de.planet.wikimedia

April 23, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 15/2015

Hier kommt die 15. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Das Engineering-Team der WMF baut um

Lila Tretikov hat über die Wikimedia-l-Mailingliste eine größere Umstrukturierung des Engineering-Teams der Wikimedia Foundation bekannt gegeben.

Wikimedia User Groups

Bis zum 1. Mai bittet das Affiliations Committee um Kommentare zur Anerkennung und zu Vereinbarungen mit Wikimedia User Groups.

Wahlen der Wikimedia Foundation

Kandidaturen für den Mittelverteilungsausschuss FDC und für das Kuratorium der Wikimedia Foundation können veröffentlicht werden. Möglich sind eigene Kandidaturen sowie Nominierungen geeigneter Kandidaten und Kandidatinnen. Die Communities haben dann im Mai die Chance, durch Teilnahme an den Wahlen die Zukunft des Movements mitzugestalten.

Mitgliederversammlung von WMDE fand in Köln statt

Am vergangenen Samstag fand in Köln die 16. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Auf der Tagesordnung standen unter anderem verschiedene Berichte von Präsidium, Vorstand und Kassenprüfern.

Protokoll der 3. Präsidiumssitzung veröffentlicht

Im Vereinsforum von Wikimedia Deutschland wurde das Protokoll der 3. Präsidiumssitzung veröffentlicht. Hauptthemen der Sitzung waren die Beratung der Anträge an die 16. Mitgliederversammlung und eine Aussprache zum Governance Review.

WMDE-Imapct-Report in deutscher Sprache

Nach der englischen Version wurde der Impact-Report 2014 von Wikimedia Deutschland nun auch in deutscher Sprache veröffentlicht.

Projekte und Initiativen

Europeana setzt auf sehr enge Zusammenarbeit mit Wikidata

Freies Wissen und Wissenschaft

Im 1. Teil der Beitragsreihe „Freies Wissen und Wissenschaft“ schreibt Christopher Schwarzkopf über „Die Digitalisierung des Forschungsalltags“ und stellt den kürzlich von der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) veröffentlichten Bericht „Science 2.0 – Mapping European Perspectives“ vor.

Neue Google-Community zu OER

Seit März gibt es das „OER-TrainerNetz“ (#OERTN) von Hedwig Seipel – eine offene Gruppe für Trainer und Trainerinnen, Dozierende, Tutoren und Tutorinnen, Seminarleitende und andere Lehrende in der Weiterbildung. Interessierte können sich über OER austauschen, informieren und diskutieren oder aber an der Entwicklung, Erstellung und Verbreitung von OER in der Weiterbildung arbeiten.

Evaluation Reports zu WLM und anderen Fotoprojekten

Das Learning and Evaluation team befasst sich auf Meta mit den Evaluations Reports 2015 zu Wiki Loves Monuments und anderen Fotoprojekten und läd zur Diskussion über die weiteren Schritte ein.

Was ist eigentlich Mapping OER?

Alles rund um das neue Vorhaben von Wikimedia Deutschland mit dem Titel „Mapping OER – Bildungsmaterialien gemeinsam gestalten“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, erklärt nun ein Blogbeitrag.

Diskussion

Fachgespräch des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung

Am 21. April fand im Deutschen Bundestag ein öffentliches Fachgespräch des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung zum Thema „Digitale Bildung und Medienkompetenz“ statt.

Presse und Websites

Angebliche Sockenpuppe des Generalsekretärs der britischen Konservativen gesperrt

Der Guardian berichtete, dass während dem Wahlkampf im Vereinigten Königreich eine von dem Generalsekretär der britischen Konservativen, Grant Sapps authorisierte Sockenpuppe im Einsatz war, mit der Artikel in der englischsprachigen Wikipedia bearbeitet worden seien. Der Account wurde mittlerweile gesperrt. Shapps kündigte die Prüfung rechtlicher Schritte gegen den Bericht des Guardian an. Der Telegraph bezeichnet indes den Wikipedianer und WMUK-Angestellten Richard Symonds als “Liberal Democrat activist”. Es ist Wahlkampf in UK.

BVG ruft Schlaumeier auf, Wikipedia-Wissen weiterzugeben

In der aktuellen Kampagne #weilwirdichlieben der Verkehrsbetriebe der international bekannten Stadt Berlin ruft die BVG dazu auf, mit Wikipedia-Wissen über Namensgeberinnen und Namensgeber von U-Bahnstationen anzugeben. <3

Termine

Coding da Vinci: Erste Datensets auf Commons

Der Kultur-Hackathon Coding da Vinci findet am 25./26. April in Berlin statt. Einige neue Datensets sind bereits auf Commons zu finden. Darunter historische Stoffmuster der HTW Berlin, Zeichnungen des jüdischen Malers Hermann Struck und Schriften des Charlottenburger Pfarrers Johann Dressel aus dem 18. Jahrhundert.

Online-Kurs zu Open Educational Resources (COER)

Vom 11. Mai bis 21. Juni findet der nächste Online-Kurs zu Open Educational Resources (COER) statt: „Ziel des Kurses ist es, einen umfassenden Überblick über Theorie und Praxis von OER zu bieten und dies in Form der weiterhin bestehenden Seiten immer noch zu tun. Dies umfasst sowohl grundlegende Informationen zu OER und bestehenden Initiativen als auch praxisrelevante Informationen für Lehrende und Lernende, die OER nutzen oder produzieren wollen. Dabei wird durch viele konkrete Beispiele und Hinweise erfahrener Praktiker immer der Bezug zur Praxis gewährleistet.“


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at April 23, 2015 02:16 PM

Open Educational Resources für Deutschland voranbringen – Zum Projektstart von “Mapping OER – Bildungsmaterialien gemeinsam gestalten”.

Mit “Mapping OER – Bildungsmaterialien gemeinsam gestalten” startet Wikimedia Deutschland bis Februar 2016 ein Modellprojekt zur “Vermessung” von Open Educational Resources (OER) in Deutschland. Gefördert wird unser Vorhaben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderprogramms Digitale Medien in der beruflichen Bildung, dem im November von der Bundesregierung zusätzlich zwei Millionen Euro mit thematischem Bezug zu OER zugewiesen wurden. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten und Interessierten gehen wir zentrale Themen an, die bislang zu OER immer wieder offene Fragen aufwerfen: Qualitätssicherung, Qualifizierungsmodelle von MultiplikatorInnen, Geschäftsmodelle und die Frage nach Lizenzen und Rechtsicherheit. Dabei geht es nicht darum, Grenzen zu ziehen, sondern Räume zu öffnen, Stolpersteine und Herausforderungen zu identifizieren und Lösungswege aufzuzeigen – praxisnah und partizipativ.

Logo OER, by Markus Büsges (leomaria design) für Wikimedia Deutschland e. V., CC-BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons.

Wikimedia Deutschland engagiert sich seit 2013 systematisch für das Thema der freien Lehr- und Lernmaterialien, denn sie bedeuten neue Möglichkeiten für den freien Zugang zu Bildung. In den letzten Jahren hat es international erste Gehversuche mit OER gegeben, und auch in Deutschland widmeten sich einzelne Aktive oder Gruppen dem Thema. Was der entstehenden OER-Community in Deutschland jedoch lange Zeit fehlte, waren Möglichkeiten, sich persönlich auszutauschen und zu vernetzen. Mit diesem Ziel organisierte Wikimedia Deutschland 2013 in Berlin die erste deutsche OER-Konferenz unter der Schirmherrschaft der deutschen UNESCO-Kommission mit rund 300 Interessierten. Die Konferenz im Folgejahr erhielt das Motto “Die Zukunft freier Bildungsmaterialien”. Damit wurde der Aspekt der Vernetzung bewusst um kritische Bestandsaufnahmen ergänzt. Auf der OER-Konferenz 2014 diskutierten Lehrende aus Schule, Wissenschaft, Verlagsvertretende, Gewerkschaften sowie Netzaktivisten mit offenem Visier über Erfahrungen, Potentiale, Perspektiven und Stolpersteine für OER in Deutschland. Die Agenda umfasste Bildungspolitik, Geschäftsmodelle und Einblicke in die Erfahrungen anderer Länder – auch politische Entscheidungsträger nahmen teil.

Dialogorientiert und praxisnah

Das Projekt Mapping OER ermöglicht, den Weg zur Erkundung und Vermessung freier Lehr- und Lernmaterialien konsequent weiterzugehen. Grobe Orientierung im bildungspolitischen Deutschland ist mittlerweile gegeben, aber trotz erfolgreicher Konferenzen, vieler guter Initiativen und thematischer Plattformen ist das Thema für die Praxis noch nicht klar kartographiert. Die gemeinsame Bund-Länder Arbeitsgruppe zum Thema OER hat in ihrem Ergebnisbericht festgestellt, dass einige grundlegende Fragen zum Thema nach wie vor offen sind. Der Bericht der Arbeitsgruppe beleuchtet die positiven Wirkungsmöglichkeiten von OER, wie zum Beispiel individuellere Lernsettings oder eine aktivere Gestaltung des Unterrichts hinsichtlich der gemeinsamen Erstellung von Materialien. Zugleich wird aber auch auf praktische Herausforderungen wie rechtliche Unsicherheiten und Fragen der Qualitätssicherung hingewiesen.

Genau hier setzt Mapping OER an: Gestützt von einer dialogorientierten und partizipativen Herangehensweise werden sich Bildungsexpertinnen und Bildungsexperten und andere Anspruchsgruppen den aufgeworfenen Themen widmen und Lösungsansätze und Perspektiven erarbeiten.

In verschiedenen Settings werden dazu Dialoge zu den identifizierten Schwerpunktthemen eröffnet: Wie kann und muss die Qualitätssicherung für freie Bildungsmaterialien vorangetrieben werden? Wie müssen Qualifizierungsmodelle für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren gestaltet sein, damit sie den Bedürfnissen und Anforderungen der Zielgruppe gerecht werden? Welche Geschäftsmodelle sind für OER in Deutschland denkbar? Welche Aspekte müssen für OER beachtet werden, um Rechtssicherheit zu schaffen und welche Lizenzen eignen sich hierfür? Unter Einbeziehung dieser Fragen werden auch technische Voraussetzungen, Bildungsübergänge und bestehende Best Practices beleuchtet.

Auf zur Vermessung freier Lehr- und Lernmaterialien, Bild von Picography, CC0 via Pixabay

Das Vorgehen im Projekt Mapping OER ist in drei Phasen unterteilt: Die Analysephase zu Beginn des Projekts erfasst den Ist-Stand zu freien Lern- und Lehrmaterialien in Deutschland und identifiziert die relevanten Anspruchsgruppen für das Projekt. Um eine hohe und langfristige Akzeptanz in der OER-Gemeinschaft (wie bei potentiellen NutzerInnen, EntscheiderInnen aus Politik und Gesellschaft und auch in der Verwaltung) zu erreichen, ist es hier besonders wichtig, auch weniger offensichtliche Akteure zu identifizieren und zu erreichen.

In der darauf folgenden Dialogphase werden die Analyseergebnisse im Hinblick auf die identifizierten Schwerpunktthemen geöffnet und bearbeitet. In Gesprächsrunden, Interviews und Arbeitstreffen werden Fragen zu den Themen diskutiert und erste Lösungsansätze erarbeitet. Zentraler Anlaufpunkt für die Ergebnisse ist die Projektwebseite, die den gesamten Verlauf des Projekts sichtbar macht und damit OER-Interessierten ermöglicht, sich an der Diskussion – im Sinne des offenen Dialogs – zu beteiligen und die Ergebnisse weiter zu nutzen.

Die Ergebnisse der ersten zwei Phasen werden Anfang 2016 in der Synthesephase systematisch zusammengefügt. Einen größeren Rahmen für Diskussion und Präsentation der Resultate wird dazu eine abschließende Fachtagung bieten. Abschließend wird ein Praxisrahmen (Ende Februar 2016) erarbeitet. Dieser führt die Ergebnisse und Diskussionen zusammen, benennt Stolpersteine und Lösungsansätze und gibt konkrete Ansatzpunkte, um Perspektiven für OER in Deutschland aufzuzeigen.

Gemeinsam mit den Beteiligten möchte Wikimedia Deutschland mit diesem Projekt freie Lehr- und Lernmaterialien in Deutschland weiterbringen. Um langfristig ein Fundament für OER in der Bildung aufzubauen, möchten wir alle Interessierten herzlich einladen uns dabei zu begleiten. Fragen zum Projekt können gern per E-Mail an uns gerichtet werden.

by Valentin Muenscher at April 23, 2015 01:24 PM

April 20, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Freies Wissen und Wissenschaft (Teil 01): Science 2.0 – Die Digitalisierung des Forschungsalltags

Open Access, Citizen Science, Open Research Data – Die Öffnung der Wissenschaft schreitet voran. Immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich im Rahmen ihrer Arbeit mit freien Lizenzen und kollaborativen Arbeitsweisen. Sie machen ihre Forschungsergebnisse und -daten frei zugänglich, damit sie von möglichst vielen Menschen verwendet und nachgenutzt werden können oder beteiligen Bürgerinnen und Bürger direkt am Forschungsprozess. An dieser Stelle werden wir regelmäßig  Beiträge rund um das Thema Freies Wissen und Wissenschaft veröffentlichen.
Zum Auftakt dieser Reihe sprachen wir mit Prof. Dr. Klaus Tochtermann vom Leibniz-Forschungsverbund”Science 2.0″, in dem Wikimedia Deutschland Mitglied ist.

 


Science 2.0 – Mapping European Perspectives (auf das Bild klicken, um den Bericht herunterzuladen)

Kürzlich hat die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) den Bericht “Science 2.0 – Mapping European Perspectives” veröffentlicht. Darin werden 26 Positionspapiere wissenschaftlicher Organisationen untersucht, die die Europäische Kommission im Rahmen eines offenen Konsultationsprozesses zum Thema Science 2.0 in Europa veröffentlicht hat. Das Fazit des Berichts: Es gibt in der Europäischen Union kein einheitliches Verständnis des Begriffes  Science 2.0. Welche verschiedenen Sichtweisen gibt es? Und ist ein einheitliches Verständnis zwingend notwendig?

Prof. Tochtermann: Ganz gleich, welchen Begriff man verwendet, es geht immer um die Chancen und Risiken der Digitalisierung der Wissenschaft. In Abhängigkeit des Schwerpunktes, den eine Forschungsgruppe setzt, wird mal von Science 2.0 und mal von Open Science gesprochen; dies sind die beiden dominierenden Begriffe für dieses Thema. Die Gruppe, die den Begriff Science 2.0 verwendet, setzt einen inhaltlichen Schwerpunkt auf partizipatorische Aspekte, die durch die Digitalisierung der Wissenschaft möglich werden. Beispielsweise geht es darum, zu untersuchen, welche Rolle soziale Medien in der Wissenschaft spielen. Demgegenüber konzentrieren sich die Forschungsaktivitäten im Umfeld Open Science auf die Frage, welche Auswirkung die Öffnung von Wissenschaft und wissenschaftlichen Ergebnissen hat. Hier spielen also Themen wie Open Data und Open Access eine große Rolle.
Ich möchte noch kurz das Verhältnis zwischen Science 2.0 und Open Science darstellen: Science 2.0 muss nicht notwendiger Weise „open“ sein. So können sich z. B. Forschungsgruppen in einem sozialen Medium zu einer geschlossenen Gruppe zusammenschließen und erzielte Ergebnisse lizenziert veröffentlichen. Umgekehrt kann Science 2.0 Open Science unterstützen, etwa indem es Werkzeuge zur offenen Zusammenarbeit bereitstellt, wie etwa wissenschaftliche Wikis oder Blogs. Ich glaube also nicht, dass ein einheitliches Verständnis zwingend notwendig ist. Denn das Ziel ist klar, es geht um die Förderung der Digitalisierung der Wissenschaft, und dies mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen.

 

Welche thematischen Handlungsfelder sind für die Wissenschaft am wichtigsten und wo erhoffen Sie sich politisches Handeln?

Prof. Tochtermann: Hier möchte ich drei Handlungsfelder aufzeigen:

  1. Die ganze Science 2.0-Bewegung ist sehr stark „bottom-up“ getrieben. Das heißt, die Forschenden haben sich selbst organisiert und für sich selbst neue Wege der Zusammenarbeit erschlossen. Dieser Charakter muss unbedingt erhalten bleiben und darf nicht durch politische Maßnahmen unterlaufen werden.
  2. In unserem wissenschaftlichen Anerkennungssystem werden noch viel zu wenig alternative Bewertungskriterien eingesetzt. Ein guter Anfang wird etwa schon damit gemacht, dass Open Access-Strategien, etwa die des Landes Schleswig-Holstein, fordern, auch Open Access-Veröffentlichungen bei der Rekrutierung von wissenschaftlichem Personal zu berücksichtigen. Dies sollte noch ausgeweitet werden, sodass auch Engagement in sozialen Medien, natürlich immer mit Bezug zur eigenen Forschung, als Bewertungskriterium herangezogen wird.
  3. Nahezu alle bedeutenden Dienste im Social Web werden in den USA und zumeist von privatwirtschaftlichen Unternehmen betrieben. Dies führt unweigerlich zu Rechtsunsicherheiten, etwa wenn ein Projektantrag mit personenbezogenen Daten wie einem Lebenslauf eines Wissenschaftlers oder einer Wissenschaftlerin über einen solchen Dienst gemeinsam bearbeitet wird. Da die Server meist ebenfalls in den USA stehen, wird wegen der Weitergabe personenbezogener Daten an ein amerikanisches Unternehmen deutsches Datenschutzrecht verletzt. Wir müssen hier Rahmenbedingungen schaffen, die den Forschenden Rechtssicherheit garantieren. Unabhängig davon stellt sich die Frage, was passiert, wenn ein von Forschenden intensiv genutzter Dienst im sozialen Web aus wirtschaftlichen Gründen einfach abgestellt oder signifikant verändert wird.

 

Wikipedia und Wikidata sind zwei Projekte, durch die Freies Wissen gemeinsam erstellt wird. Wichtig für unser Verständnis von Freiem Wissen ist neben freiem Zugang auch die rechtliche Nachnutzbarkeit und Weiterverarbeitung von Inhalten. Inwiefern spielt dies für Science 2.0 zukünftig eine Rolle?

Prof. Tochtermann: Science 2.0 legt seinen Schwerpunkt auf neue Möglichkeiten zur Partizipation im Forschungsalltag. Dies wiederum kann dann besonders gut erreicht werden, wenn die eigenen Erkenntnisse zur Nachnutzung und/oder Weiterverarbeitung offen verfügbar gemacht werden. Insofern unterstützen wir mit unseren Aktivitäten diesen Ansatz ausdrücklich.


Bild von Sven Wied, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Prof. Dr. Klaus Tochtermann ist Professor am Institut für Informatik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sowie Direktor der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz Informationszentrum Wirtschaft (ZBW). Auf seine Initiative wurde im Jahr 2012 der Leibniz-Forschungsverbund “Science 2.0″ ins Leben gerufen, der die Auswirkungen der Digitalisierung und insbesondere des Social Web auf wissenschaftliche Forschungs- und Publikationsprozesse untersucht. Wikimedia Deutschland ist einer von 37 Partnern im Verbund.

 

 

 

by Christopher Schwarzkopf at April 20, 2015 07:12 AM

April 18, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Kurzer Rückblick auf die 16. Mitgliederversammlung von WMDE

Am heutigen Samstag fand die 16. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Die halbjährliche Veranstaltung wird abwechselnd in Berlin und einer anderen Stadt organisiert: Dieses Mal machten die Mitglieder Station im MediaPark Köln, wo im vergangenen Herbst bereits die WikiConvention 2014 gastierte.

Foto: Michael Jahn, CC-BY-SA 4.0

Auf der Tagesordnung standen unter anderem verschiedene Berichte von Präsidium, Vorstand und Kassenprüfern. Auch die Übergangskommission rekapitulierte ihre Arbeit an der erfolgreich abgeschlossenen Vorstandssuche: Christian Rickerts, der ab Mai die Aufgabe der Geschäftsführung übernehmen wird, kam ebenfalls nach Köln, um sich den Mitgliedern vorzustellen. Er wurde herzlich empfangen und beantwortete erste Fragen. Das Präsidium dankte in diesem Zusammenhang sowohl der Übergangskommission als auch Jan Engelmann, der in den vergangenen acht Monaten die Geschäfte als Interimvorstand verantwortet hat.

In Köln wurde auch gewählt. Für die AG Partizipation kandidierten vier Mitglieder, und alle vier wurden gewählt: Corinna Funke, Robin Krahl, Dirk Franke und Sebastian Moleski. (Für genaue Abstimmungsergebnisse sei hier auf das in Kürze erscheinende offizielle Protokoll der Mitgliederversammlung verwiesen.)

Herzlichen Glückwunsch an die Gewählten und für die ersten Schritte der AG Partizipation!

Weitere ausgewählte Punkte aus dem Versammlungsverlauf: Der im November 2014 vorläufig beschlossene Jahresplan 2015 wurde nun in Köln endgültig beschlossen, ebenso wurden die beiden zur Abstimmung gestellten Anträge auf Satzungsänderung angenommen. Letztere betreffen die Verlängerung der Amtszeit der ehrenamtlichen Kassenprüfer von einem auf zwei Jahre, außerdem eine Klarstellung zu Fernwahlen.

Details zu diesen Punkten und allen Anträgen werden wie oben erwähnt im offiziellen Protokoll nachlesbar sein.

by Michael Jahn at April 18, 2015 04:08 PM

April 16, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Warum Kaffeetrinken eine sinnvolle Arbeit sein kan

Eindrücke von der GLAM Konferenz in Den Haag vom 10. bis 12. April 2015

In a nutshell at the end.

Letztes Wochenende war ich für Wikimedia auf Reisen. Am Freitag und Samstag war ich eingeladen, im Rahmen der GLAM Wiki Con  an zwei Sessions teilzunehmen. Im internationalen Kontext fasst man die Zusammenarbeit im Netz mit Kultur- und Gedächtniseinrichtungen unter dem Akronym GLAM, für Galleries, Libraries, Archives & Museums, zusammen. Die GLAM Wiki Con war demnach eine internationale Konferenz in Den Haag zur Zusammenarbeit der Wikimedia-Bewegung mit Kultur- und Gedächtnisinstitutionen, ausgerichtet von Wikimedia Nederlands.

Aus der ganzen Welt kamen Menschen zusammen, die sich über ihre Erfahrungen in der GLAM-Arbeit austauschen wollten. Venus Lui aus Hong Kong, Liang Shang Kuan aus Taiwan, Whiteghost.ink aus Australia oder Jaime Amstee aus San Francisco hatten vermutlich den weitesten Anreiseweg. Aber auch aus Afrika, Indien und natürlich aus Europa waren sie gekommen, um sich in Workshops und Podiumsdiskussionen gegenseitig zu informieren und um zu lernen. Das Programm der drei Tage war entsprechend dicht und reichhaltig.

Alle sind sie da! Foto von Ziko van Dijk (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

 

Was nehme ich mit nach Hause?

In der ersten Session “Pitching” unter der Leitung von Jaime Anstee (WMF) und Beat Estermann (WM Schweiz) ging es um Tipps, wie Wikimedianer GLAM-Institutionen als Kooperationspartner auswählen sollten. Sehr anschaulich schilderten Whiteghost.ink (Wikipedianerin) und Mylee Joseph Mylee (Mitarbeiterin der State Library of New Southwales) ihre Erfahrungen in dreijähriger Zusammenarbeit miteinander. Gemeinsam erschließen die Bibliothek und die Freiwilligen der australischen Community das Zeitungsarchiv und unterrichten sich gegenseitig. Die einen zeigen, wie man Wikipedia-Artikel schreibt. Hier zeigte sich, dass Artikel zu Zeitungen besonders dankbar für Wikipedia-Neulinge sind, da man sich an einer einfachen Struktur orientieren kann. Die anderen, die Mitarbeitenden der Bibliothek, vermitteln inhaltliches Wissen zu den Zeitungen. Gleichzeitig werden über die Artikel die Zeitungsarchivinhalte auf Wikimedia Commons besser erschlossen.

Für die Erfahrungen aus Deutschland stellte ich als Kuratorin für Kulturpartnerschaften die Programmformate “GLAM on tour”, “Coding da Vinci” und “Zugang gestalten” vor. Die drei Formate verfolgen unterschiedliche Schwerpunkte. Orte der Begegnung schaffen: Bei GLAM on Tour steht die unmittelbare Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern der Kulturinstituionen und den Freiwilligen der Wikimedia-Bewegung im Zentrum. Der Ansatz ist attraktiv und fruchtbar. Für die Zusammenarbeit werben: Als Partnerveranstalter von “Zugang gestalten” kann Wikimedia Deutschland eine große Zahl von GLAM-Institutionen in Deutschland über die Konferenz erreichen und für die Idee des Freien Wissens und die Zusammenarbeit mit der Wikimedia-Bewegung werben, indem wir über gelungene Kooperationen berichten. Inhalte befreien: Über den Programmier-Wettbewerb Coding da Vinci motivieren wir gemeinsam mit unseren drei Partnern GLAM-Institutionen dafür, digitalisierte Sammlungsbestände unter einer Freien Lizenz für die Nachnutzung durch Entwickler bereit zu stellen. Die Entwicklerinnen und Coder programmieren im Rahmen des Wettbewerbs neue Anwendungen. Sie mischen die Kulturdaten untereinander, reichern sie mit weiteren Daten an und präsentieren sie in überraschenden Kontexten neu. So erleben die GLAM-Institutionen das Potenzial von Freien Lizenzen für “ihre” Inhalte ganz unmittelbar. In diesem Jahr beteiligen sich 28 Kultureinrichtungen mit über 40 Datensets am Wettbewerb; das sind doppelt so viele, wie im letzten Jahr. Um die Nachnutzung für Wikimedia-Projekte zu erleichtern, haben eine erste Auswahl der Datensätze auf Wikimedia Commons hochgeladen.

1,2,3 – Punkte Liste

Unabhängig von den konkreten Projekten wurde deutlich, dass der Schlüssel zum Erfolg an drei Punkten festgemacht werden kann:

  1. GLAM-Arbeit ist Beziehungsarbeit
  2. GLAM-Arbeit braucht Geduld
  3. GLAM-Arbeit funktioniert umso besser, je klarer für beide Seiten der gegenseitige Nutzen formuliert ist.

Auch die zweite Session am Samstag “GLAM and Wiki relationship therapy” wies in diese Richtung. Mit von der Partie waren vonseiten der Kulturinstitutionen Lizzy Jongma für das Rijksmuseum Amsterdam, Ewa Majdecka und Aleksandra Janus von der neuen polnischen Plattform Open Monument Project, auf der Seite der Wikimedianer Venus Lui (Hong Kong) sowie Liang-chih Shang Kuan (Taiwan), die jeweils über ihre z. T. wenig ermutigenden Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den GLAMs vor Ort berichteten, und schließlich ein große Anzahl von GLAM-Aktivisten der Wikimedia-Bewegung im Publikum. Vor allem Lizzy Jongma konnte schon auf eine längere Zeit der Zusammenarbeit zurückschauen. Sie, aber auch Majdecka und Janus, klagten über die Barrieren, die sich durch aus ihrer Sicht intransparente Vorgänge in der Wikimedia-Community ergäben, und die den GLAM-Einrichtungen das Integrieren von Wissen und Inhalten schwer machten. “Es ist frustrierend”, sagte Jongma, wenn ein Mitarbeiter des Hauses mit viel Mühe zu einem Objekt in der Wikipedia einen Artikel mit Belegen verfasst hat, und dieser von einem Wikipedianer mit der knappen Bemerkung gelöscht werde, die Belege seien Eigenbelege und zählten daher nicht. Fakt ist aber, dass eben nur dieser Wissenschaftler zu genau diesem Objekt forscht und daher Publikationen eben auch aus seiner Feder stammen.” Eine Erfahrung, die alle bestätigen konnten.

Daher sollte die obigen Punkte um einen weiteren wichtigen Punkt ergänzt werden:

  1. Wikimedia-Chapter und deren Mitarbeitende sind in der GLAM-Arbeit immer nur Vermittler. In der Wikimedia-Bewegung agieren Individuen. Das macht die Bewegung stark, kann aber auch frustrierend wirken. GLAM-Institutionen müssen lernen, sich selbst als einen Teil der Bewegung zu sehen und entsprechend zu agieren. Wir sollten sie dabei aktiv unterstützen.

Nach einer teilweise auch emotionalen Diskussion kam schließlich der vielleicht konzilianteste Vorschlag zur Verbesserung der Zusammenarbeit: “Öfter einfach mal gemeinsam einen Kaffee trinken.”

Öfter mal einen Kaffee zusammen trinken. Image name: cup of coffee. Photographer: Jon Sullivan. Public domain image

In a nut shell

What to consider when working with GLAMs as Wikimedians.

  1. GLAM-work is relation building.
  2. GLAM-work needs patience.
  3. GLAM work roles better if the benefit for both sides is well defined and shared.
  4. Wikimedia Chapters and their staff are intermedians. The Wikimedia-movement consists in individuals. It is its strength but may cause frustration. GLAMs should try to become active part of the movement. We should try to encourage them the best we can.
  5. Share more often a cup of coffee together.

