:21 PM

Iberty

Mal in die Gegend gedacht: jemand Lust eine Thematic User Organisation "deutschsprachige Wikipedia AutorInnen" mitzugründen?

Swaledale lamb jumping 
Spring!

In Kürze : Thematic Organisations in der Wikimedia Foundation sind so etwas wie Chapter, aber nicht mit einem regionalen sondern mit einem inhaltlichen Fokus.

Und so sehr ich WMDE und seine breitere Mission aus vielerlei Günden schätze, habe ich den Eindruck, es gibt sehr sehr sehr sehr viele in der de.wp aktive Menschen, die gerne eine organisierte Interessenvertretung hätten ohne sich um das ganze drumherum von Wikidata über ÖRs und 10 Jahre WMDE und dessen Wunden.. kümmern zu müssen.  <script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 24, 2015 07:27 AM

February 23, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Wikimedia Deutschland Blog

Platypus, a speaking interface for Wikidata

PPP (Projet Pensées Profondes)  is a student project aiming to build an open question answering platform. Its demo, Platypus (http://askplatyp.us) is massively based on Wikidata content. 

At the École normale supérieure de Lyon we have to do a programming project during the first part of your master degree curriculum. Some of us were very interested in working on natural language processing and others on knowledge bases. So, we tried to find a project that could allow us to work on both sides and, quickly, the idea of an open source question answering tool came up.
This tool has to answer to a lot of different questions so one of the requirements of this project was to use a huge generalist knowledge base in order to have a usable tool quickly. As one of us was already a Wikidata contributor and inspired by the example of the very nice but ephemeral Wiri tool of Magnus Manske, we quickly chose to use Wikidata as our primary data source.

This is why, after four months of hard work from seven people, we are happy to introduce Platypus, the new English speaking interface for Wikidata.

It is available as a simple web application. A getting started manual can be found here: https://projetpp.github.io/demo.html

Platypus, the true Jimbo Alpha?

Platypus, using advanced natural language processing techniques and Wikidata, is able to answer a lot of questions, from the simple ones like “What is the birth date of Douglas Adams?” to the strange “What are the daughters of the wife of the husband of the wife of the president of the United States?” Currently most questions that may be answered using a single statement from Wikidata are supported. Platypus is also able to do simple spell checking in order to be able to answer to questions like “What is the cappyttal of Franse?”.
As computer scientists, we love mathematics, so the Platypus is also able to simplify a lot of mathematical formulas written in a natural-like syntax like “sqrt(180)”, in Mathematica like “Sum[1/n^42, {n,1,Infinity}]” or even in LaTeX like “\sum_{i=0}^n i^2″.

Why Wikidata is amazing

Wikidata was a very good choice because with its strong database of labels and aliases it has allowed us to easily find the Wikidata entities matching a given term using the search suggestion API of Wikidata. So it is very easy to map terms of natural languages to Wikidata identifiers and then use the statements in order to answer to most of simple questions like “When is X born?”.
Platypus is also an amazing excuse to improve Wikidata: questions for which Platypus does not give the answer are often an occasion to add relevant data to Wikidata, and different formulations of questions are sometimes the occasion to add aliases to properties in order to improve their discoverability. It also made us discover vandalism on various Wikidata items. As example, the result of the query “Barack Obama” was broken a day because of a change of the English label of its item on Wikidata. After the revert of the vandalism and a cache purge Wikidata was clean again and this question worked.
We are also looking forward to improvements to Wikidata like the addition of support for quantities with units in order to increase the number of answerable questions.

Conclusion

The student project is finished since a few weeks but the open source project continues. We are currently working to add the support of other languages like French, improving the global performances and investigating in order to add context to question to be able to answer to things like “What is his birthdate?” after “Who is the president of the United States?” or “Where is the closest Wikimedia user group?”. People are welcome to help us on these points, or more globally to improve Platypus.

by Jens Ohlig at February 23, 2015 01:31 PM

Platypus, eine Schnittstelle zu Wikidata in natürlicher Sprache

PPP (Projet Pensées Profondes)  ist ein Projekt von Studierenden mit dem Ziel eine offene Frage-Antwort-Plattform zu bauen. Die dabei entstandene Demo-Anwendung Platypus (http://askplatyp.us) stützt sich in erster Linie auf Inhalte von Wikidata. In einem Gastbeitrag berichten die Menschen hinter Platypus von ihrem Projekt, Wikidata das Sprechen beizubringen. 

An der École normale supérieure de Lyon steht im ersten Teil des Masterstudiengangs ein Software-Praktikum auf dem Plan. Einige von uns waren an natürlicher Sprachverarbeitung interessiert, andere an Wissensdatenbanken. Wir suchten also ein Projekt, an dem beide Seiten arbeiten konnten und kamen recht schnell auf die Idee einer offenen Frage-Antwort-Plattform. Dieses Werkzeug sollte eine Menge unterschiedlicher Fragen beantworten können und brauchte deshalb eine einen riesigen Datenfundus an Weltwissen, damit wir schnell loslegen konnten. Jemand bei uns war schon Wikidata-Editor und inspiriert von dem schicken, aber mittlerweile nicht mehr gepflegten Wiri-Tool von Magnus Manske stand schnell fest, dass wir Wikidata als primäre Datenquelle nutzen wollten.

Nach vier Monaten harter Arbeit in einem Team von sieben Leuten können wir jetzt das Ergebnis unserer Mühen präsentieren: Platypus, ein natürlichsprachliches Interface für Wikidata in Englisch.

Aufrufbar ist es als eine einfache Web-Anwendung. Die Dokumentation zur Einführung befindet sich hier: https://projetpp.github.io/demo.html

Platypus, das Jimbo Alpha?

Platypus benutzt fortschrittliche Techniken aus der Computerlinguistik und Wikidata und kann so viele Fragen beantworten von eifachen wie “What is the birth date of Douglas Adams?” bis zu ungewöhnlichen wie “What are the daughters of the wife of the husband of the wife of the president of the United States?” Die meisten Fragen, die sich mit einem einzelnen Wikidata-Statement beantworten lassen werden im Moment unterstützt. Platypus führt auch einfache Rechtschreibüberprüfungen durch und kann so Fragen beantworten wie “What is the cappyttal of Franse?”.
Als Informatiker mögen wir natürlich Mathe, so dass Platypus auch mathematische Formeln versteht – in Schreibweisen wie “sqrt(180)” oder wie bei Mathematica wie “Sum[1/n^42, {n,1,Infinity}]” oder in sogar in LaTeX-Notation wie “\sum_{i=0}^n i^2″.

Was Wikidata so toll macht

Wikidata war eine gute Wahl. Mit seiner starken Datenbasis und den Labeln und Aliasen war es ein leichtes, die passenden Entities zu finden, auch durch die Suchvorschläge der Wikidata-API. So konnten wir Ausdrücke in natürlicher Sprache schnell den Bezeichnern in Wikidata zuordnen und dann die Statements benutzen, um einfache Fragen zu beantworten wie “When is X born?”.
Platypus war auch eine prima Ausrede, um an der Verbesserung von Wikidata zu arbeiten: Wenn Platypus eine Frage nicht beantworten konnte, war das oft eine gute Gelegenheit, um relevante Daten zu Wikidata hinzuzufügen und unterschiedliche Formulierungen für die gleiche Frage gaben uns oft Gelegenheit, Aliase zu ergänzen und die Auffindbarkeit von Entities zu erhöhen. Auch konnten wir Vandalismus bei Wikidata aufspüren. Als eines Tages die Frage nach “Barack Obama” nicht funktionierte lag das an einem veränderten englischen Label des Wikidata-Items. Nachdem wir den Vandalismus revertet hatten und den Cache geleert hatten, war Wikidata wieder sauber und die Frage funktionierte wieder.
Wir freuen uns auch schon auf Weiterentwicklungen bei Wikidata wie Quantities und Units, was die Menge der beantwortbaren Fragen nochmal erhöhen wird.

Schlussfolgerungen

Das Studierenden-Projekt ist abgeschlossen, aber das Open-Source-Projekt geht weiter. Wir arbeiten zur Zeit an der Unterstützung weiterer Sprachen wie Französisch, an der Performance und wir schauen uns an, wie wir Kontext hinzufügen können, damit Fragen wie “What is his birthdate?” nach der Frage “Who is the president of the United States?” gestellt werden können oder eine Antwort auf die Frage “Where is the closest Wikimedia user group?” gegeben werden kann. Wir freuen uns über alle, die uns bei diesen Punkten helfen können oder allgemein Platypus verbessern wollen.

by Jens Ohlig at February 23, 2015 01:29 PM

February 22, 2015

Iberty

Why oh why board? #wikimediafoundation #wmf

The Board of Trustees of the Wikimedia Foundation


The Board of Trustees of the Wikimedia Foundation "oversees the foundation and its work, as its ultimate corporate authority." It is made up of volunteers who oversee the work of the Wikimedia Foundation, guide its strategy and are, in a very abstract way, the embodified ultima ratio of decision making inside the Wikimedia Foundation.

The make-up of the board and its composition are grown historically and organically. That means, they are not really suitable for standards of applied logic. They somehow they came into being. Right now the board consists of "1 founder (Jimmy Wales for eternity..), 4 appointed by other board members, 3 elected by the communities in a complicated process and 2 selected by affiliate organisations (mainly chapters) in a process one really doesn't want to know.

So it is a good idea to think about the composition of the board and if there are ways for improvement. The way I would think about it: is: "What is this board supposed to do? What is the doing? Is there room for improvement? Is there any way the composition of the board can be changed to cover this room?"

The Board thinks about its composition


The reason, why I'm writing all of this: the board really is thinking about its composition:


As to the:

WHY?

..this text by the board remains utterly silent. The only reason given is "we started to think about ways to improve". So of course it is very difficult to comment on some propositions if one has no idea what these propositions are supposed to achieve. So I really don't know why. But at least the board tells me what it would like to achive. The board writes about its objectives:
    (1) A continuous process of looking for potential trustees
    (2) Diversity (gender, geography, expertise, background, different Wikimedia experiences)
    (3) Finding talent inside and outside our communities
    (4) Providing governance experience and training to potential candidates in our movement
    (5) Providing lower overhead ways to contribute to WMF governance and advise strategic decisions
    (6) Limiting bureaucracy and/or staff involvement
    (7) Flexible Board composition: e.g., allowing for an extra 1-2 Trustees in some years
I would say: two of these (1 and 6) are about process in a narrow sense. For somebody not involved in board-action this is almost impossible to answer. Two of these objectives (4 and 5) are about process in a less narrow sense, two objectives (2, 3) are about the composition of the board and one (7) I really don't understand at all. 

So I will focus on composition and on process.

Composition:

 As said, the board consists of 10 members. Focusing on diversity, these are:

* 1 is the founder (a North American male from inside the community)
* 3 are selected by the communities (due to the election process heavily favoring people from North America from inside the community)
* 2 are selected by the chapters and amical (due to the composition of the movement favoring candidates from Europe and South America from inside the community)
* 4 are appointed (the board is basically free to do what it likes, As far as I can see in the last years it selected one male from the USA (Matt Halin), and three females, one from India (Bishakha Datta), one from South America (Ana Toni) and one from Europe (Alice Wiegand) .

So of the 10 seats, six have a heavy regional bias by system and four are in principle available for candidates all over the world. So of course one could increase the number of appointed members to get more regional diversity. Unluckily these four (plus Jimbo) have a heavy bias against democratisation and participation. Increasing the number of appointed seats would at the same time decrease the democratic legitimsation this board has.

The other way is to change the composition of the board is to change the ways single seats are given: Since the board is already free to appoint whoever it wants (and I basically I have no idea at all how it decides) I have no idea as well, how this could be changed. Abolishing Jimbo would lead to more diversity but could bring some other problems. Changing the ways the community and affiliate seats are given could be a good idea, but also could create a lot of problems on a democratic/representative level. There we really would have to talk about details about how this is playing out. 

On another level: yeah, I like diversity and on a general level I'm deeply convinced that more diverse organizations work better than less diverse ones. But there are other factors as well that make an organizsation work better and that are not part of the boards reasoning From this board statement I cannot see why diversity in this case is such a special need and overall priority, I as well cannot see what kinds of diversity are primary goals (which should have a huge effect on the kind of process finally chosen). 

So I'm not really sure how this is supposed to playout and how the board will overcome the gap between its goal of a globally universal compositon of a board and an electorate that heavily weighs towards North America, Europe and South America. 

 

Volunteer structures inside WMF and responsibilities

About process: the two objectives: "Providing governance experience and training to potential candidates in our movement. Providing lower overhead ways to contribute to WMF governance and advise strategic decisions." This is a great idea. Right now the only way for volunteers to have a responsible position at the WMF is a board members. There is no tenure track, no way to hold responsibilty at a lower level and the only organised entities of volunteers on foundation level are in grantmaking. In these committees there is already a pool of potential candidates, but I'm not sure if the board is really aware of this. And of course there needs to be more - more volunteers involved, in a more defined process with more responsibilities. This is a way to develop a large pool of potential candidates from a wide variety of backgrounds, give them experience with foundation work and let the people at the community and the chapters already come into contact with them and know them.

Of course this is more demanding than a simple change of procedure in selecting board members. But at least it is sustainable and actually solves problems long-term :-)

So what to do

So, let's just assume the board has answerde the "Why?" already and the proposed "what" is the ultimate answer to the why. What I would do:

(1) Abolish Jimbo
(2) Maybe change the appointment process (although I don't know enough about it to really say so)
(3) Maybe change the election processes (but this is a matter of details and finetuning and could easily backfire)
(4) Create a lot more ways and positions for volunteers to have responsibility inside the movement / create a tenure track.

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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 22, 2015 09:57 PM

February 21, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Stadtwiki Delft

http://wikidelft.nl/index.php?title=Hoofdpagina

"Wat afbeeldingen, audio, video en andere media betreft is de gebruiker van WikiDelft onder de regelgeving van Creative Commons: Naamsvermelding-gelijk delen"

by KlausGraf at February 21, 2015 04:05 PM

February 19, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 7/2015

Hier kommt die siebte Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015. Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Packendes, Mitreißendes und Unterhaltendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Wikimedia:Woche 7/2015

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden. Die Wikipedia-Version der Ausgabe findet sich unter https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/190215.

Foundation und Organisationen

Entwurf des überarbeiteten Jahresplans 2015 von Wikimedia Deutschland veröffentlicht

Wikimedia Deutschland hat seinen nach der FDC-Kürzung angepassten Entwurf zum Jahresplan für das Jahr 2015 veröffentlicht. Frist für einzureichende Anträge für mögliche Änderungen am Jahresplan ist der 21. März. Der Jahresplan soll auf der 16. Mitgliederversammlung am 18. April in Köln beschlossen werden. Eine erste Diskussion zum Plan ist auf Meta zu finden.

Umfrage zur Zusammensetzung des Board of Trustees der Wikimedia Foundation

Alice Wiegand, deutschsprachiges Mitglied im Board of Trustees der Wikimedia Foundation, hat um Meinungen und Kommentare gebeten, wie das oberste Aufsichtsgremium der Foundation, das Board of Trustees, in Zukunft zusammengesetzt werden soll. Derzeit besteht dieses aus zwei von den Wikimedia-Organisationen sowie drei von den Communities bestimmten Mitgliedern, vier ernannten Mitgliedern und Jimbo Wales. Kommentare zur Frage sind auch in deutscher Sprache möglich und ebenso erwünscht.

Anerkennung der brasilianischen User Group verlängert

Das Affilliations Committee hat bei seiner jüngsten (real life) Sitzung in San Francisco die Verlängerung des User-Group-Status der Wikimedia Community User Group Brasil beschlossen. Des Weiteren gibt es kleine Änderungen beim Anerkennungsprozess.

Projekte und Initiativen

Wiki Loves Africa: Publikumsabstimmung

Bis zum 25. Februar können Interessierte noch an der Publikumsabstimmung zum besten Foto des Bilderwettbewerbs „Wiki Loves Africa“ teilnehmen.

Zweite Runde der Abstimmung zum „Bild des Jahres“ auf Wikimedia Commons

Bis zum 22. Februar können Interessierte noch an der zweiten Runde der Abstimmung zum „Bild des Jahres“ auf Wikimedia Commons teilnehmen.

Einreichungen aus dem deutschsprachigen Raum zur Wikimania

Eine (vermutlich unvollständige) Übersicht zu Wikimania-Einreichungen im deutschsprachigen Raum steht in der Wikipedia.

Umfrage zur Signpost

Das Community-Medium der englischsprachigen Wikipedia, The Signpost, macht derzeit eine Umfrage zur Signpost und fragt nach möglichen Verbesserungen.

Neue Werbevideo für Wikipedia:Zero

Die Wikimedia Foundation hat auf Youtube ein neues Video veröffentlicht, um das Projekt „Wikipedia:Zero“ zu bewerben. Im Rahmen von Wikipedia:Zero werden Übereinkünfte mit Telekommunikationsbetreibern geschlossen, um einen kostenfreien (mobilen) Zugang zu den Wikimedia-Projekten zu ermöglichen.

Wikimedia Foundation unterstützt Rechtsstreit Twitter vs. Holder

Die Wikimedia Foundation untersützt ideell (mittels eines sog. Amicus Brief) neben sechs weiteren Organisationen und Unternehmen den Rechtsstreit Twitter vs. Holder. In dem Fall geht es darum, ob und in welchem Umfang Dienstanbieter ihre Nutzerinnen und Nutzer über Eingriffe in die Privatsphäre seitens des Staates informieren muss.

