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May 26, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 21/2016

Unter anderem folgende Informationen sind in der Wikimedia:Woche 21/2016 zu finden: Das Protokoll der Board-Sitzung in Berlin vom 22. April, die Anerkennung einer neuen Usergroup, der Monatsbericht der Wiki Education Foundation, sowie eine Zusammenfassung der geförderten Aktivitäten der deutschen Community und ein Bericht auf irights.info über vermehrte Abmahnungen durch Creative-Commons-Fotografen.

Foundation und Organisationen

Wikimedia Foundation veröffentlicht 990er-Formblatt

Non-Profit-Organisationen – wie die Wikimedia Foundation – sind in den USA angehalten jährlich Informationen über ihre Finanzen im sogenannten „Form 990“ zu veröffentlichen. Die WMF hat ihre Finanzinformationen für das Geschäftsjahr 2014/2015 veröffentlicht, zudem eine FAQ veröffentlicht. Auf der Mailingliste Wikimedia-l wie auf Facebook gibts es nun Diskussionen zu Details des Formblattes.

WMF-Board verspricht Governance-Verbesserungen

Dariusz Jemielniak, Mitglied des Board of Trustees der Wikimedia Foundation, hat auf der Mailingliste Wikimedia-l Verbesserungen im Bereich der Governance (interne Regeln und Prozesse) sowie der Kommunikation des Gremiums angekündigt. Dabei ist es u.a. geplant neue, kooptierte Mitglied des Gremiums besser einzuführen („Onboarding“) als auch die Fristen für die Veröffentlichungen von Sitzungsprotokollen zu straffen.

Blogbeitrag über die beiden neuen Mitglieder des Board of Trustees

Ed Earhart hat im Wikimedia Movement Blog einen Beitrag über Nataliia Tymkiv und Christophe Henner, die beiden jüngst gewählten neuen Mitglieder des Board of Trustees, geschrieben.

Protokoll der Board-Sitzung vom 22. April 2016

Das Protokoll der Sitzung des Board of Trustees am 22. April 2016 in Berlin wurde veröffentlicht.

Neue GLAM-Stelle in der WMF geschaffen

Wie bereits im Jahresplan 2015/16 beschrieben, möchte die Wikimedia Foundation verstärkt Bemühungen im GLAM-Bereich unterstützten. Aus diesem Grund erweitert Alex Stinson, bisher vor allem für die Wikipedia Library tätig, sein Aufgabenfeld und unterstützt nun auch GLAM-Aktive.

Neue Usergroup anerkannt

Bereits letzte Woche gab das ehrenamtliche Affiliations Committee bekannt, eine neue Wikimedia-Nutzergruppe (Wikimedia User Group) anerkannt zu haben: die Florida Librarians of Wikipedia (Floridische Wikipedia-Bibliothekare). Herzlich Willkommen!

Monatsbericht April der Wiki Education Foundation online

Im aktuellen Monatsbericht der Wiki Education Foundation sind die Highlights von April nachzulesen.

Projekte und Initiativen

Geförderte Projekte aus den Wikimedia-Communitys im April

Eine ausgewählte Übersicht der im März von Wikimedia Deutschland geförderten Projekte aus den Communnitys ist im Vereinsblog veröffentlicht worden.

Nächste Förderkampagne zu „Addressing Harassment“ startet am 31. Mai

Die Wikimedia Foundation startet am 31. Mai ihre nächste Förderkampagne zu der Frage „Wie kann Online-Mobbing eingedämmt“ werden. Förderkampagnen sind ein Werkzeug der Foundation, um in einem bestimmten Zeitraum Ideen (und Anträge) für Projekte und Initiativen zu einem bestimmten Thema zu sammeln. Die letzten beiden Kampagnen fokussierten sich auf die Themen Gender Gap und Betreuung und Überprüfung von Inhalten (content curation & review).

Neues aus der OSM-Welt #304

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 304“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 10. bis 16. Mai.

Fellow-Programm Freies Wissen gestartet

Das Fellow-Programm Freies Wissen ist gestartet. Das Programm fördert die Öffnung von Wissenschaft und Forschung im Sinne von Open Science und richtet sich an Doktoranden (m/w), Post-Docs (m/w) und Juniorprofessoren (m/w), die ihre Forschung offen gestalten möchten. Das Fellow-Programm Freies Wissen ist ein gemeinsames Projekt von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband.

Technik

Ergebnisse der Beobachtungslisten-Umfrage veröffentlicht

Das Community Tech-Team hatte – in Vorbereitung des technischen Wunsches einer projektübergreifenden Beobachtungsliste – eine Umfrage gestaltet, um zu erfahren wie Benutzerinnen und Benutzer ihre Beobachtungsliste nutzen. Die Ergebnisse sind nun auf Meta zu finden.

Tech News issue #21

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Politik und Recht

Vermehrte Abmahnungen bei Creative-Commons-Fotos

irights.info berichtete über vermehrte Abmahnungen durch Creative-Commons-Fotografen.

Video zum Lizenzhinweisgenerator verfügbar

Die Aufzeichnung zum Nachschauen der Veranstaltung „Monsters of Law“ ist jetzt verfügbar. Am 19. Mai 2016 wurden hier häufige Stolpersteine bei der Weiternutzung CC-lizenzierter Bildern erläutert und der Lizenzhinweisgenerator vorgestellt.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Jimmy Wales auf Start-up-Festival in Wien

orf.at berichtete über das Pioneers Festival in Wien, an dem auch Jimmy Wales als Sprecher eingeplant worden ist.

Süddeutschland-Treffen in der Presse

Das Lokalblatt kreisbote.de berichtete über das Süddeutschland-Treffen der deutschsprachigen Wikipedia-Community.

derstandard.at berichtet über Wikipedia-Untersuchung

Mit einer Auswertung der gesamte Bearbeitungsgeschichte der Wikipedia durch südkoreanische Wissenschaftler, werden erneut die Probleme deutlich, die durch den Schwund der Autorenschaft entstehen.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

26.5.: Offenes Editieren Berlin

Das Offene Editieren findet immer am letzten Donnerstag des Monats statt. Es ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianerinnen und Wikipedianer mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, Real Life und von Mensch zu Mensch, und andererseits solche mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.

30.5.: Six degrees of Wikipedia

Jungwikipedianer veranstalten auf der Jugend-Netzkonferenz Tincon in Berlin eine Gameshow mit der Wikipedia.

30.5.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zur Zeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin. Während dem Treffen arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

31.5.: Ausstellungseröffnung „Print Wikipedia: from Aachen to Zylinderdruckpresse“

In der Berliner Galerie Import Projects findet ab 18 Uhr ein Empfang für Wikipedianerinnen und Wikipedianer zur Ausstellung „Print Wikipedia: from Aachen to Zylinderdruckpresse“ statt. Dort wird der Upload der gesamten deutschsprachigen Wikipedia (ca. 3500 Bände) für den Druck vorbereitet und in 74 m² Wandfolie visualiert. Diverse gedruckte Bände und das vollständige Autor(inn)enverzeichnis können ebenfalls eingesehen werden.

3.-5.6.: GLAM on Tour im Landesmuseum Württemberg

Anknüpfend an die Führung durch die Schausammlung LegendäreMeisterWerke (Wikipedia:Wikipedianische KulTour) lädt das Landesmuseum Württemberg nun zu einer GLAM on Tour-Station ein. Im Fokus steht die neue Schausammlung „Wahre Schätze“.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at May 26, 2016 01:18 PM

5 Hinweisfehler und ein Lizenzhinweisgenerator bei „Monsters of Law“

In der Reihe „Monsters of Law“ nimmt WMDE rechtliche Fragen rund um Freies Wissen unter die Lupe. Dr. Till Jaeger, Partner JBB Rechtsanwälte, und Jens Ohlig, Kommunikation Software-Entwicklung bei WMDE, präsentierten am 19.05.2016 den Lizenzhinweisgenerator. John Weitzmann, Referent Politik&Gesellschaft bei WMDE, erläuterte die 5 häufigsten Fehler, die bei der Weiternutzung von CC-lizenzierten Bildern gemacht werden. Das Video der Veranstaltung ist jetzt abrufbar.

Die 5 häufigsten Lizenzhinweisfehler bei der Weiternutzung CC-lizenzierter Bilder

Platz 5 – Die “Stealth-Bearbeitung”

Hierbei wird durch eine Nutzerin im Lizenzhinweis nicht angegeben, dass das genutzte Bild bearbeitet (z. B. zugeschnitten oder gephotoshopt) wurde. Spätere Nachnutzende müssen dann annehmen, dass das Bild genau so, also in der bearbeiteten Form von der Urheberin stammt. Vor allem für den Fall, dass das Bearbeitungsergebnis der Urheberin nicht gefällt (wovon zur Sicherheit erstmal auszugehen ist), braucht es die Zusatzangabe, dass bearbeitet wurde, und am besten auch noch in welcher Weise. Das kann bei Bildern z. B. lauten “zugeschnitten” oder “auf Graustufen geändert”, bei Texten etwa “ins Deutsche übersetzt” oder “gekürzt”, bei Videos beispielsweise “mit Musiktitel XY unterlegt” oder “neu geschnitten”.

Platz 4 – Nur für Findige

Oft wird nur die Kurzbezeichnung der geltenden CC-Lizenz angegeben, aber kein Link / keine URL. Spätere Nachnutzende müssten dann per Websuche nach den geltenden Nutzungsbedingungen fahnden und die Suchergebnisse danach bewerten können, welches davon den verbindlichen Lizenztext darstellt. Das ist massiv fehleranfällig und unzumutbar, daher ist die URL des Lizenztextes Pflichtangabe (alternativ ist es laut Lizenz auch zulässig, den gesamten Lizenztext an das genutzte Bild oder sonstige Werk anzuhängen, aber das ist fast nie praktikabel).

Platz 3 – Die CC-Lizenz gibt es nicht

Nicht selten wird nur angegeben, dass ein Bild “unter CC” stehe, ohne dazu zu sagen, unter welcher CC-Lizenz. Bei manchen dürfte das aus bloßer Bequemlichkeit geschehen, manche fühlen sich vielleicht auch mit den etwas kryptischen CC-Kürzeln überfordert. Verwirrend mag zwar in der Tat sein, dass es verschiedene Versionen der CC-Lizenzen gibt, die bis einschließlich Version 3.0 auch noch länderweise angepasst (“portiert”) wurden – was rechtstechnisch gesehen alles unterschiedliche Lizenzen sind. Dass es aber 6 verschiedene “Geschmacksrichtungen” von CC-Lizenzen gibt (BY, BY-SA usw.) sollte eigentlich für jede und jeden leicht erkennbar und verständlich sein.

Platz 2 – Geheimakte Urheberschaft

Leider wird mitunter komplett der Name der Urheberin / des Urhebers weggelassen. Das kann allenfalls dann lizenzkonform sein, wenn dafür zumindest ein Link auf eine Seite enthalten ist, auf der man die Namens- und sonstigen Angaben leicht auffinden kann. Die “Heimatseite” eines Bildes bei Wikimedia Commons beispielsweise ist eine solche Sammlung wichtiger Informationen, aber ein klickbarer Link darauf ist natürlich nur bei Online-Nutzung möglich. Ansonsten aber ist die Namensnennung schlicht die allerwichtigste “Währung” im ganzen Bereich Open Content. Daher ist sie auch und in jeder CC-Lizenz als zentrale und erste Bedingung enthalten.

Platz 1 – Schweigen im Walde

Trauriger Klassiker ist das gänzliche Fehlen von Angaben. Manchmal ist Auslöser das Missverständnis, dass man selbst gar nicht urheberrechtlich relevant handelt (also im Urheberrechtssinne gar nicht “nutzt”), was aber höchstens beim Embedding von Bildern mal der Fall sein kann. Öfter scheint missverstanden zu werden, CC-Lizenzierung heiße so viel wie “macht doch was ihr wollt damit” (dafür gibt’s die WTFPL) oder “ich verzichte auf alle Rechte” (dafür gibt’s das Tool CC0), doch das ist Quatsch. Freigabe von Bildern mittels CC-Lizenz, wie bei Wikimedia Commons, heißt nie “Keine Rechte vorbehalten”, sondern stets “Manche Rechte vorbehalten”. Welche, das steht in den Lizenzbedingungen, und das Recht auf Namensnennung ist immer vorbehalten.

Anregungen zu Themen, Kritik oder Wünsche für die Veranstaltungsreihe Monsters of Law sind willkommen! Gern per Mail an: monsters@wikimedia.de

by Lilli Iliev at May 26, 2016 09:27 AM

May 23, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im April 2016

Die folgende Liste zeigt eine Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen, die von den Communitys organisiert wurden und mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im vergangenen Monat stattgefunden haben. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Beim Festivalsommer standen im April 15 Veranstaltungen auf der Agenda, darunter die Grimmepreis-Verleihung und ein Konzert der Band BossHoss. Der vollständige Festivalplan ist in der Wikipedia zu finden.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Wikipedia-Communitys ist über Wikipedia:Lokales abrufbar. Einige Gruppen hinter den lokalen Räumen führen außerdem Blogs, über die eine Auswahl dort stattgefundener Veranstaltungen und Aktionen nachgelesen werden kann:

Am 6. April trafen sich der geschäftsführende WMDE-Vorstand Christian Rickerts und der Vorsitzende des Präsidiums Tim Moritz Hector zu einem Vorstellungsbesuch mit Wikipedia-Aktiven im Wikipedia-Büro Hannover, um über Themen rund um die Wikipedia, das Gewinnen neuer Benutzerinnen und Benutzer und die Pläne des Büros Hannover zu sprechen.

Miniaturenwettbewerb

Im März fand der Miniaturenwettbewerb für kurze und knappe Artikel statt. Wikimedia Deutschland unterstützte den Wettbewerb mit Preisspenden für die Siegerinnen und Sieger, die im Mai ermittelt wurden. Die bestplatzierten Artikel sind Afrika-Museum von Maimaid, Mehlschneiden von Achim Raschka und Lawabahn von NearEMPTiness.

Karten für Fototouren in Osttimor

Zur Unterstützung einer Fotografin auf Osttimor, deren Bilder teilweise auf Commons zur Verfügung gestellt werden, bemüht sich Wikimedia Deutschland auf Anfrage aus der deutschsprachigen Community um Bereitstellung des für die Fototouren erforderlichen Kartenmaterials.

8.–10.4.: 16. Fotoworkshop Nürnberg

In Nürnberg fand der 16. Fotoworkshop für Wikipedianerinnen und Wikipedianer und Commons-Aktive statt. Er richtete sich an „Benutzer, die viel mit Fotos zu tun haben. Egal, ob man sich als Laie oder Profi ansieht“.

10.4.: Fototermin im Straßenbahnhof Waltherstraße

Drei Wikipedianer nutzten die Gelegenheit des Tags der Offenen Tür, um das Straßenbahnmuseum Dresden zu besichtigen. Dabei entstanden frei nutzbare Fotoaufnahmen für das Medienarchiv Commons inklusive einiger sehr interessanter 360°-Innenaufnahmen von historischen Straßenbahnwagen.

360° Innenaufnahme, Foto: ubahnverleih, CC-0

11.4.: Besuch der Baumaschinenmesse Bauma

Der Wikipedianer Mailtosap besuchte die Baumaschinenmesse Bauma in München, um die Wikipedia anschließend mit Bildern und Bearbeitungen von Artikeln in der Kategorie:Baumaschinenhersteller und der Kategorie:Baumaschine zu ergänzen.

11.4.: Wikipedia-Postkarten mit Motiv Bremen

Am 11. April fiel der Startschuss für ein von Freiwilligen aus der Bremer Community initiiertes Projekt zur Erstellung von Wikipedia-Postkarten mit freien historischen Motiven aus der Hansestadt. Die Postkarten sollen zur Information über und Werbung für das freie Internet-Lexikon Wikipedia dienen und zudem einen kleinen Beitrag zur Gewinnung neuer Aktiver leisten.

12.4.: Wikipedia auf der Web Week

Dank aktiver Wikipedianer war die freie Enzyklopädie auf der Nürnberg Web Week vertreten. Die Autoren aus der Region präsentierten, wie auch mit kleinen Verbesserungen alle etwas beitragen können und was dabei beachtet werden sollte.

15.–17.4.: Fotografie-Grundkurs 2016

In der Wikipedia und auf Wikimedia Commons gibt es zwar zahlreiche Fotografen und Fotografinnen. Vielen ist aber der Umgang mit der Materie und der Kamera nur wenig vertraut. Um hier Abhilfe zu schaffen, fand wie bereits im vergangenen Jahr, wieder ein dreitägiger Fotografie-Grundkurs statt.

15.-17.4.: Wikimania-Vortreffen

Auf dem Wikimania-Vorbereitungstreffen konnten geplante Workshops mit anderen Interessierten besprochen und ausprobiert werden. Auf vielfachen Wunsch wurde außerdem ein Rhetoriktraining für angehende Vortragende angeboten.

16.4.: WikiCon-Workshop

Das Orgateam der WikiCon traf sich zur Planung in Kornwestheim.

20.4.: Wikipedia-Workshop zum Frauenfilmfestival Köln

Anlässlich des Frauenfilmfestivals in Köln wurde für interessierte Neuautorinnen ein Einführungskurs in die Wikipedia speziell für Frauen aus Film und Fernsehen angeboten. Eine ausführliche Dokumentation sowie sämtliche Folgeveranstaltungen (auch in anderen Städten) ist über die Projektseite zu finden.

24.4.: Wikimedia Conference

Aus der Community nahm der Wikipedianer Ireas als Ehrenamtlicher teil, um die internationale Konferenz der Wikimedia-Affiliates zu dokumentieren.

21.4.: Ehrenamtlichen-Vortragsreihe Teil 2

Der Wikipedianer Ziko besuchte im April die Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland, um dem WMDE-Kollegium einen spannenden Einblick in die Sprachversionen der Wikipedia zu geben.

2.4.: Tierschädelfotografie im Lokal K

Fotosession im Lokal K: In dem Kölner Community-Treffpunkt wurden diesmal hochauflösende Fotos von Tierschädel zur freien Weiternutzung angefertigt.

22.–25.4.: TransLausitz 2016/Löbau

Mit dem Ziel, den Artikel- und Bildbestand in der Wikipedia rund um die Stadt Löbau zu verbessern, begaben sich Wikipedianerinnen und Wikipedianer für mehrere Tage dorthin, um vor Ort aktiv zu werden.

23.4.: Stammtisch Ruhrgebiet

„[…] Nach der interessanten Führung durch das Fußballmuseum ging es mit einer kleinen, improvisierten Stadtführung weiter zum Alten Markt und an den Stammtisch. Dort war dann der Alltag der Wikipedia Thema mit Gedankenaustausch über gesperrte Benutzer, Artikel, Wahlen und die Gewinnung von neuen Mitstreitern. […]“ weiterlesen

26.4.: Pressetermin zum Filmdreh Wolfsland in Görlitz

Von zwei Wikipedianern wurde der Pressetermin zum Filmdreh Wolfsberg besucht. Entstanden sind freie Fotoaufnahmen Mitwirkender des Films.

27.4.: 1. Wikipedia-Sprechstunde in Dresden

Wikipedia-Sprechstunde Dresden, Foto: DCB, CC-BY-SA 3.0

Wikipedia in der Sächsischen Landesbibliothek, Foto: DCB, CC-BY-SA 3.0

Im April fand die erste Wikipedia-Sprechstunde in der Sächsischen Landesbibliothek Dresden statt.

Die Wikipedia-Sprechstunde ist ein offenes Format, bei dem interessierte Leserinnen und Leser der Wikipedia Fragen rund um die weltweit größte Online-Enzyklopädie der Welt stellen können. Erfahrene Wikipedianerinnen und Wikipedianer geben einen Einblick in die Wikipedia, beantworten Fragen, helfen bei den ersten Schritten in der Wikipedia und zeigen, wie man selbst zu Wikipedia beitragen kann. (Text: DCB, CC-BY-SA 3.0)

29.-30.4.: Jurytreffen zum 24. Schreibwettbewerb

Auf dem Jury-Treffen zum 24. Schreibwettbewerb fand die Diskussion und Ermittlung der Gesamtsieger und Sektionssieger aus den zuvor ermittelten Shortlists des zweimal jährlichen Wettbewerbs der deutschsprachigen Wikipedia statt. Der Schreibwettbewerb ist ein seit vielen Jahres etabliertes Motivationsinstrument der Community.

29.4.-1.5.: Schiedsgericht-Treffen

Das Schiedsgericht der deutschsprachigen Wikipedia traf sich im April in Fulda. Hier ist eine Übersicht der besprochenen Themen zu finden.

30.4.: Normdaten-Workshop bei der DNB

In den Räumen der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) in Frankfurt fand die erste GND-Schulung für Wikipedia statt. Seit dem 6. Mai können Wikipedianer, die an einer Schulung teilgenommen haben, über das GND-Webformular Normdaten für Personen anlegen. (Ab August wird voraussichtlich auch die Korrektur bereits bestehender GND-Einträge möglich sein.) Weitere Informationen zur Kooperation zwischen der Wikipedia und der DNB sind hier zu finden.

Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende regelmäßige Community-Termine fanden auch im Januar wieder mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland statt:

by Nicolas Rueck at May 23, 2016 02:24 PM

May 19, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 20/2016

In der Wikimedia:Woche 20/2016 geht es unter anderem um die Empfehlungen des Funds Dissemination Committees, den Start des Jahresplanungsprozesses von Wikimedia Deutschland und die Umstrukturierung der Förderprogramme der Wikimedia Foundation.

Foundation und Organisationen

Empfehlungen des FDC zu Jahresplanförderungen veröffentlicht

Das ehrenamtliche Funds Dissemination Commmittee (Spendenverteilungskomitee, FDC) hat sich am vergangenen Wochenende in Warschau getroffen und die Förderanträge von fünf Wikimedia-Organisationen diskutiert. Förderungen für Jahrespläne hatten neben dem Centre for Internet and Society, Wikimedia Armenien, Wikimedia Norwegen und Wikimedia Frankreich auch erstmals die Wikimedia Foundation eingereicht. Die Empfehlungen des FDC müssen vom Board of Trustees bestätigt werden.

WMDE startet Jahresplanungsprozess 2017

Welche Schwerpunkte Wikimedia Deutschland im kommenden Jahr setzen wird, soll wieder in einem partizipativen Planungsprozess diskutiert werden. Beginnen wird dieser Prozess auf der kommenden Mitgliederversammlung. Im Meta-Wiki wurde bereits ein Fahrplan veröffenticht.

Neues WMF-Förderprogramm startet

Wie bereits mehrfach berichtet, hat die Wikimedia Foundation beschlossen ihre Förderprogramme umzustrukturieren. Nun startet eines der neuen Förderprogramme mit dem Namen „Rapid Grants“. Im Rahmen des Programm steht vor allem Geld für kleinere, erprobte Initiativen zur Verfügung. Anträge können jederzeit gestellt werden – es gibt keine Runden oder Einreichfristen –, über die Anträge wird wöchentlich entschieden.

Projekte und Initiativen

Offene Treffen in Berlin-Wedding

Bei dem Projekt „WikiWedding“ gibt es ab Anfang Juni zweimal die Woche die Chance, Wikipedia live zu erleben: beim offenen Treffen sonntags im Nachbarschaftsladen Buttmannstraße 16 und montags bei der Sprechstunde in der Schiller-Bibliothek.

Commons wählt das Bild des Jahres

Alle Wikimedia-Benutzer sind vom 15. bis 28. Mai eingeladen, sich auf Commons an der zweiten Runde der Wahl zum Bild des Jahres zu beteiligen.

GLAM on Tour zu Gast in Europas erster Fabrik

Das LVR-Industriemuseum Textilfabrik Cromford in Ratingen lädt Ehrenamtliche der Wikimedia-Projekte herzlich vom 10.-12. Juni zu einer GLAM on Tour-Veranstaltung ein.

Neues aus der OSM-Welt #303

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 303“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 3. bis 10. Mai.

Technik

Wikiübergreifende Benachrichtigungen aktiviert

Die bisher schon als Betafunktion vorhandene Crosswiki-Benachrichtung wurde nun für alle Benutzer aktiviert. Dies bedeutet, dass Benachrichtigungen, die man in anderen Wikipedia-Sprachversionen bzw. Projekten (Commons, Wikisource, Meta etc.) erhalten hat, lokal angezeigt werden. (via GiftBot)

Neues Tool zur (Nach-)Georeferenzierung von Fotos

Benutzer:Simon04 hat ein kleines Werkzeug entwickelt, mit dem für Fotos von Wikimedia Commons nachträglich Geo-Koordinaten eingetragen werden können.

Tech News issue #20

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Versteckte Wikipedia-Tricks in der Basler Zeitung

Die Basler Zeitung produzierte einen Videobeitrag indem „Acht versteckte Wikipedia-Tricks“ präsentiert werden.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

19.5.: Monsters of Law: Der Lizenzhinweisgenerator

Herzliche Einladung zu „Monsters of Law“, der WMDE-Veranstaltungsreihe, die sich rechtlichen Fragen rund um Freies Wissen widmet. Diesmal erläutert John Weitzmann, WMDE-Referent Politik & Recht, die fünf häufigsten Stolpersteine bei der Nachnutzung von CC-lizenzierten Bildern. Danach präsentieren Dr. Till Jaeger, Fachanwalt für Urheberrecht, und Jens Ohlig, Komunikation Softwareentwicklung bei WMDE, den Lizenzhinweisgenerator, das neue Tool zur Nutzung von Bildern aus Wikipedia und Wikimedia Commons.

26.5.: Offenes Editieren Berlin

Das Offene Editieren findet immer am letzten Donnerstag des Monats statt. Es ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer_innen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits Wikipedianer_innen mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.

28.5.: 18. WMDE-Mitgliederversammlung

Auf der 18. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland am 28. Mai in Hamburg startet die Jahresplanung mit einer Auftaktveranstaltung: Angelehnt an das World-Café-Konzept können dort an verschiedenen Thementischen die aktuellen Schwerpunkte aus dem Jahreskompass 2016 diskutiert und Ideen für Neuerungen eingebracht werden. Die so eingeholten Stimmungsbilder werden öffentlich dokumentiert und fließen als eine Quelle mit in die Klausurtagung Ende Juni ein, auf der das Präsidium den neuen Jahreskompass für 2017 beschließen wird.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at May 19, 2016 02:18 PM

May 13, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Mode und Macht: GLAM on Tour zu Gast in Europas erster Fabrik

Vor 220 Jahren im Stil des Spätbarock gebaut: Das Herrenhaus Cromford, Foto: H005, CC0

Das LVR-Industriemuseum Textilfabrik Cromford in Ratingen lädt Ehrenamtliche der Wikimedia-Projekte herzlich vom 10.-12. Juni 2016 zu einer GLAM on Tour-Veranstaltung ein.

Bei der Textilfabrik handelt es sich um die erste Fabrik auf dem europäischen Festland und eine der ältesten erhaltenen Industrieanlagen in Deutschland. Anlässlich der neuen Sonderausstellung „Die Macht der Mode. Zwischen Kaiserreich, Weltkrieg und Republik“ kann ein Wochenende lang an Wikipedia-Artikeln gearbeitet und für Commons fotografiert werden.

Thematisch sind sowohl die Geschichte des bedeutenden Standorts als auch die Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlicher Entwicklung und Entwicklung der Mode und Bekleidung zu Beginn des 20. Jahrhunderts besonders interessant. Es sind noch Plätze frei, Interessierte sind herzlich eingeladen. Alle Infos sind auf der Projektseite zu finden.

Studentische Neulinge und Wikipedia-Aktive kommen zusammen

Corsets, late 19th and early 20th century. By Peloponnesian Folklore Foundation, CC BY-SA 4.0

Zur Veranstaltung kommen auch Modejournalismus-Studierende des Fashion Design Instituts Düsseldorf, um bei einem Einführungsworkshop die Möglichkeiten der Arbeit in den Wikimedia-Projekten kennenzulernen. Neben freiem Eintritt für alle Teilnehmenden gibt es Kuratorenführungen durch die Ausstellung sowie eine zweitägige Schreibwerkstatt und Fototouren.

Fernziel: Themenkomplex Mode in der Wikipedia stärken

Die Veranstaltung knüpft an die Wikipedianische Kultour „Chapeau. 150 Jahre Hutgeschichte“ an, die 2015 in Ratingen stattfand. Ziel ist es, durch die Veranstaltung einen Anstoß zur Erweiterung des Artikelbestandes mit dem Schwerpunkt Modegeschichte und Modedesigner in der Wikipedia zu geben. Langfristig ist angestrebt, dass ein aktives Wikipedia-Portal:Mode entsteht.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts GLAM on Tour statt, bei dem Ehrenamtliche auf lokaler Ebene gemeinsam mit Kulturinstitutionen und mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland Schreibwerkstätten („edit-a-thons„), Fotoexkursionen, Sonderführungen und Vorträge zu Ausstellungen organisieren.

by Lilli Iliev at May 13, 2016 01:16 PM

May 12, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Die Jahresplanung für 2017 beginnt

Wikimedia Deutschland arbeitet seit der Gründung 2004 für das Ziel, Wissen für alle Menschen frei zugänglich und nutzbar zu machen. Doch wo setzen wir als Verein hier im kommenden Jahr die Schwerpunkte? Was sind unsere genauen Ziele und was unternehmen wir, um diese zu verwirklichen? Diese Fragen werden wir erneut in einem partizipativen Planungsprozess diskutieren und beantworten.

Die Mitgliederversammlung am 28. Mai als Auftakt

Die Jahresplanung 2017 startet in zwei Wochen mit der 18. Mitgliederversammlung am 28. Mai in Hamburg. Die Mitgliederversammlung bildet in diesem Jahr erstmals den Auftakt der Planung – wir laden alle Mitglieder von Wikimedia Deutschland dazu ein, sich dort mit dem Präsidium und MitarbeiterInnen der Geschäftsstelle über die aktuellen Schwerpunkte des Vereins auszutauschen und Ideen für Änderungen einzubringen. Die eingeholten Stimmungsbilder werden dann mit in die Beratungen über den neuen Kompass 2017 einfließen, den das Präsidium im Juni beschließen wird.

Partizipationsphase im Sommer

Mit dem Kompass 2017 legt das Präsidium die Schwerpunkte für das nächste Jahr fest und teilt diesen Prioritäten zu. Im nächsten Schritt müssen zu den Schwerpunkten konkrete Ziele formuliert werden, die definieren, was wir uns im nächsten Jahr konkret vornehmen. Und zu den Zielen brauchen wir Indikatoren, damit wir messen können, ob wir mit unseren Aktivitäten auch tatsächlich Erfolg haben. Die Ausarbeitung der Ziele und Indikatoren möchten wir in diesem Jahr gemeinsam mit unseren Communitys, Mitgliedern und allen anderen angehen, die sich für Freies Wissen engagieren. In einer breit angelegten Partizipationsphase werden wir deshalb zwischen dem 12. Juli und dem 5. August für alle Schwerpunkte eigene Beteiligungsformate anbieten (offline, online oder auch kombiniert).

Die Ziele und Indikatoren zu dem Jahreskompass bilden dann die Grundlage für den Wirtschaftsplan, der im letzten Schritt erstellt wird und die finanzielle und personelle Planung des Vereins zur Umsetzung der gesteckten Ziele beinhaltet.

Zentrale Informationsseite zum Ablauf der Planung

Ausführliche Informationen zum Ablauf der Jahresplanung 2017 und den Beteiligungsmöglichkeiten sind auf einer neuen, zentralen Seite zusammengestellt. Dort werden wir auch die Ergebnisse der Auftaktveranstaltung und der Partizipationsphase transparent dokumentieren und die beschlossenen Schwerpunkte, Ziele und Indikatoren veröffentlichen.

Ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit an der neuen Jahresplanung und eine große Beteiligung!

Für das Präsidium,

Tim Moritz Hector

by Tim Moritz Hector at May 12, 2016 02:59 PM

Wikimedia:Woche 19/2016

Die Wikimedia:Woche 19/2016 informiert unter anderem über neue Mitglieder des Board of Trustees, den Jahresbericht 2015 von Wikimedia Deutschland und eine Visualisierung der Panama Papers über Wikidata.

Neue Mitglieder des Board of Trustees

Christophe Henner (Frankreich) und Nataliia Tymkiv (Ukraine) sind neue Mitglieder des Board of Trustees.

WMDE veröffentlicht Jahresbericht 2015

Wikimedia Deutschland hat seinen Jahresbericht für das Jahr 2015 veröffentlicht.

WMF testet kontextsensitive Spendenbanner

Die WMF hat Anfang der Woche auf der englischsprachigen Wikipedia kontextsensitive Spendenbanner getestet. Auf Artikeln zur TV-Serie Game of Thrones wurden Banner angezeigt, die sich direkt an Fans der Serie richten. Die Idee dazu stammt von User:Wittylama, der sie im Rahmen einer Communitybefragung vorgeschlagen hatte.

Wikimedia UK bittet um Feedback zu Strategieplan

Wikimedia UK hat einen Strategieplan-Entwurf vorgestellt und bittet bis zum 30. Mai um Feedback.

Software-Entwicklung bekommt Verstärkung

Lea Voget und Jan Dittrich verstärken seit Anfang Mai Wikimedia Deutschland im Bereich Software-Entwicklung.

Start der Jahresplanung 2017 von WMDE

In gut zwei Wochen startet die Jahresplanung 2017 von Wikimedia Deutschland. In deren Verlauf werden die Schwerpunkte, Ziele und Erfolgsindikatoren sowie das Budget des Vereins für das nächste Jahr festgelegt. Ausführliche Informationen zum Ablauf der Planung und den Beteiligungsmöglichkeiten sind auf einer neuen Meta-Seite zusammengestellt. Dort werden auch die Ergebnisse der Auftaktveranstaltung und der Partizipationsphase transparent dokumentiert und die beschlossenen Schwerpunkte, Ziele und Indikatoren veröffentlicht.

Projekte und Initiativen

Neues aus der OSM-Welt #302

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 302“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 26. April bis 2. Mai.

Studierende schenken Professor Wikipedia-Artikel in 72 Sprachen

Anläßlich seines 60. Geburtstags bekam der Kaukasiologe Jürgen Klopp von Studierenden Wikipedia-Artikel zu seiner Person in 72 Sprachen geschenkt.

GLAM-Monatsbericht April

Der Monatsbericht zu den Aktivitäten im April im GLAM-Bereich wurde veröffentlicht.

Wikidata ermöglicht Visualisierung zu Panama Papers

Über Wikidata wurde eine Visualisierung der Berufe derjenigen Menschen ermöglicht, die in den Panama Papers genannt werden und mit einem Eintrag in Wikidata vorhanden sind.

Technik

Article Placeholder in vier Wikipedia-Versionen aktiviert

Der Article Placeholder ist nun in den Wikipedia-Sprachversionen Esperanto, Haitianisch, Neapolitanisch und Oriya aktiviert worden. Somit können dort bei fehlenden Artikeln Informationen aus Wikidata angezeigt werden.

Aktivierung von projektübergreifenden Benachrichtigungen in allen Wikis (Technische Wunschliste)

Voraussichtlich am 12. Mai gegen 21 Uhr wird die Funktion für projektübergreifende Benachrichtigungen („globales Echo“) in allen Wikis der Wikimedia-Projekte aktiviert. „Projektübergreifende Benachrichtigungen“ steht auf Platz 3 der Umfrage 2015 zum technischen Bedarf von Autorinnen und Autoren und wird vom Collaboration Team der Wikimedia Foundation umgesetzt.

Bitte um Feedback: Erste Umsetzungsvorschläge für den Wunsch „Bessere Lösung von Bearbeitungskonflikten“ (Technische Wunschliste)

Der Wunsch „Bessere Lösung für Bearbeitungskonflikte“ steht auf Platz 1 der Umfrage 2015 zum technischen Bedarf von Autorinnen und Autoren. Das Team der Softwareentwicklung von Wikimedia Deutschland stellte nun zwei erste Vorschläge für die mögliche Umsetzung zur Diskussion.

Tech News issue #19

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Artikel über WikiMUC-Team

Auf Seite 2 berichtet das Anzeigenblatt „Hallo München“ über das Team hinter dem neuen lokalen Wikipedia-Raum WikiMUC in München.

Termine

13.5.: Offenes Editieren Stuttgart

Die Stadtbibliothek Stuttgart am Mailänder Platz heißt die Wikipedianer und interessierte Neulinge herzlich willkommen. An jedem 2. Freitag im Monat findet ein Workshop für Offenes Editieren statt.