Veranstaltungsfotos

Dokumention Session 1

Dokumentation Session 2

by Barbara Fischer at April 16, 2015 04:21 PM

Wikimedia:Woche 14/2015

Hier kommt die 14. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Erik Möller verlässt die WMF

Nach über sieben Jahren wird Erik Möller zum 30. April die Wikimedia Foundation verlassen.

WMDE-Jahresbericht 2014

unter folgendem Link steht ab sofort der Jahresbericht (aka Tätigkeitsbericht) von Wikimedia Deutschland für das Jahr 2014 bereit:

Vorschlag zur partizipativen Jahresplanung veröffentlicht

Jan Engelmann hat im Forum einen Vorschlag zur partizipativen Jahresplanung von Wikimedia Deutschland veröffentlicht. Dieser Vorschlag sieht vor, dass zum ersten Mal unter breiter Beteiligung wesentliche Grundsatzentscheidungen zu Fragen der Vereinsausrichtung herbeigeführt werden sollen. Der Text ist eng zwischen Vorstand und Präsidium abgestimmt und steht nun bis Mitte Mai allen Interessierten zur Kommentierung offen.

Ausführliche Dokumentation des 3. Förderworkshops veröffentlicht

Beim 3. Workshop zur Förderung von Wikimedia Deutschland ging es darum, den laufenden Prozess um die Weiterentwicklung der Förderung/Community-Unterstützung gemeinsam zu besprechen und und die Förderrichtlinien und diversen Unterstützungsmöglichkeiten zu gestalten. Die vollständige Dokumentation kann nun nachgelesen werden.

Projekte und Initiativen

Barbican lobhudelt die Wikimania 2014

Unter dem Titel „Wiki-Wonderful“ lobhudelt der Betreiber des Barbican (das Veranstaltungszentrum der Wikimania in London) die Wikimania 2014 als einer der größten Erfolge im letzten Jahr.

WikiCon 2015 findet in Dresden statt

Die diesjährige WikiCon findet vom 18. bis 20. September 2015 in Dresden statt. Derzeit werden Programmvorschläge gesammelt.

Dreitägiger Edit-a-thon in Mexiko

Am Institut für Technologische und Höhere Studien Monterrey, einer Privatuniversität in Mexiko, wurde ein großer dreitägiger Edit-a-thon durchgeführt.

Technik

Single User Login steht vor dem Abschluss

Die letzen Benutzer-Accounts werden derzeit umbenannt, sodass im Anschluss eine einheitliche Anmeldung für alle Wikimedia-Wikis möglich ist.

Presse und Websites

Lila Tretikov auf time.com

Portrait über Lila Tretikov, Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation.

Termine

Tech on Tour in Hamburg

Am Mittwoch, den 22. April um 19:00 findet die nächste Tech on Tour Veranstaltung im Kontor Hamburg statt. Wir wollen die Arbeitsweise der Software-Entwicklung von WMDE vorstellen, einen Blick in den Stand der Technischen Wünsche Liste werfen und diskutieren, wie technische Unterstützung für die Communitys organisiert werden kann. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierte – technische Kenntnisse sind keine Voraussetzung.

MV bei WMDE

Die Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland findet am 18. April in Köln statt.

Ideenwerkstatt bei WMAT

Wikimedia Österreich veranstaltet am 18. April eine Ideenwerkstatt in Wien.

Das ABC des Freien Wissens

Am Freitag, den 8. Mai, 19:00 Uhr, findet bei Wikimedia Deutschland in Berlin die 8. Ausgabe von „Das ABC des Freien Wissens“ statt. Unter dem Titel „H=Harmonisierung. Welche Urheberrechtsreform bekommen wir aus Brüssel?“ wird diskutiert, wie die politischen Chancen für eine echte Urheberrechtswende in Brüssel stehen.

Gäste: Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft (angefragt), Julia Reda, Europaabgeordnete der Piratenpartei, Dimitar Parvanov Dimitrov, Wikimedian in Brussels, Free Knowledge Advocacy Group EU, Joe McNamee, Geschäftsführer European Digital Rights. Moderation: Matthias Spielkamp, Journalist, iRights.info. Herzliche Einladung an alle!

Berliner Stiftungswoche

Im Rahmen der Berliner Stiftungswoche findet am 21. April die Veranstaltung „Manche Rechte vorbehalten – Stiftungen und Open Educational Resources“ statt, die Wikimedia Deutschland gemeinsam mit der Technologiestiftung Berlin und dem Bundesverband Deutscher Stiftungen durchführt.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt hier eingetragen werden. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at April 16, 2015 01:14 PM

April 14, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

“Manche Rechte vorbehalten – Stiftungen und Open Educational Resources” – Veranstaltung am 21.April 2014

Im Rahmen der Berliner Stiftungswoche findet am 21. April die Veranstaltung “Manche Rechte vorbehalten – Stiftungen und Open Educational Resources” statt, die Wikimedia Deutschland gemeinsam mit der Technologiestiftung Berlin und dem Bundesverband Deutscher Stiftungen durchführt.

Stiftungen produzieren oft bildende Materialien und verbreiten diese digital wie analog und über vielfältige Wege in ihrer Zielgruppe. Bei Open Educational Resources (kurz: OER) handelt es sich um Bildungsmaterialien, die frei lizenziert sind. Sie können daher frei genutzt, verändert und verbreitet werden. So wird aus der altbekannten Bezeichnung “Alle Rechte vorbehalten” ein “Manche Rechte vorbehalten”. Welche Auswirkungen, positive wie negative, eine freie Lizenzierung von Bildungsmaterialien für Stiftungen haben kann, diskutieren und erläutern unsere ExpertInnen.

Fragen an den Referenten und die Diskutanten können in diesem Etherpad gestellt werden. Wir leiten diese dann während der Veranstaltung weiter.

Ablauf:

  • 10.00 Uhr Ankunft und Kaffee
  • 10.30 Uhr Begrüßung durch die Gastgeber
  • 10.45 Uhr Vortrag von RA John Weitzmann von iRights.Law
  • 11.45 Uhr Pause
  • 12.00 Uhr Podiumsdiskussion: OER: Zeitgeist oder Zukunft von Stiftungen?
  • 13.15 Uhr Mittagssnack und Networking
  • 14.00 Uhr Ende der Veranstaltung

Die Veranstaltung ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten.

Die Veranstaltung wird hier live gestreamed.

Veranstaltungsort ist: Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin.

by Valentin Muenscher at April 14, 2015 01:34 PM

April 10, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im März 2015

Die folgende Liste führt eine chronologische Übersicht ausgewählter Aktivitäten aus der Ideenförderung im März. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Denkmallandschaft Meißen

Die Große Kreisstadt Meißen in unmittelbarer Nähe zur sächsischen Landeshauptstadt Dresden zeichnet sich – ähnlich wie Radebeul, Pirna oder Freiberg – durch eine reiche und vielfältige Denkmallandschaft aus. Bis Ende 2014 waren die Kulturdenkmale der Stadt Meißen und des gleichnamigen Landkreises infolge des Fehlens der Daten zu den offiziellen Kulturdenkmalen völlig unzureichend für die Wikipedia erschlossen. Mit mehreren individuellen Fototouren soll dies im Frühjahr 2015 signifikant geändert werden (weiterlesen). Bilder der Baudenkmale im Landkreis Meißen sind hier zu finden.

Vortrag an der Bautzener Akademie

Wikipedia-Akademie in Bautzen, Bild: Dr. Bernd Gross, CC-BY-SA 4.0

Zum Thema „Was ist eine Enzyklopädie und wie funktioniert Wikipedia?“, hielt der Wikipedianer Stefan Kühn am 2. März einen Vortrag an der Bautzener Akademie, um die Arbeitsweise der freiwilligen Mitarbeit und der einzelnen Projekte der Wikipedia zu erläutern. (weiter zum Kurzbericht)

Unser Song für Österreich

Unser Song Für Oesterreich, Bild: Markus Felix, CC-BY-SA 3.0

Der Festivalsommer-Fotograf Markus Felix war am 5. März beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2015, wobei Bilder von Proben und Live-Show entstanden. Die professionellen Aufnahmen sind auf Commons zu finden.

Insgesamt waren die Festivalsommer-Fotografen im März auf sieben Veranstaltungen zugegen. Die vollständige Liste ist in der Wikipedia zu finden.

Die Zukunft der Wissensspeicher

Der Wikipedianer Marcus Cyron folgte am 5./6. März einer Einladung der Gerda Henkel Stiftung zu einer Fachtagung mit dem Thema „Die Zukunft der Wissensspeicher“. Auch hierbei entstanden Fotos die über das freie Medienarchiv Commons abrufbar und weiternutzbar sind.

Ein Bericht von der Veranstaltung liegt hier vor.

Videoprojekt Zeitzeugengespräch zur Wiedervereinigung

Manuel Schneider hatte die Gelegenheit ein Zeitzeugengespräch zur deutschen Wiedervereinigung mit dem Kleinmachnower Bürgermeister Michael Grubert aufzunehmen.

Das Rohmaterial ist bereits auf dem Schnittserver hinterlegt.

Antragsgarage

Antragsgarage, Bild: Dirk Ingo Franke, CC-BY-SA 4.0

Zur kommenden Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland fand am 7. März in der Geschäftsstelle ein Antrags-Workshop statt. Vereinsmitglieder und andere Interessierte diskutierten und formulierten dort gemeinsam ihre Antragsideen.  Von dem Vortrag ist ein Video verfügbar. Persönliche Auswertungen wurden von Dirk Franke und Sebastian Wallroth veröffentlicht.

Tech on Tour Köln

Der Auftakt von Tech on Tour fand am 10. März im Lokal K in Köln statt. Die Ergebnisse sind im Protokoll zu finden. Insgesamt geplant sind etwa fünf Stationen in West-, Ost-, Nord- und Süddeutschland. Dahinter steht zum einen die Idee, den Stand der Dinge bei der Technischen-Wünsche-Liste vorzustellen und zum anderen über Verbesserungsmöglichkeiten und Bedarfe zu diskutieren.

62. Stammtisch Ruhrgebiet

Sri Kamadchi Ampal, Bild: Arnoldius, CC-BY-SA 3.0

Das erste Treffen des Wikipedia-Stammtischs Ruhrgebiet in diesem Jahr führte die Wikipedianerinnen und Wikipedianer aus der Region am 14. März nach Hamm in den Sri-Kamadchi-Ampal-Tempel.

Women Edit-a-thon Frauen gegen den Strom

15 Wikipedia-Autorinnen trafen sich am gleichen Tag in Berlin, um die freie Enzyklopädie gemeinsam zu bearbeiten. Leitthema war „Frauen gegen den Strom“. An dem Samstag-Nachmittag wurden etwa zehn Artikel zum Thema angelegt und bearbeitet. Weitere Informationen und die konkreten Ergebnisse gibt es auf der Projektseite.

Wikidata für Wikipedianer

Am 17. März veranstaltete das Lokal K einen Abend zum Thema
„Wikidata für Wikipedianer“ mit Benutzer:Raymond und Marius Hoch von der WMDE Softwareentwicklung. Im Vordergrund standen Erfahrungsaustausch und praktisches Ausprobieren und Anwenden von Wikidata.

10. Wikipedianischer Salon

„Wikipedia und die Sprache der Männer“ war am 19. März das Motto des zehnten Wikipedianischen Salons. Der Abend begann mit einer Lesung der Löschdiskussion zum Artikel ProQuote Regie, die für Erheiterung und ungläubiges Staunen im Publikum sorgte (weiterlesen).

WLM Kickoff Wiesbaden

WLM-Kick-off im Schloss Biebrich in Wiesbaden, Bild: Dr. Bernd Gross, CC-BY-SA 4.0

Der Kick-off zum diesjährigen Wiki loves Monuments Fotowettbewerb fand am 19./20. März in Wiesbaden statt, um ein stabiles und leistungsfähiges Orga-Team für WLM-DE-2015 zu bilden. Außerdem standen die Vermittlung konzeptioneller Grundlagen für ein professionelles Projektmanagement für die Durchführung des Fotowettbewerbs und die Erstellung von Denkmallisten auf der Basis der Erfahrungen der letzten vier Jahre auf der Tagesordnung, sowie die Erarbeitung eines WLM-Jahres-Rahmenplans. Ferner fanden Gespräche mit Vertretern des Landesamtes für Denkmalpflege statt. Alle Details können der Projektseite entnommen werden. Das Landesamt für Denkmalpflege Hessen gab eine Pressemitteilung zu dem Treffen heraus.

Fotoprojekt Literarischer März

Benutzerin:Kritzolina und Benutzer:Xopolino waren vom 20. bis 22. März auf dem Literarischen März in Darmstadt zu Besuch, um Bilder der anwesenden Dichter aufzunehmen und die Ergebnisse in die Wikipedia einzubinden. In einer Projektkategorie sind alle Fotos zu finden.

Stammtisch Thüringen

WLM-Fototour in Eisenach, Bild: Dr. Bernd Gross, CC-BY-SA 4.0

Am 21. März stand im Rahmen des Treffens der Wikipedianerinnen und Wikipedianer in Eisenach das Fotografieren von Denkmalen auf dem Programm. Dazu reiste Bernd Gross direkt aus Wiesbaden von der Wiki-loves-monuments-Auftaktveranstaltung an, um die Teilnehmenden aus Thüringen und Nordhessen über die Ergebnisse zu informieren und Interessierte in weitere Planungen einzubeziehen.

3. Workshop zur Weiterentwicklung der Förderung

Am 28./29. März fand im Kontor Hamburg der dritte Workshop zur Weiterentwicklung der Förderung statt. In Kurzform sind die Ergebnisse bereits hier zu finden. Ein ausführlicher Bericht folgt.

Edit-a-thon Lyrik Kabinett

Auf Initiative von Benutzerin:Kritzolina waren Wikipedianerinnen und Wikipedianer für den 18. März in die Bibliothek des Münchner Lyrik Kabinetts eingeladen, um dort Artikel zu allen Themenbereichen rund um Gedichte und Poesie zu bearbeiten. In der Bibliothek konnten gemeinfreie Literatur und Illustrationen gescannt werden.

Weitere regelmäßige Treffen

Des weiteren fanden in diesem Monat natürlich auch die regelmäßigen Wikipedia- und Editier-Treffen statt. Dazu gehören Women edit am 4. März in Berlin, die Wikipedia-Sprechstunde am 5. März in der Bibliothek Hamburg, das Offene Editieren am 13. März in Stuttgart und das Offene Editieren am 26. März in Berlin.

Commons-Tassen

Auf Initiative aus der Community, wird es in Kürze eine exklusive Auflage von Commons-Tassen geben.

by Nicolas Rueck at April 10, 2015 10:00 AM

April 09, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 13/2015

Hier kommt die 13. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Mitglieder für das Election Committee für die Boardwahlen gesucht

Für das Election Committee (Board of Trustees) werden freiwillige Mitglieder gesucht.

Neuer Transparenz-Bericht veröffentlicht

Die Wikimedia Foundation veröffentlichte ihren Transparenz-Bericht.

WikiArabia in Monastir

In Monsatir, Tunesien, fand vom 3. bis 5. April die WikiArabia, die erste Konferenz der arabischen Länder, statt.

Berichte der Wikimedia Foundation und von Wikimedia Deutschland

Wikimedia Deutschland hat den Impact Report 2014 (für das FDC) veröffentlicht.

Die Wikimedia Foundation hat einen ausführlichen Bericht “State of the Wikimedia Foundation 2014″ veröffentlicht.

DerHexer schrieb für den Wikipedia-Kurier eine persönliche Zusammenfassung des Technik-Teils des WMF-Berichts.

Projekte und Initiativen

Power user tools development team

Dan Garry (Associate Product Manager for Mobile Apps, Wikimedia Foundation) sucht Unterstützer für die Einrichtung eines Entwickler-Teams, das sich auf die Bedürfnisse aktiver Community-Mitglieder konzentriert.

Geförderte Projekte aus den Communitys im März

Der Monatsbericht über die von Wikimedia Deutschland geförderten Projekte aus den Communitys wird morgen im Blog veröffentlicht.

Technik

VIAF-Normdaten wechseln zu Wikidata

  • Die internationale Sammlung von Normdaten, VIAF, ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer Nationalbibliotheken und Bibliotheksverbünde, das durch das Online Computer Library Center (OCLC) betrieben wird, wird in Zukunft nicht mehr auf die englischsprachige Wikipedia verlinken, sondern macht einen großen Schritt in Richtung Interantionalisierung und benutzt Wikidata als Basis

Tech on Tour in Dresden

Wikidata-Tools

Magnus Manske stellte das Ökosystem der Wikidata-Tools vor.

Jubiläum: Vor drei Jahren begann die Software-Entwicklung an Wikidata

Vor drei Jahren wurden die ersten Zeilen Code für Wikidata geschrieben.

Status beim Upload Wizard

Mark Holmquist, Entwickler beim Multimedia-Team der WMF, hat einige Gedanken zum Status und zur Zukunft des Upload Wizards veröffentlicht.

“Share a fact” – neue Funktion der Wikipedia-App für Android

Die neue Version der Wikipedia-App für Android ist um die Funktion “share a fact” erweitert worden. Kurze Informationen aus der Wikipedia können nun geteilt werden, dabei wird die gewählte Information mit dem Hauptbild des jeweiligen Artikels hinterlegt. Aus der deutschsprachigen Community wurden urheberrechtliche Bedenken geäußert.

Übersetzungstool in 22 Sprachversionen

Das Übersetzungstool ist nun in 22 Sprachversionen der Wikipedia implementiert. Über weitere Zahlen und Fakten zu dem Werkzeug, berichtete die Foundation in ihrem Blog.

Presse und Websites

Video-Beitrag auf CBS News

Das Nachrichtenmagazin 60 Minutes des Fernseh-Senders CBS News berichtete in einem Video-Beitrag über das Wikiversum

Mike Godwin über Netzneutralität und Wikipedia Zero

Der ehemalige Justitiar der Wikimedia Foundation, Mike Godwin, hat einen langen Artikel über Netzneutralität veröffentlicht, in dem er auch auf Wikipedia Zero eingeht.

Termine

GLAM-Wiki-Konferenz in Den Haag

Das GLAM-Wikiversum trifft sich vom 10. bis 12. April in der Koninklijke Bibliotheek & National Archive of The Netherlands, Den Haag.

Die Keynote wird Paul Keller (Kennisland) halten.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt hier eingetragen werden. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at April 09, 2015 02:15 PM

April 02, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Soziale Hängematte oder kreatives Utopia? Das ABC des Freien Wissens “G=Grundeinkommen.”

Die Podiumsdiskussion verknüpfte die Diskussion über bedingungsloses Grundeinkommen mit der digitalen Krise des Urheberrechts.

Der Abend begann eindeutig ohne Abschiedstränen für das Urheberrecht, als das Publikum bei Bernadette la Hengst und ihrer Performance mitsang: “Copy me, copy me, copy me, I want to travel!” Das 2003 geschriebene Lied erzählt vom Glauben an das Heilsversprechen Digitalisierung. Vom Geist einer kommenden Ära des kollektiven geistigen Eigentums.
Dass heute Ernüchterung eingekehrt ist und über Regulierungsmaßnahmen angesichts offensichtlicher und schmerzlich ungerechter Urheber-Verwerter-Verhältnisse gesprochen werden muss, sagt die Künstlerin im Interview, ist inzwischen klar.

Was passiert mit uns, wenn die Knappheit wegfällt?

<iframe allowfullscreen="allowfullscreen" frameborder="0" height="250" src="https://www.youtube.com/embed/uY0r-PJUFWo" width="350"></iframe>

Grundfragen von Urheberrecht und -unrecht, gerade hinsichtlich der Bezahlung kreativer Arbeit, bestimmten das Gespräch zwischen Olaf Zimmermann, Adrienne Goehler, Ilja Braun und Michael Bohmeyer.
Der Künstler als Prototyp einer deregulierten Arbeitswelt wurde zum Patienten erklärt. Die Frage: Welche Medizin kann helfen? Die radikalste Variante vertritt Michael Bohmeyer, der mit seinem Crowdfunding-Projekt mein-grundeinkommen.de Jahres-Grundeinkommen generiert und verlost. Inzwischen seien inzwischen sogar mehr Menschen auf der Plattform angemeldet, die Geld geben möchten, als Leute, die an der Verlosung des Grundeinkommens teilnehmen.

Ob die Gewinner tatsächlich in der berühmten sozialen Hängematte ausruhen oder, wie Bohmeyer annimmt, wieder mehr vertrauen in sich und ihre individuellen Begabungen gewinnen, bleibt vorerst fraglich. Grundlegend müsse sich das soziale Gefälle in der Gesellschaft radikal ändern, da es das größte Hemmnis für Innovationen und neue Entwicklungen darstelle. Das alte System der Verwaltung von vermeintlicher Knappheit sei mit der vernetzten Gesellschaft hinfällig, hoheitliche Machtverteilungsmittel überkommen. Was passiert mit uns, wenn die Knappheit einfach nicht mehr da ist, alle die gleichen Grundvoraussetzungen haben? Das ist für Bohmeyer die spannende Frage.

(Existenz-) Angst essen (Schöpfer-) Seele auf?

Vieviel Energie und Kraft gesellschaftlich in chronische Existenzangst fließt, und wieviel Wissen und schöpferische Tätigkeit dadurch verdrängt wird, machte Adrienne Goehler deutlich. Die einzig Möglichkeit, würdig arm zu sein, sei in Deutschland die Berufsangabe: Künstler. Sie hält eine soziale Grundsicherung für alle für nötig, weil sie als Basis für die Entfaltung eines neuen Miteinanders und neuer Dimensionen von Arbeit dienen könne. Bindet Zwang zur Arbeit tatsächlich alle kreativen Impulse der Gesellschaft? Goehler fordert seit Jahrzehnten zumindest eine Umverteilung von Arbeit und gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Allein schon, da mit einem Grundeinkommen zum ersten Mal wirklich gleiche Voraussetzungen für Frauen und Männer geschaffen würden.

<script async="" charset="utf-8" src="http://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

Digitale Krise vs. gesellschaftliches Verteilungsdesaster

Eine digitale Krise des Urheberrechts sah Olaf Zimmermann nicht. Eher eine gesellschaftliche Krise des Urheberrechts, bei der die Digitalisierung eine Rolle unter vielen spiele. Leistungsbezogene, angemessene aber auch unterschiedliche Bezahlung sei wichtig und auch in kreativen Berufen nicht falsch, sagte Zimmermann. Er betonte die Unverbrüchlichkeit der Bindung vom Urheber zu seinem Werk, die das Urhebereigentumsrecht ausdrückt. Die derzeitige Ungleichverteilung von Gewinn an die Urheber sei zwar ein Problem. Wie es zu lösen sei, blieb ungewiss, für Zimmermann jedenfalls nicht durch radikale Umverteilungsmodelle, sondern allenfalls durch moderate Anpassungen. Grundlegend, so das Plädoyer, müsse auch darüber nachgedacht werden, ob und wie die konkrete Umsetzung möglich ist, statt nur Forderungskataloge zu entwerfen.

Selbst den Job bei der Sparkasse kriegt man nur noch mit “kreativer Problemlösungskompetenz”

 

<iframe allowfullscreen="allowfullscreen" frameborder="0" height="230" src="https://www.youtube.com/embed/27msek8c20s" width="350"></iframe>

Gerade im Rahmen der Urheberrechtsdebatte von 2012 wurden Rufe nach einer Stärkung des Urheberrechts in der Annahme laut, dass es Kreativen nun einmal ihr Einkommen garantiere. Ilja Braun wies darauf hin, dass dabei das eigentliche Problem ausgeblendet bleibe. Urheberinnen konnten und können eben in den seltensten Fällen wirklich vom Urheberrecht leben. Am Verteilungsproblem auf kulturellen Märkten sei das Urheberrecht zwar nicht ursächlich Schuld, so Braun, es ändere aber auch nichts an der Lage. Da dieser Zustand auch der kulturellen Vielfalt abträglich sei, müsse man über neue Umverteilungsmodelle wie Beitragsfinanzierung nach dem Vorbild des öffentlich rechtlichen Rundfunk oder eben das bedingungslose Grundeinkommen als radikalste Variante nachdenken.

Fotos der Veranstaltung auf Wikimedia Commons
Video der Veranstaltung
Kurz-Interviews der Gäste

Das nächste ABC des Freien Wissens findet am Freitag, den 08. Mai zum Thema “H=Harmonisierung. Bringt Lobbying 2.0 in Brüssel die Urheberrechtswende?” statt. Kontakt: salon@wikimedia.de

by Lilli Iliev at April 02, 2015 02:58 PM

Wikimedia:Woche 12/2015

Hier kommt die zwölfte Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Communitybefragung von WMAT

Wikimedia Österreich hat die österreichische Community nach Wünschen und Anliegen befragt.

WMDE-Impact Report 2014 veröffentlicht

Wikimedia Deutschland veröffentlichte den Impact Report zu den Aktivitäten 2014. Eine deutsche Version soll noch vor der Mitgliederversammlung vom 18. April vorliegen.

18. Mitgliederversammlung von WMDE

Die Anträge, Kandidaturen für die AG Partizipation und eine vorläufige Tagesordnung für die kommende 18. Mitgliederversammlung sind nun im Forum zu finden.

Projekte und Initiativen

3. Podcast-Ausgabe zugehOERt

Einige Partner und Unterstützer des Bündnis Freie Bildung diskutierten im Podcast der Transferstelle OER zum Bericht der Arbeitsgruppe Bund-Länder zu OER. In der Reihe zugehOERt diskutierten in der dritten Ausgabe Christian Heise (Open Knowledge Foundation), John Weitzmann (Creative Commons), Markus Deimann (Fernuniversität Hagen) und Jöran Muuß-Merholz (Transferstelle für OER) über die Handlungsempfehlungen.

Wikipedia-Bearbeitungen per Postversand

Die Signpost berichtete am 1. April über die neue Möglichkeit Wikipedia-Bearbeitungen per Post absenden zu können.

Technik

Wikidata office hour im IRC

Am 31. März fand im IRC eine Wikidata Office hour statt.

Freebase jetzt im Read-only-Modus

Die frei lizensierte Datenbank Freebase wurde am Dienstag in den Read-Only-Modus gesetzt. Die Daten sollen später zu Wikidata übertragen werden.

Technische Wünsche Liste

Für die Bearbeitung des Wunsches „Möglichkeit, eine Kategorie auf neue Artikel hin zu beobachten“ wurde ein Umsetzungsvorschlag auf Mediawiki.org zur Diskussion gestellt.

Diskussion

Umfrage zur Förderung ausgewertet

Zur Community-Umfrage zur Förderung von Wikipedia-Großprojekten durch Wikimedia Deutschland liegt nun eine Auswertung vor.

3. Workshop zur Weiterentwicklung der Förderung

Verschiedene Themen wurden auf dem 3. Workshop zur Weiterentwicklung der Förderung durch Wikimedia Deutschland diskutiert. Es entstanden mehrere Arbeitspakete.

Termine

Nächste Stationen von Tech on Tour

Die nächsten Tech on Tour Veranstaltungen finden am Samstag, den 11. April um 14 Uhr in Dresden (Saxonia-Bildungsinstitut) und am Mittwoch, den 22. April um 19 Uhr in Hamburg (Kontor Hamburg) statt.

Design Thinking Workshop für die pädagogische Arbeit

Das Unterstützer–Netzwerk aus dem Bündnis Freie Bildung Lernox lädt im Rahmen der Berliner Stiftungswoche am 25. April zum Design Thinking Workshop ein. Der Workshop ist kostenlos. Anmeldungen unter: info@stiftungbildung.com.

Stiftung und Open Educational Resources

Gemeinsam mit der Technologie Stiftung Berlin (TSB), im Rahmen der Stiftungswoche, läd Wikimedia Deutschland zu einer Veranstaltung zu „Stiftung und Open Educational Resources“ ein. Sie findet in den Räumen von Wikimedia Deutschland statt. Eine Anmeldung ist bis zum 19. April 2015 bei der TSB möglich.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt hier eingetragen werden. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at April 02, 2015 02:27 PM

April 01, 2015

Iberty

Freiwillige gewinnen.. Beispiel Mexiko

Im Juli findet die Wikimania in Mexiko statt. Die Organisatoren haben - auch aus schierer Notwendigkeit heraus - den Anspruch, größere Teile der Veranstaltung mit Freiwilligen zu organisieren. Heute kam ein erstes Zwischenfazit der Veranstalter:

[..]this has attracted attention from people who have never heard about Wikimedia and people who wish to help our mission of freeing knowledge. For me, this has resulted in managing a lot of new faces and names, more than I anticipated. [...] the mailing list started to grow, slow but steadily. What began as a sheet of paper passed around is now a huge spreadsheet full with people who want to help Wikimania in one way or another.

Oder anders gesagt: Yeah!

