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September 22, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 38/2016

Nach der WikiCon in Kornwestheim gibt es bereits zwei Berichte und einen umfangreichen Pressespiegel, die Wikimedia Foundation eröffnete einen Dialog zum Thema „Leadership“ und Wikimedia Deutschland stellte das Ideenportal online.

Foundation und Organisationen

Governance Review: Allgemeine Überarbeitung von Satzung und Vereinsordnungen

Das Präsidium von Wikimedia Deutschland bereitet einen Antrag an die 19. Mitgliederversammlung vor, um die Vereinssatzung entsprechend der Ergebnisse eines Governance Reviews anzupassen. Anmerkungen und Änderungsvorschläge können noch bis Freitag, den 21. Oktober eingebracht werden.

WMF eröffnet Dialog zum Thema Leadership

Das Community Engagement Department der WMF läd bis zum 16. Oktober zur Beteiligung an einem Online-Dialog ein. Dabei geht es um die Frage, wie Leadership bzw. Projektorganisation am besten beschrieben werden soll und in diesem Bereich Kapazitäten aufgebaut werden können.

Projekte und Initiativen

So war die WikiCon 2016

Von Matthiasb und Barnos wurden zwei Berichte über die vergangene WikiCon im Wikipedia:Kurier veröffentlicht.

Ideenportal online

Seit letzter Woche steht mit dem Ideenportal von Wikimedia Deutschland eine Plattform für Projektideen und konkrete Vorhaben zur Verfügung. Sie ist auf Wunsch der Community entstanden und soll dabei helfen, gemeinsam an Anträgen zu arbeiten, neue Antragstellende zu ermutigen und ansprechend Projektergebnisse zu präsentieren.

GLAM-Rückblick auf die WikiCon und Coding da Vinci Nord

Barbara Fischer gibt einen Rückblick auf das vergangene GLAMouröse Wochenende mit der WikiCon in Stuttgart und Coding da Vinci Nord in Hamburg.

Aktuelle Zahlen zu WLM

Die Einreichungsphase des Fotowettbewerbs Wiki loves Monuments ist zu 2/3 abgelaufen. Hierzu gibt es nun eine Zusammenfassung mit aktuellen Zahlen.

Geförderte Projekte aus den Communitys im August 2016

Die aktuelle monatliche Übersicht geförderter Projekte aus den Communitys ist nun im Blog von Wikimedia Deutschland zu finden.

Der Wikipedianer David García im Porträt

Der Wikipedianer David García ist seit 13 Jahren in der spanischsprachigen Wikipedia aktiv und hat seit dem über 2200 Artikel geschrieben. Im Blog der Wikimedia Foundation wurde ein Porträt über ihn veröffentlicht.

Wikidata:Status updates/2016 09 17

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt

Die aktuellen Zusammenfassungen aus der OpenStreetMap-Welt „weekly 321“ und „weekly 322“ berichten über Neues rund um das offene Projekt für freies Kartenmaterial.

Technik

Wikipedia läd Bilder auf mobilen Endgeräten erst bei Aufruf

Um Datenvolumen einzusparen, werden Bilder aus Wikipedia-Artikeln auf mobilen Endgeräten erst dann geladen, wenn der Nutzer auch tatsächlich an die entsprechende Stelle scrollt.

Was ist der RevisionSlider?

Addshore stellt in seinem Blog den RevisionSlider („Versionsblätterer“) vor. Das Tool ermöglicht eine einfachere Nutzung der Versionsgeschichte im MediaWiki.

Tech News issue #38

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Presse, Blogs und Websites

Aktuell in der Presse

Christian Rickerts und Jan-Hendrik Olbertz im Streitgespräch über Freies Wissen und die Wikipedia. Jetzt auch im brand eins Archiv:

  • brand eins – 20.09.2016, Jan-Martin Wiarda: „Wissen ist ein Rohstoff, der der Veredelung bedarf“
https://www.brandeins.de/archiv/2016/digitalisierung/streitgespraech-wikipedia-jan-hendrik-olbertz-christian-rickerts/

Ein Rückblick auf die WikiCon 2016 in Kornwestheim:

  • Deutschlandfunk – 17.09.2016, Achim Killer im Gespräch mit Manfred Kloiber: Autoren und Nachwuchs gesucht
http://www.deutschlandfunk.de/wikipedia-autoren-und-nachwuchs-gesucht.684.de.html?dram:article_id=366156

WikiCon-Organisator Rudolf Simon im Interview über die WikiCon 2016:

  • Südwest Presse – 19.09.2016, Barbara Wollny: Treffen der Wikipedianer in Kornwestheim
http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Treffen-der-Wikipedianer-in-Kornwestheim;art1222894,4010917

Ausführlicher Pressespiegel zur WikiCon:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiCon_2016/Pressespiegel

Audio-Podcast WikiStammtisch mit Emmanuel Engelhart

In der Episode 17 des Podcasts WikiStammtisch unterhält sich Sebastian Wallroth mit dem französischen Programmierer und Wikipedianer Emmanuel Engelhart.

Wikipedia-Pressespiegel

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

24.9.: Eröffnung des Community-Space und Wikipedia-Stützpunkt in Lörrach

Arbeitsplätze, Schreibtische, große Tafel, Theaterbestuhlung: das technik.cafe in Lörrach ist als Wikipedia-Stützpunkt eingerichtet worden.

26.9.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zurzeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23–24, 10963 Berlin. Während des Treffens arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

29.9.: Offenes Editieren Berlin

Das Offene Editieren ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer_innen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits Wikipedianer_innen mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at September 22, 2016 01:26 PM

September 21, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im August 2016

Die folgende Liste zeigt eine Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen, die von den Communitys organisiert wurden und mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im vergangenen Monat stattgefunden haben. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Beim Festivalsommer herrschte im August noch Hochsaison. So standen im letzten Monat 17 Veranstaltungen auf der Agenda. Der vollständige Festivalplan ist in der Wikipedia zu finden.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Wikipedia-Communitys ist über Wikipedia:Lokales abrufbar. Einige Gruppen hinter den lokalen Räumen führen außerdem Blogs, über die eine Auswahl dort stattgefundener Veranstaltungen und Aktionen nachgelesen werden kann:

5.–7.8.: Landstreicher 3.0

Die Wikipedia-Landstreicher waren wieder unterwegs, um Geotope im Allgäu für die Wikipedia zu erschließen. Hier sind die Bilder zu finden.

6.8.: Editieren im Erlebbaren Archiv 3/4

Interessierte und Einsteiger*innen waren zum dritten Mal herzlich willkommen im Erlebbaren Archiv der Galerie Futura, um gemeinsam die Wikipedia zu bearbeiten oder eine Einführung zu erhalten. Zum Abschluss stand ein Besuch der Ausstellungseröffnung Welcome to Futuristan im Kunstquartier Bethanien auf dem Programm.

13.8.: Flugtage Bautzen

Wikipedianerinnen und Wikipedianer des Stammtisches Oberlausitz besuchten im August die Flugtage Bautzen, um Fotos von der Veranstaltung, den ausgestellten Maschinen, den Flugshows und vom Gelände des Flugplatzes Bautzen zu machen und sie anschließend zur freien Weiternutzung zur Verfügung zu stellen. Wikimedia Deutschland übernahm Eintrittsgelder und Versicherung.

15.8.: WikiWedding-Projekttreffen

Die regelmäßigen Sprechstunden des WikiWedding legten im August eine Sommerpause ein. Stattdessen fand jedoch Mitte des Monats ein Projekttreffen statt. Bei dem Projekt WikiWedding soll über sechs Monate hinweg planmäßig der Bestand zum ehemaligen Berliner Bezirk Wedding (heutige Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen) in Wikipedia, Wikimedia Commons, Wikivoyage und Wikidata ausgebaut werden.

20.8.: Editieren im Erlebbaren Archiv 4/4

Zum vierten und letzten Mal in dieser Runde trafen sich Wikipedia-Begeisterte und Interessierte zum gemeinsamen Editieren im offenen Erlebbaren Archiv der Galerie Futura in Berlin.

23.–29.8.: Deutsche Meisterschaften im Bahnradsport 2016

Ausgestattet mit einer Fotokamera besuchte die Wikipedianerin Nicola die Deutschen Meisterschaften im Bahnradsport und brachte von dort viele frei verwendbare Fotos der Sportlerinnen und Sportler mit.

25.8.: Wikipedia-Stammtisch Bremen

Der regelmäßig stattfindende Wikipedia-Stammtisch in Bremen wurde auch in diesem Monat wieder mit der Community-Versicherung gefördert.

27.–29.8.: CEE-Meeting, Armenien

Gereon K. war auf dem CEE-Meeting in Armenien zu Besuch. Für den Wikipedia:Kurier verfasste er einen Bericht. Das CEE-Meeting ist ein Treffen von Menschen aus Zentral- und Osteuropa, die in den Wikimedia-Projekten aktiv sind. Es fand 2016 zum fünften Mal statt.

Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende regelmäßige Community-Termine fanden auch im vergangenen Monat wieder mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland statt:

by Nicolas Rueck at September 21, 2016 10:33 AM

September 19, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Und plötzlich wird Arbeit zu einem Erntedankfest

Ein GLAMouröses Wochenende zwischen Berlin, Stuttgart und Hamburg

Das Wochenende fing am Freitagmorgen an. Es galt möglichst rasch von Berlin nach Stuttgart – nein, präziser – nach Kornwestheim zu kommen, denn dort lud die Freiwilligengemeinschaft der in den Wikimedia-Projekten Aktiven zur WikiCon ein. Die WikiCon ist das große alljährliche Treffen zum Austausch und Netzwerken von Freiwilligen für Freiwillige aus den deutschsprachigen Wikimedia-Gebieten in der Schweiz, Österreich und Deutschland. In diesem Jahr gab es neben dem immer gut gefüllten Programm mit Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden im Forum so viele Informationsstände wie nie zuvor.

Eine Ausstellung mit digitalen Inhalten im Süden

Auf Anregung der Gemeinschaft der Freiwilligen entstand die Idee eine GLAM-Ausstellung zu machen. GLAM steht international für Zusammenarbeit zwischen Kunstsammlungen (Galleries), Bibliotheken (Libraries), Archiven sowie Museen und digitalen Anwendern, wie Wikipedia und ihre Schwestern. Wie aber stellt man in einer analogen Ausstellung Aktivitäten dar, die im digitalen Raum stattfinden? Vor dieser Frage standen Sina Wohlgemuth und ich im Sommer, als es galt, mit möglichst einfachen Mitteln die Ausstellung zu konzipieren. Wir legten eine Projektseite an, um Tipps und Ideen von den Freiwilligen zu bekommen und erfuhren nach und nach wie die Möglichkeiten vor Ort sein würden. Unser Ergebnis konnte sich sehen lassen.

Die GLAM Ausstellung auf der WikiCon, eigenes Foto CC0

In drei Stunden kaschierten wir Stellwände und beschrifteten sie mit von Hand ausgeschnittenen Buchstaben. Wir hängten eine Deutschlandkarte auf und steckten für jede der 100 Kooperationen der letzten Jahre eine Pinnnadel in die Wand. Wir recycelten Poster zu Coding da Vinci, dem Programmierwettbewerb mit Kulturdaten. Wir druckten Erklärtexte zu den typischen Veranstaltungsformaten wie GLAM on Tour und Wikipedianische KulTour, in denen Freiwillige vor Ort mit Kultureinrichtungen in bester GLAM-Manier kooperieren, aus und gestalteten damit die Ausstellungswände. Doch am meisten Aufmerksamkeit und Anerkennung bekam der Büchertisch. Wir wollten zeigen, was bei einer GLAM on Tour Station real entsteht: viele Aufnahmen von Museumsartefakten unter freier Lizenz und tatsächlich Wikipedia-Artikel. Doch anstatt diese über Bildschirme flirren zu lassen, druckten wir sie zwischen 20 Buchdeckel. Es entstanden zehn Bücher zu ausgewählten Stationen wie den Technischen Sammlungen in Dresden, dem Von-der-Heydt-Museum in Wuppertal, der Bundeskunsthalle in Bonn oder den Landesmuseen in Braunschweig und Stuttgart. Alle fein säuberlich von Pediapress gestaltet, farbig wie in der digitalen Fassung illustriert, mit einem Index und einem detaillierten Autorenverzeichnis versehen. Eine in Papier gebannte Momentaufnahme der sich stetig wandelnden Wikipedia-Artikel im Netz. Wer hätte es gedacht, auch digitale Ehrenamtler zeigen sich beeindruckt, wenn ihre Arbeit im Gewicht eines 300-Seiten-Werkes daherkommt. Doch nicht nur diejenigen, die selbst mitgeschrieben hatten, freuten sich über die Bücher, auch andere Teilnehmer und Besucherinnen der WikiCon entdeckten den GLAM-Faktor des Wikiversums. Wir freuen uns über die vielen neuen Ideen für GLAM-Kooperationen von Mecklenburg-Vorpommern bis Bayern. Ein besonderes Highlight der WikiCon war wieder die WikiEulen-Prämierung. Jedoch zum ersten Mal wurde 2016 eine KulturEule verliehen. Eine schöne Art zu zeigen, welche Bedeutung inzwischen die Kulturarbeit in den Wikimedia-Projekten hat.

Der Bücherstand zur den GLAM on Tour Stationen auf der WikiCon 2016, eigenes Foto CC0

Ein Hackathon mit digitalen Inhalten im Norden

Doch die WikiCon war dann nur die eine Veranstaltung mit GLAM-Faktor am vergangenen Wochenende. Denn parallel zu den Schwaben luden die Nordlichter in Hamburg zu Coding da Vinci Nord ein. Über einhundert Menschen, unter ihnen Kollegen aus Kultureinrichtungen, Entwicklerinnen und Designer, aber auch einfach am Kulturerbe Interessierte kamen im Mindspace Hamburg zusammen, um beim Start des regionalen Wettbewerbes aus der Hand der des lokalen Veranstalterteams* dabei zu sein. Es war uns Gründern– Deutsche Digitale BibliothekdigiSOKF und Wikimedia Deutschland – eine Ehre, Coding da Vinci Nord mit zu eröffnen. Jetzt ringen in den kommenden sechs Wochen 16 Projekte darum, aus ihren Ideen reale Apps, Webseiten und Software-Anwendungen zu programmieren. Zum Beispiel die Idee, den Selfie-Kult zu nutzen, um Gemälde und Kunstwerke zu entdecken, die dem eigenen gerade aufgenommenen Gesichtsausdruck am ähnlichsten sind. Oder mittels Sonifikation astronomischer historischer Photoplatten das Weltall zum Klingen zu bringen. Weitere Ideen für Spiele und Pädagogik. Die Daten von GLAM-Partnern aus Hamburg bis Stockholm beflügelten die Kreativität der Digitalprofis vor Ort. Fast schon ein Politikum war die Präsentation der von Wikimedia Sverige auf der Website offentlig konst zusammengestellten Daten zu Kunst im öffentlichen Raum in Schweden mit Fotos, die viele Tausende von Freiwilligen in den letzten Jahren bei Wikimedia Commons zusammengetragen hatten. Hatte nicht Schwedens höchstes Gericht im April entschieden, die Zusammenstellung der Bilder und Informationen verstoße gegen das Urheberrecht?** Doch jetzt wurden eben diese Daten von Visit-Sweden, Schwedens offizieller Website der Tourismusinformation, als Rohstoff für neue Anwendungen präsentiert. Ist das pikant oder savoir vivre? Auf jeden Fall gut so, denn so könnten mehr Menschen so schöne Skulpturengruppen wie die Inselfischer von Lundquist entdecken, sollte sich noch ein Team finden, das diese Daten verwenden will.

Am Ende komme ich am Sonntag von einem Arbeitswochenende wie von einem Erntedankfest zurück: reich beladen mit vielen neuen Freundschaften, Ideen und guten Impulsen. Merci.

Die Inselfischer von Svenrobert Lundquist, Foto von Rolf Broberg CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

 

Weiterführende Informationen:

*Das Veranstalterteam von Coding da Vinci Nord ist ein Zusammenschluss von Hamburger Kreativ Gesellschaft, Archäologisches Museum Hamburg, Code for Hamburg, eCulture.info , We build city, Stiftung Historische Museen Hamburg, Wikipedia Kontor Hamburg und Projekte und Seminare Sabine Heydenbluth.

**Information zum schwedischen Urteil zur Panoramaunfreiheit für öffentliche Kunst.

by Barbara Fischer at September 19, 2016 03:42 PM

September 15, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 37/2016

An diesem Wochenende findet in Kornwestheim bei Stuttgart die WikiCon statt, die jährliche große Konferenz der deutschsprachigen Wikipedia-Community. Neu erschienen ist das Wikiversum 03/16. Die letzten Aktivitäten der GLAM-Community und der Wiki Education Foundation sind in den jeweiligen kürzlich veröffentlichten Monatsberichten zu finden. Weitere Themen der Wikimedia:Woche sind unter anderem die Vorauswahl der WLM-Gewinner, Unterstützung für das Wiktionary durch Wikidata und ein neuer Meilenstein in der chinesischsprachigen Wikipedia.

Foundation und Organisationen

„Wikiversum“ Ausgabe 03/16 erschienen

Die neue Ausgabe des „Wikiversum“ ist erschienen, mit dem Schwerpunktthema „Wikipedia fliegt zum Mond“. Das Wikiversum ist die vierteljährliche Mitgliederinformation von Wikimedia Deutschland und richtet sich vor allem an deren Fördermitglieder.

Monatsbericht August der Wiki Education Foundation online

Im aktuellen Monatsbericht der Wiki Education Foundation sind deren Aktivitäten aus dem Monat August nachzulesen.

Nächste Sitzung des Board of Trustees am 19.9.

Das Board of Trustees der Wikimedia Foundation wird am 19. September seine nächste Sitzung halten. Die Tagesordnung ist bereits einsehbar.

Protokoll der 6. Präsidiumsklausur veröffentlicht

das Protokoll der 6. Präsidiumsklausur von Wikimedia Deutschland vom 20./21. August 2016 ist im Forum veröffentlicht worden. Schwerpunkt der Klausur war die Festlegung der Ziele und Indikatoren für den Jahreskompass 2017.

Projekte und Initiativen

Vorauswahl für WLM-Gewinner treffen!

Bis Mitte Oktober können Bilder des Fotowettbewerbs Wiki loves Monuments bewertet werden. Accounts für das Bewertungstool können jetzt angefordert werden.

Chinesischsprachige Wikipedia erreicht 900.000 Artikel

In der chinesischsprachigen Wikipedia wurde mit dem 900.000. Artikel ein neuer Meilenstein erreicht.

Anmeldung für WikiConference North America gestartet

Vom 6. bis 10. Oktober findet in San Diego die WikiConference North America statt. Die Anmeldephase hat nun begonnen.

GLAM-Aktivitäten im August

Im Outreach-Wiki wurde der Monatsbericht zu den Aktivitäten im August im GLAM-Bereich zu Galerien, Bibliotheken, Archiven und Museen veröffentlicht.

Wikidata:Status updates/2016 09 10

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Technik

Einbinden ganzseitiger Landkarten möglich

Mit dem Befehl <maplink> können in de Wikimedia-Projekten ab sofort ganzseitig Karten von OpenStreetMap eingebunden werden.

Wikidata soll Wiktionary unterstützen

Das Wiktionary soll in Zukunft Unterstützung von Wikidata erhalten, womit sich viele neue Möglichkeiten ergeben werden. Details sind einer neu veröffentlichten Beschreibung zu entnehmen.

Tech News issue #29

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Diskussion

Löschdiskussion als T-Shirt-Druck

Kathrin Passig hat eine neue Zufallsshirt-Kollektion kreiert, die sich mit Zitaten aus Wikipedia-Löschdiskussionen speist.

Politik und Recht

WMF Legal Team erarbeitet Urheberrechtsstrategie

Das Legal Team der Wikimedia Foundation erarbeitet eine neue Strategie, um für das Movement relevante Fragen rund um das Thema Urheberrecht gezielt identifizieren und priorisieren, sowie gezielt daran arbeiten zu können.

EU-Kommission macht Vorschläge zu Urheberrechtsreform

Am vergangenen Mittwoch wurden die Vorschläge der EU-Kommission zu einer Urheberrechtsreform offiziell präsentiert. Charles M. Roslof (WMF) und John Weitzmann (WMDE) hatten sich das bereits zuvor geleakte Dokument angeschaut und darüber geschrieben.

Brasilianischer Musiker verliert Klage gegen WMF

Der brasilianische Musiker Rosanah Fienngo verlor eine Klage gegen die Wikimedia Foundation. Er hatte auf Unterlassung der Darstellung von Informationen zu seinem Privatleben in der portugiesischsprachigen Wikipedia geklagt.

Wissenschaft und Forschung

Wikimedia Research Newsletter August

Über aktuelle interessante Themen aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Wikipedia, berichtet der Wikimedia Research Newsletter in seiner August-Ausgabe.

Presse, Blogs und Websites

Aktuell in der Presse

ZDF-Fernsehrat Leonhard Dobusch über Creative Commons Lizenzen für die Öffentlich-Rechtlichen und Wikipedia als freie Wissensplattform:

  • Netzpolitik.org – 13.09.2016: Leonhard Dobusch: Neues aus dem #Fernsehrat (2): Mehr Creative Commons im ZDF?
https://netzpolitik.org/2016/neues-aus-dem-fernsehrat-2-mehr-creative-commons-im-zdf/

Wie sogenannte Bots in anderen Sprachen Artikel für die Wikipedia erstellen:

  • Volksfreund.de – 12.09.2016: Adrian Froschauer: Von der Mosel nach Schweden, auf die Philippinen und zurück
http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/wittlich/aktuell/Heute-in-der-Wittlicher-Zeitung-Von-der-Mosel-nach-Schweden-auf-die-Philippinen-und-zurueck;art8137,4531017

Audio-Podcast WikiStammtisch mit Debora Weber-Wulff und Ting Chen

In der Episode 15 des Podcasts WikiStammtisch unterhalten sich Debora Weber-Wulff und Sebastian Wallroth über Frauenstudiengänge, Herrn zu Guttenberg, Frau Schavan und WikiData.

In der Episode 16 reden Ting Chen und Sebastian Wallroth über die chinesischsprachige Wikipedia, Drohnenvideographie und das Board der Wikimedia Foundation

Wikipedia-Pressespiegel

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

16.-18.9.: WikiCon

Die WikiCon Region Stuttgart findet vom 16. bis 18. September 2016 im Kultur- und Kongresszentrum – Das K in Kornwestheim bei Stuttgart statt. Du bist begeistert von Freiem Wissen? Du teilst dein Wissen gerne mit anderen? Du freust dich, Teil eines internationalen Gemeinschaftsprojektes zu sein? Ob du in der Wikipedia, in einem der zahlreichen Schwesterprojekte oder in anderen Projekten im Bereich des Freien Wissens engagiert bist – bei der WikiCon bist du in jedem Fall richtig. Sie ist das Treffen der Aktiven der deutschsprachigen Wikipedia, ihrer Schwesterprojekte und aller, die sich für Freies Wissen interessieren.

19.9.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zurzeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23–24, 10963 Berlin. Während des Treffens arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

20.9.: Bremenpedia vor Ort

„BremenpediA vor Ort“ versteht sich als Anlaufadresse in Bremen-Lesum für alle Fragen rund um das freie Online-Lexikon Wikipedia und die freie Medien-Datenbank Wikimedia Commons. Die Veranstaltungsreihe findet zwischen 15.00 und 17.00 Uhr im Heimathaus Lesum, dem Domizil des Heimat- und Verschönerungsvereins Bremen-Lesum e. V. (HVL) statt.

21.9.: WikiWomen unterwegs in Berlin

„WikiWomen unterwegs in Berlin“: Frauen die sich für die Mitarbeit in der Wikipedia interessieren, sind herzlich eingeladen gemeinsam frauenrelevante Orte in Berlin zu besuchen und die dort gesammelten Informationen für die Wikipedia aufzubereiten.

22.9.: Wikimedia-Salon – Das ABC des Freien Wissens „M=Macht der Daten – Daten der Macht“

Daten geben denjenigen Macht, die Zugriff auf sie haben – Unternehmen, Regierungen, Journalisten und Bürgerinnen. Wie kann eine demokratische Teilhabe an dieser Datenmacht aussehen? Darüber diskutieren Dr. Ulrike Höppner (Politikwissenschaftlerin), Peter Schaar (ehem. Bundesdatenschutzbeauftragter) und Matthias Spielkamp (Vorstandsmitglied bei Reporter ohne Grenzen) am 22.09. ab 19:30 Uhr bei Wikimedia Deutschland.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at September 15, 2016 01:27 PM

September 08, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 36/2016

Themen der vorliegenden Wikimedia:Woche sind unter anderem neue Mitglieder im Funds Dissemination Committee, viele Fragen zum Fundraising von Wikimedia Deutschland und gleich zwei Neuigkeiten rund um die Technische Wunschliste. Außerdem wird die Frage beantwortet, wie die Wikipedia eigentlich aussehen würde wenn sie ein Universum wäre und es gibt ein neues Denkmal für die Wikipedia.

Foundation und Organisationen

Neue Mitglieder des Funds Dissemination Committees (FDC) berufen

Nach einem Nominierungs- und Auswahlprozess hat das Board der Wikimedia Foundation vier neue Mitglieder für das Funds Dissemination Committees berufen.

FAQ zu Rahmenbedingungen des WMDE-Fundraising

In der deutschsprachigen Wikipedia gibt es nun eine Liste von Fragen und Antworten zu den Rahmenbedingungen des Fundraisings von Wikimedia Deutschland. Fragen, Kritik und Anmerkungen sind dort auf der Diskussionsseite willkommen.

Verstärkung im Team „Technische Wünsche“

Seit dieser Woche verstärkt Michael Schönitzer als Werkstudent das Team der Software-Entwicklung von Wikimedia Deutschland. Michi wird schwerpunktmäßig die Kommunikation rund um die technische Wunschliste unterstützen.

Projekte und Initiativen

Weltweit 2. Wikipedia-Denkmal auf CEE-Meeting in Armenien enthüllt

In Armenien trafen sich Wikipedia- und Wikimedia-Aktive aus Zentral- und Osteuropa zum fünften Mal auf dem CEE-Meeting. Dort wurde das weltweit 2. Wikipedia-Denkmal enthüllt, das später im Sewansee versenkt werden soll.

Bilanz zu GLAM on Tour

Was brachten die bisherigen GLAM-on-Tour-Veranstalungen und wie könnte es weiter gehen? Die Beteiligten ziehen Bilanz.

Wikidata:Status updates/2016 09 03

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt #320

Die aktuelle Zusammenfassung aus der OpenStreetMap-Welt „weekly 320“ berichtet über Neues rund um das offene Projekt für freies Kartenmaterial.

Technik

Funktion „Benachrichtigung bei erfolgreich gesendeter Benachrichtigung“ kommt

Wurde eine Benachrichtigung an einen anderen Benutzer erfolgreich versendet, kann dies in der Wikipedia zukünftig bestätigt werden. Die Funktion erfüllt einen Wunsch von der Technischen Wunschliste und wurde vom Team der Softwareentwicklung bei Wikimedia Deutschland umgesetzt.

Tech News issue #28

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Diskussion

Wikipedia-Community trauert um Benutzer:Purodha

Die Wikipedia-Community trauert um den langjährig aktiven Benutzer:Purodha. Er verstarb am 25. August 2016. Es wurde eine Kondolenzliste eingerichtet.

Wissenschaft und Forschung

Studie über den Umgang mit bot-generierten Artikeln

Auf der International Joint Conference on Artificial Intelligence (IJCAI) veröffentlichten Siddhartha Banerjee und Prasenjit Mitra ihre Studie „WikiWrite: Generating Wikipedia Articles Automatically“ über den Umgang und die Möglichkeiten mit bot-generierten Wikipedia-Artikeln.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Interview mit freiwilligem Entwickler für MediaWiki

Für einen Bericht über Menschen und deren Motivation, die ehrenamtlich für für die Wikimedia-Projekte programmieren, sind mehrere Interviews geführt worden. Ein erstes dieser Interviews mit einem freiwilligen MediaWiki-Entwickler wurde nun veröffentlicht.

WikiStammtisch mit Fabio Descalzi und Jens Kubieziel

In der 13. und 14. Episode des WikiStammtisch spricht Sebastian Wallroth mit Fabio Descalzi und Jens Kubieziel.

Wikiverse: Die Wikipedia als Universum

Wikiverse visualisiert die Inhalte der Wikipedia als Universum.

Wie Bots über Wikipedia-Änderungen twittern

Bereits seit längerer Zeit gibt es Bots die anonyme Wikipedia-Bearbeitungen aus Netzen von Behörden auf Twitter bekannt machen. sueddeutsche.de berichtete nun darüber.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

9.9.: Offenes Editieren Stuttgart

Die Stadtbibliothek Stuttgart am Mailänder Platz heißt die Wikipedianer und interessierte Neulinge herzlich willkommen. An jedem 2. Freitag im Monat findet ein Workshop für Offenes Editieren statt.

9.-11.9.: Auftakt zum Fellow-Programm Freies Wissen

Die Bewerbungsphase im Fellow-Programm Freies Wissen ist beendet. Das Programmteam hat aus knapp 80 Einreichungen 10 Fellows ausgewählt, die am diesjährigen Pilotprojekt (September bis Februar 2017) teilnehmen. Die Auftaktveranstaltung findet vom 9. bis zum 11. September statt. Neben den theoretischen Grundlagen zu Freiem Wissen und Open Science werden den Teilnehmenden auch deren praktische Anwendungen vermittelt, um ihre eigene Forschung offen zu gestalten. Darüber hinaus bietet die Veranstaltung Raum für Austausch, Diskussion und Vernetzung zu Erfahrungen und Fragestellungen rund um die Themen Freies Wissen und Open Science.

12.9.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zurzeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23–24, 10963 Berlin. Während des Treffens arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

14.9.: Treffen der Wikipedia-Filmfrauen in Berlin

Editieren in der Wikipedia und ihren Schwesterprojekten rund um Frauenfilmthemen, -biographien und -fachkompetenz mit Frauen in und aus Film und Fernsehen, Interessierten und unterstützenden Wikipedians.

14.9.: Treffen der Wikipedia-Filmfrauen in München

Die Wikipedia-Filmfrauen-Veranstaltungen verfolgen langfristig zwei Ziele: Frauen, die im Filmbereich oft unterrepräsentiert sind, lernen Werkzeuge für die Sichtbarkeitmachung von Film-Frauen, Filmen von Frauen und verwandten Themen. Damit wird auch dem niedrigen Frauenanteil bei Wikipedia etwas entgegengesetzt.

16.-17.9.: Ausstellung zu GLAM-Aktivitäten auf WikiCon

GLAM on Tour, KulTour, Coding da Vinci … – Was verbirgt sich hinter diesen Titeln? Was passiert in diesen Formaten? Und wie kann man mitmachen? Auf der WikiCon im öffentlichen Forum könnt ihr in einer GLAM-Ausstellung mehr über die Veranstaltungen erfahren, mit aktiven GLAM-Ehrenamtlichen ins Gespräch kommen und euch informieren, wie ihr selbst z.B. eine GLAM-on-Tour-Veranstaltung organisieren oder an einer teilnehmen könnt.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at September 08, 2016 01:31 PM

I don’t have to find tasks. Tasks are coming to me. Being a Volunteer Developer for Wikimedia projects: An Interview with Tpt

German summary:

“Ich suche mir keine Aufgaben. Normalerweise kommen die Aufgaben einfach zu mir,” sagt Thomas, freiwilliger Entwickler für MediaWiki. Wie sieht eigentlich die ehrenamtliche Tätigkeit eines freiwilligen Entwicklers aus? Wer steckt hinter dem Code und den Features, die tagtäglich von vielen Editoren benutzt werden? Julia Schuetze setzte sich mit Thomas aka tpt zusammen, um einen Einblick in die Programmiertätigkeit eines Freiwilligen zu bekommen.

An interview by Julia Schuetze with Thomas Pellissier-Tanon aka Tpt

“I work on the software behind Wikipedia!” That’s what Thomas aka (Tpt), a Volunteer Developer from France, tells his friends if they ask him about what he does in his free time. Up to ten hours per week he dedicates to free knowledge that way.

In the past two months, I got the chance to talk to some of our volunteer developers about their experience with the Wikimedia movement. I’d like to share Thomas’ story, his views, concerns, ideas and accomplishments with you.  

Thomas started in 2009 when he was still in high school. A passion for egyptian history and pharaohs inspired him to contribute to the French Wikipedia. Back then, programming was new to him. He started by writing templates and by learning how to use the functions around Wikipedia.

Starting is not easy. Wikipedia is a project created, maintained and developed by millions of people. Thousands contribute at least once a month. People commit, some stay for longer, some only for a short time. I wondered what made Thomas stick around and become a very innovative volunteer developer in our community for over seven years now.

MediaWiki: “huge, complex and often ugly”

The first few months can be rocky, he says. It was an exploration for him because MediaWiki, the free and open source wiki application, which stores the content into databases, “is huge, complex and often ugly.” “It was a lot of reading code to see how it works and how all the pieces are fitting together,” Thomas remembers. “Some of that can act as barriers. Especially for developers who are not familiar with Wikis,” he explains. It was quite difficult to write code matching MediaWiki standards and conventions and with a good enough level of quality at first.”

By Deror_avi (Own work) [CC BY-SA 4.0] Thomas (Tpt) at the Wikimedia Hackathon in Jerusalem

Improvements have been made in the past years to make the start for volunteers developers as smooth as possible. The WMDE engineering page for volunteer developers aims to provide relevant links and explains the processes and tools the developers work with on Wikimedia projects. For MediaWiki, the developer hub aims to give new developers an overview and the article “how to become a MediaWiki hacker” tries to give advice for beginners. “The documentation of MediaWiki is good enough to get into it,” Thomas says “because it has nice little schemas.” On this level it is good, but Thomas raises an important point. Good documentation is not always the case for the extensions. That can be problematic if an extension is not maintained and someone wants to pick it up again.

What made him stick around for so long?

An overarching theme during our chat was “need” the need for this tool or that extension to be developed which made him stick around. When he started “it was very painful because the Wiki source code was breaking because the extension wasn’t maintained. And the system at this time for deployment was kind of bad. So I have written unit tests in 2013. Unit tests are a kind of automated tests that are written in order to ensure that the software still behaves correctly before the deployments”. This shows how the projects have potential but it’s the people who make the Wikimedia projects to what they are today by developing useful tools, features and thinking of ways of how the project can look like in the future.

When Wikidata started in 2012, it was another milestone for Thomas. He was keen to follow the development work and proposed some changes. Questions about how it would be structured and discussions with Denny Vrandecic about if links to external sources should be in the cycling question really got him involved in the project early on. AskPlatypus, a Wikidata-based search engine, which can translate natural language to questions Wikidata can answer, should soon become his biggest Wikidata project. That is a good example of how volunteers should and can shape the direction of a Wikimedia project.  

Another way Thomas got involved was via the technical wishlist. During the last Wikimedia Hackathon in Jerusalem, he worked on the VisualEditor support for Wikisource. It’s one of the items on the wish list. So that can be a good way to get started as well and find the first tasks.

About the impact beyond Wikimedia projects

Thomas also notes how impactful his work can be to other open source projects. Wikimedia/MediaWiki projects can expand into other projects which are connected or not. One of the ones Thomas mentioned is WSexport. It is a tool that exports Wikisource content into epub, pdf and those formats.

This initiative emerged because the community and him found that it was very painful to read Wikisource content out of Wikisource. “I think Wikisource was losing a lot of contributors because it was quite complicated compared to Project Gutenberg that has quite a lot of tools to read books in a lot of different formats. And for us it was completely different. It’s not very useful, but it’s quite nice and fancy and very interesting to develop.”

Other reasons for why he is motivated to develop something is because others and him would like this tool, because it would be so useful. So he says: “Hey, I should do it”. Or “Hey, it could be amazing to have such a thing.” For that the community appreciates him. He receives a lot of direct requests. “I don’t have to find tasks. Usually, it is tasks which are coming to me. I just receive an email for each request.” For developer tasks, volunteers use Phabricator and Github. Some tasks are extra marked with ‘volunteers needed’. Talk pages, too,  play an important role. Thomas is known in the community, so there are a lot of people who ask him “You should fix it” or “You should implement this”. “Usually, there are a lot of requests, that is a very good side effect of the talk page,” he says.

Thomas’ hope is to find other Volunteer Developers to work with in the future.

By looking at the many ways Thomas has contributed, it becomes clear how diverse the impact of Volunteer Developers on Wikimedia projects can be. Thomas’ hope is to find other Volunteer Developers to work with in the future. “If there were more, some of the extensions could be maintained better.”

Some final advice for us? If the contribution process is easy enough to make people realise that contributing to MediaWikis is not so difficult and that with a small contribution you can get huge improvement in the Wikis, let’s say contribution of workflows (…) then usually people come up with smart things.”  

And wishes for the future?

In general, for the Wikimedia Movement to have more interest in Wikisource and keeping up the good work for Wikidata.”

At the beginning I asked him which three words he associates with Wikimedia. They were knowledge, sharing and community. And his role in the community, I wondered?

“Maintenance,” he says would be the best word to describe his volunteering position.

I believe caretaker is a good one for Thomas aka tpt, too.