16.5.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zur Zeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin. Während dem Treffen arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

  • codefor.berlin

18.5.: WikiWomen unterwegs in Berlin

„WikiWomen unterwegs in Berlin“ liegt in die zweite Runde. Frauen die sich für die Mitarbeit in der Wikipedia interessieren, sind herzlich eingeladen gemeinsam mit dem Frauenmuseum zu beschäftigen.

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

19.5.: Monsters of Law: Der Lizenzhinweisgenerator

Die WMDE-Veranstaltungsreihe „Monsters of Law“ widmet sich rechtlichen Fragen rund um Freies Wissen. Diesmal erläutert John Weitzmann, WMDE-Referent Politik & Recht, die fünf häufigsten Stolpersteine bei der Nachnutzung von CC-lizenzierten Bildern. Danach präsentieren Dr. Till Jaeger, Fachanwalt für Urheberrecht, und Jens Ohlig, Komunikation Softwareentwicklung bei WMDE, den Lizenzhinweisgenerator, das neue Tool zur Nutzung von Bildern aus Wikipedia und Wikimedia Commons.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at May 12, 2016 01:59 PM

May 11, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Herzlich willkommen, Lea Voget und Jan Dittrich!

Bild: Elisabeth Mandl, „Lea Voget und Jan Dittrich“, CC BY-SA 4.0

Wir freuen uns sehr, dass Lea Voget und Jan Dittrich seit Anfang Mai unser Team im Bereich Software-Entwicklung verstärken.

Lea übernimmt die Verantwortung und Rolle des Product Management bei TCB (Technische Wünsche). Ihr Hintergrund ist davon geprägt, dass sie sowohl Software-Engineer ist, aber auch Design Thinking als Coach unterrichtet. Dabei geht es ihr nicht um die orthodoxe Anwendung von Methoden mit modischen Schlagworten: Die richtigen Werkzeuge und Lösungen müssen für jedes Problem individuell gefunden werden. Ins nicht immer sonnige, aber spannende Berlin ist sie gerade erst nach einem achtmonatigen Aufenthalt in Spanien zurückgekehrt.

Jan wird mit dem Titel UX Researcher und Designer als teamübergreifender Experte rund zum Thema UX in der Software-Entwicklung arbeiten. Auf seiner eigenen Seite lässt sich nachlesen, was er bisher in Bereichen wie User Research, Design Methods und Education alles so gemacht hat. Neben der Schönheit und der Zugänglichkeit von Mensch-Maschine-Schnittstellen konnte er noch in so diversen Interessensgebieten wie Neurowissenschaften, Cello und Impro-Theater Erfahrungen sammeln.

Herzlich willkommen, Lea und Jan!

by Jens Ohlig at May 11, 2016 01:55 PM

May 04, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 18/2016

Wegen des bevorstehenden Feiertags, erscheint die Wikimedia:Woche 18/2016 bereits am Mittwoch. Neu in dieser Woche sind unter anderem der Research Newsletter für April. Wikimedia Deutschland präsentiert den Lizenzhinweisgenerator und hat eine neue Stelle ausgeschrieben. Außerdem gibt es einen Rückblick auf den vergangenen Hackathon in Jerusalem.

Foundation und Organisationen

Wikimedia Research Newsletter April

Über aktuelle interessante Themen aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Wikipedia, berichtet der Wikimedia Research Newsletter in seiner April-Ausgabe.

WMDE sucht Projektmanager (m/w) Datenbanken & Service

Die Gemeinnützige Wikimedia Fördergesellschaft sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt engagierte Unterstützung in Form eines Projektmanagers (m/w) Datenbanken & Service in Vollzeit.

Projekte und Initiativen

WikiCon Region Stuttgart: noch knapp fünf Monate

Der Termin rückt näher (16. bis 18. September 2016) und die Planungen schreiten gut voran. Am 16. April traf sich das WikiCon-Team im Kultur- und Kongresszentrum – Das K, um in einem Workshop wichtige Fragen zum Programm und zur Raumbelegung zu klären. Es ist ein öffentlicher Bereich für interessierte Neulinge und Kooperationspartner für freies Wissen geplant. Die offizielle Anmeldung wird am 25. Juni zur Wikimania starten. Programmvorschläge sind weiter willkommen.

Neues aus der OSM-Welt #301

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 301“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 19. bis 25. April.

Rückblick auf Hackathon 2016

Vom 1. bis 3. April fand in Jerusalem der Hackathon statt.

Sieger des Schreibwettbewerbs stehen fest

Die Gewinner des 24. Schreibwettbewerbs der Wikipedia stehen fest. Gewonnen habe die Autoren Armin P., Fraoch und Siechfred.

WLM-Orgateam sucht Unterstützung

Zur Ausrichtung des diesjährigen großen Fotowettbewerbs „Wiki loves Monuments“, ist das bisherige Orga-Team auf der Suche nach Unterstützung.

GND-Kooperation

Am 30. April 2016 hat in den Räumen der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) in Frankfurt die erste GND-Schulung Wikipedia stattgefunden. Seit dem 3. Mai können Wikipedianer, die an einer Schulung teilgenommen haben, über das GND-Webformular Normdaten für Personen anlegen.

Technik

Tech News issue #18

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

WMDE präsentiert Lizenzhinweisgenerator

Wikimedia Deutschland stellt den Lizenzhinweisgenerator vor. Dabei handelt es sich um ein Tool zur Weiternutzung von Creative-Commons-Bildern.

Diskussion

Board-Mitglieder von WMCH bei Racosch involviert

Über die Signpost wurde eine Diskussion über die Beteiligung von Board-Mitgliedern bei WMCH an dem Unternehmen Racosch angestoßen. Das Unternehmen ist auf die Bearbeitung von Wikipedia-Artikeln spezialisiert.

Politik und Recht

TTIP könnte negative Folgen für Freies Wissen mit sich bringen

Kurz vor dem Leak der TTIP-Dokumente, schrieb Dimitar Dimitrov über mögliche negative Folgen, die das Abkommens für die Wikipedia und Freies Wissen mit sich bringen könnte.

Bildung

Wikipedia in der Hochschule

Am 12. Juli findet in der Universität Bielefeld ein Vortrag zum Thema „Frauen in Rot – der Gender Gap in der Wikipedia“ statt. Frau Dr. Katharina Habermann hat dort eine Gender-Gastprofessur. „Zu den Zielen gehört, Wissen aus der Geschlechterforschung in den einzelnen Disziplinen zu vermitteln und zu verankern. Außerdem geht es darum, Frauen in Forschung und Lehre stärker sichtbar zu machen.“

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

sz-online.de berichtet über Dresdner Wikipedia-Aktive

sz-online.de hat anläßlich der ersten Dresdner Wikipedia-Sprechstunde einen Artikel und einen Video-Beitrag über Dresdner Wikipedianer veröffentlicht.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

12.5.: Wikipedia Sprechstunde Bibliothek Hamburg

Jeweils am 1. Donnerstag des Monats bietet die Hamburger Wikipedia-Community von 16.00 bis 18.00 Uhr eine regelmäßige öffentliche Sprechstunde an.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at May 04, 2016 01:56 PM

May 02, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Der Lizenzhinweisgenerator. Ein Wikimedia-Tool zur Weiternutzung von Creative-Commons-Bildern

Screenshot Lizenzhinweisgenerator, Motiv Flughahn. Hintergrund von Beckmannjan, CC BY-SA 3.0

Im Rahmen des Geburtstagsjahres (15 Jahre Wikipedia!) präsentieren wir den Lizenzhinweisgenerator, der die legale Weiternutzung von Bildern unter Creative-Commons-Lizenzen erleichtern soll.

Die verschiedenen Lizenzen von Creative Commons beschreiben, in welchem Umfang Nutzungsrechte an freien Inhalten eingeräumt werden. Auf diese Weise erleichtern sie z. B. die Verwendung freigegebener Bilder in den verschiedenen Anwendungsszenarien. Was rechtlich zunächst sehr klar und einfach erscheint, erweist sich in der Praxis zumeist noch als große Hürde: Wie werden (veränderte) Bilder korrekt gekennzeichnet, ohne die Ursprungslizenz zu verletzen? Abhilfe schafft nun der Lizenzhinweisgenerator.

Das Tool führt die Nutzenden in wenigen Schritten durch den Lizenzierungsprozess: Wer die frei lizenzierten Bilder aus Wikipedia oder dem freien Medienarchiv Wikimedia Commons nutzen möchte, benötigt ab sofort nur die URL eines Bildes aus Wikimedia Commons oder eines Wikipedia-Artikels und das Tool leitet durch einen kurzen Dialog mit visueller Fortschrittsanzeige. Anhand von wenigen Fragen zur Art der individuellen Nachnutzung des Bildes wird der entsprechende Lizenzhinweis erstellt.

So können Nutzende z. B. angeben, dass und auf welche Weise sie ein Bild bearbeitet haben, ob sie es in digitalen oder gedruckten Medien nachnutzen möchten und sich gleichzeitig selbst als Bearbeitende kenntlich machen. Die nötigen Lizenzinformationen werden anschließend automatisiert zusammengestellt. Das Tool hilft auf einfache und intuitive Weise dabei, Lizenzpflichten einzuhalten und Lizenzfinformationen korrekt anzugeben. Die schrittweise Anleitung ist auf das Wesentliche reduziert, so dass auch juristischen Laien eine korrekte Kennzeichnung freier Inhalte ermöglich wird.

 

Monsters of Law. Valerie Schandl (WMDE), CC BY-SA 4.0. Hintergrund: Gerrard St monster mural, Aviva West, CC BY-SA 2.0


Vor Ort mehr erfahren: Monsters of Law am 19.5.

Wer mehr zur Nachnutzung von CC-lizenzierten Bildern und dem neuen Lizenzhinweisgenerator erfahren möchte, ist herzlich eingeladen zur nächsten Ausgabe von:

Monsters of Law:
„Der Lizenzhinweisgenerator. Ein neues Tool zur sicheren Nachnutzung von Creative-Commons-Bildern.“

Donnerstag, 19.05.2016, 18 Uhr, (Einlass 17:30 Uhr)
Wikimedia Deutschland e.V., Tempelhofer Ufer 23-24, Berlin

Begrüßung: Christian Rickerts, Geschäftsführender Vorstand Wikimedia Deutschland

Referenten:
John Weitzmann, Referent Politik & Recht, Wikimedia Deutschland
Dr. Till Jaeger, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, Partner JBB Rechtsanwälte
Jens Ohlig, Kommunikation Software-Entwicklung, Wikimedia Deutschland


 

John Weitzmann erläutert zunächst die 5 häufigsten Fehler, die bei der Weiternutzung von Creative-Commons-lizenzierten Bildern gemacht werden. Dr. Till Jaeger, der den Lizenzhinweisgenerator mit entwickelt hat, und Jens Ohlig stellen im Anschluss das Tool vor und stehen für alle Fragen dazu bereit. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen! Nach ca. 40 Minuten Vortrag und Präsentation folgt eine Frage- und Diskussionsrunde, dann ein informeller Teil mit Getränken und Brezeln.

Wir freuen uns auf eine interessante Diskussion!

  • Der Eintritt ist frei. Um unsere Veranstaltungen noch besser zu machen, freuen wir uns über eine Anmeldung.
  • Die Veranstaltung wird am 19. Mai auf der Webseite von Monsters of Law als Livestream gezeigt und danach als Video verfügbar gemacht.
  • Unter #wmdeMOL kann mitdiskutiert werden.

by Lilli Iliev at May 02, 2016 10:40 AM

April 28, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 17/2016

Die schwierige Urheberrechtssituation in Europa bezüglich der Schutzdauer, ein neues Tool zum Auffinden fehlender Wikipedia-Artikel und Berichte über die Wikimedia Conference, sind unter anderem die Themen der Wikimedia:Woche 17/2016.

Projekte und Initiativen

Geförderte Projekte aus den Wikimedia-Communitys im März

Eine ausgewählte Übersicht der im März von Wikimedia Deutschland geförderten Projekte aus den Communnitys ist im Vereinsblog veröffentlicht worden.

Neues aus der OSM-Welt #300

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 300“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 12. bis 18. April, diesmal mit einem kleinen Resumée anläßlich der 300. Ausgabe.

Wikipedia-Sprechstunde jetzt auch in Dresden

Nachdem bereits in Hamburg schon länger eine regelmäßige Wikipedia-Sprechstunde angeboten wird, fand nun auch in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden die erste ehrenamtlich organisierte Wikipedia-Sprechstunde in Dresden statt.

Technik

Tech News issue #17

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Neues Tool zum Auffinden fehlender Artikel vorgestellt

Ein neues Tool soll helfen Lücken in der Wikipedia aufzufinden und Autorinnen und Autoren Vorschläge für Artikel-Neuanlagen oder Übersetzung geben.

Glamorous-Tool verbessert – jetzt auch mit Aufrufzahlen

Das Glamorous-Tool zur Analyse von Dateien in einer Commons-Kategorie ist jetzt mit einer neuen Benutzeroberfläche und zusätzlichen Funktionen verfügbar. So können jetzt zum Beispiel auch die Aufrufzahlen (page views) von Dateien in einer Kategorie auf Commons relativ leicht analysiert werden. Weiterhin interessant: die Statistik zur Weiterverwendung von Bildern/ Dateien in anderen Wikis wie z.B. in den Wikipedien.

Diskussion

Fragen zur Ideenförderung für den kommenden Jahresplan

Lukas Mezger, Mitglied im Präsidium von Wikimedia Deutschland, hat bezüglich der Jahresplanung 2017 eine Diskussion über die Rolle des Bereichs Ideenförderung angestoßen.

Politik und Recht

Forderungen nach einheitlichem EU-weiten Urheberrecht

Anlässlich der aktuellen Probleme mit dem Urheberrecht am Tagebuch der Anne Frank, werden erneut Forderungen nach einem vereinfachten und harmonisierten Urheberrecht laut.

„Wikipedia-Artikel zu Terrorismus werden weniger gelesen“

Laut einer Studie am Citizen Lab der Universität Toronto, bei der Abrufzahlen von Wikipedia-Artikeln ausgewertet wurden, führt staatliche Überwachung aus Angst um Privatsphäre und falschen Verdächtigungen zu einer deutlich geringeren Nutzung von Informations- und Beratungsangeboten.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Berichte über Wikimedia Conference

Benutzer:Gnom berichtete über die Wikimedia Conference.

Weitere Berichte werden auf Meta gesammelt.

Wikipedia fliegt zum Mond

fr-online.de berichtete über die Reise der Wikipedia zum Mond.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

28.4.: Offenes Editieren Berlin

Das Offene Editieren findet immer am letzten Donnerstag des Monats statt. Es ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer_innen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits Wikipedianer_innen mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.

4.5.: WomenEdit Berlin

WomenEdit ist ein Netzwerk von Wikipedianerinnen. Jeden ersten Mittwoch im Monat findet in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland von 18.00 bis 21.00 Uhr ein Treffen statt. Neu-Autorinnen sind willkommen.

19.5.: Monsters of Law: Der Lizenzhinweisgenerator

Die WMDE-Veranstaltungsreihe „Monsters of Law“ widmet sich rechtlichen Fragen rund um Freies Wissen. Diesmal erläutert John Weitzmann, WMDE-Referent Politik & Recht, die fünf häufigsten Stolpersteine bei der Nachnutzung von CC-lizenzierten Bildern. Danach präsentieren Dr. Till Jaeger, Fachanwalt für Urheberrecht, und Jens Ohlig, Komunikation Softwareentwicklung bei WMDE, den Lizenzhinweisgenerator, das neue Tool zur Nutzung von Bildern aus Wikipedia und Wikimedia Commons.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at April 28, 2016 01:41 PM

April 27, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts

… und warum Sie nichts sehen, das werden Sie gleich sehen. Dieser alte Spruch passt seit dem gestrigen „Tag des ‚geistigen Eigentums‘“ ganz besonders gut in dieses Blog, denn das Manuskript zum berühmten Tagebuch der Anne Frank wurde gestern wieder ins Netz gestellt, ist aber nur aus Polen direkt abrufbar. Dadurch soll demonstriert werden, wie sehr Europa eine echte Vereinheitlichung der urheberrechtlichen Schutzdauer nötig hat.

Initiatorin der Aktion, deren Hashtag #ReadAnneFrank lautet, ist die Communia Association, eine kleine NGO, die sich als europapolitische Füsprecherin der „digitalen Public Domain“ versteht, also als Streiterin für all die im Netz zu findenden gemeinfreien Werke und gegen alle Versuche, diese Werke, die Gemeingut sind oder sein sollten, rechtlich oder faktisch zu monopolisieren. Ob und inwieweit Anne Franks berühmte Aufzeichnungen aus dem Amsterdamer Hinterhaus inzwischen Gemeingut sind, darüber wird gerade heftig gestritten.

Der rechtliche Hintergrund ist, dass urheberrechtliche Schutzfristen üblicherweise am Ende eines Jahres auslaufen. Darum gehen stets zum 1. Januar weitere Werke der Literatur, Kunst und Wissenschaft in den rechtefreien Zustand (in die Public Domain) über, werden also gemeinfrei. Die Länge der Schutzfristen ist in ganz Europa durch die sogenannte Schutzdauerrichtlinie 2006/116/EG auf 70 Jahre ab dem Ende des Jahres festgelegt worden, in dem die längstlebende Urheberin bzw. der längstlebende Urheber des jeweiligen Werkes gestorben ist.

Eigentlich sollte daher doch alles ganz einfach sein, was die Berechnung des Übergangs der Werke in die Public Domain angeht, jedenfalls solange man die Sterbedaten der am Werk beteiligten Menschen kennt. Anne Frank wurde 1945 im KZ Bergen-Belsen ermordet, ihre Aufzeichnungen könnten daher mit dem Beginn von 2016 frei von rechtlichen Einschränkungen und damit frei nutzbar für alle geworden sein. In der Praxis sieht es jedoch zumindest bei denjenigen Werken deutlich komplizierter aus, die zu Lebzeiten ihrer Autoren nie veröffentlicht worden waren – wozu auch das Tagebuch der Anne Frank gehört.

Für solche posthum veröffentlichten Werke galten und gelten die verschiedensten nationalen Regeln, in Deutschland etwa der 1995 aufgehobene § 64 Abs. 2 des Urheberrechtsgesetzes. Die EU-Schutzdauerrichtlinie legt lediglich fest, dass für Werke, die später als 70 Jahre nach Tod des Autors erstmals veröffentlicht werden, dann kein urheberrechtlicher Schutz mehr entsteht. Bei Anne Franks Tagebuch liegen die relevanten Zeitpunkte früher. Das durch ihren Vater aus Einzelaufzeichnungen zusammengebaute Tagebuch erschien 1947, die Einzelaufzeichnungen sogar separat erst 1986. Beide Daten liegen innerhalb der 70 Jahre, sodass eine posthume Veröffentlichung noch urheberrechtlichen Schutz erzeugt.

In Polen allerdings war die dortige Sonderregel für posthume Veröffentlichungen bereits 1952 abgeschafft und das dortige Urheberrecht erst 2000 im Sinne der europäischen Harmonisierung der Schutzfristen novelliert worden. Die Aktivisten des warschauer Centrum Cyfrowe (Digitales Zentrum), einer der Mitgliedsorganisationen der Communia Association, gehen deshalb davon aus, dass für Polen der urheberrechtliche Schutz des Tagebuchs in der 1986 veröffentlichten Manuskriptfassung allein der Regelfrist von 70 Jahren nach Tod der Autorin folgt und seit Beginn diesen Jahres nicht mehr besteht.

Je nach Land und Fassung des Tagebuchs ergeben sich aber auch andere Schutzfristen, die noch Jahrzehnte laufen, bis 2037, bis 2042 oder sogar bis 2050. Grund hierfür ist, dass die Frage im Raum steht, ob nicht der Vater von Anne Frank durch das Zusammenstellen ihrer Einzelaufzeichnungen zum Mitautoren geworden ist. Er starb erst 1980. Dies wird möglicherweise Gegenstand eines Rechtsstreits zwischen der Anne Frank Stichting und dem Anne Frank Fund sein. Alle Einzelheiten und Schutzdauerberechnungen sind im Communia-Blog nachzulesen.

Um auf die auch innerhalb Europas teils absurd weit auseinander liegenden Endpunkte des urheberrechtlichen Schutzes hinzuweisen, machen Communia und Centrum Cyfrowe seit gestern die Probe aufs Exempel und bieten die Manuskriptfassung frei im Netz an, allerdings mit einem Geo-Blocking zum Abruf nur aus Polen. So etwas lässt sich natürlich relativ leicht umgehen, soll aber zum einen zeigen, dass es den Aktivisten nicht um bewussten Rechtsbruch geht, und soll zum anderen die Territorialität der Urheberrechtsregeln spürbar machen, denn in ihr wird von vielen der Kern des Problems gesehen.

Schon seit Jahren gibt es Forderungen und Vorschläge dazu, ein europaweit einheitliches Urheberrecht zu schaffen. Gemeint ist damit mehr als die Harmonisierung der verschiedenen nationalen Urheberrechtsgesetze, die Communia derzeit als mangelhaft anprangert, sondern ein für alle Länder der EU unmittelbar geltendes Regelwerk mit einem einzigen Recht des Autors statt einem Bündel von 28 nationalen Urheberrechten. Das Schlagwort hierfür lautet „single EU copyright title“ und würde nichts weniger bedeuten, als die nationale Zuständigkeit der EU-Mitgliedsstaaten in Sachen Urheberrecht zugunsten einer unmittelbaren Gesetzgebung der EU aufzugeben.

Auch die Wikipedianerinnen und Wikipedianer haben sich bereits an dieser Diskussion um den single title beteiligt. Die Wikimedia Foundation sah sich in Bezug auf das Tagebuch der Anne Frank zudem jüngst genötigt, die niederländische Manuskriptfassung aufgrund des rechtlichen Status‘ von WikiSource zu entfernen. Gerade für Community-Projekte wie WikiSource, bei denen rechtliche Fußangeln Gift für das Engagement der Freiwilligen sind und die deshalb voll auf gemeinfreie Inhalte ausgerichtet sind, wäre weniger Komplexität bei den Schutzfristen eine großartige Sache.

by John Weitzmann at April 27, 2016 11:20 AM

April 26, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im März 2016

Die folgende Liste zeigt eine Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen, die von den Communitys organisiert wurden und mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im März stattgefunden haben. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Beim Festivalsommer standen im März 16 Veranstaltungen auf der Agenda. Der vollständige Festivalplan ist in der Wikipedia zu finden. Am 13. März trafen sich die Festivalsommer-Fotografen außerdem zu ihrem jährlichen Workshop, um die kommende Festival-Saison zu koordinieren und technische und organisatorische Fragen für das laufende Jahr zu klären.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Wikipedia-Communitys ist über Wikipedia:Lokales abrufbar. Einige Gruppen hinter den lokalen Räumen führen außerdem Blogs, über die eine Auswahl dort stattgefundener Veranstaltungen und Aktionen nachgelesen werden kann:

3.3.: Ehrenamtlichen-Vortragsreihe Teil 1: Toter Alter Mann

Der Wikipedianer Toter Alter Mann besuchte im März die Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland, um dem WMDE-Kollegium einen spannenden Einblick aus Community-Sicht in die Arbeit zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen zu geben.

5.3.: Open Data Day

Das OK Lab Berlin rief für den 5. März zum Open Data Day in Berlin auf, einem internationalen Hackathon. Dabei wurde schwerpunktmäßig an dem Thema Bäume gearbeitet.

10.3.: Digitalisierung chinesische Märchen

Für Wikisource wurde von einem Freiwilligen eine Sammlung chinesischer Volksmärchen aus dem Jahr 1914 digitalisiert. Die einzelnen Dateien sind auf Wikimedia Commons zu finden.

10.3.: Mitgliederversammlung Freundeskreis Hannover

In Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Hannover betreiben Wikipedianerinnen und Wikipedianer in der Stadt eine feste Räumlichkeit als lokale Anlaufstelle. Auf der Mitgliederversammlung des Freundeskreis Hannover mit Gastredner Ministerpräsident Stephan Weil, Oberbürgermeister Stefan Schostok und über 500 Gästen war somit auch die Wikipedia vertreten. Dank der Initiative der Betreibenden des Wikipedia-Büros konnte die Enzyklopädie den Gästen unter anderem in Form eines Workshops vorgestellt werden.

12.3.: 7. Exkursion des Wikipedia-Stammtisches Unterfranken

Wikipedianer in Schweinfurt, Foto: Tilman2007, CC-by-sa 3.0

Sieben Wikipedia-Aktive trafen sich im März in Schweinfurt, um im Rahmen einer Führung die historische Stadt kennenzulernen. Auf der Projektseite wurde ein Bericht des Treffens veröffentlicht. Außerdem entstanden zahlreiche interessante und enzyklopädisch nutzbare Bilder von Baudenkmälern und Gemälden aus dem Museum Georg Schäfer.

12.3.: Gala des Dresdner Sports

Mehrere Benutzerinnen und Benutzer waren im Internationalen Congress Center Dresden zu Besuch auf der Gala des Dresdner Sports und brachten von dort freie Fotoaufnahmen für die Wikimedia-Projekte mit.

14.-18.3.: Fotoprojekt Cebit

Der Nutzer Huhu Uet konnte sich erfolgreich auf der Cebit akkreditieren, um dort Fotos der Messe für das freie Medienarchiv Wikimedia-Commons zu erstellen. Die Bilder sind frei abruf- und nachnutzbar.

15.3.: Wikiversum Weltcafé auf Leipziger Bibliothekskongress

Wikiversum Weltcafé – Bibliothekskongress Leipzig, Foto: Barbara Fischer (WMDE), CC-by-sa 4.0

Vom 14. bis 17. März lief in Leipzig der Bibliothekskongress der Bibliothek & Information Deutschland. Neben interessanten Vorträgen fand dort auch ein Wikiversum Weltcafé statt. Drei Ehrenamtliche aus dem Wikimedia-Universum hatten dabei die Gelegenheit, etwa 60 Bibliothekaren und Bibliothekarinneninnen die Wikimedia-Projekte Wikipedia, Wikidata und Wikimedia Commons vorzustellen.

18.–20.3.: AdminCon

In Cuxhaven fand die diesjährige AdminCon mit etwa 60 Teilnehmenden statt. Alle Ergebnisse und Lessons Learned sind festgehalten worden und über die Projektseite abrufbar. Die AdminCon fand bisher viermal statt. Bei der Veranstaltung stehen vor allem Vorträge und Diskussionen zu aktuellen (adminrelevanten) Themen der Wikipedia im Vordergrund.

21.–23.3.: Chemiedozententagung Heidelberg

Verleihung des GDCh-Preises für Journalisten und Schriftsteller an die Redaktion Chemie der Wikipedia, Foto: GDCh/Tobias Schwerdt, CC-by 4.0

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker vergabt für das Jahr 2016 ihren „Preis für Journalisten und Schriftsteller“ an die Redaktion Chemie der Wikipedia und hob damit die hervorragende Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Redaktion hervor. Es ist der erste Preis für eine Redaktion der Wikipedia weltweit.

Der „Preis wird an Journalisten oder Schriftsteller verliehen, denen es gelingt, die Chemie einer breiten Öffentlichkeit in informativer und verständlicher Weise näher zu bringen. Der Preis ist mit 7.500 EURO dotiert.“

Feierlichkeiten zum 15-jährigen Bestehen der Wikipedia

Am 15. Januar 2001 wurde die englischsprachige und am 16. März die deutschsprachige Wikipedia gegründet, was Anlass zahlreicher Jubiläumsfeiern ist. Mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland fanden im März folgende regionale Geburtstagsveranstaltungen statt:

Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende regelmäßige Community-Termine fanden auch im Januar wieder mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland statt:

by Nicolas Rueck at April 26, 2016 09:20 AM

April 22, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wahre Schätze: Landesmuseum Württemberg lädt ein zu GLAM on Tour

Das Landesmuseum im Alten Schloss Stuttgart. Foto: Veit Mueller, [CC-BY-SA 3.0]

Aktive der Wikipedia und des freien Medienarchivs Wikimedia Commons sind vom 3.-5. Juni 2016 herzlich im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart eingeladen. Anlässlich der neuen Schausammlung „Wahre Schätze. Antike – Kelten – Kunstkammer“ kann ein Wochenende lang an Artikeln gearbeitet werden. Dafür wird aus der Präsenzbibliothek des Museums Literatur zur Verfügung gestellt. Drei Sonderführungen geben Gelegenheit für Fotoarbeit; die KuratorInnen freuen sich danach auf Fragen und Gespräche.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts GLAM on Tour statt, bei dem Ehrenamtliche auf lokaler Ebene gemeinsam mit Kulturinstitutionen und mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland Schreibwerkstätten („edit-a-thons„), Fotoexkursionen, Sonderführungen und Vorträge zu Ausstellungen organisieren.

Editier-Workshop in der Stuttgarter Stadtbibliothek am Mailänder Platz. Foto: Rudolf Simon, [CC-BY-SA 3.0]

Premiere: Wikipedia-Workshop für Vereinsmitglieder

Erstmals werden anlässlich der GLAM on Tour-Station auch Vereinsmitglieder von Wikimedia Deutschland aus dem Raum Stuttgart eingeladen. Ein langjähriger Wikipedianer führt zunächst bei einem Vortrag in die Wikipedia-Basics ein, danach können die Teilnehmenden selbst mit Unterstützung von „alten Wikipedia-Hasen“ einen Account anlegen und erste eigene Editier-Schritte machen. Die regelmäßig stattfindenden Wikipedia-Einführungskurse in Stuttgart bieten Gelegenheit, diese Kenntnisse weiter zu vertiefen und gemeinsam mit anderen an Artikeln zu arbeiten. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

by Lilli Iliev at April 22, 2016 01:56 PM

April 21, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 16/2016

Wikipedia soll auf den Mond! Dies ist eines der Themen der Wikimedia:Woche 16/2016. Außerdem wurden vom Board Governance Ausschuss des Präsidiums von WMDE verschiedene Vorschläge zur Änderung von Satzung und Vereinsordnungen zur Diskussion gestellt und das Protokoll der 11. Telefonkonferenz des Präsidiums veröffentlicht.

Foundation und Organisationen

Protokoll der 11. Telefonkonferenz des WMDE-Präsidiums online

Das Protokoll der 11. Telefonkonferenz des Präsidiums von Wikimedia Deutschland vom 4. April 2016 ist im Forum veröffentlicht worden.

Vorschläge für Überarbeitung der WMDE-Satzung vorgelegt

Der Board Governance Ausschuss des Präsidiums von Wikimedia Deutschland hat verschiedene Vorschläge zur Änderung von Satzung und Vereinsordnungen vorgelegt. Diese können ab sofort bis zum 30. Juli im Forum kommentiert und diskutiert werden.

Projekte und Initiativen

Wikipedia to the Moon

Wir können Wikipedia zum Mond bringen! Zumindest eine Auswahl – was wie aus welchen Gründen ins All sollte, kann die weltweite Community entscheiden. Wie genau, ist in einem Blogbeitrag nachzulesen.

Studie zu lokalen Räumen veröffentlicht

Von Dezember 2015 bis März 2016 hat Wikimedia Deutschland eine Studie zu Aktivitäten von lokalen Gruppen aus den Wikimedia-Projekten erstellt und nun veröffentlicht.

Neues aus der OSM-Welt #299

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 299“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 5. bis 11. April.

Technik

Wikimedia-Server kurzzeitig im Read-Only-Modus

Zwecks einer Testumschaltung auf ein neues Datenzentrum, wurden die Server der Wikimedia-Projekte am Dienstag, 19. April und Donnerstag, 21. April kurzzeitig auf den Read-Only-Modus geschaltet. Bearbeitungen konnten an diesen Tagen für einige Zeit nicht gespeichert werden.

Tech News issue #16

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Politik und Recht

Ehemalige Wikipedian in Residence Ally Crockford befürchtet Abschiebung

Ally Crockford, ehemalige Wikipedian in Residence bei der National Library of Scotland, berichtet über ihre mögliche Abschiebung aus dem Vereinigten Königreich.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Alice Wiegand bloggt über Board-Neuwahlen

Alice Wiegand, derzeit Mitglied im Board of Trustees, bloggte über ihre Wahlkriterien bezüglich der aktuellen Neuwahlen.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

20.4.: WikiWomen unterwegs in Berlin

„WikiWomen unterwegs in Berlin“ geht in die zweite Runde. Frauen die sich für die Mitarbeit in der Wikipedia interessieren, sind herzlich eingeladen gemeinsam einen Besuch im Frauenmuseum vorzubereiten.

22.4.: re:publica Akkreditierung

Noch bis Freitag ist die Anmeldung für eine Presse-Akkreditierung für die re:publica in Berlin möglich.

24.4: Offener Sonntag im Wedding

Am 24. April findet in der Buttmannstraße der erste, aber nicht der letzte, Offene Sonntag des WikiWeddings statt.

25.4.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zur Zeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin. Während dem Treffen arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

  • http://codefor.berlin

28.4.: Offenes Editieren Berlin

Das Offene Editieren findet immer am letzten Donnerstag des Monats statt. Es ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer_innen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits Wikipedianer_innen mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at April 21, 2016 02:22 PM

Auf zum Mond, Wikipedia!

Es überrascht nicht, dass es einen Wikipedia-Artikel über den Mond gibt. Es gibt sogar einen eigenen über Mond-Landungen. Eigentlich sind es sogar 32 Artikel, weil das Thema in über 32 Sprachcommunitys der Wikipedia einzeln beschrieben worden ist. Was den einen oder anderen hingegen durchaus überraschen mag, ist, dass es mehr Artikel über angezweifelte Mondlandungen gibt als über stattgefundene. 32 gegenüber 39. Liebes „Wissen der Welt“, was soll man nun damit anfangen?

Die Erde geht über dem Mond auf. Wikipedia kann diesen Blickwinkel bald einnehmen. (Bild: public domain)

Vielleicht, dass man selbst mitmachen muss, um Dinge ganz genau wissen zu können. Als Wikipedia vor 15 Jahren online ging, bezweifelten viele Menschen, dass eine frei bearbeitbare Enzyklopädie zu irgendetwas Gutem führen könne. Anderen war das egal – sie fingen einfach an zu (be-)arbeiten. Das Ergebnis ist bekannt: Noch nie in der Geschichte der Menschheit war so viel gesammeltes Wissen frei zugänglich und verfügbar wie jetzt. Heutzutage ist es für die meisten Leute nur noch schwer vorstellbar, nicht jederzeit und an jedem Ort Wikipedia zu Rat ziehen zu können. Wer demnächst volljährig wird, hat nie eine Welt ohne Wikipedia gesehen.

Ok, aber wie ist das jetzt mit den Mond-Landungen? Da ist das mit dem „selbst Mitmachen“ doch eine ganz andere Nummer als einfach den Bearbeiten-Knopf eines Wikipedia-Artikels zu drücken, richtig?

Falsch! Es ist buchstäblich genauso einfach: Klicke auf diesen Link zum Meta-Wiki, und schon kannst du mitdiskutieren, wie Wikipedia auf den Mond kommt. Das ist kein verspäteter Aprilscherz, sondern ein Geburtstagsgeschenk an all diejenigen, die schon einmal Wikipedia verbessert haben. Zum Jubiläum „15 Jahre Wikipedia“ haben wir die Chance, tatsächlich einen Teil der Wikipedia einer privaten Mondmission mitzugeben. Und das kam so:

Der Weltraum… Fragen über Fragen!

Einer der letzten Teilnehmer im internationalen Wettbewerb Google Lunar XPRIZE ist ein Team aus Berlin, die „Part-Time Scientists“. Die Aufgabe: in privater Mission einen Rover sicher auf der Oberfläche des Mondes zu landen, auf der er 500 Meter fahren und Fotos zur Erde zurückschicken soll. Die Part-Time Scientists sind seit 2007 dabei und befinden sich jetzt in der finalen Phase ihrer Planungen. Nun konnten sie auch intensiver darüber nachdenken, was sie ihrem Rover neben wissenschaftlichen Experimenten eigentlich an Gepäck mitgeben können. Eine Sache kam ihnen sofort in den Sinn: Wikipedia!

Also schrieb das Team eine E-Mail an Wikimedia Deutschland, in der sie uns vorschlugen, einen Datenträger aus Keramik für die freie Enzyklopädie zu reservieren – wenn wir es schafften, Wikipedia auf die verfügbaren 20 GB Platz zu zwängen. Darin liegt nämlich die Herausforderung: Allein die deutschsprachige Wikipedia würde den Datenträger bereits ausfüllen – ohne ein einziges Bild, und ohne die Versionsgeschichten aller knapp zwei Millionen Artikel. Aber Wikipedia gibt es mittlerweile in fast 300 verschiedenen Sprachen weltweit, in bald 40 Millionen Artikeln unterschiedlichsten Inhalts. Was soll man denn da auswählen? Und vor allem, wer kann das eigentlich entscheiden, bei so einem globalen Projekt, das vom Engagement so vieler Ehrenamtlicher lebt?