Flock of shetland sheep

Der Post <script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script>ist zwar kurz, beschreibt aber gleich drei wesentliche Faktoren, die maßgeblich zu einem solchen Erfolg beitragen können:

Rausgehen, rausgehen, rausgehen und nicht warten bis irgendjemand mal von alleine kommt: We started our Wikimania Volunteer program in May 2014, when we invited friends and colleagues to Biblioteca Vasconcelos to talk about Wikimania and how we came to become its host for 2015. We created an informal mailing list for this group. Throughout 2014, we talked about Wikimania at every occasion we could: on editathons, in our weekly radio show, in our workshops... : 

Längerfristig denken und planen:  We started .. in May 2014

Den Freiwilligen die Möglichkeit geben, sich untereinander zu vernetzen: We created an informal mailing list for this group. Ist zwar eigentlich simpel, wird aber oft genug vernachlässigt. Im besten Fall motivieren die Leute sich dann gegenseitig und bringen auch gleich noch ihre eigenen Freunde und Bekannte mit.

Und, das steht nicht so im Post, das weiß ich tatsächlich eher daraus, weil die Mexikaner so unermüdlich für ihr Programm werben: verschiedene Rollen und Aufgaben verschiedener Reichweite mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad für Leute mit viel Enthusiasmus und Zeit und für Leute, die sich noch nicht so sicher sind und wenig Zeit haben, kreieren.

<noscript>
</noscript>
Ich bin sehr gespannt.
<noscript>
</noscript>

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at April 01, 2015 07:33 AM

March 30, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Tech on Tour: Technikunterstützung für die Communities vor Ort

In diesem Jahr geht die Technik auf Touren. In Zusammenarbeit mit den Communities sollen in Workshops vor Ort Rahmenbedingungen entwickelt und diskutiert werden, wie Software-Entwicklung eingesetzt werden kann, um Bedürfnisse von Freiwilligen zu erfüllen.

Dabei geht es nicht nur um kleine Nicklichkeiten im Alltag mit der Wiki-Software, die im Englischen auch gerne als Paper cut bugs bezeichnet werden und oft schnell behoben sind. Es soll auch groß gedacht werden: Wo wollen wir (technisch) hin? Und wie können Bedürfnisse strukturiert aufgenommen und transparent abgearbeitet werden?

Technik, die begeistert auf dem Weg zu den Communities

Offene und erledigte Aufgaben: Technische Wünsche bei der Umsetzung in der Software-Entwicklung

 

Seit ein paar Wochen gibt es das Projekt Technische Wünsche als zentrale Informationsseite für die Konzeption eines Verfahrens zum Umgang mit technischen Wünschen und der technischen Unterstützung von Community-Projekten. Ende 2013 startete Benutzer:Raymond eine Umfrage zu technischen Wünschen, aus der eine Wunschliste entstand. Seit Anfang 2014 arbeitet die Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland an der Abarbeitung der Top-20-Liste. Fünf Wünsche davon konnten bereits umgesetzt werden, weitere sind zur Zeit in Arbeit.

Wichtig ist bei Tech on Tour, dass Technik für die Communities dort diskutiert wird, wo Fragen entstehen: Bei den Freiwilligen, die Artikel schreiben, Fotos beitragen oder auch Tools betreiben. Nicht zuletzt geht es auch darum, die Arbeit der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland zu erläutern und einen Überblick über den Aktuellen Stand der Dinge bei der Abarbeitung der Wünsche zu geben. Daneben wird diskutiert, wie technische Bedürfnisse der Communities besser in den Prozess der Software-Entwicklung eingebracht werden können.

Birgit Müller kümmert sich seit einiger Zeit um die Vernetzung von Technik und Communities bei Wikimedia Deutschland und zusammen mit Freiwilligen konnten die ersten Stationen der Tour bereits besucht werden. Am 10.3. startete Tech on Tour im Lokal K/Köln mit Raymond und Birgit und am 29.3. folgte sozusagen ein Tech-on-Tour-Spezial als Kurzformat im Rahmen des Workshops zur Weiterentwicklung der Förderung in Hamburg. Fest stehen als als Termine auch schon der 11.4. in Dresden mit Birgit und Thiemo von WMDE (im Anschluss daran “klassischer” Stammtisch) und der 22.4. mit einer Station im Kontor Hamburg. In Stuttgart hat die Organisation für eine Tech-on-Tour-Station im Süden Deutschlands bereits begonnen.

Für diejenigen, für die der Besuch einer Veranstaltung vor Ort gar nicht in Frage kommt, startet zusätzlich auch noch demnächst ein Wiki-Dialog zum Thema technische Unterstützung der Communities.

Im Jahr 2015 stellt Technik für die Communities einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt dar. Die Magical Mystery Tour von Birgit und anderen braucht noch mehr Feedback und hoffentlich den Erfolg des gleichnamigen Albums (und weniger die verwirrten Reaktionen zum Film) der Beatles.

Auf Wikipedia:Technische Wünsche findet sich stets der aktuelle Stand des Projekts.

by Jens Ohlig at March 30, 2015 01:41 PM

March 26, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 11/2015

Hier kommt die elfte Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

= Wikimedia:Woche 11/2015 =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:
* https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche und unter
* https://blog.wikimedia.de/tag/wikimediawoche/Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen
Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.
== Foundation und Organisationen ==
===Neues Mitglied im Board of Trustees: Guy Kawasaki===
Guy Kawasaki ist neues Mitglied im Board of Trustees der Wikimedia Foundation. Er folgt damit auf Bishakha Datta, deren Amtszeit Ende 2014 endete.
* http://blog.wikimedia.org/2015/03/24/guy-kawasaki-joins-wikimedia-board/

 

===Wikimedia vs. NSA: Protokolle vom Reddit-AMA und IRC Office Hour===
Das Protokoll der Office Hour im IRC zum Thema Wikimedia vs. NSA mit Lila Tretikov ist nun verfügbar:
* http://bots.wmflabs.org/~wm-bot/logs/%23wikimedia-office/20150323.txt

Außerdem gab es ein Ask me Anything auf Reddit, mit Lila und Jimmy zum gleichen Thema:
* https://www.reddit.com/r/IAmA/comments/2zpkxx/we_are_jameel_jaffer_of_the_aclu_wikipedia/

 

===Anträge für die WMDE-Mitgliederversammlung sind online===
* https://forum.wikimedia.de/wiki/Antragswerkstatt Im WMDE-Forum stehen inzwischen die vollständigen Anträge für die 16. Mitgliederversammlung von WMDE im April 2015 mitsamt Stellungnahmen von Vorstand und Präsidium.

 

== Projekte und Initiativen ==

===Förderworkshop in Hamburg===
Am Samstag den 28.03. und Sonntag dem 24.03.2015 findet in Kontor H in Hamburg der 3. Workshop zur Weiterentwicklung der Förderung statt
https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:F%C3%B6rderung/3._Workshop_zur_Weiterentwicklung_der_F%C3%B6rderung

===Bericht von der Antragsangarage===
Sebastian Wallroth veröffentlicht in seinem Blog einen Bericht zur Antragsgarage.
* http://real68er.com/2015/03/19/wikimedia-lenken-und-leiten-fragen-und-antworten-zur-antragsgarage/

===Nachbetrachtung zum Coding-da-Vinci-Kickstarter===
Barbara Fischer schreibt auf Startnext eine Nachbetrachtung zum gescheiterten Coding-da-Vinci-Kickstarter
* https://www.startnext.com/codingdavinci/blog/beitrag/?b=45299

===Commons: Bilder des Jahres 2014===
Auf Wikimedia Commons können die Bilder des Jahres 2014 bewundert werden.
* https://commons.wikimedia.org/wiki/Commons:Picture_of_the_Year/2014/Results

===Hashtags machen Musik===
Mit dem wunderbaren Tool “Listen to Wikipedia” kann man nicht nur Kĺänge von Wikipedia-Bearbeitungen in Echtzeit hören, sondern nun auch erfahren, wie bestimmte Hashtags klingen.
* http://blog.hatnote.com/post/112756032432/the-humble-hashtag-now-on-wikipedia
* http://listen.hatnote.com/

===Zwischenstand der Inspire-Kampagne===
Die bisher im Rahmen der WMF-Inspire-Kampagne eingereichten Ideen kann man hier einsehen. Laut ersten Berichten wird in den zugehörigen Diskussionen bisher auch die Friendly Space Policy größtenteils beachtet.
* https://meta.wikimedia.org/wiki/Grants:IdeaLab/Inspire/Ideas_by_theme
* https://meta.wikimedia.org/wiki/Grants:IdeaLab/Friendly_space

 

== Technik ==
===Bugfixes bei Wikidata und Diskussion über das neue Header-Design===
Eine neue Version der Wikidata-Software ist seit Dienstag „live“. Sie behebt etliche Fehler unter der Haube. Gleichzeitig nimmt das mit der Community diskutierte neue Design des Headers der Eingabemaske Gestalt an.
* https://lists.wikimedia.org/pipermail/wikidata-l/2015-March/005703.html

===Call for Papers zur EnthusiastiCon gestart===
Vom 19. bis zum 21. Juni veranstaltet Wikimedia Deutschland eine Konferenz für die Community der Programmiererinnen und Programmierer zum Thema Begeisterung für das Programmieren. Beiträge für 10-minütige Kurzvorträge können ab sofort eingereicht werden.
* http://blog.wikimedia.de/2015/03/20/enthusiasticon-eine-konferenz-ueber-die-begeisterung-fuer-das-programmieren/
== Diskussion ==
===Umfrage zur Fördergestaltung===
Noch bis zum 31. März läuft die von Martina Nolte gestartete Umfrage zur Förderung von (Groß-)Projekten durch Wikimedia Deutschland. Themen aus dem Zwischenstand der Umfrage werden auch auf dem Förderworkshop (s.o.) besprochen.
*https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Umfragen/F%C3%B6rderung_von_Wikipedia-Gro%C3%9Fprojekten== Presse und Websites ==
===Vor 20 Jahren ging das erste WikiWikiWeb online:===
* http://www.heise.de/newsticker/meldung/Vor-20-Jahren-Das-erste-Wiki-kommt-ins-Netz-2584113.html===Wikipedia Artikel sind von häufig von regionalen Interessen bestimmt===
Das Editieren in den verschieden Sprachversionen der Wikipedia ist häufig auch von dem kulturellen Umfeld bestimmt (in englischer Sprache)
*http://www.smithsonianmag.com/smart-news/wikipedia-editing-shows-different-countries-have-different-sets-interests-180954643/?no-ist

 

== Termine ==
===GlAM WIKI Konferenz===
Vom 10. bis 12. April findet in Den Haag (Niederlande) die Konferenz GLAM WIKI 2015 statt (GLAM steht für Galleries, Libraries, Archives, Museums, Wiki für Wikimedia). Interessierte aus Communities und Kulturinstitutionen sind herzlich willkommen, die Anmeldung ist noch geöffnet.
* https://nl.wikimedia.org/wiki/GLAM-WIKI_2015

===Nächste Sprechstunden im IRC===
Die nächsten Sprechstunden im IRC-Channel #wikimedia-office finden am Freitag, den 27.3.2015 um 16 Uhr MEZ (Visual Editor mit James Forrester) und am Dienstag, den 31.3.2015 um 18 Uhr MEZ (Wikidata mit Lydia Pintscher) statt.
* https://meta.wikimedia.org/wiki/IRC_office_hours#Upcoming_office_hours

—-
Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

* https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche und unter
* https://blog.wikimedia.de/tag/wikimediawoche/

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt [[Wikipedia:Wikimedia:Woche/Nächste Woche|hier]] eingetragen werden. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Merle Wittich at March 26, 2015 04:10 PM

March 25, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

March 21, 2015

Iberty

Mehr von der Antragsgarage

Wie ich hier schon mehrfach schrub, am 7. März fand die Wikimedia-Antragsgarage statt. Zu dieser gab es in der letzten Woche noch zwei Nachbetrachtungen.

Dank des großartigen Einsatzes der Ideenförderung gibt es das Livestream-Video mittlerweile nicht nur auf Youtube, sondern auch auf Commons - und glaubt mir, Videos für Commons aufzubereiten ist ungefähr so interessant und geht ähnlich schnell wie mit einer Zahnbürste ein Beet umzugraben. (Und wo ich gerde dabei bin, kann ich eh noch mal mein Kompliment für Essen, Orga und ähnliches bei der Antragsgarage loswerden.)


<iframe frameborder="0" height="288" src="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AAntragswerkstatt_Wikimedia_Deutschland%2C_2015-03-07.ogv?embedplayer=yes" width="512"></iframe>

Zum anderen hat Sebastian Wallroth in seinem Blog auch noch eine längere Nachbetrachtung geschrieben: Wikimedia Lenken und Leiten: Fragen und Antworten zur Antragsgarage. Da ich selber etwas brauchte, um die Struktur des Textes zu verstehen: es beginnt immer mit einem Zitat eines Anwesenden auf der Antragsgarage, dann kommt eine Frage (von Sebastian? Oder dem Leser? Aus der Diskussion auf der Garage?) und dann eine Antwort, die ungefähr dem entspricht, was die Garagendiskussion dann hergab. Enjoy lesen und auch hier nochmal Dank an Sebastian.<script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
</noscript>

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at March 21, 2015 08:00 PM

March 20, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

EnthusiastiCon: Eine Konferenz über die Begeisterung für das Programmieren

Vom 19. bis zum 21. Juni veranstaltet Wikimedia Deutschland im Rahmen von sourcecode.berlin eine Konferenz für die Community der Programmiererinnen und Programmierer mit dem Namen EnthusiastiCon. In einer Reihe von kleinen, 10-minütigen Vorträgen geht es um Begeisterung für das Schreiben von Software: Interessantes, Seltsames und Schönheit im Code und schlaue Lösungen für ungewöhnliche Probleme. Vorträge können eingereicht werden zu den unterschiedlichsten Themen wie zum Beispiel hardwarenahe Programmierung bei Embedded Devices, Web-Entwicklung oder Kindern beizubringen zu programmieren. Wichtig ist nur, dass es begeistert und diese Begeisterung in 10 Minuten auf das Publikum übertragen werden kann.

Die Einreichungsphase für die EnthusiastiCon beginnt ab sofort. Der Einreichungsprozess ist – in der Konferenzsprache Englisch – auf der Konferenzseite erläutert.

by Jens Ohlig at March 20, 2015 11:19 AM

March 19, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 10/2015

Hier kommt die zehnte Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Abschluss des Single-User-Logins angekündigt

Der Single-User-Login soll im kommenden Monat abgeschlossen werden.

Umfrageergebnis zur WMF-Fundraising-Kampagne

Die Signpost veröffentlichte einen ausführlichen Bericht zu den Ergebnissen einer Umfrage über die Fundraising-Kampagne der Wikimedia Foundation.

Daten zur Nutzung der Wikimedia-Projekte

Das Research and Data Team der Wikimedia Foundation veröffentlichte kürzlich einige freie Datenbestände zur Nutzung der Wikimedia-Projekte unter einer CC-0-Lizenz.

Neue Open Access Policy der WMF

Die Wikimedia Foundation hat eine neue Open Access Policy eingeführt.

WMDE-Karaoke-Künste international gewürdigt

Gayle Karen Young, Chief Talent and Culture Officer, verlässt die Wikimedia Foundation und hebt die Karaoke-Künste von Wikimedia Deutschland hervor.

Wikimedia Hackathon 2015 in Lyon

Wikimedia Frankreich läd alle Entwickler für den 23. bis 25 Mai zum Hackathon nach Lyon ein.

Antragsgarage von WMDE

Bei Wikimedia Deutschland traf sich am 7./8. März die erste Offline-Antragsgarage zur Vorbereitung der nächsten Mitgliederversammlung. Erste Resultate sind veröffentlicht:

Vorschlag zur modularen Jahresplanung

Als Folge der WMDE-Antragsgarage entstand ein Vorschlag zur modularen und partizipativeren Jahresplanung bei WMDE

Treffen der WMDE-Kassenprüfer

Am 14. März trafen sich erstmals die neu gewählten Kassenprüfer und der neu gewählter Schatzmeister von Wikimedia Deutschland zu einem gemeinsamen Arbeitstreffen.

Projekte und Initiativen

Treffen der GLAM-Koordinatoren

Die internationalen „GLAM coordinators“ trafen sich am 7./8. März in Paris.

Die Wikimania-Programmjury bewertet

Die ersten Mitglieder der Wikimania-Programmjury bewerten die eingereichten Submissions.

Vortrag zum Thema „Museen & Wikipedia“

Auf Einladung des Landschaftsverbandes Rheinland und des Verbandes Rheinischer Museen e.V., hielt Raymond am 16. März 2015 in der Bundeskunsthalle einen Vortrag zum Thema „Museen & Wikipedia“.

Kickstarter für Coding da Vinci beendet

Der Kickstarter für Coding da Vinci brachte insgesamt 2.696 Euro. Damit wurde das Ziel von 10.000 Euro nicht erreicht.

Diskussion

Im Motherboard der Vice wird beschrieben, dass eigentlich alle Websites, die Gesundheitsinformationen zur Verfügung stellen, ihre Nutzer tracken und Daten an Dritte weiter geben. Einzige Ausnahme sei Wikipedia.

Termine

Antrags- und Kandidaturschluss für die WMDE-Mitgliederversammlung

Am 20. März ist Antrags- und Kandidaturschluss für die Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland.

Das ABC des Freien Wissens – G wie Grundeinkommen

Am 26. März wird diskutiert, ob Grundeinkommen eine sinnvolle Antwort auf die Zukunft ehrenamtlicher und kreativer Arbeit und die digitale Urheberrechtskrise ist. Zu Gast: Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Adrienne Goehler, Senatorin a.D., Ilja Braun, Autor „Grundeinkommen statt Urheberrecht?“ und Michael Bohmeyer, Gründer mein-grundeinkommen.de, Moderation: Valie Djordjevic, Journalistin. Alle sind herzliche eingeladen, ein Livestream ist unter wmde.org/abc-salon abrufbar.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt hier eingetragen werden. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

 

by Nicolas Rueck at March 19, 2015 02:52 PM

Das ABC des Freien Wissens “G=Grundeinkommen. Eine Antwort auf die digitale Krise des Urheberrechts?”

Das ABC des Freien Wissens (Logo). By Markus Büsges, leomaria [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Am Donnerstag, den 26. März, 19 Uhr, findet das nächste “ABC des Freien Wissens” statt. Diesmal wird die Diskussion um ein bedingungsloses Grundeinkommen mit der über das Urheberrecht im digitalen Zeitalter verknüpft.

Arbeit – Verwirrung. Arbeit – Hoffnung. Arbeit – Du faule Sau.

Was Musikerin Bernadette la Hengst in ihren Performances (siehe Beispiel) betreibt, kann als assoziatives Diskotieren rund ums Thema Grundeinkommen beschrieben werden. Statt nur theoretisch zu bleiben, sollen performative Ansätze die angestaubte Diskussion reanimieren, die gerade mit der Frage um das Urheberrecht im Digitalzeitalter neue Relevanz erfährt.
Am nächsten Donnerstag wird dies bei Wikimedia Deutschland in die Praxis umgesetzt – auf dem Podium und mit dem Publikum.

Wir laden herzlich ein zum ABC des Freien Wissens:


 

G=Grundeinkommen, Markus Büsges, leomaria [CC-BY-SA-4.0], via Wikimedia Commons

“G=Grundeinkommen. Eine Antwort auf die digitale Krise des Urheberrechts?”

Donnerstag, 29. Januar, 19 Uhr
Wikimedia Deutschland e.V.
Tempelhofer Ufer 23-24

Gäste:

Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates
Adrienne Goehler, Senatorin a.D., Kuratorin
Ilja Braun, Autor “Grundeinkommen statt Urheberrecht”
Michael Bohmeyer, Gründer mein-grundeinkommen.de

Moderation: Valie Djordjevic, Journalistin

Live: Bedingungsloses Grundeinsingen mit Bernadette la Hengst

 

Was bekommen Kreativschaffende zukünftig von einer Arbeitswelt zurück, die Gewinne mit ihren “Ideen” und “Innovationen” erwirtschaftet? Welche Perspektiven ergeben sich mit dem Szenario des bedingungslosen Grundeinkommens auf das digitale Ehrenamt, etwa die Arbeit in Wikipedia?

Die Debatte um das Urheberrecht im digitalen Raum mit der um das Grundeinkommen zu verknüpfen, kann interessante Impulse für die Zukunft geben. Die zentrale Frage dabei ist: Bietet das Grundeinkommen eine versöhnende Antwort auf den Konflikt zwischen analogem und digitalem Zeitalter, auch für Urheberinnen und Urheber?

Wir freuen uns auf einen interessanten Abend!

Der Eintritt ist frei. Zur besseren Organisation freuen wir uns über eine Anmeldung unter salon@wikimedia.de

Der Salon ist am Veranstaltungstag auf der Website als Livestream abzurufen. Unter #wmdesalon kann mitdiskutiert werden.

 

by Christopher Schwarzkopf at March 19, 2015 11:11 AM

March 18, 2015

Elya & Raymond

1-2-3: Museen & Wikipedia

1 Thema, 2 Vorträge, 3 Stunden: Auf Einladung des Landschaftsverbandes Rheinland und des Verbandes Rheinischer Museen e.V. durfte ich am 16. März 2015 in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn (kurz: Bundeskunsthalle) einen Vortrag zum Thema „Museen & Wikipedia“ halten. Aufhänger war die Outer Space-Schreibwerkstatt der Wikipedia 2014 in der Bundeskunsthalle. Gekommen war […]

by raymond at March 18, 2015 08:12 AM

March 16, 2015

Iberty

Wikimedia lenken und formen: die erste Antragsgarage von WMDE fand statt.


Da gründet man eine freie Online-Enzyklopädie, wartet einige Jahre - und was passiert: man muss sich mit dem deutschen Vereinsrecht, Satzungen und anderen eher unschönen Formalia rumschlagen. Vor dem Versuch, auf den eigenen Verein Einfluss auszuüben, hat die Welt eine ganze Menge formaler Hindernisse gelegt, und um diese kollaborativ zu überwinden, veranstaltete Wikimedia Deutschland - wie hier schon öfters angesprochen - am 7. März in Berlin die erste Face-to-Face-Antragsgarage statt. Im Vorfeld der Mitgliederversammlung im April in Köln sollten Interessierte zusammenkommen, um zu diskutieren, sich auf die MV vorzubereiten, gemeinsam über mögliche Anträge und die kommenden Themen zur MV zu sprechen.

Insgesamt war dies die erste Veranstaltung dieser Art und als solche noch recht experimentell: im Vorfeld stellten sich Fragen, wer überhaupt kommt, ob es überhaupt Anträge zum diskutieren gibt, ob Menschen aus Ideen kollaborativ Anträge entwickeln wollen etc. Die  zwölf bis vierzehn Anwesenden selbst hatten teilweise auch durchaus verschiedene Vorstellungen über genaues Ziel und Ablauf der Veranstaltung, waren aber alle offen und bereit, sich auf die Vorstellungen der jweils anderen einzulassen. Neben der durchaus konstruktiven inhaltlichen Arbeit - dazu etwas weiter unten mehr - war das fast durchgehend entspannte und von Wertschätzung getragene Diskussionsklima ein erfreulicher Punkt der ganzen Veranstaltung.


Antragsgarage eingang 07.03.2015 09-21-24

Der ganze Workshop gliederte sich in drei Teile: 1 On Stage - mit zwei längeren Vorträgen und dazugehöriger Diskussion, Teil 2: Arbeitsgruppen und Teil 3: Stammtisch in der Kneipe um die Ecke.

Teil 1: On Stage


Am Vormittag fanden zwei Vorträge statt: Alice Wiegand schilderte das kleine 1x1 des Antragschreibens. Es enthielt die Überlegungen zu Sinn und Zweck verschiedene Arten des Antrags und ihre Ziele und Anwendungen. Es ging um Überlegungen, wie man den Ansprechpartner des Antrags dann auch dazu bringt, den Antrag wirklich umzusetzen. Nicht zuletzt führte sie auch die zahlreiche Gründe dafür auf, warum es oft sinnvoll ist, einen Antrag nicht zu stellen.

Über das Schreiben von Anträgen

Nach Alice stellte dann Michael Jahn - Leiter Kommunikation bei Wikimedia Deutschland - den Jahresplan vor. Hierbei ging es weniger um die Inhalte des Plans als um dessen Konstruktion. Es ging um den Zusammenhang der einzelnen Teile und die Frage, inwieweit es für Vereinsmitglieder und andere möglich ist, einzelne Teile des Jahresplanentwurfs zu ändern oder anders zu priorisieren ohne gleich den ganzen Plan zum Einsturz zu bringen. Zweiteres ist schwierig. Diverse Leute sprachen von “Jenga mit verbundenen Augen”, da Änderungen in einem Teil des Planentwurfs immer auch Änderungen in anderen Teilen des Entwurfs nach sich ziehen, die aber aus den veröffentlichten Teilen des Plans her nicht nachvollziehbar sind. Für Außenstehende und Nur-Jahresplans-Entwurfs-Leser, die nicht über privilegierte Informationen verfügen, wird so jeder Versuch der Änderung zu einem gewissen Glücksspiel.

Die Aufzeichnung des Live-Streams (leider aus technischen Gründen ohne die ersten Minuten) ist auf Youtube, Mindestens der Alice-Wiegand-Teil soll nach Überwindung der technischen Hürden auch noch nach Commons, wo Alice dankenswerterweise bereits ihre Slides zur Verfügung gestellt hat.

Teil 2: Die Arbeitsgruppen


Nach der Themensammlung und einiger Diskussion fanden sich schließlich die Arbeitsgruppen “Jahresplan” und “Nicht-Jahresplan” zusammen; beide etwa gleichgroß. Die Arbeitsgruppe Jahresplan versuchte sich dem Jenga-Problem anzunehmen und zu überlegen wie ein Jahresplan aussehen könnte, bei dem die Mitgliederversammlung ihr formal vorhandenes Hoheitsrecht über den Plan auch faktisch ausüben kann. Die andere Arbeitsgruppe arbeitete an den Themen “Wie funktionieren Anträge mit Fernwahl jetzt tatsächlich?”, “Partizipation - was verstehen wir denn nun darunter?” und sie arbeitete an den Anträgen “Ende des FFW” und “Community in die Geschäftsstelle.”

Antragsgarage raum 07.03.2015 15-03-49

Partizipation an sich


Während die Diskussion zur Partizipation erwartungsgemäß nicht direkt zu konkreten Ergebnissen führte, war doch zumindest allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern klar, dass es noch sehr unterschiedliche Ideen dazu gibt, mit welchen Ziel wer wann partizipieren sollte oder müsste. Auf jeden Fall gibt es aber unterschiedliche Gruppen von Menschen da draußen, die verschiedene Formen der Mitarbeit und Einbindung benötigen. Mangelnde Einbeziehung im Vorfeld sorgt nicht nur bei Wikimedia für Stress und die Neigung zu sehr weitreichenden Beschlüssen im Nachhinein. Partizipation bedeutet auch eine Kulturänderung bei denjenigen ie diese praktisch durchführen (also vor allem der Geschäftsstelle). Es ist notwendig weg von Partizipation als getrennter Maßnahme oder einer von vielen Stufen hin zu kommen und diese zu gelebtem Alltag zu machen. Für eine ausführlichere Wiedergabe empfehle ich die Aufzeichnungen zur Diskussion-Partizipation im Forum.

Antragsgarage ag-tisch 07.03.2015 17-42-39

Anträge und Antragsarten


Die Beschäftigung mit der Möglichkeit, Anträge per Fernwahl abstimmen zu lassen, und die Entscheidung auf breitere Schultern zu stellen, stellte sich als recht desillusionierend heraus: das derzeitige durch die Satzung bestimmte Verfahren in Kombination mit dem JHJHJHJLKJKL deutschen Vereinsrecht, macht es erforderlich auf der ersten MV zu beschließen, dass es eine Fernwahl gibt, die dann auf der nächsten MV durchgeführt wird. Im Schnitt liegen so also ungefähr 7 Monate zwischen Antragsstellung und Abstimmung..

Die Diskussionen zu den beiden konkreten Anträgen kreisten vor allem um entstandene Missverständnisse aus dem Antragstext und führten mittlerweile auch zu Überarbeitungen der Anträge. Das Protokoll zur Diskussion um Anträge und Antragsarten findet sich im Forum.  Die beiden diskutierten Anträge sind mitterweile als direkte Folge der Diskussion umfassend überarbeitet, eine Darstellung der verschiedenen Arten des Antrags zur späteren Wiederverwendung ist gerade in Arbeit.

Modularer Jahresplan


Die Jahresplangruppe, bei der ich nicht anwesend war, setzte sich erwartungsgemäß mit dem Jahresplan auseinander und der Frage, wie dieser so aufbereitet werden kann, dass er von Außen verständlich und änderbar ist. Am Ende entstand so ein modulares Konzept, in dem der Plan nicht mehr ein schwer-durchschaubares Gesamtkustwerk ist, sondern es verschiedene Module gibt, die einzeln geplant werden und an denen sich Community- und Vereinsmitglieder iM Rahmen ihrer Zeit beteiligen können. Auch ist es so am Ende des Planungsprozesses möglich, die verschiedenen Module anders zu gewichten und mit anderen Ressourcen zu versehen, so dass diese Entscheidung über Gewichtung und Priorisierumg einzelner Ziele tatsächlich auf der MV liegt. Ein erster Entwurf für diesen Jahresplangestaltung befindet sich ebenfalls im Forum.