Wie können 50.000 Karten sinnvoll aufbereitet werden?

Kimberly Kowal von der British Library berichtet, dass unter den eine Million vor kurzem freigegeben Dateien der British Library u.a. auch 50.000 Karten(dateien) zu finden waren. Sie beschreibt auf welche Wege und mit wessen Unterstützung (Hint: Wikimedia-Freiwilligen!) sie diese zur Nachnutzung aufbereitet hat.

Technik

„Wir lieben Freie Software“

Thiemo Mättig beschreibt in einem WMDE-Blogbeitrag, wieso Freies Wissen auch Freie Software einschließt und in welcher Form sich Wikimedia Deutschland dafür engagiert.

MediaViewer-Bericht 2014

Fabrice Florin hat den Bericht zum MediaViewer im Jahr 2014 veröffentlicht. Unter anderem schreibt er, dass der MediaViewer 17 Millionen Mal pro Tag genutzt wird und 95 Prozent der Lesenden ihn nicht deaktivieren würden. Auf der negativen Seite berichtet er unter anderem, dass fehlende (sinnvolle) Erfolgsmetriken die Evaluation erschwert hätten.

Was sind die wichtigsten zu übersetzenden MediaWiki-Systemnachrichten?

Entwickler Niklas Laxström berichtet in seinem privaten Blog über die anstehende (und notwendige) neue Übersetzungsrunde für MediaWiki-Systemnachrichten.

Wikidata für statistische Auswertungen

Maximilian Klein beschreibt in einem WMDE-Blogbeitrag wie er Wikidata als Datenfundus für statistische Auswertungen nutzt.

Diskussion

Wie männerdominiert ist die (deutschsprachige) Wikipedia?

Auf der Diskussionseite des Wikipedia:Kuriers ist aufgrund einer Studie zur Geschlechter(un)gerechtigkeit innerhalb der Wikipedia eine lange Diskussion entbrannt, wie männerdominiert die deutschsprachige Wikipedia innerhalb der Autor(inn)enschaft als auch in der Themenvielfalt sei.

Presse und Websites

Community, Community

Lukas Mezger, Mitglied des Präsidiums von Wikimedia Deutschland, schreibt über seine Ansicht der Community-Unterstützung.

Der nächste große Plan des Jimmy Wales

In einem Interview mit der Wirtschaftswoche berichtet Jimmy Wales über seinen nächsten großen Plan: Den Ausbau seines bereits bestehenden Telekommunikationsanbieters (The People’s Operator).

Wikipedia-Fake nach 10 Jahren entdeckt und gelöscht

Dirk Franke zeichnet in seinem Blog die Geschichte eines zehn Jahre alten Wikipedia-Fakes nach.

Termine

27./28.2.: Open Cultural Hackathon in Bern

Am 27. und 28. Februar findet der erste „Open Cultural Hackathon“ in Bern (Schweiz) nach dem Vorbild von Coding da Vinci statt.

5.3.: Monsters of Law: Wiki-Immunity – Bleibt die Wikipedia in Deutschland rechtlich geschützt?

Am 5. März spricht Jan Mönikes, Rechtsanwalt und Experte für Urheber-, Medien- und IT-Recht, in den Räumen von Wikimedia Deutschland über die heutige rechtliche Situation und mögliche Veränderungen der Haftung für die deutschsprachige Wikipedia. Ein Livestream wird angeboten.

10.3.: Tech on Tour in Lokal K

Birgit Müller, Projektmanagerin für Kommunikation mit Communities bei Wikimedia Deutschland, organisiert gemeinsam mit Raymond ein Treffen zur Diskussion technischer Wünsche seitens der Communities. Weitere Stationen in Deutschland sind geplant.

by Cornelius Kibelka at February 19, 2015 04:50 PM

February 18, 2015

Iberty

Wikimedia Deutschland hat einen unverbindlichen Jahresplanentwurf 2015

Siehe unter anderem auf meta. 

Die Diskussion dazu wird sich in den nächsten Tagen unter anderem auf der meta-Diskussionsseite finden. 

Verbindlich wird der - oder ein geänderter - oder ein ganz anderer aus der Mitgliedschaft eingebrachter - Entwurf auf der WMDE-Mitgliederversammlung am 18. April in Köln

Und wer sich im Vorfeld noch von Angesicht-zu-Angesicht über den Plan unterhalten möchte, kann dies am 7. März in Berlin machen,<script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 18, 2015 03:41 PM

February 16, 2015

Iberty

Two #Wikimania-Submissions

Zwei Worte vorweg: die Wikimania ist die Welt-Wikip/media-Konferenz und findet 2015 in Meixko City statt. Dort kann man hinfahren und Vorträge zu Sachen machen, die vage ins Wikiverse passen. Dafür muss man bis zum 28.2. Vorschläge einreichen. This I did.

 

KISS new editors (Co-authored with Rebecca Cotton

Link: https://wikimania2015.wikimedia.org/wiki/Submissions/KISS_new_editors (In case you are Wikimania interested you already can show interest :-))

For most new editors to the Wikimedia projects we don't know where they come from. Organised recruiting of new contributors to the Wikipedia projects so far has almost always been costly and rarely scaled.Most often organised efforts focused on offline activities and face-to.face meetings They involved rooms, volunteers, people who care and as a first step had to bridge the offline-online gap. There has to be a way to keep recruiting simpler, involving less organisation, less volunteer time and a starting point that is already online. Maybe there is inspiration in the wider world outside the Wikimedia projects?

In 2015 Wikimedia is not the only organisation any more that cares for healthy online communities and tries to recruit new editors. So we checked out what the world out there does to recruit the masses. Crowdsourcing grows more common and more successful all over the world. Inspired by crowdsourcing efforts used in many contexts we want to do some easy, lean, light-budget testing on whether recruiting methods that work for other organisations may also work for Wikimedia projects.

In 2015 we will go where potential editors are: online. We will try to reach many people using little resources in a way as simple as obvious; we will post some targeted ads on Facebook, maybe Google and other smaller channels.

To evaluate these efforts and to do some A/B testing We will also have an on-wiki landing page with a small survey for the "arrivals" and all the necessary Links to get the people set up for becoming new authors in the Wikipedia and other Wikimedia-projects.

In this talk we present our results, and discuss our approaches.

Recruiting new editors is not only of interest for us and should work in this way across cultures and continents. If you are interested in pitching in, helping us to set up landing pages, contribute data to similar projects, or just donate to the project contact us!

The Art of Trolling

Link: https://wikimania2015.wikimedia.org/wiki/Submissions/The_Art_of_Trolling (In case you are Wikimania interested you already can show interest :-))

Sometimes we love trolls, sometimes we hate them and sometimes trolls just leave us standing there, mouth wide open and utterly confused. But whatever our attitude is: nobody escapes trolls. They are everywhere: on wiki, on mailinglists, at conventions, on mailinglists about Wikis... But this is not a talk to lament, but one to celebrate. Indeed, trolls can be destructive in a most negative manner. But they don’t have to be. To troll means to do the unexpected, to play with expectations, to be disruptive and to do the action that is not supposed to happen - but this can be constructive and creative as well as destructive.

Historically some form of trolling has always been present in society. We will dig a little into this and how modern technologies radically changed the now widely used techniques of trolling. Through the excercises we hope to give the audience a better understanding of how trolling can disrupt everyday life in a productive manner - showcasing skills of both the old masters and the new.

Based on ten years of trolling experience as troll, admin and - most importantly - trolling admin, several years experience as professional community manager and polished up with actual scientific research this talk will offer:

A typology of trolls from the plain boring to the the unsettling one, the evil one to the inspiring troll.

The talk will showcase tips and tricks for effective trolling. It will showcase tips and tricks for playing with expectations - how to identify them, subvert them and turn them around in your favor.

Is trolling is done right everybody involed should have fun.

But good trolling is not only fun, it actually is a short way of solving problems and initiate solutions that in other ways could hardly be found. This presentation will give a short outlook on the uses trolling can have:

* it can de-escalate conflicts
* it can open up new perspectives
* it can integrate different viewpoints it
* can loosen up stalemate positions
* it can bring people together

Troll for love and understanding.

No Talk but monday in this blog is ballet day


Pirouette
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 16, 2015 10:43 AM

Wikimedia Deutschland Blog

Asking Ever Bigger Questions with Wikidata

German summary: Maximilian Klein benutzt Wikidata als als Datenfundus für statistische Auswertungen über das Wissen der Welt. In seinem Artikel beschreibt er, wie er in Wikidata nach Antworten auf die großen Fragen sucht.

Asking Ever Bigger Questions with Wikidata

Guest post by Maximilian Klein

A New Era

Simultaneous discovery can sometimes be considered an indication for a paradigm shift in knowledge, and last month Magnus Manske and I seemed to have both had a very similar idea at the same time. Our ideas were to look at gender statistics in Wikidata and to slice them up by date of birth, citizenship, and langauge. (Magnus’ blog post, and my own.) At first it seems like quite elementary and naïve analysis, especially 14 years into Wikipedia, but only within the last year has this type of research become feasible. Like a baby taking its first steps, Wikidata and its tools ecosystem are maturing. That challenges us to creatively use the data in front of us.

Describing 5 stages of Wikidata, Markus Krötsch foresaw this analyis in his presentation at Wikimania 2014. The stages which range fromKnow to Understand are: Read, Browse, Query, Display, and Analyse (see image). Most likey you may have read Wikidata, and perhaps even have browsed with Reasonator, queried with autolist, or displayed with histropedia. I care to focus on analyse – the most understand-y of the stages. In fact the example given for analyse was my first exploration of gender and language, where I analysed the ratio of female biographies by Wikipedia Language: English and German are around 15% and Japanese, Chinese and Korean are each closer to 25%.

To do biography analysis before Wikidata was much harder. To know the gender of an article you’d resort to natural language processing or hacks like counting gendered categories and guessing based on first name. Even more, the effort had to be duplicated for each language that had to be translated. Now the promise of language-free semantic data, and tools like Wikidata Query and Wikidata Toolkit are here. The process is easier because it is more database-like; select, group by,apply, and combine.

With this new simplicity, let’s review what we have imagined so far. Here’s a non-exhaustive introduction to the state of creative question-asking so far:

Pushing Ourselves to Think Even Bigger

Can we think even bigger if we use more of the available data? Thinking about the fact that every claim may have an attached reference, Markus Krötzsch always wants to know, for a given set of claims what references must be believed in order to believe the set of claims? With that notion we could look at all the claims associated with all the items of a given language, and thus the required belief system of that langauge. At this point we could ask what are the differences in the belief systems of any two langauges?

Another way we could test the fundamental principles of knowledge and culture is to consider the chains made by the subclass of, instance of, or cause of properties. Every language is present at different links of each chain. So we can look at the differences in ways in which languages organize a hierarchy of concepts – or if they think it’s a hierarchy at all.

Much fun for logicians and epistemologists. But we can also ask more socially important questions, questions about how language and society relate. What biases do we have that we aren’t even aware of? The method, for which I’ve proposed a PhD, could be conducted as follows. We’re aware of sexism in our societies, and as you’ve seen we’ve started to build a statistical profile of how it manifests in Wikidata. Likewise we’re cognizant of racism and homophobia. We might next look at rates people appear in Wikidata by race and desire. Let’s assume we could train a model to say that these kinds of distributions are types of social biases. Next we could search every property in Wikidata to see if it indicated social bias. If successful we may find overlooked stigmas and phobias in society.

I claim that our theoretical question-answering ability has paradigmatically shifted with the growing up of Wikidata. Soon enough you won’t even need to be a sophisticated programmer to whisper your questions into the system. So next time your reading, browsing, querying or displaying Wikidata, challenge yourself to think about how to analyse it too.

by Jens Ohlig at February 16, 2015 08:18 AM

February 15, 2015

Iberty

Ein paar Gedanken zum kommenden WMDE-Jahresplan

Kontext: 

 In ein paar Tagen veröffentlicht Wikimedia Deutschland den unverbindlichen Jahresplanentwurf für 2015. Aufgrund diverser Umstände arbeitet der Verein mit einem vorläufigen Jahresplan, der endgültige Plan wird von der Mitgliederversammlung am 18. April in Köln beschlossen. Nun kommt vom Vorstand der Vorschlag, der dann ein paar Wochen kommentiert werden kann,Änderungsvorschläge können eingebracht und Änderungsanträge können gestellt werden. Bevor ich mich da mit Inhalten beschäftige, vielleicht erst einmal ein paar formale Erwartungen und Hoffnungen.

"A Basket full of Wool" (6360159381)
Was der Plan wohl enthalten wird?

Aus diversen Gründen entstand dieser unverbindliche Planvorschlag nicht offen und partizipativ, sondern wurde von Teilen der Geschäftsstelle erstellt, dem Präsidium vorgeschlagen/mit diesem diskutiert und wird dann in die Öffentlichkeit gegeben. Das heißt aber auch: Menschen, die nicht gerade im Planungskommittee der GS sitzen oder aber Präsiden sind, haben faktisch nur eine einzige Chance, auf den Plan inhaltich Einfluss zu nehmen: durch die MV. Um die Chance zu haben, Einfluss zu nehmen, muss der Plan aber ein paar Bedingungen erfüllen.

Was sollte ein Plan?


Bevor ich aber zu den Bedingungen komme, sollte ich vielleicht etwas weiter ausholen zum Wesen des Planes an sich. An sich sollte ein Plan ja drei Teile haben: was? wie? und warum? Was soll erreicht werden? Wie soll das praktisch umgesetzt werden? Und warum sind diese Ziele sinnvoll und warum ist die Art der Zielerreichung so und nicht anders? Sinnvollerweise hängt das alles zusammen: also es wird klar, welches Ziel warum wie erreicht werden soll.

Nun haben die WMDE-Jahrespläne bisher eher die Eigenschaft, dass das "warum" fast vollkommen fehlt: warum also von den dröflzig Millionen Sachen, die man machen könnte zum Beispiel im derzeitigen vorläufigen Plan diese acht operativen Ziele und 29 Teilziele ausgewählt wurden, wird nicht deutlich. Das ist um so ärgerlicher, weil von den drölfzig Millionen Zielen vermutlich halbdrölfzig Millionen ganz sinnvoll sind, und der Grund warum der Verein nur 29 Teilziele statt halbdröflzig Millionen verfolgt, mangelnde Ressourcen sind. Die Frage "warum diese und keine anderen?" sollte schon deutlich beantwortet werden. Der Zusammenhang zur Präambel (die am ehesten als "warum" interpretiert werden kann) und den Teilzielen wird zumindest mir nicht so recht deutlich.

Exkurs: ein Beispiel:


Um ein Beispiel aus dem aktuell geltenden vorläufigen Plan zu nehmen. Hier ist ein Abschnitt aus der Präambel:

"Viele Erkenntnisse haben wir in den letzten Jahren aus der Arbeit in den Bildungs- und Kulturbereichen gewonnen. Auch hier sind es Freiwillige, die mit ihrem Engagement und ihren Ideen Türen zu Institutionen aufstoßen oder gesellschaftliche Entscheider beeinflussen. Freiwillige setzen sich dafür ein, dass das Bildungssystem in Deutschland gegenüber freien Bildungsmaterialien geöffnet wird. Freiwillige engagieren sich für eine Modernisierung des Urheberrechts auf europäischer Ebene. Hier wie dort benötigen sie Möglichkeiten, sich zu vernetzen. Sie benötigen Strukturen und Plattformen, die sie nutzen können."

Soweit ich das nachvollziehen kann, sind dies dazu gehörige Teilziele:

"
Veranstaltungsreihen – WMDE etabliert Veranstaltungsreihen (z. B. Wikimedia Salon, Monsters of Laws, Bildungsreihe), um neue Kontakte zu generieren und die Vernetzung mit Institutionen voranzutreiben.
Modellprojekt – Durch die gemeinsame Initiierung eines Modellprojekts mit einer exzellenten Wissenschaftinstitution soll das Thema Freies Wissen im Wissenschaftsbereich verankert werden.
Datenfreigabe – Durch den Ausbau der Kooperationen mit Institutionen aus dem Kulturbereich (z.B. Erweiterung von Coding da Vinci) wird die konkrete Datenfreigabe von Insitutionen erhöht. (Outcome)
"

Mir wird nicht so recht deutlich, wo da die Verbindung von einem zum anderen ist. Wobei es nicht hilft, dass die Struktur in Präambel und Zielen komplett verschieden ist, und es höherer Kremlogie bedarf um zu ergründen, welche Begründung sich wohl auf welches Ziel beziehen könnte.

Nicht erleichternd kommt hinzu, dass der Plan zwar Indikatoren vorsieht, ob ein Ziel erreicht wurde, diese aber vorsichtshalber nicht ausführt und nicht sagt, wann und wie sie erfüllt sein könnten. Nach dem Plan in der alten Form wären die Ziele erfüllt, wenn mal irgendjemand irgendwas in die Richtung gemacht hat.

Der Disconnect


Creep feeder
Einem Plan sollte man ins Gesicht sehen können.