Thank you, Thomas for taking the time to share your experience.

by Julia Schuetze at September 08, 2016 10:06 AM

September 02, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Und über den Tag hinaus

GLAM on Tour – Die Beteiligten ziehen Bilanz

Ein Beitrag von Sina Wohlgemuth, Mitarbeiterin im Kulturbereich von Wikimedia Deutschland

Mit einem archäologischen Forschungsteam die Wege am Harzhorn abschreiten, auf denen sich einst Römer und Germanen erbitterte Kämpfe lieferten, sich das Synchrotron im Deutschen Museum in Bonn von seinem Miterfinder persönlich erklären lassen oder bei einer Fotoexkursion im historischen Fliesensaal des Schloss Caputh 7500 einzelne Motivfliesen erfassen – bei GLAM on Tour bekommen Wikipedianerinnen und Wikipedianer exklusive Einblicke und Hintergründe von Fachleuten der Kultureinrichtungen. Dabei steht das englische Akronym für Galleries, Libraries, Archives Museums und bezeichnet Aktivitäten an der Schnittfläche der Kultureinrichtungen zur digitalen Welt.  Seit 2013 machte GLAM on Tour schon in zehn Städten Station. In manchen sogar zweimal. Insgesamt stehen zwölf Museen oder auch Bibliotheken und Kunstsammlungen mit der Wikimedia-Bewegung in Zusammenarbeit. Geschätzt dürften weit über 200 Freiwillige an den verschiedenen Stationen mitgearbeitet haben. Es entstehen neue Artikel für die Wikipedia, spannende Fotos bei Commons, und natürlich neue Kontakte – so soll ein Grundstein gelegt werden für stabile Beziehungen zwischen einer GLAM-Einrichtung und den Freiwilligen vor Ort.

Um diesen letzten Punkt der Kooperation zwischen der Wikimedia-Bewegung und den Kulturinstitutionen auszuleuchten, haben wir im Rahmen der Partizipationsphase zur Jahresplanung 2017 eine Umfrage gestartet. Ziel war es, zu erfahren, wie der Kontakt zwischen Wikipedianerinnen und Wikipedianern, den ehrenamtlichen Koordinierenden und den einladenden Kulturinstitutionen auch nach einer GLAM on Tour Veranstaltung ist und was sich die Beteiligten für eine Intensivierung der Zusammenarbeit wünschen. Die Umfrage ist dabei nicht als Evaluation des Formats zu verstehen, sondern als ein erstes Meinungsbild zur gemeinsamen Weiterentwicklung des Formats GLAM on Tour.

Freiwillige des Wikiversums besuchen die Depots des Landesmuseum Braunschweig 2013 im Rahmen einer GLAM on Tour Station. Foto von Medvedev (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Ergiebiger Kontakt zwischen Kulturinstitution und Wikimedia-Aktiven

Die Umfrage konnte je pro Veranstaltung ausgefüllt werden, um differenziert anzugeben, wie der Kontakt bzw. die Zusammenarbeit nach der jeweiligen Station war. Insgesamt wurde die Umfrage 44 Mal ausgefüllt, davon sind 72,7% der Antworten aus der Perspektive von Teilnehmenden (32 Fragebögen), 15,9% aus der von ehrenamtlichen Koordinierenden (7 Fragebögen) und 11,4% von einladenden Kulturinstitutionen (5 Fragebögen). In über der Hälfte aller Antworten (52,3% ) geben die Beteiligten an, dass ein Austausch über die Veranstaltung hinaus fortgeführt wurde. So hatten alle Vertreter der Kulturinstitutionen noch Kontakt zu den Ehrenamtlichen und 85,7% der Koordinierenden haben sich noch mit den Kulturinstitutionen ausgetauscht. Zwischen Teilnehmenden und Kulturinstitutionen kam es in 37,5% der Fälle zu einem Austausch. Dies verdeutlicht, welch verbindende Rolle die ehrenamtlich Koordinierenden über die eigentliche Veranstaltung hinaus ausfüllen können. Knapp die Hälfte der Fälle wird die Möglichkeit, bei Bedarf die Zusammenarbeit zu intensivieren, als sehr gut eingeschätzt (45,5%), in gut einem Drittel (36,4%) als “gut”.

Und zu welchem Zweck wurde der Kontakt wieder aufgenommen bzw. weiterverfolgt? Viele der Beteiligten geben an, die gewonnen Kontakte zu nutzen, um weitere Veranstaltungen zu planen. So wünscht sich ein/e Teilnehmer/in: “Einfach noch mal, wir haben nur Bruchteile dessen geschafft, was gemacht werden könnte,” ein anderer schrieb: “Das nächste Schloss bitte.” In diesem Sinne sind nach Angabe der einladenden Kulturinstitution in Ratingen z.B. weitere Veranstaltungen auch bei anderen Häusern des Museumverbundes in Planung oder wie die Bundeskunsthalle in Bonn Kooperationen zu neuen Themen anvisiert. Auch auf fachlicher Ebene werde Expertise ausgetauscht. Ein Wikipedianer beispielsweise verweist auf eine Einladung für einen Vortrag beim Deutschen Museumsbund sowie für Vorträge von Veranstaltungen des Landschaftsverband Rheinland und des Verbandes Rheinischer Museen. Andere Wikipedia-Aktive erhielten im Nachgang an GLAM on Tour-Veranstaltungen Einladungen zu Konferenzen und weiterführenden Kooperationen im Bereich von Wiki-Projekten oder sie waren gefragte Gesprächspartner z.B. bei der Denkmalmesse in Leipzig, woraus sich wieder weitere Kontakte ergeben haben. Für viele Teilnehmende bleiben die erkundeten Museen oder Bibliotheken regelmäßige Besuchsorte. Auch geben sie an, weiterhin die kennengelernten Ansprechpersonen in den Kulturinstitutionen zu konsultieren, um Hintergrundinformationen für die Artikelarbeit zu bekommen. Wenn Teilnehmende keinen Kontakt mehr zu den Kulturinstitutionen hatten, lag dies zumeist an zwei Gründen. Entweder liegt das besuchte Museum zu weit entfernt vom Wohnort oder das Thema des Museums stimmt nicht mit der eigenen thematischen Spezialisierung überein. Manche gaben auch an, dass sie vielmehr die ehrenamtlichen Koordinierenden in der Funktion sehen, den Kontakt zu den Institutionen zu halten.

Wünsche und Pläne für die weitere Zusammenarbeit

Konkrete Wünsche und Pläne, wie die Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden könnte, beziehen sich vor allem auf Nachfolgeveranstaltungen und -formate. Neben den Ideen, kleinere KulTouren, Fotoexkursionen oder Schreibwerkstätten zu kommenden Ausstellungen zu organisieren, wird insbesondere der Wunsch nach weiterer Arbeit an Artikeln betont. Hierfür sollen unter anderem auch lokale Expertinnen und Experten aus den Institutionen oder angegliederten Vereinen mit einbezogen und zum selbstständigen Schreiben und Editieren befähigt werden. Auch Edit-a-thons oder Schreibwettbewerbe werden vorgeschlagen, um bei geringerem Organisationsaufwand mehr Artikel und neue Autorinnen zu gewinnen. Auch wünschen sich einige Teilnehmende noch mehr inhaltliches Feedback von den GLAM-Einrichtungen zu ihren Artikeln.

Als letzten Punkt erhoffen sich einige in der Umfrage eine Fortführung der Zusammenarbeit, z.B. im Rahmen von Sonderausstellungen. Auf der GLAM-Diskussionsseite wünschten sich einige Benutzer eine Museumsjahreskarte oder andere Vereinbarungen zum kostenlosen Eintritt als eine Möglichkeit. Der Wunsch zu einer längeren Zusammenarbeit scheint jedenfalls beidseitig zu sein. So schreibt eine Kulturinstitution: “Ich würde mir wünschen, wenn der Besuch von Wikipedianern bei uns zu einer festen Institution zur Begleitung von Sonderausstellungen würde.”

Schreibwerkstatt im Rahmen der GLAM on Tour Station im Von-der-Heydt-Museum Wuppertal in 2015 Foto von Wuselig [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Fazit: GLAM on Tour als Türöffner

Die Umfrage hat gezeigt, dass mittels GLAM on Tour viele aktive Kontakte entstehen und sowohl Wikipedianerinnen und Wikipedianer als auch Kulturinstitutionen wissen, an wen sie sich wenden können zur Umsetzung ihrer Ideen. Denn genau darum geht es: Wissen zu teilen – inhaltlich über die Kulturgüter und methodisch über die Wikimedia-Projekte -, Inhalte zu befreien und letztlich GLAM-Einrichtungen als Teil der Wikimedia-Bewegung zu gewinnen. Wenn wir gemeinsam diese drei Aspekte kultivieren, können wir auch den viel genannten Wunsch realisieren, weiterhin gute Artikel und Bilder für die Wikimedia-Projekte zu generieren, die von vielen genutzt werden. Wer weiß, vielleicht heißt es dann auch mal “GLAM on Tour to the moon”?!

Weiterführende Links

Hintergrundinformation zu GLAM on Tour

Wikipedia-Projektseite GLAM on Tour

Der Kurzfilm zum GLAM on Tour Format

 

 

 

by Barbara Fischer at September 02, 2016 05:22 PM

September 01, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 35/2016

Der große jährliche Fotowettbewerb Wiki loves Monuments ist mit einem Grußwort der Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz gestartet, die Commons-Broschüre wurde komplett überarbeitet und für die Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin liegen Wahlprüfsteine vor. Außerdem berichtet Ziko von der ersten WikiConvention francophone und für die Wikipedia:Library sind fünf neue Online-Ressourcen verfügbar. Weitere Informationen zu diesen und weiteren Themen sind in der vorliegenden Wikimedia:Woche zu finden.

Foundation und Organisationen

Alessandro Piscopo berichtet über Forschungsaufenthalt bei WMDE

Alessandro Piscopo berichtete über seinen Forschungsaufenthalt in der Softwareentwicklung bei Wikimedia Deutschland. Fokus seiner Doktorarbeit ist es, herauszufinden wie gemeinschaftliche Prozesse die Datenqualität in Wikidata beeinflussen.

Projekte und Initiativen

Wiki loves Monuments 2016 gestartet

Am 1. September begann der große internationale Fotowettbewerb Wiki loves Monuments 2016 mit dem Themenschwerpunkt Kultur- und Baudenkmäler.

Die Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz sprach ein Grußwort zum Start des Wettbewerbs.

Berichte von erster WikiConvention francophone

In Paris fand vom 19. bis 21. August die erste WikiConvention francophone statt. Ziko berichtete von der dreitägigen Veranstaltung.

Außerdem gibt es eine Zusammenfassung von Wikimedia France.

5 neue Online-Ressourcen in der Wikipedia:Library

Die Wikipedia:Library hat fünf neue Online-Ressourcen mit freien Zugangängen für Wikipedia-Autorinnen und Autoren: World Scientific, Edinburgh University Press, American Psychological Association, Emerald Group Publishing und der Nomos Verlag.

Neue Commons-Broschüre verfügbar

Eine komplett überarbeitete Version der Commons-Broschüre erklärt die wichtigsten Aspekte zur Nutzung des freien Medienarchivs. Die pdf-Version steht bereits zum Download zur Verfügung. Die Printversion kann in Kürze über Wikimedia Deutschland bezogen werden.

Wikidata:Status updates/2016 08 27

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt #319

Die aktuelle Zusammenfassung aus der OpenStreetMap-Welt „weekly 319“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 23. bis 29. August.

Technik

Maps 3.8 for MediaWiki veröffentlicht

Mit einigen neuen Funktionen wurde Maps 3.8 für MediaWiki veröffentlicht.

Fragen zur Listenerstellung für Wikipedia

Das Entwickler-Team von Wikidata arbeitet an besseren Möglichkeiten zur Erstellung von Listen für die Wikipedia und bittet Nutzerinnen und Nutzer dazu um Input.

Tech News issue #35

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Politik und Recht

Mozilla startet Petition für Urheberrechtsreform

Die Mozilla Foundation startete eine Petition für eine Modernisierung des Urheberrechts.

Koalition Freies Wissen: Wahlprüfsteine Berlin 2016

Das Bündnis Freie Bildung, der Digitale Gesellschaft e.V., Freifunk, die Free Software Foundation Europe, die Open Knowledge Foundation und Wikimedia Deutschland haben sich zur Koalition Freies Wissen zusammengefunden, um anlässlich der bevorstehenden Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin am 18. September einige Parteien zu befragen. Die Pressemitteilung:

Die Zusammenfassung zu freier Bildung und OER des Bündnis Freie Bildung:

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

AfD Magdeburg verbreitet gefälschten Wikipedia-Eintrag

Die AfD Magdeburg brachte einen offenbar gefälschten Wikipedia-Eintrag über ihren Twitter-Kanal in Umlauf.

WikiStammtisch mit Alice Wiegand und Ziko van Dijk

In der 11. Episode des WikiStammtisch spricht Sebastian Wallroth mit Alice Wiegand. In der 12. Folge kommt Ziko von Dijk zu Wort.

ovb-online.de über Rechtsstreit Schels/Wikimedia

ovb-online.de schrieb über den Rechtsstreit zwischen der Wikimedia Foundation und der Drehbuchautorin Schels (die Wikimedia:Woche berichtete).

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

5.9.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zurzeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23–24, 10963 Berlin. Während des Treffens arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

6.9.: Bremenpedia vor Ort

„BremenpediA vor Ort“ versteht sich als Anlaufadresse in Bremen-Lesum für alle Fragen rund um das freie Online-Lexikon Wikipedia und die freie Medien-Datenbank Wikimedia Commons. Die Veranstaltungsreihe findet zwischen 15.00 und 17.00 Uhr im Heimathaus Lesum, dem Domizil des Heimat- und Verschönerungsvereins Bremen-Lesum e. V. (HVL) statt.

6.9.: Diskussionsveranstaltung: „(Offene) digitale Bildung – Was braucht die Berliner Bildungslandschaft?”

Anlässlich der bevorstehenden Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus lädt das Bündnis Freie Bildung dazu ein, mit Vertreter*innen verschiedener Parteien zum Thema offene digitale Bildung ins Gespräch zu kommen. 18.30-20 Uhr, c-base, Rungestraße 20, 10179 Berlin-Mitte

7.9.: WomenEdit Berlin

WomenEdit ist ein Netzwerk von Wikipedianerinnen. Jeden ersten Mittwoch im Monat findet in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland von 18.00 bis 21.00 Uhr ein Treffen statt. Neu-Autorinnen sind willkommen.

8.9.: Offenes Editieren Berlin

Das Offene Editieren ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer_innen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits Wikipedianer_innen mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.

9.-11.9.: Auftaktveranstaltung zum „Fellow-Programm Freies Wissen. Wissenschaft offen gestalten“

Das „Fellow-Programm Freies Wissen. Wissenschaft offen gestalten“ ist ein Pilotprojekt von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband. Der Auftakt zum Programm findet vom 9. bis zum 11. September in den Räumlichkeiten von WMDE statt. Neben den theoretischen Grundlagen zu Freiem Wissen und Open Science werden den Teilnehmenden auch deren praktische Anwendungen vermittelt, um ihre eigene Forschung offen zu gestalten. Darüber hinaus bietet die Veranstaltung Raum für Austausch, Diskussion und Vernetzung zu Erfahrungen und Fragestellungen rund um die Themen Freies Wissen und Open Science.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at September 01, 2016 01:14 PM

August 31, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Hands-on research about Wikidata: My time as a PhD student at Wikimedia Deutschland e.V.

German summary: In diesem Blogpost berichtet Alessandro über seinen Forschungsaufenthalt in der Softwareentwicklung bei Wikimedia Deutschland e.V. Fokus seiner Doktorarbeit ist es, herauszufinden wie gemeinschaftliche Prozesse die Datenqualität in Wikidata beeinflussen. Zentrale Fragen sind dabei, wie Ehrenamtliche in Wikidata zusammenarbeiten, wie sich die Zusammenarbeit nach längerer Erfahrung in der Community verändert, welche Auswirkungen dies auf die Datenqualität hat und was überhaupt Datenqualität in so einer Wissensdatenbank bedeutet.

This is a blog post by Alessandro Piscopo.

My secondment at Wikimedia Germany was part of the research work for my Computer Science PhD, which I carry out at the University of Southampton and as an Early-Stage researcher within the Marie Curie ITN WDAqua project. The aim of WDAqua is to perform research to advance the state of the art of Question-Answering systems based on web data. The outcome of my PhD will be integrated with the research carried out by 14 other participants in this project.

In this blog post I would like to recap this interesting and proficuous experience, and to communicate the advancements that I was able to make in my research.

By Planemad (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

What does data quality mean in Wikidata?

My research focuses on investigating how community processes influence data quality in collaborative knowledge engineering systems, in particular on Wikidata. Progressing in my research will then mean to find answers to questions such as: How do users collaborate in Wikidata? How does their behaviour change as they gain experience in the community? How do these aspects affect data quality? What does data quality mean in this knowledge base?

We – my PhD supervisor, other fellow researcher at the Web and Internet Science group of the University of Southampton, and I –  have already tried to answer some of these questions. Now we would like to concentrate our efforts on what data quality means in Wikidata.

Data quality is a complex concept. It covers a number of different aspects, also called dimensions, and is usually defined as fitness for use. But which use? Wikidata has already quite a broad coverage, has been already employed for several different purposes, and will probably be used for tasks we cannot devise yet. Furthermore, Wikidata is entirely maintained by its community. It is the community which determines what is in Wikidata and ultimately what Wikidata is and will be for.

The Method

Therefore, the best method, i.e. more reliable and appropriate for its features, to determine what data quality means to Wikidata seemed to be to directly involve the community and the development team that is behind Wikidata. At Wikimedia Germany, I was able to obtain precious information about how Wikidata was conceived, to become aware about several technical details that would have been otherwise difficult to find, and to understand – and learn. For example, I could observe how developers of a collaborative project such as Wikidata relate to its vast user community (and believe, it can be a hard task sometimes).

In more specific terms, the main goal of my secondment at Wikimedia Germany has been to set a data quality framework for Wikidata. The first step has been to review the relevant literature, in order to select data quality dimensions, i.e. different aspects of data quality, that could be relevant for Wikidata. This was at the same time a top-down and a bottom-up approach: high-level, abstract dimensions were selected from the literature and included on the basis of quality issues already observed in Wikidata.

Community feedback

After several revisions, the resulting dimensions’ list was published as a Request for Comments, and advertised on the Wikidata Project Chat page (in the English, French, and Italian versions) and on social media (Thanks Lydia and Léa!). Since its publication date (11 August), the page has been viewed on average about 92 times per day and has been edited more than 80 times. This testifies a certain degree of interest from the community, considering that other RfC pages I checked had much lower numbers of daily views in similar time spans. Nevertheless, the hope is to get as many participants as possible in the discussion, which would be beneficial both for this research and for Wikidata itself.

The date chosen to close the RfC is September 4. After that date, user comment will be analysed, so it can be used for further refinement of the quality framework. This could be again submitted to the Wikidata community to enquire whether it should be officially adopted by the project or not. A following step will be to find appropriate metrics for the dimensions identified in order to eventually perform a large-scale evaluation of Wikidata. Finally, for the prosecution of my PhD project, these results should be analysed and related to the community processes in Wikidata. But this is another part of the story, which I hope to write about here sooner or later.

This was the description of the research I have carried out in the last four weeks at Wikimedia Germany. It is obviously only a partial account of my time there. It has been an interesting, enriching experience, which allowed me to learn a lot on the topic of my research, but not only. Furthermore, this research would have been much harder without the help and advice of everyone in the Wikidata team and, in particular, of Lydia Pintscher, who allowed me to be here, revised my work, and patiently answered a very large number of questions.

Finally, I would like to again thank everybody at Wikimedia Germany. You have been great hosts and made me immediately feel at ease. It has been a pleasure to spend this time here and hope to be back soon.

by Julia Schuetze at August 31, 2016 09:49 AM

August 26, 2016

Iberty

Äpfel, Fotos, Kalifornien

Wenn die Wikipedia auf Kalifornien trifft, auf Äpfel, Erntefeste, Kollaboration und Fotografem . So wie es sein solte. Gelegentlich erfüllt die Wikipedia jeden Wunsch und sie ist unterstützend, kollaborativ, inspirierend, gibt allen Beteiligten Spaß und der Menschheit dann etwas zu sehen und zu lesen.


Gravenstein Apple Fair 2016 - 01
Bild: Gravenstein Apple Fair 2016 in Sebastopol, Sonoma County, California Von: Frank Schulenburg Lizenz: CC BY-SA 4.0

Es begann mit dem Schreibwettbewerb. Der Schreibwettbewerb der Wikipedia existiert seit 2005 und findet zweimal im Jahr statt. Einen Monat lang versuchen Autoren DEN BESTEN Artikel zu schreiben und zu verbessern. Dafür gibt es Preise. Meist stiften andere Wikipedianer diese Preise. Sie reichen von Buchgutscheinen über Tee, selbstgemachte Marmelade oder Einladungen zum Opernbesuch.

Im März 2016 waren auch fünf Kilo Äpfel von der Streuobstwiese als Preis ausgesetzt – gestiftet von Benutzer:Sternrenette für den besten Artikel mit Bezug zum Thema Obst. Äpfel! Da konnte ich natürlich nicht widerstehen.



Schnell mal in das Bücherregal gesehen, die einschlägigen Bücher durchsucht und dann geschaut, welche Apfelsorten sowohl in den deutschen wie den englischen Publikationen behandelt werden – da war die Auswahl überraschend eng.

Gravenstein Apple Fair 2016 - 08

Abgesehen von einigen wenigen globalen Sorten (Gala, Golden Delicious, Cripps Pink..) – die zudem meistens in Deutschland selbst nicht angebaut werden – ist das mit den Äpfel doch eher eine lokale oder regionale Sache. Deutschlandweit angebaute Sorten wie Elstar kommen in englischsprachigen Ländern kaum vor, dortige Favoriten wie Braeburn wachsen in Deutschland nicht. Die wenigen Sorten, die den Sprung schafften wie Cox Orange oder Golden Delicious haben bereits seit einiger Zeit ausführliche Wikipedia-Artikel.

Sorten, die den Sprung über eine Sprachgrenze hinweg geschafft haben, sind rar gesät.

Aber dann gab es noch Gravenstein. Vielleicht eigentlich ein italienischer Apfel oder ein dänischer, auf jeden Fall seine Welteroberung beginnend im deutsch-dänischen Grenzgebiet. Mit seiner Einführung im 17. Jahrhundert ein Apfel, der die Bezeichnung „alte Sorte“ tatsächlich verdient, beliebt einst in ganz Europa und den USA. Laut diversen Experten der bestschmeckende Sommerapfel überhaupt, aber schlecht zu lagern und zu transportieren: heute nur noch Liebhaberapfel. Ein alter Apfel mit Geschichte, Hintergrund, Aufstieg und Fall – der Stoff für einen guten Artikel ist da.

Gravenstein Apple Fair 2016 - 09

Etwas mehr Recherche: der Aufstieg brachte den Gravensteiner über den Unweg russischer Pelzhändler bis in das Sonoma County in Kalifornien. Die Gegend bei San Francisco - heute vor allem berühmt für seinen Wein - war ehedem aber Gravenstein County. Dort feierten sie große Volksfeste, bauten Züge, Boote und Zeppeline aus Äpfeln nach, sammelten den ganzen Landkreis zu einer großen Party. Vergessen dann im 20. Jahrhundert, wiederbelebt zum 21. Jahrhundert hin, mittlerweile gefördert durch Slow Food, findet die Fair wieder statt.

Gravenstein Apple Fair 2016 - 03
Bild: Gravenstein Apple Fair 2016 in Sebastopol, Sonoma County, California Von: Frank Schulenburg Lizenz: CC BY-SA 4.0

Und wie es so ist, Sonoma County liegt nicht nur abstrakt nahe San Franciscos, sondern auch konkret nahe des Sitzes der Wiki Education Foundation. Damit liegt das Sonoma County auch nahe des  WikiEd Executive Director, wunderbaren Menschen und großartigen Fotografen Frank Schulenburg.

Den mal bei Gelegenheit angesprochen: Hey, Frank, schau mal was bei Dir in der Gegend los ist. Das war so im März. Apfelernte allerdings ist nichtmal für Frühäpfel in der Jahreszeit. Also gewartet bis zum August.

Der war nun heiß auf die Äpfel und endlich war am Wochenende Appel Fair. Frank hin. Mit Fotos zurück. Von Äpfel und der Fair, Kuchen und Menschen. Nur eine Apfelkönigin scheint es tatsächlich nicht gegeben zu haben. Hinein in den Artikel.

Inspiration, Literatur, Zeit, Umsetzung, Fotos und Einsatz. Über sechs Monate hinweg und zwei über Kontinente. So bitte darf Wikipedia öfter sein.

Gravenstein Apple Fair 2016 - 07
Bild: Gravenstein Apple Fair 2016 in Sebastopol, Sonoma County, California Von: Frank Schulenburg Lizenz: CC BY-SA 4.0
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at August 26, 2016 08:08 AM

August 25, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 34/2016

Erstmals gibt es konkrete Anerkennungskriterien für neue Wikimedia-Organisationen, viele neue Bilder auf Commons kommen von der schweizer ETH-Bibliothek, das Programm zur WikiCon steht nun fest und die Wiki Education Foundation hat ihren aktuellen Monatsbericht veröffentlicht. Außerdem liegen nun Wahlprüfsteine für Mecklenburg-Vorpommern vor, an deren Erstellung Wikimedia Deutschland beteiligt war. Diese und weitere Themen sind in der Wikimedia:Woche 34/2016 zu finden.

Foundation und Organisationen

Erstmals konkrete Anerkennungskriterien für neue Wikimedia-Organisationen

Das Affiliations Committee (AffCom), das für die Anerkennung neuer Wikimedia-Organisationen und -Gruppen zuständig ist, hat erstmals konkrete Kriterien für neue Organisationen veröffentlicht. Wichtig sei vor allem, dass die anzuerkennenden Organisationen eine Vielfalt an Aktivitäten durchführten, diese gut planten und evaluierten, sowie Partnerschaften mit Wikimedia-externen Institutionen vereinbarten. Im Zuge der Diskussion auf der Mailingliste wikimedia-l kristalisierte sich heraus, dass diese Kriterien auch für bestehende Organisationen angewandt werden sollen.

Monatsbericht der Wiki Education Foundation Juli 2016 online

Die Wiki Education Foundation berichtet in ihrem Blog über die Aktivitäten des Monats Juli.

Nächster Schritt in der WMDE-Jahresplanung erreicht

Auf Grundlage eines Vorschlags aus der Geschäftsstelle, legte das Präsidium von Wikimedia Deutschland die konkreten inhaltlichen Ziele und Erfolgskriterien zum Jahresplan 2017 fest.

WMDE bekommt Leiter Finanzen und Zentrale Dienste

Ab 1. Dezember 2016 ist Christian Humborg der neue Leiter Finanzen und Zentrale Dienste bei Wikimedia Deutschland.

Projekte und Initiativen

Programm zur WikiCon online

Das Programm der WikiCon ist nun veröffentlicht worden.

ETH-Bibliothek läd zahlreiche Bilder auf Commons

Die ETH-Bibliothek, die grösste öffentliche naturwissenschaftliche und technische Bibliothek der Schweiz, läd 134.000 Bilder auf Wikimedia Commons.

Die Olympiade in der Wikipedia

Der Wikipedia-Kurier und ein Blogbeitrag der Wikimedia Foundation geben einen Überblick zum Artikel-Bestand der Wikipedia rund um Olympia und dessen aktueller Entwicklung nach den Spielen.

Wikidata:Status updates/2016 08 20

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt #318

Die aktuelle Zusammenfassung aus der OpenStreetMap-Welt „weekly 318“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 16. bis 22. August.

Wikipedia to the Moon: über 250 neue exzellente Artikel

Mehr als 250 exzellente Artikel weltweit sind seit Beginn der Working Phase zu dem Projekt „Wikipedia to the Moon“ im Juli hinzugekommen. Wöchentliche Updates zum Projekt werden auf Facebook geteilt.

Neue Sprachversion der Wikipedia geht live

Nach acht Jahren im Inkubator ist die Wikipedia auf Tulu live gegangen. Tulu ist eine Sprache, die im Südwesten Indiens von etwa 1,7 Millionen Menschen gesprochen wird.

Technik

Benachrichtigung abgeschickt? Neue Funktion im Test

Sicher zu wissen, dass eine Benachrichtigung auch erfolgreich versendet werden konnte, ist ein Wunsch von der technischen Wunschliste. Die neue Funktion ist nun auf Test-Wikipedia verfügbar und kann ausprobiert werden. Das Team der Softwareentwicklung bei WMDE freut sich über zahlreiche Testende.

Tech News issue #34

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Politik und Recht

Wikimedia Deutschland und das Bündnis Freie Bildung veröffentlichen Wahlprüfsteine für Mecklenburg-Vorpommern

Wikimedia Deutschland und das Bündnis Freie Bildung haben als Teil der „Koalition Freies Wissen“ Wahlprüfsteine anlässlich der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 4. September 2016 veröffentlicht.

PETA legt Einspruch gegen Urteil zu Affen-Selfie ein

Die Tierrechtsorganisation PETA hat Einspruch gegen das Urteil zu dem bekannten Affen-Selfie eingelegt, wonach ein Affe keine Urheberrechte innehaben könne.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Neue Ausgaben des WikiStammtisch zum nachhören

In den Episode 8 bis 10 des WikiStammtisch spricht Sebastian Wallroth mit dem Wikipedianer Nikola Kalchev, dem Unternehmer Markus Franz und dem Wikipedianer Thomas Schallhart.

heise.de über Bot-Artikel

heise.de schrieb über bot-generierte Artikel in der Wikipedia.

Wikipedia is not Therapy!

Andrew McMillen schrieb auf backchannel.com einen ausfürlichen Artikel zum Thema Support and Safty bei der Wikimedia Foundation.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

29.8.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zurzeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23–24, 10963 Berlin. Während des Treffens arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

1.9.: Wikipedia Sprechstunde Bibliothek Hamburg

Jeweils am 1. Donnerstag des Monats bietet die Hamburger Wikipedia-Community von 16.00 bis 18.00 Uhr eine regelmäßige öffentliche Sprechstunde an.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at August 25, 2016 01:04 PM

Verstärkung: Dr. Christian Humborg wird Leiter Zentrale Dienste

Ich freue mich sehr, eine personelle Verstärkung für die Geschäftstelle unseres Vereins ankündigen zu können: Dr. Christian Humborg wird zum 1. Dezember 2016 der neue Leiter Finanzen und Zentrale Dienste. In dieser neuen organisatorischen Klammer hat Christian zukünftig die fachliche und disziplinarische Leitung der Teams Finanzen und der (internen) IT sowie die disziplinarische Leitung der Personalabteilung inne.

Er bringt dafür hervorragende fachliche und persönliche Expertise mit. Christian war nach seinem Studium der Verwaltungswissenschaften in Konstanz und Leiden acht Jahre in der Wirtschaft tätig. Anschließend führte er von 2007 bis 2014 die Geschäfte der Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland. Aktuell ist er kaufmännischer Geschäftsführer des gemeinnützigen Recherchezentrums CORRECTIV.

Am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre der öffentlichen Verwaltung der Universität Potsdam wurde Christian promoviert. Im Jahr 2009 gewann er als Mitglied des Autorenkollektivs carta.info den Grimme Online Award. Er ist zudem Mitglied des Beirats der Zeitschrift für Politikberatung, des Whistleblowernetzwerks und von Transparency International Deutschland. Außerdem hat er die Transparenzportale fragdenstaat.de und hochschulwatch.de mitinitiiert. Eine monatliche Radioshow „QDeWe – Die Kunst der Weltverbesserung“ hat er auch: Sie läuft ab September auf detektor.fm.

Mit seiner Erfahrung und seiner Leidenschaft für Transparenz ist Christian Humborg eine hervorragende Ergänzung für die Arbeit von Wikimedia Deutschland. Ich freue mich sehr, dass wir ihn im Dezember am Tempelhofer Ufer begrüßen können!

by Christian Rickerts at August 25, 2016 08:48 AM

August 18, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 33/2016

Während in Österreich über den Frieden geschrieben und der populärste Olympionike bzw. die populärste Olympionikin in Wikipedia gesucht wird, stehen die WikiConference North America und die SMWCon Fall 2016 in FFM an, hat das Board of Trustees wohl bekannte Ehrenamtliche in den Governance-Ausschuss benannt und ist mit der „Bamberger Islam-Enzyklopädie“ der erste zitierfähige Wikipedia-Ausschnitt entstanden. Besonders intensiv wird jedoch die Bitte des Prados diskutiert, möglichst nur deutlich kleinere Abbildungen ihrer Kunstwerke auf Wikimedia Commons zu veröffentlichen.

Foundation und Organisationen

Board of Trustees benennt beratende Ehrenamtliche für Governance-Ausschuss

Das Board of Trustees der Wikimedia Foundation organisiert sich intern in Ausschüssen. Einer dieser Ausschüsse ist das Board Governance Committee, das sich vor allem um Prozesse und interne Strukturen des Gremiums kümmert. Nach der Neukonstituierung des Boards auf der Wikimania 2016 hat der Auschuss beschlossen, beratende Ehrenamtliche zu benennen, die den Ausschuss bei der Arbeit unterstützen sollen. Nach einer Bewerbungsphase hat der Ausschuss nun fünf Ehrenamtliche ernannt: Gayle Karen Young (ehem. Personal-Leiterin der WMF), Kat Walsh (ehem. Mitglied des Board of Trustees), Tim Moritz Hector (Präsidiumsvorsitzender von WMDE), Ido Ivry (Vorstandsmitglied von Wikimedia Israel) und Ira B. Matetsky (User:Newyorkbrad; Wikipedia-Admin und ehemaliges Schiedsgericht-Mitglied in der en-wp)

Projekte und Initiativen

Wikipedia for Peace

„Wikipedia for Peace“ wird im Rahmen der „Workcamp“-Projektreihe des Service Civil International (SCI) Österreich als Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit Wikimedia Österreich organisiert. Im Rahmen des Projekts kommen für zwei Wochen, von 14. bis 27. August 2015, 15 Menschen verschiedener Länder und Sprachen in Wien zusammen, um gemeinsam Wikipedia-Artikel zum Thema Frieden zu verfassen.

WikiConference North America 2016

Auf der Wikimedia-Mailingliste wird zur WikiConference North America, 7. bis 10. Oktober 2016 in San Diego, eingeladen.

Neues aus der OSM-Welt #317

Die aktuelle Zusammenfassung aus der OpenStreetMap-Welt „weekly 317“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 9. bis 15. August.

Technik

Neues Design und neue Funktionen der Seite wikipedia.org

Im Blog der Wikimedia Foundation berichtet ein Mitarbeiter vom neuen Design und den neuen Funktionen des Suchportals https://www.wikipedia.org.

Semantic-MediaWiki-Konferenz 28. bis 30.9. in Frankfurt/Main

Die 13. Semantic-MediaWiki-Konferenz (SMWCon Fall) findet in diesem Jahr vom 28. bis 30. September in Frankfurt am Main statt. Für die ersten Tickets kann man sich bis 11. September registrieren.

Neuigkeiten aus der Technik

Diskussion

Aktueller Stand des deutschsprachigen Wikinews

Benutzer:YMS berichtet von seinen Eindrücken über das deutschsprachige Wikinews im Wikipedia-Kurier.

Politik und Recht

Prado bittet um Runterskalierung von Bildern aus ihrem Museum

Ein Mitarbeiter der Rechtsabteilung der Wikimedia Foundation leitet der Commons-Community den Wunsch des Museo del Prado weiter, dass die von Google Earth zur Verfügung gestellten enorm hochauflösende Detailaufnahmen (zum Teil über 200 MB große Dateie) auf eine Größe von maximal 1000 px herunterskaliert werden sollen. Nach spanischem Recht sind die nach Commons übertragenen Originalaufnahmen möglicherweise geschützt, nach Überzeugung der Commons-Community jedoch als gemeinfreie Kunst zu verstehen. Es wird um Community-Rückmeldung gebeten.

Wissenschaft und Forschung

Bamberger Islam-Enzyklopädie

Der Professor für Islamwissenschaften und langjährige Wikipedia-Autor Patrick Franke hat die „Bamberger Islam-Enzyklopädie“ gegründet, ein Verzeichnis von ausgewählten, qualitativ hochwertigen Wikipedia-Artikeln mit ihren Hauptautoren, die als zitierfähig angesehen werden.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Ranking der populärsten Olympia-Sportlerinnen und -Sportler

Die Seite Meedia veröffentlicht eine informative Auswertung der am häufigsten aufgerufenen Wikipedia-Artikel zum Thema Olympia in verschiedenen Sprachversionen.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Martin Rulsch at August 18, 2016 02:38 PM

August 11, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 32/2016

Die Wikimedia Foundation sucht einen neuen Chief Technology Officer und veröffentlicht ihren halbjährlichen Transparenzbericht, neue Benutzergruppen wurden genehmigt, ein Wettbewerb zu den Olympischen Spielen, Neues aus Israel, Brest, von GLAM und der Forschung sowie Verbesserung bei der Suche und Benachrichtigungen sind neben einem gewonnenen Rechtsstreit und Berichten über verschiedene Wikipedianer und den Münchner Wikipedia-Standort WikiMUC nur einige Highlights der Woche. Die englischsprachige Wikipedia nimmt außerdem Abschied von Kevin Gorman.

Foundation und Organisationen

Ausschreibung für den Chief Technology Officer

Eine der Prioritäten der neuen Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, Katherine Maher, ist es, die vakanten Leitungsstellen möglichst schnell bis Ende des Jahres zu besetzen. Nun ist die Stelle des Chief Technology Officers (CTO) ausgeschrieben. Der oder die CTO ist für die gesamte technische Infrastruktur der Wikimedia-Projekte verantwortlich.

Shortlist der ausgewählten FDC-Kandidierenden

Die Mitglieder des Funds Dissemination Committees (Spendenverteilungskomitees, kurz FDC) werden auf zwei Wegen ausgewählt. Alle zwei Jahre findet eine Community-Wahl statt, alternierend ernennt das Board of Trustees Mitglieder. Derzeit läuft der Auswahlprozess für letztere. Das zahlreichen Bewerbungen hat das Board of Trustees nun eine Shortlist mit 6 Kandidierenden ausgesucht. Die endgültige Auswahl der vier zu wählenden Mitglieder wird am 2. September bekannt gegeben.

