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June 30, 2015

lyzzy

Thoughts about Board renewal

The community election results for the Wikimedia Foundation Board of Trustees are already published and it’s great to see DariuszJames and Denny adding their expertise and skills to the Board soon. The result also includes that we lose María, Phoebe and Sam, which means to lose three markedly dedicated, experienced members. And Jan-Bart and Stu are going to finish their long terms at the end of this year.

That’s a huge turnover within only a few months and quite a challenge for group dynamics, working capacity and transfer of knowledge. And it does not only effect our Board’s internal relationships but also the relationship to our ED Lila and to our staff.

There are good reasons to be worried about the situation. There certainly will be some loss in stability and institutional knowledge which probably cause one or another difficulty and confusion. And there will be a lot of things to explain, to discuss and to agree upon. We will find ourselves in a situation where we can’t (and shouldn’t) fall back on our own history, because there won’t be anybody who was actual part of that history. But we won’t find ourselves in the middle of nowhere, since whereever we need to follow legal or organizational requirements we can rely on our dedicated staff and their experience and support.

And there is more than just challenges, there is the chance to fuel ourself with the positive spirit which comes with such a change – the motivation of new members, the innovation capability and the critical reflection of our established habits, methods and procedures. Yes, we have a huge opportunity to renew and update in its best sense. We can take the Board to a next level of supporting the ED and the community. We have to work on it, and we will. So rather than being anxious I’m curious and excited. And I hope you are as well.

by Alice Wiegand at June 30, 2015 06:51 PM

Wikimedia Deutschland Blog

Hoffnungen statt Befürchtungen – OpenGLAM-Workshop startet

Am 18. Juni fand bei Wikimedia Deutschland ein ganztägiger Workshop für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kultur- und Gedächtnisinstitutionen statt. Dabei wurde vermittelt, wie diese ihr digitalisiertes Kulturgut für eine möglichst offene Weiternutzung zur Verfügung stellen können. Organisiert wurde der Workshop von der OpenGLAM-Gruppe, an der Wikimedia Deutschland beteiligt ist.

Die deutschsprachige Arbeitsgruppe ist Teil eines internationalen Netzwerks von Menschen und Organisationen, die sich gemeinsam für den freien Zugang und die freie Nutzung von digitalisiertem Kulturgut engagieren.

Großes Interesse, viele Anregungen

Die Resonanz war gut, knapp 30 Gäste aus verschiedenen Institutionen, teils in leitenden Funktionen, kamen in die Räume von Wikimedia Deutschland, um eine Reise in die Welt der offenen Daten anzutreten, mit erfahrenen Urheberrechtsjuristinnen und -juristen ins Gespräch zu kommen und sich mit den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Häusern auszutauschen.

Nach einem Input-Vortrag „Eine Reise in die Welt der offenen Daten“ zu Open Data und Kulturinstitutionen wurden in einer offenen Runde von allen Teilnehmenden jeweils die größten Befürchtungen und die größten Hoffnungen bezogen auf Open Data genannt und gesammelt. An 4 Worldcafé-Stationen wurden dann konkrete Anwendungsfälle und praktische Hilfestellung mit je einem Experten zu folgenden Themen angeboten: 1. Lizenzmodelle, 2. Technische Aspekte von Offenen Daten, 3. Argumentationshilfen für das eigene Haus, 4. Nachhaltigkeit offener Daten.

Beeindruckend: Die große Bereitschaft für Austausch und gegenseitiges Lernen

Dabei stellte sich heraus, dass die Zeit für die einzelnen Stationen kaum ausreichte und die Teilnehmenden sich gern noch länger über die jeweiligen Themen ausgetauscht hätten. Einerseits lag das am tiefgehenden Interesse etwa für konkrete technische Anknüpfungsmöglichkeiten für Datenbanken an Wikidata; andererseits an den verschiedenen Kenntnisständen der Teilnehmenden. Das werden wir in die Auswertung und Planung der nächsten Veranstaltungen mit aufnehmen. Denkbar sind größere, gezielt thematische Workshops zu den einzelnen Worldcafé-Themen.
Am Nachmittag wurde auf Grundlage der Diskussionen aus dem Worldcafé von allen Teilnehmenden erste konkrete Ideen für Veränderungen im eigenen Haus erarbeitet. Besonders beeindruckend war dabei, wie offen alle Gäste ihre Erfahrungen mitsamt Fortschritten und Rückschlägen mit der Runde teilten.

Wie geht es weiter?

Die konkreten Ergebnisse und Inhalte des Workshops werden in diesen Wochen von der OpenGLAM-Gruppe ausgewertet und auf den Seiten des OpenGLAM-Wiki verfügbar gemacht. Dort ist auch mehr zu aktuellen Terminen und Beteiligungsmöglichkeiten der OpenGLAM-Gruppe zu finden.

by Lilli Iliev at June 30, 2015 11:55 AM

June 25, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 24/2015

Hier kommt die 24. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Wikimedia Foundation sucht Mitglieder für das Audit Committee

Das Board of Trustees sucht ehrenamtliche Mitglieder für das Audit Committee, vergleichbar mit den im deutschen Vereinsrecht üblichen Kassenprüfenden. Der Aufwand beträgt ungefähr 20 Stunden im Jahr, die Arbeit wird hauptsächlich in 3-4 Telefonkonferenzen getätigt. Erfahrung im Finanzwesen / Controlling ist wünschenswert.

Fabrice Florin verabschiedet sich

Der Movement Communications Manager der Wikimedia Foundation Fabrice Florin hat sich aus dem Movement verabschiedet. Florin verlässt die Foundation zu Ende Juni.

Monatsbericht Mai der Wiki Education Foundation online

Im aktuellen Monatsbericht der Wiki Education Foundation sind die Highlights von Mai nachzulesen.

Rückblick auf 5 Wikimedia-Veranstaltungen

Benutzer:Gnom, Mitglied des Präsidiums von Wikimedia Deutschland, berichtet über fünf Wikimedia-Veranstaltungen, die er in der vergangenen Woche besucht hatte.

Wikimedia France gibt einen Rückblick zum Hackathon inkl. eines Videozusammenschnitts

Wikimedia France gibt einen Rückblick zum Hackathon, der im vergangenen Mai in Lyon stattgefunden hatte. Ein dazu veröffentlichtes Kurzvideo gibt einen Einblick in die Veranstaltung.

Projekte und Initiativen

Kampagne für die Panoramafreiheit in Vorbereitung

Sowohl in der Commons-Community, als auch in der deutschsprachigen Wikipedia, werden zur Zeit Ideen für eine Kampagne zum Erhalt der Panoramafreiheit in Europa diskutiert und vorbereitet.

WLE-Gewinner stehen fest

Die Jury des Fotowettbewerbs „Wiki loves Earth“ hat die Top 100 der Einreichungen aus Deutschland ausgewählt. Das Gewinnerbild zeigt einen Eisvogel im Flug und wurde von einem neuen Commons-Nutzer beigetragen.

Jens Remer spricht Hörbeispiele für das Wiktionary ein

Jens Remer ist seit 10 Monaten unter dem Benutzernamen jeuwre beim deutschsprachigen Wiktionary, dem freien Wörterbuch, aktiv und hat seither über 4500 professionell eingesprochene Hörbeispiele beigetragen. Im Gespräch mit Wikimedia Deutschland erzählt er von seiner Tätigkeit, spricht Erfolge und Probleme des Projekts an und gibt Tipps wie gute Aufnahmen gelingen können.

Aufruf zur Teilnahme an Wiki loves Pride

„Wiki loves Pride“ ist eine weltweite und im Juni wieder anlaufende Kampagne, mit dem Ziel, LGBT-Inhalte (Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender) in mehreren Wikimedia-Projekten zu erweitern und zu verbessern. „Wiki loves Pride“ wird von der Wikimedia-Nutzergruppe „Wikimedia LGBT“ organisiert.

Veranstaltungsort der WikiCon 2015 steht fest

Die diesjährige WikiCon findet vom 18. bis 20. September 2015 im Deutschen Hygiene-Museum im Herzen der sächsischen Landeshauptstadt Dresden statt. Derzeit werden Programmvorschläge gesammelt.

WMUA macht verschlossene Denkmallisten zugänglich

Nach mehreren Anläufen und bürokratischen Hürden, gelang es Wikimedia Ukraine, einen Teil der bisher unter Verschluss gehaltenen Denkmallisten zu veröffentlichen.

Neues aus der OSM-Welt #256

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 256“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 9. bis 15. Juni. U.a. läuft derzeit eine Fundraising-Campagne für einen neuen OSM-Server.

Redaktion Medizin nimmt Kontakt zur zentralen Medizinbibliothek, der ZB Med auf

Im Rahmen des 7. Treffens der Redaktion Medizin der deutschsprachigen Wikipedia, das diesmal im „Lokal K“ in Köln stattgefunden hatte, entstanden Kontakte zur zentralen Medizinbibliothek, der ZB Med.

Praxisleitfaden erläutert Rechtsfragen bei E-Learning und digitaler Lehre

Ein von Till Kreutzer verfasste Leitfaden erscheint in überarbeiteter und erweiterter Fassung und informiert über Rechtsfragen bei E-Learning und digitaler Lehre. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Regelungen für Bildungseinrichtungen und Bibliotheken, freie Inhalte und Lehrmaterialien (Open Educational Resources, OER) und der Erwerb von Nutzungsrechten.

Online-Selbstlernkurs „Freie Bildungsressourcen“ unter freier Lizenz

Am Zentrum für multimediales Lehren und Lernen der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg haben Lavinia Ionica und Kevin Atkins einen Online-Selbstlernkurs unter offener Lizenz mit drei Lernmodulen erstellt. Der Kurs dient als Einführung in die Thematik „Freie Bildungsressourcen“ und soll erste Schritte in die Erstellung eigener OER-Materialien ermöglichen.

Wiki Education Foundation gibt neue Wikipedia-Info-Broschüren heraus

Die Wiki Education Foundation hat zwei neue Info-Broschüren zum Bearbeiten der Wikipedia heraus gegeben. Darin finden sich konkrete Tipps und Hinweise zum Bearbeiten der Themenbereiche Ökologie und Frauenforschung.

Technik

Wikimedia Labs ausgefallen

Ein Fehler im Dateisystem führte in der vergangenen Woche zu einem Ausfall von Wikimedia Labs, weswegen mehrere Tools nicht mehr zur Verfügung standen.

Tech News issue #26

Die aktuelle Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Content-Translation-Tool in der deutschsprachigen Wikipedia aktiviert

Am 18. Juni wurde die Betaversion eines Tools in der deutschsprachigen Wikipedia aktiviert, das die Übersetzung von Artikeln aus anderen Sprachversionen erleichtern soll. MatthiasB testete das Tool und berichtete darüber.

Diskussion

Superprotect: How Wikimedia board candidates addressed it

Kandidatinnen und Kandidaten zum Board of Trustees gaben ihre Meinung zu Superprotect wieder.

Presse, Blogs und Websites

Audio-Beitrag über die Mitarbeit von Neuautoren bei der Wikipedia

DRadio Wissen berichtete in einem Audio-Beitrag über den Versuch einer Neuautorin, sich an der Wikipedia zu beteiligen und besucht dazu Achim Raschka im „Lokal K“ für ein Interview.

zeit.de bloggt über printwikipedia

Im Blog von zeit.de erschien ein Beitrag über das Projekt „printwikipedia“ von Michael Mandiberg. (Die Wikimedia:Woche berichtete)

„Wikipedia fürchtet Abschaffung der Panoramafreiheit“

Auf Golem wurde die derzeitige Problematik um die Panoramafreiheit und dessen Folgen für die Wikipedia thematisiert.

welt.de: „Kampf gegen das Netz“

Susanne Gaschke beklagte auf welt.de den Prozess beim Entfernen falscher Behauptungen in der Wikipedia.

„Can Wikipedia Survive?“

Der Autor Andrew Lih schrieb in der New York Times über die Entwicklungsperspektiven der Wikipedia.

Aschmidt fasste den Artikel im Wikipedia-Kurier zusammen.

Basler Zeitung schreibt über Probleme der Wikipedia

Die Basler Zeitung berichtete über Nachwuchs- und PR-Probleme in der Wikipedia.

FAZ über Wikitrends-Angaben

Ursula Scheer beschäftigte sich in der Frankfurter Allgmeinen Zeitung mit Ergebnissen des Statistik-Tools „Wikitrends“.

Termine

25.6.: Offenes Editieren Berlin

Die Berliner Ausgabe des monatlichen Offene Editierens, dem Treffen von Wikipedianerinnen und Wikipedianern zum gemeinsamen Bearbeiten der Wikipedia, findet ab 19.00 Uhr in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland statt.

25.6.: Das ABC des Freien Wissens

Am Donnerstag, den 25. Juni, 19.00 Uhr, heißt es beim ABC des Freien Wissens: „I=Inhalt. Wer partizipiert wirklich an Open Culture?“. Diesmal fragen wir, wer jenseits aller politischen und institutionellen Lippenbekenntnisse zu Open Culture am Ende wirklich an Entstehung und Inhalt von freier Kultur in der vernetzten Gesellschaft teil hat. Zu Gast sind Tim Renner, Kulturstaatssekretär von Berlin, Dr. Paula Marie Hildebrandt, Künstlerin und Stadtforscherin und Prof. Johannes Vogel, Direktor des Berliner Naturkundemuseums. Alle sind herzliche eingeladen, persönlich oder per Livestream dabei zu sein.

27. und 30.6.:BremenpediA vor Ort

Bremenpedia vor Ort findet in diesen Tagen mit einer Sonderöffnung gleich zwei Mal statt. Es handelt sich dabei um eine Veranstaltungsreihe im „Heimathaus Lesum“, dem Domizil des Heimat- und Verschönerungsvereins Bremen-Lesum e. V. (HVL). „Wikipedia vor Ort“ versteht sich als Anlaufadresse in Bremen-Lesum für alle Fragen rund um das freie Online-Lexikon Wikipedia und die freie Medien-Datenbank Wikimedia Commons.

27. Juni (Samstag 13.00-18.00 Uhr) (Sonderöffnung zum Tag der offenen Tür im Heimathaus im Rahmen des Stadtteilfestes „Sommer in Lesmona“)
30. Juni (Dienstag 15.00-17.00 Uhr)

1.7.: Women edit

Seit November 2012 trifft sich einmal im Monat eine Frauengruppe (immer offen für Neueinsteigerinnen!), um gemeinsam an Wikipedia mitzuarbeiten. Wie funktioniert dieses Megaprojekt, aus dem die größte Enzyklopädie der Welt hervorgegangen ist? Wie wird gewährleistet, dass die Artikel inhaltlich stimmen und was kann frau tun, wenn sie einen Fehler bemerkt? Um diese und viele andere Fragen geht es bei den „Women edit“-Treffen. Seit Mai 2014 treffen wir uns immer am 1. Mittwoch im Monat in der Wikimedia Geschäftsstelle. Vorkenntnisse sind nicht notwendig, jeder kann einfach vorbei kommen und loslegen – Wikipedia macht Spaß!

2.7.: Wikipedia Sprechstunde Bibliothek Hamburg

Wie jeden ersten Donnerstag im Monat, findet am 2. Juli im Lern- und Informationszentrum (LIZ) der Bücherhallen-Zentralbibliothek (2. OG) am Hühnerposten, die Wikipedia-Sprechstunde statt. Die Sprechstunde ist ein Angebot der Hamburger Wikipedia-Community. Im August fällt die Sprechstunde wegen der Sommerferien aus.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at June 25, 2015 07:37 AM

June 24, 2015

Iberty

Mit Menschen wie mit Menschen kommunizieren - ist es so schwer?

Border Leicester 01

Letztens unterhielt ich mich mit einem Wikipedianer über diverse Wikimedia-(WMF und WMDE-)Kommunikationen, die oftmals verquast wirken, werblich wirken, jegliche Augenhöhe vermissen und irgendwie abgeschottet und weit weg sind und zu allem möglichen Lust machen, aber nicht zur Interaktion. Fiel uns natürlich bei Wikimedia besonders auf, trifft aber sehr oft wenn man liest wie Institutionen und Organisationen versuchen auf Social Media zu agieren. Bei den Wikimedias ist es nur um so drolliger, weil da ja eigentlich die Ausgangsvoraussetzungen viel mehr auf Augenhöhe sind als in anderer organisierter Onlinekommunikation und weil "Interaktion" quasi das Grundwesen aller Wiki-Projekte ist. Und weil es doch eigentlich gar nicht so schwer ist. Um mich selbst von der Wikimania zu zitieren: "Treat them as friends."

Wie banal das ganze eigentlich ist, fiel mir auf als ich heute einen Post über gute Instagram-Nutzung von Unternehmen las - vermutlich der am wenigsten herzliche oder brüderliche Anlass. Und selbst die Werbeberater für Unternehmen schreiben:

Wie auch in anderen Social Media Kanälen, sind Marken auf Instagram dann am erfolgreichsten, wenn sie sich wie die Freunde eine Nutzers verhalten,... Ziel ist es also, über ungewöhnliche, ansprechende Bilder oder Videos Geschichten zu erzählen oder ein Statement zu hinterlassen, um einen Anlass zur Interaktion zur bieten.

Wenn das selbst Großreederein auf Instagramm hinkriegen Ist es denn so schwer, Interaktion und Kommunikation-wie-ein-Freund innerhalb eines Movements zu schaffen? Wohlgemerkt ein Movement, das schon in seinen Grundwerten auf Augenhöhe, Gleichberechtigung und Interaktion setzt?

Bild Border Leicester 01: By Xabier Cid (flickr.com) CC BY-SA 2.0

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at June 24, 2015 08:29 PM

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Susanne Gaschke zieht über die Wikipedia vom Leder

http://www.welt.de/politik/deutschland/article142905067/Wikipedia-Eintraege-aendern-Ein-teurer-Nervenkrieg.html

Ein krudes Gebräu aus unbelegten Behauptungen und Internet-Bashing. Die Watschn für das Münkler-Watch-Blog bürgt bereits für mangelnde Qualität.

Über Gaschke:

https://de.wikipedia.org/wiki/Susanne_Gaschke

by KlausGraf at June 24, 2015 11:06 AM

June 19, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Ist die Wikipedia sexistisch?

Bettina Hammer findet, dass die Argumente für den Sexismus-Vorwurf dünn sind:

http://www.heise.de/tp/artikel/45/45211/1.html

by KlausGraf at June 19, 2015 06:53 PM

Wikimedia Deutschland Blog

Jens Remer spricht Hörbeispiele für das Wiktionary ein

Foto: jeuwre, CC-BY-SA-4.0

Jens Remer (52) ist seit 10 Monaten unter dem Benutzernamen jeuwre beim deutschsprachigen Wiktionary, dem freien Wörterbuch, aktiv und hat seither über 4500 professionell eingesprochene Hörbeispiele beigetragen. Im Gespräch mit Wikimedia Deutschland erzählt er von seiner Tätigkeit, spricht Erfolge und Probleme des Projekts an und gibt Tipps wie gute Aufnahmen gelingen können.

 

Wie bist du auf das Wiktionary aufmerksam geworden?

Ich weiß es tatsächlich nicht mehr. Ich entsinne mich, mal in der Wikipedia:Schwesterprojekte-Seite gestöbert zu haben, das ist das Wahrscheinlichste.

 

Wie bist Du auf die Idee gekommen, Hörbeispiele beizutragen?

Ich bin ziemlich häufig im englischsprachigen Wiktionary, aber nur für Recherche. Die Aussprache ist für Nichtmuttersprachler grundlegend. Ich suche häufig eine korrekte Aussprache, und zwar als Hörbeispiel, nicht IPA. Mir fiel auf, wieviele Hörbeispiele da fehlen. Meist wurde ich dann fündig auf der Online-Version von Oxfords Advanced Learner’s Dictionary oder dict.cc. Ich hatte dann zwar mein Problem einer englischen Aussprache gelöst, aber wirklich befriedigend fand ich es nicht, vom Wiktionary wegklicken zu müssen.

Warum Hörbeispiele wichtig sind, ist für mich klar: erst über viele Sinne findet die Bedeutung und Benutzung eines Wortes Eingang ins Hirn. Hörbeispiele sind deshalb elementar.

Anläßlich eines Radiobeitrags wegen eines Jubiläums eines der Goethe-Institute im letzten Jahr kam das Thema erneut bei mir hoch. Eine Zahl aus dem Radiobeitrag ist haften geblieben: weltweit gibt es ca. 15 Mio. Deutsch Lernende. 15 Mio. Kunden für das Wiktionary. Das ist also eine unserer wichtigen Zielgruppen. Für mich ist es sogar „die“ Zielgruppe. Wo werden die wohl nach Bedeutungen, Benutzung und Aussprache suchen? Vielleicht bei uns. Aber spätestens bei der Aussprache werden sie leider häufig – genau wie ich – bei dict.cc nachhören müssen. Ziemlich schade, finde ich. Dabei kann man bei uns sehr genau den Sinn und die Benutzung eines Wortes erfassen. Also kann ich das Wegklicken aus dem Wiktionary nur ändern, wenn ich mitarbeite.

 

Wie kann man sich bei der Aufnahme und Einbindung von Hörbeispielen beteiligen?

Eine Anleitung dafür habe ich nach dem Wiktionary-Treffen in Wien Anfang März überarbeitet, sie findet sich auf de.wiktionary.org unter Hilfe:Hörbeispiele. Wer irgendetwas nicht versteht: Unter Benutzer:jeuwre kann jeder angemeldete Benutzer, der eine Frage hat, über den Link E-mail an diesen Benutzer mich gerne kontaktieren. Ich werde versuchen, schnell zu antworten.

 

Welche konkreten Tipps hast du zur Einsprache von Audio-Aufnahmen?

Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen. Am Anfang habe ich überbetont, d.h. viel zu deutlich gesprochen. Ich zog die Silben auseinander, ich sprach überdeutlich die Endsilben, jeden einzelnen Buchstaben habe ich betont. Nun wollen wir in den Aussprachebeispielen aber die natürliche Sprache abbilden. Das Ergebnis ist auch heute noch, dass ich manches Wort zwei- oder dreimal einsprechen muss. Wenn ich das Gefühl habe, es „klingt nicht stimmig“, dann sehe ich mir die IPA an oder höre mir andere Sprecher an.

Ich spreche im Stehen ein, die Stimme klingt voller. Und es gibt weniger Reflektionen vom Bildschirm und den Wänden. Auf einem Notenständer liegt das Papier mit den einzusprechenden Worten, dann gibt es kein Papierrascheln. Es muss ruhig im Raum sein, Nebengeräusche hört man leider sofort.

Wichtig ist ein gutes technisches Equipment. Sonst rauscht die Aufnahme zu stark. Am Anfang habe ich mit einem zu billigen Headset gearbeitet. Das war verschwendete Zeit. Ende letzten Jahres hat mir dann Wikimedia ein gutes USB-Mikrophon zur Verfügung gestellt. Ich hoffe, man hört es … .

Ansonsten sehe ich das Technische als eher nebensächliches Thema, da arbeitet man sich zügig ein. Audacity, das ist das kostenlose Aufnahmeprogramm, was ich benutze, ist einfach und bei der Benutzung weitgehend selbsterklärend.

Wenn man sich entschieden hat, einzusprechen, dann sollte man erstmal klein anfangen. Eine pragmatische Herangehensweise ist, sich ein Thema vorzunehmen. Beispielsweise alle Begriffe aus einem Verzeichnis, auf dessen Gebiet man bewandert ist, nehmen wir das Verzeichnis:Deutsch/Musik. Es kann frustrierend sein, wieviel noch einzusprechen ist. Und es ist schönes Gefühl, ein Thema komplett eingesprochen zu haben.

 

Was machst Du bei schwierigen oder langen Worten, wie gehst Du genau vor?

Ich spreche nichts ein, was nicht in meinem aktiven Sprachschatz ist. Ich möchte ein Gefühl für das Wort und seine Benutzung, seinen Kontext haben.

Als ich anfing, machte ich meine Erfahrungen mit meinen fehlerhaften Aussprachen, man könnte auch sagen: meinen Sprachmacken. Ich spreche beispielsweise Substantive auf -ng, also mit der Endsilbe -ung oder -ing, hinten mit einem ‚k': „Verwunderunk“, „Schmetterlink“. War mir, bevor ich hier loslegte, nicht bewusst. Das werde ich wohl auch nicht mehr abstellen. Einsprechen kann ich diese Substantive nur, wenn ich mich wirklich konzentriere. Es tut mir ziemlich gut, mir der eigenen Sprachmacken bewusst zu werden: nämlich dann, wenn ich mal wieder über das Lispeln meines Sohnes (er hat noch Zahnlücken) herziehen möchte.