Schwieriger aber, wenn es um - nicht-nur-die-Geschäftsstelle-macht-den-Plan geht, ist der komplette Disconnect zwischen was und wie. In den Zielen gibt es vier Programmlinien <script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script>mit den erwähnten acht operativen und 29 Teilzielen im "wie: ergo Finanzen und Personal" gibt es zwölf Positionen, die offensichtlich nicht direkt mit den Zielen zusammenhängen, sondern einfach da sind. Auf irgendeine Begründung warum es so ist, verzichtet der Plan vorsichtshalber ganz. Auf irgendeine nachvollziehbaren Zusammenhang wie Budget und Personal mit den Zielen zusammenhängen verzichtet der Plan vorsichtshalber auch. Als einfaches Beispiel: der Verdacht liegt nahe, dass die 7 FTEs aus dem Bereich Bildung und tendenziell für an den Zielen "Institutionen" etc. arbeiten. Wenn die sieben jetzt aber anfangen würden, alle Javascript für Wikidata zu programmieren. wäre das durch den Plan aber immer noch locker gedeckt. 

Das heißt konkret:


* Von Außen ist nicht nachvollziehbar, welches Ziel welche Priorität hat, wie es umgesetzt wird und welche Ressourcen dafür jeweils zur Verfügung stehen.
* Es gibt im ganzen Plan keinerlei Begründung, warum das Budget so verteilt wird wie es verteilt wird.
* Es gibt im Nachhinein natürlich auch keinerlei Rechenschaft darüber, ob das Budget für die Ziele in dem Maße ausgegeben wurde, die der Plan vorsah, sondern es ist im Wesentlichen eine Blankovollmacht über eine siebenstellige Summe.
* Wenn es auch keine nachvollziehbaren Indikatoren für die Ziele gibt, ist es auch da im Nachhinein nicht absehbar, ob da nun etwas gut oder eher nicht gut gelaufen ist.

Für Änderungsanträge heißt das konkret:


* Es ist unmöglich Ziele anders zu priosieren, weil die Priosierung komplett unklar ist. Nicht einmal eine Erklärung was denn nun der Unterschied zwischen Teilziel und Operativem Ziel ist, enthält er. Und wenn der Planentwurf im Hintergrund vorsieht Ziel A wird mit großen Ressourcen erreicht und Ziel B mit kleinen, ist das von Außen nicht nachvollziehbar, weil nicht dargestelt. Die MV hat keinerlei Möglichkeit zu sagen "uns ist Ziel B aber wichtiger."
* Das heißt für Antragssteller: Anträge zu Zielen haben für den Antragssteller extrem unvorhersehbare Auswirkungen auf die konkrete Arbeit, Antragssteller haben jetzt auch schon mehr als einmal zu hören bekommen "das geht so nicht" ohne dass klar wäre, warum und ohne dass dem jemand inhatlich fundiert widersprechen könnte - es fehlen ja grundlegende Informationen. Jeder Antrag in Bezug auf Ziele ist Stochern im Nebel.
* Das heißt für Antragssteller: Anträge zu Ressourcen haben extrem unklare Auswirkungen auf die Ziele. Antragssteller haben jetzt auch schon mehr als einmal zu hören bekommen "das geht so nicht" ohne dass klar wäre, warum und ohne dass dem jemand inhatlich fundiert widersprechen könnte - es fehlen ja grundlegende Informationen. Jeder Antrag in Bezug auf Ressourcen ist Stochern im Nebel.

Wünsche für 2015


Agneau Loire-Atlantique
Ich bin gespannt.

Soviel dazu. Der vorläufige Plan ist vom letzten Jahr und das ist a soooo 2014. Jetzt haben wir Neuer-Plan-Neues-Glück und die Hoffnung auf mehr Einfluss. Deshalb meine Hoffnungen für den unverbindlichen Planentwurf 2015:

* Ein klares "warum" sowohl bei den Zielen als auch bei den Ressourcen und ein klares "warum nicht" andere Ziele.
* Eine deutliche nachvollziehbare Verbindung zwischen dem Warum und spezifischen Zielen.
* Indikatoren, die nicht Absichtserklärungen eines Indikators sind, sondern tatsächliche nachvollziehbare und in Nachhinein überprüfbare Größen sind.
* Eine nach außen deutliche Priorisierung der Ziele, unter anderem in dem klar wird, welche Ressourcen für welches Ziel zur Verfügung stehen.
* Eine Begründung für das "wie" - also Finanz- und andere Teile.
* Eine nachvollziehbare Verbindung zwischen Zielen und Ressourcen, die es nachvollziehbar macht, wie sich eine Zieländerung auf die Ressourcen auswirkt und eine Ressourcenänderung auf die Ziele,

Ich bin gespannt.

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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 15, 2015 04:04 PM

February 14, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Erinnerung: Deadline Reisestipendien zur Wikimania 2015 am Montag, 16.2. 23:59 UTC

von ProtoplasmaKid (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Ein kleiner Reminder zum Wochenende: Am Montagabend, 16. Februar 2015 – 23:59 Uhr (UTC) endet die Bewerbungsfrist für Reise-Stipendien zur Wikimania 2015.

Wikimedia Deutschland unterstützt den Wikiversum-weiten Stipendienpool durch 16 Reisestipendien für Teilnehmende aus den deutschsprachigen Wikimedia-Projekten (inkl. Commons und Wikidata) mit Wohnsitz in Deutschland.

Bewerbungen dazu einfach über das globale Bewerbungsformular für Wikimania-Stipendien einreichen.

Die Auswahl zur Vergabe der 16 Stipendien erfolgt dann anhand der allgemeinen Bewertungskriterien des globalen Stipendienverfahrens durch eine Gruppe von drei Wikimania-erfahrenen Community-Aktiven: MB-one, Raymond (A) und Rlbberlin.

Die Wikimania 2015 findet vom 15.–19. Juli 2015 in Mexiko statt.

by Sebastian Sooth at February 14, 2015 12:42 PM

Wir lieben Freie Software

Wie schon im letzten Jahr begeht die Free Software Foundation Europe am 14. Februar den „I love Free Software-Tag“. Bei Wikimedia Deutschland entstehen die Arbeiten an den Softwareprojekten MediaWiki und Wikidata ganz selbstverständlich und von Anfang an als Freie Software unter Freien Lizenzen. Für uns ist klar, dass wir Freies Wissen nicht nur in Form von Artikeln in Projekten wie der Wikipedia teilen wollen – Freies Wissen gibt es auch in Form von Code. Es ist uns wichtig, Freiheit in Form von Software zu schaffen und zu teilen. Thiemo Mättig, Wikipedianer und bei Wikimedia Deutschland angestellt als Software-Entwickler, hat seine persönlichen Gründe dafür aufgeschrieben und erklärt, warum er Freie Software liebt.

Frei für alle, wer macht denn sowas?

Seit nunmehr einer Dekade erkläre ich Wikipedia, und die Antwort ist immer die Selbe: „Wer schreibt denn die Artikel?“ Leute wie du und ich. „Und wer prüft die Fakten?“ Leute wie du und ich. „Und wer programmiert die Software?“ Leute wie du und ich.

Und wie ist das möglich?“ Weil alles frei ist, offen, transparent und nachvollziehbar, von den sozialen Prozessen in den Communitys der verschiedenen Wikimedia-Schwesterprojekte bis zur Software tief drin in dem, was ich inzwischen Wikimedia-Universum nenne. Von den Artikelschreibern in den Wikipedia-Sprachversionen über die Faktensammler im Wikidata-Projekt bis hin zu den Tüftlern und Bastlern in und an der MediaWiki-Software und ihren zahllosen Erweiterungen sind all die verschiedenen Benutzergruppe durch eine große Idee verbunden: Was wir tun, ist öffentlich und frei. Freie Software.

Diese Art der Freiheit ist etwas, das Weblog-Schreibern, Facebook- und Twitter-Benutzern vertraut ist, wenn sie etwas teilen. Die Übertragung dieser Idee auf die Daten- und Software-Welt ist immer noch etwas, das Erstaunen auslöst. „Wenn jeder meine Daten oder meine Software auf seine Bedürfnisse zuschneiden kann, ohne mich zu fragen“, so hört man, „dann ist meine Arbeit doch nichts wert.“ Wie erklärt man, dass diese Frage falsch gestellt ist?

Freie Software steigert den Wert für alle

Ich glaube daran, dass frei im Sinne Freier Software zu sein keine Wertminderung, sondern eine Wertsteigerung bedeutet. Die Freiheit, Einblick zu erlangen, zu Verändern, zu Verbessern und weiter zu geben ermöglicht etwas, das mit manchmal verächtlich “totes Holz” genannten Büchern oder der Zeitung von gestern nicht denkbar ist: Wissen wird lebendig, und diese Lebendigkeit kann so viel mehr wert sein als die Hoheit über eine Datensammlung oder die Weiterentwicklung einer Software inne zu haben. Projekte wie MediaWiki, die Wiki-Software hinter der Wikipedia, oder das Wikidata-Projekt zeigen das.

Wikidata geisterte als Idee seit den Anfängen der Wikipedia durch die Köpfe einiger Vorreiter. Vor etwas mehr als zwei Jahren fand die Idee eine Heimat in Berlin und lockte mich stetig: Eine Fakten-Sammlung mit inzwischen 13 Millionen Einträgen, aufgebaut auf einer speziell dafür geschaffenen Datenbank-Software für lose strukturiertes Faktenwissen. Das, was seit gut zwanzig Jahren als “semantisches Web” postuliert wird, fand ich in Wikidata so praxistauglich geerdet, dass es für mich endlich greifbar wurde. Große Pläne in kleinen, überschaubaren Schritten. Schnelle Entwicklungs-Zyklen. Unmittelbare Einflussnahme. Und ausschließlich Freie Software, die auch mir als Entwickler die Sicherheit gibt, dass keine von mir geschriebene Zeile Quelltext ungesehen in Vergessenheit geraten sondern sich verbreiten wird, gesehen wird und ja, auch verändert wird, oft genug bis zur Unkenntlichkeit. Doch wie bei jedem Enzyklopädie-Artikel in der Wikipedia, dessen Entwicklung ich angestoßen oder begleitet habe, setzt sich auch in der Softwareentwicklung die Überzeugung durch, dass nicht die Wortwahl zählt oder die Wahl eines Algorithmus sondern die Idee, die mein Beitrag eingebracht hat. Wikidata, deren Softwareentwicklung ich seit inzwischen einem Jahr in Vollzeit mit voran treibe, ist dank Freier Software lebendiger als jedes Softwareprojekt, an dem ich je beteiligt war. Freie Software gibt mir die Gewissheit, an etwas teilzuhaben, das größer ist als ich es überschauen kann.

Darum liebe ich Freie Software.

by Jens Ohlig at February 14, 2015 06:46 AM

February 13, 2015

Iberty

Traktorfreitag: Wikibooks lebt #Traktorlexikon 1

Manche Eingeweihte werden es wissen: es gibt nicht nur Wikipedia. Es gibt auch noch die sogenannten Schwesterprojekte, die andere Inhalte aufbereiten als enzyklopädischen Text. Auf Commons liegen die ganzen Bilder, Filme und einige Audiodateien, Wikisource erschließt alte Quelltexte und auf Wikibooks kann man mal so richtig ausführlich und detailreich werden. Da ist dann zum Beispiel eine Aufgabensammlung Physik oder Verzeichnisse von Tanzschritten oder einiges anderes.

Selbst viele Wikipedistas sind überrascht, wenn man sie darauf hinweist, dass diese Schwersterprojekte existieren und das dort tatsächlich leben existiert. Und es existiert nicht nur Leben und Content, sondern auch: was für Content. Ein ganzes riesiges Traktorenlexikon zum Beispiel! "Es wurde 2005 gestartet und umfasst mittlerweile über 2000 mehr oder weniger ausführlich geschriebene Seiten." Und in 2014 gibt es immer noch Edits.

Zettelmeyer Traktor
Zettelmeyer Z2 - das derzeitige Ende des Lexions.

Das Traktorlexion beschreibt vor allem einzelne Typen von Aebi TP 65S bis zu Zettelmeyer Z2 und natürlich dutzendweise Fendts, Deutzs, John Deeres, Steyrs, Hanomags, Porsches, Lamborghinis und wie sie alle heißen. Oft mit Bild (aber oft auch noch gesucht) und immer mit zumindest einigen technischen Daten. Seinem Ziel, "die Traktoren dieser Welt" zu sammeln, ist es sicher näher als Wikipedia dem Ziel "das Wissen dieser Welt" zu sammeln. Tausende! sage ich. Tausende! Und Tausende noch zu schreiben.

Wir haben es satt 19.01.2013 14-07-46
Ein einzig wahrer Lamborghini.

Wo allerdings echter Nachholbedarf besteht, ist in den Überblicksartikeln. Die sind nicht mal wirklich vorhanden und hätten vermutlich auch deutliche Dopplungen mit Wikipedia. Andererseits kann man hier echt richtig ins Detail gehen und den Traktornerd in sich ausleben. Wikibooks lebt! Mit Traktoren! I'm touched.

Tractor Belarus MTZ-2-2
Ein Belarus.

Und weil ja heute Traktorfreitag ist, zum Abschluss noch eine kleine Explosion (mit fliegendem Motor):

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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 13, 2015 08:07 AM

February 12, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 6/2015

Hier kommt die sechste Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015. Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Informatives, Kurioses und Mitreißendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Wikimedia:Woche 6/2015

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden. Die Wikipedia-Version der Ausgabe findet sich unter https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/120215.

Foundation und Organisationen

Wikimedia Conference 2015 in Berlin

Die Wikimedia Conference wird vom 14. bis 17. Mai in Berlin stattfinden. Die Anmeldephase beginnt demnächst.

Anmeldefrist für Wikimania-Stipendien endet am 16. Februar

Die Anmeldefrist für Stipendien zur Wikimania in Mexiko-Stadt endet am 16. Februar. Dirk Franke (southpark) hat in seinem privaten Blog aufgeschrieben, welche Freitextfelder in der Bewerbung auf Englisch auszufüllen sind. Auch Wikimedia Deutschland bietet Reisestipendien an.

Neue Leitung des Learning & Evaluation Teams gesucht

Die Wikimedia Foundation sucht eine neue Leitung für das Learning & Evaluation Team. Die Stelle ist seit der Auszeit von Jessie Wild Sneller im September 2014 vakant.

Wiki Edu Foundation sucht Senior Manager of Development

Die Wiki Edu Foundation, die das ausgelagerte Bildungsprogramm der Wikimedia Foundation durchführt, sucht eine*n Senior Manager of Development. Die Person soll sich vor allem um die Weiterentwicklung und Professionalisierung der Organisation kümmern.

Projekte und Initiativen

GLAM on Tour in Wuppertal

Am 30. Januar und 1. Februar fand das Projekt „GLAM on Tour“ im Wuppertaler Von-der-Heydt-Museum statt. Sowohl Schlesinger wie auch Elya und Raymond haben dazu gebloggt.

Ukrainischsprachige Wikipedia feiert elften Geburtstag

Die Wikipedia in ukrainischer Sprache hat am 30. Januar 2015 ihre elften Geburtstag gefeiert. Ein Interview mit dem Vorsitzenden von Wikimedia Ukraine, Yuri Perohanych, wurde übersetzt und im Movement-Blog veröffentlicht

Learning Team sortiert Learning Patterns neu

Das Learning & Evaluation Team der Wikimedia Foundation hat seine Learning Patterns (zu Deutsch etwa „Lernmuster“), die dabei helfen sollen das Projektmanagement von Freiwilligen zu verbessern, überarbeitet und neu sortiert.

Technik

WMF kündigt an, Software-Entwicklung künftig kollaborativer zu gestalten

Die Wikimedia Foundation plant, den Einbezug der Communities in die Software-Entwicklung zu verbessern. Damon Sicore, Vice-President of Engineering, nennt auf Wikimedia-l Rahmenfaktoren des Vorgehens und lädt ein, sich an Diskussionen zum Visual Editor zu beteiligen.

Wiki Edu Foundation veröffentlicht Tracking-Software für Wikipedia-Kurse

Die Wiki Edu Foundation hat ihr neues Tool „Wiki Edu Dashboard“ veröffentlicht, mit dem es möglich sein soll, den Bearbeitungsverlauf einzelner Wikipedia-Kursteilnehmenden innerhalb der Wikipedia zu verfolgen.

Globale Benutzerseiten in der Testphase

Das Software-Entwicklungsteam der Wikimedia Foundation testet derzeit die „Globalen Benutzerseiten“. Die „zentrale“ Benutzerseite, die in Wikimedia-Projekten angezeigt werden soll, die keine lokale Benutzerseite haben, soll im Meta-Wiki gespeichert werden.

Vorlagen „Link FA“ und „Link GA“ abgelöst

Die Vorlagen „Link FA“ (featured article) und „Linka GA“ (good article) für die Kennzeichnungen lesenswerter und exzellenter Artikel (bzw. Äquivalente) in anderen Wikipedias sind nun nicht mehr notwendig. Alle Information sind inzwischen auf Wikidata gespeichert.

Tech-Team der Wikimedia Foundation beim Google Code-in 2014

André Klapper berichtet im Movement-Blog über die Teilnahme des Software-Entwicklungs-Team am jährlich stattfindenden Google-Programmierwettbewerb „Google Code-In“.

Technischer Hintergrund des neuen Übersetzungswerkzeuges

Der Entwickler Santhosh Thottingal erklärt in seinem privaten Blog den technischen Hintergrund des vor kurzem veröffentlichten Werkzeuges, mit dem die Übersetzung von Wikipedia-Artikeln in andere Sprachen erheblich vereinfacht wird.

