de.planet.wikimedia

July 20, 2017

DaB.

Kurier: Quora als Quelle in deWP

Kuebi hat im Kurier eine Analyse über die Einbindungen von Quora – einer Frageseite ähnlich gutefrage.net oder stackexchange.com – als Quelle in der deutschsprachigen Wikipedia gepostet. Von den elf Verlinkungen ist wohl nur Eine wirklich sinnvoll, und das auch nicht als Quelle sondern als Weblink auf eine Primärquelle.

So praktisch solche Seiten auch sein mögen – als Quelle oder Referenz für die Wikipedia sind sie zumeist ungeeignet; Kuebis Text zeigt wieder einmal sehr deutlich, wieso.

by DaB. at July 20, 2017 03:45 PM

Kurier: Quora als Quelle in deWP

Kuebi hat im Kurier eine Analyse über die Einbindungen von Quora – einer Frageseite ähnlich gutefrage.net oder stackexchange.com – als Quelle in der deutschsprachigen Wikipedia gepostet. Von den elf Verlinkungen ist wohl nur Eine wirklich sinnvoll, und das auch nicht als Quelle sondern als Weblink auf eine Primärquelle.

So praktisch solche Seiten auch sein mögen – als Quelle oder Referenz für die Wikipedia sind sie zumeist ungeeignet; Kuebis Text zeigt wieder einmal sehr deutlich, wieso.

by DaB. at July 20, 2017 03:45 PM

Kurier: Quora als Quelle in deWP

Kuebi hat im Kurier eine Analyse über die Einbindungen von Quora – einer Frageseite ähnlich gutefrage.net oder stackexchange.com – als Quelle in der deutschsprachigen Wikipedia gepostet. Von den elf Verlinkungen ist wohl nur Eine wirklich sinnvoll, und das auch nicht als Quelle sondern als Weblink auf eine Primärquelle.

So praktisch solche Seiten auch sein mögen – als Quelle oder Referenz für die Wikipedia sind sie zumeist ungeeignet; Kuebis Text zeigt wieder einmal sehr deutlich, wieso.

by DaB. at July 20, 2017 03:45 PM

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 28/2017

Die Wikimedia:Woche 28/2017 macht auf viele neue Gesichter bei Wikimedia UK, España und Deutschland aufmerksam. Zudem sind neue Ausgaben der Signpost, des Wikimedia Research Newsletters und des This Month in GLAM Newsletters erschienen. Neuigkeiten vom Bündnis Freie Bildung und zur Konferenz „Zugang gestalten! – Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe“ gibt es auch. Zur Wikimedia:Woche 28/2017 geht es hier.

by Jonas Sydow at July 20, 2017 03:17 PM

July 17, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Online-Konsultation des Telemedienauftrags: Öffentlich-rechtliche Inhalte endlich für alle!

Sag mir, wo die Sendung ist… Bild: Public domain, via Wikimedia Commons

Was hat öffentlich-rechtlicher Rundfunk mit Freiem Wissen zu tun? Wie eine kurze Bestandsaufnahme zeigt, noch immer viel zu wenig – doch das ließe sich ändern. Bei der Verabschiedung des ersten Rundfunkstaatsvertrags im Jahr 1987 war sicherlich nur schwer absehbar, welche Möglichkeiten der Nutzung von Medien heutzutage bestehen würden. Folgerichtig muss die Übereinkunft der 16 Länder über die Aufgaben, Ziele und Grenzen der Arbeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks weiterentwickelt werden. Nachdem auch die internetbasierten Arten der Mediennutzung im März 2007 als Telemedien in den Rundfunkstaatsvertrag aufgenommen wurden, soll dieser auf Antrag der Länder nun erneut reformiert und an die Gegebenheiten einer digitalisierten Welt angepasst werden. Hierfür wurde durch die Rundfunkkommission eine Online-Konsultation zu dem Reformvorschlag angestoßen, auf die wir, als Verein, der die Befreiung von öffentlich finanzierten Medieninhalten vorantreibt, geantwortet haben.

Öffentlich finanzierte Inhalte sollten unbegrenzt und nachnutzbar zur Verfügung stehen

Grundsätzlich begrüßt Wikimedia Deutschland die Idee, die Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks an die digitale Welt anzupassen. Aus unserer Sicht wird aber an entscheidenden Stellen verpasst, den Interessen der Gebührenzahlerinnen und Gebührenzahler gerecht zu werden. So wurden etwa in Bezug auf die sogenannte Depublikationspflicht (= Sendungen dürfen je nach Art nur sehr kurz über die Mediatheken abrufbar bleiben) Formulierungen gewählt, die von der Öffentlichkeit finanzierte Inhalte verschwinden lassen und zudem zu einer Rechtsunsicherheit in Bezug auf die Nachnutzbarkeit und das Teilen öffentlich-rechtlicher Inhalte führen. Auf lange Sicht erschwert das nicht nur die Weiterentwicklung der Telemedien sowie die Einführung neuer Formate, sondern enthält denjenigen, die die Inhalte mit ihren Gebühren ermöglicht haben, den Zugang dazu vor. Während kommerziellen Plattformen wie Youtube und Facebook bereits Rechte an erstellten Inhalten eingeräumt werden, können kleinere und nicht-kommerzielle Plattformen, wie zum Beispiel Wikipedia, öffentlich-rechtliche Inhalte so bisher nicht rechtskonform nutzen.

Die Verantwortlichen bleiben eine Rechtfertigung schuldig, warum öffentlich finanzierte Inhalte der Öffentlichkeit nur zeitlich begrenzt und in nicht-nachnutzbarer Form in den Mediatheken zur Verfügung gestellt werden sollen. Dass hiermit unter anderem Rücksicht auf die Interessen großer Medienkonzerne genommen werden soll, ist weithin bekannt. Belegt ist allerdings aus unserer Sicht nicht ausreichend, dass eine dauerhafte Verfügbarkeit der öffentlich-rechtlichen Medieninhalte eine übermäßige Konkurrenz zu privatwirtschaftlichen Medienangeboten darstellen würde. Wir fordern daher eine Abschaffung der Depublikationspflicht für öffentlich-rechtliche Inhalte sowie ihre Veröffentlichung unter freien Lizenzen, um der Allgemeinheit die Möglichkeit zu geben, auf Grundlage der durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk produzierten Inhalte neue Wissensinhalte erstellen und die bestehenden legal teilen zu können.

Unsere ausführliche Stellungnahme kann hier nachgelesen werden.

Dieser Beitrag wurde von Nils Wach verfasst, der bei WMDE ein Praktikum im Bereich Politik & Recht absolviert.

by Lilli Iliev at July 17, 2017 12:08 PM

July 14, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Datenfitness für Coding-da-Vinci-Datengeber

Wie kommen Kulturdaten in die Coding-da-Vinci-Apps?

Im Herbst startet Coding da Vinci, der Kultur-Hackathon. Wir erwarten viele neue spannende digitalisierte Kulturgüter aus den Museen, Archiven, Bibliotheken und Kunstsammlungen des Landes und sind ganz neugierig auf die Software-Projekte, die aus ihnen gebaut werden. Das kann man sich vorher gar nicht so vielfältig und fantastisch ausdenken, wie es nachher kommt. Das muss man erleben! Veranstaltet wird der diesjährige Programmierwettbewerb von der Deutschen Digitalen Bibliothek, der Servicestelle Digitalisierung des Landes Berlin und Wikimedia Deutschland. Unsere Partner sind DNK Sharing Heritage, die HTW, das JMB und die OKF. Kulturinteressierte Coder*innen, Entwickler*innen und Designer*innen treffen sich mit Museolog*innen, Archivar*innen und Bibliothekar*innen. Sie entwickeln gemeinsam neue Anwendungen auf der Grundlage der vorliegenden digitalisierten Kulturgüter. Das macht viel Freude und zeitigt erstaunliche Ergebnisse. Aber auch viel Arbeit.

Erst die Arbeit – dann das Vergnügen

Daten putzen ist harte Arbeit. Aber sie macht Spaß, mit Anna-Lena Nowicki von @digisBerlin. Lizenzhinweis: Jonas Sydow (WMDE) (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Daten für Coding da Vinci bereitzustellen, ist nicht so einfach. Sie sollen ja nachnutzbar sein. Das heißt nicht Bilder zum Anschauen, sondern Rohmaterial, mit dem man arbeiten kann. Nutzen kann man Sachen, wenn man es darf. Das Urheberrecht regelt den Zugang zu den Werken. Meist verhindert es aber gerade die Nutzung. Daher haben wir uns am ersten Tag des Workshops Prepare Your Data for Coding da Vinci  Ready for Download ganz auf die rechtlichen Aspekte konzentriert. Das Recht gilt es zu interpretieren, und schließlich hat eine Institution erstaunlich große Spielräume, um die digitalisierten Kulturgüter unter eine Freie Lizenz zu stellen und so nachnutzbar zu machen. Eben diese zeigten wir im Workshop ©© Change Your Mind auf. Erst die Kennzeichnung der Daten mit Freien Lizenzen macht es möglich, dass Menschen, Maschinen und Softwareprogramme die Daten einfach und ohne aufwändige Kontaktaufnahme zum Datengeber verwenden können. Die Quelle der Daten anzugeben versteht sich dabei eigentlich von selbst. Sie birgt für Qualität und verspricht mehr Information. Unterstützt von Cosina Berta, Mitarbeiterin der Deutschen Digitalen Bibliothek, Christoph Jackel, langjähriger Wikipedianer, und John Weitzmann, Syndikus von Wikimedia Deutschland, erarbeiteten sich Mitarbeiter*innen aus 14 Institutionen aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern die notwendige Medienkompetenz, um im eigenen Haus möglichst umfassend frei lizenzieren zu können.

Daten putzen

Am zweiten Tag ging es um die technische Aufbereitung der beschreibenden Daten zu den Dateien, die für Coding da Vinci zur Verfügung gestellt werden sollen. Wer kennt nicht das Phänomen? Die Datenbank ist über die Jahre gewachsen, unterschiedliche Kollegen haben sie mit Informationen befüllt und nun sollen Dritte sich in den Daten zurechtfinden? Schwierig, denn das hausinterne Datenbankformat erweist sich oft als relativ singulär. Coder*innen arbeiten mit anderen standardisierten Formaten als Museen oder Archive. Bevor sie mit den Daten neue Anwendungen kreieren können, müssen die Dateneinträge daher oft umformatiert  und vereinheitlicht werden. Nur eine konforme Darstellung von Jahreszahlen z. B. stellt sicher, dass die App, die auf diesen Daten aufbaut, nur Bilder von 1900 bis 1999 anzeigt, wenn dies gewünscht ist, nicht die davor oder danach. Zum Glück muss man solche Datenbereinigungen nicht händisch vornehmen. Man kann sich, wie uns Anna-Lena Nowicki von der Servicestelle Digitalisierung des Landes Berlin zeigte, mit dem Software-Programm Open Refine viele lästige Details abnehmen lassen. Wenn alle Daten “befreit”, “geputzt” und neu “geordnet” sind, dann sind sie “Ready for Download”.

Datentransfer nach Wikimedia Commons

Mitte September folgt der zweite Workshop von Prepare Your Data for Coding da Vinci. Da geht es um “Ready for Upload”. Mediendateien und möglichst viel der beschreibenden Metadaten werden von den Kolleg*innen aus den Kulturinstitutionen, unterstützt von Coder*innen und Wikimedianer*innen, in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen. Wir freuen uns auf u. a. historische Fahrkarten aus dem Deutschen Technikmuseum Berlin. Dort können sie dann nicht nur von den Teilnehmern von Coding da Vinci nachgenutzt werden, sondern auch von Wikipedia-Autor*innen, von Blogger*innen, von Verleger*innen und Lehrenden. Mit dem Lizenzhinweisgenerator ist sogar das wiederum erforderliche urheberrechtliche Kennzeichnen ein Kinderspiel.

Mit dem Zug nach Patagonien – historische Fahrkarten aus dem Berliner Technikmuseum – vielleicht ein Datensatz für Coding da Vinci. Lizenzhinweis:  by SDTMB [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

Wir danken der Medienanstalt Berlin-Brandenburg für die finanzielle Unterstützung des Medienkompetenzworkshops und Infoport für die Dokumentation.

 

Informationen:

Prepare Your Data Ready for Upload (Anmeldung)

Coding da Vinci Berlin Kick-Off 21. & 22. Oktober in der HTW Berlin-Schönweide

Der Lizenzworkshop CC-Change Your mind

by Barbara Fischer at July 14, 2017 03:22 PM

Bericht vom Wikidata-Wahldaten-Workshop

Folgender Blogbeitrag basiert auf dem Bericht von Matti Blume, den er im Wikipedia:Kurier veröffentlichte und einem Erfahrungsbericht von Andrea Knabe-Schönemann.

Vom 23. bis 26. Juni fand in Ulm der zweite von Wikimedia Deutschland veranstaltete Wikidata-Workshop statt. Diesmal drehte sich alles um das Thema Wahldaten. Eine bunte Mischung aus Wikipedianern, Open-Data-Aktivisten (u. a. von FragDenStaat.de, Freiwilligen hinter dem offenen Standard OParl und Offene Wahlen Österreich) und Entwicklern (Wikidata und Code for Germany) war dazu im Verschwörhaus in der historischen Altstadt von Ulm zusammengekommen. Im Mittelpunkt des Workshops stand folgende Frage: Wie kann Wikidata helfen, Daten aus Politik und Verwaltung besser zugänglich zu machen?

Nach einleitenden Vorträgen wurden zunächst kurze Einführungen in Wikidata, SPARQL und Live Coding mit Wikidata angeboten. Parallel dazu wurden bereits erste Ideen entwickelt und ausgetauscht. Während sich einige Teilnehmer auf die Auswertung vorhandener Daten konzentrierten, kümmerten sich mehrere andere Gruppen um das Einpflegen neuer Daten in Wikidata. Dabei stellte sich schnell heraus, dass manche der zunächst formulierten Ziele deutlich zu groß für ein Wochenende waren. Zunächst mussten erstmal die vorhandenen Strukturen und Eigenschaften erforscht und ggf. neue Strukturen erdacht werden. Als zweite Herausforderung stellte sich das Zusammensuchen und Aufbereiten der Daten heraus. Wahlergebnisse und Abgeordnetenlisten werden zwar inzwischen automatisch und selbstverständlich von offizieller Seite im Internet veröffentlicht, jedoch bei vielen verschiedenen Stellen (Bundeswahlleiter, Landeswahlleiter, etc.) in jeweils eigenen Formaten und beinahe nie in maschinenlesbaren Formaten. Das Zusammenstellen und Vorbereiten einer Liste von „nur“ 598 Wahlkandidaten kann so schon mal einen halben Tag in Anspruch nehmen.

Dank großer Beharrlichkeit wurden schließlich doch erste zählbare Ergebnisse erzielt: so wurden z.B. die Daten aller Mitglieder des Thüringischen Landtags seit 1990, vieler österreichischen Nationalratsabgeordneten sowie die Wahlergebnisse aller erfolgreichen Direktkandidaten bei der Bundestagswahl 2013 (und inzwischen auch der meisten Zweitplatzierten) in Wikidata eingetragen.

 

Eine Teilnehmerin aus der Gruppe, die sich um die Daten des Thüringischen Landtags gekümmert hat, ergänzt:

Meine Motivation für den Workshop war das Thema Offene Daten, Wahldaten, Workshops (SPARQL), Hoffnung auf bessere Vernetzung und die Möglichkeit sich netto 2 Tage mit Wikidata zu beschäftigen (die Zeit habe ich zusammenhängend sonst nie dafür). Erwartet habe ich die Möglichkeit beim Projekt einer Gruppe unterstützend mitzuwirken (Daten reinigen o.ä.) und zu ernen (Auswertung, automatisiertes Einlesen von Daten etc.)

Vor Ort habe ich ein unscheinbares Projekt aus einem Workshop mitgenommen — ich habe in einem Screenshot während eines Workshops gesehen, dass die Angaben zu den konkreten Wahlperioden in Parlamenten unvollständig sind bzw. fehlen; die Daten sind m. E. eine Grundlage, wenn mit Wahldaten gearbeitet werden soll. Ein weiterer Schritt wäre dann die Verknüpfung der Daten zu den Wahlperioden mit anderen Daten zu den Parlamenten. Thüringen bot sich als Beispiel an: wenige Wahlperioden, eigene Kenntnisse, da von Anfang an in diesem Bundesland dabei gewesen. Es folgten Recherche (Auswertung der Parlamentsprotokolle der konstituierenden Landtagssitzungen), Daten sichten und bekommen, maschinenlesbar machen (in Thüringen gibt es offene Daten nur als PDF-Dokumente), Daten angleichen, Daten zusammenführen, Qualitätskontrolle.

Das Ergebnis nach zwei Tagen kann sich sehen lassen. Wikidata umfasst jetzt alle aktuellen und ehemaligen Mitgliedern des Thüringer Landtages, die im Parlamentsprotokoll der konstituierenden Sitzung aufgeführt sind.  Zugeordnet sind die Wahlperioden, in denen sie Mitglied des Landtags waren. Das waren nicht „ein paar Edits, die man schnell manuell erledigt“, sondern von mir exakt 1.091 (habe gerade nachgesehen), insgesamt wesentlich mehr, die die bereits in der Wikipedia vorhanden Einträge zu den Abgeordneten anreichern.

Die in der Wikipedia vorhandenen Informationen zu Abgeordneten sind jetzt strukturiert auswertbar; meine Testabfrage der Datenbank ergab z.B., dass die Parlamentarier 1990 ein geringeres Durchschnittsalter aufwiesen als zu Beginn der aktuellen Legislaturperiode — gefühlt ist das genau andersherum. Der Thüringische Landtag hat sich seit 1990 also nicht verjüngt, sondern ist im Durchschnitt älter geworden.

Im Projekt bleibt noch einiges zu tun: weitere Qualitätssicherung, recherchieren und einarbeiten der Bewegungsdaten in den einzelnen Legislaturperioden, Prozess zur weiteren Datenpflege überleben, eventuell auf andere Parlamente übertragen.

Einen mehrtägigen Workshop zu dem Thema fand ich sehr hilfreich. Wir konnten Ideen entwickeln, mit Hilfe anderer Werkzeuge einsetzen, an denen ich mir bislang die Zähne ausbiss, einfach nach nebenan gehen und jemanden finden, der ein Stück Code schreibt, um eine Aufgabe zu automatisieren, einfach nach nebenan gehen und jemanden finden, der einem zu den Strukturen von Wikidata Auskunft geben kann, überhaupt nur jemanden finden, der sich aus Interesse an den Arbeitsabläufen und der Zusammenarbeit für so ein wenig strahlendes Projekt begeistert, sich überhaupt erst mal trauen, mitzumachen (ich bin von fast null auf ziemlich hoch). Nicht zu vergessen: einfach nach nebenan gehen und essen und trinken können, und dann einfach weiterzumachen, also keine Zeit mit den trivialen Alltagsdingen verschwenden müssen.

MB-one, Ideas Board, Wikidata-Wahldaten-Workshop 17, Ulm, CC BY-SA 4.0

Darum, dass auch der Spaß nicht zu kurz kommt, wurde sich natürlich auch gekümmert: Auf http://guessr.morr.cc/?Q7138926 kann man nun sein Geografiewissen testen und versuchen zu erraten, wo auf der Welt welches Parlamentsgebäude steht; natürlich powered by Wikidata.

Ein besonderer Dank gebührt dem Verschwörhaus als perfekten Gastgeber für dieses Wochenende. Wir kommen gerne wieder.

Zum Schluss möchte sich der Autor noch eine persönliche Betrachtung erlauben: Interessanterweise sind die Wahlergebnisse der letzten drei Bundestagswahlen in bewundernswerter Vollständigkeit und Präzision in den Wikipedia-Artikeln der jeweiligen Wahlkreise eingetragen, während eine Wikidata-Abfrage zu den Kandidaten der letzten Bundestagswahl bis vor wenigen Tagen genau ein Ergebnis lieferte (Q567). Wenn man nun überlegt, um wieviel größer der positive Effekt ist, wenn die Ergebnisse der anstehenden Wahl direkt in Wikidata eingetragen werden, wäre es fast schade, wenn diese Kleinarbeit erneut nur einer einzigen Sprachversion der Wikipedia zugute kommt.

by Jonas Sydow at July 14, 2017 09:59 AM

July 13, 2017

DaB.

IeS: WikiCon-Teilnahme

Heute kam die Reisekostenübernahme-Bestätigung für die WikiCon: Ihr könnt also quasi damit rechnen, mich in Leipzig zu sehen. Für das Programm habe ich die übliche PGP-Keysigning-Party und zwei Vorträge eingereicht; mal sehen, was durchkommt.

Freue mich auf jeden Fall schon 😃.

by DaB. at July 13, 2017 06:45 PM

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 27/2017

Die Wikimedia:Woche 27/2017 bringt in dieser Ausgabe Neuigkeiten zu Wiki Loves Butterflies und einer Stellungnahme zum Telemedienauftrag. Auch das Bündnis Freie Bildung hat sich der Reform des Telemedienauftrags beschäftigt. Zudem läuft momentan eine Feedbackrunde zur Spezialisierten Suche.