Teil 3: Folgen und Dokumentation

 

Da es nicht jedermenschs Sache ist, für so einen Workshop zur Besprechung möglicher Anträge für eine Mitgliederversammlung eines Vereins nach Berlin zu fahren, haben wir uns bemüht, möglichst viel davon auch Online zu stellen: es gab zeitweise einen Livestream, zeitweise ein Etherpad und den größten Teil der Zeit waren Teilnehmerinnen und Teilnehmer im IRC-Chat erreichbar.

Deshalb noch einmal in Kürze alle Links zu weiterführenden Materialien und Dokumentation des Workshops:

* Die Workshopseite: Im Wikimedia-Forum (Anmeldung erforderlich, Vereinsmitgliedschaft nicht)
* Die On-Stage-Teile sind auf Youtube
* Die Slides zu Alice Wiegands Vortrag 
* Das Diskussionsprotokoll der Arbeitsgruppe Nicht-Jahresplan
* Der Vorschlag zum modularen Jahresplan 
* Einige Fotos auf Commons (und wie immer sind Wikipedianerinnen und Wikipedianer fotoscheu)




<script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
</noscript>

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at March 16, 2015 04:27 PM

March 15, 2015

Iberty

Materials on paid editing in Wikipedia

Resources for the Paid-Editing-panel at SXSW, March 13, 2015, but surely useful for anybody who cares about this topic:

 Wikipedia:Statement on Wikipedia from participating communications firms/info <script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
</noscript>

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at March 15, 2015 01:08 PM

March 14, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

March 13, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Improving data quality on Wikidata – checking what we have

German summary: Ein Team von Studenten des Hasso Plattner Instituts in Potsdam arbeitet aktuell mit Wikimedia Deutschland an Werkzeugen um die Datenqualität auf Wikidata zu verbessern und zu sichern. In diesem Beitrag stellen sie ihre beiden Projekte vor: die Prüfung von Wikidatas Daten auf Konsistenz mit sich selbst sowie die Prüfung von Wikidatas Daten gegen andere Datenbanken.

 

 Hello, we are the Wikidata Quality Team. We are a team of students from Hasso Plattner Institute in Potsdam, Germany. For our bachelor project we are working together with the Wikidata development team to ensure high quality of the data on Wikidata.

Wikidata provides a lot of structured data open to everyone. Quite a lot. Actually, they are providing an enormous amount of data approaching the mark of 13.5 million items, each of which has numerous statements. The data got into the system by diligent people and by bots, and neither people nor bots are known for infallibility. Errors are made and somehow we have to find and correct them. Besides erroneous data, incomplete data is another problem. Imagine you are a resident of Berlin and want to improve the Wikidata item about the city. You go ahead and add its highest point (Müggelberge), its sister cities (Los Angeles, Madrid, Istanbul, Warsaw and 21 others) and its new head of government (Michael Müller). As you do it the correct way, you are using qualifiers and references. Good job, but did you think of adding Berlin as the sister city of 25 cities? Although the data you entered is correct, it is incomplete and you have—both unwilling and unknowingly—introduced an inconsistency. And that’s only, assuming you used the correct items and properties and did not make a typo while entering a statement. And thirdly, things change. Population numbers vary, organizations are dissolved and artists release new albums. Wikidata has the huge advantage that this change only has to be made in one place, but still: Someone has to do it and even more importantly, someone has to become aware of it.

Facing the problems mentioned above, two projects have emerged. People using Wikidata are adding identifiers of external databases like GND, MusicBrainz and many more. So why not make use of them? We are developing a tool that scans an item for those identifiers and then searches in the linked databases for data against which it compares the items statements. This does not only help us verify Wikidata’s content and find mismatches that could indicate errors, but also makes us aware of changes. MusicBrainz is a specialist for artists and composers, GND for data related to people, and these specialists’ data is likely to be up to date. Using their databases to cross-check, we hope to be able to have the latest data of all fields represented in Wikidata.

The second projects focuses on using constraints on properties. Here are some examples to illustrate what this means:

  • Items that have the property “date of death” should also have “date of birth“, and their respective values should not be more than 150 years apart
  • Properties like “sister city“ are symmetric, so items referenced by this statement should also have a statement “sister city“ linking back to the original item
  • Analogously, properties like “has part” and “part of” are inverse and should be used on both items in a lot of cases
  • Identifiers for IMDb, ISBN, GND, MusicBrainz etc. always follow a specific pattern that we can verify
  • And so on…

Checking these constraints and indicating issues when someone visits an items page, helps identify which statements should be treated with caution and encourages editors to fix errors. We are also planning to provide ways to fix issues (semi-)automatically (e.g. by adding the missing sister city when he is sure, that the city really has this sister city). We also want to check these constraints when someone wants to save a new entry. This hopefully prevents errors from getting into the system in the first place.

That’s about it – to keep up with the news visit our project page. We hope you are fond of our project and we appreciate your feedback! Contact information can also be found on the project page.

by Lydia Pintscher at March 13, 2015 03:25 PM

Die längste These der Welt. Das Leistungsschutzrecht badet lau in Düsseldorf

Düsseldorfer Landtag, Saal für Ausschüsse. Foto: Mbdortmund, Free Art License / via Wikimedia Commons

Vater Rhein, viel gepriesen und besungen, eignet sich nicht für Turbulenzen. Auch die Bewohner rechts und links seiner Auen gelten gemeinhin als äußerst freundliche und gesellige Menschen, denen stärker an obergärigen Getränken als an obertourigen Gesetzesfolgendebatten gelegen ist. Doch hier macht das Leistungsschutzrecht für Presseverleger (LSR) einen Strich durch die Rechnung. Denn es zwingt die Rheinländer zur Auseinandersetzung mit einer Sache, die irgendwo oben, im Sibirien Deutschlands (K. Adenauer), verbockt wurde. Aber schön der Reihe nach.

Mit dem LSR, das am 1. August 2013 in Kraft trat, wurde Presseverlagen das ausschließliche Recht eingeräumt, ihre Texte zu gewerblichen Zwecken im Internet zu veröffentlichen. Suchmaschinenbetreiber und Aggregatoren wurden damit lizenzpflichtig. Durch die in letzter Minute hineinverhandelte Einschränkung, dass weder „einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte“ davon betroffen seien, wurde der eigentliche Schutzgegenstand dennoch sehr unbestimmt belassen. Christoph Keese, Cheflobbyist des Springer-Konzerns, gab gegenüber dem Medienjournalisten Stefan Niggemeier jüngst seine Interpretation ab, dass auch Überschriften durchaus schutzfähig “im Sinne des Gesetzes” sein könnten. Die Konfusion könnte kaum größer sein.

Entkernt und einzigartig

Wikimedia Deutschland beschäftigt sich mit dem LSR seit seeeehr langer Zeit. Bei Veröffentlichung des ersten Referentenentwurfs im Jahr 2012 äußerten wir unsere Sorge vor möglichen Kollateralschäden für die Belegpraxis in Wikipedia. So sahen wir die  Problematik “betexteter” Weblinks, die trotz höchstinstanzlich garantierter Linkfreiheit plötzlich unter den Schutzumfang des LSR fallen könnten. Auch Schutzrechtsberühmungen bei Neukompositionen von Presse- und Wikipedia-Inhalten schienen uns ein sehr realistisches Szenario zu sein.

Als es in die chaotische Endphase des Gesetzgebungsprozesses ging, stellte mein Kollege Mathias Schindler hier im Blog die Gretchenfrage: “Sind Wikipedia und ihre Schwesterprojekte von diesem LSR direkt und unmittelbar betroffen? Nein, vermutlich nicht (…) Ob dennoch ein Verlag Anstoß an einer Handlung nimmt und versucht, sein Verbotsrecht durchzusetzen, weiß auch unsere Glaskugel nicht.” Gestützt auf die Befunde renommierter Fachwissenschaftler kritisierte er die Einführung “eines unsinnigen, entkernten, weltweit einzigartigen und rechtssystematisch problematischen Gesetzes”. Danach hätte man eigentlich zur Tagesordnung übergehen können.

Wie du mir, so ich dir

Was allerdings nach Inkrafttreten des Gesetzes geschah, kann man nur als Politsatire bezeichnen: So erhielt Google zunächst eine Gratislizenz von den größeren Verlagen (u.a. Burda und Springer), nachdem der Suchmaschinenriese unverhohlen mit deren Auslistung gedroht hatte. Die Verlage organisierten daraufhin die Wahrnehmung ihrer Ansprüche in der eigens zu diesem Zweck gegründeten VG Media. Diese veröffentlichte im Juni 2014 einen recht sportlichen Tarif (bis zu elf Prozent der Bruttoumsätze). Folgerichtig eskalierte die Situation. Google verweigerte weitere Verhandlungen, Webportale wie GMX, web.de und T-Online zeigen seitdem keine Suchresultate der in der VG Media vertretenen Verlage mehr an.

Über die Ansprüche der Wahrnehmungsberechtigten muss nun das Schiedsgericht des Deutschen Marken- und Patentamts entscheiden. Weitere Instanzen bis zum BGH sind wahrscheinlich. Zugleich strengten die Verlage bereits im letzten Jahr eine Überprüfung wegen des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung durch Google beim Bundeskartellamt an. Dieses sah jedoch keine Möglichkeit zur Verpflichtung des Unternehmens “zum entgeltlichen Erwerb von Leistungsschutzrechten” und wird nun umgekehrt untersuchen, ob die selektive Erteilung von Gratislizenzen womöglich wettbewerbswidrig war. Als wäre das alles nicht kompliziert genug, hat Google-Konkurrent Yahoo eine Verfassungsbeschwerde eingelegt.

Europa drängt, NRW bremst

Christoph Keese, Cheflobbyist von Springer, sieht die “Stunde der Judikative” gekommen. Er sitzt zusammen mit Valentina Kerst (Vorstandsmitglied bei D64), zwei Vertretern des Zeitungsverlegerverbands NRW und mir als Verteter von Wikimedia Deutschland in einem Sitzungssaal, der den Blick auf die nahe Rheinkniebrücke freigibt. Wir sind als Sachverständige geladen, um alte Kontroversen zu befeuern, die bereits die europäische Ebene erfasst haben. So ließ Günter Oettinger jüngst eine gewisse Sympathie für ein gesamteuropäische Lösung – eventuell ausgestaltet als Schrankenbestimmung – erkennen. Erwartungsgemäß wünscht sich auch Kesse “ein deutlich stärkeres und weitreichenderes Leistungsschutzrecht auf europäischer Ebene”. Merke: Etwas, das in Deutschland komplett baden ging, soll nun auch in anderen Ländern als Rettungsring für die darbenden Presseverlage dienen.

Im Ausschuss für Kultur und Medien des nordrhein-westfälischen Landtags wurde gestern ein Antrag der Piratenfraktion behandelt, der die sofortige Abschaffung des LSR fordert. Doch die Hoffnungen auf eine politische Initiative auf Länderebene wurden von verschiedenen Vertretern der anderen Fraktionen gebremst. Dadurch, dass im Koaltionsvertrag der schwarz-roten Bundesregierung ohnehin eine Evaluierung des LSR vereinbart ist, ergibt sich eine politische Atempause. Folgerichtig interessieren sich die meisten Abgeordneten mehr für die dargebotenen Kuchen als für die Feinheiten im Immaterialgüterrecht. Die Fragerunde läuft etwas gehetzt ab, Keese muss zum nächsten Termin. Dass er zuvor noch den auf Creative-Commons-Lizenzen gemünzten Satz “NC ist kaum nutzbar” im Plenum hinterlassen hatte, wird ihm von einigen Beteiligten hoch angerechnet.

In unserer vorab zugesandten Stellungnahme habe ich versucht, vor allem die möglichen Effekte neuer und undurchdachter Schutzrechte für Open-Content-Plattformen herauszustellen. Allen Sachverständigen wurden zu Beginn der Sitzungen drei Minuten zugebilligt, um ihre Punkte anzubringen. Daher habe ich mich auf fünf Thesen zum LSR beschränkt, zu denen es aus allen Fraktionen Nachfragen gab:

  1. Bücher und Zeitungen sind unverzichtbare Bestandteile für den Aufbau einer digitalen Wissensallmende. Gerade bürgerschaftliche, konzernunabhängige Informationsplattformen wie Wikipedia belegen ihre Einträge mit journalistischen Produkten als wesentlichen Sekundärquellen. Rückt diese Referenzierungsarbeit in rechtsunsichere Gefilde, wird die Abkehr vom Informationsangebot der Zeitungen noch zusätzlich beschleunigt.
  2. Das LSR ist nicht nur ein „Schuss in den Ofen“, sondern es wurde damit schlicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Schutzrechte im Bereich des geistigen Eigentums tendieren heute in wachsendem Umfang dazu, ihre eigene Idee zu pervertieren: Denn immer weniger geht es darum, Anreize für kulturelle Wertschöpfung zu bilden, sondern Verbote in vormals verbotslosen Zonen zu etablieren. Dies hat allerdings negative Konsequenzen für die Innovationsdynamik am Wirtschaftsstandort Deutschland.
  3. Das LSR ist systemfremd, weil es gerade nicht gegen die widerrechtliche Aneignung bzw. Piraterie urheberrechtlich geschützter Inhalte gerichtet ist. Zudem ist es ein handwerklich schlecht gemachtes Gesetz, das mit einer Fülle von unbestimmten  Rechtsbegriffen operiert. So ist z.B. bis heute nicht hinreichend deutlich, worin die “redaktionell-technische Festlegung” durch Verlage überhaupt besteht. Wenn damit die Bündelung von Inhalten gemeint ist, so betreiben Hyperlinks und Filtermechanismen das genaue Gegenteil: die Entbündelung. Die gesetzgeberische Einschränkung, dass “einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte” vom LSR nicht erfasst werden, hat die Interpretationsspielräume nicht beseitigt.
  4. Fraglich ist, ob das LSR durch seine Abgrenzungsschwierigkeiten zu urheberrechtlichen Eigentumsrechten nicht sogar Schutzrechtsberühmungen Vorschub leistet. Erhalten Presseverlage ein Ausschließlichkeitsrecht auch auf Neukompositionen, die sich maßgeblich gemeinfreier oder frei lizenzierter Inhalte bedienen? Gerade weil der Gesetzgeber sich um diese konkreten Szenarien herumgedrückt hat, ist absehbar, dass die wesentlichen Profiteure des LSR nicht in erster Linie die Presseverlage, sondern vor allem jene Abmahnkanzleien sein werden, die parteiübergreifend als eine der Hauptursachen für die Akzeptanzkrise des Urheberrechts gelten.
  5. Alle Versuche, Intermediäre im Internet über einen Kamm zu scheren, sind von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Ist Wikipedia nun ein manueller Aggregator von Informationen? Oder gar eine Suchmaschine? Oder eher ein “bei Würdigung der Gesamtumstände überwiegend verlagstypisches” Produkt, das die gedruckten Enzyklopädien schleichend ersetzt hat? Vermutlich stimmt alles irgendwie zum Teil. Aber diese definitorische Unsicherheit ist eben symptomatisch für eine medientechnologische Umbruchssituation, in der sich ständig neue Verkehrwege von Informationen herstellen. Es ist vor diesem Hintergrund geradezu fahrlässig, mit den Mitteln des Urheberrechts Festlegungen zu vollziehen, die der aktuellen Entwicklungsdynamik im Internet überhaupt nicht gerecht werden.

Im Gesamtergebnis ist das LSR in seiner vorliegenden Form abzulehnen, weil es eher neue Risiken eröffnet als das zugrundeliegende Strukturproblem – die Dominanz von Google auf dem deutschen Online-Werbemarkt – zu lösen vermag. Realpolitisch besteht jedoch wenig Aussicht auf Hoffnung, dass die Große Koalition ihren Fehler aus der vergangenen Legislaturperiode anerkennt und hier eine rasche Rücknahme des Gesetzes anstrebt. Den reformwilligen Landesregierungen ist daher zu empfehlen, die im schwarz-roten Koalitionsvertrag versprochene Evaluierung des LSR einzufordern, um daraus auch Rückschlüsse für regionale Medienmärkte zu ziehen. Dennoch wird es mit den Mitteln der Politik nicht möglich sein, die dringend anstehende gesellschaftliche Debatte über die Anforderungen und Refinanzierungswege von künftigem Qualitätsjournalismus gewissermaßen auszusitzen. Aus Verbraucherperspektive wären kluge Rahmensetzungen für den Erhalt eines vielfältigen Ökosystems für unterschiedliche Publikationsformen und -kanäle sicherlich erstrebenswert.

 

by Jan Engelmann at March 13, 2015 08:42 AM

March 12, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 9/2015

Hier kommt die neunte Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Klage gegen NSA

Die WMF kündigte am Dienstag eine Klage gegen das Justizministerium und die Geheimdienstbehörde NSA an, da deren Spionageprogramme verfassungswidrig seien.

Inspire-Kampagne zur Steigerung der Geschlechteridentität

Mit der Inspire-Kampagne sammelt die Wikimedia Foundation bis Ende März Ideen zur Steigerung der Geschlechtervielfalt in der Wikipedia. Bisher sind 115 Ideen eingegangen.

Neuer Vorstand bei WMDE

Das Präsidium von Wikimedia Deutschland berief Christian Rickerts zum Vorstand. Die Entscheidung hatte das Präsidium einstimmig beschlossen und folgte damit der ebenfalls einstimmigen Empfehlung der Übergangskommission. Christian wird seine Vorstandsaufgaben ab dem 1. Mai 2015 übernehmen.

1. Klausur des neuen Präsidiums

Das 4. Präsidium von Wikimedia Deutschland hielt am 7. Februar seine erste Klausur. Dabei wurden eine neue Ausschuss-Struktur und die ersten Ziele des Präsidiums beschlossen.

 Vorläufige Tagesordnung für MV veröffentlicht

Für die 16. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland am 18. März liegt nun ein Vorschlag für die Tagesordnung vor.

 Ergebnis des Governance Review

Am 24. Mai 2014 hatte die 14. Mitgliederversammlung beschlossen, WMDE einem unabhängigen “Governance Review” zu unterziehen, um die Strukturen, Regeln und Prozesse von Wikimedia Deutschland nach mehr als 10 Jahren Vereinsgeschichte auf den Prüfstand zu stellen. Der Bericht der externen Gutachter liegt nun vor und kann im Forum eingesehen werden.

Arbeitsgruppe Partizpation

Wikimedia Deutschland sucht vier Mitglieder für die Arbeitsgruppe Partizipation zur Verbesserung der Beteiligungsmöglichkeiten im Verein.

Geförderte Projekte aus den Communitys im Februar

Die Ideenförderung von Wikimedia Deutschland veröffentlichte die geförderten Projekte aus den Communitys im Februar 2015.

Projekte und Initiativen

Internationaler Edit-a-thon

Bei einem internationalen Edit-a-thon am 7. und 8.3. wurden 334 Wikipedia-Artikel über Künstlerinnen angelegt.

Geschlechteridentität in der Wikipedia

Amanda Menking veröffentlichte im Blog der Wikimedia Foundation einen Beitrag zur Geschlechteridentität.

Neuer Meilenstein auf Commons erreicht

Wikimedia Commons erreichte mit 25 Millionen Dateien einen neuen Meilenstein.

Technik

Tech on Tour gestartet

Am 10.3. startete “Tech on Tour” mit einer Veranstaltung im Lokal K. Weitere Städte folgen. Auf den Veranstaltungen werden der Stand der Dinge bei der Technischen Wünscheliste vorgestellt und Bedarf und Ideen rund um technische Unterstützung für Community-Projekte diskutiert.

Integration von Wikidata in Beobachtungsliste

Die Wikidata-Entwickler möchten die Integration von Wikidata in die lokale Beobachtungsliste verbessern und fragen dazu nach Wünschen, Ideen und Vorschlägen:

Termine

Wikimedia-Hackathon

Am 5.3. startete die Registrierungsphase für den Wikimedia-Hackathon in Lyon. Auch in diesem Jahr werden wieder Stipendien vergeben. Wikimedia Deutschland beteiligt sich ebenfalls an dem Stipendien-Fonds.

10. Wikipedianischer Salon

Der zehnte Wikipedianische Salon am 19.3. steht unter dem Motto Wikipedia und die Sprache der Männer.

Wikidata

Zwei Veranstaltungen rund um Wikidata stehen an: Im Lokal K in Köln wird es am 17.3. eine Einführung in Wikidata für Wikipedianer geben. In Berlin findet am 24.3. ein Wikidata Edit-a-thon statt.

Opening up science, crosing borders

Unter dem Motto “Opening up science, crossing borders” wird am 24.3. in Hamburg einen über Offene Wissenschaft diskutiert. Die Anmeldung für das Barcamp Science 2.0 ist jetzt offen.

ABC des Freien Wissens

Beim ABC des Freien Wissens wird am 26.3. das Thema “G=Grundeinkommen. Eine Antwort auf die digitale Krise des Urheberrechts?” behandeln.

Workshop zur Weiterentwicklung der Förderung

Wikimedia Deutschland lädt zur Teilnahme an dem kommenden 3. Workshop zur Weiterentwicklung der Förderung am 28./29.3. ein.

Ideenwerkstatt WMAT

Außerdem lädt Wikimedia Österreich für den 18.4. zur jährlichen Ideenwerkstatt ein.

Lydia Pintscher bei linux.com

Auf der Seite linux.com, von der Linux Foundation, wurde ein Artikel über Lydia Pintscher und ihre Arbeit bei KDE veröffentlicht.

Wikimedia Conference

Die internationale Wikimedia Conference 2015 findet vom 15.-17.5. in Berlin statt.

Im Vorfeld der Conference wird es auch wieder eine zweitägige Pre-Conference mit Vorträgen und Workshops zu Evaluation / Program Design geben.

Wiki loves monuments

Zum fünften Mal findet in diesem Jahr der internationale Fotowettbewerb „Wiki Loves Monuments“ (WLM) statt. Als Auftakt für den deutschen Teil dieses größten Fotowettbewerbs der Welt, wird am 19./20.3. in Wiesbaden eine Kick-off-Veranstaltung in Form eines Workshops stattfinden.


 

Das war die 9. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015, die nach einer einwöchigen Pause nach der letzten Ausgabe bis auf Weiteres durch das Team Ideenförderung fortgeführt wird.

Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du hier gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

by Nicolas Rueck at March 12, 2015 03:38 PM

Monsters of Law Nr. 5: Wiki-Immunity – Bleibt die Wikipedia in Deutschland rechtlich geschützt?

Dies ist ein Gastbeitrag von Lukas Mezger (Benutzer:Gnom), Präsidiumsmitglied von Wikimedia Deutschland e. V.

Foto von Christopher Schwarzkopf, CC-BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Wikipedia beschreibt nicht nur archäologische Stätten, U-Bahnhöfe und Leuchttürme – die deutschsprachige Version enthält mittlerweile weit über eine halbe Million Biografien. Aber was kann ich eigentlich tun, wenn eine unzutreffende Behauptung in “meinem” Wikipedia-Eintrag steht? Was, wenn dieser vermeintlich durch Quellen belegte Fakt mein Ehrgefühl verletzt oder negative Konsequenzen für mein Berufs- oder Privatleben bedeutet? Und wie kann geprüft werden, was im öffentlichen Interesse in der Wikipedia stehen sollte und ab wann die Grenze zur Übertretung der Privatsphäre erreicht ist?

Wer kann für Falschbehauptungen in Wikipedia belangt werden?

Am 5. März sprach Jan Mönikes, Rechtsanwalt und Experte für Urheber-, Medien- und IT-Recht, über die heutige rechtliche Situation und mögliche Veränderungen der Haftung für die deutschsprachige Wikipedia. Mönikes befasst sich bereits seit Jahren mit Durchsetzbarkeit von äußerungsrechtlichen Urteilen “gegen Wikipedia”. Er erklärte, dass sich bei der Beantwortung der Frage, wer zur Rechenschaft gezogen werden kann, wenn in einem Eintrag getroffene Aussagen zum Gegenstand einer juristischer Prüfung werden, das Phänomen der “Wiki-Immunity” ergibt (hier die Vortragsfolien).

 Die Ausgangssituation ist schnell beschrieben: Ein anonymer, freiwilliger Wikipedia-Nutzer begeht – entgegen den Regeln der Autorengemeinschaft – eine Persönlichkeitsrechtsverletzung in einem Artikel. Das kann durch Falschbehauptungen oder aber auch durch wahre, aber dennoch rechtsverletzende, weil private Informationen geschehen. Gegen diesen Autor kann der Betroffene nicht vorgehen, wenn ihm seine Identität nicht bekannt ist. Auch der Verein Wikimedia Deutschland e.V. ist kein geeigneter Anspruchsgegner, weil er auf Wikipedia selbst keinen Einfluss hat und damit nicht als so genannter Störer in Frage kommt.

Jan Mönikes sprach über die heutige rechtliche Situation und mögliche Veränderungen der Haftung für die deutschsprachige Wikipedia, Foto von Christopher Schwarzkopf, CC-BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Der gute Wille unter der Sonne Kaliforniens

Der Betroffene muss rechtlich gegen die Betreiberin der Wikipedia, die Wikimedia Foundation mit Sitz in den USA vorgehen – dabei stellt sich als erste Frage, ob er dies in Deutschland oder in Kalifornien tun sollte. An beiden Orten gibt es zuständige Gerichte und auf den Fall anwendbares staatliches Recht.

Geht man von der näher liegenden Variante einer Klage in Deutschland aus, so müsste ein entsprechendes Urteil eines hiesigen Gerichts dann in den USA vollstreckt werden. Dazu müsste das deutsche Urteil von einem kalifornischen Gericht anerkannt werden. Dies scheitert aber daran, dass das amerikanische Recht ein umfassendes Providerprivileg kennt, nach dem der individuelle Nutzer und eben nicht der Website-Provider als Störer in Anspruch genommen werden muss. Im Ergebnis hängt die Erfüllung des vor dem deutschen Gericht rechtskräftig festgestellten Anspruchs also vom “guten Willen” der Wikimedia Foundation ab.

Von Vollstreckungsabkommen und Klarnamenspflicht

Die Alternative, eine Klage nach amerikanischem Recht vor einem Gericht in Kalifornien müsste daher im ersten Schritt auf Herausgabe der Nutzerdaten durch die Wikimedia Foundation lauten, aufgrund dieser man dann den Nutzer in Deutschland über seinen Internetanbieter ermitteln und verklagen könnte. Auch hier müsste ein deutsches Gericht das ausländische Urteil anerkennen. Das wird es jedoch nicht tun, denn das deutsche Presserecht gestattet in diesem Fall – anders als im Urheberrecht – die Herausgabe von Nutzerdaten nicht. Dem Betroffenen verbleibt wieder nur, auf den “guten Willen” der Autorengemeinschaft bei der Korrektur des Artikels zu hoffen.

In der Folge gewinnt der Betroffene also sowohl bei einer Klage in den USA als auch bei einer Klage in Deutschland, kann sie aber in beiden Fällen nicht vollstrecken – diese Situation nennt Jan Mönikes “Wiki-Immunity”. Ein solches Scheitern der Durchsetzung des Rechts ist freilich  rechtsstaatlich nicht hinnehmbar. Der Vortrag diskutierte daher verschiedenste Möglichkeiten zur Lösung des Problems: von Vollstreckungsabkommen über Netzsperren und eine Klarnamenspflicht im Internet bis hin zur Ausweitung der Störerhaftung nach dem Vorbild der Google-Spain-Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs.

Fazit und Ausblick

Abschließend betonte Jan Mönikes die Verantwortung der Wikipedia-Autorengemeinschaft zur Selbstregulierung und damit zum Schutz der Rechte der Betroffenen. So könne Wikipedia als Online-Enzyklopädie als vertrauenswürdige und rechtssichere Institution erhalten bleiben. Im Anschluss ergab sich insbesondere zur Frage der Vollstreckung in Deutschland eine interessante Diskussion.

Die Veranstaltung in voller Länge kann hier angeschaut werden:
<iframe allowfullscreen="allowfullscreen" frameborder="0" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/FIQCEmt4QY8" width="560"></iframe>

Die nächste Veranstaltung von Monsters of Law findet am Donnerstag, den 28. Mai statt.
Referent wird Dr. Ansgar Koreng sein.

Links:

by Lilli Iliev at March 12, 2015 08:13 AM

March 10, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im Februar 2015

Die folgende Liste führt eine chronologische Übersicht ausgewählter Aktivitäten aus der Ideenförderung im Februar. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

04.02.: German Masters

German Masters, Foto: LezFraniak, CC-BY-SA 4.0

Commons-Fotografen waren auf dem diesjährigen Profi-Snookerturnier German Masters zugegen. Die Bilder sind nach Tagen geordnet auf Commons zu finden. Somit sind alle Turniere die seit 2011 im Berliner Tempodrom stattgefunden hatten, fotografisch auf Commons dokumentiert.

04.02.: Women Edit Februar

Neben dem monatlichen Treffen der Wikipedianerinnen, das in diesem Monat am 4. Februar in der Berliner Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland statt fand, konnten sich Teilnehmerinnen mit Organisatorinnen des Art+Feminism projects vernetzen, die für den 7. und 8. März einen Edit-a-thon in Berlin organisieren.

E-Litstip Italienische Charts

Für den Ausbau von Artikeln zu italienischer Musik wurde im Rahmen des Förderprogramms eLitstip ein Zugang zur Online-Datenbank von Musica e dischi an den Wikipedia-Benutzer XanonymusX vergeben.