 

Wie blickst du auf das Wiktionary-Treffen in Wien zurück?

Das war hervorragend! Ich kann jedem nur empfehlen, die Treffen zu besuchen. Z.B. kann ich Kritik oder Verbesserungsvorschläge der anderen in der Teestube oder auch zu einzelnen meiner Beiträge viel besser einschätzen. Ich habe ein Gefühl gekriegt, wer aktiv ist. Auch die Themen der Vortreffen werden nachbearbeitet oder wieder aufgegriffen. Ich habe einfach eine Idee, wie Wiktionary organisatorisch funktioniert. Und – ganz wichtig – ich habe ein paar Ansprechpartner gefunden, wenn ich mal eine Frage habe. Schließlich bin ich erst seit 10 Monaten dabei.

Genauso wichtig ist, dass die anderen gelernt haben, mich einzuschätzen. Ich bin vergleichsweise entspannt, wenn ich ein nicht perfektes Hörbeispiel bei uns höre. Meist ist es (für mich) gut genug. Ich habe nur ganz wenige Hörbeispiele übersprochen, meist wegen offensichtlich falscher Silbenbetonung.

 

Kannst du etwas über deinen Vortrag zur Audio-Einsprache auf dem Treffen berichten?

Ich bin an das Thema praktisch herangegangen. Ich habe die anderen Teilnehmer nach der Erläuterung, wie ich vorgehe, ein paar Worte einsprechen lassen. Also, sie durften sich vorne vor allen hinstellen, ein Zettel mit ein paar einzusprechenden Worten in der einen Hand, das Mikro in der anderen Hand, Audacity lief auf der Leinwand mit, und los ging’s. Jeder Versprecher wurde natürlich kommentiert. Es war lustig und ich bin sicher, keiner fühlte sich bloßgestellt. So konnte jeder mal seine eigene Erfahrung mit dem Einsprechen machen: gute Hörbeispiele zu erzeugen ist nicht so einfach.

 

Was denkst Du, wo steht das Wiktionary heute?

Es ist einfach großartig, was im deutschsprachigen Wiktionary in 11 Jahren geleistet wurde. Um genau zu sein: Ich finde es einfach unglaublich. Die Gebrüder Grimm haben zwei Arbeitsleben gebraucht für ihr „Deutsches Wörterbuch“ und danach war es noch lange nicht fertig! Nun sind wir bei weitem nicht vollständig, ich weiß. Es gibt noch viel zu tun. Trotzdem möchte ich würdigen, wieviel bereits erreicht wurde.

Es fehlen uns schlicht Freiwillige an der Sprache Interessierte, die zur Mitarbeit und auch zum Einsprechen bereit sind. Frauenstimmen fände ich besonders nett, sie brächten Vielfalt in die Hörbeispiele. Mir gefallen auch sehr die mundartlichen Aussprachen, z.B. Bairisch. Leider gibt es sie viel zu selten. (Und ich kann kein Bairisch.) „Gefühlt“ arbeiten sehr viele bei Wikipedia und viel weniger beim Wiktionary.

Das ist eine meiner Motivationen: Ich kann hier bleibende „Basisarbeit“ leisten, viel eher, als bei Wikipedia. Wenn ich an die aktuelle Wunschliste noch fehlender Worte denke, da sind viele wichtige Lemmata, die einfach bearbeitet gehörten.

Wenn wir mehr Einsprecher wären, dann würde ich persönlich mehr charakteristische Wortkombinationen einsprechen. Die Verknüpfung der Worte, das könnte dem Leser, hier besser: Hörer, wirklich helfen.

Noch etwas: ich möchte eine Lanze für die Admins brechen: Wieviel sie sichten, was sie an lästigem Vandalismus verhindern, wieviel Organisationsarbeit sie leisten, Chapeau! (mußte mal gesagt werden …)

 

Was könnte beim Wiktionary besser laufen?

Den Gesamtprozess des Einsprechens empfinde ich als ineffizient. Das Einsprechen selber vor dem Mikro geht schnell, aber das Schneiden, Hochladen, Kategorisieren und Verlinken im Lemma, das kostet zusammen (zu) viel Zeit. Ich schätze, dass auf dict.cc der Prozess mindestens um den Faktor drei (!) schneller geht, als bei uns. Unser Prozess ist leider zu technisch gedacht und nicht genug anwenderorientiert. Der Upload-Prozess geht auch erkennbar von Fotos und Videos aus, an Tonaufnahmen wurde anfänglich möglicherweise nicht gedacht. Der erhöhte Aufwand hält meines Erachtens auch potentielle Einsprecher von unserem Projekt ab. Hier müßte eine komplett andere technische Lösung her.

Als ein weiteres Problem empfinde ich die fehlerhaften Verlinkungen in unserem Projekt: beispielsweise von earthquake wird auf earth und quake verlinkt. Die englische Bedeutung von quake ist aber dort nicht angegeben, sondern nur der Imperativ des deutschen quakens. Das mag man ja noch als komisch empfinden. Das gleiche Problem gibt es aber auch systematisch bei Synonymen oder sinnverwandten Wörtern in adjektivischen Lemmata. Wenn ich beispielsweise von kultiviert das sinnverwandte Wort geschliffen aufrufe, dann erwarte ich das Adjektiv und nicht das Partizip von schleifen. Selbst wenn der Nicht-Muttersprachler von dort auf schleifen weiterklickt, er wird den figurativen Sinn von geschliffen kaum verstehen können.

Es ist aber leider nicht möglich auf geschliffen#Adjektiv zu verweisen, und damit einen nicht existenten Link in Rot anzuzeigen. Die schiere Anzahl dieser fehlerhaften Verlinkungen ist bedeutend. Letztlich ist das Thema nicht vom Leser her gedacht. Es wurde auf dem Treffen in Wien angesprochen, wir hatten aber keine Lösung …

 

Wenn du einen Wunsch frei hättest …

… würde ich mir einen Programmierer wünschen, der mir programmiert, Auswahlkriterien für Lemmata auf einer eigenen Seite einzugeben und mir selber eine Wort-Liste zu generieren. Beispielsweise zeige mir alle Lemmata, die A) in der Kategorie: Adjektiv (deutsch) sind, die B) mit „z“ beginnen, C) aus dem deutschen Sprachschatz stammen, D) aus dem Verzeichnis:Musik stammen, E) kein Hörbeispiel haben und F) kein IPA haben (natürlich auch noch für weitere Kriterien G), H), …). Distrowatch.com hat so etwas unter „Suche“ für Linux-Distributionen gemacht. Eine nette, aber praktische Kleinigkeit, nicht mehr.

by Nicolas Rueck at June 19, 2015 12:54 PM

June 18, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 23/2015

Hier kommt die 23. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

WMF nutzt Inhalte aus Wikipedia und Commons für wöchentliche News-Zusammenfassung

Die Wikimedia Foundation testet in ihrem Blog eine neue Rubrik in Form einer wöchentlichen bebilderten Zusammenfassung aktueller Ereignisse mit Informationen und Dateien aus Wikipedia und Commons. Um Feedback wird gebeten.

Präsidium hält 2. Klausurtagung

Das vierte Präsidium von Wikimedia Deutschland trifft sich am kommenden Wochenende in Berlin zu seiner zweiten Klausurtagung.

Projekte und Initiativen

Wikipedia erhält Prinzessin-von-Asturien-Preis

Die Wikipedia wird mit dem Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Kategorie internationale Zusammenarbeit ausgezeichnet.

Auch dieses Jahr wieder: Wiki-Picnic

Seit 2011 findet in den USA im Sommer das „Wiknic“ statt, „the picnic anyone can edit“. In diesem Jahr ist das Treffen ebenfalls wieder für verschiedene Regionen geplant.

Neue Meilensteine bei der bulgarisch- und dänischsprachigen Wikipedia

Die bulgarischsprachige und die dänischsprachige Wikipedia haben jeweils die Marke von 200.000 Artikeln überschritten.

Langjähriger Autor der polnischsprachigen Wikipedia im Porträt

Thomas Ganicz, Wikipedia-Autor der ersten Stunde, blickt auf 14 Jahre polnischsprachige Wikipedia zurück.

Neues aus der OSM-Welt #255

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 255“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 2. bis 8. Juni.

OpenGLAM-Workshop für Kulturinstitutionen

Am 18. Juni fand bei Wikimedia Deutschland der erste Workshop für Kulturinstitutionen statt, organisiert von der OpenGLAM-Gruppe, bei der WMDE Mitglied ist. Vertreterinnen und Vertreter von Museen, Bibliotheken und Archiven konnten bei einem Worldcafé ihre Kenntnisse z.B. über technische Aspekte offener Daten vertiefen oder konkrete Argumentationshilfen für freie Zugänglichkeit zu Digitalisaten für das eigene Haus mitnehmen. Ein Bericht zur Veranstaltung folgt im WMDE-Blog.

Ausstellung From Aaaaa! to ZZZap! in New York

Die Denny Gallery in New York zeigt die Ausstellung „From Aaaaa! to ZZZap!“ des Künstlers Michael Mandiberg, die auf dessen Projekt zum Druck der Wikipedia basiert.

Technik

Englischsprachige Wikipedia schafft Persondata-Vorlage ab

In der englischsprachigen Wikipedia sollen die Vorlage für Personen-Metadaten abgeschafft und die Daten nur noch über Wikidata gepflegt werden.

Deutschsprachige Wikipedia bekommt Übersetzungs-Tool

Das neue Translation-Tool zur Übersetung von Artikeln aus anderen Sprachversionen, soll voraussichtlich am 18. Juni als Beta-Feature in der deutschsprachigen Wikipedia aktiviert werden.

Verschlüsselte Verbindungen für unangemeldete Benutzer

Das Aufrufen von Wikipedia-Seiten wird in Zukunft auch für unangemeldete Benutzer über verschlüsselte Verbindungen erfolgen.

Tech News issue #25

Die aktuelle Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Rückblick auf die Interwiki-Migration

Auf addshore.com wird auf die Auslagerung der Interwikilinks von den einzelnen Wikipedia-Sprachversionen nach Wikidata zurück geblickt.

Neue Version der Wikidata Map in Arbeit

Vor etwa 1,5 Jahren wurde von Denny Vrandečić die erste Wikidata Map generiert. Nun wird der Code zur Erstellung einer Weltkarte mit Visualisierung von Wikidata-Einträgen überarbeitet.

Diskussion

Deutschsprachige Wikipedia wieder auf Platz 3

Die deutschsprachige Wikipedia liegt bei der Artikelanzahl wieder vor der niederländischsprachigen Wikipedia und damit nach der englischsprachigen und der schwedischsprachigen Wikipedia auf Platz 3. Die niederländischsprachige Version hatte die deutschsprachige zuvor überholt, nachdem dort zahlreiche botgenerierte Artikel angelegt worden waren.

Meinungsbild über die Einbindung von Daten aus Wikidata beendet

Die deutschsprachige Wikipedia-Community hat in einem Meinungsbild darüber abgestimmt, in wie fern Daten aus Wikidata in der deutschsprachigen Wikipedia eingebunden werden sollen.

Panoramafreiheit gefährdet

Das EU-Parlament akzeptierte einen Änderungsantrag für die Reform der EU-Urheberrechtsrichtlinie, der die in einigen Ländern geltende Panoramafreiheit einschränken würde.

Marketing-Agentur Sunshine Sachs bearbeitet Wikipedia

Die Marketing-Agentur Sunshine Sachs, soll Wikipedia-Artikel über dessen Kunden, darunter Mia Farrow und Naomi Campbell, manipuliert haben.

Presse, Blogs und Websites

zeit.de und welt.de schreiben über die Darstellung Frauen in der Wikipedia

In einem Artikel über Geschlechteridentität in Online-Communitys, berichtete zeit.de unter anderem über eine entsprechende Studie des Leibniz Instituts für Sozialwissenschaften, der ETH Zürich und der Universität Koblenz, über die Darstellung von Frauenbiografien in der Wikipedia.

Der Autor Hannes Stein kritisierte die Wikipedia auf welt.de als „sexistische Männerwelt“.

Bettina Winsemann kommentierte den Artikel von Hannes Stein auf Telepolis.

Wahlergebnisse mit Wikipedia vorhersehen?

In einem Test wurden die Aufrufzahlen der Wikipedia für Prognosen für das Wahlergebnis der schweizer Parlamentswahlen im Oktober herangezogen.

Kanton Thurgau für die Wikipedia erschließen

Die Thurgauer Zeitung berichtete über ein Vorhaben zur Neuautorengewinnung, das von Benutzer:Lantus und mit Unterstützung von der Kantonsbibliothek initiiert wurde.

Termine

19.-21.6.: EnthusiastiCon

am kommenden Wochenende findet am Tempelhofer Ufer 23-24 die erste EnthusiastiCon statt. Die EnthusiastiCon ist eine Veranstaltung nur zum Thema Programmieren mit Vorträgen, Interaktion und viel Zeit zum persönlichen Austausch.

19.-21.6.: Treffen der Redaktion Medizin

Die Redaktion Medizin der deutschsprachigen Wikipedia trifft sich vom 19.-21. Juni zum 7. Mal. Veranstaltungsort ist das Lokal K in Köln.

19.-21.6.: Guide-Camp 3

Zum dritten Mal kommen Wikipedianerinnen und Wikipedianer zusammen, um gemeinsam Konzepte zur nichtadministrativen Konfliktbewältigung zu erarbeiten. Das Guide-Camp findet in Augsburg un Hotel IBIS, Halderstr. 25 statt.

25.6.: Das ABC des Freien Wissens

Am Donnerstag, den 25. Juni, 19.00 Uhr, lautet das Thema des ABC des Freien Wissens: „I=Inhalt. Wer partizipiert wirklich an Open Culture?“ Zu Gast sind Tim Renner, Kulturstaatssekretär von Berlin, Dr. Paula Marie Hildebrandt, Künstlerin und Stadtforscherin und Prof. Johannes Vogel, Direktor des Berliner Naturkundemuseums. Herzliche Einladung an alle, persönlich oder per Livestream dabei zu sein!


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at June 18, 2015 01:53 PM

June 15, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

EnthusiastiCon vom 19.-21. Juni: Eine Konferenz zum Thema Begeisterung für das Programmieren

Nur noch wenige Tage bis zur EnthusiastiCon! Haltet euch das Wochenende frei!!!

Liebe Programmerinnen und Programmierer, liebe digital Interessierte,

nächstes Wochenende vom 19.-21 Juni ist es endlich soweit! Die erste EnthusiastiCon findet in den Räumen der Wikimedia Deutschland statt.
Be there or be
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Eine Veranstaltung nur zum Thema Programmieren mit Vorträgen, Interaktion und viel Zeit zum persönlichen Austausch. Teilt eure Leidenschaft mit anderen und kommt vorbei. Auf SourceCode Berlin findet ihr den Ablaufplan und einen Sneak-Peak zu den Themen, die uns begeistern werden.

Zum Beispiel habt ihr euch schon einmal überlegt, dass Impro-Theater aus euch einen besseren Entwickler machen könnte? Wie es einfacher ist, wartbaren Code zu schreiben? Wie ein Betriebsystem aussehen kann, dass von Grund auf sauber entwickelt wird? Dies und viel viel mehr wird auf der EnthusiastiCon diskutiert.

Hier geht’s zum Ablaufplan: https://sourcecode.berlin/enthusiasticon/

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

Wir freuen uns auf euch! Bis ganz bald…der Countdown läuft.

 

Euer EnthusiastiCon Team

by Jens Ohlig at June 15, 2015 12:11 PM

June 14, 2015

DaB.

Englische Wikipedia etwas sicherer

Wie heise berichtet, hat die WMF beschlossen, den Zugriff auf die Wikipedia etwas zu erhöhen und scheint auch mächtig stolz darauf zu sein. Die Zugriffs-Sicherheit zu erhöhen, ist natürlich immer eine gute Idee. Nur hat die WMF vergessen zu erwähnen, dass es HSTS im Moment nur für die Englische Wikipedia gibt; alle anderen gehen mal wieder leer aus.

Und auch weiterhin kann jedes Regime auf dieser Welt seine Bürger abhören, wenn sie auf die Wikipedia zugreifen – denn wirklich neuartige Verfahren wie DNSSEC (ok, so neuartig ist das gar nicht mehr…) und DANE werden von der WMF weiterhin nicht angeboten.

Für die nicht-öffentlichen Bereiche wie z.B. das OTRS warte ich übrigens schon über 3 Monate darauf, dass das Sicherheits-Niveau mal wenigstens auf Wikipedia-Level angehoben wird (also z.B. PFS) – und NIX tut sich. Und ich hätte noch ein paar Baustellen, wo die WMF was für sie Sicherheit tun könnte – aber die lässt sich ja lieber für Kleinigkeiten feiern.

by DaB. at June 14, 2015 12:58 PM

June 13, 2015

Iberty

Wikipedia: es wird wieder einfacher

Brebis limousine02 SDA2012
So mancher Wikipedia-Artikel ist schon ziemlich alt.

Mal eine Beobachtung am Rande: nachdem es jahrelang schwerer wurde, noch "freie Flächen" in der Wikipedia zu finden, in denen man neues schreiben konnte, scheint es mir zunehmend wieder einfacher zu werden. Sehr viele Artikel sind auf einem Stand von 2009/2010/2011 und da kurz zu recherchieren was seitdem passiert ist, geht einfach und mit wenig Aufwand lässt sich schnell Gutes tun. <noscript>
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at June 13, 2015 11:02 AM

June 11, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 22/2015

Liebe Leserinnen und Leser der Wikimedia-Woche,

vielen Dank für euer Interesse, das regelmäßige Feedback und alle Beiträge zu diesem wöchentlichen Newsletter.

In dieser Ausgabe möchten wir nochmal gesondert hervorheben, dass noch bis zum kommenden Sonntag die Inputphase zur WMDE-Jahresplanung läuft. Bis dahin werden im Meta-Wiki Themen, Anregungen und Fragen für den Jahreskompass des Präsidiums von Wikimedia Deutschland im Rahmen der partizipativen Jahresplanung 2016 gesammelt. Weitere Informationen siehe unten.

Aber jetzt erst mal viel Spaß mit der 22. Wikimedia-Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Inputphase zur WMDE-Jahresplanung 2016 noch bis Sonntag

Noch bis Sonntag wird Input für den Jahreskompass des Präsidiums von Wikimedia Deutschland im Rahmen der partizipativen Jahresplanung 2016 gesammelt.

Board of Trustees: Drei neue Mitglieder

Bei der diesjährigen Wikimania werden drei neue Mitglieder ihren Posten im Board of Trustees der Wikimedia Foundation antreten. Denny Vrandečić, Dariusz Jemielniak und James Heilman konnten sich gegen 17 Mitbewerbende durchsetzen, unter ihnen auch die drei amtierenden Mitglieder Phoebe Ayers, María Sefidari und Samuel SJ Klein. Derweil wird in den Communitys diskutiert, ob „Wahl durch Zustimmung“ und die entsprechende Wertung von Ja- und Nein-Stimmen das für diese Wahl am besten geeignete Verfahren ist.

Wie die Wahlen organisiert sind, berichtete die Wikimedia Foundation in einem gesonderten Blogpost.

Globaler Finanzbericht der Wikimedia-Organisationen

Im letzten halben Jahr haben die vier Finance Fellows bei der Wikimedia Foundation die Jahresberichte der Wikimedia-Organisationen aus dem Jahr 2013 analysiert und zu einem globalen Report zusammengeführt. Darin werden Einnahmen und Ausgaben der Organisationen dargestellt und regional verglichen.

„Evaluation helps Wikimedia leaders learn together“

Ausgehend von einer entsprechenden Session auf der vergangenen Wikimedia Conference, berichteten Wikimedia Foundation und Wikimedia Deutschland im Movement-Blog über Evaluation und dessen Nutzen für das Movement.

Rosemary Rein neue Leiterin des Learning and Evaluation Teams

Rosemary Rein übernimmt die Leitung des Learning and Evaluation Teams der Wikimedia Foundation.

WMUK nimmt Änderungen in der Freiwilligenförderung vor

Wikimedia United Kingdom möchte Änderungen bei der Freiwilligenförderung vornehmen und bitte dazu um Feedback.

Projekte und Initiativen

Geförderte Projekte aus den Communitys im Mai 2015

Die monatliche Übersicht mit geförderten Projekten aus den Communitys ist nun im Blog von Wikimedia Deutschland zu finden.

Konzept für ein freies Lexikon für Kinder fertiggestellt

Von Michael Schulte und Ziko van Dijk wurde das „Projekt Freies Kinderlexikon“ durchgeführt. Ziel war die Erstellung eines Konzepts für eine „kindgerechte Wiki-Enzyklopädie“. Das Konzept liegt nun vor. Das Modellwiki unter Klexikon.de ist seit Dezember 2014 aktiv. Fragen und Hinweise zum Konzept sind herzlich willkommen.

Wikipedia-Kleiderkollektion von Wikimedia CH und heidi.com

Wikimedia CH hat mit heidi.com eine Wikipedia-Kleiderkollektion entworfen. 50 Prozent der Verkaufserlöse gehen an das Schweizer Chapter.

OERup!

Das Projekt OERup! greift den Bedarf zur Verbreitung und Implementierung von Open Educational Resources und Open Educational Practices in der Erwachsenenbildung in Europa auf. Die in diesem Zusammenhang entstandenen Analysen zu OER in der Erwachsenenbildung sind online verfügbar.

Finanzierung von OER – wie funktioniert das?

In einem Video auf Youtube werden Erfahrungen aus der Praxis an Beispielen von L3T, Schulbuch-O-Mat und iMooX erklärt. Das Video wurde unter CC-BY-SA 4.0 veröffentlicht.

Erstmals trafen sich die Jungwikipedianer

Am vergangenen Wochenende trafen sich im Lokal K in Köln erstmals die Jungwikipedianer. Sie bilden eine Einrichtung und Gemeinschaft von und für junge Wikipedianer.

Video und weitere Informationen über Community-Treffen gebloggt

Unter dem Titel „How to join a Wikipedia meetup near you“, erklärt Jimmy Wales grundlegende Informationen zu Community-Treffen zum Bearbeiten der Wikipedia. Detailierte Informationen gibt ein entsprechender Blogpost der Wikimedia Foundation.

Barbara Fischer berichtet von internationaler Museumskonferenz

Barbara Fischer von Wikimedia Deutschland war dazu eingeladen worden, auf der internationalen Museumskonferenz „We are Museums 2015“ vom 31. Mai bis 2. Juni 2015 in Berlin zusammen mit Dr. Ellen Euler (DDB) einen Workshop zu Freien Lizenzen zu geben und berichtet nun was die Museumswelt aktuell beschäftigt.

Sara Thomas berichtet über ihre Tätigkeit als Wikimedian in Residence in Schottland

Sara Thomas berichtet über ihre abgeschlossene viermonatige Tätigkeit als Wikimedian in Residence mit den Museen in Glasgow und ihre zukünftige Arbeit.

GLAM: Das passierte im Mai

Die neueste Zusammenfassung der GLAM-Aktivitäten wurde im GLAM-Wiki veröffentlicht.

Technik

Mitmachen und das Design der Wikimedia-Projekte verbessern

Das Wikimedia Design-Team sucht Freiwillige, die sich an Umfragen und Usertests zum Design und zur Benutzbarkeit der Wikimedia-Projekte beteiligen.

Auswertung zum Übersetzungs-Tool

Die Wikimedia Foundation berichtet über aktuelle Zahlen und neue Entwicklungen zum Übersetzungs-Tool. Über 5000 neue Artikel wurden bisher mit Hilfe des Tools erstellt.

Tech News issue #24

Die aktuelle Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Diskussion

Über Daten aus DBpedia

Gerard Meijssen ruft zur engeren Kooperation zwischen den Wikipedia-, Wikidata- und DBpedia-Communitys auf.

Presse, Blogs und Websites

Gnom bloggt über Begegnungen der letzten Woche

Wikipedia-Benutzer und Präsidiumsmitglied von Wikimedia Deutschland Gnom berichtet in seinem Blog über Begegnungen der vergangenen Woche; darunter ein Gespräch mit dem Leiter des Archivs des Deutschen Museums, der mitteilte, dass das Archiv im kommenden Jahr seine neu digitalisierten Bestände online stelle möchte.