Zur Wikimedia:Woche 26/2017 geht es hier.

by Jonas Sydow at July 13, 2017 02:17 PM

DaB.

Kurier: Suchfelder-Bezeichnung

Die Suchfunktion der Wikipedia war über die Jahre immer wieder Änderungen unterworfen. Mal ging sie jahrelang gar nicht, dann hatte sie mal zwei Buttons, dann wieder nur einen – und wirklich gut suchen kann sie immer noch nicht. Obwohl die Suche mittlerweile diverse Keywords versteht, die die Suche optimieren, sind diese recht unbekannt. Daher gab es auf der letzten WikiCon einen Workshop zu diesem Thema, wo angeregt wurde, die Bedienbarkeit der Suche zu verbessern.

Johanna Strodt ruft nun im Kurier dazu auf, bis zum 20. Juli beim Gestalten der neuen Suchfelder zu helfen. Beteiligt euch, oder meckert nicht, wenn’s euch am Ende nicht gefällt ;-).

by DaB. at July 13, 2017 12:30 PM

July 12, 2017

DaB.

Kurier: Zensur der trwiki

Holder hat im Kurier Zahlen gepostet die zeigen, wie stark die türkischsprachige Wikipedia unter ihrer Sperrung leidet. Die Zugriffszahlen z.B. fielen von 158 Millionen auf 30,6 Millionen – das ist schon erschreckend.

Und das Alles nur um den Ego-Trip eines Einzelnen zu unterstützen :-(.

by DaB. at July 12, 2017 08:21 PM

Wikimedia Deutschland Blog

Koalitionsvertrag Nordrhein-Westfalen: Schulfreiheitsgesetz geplant – freie Bildung und Open Source ausgespart!

Anlässlich der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen hat das Bündnis Freie Bildung, bei dem WMDE Partner ist, Wahlprüfsteine mit Fokus auf freie Bildung an alle im Landtag vertretenen Parteien verschickt. Nun hat das Bündnis den Koalitionsvertrag im Hinblick auf die Antworten analysiert. Dieser Text erschien zunächst am 11.7. im Blog des Bündnis Freie Bildung.

Die Köpfe der schwarz-gelben Koalition: Achim Laschet (CDU) & Christian Lindner (FDP) Foto: 2017-05-14 NRW Landtagswahl by Olaf Kosinsky-248, CC BY-SA 3.0

Bereits die Auswertung unserer Wahlprüfsteine zur Landtagswahl in NRW hat deutlich gemacht, dass weder die CDU noch die FDP die Weiterverbreitung von OER und Open Software im Bildungsbereich als besonders wichtiges Thema ansehen. Auch wenn die Antworten der CDU in NRW verhältnismäßig kurz ausgefallen sind, bleibt festzuhalten, dass sich beide Parteien zwar in einem gewissen Maß mit der Einführung freier Bildungsmaterialien beschäftigen. Die “grundlegende Befürwortung” freier Bildungsmaterialien beider Parteien ist aber wenig stichhaltig unterfüttert. Konkrete Maßnahmen, wie Lehrende bei der Erstellung und Verbreitung von OER unterstützt werden können, fehlen. Um OER und damit Freies Wissen jedoch praktisch in der Bildung zu verankern, bedarf es ressourcenunterlegter Projekte und eines konkreten Auftrags an Verwaltung und landeseigene Bildungsinstitutionen.

Keine konkreten Anreize für Erstellung freier Bildungsmaterialien

Es überrascht wenig, dass die Themen OER, Open Software und Open Science in dem bildungspolitischen Konzept der Landesregierung kaum eine  Rolle spielen, wie es in dem am 13.06.17 vorgestellten Koalitionsvertrag für NRW nachzulesen ist. In einem Blogbeitrag hat auch netzpolitik.org ausführlich die Punkte mit Digitalbezug herausgearbeitet und stellt fest, dass Digitalpolitik vor allem als Wirtschaftspolitik verstanden wird. Für die Bildung kommt eine sehr starke Fokussierung auf technische Infrastruktur hinzu.

Die Modernisierung von (Hoch-)Schulen und Weiterbildungszentren wird als vorrangig angesehen und soll hauptsächlich im technischen Bereich stattfinden. Ein Verweis auf den vermehrten Einsatz von Freier und Open Software ist hierbei nicht zu finden. Es sollen digitale Endgeräte im Unterricht genutzt und das Programmieren sowie die Fähigkeit zur souveränen Nutzung digitaler Medien als eine elementaren Kompetenz anerkannt werden. Ohne Zweifel sind eine gute technische Infrastruktur und Medienkompetenz nicht zu unterschätzen, aber dazu bedarf es auch entsprechender medienpädagogischer Weiterbildungen der Lehrenden und vor allem Materialien, die sich nachnutzen und verändern lassen.

Die eingangs beschriebene Offenheit für freie Bildungsressourcen spiegelt sich allein in der Planung eines Schulfreiheitsgesetzes wieder, welches Lehrenden einen größeren Spielraum in organisatorischen und pädagogischen Fragen geben soll. Das ist grundsätzlich zu begrüßen, aber ohne konkrete Anreize wie z. B. Freistunden für die Erstellung von OER, ist es unwahrscheinlich und naiv anzunehmen, dass die bereits stark ausgelasteten Lehrkräfte des Landes aus eigener Motivation heraus freie Bildungsmaterialien schaffen und weiterentwickeln.

Kein Konzept für freie Zugänglichkeit zu Kultur

Der Koalitionsvertrag beinhaltet ebenfalls die Planung eines digitalen Kunstregisters, welches die Verfügbarkeit von Kulturgütern erhöhen könnte. Kulturelle Einrichtungen wie Museen, Bibliotheken und Archive können mit ihren Inhalten viele sinnvolle Möglichkeiten für die Erstellung von OER bieten – aber nur, wenn die Inhalte nachnutzbar und veränderbar sind. Der Koalitionsvertrag lässt allerdings offen, ob und gegebenenfalls in welchem Maße die digitalen Bilder von Museums-Exponaten, Büchern und Archivbeständen wirklich frei zugänglich gemacht werden sollen, also unter einer freien Lizenz im Sinne der Open Definition stehen. Nur frei lizenzierte Inhalte können als Grundlage für freie Lehr- und Lernmaterialien dienen. Partnerschaftsmodelle zwischen privaten und öffentlichen Trägern werden stark in den Fokus gerückt, was die Befürchtung zulässt, dass die Offenheit kultureller Angebote unter Beteiligung profitorientierter privater Träger weniger wahrscheinlich wird.

Fazit

CDU und FDP begrüßten beide in ihren Antworten auf die Wahlprüfsteine OER und Open Source, aber der Koalitionsvertrag macht deutlich, dass das alleine nicht reicht. Es fehlt ein ernsthaftes Bekenntnis, das mit finanziellen Ressourcen unterfüttert ist. Es braucht Anreize für Lehrende wie Stundenkontigente oder Freistellungen für die Arbeit mit freien Inhalten und OER. Dies ist mit diesem Koalitionsvertrag nicht abzusehen.

Lizenzhinweis
„Koalitionsvertrag Nordrhein-Westfalen: Schulfreiheitsgesetz geplant – freie Bildung und Open Source ausgespart“ von Nils Wach, Lilli Iliev und Valentin Münscher (Wikimedia Deutschland) steht unter der CC-BY-4.0-Lizenz. Für die Nachnutzung reicht als Namensnennung „Bündnis Freie Bildung“. Sofern die Nutzung offline erfolgt, ist an den Hinweis die URL der Lizenz anzufügen: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/.

by Lilli Iliev at July 12, 2017 09:02 AM

July 11, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Die Kunst, sich modernen Kunstwerken zu nähern.

Wie kommen Wikipedianer in ein Museum und was machen sie dort?

Förmlich entrückt von der Enge des Wuppertales schwebt die Villa Herberts über der alten Industriestadt. Hier fand der seit Jahrzehnten an der Düsseldorfer Kunstakademie wirkende britische Bildhauer Tony Cragg einen geeigneten Rahmen für seine großen, organisch gedrängten Skulpturen und lädt seit 2008 andere Künstler in den Skulpturenpark Waldfrieden zu Ausstellungen ein.

Plastik nach einem Entwurf von Tony Cragg (* 1949), umgesetzt vom Künstler Joachim Eckl (* 1962) mit der Werkstatt Kollerschlag, 1994 auf dem Parkplatz der Merkurcity in Wiener Neustadt situiert Lizenzangabe: Anton-kurt, Tägliches Brot Wiener Neustadt 04, CC BY-SA 3.0

Im kommenden Jahr steht das zehnjährige Jubiläum des Skulpturenparks an. Herr Mader, Geschäftsführer der Stiftung Skulpturenpark Waldfrieden, plant die Feierlichkeiten. Zeit für einen prüfenden Blick auf den Wikipediaeintrag zum Skulpturenpark, der ebenfalls 2008 begann. Wikipedia-Einträge sind in Bewegung und veränderlich. Wer in den kommenden Tagen und Wochen den Eintrag häufiger besucht, wird feststellen, wie intensiv gerade jetzt an ihm gearbeitet wird. Doch nicht nur am Artikel zum Park, sondern auch zur Villa, mit ihrer harmonischen organischen Architektur, zu den Werken Tony Craggs und zu ihm selbst oder den anderen Kunstwerken im Park wird Hand angelegt. So kann der interessierte Wikipedia-Leser live miterleben, wie nach und nach Informationen aus unterschiedlichen publizierten Quellen und Sekundärliteratur von den freiwilligen Autorinnen und Autoren über die Enzyklopädie Wikipedia in Freies Wissen verwandelt werden. Ein scheinbar magischer Prozess.

Gemeinsam arbeiten macht den Zauber aus

Doch tatsächlich ist dieser Prozess weniger Zauberei denn Frucht der Programmarbeit “GLAM on Tour”. In diesem Kooperationsformat arbeiten Freiwillige aus den Wikimedia-Projekten, unterstützt von Wikimedia Deutschland, mit einer Institution aus dem GLAM-Bereich zusammen. Dabei steht GLAM als englisches Akronym für Aktivitäten von Kunstsammlungen, Bibliotheken, Archiven und Museen im Netz. Gemeinsam erarbeiten die drei Parteien ein Wochenendprogramm. Wesentliche Bestandteile sind Führungen durch die Kultureinrichtung, eine Schreibwerkstatt für neue Wikipedia-Artikel, ein Wikipedia-Editier-Workshop für die Kollegen aus der Institution und natürlich die Chance, Fotos von Objekten zu machen, die bislang noch nicht im Medienarchiv der Wikipedia, Wikimedia Commons, vertreten sind. Dabei ist es unerheblich, ob der Impuls von einem Freiwilligen der Region oder von der Kultureinrichtung selbst ausgeht. Entscheidend ist letztlich nur die Bereitschaft zur fundierten Zusammenarbeit.

 

Der Film erklärt das Prinzip der GLAM-on-Tour-Stationen, Wikimedia Deutschland 2014 CC BY.

Die Kunst, sich modernen Kunstwerken zu nähern

Und so war es auch an jenem sonnigen Wochenende in Wuppertal Anfang Juli. Für den Samstag hatten wir ein dichtes Programm mit einer langen Führung durch den 14 ha großen Skulpturenpark. Es folgte die Schreibwerkstatt und ein Einführungsworkshop für die Mitarbeiter. Für einige der Teilnehmer war es ein neues Feld enzyklopädische Artikel zu einzelnen Kunstwerken zu schreiben. Aber mit Unterstützung der “Silvernecks” gelang die Annäherung an die moderne Kunst immer besser.

Auf der Dachterrasse der Villa Herberts im Gruppenfoto geeint. Lizenzangabe: Atamari, Wuppertal Skulpturenpark Waldfrieden 2017 078, CC BY-SA 4.0

Die Freiwilligen waren begeistert von dem großen Interesse der Mitarbeiter am digitalen Ehrenamt der Wikipedianer und Wikipedianerinnen , der gut sortierten Handbibliothek und der Großzügigkeit der Bewirtung. In den kommenden Wochen kann man auf der Projektseite den Fortschritt verfolgen. Es gilt möglichst viele der so genannten “redlinks” in blaue zu verwandeln. Blaue Links zeigen existierende Wikipedia-Einträge an. Vielleicht schließen sich auch Freiwillige aus den anderen 295 Sprachversionen der Wikipedia an. Herr Mader, Geschäftsführer des Skulpturenparks Waldfrieden, versprach seine frisch gewonnenen Editierkenntnisse gleich einzusetzen, um die Bearbeiter aller Tony-Cragg-Artikel auf die neuen Artikel auf Deutsch zu dessen Werken hinzuweisen. Doch bei aller Freude über die gelungene Zusammenarbeit teilten wir auch ein Bedauern. Viele der im Park ausgestellten Werke konnten zwar fotografiert werden, nur unter einen freien Lizenz im Netz veröffentlichen können die Freiwilligen sie nicht. Urheberrecht und die Interessen der Verwertungsgesellschaften stehen dem Interesse an Sichtbarkeit und allgemeiner Zugänglichkeit der Allgemeinheit entgegen. Zum Glück stehen viele Werke Tony Craggs im öffentlichen Raum, in Wuppertal, aber auch in Málaga und London. Diese Werke darf man fotografieren und im Netz veröffentlichen. So erklären sich die Bilder in diesem Blog. Danke an das Team im Skulpturenpark Waldfrieden, danke an Atamari und alle Freiwilligen bei GLAM on Tour Wuppertal. Es hat Spaß gemacht.

Think-Thing-Skulptur von Tony Cragg in Stockholm. Lizenzangabe: Bengt Oberger, Tony Cragg Thing thing AlbaNova, CC BY-SA 3.0

Informationen

Weitere GLAM-on-Tour-Stationen in 2017:

  • GLAM on Tour Fürstenberg
  • GLAM on Tour Heidelberg
  • GLAM on Tour Berlin

Aktuelle Informationen zu den Stationen finden Sie auf der Projektseite. Wenn Sie eine Idee für eine kommende GLAM-on-Tour-Station haben, dann schreiben Sie Ihre Idee gern in die Kommentare oder per Email an kultur@wikimedia.de

by Barbara Fischer at July 11, 2017 04:08 PM

July 07, 2017

DaB.

Bis Juni 2018: RemexHTML ersetzt Tidy

Wie Subbu auf der Mailingliste Wikitech-l mitteilt, soll Tidy bis spätestens Juni 2018 durch RemexHTML ersetzt werden. Bei beiden Programme handelt es sich um Hilfssoftware von Mediawiki die dazu dienen die HTML-Syntax aufzubereiten bzw. zu reparieren.

Damit der Umstieg gelingt, müssen wir Autoren aber aktiv werden, da RemexHTML teilweise anders funktioniert als Tidy; dies betrifft vor Allem ungültige HTML-Syntax wie z.B. <u><i>Test</u></i> oder <div/>. Das Alles muss gefunden und repariert werden. Wo genau Probleme auftreten werden, kann in einer FAQ nachgelesen werden (aktuell gibt es die noch nicht auf deutsch).

Auf der Mailingliste wurde auch die Möglichkeit angesprochen, Bots einzusetzen. Meiner Meinung nach, wird dies aber nur bedingt möglich sein; Einiges wird im Endeffekt nur per Hand gehen.

by DaB. at July 07, 2017 12:05 PM

July 06, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 26/2017

Die Wikimedia:Woche 26/2017 ist wieder einmal prall gefüllt: Es gibt verschiedene Neuigkeiten aus Frankreich, es wurden zwei neue Wikimedia-User-Groups anerkannt und bei Wikimedia Deutschland sind erneut offene Stellen zu besetzen. Bei der nepalesischen Ausgabe von Wiki Loves Earth wurden die Gewinner gekürt, von der 20. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland gibt es jetzt auch Bewegtbilder und die Anmeldephase zur WikiCon 2017 ist gestartet. Das alles und noch viel mehr – jetzt in der Wikimedia:Woche 26/2017.

Zur Wikimedia:Woche 26/2017 geht es hier.

by Jonas Sydow at July 06, 2017 02:48 PM

July 04, 2017

DaB.

Kurier: Podcast WikiStammtisch wird 1 Jahr alt

Wie Sebastian Wallroth im Kurier mitteilt, macht er nun schon 1 Jahr Podcasts zum Thema Wikipedia. Mittlerweile hat man sich schon daran gewöhnt, dass Sebastian überall mit Mikro, Kopfhörer und Mischpult auftaucht ;-).

Ist zwar nicht meine Welt, aber ich gratuliere trotzdem und wünsche weiterhin viel Erfolg :-).

by DaB. at July 04, 2017 07:13 PM

Kurier: Frauen-Edith-a-thon

Wie IvaBerlin im Kurier mitteilt, soll es am Samstag (8. Juli) einen Edith-a-thon zum Thema „Frauen, die es in anderen Wikipedias schon gibt, bei uns aber noch nicht“ geben.

Ich wünsche viel Erfolg und tolle Artikel!

by DaB. at July 04, 2017 07:05 PM

July 03, 2017

DaB.

Umfrage: Recherchehilfe

Micha hatte eine Umfrage gestartet um zu klären, was die Community unter „Recherchehilfe“ versteht. Diese läuft noch bis zum 31. Juli, und könnte mMn. noch deutlich Beteiligung vertragen.

by DaB. at July 03, 2017 12:22 PM

July 02, 2017

DaB.

WikiCon-Anmeldung startet

Ab sofort kann man sich für die diesjährige WikiCon anmelden. Wer eine Hotelbuchung benötigt, für den gibt es ein Limit bis 20. August; ansonsten kann man sich bis zum Start der WikiCon anmelden, sofern die 350 Plätze nicht schon voll sind.

Die Organisatoren bitten aber dringend darum, sich frühzeitig anzumelden, um die Orga zu erleichtern.

Ich habe mich bereits angemeldet und freue mich schon :-).

by DaB. at July 02, 2017 05:23 PM

June 29, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 25/2017

Die Wikimedia:Woche 25/2017 beschäftigt sich in der letzten Juniwoche mit aktuellen Stellenausschreibungen, Vorabinformationen zum größten Kultur-Hackathon Deutschlands und den Ergebnissen einer Studie, welche den Kompetenzerwerb von Studierenden beim Editieren in der Wikipedia untersucht hat. Wer noch technische Ideen und Wünsche hat, muss sich beeilen. Grund zur Freude hat Hanjo Hamann aus dem Fellow-Programm Freies Wissen 2016/17.

Zur Wikimedia:Woche 25/2017 geht es hier.

by Jonas Sydow at June 29, 2017 03:53 PM

DaB.

Morgen Stichtag Wikicon-Vorträge

Nicht vergessen: Nur noch bis Morgen (Freitag) Abend (24:00 MESZ) können Vorträge für die WikiCon 2017 eingereicht werden.

by DaB. at June 29, 2017 12:00 PM

June 28, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Offene Wissenschaft – Wie kann sich Freies Wissen weiter entwickeln?

Bereits 2015 wurde Wikidata mit dem Preis „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen” prämiert, in diesem Jahr ist es die Onlineplattform www.Richter-im-Internet.de von Hanjo Hamann aus dem Fellow-Programm Freies Wissen 2016/17, das im vergangenen Jahr von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband ins Leben gerufen wurde. Im nachfolgenden Interview berichtet der Preisträger über die Bedeutung von Offenheit in der Wissenschaft, Wikidata und was in Zukunft für Freies Wissen getan werden muss.

Du hast den Preis „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ gewonnen. Wie fühlt sich das an und ändert sich dadurch was für dich?

Die Online-Plattform www.richter-im-internet.de entstand im Rahmen des Fellow-Programms Freies Wissen und stellt die Geschäftsverteilungspläne der sieben höchsten deutschen Gerichte zur Verfügung, Screenshot von Christopher Schwarzkopf, CC BY-SA 4.0

HH: Ich hatte von dieser Initiative schon früher gehört und damit stets Ehrenamt und soziales Engagement verbunden. Dass auch wissenschaftliche Projekte in Betracht kommen, wenn sie in die Gesellschaft hineinwirken, war mir gar nicht bewusst. Bis Anfang März der Anruf aus Berlin kam. Das diesjährige Motto „Offen denken – Damit sich Neues entfalten kann“ passte wohl einfach zu meinem Projekt, das ja im Förderprogramm „Fellow-Programm Freies Wissen“ von Wikimedia Deutschland und des Stifterverbands entstanden war. Ich freue mich, schon kurz nach Abschluss des Projekts so prominente Anerkennung zu erfahren. Das bestärkt meinen Entschluss und bietet auch anderen zusätzlichen Anreiz unsere wissenschaftlichen Projekte offen und mit Blick auf ihre gesellschaftliche Wirksamkeit zu gestalten.

Wie und warum wird die Welt von genau deinem Forschungsprojekt profitieren? Was ist das Ziel deiner Forschung?