Der Ideengeber für die Wikipedia-App

Unmatchedstyle.com portraitiert den Entwickler Hampton Catlin, der die Idee für die Wikipedia-App hatte und daraufhin von der Wikimedia Foundation angestellt wurde.

Diskussion

Partizipation, der vierte Hinterhof und einige wenige, vokale Männer

Dirk Franke schreibt in seinem Blog etwas zu erfolgreichen und weniger erfolgreichen Partizipationsmodellen bei Wikimedia Deutschland.

Presse und Websites

Can ‘Black Wikipedia’ Take Off Like ‘Black Twitter’?

Mehrere Medien haben sich damit beschäftigt, welche Bedeutung und Auswirkung es für die Wikipedia hat, auch die afro-amerikanische Bevölkerung der USA zum Schreiben von Artikel zu gewinnen. Das New Yorker Wikimedia-Chapter organisierte passend dazu einen eigenen Edit-a-thon mit dem Titel „Black Life Matters“.

Wie neutral ist Wikipedia?

Thomas Planinger (Benutzer:Plani) hat im Online-Bereich der österreichischen Ausgabe der NZZ die Bedeutung des Neutralitätgebots der Wikipedia dargestellt.

Der Grammatikfehler, der kein Grammatikfehler ist

Zahlreiche Medien haben die Story des englischsprachigen Wikipedianers aufgegriffen, der 47.000 Mal die Wortgruppe „compromised of“ aus der englischsprachigen Wikipedia entfernt hat. Nun melden sich Kommentatorinnen und Kommentatoren die dies kritisieren und erklären, dass dies kein Grammatikfehler sei.

Bedeutung der Wikipedia für australische Studierende

Eine Umfrage hat die Bedeutung und Nutzung der Wikipedia durch australische Studierende erforscht. Ergebnis war, dass die Wikipedia vor allem für Hintergrundrecherchen und kuratierte Linksammlungen genutzt werden würde.

Termine

7.3.: Antragsworkshop für Wikimedia Deutschland-Mitgliederversammlung

Alice Wiegand und Dirk Franke organisieren im Vorlauf der Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland eine „Real-Life-Version“ der Antragswerkstatt. Der Workshop findet am 7. März in den Räumen von Wikimedia Deutschland statt.

 

by Cornelius Kibelka at February 12, 2015 05:14 PM

February 11, 2015

Iberty

Historisches: Wikimedia-Verein gegründet

So war das. Halb zufällig stöberte ich gerade in 11 Jahren alten Ausgaben des Wikipedia-Kuriers, des internen Mitteilungsblattes der Wikipedia und fand doch da folgende Meldung:

Wikimedia Verein gegründet:

Manche haben schon fast nicht mehr daran geglaubt, aber nun ist er Realität: Im Rahmen der Wizards of OS trafen sich 34 Wikipedianer und Freunde der Wikipedia am Sonntag, dem 13. Juni in der Berliner TU zur Gründung des Vereins: Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens lautet der lange Titel. Zügig wurde die Satzung beschlossen, und nachdem Tim Pritlove nach dem Mittagessen mit dem Stimmzetteldrucker eintrudelte, ging es an die Kandidatenwahl. Zweimal setzten die tüchtigen Wahlhelfer JeLuf und Danimo zur Zählung der Zettel an. Kurt Jansson, Akl und Elian wurden ohne Gegenkandidaten oder Gegenstimmen zum 1. und 2. Vorsitzenden und Schriftführer bestimmt, Henriette setzte sich gegen Dab als Schatzmeisterin durch. Bei der Beisitzerwahl wurde es dann spannend: Elf Kandidaten traten in Listenwahl für die sechs Beisitzerämter an. Fantasy, Sansculotte, Necrophorus, Mathias Schindler, Jakob Voss (Nichtich) und DaB lautet das Endergebnis, nachdem Ulrich Fuchs - mit Dab an Stimmen gleichauf - seinen Verzicht erklärte und uns so eine Stichwahl ersparte. Beinah vergessen hätten wir dann fast in der Gründungseuphorie die Wahl der Kassenprüfer: Uli und Mazbln. Nachdem die ganzen Formalien geklärt waren, fasste die Mitgliederversammlung auf Antrag des ersten Vorsitzenden auch gleich den ersten Beschluss: Wikipedia-Gründer Jimbo Wales wurde als Ehrenmitglied in den Verein aufgenommen, bevor sich alles in fröhliches Durcheinander auflöste.
Cbase berlin 13.6.04, Diskussion
Artikel ist ohne Autorenkennzeichung und durch diverses Hin- und Herkopieren und Archivieren finde ich den jetzt auch nicht mehr. Ach, Zeiten.
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 11, 2015 10:02 PM

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Iberty

Wikipedia-Leaks: Dithmarscher-Stormarner Legionäre und Wilhelm Ramm

Nein zur kreisreform plus insidefahne
Pseudohistorische Flagge Dithmarschens. Eine passende Illustration für einen Fake-Geschichts-Artikel.

Die Qualitätssicherung der Wikipedia arbeitet manchmal etwas langsam, aber sie ist unerbittlich. Manchmal arbeitet sie auch sehr langsam. So zum Beispiel im Falle der "Dithmarscher-Stormarner Legionäre" - einem angeblichen Freikorpsregiment aus den Freiheitskriegen, das seit 2005 in der Wikipedia verzeichnet war und 2015 dann als Fake gelöscht wurde. Hauptindiz für die Löschung war dann schlußendlich, dass das als Quelle angegebene Buch nicht existiert. Um genau zu sein, existiert nicht einmal der Verlag, der das Buch angeblich herausgegeben hat.

Erstrwähnung und Wilhelm Ramm: Juli 2005

Am 7. Juli ergänzt ein nicht-angemeldeter Nutzer den Artikel Freikorps um die Dithmarscher-Stormarner Legionäre, die angeblich während der napoleonischen Kriege bestanden haben. Wie damals durchaus üblich noch ohne Quellenangabe.

Derselbe Nutzer schrieb dann auch den Artikel zum Legionärsführer Wilhelm Ramm:

Wilhelm Ramm...Dithmarscher-Stormarner Legionäre

Wilhelm Ramm war neben "Georg Rüttgert", "Andreas Bauer", "Gerhard von der Kaule" und "Bruno Klein" einer der Anführer der "Dithmarscher-Stormarner Legionäre", einer Freikorps-Organisation, die in den deutschen Befreiungskriegen gegen Napoleon kämpfte.

Wilhelm Ramm (geboren: Jan.-Mär. 1790), ein dithmarscher Handwerkersohn, schloss sich nach der Reichsauflösung 1806 seinem Bruder Friedrich (geboren: 1781) an, der, da ohne das Reich ihre Heimat Dithmarschen total unter dänischer Herrschaft lag, eine Streitmacht gründen wollte, um die Koalitionen bei der Vertreibung Napoleons aus Deutschland zu unterstützen, mit der Neugründung des Reiches als Ziel.
Anfänglich fungierten die zunächst nur aus Dithmarschern bestehende Truppe als Saboteure gegen die mit den Franzosen verbündeten Dänen.

Im Jahre 1810 wurde Friedrich Ramm, der die Legionäre, wie sie sich nannten, zusammen mit Bruno Klein und Georg Rüttgert anführte, bei einem Gefecht mit dänischen Füsilieren getötet. Wilhelm nahm seinen Platz ein und sein Jugendfreund Andreas Bauer stieß hinzu. zu diesem Zeitpunkt zählten die Legionäre wahrscheinlich um die 1000 Mann.

Im Jahr darauf wandte sich die gewachsene Legionärsschar gegen die Franzosen. Ihnen schlossen sich im Laufe der Zeit auch Stormarner, unter ihnen ein Gerhard von der Kaule, sowie wenige Steinburger und Hamburger an.
Die mittlerweile 3-5 tausend Mann starke Truppe konnte sich in mehreren Gefechten gegen französische Soldaten behaupten, als sie Ende 1811 ihre Aktivitäten an den Niederrhein verlegten. Noch im gleichen Jahr wurde Gerhard von der Kaule, der zu einer der Führungspersönlichkeiten aufgestiegen war, bei einem Angriff französischer Artillerie getötet.

Die nächsten 2 Jahre leiteten Ramm und Bauer zusammen mit Klein die Geschicke der Legionäre.
Nachdem sie sich Anfang 1813 nach Sachsen schmuggelten, wurde Bruno Klein Mitte Mai von französischen Kolaborateuren gefangengenommen. Er gab sich als Kopf eines Freikorps-Battaillons aus, um seine Kameraden zu schützen, und wurde daraufhin hingerichtet.

Ramm und Bauer sammelten alle Legionäre, zu der Zeit schätzungsweise 5-6 tausend an der Zahl, um sich zur preußischen Armee durchzuschlagen.
In der Völkerschlacht bei Leipzig operierten die Legionäre mit den preußischen truppen und siegten. Allerdings wurden Wilhelm Ramm und Andreas Bauer in der Völkerschlacht getötet.


Wenn man sich wirklich und eingehend mit Dithmarscher Geschichte beschäftigt hat, hat das zwar ein paar schiefe Stellen (die Reichsauflösung war egal, Dithmarschen - damals übrigens geteilt in die sehr verschiedenen Norder- und Süderdithmarschen) eh schon dänisches Lehen und kein Dithmarscher wird bis zum Niederrhein wandern, um da Ziele zu erreichen. Für eine öffentlich unbekannte Gruppe sind 5000 bis 6000 Mann auch ziemlich viel;  aber alles in allem klingt das tatsächlich ziemlich plausibel. Was ja auch diverse Wikiepdianer dachten, die den Artikel liebevoll die nächsten zehn Jahre hegten und pflegten ohne allerdings - wenig Überraschung - die Inhalte zu ändern.

Dezember 2005: Dithmarscher-Stormarner Legionäre

Nachdem der Wilhelm-Ramm-Artikel also einige Monate überstanden hatte, geht es am 7. Dezember 2005 weiter. Ein weiterer (derselbe) Nicht-angemeldete Nutzer legt einen Link auf die Dithmarscher-Stormarner Legionäre und legt nun auch gleich den Artikel an:

Deutsches Freikorps in den Befreiungskriegen.
Siehe auch: [[Wilhelm Ramm]], [[Andreas Bauer]], [[Freikorps]]; für genauere Information

Ursprünglich in Dithmarschen (Westholstein) gegründetes Freikorps gegen die Oberherrschafft der Dänen, die mit den französischen Besatzern verbündet waren. Mit der Zeit stießen auch Freiwillige aus Stormarn hinzu, später auch einige Steinburger und Hamburger.
Das Freikorps setzte sich zunächst mit Sabotageaktionen gegen die Dänen in Holstein, später gegen die französischen Besatzer und ihre Sympatisanten in Sachsen und am Niederrhein durch.
Bald wurde aus der kleinen Bande eine ernst zu nehmende Militäreinheit von fünf-bis sechstausend Mann.
1812/13 schlugen sich die Legionäre, wie sie sich nannten, trotz starker Gegenwehr von frantzösischem Militär, zur wiederauferstandenen Preußischen Armee durch.
In der [[Völkerschlacht von Leipzig]] 1813 standen die Dithmarscher-Stormarner Legionäre in den Reihen der Preußen. Mehr als Drittel (also gut 2.000 Mann) der Legionäre fanden den Tod in der Schlacht, ebensoviele wurden verwundet. Die Anführer [[Ramm]] und [[Bauer]] fielen ebenfalls in der Schlacht.


Derselbe Inhalte wie im anderen Artikel. Weiterhin ohne Quelle. Einen Artikel zu Andreas Bauer als Dithmarscher-Stormarner Legionär scheint es nie gegeben zu haben,

Januar 2006. die Quelle

Ein weiterer Monat später. Ein (derselbe?) unangemeldete Nutzer legt nach: er repariert den Link auf Wilhelm Ramm im Freikorps-Artikel und versieht den Wilhelm-Ramm-Artikel und den Legionärsartikel mit einer Quelle:  "Chronik der norddeutschen Freiheitskämpfer", Wülbern-Verlag, Itzehoe (1911/13?)" Eine Gute Wahl: das klingt plausibel, für obskure Militaria ist 1911 auch ein überzeugendes Veröffentlichungsdatum und Itzehoe als Verlagsort passt auch zu Dithmarschen. Zumal kann man davon ausgehen, dass niemand ds Buch zu Hause hab oder haben müsste, weil das selbst im historischen Interessierten Bildungsbürgertum kein Standardwerk ist. Okay, der Verlag hat anscheinend nie existiert und das Buch anscheinend erst recht nicht. Aber da muss man ja hinterher recherchieren. Was wohl niemand tat..

Januar 2007: der Führungsstab

So, ein weiteres Jahr später. Die Artikel stehen weiterhin unbeanstandet in der Wikipedia. Und wieder kommt ein unangemeldeter Nutzer. Diesmal ignoriert er Wilhelm Ramm ganz, ergänzt aber die Legionäre um den Führungsstab:

'''Der Führungsstab der Legionäre:'''
Friedrich Ramm, *1781 †1810 (gefallen): von 1806 bis 1810 Anführer

Bruno Klein *1785 †1813 (exekutiert): von 1806 bis 1813 im Führungsstab
Georg Rüttgert *1779 †nach 1836: von 1806 bis Auflösung Ende 1813 im Führungsstab
[[Wilhelm Ramm]] *1790 †1813 (gefallen): von 1810 bis 1813 Anführer
Andreas Bauer *1790 †1813 (gefallen): von 1810 bis 1813 im Führungsstab
Gerhard von der Kaule *um 1776 †1811 (gefallen): 1811 im Führungsstab


Andreas Bauer wurde mittlerweile anscheinend degradiert, dafür ist Friedrich Ramm neu aufgetaucht. Ansonsten ist der Edit aber konsistent mit allen andern Edits, und wenn man nicht so genau hinschaut sieht das auch plausibel aus.

Acht Jahre Pause

Nix passiert.

Februar 2015: gelöscht

Und so hätten Wikipedia und die nicht-existenten Legionäre miteinander glücklich werden können, wenn nicht der Benutzer Assayer wäre. Der wird misstrauisch und stellt am 7. Februar um 21 Uhr Löschanträge gegen Ramm und die Legionäre:

Obwohl dies eine "ernst zu nehmende" militärische Einheit von 5.-6.000 Mann gewesen sein soll, findet sich in der Literatur keine Spur davon. Zum Vgl.: Das bekannte Lützowsches Freikorps hatte nur 3.500 Mann. Die angebliche Chronik der norddeutschen Freiheitskämpfer aus dem Wülbern-Verlag lässt sich in keiner deutschen Bibliothek nachweisen. Ich konnte nicht mal einen Hinweis auf einen Wülbern-Verlag in Itzehoe ermitteln. Kurzum: Ich vermute hier einen Fake.

Und dann geht alles ganz schnell: die Deutsche Nationalbibliothek kennt weder das Buch noch den Verlag. Die Legionäre und Wilhelm Ramm tauchen nur in Quellen auf, die sich direkt auf Wikipedia beziehen. Und keine zwei Stunden später ist alles weg. Nach zehn Jahren. Unsentimental und sachlich. Nur hier im Blog - und auf komischen Wikipedia-Mirrors - wird Wilhelm Ramm weiterleben und Napoleon bekämpfen.

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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 11, 2015 07:16 AM

February 10, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Das Bündnis Freie Bildung positioniert sich zu OER

Die OER-Bewegung in Deutschland wird momentan stark vom engagierten Einsatz vieler Einzelpersonen getragen.“ (Saskia Esken, SPD-Bundestagsabgeordnete)

Vor etwas über einem Jahr haben die Open Knowledge Foundation Deutschland, Creative Commons Deutschland und Wikimedia Deutschland das “Bündnis Freie Bildung” ins Leben gerufen. Mit der Vorstellung des Bündnisses Freie Bildung auf der OER-Konferenz 2014 in Berlin fiel dann der gemeinsame Startschuss. Heute veröffentlicht das Bündnis Freie Bildung ein Positionspapier zur Förderung von OER, welches in einem kollaborativen Prozess erstellt wurde. 

Was ist das Bündnis Freie Bildung?

Das Bündnis Freie Bildung ist eine Koalition von Organisationen, Institutionen und Einzelpersonen, die gemeinsam den gesellschaftlichen und politischen Diskurs zur Förderung freier Bildungsmaterialien voranbringen möchten. Gemeinsam verfolgt das Bündnis die Vision, dass „alle Bildungsmaterialien […] ohne rechtliche und technische Hürden nutzbar (sind)“.

Wofür stehen freie Bildungsmaterialien?

Die Kernidee dahinter lautet: Bildungsmaterialien jeglicher Formate (z.B. Lehrbücher, Bilder, Podcasts, Videos etc.) sollen für alle frei verwendbar und zugänglich sein. Prinzipiell wird dies durch den Einsatz offener Lizenzen möglich, die die Weiterbearbeitung und Weitergabe der Materialien erlauben können. Zudem ist die Erstellung, Nutzung oder Weiterbearbeitung von freien Bildungsmaterialien an offen zugängliche Software gebunden. Aus konventionellen Bildungsressourcen werden auf diese Art OER weiterentwickelt. Das Bündnis Freie Bildung orientiert sich in diesem Sinne explizit an der verbreiteten OER-Definition, die von der UNESCO-Kommission auf dem OER-Weltkongress 2012 in Paris erlassen wurde.

Worum geht es in dem Positionspapier?