05.02.: Wikipedia-Sprechstunde Bibliothek Hamburg

Jeweils am 1. Donnerstag im Monat stehen erfahrene Wikipedia-Autorinnen und -Autoren in der Bibliothek Hamburg für Fragen rund um Wikipedia zur Verfügung, geben Tipps und Hilfestellung für interessierte Neuautoren und vieles mehr. Die Veranstaltung ist öffentlich und richtet sich an alle Interessierten und die Besucher der Bücherhalle. (weitere Informationen)

06.02.: Digitalisierung Halbjahresband antiquarische Zeitschrift

Der gebundene Halbjahresband einer Zeitung von 1872 wurde von Bernd Schwabe in Hannover digitalisiert und wird demnächst auf Commons verfügbar sein.

06.02.: E-Litstip The Jazz Discography

Auch im Jahr 2015 steht die Online-Datenbank „The Jazz Discography“ wieder Wikipedianern für ihre Recherchen zur Artikelarbeit offen. Hierzu wurden der Zugang für die Autoren Freimut Bahlo und Claude J für das laufende Jahr erneuert. Für welche Artikel der Datenbankzugang bisher genutzt wurde ist in der Wikipedia dokumentiert.

08.02.: Stammtisch Bautzen

Fünf Wikipedianerinnen und Wikipedianer trafen sich am 8. Februar in der Lessingstadt Kamenz in der westlichen Oberlausitz. Teil des Programms war eine öffentliche Führung durch die Sonderausstellung „Burgunden und Vandalen“ im Elementarium – Museum der Westlausitz. Der vollständige Bericht ist hier zu lesen.

10.02.: Denkmallandschaft Bautzen

Am 10. Februar startete das von Bernd Gross initiierte Projekt „Denkmallandschaft Bautzen“, mit dem Ziel, die Denkmallisten der 25 Stadt- und Ortsteile von Bautzen anzulegen und mit einer geplanten individuellen zweitägigen Fototour einen Grundstock für die Bebilderung zu legen. Die Sächsische Zeitung berichtete über den „Denkmal-Sammler“ in einem Artikel vom 24. Februar. Ein weiterer Artikel erschien am 1. März in der Morgenpost am Sonntag mit der Schlagzeile „Er jagt Sachsens Denkmäler“.

13.02.: Offenes Editieren Stuttgart

Offenes Editieren in Stuttgart, Foto: RaBoe, CC-BY-SA 3.0 DE

Das zweite offene Editieren in Stuttgart fand hohen Zuspruch, so dass der Raum recht gut belegt war. In praxisorientierter Weise wurden Benutzerfragen zum Thema Wikidata beantwortet, verschiedene Edits an diversen Objekten durchgeführt und nützliche Tools vorgestellt. Der vollständige Bericht kann hier nachgelesen werden.

14.02.: Eröffnung Kontor Hamburg

Eröffnungsfeier Kontor Hamburg, Foto: Andreas Möllenkamp, CC-BY 3.0

Am 14. Februar fand die offizielle Eröffnungsfeier des neuen lokalen Community-Raums, dem Kontor Hamburg statt, bei dem neben Gästen aus Hamburg und den benachbarten Bundesländern auch Besucher aus Nordrhein-Westfalen und Berlin anwesend waren. Der vollständige Kurzbericht befindet sich hier.

14.2.: Stammtisch Braunschweig

Beim Stammtisch in Braunschweig war Georg Ruppelt, der Direktor der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, zu Gast. Themen des Abends waren unter anderem: Die Entdeckung des bis dato unbemerkt gebliebenen LiteraturgenresRentnerliteratur“, wobei die Frage letztlich nicht abschließend geklärt werden konnte, ob dies Literatur „für“ oder „von“ Rentner(n) sei. Des Weiteren wurde über Science-Fiction-Autoren wie Jules Verne oder den Braunschweiger Bruno S. Wiek diskutiert, der den Gästen unbekannt war. Hier geht’s zum ganzen Bericht.

19.02.: Fotoprojekt Rennrodelweltcup Altenberg

Aufnahmen beim Rodelweltcup Altenberg, Foto: Marcus Cyron, CC-BY 4.0

Vom 19. bis 22. Februar waren DerHexer und Marcus Cyron in Altenberg, um beim dortigen Rennrodel-Weltcup zu fotografieren. Ein ausführlicher Bericht des Fotoprojekts ist im Wikipedia-Kurier nachzulesen. Es entstanden ca. 5000 Aufnahmen. Alle Bilder stehen auf Commons zur Verfügung. In der Community wurde anschließend über eine „Best Practice bei der Photoauswahl und -aufbereitung“ diskutiert.

20.02.: Marjorie-Wiki/PrePedia Server-Umzug

Die Wiki-Projekte der PrePedia-Gemeinschaft (Marjorie-Wiki, Film-Wiki, polnische PrePedia, Heraldik-Wiki und andere) zogen im Februar auf einen neuen Server. Die Server-Kosten werden von Wikimedia Deutschland getragen.

20.02.: Stammtisch Münsterland

In Münster kam eine Runde lokaler Wikipedia-Autoren zum gemeinsamen Austausch in einem Café am Domplatz zusammen. Weitere Informationen sind auf der Veranstaltungsseite zu finden.

21.02.: Festivalsommer-Workshop

Im Lokal K trafen sich Fotografen des Festivalsommers zu einem Workshop, um sich über Themen rund um die Konzertfotografie auszutauschen, das Projekt im Jahr 2015 zu planen, und organisatorische Fragen zu besprechen. Laut des Programmplans des Wikipedia-Festivalsommers, verspricht auch das Festivaljahr 2015 wieder äußerst interessante freie Aufnahme von Musikern und Musikerinnen jeglicher Stilrichtungen.

24.02.: Fotoprojekt Messe Embedded World

Der Benutzer Ordercrazy war als Wikipedianer auf der Fachmesse Embedded World in Nürnberg akkreditiert, um wie auch im vergangenen Jahr Fotoaufnahmen für Wikimedia Commons bereitstellen zu können.

26.02.: Dreiband Billiard WM Viersen

LezFraniak und Carambol waren gegen Ende des Monats ebenfalls als Fotografen für die Wikipedia unterwegs. Auf der Dreiband-WM in Viersen konnte der bisher rare Bildbestand mit Spielern aus Asien und Südamerika und des Veranstaltungsortes. Die Veranstaltung bot außerdem die Möglichkeit zwecks Bildfreigaben mit dem Deutschen Billardverband (DBU) in Kontakt zu treten. Die Bilder werden auf dieser Seite zu finden sein. Mit den German Masters (siehe oben) wurden somit gleich zwei wichtige Billard-Veranstaltungen im Februar für die Bebilderung der Wikipedia und das freie Medienarchiv Commons besucht.

Dreiband Billiard WM Viersen, Foto: LezFraniak, CC-BY-SA 3.0

26.02.: Offenes Editieren Berlin Februar

Natürlich fand im Februar auch wieder das Offene Editieren in Berlin statt. Dazu treffen sich jeden letzten Donnerstag im Monat Wikipedianerinnen und Wikipedianer in der Berliner Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland zum gemeinsamen Bearbeiten der Wikipedia und einem generellen Austausch zu laufenden Projekten und aktuellen Diskussionen.

26.02.: Stammtisch Bremen

Ebenfalls zu den regelmäßig stattfindenden lokalen Community-Treffen gehört der Wikipedia-Stammtisch in Bremen, der von Wikimedia-Deutschland mit der Community-Versicherung unterstützt wird. Informationen zu der wiederkehrenden Veranstaltung finden sich auf der Projektseite.

27.02.: AdminCon

Über 40 der ehrenamtlich tätigen Administratorinnen und Administratoren der Wikipedia trafen sich zu einer Fachtagung in Oer-Erkenschwick. Das umfangreiche Programm beinhaltete Themen wie die nichtadministrative Konfliktbewältigung, den Adminalltag in den Wikipedien in Regional- und Minderheitensprachen und spezielle technische Fragen. Protokolle und weitere Informationen sind über die Projektseite zu finden. Über das Treffen berichtete die Recklinghäuser Zeitung am 2. März unter dem Titel „Fehler haben kaum eine Überlebenschance – Wikipedianer erzählen/Treffen in Oer-Erkenschwick“.

27.02.: Videoprojekt 1. Swiss Open Cultural Data

Filmaufnahmen entstanden im Februar auf dem 1. Swiss Open Cultural Data Hackathon. Der Hackathon wird von der Open Knowledge Foundation Schweiz und einigen anderen schweizer Open Data, FreeSoftware und Open Knowledge-Organisationen organisiert. Bei der verwendeten Kamera handelt es sich um eine professionelle Filmkamera, die freiwilligen Wikipedianerinnen und Wikipedianer zur kostenlosen Leihe aus dem Technikpool von Wikimedia Deutschland zur Verfügung steht.

28.02.: 3. Wiktionary-Treffen

3. Wiktionary-Treffen, Foto: Hubertl, CC-BY-SA 4.0

Aktive aus dem freien Wörterbuch Wiktionary trafen sich zum Ende des Monats in Wien zum 3. Wiktionary-Treffen. Das Programm erstreckte sich über zwei Tage. Behandelt wurden Themen wie Wikidata, das Einsprechen von Hörbeispielen oder allgemeine Fragen zur Arbeit an einem freien Wörterbuch. Weitere Informationen gibt es auf der Projekt- und Planungsseite.

28.02.: Geschichtsmarkt Dresden

Wikipedia auf dem Geschichtsmarkt Dresden, Foto: Conrad Nutschan, CC-BY-SA 4.0

Mittlerweile im vierten Jahr in Folge beteiligten sich Wikipedianer am Geschichtsmarkt in Dresden, diesmal zum Thema „Die Geschichte von Bildung und Wissenschaft in Dresden“. Der Wikipedianer Conny hielt außerdem einen Vortrag über das „Zitieren und Bearbeiten von Geschichtsthemen in Wikipedia“. Eine Übersicht der bisherigen Geschichtsmärkte mit Beteiligung durch Wikipedianer ist hier zu finden.

28.02.: Stammtisch Sauerland

Das 33. Sauerland-Treffen der Wikipedianerinnen und Wikipedianer führte die Aktiven diesmal unter anderem ins Heimatmuseum Niederense und zum Hof Münstermann in Obersee. Die Bilder und Artikel die während und nach dem Ausflug entstanden sind, sowie ein ausführlicher Bericht, sind hier zu finden.

by Nicolas Rueck at March 10, 2015 01:00 PM

March 06, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Vier Mitglieder zur Verbesserung der Beteiligungsmöglichkeiten im Verein gesucht!

Die Beteiligung von Mitgliedern am Vereinsleben ist einer der wichtigsten Grundsteine für die Arbeit von Wikimedia Deutschland. Wie können wir erreichen, dass sich noch mehr Mitglieder an den Entscheidungen des Vereins beteiligen und sich aktiv im Verein engagieren? Um Antworten auf diese Frage zu finden und die Beteiligungsmöglichkeiten im Verein gezielt zu verbessern, hat die letzte Mitgliederversammlung die Einrichtung einer permanenten Arbeitsgruppe beschlossen. So sollen Mitglieder des Vereins selbst daran mitwirken können, Vorschläge für neue und erfolgreiche Beteiligungsformen zu entwickeln.

Daher sucht Wikimedia Deutschland nun

Vier Mitglieder für die Arbeitsgruppe Partizipation

Als Mitglied dieser Arbeitsgruppe hast du folgende Aufgaben:

  1. Die Wahlordnung regelmäßig auf ihre Praktikabilität, ihre Akzeptanz und ihre Wirkung auf die Beteiligung der Mitglieder an Wahlen und Abstimmungen zu evaluieren.
  2. Maßnahmen zur Stärkung der Mitgliederbeteiligung zu erarbeiten, sie den Organen des Vereins zur Umsetzung vorzuschlagen und deren Umsetzung zu begleiten und zu evaluieren.
  3. Die Mitglieder regelmäßig nach weiteren Möglichkeiten zur Steigerung der Beteiligung an Entscheidungsprozessen zu befragen.
  4. Auf jedem weiteren Wege die Stärkung der Mitgliederbeteiligung zu unterstützen und zu fördern.

Die Wahl findet auf der 16. Mitgliederversammlung am 18. April 2015 für ein Jahr statt. Ein weiteres Mitglied der AG wird vom Präsidium ernannt.

Du hast Interesse an Fragestellungen der Partizipation und an der Verbesserung von Strukturen und Prozessen, in denen Mitglieder ihre Ideen, Vorstellungen, Wünsche und Kritik aktiv in die Arbeit unseres Vereins einbringen können? Dann freuen wir uns über deine Bewerbung bis zum 20. März an mv@wikimedia.de!

Kandidieren können alle aktiven Vereinsmitglieder. Aber: Falls du ein Fördermitglied bist, besteht die Möglichkeit, in eine aktive Mitgliedschaft zu wechseln. Falls du noch gar kein Vereinsmitglied bist, kannst du einen Antrag zur Aufnahme als aktives Mitglied stellen. Bitte nehme in beiden Fällen möglichst frühzeitig Kontakt zu mv@wikimedia.de auf.

Weitere Informationen findest du auch hier.

by Tim Moritz Hector at March 06, 2015 09:05 AM

Festivalsommer

70.000 tons in der Karibik und Eurovision Song Contest – Erste Highlights aus dem Festivalsommer 2015

Während ganz Deutschland vor der Mattscheibe sitzt und mitfiebert, wer in diesem Jahr zum Eurovision Song Contest nach Wien fahren darf, ist der Fotograf MarkusFelix vom Wikipedia:Festivalsommer bereits seit drei Tagen vor Ort in Hannover und hat die Bilder der Proben bereits hochgeladen – und ermöglicht es uns so, bereits Sekunden nach dem Sieg von Ann Sophie nicht nur den Text zu aktualisieren, sondern auch ein Foto von der Siegerperformance gleich hinzuzufügen. Und damit nicht genug – auch vom Clubkonzert in Hamburg, bei dem die Sängerin ihre Wildcard für die Livesendung ''Unser Song für Österreich'' gewann, liegen dank dem Fotografen Huhu Uet Bilder vor. Zwei Highlights des noch jungen Festivalsommers, der in diesem Jahr bereits sehr früh im Januar ordentlich Fahrt aufnahm

Ann Sophie mit ihrer Performance des Siegertitels bei Unser Song für Österreich
(Foto: Markus Felix, CC-by-sa 3.0, Information)


Das erste große Festivalhighlight des Jahres spielt allerdings in einer ganz anderen Gewichtsklasse: 70000 Tons of Metal hieß die Devise der Kreuzfahrt durch die Karibik (!!), auf der unser Fotograf Grywnn teilnahm. An Bord des Kreuzfahrtschiffes genoss er nicht nur ordentlich Power auf die Ohren, Pool und Bier, sondern durfte dank einer Akkreditierung durch das Festivalsommer-Team auch für die Wikipedia fotografieren und brachte uns so einen ganzen Sack sonnige Metalgrüße vom Kreuzfahrtschiff mit.

Soulfly bei ihrem Auftritt beim 70.000 Tons of Metal
(Foto: Grwynn, CC-by-sa 3.0, Information)

Das Schüler-Rockfestival in Wuppertal mag dagegen blass wirken - für die Teilnehmer war es jedoch das Highlight ihres Jahres und vielleicht der Beginn einer Karriere auf größeren Bühnen. Die Schülerbands wurden abgelichtet von Fotandi und standen so zum ersten Mal unserem leibhaftigen Wikipedia-Paparazzo gegenüber, legten sich jedoch nicht nur für ihn recht ordentlich ins Zeug. Doch damit nicht genug: Vor allem Huhu Uet hat das beginnende Jahr bereits sehr intensiv genutzt und Bilder vom Hamburger Skiffle Festival, den Hamburger Motorrad Tagen 2015 und dem Heathen Rock Festival incl. Warm-up-Party gemacht. In Österreich war derweil der Fotograf Tsui aktiv und beim Österreichischen Filmpreis anwesend und dank Sebaso haben wir auch einige Bilder vom Fest der Vielfalt vom Brandenburger Tor und von der Berlinale.

Die Kaliskalyptischen Fighter auf dem Schüler-Rockfestival in Wuppertal
(Foto: Fotandi, CC-by-sa 3.0, Information)

Nicht nur vor den Bühnen gab es allerdings bereits Aktivitäten – beim Festivalsommer-Workshop im Kölner Lokal K trafen sich Organisatoren und Fotografen des Festivalsommers und diskutierten über die weitere Entwicklung des Projekts, etwa die Öffnung gegenüber Einzelkonzerten und deren Aufwand, die technische Ausstattung und potenzielle Unterstützung durch Wikimedia Deutschland sowie Fragen der Akkreditierung, des Verhaltens im Fotograben und der Bildbearbeitung und des Uploads. Keine Frage war allerdings, ob wir weitermachen – die Teilnehmer sind weiterhin hochmotiviert und freuen sich auf die Festivalsaison.

by Achim Raschka (noreply@blogger.com) at March 06, 2015 07:18 AM

March 04, 2015

Iberty

Wikimedia lenken und formen: Antragswerkstatt am 7. März in Berlin

Die tragende Säule, die die Vereinsarbeit von Wikimedia Deutschland seit jeher ermöglicht, sind die tausenden Freiwilligen in den Wikimedia-Projekten und im Verein. Diese Freiwillgen sind der Verein: Ihr Engagement, ihre Ideen, Vorstellungen und Wünsche sollten die Vereinsarbeit formen und lenken.

Bisher allerdings hat sich nur ein kleiner Teil der Mitglieder aktiv an den Diskussionen um den Verein, an den Mitgliederversammlungen und inhaltlichen Debatten zum Verein geäußert. Einer der vornehmsten und wirkmächtigsten Wege, um sich an der Entwicklung des Vereins zu beteiligen, ist die direkte inhaltliche Beteiligung an einer Mitgliederversammlung - zum Beispiel durch das Stellen von Anträgen. Um dieses zu fördern, Mitglieder dabei zu unterstützen und die inhaltliche Debatte auf einer Mitgliederversammlung möglichst gewinnbringend für alle Beteiligten zu gestalten, versuchen wir etwas neues: ein Vorbereitungstreffen zur Mitgliederversammlung, die Antragswerkstatt. (Anmeldung erforderlich, Vereinsmitgliedschaft nicht) 

 Die Werkstatt findet statt: 
am 7. März 2015 
ab 9 Uhr in den Räumen von Wikimedia Deutschland 
Tempelhofer Ufer 23/24 
10963 Berlin 

Die Antragswerkstatt im Online-Forum von Wikimedia Deutschland wird bereits für die Diskussion von Anträgen von Präsidium, Vorstand und Mitgliedern genutzt. Dabei geht es bisher meist um die Diskussion eines weitgehend fertigen Antrags. Nur selten findet eine kollaborative Erstellung von Anträgen aus vagen Ideen statt. Auch bleibt es bis zur offiziellen Stellungnahme des Präsidiums - die bisher meist so spät erfolgte, dass keine Antragsänderung mehr möglich war - offen, inwieweit Präsidium und Geschäftsstelle eine Idee in der vorgebrachte Form überhaupt für umsetzbar halten.

Unter den Anträgen sind gefühlt viele, die eher formeller Natur sind. Satzungsänderungen scheinen mehr Attraktivität zu haben als die Beschäftigung mit Inhalten der Vereinstätigkeit oder -ausrichtung. Die Werkstatt soll Vereinsmitglieder und andere Interessierte dabei unterstützen, auch inhaltlich auf die Arbeit des Vereins Einfluss zu nehmen.

Der Beschluss des Jahresplans ist in der letzten Mitgliederversammlung erstmals vertagt worden. Hintergrund ist die Entscheidung des FDC (Funds Dissemination Committee), die beantragten Mittel um rund 1/3 zu kürzen, was im November den Anschein erweckte Anpassungen des Entwurfs nach  unten notwendig zu machen. Tatsächlich aber war der Fundraiser so erfolgreich, dass der neue Jahresplanentwurf gegenüber der November-Version sogar Anpassungen nach oben vorsieht. Die Änderungen werden durch den Vorstand vorbereitet und von der Mitgliederversammlung beschlossen. Dadurch bietet sich nun eine konkrete Gelegenheit für Mitglieder, Akzente zu setzen und die Ausrichtung der Vereinsaktivitäten mitzugestalten. Durch die kol­la­bo­ra­tive Erstellung können Chancen und Risiken eines Antrags aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden und der Antragsteller kann frühzeitig auf Hinweise und Kritik reagieren und seinen Antrag entsprechend umformulieren.

 Und Disclaimer: nein, auch wenn es manchmal so Aussehen mag: das ist nicht "meine" oder meine und lyzzys Veranstaltung. Tatsächlich ist es eine WMDE-Veranstatung, die sogar Teil eines Präsidiumsbeschlusses ist und vom Vorstand als Vereinsveranstaltung angesehen wird. Warum trotzdem ich das die ganze PR machen muss - who knows. <script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
</noscript>

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at March 04, 2015 08:37 PM

March 02, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Christian Rickerts wird Vorstand von Wikimedia Deutschland

Rickerts, Christian 2014   140324_A01B0484.jpg

Christian Rickerts (Foto: Jan Voth, CC-BY-SA 4.0 International)

Liebe Vereinsinteressierte, es freut mich sehr, euch heute mitteilen zu können, dass die Suche nach einer neuen Geschäftsführung für Wikimedia Deutschland erfolgreich beendet ist. Das Präsidium beruft Christian Rickerts zum Vorstand. Diese Entscheidung hat das Präsidium einstimmig beschlossen und folgt damit der ebenfalls einstimmigen Empfehlung der Übergangskommission. Christian wird seine Vorstandsaufgaben ab dem 1. Mai 2015 übernehmen.

Wikimedia Deutschland ist durch ehren- wie hauptamtliche Arbeit geprägt, und Christian Rickerts kennt Freiwilligen-Engagement aus beiden Perspektiven bestens, unter anderem aus seiner Zeit als Mitgründer des Schüler Helfen Leben e. V., als dessen späterer Geschäftsführer und dann als geschäftsführender Vorstand der gleichnamigen Stiftung. Anschließend war er sowohl im wirtschaftlichen als auch gemeinnützigen Umfeld tätig, zuerst als Strategieberater bei Capgemini, dann als Geschäftsführer bei Reporter ohne Grenzen in Deutschland. Seit 2012 ist er Vice President für Corporate Communications bei der Bertelsmann Stiftung.

Christian hat uns insbesondere mit seinem Wissen um die Schnittstellen von Haupt- und Ehrenamt sowie seiner Motivation, mit wertegetriebenem Denken und methodischer Vielfalt davon überzeugt, dass wir Wikimedia Deutschlands Weg in die Zukunft gemeinsam gestalten wollen. Bis er sein Amt als Vorstand antritt, wird weiterhin Jan Engelmann übergangsweise die Geschäfte führen, wie er das im vergangenen halben Jahr erfolgreich getan hat. Dafür möchte ich Jan an dieser Stelle sehr herzlich danken.

Großer Dank geht auch an die Übergangskommission, die den Prozess der letzten Monate ebenso zielstrebig wie engagiert geplant, begleitet und zum Abschluss gebracht hat. Die Gruppe, die aus Mitgliedern des Präsidiums, des Vereins, Angestellten der Geschäftsstelle sowie Community-Vertretern bestand, konstituierte sich Ende Juni 2014. Ich denke, die Arbeit der Übergangskommission ist beispielhaft und eine wertvolle Erfahrung, die wir innerhalb der Wikimedia-Bewegung teilen sollten und werden.

Wenn Christian Rickerts im Mai seine Aufgaben als Vorstand übernimmt, wird die Frühjahrsmitgliederversammlung bereits stattgefunden haben. Es freut mich, dass er voraussichtlich trotzdem schon als Gast am 18. April nach Köln kommen kann.

Stellvertretend für das gesamte Präsidium möchte ich Christian Rickerts bei Wikimedia Deutschland und im internationalen Wikiversum herzlich willkommen heißen!

by Tim Moritz Hector at March 02, 2015 08:52 AM

February 28, 2015

Iberty

Liveblog: Open Editing Berlin



20:16h: A now for something new: a live blog from Open Editing (Offenes Editieren) Berlin, the oldest and original Open Editing Event :-)

Open Editing is a monthly meeting where Wikipedians meet and basically do stuff: mostly it is about writing articles, but also about uploading pictures, playing the Wikidata game, talking about life, the wikiverse and everythimg; it is to help newbies who are sometimes attending: basically people at Open Editng just do everything what they do online, - but nicer and without arguing. Open Editing started at the end of 2013 in Berlin and right now there are several similar events throughout Germany.

So right now we are in Berlin: around ten people are here. That is not so much, but there were upheavels in recent months. I hear chatter about Owls, Wikipedia navigation, jokes about Wikipedia-bickering and the food provided. Six people are writing on their laptops, one woman writes on paper  - the people here weite and talk about chemicals, locally grown food, the sport of bobsledding and the Wikimania. The mood is somewhere between calm and upbeat. Several WMDE people already said hallo and maybe one or two will even come editing.

And now I still start doing some research for my own articles.. maybe google scholar has something to offer about Bourbon Whiskey. Until now I only found articles from 1920 or very very specialized articles about the chemistry found on certain compounds found in Whiskey.

20:22h. Someone sings. "Now you have finally really arrived in Wikipedia."  Discovery: the point of return for Wikipedians is when people use your nickname to talk to you.

20:26: Yeah. I found a twenty-page articles about American whiskeys from "The alcohol textbook" which seem to have quite good contents on the technologies and craft used to today to produce whiskey.

20:41 People are getting silly.



21:01 People talking about their youth in the seventies. I will take a short control stroll to see if anybody is still actually editing. -> Yes, I do some open "edit" windows on Wikipedia.


21:06 Great. An article about Bourbon in a Journal about Groundwater: Springs and the origin of Bourbon. It's about the effect (or non-effect of Kentucky limestone water on Whiskey production)



21:12 In the next room is - by coincidence as far as I know - "Open Wikidata editing."


21:20 Battle of the songs. Notebook loudspeakers do not improve the sound of music.

21:21 Just some minutes and people will start dancing.. on tables. 

21:22 Yeah. Balkan Beats!
 
21:29 Talk about the upcoming Steward election. And someone explains Wikmedia Commons.

21:31 New music: Stand by me. Still nobody danncing.

21:34 NO HASENOHREN! 

22:11 YES HASENOHREN!
<script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
</noscript>

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 28, 2015 01:11 PM

February 26, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 8/2015

Hier kommt die achte Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015. Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Wikimedia:Woche 8/2015

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden. Die Wikipedia-Ausgabe der Woche findet sich unter https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/260215.

Foundation und Organisationen

Strukturveränderungen und Personalwechsel in der Leitungsebene der Wikimedia Foundation

Lila Tretikov, Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, hat angekündigt, dass es mehrere Strukturveränderungen und Personalwechsel in der Leitungsebene der Stiftung geben wird. Alle Community-relevanten Tätigkeiten werden unter dem „Community Engagement department“ zusammengefasst, angeleitet vom bisherigen stellvertretenden Justiziar Luis Villa. Berichtend an ihn wird Siko Bouterse Leiterin des Community Resources Teams, das die verschiedenen Förderprogramme der WMF vereint. Die Leiterin des ursprünglichen Grantmaking-Departments, Anasuya Sengupta, verlässt die Stiftung Ende März.

Beginn des WMF-Strategieprozess: Community-Befragung

Die Wikimedia Foundation beginnt ihren mehrere Male verschobenen Erarbeitungsprozess für eine neue Strategie. Erster Ausgangspunkt soll eine Befragung der Community sein, die Antworten auf die zwei Fragen (1. Was würdest du außer der Benutzung von Mobilgeräten und der nächsten Milliarde Benutzer als bedeutende Trends benennen? 2. Wie würden, deiner Meinung nach, anhand der zukünftigen Trends, die du für wichtig hältst, erfolgreiche und gesunde Wikimedia-Projekte aussehen?) werden öffentlich auf Meta gesammelt.

Erster Quartalsbericht der Wikimedia Foundation

Die Wikimedia Foundation hat ihren Berichtsrhythmus geändert und berichtet nicht mehr monatlich, sondern nur noch jedes Quartal über ihre Aktivitäten, Erfolge und Misserfolge. Tilman Bayer hat nun den ersten Quartalsbericht für vierte Quartal 2014 veröffentlicht.

Einreichungsfrist für Wikimania-Beiträge

Am 28. Februar um 23:59 UTC endet die Einreichungsfrist für Beiträge für die Wikimania 2015 in Mexiko-Stadt.

Wikimedia Norwegen mit neuer Geschäftsführerin

Wikimedia Norwegen hat erstmals eine Geschäftsführerin eingestellt, nämlich die bisherige GLAM-Verantwortliche Astrid Carlsen.

Zwei neue Nutzergruppen anerkannt

Das Affiliations Committee hat zwei neue Nutzergruppen (User Groups) anerkannt: Die „Wikimedia Community User Group Georgia“ sowie „Shared Knowledge“. Letztere möchte mittelfristig das nicht (mehr) aktive Wikimedia-Chapter Wikimedia Mazedonien ersetzen.