HH: Die „Welt“, das ist wohl eine etwas weite Zielgruppe. Mein Projekt war der Versuch, einen bestimmten Dokumentenbestand digital verfügbar zu machen und wissenschaftlich aufzubereiten. Diese Dokumente sollten einerseits der Wissenschaft nützen und andererseits einen kleinen Beitrag zur fortschreitenden Digitalisierung der Justiz leisten. Denn auch die an den Strukturen des deutschen Rechtssystems interessierte Öffentlichkeit profitiert ja davon, und sei es „nur“ vermittelt durch fachlich vorgebildete Journalistinnen und Journalisten. Wie und wofür das Portal tatsächlich angenommen wird, muss sich noch zeigen. Zumindest innerhalb der Wissenschaft rufen Kolleginnen und Kollegen anderer Fachrichtungen in Deutschland und international immer wieder nach solchen Daten, etwa für die empirische Justizforschung. Man könnte sich zum Beispiel vorstellen, dass Rechtshistorikerinnen und -historiker damit die zeitgenössische Justizgeschichte untersuchen, Politikwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler die Einflussfaktoren auf gerichtliche Entscheidungsprozesse, und Justizsoziologinnen und -soziologen das soziale Netzwerk der deutschen Richterschaft.

Wieso hat das was mit Freiem Wissen zu tun und welche Rolle spielt Offene Wissenschaft dabei?

HH: Die Dokumente, um die es mir ging, SIND freies Wissen. Das steht in Paragraph 5 des Urhebergesetzes über amtliche Werke. Es heißt aber leider noch nicht, dass sie auch ohne Weiteres verfügbar sind. Fragt man die Gerichte, von denen diese Dokumente stammen, so haben fünf von sieben der höchsten deutschen Gerichte schlicht keine Kopien für vergangene Jahre aufbewahrt oder haben die Dokumente zwar seinerzeit veröffentlicht, können aber heute nicht mehr sagen, wo genau. Wenn ich also „mal eben“ in eines dieser Dokumente schauen möchte, musste ich bisher auf eine Schnitzeljagd gehen, die nicht selten in die Tief- oder Außenarchive von Universitätsbibliotheken führte. Dort lagern die letzten verfügbaren Exemplare auf jahrzehntealtem, brüchigen Zeitungspapier, das für den Kopierer schon wegen seines Formats kaum brauchbar ist. Und für jedes weitere Dokument, das ich sehen will, beginnt die Schnitzeljagd von vorn. Also ist das Wissen zwar im Prinzip frei, aber praktisch doch eingesperrt, auf sehr geduldigem Papier. Die Rolle offener Wissenschaft bestand hier also darin, das Wissen von seiner Papierform zu befreien, fachgerecht zu editieren und digital zugänglich zu machen. Nun erreicht jeder ob Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler oder nicht diese Dokumente mit zwei Mausklicks, von überall auf der Welt… womit wir wieder bei der vorigen Frage landen.

Wie können Wikimedia-Projekte von Offener Wissenschaft lernen? Oder umgekehrt. Kannst du ein praktisches Beispiel dafür geben?

HH: Die ehrenamtlichen Datensammlerinnen und -sammler von Wikipedia und Wikidata haben für viele deutsche Richterinnen und Richter bereits reichhaltige Informationen zusammengetragen, die man mit meinen Daten zusammenführen und abgleichen könnte. Mein Projekt bietet ja erstmals eine systematisch aus amtlichen Beständen gespeiste Datenquelle – aber auch die ist nicht fehlerfrei, was ich durch vorläufige Tests mit den Wikimedia-Daten feststellen konnte. Umgekehrt habe ich im Zuge meines Projekts auch zahlreiche Richterinnen und Richter identifiziert, zu denen die Wikimedia-Datenbanken bisher gar keine Informationen enthalten, so dass ich dort ganz neue Datensätze einspeisen kann. Gemeinsam mit meiner Projektmentorin Claudia Müller-Birn und ihrer Mitarbeiterin Marisa Nest arbeite ich im Austausch mit der Wikimedia-Community daran, die Datenbestände zu vereinigen und dadurch die im Internet verfügbare Dokumentation der höchsten deutschen Gerichte zu verbessern.

Das klingt so, als ob du Offene Wissenschaft gut findest. Was muss in deinen Augen getan werden, damit mehr Menschen davon profitieren?

HH: „Offene Wissenschaft“ ist ein weites Feld, deshalb kann ich wohl nicht für alles sprechen, was in ihrem Namen stattfindet. Ich meine aber, dass in vielen Wissenschaften eine transparentere Kommunikation große Vorteile hätte. Damit meine ich, dass die Veröffentlichung von Daten, Methoden und Erkenntnissen weniger durch wirtschaftlich motivierte Exklusivrechte beschränkt sein sollte. Das wird mit der zunehmenden Digitalisierung ohnehin geschehen, weil Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die großflächige Verbreitung ihres Wissens nicht mehr im Austausch gegen Exklusivrechte teuer erkaufen müssen. Dennoch braucht es immer das Engagement einzelner, um Wissen (selbst freies Wissen, wie hier) frei verfügbar zu machen. Dieses Engagement widerspricht meist Profitinteressen. Oder anders gesagt: Ich hätte mein Internetportal ja auch kostenpflichtig machen können, wie es mindestens ein Unternehmen mit denselben Dokumenten tatsächlich tut. Dank der Förderung durch Wikimedia und dem Stifterverband konnte ich solchen finanziellen Sachzwängen allerdings von vornherein ausweichen. Es braucht also neben engagierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch leicht zugängliche Förderprogramme. Und natürlich öffentlichen Rückhalt für die Öffnung von Wissenschaftsprojekten. Den zahlreichen Bekenntnissen zur Öffnung der Wissenschaft muss noch mehr reale Unterstützung durch die öffentliche Hand folgen. So wie nun durch den Bundespräsidenten und die „Land der Ideen“-Initiative mit dem schönen Motto für 2017: Offen denken.


Zum Autor

Dr. Dr. Hanjo Hamann arbeitet am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern (Bonn), unter anderem zu Vertragsrecht, Rechtslinguistik, empirischer Rechtsforschung und Verhaltensökonomik. Er war mit dem Editionsprojekt „Die Namen der Justiz”, aus dem das prämierte Internetportal entstanden ist, Stipendiat im ersten Programmdurchlauf des Fellow-Programms Freies Wissen 2016/17.

 

 

 


Das Fellow-Programm Freies Wissen geht in die zweite Programmrunde – Jetzt für ein Stipendium bewerben!

Um das Wissen und die Praxis zu Offener Wissenschaft weiter zu fördern, werden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler verschiedener Fachdisziplinen in diesem Jahr wieder die Chance erhalten, Offene Wissenschaft in ihrer Forschungspraxis auszuprobieren – das Fellow-Programm Freies Wissen startet ab Herbst 2017 in die zweite Programmrunde. Bewerbungen sind ab sofort möglich, die Bewerbungsfrist endet am 04. August 2017.

 

by Sarah Behrens at June 28, 2017 10:58 AM

June 27, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Der Kultur-Hackathon Coding da Vinci 2017 in Berlin

Ein Gastbeitrag von Lucy Patterson, Projektmanagerin von Coding da Vinci Berlin.

Coding da Vinci – der erste und größte Kultur-Hackathon Deutschlands – kehrt 2017 nach Berlin zurück. Entstanden aus einer gemeinsamen Initiative der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB), der Open Knowledge Foundation Germany e.V. (OKF DE), der Servicestelle Digitalisierung Berlin (digiS) und Wikimedia Deutschland e.V. (WMDE) zeigt Coding da Vinci seit 2014, welche Potentiale in offenen Kulturdaten stecken.

In den zurückliegenden Jahren hat Coding da Vinci bereits mit über 60 Kulturinstitutionen zusammengearbeitet und konnte über 100 offene Datensätze Datensätze für die Öffentlichkeit verfügbar machen. 54 interdisziplinäre Teams haben im Rahmen von Coding da Vinci aus diesen Daten beeindruckende und überraschende Kulturanwendungen geschaffen von mobilen Websites bis zu interaktiven Hardware-Prototypen.

Coding da Vinci sieht sich als Teil der weltweit wachsenden OpenGLAM*-Bewegung, in der sich Menschen in und außerhalb von Kultureinrichtungen für den freien Zugang zu und die offene Nachnutzung von digitalisierten Kulturgütern einsetzen.

In der schon legendären One Minute Madness von Coding da Vinci machen die Kultur- und Gedächtnisinstitutionen Reklame für ihre Datenpräsentation im Anschluss. Bild: Heiko Marquardt, Coding da Vinci Kick Off (25 & 26-04-2015) 028, CC BY 3.0

Ich freue mich, jetzt ein Teil des Teams dieses tollen Projektes zu sein. Aus meiner Erfahrung im Organisieren von Hackathons (Science Hack Day Berlin neben anderen) weiß ich, wie viel kreative Energie frei werden kann, bringt man Menschen aus verschiedenen Bereichen und mit verschiedenen Fähigkeiten zusammen. Außerhalb der eigenen In-Group, weg von den etablierten Lösungsmustern der eigenen Disziplin ist man herausgefordert, gründlicher nachzudenken, die eigenen Vorannahmen zu hinterfragen und lang eingespielte Muster aufzubrechen.

Ein Kultur-Hackathon macht genau das mit unserem Kulturerbe. Die Teilnehmer ergreifen die Chance, mit frischem Blick an Kulturdaten heranzutreten. Sie versuchen, den Kontext, das Warum und den kreativen Prozess der Ersteller/innen der Originaldaten zu verstehen und bauen dazu eine eigene Beziehung auf. Es entstehen neue Perspektiven und lebendige Interpretationen; mittels Remixing, Neudefinition und digitaler Neubelebung wird die Vergangenheit mit der Gegenwart vernetzt. Das Kulturerbe von morgen erwächst aus dem lebendigen Umgang mit dem Kulturerbe in der Gegenwart.

Kick-Off von Coding da Vinci Nord, der Kultur-Hackathon in Hamburg. Bild: Open Knowledge Foundation Deutschland from Deutschland, Coding da Vinci Nord 2016 – Kick-Off in Hamburg (32760433212), CC BY 2.0

Aus den vielen Projekten, die im Rahmen von Coding da Vinci entstanden sind, spricht mich eines besonders an: Sieben x Zwei – von Tugenden und Lastern. Die Künstlerin Birgit Lippeck inszenierte aus 400 Jahre alten Kupferstichen der Hamburger Staatsbibliothek Kurzfilme. Die Protagonist/innen sind die Sieben Todsünden und die Sieben Tugenden. Im Remix des graphischen Materials untermalt mit Musik und animiert in moderner Cliptechnik erschließen sich dem Betrachter die alten Bilder neu, und auch die in ihnen transportierten Inhalte.

Diese Art des Remixing ist eine Grundfunktionsweise unserer Kultur, das Fundament kreativer Prozesse. OpenGlam-Strategien für Kulturdaten ermöglichen und unterstützen diese Prozesse im digitalen Zeitalter. Das Internet und seine Möglichkeit, Daten sowie offene und freie Werkzeuge zur Bearbeitung dieser Daten zu teilen, erlaubt es einem neuen Publikum, Teil dieser kreativen Prozesse zu werden. Das ist der nächste Schritt in der Demokratisierung unseres Kulturerbes.

Mit dem ersten erfolgreichen Ausflug in die Region 2016 ist Coding da Vinci zu einem überregionalen Projekt geworden. 2017 kehren wir nach Berlin zurück und legen einen Schwerpunkt auf die Region Berlin-Brandenburg.

Termine und Ablauf

Das Berliner Kick-Off-Event findet vom 21-22 Oktober in der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin statt. Beim Kick-Off bekommen unsere Teilnehmer/innen –  Programmierer/innen, Designer/innen, Künstler/innen, Kulturinteressierten, Hardwareingenieur/innen und Wissenschaftler/innen – die Gelegenheit, die Kulturinstitutionen sowie deren Daten und Werte kennenzulernen, und bilden Teams, in denen sie in der sich an das Kick-Off anschließenden sechswöchigen Sprint-Phase funktionierende Prototypen für neue digitale Kulturanwendungen erstellen. In der Abschlusspräsentation und Preisverleihung am 2. Dezember werden alle Projekte der Öffentlichkeit vorgestellt und können gleich ausprobiert werden.

Für diejenigen die mit Kulturdaten arbeiten und bei Coding da Vinci als Datengeber mitmachen möchten, melden Sie sich einfach bei (codingdavinci@zib.de).

Für Entwickler*innen und Kulturinteressierte

Wenn Du bei Coding da Vinci dabei sein möchtest, melde Dich bei unserer Maillingliste an. Dort verschicken wir u.a. Informationen zum Anmeldungsstart (Ende September). Und behalte unsere Website im Auge für Programmankündigungen oder neue Datensätze und folge uns auf Twitter @codingdavinci.

*Fußnote: GLAM (englisches Akronym für galleries, libraries, archives, museums) steht für Kunstsammlungen, Bibliotheken, Archive und Museen und deren Aktivitäten im Netz.

by Barbara Fischer at June 27, 2017 08:57 AM

June 26, 2017

DaB.

Kurier: Wikidata-Wahldaten-Workshop

MB-one berichtet im Kurier über einen Workshop mit dem Thema Wahldaten und Wikidata.

by DaB. at June 26, 2017 09:45 PM

June 25, 2017

DaB.

Ausbau Pasarow Award

Drahreg01 hat einen Aufruf im Kurier gestartet, ihm beim Ausbau des Artikels Pasarow Award zu helfen. Hauptproblem ist wohl, das die Preisträger online nur schlecht zu finden sind und der enwp-Artikel recht bescheiden ist.

Zur Motivation hat Drahreg01 ein paar Preise ausgesprochen.

by DaB. at June 25, 2017 02:00 PM

June 24, 2017

DaB.

Probleme bei der Visa-Vergabe Wikimania

Seit ein paar Tagen läuft auf der zentralen Mailingliste der Wikimania ein Thread über Probleme bei der Visavergabe. Mehrere Leute aus Ländern wie Indien berichten, das ihr Visa-Antrag abgelehnt wurde und das sie deshalb nicht zur Wikimania in Montreal kommen können.

Ein offenkundiges Problem scheint zu sein, das die Einladungsschreiben von der WMF ausgestellt wurden, die bekanntlich in den USA und nicht in Kanada sitzt. Kerry hat die Problematik daran gut zusammengefasst:

So an organisation P in country Q writes a letter of support to country R to grant a visa to person S from country T on the basis that organization P thinks that person S is actually the pseudonymous user U?

Hintergrund dafür scheint aber zu sein, das die eigentliche Orginisation die die Wikimania ausrichten sollte, mittlerweile aufgelöst (defunct) ist, und nun das lokale Chapter und die WMF die Brocken auflesen müssen. Hoffen wir das Beste.

by DaB. at June 24, 2017 03:30 PM

June 23, 2017

DaB.

Abstimmung Technische Wünsche

Noch bis zum 2. Juli kann darüber abgestimmt werden, welche technischen Wünsche Wikimedia Deutschland demnächst umsetzen soll.

by DaB. at June 23, 2017 04:45 PM

Wiederwahl JWBE

Noch bis 25. Juni läuft die Wiederwahl von JWBE.

by DaB. at June 23, 2017 03:47 PM

June 22, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 24/2017

In dieser Ausgabe der Wikimedia:Woche 24/2017 geht es unter anderem um die Wahlergebnisse zum FDC, einen Brief an die Wikimedia Foundation und die Resultate aus den Befragungen zum Förderbarometer. Wer sich bei der WikiCon 2017 in Leipzig einbringen möchte, hat für einen Programmvorschlag nun etwas mehr Zeit. Auch für die Abstimmung über die Technischen Wünsche für die Wikipedia steht noch ein wenig Zeit zur Verfügung.

Zur Wikimedia:Woche 24/2017 geht es hier.

by Nicolas Rueck at June 22, 2017 03:26 PM

June 17, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Rückblick aus Bamberg: Wikimedias 20. Mitgliederversammlung

Am heutigen Samstag, den 17. Juni, fand die 20. Mitgliederversammlung unseres Vereins in Bamberg statt. Ein Jubiläum, sozusagen, mit zwanzig Versammlungen seit Gründung von Wikimedia Deutschland. Vielleicht ganz passend dazu gab es eine Premiere: Der Tag war geteilt in die formale Versammlung mit Berichten und Anträgen am Vormittag, am Nachmittag gab es einen buchstäblichen „Jahrmarkt“ des Freien Wissens. Hier ein erster Rückblick, vor Ort und frisch. Das offizielle Protokoll folgt später. Für Eindrücke per gesammelter Tweets (Storify)hier klicken.

Am Vormittag…

…berichteten das ehrenamtliche Präsidium und der hauptamtliche Vorstand über die Entwicklungen der letzten Monate. Die Eckpunkte im Telegrammstil: Der Vorstand wurde entlastet, der laufende Wirtschaftsplan 2017 aktualisiert, die ehrenamtliche Arbeitsgemeinschaft Partizipation umgestaltet (muss nicht mehr jedes Jahr gewählt werden, sondern ist ab sofort offen). Außerdem wurde mit der Vorstellung von Prinzipien für das Online-Fundraising ein Auftrag der letzten Mitgliederversammlung zum vorläufigen Abschluss gebracht. Die Prinzipien wurden in einem Community-Workshop erarbeitet und dienen als Prüfrahmen dafür, wie gut Spendengewinnung und trotzdem gute Benutzbarkeit der Wikipedia ausbalanciert werden. Deshalb auch die Formulierung „vorläufiger“ Abschluss, denn es gibt ja kein Verfallsdatum für die Prinzipien, die hier befolgt werden sollen.

Eine Premiere, auch räumlich: vormittags Versammlung, nachmittags Jahrmarkt. Klick aufs Bild führt zum aktuellen Jahresbericht.

Der Morgen der Mitgliederversammlung. Mitglied werden ist übrigens einfach, z. B. hier auf das Bild klicken und Formular finden.



Der Nachmittag… Jahrmarkt!

Der Nachmittag stand dann im Zeichen von Popcorn, Glücksrad, Kuriositätenkabinett und Impro-Theater – um nur ein paar Beispiele für Attraktionen auf dem „Jahrmarkt des Freien Wissens“ zu nennen. Die Idee: Die Arbeit des Vereins ist vielfältig, aber deswegen muss sie nicht komplex erklärt werden. Am besten macht es auch noch Spaß, so dass man neugierig auf mehr wird. Auf einem Jahrmarkt gehen Menschen von Attraktion zu Attraktion – und wo es Ihnen gefällt, da bleiben sie stehen. Unser Wikimedia-Jahrmarkt war genauso aufgebaut. Jeder der fünf Schwerpunkte des Jahresplans 2017 hatte eine eigene Station, dazu kamen Einführungskurse für Wikipedia und Wikidata sowie ein offener Workshop zur weltweiten Wikimedia-Strategie, die gerade erarbeitet wird.

Der Abend… Podium!

Das Thema „Wikipedia in postfaktischen Zeiten“ diskutierten Martin Kraft, Maximilian Schönherr, Alice Wiegand und Sabria David (v.l.n.r.) mit Moderatorin Anna-Lena Schiller

Den Abschluss des Tages bildete eine Podiumsdiskussion über die Zukunft der Wikipedia, speziell in diesen so genannten postfaktischen Zeit. Es diskutierten Journalist Maximilian Schönherr, Sabria David aus dem Präsidium von Wikimedia Deutschland, Wikipedianer Martin Kraft und Alice Wiegand aus dem Board of Trustees – und auf einem freien wechselnden Sitz auf dem Podium nahmen abwechselnd Gäste aus dem Publikum Platz. Alle paar Minuten kamen so neue Impulse aus dem Saal in die Diskussion.

Nach welchen Mechanismen funktioniert Journalismus heute? Wie nähert man sich dem Begriff Wahrheit? Was braucht die Wikipedia und was nicht? Aufklärung, Mut zu Unschärfe, Komplexität wagen und Menschen zutrauen – fast eineinhalb Stunden wurde munter diskutiert. Als es in die Abschlusskommentare ging, gab es sogar noch Energie für einen letzten Podiumsgast, der im besten enzyklopädischen Sinn ein kurz davor gefallenes Sokrates-Zitat korrigierte: Nein, Sokrates sagte nicht, dass er nichts wisse, sondern dass er nicht wisse. Szenenapplaus.

So endete ein ganzer Tag rund um Freies Wissen. Vielen Dank Bamberg und insbesondere an alle Mitglieder vor Ort!

by Michael Jahn at June 17, 2017 07:05 PM

June 15, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 23/2017

Die Wikimedia:Woche 23/2017 beschäftigt sich in der aktuellen Ausgabe unter anderem mit der Neuordnung der Teams der Softwareabteilungen der Wikimedia Foundation, dem neuen Mitlgied des „Endowment-Boards“ und der Suche nach neuen Ehrenamtlichen für das Affiliations Committee. Die WikiEulenAcademy hat einen Aufruf gestartet. Für technische Wikimedia-Veranstaltungen existiert nun ein „Code of Conduct“ und auf wikiafrica.org gab es eine interessante Überarbeitung.

Zur Wikimedia:Woche 23/2017 geht es hier.

by Nicolas Rueck at June 15, 2017 02:48 PM

June 09, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wissenschaft offen gestalten: Das Fellow-Programm Freies Wissen geht in die zweite Programmrunde – Jetzt für ein Stipendium bewerben!