Diese letzte Frage schien uns bei Wikimedia Deutschland am einfachsten zu beantworten zu sein: Wenn es um die internationale Gemeinschaft von Autorinnen und Autoren geht, sollte diese Gemeinschaft auch entscheiden. Klingt wahrscheinlich logisch, ist trotzdem nicht ganz einfach: Immerhin reden wir potenziell von mehreren Zehntausend Aktiven, weil es sich nicht um eine einzelne Sprachcommunity handelt. Davon abgesehen ist die Herausforderung auch überaus „unwikipedianisch“, denn Fristen und Platzmangel gibt es sonst nicht in einer offenen Online-Enzyklopädie. Man kann schreiben, solange man möchte – in diesem Vorhaben gibt es jedoch eine Frist. Man kann in der Wikipedia auch so viel schreiben, wie man möchte – hier ist der Platz limitiert. Kurz, Wikipedia auf den Mond zu bringen, ist eine ganz neue Herausforderung, die deshalb offen für alle sein muss, von Anfang bis Ende.

Ein paar Edits bis zum Mond

Also, machen wir es nach Wikipedia-Art: Oben steht der Link zur Seite im Meta-Wiki, auf der alle weiteren Details stehen und Raum für Fragen ist. Einfach klicken und bearbeiten! Lasst uns on-wiki diskutieren und entscheiden, wie diese knifflige Aufgabe gelöst werden kann und wie Wikipedia als Ausschnitt des Wissens der Menschheit auf dem Mond liegen soll. Wir haben etwa ein halbes Jahr Zeit, um Meinungen auszutauschen, zu diskutieren, zu entscheiden, wie wir es machen wollen, und letztlich die Inhalte zusammenzustellen.

Seit fast 40 Jahren ist die „Golden Record“ mit der Voyager2-Mission im All. Darauf sind Grüße, ein paar Tonaufnahmen und Bilder. Aber natürlich nicht Wikipedia. (Bild: public domain)

1972 haben Enthusiasten schon einmal versucht, die Menschheit für den Weltraum auf ein Speichermedium zu pressen. Damals schickte die NASA die so genannte Golden Record mit Grüßen, ein paar Fotos, Geräuschen und klassischer Musik in die Tiefen des Alls. Daran, dass man einmal eine von Menschen aus der ganzen Welt geschriebene Enzyklopädie als Symbol in den Weltraum schicken könnte, war damals nicht zu denken. Womöglich hätte man sich weniger Sorgen um den riesigen Speicherplatz gemacht und vielmehr bei dem Gedanken an eine kollaborativ erarbeitete Enzyklopädie abgewunken.

Aber heute gibt es so eine Enzyklopädie, und zwar weil Menschen einfach damit angefangen haben. Deshalb passt auch heute noch das Community-Motto „Sei mutig!“. In diesem Sinne, lasst uns loslegen und Wikipedia auf den Mond bringen. Hier geht es lang!

Das Mond-Team

Cornelius, Elisabeth, Jan, Martin, Micha

 

TL;DR: Wem der Text zu lang ist: Alle Wikipedianerinnen und Wikipedianer sind eingeladen, einer privaten Mond-Mission eine Auswahl von Wikipedia-Inhalten als Gepäck mitzugeben. Es gibt nur Platz für 20GB an Daten. Was da wie aus welchen Gründen drauf sollte, kann die weltweite Community entscheiden. Eine erste Diskussionsphase ist bis zum 3. Juni geöffnet, danach folgt eine Abstimmung. Es wird von Juli bis Oktober möglich sein, an den ausgewählten Inhalten zu arbeiten, damit pünktlich zum “International Volunteers Day” am 5. Dezember ein Paket für den Mond geschnürt werden kann. Man kann in allen Phasen mitmachen, und zwar hier.

 

 

by Michael Jahn at April 21, 2016 11:42 AM

April 20, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Writing a bachelor’s thesis at Wikimedia Deutschland e.V.

Wie es ist, bei Wikimedia Deutschland im Bereich Software-Entwicklung Bachelorandin zu sein, erzählt uns Charlie Kritschmar in diesem Gastbeitrag auf Englisch. Charlie berichtet davon, wie sie zu ihrem Thema im Bereich User-Interface-Design fand, der Arbeitsatmosphäre und wie aus all dem eine Arbeit zum Editieren auf Wikidata von der Wikipedia aus wurde. Die Arbeit wird in den nächsten Tagen auch auf Wikimedia Commons veröffentlicht werden. Wie bei vielen guten Geschichten gibt es am Ende von Charlies Bericht auch noch ein Happy End. Willkommen, Charlie!

Q920285 – how I found my place in the Wikimedia universe

It’s April 2015 and it’s about time for me to organise a topic for my bachelor’s thesis. I study Internationale Medieninformatik at the HTW Berlin. I was always fascinated by the intersection of humans and computers. Especially the psychological component of this subject and so I started specialising in this direction towards the end of my studies. Thus it was pretty clear to me that my thesis should fit within this scope. But the initial question remained and I still had no topic.

A fellow student and friend, Lucie (who coincidentally works at Wikimedia) pointed me to Lydia, Wikidata’s product manager. So far I have only been a consumer of the Wikimedia projects and had never contributed to any of them, let alone know what Wikidata was and what it does. It was about time to change that. It turns out that Lydia has loads of topics with many different focuses for students writing their thesis and we quickly decided on a topic that would benefit both of us.   

So there I was. It’s June. I had an awesome topic in an amazing project and it felt like I didn’t know anything about anything.

Q5454174 – first impressions

I had a hard time trying to remember any expectations I might have had regarding my upcoming time at Wikimedia. I just remember that it was really important to me to do a good job and not to mess up too bad because I wanted to produce something that is actually usable and will improve the user experience of the editors as well as the benefits for Wikipedia and Wikidata itself (which I will get to later).

Everyone was very welcoming and friendly and people were genuinely interested in what I was going to do. They were keen on discussing the specifics and implications of my upcoming work and seemed excited that I was there to tackle the problem. This passion and enthusiasm that everyone has was reflected in their own work too. Even minor details seem to get discussed extensively because everyone cares and is trying to find the best solution. I found this behavior really inspiring and it makes work so much more fun and rewarding and keeps the communication open.

Q1318295 – the meat

Now we finally come to the reason you’re actually reading this. The work I did at Wikimedia.

My topic was “Facilitating the use of Wikidata in Wikimedia projects with a user-centered design approach”. My task was to develop a concept which makes editing and integrating Wikidata possible from a client such as Wikipedia using UCD. This is a good idea for several reasons.

Firstly, it would make the life of Wikipedia editors across all languages easier since they would have easy access to data that they would otherwise have to manually find themselves. Using data that is collected locally helps create coherence and accuracy throughout the different Wikipedias.

It will also make the creation and maintenance of infoboxes much easier since it will be possible to import the data from Wikidata with one click instead of having to type everything manually.

Furthermore, it will bring editors to Wikidata, which will in return increase the amount of data as well as data quality at Wikidata which in return will benefit the Wikipedias and so on.

So far so good. But where do you start? It’s October and I have 4 months left.

I first have to familiarise myself with Wikidata and the editing of it. After feeling fairly comfortable the next step was to reach out to the community and ask what it is they want, since ultimately the goal was to increase their user experience.

It became apparent fairly quickly that what the community wanted was a way to integrate and edit data from Wikidata into the infoboxes in Wikipedia. So Lydia and I decided to concentrate mainly on this issue in my thesis.

After the user input was evaluated I made personas and scenarios for these personas, as well as deciding on the functional and non-functional requirements. Based on this I came up with some paper prototypes.

It’s December and only 2 months left. The holidays are around the corner and I constantly think that I must have adapted time-accelerating super powers which are beyond my control. Since the scope of my thesis didn’t allow for multiple iterations due to time constraints (which would usually be necessary in UCD) we had to proceed fairly quickly since I needed a clickable prototype in time for the user test.

 

 

At this point I was in the office 4-5 days a week since my uni courses were coming to an end and I still had so much to do for the thesis. Since the office had become like my second home at this point, this was not a problem at all.

Before I know it, it’s January with only a bit over a month to go. My prototype is finally finished and I can begin testing its functionality with the amazing editors attending the open editing session at the Wikimedia office. It was a great experience. The community was very welcoming and lovely. If you live in Berlin and are even remotely interested in contributing to Wikipedia, I cannot recommend enough to go to an open editing session and check it out. They also have a mentoring program (for all ages) where an an experienced editor will take you under their wings when first getting started.

I then evaluated the input I got and made my suggestions for improving the prototype. This was where I had to end my thesis. Nonetheless, the actual work isn’t done here. The suggestions need to be implemented into the prototype and tested again in order to properly design user-centered.  Which leads me to my current whereabouts.

Q1771692 – not all good things have to come to an end

It’s the end of February. I’m handing in my thesis and decide to see if I can find a way to stay at Wikimedia for a little longer. The reason I decided to pursue this was that I wanted to finish the project which still needed at least one more iteration. Another one was simply that I didn’t want to leave Wikimedia and the team yet.

There are many things I learned from my time writing the thesis. I  got to take a closer look at UI processes, how Wikimedia works internally, how community communication works and did my first own user test. As a result I also became involved with two amazing Wikimedia projects (Wikidata and Wikipedia) and got to know amazing people and what a supportive,  encouraging and genuinely friendly working environment looks like.

It’s April now, and I’m sitting at my desk typing this out as an official Wikimedia intern for UX design. Apart from continuing the work that I started with my thesis I will be working on several points, improving the understandability and usability of Wikidata as well as other areas at Wikimedia. So far I’ve created a new diagram of the data models in Wikidata and next I will concern myself with the layout of the Article Placeholder and creating infographics of the “Wikidata ecosystem” to help improve the understanding of the project and it’s place in the Wikimedia universe.

I’m very excited for the next 6 months at Wikimedia and all the things I will learn and  contribute to. Overall: 12/10 can recommend.

by Jens Ohlig at April 20, 2016 09:50 AM

April 17, 2016

lyzzy

Criteria

Ein Kriterium (gr. κριτήριον, „Gerichtshof; Rechtssache; Richtmaß“) ist ein Merkmal, das bei einer Auswahl zwischen Personen oder Objekten (Gegenständen, Eigenschaften, Themen usw.) relevant für die Entscheidung ist. (Seite „Kriterium“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 13. November 2015, 15:14 UTC. URL:https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kriterium&oldid=148005116 (Abgerufen: 13. April 2016, 21:32 UTC))

These days the WMF chapters and thematic organizations are selecting two new Board members for the Board of Trustees. Frieda and Patricio are not running again, so definitely there will be a major change in the Board’s composition.

Unfortunately the selection process has become more and more like the Community selection since self nomination has been established. It leads to a slate of candidates which is quite exchangeable between both selections. The only difference is that eligible voters are our affiliates instead of individual community members. In my view chapters and thematic organization carelessly hand over a huge opportunity to influence the Board’s diversity and general composition by not nominating people from their networks. Why don’t they look out for people with extraordinary skills coming from GLAM partners, friendly movements, education or any other particular aspect of their activities? Why don’t they nominate at all?

As far as I know there is no consistent process how the heterogeneous affiliates come to their respective vote and I don’t know if the affiliates agreed on a set of common criteria as a basis for their vote. The selection of candidates for the Wikimedia Foundation Board of Trustees has enormous impact on the Board’s stability, its decisiveness, creativity and efficiency. The Board should be supporting and promoting change and improvement rather than a being a millstone around the Foundation’s neck. Even with best intentions there is a good chance to be the latter more than the former.

If I were in the situation to vote, these are 5 criteria I would check with my favorite candidates:

1. Be a teamplayer
Being a Board member means to deal with several issues at the same time. You can’t deal with them all in the same intensity and you need to be able to delegate. Which also means that you have to trust your delegates‘ recommendation. Accepting that the time your colleagues can spend on board issues is limited is a must, and you also have to accept that your own time and energy is restricted as well.

2. Don’t be a second ED
Though our role descriptions, especially the boundaries of each function, may not be defined perfectly, there is at least a common distinction which is determined by the day to day business. As a board member you can’t push individual projects or ideas, neither your own nor others. You have to accept the ED’s responsibility for operational decisions, including setting priorities and assigning work. You just can’t make promises you can’t keep without staff’s support.

3. Pack your ego away
Boards are usually composed of strong characters. Same here. The challenge is to get the most out of this range of opportunities without getting lost in personal competitions. The organization’s health and wellbeing is the priority. Remember that in the end we have to come to a result which is „the Board’s opinion“. In some cases you may not agree individually, but it is your task to support the decision even so.

4. Beware of not getting obsessed with detail
Board members with a community background tend to look at everything under the microscope, weigh any option and discuss all different opinions.  The Board needs to be mindful of the time it spends on process issues, operational details and tasks which are not theirs. Time spent on details is usually not only Board time but also staff time. And wasted time can’t be spent to dig into what really matters. Call it the big picture, strategy, or whatever you want. This is what the Board exists for. Details won’t bring you there.

5. Focus on our future
What we desperately need to talk about on the Board level are questions like „How can the Wikimedia Foundation best serve its mission?“, „How should the organization look like in 10 years?“, „What are our threats and how are we going to respond to them?“. We need to know what kind of organization the Wikimedia Foundation should be, only then the Board can guide and advise the ED. Looking back provides necessary learning, but our energy has to be concentrated on our future. Our mission is much more important than our internal issues.

by Alice Wiegand at April 17, 2016 06:56 PM

April 15, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Studie zu lokalen Räumen von Wikimedia Deutschland

Fensterfront des lokalen Raumes in Köln (Lokal K) zur Eröffnung am 28. Juni 2014, angepasst für das Titelbild der Studie.
Foto: Geolina163 (modifiziert von Martin Rulsch), Lizenz: CC-by-sa 3.0

Im Dezember 2015 bis März 2016 hat Wikimedia Deutschland eine Studie zu Aktivitäten von lokalen Gruppen aus den Wikimedia-Projekten erstellt. Involviert waren neben Mitarbeitenden verschiedener Bereiche von Wikimedia Deutschland vor allem Engagierte aus den lokalen Räumen in Bremen, Hamburg, Hannover, Köln und Stuttgart selbst, die ihre Eindrücke zu lokalen Tätigkeiten in den Räumen eingebracht haben. Aus diesen Angaben und aus den öffentlich einsehbaren Informationen ist diese Studie entstanden. Das Dokument ist mittlerweile auf Wikimedia Commons veröffentlicht und wird demnächst im Wikiformat zur Diskussion mit interessierten Wikipedianerinnen und Wikipedianern geteilt.

Es finden eine Vielzahl von Stammtischen (derzeit 103), Treffen und Veranstaltungen von Wikipedianer/innen im deutschsprachigen Raum statt, die jedoch teils nicht auf feste Regionen beschränkt sind. Von den ca. acht lokalen Gruppen fokussiert die Studie die zwei lokalen Standorte (Köln und Hamburg) und drei lokalen Hubs (Bremen, Hannover und Stuttgart), in denen an einem festen Ort in mindestens regelmäßigen Abständen Veranstaltungen unter Unterstützung von Wikimedia Deutschland stattfinden. Nach einem kurzen Blick auf die Entwicklung lokaler Aktivitäten in Deutschland wurde als besonders wichtig für diese festgehalten, dass die dort gewonnenen Erkenntnisse allen an lokalen Aktivitäten interessierten Personen kontinuierlich zur Verfügung stehen.

Die lokalen Räume haben der Studie zufolge einen Schwerpunkt auf die aktive gegenseitige Unterstützung und die Schulung neuer Ehrenamtlicher. Dafür dienlich ist zum einen eine Bibliothek zu regionalen Themen, zum anderen die sofortige Verfügbarkeit von Technik wie Beamern, Kameras, Scannern usw. Selbstverständlich ist das dauerhafte, direkte Vorhandensein von Veranstaltungsflächen, Küche, Materiallager usw. das zentrale Element eines lokalen Raumes und dabei letztlich noch kostengünstiger als die Anmietung von Tagungsräumen für derartige Veranstaltungen. Darüber hinaus dienen sie als Ruheort für konzentriertes Arbeit, den internen Wissenstransfer oder auch für die Planung neuer lokaler Aktivitäten.

Workshop Offenes Editieren in Stuttgart, August 2015.
Foto: RudolfSimon, Lizenz: CC-by-sa 3.0

Die lokalen Standorte und Hubs haben sich aus den Stammtischen vor Ort entwickelt, unter Federführung von im Schnitt rund 5 Personen und bieten den Ehrenamtlichen so ein vielfältiges Angebot von Artikelarbeit über Fotoprojekte, Veranstaltungen bis Projektplanungen. Dabei sprechen die verschiedenen Funktionen dieser Aktivitäten immer auch unterschiedliche Personen und auch neue Ehrenamtliche an. Aufgrund der direkten Kommunikation kann der Argumentationsaustausch häufig sehr viel besser als in der Wikipedia selbst erfolgen und dadurch die Motivation der Beteiligten erhöht werden. Diese transportieren sie durch neue Projekte dann auch an andere interessierte Personen und ermutigen so zum Nachmachen. Zentrale Fragestellungen innerhalb der Gruppen sind die Bekanntmachung des Raumes und die Zusammenarbeit mit anderen Free-und-Open-Organisationen. Hier sind vor allem vorherige Kontakte hilfreich, da sonst dieser Prozess nur zögerlich verläuft. Daher wurde hier um vor allem fachliche Unterstützung durch Wikimedia Deutschland gebeten.

Teilnehmende des Jungwikipedianer-Treffens 2015 im lokalen Raum in Köln (Lokal K).
Foto: DerHexer, Lizenz: CC-by-sa 4.0

Insgesamt wurden 672 Teilnehmende im Jahr 2015 gezählt, die an Aktivitäten der lokalen Räume teilnahmen. Jedoch wurde nur bei einem Drittel der 243 Aktivitäten überhaupt Teilnehmende gezählt. Hochgerechnet dürften zwischen 1900 und 3000 Personen an den Aktivitäten teilgenommen haben.

Die nächsten Schritte für die Zusammenarbeiten mit lokalen Räumen sind demzufolge:

  • In einem Workshop oder anderem Format sollen im Jahr 2016 zusammen mit lokalen Gruppen die bisherigen Tätigkeiten reflektiert und weiterentwickelt sowie neue Aktivitäten geplant werden.
  • Aus den zusammengetragenen Zielen für die Arbeit in lokalen Räumen plant Wikimedia Deutschland ein Handbuch zu erstellen.
  • Die jährlich zu aktualisierenden Fördervereinbarungen zwischen Wikimedia Deutschland und den Organisierenden der lokalen Räume werden entsprechend der vorherigen Punkte gestaltet.

Wikimedia Deutschland bedankt sich sehr herzlich bei allen Personen, die die lokalen Räume zu einem solch wichtigen Teil des Wikiversums gemacht haben. Der Dank gilt insbesondere auch denen, die sich an dieser Studie beteiligt haben.

by Martin Rulsch at April 15, 2016 08:14 AM

April 14, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 15/2016

Die vergangene Woche war geprägt von Denny Vrandečićs Rücktritt aus dem Board der Wikimedia Foundation; außerdem wurden von Wikimedia Deutschland größere Blogbeiträge zum Hackathon, den Panama Papers und der Anhörung im Landtag NRW zu mehr Wissenstransfer in der Öffentlichkeit veröffentlicht.

Foundation und Organisationen

Denny Vrandečić aus dem Board of Trustees zurückgetreten

Der von den Wikimedia-Communities im letzten Jahr gewählte Denny Vrandečić ist aus dem Board of Trustees der Wikimedia Foundation zurückgeteten. Als Begründung gab er vor allem die sehr feindliche, aggressive Stimmung allgemein und auch gegen ihn an, zudem sei ihm konstant aufgrund seiner Arbeit bei Google ein Interessenskonflikt vorgeworfen worden. Der Vorsitzende des Boards, Patricio Lorente, gab bekannt, dass auf der Sitzung des Gremiums am 22. April über die Nachbesetzung beraten werde.

Wikipedia Community Schools Association Greece als Usergroup anerkannt

Das ehrenamtliche Affiliations Committee hat eine neue Wikimedia-Usergroup anerkannt: die Wikipedia Community Schools Association Greece. Willkommen!

Monatsbericht März der Wikimedia Foundation

Die Wikimedia Foundation hat in ihrem Blog den Monatsbericht für den März veröffentlicht.

Projekte und Initiativen

Große Bilderspende der Bibliothek der Fondazione BEIC

Der Wikipedian in Residence bei der italienischen Fondazione BEIC, Marco Chemello, hat gut 15.000 Fotos aus dem Archiv der Stiftung auf Wikimedia Commons geladen. Die Fotos der Sammlung des Fotografen Paolo Monti zeigen vor allem traditionelles italienischen Dorfleben. Marco bittet um Mithilfe bei der Kategorisierung und Einbindung der Fotos.

GLAM-Monatsbericht März

Der Monatsbericht zu den Aktivitäten im März im GLAM-Bereich wurde veröffentlicht.

Technik

Wikimedia-Hackathon hat in Jerusalem stattgefunden

Das jährliche Haupttreffen der Entwicklerinnen und Entwickler der Software hinter Wikipedia, der Wikimedia-Hackathon, hat Anfang April in Jerusalem stattgefunden.

Technische Neuigkeiten

Die technischen Neuigkeiten in dieser Woche sind zu finden unter:

Politik und Recht

Anhörung im Landtag NRW zu mehr Wissenstransfer in die Öffentlichkeit

John Weitzmann, neuer Referent für Politik und Recht bei Wikimedia Deutschland, berichtet über die Anhörung im nordrhein-westfälischen Landtag zu einem Antrag der CDU, für einen verbesserten Wissenstransfer in die Öffentlichkeit zu sorgen. In der Debatte waren sowohl die Wikipedia-Community als auch Wikimedia Deutschland mit eigenen Stellungnahmen vertreten.

Presse, Blogs und Websites

Wikipedia und Panama Papers

Katharina Nocun, Projektmanagerin (Online-)Kampagnen, berichtet vom kollaborativen Prozess der Erstellung des Wikipedia-Artikels zu den Panama Papers.

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

Das Rechtsteam der Wikimedia Foundation führt wieder regelmäßige Sprechstunden im Chat ein:


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Martin Rulsch at April 14, 2016 05:24 PM

Sichtbar machen war gestern – gemeinsam Nutzen können ist die Zukunft

Am vergangenen Donnerstag, den 7.4.2016, fand im Plenarsaal des nordrhein-westfälischen Landtages in Düsseldorf eine Anhörung statt, bei der Stellungnahmen sowohl aus der Wikipedia-Community als auch durch Wikimedia Deutschland abgegeben wurden.

Foto: Christian Rickerts, „NRW-Landtag“, CC BY-SA 4.0

Mit ihren teils unterschiedlichen Schwerpunkten gingen sie gemeinsam auf einen Antrag ein, der im Kulturausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags eingebracht worden war und überschrieben ist mit „Den Reichtum unserer Museen in Nordrhein-Westfalen durch Digitalisierung besser sichtbar machen – praxistaugliches Urheberrecht zur Digitalisierung von Museumsbeständen einführen!“ Darin wird der Landtag aufgefordert, sich der Sichtweise anzuschließen, dass eine digitale Präsentation von Museumsbeständen integraler Teil der Aufgabe dieser Institutionen ist, für Wissenstransfer in die Öffentlichkeit zu sorgen. Zudem solle der Landtag feststellen, dass der bloße Wille zur Digitalisierung nicht ausreiche, sondern sie auch finanziert sein muss und nicht zuletzt rechtliche Hindernisse aus dem Weg geräumt werden müssen. Hierzu zählen laut Antragstext nicht nur übermäßig restriktive bzw. schlecht handhabbare Regelungen des Urheberrechts zu Fotorechten und verwaisten Werken, sondern auch umfassende Fotoverbote auf Basis des Hausrechts der verschiedenen Institutionen. Die Wikipedia wird ausdrücklich als einer der Wege genannt, über die Bürgerinnen und Bürger den Zugang zu Wissen finden können.

In beiden Stellungnahmen aus dem Wikipedia-/Wikimedia-Kosmos wurde vor allem deutlich gemacht, dass die bloße Sichtbarkeit digitalisierter Bestände schon heute nicht mehr ausreicht, um die fortgesetzte gesellschaftliche Relevanz des kulturellen Erbes sicherzustellen. Mit Verweis unter anderem auf die „Hamburger Note zur Digitalisierung des kulturellen Erbes“ von 2015 wurde vorgebracht, dass vielmehr wirklich Freies Wissen entstehen muss. Auch wurde in den Stellungnahmen erklärt, wie das praktisch – etwa durch Einbeziehung Freiwilliger – und auch rechtlich – durch Einsatz rechtlicher Standardwerkzeuge – gelingen kann:

– Kennzeichnung der Digitalisate als Freie Inhalte mittels Public Domain Mark (PDM), CC0 oder einer der freien CC-Lizenzvarianten BY oder BY SA

– Zusammenarbeit mit Freiwilligen in Form von Edithathons, Hackathons, (legalen) Fotosessions, Wikipedians in Residence und Verbesserung von Metadaten unter Mithilfe von Nutzern

– Anpassung des Urheberrechtsgesetzes, vor allem praxisnähere Ausgestaltung der Regeln zu verwaisten Werken sowie Anpassung urheberrechtlicher Schrankenregelungen, sodass Nachnutzung digitalisierter Kulturgüter einfacher wird.

Beide Seiten, sowohl der veranstaltende Landtagsausschuss als auch die Runde der Angehörten waren sich weitgehend einig, dass der Weg in Richtung einer Senkung der Zugangshürden zum kulturellen Erbe der richtige ist. Auch in separat angesetzten Treffen mit den Fraktionen von SPD und CDU war die Stimmungslage ähnlich. Wie und wann sich dies in konkrete Verbesserungen der Rahmenbedingungen übersetzt, hängt zum Teil auch davon ab, was sich in Zuständigkeitsbereichen des Bundes tun wird, zu denen vor allem das Urheberrecht gehört.

by John Weitzmann at April 14, 2016 10:48 AM

April 12, 2016

Iberty

Magnolien, Wurzelpeter und rempelnde Jogger

KNORKE: Der gemütliche, mehr oder weniger regelmäßige wikipedianische Stadtrundgang durch Berlin fand auch im April statt. Auch wenn der Frühling zumindest an diesem Tage auf sich warten ließ: es war lausig kalt; ansonsten aber schön: 

Streckenmäßig war es diesmal eher ein Mikro-KNORKE: ein Straßenblock (Wöhlertstraße, Pflugstraße, Schwartzkopffstraße, Chausseestraße) am Rande der historischen Mitte, einst dreiseitig von der Mauer und dem Wedding umgeben, noch früher die Grenze zwischen bürgerlich-militärischem Berlin auf der westlichen Straßenseite der Chausseestraße und proletarisch-linkem Berlin auf deren östlichen Straßenseite. Sitz zahlreicher Fabriken im sogenannten Feuerland und des Garde-Füsilier-Regiments; heute ruhige Wohngegend, eigentlich zentral, doch auch so ein wenig städtebauliche Ödnis, geprägt vom Neubau der Zentrale des Bundesnachrichtendienstes, der mit "Klotz" noch sehr zurückhaltend beschrieben ist.

Wurzelpeter 10.04.2016 14-11-36
Wegzehrung,

Acht Knorkistas und Gäste trafen sich am U-Bahnhof-Schwartzkopffstraße, ehemals der Geisterbahnhof Stadion der Weltjugend, davor der Bahnhof Walter-Ulbricht-Stadion, und noch davor der Bahnhof Schwartzkopffstraße, um dann sofort in die Seitenstraßen zu verschwinden. Dort bereits die erste Entdeckung in der Wöhlertstraße: eine ungewöhnliche Baumbepflanzung unter anderem mit blühenden Magnolien und einer Haselnuss - diverse Knorkistas meinten, sie hätten tatsächlich noch nie Magnolien als Straßenrandbepflanzung gesehen. Der bestens vorbereitete und gut aufgelegte Aalfons begann in der Pflugstraße mit seinen literarischen Auszügen der zahlreichen jungen Literaten, die es um die Jahrhunderte in den Kiez verschlagen hatte. Ungewöhnlich wie die lebendig die verschlafen scheinende Gegend plötzlich wirkte. Auch wenn die Worte Aalfons die Gegend zum Leben erweckten, auf der Straße selbst herrschte eher dämmrige Ruhe. Selbst das von Jenny de la Torre Castro betriebene Gesundheitszentrum für Obdachlose sorgte durch seine Existenz nicht für mehr Leben, sondern hing auch eher verschlafen in den Seilen.

Dass hier früher mehr Leben herrschte, zeigte sich auch an den Schilderungen zahlreicher Straßenschlachten, die sich hier ehemals abspielten. Während der Teil westlich der Chausseestraße schon lange Militär- und später Polizeigelände gewesen war - demnach in der Weimarer Republik solides Rückzugsgebiet nationaler bis SA-naher Menschen - lebten im Carree Wöhlert/Pflug/Schwartzkopffstraße vor allem die Arbeiter der nahegelegenen Maschinenfabriken. Da ging die Luzie ab. Immerhin davon bekamen wir auch live einen kleinen Eindruck durch den Jogger, der plötzlich wild durch die Führung pflügte, ältere Damen umrempelte und sich in bester Berliner Manier doch noch beschwerte. Was waren das für Zeiten als in Vor-Wende und Kurz-Nachwende-Zeiten fast ausschließlich Polizisten in dem Kiez wohnten und jede Form der Kriminalität oder des Rowdytums komplett unbekannt war.

Aber zurück zu den Literaten: Theodor Fontane statteten wir an seinem Grab noch einen kleinen Besuch ab und hörten die Lebensgeschichte von Peter Hille und einigen zurecht in Vergessenheit geratetenen anderen Literaten. Wir bewunderten neue Luxusbauten gegenüber dem BND und ließen uns von BotBln über den Unsinn aufklären, ausgewachsene Kiefern umpfanzen zu wollen. Unter der Pöschke-Werbung tranken wir Wurzelpeter und gedachten der Friedensfahrt-Teilnehmer, die hier das Friedensfahrt-Etappenende mit einem oder mehreren Likörchen am Werksausschank feierten.

Schließlich fachsimpelten wir noch über Hausnummernklau, die Entstehung des Liedes Lili Marleen an genau dieser Straßenecke, verirrte Touristen an Straßenbahnendhaltestellen und die regionalen Bezeichungen von Spätis beziehungsweise Vergisslichkeitslädchen. Ein kleines Eckchen Berlin mit viel Geschichte und Power. Wie eigentlich immer ein sehr vergnügliches KNORKE - schreibt der Berichterstattende, auch nachdem die Wirkung des Wurzelpeters mittlerweile nachgelassen hat.
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at April 12, 2016 08:45 PM

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia Deutschland beim Hackathon in Jerusalem

Vom ersten bis zum dritten April fand in Jerusalem der Wikimedia Hackathon statt, organisiert von Wikimedia Israel und der Wikimedia Foundation. Israel als “Start-up Nation” mit Affinität zu High-Tech einerseits und die Stadt Jerusalem mit ihrer Jahrtausende alten Geschichte und ihrer Bedeutung für die abrahamitischen Religionen andererseits boten eine gute Kulisse für das internationale technische Treffen der Wikimedia-Gemeinschaft: Altes und Neues wurde bearbeitet, Gemeinsamkeiten bei aller Diversität betont. Mit einer Stadtführung am Vortag des Hackathons konnten wir die beeindruckende Umgebung erfahren, bevor es die nächsten Tage darum ging, hauptsächlich auf Monitore zu schauen.
Von Wikimedia Deutschland nahm eine Gruppe teil, die an den Tagen des Hackathons und darum herum die Gelegenheit nutzte, sich mit internationalen Entwicklerinnen und Entwicklern auszutauschen und gemeinsam an der technischen Infrastruktur der Wikimedia-Projekte zu arbeiten. Schwerpunkt des Hackathons waren technische Wünsche wie bei der Technischen Wunschliste der deutschsprachigen Wikipedia oder der Wishlist der internationalen Community. Daneben wurde aber auch an anderen Projekten gearbeitet.

Unter anderem entstand ein Prototyp für einen Revision Slider, der Versionsunterschiede in den letzten Bearbeitungen grafisch anzeigt, so dass auf einen Blick erkennbar ist, in welchen Abschnitten Änderungen vorgenommen wurden und ob hauptsächlich gelöscht oder erweitert wurde. Darüber hinaus wird damit der Wunsch realisiert, alle Bearbeitungskommentare im Diff anzuzeigen.

Für Wiktionary wurde an den Links für die verschiedenen Sprachversionen des Freien Wörterbuchs gearbeitet. Da Wiktionary hier andere Anforderungen hat als andere Wikimedia-Projekte, kommen die Links nicht aus dem Datenfundus von Wikidata; gleichzeitig wird aber mit dieser Software-Änderung ein erster Schritt für den Umstieg von Wiktionary auf die Technologie von Wikidata gemacht.

Bei Wikidata gab es auch viele Änderungen. Ein Prototyp für das Einfügen von Referenzen ähnlich wie beim Visual Editor wurde für das Interface von Wikidata erstellt.

Die Abfrage von Wikidata auf query.wikidata.org bekam ebenfalls Änderungen am Interface spendiert, die in den nächsten Tagen auch sichtbar werden: Neben der Abfragesprache SPARQL stehen jetzt auch Erklärungen zur Abfrage in natürlicher Sprache, so dass einzelne Elemente von Abfragen leicht ausgetauscht werden können, um aus Beispielabfragen neue Abfragen zu bauen.

Die Israelische Nationalbibliothek  war auf dem Hackathon vertreten und arbeitete mit Freiwilligen und Angestellten von Wikimedia Deutschland daran, ihre Normdatei in Wikidata zu importieren.

Am Article Placeholder wurden letzte Schliffe vorgenommen und Feedback eingeholt, bevor das Projekt auf den ersten Wikipedien zum Einsatz kommt.

Die Organisatorinnen und Organisatoren des Hackathons haben einen Rahmen geschaffen, der ideal war: Getagt wurde im Hansen-Haus, einem von deutschen Missionaren gegründeten ehemaligen Lepra-Krankenhaus, das mittlerweile dem Staat gehört und als Werkstatt und Ausstellungsraum sowie von einer Kunstakademie genutzt wird. Solange der Akku des Notebooks hielt konnte auch im traumhaften Garten gehackt werden.  Das Essen war köstlich und reichhaltig – Hummus, frisches Gemüse und frische Säfte versorgten uns bestens mit Energie.

Nachdem der Wikimedia Hackathon bisher in Europa stattfand (2017 geht es in die österreichische Hauptstadt Wien) war Jerusalem 2016 ein Experiment, erstmals die Veranstaltung in den Nahen Osten zu holen. Für das Team von Wikimedia Deutschland steht fest: Das Experiment ist gelungen, der Hackathon war großartig.

תודה ויקימדיה ישראל!

 

 

by Jens Ohlig at April 12, 2016 03:00 PM

Wie tausende Wikipedia-Freiwillige Informationen zu den Panama Papers sammeln

Was für ein Wahnsinns-Tempo: Nur neun Minuten nach der ersten Veröffentlichung über die Panama Papers im Guardian ging der erste Artikel dazu in der englischsprachigen Wikipedia online. Eine Auswertung der Edits auf der deutschsprachigen Wikipedia-Seite zu den Panama Papers zeigt auf beeindruckende Weise, wie eine große Community innerhalb kürzester Zeit komplexe Fakten aus vielen Quellen zusammenführt und der Welt zur Verfügung stellt.

Bei den Panama Papers (zu deutsch: Panama-Papiere) handelt es sich um vertrauliche Unterlagen des Offshore-Dienstleisters Mossack Fonseca, die zahlreiche Fälle von Geldwäsche und Steuerhinterziehung der Kunden des Unternehmers belegen sollen. Die Veröffentlichung der Datenauswertung von 11,5 Millionen E-Mails, Briefe, Faxnachrichten, Gründungsurkunden, Kreditverträge, Rechnungen und Bankauszüge löste eine globale Debatte aus.