Zwei neue User Groups

Das Affiliations Committee hat zwei neue User Groups anerkannt: Die Wikimedians of Iowa User Group – eine Gruppe von Wikimedianerinnen und Wikimedianern im US-Bundesstaat Iowa – sowie die WikiToLearn User Group. Letzte möchte die Internetlernplattform WikiToLearn bessern mit den Wikimedia-Projekten verbinden.

Lehre mit Wikipedia als zielführend wahrgenommen

Die WikiEducation Foundation hat die Teilnehmenden ihrer Bildungsprogramme befragt, ob sie erneut mit Wikipedia unterrichten würden. 98 % stimmten dem zu, davon erachten 87 % die Benutzung von Wikipedia sogar als erfolgreicher als mit anderen Methoden.

Projekte und Initiativen

Wikipedia nun auch auf Tulu verfügbar

Die Wikipedia in der indischen Sprache Tulu ist nun live gegangen.

Wikipedia-to-the-Moon-Babelbox

Mittlerweile läuft bereits seit einigen Wochen die Arbeitsphase von Wikipedia to the Moon. In der Voting-Phase hatte sich zuvor die internationale Community dazu entschieden, die exzellenten Artikel und exzellenten Listen aus allen Wikipedia Sprachversionen gemeinsam mit einem Rover der PT Scientists aus Berlin auf den Mond zu schicken. Noch bis zum 31. Oktober haben Wikipedianer Zeit, die Liste der exzellenten Artikel auszubauen, weiter aufzupolieren und ihr Wissen auf dem Mond zu verewigen. Für alle, die sich bereits an dem Projekt beteiligt haben oder dies noch tun möchten, gibt es nun eine Babelbox für die Nutzerseite.

Hier geht es zum Quellcode für die Babelbox:

Hier geht es zur Wikipedia to the Moon Arbeitsseite:

Wiki Loves the Olympics

Ein globaler Schreibwettbewerb rund um die Olympischen Spiele hat im Meta-Wiki begonnen. Bis zum 18. September können Beiträge eingereicht werden.

Fotoprojekt zum Maritimen Fest in Brest

Beim Martimen Fest in französischen Brest haben 16 Ehrenamtliche an die 1000 Fotos traditioneller Schiffe erstellt.

Israelisches Hochschulprogramm nun auch auf Arabisch

Das israelische Hochschulprogramm wird dank einer Förderung der Israeli Charitable Foundation nun auch für arabischsprachige Studierende erweitert.

GLAM-Aktivitäten im Monat Juli

Im Outreach-Wiki wurde der Monatsbericht zu den Aktivitäten im Juli im GLAM-Bereich zu Galerien, Bibliotheken, Archiven und Museen veröffentlicht.

Technik

Mobile Google-Suche verweist nun besser auf Wikipedia

In Zusammenarbeit mit Google wurde die Infobox bei der mobilen Suche so angepasst, dass nun wie bei der Desktopsuche Wikipedia direkt als Quelle ausgewiesen wird. Durch den Link erhofft sich die Wikimedia Foundation, dass das Ansteuern der Inhalte erleichtert wird. Noch immer wird jedoch nicht die freie Lizenz erwähnt.

Bessere Benachrichtigungen

Die Wikimedia Foundation berichtet in ihrem Blog über die Verbesserung der Echo-Benachrichtigungen („Notifications“). Globale Nachrichten werden jetzt korrekt angezeigt, zudem können Nachrichten nach der Seite, auf der sie ausgelöst wurden, gefiltert werden.

Neues aus der Technik

Die aktuelle Zusammenfassung aus der OpenStreetMap-Welt „weekly 316“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 2. bis 8. August.

Auch Wikidata gibt ein Update.

Diskussion

US-amerikanischer Wikipedia-Autor Kevin Gorman stirbt im Alter von 24 Jahren

Der US-amerikanische Wikipedia-Autor Kevin Gorman ist im Alter von 24 Jahren verstorben. Der Student kam über die erste Bildungsinitiative der Wikimedia Foundation 2011 ins Wikiversum, setzte sich gegen das Gender Gap und bezahltes Schreiben ein und war der erste Wikipedian in Residence an einer US-amerikanischen Universität. Die englischsprachige Wikipedia-Gemeinschaft trauert um einen engagierten Kollegen und guten Freund.

Politik und Recht

Halbjährlicher Transparenz-Bericht der WMF veröffentlicht

Die Wikimedia Foundation veröffentlicht halbjährlich ihren „Transparency Report“, in dem sie Auskunft über Einsprüche, Zugriffe u.Ä. auf die Wikimedia-Projekte von staatlicher wie privater Seite gibt. Jüngst veröffentlicht sie ihren 5. Bericht, der den Zeitraum Januar–Juni 2016 abdeckt. Die Rechtsabteilung hat zudem einen begleitenden Blogbeitrag dazu veröffentlicht.

WMF gewinnt Rechtsstreit gegen Drehbuchautorin und Regisseurin Schels

Das Landgericht München hat im Rechtsstreit zwischen der Wikimedia Foundation (WMF) und der Drehbuchautorin und Regisseurin Evelyn Schels zugunsten der WMF entschieden. Schels hatte gegen die Veröffentlichung ihres Geburtsdatum geklagt. Der Fall wird auch in der Presse rezipiert.

Stellungnahmen von Wikimedia Deutschland zu Freien Bildungsmaterialien

John Weitzmann, Referent für Politik und Recht bei Wikimedia Deutschland, berichtet im WMDE-Blog von den Plänen der Kultusministerien und Landtags-Koalitionen zu Freien Bildungsmaterialien sowie den Stellungnahmen des Vereins dazu.

Wissenschaft und Forschung

Research-Newsletter Juli

Der Newsletter des Monats Juli zur Forschung rund um die Wikimedia-Projekte ist erschienen.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Entstehung des Münchner Wikipedia-Standortes WikiMUC im Überblick

Wikipedia-Benutzer Pimpinellus blickt im Wikipedia-Kurier auf die Pläne, Umsetzung und ersten 100 Tage des Wikipedia-Standortes in München, des WikiMUCs, zurück.

WikiStammtisch mit Nikola Kalchev

In der 7. Episode des WikiStammtisch spricht Sebastian Wallroth mit dem bulgarischen Wikipedianer Nikola Kalchev, der derzeit in Deutschland lebt.

Blogbeitrag über Diego Delso

Im Movement-Blog hat Ed Erhard einen Beitrag über den auch in der deutschsprachigen Wikipedia aktiven Fotografen Diego Delso (Benutzer:Poco a Poco) veröffentlicht. Diego hat mehr als 15.000 Fotos auf Wikimedia Commons veröffentlicht und mehrere Preise bei Wikimedia-Bilderwettbewerben abgeräumt.

Wikipedian in Residence für das Open Science Lab der Technischen Informationsbibliothek Hannover gesucht

Das Open Science Lab der Technischen Informationsbibliothek Hannover sucht einen Wikipedian in Residence. Bewerbungsfrist ist der 12. August 2016.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Martin Rulsch at August 11, 2016 03:57 PM

August 10, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Freie Bildungsmaterialien: Pläne der Kultusministerien und Landtags-Koalitionen im Check

Tuxyso / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0, Akademie Mont-Cenis-Sonnenuntergang-2016, CC BY-SA 3.0

Es tut sich was in Sachen Freies Wissen in der Bildungspolitik – und Wikimedia Deutschland schaut genau hin:

Vergangene Woche wurde zuerst durch das „Bündnis Freie Bildung“ (BFB), an dem wir beteiligt sind, eine Stellungnahme zu den Koalitionsverträgen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt online gestellt. Grundlage der Stellungnahme sind Antworten der Parteien auf Wahlprüfsteine, also Fragen, die das BFB im Vorfeld der jeweiligen Landtagswahlen aufgestellt und an die Parteien geschickt hatte. Jetzt wurde als nächste Stufe untersucht, ob und inwieweit die Koalitionsverträge das widerspiegeln, was die Parteien vor der Wahl über ihre Position zu freien Bildungsmaterialien gesagt hatten. Eine ähnliche Aktion läuft derzeit auch mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

Außerdem hat Wikimedia Deutschland (WMDE) im laufenden Konsultationsprozess der Kultusministerkonferenz (KMK) zu deren noch im Entwurfsstadium befindlichen “Strategie Bildung in der Digitalen Welt” eine Stellungnahme abgegeben und auf Meta veröffentlicht (PDF). Hier fließen unsererseits vor allem die Erkenntnisse aus dem Praxisrahmen für OER in Deutschland ein, der im Februar 2016 veröffentlicht worden war. Neben diversen Einzelanmerkungen geht WMDE in der Stellungnahme auf drei Aspekte im Detail ein:

  1. Kultur des Teilens konsequenter fördern

Um den immer wieder beschworenen Paradigmenwechsel hin zu einer tatsächlich dem digitalen Zeitalter angemessenen Bildung einzuleiten, sollte die dafür notwendige „Kultur des Teilens“ aktiver als bisher gefördert werden. Übergeordnetes Handlungsfeld für die Kultusminister sind hier nicht in erster Linie Open Educational Resources (freie Bildungsmaterialien, kurz OER), sondern ist eine Verbesserung der Rechtssicherheit beim Zusammenarbeiten und Teilen über Schul- und Hochschulgrenzen hinweg – wofür freie Bildungsmaterialien allerdings ein hilfreiches Mittel sein können. Auch verändert das kollaborative Arbeiten nicht nur die Anforderungen an Lehrende, sondern auch die Anforderungen an Materialien. Dies wirkt sich sowohl auf die Qualitätssicherung als auch auf technische, rechtliche und formale Aspekte der Bildungsmaterialien aus. Zu diesen Aspekten enthält der in 2015 und 2016 erarbeitete Praxisrahmen für Open Educational Ressources in Deutschland bereits viele Vorschläge. Wenn es nicht gelingt, dass in der Schule ein verändertes Rollenverständnis von Lehrenden und Lernenden Einzug hält, wird die Bildung auch in Zukunft an den Anforderungen der Teilhabe in der digitalen Gesellschaft vorbeilaufen. Zudem müssen auch die Werkzeuge des Teilens beherrscht werden. Dazu gehören sowohl technische Fähigkeiten als auch ein Grundverständnis der zum Einsatz kommenden rechtlichen Werkzeuge.

  1. Potenziale des Lernens in der digitalen Welt besser vermitteln

Insgesamt sollten in fördernden Strukturen immer wieder die gesellschaftlichen Chancen der digital unterstützten Bildung und des Lernens in der digitalen Welt deutlich gemacht werden. Andernfalls läuft man Gefahr, dass Förderstrukturen einseitig als weitere Belastung ohnehin bereits unter großem Druck stehender Lehrkräfte wahrgenommen werden. Der Mehrwert kollaborativer Arbeitsweisen (online wie offline) sollte anhand praktischer Beispiele verdeutlicht werden, denn hier bestehen noch große Vorbehalte, die nicht allein über Vorgaben und Anforderungsprofile an Lehrende überwunden werden können. Es müssen Antworten auf die Frage nach dem „Warum?“ der Digitalisierung im Bildungsbereich und nach der Sinnhaftigkeit kollaborativer Erstellung von Inhalten gegeben werden, um Ängste und Hürden abzubauen. Der Fokus auf eine kritische Auseinandersetzung mit digitalen Technologien und mit dem Teilen über Schulgrenzen hinweg sollte nicht nur – negativ konnotiert – als „Schutz“ vor den mit der Technik und dem Teilen einhergehenden Risiken verstanden werden, sondern vielmehr als zentrale positive Kompetenz der Lehrenden und Lernenden in der digitalen Welt.

  1. Rechtliche und formale Rahmenbedingungen für transformativ nutzbare Bildungsmaterialien verbessern

Zentrales Argument für eine offene und digital angereicherte Bildungslandschaft sollte das Ziel eines freien Zugangs zu Bildung sein. Diesem Ziel dienen letztlich viele Zwischenschritte. Auch OER erfüllen keinen Selbstzweck, sondern dienen letztlich dazu, Hürden auf dem Weg zum Wissenserwerb für möglichst viele Menschen möglichst weitgehend abzubauen. Daher sollte, wenn der Begriff OER Erwähnung findet, explizit gemacht werden, wie der Einsatz von OER die Realisierung der oben angesprochenen Potenziale unterstützt. Genau wie nicht jede Standardlizenz weithin als „Freie Lizenz“ anerkannt wird, ist auch der Begriff OER ein schillernder und wird mitunter ein Opfer von „Open Washing“, indem er als Etikett für Inhalte verwendet wird, die in Wahrheit alles andere als offen im Sinne transformativer Nachnutzbarkeit sind. In der Strategie sollte deshalb der Begriff OER mit einer entsprechenden Definition unterlegt werden, sinnvollerweise derjenigen der UNESCO von 2012. Es erscheint uns zugleich wenig sinnvoll, im Rahmen einer solchen Strategie von OER als Antagonismus zu „proprietären“ Bildungsmaterialien zu sprechen. Urheberrechte bestehen schließlich auch an OER. Zentral ist nicht ein solcher begrifflicher Dualismus, der Assoziationen von klassisch vs. modern, angestaubt vs. innovativ und ähnliche weckt. Zentral sind vielmehr die materiellen Merkmale digitaler Bildungsmaterialien (wie z. B. die Veränderbarkeit und eine unter den richtigen Umständen dennoch rechtssichere Nachnutzbarkeit). Die Ansätze der Strategie, die sich auf eine teilweise Liberalisierung der für die Bildung im Urheberrechtsgesetz verankerten Schranken hinwirken wollen, begrüßen wir ausdrücklich.

by John Weitzmann at August 10, 2016 08:50 AM

August 04, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 31/2016

Unter anderem über mehrere technische Entwicklungen berichtet die Wikimedia:Woche 31/2016: In den ersten Wikimedia-Projekten wurden interaktive Karten als neue Zusatzfunktion eingeführt und für Android ist eine neue Version der Wikipedia-App verfügbar. Die Software-Entwicklung von Wikimedia Deutschland berichtet von ersten Ergebnissen zu strukturierten Daten auf Commons, und wie jede Woche sind natürlich auch wieder die Neuigkeiten aus der Technik-Community, Wikidata und OpenStreetMap verlinkt.

Foundation und Organisationen

WMF veröffentlicht ein Re-Design der Global Metrics (jetzt Grant Metrics)

Das Community Resources und das Learning & Evalution Team der Wikimedia Foundation haben gemeinsam die Global Metrics, jetzt Grant Metrics genannt, überarbeitet und neue Vorgaben für Metriken auf Meta veröffentlicht. Diese Vorgaben gelten ausschließlich für zukünftige Project Grant und Annual Plan Grant (APG) Programme.

Protokoll der 12. Telefonkonferenz des Präsidiums von WMDE veröffentlicht

Das Protokoll der 12. Telefonkonferenz des Präsidiums von Wikimedia Deutschland vom 18. Juli wurde im Forum veröffentlicht. Besprochen wurden vor allem die von der letzten Klausur vertagten Berichte des Vorstands und der Präsidiumsausschüsse.

Neu: Learning Pattern zur Wertschätzung Freiwilliger

Von Wikimedia Deutschland, Wikimedia Österreich und Wikimedia CH wurde ein gemeinsames Learning Pattern zum Thema Wertschätzung der Arbeit Freiwilliger erstellt, das sich speziell an andere Wikimedia-Chapter richtet.

Teele Vaalma schreibt über ihre Arbeit bei WMDE

Teele Vaalma von Wikimedia Estonia unterstützte Wikimedia Deutschland bei der Organisation der Wikimedia Conference in Berlin. Sie berichtete nun über ihre Erfahrungen.

WMDE ist anerkannte Einsatzstelle für Bundesfreiwillige

Wikimedia Deutschland ist als Einsatzstelle für Bundesfreiwillige anerkannt worden und somit in der Lage offiziell Bundesfreiwilligendienstler und -dienstlerinnen aufzunehmen. Für 2016 haben sich die Bereiche Event und Ideenförderung dafür entschieden, ab September 2016 jeweils einen sogenannten Bufdi aufzunehmen und ein Jahr lang mit diesen gemeinsam zu lernen, Projekte zu begleiten und Wissen zu teilen.

WMDE-Gastbeitrag im BBE-Newsletter

Über den „Newsletter für Engagement und Partizipation in Deutschland“ des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement wurde ein Gastbeitrag von Wikimedia Deutschland über die Wichtigkeit von Digitalem Ehrenamt versendet. WMDE und das BBE möchten gemeinsam auf den gesellschaftlichen Diskurs zum Themea Ehrenamt einwirken, um die Rahmenbedingungen für Engagement zu verbessern.

Projekte und Initiativen

Aufruf zur WikiCon 2017

Die WikiCon 2017 wird wieder in Deutschland stattfinden. Derzeit suchen Wikimedia Deutschland zusammen mit Wikimedia CH und Wikimedia Österreich ein lokales Freiwilligen-Team. Interessierte sind herzlich eingeladen mitzuwirken und sich zu beteiligen.

Einreichungen für WikiConference North America

Vom 7. bis 10. Oktober findet die WikiConference North America in San Diego, Kalifornien statt. Derzeit wird zu Einreichungen in sechs thematischen Tracks (Community, Advocacy & Outreach, Technology & Infrastructure, Health care and science, GLAM sowie Education and Academic Engagement) aufgerufen.

500.000 Wikipedia-Artikel auf Farsi verfügbar

Die Wikipedia auf Farsi erreichte mit dem 500.000. Artikel einen neuen Meilenstein. Die beiden Communitymitglieder Mohsen Salek und Mohammad Heidarzadeh beschreiben in einem Blogbeitrag, was dieser Meilenstein für die persischsprachige Wikipedia bedeutet.

Letzter Aufruf zur Organisation nationaler WLM-Wettbewerbe

Ein Aufruf richtet sich an Freiwillige aus Ländern die bisher noch nicht an dem internationalen Fotowettbewerb „Wiki Loves Monuments“ teilnehmen, mit der Bitte jetzt noch eine Teilnahme zu initiieren.

Geförderte Projekte aus den Communitys im Juli 2016

Die aktuelle monatliche Übersicht geförderter Projekte aus den Communitys ist nun im Blog von Wikimedia Deutschland zu finden.

Wikidata:Status updates/2016 07 30

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt #314

Die aktuelle Zusammenfassung aus der OpenStreetMap-Welt „weekly 314“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 19. bis 25. Juli.

Technik

Interaktive Karten für erste Wikipedia-Sprachversionen verfügbar

Die sogenannte Kartographer-Erweiterung für MediaWiki – sie stellt anpassbare, in Artikel einfügbare Openstreetmap-Karten bereit – wurde nach erfolgreichen Tests auf WikiVoyage jetzt auch in der katalanischsprachigen, hebräischen und mazedonischsprachigen Wikipedia sowie im Meta-Wiki eingeschaltet.

Neue Version der Wikipedia-App für Android verfügbar

Die Wikipedia-App für Android kommt nun mit einer neuen Startseite daher und bietet erweiterte Möglichkeiten zum Stöbern in der Wikipedia.

Demo-System für strukturierte Daten auf Commons

Ein Demo-System für einen ersten Einblick in den Einsatz von strukturierten Daten für Commons, also der Technologie von Wikidata für das Freie Medienverzeichnis, ist seit kurzem verfügbar. Die Ankündigung erklärt, was schon zu sehen ist und was in den nächsten Monaten folgen wird.

Neues aus der Software-Entwicklung im Juli

Die Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland erzählt in ihrem Monatsbericht Juli von Neuigkeiten der Technischen Wunschliste und strukturierten Daten auf Commons.

Tech News issue #31

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Politik und Recht

EU Policy Monitoring-Bericht für August

Dimi Dimitrov hat seinen monatlichen Bericht über die für Wikimedia politisch relevanten Aktivitäten für August veröffentlicht.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

WikiStammtisch mit Gereon Kalkuhl

In der 6. Episode des WikiStammtisch spricht Sebastian Wallroth mit dem Wikipedianer Gereon Kalkuhl.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

6.8.: Editieren im Erlebbaren Archiv

Wie schreibe ich in der Wikipedia? Ziel der in Berlin statt findenden Workshops ist es, Künstler*innen, Autor*innen und Lai*innen aller Generationen an die Arbeit für die Wikipedia heranzuführen, um so den Anteil von Autor*innen in der Community sowie die Sichtbarkeit relevanter Künstler*innen, Institutionen, Theoretiker*innen und feministischer Perspektiven in der Kunst zu stärken.

8.8.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zurzeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23–24, 10963 Berlin. Während des Treffens arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

9.8.: Bremenpedia vor Ort

„BremenpediA vor Ort“ versteht sich als Anlaufadresse in Bremen-Lesum für alle Fragen rund um das freie Online-Lexikon Wikipedia und die freie Medien-Datenbank Wikimedia Commons. Die Veranstaltungsreihe findet zwischen 15.00 und 17.00 Uhr im Heimathaus Lesum, dem Domizil des Heimat- und Verschönerungsvereins Bremen-Lesum e. V. (HVL) statt.

10.8.: Treffen der Wikipedia-Filmfrauen Berlin

Editieren in der Wikipedia und ihren Schwesterprojekten rund um Frauenfilmthemen, -biographien und -fachkompetenz mit Frauen in und aus Film und Fernsehen, Interessierten und unterstützenden Wikipedians. 18.00-21.00 Uhr, Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin

10.8.: Treffen der Wikipedia-Filmfrauen München

Editieren in der Wikipedia und ihren Schwesterprojekten rund um Frauenfilmthemen, -biographien und -fachkompetenz mit Frauen in und aus Film und Fernsehen, Interessierten und unterstützenden Wikipedians. 18.00-21.00 Uhr, WikiMUC, Angertorstraße 3, 80469 München

11.8.: Offenes Editieren Berlin

Das Offene Editieren findet immer am zweiten und am letzten Donnerstag eines Monats am Tempelhofer Ufer 23-24 im Raum „Mosaik“ statt. Es ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer_innen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits Wikipedianer_innen mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at August 04, 2016 12:06 PM

August 03, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im Juli 2016

Die folgende Liste zeigt eine Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen, die von den Communitys organisiert wurden und mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im vergangenen Monat stattgefunden haben. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Beim Festivalsommer herrscht derzeit wieder Hochsaison. So standen im Juli 31 Veranstaltungen auf der Agenda. Der vollständige Festivalplan ist in der Wikipedia zu finden.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Wikipedia-Communitys ist über Wikipedia:Lokales abrufbar. Einige Gruppen hinter den lokalen Räumen führen außerdem Blogs, über die eine Auswahl dort stattgefundener Veranstaltungen und Aktionen nachgelesen werden kann:

1.–3.7.: GLAM on Tour: Deutsches Museum Bonn

Über drei Tage hinweg erstreckte sich das Programm der GLAM-on-Tour-Station im Deutschen Museum Bonn. Anlass war die Ausstellung Leonardo da Vinci – Bewegende Erfindungen mit funktionsfähigen Modellen von Maschinen Leonardo da Vincis. Einen Überblick über das Programm und die Ergebnisse gibt die Projektseite.

2.7.: Treffen der Stammtische Unterfranken, Thüringen und des Portals Rhön

Das Portal:Rhön der deutschsprachigen Wikipedia hatte den Auftrag erhalten, das nächste Treffen des Stammtisches Unterfranken in Meiningen zu organisieren. Der Portalbetreuer hatte sich dafür bereit erklärt. Da dieser Stammtisch der Kontaktförderung der Stammtische und Projektteams untereinander dienen sollte und außerhalb Unterfrankens stattfand, waren auch die Thüringer Wikipedianer herzlich eingeladen. (basierend auf einem Text von Delta456, cc-by-sa 3.0, weiterlesen)

4.7.: Frag den Staat HH

Arne Semsrott war zu einem weiteren Workshop rund um das Portal Frag den Staat in dem lokalen Wikipedia-Standort Kontor Hamburg zu Besuch. Bereits im Vormonat hatte er im WikiMUC in München zusammen mit Wikipedianern und Codern des OK Lab einen Workshop zu dem Thema gehalten.

7.7.: Einkleidung Olympiamannschaft DOSB

Marcus Cyron und DerHexer waren bei der Olympiaeinkleidung in Hannover zugegen, um Bilder der Sportlerinnen und Sportler für Wikimedia Commons aufzunehmen.

9.7.: 30 Jahre galerie futura: Editieren im Erlebbaren Archiv 2/4

In der galerie futura findet im Sommer eine Seminar-Reihe statt, mit dem Ziel „Künstler*innen, Autor*innen und Lai*innen aller Generationen an die Arbeit für die Wikipedia heranzuführen, um so den Anteil von Autor*innen in der Community sowie die Sichtbarkeit relevanter Künstler*innen, Institutionen, Theoretiker*innen und feministischer Perspektiven in der Kunst zu stärken“. Zwei weitere Veranstaltungen sind für den 6. und 20. August geplant.

13.–24.7.: Fotoprojekt U-19-Fußball-Europameisterschaft

Bilder der U-19-Fußball-Europameisterschaft 2016 der Männer werden in Kürze auf Commons zu finden sein, denn Stepro war unterwegs, um sechs der zwölf Vorrundenspiele, das Play-Off, eines der Halbfinale sowie das Finale zu fotografieren.

16.7.: Stammtisch Braunschweig

Auch der 41. Stammtisch der Wikipedianerinnen und Wikipedianer in Braunschweig wurde von Wikimedia Deutschland mit einer Unfall- und Haftpflichtversicherung abgedeckt. Weitere Informationen zu diesem, bisherigen und folgenden Stammtischen in Braunschweig ist über die Regionalseite in der Wikipedia zu finden.

18.7.: WikiWedding Projekttreffen Juli

Neben den regelmäßigen Sprechstunden jeden Sonntag und jeden Montag (derzeit in der Sommerpause), fand am 18. Juli ein WikiWedding-Projekttreffen statt. Das Projekt WikiWedding verfolgt sechs Monate lang das Ziel, planmäßig den Bestand zum ehemaligen Berliner Bezirk Wedding (heutige Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen) in Wikipedia, Wikimedia Commons, Wikivoyage und Wikidata auszubauen und engagierte Weddinger an die Wiki-Projekte heranzuführen, so dass sie diese verstehen und bearbeiten können. (basierend auf einem Text von Southpark, cc-by-sa 3.0, weiterlesen)

19.7.: Wikipedia-Workshop in der Staatsbibliothek Berlin

Wikipedianer gaben in der Staatsbibilothek Berlin einen Einsteigerkurs für die Wikipedia. Die Teilnehmerzahl war wegen der Ausstattung mit Arbeitsgeräten im Werkstattraum auf 15 begrenzt. Die Plätze waren alle ausgebucht.

21.–26.7.: Vasenprojekt Teil II

Mit dem Ziel Wikidata zur zentralen Datenbank der Forschung zur antiken Keramik auszubauen, ging Marcus Cyron in die zweite Runde seines Vasen-Projekts. Es beinhaltete ein erneutes Treffen mit Vertretern des Corpus Vasorum Antiquorum Deutschland in München und ein Treffen mit Vertretern der Antikensammlung der Universität Innsbruck. Im Folgenden ist u. a. eine Einreichung eines Vortrages für das Digital Classics Seminar im Winter 2016/17, mit der Vorstellung eines Konzeptes zur Nutzung von Wikidata angedacht.

27.–30.7.: A L’Arme Festival

Mit Geräten aus dem Technikpool von Wikimedia Deutschland, besuchte Denis Barthel das A L’Arme-Festival für Improvisation, Neue Musik und Noise, um dort Bilder für das freie Medienarchiv Commons zu erstellen.

29.–31.7.: Wallensteinfestspiele Memmingen 2016

Die Wallensteinfestspiele in Memmingen sind mit rund 4500 Teilnehmenden die größten Historienspiele Europas. Sie wurden in diesem Jahr von mehreren Wikipedianerinnen und Wikipedianern begleitet, mit dem Ziel das Spektakel unter anderem fotografisch zu dokumentieren.

30.7.: Kaisermania

Der Wikipedianer Sandro Halank erhielt eine Akkreditierung für die Kaisermania mit dem Schlagersänger Roland Kaiser am Dresdner Elbufer. Freie Fotos der Veranstaltung werden in Kürze auf Wikimedia Commons erscheinen.

30.7.: Stammtisch Elsass-Express

Der Elsass-Express gilt als „der längste Stammtisch in der deutschsprachigen Wikipedia. Er dauert von 8:33 Uhr bis 19:26 Uhr und ist damit knapp elf Stunden lang“. Diesmal ging es gemeinsam zu einer Drei-Länder-Reise nach Aschaffenburg, wo ein gemeinsames Treffen mit den Stammtischen Unterfranken und Darmstadt statt fand. Wikimedia Deutschland unterstützte die Veranstaltung mit einer Versicherung und stellte die Planungen für das Jahr 2017 vor.

Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende regelmäßige Community-Termine fanden auch im vergangenen Monat wieder mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland statt:

Weitere Aktivitäten aus dem Team Ideenförderung

12.7.: BBE Commons-Workshop für Foto-Wettbewerb

Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) arbeitet an der Idee, einen Fotowettbewerb mit seinen Netzwerkpartnern auf Commons durzuführen. Ziel ist es, die Partnerorganisationen zur Freigabe relevanter Dateien und Archive zu bewegen und ihnen Commons als ehrenamtlich organisiertes Projekt näher zu bringen. Um ein solches Vorhaben selbstständig umsetzen zu können, gab Wikimedia Deutschland dem BBE einen Einführungsworkshop in der Geschäftsstelle in Berlin.

Über den „Newsletter für Engagement und Partizipation in Deutschland“ des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement wurde außerdem ein Gastbeitrag von Wikimedia Deutschland über die Wichtigkeit von Digitalem Ehrenamt versendet.

WMDE und das BBE möchten gemeinsam auf den gesellschaftlichen Diskurs zum Themen Ehrenamt einwirken, um die Rahmenbedingungen für Engagement zu verbessern.

21.-22.7.: Gespräch mit der Stadtverwaltung Ulm

Das Team Ideenförderung hatte ein Treffen mit dem für das Projekt Zukunftsstadt 2030 zuständigen Mitarbeiter der Stadt Ulm. Inhalt des Gesprächs war unter anderem eine mögliche Kooperation mit der Stadt und eine Mitnutzung des sich im Aufbau befindenden Weinhof 9. Der Weinhof 9 versteht sich als Ort zum Ausprobieren und Experimentieren rund um Freies Wissen, Open Data und Digitalisierung.

25.7.: Thieme Verlag Stuttgart

In Stuttgart fand ein Gespräch zwischen Freiwilligen aus der Region, Merle von Wittich aus dem Team Ideenförderung und dem Thieme Verlag statt. Neben der kommenden WikiCon in der Region Stuttgart, ging es unter anderem um die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit bei dem eLitStip Römpp Online und mit der Redaktion Chemie der deutschsprachigen Wikipedia, sowie um Möglichkeiten weiterer  Kooperationen mit anderen Programmen des Verlages.

26.7.: Treffen zur Jahresplanung in Köln

Derzeit läuft die Jahresplanung von Wikimedia Deutschland für 2017. Merle von Wittich war im Lokal K in Köln zu Besuch, um mit den Freiwilligen vor Ort über deren Wünsche und Vorstellungen zu sprechen.

by Nicolas Rueck at August 03, 2016 10:52 AM

August 02, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Neues aus der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland: Juli 2016

Monatlich stellen wir einige Ergebnisse der Arbeit in der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland vor. Die Zusammenstellung führt eine Auswahl von fertiggestellten oder neu begonnenen Arbeiten auf.

Technische Wünsche

Abgeschlossen wurden die Arbeiten am RevisionSlider, auf der deutschsprachigen Wikipedia auch als Versionsblätterer bekannt. Die Extension läuft auf der deutschsprachigen, hebräischen und arabischen Wikipedia als anschaltbares Beta-Feature.

Neu begonnen wurden Vorarbeiten zu Benachrichtigungen bei Erwähnungen (notifications on mentions). Dieses Feature wird uns noch einige Zeit beschäftigen.

Wikidata

Bei Wikidata bestimmten Arbeiten zu strukturierten Daten für Commons den Monat Juli. Besonders stolz sind wir darüber, dass wir erste vorzeigbare Ergebnisse auf einem Demo-System zur Verfügung stellen können. Die Arbeit befindet sich noch einem sehr frühen Stadium und ist weit davon entfernt, auf Commons eingesetzt werden zu können, aber erste Einblicke sind jetzt schon möglich.

Eine umfangreiche Erklärung zum Demo-System für strukturierte Daten auf Commons findet sich in der Ankündigung auf Wikimedia Commons.

 

by Jens Ohlig at August 02, 2016 01:19 PM

July 28, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 30/2016

Zum Nachlesen sind in der Wikimedia:Woche 30/2016 vom Board of Trustees die letzten beiden Sitzungsprotokolle und von Wikimedia Deutschland der Halbjahresbericht sowie ein Bericht zur Wikimedia Conference zu finden. Außerdem steht nun fest, ob die Wikimania weiterhin jährlich oder, wie zuletzt in der Diskussion, nur noch alle zwei Jahre stattfinden wird. Eine App des freien Reiseführers Wikivoyage ist neuerdings für Android erhältlich und die deutschsprachige Wikipedia-Community diskutiert über eine Umgestaltung der Hauptseite.

Foundation und Organisationen

Wikimania weiterhin jährlich, Ausrichter für 2018 gesucht

Wie das Wikimania Committee auf der letzten Wikimania beschlossen hatte, wird die internationale Konferenz auch weiterhin jährlich stattfinden. Ein Ausrichter für 2018 wird bereits gesucht. Einen klassischen Bieterprozess wie in den vergangenen Jahren soll es nicht geben. Statt dessen werden direkt Bewerbungen von Freiwilligengruppen entgegengenommen. Ebenso wird es das vorgeschlagene globale Rotationsverfahren über alle Kontinente nicht geben, jedoch soll ein Ausgleich zwischen alle Regionen geschaffen werden. Mit Wikimedia Südafrika gibt es bereits einen ersten Bewerber.

Letzten zwei Sitzungsprotokolle des Board of Trustees veröffentlicht

Das Board of Trustees hat seine letzten zwei Sitzungsprotokolle veröffentlicht. Dazu gehört auch das Protokoll der zweitätigen Sitzung vor der Wikimania in Esino Lario, Italien. Auf letzter fand unter anderem der Wechsel zweier Mitglieder des Boards statt, zudem wurde Katherien Maher zur neuen Geschäftsführerin ernannt.

Bericht zur Wikimedia Conference 2016 online

Von Wikimedia Deutschland ist der Bericht (Grant Report) zur Wikimedia Conference 2016 veröffentlicht worden. Er beschreibt nicht nur was vor und während der Konferenz geschah, sonst liefert auch eine Übersicht zu den Lessons Learned und Erfahrungen.

Monatsbericht Juni der Wiki Education Foundation veröffentlicht

Die Wiki Education Foundation hat in ihrem Blog den Bericht zum Monat Juni veröffentlicht.

WMDE veröffentlicht Halbjahresbericht

Wikimedia Deutschland veröffentlichte seinen Halbjahresbericht, auch APG Progress Report genannt, für das erste Halbjahr 2016. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf der Arbeit rund um Wikidata und auf community-orientierter Softwareentwicklung („Technische Wünsche“).

Projekte und Initiativen

Wikimedia bei der State of the Map US 2016

Im Rahmen der OpenStreetMaps-Konferenz State of the Map US in Seattle wurden auch zwei Wikimedia-bezogene Vorträge gehalten, in denen es vor allem um die Verbindungen und Verknüpfungen von Wikimedia-Projekten mit OpenStreetMaps ging. In einer Keynote sprach die Geschäftsführerin der WMF, Katherine Maher, über die Herausforderungen und die Zukunft beider Communitys. Softwareentwickler Yuri Astrakhan sprach vor allem über „Wikimedia Maps“ – die neue Erweiterung zur Einbindung von OpenStreetMap-Karten in Wikimedia-Projekte.

Geförderte Projekte aus den Communitys im Juni 2016

Die aktuelle monatliche Übersicht geförderter Projekte aus den Communitys ist nun im Blog von Wikimedia Deutschland zu finden.

Wikidata:Status updates/2016 07 23

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt #313

Die aktuelle Zusammenfassung aus der OpenStreetMap-Welt „weekly 313“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 12. bis 18. Juli.

Victor Grigas beschreibt Recherche nach freiem historischem Bildmaterial

Victor Grigas beschreibt sein Vorgehen bei der Suche nach freiem historischem Bildmaterial für bestimmte Wikipedia-Inhalte.

Organisationsteam von „Wiki loves Monuments“ sucht Unterstützung

Das ehrenamtliche Organisationsteam des Fotowettbewerbs mit dem Themenschwerpunkt Kultur- und Baudenkmäler, Wiki loves Monuments 2016 in Deutschland, sucht noch tatkräftige Unterstützung um die Durchführung und Vorbereitung des Wettbewerbs so gut wie möglich zu gestalten. Interessenten können sich auf der Seite Wikipedia:Wiki Loves Monuments 2016/Deutschland/Organisation (2. Link) eintragen.

Hrishikes Sens Gründe sich bei Wikisource zu beteiligen

Hrishikes Sen schrieb über seine Motivation zu den Wikimedia-Projekten, insbesondere zu Wikisource, beizutragen.

Bisher weltweit längster Edit-a-thon fand in Mexiko statt

Von Wikimedia Mexico und dem Museo Soumaya wurde der #72HorasConRodin, der bisher weltweit längste Edit-a-thon veranstaltet.

Technik

Wikimedia CH veröffentlicht Wikivoyage-Android-App

Das Schweizer Wikimedia-Chapter hat eine – auf Europa fokussierte – Android-App des freien Reiseführers Wikivoyage herausgebracht. Die App basiert auf Kiwix.

Spracherkennung in der Wikipedia-Suche kommt

Die Wikipedia-Suchmaschie soll schlauer werden: Suchanfragen in einer bestimmten Sprache sollen entsprechende Ergebnisse für ebendiese Sprache anzeigen, unabhängig davon in welcher Wikipedia-Sprachversion die Suchanfrage gestellt worden ist.