Tagesanzeiger über Löschdiskussionen in Wikipedia

Der schweizer Tagesanzeiger schrieb über die Löschdiskussion zum Artikel des Vereins Digital Allmend und befragte u. a. Patrick Kenel von Wikimedia CH zur Lage.

Basellandschaftliche Zeitung über Wikipedian in Residence an Basler Uni-Bibliothek

Die Basellandschaftliche Zeitung berichtet über Micha Rieser, der zur Zeit als Wikipedian in Residence an der Basler Uni-Bibliothek arbeitet.

orf.at berichtet über WikiProjekt zu österreichsichen Denkmallisten

Auf orf.at erschien ein Bericht über das WikiProjekt „Wiki Takes Nordtiroler Oberland 2015“, das vom 3. bis 7. Juni zur Bebilderung der denkmalgeschützten Objekte in den Bezirken Landeck und Imst statt fand.

Termine

13.6.: 11. Wikipedianischer Salon zur langen Nacht der Wissenschaften (LNDW)

Anläßlich der „Langen Nacht der Wissenschaften“ am 13. Juni 2015 findet der 11. Wikipedianische Salon in Berlin-Adlershof statt. Von 17.00 bis 21.00 Uhr geht es um das Thema „Gemeinsames wissenschaftliches Arbeiten in Wikipedia“. An dem Abend soll in lockeren Gesprächsrunden mit interessiertem Publikum nicht nur über das Übliche der in die Jahre gekommenen Wikipedia gesprochen werden, sondern vor allem über ihre aktuellen Entwicklungen in positiver, aber auch negativer Hinsicht. Besondere Berücksichtigung sollen dabei die Möglichkeiten der Wikipedia als Trainingsmöglichkeit für die Publikation wissenschaftlicher Arbeiten erfahren. Als Ort steht der kleine Clubraum im Haus D (WISTA-Management) zur Verfügung. Auf einen Besuch freuen sich Andreas Paul und Michael Schlesinger.

15.6.: „Digitale Bildung“ – gleichzeitige Veranstaltungen der Regierungsfraktionen

Für den 15. Juni haben sowohl die die Bundestagsfraktionen von SPD wie auch von CDU/CSU eine Fachtagung zum Thema „Digitale Bildung“ angekündigt. Anmeldung ist nur noch zur Fachtagung von CDU/CSU möglich.

16.6.: Cornelia Parker im Gespräch mit Jimmy Wales

Die britische Künstlerin Cornelia Parker trifft am 15. Juni, 18.30 bis 20.00 Uhr in der British Library in London zum Gespräch auf Jimmy Wales.

16.6.: Podcast zu OER in Leicester, England (auf Englisch)

Im Rahmen des Programms „Building Schools for the Future“ zur Modernisierung von Schulen werden in Leicester für 23 Schulen 340 Millionen Pfund investiert. Die Projektverantwortliche für den Bereich Technologie, Josie Fraser, berichtet am 16. Juni bei „zugehOERt! live“ darüber, welche zentrale Rolle Open Educational Resources dabei spielen.

19.6.: Office Hour für Wikidata

Am 19. Juni findet um 16.00 Uhr im Freenode-Channel #wikimedia-office die nächste Wikidata-Office-Hour statt.

19.-21.6.: EnthusiastiCon

Die EnthusiastiCon möchte die Begeisterung zum programmieren wecken. Sie findet vom 19. bis 21. Juni in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland statt, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin

25.6.: Das ABC des Freien Wissens

Am Donnerstag, den 25. Juni, 19.00 Uhr, lautet das Thema des ABC des Freien Wissens: „I=Inhalt. Wer partizipiert wirklich an Open Culture?“ Zu Gast sind Tim Renner, Kulturstaatssekretär von Berlin, Dr. Paula Marie Hildebrandt, Künstlerin und Stadtforscherin und Prof. Johannes Vogel, Direktor des Berliner Naturkundemuseums. Herzliche Einladung an alle, persönlich oder per Livestream dabei zu sein!

15.7.: Learning Day zur Wikimania México

Im Vorfeld der Wikimania wird es am 15. Juli einen Learning Day geben. Die Plätze sind allerdings begrenzt.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at June 11, 2015 12:24 PM

June 10, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im Mai 2015

Die folgende Liste zeigt eine chronologische Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im Mai. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Festivalsommer-Aufnahme von Achim Raschka, CC-BY-SA 3.0

Bereits im Mai, also noch vor der Hochsaison, waren für den Festivalsommer 13 Veranstaltungen angemeldet. Die ersten Uploads kommen von dem Groezrock in Meerhout (Belgien), dem Impericon Festival in Leipzig, dem Holsten Brauereifest, dem Hafen Rock und dem Pirate Satellite Festival in Hamburg, sowie dem Rock Hard Festival in Gelsenkirchen. Der Festivalsommer ist ein Projekt von freiwilligen Wikipedianerinnen und Wikipedianern, um gezielt freie Bilder von Künstlern und Bands im Musikbereich zu schaffen. Hier befindet sich der Festivalplan für das ganze Jahr.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Grupen von Wikipedianerinnen und Wikipedianern ist über Wikipedia:Lokales zu finden.

Einige Communitys hinter den lokalen Räumen führen außerdem eigene Blogs, über die eine Auswahl dort stattgefundener Veranstaltungen und Aktionen nachgelesen werden kann:

1.5.: Wikicon-Vortreffen

Die Vorbereitungen für die WikiCon in Dresden (18. bis 20. September) sind bereits in vollem Gange, das Orgateam arbeitet mit Hochdruck. Konzept und zusagter Förderplan liegen jetzt vor, in Kürze wird die Location bekannt gegeben.

Die WikiCon ist eine jährliche, seit 2011 stattfindende Convention der deutschsprachigen Communitys der Wikimedia-Projekte.

8.5.: Tech on Tour Stuttgart

Tech on Tour machte diesmal Station in Stuttgart. Die Ergebnisse wurden wieder zum Nachlesen in einem Etherpad festgehalten.

Tech on Tour besteht aus fünf Workshops. Idee ist es, zum einem den Stand der Dinge bei der Technischen Wünsche Liste vorzustellen und zum anderen die Verbesserungsmöglichkeiten zu diskutieren.

9.5.: Jurysitzung 22. Schreibwettbewerb

In Berlin fand die Jurysitzung zum 22. Schreibwettbewerb der Wikipedia statt. Die Preisträger stehen nun fest und Wikimedia Deutschland bedankt sich ganz herzlich bei allen Autorinnen und Autoren für ihre großartige Artikelarbeit und bei der Jury für die Auswertung der zahlreichen Beiträge. Der Siegerartikel behandelt das Thema Sangam-Literatur und wurde hauptsächlich von Benutzer:Jbuchholz verfasst.

10.5.: Fußballspiel Turbine Potsdam vs. FF USV Jena

Benutzer:Stepro war als Fotograf beim Erstligaspiel Turbine Potsdam vs. FF USV Jena. Dies war der letzte Spieltag der Saison, weswegen neben dem eigentlichen Fußballspiel mit entsprechender Prominenz zu rechnen war. Zudem wurde Anna Felicitas Saarholz bei Turbine verabschiedet.

13.5.: Fototechniksupport Wikimedia Conference

Stu West bei der WMF Board of Trustees Session auf der Wikimedia Conference, Foto: Robin Krahl, CC-BY-SA 4.0

Für die Wikimedia Conference erhielt Robin Krahl einen Fototechniksupport um die Veranstaltung fotografisch dokumentieren zu können.

15.5.: Abbyy Finereader Online / dewikisource

Seit dem 15. Mai 2015 steht Wikisource ein Softwarestipendium für ABBYY Finereader Online zur Verfügung. Dabei handelt es sich um ein für ein Jahr gültiges Kontingent von 12.000 OCR-Seiten. Der Account wird von Benutzer:Aschroet verwaltet. Bisher wurde die Software beispielsweise für die Digitalisierung des Buchs Armenien und Europa. Eine Anklageschrift von Johannes Lepsius genutzt.

16./17.5.: Corso Leopold 2015-1

Stand auf dem Corso-Leopold, Foto: Flo Sorg, CC-0

Zweimal jährlich trifft sich die Münchener Wikipedia-Community zum Straßenfest Corso Leopold. Die Aktiven organisieren dort einen Stand, an dem sie den Besuchern die Wikimedia-Projekte nahe bringen. Bilder von dem Stand können auf Commons betrachtet werden.

16.5.: Wikiprojekt Sauerland

Beim Sauerland-Treffen zog es die Wikipedianerinnen und Wikipedianer im Mai nach Wenden, zunächst zu einer Führung in die Kapelle an der Dörnschlade und anschließend in die Wendener Hütte. Ein Bericht, die dort entstandenen Fotos und daraus resultierenden Ergebnisse anschließender Artikelarbeit sind über die Projektseite zu finden.

18.5.: Stammtisch Wiesbaden

Der Wiesbadener Stammtisch traf sich am 18. Mai im Europaviertel. Das Treffen war von Wikimedia Deutschland versichert worden.

21.5.: Pfingstturnier Wiesbaden

Internationales Pfingstturnier Wiesbaden, Foto: Michael Kramer, CC-BY-SA 3.0, 2.5, 2.0, 1.0

Benutzer:Mich.kramer und Benutzer:Teta pk waren bereits in den Jahren 2013 und 2014 auf dem Pfingstturnier in Wiesbaden. In diesem Jahr besuchten sie die Veranstaltung erneut, um sie fotografisch zu dokumentieren. Die Bilder sind alle auf Commons zu finden.

22.5.: Fototechniksupport Mediawiki Hackathon Lyon

Einen Fototechniksupport gab es auch für den Benutzer:DerHexer, der den Hackathon, das Treffen der Wikimedia-Tech-Community in Lyon, besuchte.

23.5.: Exkursion Kloster Gravenhorst

Wikipedianer um den Stammtisch Münster trafen sich im Mai zu einer gemeinsamen Exkursion zum Kloster Gravenhorst und einem anschließenden Stadtrundgang durch Ibbenbüren. Ein Bericht ist auf der Projektseite zu finden.

23.5.: Internationaler Hackathon Mahmud Sabeen

Am Samstag, den 23. Mai wurde der Internationale Hackathon im Gedenken an die pakistanische Menschenrechtlerin Sabeen Mahmud ausgetragen. Mahmud organisierte den ersten Hackathon Pakistans und wurde am 24. April 2015 auf den Straßen von Karatschi erschossen. Auch in Berlin nahmen Wikipedia-Autorinnen daran teil, mit dem Ziel einen Tag lang gemeinsam möglichst viele Wikipedia-Artikel rund ums Thema „Frauenrechte und Frauen in der Technik“ zu bearbeiten. Dabei wurden neue Artikel zu Dreamcatcher (2015), Sabeen Mahmud und Amy Balkin angelegt.

28.5.: Stammtisch Bremen

Die Bremer Wikipedianerinnen und Wikipedianer nähern sich langsam ihrem 100. Stammtisch. Bereits zum 97. Mal trafen sie sich am 25. Mai. Die Veranstaltung war von Wikimedia Deutschland durch die Community-Versicherung abgedeckt.

30.5.: Stammtisch Ruhrgebiet Villa Hügel

Der 63. Ruhrgebietsstammtisch führte die Wikipedianer und Wikipedianerinnen aus der Region nach Essen in die oberhalb des Baldeneysees gelegene Villa Hügel nebst zugehöriger Parkanlage. Nach Erkundung der Anlage fand eine geführte Besichtigungstour durch einige Räumlichkeiten der Villa statt. Alles weitere ist auf der Projektseite zu finden.

Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende regelmäßige Community-Termine fanden auch im Mai wieder mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland statt:

05.05.: Bremenpedia vor Ort

06.05.: Women edit

07.05.: Wikipedia-Sprechstunde Bibliothek Hamburg

08.05.: Offenes Editieren Stuttgart

19.05.: Bremenpedia vor Ort

28.05.: Offenes Editieren Berlin

by Nicolas Rueck at June 10, 2015 01:29 PM

June 09, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Konzept für ein freies Lexikon für Kinder fertiggestellt

Ein Gastbeitrag der Klexikon-Organisatoren:
Wikimedia Deutschland hat mit seinem Förderprogramm Freies Wissen das „Projekt Freies Kinderlexikon“ ermöglicht. Durchgeführt wurde das Projekt von Michael Schulte und Ziko van Dijk. Ziel war ein Konzept für eine „kindgerechte Wiki-Enzyklopädie“. Das Konzept liegt nun vor, das Modellwiki unter Klexikon.de ist seit Dezember 2014 aktiv. Fragen und Hinweise zum Konzept sind nun herzlich willkommen. Aber bitte bei Kommentaren zum Konzept und zum Modellwiki darauf achten, dass auch Kinder verstehen, worüber diskutiert wird :)

by Nicolas Rueck at June 09, 2015 10:03 AM

June 05, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Das ABC des Freien Wissens „I=Inhalt. Wer partizipiert wirklich an Open Culture?“

ABC-Logo. Markus Büsges, leomaria [CC BY-SA 3.0]

Am Donnerstag, den 25. Juni, 19 Uhr, findet das nächste “ABC des Freien Wissens” statt. Diesmal fragen wir, wer jenseits aller politischen und institutionellen Lippenbekenntnisse zu Open Culture wirklich teil an Entstehung und Inhalt freier Kultur hat.

Viele Köche verderben den Brei. – Eine Weisheit aus längst vergangener Zeit, wie es scheint. Ob im schulischen, akademischen oder beruflichen Kontext – Partizipation ist das Diktum der Stunde. Gerade für das Ziel, allen Menschen das Wissen der Welt zugänglich zu machen, gehören partizipative Strategien zum Kernkonzept. Doch führen all die Bemühungen, diese Vision für den Bereich Open Culture zu realisieren, wirklich zu der breiten Teilhabe an Kultur, die so oft beschworen wird?

Was können Kulturinstitutionen konkret tun, um nach der Digitalisierung ihres Kulturguts im nächsten Schritt den wirklichen Zugang dazu zu gewährleisten? Welche politischen Weichenstellungen müssen nach der Digitalisierung im Kulturbereich erfolgen, um das Mantra der Teilhabe in die gelebte Alltagsrealität zu übersetzen? Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion!

Wir laden herzlich ein zum ABC des Freien Wissens:


Content is king. Aber auch für alle zugänglich? Foto: Chris Dlugosz, https://flic.kr/p/5raMFX, CC-BY-SA 2.0

„I=Inhalt. Wer partizipiert wirklich an Open Culture?“

Donnerstag, 25. Juni, 19 Uhr
Wikimedia Deutschland e.V.
Tempelhofer Ufer 23-24

Gäste:
Tim Renner, Kulturstaatssekretär von Berlin
Dr. Paula Marie Hildebrandt, Künstlerin und Stadtforscherin
Prof. Johannes Vogel, Direktor Museum für Naturkunde Berlin

Moderation: Barbara Fischer, Wikimedia Deutschland

Rauminszenierung: Performing Citizenship / Welcomecity

  • Der Eintritt ist frei. Um unsere Veranstaltungen noch besser zu machen, freuen wir uns über eine Anmeldung unter salon@wikimedia.de
  • Der Salon ist am Veranstaltungstag auf der Website als Livestream abzurufen.
  • Unter #wmdesalon kann mitdiskutiert werden.

by Lilli Iliev at June 05, 2015 10:34 AM

June 04, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Eine Reise zum Mond

Museen entdecken ihre Besucher

Der Raum hatte keine Fenster. Zwischen der schräg abfallenden dunklen Funktionsdecke und dem schwarz gebeizten Fußboden standen ca. 200 schwarze Jacobsen Stühle mit roten Raketeemblemkissen (siehe Konferenzlogo) darauf, alles andere weiße Wände. Im Raum waren gut 150 Frauen und circa 50 Männer aus ganz Europa und darüber hinaus. Sie interessierten sich alle scheinbar nur für Eines: Wer besucht wann, warum, für wie lange und mit wem ein Museum?

Das Raketenemblemlogo der Konferenz

Ich war eingeladen auf der internationalen Museumskonferenz „We are Museums 2015“ vom 31. Mai bis 2. Juni 2015 in Berlin zusammen mit Dr. Ellen Euler (DDB) einen Workshop zu Freien Lizenzen zu geben. So hatte ich Gelegenheit zu hören und zu sehen, was die Museumswelt aktuell beschäftigt.

 Der vermessene Museumsbesucher

Die Reise zum Mond, public domain, via Wikimedia Commons

Shooting Star war Robert Stein aus Dallas. The charming Texas boy enttäuschte jedoch unsere stereotypen Erwartungen, denn er kam ohne den unvermeidlichen Stetson Hut. Er sprach von den Anstrengungen des Dallas Art Museum Big Data über ihre Besucher zu generieren. Dank der Übertragung des alten Pfadfinderprinzips, belohne gutes Benehmen mit einem „badge“, hier Prämienpunkten, gelingt es seinem Team, Museumsbesucher zu bereitwilligen Datenlieferanten zu machen. Auf der Jagd nach Prämien kommunizieren die Besucher über SMS die Codes zu den Artefakten und offenbaren, was sie sich anschauen, wie oft sie wieder kommen und ob sie im Laufe der Zeit ihre Besuchergewohnheiten ändern. Ziel war es, durch den geschickten Einsatz von Anreizen, die Publikumszahlen des Museums zu steigern und die Besucher zu „repeater“, aka Wiederholungstätern, zu machen. Nach zwei Jahren Laufzeit des Programms DAM Friends hatten sie über 1 Millionen Rohdaten und die Besucherzahlen waren beachtlich gestiegen. Schon träumt Stein von einem weltweiten Museumsnetzwerk, in dem auf ähnliche Weise Daten über Museumsbesucher zusammentragen werden und so endlich helfen, das Geheimnis zu lüften: Warum gehen Menschen in Museen? Denn die Software, mit der die Daten ausgewertet werden, steht unter einer offenen Lizenz anderen Museen zur Nachnutzung zur Verfügung. Ein sehr aufschlussreicher Vortrag. Besonders wenn man ihn vor dem Hintergrund des Gesamtprogramms der Konferenz betrachtet. Egal, ob Conxa Rodà vom Catalanischen Kunstmuseum oder die beiden New Yorker Sree Sreenivasan vom Metropolitan Museum of Art und Micah Walter vom Cooper Hewitt Design Museum oder Elise Albenque vom Schloss Versailles, sie alle suchen den Nahblick auf den Besucher. Sie wollen mehr über ihn wissen. Sie wollen erfahren, was ihn bewegt, um ihn zum Freund gewinnen. Freundschaft wird zur Kundenbindung und das Museum zum Supermarkt? Die Konferenzteilnehmer lauschten so intensiv, dass sie darüber selbst fast das Twittern vergaßen.

We chat on WeChat

Die Marketing-Abteilung des Schloss Versailles hatte entdeckt, dass der Besucheranteil chinesischer Individualtouristen in den letzten Jahren so zugenommen hatte, dass diese den US-Amerikanern den Rang abliefen. Doch die üblichen Social Media Kanäle zum Aufbau und Pflege von Kundenbeziehungen prallen an der Mauer der chinesischen Zensur ab. Albenque begab sich daher auf Forschungsreise in die Spiegelwelt des chinesisches Internets. Wo man nicht googelt, sondern auf Baidu sucht und der chinesische Twitter-Service Weibo in seiner Popularität vom Hybridservice WeChat abgelöst wird. Knapp eine halbe Milliarde WeChat-Nutzer in China und 70 Mio außerhalb in vier Jahren. Zur Vermeidung von Transkriptionsfehlern zwischen lateinischen Buchstaben und chinesischen Zeichen werden bei Namen tatsächlich QR Codes als Identifikatoren eingesetzt. Das Schloss Versailles ist vermutlich das erste europäische Museum mit einem offiziellen WeChat-Account und musste lernen, dass in China der „Palace of Versailles“ nicht einzigartig ist. Es gab bereits etliche ähnlich klingende WeChat-Konten. Markenrecht wirkt hier nicht.

 Der Pen

Einen anderen Weg ihren Besuchern tief in die Augen zu schauen, geht das Design Museum Cooper Hewitt. Sie kreierten einen übergroßen Stift: The Pen. Hätte ich geahnt, dass es noch kein Bild des Stiftes auf Wikimedia Commons gibt, hätte ich gewagt, ihn mit meinem dürftigen Handy zu fotografieren. Aber das Internet war überlastet, die Beleuchtung schlecht und der Stift wanderte weiter durch die Reihen. Diese Aufgabe ist noch offen! Sie lohnt es. Der Pen wird Museumsgeschichte schreiben. Mit ihm kann der Besucher seine Lieblingsstücke aus dem Museum quasi mit nach Hause nehmen. Nicht ein Handy-Schnappschuss durch Vitrinenglas, sondern eine professionelle Aufnahme mit Metadaten und Beschreibung. Denn mit dem Stift sammelt der Besucher versteckt hinter den Labels der Exponate Codes und kann sie anschließend nach einer Anmeldeprozedur per E-Mail auf seinen eigenen Computer geschickt bekommen. Im Austausch erfährt das Museum, was ihren Besuchern gefällt, wie lange sie im Haus verweilen und wie oft sie wieder kommen. Hier werden also Daten gegen Daten getauscht. Doch während das Museum die Besucherdaten weiter nutzen kann, kann der Besucher die Museumsdaten nur privat betrachten. Denn leider musste Walter einräumen, dass die Lizenzlage bei den meisten Objekten des Museums eine freie Nachnutzung der Digitalisate durch die Besucher verhindere. „We work on it!“, tröstete er. Sreenivasan vom Metropolitan hingegen versprach, dass sie noch bis zum Jahresende all ihr digitales Bildmaterial unter eine Freie Lizenz stellen werden. Das behalten wir im Auge.

 Mit J.F. Kennedy gesprochen

Bild von NASA/Bill Inglais, Public Domain via Wikimedia Commons

Die Reden zusammengefasst und hinzugenommen die Kommentare der Teilnehmer in den Q&A Runden und auf den Fluren verfestigten bei mir den Eindruck: Die Museen sind so damit beschäftigt, ihre Besucher überhaupt erst kennen zu lernen, dass sie über die Frage, ob sich durch die Digitalisierung und die Verbreitung der digitalisierten Inhalte die Rolle der Museen auch in Bezug auf ihre Beziehung zu ihren Besuchern verändern wird, noch kaum Gedanken machen. Außer Robert Stein! In Kennedy-Manier forderte er die Museen auf, sich aktiv in den gesellschaftlichen Diskurs einzumischen und Empathie als zentrale soziale Fähigkeit als Museumsaufgabe zu fördern. Begeisterter Applaus für seine Moonshot-Rede war die Reaktion des Publikums. Und wer sich mal anschauen möchte, was die Übersetzung der Stein-Rede in Ausstellungskonzeption bedeutet, dem empfehle ich die ebenso verstörende wie bewegende Greenaway-Ausstellung „Gehorsam“ aktuell im Berliner Jüdischen Museum.

Die Lizenz-Workshop Präsentation gibt es auf Commons.

by Barbara Fischer at June 04, 2015 05:16 PM

Wikimedia:Woche 21/2015

Hier kommt die 21. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

FDC-Wahl beendet

Die Wahl zum Funds Dissemination Committee (FDC) endete am 31. Mai. Das Ergebnis ist im Meta-Wiki zu finden.

WMDE in 3 Minuten – April 2015

Wikimedia Deutschland präsentiert das Monatsvideo für April.

Inputphase WMDE-Jahresplanung 2016 startet nächste Woche

In den letzten Wochen stand im Vereinsforum von Wikimedia Deutschland ein Vorschlag für den Ablauf der partizipativen Planung zur Diskussion. Im nächsten Schritt werden ab kommenden Montag, 1. Juni, für zwei Wochen, also bis einschl. 14. Juni, im Meta-Wiki Themen, Anregungen und Fragen gesammelt:

Der ausführliche Vorschlag für den gesamten Prozess der Jahresplanung 2016 ist hier im Vereinsforum zu finden (einmalige Anmeldung erforderlich):

Termin der 17. MV und Protokoll der letzten Telefonkonferenz

im Vereinsforum von Wikimedia Deutschland ist seit heute das Protokoll der letzten Telefonkonferenz von Präsidium und Vorstand vom 13. Mai veröffentlicht.