Bild: JCRules, Countries implicated in the Panama Papers, CC BY-SA 4.0

700 Edits + 280.000 Abrufe + 77 Quellen

In den Stunden und Tagen nach der Erstveröffentlichung des Guardian folgten immer neue Details zu Briefkastenfirmen in Panama und dem dahinter stehenden Netzwerk. Am Tag der ersten Veröffentlichung, dem 03. April um 20:09 Uhr, wurde die Seite zu den Panama Papers in der deutschsprachigen Wikipedia angelegt. Die Wikipedia-Community aus freiwilligen Autorinnen und Autoren hat in den danach folgenden Stunden und Tagen unermüdlich Informationen zu immer neuen Details der Panama Papers gesammelt. Bis zum 11. April 2016 (Stand: 16:30 Uhr) haben rund 700 Mal Menschen den Artikel über die Panama Papers in der Wikipedia editiert. 164 Autorinnen und Autoren haben mit großen und kleinen Änderungen den Beitrag vervollständigt. Rund 77 Quellen wurden dabei ausgewertet. Tendenz steigend.

Schnell folgte auch eine Grafik unter freier Lizenz, die alle in den Dokumenten genannten Länder aufzählt (siehe Grafik oben). Auf einer weiteren Seite sammelten 58 Autorinnen und Autoren alle in die Panama Papers verwickelten Personen – übersichtlich nach Herkunftsländern sortiert. Die Mühe hat sich gelohnt: Den Hauptartikel in der deutschsprachigen Wikipedia haben bis zum heutigen Tag mehr als 280.000 Mensch abgerufen.

Bild: Abrufstatistik des deutschsprachigen Artikels der Panama Papers. Quelle: Screenshot aus https://tools.wmflabs.org

Lob und Anerkennung? Verdient!

Vor der Schnelligkeit der Wikipedia-Community zogen auch Journalisten den Hut. So twitterte etwa Davey Alba, Journalistin bei der englischen Ausgabe des Magazins „Wired“: „Grund no.483, warum die Wikipedia unschlagbar ist: Sie ist schnell: https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_people_named_in_the_Panama_Papers (Liste der Namen, die in den Panama Papers auftauchen).“

Die Panama Papers sind nur eines von vielen Beispielen dafür, wie die Wikipedia-Community schnell auf Ereignisse regiert. Als die besorgniserregende Ausbreitung des Zika-Viruses weltweit Schlagzeilen machte, wurden im Wikipedia-Projekt weltweit in Windeseile die wichtigsten Fakten und neue Informationen zusammengetragen. Für viele Menschen war die Wikipedia die erste Anlaufstelle, um sich einen Überblick zu verschaffen. Die Wikimedia Foundation hat in ihrem Blog die Edits in der englischsprachigen Wikipedia im Hauptartikel über den Zika-Virus ausgewertet. Die Zahlen sind beeindruckend.

Bild: Edits zum “Zika virus outbreak (2015–März 2016)” pro Tag seit Erstellung der Seite. Photo von Prefeitura de Votuporanga, frei lizensiert unter CC BY 2.0.

Wie geht es weiter mit den Panama Papers?

Die Informationen zu den Panama Papers in der deutschsprachigen Wikipedia werden laufend aktualisiert. Da die Wikipedia ein offenes Projekt für die Förderung und Verbreitung freien Wissens ist, kann jeder und jede beim Sammeln der Informationen helfen. Dabei gibt es jedoch Regeln zu beachten. Als Enzyklopädie ist die Wikipedia der Neutralität verpflichtet. Jeder Beitrag muss daher wertfrei gestaltet werden. Außerdem sind Belege für neue Fakten notwendig, damit die Richtigkeit der Aussagen überprüft werden kann.

by Katharina Nocun at April 12, 2016 11:19 AM

April 08, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 14/2016

Vom Jahresplan der Wikimedia Foundation über personelle Veränderungen bei Wikimedia Deutschland, diverse Berichte und viele spannende Projekte bis hin zu rechtlichen Debatten und Presseberichten wie der Verleihung des Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker für Journalisten und Schriftstelle an die Wikipedia-Redaktion Chemie gibt es erneut vieles zum Entdecken.

Foundation und Organisationen

Neuer Jahresplan der Foundation jetzt auf Meta

Die WMF hat auf Meta jetzt einen ersten Entwurf der Jahresplanung 2016-2017 veröffentlicht. Bis zum 30. April sind alle eingeladen, diesen Entwurf zu kommentieren und zu diskutieren.

Das Reading-Team der Wikimedia Foundation sucht zudem Feedback zu ihren Plänen für das zweite Quartal 2016.

Anträge für Jahresplanförderungen von 4 Wikimedia-Chapters im Community Review

Zum 1. April haben vier Wikimedia-Organisationen (Wikimedia Frankreich, Wikimedia Armenien, Wikimedia Norwegen und das indische Centre for Internet and Society) wieder Anträge für Jahresplanförderungen (Annual Plan Grants, APG) gestellt, über die vom Spendenverteilungsausschuss (Funds Dissemination Committee, FDC) beraten wird. Vom 1. bis 30. April findet die Community-Review-Phase statt, in der Interessierte der Communities die Anträge gegenlesen, kommentieren und diskutieren können.

Wikimedia Deutschland sucht personelle Verstärkung im Bildungsbereich

Ab sofort sucht WMDE einen Referenten oder eine Referentin für den Bereich Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Derweil wurde mit John Weitzmann der neue Referent für Politik und Recht gefunden.

Wikimedia Foundation sucht Beobachter im Kassenprüfgremium

Wie die neue Leiterin der Finanzabteilung der Wikimedia Foundation, Kelly Bodnar Battles, auf der Mailingliste wikimedia-l mitgeteilt hat, werden noch bis 15. April erfahrene Finanzexperten für das Kassenprüfgremium der Stiftung gesucht.

Monatsbericht März zur Wikipedia-Forschung

Im Wikimedia-Blog wurde der Monatsbericht März zur Wikipedia-Forschung veröffentlicht.

Monatsbericht Februar der Wiki Education Foundation

Die Wiki Education Foundation hat in ihrem Blog den Bericht zum Monat März veröffentlicht.

Generalversammlung von Wikimedia CH

Im Wikipedia-Kurier wird über die Generalversammlung von Wikimedia CH berichtet.

Projekte und Initiativen

GLAM-on-Tour-Veranstaltung in Dresden

Benutzer:Mellebga berichtet im Blog von Wikimedia Deutschland über die letzte GLAM-on-Tour-Doppelveranstaltung in Dresden.

Fotoprojekte 2016

Wikimedia Deutschland berichtet zu vergangenen und noch ausstehenden Fotoprojekten des Jahres 2016, darunter der Aufruf zur Wahl des besten Bildes des Jahres 2015.

Schreibwettbewerb zu Zentral- und Osteuropa gestartet

Eine Initiative zur besseren Darstellung von Zentral- und Osteuropa in den Wikipedia-Sprachversionen („CEE Spring“) ist international gestartet.

Bericht zum Art+Feminism edit-a-thon

Zum dritten Mal fand der Art+Feminism edit-a-thon statt, dieses mal in zwei Dutzend Ländern auf drei Kontinenten.

Technik

Monatsbericht März der WMDE-Softwareentwicklung

Der Bereich Softwareentwicklung stellt die spannendsten Ereignisse des Monats März im Blog von Wikimedia Deutschland vor.

Umfrage zum Nutzungsverhalten mit Beobachtungslisten

Das Community Tech Team der Wikimedia Foundation arbeitet derzeit an einer projektübergreifenden Beobachtungsliste, die von den Communities besonders häufig als Wunsch in der Technischen Wunschliste genannt worden war. Für die Entwicklung des Projektes möchte das Team gerne mehr über das Nutzungsverhalten der Autorinnen und Autoren im Umgang mit ihrer Beobachtungliste erfahren und bittet bei einer Umfrage mitzumachen.

Nachricht bei Änderung beobachteter Seiten überarbeitet

Die E-Mail-Benachrichtigung bei der Änderung beobachteter Seiten wurde überarbeitet und enthält nun alle Veränderungen.

Technische Neuigkeiten

Weitere technische Neuigkeiten:

Diskussion

Umgang mit anderen Aktiven in Wikipedia

Benutzer:Southpark kritisiert im Wikipedia-Kurier den Umgangston in der Wikipedia.

Politik und Recht

Gerichtsentscheidung gegen Panoramafreiheit in Schweden

Das Schwedische Verfassungsgericht hat diese Woche gegen Wikimedia Schweden entschieden, dass das schwedische Urheberrecht dem Chapter das Veröffentlichen von Bildern auf ihren Webseiten ohne Erlaubnis der Künstlerinnen oder Künstler untersagt. Die Wikimedia Foundation kritisiert diese Entscheidung.

Auch Wikimedia Frankreich bittet um Unterstützung bei Panoramafreiheit

Wikimedia Frankreich bittet auch weiterhin um Unterstützung bei ihren Bemühungen um Panoramafreiheit im Land.

Angolaner haben Wikipedia als Filesharing-Plattform missbraucht

In der Presse wurde kommentiert, wie in Angola Menschen Wikipedia als Filesharing-Plattform missbraucht haben.

Presse, Blogs und Websites

Redaktion Chemie erhält Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker für Journalisten und Schriftsteller

Zum ersten Mal überhaupt erhält eine Wikipedia-Fachredaktion eine Auszeichnung: Die Gesellschaft Deutscher Chemiker verleiht den „Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker für Journalisten und Schriftsteller“ an die Redaktion Chemie.

Benutzer:Gnom berichtet über Aktuelles aus dem WMDE-Präsidium und darüber hinaus

Wikimedia-Deutschland-Präsidiumsmitglied und langjähriger Wikipedianer Benutzer:Gnom berichtet in seinem Wikipedia-Blog über verschiedene Ereignisse rund um seine Tätigkeiten.

Kommentar: Sollten Gefängnisinsassen Wikipedia bearbeiten dürfen?

Dieser Frage geht Benutzer:Bluerasberry in seinem Blog nach.

Nutzungsverhalten bei medizinischen Fragen

Die Wiki Education Foundation weist in ihrem Blog auf die intensive Nutzung von Wikipedia bei medizinischen Fragen hin.

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Martin Rulsch at April 08, 2016 11:06 AM

April 07, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Das Fotojahr 2016

Im 15. Jubiläumsjahr der Wikipedia wollen wir den Blick auch auf Wikimedia Commons richten. Ohne dieses zentrale Archiv für Bilder, Videos, Musik und gesprochene Texte wäre die Wikipedia ärmer. Über 5,7 Millionen Freiwillige haben mit über 31 Millionen Medienobjekten bereits dazu beigetragen. Mit über 90% Löwenanteil handelt es sich um Bilddateien, die stetig ergänzt werden, z. B. dank Fotowettbewerben:

Kürzlich: Das beste Wissenschaftsfoto


Frisch gekürt sind die Siegerbilder des European Science Photo Competition 2015. Dank einer Initiative der estnischen Wikimedia fand der Wettbewerb im vergangenen Jahr auf europäischer Ebene statt und verzeichnete knapp 10.000 eingereichte Bilder aus 40 Ländern.
Das Anliegen des Wettbewerbs ist die Bereicherung des Themas Wissenschaft in der Wikipedia und in Wikimedia Commons. Unter den Gewinnern 2015 sind auch zwei Teilnehmer aus der deutschsprachigen Community

By Thomas Ernsting (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

By Radix2010 (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Aktuell: Das beste Foto 2015


Zum zehnten Mal wählt die internationale Wikimedia-Community das Foto des vergangenen Jahres. Alle Benutzer mit mindestens 75 Bearbeitungen können abstimmen. Der Wettbewerb und die Vorauswahl der Bilder werden von Ehrenamtlichen organisiert. Die Abstimmung für die erste Runde ist hier noch bis zum 10. April möglich.

Kommend: Die besten Denkmal- und Naturdenkmalfotos


Auch in diesem Jahr werden wieder herausragende Bilder zu Denkmälern und Naturdenkmälern gesucht. Der Wettbewerb Wiki Loves Earth zu Naturdenkmälern startet im Mai. Wiki Loves Monuments zu Bau- und Kulturdenkmälern aller Art findet im September statt. Auch diese beiden Wettbewerbe werden von Ehrenamtlichen ausgerichtet. Wir freuen uns, dass wir beide Wettbewerbe unterstützen können.

by Verena Lindner at April 07, 2016 04:26 PM

Herzlich willkommen, John Weitzmann!

John Weitzmann; Bild: Jan Apel, CC BY-SA 4.0

Ich freue mich, dass John Weitzmann seit 1. April 2016 das Vorstandsteam als Referent für Politik und Recht verstärkt. Als Rechtsanwalt und Mitgründer der Kanzlei iRights.Law in Berlin ist er vielen sicher durch seine langjährige Arbeit für Creative Commons und seine diversen rechtspolitischen Publikationen bekannt.

John kennt das Wikimedia-Universum aus verschiedenen Perspektiven, hat bereits mit den internationalen Partnern in der Wikimedia Foundation, mit Dimitar Dimitrov in Brüssel sowie mit der hiesigen Community zusammengearbeitet. Er war für Wikimedia Deutschland bspw. an der Erstellung des CC-NC-Broschüre sowie an verschiedenen netzpolitischen Veranstaltungen beteiligt.

Als Referent Politik und Recht wird John politisch-rechtliche Debatten rund um Freies Wissen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene mitgestalten und Wikimedia Deutschland in netzpolitischen Fragen beraten. Damit steht John ab sofort auch als Ansprechpartner für das Support-Team zur Verfügung.

Herzlich willkommen bei Wikimedia, John!

by Christian Rickerts at April 07, 2016 03:43 PM

April 06, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Neues aus der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland: März 2016

Monatlich stellen wir einige Ergebnisse der Arbeit in der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland vor. Die Zusammenstellung erfolgt am Ende des Monats (oder kurz danach) und führt eine Auswahl von fertiggestellten oder neu begonnenen Arbeiten auf.

Bachelor-Arbeiten bei Wikimedia Deutschland

Zum Article Placeholder und zum Thema Editieren von Wikidata von Wikipedia aus haben Lucie Kaffee und Charlie Kritschmar in der Software-Entwicklung von Wikimedia Deutschland ihre Bachelor-Arbeiten fertiggestellt. Die Arbeit zum Article Placeholder ist auch auf Wikimedia Commons zu finden.

Query-Service für Wikidata

Pywikibot  hat jetzt auch eine Unterstützung für SPARQL. An der Oberfläche des Query-Dienstes für Wikidata wurden etliche Verbesserungen vorgenommen, u.a. können jetzt auch Suchergebnisse mit Geo-Koordinaten gleich als Karte dargestellt werden.

Wikimedia Hackathon in Jerusalem

Etliche Entwicklerinnen und Entwickler waren Ende März und Anfang April auf dem Wikimedia Hackathon 2016 in Jerusalem. An anderer Stelle soll zu den Ergebnissen noch mehr berichtet werden, die in einer wunderbaren Umgebung entstanden.

16-04-01-Hackathon-Jerusalem-Hanse-House-WAT 5842.jpg
By Ralf RoletschekOwn work, GFDL 1.2, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=47915489

by Jens Ohlig at April 06, 2016 04:31 PM

March 30, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Gesellschaft Deutscher Chemiker zeichnet eine Wikipedia-Redaktion aus

Der alle zwei Jahre vergebene „Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker für Journalisten und Schriftsteller“ geht in diesem Jahr an die Redaktion Chemie der deutschsprachigen Wikipedia. Ausgezeichnet wird sie dafür, dass es ihr “gelingt, die Chemie einer breiten Öffentlichkeit in informativer und verständlicher Weise näher zu bringen”, so die Gesellschaft Deutscher Chemiker e. V. (GDCh). Mit rund 31.000 Mitgliedern ist sie die größte wissenschaftliche Gesellschaft im Bereich der Chemie in Deutschland. Sowohl für die Gesellschaft Deutscher Chemiker als auch für die ausgezeichneten Wikipedianerinnen und Wikipedianer ist diese Preisverleihung ein Novum.

Wer bekommt den Preis?

Dass wissenschaftliche Neuerungen und Ergänzungen in der Wikipedia regelmäßig eingepflegt werden, ist der Verdienst von zahlreichen ehrenamtlichen Autorinnen und Autoren, die bestehende Artikeln kontinuierlich weiter verbessern. Die Redaktion Chemie ist ein offener Zusammenschluss von ehrenamtlichen Autorinnen und Autoren aus dem Fachbereich Chemie, die gemeinsam die Inhalte des Bereichs pflegen und weiter entwickeln. Die Mitglieder der Redaktion sind über den gesamten deutschsprachigen Raum verstreut. Seit 2007 trifft sich die Redaktion einmal im Jahr persönlich zum Kennenlernen und Austausch. Dabei werden vor allem gemeinsame Projekte geplant und diskutiert. Egal ob gut ausgeleuchtete Bilder von Labor-Instrumenten, chemischen Elementen oder eine einheitliche Darstellung von Strukturformeln – die Redaktion Chemie arbeitet stetig daran, die Qualität der Artikel zu verbessern. Sie hilft auch anderen Autorinnen und Autoren mit ihrem Fachwissen.

Die Artikel des Bereichs werden täglich von zehntausenden Menschen gelesen. Dazu gehören auch viele Schülerinnen und Schüler und Studierende – aber auch Lehrende. Der Artikel “Das Periodensystem” wird täglich im Schnitt 3.600 Mal aufgerufen. Für “Glyphosat” interessieren sich im Schnitt 1.600 Leute pro Tag. Und 1.250 Menschen informieren sich täglich über den Begriff “Cholesterin” in der deutschsprachigen Wikipedia. Diese Beispiele zeigen: Chemie berührt viele unserer Lebensbereiche und viele Artikel führen interdisziplinär Ergebnisse aus unterschiedlichen Bereichen zusammen. Cholesterin wird etwa auch im Bereich Ernährung und Medizin oft verlinkt und Glyphosat ist als Herbizit-Bestandteil zuletzt durch erhöhte Grenzwerte in zahlreichen deutschen Biersorten in die Schlagzeilen geraten.

Bild: Alchemist-hp (talk) (www.pse-mendelejew.de) – Eigenes Werk, FAL, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12387324

Das gab’s noch nie: Ein Grund zum Mit-Feiern!

Die Auszeichnung von der größten und bedeutendsten Chemiker-Vereinigung Deutschlands zeigt, dass die Arbeit der Wikipedia-Community auch in der Wissenschafts-Gemeinschaft wert geschätzt wird. Die Auszeichnung einer Wikipedia-Redaktion ist einmalig in der Geschichte des Preises. Bisher wurden stets Einzelautorinnen und -autoren und nie eine Gemeinschaft ausgezeichnet. Dass mit Wikipedia auch noch ein offenes Community-Projekt ausgezeichnet wurde, bei dem alle mitmachen können, ist ein weiterer Grund zu feiern. Aber auch für die deutschsprachige Wikipedia ist der Preis ein Novum: Es ist das erste Mal, dass für die Arbeit einer Gruppe in der deutschsprachigen Wikipedia eine hohe fachliche Auszeichnung von außerhalb vergeben wird. Der Preis ist mit 7.500 Euro dotiert. Die Redaktion Chemie plant, das Preisgeld für einen gemeinnützigen Zweck zu spenden.

Übrigens: In der Wikipedia und den thematischen Redaktionen kann jede und jeder mitmachen. Die Redaktion Chemie freut sich über neue Mitglieder. Und auch andere Redaktionen wie etwa „Film und Fernsehen“ oder „Musik“ bieten Hilfestellung für all jene, die mit dazu beitragen wollen das Wissen der Welt für alle frei zugänglich zu machen.

by Katharina Nocun at March 30, 2016 08:20 AM

March 29, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Technik, die Wikipedianer begeistert – GLAM on Tour in Dresden

Explosivdarstellung einer Spiegelreflexkamera EXAKTA Varex IIa, Foto: Plenuska [CC BY-SA 4.0]

Ein Gastbeitrag von Benutzer:Mellebga, Wikipedia-Autor

Vom 04.03. bis 07.03.2016 hatten 30 Wikipedianer die Gelegenheit, sich in den Technischen Sammlungen und im Verkehrsmuseum in Dresden informieren zu lassen, zu fotografieren, neue Artikel anzulegen und bestehende Artikel zu ergänzen bzw. zu korrigieren. Begonnen wurde die GLAM-on-Tour-Station am Samstag mit den im Ernemannhaus untergebrachten umfangreichen Technischen Sammlungen, nachdem es am Freitagabend eine Begrüßung der Teilnehmer sowie des anwesenden Direktors der Technischen Sammlungen und einigen Mitarbeitern der Museen durch die am Ort Beteiligten im Dresdner Schießhaus gegeben hatte.

Knapp 1800 Fotos auf Commons hochgeladen

Bislang wurden knapp 1800 Fotos, einige davon als ausgezeichnet bewertet, von Objekten aus den beiden Institutionen hochgeladen, über 20 Artikel neu bebildert und einige Artikel wurden neu angelegt, erweitert und aktualisiert. Für interessierte  Leser stehen die bisher für die Wikipedia bzw. Wikimedia Commons erzielten Ergebnisse dieser GLAM-Tour im Dokumentationsbereich der Projektseite zur Verfügung. Den Museumsleitungen und ihren engagierten Mitarbeiterinnen und -mitarbeitern gebührt der Dank aller Tourteilnehmerinnen und -teilnehmer für die bereitwillige Öffnung ihrer Häuser und die gute Betreuung.

Technik, die Wikipedianer begeistert

Fototour in den Technischen Sammlungen Dresden. Foto: Dr. Bernd Gross, [CC BY-SA 4.0 ]

Die große Vielfalt der Exponate, insbesondere auch die umfangreiche Sammlung von Rundfunk- (vom Diodenempfänger im Postkartenformat bis zu modernen Superhet-Empfängern) und Fernsehgeräten, sowie der optischen Apparate und der Rechentechnik veranlasste einige Tourteilnehmer, auch den folgenden Tag in den Technischen Sammlungen zu verbringen und auch die gut zusammengestellte Handbibliothek für die Arbeiten an der Wikipedia zu nutzen. Zum Abschluss des Tages fand ein Treffen zum Gedankenaustausch im Schillergarten, dem beliebten Ausflugslokal nahe des Dresdner Blauen Wunders, statt.

Der Sonntag war dem Verkehrsmuseum im Johanneum gewidmet, dessen umfangreiche Sammlungen (Schiene, Straße, Wasser, Luft) der Gruppe zunächst in erläuternden Führungen vorgestellt wurden, bevor es an die Aktivitäten für die Fotografen und die Wikipediabearbeitung  ging. Den Ausklang des Sonntags bildete ein Besuch des Kuppelrestaurants der ehemaligen Zigarettenfabrik Yenidze. Ein besonderer Vertrauensbeweis der Museumsleitung in die Integrität der GLAM-Tourteilnehmer war, dass für diejenigen, die noch am Montag in Dresden weilten, das Verkehrsmuseum auch an diesem Tag für weitere WP-Arbeiten frei zugänglich war, an dem das Museum für die Öffentlichkeit geschlossen bleibt.

by Lilli Iliev at March 29, 2016 12:41 PM

March 24, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 12/2016

Die Wikimedia:Woche verweist unter anderem auf die Berichte der Wikimedia Foundation und Wikimedia Deutschland (Quartals- bzw. Jahresbericht) sowie auf verschiedene Diskussionen zu Wikipedia Zero, den Wikipedia-Shop und anderem.

Foundation und Organisationen

Quartalsbericht der Wikimedia Foundation

Die Wikimedia Foundation veröffentlicht ihren Quartalsbericht zu den Monaten Oktober bis Dezember 2015.

Bericht über die Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im Jahr 2015

Wikimedia Deutschland berichtet gegenüber dem Funds Dissemination Committee der Wikimedia Foundation in englischer Sprache über die eigenen Aktivitäten, die sich aus dem Jahresplan 2015 ergeben haben.

Highlights im Monat Februar

Die Wikimedia Foundation veröffentlicht in ihrem Blog einen Bericht über die Highlights im Wikiversum des Monats Februar: Musik des 19. Jahrhunderts auf Commons, Urheberrechte, Editathons und vieles mehr.

Interne Wahlen zum Board der Wikimedia Foundation durch Chapter begonnen

Die internen Wahlen für das Kuratorium der Wikimedia Foundation durch die Wikimedia-Chapter und weitere Organisationen haben begonnen. Allen Kandidierenden können öffentlich Fragen gestellt werden.

Projekte und Initiativen

Einreichungen für die Wikimania

Bis zum 30. März können noch Diskussionsrunden, Workshops und Poster für die größte Konferenz der Wikipedianerinnen und Wikipedianer, die Wikimania, die dieses Jahr vom 22. bis 26. März in Esino Lario (Italien) stattfinden wird, eingereicht werden.

Wikipedia Zero in Brasilien

Lucas Teles, ehrenamtlicher Mitarbeiter der portugiesischsprachigen Wikipedia, stößt eine Diskussion zum Programm „Wikipedia Zero“ in Brasilien an.

Technik

Neues von der Technik

Auch in dieser Woche gibt es Updates zu den technischen Entwicklungen.

Diskussion

Auch in dieser Woche werden verschiedene Themen im Wikipedia-Kurier diskutiert: von der Benutzung des generischen Maskulinums in der Wikipedia über die Verwendung von Wikipedia in Angola als Tauschbörse bis hin zur Diskussion verschiedener Wartungsarbeiten in Wikipedia.

Politik und Recht

Europäische Kommission sucht Mitglieder für Open-Science-Arbeitsgruppe

Daniel Mietchen berichtet auf der Mailingliste wikimedia-l, dass die Europäische Kommission nach Kandidatinnen und Kandidaten für die Beratungsgruppe der Open-Science-Agenda suche. Er selbst kandidiere dafür und bittet um Unterstützung.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

So wird unter anderem über das Treffen von Administratorinnen und Administratoren im Radio Bremen berichtet.

Barbara Fischer, Kuratorin für Kulturpartnerschaften, berichtet im Blog von Wikimedia Deutschland über gar nicht so müde Museen.

Erik Möller, ehemaliger stellvertretender Geschäftsführer der Wikimedia Foundation, beginnt auf der Mailingliste wikimedia-l eine Diskussion zu Ablegern der Stiftung. Florence Devouard, ehemalige Vorsitzende des Boards der Wikimedia Foundation, hinterfragt den aktuellen Stand des Wikipedia-Shops.

Termine

WikiConvention in Paris

Vom 19. bis zum 21. August findet in Paris die erste französischsprachige WikiConvention statt.

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Martin Rulsch at March 24, 2016 05:11 PM

Interaktion im Netz – Ein oft harter Hürdenlauf für Museen und Archive

110 Meter Hürdenlauffinale der Olympiade 1912 in Stockholm Bild von IOC (Official Olympic Report) [Public domain], via Wikimedia Commons

Gefragt von Studenten des Masterstudiengangs “Museum und Ausstellung” der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg, warum Museen scheitern, möchte ich zurückfragen: Ist das nicht eine Frage der Perspektive? Ausstellungen in Museen sind oft enorm wirksame Publikumsmagnete, Museen verzeichnen steigende Besucherzahlen, neue anspruchsvolle Museumbauten werden eröffnet und der Job einer Museumsdirektorin ist so angesehen wie je. Wenn man dennoch vom Scheitern redet, dann muss etwas anderes gemeint sein. Der bekannte Kurator Daniel Tyradellis provozierte 2014 die Fachwelt mit dem Buchessay “Müde Museen”. Er fordert ein Umdenken zu mehr Nachhaltigkeit und Verschränkung mit dem Alltag von den Museen. Denn ja, hier können Museen noch besser werden. Denn dieser Alltag findet zunehmend im Netz statt.

Aus der Perspektive von Wikimedia Deutschland, der Wikipedia & Co fördernde Verein, erleben wir, dass Museen, Kunstsammlungen, Archive und selbst Bibliotheken oft noch viel zu zögerlich auf der Schwelle zur aktiven Nutzung des Internets als erweiterten Aktionraum stehen bleiben. Genau auf diesen Interaktionsraum bezieht sich die internationale Fachwelt mit dem Akronym GLAM. Dabei steht GLAM für galleries, libraries, archives and museums. Gewiss, kaum eine GLAM-Einrichtung verzichtet heute auf eine eigene Internetseite. Die Dokumentation der Sammlungen passiert meist schon so selbstverständlich digital, wie die Kommunikation. Aber noch dominiert das Grundkonzept des Zurschaustellens, das schon die Wunderkammern barocker Fürsten motivierte. Das faszinierende Wesen des Internets an sich ist aber nicht das Guckfenster, nicht die Vernetzung, nicht die schiere Menge der Inhalte und nicht die Grenzenlosigkeit. Die Faszination, der Sog ergibt sich aus der Realität der Interaktion. Das Internet befriedigt ein zutiefst menschliches Bedürfnis: Das gesellige Wirken.

Geselliges Wirken

Das passiert auch in der Wikipedia. Der Erfolg von Wikipedia basiert auf dem gemeinschaftlichen Engagement von Freiwilligen, die mit ihrem Wissen, ihrer Arbeit und ihrer Zeit sich antreiben lassen, das größte Wissensprojekt der Menschheit zu schaffen. Es ist Dank seiner Digitalität global frei zugänglich. Dank seiner durchgängigen Verwendung Freier Lizenzen in Gänze frei nachnutzbar. Mit jedem Bild, jedem Film, allen Texten der in der Wikipedia, kann man Neues schaffen, man braucht nur – etwas verkürzt – die Quelle anzugeben. Sie können sogar selbst mitmachen und ein digital volunteer of knowledge werden.

Making of GLAM on Tour im Schloss Caputh von Oursana (Eigenes Werk) [CC0], via Wikimedia Commons

Museen und Archive hingegen tun sich hingegen noch schwer, sich dem geselligen Wirken im Netz anzuschließen. Vier Hürden stehen ihnen im Weg und lassen sie beim Überschreiten der Schwelle zur aktiven Nutzung des Internets scheitern. Sie wissen oft noch gar nicht, dass sie selbst und wie sie mit Freiwilligen im Netz zusammenarbeiten können. Das Urheberrecht überwuchert selbst gemeinfreie Werke in den Depots wie eine undurchdringliche Dornenhecke, wo Freie Lizenzen Licht und Raum für Kreativität schaffen würden. Initiativen wie die Hamburger Note fordern von der Politik die Vereinfachung des Urheberrechts für die Nachnutzbarkeit unseres gemeinsamen Kulturerbes. Und schließlich fehlt es aller Orten an technischen Kenntnissen, um funktionierende Schnittstellen zwischen der analogen Wirklichkeit der Depots und der Realität der Datenströme zu schaffen. Die Ausbildung und die Stellenprofilvielfalt im GLAM-Bereich muss diesen Bedarfen stärker Rechnung tragen. Wikimedia Deutschland sieht sich als Trainer im Hürdenlauf. Wir informieren. Wir bieten Kooperationsformate mit Netz-Freiwilligen, wie Coding da Vinci oder GLAM on Tour. Wir schulen in Freien Lizenzen und unterstützen bei technischen Fragen. Es kommt auf die Perspektive an, aber scheitern müssen Museen bestimmt nicht.

 

Lesetipp: Müde Museen, 2014 von Daniel Tyradelli. ISBN 9783896841537

by Barbara Fischer at March 24, 2016 03:51 PM

March 21, 2016

Iberty

Randlage

Eine Fahrt durch einen langenTunnel. Weite Felder, Sand, Kräne - eine Baustelle mit Stau. Eine leere Straße durch Industriebauten. Gefühltes Ende der Welt, vage Erinnerungen an nächtliches Verfahren inmitten sachsen-anhaltinischer Chemiekombinate steigen auf. Eine Kurve: eine Hauptstraße, Dönerbuden, afrikanische Imbisse, Jugendliche in Jogginghosen, türkische Lebensmittelgeschäfte, Karstadt, Menschenmengen auf der Straße, Ein-Euro-Shops, Leben pur. Welcome to the wonderful Wedding.

Seit einigen Wochen beschäftige ich mich ja intensiv mit dem WikiWedding, dem Versuch mehr Wedding in die Wikipedia zu bringen. Wenn ich mich dann mal mit Weddingern unterhalte, ist einer der ersten Punkte des Gespräches: „Ach, du kommst gar nicht aus dem Wedding?“ Nun treibt mich ja bei allem was ich in Wikipedia mache, die Wissbegier Neues zu lernen, Unbekanntes zu erkunden und mein inneres Bild der Welt bunter, weiter und vielfältiger zu machen. Aber warum nun ein Ortsteil ohne große, bekannte Attraktionen? Ein Ortsteil bei dem ich knapp eine Stunde rechne, nur um von zu Hause aus überhaupt vor Ort zu sein?

Berlin Wedding safari imbiss 14.11.2015 14-15-40

Es waren für mich diese Autofahrten von den bürgerlich-schicken Teilen Berlins (sei es nun Schöneberg, Wilmersdorf oder Kreuzberg) durch gefühltes ländliches Sachsen-Anhalt hinein in das pralle Leben, die WikiWedding zum Leben erweckten. Der Stadtteil hinter den sieben Bergen, ein wenig ein verwunschenes Traumland,; oft genannt aber weitgehend unbekannt. Der Ortsteil von dem selbst die meisten Berliner kaum mehr wissen als dass es existiert und dass er irgendwie anders ist.

Dabei ist das Traumland Wedding gewöhnungsbedürftig. Die Schießereien und regelrechten Exekutionen, die eine News-Suche nach dem Wedding liefert, sind eher alptraumhaft. Das auffallende Engagement diversester sozialer Initiativen wirkt auf den ersten Blick gut, auf den zweiten Blick fragt man sich, warum die sozialen Initiativen alle hier einen geeigneten Standort sehen. Andererseits: Parks, Grünanlagen, Friedhöfe. Mit der Panke schon fast ein richtiger Fluss. Riesige Wohnanlagen aus der Zeit, als Wohnen die Menschheit noch besser machen sollte: Licht, Sonne, Liebe und Sozialismus.

Berlin Wedding bayer parkhaus 14.11.2015 13-40-01

Fabrikgebäude aus der Zeit als Fabriken noch nach etwas aussehen sollten und ein Statement abgeben. Eine Straße, deren Händler im Stadtplanerdeutsch „kleinteilig migrantisch und mit wenig Kapital“ benannt werden, was für mich aber vor allem heißt: lebendig, innovativ und mit Herzblut. Berliner Direktheit auf der Straße. Spezialgeschäfte für Darts, Carrerbahnen, Tanzbedarf und Regenschirme; den niedrigen Mieten sei Dank.

Ein riesiger Abenteuerspielplatz und Gänsegehege direkt neben dem Rathaus. Hundert Jahre Architektur gewordene Versuche, die Gegend vor sich selbst zu retten. Schulen alt und neu. Ein großer Schwimmbadkomplex. Kirchen. Ein ganzes Diakonissenstift inmitten der Ein-Euro-Shops. Ein atheistisches Obdachlosenheim aus dem frühen 20. Jahrhundert, heute eine Künstlerkolonie kurz vor dem Einsturz.

Alles hinter dem Ring. Hinter der Spree, der Grenze in Berlin, die den Süden – wo alle wohnen - vom Norden trennt, den niemand kennt. Ein Land der Träume und Alpträume. Halb vergessen durch die Berliner. Mehr ein Name, vielleicht noch ein Symbol, weniger ein echter Stadtteil. Dieses gilt es zu erkunden. Und wer mitmachen möchte: Mittwoch ist das nächste Treffen. Beginn zwischen 19 und 20 Uhr im Nachbarschaftsladen Buttmannstraße 16.

Buttmanstraße 16. In deren wikipedianisch unterwanderten Nachbarschaftsladen wir ein erstes Obdach gefunden haben. Bild:  Denkmalgeschütztes Wohnhaus im Ensemble Badstraße, erbaut 1888-1892 Von: Kvikk
 Lizenz: CC-BY-SA 3.0

Dies ist ein Crossposting mit dem Wikipedia:Kurier, dem internen wikipedianichen Mitteilungsblatt.
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at March 21, 2016 09:12 AM

March 17, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 11/2016

In der 11. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2016 werden unter anderem die neue Interimsgeschäftsführerin der Wikimedia Foundation und die neue Direktorin von Wikimedia CH vorgestellt. Ort und Datum der nächsten WikiCon werden berichtet wie auch die technischen Neuerungen unter anderem beim VisualEditor, bei Karten, der Suche und den Benachrichtigungen. Außerdem wird über den 15. Geburtstag der deutschsprachigen Wikipedia informiert.

Foundation und Organisationen

Katherine Maher übernimmt Interims-Geschäftsführung der WMF

Katherine Maher, bisher Leiterin der Kommunikationsabteilung der Wikimedia Foundation, wird ab 14. März die Interims-Geschäftsführung der Wikimedia Foundation übernehmen.

Quartalsbericht der WMF

Die Wikimedia Foundation hat ihren letzten Quartalsbericht veröffentlicht.