Neues aus der Software-Entwicklung im Juni

Die Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland erzählt in ihrem Monatsbericht Juni von besuchten Veranstaltungen, der letzten Wikimania und Änderungen bei der Oberfläche für den Wikidata Query Service.

Tech News issue #30

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Diskussion

Umfrage zu neuer Wikipedia-Hauptseite

In der deutschsprachigen Wikipedia läuft eine Umfrage darüber, ob die Community für ein neues Design der Hauptseite aufgeschlossen wäre.

Wissenschaft und Forschung

Wikimedia Research Newsletter Juni

Über aktuelle interessante Themen aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Wikipedia, berichtet der Wikimedia Research Newsletter in seiner Juni-Ausgabe.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

WikiStammtisch mit Jens Best

In der 5. Episode des WikiStammtisch spricht Sebastian Wallroth mit dem Wikipedianer Jens Best.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

1.8.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zurzeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23–24, 10963 Berlin. Während des Treffens arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

3.8.: WomenEdit Berlin

WomenEdit ist ein Netzwerk von Wikipedianerinnen. Jeden ersten Mittwoch im Monat findet in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland von 18.00 bis 21.00 Uhr ein Treffen statt. Neu-Autorinnen sind willkommen.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at July 28, 2016 01:55 PM

July 26, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Neues aus der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland: Juni 2016

Monatlich stellen wir einige Ergebnisse der Arbeit in der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland vor. Die Zusammenstellung führt eine Auswahl von fertiggestellten oder neu begonnenen Arbeiten auf.

Veranstaltungen

Im Juni waren einige Entwicklerinnen und Entwickler unterwegs, um Vorträge zu halten oder technische Unterstützung zu geben. Zu der von uns besuchten Gulaschprogrammiernacht und dem HPI-Hackathon gab es an dieser Stelle auch Blogbeiträge: Zur Gulaschprogrammiernacht, zum Hackathon HackHPI in Potsdam.

Wikimania

Die Wikimania in Italien war im Juni die wichtigste Veranstaltung für die Software-Entwicklung. Hier gab es Diskussionen zur Technik und Arbeit an neuen Features auf dem Hackathon:

Und sonst?

Die Oberfläche für den Wikidata Query Service hat viele neue Änderungen erfahren. Visualisierungen für Ergebnisse können jetzt auch als HTML-Snippet außerhalb (etwa auf eigenen Webseiten) eingebunden werden. Testen läßt sich dies mit der stetig wachsenden Anzahl an Beispiel-Queries, etwa der nach den Päpsten mit mit den meisten Kindern.

 

by Jens Ohlig at July 26, 2016 10:02 AM

July 25, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im Juni 2016

Geförderte Projekte aus den Communitys im Juni 2016

Die folgende Liste zeigt eine Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen, die von den Communitys organisiert wurden und mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im vergangenen Monat stattgefunden haben. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Beim Festivalsommer standen im Juni 16 Veranstaltungen auf der Agenda. Darunter Veranstaltungen wie Rock im Park und Rock am Ring. Der vollständige Festivalplan ist in der Wikipedia zu finden.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Wikipedia-Communitys ist über Wikipedia:Lokales abrufbar. Einige Gruppen hinter den lokalen Räumen führen außerdem Blogs, über die eine Auswahl dort stattgefundener Veranstaltungen und Aktionen nachgelesen werden kann:

Seit Juni: Denkmal PF

Denkmal PF bezeichnet einen lokalen Fotowettbewerb rund um das kulturelle Erbe der Stadt Pforzheim. Von Juni bis September finden hierbei verschiedene öffentliche Fototouren mit anschließendem Wikipedia-Stammtisch statt. Partnerorganisationen sind neben Wikimedia Deutschland das Stadtwiki Pforzheim-Enz und das Kulturamt der Stadt Pforzheim (Denkmalpflege/Stadtlabor).

Druck- und Transportkosten Refugee Phrasebook

Wikimedia Deutschland unterstützte das auf Wikibooks gehostete Refugee Phrasebook bereits während der Entstehungsphase und fördert nun den Druck und Transport zu Hilfsinitativen und Flüchtlingscamps in Deutschland. Der Druck soll zwischen Juni und Oktober stattfinden, nach einem Workshop mit Flüchtlingsvertretern.

3.6.: 10 Jahre WikiProjekt Bremen

Das WikiProjekt Bremen feierte sein zehnjähriges Bestehen und nahm dies zum Anlass für einen außergewöhnlichen Ausflug.

3.–5.6.: GLAM on Tour: Landesmuseum Württemberg 2016

GLAM on Tour war auf Station im Landesmuseum Baden-Württemberg, wobei zahlreiche neue Bilder und Artikel für die Wikimedia-Projekte entstanden und ausgearbeitet worden sind. Details sind auf einer Dokumentationsseite zusammengetragen worden.

7.6.: Technikpool-Workshop

Über den Technikpool von Wikimedia Deutschland werden Freiwilligen Geräte bereit gestellt, um deren ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen. Diese Geräte wurden großteils auf Initiative der Freiwilligen angeschafft und werden zum Teil durch die Community und zum Teil durch WMDE verwaltet und versendet. Zwei mit dem Technikpool vertraute Wikipedianer waren im Juni in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland zu Gast, um die Geräteliste auf den aktuellen Stand zu bringen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen kleinen Einführungskurs zu spezieller Technik zu geben.

11.6.: Fotoprojekt Lyrikmarkt Berlin

Die Wikipedianerin Kritzolina war mit der Kamera auf dem Lyrikmarkt, um dort Fotoaufnahmen der Autorinnen und Autoren für das freie Medienarchiv Commons und die Wikipedia zu machen. Die Bilder wurden in einer Kategorie auf Commons gesammelt. Wikimedia Deutschland unterstützte das Vorhaben mit dem Verleih einer Kamera und Reisekostenerstattungen.

11.–12.6.: Corso Leopold I

Das Team um die lokale Wikipedia-Anlaufstelle WikiMUC in München, war erneut mit einem Infostand auf dem Straßenfest Corso Leopold vertreten. Außerdem präsentierten sich in der Nähe des Wikipedia-Standes die Organisationen Freifunk, FSFE und Serlo, die ähnliche Ziele verfolgen.

11.–12.6.: GLAM on Tour: Die Macht der Mode

An einem Junitag unter dem Dach der alten Spinnerei ist es noch heute stickig. Doch vor 230 Jahren war die Luft für die hier arbeitenden Kinder richtig ungesund. Damals wurde die Textilfabrik als erste Baumwollmaschinenspinnerei auf dem europäischen Kontinent von dem Kaufmann und Industriespion Brügelmann gegründet. Da haben wir es heute besser. Zwanzig digital volunteers, Studentinnen für Modejournalismus, gestandene Wikipedianer nicht nur aus dem Rheinland und dem Ruhrgebiet sowie eine kleine Delegation Weitangereister tauchen ein in die Ausstellung „Die Macht der Mode“. weiterlesen

16.6.: Frag den Staat im WikiMUC

Arne Semsrott veranstaltete in dem lokalen Wikipedia-Standort WikiMUC in München mit Wikipedianern und Codern des OK Lab einen Workshop rund um das Portal Frag den Staat. Die Ergebnisse aus der anschließenden Diskussion fließen ggf. in einen Vortrag auf der kommenden WikiCon, die vom 16. bis 18. September in Kornwestheim stattfinden wird.

16.–18.6.: Bundeswettbewerb Jugend debattiert

Bei dem Bundeswettbewerb Jugend debattiert war neben dem Bundespräsidenten Joachim Gauck auch der Wikipedianer Sandro Halank zu Gast, der von dort Fotoaufnahmen der Veranstaltung und der Gäste für das freie Medienarchiv Commons mitbrachte. Die Bilder wurden mit einer Leihkamera aus dem Wikimedia-Technikpool aufgenommen.

17.–19.6.: Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften

Die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften wurden von dem Wikipedianer Stepro fotografisch begleitet. Auch hier wurde die technische Ausrüstung aus dem Technikpool von Wikimedia Deutschland gestellt.

18.6.: Wikipedia-Seminar für Frauen* in Kunst und Kultur

In dem Archiv der galerie futura läuft derzeit eine Seminar-Reihe zur Mitarbeit in der Wikipedia, die sich speziell an Frauen richtet: Ziel der Workshops ist es Künstler*innen, Autor*innen und Lai*innen aller Generationen an die Arbeit für die Wikipedia heranzuführen, um so den Anteil von Autor*innen in der Community sowie die Sichtbarkeit relevanter Künstler*innen, Institutionen, Theoretiker*innen und feministischer Perspektiven in der Kunst zu stärken.

Weitere Informationen, sowie alle folgenden Termine sind hier zu finden. Wikimedia Deutschland vermittelte im Vorfeld Kontakte zu bereits bestehenden Frauen-Netzwerken in der Wikipedia und stellte Informationsmaterial zu Verfügung.

20.6.: WikiWedding-Projekttreffen

Das Projekt WikiWedding kam zu einem Koordinierungstreffen zusammen. Über sechs Monate hinweg soll der Bestand zum ehemaligen Berliner Bezirk Wedding (heutige Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen) in Wikipedia, Wikimedia Commons, Wikivoyage und Wikidata ausgebaut werden. Alleine 44 Artikel sind bisher (Stand: 25.7.2016) im Rahmen des Projekts erstellt oder überarbeitet worden.

21.–27.6.: Wikimania

Teilnehmende der Wikimania 2016, Foto: Niccolò Caranti, Wikimania 2016 – group photo 02, CC BY-SA 4.0

Zur diesjährigen Wikimania in dem italienischen Ort Esino Lario, stellte Wikimedia Deutschland ein Kontingent von 30 Teilstipendien zur Verfügung. Es umfasste die Teilnahmegebühr, sämtliche Verpflegung sowie die Übernachtung in einem Mehrbettzimmer. Außerdem war eine Übernahme der Reisekosten durch WMDE möglich. Eindrücke die die Teilnehmenden mit nach Hause nahmen, werden auf dieser Seite gesammelt.

25.6.: Aachen – Exkursion Vaals

Der Wikipedia-Stammtisch Aachen kam zu einem Tagesausflug in Vaals zusammen, um dort gemeinsam unter anderem das Schloss Vaalsbroek und das Museum Vaals zu besuchen. Wikimedia Deutschland übernahm die Unfall- und Haftpflichtversicherung.

29.6.: Filmfrauen-Workshop zum Münchner Filmfest

Wikipedia-Workshop in München, Foto: Pimpinellus, Angertorstraße 3 Film im WikiMUC 1, CC BY-SA 4.0

Anlässlich des Münchner Filmfestes wurde im WikiMUC ein Workshop für Frauen aus Film und Fernsehen angeboten, die sich als Autorinnen in der Wikipedia beteiligen möchten. Für jeden zweiten Mittwoch im Monat ist ein Follow-up geplant. Eine Dokumentation und die weiteren Termine sind hier zu finden.

Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende regelmäßige Community-Termine fanden auch im vergangenen Monat wieder mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland statt:

by Nicolas Rueck at July 25, 2016 11:44 AM

July 21, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 29/2016

In der Wikimedia:Woche 29/2016 finden sich drei Stellenausschreibungen von Wikimedia Deutschland. Zudem sucht Dimi Dimitrov, Wikimedian in Brussels und Koordinator der Free Knowledge Advocacy Group EU, neue Hospitantinnen und Hospitanten. In der neuen Podcast-Reihe „Wikistammtisch“ kommen freiwillige Wikipedia-Aktive zu Wort und in Brasilien gibt es erstmals einen Wikipedian in Residence. Außerdem neu: Der Versionsblätterer zur Anzeige aller Bearbeitungskommentare im Diff kommt!

Foundation und Organisationen

Neues Wahlkomitee ernannt

Der Board Governance-Ausschuss des Board of Trustees der Wikimedia Foundation hat sich aufgrund der Erfahrung der letzten Community-Wahlen entschieden, ein ständiges Wahlkomitee für Board-/FDC-Wahlen einzurichten. Der Ausschuss hat bei seiner letzten Sitzung das neue Wahlkomitee, bestehend aus sechs Ehrenamtlichen, ernannt. James Alexander (aus dem Team Trust & Safety) und Stephen LaPorte (Legal Team) stehen beratend zur Seite.

Berechtigungen zur Teilnahme am FDC-Prozess veröffentlicht

Demnächst beginnt der neue Zyklus für die Teilnahme am Förderprozess des Spendenverteilungskomitees (Funds Dissemination Committee, FDC). Dafür sind nun die berechtigten Organisationen bekannt gegeben worden.

Neue Stellenausschreibungen bei Wikimedia Deutschland

Ab sofort ist Wikimedia Deutschland wieder auf der Suche nach Unterstützung für das Team in Berlin. Dabei geht es konkret um folgende Stellen:

Projekte und Initiativen

WikiStammtisch-Podcast

Sebastian Wallroth produziert seit Anfang Juli eine Wikipedia-Podcast-Reihe mit dem Titel „WikiStammtisch“. In den einstündigen Folgen unterhält sich Sebastian jeweils mit einem Wikipedianer. In den bisher vier veröffentlichten Folgen waren Manuel Schneider, Dr. Richard Heigl, Benutzer:Caronna und Benutzerin:Kritzolina zu Gast.

Wikidata:Status updates/2016 07 16

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt #312

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 312“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 5. bis 11. Juli.

Erster Wikipedian in Residence in Brasilien

Seit April arbeitet David Alves im Research, Innovation and Dissemination Center for Neuromathematics. Er ist damit der erste Wikipedian in Residence in Brasilien.

Rückblick auf GLAM-on-Tour-Station

AxelHH schrieb für den Wikipedia:Kurier einen Rückblick auf die letzte GLAM-on-Tour-Station im Deutschen Museum Bonn.

Pokémon in der deutschsprachigen Wikipedia

Southpark gibt im Zuge des Pokémon Go-Hypes in einem Blogbeitrag Einblick in die Historie der Pokémon in der deutschsprachigen Wikipedia.

Technik

Technische Wunschliste: Der Versionsblätterer kommt als Beta-Funktion

Mit dem „Versionsblätterer“ („RevisionSlider“) wird der Wunsch „Anzeige aller Bearbeitungskommentare im Diff“ aus der Umfrage Technische Wünsche 2015 erfüllt. Der Versionsblätterer ermöglicht das schnelle Blättern durch die Versionen in der Vergleichsansicht und zeigt jeweils Bearbeitungskommentar, Bearbeiter, Datum, Größe der Bearbeitung, Größe der Seite sowie die Markierung „kleine Bearbeitung“ in einer Übersichtsleiste an. Umgesetzt wurde der Wunsch vom Team der Softwareentwicklung bei Wikimedia Deutschland. Die neue Funktion ist voraussichtlich ab Freitag, den 22. Juli als Beta-Funktion in der deutschsprachigen, arabischsprachigen und hebräischsprachigen Wikipedia verfügbar und kann im Alltagsbetrieb ausprobiert werden.

Neu gestaltete Meldungsseite

Joe Matazzoni, Produktmanager bei der Wikimedia Foundation, beschreibt in einem Beitrag im Movement-Blog die neu gestaltete Meldungsseite im MediaWiki, die zu finden ist über das Klingel-Icon oben links und dort unter der Auswahl „Alle Benachrichtigungen“.

Tech News issue #29

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

100.000 Artikel mit Content Translation Tool übersetzt

Das Content Translation Tool wurde seit seiner Einführung im Januar 2015, also vor etwa 1,5 Jahren, für die Übersetzung von bereits 100.000 Artikeln eingesetzt. Im Blog der Wikimedia Foundation kamen Nutzer des Tools zu Wort. Der 100.000. Artikel wurde ins Spanische übersetzt und behandelt das Lied „Crying, Waiting, Hoping“.

Politik und Recht

Free Knowledge Advocacy Group EU sucht zwei „Visiting WEASELs“

Dimi Dimitrov, Wikimedian in Brussels und Koordinator der Free Knowledge Advocacy Group EU, sucht neue Hospitantinnen und Hospitanten, die ihn zeitweise (für eine Woche) bei seiner Lobby-Arbeit in Brüssel unterstützen. Es gibt eine kleine Aufwandsentschädigung, die ein Teil der Aufenthaltskosten abdecken kann.

Kurzfristige Partizipation zu Schwerpunkt 4 gestartet

Im Rahmen der Partizipationsphase der Jahresplanung 2017 kann ab sofort auf Meta abgestimmt werden, welche politischen Ziele WMDE in 2017 mit besonderem Nachdruck verfolgen soll.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Wikipedia-Artikel zum Judentum: Wie neutral sind sie?

Dieser Frage geht die Jüdische Allgemeine nach.

Umgangsformen in der Wikipedia

Erneut wird das Thema Umgangsformen in der Wikipedia in der Presse behandelt. Diesmal auf fr-online.de.

Wie die Wikipedia bei der Entwicklung von (Recht)Schreib-Programmen hilft

…erklärt derwesten.de.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

25.7.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zur Zeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin. Während dem Treffen arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

28.7.: Offenes Editieren Berlin

Das Offene Editieren findet immer am zweiten und am letzten Donnerstag eines Monats am Tempelhofer Ufer 23-24 im Raum „Mosaik“ statt. Es ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer_innen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits Wikipedianer_innen mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at July 21, 2016 12:30 PM

July 20, 2016

Iberty

P wie Pikachu

Pikachu ist ein Pokemon. Nein, Pikachu ist DAS Pokemon. Oder, um es im Wikipedia-deutsch zu sagen:
Das Pikachu (jap. ピカチュウ, Pikachū) ist ein fiktives Wesen und das bekannteste Pokémon aus den gleichnamigen Videospielen der japanischen Spielesoftwarefirma Game Freak, sowie eine Kernfigur im zugehörigen Anime. ..Japanische Forscher des Osaka Bioscience Institute benannten nach dem Pokémon ein neu entdecktes Protein, Pikachurin, welchem eine Rolle beim Bewegungssehen zugeschrieben wird.

Ana.b747.pokemon.arp.750pix
Bild: Ana.b747.pokemon.arp.750pix Von: Adrian Pingstone Lizenz: Public Domain. Warning: One or more elements in this image are protected by copyrightSome parts of this file are not fully free but believed to be de minimis for this work. Derivatives of this file which focus more on the non-free element(s) may not qualify as de minimis and may be copyright violations. As a direct consequence it might be needed to review the copyright status if you crop the picture.

Außerdem ist Pikachu sehr gelb, sehr niedlich und vemutlich das einzige Pokémon, das auch viele Nicht-Spieler kennen. Und es hat seit mittlerweile 11 Jahren seinen eigenen Wikipedia-Artikel. Pikachu begann sein deutsches Wikipedialeben am 25. Februar 2005.



Die damalige Beschreibung lautete:

Pikachu (ピカチュウ Pikachu) ist ein sogenanntes Pokémon aus den gleichnamigen Computerspielen der japanischen Spielesoftwarefirma GAME FREAK inc., sowie dem dazugehörigen Anime. Pikachu stellt eine Art Maus dar und besitzt überwiegend elektrische Fähigkeiten.  (Blitze schleudern, etc.) – es gehört deswegen zum Pokémon-Typ Elektro. Seine interne Pokémon-Nummer ist 156 (25 nach alter Zählung).
Damit dauerte es immerhin drei Jahre bis auf den Pokémon-Artikel von 2002 der Pikachu-Artikel folgte. Die Entwicklung des Artikelinhalts ist eher typisch. Weg von spielinternen Informationen "Blitze schleudern", hin zu Informationen, die auch Außenstehenden mehr nutzen "DAS Pokémon", ein Protein danach benannt. Es wird deutlicher, warum Pikachu eine Bedeutung über die enge Pokémon-Welt hinaus hat. 

Pikachu bleibt bis heute das einzige Pokémon, der einen deutschen Wikipedia-Artikel hat, weil nach Meinung der deutschen Wikipedianer kein anderes Pokémon die enge Welt des Spielekosmos verlassen hat. Ansonsten blieben Detailinformationen zu den einzelnen Arten dort, wo sie die deutsche Wikipedia am liebsten hat. Im - viel zu langen und komplett unlesbaren - Hauptartikel zu Pokémon an sich.

Selbst die "Liste der Pokémon" brauchte acht Jahre vom Entstehen des Pokémon-Artikels bevor sie seit 2010 in der deutschen Wikipedia bestehen blieb. Nicht, dass es nicht Leute versucht hätten und die Liste sich nicht zwischenzeitlich zwischen 2002 und 2010 immer mal wieder einige Monate halten konnte. Aber sie fiel dann einem Löschantrag zum Opfer.

Die erste Löschdiskussion der Liste im Mai 2006 war dramatisch... "Fangeschwurbel", "Wikipedia ist keine Sammlung fiktiver Nerv-Monster", "Gibt es irgendeinen Mehrwert gegenüber der Pokémon-Wiki außer den Pseudoerklärungen des Namens?", "löschen und nirgends einarbeiten, es wird doch wohl genügend Pokemon-Fanseiten im www geben, die solche Listen führen können." gegen "die Informationen machen den Pokémon-Artikel zu lang", "wichtiges Medium um junge Leser an die Enzyklopödie heranzuführen" und "hat Zusatzinformationen wie einzelne Namen".

Nun ja, vier Jahre nach dieser Löschdiskussion hat sich die Wikipedia anders entschieden, heute stehen alle Pokémon von Nummer 1 Bisasam bis zum nicht-mehr-nummerieren Lunala (gezählt der 740. Pokémon) nebeneinander in der Liste einschließlich der Bezeichnung auf englisch, französisch, japanisch und koreanisch, der Typ (Bisasam: Pflanze/Gift Lunala: Psycho/Geist) und der Kategorie (Bisasam: Samen Lunala: Mondscheibe). Und nein, für Nicht-Pokémonista ist dort natürlich nicht erklärt, was Typ und Kategorie bedeuten.

Dabei wäre beispielsweise ein Artikel über Bisasam diskutabel. Nach Pikachu das Pokémon, das auch außerhalb der Szene am bekanntesten ist. In der Szene vielleicht sogar beliebter als Pikachu selbst. Immerhin heißt das englische Pokémon-Spezial-Wiki Bulbapedia nach Bisasams englischer Bezeichnung Bulbasaur. Im deutschen Pokéwiki wiederum ist Bisasam der einzige Artikel über ein Pokémon, der als lesenswert ausgezeichnet wurde.

Bisasam brachte es in der deutschen Wikipedia hingegen auf 13 Löschungen bevor die Seite komplett gegen Neuanlagen gesperrt wurde.


Die Begründungen laufen im Wesentlichen auf "Fancruft" hinaus. Oder, länger formuliert, es gibt nichts über Bisasam zu sagen, was außerhalb der Spiele von Relevanz wäre oder für das es andere Quellen als die Spielanleitungen gibt.

Deshalb ist die Frage nicht unspannend: wie sähe ein solcher Artikel aus? Im Pokéwiki bestehen normale Artikel über einzelne Pokémon vor allem aus langen Listen von Fähigkeiten, Entwicklungen und Stufen, die tatsächlich nur für Spieler relevant sind - und größtenteils auch für diese überhaupt nur verständlich. Bei Bisasam ist der Text länger: Dort erfahre ich zum Beispiel:

Bisasams Knolle ist der Ausgangspunkt für zahlreiche Fähigkeiten. .. Da Bisasam seine Knolle kurzzeitig an der Spitze öffnen kann, kann es die in der Knolle enthaltenen Samen auch offensiv nutzen, indem es den Gegner mit Samen bombardiert oder auf den Gegner einen Egelsamen schießt, der ihn bepflanzt und ihm Energie absaugt... In den Spielen ist Bisasam vor allem bekannt für seine Rolle als Starter-Pokémon, die es in den Spielen Pokémon Rot, Blau, Feuerrot und Blattgrün innehat. Zu Beginn dieser Spiele kann sich der Protagonist bei Professor Eich in Alabastia eines von drei Starter-Pokémon aussuchen, zu denen neben Bisasam auch Glumanda und Schiggy gehören. Wählt der Protagonist Schiggy, wird der Rivale Blau Bisasam als Starter-Pokémon wählen. In diesem Fall kämpft Blau dreimal mit Bisasam gegen den Protagonisten: In Professor Eichs Labor, auf Route 22 und in Azuria City.
Das gibt mir tatsächlich einen ganz guten Eindruck wie Pokémon funktioniert und wie es sich von innen heraus anfühlt. Ist aber natürlich immer noch von Spielern für Spieler. Mehr externe Perspektive sollte es in der Wikpedia geben.

Glücklicherweise sieht die englische Wikipedia das anders mitden Pokémon als die deutsche und lässt den Vergleich zu. Dort hat zwar bei weitem nicht jedes Pokémon seinen eigenen Artikel - die englische Wikipedia kennt 43 Artikel zu Pokémon von denen es über 700 gibt. Aber Bulbasaur schon.

Der Artikel über Bulbasaur existiert in en.wp seit 13 Jahren und hat mittlerweile 25.000 Zeichen. Er ist ein schönes Beispiel, wie es hätte anders laufen können. Dort erfährt der Leser, dass Bulbsaur/Bisasam von Ken Sugimori gestaltet wurde, der Name sich aus "Bulb" (Blumenzwiebel) und "[Dino]saurier" zusammensetzt, es werden viele Vorkommen in vielen Videospielen nacherzählt, noch mehr Vorkommen als diversestes Werbemittel von Flugzeugbemalungen über McDonalds-Happy Meals aufgezählt, erwähnt dass es die Insel Niue eine Münze mit Bulbasaur auf der Rückseite ausgegeben hat. Außerdem hat die Games-Fachplattform IGN Bulbasaur zum 52. besten Pokémon aller Zeiten gekürt.

Und ich frage mich: ist das was in der englischen Wikipedia steht, mehr als das Nacherzählen von Pressemitteilungen? Ist es nicht der Pokéwiki-Artikel in schlechter? Menschen drucken/prägen/gießen/virtualisieren ein fiktives Monster um Geld zu verdienen. Das sollen sie machen, aber ist es wirklich ein Enzyklopädieartikel nachzuerzählen wann/wo/wer dieses tat? Ist es mehr als eine Rohdatensammlung?

Ist es sinnvoll, eine Spielanleitung nachzuerzählen, die einerseits niemand nutzt, der nicht spielt, andererseits dann doch nicht detailliert genug ist, um als Anleitung zu taugen?

Vermutlich hat die Existenz des Bulbasaur-Artikels in der englischen Wikipedia Leute an Wikipedia gebunden/nicht verschreckt, die sonst gegangen wären. Vermutlich hat es viel internen Streit vermieden, eher offen an das Thema heranzugehen und die praktischer Erfahrung zeigt, dass Artikelschreiben viel einfacher ist, wenn man sich nicht dauernd gedanken machen muss, ob ein Thema relevant ist. Aber ist es das wert, dass Wikipedia sich gleichzeitig als ausgelagerte Pressestelle von Nintendo präsentiert?

Und was lernen wir daraus nicht über Pikachu und Bisasam, sondern über die deutsche Wikipedia?

(1) Der Umgangston in Teilen der deutschen Wikipedia war schon 2006 unterirdisch.

(2) Die deutsche Wikipedia hat ein hohes Grundmisstrauen gegenüber reinen Datensammlungen. Ein Wiki funktioniert mit Text gut, zumindest technisch ist es mit Datensammlungen schwierig.

(3) Die deutsche Wikipedia hat ein hohes Grundmisstrauen gegenüber kontrollierter Information. Bisasam hat das Pokemon-Universum nie verlassen. Alles was je an Information über Bisasam öffentlich wurde und öffentlich werden kann, geht letztlich auf Game Freak und Nintendo zurück. Letztlich läuft jeder Artikel auf eine Umformulierung von Inhalten der Anbieter zurück Die deutsche Wikipedia versteht sich nicht als Reformulierer von Pressemitteilungen.

(4) Auch in der deutschen Wikipedia ist die Lage seit 2006 deutlich entspannter geworden. Die Liste der Pokémon immerhin steht seit sechs Jahren in der Wikipedia.

Und als Bonus die Aufrufzahlen für den Wikpedia-Artikel zu Pokémon Go. Der Hype ist schon vorbei.




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by dirk franke (noreply@blogger.com) at July 20, 2016 07:08 AM

July 14, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 28/2016

Die Wikimedia:Woche 28/2016 verweist auf eine Fragerunde an die Kandidierenden für das Funds Dissemination Committee und das Protokoll der 5. Präsidiumsklausur von Wikimedia Deutschland. Außerdem werden derzeit drei Mitglieder für das Simple Annual Plan Grants Committee gesucht. Auch neu in dieser Woche: Die ersten Gewinnerbilder einzelner nationaler Wiki-Loves-Earth-Wettbewerbe stehen fest und Leonhard Dobusch ist neues Mitglied im ZDF-Fernsehrat und möchte dort daran arbeiten, Inhalte der öffentlich Rechtlichen für die Wikipedia nutzbar zu machen.

Foundation und Organisationen

Partizipationsphase der WMDE-Jahresplanung gestartet

Zur Jahresplanung 2017 von Wikimedia Deutschland hat die Partizipationsphase begonnen.

Fragen an die FDC-Kandidierenden

Die Mitglieder des Spendenverteilungskomitees (Funds Dissemination Committee, FDC) werden zur einen Hälfte von den Communitys gewählt, zur anderen vom Board of Trustees bestimmt. Auf die vom Board bestimmten vier Plätze haben sich nun 13 Kandidatinnen und Kandidaten beworben. Zwischen dem 11. und 17. Juli können den Kandidierenden auf Meta Fragen gestellt werden. Unter den Kandidatinnen und Kandidaten sind auch zahlreiche bekannte Gesichter, u.a. Garfield Byrd (ehemaliger CFO und Mitbegründer des FDC), Andrea Zanni (ehemaliger Vorsitzender von Wikimedia Italien), Tomasz Ganicz (Vorsitzender von Wikimedia Polen) und Bishakha Datta (ehemaliges Mitglied des Board of Trustees).

Drei Mitglieder für das Simple Annual Plan Grants Committee gesucht

Neben dem klassischen, „großen“ Jahresplanförderungsprogramm (Annual Plan Grants) für Wikimedia-Organisationen, das vom Funds Dissemination Committee vergeben wird, gibt es seit 2016 auch ein kleineres Jahresplanförderungsprogramm für kleinere Wikimedia-Organisationen. Dieses kleinere Programm (Simple Annual Plan Grants) wird vom Simple Annual Plan Grants Committee vergeben. Für dieses ehrenamtliche Komitee werden derzeit drei neue Mitglieder gesucht. Selbstnominierungen auf Meta sind gerne gesehen!

WMF-Chef-Justiziar wechselt zu Youtube

Der Chef-Justiziar der WMF, Geoff Brigham, verlässt die Foundation nach fünf Jahren und geht zu YouTube.

Protokoll der 5. Präsidiumsklausur online

Das Protokoll der 5. Klausur des Präsidiums von Wikimedia Deutschland ist im Forum veröffentlicht worden.

Praktikant bei Wikimedia Deutschland im Interview

Der IT-Spezialist Alaa Mustafa aus Syrien hat bei Wikimedia Deutschland ein sechswöchiges Praktikum im Bereich Software-Entwicklung absolviert. In einem Interview berichtet er über seine Erfahrungen.

Neue Gesichter im Bereich Bildung, Wissenschaft, Kultur bei WMDE

Im Bereich BWK gibt es personelle Veränderungen: Dominik Scholl ist als neuer Referent für Bildung, Wissenschaft und Kultur dabei. Sina Wohlgemuth vertritt als Projektassistentin Lilli Iliev, die in Elternzeit geht.

Projekte und Initiativen

Gewinnerbilder der deutschen und serbischen Wiki Loves Earth-Ausgabe

Nach und nach werden die Gewinnerinnen und Gewinner der einzelnen Wiki Loves Earth-Wettbewerbe bekannt gegeben. Nun sind die ausgezeichneten Bilder der deutschen und der serbischen Ausgabe bekannt.

Wikidata:Status updates/2016 07 09

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt #311

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 311“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 28. Juni bis 4. Juli.

Coding da Vinci: Erstes Regionalevent findet statt

Dieses Jahr findet in Hamburg die erste regionale Ausgabe des Kultur-Hackathons Coding da Vinci statt – gemeinsam mit norddeutschen Kultur­insti­tu­tionen und u.a. dem Kontor Hamburg. Kick-Off ist am 17./18. September im Mindspace Hamburg.

GLAM-Monatsbericht Juni

Der Monatsbericht zu den Aktivitäten im GLAM-Bereich wurde für den Monat Juni veröffentlicht.

Technik

Tech News issue #28

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Diskussion

Wikipedia-Community trauert um Siegfried von Brilon

Die Wikipedia-Community trauert um den Wikipedianer Siegfried von Brilon.

Was ist die Wikimania? Was wollen wir damit erreichen? Wo soll sie hin?

Im Nachklang zur letzten Wikimania findet auf der Mailingliste wikimania-l eine umfangreiche Diskussion statt, was diese bisher jährliche Konferenz ausmacht und wie sie in Zukunft aussehen könnte.

Politik und Recht

Neues ZDF-Fernsehrat-Mitglied möchte Inhalte für Wikipedia nutzbar machen

Der Wirtschaftswissenschaftler Leonhard Dobusch ist seit letzter Woche beim ZDF-Fernsehrat für den Bereich Internet zuständig und möchte dort unter anderem zeitgeschichtlich relevante Inhalte aus den Programmen des Senders für die Wikipedia nutzbar machen.

Panoramafreiheit tritt in Belgien am 15. Juli in Kraft

Das belgische Parlament hatte kürzlich die Einführung der Panoramafreiheit beschlossen (die Wikimedia:Woche berichtete). Diese wird nun am 15. Juli in Kraft treten. Wikimedia Belgien feiert diesen Tag mit einer begleitenden Veranstaltung.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Pro Quote Regie diskutiert über Frauen in der Wikipedia

Die Wikipedianerin Renate Nuppenau nahm an einer Podiumsdiskussion der Gleichstellungsinitiative Pro Quote Regie teil zum Thema „Warum geraten Regisseurinnen in die Vergessenheit? Wie können wir dies stoppen und ändern?“

Artikel über WikiMUC auf bayerische-staatszeitung.de

Bayerische-staatszeitung.de berichtete über Wikipedianer in München und deren neue lokale Anlaufstelle, das WikiMUC.

„Hört endlich auf, über Wikipedia zu meckern!“

„Hört endlich auf, über Wikipedia zu meckern!“ fordert Thierry Chervel auf welt.de.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

17.7.: Wikipedia-Sprechstunde Berlin

Wikipedia-Sprechstunde im Nachbarschaftsladen Buttmannstraße 16, Berlin-Gesundbrunnen (U Pankstraße): Die Sprechstunden sind kein Kurs, sondern ein offenes Format, in dem erfahrene Wikipedia-Autorinnen und -Autoren jedermann für Fragen rund um Wikipedia zur Verfügung stehen, Tipps und Hilfestellung für interessierte Neuautoren geben usw. Die Veranstaltungen sind öffentlich und richten sich an alle Interessierte. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

18.7.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zur Zeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin. Während dem Treffen arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

18.7.: Wikipedia-Sprechstunde Berlin

Wikipedia-Sprechstunde in der Schiller-Bibliothek in Berlin-Wedding (U Leopoldplatz): Die Sprechstunden sind kein Kurs, sondern ein offenes Format, in dem erfahrene Wikipedia-Autorinnen und -Autoren jedermann für Fragen rund um Wikipedia zur Verfügung stehen, Tipps und Hilfestellung für interessierte Neuautoren geben usw. Die Veranstaltungen sind öffentlich und richten sich an alle Interessierte. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

21.7.: WikiWomen unterwegs in Berlin

WikiWomen unterwegs in Berlin bietet seit 2016 4x im Jahr an Frauen-Orten und -Treffpunkten eine Besichtigung und eine Einführungsveranstaltung zu Wikipedia vor Ort an. Über das Angebot des Vor-Ort-Besuchs können Frauen und Frauenprojekte darin bestärkt werden, in der Wikipedia sichtbar zu werden.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at July 14, 2016 03:46 PM

Iberty

Wiki Loves Cocktails auf der Wikicon

Wer sich erinnert: Wiki Loves Cocktails war eines der besten Wikipedia-Projekte, das je stattfand.


Sidecar Cocktail

Nun gibt es die Anfrage, das Projekt auf der Wikicon im Herbst in Kornwestheim zu wiederholen. Es scheint noch nicht sicher zu sein - aber damit würden zwei wunderbare Sachen zusammenkommen.

Im Konferenzzentrum gibt es eine Bar, an der am Freitag und Samstag Drinks für die teilnehmenden Wikipedianer gemixt und verkauft werden könnten. Darüber hinaus wäre in einem benachbarten Seminarraum Platz für ein Fotoshooting. 

Iberty bleibt am Ball und hofft auf das Beste.

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by dirk franke (noreply@blogger.com) at July 14, 2016 05:03 AM

July 12, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

From Damascus to Berlin: A very special internship at Wikimedia Deutschland

German summary: Alaa Mustafa hat gerade 6 Wochen Praktikum in der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland hinter sich. Der syrische IT-Spezialist flüchtete letzten Sommer vor dem Bürgerkrieg in Syrien nach Deutschland. Während er auf die Mühlen der Bürokratie wartete, bewarb er sich um ein Praktikum bei der Entwicklung von Wikidata. Wir haben ihn zum Ende seines Praktikums zu seinen Erfahrungen befragt. Das Interview fand auf Englisch statt, der Sprache, die Alaa auch in der täglichen Arbeit bei Wikimedia Deutschland benutzte.

Alaa Mustafa just finished six weeks of an internship at the software development department at Wikimedia Deutschland. The Syrian IT specialist came to Germany last summer, fleeing from the war. While he was stuck in bureaucracy, he applied for an internship to become part of the Wikidata team. We asked him about his experience at Wikimedia Deutschland in a short interview as his internship came to an end.

Can you tell me something about your background?