3. Ausgabe des Wikiversum veröffentlicht

Die dritte Ausgabe behandelt die Arbeit von Wikimedia Deutschland und anderen Wikimedia-Organisationen für eine moderne und einheitliche Urheberrechts-Gesetzgebung innerhalb Europas. Das Wikiversum bietet vierteljährlich Informationen über die vielen Facetten des Freien Wissens, die Arbeit Wikimedia Deutschlands und Termine für anstehende Veranstaltungen.

Personelle Veränderungen bei der Wiki Education Foundation

Die Wiki Education Foundation begrüßt die neuen Mitarbeiter Tom Porter (Senior Manager of Development) und Ryan McGrady (Community Engagement Manger). McGrady war bereits zuvor als Interims Classroom Program Manager tätig.

WMFR veröffentlicht Quartalsbericht

Wikimedia Frankreich veröffentlicht seinen Quartalsbericht, die „WikiRevue n°9“. Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit mit dem ersten Public-Domain-Festival.

Wikimedia Research Newsletter Mai 2015

Über weitere interessante Themen aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Wikipedia, berichtet der Wikimedia Research Newsletter in seiner Maiausgabe 2015.

Projekte und Initiativen

WMF: Auswertung der Inspire-Kampagne

Johnathan Morgan stellt im Movement-Blog die Erkenntnisse aus der Inspire-Kampagne der Wikimedia Foundation vor. Die Kampagne hatte das Ziel, die ungleiche Beteiligung von Frauen und Männern in den Wikimedia-Projekten zu verringern.

Wiki-Dialog: Ein Konzept für digitales Lernen in Wikipedia-Communities

In der neuen Broschüre „Wiki-Dialog: Ein Konzept für digitales Lernen in Wikipedia-Communities“ werden seitens der Projektpartner Wikimedia Deutschland, Wikimedia Schweiz, Wikimedia Österreich sowie der Beuth Hochschule für Technik Berlin die Ergebnisse aus dem Projekt Wiki-Dialog anwendungsbezogen zusammengefasst.

Studie in DEWP: Pharma-Artikel sind akkurat und größtenteils vollständig

Eine Studie untersuchte die Korrektheit und Vollständigkeit von deutschsprachigen Wikipedia Artikeln zum Thema Pharmazie und kommt zu positivem Ergebnis.

Persondata-Vorlage auf englischsprachiger Wikipedia wird entfernt

Die englischsprachige Wikipedia-Community hat sich entschieden die Persondata-Vorlage zugunsten von Wikidata zu entfernen.

OER-Erklärvideos von edeos

Die Medienagentur edeos – digital education bietet Bildungsmaterialien (Filme, Infografiken, Skripte und Unterrichtsmaterialien) aus verschiedenen Förderprojekten als OER auf ihrer Webseite zum Download an. Thematisch geht es in den Bildungsmaterialien um globales Lernen oder politische Sachverhalte.

OER-Unterrichtsmaterial der Siemens Stiftung

Die Siemens Stiftung betreibt ein mehrsprachiges Medienportal mit rund 4.800 Lehr- und Lernmaterialien zur Unterrichtsvorbereitung und -durchführung, die zunehmend als OER zur Verfügung gestellt werden.

Anbieter von OER-Online-Kursen gründen den MOOChub

Ende Mai kündigten Mooin von oncampus / Fachhochschule Lübeck und iMooX von der Uni Graz und der TU Graz die Gründung von einem „MOOChub“ an. Der MOOChub ist der Zusammenschluss verschiedener MOOC-Portale von Hochschulen mit dem Ziel Teilnehmenden eine breitere Vielfalt an OER-Kursangeboten zentral bereit zu stellen.

Podcast zu OER: Qualität und Qualitätssicherung

Qualitätssicherung gilt als eine der größten Herausforderungen für OER. In dem Podcast greifen Prof. Dr. Ulf-Daniel Ehlers, Vizepräsident für Qualität und Lehre an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und Jan Neumann vom Hochschulbibliothekszentrum NRW die aktuelle Debatte um Qualitätssicherung und OER auf.

Wiki loves Earth 2015 beendet

Der diesjährige Fotowettbewerb Wiki loves Earth ist beendet. Insgesamt wurden über 100.000 Bilder hochgeladen. Die meisten Uploads kamen aus der Ukraine. Wiki Loves Earth 2015 (WLE) ist ein von Wikipedia/Wikimedia organisierter Fotowettbewerb rund um geschützte Naturelemente und Landschaftsbereiche, der in mehreren Ländern stattfindet. Fotobeiträge zu Schutzgebieten/Objekten in Deutschland konnten vom 1. Mai bis zum 31. Mai 2015 hochgeladen werden.

Wikipedia-Artikel über medizinische Themen in chinesischer Sprache

Im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen Wikimedia Taiwan, dem Wikiproject Medicine und einer medizinischen Bildungseinrichtung in Taipeh, wurden gezielt viele Artikel zu medizinischen Themen für die chinesischsprachige Wikipedia übersetzt.

Technik

Wikidata

Zur Vereinfachung des Hinzufügens von Einzelnachweisen auf Wikidata hat Magnus Manske ein neues Werkzeug veröffentlicht.

EventZoom wird vorgestellt

EventZoom ist ein Projekt zum Einsatz von Wikidata für Visualisierungen von historischen Ereignissen. Im Blog von Wikimedia Deutschland stellt User:Johansen.fred seine Arbeit vor.

Wikimedia Hackathon 2015

In Lyon fand der Wikimedia Hackathon statt, mit starker Beteiligung von allen, die an der Technik der Wikimedia Projekte arbeiten.

Semantic MediaWiki 2.2.1 veröffentlicht

Mit verschiedenen Bugfixen wurde am 2. Juni Semantic MediaWiki 2.2.1 veröffentlicht.

Tech News issue #23

Die aktuelle Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Diskussion

Caitlyn Jenners Wikipedia-Artikel

Wikipedianer haben den ENWP-Artikel der ehemals als Bruce Jenner bekannten Caitly Jenner entsprechend ihrer Identität auf weibliche Personalpronomen umgestellt.

Meinungsbild über Nutzung von Daten aus Wikidata in der Wikipedia gestartet

Die deutschsprachige Wikipedia-Community stimmt derzeit in einem Meinungsbild über die Nutzung von Daten aus Wikidata in der Wikipedia ab.

Presse und Websites

Beamte sollen Wikipedia-Eintrag über Polizeiopfer geändert haben

Die Süddeutsche Zeitung berichtete am 2. Juni darüber, wie Polizeibeamte Wikipedia-Artikel über Opfer von Polizeigewalt geändert haben sollen.

Wikipedia: Ein Kreuz für Atheisten

diesseits.de, „das Humanistische Magazin“, berichtete über genealogische Zeichen in der Wikipedia.

Termine

Das ABC des Freien Wissens

Am Donnerstag, den 25. Juni, 19:00 Uhr, heißt es beim ABC des Freien Wissens: „I=Inhalt. Wer partizipiert wirklich an Open Culture?“ Zu Gast sind Tim Renner, Kulturstaatssekretär von Berlin, Dr. Paula Marie Hildebrandt, Künstlerin und Stadtforscherin und Prof. Johannes Vogel, Direktor des Berliner Naturkundemuseums. Herzliche Einladung an alle, persönlich oder per Livestream dabei zu sein!

Erstes Treffen der Jungwikipedianer

Erstmals treffen sich die Jungwikipedianer am kommenden Wochenende im Lokal K in Köln.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at June 04, 2015 02:51 PM

May 27, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

May 26, 2015

lyzzy

Wählen ist besser als nicht wählen

Es ist wieder so weit: Alle zwei Jahre wählt die Community (beziehungsweise die vielen Communities) der unterschiedlichen Wikimedia-Projekte drei Mitglieder des 10-köpfigen Kuratoriums der Wikimedia Foundation. Ein Privileg, das von zu vielen Wikipedianern und Wikimedianern nicht genutzt wird. In den vergangenen Jahren gab es viel und zum Teil durchaus gerechtfertigte Kritik an der Foundation und am Kuratorium. Man kann natürlich weiter meckern und sich als Opfer böser Mächte gefallen, man kann aber auch selbst daran mitwirken, dass sich mit der Wahl geeigneter Personen die Zusammensetzung und Dynamik des Kuratoriums ändert.

Warum wählen besser ist als nicht wählen:

  1. Mehr Perspektiven im Kuratorium für bessere Entscheidungen
    Vielfalt im Kuratorium bedeutet vor allem, dass in der Abwägung unterschiedlicher Optionen und derer Konsequenzen möglichst viele Perspektiven berücksichtigt werden. Die Wikimedia Foundation und deren Kuratorium braucht Mitglieder aus der Community, denn die Community ist es, was unsere Projekte am Leben hält. Die Community ist sensibel, verwundbar, selbstbewusst und manchmal gleichzeitig schreckhaft und voreingenommen, aber im Kuratorium keineswegs stimmlos oder ohne Einfluss. Wer die Bedürfnisse und Vorschläge der Community transportieren und darstellen kann und dabei nicht das jeweilige Einzelinteresse sondern das große Ganze im Blick hat, der hat alle Möglichkeiten, dies in die Entscheidungen einfließen zu lassen. Das sichert keine Mehrheit, natürlich nicht, aber es hilft dem gesamten Kuratorium und der Geschäftsstelle der Foundation, sich ein besseres Bild zu verschaffen.
  2. Die Community-Wahl ist keine Alibi-Veranstaltung
    Echt. Wir brauchen nicht nur Kuratoriums-Mitglieder aus der Community, wir wollen sie auch. Denn sie sind die Spezialisten in dem Feld, das für die Foundation wesentlich ist. Wir wollen und brauchen auch andere Spezialisten, wenn wir sie nicht aus der Community bekommen können. Auch das zählt zur Vielfalt, die wir suchen. Aber wer, wenn nicht die Community selbst, ist am besten in der Lage, geeignete Kandidaten aus den eigenen Reihen festzulegen. Das funktioniert aber nur dann wirklich, wenn ihr auch wählt.
  3. Jede Stimme zählt!
    Und zwar ganz besonders.  Ja – Nein – Enthaltung, und das bei jedem Kandidaten. Was das bedeutet, erläutert Dirk Franke in seinem Blogpost „How to vote for the Wikimedia Foundation board – be negativ„.

Was ein potentielles Kuratoriumsmitglied aus der Community mitbringen sollte? Möglichst etwas mehr als ausschließlich eine wertvolle Autorin oder ein wertvoller Autor zu sein. Erfahrung in Gremien – gerne auch außerhalb der Wikiversums, meinungsstark aber kompromissfähig, mehr an Lösungen als an Problemen interessiert  – das wäre meine Wunschbesetzung.

In diesem Jahr stellen 20 Kandidaten zur Wahl. 20 Personen, die sich nicht nur selbst vorgestellt haben, sondern auch auf über 30 Fragen aus der Community antworten. Viel zu lesen, aber es lohnt sich. Und es geht um was Wichtiges für die Community.

Bis zum kommenden Sonntag kann noch gewählt werden. Bitte hier entlang!

 

 

by Alice Wiegand at May 26, 2015 07:14 PM

May 20, 2015

Iberty

How to vote for the Wikimedia Foundation board - be negative!

Dog and a ram
The Wikimedia Foundation is - said roughly - the organisation running the infrastructure behind Wikipedia. The Foundation is governed by a Board of Trustees comprised of volunteers. Out of the 10 board members 3 are elected by the community of the Wikimedia projects. This election is now.

There is an election page and several posts about who to vote. I will focus on "How to vote" or: how to maximize impact with your votes..

In general the system used is a form of approval voting. As such it is similar used to the voting system used by Wikimedia Deutschland for its board and as already written in this blog (and agreed upon by Wikipedia): there are two ways to maximize impact in such as system:

When you really want somebody to be on the board only vote for this person (or these people) = Bullet voting

When you really want somebody not to be on the board vote for everybody but this person. = Compromise voting.

But the WMF system does not offer two choices (yes or nay) but three (yes, neutral, nay) and even more interesting. The different votes are weighted differently. In the most likely outcomes the nay votes will have way more impact than the yes votes. Neutral votes are not counted in any way:

How are the winners determined, and what is the process once voting is completed?

Voters submit votes using a Support/Neutral/Oppose system. The votes will be tallied and the candidates will be ranked by percentage of support, defined as the number of votes cast in support of the candidate divided by the total number of votes cast for the candidate ("neutral" preferences are not counted, so this is the sum of support and oppose votes) - Support/Support+Oppose. The candidates with the highest percentage of support will be recommended to the Board of Trustees for appointment, which occurs once additional verification of requirements is completed.

Why nay votes count

To give you some examples with small numbers:

Person A who receives 9 support votes and one oppose vote has an approval rate of 90%.

Person B who receives 17 support votes and two oppose votes has an approval rate of 89%.

In this case person A would be the winner although in total numbers he has only half the support of person B. In this scenario the candidate needs 9 support votes to make up for one oppose vote.

This of course works for bigger numbers as well:

A  90- 10 gives an approval rate of 90%
B 900-101 gives an approval rate of 89,91%
A wins

A. 900 - 100 gives an approval rate of 90%
B: 908 - 101 gives an approval rate of 89,99%
A wins

The higher the approval rate for the top candidates is in general, the higher is the impact of a negative vote.

With an approval rate of 90% for the top canditaes voting nay has 9 times more impact than voting yes. Around 80% approval rate the impact of a nay is 4 times as big, around 70% approval rate the factor is below 3 and around 50% the factor is just one. Below 50%, the support votes become more influential than nays.

Given normal circumstances in such an election the approval rates for the top three candidates should be over 70 or 80%; so a negative given has three to four times than impact than a positive vote given.

For you as tatical voter this means: don't waste nay-votes. Don't vote neutral. 

What does that mean?

First, let's hope not everybody votes strategically - the likely outcome would be that all of the candidates will receive an approval rate of less than 50% which would really deligitimize the whole system. But probably this won't happen.

What will likely happen is another scenario: not the people who have the most support in the movement will win, but those who have the least opposition. This of course favours a different kind of candidates: people more keen on compromise, without strong opinions and more middle-of-the-road-types.

On the good side: the probably will make the board in general more efficient. Middle-of-the-road candidates need less time and attention of the other board members. For an international board comprised of 10 volunteers this is important. Coordinating 10 people in this setting is even strenous enough when all of the are great teamplayers.

On the good side: if gives a fighting chance to people from smaller projects. They may not be as well known internationally as those from the english Wikipedia but in this system it's not really the total number of people supporting one candidate that counts. Coming from a smaller project and having a big majority there supporting you could be more helpful.

But, seen from a community standpoint, it favours candidates who are less likely to stand for their points, who are less assertive and are less ready that may hurt or are not popular. Or, said differently: it favours candidates who just may get lost inside the board and never be seen again after their election.   


 




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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at May 20, 2015 07:07 AM

May 18, 2015

Iberty

Partizipative Jahresplanung bei WMDE (2/3)

Ŝaf'farbita

Wikimedia Deutschland hat sich - nicht ganz ohne stupsen - dazu entschlossen, partizipativ jahreszuplanen. Dafür gibt es seit geraumen Wochen einen Vorschlag des Präsidiums:

PP16

Diesen wollte ich mir mal näher anschauen und etwas dazu zu schreiben. Und da ich selbst größeren Mühen hatte, diesen Vorschlag durchzulesen und mir halbwegs eine Meinung dazu zu bilden, gehe ich mal davon aus, dass es anderen genauso geht, und habe mich für ein dreiteiliges Konzept entschieden.

(1) Eine Zusammenfassung des Vorschlags (Post vom 11. Mai)
(1a) Ein paar Rückfragen (Post vom 12. Mai; Fragen noch offen)
(2) Fragen/Anmerkungen/Kritikpunkte (dieser Post)
(3) Einen Ergänzungs/Alternativ/Umbauvorschlag (kommt die Tage).

Aber nun zum 2.ten Teil: Was sollen wir denn davon halten?

Um es kurz zu machen: kann ganz gut werden, kann auch schlecht werden. Vor allem ist noch sehr viel sehr unbestimmt.

Zur Form:


Ich habe ja die Randveranstaltungen der Wikimedia Conference genutzt, um mich noch mal etwas mit den entsprechenden Menschen zu unterhalten, was mein Verständnis des Prozesses deutlich befördert hat. Allerdings spricht es natürlich nicht für den Prozess, wenn es noch längerer Gespräche bedarf, um ihn zu verstehen. Wie schon gesagt: die Aufbereitung ist vorsichtig gesagt suboptimal und ganz hervorragend geeignet, Leute erst gar nicht zu beteiligen. Hoffen wir mal, dass es bei den weiteren Schritten besser wird.

Auch habe ich verstanden, warum ich bei dem Entwurf prinzipiell skeptisch positiv bin, viele andere mit denen ich sprach, aber kaum eine Hoffnung sehen: der Entwurf hat im Wesentlichen zwei Teile. Einen Plaintextteil und einen hervorgehobenen Teil in blauen Kästen. Der Plaintexttei ist deutlich optimistischer und zukunftsgewandter, während der blau hervorgehobene Teil vor allem ausführlich erklärt was alles nicht geht. Ich habe den Plaintext gelesen und den Rest nur überflogen, viele andere scheinen es andersrum gemacht zu haben. Good news: mir wurde glaubhaft versichert, dass die blauen Kästen ignoriert werden können und ausschließlich vergangenheitsbezogen sind.  

Dank Poupou ist die Originalversion jetzt ohne verwirrende blaue Kästen. Zu dokumentarischen Zwecken hier noch mal der Link auf die verkastelte Version.

Zeitplan:

Aber nun zum Entwurf:  der sieht im Wesentlichen vor: es wird eine - sehr weit ausgesreute und reichlich kurze - Inputphase für die diversen Communitys geben, aus denen das Präsidium einen Jahreskompass erstellt, aus dem dann wiederum die Geschäftsstelle einen operativen Jahresplan erstellt. Irgendwann irgendwann möglicherweise gibt es zwischendurch noch diverse Feedbackrunden.

Das ist schon wieder dicht gedrängt - ich weiß ja auch durchaus, warum im MV-Antrag stand, dass Ressourcen ab Januar dafür zur Verfügung stehen sollen - aber ist jetzt auch nicht mehr zu ändern und die nächste MV kommt auch.

Inhalte und offene Fragen:

Es ist noch alles sehr viel offen, und quasi alles hängt davon ab, wie die bisher vage skizzierten Schritte ausgestaltet werden. Das nun wiederum hängt stark von der verantwortlichen Person, aka Christian Rickerts, ab der ja auch erst seit 18 Tagen im Amt ist und sich noch einarbeiten muss.

Also:
* Wie ist die Frage nach Input aufgebaut? Wie weit wird sie tatsächlich gestreut? Kann man sich da sinnvoll beteiligen ohne fünf Jahre WMDE-Organisations-Geschichte nachholen zu müssen?
 * Was und wieviel Input kommt tatsächlich? (Wobei der kurze Zeitplan da meinen Optimismus etwas dämpft)
* Wie wird das Präsidium den (und am besten auch noch den aus der letzten Jahresplandiskussion) aufgreifen und was daraus machen?
* Wie konkret wird der Jahreskompass tatsächlich und inwieweit schafft er es, die Richtung präziser zu setzen als "muss irgendwas mit Freiem Wissen zu tun haben"?
* Wie sehen die Feedbackrunden dann aus? Welchen Grad der Verbindlichkeit haben die?
* Welche Möglichkeiten der Partizipation gibt es beim fertigen Jahresplan? Also: hat die MV überhaupt eine andere Möglichkeit als "Ja und Amen" zu sagen.

Fazit:

Womit dann dieser Teil weniger eine Einschätzung geworden ist, sondern eher ein - ich bin gespannt mit vielen offenen Fragen. On the plus side: das Präsidium will und es ist zumindest mal ein Anfang gemacht, auf dem man aufbauen kann. Wie sinnvoll oder nicht-sinnvoll dieser Anfang wird, ist noch sehr sehr offen. Das wichtigste an diesem Prozess wird wohl in den nächsten Wochen und Monaten passieren - was aber auch heißt: jetzt ist der Zeitpunkt um zu sagen, was man will, und nicht der, um darauf zu warten, was wohl passieren wird.
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at May 18, 2015 08:06 PM

May 17, 2015

DaB.

Nimm nicht an AbstimmungenBoard-Wahlen teil

Heute starten bekanntlich die Wahlen zum Board der Wikimedia-Foundation. Oder um es ehrlicher zu sagen: Es starten die Wahlen um die 3 Alibi-Wahl-Posten zu besetzen. Die meisten Sitze im Board werden nämlich gar nicht gewählt, sondern das Board ernennt sie in unendlicher Weisheit einfach selbst.
Um eine Parallele zum Real-Life zu haben: Der Bundestag hat (gerundet) 600 Sitze, wovon 180 durch uns Bürger gewählt werden dürfen. Die meisten Sitze (300) würden die Abgeordneten selber ernennen.
Würdest du zu einer Bundestagswahl gehen, wo du nur 3/10 der Abgeordneten wählen dürftest? Vermutlich nicht. Daher solltest du auch nicht bei der WMF-Wahl mitmachen. Jede Stimme, jedes % an Wahlbeteiligung, dient dem ganzem Board später als Rechtfertigung warum sie das Sagen haben. Seid gute Demokraten und ignoriert Wahlen, wo ihr nichts verändern könnt.

by DaB. at May 17, 2015 12:32 PM

May 12, 2015

Iberty

Partizipative Jahresplanung bei WMDE (1a/3)

Sardinian Sheep portrait

Wikimedia Deutschland hat sich - nicht ganz ohne stupsen - dazu entschlossen, partizipativ jahreszuplanen. Dafür gibt es seit geraumen Wochen einen Vorschlag des Präsidiums. Diesen wollte ich mir mal näher anschauen und etwas dazu zu schreiben. Und da ich selbst größeren Mühen hatte, diesen Vorschlag durchzulesen und mir halbwegs eine Meinung dazu zu bilden, gehe ich mal davon aus, dass es anderen genauso geht, und habe mich für ein dreiteiliges Konzept entschieden. 

(1) Eine Zusammenfassung des Vorschlags (Post von Gestern)
(1a) Ein paar Rückfragen (dieser Post)
(2) Fragen/Anmerkungen/Kritikpunkte (kommt die Tage)
(3) Einen Ergänzungs/Alternativ/Umbauvorschlag (kommt die Tage).

Aber nun zum 1a-sten Teil:

Beim näheren Nachdenken über den Post stellten sich mir doch viele Fragen. Ein paar davon habe ich gesammelt und mal an der korrekt vorgesehen Stelle im Wikimedia-Forum gestellt. Zu Dokumentationszwecken auch hier:

Beim Lesen des Textes sind mir dann doch ein paar Fragen gekommen, die vielleicht jemand beantworten kann:

Was ist denn der aktuelle Stand der Aufbereitung der Aktivitäten?

Es gibt ja nach bisherigem Verfahren zwei (ehemals drei) Möglichkeiten der Mitwirkung: Ehemals die Tour, die Online-Diskussionsphase nach Veröffentlichung des Plans und die MV. Im neuen
Entwurf finde ich von den drei Sachen nichts mehr: soll es Tour und/oder Diskussionsphase noch weiter geben? Und welche Rolle spielen sie?

Speziell zur letzten Diskussionsphase: die war ja recht intensiv, soweit ich nachvollziehen konnte, führte sie aber zu keinerlei Änderungen des Plans mehr. Für den Plan 2016: gibt es von der eine struturierte Auswertung und wird sie Auswirkungen auf den Plan 2016 geben?

Speziell zur MV: ist eine Möglichkeit vorgesehen, wie die MV tatsächlich aktiver werden kann als "ja" sagen oder das Risiko einzugehen, dass es gar keinen Plan gibt?

Zum Entwurf jetzt: was für eine Art des Inputs wird denn ungefähr erwartet? Eher so "wir sollten mehr Community fördern" oder eher so "die Wikicon sollte 2016 in Süddeutschland stattfinden, etwas zwischen 70.000 und 80.000 Euro kosten und einen externen Keynote-Speaker haben?"

Eh, wie konkret/unkonkret soll denn der Jahreskompass werden?

Speziell zum Thema: "Es entsteht der Impuls, die Budgets den Schwerpunkten zuzuordnen. Der Finanzteil wird damit als Grundlage für eine Interpretation der Schwerpunktsetzung gebraucht, die nur scheitern kann, weil sich die eigentliche Schwerpunktsetzung nicht herauslesen lässt." - ist irgendeine Mitwirkung im Bereich der Finanzen vorgesehen?