Die Öffnung der Wissenschaft schreitet langsam voran, aber ist noch keine gängige Praxis in der wissenschaftlichen Forschung und Lehre. Um die Idee der Offenen Wissenschaft zu stärken, wurde im vergangenen Jahr das Fellow-Programm Freies Wissen ins Leben gerufen. Die Ausschreibung für die zweite Programmrunde wurde nun veröffentlicht. Für das Programmjahr 2017/2018 werden bis zu 20 Stipendien an Doktoranden (m/w), Post-Docs (m/w) und Juniorprofessoren (m/w) vergeben.

Markus Büsges, leomaria designbüro, Logo Fellowprogramm quer, CC BY-SA 4.0

Offene Wissenschaft (Open Science) ist in aller Munde und wird mittlerweile in Deutschland genauso wie auf EU-Ebene von politischen Entscheidungsträgern diskutiert. Viele Vorteile Offener Wissenschaft liegen klar auf der Hand: Offen publizierte Forschungsergebnisse und Methoden beflügeln den wissenschaftlichen Austausch und können die Grundlage für neue Forschungsprojekte bilden. Das Innovationspotential für Wissenschaft und Wirtschaft ist also enorm. Ohnehin sollte steuerlich finanzierte Forschung, die von allen Bürgerinnen und Bürgern getragen wird, auch für alle abruf- und nachnutzbar sein. So ist auch das Potenzial gegeben, Wissenschaft und Forschung weiter in der Gesellschaft zu verankern. Doch in der Umsetzung ist Offene Wissenschaft noch längst nicht umfassend angekommen.

Um das Wissen und die Praxis zu Offener Wissenschaft weiter zu fördern, werden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler verschiedener Fachdisziplinen in diesem Jahr wieder die Chance erhalten, Offene Wissenschaft in ihrer Forschungspraxis auszuprobieren – das Fellow-Programm Freies Wissen startet ab Herbst 2017 in die zweite Programmrunde. Gemeinsam mit Wikimedia Deutschland e.V. und dem Stifterverband unterstützt die VolkswagenStiftung als neuer Programmpartner diese zweite Ausschreibungsrunde. Zudem sind folgende wissenschaftliche Partner mit Qualifizierungsangeboten an dem Programm beteiligt: die Technische Informationsbibliothek (TIB), das Museum für Naturkunde Berlin, das Center für Digitale Systeme (CeDiS) der Freien Universität Berlin und die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen.

Bewerbungen sind ab sofort möglich, die Bewerbungsfrist endet am 04. August 2017.

Im Sinne der Transparenz des Auswahlprozesses und Offenheit sind die Bewerberinnen und Bewerber in diesem Programmjahr dazu angehalten, ihre Projektskizzen zusätzlich auf Wikiversity zu veröffentlichen und so für alle Interessierten einsehbar zu machen.

Alle Informationen zum Fellow-Programm Freies Wissen und zur Bewerbung finden Sie unter www.wikimedia.de/fellowprogramm oder auf Wikiversity.

by Christopher Schwarzkopf at June 09, 2017 01:50 PM

June 08, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 22/2017

Die Wikimedia:Woche 22/2017 greift unter anderem die folgenden Themen auf: Die Beschwerde von Wikimedia Frankreich gegen die FDC-Empfehlung, den Tätigkeitsbericht von Wikivoyage e. V. und die Frage ob die Wikimedia-Projekte über das Tor-Netzwerk zugänglich sein sollten. Außerdem feiert die Berliner Wikipedia-Community die Eröffnung des WikiBär, dem neuen lokalen Community-Raum in Berlin.

Zur Wikimedia:Woche 22/2017 geht es hier.

by Nicolas Rueck at June 08, 2017 02:10 PM

June 02, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Verstärkung für unser Fundraising: Martin Bartsch

Ich freue mich, Martin Bartsch bei Wikimedia begrüßen zu dürfen! Er übernimmt ab sofort die Leitung unseres Fundraising-Teams. In den letzten Jahren hat Till Mletzko nicht nur äußerst erfolgreich die jährliche Online-Spendenkampagne des Vereins verantwortet, sondern darüber hinaus ein Team aufgebaut, das mittlerweile weit über die Aufgaben rund um diese Kampagne hinaus tätig ist. Um nur einige Stichworte zu nennen: Begrüßung und Datenverwaltung unserer 50.000 Mitglieder, regionale Mailings rund um Freies Wissen, CRM-Maßnahmen, unterjähriger Service für die kontinuierlich steigende Anzahl unser Spenderinnen und Spender, Automatisierungen etc. Alle diese Themen begleiten uns von Jahr zu Jahr intensiver, neben der Spendenkampagne im Herbst. Und alle gehören ebenso intensiv betreut; genauso wie das personell gewachsene Fundraising-Team. Mit Martins Verstärkung stellen wir das sicher, unter anderem auch, damit Till Mletzko sich in vollem Umfang dem Thema Online-Fundraising widmen kann.

Mit Martin gewinnen wir nicht nur einen erfahrenen Fundraiser, sondern jemanden, der sich mit Leidenschaft für die gute Sache einsetzt – sei es im Natur- und Artenschutz, zuletzt im Verbraucherschutz und nun für Freies Wissen. Von seinen verschieden beruflichen Stationen sei hier insbesondere seine jahrelange Tätigkeit als Fundraiser bei Borneo Orang-Utan Survival Deutschland hervorgehoben, wo er zwischen 2011 und 2014 auch geschäftsführend tätig war. Zusammen mit dem Fundraising-Team freuen sich Till und ich sehr über die Verstärkung.

Herzlich willkommen bei Wikimedia, Martin!

by Michael Jahn at June 02, 2017 08:07 AM

June 01, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 21/2017

Nach einer kleinen Pause kommt die Wikimedia:Woche 21/2017 unter anderem mit den Ergebnissen der Wahlen zum Board of Trustees, neuen Stellenangeboten, der Veröffentlichung der Gehälter und Abfindungen für die Leitungsebene der Wikimedia Foundation und einer neuen User Group. Außerdem gab es einen Vorstands- bzw. Geschäftsführerwechsel bei Wikimedia Italien und Wikimedia Schweden. Der Jahresbericht von Wikimedia Deutschland wurde neben der Printausgabe und als PDF auch in Form einer anschaulichen Webseite veröffentlicht.

Zur Wikimedia:Woche 21/2017 geht es hier.

by Nicolas Rueck at June 01, 2017 03:08 PM

May 31, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Jahresbericht 2016 von Wikimedia Deutschland: jetzt auch als Website

 

Liebe Freunde des Freien Wissens,

jedes Jahr veröffentlicht Wikimedia Deutschland einen Jahresbericht, in dem ein Überblick der Arbeit des Vorjahres gegeben wird sowie Einblick in unsere Finanzen. Erstmals steht dieses Jahr ab sofort nicht nur der gedruckte Bericht und ein PDF zur Verfügung, sondern ein Online-Bericht, der wie eine eigene Website funktioniert. Wir haben das gemacht, damit je nach Interesse einzelne Themen und Berichtsteile einfach gefunden und gelesen werden können. Die Ansicht ist auch für Mobilgeräte optimiert. Wer mag, kann sich auch in Bus und Bahn oder anderswo über Wikimedia informieren.

Kurz, ich freue mich, den Jahresbericht 2016 hier unter 2016.wikimedia.de mit euch teilen zu können:

Auf das was im Bericht steht, werde ich genauer unter anderem auf der kommenden Mitgliederversammlung des Vereins in Bamberg eingehen. Nicht vergessen, 17. Juni 2017!

Mit besten Grüßen
Abraham

P. S. Wer dennoch das klassische Din-Format braucht, zum Beispiel zum Ausdrucken, findet hier die PDF-Alternative.

by Abraham Taherivand at May 31, 2017 03:12 PM

WikiAhoi

Kleine Souvenirs vom Wikimedia Hackathon in Wien

Letztes Jahr in Jerusalem, nächstes Jahr in Barcelona, dieses Jahr in Wien: Von 19.–21. Mai  2017 fand der Wikimedia Hackathon in Wien statt. Rund 250 Entwicklerinnen und Entwickler trafen sich in Wien, um an Wikimedia Projekten zu arbeiten, also an Wikipedia, Wikidata, MediaWiki und den vielen Geschwisterprojekten.

Teil des Hackathons war auch ein spezieller Konferenz-Track, „Fantastic MediaWikis and How to Maintain Them“, der von der MediaWiki Stakeholders‘ Group (hier allen voran Markus Glaser und Richard Heigl) organisiert wurde.

WikiAhoi war an diesem Tag dabei!

Was gibt’s Neues in der MediaWiki-Welt?

Mark A. Hershberger gab einen Einblick in Interviews, die mit Drittnutzern von MediaWiki (=Nutzer außerhalb von Wikimedia Projekten) geführt wurden. Dabei stellte sich heraus: „Content is king, not code“ – also im Wiki geht es immer um Inhalte, nicht vorrangig um die Funktionen.

Content is king, not code.

Nutzer verwenden MediaWiki aus den folgenden Gründen:

  1. Vertrautheit. Aufgrund von Wikipedia kennt man das System.
  2. Zuverlässigkeit. Der Code der Software wird regelmäßig mit Sicherheitsupdates durch die Wikimedia Foundation aktuell gehalten.
  3. Findbarkeit. Ein Wiki fungiert als zentrale Stelle im Unternehmen, Informationen zu suchen und zu finden.
  4. Teilbarkeit/Mehrbenutzbarkeit. Sind Inhalte einmal erstellt, können sie einfach geteilt und weiterverarbeitet werden.
  5. Agilität. Ein Wiki ist flexibel und wächst mit neuen Anforderungen. Prototypen sind rasch erstellt und sofort produktiv einsetzbar.
  6. Transparenz & Zurechenbarkeit. Zu jedem Zeitpunkt ist transparent, wer wann welche Änderungen vorgenommen hat. Das hat noch einen positiven Aspekt: Die Autorschaft von Artikeln kann speziell hervorgehoben werden.

Bernhard Krabina vom KDZ stellte das Wien Geschichte Wiki vor – wer’s noch nicht gesehen hat, unbedingt reinstöbern! Es ist ein sehr schönes Beispiel eines öffentlichen semantischen Wiki. In Zukunft werden noch ein semantisches Glossar eingebaut, außerdem sind ein Ausbau der Inhalte zu Denkmäler und ein neues responsives Design in Planung. Die Schwierigkeiten in der Arbeit mit diesem Wiki sind Performance-Optimierungen, da die Schnelligkeit unter den vielen Abfragen etwas leidet. Derzeit werden dazu noch Servereinstellungen angepasst.

Bernhard lud auch wieder zur Meetup-Gruppe der Semantic MediaWiki Community in Wien ein!

Michael Barylak von der European Space Agency (ESA) stellte den Prototypen eines internen MediaWiki zum Qualitätsmanagement vor.

No system is perfect, concept of improvement is crucial.

Etwas techniklastiger, aber nicht minder interessant waren Vorträge von Niklas Laxström von translatewiki.net, der über die Codeentwicklung mit dem Deployment-Tool Oregano sprach, und von Lex Sulzer von Dataspects, dem es einfache Backups und Klone für Entwicklerumgebungen angetan haben.

Zum Abschluss sprach Richard Heigl von Hallo Welt! über den Vergleich von Confluence und MediaWiki. Es wird derzeit an einem Echtzeit-Editor gearbeitet, das wäre ein Quantensprung für den Editor in MediaWiki!

Make your hidden champions visible.

Und Markus Glaser von Hallo Welt! erläuterte die Installation von Visual Editor in MediaWiki, für diese Extension braucht es ja einige Serveranpassungen.

Auf dem Panel „Promoting MediaWiki“ ging es vor allem um die Frage, welche Vorteile die Nutzung von MediaWiki im Unternehmenskontext für die Wikimedia Foundation haben kann.

Nachlese zur Konferenz am Hackathon

Der Hackathon wurde unter dem Hashtag #wmhack auf Twitter begleitet. Zur Konferenz gibt es von uns auch ein eigenes Storyboard.

Alles in allem ein super Event!

Fantastic MediaWikis and How to Maintain Them (c) Shrini, Quelle: Wikimedia Commons

Any questions? – Mark. A. Hershberger auf dem Wikimedia Hackathon. (c) Sabine Melnicki

Promoting MediaWiki: Panel mit Mark A. Hershberger, Bryon Davis, Brion Vibber, Sabine Melnicki, Richard Heigl. (c) Markus Glaser (Mglaser), Quelle: Wikimedia Commons

by Sabine at May 31, 2017 08:13 AM

May 26, 2017

WikiAhoi

Eine Konferenz mit Folgen: Neues aus der semantischen Wiki-Welt

Wir waren dieses Jahr mit WikiAhoi wieder bei der SMWCon dabei. Die Konferenz zu Semantic MediaWiki findet zweimal pro Jahr statt, im Frühling in Nordamerika und im Herbst in Europa. Letztes Jahr waren wir schon in Wien dabei und dieses Jahr gings ins herbstlich-sonnige Barcelona. In freundlicher, persönlicher Atmosphäre wurden technische Neuigkeiten, innovative Projekte und besondere Anwendungsfälle besprochen. Wir möchten Sie an den wichtigsten Neuerungen teilhaben lassen.

Neuigkeiten aus der Semantic MediaWiki-Welt

Semantic Forms (Version 3.4 September 2015) hat sich mittlerweile als eigenständige Erweiterung etabliert und ist nun technisch nicht mehr von der Grunderweiterung Semantic MediaWiki abhängig. Weitere wichtige Änderungen:

  • Statt den Spezialattributen werden nun ParserFunctions eingesetzt.
  • Kartenbasierte Eingabeformate (Google Maps, Open Layers) sind nun möglich – diese werden nur eingesetzt, wenn Semantic Maps nicht vorhanden ist.
  • Weiters wird nun Cargo unterstützt, es lassen sich in Formularen auch Eingabeformate und die Autovervollständigungsfunktion aus Cargo nutzen.
  • Dazu kann man nun auch „mapping“-Werte hinterlegen, das sind andere Werte, als auf der Seite angezeigt werden.
  • Ein neuer Parameter erlaubt es, nur einzigartige Werte speichern zu lassen.
  • Alle roten Links können nun mit einer einzelnen Einstellung auf eine Formularauswahlliste weitergeleitet werden.

Die MediaWiki Stakeholder’s Group nahm die Konferenz zum Anlass, um weitere Schritte zu besprechen: Ziel der Gruppe ist die Koordination und die Kommunikation mit Wiki-Nutzern in Unternehmen, die Unterstützung von Entwicklern und Administratoren und die offizielle Kommunikation mit der Wikimedia Foundation. Wikipedia hat etwas andere Ziele als einzelne Drittnutzer der Software MediaWiki. Es geht also stark darum, die Interessen der Nutzer von Wiki in Unternehmen zu vertreten und in der Weiterentwicklung der Software voranzutreiben.

Interessante neue semantische Erweiterungen gibt es zu Breadcrumbs, Zitaten, Sprachenlinks und Metatags:

Und warum „eine Konferenz mit Folgen“? Diese Konferenz hat Folgen auf mehreren Ebenen: Wir haben persönliche Kontakte für Zusammenarbeit und Austausch geknüpft, es wurden Ideen beflügelt und Inspirationen für neue Projekte ausgetauscht, die Motivation wieder gestärkt, das Projekt MediaWiki als Ganzes voranzubringen und nicht zuletzt viele Features und Software-Änderungen besprochen, die in der Regel meist recht schnell umgesetzt werden. Die Konferenz war somit ein voller Erfolg.

Die Konferenz fand von 28.–30.10.2015 in Barcelona statt, in der schönen Fabra i Coats Kunstfabrik im Stadtteil Sant Andreu. Knappe 40 Teilnehmer nahmen an einem Tutorial- und zwei Konferenztagen teil.

by Sabine at May 26, 2017 04:27 PM

May 20, 2017

Jakob Voss

Introduction to Phabricator at Wikimedia Hackathon

This weekend I participate at Wikimedia Hackathon in Vienna. I mostly contribute to Wikidata related events and practice the phrase "long time no see", but I also look into some introductionary talks.

In the late afternoon of day one I attended an introduction to Phabricator project management tool given by André Klapper. Phabricator was introduced in Wikimedia Foundation about three years ago to replace and unify Bugzilla and several other management tools.

Phabricator is much more than an issue tracker for software projects (although it is mainly used for this purpose by Wikimedia developers). In summary there are tasks, projects, and teams. Tasks can be tagged, assigned, followed,discussed, and organized with milestones and workboards. The latter are Kanban-boards like those I know from Trello, waffle, and GitHub project boards.

Phabricator is Open Source so you can self-host it and add your own user management without having to pay for each new user and feature (I am looking at you, JIRA). Internally I would like to use Phabricator but for fully open projects I don’t see enough benefit compared to using GitHub.

P.S.: Wikimedia Hackathon is also organized with Phabricator. There is also a task for blogging about the event.

by jakob at May 20, 2017 07:47 AM

May 18, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 20/2017

Die Wikimedia:Woche 20/2017 beinhaltet unter anderem folgendes: Die Veröffentlichung der FDC-Empfehlungen, die erstmalige Möglichkeit sich an der Jahresplanung der Wiki Education Foundation zu beteiligen, das Ergebnis der Vorstandswahlen bei Wikimedia Niederlande und ein Aufruf zur Beteiligung an einer Wunschliste zur freien Lizenzierung öffentlich-rechtlich produzierter Videos und Bilder.

Außerdem gibt es eine neue Folge des Podcasts WikiStammtisch.

Zur Wikimedia:Woche 20/2017 geht es hier.

by Nicolas Rueck at May 18, 2017 01:40 PM

May 15, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Die digitale Transformation ist eine große Chance für das Kulturerbe

Vortrag zur 100. Jahresversammlung des Deutschen Museumsbundes (FG Geschichtsmuseen)

Osman Hamdy Bey Vieil homme devant des tombeaux d’enfants, Musée d’Orsay 1903, Foto von Sailko [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons


Unbestritten steht unsere Zivilisation auf den Schultern unseres kulturellen Erbes. Aus diesem Erbe schöpfen wir die Bausteine unserer Identität. Unsere Kulturgüter sind die geronnenen Artefakte unserer Ideen und Wertvorstellungen. Dem wird wohl niemand widersprechen. Nur wer befasst sich heute noch aktiv mit dem Kulturerbe? Noch vor hundert Jahren waren Hausmusik, Laientheater, Lesezirkel, das Zeichnen auf Reisen, das Sammeln von Märchen und Trachten übliche Freizeitbeschäftigungen mehr oder weniger quer durch alle Schichten. Museen waren Schaufenster in die Welt. Sie waren voller neugieriger und wissbegieriger, oft kulturschaffender Besucher. Die ausgestellten Dinge hatten einen Bezug zu den Handlungen in der eigenen Welt der Betrachter und sei es nur zu denen der Freizeit. Der aktive Umgang mit kulturellen Praktiken wurde spätestens im Wandel der Freizeitkultur von “Machen” zu “Machen Lassen” vom Freizeitkonsum verdrängt. Die Distanz des Individuums zu seinem kulturellen Erbe wuchs mit der Seltenheit der Momente, in denen er unmittelbar mit ihm umging. Statistisch geht der Berliner, die Berlinerin einmal im Jahr ins Theater und etwas öfter geht man in Deutschland ins Museum. Wie vernachlässigbar, gemessen an den zehn Stunden täglicher Mediennutzung. Wenn das kulturelle Erbe ein lebendiger Teil unserer Identität bleiben und damit einen tiefen Einfluss auf unsere Definition von Zivilisation behalten soll, dann müssen Kunstsammlungen, Bibliotheken, Archive und Museen (kurz im englischen Akronym: GLAM) die Chance der digitalen Transformation nutzen. Und wir, die Besucher und öffentlichen Eigner, sollten darauf drängen, dass sie einen ersten Schritt dahin tun. Die digitale Transformation geschieht zuerst im Kopf der Entscheidungsträger des GLAM-Bereichs. In meiner Rede anlässlich der 100. Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes in Berlin am 10. Mai 2017 vor der Fachgruppe der Geschichtsmuseen warb ich um Mut, diesen ersten Schritt zu tun.

Digitalstrategie für Geschichtsmuseen

Sie fragen sich vielleicht, warum ich ausgerechnet diesen Orientalismusschinken als Eingangsbild gewählt habe. Es ist eines der wenigen ausgestellten Bilder im Pariser Musée d’Orsay, das von einem Nicht-Europäer gemalt wurde. Daher hatte ich es zu meiner Gedächtnisstütze photographiert. Vermutlich hätte ich es schon vergessen, könnte zumindest schwerlich sagen, wer das Bild gemalt hätte, wenn ich es in den letzten Monaten nicht immer wieder beim Scrollen in meiner Smartphone-Galerie gefunden hätte. Als ich in den letzten Tagen begann, meinen Vortrag vorzubereiten, fiel es mir wieder ein. Ich will Ihnen im Folgenden meine Motive darlegen.

