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February 04, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 5/2016

Neuigkeiten zu gleich mehreren Umfragen, gibt es unter anderem in dieser Ausgabe der Wikimedia:Woche: Die Umfragen zur Willkommenskultur in der Wikipedia wurde beendet, die Ergebnisse des WMF Harassment Survey sind veröffentlicht worden und das IdeaLab gab die Ergebnisse seiner Umfrage über die thematische Ausrichtung für das Jahr 2016 bekannt.

Foundation und Organisationen

María Sefidari rückt ins Board of Trustees nach

Das Board of Trustees der Wikimedia Foundation hat entschieden, dass für den ausgeschlossenen James Heilmann die bei den Community-Wahlen viertplatzierte María Sefidari (user:Raystorm) ins Board nachrückt.

Neue und alte Mitglieder in der Ombudskommission

Die neue Besetzung der Ombudskommission wurde bekannt gemacht: Benutzer Anlan, NahidSultan, Pajz (aus der deutschsprachigen Wikipedia), Taketa, Barras, Polimerek und Rubin16. Die Ombudskommision nimmt Datenschutzbeschwerden von Wikipedia-Benutzerinnen und -Benutzern an.

Wikimedia Italien als OpenStreetMap-Chapter anerkannt

Nach mehr als zwei Jahren seit Beginn des Prozesses ist Wikimedia Italien nun als offizielles italienisches Chapter der OpenStreetMap-Foundation anerkannt. Damit ist es neben OpenStreetMap Island (Hliðskjálf) das zweite OSM-Chapter weltweit.

Wikimedia Research Newsletter Januar

Über aktuelle interessante Themen aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Wikipedia, berichtet der Wikimedia Research Newsletter in seiner Januar-Ausgabe.

Projekte und Initiativen

WMDE Umfrage zur Willkommenskultur in der Wikipedia beendet

Die von Wikimedia Deutschland initiierte Befragung aktiver Autorinnen und Autoren zur Willkommenskultur in der deutschsprachigen Wikipedia konnte aufgrund der erfreulich hohen Beteiligung (686 Teilnehmende) frühzeitig zum 31. Januar beendet werden. Nach Abschluss der Analyse werden die Ergebnisse auf der Projektseite der Umfrage veröffentlicht sowie auf dem Community-Workshop (19.-21. Februar) vorgestellt.

Ergebnisse des WMF Harassment Survey veröffentlicht

Im letzten Jahr hatte die Wikimedia Foundation weltweit Benutzerinnen und Benutzer der Communities gefragt, welche Erfahrung sie im Rahmen der Wikipedia mit Mobbing, Beleidigung und Bedrohungen (zusammengefasst unter „Harassment“) gemacht haben. Jetzt wurden die vorläufigen Ergebnisse dazu veröffentlicht: Von den 3845 an der Umfrage Beteiligten gaben 38 Prozent an, bereits einmal gemobbt, beleidigt oder bedroht worden zu sein.

Ergebnisse der IdeaLab Consultation veröffentlicht

Im Jahr 2015 gab es erstmal eine „IdeaLab Campaign“: Ein Aufruf über mehrere Wochen präsent in allen Wikis zu einem bestimmten Thema (2015: Steigerung des Frauenanteils in der Wikipedia) Förderanträge einzureichen. Zwischen dem 4. Dezember und dem 5. Januar fand eine Umfrage statt, welche thematische Ausrichtung diese IdeaLab Campaigns im Jahr 2016 haben sollten. Die Ergebnisse dieser Umfrage wurden nun veröffentlicht.

Initiative für Visual Editor gestartet

Unter dem Namen „VisualEditor Appreciation Society“ setzen sich Wikipedianerinnen und Wikipedianer dafür ein, den VisualEditor als voreingestellte Bearbeitungsoberfläche für nicht eingeloggte und neu angemeldete Benutzer in der deutschsprachigen Wikipedia einzuführen.

Neues aus der OSM-Welt #288

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 288“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 19. bis 25. Januar.

Technik

Mehr als 50.000 Artikel mit Hilfe des Übersetzungstools erstellt

Runa Bhattacharjee, Teil des „Language“-Teams der Wikimedia Foundation, teilte mit, dass bereits mehr als 50.000 Artikel mit Hilfe des Übersetzungstools („Content Translation Tool“) erstellt wurden.

Tech News issue #5

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Neues aus der Software-Entwicklung bei WMDE

Der Bereich Software-Entwicklung von Wikimedia Deutschland stellt rückblickend auf den Monat Januar das Fundraising-Framework und eine Verbesserung der Beobachtungsliste, CatWatch und die besuchten Veranstaltungen vor.

OTRS aktualisiert

Das Open Ticket Request System (OTRS), mit dem Anfragen rund um die Wikimedia-Projekte bearbeitet werden, wurde am 3. Februar von der Version 3 auf die Version 5 aktualisiert und war daher an diesem Tag nicht erreichbar. (via WP:K, MB)

Diskussion

Was ist das WMF Advisory Board und wozu dient es?

Auf wikimedia-l hat sich eine interessante Diskussion zum ehrenamtlichen Beirat der Wikimedia Foundation („WMF Advisory Board“) ergeben. Das kaum bekannte Gremium berät in Einzelfällen die Führungsebene der Wikimedia Foundation. Kat Walsh, ehemaliges Mitglied des Board of Trustees und nun Mitglied des WMF Advisory Board, erläutert wozu es dient.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Artikel auf heise.de über die WMF

Der Autor Torsten Kleinz fast auf heise.de aktuelle Themen bei der Wikimedia Foundation zusammen.

Wikipedianer aus Hadamar im Interview

Die Nassauishe Neue Presse interviewte den Wikipedianer Asdrubal aus der hessischen Stadt Hadamar.

Termine

WMF-Metrics-Meeting vom ersten auf den letzten Donnerstag des Monats verschoben

Lila Tretikov gab bekannt, dass die Metrics Meetings der Wikimedia Foundation vom ersten auf den letzten Donnerstag des Monats verschoben werden. Das nächste Metrics Meeting findet damit am 25. Februar statt.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at February 04, 2016 01:21 PM

January 30, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Neues aus der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland: Januar 2016

Monatlich stellen wir einige Ergebnisse der Arbeit in der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland vor. Die Zusammenstellung erfolgt am Ende des Monats und führt eine Auswahl von fertiggestellten oder neu begonnenen Arbeiten auf.

Fundraising-Framework und Verbesserung der Beobachtungsliste

Die Software hinter der Spendenkampagne wird überarbeitet (Refactoring). Ziel ist es, die einzelnen Bestandteile modularer und besser wartbar zu machen.

Zur Zeit wird an einem Wunsch der Technischen Wunschliste gearbeitet: Möglichkeit, dass ein Artikel nach Ablauf einer einstellbaren Zeitspanne automatisch wieder von der Beobachtungsliste gestrichen wird. Zu diesem Top-Wunsch der Umfrage technische Wünsche wurde ein technisches Meinungsbild (RFC) gestartet.

CatWatch

Über CatWatch, ein Feature für Beobachtungslisten für Kategorien, wurde bereits im Kurier berichtet. Eine deutschsprachige Anleitung zu CatWatch findet sich hier

Software-Entwicklung unterwegs

Im Januar sind Entwicklerinnen und Entwickler von Wikimedia Deutschland u.a. auf folgenden Events gewesen:

 

by Jens Ohlig at January 30, 2016 07:23 PM

Iberty

Gab es in der DDR Spaghetti?



Conrad, Giorgio (1827-1889) - n. 102 - Scena di genere
Nicht die DDR. Bild: Giorgio Conrad (1827-1889) - Mangiatori di maccheroni. Numero di catalogo: 102.

Eine der schöneren unbekannten Ecken der Wikipedia ist die Seite zur Auskunft. Dort können Menschen mögliche und unmögliche Fragen stellen, die dann mal launisch, mal larmoyant, mal ernsthaft oder auch gar nicht beantwortet werden. Wie im wahren Leben und eine ewige Fundgrube obskuren Wissens, seltsamer Fragestellungen und logischen Extremsports.

Dort nun fragte vor ein paar Tagen ein unangemeldeter Nutzer:

 "Warum gab es in der DDR eigentlich nur Makkaroni (die in Wirklichkeit Maccheroncini waren), aber keine Spaghetti? Das erscheint mir nach Lektüre einiger Bücher aus der DDR so gewesen zu sein und ist mir auch so von meiner aus Ex-DDR-Bürgern bestehenden Verwandtschaft bestätigt worden. Warum?"

Es folgte eine längere und mäandernde ausgiebige Diskussion, die immerhin folgendes ergab:

* Anscheinend gab es in der DDR Spaghetti, zumindest erinnerten sich einige der Diskutanten an derartige Kindheitserlebnisse.
* Ob Spaghetti so verbreitet waren wie Makkaroni oder Spirelli, darüber bestand Uneinigkeit.
* Die Nudelsaucensituation war in Berlin besser als im Rest der DDR.
* Die DDR allgemein pflegte in vielerlei Hinsicht traditionellere Essgewohnheiten als Westdeutschland, die Küche der DDR ähnelte in vielem mehr der deutschen Vorkriegsküche als dies für die westdeutsche Küche gilt.
* In Vorkriegszeiten waren Makkaroni verbreiteter als Spaghetti.
* Schon bei Erich Kästner wurden Makkaroni gegessen
* Der Makkaroni-Spaghetti turn im (west-)deutschen Sprachraum war Mitte der 1960er
* Schuld könnten wahlweise das mangelnde Basilikum, die mangelnde Tomatensauce, überhaupt mangelnde Kräuter, Italienreisen, Gastarbeiter, Miracoli oder auch was ganz anderes sein.
* Klarer Konsens im Rahme: Sahne gehört keineswegs in Sauce Carbonara!


Mirácoli noodles with sauce
Gab es in der DDR nicht: Miracoli. Bild: Miracoli-Nudeln mit Mirácoli-Soße von Kraft. Von: Brian Ammon, Lizenz: CC-BY-SA 3.0
 
Daneben tauchten eine ganze Menge Kindheitserinnerungen auf an exotische Spaghettimahlzeiten mit kleingeschnittenen Spaghetti, Ketchup-basierter Tomatensauce und anderen kulinarischen Exotika des geteilten Deutschlands.

Einige Antworten, viel mehr Fragen:
* seit wann wird in Deutschland überhaupt Pasta gegessen?
* wie lange schon ist Tomatensauce verbreitet?
* seit wann essen westdeutsche Spaghetti?
* Und wer ist Schuld? Die Gastarbeiter? Die Italienurlauber? Miracoli?
* Und wie kommen eigentlich die Löcher in die Makkaroni?

Also verließen wir dann erst einmal die Auskunft und die dortige Diskussion und betrieben etwas weitere Recherche. Das heimische "Kochbuch der Haushaltungs- und Kochschule des Badischen Frauenvereins", veröffentlicht 1913 in Karlsruhe, kennt sowohl Makkaroni wie auch Spaghetti. Ungewohnt für heute: die Makkaroni werden in "halbfingerlange Stückchen gebrochen" und dann 25 bis 30 Minuten gekocht.

Neben den diversen Makkaroni-Gerichten gibt es auch einmal Spaghetti. Die Priorität ist klar. Spaghetti werden erklärt als "Spaghetti ist eine Art feine Makkaronisorte. Beim Einkauf achte man darauf, daß sie nicht hohl sind"

Die "Basler Kochschule. Eine leichtfaßliche Anleitung zur bürgerlichen und feineren Kochkunst" von 1908 kennt keine Spaghetti aber diverse Gericht mit "Maccaronis". Darunter sogar schon die Variante "a la napolitaine" mit Tomatensauce.

Weitere Recherche. Weitere Erkenntnisse bringt das Buch "Meine Suche nach der besten Pasta der Welt: Eine Abenteuerreise durch Italien", das die Ankunft der Makkaroni in Deutschland auf das frühe 18. Jahrhundert verlegt. Die 1701 nachweisbaren "Macronen" waren wohl eher Lasagne, aber irgendwann anfang des 18. jahrhunderts entstanden in Prag und Wien echte Makkaroni-Fabriken.

Die Pasta folgte anscheinend den jungen Männern der Grand Tour aus Italien in das restliche Europa. Bestimmt waren die Grand Tours für junge Männer, die mal etwas von der Welt sehen und klassische europäische Bildung mitbekommen sollten, die auf der Tour aber anscheinend nicht nur Statuen und Kirchen kennenlernten, sondern auch Pasta.

Philip Dawe, The Macaroni. A Real Character at the Late Masquerade (1773) - 02
Der Macaroni. Der Hipster seiner Zeit. Bild: Philip Dawe: The Macaroni. A Real Character at the Late Masquerade, 1773.

In England gab es sogar einen eigenen Modestil Macaroni für exaltierte junge Männer - "a fashionable fellow who dressed and even spoke in an outlandishly affected and epicene manner". Die englische Wikipedia schreibt dazu lakonisch: "Siehe auch: Hipster. Metrosexuell." Komplett falsch wäre wohl auch die Assoziation zur Toskana-Fraktion nicht. Und nach diesen extravagant und auffallend auftretenden jungen Männern ist nun wiederum ist im Englischen der Macaroni penguin - auf deutsch der Goldschopfpinguin - benannt.