 
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at May 12, 2015 08:27 AM

May 11, 2015

Iberty

Partizipative Jahresplanung bei WMDE (1/3)



Alpine Stone Sheep

Wikimedia Deutschland hat sich - nicht ganz ohne stupsen - dazu entschlossen, partizipativ jahreszuplanen. Dafür gibt es seit geraumen Wochen einen Vorschlag des Präsidiums. Diesen wollte ich mir mal näher anschauen und etwas dazu zu schreiben. Und da ich selbst größeren Mühen hatte, diesen Vorschlag durchzulesen und mir halbwegs eine Meinung dazu zu bilden, gehe ich mal davon aus, dass es anderen genauso geht, und habe mich für ein dreiteiliges Konzept entschieden. 

(1) Eine Zusammenfassung des Vorschlags (dieser Post)
(2) Fragen/Anmerkungen/Kritikpunkte (kommt die Tage)
(3) Einen Ergänzungs/Alternativ/Umbauvorschlag (kommt die Tage).

Aber nun zum ersten Teil:

Es liegt ein Entwurf des Präsidiums zur partizipativen Planung vor, den es erstellt hat, „damit wir uns daran abarbeiten können.“ Soweit so gut, theoretisch erleichtert es die Diskussion ja, wenn sie nicht mit tabula rasa beginnt, sondern es irgendwas gibt. Aber, nun kommt das aber, nachdem ich beim ersten Versuch es zu lesen am Verständnis (und ok, mangelnder Zeit) gescheitert bin, habe ich jetzt das freie Wochenende genutzt und tatsächlich so mit jedes-Wort-einzeln-Ansehen und mir-Notizen-machen versucht das Ganze zu verstehen. Auch dabei habe ich jetzt vor allem viele virtuelle Fragezeichen über meinem Kopf.

Ich versuche mal das Dokument zusammenzufassen:

(0)    Vermutlich: ungefähr jetzt dokumentiert die GS alle Aktivitäten des Vereins und stellt diese Dokumentation hoffentlich zur Verfügung.

(1)    Von Mitte Mai bis Ende Juni können alle möglichen Menschen irgendwie Input geben. Das präziseste was ich in der Vorstellung fand war „Es ist daran gedacht, die Inputphase zu Beginn online durchzuführen. Bereits in den Wochen bis zum Start und auch im laufenden Prozess können in Absprache zwischen Vertreterinnen und Vertretern der „Kerncommunitys“ und der Geschäftsstelle aber weitere Formate entwickelt werden, um konzentriert Fragen zu entwickeln und Antworten zu geben, die auch Real-Life-Treffen oder andere Formate nicht ausschließen. Dies kann sich dann auch am Ausmaß der Rückmeldungen orientieren.“

(2)    Aus dem Input bastelt das Präsidium irgendwie auf einem Treffen mit externer Moderationen bis Mitte Juli einen Jahreskompass – was genau der enthält und wie spezifisch er sein wird, wird mir aus dem Papier noch nicht ganz klar.

(3)    Der Jahreskompass wird dann irgendwie mit den Mitgliedern gefeedbackt und ist Ende Juli endgültig.

(4)    Ab dem Jahreskompass verläuft alles eher wie bisher und am Ende gibt es etwas fertiges was die MV beschließen muss/darf/soll.

Vor allem sehe ich eine Menge Leerstellen bisher und noch nicht wirklich klares. Auf jeden Fall werden wir bald irgendwie von irgendwem gefragt werden was wir wollen. Allerdings scheint es nach dem bisherigen Verfahren doch so zu sein, dass die Mitwirkung recht unverbindlich ist und ihr Ergebnis niemand bindet, und dass die wirklich bindenden Teile des Jahresplans wie bisher auch geplant werden.

Längerfristig:
•    Zitat: "Perspektivisch streben wir außerdem an, auch die Möglichkeiten zur Partizipation an den Aktivitäten selbst zu stärken."
•    Zitat "Der gesamte Prozess soll zudem intensiv dokumentiert und im Anschluss ausgewertet werden. Wir planen, dass diese Auswertung auch transparent erfolgt, sodass gemeinsam noch Möglichkeiten gefunden werden können, die den Prozess unserer Jahresplanung weiter verbessern."
•    Verwirrend finde ichd as Zitat: "Es entsteht der Impuls, die Budgets den Schwerpunkten zuzuordnen. Der Finanzteil wird damit als Grundlage für eine Interpretation der Schwerpunktsetzung gebraucht, die nur scheitern kann, weil sich die eigentliche Schwerpunktsetzung nicht herauslesen lässt."

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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at May 11, 2015 04:15 PM

April 01, 2015

Iberty

Freiwillige gewinnen.. Beispiel Mexiko

Im Juli findet die Wikimania in Mexiko statt. Die Organisatoren haben - auch aus schierer Notwendigkeit heraus - den Anspruch, größere Teile der Veranstaltung mit Freiwilligen zu organisieren. Heute kam ein erstes Zwischenfazit der Veranstalter:

[..]this has attracted attention from people who have never heard about Wikimedia and people who wish to help our mission of freeing knowledge. For me, this has resulted in managing a lot of new faces and names, more than I anticipated. [...] the mailing list started to grow, slow but steadily. What began as a sheet of paper passed around is now a huge spreadsheet full with people who want to help Wikimania in one way or another.

Oder anders gesagt: Yeah!

Flock of shetland sheep

Der Post ist zwar kurz, beschreibt aber gleich drei wesentliche Faktoren, die maßgeblich zu einem solchen Erfolg beitragen können:

Rausgehen, rausgehen, rausgehen und nicht warten bis irgendjemand mal von alleine kommt: We started our Wikimania Volunteer program in May 2014, when we invited friends and colleagues to Biblioteca Vasconcelos to talk about Wikimania and how we came to become its host for 2015. We created an informal mailing list for this group. Throughout 2014, we talked about Wikimania at every occasion we could: on editathons, in our weekly radio show, in our workshops... : 

Längerfristig denken und planen:  We started .. in May 2014

Den Freiwilligen die Möglichkeit geben, sich untereinander zu vernetzen: We created an informal mailing list for this group. Ist zwar eigentlich simpel, wird aber oft genug vernachlässigt. Im besten Fall motivieren die Leute sich dann gegenseitig und bringen auch gleich noch ihre eigenen Freunde und Bekannte mit.

Und, das steht nicht so im Post, das weiß ich tatsächlich eher daraus, weil die Mexikaner so unermüdlich für ihr Programm werben: verschiedene Rollen und Aufgaben verschiedener Reichweite mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad für Leute mit viel Enthusiasmus und Zeit und für Leute, die sich noch nicht so sicher sind und wenig Zeit haben, kreieren.

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Ich bin sehr gespannt.
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at April 01, 2015 07:33 AM

March 25, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

March 21, 2015

Iberty

Mehr von der Antragsgarage

Wie ich hier schon mehrfach schrub, am 7. März fand die Wikimedia-Antragsgarage statt. Zu dieser gab es in der letzten Woche noch zwei Nachbetrachtungen.

Dank des großartigen Einsatzes der Ideenförderung gibt es das Livestream-Video mittlerweile nicht nur auf Youtube, sondern auch auf Commons - und glaubt mir, Videos für Commons aufzubereiten ist ungefähr so interessant und geht ähnlich schnell wie mit einer Zahnbürste ein Beet umzugraben. (Und wo ich gerde dabei bin, kann ich eh noch mal mein Kompliment für Essen, Orga und ähnliches bei der Antragsgarage loswerden.)




Zum anderen hat Sebastian Wallroth in seinem Blog auch noch eine längere Nachbetrachtung geschrieben: Wikimedia Lenken und Leiten: Fragen und Antworten zur Antragsgarage. Da ich selber etwas brauchte, um die Struktur des Textes zu verstehen: es beginnt immer mit einem Zitat eines Anwesenden auf der Antragsgarage, dann kommt eine Frage (von Sebastian? Oder dem Leser? Aus der Diskussion auf der Garage?) und dann eine Antwort, die ungefähr dem entspricht, was die Garagendiskussion dann hergab. Enjoy lesen und auch hier nochmal Dank an Sebastian.<noscript>
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at March 21, 2015 08:00 PM

March 18, 2015

Elya & Raymond

1-2-3: Museen & Wikipedia

1 Thema, 2 Vorträge, 3 Stunden: Auf Einladung des Landschaftsverbandes Rheinland und des Verbandes Rheinischer Museen e.V. durfte ich am 16. März 2015 in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn (kurz: Bundeskunsthalle) einen Vortrag zum Thema „Museen & Wikipedia“ halten. Aufhänger war die Outer Space-Schreibwerkstatt der Wikipedia 2014 in der Bundeskunsthalle. Gekommen war […]

by raymond at March 18, 2015 08:12 AM

March 16, 2015

Iberty

Wikimedia lenken und formen: die erste Antragsgarage von WMDE fand statt.


Da gründet man eine freie Online-Enzyklopädie, wartet einige Jahre - und was passiert: man muss sich mit dem deutschen Vereinsrecht, Satzungen und anderen eher unschönen Formalia rumschlagen. Vor dem Versuch, auf den eigenen Verein Einfluss auszuüben, hat die Welt eine ganze Menge formaler Hindernisse gelegt, und um diese kollaborativ zu überwinden, veranstaltete Wikimedia Deutschland - wie hier schon öfters angesprochen - am 7. März in Berlin die erste Face-to-Face-Antragsgarage statt. Im Vorfeld der Mitgliederversammlung im April in Köln sollten Interessierte zusammenkommen, um zu diskutieren, sich auf die MV vorzubereiten, gemeinsam über mögliche Anträge und die kommenden Themen zur MV zu sprechen.

Insgesamt war dies die erste Veranstaltung dieser Art und als solche noch recht experimentell: im Vorfeld stellten sich Fragen, wer überhaupt kommt, ob es überhaupt Anträge zum diskutieren gibt, ob Menschen aus Ideen kollaborativ Anträge entwickeln wollen etc. Die  zwölf bis vierzehn Anwesenden selbst hatten teilweise auch durchaus verschiedene Vorstellungen über genaues Ziel und Ablauf der Veranstaltung, waren aber alle offen und bereit, sich auf die Vorstellungen der jweils anderen einzulassen. Neben der durchaus konstruktiven inhaltlichen Arbeit - dazu etwas weiter unten mehr - war das fast durchgehend entspannte und von Wertschätzung getragene Diskussionsklima ein erfreulicher Punkt der ganzen Veranstaltung.


Antragsgarage eingang 07.03.2015 09-21-24

Der ganze Workshop gliederte sich in drei Teile: 1 On Stage - mit zwei längeren Vorträgen und dazugehöriger Diskussion, Teil 2: Arbeitsgruppen und Teil 3: Stammtisch in der Kneipe um die Ecke.

Teil 1: On Stage


Am Vormittag fanden zwei Vorträge statt: Alice Wiegand schilderte das kleine 1x1 des Antragschreibens. Es enthielt die Überlegungen zu Sinn und Zweck verschiedene Arten des Antrags und ihre Ziele und Anwendungen. Es ging um Überlegungen, wie man den Ansprechpartner des Antrags dann auch dazu bringt, den Antrag wirklich umzusetzen. Nicht zuletzt führte sie auch die zahlreiche Gründe dafür auf, warum es oft sinnvoll ist, einen Antrag nicht zu stellen.

Über das Schreiben von Anträgen

Nach Alice stellte dann Michael Jahn - Leiter Kommunikation bei Wikimedia Deutschland - den Jahresplan vor. Hierbei ging es weniger um die Inhalte des Plans als um dessen Konstruktion. Es ging um den Zusammenhang der einzelnen Teile und die Frage, inwieweit es für Vereinsmitglieder und andere möglich ist, einzelne Teile des Jahresplanentwurfs zu ändern oder anders zu priorisieren ohne gleich den ganzen Plan zum Einsturz zu bringen. Zweiteres ist schwierig. Diverse Leute sprachen von “Jenga mit verbundenen Augen”, da Änderungen in einem Teil des Planentwurfs immer auch Änderungen in anderen Teilen des Entwurfs nach sich ziehen, die aber aus den veröffentlichten Teilen des Plans her nicht nachvollziehbar sind. Für Außenstehende und Nur-Jahresplans-Entwurfs-Leser, die nicht über privilegierte Informationen verfügen, wird so jeder Versuch der Änderung zu einem gewissen Glücksspiel.

Die Aufzeichnung des Live-Streams (leider aus technischen Gründen ohne die ersten Minuten) ist auf Youtube, Mindestens der Alice-Wiegand-Teil soll nach Überwindung der technischen Hürden auch noch nach Commons, wo Alice dankenswerterweise bereits ihre Slides zur Verfügung gestellt hat.

Teil 2: Die Arbeitsgruppen


Nach der Themensammlung und einiger Diskussion fanden sich schließlich die Arbeitsgruppen “Jahresplan” und “Nicht-Jahresplan” zusammen; beide etwa gleichgroß. Die Arbeitsgruppe Jahresplan versuchte sich dem Jenga-Problem anzunehmen und zu überlegen wie ein Jahresplan aussehen könnte, bei dem die Mitgliederversammlung ihr formal vorhandenes Hoheitsrecht über den Plan auch faktisch ausüben kann. Die andere Arbeitsgruppe arbeitete an den Themen “Wie funktionieren Anträge mit Fernwahl jetzt tatsächlich?”, “Partizipation - was verstehen wir denn nun darunter?” und sie arbeitete an den Anträgen “Ende des FFW” und “Community in die Geschäftsstelle.”

Antragsgarage raum 07.03.2015 15-03-49

Partizipation an sich


Während die Diskussion zur Partizipation erwartungsgemäß nicht direkt zu konkreten Ergebnissen führte, war doch zumindest allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern klar, dass es noch sehr unterschiedliche Ideen dazu gibt, mit welchen Ziel wer wann partizipieren sollte oder müsste. Auf jeden Fall gibt es aber unterschiedliche Gruppen von Menschen da draußen, die verschiedene Formen der Mitarbeit und Einbindung benötigen. Mangelnde Einbeziehung im Vorfeld sorgt nicht nur bei Wikimedia für Stress und die Neigung zu sehr weitreichenden Beschlüssen im Nachhinein. Partizipation bedeutet auch eine Kulturänderung bei denjenigen ie diese praktisch durchführen (also vor allem der Geschäftsstelle). Es ist notwendig weg von Partizipation als getrennter Maßnahme oder einer von vielen Stufen hin zu kommen und diese zu gelebtem Alltag zu machen. Für eine ausführlichere Wiedergabe empfehle ich die Aufzeichnungen zur Diskussion-Partizipation im Forum.

Antragsgarage ag-tisch 07.03.2015 17-42-39

Anträge und Antragsarten


Die Beschäftigung mit der Möglichkeit, Anträge per Fernwahl abstimmen zu lassen, und die Entscheidung auf breitere Schultern zu stellen, stellte sich als recht desillusionierend heraus: das derzeitige durch die Satzung bestimmte Verfahren in Kombination mit dem JHJHJHJLKJKL deutschen Vereinsrecht, macht es erforderlich auf der ersten MV zu beschließen, dass es eine Fernwahl gibt, die dann auf der nächsten MV durchgeführt wird. Im Schnitt liegen so also ungefähr 7 Monate zwischen Antragsstellung und Abstimmung..

Die Diskussionen zu den beiden konkreten Anträgen kreisten vor allem um entstandene Missverständnisse aus dem Antragstext und führten mittlerweile auch zu Überarbeitungen der Anträge. Das Protokoll zur Diskussion um Anträge und Antragsarten findet sich im Forum.  Die beiden diskutierten Anträge sind mitterweile als direkte Folge der Diskussion umfassend überarbeitet, eine Darstellung der verschiedenen Arten des Antrags zur späteren Wiederverwendung ist gerade in Arbeit.

Modularer Jahresplan


Die Jahresplangruppe, bei der ich nicht anwesend war, setzte sich erwartungsgemäß mit dem Jahresplan auseinander und der Frage, wie dieser so aufbereitet werden kann, dass er von Außen verständlich und änderbar ist. Am Ende entstand so ein modulares Konzept, in dem der Plan nicht mehr ein schwer-durchschaubares Gesamtkustwerk ist, sondern es verschiedene Module gibt, die einzeln geplant werden und an denen sich Community- und Vereinsmitglieder iM Rahmen ihrer Zeit beteiligen können. Auch ist es so am Ende des Planungsprozesses möglich, die verschiedenen Module anders zu gewichten und mit anderen Ressourcen zu versehen, so dass diese Entscheidung über Gewichtung und Priorisierumg einzelner Ziele tatsächlich auf der MV liegt. Ein erster Entwurf für diesen Jahresplangestaltung befindet sich ebenfalls im Forum.


Teil 3: Folgen und Dokumentation

 

Da es nicht jedermenschs Sache ist, für so einen Workshop zur Besprechung möglicher Anträge für eine Mitgliederversammlung eines Vereins nach Berlin zu fahren, haben wir uns bemüht, möglichst viel davon auch Online zu stellen: es gab zeitweise einen Livestream, zeitweise ein Etherpad und den größten Teil der Zeit waren Teilnehmerinnen und Teilnehmer im IRC-Chat erreichbar.

Deshalb noch einmal in Kürze alle Links zu weiterführenden Materialien und Dokumentation des Workshops:

* Die Workshopseite: Im Wikimedia-Forum (Anmeldung erforderlich, Vereinsmitgliedschaft nicht)
* Die On-Stage-Teile sind auf Youtube
* Die Slides zu Alice Wiegands Vortrag 
* Das Diskussionsprotokoll der Arbeitsgruppe Nicht-Jahresplan
* Der Vorschlag zum modularen Jahresplan 
* Einige Fotos auf Commons (und wie immer sind Wikipedianerinnen und Wikipedianer fotoscheu)




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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at March 16, 2015 04:27 PM

March 15, 2015

Iberty

Materials on paid editing in Wikipedia

Resources for the Paid-Editing-panel at SXSW, March 13, 2015, but surely useful for anybody who cares about this topic:

 Wikipedia:Statement on Wikipedia from participating communications firms/info <noscript>
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at March 15, 2015 01:08 PM

March 14, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

March 10, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

March 06, 2015

Festivalsommer

70.000 tons in der Karibik und Eurovision Song Contest – Erste Highlights aus dem Festivalsommer 2015

Während ganz Deutschland vor der Mattscheibe sitzt und mitfiebert, wer in diesem Jahr zum Eurovision Song Contest nach Wien fahren darf, ist der Fotograf MarkusFelix vom Wikipedia:Festivalsommer bereits seit drei Tagen vor Ort in Hannover und hat die Bilder der Proben bereits hochgeladen – und ermöglicht es uns so, bereits Sekunden nach dem Sieg von Ann Sophie nicht nur den Text zu aktualisieren, sondern auch ein Foto von der Siegerperformance gleich hinzuzufügen. Und damit nicht genug – auch vom Clubkonzert in Hamburg, bei dem die Sängerin ihre Wildcard für die Livesendung ''Unser Song für Österreich'' gewann, liegen dank dem Fotografen Huhu Uet Bilder vor. Zwei Highlights des noch jungen Festivalsommers, der in diesem Jahr bereits sehr früh im Januar ordentlich Fahrt aufnahm

Ann Sophie mit ihrer Performance des Siegertitels bei Unser Song für Österreich
(Foto: Markus Felix, CC-by-sa 3.0, Information)


Das erste große Festivalhighlight des Jahres spielt allerdings in einer ganz anderen Gewichtsklasse: 70000 Tons of Metal hieß die Devise der Kreuzfahrt durch die Karibik (!!), auf der unser Fotograf Grywnn teilnahm. An Bord des Kreuzfahrtschiffes genoss er nicht nur ordentlich Power auf die Ohren, Pool und Bier, sondern durfte dank einer Akkreditierung durch das Festivalsommer-Team auch für die Wikipedia fotografieren und brachte uns so einen ganzen Sack sonnige Metalgrüße vom Kreuzfahrtschiff mit.

Soulfly bei ihrem Auftritt beim 70.000 Tons of Metal
(Foto: Grwynn, CC-by-sa 3.0, Information)

Das Schüler-Rockfestival in Wuppertal mag dagegen blass wirken - für die Teilnehmer war es jedoch das Highlight ihres Jahres und vielleicht der Beginn einer Karriere auf größeren Bühnen. Die Schülerbands wurden abgelichtet von Fotandi und standen so zum ersten Mal unserem leibhaftigen Wikipedia-Paparazzo gegenüber, legten sich jedoch nicht nur für ihn recht ordentlich ins Zeug. Doch damit nicht genug: Vor allem Huhu Uet hat das beginnende Jahr bereits sehr intensiv genutzt und Bilder vom Hamburger Skiffle Festival, den Hamburger Motorrad Tagen 2015 und dem Heathen Rock Festival incl. Warm-up-Party gemacht. In Österreich war derweil der Fotograf Tsui aktiv und beim Österreichischen Filmpreis anwesend und dank Sebaso haben wir auch einige Bilder vom Fest der Vielfalt vom Brandenburger Tor und von der Berlinale.

Die Kaliskalyptischen Fighter auf dem Schüler-Rockfestival in Wuppertal
(Foto: Fotandi, CC-by-sa 3.0, Information)

Nicht nur vor den Bühnen gab es allerdings bereits Aktivitäten – beim Festivalsommer-Workshop im Kölner Lokal K trafen sich Organisatoren und Fotografen des Festivalsommers und diskutierten über die weitere Entwicklung des Projekts, etwa die Öffnung gegenüber Einzelkonzerten und deren Aufwand, die technische Ausstattung und potenzielle Unterstützung durch Wikimedia Deutschland sowie Fragen der Akkreditierung, des Verhaltens im Fotograben und der Bildbearbeitung und des Uploads. Keine Frage war allerdings, ob wir weitermachen – die Teilnehmer sind weiterhin hochmotiviert und freuen sich auf die Festivalsaison.

by Achim Raschka (noreply@blogger.com) at March 06, 2015 07:18 AM

March 04, 2015

Iberty

Wikimedia lenken und formen: Antragswerkstatt am 7. März in Berlin

Die tragende Säule, die die Vereinsarbeit von Wikimedia Deutschland seit jeher ermöglicht, sind die tausenden Freiwilligen in den Wikimedia-Projekten und im Verein. Diese Freiwillgen sind der Verein: Ihr Engagement, ihre Ideen, Vorstellungen und Wünsche sollten die Vereinsarbeit formen und lenken.

Bisher allerdings hat sich nur ein kleiner Teil der Mitglieder aktiv an den Diskussionen um den Verein, an den Mitgliederversammlungen und inhaltlichen Debatten zum Verein geäußert. Einer der vornehmsten und wirkmächtigsten Wege, um sich an der Entwicklung des Vereins zu beteiligen, ist die direkte inhaltliche Beteiligung an einer Mitgliederversammlung - zum Beispiel durch das Stellen von Anträgen. Um dieses zu fördern, Mitglieder dabei zu unterstützen und die inhaltliche Debatte auf einer Mitgliederversammlung möglichst gewinnbringend für alle Beteiligten zu gestalten, versuchen wir etwas neues: ein Vorbereitungstreffen zur Mitgliederversammlung, die Antragswerkstatt. (Anmeldung erforderlich, Vereinsmitgliedschaft nicht) 

 Die Werkstatt findet statt: 
am 7. März 2015 
ab 9 Uhr in den Räumen von Wikimedia Deutschland 
Tempelhofer Ufer 23/24 
10963 Berlin 

Die Antragswerkstatt im Online-Forum von Wikimedia Deutschland wird bereits für die Diskussion von Anträgen von Präsidium, Vorstand und Mitgliedern genutzt. Dabei geht es bisher meist um die Diskussion eines weitgehend fertigen Antrags. Nur selten findet eine kollaborative Erstellung von Anträgen aus vagen Ideen statt. Auch bleibt es bis zur offiziellen Stellungnahme des Präsidiums - die bisher meist so spät erfolgte, dass keine Antragsänderung mehr möglich war - offen, inwieweit Präsidium und Geschäftsstelle eine Idee in der vorgebrachte Form überhaupt für umsetzbar halten.

Unter den Anträgen sind gefühlt viele, die eher formeller Natur sind. Satzungsänderungen scheinen mehr Attraktivität zu haben als die Beschäftigung mit Inhalten der Vereinstätigkeit oder -ausrichtung. Die Werkstatt soll Vereinsmitglieder und andere Interessierte dabei unterstützen, auch inhaltlich auf die Arbeit des Vereins Einfluss zu nehmen.