Projekte und Initiativen

Jahresbericht des internationalen OTRS-Teams

Das internationale OTRS-Team – die Gruppe von Freiwilligen, die die Mails an info@wikimedia.org beantwortet – hat seinen Jahresbericht für 2014 veröffentlicht.

Gewinnerfoto des Wiki Loves Africa-Fotowettbewerbes gekürt

Die Publikumsabstimmung des Fotowettbewerbs Wiki Loves Africa – dieses Jahr mit dem Thema „afrikanische Küche“ – ist ausgewertet und drei Gewinnerfotos sind gekürt worden. https://blog.wikimedia.org/2015/02/23/wiki-loves-africa-photo-contest/

Wikimedia Education Toolkit veröffentlicht

Das Learning & Evaluation Team der Wikimedia Foundation hat eine Sammlung von „best practices“ und Lernmustern für Bildungsaktivitäten veröffentlicht.

Ein Gnom in Brüssel

Lukas Mezger, stellvertretender Vorsitzender des Präsidiums von Wikimedia Deutschland, hat an einer „high-level roundtable discussion“ der Europäischen Kommission zur Urheberrechtsreform mit teilgenommen. Er berichtet davon in seinem Blog.

Bengali-Wikipedia feiert zehnjähriges Bestehen

Die Wikipedia in bengalischer Sprache, die vor allem in Ostindien und Bangladesch gesprochen wird, feiert ihr zehnjähriges Bestehen.

Wie Fotokurse Wikimedia Commons nutzen können

In einem Blogbeitrag für die Wiki Edu Foundation berichtet Eryk Salvaggio welche Nutzen und Auswirkungen es hat, wenn Fotokurs-Teilnehmende (Kurse und Schulungen für angehenden Fotografinnen und Fotografen) so geschult werden, dass ihre Werke auf Commons veröffentlicht werden.

Schreibwettbewerb von der Oder bis zur Insel Sachalin

Jan Loužek berichtet im Blog von Wikimedia Tschechien über den Plan der mittel- und osteuropäischen Wikimedia-Chapter (WMCEE) einen internationalen Schreibwettbewerb zu organisieren, der thematisch und geographisch von der Oder bis zur Insel Sachalin, dem östlichen Ende von Russland, reichen soll.

Technik

Fragen mithilfe von Wikidata beantworten

Großes Ziel ist es, mithilfe von Wikidata in Zukunft normale (menschliche) Fragen beantworten zu können. Ein Schritt auf dem Weg dahin ist „Platypus“, ein von Studierenden der École normale supérieure de Lyon entwickeltes Tool, das simple und komplizierte Fragen beantworten kann. Eine kompliziertere Beispielfrage: “Who is Michelle Obama’s husband’s father?”

Diskussion

Auswertung der „Danksagungen“

Fae (aus der englischsprachigen Wikipedia) hat die seit Einführung der „Danke“-Funktion in einem öffentlichen Logbuch mitprotokollierten Danksagungen von Wikipedia-Nutzerinnen und -Nutzer untereinander in einer Statistik zusammengefasst. Die Auswertung bzw. Aggregrierung dieser Daten hat zu großen Diskussion auf der Diskussionsseite des Wikipedia:Kuriers geführt. International (auf wikimedia-l) gibt es vor allem positives Feedback für die Auswertung.

Quantität vs. Qualität bei Fotoprojekten

Nicht zum ersten Mal, aber wieder Mal ist die Diskussion entfacht worden, wie die Balance zwischen Quantität und Qualität bei Wikipedia-Fotoprojekten gehalten werden sollte. Auslöser war ein Kurier-Artikel zum Rodel-Weltcup in Altenberg, bei dem zwei Wikipedianer 5000 Fotos erstellt haben.

Termine

27./28.2.: Open Cultural Hackathon in Bern

Am 27. und 28. Februar findet der erste „Open Cultural Hackathon“ in Bern (Schweiz) nach dem Vorbild von Coding da Vinci statt.

5.3.: Monsters of Law: Wiki-Immunity – Bleibt die Wikipedia in Deutschland rechtlich geschützt?

Am 5. März spricht Jan Mönikes, Rechtsanwalt und Experte für Urheber-, Medien- und IT-Recht, in den Räumen von Wikimedia Deutschland über die heutige rechtliche Situation und mögliche Veränderungen der Haftung für die deutschsprachige Wikipedia. Ein Livestream wird angeboten.

10.3.: Tech on Tour in Lokal K

Birgit Müller, Projektmanagerin für Kommunikation mit Communities bei Wikimedia Deutschland, organisiert gemeinsam mit Raymond ein Treffen zur Diskussion technischer Wünsche seitens der Communities. Weitere Stationen in Deutschland sind geplant.

by Cornelius Kibelka at February 26, 2015 04:42 PM

Monsters of Law: “Wiki-Immunity – Bleibt die Wikipedia in Deutschland rechtlich geschützt?”

Nicht erschrecken! Rechtliche Fragen bei Monsters of Law. Foto: By Gerrard St monster mural, by Aviva West, [CC BY-SA 2.0]

Die Veranstaltungsreihe Monsters of Law wurde von Wikimedia Deutschland ins Leben gerufen, um sich juristischen Fragen rund um Freies Wissen und seinen Rahmenbedingungen anzunehmen.

Jan Mönikes, Rechtsanwalt und Experte für Urheber-, Medien- und IT-Recht, spricht am 5. März bei Wikimedia Deutschland über die heutige rechtliche Situation und mögliche Veränderungen der Haftung für die deutschsprachige Wikipedia.


Monsters of Law:
Wiki-Immunity – Bleibt die Wikipedia in Deutschland rechtlich geschützt?”

Referent: Jan Mönikes, Rechtsanwalt und Experte für Urheber-, Medien- und IT-Recht
Wann: Donnerstag, 05.03., 18 Uhr, (Einlass 17:30 Uhr)
Wo: Wikimedia Deutschland e.V., Tempelhofer Ufer 23-24, Berlin



Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, uns an diesem Tag ab 18 Uhr zu besuchen.
Dem Format der Reihe entsprechend wird der Abend aus drei Teilen bestehen, einem Vortrag unseres Referenten, einer Frage- und Diskussionsrunde und einem informelleren Teil mit Getränken.

 

Immuniät hat viele Gesichter. Bild: [CC BY 4.0], via Wikimedia Commons

Nach der bisherigen Rechtsprechung der Gerichte in Deutschland ist der Wikimedia e.V. als Förderverein für die deutschsprachigen Inhalte der Wikipedia rechtlich nicht verantwortlich. Anders sieht es dagegen mit der Wikimedia-Foundation selbst aus: Sie haftet als Betreiberin der Seiten auch heute schon für den Inhalt der Autoren. Da die Stiftung jedoch in den USA sitzt und dort ein anderes System der Haftung von Internetanbietern etabliert ist, ergibt sich in der Praxis eine „Wiki-Immunity“, die gerichtliche Ansprüche deutscher Antragsteller meist ins Leere laufen lässt und auch die Autoren selbst schützt.

So erfreulich das im Einzelfall sein mag, so sehr weist dies aber auf ein dahinter liegendes, grundsätzliches Problem hin, dass im Internet die Durchsetzbarkeit nationalen Rechts – und damit eines der wesentlichen Rechtsstaatsprinzipien – grundsätzlich zur Disposition gestellt sein kann, selbst in Fällen rein innerstaatlicher Betroffenheit und auch bei solchen Konstellationen, in denen die normativen Wertungen der beteiligten Staaten grundsätzlich übereinstimmen. Das ist aus Sicht vieler Staaten in Europa, besonders im Verhältnis zu den USA, nicht (mehr) hinnehmbar, so dass es immer wieder Versuche gibt, dieses „irgendwie“ zugunsten der Durchsetzbarkeit nationalen Rechts zu lösen. Vor dem Hintergrund aktueller Debatten wie einem „Recht auf Vergessen“ könnten sich auch für die deutschsprachigen Inhalte der Wikipedia erhebliche Veränderungen gegenüber der heutigen „Wiki-Immunity“ ergeben.

Die Veranstaltung wird als Livestream auf der Webseite von Monsters of Law gezeigt und eine Aufzeichnung später verfügbar gemacht.

 

 

by Lilli Iliev at February 26, 2015 04:35 PM

February 24, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Freies Wissen und Wissenschaft – Barcamp Science 2.0 in Hamburg

Unter dem Motto “Opening up science, crossing borders” wird am 24. März wird in Hamburg einen ganzen Tag lang über Offene Wissenschaft diskutiert, die Anmeldung für das Barcamp Science 2.0 ist jetzt offen.

Die digitalen Technologien des Web 2.0 beeinflussen immer mehr den Alltag und die Arbeitsabläufe von Forschenden und eröffnen neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. So können Forschungsergebnisse und -daten frei zugänglich gemacht, ausgetauscht und nachgenutzt werden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können in Echtzeit kollaborativ zusammenarbeiten und die Forschung damit effizienter gestalten. Eine stärkere Öffnung der Wissenschaft brächte also viele Vorteile, erfordert jedoch auch den Abbau von Hemmnissen, Hürden und Vorbehalten, die derzeit noch an vielen Stellen bestehen.

Hier setzt das Barcamp Science 2.0 an, das am 24. März 2015 im Vorfeld der zweitägigen Science 2.0 Conference in Hamburg stattfinden wird. Das Barcamp soll interessierte Teilnehmende aus unterschiedlichen Bereichen zusammenbringen, um ihre Erfahrungen rund um das Thema Offene Wissenschaft auszutauschen und zu diskutieren. Das offene Format erlaubt es, neue Ideen zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

Organisiert wird das Barcamp vom Leibniz Forschungsverbund Science 2.0 (in welchem Wikimedia Deutschland Mitglied ist) und dem Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW). Wikimedia Deutschland ist Kooperationspartner des Barcamps und wird sich mit Beiträgen zu Freiem Wissen einbringen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

by Christopher Schwarzkopf at February 24, 2015 01:21 PM

Iberty

Mal in die Gegend gedacht: jemand Lust eine Thematic User Organisation "deutschsprachige Wikipedia AutorInnen" mitzugründen?

Swaledale lamb jumping 
Spring!

In Kürze : Thematic Organisations in der Wikimedia Foundation sind so etwas wie Chapter, aber nicht mit einem regionalen sondern mit einem inhaltlichen Fokus.

Und so sehr ich WMDE und seine breitere Mission aus vielerlei Günden schätze, habe ich den Eindruck, es gibt sehr sehr sehr sehr viele in der de.wp aktive Menschen, die gerne eine organisierte Interessenvertretung hätten ohne sich um das ganze drumherum von Wikidata über ÖRs und 10 Jahre WMDE und dessen Wunden.. kümmern zu müssen.  <script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
</noscript>

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 24, 2015 07:27 AM

February 23, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Wikimedia Deutschland Blog

Platypus, a speaking interface for Wikidata

PPP (Projet Pensées Profondes)  is a student project aiming to build an open question answering platform. Its demo, Platypus (http://askplatyp.us) is massively based on Wikidata content. 

At the École normale supérieure de Lyon we have to do a programming project during the first part of your master degree curriculum. Some of us were very interested in working on natural language processing and others on knowledge bases. So, we tried to find a project that could allow us to work on both sides and, quickly, the idea of an open source question answering tool came up.
This tool has to answer to a lot of different questions so one of the requirements of this project was to use a huge generalist knowledge base in order to have a usable tool quickly. As one of us was already a Wikidata contributor and inspired by the example of the very nice but ephemeral Wiri tool of Magnus Manske, we quickly chose to use Wikidata as our primary data source.

This is why, after four months of hard work from seven people, we are happy to introduce Platypus, the new English speaking interface for Wikidata.

It is available as a simple web application. A getting started manual can be found here: https://projetpp.github.io/demo.html

Platypus, the true Jimbo Alpha?

Platypus, using advanced natural language processing techniques and Wikidata, is able to answer a lot of questions, from the simple ones like “What is the birth date of Douglas Adams?” to the strange “What are the daughters of the wife of the husband of the wife of the president of the United States?” Currently most questions that may be answered using a single statement from Wikidata are supported. Platypus is also able to do simple spell checking in order to be able to answer to questions like “What is the cappyttal of Franse?”.
As computer scientists, we love mathematics, so the Platypus is also able to simplify a lot of mathematical formulas written in a natural-like syntax like “sqrt(180)”, in Mathematica like “Sum[1/n^42, {n,1,Infinity}]” or even in LaTeX like “\sum_{i=0}^n i^2″.

Why Wikidata is amazing

Wikidata was a very good choice because with its strong database of labels and aliases it has allowed us to easily find the Wikidata entities matching a given term using the search suggestion API of Wikidata. So it is very easy to map terms of natural languages to Wikidata identifiers and then use the statements in order to answer to most of simple questions like “When is X born?”.
Platypus is also an amazing excuse to improve Wikidata: questions for which Platypus does not give the answer are often an occasion to add relevant data to Wikidata, and different formulations of questions are sometimes the occasion to add aliases to properties in order to improve their discoverability. It also made us discover vandalism on various Wikidata items. As example, the result of the query “Barack Obama” was broken a day because of a change of the English label of its item on Wikidata. After the revert of the vandalism and a cache purge Wikidata was clean again and this question worked.
We are also looking forward to improvements to Wikidata like the addition of support for quantities with units in order to increase the number of answerable questions.

Conclusion

The student project is finished since a few weeks but the open source project continues. We are currently working to add the support of other languages like French, improving the global performances and investigating in order to add context to question to be able to answer to things like “What is his birthdate?” after “Who is the president of the United States?” or “Where is the closest Wikimedia user group?”. People are welcome to help us on these points, or more globally to improve Platypus.

by Jens Ohlig at February 23, 2015 01:31 PM

Platypus, eine Schnittstelle zu Wikidata in natürlicher Sprache

PPP (Projet Pensées Profondes)  ist ein Projekt von Studierenden mit dem Ziel eine offene Frage-Antwort-Plattform zu bauen. Die dabei entstandene Demo-Anwendung Platypus (http://askplatyp.us) stützt sich in erster Linie auf Inhalte von Wikidata. In einem Gastbeitrag berichten die Menschen hinter Platypus von ihrem Projekt, Wikidata das Sprechen beizubringen. 

An der École normale supérieure de Lyon steht im ersten Teil des Masterstudiengangs ein Software-Praktikum auf dem Plan. Einige von uns waren an natürlicher Sprachverarbeitung interessiert, andere an Wissensdatenbanken. Wir suchten also ein Projekt, an dem beide Seiten arbeiten konnten und kamen recht schnell auf die Idee einer offenen Frage-Antwort-Plattform. Dieses Werkzeug sollte eine Menge unterschiedlicher Fragen beantworten können und brauchte deshalb eine einen riesigen Datenfundus an Weltwissen, damit wir schnell loslegen konnten. Jemand bei uns war schon Wikidata-Editor und inspiriert von dem schicken, aber mittlerweile nicht mehr gepflegten Wiri-Tool von Magnus Manske stand schnell fest, dass wir Wikidata als primäre Datenquelle nutzen wollten.

Nach vier Monaten harter Arbeit in einem Team von sieben Leuten können wir jetzt das Ergebnis unserer Mühen präsentieren: Platypus, ein natürlichsprachliches Interface für Wikidata in Englisch.

Aufrufbar ist es als eine einfache Web-Anwendung. Die Dokumentation zur Einführung befindet sich hier: https://projetpp.github.io/demo.html

Platypus, das Jimbo Alpha?

Platypus benutzt fortschrittliche Techniken aus der Computerlinguistik und Wikidata und kann so viele Fragen beantworten von eifachen wie “What is the birth date of Douglas Adams?” bis zu ungewöhnlichen wie “What are the daughters of the wife of the husband of the wife of the president of the United States?” Die meisten Fragen, die sich mit einem einzelnen Wikidata-Statement beantworten lassen werden im Moment unterstützt. Platypus führt auch einfache Rechtschreibüberprüfungen durch und kann so Fragen beantworten wie “What is the cappyttal of Franse?”.
Als Informatiker mögen wir natürlich Mathe, so dass Platypus auch mathematische Formeln versteht – in Schreibweisen wie “sqrt(180)” oder wie bei Mathematica wie “Sum[1/n^42, {n,1,Infinity}]” oder in sogar in LaTeX-Notation wie “\sum_{i=0}^n i^2″.

Was Wikidata so toll macht

Wikidata war eine gute Wahl. Mit seiner starken Datenbasis und den Labeln und Aliasen war es ein leichtes, die passenden Entities zu finden, auch durch die Suchvorschläge der Wikidata-API. So konnten wir Ausdrücke in natürlicher Sprache schnell den Bezeichnern in Wikidata zuordnen und dann die Statements benutzen, um einfache Fragen zu beantworten wie “When is X born?”.
Platypus war auch eine prima Ausrede, um an der Verbesserung von Wikidata zu arbeiten: Wenn Platypus eine Frage nicht beantworten konnte, war das oft eine gute Gelegenheit, um relevante Daten zu Wikidata hinzuzufügen und unterschiedliche Formulierungen für die gleiche Frage gaben uns oft Gelegenheit, Aliase zu ergänzen und die Auffindbarkeit von Entities zu erhöhen. Auch konnten wir Vandalismus bei Wikidata aufspüren. Als eines Tages die Frage nach “Barack Obama” nicht funktionierte lag das an einem veränderten englischen Label des Wikidata-Items. Nachdem wir den Vandalismus revertet hatten und den Cache geleert hatten, war Wikidata wieder sauber und die Frage funktionierte wieder.
Wir freuen uns auch schon auf Weiterentwicklungen bei Wikidata wie Quantities und Units, was die Menge der beantwortbaren Fragen nochmal erhöhen wird.

Schlussfolgerungen

Das Studierenden-Projekt ist abgeschlossen, aber das Open-Source-Projekt geht weiter. Wir arbeiten zur Zeit an der Unterstützung weiterer Sprachen wie Französisch, an der Performance und wir schauen uns an, wie wir Kontext hinzufügen können, damit Fragen wie “What is his birthdate?” nach der Frage “Who is the president of the United States?” gestellt werden können oder eine Antwort auf die Frage “Where is the closest Wikimedia user group?” gegeben werden kann. Wir freuen uns über alle, die uns bei diesen Punkten helfen können oder allgemein Platypus verbessern wollen.

by Jens Ohlig at February 23, 2015 01:29 PM

February 22, 2015

Iberty

Why oh why board? #wikimediafoundation #wmf

The Board of Trustees of the Wikimedia Foundation


The Board of Trustees of the Wikimedia Foundation "oversees the foundation and its work, as its ultimate corporate authority." It is made up of volunteers who oversee the work of the Wikimedia Foundation, guide its strategy and are, in a very abstract way, the embodified ultima ratio of decision making inside the Wikimedia Foundation.

The make-up of the board and its composition are grown historically and organically. That means, they are not really suitable for standards of applied logic. They somehow they came into being. Right now the board consists of "1 founder (Jimmy Wales for eternity..), 4 appointed by other board members, 3 elected by the communities in a complicated process and 2 selected by affiliate organisations (mainly chapters) in a process one really doesn't want to know.

So it is a good idea to think about the composition of the board and if there are ways for improvement. The way I would think about it: is: "What is this board supposed to do? What is the doing? Is there room for improvement? Is there any way the composition of the board can be changed to cover this room?"

The Board thinks about its composition


The reason, why I'm writing all of this: the board really is thinking about its composition:


As to the:

WHY?

..this text by the board remains utterly silent. The only reason given is "we started to think about ways to improve". So of course it is very difficult to comment on some propositions if one has no idea what these propositions are supposed to achieve. So I really don't know why. But at least the board tells me what it would like to achive. The board writes about its objectives:
    (1) A continuous process of looking for potential trustees
    (2) Diversity (gender, geography, expertise, background, different Wikimedia experiences)
    (3) Finding talent inside and outside our communities
    (4) Providing governance experience and training to potential candidates in our movement
    (5) Providing lower overhead ways to contribute to WMF governance and advise strategic decisions
    (6) Limiting bureaucracy and/or staff involvement
    (7) Flexible Board composition: e.g., allowing for an extra 1-2 Trustees in some years
I would say: two of these (1 and 6) are about process in a narrow sense. For somebody not involved in board-action this is almost impossible to answer. Two of these objectives (4 and 5) are about process in a less narrow sense, two objectives (2, 3) are about the composition of the board and one (7) I really don't understand at all. 

So I will focus on composition and on process.

Composition:

 As said, the board consists of 10 members. Focusing on diversity, these are:

* 1 is the founder (a North American male from inside the community)
* 3 are selected by the communities (due to the election process heavily favoring people from North America from inside the community)
* 2 are selected by the chapters and amical (due to the composition of the movement favoring candidates from Europe and South America from inside the community)
* 4 are appointed (the board is basically free to do what it likes, As far as I can see in the last years it selected one male from the USA (Matt Halin), and three females, one from India (Bishakha Datta), one from South America (Ana Toni) and one from Europe (Alice Wiegand) .

So of the 10 seats, six have a heavy regional bias by system and four are in principle available for candidates all over the world. So of course one could increase the number of appointed members to get more regional diversity. Unluckily these four (plus Jimbo) have a heavy bias against democratisation and participation. Increasing the number of appointed seats would at the same time decrease the democratic legitimsation this board has.

The other way is to change the composition of the board is to change the ways single seats are given: Since the board is already free to appoint whoever it wants (and I basically I have no idea at all how it decides) I have no idea as well, how this could be changed. Abolishing Jimbo would lead to more diversity but could bring some other problems. Changing the ways the community and affiliate seats are given could be a good idea, but also could create a lot of problems on a democratic/representative level. There we really would have to talk about details about how this is playing out. 

On another level: yeah, I like diversity and on a general level I'm deeply convinced that more diverse organizations work better than less diverse ones. But there are other factors as well that make an organizsation work better and that are not part of the boards reasoning From this board statement I cannot see why diversity in this case is such a special need and overall priority, I as well cannot see what kinds of diversity are primary goals (which should have a huge effect on the kind of process finally chosen). 

So I'm not really sure how this is supposed to playout and how the board will overcome the gap between its goal of a globally universal compositon of a board and an electorate that heavily weighs towards North America, Europe and South America. 

 

Volunteer structures inside WMF and responsibilities

About process: the two objectives: "Providing governance experience and training to potential candidates in our movement. Providing lower overhead ways to contribute to WMF governance and advise strategic decisions." This is a great idea. Right now the only way for volunteers to have a responsible position at the WMF is a board members. There is no tenure track, no way to hold responsibilty at a lower level and the only organised entities of volunteers on foundation level are in grantmaking. In these committees there is already a pool of potential candidates, but I'm not sure if the board is really aware of this. And of course there needs to be more - more volunteers involved, in a more defined process with more responsibilities. This is a way to develop a large pool of potential candidates from a wide variety of backgrounds, give them experience with foundation work and let the people at the community and the chapters already come into contact with them and know them.

Of course this is more demanding than a simple change of procedure in selecting board members. But at least it is sustainable and actually solves problems long-term :-)

So what to do

So, let's just assume the board has answerde the "Why?" already and the proposed "what" is the ultimate answer to the why. What I would do:

(1) Abolish Jimbo
(2) Maybe change the appointment process (although I don't know enough about it to really say so)
(3) Maybe change the election processes (but this is a matter of details and finetuning and could easily backfire)
(4) Create a lot more ways and positions for volunteers to have responsibility inside the movement / create a tenure track.

<script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
</noscript>

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 22, 2015 09:57 PM

February 21, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Stadtwiki Delft

http://wikidelft.nl/index.php?title=Hoofdpagina

"Wat afbeeldingen, audio, video en andere media betreft is de gebruiker van WikiDelft onder de regelgeving van Creative Commons: Naamsvermelding-gelijk delen"

by KlausGraf at February 21, 2015 04:05 PM

February 19, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 7/2015

Hier kommt die siebte Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015. Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Packendes, Mitreißendes und Unterhaltendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Wikimedia:Woche 7/2015

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden. Die Wikipedia-Version der Ausgabe findet sich unter https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/190215.

Foundation und Organisationen

Entwurf des überarbeiteten Jahresplans 2015 von Wikimedia Deutschland veröffentlicht

Wikimedia Deutschland hat seinen nach der FDC-Kürzung angepassten Entwurf zum Jahresplan für das Jahr 2015 veröffentlicht. Frist für einzureichende Anträge für mögliche Änderungen am Jahresplan ist der 21. März. Der Jahresplan soll auf der 16. Mitgliederversammlung am 18. April in Köln beschlossen werden. Eine erste Diskussion zum Plan ist auf Meta zu finden.

Umfrage zur Zusammensetzung des Board of Trustees der Wikimedia Foundation

Alice Wiegand, deutschsprachiges Mitglied im Board of Trustees der Wikimedia Foundation, hat um Meinungen und Kommentare gebeten, wie das oberste Aufsichtsgremium der Foundation, das Board of Trustees, in Zukunft zusammengesetzt werden soll. Derzeit besteht dieses aus zwei von den Wikimedia-Organisationen sowie drei von den Communities bestimmten Mitgliedern, vier ernannten Mitgliedern und Jimbo Wales. Kommentare zur Frage sind auch in deutscher Sprache möglich und ebenso erwünscht.

Anerkennung der brasilianischen User Group verlängert

Das Affilliations Committee hat bei seiner jüngsten (real life) Sitzung in San Francisco die Verlängerung des User-Group-Status der Wikimedia Community User Group Brasil beschlossen. Des Weiteren gibt es kleine Änderungen beim Anerkennungsprozess.

Projekte und Initiativen

Wiki Loves Africa: Publikumsabstimmung

Bis zum 25. Februar können Interessierte noch an der Publikumsabstimmung zum besten Foto des Bilderwettbewerbs „Wiki Loves Africa“ teilnehmen.

Zweite Runde der Abstimmung zum „Bild des Jahres“ auf Wikimedia Commons

Bis zum 22. Februar können Interessierte noch an der zweiten Runde der Abstimmung zum „Bild des Jahres“ auf Wikimedia Commons teilnehmen.

Einreichungen aus dem deutschsprachigen Raum zur Wikimania

Eine (vermutlich unvollständige) Übersicht zu Wikimania-Einreichungen im deutschsprachigen Raum steht in der Wikipedia.

Umfrage zur Signpost

Das Community-Medium der englischsprachigen Wikipedia, The Signpost, macht derzeit eine Umfrage zur Signpost und fragt nach möglichen Verbesserungen.

Neue Werbevideo für Wikipedia:Zero

Die Wikimedia Foundation hat auf Youtube ein neues Video veröffentlicht, um das Projekt „Wikipedia:Zero“ zu bewerben. Im Rahmen von Wikipedia:Zero werden Übereinkünfte mit Telekommunikationsbetreibern geschlossen, um einen kostenfreien (mobilen) Zugang zu den Wikimedia-Projekten zu ermöglichen.

Wikimedia Foundation unterstützt Rechtsstreit Twitter vs. Holder

Die Wikimedia Foundation untersützt ideell (mittels eines sog. Amicus Brief) neben sechs weiteren Organisationen und Unternehmen den Rechtsstreit Twitter vs. Holder. In dem Fall geht es darum, ob und in welchem Umfang Dienstanbieter ihre Nutzerinnen und Nutzer über Eingriffe in die Privatsphäre seitens des Staates informieren muss.

Wie können 50.000 Karten sinnvoll aufbereitet werden?

Kimberly Kowal von der British Library berichtet, dass unter den eine Million vor kurzem freigegeben Dateien der British Library u.a. auch 50.000 Karten(dateien) zu finden waren. Sie beschreibt auf welche Wege und mit wessen Unterstützung (Hint: Wikimedia-Freiwilligen!) sie diese zur Nachnutzung aufbereitet hat.

Technik

„Wir lieben Freie Software“

Thiemo Mättig beschreibt in einem WMDE-Blogbeitrag, wieso Freies Wissen auch Freie Software einschließt und in welcher Form sich Wikimedia Deutschland dafür engagiert.

MediaViewer-Bericht 2014

Fabrice Florin hat den Bericht zum MediaViewer im Jahr 2014 veröffentlicht. Unter anderem schreibt er, dass der MediaViewer 17 Millionen Mal pro Tag genutzt wird und 95 Prozent der Lesenden ihn nicht deaktivieren würden. Auf der negativen Seite berichtet er unter anderem, dass fehlende (sinnvolle) Erfolgsmetriken die Evaluation erschwert hätten.

Was sind die wichtigsten zu übersetzenden MediaWiki-Systemnachrichten?

Entwickler Niklas Laxström berichtet in seinem privaten Blog über die anstehende (und notwendige) neue Übersetzungsrunde für MediaWiki-Systemnachrichten.

Wikidata für statistische Auswertungen

Maximilian Klein beschreibt in einem WMDE-Blogbeitrag wie er Wikidata als Datenfundus für statistische Auswertungen nutzt.

Diskussion

Wie männerdominiert ist die (deutschsprachige) Wikipedia?

Auf der Diskussionseite des Wikipedia:Kuriers ist aufgrund einer Studie zur Geschlechter(un)gerechtigkeit innerhalb der Wikipedia eine lange Diskussion entbrannt, wie männerdominiert die deutschsprachige Wikipedia innerhalb der Autor(inn)enschaft als auch in der Themenvielfalt sei.

Presse und Websites

Community, Community

Lukas Mezger, Mitglied des Präsidiums von Wikimedia Deutschland, schreibt über seine Ansicht der Community-Unterstützung.