My name is Alaa Mustafa. I was born in Damascus and I am 28 years old. First, I studied in an institute for computer engineering for two years. Then I moved to university and studied for four years, with a major in information technology. Actually, after graduation, I didn’t work in that field. Rather, I was working in a company which sold consumer electronics – pretty much like Media Markt or Saturn here. There I worked in sales, in marketing, and in the business development team.

And then you came to Germany?

Yes, I came to Germany last summer, one year ago.

And what made you apply for an internship at Wikimedia Deutschland?

I’m a newcomer here, so I was looking for ways to integrate – Germany is a new country for me. I searched on websites for jobs in English and there I came across Wikimedia Deutschland. I reached out, got an interview, and then Lydia (product manager of Wikidata) accepted me.

Right now, you’re still waiting for the bureaucracy to sort out everything. Are you allowed to work now?

I may work, but it took a long time to get an approval from the Ausländerbehörde. The Agentur für Arbeit supports me, but right now I’m not allowed to make money through my work.

All in all, did you like the few weeks that you spent with us?

I liked it very much. Back in Syria, I had already heard of Wikimedia, a big organization and a great source for knowledge. I only worked here a bit over a month, for 45 days, but I feel really proud that I was part of this organization.

Let’s talk a bit about what you did here as an intern. I understand that you mostly helped Lydia?

Actually, I was working as an assistent for Lydia. There are many things on Wikidata pages that take a lot of time that Lydia doesn’t always have to do herself – things like updates on events or new features, so I did that.

But I was also asked about the website from the point of view of a user – not as a developer, but as an ordinary user: how does the website look like when a user opens Wikidata for the first time. We talked about possible improvements to the interface. Our UX team at Wikimedia Deutschland is currently working on the user experience and I was able to support them.

Last week you invited your colleagues for Arabic food for dinner. How did that go?

I wanted to have an opportunity to talk to everyone personally. Here, in the office, we always talk about work, but having dinner together gave us a chance to get to know each other personally. It was a very friendly dinner and that evening made me very happy.

I cooked something called Hummus (حُمُّص‎‎) and some rice with chicken. Typical Arabic food – two kinds of Hummus and chicken rice. It’s delicious! But you need to learn how to eat it correctly: with your hands, using bread to scoop it up.

So many people from Syria are now in Germany, I think we’ll soon see high quality Syrian food over here. You can already find good Hummus around Hermannplatz, so it’s a start.

Would you say that there are huge cultural differences regarding the work you did in Damascus and the work here? Or is work in IT the same all over the world?

The management side is definitely different. In Syria, even if your manager is wrong, you should go with him.

Here I feel that everyone can discuss everything freely and is listened to. We have a daily standup meeting where everyone has a chance to say something. I was only here for a little more than a month and I could give an honest critique about aspects of the product and Lydia never told me that I shouldn’t criticize things – rather, she appreciated it and took it as input.

Yes, things are different here. Discussion is very much valued. That makes the work very motivating. Everyone can discuss everything with everyone and it’s a very friendly atmosphere.

Anything else you would like to say? What comes next for you?

I now feel that these 45 days were… how should I say… I’d call it my “golden days” in Germany.

Within the next 10 days, I will start learning German at a school. I already studied German on my own with books, so I’m in a good position, but I really should go to school and take a proper course. That will take about 6 months, 4 hours every day.

After that I will search for work. Let’s see if Wikimedia Deutschland will have openings. But in any case, I’m proud that I was part of this organization and I will always try to keep in touch with you.

by Jens Ohlig at July 12, 2016 11:35 AM

Iberty

Wikimania 2016 - random thoughts

Wikimania! The world Wikipedia conference. Every year in a different place on changing continents, organised by locals but with basically a lot of the same people always attending. A highlight in the Wikipedia year. So much to see and to comprehend. In case you missed it, here is my live twitter feed (and thanks to Sucomo for the support). But what happened there of course lasts longer than just for the moment,

Just to get some thinking going and pin down some notes from Wikimania as long as I still remember. Some random thoughts about Wikimania 2016 in Esino Lario, close to Lake Como, Lomardy, Italy.

1200 Wikipedians in a small village with about 800 inhabitants. Sleeping in every free bed the village had to offer, attending workshops in discussions in a school, the local museum, the local gym and the theater. The Wikimania was down to earth. Literally, as this was outdoors and the environment played a big part in Wikipedia, but also metaphorically. Much less about "we save the world" and "why we are important" and a lot more about "The How". Stuff for daily activities one can work with.

Wikimania 2016 the How 26.06.2016 11-11-31

So just for some random thought before I did more thorough thinking and analysis:





Stunning scenery. We were allowed to drive every day the way from Lake Como to Esino Lario and it qualifies as most scenic commute I have ever undertaken.

Wikimania 2016 lago como 25.06.2016 09-14-31
View on my daily commute.

Great venue. The most wiki-style conference. It looked like the whole village was involved andcontributing to the event. As fas as I could see, the village got something infrastructure, events aimed at the locals and events aimed at Wikimedians and locals alike.

Wikimania 2016 cake 25.06.2016 15-03-23



Stones, mountains, the nearby lake, more stones. This Wikimania was down to earth, even literally.

Wikimania 2016 scenery 25.06.2016 20-08-45

Talks: same procedure as last year and the years before. Basically the same people talking about the same topics as always.. Discussions rounds were a great idea but always a bit bogged down because there were too many people in the room to really discuss. Training sessions were a good diea and the one i attended did make sense.

Can we maybe just skip the presentations next time altogether (or put them in some place "for press and others who don't know anything) and just design the real program out of training sessions and discussions? 

Walkimania. Up and down and up again. Following the mule path. Great. Got some movement in between sessions and one was not confined to a hotel/campus setting but walked (and climbed) around the real world. Big, big, plus.

THE RAIN

Wikimania 2016 THE RAIN 26.06.2016 19-22-23

THE HAILSTORM

Wikimania 2016 THE RAIN 26.06.2016 19-33-35

Best conference catering ever. Salad. Vegetables. Good quality meat. Vino rosso. Also really liked that a lot of the catering happened at a restaurant/bar setting, but even the tent-catering was way better than these kunds of catering are in other places.

Wikimania 2016 food 24.06.2016 19-23-19


Texas line dancing on an Italian village square.

My thoughs on Mapping Wikipedia made some progress.

Never seen so few talks by the Wikimedia Foundation or other Wiki-professionals. Did not miss them.

Whoever designed the Wikimania-Shirts and their colour must have spent a lot of time at Pizzeria Oasi looking at their tables and chairs.

Wikimania 2016 oasi shirt 26.06.2016 17-48-49


Not much about Foundation politics. I am sure all politics happening at the Foundation and the chapters were of really big interest to some people. But people who don't really care about this inside baseball did not have to listen to all the people involved for days and hours.

Even the two surprise moments (Christophe Henner as new chairman of the board and Katherine Maher as now-non-temporary CEO - congratulations to both!) were delived elegantly, swiftly and just fitting into ethe occasion and the moment.

Paid editing really differs throughout the different language versions. Though the talk was more about the rules than about actual editing happening or not happening.

Jimmy seemed to be way more enthuastic and engaged at a Wikimania than I have seen him for a long time. Cool. My most touching moment: Jimmy offering his personal help to the blocked Uzbek Wikipedia.

Heard about some cool projects done throughout the Wiki world.

Italy has a lot of different police troups and all of them were at the Wikimania. At least they all were friendly and mingled and such. Still a bit strange: Wikimania in the most peaceful place one could imagine and at the same time the Wikimania with the most police ever.

Wikimania 2016 polizia 24.06.2016 20-13-36


Wikimania 2016 carabinieri 26.06.2016 14-20-02

I have seen a 6-meter theremin played by a falcon.


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by dirk franke (noreply@blogger.com) at July 12, 2016 08:51 AM

July 07, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 27/2016

Der israelische Fernsehsender Channel 2 läd Videos auf Commons, WMUK veröffentlicht seinen Jahresbericht 2015-16 und WMDE den Jahreskompass für das kommende Jahr. Diese und weitere Themen finden sich in der Wikimedia:Woche 27/2017.

Foundation und Organisationen

Informationen zu Teamstrukturen des Community Engagement-Bereichs der Wikimedia Foundation

Maggie Dennis, Interim-Leiterin des Bereichs Community Engagement der Wikimedia Foundation, hat auf der Mailingliste Wikimedia-l einen Kurzabriss über die aktuellen Teamstrukturen gegeben. Der Bereich, der praktisch alle direkt Community-relevanten Programme ausführt, war vor gut 1 1/2 Jahren gegründet worden.

WMDE veröffentlicht Jahreskompass 2017

Der Jahreskompass von Wikimedia Deutschland für das Jahr 2017 wurde veröffentlicht. Darin festgelegt sind die drei Handlungsfelder „Freiwillige unterstützen, gewinnen und halten“, „Wikidata ausbauen und MediaWiki weiterentwickeln“ und „Rahmenbedinungen für Freies Wissen stärken“.

WMUK veröffentlicht Jahresbericht 2015-16

Das britische Wikimedia-Chapter, Wikimedia UK, hat im Vorfeld der nächsten Mitgliederversammlung am 9. Juli, seinen Jahres- und Finanzbericht 2015-16 veröffentlicht. Unter anderem werden Highlights aus den zahlreichen Wikipedian-in-Residence-Programms beleuchtet sowie die Pläne für das kommende Geschäftsjahr mit den drei Schwerpunkten Community, Partnerships und Advocacy beschrieben.

Neues Projektförderungsprogramm der WMF

Im Rahmen der neuen Struktur der Förderprogramme der Wikimedia Foundation, ersetzt seit 1. Juli das sogennante „Project Grant Program“ die bisherigen Förderprogramme „Individual Engagement Grants“ (IEG) und „Project & Event Grants“ (PEG). Das neue Programm hat zwei Einreichungsrunden, die erste ist zwischen dem 1. Juli und 2. August.

Projekte und Initiativen

Video-Spende des israelischen Fernsehsenders Channel 2

Wikimedia Israel hat angekündigt, im Rahmen einer Partnerschaft zwischen dem Chapter und dem israelischen Fernsehsender Channel 2, zahlreiche Videos auf Wikimedia Commons zu laden. Die ersten 30 – darunter Videoaufnahmen der Unterzeichnung der Osloer Verträge, jüdischer Feiertage sowie israelischer Persönlichkeiten – sind bereits hochgeladen.

Itzik Edri, Pressesprecher und Vorsitzender von Wikimedia Israel, hat dazu auch einen Blogbeitrag im Movement-Blog verfasst:

Wikimania-Video der Wikimedia Foundation

Victor Grigas, Fotograf und Filmer der Wii, hat ein Kurzvideo der Wikimania 2016 erstellt.

Nepalesische Gewinner des Wiki-Loves-Earth-Wettbewerbs

Die Gewinner der nepalesischen Edition des Naturfotowettbewerbs Wiki Loves Earth sind gekürt worden. Das Gewinnerfoto zeigt eine Yak-Herde vor den Hügel der Everest-Kette.

Call for Papers: Wikipedia Symposium

Das „interdisziplinäre Symposium Rechtsquelle Wikipedia? Praxis – Fiktion – Standards“ möchte das Wechselverhältnis zwischen den Phänomenen Wikipedia und Recht in den Blick nehmen. Eingeladen sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachrichtungen. Einreichungen können spätestens bis zum 15. September 2016 an wikisymp@fernuni-hagen.de geschickt werden.

Wikidata:Status updates/2016 07 02

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt #310

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 309“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 21. bis 27. Juni.

Rückblick auf internationales GLAM-Treffen

Barbara Fischer berichtete über Erkenntnisse aus dem internationalen Treffen der GLAM-Koordinatoren auf der Wikimania 2016.

Wikidata auf der GPN16

Vom 26. bis zum 29. Mai fand in Karlsruhe die Gulaschprogrammiernacht (GPN), eine Veranstaltung des Entropia e.V. (CCC Karlsruhe) statt, zu der sowohl Mitarbeitende von Wikimedia Deutschland angereist waren, als auch Stipendiaten aus der Community.

Technik

Tech News issue #27

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Diskussion

Nutzung von Wikidata-Kurzbeschreibungen in der Wikipedia-App

Wikidata-Kurzbeschreibungen werden in mobilen Wikipedia-Anwendungen genutzt.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Interview mit Jimmy Wales

Auf forbes.at erschien ein Interview mit Jimmy Wales.

Wikipedianer aus Glücksburg im Porträt

Auf shz.de erschien ein Beitrag über den Wikipedianer Jens Durst aus Glücksburg im Kreis Schleswig-Flensburg.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

7.7.: Offenes Editieren Stuttgart

Die Stadtbibliothek Stuttgart am Mailänder Platz heißt die Wikipedianer und interessierte Neulinge herzlich willkommen. An jedem 2. Freitag im Monat findet ein Workshop für Offenes Editieren statt.

9.7.: Editieren im Erlebbaren Archiv

Wie schreibe ich in der Wikipedia? Ziel der in Berlin statt findenden Workshops ist es, Künstler*innen, Autor*innen und Lai*innen aller Generationen an die Arbeit für die Wikipedia heranzuführen, um so den Anteil von Autor*innen in der Community sowie die Sichtbarkeit relevanter Künstler*innen, Institutionen, Theoretiker*innen und feministischer Perspektiven in der Kunst zu stärken.

10.7.: Wikipedia-Sprechstunde Berlin

Wikipedia-Sprechstunde im Nachbarschaftsladen Buttmannstraße 16, Berlin-Gesundbrunnen (U Pankstraße): Die Sprechstunden sind kein Kurs, sondern ein offenes Format, in dem erfahrene Wikipedia-Autorinnen und -Autoren jedermann für Fragen rund um Wikipedia zur Verfügung stehen, Tipps und Hilfestellung für interessierte Neuautoren geben usw. Die Veranstaltungen sind öffentlich und richten sich an alle Interessierte. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

11.7.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zur Zeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin. Während dem Treffen arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

11.7.: Wikipedia-Sprechstunde Berlin

Wikipedia-Sprechstunde in der Schiller-Bibliothek in Berlin-Wedding (U Leopoldplatz): Die Sprechstunden sind kein Kurs, sondern ein offenes Format, in dem erfahrene Wikipedia-Autorinnen und -Autoren jedermann für Fragen rund um Wikipedia zur Verfügung stehen, Tipps und Hilfestellung für interessierte Neuautoren geben usw. Die Veranstaltungen sind öffentlich und richten sich an alle Interessierte. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

12.7.: Bremenpedia vor Ort

„BremenpediA vor Ort“ versteht sich als Anlaufadresse in Bremen-Lesum für alle Fragen rund um das freie Online-Lexikon Wikipedia und die freie Medien-Datenbank Wikimedia Commons. Die Veranstaltungsreihe findet zwischen 15.00 und 17.00 Uhr im Heimathaus Lesum, dem Domizil des Heimat- und Verschönerungsvereins Bremen-Lesum e. V. (HVL) statt.

13.7.: Filmfrauen-Workshop Berlin

Editieren in der Wikipedia und ihren Schwesterprojekten rund um Frauenfilmthemen, -biographien und -fachkompetenz mit Frauen in und aus Film und Fernsehen, Interessierten und unterstützenden Wikipedians. 18.00-21.00 Uhr, Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin

14.7.: Offenes Editieren Berlin

Das Offene Editieren findet immer am zweiten und am letzten Donnerstag eines Monats am Tempelhofer Ufer 23-24 im Raum „Mosaik“ statt. Es ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer_innen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits Wikipedianer_innen mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at July 07, 2016 01:03 PM

July 01, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Perspektivwechsel

 

Erkenntnisse aus dem internationalen Treffen der GLAM-Koordinatoren auf der Wikimania 2016

Rechts spielende Bambini, links lebhafte Fußballfans beim Achtelfinale der EM und dazwischen fast 20 hochkonzentrierte GLAM*-Koordinatoren der Wikimedia Bewegung. Wir befinden uns circa 900 Meter über dem Meeresspiegel in einer kleinen Bergstadt in der Lombardei (Italien). Für eine knappe Woche lebten mehr als 2000 Menschen in Esino Lario. Denn dort auf der Wikimania versammelten sich ca 1200 Mitglieder der weltweiten Wikimedia-Bewegung, um sich über neueste Trends auszutauschen und innovative Projekte vorzustellen. Aus Schweden, Estland, Finnland und England. Aus Spanien, Baskenland, Frankreich, Deutschland, Belgien, Niederlande, Schweiz, und vermutlich habe ich auch noch einige Länder in der Aufzählung vergessen, kamen viele derjenigen, die sich beruflich oder ehrenamtlich damit beschäftigen, für mehr #wikiGLAM in den Wikimedia-Projekten zu sorgen. Denn natürlich sind Gemälde, Archivalien, museale Objekte und Bücher – genauer ihre digitalen Derivate – von großer Bedeutung für alle Wikimedia-Projekte. Via Wikimedia-Commons sollen Bilder aus den GLAM-Sammlungen Wikipedia-Einträge veranschaulichen und attraktiver gestalten. Daten zum kulturellen Erbe aus den Museen und Archiven sollen Wikidata-Einträge vervollständigen. Buchscanns werden für den Ausbau von Wikisource gebraucht. Freiwillige und Funktionäre fackeln nicht lange, wenn eine Museumstür sich ihnen öffnet. Wir wissen, was wir wollen.

In einer Pariser Galerie: Der Wunsch sich das Schöne anzueignen. Photo von Valfex [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Die Blickrichtung tauschen

Aber nach circa fünf Jahren GLAM-Arbeit ist es Zeit sich zu fragen, wie können wir besser werden? Wie kann es uns gelingen, noch besser zusammenzuarbeiten? Wie können wir besser miteinander lernen? Es ist ein guter Moment diese Fragen zu stellen. Denn erst vor Kurzem hat die Trägerin aller Wikimedia-Projekte, die Wikimedia Foundation, Alex Stinson als Wiki-GLAM-Strategen eingestellt. Er wird uns in Zukunft dabei unterstützen und antreiben, Antworten auf die obigen Fragen zu finden.

Doch schon zwischen Bambini und Fußball wurde mir eines in Esino Lario ganz deutlich. Wir brauchen einen Perspektivwechsel. Und während ich noch die letzten Krümmel der Wikimania-Kekse genieße, möchte ich diesen Wechsel kurz skizzieren. Wir müssen uns in Zukunft noch stärker an den Bedarfen der GLAM-Institutionen orientieren. Nur so werden wir erreichen, was wir wollen. Da wir ja genau wissen, was wir brauchen, suchen wir nach den Möglichkeiten es zu bekommen. Denn wer gibt nicht gern, wenn er dabei gewinnt? Seit den Pionierzeiten von Wikipedia hat sich die Welt ein Stück weit verändert. Vielen Museumsdirektorinnen und Archivleitern, führenden Bibliothekarinnen und Kuratoren ist inzwischen klarer, die digitale Welt ist keine Parallele zur Realität, sondern ein Teil von ihr geworden. Sie wissen, dass ihre Besucher und vor allem ihr Nicht-Publikum jährlich mehr Zeit mit mobilen Computern verbringt und erwartet, im Netz möglichst personalisierte Angebote zu finden, die es weiter nutzen kann. Die Welt fände in der hohlen Hand Platz.** Ein Bild von der württembergischen Krone per Snapchat verändern, kommentieren und raus in den Orbit der digitalen Freundschaften schicken, eine App herunterladen, die mir beim Spaziergang durch Berlin, die Standorte zu Hans Baluscheks Gemälden anzeigt natürlich mit einer Ansicht des jeweiligen Gemäldes. Eine One-Minute-Skulptur von Erwin Wurm auf Twitter teilen, ein Foto vom Besuch einer Pariser Galerie oder Bilder einer Modeausstellung in einen Blogpost einbinden können. Das sind heute nicht nur für digital natives selbstverständliche Handlungen, wenn auch, wie wir gesehen haben, nicht immer als legal angesehene. Aber soll man solche Nachnutzungen überhaupt ermöglichen? Und wie macht man das? Noch herrschen Fragezeichen und Unsicherheit in den GLAM-Institutionen. Doch es beginnt ein Umdenken. Jahrhunderte lang war der Vermittlungsauftrag insbesondere von Museen durch das Zur-Schau-Stellen der Objekte erfüllt. Es ging immer nur um die Frage, wer Zugang erhält. Erst war es nur der Fürst und seine Gäste, dann das erlauchte Publikum und schließlich der Bürger und zahlende Tourist. Heute bietet das Internet ein noch größeres Schaufenster als alle GLAM-Ausstellungsflächen zusammengenommen. Den Zugang gestalten – so auch der Titel der GLAM-Konferenz, die Wikimedia Deutschland seit Jahren aktiv als Partner unterstützt – wird zunächst so verstanden: Man zeigt seine Schätze weiterhin hinter Glas –  hinter dem Glas des Bildschirms. Doch jetzt steht im GLAM-Bereich der Paradigmenwechsel an, der Interaktion ermöglicht. Und dabei ist unsere Hilfe gefragt.

Wikipedia ist keine Sackgasse

In Esino Lario im Kreis der Kollegen auf der Wikimania wurde mir klar, unsere Aufgabe wird es künftig noch stärker sein, in den GLAM-Einrichtungen für die Vorteile der Nachnutzung zu werben. Wikipedia ist inzwischen eine anerkannte Größe und wird als ein weiteres hübsches Schaufenster betrachtet, in das man gern Abbildungen der eigenen Sammlungsstücke stellt. Die Zusammenarbeit von Wikimedia und GLAM erfasst erfreulicherweise immer größere Kreise. Immer öfter werde ich daher selbst von Freiwilligen der Wikimedia-Bewegung gefragt, warum wir denn nicht unsere Zusammenarbeit mit den GLAM-Einrichtungen erheblich dadurch erleichtern könnten, indem wir auch Medienmaterial erlaubten, das nur nicht-kommerziell verwendet werden darf. Wikipedia ist schließlich ein gemeinnütziges Projekt. Bestimmt würden wir dann schnell große Mengen an digitalisiertem Kulturgut in Wikimedia Commons transferieren können. Doch die Integration der Digitalisate in Wikipedia-Artikel ist keine Sackgasse der Nachnutzung. Gerade weil Wikipedia so gut vernetzt ist, werden Inhalte der Wikipedia über Suchmaschinen leicht gefunden. Dort kann man sie sich anschauen und könnte es dabei belassen. Das Außerordentliche an Wikipedia ist jedoch, dass die hier gezeigten Medien unter einer Lizenz im Medienarchiv Wikimedia Commons abgelegt werden, die die Nachnutzung über Wikipedia hinaus ermöglicht. Deshalb bestehen wir auf Freien Lizenzen.  Mit der Verbindung zu Wikidata wird die Nachnutzung künftig sogar noch leichter werden. Wikimedia Commons wird leichter auch von Algorithmen durchsuchbar und Inhalte können über eine Programmierschnittstelle auch als Datensets heruntergeladen werden. Rohstoff für neue Anwendungen. Wikipedia ist daher ein Portal durch das man hindurch tritt. Kein Schaufenster, sondern ein Umschlagplatz für Wissen. Es verschleißt sich nicht durch den Gebrauch wie die analogen Kunstobjekte es täten, sondern es vermehrt sich, indem Menschen ihm ihre eigenen Gedanken hinzufügen können. Für die Zusammenarbeit mit GLAM-Einrichtungen bedeutet das, wir müssen herausfinden, wie wir ihnen helfen können, ihre digitalisierten Schätze begreifbar im Wortsinn zu machen.

Taggen, der erste Schritt zum strukturierten Wissen

Erste Angebote haben wir in den letzten Jahren für dieses “Begreifbar machen” entwickelt. Jetzt wollen wir zumindest auf europäischer Ebene unsere Angebotsvielfalt strukturieren. Wer macht was zu Rechtsfragen? Wikimedia Deutschland bietet zum Beispiel einen spielerischen Workshop zu Freien Lizenzen an. Wie geht man technische Hürden an? Wikimedia Schweden hilft GLAM-Einrichtungen konkret beim Massenupload auf Wikimedia-Commons. Wie bindet man GLAM-Mitarbeiter in die Wikimedia-Projekte aktiv ein? Wikimedia in Katalonien hat ein Kooperationsprogramm für Bibliothekare entwickelt. Und für die Frage Wie schafft man Begegnungsräume für Freiwillige und Mitarbeiter aus GLAM-Institutionen? organisiert man in Frankreich gern Fotosafaris. Als einen ersten konkreten Schritt haben die in Esino Lario anwesenden  GLAM-Koordinatoren sich auf einen Vorschlag von Wikimedia Deutschland hin geeinigt, künftig in dem monatlichen internationalen GLAM-Newsletter die Berichte mit Tags zu kategorisieren: Arbeiten mit Freiwilligen, Arbeiten mit Freien Inhalten, Arbeiten mit Freien Lizenzen und Informationsveranstaltungen. Ich glaube, wenn es gelingt, unser Wissen und unsere Erfahrung aus der Zusammenarbeit mit GLAM-Institutionen besser zu teilen, dann wird es uns auch besser gelingen, die Menschen in den Museen, Kunstsammlungen, Archiven und Bibliotheken für den Perspektivwechsel zu gewinnen. Sichtbar machen war gestern – Nutzen können ist die Zukunft.

Weiterführende Links:

Fußnoten

GLAM ist das englische Akronym für Galleries, Libraries, Archives & Museums. Und steht international für  Interaktionen der Kultur- und Gedächtnisinstitutionen in der digitalen Welt.
**  Anders ausgedrückt, was nicht im Netz ist, droht mangels Wahrnehmung zu verschwinden. erst aus dem Bewusstsein, dann gar aus dem Sein.

by Barbara Fischer at July 01, 2016 07:26 PM

Wikidata auf der GPN16

Vom 26. bis zum 29. Mai fand in Karlsruhe die Gulaschprogrammiernacht (GPN),  eine Veranstaltung des Entropia e.V. (CCC Karlsruhe) statt, zu der sowohl Mitarbeitende von Wikimedia Deutschland angereist waren, als auch Stipendiaten aus der Community. Einer der von Wikimedia Deutschland geförderten Freiwilligen, Benutzer:Gorlingor, hat über die vier Tage Spaß am Gerät bei der Hackercommunity einen kleinen Bericht für uns geschrieben.

Was ist die GPN?

Die Gulaschprogrammiernacht findet einmal im Jahr für vier Tage in Karlsruhe statt. Dort treffen sich etwa 500 Teilnehmende, um sich über verschiedene Themen auszutauschen – schwerpunktmäßig Informationstechnik –, um an eigenen Projekten zu arbeiten, um Leute zu treffen und um Spaß zu haben. Die meisten Besucherinnen und Besucher kommen aus persönlichem Interesse zu der Veranstaltung, was sich natürlich positiv auf die Atmosphäre auswirkt: Es geht dort sehr entspannt zu.

Wer bin ich?

Ich bin Jakob. In der deutschsprachigen Wikipedia hinterlasse ich als Gorlingor seit einigen Jahren meine kleinen Spuren. Als Programmierer und überzeugter Freund freier Software verbringe ich meine Freizeit aber gelegentlich auch damit, Code zu Open-Source-Projekten beizusteuern.

Was haben wir dort gemacht?

Jetzt hatte ich die Gelegenheit, drei Mitarbeitende des Entwicklungsteams für Wikidata mit zur GPN16 zu begleiten, wo sie an ihrem Tisch für Interessierte ansprechbar waren und einen Vortrag über den Query Service von Wikidata gehalten haben – für Programmiererinnen und Programmierer eine ziemlich coole Schnittstelle, weil man damit komplexe und spannende Anfragen an die Wissensdatenbank stellen kann. Zum Beispiel: Zeige mir alle Haustiere, deren Besitzerinnen oder Besitzer ein Amt bekleidet haben. Wie es aussieht, sind Hunde die beliebteren Begleiter.

Während die anderen regulär gearbeitet haben, solange der Tisch nicht besucht wurde, habe ich Fotos für den Blogeintrag geschossen, die Gelegenheit genutzt, schon mal ein paar Profis neben mir sitzen zu haben, und einen Patch für MediaWiki angefangen und nebenbei die WMDE-Mitarbeitenden kennengelernt.

Was kam an Feedback?

Im Laufe der Veranstaltung haben wir unterschiedliche Leute aus der technischen Community getroffen und dabei kamen verschiedene Fragen zustande: zur Technik, zu den Daten und ihrer Herkunft und zur Zielsetzung von Wikidata.

Eine Person hat zum Beispiel nachgefragt, ob Wikidata es ermöglichen wolle, mittels natürlicher Sprache Anfragen zu stellen. Es gibt den Webdienst askplatypus, der genau das erlauben soll. Der ist zwar noch nicht perfekt und erkennt nicht immer, was man mit einer Suche gemeint hat, allerdings ist die digitale Verarbeitung natürlicher Sprache auch kein leichtes Unterfangen. Wikidata selbst stellt dabei bloß die Programmier-Schnittstelle und die Daten zur Verfügung.

Jemand hat gefragt, ob jeder Mensch, der in Wikidata eingetragen ist, auch als Mensch markiert ist. Nein. In Wikidata wird nicht erzwungen, dass bestimmte Aussagen vorhanden sind. Es gibt aber viele Möglichkeiten, wie (halb-)automatisch solche fehlenden Informationen ergänzt werden können, etwa das Wikidata-Spiel von Magnus Manske.

Eine weitere Frage, die aufkam, war, ob es ein Limit für Anfragen gibt. Noch ist keines technisch implementiert, aber bei intensiver Nutzung empfiehlt es sich möglicherweise, eine eigene Wikidata-Instanz zu betreiben, um die Überlastung der Wikimedia-Server zu vermeiden. Bevor man massenhaft Anfragen versendet, sollte man auf jeden Fall im IRC-Channel nachfragen.

Was habe ich auf der GPN gelernt?

  1. Es gibt als Veranstalter nichts Sinnvolleres, als selbst Teil der Community zu sein. Das ist für die GPN der Entropia e. V., also der Karlsruher Chaos Computer Club. Auf diese Weise ist es perfekt, denn die Veranstalterinnen und Veranstalter wissen ziemlich genau, was die Leute wollen, denn sie gehören ja selbst dazu. Ein kurzer Vergleich: Zeitgleich zur GPN fand in Berlin die ‹Tincon › statt. Deren Veranstalterinnen und Veranstalter gehörten nicht zur Zielgruppe, und was daraus geworden ist, kann man im Internet nachlesen …
  2. Emoji sind die Muttersprache der Präsentationsfolien. Freitag haben wir uns einen Vortrag über das Axolotl-Protokoll angehört, das unter anderem in WhatsApp für die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verwendet wird. Zuerst war ich ein wenig misstrauisch, denn … Die Folien bestanden fast ausschließlich aus Emojis. Anfangs hielt ich es für Spielerei, aber man kann einem Vortrag sehr leicht folgen, wenn die wiederkehrenden Elemente des Vortrags (hier: Alice und Bob, private und öffentliche Schlüssel …) in Bildchenform statt bloß als Text auf der Leinwand erscheinen.
  3. Gulasch ist kein Fleischgericht. Man kann natürlich Fleisch reintun, aber ohne funktioniert es ebenso: Es macht satt und schmeckt gut.

Fazit

Abschließend kann ich nur sagen, dass die GPN eine sehr schöne Veranstaltung war. Sogar das Wetter war (fast) wie bestellt! Und ich denke, dass wir dort viele auf das Projekt aufmerksam machen konnten, die vielleicht sonst nur am Rande mal von Wikidata gehört haben.

by Jens Ohlig at July 01, 2016 02:43 PM

June 30, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Die Schwerpunkte von Wikimedia Deutschland für 2017 stehen fest – Partizipationsphase folgt

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung haben Präsidium, Mitglieder und Mitarbeitende in intensiven Gesprächen die Schwerpunkte der Vereinsarbeit aus dem Jahr 2016 reflektiert. Die Ergebnisse hat das Präsidium auf einer Klausurtagung am 18./19. Juni 2016 gemeinsam mit dem geschäftsführenden Vorstand und den Führungskräften von Wikimedia Deutschland ausgewertet und beraten.

Im Ergebnis haben wir im neuen Jahreskompass für 2017 drei Handlungsfelder festgelegt, die gleichgewichtet nebeneinanderstehen sollen. Diesen Handlungsfeldern haben wir insgesamt fünf Schwerpunkte zugeordnet und ebenfalls gewichtet. Ihr findet den neuen Jahreskompass mit den Schwerpunkten für 2017 ab sofort online im Meta-Wiki.

Die Geschäftsstelle ist nun aufgerufen, konkrete Ziele, Erfolgskriterien und Maßnahmen für die Schwerpunkte zu entwickeln. In diesem Schritt möchten wir die Wikimedia-Communitys und alle anderen, die sich für Freies Wissen engagieren, eng mit einbeziehen und werden daher zwischen dem 12. Juli und dem 5. August verschiedene Beteiligungsformate anbieten. Über die genauen Formate und Termine werden wir dann am 12. Juli informieren.

Ich freue mich auf Feedback zum neuen Jahreskompass und die weitere gemeinsame Arbeit an den Zielen, Indikatoren und Maßnahmen!

by Tim Moritz Hector at June 30, 2016 03:41 PM

Wikimedia:Woche 26/2016

In der Wikimedia:Woche 26/2016 ist die Vorstellung der neuen Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation zu finden. Auch das Board of Trustees hat einen neuen Vorsitzenden. Außerdem zu lesen gibt es mehrere Berichte über die vergangene Wikimania in Italien und für alle die gleich ihren Besuch auf der nächsten Konferenz planen möchten: Die Anmeldung für die WikiCon 2016 hat begonnen.

Foundation und Organisationen

Katherine Maher neue Geschäftsführerin der WMF

Wie Jimmy Wales auf der Wikimania in Esino Lario bekannt gab, ist Katherine Maher neue Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation. Katherine war nach dem Rücktritt von Lila Tretikov bereits als Interimsgeschäftsführerin für die WMF tätig gewesen.

Christophe Henner neuer Vorsitzender des Board of Trustees

Christophe Henner, ehemaliger Geschäftsführer von Wikimedia Frankreich, und Nataliia Tymkiv, Vizepräsidentin und Schatzmeisterin von Wikimedia Ukraine, nehmen für Patricio Lorente und Frieda Brioschi die Plätze der von den Wikimedia-Organisationen vorgeschlagenen Sitze im Board of Trustees der Wikimedia Foundation ein. Christophe Henner wurde zudem zum neuen Vorsitzenden des Boards gewählt, seine Stellvertreterin ist María Sefidari, Mitbegründerin von Wikimedia Spanien.

Zudem hat Christophe in einer weiteren Mail die drei Prioritäten des Boards of Trustees benannt: Verbesserung der internen Prozesse des Boards, ein neuer Strategieprozess für alle Anspruchsgruppen des Movements sowie die volle Unterstützung der neuen Geschäftsführerin Katherine Maher (s. o.).

Wikimania fand in Esino Lario statt

Nach der Wikimania 2016 in dem italienischen Ort Esino Lario, gibt es erste Berichte und Aufzeichnungen.

Neuer Jahresplan der Wikimedia Foundation für Geschäftsjahr 201−17 beschlossen

Das Board of Trustees der Wikimedia Foundation hat den neuen Jahresplan für die Stiftung beschlossen.

Delphine Ménard neue Mitarbeiterin im Community-Resources-Team der WMF

Katy Love, Leiterin der Förderabteilung der Wikimedia Foundation („Community Resources“) hat bekanntgegeben, dass die langjährige Wikimedianerin Delphine Ménard eingestellt wurde. Delphine, unter anderem auch ehemaliges Mitglied des Vorstands/Präsidiums von Wikimedia Deutschland und ehemalige Chapter-Koordinatorin der WMF, wird sich vor allem um die sog. Jahresplanförderungen (Annual Plan Grants) für Wikimedia-Organisationen kümmern.

Wikimedia-Spendenverteilungskomitee such neue Mitglieder

Das Funds Dissemination Committee (FDC, zu Deutsch in etwa „Spendenverteilungskomitee“) sucht zwei neue Mitglieder. Eigenbewerbungen sind möglich, die zwei zu vergebenden Positionen werden vom Board of Trustees ernannt.

Projekte und Initiativen

Anmeldung für WikiCon gestartet, Programmbeitragsfrist verlängert

Vom 16. bis 18. September findet in Kornwestheim bei Stuttgart die diesjährige WikiCon statt. Die Anmeldung ist jetzt gestartet. Außerdem wurde Abgabefrist für Programmbeiträge bis zum 15. Juli verlängert.

Ergebnis zu Abstimmung über Mond-Projekt steht fest

Die Wikipedia-Community sprach sich dafür aus, eine Sammlung ausgezeichneter Artikel aus verschiedenen Sprachversionen auf den Mond zu schicken.

Wikidata:Status updates/2016 06 25

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

Neues aus der OSM-Welt #309

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 309“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 14. bis 20. Juni.

Technik

Tech News issue #26

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Politik und Recht

„Happy Birthday“ nach jahrelangem Rechtsstreit gemeinfrei

Dokumentarfilmer klagten in Kalifornien erfolgreich gegen den Anspruch der Plattenfirma Warner auf Rechte des Liedes „Happy Birthday“. Warner wird Einnahmen in Höhe von 14 Millionen US-Dollar zurückzahlen.

Im Maschinenraum von Brüssel – Nachbetrachtung zum Wikimedia-Salon

Im WMDE-Blog ist ein Rückblick zum Wikimedia-Salon „Liquid Lobbying. Welche neuen Formen der Interessenvertretung erobern Brüssel“ zu lesen. Dort ist auch die Videoaufzeichnung der Diskussion zu finden.