Auch ich saß einmal in einem Einführungskurs für Geschichtsstudenten. An die Tafel schrieb der Professor mit Kreide “History”. Er dozierte, der griechische Wortkern “histor-” bedeute das Erforschte oder Erfahrene berichten. Historiker machten die Vergangenheit in ihrer Darstellung wieder lebendig. Mir blieb im Kopf: Historiker sind Geschichtenerzähler. So passt das Gemälde des Orientalen. Das Bild erzählt Geschichte. Eine Geschichte des Malers Osman Hamdy Bey und die seines Sujets. Es ist für sich genommen selbst Geschichte und erzählt die Sammlungsgeschichte des Museums mit. Das Motiv des Gemäldes und wie ich das Gemälde reproduzierte, berichten über mich als Fotografen und “Digitaltouristen”. Der Reichtum an Geschichten wächst mit jedem Betrachter. Genau darum geht es mir heute.

Obwohl ich als Digitalstratege seit Jahren bei Wikimedia Deutschland, der Fördergesellschaft der Wikipedia und Wikidata, arbeite, werde ich weder über Wikipedia noch über digitale Technologien sprechen. Weder über den Vorteil von WiFi im Museum, noch über Tablets in der Museumspädagogik. Weder über Social Media, Deutsche Digitale Bibliothek noch Europeana. Ich werde Ihnen nicht darlegen, wie Sie Ihre Bestände digitalisieren oder wie Sie Ihre Metadaten mit Wikidata verknüpfen, um deren vernetze Reichweite zu erhöhen. Es geht mir nicht um Urheberrecht, Wissensallmende oder um Public Domain. Darum kann es erst im zweiten Schritt gehen. Nachdem Sie sich entschieden haben, ob Sie meinem Vorschlag folgen wollen. Nachdem Sie den ersten Schritt gemacht haben.

Geschichtsmuseen im Wandel

Geschichtsmuseen entstanden aus den Sammlungen von Herrschenden, später auch von Bürgern. Sie beinhalten die Objekte, die als Gedächtnisanker für ein referentielles Ereignis in der Vergangenheit dienten. Die eroberte Truppenfahne aus den Religionskriegen, die mittelalterliche Urkunde zur Verleihung des Marktrechtes. Der Humpen des Zunftmeisters. Das Tafelsilber der jüdischen Kaufmannsfamilie. Die zurückgelassenen Schuhe des Emigranten. Aus den Schaukabineten wurden chronologische Ausstellungen, um den Besuchern Geschichtskenntnisse der Stadt, der Region, des Landes oder der Nation zu vermitteln. Je nachdem welchen Brotherren das Haus hat.

In jüngerer Zeit kamen thematische Ausstellungen hinzu. Dann hielt die  Erlebnisgesellschaft Einzug in die Geschichtsmuseen. Die Inszenierung der Sammlung wurde zum Credo. Doch ganz gleich, welche Medien Sie verwenden, welche Inszenierungsform Sie wählen. Ob und wie Sie das Objekt in das Narrativ des Rundganges einbetten, Sie behalten die Fäden in der Hand. Sie haben den Vermittlungsauftrag. Sie haben das Wissen. Sie sind der Experte. Sie spinnen den Faden der Erzählung. Sie sind der Geschichtenerzähler. Das heißt aber auch: Die anderen, die Besucher, die Schulklassen, die Touristen, die Abonnenten Ihres Museumsnewsletters, die User Ihrer neuen Museumsapp, Ihre Facebookfreunde sind Ihre Leser, Zuschauer, Zuhörer, Ihre Rezipienten. Sie sind, wenn man das Wörtliche auf die Spitze treibt, die Behälter für Ihre geistigen Ergüsse.

Reicht das Ihren Besuchern heute? Reicht Ihnen das? Wenn Sie nicht nur neue Technologien und Medien in Ihrem Museum zum Einsatz bringen wollen, dann verheißt eine wirksame Digitalstrategie die Chance auf einen radikalen Rollenwechsel. Gewissermaßen vom Gleich- zum Wechselstrom. Sie stellen die Weichen um auf Dialog. Mal sind Sie der Geschichtenerzähler und mal sind Sie der Zuhörer. Mal greifen Sie den Faden Ihres Gegenübers auf und weben ihn ein in das gemeinsame Narrativ zu den Objekten Ihrer Sammlung. Ein anderes Mal sind Sie der Impulsgeber für einen neuen Spin der Geschichte eines Ihrer Besucher. Die Digitalität ist für diesen Rollenwechsel nicht zwingend, sie macht es nur wahrscheinlicher, dass er gelingt. Der Rollenwechsel eröffnet Ihnen neue Handlungsebenen, neben den hergebrachten. Denn natürlich wollen nach wie vor viele der Museumsbesucher in erster Linie unterhalten und vielleicht ein wenig unterrichtet werden. Die Besucher Ihrer Website wollen im Augenblick noch mehrheitlich wissen, wann und wo sie das Haus geöffnet finden, und Ihre Facebookfreunde versprechen sich von Ihrer “Freundschaft” meist nur aktuelle Informationen zum Ausstellungskalender.

Aufbruch zu big cultural heritage data

Camille Flammarion, L’Atmosphère: Météorologie Populaire (Paris, 1888) public domain via Wikimedia Commons

Doch mit der Weite des Netzes steigt um ein Vielfaches die Chance mit Menschen in Kontakt zu treten, die mehr wollen. Es ist daher in Ihrem Interesse, wenn Besucher im Museum fotografieren und die Bilder im Netz teilen. Eine Fotografiererlaubnis ermöglichte es mir, dieses wortwörtliche Nischenbild von Osman Hamdy Bey aus dem Musée d’Orsay mit Ihnen und meinen Twitterfollowern legal zu teilen und es so bekannter zu machen. Davon profitiert das Musée d’Orsay. Genauso wie Sie davon profitieren, wenn Forscher, die Ihre Daten mit den eigenen verknüpfen, über die Interpretation von “Big Data” zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen gelangen, die Sie wiederum für eine neue Perspektive auf Ihre Sammlung nutzen können. Pädagogen, die Material für ihre Lerninhalte suchen, verweisen dabei auf Ihr Haus als Wissensquell. Künstler, die wie je Collagen aus Altem zu Neuem formen, erneuern das Interesse an Ihren Objekten. Menschen und Unternehmen, die die Digitalisate Ihrer historischen Sammlungen als Rohstoff für neue Kreationen nutzen wollen, seien es neue Websites, Videoclips  oder Stoffdrucke für die Frühjahrskollektion, tragen zur Verankerung dieser historischen Inhalte in der Öffentlichkeit bei.

Wenn Sie meiner Empfehlung für eine wirksame Digitalstrategie folgen wollen, dann machen Sie den ersten Schritt. Dieser passiert in Ihrem Kopf. Werden Sie zum Ermöglicher. Werden Sie Neudeutsch zum Facilitator, wie es Prof. Vogel, Generaldirektor des Berliner Naturkundemuseums, ausdrückte, indem Sie Sorge dafür tragen, dass Ihre Sammlungen digital nutzbar werden!  Stellen Sie Ihre digitalisierten Inhalte über Plattformen wie Deutsche Digitale Bibliothek, Europeana oder Wikimedia Commons der Allgemeinheit zur Verfügung, damit sie besser auffindbar sind. Denn viele Ihrer historischen Objekte gehören in die Wissensallmende. Sie sind gemeinfrei. Es liegt an Ihnen, ob Sie durch die Digitalisierung neue Leistungsschutzrechte als Wall zwischen die Digitalisate und ihre Nutzer hochziehen oder ob Sie darauf im Sinne der Nachnutzung verzichten. Verwenden Sie offene Creative-Commons-Lizenzen, die selbst Maschinen eindeutig kommunizieren, zu welchen Konditionen die Inhalte nachnutzbar sind. Ein wichtiger Punkt hierbei ist die einfache technische Attributierung der Digitalisate als aus Ihrem Haus stammend. Beides, der Transfer in die Portale und die offenen Lizenzen, ermöglichen es, über Softwareschnittstellen Ihre Daten mit anderen Daten frei zu kombinieren und sie in neue Kontexte zu bringen. Beides fügt Ihre Daten in den Kosmos von Big Cultural Heritage Data ein.

Starten Sie klein, aber mit Verve. Lassen Sie sich inspirieren von Projekten, wie sie zum Beispiel im Rahmen von Coding da Vinci, dem Kultur-Hackathon, entwickelt werden. Möglicherweise Geokoordinaten zu den Orten, die in Ihrer Gemäldesammlung dargestellt sind, so dass Sie die Gemäldemotive leichter auf einer Karte in Ihrer Ausstellung abbilden, oder Ihren Besuchern als Stadterkundungsapp mitgeben können. Museumswebseitenbesucher, die mit ihrem Wissen zu einem besseren Verständnis einzelner Objekte beitragen oder ungeahnte Korrekturen liefern. Gewinnen Sie neue Perspektiven auf Ihre Sammlungen und generell mehr Sichtbarkeit für Ihr Haus. Denn was nicht im Netz ist, fällt aus der Welt der Wahrnehmung heraus. Auf jeden Fall gewinnen Sie im Dialog Freunde.

Sie kommen in gute Gesellschaft

In den letzten Jahren haben sich weltweit renommierte Kulturerbeeinrichtungen entschlossen, diesen ersten Schritt zu wagen: The Smithonian Institutions, das Met, Getty, The National Gallery of Art allein in den USA. In Europa das schwedische Nationalmuseum, die dänische Nationalgalerie, das niederländische Reichsmuseum, das Schweizer Bundesarchiv, the British Library, das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, [1] die Universitätsbibliothek Heidelberg, das schwedische Amt für Denkmalpflege, das österreichische Bundesdenkmalamt, das Museum für Naturkunde Berlin. Ich zähle hier exemplarisch Institutionen auf, die den Paradigmenwechsel von der Inszenierung zum Dialog als den elementaren Schritt ihrer digitalen Strategie betrachten. Mit den Worten von Berndt Arell, Generaldirektor des schwedischen Nationalmuseums, gesprochen: „[…] these artworks belong to all of us and are there for all of us, regardless of how the images are used. We hope our open collection will inspire creative new use and interpretation of the artworks.“ [2]

In unserer Zeit, in der gewohnte Gewissheiten verblassen, Strukturen komplexer werden und das Individuum sich nicht selten einsam in dem so genannten globalen Dorf fühlt, satteln all diese Institutionen auf einen Trend, der immer wichtiger wird: Bonding. Oder wie der französische Denker Didier Eribon es treffend formuliert “Für die Menschen ist es wichtig, dass sie zählen und Teil von etwas sind.”[3]

Das größte Netz-Projekt der Welt, Wikipedia, verzeichnet als Motive der zehntausenden aktiven Beitragenden: Neben der Befriedigung Teil der Bewegung für das Freie Wissen zu sein und damit sich selbst als einen Knotenpunkt im Netzwerk verorten zu können, ist es die Genugtuung, etwas zu bewirken und etwas gestalten zu können, und dieses Wirken wiederum als bedeutendes Teil des Ganzen zu erfahren, die sie antreibt, ihre Freizeit für das Schreiben von Enzyklopädie-Artikeln zu spenden. Das befriedigende Gefühl, das universale Prinzip Actio und Reactio mindestens in einem Teil der eigenen Welt zu beherrschen, machen sich Facebook und andere Social-Media-Plattformen zunutze. Es lässt immer mehr Menschen sich in deren Netzwerke einreihen. Es bindet sie: Bonding. Dieses Gefühl, verstärkt durch die Vorstellung etwas Sinnvolles und gesellschaftlich Anerkanntes zu tun, funktioniert bei Wikipedia, bei Getty, der British Library, dem Rijksmuseum. Warum nicht auch bei Ihnen? Den ersten Schritt einer wirksamen Digitalstrategie müssen Sie selber tun: Trauen Sie sich Ihre Geschichten zu teilen. Wikimedia Deutschland unterstützt Sie in den Kulturerbeeinrichtungen gern beim zweiten Schritt.

Weitere Blogposts

Markus Speidel : JAHRESTAGUNG DES DEUTSCHEN MUSEUMSBUNDES 2017 IN BERLIN

Fußnoten:

  1. zitiert nachMerete Sanderhoffs /SMK  Vortrag: How starting small can change the museum world, Hamburg 2017
  2. zitiert nach Karin Glasemann (sharing is caring Hamburg 2017)
  3. zitiert nach Der Freitag, Nr 17/2017; S.3

by Barbara Fischer at May 15, 2017 11:32 AM

May 11, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 19/2017

Die Wikimedia:Woche 19/2017 informiert unter anderem über eine neue Publikation zum Thema Digitalpolitik und über die nun veröffentlichten Wahlprüfsteine zur NRW-Landtagswahl. Außerdem wurden die Bilder des Jahres 2016 auf Wikimedia Commons gewählt und neue Filter zur Vandalismusbekämpfung in den Wikimedia-Projekten eingeführt.

Zur Wikimedia:Woche 19/2017 geht es hier.

by Martin Rulsch at May 11, 2017 03:28 PM

May 09, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Reader zu Wechselwirkungen zwischen Digitalisierung und Politik veröffentlicht

Der Reader gibt eine Überischt über verschiedene Aspekte des Themas. Lizenz: Jürgen Geuter, Hauke Gierow, Ralf Grötker, Joerg Heidrich, Lorena Jaume-Palasí, Matthias Kettemann, Paul Klimpel, Julia Pohle, Martin Schallbruch, Isabel Skierka, Matthias Spielkamp, Cover Digitalpolitik. Eine Einführung, CC BY 3.0

Wer regiert die Welt des Internets? Pünktlich zur re:publica 2017 erscheint eine von Wikimedia Deutschland und iRights.international initiierte Publikation zum Thema Digitalpolitik. Das Internet berührt unser Leben wie kaum eine andere Entwicklung. Aktives Engagement in der globalen und nationalen Netzpolitik ist trotzdem noch keine Selbstverständlichkeit. Zeit, das zu ändern!

Wahlkampf, NSA-Skandal, Datenschutz – heute beinhalten fast alle politischen Themen auch digitale Aspekte. Die Digitalisierung der Gesellschaft bedeutet auch, dass politische und rechtliche Rahmenbedingungen auf nationaler und internationaler Ebene Veränderungen durchlaufen. Gemeinsam mit den weiteren Initiatoren von Digitalpolitik. Eine Einführung wollen wir von Wikimedia Deutschland dazu beitragen, das Wissen über die internationale Netzpolitik zu vertiefen und darauf hinzuwirken, dass sich wieder mehr Menschen aus dem deutschsprachigen Raum in die Prozesse der Internet Governance einbringen.

Die Publikation stellt verständlich und praxisnah dar, welche Bedeutung rechtliche und politische Rahmenbedingungen für unsere digitale Entwicklung einnehmen. Die Herausgeber Lorena Jaume-Palasí, Julia Pohle und Matthias Spielkamp haben eine breite Palette an Beiträgen zu Digitalpolitik und Internet Governance zusammengestellt. Vom Internet der Dinge über Netzneutralität bis hin zu Cybersicherheit decken die Artikel jedoch nicht nur verschiedene Themen- und Politikbereiche ab, sondern zeichnen vor allem auch die jeweilige Akteurslandschaft nach und zeigen so auch Möglichkeiten der Mitgestaltung auf. Dabei wird ganz besonders deutlich, wie wichtig globales Engagement ist. Die Herausforderung internationaler Regulierung des Internets durch gleichberechtigte Multistakeholder-Ansätze und neu entstehende Akteure bietet für die deutsche Digitalpolitik eine Chance. Das weltweite Netz der Netze entwickelt sich nach wie vor rasant weiter und es gilt, diese Entwicklung im Sinne des Freien Wissens und der Teilhabe aller zu gestalten. Die Publikation soll als Leitfaden für diejenigen dienen, die diese Chance zur aktiven Beeinflussung nutzen wollen.

Die Online-Ausgabe des Readers ist auf der Informationsmaterialien-Seite von Wikimedia Deutschland zu finden, die Printversion ist ab 10.05.2017 bei der re:publica und auf Anfrage bei Wikimedia Deutschland erhältlich. Sie möchten ein Exemplar zugesandt bekommen oder haben schon früher Lust, politische Prozesse zu beeinflussen? Über politik@wikimedia.de kann man Kontakt zu uns aufnehmen.
„Digitalpolitik. Eine Einführung“, initiiert von iRights.international und dem Wikimedia Deutschland e.V., mit freundlicher Unterstützung von ICANN, Hrsg.: Lorena Jaume-Palasí, Julia Pohle und Matthias Spielkamp.

by John Weitzmann at May 09, 2017 04:15 PM

May 05, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wissen austauschen bei der “Sharing is Caring Extension” in Hamburg

Logo für die Satelliten-Veranstaltungen der „Sharing is Caring“, nicht freigegeben aber verwendet mit freundlicher Erlaubnis des Statens Museum for Kunst und des MMEx – Museernes Videncenter for Digital Formidling, Dänemark

Mit finanzieller und programmatischer Unterstützung von Wikimedia Deutschland fand am 20. und 21. April in Hamburg die Tagung “Sharing is Caring” statt. Sie richtete sich vor allem an Mitarbeitende öffentlicher Museen und anderer Gedächtnisinstitutionen. Das kulturelle Erbe ist für uns im Zugang häufig auf kleine Ausschnitte limitiert. Digitale Verfügbarkeit auf der ganzen Welt und Nachnutzbarkeit für alle ist eine Chance für Nutzende, Institutionen und vergessen geglaubte Kunstwerke gleichermaßen. Im Rahmen der Tagung hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, in Workshops Erfahrungen rund um Digitalisierung auszutauschen und Strategien für die Zukunft zu entwickeln. Ein Beitrag von Barbara Fischer und Anke Obendiek.

von Sharing is Caring – Hamburg Extension Stella Bandemer/Olivia Stracke (Conference Sharing is Caring – Hamburg Extension) [CC BY 4.0], via Wikimedia Commons

Vorletzte Woche fand die erste Sharing is Caring Extension in Hamburg statt – und wir waren als Mitveranstalter auch mit aktiven Programmteilen beteiligt. Sharing is Caring ist ein Vernetzungstreffen für Vertreter aus Forschung und Praxis der Kulturwelt, wie Museen, Archive, Bibliotheken, aber auch zivilgesellschaftliche Akteure, IT- und Kreativfirmen und Kulturinteressierte ganz allgemein, die Interesse an verbessertem Zugang zu kulturellem Erbe haben. Unter dem Titel der Tagungsreihe “Sharing is Caring”, bereits 2011 in Kopenhagen ins Leben gerufen, traf man unter dem Motto “Building Connectivity through Cultural Heritage” zum ersten Mal außerhalb von Dänemark zusammen. Wir von Wikimedia Deutschland setzen uns dafür ein, kulturelles Erbe für alle Menschen digital nutzbar zu machen. Obwohl es im Bereich GLAM (Galleries, Libraries, Archives and Museums) schon viele Fortschritte gab, sind die Herausforderungen groß. Daher unterstützen wir Institutionen beim Umdenken und bieten auch aktive Unterstützung bei der (Nach)Nutzbarmachung digitaler Bestände.

Organisiert von Dr. Antje Schmidt vom Hamburgischen Museum für Kunst und Gewerbe (MKG) und Prof. Gertraud Koch von der Universität Hamburg, begann die Veranstaltung am Donnerstag in den Räumen des MKG. Dort konnten die Teilnehmenden zunächst auf eigene Faust mit der Audiotour-App “Im Sog der Zeit” oder in geführten Rundgängen auf Entdeckungstour gehen. Im Spiegelsaal des MKG wurde die Veranstaltung mit Grußworten unter anderem von Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien in Hamburg, und der Initiatorin von Sharing is Caring in Kopenhagen, Merete Sanderhoff (Statens Museum for Kunst, Kopenhagen) eröffnet. Alle machten deutlich: Es geht voran, aber der Weg ist noch weit. Fragen nach rechtlichen Hürden müssen ebenso beantwortet werden wie Fragen nach Partizipation und echter Beteiligung verschiedener Bevölkerungsgruppen im Sinne einer cultural citizenship. Das Motto von Mere Sanderhoff “think big, start small, move fast” prägte nicht nur an diesem Abend die Debatte. Im Anschluss folgte der Kurzfilm “The Other Nefertiti”, der die kontroverse Aktion der Künstler Nora Al-Badri und Jan Nikolai Nelles zeigte, während derer sie heimlich einen 3D-Scan der berühmten Nofretete-Büste in Berlin anfertigten und die gewonnenen Daten der Öffentlichkeit zur freien Nachnutzung zur Verfügung stellten.

von Sharing is Caring – Hamburg Extension Stella Bandemer/Olivia Stracke (Conference Sharing is Caring – Hamburg Extension) [CC BY 4.0], via Wikimedia Commons

Den Freitag eröffneten in der Universität Hamburg Keynotes von Prof. Simon Tanner (King’s College, London) und Andrea Wallace (Anwältin und Künstlerin). In Workshops wurden danach ein breite Palette an Themen besprochen: Von konkreten Schritten zur Vorgehensweise über Nachnutzung von kulturellem Erbe bis hin zur Herausforderung von Social Media und zur Frage, wie man überhaupt andere dazu bringt, ihre Meinung zu ändern. Wir waren am Freitag mit Kamera-Ausrüstung vor Ort, um Interviews für die neu entstehende Videoreihe “GLAM on Tape” zu führen. Darin sollen die Pionierinnen und Pioniere aus Gedächtnisinstitutionen erläutern, wie sie ihre verschiedenen Leuchtturmprojekte gegen verschiedenste Widerstände realisieren konnten. Auf diese Weise soll ihr Wissen auch anderen zugänglich gemacht werden, die vor vergleichbaren Herausforderungen stehen, wenn es darum geht, das kulturelle Erbe zugänglich zu machen. Die Videos der Reihe gibt es demnächst auf Wikimedia Commons, weitere Infos und Links demnächst hier im Blog.