Das das Positionspapier des Bündnisses Freie Bildung erhebt den Anspruch, auf die weitreichenden Potentiale freier Bildungsmaterialien für Lernende und Lehrende aufmerksam zu machen. Das Bündnis stellt dabei die betont stärkere Partizipation von Lernenden und Lehrenden in den Erstellungsprozess von Lern- und Lehrmaterialien heraus.

Da freie Bildungsmaterialien bisher nicht den Einzug in den pädagogischen Mainstream geschafft haben, sieht das Bündnis unbedingten Klärungsbedarf bei Unsicherheiten im Umgang mit OER. Deshalb bieten die OER-Expertinnen und OER-Experten des Bündnisses Freie Bildung in ihrem Positionspapier konkrete Empfehlungen und Anregungen, wie freie Bildungsmaterialien langfristig in den Bildungskontext etabliert werden können.

Mehr dazu und das Papier als PDF finden Sie auf der Webseite: Bündnis Freie Bildung.

by Elly Koepf at February 10, 2015 09:20 AM

February 08, 2015

Iberty

Wikimania-Bewerbungs-Freitextfelder (Update: Sprachempfehlung geändert)

Borregos Sheeps Mexico City Ixtapaluca
Für diejenigen, die bei ihrer Wikimania-Stipendien-Bewerbung schon im Voraus überlegen wollen, was sie antworten und nicht erst, wenn sie das Formular offen haben, hier die Fragen, die kommen werden:

(zur Frage: man kann auf deutsch antworten, dann checkt die Jury aber noch anderswo, ob man in der Lage ist halbwegs verständlich englisch zu schreiben. sprich: eine gute englische bewerbung ist sicher besser als eine gute deutsche, eine schlecte englische vermutlich nicht mehr)

Zur Sprache (Update): gar nicht so leicht. Mittlerweile ist mir ja aufgefallen bzw. ich wurde dahin gestupst (danke, Rebecca), dass die Jury in Runde zwei ja native German spricht und sich vermutlich tendenziell eher über lange deutsche Texte freut als über lange englische.. hm, herausforderung: Englischkenntnisse gut genug demonstrieren um in Runde zwei zu kommen und in der dann einen guten deutschen Text schreiben. Wie man das in einem Formular fertigkriegt weiß ich aber auch noch nicht.

"Erzähl uns etwas über deine Beteiligung in deinem Heimatwiki oder in der breiteren Wikimedia-Bewegung. Was hast du erstellt oder beigetragen, um dein Wiki oder die Gemeinschaft zu verbessern? Hast du eine dieser Aktivitäten geleitet oder organisiert?"

"Was ist Großartiges passiert als Ergebnis dieser Aktivitäten? Dies kann entweder quantitativ oder qualitativ beschrieben werden und kann online oder offline Auswirkungen haben. Hier sind einige Beispiele, die helfen könnten."

"Über welche Zusammenarbeit mit anderen Wikimedianern oder Wikimedia-Organisationen bist du am meisten stolz?"

"Wie teilst du üblicherweise deine Erfahrungen (oder Sachen, die du gelernt hast) mit der Gemeinschaft? Beispiele von Wikizusammenfassungen oder -berichten, Blogbeiträgen, Diskussionen bei Treffen etc. sind hier willkommen."

"Hast du früher eine Wikimania auf einem WMF-Stipendium besucht? Falls ja, verwende bitte den Platz unten, um uns über etwas Großartiges als Ergebnis eines früheren Wikimania-Besuchs zu erzählen. Was sind deine Ziele für einen erneuten Wikimania-Besuch?"

Und für diejenigen, die die deutschen Übersetzungen auch etwas schräg finden, hier nochmal die Originalformulierungen: 

Tell us about your involvement in your home wiki or the broader Wikimedia movement. What have you built or contributed to in order to improve your wiki or community? Have you lead or organized any of these activities?

What’s something great that happened as a result of these activities? This could be described either quantitatively or qualitatively, and could impact either online or offline. Here are some examples that might help.

What collaborations with other Wikimedians or Wikimedia organizations are you most proud of?

"How do you usually share your experiences (or things you’ve learned) with your community? Examples of on-wiki summaries/reports, blog posts, meetup talks, etc. are welcome here. "

"Have you previously attended Wikimania on a WMF scholarship? If so, please use the space below to tell us about something great that happened as a result of attending Wikimania previously? What are your goals for attending Wikimania again?"<script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 08, 2015 06:03 PM

Elya & Raymond

Avanti Dilettanti!

Das durch Atamari initiierte und maßgeblich organisierte Pissarro-Wochenende in Wuppertal ist jetzt eine Woche her, mein Husten hat sich einigermaßen verzogen und ich kann uns nicht ersparen, einige persönliche Gedanken dazu zu notieren. Im Vorfeld gab es ja eine Reihe von Kritikern, die Qualitätsmängel befürchteten, wenn man sich für ein Wochenende, von Vorkenntnissen unbeleckt, das […]

by elya at February 08, 2015 01:01 PM

February 06, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Beginn einer Freundschaft? Wikipedia-Aktive zu Gast im Von der Heydt-Museum

Gastgeber Von der Heydt-Museum, By Daniel Jünger [CC-BY-SA-3.0]

Ein Gastbeitrag von Schlesinger, ehrenamtlicher Wikipedia-Autor.

 

Die Annäherung an den Ort ist hart herausfordernd. Wer in diesem Winter den Zug in Wuppertal Hauptbahnhof verlässt, findet sich in einer im Abriss befindlichen stadtplanerischen Wüste der schlimmsten Art wieder.

Nur der klassizistische Sandsteinportikus des Bahnhofs mit seinem goldenen Schriftzug ”Wuppertal – Elberfeld”, ist der einzige ästhetische Lichtblick. Die Stadt hat jahrzehntelang unter autofixierten Stadtplanern und Politikern gelitten, jetzt versucht man das Gröbste einer Fehlentwicklung zu mildern.

 

Eine Begegnung im kalten Januar – mit sonnigen Aussichten

Camille Pissarro [Public domain], via Wikimedia Commons

Ganz im Gegensatz dazu wirkte die sehr gut gelungene Ausstellung mit Werken des impressionistischen Malers Camille Pissarro und einigen seiner Protagonisten im Von der Heydt-Museum, die die Besucher der Stadt wieder aufmunterte, denn die Bilder, Zeichnungen und Grafiken, aber auch die Texte der Tafeln vermittelten die optimistische lebensbejahende Haltung der impressionistischen Kunst.
Vielleicht empfanden dies auch die knapp 30 Wikipedianer, die am letzten Januarwochenende die Gelegenheit hatten, im Rahmen des Projektes ”GLAM auf Tour”, das die Zusammenarbeit von Kulturinstitutionen und Wikipedia-Aktiven fördert, das Museum und seine Ausstellung ganz nah zu erleben.

Und das Museum hatte die seltene Gelegenheit, Wikipediaautoren, ihre Arbeitsweise und ihre Wünsche aus nächster Nähe in der Museumsbibliothek näher kennenzulernen. Es war eine in der Nachschau sehr gute Zusammenarbeit mit beachtlichen Ergebnissen, wie die Liste der neu erstellten Artikel und Bildreproduktionen zu diesem Projekt zeigt. Doch nicht alles stieß auf Zustimmung.

 

Wikipedianischer Salon: Die Zukunft der Zusammenarbeit zwischen Kulturinstitutionen und Wikipedia

Wikipedianischer Salon Nr. 9, By Kontakthof Wuppertal [CC BY-SA 4.0]

Im abendlichen Wikipedianischen Salon (hier der ausführliche Bericht), an dem neben Dr. Beate Eickhoff, einer Kuratorin des Museums Von der Heydt und Stefan Koldehoff, Kulturredakteur des Deutschlandfunks, die beide eine weitere Zusammenarbeit zwischen Wikipedia und Kulturinstitutionen sehr stark befürworteten und äußerst positiv bewerteten, so kritisierte der Wikipediaautor Artmax das dilettantische Niveau einiger anwesender, aber nicht namentlich genannter Autoren, deren Kompetenz er anzweifelte.

Nicht jeder könne enzyklopädische Artikel zur Bildenden Kunst schreiben und eine Veranstaltung in deren Teilnehmerliste sich jeder beliebige Wikipediabenutzer eintragen dürfe, tauge nicht zur Verbesserung des Artikelbestandes, so der Kritiker. Doch das ficht die Autoren und Fotografen der Wikipedia nicht an, irritiert sie nur kurzzeitig. Bald steht wieder die Gewissheit im Vordergrund, dass in einem kollaborativen Projekt, wie der Wikipedia man sich gegenseitig hilft und ergänzt. So freuen sich die Autoren und Fotografen bereits auf die nächste Station dieser Reise durch die abendländische Kulturwelt.

by Lilli Iliev at February 06, 2015 06:12 PM

Iberty

Partizipation, der vierte Hinterhof und einige wenige, vokale Männer


Heidschnucken in Schmarbeck 06Wikimedia Deutschland wird die Jahresplanung 2016 partizipativ und mit den Freiwilligen zusammen vornehmen. Nein, bitte kein Gelächter - mir haben mittlerweile mehrere Menschen, die es wissen müssten, versichert, dass die Partizipation in der Planung wirklich und tatsächlich gewollt ist. Also: die Absichten sind vergleichsweise gut.

Nun sind die Absichten das eine, und der Weg zur Hölle mit guten Vorsätzen gepflastert und das Gegenteil von gut ist gut gemeint.. und naja, und so weiter. Bei der Durchführung einer partizipativen Planung stellt sich ja nicht nur die Frage: will WMDE partizipativ planen, sondern auch: kann WMDE überhaupt partizipativ planen?

Da Sebastian Moleski - ehrenamtlicher Schatzmeister von WMDE - dankenswerterweise schrieb: "Um das anzuschieben, bin ich für jeden Vorschlag dankbar, wie wir diese Diskussion am besten führen. Umfrage im Forum? Diskussion hier? Umfrage/Diskussion in der Wikipedia?" will ich doch mal versuchen etwas ausführlicher zu schreiben, was ich da für sinnvoll halte und was nicht.

Nicht sinnvoll

Traffic Jam, West of Ireland
Was ich nicht für sinnvoll halte, ist relativ einfach: einfach so vor sich hindrömmeln wie immer, dann eine Diskussionsphase aufmachen in der die Mitglieder was sagen dürfen, und dann wieder vor sich hindrömmeln.

Das hat zwei Effekte:

(1) Vorwissen, Enthusiasmus, Zeitbudget und Ansprüche der Mitglieder und Interessierten sind sehr verschieden: ein Community-Zwischenschritt irgendwo in der Mitte wird 90% der Interessierten außen vor lassen, weil das nichts bringt.

(2) Wenn man ein Angebot macht und wartet, dass Leute kommen, kommen halt die 10 Leute, die gerade nichts besseres zu tun haben oder sowieso de facto auf dem vierten Hinterhof am Tempelhofer Ufer in der Geschäftsstelle leben. Das sind aber nur bedingt diejenigen, die man haben will. Also nichts für ungut und gegen die Person: im Zweifelsfall zähle ich da ja mit zu: aber es sind nur einige wenige. Es gibt 7000 halbwegs aktive Wikipedia-Autorinnen, sicher eine vierstellige halbwegs aktiver Commons/Wikidata/ und 1300 altive Mitglieder von WMDE. Wenn sich davon nur 10 bis 15 an der Planung beteiligen ist das ein Versäumnis des Vereins. Neben den 15 die eh kommen, muss man sich um die anderen 8000 aktiv kümmern. .

Wenn man sich nicht kümmert, passiert folgendes, worüber sich auch letztens jemand aus dem erweiterten WMDE-Umfeld beschwerte: "Das sich-Abhängig-machen von der Meinung einiger weniger, vokaler Männer, die ihre Zeit auf WP:DK verbringen (wie dies seit Jahren leider bei hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern immer wieder vorkam), wird den Verein nicht weiterbringen." Darauf kann man dann auf zwei Arten reagieren: abschotten nach Außen. Oder die nicht ganz-so-vokalen-Männer-und-Frauen zu Gehör bringen.

Die Übermacht der einigen wenigen ist ein logisches Ergebnis von Halbherzigkeit: das passiert, wenn einem die Freiwilligen eigentlich egal sind/ man sie für selbstverständlich haält und einfach so hinnimmt, sie aus verschiedenen Gründen aber auch nicht komplett ignorieren kann. Alle anderen brauchen mehr Aufmerksamkeit, mehr Entgegenkommen, mehr Kümmern.

Sinnvoll 

Tractors and sheep Ballachly - geograph.org.uk - 1043846Stellt sich die Frage:  wenn komplette Abschottung nicht gewollt ist, man sich aber auch nicht von den Menschen mit viel Zeit, viel Meinung und wenig Schmerzempfinden abhängig machen will: was tun? Die Antwort ist abstrakt einfach. Sie ist aber in der Umsetzung schwer, weil es ein Kultur der Partizipation benötigt, die gelebter Alltag ist und sich eben nicht auf einen Prozess unter vielen beschränkt, sondern dauerhaft und permanent da ist: Community-Mainstreaming bei Wikimedia Deutschland.

Rausgehen, rausgehen, rausgehen

Die Jungs vom vierten Hinterhof sind immer da und die rufen auch laut genug, um gehört zu werden. Nun haben die sicher was sinnvolles zu sagen, aber es sind wenige und sie sind nicht unbedingt repräsentativ. All' die Anderen 99,9% potenziell interessierter Mitglieder sind nicht da + die sitzen auch nicht gelangweilt zu Hause herum und warten, dass man sie anspricht. Die haben schon ein erfülltes Leben und müssen davon überzeugt werden, dass ihr Leben noch erfüllter ist, wenn sie mitplanen.

Das heißt zum Beispiel:
* die Freiwilligen müssen die Möglichkeit haben zu wissen, wo und wie sie sich einbringen können und das mit entsprechenden Vorlaufzeiten (mindestens vier Wochen vor einem konkreten Schritt)
* man muss glaubhaft klar machen, dass es eine persönlich lohnende Veranstaltung ist und ihr Engagement tatsächlich Folgen und Auswirkungen haben wird
* das ganze muss do gut dokumentiert und vorbereitet sein, dass sie stets wissen wo im Prozess sie sind und was es heißt
* zu wichtigen Stakeholdern (also z.B: zu den ~20-40 Personen, die sich schon mal aktiv mit Anträgen und Beiträgen in die Diskussion eingebracht haben) aktive persönliche Beziehungspflege und Ansprache - möglichst mit dem Ziel, dass sie ihr Wissen und ihre Fertigkeiten weiter streuen.

Grundbedingung all' dessen ist Langfristigkeit. Begeisterung und Engagement für eine Sache kommt dann, wenn man sich auskennt und Vertrauen hat. Vertrauen aufbauen dauert lange, Vertrauen verlieren, geht schnell. Vertrauens- und Beziehungspflege zu allen Freiwilligen ist eine Kernaufgabe der Geschäftsstelle.

Sinnvolle Fragestellungen, sinnvoll heruntergebrochen

Eine der bedeutsameren Aufgaben des Präsidiums von WMDE ist die strategische Planung. Nun habe ich diverse Präsidien aus diversen Perspektiven gesehen und eigentlich alle haben sich mit dieser strategischen Planung ziemlich schwer getan. Das ist bei genauerer Betrachtung eigentlich nicht verwunderlich: gut strategisch planen ist die anspruchsvollste aller Aufgaben im Verein und verlangt immenses Wissen sowohl über WMDE wie über das weitere Wikiversum wie über die Communities. Strategisch planen - ohne Erfahrungen und Kenntnisse zu haben, wie das dann praktisch aussieht und was das praktisch bedeutet - ist ein bisschen wie ein Segelboot designen ohne auch nur selbst einmal auf dem Wasser gewesen zu sein: entweder es wird so abstrakt, dass es vollkommen beliebig wird und keine Planung ist; oder man macht was kaputt.

Nun mag es zumindest in der Theorie möglich sein, 10 gewählte Präsiden so gut zu briefen, ihnen zuzuarbeiten und sie zu beraten, dass das irgendwie hingeht - bei einer breiteren Community ist das aber nicht mehr möglich. Strategisch auf dem leeren Blatt planen überfordert die Freiwilligen und das Ergebnis verstört im Zweifelsfall die Hauptamtlichen.

Für Planung bedeutet das:
* Eine breite, offene Vorbereitung, die erstmal sehr offen Wünsche, Bedarfe, Problemlagen, Ideen, Kritik einsammelt. Daraus generiert: 
* Lösbare Fragestellungen. Kein leeres Blatt sondern - halbwegs ausgearbeitete und vorbereitete Alternativen
* Kleinteiligkeit: wenn es auch nur wenige geben wird, die den Meta-Meta-Überblick haben  Die Möglichkeit an verschiedenen, passenden Stellen im Prozess ein- und auszusteigen; die Möglichkeit sich nicht für das Große und Ganze zu interessieren, sondern sich da einzubringen wo es passt und wo die eigene Kompetenz der Freiwilligen liegt.