Macaroni Penguin at Cooper Bay, South Georgia (5892387033)
Makkaroni-Penguin. Benannt nach dem Stil, nicht nach den Nudeln. Bild: Macaroni Penguin at Cooper Bay, South Georgia von Liam Quinn, Lizenz: CC-BY-SA 2.0

Wie aber kommen nun die Löcher in die Makkaroni? Und seit wann? Licht in dieses Dunkel bringt die "Encyclopedia of Pasta." Diese lokalisiert die Entstehung der maschinellen Pastafertigung - die für Makkaroni in zumutbarer Menge unvermeidlich ist - in die Bucht von Neapel in das 16. Jahrhundert. Dort existerte eine Heimindustrie mit Mühlen, an die sich relativ problemlos eine im 16. Jahrhundert aufkommende ’ngegno da maccarun anschließen lies, die es den Neapolitanern ersparte stundenlang im Teig herumzulaufen, um ihn zu kneten: im Wesentlichen Holzpressen mit einem Einsatz aus Kupfer, je nach Form des Einsatzes entstehen verschiedene Nudelsorten und damit unter anderem Makkaroni. Die Makkaroni wurden dann in langen Fäden zum trocknen in die süditalienische Sonne gehängt.


Sommer, Giorgio (1834-1914) - n. 6204 - Napoli - Fabbrica di maccheroni
Neapel, 19. Jahrhundert. Bild: Giorgio Sommer (1834-1914), "Torre Annunziata-Napoli - Fabbrica di maccheroni". Fotografia colorita a mano. Numero di catalogo: 6204. 

Das hat alles nicht mehr wirklich etwas mit Spaghetti und der DDR zu tun, beantwortet nicht, warum die Deutschen in den 1960ern plötzlich lieber Spaghetti als Makkaroni mochten, oder warum die Makkaroni bei ihrem ersten Zug über die Alpen die Tomatensauce in der Schweiz ließen? Warum gibt es in Deutschland kein Äquivalent zu "Macaroni and cheese" (mehr)? Gab es ein Miracoli-Äquivalent in der DDR, bei dem es Pasta, Sauce und Käse schon in einer Packung gab? Warum sind Makkaroni in Deutschland tendenziell lang und dünn in vielen anderen Ländern aber dicker und hörnchenförmig-gebogen? Es ist hochspannend. Und ein Grund, noch viel mehr zu recherchieren.
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at January 30, 2016 09:45 AM

January 29, 2016

Iberty

WikiWedding: ein Stadtteil und ein Bastelbrockhaus kommen zusammen

Berlin Wedding rathausbaer 14.11.2015 14-11-21Was passiert, wenn man eine Internet-Enzyklopädie und einen Stadtteil aufeinander loslässt? Diese Frage soll in den nächsten Monaten das Projekt WikiWedding klären. Zum einen soll es dazu dienen, Lücken in Wikipedia/Commons/Wikivoyage/Wikidata zum Berliner Stadtteil Wedding zu füllen. Zum anderen soll es Weddinger dazu animieren, nach ihrer Lust und ihren Fähigkeiten zu den Wikiprojekten beizutragen. Wer selbst mal schauen möchte, Ideen hat, oder selbst an und mit einem der ärmsten und sexiesten Berliner Stadtteile zu arbeiten, der gehe hier entlang. <noscript>
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at January 29, 2016 05:33 PM

January 28, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 4/2016

In der 4. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2016 geht es unter anderem um den Rücktritt von Arnon Geshuri aus dem Board of Trustees, neue Mitglieder im Affiliations Committee und den neu gewählten Vorstand von Wikimedia Belgien. Außerdem startete das Projekt „Connected Open Heritage“ in Zusammenarbeit mit Wikimedia Schweden, Wikimedia Italien, der UNESO und der Organisation Cultural Heritage without Borders.

Foundation und Organisationen

Arnnon Geshuri tritt aus dem Board of Trustees der WMF zurück

Nach ummfangreichen Diskussionen und Protesten aus der Community, trat Arnnon Geshuri, erst vor wenigen Wochen für das Board of Trustees der Wikimedia Foundation kooptiert, aus dem ehrenamtlichen Gremium zurück. Erst nach seiner Kooptation war bekannt geworden, dass Geshuri mitverantwortlich für illegale Absprachen war, bei denen verschiedene Unternehmen im Silicon Valley das gegenseitige Abwerben von Mitarbeitenden ausgeschlossen hatten („No-Poach-Deal“). Auch Patricio Lorente, Vorsitzender, und Alice Wiegand, stellvertretende Vorsitzende des Boards, äußerten sich.

Alice Wiegand hat in ihrem privaten Blog einen Beitrag mit dem Titel „Schweigen“ zur Situation des Board of Trustees (u.a. Ausschluss von James Heilman, Kontroverse um Arnnon Geshuri) veröffentlicht. In dem Beitrag beschreibt sie vor allem wieso sich das oberste Entscheidungsgremium der Wikimedia Foundation bisher nicht ausführlich geäußert hatte.

Neues Program Capacity and Learning Team im Community Engagement Bereich der WMF

Das neu zusammengelegte „Program Capacity and Learning Team“ kombiniert zukünftig die Ressourcen der Teams „Learnings and Evaluation“, „Wikipedia Education Program“ und „The Wikipedia Library“. Als neue Aufgabenbereiche kommen nun auch Unterstützung von GLAM-Initiativen und Beziehungen zu den Affiliates hinzu. Bis zum 18. Februar läuft noch eine Community-Umfrage des neuen Teams zu den wichtigsten zukünftigen Projekten.

Affiliations Committee wählt neue Mitglieder

Das Affiliations Committee, das Wikimedia-Nutzgruppen und -Chapter auf dem Weg zur offiziellen Anerkennung begleitet und unterstützt, hat seine neuen Mitglieder gewählt. Drei Mitglieder (Salvador Alcantar, Carlos Colina und Galileo Vidoni) wurde wiedergewählt, drei Mitglieder (Emna Mizouni, Tanweer Morshed, Rosie Stephenson-Goodknight) sind hinzugekommen.

Provisorischer Zeitplan für die Wahl der „Affiliate-selected Board seats“

2016 werden drei Sitze des Boards of Trustees neu besetzt. Zwei davon werden von den Wikimedia-Organisationen (Chapter, thematische Organisationen) bestimmt, die sog. „Affiliate-selected Board seats“. Das kürzlich konstitutierte Wahlkomittee hat nun den provisorischen Zeitplan für den Wahlprozess auf Meta veröffentlicht.

Wikimedia Belgien wählt neuen Vorstand

Die Mitglieder des belgischen Wikimedia-Chapters haben einen neuen Vorstand gewählt. User:Geertivp ist zudem der neue ehrenamtliche Vorsitzende des Vorstands.

Projekte und Initiativen

Bekanntgabe der angenommenen Wikimania-Einreichungen verschoben

Wie Michele Lavazza verlauten ließ, wurde die Bekanntgabe der angenommenen „Critial issues“-Einreichungen für die Wikimania vom 27. Januar auf den 1. Februar verschoben. Einreichungen für die Konferenzformate „Trainings“, „Meetups“ und „Discussions“ können erst ab 25. Februar eingereicht werden.

cebwp zieht an dewp vorbei

Mit einer weiteren Artikelserie des schwedischen Lsjbots ist die cebuanosprachige Wikipedia an der deutschsprachigen Wikipedia bei der Zahl der Artikel vorbeigezogen. Damit steht die dewp nun hinter der englisch- und der schwedischsprachigen Wp sowie der cebwp auf dem vierten Platz.

Projekt „Connected Open Heritage“ startet

Wikimedia Schweden startet gemeinsam mit Wikimedia Italien, der UNESO und der Organisation Cultural Heritage without Borders, ein neues Projekt namens „Connected Open Heritage“. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt u.a. die komplette Wiki Loves Monuments-Datenbank zu Wikidata umzuziehen, tausende neue Denkmalbilder hochzuladen sowie Daten zu bisherigen Denkmälern zu verbessern. Ein Fokus sind dabei auch bereits zerstörte oder stark gefährderte Denkmäler, wie die historische Stadt Palmyra in Syrien.

Neues aus der OSM-Welt #287

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 287“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 12. bis 18. Januar.

Radio-Hörer verfassen Wikipedia-Artikel

Anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Wikipedia, rief WDR2 seine Hörer dazu auf, zu einem neuen Wikipedia-Artikel über das „Maschinenhaus der Zeche Wallfisch“ beizutragen. Betreut wurde die Livesendung und die Artikelarbeit von der Wikipedianerin Geolina.

Technik

CatWatch auf der deutschsprachigen Wikipedia verfügbar

Durch das neue Feature „CatWatch“ besteht die Möglichkeit, über die Beobachtungsliste eine Kategorie auf neue Artikel hin zu beobachten.

Am 25. Januar war Magnus-Manske-Tag

Im Wikimedia-Universum wurde der 25. Januar gefeiert. An diesem Tag vor genau 15 Jahren setzte der Biochemiker Magnus Manske unter der Bezeichnung „Phase II“ das heutige MediaWiki auf.

Neue Pageview-API nutzbar

Die Wikimedia Foundation hat eine neue Pageview-API zur Verfügung gestellt, mit der interessante Daten über Seitenabrufe in den Wikimedia-Projekten abgefragt werden können.

Tech News issue #4

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Gemeinnützigkeit oder „ungenierter Raubtier-Kapitalismus“?

c’t-Redakteur Sascha Steinhoff argumentiert gegen die Gemeinfreiheit des bekannten Affen-Selfies.

WDR-Beitrag über Coding da Vinci

Unter dem Titel „Die Früchte der digitalen Datenarbeit“, veröffentlichte WDR 5 einen Audio-Beitrag zum Kulturhackathon Coding da Vinci.

Termine

28.1.: Offenes Editieren Berlin

Das Offene Editieren findet immer am letzten Donnerstag des Monats statt. Es ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer_innen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits Wikipedianer_innen mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.

3.2.: Women edit Berlin

Women edit ist ein Netzwerk von Wikipedianerinnen. Jeden ersten Mittwoch im Monat findet in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland von 18.00 bis 21.00 Uhr ein Treffen statt. Neu-Autorinnen sind willkommen.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at January 28, 2016 01:25 PM

January 24, 2016

lyzzy

Schweigen

Schweigen ist eine Form der nonverbalen Kommunikation, bei der nicht gesprochen wird und bei der auch keine Laute erzeugt werden. (Seite „Schweigen“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11. Januar 2016, 23:53 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Schweigen&oldid=150101218 (Abgerufen: 24. Januar 2016, 08:16 UTC))

Nein, wir haben gerade keinen guten Lauf im Kuratorium der Wikimedia Foundation. Unsere letzten Entscheidungen sind für die Community überraschend und wenig nachvollziehbar. Unverständnis, Enttäuschung, Hilflosigkeit und Wut machten sich breit und mündeten zuletzt in ein Misstrauensvotum.

Und das Kuratorium schweigt.

Was viele für einen weiteren Beweis dafür nehmen, dass sich die Wikimedia Foundation und insbesondere das Kuratorium komplett von der Community verabschiedet haben, ist aus meiner Sicht dem Zusammentreffen verschiedener Aspekte nicht angemessener Kommunikation geschuldet. Weder Absicht noch Desinteresse liegen dem zugrunde. Das macht es nicht wirklich besser, das ist klar.

Nehmen wir die Diskussion um die Ernennung von Arnnon Geshuri. Nach der Bekanntmachung, dass wir zum 1. Januar 2016 mit Kelly Battles und Arnnon Gehuri zwei weitere Amerikaner in das Kuratorium berufen, deren beruflicher Werdegang auch Unternehmen des Silicon Valley umfasst, wurde zunächst kritisiert, dass bei der Auswahl zu wenig Gewicht auf Vielfalt gelegt wurde. Sehr bald brachte ein Communitymitglied Arnnons Beteiligung bei den Absprachen großer Tech-Unternehmen wie Google, Apple und Intel gegen die Abwerbung von Beschäftigten in die Diskussion.

Und zack – auf kaltem Fuß erwischt.

Während die Community auf der Mailingliste schnell zu Urteilen kam, musste sich das Kuratorium zunächst mit der Situation an sich auseinandersetzen. Welche Fakten liegen uns vor, was sagt Arnnon dazu, warum wurde das Thema bei der Auswahl der Kandidaten nicht berücksichtigt? Hätte es einen Unterschied gemacht, wenn das Auswahlkomitee das gewusst hätte? Hätten wir während dieser Zeit zumindest eine kurze Mail absetzen können, in dem wir mitteilen, dass wir die Diskussion verfolgen, uns mit der Angelegenheit beschäftigen aber noch etwas Zeit brauchen, bis wir uns dazu äußern? Ja, das hätten wir tun können und auch sollen.

Wenn ich in schwierigen Situationen das Wirrwarr meiner Gedanken ordnen und zu einer Entscheidung führen muss und nicht weiterkomme, laufe ich eine Runde durch den Wald, lege mich in die Badewanne oder höre ausgiebig laute Musik. In komplexen Fällen kommen alle drei Maßnahmen der Reihe nach zum Zuge. In einem Gremium, in dem die Mitglieder zudem noch räumlich über mehrere Zeitzonen und etliche Sprachgrenzen voneinander getrennt sind, funktioniert das leider nicht. Und plötzlich steckt man in einem Vakuum, in dem völlig unklar ist, ob man sich als Gremium äußert, mit welchem Schwerpunkt man das tut, ob es sich um eine kurze und knappe Mitteilung oder doch mehr um eine ausführliche Betrachtung handeln soll. Hätten wir während dieser Phase zumindest eine kurze Mail absetzen können? Ja. Hat aber niemand.