Der Beschluss des Jahresplans ist in der letzten Mitgliederversammlung erstmals vertagt worden. Hintergrund ist die Entscheidung des FDC (Funds Dissemination Committee), die beantragten Mittel um rund 1/3 zu kürzen, was im November den Anschein erweckte Anpassungen des Entwurfs nach  unten notwendig zu machen. Tatsächlich aber war der Fundraiser so erfolgreich, dass der neue Jahresplanentwurf gegenüber der November-Version sogar Anpassungen nach oben vorsieht. Die Änderungen werden durch den Vorstand vorbereitet und von der Mitgliederversammlung beschlossen. Dadurch bietet sich nun eine konkrete Gelegenheit für Mitglieder, Akzente zu setzen und die Ausrichtung der Vereinsaktivitäten mitzugestalten. Durch die kol­la­bo­ra­tive Erstellung können Chancen und Risiken eines Antrags aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden und der Antragsteller kann frühzeitig auf Hinweise und Kritik reagieren und seinen Antrag entsprechend umformulieren.

 Und Disclaimer: nein, auch wenn es manchmal so Aussehen mag: das ist nicht "meine" oder meine und lyzzys Veranstaltung. Tatsächlich ist es eine WMDE-Veranstatung, die sogar Teil eines Präsidiumsbeschlusses ist und vom Vorstand als Vereinsveranstaltung angesehen wird. Warum trotzdem ich das die ganze PR machen muss - who knows. <noscript>
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at March 04, 2015 08:37 PM

February 28, 2015

Iberty

Liveblog: Open Editing Berlin



20:16h: A now for something new: a live blog from Open Editing (Offenes Editieren) Berlin, the oldest and original Open Editing Event :-)

Open Editing is a monthly meeting where Wikipedians meet and basically do stuff: mostly it is about writing articles, but also about uploading pictures, playing the Wikidata game, talking about life, the wikiverse and everythimg; it is to help newbies who are sometimes attending: basically people at Open Editng just do everything what they do online, - but nicer and without arguing. Open Editing started at the end of 2013 in Berlin and right now there are several similar events throughout Germany.

So right now we are in Berlin: around ten people are here. That is not so much, but there were upheavels in recent months. I hear chatter about Owls, Wikipedia navigation, jokes about Wikipedia-bickering and the food provided. Six people are writing on their laptops, one woman writes on paper  - the people here weite and talk about chemicals, locally grown food, the sport of bobsledding and the Wikimania. The mood is somewhere between calm and upbeat. Several WMDE people already said hallo and maybe one or two will even come editing.

And now I still start doing some research for my own articles.. maybe google scholar has something to offer about Bourbon Whiskey. Until now I only found articles from 1920 or very very specialized articles about the chemistry found on certain compounds found in Whiskey.

20:22h. Someone sings. "Now you have finally really arrived in Wikipedia."  Discovery: the point of return for Wikipedians is when people use your nickname to talk to you.

20:26: Yeah. I found a twenty-page articles about American whiskeys from "The alcohol textbook" which seem to have quite good contents on the technologies and craft used to today to produce whiskey.

20:41 People are getting silly.



21:01 People talking about their youth in the seventies. I will take a short control stroll to see if anybody is still actually editing. -> Yes, I do some open "edit" windows on Wikipedia.


21:06 Great. An article about Bourbon in a Journal about Groundwater: Springs and the origin of Bourbon. It's about the effect (or non-effect of Kentucky limestone water on Whiskey production)



21:12 In the next room is - by coincidence as far as I know - "Open Wikidata editing."


21:20 Battle of the songs. Notebook loudspeakers do not improve the sound of music.

21:21 Just some minutes and people will start dancing.. on tables. 

21:22 Yeah. Balkan Beats!
 
21:29 Talk about the upcoming Steward election. And someone explains Wikmedia Commons.

21:31 New music: Stand by me. Still nobody danncing.

21:34 NO HASENOHREN! 

22:11 YES HASENOHREN!
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 28, 2015 01:11 PM

February 24, 2015

Iberty

Mal in die Gegend gedacht: jemand Lust eine Thematic User Organisation "deutschsprachige Wikipedia AutorInnen" mitzugründen?

Swaledale lamb jumping 
Spring!

In Kürze : Thematic Organisations in der Wikimedia Foundation sind so etwas wie Chapter, aber nicht mit einem regionalen sondern mit einem inhaltlichen Fokus.

Und so sehr ich WMDE und seine breitere Mission aus vielerlei Günden schätze, habe ich den Eindruck, es gibt sehr sehr sehr sehr viele in der de.wp aktive Menschen, die gerne eine organisierte Interessenvertretung hätten ohne sich um das ganze drumherum von Wikidata über ÖRs und 10 Jahre WMDE und dessen Wunden.. kümmern zu müssen.  <noscript>
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 24, 2015 07:27 AM

February 23, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

February 22, 2015

Iberty

Why oh why board? #wikimediafoundation #wmf

The Board of Trustees of the Wikimedia Foundation


The Board of Trustees of the Wikimedia Foundation "oversees the foundation and its work, as its ultimate corporate authority." It is made up of volunteers who oversee the work of the Wikimedia Foundation, guide its strategy and are, in a very abstract way, the embodified ultima ratio of decision making inside the Wikimedia Foundation.

The make-up of the board and its composition are grown historically and organically. That means, they are not really suitable for standards of applied logic. They somehow they came into being. Right now the board consists of "1 founder (Jimmy Wales for eternity..), 4 appointed by other board members, 3 elected by the communities in a complicated process and 2 selected by affiliate organisations (mainly chapters) in a process one really doesn't want to know.

So it is a good idea to think about the composition of the board and if there are ways for improvement. The way I would think about it: is: "What is this board supposed to do? What is the doing? Is there room for improvement? Is there any way the composition of the board can be changed to cover this room?"

The Board thinks about its composition


The reason, why I'm writing all of this: the board really is thinking about its composition:


As to the:

WHY?

..this text by the board remains utterly silent. The only reason given is "we started to think about ways to improve". So of course it is very difficult to comment on some propositions if one has no idea what these propositions are supposed to achieve. So I really don't know why. But at least the board tells me what it would like to achive. The board writes about its objectives:
    (1) A continuous process of looking for potential trustees
    (2) Diversity (gender, geography, expertise, background, different Wikimedia experiences)
    (3) Finding talent inside and outside our communities
    (4) Providing governance experience and training to potential candidates in our movement
    (5) Providing lower overhead ways to contribute to WMF governance and advise strategic decisions
    (6) Limiting bureaucracy and/or staff involvement
    (7) Flexible Board composition: e.g., allowing for an extra 1-2 Trustees in some years
I would say: two of these (1 and 6) are about process in a narrow sense. For somebody not involved in board-action this is almost impossible to answer. Two of these objectives (4 and 5) are about process in a less narrow sense, two objectives (2, 3) are about the composition of the board and one (7) I really don't understand at all. 

So I will focus on composition and on process.

Composition:

 As said, the board consists of 10 members. Focusing on diversity, these are:

* 1 is the founder (a North American male from inside the community)
* 3 are selected by the communities (due to the election process heavily favoring people from North America from inside the community)
* 2 are selected by the chapters and amical (due to the composition of the movement favoring candidates from Europe and South America from inside the community)
* 4 are appointed (the board is basically free to do what it likes, As far as I can see in the last years it selected one male from the USA (Matt Halin), and three females, one from India (Bishakha Datta), one from South America (Ana Toni) and one from Europe (Alice Wiegand) .

So of the 10 seats, six have a heavy regional bias by system and four are in principle available for candidates all over the world. So of course one could increase the number of appointed members to get more regional diversity. Unluckily these four (plus Jimbo) have a heavy bias against democratisation and participation. Increasing the number of appointed seats would at the same time decrease the democratic legitimsation this board has.

The other way is to change the composition of the board is to change the ways single seats are given: Since the board is already free to appoint whoever it wants (and I basically I have no idea at all how it decides) I have no idea as well, how this could be changed. Abolishing Jimbo would lead to more diversity but could bring some other problems. Changing the ways the community and affiliate seats are given could be a good idea, but also could create a lot of problems on a democratic/representative level. There we really would have to talk about details about how this is playing out. 

On another level: yeah, I like diversity and on a general level I'm deeply convinced that more diverse organizations work better than less diverse ones. But there are other factors as well that make an organizsation work better and that are not part of the boards reasoning From this board statement I cannot see why diversity in this case is such a special need and overall priority, I as well cannot see what kinds of diversity are primary goals (which should have a huge effect on the kind of process finally chosen). 

So I'm not really sure how this is supposed to playout and how the board will overcome the gap between its goal of a globally universal compositon of a board and an electorate that heavily weighs towards North America, Europe and South America. 

 

Volunteer structures inside WMF and responsibilities

About process: the two objectives: "Providing governance experience and training to potential candidates in our movement. Providing lower overhead ways to contribute to WMF governance and advise strategic decisions." This is a great idea. Right now the only way for volunteers to have a responsible position at the WMF is a board members. There is no tenure track, no way to hold responsibilty at a lower level and the only organised entities of volunteers on foundation level are in grantmaking. In these committees there is already a pool of potential candidates, but I'm not sure if the board is really aware of this. And of course there needs to be more - more volunteers involved, in a more defined process with more responsibilities. This is a way to develop a large pool of potential candidates from a wide variety of backgrounds, give them experience with foundation work and let the people at the community and the chapters already come into contact with them and know them.

Of course this is more demanding than a simple change of procedure in selecting board members. But at least it is sustainable and actually solves problems long-term :-)

So what to do

So, let's just assume the board has answerde the "Why?" already and the proposed "what" is the ultimate answer to the why. What I would do:

(1) Abolish Jimbo
(2) Maybe change the appointment process (although I don't know enough about it to really say so)
(3) Maybe change the election processes (but this is a matter of details and finetuning and could easily backfire)
(4) Create a lot more ways and positions for volunteers to have responsibility inside the movement / create a tenure track.

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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 22, 2015 09:57 PM

February 21, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Stadtwiki Delft

http://wikidelft.nl/index.php?title=Hoofdpagina

"Wat afbeeldingen, audio, video en andere media betreft is de gebruiker van WikiDelft onder de regelgeving van Creative Commons: Naamsvermelding-gelijk delen"

by KlausGraf at February 21, 2015 04:05 PM

February 19, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

February 18, 2015

Iberty

Wikimedia Deutschland hat einen unverbindlichen Jahresplanentwurf 2015

Siehe unter anderem auf meta. 

Die Diskussion dazu wird sich in den nächsten Tagen unter anderem auf der meta-Diskussionsseite finden. 

Verbindlich wird der - oder ein geänderter - oder ein ganz anderer aus der Mitgliedschaft eingebrachter - Entwurf auf der WMDE-Mitgliederversammlung am 18. April in Köln

Und wer sich im Vorfeld noch von Angesicht-zu-Angesicht über den Plan unterhalten möchte, kann dies am 7. März in Berlin machen,<noscript>
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 18, 2015 03:41 PM

February 16, 2015

Iberty

Two #Wikimania-Submissions

Zwei Worte vorweg: die Wikimania ist die Welt-Wikip/media-Konferenz und findet 2015 in Meixko City statt. Dort kann man hinfahren und Vorträge zu Sachen machen, die vage ins Wikiverse passen. Dafür muss man bis zum 28.2. Vorschläge einreichen. This I did.

 

KISS new editors (Co-authored with Rebecca Cotton

Link: https://wikimania2015.wikimedia.org/wiki/Submissions/KISS_new_editors (In case you are Wikimania interested you already can show interest :-))

For most new editors to the Wikimedia projects we don't know where they come from. Organised recruiting of new contributors to the Wikipedia projects so far has almost always been costly and rarely scaled.Most often organised efforts focused on offline activities and face-to.face meetings They involved rooms, volunteers, people who care and as a first step had to bridge the offline-online gap. There has to be a way to keep recruiting simpler, involving less organisation, less volunteer time and a starting point that is already online. Maybe there is inspiration in the wider world outside the Wikimedia projects?

In 2015 Wikimedia is not the only organisation any more that cares for healthy online communities and tries to recruit new editors. So we checked out what the world out there does to recruit the masses. Crowdsourcing grows more common and more successful all over the world. Inspired by crowdsourcing efforts used in many contexts we want to do some easy, lean, light-budget testing on whether recruiting methods that work for other organisations may also work for Wikimedia projects.

In 2015 we will go where potential editors are: online. We will try to reach many people using little resources in a way as simple as obvious; we will post some targeted ads on Facebook, maybe Google and other smaller channels.

To evaluate these efforts and to do some A/B testing We will also have an on-wiki landing page with a small survey for the "arrivals" and all the necessary Links to get the people set up for becoming new authors in the Wikipedia and other Wikimedia-projects.

In this talk we present our results, and discuss our approaches.

Recruiting new editors is not only of interest for us and should work in this way across cultures and continents. If you are interested in pitching in, helping us to set up landing pages, contribute data to similar projects, or just donate to the project contact us!

The Art of Trolling

Link: https://wikimania2015.wikimedia.org/wiki/Submissions/The_Art_of_Trolling (In case you are Wikimania interested you already can show interest :-))

Sometimes we love trolls, sometimes we hate them and sometimes trolls just leave us standing there, mouth wide open and utterly confused. But whatever our attitude is: nobody escapes trolls. They are everywhere: on wiki, on mailinglists, at conventions, on mailinglists about Wikis... But this is not a talk to lament, but one to celebrate. Indeed, trolls can be destructive in a most negative manner. But they don’t have to be. To troll means to do the unexpected, to play with expectations, to be disruptive and to do the action that is not supposed to happen - but this can be constructive and creative as well as destructive.

Historically some form of trolling has always been present in society. We will dig a little into this and how modern technologies radically changed the now widely used techniques of trolling. Through the excercises we hope to give the audience a better understanding of how trolling can disrupt everyday life in a productive manner - showcasing skills of both the old masters and the new.

Based on ten years of trolling experience as troll, admin and - most importantly - trolling admin, several years experience as professional community manager and polished up with actual scientific research this talk will offer:

A typology of trolls from the plain boring to the the unsettling one, the evil one to the inspiring troll.

The talk will showcase tips and tricks for effective trolling. It will showcase tips and tricks for playing with expectations - how to identify them, subvert them and turn them around in your favor.

Is trolling is done right everybody involed should have fun.

But good trolling is not only fun, it actually is a short way of solving problems and initiate solutions that in other ways could hardly be found. This presentation will give a short outlook on the uses trolling can have:

* it can de-escalate conflicts
* it can open up new perspectives
* it can integrate different viewpoints it
* can loosen up stalemate positions
* it can bring people together

Troll for love and understanding.

No Talk but monday in this blog is ballet day


Pirouette
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 16, 2015 10:43 AM

February 15, 2015

Iberty

Ein paar Gedanken zum kommenden WMDE-Jahresplan

Kontext: 

 In ein paar Tagen veröffentlicht Wikimedia Deutschland den unverbindlichen Jahresplanentwurf für 2015. Aufgrund diverser Umstände arbeitet der Verein mit einem vorläufigen Jahresplan, der endgültige Plan wird von der Mitgliederversammlung am 18. April in Köln beschlossen. Nun kommt vom Vorstand der Vorschlag, der dann ein paar Wochen kommentiert werden kann,Änderungsvorschläge können eingebracht und Änderungsanträge können gestellt werden. Bevor ich mich da mit Inhalten beschäftige, vielleicht erst einmal ein paar formale Erwartungen und Hoffnungen.

"A Basket full of Wool" (6360159381)
Was der Plan wohl enthalten wird?

Aus diversen Gründen entstand dieser unverbindliche Planvorschlag nicht offen und partizipativ, sondern wurde von Teilen der Geschäftsstelle erstellt, dem Präsidium vorgeschlagen/mit diesem diskutiert und wird dann in die Öffentlichkeit gegeben. Das heißt aber auch: Menschen, die nicht gerade im Planungskommittee der GS sitzen oder aber Präsiden sind, haben faktisch nur eine einzige Chance, auf den Plan inhaltich Einfluss zu nehmen: durch die MV. Um die Chance zu haben, Einfluss zu nehmen, muss der Plan aber ein paar Bedingungen erfüllen.

Was sollte ein Plan?


Bevor ich aber zu den Bedingungen komme, sollte ich vielleicht etwas weiter ausholen zum Wesen des Planes an sich. An sich sollte ein Plan ja drei Teile haben: was? wie? und warum? Was soll erreicht werden? Wie soll das praktisch umgesetzt werden? Und warum sind diese Ziele sinnvoll und warum ist die Art der Zielerreichung so und nicht anders? Sinnvollerweise hängt das alles zusammen: also es wird klar, welches Ziel warum wie erreicht werden soll.

Nun haben die WMDE-Jahrespläne bisher eher die Eigenschaft, dass das "warum" fast vollkommen fehlt: warum also von den dröflzig Millionen Sachen, die man machen könnte zum Beispiel im derzeitigen vorläufigen Plan diese acht operativen Ziele und 29 Teilziele ausgewählt wurden, wird nicht deutlich. Das ist um so ärgerlicher, weil von den drölfzig Millionen Zielen vermutlich halbdrölfzig Millionen ganz sinnvoll sind, und der Grund warum der Verein nur 29 Teilziele statt halbdröflzig Millionen verfolgt, mangelnde Ressourcen sind. Die Frage "warum diese und keine anderen?" sollte schon deutlich beantwortet werden. Der Zusammenhang zur Präambel (die am ehesten als "warum" interpretiert werden kann) und den Teilzielen wird zumindest mir nicht so recht deutlich.

Exkurs: ein Beispiel:


Um ein Beispiel aus dem aktuell geltenden vorläufigen Plan zu nehmen. Hier ist ein Abschnitt aus der Präambel:

"Viele Erkenntnisse haben wir in den letzten Jahren aus der Arbeit in den Bildungs- und Kulturbereichen gewonnen. Auch hier sind es Freiwillige, die mit ihrem Engagement und ihren Ideen Türen zu Institutionen aufstoßen oder gesellschaftliche Entscheider beeinflussen. Freiwillige setzen sich dafür ein, dass das Bildungssystem in Deutschland gegenüber freien Bildungsmaterialien geöffnet wird. Freiwillige engagieren sich für eine Modernisierung des Urheberrechts auf europäischer Ebene. Hier wie dort benötigen sie Möglichkeiten, sich zu vernetzen. Sie benötigen Strukturen und Plattformen, die sie nutzen können."

Soweit ich das nachvollziehen kann, sind dies dazu gehörige Teilziele:

"
Veranstaltungsreihen – WMDE etabliert Veranstaltungsreihen (z. B. Wikimedia Salon, Monsters of Laws, Bildungsreihe), um neue Kontakte zu generieren und die Vernetzung mit Institutionen voranzutreiben.
Modellprojekt – Durch die gemeinsame Initiierung eines Modellprojekts mit einer exzellenten Wissenschaftinstitution soll das Thema Freies Wissen im Wissenschaftsbereich verankert werden.
Datenfreigabe – Durch den Ausbau der Kooperationen mit Institutionen aus dem Kulturbereich (z.B. Erweiterung von Coding da Vinci) wird die konkrete Datenfreigabe von Insitutionen erhöht. (Outcome)
"

Mir wird nicht so recht deutlich, wo da die Verbindung von einem zum anderen ist. Wobei es nicht hilft, dass die Struktur in Präambel und Zielen komplett verschieden ist, und es höherer Kremlogie bedarf um zu ergründen, welche Begründung sich wohl auf welches Ziel beziehen könnte.

Nicht erleichternd kommt hinzu, dass der Plan zwar Indikatoren vorsieht, ob ein Ziel erreicht wurde, diese aber vorsichtshalber nicht ausführt und nicht sagt, wann und wie sie erfüllt sein könnten. Nach dem Plan in der alten Form wären die Ziele erfüllt, wenn mal irgendjemand irgendwas in die Richtung gemacht hat.

Der Disconnect


Creep feeder
Einem Plan sollte man ins Gesicht sehen können.

Schwieriger aber, wenn es um - nicht-nur-die-Geschäftsstelle-macht-den-Plan geht, ist der komplette Disconnect zwischen was und wie. In den Zielen gibt es vier Programmlinien mit den erwähnten acht operativen und 29 Teilzielen im "wie: ergo Finanzen und Personal" gibt es zwölf Positionen, die offensichtlich nicht direkt mit den Zielen zusammenhängen, sondern einfach da sind. Auf irgendeine Begründung warum es so ist, verzichtet der Plan vorsichtshalber ganz. Auf irgendeine nachvollziehbaren Zusammenhang wie Budget und Personal mit den Zielen zusammenhängen verzichtet der Plan vorsichtshalber auch. Als einfaches Beispiel: der Verdacht liegt nahe, dass die 7 FTEs aus dem Bereich Bildung und tendenziell für an den Zielen "Institutionen" etc. arbeiten. Wenn die sieben jetzt aber anfangen würden, alle Javascript für Wikidata zu programmieren. wäre das durch den Plan aber immer noch locker gedeckt. 

Das heißt konkret:


* Von Außen ist nicht nachvollziehbar, welches Ziel welche Priorität hat, wie es umgesetzt wird und welche Ressourcen dafür jeweils zur Verfügung stehen.
* Es gibt im ganzen Plan keinerlei Begründung, warum das Budget so verteilt wird wie es verteilt wird.
* Es gibt im Nachhinein natürlich auch keinerlei Rechenschaft darüber, ob das Budget für die Ziele in dem Maße ausgegeben wurde, die der Plan vorsah, sondern es ist im Wesentlichen eine Blankovollmacht über eine siebenstellige Summe.
* Wenn es auch keine nachvollziehbaren Indikatoren für die Ziele gibt, ist es auch da im Nachhinein nicht absehbar, ob da nun etwas gut oder eher nicht gut gelaufen ist.

Für Änderungsanträge heißt das konkret:


* Es ist unmöglich Ziele anders zu priosieren, weil die Priosierung komplett unklar ist. Nicht einmal eine Erklärung was denn nun der Unterschied zwischen Teilziel und Operativem Ziel ist, enthält er. Und wenn der Planentwurf im Hintergrund vorsieht Ziel A wird mit großen Ressourcen erreicht und Ziel B mit kleinen, ist das von Außen nicht nachvollziehbar, weil nicht dargestelt. Die MV hat keinerlei Möglichkeit zu sagen "uns ist Ziel B aber wichtiger."
* Das heißt für Antragssteller: Anträge zu Zielen haben für den Antragssteller extrem unvorhersehbare Auswirkungen auf die konkrete Arbeit, Antragssteller haben jetzt auch schon mehr als einmal zu hören bekommen "das geht so nicht" ohne dass klar wäre, warum und ohne dass dem jemand inhatlich fundiert widersprechen könnte - es fehlen ja grundlegende Informationen. Jeder Antrag in Bezug auf Ziele ist Stochern im Nebel.
* Das heißt für Antragssteller: Anträge zu Ressourcen haben extrem unklare Auswirkungen auf die Ziele. Antragssteller haben jetzt auch schon mehr als einmal zu hören bekommen "das geht so nicht" ohne dass klar wäre, warum und ohne dass dem jemand inhatlich fundiert widersprechen könnte - es fehlen ja grundlegende Informationen. Jeder Antrag in Bezug auf Ressourcen ist Stochern im Nebel.

Wünsche für 2015


Agneau Loire-Atlantique
Ich bin gespannt.

Soviel dazu. Der vorläufige Plan ist vom letzten Jahr und das ist a soooo 2014. Jetzt haben wir Neuer-Plan-Neues-Glück und die Hoffnung auf mehr Einfluss. Deshalb meine Hoffnungen für den unverbindlichen Planentwurf 2015:

* Ein klares "warum" sowohl bei den Zielen als auch bei den Ressourcen und ein klares "warum nicht" andere Ziele.
* Eine deutliche nachvollziehbare Verbindung zwischen dem Warum und spezifischen Zielen.
* Indikatoren, die nicht Absichtserklärungen eines Indikators sind, sondern tatsächliche nachvollziehbare und in Nachhinein überprüfbare Größen sind.
* Eine nach außen deutliche Priorisierung der Ziele, unter anderem in dem klar wird, welche Ressourcen für welches Ziel zur Verfügung stehen.
* Eine Begründung für das "wie" - also Finanz- und andere Teile.
* Eine nachvollziehbare Verbindung zwischen Zielen und Ressourcen, die es nachvollziehbar macht, wie sich eine Zieländerung auf die Ressourcen auswirkt und eine Ressourcenänderung auf die Ziele,

Ich bin gespannt.