Amazon und US-Bildungsministerium starten Initiativen für OER

Wie netzpolitik.org berichtet, haben Amazon und das US-Bildungsministerium miteinander verschränkte Initiativen für offen lizenzierte Bildungsunterlagen gestartet.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

golem.de thematisiert Mobbing in der Wikipedia

Auf golem.de werden in einem ausführlichen Artikel problematische Umgangsformen in der Wikipedia thematisiert. Der Beitrag ist auch als Audio-Version verfügbar.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

3.7.: Wikipedia-Sprechstunde Berlin

Wikipedia-Sprechstunde im Nachbarschaftsladen Buttmannstraße 16, Berlin-Gesundbrunnen (U Pankstraße): Die Sprechstunden sind kein Kurs, sondern ein offenes Format, in dem erfahrene Wikipedia-Autorinnen und -Autoren jedermann für Fragen rund um Wikipedia zur Verfügung stehen, Tipps und Hilfestellung für interessierte Neuautoren geben usw. Die Veranstaltungen sind öffentlich und richten sich an alle Interessierte. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

4.7.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zurzeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23–24, 10963 Berlin. Während des Treffens arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

4.7.: Wikipedia-Sprechstunde Berlin

Wikipedia-Sprechstunde in der Schiller-Bibliothek in Berlin-Wedding (U Leopoldplatz): Die Sprechstunden sind kein Kurs, sondern ein offenes Format, in dem erfahrene Wikipedia-Autorinnen und -Autoren jedermann für Fragen rund um Wikipedia zur Verfügung stehen, Tipps und Hilfestellung für interessierte Neuautoren geben usw. Die Veranstaltungen sind öffentlich und richten sich an alle Interessierte. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

6.7.: WomenEdit Berlin

WomenEdit ist ein Netzwerk von Wikipedianerinnen. Jeden ersten Mittwoch im Monat findet in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland von 18.00 bis 21.00 Uhr ein Treffen statt. Neu-Autorinnen sind willkommen.

7.7.: Wikipedia Sprechstunde Bibliothek Hamburg

Jeweils am 1. Donnerstag des Monats bietet die Hamburger Wikipedia-Community von 16.00 bis 18.00 Uhr eine regelmäßige öffentliche Sprechstunde an.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Martin Rulsch at June 30, 2016 12:35 PM

June 29, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Im Maschinenraum von Brüssel. Wikimedia-Salon „Liquid Lobbying“.

Während sich La Mannschaft in Frankreich warm lief, kamen am Abend des 16.6. Podiumsgäste in der Berliner Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland zum ABC des Freien Wissens” zusammen, die sonst in der Disziplin des Lobbying in Brüssel antreten.

Tun sich im vernetzten Zeitalter neue, transparente Wege zur Einflussnahme durch zivilgesellschaftliche Bewegungen auf? Oder bleiben letztlich trotz neuer Möglichkeiten die alten Entscheidungs- und Gesetzgebungsprozesse bestehen? Vertreter von Transparency International, Bitkom e. V. und der Wikimedia EU Policy Group diskutierten über neue Formen und ethische Grenzen der Interessenvertretung.


Liquid Lobbying – Und alles fließt?

Im Unterschied zu klassischem Lobbying der Vergangenheit nutzen immer mehr und immer größere Interessengruppen Plattformen im Internet als politische Informations- und Mobilisierungskanäle. Mit dem Begriff Liquid Lobbying ist die Strategie gemeint, diese neuen Kanäle für kollaboratives und transparentes Lobbying im Sinne des Freien Wissens zu nutzen. Dimitar Dimitrov, der seit 2013 als Wikimedia-Interessenvertreter in Brüssel arbeitet, erklärte, wie das genau in der Praxis funktioniert.

Drei wesentliche Akteursgruppen sollen möglichst eng zusammenarbeiten: Die Community bzw. die Interessensgruppe, die ehrenamtlichen Aktivistinnen und Aktivisten, die diese repräsentieren, und die hauptamtlichen Lobbyisten. Dabei entsteht, und das ist das Novum, seit einigen Jahren eine Arbeitstruktur, die sowohl permanent als auch absichtlich flexibel bleiben soll.

Wendy the Weasel, Maskottchen der Wikimedia EU Policy Group

Je nach Situation spricht Dimitrov entweder als Einzelperson mit einer Abgeordneten, mal haben einige Aktivisten kurzfristig Zeit, sich zu engagieren, 2015 unterstützten Tausende Communitymitglieder den Erhalt der Panoramafreiheit durch einen Offenen Brief an die Mitglieder des Europäischen Parlaments. Die Konstellation derer, die sprechen, ist also nicht fest, sondern flüssig; sie ändert sich je nach Situation und Bedarf.

Öffentlich sichtbar und für alle Interessierten zugänglich ist diese Arbeitsstruktur auf der Webseite der EU Policy Group, informell auch „W.E.A.S.E.L – Wikimedia European Action System For Enthusiastic Lobbying“ genannt. Das dazugehörige Maskottchen Wendy the Weasel macht seit Gründung der Gruppe Karriere auf dem Brüssler Politparkett, zu verfolgen auf der entsprechenden Commons-Seite.

Qualitative Veränderungen sind die Herausforderung im Lobbying

Relativ einfach ist für Lobbyisten, darin war sich das Podium einig, Menschen zu mobilisieren, um eine solide Vetofähigkeit herzustellen und Dinge zu stoppen. Etwa, einen existierenden Gesetzesvorschlag zu verhindern. Joachim Bühler von Bitkom e. V. bestätigte aus seiner Erfahrung, dass Protest immer leicht auszudrücken und dadurch auch quantitativ recht einfach zu erzielen ist.

Viel schwieriger dagegen sind qualitativ positive Veränderungen durch Lobbying durchzusetzen. Wirksames Lobbying in dieser Hinsicht, so Bühler, habe immernoch mit persönlicher Überzeugungskraft von Menschen und Vertrauensbildung durch Dialog zu tun. Auch Daniel Freund von Transparency International EU sieht die größte Herausforderung des Lobbying darin, als Organisation selbst ein Anliegen effektiv auf die Agenda zu heben und daraus einen politischen Vorgang zu machen.

Wie kann Chancengleichheit der Interessen hergestellt werden?

Daniel Freund, Transparency International, und Dr. Joachim Bühler, Bitkom e. V., auf dem Podium

Daniel Freund untersucht in Brüssel die Situation der unzähligen Verbände und der mehr als 2.000 NGOs, die vor Ort aktiv sind. Anhand von Zahlen veranschaulichte er ein gravierendes Ungleichgewicht der Repräsentanz von Interessengruppen: 75% der Treffen hoher Hierarchieebenen der Europäischen Kommission finden mit Unternehmensverbänden und Industrievertretern statt, 18% mit NGOs, der Rest mit Think Tanks, Universitäten und anderen. In der Digital- oder Finanzwirtschaft liegt das Verhältnis sogar bei ca. 90% zu 10%. Es gibt also einen offensichtlichen Bedarf, eine größere Balance der Interessenvertretung innerhalb der entstandenen, hoch professionalisierten Lobbybranche in Brüssel herzustellen.

Jan Philipp Albrecht, innen- und justizpolitischer Sprecher der Grünen Europafraktion, plädiert in diesem Zusammenhang für eine Neudefinition des ethischen Rahmens für Lobbying. Interessenvertretung soll vor allem das Schließen von Informationslücken statt das Durchdrücken von Einzelinteressen zum Ziel haben. Projekte wie LobbyPlag helfen dabei, Lobbyaktivitäten nachvollziehbar und transparent zu machen.

Für Konzepte wie Liquid Lobbying sieht Albrecht gute Möglicheiten, wenn es den Vertreterinnen gelinge, die dahinter stehende Relevanz zu vermitteln. Nur wenn deutlich wird, dass es sich bei zivilgesellschaftlichen Bewegungen um wirklich repräsentative Gruppen handelt, würden auch ihre Interessen stärker gehört. Dafür fordert er, dass etwa die Europäische Kommission solche Projekte auch finanziell stärker fördern sollte. Statt darauf zu hoffen, dass dringende Anliegen sie schon erreichen, sollten EU-Institutionen ihre Holschuld gegenüber der Allgemeinheit erfüllen und verschiedene Interessengruppen gezielt in Entscheidungsprozesse mit einbeziehen.

Die nächste Veranstaltung aus der Reihe „Das ABC des Freien Wissens“ findet im September 2016 unter dem Titel „M=Macht der Daten – Daten der Macht“ statt. Verteileraufnahme, Anregungen und Kritik gern unter salon@wikimedia.de

 

by Lilli Iliev at June 29, 2016 01:36 PM

June 23, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 25/2016

Während in der italienischen Gemeinde Esino Lario die diesjährige Wikimania startet, kommt hier die Ausgabe 25/2016 der Wikimedia:Woche. Darin geht es unter anderem um eine neue User Group, Neuigkeiten zum Jahreskompass von Wikimedia Deutschland und um die Gerichtsentscheidung zum Streit zwischen Wikimedia und den Reiss-Engelhorn-Museen. Über Beteiligung freuen sich sowohl die Organisatoren des Fotowettbewerbs „Wiki Loves Earth“ bei der Vorauswahl der im vergangenen Monat eingereichten Bilder, als auch die Aktiven um das kürzlich gestartete Projekt „Wiki Loves Pride“.

Foundation und Organisationen

„Wikiversity Journal“ als neue User Group anerkannt

Das „Wikiversity Journal“ bereitet Wikimedia-Inhalte aus dem Wissenschaftsbereich in Form eines Magazins auf und wurde am 1. Juni als neue User Group anerkannt.

Präsidium von WMDE beschließt Jahreskompass

Das Präsidium von Wikimedia Deutschland hat auf seiner Klausurtagung den Jahreskompass für 2017 verabschiedet. Die Veröffentlichung ist für die kommenden Tage geplant.

Projekte und Initiativen

Statistik zum Gender Gap erstellt

Asaf Bartov hat eine Statistik zum Gender Gap in der Wikipedia erstellt und dabei interessante Unterschiede in den verschiedenen Sprachversionen festgestellt.

Wiki Loves Pride 2016 gestartet

Die internationale Kampagne „Wiki Loves Pride“ ist für das Jahr 2016 gestartet. Ziel ist der Ausbau des in den Wikimedia-Projekten unterrepräsentierten Themenbereichs LGBT (Lesben, Gays, Bisesuelle und Transgender).

Wikidata:Status updates/2016 06 18

Was in der vergangenen Woche rund um Wikidata geschah, findet sich in den aktuellen Wikidata:Status updates.

8 Studenten mit Wikimedia-Projekten am Summer of Code beteiligt

Acht Studenten beteiligen sich mit der Arbeit an Wikimedia-Projekten am diesjährigen „Summer of Code“. Der „Summer of Code“ ist ein jährlich von Google vergebenes Programmierstipendium für Open-Source-Projekte.

Rückblick auf Kunstaktion „Print Wikipedia“

Conrad Nutschan schrieb einen Gastbeitrag für den Blog von Wikimedia Deutschland über die Ausstellung „Print Wikipedia“ des Künstlers Michael Mandiberg.

Zwei Tage im Textilmuseum auf GLAM on Tour

Geolina163 und Barbara Fischer berichten über die vergangene GLAM-on-Tour-Station im Textilmuseum in Ratingen bei Düsseldorf.

Neues aus der OSM-Welt #308

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 308“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 7. bis 13. Juni.

Vorauswahl für Wiki-Loves-Earth-Gewinner noch bis Sonntag

Noch bis Sonntag läuft die Vorauswahl für die Gewinner des diesjährigen Fotowettbewerbs „Wiki Loves Earth“ (WLE). Mitmachen kann jeder, der in der Wikipedia stimmberechtigt ist oder sich in den vergangenen Jahren nachweislich an WLE beteiligt hat.

Erste WikiConvention für französisschprachige Wikimedia-Projekte findet in Paris statt

In Paris findet vom 19. bis 20. August die erste internationale Konferenz für das französischsprachige Wikiversum statt.

Technik

Notifications für iOS-App in Planung

Das Mobile Apps Team der Wikimedia Foundation möchte die iOS-Wikipedia-App um Notifications (Benachrichtigungsmöglichkeiten) erweitern und ist dabei auf der Suche nach Anregungen.

Tech News issue #25

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Politik und Recht

Wikimedia Foundation verliert Rechtsstreit mit Reiss-Engelhorn-Museen

Im Rechtsstreit um die Frage ob Reproduktionen gemeinfreier Werke wiederrum urheberrechtlich geschützt sein können, hat das Landgericht Berlin einer Klage der Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen gegen die Wikimedia Foundation stattgegeben.

Belgisches Parlament stimmt für Panorama-Freiheit

Das belgische Parlament sprach sich in der Mehrheit für die Einführung der Panoramafreiheit in Belgien aus. Damit wird es zukünftig endlich möglich sein, Gebäude oder Kunst im öffentlichen Raum ohne besonderere Genehmigung des Urhebers bildlich wiederzugeben.

Astrologin verliert Rechtsstreit gegen Wikimedia Foundation

Die schweizerisch-französische Astrologin Elizabeth Teissier verlor einen Rechtsstreit vor dem Cour d’appel de Paris gegen die Wikimedia Foundation. Teissier hatte auf eine Änderung ihres Wikipedia-Artikels geklagt, da dieser rufschädigende Informationen enthalte.

WMF an Diskussion des Copyright Office beteiligt

Die Wikimedia Foundation war an sieben Diskussionsrunden des United States Copyright Office beteiligt und berichtete über die Hintergründe und ihre Beiträge.

Video-Interviews zu Lobbying in Brüssel online

Auf dem WMDE-Youtube-Kanal sind kurze Video-Interviews zu Lobbying auf EU-Ebene mit Jan Philipp Albrecht (innen- und justizpolitischer Sprecher der Grünen Europafraktion), Joachim Bühler (Bitkom e.V.), Dimitar Dimitrov (Wikimedian in Brüssel) und Daniel Freund (Transparency International) abrufbar. Sie sind im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Das ABC des Freien Wissens“ entstanden.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Zitate aus Wikipedia ohne Quellenangabe

tagesanzeiger.ch berichtet über das neue Buch von Roger Schawinski, indem er sich ohne Quellenangabe aus der Wikipedia bedient haben soll.

2 Artikel über Wikipedia-Community in München

Gleich zwei Artikel erschienen auf sueddeutsche.de über die Wikipedia-Community in München und über deren neue Räumlichkeit.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

25.6.: Digital Refugee Lab

In einem Workshop der Open Knowledge Foundation werden drei Projekte Berliner Hilfsinitiativen und Netzwerke, Geflüchtete und Menschen mit entsprechenden Fähigkeiten im Bereich Design, Web und Programmierung eingeladen. Die Workshops dienen dem gegenseitigen Kennenlernen, dem Identifizieren von Problemstellungen und dem Entwickeln von Prototypen. Im Fokus der Arbeit der Labs steht nutzer- und problemorientiertes Vorgehen, sowie die Weiterentwicklung und die Bündelung von bereits existierenden Tech-Projekten. Gefördert wird das Projekt von der Bundeszentrale für politische Bildung. Ort: Wikimedia, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin, 9-18 Uhr

26.6.: Wikipedia-Sprechstunde Berlin

Wikipedia-Sprechstunde im Nachbarschaftsladen Buttmannstraße 16, Berlin-Gesundbrunnen (U Pankstraße): Die Sprechstunden sind kein Kurs, sondern ein offenes Format, in dem erfahrene Wikipedia-Autorinnen und -Autoren jedermann für Fragen rund um Wikipedia zur Verfügung stehen, Tipps und Hilfestellung für interessierte Neuautoren geben usw. Die Veranstaltungen sind öffentlich und richten sich an alle Interessierte. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

27.6.: Wikipedia-Sprechstunde Berlin

Wikipedia-Sprechstunde in der Schiller-Bibliothek in Berlin-Wedding (U Leopoldplatz): Die Sprechstunden sind kein Kurs, sondern ein offenes Format, in dem erfahrene Wikipedia-Autorinnen und -Autoren jedermann für Fragen rund um Wikipedia zur Verfügung stehen, Tipps und Hilfestellung für interessierte Neuautoren geben usw. Die Veranstaltungen sind öffentlich und richten sich an alle Interessierte. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

27.6.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zur Zeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin. Während dem Treffen arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

28.6.: Bremenpedia vor Ort

„BremenpediA vor Ort“ versteht sich als Anlaufadresse in Bremen-Lesum für alle Fragen rund um das freie Online-Lexikon Wikipedia und die freie Medien-Datenbank Wikimedia Commons. Die Veranstaltungsreihe findet zwischen 15.00 und 17.00 Uhr im Heimathaus Lesum, dem Domizil des Heimat- und Verschönerungsvereins Bremen-Lesum e. V. (HVL) statt.

29.6.: Einführung für Frauen in Film und Fernsehen

Wie schreibe ich einen Artikel in Wikipedia? Wie schreibe ich über Filme von Frauen, Filmemacherinnen, Regisseurinnen, Frauen-Filmthemen, Kamerafrauen, Film-Editorinnen, Schauspielerinnen, Kostümbildnerinnen, Szenenbildnerinnen usw.? … und zu Filmthemen im Allgemeinen. Warum eine Einführung ausdrücklich für Frauen? Weil nur ca. 10 % der Wikipedia-Autoren weiblich sind. Das ist zu wenig. Die Veranstaltung findet parallel zum Filmfest München statt. 10.00–18.00 Uhr im WikiMUC, Angertorstraße 3, 80469 München

30.6.: Offenes Editieren Berlin

Das Offene Editieren findet immer am letzten Donnerstag des Monats statt. Es ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer_innen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits Wikipedianer_innen mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at June 23, 2016 12:35 PM

June 21, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Erklärung zum Fall Reiss-Engelhorn-Museen [Update]

Der folgende Text ist eine Erklärung der Wikimedia Foundation und Wikimedia Deutschland hinsichtlich des Verfahrens der Reiss-Engelhorn-Museen gegen die Wikimedia Foundation (WMF) und gegen Wikimedia Deutschland. Der Anlass dieses Schreibens ist es, der Wikimedia-Commons-Community dabei zu helfen, die juristischen Hintergründe nach diesem ersten Urteil besser zu verstehen und sie bei der Entscheidungsfindung im Umgang mit Fotos der betreffenden Gemälde zu unterstützen.

[Update: Text war zunächst ohne Redigat online gegangen, welches um 17:56 nachgeholt wurde]

 

Liebe Community,

Das Landgericht Berlin hat entschieden. (Bild von 1902, gemeinfrei)

leider haben wir schlechte Nachrichten zu verkünden. Das Landgericht Berlin hat der Klage der Reiss-Engelhorn-Museen (REM), Mannheim gegen die Wikimedia Foundation stattgegeben. Ein zentraler Bestandteil des Prozesses war die Aufforderung, mehrere Bilder von Wikimedia Commons zu löschen, die von einem bei den Museen beschäftigten Fotografen stammen und später in Commons hochgeladen und als gemeinfrei gekennzeichnet wurden (am bekanntesten im Fall eines Porträts Richard Wagners). Die Klage argumentierte, dass die Fotografien durch einen Hausfotografen entstanden seien und daher ein Unterlassungsanspruch der Museen hinsichtlich der Veröffentlichung dieser Fotos bestehe, obwohl es sich hierbei um sehr originalgetreue Repro-Fotografien gemeinfreier Werke handelt.

Dieser Argumentation setzten wir entgegen, dass es sich um – wegen des gemeinfreien Status‘ der abfotografierten Gemälde ohne Erlaubnis zulässige – Vervielfältigungen und nicht um urheberrechtlich schutzfähige Lichtbildwerke handelt, weil das Abfotografieren auf möglichst geringe Abweichungen vom Original abzielt und daher gerade kein Spielraum für irgendeine Individualität bleibt, die einen urheberrechtlichen Werkschutz rechtfertigen könnte. Des weiteren führten wir an, dass die Museen ihren Besuchern das Aufnehmen von Fotos verbieten, gleichzeitig aber einen Urheberrechtsanspruch auf ihre eigenen Reproduktionen erheben. Dies stelle einen Widerspruch zum öffentlichen Auftrag der Institutionen und einen Versuch dar, das bereits abgelaufene Urheberrecht an den Originalen faktisch zu erneuern. Das Gericht aber entschied, dass die Fotos des Museumsfotografen unabhängig vom Motiv nach dem deutschen Urheberrecht zumindest als Lichtbilder geschützt seien, und daher das Gemeinfreisein der Vorlage unerheblich sei. 

Wir sind davon überzeugt, dass das Gericht eine falsche Entscheidung gefällt und nicht berücksichtigt hat, welch langfristigen Schaden dieses Urteil für den Zugang zu gemeinfreien Werken darstellt, insbesondere in einer Welt, in der Menschen ihre Kultur zunehmend digital entdecken und erleben. Daher hat die Wikimedia Foundation sich dazu entschieden, beim Kammergericht Berlin Rechtsmittel einzulegen. In letzter Instanz könnte es in diesem Prozess zu einer Revision durch den Bundesgerichtshof (BGH) kommen, sollten das Kammergericht oder das BGH dieser weiteren Prüfungsstufe zustimmen.

Es gibt jedoch auch gute Nachrichten: Die Klage gegen Wikimedia Deutschland, die neben der Wikimedia Foundation im selben Fall verklagt worden war, wurde abgewiesen. Das Gericht begründete dies (wie andere Gerichte zuvor) damit, dass Wikimedia Deutschland rechtlich nicht für die Inhalte auf Wikimedia Commons verantwortlich ist.

In Hinblick auf die Bilder selbst ist die WMF aus zwei Gründen weiterhin der festen Überzeugung, im Recht zu sein. Zum einen ist die WMF überzeugt, dass das Landgericht Berlin sich mit seinem Urteil und der Begründung geirrt hat und für Repro-Fotografien nichts anderes gelten kann als für sonstige Vervielfältigungen. Zum anderen ist die WMF der Auffassung, dass selbst wenn die Bilder in Deutschland einem urheberrechtlichen Schutz unterliegen, sie in den USA dennoch weiterhin als gemeinfrei gelten. Die Begründung hierfür lässt sich auf der PD-Art Seite nachlesen. Entsprechend glauben wir, dass die Entscheidung, ob die betroffenen Bilder weiterhin in Commons verbleiben sollen, in der Community liegt. Wie auch immer sich die Community in diesem Fall entscheiden wird, wird die WMF sie darin unterstützen.

by John Weitzmann at June 21, 2016 08:57 AM

June 17, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Gedruckte Wikipedia

Blick in die Galerie zur Ausstellung „Print Wikipedia“
Foto: Conrad Nutschan, Lizenz: CC0

Ein Gastbeitrag von Wikipedia-Autor Conrad Nutschan

Die Meinungen in der Community, ob es eine gedruckte Ausgabe der deutschen Sprachversion der Wikipedia geben sollte, tendieren eher dazu, dass der Aufwand der Praktikabilität und dem Sinn gegenübergestellt nicht gerechtfertigt sei. Um so mehr freuten sich einige teilnehmende Wikipedianerinnen und Wikipedianer in Berlin am 31. Mai 2016 beim „Wikipedian focused walkthrough and discussion“ in der Ausstellung des Künstlers Michael Mandiberg, ein Gefühl für einen möglichen Ausdruck des Enzyklopädieprojektes zu bekommen. Wikimedia Deutschland hat Interessenten vom WikiProjekt Druck die Anreise unterstützt und vor Ort für die Gäste etwas zu Naschen organisiert.

In den Räumlichkeiten der gemeinnützigen, kuratorischen Initiative Import Projects in Berlin ist es möglich, die potentielle Dimension der 3406 Bände zu genießen und in einer Auswahl der  Bücher zu schmökern. Am Ende der Ausstellung soll jeder Band der deutschsprachigen Wikipedia bei einem Buch-auf-Bestellung-Anbieter bestellbar sein. Import Projects selbst ist bestrebt, Schnittstellen zwischen Technologie, der persönliche Identität und der Gemeinschaft zu erkunden.

Alle Wände des Veranstaltungsraumes waren mit der Oberfläche der Buchrücken bedruckt. Dabei wurde im Betrachter etwas Imposantes erzeugt, inmitten all dieser Bücher umgeben von der Wikipedia zu sein. Doch die scharfen Augen der Wikipedianer gingen gleich ins Detail, und nutzten die Gelegenheit, um die Druckumsetzung der Beispielbücher zu bewerten. Wir waren ja nicht zum Spaß dabei – wir wollen lernen :).

Auszug eines Bandes
Foto: Conrad Nutschan, Lizenz: CC0

Die dreispaltig ohne Bilder angelegten Bücher von je etwa 700 Seiten haben eine fortlaufende Seitennummerierung und jeweils eine eigene ISBN. Die Umsetzung der Tabellen ist als mangelhaft bis schlecht zu beurteilen – es wurde eine Weise von gleichen Spaltenbreiten unabhängig vom Inhalt gewählt, was bei den vor Ort betrachteten Werken zu teilweise komplett mit Tabellen gefüllten Doppelseiten führte. Das war nicht besonders gut lesbar, Worte wurden teilweise untereinander gebrochen. Dies führt unter anderem dazu, dass ein gesamtes und ein weiteres halbes Teilregal von etwa 1 Meter Breite bis unter die Decke mit Büchern von Listenartikeln der Wikipedia gefüllt wäre. Bemängelt wurde von einem der anwesenden Wikipedianer zudem, dass Querverweise im Werk auf andere enthaltene Artikel nicht gekennzeichnet sind. Die Bindung und die Qualität der Bücher sowie die Lesbarkeit sind sehr gut. Es macht Spaß, durch die Zeilen zu fliegen und benachbarte Themen zu entdecken. In fünf separaten Bänden, die von Wikimedia Deutschland gestiftet wurden, gibt es eine Liste der etwa 800.000 Aktiven, welche an der Bearbeitung der Artikel beteiligt waren.

Mandiberg, dem schon Anfragen für den Druck von weiteren Sprachen vorliegen, hat sich sehr lange und intensiv mit dem Druck von Büchern beschäftigt. Er war auf der Suche nach einem richtig großen Werk, welches noch nicht gedruckt wurde. Die englischsprachige Wikipedia hat durch das dortige Kunstprojekt eine Bibliothek aufgetan, welche den gesamten Druck der englischsprachigen Ausgabe finanzieren wird. Mit einigen Verbesserungen in der Umsetzung wäre dies aus meiner Sicht auch der hiesigen Ausgabe zu wünschen.

Der Druck aller Artikel, ein Traum einiger weniger, ist durch die Ausstellung ein kleines Stück greifbarer geworden. Sprechen wir von Handhabbarkeit, Aktualität oder Nutzungsweisen, ist es nicht zu verübeln, dass bei den Leserinnen und Lesern mit den Augen gerollt wird. Die Würdigkeit der materiellen Verfügbarkeit des größten Textwerkes der Menschheit ist aus meiner Sicht unabsprechbar. Das Ziel vom WikiProjekt soll es weiterhin bleiben, zu forschen und bei Bedarf gern Abläufe zu organisieren, um einen Stand der Wikipedia eines Tages in Buchform und Sicherheit an unseren zwei Nationalibliotheksstandorten zu wähnen. Vielen Dank an Wikimedia Deutschland für die gute Unterstützung!

by Martin Rulsch at June 17, 2016 02:47 PM

Stepro

Offener Brief an das WMDE-Präsidium

Liebes Präsidium,

da Ihr ja am Wochenende die grobe Richtung für 2017 beschließen wollt, möchte ich Euch auch grob meine drei dringendsten Erwartungen mitteilen, die mein Verein im kommenden Jahr erfüllen sollte:

1. Breite Aufklärung über Wikipedia.
Es ist leider eine Tatsache, dass auch heute noch kaum jemand weiß, dass hinter Wikipedia (und den Schwesterprojekten) ehrenamtliche Autoren, Fotografen und andere Freiwillige stecken.
Bei jedem (Foto-)Projekt wird mir immer wieder bewusst, dass dieser essentielle Fakt bei der übergroßen Mehrheit der Nutzer (=Leser) völlig unbekannt ist – egal, ob es sich dabei um Politiker, Schauspieler, Sportler oder wen auch immer handelt.
Diese Aufklärung in wirklich großem Rahmen – dafür auch gern mal eine „Campaignerin“ einsetzen! – ist für mich essentielle Aufgabe des Vereins. Bisher ist das leider nur partiell und tröpfchenweise passiert, hier braucht es aber endlich eine massentaugliche Strategie/Kampagne!

2. Priorisierung der Freiwilligenunterstützung auf die bereits Aktiven
Seit Jahren wird erfolglos versucht, neue Mitarbeiter für Wikipedia & Co zu generieren. Ja, das ist auch eine wichtige Aufgabe.
Leider wird m. E. bei allen Versuchen, Leser zu Autoren zu machen, die dies zumeist überhaupt nicht wollen, vergessen, dass es immens wichtig ist, die Leute zu unterstützen, die die Inhalte bereits jetzt erstellen – und das teilweise seit 10-15 Jahren. Ich wünsche mir hier eine Prioritätenverschiebung.
Mal davon abgesehen: Wenn Punkt 1 oben erfolgreich umgesetzt würde, erwartete ich auch einen Zustrom neuer Mitarbeiter. Die Aufklärung muss dabei aber voraus gehen, dann klappt’s vielleicht auch mit den Neuautoren.

3. Bestehende und erfolgreiche Projekte weiterführen
Hier meine ich vor allem solche, die auch von der Community angenommen werden. Ich sage nur GLAM, GLAM on tour, Coding da Vinci usw.
Dazu, wie momentan seitens der „Führungsebene“ der Geschäftsstelle versucht wird, genau diese wichtigen und erfolgreichen Projekte einzudampfen, fehlen mir die Worte. Ich möchte das nicht weiter ausführen, da ich sonst die Contenance verlieren könnte.

Ich hoffe, das Präsidium besinnt sich am Wochenende auf die gültigen Leitmotive des Vereins, vor allem auf das damals bewusst an erste Stelle gesetzte, und lässt nicht zu, dass sich Fehler wie beim Referentennetzwerk nun bei GLAM wiederholen.

Mit den besten Grüßen
Steffen Prößdorf


by Stepro at June 17, 2016 02:02 PM

June 13, 2016

Iberty

Wikipedia von A bis Z. Ein Versuch

Brockhaus


Die Brockhaus Enzyklopädie ist ein mehrbändiges Nachschlagewerk in deutscher Sprache, das zuletzt von dem zum Bertelsmann-Konzern gehörenden Wissen Media Verlag herausgegeben wurde. Ist es ein Nachschlagewerk? War es ein Nachschlagewerk? Seit einigen Jahren befindet sich der Brockhaus in einer Art Limbo des Untotseins. Irgendwie existiert er noch. So richtig aber auch nicht mehr. Ohne jetzt die Irrungen und Wirrungen des ehemaligen Goldstandards der deutschen Nachschlagewerke nachzuerzählen, reicht es mir zu erwähnen, dass noch vor 10 Jahren der Brockhaus quasi das unerreichbare Ziel, die große Messlatte und die ferne Vision dessen war, was Wikipedia mal werden sollte. Genau wie Wikipedia den Brockhaus anscheinend maßlos überschätzte, so war und ist der Brockhaus selbst ratlos wie er mit der Wikipedia umgehen sollte. Man weiss nicht mal, ob man von vertanen Chancen reden soll. Denn hatte der Brockhaus je Chancen?

Chiara Ohoven


Chiara Ohoven

Chiara Ohoven ist ein deutsches It-Girl. Viel mehr wissen wir nicht, da Wikipedia den zu Chiara gehörigen Artikel permanent löscht. Vor einigen Jahren erlangte sie kurzzeitig deutschlandweite Berühmtheit durch eine Do-it-Yourself Schönheits-OPs mit Schlauchbootlippen als Ergebnis, fand aber vor den Do-it-Yourself-Enzyklopädisten damit keine Gnade. Ansonsten folgt Chiara ihrer Mutter und ihrem Vater auf das Parkett der High Society und des Glamours. Und da kein Wikipedianer je zur High Society gehörte oder gehören wird, gilt sie in Wikipedia weiterhin als nicht-relevant.

Donauturm


Der Donauturm ist ein Aussichtsturm[4] inmitten des Donauparks im 22. Wiener Gemeindebezirk Donaustadt. Darüberhinaus sieht der Donauturm aus wie ein Fernsehturm, was zu einem der erbittersten Editwars in der Wikipedia-Geschichte führte. Dort der Fachmensch für Fernsehtürme, der sich sehr sicher war, dass Fernsehturm die Bezeichnung eines bestimmten architektonischen Typs ist, dort eine Gruppe Wiener und Österreicher, die darauf verwiesen, dass von diesem Turm kein Fernsehsignal übertragen wird, noch nie ein Fernsehsignal übertragen wurde und niemand je plante von diesem Turm aus ein Fernsehsignal zu übertragen. Beide Seiten standen fester zu ihrem Standpunkt als der Donauturm im Wiener Boden. Schlußendlich führte der Editwar zu einem mehrseitigem Artikel im Spiegel, gebrochenen Herzen, frustrierten Wikipedianern und der Tatsache, dass jeder Wikipedianer weiß wie der Donauturm aussieht.


Elian


Elian ist ein in den 1980er Jahren aus dem Französischen entlehnter männlicher Vorname. Er geht auf den Beinamen Aelianus, eine Ableitung des römischen Geschlechternamens Aelius, zurück. elian (klein geschrieben und gesprochen eher wie Alien) kann auch als weiblicher Internetnickname genutzt werden. Ohne elian keine Wikipedia so wie wir sie kennen.

Gdansk


Glenn Danzig at Wacken Open Air 2013 02

Danzig (polnisch Gdańsk Zum Anhören bitte klicken! [ɡdaɲsk],[3] kaschubisch Gduńsk), die Hauptstadt der Woiwodschaft Pommern im Norden von Polen, liegt an der Ostsee rund 350 km nordwestlich von Warschau und steht mit über 460.000 Einwohnern auf der Liste der bevölkerungsreichsten Städte Polens auf Platz sechs. Außerdem ist Gdansk anlass des ersten Edit Wars, den ich persönlich mitbekommen habe. Es war 2003. Es war in der englischen Wikipedia. Deutsche und polnische Nationalisten ähnlicher Anstregenheit konnten sich nicht einigen, ob die Stadt nun Danzig oder Gdansk heißt. Hilflos naive und offensichtlich überforderte Amerikaner versuchten zu vermitteln. Der interessante Moment kam, als der Edit-War zur Frage überging, ob die Band Danzig nun "benannt ist nach der Stadt Gdansk, ehemals Danzig" oder "benannt ist nach der Stadt Danzig, heute Gdansk".


Hubertus


Hubertus ist ein männlicher Vorname. Er wird NICHT Atze abgekürzt.

Kreuz


Curious Myths p 81
Bild: Page of symbols referenced in s:Curious Myths of the Middle Ages. 1868 von Sabine Baring-Gould. Public Domain.

Das Kreuz ist ein weltweit verbreitetes Symbol, das insbesondere religiöse und kulturelle Bedeutung hat. In diesen Bedeutungen hat sich Wikipedia unentrinnbar verheddert. Einerseits ist das Kreuz-Symbol ein wunderbares Beispiel dafür, welche Probleme das Internetprojekt mit Ambivalenzen und Mehrdeutigkeiten jeder Art hat. Andererseits ist der Streit darum ein tragischer Fall epischen Ausmaßes, der die Wikipedia-Community über Jahre in Aufregung hielt, die Nerven dutzender Wikipedianer verschliss und für Verzweiflung und Frustration allüberall sorgte. Um eine lange Geschichte kurz zu machen: das Kreuz ist natürlich DAS Symbol des Christentums und symbolisiert Jesu Tod. Daraus folgend wurde † zum Symbol für den Tod. Das † kommt in der Wikipedia in Lebensdaten vor. (Beispiel: * 1600 †1666). Nun waren und sind sich die Wikpedianer nicht einig, ob †ein Symbol ohne jede Bedeutung ist, die einfach Standard ist, oder ob es immer noch christlich konnotiert ist. Bei Artikeln zu Menschen nicht-christlichen Glaubens kam und kommt es zum Streit. Ist das Kreuz nun eine christliche Usurpation von Nicht-Christen oder ist der Versuch deren Tod anders darzustellen - beispielsweise durch "gestorben 1666" ein Vebrechen an enzyklopädischer Neutralität und verstößt gegen die Einheitlichkeit der Form, die anzustreben ist? 

Lutz Heilmann


Siehe → Streisand-Effekt

Narrenschiff 


Das Narrenschiff (alternativ: Daß Narrenschyff ad Narragoniam) des Sebastian Brant (1457–1521), 1494 gedruckt von Johann Bergmann von Olpe in Basel, wurde das erfolgreichste deutschsprachige Buch vor der Reformation. Es handelt sich um eine spätmittelalterliche Moralsatire, die eine Typologie von über 100 Narren bei einer Schifffahrt mit Kurs auf das fiktive Land Narragonien entwirft und so der Welt durch eine unterhaltsame Schilderung ihrer Laster und Eigenheiten kritisch und satirisch den Spiegel vorhält. Im Wikipedianischen Zusammenhang war das Narrenschiff eine Art Mitteilungsblatt des Hans Bug, in dem er die Wikipedianer und ihre Laster und Untaten kritisierte. Bugs Narrenschiff war inhaltlich und qualitativ von Sebastian Brants Narrenschiff entfernt, wie es heutige Nachwuchswikipediakritiker von Bugs Narrenschiff sind. Wenn etwas in den letzten Jahren extrem gelitten hat, dann das Niveau der internen Wikipedia-Kritik.

München


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Bild: Wikipediastammtisch München 2005. Von: Hella Breitkopf Linzenz: CC-Attribution-Share Alike 3.0 Unported

München?/i [ˈmʏnçn̩] ( bairisch  Minga?/i) ist die Landeshauptstadt des Freistaates Bayern. Sie ist mit ca. 1,45 Millionen Einwohnern die einwohnerstärkste und flächengrößte Stadt Bayerns und, nach Berlin und Hamburg, die nach Einwohnern drittgrößte Kommune Deutschlands und die zwölftgrößte der Europäischen Union. Wikipedia-historisch ist München wichtig, da hier am 28. Oktober 2003, organisiert von → elian, das allerallererste Wikipedia-Treffen überhaupt stattfand. Und nachdem sich die Münchner einmal getroffen hatten und feststellen, dass es gar nicht so schlimm ist, folgten Treffen in Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt, Boston, Taipeh, Alexandria bis es dann 2014 zum bisher größten Treffen in London mit knapp 2.000 Teilnehmern kam. Siehe auch → Wikimania, Stammtisch.