Das Schweigen verfestigt und verselbstständigt sich mit jedem weiteren Tag. Es lähmt, es verunsichert und es schadet. Nicht nur dem Kuratorium und der Organisation dahinter, sondern auch der Diskussionskultur schlechthin. Doch es ist schwierig. Das Verfolgen der Diskussionen an verschiedenen Orten frisst nicht nur Zeit sondern auch Lust. Mit jeder Mail und jedem Beitrag setzt man sich erneut der öffentlichen Empörung, der Diskussion um die Person mehr als um die Sache und weiteren Nachfragen in einem teilweise sehr irritierenden investigativen Stil aus. Muss man das nicht aushalten als Kuratoriumsmitglied? Nein, meine Vorstellung von respektvollem Umgang ist eine andere und ich halte eine solche Erwartungshaltung für realitätsfremd.

Vieles an der laufenden Diskussion gefällt mir nicht. Sie zeigt aber deutlich, wie sensibel die Community auf unsere Entscheidungen reagiert, wie sehr sie befürchtet, dass entscheidende Veränderungen ohne ihr Zutun durchgesetzt werden und wie groß der Vertrauensverlust in das Gremium als solches geworden ist. Manches fußt auf falschen Vorstellungen über Art und Umfang der Entscheidungen des Kuratoriums. Was erneut zeigt, dass wir es noch immer nicht geschafft haben, unser Selbstverständnis als Kuratorium, unsere Aufgaben und unsere Vorstellungen klar zu kommunizieren.

Und was jetzt?

In der Diskussion um Arnnons Ernennung bereiten wir ein Statement vor und Arnnon wird sich auch persönlich einbringen. Vor allem aber müssen wir aus dem Mustopf raus, weg von der Nabelschau hin zu den eigentlichen Fragen rund um freies Wissen. Als Kuratorium müssen wir uns fragen, warum wir uns nur selten in grundsätzliche Diskussionen einbringen, an welcher Stelle unser Input etwas bewirken kann und soll und auch, wie wir gemeinsam mit der Community ein Miteinander schaffen können, in dem wir voneinander profitieren und uns auch über kontroverse Themen zivilisiert austauschen können.

Ich nehme das sehr ernst und es ist weiter mein Ziel, ein Stück dazu beizutragen. Und ich weiß, dass, während ich meine Freizeit in Hangouts, auf Mailinglisten und in Telefonaten verbringe, anderswo weiter Artikel für die Wikipedia geschrieben und verbessert werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar überwiegend von Menschen, die sich noch nicht einmal dafür interessieren, ob es ein Kuratorium der Wikimedia Foundation gibt oder nicht.

by Alice Wiegand at January 24, 2016 11:18 AM

January 21, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 3/2016

In der 3. Ausgabe der Wikimedia:Woche geht es unter anderem um eine Strategieumfrage der Wikimedia Foundation, die nachträgliche Veröffentlichung der Risikobewertung des WMF-Jahresplans und neue Befugnisse der Ombudskommission. Bei Wikimedia Deutschland gibt es außerdem neue Stellenausschreibungen. Sehr sehenswert ist zudem ein neuer Kurzfilm von Wikimedia Argentinien über die dortige Wikipedia-Community.

Foundation und Organisationen

Strategieumfrage der Wikimedia Foundation

Die Wikimedia Foundation möchte sich vor dem Beginn ihrer Jahresplanung für das Geschäftsjahr 2016/17 eine neue Strategie zulegen. Dazu konsultiert sie die Wikimedia-Community auf Meta. Während im letzten Jahr nur zwei (sehr offene) Fragen zu beantworten waren, wird dieses Jahr um umfänglicheren Input in den drei Themenfeldern Reach (Reichweite), Communities und Knowledge (Wissen/Inhalte) geben. Pro Themenfeld können 2-3 aus 6 Ideen priorisiert werden, alternativ sind auch eigene Ideen möglich. Die Umfrage ist auch auf Deutsch verfügbar und beantwortbar.

Risikobewertung des WMF-Jahresplans nachträglich veröffentlicht

Amy Vossbrinck, Assistentin des Leiters der WMF-Finanzabteilung, hat mitgeteilt, dass bei der Veröffentlichung des Jahresplans der Wikimedia Foundation aus Versehen die sonst übliche Risikobewertung nicht veröffentlicht wurde. Dies wurde nun nachgeholt, Amy bittet um Entschuldigung des Lapsus.

Aufgaben der Ombudskommission werden ausgeweitet

Das Board of Trustees der Wikimedia Foundation hat nach einem „Request for Comments“ auf Meta beschlossen die Aufgaben der 2006 gegründeten, von Freiwilligen betreuten Ombudskommission zu erweitern. Die Kommission ist jetzt auch befugt Vorfälle in lokalen Wikis zu untersuchen, die ggf. globale Datenschutz-Richtlinien der Wikimedia Foundation verletzen.

WMDE schreibt neue Stellen aus

Wikimedia Deutschland ist auf der Suche nach einem Produktmanager (m/w) und einer freiberuflichen Empfangs- und Veranstaltungsbetreuung.

15 Jahre Wikipedia aus Sicht von WikiEdu

Frank Schulenburg gibt einen Rückblick auf 15 Jahre Wikipedia aus Sicht der Wiki Education Foundation.

Kandidaturaufruf für die Steward-Wahlen

Shanmugam Pachamuthu, Mitglied des Wahlkomittees, hat auf wikimedia-l die Details für die anstehenden Stewardwahlen bekanntgegeben. Die Wahlen beginnen am 8. Februar. Bis zum 28. Februar können Kandidaturen eingereicht werden. Stewards können – zur Erinnerung – lokale und globale Benutzerrechte für alle Wikimedia-Projekte geben und nehmen, wie etwa Administrator, Bürokrat, Oversight, Checkuser und Bot. Da diese Funktion projektübergreifend wirkt, gibt es keine lokalen Stewards, sondern ausschließlich „global agierende“.

Projekte und Initiativen

Umfrage zur Willkommenskultur

Vom 22. Januar bis 4. Februar ist über einen Banner in der deutschsprachigen Wikipedia eine Befragung zugänglich, die sich an erfahrene Benutzerinnen und Benutzer richtet: Wie können neue Autorinnen und Autoren in der Wikipedia unterstützt werden?

Workshop-Zusammenfassung „Neue Ehrenamtliche gewinnen und halten“

Die Zusammenfassung zum Dialog „Gewinnen und Halten von neuen Ehrenamtlichen für die Wikimedia-Projekte“ ist online und wird in den Community-Workshop (19. bis 21. Februar 2016) einfließen. Der Eintrag in die Teilnahmeliste für den Community-Workshop ist jetzt möglich.

Kurzdokumentation „Soy Wikipedista“

Wikimedia Argentinien hat anlässlich des 15. Geburtstages der Wikipedia eine Kurzdokumentation mit dem Titel „Soy Wikipedista“ (Ich bin Wikipedianer) veröffentlicht, in der sie mehrere argentinische Wikipedianerinnen und Wikipedianner, sowie deren Motivation an der Wikipedia mitzuarbeiten, darstellt. Das gut neun Minuten lange Video ist auf Vimeo, Youtube und Wikimedia Commons verfügbar und mit englischem Untertitel versehen.

Aktivitätsbericht von Raymond

Benutzer:Raymond, aktiver Wikipedianer und Fotograf aus Köln, hat einen Bericht zu seinen fotografischen Aktivitäten des Jahres 2015 veröffentlicht, die er durch die Förderung in Form eines Akkreditierungsschreiben von Wikimedia Deutschland machen konnte.

Sieger des alemannischen Schreibwettbewerbes gekürt

Sieger des 5. Schreibwettbewerbs der alemannischsprachigen Wikipedia wurde der Artikel über den Schluchsee im Schwarzwald.

Dresdner Kulturinstitutionen laden ein zu GLAM on Tour mit Technik-Fokus

Wikipedia-Benutzer Brücke informiert in einem Gastbeitrag im Blog von Wikimedia Deutschland ausführlich über die kommende GLAM-on-Tour-Station in Dresden.

Neues aus der OSM-Welt #286

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 286“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 5. bis 11. Januar.

WikiEdu startet „Wissenschaftsjahr“

Mit der Initiative „Wissenschaftsjahr“ möchte die Wiki Education Foundation gezielt die Zusammenarbeit von Wikipedia und Wissenschaft verbessern.

Auswertung des Festivalsommers 2015

Achim Raschka erstellte eine interessante Auswertung des Festivalsommers 2015. Insgesamt wurden von 40 Fotografen etwa 25.000 Bilder hochgeladen und 1.200 Auftritte auf 100 Events besucht.

fOERder-award für herausragende OER-Projekte

Der fOERder-award für herausragende OER-Projekte ist ausgeschrieben worden und es ist jeder herzlich dazu eingeladen seine Stimme abzugeben! Viele kleine Projekte haben sich beworben u.a. auch ein sehr spannendes Wikiversity-Projekt. Es ist der erste Preis in der Form der in Deutschland ausgeschrieben wird.

Wikiversity-Projekt:

Technik

Statusupdate und erste Prioritäten der (internationalen) Technischen Wunschliste veröffentlicht

Danny Horn teilt mit, dass sein Team die Umfrage zur internationalen Technischen Wunschliste ausgewertet hat und die Top-10-Wünsche in punkto Machbarkeit, Wirkung, Risiken, etc. bewertet hat.

Tech News issue #3

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Updates für das Content Translation Tool

Auf cxupdate.wordpress.com werden neue Funktionen des Content Translation Tools vorgestellt.

Diskussion

Diskussion über Gebühren für API-Nutzung

Auf der Wikimedia-l-Mailingliste läuft gegenwärtig eine Diskussion, ob es für die Wikimedia Foundation sinnvoll wäre, Gebühren für die Nutzung von künftigen Programmierschnittstellen zu erheben oder eine Art Premium-Zugang gegen Bezahlung einzurichten. (via WP:K, AK)

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Tagesthemen zu Gast bei WMDE

Für einen Beitrag anlässlich des 15. Bestehens der Wikipedia, waren die Tagesthemen in der Geschäftsstelle zu Besuch.

Protest auf russischsprachiger Wikipedia

Als Protest gegen ein geplantes Zensurvorhaben der russischen Regierung, wurder der Schriftzug der russischsprachigen Wikipedia 24 Stunden lang mit einem schwarzen Balken versehen. Darüber berichtete tageschschau.de.

LVZ berichtet über leipziger Wikipedianerin

Die Leipziger Volkszeitung berichtete über die 73-jährige Wikipedianerin Ursel Ilgner aus Leipzig.

WMF veröffentlicht Beitrag über Magnus Maske

Ed Erhart berichtete im Blog der Wikimedia Foundation über die Aktivitäten von Magnus Maske in den vergangenen Jahren.

Termine

28.1.: Offenes Editieren

Das Offene Editieren findet immer am letzten Donnerstag des Monats statt. Es ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer und Wikipedianerinnen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits Wikipedianer_innen mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at January 21, 2016 03:11 PM

January 19, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Dresdner Kulturinstitutionen laden ein zu GLAM on Tour mit Technik-Fokus

By Dr. Bernd Gross (Own work) CC BY-SA 4.0

Ein Gastbeitrag von Benutzer:Brücke

Mit ihren mehr als 50 Museen verfügt Dresden über eine vielfältige und reiche Museumslandschaft, die jährlich viele Tausende Touristen in die Landeshauptstadt Sachsens zieht. (Siehe: Liste der Museen in Dresden) An vorderster Stelle stehen die Museen der Kunstgalerien. Zu der weiteren wichtigen Gruppe der Technik- und Verkehrsmuseen zählen die Technischen Sammlungen Dresden sowie das Verkehrsmuseum Dresden.

Wikipedianerinnen und Wikipedianer mit Technikbegeisterung sind vom 4.-7. März 2016 herzlich in diesen Dresdner Museen willkommen. Im Rahmen von GLAM on Tour in den Technischen Sammlungen und dem Verkehrsmuseum Dresden sind Fotografen und Autoren zum Dokumentieren der vielfältigen Technik-Schätze in beiden Institutionen herzlich eingeladen. Beide Veranstaltungen finden parallel – mit einem Tag versetzt – statt, so dass es den Teilnehmern auch möglich ist, von einem Museum zum anderen „zu springen“ und beide Museen aktiv zu besuchen.

GLAM on Tour goes Dresden

© CEphoto, Uwe Aranas /, CC-BY-SA 3.0

Die Technischen Sammlungen Dresden befinden sich im historischen Ernemannbau, einem Ursprung der Europäischen Foto- und Kameraindustrie. Sie umfassen schätzungsweise 25-30 Tausend Exponate, von den nur maximal 5 % in den öffentlichen Ausstellungen besichtigt werden können. Zu den Profillinien gehören die Foto-, Film- und Kinotechnik, die Schreib-, Büro- und Computertechnik, die Medien-, Kommunikations-, Radio- und Fernsehtechnik sowie die Energietechnik im digitalen Zeitalter. Die Computersammlung reicht von Leibniz über Zuse und Lehmann bis zur Robotron- und ESER-Rechentechnik. Auch ein Erlebnisland Mathematik/Physik sowie eine Optik-Sonderausstellung laden mit vielfältigen Experimenten ein.