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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 15, 2015 04:04 PM

February 13, 2015

Iberty

Traktorfreitag: Wikibooks lebt #Traktorlexikon 1

Manche Eingeweihte werden es wissen: es gibt nicht nur Wikipedia. Es gibt auch noch die sogenannten Schwesterprojekte, die andere Inhalte aufbereiten als enzyklopädischen Text. Auf Commons liegen die ganzen Bilder, Filme und einige Audiodateien, Wikisource erschließt alte Quelltexte und auf Wikibooks kann man mal so richtig ausführlich und detailreich werden. Da ist dann zum Beispiel eine Aufgabensammlung Physik oder Verzeichnisse von Tanzschritten oder einiges anderes.

Selbst viele Wikipedistas sind überrascht, wenn man sie darauf hinweist, dass diese Schwersterprojekte existieren und das dort tatsächlich leben existiert. Und es existiert nicht nur Leben und Content, sondern auch: was für Content. Ein ganzes riesiges Traktorenlexikon zum Beispiel! "Es wurde 2005 gestartet und umfasst mittlerweile über 2000 mehr oder weniger ausführlich geschriebene Seiten." Und in 2014 gibt es immer noch Edits.

Zettelmeyer Traktor
Zettelmeyer Z2 - das derzeitige Ende des Lexions.

Das Traktorlexion beschreibt vor allem einzelne Typen von Aebi TP 65S bis zu Zettelmeyer Z2 und natürlich dutzendweise Fendts, Deutzs, John Deeres, Steyrs, Hanomags, Porsches, Lamborghinis und wie sie alle heißen. Oft mit Bild (aber oft auch noch gesucht) und immer mit zumindest einigen technischen Daten. Seinem Ziel, "die Traktoren dieser Welt" zu sammeln, ist es sicher näher als Wikipedia dem Ziel "das Wissen dieser Welt" zu sammeln. Tausende! sage ich. Tausende! Und Tausende noch zu schreiben.

Wir haben es satt 19.01.2013 14-07-46
Ein einzig wahrer Lamborghini.

Wo allerdings echter Nachholbedarf besteht, ist in den Überblicksartikeln. Die sind nicht mal wirklich vorhanden und hätten vermutlich auch deutliche Dopplungen mit Wikipedia. Andererseits kann man hier echt richtig ins Detail gehen und den Traktornerd in sich ausleben. Wikibooks lebt! Mit Traktoren! I'm touched.

Tractor Belarus MTZ-2-2
Ein Belarus.

Und weil ja heute Traktorfreitag ist, zum Abschluss noch eine kleine Explosion (mit fliegendem Motor):

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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 13, 2015 08:07 AM

February 11, 2015

Iberty

Historisches: Wikimedia-Verein gegründet

So war das. Halb zufällig stöberte ich gerade in 11 Jahren alten Ausgaben des Wikipedia-Kuriers, des internen Mitteilungsblattes der Wikipedia und fand doch da folgende Meldung:

Wikimedia Verein gegründet:

Manche haben schon fast nicht mehr daran geglaubt, aber nun ist er Realität: Im Rahmen der Wizards of OS trafen sich 34 Wikipedianer und Freunde der Wikipedia am Sonntag, dem 13. Juni in der Berliner TU zur Gründung des Vereins: Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens lautet der lange Titel. Zügig wurde die Satzung beschlossen, und nachdem Tim Pritlove nach dem Mittagessen mit dem Stimmzetteldrucker eintrudelte, ging es an die Kandidatenwahl. Zweimal setzten die tüchtigen Wahlhelfer JeLuf und Danimo zur Zählung der Zettel an. Kurt Jansson, Akl und Elian wurden ohne Gegenkandidaten oder Gegenstimmen zum 1. und 2. Vorsitzenden und Schriftführer bestimmt, Henriette setzte sich gegen Dab als Schatzmeisterin durch. Bei der Beisitzerwahl wurde es dann spannend: Elf Kandidaten traten in Listenwahl für die sechs Beisitzerämter an. Fantasy, Sansculotte, Necrophorus, Mathias Schindler, Jakob Voss (Nichtich) und DaB lautet das Endergebnis, nachdem Ulrich Fuchs - mit Dab an Stimmen gleichauf - seinen Verzicht erklärte und uns so eine Stichwahl ersparte. Beinah vergessen hätten wir dann fast in der Gründungseuphorie die Wahl der Kassenprüfer: Uli und Mazbln. Nachdem die ganzen Formalien geklärt waren, fasste die Mitgliederversammlung auf Antrag des ersten Vorsitzenden auch gleich den ersten Beschluss: Wikipedia-Gründer Jimbo Wales wurde als Ehrenmitglied in den Verein aufgenommen, bevor sich alles in fröhliches Durcheinander auflöste.
Cbase berlin 13.6.04, Diskussion
Artikel ist ohne Autorenkennzeichung und durch diverses Hin- und Herkopieren und Archivieren finde ich den jetzt auch nicht mehr. Ach, Zeiten.
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 11, 2015 10:02 PM

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Iberty

Wikipedia-Leaks: Dithmarscher-Stormarner Legionäre und Wilhelm Ramm

Nein zur kreisreform plus insidefahne
Pseudohistorische Flagge Dithmarschens. Eine passende Illustration für einen Fake-Geschichts-Artikel.

Die Qualitätssicherung der Wikipedia arbeitet manchmal etwas langsam, aber sie ist unerbittlich. Manchmal arbeitet sie auch sehr langsam. So zum Beispiel im Falle der "Dithmarscher-Stormarner Legionäre" - einem angeblichen Freikorpsregiment aus den Freiheitskriegen, das seit 2005 in der Wikipedia verzeichnet war und 2015 dann als Fake gelöscht wurde. Hauptindiz für die Löschung war dann schlußendlich, dass das als Quelle angegebene Buch nicht existiert. Um genau zu sein, existiert nicht einmal der Verlag, der das Buch angeblich herausgegeben hat.

Erstrwähnung und Wilhelm Ramm: Juli 2005

Am 7. Juli ergänzt ein nicht-angemeldeter Nutzer den Artikel Freikorps um die Dithmarscher-Stormarner Legionäre, die angeblich während der napoleonischen Kriege bestanden haben. Wie damals durchaus üblich noch ohne Quellenangabe.

Derselbe Nutzer schrieb dann auch den Artikel zum Legionärsführer Wilhelm Ramm:

Wilhelm Ramm...Dithmarscher-Stormarner Legionäre

Wilhelm Ramm war neben "Georg Rüttgert", "Andreas Bauer", "Gerhard von der Kaule" und "Bruno Klein" einer der Anführer der "Dithmarscher-Stormarner Legionäre", einer Freikorps-Organisation, die in den deutschen Befreiungskriegen gegen Napoleon kämpfte.

Wilhelm Ramm (geboren: Jan.-Mär. 1790), ein dithmarscher Handwerkersohn, schloss sich nach der Reichsauflösung 1806 seinem Bruder Friedrich (geboren: 1781) an, der, da ohne das Reich ihre Heimat Dithmarschen total unter dänischer Herrschaft lag, eine Streitmacht gründen wollte, um die Koalitionen bei der Vertreibung Napoleons aus Deutschland zu unterstützen, mit der Neugründung des Reiches als Ziel.
Anfänglich fungierten die zunächst nur aus Dithmarschern bestehende Truppe als Saboteure gegen die mit den Franzosen verbündeten Dänen.

Im Jahre 1810 wurde Friedrich Ramm, der die Legionäre, wie sie sich nannten, zusammen mit Bruno Klein und Georg Rüttgert anführte, bei einem Gefecht mit dänischen Füsilieren getötet. Wilhelm nahm seinen Platz ein und sein Jugendfreund Andreas Bauer stieß hinzu. zu diesem Zeitpunkt zählten die Legionäre wahrscheinlich um die 1000 Mann.

Im Jahr darauf wandte sich die gewachsene Legionärsschar gegen die Franzosen. Ihnen schlossen sich im Laufe der Zeit auch Stormarner, unter ihnen ein Gerhard von der Kaule, sowie wenige Steinburger und Hamburger an.
Die mittlerweile 3-5 tausend Mann starke Truppe konnte sich in mehreren Gefechten gegen französische Soldaten behaupten, als sie Ende 1811 ihre Aktivitäten an den Niederrhein verlegten. Noch im gleichen Jahr wurde Gerhard von der Kaule, der zu einer der Führungspersönlichkeiten aufgestiegen war, bei einem Angriff französischer Artillerie getötet.

Die nächsten 2 Jahre leiteten Ramm und Bauer zusammen mit Klein die Geschicke der Legionäre.
Nachdem sie sich Anfang 1813 nach Sachsen schmuggelten, wurde Bruno Klein Mitte Mai von französischen Kolaborateuren gefangengenommen. Er gab sich als Kopf eines Freikorps-Battaillons aus, um seine Kameraden zu schützen, und wurde daraufhin hingerichtet.

Ramm und Bauer sammelten alle Legionäre, zu der Zeit schätzungsweise 5-6 tausend an der Zahl, um sich zur preußischen Armee durchzuschlagen.
In der Völkerschlacht bei Leipzig operierten die Legionäre mit den preußischen truppen und siegten. Allerdings wurden Wilhelm Ramm und Andreas Bauer in der Völkerschlacht getötet.


Wenn man sich wirklich und eingehend mit Dithmarscher Geschichte beschäftigt hat, hat das zwar ein paar schiefe Stellen (die Reichsauflösung war egal, Dithmarschen - damals übrigens geteilt in die sehr verschiedenen Norder- und Süderdithmarschen) eh schon dänisches Lehen und kein Dithmarscher wird bis zum Niederrhein wandern, um da Ziele zu erreichen. Für eine öffentlich unbekannte Gruppe sind 5000 bis 6000 Mann auch ziemlich viel;  aber alles in allem klingt das tatsächlich ziemlich plausibel. Was ja auch diverse Wikiepdianer dachten, die den Artikel liebevoll die nächsten zehn Jahre hegten und pflegten ohne allerdings - wenig Überraschung - die Inhalte zu ändern.

Dezember 2005: Dithmarscher-Stormarner Legionäre

Nachdem der Wilhelm-Ramm-Artikel also einige Monate überstanden hatte, geht es am 7. Dezember 2005 weiter. Ein weiterer (derselbe) Nicht-angemeldete Nutzer legt einen Link auf die Dithmarscher-Stormarner Legionäre und legt nun auch gleich den Artikel an:

Deutsches Freikorps in den Befreiungskriegen.
Siehe auch: [[Wilhelm Ramm]], [[Andreas Bauer]], [[Freikorps]]; für genauere Information

Ursprünglich in Dithmarschen (Westholstein) gegründetes Freikorps gegen die Oberherrschafft der Dänen, die mit den französischen Besatzern verbündet waren. Mit der Zeit stießen auch Freiwillige aus Stormarn hinzu, später auch einige Steinburger und Hamburger.
Das Freikorps setzte sich zunächst mit Sabotageaktionen gegen die Dänen in Holstein, später gegen die französischen Besatzer und ihre Sympatisanten in Sachsen und am Niederrhein durch.
Bald wurde aus der kleinen Bande eine ernst zu nehmende Militäreinheit von fünf-bis sechstausend Mann.
1812/13 schlugen sich die Legionäre, wie sie sich nannten, trotz starker Gegenwehr von frantzösischem Militär, zur wiederauferstandenen Preußischen Armee durch.
In der [[Völkerschlacht von Leipzig]] 1813 standen die Dithmarscher-Stormarner Legionäre in den Reihen der Preußen. Mehr als Drittel (also gut 2.000 Mann) der Legionäre fanden den Tod in der Schlacht, ebensoviele wurden verwundet. Die Anführer [[Ramm]] und [[Bauer]] fielen ebenfalls in der Schlacht.


Derselbe Inhalte wie im anderen Artikel. Weiterhin ohne Quelle. Einen Artikel zu Andreas Bauer als Dithmarscher-Stormarner Legionär scheint es nie gegeben zu haben,

Januar 2006. die Quelle

Ein weiterer Monat später. Ein (derselbe?) unangemeldete Nutzer legt nach: er repariert den Link auf Wilhelm Ramm im Freikorps-Artikel und versieht den Wilhelm-Ramm-Artikel und den Legionärsartikel mit einer Quelle:  "Chronik der norddeutschen Freiheitskämpfer", Wülbern-Verlag, Itzehoe (1911/13?)" Eine Gute Wahl: das klingt plausibel, für obskure Militaria ist 1911 auch ein überzeugendes Veröffentlichungsdatum und Itzehoe als Verlagsort passt auch zu Dithmarschen. Zumal kann man davon ausgehen, dass niemand ds Buch zu Hause hab oder haben müsste, weil das selbst im historischen Interessierten Bildungsbürgertum kein Standardwerk ist. Okay, der Verlag hat anscheinend nie existiert und das Buch anscheinend erst recht nicht. Aber da muss man ja hinterher recherchieren. Was wohl niemand tat..

Januar 2007: der Führungsstab

So, ein weiteres Jahr später. Die Artikel stehen weiterhin unbeanstandet in der Wikipedia. Und wieder kommt ein unangemeldeter Nutzer. Diesmal ignoriert er Wilhelm Ramm ganz, ergänzt aber die Legionäre um den Führungsstab:

'''Der Führungsstab der Legionäre:'''
Friedrich Ramm, *1781 †1810 (gefallen): von 1806 bis 1810 Anführer

Bruno Klein *1785 †1813 (exekutiert): von 1806 bis 1813 im Führungsstab
Georg Rüttgert *1779 †nach 1836: von 1806 bis Auflösung Ende 1813 im Führungsstab
[[Wilhelm Ramm]] *1790 †1813 (gefallen): von 1810 bis 1813 Anführer
Andreas Bauer *1790 †1813 (gefallen): von 1810 bis 1813 im Führungsstab
Gerhard von der Kaule *um 1776 †1811 (gefallen): 1811 im Führungsstab


Andreas Bauer wurde mittlerweile anscheinend degradiert, dafür ist Friedrich Ramm neu aufgetaucht. Ansonsten ist der Edit aber konsistent mit allen andern Edits, und wenn man nicht so genau hinschaut sieht das auch plausibel aus.

Acht Jahre Pause

Nix passiert.

Februar 2015: gelöscht

Und so hätten Wikipedia und die nicht-existenten Legionäre miteinander glücklich werden können, wenn nicht der Benutzer Assayer wäre. Der wird misstrauisch und stellt am 7. Februar um 21 Uhr Löschanträge gegen Ramm und die Legionäre:

Obwohl dies eine "ernst zu nehmende" militärische Einheit von 5.-6.000 Mann gewesen sein soll, findet sich in der Literatur keine Spur davon. Zum Vgl.: Das bekannte Lützowsches Freikorps hatte nur 3.500 Mann. Die angebliche Chronik der norddeutschen Freiheitskämpfer aus dem Wülbern-Verlag lässt sich in keiner deutschen Bibliothek nachweisen. Ich konnte nicht mal einen Hinweis auf einen Wülbern-Verlag in Itzehoe ermitteln. Kurzum: Ich vermute hier einen Fake.

Und dann geht alles ganz schnell: die Deutsche Nationalbibliothek kennt weder das Buch noch den Verlag. Die Legionäre und Wilhelm Ramm tauchen nur in Quellen auf, die sich direkt auf Wikipedia beziehen. Und keine zwei Stunden später ist alles weg. Nach zehn Jahren. Unsentimental und sachlich. Nur hier im Blog - und auf komischen Wikipedia-Mirrors - wird Wilhelm Ramm weiterleben und Napoleon bekämpfen.

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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 11, 2015 07:16 AM

February 08, 2015

Iberty

Wikimania-Bewerbungs-Freitextfelder (Update: Sprachempfehlung geändert)

Borregos Sheeps Mexico City Ixtapaluca
Für diejenigen, die bei ihrer Wikimania-Stipendien-Bewerbung schon im Voraus überlegen wollen, was sie antworten und nicht erst, wenn sie das Formular offen haben, hier die Fragen, die kommen werden:

(zur Frage: man kann auf deutsch antworten, dann checkt die Jury aber noch anderswo, ob man in der Lage ist halbwegs verständlich englisch zu schreiben. sprich: eine gute englische bewerbung ist sicher besser als eine gute deutsche, eine schlecte englische vermutlich nicht mehr)

Zur Sprache (Update): gar nicht so leicht. Mittlerweile ist mir ja aufgefallen bzw. ich wurde dahin gestupst (danke, Rebecca), dass die Jury in Runde zwei ja native German spricht und sich vermutlich tendenziell eher über lange deutsche Texte freut als über lange englische.. hm, herausforderung: Englischkenntnisse gut genug demonstrieren um in Runde zwei zu kommen und in der dann einen guten deutschen Text schreiben. Wie man das in einem Formular fertigkriegt weiß ich aber auch noch nicht.

"Erzähl uns etwas über deine Beteiligung in deinem Heimatwiki oder in der breiteren Wikimedia-Bewegung. Was hast du erstellt oder beigetragen, um dein Wiki oder die Gemeinschaft zu verbessern? Hast du eine dieser Aktivitäten geleitet oder organisiert?"

"Was ist Großartiges passiert als Ergebnis dieser Aktivitäten? Dies kann entweder quantitativ oder qualitativ beschrieben werden und kann online oder offline Auswirkungen haben. Hier sind einige Beispiele, die helfen könnten."

"Über welche Zusammenarbeit mit anderen Wikimedianern oder Wikimedia-Organisationen bist du am meisten stolz?"

"Wie teilst du üblicherweise deine Erfahrungen (oder Sachen, die du gelernt hast) mit der Gemeinschaft? Beispiele von Wikizusammenfassungen oder -berichten, Blogbeiträgen, Diskussionen bei Treffen etc. sind hier willkommen."

"Hast du früher eine Wikimania auf einem WMF-Stipendium besucht? Falls ja, verwende bitte den Platz unten, um uns über etwas Großartiges als Ergebnis eines früheren Wikimania-Besuchs zu erzählen. Was sind deine Ziele für einen erneuten Wikimania-Besuch?"

Und für diejenigen, die die deutschen Übersetzungen auch etwas schräg finden, hier nochmal die Originalformulierungen: 

Tell us about your involvement in your home wiki or the broader Wikimedia movement. What have you built or contributed to in order to improve your wiki or community? Have you lead or organized any of these activities?

What’s something great that happened as a result of these activities? This could be described either quantitatively or qualitatively, and could impact either online or offline. Here are some examples that might help.

What collaborations with other Wikimedians or Wikimedia organizations are you most proud of?

"How do you usually share your experiences (or things you’ve learned) with your community? Examples of on-wiki summaries/reports, blog posts, meetup talks, etc. are welcome here. "

"Have you previously attended Wikimania on a WMF scholarship? If so, please use the space below to tell us about something great that happened as a result of attending Wikimania previously? What are your goals for attending Wikimania again?"<noscript>
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 08, 2015 06:03 PM

Elya & Raymond

Avanti Dilettanti!

Das durch Atamari initiierte und maßgeblich organisierte Pissarro-Wochenende in Wuppertal ist jetzt eine Woche her, mein Husten hat sich einigermaßen verzogen und ich kann uns nicht ersparen, einige persönliche Gedanken dazu zu notieren. Im Vorfeld gab es ja eine Reihe von Kritikern, die Qualitätsmängel befürchteten, wenn man sich für ein Wochenende, von Vorkenntnissen unbeleckt, das […]

by elya at February 08, 2015 01:01 PM

February 06, 2015

Iberty

Partizipation, der vierte Hinterhof und einige wenige, vokale Männer


Heidschnucken in Schmarbeck 06Wikimedia Deutschland wird die Jahresplanung 2016 partizipativ und mit den Freiwilligen zusammen vornehmen. Nein, bitte kein Gelächter - mir haben mittlerweile mehrere Menschen, die es wissen müssten, versichert, dass die Partizipation in der Planung wirklich und tatsächlich gewollt ist. Also: die Absichten sind vergleichsweise gut.

Nun sind die Absichten das eine, und der Weg zur Hölle mit guten Vorsätzen gepflastert und das Gegenteil von gut ist gut gemeint.. und naja, und so weiter. Bei der Durchführung einer partizipativen Planung stellt sich ja nicht nur die Frage: will WMDE partizipativ planen, sondern auch: kann WMDE überhaupt partizipativ planen?

Da Sebastian Moleski - ehrenamtlicher Schatzmeister von WMDE - dankenswerterweise schrieb: "Um das anzuschieben, bin ich für jeden Vorschlag dankbar, wie wir diese Diskussion am besten führen. Umfrage im Forum? Diskussion hier? Umfrage/Diskussion in der Wikipedia?" will ich doch mal versuchen etwas ausführlicher zu schreiben, was ich da für sinnvoll halte und was nicht.

Nicht sinnvoll

Traffic Jam, West of Ireland
Was ich nicht für sinnvoll halte, ist relativ einfach: einfach so vor sich hindrömmeln wie immer, dann eine Diskussionsphase aufmachen in der die Mitglieder was sagen dürfen, und dann wieder vor sich hindrömmeln.

Das hat zwei Effekte:

(1) Vorwissen, Enthusiasmus, Zeitbudget und Ansprüche der Mitglieder und Interessierten sind sehr verschieden: ein Community-Zwischenschritt irgendwo in der Mitte wird 90% der Interessierten außen vor lassen, weil das nichts bringt.

(2) Wenn man ein Angebot macht und wartet, dass Leute kommen, kommen halt die 10 Leute, die gerade nichts besseres zu tun haben oder sowieso de facto auf dem vierten Hinterhof am Tempelhofer Ufer in der Geschäftsstelle leben. Das sind aber nur bedingt diejenigen, die man haben will. Also nichts für ungut und gegen die Person: im Zweifelsfall zähle ich da ja mit zu: aber es sind nur einige wenige. Es gibt 7000 halbwegs aktive Wikipedia-Autorinnen, sicher eine vierstellige halbwegs aktiver Commons/Wikidata/ und 1300 altive Mitglieder von WMDE. Wenn sich davon nur 10 bis 15 an der Planung beteiligen ist das ein Versäumnis des Vereins. Neben den 15 die eh kommen, muss man sich um die anderen 8000 aktiv kümmern. .

Wenn man sich nicht kümmert, passiert folgendes, worüber sich auch letztens jemand aus dem erweiterten WMDE-Umfeld beschwerte: "Das sich-Abhängig-machen von der Meinung einiger weniger, vokaler Männer, die ihre Zeit auf WP:DK verbringen (wie dies seit Jahren leider bei hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern immer wieder vorkam), wird den Verein nicht weiterbringen." Darauf kann man dann auf zwei Arten reagieren: abschotten nach Außen. Oder die nicht ganz-so-vokalen-Männer-und-Frauen zu Gehör bringen.

Die Übermacht der einigen wenigen ist ein logisches Ergebnis von Halbherzigkeit: das passiert, wenn einem die Freiwilligen eigentlich egal sind/ man sie für selbstverständlich haält und einfach so hinnimmt, sie aus verschiedenen Gründen aber auch nicht komplett ignorieren kann. Alle anderen brauchen mehr Aufmerksamkeit, mehr Entgegenkommen, mehr Kümmern.

Sinnvoll 

Tractors and sheep Ballachly - geograph.org.uk - 1043846Stellt sich die Frage:  wenn komplette Abschottung nicht gewollt ist, man sich aber auch nicht von den Menschen mit viel Zeit, viel Meinung und wenig Schmerzempfinden abhängig machen will: was tun? Die Antwort ist abstrakt einfach. Sie ist aber in der Umsetzung schwer, weil es ein Kultur der Partizipation benötigt, die gelebter Alltag ist und sich eben nicht auf einen Prozess unter vielen beschränkt, sondern dauerhaft und permanent da ist: Community-Mainstreaming bei Wikimedia Deutschland.

Rausgehen, rausgehen, rausgehen

Die Jungs vom vierten Hinterhof sind immer da und die rufen auch laut genug, um gehört zu werden. Nun haben die sicher was sinnvolles zu sagen, aber es sind wenige und sie sind nicht unbedingt repräsentativ. All' die Anderen 99,9% potenziell interessierter Mitglieder sind nicht da + die sitzen auch nicht gelangweilt zu Hause herum und warten, dass man sie anspricht. Die haben schon ein erfülltes Leben und müssen davon überzeugt werden, dass ihr Leben noch erfüllter ist, wenn sie mitplanen.