Change your mind!

Großen Zuspruch fand auch in Hamburg das Rollenspiel “©© Change Your Mind” zum Urheberrecht in GLAM-Institutionen. Gemeinsam mit Dr. Ellen Euler von der Deutschen Digitalen Bibliothek haben wir Mitarbeiter aus 15 Einrichtungen eingeladen, sich intensiv und anhand von konkreten Beispielen mit ihren Handlungsoptionen im Feld des Freien Wissens auseinanderzusetzen. Trotz der komplexen Materie wurde deutlich: Freie Lizenzen sind viel öfter anwendbar, als man glaubt. Der wichtigste Schritt erfolgt tatsächlich im eigenen Kopf. Change Your Mind! Dieses Credo galt auch in dem von WMDE angeregten Workshop von Karin Glasemann (schwedisches Nationalmuseum) und Antje Theise (Staatsbibliothek Hamburg). Sie zeigten gemeinsam auf, wie man mit Beharrlichkeit und in der Zusammenarbeit mit Partnern wie Wikimedia in der eigenen Institution Schritt für Schritt die Haltung zu #openGLAM wenden kann.

Was die Konferenz ganz deutlich machte: Viele Ängste, die im Zusammenhang mit openGLAM existieren, werden durch die Erfahrungen von Institutionen, die sich digital geöffnet haben, nicht bestätigt. Im Gegenteil, Kunst wird dann interessant, wenn wir uns mit ihr beschäftigen, wie Merete Sanders richtig bemerkte: Ins Louvre gehen Besucher nicht, obwohl sie das Bildnis der Mona Lisa schon gesehen haben, sondern gerade weil sie es kennen. Das enorme Potenzial und Interesse, das sich aus der Nutzbarkeit von sonst in verschlossenen Räumen lagernden Kunstwerken ergibt, zeigte sich am anschaulichsten am Kleid von Andrea Wallace, das mit Pixeln eines frei verfügbaren Stilllebens aus dem 17. Jahrhundert bedruckt war, wurde aber zum Beispiel auch durch Antje Theises Berichte über die Hilfestellung in der Provenienzforschung durch digitale Zugänglichkeit und Beschreibungen über die Kunstvermittlung mithilfe der Online-Plattform Europeana deutlich. Der freie Zugang zu kulturellem Erbe schafft für viele Menschen erst ein Bewusstsein für dessen Bedeutung. Daher müssen Kulturinstitutionen auch in Zukunft in Zusammenarbeit mit Zivilgesellschaft und öffentlichen Stellen daran arbeiten, diesen Zugang für alle zu ermöglichen.

Interessiert?

Mehr Eindrücke aus Hamburg gibt’s über #sharecarex auf Twitter und auf MediumAnmeldungen für die Extension in Brüssel am 20. Juni und das Hauptevent in Aarhus vom 19.-21. November 2017 sind hier möglich. Näher dran und ebenfalls zum Thema Verantwortung für kulturelles Erbe: die Konferenz Zugang gestalten! am 19. & 20. Oktober 2017 in Frankfurt.

by John Weitzmann at May 05, 2017 01:44 PM

May 04, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 18/2017

Neben der Sperrung aller Wikipedia-Sprachversionen in der Türkei und der Ausladung von Jimmy Wales von einer Expo-Veranstaltung in Istanbul, informiert die Wikimedia:Woche 18/2017 unter anderem über zwei neue Benutzergruppen und die Wahlen zum Board of Trustees. Der Fotowettbewerb Wiki Loves Earth ist in den vergangenen Tagen gestartet ebenso wie die Programmeinreichungsphase für die kommende WikiCon.

Zur Wikimedia:Woche 18/2017 geht es hier.

by Nicolas Rueck at May 04, 2017 01:31 PM

Wikidata und Comics

Angela Guttner CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/)

Am 29. April besuchten Jens und Linda für Wikidata eine Veranstaltung des Comic-Kolloquiums im Rahmen der Comic Invasion Berlin. Während sich andere Vortragende dem literaturwissenschaftlichem Blick auf Comics oder Fragen der Übersetzung widmeten, haben wir uns mit digitaler Comic-Forschung befasst und zeigten dafür coole Sachen, die mit Daten zu machen sind.

Zunächst haben wir den M3 Comic-Editor vorgestellt, mit dem man TEI-Annotationen zu gescannten Comics in einer XML-Datei erstellen kann. Dadurch wird es möglich, Comics maschinenlesbar zu machen und digital abzufragen – etwa nach Figurenauftritten, Sprechblaseninhalten oder Layoutelementen.

Wir zeigten außerdem einen Stadtplan von Berlin, auf dem Schauplätze von Berlin-Comics mit Geokoordinaten aus Wikidata verknüpft wurden und  stellten einige Queries zu Comic-Inhalten in Wikidata vor, wie eine Zeitleiste von Mangaka (Manga-Zeichnerinnen und Zeichnern).

Manga und Unterklassen von Manga, sortiert nach der Menge der Wikipedia-Artikel dazu.

Selbst mit den vergleichsweise wenigen Daten, die aktuell noch zu Comics in Wikidata hinterlegt sind (bitte ergänzen!), lassen sich bereits interessante Abfragen starten. So erlaubt der Eintrag des Handlungsortes die Verortung auf einer Stadt- oder Weltkarte. Wie bekannt oder beliebt ein Comic ist, lässt sich zum Beispiel anhand der Menge der Wikipedia-Artikellinks in verschiedenen Sprachen ablesen, hier beispielhaft für Manga und Unterklassen von Manga.

Wikidata bietet also Möglichkeiten für Comic-Fans und die Digital Humanities gleichermaßen. Die Digital Humanities (etwa: „digitale Geisteswissenschaften“), die über computergesteuerte Suchen in Textkorpora neue, digitale Wege eröffnen, sind damit auch ein Bereich, der mit dem Wissen der Welt aus Wikidata verknüpft und angereichert werden kann.

by Jens Ohlig at May 04, 2017 11:08 AM

May 02, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Zwei Jahre als Werkstudentin bei Wikimedia Deutschland e.V.

Julia Schütze hat zwei Jahre als Werkstudentin bei Wikimedia Deutschland gearbeitet. Sie hat viel erlebt und geleistet in ihrer Zeit bei uns und zu ihrer neuen Aufgabe lassen wir sie nur mit einem weinenden und einem lachenden Auge weiterziehen. Wir haben sie gebeten, ein paar Highlights aus ihrer Arbeit für uns zu beschreiben. Hier ist ihr Bericht.

Fünf Highlights von zwei Jahren als Werkstudentin bei WMDE

  1. Die Tierliebe und Memes vom Kollegium
  2. Die Möglichkeit auch als Werkstudentin schon viel Verantwortung zu übernehmen
  3. Die Flexibilität und Unterstützung, die es mir erlaubte auf Arbeit und im Studium erfolgreich zu sein.
  4. Die interdisziplinären Teams und agilen Arbeitsprozesse
  5. Eine Stimme für Freies Wissen zu sein

Vielen Dank für die tolle Zeit.

Die Sache mit den Tieren

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern — eine der letzten Fragen im Bewerbungsgespräch für die Stelle als Werkstudentin für Kommunikation und Events war: “Bist du eher ein Katzen- oder Hunde-Mensch?” Dann wurde noch schnell hinzugefügt: “Oder Ziegen!”

Ich: “??? Katzen?”

Interviewer: “Yay!”

Ich: “OK??? Was?!”

An meinem ersten Tag hab ich es dann verstanden. Die riesige Katzenwand vor meinem Büro sagte alles. Ziegen, so stellte sich heraus, waren die konkurrierenden Lieblingstiere anderer Software-Entwicklerinnen und -Entwickler. Als jemand, der Tieren an sich ziemlich gleichgültig gegenüber steht, werde ich nichtsdestotrotz all die kreativen Memes vermissen, die regelmäßig auf der Kollegiumsliste auftauchten — von all den Tierliebhabern bei WMDE.

Hier ist ein Mem, das Charlie meisterhaft für diesen Anlass erstellt hat:

 

Und an meinem letzten Tag habe ich dann endlich auch eine Katze für die Katzenwand gezeichnet.

Wenn der Schuh zu groß ist, dann trag ihn trotzdem, bis er passt

Von Anfang an war ich gleichberechtigt im Team, auch wenn alle anderen erfahrener waren als ich. Dadurch konnte ich viel einfacher lernen, da ich frei Ideen beitragen, sie diskutieren und Verantwortung für ihre Umsetzung übernehmen konnte.  Dabei habe ich schnell herausgefunden, dass ich als Angestellte besser werde, wenn ich Dinge ausprobiere, die ich vorher noch nie getan habe und Verantwortung für sie übernehme. Wenn ich Anteil an etwas habe, dann sorgte das auch dafür, dass ich besser werde — und wenn etwas nicht klappte, dann dafür, dass ich es das nächste Mal noch besser versuchen konnte. Sei es bei der Organisation von Events wie Ladies That FOSS, bei einer qualitativen Studie über freiwillige Entwicklerinnen und Entwickler oder bei der Verantwortung für politische Ziele. Die Teilnahme an Events wie der FOSDEM in Brüssel, mein Vortrag bei Das ist Netzpolitik!, die Reise zur OpenCon in Washington DC , wo wir mit Senatoren sprachen und schließlich der Open Government Workshop im Bundesinnenministerium waren Highlights während meiner Zeit, bei der ich viele wichtige Akteure in der Bewegung zum Freien Wissen treffen konnte. Diese Erfahrungen und die dafür notwendige Verantwortungen haben mich für die Zukunft vorbereitet.

Arbeit und Studium unter einen Hut bringen

Oft wurde ich gefragt: „Was, du studierst auch noch? Ich dachte, du arbeitest!“

Beides geht zusammen, bedeutet aber auch Engagement auf beiden Seiten. So oft wie möglich habe ich versucht, Themen bei WMDE mit meinem Studium zu verknüpfen, indem ich etwa Kurse zu Open Source Software and Licensing oder dem semantischen Web belegte oder in einem Praktikum am Berkman Klein Center mir Software ansah, die Freies Wissen online organisiert. Die Hälfte meiner Zeit habe ich im Ausland studiert, aber ich konnte remote für WMDE arbeiten, was eine tolle Sache war. Auch die Zeiten konnten flexibel angepasst werden, wenn es an der Uni hoch her ging und ich Prüfungen oder Hausarbeiten hatte, so dass wir Arbeitszeit und Projekt-Deadlines so anpassen konnten, dass nichts kollidierte. In den Ferien arbeitete ich Vollzeit und weniger, wenn ich viel zu tun hatte. Die Flexibilität, die WMDE Studierenden bietet und die Unterstützung bei Interessengebieten sind dafür verantwortlich, dass ich mich bei der Arbeit voll einbringen konnte und gleichzeitig mein Studium gemeistert habe. 

Interdisziplinäre Teams und agile Arbeitsprozesse

Als Gesellschaftswissenschaftlerin in einem Bereich für Software-Entwicklung zu arbeiten, war schon eine besondere Erfahrung. Während ich mich meistens um die Kommunikation kümmerte, lernte ich auch einiges über Software, wie Wikidata funktioniert und die Community, die dahintersteht. Um Öffentlichkeitsarbeit zu machen und letztendlich Implikationen politischer Themen wie der Datenbankdirektive der EU  auf Wikidata und seine Community einschätzen zu können, war das absolut notwendig. Die agilen Arbeitsprozesse der Entwicklerinnen und Entwickler färbten auf uns ab. Wir führten bei uns in der Kommunikation  SCRUM mit Sprints, To-Dos und Reviews ein, und benutzten Phabricator, ein Aufgabenverwaltungstool für die Software-Entwicklung. Meine Arbeit wurde dadurch flexibler und effizienter. Schlußendlich war ich aber auch froh, als ich mich im letzten Vierteljahr mehr um politische Themen kümmern konnte und das technische Wissen, das ich erlernt hatte, als solides Fundament bei den Gesprächen mit Politikerinnen und Politikern nutzen konnte.

Eine Stimme für das Freie Wissen

File:Julia Schuetze Ilovefs.JPGIn meinen letzten Monaten wechselte ich als Werkstudentin in den Bereich Politik und Recht. Hier konnte ich eng mit Dimi, unserem Mann in Brüssel und John, dem Referenten für Politik und Recht zusammenarbeiten und dadurch Einblicke gewinnen, wie Gesetzesvorlagen in Brüssel entstehen und wir darauf Einfluss nehmen können. Ich konnte auch mit Politikerinnen und Politikern und anderen Akteuren über offene Lizenzen für Daten sprechen und wie Wikidata davon betroffen ist. Das tollste Gefühl ist es natürlich, wenn diese Art von Advocacy Früchte trägt und Akteure zum Umdenken bringt. Dann sind wir einen Schritt weiter zu mehr Freiem Wissen in der Welt. :)

 

by Jens Ohlig at May 02, 2017 02:35 PM

Open Everything – Der 15. Wikimedia-Salon „Das ABC des Freien Wissens“

Moderiert wurde der Abend von Michelle Thorne (Mozilla Foundation), die auch 2008 schon bei „Open Everything“ dabei war. Bild: Denis Schroeder (WMDE), Michelle Thorne at Wikimedia Salon Open Everything 2, CC BY-SA 4.0.

„Open“ ist heute in vielen Bereichen ein wichtiges Thema. Inhalte, die anderen Menschen frei zur Verfügung gestellt werden, damit sie kreativ für verschiedene Zwecke genutzt werden können, sind nicht nur Gegenstand theoretischer Debatten, sondern werden schon in unterschiedlichen Zusammenhängen praktisch genutzt. Ziel des Wikimedia-Salons „Das ABC des Freien Wissens“ am 6. April 2017 war es zu zeigen, dass „Open Everything“ schon heute viel mehr ist, als nur eine abstrakte Idee.

Bereits 2008 hatte die Diskursgestalterin Christine Kolbe gemeinsam mit der Kulturproduzentin Andrea Goetzke und anderen aus dem Umfeld des Newthinking Store eine Reihe von Veranstaltungen in Berlin initiiert, die Teil einer globalen Diskursinitiative mit dem Titel „Open Everything“ waren. [1] Im Zentrum stand die Frage, was hinter dem Schlagwort „open“ steckt, mit dem sich viele Initiativen  bezeichnen.

Angelangt beim Buchstaben O nutzten wir mit der 15. Ausgabe des Wikimedia-Salons die Gelegenheit, nach fast zehn Jahren zurückzublicken und zu resümieren, was sich in der Zwischenzeit getan hat. Eingeladen waren dazu Aktivistinnen und Aktivisten verschiedener Open-Initiativen – von Open Source Software über Open Data bis zu Open Science. In kurzen Vorträgen, die auf der Webseite des Wikimedia-Salons als Video zur Verfügung stehen, gaben die Gäste Einblicke in die Entwicklung einzelner Initiativen und Projekte, in Erfolge und Misserfolge der vergangenen Zeit. Zu den Gästen gehörte auch Christine Kolbe, die zunächst einmal feststellen musste: „Klar ist das auch ein bisschen Klassentreffen hier, aber es sind auch immer viele neue Leute da. Und die Initiativen wachsen und professionalisieren sich in vielen, vielen Bereichen.“

 

O wie Open

Was „open“ bedeutet, an dieser Definition hat die Open Knowledge Foundation (OKF) gearbeitet: „Wissen ist offen, wenn jedeR darauf frei zugreifen, es nutzen, verändern und teilen kann – eingeschränkt höchstens durch Maßnahmen, die Ursprung und Offenheit des Wissens bewahren.“ Stefan Wehrmeyer, Vorstand der OKF, präsentierte gemeinsam mit dem Entwickler Thomas Tursics einige Projekte des OK Lab Berlin. Dort arbeiten etwa 30 an Open Data Interessierte an nützlichen Anwendungen basierend auf offenen Daten rund um Themen wie Altglascontainer, Badestellen und Wochenmärkte oder Feinstaub, Stadtgrün und Trinkwasser. Inzwischen gibt es in Deutschland ein Netzwerk von 25 dieser lokalen Gruppen mit 300 Freiwilligen, die sich dafür engagieren, neue Möglichkeiten und Chancen in Bereichen wie Bürgerservice, Partizipation und staatlicher Transparenz aufzuzeigen und die Öffnung staatlicher Daten weiter voranzutreiben.

 

 

Offene Wissenschaft

Das Ziel von Open Sciene ist für Claudia Müller-Birn, wissenschaftliche Ergebnisse einer größeren Zahl an Menschen einfacher zugänglich zu machen. Das umfasst nicht nur Ergebnisse und Publikationen, sondern es geht darum, alle Bestandteile des wissenschaftlichen Prozesses wie Forschungsdaten und Methoden über das Internet offen zugänglich und nachnutzbar zu machen. Zur Veranschaulichung nutzte die Professorin für Informatik an der Freien Universität Berlin in ihrem Vortrag den Open Science Monitor der EU-Kommission. Aus ihrer Sicht geht es bei Open Science darüber hinaus darum, der Gesellschaft verständlich zu machen, womit sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Hochschulen eigentlich beschäftigen.

Was sie beim Thema Open Science beobachtet, ist, dass sich zwar viele Einzelne sehr stark für das Thema engagieren, die Unterstützung aus den Institutionen jedoch bislang fehlt. Dass sie trotzdem zuversichtlich auf die weitere Entwicklung hin zu mehr Offenheit im Wissenschaftssystem schaut, hat unter anderem mit ihrer Erfahrung als Mentorin des Fellow-Programms Freies Wissen im letzten halben Jahr zu tun.

„Das war ganz großartig für mich zu sehen, was da für Nachwuchs kommt. Da kommen ganz großartige junge Wissenschaftler, ganz engagiert für das Thema Open Science, die – wie ich finde – auch mit sehr guten Ergebnissen zeigen konnten, was möglich ist.“

 

Wikipedia-Globus als 3D-Druck. Bild: Lane Hartwell, Wikipedia mini globe, CC BY-SA 3.0

Hacker + Hardware = Maker

Was möglich ist, wenn man einfach selbst den Schraubenzieher in die Hand nimmt, erzählte Philip Steffan, Community Manager der Maker Faire Berlin. Bei diesem Festival kommen viele Menschen zusammen, die ein Interesse am Frickeln und Basteln teilen. Als Maker werden alle verstanden, die mit den eigenen Händen und Werkzeugen jeglicher Art kreativ oder produktiv tätig sind – von Handarbeit über Kunst und Handwerk bis zu Experiment und Technik. Der Open-Hardware-Kenner Philip Steffan ist insbesondere davon fasziniert, „mit Code nicht nur etwas am Computer zu machen, sondern auch etwas, was ich dann in der Hand halten kann.“ So interessierte er sich schon früh für die Entwicklung von 3D-Druckern, mit denen sich verschiedene Objekte oder auch Ersatzteile für Geräte herstellen lassen. Mit diesen Druckern verbinden Teile der Maker-Bewegung große Hoffnungen einer Demokratisierung von Produktionsmitteln, die Wirtschaft und Gesellschaft grundlegend verändern könnte. Die Zahl der Maker-Veranstaltungen wächst in der jüngeren Vergangenheit immer stärker, neue Makerspaces, Hackerspaces oder FabLabs entstehen.

 

Open Education

Sebastian Seitz ist in den Open-Source-Communitys zuhause. Sein Lieblingsthema ist der Einsatz solcher Software mit offengelegtem Quelltext in der Schule. Dabei war für den Projektmanager der Technologiestiftung anfangs die Beobachtung zentral, dass das Selbstverständnis der Open-Source-Communitys im Grunde dem gleicht, „das wir heute von einer guten und modernen Schule und von gutem Unterricht haben: Wir teilen Wissen, es geht um Demokratie, es geht um Partizipation, es geht um Mitbestimmung.“ Doch bei seinen Versuchen, Menschen aus beiden Feldern zusammenzubringen, musste er feststellen, dass sich zwar die Open-Source-Community ziemlich stark für das Thema Schule interessiert, umgekehrt die Schul-Community jedoch noch nicht für das Thema Open Source.

Martin Riemer arbeitet als Medienpädagoge an Schulen und versucht dort, das Thema Open im Bereich der Lehr- und Lernmaterialien zu befördern. „Viele Lehrer und Erzieher in Berlin und Brandenburg stellen seit Jahren selbst erstelltes Lehrmaterial her, sie geben es aber nicht her, höchstens mal im Kollegium, mal so unter sich. Es gibt also eine Open-Parallelwelt zu diesem Thema, die sich aber selber niemals so nennen würde.“ In Abwandlung des Begriffs OER (Open Educational Resources = freie Bildungsmaterialien) spricht Martin Riemer darum in seinem Live-Hörspiel von Orphan Educational Resources.