Das Verkehrsmuseum Dresden befindet sich im Gebäude des Johanneums unmittelbar am Neumarkt, zwischen dem Dresdner Schloss und der Frauenkirche gelegen. Ständige Ausstellungen gibt es zu den Bereichen Schiene, Straßenverkehr, Luftfahrt und Schifffahrt. Im Juli 2015 wurde die neue Dauerausstellung zum Straßenverkehr eröffnet, die 700 Exponate umfasst. Insgesamt verfügt das Museum über 2000-3000 Exponate. Zu den besonderen Highlights des Museums zählen mit dem Dampfwagen (1895) das erste Automobil in Sachsen, die erste funktionsfähige Lokomotive Deutschlands, „Saxonia“ (1838), oder das Luxusautomobil Röhr aus dem Jahre 1933. Beide Museen verdeutlichen mit ihren einzigartigen Sammlungen die Rolle Dresdens in der historischen Entwicklung der Informations- und Verkehrstechnik Europas.

Wikipedia-Einführungs-Workshops: Neulinge herzlich willkommen!

Wikipedia-Workshop, GLAM on Tour Braunschweig, Bild: Braunschweigisches Landesmuseum/Ingeborg Simon, CC BY-SA 3.0

Herzlich willkommen sind zu dieser Tour besonders auch Wikipedia-Neulinge, darunter Schülerinnen und Schüler. Für diese Teilnehmer wird am Freitagnachmittag ein Einführungsworkshop zur Wikipedia angeboten. Gleiches ist für Museumsmitarbeiter und Mitglieder des Fördervereins der Technischen Sammlungen am Sonnabend vorgesehen.

Wem das Technik-Angebot der beiden Museen nicht reicht, dem sei optional am Anreisetag der Mathematisch-Physikalische Salon im Dresdner Zwinger mit seiner kostbaren Sammlung historischer Instrumente, Uhren, Messgeräte und Spielwerke empfohlen. Er ist vom reservierten B&B-Hotel am Bahnhof Dresden-Mitte zu Fuß zu erreichen, ebenso wie die Yenidze oder die am Neumarkt gelegene Frauenkirche, von denen man einen herrlichen Blick auf die Dresdner Altstadt hat.

by Lilli Iliev at January 19, 2016 01:22 PM

January 18, 2016

Iberty

Tanz auf dem Guglhupf, Automatenmaden und die „brutalism appreciation society“ im #wedding

Berlin ist groß; deutlich größer als alle anderen deutschen Städte. Berlin bietet seinen Bewohnerinnen und Bewohnern immer wieder neue Straßen, Stadtviertel und ganze Bezirke von denen sie noch nie gehört haben. So fand sich dann vor 10 Jahren eine Gruppe Wikipedistas zusammen, die im Rahmen der KNORKE-Touren Berlin erkundete. (Für mehr Hintergrund, hier der Iberty-Artikel) Einige oder viele Wikipedianer treffen sich, neugierig auf die Stadt um sie herum und erkunden sie. Die Treffen finden dabei unregelmäßig statt. Mal sind sie monatlich, mal alle anderthalb Jahre.

Im Januar 2016 traf sich die erste KNORKE-Runde nach über einem Jahr Pause seit zur Tour entlang der Müllerstraße, dem „Ku’damm des Weddings“. Vom Startpunkt aus, dem Angelgeschäft Koss, beziehungsweise dessen Madenautomaten, ging es weiter zu Gänsen, Enten und Schweinen in der Kinderfarm Wedding. Leider überlebten die Maden im Sägemehl nicht den Gang bis zu den Enten und konnten so nicht mehr als Futterspende dienen. Zwischendurch warfen wir einen Blick auf den Abenteuerspielplatz Telux, laut einem der Knorkisten der erste Abenteuerspielplatz Deutschlands.[citation needed]

Wedding Automatenmaden
Berlin-Weddinger Automatenmaden.

Nach dem Besuch der Schweineställe in der Kinderfarm folgte die Innenbesichtigung des Ernst-Reuter-Hauses mit kurzem Blick auf den Biergarten Eschenbräu, bevor es nach Süden Richtung Bayer Health Care (ehemals : Schering) ging. Am Beispiel des Schering-Parkhauses erörterten wir die Existenz der "brutalism appreciation society" und diskutierten die Frage ob Bauwerken des Brutalismus die Fassadengestaltung mit knalligen Farben eher nutzt oder schadet. An der Dankeskirche am Weddingplatz lebten die wilden Zeiten des Roten Weddings wieder auf, Erich Kästner verewigte den Platz mit seinen wilden Straßenschlachten in seinem Roman Fabian.

Berlin Wedding bayer parkhaus 14.11.2015 13-40-01
Ein Fall fur die brutalism appreciation society.

Danach ging es an der Panke entlang zu einem der ungeplanten Höhepunkte der Tour: dem Tanz auf dem Guglhupf. Das Kunstwerk mit dem offiziellen Namen „Tanz auf dem Vulkan“, das offensichtlich von einer engagierten Kunststudentin im ersten Semester geschaffen wurde, regte auf jeden Fall zur intensiven Diskussion an.

Nachdem einem Blick auf das Stadtbad/Stattbad Wedding - das wegen des Brandschutzes geschlossen werden musste - überlegten wir wann es dem Krematorium Wedding wohl genauso geht. Beide Sightseeingpunkte wurden noch mit Geschichten der jetzigen und ehemaligen Bewohner des Weddings abgerundet. Schnee und Kälte zwangen uns dann zu einem Kaffeestop in einem der zahlreichen inhabergeführten migrantischen Geschäfte der Müllerstraße.

Tanz auf dem guglhupf
Kunst im öffentlichen Raum. Der Tanz auf dem Guglhupf.

Dann noch schnell ein Schinkel-Bau, am interkulturellen Garten Himmelbeet die Überlegung ob es ein nicht nur eines Lokals B in Berlin bedarf, sondern auch eines Lokalen Beets B, noch schnell eine weitere Kirche abgehakt, das Rathaus Wedding auf dem ehemaligen Gelände von Onkel Pelles Rummelplatz - auch dieser mit einer Würdigung durch Kästner. Ob die neu eraute Schiller-Bibliothek schick war oder eher nicht, daran schieden sich die Geister. Am Platz des unscheinbaren AOK-Gebäudes erbargen sich die Pharus-Säle, einst das "Wohnzimmer der KPD" im Wedding und die Schiller-Bibliothek. Abschluss für die frierende Gruppe dann schließlich beim exzellenten "Rebel Burger" mit Coleslaw, Pommes-Twister im stilechten denkmalgeschützten 50er-Jahre-Kiosk. KNORKE kommt wieder. Im Jahr 2016 bestimmt.

Krematorium wedding
This is friend is not the end (anymore): Das ehemalige Krematorium Wedding <noscript>
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at January 18, 2016 05:38 PM

January 16, 2016

Iberty

Berlin celebrates old school #wikipedia15

I still remember the time when real life meetings for Wikipedians were new and adventurous and a bit scary. Did one really want to meet these strange other people from the Internet? How would they be? Could they even talk in real life or would they just sit behind a laptop screen staring on it for hours?

My first meeting in Hamburg – THE first Wikipedia meeting in Hamburg - would consist of three people (Hi Anneke, Hi Baldhur!) sitting in a pub, and just waiting and seeing what would happen. These meetings were kind of improvised, in a pub, quite private and personal in nature and no talk about projects, collaborations, “the movement” whatever. Just Wikipedia and Wikipedians having a nice evening.

WP15 Germany Berlin 01
Bild: By Sargoth, CC BY-SA 3.0

So what a fitting setting to celebrate this day in Berlin just the old school way. Half improvised, organized by our dearest local troll user:Schlesinger on a talk page, we met in a pub, it was not clear who would come and what would happen except some people having a good time.

And so It was. In the “Matzbach” in the heart of Berlin-Kreuzberg seven people promised to come, in the end we were almost twenty. Long time Wikipedians, long-time-no-see-Wikipedians, a Wikipedian active mostly in Polish and Afrikaans, some newbies and two and a half people from Wikimedia Deutschland. Veronica from Wikimedia Deutschland brought a tiny but wonderful home-baked cake, and we just talked and laughed, talked about history and future.  Actually, mostly we talked about future.

WP15 Germany Berlin 03
Bild: By Sargoth, CC BY-SA 3.0

About the Wikipedian above 30, who has just started a new a university degree in archaeology, the question whether the Berlin community should have its own independent space, industrial beer, craft beer and the differences, the district of Berlin-Wedding, the temporary David-Bowie-memorial in Berlin-Schöneberg, the vending machine for fishing bait in Wedding, new pub meet-ups in the future, who should come to the open editing events, how to work better with libraries, colorful Wikipedians who weren’t there, looking for a new flat, whether perfectionism is helpful or rather not when planning something for Wikipedians, explaining Wikipedia to the newbie, the difficulties of cake-cutting and whatsoever.

No frustration, almost no talk about meta and politics, just Wikipedians interested in the world, Wikipedia and eager to be active in and for Wikipedia and with big plans for the future. Old school. So good.

WP15 Berlin Torte angeschnitten

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by dirk franke (noreply@blogger.com) at January 16, 2016 01:14 PM

Ein paar Worte zum 15.

Ein erster kurzer Beitrag von mir zum 15. Wikipedia-Geburtstag ist nebenan:

15 Jahre Wikipedia: Alles Gute!

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by dirk franke (noreply@blogger.com) at January 16, 2016 11:21 AM

January 15, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

15 Jahre Freies Wissen: Herzlichen Glückwunsch, Wikipedia!

Am 15. Januar 2001 – also genau heute vor 15 Jahren – ging die englischsprachige Wikipedia online. Die Herausforderung an das Projekt ist heute noch ebenso aktuell wie damals: Die Online-Enzyklopädie, die von allen bearbeitet werden kann, will jedem Menschen auf der ganzen Welt den Zugang zum gesamten Wissen der Menschheit ermöglichen.

Ein Blick zurück

Die Idee, Wissen miteinander zu teilen, begeisterte Menschen auf der ganzen Welt und fand schnell Verbreitung. Kurz nach der englischsprachigen Wikipedia entstanden weitere Sprachversionen: So wurde die deutschsprachige Wikipedia nur zwei Monate später, am 16. März 2001, gegründet. Inzwischen gibt es die kollaborativ erstellte Enzyklopädie in mehr als 280 Sprachen und Wikipedia ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Rund 80.000 freiwillige Autorinnen und Autoren erstellen und verbessern tagtäglich die weltweit größte Wissenssammlung, die mittlerweile aus knapp 37 Millionen Artikeln besteht.

Neben der freien Enzyklopädie sind in den letzten 15 Jahren zahlreiche Schwesterprojekte nach dem Prinzip der Wikipedia entstanden. Das freie Medienarchiv Wikimedia Commons hält beispielsweise tausende frei nutzbare Mediendateien wie Fotos, Videos und Tonaufnahmen bereit. Auf Wikivoyage können sich Reisende über ihr nächstes Urlaubsziel informieren und ihre eigenen Erfahrungen und Insidertipps weitergeben. Allen Projekten wie Wikipedia liegt die feste Überzeugung der ehrenamtlich Engagierten zugrunde, dass sich Wissen vermehrt, wenn man es teilt.

Jubiläum zum Mitmachen

Lokale Logos anlässlich des
15. Geburtstags von Wikipedia Lizenz: Wikimedia Deutschland, Wikipedia15 Icon Animation, CC BY-SA 4.0

Im Geburtstagsjahr der Wikipedia wird es viele Möglichkeiten geben, die Enzyklopädie selbst und die Menschen dahinter näher kennen zu lernen und sich selbst an zahlreichen Aktionen rund um die Erstellung und Verbreitung Freien Wissens zu beteiligen: Zu den mehreren geplanten regionalen Feierlichkeiten – sowohl zum internationalen Geburtstag am 15. Januar als auch zum deutschsprachigen Geburtstag am 16. März – sind Interessierte ausdrücklich eingeladen. Alle Details hier:  deutschsprachigen Seite zum 15. Geburtstagsjahr der Wikipedia.

Über das eigentliche Datum des Geburtstages hinaus wird die Wikipedia in ihrem Jubiläumsjahr an zahlreichen weiteren Punkten im Kalenderjahr zelebriert. Ein Höhepunkt ist dabei sicherlich die im Juni in Italien stattfindende Wikimania, bei der sich die ehrenamtlichen Communitys der Wikimedia-Projekte, allen voran Wikipedia, über mehrere Tage hinweg zum internationalen Austausch treffen. Ende September findet das jährliche Treffen der deutschsprachigen Wikipedia-Community, die WikiCon, im Raum Stuttgart statt. Beim weltweit größten Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments können Fotografie-Begeisterte den ganzen September über ihre Bilder von Bau- und Kulturdenkmälern auf Wikimedia Commons hochladen und damit ganz einfach bei der Bebilderung der Wikipedia mithelfen. Einen würdigen Abschluss wird das Geburtstagsjahr am 5. Dezember zum Tag des Ehrenamts finden, an dem den tausenden Freiwilligen, die ihr Wissen und ihre Zeit täglich für Wikipedia zur Verfügung stellen, noch einmal gebührend gedankt werden wird.

Wir freuen uns auf das vor uns liegende Geburtstagsjahr der Wikipedia und sind gespannt, wie sich die freie Enzyklopädie in den nächsten 15 Jahren weiterentwickeln wird.

Noch einmal unsere herzlichsten Glückwünsche diesem tollen Projekt und vor allem den Engagierten, die es ermöglichen!