Der nächste große Plan des Jimmy Wales

In einem Interview mit der Wirtschaftswoche berichtet Jimmy Wales über seinen nächsten großen Plan: Den Ausbau seines bereits bestehenden Telekommunikationsanbieters (The People’s Operator).

Wikipedia-Fake nach 10 Jahren entdeckt und gelöscht

Dirk Franke zeichnet in seinem Blog die Geschichte eines zehn Jahre alten Wikipedia-Fakes nach.

Termine

27./28.2.: Open Cultural Hackathon in Bern

Am 27. und 28. Februar findet der erste „Open Cultural Hackathon“ in Bern (Schweiz) nach dem Vorbild von Coding da Vinci statt.

5.3.: Monsters of Law: Wiki-Immunity – Bleibt die Wikipedia in Deutschland rechtlich geschützt?

Am 5. März spricht Jan Mönikes, Rechtsanwalt und Experte für Urheber-, Medien- und IT-Recht, in den Räumen von Wikimedia Deutschland über die heutige rechtliche Situation und mögliche Veränderungen der Haftung für die deutschsprachige Wikipedia. Ein Livestream wird angeboten.

10.3.: Tech on Tour in Lokal K

Birgit Müller, Projektmanagerin für Kommunikation mit Communities bei Wikimedia Deutschland, organisiert gemeinsam mit Raymond ein Treffen zur Diskussion technischer Wünsche seitens der Communities. Weitere Stationen in Deutschland sind geplant.

by Cornelius Kibelka at February 19, 2015 04:50 PM

February 18, 2015

Iberty

Wikimedia Deutschland hat einen unverbindlichen Jahresplanentwurf 2015

Siehe unter anderem auf meta. 

Die Diskussion dazu wird sich in den nächsten Tagen unter anderem auf der meta-Diskussionsseite finden. 

Verbindlich wird der - oder ein geänderter - oder ein ganz anderer aus der Mitgliedschaft eingebrachter - Entwurf auf der WMDE-Mitgliederversammlung am 18. April in Köln

Und wer sich im Vorfeld noch von Angesicht-zu-Angesicht über den Plan unterhalten möchte, kann dies am 7. März in Berlin machen,<script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
</noscript>

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 18, 2015 03:41 PM

February 16, 2015

Iberty

Two #Wikimania-Submissions

Zwei Worte vorweg: die Wikimania ist die Welt-Wikip/media-Konferenz und findet 2015 in Meixko City statt. Dort kann man hinfahren und Vorträge zu Sachen machen, die vage ins Wikiverse passen. Dafür muss man bis zum 28.2. Vorschläge einreichen. This I did.

 

KISS new editors (Co-authored with Rebecca Cotton

Link: https://wikimania2015.wikimedia.org/wiki/Submissions/KISS_new_editors (In case you are Wikimania interested you already can show interest :-))

For most new editors to the Wikimedia projects we don't know where they come from. Organised recruiting of new contributors to the Wikipedia projects so far has almost always been costly and rarely scaled.Most often organised efforts focused on offline activities and face-to.face meetings They involved rooms, volunteers, people who care and as a first step had to bridge the offline-online gap. There has to be a way to keep recruiting simpler, involving less organisation, less volunteer time and a starting point that is already online. Maybe there is inspiration in the wider world outside the Wikimedia projects?

In 2015 Wikimedia is not the only organisation any more that cares for healthy online communities and tries to recruit new editors. So we checked out what the world out there does to recruit the masses. Crowdsourcing grows more common and more successful all over the world. Inspired by crowdsourcing efforts used in many contexts we want to do some easy, lean, light-budget testing on whether recruiting methods that work for other organisations may also work for Wikimedia projects.

In 2015 we will go where potential editors are: online. We will try to reach many people using little resources in a way as simple as obvious; we will post some targeted ads on Facebook, maybe Google and other smaller channels.

To evaluate these efforts and to do some A/B testing We will also have an on-wiki landing page with a small survey for the "arrivals" and all the necessary Links to get the people set up for becoming new authors in the Wikipedia and other Wikimedia-projects.

In this talk we present our results, and discuss our approaches.

Recruiting new editors is not only of interest for us and should work in this way across cultures and continents. If you are interested in pitching in, helping us to set up landing pages, contribute data to similar projects, or just donate to the project contact us!

The Art of Trolling

Link: https://wikimania2015.wikimedia.org/wiki/Submissions/The_Art_of_Trolling (In case you are Wikimania interested you already can show interest :-))

Sometimes we love trolls, sometimes we hate them and sometimes trolls just leave us standing there, mouth wide open and utterly confused. But whatever our attitude is: nobody escapes trolls. They are everywhere: on wiki, on mailinglists, at conventions, on mailinglists about Wikis... But this is not a talk to lament, but one to celebrate. Indeed, trolls can be destructive in a most negative manner. But they don’t have to be. To troll means to do the unexpected, to play with expectations, to be disruptive and to do the action that is not supposed to happen - but this can be constructive and creative as well as destructive.

Historically some form of trolling has always been present in society. We will dig a little into this and how modern technologies radically changed the now widely used techniques of trolling. Through the excercises we hope to give the audience a better understanding of how trolling can disrupt everyday life in a productive manner - showcasing skills of both the old masters and the new.

Based on ten years of trolling experience as troll, admin and - most importantly - trolling admin, several years experience as professional community manager and polished up with actual scientific research this talk will offer:

A typology of trolls from the plain boring to the the unsettling one, the evil one to the inspiring troll.

The talk will showcase tips and tricks for effective trolling. It will showcase tips and tricks for playing with expectations - how to identify them, subvert them and turn them around in your favor.

Is trolling is done right everybody involed should have fun.

But good trolling is not only fun, it actually is a short way of solving problems and initiate solutions that in other ways could hardly be found. This presentation will give a short outlook on the uses trolling can have:

* it can de-escalate conflicts
* it can open up new perspectives
* it can integrate different viewpoints it
* can loosen up stalemate positions
* it can bring people together

Troll for love and understanding.

No Talk but monday in this blog is ballet day


Pirouette
<script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
</noscript>

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 16, 2015 10:43 AM

Wikimedia Deutschland Blog

Asking Ever Bigger Questions with Wikidata

German summary: Maximilian Klein benutzt Wikidata als als Datenfundus für statistische Auswertungen über das Wissen der Welt. In seinem Artikel beschreibt er, wie er in Wikidata nach Antworten auf die großen Fragen sucht.

Asking Ever Bigger Questions with Wikidata

Guest post by Maximilian Klein

A New Era

Simultaneous discovery can sometimes be considered an indication for a paradigm shift in knowledge, and last month Magnus Manske and I seemed to have both had a very similar idea at the same time. Our ideas were to look at gender statistics in Wikidata and to slice them up by date of birth, citizenship, and langauge. (Magnus’ blog post, and my own.) At first it seems like quite elementary and naïve analysis, especially 14 years into Wikipedia, but only within the last year has this type of research become feasible. Like a baby taking its first steps, Wikidata and its tools ecosystem are maturing. That challenges us to creatively use the data in front of us.

Describing 5 stages of Wikidata, Markus Krötsch foresaw this analyis in his presentation at Wikimania 2014. The stages which range fromKnow to Understand are: Read, Browse, Query, Display, and Analyse (see image). Most likey you may have read Wikidata, and perhaps even have browsed with Reasonator, queried with autolist, or displayed with histropedia. I care to focus on analyse – the most understand-y of the stages. In fact the example given for analyse was my first exploration of gender and language, where I analysed the ratio of female biographies by Wikipedia Language: English and German are around 15% and Japanese, Chinese and Korean are each closer to 25%.

To do biography analysis before Wikidata was much harder. To know the gender of an article you’d resort to natural language processing or hacks like counting gendered categories and guessing based on first name. Even more, the effort had to be duplicated for each language that had to be translated. Now the promise of language-free semantic data, and tools like Wikidata Query and Wikidata Toolkit are here. The process is easier because it is more database-like; select, group by,apply, and combine.

With this new simplicity, let’s review what we have imagined so far. Here’s a non-exhaustive introduction to the state of creative question-asking so far:

Pushing Ourselves to Think Even Bigger

Can we think even bigger if we use more of the available data? Thinking about the fact that every claim may have an attached reference, Markus Krötzsch always wants to know, for a given set of claims what references must be believed in order to believe the set of claims? With that notion we could look at all the claims associated with all the items of a given language, and thus the required belief system of that langauge. At this point we could ask what are the differences in the belief systems of any two langauges?

Another way we could test the fundamental principles of knowledge and culture is to consider the chains made by the subclass of, instance of, or cause of properties. Every language is present at different links of each chain. So we can look at the differences in ways in which languages organize a hierarchy of concepts – or if they think it’s a hierarchy at all.

Much fun for logicians and epistemologists. But we can also ask more socially important questions, questions about how language and society relate. What biases do we have that we aren’t even aware of? The method, for which I’ve proposed a PhD, could be conducted as follows. We’re aware of sexism in our societies, and as you’ve seen we’ve started to build a statistical profile of how it manifests in Wikidata. Likewise we’re cognizant of racism and homophobia. We might next look at rates people appear in Wikidata by race and desire. Let’s assume we could train a model to say that these kinds of distributions are types of social biases. Next we could search every property in Wikidata to see if it indicated social bias. If successful we may find overlooked stigmas and phobias in society.

I claim that our theoretical question-answering ability has paradigmatically shifted with the growing up of Wikidata. Soon enough you won’t even need to be a sophisticated programmer to whisper your questions into the system. So next time your reading, browsing, querying or displaying Wikidata, challenge yourself to think about how to analyse it too.

by Jens Ohlig at February 16, 2015 08:18 AM

February 15, 2015

Iberty

Ein paar Gedanken zum kommenden WMDE-Jahresplan

Kontext: 

 In ein paar Tagen veröffentlicht Wikimedia Deutschland den unverbindlichen Jahresplanentwurf für 2015. Aufgrund diverser Umstände arbeitet der Verein mit einem vorläufigen Jahresplan, der endgültige Plan wird von der Mitgliederversammlung am 18. April in Köln beschlossen. Nun kommt vom Vorstand der Vorschlag, der dann ein paar Wochen kommentiert werden kann,Änderungsvorschläge können eingebracht und Änderungsanträge können gestellt werden. Bevor ich mich da mit Inhalten beschäftige, vielleicht erst einmal ein paar formale Erwartungen und Hoffnungen.

"A Basket full of Wool" (6360159381)
Was der Plan wohl enthalten wird?

Aus diversen Gründen entstand dieser unverbindliche Planvorschlag nicht offen und partizipativ, sondern wurde von Teilen der Geschäftsstelle erstellt, dem Präsidium vorgeschlagen/mit diesem diskutiert und wird dann in die Öffentlichkeit gegeben. Das heißt aber auch: Menschen, die nicht gerade im Planungskommittee der GS sitzen oder aber Präsiden sind, haben faktisch nur eine einzige Chance, auf den Plan inhaltich Einfluss zu nehmen: durch die MV. Um die Chance zu haben, Einfluss zu nehmen, muss der Plan aber ein paar Bedingungen erfüllen.

Was sollte ein Plan?


Bevor ich aber zu den Bedingungen komme, sollte ich vielleicht etwas weiter ausholen zum Wesen des Planes an sich. An sich sollte ein Plan ja drei Teile haben: was? wie? und warum? Was soll erreicht werden? Wie soll das praktisch umgesetzt werden? Und warum sind diese Ziele sinnvoll und warum ist die Art der Zielerreichung so und nicht anders? Sinnvollerweise hängt das alles zusammen: also es wird klar, welches Ziel warum wie erreicht werden soll.

Nun haben die WMDE-Jahrespläne bisher eher die Eigenschaft, dass das "warum" fast vollkommen fehlt: warum also von den dröflzig Millionen Sachen, die man machen könnte zum Beispiel im derzeitigen vorläufigen Plan diese acht operativen Ziele und 29 Teilziele ausgewählt wurden, wird nicht deutlich. Das ist um so ärgerlicher, weil von den drölfzig Millionen Zielen vermutlich halbdrölfzig Millionen ganz sinnvoll sind, und der Grund warum der Verein nur 29 Teilziele statt halbdröflzig Millionen verfolgt, mangelnde Ressourcen sind. Die Frage "warum diese und keine anderen?" sollte schon deutlich beantwortet werden. Der Zusammenhang zur Präambel (die am ehesten als "warum" interpretiert werden kann) und den Teilzielen wird zumindest mir nicht so recht deutlich.

Exkurs: ein Beispiel:


Um ein Beispiel aus dem aktuell geltenden vorläufigen Plan zu nehmen. Hier ist ein Abschnitt aus der Präambel:

"Viele Erkenntnisse haben wir in den letzten Jahren aus der Arbeit in den Bildungs- und Kulturbereichen gewonnen. Auch hier sind es Freiwillige, die mit ihrem Engagement und ihren Ideen Türen zu Institutionen aufstoßen oder gesellschaftliche Entscheider beeinflussen. Freiwillige setzen sich dafür ein, dass das Bildungssystem in Deutschland gegenüber freien Bildungsmaterialien geöffnet wird. Freiwillige engagieren sich für eine Modernisierung des Urheberrechts auf europäischer Ebene. Hier wie dort benötigen sie Möglichkeiten, sich zu vernetzen. Sie benötigen Strukturen und Plattformen, die sie nutzen können."

Soweit ich das nachvollziehen kann, sind dies dazu gehörige Teilziele:

"
Veranstaltungsreihen – WMDE etabliert Veranstaltungsreihen (z. B. Wikimedia Salon, Monsters of Laws, Bildungsreihe), um neue Kontakte zu generieren und die Vernetzung mit Institutionen voranzutreiben.
Modellprojekt – Durch die gemeinsame Initiierung eines Modellprojekts mit einer exzellenten Wissenschaftinstitution soll das Thema Freies Wissen im Wissenschaftsbereich verankert werden.
Datenfreigabe – Durch den Ausbau der Kooperationen mit Institutionen aus dem Kulturbereich (z.B. Erweiterung von Coding da Vinci) wird die konkrete Datenfreigabe von Insitutionen erhöht. (Outcome)
"

Mir wird nicht so recht deutlich, wo da die Verbindung von einem zum anderen ist. Wobei es nicht hilft, dass die Struktur in Präambel und Zielen komplett verschieden ist, und es höherer Kremlogie bedarf um zu ergründen, welche Begründung sich wohl auf welches Ziel beziehen könnte.

Nicht erleichternd kommt hinzu, dass der Plan zwar Indikatoren vorsieht, ob ein Ziel erreicht wurde, diese aber vorsichtshalber nicht ausführt und nicht sagt, wann und wie sie erfüllt sein könnten. Nach dem Plan in der alten Form wären die Ziele erfüllt, wenn mal irgendjemand irgendwas in die Richtung gemacht hat.

Der Disconnect


Creep feeder
Einem Plan sollte man ins Gesicht sehen können.

Schwieriger aber, wenn es um - nicht-nur-die-Geschäftsstelle-macht-den-Plan geht, ist der komplette Disconnect zwischen was und wie. In den Zielen gibt es vier Programmlinien <script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script>mit den erwähnten acht operativen und 29 Teilzielen im "wie: ergo Finanzen und Personal" gibt es zwölf Positionen, die offensichtlich nicht direkt mit den Zielen zusammenhängen, sondern einfach da sind. Auf irgendeine Begründung warum es so ist, verzichtet der Plan vorsichtshalber ganz. Auf irgendeine nachvollziehbaren Zusammenhang wie Budget und Personal mit den Zielen zusammenhängen verzichtet der Plan vorsichtshalber auch. Als einfaches Beispiel: der Verdacht liegt nahe, dass die 7 FTEs aus dem Bereich Bildung und tendenziell für an den Zielen "Institutionen" etc. arbeiten. Wenn die sieben jetzt aber anfangen würden, alle Javascript für Wikidata zu programmieren. wäre das durch den Plan aber immer noch locker gedeckt. 

Das heißt konkret:


* Von Außen ist nicht nachvollziehbar, welches Ziel welche Priorität hat, wie es umgesetzt wird und welche Ressourcen dafür jeweils zur Verfügung stehen.
* Es gibt im ganzen Plan keinerlei Begründung, warum das Budget so verteilt wird wie es verteilt wird.
* Es gibt im Nachhinein natürlich auch keinerlei Rechenschaft darüber, ob das Budget für die Ziele in dem Maße ausgegeben wurde, die der Plan vorsah, sondern es ist im Wesentlichen eine Blankovollmacht über eine siebenstellige Summe.
* Wenn es auch keine nachvollziehbaren Indikatoren für die Ziele gibt, ist es auch da im Nachhinein nicht absehbar, ob da nun etwas gut oder eher nicht gut gelaufen ist.

Für Änderungsanträge heißt das konkret:


* Es ist unmöglich Ziele anders zu priosieren, weil die Priosierung komplett unklar ist. Nicht einmal eine Erklärung was denn nun der Unterschied zwischen Teilziel und Operativem Ziel ist, enthält er. Und wenn der Planentwurf im Hintergrund vorsieht Ziel A wird mit großen Ressourcen erreicht und Ziel B mit kleinen, ist das von Außen nicht nachvollziehbar, weil nicht dargestelt. Die MV hat keinerlei Möglichkeit zu sagen "uns ist Ziel B aber wichtiger."
* Das heißt für Antragssteller: Anträge zu Zielen haben für den Antragssteller extrem unvorhersehbare Auswirkungen auf die konkrete Arbeit, Antragssteller haben jetzt auch schon mehr als einmal zu hören bekommen "das geht so nicht" ohne dass klar wäre, warum und ohne dass dem jemand inhatlich fundiert widersprechen könnte - es fehlen ja grundlegende Informationen. Jeder Antrag in Bezug auf Ziele ist Stochern im Nebel.
* Das heißt für Antragssteller: Anträge zu Ressourcen haben extrem unklare Auswirkungen auf die Ziele. Antragssteller haben jetzt auch schon mehr als einmal zu hören bekommen "das geht so nicht" ohne dass klar wäre, warum und ohne dass dem jemand inhatlich fundiert widersprechen könnte - es fehlen ja grundlegende Informationen. Jeder Antrag in Bezug auf Ressourcen ist Stochern im Nebel.

Wünsche für 2015


Agneau Loire-Atlantique
Ich bin gespannt.

Soviel dazu. Der vorläufige Plan ist vom letzten Jahr und das ist a soooo 2014. Jetzt haben wir Neuer-Plan-Neues-Glück und die Hoffnung auf mehr Einfluss. Deshalb meine Hoffnungen für den unverbindlichen Planentwurf 2015:

* Ein klares "warum" sowohl bei den Zielen als auch bei den Ressourcen und ein klares "warum nicht" andere Ziele.
* Eine deutliche nachvollziehbare Verbindung zwischen dem Warum und spezifischen Zielen.
* Indikatoren, die nicht Absichtserklärungen eines Indikators sind, sondern tatsächliche nachvollziehbare und in Nachhinein überprüfbare Größen sind.
* Eine nach außen deutliche Priorisierung der Ziele, unter anderem in dem klar wird, welche Ressourcen für welches Ziel zur Verfügung stehen.
* Eine Begründung für das "wie" - also Finanz- und andere Teile.
* Eine nachvollziehbare Verbindung zwischen Zielen und Ressourcen, die es nachvollziehbar macht, wie sich eine Zieländerung auf die Ressourcen auswirkt und eine Ressourcenänderung auf die Ziele,

Ich bin gespannt.

<noscript>
</noscript>

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 15, 2015 04:04 PM

February 14, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Erinnerung: Deadline Reisestipendien zur Wikimania 2015 am Montag, 16.2. 23:59 UTC

von ProtoplasmaKid (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Ein kleiner Reminder zum Wochenende: Am Montagabend, 16. Februar 2015 – 23:59 Uhr (UTC) endet die Bewerbungsfrist für Reise-Stipendien zur Wikimania 2015.

Wikimedia Deutschland unterstützt den Wikiversum-weiten Stipendienpool durch 16 Reisestipendien für Teilnehmende aus den deutschsprachigen Wikimedia-Projekten (inkl. Commons und Wikidata) mit Wohnsitz in Deutschland.

Bewerbungen dazu einfach über das globale Bewerbungsformular für Wikimania-Stipendien einreichen.

Die Auswahl zur Vergabe der 16 Stipendien erfolgt dann anhand der allgemeinen Bewertungskriterien des globalen Stipendienverfahrens durch eine Gruppe von drei Wikimania-erfahrenen Community-Aktiven: MB-one, Raymond (A) und Rlbberlin.

Die Wikimania 2015 findet vom 15.–19. Juli 2015 in Mexiko statt.

by Sebastian Sooth at February 14, 2015 12:42 PM

Wir lieben Freie Software

Wie schon im letzten Jahr begeht die Free Software Foundation Europe am 14. Februar den „I love Free Software-Tag“. Bei Wikimedia Deutschland entstehen die Arbeiten an den Softwareprojekten MediaWiki und Wikidata ganz selbstverständlich und von Anfang an als Freie Software unter Freien Lizenzen. Für uns ist klar, dass wir Freies Wissen nicht nur in Form von Artikeln in Projekten wie der Wikipedia teilen wollen – Freies Wissen gibt es auch in Form von Code. Es ist uns wichtig, Freiheit in Form von Software zu schaffen und zu teilen. Thiemo Mättig, Wikipedianer und bei Wikimedia Deutschland angestellt als Software-Entwickler, hat seine persönlichen Gründe dafür aufgeschrieben und erklärt, warum er Freie Software liebt.

Frei für alle, wer macht denn sowas?

Seit nunmehr einer Dekade erkläre ich Wikipedia, und die Antwort ist immer die Selbe: „Wer schreibt denn die Artikel?“ Leute wie du und ich. „Und wer prüft die Fakten?“ Leute wie du und ich. „Und wer programmiert die Software?“ Leute wie du und ich.

Und wie ist das möglich?“ Weil alles frei ist, offen, transparent und nachvollziehbar, von den sozialen Prozessen in den Communitys der verschiedenen Wikimedia-Schwesterprojekte bis zur Software tief drin in dem, was ich inzwischen Wikimedia-Universum nenne. Von den Artikelschreibern in den Wikipedia-Sprachversionen über die Faktensammler im Wikidata-Projekt bis hin zu den Tüftlern und Bastlern in und an der MediaWiki-Software und ihren zahllosen Erweiterungen sind all die verschiedenen Benutzergruppe durch eine große Idee verbunden: Was wir tun, ist öffentlich und frei. Freie Software.

Diese Art der Freiheit ist etwas, das Weblog-Schreibern, Facebook- und Twitter-Benutzern vertraut ist, wenn sie etwas teilen. Die Übertragung dieser Idee auf die Daten- und Software-Welt ist immer noch etwas, das Erstaunen auslöst. „Wenn jeder meine Daten oder meine Software auf seine Bedürfnisse zuschneiden kann, ohne mich zu fragen“, so hört man, „dann ist meine Arbeit doch nichts wert.“ Wie erklärt man, dass diese Frage falsch gestellt ist?

Freie Software steigert den Wert für alle

Ich glaube daran, dass frei im Sinne Freier Software zu sein keine Wertminderung, sondern eine Wertsteigerung bedeutet. Die Freiheit, Einblick zu erlangen, zu Verändern, zu Verbessern und weiter zu geben ermöglicht etwas, das mit manchmal verächtlich “totes Holz” genannten Büchern oder der Zeitung von gestern nicht denkbar ist: Wissen wird lebendig, und diese Lebendigkeit kann so viel mehr wert sein als die Hoheit über eine Datensammlung oder die Weiterentwicklung einer Software inne zu haben. Projekte wie MediaWiki, die Wiki-Software hinter der Wikipedia, oder das Wikidata-Projekt zeigen das.

Wikidata geisterte als Idee seit den Anfängen der Wikipedia durch die Köpfe einiger Vorreiter. Vor etwas mehr als zwei Jahren fand die Idee eine Heimat in Berlin und lockte mich stetig: Eine Fakten-Sammlung mit inzwischen 13 Millionen Einträgen, aufgebaut auf einer speziell dafür geschaffenen Datenbank-Software für lose strukturiertes Faktenwissen. Das, was seit gut zwanzig Jahren als “semantisches Web” postuliert wird, fand ich in Wikidata so praxistauglich geerdet, dass es für mich endlich greifbar wurde. Große Pläne in kleinen, überschaubaren Schritten. Schnelle Entwicklungs-Zyklen. Unmittelbare Einflussnahme. Und ausschließlich Freie Software, die auch mir als Entwickler die Sicherheit gibt, dass keine von mir geschriebene Zeile Quelltext ungesehen in Vergessenheit geraten sondern sich verbreiten wird, gesehen wird und ja, auch verändert wird, oft genug bis zur Unkenntlichkeit. Doch wie bei jedem Enzyklopädie-Artikel in der Wikipedia, dessen Entwicklung ich angestoßen oder begleitet habe, setzt sich auch in der Softwareentwicklung die Überzeugung durch, dass nicht die Wortwahl zählt oder die Wahl eines Algorithmus sondern die Idee, die mein Beitrag eingebracht hat. Wikidata, deren Softwareentwicklung ich seit inzwischen einem Jahr in Vollzeit mit voran treibe, ist dank Freier Software lebendiger als jedes Softwareprojekt, an dem ich je beteiligt war. Freie Software gibt mir die Gewissheit, an etwas teilzuhaben, das größer ist als ich es überschauen kann.

Darum liebe ich Freie Software.

by Jens Ohlig at February 14, 2015 06:46 AM

February 13, 2015

Iberty

Traktorfreitag: Wikibooks lebt #Traktorlexikon 1

Manche Eingeweihte werden es wissen: es gibt nicht nur Wikipedia. Es gibt auch noch die sogenannten Schwesterprojekte, die andere Inhalte aufbereiten als enzyklopädischen Text. Auf Commons liegen die ganzen Bilder, Filme und einige Audiodateien, Wikisource erschließt alte Quelltexte und auf Wikibooks kann man mal so richtig ausführlich und detailreich werden. Da ist dann zum Beispiel eine Aufgabensammlung Physik oder Verzeichnisse von Tanzschritten oder einiges anderes.

Selbst viele Wikipedistas sind überrascht, wenn man sie darauf hinweist, dass diese Schwersterprojekte existieren und das dort tatsächlich leben existiert. Und es existiert nicht nur Leben und Content, sondern auch: was für Content. Ein ganzes riesiges Traktorenlexikon zum Beispiel! "Es wurde 2005 gestartet und umfasst mittlerweile über 2000 mehr oder weniger ausführlich geschriebene Seiten." Und in 2014 gibt es immer noch Edits.

Zettelmeyer Traktor
Zettelmeyer Z2 - das derzeitige Ende des Lexions.

Das Traktorlexion beschreibt vor allem einzelne Typen von Aebi TP 65S bis zu Zettelmeyer Z2 und natürlich dutzendweise Fendts, Deutzs, John Deeres, Steyrs, Hanomags, Porsches, Lamborghinis und wie sie alle heißen. Oft mit Bild (aber oft auch noch gesucht) und immer mit zumindest einigen technischen Daten. Seinem Ziel, "die Traktoren dieser Welt" zu sammeln, ist es sicher näher als Wikipedia dem Ziel "das Wissen dieser Welt" zu sammeln. Tausende! sage ich. Tausende! Und Tausende noch zu schreiben.

Wir haben es satt 19.01.2013 14-07-46
Ein einzig wahrer Lamborghini.

Wo allerdings echter Nachholbedarf besteht, ist in den Überblicksartikeln. Die sind nicht mal wirklich vorhanden und hätten vermutlich auch deutliche Dopplungen mit Wikipedia. Andererseits kann man hier echt richtig ins Detail gehen und den Traktornerd in sich ausleben. Wikibooks lebt! Mit Traktoren! I'm touched.

Tractor Belarus MTZ-2-2
Ein Belarus.

Und weil ja heute Traktorfreitag ist, zum Abschluss noch eine kleine Explosion (mit fliegendem Motor):

<iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/YZaOymI7Dhs" width="420"></iframe> <script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
</noscript>

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 13, 2015 08:07 AM

February 12, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 6/2015

Hier kommt die sechste Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015. Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Informatives, Kurioses und Mitreißendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Wikimedia:Woche 6/2015

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden. Die Wikipedia-Version der Ausgabe findet sich unter https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/120215.

Foundation und Organisationen

Wikimedia Conference 2015 in Berlin

Die Wikimedia Conference wird vom 14. bis 17. Mai in Berlin stattfinden. Die Anmeldephase beginnt demnächst.

Anmeldefrist für Wikimania-Stipendien endet am 16. Februar

Die Anmeldefrist für Stipendien zur Wikimania in Mexiko-Stadt endet am 16. Februar. Dirk Franke (southpark) hat in seinem privaten Blog aufgeschrieben, welche Freitextfelder in der Bewerbung auf Englisch auszufüllen sind. Auch Wikimedia Deutschland bietet Reisestipendien an.

Neue Leitung des Learning & Evaluation Teams gesucht

Die Wikimedia Foundation sucht eine neue Leitung für das Learning & Evaluation Team. Die Stelle ist seit der Auszeit von Jessie Wild Sneller im September 2014 vakant.