Glücklicherweise teilen nicht alle Lehr- und Lernmaterialien das Schicksal, ihr Dasein quasi verwaist in dunklen Schubladen und auf Festplatten fristen zu müssen. In den letzten Jahren sind viele OER-Initiativen und Projekte entstanden, die Materialien im Sinne der UNESCO-Definition nutzen, erstellen und teilen. Diese versteht OER als „Lehr-, Lern- und Forschungsressourcen in Form jeden Mediums, digital oder anderweitig, die gemeinfrei sind oder unter einer offenen Lizenz veröffentlicht wurden, welche den kostenlosen Zugang, sowie die kostenlose Nutzung, Bearbeitung und Weiterverbreitung durch Andere ohne oder mit geringfügigen Einschränkungen erlaubt.“

 

 

Lizenzierung

Alle Open-Themen berühren früher oder später lizenzrechtliche Fragen. Einer, der damit im Besonderen zu tun hat, ist der Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht Ansgar Koreng. Er beschäftigt sich sowohl beruflich als auch als leidenschaftlicher Fotograf für die Wikimedia Commons mit dem Missbrauch offen lizenzierter Bilder. Gegenwärtig beobachtet er immer wieder Fälle, in denen Fotografen ihre Bilder auf Flickr oder Wikimedia Commons einstellen und dann all jene abmahnen, die bei der Nutzung im Lizenzhinweis vielleicht auch nur einen Buchstaben falsch geschrieben haben.

Für Ansgar Koreng ist es in manchen Fällen schwierig zu beurteilen, wann es sich um „gutes licence enforcement“ und wann um „böse Geldmacherei“ handelt. „Was ich mir wünschen würde, ist, dass man in der Community ein bisschen ethische Standards herausarbeitet, unter welchen Bedingungen man auch mal vor Gericht geht wegen einer Lizenzverletzung, unter welchen Bedingungen man es aber vielleicht auch eher lässt, weil es natürlich auch dem Gedanken der freien Lizenzen schaden kann, wenn Leute davor zurückschrecken sie zu nutzen, weil sie sehen, da wird man ständig für verklagt, wenn man das macht. Das kann natürlich auch nicht sein.“

Nicht nur an diesem Beispiel wird deutlich, dass die Open-Bewegungen davon leben, dass sich viele an ihnen beteiligen. Der gut besuchte Wikimedia-Salon zum Thema „Open Everything“ hat Mut gemacht, dass das weiterhin der Fall ist.

 

[1] Homepage, Ankündigung, Veranstaltungsbericht (Teil 1/Teil 2) von „Open Everything“ im Jahr 2008

by Dominik Scholl at May 02, 2017 12:44 PM

April 30, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia Foundation fordert Türkische Behörden auf, den Zugang zu Wikipedia wiederherzustellen

In einem Statement fordert die Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, Katherine Maher, dass die Sperrung der Wikipedia für Menschen in der Türkei aufgehoben wird. Hier das Statement in deutscher Übersetzung. Im Namen von Wikimedia Deutschland schließe ich mich der Forderung der Wikimedia Foundation mit Nachdruck an.

Abraham Taherivand
Geschäftsführender Vorstand, Wikimedia Deutschland

 

Statement in deutscher Übersetzung:

“Am Samstag, den 29. April, musste die Wikimedia Foundation zur Kenntnis nehmen, dass die Internetregulierungsbehörde der Türkei (ICTA) den Zugriff auf alle Sprachversionen der Wikipedia hat sperren lassen. Wikipedia ist eine weltweite Quelle neutraler und verlässlicher Informationen, in hunderten Sprachen. Sollte sie fortbestehen, würde diese Sperrung für Millionen Menschen in der Türkei dazu führen, dass sie den Zugang zu Freiem Wissen über ihr Land und die Welt um sie herum verlieren würden. Wir glauben, dass Wissen ein grundsätzliches Menschenrecht ist, und wir fordern die türkische Regierung auf, diese Sperrung aufzuheben.

Mit großem Engagement schreibt und pflegt eine Community von Freiwilligen die mehr als 40 Millionen Artikel der Wikipedia. Diese weltweite Community hat eine kraftvolle Vision: eine Welt, in der das gesamte Wissen der Menschheit Jedem frei zugänglich ist. Wikipedia stellt eine tiefe Quelle an Wissen über ein weites Feld an Themen dar, von Geschichte über Medizin bis zu Technologie. Die knapp 300.000 Artikel in der türkischsprachigen Wikipedia liefern Millionen Menschen ebenso Wissen über die Geschichte der Türkei, ihre Kultur und Geografie – geschrieben für Menschen, die Türkisch sprechen, von Menschen, die Türkisch sprechen.

Informationsfreiheit ist ein Fundament für Freies Wissen. Wikipedia ist für viele Menschen die am besten zugängliche Quelle verlässlicher, neutraler Informationen in ihrer Sprache. Sie mag Inhalte enthalten, die einige Leserinnen und Leser fragwürdig oder beleidigend finden, aber dies allein sollte niemals die Grundlage dafür sein, Inhalte zu entfernen. Wir glauben, dass jeder Mensch auf der ganzen Welt das Grundrecht hat, ohne Angst vor Folgen Wissen zu teilen und darauf zugreifen zu können. Wir verwahren uns gegen Zensur oder Drohungen, die zur Selbstzensur führen.

Die Sperrung erfolgte kurz nach einer Nachricht der ICTA vom Freitag, 28. April, in der eine URL-basierte Sperrung in der Türkei für eine Reihe von Artikeln in englischer wie türkischer Sprache gefordert wurde.

Eine Reihe von Aussagen, die in der Presse den türkischen Behörden zugeschrieben werden, haben mutgemaßt, dass Wikipedia-Aktive Teil einer “Hetzkampagne” wären oder Inhalte erstellt hätten, die “Terrorismus unterstützen”. Jegliche Andeutung, die das freie Teilen enzyklopädischer Artikel, die von einer weltweiten Community aus Freiwilligen geschrieben werden, als Unterstützung einer gewalt- oder hasserfüllten Agenda falsch auslegt, besorgt uns tief. Wir glauben, dass ein Missverständnis vorliegt. Der Zweck der Wikipedia ist es, enzyklopädische Informationen mit der Welt zu teilen. Bei der Wikimedia Foundation verurteilen wir Terrorismus und lehnen ihn ab, unmissverständlich.

Die Wikimedia Foundation fordert die türkische Regierung auf, den vollen Wikipedia-Zugang für das türkische Volk wiederherzustellen und ihnen zu ermöglichen, wieder an der größten freien Wissensquelle der Welt teilzuhaben. Wir prüfen derzeit angemessene Wege, auf denen diese Entscheidung vor türkischen Gerichten angefochten werden kann. Wir laden alle, die dies lesen ein, in unsere Forderung an die türkische Regierung miteinzustimmen, die Rechte ihrer Bürgerinnen und Bürger zu respektieren und Wikipedia zu entsperren (Hashtag #UnblockWikipedia).

Die Wikimedia Foundation bestimmt nicht über die Richtlinien, innerhalb derer Inhalte in den Wikimedia-Projekten erstellt werden. Wir respektieren und unterstützen die redaktionellen Entscheidungen, die durch die Community der aktiven Wikipedia-Beitragenden auf der ganzen Welt getroffen werden, auch diejenigen der türkischsprachigen Wikipedia-Community.

Katherine Maher, Executive Director
Wikimedia Foundation“

by Abraham Taherivand at April 30, 2017 05:04 PM

April 27, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 17/2017

In der Wikimedia:Woche 17/2017 geht es unter anderem um die folgenden Themen: Einem weiteren Wikimedia-Chapter wurde sein Status aberkannt und auf dem südamerikanischen Kontinent eine neue User Group anerkannt. Wikimedia Schweden und die UNESCO organisieren gemeinsam einen Schreibwettbewerb und Jimmy Wales gründete ein neues Projekt um „Fake News“ zu bekämpfen.

Zur Wikimedia:Woche 17/2017 geht es hier.

by Nicolas Rueck at April 27, 2017 01:35 PM

Mit den Wikimedia-Projekten kommst du überall hin, aber wohin soll Wikimedia gehen?

Dies ist eine Übersetzung des englischsprachigen Blogbeitrags von Katherine Maher, der Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation. Das Original findest du im Wikimedia-Movement-Blog.

Die Wikimedia-Bewegung baut derzeit die Brücken für unsere Zukunft. Wir hoffen, dass Du uns dabei hilfst.
Foto von Thomas Wolfvia Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Wikipedia begann als eine einfache Idee: eine Online-Enzyklopädie, die für jede und jeden offen und frei zugänglich ist. Ohne einen konkreten Plan zu haben, wuchsen wir zu einem Netzwerk von Menschen, Aktivitäten und Organisationen zusammen. Diese ganz einfach Idee – dass jede und jeder in der Lage sein sollte, sich frei am Wissen der Welt zu beteiligen – erwies sich als eine Idee mit großer Anziehungskraft, die brillante Köpfe und Institutionen bis heute in ihren Bann zieht. Mittlerweile ist eine ganze Bewegung um uns herum entstanden.

Heute gehören die Wikimedia-Projekte zu den bekanntesten und beliebtesten Webseiten der Welt – sie sind die größte kollaborative Wissensressource in der Menschheitsgeschichte. Hunderte Millionen von Menschen besuchen die Wikimedia-Projekte jeden Monat. Unsere globale Bewegung umfasst Millionen von freiwilligen Beitragenden, mehr als 100 Mitgliedsorganisationen, Millionen von Spendenden und Tausende von Partnerinstitutionen auf der ganzen Welt.

Wir glauben, dass unsere Mission so wichtig ist wie eh und je, weil wir finden, dass Freies Wissen wichtiger ist als jemals zuvor.

Heute können die Wikimedia-Projekte dich fast überall hinbringen – aber wohin bewegt sich die Wikimedia-Bewegung selbst? Wie werden Projekte wie Wikipedia sich in den nächsten 15 Jahren verändern? Was wollen wir gemeinsam erreichen? Um diese Fragen zu beantworten, hat die Wikimedia-Bewegung „Wikimedia 2030“ ins Leben gerufen: einen globalen Dialogprozess, um die zukünftige Rolle von Wikimedia in der Welt zu definieren. Unser Ziel ist es, als Bewegung zusammen zu kommen – als Community, Organisation, Lesende, Spendende, Partner – und eine strategische Ausrichtung zu definieren, die unsere Arbeit in den nächsten 15 Jahren leiten wird.

Alle, die Wikipedia und die anderen Wikimedia-Projekte wertschätzen, sind eingeladen, teilzunehmen. Am Ende des Beitrages findest du Links auf verschieden Möglichkeiten der Beteiligung.

Wikimedia gehört uns allen. Wir alle haben einen Anspruch auf die Zukunft von Wikimedia.

Wikimedia ist in den letzten 16 Jahren enorm gewachsen. Dieses Wachstum war möglich, weil Wikimedia offen ist: jede und jeder kann teilnehmen. Aus diesem Grund gehört Wikipedia uns allen.

Sehr viele Menschen auf der Welt verlassen sich mittlerweile auf den freien Zugang zu neutralen, zuverlässigen Informationen in den Wikimedia-Projekten. Wir als Bewegung haben die Verantwortung, diesen Zugang zu erhalten und ihn zu schützen. Wir haben auch die Verantwortung, auf die Veränderungen in der Welt zu reagieren und kommenden Generationen überall auf der Welt zu ermöglichen, von Freiem Wissen zu profitieren.

Jeden Monat greifen Menschen über mehr als eine Milliarde Geräte auf die Wikimedia-Projekte zu, aber wir wissen, dass wir nur einen kleinen Teil der Weltbevölkerung bedienen. Unsere Projekte sind in Hunderten von Sprachen verfügbar, aber die Mehrheit unserer Inhalte konzentriert sich auf einige wenige. Millionen von Menschen haben Zugang zum Internet, aber Milliarden werden erst noch online gehen. Das Internet ist viel umfangreicher geworden, aber es ist auch kommerzieller. Wir haben mehr Informationsquellen, aber weniger gemeinsame Wahrheiten.

Das sind Herausforderungen und Chancen, und unsere Vision fordert uns auf, uns ihnen zu stellen. Wir glauben an eine Welt, in der jeder einzelne Mensch an der Gesamtheit allen Wissens teilhaben kann. In den nächsten 15 Jahren wollen wir dieser Vision näher kommen, indem wir uns als eine Bewegung mit einer gemeinsamen Ausrichtung aufstellen.

Den Weg unserer Bewegung entwerfen

Bewegungen arbeiten zusammen, planen zusammen und richten sich an zentralen Werten aus. Das tun wir auch. Bewegungen haben signifikanten Einfluss auf sozialen Wandel. Und für viele Leute ist es das, was wir auch machen. Wir gestalten den Wandel hin zu größerer Offenheit, größerem Austausch, einem reichhaltigerem Gemeingut, mehr Wissen für mehr Menschen. Im besten Fall nutzen Bewegungen ihre Stärken und engagieren sich direkt mit ihren Schwächen.

#Wikimedia2030 ist so gestaltet, dass wir viele Stimmen von jedem Teil der Erde hören möchten, egal ob du bearbeitest, liest, bei einer Wikimedia-Organisation tätig bist, spendest oder Partner bist. Deswegen nutzt der Prozess eine Vielzahl von Kanälen, einschließlich On-Wiki-Diskussionen, Live-Veranstaltungen, einzelne Interviews, qualitative und quantitative Forschung und vieles mehr. Wir hoffen, dass alle, die interessiert sind, sich auf ihre eigene Weise engagieren und für sich etwas aus dem Prozess mitnehmen können.

Mit dem Prozess selber verfolgen wir fünf Ziele. Die Wikimedia Foundation definiert die Ziele des Strategieprozesses wie folgt:

  • Identifizieren einer gemeinsamen Ausrichtung, die uns als Movement für die nächsten 15 Jahre verbindet und inspiriert.
  • Aufbau von Vertrauen, Wohlwollen und Harmonisierung innerhalb unseres Movements. Beteiligung an einem legitimen, transparenten, offenen Prozess, der auf einer Verteilung von Macht basiert statt auf Hierarchie.
  • Ein besseres Verständnis der Menschen und Institutionen erlangen, die unser Movement bilden und derjenigen, die wir bisher noch nicht erreichen sowie ihrer sich ändernden Bedürfnisse über die nächsten 15 Jahre.
  • Ein gemeinsames Verständnis davon erlangen, was es bedeutet, eine Bewegung (Movement) zu sein, wie Externe sich daran beteiligen können und worauf es ankommt, um die Wirkung unserer Bewegung zu vergrößern.
  • Aufbau von neuen Beziehungen, um unser Movement und zukünftige Partnerschaften zu erweitern und zu bereichern.

Über das ganze Jahr werden wir über unsere Vision für die Zukunft diskutieren. Wir werden Forschung über die aktuelle und potenzielle Zukunft für Freies Wissen auf der ganzen Welt durchführen. Wir befragen freiwillige Mitwirkende, Angehörige von Movement-Organisationen, Lesende, Spendende, Institutionen und Fachleute, die an Freiem Wissen beteiligt sind. Wir werden unsere Annahmen hinterfragen und voneinander lernen. So wie in der Wikipedia werden wir unseren Weg durch offenen Dialog, faktenbasierte Informationen und Iteration entwerfen.

Für die diesjährige Wikimania, die im August 2017 in Montreal stattfindet, ist es unser Ziel, einen Konsens über eine Reihe von Themen zu haben, die in einer strategischen Ausrichtung für unsere Zukunft gipfeln. Diese Ausrichtung liegt dann der nachfolgenden Diskussion darüber, wie wir zusammenarbeiten wollen, zugrunde.

Die Beteiligung von Menschen in Hunderten von Sprachen und Orten ist ein riesiges Unterfangen.

Einen Konsens zu finden über eine langfristige strategische Ausrichtung für eine globale Bewegung, die einige der weltweit beliebtesten Websites unterstützt, ist kein kleines Unterfangen. In diesem Sinne hat unsere Bewegung Zeit, Ressourcen und Energie in den Aufbau eines Prozesses gesteckt, der entlang unserer einzigartigen Bedürfnisse aufgesetzt wurde. Wir haben den Entwurf für den Prozess im Juli 2016 begonnen, nachdem das Board of Trustees der Wikimedia Foundation die Geschäftsführung der Organisation beauftragt hatte, einen Plan zur Gestaltung einer Diskussion über die Zukunft von Wikimedia zu entwickeln.

Wir haben ein Strategie-Kernteam zusammengestellt, um den Gesamtprozess zu begleiten und alle Gruppen zu beteiligen und zu engagieren. Teil dieses Kernteam ist auch williamsworks, ein Strategieberatungsunternehmen mit mehr als einem Jahrzehnt Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Nonprofits, Firmen und Philanthropen auf der ganzen Welt. Darüber hinaus gehören Wikimedianerinnen und Wikimedianer, Wikimedia-Organisations und -Foundation-Mitarbeitende, jeweils mit Verantwortung für verschiedene Stakeholdergruppen. Wir haben die Strategieprozesse aus anderen Bewegungen erforscht, die vergangenen Strategieprozesse von Wikimedia aufgearbeitet und in Absprache mit Angehörigen der Wikimedia-Bewegung gearbeitet, um diesen Prozess zu entwerfen.

Der Prozess für die Gestaltung der Konversationen wurde in Zusammenarbeit mit einem sog. „Community Process Steering Committee“ entworfen, das aus Wikimedian-Angehörigen aus zehn Ländern besteht, die umfassende Erfahrung mit Wikimedia haben. Mit diesem Komitee haben wir einen Konzept entworfen, das Stimmen aus der gesamten Bewegung umfasst und in drei Zyklen abläuft: (1) die Zukunft der Bewegung diskutieren und Themen generieren, (2) die 5 wichtigsten thematische Cluster identifizieren und ihre Bedeutung verstehen, und (3) die 3-5 wichtigsten thematischen Cluster auf eine zusammenhängende Ausrichtung hin verfeinern und ihre Implikationen erforschen.

Um diese Movement-weite Diskussion durchzuführen, organisieren wir unsere Konversationen über vier „Tracks“ (Stränge), die den speziellen Bedürfnissen der verschiedenen Zielgruppen gerecht werden. Diese zielgruppen-spezifischen Stränge umfassen:

  • Organisierte Gruppen – Wikimedia-Organisationen (Affiliates; z. B. Wikimedia-Chapter wie Wikimedia Deutschland), Funds Dissemination Committee, Affiliations Committee, WMF Board of Trustees, Angestellte bei Foundation und Affiliates, und weitere organisierte oder halb-organisierte Gruppen, die das Movement unterstützen.
  • Individuelle Mitwirkende an den Wikimedia-Projekten wie Autorinnen, Administratoren, freiwillige Entwicklerinnen oder Fotografen in den verschiedenen Sprachversionen und Wikimedia-Projekten.
  • Regionen mit hoher Aufmerksamkeit für Wikimedia – Aktuelle und zukünftige Lesende unserer Projekte sowie bestehende und potentielle Partner in Ländern oder Sprachen, in denen wir bekannt sind (und eine hohe Reichweite hinsichtlich Aufmerksamkeit und Benutzung haben), wie zum Beispiel Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Japan, Russland und USA.
  • Regionen mit niedriger Aufmerksamkeit für Wikimedia – Aktuelle und zukünftige Lesende und institutionelle Partner in Regionen mit niedriger Aufmerksamkeit, darunter Länder wie Nigeria, Indien, Ägypten, Indonesien, Mexiko und Brasilien

Karte des Wikimedia-Strategieprozesses
erstellt von Blanca Flores, übersetzt von Gereon Kalkuhl/Nicole Ebber, angepasst von Saint Johann, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

 

Unsere nächsten Schritte

Die Arbeit an der Wikimedia-Strategie bis 2030 hat bereits begonnen. Wir sind mit Gesprächen mit Community-Mitgliedern und Wikimedia-Organisationen gestartet. Die Konversationen aus Zyklus 1 haben auf der ganzen Welt stattgefunden und sind auf Meta-Wiki dokumentiert. Auf Dutzenden von Projektwikis und in vielen Offline-Gesprächen haben wir gefragt: „Was wollen wir in den nächsten 15 Jahren zusammen aufbauen oder erreichen?“

Community-Mitglieder aus der gesamten Wikimedia-Bewegung sind bereits engagiert am Prozess beteiligt. Zur Zeit sind fast 20 Strategie-Koordinatoren mit lokalen Freiwilligen in mehrsprachigen Diskussionen auf der ganzen Welt verbunden, und mehr als die Hälfte der Wikimedia-Organisationen sind in Community-Diskussionen aktiv. Viele dieser Einzelpersonen und Gruppen kamen Ende März auf der Wikimedia Conference in Berlin zusammen, um die strategischen Fragen des Movements zu diskutieren und mögliche strategische Ausrichtungen zu erörtern.