 

by Tim Moritz Hector at January 15, 2016 08:42 AM

January 14, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 2/2016

Im Fokus der zweiten Wikimedia:Woche im Jahr 2016 steht das 15-jährige Bestehen der Wikipedia, wozu zahlreiche Presseberichte veröffentlicht wurden und lokale Feierlichkeiten geplant sind.

Foundation und Organisationen

Stellungnahme von Lyzzy zum Fall James Heilmann

In der letzten Woche veröffentlichte Lyzzy im Kurier eine Stellungnahme zur Trennung des WMF-Boards von James Heilmann.

Wikimedia Foundation mit neuem Chief Financial Officer

Lila Tretikov, Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, hat bekannt gegeben, dass die vakante Position des Chief Financial Officer mit Jaime Villagomez neu besetzt worden ist.

Projekte und Initiativen

Geförderte Projekte aus den Communitys im Dezember

Die Übersicht mit geförderten Projekten aus den Communitys für den Monat Dezember ist nun im Blog von Wikimedia Deutschland zu finden.

OpenSym 2016, Berlin: Call for Papers läuft

Die OpenSym (International Symposium on Open Collaboration, formerly known as WikiSym) wird vom 17.-19. August 2016 in Berlin stattfinden. Noch bis 25. März 2016 läuft der Call for Papers. Erbeten werden Einreichungen zu Themen wie FLOSS, Open Data, Open Education, Open Innovation, Wikis und Kollaboraton sowie zu Wikipedia und anderen Wikimedia-Projekten.

GLAM-Bericht für Dezember erschienen

„This Month in GLAM“ heißt die monatliche Übersicht internationaler Projekte rund um die Zusammenarbeit mit Galerien, Büchereien, Archiven und Museen. Die aktuelle Ausgabe gibt einen Einblick in die Aktivitäten des vergangenen Monats.

Neues aus der OSM-Welt #285

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 285“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 29. Dezember bis 5. Januar.

de-Wikipedia wird 15 und erreicht 150 Millionen Edits

Punktlich zum 15. Geburtstag hat die deutschsprachige Wikipedia ihre 150 Millionen Edits erreicht.

Konsultation über die Zukunft der Wikimania

Was ist eigentlich so toll an der Wikimania und wie kann diese Veranstaltung in Zukunft aussehen? Noch bis Montag läuft die Konsultation zur größten Community-Veranstaltung des Wikiversums. Um rege Beteiligung wird gebeten!

Technik

Tech News issue #2

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Zahlreiche Artikel zu 15 Jahre Wikipedia erschienen

Anälsslich des 15-jährigen Wikipedia-Geburtstags sind zahlreiche Presseartikel zur Enzyklopädie erschienen.

derwesten.de berichtet über Wikipedia-Autor

derwesten.de interviewte den Wikipedia-Autor Manfred Kopka aus Bochum über seine Tätigkeiten für die Wikipedia.

Foto-Highlights 2015 verbloggt

Frank Schulenburg zeigt in seinem Blog „Landscape, Travel & Wikipedia Photography“ seine Wikipedia-Foto-Highlights des vergangenen Jahres aus dem Bereich „Natur und Wildnis“.

Termine

Ab 15.1.: Wikipedia-Geburtstagsfeiern

Anlässlich des 15. Geburtstags der Wikipedia finden an mehreren Orten lokale Feierlichkeiten statt.

16.-17.1.: WLM-Vernetzungstreffen

Auf dem Netzwerktreffen Wiki loves monuments 2016 im Lokal K in Köln, können Erfahrungen aus dem vergangenen Wettbewerb ausgetauscht und das WLM-Jahr 2016 eingeleitet werden.

20.1.: WikiWomen unterwegs in Berlin

Die neue Veranstaltungsreihe „WikiWomen unterwegs in Berlin“ bietet an noch festzulegenden Frauen-Orten und -Treffpunkten eine Einführungsveranstaltung vor Ort. In den jeweils ersten Monaten eines Quartals (siehe unten) wird gemeinsam ein Termin an einem solchen bisher unberücksichtigten Frauen-Projekt organisiert und beworben. In den darauf folgenden Monaten wird der Termin mit interessierten Wikipedianerinnen vor Ort realisiert. Im folgenden Monat, dem dritten Monat im Quartal, wird der Artikel zu dem Frauen-Projekt bei WMDE oder wahlweise vor Ort vervollständigt und in die Wikipedia verschoben.

22.1.: Fachtagung Mapping OER

Am 22. Januar 2016 findet im Quadriga Forum in Berlin-Mitte die letzte und größte Veranstaltung im Rahmen des Projekts Mapping OER – Bildungsmaterialien gemeinsam gestalten statt, bevor Ende Februar dann der Praxisrahmen für OER in Deutschland mit allen Projektergebnissen erscheinen wird.

22.1.: Umfrage zur Willkommenskultur

Am 22. Januar 2016 startet in der deutschsprachigen Wikipedia eine Umfrage und richtet sich an erfahrene Benutzerinnen und Benutzer. Mit dieser Umfrage will das Team Ideenförderung die Erfahrungen und Meinung der bereits aktiven Autoren und Autorinnen zur Willkommenskultur und dem Informationsangebot für neue Autorinnen und Autoren sammeln, um Maßnahmen zur Gewinnung von neuen Autorinnen und Autoren besser planen zu können.

by Nicolas Rueck at January 14, 2016 02:26 PM

January 13, 2016

Iberty

Gastbeitrag: Wikipedieren im Alltag

Meiner Erfahrung aus Gesprächen mit Nicht-Wikipedianern ist es, dass diese sich nur schwer vorstellen können, wie und wann man überhaupt an der Wikipedia schreibt. Oft bleibt denen das ein größeres Rätsel und im Laufe der Jahre habe ich schon ziemlich seltsame Vorstellungen darüber gehört. Um so schöner, wenn es mal eine nette kleine Erzählung gibt, wie es tatsächlich läuft. Achim Raschka hat im Kurier, dem internen Mitteilungsblatt der Wikipedia, einen kleinen Artikel darüber geschrieben, wie es denn im Alltag tatsächlich aussieht mit dem Wikipedieren. Mit freundlicher Erlaubnis des Autor dokumentiere ich den hier. Der Artikel erschien ursprünglich am 13. Januar 2016 im Wikipedia:Kurier und steht unter der CC-BY-SA 3.0-Lizenz. - Dirk

Allmorgendliche Entscheidungen  


Mal etwas persönliches und vollkommen abseits von der großen Wikipedia-Politik und einfach mal nur so aus dem Autorenkästchen: Geht es euch eigentlich auch so, dass ihr jeden Morgen auf's Neue vor dem Bildschirm hockt und überlegt, was euer heutiger Beitrag zum Weltwissen sein sollte? Dass ihr jeden Morgen neu überlegt, welche Baustelle gerade passend ist für die verfügbare Zeit, vertretbar für den Müdigkeitsgrad und dann auch noch wichtig genug, diese Zeit zu gebrauchen? Hier mal ein paar Gedanken von mir und ein kleiner Einblick in meinen Autorenalltag.

Also vorab: Ich spende eine Menge meiner freien Zeit für die Wikipedia – eigentlich einen Großteil dessen, was neben Arbeit und Familie an Freizeit existiert. Der kontinuierlichste Teil ist dabei jedoch mein alltägliches Morgenritual vor dem Weg zu Kindergarten und Arbeitsplatz. Jeden Morgen stehe ich gegen 6:30 Uhr auf, mache mir meinen Kaffee und helfe den Kids ein wenig beim Loskommen zur Schule und zum Kindergarten – und starte meinen Rechner. Jeden Morgen weiß ich auch, dass ich um 8:30 Uhr das Haus verlassen muss und nach Abzug von Dusche etc. bleibt mir entsprechend ein Zeitfenster von etwa einer Stunde. Und damit beginnt der Morgentrott.

Am einfachsten ist es, wenn ich gerade in einem Fließband bin – Hörnchenartikel mit fester Vorlage und kaum Abweichungen sind da wunderbar und ein solcher Artikel lässt sich in der Regel auch gut in der Stunde schreiben – trotzdem überlege ich jeden Morgen, was ich jetzt eigentlich starte, ob das auch wirklich eine gute Idee ist, oder ob es nicht doch irgendetwas wichtigeres oder besseres gibt.

Man könnte etwa die aufgelaufenen Neu-Artikel im Bioportal lesen und korrigieren (etwa 20 Minuten pro Normalartikel), man könnte an der aktuellen Großbaustelle weiterwerkeln, man könnte einfach mal so von Artikel zu Artikel springen und Kleinkram erledigen (etwa ein Kladogramm einbauen oder wie heute ein paar Ausgaben der Mammalian Species in die Artikel integrieren) oder man könnte sich die morgendlichen VMs [Vandalismusmeldungen] antun, Löschdiskussionen scrollen, ein Review schreiben, einen Kandidaten beurteilen… meistens bleibt es jedoch beim Hörnchen mit Kaffe. Nur heute, da gibt es keines – heute gibt es einen frühen Morgengedanken im Kurier. In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen Tag, macht was draus.

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by dirk franke (noreply@blogger.com) at January 13, 2016 11:37 AM

Wikimedia Deutschland Blog

„WikiWomen“ unterwegs in Berlin? Ja, klar!

Gastbeitrag von FCT Berlin

Bild: FCT Berlin, CC-by-sa 4.0

„WikiWomen“ sind Frauen, die ihre Erfahrungen in der Wikimedia-Welt gerne mit anderen teilen möchten und die Idee von „Women edit“ durch ihr Engagement unterstützen und in die Öffentlichkeit tragen. Wir bieten Veranstaltungen für Frauen an, bauen lokale Netzwerke auf, erklären Technik und Strukturen der Wikimedia-Projekte und stehen für Fragen zur Verfügung. „WikiWomen unterwegs in Berlin“ ist offen für alle Frauen, die sich für eine bzw. mehr Mitarbeit an Wikipedia interessieren und sich dazu aktiv und persönlich vernetzen wollen. Denn nur mithilfe von deutlich mehr weiblicher Beteiligung als bisher in den Wikimedia-Projekten lassen sich Artikel entweder vom Blickwinkel her oder inhaltlich verbessern bzw. ergänzen.

Bei den bisherigen Women edit-Treffen kommen seit 2012 1x im Monat erfahrene Wikipedianerinnen und interessierte Anfängerinnen in Berlin zusammen. Dort wurde immer wieder festgestellt, dass es zu diversen Berliner Frauenprojekten bislang keine eigenständigen Artikel in der Wikipedia gibt, obwohl sie durchaus in Artikeln erwähnt werden. Als Beispiel sei Das Verborgene Museum erwähnt, welches seit 1986 Kunst von Frauen ausstellt. Auch der Ort namens „Treffpunkt und Kultur für Frauen Begine “ feiert 2016 sein 30-jähriges Jubiläum, fand jedoch bisher keine Artikel-Berücksichtigung.

WikiWomen unterwegs in Berlin bietet daher ab 2016 4x im Jahr an noch festzulegenden Frauen-Orten und -Treffpunkten eine Besichtigung und eine Einführungsveranstaltung zu Wikipedia vor Ort an. In den jeweils ersten Monaten eines Quartals – also auch im Januar – wird gemeinsam der jeweils nächste Termin abgestimmt, organisiert und beworben. Der nächste Termin ist Mittwoch, der 20. Januar 2016 um 18:00 Uhr in der WMDE-Geschäftsstelle am Tempelhofer Ufer 23.

Wer Interesse hat, teilzunehmen oder mehr wissen will, kann sich hier darüber informieren: WikiWomen unterwegs in Berlin.

by Nicolas Rueck at January 13, 2016 11:00 AM

January 12, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im Dezember 2015

Die folgende Liste zeigt eine chronologische Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen, die von den Communitys organisiert wurden und mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im Dezember stattgefunden haben. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Beim Festivalsommer standen im Monat Dezember zehn Veranstaltungen auf der Agenda. Der vollständige Festivalplan ist in der Wikipedia zu finden.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Gruppen von Wikipedianern ist über Wikipedia:Lokales abrufbar. Einige Communitys hinter den lokalen Räumen führen außerdem Blogs, über die eine Auswahl dort stattgefundener Veranstaltungen und Aktionen nachgelesen werden kann:

1.12.: Workshop: Zukunft der GND

Der Wikipedianer Raymond konnte zu Beginn des Monats als Gast an einem internen Workshop der Deutschen Nationalbibliothek zum Thema „Zukunft der GND: Perspektiven für Museen, Archive und Mediatheken“ teilnehmen, um dort die Wikimedia-Projekte als weiteren Normdaten-Partner vorzustellen bzw. ins Spiel zu bringen. Weitere Informationen sind hier zu finden.

2.12.: Fotoaufnahmen Internationale Filmschule Köln

Der Nutzer Jensbest hatte im Dezember die Gelegenheit, Serienschaffende auf einer Veranstaltung der Internationalen Filmschule Köln für das freie Medienarchiv Wikimedia Commons zu fotografieren.

3.12.: 1LIVE Krone

Dank einer Akkreditierung beim WDR hatte der Wikipedia-Benutzer Superbass auch in diesem Jahr wieder Zugang zum Pressebereich der 1LIVE Krone in Bochum und konnte dort die Gäste und Preisträger für Wikimedia Commons fotografieren. Die Bilder stehen unter einer freien Lizenz zur kostenlosen Weiternutzung zur Verfügung.