Nordsee


Die Nordsee ist ein Mehr, ein teil der Atlant, zwischen Grossbritannien, Skandinavien, und Friesland. Siehe auch Kattegatt, die Niederlanden, Deutschland.


Relevanz 


Relevanz (lat./ital.: re-levare „[den Waagebalken, eine Sache] wieder bzw. erneut in die Höhe heben“) ist eine Bezeichnung für die Bedeutsamkeit und damit sekundär auch eine situationsbezogene Wichtigkeit, die jemand etwas in einem bestimmten Zusammenhang beimisst. Das Wort ist der Bildungssprache zugeordnet[1] und bezieht sich auf Einschätzungen und Vergleiche innerhalb eines Sach- oder Fachgebietes. Das Antonym Irrelevanz (Adjektiv: irrelevant) ist entsprechend eine Bezeichnung für Bedeutungslosigkeit im gegebenen Zusammenhang, umgangssprachlich vereinfacht auch für allgemeine Sinnlosigkeit oder Unwichtigkeit. Das Fremdwort für eine allgemeine, qualitativ messbare Wichtigkeit ist Importanz. Siehe auch → Löschkandidaten, Relevanzkriterien, Inklusionismus, Exklusionismus, Tschunk.

Strecke


Eisenbahnstrecke wird die Verbindung von Orten mit einem Schienenweg genannt. Im Gegensatz dazu bezeichnet der Begriff (Eisen-)Bahnlinie den auf diesen Strecken regelmäßig stattfindenden Verkehr. So können auf einer Strecke mehrere Bahnlinien oder eine Bahnlinie auf mehreren Strecken verkehren. Nach herrschender Meinung in der Wikipedia sind Strecken relevant und Linien irrelevant. Oder umgekehrt. Ich kann es mir nicht wirklich merken. Wobei die Regel zwar grundsätzlich gilt, bei Wiener Straßenbahnlinien gelten allerdings Sonderregeln und es ist andersrum. Und da wundert man sich, warum sich niemand mehr an Artikel zu Eisenbahnen herantraut.

Volker Grassmuck


Volker Grassmuck (* 1961 in Hannover) ist ein deutscher Publizist und Soziologe. Er ist assoziierter Professor für Mediensoziologie an der Leuphana Universität Lüneburg. Wikipediahistorisch ist Grassmuck gleich zweimal wichtig. Zum einen war er auf der Gründungsversammlung von → Wikimedia Deutschland anwesend, was uns ein wunderbare Video bescherte.

Zum anderen veröffentlichte er 2002 ein Buch über Freie Software. Dieses Buch enthielt eine Fußnote, in der Wikipedia erwähnt wurde. Diese Fußnote brachte nicht nur den Verfasser dieser Zeilen zur Wikipedia, sondern auch → elian zur Wikipedia brachte.


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by dirk franke (noreply@blogger.com) at June 13, 2016 07:09 AM

April 17, 2016

lyzzy

Criteria

Ein Kriterium (gr. κριτήριον, „Gerichtshof; Rechtssache; Richtmaß“) ist ein Merkmal, das bei einer Auswahl zwischen Personen oder Objekten (Gegenständen, Eigenschaften, Themen usw.) relevant für die Entscheidung ist. (Seite „Kriterium“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 13. November 2015, 15:14 UTC. URL:https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kriterium&oldid=148005116 (Abgerufen: 13. April 2016, 21:32 UTC))

These days the WMF chapters and thematic organizations are selecting two new Board members for the Board of Trustees. Frieda and Patricio are not running again, so definitely there will be a major change in the Board’s composition.

Unfortunately the selection process has become more and more like the Community selection since self nomination has been established. It leads to a slate of candidates which is quite exchangeable between both selections. The only difference is that eligible voters are our affiliates instead of individual community members. In my view chapters and thematic organization carelessly hand over a huge opportunity to influence the Board’s diversity and general composition by not nominating people from their networks. Why don’t they look out for people with extraordinary skills coming from GLAM partners, friendly movements, education or any other particular aspect of their activities? Why don’t they nominate at all?

As far as I know there is no consistent process how the heterogeneous affiliates come to their respective vote and I don’t know if the affiliates agreed on a set of common criteria as a basis for their vote. The selection of candidates for the Wikimedia Foundation Board of Trustees has enormous impact on the Board’s stability, its decisiveness, creativity and efficiency. The Board should be supporting and promoting change and improvement rather than a being a millstone around the Foundation’s neck. Even with best intentions there is a good chance to be the latter more than the former.

If I were in the situation to vote, these are 5 criteria I would check with my favorite candidates:

1. Be a teamplayer
Being a Board member means to deal with several issues at the same time. You can’t deal with them all in the same intensity and you need to be able to delegate. Which also means that you have to trust your delegates‘ recommendation. Accepting that the time your colleagues can spend on board issues is limited is a must, and you also have to accept that your own time and energy is restricted as well.

2. Don’t be a second ED
Though our role descriptions, especially the boundaries of each function, may not be defined perfectly, there is at least a common distinction which is determined by the day to day business. As a board member you can’t push individual projects or ideas, neither your own nor others. You have to accept the ED’s responsibility for operational decisions, including setting priorities and assigning work. You just can’t make promises you can’t keep without staff’s support.

3. Pack your ego away
Boards are usually composed of strong characters. Same here. The challenge is to get the most out of this range of opportunities without getting lost in personal competitions. The organization’s health and wellbeing is the priority. Remember that in the end we have to come to a result which is „the Board’s opinion“. In some cases you may not agree individually, but it is your task to support the decision even so.

4. Beware of not getting obsessed with detail
Board members with a community background tend to look at everything under the microscope, weigh any option and discuss all different opinions.  The Board needs to be mindful of the time it spends on process issues, operational details and tasks which are not theirs. Time spent on details is usually not only Board time but also staff time. And wasted time can’t be spent to dig into what really matters. Call it the big picture, strategy, or whatever you want. This is what the Board exists for. Details won’t bring you there.

5. Focus on our future
What we desperately need to talk about on the Board level are questions like „How can the Wikimedia Foundation best serve its mission?“, „How should the organization look like in 10 years?“, „What are our threats and how are we going to respond to them?“. We need to know what kind of organization the Wikimedia Foundation should be, only then the Board can guide and advise the ED. Looking back provides necessary learning, but our energy has to be concentrated on our future. Our mission is much more important than our internal issues.

by Alice Wiegand at April 17, 2016 06:56 PM

April 12, 2016

Iberty

Magnolien, Wurzelpeter und rempelnde Jogger

KNORKE: Der gemütliche, mehr oder weniger regelmäßige wikipedianische Stadtrundgang durch Berlin fand auch im April statt. Auch wenn der Frühling zumindest an diesem Tage auf sich warten ließ: es war lausig kalt; ansonsten aber schön: 

Streckenmäßig war es diesmal eher ein Mikro-KNORKE: ein Straßenblock (Wöhlertstraße, Pflugstraße, Schwartzkopffstraße, Chausseestraße) am Rande der historischen Mitte, einst dreiseitig von der Mauer und dem Wedding umgeben, noch früher die Grenze zwischen bürgerlich-militärischem Berlin auf der westlichen Straßenseite der Chausseestraße und proletarisch-linkem Berlin auf deren östlichen Straßenseite. Sitz zahlreicher Fabriken im sogenannten Feuerland und des Garde-Füsilier-Regiments; heute ruhige Wohngegend, eigentlich zentral, doch auch so ein wenig städtebauliche Ödnis, geprägt vom Neubau der Zentrale des Bundesnachrichtendienstes, der mit "Klotz" noch sehr zurückhaltend beschrieben ist.

Wurzelpeter 10.04.2016 14-11-36
Wegzehrung,

Acht Knorkistas und Gäste trafen sich am U-Bahnhof-Schwartzkopffstraße, ehemals der Geisterbahnhof Stadion der Weltjugend, davor der Bahnhof Walter-Ulbricht-Stadion, und noch davor der Bahnhof Schwartzkopffstraße, um dann sofort in die Seitenstraßen zu verschwinden. Dort bereits die erste Entdeckung in der Wöhlertstraße: eine ungewöhnliche Baumbepflanzung unter anderem mit blühenden Magnolien und einer Haselnuss - diverse Knorkistas meinten, sie hätten tatsächlich noch nie Magnolien als Straßenrandbepflanzung gesehen. Der bestens vorbereitete und gut aufgelegte Aalfons begann in der Pflugstraße mit seinen literarischen Auszügen der zahlreichen jungen Literaten, die es um die Jahrhunderte in den Kiez verschlagen hatte. Ungewöhnlich wie die lebendig die verschlafen scheinende Gegend plötzlich wirkte. Auch wenn die Worte Aalfons die Gegend zum Leben erweckten, auf der Straße selbst herrschte eher dämmrige Ruhe. Selbst das von Jenny de la Torre Castro betriebene Gesundheitszentrum für Obdachlose sorgte durch seine Existenz nicht für mehr Leben, sondern hing auch eher verschlafen in den Seilen.

Dass hier früher mehr Leben herrschte, zeigte sich auch an den Schilderungen zahlreicher Straßenschlachten, die sich hier ehemals abspielten. Während der Teil westlich der Chausseestraße schon lange Militär- und später Polizeigelände gewesen war - demnach in der Weimarer Republik solides Rückzugsgebiet nationaler bis SA-naher Menschen - lebten im Carree Wöhlert/Pflug/Schwartzkopffstraße vor allem die Arbeiter der nahegelegenen Maschinenfabriken. Da ging die Luzie ab. Immerhin davon bekamen wir auch live einen kleinen Eindruck durch den Jogger, der plötzlich wild durch die Führung pflügte, ältere Damen umrempelte und sich in bester Berliner Manier doch noch beschwerte. Was waren das für Zeiten als in Vor-Wende und Kurz-Nachwende-Zeiten fast ausschließlich Polizisten in dem Kiez wohnten und jede Form der Kriminalität oder des Rowdytums komplett unbekannt war.

Aber zurück zu den Literaten: Theodor Fontane statteten wir an seinem Grab noch einen kleinen Besuch ab und hörten die Lebensgeschichte von Peter Hille und einigen zurecht in Vergessenheit geratetenen anderen Literaten. Wir bewunderten neue Luxusbauten gegenüber dem BND und ließen uns von BotBln über den Unsinn aufklären, ausgewachsene Kiefern umpfanzen zu wollen. Unter der Pöschke-Werbung tranken wir Wurzelpeter und gedachten der Friedensfahrt-Teilnehmer, die hier das Friedensfahrt-Etappenende mit einem oder mehreren Likörchen am Werksausschank feierten.

Schließlich fachsimpelten wir noch über Hausnummernklau, die Entstehung des Liedes Lili Marleen an genau dieser Straßenecke, verirrte Touristen an Straßenbahnendhaltestellen und die regionalen Bezeichungen von Spätis beziehungsweise Vergisslichkeitslädchen. Ein kleines Eckchen Berlin mit viel Geschichte und Power. Wie eigentlich immer ein sehr vergnügliches KNORKE - schreibt der Berichterstattende, auch nachdem die Wirkung des Wurzelpeters mittlerweile nachgelassen hat.
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at April 12, 2016 08:45 PM

March 21, 2016

Iberty

Randlage

Eine Fahrt durch einen langenTunnel. Weite Felder, Sand, Kräne - eine Baustelle mit Stau. Eine leere Straße durch Industriebauten. Gefühltes Ende der Welt, vage Erinnerungen an nächtliches Verfahren inmitten sachsen-anhaltinischer Chemiekombinate steigen auf. Eine Kurve: eine Hauptstraße, Dönerbuden, afrikanische Imbisse, Jugendliche in Jogginghosen, türkische Lebensmittelgeschäfte, Karstadt, Menschenmengen auf der Straße, Ein-Euro-Shops, Leben pur. Welcome to the wonderful Wedding.

Seit einigen Wochen beschäftige ich mich ja intensiv mit dem WikiWedding, dem Versuch mehr Wedding in die Wikipedia zu bringen. Wenn ich mich dann mal mit Weddingern unterhalte, ist einer der ersten Punkte des Gespräches: „Ach, du kommst gar nicht aus dem Wedding?“ Nun treibt mich ja bei allem was ich in Wikipedia mache, die Wissbegier Neues zu lernen, Unbekanntes zu erkunden und mein inneres Bild der Welt bunter, weiter und vielfältiger zu machen. Aber warum nun ein Ortsteil ohne große, bekannte Attraktionen? Ein Ortsteil bei dem ich knapp eine Stunde rechne, nur um von zu Hause aus überhaupt vor Ort zu sein?

Berlin Wedding safari imbiss 14.11.2015 14-15-40

Es waren für mich diese Autofahrten von den bürgerlich-schicken Teilen Berlins (sei es nun Schöneberg, Wilmersdorf oder Kreuzberg) durch gefühltes ländliches Sachsen-Anhalt hinein in das pralle Leben, die WikiWedding zum Leben erweckten. Der Stadtteil hinter den sieben Bergen, ein wenig ein verwunschenes Traumland,; oft genannt aber weitgehend unbekannt. Der Ortsteil von dem selbst die meisten Berliner kaum mehr wissen als dass es existiert und dass er irgendwie anders ist.

Dabei ist das Traumland Wedding gewöhnungsbedürftig. Die Schießereien und regelrechten Exekutionen, die eine News-Suche nach dem Wedding liefert, sind eher alptraumhaft. Das auffallende Engagement diversester sozialer Initiativen wirkt auf den ersten Blick gut, auf den zweiten Blick fragt man sich, warum die sozialen Initiativen alle hier einen geeigneten Standort sehen. Andererseits: Parks, Grünanlagen, Friedhöfe. Mit der Panke schon fast ein richtiger Fluss. Riesige Wohnanlagen aus der Zeit, als Wohnen die Menschheit noch besser machen sollte: Licht, Sonne, Liebe und Sozialismus.

Berlin Wedding bayer parkhaus 14.11.2015 13-40-01

Fabrikgebäude aus der Zeit als Fabriken noch nach etwas aussehen sollten und ein Statement abgeben. Eine Straße, deren Händler im Stadtplanerdeutsch „kleinteilig migrantisch und mit wenig Kapital“ benannt werden, was für mich aber vor allem heißt: lebendig, innovativ und mit Herzblut. Berliner Direktheit auf der Straße. Spezialgeschäfte für Darts, Carrerbahnen, Tanzbedarf und Regenschirme; den niedrigen Mieten sei Dank.

Ein riesiger Abenteuerspielplatz und Gänsegehege direkt neben dem Rathaus. Hundert Jahre Architektur gewordene Versuche, die Gegend vor sich selbst zu retten. Schulen alt und neu. Ein großer Schwimmbadkomplex. Kirchen. Ein ganzes Diakonissenstift inmitten der Ein-Euro-Shops. Ein atheistisches Obdachlosenheim aus dem frühen 20. Jahrhundert, heute eine Künstlerkolonie kurz vor dem Einsturz.

Alles hinter dem Ring. Hinter der Spree, der Grenze in Berlin, die den Süden – wo alle wohnen - vom Norden trennt, den niemand kennt. Ein Land der Träume und Alpträume. Halb vergessen durch die Berliner. Mehr ein Name, vielleicht noch ein Symbol, weniger ein echter Stadtteil. Dieses gilt es zu erkunden. Und wer mitmachen möchte: Mittwoch ist das nächste Treffen. Beginn zwischen 19 und 20 Uhr im Nachbarschaftsladen Buttmannstraße 16.

Buttmanstraße 16. In deren wikipedianisch unterwanderten Nachbarschaftsladen wir ein erstes Obdach gefunden haben. Bild:  Denkmalgeschütztes Wohnhaus im Ensemble Badstraße, erbaut 1888-1892 Von: Kvikk
 Lizenz: CC-BY-SA 3.0

Dies ist ein Crossposting mit dem Wikipedia:Kurier, dem internen wikipedianichen Mitteilungsblatt.
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at March 21, 2016 09:12 AM

March 07, 2016

Iberty

Wikipedistas ignorieren wiederholt die Hermannstraße

Skandal beim Jubiläumsknorke Das legendäre erste Hermannstraßenknorke ging gar nicht durch die Hermannstraße! Die Wikipedia-Geschichte muss neu geschrieben werden! Einer der Hauptautoren des legendären Hermannstraßen-Artikels sagt, dass die Straße eigentlich recht langweilig sei! Ist da ein Löschantrag fällig? Skandalöse Offenbarungen kommen zusammen, wenn sich einfach nur neun Menschen für einen netten Stadtspaziergang treffen.

Aber von Anfang an. "Knorke" - wie hier schon mehrfach geschrieben - ist eine nette informelle Veranstaltungsreihe, bei der sich Wikipedianer und Wikipedianerinnen unregelmäßig treffen, um bekannte und vor allem unbekanntere Berliner Gegenden abzulaufen, anzuschauen, zu erkunden und zu erforschen. Das allererste dieser Knorkes fand vor 10 Jahren statt und ging durch die Hermannstraße - so die Legende. Das Knorke war ein wichtiger Beitrag zum Entstehung des Hermannstraßen-Artikeln. Zu einer Zeit, zu der es heftig umstritten war, ob überhaupt Artikel zu Straßen in Wikipedia stehen sollten, schlug der Hermannstraßen-Artikel eine diskursive Bresche: man kann nicht nur Artikel über Straßen schreiben, sondern man kann sogar sehr gute und interessante Artikel über eine Straße schreiben. Dieses erste Knorke legte Grundlagen für die spätere Wikipedia.

Wie es sich für ein kleines Jubiläum gehört, wollten wir der Ursprünge gedenken und noch einmal - wie damals im Dezember 2005 - die Hermannstraße in Neukölln entlanglaufen.

Neukoelln schillerpromenade buffet kostenlos
Hallo, Neukölln!

Nachdem Krankheit und Wetter in letzter Sekunde fünf der neun angekündigten Teilnehmenden am Erscheinen gehindert hatte, trafen wir letzten vier uns im kräftigen Nieselregen/schwächelnden Starkregen vor der Tür des Handwerkerstübchens. Über den KNORKisten hing die große Hertha-Fahne, denn sonntag war Spieltag und das Handwerkerstübchen überträgt. Ein Knorkist fehlte unentschuldigt. Aber nachdem er auch nach dem akademischen Viertelstündchen nicht auftauchte, begann Veteran Lienhard mit einführenden Worten über Rollbergsiedlung, Hermannstraße und Schillerkiez und dem Ur-Knorke 2005.

Dann ging es - wie es die historische Tradition will - entlang der Allerstraße durch den Schillerkiez Richtung Tempelhof. So richtig aufgehübscht sieht die Gegend entgegen aller Gerüchte auch 10 Jahre später noch nicht aus. Immerhin kamen wir - neben Futschi-Sonderangeboten, Eckkneipen und vielen Anarchie-A's auch an dem ein oder anderen Streetwearstore, der ein oder anderen Kitesurfschule und einem "Korean Soul Food" mit "Pop Up Kitchen" vorbei.

Damals ging der Weg Richtung Flughafen, diesmal ging es Richtung Tempelhofer Park. Trotz Schließung des Flughafens und Eröffnung des Parks in den letzten zehn Jahren hat allerdings die Genezarethkirche an der Schillerpromenade bis heute ihre Turmspitze nicht zurückerhalten, die ihr einst der landenden Flugzeuge wegen gekappt wurde.

Genezarethkirche Cafe

Weiter nach Süden auf dem Parkgelände. Erinnerungen wurden wach. Damals bei der WM 2006 als die Nacht durch bis morgens zum acht die Privatjets der Fußballgranden starteten und landetetn, Flugzeuge am Küchenfenster. Flugzeuge sichtbar aus der Badewanne. Und die diversen Volksbegehren.

Nach der Besichtigung von "Gebäude 113" und der Frage wo sich hier wohl die anderen 112 Gebäude verstecken, ging die Route bis zum Werner-Seelenbinder-Sportpark. Dort konnten wir nicht nur aus der Ferne ein Eishockeyspiel beobachten, sondern uns standen - im Gegensatz zum Dezember 2005 -  auch die Tore des Sportgeländes offen. So konnten wir Werner Seelenbinder in seiner ziemlich unprätentiösen und gut versteckten Gedenkstätte einen Besuch abstatten. Nachdem wir die kurze, ruhmlose Fußball-Bundesligazeit von Tasmania Neukölln gewürdigt hatten, ging es wieder Richtung Hermannstraße.

Durch die Warthestraße wandelten wir, immer noch im Regen, - entlang eines 80er(?)-Jahre Spielplatzes und künstlerisch verschönter Grünfläche - durch eine ruhige, tendenziell ganz nett wirkende Wohngegend. An der Hermannstraße waren dann diverse Friedhöfe. Der 2005 aufgesuchte Gedenkstein für die Zwangsarbeiter-der-evangelischen-und-katholischen-Kirchengemeinden-im-Zweiten-Weltkrieg ist mittlerweile zwei Friedhöfe die Straße weiter hoch gezogen. Ergänzt wird der Gedenkstein durch einen vermutlich informativen - sonntags aber geschlossenen - Infopavillon. Nicht versetzt wurden die Flutlichter für die Anflugschneise zum Tempelhof-Airport mitten durch den Kirchhof V der Jerusalems- und Neuen Kirche - fast noch eigentümlicher als der abgesäbelte Kirchturm aus dem Schillerkiez.

Jubilaeumsknorke Kunst in der Warthestrasse
Kunst in Kreisform. Knorkisten bewundern.

Da der Regen immer noch regnete, verzogen wir uns nach etwa 20 Metern auf der Hermannstraße in ein recht nettes und schickes Cafe (bestimmt nach 2005 eröffnet) zu Bagel, Milchkaffee und Bananenkuchen, um aus dem anwesenden Zeitzeugen die schriftlich nicht mehr dokumentierte damalige Route herauszubekommen. Und siehe da: "Weiter ging es nicht". Hier war es dann zu Ende. Er meinte noch: Die Straße ist ja auch recht langweilig, da gibt es nichts zu sehen. Der Ex-Knorkist verabschiedete sich also hier, die anderen gingen noch ein Stück die Hermannstraße hinauf. Letzlich waren allerdings durch den Regen so ausgelaugt, dass die erste Chance nutzten, in den nächsten Bus direkt nach Hause zu springen. Und damit war dies bereits der zweite Hermannstraßen-Knorke, der die Hermannstraße weitgehend ignorierte.

Soviel zum legendären Ur-KNORKE an der Hermannstraße! Es hat nie stattgefunden! Die Wikipedia-Geschichte muss neu geschrieben werden. Der Artikel gelöscht. Immerhin war es ein schöner, kleiner Schillerkiez-KNORKE mit Wikipedia-historischen Anwandlunge. Wir sehen uns da wieder 2025! <noscript>
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at March 07, 2016 08:33 AM

February 28, 2016

Iberty

Allein mit der Madonna zum Hasen

Darmstadtmadonna

Darmstädter Madonna
Hans Holbein der Jüngere, 1526/1528
Öl auf Nadelholz (?), 146,5 × 102 cm
Sammlung Würth, Johanniterhalle (Schwäbisch Hall)

Wikipedia-KNORKE erwähnte ich ja an dieser Stelle schon einmal. Berliner Wikipedianerinnen und Wikipedianer treffen sich und erkunden zusammen eine ihnen unbekannte Gegend. Soweit so üblich. Diesmal jedoch gab es etwas besonderes: Auf ins Museum!

In Berlin gastiert gerade die Darmstädter Madonna, ein 1526 entstandenes Gemälde von Hans Holbeim dem Jüngeren. Diese Madonna hat eine bewegte Lebens- und Reisegeschichte, ist eines der bedeutendsten deutschen Gemälde des 16. Jahrhunderts und kann Menschen auch über Jahre faszinieren. Wunderbar, wenn man eine kundige Bilderklärung der Autorin des exzellenten Wikipedia-Artikels dazu bekommt.

Wir trafen uns einige Minuten vor der Öffnung in kleiner Gruppe vor dem Bode-Museum und konnten - da alle Anwesenden über eine Jahreskarte verfügten - auch sofort zur Madonna und zur Sonderausstellung "Holbein in Berlin" begeben. Der Raum war noch leer, die Museumswachmannschaft ließ freundlicherweise die leise aber engagiert redende Gruppe gewähren. Ein einziger Saal, in dessen Mittelpunkt die Madonna hängt. Links davon einige Holbein-Teppiche, ansonsten weitere Bilder und Zeichnungen von Holbein, Inspiratoren und andere Madonnen. Nicht überladen, sinnvoll aufbereitet und mit einem klaren Konzept - eine der besseren Kunstausstellungen.

Und dann ging es los: Es begann mit Schilderungen von der bewegten Entstehungszeit zur Zeit des Basler Bildersturms im Auftrag des Basler Ex-Bürgermeisters Jakob Meyer zum Hasen. Die Aussage des Bildes traditioneller Marienfrömmigkeit in Zeiten der Reformation war Thema, ebenso natürlich wie der Teppich und seine Falte. Wir staunten über die Eigentümlichkeit, dass sich niemand auf dem Gemälde eigentlich anschaut und wurden über dden Unterschied zwischen Schutzmantelmadonnen und Stifterbildern aufgeklärt. Vermutungen tauchten auf, wo das Bild wohl im Original hing - vermutlich in der Martinskirche als Epitaph - und wir verfolgten gedanklich seine Wanderung aus Basel über den Grünen Salon im Berliner Stadtschloss bis hin zum Hause Hessen und das Frankfurter Städelmuseum bis hin zum spektakulären Verkauf an die Privatsammlung Würth. Die Meinungen über die Sammlung Würth in der Gruppe waren durchaus geteilt, ebenso wie die richtige Benennung des Bildes: ist es nun eher die Darmstädter Madonna oder eher die Madonna des Bürgermeisters Jakob Meyer zum Hasen?

Über die Darmstädter Madonna ging es dann zur Dresdner Madonna und einem der prägenden Momente deutscher Kunstgeschichte: dem Dresdner Holbeinstreit. Im 19. Jahrhundert wurde es den Menschen bewusst, dass es zwei fast identische Holbein-Madonnas gab und nur eine die echte sein konnte. In einer großen Ausstellung, unter lebhafter Anteilnahme der Öffentlichkeit und erregten Debatten der Experten entschieden sich die Kunsthistoriker schließlich für das Darmstädter Gemälde. Eine Sensation,  da die Kunstkennerschaft vorher felsenhaft von der Originalität des Dresdner Gemäldes ausging. Hier zeigte sich erstmals das Bemühen, um eine rein sachlich, objektive Abwägung der verschiedenen Gesichtspunkte - der Dresdner Holbeinstreit ist einer der Ausgangspunkte um die Kunstwissenschaft als Wissenschaft zu etablieren. Und - wie sich später herausstellte - lag die Kunstwissenschaft auch in diesem ihren Anfangsurteil richtig; sämtliche mittlerweile vorhandenen naturwissenschaften Verfahren die Darmstädter Madonna als die originale der beiden bestätigten.

Erkenntnisse am Rande: eine weitere Kopie des Gemäldes (beziehungsweise eine Kopie der Kopie - es stellt aus unerfindlichen Gründen das Dresdner Exemplar dar) hat sich in das Set des James-Bond-Filmes "Man lebt nur zweimal verirrt".

Holbein, Hans - Georg Gisze, a German merchant in London
Hans Holbein der Jüngere: Bildnis des Danziger Hansekaufmanns Georg Gisze in London, 1532. Eichenholz, 96,3 × 85,7 cm. Gemäldegalerie Dahlem der Staatlichen Museen zu Berlin – Preussischer Kulturbesitz

Und nachdem wir dann auch noch gerätselt hatten, wer die beiden Knaben unterhalb der Madonna sind, den verschwundenen Haaren der Tochter nachspürten und weiter über den Teppich in der Renaissancemalerei sinniert hatten, kamen wir dann nach knapp einer Stunde noch zu Georg Giesze. Giesze (auch Georg Giese) ist Titelheld in einem anderen Holein-Hauptwerk, das praktischerweise fünf Meter weiter links hing. Wieder mit Teppich und nun auch noch mit Glas, Metall, Bücherregalen und Briefen. Gedanklich begleitete wir Holbein dann weiter von Basel nach Antwerpen und London. Mittlerweile hatte sich der Raum etwas gefüllt. Nachdem wir dann noch den Weg aus dem Museum gefunden hatte (wie immer im Bodemuseum nicht ganz einfach und jedes mal findet man zwischendurch neue Säle) folgte noch ein erschöpfter Abschlusskaffee.

Eine Stunde fast allein mit der Madonna. Und immer noch Neues zu entdecken. <noscript>
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at February 28, 2016 09:15 AM

February 14, 2016

Iberty

Die Verschwundenen

Crossposting eines Posts von mir aus dem Wikipedia Kurier. Erfahrungsgemäß lesen das dort und hier ja doch andere Menschen.

Wikipedistas kommen und gehen. Manchmal gehen mehr, manchmal weniger. Einzelne davon fallen durch ihr Wirken in der gesamten Wikipedia auf oder versuchen sich wenigstens durch einen spektakulären Abgang in Szene zu setzen. Die meisten Autoren und Autorinnen aber gehen genauso still und leise wie sie gekommen sind und gearbeitet haben.

Die unseligen Autorenschwund-Debatten der unseligen Wikimedias kümmern sich ja um Zahlen und nicht um Autorinnen und Autoren. Wie armselig! Den Meta-aktiven Communitymitgliedern - aka Wikifanten - fallen vor allem die anderen Wikifanten auf, die entschwanden. Dabei zeigt sich bei genauerer Betrachtung, dass es um lauter einzelne Individuen mit verschiedenen Vorlieben, Arbeitsstilen und Interessen geht, die in Wikipedia tätig waren und sind. Es gibt vor allem diejenigen, die kommen, einen Beitrag leisten und dann wieder verschwinden. Der größte Teil der tatsächlichen Wikipedia wird von Menschen und Accounts gestaltet, deren Edits fast nur im Artikelnamensraum aufzufinden sind. Manchmal arbeiten sie unermütlich über viele Jahre, manchmal auch nur einige Wochen an einen oder zwei Artikeln. Viele davon sind als IP aktiv, so dass sich fast nichts über sie sagen lässt. Vielleicht sind die Beitragenden per IP auch gar nicht viele, sondern eine einzige sehr fleißige Autorin? Wer weiß?


 Viele Wikipedianerinnen und Wikipedianer sind derzeit inaktiv.

Anlässlich des Projektes WikiWedding und in meinem Bestreben möglichst viele Wedding-Aktive daran zu beteiligen, lese ich ja derzeit viele Artikel zu einem Themengebiet, das mir in den letzten Jahren eher fremd war und an dessen Entstehung ich nicht beteiligt war. Wer sich in den letzten Monaten am Thema beteiligt hat, ist mir bewusst, wer sich von 2001 bis 2014 des Weddings angenommen hat, musste ich nachlesen. Eine spannende Lektüre voller mir unbekannter Namen und Accounts. Neben einigen mir bekannten Wikipedistas waren dort vor allem mir unbekannte Accounts. Accounts, die oft aufgehört haben zu editieren. Meist sind sie still und leise gegangen. Ihre Edits und Kommentare geben keinen Hinweis warum. Aber anscheinend war es anderswo schöner. Oder sie hatten den Einruck, alles in Wikipedia geschrieben zu haben, was sie beitragen wollten. Um diesen Autorinnen und Autoren zumindest nachträglich etwas Aufmerksamkeit zu geben, um ihre Namen kurz aus den Tiefen der Versionsgeschichten zu retten, sollen hier einfach einige Autorinnen(?) und Autoren gewürdigt werden, die sich um den Wedding in Wikpedia bemühten bevor sie verschwanden.

Da ist zum Beispiel der Artikel zur Chausseestraße. Ein Mammutwerk von Gtelloke, dessen Wikipedia-Edits sich von Juni bis Dezember 2012 fast ausschließlich auf diesen Artikel beschränkten.

GWT 45, Chausseestraße 114-118, Juni 2005

Bild: Die Chausseestraße 114-118 in Richtung Invalidenstraße von Gtelloke
Lizenz: CC-BY-SA 3.0



Da ist der Artikel zum Wedding selber. Angelegt 2002 von Otto, dessen letzter Edit aus dem Dezember 2004 stammt. Im November 2004 dann maßgeblich ausgebaut von Nauck, der sich auch sonst dem Ortsteil und seinen Themen widmete. Artikel zu Moabit, den Meyerschen Höfen, Mietskasernen und Schlafgängern waren Teil seines kurzen Werks, das im Wesentlichen nur zwei Wochen im November 2004 dauerte, aber die Grundlagen wichtiger Artikel zur Berliner Sozialgeschichte legte. Ein Blick auf seine Benutzerseite zeigt auch den Geist der Wikipedia-Frühzeit: ''GNU rockt! Der König ist tod, lang lebe das Volk! Lang lebe die Anarchie des Netzes! Licht und Liebe''

Weiterer Ausbau erfolgte durch 87.123.84.64, auch zu wikipedianischen Urzeiten. Dann passierte 500 Edits und acht Jahre im Wesentlichen nichts – mal ein Halbsatz hier, mal die Hinzufügung von drei Bahnstrecken dort, Hinzufügen und Löschen von berühmten Persönlichkeiten bis im Dezember 2014 der erste heute noch aktive Wikipedianer hinzukommt: Fridolin freudenfett verpasst dem Artikel mit „Katastrophalen Artikel etwas verbessert)“ eine Generalüberholung.

Der Leopoldplatz; angelegt von Frerix, der in den immerhin fünf Jahren seiner Wikipedia-Aktivität nie auch nur eine Benutzerseite für nötig hielt und anscheinend auch in keine Diskussion verwickelt wurde.  Zu seinen wenigen Beiträgen gehören neben der Anlage des Leopoldplatzes auch noch die Anlage der englischen Stadt Sandhurst, die Anlage des Kreuzviertels in Münster und des Three Horses Biers. Dann war er/sie wieder weg. Mutter des Artikels ist hier aber 44Pinguine, die den heutigen Inhalt maßgeblich prägt und auch heute noch aktiv ist.

Da wäre das Wahrzeichen des Weddings. Die Alte Nazarethkirche. Der Artikel stammt vor allem von 62.246.210.30.

Alte Nazarethkirche 2

Bild: Leopoldplatz, Ev. Alte Nazarethkirche, 1832–35 von Karl Friedrich Schinkel von Schliwiju

Nichts war für die Entwicklung des Weddings wohl so entscheidend wie die Geschichte der AEG. Dieser Artikel stammte in seiner Frühzeit von WHell, engagiertem Wikifanten, mit ausführlicher Artikelliste und Diskussionsseite, der uns 2007 verließ. Der letzte Eintrag auf seiner Diskussionsseite war „Hallo WHell, ich möchte Dich als den Hauptautor darüber informieren, dass ich den Artikel John Bull (Lokomotive) in die Wiederwahl zum Exzellenten Artikel gestellt habe,“ Größere Beiträge zur WEG folgten in den späteren Jahren durch Peterobst – aktiv von Februar bis April 2006 vor allem mit Beiträgen zur Berliner Industriegeschichte, nach seiner Benutzerseite AEG-Kenner und in Arbeit an einem Buch über den Konzern. Es folgten 80.226.238.197, von Georg Slickers 2006 (auch heute noch aktiv, wenn auch recht unregelmäßig), Flibbertigibbet 2006 , 79.201.110.89 im Jahr 2008 und der unermüdlichen 44Pinguine. Weiter ausgebaut von Onkel Dittmeyer, aktiv von 2009 bis Juli 2015 in Technikthemen und vielleicht immer noch unter neuem Account? Begann seine Karrier mit der Nutzerseite „Hier ist Nichts und das soll so bleiben !“ und hielt sich im Wesentlichen daran.

Da ist der Volkspark Rehberge. Angelegt von Ramiro 2005, aktiv 2005/2006, vor allem zum Thema Fußball. Maßgeblich ausgebaut, umfassend überarbeitet 2007 von 84.190.89.208 und noch einmal 2010 stark erweitert von Katonka. Landschaftsplaner mit unregelmäßigen Edits zwischen 2009 und 2014, die Edits waren wenige, aber die Qualität war hoch.

LSG-6 Volkspark Rehberge Berlin Mitte

Bild: LSG-6 Volkspark Rehberge Berlin Mitte - Panoramabild auf die Wiesen des Volkspark Rehberge in Berlin, Wedding (Mitte). Von: Patrick Franke Lizenz: CC-BY-SA 3.0

Neben diesen Verschwundenen tauchen glücklicherweise aber auch heute noch aktive Wikifanten auf. Immer wieder 44Pinguine und Fridolin freudenfett. Darüber hinaus Definitiv, Magadan, Flibbertigibbet und Jo.Fruechtnicht.

Die Artikel entstanden durch Wikifanten und IPs. Accounts mit nur einem Thema oder anderen, die über Jahre thematisch sprangen. Während in der Frühzeit aber viele verschiedene Accounts und IPs an den Artikel beteiligt waren, waren in den letzten Jahren deutlich weniger Menschen aktiv. Fast alle inhaltlichen Edits in den von mir angesehenen Artikeln verteilen sich auf 44Pinguine,  Fridolin freudenfett und Definitiv. Wikipedia wird kleiner und noch lebt sie. Aber wir können all‘ den Verschwundenen danken, die vor uns kamen.<noscript>
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at February 14, 2016 04:02 PM

January 30, 2016

Iberty

Gab es in der DDR Spaghetti?



Conrad, Giorgio (1827-1889) - n. 102 - Scena di genere
Nicht die DDR. Bild: Giorgio Conrad (1827-1889) - Mangiatori di maccheroni. Numero di catalogo: 102.