In den kommenden Wochen und Monaten werden wir ähnliche Gespräche mit Leserinnen und Lesern, Spendenden und Partnerorganisationen führen, beispielsweise durch Veranstaltungen, Forschung und Interviews. Unser Ziel ist es, die wichtigsten Veränderungen und Motivationen zu verstehen, die für viele Stakeholder unserer Bewegung relevant sind, von aufstrebenden Technologieplattformen bis hin zu wechselnden Mediengebrauchsgewohnheiten. Wir werden Fachleute einbeziehen, die die Zukunft des globalen Wissens, der Bildung, der Technik und des Aufbaus von Communities im Auge behalten. Wir werden von Lesenden auf der ganzen Welt über ihre Beziehung zu den Wikimedia-Projekten lernen und herausfinden, was sie in Zukunft sehen möchten. Die Informationen, die wir sammeln, werden in die Community-Konversationen und den Syntheseprozess einbezogen. Wie immer und entsprechend dem wahren Wikimedia-Geist werden wir alles, was wir lernen, öffentlich teilen.

Wir veröffentlichen regelmäßige Updates und zeigen Wege auf, sich zu engagieren.

Wie kannst du dich engagieren?

In den kommenden Monaten werden wir weiterhin viele Wege der Beteiligung aufzeigen, von Social Media bis hin zu Online-Diskussionen. Du hast bei der Zukunft von Wikimedia ein Wörtchen mitzureden, und wir wollen es hören! Hier sind einige Möglichkeiten, sich jetzt zu beteiligen:

Trägst du zu den Wikimedia-Projekten bei, z. B. als Autor oder Autorin, Entwicklerin oder Entwickler, oder forschst du zu Wikimedia?

Bist du Teil einer organisierten Gruppe, die sich aktiv für Wikimedia engagiert, wie ein Chapter, einer Wikimedia-User Group oder ein Komitee?

Liest du Wikipedia oder verwendest eines der anderen Wikimedia-Projekte wie Wikimedia Commons, Wikidata, Wiktionary, Wikisource oder Wikivoyage?

  • In den kommenden Monaten werden wir Wikimedia-Lesende über unsere Social Media-Kanäle auf Facebook und Twitter einbinden. Wir werden Fragen über die Zukunft von Wikimedia stellen und einen Essay-Wettbewerb starten, und die Vorstellung ergründen, was Wikimedia im Jahr 2030 sein wird.
  • Erfahre mehr über unsere Pläne, Lesende anzusprechen und Forschung in Regionen mit höherer und niedrigerer Aufmerksamkeit on-wiki zu führen.

Gehörst du einer Institution an, die ein Wikimedia-Partner ist oder an der Zukunft der Wikimedia-Bewegung Interesse hat?

  • Wir sprechen mit Partnerinstitutionen und halten in den kommenden Monaten Interviews und Veranstaltungen ab.
  • Wenn du aus einer Partnerinstitution kommst und sicherstellen möchtest, dass wir mit dir sprechen, schreibe uns an wikimediastrategy@wikimedia.org.

Danke, dass ihr uns auf dem Weg in die Zukunft unterstützt, in der jeder einzelne Mensch freien Zugang zu der Summe allen Wissens hat.

Ich bin mir sicher, dass dies der Beginn vieler essentieller Gespräche ist. Ich freue mich auf deine Beteiligung und bedanke mich im Voraus für dein Engagement.

Katherine Maher, Geschäftsführerin, Wikimedia Foundation

Dies ist eine Übersetzung des englischsprachigen Blogbeitrags von Katherine Maher, der Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation. Das Original findest du im Wikimedia-Movement-Blog.

by Nicole Ebber at April 27, 2017 09:40 AM

April 20, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 16/2017

In der Wikimedia:Woche 16/2017 sind der internationale GLAM-Bericht für den Monat März und das neue „Wikimedia Public Policy Digest“ zu finden. Außerdem geht es um eine Petition für besseres Urheberrecht im Bildungsbereich und die Unterstützung der „Initiative for Open Citations“. Benutzer:Gnom berichtete über die Wikimedia Conference, und das Präsidium von Wikimedia Deutschland veröffentlichte das Protokoll seiner 5. Telefonkonferenz.

Zur Wikimedia:Woche 16/2017 geht es hier.

by Nicolas Rueck at April 20, 2017 01:57 PM

April 13, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 15/2017

In der Wikimedia:Woche 15/2017 geht es unter anderem um einen Vorstandswechsel bei Wikimedia CH, den Start der Frühjahrskampagne zur Gewinnung von Neuautorinnen und Autoren in der Wikipedia und die Kritik der Allianz für Meinungsfreiheit am Netzwerkdurchsetzungsgesetz der Bundesregierung, an der sich auch Wikimedia Deutschland beteiligte. Außerdem gibt es ein Update über den Verlauf der Nachhaltigkeitsinitiative zum Betrieb der Wikipedia-Server mit Ökostrom.

Zur Wikimedia:Woche 15/2017 geht es hier.

by Nicolas Rueck at April 13, 2017 02:18 PM

Petition für besseres Urheberrecht im Bildungsbereich gestartet

Im Bildungsbereich setzen wir uns bei Wikimedia Deutschland dafür ein, dass über freie Lehr- und Lernmaterialien Teilhabe und Mitarbeit für jeden gewährleistet sind. Doch die aktuell geplanten Änderungen des europäischen Urheberrechts gefährden den Zugang zu Freiem Wissen in Bildungsinstitutionen. Auf rightcopyright.eu ist daher jetzt eine Petition gegen Einschränkungen in der Bildungspolitik gestartet. Ein Beitrag von Anke Obendiek.

COMMUNIA, eine internationale Vereinigung zur Förderung der digitalen Public Domain, hat am 29. März 2017 die Kampagne rightcopyright.eu gestartet, um Verbesserungen des Urheberrechts im Bildungsbereich zu erreichen. Möglich wird das derzeit dadurch, dass auf EU-Ebene die erste große Urheberrechtsreform seit 15 Jahren angelaufen ist. Auch wir treten für eine zeitgemäße Reform der Schrankenregelungen des Urheberrechts in der EU ein und unterstützen eine moderne Bildungspolitik, die eine Nutzung freier Inhalte ermöglicht.

Warum ist das wichtig?

Wissenschaft und Bildung sind zentrale Elemente gesamtgesellschaftlicher Entwicklung. Durch frei lizenzierte Materialien, wie Lehrbücher oder Lehrfilme könnte jeder Zugang zu Lehr- und Lernmitteln gewinnen. Die Europäische Kommission hat jedoch einen Entwurf zur Änderung des Urheberrechts vorgestellt, der aus Sicht der COMMUNIA gute Bildung erschwert, nicht vereinfacht. Der Vorschlag etwa, eine verpflichtende Ausnahmeregelung zugunsten von Bildungseinrichtungen einzuführen, enthält eine gefährliche Hintertür: Die Mitgliedsstaaten sollen festlegen dürfen, dass weiterhin Lizenzen eingeholt werden müssen, wenn dies leicht möglich ist. Dadurch wird Rechteinhabern immenser Spielraum für die weitere Belastung von Bildungseinrichtungen geboten. Außerdem sind beispielsweise offene Online-Kurse eingeschränkt, da die Ausnahmeregelung wie vorgeschlagen nur in den Bildungseinrichtungen vor Ort oder für geschlossene Netze gilt. Länder, in denen einrichtungsübergreifende Angebote bereits zum Alltag gehören, wie etwa Estland, könnten dadurch ausgebremst werden.

Was macht die Kampagne?

Die Kampagne ist Teil des Projekts Copyright for Education, in dem die COMMUNIA über die Bedeutung von Urheberrecht im Bildungsbereich informiert und versucht, Verbesserungen für moderne Bildung zu erreichen. Unter dem Motto ”Let’s make copyright RIGHT RIGHT now – for education!” möchte die COMMUNIA die Stimme der Lehrenden, der Lernenden und der europäischen Bürger hörbar machen, die sich für sinnvolle urheberrechtliche Ausnahmeregelungen im Bildungsbereich engagieren, und wird die unterzeichnete Petition dem Europäischen Parlament vorlegen. Die Parlamentarier können den Vorschlag der EU-Kommission annehmen, ablehnen oder Änderungsvorschläge einbringen und so die Zukunft des Urheberrechts und der Bildungspolitik in der gesamten EU beeinflussen.

Was kann ich tun?

Um die Mitglieder des Europäischen Parlaments zu überzeugen, für bessere Regelungen im Bildungsbereich einzutreten, braucht die Kampagne Unterstützung. Noch bis zum 15. Mai 2017 steht die Petition daher auf rightcopyright.eu zur Unterschrift bereit. Dort finden sich auch Bildmaterial und Vorlagen für Tweets und Social Media-Beiträge zum Teilen und Posten. Regelmäßige Updates und Veranstaltungshinweise zum Urheberrecht gibt es auf dem Policy-Portal von Wikimedia Deutschland, mehr Infos zu der Kampagne auf der COMMUNIA-Website.

by John Weitzmann at April 13, 2017 10:09 AM

Zitationen offen verfügbar machen: Wikimedia Deutschland unterstützt die „Initiative for Open Citations“

Zitationen sind als Literaturangaben und Verweise die Verknüpfungen, die wissenschaftliches und kulturelles Wissen miteinander in Beziehung setzen. Sie vernetzen das Wissen der Menschheit über Zeit und Raum hinweg. Eine offene Datenbank zur Erschließung von Zitationen wissenschaftlicher Arbeiten bietet nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für Projekte Freien Wissens wie die Wikipedia oder Wikidata viele Möglichkeiten, Wissensbestände zu verknüpfen und  darüber neue Einsichten zu gewinnen.

Als Belege ermöglichen es Zitationen, Informationen nachzuprüfen, Argumentationen nachzuvollziehen und weiterzuentwickeln sowie mit vorliegenden Daten und Studien weiter zu arbeiten. Sie machen nicht nur sichtbar, auf welchem bestehenden Wissen aufgebaut wird. Sondern sie zeigen auch, welchen Einfluss einzelne Forschungsbeiträge haben und spielen daher eine große Rolle, wenn es darum geht, Wissenschaft zu evaluieren.

Aber Zitationen sind nicht nur für die Wissenschaft relevant. Ganz grundlegend geben sie Auskunft darüber, woher wir wissen und warum wir wissen, was wir wissen. Auch für ein Projekt enzyklopädischen Wissens wie die Wikipedia ist das Prinzip der Belegpflicht daher grundlegend. Aus Sicht des Freien Wissens problematisch ist der Umstand, dass Literaturangaben und Verweise in der Wissenschaft bislang kaum frei verfügbar sind, sondern nur in kommerziellen und kostenpflichtigen Datenbanken wie Web of Science und Scopus aggregiert werden.

Ausschnitt aus dem Zitationsnetzwerk eines Fachartikels. Wikimedia Commons. CC0.

 

Eine Initiative für freie Zitations-Metadaten

Dies möchte nun die „Initiative for Open Citations (I4OC)“ ändern, die am 6. April 2017 von der Wikimedia Foundation gemeinsam mit Wissenschaftsverlagen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie vielen anderen ins Leben gerufen wurde, um die unbeschränkte Verfügbarkeit wissenschaftlicher Zitationsdaten voranzubringen. [1] Beteiligt daran sind zum einen 29 renommierte Verlagshäuser wie MIT Press, SAGE Publishing, Springer Nature, Taylor & Francis und Wiley, die ihre Zitations-Metadaten frei zugänglich machen. Zum anderen wird die Initiative unterstützt von zahlreichen Projekten und Organisationen wie dem Internet Archive, der Open Knowledge Foundation, Mozilla, Wikimedia Deutschland und anderen mehr.

Der Initiative kommt dabei zugute, dass viele Verlage ihre veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel bei Crossref registrieren, einer Agentur der International DOI Foundation. Mit den Artikeln werden auch deren Metadaten erfasst: bibliografische Informationen wie der Titel, die Autorin oder der Autor, aber auch andere maschinenlesbare Daten darüber, wie sich Artikel gegenseitig zitieren. Crossref vergibt so genannte Digital Object Identifier, um wissenschaftliche Zeitschriftenartikel im Internet als Objekte selbst identifizierbar zu machen, anstatt sie über die Adresse, unter der sie momentan abgelegt sind, anzusprechen.

Diese eindeutigen und dauerhaften digitalen Objektbezeichner spielen auch für die Wikipedia eine wichtige Rolle, wie Geoffrey Bilder, Leiter für strategische Allianzen bei Crossref, hervorhebt:

„Wikipedia ist als Ganzes betrachtet vermutlich an fünfter Stelle aller Websites, die auf wissenschaftliche Literatur verweisen. Das bedeutet, dass mehr Wikipedia-Nutzerinnen und -Nutzer auf Zitationen klicken und von den Wikipedia-Domains in die wissenschaftliche Literatur gelangen, als von jedem einzelnen Wissenschaftsverlag dieser Welt.“ [2]

 

1 Prozent und 1 gute Idee

Vor dem Start der I4OC-Initiative waren nur 1 Prozent der Zitations-Metadaten von in Crossref registrierten Publikationen frei verfügbar. Dies liegt zum einen an rigiden Lizenzbedingungen der Verlage, zum anderen daran, dass bei Crossref selbst diese Metadaten standardmäßig als nicht-offen markiert werden, solange bis der Verlag sich explizit dafür entscheidet, die Daten öffentlich nutzbar zu machen. Dies gilt selbst für Open-Access-Publikationen, die im Internet als Volltext frei verfügbar sind. Die I4OC-Initiative setzt genau an diesem Punkt an und macht deutlich, wie einfach sich mit einer guten Idee und viel Überzeugungsarbeit auf der einen und gutem Willen auf der anderen Seite eine Veränderung erreichen lässt. Seit März ist durch die Unterstützung der beteiligten Verlage der Anteil von bei Crossref erfassten Publikationen mit offenen Zitations-Metadaten von 1 Prozent auf mehr als 40 Prozent gestiegen, das entspricht annähernd 15 Millionen Artikeln.

Abbildung von Dario Taraborelli, Wikimedia Commons, CC0

 

Ein weltweites Netz des Wissens

Eine offene Datenbank zur Erschließung von Zitationen wissenschaftlicher Arbeiten bietet Vorteile und Potenziale in mehrerlei Hinsicht: Ein weltweites Netz verlinkter wissenschaftlicher Zitations-Metadaten würde die Auffindbarkeit von – sowohl open access als auch closed access – veröffentlichten Forschungsergebnissen deutlich verbessern. Davon profitieren dann insbesondere all diejenigen, die nicht Mitarbeitende einer Wissenschaftsinstitution sind, die ihren Mitarbeitenden oft über Abonnements Zugang zu den bestehenden kostenpflichtigen Datenbanken wie Web of Science oder Scopus eröffnen. Offene Zitations-Metadaten ermöglichen es, Verknüpfungen zwischen verschiedenen Forschungsfeldern und Wissensbereichen herzustellen und darüber neue Einsichten zu gewinnen. Außerdem bieten offene Daten für Projekte Freien Wissens die Möglichkeit, Wissensbestände miteinander zu verknüpfen und darauf aufbauend neue Anwendungen zu entwickeln.

 

Wikimedia + Zitationen = WikiCite

Dies führen auch die Wikimedia-Projekte vor. Hier gab es in der Vergangenheit bereits verschiedene Initiativen, die darauf zielten, wissenschaftliche Zitationen systematisch mit den Inhalten der Wikipedia oder in Wikidata zu verknüpfen. Schon der Name des Projekts WikiCite macht deutlich, dass es hier darum geht, Wikimedia-Projekte und Zitationen (Englisch: citations) zusammenzubringen. In diesem Projekt wird daran gearbeitet, eine bibliografische Datenbank in Wikidata zu entwickeln, die allen Wikimedia-Projekten zur Verfügung steht. Am Beispiel der Forschung zum Zika-Virus und Zika-Fieber wurde mit einem überschaubaren Textkorpus von etwas mehr als 1.000 wissenschaftlichen Artikeln vorgeführt, welcher Mehrwert darin steckt, Zitations-Metadaten in Wikidata zu erfassen. So lassen sich Informationen zu Krankheiten oder Genen mit einer Vielzahl wissenschaftlicher Zitationen anreichern, und es wird nachvollziehbar, wie das Wissen dazu entsteht.

Visualisierung von Themen, die in wissenschaftlichen Publikationen zusammen mit dem Thema Zika-Virus auftreten. Wikimedia Commons. CC0.

Was mit diesen Metadaten noch möglich ist, wird aktuell zum Beispiel im Projekt Scholia getestet. Hier geht es einerseits darum, Autorinnen und Autoren beim Erstellen neuer Fachpublikationen ein Wikidata-basiertes Hilfsmittel zum Einfügen von Referenzen zur Verfügung zu stellen. Andererseits ermöglicht es Scholia, über Anfragen an den Wikidata Query Service wissenschaftliche Profilseiten zu Themen wie dem Zika-Virus, zu einzelnen Publikationen oder Publikationslisten von Institutionen, Fachzeitschriften, Wissenschaftsverlagen oder einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu erzeugen. Diese Seiten können verschiedene Visualisierungen enthalten: zur Zahl veröffentlichter Artikel oder Artikelseiten im Jahr; zu Zeitschriften, in denen publiziert wurde; zur Verbindung zwischen Autorinnen und Autoren, die gemeinsam Artikel veröffentlicht haben.

Visualisierung der Zeitschriften, in denen der Chemiker Egon Willighagen veröffentlicht hat. Wikimedia Commons. CC0. Query on Wikidata.

Auf diese Weise wird ein weltweites Netz des Wissens, von Personen und Forschungsthemen, von zeitlichen und räumlichen Bezügen sichtbar. All dies wird nur durch offene Zitations-Metadaten möglich. Daher ist es Wikimedia Deutschland wichtig, die I4OC-Initiative zu unterstützen, um die fehlenden 60 Prozent frei verfügbarer Metadaten in Angriff zu nehmen.

 

[1] Maßgeblich vorangetrieben wurde das Vorhaben von Jonathan Dugan, Martin Fenner, Jan Gerlach, Catriona MacCallum, Daniel Mietchen, Cameron Neylon, Mark Patterson, Michelle Paulson, Silvio Peroni, David Shotton und Dario Taraborelli.

[2] Zitiert nach: https://meta.wikimedia.org/wiki/Wikipedia_as_the_front_matter_to_all_research

by Dominik Scholl at April 13, 2017 08:45 AM

April 06, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 14/2017

Diese Wikimedia:Woche stellt neue Mitarbeitende von Wikimedia Deutschland vor. Außerdem gibt es einen Überblick über spannende Veranstaltungen rund um die Community und im Bereich Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Zur Wikimedia:Woche 14/2017 geht es hier.

by Nicolas Rueck at April 06, 2017 02:24 PM

March 30, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 13/2017

In dieser Ausgabe der Wikimedia Woche findet sich der APG Impact Report 2015-2016, sowie das Protokoll der 4. Telefonkonferenz des Präsidiums. Außerdem gibt es Neuigkeiten aus dem Bereich Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Zur Wikimedia:Woche 13/2017 geht es hier.

 

by Denis Schröder at March 30, 2017 01:36 PM

March 29, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Dominik Scholl übernimmt die Leitung des Teams Bildung, Wissenschaft und Kultur

Seit dem 20. März haben wir einen neuen Leiter für das Team Bildung, Wissenschaft und Kultur. Dominik − seit Juni letzten Jahres Referent in diesem Bereich − hat sich mit Rückhalt des Teams erfolgreich auf die interne Ausschreibung der Leitungsposition beworben. Dominik ist Kulturwissenschaftler, er forschte und lehrte an der Humboldt-Universität zu Berlin und der HafenCity Universität Hamburg und gründete einen unabhängigen Wissenschaftsverlag. Als Autor und Lektor entwickelte und begleitete er Publikationen für Verbände und NGOs aus dem Kultur- und Bildungsbereich.

„Seit vielen Jahren beschäftige ich mich damit, wie Wissen in die Welt kommt und für andere verständlich wird. Mit Wikimedia Deutschland Freies Wissen voranzubringen ist eine tolle Aufgabe. Mir ist es vor allem wichtig, das Team dabei zu unterstützen, erfolgreiche Projekte im Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturbereich zu realisieren und den Austausch und die Zusammenarbeit mit den Aktiven aus den Wikimedia-Projekten zu verbessern. Wenn Ihr Wünsche und Ideen habt, sprecht mich jederzeit gerne an. Ich freue mich, Euch kennenzulernen!“, sagt Dominik.

Der Zugang zu Wissen und die gesellschaftliche Bedeutung von Bildung sind tief in unserem Vereinszweck verwurzelt. Es freut mich darum umso mehr, mit Dominik jemanden für die Leitung des Bereichs gefunden zu haben, der das fachlich wie menschlich hervorragend repräsentiert. Schon jetzt hat er sich in kürzester Zeit durch seine bisherige Arbeit, seine Erfahrung und empathische Art innerhalb des Teams und des Kollegiums große Anerkennung erarbeitet.

Herzlichen Glückwunsch zur neuen Aufgabe, lieber Dominik!

 

by Abraham Taherivand at March 29, 2017 01:06 PM

March 23, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 12/2017

In dieser Ausgabe der Wikimedia:Woche geht es unter anderem um die Vorstellung des Lizenzhinweisgenerators bei der Foundation, das Fellow-Programm, welches seinen Abschluss gefunden hat und um spannende neue Umsetzungen aus der Technischen Wunschliste.

Zur Wikimedia:Woche 12/2017 geht es hier.

by Nicolas Rueck at March 23, 2017 03:19 PM