5.12.: Stammtisch Ruhrgebiet in Recklinghausen

Führung im Technikmuseum „Strom und Leben“ in Recklinghausen, Foto: Asio otus, CC-by-sa 3.0

26 Wikipedianer inkl. Begleitungen besichtigten das Umspannwerk Recklinghausen und dessen Ausstellung. Was darin unter anderem zu sehen war, kann hier nachgelesen werden. Wikimedia Deutschland übernahm die Eintrittsgelder.

20.12.: 38. Stammtisch Oberlausitz

Der Stammtisch Oberlausitz machte sich wenige Tage vor Weihnachten auf Tour durch die sächsische Kleinstadt Pulsnitz und besuchte dort unter anderem die Pfefferkuchen-Schauwerkstatt und das Stadtmuseum. Auf der Regional-Seite der Wikipedia wurde ein ausführlicher Bericht veröffentlicht.

Aufstockung Technikpool

Für den Technikpool, wurden im Dezember acht weitere Community-Laptops und eine Fotodrohne angeschafft. Die Drohne wird insbesondere über das Lokal K in Köln verwaltet und kann interessierten Freiwilligen kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende regelmäßige Community-Termine fanden auch im Dezember wieder mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland statt:

by Nicolas Rueck at January 12, 2016 10:34 AM

January 07, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 1/2016

Willkommen in der ersten Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2016. Die Themen der vergangenen Tage, über die in dieser Ausgabe berichtet wird, waren unter anderem Veränderungen im Board of Trustees und Neuigkeiten zur Wikimania. Außerdem ist darin das Protokoll der letzten Telefonkonferenz des Präsidiums von WMDE und vieles mehr zu finden.

Foundation und Organisationen

WMF beendet Amtszeit eines Mitglieds des Board of Trustees

Die Wikimedia Foundation hat die Amtszeit eines Mitglieds des Board of Trustees Ende 2015 mit sofortiger Wirkung beendet.

Das betroffene Mitglied meldete sich mit einer Stellungnahme zu Wort.

Zwei Expertensitze im WMF Board of Trustees neu besetzt

Die Amtszeit von Jan-Bart de Vreede und Stu West im Board of Trustees endete regulär im Dezember 2015. Die beiden Expertensitze wurden nun neu besetzt, die neuen Board-Mitglieder sind Kelly Battles and Arnnon Geshuri.

Protokoll der 9. Telefonkonferenz des WMDE-Präsidiums

Das Protokoll der 9. Telefonkonferenz vom 17. Dezember des Präsidiums von Wikimedia Deutschland steht seit dem 30. Dezember im Forum abrufbar.

Wikimania-Portal geht an den Start

Für die Wikimania 2016 wurde ein neues Portal aufgesetzt über das alle wichtigen Informationen zu finden sind.

Fristen zur Wikimania laufen ab

Die Einreichungsfrist für Vorträge zur Wikimania 2016 wurde vom Programmkomitee auf den 17. Januar 2016 verlängert.

Das Formular für die Bewerbung um ein WMF-Stipendium ist bis zum 9. Januar 2016 23:59 UTC verfügbar.

Projekte und Initiativen

Neues aus der OSM-Welt #284

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 284“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 22. bis 28. Dezember.

Technik

Tech News issue #52

Die vergangene Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community. Eine neue Ausgabe erscheint aufgrund der vergangenen Feiertage erst wieder am 11. Januar.

Google gefällt die Wikipedia-App am besten

Google benannte die Wikipedia-App für das Betriebssystem Android als die beste App des Jahres 2015.

ORES hilft bei Wikidata gegen Vandalismusbekämpfung

ORES is eine künstliche Intelligenz, die Vorschläge zur Bekämpfung von Vandalismus geben kann. Nachdem sie auf einigen Wikis bereits erfolgreich eingesetzt wurde, hilft sie jetzt auch bei der Qualitätsverbesserung bei Wikidata.

Diskussion

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten ist über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

RP Online vergleicht Wikipedia-Sprachversionen

RP Online hat Wikipedia-Artikel zu Mönchengladbach in Verschiedenen Sprachversionen miteinander verglichen.

Heise berichtet über Entlassung von Board-Mitglied

Heise berichtete über die Entlassung eines Mitglieds des Board of Trustees durch die Wikimedia Foundation (siehe oben).

Neue Beiträge zu Mapping OER

Im Blog mapping-oer.de wurde ein Rückblick auf den Themenworkshop Lizenzierung und Rechtssicherheit veröffentlicht.

Termine

7.1.: Wikipedia Sprechstunde Bibliothek Hamburg

Jeweils am 1. Donnerstag des Monats bietet die Hamburger Wikipedia-Community von 16.00 bis 18.00 Uhr eine regelmäßige öffentliche Sprechstunde an.

8.1.: Workshop Offenes Editieren Stuttgart und 15 Jahre Wikipedia

Jeweils am 2. Freitag des Monats bietet die Stuttgarter Wikipedia-Community von 17.00 bis 21.00 Uhr regelmäßige Offene-Editieren-Workshops an.

19.-21.02.: Community-Workshop „Neue Ehrenamtliche“ in Berlin

Auf dem Workshop werden Aktivitäten entwickelt, wie neue Ehrenamtliche für die Wikimedia-Projekte gewonnen und gehalten werden können.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at January 07, 2016 04:00 PM

January 05, 2016

Iberty

12 Jahre Bastelbrockhaus

Ich schreibe gerade für ein Blog nebenan ein paar Kleinigkeiten zum baldigen 15-jährigen Jubiläum der Wikipedia. Dabei fiel mir auf, dass genau heute ja mein 12-jähriges ist. Und auf meinen allerersten Beitrag bin ich immer noch stolz. Es war eine Erweiterung des Artikels zum liberalen Denker John Stuart Mill:
Werk
Mills schriftstellerische und politische Tätigkeit sollte vor allem dazu dienen, die Menschen zu moralisch höherwertigen Wesen zu entwickeln. Dabei suchte er nach verschiedenen Ansätzen, deren innere Kohärenz mehr der Suche des Interpreten unterliegt, als dass er sie explizit macht. Ideengeschichtlich wirksam wurden vor allem drei Aspekte:
Mill-Limit
In seiner bekanntesten Schrift „On Liberty“ (dt: „Über die Freiheit“) setzt Mill das Limit „… dass der einzige Grund, aus dem die Menschheit, einzeln oder vereint, sich in die Handlungsfreiheit eines ihrer Mitglieder einzumischen befugt ist: sich selbst zu schützen. Daß der einzige Zweck, um dessentwillen man Zwang gegen den Willen eines Mitglieds einer zivilisierten Gesellschaft rechtmäßig ausüben darf: die Schädigung anderer zu verhüten.“ Das Mill-Limit gilt heute noch, besonders in angloamerikanischen Ländern, als Grundlage des Liberalismus.
Utilitarismus
Im Gegensatz zu Jeremy Bentham oder seinem Vater James Mill entwickelt JS Mill den Utilitarismus weiter. Wo es bei ersteren rein quantitativ um das „größtmögliche Glück der größtmöglichen Zahl“ ging, avisiert JS Mill eine qualitative Vorgehensweise, die „höhere“ von „niederen“ Genüssen unterscheidet und entsprechend gewichtet. Er kann damit einige der Haupteinwände gegen den Utilitarismus umgehen, bleibt selbst aber relativ unkonkret dabei, wie „höhere“ und „niedere“ Genüsse zu unterscheiden sind.
Feminismus
Ungewöhnlich für seine Zeit und wahrscheinlich beeinflusst durch seine spätere Frau Harriot Taylor (Mill), vertritt JS Mill feministische Ansichten. Er fordert ebenso das Frauenwahlrecht wie ein Scheidungsrecht. Auch untersucht er als einer der ersten sozialwissenschaftlich die Unterdrückung der Frau.

Old sheep face

Bild: Old sheep face. Von: By Roger Green from UK (Old Sheep) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at January 05, 2016 01:55 PM

January 02, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Teaching machines to make your life easier – quality work on Wikidata

German summary: ORES is eine künstliche Intelligenz, die Vorschläge zur Bekämpfung von Vandalismus machen kann. Nachdem sie auf einigen Wikis bereits erfolgreich eingesetzt wurde, hilft sie jetzt auch bei der Qualitätsverbesserung bei Wikidata.  Amir Sarabadani und Aaron Halfaker beschreiben die Entwicklung und den Einsatz von ORES ein einem Gastbeitrag auf englisch.


 

A post by Amir Sarabadani and Aaron Halfaker

Today we want to talk about a new web service for supporting quality control work in Wikidata. The Objective Revision Evaluation Service (ORES) is an artificial intelligence web service that will help Wikidata editors perform basic quality control work more efficiently. ORES predicts which edits will need to be reverted. This service is used on other wikis to support quality control work. Now, Wikidata editors will get to reap the benefits as well.

Making quality control work efficient

In the last month, Wikidata averaged ~200K edits per day from (apparently) human editors. That is about 2 edits per second. Assuming that each edit takes 5 seconds to review (which is quite fast for MediaWiki to even load a diff page), that means we would need to spend ~277 hours every day just reviewing incoming edits. Needless to say, this does not really happen and that is a problem since vandalism sticks until someone notices it.

An automated scoring system like ORES can dramatically reduce that workload. For example ORES gives you a score for a revision indicating the probability of it being vandalism. This edit for example scored  51% which means it is probably okay but this edit scored 100% which means it is probably vandalism (and it is vandalism). Through this simple web interface, ORES makes it easy to tap into a high-power artificial intelligence that is trained to detect damaging edits.

We can use these predictions to sort edits by the probability that they are damaging. This allows recent changes patrollers to focus their attention on the most problematic edits. By focusing on the 1% highest scored edits, we can catch nearly 100% of vandalism — reducing the amount of time and attention that patrollers need to spend reviewing the recent changes feed (even with bots excluded) by 99%. You can read more in this Phabricator task. This kind of efficiency improvement is exactly what Wikidata needs in order to operate at scale.

A note of caution: These machine learning models will help find damaging edits, but they are inherently imperfect. They will make mistakes. Please use caution and keep this in mind. We want to learn from these mistakes to make the system better and to reduce the biases that have been learned by the models. When we first deployed ORES, we asked editors to help us flag mistakes. Past reports have helped us improve the accuracy of the model substantially.

How to use ORES

ORES is a web API which means it results are more suitable for tools than humans. You give ORES a revision ID and ORES responds with a prediction. Right now, ORES knows how to predict whether a Wikidata edit will need to be „reverted“.  You ask ORES to make a prediction by placing the revision ID to score in the address bar of your browser.  For example:

 

The are already some tools available for Wikidata that integrate ORES with the user interface.  We recommend trying the ScoredRevisions gadget.  We hope that, by posting this blog, more tool devs will learn of ORES and start experimenting with the service.

Not just quality control

We encourage you to think creatively about how you use the signal that ORES provides. As we have said, damage detection scores can be used to highlight the worst, but the scores can also be used to highlight the best. Recent research shows how we can flip the damaging predictions upside down to detect good-faith newcomers and direct them towards support & training (Halfaker, Aaron; et al. „Snuggle: Designing for efficient socialization and ideological critique“ (PDF). ACM CHI 2014). While newcomer retention on Wikidata is still high compared to the large Wikipedias, we’re following a similar trend. Since Wikidata is still a young Wikimedia project, we have an opportunity to do better during this critical stage by making sure that we both efficiently revert vandalism and route good-faith newcomers to support and training.

Getting involved

There are many ways in which you can contribute to the project. Please see our project documentation, contact information, and IRC chatroom. You can also subscribe to our mailing list.

There are several tasks that directly help Wikidata.Also by reporting mistakes of ORES you can help us improve it faster.  You can help us by build training data by labeling edits as damaging or not in Wikidata:Edit labels.  With your help, ORES will soon be able to differentiate good-faith damage from vandalism.

We are also currently looking for volunteers and collaborators with a variety of skills:

  • UI developers (Javascript and HTML)
  • Backend devs (Python, RDBMS, distributed systems)
  • Social scientists (Bias detection, observing socio-dynamic effects)
  • Modelers (Computer science, stats or math)
  • Translators (bring revscoring to your wiki by helping us translate and communicate about the project)
  • Labelers (help us train new models by labeling edits/articles)
  • Wiki tool developers (use ORES to build what you think Wikipedians need)

by Jens Ohlig at January 02, 2016 04:53 PM

December 22, 2015

Iberty

"Ich habe Zeit gespendet, und zwar nicht zu knapp! "

Wer es noch nicht gesehen hat. Ein schönes Interview von Geolina im Deutschlandfunk zum Thema Wikipedia, Wikimedia, Spenden und Wertschätzung:

Wikipedia-Autorin wünscht sich mehr Wertschätzung



Finnish anti-vegetation task force on a Baltic sea island
Bild: Finnish anti-vegetation task force on a Baltic sea island. These sheep, owned by the government of Finland, keep the meadows from turning to thickets. By Hansenit [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at December 22, 2015 10:00 AM

December 17, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 49/2015

Dies ist die letzte Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015. Darin zu finden ist unter anderem der Finanzbericht der Wiki Education Foundation, das Protokoll der 17. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland und einige Rückblicke auf den November und das vergangene Jahr. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern schöne Weihnachtsfeiertage und ein frohes neues Jahr!

Foundation und Organisationen

Wiki Education Foundation veröffentlicht Finanzbericht

Die Wiki Education Foundation hat ihren Finanzbericht für den Zeitraum von Juli 2014 bis Juni 2015 veröffentlicht.