PEG-Förderprogramm läuft aus, neues Fördersystem ab Juli

Wie Alex Wang, Mitarbeiterin der Förderabteilung (Resources Team) der Wikimedia Foundation, noch mal erinnert, laufen die bisherigen „Project and Event Grants“ (Projekt- und Veranstaltungsförderungen) zum 30. Mai 2016 aus. Basierend auf der Community-Umfrage im letzten Jahr, wird es ab 1. Juli drei neue, verschiedene Förderarten geben: Rapid Grants (schnell zu verwirklichenden, risikoarme Projekte bis 2000 USD), Project Grants (Projekte mit Experimentierfaktor) und Conference Support (nicht nur finanzielle, sondern auch inhaltliche/logistische Unterstützung für Konferenzen).

Berechtigte Organisationen für die nächste Runde des FDC-Prozesses bekanntgegeben

Zum 1. April findet die nächste Runde der Einreichungen für die Jahresplanförderungen (Annual Plan Grants, APG) an den Spendenverteilungsausschuss (Funds Dissemination Committee, FDC) der Wikimedia Foundation statt. Fünf Organisationen sind berechtigt teilzunehmen, vier Organisationen (das indische Centre for Internet and Society, Wikimedia Armenien, Wikimedia Frankreich und Wikimedia Norwegen) haben ihren Wunsch geäußert einen Jahresplanförderungsantrag einzureichen. Auch die Wikimedia Foundation wird erstmals einen Antrag einreichen.

Jenny Ebermann neue Direktorin von Wikimedia CH

Jenny Ebermann wurde als neue Direktorin von Wikimedia CH (Schweiz) vorgestellt.

Projekte und Initiativen

WikiCon Region Stuttgart

Die diesjährige WikiCon findet vom 16. bis 18. September 2016 in Kornwestheim bei Stuttgart statt. Derzeit werden Programmvorschläge gesammelt.

Wikimedia Hackathon 2017 findet in Wien statt

Der Wikimedia Hackathon wird im nächsten Jahr in der österreichischen Landeshauptstadt Wien stattfinden, ausgerichtet von Wikimedia Österreich.

Wikiversum Weltcafé auf dem Leipziger Bibliothekskongress

Am 15. März veranstalteten Ehrenamtliche der Wikimedia-Projekte ein Wikiversum Weltcafé beim diesjährigen Bibliothekskongress, zu dem ca. 5000 Bibliothekarinnen und Bibliothekare zusammenkamen. Etwa 60 Teilnehmende informierten sich beim Weltcafé über Wikipedia, Wikimedia Commons und Wikidata und konnten Möglichkeiten der Zusammenarbeit direkt mit den Community-Mitgliedern diskutieren. Mehr über das Format im Flyer:

Neue Studie zu Open Access in Kulturinstitutionen

Effie Kapsalis, Leiterin Web, New Media & Outreach bei den Smithsonian Institution Archives, hat eine Studie zur Wirkung von Open-Access-Programmen in Kulturinstitutionen veröffentlicht (englisch). Ein Fazit ist, dass die breite Freigabe von Werken für die Institutionen zu höherer Bekanntheit, größerer Besucherzufriedenheit und effizienteren Arbeitsabläufen in den Bereichen Digitalisierung und Publikationen führen. Die Studie enthält zudem viele Zitate angesehener Institutionen, die als Testimonials für die GLAM-Community hilfreich sein können.

Technik

VisualEditor in der deutschsprachigen Wikipedia angeschaltet

Nach einem Meinungsbild in der deutschsprachigen Wikipedia wurde am 15. März der VisualEditor für das einfachere Bearbeiten von Wikipedia-Seiten für nicht eingeloggte und neue Benutzerinnen und Benutzer aktiviert.

Kartenerweiterung erstmals zur Verfügung

Das Discovery-Team der Wikimedia Foundation hat die MediaWiki-Erweiterung „Kartographer“ eingeschaltet, zunächst erst nur auf Wikivoyage. Damit können direkt in Artikel – sowohl via Quelltext-Editor wie über den VisualEditor – flexible Karten(ausschnitte) eingebaut werden. Die Kartendaten kommen von OpenStreetMaps.

Intelligentere Suche

Die Wikimedia Foundation hat die Suche überarbeitet, sodass auch bei Tippfehlern das wahrscheinlich korrekte Lemma angezeigt wird.

Lizenzhinweisgenerator veröffentlicht

Als Geburtstagsgeschenk für die deutschsprachige Wikipedia hat Wikimedia Deutschland einen Lizenzhinweisgenerator veröffentlicht.

Funktion „Erweiterte Benachrichtigungen“ als Beta-Feature verfügbar

Seit dem 11.3. ist die Funktion „Erweiterte Benachrichtigungen“ (“cross-wiki notifications”) in allen Wikis als Beta-Feature verfügbar. Benachrichtigungen aus allen Wikis in einem Wiki einsehen zu können, ist ein Wunsch aus der Umfrage „Technische Wünsche 2015“ und wird vom Collaboration Team der Wikimedia Foundation entwickelt.

Geförderte Projekte aus den Communitys im Februar 2016

Auch für den Februar berichtet das Team Ideenförderung im Blog von Wikimedia Deutschland wieder über die geförderten Aktivitäten.

Tech News #11 2016

Auch in dieser Woche wurden weitere technische Neuigkeiten gesammelt veröffentlicht.

Diskussion

Einblick in den Wikipedia-Kurier

Im Wikipedia-Kurier wurden verschiedene Themen vorgestellt und diskutiert, von einer erfolgreichen Kulturveranstaltung über einen Mangel an Mentoren zur Neulingsbetreuung bis hin zur Arbeit des Teams Ideenförderung.

Presse, Blogs und Websites

Deutschsprachige Wikipedia wird 15 Jahre alt

Diverse Berichte aus der Presse greifen den 15. Geburtstag der deutschsprachigen Wikipedia, zudem erschien ein Beitrag im Blog der Wikimedia Foundation.

Weitere Presseberichte

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

by Martin Rulsch at March 17, 2016 08:04 PM

March 14, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im Februar 2016

Die folgende Liste zeigt eine Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen, die von den Communitys organisiert wurden und mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im Februar stattgefunden haben. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Foto aus dem Festivalsommers, Markus Felix, CC-by-sa 3.0

Beim Festivalsommer standen im Februar zehn Veranstaltungen auf der Agenda. Der vollständige Festivalplan ist in der Wikipedia zu finden.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Gruppen von Wikipedianern ist über Wikipedia:Lokales abrufbar. Einige Communitys hinter den lokalen Räumen führen außerdem Blogs, über die eine Auswahl dort stattgefundener Veranstaltungen und Aktionen nachgelesen werden kann:

4.2.: Vorbesprechung Lokal B

Berliner Wikipedianer und Wikipedianerinnen trafen sich am 4. Februar, um die Umsetzung eines eigenen, permanent verfügbaren Raums für ihre Aktivitäten in Berlin voranzutreiben. Ähnliche Einrichtungen gibt es bereits in anderen deutschen Städten wie beispielsweise das Lokal K in Köln oder das Kontor Hamburg. Bisher nutzt die Berliner Community, insbesondere für regelmäßige Veranstaltungen, die Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland.

13.2.: Pressekonferenz Kloster Tegernsee

Ein Wikipedianer, der in der deutschsprachigen Wikipedia maßgeblich den Artikelbestand zum Tegernseer Tal bearbeitet, besuchte im Februar eine Pressekonferenz und einen Vortrag zu neuen Erkenntnissen über die Gründung des Klosters Tegernsee, um dort neue Informationen zu erhalten, Kontakte zu knüpfen und die Funktionsweise der Wikipedia und der Wikipedia-Community zu erläutern.

13.2.: Stammtisch Augsburg

Der Wikipedia-Stammtisch in Augsburg, von Wikimedia Deutschland wieder durch die Community-Versicherung abgedeckt, fand diesmal zum bereits 43. Mal statt. Weitere Informationen über vergangene und zukünftige Stammtische in Augsburg sind auf der entsprechenden Regionalseite in der Wikipedia zu finden.

17.2.: WikiWomen unterwegs in Berlin

„WikiWomen unterwegs“ bietet an verschiedenen Frauen-Orten und -Treffpunkten in Berlin Einführungsveranstaltungen in die Wikipedia an. Das zweite Treffen fand am 17. Februar 2016 im Verborgenen Museum statt. Weitere monatliche Events in dieser Reihe sind geplant. Dabei sind sowohl bereits aktive Wikipedianerinnen willkommen als auch interessierte Frauen, die bisher noch nicht in der Wikipedia editiert haben.

19.-21.2.: Community-Workshop zu neuen Autorinnen und Autoren

Ein reger Austausch zur Neugewinnung von Wikipedia-Autorinnen und -Autoren die sich dauerhaft in der Wikipedia engagieren möchten, fand im Februar in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland statt. Auf dem Workshop konnten sich bereits einige Teams zusammenfinden, um konkrete Maßnahmen umzusetzen. Mithilfe in den Teams ist ebenso willkommen wie das Initiieren weiterer Initiativen. In der Wikipedia befindet sich die Fotodokumentation des Workshops.

22.2.: WP15 Hannover

15-jähriges Bestehen der Wikipedia, Feier in Hannover, Foto: AxelHH, CC-by-sa 3.0

Den 15. Geburtstag der englischsprachigen Wikipedia feierte die lokale Community am 22. Februar im Wikipedia-Büro Hannover nach. Ein kleiner Bericht des geselligen Nachmittags ist hier zu finden.

24.2.: 5. Stammtisch Darmstadt

Nach dem letzten Treffen des Stammtischs Darmstadt im Jahr 2008 war erst einmal lange Pause. Nach fast 7,5 Jahren trafen sich nun wieder Wikipedianer aus Darmstadt und der Region in kleiner Runde um den Stammtisch zu reaktivieren.

25.2.: Stammtisch Bremen

Der Stammtisch Bremen kommt dagegen seit 2006 in kontinuierlicher Regelmäßigkeit zusammen. Zum 103. Mal trafen sich Wikipedianerinnen und Wikipedianer aus Bremen und Umgebund im Monat Februar.

26.2.: Fototour Gläserne Manufaktur

im Zusammenhang mit dem Wikipedia-Jahr Dresden traf sich eine Gruppe aktiver Wikipedianer zu einem Besuch bei der Gläsernen Manufaktur in Dresden um dort u. a. auch Innenaufnahmen für Wikimedia Commons zu machen. Anlass war die Einstellung der Fertigung des VW Phaeton zum 3. März und der anschließende Umbau der Produktionsanlagen. Wikimedia Deutschland unterstützte das Vorhaben mit der Übernahme von Fahrtkosten und Eintrittsgeldern.

26.–28.2.: Bierfestival BraukunstLive!

Der Wikipedianer Dtuk war mit einer Kamera auf dem Bierfestival BraukunstLive! in München unterwegs. Einige seiner Fotos mit diversen Bierspezialitäten sind nun auf Commons gelandet.

27.2.: Wikipedianische KulTour – Mode trifft Radio

Die Wikipedianische KulTour, auch die kleine Schwester der GLAM on Tour genannt, führte Wikipedianerinnen und Wikipedianer diesmal in das Museum für Angewandte Kunst in Köln. Unter anderem war dies mit dem Ziel verbunden, mehrere Mode- und Designobjekte in die Wikipedia einzupflegen.

27.2.: WP15 Allgäu

Wikipedianer aus dem Allgäu feiern das 15-jährige Bestehen der Wikipedia, Foto: ANKAWÜ, CC-by-sa 4.0

Auch im Allgäu wurde das 15-jährige Bestehen der Wikipedia gefeiert. Dort trafen sich die Freundinnen und Freunde der freien Enzykopädie zur Durchquerung des Eistobels.

27.–28.2.: Geschichtsmarkt Dresden

Wie bereits in den Jahren zuvor waren Wikipedianer mit einem Stand auf dem Geschichtsmarkt vertreten und konnten dort zahlreichen Besucherinnen und Besuchern bei Fragen und Problemen rund um Wikipedia und Wikimedia Commons weiterhelfen.

Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende regelmäßige Community-Termine fanden auch im Januar wieder mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland statt:

by Nicolas Rueck at March 14, 2016 03:11 PM

March 11, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Praxisrahmen für Open Educational Resources (OER) in Deutschland veröffentlicht und Projekt „Mapping OER“ abgeschlossen

Mit Mapping OER – Bildungsmaterialien gemeinsam gestalten führte Wikimedia Deutschland von April 2015 bis Februar 2016 ein praxisnahes und partizipatives Modellprojekt zu freien Bildungsmaterialien (Open Educational Resources, kurz OER) in Deutschland durch. Die Veröffentlichung des Praxisrahmens für Open Educational Resources (OER) in Deutschland bildete den Abschluss des Projekts Mapping OER.

Atelier Disko, Mapping OER Logo-screen-rgb, CC BY 4.0

Wikimedia Deutschland leistet mit dem Praxisrahmen nicht nur einen Beitrag zum aktuellen Diskurs zu OER in Deutschland, sondern spiegelt damit das dynamische Wesen Freien Wissens wider: Zugang zu Wissen für alle zu ermöglichen, Teilhabe und Mitarbeit zu praktizieren sowie Prozesse des Wissenstransfers konsequent zu öffnen. Freies Wissen kann durch eine offenere Bildungslandschaft in Deutschland langfristig gestärkt werden – nur freie Lehr- und Lernmaterialien können den digitalen Bildungsbedinungen des 21. Jahrhunderts gerecht werden. Sie ermöglichen die Bearbeitung und Weiterverbreitung durch andere und stehen Nutzenden frei zur Verfügung. Auf diese Weise tragen sie zu mehr Chancengerechtigkeit hinsichtlich des Zugangs zu Wissen bei und leisten einen entscheidenden Beitrag zu mehr Teilhabe an Bildung.

Hierfür setzt sich Wikimedia Deutschland seit vielen Jahren ein. Die Wikipedia verdeutlicht dies auf eindrucksvolle Weise. Inhalte, die hier kollaborativ erstellt, kombiniert und unter einer freien Lizenz veröffentlicht werden, bilden die wohl größte Sammlung freier Bildungsmaterialien weltweit.

Mit der Veröffentlichung des Praxisrahmens geht eine intensive, fast einjährige Projektarbeit zu Ende: Das Projekt gliederte sich in drei Phasen. Den Ausgangspunkt bildete die Ist-Analyse zu freien Bildungsmaterialien (OER), die untersuchte, wie sich die aktuelle Situation von OER in den Bildungsbereichen Schule, Hochschule, berufliche Bildung und Weiterbildung gestaltet. In der folgenden Dialogphase wurden die Analyseergebnisse im Hinblick auf die vier Themenschwerpunkte Qualitätssicherung, Qualifizierungsmodelle für Multikplikatorinnen und Multiplikatoren, Finanzierungs- und Geschäftsmodelle sowie Lizenzierung und Rechtssicherheit vertieft. Gestützt von der offenen und partizipativen Herangehensweise erarbeiteten Fachleute in verschiedenen Themenworkshops konkrete Lösungsansätze zum Thema OER in Deutschland. Mit der Veröffentlichung von Fachbeiträgen und Teilergebnissen auf der Website www.mapping-oer.de wurde ein stetiger Dialog gefördert, der über die Grenzen der Themenworkshops hinausging. Den Abschluss der Dialogphase bildeten eine Fachtagung und ein Abschlussworkshop im Januar 2016. Auf der Fachtagung mit rund 200 Teilnehmenden wurden die bisher entwickelten Zwischenergebnisse vorgestellt und die interessierte Öffentlichkeit eingeladen, sich am Dialog zu beteiligen.

Praxisrahmen für Open Educational Resources (OER) in Deutschland, 2016, CC BY 4.0

Insgesamt waren an dem Projekt und damit an der Erstellung des Praxisrahmens über 250 Personen beteiligt: z. B. Akteurinnen und Akteure aus bestehenden OER-Initiativen, den genannten Bildungsbereichen aber auch aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Auf diese Weise wurden zum einen die Sichtweisen und Bedürfnisse all derer berücksichtigt, für die OER bereits relevant sind oder zukünftig relevant sein können. Zum anderen ist es gelungen, aktuelle Herausforderungen zu Fragen der Qualitätssicherung, der Qualifizierung, der Lizenzierung und Finanzierung von OER zu benennen und daraus Perspektiven innerhalb der verschiedenen Praxisbezüge abzuleiten. Insgesamt entwickelten die Beteiligten 15 praxisnahe Lösungsansätze, die die Verbreitung, Erstellung und Nutzung freier Bildungsmaterialien in Deuschland weiter voranbringen können.

Wikimedia Deutschland möchte auch zukünftig gestaltend im Diskurs zu OER mitwirken und plädiert an dieser Stelle dafür, OER als Vehikel für eine kontinuierlich voranschreitende Digitalisierung und Veränderung der Gesellschaft im Sinne des Allgemeinwohls zu nutzen.

 

Der Praxisrahmen für Open Educational Resources (OER) in Deutschland steht zum Download bereit. Das abschließende Projektvideo fasst das gesamte Projekt zusammen und lässt eine Vielzahl der Projektbeteiligten nochmal zu Wort kommen. Wir danken allen Beteiligten für ihr Engagement!

by Christina Rupprecht at March 11, 2016 01:13 PM

March 10, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 10/2016

In der 10. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2016 gibt es unter anderem Neues zur Interims-Geschäftsführersuche bei der Wikimedia Foundation. Außerdem wurde der erste Entwurf der neuen Strategie der Foundation veröffentlicht, die neue Ausgabe des Wikiversum ist da und der Termin für die 18. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland steht nun fest.

Foundation und Organisationen

Interims-Geschäftsführersuche an C-Level übertragen

Wie Alice Wiegand, stellvertretende Vorsitzende des Board of Trustees auf der Mailinglisteliste wikimedia-l mitteilte, hat sich das Board entschlossen die Verantwortung für die Interims-Geschäftsführersuche an die Leitungsebene (sog. „C-Level“) der Wikimedia Foundation zu übertragen.

Boryana Dineva verlässt Wikimedia Foundation

Die erst im vergangenen Herbst eingestellte Leiterin der Personalabteilung der Wikimedia Foundation, Boryana Dineva, hat die Stiftung auf eigenen Wunsch verlassen.

Erster Entwurf der neuen Strategie der Wikimedia Foundation

Die Wikimedia Foundation hat den ersten Entwurf für ihre neue Strategie veröffentlicht, die auf den Kommentaren der Community Consultation Anfang des Jahres beruht. Bis zum 18. März kann der Entwurf kommentiert werden, am 1. April wird die finale Fassung – gemeinsam mit dem neuen Jahresplan 2016/17 – veröffentlicht.

Sieben Kandidatinnen und Kandidaten für das Board of Trustees

Im Frühjahr werden zwei Sitze des Board of Trustees von den Wikimedia-Chaptern und thematischen Organisationen neu bestimmt („Affiliate-selected Board Seats“, kurz auch ASBS). Bis zum 8. März konnten sich Interessierte nominieren (lassen). Diese müssen bis zum 23. März von mindestens einem Chapter unterstützt werden, um das Wahlverfahren bestreiten zu können. Auf den Diskussionsseiten der Nominierten laden diese zu Fragen ein.

Wikimedia Foundation schreibt Stelle für APG/FDC-Program Officer aus

Nachdem Katy Love zur Leiterin der Förderabteilung (Resources Team) der Wikimedia Foundation befördert wurde, hat die Stiftung ihre Stelle neu ausgeschrieben. Der Job umfasst vor allem die Betreuung des ehrenamtlichen Funds Dissemination Committees (FDC, dt.: Spendenverteilungsausschuss) und die Abwicklung der von dem Gremium empfohlenen Jahresplanförderungen (Annual Plan Grants, APG)

Feedback zu den Global Metrics

Auf Meta läuft noch bis zum 25. März ein Review zu den Global Metrics, durchgeführt von den Community Resources und Program Capacity & Learning Teams der Wikimedia Foundation. Global Metrics müssen von allen Empfängern der Foundation Grants – IEG, PEG, SAPG, APG – erhoben werden.

Anerkennung der Wikimedianer von Colorado

Das Affiliations Committee hat eine weitere Wikimedia-Usergroup, die Wikimedians of Colorado User Group, anerkannt.

Termin für 18. Mitgliederversammlung von WMDE steht fest

Die 18. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland findet am 28. Mai im Altonaer Museum in Hamburg statt.

Wikiversum Ausgabe 1/2016 erschienen

Die erste Ausgabe des Wikiversum im Jahr 2016 beschäftigt sich mit dem 15-jährigen Bestehen der Wikipedia.

Wikimedia Research Newsletter Februar

Über aktuelle interessante Themen aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Wikipedia, berichtet der Wikimedia Research Newsletter in seiner Februar-Ausgabe.

Übergang bei Bildung, Wissenschaft und Kultur (WMDE)

Nils Weichert, Leiter des Bereiches Bildung, Wissenschaft und Kultur (BWK), wird zum 31. März 2016 Wikimedia Deutschland verlassen. Julian Fischer, Bereichsleiter Ideenförderung, wird vorerst auch die Leitung von BWK übernehmen.

Wiki Education Foundation stellt neues Board-Mitglied vor

Dr. Carwil Bjork-James wurde als neues Mitglied ins Board der Wiki Education Foundation gewält.

Projekte und Initiativen

Refugee Phrasebook für „Language Industry Award“ nominiert

Das von Wikimedia Deutschland unterstützte Refugee Phrasebook ist für den „Language Industry Award“ nominiert worden in der Kategorie „Best Language Project“. Auf der Webseite kann für die jeweiligen Projekte abgestimmt werden.

Neues aus der OSM-Welt #293

Die OSM-Wochennotiz berichtet über Neues aus dem Open Streetmap Projekt aus dem Zeitraum vom 23. bis 29. Februar.

Aktuelle Übersicht zu Wikipedias in afrikanischen Sprachen

Ian Gilfillan fasste aktuelle Entwicklungen der Wikipedia-Versionen in afrikanischen Sprachen zusammen.

GLAM-Bericht für Februar erschienen

„This Month in GLAM“ heißt die monatliche Übersicht internationaler Projekte rund um die Zusammenarbeit mit Galerien, Büchereien, Archiven und Museen. Die aktuelle Ausgabe gibt einen Einblick in die Aktivitäten des vergangenen Monats.

Studierende am Ostasieninstitut Ludwigshafen schreiben Wikipedia-Artikel

Am Ostasieninstitut der Hochschule Ludwigshafen wurde ein Projekt durchgeführt, bei dem Studierende im ersten Semester in frei gebildeten Zweiergruppen Hausarbeiten zu asiatischen Zentralbanken und bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und asiatischen Staaten verfassten und anschließend zum Teil in der Wikipedia veröffentlichten.

Technik

Tech News issue #10

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Wikidata:Status updates

Aktuelles rund um Wikidata gibt es in den neuesten „Wikidata:Status updates“.

Diskussion

Sollen Sitzungen des Board of Trustees aufgezeichnet werden?

Im Zuge der Entwicklung der letzten Wochen und Monaten hat sich eine Diskussion auf wikimedia-l entsponnen, ob Sitzungen des Board of Trustees audiovisuell aufgezeichnet werden sollen. Bemängelt wurden bisher die langen Veröffentlichungszeiten und die Kürze der Protokolle der Sitzungen.

Ist die armenische Boardkandidatin regierungsnah?

Auf Wikimedia-l wird diskutiert, ob die armenische Kandidaten für das Board of Trustees, Susanna Mkrtchyan, zu regierungsnah sei.

Wie fair und barriefrei sind die nächsten Board-Wahlen?

Antanana, ehrenamtliche Geschäftsführerin von Wikimedia Ukraine, wirft auf der Mailingliste wikimedia-l die Diskussion auf, wie fair die nächsten Board-Wahlen sei könnten, wenn viele Kandidaturen nur in einer Sprache (englisch) verfügbar seien.

Punktekonto für Löschanträge in der Diskussion

Die Community der deutschsprachigen Wikipedia diskutiert zur Vorbereitung eines Meinungsbilds darüber, ob die Einführung eines Punktekontos für Löschanträge sinnvoll sei.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Großes Medienecho auf GLAM-on-Tour-Station

Zahlreiche Medien berichteten über die GLAM-on-Tour-Station in Dresden, darunter auch ein Film-Beitrag des MDR-Sachsenspiegels.

„Spiele von und mit Wikipedia“

Peter Glaser gibt auf stuttgarter-zeitung.de anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Wikipedia eine Übersicht von Spielmöglichkeiten mit der Enzyklopädie.

evangelisch.de über VisualEditor

Unter dem Titel „Das Online-Lexikon Wikipedia will neuen Autoren den Einstieg in die Bearbeitung von Artikeln erleichtern“, berichtete evangelisch.de über die Einführung des Visual Editors.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

11.3.: Workshop Offenes Editieren Stuttgart

Jeweils am 2. Freitag des Monats bietet die Stuttgarter Wikipedia-Community von 17.00 bis 21.00 Uhr regelmäßige Offene-Editieren-Workshops an.

14.3.: OK Lab Berlin

Jede Woche treffen sich im Rahmen von Codefor.de in ganz Deutschland „Code for Germany“ Teams – die „Open Knowledge Labs“ (OK Labs), um gemeinsam an nützlichen Anwendungen und Visualisierungen rund um offene Daten zu arbeiten und um digitale Werkzeuge für Bürger und Bürgerinnen zu entwerfen. Das Open Knowledge Lab Berlin trifft sich jede Woche (zur Zeit immer montags um 19.00 Uhr) bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin. Während dem Treffen arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an Projekten, tauschen sich zu Themen rund um Civic Tech, Open Data und aus aktuellem Anlass auch zu Refugees aus, organisieren themenspezifische Abende mit Gästen und sind generell Ansprechpersonen für alle Interessierten.

  • codefor.berlin

16.3.: WikiWomen unterwegs in Berlin

WikiWomen unterwegs in Berlin bietet 4x im Jahr an noch festzulegenden Frauen-Orten und -Treffpunkten eine Besichtigung und eine Einführungsveranstaltung zu Wikipedia vor Ort an.

by Nicolas Rueck at March 10, 2016 02:21 PM

March 09, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Übergang bei Bildung, Wissenschaft und Kultur (WMDE)

Nils Weichert, Leiter des Bereiches Bildung, Wissenschaft und Kultur (BWK), wird zum 31.03.2016 WMDE verlassen. Da es Nils gelungen ist, einen Bereich aufzubauen, der mit vielen tollen Projekten die Wikipedia-Prinzipien in die Bildungslandschaft und die Zivilgesellschaft getragen hat, bedauere ich diesen Schritt sehr. Julian Fischer, Bereichsleiter Ideenförderung, wird vorerst auch die Leitung von BWK übernehmen und mit dem Team und mir bis zum 31.08.16 einen Vorschlag für die zukünftige Ausrichtung und Struktur erarbeiten. Im Sinne der Jahresplanung werden wir dabei auch gezielt darauf schauen, wie die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen noch intensiver gestaltet werden kann.

by Christian Rickerts at March 09, 2016 02:04 PM

March 07, 2016

Iberty

Wikipedistas ignorieren wiederholt die Hermannstraße

Skandal beim Jubiläumsknorke Das legendäre erste Hermannstraßenknorke ging gar nicht durch die Hermannstraße! Die Wikipedia-Geschichte muss neu geschrieben werden! Einer der Hauptautoren des legendären Hermannstraßen-Artikels sagt, dass die Straße eigentlich recht langweilig sei! Ist da ein Löschantrag fällig? Skandalöse Offenbarungen kommen zusammen, wenn sich einfach nur neun Menschen für einen netten Stadtspaziergang treffen.

Aber von Anfang an. "Knorke" - wie hier schon mehrfach geschrieben - ist eine nette informelle Veranstaltungsreihe, bei der sich Wikipedianer und Wikipedianerinnen unregelmäßig treffen, um bekannte und vor allem unbekanntere Berliner Gegenden abzulaufen, anzuschauen, zu erkunden und zu erforschen. Das allererste dieser Knorkes fand vor 10 Jahren statt und ging durch die Hermannstraße - so die Legende. Das Knorke war ein wichtiger Beitrag zum Entstehung des Hermannstraßen-Artikeln. Zu einer Zeit, zu der es heftig umstritten war, ob überhaupt Artikel zu Straßen in Wikipedia stehen sollten, schlug der Hermannstraßen-Artikel eine diskursive Bresche: man kann nicht nur Artikel über Straßen schreiben, sondern man kann sogar sehr gute und interessante Artikel über eine Straße schreiben. Dieses erste Knorke legte Grundlagen für die spätere Wikipedia.

Wie es sich für ein kleines Jubiläum gehört, wollten wir der Ursprünge gedenken und noch einmal - wie damals im Dezember 2005 - die Hermannstraße in Neukölln entlanglaufen.

Neukoelln schillerpromenade buffet kostenlos
Hallo, Neukölln!

Nachdem Krankheit und Wetter in letzter Sekunde fünf der neun angekündigten Teilnehmenden am Erscheinen gehindert hatte, trafen wir letzten vier uns im kräftigen Nieselregen/schwächelnden Starkregen vor der Tür des Handwerkerstübchens. Über den KNORKisten hing die große Hertha-Fahne, denn sonntag war Spieltag und das Handwerkerstübchen überträgt. Ein Knorkist fehlte unentschuldigt. Aber nachdem er auch nach dem akademischen Viertelstündchen nicht auftauchte, begann Veteran Lienhard mit einführenden Worten über Rollbergsiedlung, Hermannstraße und Schillerkiez und dem Ur-Knorke 2005.

Dann ging es - wie es die historische Tradition will - entlang der Allerstraße durch den Schillerkiez Richtung Tempelhof. So richtig aufgehübscht sieht die Gegend entgegen aller Gerüchte auch 10 Jahre später noch nicht aus. Immerhin kamen wir - neben Futschi-Sonderangeboten, Eckkneipen und vielen Anarchie-A's auch an dem ein oder anderen Streetwearstore, der ein oder anderen Kitesurfschule und einem "Korean Soul Food" mit "Pop Up Kitchen" vorbei.

Damals ging der Weg Richtung Flughafen, diesmal ging es Richtung Tempelhofer Park. Trotz Schließung des Flughafens und Eröffnung des Parks in den letzten zehn Jahren hat allerdings die Genezarethkirche an der Schillerpromenade bis heute ihre Turmspitze nicht zurückerhalten, die ihr einst der landenden Flugzeuge wegen gekappt wurde.

Genezarethkirche Cafe

Weiter nach Süden auf dem Parkgelände. Erinnerungen wurden wach. Damals bei der WM 2006 als die Nacht durch bis morgens zum acht die Privatjets der Fußballgranden starteten und landetetn, Flugzeuge am Küchenfenster. Flugzeuge sichtbar aus der Badewanne. Und die diversen Volksbegehren.

Nach der Besichtigung von "Gebäude 113" und der Frage wo sich hier wohl die anderen 112 Gebäude verstecken, ging die Route bis zum Werner-Seelenbinder-Sportpark. Dort konnten wir nicht nur aus der Ferne ein Eishockeyspiel beobachten, sondern uns standen - im Gegensatz zum Dezember 2005 -  auch die Tore des Sportgeländes offen. So konnten wir Werner Seelenbinder in seiner ziemlich unprätentiösen und gut versteckten Gedenkstätte einen Besuch abstatten. Nachdem wir die kurze, ruhmlose Fußball-Bundesligazeit von Tasmania Neukölln gewürdigt hatten, ging es wieder Richtung Hermannstraße.

Durch die Warthestraße wandelten wir, immer noch im Regen, - entlang eines 80er(?)-Jahre Spielplatzes und künstlerisch verschönter Grünfläche - durch eine ruhige, tendenziell ganz nett wirkende Wohngegend. An der Hermannstraße waren dann diverse Friedhöfe. Der 2005 aufgesuchte Gedenkstein für die Zwangsarbeiter-der-evangelischen-und-katholischen-Kirchengemeinden-im-Zweiten-Weltkrieg ist mittlerweile zwei Friedhöfe die Straße weiter hoch gezogen. Ergänzt wird der Gedenkstein durch einen vermutlich informativen - sonntags aber geschlossenen - Infopavillon. Nicht versetzt wurden die Flutlichter für die Anflugschneise zum Tempelhof-Airport mitten durch den Kirchhof V der Jerusalems- und Neuen Kirche - fast noch eigentümlicher als der abgesäbelte Kirchturm aus dem Schillerkiez.

Jubilaeumsknorke Kunst in der Warthestrasse
Kunst in Kreisform. Knorkisten bewundern.

Da der Regen immer noch regnete, verzogen wir uns nach etwa 20 Metern auf der Hermannstraße in ein recht nettes und schickes Cafe (bestimmt nach 2005 eröffnet) zu Bagel, Milchkaffee und Bananenkuchen, um aus dem anwesenden Zeitzeugen die schriftlich nicht mehr dokumentierte damalige Route herauszubekommen. Und siehe da: "Weiter ging es nicht". Hier war es dann zu Ende. Er meinte noch: Die Straße ist ja auch recht langweilig, da gibt es nichts zu sehen. Der Ex-Knorkist verabschiedete sich also hier, die anderen gingen noch ein Stück die Hermannstraße hinauf. Letzlich waren allerdings durch den Regen so ausgelaugt, dass die erste Chance nutzten, in den nächsten Bus direkt nach Hause zu springen. Und damit war dies bereits der zweite Hermannstraßen-Knorke, der die Hermannstraße weitgehend ignorierte.

Soviel zum legendären Ur-KNORKE an der Hermannstraße! Es hat nie stattgefunden! Die Wikipedia-Geschichte muss neu geschrieben werden. Der Artikel gelöscht. Immerhin war es ein schöner, kleiner Schillerkiez-KNORKE mit Wikipedia-historischen Anwandlunge. Wir sehen uns da wieder 2025! <noscript>
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at March 07, 2016 08:33 AM

March 03, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 9/2016

In der 9. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2016 steht die Rücktrittsankündigung der Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation Lila Tretikov im Vordergrund. Außerdem veröffentichte die WMF ihren neuen Transparenzbericht und gleich zwei neue Nutzergruppen wurden vom Affiliations Committee anerkannt. Das Protokoll der 4. Präsidiumsklausur von Wikimedia Deutschland ist nun veröffentlicht worden und eine Erweiterung für Wikiversity gewann erfreulicherweise den fOERder Award.

Foundation und Organisationen

Lila Tretikov tritt zurück

Lila Tretikov, Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, hat gegenüber des Board of Trustees ihre Kündigung eingereicht. Zum 31. März wird Lila die Wikimedia Foundation verlassen.

Das Board hat dazu ebenfalls eine Mitteilung verfasst:

Jimmy Wales wird bis Mittwoch in San Francisco weilen, um dort für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wikimedia Foundation ansprechbar zu sein.

Auswertung der Strategie-Umfrage der Wikimedia Foundation veröffentlicht

Die Wikimedia Foundation hat die Auswertung der Community-Umfrage für ihre neue Strategie veröffentlicht.

Halbjährlicher Transparenz-Bericht der Wikimedia Foundation veröffentlicht

Die Rechtsabteilung der Wikimedia Foundation (Legal Team) hat ihren halbjährlichen Transparenz-Bericht für den Zeiraum Juli–Dezember 2015 veröffentlicht. Von den 220 Anfragen Inhalte zu löschen wurden alle abgelehnt, von den 25 Anfragen nach Nutzerdaten mussten nur in einem Fall Informationen herausgegeben werden.

Katy Love wird Leiterin des „WMF Resources Team“

Vor zwei Wochen hatte Siko Bouterse, bisherige Leiterin des „WMF Resources Team“ (zuständig für Förderungen und finanzielle Unterstützung), ihre Kündigung bekannt gemacht. Katy Love, bisher zuständig für Jahresplanförderungen von Wikimedia-Organisationen (Annual Plan Grants), wird Siko nun ihrer Rolle nachfolgen.

Zwei neue Nutzergruppen anerkannt

Das Affiliations Committee hat zwei neue Wikimedia-Nutzergruppen anerkannt: Die „Georgia Piedmont Wikimedians“ und die baskische Wikimedia-Nutzergruppe. Howdy und ongi etorri!

Protokoll der 4. Präsidiumsklausur von Wikimedia Deutschland veröffentlicht

Das Protokoll der 4. Klausur des WMDE-Präsidiums vom 30./31. Januar ist im Vereinsforum veröffentlicht worden.

Team Ideenförderung bekommt Unterstützung

Katharina Nocun begann am 1. März 2016 ihre Arbeit als Projektmanagerin (Online-)Kampagnen im Team Ideenförderung bei Wikimedia Deutschland. Zu ihren Hauptaufgaben gehört die Begleitung von Kampagnen für und mit der Community.