Partizipation muss Alltag sein

In dieser Kleinteiligkeit und Einbeziehung liegt die größere aller Herausforderung. Ein "Planungsprozess" der neben oder losgelöst vom Alltag stattfindet, bindet Energien führt zu Frustrationen und lenkt fehl. Partizipation in der Planung sollte Alltag auf allen Leveln sein - von der großen Strategie (für die sich sicher auch einige interessieren) bis hin zu relativ kleinteiligen Entscheidungen. Alle erfolgreichen Initiativen und Projekte im Wikiversum sind mit und durch starkes freiwilliges Engagement entstanden: Freiwillige gibt es in allen Lebenslagen des Freien Wissens und sie sind intelligent, gebildet und im Normalfall hilfreich: sie müssen nur eine Chance haben, ihre Intelligenz, Meinung und Erfahrung einzubringen: das passiert nicht durch einen abgehobenen Planungsprozess weitab von alles, sondern durch Einbeziehung und Partzipationsmöglichkeiten von ganz groß bis ganz klein in allen Themen und Aufgaben: Community-Mainstreaming.tut not.

 

(Version 1.0 .- ohne Fußnoten und Links)

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 06, 2015 05:19 PM

Wikimedia Deutschland Blog

Die Gewinner des Fotowettbewerbs zum Jahreswechsel stehen fest

Der Weihnachtsmann verabschiedet sich nach dem abgeschlossenen Fotowettbewerb 2014/2015, Gewinnerbild Platz 2 von Kora27, CC-BY-SA 4.0

Zum Jahreswechsel fand in der deutschsprachigen Wikipedia ein von der Communnity organisierter Foto- und Artikelwettbewerb statt. Eingereicht wurden insgesamt 1540 Fotos und 14 neue Artikel zum Thema Weihnachten, Winter und Brauchtum.

Gewinner des Wettbewerbs in der Kategorie Bilder, sind die Benutzer Godewind, Kora27 und Kandschwar für den ersten, zweiten und dritten Platz. Den ersten Platz bei den Artikeln belegte mit seiner Liste der Weihnachtsbriefmarken ebenso Kandschwar. Der zweite Platz ging an M2k für den Artikel Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2015 und der dritte Platz an Geolina für den Artikel Lichtertürke.

Ein vollständiger Überblick über die Ergebnisse und eine detaillierte Auswertung des Wettbewerbs von Anna reg und Bernd Groß sind hier zu finden. Wikimedia Deutschland gratuliert den Preisträgerinnen und Preisträgern ganz herzlich und bedankt sich bei all denjenigen, die sich mit Einreichungen, an der Organisation oder an der Abstimmung beteiligt haben.

by Nicolas Rueck at February 06, 2015 02:28 PM

February 05, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 5/2015

Hier kommt die fünfte Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015. Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Wikimedia:Woche 5/2015

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden. Die Wikipedia-Version der Ausgabe findet sich unter https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/050215.

Foundation und Organisationen

Ausschreibung für Legal Counsel bei der Wikimedia Foundation

Die Wikimedia Foundation hat eine Jobausschreibung für die Stelle eines Legal Counsel veröffentlicht.

Projekte und Initiativen

Neue Mitglieder der Ombudskommission

Maggie Dennis, Community Advocate bei der Wikimedia Foundation, hat die neuen (und alten) Mitglieder der Wikimedia-Ombudskommission vorgestellt. Aus dem deutschsprachigen Raum sind die Benutzer Gnom und Barras dabei, Benutzer Thogo fungiert als beratendes Mitglied der Kommission.

Crowdfunding-Kampagne für Coding da Vinci

Die Open Knowledge Foundation, Wikimedia Deutschland, die Deutsche Digitale Bibliothek und die Servicestelle Digitalisierung Berlin haben für die zweite Ausgabe des Kultur-Hackathons Coding da Vinci eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Das gemeinschaftlich gespendete Geld soll vor allem für eine bessere Aufbereitung des Datenbestandes für den Hackathon dienen.

Monatsbericht Januar der „Free Knowledge Advocacy Group EU“

Dimi Dimitrov, Wikimedianer in Brüssel und Teil der wikimedianischen EU-Lobbygruppe für Freies Wissen, hat den Januar-Bericht über die Aktivitäten der Gruppe veröffentlicht. Zusätzlich hat er im WMDE-Blog und im Movement-Blog beschrieben, welche Aufgaben und Herausforderung derzeit anstehen.

Kleinstförderprogramm von Wikimedia CH

Das schweizerische Wikimedia-Chapter hat ein neues Kleinstförderprogramm („Micro-Grants“) für Autorinnen und Autoren der Wikimedia-Projekte mit Schweizer Landessprachen aufgelegt. Es können Förderungen für Ausgaben von 1 bis 500 Schweizer Franken beantragt werden.

Was bringt ein Wikipedian in Residence?

Daria Cybulska, Projektmanagerin bei Wikimedia UK, hat einen Blogbeitrag über das Programm „Wikipedian in Residence“ bei der National Library of Scotland veröffentlicht, in dem es u.a. um die Ergebnisse sowie Sinn und Zweck des Programms geht. Cybulska und der Wikipedian in Residence, Ally Crockford, konnten z.B. feststellen, dass Artikel mit Material der National Library of Scotland im Durchschnitt 500.000 Mal mehr angeklickt wurden.

Eine lokale Wikidata-Community für Großbritannien

Fabian Tompsett, Volunteer Support Organiser bei Wikimedia UK, hat einen Blogbeitrag geschrieben, in dem er dazu aufruft, mit Hilfe von dezidierten Wikidata-Aktivitäten eine lokale Community für das Wikimedia-Projekt zu gründen.

Kampagne der Wikimedia Foundation zum Abbau des Gender Gap

Die Förderabteilung der Wikimedia Foundation bereitet derzeit eine Kampagne zum Abbau des Gender Gap vor. So sollen Mitglieder der Community ermutigt werden eigene Projekte zu diesem Thema zu starten.

Wie viel Platz würde Wikipedia in Minecraft einnehmen?

Johann Dréo ist im Blog von Wikimedia Frankreich der Frage nachgegangen, wie viel Platz eine gedruckte Wikipedia in Microsoft-Spiel Minecraft einnehmen würde.

Erste Auswertung von Wiki Loves Africa

Im Oktober und November fand der Fotowettbewerb „Wiki Loves Africa“ mit dem Fokus „afrikanische Küche“ auf Wikimedia Commons statt. Erik Zachte hat in seinem Blog eine erste statistische Auswertung vorgenommen. Die meisten Fotouploads kamen aus der Elfenbeinküste, die meisten teilnehmenden Benutzerinnen und Benutzer aus Marokko. Die Siegerfotos des Wettbewerbes werden demnächst bekannt gegeben.

Technik

Zahlreiche Tools auf Labs wegen Sicherheitsproblem deaktiviert

In der letzten Woche gab es ein Sicherheitsproblem auf Wikimedia Labs, das inzwischen jedoch behoben ist. In Folge dessen sind jedoch zahlreiche Tools deaktiviert; die Entwicklerinnen und Entwickler sind gebeten, sich an die zuständigen Stellen zu wenden.

Diskussion

Wie beeinflussen von Bots geschriebene Artikel die Wikipedia?

Drei Forscherinnen und Forscher haben über die Möglichkeit geschrieben, Wikipedia-Artikel alleine durch sog. „Bots“ (automatisch) erstellen zu lassen. Benutzer Aschmidt hat dazu einen längeren Artikel im Wikipedia-Kurier veröffentlicht, der wiederum eine sehr ausführliche Debatte auf der Diskussionsseite des Kuriers ausgelöst hat.

Presse und Websites

Interview mit Till Mletzko

Die Seite „NGO-Dialog.de“ hat ein Interview mit Till Mletzko, Fundraiser bei Wikimedia Deutschland, über die letzte Fundraising-Kampagne geführt.

Portrait des englischsprachigen Wikipedianer Giraffedata

Andrew McMillen portraitiert in einem sehr unterhaltsamen Artikel den Wikipedianer Giraffedata, der über 47.000 Edits in der englischsprachigen Wikipedia getätigt hat.

Wie wertvoll sind die gemeinfreien Bilder und Fotos auf Wikipedia?

Diese Frage haben drei Forscher, Paul J. Heald (University of Illinois), Martin Kretschmer und Kris Erickson (University of Glasgow), versucht zu beantworten. Sie schätzen den Wert der Fotos auf 246 bis 270 Millionen US-Dollar pro Jahr.

Wer verlinkt auf Wikipedia?

Der Forscher Gianluca Demartini der Universität Sheffield hat u.a. untersucht, welche Seiten (vor allem) auf die Wikipedia verlinken. Eine kurze Darstellung seiner Ergebnisse hat er im Wikimedia-Movement-Blog veröffentlicht.

Termine

14.02.: Eröffnung des Wikipedia-Stützpunktes in Hamburg

Am 14. Februar feiert die Wikipedia-Community Hamburgs die offizielle Eröffnung ihres Community-Stützpunktes („Wikipedia:Kontor Hamburg“). Interessierte sind herzlich eingeladen!

by Cornelius Kibelka at February 05, 2015 04:33 PM

Monatsbericht Januar 2015

PROGRAMM FREIWILLIGE

Aufgrund der vielen geförderten Aktivitäten der Communitys im Januar, steht im Monatsbericht nur eine kurze Übersicht ausgewählter Projekte. Einen ausführlicheren Bericht gibt es in einem gesonderten Blogbeitrag.

Women edit

Women edit, der monatliche Treff von Wikipedianerinnen, startete am 7. Januar in das nächste Jahr. Während das Projekt bisher von Wikimedia Deutschland umgesetzt wurde, wird die Veranstaltung seit 2015 als rein ehrenamtlich organisierte Reihe von Freiwilligen weitergeführt.

Guide-Camp II

Das zweite Guide-Camp zur nicht-administrativen Konfliktlösung in der Wikipedia fand als dreitägiger Workshop vom 9. bis zum 11. Januar in Berlin statt. Es gibt eine Aufzeichnung des Vortrags von Freitag sowie Ergebnisse und weitere Informationen zum Nachlesen.

Simpleshow Workshop

Am 17. Januar bot Simpleshow in Stuttgart einen kostenlosen Erklärvideo-Workshop für Wikipedia-Aktive an. Die Anzahl der Teilnehmenden war auf 20 Personen begrenzt. Wikimedia Deutschland unterstützte die Veranstaltung mit der Übernahme der Reisekosten. Weitere Informationen im ausführlichen Bericht.

Klexikon-Workshop

Das Klexikon ist ein von Wikimedia Deutschland gefördertes Projekt zur Erstellung eines Konzeptes für eine kindgerechte Wiki-Enzyklopädie. Am 22. Januar fand in Berlin ein Workshop zum Thema “kindgerechtes Schreiben” statt. Erste Artikel sind bereits vorhanden.

Jahreshauptversammlung des Bundesverbandes der Kameraleute

Der Berufsverband der Kameraleute lud für den 24./25. Januar zu seiner Jahreshauptversammlung ein. Da ein großer Teil der Artikel zu Kameraleuten in der deutschsprachigen Wikipedia noch unbebildert ist, wurde die Veranstaltung von Jens Best besucht, um Bilder aufzunehmen und für die Mithilfe in der Wikipedia zu werben.

Weitere Fotoprojekte fanden auf dem Landesparteitag der CDU, dem Dreikönigstreffen der Liberalen, dem Max-Ophüls Filmpreis und dem Filmbrunch des Bayerischen Rundfunks statt.

Workshop des OTRS Support-Teams

Am 24./25. Januar trafen sich freiwillige Mitarbeitende aus dem OTRS-Team im ebenfalls ehrenamtlich betriebenen Lokal K in Köln zum Austausch von Erfahrungen innerhalb des Support-Teams, sowohl auf technischer als auch auf inhaltlicher Ebene.

Das deutschsprachige Support-Team befasst sich mit der Beantwortung vielfältiger Anfragen, sowie der Bearbeitung von Bild- und Textfreigaben. Im letzten Jahr wurden so allein im deutschsprachigen Bereich knapp 10.000 Sachverhalte bearbeitet.

Lokale Community-Räume: Bremen

Die Räumlichkeiten des Heimathauses Lesum stehen zukünftig auch Wikipedia-Aktiven zur Verfügung und sollen zunächst zwei mal monatlich für die Veranstaltung “Wikipedia vor Ort” genutzt werden. Angeboten wird dabei eine Beratung für Wikipedia-Nutzer, Hilfestellung für Neu-Autorinnen und -Autoren, die Annahme von Korrekturhinweisen und Verbesserungsvorschlägen, sowie der Aufbau von Kontakten zu Galerien, Museen, Büchereien und Archiven.

Wie geht es weiter mit der Förderung?

Für den 3. Workshop zur Weiterentwicklung der Förderung und der Förderrichtlinien sind jetzt zwei Termine im März in der engeren Auswahl. Auch aktuelle Fragen zur Zukunft des Förderprogramms Freies Wissen (FFW) werden dort heiß diskutiert: Zur kommenden Mitgliederversammlung wird seit kurzem ein Antragsentwurf besprochen, das FFW einzustellen und das Geld in die übliche Community-Förderung zu überführen. Eine Umfrage zur Förderung von Wikipedia-Großprojekten greift diese Frage ebenfalls auf.

PROGRAMM INSTITUTIONEN

GLAM on Tour

Das Projekt GLAM on Tour, das lokale Kulturkooperationen zwischen Ehrenamtlichen der Wikimedia-Projekte und Kulturinstitutionen fördert, machte Ende Januar Station in Wuppertal. Gastgeber war das Von der Heydt-Museum: Anlässlich der vielbeachteten Pissarro-Ausstellung fand in der Kunstbibliothek des Museums ein Edit-a-thon mit 20 Teilnehmenden statt.
Außerdem gab es im Rahmen der Veranstaltung einen Einführungsworkshop für Wikipedia-Neulinge und -Interessierte. Am Abend wurde im Wikipedianischen Salon diskutiert, welche Perspektiven es für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Kulturinstitutionen und Wikipedia gibt. Zu Gast waren die Kuratorin des Museums, Dr. Beate Eickhoff, Deutschlandfunk-Kulturredakteur Stefan Koldehoff sowie Benutzer:Artmax. Gastgeber: Wikipedia-Autoren Schlesinger und AndreasPaul.

PROGRAMM RAHMENBEDINGUNGEN

Bündnis Freie Bildung

Was plant das Bündnis Freie Bildung für 2015? Ziel ist es, das Bündnis Freie Bildung stärker aus der Gruppe der beteiligten Institutionen heraus mit Leben zu füllen, um das Profil des Bündnisses zu schärfen. Dazu wird im ersten Quartal ein gemeinsames Treffen stattfinden. Es gibt weitere Anfragen von interessierten Institutionen, die sich am Bündnis beteiligen möchten. Die Arbeit an den Handlungsempfehlungen 2014 wird 2015 in Form eines Positionspapiers fortgeführt, welches der geplanten Ausrichtung des Bündnisses dienen kann.

Weiteres

Das ABC des Freien Wissens

Am 29. Januar, 19 Uhr, startete Das ABC des Freien Wissens mit dem Thema “F=Fail. Die Schönheit des Scheiterns” ins neue Jahr. Seit einiger Zeit wird immer wieder ein Bedeutungswandel des Fehlers beschworen. Statt als lähmender Misserfolg solle das Scheitern eher als wertvoller Entwicklungsschritt betrachtet werden. Schließlich ist z. B. auch die Wikipedia aus einem gescheiterten Projekt hervorgegangen. Zu Gast waren Sabria David, Medientheoretikerin und Präsidiumsmitglied WMDE, Rolf Mathies, Gründer Earlybird Venture Capital und die Journalistin Silke Burmester. Moderation: Philip Banse, Journalist. Livemusik: Erfolg.

Softwareentwicklung

Technische Kommunikation

Für die “Teestube“, die geplante Anlaufstelle für neue Autoren und Autorinnen, ist eine Funktion zum Fragestellen fertig entwickelt worden. In einer Umfrage zum Namen hat sich “Teestube” mit 19 Stimmen gegen “Teehaus” mit 17 Stimmen durchgesetzt.

Wikidata

Die neue offzielle Wikipedia App für Android benutzt auf Wikidata basierende Daten.

Wikidata wächst weiter. Die Anzahl der Nutzer von Wikidata stieg innerhalb diesen Monats von 14000 auf fast 15000.

Dieses Jahr stehen bei der Arbeit von Wikidata vor allem die Qualität zur Weiterverwendung der Daten im Vordergrund. Dabei ging es im Januar besonders um die Neugestaltung der Benutzeroberfläche von Wikidata.

Auf Wikidata.org findet eine Diskussion über die Entwicklung des Article Placeholder Feauture statt, welches Wikipedia-Nutzern anzeigt, dass falls sein Suchthema nicht auf Wikipedia oder den Schwesterprojekten zu finden ist, es dazu Information auf Wikidata gibt.

In Zusammenarbeit mit der Foundation wird daran gearbeitet, die Abfragefunktionalität für die Wikimedia-Projekte mit Wikidata zu verknüpfen, damit man zukünftig nicht mehr nur nach einzelnen Suchbegriffen wie beispielsweise “Europa” suchen kann, sondern Daten verknüpft werden. Die neue mögliche Suchanfrage könnte dann z.B. lauten: Gib mir alle Länder Europas!

Personelles

Seit dem 1. Januar 2015 unterstützt Oxana Baerbach als Werkstudentin das Kommunikationsteam.

by Tjane Hartenstein at February 05, 2015 02:33 PM

Schöner Scheitern? Schneller Scheitern! – Das ABC des Freien Wissens “F=Fail.”

Die Podiumsdiskussion zum Thema Scheitern fragt, wie produktives Lernen aus Fehlern funktioniert.