Eine der schöneren unbekannten Ecken der Wikipedia ist die Seite zur Auskunft. Dort können Menschen mögliche und unmögliche Fragen stellen, die dann mal launisch, mal larmoyant, mal ernsthaft oder auch gar nicht beantwortet werden. Wie im wahren Leben und eine ewige Fundgrube obskuren Wissens, seltsamer Fragestellungen und logischen Extremsports.

Dort nun fragte vor ein paar Tagen ein unangemeldeter Nutzer:

 "Warum gab es in der DDR eigentlich nur Makkaroni (die in Wirklichkeit Maccheroncini waren), aber keine Spaghetti? Das erscheint mir nach Lektüre einiger Bücher aus der DDR so gewesen zu sein und ist mir auch so von meiner aus Ex-DDR-Bürgern bestehenden Verwandtschaft bestätigt worden. Warum?"

Es folgte eine längere und mäandernde ausgiebige Diskussion, die immerhin folgendes ergab:

* Anscheinend gab es in der DDR Spaghetti, zumindest erinnerten sich einige der Diskutanten an derartige Kindheitserlebnisse.
* Ob Spaghetti so verbreitet waren wie Makkaroni oder Spirelli, darüber bestand Uneinigkeit.
* Die Nudelsaucensituation war in Berlin besser als im Rest der DDR.
* Die DDR allgemein pflegte in vielerlei Hinsicht traditionellere Essgewohnheiten als Westdeutschland, die Küche der DDR ähnelte in vielem mehr der deutschen Vorkriegsküche als dies für die westdeutsche Küche gilt.
* In Vorkriegszeiten waren Makkaroni verbreiteter als Spaghetti.
* Schon bei Erich Kästner wurden Makkaroni gegessen
* Der Makkaroni-Spaghetti turn im (west-)deutschen Sprachraum war Mitte der 1960er
* Schuld könnten wahlweise das mangelnde Basilikum, die mangelnde Tomatensauce, überhaupt mangelnde Kräuter, Italienreisen, Gastarbeiter, Miracoli oder auch was ganz anderes sein.
* Klarer Konsens im Rahme: Sahne gehört keineswegs in Sauce Carbonara!


Mirácoli noodles with sauce
Gab es in der DDR nicht: Miracoli. Bild: Miracoli-Nudeln mit Mirácoli-Soße von Kraft. Von: Brian Ammon, Lizenz: CC-BY-SA 3.0
 
Daneben tauchten eine ganze Menge Kindheitserinnerungen auf an exotische Spaghettimahlzeiten mit kleingeschnittenen Spaghetti, Ketchup-basierter Tomatensauce und anderen kulinarischen Exotika des geteilten Deutschlands.

Einige Antworten, viel mehr Fragen:
* seit wann wird in Deutschland überhaupt Pasta gegessen?
* wie lange schon ist Tomatensauce verbreitet?
* seit wann essen westdeutsche Spaghetti?
* Und wer ist Schuld? Die Gastarbeiter? Die Italienurlauber? Miracoli?
* Und wie kommen eigentlich die Löcher in die Makkaroni?

Also verließen wir dann erst einmal die Auskunft und die dortige Diskussion und betrieben etwas weitere Recherche. Das heimische "Kochbuch der Haushaltungs- und Kochschule des Badischen Frauenvereins", veröffentlicht 1913 in Karlsruhe, kennt sowohl Makkaroni wie auch Spaghetti. Ungewohnt für heute: die Makkaroni werden in "halbfingerlange Stückchen gebrochen" und dann 25 bis 30 Minuten gekocht.

Neben den diversen Makkaroni-Gerichten gibt es auch einmal Spaghetti. Die Priorität ist klar. Spaghetti werden erklärt als "Spaghetti ist eine Art feine Makkaronisorte. Beim Einkauf achte man darauf, daß sie nicht hohl sind"

Die "Basler Kochschule. Eine leichtfaßliche Anleitung zur bürgerlichen und feineren Kochkunst" von 1908 kennt keine Spaghetti aber diverse Gericht mit "Maccaronis". Darunter sogar schon die Variante "a la napolitaine" mit Tomatensauce.

Weitere Recherche. Weitere Erkenntnisse bringt das Buch "Meine Suche nach der besten Pasta der Welt: Eine Abenteuerreise durch Italien", das die Ankunft der Makkaroni in Deutschland auf das frühe 18. Jahrhundert verlegt. Die 1701 nachweisbaren "Macronen" waren wohl eher Lasagne, aber irgendwann anfang des 18. jahrhunderts entstanden in Prag und Wien echte Makkaroni-Fabriken.

Die Pasta folgte anscheinend den jungen Männern der Grand Tour aus Italien in das restliche Europa. Bestimmt waren die Grand Tours für junge Männer, die mal etwas von der Welt sehen und klassische europäische Bildung mitbekommen sollten, die auf der Tour aber anscheinend nicht nur Statuen und Kirchen kennenlernten, sondern auch Pasta.

Philip Dawe, The Macaroni. A Real Character at the Late Masquerade (1773) - 02
Der Macaroni. Der Hipster seiner Zeit. Bild: Philip Dawe: The Macaroni. A Real Character at the Late Masquerade, 1773.

In England gab es sogar einen eigenen Modestil Macaroni für exaltierte junge Männer - "a fashionable fellow who dressed and even spoke in an outlandishly affected and epicene manner". Die englische Wikipedia schreibt dazu lakonisch: "Siehe auch: Hipster. Metrosexuell." Komplett falsch wäre wohl auch die Assoziation zur Toskana-Fraktion nicht. Und nach diesen extravagant und auffallend auftretenden jungen Männern ist nun wiederum ist im Englischen der Macaroni penguin - auf deutsch der Goldschopfpinguin - benannt.


Macaroni Penguin at Cooper Bay, South Georgia (5892387033)
Makkaroni-Penguin. Benannt nach dem Stil, nicht nach den Nudeln. Bild: Macaroni Penguin at Cooper Bay, South Georgia von Liam Quinn, Lizenz: CC-BY-SA 2.0

Wie aber kommen nun die Löcher in die Makkaroni? Und seit wann? Licht in dieses Dunkel bringt die "Encyclopedia of Pasta." Diese lokalisiert die Entstehung der maschinellen Pastafertigung - die für Makkaroni in zumutbarer Menge unvermeidlich ist - in die Bucht von Neapel in das 16. Jahrhundert. Dort existerte eine Heimindustrie mit Mühlen, an die sich relativ problemlos eine im 16. Jahrhundert aufkommende ’ngegno da maccarun anschließen lies, die es den Neapolitanern ersparte stundenlang im Teig herumzulaufen, um ihn zu kneten: im Wesentlichen Holzpressen mit einem Einsatz aus Kupfer, je nach Form des Einsatzes entstehen verschiedene Nudelsorten und damit unter anderem Makkaroni. Die Makkaroni wurden dann in langen Fäden zum trocknen in die süditalienische Sonne gehängt.


Sommer, Giorgio (1834-1914) - n. 6204 - Napoli - Fabbrica di maccheroni
Neapel, 19. Jahrhundert. Bild: Giorgio Sommer (1834-1914), "Torre Annunziata-Napoli - Fabbrica di maccheroni". Fotografia colorita a mano. Numero di catalogo: 6204. 

Das hat alles nicht mehr wirklich etwas mit Spaghetti und der DDR zu tun, beantwortet nicht, warum die Deutschen in den 1960ern plötzlich lieber Spaghetti als Makkaroni mochten, oder warum die Makkaroni bei ihrem ersten Zug über die Alpen die Tomatensauce in der Schweiz ließen? Warum gibt es in Deutschland kein Äquivalent zu "Macaroni and cheese" (mehr)? Gab es ein Miracoli-Äquivalent in der DDR, bei dem es Pasta, Sauce und Käse schon in einer Packung gab? Warum sind Makkaroni in Deutschland tendenziell lang und dünn in vielen anderen Ländern aber dicker und hörnchenförmig-gebogen? Es ist hochspannend. Und ein Grund, noch viel mehr zu recherchieren.
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at January 30, 2016 09:45 AM

January 29, 2016

Iberty

WikiWedding: ein Stadtteil und ein Bastelbrockhaus kommen zusammen

Berlin Wedding rathausbaer 14.11.2015 14-11-21Was passiert, wenn man eine Internet-Enzyklopädie und einen Stadtteil aufeinander loslässt? Diese Frage soll in den nächsten Monaten das Projekt WikiWedding klären. Zum einen soll es dazu dienen, Lücken in Wikipedia/Commons/Wikivoyage/Wikidata zum Berliner Stadtteil Wedding zu füllen. Zum anderen soll es Weddinger dazu animieren, nach ihrer Lust und ihren Fähigkeiten zu den Wikiprojekten beizutragen. Wer selbst mal schauen möchte, Ideen hat, oder selbst an und mit einem der ärmsten und sexiesten Berliner Stadtteile zu arbeiten, der gehe hier entlang. <noscript>
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at January 29, 2016 05:33 PM

January 24, 2016

lyzzy

Schweigen

Schweigen ist eine Form der nonverbalen Kommunikation, bei der nicht gesprochen wird und bei der auch keine Laute erzeugt werden. (Seite „Schweigen“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11. Januar 2016, 23:53 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Schweigen&oldid=150101218 (Abgerufen: 24. Januar 2016, 08:16 UTC))

Nein, wir haben gerade keinen guten Lauf im Kuratorium der Wikimedia Foundation. Unsere letzten Entscheidungen sind für die Community überraschend und wenig nachvollziehbar. Unverständnis, Enttäuschung, Hilflosigkeit und Wut machten sich breit und mündeten zuletzt in ein Misstrauensvotum.

Und das Kuratorium schweigt.

Was viele für einen weiteren Beweis dafür nehmen, dass sich die Wikimedia Foundation und insbesondere das Kuratorium komplett von der Community verabschiedet haben, ist aus meiner Sicht dem Zusammentreffen verschiedener Aspekte nicht angemessener Kommunikation geschuldet. Weder Absicht noch Desinteresse liegen dem zugrunde. Das macht es nicht wirklich besser, das ist klar.

Nehmen wir die Diskussion um die Ernennung von Arnnon Geshuri. Nach der Bekanntmachung, dass wir zum 1. Januar 2016 mit Kelly Battles und Arnnon Gehuri zwei weitere Amerikaner in das Kuratorium berufen, deren beruflicher Werdegang auch Unternehmen des Silicon Valley umfasst, wurde zunächst kritisiert, dass bei der Auswahl zu wenig Gewicht auf Vielfalt gelegt wurde. Sehr bald brachte ein Communitymitglied Arnnons Beteiligung bei den Absprachen großer Tech-Unternehmen wie Google, Apple und Intel gegen die Abwerbung von Beschäftigten in die Diskussion.

Und zack – auf kaltem Fuß erwischt.

Während die Community auf der Mailingliste schnell zu Urteilen kam, musste sich das Kuratorium zunächst mit der Situation an sich auseinandersetzen. Welche Fakten liegen uns vor, was sagt Arnnon dazu, warum wurde das Thema bei der Auswahl der Kandidaten nicht berücksichtigt? Hätte es einen Unterschied gemacht, wenn das Auswahlkomitee das gewusst hätte? Hätten wir während dieser Zeit zumindest eine kurze Mail absetzen können, in dem wir mitteilen, dass wir die Diskussion verfolgen, uns mit der Angelegenheit beschäftigen aber noch etwas Zeit brauchen, bis wir uns dazu äußern? Ja, das hätten wir tun können und auch sollen.

Wenn ich in schwierigen Situationen das Wirrwarr meiner Gedanken ordnen und zu einer Entscheidung führen muss und nicht weiterkomme, laufe ich eine Runde durch den Wald, lege mich in die Badewanne oder höre ausgiebig laute Musik. In komplexen Fällen kommen alle drei Maßnahmen der Reihe nach zum Zuge. In einem Gremium, in dem die Mitglieder zudem noch räumlich über mehrere Zeitzonen und etliche Sprachgrenzen voneinander getrennt sind, funktioniert das leider nicht. Und plötzlich steckt man in einem Vakuum, in dem völlig unklar ist, ob man sich als Gremium äußert, mit welchem Schwerpunkt man das tut, ob es sich um eine kurze und knappe Mitteilung oder doch mehr um eine ausführliche Betrachtung handeln soll. Hätten wir während dieser Phase zumindest eine kurze Mail absetzen können? Ja. Hat aber niemand.

Das Schweigen verfestigt und verselbstständigt sich mit jedem weiteren Tag. Es lähmt, es verunsichert und es schadet. Nicht nur dem Kuratorium und der Organisation dahinter, sondern auch der Diskussionskultur schlechthin. Doch es ist schwierig. Das Verfolgen der Diskussionen an verschiedenen Orten frisst nicht nur Zeit sondern auch Lust. Mit jeder Mail und jedem Beitrag setzt man sich erneut der öffentlichen Empörung, der Diskussion um die Person mehr als um die Sache und weiteren Nachfragen in einem teilweise sehr irritierenden investigativen Stil aus. Muss man das nicht aushalten als Kuratoriumsmitglied? Nein, meine Vorstellung von respektvollem Umgang ist eine andere und ich halte eine solche Erwartungshaltung für realitätsfremd.

Vieles an der laufenden Diskussion gefällt mir nicht. Sie zeigt aber deutlich, wie sensibel die Community auf unsere Entscheidungen reagiert, wie sehr sie befürchtet, dass entscheidende Veränderungen ohne ihr Zutun durchgesetzt werden und wie groß der Vertrauensverlust in das Gremium als solches geworden ist. Manches fußt auf falschen Vorstellungen über Art und Umfang der Entscheidungen des Kuratoriums. Was erneut zeigt, dass wir es noch immer nicht geschafft haben, unser Selbstverständnis als Kuratorium, unsere Aufgaben und unsere Vorstellungen klar zu kommunizieren.

Und was jetzt?

In der Diskussion um Arnnons Ernennung bereiten wir ein Statement vor und Arnnon wird sich auch persönlich einbringen. Vor allem aber müssen wir aus dem Mustopf raus, weg von der Nabelschau hin zu den eigentlichen Fragen rund um freies Wissen. Als Kuratorium müssen wir uns fragen, warum wir uns nur selten in grundsätzliche Diskussionen einbringen, an welcher Stelle unser Input etwas bewirken kann und soll und auch, wie wir gemeinsam mit der Community ein Miteinander schaffen können, in dem wir voneinander profitieren und uns auch über kontroverse Themen zivilisiert austauschen können.

Ich nehme das sehr ernst und es ist weiter mein Ziel, ein Stück dazu beizutragen. Und ich weiß, dass, während ich meine Freizeit in Hangouts, auf Mailinglisten und in Telefonaten verbringe, anderswo weiter Artikel für die Wikipedia geschrieben und verbessert werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar überwiegend von Menschen, die sich noch nicht einmal dafür interessieren, ob es ein Kuratorium der Wikimedia Foundation gibt oder nicht.

by Alice Wiegand at January 24, 2016 11:18 AM

January 18, 2016

Iberty

Tanz auf dem Guglhupf, Automatenmaden und die „brutalism appreciation society“ im #wedding

Berlin ist groß; deutlich größer als alle anderen deutschen Städte. Berlin bietet seinen Bewohnerinnen und Bewohnern immer wieder neue Straßen, Stadtviertel und ganze Bezirke von denen sie noch nie gehört haben. So fand sich dann vor 10 Jahren eine Gruppe Wikipedistas zusammen, die im Rahmen der KNORKE-Touren Berlin erkundete. (Für mehr Hintergrund, hier der Iberty-Artikel) Einige oder viele Wikipedianer treffen sich, neugierig auf die Stadt um sie herum und erkunden sie. Die Treffen finden dabei unregelmäßig statt. Mal sind sie monatlich, mal alle anderthalb Jahre.

Im Januar 2016 traf sich die erste KNORKE-Runde nach über einem Jahr Pause seit zur Tour entlang der Müllerstraße, dem „Ku’damm des Weddings“. Vom Startpunkt aus, dem Angelgeschäft Koss, beziehungsweise dessen Madenautomaten, ging es weiter zu Gänsen, Enten und Schweinen in der Kinderfarm Wedding. Leider überlebten die Maden im Sägemehl nicht den Gang bis zu den Enten und konnten so nicht mehr als Futterspende dienen. Zwischendurch warfen wir einen Blick auf den Abenteuerspielplatz Telux, laut einem der Knorkisten der erste Abenteuerspielplatz Deutschlands.[citation needed]

Wedding Automatenmaden
Berlin-Weddinger Automatenmaden.

Nach dem Besuch der Schweineställe in der Kinderfarm folgte die Innenbesichtigung des Ernst-Reuter-Hauses mit kurzem Blick auf den Biergarten Eschenbräu, bevor es nach Süden Richtung Bayer Health Care (ehemals : Schering) ging. Am Beispiel des Schering-Parkhauses erörterten wir die Existenz der "brutalism appreciation society" und diskutierten die Frage ob Bauwerken des Brutalismus die Fassadengestaltung mit knalligen Farben eher nutzt oder schadet. An der Dankeskirche am Weddingplatz lebten die wilden Zeiten des Roten Weddings wieder auf, Erich Kästner verewigte den Platz mit seinen wilden Straßenschlachten in seinem Roman Fabian.

Berlin Wedding bayer parkhaus 14.11.2015 13-40-01
Ein Fall fur die brutalism appreciation society.

Danach ging es an der Panke entlang zu einem der ungeplanten Höhepunkte der Tour: dem Tanz auf dem Guglhupf. Das Kunstwerk mit dem offiziellen Namen „Tanz auf dem Vulkan“, das offensichtlich von einer engagierten Kunststudentin im ersten Semester geschaffen wurde, regte auf jeden Fall zur intensiven Diskussion an.

Nachdem einem Blick auf das Stadtbad/Stattbad Wedding - das wegen des Brandschutzes geschlossen werden musste - überlegten wir wann es dem Krematorium Wedding wohl genauso geht. Beide Sightseeingpunkte wurden noch mit Geschichten der jetzigen und ehemaligen Bewohner des Weddings abgerundet. Schnee und Kälte zwangen uns dann zu einem Kaffeestop in einem der zahlreichen inhabergeführten migrantischen Geschäfte der Müllerstraße.

Tanz auf dem guglhupf
Kunst im öffentlichen Raum. Der Tanz auf dem Guglhupf.

Dann noch schnell ein Schinkel-Bau, am interkulturellen Garten Himmelbeet die Überlegung ob es ein nicht nur eines Lokals B in Berlin bedarf, sondern auch eines Lokalen Beets B, noch schnell eine weitere Kirche abgehakt, das Rathaus Wedding auf dem ehemaligen Gelände von Onkel Pelles Rummelplatz - auch dieser mit einer Würdigung durch Kästner. Ob die neu eraute Schiller-Bibliothek schick war oder eher nicht, daran schieden sich die Geister. Am Platz des unscheinbaren AOK-Gebäudes erbargen sich die Pharus-Säle, einst das "Wohnzimmer der KPD" im Wedding und die Schiller-Bibliothek. Abschluss für die frierende Gruppe dann schließlich beim exzellenten "Rebel Burger" mit Coleslaw, Pommes-Twister im stilechten denkmalgeschützten 50er-Jahre-Kiosk. KNORKE kommt wieder. Im Jahr 2016 bestimmt.

Krematorium wedding
This is friend is not the end (anymore): Das ehemalige Krematorium Wedding <noscript>
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at January 18, 2016 05:38 PM

January 16, 2016

Iberty

Berlin celebrates old school #wikipedia15

I still remember the time when real life meetings for Wikipedians were new and adventurous and a bit scary. Did one really want to meet these strange other people from the Internet? How would they be? Could they even talk in real life or would they just sit behind a laptop screen staring on it for hours?

My first meeting in Hamburg – THE first Wikipedia meeting in Hamburg - would consist of three people (Hi Anneke, Hi Baldhur!) sitting in a pub, and just waiting and seeing what would happen. These meetings were kind of improvised, in a pub, quite private and personal in nature and no talk about projects, collaborations, “the movement” whatever. Just Wikipedia and Wikipedians having a nice evening.

WP15 Germany Berlin 01
Bild: By Sargoth, CC BY-SA 3.0

So what a fitting setting to celebrate this day in Berlin just the old school way. Half improvised, organized by our dearest local troll user:Schlesinger on a talk page, we met in a pub, it was not clear who would come and what would happen except some people having a good time.

And so It was. In the “Matzbach” in the heart of Berlin-Kreuzberg seven people promised to come, in the end we were almost twenty. Long time Wikipedians, long-time-no-see-Wikipedians, a Wikipedian active mostly in Polish and Afrikaans, some newbies and two and a half people from Wikimedia Deutschland. Veronica from Wikimedia Deutschland brought a tiny but wonderful home-baked cake, and we just talked and laughed, talked about history and future.  Actually, mostly we talked about future.

WP15 Germany Berlin 03
Bild: By Sargoth, CC BY-SA 3.0

About the Wikipedian above 30, who has just started a new a university degree in archaeology, the question whether the Berlin community should have its own independent space, industrial beer, craft beer and the differences, the district of Berlin-Wedding, the temporary David-Bowie-memorial in Berlin-Schöneberg, the vending machine for fishing bait in Wedding, new pub meet-ups in the future, who should come to the open editing events, how to work better with libraries, colorful Wikipedians who weren’t there, looking for a new flat, whether perfectionism is helpful or rather not when planning something for Wikipedians, explaining Wikipedia to the newbie, the difficulties of cake-cutting and whatsoever.

No frustration, almost no talk about meta and politics, just Wikipedians interested in the world, Wikipedia and eager to be active in and for Wikipedia and with big plans for the future. Old school. So good.

WP15 Berlin Torte angeschnitten

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by dirk franke (noreply@blogger.com) at January 16, 2016 01:14 PM

Ein paar Worte zum 15.

Ein erster kurzer Beitrag von mir zum 15. Wikipedia-Geburtstag ist nebenan:

15 Jahre Wikipedia: Alles Gute!

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by dirk franke (noreply@blogger.com) at January 16, 2016 11:21 AM

January 13, 2016

Iberty

Gastbeitrag: Wikipedieren im Alltag

Meiner Erfahrung aus Gesprächen mit Nicht-Wikipedianern ist es, dass diese sich nur schwer vorstellen können, wie und wann man überhaupt an der Wikipedia schreibt. Oft bleibt denen das ein größeres Rätsel und im Laufe der Jahre habe ich schon ziemlich seltsame Vorstellungen darüber gehört. Um so schöner, wenn es mal eine nette kleine Erzählung gibt, wie es tatsächlich läuft. Achim Raschka hat im Kurier, dem internen Mitteilungsblatt der Wikipedia, einen kleinen Artikel darüber geschrieben, wie es denn im Alltag tatsächlich aussieht mit dem Wikipedieren. Mit freundlicher Erlaubnis des Autor dokumentiere ich den hier. Der Artikel erschien ursprünglich am 13. Januar 2016 im Wikipedia:Kurier und steht unter der CC-BY-SA 3.0-Lizenz. - Dirk

Allmorgendliche Entscheidungen  


Mal etwas persönliches und vollkommen abseits von der großen Wikipedia-Politik und einfach mal nur so aus dem Autorenkästchen: Geht es euch eigentlich auch so, dass ihr jeden Morgen auf's Neue vor dem Bildschirm hockt und überlegt, was euer heutiger Beitrag zum Weltwissen sein sollte? Dass ihr jeden Morgen neu überlegt, welche Baustelle gerade passend ist für die verfügbare Zeit, vertretbar für den Müdigkeitsgrad und dann auch noch wichtig genug, diese Zeit zu gebrauchen? Hier mal ein paar Gedanken von mir und ein kleiner Einblick in meinen Autorenalltag.

Also vorab: Ich spende eine Menge meiner freien Zeit für die Wikipedia – eigentlich einen Großteil dessen, was neben Arbeit und Familie an Freizeit existiert. Der kontinuierlichste Teil ist dabei jedoch mein alltägliches Morgenritual vor dem Weg zu Kindergarten und Arbeitsplatz. Jeden Morgen stehe ich gegen 6:30 Uhr auf, mache mir meinen Kaffee und helfe den Kids ein wenig beim Loskommen zur Schule und zum Kindergarten – und starte meinen Rechner. Jeden Morgen weiß ich auch, dass ich um 8:30 Uhr das Haus verlassen muss und nach Abzug von Dusche etc. bleibt mir entsprechend ein Zeitfenster von etwa einer Stunde. Und damit beginnt der Morgentrott.

Am einfachsten ist es, wenn ich gerade in einem Fließband bin – Hörnchenartikel mit fester Vorlage und kaum Abweichungen sind da wunderbar und ein solcher Artikel lässt sich in der Regel auch gut in der Stunde schreiben – trotzdem überlege ich jeden Morgen, was ich jetzt eigentlich starte, ob das auch wirklich eine gute Idee ist, oder ob es nicht doch irgendetwas wichtigeres oder besseres gibt.

Man könnte etwa die aufgelaufenen Neu-Artikel im Bioportal lesen und korrigieren (etwa 20 Minuten pro Normalartikel), man könnte an der aktuellen Großbaustelle weiterwerkeln, man könnte einfach mal so von Artikel zu Artikel springen und Kleinkram erledigen (etwa ein Kladogramm einbauen oder wie heute ein paar Ausgaben der Mammalian Species in die Artikel integrieren) oder man könnte sich die morgendlichen VMs [Vandalismusmeldungen] antun, Löschdiskussionen scrollen, ein Review schreiben, einen Kandidaten beurteilen… meistens bleibt es jedoch beim Hörnchen mit Kaffe. Nur heute, da gibt es keines – heute gibt es einen frühen Morgengedanken im Kurier. In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen Tag, macht was draus.

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by dirk franke (noreply@blogger.com) at January 13, 2016 11:37 AM

January 05, 2016

Iberty

12 Jahre Bastelbrockhaus

Ich schreibe gerade für ein Blog nebenan ein paar Kleinigkeiten zum baldigen 15-jährigen Jubiläum der Wikipedia. Dabei fiel mir auf, dass genau heute ja mein 12-jähriges ist. Und auf meinen allerersten Beitrag bin ich immer noch stolz. Es war eine Erweiterung des Artikels zum liberalen Denker John Stuart Mill:
Werk
Mills schriftstellerische und politische Tätigkeit sollte vor allem dazu dienen, die Menschen zu moralisch höherwertigen Wesen zu entwickeln. Dabei suchte er nach verschiedenen Ansätzen, deren innere Kohärenz mehr der Suche des Interpreten unterliegt, als dass er sie explizit macht. Ideengeschichtlich wirksam wurden vor allem drei Aspekte:
Mill-Limit
In seiner bekanntesten Schrift „On Liberty“ (dt: „Über die Freiheit“) setzt Mill das Limit „… dass der einzige Grund, aus dem die Menschheit, einzeln oder vereint, sich in die Handlungsfreiheit eines ihrer Mitglieder einzumischen befugt ist: sich selbst zu schützen. Daß der einzige Zweck, um dessentwillen man Zwang gegen den Willen eines Mitglieds einer zivilisierten Gesellschaft rechtmäßig ausüben darf: die Schädigung anderer zu verhüten.“ Das Mill-Limit gilt heute noch, besonders in angloamerikanischen Ländern, als Grundlage des Liberalismus.
Utilitarismus
Im Gegensatz zu Jeremy Bentham oder seinem Vater James Mill entwickelt JS Mill den Utilitarismus weiter. Wo es bei ersteren rein quantitativ um das „größtmögliche Glück der größtmöglichen Zahl“ ging, avisiert JS Mill eine qualitative Vorgehensweise, die „höhere“ von „niederen“ Genüssen unterscheidet und entsprechend gewichtet. Er kann damit einige der Haupteinwände gegen den Utilitarismus umgehen, bleibt selbst aber relativ unkonkret dabei, wie „höhere“ und „niedere“ Genüsse zu unterscheiden sind.
Feminismus
Ungewöhnlich für seine Zeit und wahrscheinlich beeinflusst durch seine spätere Frau Harriot Taylor (Mill), vertritt JS Mill feministische Ansichten. Er fordert ebenso das Frauenwahlrecht wie ein Scheidungsrecht. Auch untersucht er als einer der ersten sozialwissenschaftlich die Unterdrückung der Frau.

Old sheep face

Bild: Old sheep face. Von: By Roger Green from UK (Old Sheep) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at January 05, 2016 01:55 PM

December 22, 2015

Iberty

"Ich habe Zeit gespendet, und zwar nicht zu knapp! "

Wer es noch nicht gesehen hat. Ein schönes Interview von Geolina im Deutschlandfunk zum Thema Wikipedia, Wikimedia, Spenden und Wertschätzung:

Wikipedia-Autorin wünscht sich mehr Wertschätzung



Finnish anti-vegetation task force on a Baltic sea island
Bild: Finnish anti-vegetation task force on a Baltic sea island. These sheep, owned by the government of Finland, keep the meadows from turning to thickets. By Hansenit [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at December 22, 2015 10:00 AM

December 13, 2015

Iberty

Wikipedianer wandeln durch Weltstadt: KNORKE wird 10

Ach, was waren das für Zeiten im Jahre 2005. Die Wikipedia war klein und die Welt war groß und aufregend, sondern auch danach was vor der eigenen Haustür passiert. Dabei ging es nicht nur um abstrakte Konzepte, tote alte Männer und den Stoff der Schullehrbücher. Zum Wissen der Welt gehört auch Wissen über das persönliche Umfeld, das pralle Leben direkt vor der eigenen Haustür oder in U-Bahn-Nähe entfernt.

Hermannstraße (Rixdorf) Apollo-Theater-Garten anno 1900 AK gemeinfrei Ort des erstes KNORKES: die Hermannstraße.

Neben den Artikeln über Philosophie und Physik oder Barock und Bariton entstanden auch Artikel über das eigene Umfeld. Gerade in Berlin ist dieses Umfeld nicht immer hübsch und geleckt, sondern auch mal rauh und nicht für jeden Stadtführer geeignet. So um 2005 beschlossen verschiedene Berliner (unter anderem Cornelius, Achim., Lienhard, Rainer) einen Artikel über eine Straße zu schreiben: die Hermannstraße ist eine Hauptstraße in Neukölln und sie macht alles aus, was eben auch Neukölln ausmacht: historische Friedhöfe, sozialer Brennpunkt, Fahrradfahren im Slalomverkehr, lebendiges Leben des Kleingewerbes und jede Menge Casinos und Cafes.

Wenn man über eine Straße schreibt, die vor der eigenen Haustür liegt, liegt es nahe, sich diese auch einmal persönlich anzuschauen. Und wenn man zusammen am Thema schreibt, liegt es nahe, sich die Straße zusammen anzuschauen. Der erste wikipedianische Stadtbegehung war geboren. Am 4. Dzember 2005 fand die erste "KNORKE"-Tour der Wikipedia statt. Der Benutzer Marbot war noch nicht als der Meister des perfekten Protokolls dabei, der er später werden sollte, so dass die schriftlichen Überlieferungen sind spärlich, was aber erhalten blieb war:

Im Handwerkerstübchen rund 1 Meter hoher Cappuccino mit zwei Meter Sahne drauf und gefühlten 68 Keksen rundrum für schlappe 1,50 oder so und so weiter ..

Was auch immer genau bei jener legendären Tour sonst geschah: der Artikel über die Hermannstraße wurde zu einem Artikel ausgebaut, der innerhalb der Wikipedia als Qualitätsartikel gilt(*) und es machte Lust auf mehr.

Wannsee29 KNORKE on Tour: Hier auf dem Weg zum Wannsee. Bild: Jcornelius CC BY-SA 2.0 de, via Wikimedia Commons

Bereits am 26. Februar 2006 folgte die zweite Tour (Hackescher Markt) und einen Monat später der dritte Anlauf (Prenzlauer Allee). Betreut, gepflegt und koordiniert von Cornelius und Lecartia fanden innerhalb des ersten Jahres 10 KNORKES von Wannsee/Kladow über die "Rote Insel" in Schöneberg, den Beusselkiez in Moabit bis hin zum Osktkreuz statt. In den folgenden Jahren sank und stieg die Begeisterung.KNORKE-Touren gab es unter anderem im Bayerisches Viertel, im Zillekiez, Links und Rechts vom Ku'damm, zu den AEG-Fabriken auf dem Wedding/Humboldthain, nach Friedrichshagen durch das Botschaftsviertel, rund um das Autobahnkreuz Schöneberg, wir folgten den 1920ern in Schöneberg-Nord und erkundeten zuletzt Mariendorf. Zusätzlich fanden Sondern-KNORKES mit Adventsessen oder Spieleabend statt.

Der KNORKE-Enthusiasmus folgte dabei wage den Rhythmus der Wikipedia. Nach enthusiastischen Aufbrauchsjahren und schneller Expansion, spielte es sich danach etwas ein und verlor etwas an Energie. Insgesamt gab es 48 KNORKES in stark wechselnder Frequenz:

2005: 1 Tour
2006: 9 Touren
2007: 8
2008: 12
2009: 6
2010: 2
2011: 2
2012: 4
2013: 2
2014: 2
2015: 0
2016: 1 (bisher geplant)

Karte Berlin LandnutzungBerlin, Berlin, wir laufen durch Berlin. Bild: By Maximilian Dörrbecker (Chumwa) CC BY-SA 2.0 or ODbL, via Wikimedia Commons

Die Touren verliefen dabei recht unterschiedlich. Allen gemein ist: jemand lädt auf der KNORKE-Hauptseite ein, dann kommen Menschen und man läuft zusammen offenes Augens und wachen Geistes durch die Stadt. Mal sind es lange Waldwanderungen mit seltenen Kurzpausen wie bei Lienhards Tour durch die Morellenberge im Berliner Westend. Mal gibt es historisch erschlossenes in dichter Folge wie beispielsweise die Tour durch das Schloss Charlottenburg mit Achim, Cornelius und Ralf, mal sind es Touren ins wahre Leben selbst, "Berlin in your face" geradezu wie die KNORKE-Pioniertat in der Hermanstraße, Ralfs Führung durch die Potsdamer Straße oder Denis' Tour durch den szenigen Schöneberger Norden. Auf jeden Fall wird viel gekuckt, viel geredet und für eine Gruppe von 5 bis 15 Leuten auch überraschend viel gelaufen.

Ab und an werden in Folge oder Vorbereitung der Tour sogar Wikipedia-Artikel geschrieben und verbessert. Anfangs dokumentierten die KNorkisten sogar, welche Artikel und Bilder entstanden, im Laufe der Gewönung an den Event ließ der Enthusiasmus bei der Dokumentation allerdings nach.

Mal sind die Touren minutiös vorbereitet und geplant, mal gehen alle aus davon aus, dass sie nichts wissen, aber mal neugierig sind (wie zum Beispiel in Reinickendorf) und mal wissen die Mitlaufen auch deutlich mehr als derjenige der die Tour ansetzte. Manchmal glauben die Mitlaufenden auch mehr zu wissen als die Person, die vorbereitete. Das wird dann oft etwas anstrengend.

Berlin Wedding bayer parkhaus 14.11.2015 13-40-01 Für das 49. KNORKE folgt die Müllerstraße im Wedding.

10 Jahre KNORKE ist nicht tot. Im Januar geht es weiter mit einer Tour die Müllerstraße im Wedding entlang. Vielleicht klappt im Februar ja zum 50. mal die Jubiläumsausgabe wieder durch die Hermannstraße. Und Berlin ist groß, jeder Berliner entdeckt wohl immer noch regelmäßig komplett neue Stadtteile. Und die Stadt verändert sich: Neukölln 2015 ist nicht mehr Neukölln 2005. Es bleibt spannend.


(*) Wobei ich sagen muss: 2005 fand ich den Hermannstraßenartikel ja super, mittlerweile aber eher gräßlich!

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by dirk franke (noreply@blogger.com) at December 13, 2015 09:42 PM

December 10, 2015

Elya & Raymond

#GLAM – wo stehen wir?

Seit mindestens 2007 Jahren schon bin ich als Wikipedianer im Umfeld der GLAMs (Galleries, Libraries, Archives and Museums) in NRW und speziell in Köln aktiv. Angefangen mit der Bilderspende vom Bundesarchiv. In den Folgejahren dann Vorträge über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen GLAMs und Wikipedia (inkl. Wikimedia Commons, Wikisource, Wikidata) oder der richtigen Anwendung von […]

by ray at December 10, 2015 08:49 PM

November 06, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Transparenz geht auch mit Anonymität

Die Möglichkeit, anonym auf der Wikipedia agieren zu können, ist ein hoher Wert, der vielleicht auch zum beispiellosen Erfolg des Projekts beigetragen hat. Daher rufe ich dazu auf, die Petition

https://www.change.org/p/transparenz-auf-wikipedia-wikitransparenz

NICHT zu unterschreiben.

by KlausGraf at November 06, 2015 06:23 PM

November 02, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

October 26, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

October 18, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Votez pour une liberté de panorama en France!

http://blog.wikimedia.fr/votez-pour-une-liberte-de-panorama-en-france-7883

Frankreich hat leider keine Panoramafreiheit, was unter anderem die Bebilderungsmöglichkeiten der französischen Wikipedia extrem einschränkt.

http://archiv.twoday.net/search?q=panoramafreiheit

The Louvre Pyramid (7308371254).jpg
The Louvre Pyramid (7308371254)“ von Lies Thru a Lens - The Louvre, Paris. Lizenziert unter CC BY 2.0 über Wikimedia Commons.

Steht auf Commons zur Löschung an und wird auf Flickr als Adult Content ohne Einbettungslink bezeichnet.

https://www.flickr.com/photos/44133834@N02/7308371254

by KlausGraf at October 18, 2015 03:35 PM

Ekelhafter Löschwahn

Durch Zufall stieß ich auf die Löschung (2013) von

Friedrich Carl von Savigny (1903–1944)

Löschdiskussion

Ein informativer Artikel zur NS-Geschichte wurde wahnhaften "Relevanzkriterien" geopfert, wie man sich im

Marjorie-Wiki

überzeugen kann.

by KlausGraf at October 18, 2015 01:32 PM