Projekte und Initiativen

Wikiversity-Erweiterung gewinnt fOERder Award

Das Projekt „MOOC Extension für Wikiversity“ gewann den „fOERder Award“ des OER-Festivals „OERde16“ und damit 3000 Euro Preisgeld. Außerdem ausgezeichnet wurden die auf Wikibooks basierenden Projekte „Refugeephrasebook“ (Sonder-Award und OER für Integration) und „Mathe für Nicht-Freaks“ (Bildungsbereich Hochschule).

Mapping OER abgeschlossen und Praxisrahmen für OER in Deutschland veröffentlicht

Das Projekt Mapping OER wurde von April 2015 bis Februar 2016 durchgeführt und findet mit der Veröffentlichung des Praxisrahmens für Open Educational Resources (OER) in Deutschland seinen Abschluss.

Neue Förderkampagne der Wikimedia Foundation zum Thema Pflege und Überprüfung von Inhalten

Nach der erfolgreichen Förderkampagne der Foundation im letzten Jahr zum Thema Gender Gap, läuft nun bis zum 29. März die zweite Kampagne dieser Art. Im Monat März wirbt die Foundation gezielt darum, Ideen zum Thema Pflege und Überprüfung von Inhalten („Content Review and Curation“) einzureichen.

Crowdfunding-Kampagne für polnischen Wikipedianer

Dem polnischen Wikipedianer und Fotografen Jacek Halicki wurde sein Computer gestohlen. Polnische Wikipedianer versuchen derzeit über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo 700 Euro für einen neuen Computer einzuwerben.

Neues aus der OSM-Welt #292

Die OSM-Wochennotiz berichtet über Neues aus dem Open Streetmap Projekt aus dem Zeitraum vom 16. bis 22. Februar.

Technik

Commons verdoppelt maximale Dateigröße

Ab sofort können auf Commons Dateien mit bis zu 2 Gigabyte hochgeladen werden. Bisher war die Dateigröße auf 1 Gigabyte begrenzt.

Neues aus der Software-Entwicklung bei WMDE

Der Bereich Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland stellte seine Arbeit im vergangenen Monat vor.

Diskussion

Vorschlag zur Einbindung des Visual Editors angenommen

In einem Meinungsbild sprach sich die Community der deutschaprachigen Wikipedia mit 142 zu 32 Stimmen dafür aus, den Visual Editor für nicht eingeloggte und neu angemeldete Benutzer über eine zweite Schaltfläche neben dem Wikitext-Editor verfügbar zu machen.

Die Umstellung soll ab dem 8. März 2016 erfolgen. Ab dem 15. März soll der Visual Editor für nicht angemeldete Benutzerinnen und Benuzter standardmäßig verfügbar sein. Der Fortschritt kann auf Phabricator verfolgt werden.

Politik und Recht

EU Policy Monitoring Report Februar

Dimi Dimitrov, Wikimedianer in Brüssel und Koordinator der Wikimedianischen Lobbyaktivitäten bei den europäischen Institution, hat seinen Monatsbericht für Februar veröffentlicht.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Der Oscar für die beste Datenbank geht an Wikidata

Wer hat wann welchen Oscar bekommen? Die FAZ hat was Interaktives gebastelt – mit freundlicher Unterstützung von Wikidata.

ProSieben/Galileo begleitet Wikipedianer auf Fototour

Wiki Loves Monuments, der größte Fotowettbewerb der Welt, wurde am vergangenen Sonntag in der ProSieben-Sendung Galileo porträtiert. Das Team begleitete zwei Wikipedianer auf Fototour.

heise.de berichtet über Mapping-OER-Abschluss

Zusammenfassend berichtete heise.de über den Abschluss des Projekts Mapping OER.

„Dresdner Museen kooperieren mit Wikipedia“

Die Dresdener Neueste Nachrichten berichtete über die GLAM-on-Tour-Station in Dresden. (Termin siehe unten)

Thema OER auf Deutschlandfunk

In der Sendung „Campus und Karriere“ strahlte Deutschlandfunk einen Beitrag aus, in dem das Thema OER und die Arbeit von Wikimedia Deutschland behandelt wurde.

Pressespiegel zum Rücktritt von Lila Tretikov

Mehrere Medien haben in der vergangenen Woche über die Rücktrittserklärung von Lila Tretikov berichtet. Hier eine Zusammenfassung:

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

4.-7.3.: GLAM on Tour in Dresden

Kommendes Wochenende treffen sich 30 Wikipedia-Aktive in den Technischen Sammlungen Dresden und dem Verkehrsmuseum Dresden, um Artikel zu schreiben (Literatur zur Recherche und Bibliothekarin stehen bereit) und Fotos der Sammlungen für Commons zu machen. Neulinge sind willkommen! Erste Pressebereichte sind im Dokumentationsbereich der Projektseite zu finden, wo auch die Ergebnisse für die Wikimedia-Projekte dokumentiert werden.

22.3.: Bremenpedia vor Ort

„BremenpediA vor Ort“ versteht sich als Anlaufadresse in Bremen-Lesum für alle Fragen rund um das freie Online-Lexikon Wikipedia und die freie Medien-Datenbank Wikimedia Commons. Die Veranstaltungsreihe findet zwischen 15.00 und 17.00 Uhr im Heimathaus Lesum, dem Domizil des Heimat- und Verschönerungsvereins Bremen-Lesum e. V. (HVL) statt.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at March 03, 2016 03:05 PM

March 01, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Team Ideenförderung bekommt Unterstützung

Bild: Jan Apel, „Katharina Nocun“, CC BY-SA 4.0

Ich freue mich sehr, dass Katharina Nocun zum 1. März 2016 als Projektmanagerin (Online-)Kampagnen das Team Ideenförderung stärkt. Zu ihren Hauptaufgaben gehört die Begleitung von Kampagnen für und mit der Community. Ehrenamtlich hat sie bereits am Community-Workshop im Februar teilgenommen und sich mit einigen Ideen und Vorhaben aus der Community zu der Thematik vertraut gemacht.

Katharina hat die letzten zwei Jahre für Campact e.V. gearbeitet, wo sie Kampagnen vor allem aus dem Bereich Menschenrechte und Netzpolitik geleitet hat. Davor war die studierte Ökonomin politische Geschäftsführerin der Piratenpartei Deutschland und hat als Referentin im Projekt „Surfer haben Rechte“ beim Verbraucherzentrale Bundesverband gearbeitet. Bei Wikipedia ist sie bereits seit acht Jahren als Autorin aktiv.

Für Fragen und Anregungen steht Katharina sehr gerne zur Verfügung: katharina.nocun@wikimedia.de

Zu Katharinas Wikipedia-Benutzerseite

by Julian Fischer at March 01, 2016 05:31 PM

February 29, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Neues aus der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland: Februar 2016

Monatlich stellen wir einige Ergebnisse der Arbeit in der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland vor. Die Zusammenstellung erfolgt am Ende des Monats und führt eine Auswahl von fertiggestellten oder neu begonnenen Arbeiten auf.

Paper für die International World Wide Web Conference

Für die 25. International World Wide Web Conference wurde ein Paper eingereicht, dass sich mit der Migration von Freebase nach Wikidata beschäftigt. Zu den Autorinnen und Autoren gehören unter anderem Lydia Pintscher von Wikimedia Deutschland, Denny Vrandečić und Thomas Pellissier Tanon als Freiwilliger aus dem Wikidata-Projekt. Das Paper ist online verfügbar.

Capiunto auf Test-Wiki

Die Capiunto-Erweiterung wurde auf dem Test-Wiki installiert. Capiunto stellt flexible Infobox-Funktionalitäten für Scribunto zur Verfügung und generiert HTML für Infobox-Bestandteile wie Überschriften und Spalten. Damit werden saubere und moderne Infoboxen möglich, die aus Wikidata befüllt werden, sprachübergreifend funktionieren und einfach erweitert werden können.

Technische Verbesserungen an Wikidata

Die Performance von Wikidata bei der Darstellung wurde gesteigert. Als neuer Datentyp  wurde Identifier zur Verknüpfung zu anderen Datenbanken eingeführt. Einen weiteren neuen Datentyp gibt es für  mathematische Ausdrücke. 

Satz des Pythagoras – Wikidata
Satz des Pythagoras – Wikidata

by Jens Ohlig at February 29, 2016 01:54 PM

February 28, 2016

Iberty

Allein mit der Madonna zum Hasen

Darmstadtmadonna

Darmstädter Madonna
Hans Holbein der Jüngere, 1526/1528
Öl auf Nadelholz (?), 146,5 × 102 cm
Sammlung Würth, Johanniterhalle (Schwäbisch Hall)

Wikipedia-KNORKE erwähnte ich ja an dieser Stelle schon einmal. Berliner Wikipedianerinnen und Wikipedianer treffen sich und erkunden zusammen eine ihnen unbekannte Gegend. Soweit so üblich. Diesmal jedoch gab es etwas besonderes: Auf ins Museum!

In Berlin gastiert gerade die Darmstädter Madonna, ein 1526 entstandenes Gemälde von Hans Holbeim dem Jüngeren. Diese Madonna hat eine bewegte Lebens- und Reisegeschichte, ist eines der bedeutendsten deutschen Gemälde des 16. Jahrhunderts und kann Menschen auch über Jahre faszinieren. Wunderbar, wenn man eine kundige Bilderklärung der Autorin des exzellenten Wikipedia-Artikels dazu bekommt.

Wir trafen uns einige Minuten vor der Öffnung in kleiner Gruppe vor dem Bode-Museum und konnten - da alle Anwesenden über eine Jahreskarte verfügten - auch sofort zur Madonna und zur Sonderausstellung "Holbein in Berlin" begeben. Der Raum war noch leer, die Museumswachmannschaft ließ freundlicherweise die leise aber engagiert redende Gruppe gewähren. Ein einziger Saal, in dessen Mittelpunkt die Madonna hängt. Links davon einige Holbein-Teppiche, ansonsten weitere Bilder und Zeichnungen von Holbein, Inspiratoren und andere Madonnen. Nicht überladen, sinnvoll aufbereitet und mit einem klaren Konzept - eine der besseren Kunstausstellungen.

Und dann ging es los: Es begann mit Schilderungen von der bewegten Entstehungszeit zur Zeit des Basler Bildersturms im Auftrag des Basler Ex-Bürgermeisters Jakob Meyer zum Hasen. Die Aussage des Bildes traditioneller Marienfrömmigkeit in Zeiten der Reformation war Thema, ebenso natürlich wie der Teppich und seine Falte. Wir staunten über die Eigentümlichkeit, dass sich niemand auf dem Gemälde eigentlich anschaut und wurden über dden Unterschied zwischen Schutzmantelmadonnen und Stifterbildern aufgeklärt. Vermutungen tauchten auf, wo das Bild wohl im Original hing - vermutlich in der Martinskirche als Epitaph - und wir verfolgten gedanklich seine Wanderung aus Basel über den Grünen Salon im Berliner Stadtschloss bis hin zum Hause Hessen und das Frankfurter Städelmuseum bis hin zum spektakulären Verkauf an die Privatsammlung Würth. Die Meinungen über die Sammlung Würth in der Gruppe waren durchaus geteilt, ebenso wie die richtige Benennung des Bildes: ist es nun eher die Darmstädter Madonna oder eher die Madonna des Bürgermeisters Jakob Meyer zum Hasen?

Über die Darmstädter Madonna ging es dann zur Dresdner Madonna und einem der prägenden Momente deutscher Kunstgeschichte: dem Dresdner Holbeinstreit. Im 19. Jahrhundert wurde es den Menschen bewusst, dass es zwei fast identische Holbein-Madonnas gab und nur eine die echte sein konnte. In einer großen Ausstellung, unter lebhafter Anteilnahme der Öffentlichkeit und erregten Debatten der Experten entschieden sich die Kunsthistoriker schließlich für das Darmstädter Gemälde. Eine Sensation,  da die Kunstkennerschaft vorher felsenhaft von der Originalität des Dresdner Gemäldes ausging. Hier zeigte sich erstmals das Bemühen, um eine rein sachlich, objektive Abwägung der verschiedenen Gesichtspunkte - der Dresdner Holbeinstreit ist einer der Ausgangspunkte um die Kunstwissenschaft als Wissenschaft zu etablieren. Und - wie sich später herausstellte - lag die Kunstwissenschaft auch in diesem ihren Anfangsurteil richtig; sämtliche mittlerweile vorhandenen naturwissenschaften Verfahren die Darmstädter Madonna als die originale der beiden bestätigten.

Erkenntnisse am Rande: eine weitere Kopie des Gemäldes (beziehungsweise eine Kopie der Kopie - es stellt aus unerfindlichen Gründen das Dresdner Exemplar dar) hat sich in das Set des James-Bond-Filmes "Man lebt nur zweimal verirrt".

Holbein, Hans - Georg Gisze, a German merchant in London
Hans Holbein der Jüngere: Bildnis des Danziger Hansekaufmanns Georg Gisze in London, 1532. Eichenholz, 96,3 × 85,7 cm. Gemäldegalerie Dahlem der Staatlichen Museen zu Berlin – Preussischer Kulturbesitz

Und nachdem wir dann auch noch gerätselt hatten, wer die beiden Knaben unterhalb der Madonna sind, den verschwundenen Haaren der Tochter nachspürten und weiter über den Teppich in der Renaissancemalerei sinniert hatten, kamen wir dann nach knapp einer Stunde noch zu Georg Giesze. Giesze (auch Georg Giese) ist Titelheld in einem anderen Holein-Hauptwerk, das praktischerweise fünf Meter weiter links hing. Wieder mit Teppich und nun auch noch mit Glas, Metall, Bücherregalen und Briefen. Gedanklich begleitete wir Holbein dann weiter von Basel nach Antwerpen und London. Mittlerweile hatte sich der Raum etwas gefüllt. Nachdem wir dann noch den Weg aus dem Museum gefunden hatte (wie immer im Bodemuseum nicht ganz einfach und jedes mal findet man zwischendurch neue Säle) folgte noch ein erschöpfter Abschlusskaffee.

Eine Stunde fast allein mit der Madonna. Und immer noch Neues zu entdecken. <noscript>
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at February 28, 2016 09:15 AM

February 25, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 8/2016

In der 8. Ausgabe der Wikimedia Woche im Jahr 2016 geht es unter anderem um die anhaltenden Diskussionen um Lila Tretikov und die Kandidatur neu zu wählender Mitglieder des Board of Trustees. Als Lektüre empfohlen wird ein kürzlich veröffentlichter Bericht zum Übertragungsprozess der Freebase-Daten in Wikidata.

Foundation und Organisationen

Diskussion über die Zukunft von Lila Tretikov

Die Diskussionen um Lila Tretikov reißen nicht ab. Lila hat nun auf der in den letzten Tagen und Wochen besonders aktiven Mailingliste wikimedia-l ein Statement mit dem Titel „Why we changed“ (Wieso wir uns geändert haben) veröffentlicht, in dem sie ihre Beweggründe für ihr Agieren und ihre Fokussierung auf „Technology“ und „Community“ erläutert.

Derweil hat Molly (GorillaWarfare) eine interaktive Zeitleiste der Ereignisse bei der Wikimedia Foundation seit Eintritt von Lila Tretikov erstellt.

Einer der Anlässe für die Diskussion um den Führungsstil und das Wirken von Lila Tretikov sind – unter anderem – die Abgänge langjähriger Mitarbeitenden der Wikimedia Foundation. Wie hoch die Fluktuation tatsächlich ist und ob diese in dem Umfeld der Wikimedia Foundation normal oder nicht normal sei, ist strittig. Der Wikipedia-Aktive Aleksey Bilogur hat die Daten der letzten Jahre ausgewertet ist und kommt zum Schluss: Es kommt auf den Standpunkt an.

Die Signpost hat einen zusammenfassenden Beitrag der Diskussionen dieser Woche veröffentlicht.

Nominierungen für Sitze im Board of Trustees

Zwei Sitze des Board of Trustees der Wikimedia Foundation werden von den Wikimedia Chaptern gewählt. Bis zum 8. März können sich Kandidierende auf Meta nominieren bzw. nominiert werden.

Anerkennung der Wikimedia Community User Group Sri Lanka

Das Affiliations Committee hat die Gruppe der srilankischen Wikimedianer („Wikimedia Community User Group Sri Lanka“) anerkannt.

Projekte und Initiativen

Bericht zur Freebase-Wikidata-Migration veröffentlicht

Thomas Pellissier Tanon, Denny Vrandečić, Sebastian Schaffert, Thomas Steiner und Lydia Pintscher veröffentlichten einen ausführlichen Bericht mit dem Titel „From Freebase to Wikidata: The Great Migration“. Darin wird der Übertragungsprozess der Freebase-Daten in Wikidata beschrieben.

Neues aus der OSM-Welt #291

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 291“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 9. bis 15. Februar.

Technik

Neue Funktion der Übersetzerregistrierung

In den mehrsprachigen Wikimedia-Projekten (Wikimedia Commons, Meta) gibt es jetzt die Spezialseite „Special:TranslatorSignup“, über die sich jeder für bestimmte Sprachen als Übersetzer anmelden kann. Auch die Häufigkeit der Benachrichtigungen, wenn es neue Seite zum Übersetzen gibt, kann eingestellt werden.

Tech News issue #8

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Neue Beiträge zu Mapping OER

Im Blog von mapping-oer.de wurden zwei neue Beiträge veröffentlicht. Eine engagierte Lehrkraft einer Hamburger Stadtteilschule wurde befragt, inwiefern sie digitale Materialien im Unterricht einsetzt und welche Rolle dabei Nutzungsbedingungen und urheberrechtliche Einschränkungen spielen.

In einem anderen Blogbeitrag erörtert Joachim Höper, wie Finanzierungs- und Geschäftsmodelle für OER im Zuge des Projekts Mapping OER (mit-)gedacht wurden.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

25.2.: Offenes Editieren Berlin

Das Offene Editieren findet immer am letzten Donnerstag des Monats statt. Es ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer und Wikipedianerinnen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits solche mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at February 25, 2016 03:40 PM

February 18, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 7/2016

In der 7. Wikimedia:Woche im Jahr 2016 geht es unter anderem um die Diskussion zur „Knowledge Engine“, eine Personalveränderung bei der Wikimedia Foundation und einen offenen Brief an das Board of Trustees. In der deutschsprachigen Wikipedia startete unterdessen das Meinungsbild zur Einführung des Visual Editors als Standardtool für nicht eingeloggte und neu angemeldete Benutzerinnen und Benutzer. Über die neue Kategorie „Politik und Recht“ soll ab sofort in der Wikimedia:Woche auch verstärkt auf politische Themen eingegangen werden, die mit den Zielen von WMDE in Zusammenhang stehen.

Foundation und Organisationen

Siko Bouterse verlässt WMF

Siko Bouterse, die als „Director of Community Resources“ tätig war, verlässt nach 4,5 Jahren die Wikimedia Foundation.

Offener Brief an das Board of Trustees

Ido Ivry, israelischer Aktiver und u.a. Mitglied im Grants Advisory Committee (GAC), hat einen offenen Brief an das Board of Trustees geschrieben, und darin die mangelnde Kommunikation des Gremiums beklagt.

Projekte und Initiativen

Gewinner des Fotowettbewerbs „Wiki Loves Africa“ gekürt

Auf Wikimedia Commons wurden die Gewinnerfotos des Fotowettbewerbes „Wiki Loves Africa“ gekürt. Der Wettbewerb fand diesmal zum Thema Kleidung und Mode statt. Die erstplatzierten Fotos zeigen Aufnahmen aus Senegal, Ghana und Kenia.

Guggenheim-Museum & Wikipedia

Das Guggenheim-Museum berichtete im hauseigenen Blog über die Partnerschaft mit lokalen Wikipedianerinnen und Wikipedianern, mit denen sie u.a. Schreibwerkstätten (Edit-a-thons) organisieren.

Wikipedia auf Adygeisch gegründet

Vor kurzem wurden die Wikipedia in Adygeischer Sprache (Kürzel „ady“) gegründet. Mehr als 350 Artikel besitzt das kleine Projekt bereits. Adygeisch wird vor allem im Kaukasus von gut 500.000 Menschen gesprochen. Wikipedia-Freiwillige aus Israel – wo die Sprache von einer kleinen Minderheit ebenfalls gesprochen wird – haben bereits erste Pilotprojekte dazu gestartet.

Klassische Werke für Wikimedia Commons eingespielt

Aus einer Kooperation zwischen Wikimedia Spanien und dem Museum of Romanticism entstanden freie Aufnahmen musikalischer Werke aus dem 19. Jahrhundert für das freie Medienarchiv Commons.

US-Wahlkampf in der Wikipedia

Yuri Astrakhan, Softwareentwickler bei der WMF, hat in seiner Freizeit Grafiken erstellt, welche die Artikelaufrufe der republikanischen und demokratischen US-Präsidentschaftsvorwahlkandidaten zeigen.

Geförderte Projekte aus den Communitys im Januar

Die Übersicht mit geförderten Projekten aus den Communitys für den Monat Januar ist nun im Blog von Wikimedia Deutschland zu finden.

„WMDE liebt Freie Software“

Anläßlich des Valentinstags und des Tags für Freie Software, gestand Wikimedia Deutschland seine Liebe zu Freier Software. :)

Neues aus der OSM-Welt #290

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 290“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 3. bis 8. Februar.

GLAM-Bericht für Januar erschienen

„This Month in GLAM“ heißt die monatliche Übersicht internationaler Projekte rund um die Zusammenarbeit mit Galerien, Büchereien, Archiven und Museen. Die aktuelle Ausgabe gibt einen Einblick in die Aktivitäten des vergangenen Monats.

Technik

„wikiComment“ soll Feedback erleichtern

In Estland wird unter der Bezeichnung „wikiComment“ ein neues Feedback-System für die Wikipedia entwickelt.

Tech News issue #7

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Diskussion

Diskussion um „Knowledge Engine“

Seit Oktober 2015 gibt es eine Diskussion um ein Projekt der Wikimedia Foundations namens „Knowledge Engine“ (Wissensmotor). In den letzten Wochen und Tagen wurde die Diskussion zunehmend intensiver, auch internationale Medien haben das Thema inzwischen aufgegriffen. Streitpunkte der Diskussion sind vor allem die mangelnde Kommunikation zum Projekt, die Finanzierung bzw. der Förderantrag an die Knight Foundation und die genaue Definition, worum es eigentlich ginge. Inzwischen haben Lila Tretikov (Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation) und Wes Moran (Leiter der Produktabteilung) einen gemeinsamen Blogbeitrag dazu geschrieben, um ihre Sicht der Dinge darzustellen.

Für Fragen rund um die „Knowledge Engine“ wurde eine FAQ angelegt.

Meinungsbild zu Visual Editor gestartet

Ob der Visual Editor für nicht eingeloggte und neu angemeldete Benutzerinnen und Benutzer standartgemäß in der deutschsprachigen Wikipedia aktiviert werden soll, darüber stimmt die deutschsprachige Community zur Zeit in einem Meinungsbild ab.

Politik und Recht

WMF kritisiert intransparente TTIP-Verhandlungen

Die Wikimedia Foundation kritisierte die geheimen TTIP-Verhandlungen und intransparenten Prozesse.

Anhörung im Rechtsausschuss zu Urheberrechtsvergütungen

Am 17. Februar fand im Rechtsausschus des Deutschen Bundestages eine öffentliche Anhörung zur Umsetzung einer EU-Richtlinie statt, mit der eine Harmonisierung des Rechtsrahmens von Verwertungsgesellschaften erreicht werden soll.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Heise berichtet über „Knowledge Engine“

heise.de berichtete über die von der Wikimedia Foundation geplante „Knowledge Engine“ (siehe oben).

Raymond berichtet über Infoveranstaltung „Versichert im Ehrenamt“

Im Wikipedia:Kurier fasste Benutzer:Raymond seine Erkenntnisse einer Infoveranstaltung der Melanchthon-Akademie Köln zum Thema „Versichert im Engagement“ zur Landesversicherung NRW zusammen.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

20.-21.2.: Community-Workshop 2016 „Neue Ehrenamtliche gewinnen und halten“

Auf dem kommenden Community-Workshop geht es um die Frage wie neue Autorinnen und Autoren für die Wikimedia-Projekte gewonnen und dauerhaft gehalten werden können. Ort: Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin

23.2.: Bremenpedia vor Ort

„BremenpediA vor Ort“ versteht sich als Anlaufadresse in Bremen-Lesum für alle Fragen rund um das freie Online-Lexikon Wikipedia und die freie Medien-Datenbank Wikimedia Commons. Die Veranstaltungsreihe findet zwischen 15.00 und 17.00 Uhr im Heimathaus Lesum, dem Domizil des Heimat- und Verschönerungsvereins Bremen-Lesum e. V. (HVL) statt.

25.2.: Offenes Editieren Berlin

Das Offene Editieren findet immer am letzten Donnerstag des Monats statt. Es ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer und Wikipedianerinnen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits solche mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at February 18, 2016 02:27 PM

February 17, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im Januar 2016

Die folgende Liste zeigt eine Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen, die von den Communitys organisiert wurden und mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im Januar stattgefunden haben. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Beim Festivalsommer standen im Wintermonat Januar sieben Veranstaltungen auf der Agenda. Der vollständige Festivalplan ist in der Wikipedia zu finden.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Gruppen von Wikipedianern ist über Wikipedia:Lokales abrufbar. Einige Communitys hinter den lokalen Räumen führen außerdem Blogs, über die eine Auswahl dort stattgefundener Veranstaltungen und Aktionen nachgelesen werden kann:

17.01.: Netzwerktreffen zu Wiki Loves Monuments

Im Herbst wird es erneut einen internationalen Fotowettbewerb zu Baudenkmalen geben. Das Kickoff-Treffen fand im Januar in Köln statt. Wer sich bei den Vorbereitungen und der Organisation einbringen möchte, findet hier weitere Informationen.

20.01.: WikiWomen unterwegs in Berlin

Mit „WikiWomen unterwegs in Berlin“ startete im Januar eine neue Veranstaltungsreihe für Frauen. Über Vor-Ort-Besuche bei Fraueneinrichtung und mehr weiblicher Beteiligung, sollen Artikel mittel- und langfristig verbessert bzw. ergänzt werden und Interessierten ein vereinfachter Zugang und ein nachhaltiges Verständnis für die Wikipedia vermittelt werden.

24.01.: 1. Vorbereitungstreffen für die WikiCon 2016

Die WikiCon 2016 wird voraussichtlich im September oder Oktober im Raum Stuttgart stattfinden. In Berlin gab es nun das erste Vorbereitungstreffen. Weitere Informationen werden demnächst auf der Projektseite zu finden sein.

Wikipedia-Geburtstagsfeiern

Wikipedia-15-Feier im Lokal K, Bild: DCB, CC-by-sa 3.0

Anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Wikipedia wurde zu zahlreichen lokalen Feierlichkeiten eingeladen. Dabei kamen auch die ehrenamtlichen Autorinnen und Autoren in der Presse zu Wort, beispielsweise in den folgenden Artikeln:

Eine Übersicht aller bisheriger und zukünftiger Wikipedia-Geburtstagspartys ist hier zu finden.

Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende regelmäßige Community-Termine fanden auch im Januar wieder mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland statt:

by Nicolas Rueck at February 17, 2016 12:31 PM

February 14, 2016

Iberty

Die Verschwundenen

Crossposting eines Posts von mir aus dem Wikipedia Kurier. Erfahrungsgemäß lesen das dort und hier ja doch andere Menschen.

Wikipedistas kommen und gehen. Manchmal gehen mehr, manchmal weniger. Einzelne davon fallen durch ihr Wirken in der gesamten Wikipedia auf oder versuchen sich wenigstens durch einen spektakulären Abgang in Szene zu setzen. Die meisten Autoren und Autorinnen aber gehen genauso still und leise wie sie gekommen sind und gearbeitet haben.

Die unseligen Autorenschwund-Debatten der unseligen Wikimedias kümmern sich ja um Zahlen und nicht um Autorinnen und Autoren. Wie armselig! Den Meta-aktiven Communitymitgliedern - aka Wikifanten - fallen vor allem die anderen Wikifanten auf, die entschwanden. Dabei zeigt sich bei genauerer Betrachtung, dass es um lauter einzelne Individuen mit verschiedenen Vorlieben, Arbeitsstilen und Interessen geht, die in Wikipedia tätig waren und sind. Es gibt vor allem diejenigen, die kommen, einen Beitrag leisten und dann wieder verschwinden. Der größte Teil der tatsächlichen Wikipedia wird von Menschen und Accounts gestaltet, deren Edits fast nur im Artikelnamensraum aufzufinden sind. Manchmal arbeiten sie unermütlich über viele Jahre, manchmal auch nur einige Wochen an einen oder zwei Artikeln. Viele davon sind als IP aktiv, so dass sich fast nichts über sie sagen lässt. Vielleicht sind die Beitragenden per IP auch gar nicht viele, sondern eine einzige sehr fleißige Autorin? Wer weiß?


 Viele Wikipedianerinnen und Wikipedianer sind derzeit inaktiv.

Anlässlich des Projektes WikiWedding und in meinem Bestreben möglichst viele Wedding-Aktive daran zu beteiligen, lese ich ja derzeit viele Artikel zu einem Themengebiet, das mir in den letzten Jahren eher fremd war und an dessen Entstehung ich nicht beteiligt war. Wer sich in den letzten Monaten am Thema beteiligt hat, ist mir bewusst, wer sich von 2001 bis 2014 des Weddings angenommen hat, musste ich nachlesen. Eine spannende Lektüre voller mir unbekannter Namen und Accounts. Neben einigen mir bekannten Wikipedistas waren dort vor allem mir unbekannte Accounts. Accounts, die oft aufgehört haben zu editieren. Meist sind sie still und leise gegangen. Ihre Edits und Kommentare geben keinen Hinweis warum. Aber anscheinend war es anderswo schöner. Oder sie hatten den Einruck, alles in Wikipedia geschrieben zu haben, was sie beitragen wollten. Um diesen Autorinnen und Autoren zumindest nachträglich etwas Aufmerksamkeit zu geben, um ihre Namen kurz aus den Tiefen der Versionsgeschichten zu retten, sollen hier einfach einige Autorinnen(?) und Autoren gewürdigt werden, die sich um den Wedding in Wikpedia bemühten bevor sie verschwanden.

Da ist zum Beispiel der Artikel zur Chausseestraße. Ein Mammutwerk von Gtelloke, dessen Wikipedia-Edits sich von Juni bis Dezember 2012 fast ausschließlich auf diesen Artikel beschränkten.

GWT 45, Chausseestraße 114-118, Juni 2005

Bild: Die Chausseestraße 114-118 in Richtung Invalidenstraße von Gtelloke
Lizenz: CC-BY-SA 3.0



Da ist der Artikel zum Wedding selber. Angelegt 2002 von Otto, dessen letzter Edit aus dem Dezember 2004 stammt. Im November 2004 dann maßgeblich ausgebaut von Nauck, der sich auch sonst dem Ortsteil und seinen Themen widmete. Artikel zu Moabit, den Meyerschen Höfen, Mietskasernen und Schlafgängern waren Teil seines kurzen Werks, das im Wesentlichen nur zwei Wochen im November 2004 dauerte, aber die Grundlagen wichtiger Artikel zur Berliner Sozialgeschichte legte. Ein Blick auf seine Benutzerseite zeigt auch den Geist der Wikipedia-Frühzeit: ''GNU rockt! Der König ist tod, lang lebe das Volk! Lang lebe die Anarchie des Netzes! Licht und Liebe''

Weiterer Ausbau erfolgte durch 87.123.84.64, auch zu wikipedianischen Urzeiten. Dann passierte 500 Edits und acht Jahre im Wesentlichen nichts – mal ein Halbsatz hier, mal die Hinzufügung von drei Bahnstrecken dort, Hinzufügen und Löschen von berühmten Persönlichkeiten bis im Dezember 2014 der erste heute noch aktive Wikipedianer hinzukommt: Fridolin freudenfett verpasst dem Artikel mit „Katastrophalen Artikel etwas verbessert)“ eine Generalüberholung.

Der Leopoldplatz; angelegt von Frerix, der in den immerhin fünf Jahren seiner Wikipedia-Aktivität nie auch nur eine Benutzerseite für nötig hielt und anscheinend auch in keine Diskussion verwickelt wurde.  Zu seinen wenigen Beiträgen gehören neben der Anlage des Leopoldplatzes auch noch die Anlage der englischen Stadt Sandhurst, die Anlage des Kreuzviertels in Münster und des Three Horses Biers. Dann war er/sie wieder weg. Mutter des Artikels ist hier aber 44Pinguine, die den heutigen Inhalt maßgeblich prägt und auch heute noch aktiv ist.

Da wäre das Wahrzeichen des Weddings. Die Alte Nazarethkirche. Der Artikel stammt vor allem von 62.246.210.30.

Alte Nazarethkirche 2

Bild: Leopoldplatz, Ev. Alte Nazarethkirche, 1832–35 von Karl Friedrich Schinkel von Schliwiju

Nichts war für die Entwicklung des Weddings wohl so entscheidend wie die Geschichte der AEG. Dieser Artikel stammte in seiner Frühzeit von WHell, engagiertem Wikifanten, mit ausführlicher Artikelliste und Diskussionsseite, der uns 2007 verließ. Der letzte Eintrag auf seiner Diskussionsseite war „Hallo WHell, ich möchte Dich als den Hauptautor darüber informieren, dass ich den Artikel John Bull (Lokomotive) in die Wiederwahl zum Exzellenten Artikel gestellt habe,“ Größere Beiträge zur WEG folgten in den späteren Jahren durch Peterobst – aktiv von Februar bis April 2006 vor allem mit Beiträgen zur Berliner Industriegeschichte, nach seiner Benutzerseite AEG-Kenner und in Arbeit an einem Buch über den Konzern. Es folgten 80.226.238.197, von Georg Slickers 2006 (auch heute noch aktiv, wenn auch recht unregelmäßig), Flibbertigibbet 2006 , 79.201.110.89 im Jahr 2008 und der unermüdlichen 44Pinguine. Weiter ausgebaut von Onkel Dittmeyer, aktiv von 2009 bis Juli 2015 in Technikthemen und vielleicht immer noch unter neuem Account? Begann seine Karrier mit der Nutzerseite „Hier ist Nichts und das soll so bleiben !“ und hielt sich im Wesentlichen daran.

Da ist der Volkspark Rehberge. Angelegt von Ramiro 2005, aktiv 2005/2006, vor allem zum Thema Fußball. Maßgeblich ausgebaut, umfassend überarbeitet 2007 von 84.190.89.208 und noch einmal 2010 stark erweitert von Katonka. Landschaftsplaner mit unregelmäßigen Edits zwischen 2009 und 2014, die Edits waren wenige, aber die Qualität war hoch.

LSG-6 Volkspark Rehberge Berlin Mitte

Bild: LSG-6 Volkspark Rehberge Berlin Mitte - Panoramabild auf die Wiesen des Volkspark Rehberge in Berlin, Wedding (Mitte). Von: Patrick Franke Lizenz: CC-BY-SA 3.0

Neben diesen Verschwundenen tauchen glücklicherweise aber auch heute noch aktive Wikifanten auf. Immer wieder 44Pinguine und Fridolin freudenfett. Darüber hinaus Definitiv, Magadan, Flibbertigibbet und Jo.Fruechtnicht.

Die Artikel entstanden durch Wikifanten und IPs. Accounts mit nur einem Thema oder anderen, die über Jahre thematisch sprangen. Während in der Frühzeit aber viele verschiedene Accounts und IPs an den Artikel beteiligt waren, waren in den letzten Jahren deutlich weniger Menschen aktiv. Fast alle inhaltlichen Edits in den von mir angesehenen Artikeln verteilen sich auf 44Pinguine,  Fridolin freudenfett und Definitiv. Wikipedia wird kleiner und noch lebt sie. Aber wir können all‘ den Verschwundenen danken, die vor uns kamen.<noscript>
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at February 14, 2016 04:02 PM

Wikimedia Deutschland Blog

Wir lieben freie Software: Eine Hommage

Heute ist Valentinstag und Liebe liegt in der Luft. Auch bei Wikimedia Deutschland, denn heute ist zudem auch ein ganz besonderer Tag für freie Software. Der Free Software Day wurde von der Free Software Foundation etabliert und wir wollen dem Ruf auch dieses Jahr folgen und unsere Liebe gestehen.

Ein Interview geführt von Julia Schuetze mit Lucie-Aimée Kaffee, Lydia Pintscher, Adam Shorland, Gabriel Birke und Nicole Ebber von Wikimedia Deutschland.