 

Die Bahn hat Verspätung. Der Flughafen wird bestreikt. Das Podium sitzt.
Trotz kleinerer Widrigkeiten fanden sich letzten Donnerstag die Autorin Silke Burmester, Gründer Rolf Mathies, Medientheoretikerin Sabria David und Journalist Philip Banse bei Wikimedia Deutschland ein, um über das Scheitern zu sprechen.

Und jetzt: Leistung! Passion! Aber auch: Niederlage. Scham. Einige Aspekte des Scheiterns wurden an diesem Abend abgetastet, gedreht und gewendet.

Andächtig fast wurde die Stimmung am Schluss, als Musiker Erfolg schamanisch beschwörend durch die Reihen schritt: “stürz dich bitte / nicht von der klippe / glaub an erfolg / glaub an erfolg”
Warum interessiert das Thema eigentlich so?

“Mir ist jeder lieber, der irgendetwas versucht, statt rumzusitzen und zu konsumieren.”
Silke Burmester

Scheitern als Quelle produktiver Kraft?

Musiker “Erfolg”: Tu´s mir nach, sag es laut: Glaub an Erfolg! Foto: Christopher Schwarzkopf (WMDE) [CC BY-SA 3.0]

Moderator Philip Banse interessiert vor allem, ob tatsächlich aus dem Scheitern gelernt werden kann, oder ob diese Aussicht eigentlich nur das Trostpflaster des Losers ist. Er fragte die Runde: Kann es wirklich als kreativer Zustand gelten, am Boden zu sein? Ist das Scheitern eine Art produktive Ursuppe, aus der Erkenntnis und Erfolg erwachsen kann?
Die gemäßigte Variante fand Anklang: Man sollte den Zustand einfach am besten als Möglichkeit des Lernens verstehen.

Wie aber kann man ebendieses Lernen lernen? Banse meint, die entscheidende Frage sei, wie man sich mit dem Scheitern fühlt. Es müsste auch Kindern nicht nur beigebracht werden, die richtige Antworte zu nennen, sondern auch mit dem miesen Gefühl umzugehen, wenn es die falsche ist.

 

Rapid prototyping, oder: Fail fast!

Heitere Stimmung nach der Diskussion. Foto: Christopher Schwarzkopf (WMDE), [CC BY-SA 3.0]

Risikoinvestor Rolf Mathies fördert Gründer, deren Projekte neu und deren Erfolg nicht garantiert ist. Das Fokussieren auf den Gewinn statt auf das mögliche Scheitern sieht er hier als treibende, positive Energie, die letztlich die Gesellschaft nach vorn bringt. Ein amerikanischer Ansatz? Schnell Gründen, schnell Scheitern, schnell Weiterprobieren ist das implizite Mantra der Szene.

Von untergehenden Staaten brauche man sich aber bitte nicht erklären lassen, wie Scheitern geht, sagt Silke Burmester. Unsere patriarchal geprägte Unternehmerkultur biete historisch bedingt einfach weniger Raum für Experimente. Uns fehle der kompetitive Ansatz und der Wille zum Probieren. Raum, um sich auszutesten sei aber eben auch durch einen durchdringenden Ökonomisierungsdruck gar nicht mehr vorgesehen.

Lifestyle-Scheitern vs. Versöhnung mit dem Fehler

Auch eine Tendenz zum Lifestyle-Scheitern greift offenbar um sich, meint Rolf Mathies. À la: “Und, was war dein größter Fuck Up?” Wenig sympathisch und erstrebenswert scheint es, wenn das Scheitern zum obligatorischen und showtauglichen Bruch im Lebenslauf wird. Die erhöhte Aufmerksamkeit durch den aktuellen Trend verschiedener Diskussionsformate, bei denen die finstersten Ecken des Scheiterns ausgeleuchtet werden, sollte nicht zu einer Verharmlosung heftiger Schläge im Leben führen. Sondern vielmehr zu einer echten Auseinandersetzung mit unserer Bewertung des Fehlers.

Sabria David lenkt die Aufmerksamkeit auf das zunehmende Verdrängen starrer zugunsten flexibler Strukturen, die der digitalen Kultur entsprächen. Die Entwicklung gehe praktisch Richtung Wikipedia-Prinzip: Vorteilhaft wird es zunehmend, viele kleine Schritte tun, iterativ vorzugehen, Rückkopplungsmechanismen zu etablieren, flexible Denkmechanismen und anpassungsfähige Strukturen zu schaffen.

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Doch wie gelingt es nun, das Lernen (aus dem Scheitern) zu lernen? Klar wird, es ist eine Gratwanderung: Wachsamkeit vor dem Scheitern, ohne dass diese zur Lähmung werden darf. Sich Raum nehmen zum Probieren, seine Passion für etwas entdecken, aber auch erkennen und handeln, wenn die eigenen Fähigkeiten nicht der Leidenschaft entsprechen.

 

Aber selbst wenn Können, Wollen und Passion zusammenkommen, sagt Sabria David, ist man nicht vor Misserfolg gefeit. Da Scheitern eben auch kontextabhängig sei und daher unheimlich schwer zu kalkulieren.

Ist das Fazit also: Schneller Scheitern – schneller Reüssieren? Eher geht es wohl darum, zu lernen, das Scheitern auszuhalten, es anzublicken und zuzuhören, was es sagt. Und den Fehler nicht als endgültig zu sehen.

Links:

Fotos der Veranstaltung
Video der Veranstaltung 
Kurzinterviews der Gäste

Das nächste ABC des Freien Wissens findet am Donnerstag, den 26. März zum Thema “G=Grundeinkommen. Eine Antwort auf die digitale Krise des Urheberrechts?” statt.
Kontakt: salon@wikimedia.de

by Lilli Iliev at February 05, 2015 12:32 PM

February 04, 2015

Iberty

Bookmark: studies about wikipedia quality

(364-365) Sheeeeeeep (6307538720)
Looking closely.

In the hope of not losing these links again. Thanks to @WikiResearch I re-discovered three studies about the quality of Wikipedia.

Thesis in protuguese about the quality of Wikipedia compared to Britannica.

Comparison of English/Spanish/Arabic Wikipedia compared to other easily available online encyclopedias

Wikimania-talk: quality of science articles in the english wikipedia
<script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
</noscript>

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 04, 2015 11:10 AM

Wikimedia Deutschland Blog

325 Tausend Mediendateien sind noch zu putzen

Warum macht Wikimedia Deutschland eine Crowdfunding Kampagne?

Aufmerksame Facebook-Freunde und Follower von Wikimedia Deutschland haben vorgestern vielleicht gesehen, dass Wikimedia Deutschland zum ersten Mal eine Crowdfunding Kampagne bei Startnext gestartet hat. Heute geht diese Kampagne in die entscheidende Phase, die Finanzierung. Ab jetzt können Menschen von überall her mit kleinen und größeren Beiträgen die Kampagne unterstützen. Warum tun wir das?

 

Die Crowd produziert, die Crowd profitiert und die Crowd finanziert

 

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Coding da Vinci 2015 – Der Film zur Crowdfunding-Kampagne von
Wikimedia Deutschland auf Vimeo.

Lizenz: CC-BY-SA 4.0

Crowdfunding hat in den letzten Jahren neben den bisher üblichen Förderungen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Im großen Stil betreibt Wikimedia Deutschland selbst Crowdfunding, wenn wir alljährlich im Spätherbst auf Wikipedia die Spendenbanner schalten. Die Idee ist, dass viele kleine Beträge Großes ermöglichen und das Internet ist hierfür ein komfortables Medium. Heute gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Crowdfunding-Plattformen, über die die verschiedensten Projekte Unterstützer werben können. Startnext ist die größte Plattform in Deutschland und unser Partner in der Kampagne für Coding da Vinci.

 

Coding da Vinci Der Kultur-Hackathon 2015

 

Im letzten Jahr haben wir mit drei Partnern, der Deutschen Digitalen Bibliothek, der Servicestelle Digitalisierung und der Open Knowledge Foundation Deutschland, gemeinsam zum ersten Mal den Kultur-Hackathon Coding da Vinci durchgeführt. Es war ein fabelhafter Erfolg: 17 digitale Kulturprojekte entstanden und 325.000 Mediendateien kamen aus diesem Anlass unter eine freie Lizenz. Bis heute harren vieler dieser Dateien noch ihrer Erschließung für Wikimedia-Projekte. Da gibt es Scans von Insekten und Pflanzen, Tierstimmen, Musikaufnahmen, historische Karten, Fotografien und ganze Bücher, die alle noch darauf warten weiter genutzt zu werden. Im Augenblick ist dies ohne fundierte IT Kenntnisse nicht so einfach. Das soll dieses Jahr besser werden!

 

Für Coding da Vinci 2015 sprechen wir gemeinsam mit unseren drei Partnern wieder viele Kultureinrichtungen an, damit sie neue Datensätze unter einer freien Lizenz zur Verfügung stellen.  Das Interesse ist groß bei den Institutionen. Wie es in dem unten stehenden Film dargestellt wird, wollen wir daher die Daten im Vorfeld des Hackathons so aufbereiten lassen, dass sie einfacher nachnutzbar werden. Für Entwickler und eben auch für Wikipedia. Um diese Datenaufbereitung finanzieren zu können, starten wir heute unsere erste Crowdfunding Kampagne bei Startnext. Unterstützt uns dabei, indem Ihr die Kampagne bekannter macht. Oder wählt selbst das Dankeschön aus, das Euch jeweils am besten gefällt.

 

by Barbara Fischer at February 04, 2015 10:15 AM

February 03, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Urheberrechts-Dämmerung oder Wie man mit dem Hammer reformiert*

Dimitar Dimitrov ist seit Juli 2013 lokaler Ansprechpartner für die Wikimedia-Aktivitäten in Brüssel. Im Vereinsblog berichtet er in loser Folge von seinen Erfahrungen vor Ort.

Was ist passiert?

Nietzsche-Archiv in der Villa Silberblick in Weimar.jpg

Nietzsche-Archiv in der Villa Silberblick in Weimar“ von R. Möhler, CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Die neue Europäische Kommission arbeitet daran, noch in 2015 eine Urheberrechtsreform vorzuschlagen. Im Kontext der Europäischen Union wird es sich dabei aller Wahrscheinlichkeit nach um eine Umgestaltung der Urheberrechtsrichtlinie von 2001 (auch InfoSoc genannt) handeln. Diese wurde erlassen, um das Urheberrecht für das Internet einsatzbereit zu machen. Es wurde eine Reihe Schranken und Ausnahmen gewährt (einschließlich der Panoramafreiheit), die allerdings von den Mitgliedsstaaten nicht verpflichtend umgesetzt werden müssen. Statt einen klar verständlichen rechtlichen Rahmen zu schaffen, hat dies zu einem Flickenteppich an Regeln geführt.

Währenddessen meißelt, einige Straßenzüge von der Kommission entfernt, das Europäischen Parlament an einem Eigeninitiativbericht über die Umsetzung ebendieser Richtlinie. Da das Parlament nicht selbst Gesetzesänderungen anstoßen kann, ist dies seine Art, sich mit anstehenden Themen zu beschäftigen. Der Bericht wird am Ende Reformvorschläge machen, die das Parlament gerne umgesetzt sehen würde. Der Rechtsausschuss, der für diesen Bericht zuständig ist, hat Julia Reda (Piratenpartei, Grüne/EFA, DE) zur Berichterstatterin ernannt. Sie hat ihren ersten Entwurf vor einigen Wochen vorgestellt.

Dieser ruft die Europäische Kommission dazu auf, neue Schranken und Ausnahmen einzuführen und die gegenwärtigen zu vereinheitlichen. Darüber hinaus versucht er die Stellung von Künstlern gegenüber Rechteinhabern zu stärken und fordert eine Stärkung und Schutz der Gemeinfreiheit.  Konkret wird vorgeschlagen, die Schutzfristen auf Berner Konventionsminimum zu drosseln (d.h. Lebenslang plus 50 Jahre, statt wie bisher ein Minimum von Lebenslang plus 70 Jahre), das Zitatrecht auf Bilder und Videos auszuweiten, eine offene Norm in Europa einzuführen, die das US-amerikanische Fair-Use-System nachahmt, die Rechtmäßigkeit von Hyperlinks sowie Text- und Data Mining zu verankern und Büchereien zu erlauben, ihre Bücher auch digital zu verleihen.

Reflexartige Reaktionen

Reaktionen in Brüssel lassen sich auf jeden beliebigen Punk auf einer Skala von “Geil!” über “Ach, was soll’s?” bis “Verdammter Mist” ansiedeln (die Berichterstatterin hat sogar selbst Kommentare zusammengestellt). Es gibt Interessengruppen, die meinen, dass so ein “einseitiger” Vorschlag niemals durchginge. Manche sind sogar davon überzeugt, dass sie ihren Job verlören, falls es doch passierte. Auf der anderen Seiten finden sich wiederum Gruppen, denen das Ganze bei Weitem nicht weit genug geht. Auch zwischen diesen Extremen findet sich jede beliebige Position.

Trotzdem, es scheint als würde die leichte Panik in Brüssel eher zu Gesprächsbereitschaft führen. Während Extremreaktionen eher Angst machen, scheint es, als ob die von allen Seiten kommende Kritik dem Papier eine Chance eröffnet, sich als vernünftig zu positionieren. Starke Reaktionen haben nebenbei auch den Vorteil, sehr viel Aufmerksamkeit zu generieren. Etwas, was dem Urheberrecht oft fehlt. Dies ist auch eine Möglichkeit, eine Substanzdebatte anzustoßen. Die Brüsseler Netzgemeinde hat sich in einen Bienenschwarm verwandelt. Alle fliegen ständig herum, um neue Informationsquellen zu finden und ihre eigenen Argumente zu verbreiten.

Was steht an?

Als Nächstes wird sich der Rechtsausschuss mit dem Berichtsentwurf beschäftigen und bis zum 3. März Änderungsvorschläge annehmen. Über diese wird dann im Ausschuss selbst abgestimmt, bis ein Textvorschlag angenommen ist, der dann dem ganzen Parlament zur Abstimmung vorgelegt wird. So ein Eigeninitiativbericht hat vor allem zwei Funktionen: Zum einen versucht er, die Position des EP abzuklopfen und eine einheitliche Position herauszuarbeiten, zum anderen zeigt er allen – also auch der Kommission, die den eigentlichen Gesetzesgebungsvorschlag ausarbeitet – was realistisch sein kann.

Insgesamt ist mit großen Abänderungen zu rechnen. Alle Interessengruppen werden versuchen, bestimmte Textabschnitte herauszuschreiben, eigene Vorschläge hineinzutragen oder sogar den ganzen Prozess zu stoppen. Es wird wichtig sein, uns klar hinter den Vorschlag als Ganzes zu stellen und insbesondere diejenigen Punkte zu unterstützen, bei denen wir mit Eigenerfahrung und Expertise punkten können.

Die jetzige Version des Entwurfes fordert die Kommission dazu auf “Werke, die vom öffentlichen Dienst erschaffen wurde – als Resultat von politischen, rechtlichen und administrativen Prozessen – vom Urheberrecht auszunehmen” (Punkt 5). Dies entspricht unserer Forderung staatliche Werke nutzen und nachnutzen zu können (PDGov). Das Dokument schlägt ebenfalls vor, den “Gebrauch von Abbildungen und Videos von Werken, die sich dauerhaft im öffentlichen Raum befinden zu erlauben” (Punkt 16), welches unserer Empfehlung nach einer europaweit gültigen Panoramafreiheit voll nachkommt (FoP).

Was wir machen und wie du mitmachen kannst

Da Änderungen im jetzigen Text nicht zu verhindern sein werden, müssen wir alles daran setzen, insbesondere unsere Kernforderungen im Ausschuss und im EP als Ganzes zu verteidigen. Die Free Knowledge Advocacy Group EU steht bereits in Kontakt mit relevanten  Mitgliedern des Europäischen Parlaments und versucht, die Angst vor Veränderungen zu nehmen. Wir versuchen auch zu erklären, wieso PDGov und FoP keineswegs extreme, sondern notwendige Forderungen sind. Darüber hinaus stellen wir, dass die europäischen Chapter und einzelne Ehrenamtliche an dem Vorstoß beteiligt und mit den neuesten und effektivsten Argumenten und Antworten gut gerüstet sind.

Falls du mithelfen magst, bitte melde dich:

  • um mit relevanten MEPs aus deiner Region in Kontakt zu treten
  • um uns zu helfen, das EP als Ganzes und seine Mitglieder abzutasten
  • um an einer für 2015 geplanten brüsseler Veranstaltung teilzunehmen (“Freedom of Panorama Workshop” und “Meet the Authors” sind beide noch in Planung und werden demnächst bestätigt)
  • Wir suchen für dieses Jahr Ehrenamtliche die für 2-4 Wochen nach Brüssel kommen um an der Lobbying-Initiative mitzuarbeiten (“Visiting Weasel”-Stipendien in Aussicht aber noch nicht fix, bitte Interesse anmelden).

Wir haben eine Chance bekommen, das EU-Urheberrecht zu verändern. Lasst uns alles tun, um diese zu nutzen!