Wiki Edu Foundation sucht Senior Manager of Development

Die Wiki Edu Foundation, die das ausgelagerte Bildungsprogramm der Wikimedia Foundation durchführt, sucht eine*n Senior Manager of Development. Die Person soll sich vor allem um die Weiterentwicklung und Professionalisierung der Organisation kümmern.

Projekte und Initiativen

GLAM on Tour in Wuppertal

Am 30. Januar und 1. Februar fand das Projekt „GLAM on Tour“ im Wuppertaler Von-der-Heydt-Museum statt. Sowohl Schlesinger wie auch Elya und Raymond haben dazu gebloggt.

Ukrainischsprachige Wikipedia feiert elften Geburtstag

Die Wikipedia in ukrainischer Sprache hat am 30. Januar 2015 ihre elften Geburtstag gefeiert. Ein Interview mit dem Vorsitzenden von Wikimedia Ukraine, Yuri Perohanych, wurde übersetzt und im Movement-Blog veröffentlicht

Learning Team sortiert Learning Patterns neu

Das Learning & Evaluation Team der Wikimedia Foundation hat seine Learning Patterns (zu Deutsch etwa „Lernmuster“), die dabei helfen sollen das Projektmanagement von Freiwilligen zu verbessern, überarbeitet und neu sortiert.

Technik

WMF kündigt an, Software-Entwicklung künftig kollaborativer zu gestalten

Die Wikimedia Foundation plant, den Einbezug der Communities in die Software-Entwicklung zu verbessern. Damon Sicore, Vice-President of Engineering, nennt auf Wikimedia-l Rahmenfaktoren des Vorgehens und lädt ein, sich an Diskussionen zum Visual Editor zu beteiligen.

Wiki Edu Foundation veröffentlicht Tracking-Software für Wikipedia-Kurse

Die Wiki Edu Foundation hat ihr neues Tool „Wiki Edu Dashboard“ veröffentlicht, mit dem es möglich sein soll, den Bearbeitungsverlauf einzelner Wikipedia-Kursteilnehmenden innerhalb der Wikipedia zu verfolgen.

Globale Benutzerseiten in der Testphase

Das Software-Entwicklungsteam der Wikimedia Foundation testet derzeit die „Globalen Benutzerseiten“. Die „zentrale“ Benutzerseite, die in Wikimedia-Projekten angezeigt werden soll, die keine lokale Benutzerseite haben, soll im Meta-Wiki gespeichert werden.

Vorlagen „Link FA“ und „Link GA“ abgelöst

Die Vorlagen „Link FA“ (featured article) und „Linka GA“ (good article) für die Kennzeichnungen lesenswerter und exzellenter Artikel (bzw. Äquivalente) in anderen Wikipedias sind nun nicht mehr notwendig. Alle Information sind inzwischen auf Wikidata gespeichert.

Tech-Team der Wikimedia Foundation beim Google Code-in 2014

André Klapper berichtet im Movement-Blog über die Teilnahme des Software-Entwicklungs-Team am jährlich stattfindenden Google-Programmierwettbewerb „Google Code-In“.

Technischer Hintergrund des neuen Übersetzungswerkzeuges

Der Entwickler Santhosh Thottingal erklärt in seinem privaten Blog den technischen Hintergrund des vor kurzem veröffentlichten Werkzeuges, mit dem die Übersetzung von Wikipedia-Artikeln in andere Sprachen erheblich vereinfacht wird.

Der Ideengeber für die Wikipedia-App

Unmatchedstyle.com portraitiert den Entwickler Hampton Catlin, der die Idee für die Wikipedia-App hatte und daraufhin von der Wikimedia Foundation angestellt wurde.

Diskussion

Partizipation, der vierte Hinterhof und einige wenige, vokale Männer

Dirk Franke schreibt in seinem Blog etwas zu erfolgreichen und weniger erfolgreichen Partizipationsmodellen bei Wikimedia Deutschland.

Presse und Websites

Can ‘Black Wikipedia’ Take Off Like ‘Black Twitter’?

Mehrere Medien haben sich damit beschäftigt, welche Bedeutung und Auswirkung es für die Wikipedia hat, auch die afro-amerikanische Bevölkerung der USA zum Schreiben von Artikel zu gewinnen. Das New Yorker Wikimedia-Chapter organisierte passend dazu einen eigenen Edit-a-thon mit dem Titel „Black Life Matters“.

Wie neutral ist Wikipedia?

Thomas Planinger (Benutzer:Plani) hat im Online-Bereich der österreichischen Ausgabe der NZZ die Bedeutung des Neutralitätgebots der Wikipedia dargestellt.

Der Grammatikfehler, der kein Grammatikfehler ist

Zahlreiche Medien haben die Story des englischsprachigen Wikipedianers aufgegriffen, der 47.000 Mal die Wortgruppe „compromised of“ aus der englischsprachigen Wikipedia entfernt hat. Nun melden sich Kommentatorinnen und Kommentatoren die dies kritisieren und erklären, dass dies kein Grammatikfehler sei.

Bedeutung der Wikipedia für australische Studierende

Eine Umfrage hat die Bedeutung und Nutzung der Wikipedia durch australische Studierende erforscht. Ergebnis war, dass die Wikipedia vor allem für Hintergrundrecherchen und kuratierte Linksammlungen genutzt werden würde.

Termine

7.3.: Antragsworkshop für Wikimedia Deutschland-Mitgliederversammlung

Alice Wiegand und Dirk Franke organisieren im Vorlauf der Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland eine „Real-Life-Version“ der Antragswerkstatt. Der Workshop findet am 7. März in den Räumen von Wikimedia Deutschland statt.

 

by Cornelius Kibelka at February 12, 2015 05:14 PM

February 11, 2015

Iberty

Historisches: Wikimedia-Verein gegründet

So war das. Halb zufällig stöberte ich gerade in 11 Jahren alten Ausgaben des Wikipedia-Kuriers, des internen Mitteilungsblattes der Wikipedia und fand doch da folgende Meldung:

Wikimedia Verein gegründet:

Manche haben schon fast nicht mehr daran geglaubt, aber nun ist er Realität: Im Rahmen der Wizards of OS trafen sich 34 Wikipedianer und Freunde der Wikipedia am Sonntag, dem 13. Juni in der Berliner TU zur Gründung des Vereins: Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens lautet der lange Titel. Zügig wurde die Satzung beschlossen, und nachdem Tim Pritlove nach dem Mittagessen mit dem Stimmzetteldrucker eintrudelte, ging es an die Kandidatenwahl. Zweimal setzten die tüchtigen Wahlhelfer JeLuf und Danimo zur Zählung der Zettel an. Kurt Jansson, Akl und Elian wurden ohne Gegenkandidaten oder Gegenstimmen zum 1. und 2. Vorsitzenden und Schriftführer bestimmt, Henriette setzte sich gegen Dab als Schatzmeisterin durch. Bei der Beisitzerwahl wurde es dann spannend: Elf Kandidaten traten in Listenwahl für die sechs Beisitzerämter an. Fantasy, Sansculotte, Necrophorus, Mathias Schindler, Jakob Voss (Nichtich) und DaB lautet das Endergebnis, nachdem Ulrich Fuchs - mit Dab an Stimmen gleichauf - seinen Verzicht erklärte und uns so eine Stichwahl ersparte. Beinah vergessen hätten wir dann fast in der Gründungseuphorie die Wahl der Kassenprüfer: Uli und Mazbln. Nachdem die ganzen Formalien geklärt waren, fasste die Mitgliederversammlung auf Antrag des ersten Vorsitzenden auch gleich den ersten Beschluss: Wikipedia-Gründer Jimbo Wales wurde als Ehrenmitglied in den Verein aufgenommen, bevor sich alles in fröhliches Durcheinander auflöste.
Cbase berlin 13.6.04, Diskussion
Artikel ist ohne Autorenkennzeichung und durch diverses Hin- und Herkopieren und Archivieren finde ich den jetzt auch nicht mehr. Ach, Zeiten.
<script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
</noscript>

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 11, 2015 10:02 PM

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Iberty

Wikipedia-Leaks: Dithmarscher-Stormarner Legionäre und Wilhelm Ramm

Nein zur kreisreform plus insidefahne
Pseudohistorische Flagge Dithmarschens. Eine passende Illustration für einen Fake-Geschichts-Artikel.

Die Qualitätssicherung der Wikipedia arbeitet manchmal etwas langsam, aber sie ist unerbittlich. Manchmal arbeitet sie auch sehr langsam. So zum Beispiel im Falle der "Dithmarscher-Stormarner Legionäre" - einem angeblichen Freikorpsregiment aus den Freiheitskriegen, das seit 2005 in der Wikipedia verzeichnet war und 2015 dann als Fake gelöscht wurde. Hauptindiz für die Löschung war dann schlußendlich, dass das als Quelle angegebene Buch nicht existiert. Um genau zu sein, existiert nicht einmal der Verlag, der das Buch angeblich herausgegeben hat.

Erstrwähnung und Wilhelm Ramm: Juli 2005

Am 7. Juli ergänzt ein nicht-angemeldeter Nutzer den Artikel Freikorps um die Dithmarscher-Stormarner Legionäre, die angeblich während der napoleonischen Kriege bestanden haben. Wie damals durchaus üblich noch ohne Quellenangabe.

Derselbe Nutzer schrieb dann auch den Artikel zum Legionärsführer Wilhelm Ramm:

Wilhelm Ramm...Dithmarscher-Stormarner Legionäre

Wilhelm Ramm war neben "Georg Rüttgert", "Andreas Bauer", "Gerhard von der Kaule" und "Bruno Klein" einer der Anführer der "Dithmarscher-Stormarner Legionäre", einer Freikorps-Organisation, die in den deutschen Befreiungskriegen gegen Napoleon kämpfte.

Wilhelm Ramm (geboren: Jan.-Mär. 1790), ein dithmarscher Handwerkersohn, schloss sich nach der Reichsauflösung 1806 seinem Bruder Friedrich (geboren: 1781) an, der, da ohne das Reich ihre Heimat Dithmarschen total unter dänischer Herrschaft lag, eine Streitmacht gründen wollte, um die Koalitionen bei der Vertreibung Napoleons aus Deutschland zu unterstützen, mit der Neugründung des Reiches als Ziel.
Anfänglich fungierten die zunächst nur aus Dithmarschern bestehende Truppe als Saboteure gegen die mit den Franzosen verbündeten Dänen.

Im Jahre 1810 wurde Friedrich Ramm, der die Legionäre, wie sie sich nannten, zusammen mit Bruno Klein und Georg Rüttgert anführte, bei einem Gefecht mit dänischen Füsilieren getötet. Wilhelm nahm seinen Platz ein und sein Jugendfreund Andreas Bauer stieß hinzu. zu diesem Zeitpunkt zählten die Legionäre wahrscheinlich um die 1000 Mann.

Im Jahr darauf wandte sich die gewachsene Legionärsschar gegen die Franzosen. Ihnen schlossen sich im Laufe der Zeit auch Stormarner, unter ihnen ein Gerhard von der Kaule, sowie wenige Steinburger und Hamburger an.
Die mittlerweile 3-5 tausend Mann starke Truppe konnte sich in mehreren Gefechten gegen französische Soldaten behaupten, als sie Ende 1811 ihre Aktivitäten an den Niederrhein verlegten. Noch im gleichen Jahr wurde Gerhard von der Kaule, der zu einer der Führungspersönlichkeiten aufgestiegen war, bei einem Angriff französischer Artillerie getötet.

Die nächsten 2 Jahre leiteten Ramm und Bauer zusammen mit Klein die Geschicke der Legionäre.
Nachdem sie sich Anfang 1813 nach Sachsen schmuggelten, wurde Bruno Klein Mitte Mai von französischen Kolaborateuren gefangengenommen. Er gab sich als Kopf eines Freikorps-Battaillons aus, um seine Kameraden zu schützen, und wurde daraufhin hingerichtet.

Ramm und Bauer sammelten alle Legionäre, zu der Zeit schätzungsweise 5-6 tausend an der Zahl, um sich zur preußischen Armee durchzuschlagen.
In der Völkerschlacht bei Leipzig operierten die Legionäre mit den preußischen truppen und siegten. Allerdings wurden Wilhelm Ramm und Andreas Bauer in der Völkerschlacht getötet.


Wenn man sich wirklich und eingehend mit Dithmarscher Geschichte beschäftigt hat, hat das zwar ein paar schiefe Stellen (die Reichsauflösung war egal, Dithmarschen - damals übrigens geteilt in die sehr verschiedenen Norder- und Süderdithmarschen) eh schon dänisches Lehen und kein Dithmarscher wird bis zum Niederrhein wandern, um da Ziele zu erreichen. Für eine öffentlich unbekannte Gruppe sind 5000 bis 6000 Mann auch ziemlich viel;  aber alles in allem klingt das tatsächlich ziemlich plausibel. Was ja auch diverse Wikiepdianer dachten, die den Artikel liebevoll die nächsten zehn Jahre hegten und pflegten ohne allerdings - wenig Überraschung - die Inhalte zu ändern.

Dezember 2005: Dithmarscher-Stormarner Legionäre

Nachdem der Wilhelm-Ramm-Artikel also einige Monate überstanden hatte, geht es am 7. Dezember 2005 weiter. Ein weiterer (derselbe) Nicht-angemeldete Nutzer legt einen Link auf die Dithmarscher-Stormarner Legionäre und legt nun auch gleich den Artikel an:

Deutsches Freikorps in den Befreiungskriegen.
Siehe auch: [[Wilhelm Ramm]], [[Andreas Bauer]], [[Freikorps]]; für genauere Information

Ursprünglich in Dithmarschen (Westholstein) gegründetes Freikorps gegen die Oberherrschafft der Dänen, die mit den französischen Besatzern verbündet waren. Mit der Zeit stießen auch Freiwillige aus Stormarn hinzu, später auch einige Steinburger und Hamburger.
Das Freikorps setzte sich zunächst mit Sabotageaktionen gegen die Dänen in Holstein, später gegen die französischen Besatzer und ihre Sympatisanten in Sachsen und am Niederrhein durch.
Bald wurde aus der kleinen Bande eine ernst zu nehmende Militäreinheit von fünf-bis sechstausend Mann.
1812/13 schlugen sich die Legionäre, wie sie sich nannten, trotz starker Gegenwehr von frantzösischem Militär, zur wiederauferstandenen Preußischen Armee durch.
In der [[Völkerschlacht von Leipzig]] 1813 standen die Dithmarscher-Stormarner Legionäre in den Reihen der Preußen. Mehr als Drittel (also gut 2.000 Mann) der Legionäre fanden den Tod in der Schlacht, ebensoviele wurden verwundet. Die Anführer [[Ramm]] und [[Bauer]] fielen ebenfalls in der Schlacht.


Derselbe Inhalte wie im anderen Artikel. Weiterhin ohne Quelle. Einen Artikel zu Andreas Bauer als Dithmarscher-Stormarner Legionär scheint es nie gegeben zu haben,

Januar 2006. die Quelle

Ein weiterer Monat später. Ein (derselbe?) unangemeldete Nutzer legt nach: er repariert den Link auf Wilhelm Ramm im Freikorps-Artikel und versieht den Wilhelm-Ramm-Artikel und den Legionärsartikel mit einer Quelle:  "Chronik der norddeutschen Freiheitskämpfer", Wülbern-Verlag, Itzehoe (1911/13?)" Eine Gute Wahl: das klingt plausibel, für obskure Militaria ist 1911 auch ein überzeugendes Veröffentlichungsdatum und Itzehoe als Verlagsort passt auch zu Dithmarschen. Zumal kann man davon ausgehen, dass niemand ds Buch zu Hause hab oder haben müsste, weil das selbst im historischen Interessierten Bildungsbürgertum kein Standardwerk ist. Okay, der Verlag hat anscheinend nie existiert und das Buch anscheinend erst recht nicht. Aber da muss man ja hinterher recherchieren. Was wohl niemand tat..

Januar 2007: der Führungsstab

So, ein weiteres Jahr später. Die Artikel stehen weiterhin unbeanstandet in der Wikipedia. Und wieder kommt ein unangemeldeter Nutzer. Diesmal ignoriert er Wilhelm Ramm ganz, ergänzt aber die Legionäre um den Führungsstab:

'''Der Führungsstab der Legionäre:'''
Friedrich Ramm, *1781 †1810 (gefallen): von 1806 bis 1810 Anführer

Bruno Klein *1785 †1813 (exekutiert): von 1806 bis 1813 im Führungsstab
Georg Rüttgert *1779 †nach 1836: von 1806 bis Auflösung Ende 1813 im Führungsstab
[[Wilhelm Ramm]] *1790 †1813 (gefallen): von 1810 bis 1813 Anführer
Andreas Bauer *1790 †1813 (gefallen): von 1810 bis 1813 im Führungsstab
Gerhard von der Kaule *um 1776 †1811 (gefallen): 1811 im Führungsstab


Andreas Bauer wurde mittlerweile anscheinend degradiert, dafür ist Friedrich Ramm neu aufgetaucht. Ansonsten ist der Edit aber konsistent mit allen andern Edits, und wenn man nicht so genau hinschaut sieht das auch plausibel aus.

Acht Jahre Pause

Nix passiert.

Februar 2015: gelöscht

Und so hätten Wikipedia und die nicht-existenten Legionäre miteinander glücklich werden können, wenn nicht der Benutzer Assayer wäre. Der wird misstrauisch und stellt am 7. Februar um 21 Uhr Löschanträge gegen Ramm und die Legionäre:

Obwohl dies eine "ernst zu nehmende" militärische Einheit von 5.-6.000 Mann gewesen sein soll, findet sich in der Literatur keine Spur davon. Zum Vgl.: Das bekannte Lützowsches Freikorps hatte nur 3.500 Mann. Die angebliche Chronik der norddeutschen Freiheitskämpfer aus dem Wülbern-Verlag lässt sich in keiner deutschen Bibliothek nachweisen. Ich konnte nicht mal einen Hinweis auf einen Wülbern-Verlag in Itzehoe ermitteln. Kurzum: Ich vermute hier einen Fake.

Und dann geht alles ganz schnell: die Deutsche Nationalbibliothek kennt weder das Buch noch den Verlag. Die Legionäre und Wilhelm Ramm tauchen nur in Quellen auf, die sich direkt auf Wikipedia beziehen. Und keine zwei Stunden später ist alles weg. Nach zehn Jahren. Unsentimental und sachlich. Nur hier im Blog - und auf komischen Wikipedia-Mirrors - wird Wilhelm Ramm weiterleben und Napoleon bekämpfen.

<script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
</noscript>

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 11, 2015 07:16 AM

February 10, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Das Bündnis Freie Bildung positioniert sich zu OER

Die OER-Bewegung in Deutschland wird momentan stark vom engagierten Einsatz vieler Einzelpersonen getragen.“ (Saskia Esken, SPD-Bundestagsabgeordnete)

Vor etwas über einem Jahr haben die Open Knowledge Foundation Deutschland, Creative Commons Deutschland und Wikimedia Deutschland das “Bündnis Freie Bildung” ins Leben gerufen. Mit der Vorstellung des Bündnisses Freie Bildung auf der OER-Konferenz 2014 in Berlin fiel dann der gemeinsame Startschuss. Heute veröffentlicht das Bündnis Freie Bildung ein Positionspapier zur Förderung von OER, welches in einem kollaborativen Prozess erstellt wurde. 

Was ist das Bündnis Freie Bildung?

Das Bündnis Freie Bildung ist eine Koalition von Organisationen, Institutionen und Einzelpersonen, die gemeinsam den gesellschaftlichen und politischen Diskurs zur Förderung freier Bildungsmaterialien voranbringen möchten. Gemeinsam verfolgt das Bündnis die Vision, dass „alle Bildungsmaterialien […] ohne rechtliche und technische Hürden nutzbar (sind)“.

Wofür stehen freie Bildungsmaterialien?

Die Kernidee dahinter lautet: Bildungsmaterialien jeglicher Formate (z.B. Lehrbücher, Bilder, Podcasts, Videos etc.) sollen für alle frei verwendbar und zugänglich sein. Prinzipiell wird dies durch den Einsatz offener Lizenzen möglich, die die Weiterbearbeitung und Weitergabe der Materialien erlauben können. Zudem ist die Erstellung, Nutzung oder Weiterbearbeitung von freien Bildungsmaterialien an offen zugängliche Software gebunden. Aus konventionellen Bildungsressourcen werden auf diese Art OER weiterentwickelt. Das Bündnis Freie Bildung orientiert sich in diesem Sinne explizit an der verbreiteten OER-Definition, die von der UNESCO-Kommission auf dem OER-Weltkongress 2012 in Paris erlassen wurde.

Worum geht es in dem Positionspapier?

Das das Positionspapier des Bündnisses Freie Bildung erhebt den Anspruch, auf die weitreichenden Potentiale freier Bildungsmaterialien für Lernende und Lehrende aufmerksam zu machen. Das Bündnis stellt dabei die betont stärkere Partizipation von Lernenden und Lehrenden in den Erstellungsprozess von Lern- und Lehrmaterialien heraus.

Da freie Bildungsmaterialien bisher nicht den Einzug in den pädagogischen Mainstream geschafft haben, sieht das Bündnis unbedingten Klärungsbedarf bei Unsicherheiten im Umgang mit OER. Deshalb bieten die OER-Expertinnen und OER-Experten des Bündnisses Freie Bildung in ihrem Positionspapier konkrete Empfehlungen und Anregungen, wie freie Bildungsmaterialien langfristig in den Bildungskontext etabliert werden können.

Mehr dazu und das Papier als PDF finden Sie auf der Webseite: Bündnis Freie Bildung.

by Elly Koepf at February 10, 2015 09:20 AM

February 08, 2015

Iberty

Wikimania-Bewerbungs-Freitextfelder (Update: Sprachempfehlung geändert)

Borregos Sheeps Mexico City Ixtapaluca
Für diejenigen, die bei ihrer Wikimania-Stipendien-Bewerbung schon im Voraus überlegen wollen, was sie antworten und nicht erst, wenn sie das Formular offen haben, hier die Fragen, die kommen werden:

(zur Frage: man kann auf deutsch antworten, dann checkt die Jury aber noch anderswo, ob man in der Lage ist halbwegs verständlich englisch zu schreiben. sprich: eine gute englische bewerbung ist sicher besser als eine gute deutsche, eine schlecte englische vermutlich nicht mehr)

Zur Sprache (Update): gar nicht so leicht. Mittlerweile ist mir ja aufgefallen bzw. ich wurde dahin gestupst (danke, Rebecca), dass die Jury in Runde zwei ja native German spricht und sich vermutlich tendenziell eher über lange deutsche Texte freut als über lange englische.. hm, herausforderung: Englischkenntnisse gut genug demonstrieren um in Runde zwei zu kommen und in der dann einen guten deutschen Text schreiben. Wie man das in einem Formular fertigkriegt weiß ich aber auch noch nicht.

"Erzähl uns etwas über deine Beteiligung in deinem Heimatwiki oder in der breiteren Wikimedia-Bewegung. Was hast du erstellt oder beigetragen, um dein Wiki oder die Gemeinschaft zu verbessern? Hast du eine dieser Aktivitäten geleitet oder organisiert?"

"Was ist Großartiges passiert als Ergebnis dieser Aktivitäten? Dies kann entweder quantitativ oder qualitativ beschrieben werden und kann online oder offline Auswirkungen haben. Hier sind einige Beispiele, die helfen könnten."

"Über welche Zusammenarbeit mit anderen Wikimedianern oder Wikimedia-Organisationen bist du am meisten stolz?"

"Wie teilst du üblicherweise deine Erfahrungen (oder Sachen, die du gelernt hast) mit der Gemeinschaft? Beispiele von Wikizusammenfassungen oder -berichten, Blogbeiträgen, Diskussionen bei Treffen etc. sind hier willkommen."

"Hast du früher eine Wikimania auf einem WMF-Stipendium besucht? Falls ja, verwende bitte den Platz unten, um uns über etwas Großartiges als Ergebnis eines früheren Wikimania-Besuchs zu erzählen. Was sind deine Ziele für einen erneuten Wikimania-Besuch?"

Und für diejenigen, die die deutschen Übersetzungen auch etwas schräg finden, hier nochmal die Originalformulierungen: 

Tell us about your involvement in your home wiki or the broader Wikimedia movement. What have you built or contributed to in order to improve your wiki or community? Have you lead or organized any of these activities?

What’s something great that happened as a result of these activities? This could be described either quantitatively or qualitatively, and could impact either online or offline. Here are some examples that might help.

What collaborations with other Wikimedians or Wikimedia organizations are you most proud of?

"How do you usually share your experiences (or things you’ve learned) with your community? Examples of on-wiki summaries/reports, blog posts, meetup talks, etc. are welcome here. "

"Have you previously attended Wikimania on a WMF scholarship? If so, please use the space below to tell us about something great that happened as a result of attending Wikimania previously? What are your goals for attending Wikimania again?"<script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
</noscript>

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 08, 2015 06:03 PM

Elya & Raymond

Avanti Dilettanti!

Das durch Atamari initiierte und maßgeblich organisierte Pissarro-Wochenende in Wuppertal ist jetzt eine Woche her, mein Husten hat sich einigermaßen verzogen und ich kann uns nicht ersparen, einige persönliche Gedanken dazu zu notieren. Im Vorfeld gab es ja eine Reihe von Kritikern, die Qualitätsmängel befürchteten, wenn man sich für ein Wochenende, von Vorkenntnissen unbeleckt, das […]

by elya at February 08, 2015 01:01 PM

February 06, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Beginn einer Freundschaft? Wikipedia-Aktive zu Gast im Von der Heydt-Museum

Gastgeber Von der Heydt-Museum, By Daniel Jünger [CC-BY-SA-3.0]

Ein Gastbeitrag von Schlesinger, ehrenamtlicher Wikipedia-Autor.

 

Die Annäherung an den Ort ist hart herausfordernd. Wer in diesem Winter den Zug in Wuppertal Hauptbahnhof verlässt, findet sich in einer im Abriss befindlichen stadtplanerischen Wüste der schlimmsten Art wieder.

Nur der klassizistische Sandsteinportikus des Bahnhofs mit seinem goldenen Schriftzug ”Wuppertal – Elberfeld”, ist der einzige ästhetische Lichtblick. Die Stadt hat jahrzehntelang unter autofixierten Stadtplanern und Politikern gelitten, jetzt versucht man das Gröbste einer Fehlentwicklung zu mildern.

 

Eine Begegnung im kalten Januar – mit sonnigen Aussichten

Camille Pissarro [Public domain], via Wikimedia Commons

Ganz im Gegensatz dazu wirkte die sehr gut gelungene Ausstellung mit Werken des impressionistischen Malers Camille Pissarro und einigen seiner Protagonisten im Von der Heydt-Museum, die die Besucher der Stadt wieder aufmunterte, denn die Bilder, Zeichnungen und Grafiken, aber auch die Texte der Tafeln vermittelten die optimistische lebensbejahende Haltung der impressionistischen Kunst.
Vielleicht empfanden dies auch die knapp 30 Wikipedianer, die am letzten Januarwochenende die Gelegenheit hatten, im Rahmen des Projektes ”GLAM auf Tour”, das die Zusammenarbeit von Kulturinstitutionen und Wikipedia-Aktiven fördert, das Museum und seine Ausstellung ganz nah zu erleben.

Und das Museum hatte die seltene Gelegenheit, Wikipediaautoren, ihre Arbeitsweise und ihre Wünsche aus nächster Nähe in der Museumsbibliothek näher kennenzulernen. Es war eine in der Nachschau sehr gute Zusammenarbeit mit beachtlichen Ergebnissen, wie die Liste der neu erstellten Artikel und Bildreproduktionen zu diesem Projekt zeigt. Doch nicht alles stieß auf Zustimmung.

 

Wikipedianischer Salon: Die Zukunft der Zusammenarbeit zwischen Kulturinstitutionen und Wikipedia

Wikipedianischer Salon Nr. 9, By Kontakthof Wuppertal [CC BY-SA 4.0]

Im abendlichen Wikipedianischen Salon (hier der ausführliche Bericht), an dem neben Dr. Beate Eickhoff, einer Kuratorin des Museums Von der Heydt und Stefan Koldehoff, Kulturredakteur des Deutschlandfunks, die beide eine weitere Zusammenarbeit zwischen Wikipedia und Kulturinstitutionen sehr stark befürworteten und äußerst positiv bewerteten, so kritisierte der Wikipediaautor Artmax das dilettantische Niveau einiger anwesender, aber nicht namentlich genannter Autoren, deren Kompetenz er anzweifelte.

Nicht jeder könne enzyklopädische Artikel zur Bildenden Kunst schreiben und eine Veranstaltung in deren Teilnehmerliste sich jeder beliebige Wikipediabenutzer eintragen dürfe, tauge nicht zur Verbesserung des Artikelbestandes, so der Kritiker. Doch das ficht die Autoren und Fotografen der Wikipedia nicht an, irritiert sie nur kurzzeitig. Bald steht wieder die Gewissheit im Vordergrund, dass in einem kollaborativen Projekt, wie der Wikipedia man sich gegenseitig hilft und ergänzt. So freuen sich die Autoren und Fotografen bereits auf die nächste Station dieser Reise durch die abendländische Kulturwelt.

by Lilli Iliev at February 06, 2015 06:12 PM