Freie Software Liebesgründe:

Lucie: Einerseits ist es bei Freier Software so, dass sie viele Möglichkeiten und Chancen für Menschen eröffnet, Computer zu benutzen, man andererseits aber auch mit der Software wächst. Freie Software bedeutet nicht nur, dass ich etwas kostenlos herunterladen und benutzen kann, sondern eben auch den Source Code angucken kann.

Nicole Ebber: Ich liebe freie Software, weil sie mir die Freiheit und Sicherheit gibt, die ich mir als achtsame Anwenderin wünsche. By Julia Schütze (WMDE) [CC BY-SA 4.0]

Nicole: Freie Software kann ich im Gegensatz zu nicht-freier z. B. auf all meinen Geräten installieren, verwenden und sogar weitergeben, ohne dass ich Angst haben muss, eine Urheberrechtsverletzung zu begehen. Bei proprietärer Software muss ich ständig damit rechnen, dass die Entwicklung eingestellt wird oder horrende Preise genommen werden, die mir eine Weiternutzung unmöglich machen. Außerdem steckt hinter Freien-Software-Projekten meist eine sehr engagierte und qualifizierte Community, deren Arbeit unterstützenswert ist.

Lydia: Weil freie Software Menschen empowered und ihnen Möglichkeiten gibt, die ihnen sonst verwehrt blieben. Konkret bei Wikidata geben wir mehr Menschen Zugang zu Wissen, den sie sonst nicht hätten, zum Beispiel wegen Sprachbarrieren.

Lucie: Ich stoße auf ein Problem und habe die Möglichkeit mir anzugucken, wie andere, die an dem selben Punkt standen, es gelöst haben.

Adam: The ability to actually see what the software is doing, and to be able to freely modify and improve the software.

Nicole: Besonders charmant finde ich den Copyleft-Gedanken vieler freier Software-Lizenzen: Die Freiheit der Software muss stets erhalten bleiben, und wird auch an Modifikationen und neu entstehende Programmen vererbt.

Über die Relevanz von freier Software:

Lydia: Freie Software hat nicht zum Ziel, dir Dinge zu verwehren oder schwieriger zu machen. Zum Beispiel, Apple, die ganz bewusst Software restriktiv bauen, sodass du nicht damit tinkern [zu Deutsch: basteln oder werkeln] kannst, sondern es so nehmen musst, wie es dir gegeben wird. Freie Software im Gegenteil ist da, um damit zu tinkern.

Nicole: Freie Software hat Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft: Sie steht für Vielfalt, Dezentralisierung und auch für den Abbau von Hierarchien. Im Idealfall verhindert sie die Abhängigkeit von einzelnen Hard- und Softwareherstellern sowie Monopolstellung einiger weniger Anbieter. Freie Software zu benutzen, ermöglicht außerdem, sie zu studieren, damit zu experimentieren und somit auch die eigene Computerkompetenz zu steigern.

Lucie: Je mehr Leute an einem Source Code arbeiten desto diverser wird der Code. Also ist er nicht mehr zugeschnitten auf nur eine bestimmte Gruppe.

Adam: You get to see how it works.

Lydia Pintscher: Ich liebe freie Software, weil ich heute sonst beruflich und persönlich nicht da wäre, wo ich jetzt bin. By VGrigas (WMF) (Own work) CC BY-SA 3.0

Lydia: Aus dem Grund, dass wir für mich erschreckende Trends sehen. Neue Technologien kommen auf uns zu in unheimlicher Rate – neue coole Sachen, die Dinge ermöglichen. Das ist fantastisch. Gleichzeitig sehen wir aber, dass die neuen Technologien und Innovationen sehr begrenzt sind, beschränkt, proprietär und nicht offen, was dazu führt, dass immer mehr Menschen gerade was Consumer Technology angeht, diese Technologien benutzen und sich einfach in ihr Schicksal ergeben und akzeptieren, dass sie eben zum Beispiel das Buch auf ihrem Kindle nicht mit ihrem Freund teilen können. Oder, um es weiter zu treiben, dass man sein eigenes Auto nicht mehr reparieren kann. Diesen Gedankenwechsel in unserer Gesellschaft finde ich sehr schlimm, weil wir immer mehr akzeptieren, dass viele Technologien heute Blackboxes sind, die wir nur noch konsumieren und (…) man nicht das Gefühl hat, dass man die Welt beeinflussen, verändern und gestalten kann. Und da ist freie Software extrem wichtig.

Nicole: Für mich als Nutzerin bietet freie Software insofern Sicherheit, als dass mehr Menschen den Code einsehen und dann nicht nur nach Hintertüren, Schadsoftware und Bugs suchen, sondern diese auch selber ausbessern können.

Freie Software und Community:

Lucie: Der Unterschied ist, dass es Communities sind, die gemeinsam an dem Projekt arbeiten und Spaß dran haben, was ich sehr schön finde. Bei vielen Projekten weiß ich zumindest, wen ich ansprechen kann oder an welchen IRC Channel (Chat) ich mich wenden muss. Aber es gibt natürlich auch die Möglichkeit, die Software einfach zu benutzen, wie man auch closed source software benutzt.

Gabriel: Leider gibt es bei einigen Open-Source Projekten jedoch „kulturelle Hürden“, die meiner Meinung nach vor allem dadurch entstehen, dass die Community rund um die Software zu sehr von weißen, männlichen Software-Entwicklern dominiert wird. Das führt dazu, dass andere wichtige Aspekte von Software (Dokumentation, Usability, User Experience, Projektplanung, Marketing, Design, Community-Support, Koordination der Teams) zu kurz kommen, weil das Fähigkeitsspektrum der Kern-Community nicht divers genug ist.

Freie Software und dann nie wieder zurück:

Lucie: Ich glaube, das erste Mal so richtig Linux benutzt habe ich, als ich mit einem Freund spontan entschieden hatte, Arch Linux zu installieren. Da saßen wir eine ganze Nacht dran, aber ich hatte keinen Window Manager. Daran bin ich gescheitert als ich auf einer Konferenz stand und mir niemand sagen konnte, wie ich an das WLAN ohne Passwort rankomme. Ich konnte es nur für WLANs mit Passwort. Ich glaube, dass war so das erste Mal, dass ich mich mit Linux so richtig auseinandergesetzt habe. Ich habe dann einen Freund angerufen und der konnte mir über Ferndiagnose mit dem WLAN helfen. Daran habe ich gemerkt, auch wenn es manchmal “tricky” ist, dann ist es immer noch eine gute Herausforderung und auch toll, dass du Leute um 10 Uhr wachklingeln kannst, die dir dann weiterhelfen. Und das ist nicht ihre Arbeit, sondern die beschäftigen sich einfach gerne damit.

Adam Shorland: I love Free Software because its great! Making things that can help the world as a whole in a free way that literally anyone can use! By Jason Krüger for WMDE, cropped by Julia Schütze (WMDE) [CC BY-SA 4.0 ]

Adam: While initially learning how to program I felt like I was simply developing pointless applications to jump through hoops. So instead of continuing down this path I started looking into learning how to program while writing code that was new and had real world uses. I started developing scripts for Wikipedia, then moving onto Wikidata and from there to contributing code to MediaWiki, Wikibase and other applications throughout the open source world.

Lydia: Ich hatte eine lange Zeit ein proprietäres Betriebssystem und dann, als Ubuntu aufkam, habe ich mich entschieden umzusteigen. Und seit dem habe ich nie wieder zurückgeschaut.

Gabriel: ​Ich habe​ im Jahr 2001 angefangen, mit der Programmiersprache PHP Webseiten zu bauen, um die bis dahin statischen Web-Seiten schneller und besser pflegen zu können. Der Web-Server Apache, die Datenbank MySQL, die Programmiersprache PHP und später die verwendeten Content-Management-Systeme waren alle freie Software und gut dokumentiert. Das hat die Einstiegshürde für „einfach mal ausprobieren“ enorm gesenkt.

Nicole: 2007 haben ich meine Diplomarbeit über Creative-Commons-Lizenzen geschrieben und fand es nur konsequent, einen Text über freie Lizenzen auch mithilfe freier Software zu verfassen.

Ist freie Software auch etwas für Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher?

Lucie: Ich glaube es ist schon mehr mainstream. Es ist dann vielleicht eine andere Art, sich damit zu beschäftigen und ich glaube auch, dass viele Leute nicht wissen, wieviel freie Software sie eigentlich benutzen.

Adam: Of course free software is for everyone (even if they do not realise it).

Lydia: Ja, um es zu benutzen und mitzumachen, muss man kein technisches Genie sein.  Ganz im Gegenteil, wenn jemand gut darin ist, Fragen von Benutzenden zu beantworten, dann ist das hilfreich. Oder wenn jemand gut darin ist, Bug Reports zu organisieren, ist das toll. Wenn jemand mit dem Auge eines Neulings ein Programm benutzt und dazu Dokumentationen schreibt, dann ist das extrem hilfreich für Menschen, die das Programm entwickeln, denn denen fällt es oft schwer, den Blickwinkel einer Person einzunehmen, die das Programm noch nicht benutzt hat. Oder auch immer sehr willkommen sind Testende. Wenn jemand sehr begabt darin ist, Dinge zu tun, die das Entwicklungsteam nicht antizipiert hat. Dann ist es gut zu wissen, was das Programm tut und wo es Fehler gibt.

Gabriel: Eigentlich ja, das impliziert für mich schon der Name. „Frei“ bedeutet für mich, dass es keine finanziellen oder juristischen Hürden gibt, die Software so zu nutzen, wie man möchte.

Nicole: Absolut. Mittlerweile sind die meisten Anwendungen recht intuitiv und ohne “Gefrickel” zu benutzen (z. B. Android, Firefox und einsteigerfreundliche Linux-Distributionen), sie sehen hübsch aus und es gibt viele Hilfeseiten im Netz und sicher auch Hilfemenschen im Umfeld, die selbst auf die speziellsten Fragen eine Antwort wissen. Zudem verwenden wir alle täglich Freie Software, ohne es zu merken: fast jedes Mal, wenn wir eine Webseite aufrufen zum Beispiel.

Freie Software: eher ein Produkt oder Projekt?

Lucie-Aimée Kaffee: Ich liebe freie Software, weil sie mir viele Möglichkeiten eröffnet und sie mir ganz tolle Menschen beschert hat. By Julia Schütze (WMDE) (Own work) [CC BY-SA 4.0

Lucie: Projekt! Da der Aspekt der Community bei einem Produkt einfach fehlt.

Lydia: Projekt! Beruflich und persönlich wäre ich nicht da, wo ich bin ohne freie Software. Vor 10 Jahren, als ich angefangen habe, etwas für freie Software zu machen, hätte ich nie gedacht, dass ich heute hier bin. Natürlich habe ich auch während meines Informatikstudiums unheimlich viel gelernt, aber alles, was mir wirklich für meinen Job heute hier hilft, habe ich in freien Software-Projekten gelernt.  

Nicole: Das kommt auf die Perspektive an. Als Endnutzerin blicke ich eher aufs Produkt, während die Community dahinter ihre Arbeit vermutlich eher als Projekt versteht.  

Lobhymne auf bestimmte Projekte:

Lucie: Oh es gibt so viele, aber wenn ich mich festlegen muss, dann muss ich sagen, dass mir natürlich Wikibase sehr am Herzen liegt. Inventaire finde ich ein ganz tolles Projekt. Die Linux Kernel Entwicklung finde ich beeindruckend.

Gabriel: Die allgemein „beste“ Nutzung von freier Software ist für mich GNU/Linux – vom Handy, über Laptop bis hin zu Großrechnern, das anpassbare Betriebssystem ist für mich DIE Erfolgsstory schlechthin. Meine persönlichen Lieblinge sind zur Zeit Kodi und OpenHAB. Kodi ist eine Mediaplayer-Software, die aus PCs oder Kleinstrechnern wie dem Raspberry Pi eine echte Alternative zu AppleTV und Co. macht und das Fernsehvergnügen enorm steigert. OpenHAB ist eine Integrationssoftware für das viel beschworene „Internet of Things“ bzw. „Smart Home“. Die Geräte-Hersteller kochen alle ihr eigenes Süppchen, mit OpenHAB kann ich die Komponenten von verschiedenen Herstellern unter einer Benutzeroberfläche vereinen und die sensiblen Sensordaten der Geräte bleiben in meinem Netzwerk und werden nicht in irgend eine „Cloud“ gepustet.

Nicole: Erwähnte ich bereits, dass ich großer Wikidata-Fan bin?

Wieso sind noch nicht alle verknallt?

Adam: Probably because they don’t know enough about it. Why it is so great, what it can do, and in-fact what they use in an every day situation that uses and relies on it. Of course companies that sell software spend lots of money on selling said software. Open source companies don’t really spend the same amount of money trying to get people to use their software!

Lydia: Das ist ein Mix aus ganz vielen Dingen. Zum einen sind viele proprietäre Applikationen sehr convenient und machen das Leben erheblich einfacher. Das führt natürlich dazu, das Leute das wollen. Das andere ist ein nicht Bekanntsein von Alternativen und manchmal auch ein Vergessen, dass es auch anders geht.

Gabriel Birke: Ich li​ebe freie Software, ​because sharing is caring! By Julia Schütze (WMDE) (Own work) CC BY-SA 4.0

Gabriel: Das Haupt-Feature der freien Software, das „jeder kann mitmachen und sich einbringen“ ist für die meisten Nicht-Programmierer kein

Kriterium, nach dem sie ihre Software aussuchen. Sie wollen einfach, schnell und möglichst kostengünstig ihr Problem lösen. Die meiste freie Software ​lässt sich nicht einfach finden und ohne technisches Verständnis in wenigen Schritten installieren und ausprobieren. Das Modell „App-Store“ macht einerseits vor, wie einfach der Kauf und die Installation von Software sein kann, ist eine zentrale Anlaufstelle für Software und hat Prüfprozesse, die sicher stellen, dass keine Schadsoftware installiert wird. Andererseits sind die App-Stores aber auch in der Hand kommerzieller Unternehmen, die systematisch Open-Source Software benachteiligen.

Nicole: Ich vermute, wegen der Lock-in-Effekte der proprietären Anwendungen (“Alle meine Freund*innen nutzen das doch auch!”), aus purer Unwissenheit und weil freier Software – zu Unrecht – noch immer ein verstaubtes und kompliziertes Image anhängt. Der heutige Tag trägt hoffentlich dazu bei, dieses Bild gerade zu rücken!

Ein Blick in die Zukunft:

Adam: Free software is a constantly expanding realm. This can be seen as big companies slowly open source more and more of their code.

Lydia: Freie Software besser machen und somit für Konsumertechnologien eine gute Alternative zu haben und zum anderen auch verständlich machen, dass “free as in beer” nicht “free as in freedom” ist. Das eben, wenn ich Facebook benutze, obwohl es kostenlos ist, es aber nicht wirklich kostenlos ist, weil ich es mit bestimmtem Dingen bezahle – mit Interaktion, Werbung und meine Daten. Es kommt mit unsicherbaren Kosten und wir als Gesellschaft hinterfragen diese Kosten in meinen Augen nicht genug. Freie Software kann da gegenhalten.

Gabriel: ​Ich hoffe, dass aktuelle Ansätze ​zum Erhöhen der Diversität in den Free-Software-Communities Früchte tragen und mehr Personen mit einem umfangreicheren Fähigkeitsspektrum mitarbeiten. Ich hoffe, dass die Begeisterung und Leidenschaft, die Programmierer dazu bringt, ihre Zeit anderen zu schenken und dafür jede Menge Zeit-Geschenke von anderen Programmierern zu bekommen, alle Berufszweige erfasst und irgendwann zu einer gangbaren Alternative wird.

Feiert den Free Software Day mit uns und teilt eure Begeisterung mit dem Hashtag #ilovefs.

Danke an alle Befragten für ihre Zeit und Begeisterung!

Julia Schuetze: Ich liebe freie Software, weil sie mit der Zeit geht. By Incabell (Own work) [CC BY-SA 4.0]

by Julia Schuetze at February 14, 2016 08:16 AM

February 11, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 6/2016

In der Ausgabe 6/2016 der Wikimedia:Woche geht es unter anderem um die Frage, warum die Tagebücher der Anne Frank von den Wikimedia-Servern gelöscht wurden. Ein weiteres Thema in der Presse war die Manipulation von Wikipedia-Inhalten durch Beamte der Schweizer Bundesverwaltung. Mit „WikiWomen unterwegs“ und einem Wikipedia-Einführungskurs für Frauen in Film und Fernsehen, finden in den kommenden Tagen in Berlin gleich zwei interessante Mitmach-Angebote rund um die Wikipedia speziell für Frauen statt.

Foundation und Organisationen

Luis Villa verlässt WMF

Luis Villa, Leiter des Bereichs „Community Engagements“, verlässt die Wikimedia Foundation. Maggie Dennis, bisher Leiterin des Teams „Community Advocacy“ übernimmt interimsweise die Position bis die Stelle neu besetzt wird.

Ergebnisse der Umfrage „Towards a New Wikimania“ veröffentlicht

Das Community Engagement-Team der Wikimedia Foundation hatte vom 15. Dezember bis 19. Januar eine Umfrage dazu durchgeführt, wie die bisher jährlich stattfindende Wikimania weiterentwickelt werden könnte. Inzwischen wurden die Ergebnisse veröffentlicht. Darin sprach sich eine knappe Mehrheit der 119 Teilnehmenden für das Modell einer zweijährlichen (großen) Wikimania mit regionalen/thematischen Konferenzen im jeweils alternierenden Wechsel aus. Argument sei, die Kosten zu senken, lokale Communitys in der Organisation von Konferenzen zu bestärken und gleichzeitig mehr Menschen die Teilnahme an einer Wikimedia-Konferenz zu ermöglichen.

Status der Ausschreibung des Chief Technology Officer

Lila Tretikov, Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, hat ein Update zur aktuellen Suche einer neuen Leitung der Technikabteilung (Chief Technology Officer) geteilt. Die Suche wird von der Personalabteilung der WMF selbst, d.h. ohne eine Recruiting-Firma, geleitet. Lila teilte ebenfalls die Job-Ausschreibung selbst.

Zwei neue Wikimedia-Usergroups anerkannt

Das Affiliations Committee hat zwei neue Wikimedia-Nutzergruppen (User Groups) anerkannt: Die Wikimedia Community User Group Turkey und die Maithili Wikimedians User Group. Maithili ist eine Sprache in Nepal und Indien, die von mehr als 30 Millionen Menschen gesprochen wird.

Wiki Education Foundation nimmt an AAAS-Jahrestreffen teil

Die Wiki Education Foundation wird dem diesjährigen Jahrestreffen der „American Association for the Advancement of Science“ beiwohnen, um dort um Unterstützung für das „Wissenschaftsjahr“ zu werben.

WMF mit neuem Team „Program Capacity and Learning“

„Program Capacity and Learning“ ist ein neues ganzheitliches Team in der Abteilung Community Engagement bei der WMF, das die Wikipedia Library und die Wikipedia-Teams „Ausbildung“ und „Bewertung“ zusammen bringen soll.

Learning Quarterly: Issue 7

Die Wikimedia Foundation veröffentlichte die 7. Ausgabe des Newsletters „Learning Quaterly“.

WMDE sucht Werkstudierende im Bereich Kommunikation

Ab sofort sucht Wikimedia Deutschland wieder Verstärkung. Diesmal geht es um eine Stelle für Werkstudierende Grafik im Bereich Kommunikation.

Gnom berichtet über kürzliche Aktivitäten

In seinem Wikipedia-Blog berichtet WMDE-Präsisiumsmitglied und Wikipedia-Benutzer:Gnom über seine kürzlichen Aktivitäten und Ausschuss-Teilnahmen.

Projekte und Initiativen

Ein Jahr als Wikipedian in Residence in der National Library of Wales

James Evans berichtete über seine zwölf Monate als Wikipedian in Residence in der National Library of Wales im Blog von Wikimedia UK. Aufgrund des von beiden Seiten als erfolgreich bewerteten Projekts wird dieses um sechs Monate verlängert.

Neues aus der OSM-Welt #289

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 288“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 26. Januar bis 1. Februar.

Rückblick auf Mapping-OER-Fachtagung

Ein Bericht und ein Video-Beitrag geben einen Rückblick auf die Fachtagung zum Thema Mapping OER, die am 22. Januar im Quadriga Forum in Berlin stattfand.

Technik

WikiEdu gibt Wiki Playlist heraus

Die Wiki Education Foundation entwickelte mit der Wiki Playlist ein neues Tool, mit dem Nutzer ihre Lieblingsartikel über soziale Meiden teilen können.

Tech News issue #6

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Diskussion

Anne Franks Tagebücher wegen schwieriger Urheberrechtslage gelöscht

Vor über 70 Jahren wurde Anne Frank im Konzentrationslager Bergen-Belsen ermordet. Ihre Tagebücher sollten eigentlich mittlerweile gemeinfrei sein. Wegen einer problematischen Urheberrechtslage wurden die Tagebücher jetzt dennoch von den Wikimedia-Servern gelöscht.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Wie ein Student mit Creative Commons-Fotos bekannt wird

Die Fotos von Gage Skidmore – alle unter Creative Commons Attribution ShareAlike (CC-by-sa) veröffentlicht – haben eine ungeahnte Verbreitung gefunden, sodass auch bspw. die Wahlkampagne von Donald Trump seine Fotos prominent nutzt (dabei jedoch den erforderlichen Lizenzhinweis meist nicht anbringt).

Wikipedianer aus Langgöns im Gespräch

Die Gießener Allgemeine führte ein Gespräch mit dem Wikipedianer Walter Hilbrands aus Langgöns.

Wikipedia und Twitter im Vergleich

thewikipedian.net stellt Herausvorderungen gegenüber, mit denen sowohl Twitter als auch die Wikipedia konfrontiert seien.

Beamte der Schweizer Bundesverwaltung manipulieren Wikipedia-Inhalte

Mehrfach wurde in der Presse über die Manipulation von Wikipedia-Artikeln durch Beamte der Schweizer Bundesverwaltung geschrieben.

Termine

Eine ausführliche Übersicht aller Treffen rund um die deutschsprachige Wikipedia ist dort zu finden:

8.2.: OK Lab Berlin

Du bist Softwareentwickler oder Designer und interessierst Dich für die Themen Open Data, Transparenz und Civic Tech? Du hast Ideen, wie Code dabei helfen kann Deine Stadt und Nachbarschaft zu verbessern? Du hast Lust diese Chancen praktisch zu erforschen und neue Anwendungen und Visualisierungen zu entwickeln? Dann mach mit bei „Code for Germany“, vernetze Dich mit Gleichgesinnten und entwickele Software, die deine Stadt verändert! 19.00 bis 22.00 Uhr bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin

12.2.: Offenes Editieren Stuttgart

Die Stadtbibliothek Stuttgart am Mailänder Platz heißt die Wikipedianer und interessierte Neulinge herzlich willkommen. An jedem 2. Freitag im Monat findet ein Workshop für Offenes Editieren statt.

13.2.: Missing Maps Berlin

Das Humanitarian OpenStreetMap-Team trifft sich, um gemeinsam an dem freien Kartenprojekt OpenStreetMap zu arbeiten und schwerpunktmäßig als Rettungswege nutzbare Straßen in Katastrophengebieten zu erfassen. 13.00 bis 17.00 Uhr bei Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin

15.2.: Wikipedia – Einführung für Frauen in Film und Fernsehen

Wie schreibe ich einen Artikel für die Wikipedia? Wie schreibe ich über Filme von Frauen, Filmemacherinnen, Regisseurinnen, Frauen-Filmthemen, Kamerafrauen, Film-Editorinnen, Schauspielerinnen, Kostümbildnerinnen, Szenenbildnerinnen usw.? …und zu Filmthemen im Allgemeinen.

Warum eine Einführung ausdrücklich für Frauen? Weil nur ca. zehn Prozent der Wikipedia-Autoren weiblich sind. Das ist zu wenig.

17.2.: WikiWomen unterwegs in Berlin

Wikipedianerinnen und solche die es gerne werden möchten, besuchen das verborgene Museum in Berlin, welches seit 1986 Kunst von Frauen ausstellt, jedoch bisher keine Artikel-Berücksichtigung in der Wikipedia fand. Dort läuft noch bis zum 21. Februar eine Ausstellung namens „Tanz der Hände“, die bei der Gelegenheit sicher auch zu sehen sein wird.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at February 11, 2016 03:47 PM

February 04, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 5/2016

Neuigkeiten zu gleich mehreren Umfragen, gibt es unter anderem in dieser Ausgabe der Wikimedia:Woche: Die Umfragen zur Willkommenskultur in der Wikipedia wurde beendet, die Ergebnisse des WMF Harassment Survey sind veröffentlicht worden und das IdeaLab gab die Ergebnisse seiner Umfrage über die thematische Ausrichtung für das Jahr 2016 bekannt.

Foundation und Organisationen

María Sefidari rückt ins Board of Trustees nach

Das Board of Trustees der Wikimedia Foundation hat entschieden, dass für den ausgeschlossenen James Heilmann die bei den Community-Wahlen viertplatzierte María Sefidari (user:Raystorm) ins Board nachrückt.

Neue und alte Mitglieder in der Ombudskommission

Die neue Besetzung der Ombudskommission wurde bekannt gemacht: Benutzer Anlan, NahidSultan, Pajz (aus der deutschsprachigen Wikipedia), Taketa, Barras, Polimerek und Rubin16. Die Ombudskommision nimmt Datenschutzbeschwerden von Wikipedia-Benutzerinnen und -Benutzern an.

Wikimedia Italien als OpenStreetMap-Chapter anerkannt

Nach mehr als zwei Jahren seit Beginn des Prozesses ist Wikimedia Italien nun als offizielles italienisches Chapter der OpenStreetMap-Foundation anerkannt. Damit ist es neben OpenStreetMap Island (Hliðskjálf) das zweite OSM-Chapter weltweit.

Wikimedia Research Newsletter Januar

Über aktuelle interessante Themen aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Wikipedia, berichtet der Wikimedia Research Newsletter in seiner Januar-Ausgabe.

Projekte und Initiativen

WMDE Umfrage zur Willkommenskultur in der Wikipedia beendet

Die von Wikimedia Deutschland initiierte Befragung aktiver Autorinnen und Autoren zur Willkommenskultur in der deutschsprachigen Wikipedia konnte aufgrund der erfreulich hohen Beteiligung (686 Teilnehmende) frühzeitig zum 31. Januar beendet werden. Nach Abschluss der Analyse werden die Ergebnisse auf der Projektseite der Umfrage veröffentlicht sowie auf dem Community-Workshop (19.-21. Februar) vorgestellt.

Ergebnisse des WMF Harassment Survey veröffentlicht

Im letzten Jahr hatte die Wikimedia Foundation weltweit Benutzerinnen und Benutzer der Communities gefragt, welche Erfahrung sie im Rahmen der Wikipedia mit Mobbing, Beleidigung und Bedrohungen (zusammengefasst unter „Harassment“) gemacht haben. Jetzt wurden die vorläufigen Ergebnisse dazu veröffentlicht: Von den 3845 an der Umfrage Beteiligten gaben 38 Prozent an, bereits einmal gemobbt, beleidigt oder bedroht worden zu sein.

Ergebnisse der IdeaLab Consultation veröffentlicht

Im Jahr 2015 gab es erstmal eine „IdeaLab Campaign“: Ein Aufruf über mehrere Wochen präsent in allen Wikis zu einem bestimmten Thema (2015: Steigerung des Frauenanteils in der Wikipedia) Förderanträge einzureichen. Zwischen dem 4. Dezember und dem 5. Januar fand eine Umfrage statt, welche thematische Ausrichtung diese IdeaLab Campaigns im Jahr 2016 haben sollten. Die Ergebnisse dieser Umfrage wurden nun veröffentlicht.

Initiative für Visual Editor gestartet

Unter dem Namen „VisualEditor Appreciation Society“ setzen sich Wikipedianerinnen und Wikipedianer dafür ein, den VisualEditor als voreingestellte Bearbeitungsoberfläche für nicht eingeloggte und neu angemeldete Benutzer in der deutschsprachigen Wikipedia einzuführen.

Neues aus der OSM-Welt #288

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 288“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 19. bis 25. Januar.

Technik

Mehr als 50.000 Artikel mit Hilfe des Übersetzungstools erstellt

Runa Bhattacharjee, Teil des „Language“-Teams der Wikimedia Foundation, teilte mit, dass bereits mehr als 50.000 Artikel mit Hilfe des Übersetzungstools („Content Translation Tool“) erstellt wurden.

Tech News issue #5

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Neues aus der Software-Entwicklung bei WMDE

Der Bereich Software-Entwicklung von Wikimedia Deutschland stellt rückblickend auf den Monat Januar das Fundraising-Framework und eine Verbesserung der Beobachtungsliste, CatWatch und die besuchten Veranstaltungen vor.

OTRS aktualisiert

Das Open Ticket Request System (OTRS), mit dem Anfragen rund um die Wikimedia-Projekte bearbeitet werden, wurde am 3. Februar von der Version 3 auf die Version 5 aktualisiert und war daher an diesem Tag nicht erreichbar. (via WP:K, MB)

Diskussion

Was ist das WMF Advisory Board und wozu dient es?

Auf wikimedia-l hat sich eine interessante Diskussion zum ehrenamtlichen Beirat der Wikimedia Foundation („WMF Advisory Board“) ergeben. Das kaum bekannte Gremium berät in Einzelfällen die Führungsebene der Wikimedia Foundation. Kat Walsh, ehemaliges Mitglied des Board of Trustees und nun Mitglied des WMF Advisory Board, erläutert wozu es dient.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Artikel auf heise.de über die WMF

Der Autor Torsten Kleinz fast auf heise.de aktuelle Themen bei der Wikimedia Foundation zusammen.

Wikipedianer aus Hadamar im Interview

Die Nassauishe Neue Presse interviewte den Wikipedianer Asdrubal aus der hessischen Stadt Hadamar.

Termine

WMF-Metrics-Meeting vom ersten auf den letzten Donnerstag des Monats verschoben

Lila Tretikov gab bekannt, dass die Metrics Meetings der Wikimedia Foundation vom ersten auf den letzten Donnerstag des Monats verschoben werden. Das nächste Metrics Meeting findet damit am 25. Februar statt.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at February 04, 2016 01:21 PM

January 30, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Neues aus der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland: Januar 2016

Monatlich stellen wir einige Ergebnisse der Arbeit in der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland vor. Die Zusammenstellung erfolgt am Ende des Monats und führt eine Auswahl von fertiggestellten oder neu begonnenen Arbeiten auf.

Fundraising-Framework und Verbesserung der Beobachtungsliste

Die Software hinter der Spendenkampagne wird überarbeitet (Refactoring). Ziel ist es, die einzelnen Bestandteile modularer und besser wartbar zu machen.

Zur Zeit wird an einem Wunsch der Technischen Wunschliste gearbeitet: Möglichkeit, dass ein Artikel nach Ablauf einer einstellbaren Zeitspanne automatisch wieder von der Beobachtungsliste gestrichen wird. Zu diesem Top-Wunsch der Umfrage technische Wünsche wurde ein technisches Meinungsbild (RFC) gestartet.

CatWatch

Über CatWatch, ein Feature für Beobachtungslisten für Kategorien, wurde bereits im Kurier berichtet. Eine deutschsprachige Anleitung zu CatWatch findet sich hier

Software-Entwicklung unterwegs

Im Januar sind Entwicklerinnen und Entwickler von Wikimedia Deutschland u.a. auf folgenden Events gewesen:

 

by Jens Ohlig at January 30, 2016 07:23 PM

Iberty

Gab es in der DDR Spaghetti?



Conrad, Giorgio (1827-1889) - n. 102 - Scena di genere
Nicht die DDR. Bild: Giorgio Conrad (1827-1889) - Mangiatori di maccheroni. Numero di catalogo: 102.

Eine der schöneren unbekannten Ecken der Wikipedia ist die Seite zur Auskunft. Dort können Menschen mögliche und unmögliche Fragen stellen, die dann mal launisch, mal larmoyant, mal ernsthaft oder auch gar nicht beantwortet werden. Wie im wahren Leben und eine ewige Fundgrube obskuren Wissens, seltsamer Fragestellungen und logischen Extremsports.

Dort nun fragte vor ein paar Tagen ein unangemeldeter Nutzer:

 "Warum gab es in der DDR eigentlich nur Makkaroni (die in Wirklichkeit Maccheroncini waren), aber keine Spaghetti? Das erscheint mir nach Lektüre einiger Bücher aus der DDR so gewesen zu sein und ist mir auch so von meiner aus Ex-DDR-Bürgern bestehenden Verwandtschaft bestätigt worden. Warum?"

Es folgte eine längere und mäandernde ausgiebige Diskussion, die immerhin folgendes ergab:

* Anscheinend gab es in der DDR Spaghetti, zumindest erinnerten sich einige der Diskutanten an derartige Kindheitserlebnisse.
* Ob Spaghetti so verbreitet waren wie Makkaroni oder Spirelli, darüber bestand Uneinigkeit.
* Die Nudelsaucensituation war in Berlin besser als im Rest der DDR.
* Die DDR allgemein pflegte in vielerlei Hinsicht traditionellere Essgewohnheiten als Westdeutschland, die Küche der DDR ähnelte in vielem mehr der deutschen Vorkriegsküche als dies für die westdeutsche Küche gilt.
* In Vorkriegszeiten waren Makkaroni verbreiteter als Spaghetti.
* Schon bei Erich Kästner wurden Makkaroni gegessen
* Der Makkaroni-Spaghetti turn im (west-)deutschen Sprachraum war Mitte der 1960er
* Schuld könnten wahlweise das mangelnde Basilikum, die mangelnde Tomatensauce, überhaupt mangelnde Kräuter, Italienreisen, Gastarbeiter, Miracoli oder auch was ganz anderes sein.
* Klarer Konsens im Rahme: Sahne gehört keineswegs in Sauce Carbonara!


Mirácoli noodles with sauce
Gab es in der DDR nicht: Miracoli. Bild: Miracoli-Nudeln mit Mirácoli-Soße von Kraft. Von: Brian Ammon, Lizenz: CC-BY-SA 3.0
 
Daneben tauchten eine ganze Menge Kindheitserinnerungen auf an exotische Spaghettimahlzeiten mit kleingeschnittenen Spaghetti, Ketchup-basierter Tomatensauce und anderen kulinarischen Exotika des geteilten Deutschlands.

Einige Antworten, viel mehr Fragen:
* seit wann wird in Deutschland überhaupt Pasta gegessen?
* wie lange schon ist Tomatensauce verbreitet?
* seit wann essen westdeutsche Spaghetti?
* Und wer ist Schuld? Die Gastarbeiter? Die Italienurlauber? Miracoli?
* Und wie kommen eigentlich die Löcher in die Makkaroni?

Also verließen wir dann erst einmal die Auskunft und die dortige Diskussion und betrieben etwas weitere Recherche. Das heimische "Kochbuch der Haushaltungs- und Kochschule des Badischen Frauenvereins", veröffentlicht 1913 in Karlsruhe, kennt sowohl Makkaroni wie auch Spaghetti. Ungewohnt für heute: die Makkaroni werden in "halbfingerlange Stückchen gebrochen" und dann 25 bis 30 Minuten gekocht.

Neben den diversen Makkaroni-Gerichten gibt es auch einmal Spaghetti. Die Priorität ist klar. Spaghetti werden erklärt als "Spaghetti ist eine Art feine Makkaronisorte. Beim Einkauf achte man darauf, daß sie nicht hohl sind"

Die "Basler Kochschule. Eine leichtfaßliche Anleitung zur bürgerlichen und feineren Kochkunst" von 1908 kennt keine Spaghetti aber diverse Gericht mit "Maccaronis". Darunter sogar schon die Variante "a la napolitaine" mit Tomatensauce.

Weitere Recherche. Weitere Erkenntnisse bringt das Buch "Meine Suche nach der besten Pasta der Welt: Eine Abenteuerreise durch Italien", das die Ankunft der Makkaroni in Deutschland auf das frühe 18. Jahrhundert verlegt. Die 1701 nachweisbaren "Macronen" waren wohl eher Lasagne, aber irgendwann anfang des 18. jahrhunderts entstanden in Prag und Wien echte Makkaroni-Fabriken.

Die Pasta folgte anscheinend den jungen Männern der Grand Tour aus Italien in das restliche Europa. Bestimmt waren die Grand Tours für junge Männer, die mal etwas von der Welt sehen und klassische europäische Bildung mitbekommen sollten, die auf der Tour aber anscheinend nicht nur Statuen und Kirchen kennenlernten, sondern auch Pasta.