* vgl [1]

by Nicole Ebber at February 03, 2015 10:44 AM

February 02, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im Januar 2015

Ambitionierte Freiwillige entwickeln und realisieren fortdauernd Ideen und Projekte zur Schaffung freier Inhalte. Bei einem Teil dieser Aktivitäten ist es Wikimedia Deutschland möglich, ihnen finanzielle und organisatorische Unterstützung zukommen zu lassen. Alleine bei den von WMDE geförderten Projekten sind die Communitys allerdings dermaßen aktiv, dass eine ausreichende Würdigung all ihrer Tätigkeiten den Umfang des Monatsberichts von Wikimedia Deutschland sprengen würde. Wir stellen daher, ergänzend zum Monatsbericht, an dieser Stelle jene Projekte vor, die im Januar 2015 dank dem Engagement von Freiwilligen und mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland stattgefunden haben.

Märchen-Digitalisierung für Wikisource

Die Digitalisierung und Bereitstellung alter Märchen und Sagen ist eines der zahlreichen spannenden Projekte der Quellensammlung Wikisource. Darunter befinden sich echte Raritäten. Wikimedia Deutschland unterstützt die Digitalisierung für das freie Medienarchiv Commons und als E-Text durch ehrenamtlich tätig Wikisource-Mitarbeitende.

Dreikönigstreffen der Liberalen 2015

Über 450 freie und hochwertige Bilder des Dreikönigstreffens und des Landesparteitag der FDP Baden-Württemberg‎ entstanden vom 5. und 6. Januar dank der Wikipedianer Ra Boe und Robin Krahl.

Women edit

Women edit, der monatliche Treff von Wikipedianerinnen, startete am 7. Januar mit einem neuen Konzept in das nächste Jahr. Während das Projekt bisher von Wikimedia Deutschland umgesetzt wurde, wird die Veranstaltung seit 2015 als rein ehrenamtlich organisierte Reihe von Freiwilligen weitergeführt.

8. Wikipedianischer Salon

8. Wikipedianischer Salon, Foto: Agruwie, CC-BY-SA 3.0

Der 8. Wikipedianische Salon vom 8. Januar behandelte das Thema Ehrenamt und Bildungsarbeit – gute Gefühle, aber einseitige Abhängigkeiten. Die Gastgeber Andreas Paul und Michael Schlesinger hatten diesmal die Kölner Publizistin und Autorin Claudia Pinl eingeladen, die sich in ihren Publikationen kritisch mit Ehrenamt und Ausbeutung auseinander setzt. Außerdem aufgegriffen wurde die aktuelle Debatte um das Literaturstipendium, das Wikipedianern seitens der Verlagsgruppe Randomhouse seit einiger Zeit angeboten wird.

Weitere Informationen zum Salon sind hier zu finden. Für den direkten Weg zur Aufzeichnung geht es hier entlang.

Offenes Editieren Stuttgart

Zum zweiten Mal trafen sich am 9. Januar Stuttgarter Wikipedianer zum gemeinsamen Austausch und der Bearbeitung der Wikipedia. Ein ausführlicher Bericht des Treffens ist hier nachzulesen. Weitere Treffen sind für jeden 2. Freitag im Monat geplant.

Guide-Camp II

Guide-Camp, Foto: Agruwie, CC-BY-SA 3.0

Das zweite Guide-Camp zur nichtadministrativen Konfliktlösung in der Wikipedia fand als dreitägiger Workshop vom 9. bis zum 11. Januar in Berlin statt. Eine Aufzeichnung des Vortrags von Freitag ist hier zu finden. Ergebnisse und weitere Informationen sind unter Wikipedia:Nichtadministrative Konfkliktlösung nachzulesen.

Filmbrunch Bayerischer Rundfunk

Der Fotograf Stefan Brending folgte als Wikipedia-Fotograf am 16. Januar einer Einladung zum Filmbrunch des Bayerischen Rundfunks. Dabei konnten zahlreiche Aufnahmen deutscher Schauspieler gewonnen werden, deren Wikipedia-Artikel bisher noch unbebildert waren.

Simpleshow Workshop

Simpleshow-Workshop, Foto: Ralf Roletschek GFDL-1.2

Für den 17. Januar bot Simpleshow in Stuttgart einen kostenlosen Erklärvideo-Workshop für Wikipedianerinnen und Wikipedianer an. Die Anzahl der Teilnehmenden war auf 20 Personen begrenzt. Wikimedia Deutschland unterstützte die Veranstaltung mit der Übernahme der Reisekosten. Ein ausführlicher Bericht kann hier nachgelesen werden.

Vortrag von Sally Perel

Der Commons-Fotograf Michael Kramer besuchte am 19. Januar einen Vortrag des israelischen Autors und Zeitzeugen der NS-Diktatur Sally Perel in Leverkusen. Die dabei entstandenen Aufnahmen sind hier zu finden.

Max-Ophüls Filmpreis

Der Max-Ophüls Filmpreis fand vom 21. bis 25. Januar in Saarbrücken statt. Zwei Wikipedianer nahmen sowohl als Fotografen als auch als Autoren daran teil. Das Filmfest gilt als Treffen der Filmszene und bietet die Möglichkeit Bilder zahlreicher Schauspieler aufzunehmen, die dann in die jeweiligen Artikel der Wikipedia eingebunden werden können.

Klexikon-Workshop

Das Klexikon ist ein von Wikimedia Deutschland gefördertes Projekt zur Erstellung eines Konzeptes für eine kindgerechte Wiki-Enzyklopädie. Am 22. Januar fand in Berlin ein Workshop zum Thema “kindgerechtes Schreiben” statt. Erste Artikel sind bereits vorhanden.

Landesparteitag der CDU Baden-Württemberg

Am 23. Januar hielt der Landesverband der CDU Baden-Württemberg seinen Parteitag ab. Der Wikipedianer Robin Krahl, der bereits kurz zuvor den Parteitag der Liberalen besucht hatte, war auch für diese Veranstaltung als Fotograf akreditiert. Seine Bilder wurden auf Commons bereit gestellt.

Jahreshauptversammlung des Bundesverbandes der Kameraleute

Der Berufsverband der Kameraleute lud für den 24./25. Januar zu seiner Jahreshauptversammlung ein. Da ein großer Teil der Artikel zu Kameraleuten in der deutschsprachigen Wikipedia noch unbebildert ist, wurde die Veranstaltung von Jensbest besucht, um Bilder aufzunehmen und für die Mithilfe in der Wikipedia zu werben.

Workshop des OTRS Support-Teams

Am 24./25. Januar trafen sich freiwillige Mitarbeitende aus dem OTRS-Team in dem ebenfalls ehrenamtlich betriebenen Lokal K in Köln zum Austausch von Erfahrungen innerhalb des Support-Teams, sowohl auf technischer als auch auf inhaltlicher Ebene.

Das deutschsprachige Support-Team befasst sich mit der Beantwortung vielfältiger Anfragen, sowie der Bearbeitung von Bild- und Textfreigaben. Im letzten Jahr wurden so alleine im deutschsprachigen Bereich knapp 10.000 Sachverhalte bearbeitet.

Pissarro-Edit-a-thon

Vom 30. Januar bis zum 1. Februar trafen Wikipedianer und Wikipedianerinnen im von der Heydt-Museum in Wuppertal aufeinander, um in Kooperation mit dem Museum einen Edit-a-thon anlässlich der Pissarro-Sonderausstellung durchzuführen. Das gemeinsame Verfassen möglichst vieler Artikel zum Thema, war eines der Ziele dieses Wochenendes.

Lokale Community-Räume: Bremen

Die Räumlichkeiten des Heimathauses Lesum stehen zukünftig auch Wikipedianern zur Verfügung und soll zunächst zwei mal monatlich für die Veranstaltung “Wikipedia vor Ort” genutzt werden. Angeboten wird dabei eine Beratung für Wikipedia-Nutzer, Hilfestellung für Neu-Autorinnen und Autoren, die Annahme von Korrekturhinweisen und Verbesserungsvorschlägen, sowie der Aufbau von Kontakten zu Galerien, Museen, Büchereien und Archiven.

Wie geht es weiter mit der Förderung?

Für den 3. Workshop zur Weiterentwicklung der Förderung und der Förderrichtlinien sind jetzt zwei Termine im März in der engeren Auswahl. Auch die aktuellen Fragen zur Zukunft des Förderprogramms Freies Wissen werden dort sicherlich heiß diskutiert werden: Zur kommenden Mitgliederversammlung wird seit kurzem ein Antragsentwurf besprochen, das FFW einzustellen und das Geld in die übliche Community-Förderung zu überführen. Eine Umfrage zur Förderung von Wikipedia-Großprojekten greift diese Frage ebenfalls auf.

by Nicolas Rueck at February 02, 2015 09:36 AM

January 29, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 4/2015

Hier kommt die vierte Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015. Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Wikimedia:Woche 4/2015

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden. Die Wikipedia-Version der Ausgabe findet sich unter https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/290115

Foundation und Organisationen

Wikimedianer aus Cascadia wählen erstes Board

Die Mitglieder der Nutzergruppe der „kaskadischen Wikimedianer“ – mit Cascadia (Kaskadien) wird der Bereich der US-Bundesstaaten Washington und Oregon und der kanadischen Provinz British Columbia bezeichnet – haben ihr erstes Board gewählt.

Grant Advisory Committee mit neuen Mitgliedern

Das Grant Advisory Committee, das die Mitarbeiterinnen der Förderabteilung der Wikimedia Foundation bei der Bearbeitung und Bewertung von Anträgen unterstützt und berät, hat neue Mitglieder aufgenommen. Aus dem deutschsprachigen Raum ist Rebecca Cotton dabei.

Ausschreibung der Stelle der Geschäftsführung von WMUK

Auch Wikimedia UK sucht eine neue Geschäftsführerin oder einen neuen Geschäftsführer. Die Suche läuft seit ein paar Wochen, die Stellenanzeige ist auf Charisma Recruitment einzusehen.

Projekte und Initiativen

Konkrete Urteile oder Anwendungsfälle bzgl. Panoramafreiheit gesucht

Dimi Dimitrov, Wikimedianer in Brüssel und Teil der wikimedianischen EU-Lobbygruppe, sucht konkrete Anwendungsfälle, Urteile und „Take down notices“ zum Thema Panoramafreiheit. Jeder Hinweis ist gerne willkommen!

Erste WikiCheese-Bilder aus Frankreich

Die im letzten Jahr erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne für die Erstellung von Käsefotos hat zu ersten Ergebnissen geführt. In der französischsprachigen Wikipedia sind die ersten käsigen Fotos einzusehen. WMFR hat dazu auch noch einen Blogbeitrag (auf Französisch) veröffentlicht.

Video-Seminarbeiträge von Studierenden zur Analyse von Wikipedia-Artikeln

Im geschichtsdidaktischen Seminar „Historische Narrative im Collaborative. Vom Nutzen und Nachteil der Wikipedia für das Geschichtslernen“ haben Studierende der Universität zu Köln Screencast-Videos zur Analyse von Wikipedia-Artikeln produziert. Konkret werden zwei Artikel („Bund der Vertriebenen“ und „Kreuzzüge“) analysiert.

Diskussion

Gamergate in der englischsprachigen Wikipedia

Die „Gamergate“-Affäre in der englischsprachigen Wikipedia zieht weitere Kreise und wird nun auch in deutschsprachigen Medien aufgenommen. Das Schiedsgericht (ArbCom) des Projekts hatte mehrere feministische Autorinnen sperren lassen.

Zwei Medienartikel zum Thema:

Presse und Websites

It’s a Man’s Wikipedia? Assessing Gender Inequality in an Online Encyclopedia

Die Forscherinnen und Forscher Claudia Wagner, Mohsen Jadidi (beide GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften Mannheim), David Garcia (ETH Zürich) und Markus Strohmaier (Uni Koblenz-Landau) haben gemeinsam ein Paper zur Geschlechter(un)gerechtigkeit innerhalb der Wikipedia geschrieben.

Is Wikipedia More Biased Than Encyclopædia Britannica?

Feng Zhu hat Beiträge der (englischsprachigen) Wikipedia und der Encyclopædia Britannica anaylisiert, ob diese mehr dem Standpunkt der Demokraten oder der Republikaner zuneigten.

Jimmy Wales plädiert für mehr Medienkompetenz

Laut Jimmy Wales sollten Schülerinnen und Schüler lernen wie mit Wikipedia umzugehen ist. Außerdem ist er der Ansicht, dass die Wikipedia ihr größtes Potenzial noch nicht erreicht habe, da sie außerhalb der englischsprachigen Version keine zuverlässigen Informationen biete.

Pavel Richter startet Blog

Pavel Richter, ehemaliger geschäftsführender Vorstand von Wikimedia Deutschland, hat an seinem letzten Arbeitstag ein neues Blog begonnen. In seinem ersten Beitrag widmet er sich seiner bisherigen Arbeit bei dem deutschen Wikimedia-Chapter.

by Cornelius Kibelka at January 29, 2015 05:51 PM

January 27, 2015

Iberty

Wo steht Wikipedia so politisch?

Laemmer2 
Eins links, eins rechts, eins fallenlassen.

Die Frage, wo Wikipedia so politisch steht, ist leider eher oft der Auftakt zu unersprießlichen Diskussionen voller Verallgemeinerungen, an denen sich dann mit Vorliebe Menschen beteiligen, die zwar sehr starke Überzeugungen haben, wo sie so politisch stehen, aber sonst eher wenig zu bieten haben. Darum freute ich mich ja doch sehr als der/die eh stets hochgeschätzte Benutzer Grey Geezer das ganze schön auf einen Punkt brachte:


WP ist eigentlich nicht "links" sondern "liberal skeptisch" (... das macht sie ja so unglaublich sexy!).
Jedes Info-Fitzelchen wird auf den Prüfstand gestellt und nicht a priori "geglaubt"
Das ist einfach bei Themen, bei denen Veganer, Muslime, HipHopper, Österreicher, CDUer, Akademiker, Volksschüler, Katzen- und Hundeliebhaber selbiger Meinung sind (Physik, Chemie, Biologie und Pokemon-Karten), schafft aber bei sozialen und weltanschaulichen Themen (Politik, Religion, UFOlogie, Gendering, generell: -ismen und -(t)äten etc.) reinigende, aber manchmal auch (scheinbar) unlösbare Konflikte.
Nun sind liberale Skeptiker ("Langsam-Denker") dank ihrer Persönlichkeitsstruktur an permanentes Infragestellen und Rumprokeln und Neupositionierung gewöhnt, Leute mit "festen" Vorstellungen ("Schnell-Denker" - ja z.T. auch "Linke") reiben sich dabei auf. Ich könnte Namen nennen, die mir untergekommen sind, wo ich praktisch jeden Monat mit der Explosion/sudden Herztod/Durchbruch des Magengeschwürs/Divenabgang rechne.
Das Ökosystem und die Funktionsweise der WP selektioniert liberale Skeptiker - ich vermute, dass du das mit links meinst. Wirklich beinharte Linke, die hier Artikel schreiben, sind mir noch nicht untergekommen.
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at January 27, 2015 09:19 AM

January 24, 2015

Iberty

Going to Wuppertal GLAM (I) Keine Schwebebahn im Klexikon!

Wuppertal-100522-13447-SonnbornDas schöne an diesem Blog ist ja, ich kann mir meine Zielgruppe aussuchen und deswegen Kontext weglassen. Eigentlich müsste ich jetzt umständlich GLAM, GLAM on Tour die Pissaro-Veranstaltung in Wuppertal und alles mögliche erklären, aber oh well..

WikipedianerInnen - in Wuppertal - im Museum - nächste Woche für mehr Hintergrund siehe Wikipedia

Egal, heute hatten wir so vage erste Vorgespräche: welchen Zug nehmen wir, wer kommt eigentich, wozu braucht es einen Newbieworkshop, hat Pissaro eigentlich je ein interessantes Gemälde gemalt, wird man dazu kommen, ungestört zu schreiben, sowas halt, was man sich fragt.

Nun ja, nach diversem Hin- und her kam dann eine Idee: warum nicht mal was anderes:

* einen Artikel für Wikipedia - vielleicht
* ein Foto für Commons - da man in der Ausstellung nicht fotografieren darf, vielleicht die SCHWEBEBAHN
* einen Artikel für Wikinews - natürlich über die GLAM-Veranstaltung. Vielleicht passiert auch etwas auf der SCHWEBEBAHN
* einen Artikel für Wikivoyage - Museum und/oder SCHWEBEBAHN
* und einen Artikel für das Klexikon - Wuppertal oder SCHWEBEBAHN

da man sich ja beim Klexikon irgendwie anmelden muss, wie sich vage jemand erinnerte, mal geschaut. Schreib eine Mail, steht da. Was in der Mail sein soll, ob ein "ey, account" reicht oder ob es eine ausfürhliche Begründung samt Motivationsschreiben sein muss, steht da nicht. Auch nicht, was passiert nachdem man die Mail geschrieben. Eine wunderbare Black-Box-Kommunikation.

Aber was viel schlimmer ist: da ich schon mal auf der Klexikon-Startseite war, stieß ich dann nach etwas clicken auf den Satz "Zunächst beschränken wir uns auf eine begrenzte Anzahl von Artikeln, die in unserer Wunschartikel-Liste stehen."

WHAT? Why that? Keine SCHWEBEBAHN im Klexikon? Kein Wuppertal? Warum? Das ist doch die einfachste Methode, Autoren zu vertreiben - mach was umsonst und wir sagen dir auch noch was du machen sollst. Warum? Jetzt wundert mich nicht, dass es erst 125 Artikel gibt. Eine Zahl die, seien wir ehrlich, ein halbwegs begabter Wikipedia-Autor an einem Wochenende hinbekommen könnte.


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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at January 24, 2015 10:40 AM