Das heißt zum Beispiel:
* die Freiwilligen müssen die Möglichkeit haben zu wissen, wo und wie sie sich einbringen können und das mit entsprechenden Vorlaufzeiten (mindestens vier Wochen vor einem konkreten Schritt)
* man muss glaubhaft klar machen, dass es eine persönlich lohnende Veranstaltung ist und ihr Engagement tatsächlich Folgen und Auswirkungen haben wird
* das ganze muss do gut dokumentiert und vorbereitet sein, dass sie stets wissen wo im Prozess sie sind und was es heißt
* zu wichtigen Stakeholdern (also z.B: zu den ~20-40 Personen, die sich schon mal aktiv mit Anträgen und Beiträgen in die Diskussion eingebracht haben) aktive persönliche Beziehungspflege und Ansprache - möglichst mit dem Ziel, dass sie ihr Wissen und ihre Fertigkeiten weiter streuen.

Grundbedingung all' dessen ist Langfristigkeit. Begeisterung und Engagement für eine Sache kommt dann, wenn man sich auskennt und Vertrauen hat. Vertrauen aufbauen dauert lange, Vertrauen verlieren, geht schnell. Vertrauens- und Beziehungspflege zu allen Freiwilligen ist eine Kernaufgabe der Geschäftsstelle.

Sinnvolle Fragestellungen, sinnvoll heruntergebrochen

Eine der bedeutsameren Aufgaben des Präsidiums von WMDE ist die strategische Planung. Nun habe ich diverse Präsidien aus diversen Perspektiven gesehen und eigentlich alle haben sich mit dieser strategischen Planung ziemlich schwer getan. Das ist bei genauerer Betrachtung eigentlich nicht verwunderlich: gut strategisch planen ist die anspruchsvollste aller Aufgaben im Verein und verlangt immenses Wissen sowohl über WMDE wie über das weitere Wikiversum wie über die Communities. Strategisch planen - ohne Erfahrungen und Kenntnisse zu haben, wie das dann praktisch aussieht und was das praktisch bedeutet - ist ein bisschen wie ein Segelboot designen ohne auch nur selbst einmal auf dem Wasser gewesen zu sein: entweder es wird so abstrakt, dass es vollkommen beliebig wird und keine Planung ist; oder man macht was kaputt.

Nun mag es zumindest in der Theorie möglich sein, 10 gewählte Präsiden so gut zu briefen, ihnen zuzuarbeiten und sie zu beraten, dass das irgendwie hingeht - bei einer breiteren Community ist das aber nicht mehr möglich. Strategisch auf dem leeren Blatt planen überfordert die Freiwilligen und das Ergebnis verstört im Zweifelsfall die Hauptamtlichen.

Für Planung bedeutet das:
* Eine breite, offene Vorbereitung, die erstmal sehr offen Wünsche, Bedarfe, Problemlagen, Ideen, Kritik einsammelt. Daraus generiert: 
* Lösbare Fragestellungen. Kein leeres Blatt sondern - halbwegs ausgearbeitete und vorbereitete Alternativen
* Kleinteiligkeit: wenn es auch nur wenige geben wird, die den Meta-Meta-Überblick haben  Die Möglichkeit an verschiedenen, passenden Stellen im Prozess ein- und auszusteigen; die Möglichkeit sich nicht für das Große und Ganze zu interessieren, sondern sich da einzubringen wo es passt und wo die eigene Kompetenz der Freiwilligen liegt.

Partizipation muss Alltag sein

In dieser Kleinteiligkeit und Einbeziehung liegt die größere aller Herausforderung. Ein "Planungsprozess" der neben oder losgelöst vom Alltag stattfindet, bindet Energien führt zu Frustrationen und lenkt fehl. Partizipation in der Planung sollte Alltag auf allen Leveln sein - von der großen Strategie (für die sich sicher auch einige interessieren) bis hin zu relativ kleinteiligen Entscheidungen. Alle erfolgreichen Initiativen und Projekte im Wikiversum sind mit und durch starkes freiwilliges Engagement entstanden: Freiwillige gibt es in allen Lebenslagen des Freien Wissens und sie sind intelligent, gebildet und im Normalfall hilfreich: sie müssen nur eine Chance haben, ihre Intelligenz, Meinung und Erfahrung einzubringen: das passiert nicht durch einen abgehobenen Planungsprozess weitab von alles, sondern durch Einbeziehung und Partzipationsmöglichkeiten von ganz groß bis ganz klein in allen Themen und Aufgaben: Community-Mainstreaming.tut not.

 

(Version 1.0 .- ohne Fußnoten und Links)

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at February 06, 2015 05:19 PM

February 04, 2015

Iberty

January 27, 2015

Iberty

Wo steht Wikipedia so politisch?

Laemmer2 
Eins links, eins rechts, eins fallenlassen.

Die Frage, wo Wikipedia so politisch steht, ist leider eher oft der Auftakt zu unersprießlichen Diskussionen voller Verallgemeinerungen, an denen sich dann mit Vorliebe Menschen beteiligen, die zwar sehr starke Überzeugungen haben, wo sie so politisch stehen, aber sonst eher wenig zu bieten haben. Darum freute ich mich ja doch sehr als der/die eh stets hochgeschätzte Benutzer Grey Geezer das ganze schön auf einen Punkt brachte:


WP ist eigentlich nicht "links" sondern "liberal skeptisch" (... das macht sie ja so unglaublich sexy!).
Jedes Info-Fitzelchen wird auf den Prüfstand gestellt und nicht a priori "geglaubt"
Das ist einfach bei Themen, bei denen Veganer, Muslime, HipHopper, Österreicher, CDUer, Akademiker, Volksschüler, Katzen- und Hundeliebhaber selbiger Meinung sind (Physik, Chemie, Biologie und Pokemon-Karten), schafft aber bei sozialen und weltanschaulichen Themen (Politik, Religion, UFOlogie, Gendering, generell: -ismen und -(t)äten etc.) reinigende, aber manchmal auch (scheinbar) unlösbare Konflikte.
Nun sind liberale Skeptiker ("Langsam-Denker") dank ihrer Persönlichkeitsstruktur an permanentes Infragestellen und Rumprokeln und Neupositionierung gewöhnt, Leute mit "festen" Vorstellungen ("Schnell-Denker" - ja z.T. auch "Linke") reiben sich dabei auf. Ich könnte Namen nennen, die mir untergekommen sind, wo ich praktisch jeden Monat mit der Explosion/sudden Herztod/Durchbruch des Magengeschwürs/Divenabgang rechne.
Das Ökosystem und die Funktionsweise der WP selektioniert liberale Skeptiker - ich vermute, dass du das mit links meinst. Wirklich beinharte Linke, die hier Artikel schreiben, sind mir noch nicht untergekommen.
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at January 27, 2015 09:19 AM

January 24, 2015

Iberty

Going to Wuppertal GLAM (I) Keine Schwebebahn im Klexikon!

Wuppertal-100522-13447-SonnbornDas schöne an diesem Blog ist ja, ich kann mir meine Zielgruppe aussuchen und deswegen Kontext weglassen. Eigentlich müsste ich jetzt umständlich GLAM, GLAM on Tour die Pissaro-Veranstaltung in Wuppertal und alles mögliche erklären, aber oh well..

WikipedianerInnen - in Wuppertal - im Museum - nächste Woche für mehr Hintergrund siehe Wikipedia

Egal, heute hatten wir so vage erste Vorgespräche: welchen Zug nehmen wir, wer kommt eigentich, wozu braucht es einen Newbieworkshop, hat Pissaro eigentlich je ein interessantes Gemälde gemalt, wird man dazu kommen, ungestört zu schreiben, sowas halt, was man sich fragt.

Nun ja, nach diversem Hin- und her kam dann eine Idee: warum nicht mal was anderes:

* einen Artikel für Wikipedia - vielleicht
* ein Foto für Commons - da man in der Ausstellung nicht fotografieren darf, vielleicht die SCHWEBEBAHN
* einen Artikel für Wikinews - natürlich über die GLAM-Veranstaltung. Vielleicht passiert auch etwas auf der SCHWEBEBAHN
* einen Artikel für Wikivoyage - Museum und/oder SCHWEBEBAHN
* und einen Artikel für das Klexikon - Wuppertal oder SCHWEBEBAHN

da man sich ja beim Klexikon irgendwie anmelden muss, wie sich vage jemand erinnerte, mal geschaut. Schreib eine Mail, steht da. Was in der Mail sein soll, ob ein "ey, account" reicht oder ob es eine ausfürhliche Begründung samt Motivationsschreiben sein muss, steht da nicht. Auch nicht, was passiert nachdem man die Mail geschrieben. Eine wunderbare Black-Box-Kommunikation.

Aber was viel schlimmer ist: da ich schon mal auf der Klexikon-Startseite war, stieß ich dann nach etwas clicken auf den Satz "Zunächst beschränken wir uns auf eine begrenzte Anzahl von Artikeln, die in unserer Wunschartikel-Liste stehen."

WHAT? Why that? Keine SCHWEBEBAHN im Klexikon? Kein Wuppertal? Warum? Das ist doch die einfachste Methode, Autoren zu vertreiben - mach was umsonst und wir sagen dir auch noch was du machen sollst. Warum? Jetzt wundert mich nicht, dass es erst 125 Artikel gibt. Eine Zahl die, seien wir ehrlich, ein halbwegs begabter Wikipedia-Autor an einem Wochenende hinbekommen könnte.


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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at January 24, 2015 10:40 AM

January 19, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

January 16, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Was soll das RDK-Labor?

Das RDK (Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte) wurde in ein Mediawiki gepresst, aber ohne Sinn und Verstand.

http://www.rdklabor.de/wiki/Hauptseite

Für die Weiterentwicklung des entsprechenden Wissens ist die Lizenz http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/ mit dem ND natürlich völlig ungeeignet.

Völlig unklar ist, ob die Bilder im juristischen Sinn Teil des Artikels sind, also eine Nachnutzung OHNE Bilder unerlaubt wäre. Bei ND lautet die Devise (leider): ganz oder gar nicht!

Es gibt keine Recent Chances, man muss also, wenn man sich für Artikel ab dem Buchstaben G interessiert, durch hunderte oder tausende unbearbeitete Lemmata klicken.

Digitalisate sind nicht nachgewiesen.

Reproduktionen von Flachware kann man natürlich für die Wikipedia "klauen", da sie gemeinfrei sind.

Siehe auch:
http://archiv.twoday.net/stories/805774290/#805774301

by KlausGraf at January 16, 2015 04:34 PM

January 15, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

January 09, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

"Das Urteil des FDC über die Arbeit von Wikimedia Deutschland (WMDE) hätte schlimmer...

"Die am 21. November 2014 veröffentlichte Empfehlung des Funds Dissemination Committee (jenes Gremium, das die Wikimedia Foundation bei der Verteilung der Spendengelder berät) ist ein Denkzettel für Wikimedia Deutschland. Ziellosigkeit, riesige Ausgaben für Programme, erhebliche Mehrkosten durch die vorzeitige Abberufung des Vorstandes, extrem hohe Verwaltungskosten, viel zu viele Mitarbeiter."

http://blog.wiki-watch.de/?p=3992

by KlausGraf at January 09, 2015 04:26 PM

December 28, 2014

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

December 01, 2014

Ruminations of a ruthless 'riter (Benutzer:Sebmol)

Kluge Mitglieder

Vorgestern fand die 15. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Sie wird aus vielen Gründen als außergewöhnlich in die Geschichte des Vereins eingehen:

  • Sie war mit Abstand die längste. Erst gegen 23 Uhr war die Auszählung der Beisitzer beendet. Die Zählkommission und etwa 40 Mitglieder sind bis zum bitteren Ende geblieben, um das Ergebnis zu erfahren. Die eigentliche Debatte zu Anträgen etc. war “schon” gegen 19 Uhr vorbei. Unendlicher Dank gebührt daher den Mitgliedern der Zählkommission, die mit aller gebotenen Vorsicht und Geschwindigkeit weit über 6000 Stimmzettel sortiert und ausgezählt haben.
  • Sie hatte mit Abstand die meisten Kandidaten und die größte Auswahl: 35 Kandidaten (wenn ich mich nicht verzählt habe) standen für insgesamt 14 Positionen zur Verfügung.
  • Sie zeigte den deutlichsten Willen für eine personellen Veränderung: von den 35 Kandidaten traten 10 Amtsinhaber an (8 aus dem Präsidium und 2 Kassenprüfer). Von diesen 10 wurden nur 4 wiedergewählt (Tim Moritz Hector, Anja Ebersbach und Jürgen Friedrich ins Präsidium und Daniel Baur als Kassenprüfer). Steffen Prößdorf (3. Platz von 3 Kandidaten), Sebastian Wallroth (4/7), Jens Best (19/22), Ralf Bösch (15/22), Markus Glaser (11/22) und Olaf Kosinsky (5/6) wurden hingegen nicht wiedergewählt. Das letzte Mal, dass solche Kampfkandidaturen bei Wikimedia Deutschland erfolgreich ausgegangen sind, war 2011, als Delphine Ménard erfolgreich gegen den amtierenden Schatzmeister Olaf Kosinsky und Sebastian Wallroth und Ralf Liebau gegen den amtierenden Schriftführer Attila Albert antraten.
  • Sie hatte den schnellsten Rücktritt bzw. die kürzeste Amtszeit im Präsidium zur Folge: Anja Ebersbach hat am Abend direkt nach Ende der Auszählung inoffiziell erklärt, sie würde vom Amt zurücktreten. Gestern früh hat sie das auch offiziell getan.

Die Ergebnisse


Bei den gewählten Positionen sieht das Ergebnis der Mitgliederversammlung wie folgt aus:

Position Kandidat
Vorsitzender Tim Moritz Hector
Stellvertretender Vorsitzer Kurt Jansson
Anja Ebersbach
Lukas Mezger1
Schatzmeister Sebastian Moleski
Beisitzer Nikolas Becker
Sabria David
Jürgen Friedrich
Harald Krichel
Lukas Mezger1
Catrin Schoneville
Kassenprüfer Daniel Baur
Roland Kern
Stefan Levko
Manuel Schneider

1 Nach Anjas Rücktritt hat das Präsidium Lukas Mezger als ihren Nachfolger zum Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Die nun leere Beisitzerposition wird auf der nächsten Mitgliederversammlung nachgewählt.

Bei den Anträgen ergibt sich folgendes Bild:

# Inhalt Ergebnis
Briefwahlpflichtige Anträge
S1 nur noch 100 Mitglieder benötigt zur Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung 2/3-Mehrheit erreicht
S2 automatischer Entzug des Wahlrechts bei inaktiven Mitgliedern keine Mehrheit
S3 Einschränkungen bei Vorstands-Abberufung und Nachtragshaushalt 2/3-Mehrheit nicht erreicht
S4 Unvereinbarkeiten für Kassenprüfer keine Mehrheit
W1 Wahlordnung für Online-Wahlen mehrheitlich angenommen
Allgemeine Änträge
G1 Genehmigung der Geschäftsordnung mehrheitlich angenommen
A1 vorläufiger Jahresplan 2015 mehrheitlich angenommen, gilt bis zu einer im ersten Quartal 2015 einzuberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung
A2 Software-Entwicklung im Einklang mit der Community vertagt auf nächste Mitgliederversammlung
A3 Grundsätze für die Aufstellung des Haushalts verwiesen ans Präsidium für die neue Finanzordnung
A4 Arbeitsgruppe zur Erhöhung der Mitgliederpartizipation angenommen
A5 Jahresplanung mit Einbindung aller Stakeholder angenommen
A6 Klage gegen mich Befassung abgelehnt

Die Wahlergebnisse sollen nicht über das beeindruckende ehrenamtliche Engagement des bisherigen Präsidiums hinwegtäuschen. Ungeachtet vieler inhaltlicher Unterschiede ziehe ich meinen Hut vor ihrem Einsatz und ihren Mut, auch mit unpopulären Entscheidungen die Entwicklung des Vereins voranzutreiben. Sie haben auf die Art und Weise gehandelt, die sie für richtig hielten haben und sie bis zum Ende verteidigt. Das verdient meiner Meinung nach durchaus Respekt, denn Gleichgültigkeit ist im Vergleich zum Handeln immer der schlimmere Weg. So einfach er auch ist, aus Gleichgültigkeit kann man nichts lernen. Nur wer handelt und dann die Folgen betrachtet und bewertet, kann daraus Lehren ziehen, die zukünftiges Handeln verbessern können.

Für die kommenden zwei Jahre freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit den Präsidiumskollegen, den Mitarbeitern und den Mitgliedern des Vereins. Wir haben ein paar wirklich schwere Aufgaben vor uns, von denen die mittelfristige Sicherstellung der Vereinsfinanzen wohl die schwerste sein wird. Aber auch die Vorstandssuche, das laufende Governance Review und der Neustart der strategischen Planung sind nicht ohne. Ich bin daher sehr froh, im Präsidium so viele kompetente Menschen zu finden, die sich mit viel Herz, Sachverstand und Pragmatismus für freies Wissen einsetzen. Lasst uns beginnen.


by sebmol at December 01, 2014 03:10 PM

November 27, 2014

Ruminations of a ruthless 'riter (Benutzer:Sebmol)

Wo ist das Geld nur geblieben…

Im letzten Beitrag habe ich etwas zur Bewertung des Wirtschaftsplans 2015 von Wikimedia Deutschland durch die Mitarbeiter der Wikimedia Foundation geschrieben. Nun geht es weiter in diesem Prozess, der am Ende darüber entscheidet, wieviel Geld der Verein von der Foundation für seine Programme erhält, denn die Empfehlung des FDC ist da. Wer nicht mehr durchblickt, hier der grobe Ablauf:

  1. Der Verein beantragt beim FDC Mittel für seine Programme des nächsten Jahres. Den Antrag für 2015 kann jeder öffentlich einsehen.
  2. Mitglieder der Community sowie Fachexperten kommentieren und bewerten den Antrag öffentlich.
  3. Mitarbeiter der Wikimedia Foundation geben ebenfalls eine Bewertung ab.
  4. Das FDC berät sich und verfasst eine Empfehlung an die Foundation, welche Organisation wieviel Geld erhalten sollte. Diese Empfehlung wurde am 19. November 2014 veröffentlicht.
  5. Das Kuratorium der Wikimedia Foundation fasst dann auf Basis dieser Empfehlungen einen Beschluss zur Mittelverteilung.

Was das FDC empfiehlt

Der Empfehlung des FDCs kommt in diesem Prozess wesentliche Bedeutung zu, und die hat es für Wikimedia Deutschland in sich:

  • Statt der beantragten 1,2 Mio Euro empfiehlt das FDC eine Bewilligung von nur 840.000 Euro, eine Reduzierung um genau 30 %. Gegenüber den geplanten Einnahmen des Vereins für 2015 fehlen also 360.000 Euro, die entweder anders erwirtschaftet oder durch Kostensenkungen gegenfinanziert werden müssen.
  • Das Fehlen von Details zum Haushalt und den Programmen im Projektantrag wird insbesondere im Verhältnis zur Größe des Vereins und zu den Anträgen anderer Organisationen scharf kritisiert.
  • Ebenfalls scharf kritisiert wird die Abberufung des Vorstands mit besonderem Augenmerk auf die damit verbundenen zusätzlichen Kosten. Es ist aus Sicht des FDCs nicht verständlich, wieso der plötzliche Wechsel notwendig war, wenn der Vorstand anschließend weiter als bezahlter Berater für den Verein tätig ist und sich auch aus dem Antrag keine Änderung in der strategischen Ausrichtung der Organisation erkennen lässt. Das FDC mahnt dringend strukturelle Reformen an, die sicherstellen, dass es im Präsidium die nötige fachliche Expertise gibt, um solche Vorstandswechsel zukünftig zu vermeiden.
  • Die Bedeutung von Wikidata für die Wikimedia-Bewegung wird vom FDC besonders geschätzt. Aus Sicht des FDCs sollte für dieses Projekt in Zukunft eine separate mehrjährige Finanzierung eingerichtet werden. Einen entsprechenden Vorschlag wir das FDC beiden Organisationen (WMDE und Foundation) unterbreiten.
  • Angesichts der unklaren Führungssituation und der mangelhaften Qualität des Projektantrags hat das FDC auch überlegt, nur eine Brückenfinanzierung für sechs Monate zu empfehlen, um dann über einen neuen Antrag zu beraten. Diese Überlegungen wurden jedoch zugunsten einer nachhaltigen Unterstützung von Wikidata zurückgestellt.
  • Das FDC drängt beharrlich auf eine stärkere Fokusierung in den Projektanträgen. Obwohl der Antrag von WMDE etwa ein Viertel des gesamten zur Verteilung stehenden Geldtopfs darstellt, ist gerade hier nicht erkennbar, auf welche Weise und für welche Programme diese Mittel konkret verwendet werden sollen.
  • Die im Antrag aufgezeigten Verwaltungskosten werden als viel zu hoch eingestuft. Das Präsidiumsbudget (140.000 Euro) erhält in dem Zusammenhang eine besondere Erwähnung.
  • Analog zur Mitarbeiterbewertung wird die Effektivität der Programme, insbesondere im Bereich der Community-Unterstützung, im Verhältnis zu den hohen Kosten bemängelt.

Was machen wir jetzt damit

Klar ist, dass es bis zur finalen Entscheidung durch die Wikimedia Foundation noch ein Fenster gibt, diese durch eine kluge Reaktion zu beeinflussen. Das Kuratorium folgt in der Regel den Empfehlungen des FDC, ist an diese aber natürlich nicht rechtlich gebunden. Für Wikimedia Deutschland sehe ich drei Schritte, die jetzt gemacht werden müssen:

  • Wir müssen die Kritik des FDC aufgreifen und bewerten.
    Wo sie berechtigt ist, muss sie Einfluss in unsere Arbeit finden. Wo sie unberechtigt ist, müssen wir besser darstellen, welche positiven Auswirkungen die Arbeit des Vereins tatsächlich hat. Das scheint uns beim FDC bisher nicht gelungen zu sein. Hier müssen Vorstand, Präsidium und Mitarbeiter an einem Strang ziehen und konsequent kommunizieren.
  • Wir müssen uns deutlich fragen, welche Ziele wir mit der Community-Unterstützung tatsächlich verfolgen.
    Geht es primär darum, Ideen aus der Community egal welcher Art zu unterstützen? Oder geht es darum, mit Hilfe der Community-Unterstützung konkrete Ziele beispielsweise zur Verbesserung der Inhalte, zur Anwerbung neuer Autoren oder zur Durchführung innovativer Retention-Ansätze zu verfolgen? Persönlich würde ich das Zweite befürworten und Community-Unterstützung gerade nicht als Selbstzweck betrachten.
  • Wir müssen die Struktur des Präsidiums und den Ablauf von Vorstandswechseln verändern.
    Den Hinweis des FDC auf mehr fachliche Expertise im Präsidium unterstütze ich ausdrücklich. Die verlängerte Amtszeit wird einen Teil zur Kontinuität beitragen. Aber nur wenn die Präsidiumsmitglieder auch fachlich in der Lage sind, ihre Aufgabe zu erfüllen, können solch kostspielige und vertrauensauflösende Vorgänge wie dieses Jahr zukünftig verhindert werden. Für die Neubesetzung des Vorstandspostens sowie dem damit verbundenen Übergang müssen wir klare Regeln, Zeiträume und Abläufe festlegen.

An diesem Samstag findet die 15. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt, wo neben der Wahl eines neuen Präsidiums auch die Verabschiedung des Wirtschaftsplans für das nächste Jahr auf dem Programm steht. Ich denke, wenn im Ergebnis dieser Versammlung herauskommt, dass wir diese drei Schritte unternehmen werden, besteht am ehesten die Chance, dass der Verein die für 2015 benötigten Mittel von der Foundation bekommt.

Die bereits herumschwirrenden Gegenvorschläge, insbesondere auch vom aktuellen Schatzmeister, nun gerade bei Wikidata weniger Geld auszugeben oder Gelder dort zurückzuhalten, sind dagegen genau das falsche Signal: Wikidata ist einer der Hauptgründe, warum der Verein nächstes Jahr überhaupt so viel Geld bekommt. Wenn wir jetzt vor der Entscheidung der Foundation demonstrieren, dass wir gerade dort sparen werden, ist eher noch damit zu rechnen, dass der Verein am Ende weitaus weniger als die empfohlenen 840,000 Euro erhält. Das Vertrauen in die professionelle Handlungsfähigkeit des Vereins dürfte sich dann auch restlos in Luft aufgelöst haben.


by sebmol at November 27, 2014 07:13 AM