Philip Dawe, The Macaroni. A Real Character at the Late Masquerade (1773) - 02
Der Macaroni. Der Hipster seiner Zeit. Bild: Philip Dawe: The Macaroni. A Real Character at the Late Masquerade, 1773.

In England gab es sogar einen eigenen Modestil Macaroni für exaltierte junge Männer - "a fashionable fellow who dressed and even spoke in an outlandishly affected and epicene manner". Die englische Wikipedia schreibt dazu lakonisch: "Siehe auch: Hipster. Metrosexuell." Komplett falsch wäre wohl auch die Assoziation zur Toskana-Fraktion nicht. Und nach diesen extravagant und auffallend auftretenden jungen Männern ist nun wiederum ist im Englischen der Macaroni penguin - auf deutsch der Goldschopfpinguin - benannt.


Macaroni Penguin at Cooper Bay, South Georgia (5892387033)
Makkaroni-Penguin. Benannt nach dem Stil, nicht nach den Nudeln. Bild: Macaroni Penguin at Cooper Bay, South Georgia von Liam Quinn, Lizenz: CC-BY-SA 2.0

Wie aber kommen nun die Löcher in die Makkaroni? Und seit wann? Licht in dieses Dunkel bringt die "Encyclopedia of Pasta." Diese lokalisiert die Entstehung der maschinellen Pastafertigung - die für Makkaroni in zumutbarer Menge unvermeidlich ist - in die Bucht von Neapel in das 16. Jahrhundert. Dort existerte eine Heimindustrie mit Mühlen, an die sich relativ problemlos eine im 16. Jahrhundert aufkommende ’ngegno da maccarun anschließen lies, die es den Neapolitanern ersparte stundenlang im Teig herumzulaufen, um ihn zu kneten: im Wesentlichen Holzpressen mit einem Einsatz aus Kupfer, je nach Form des Einsatzes entstehen verschiedene Nudelsorten und damit unter anderem Makkaroni. Die Makkaroni wurden dann in langen Fäden zum trocknen in die süditalienische Sonne gehängt.


Sommer, Giorgio (1834-1914) - n. 6204 - Napoli - Fabbrica di maccheroni
Neapel, 19. Jahrhundert. Bild: Giorgio Sommer (1834-1914), "Torre Annunziata-Napoli - Fabbrica di maccheroni". Fotografia colorita a mano. Numero di catalogo: 6204. 

Das hat alles nicht mehr wirklich etwas mit Spaghetti und der DDR zu tun, beantwortet nicht, warum die Deutschen in den 1960ern plötzlich lieber Spaghetti als Makkaroni mochten, oder warum die Makkaroni bei ihrem ersten Zug über die Alpen die Tomatensauce in der Schweiz ließen? Warum gibt es in Deutschland kein Äquivalent zu "Macaroni and cheese" (mehr)? Gab es ein Miracoli-Äquivalent in der DDR, bei dem es Pasta, Sauce und Käse schon in einer Packung gab? Warum sind Makkaroni in Deutschland tendenziell lang und dünn in vielen anderen Ländern aber dicker und hörnchenförmig-gebogen? Es ist hochspannend. Und ein Grund, noch viel mehr zu recherchieren.
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at January 30, 2016 09:45 AM

January 29, 2016

Iberty

WikiWedding: ein Stadtteil und ein Bastelbrockhaus kommen zusammen

Berlin Wedding rathausbaer 14.11.2015 14-11-21Was passiert, wenn man eine Internet-Enzyklopädie und einen Stadtteil aufeinander loslässt? Diese Frage soll in den nächsten Monaten das Projekt WikiWedding klären. Zum einen soll es dazu dienen, Lücken in Wikipedia/Commons/Wikivoyage/Wikidata zum Berliner Stadtteil Wedding zu füllen. Zum anderen soll es Weddinger dazu animieren, nach ihrer Lust und ihren Fähigkeiten zu den Wikiprojekten beizutragen. Wer selbst mal schauen möchte, Ideen hat, oder selbst an und mit einem der ärmsten und sexiesten Berliner Stadtteile zu arbeiten, der gehe hier entlang. <noscript>
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at January 29, 2016 05:33 PM

January 28, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 4/2016

In der 4. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2016 geht es unter anderem um den Rücktritt von Arnon Geshuri aus dem Board of Trustees, neue Mitglieder im Affiliations Committee und den neu gewählten Vorstand von Wikimedia Belgien. Außerdem startete das Projekt „Connected Open Heritage“ in Zusammenarbeit mit Wikimedia Schweden, Wikimedia Italien, der UNESO und der Organisation Cultural Heritage without Borders.

Foundation und Organisationen

Arnnon Geshuri tritt aus dem Board of Trustees der WMF zurück

Nach ummfangreichen Diskussionen und Protesten aus der Community, trat Arnnon Geshuri, erst vor wenigen Wochen für das Board of Trustees der Wikimedia Foundation kooptiert, aus dem ehrenamtlichen Gremium zurück. Erst nach seiner Kooptation war bekannt geworden, dass Geshuri mitverantwortlich für illegale Absprachen war, bei denen verschiedene Unternehmen im Silicon Valley das gegenseitige Abwerben von Mitarbeitenden ausgeschlossen hatten („No-Poach-Deal“). Auch Patricio Lorente, Vorsitzender, und Alice Wiegand, stellvertretende Vorsitzende des Boards, äußerten sich.

Alice Wiegand hat in ihrem privaten Blog einen Beitrag mit dem Titel „Schweigen“ zur Situation des Board of Trustees (u.a. Ausschluss von James Heilman, Kontroverse um Arnnon Geshuri) veröffentlicht. In dem Beitrag beschreibt sie vor allem wieso sich das oberste Entscheidungsgremium der Wikimedia Foundation bisher nicht ausführlich geäußert hatte.

Neues Program Capacity and Learning Team im Community Engagement Bereich der WMF

Das neu zusammengelegte „Program Capacity and Learning Team“ kombiniert zukünftig die Ressourcen der Teams „Learnings and Evaluation“, „Wikipedia Education Program“ und „The Wikipedia Library“. Als neue Aufgabenbereiche kommen nun auch Unterstützung von GLAM-Initiativen und Beziehungen zu den Affiliates hinzu. Bis zum 18. Februar läuft noch eine Community-Umfrage des neuen Teams zu den wichtigsten zukünftigen Projekten.

Affiliations Committee wählt neue Mitglieder

Das Affiliations Committee, das Wikimedia-Nutzgruppen und -Chapter auf dem Weg zur offiziellen Anerkennung begleitet und unterstützt, hat seine neuen Mitglieder gewählt. Drei Mitglieder (Salvador Alcantar, Carlos Colina und Galileo Vidoni) wurde wiedergewählt, drei Mitglieder (Emna Mizouni, Tanweer Morshed, Rosie Stephenson-Goodknight) sind hinzugekommen.

Provisorischer Zeitplan für die Wahl der „Affiliate-selected Board seats“

2016 werden drei Sitze des Boards of Trustees neu besetzt. Zwei davon werden von den Wikimedia-Organisationen (Chapter, thematische Organisationen) bestimmt, die sog. „Affiliate-selected Board seats“. Das kürzlich konstitutierte Wahlkomittee hat nun den provisorischen Zeitplan für den Wahlprozess auf Meta veröffentlicht.

Wikimedia Belgien wählt neuen Vorstand

Die Mitglieder des belgischen Wikimedia-Chapters haben einen neuen Vorstand gewählt. User:Geertivp ist zudem der neue ehrenamtliche Vorsitzende des Vorstands.

Projekte und Initiativen

Bekanntgabe der angenommenen Wikimania-Einreichungen verschoben

Wie Michele Lavazza verlauten ließ, wurde die Bekanntgabe der angenommenen „Critial issues“-Einreichungen für die Wikimania vom 27. Januar auf den 1. Februar verschoben. Einreichungen für die Konferenzformate „Trainings“, „Meetups“ und „Discussions“ können erst ab 25. Februar eingereicht werden.

cebwp zieht an dewp vorbei

Mit einer weiteren Artikelserie des schwedischen Lsjbots ist die cebuanosprachige Wikipedia an der deutschsprachigen Wikipedia bei der Zahl der Artikel vorbeigezogen. Damit steht die dewp nun hinter der englisch- und der schwedischsprachigen Wp sowie der cebwp auf dem vierten Platz.

Projekt „Connected Open Heritage“ startet

Wikimedia Schweden startet gemeinsam mit Wikimedia Italien, der UNESO und der Organisation Cultural Heritage without Borders, ein neues Projekt namens „Connected Open Heritage“. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt u.a. die komplette Wiki Loves Monuments-Datenbank zu Wikidata umzuziehen, tausende neue Denkmalbilder hochzuladen sowie Daten zu bisherigen Denkmälern zu verbessern. Ein Fokus sind dabei auch bereits zerstörte oder stark gefährderte Denkmäler, wie die historische Stadt Palmyra in Syrien.

Neues aus der OSM-Welt #287

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 287“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 12. bis 18. Januar.

Radio-Hörer verfassen Wikipedia-Artikel

Anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Wikipedia, rief WDR2 seine Hörer dazu auf, zu einem neuen Wikipedia-Artikel über das „Maschinenhaus der Zeche Wallfisch“ beizutragen. Betreut wurde die Livesendung und die Artikelarbeit von der Wikipedianerin Geolina.

Technik

CatWatch auf der deutschsprachigen Wikipedia verfügbar

Durch das neue Feature „CatWatch“ besteht die Möglichkeit, über die Beobachtungsliste eine Kategorie auf neue Artikel hin zu beobachten.

Am 25. Januar war Magnus-Manske-Tag

Im Wikimedia-Universum wurde der 25. Januar gefeiert. An diesem Tag vor genau 15 Jahren setzte der Biochemiker Magnus Manske unter der Bezeichnung „Phase II“ das heutige MediaWiki auf.

Neue Pageview-API nutzbar

Die Wikimedia Foundation hat eine neue Pageview-API zur Verfügung gestellt, mit der interessante Daten über Seitenabrufe in den Wikimedia-Projekten abgefragt werden können.

Tech News issue #4

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Gemeinnützigkeit oder „ungenierter Raubtier-Kapitalismus“?

c’t-Redakteur Sascha Steinhoff argumentiert gegen die Gemeinfreiheit des bekannten Affen-Selfies.

WDR-Beitrag über Coding da Vinci

Unter dem Titel „Die Früchte der digitalen Datenarbeit“, veröffentlichte WDR 5 einen Audio-Beitrag zum Kulturhackathon Coding da Vinci.

Termine

28.1.: Offenes Editieren Berlin

Das Offene Editieren findet immer am letzten Donnerstag des Monats statt. Es ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer_innen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits Wikipedianer_innen mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.

3.2.: Women edit Berlin

Women edit ist ein Netzwerk von Wikipedianerinnen. Jeden ersten Mittwoch im Monat findet in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland von 18.00 bis 21.00 Uhr ein Treffen statt. Neu-Autorinnen sind willkommen.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at January 28, 2016 01:25 PM

January 24, 2016

lyzzy

Schweigen

Schweigen ist eine Form der nonverbalen Kommunikation, bei der nicht gesprochen wird und bei der auch keine Laute erzeugt werden. (Seite „Schweigen“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11. Januar 2016, 23:53 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Schweigen&oldid=150101218 (Abgerufen: 24. Januar 2016, 08:16 UTC))

Nein, wir haben gerade keinen guten Lauf im Kuratorium der Wikimedia Foundation. Unsere letzten Entscheidungen sind für die Community überraschend und wenig nachvollziehbar. Unverständnis, Enttäuschung, Hilflosigkeit und Wut machten sich breit und mündeten zuletzt in ein Misstrauensvotum.

Und das Kuratorium schweigt.

Was viele für einen weiteren Beweis dafür nehmen, dass sich die Wikimedia Foundation und insbesondere das Kuratorium komplett von der Community verabschiedet haben, ist aus meiner Sicht dem Zusammentreffen verschiedener Aspekte nicht angemessener Kommunikation geschuldet. Weder Absicht noch Desinteresse liegen dem zugrunde. Das macht es nicht wirklich besser, das ist klar.

Nehmen wir die Diskussion um die Ernennung von Arnnon Geshuri. Nach der Bekanntmachung, dass wir zum 1. Januar 2016 mit Kelly Battles und Arnnon Gehuri zwei weitere Amerikaner in das Kuratorium berufen, deren beruflicher Werdegang auch Unternehmen des Silicon Valley umfasst, wurde zunächst kritisiert, dass bei der Auswahl zu wenig Gewicht auf Vielfalt gelegt wurde. Sehr bald brachte ein Communitymitglied Arnnons Beteiligung bei den Absprachen großer Tech-Unternehmen wie Google, Apple und Intel gegen die Abwerbung von Beschäftigten in die Diskussion.

Und zack – auf kaltem Fuß erwischt.

Während die Community auf der Mailingliste schnell zu Urteilen kam, musste sich das Kuratorium zunächst mit der Situation an sich auseinandersetzen. Welche Fakten liegen uns vor, was sagt Arnnon dazu, warum wurde das Thema bei der Auswahl der Kandidaten nicht berücksichtigt? Hätte es einen Unterschied gemacht, wenn das Auswahlkomitee das gewusst hätte? Hätten wir während dieser Zeit zumindest eine kurze Mail absetzen können, in dem wir mitteilen, dass wir die Diskussion verfolgen, uns mit der Angelegenheit beschäftigen aber noch etwas Zeit brauchen, bis wir uns dazu äußern? Ja, das hätten wir tun können und auch sollen.

Wenn ich in schwierigen Situationen das Wirrwarr meiner Gedanken ordnen und zu einer Entscheidung führen muss und nicht weiterkomme, laufe ich eine Runde durch den Wald, lege mich in die Badewanne oder höre ausgiebig laute Musik. In komplexen Fällen kommen alle drei Maßnahmen der Reihe nach zum Zuge. In einem Gremium, in dem die Mitglieder zudem noch räumlich über mehrere Zeitzonen und etliche Sprachgrenzen voneinander getrennt sind, funktioniert das leider nicht. Und plötzlich steckt man in einem Vakuum, in dem völlig unklar ist, ob man sich als Gremium äußert, mit welchem Schwerpunkt man das tut, ob es sich um eine kurze und knappe Mitteilung oder doch mehr um eine ausführliche Betrachtung handeln soll. Hätten wir während dieser Phase zumindest eine kurze Mail absetzen können? Ja. Hat aber niemand.

Das Schweigen verfestigt und verselbstständigt sich mit jedem weiteren Tag. Es lähmt, es verunsichert und es schadet. Nicht nur dem Kuratorium und der Organisation dahinter, sondern auch der Diskussionskultur schlechthin. Doch es ist schwierig. Das Verfolgen der Diskussionen an verschiedenen Orten frisst nicht nur Zeit sondern auch Lust. Mit jeder Mail und jedem Beitrag setzt man sich erneut der öffentlichen Empörung, der Diskussion um die Person mehr als um die Sache und weiteren Nachfragen in einem teilweise sehr irritierenden investigativen Stil aus. Muss man das nicht aushalten als Kuratoriumsmitglied? Nein, meine Vorstellung von respektvollem Umgang ist eine andere und ich halte eine solche Erwartungshaltung für realitätsfremd.

Vieles an der laufenden Diskussion gefällt mir nicht. Sie zeigt aber deutlich, wie sensibel die Community auf unsere Entscheidungen reagiert, wie sehr sie befürchtet, dass entscheidende Veränderungen ohne ihr Zutun durchgesetzt werden und wie groß der Vertrauensverlust in das Gremium als solches geworden ist. Manches fußt auf falschen Vorstellungen über Art und Umfang der Entscheidungen des Kuratoriums. Was erneut zeigt, dass wir es noch immer nicht geschafft haben, unser Selbstverständnis als Kuratorium, unsere Aufgaben und unsere Vorstellungen klar zu kommunizieren.

Und was jetzt?

In der Diskussion um Arnnons Ernennung bereiten wir ein Statement vor und Arnnon wird sich auch persönlich einbringen. Vor allem aber müssen wir aus dem Mustopf raus, weg von der Nabelschau hin zu den eigentlichen Fragen rund um freies Wissen. Als Kuratorium müssen wir uns fragen, warum wir uns nur selten in grundsätzliche Diskussionen einbringen, an welcher Stelle unser Input etwas bewirken kann und soll und auch, wie wir gemeinsam mit der Community ein Miteinander schaffen können, in dem wir voneinander profitieren und uns auch über kontroverse Themen zivilisiert austauschen können.

Ich nehme das sehr ernst und es ist weiter mein Ziel, ein Stück dazu beizutragen. Und ich weiß, dass, während ich meine Freizeit in Hangouts, auf Mailinglisten und in Telefonaten verbringe, anderswo weiter Artikel für die Wikipedia geschrieben und verbessert werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar überwiegend von Menschen, die sich noch nicht einmal dafür interessieren, ob es ein Kuratorium der Wikimedia Foundation gibt oder nicht.

by Alice Wiegand at January 24, 2016 11:18 AM

January 21, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 3/2016

In der 3. Ausgabe der Wikimedia:Woche geht es unter anderem um eine Strategieumfrage der Wikimedia Foundation, die nachträgliche Veröffentlichung der Risikobewertung des WMF-Jahresplans und neue Befugnisse der Ombudskommission. Bei Wikimedia Deutschland gibt es außerdem neue Stellenausschreibungen. Sehr sehenswert ist zudem ein neuer Kurzfilm von Wikimedia Argentinien über die dortige Wikipedia-Community.

Foundation und Organisationen

Strategieumfrage der Wikimedia Foundation

Die Wikimedia Foundation möchte sich vor dem Beginn ihrer Jahresplanung für das Geschäftsjahr 2016/17 eine neue Strategie zulegen. Dazu konsultiert sie die Wikimedia-Community auf Meta. Während im letzten Jahr nur zwei (sehr offene) Fragen zu beantworten waren, wird dieses Jahr um umfänglicheren Input in den drei Themenfeldern Reach (Reichweite), Communities und Knowledge (Wissen/Inhalte) geben. Pro Themenfeld können 2-3 aus 6 Ideen priorisiert werden, alternativ sind auch eigene Ideen möglich. Die Umfrage ist auch auf Deutsch verfügbar und beantwortbar.

Risikobewertung des WMF-Jahresplans nachträglich veröffentlicht

Amy Vossbrinck, Assistentin des Leiters der WMF-Finanzabteilung, hat mitgeteilt, dass bei der Veröffentlichung des Jahresplans der Wikimedia Foundation aus Versehen die sonst übliche Risikobewertung nicht veröffentlicht wurde. Dies wurde nun nachgeholt, Amy bittet um Entschuldigung des Lapsus.

Aufgaben der Ombudskommission werden ausgeweitet

Das Board of Trustees der Wikimedia Foundation hat nach einem „Request for Comments“ auf Meta beschlossen die Aufgaben der 2006 gegründeten, von Freiwilligen betreuten Ombudskommission zu erweitern. Die Kommission ist jetzt auch befugt Vorfälle in lokalen Wikis zu untersuchen, die ggf. globale Datenschutz-Richtlinien der Wikimedia Foundation verletzen.

WMDE schreibt neue Stellen aus

Wikimedia Deutschland ist auf der Suche nach einem Produktmanager (m/w) und einer freiberuflichen Empfangs- und Veranstaltungsbetreuung.

15 Jahre Wikipedia aus Sicht von WikiEdu

Frank Schulenburg gibt einen Rückblick auf 15 Jahre Wikipedia aus Sicht der Wiki Education Foundation.

Kandidaturaufruf für die Steward-Wahlen

Shanmugam Pachamuthu, Mitglied des Wahlkomittees, hat auf wikimedia-l die Details für die anstehenden Stewardwahlen bekanntgegeben. Die Wahlen beginnen am 8. Februar. Bis zum 28. Februar können Kandidaturen eingereicht werden. Stewards können – zur Erinnerung – lokale und globale Benutzerrechte für alle Wikimedia-Projekte geben und nehmen, wie etwa Administrator, Bürokrat, Oversight, Checkuser und Bot. Da diese Funktion projektübergreifend wirkt, gibt es keine lokalen Stewards, sondern ausschließlich „global agierende“.

Projekte und Initiativen

Umfrage zur Willkommenskultur

Vom 22. Januar bis 4. Februar ist über einen Banner in der deutschsprachigen Wikipedia eine Befragung zugänglich, die sich an erfahrene Benutzerinnen und Benutzer richtet: Wie können neue Autorinnen und Autoren in der Wikipedia unterstützt werden?

Workshop-Zusammenfassung „Neue Ehrenamtliche gewinnen und halten“

Die Zusammenfassung zum Dialog „Gewinnen und Halten von neuen Ehrenamtlichen für die Wikimedia-Projekte“ ist online und wird in den Community-Workshop (19. bis 21. Februar 2016) einfließen. Der Eintrag in die Teilnahmeliste für den Community-Workshop ist jetzt möglich.

Kurzdokumentation „Soy Wikipedista“

Wikimedia Argentinien hat anlässlich des 15. Geburtstages der Wikipedia eine Kurzdokumentation mit dem Titel „Soy Wikipedista“ (Ich bin Wikipedianer) veröffentlicht, in der sie mehrere argentinische Wikipedianerinnen und Wikipedianner, sowie deren Motivation an der Wikipedia mitzuarbeiten, darstellt. Das gut neun Minuten lange Video ist auf Vimeo, Youtube und Wikimedia Commons verfügbar und mit englischem Untertitel versehen.

Aktivitätsbericht von Raymond

Benutzer:Raymond, aktiver Wikipedianer und Fotograf aus Köln, hat einen Bericht zu seinen fotografischen Aktivitäten des Jahres 2015 veröffentlicht, die er durch die Förderung in Form eines Akkreditierungsschreiben von Wikimedia Deutschland machen konnte.

Sieger des alemannischen Schreibwettbewerbes gekürt

Sieger des 5. Schreibwettbewerbs der alemannischsprachigen Wikipedia wurde der Artikel über den Schluchsee im Schwarzwald.

Dresdner Kulturinstitutionen laden ein zu GLAM on Tour mit Technik-Fokus

Wikipedia-Benutzer Brücke informiert in einem Gastbeitrag im Blog von Wikimedia Deutschland ausführlich über die kommende GLAM-on-Tour-Station in Dresden.

Neues aus der OSM-Welt #286

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 286“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 5. bis 11. Januar.

WikiEdu startet „Wissenschaftsjahr“

Mit der Initiative „Wissenschaftsjahr“ möchte die Wiki Education Foundation gezielt die Zusammenarbeit von Wikipedia und Wissenschaft verbessern.

Auswertung des Festivalsommers 2015

Achim Raschka erstellte eine interessante Auswertung des Festivalsommers 2015. Insgesamt wurden von 40 Fotografen etwa 25.000 Bilder hochgeladen und 1.200 Auftritte auf 100 Events besucht.

fOERder-award für herausragende OER-Projekte

Der fOERder-award für herausragende OER-Projekte ist ausgeschrieben worden und es ist jeder herzlich dazu eingeladen seine Stimme abzugeben! Viele kleine Projekte haben sich beworben u.a. auch ein sehr spannendes Wikiversity-Projekt. Es ist der erste Preis in der Form der in Deutschland ausgeschrieben wird.

Wikiversity-Projekt:

Technik

Statusupdate und erste Prioritäten der (internationalen) Technischen Wunschliste veröffentlicht

Danny Horn teilt mit, dass sein Team die Umfrage zur internationalen Technischen Wunschliste ausgewertet hat und die Top-10-Wünsche in punkto Machbarkeit, Wirkung, Risiken, etc. bewertet hat.

Tech News issue #3

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Updates für das Content Translation Tool

Auf cxupdate.wordpress.com werden neue Funktionen des Content Translation Tools vorgestellt.

Diskussion

Diskussion über Gebühren für API-Nutzung

Auf der Wikimedia-l-Mailingliste läuft gegenwärtig eine Diskussion, ob es für die Wikimedia Foundation sinnvoll wäre, Gebühren für die Nutzung von künftigen Programmierschnittstellen zu erheben oder eine Art Premium-Zugang gegen Bezahlung einzurichten. (via WP:K, AK)

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Tagesthemen zu Gast bei WMDE

Für einen Beitrag anlässlich des 15. Bestehens der Wikipedia, waren die Tagesthemen in der Geschäftsstelle zu Besuch.

Protest auf russischsprachiger Wikipedia

Als Protest gegen ein geplantes Zensurvorhaben der russischen Regierung, wurder der Schriftzug der russischsprachigen Wikipedia 24 Stunden lang mit einem schwarzen Balken versehen. Darüber berichtete tageschschau.de.

LVZ berichtet über leipziger Wikipedianerin

Die Leipziger Volkszeitung berichtete über die 73-jährige Wikipedianerin Ursel Ilgner aus Leipzig.

WMF veröffentlicht Beitrag über Magnus Maske

Ed Erhart berichtete im Blog der Wikimedia Foundation über die Aktivitäten von Magnus Maske in den vergangenen Jahren.

Termine

28.1.: Offenes Editieren

Das Offene Editieren findet immer am letzten Donnerstag des Monats statt. Es ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer und Wikipedianerinnen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits Wikipedianer_innen mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at January 21, 2016 03:11 PM

January 19, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Dresdner Kulturinstitutionen laden ein zu GLAM on Tour mit Technik-Fokus

By Dr. Bernd Gross (Own work) CC BY-SA 4.0

Ein Gastbeitrag von Benutzer:Brücke

Mit ihren mehr als 50 Museen verfügt Dresden über eine vielfältige und reiche Museumslandschaft, die jährlich viele Tausende Touristen in die Landeshauptstadt Sachsens zieht. (Siehe: Liste der Museen in Dresden) An vorderster Stelle stehen die Museen der Kunstgalerien. Zu der weiteren wichtigen Gruppe der Technik- und Verkehrsmuseen zählen die Technischen Sammlungen Dresden sowie das Verkehrsmuseum Dresden.

Wikipedianerinnen und Wikipedianer mit Technikbegeisterung sind vom 4.-7. März 2016 herzlich in diesen Dresdner Museen willkommen. Im Rahmen von GLAM on Tour in den Technischen Sammlungen und dem Verkehrsmuseum Dresden sind Fotografen und Autoren zum Dokumentieren der vielfältigen Technik-Schätze in beiden Institutionen herzlich eingeladen. Beide Veranstaltungen finden parallel – mit einem Tag versetzt – statt, so dass es den Teilnehmern auch möglich ist, von einem Museum zum anderen „zu springen“ und beide Museen aktiv zu besuchen.

GLAM on Tour goes Dresden

© CEphoto, Uwe Aranas /, CC-BY-SA 3.0

Die Technischen Sammlungen Dresden befinden sich im historischen Ernemannbau, einem Ursprung der Europäischen Foto- und Kameraindustrie. Sie umfassen schätzungsweise 25-30 Tausend Exponate, von den nur maximal 5 % in den öffentlichen Ausstellungen besichtigt werden können. Zu den Profillinien gehören die Foto-, Film- und Kinotechnik, die Schreib-, Büro- und Computertechnik, die Medien-, Kommunikations-, Radio- und Fernsehtechnik sowie die Energietechnik im digitalen Zeitalter. Die Computersammlung reicht von Leibniz über Zuse und Lehmann bis zur Robotron- und ESER-Rechentechnik. Auch ein Erlebnisland Mathematik/Physik sowie eine Optik-Sonderausstellung laden mit vielfältigen Experimenten ein.

Das Verkehrsmuseum Dresden befindet sich im Gebäude des Johanneums unmittelbar am Neumarkt, zwischen dem Dresdner Schloss und der Frauenkirche gelegen. Ständige Ausstellungen gibt es zu den Bereichen Schiene, Straßenverkehr, Luftfahrt und Schifffahrt. Im Juli 2015 wurde die neue Dauerausstellung zum Straßenverkehr eröffnet, die 700 Exponate umfasst. Insgesamt verfügt das Museum über 2000-3000 Exponate. Zu den besonderen Highlights des Museums zählen mit dem Dampfwagen (1895) das erste Automobil in Sachsen, die erste funktionsfähige Lokomotive Deutschlands, „Saxonia“ (1838), oder das Luxusautomobil Röhr aus dem Jahre 1933. Beide Museen verdeutlichen mit ihren einzigartigen Sammlungen die Rolle Dresdens in der historischen Entwicklung der Informations- und Verkehrstechnik Europas.

Wikipedia-Einführungs-Workshops: Neulinge herzlich willkommen!

Wikipedia-Workshop, GLAM on Tour Braunschweig, Bild: Braunschweigisches Landesmuseum/Ingeborg Simon, CC BY-SA 3.0

Herzlich willkommen sind zu dieser Tour besonders auch Wikipedia-Neulinge, darunter Schülerinnen und Schüler. Für diese Teilnehmer wird am Freitagnachmittag ein Einführungsworkshop zur Wikipedia angeboten. Gleiches ist für Museumsmitarbeiter und Mitglieder des Fördervereins der Technischen Sammlungen am Sonnabend vorgesehen.

Wem das Technik-Angebot der beiden Museen nicht reicht, dem sei optional am Anreisetag der Mathematisch-Physikalische Salon im Dresdner Zwinger mit seiner kostbaren Sammlung historischer Instrumente, Uhren, Messgeräte und Spielwerke empfohlen. Er ist vom reservierten B&B-Hotel am Bahnhof Dresden-Mitte zu Fuß zu erreichen, ebenso wie die Yenidze oder die am Neumarkt gelegene Frauenkirche, von denen man einen herrlichen Blick auf die Dresdner Altstadt hat.

by Lilli Iliev at January 19, 2016 01:22 PM

January 18, 2016

Iberty

Tanz auf dem Guglhupf, Automatenmaden und die „brutalism appreciation society“ im #wedding

Berlin ist groß; deutlich größer als alle anderen deutschen Städte. Berlin bietet seinen Bewohnerinnen und Bewohnern immer wieder neue Straßen, Stadtviertel und ganze Bezirke von denen sie noch nie gehört haben. So fand sich dann vor 10 Jahren eine Gruppe Wikipedistas zusammen, die im Rahmen der KNORKE-Touren Berlin erkundete. (Für mehr Hintergrund, hier der Iberty-Artikel) Einige oder viele Wikipedianer treffen sich, neugierig auf die Stadt um sie herum und erkunden sie. Die Treffen finden dabei unregelmäßig statt. Mal sind sie monatlich, mal alle anderthalb Jahre.

Im Januar 2016 traf sich die erste KNORKE-Runde nach über einem Jahr Pause seit zur Tour entlang der Müllerstraße, dem „Ku’damm des Weddings“. Vom Startpunkt aus, dem Angelgeschäft Koss, beziehungsweise dessen Madenautomaten, ging es weiter zu Gänsen, Enten und Schweinen in der Kinderfarm Wedding. Leider überlebten die Maden im Sägemehl nicht den Gang bis zu den Enten und konnten so nicht mehr als Futterspende dienen. Zwischendurch warfen wir einen Blick auf den Abenteuerspielplatz Telux, laut einem der Knorkisten der erste Abenteuerspielplatz Deutschlands.[citation needed]

Wedding Automatenmaden
Berlin-Weddinger Automatenmaden.

Nach dem Besuch der Schweineställe in der Kinderfarm folgte die Innenbesichtigung des Ernst-Reuter-Hauses mit kurzem Blick auf den Biergarten Eschenbräu, bevor es nach Süden Richtung Bayer Health Care (ehemals : Schering) ging. Am Beispiel des Schering-Parkhauses erörterten wir die Existenz der "brutalism appreciation society" und diskutierten die Frage ob Bauwerken des Brutalismus die Fassadengestaltung mit knalligen Farben eher nutzt oder schadet. An der Dankeskirche am Weddingplatz lebten die wilden Zeiten des Roten Weddings wieder auf, Erich Kästner verewigte den Platz mit seinen wilden Straßenschlachten in seinem Roman Fabian.

Berlin Wedding bayer parkhaus 14.11.2015 13-40-01
Ein Fall fur die brutalism appreciation society.

Danach ging es an der Panke entlang zu einem der ungeplanten Höhepunkte der Tour: dem Tanz auf dem Guglhupf. Das Kunstwerk mit dem offiziellen Namen „Tanz auf dem Vulkan“, das offensichtlich von einer engagierten Kunststudentin im ersten Semester geschaffen wurde, regte auf jeden Fall zur intensiven Diskussion an.

Nachdem einem Blick auf das Stadtbad/Stattbad Wedding - das wegen des Brandschutzes geschlossen werden musste - überlegten wir wann es dem Krematorium Wedding wohl genauso geht. Beide Sightseeingpunkte wurden noch mit Geschichten der jetzigen und ehemaligen Bewohner des Weddings abgerundet. Schnee und Kälte zwangen uns dann zu einem Kaffeestop in einem der zahlreichen inhabergeführten migrantischen Geschäfte der Müllerstraße.

Tanz auf dem guglhupf
Kunst im öffentlichen Raum. Der Tanz auf dem Guglhupf.

Dann noch schnell ein Schinkel-Bau, am interkulturellen Garten Himmelbeet die Überlegung ob es ein nicht nur eines Lokals B in Berlin bedarf, sondern auch eines Lokalen Beets B, noch schnell eine weitere Kirche abgehakt, das Rathaus Wedding auf dem ehemaligen Gelände von Onkel Pelles Rummelplatz - auch dieser mit einer Würdigung durch Kästner. Ob die neu eraute Schiller-Bibliothek schick war oder eher nicht, daran schieden sich die Geister. Am Platz des unscheinbaren AOK-Gebäudes erbargen sich die Pharus-Säle, einst das "Wohnzimmer der KPD" im Wedding und die Schiller-Bibliothek. Abschluss für die frierende Gruppe dann schließlich beim exzellenten "Rebel Burger" mit Coleslaw, Pommes-Twister im stilechten denkmalgeschützten 50er-Jahre-Kiosk. KNORKE kommt wieder. Im Jahr 2016 bestimmt.

Krematorium wedding
This is friend is not the end (anymore): Das ehemalige Krematorium Wedding <noscript>
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at January 18, 2016 05:38 PM

January 16, 2016

Iberty

Berlin celebrates old school #wikipedia15

I still remember the time when real life meetings for Wikipedians were new and adventurous and a bit scary. Did one really want to meet these strange other people from the Internet? How would they be? Could they even talk in real life or would they just sit behind a laptop screen staring on it for hours?

My first meeting in Hamburg – THE first Wikipedia meeting in Hamburg - would consist of three people (Hi Anneke, Hi Baldhur!) sitting in a pub, and just waiting and seeing what would happen. These meetings were kind of improvised, in a pub, quite private and personal in nature and no talk about projects, collaborations, “the movement” whatever. Just Wikipedia and Wikipedians having a nice evening.

WP15 Germany Berlin 01
Bild: By Sargoth, CC BY-SA 3.0

So what a fitting setting to celebrate this day in Berlin just the old school way. Half improvised, organized by our dearest local troll user:Schlesinger on a talk page, we met in a pub, it was not clear who would come and what would happen except some people having a good time.

And so It was. In the “Matzbach” in the heart of Berlin-Kreuzberg seven people promised to come, in the end we were almost twenty. Long time Wikipedians, long-time-no-see-Wikipedians, a Wikipedian active mostly in Polish and Afrikaans, some newbies and two and a half people from Wikimedia Deutschland. Veronica from Wikimedia Deutschland brought a tiny but wonderful home-baked cake, and we just talked and laughed, talked about history and future.  Actually, mostly we talked about future.

WP15 Germany Berlin 03
Bild: By Sargoth, CC BY-SA 3.0

About the Wikipedian above 30, who has just started a new a university degree in archaeology, the question whether the Berlin community should have its own independent space, industrial beer, craft beer and the differences, the district of Berlin-Wedding, the temporary David-Bowie-memorial in Berlin-Schöneberg, the vending machine for fishing bait in Wedding, new pub meet-ups in the future, who should come to the open editing events, how to work better with libraries, colorful Wikipedians who weren’t there, looking for a new flat, whether perfectionism is helpful or rather not when planning something for Wikipedians, explaining Wikipedia to the newbie, the difficulties of cake-cutting and whatsoever.

No frustration, almost no talk about meta and politics, just Wikipedians interested in the world, Wikipedia and eager to be active in and for Wikipedia and with big plans for the future. Old school. So good.

WP15 Berlin Torte angeschnitten

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by dirk franke (noreply@blogger.com) at January 16, 2016 01:14 PM

Ein paar Worte zum 15.

Ein erster kurzer Beitrag von mir zum 15. Wikipedia-Geburtstag ist nebenan:

15 Jahre Wikipedia: Alles Gute!

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by dirk franke (noreply@blogger.com) at January 16, 2016 11:21 AM