Protokoll der 17. Mitgliederversammlung veröffentlicht

Im Forum von Wikimedia Deutschland wurde das Protokoll der 17. Mitgliederversammlung vom 28. November veröffentlicht.

Software-Entwicklung bei WMDE sucht Produktmanager (m/f)

Wikimedia Deutschland sucht einen belastbaren, erfahrenen und selbstständigen Produktmanager (m/w) in Vollzeit als Teil des Entwicklerteams in Berlin (oder remote), der gemeinsam mit der deutschen Community an Projekten, wie der Technischen Wunschliste arbeitet.

Projekte und Initiativen

Geförderte Projekte aus den Communitys im November

Eine chronologische Übersicht gibt einen Einblick in ausgewählte umgesetzte Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen, die von den Communitys organisiert wurden und mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im November stattgefunden haben.

GLAM-Bericht für November erschienen

„This Month in GLAM“ heißt die monatliche Übersicht internationaler Projekte rund um die Zusammenarbeit mit Galerien, Büchereien, Archiven und Museen. Die aktuelle Ausgabe gibt einen Einblick in die Aktivitäten des vergangenen Monats.

Neues aus der OSM-Welt #281

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 281“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 1. bis 7. Dezember.

November-Highlights in der Übersicht

Die Wikimedia Foundation hat ihre Highlights aus dem Monat November zusammengefasst.

Technik

Tech News issue #51

Die aktuelle Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Politik

CDU-Fraktion NRW stellt Antrag für praxistaugliches Urheberecht zur Digitalisierung von Museumsbeständen

Die CDU-Fraktion im Landtag Nordrhein-Westfalen stellte einen Antrag für ein „praxistaugliches Urheberecht zur Digitalisierung von Museumsbeständen“ und nimmt dabei auch konkret Bezug auf die Wikipedia.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten sind über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

#GLAM – wo stehen wir?

Raymond bloggte über die sich langsam einstellenden Erfolge bei Kooperationen zwischen Wikipedia und Wikimedia.

Gnom bloggt über WMDE-Mitgliederversammlung

Benutzer:Gnom berichtete in seinem Blog von der 17. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland.

Neue Beiträge zu Mapping OER

Im Blog mapping-oer.de wurde ein neuer Beitrag zum Thema Lizenzen für OER veröffentlicht.

SZ und Standard schreiben über Spendenkampagne

Die Süddeutsche Zeitung und der Standard berichteten über die Spendenkampagne von Wikimedia.

SZ thematisiert Autorenschwund

Ebenfalls in der Süddeutschen Zeitung, erschien ein ausführlicher Artikel über den Autorenschwund und andere Probleme in der Wikipedia.

Wikipedia-Jahresrückblick erschienen

netzpolitik.org bloggt über den Rückblick auf das vergangene Jahr, der mit freien Inhalten aus der Wikipedia zusammengeschnitten wurde.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at December 17, 2015 12:52 PM

December 15, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im November 2015

Die folgende Liste zeigt eine chronologische Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen, die von den Communitys organisiert wurden und mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im November stattgefunden haben. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Beim Festivalsommer standen im Monat November neun Veranstaltungen auf der Agenda. Der vollständige Festivalplan ist in der Wikipedia zu finden.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Gruppen von Wikipedianern ist über Wikipedia:Lokales abrufbar. Einige Communitys hinter den lokalen Räumen führen außerdem Blogs, über die eine Auswahl dort stattgefundener Veranstaltungen und Aktionen nachgelesen werden kann:

3.11.: DFG SFB Heidelberg

Die ehrenamtlich tätigen Wikipedia-Autoren Marcus Cyron, Jonathan Groß und DerHexer gaben Anfang November in Bonn 20 Mitarbeitenden der Deutschen Forschungsgemeinschaft eine Wikipedia-Einführung in Form von Vorträgen und Workshops. Ein ausführlicher Bericht dazu wurde im Wikipedia-Kurier veröffentlicht.

5.11.: Stammtisch Bremen Nr. 100

WikiProjekt Bremen GLAM im Staatsarchiv, Foto: Axel Hindemith, CC-by-sa 4.0

Im November 2015 fand das hundertste Treffen des Bremer Wikipedia-Stammtisches statt. Anlässlich des Jubiläums gab es nicht nur einen zünftigen Jubiläums-Stammtisch mitsamt Rückblick auf vergangene Treffen und Ausblick auf aktuelle Projekte, sondern auch einen „Ausflug ins Archiv“ – das Bremer Staatsarchiv öffnete seinen Magazinturm und seine Archivkeller und zeigte Wikipedianern und Wikipedianerinnen aus „Bremen und umzu“ das Gedächtnis der Freien Hansestadt Bremen. (Text: Jocian, CC-by-sa 3.0, weiterlesen)

6.11.: Wikiversum Weltcafé

Das Weltcafé fand im Rahmen der Konferenz Zugang gestalten im Altonaer Museum in Hamburg statt. Es wurde von WMDE organisiert und maßgeblich von Ehrenamtlichen u.a. des Kontor Hamburg mit ca. 60 Teilnehmenden durchgeführt. Weitere Informationen sind in einem ausführlichen Blogbeitrag zu finden. Außerdem gibt es einen Podcast zum Nachhören.

6.-8.11.: Stand auf der Messe Schriftgut Dresden

Stand auf der Messe Schriftgut, Foto: Conrad Nutschan, CC-by-sa 4.0

Vom 6. bis 8. November waren Wikipedianerinnen und Wikipedianer mit einem Stand auf der Messe schriftgut in Dresden vertreten. Während der drei Tage fand ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen, Inszenierungen, dem Vorführen von technischen Abläufen, offenem Editieren und Lesungen statt. Des Weiteren gab es Stände von Verlegern, Herstellern, Autoren und Literaturliebhabern. (basierend auf einem Text von Conny, CC-by-sa 3.0, weiterlesen)

6.-8.11.: Redaktionstreffen Chemie 2015

Das zehnte Treffen der Redaktion Chemie der deutschsprachigen Wikipedia fand im WP:Kontor Hamburg statt. Alle relevanten Punkte wurden in einem Protokoll veröffentlicht.

7.-8.11.: Objektfotografieworkshop

Trotz des kurzfristigen Ausfalls der Hauptreferenten und der dadurch bedingten Absage einiger Teilnehmerinnen und Teilnehmer fand im Lokal K in Köln ein produktives Wochenende rund um das Thema Objektftografie statt. Weitere Informationen und alle Bilder sind hier zu finden.

Ein nächster Workshop mit den ausgefallenen Referenten ist für das kommende Jahr angedacht.

8.11.: 23. Schreibwettbewerb

Im September fand in der deutschsprachigen Wikipedia der 23. Schreibwettbewerb statt.

Der Siegerartikel von HilberTraum behandelt das Computerspiel God of War. Den Publikumspreis holte Andreas Werle mit dem Artikel Heinrich IV., Teil 1. Wikimedia Deutschland förderte den Wettbewerb mit Preisen, die im November an die Gewinner vergeben wurden.

8.11.: Women, Wikipedia, Design Edit-a-thon November

Mit dem Edit-a-thon „Women Wikipedia Design“ zum Thema Architektinnen wurde eine dreiteilige Veranstaltung beendet, bei der sich Frauen in den Monaten September, Oktober und November getroffen hatten, um gezielt Wikipedia-Artikel über Architektinnen anzulegen und auszubauen. Weitere Informationen sind über die Projektseite zu finden.

13.-14.11.: Anlieferung Schwebebahn

In Wuppertal wurde eine neue Schwebebahn angeliefert. Dank der Teilnahme von Wikipedianern an der offiziellen Veranstaltung werden demnächst freie Aufnahmen des offiziellen Ereignisses auf Commons verfügbar sein.

14.11.: 36. Stammtisch Sauerland

In Herscheid fand im November der 36. Wikipedia-Stammtisch im Sauerland statt. Auf dem Programm standen ein geführter Rundgang durch den Ortskern, ein Besuch einer Aussstellung von Bildern des Herscheider Schriftstellers, Zeichners und Malers Heinz Wever und eine Führung durch die Apstelkirche. Details zu den einzelnen Stationen und viele mehr sind auf der Projektseite nachzulesen.

14.11.: 37. Stammtisch Oberlausitz

Mit dem Besuch im Museum Alte Pfefferküchlerei in Weißenberg startete am 14. November nicht nur der 37. Stammtisch, sondern auch die Pfefferkuchentour des Stammtisches Oberlausitz. (Text: DCB, CC-by-sa 3.0, weiterlesen)

16.11.: Wikipedia macht Schule

21 Schülerinnen und Schüler einer Tablet-Klasse aus Velchede waren im November zu Gast bei Wikimedia Deutschland und erhielten dort von dem Wikipedianer Andreas Paul eine Einführung in die Wikipedia. Im Vordergrund standen der Aufbau und die Analyse eines Artikels und der Umgang und die Bewertung von Quellenangaben, was anhand praktischer Übungen vertieft werden konnte. Aufbauend darauf konnten Parallelen zum wissenschaftlichen Arbeiten gezogen werden. Dazwischen bestand natürlich viel Raum für Gespräche, Querverweise und Testaufgaben.

20.11.: Stammtisch Münster

Am kühlen Herbstabend des 21. November trafen sich Wikipedianerinnen und Wikipedianer im Rathausinnenhof, dem sogenannten Platz des Westfälischen Friedens, unter anderem zu einem Gang durch Münsters Innenstadt. Ein Bericht des Treffens ist hier zu finden.

20.-22.11.: Wikisource-Konferenz

Erstmals kam in Wien die internationale Wikisource-Community zu einer mehrtägigen Konferenz zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen. Für Details zur Veranstaltung siehe die Projektseite.

21.-22.11.: Datenübertragungsworkshop Coding da Vinci

Welche Tools eignen sich zur Übertragung größerer von Kulturinstitutionen freigegebener Datenbestände auf Commons? Welche Probleme können dabei entstehen und welche freien Datenbestände aus dem Projekt „Coding da Vinci“ sind noch nicht über das Medienarchiv Commons verfügbar? Diesen Fragen ging die Community, zusammen mit Wikimedia Deutschland, auf einem Workshop in Frankfurt nach. Ein neues Learning Pattern dazu gibt außerdem Antworten auf diesbezügliche Fragen.

21.-22.11.: Karten-Kurs

Kartenkurs im Kontor Hamburg, Foto: Sebastian Wallroth, CC-by 4.0

Am vorletzten Wochenende im November kam ein Dutzend Wikipedianerinnen und Wikipedianer ins Kontor Hamburg, um Grundzüge der Kartenherstellung mit einem Vektor-Grafikprogramm zu erlernen. Die Kenntnisse sowohl fachlicher als auch technischer Art waren am Anfang recht unterschiedlich, doch alle Teilnehmenden konnten im Verlauf des Wochenendes noch einiges dazulernen. (basierend auf einem Text von: NordNordWest, CC-by-sa 3.0) Die Ergebnisse wurden in einem Protokoll festgehalten.

25.11.: Erasmuspreis-Verleihung an Wikipedia

Am Mittwoch, 25. November verlieh der niederländische König den Erasmuspreis an Vertretende der internationalen Wikipedia-Gemeinschaft. Die Prämierung ist eine Anerkennung der Arbeit aller Wikipedianerinnen und Wikipedianer weltweit. Eine große Delegation von Wikipedianerinnen und Wikipedianern repräsentierte die Wikipedia-Gemeinschaft. (basierend auf einem Text von XanonymusX, CC-by-sa 3.0, weiterlesen)

26.11.: Stammtisch Bremen

Auch nach dem 100. Jubiläumsstammtisch geht es weiter: Zum 101. Mal traf sich der Bremer Stammtisch in gewohnter Runde. Die Veranstaltung war wie immer durch Wikimedia Deutschland von der Community-Versicherung abgedeckt.

27.-28.11.: Konferenz: Wikipedia in der Praxis – Geschichtsdidaktische Perspektiven

An der Universität Basel trafen sich Interessierte zu einer Tagung unter dem Titel Wikipedia in der Praxis. Geschichtsdidaktische Perspektiven. Organisiert wurde die Tagung von Marko Demantowsky und Jan Hodel. Aufgrund mehrerer Absagen war das Programm leider etwas geschrumpft. Eröffnet wurde die Tagung durch zwei Beiträge der Organisatoren, in denen sie auf Wert und Sinn der Wikipedia in Schul- und Universitäts­bildung eingingen. Hierbei übernahm Demantowsky die Rolle des Fürsprechers, Hodel die des Kritikers, Nando Stöcklin übernahm die Moderation. Im zweiten Panel ging es um empirische Untersuchungen der Wikipedia. (basierend auf einem Text von Marcus Cyron,  CC-by-sa 3.0, weiterlesen)

28.11.: Verleihung des Preises der Deutschen Fernsehakademie

Benutzer Jensbest war als Fotograf bei der Verleihung des Preises der Deutschen Fernsehakademie in Köln zu Besuch und konnte dort zahlreiche Aufnahmen der Gäste für das freie Medienarchiv Commons mitbringen.

28.-29.11.: Edit-a-thon Kunstgeschichte Lokal

Im Lokal K wurde eine zweitägige Veranstaltung zum Thema Kunstgeschichte angeboten. Sie bestand aus einem Einführungskurs zur Bearbeitung der Wikipedia, mit dem Fokus auf dem Schreiben von Artikeln aus dem Feld Kunstgeschichte, und einem anschließenden Edit-a-thon. Weitere Informationen dazu können der Veranstaltungsseite entnommen werden.

Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende regelmäßige Community-Termine fanden auch im November wieder mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland statt:

by Nicolas Rueck at December 15, 2015 01:12 PM

December 13, 2015

Iberty

Wikipedianer wandeln durch Weltstadt: KNORKE wird 10

Ach, was waren das für Zeiten im Jahre 2005. Die Wikipedia war klein und die Welt war groß und aufregend, sondern auch danach was vor der eigenen Haustür passiert. Dabei ging es nicht nur um abstrakte Konzepte, tote alte Männer und den Stoff der Schullehrbücher. Zum Wissen der Welt gehört auch Wissen über das persönliche Umfeld, das pralle Leben direkt vor der eigenen Haustür oder in U-Bahn-Nähe entfernt.

Hermannstraße (Rixdorf) Apollo-Theater-Garten anno 1900 AK gemeinfrei Ort des erstes KNORKES: die Hermannstraße.

Neben den Artikeln über Philosophie und Physik oder Barock und Bariton entstanden auch Artikel über das eigene Umfeld. Gerade in Berlin ist dieses Umfeld nicht immer hübsch und geleckt, sondern auch mal rauh und nicht für jeden Stadtführer geeignet. So um 2005 beschlossen verschiedene Berliner (unter anderem Cornelius, Achim., Lienhard, Rainer) einen Artikel über eine Straße zu schreiben: die Hermannstraße ist eine Hauptstraße in Neukölln und sie macht alles aus, was eben auch Neukölln ausmacht: historische Friedhöfe, sozialer Brennpunkt, Fahrradfahren im Slalomverkehr, lebendiges Leben des Kleingewerbes und jede Menge Casinos und Cafes.

Wenn man über eine Straße schreibt, die vor der eigenen Haustür liegt, liegt es nahe, sich diese auch einmal persönlich anzuschauen. Und wenn man zusammen am Thema schreibt, liegt es nahe, sich die Straße zusammen anzuschauen. Der erste wikipedianische Stadtbegehung war geboren. Am 4. Dzember 2005 fand die erste "KNORKE"-Tour der Wikipedia statt. Der Benutzer Marbot war noch nicht als der Meister des perfekten Protokolls dabei, der er später werden sollte, so dass die schriftlichen Überlieferungen sind spärlich, was aber erhalten blieb war:

Im Handwerkerstübchen rund 1 Meter hoher Cappuccino mit zwei Meter Sahne drauf und gefühlten 68 Keksen rundrum für schlappe 1,50 oder so und so weiter ..

Was auch immer genau bei jener legendären Tour sonst geschah: der Artikel über die Hermannstraße wurde zu einem Artikel ausgebaut, der innerhalb der Wikipedia als Qualitätsartikel gilt(*) und es machte Lust auf mehr.

Wannsee29 KNORKE on Tour: Hier auf dem Weg zum Wannsee. Bild: Jcornelius CC BY-SA 2.0 de, via Wikimedia Commons

Bereits am 26. Februar 2006 folgte die zweite Tour (Hackescher Markt) und einen Monat später der dritte Anlauf (Prenzlauer Allee). Betreut, gepflegt und koordiniert von Cornelius und Lecartia fanden innerhalb des ersten Jahres 10 KNORKES von Wannsee/Kladow über die "Rote Insel" in Schöneberg, den Beusselkiez in Moabit bis hin zum Osktkreuz statt. In den folgenden Jahren sank und stieg die Begeisterung.KNORKE-Touren gab es unter anderem im Bayerisches Viertel, im Zillekiez, Links und Rechts vom Ku'damm, zu den AEG-Fabriken auf dem Wedding/Humboldthain, nach Friedrichshagen durch das Botschaftsviertel, rund um das Autobahnkreuz Schöneberg, wir folgten den 1920ern in Schöneberg-Nord und erkundeten zuletzt Mariendorf. Zusätzlich fanden Sondern-KNORKES mit Adventsessen oder Spieleabend statt.

Der KNORKE-Enthusiasmus folgte dabei wage den Rhythmus der Wikipedia. Nach enthusiastischen Aufbrauchsjahren und schneller Expansion, spielte es sich danach etwas ein und verlor etwas an Energie. Insgesamt gab es 48 KNORKES in stark wechselnder Frequenz:

2005: 1 Tour
2006: 9 Touren
2007: 8
2008: 12
2009: 6
2010: 2
2011: 2
2012: 4
2013: 2
2014: 2
2015: 0
2016: 1 (bisher geplant)

Karte Berlin LandnutzungBerlin, Berlin, wir laufen durch Berlin. Bild: By Maximilian Dörrbecker (Chumwa) CC BY-SA 2.0 or ODbL, via Wikimedia Commons

Die Touren verliefen dabei recht unterschiedlich. Allen gemein ist: jemand lädt auf der KNORKE-Hauptseite ein, dann kommen Menschen und man läuft zusammen offenes Augens und wachen Geistes durch die Stadt. Mal sind es lange Waldwanderungen mit seltenen Kurzpausen wie bei Lienhards Tour durch die Morellenberge im Berliner Westend. Mal gibt es historisch erschlossenes in dichter Folge wie beispielsweise die Tour durch das Schloss Charlottenburg mit Achim, Cornelius und Ralf, mal sind es Touren ins wahre Leben selbst, "Berlin in your face" geradezu wie die KNORKE-Pioniertat in der Hermanstraße, Ralfs Führung durch die Potsdamer Straße oder Denis' Tour durch den szenigen Schöneberger Norden. Auf jeden Fall wird viel gekuckt, viel geredet und für eine Gruppe von 5 bis 15 Leuten auch überraschend viel gelaufen.

Ab und an werden in Folge oder Vorbereitung der Tour sogar Wikipedia-Artikel geschrieben und verbessert. Anfangs dokumentierten die KNorkisten sogar, welche Artikel und Bilder entstanden, im Laufe der Gewönung an den Event ließ der Enthusiasmus bei der Dokumentation allerdings nach.

Mal sind die Touren minutiös vorbereitet und geplant, mal gehen alle aus davon aus, dass sie nichts wissen, aber mal neugierig sind (wie zum Beispiel in Reinickendorf) und mal wissen die Mitlaufen auch deutlich mehr als derjenige der die Tour ansetzte. Manchmal glauben die Mitlaufenden auch mehr zu wissen als die Person, die vorbereitete. Das wird dann oft etwas anstrengend.

Berlin Wedding bayer parkhaus 14.11.2015 13-40-01 Für das 49. KNORKE folgt die Müllerstraße im Wedding.

10 Jahre KNORKE ist nicht tot. Im Januar geht es weiter mit einer Tour die Müllerstraße im Wedding entlang. Vielleicht klappt im Februar ja zum 50. mal die Jubiläumsausgabe wieder durch die Hermannstraße. Und Berlin ist groß, jeder Berliner entdeckt wohl immer noch regelmäßig komplett neue Stadtteile. Und die Stadt verändert sich: Neukölln 2015 ist nicht mehr Neukölln 2005. Es bleibt spannend.


(*) Wobei ich sagen muss: 2005 fand ich den Hermannstraßenartikel ja super, mittlerweile aber eher gräßlich!

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by dirk franke (noreply@blogger.com) at December 13, 2015 09:42 PM

December 10, 2015

Elya & Raymond

#GLAM – wo stehen wir?

Seit mindestens 2007 Jahren schon bin ich als Wikipedianer im Umfeld der GLAMs (Galleries, Libraries, Archives and Museums) in NRW und speziell in Köln aktiv. Angefangen mit der Bilderspende vom Bundesarchiv. In den Folgejahren dann Vorträge über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen GLAMs und Wikipedia (inkl. Wikimedia Commons, Wikisource, Wikidata) oder der richtigen Anwendung von […]

by ray at December 10, 2015 08:49 PM

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 48/2015

Neue Learning Patterns von Wikimedia Deutschland, die Suche nach Kandidierenden für das Affiliations Committee und der internationale Gewinner des Fotowettbewerbs „Wiki loves monumenst“, sind unter anderem die Themen der Wikimedia:Woche 48/2015. Außerdem steht das Klexikon zur Wahl für den Kinder-Online-Preis des WDR. Zum Schluss gibt es in dieser Ausgabe ein kleines Advents-Spezial.

Foundation und Organisationen

Affiliations Committee sucht nach Kandidierenden

Das Affiliations Committee ist ein Gremium, das dem Board of Trustees der Wikimedia Foundation Empfehlungen über die Anerkennung von Wikimedia-zugehörigen Gruppen ausspricht. Es ist noch bis zum 31. Dezember auf der Suche nach Personen, die für das Committee kandidieren möchten.

Ombudskommission sucht nach Kandidierenden

Die Ombudskommission untersucht Beschwerden über Verstöße gegen die Datenschutzrichtlinie (speziell in Bezug auf den Gebrauch der Checkuser-Werkzeuge) auf allen Wikimedia-Projekten im offiziellen Auftrag des Kuratoriums der Wikimedia-Stiftung. Dafür sucht die Kommission nach neuen Kandierenden.

Protokoll der 4. WMDE-Präsidiumssitzung veröffentlicht

Das Protokoll der 4. Präsidiumssitzung vom 31. Oktober in Hannover wurde im Forum eingestellt. Schwerpunkt der Sitzung war die Beratung der Anträge an die 17. Mitgliederversammlung.

Neue Learning Patterns zu Commons veröffentlicht

Es gibt zwei neue Learning Patterns mit wertvollen Tipps zu den Themen Drohnenfotografie (zusammen mit User:Phantom3Pix geschrieben) und dem Upload von größeren Datenmengen durch Institutionen auf Commons.

WMDE sucht Referenten/Referentin für Politik und Recht

Wikimedia Deutschland such ab sofort nach einem Referenten oder einer Referentin Politik und Recht. Die ganze Ausschreibung gibt es unter:

Projekte und Initiativen

Internationale Gewinner von Wiki Loves Monuments gekürt

Die internationale Wiki Loves Monuments-Jury hat die ersten 14 Plätze bekanntgegeben. Die vollständige Liste und der Jurybericht folgen in zwei Wochen. Gewinner des internationalen Wettbewerbs ist auch der (bereits gekürte) Gewinne des deutschen Wettbewerbs: Das mittels Drohne aufgenommene Bild des Leuchtturms in Westerheversand.

Anlässlich des Gewinnerfotos veröffentlichte Wikimedia Deutschland ein Learning Pattern zum Thema Drohnenfotografie auf deutsch und englisch (siehe oben).

Universität in Tel Aviv bietet Wikipedia-Kurs an

Im Oktober begann an der Universität Tel Aviv der Kurs „Wikipedia: Skills for producing and consuming knowledge“. Der Kurs dauert ein Semester.

Klexikon beim Kinder-Online-Preis des WDR

Das Klexikon steht für den Kinder-Online-Preis 2016 des WDR zur Wahl. Abgestimmt werden kann noch bis zum kommenden Samstag.

Neues aus der OSM-Welt #280

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 280“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 24. bis 30. November.

Google Code-in gestartet

Am 7. Dezember startete das diesjährige Google Code-in, zur Entwicklung von Open Source-Software, an dem sich auch Wikimedia wieder beteiligt.

Technik

Tech News issue #50

Die aktuelle Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Diskussion

Meinungsbild zur Rechtevergabe gestartet

In der deutschsprachigen Wikipedia läuft derzeit ein Meinungsbild zur Erweiterung der technischen Rechtevergabe- und -entzugsmöglichkeiten von Bürokraten.

Freies Wissen und Wissenschaft Teil 8 über Open Science Q&A

Im achten Teil der Beitragsserie „Freies Wissen und Wissenschaft“ sprach Wikimedia Deutschland mit Christian Pietsch von der Universitätsbibliothek Bielefeld über das von ihm betreute Community-Projekt Open Science Q&A, welches versucht, Antworten auf die häufigsten Fragen zu offener Wissenschaft zu geben.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten sind über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Mehrere Berichte über neue Software zur Erennung von Vandalismus in der Presse

Mehrere Medien berichteten über die neue Software zur Erkennung von Vandalismus in der Wikipedia.

3sat sendete Beitrag über OKLab bei WMDE

3sat berichtete über das Berliner OKLab, das in der Geschäftsstelle von Wikimedia stattgefunden hatte.

Washington Post schreibt über Spendenkampagne

In der Washington Post erschien ein Artikel über den Spendenaufruf von Wikimedia.

Auf wikistrategies.net erschien dazu ein Kommentar.

„Umgebinde Online“ in der Sächsischen Zeitung

Die Sächsische Zeitung berichtete über das von Bernd Gross initiierte Projekt „Umgebinde Online“, bei dem Schülerinnen und Schüler zahlreiche Fotos von Umgebindehäusern für Commons aufnahmen.

Neue Beiträge zu Mapping OER

Im Blog mapping-oer.de wurden zwei neue Beiträge veröffentlicht.

Termine

10.12.: Office-Hour mit Wes Moran, Leiter der WMF-Produktabteilung

Am Donnerstag, den 10. Dezember, findet um 21.00 Uhr deutscher Zeit im IRC-Kanal #wikimedia-office eine sogenannte „Office Hour“ (Fragestunde) mit Wes Moran, dem Leiter der Produktabteilung der Wikimedia Foundation, statt.

11.12.: Einführungskurs und Editierworkshop in Stuttgart

Jeweils am 2. Freitag des Monats bietet die Stuttgarter Wikipedia-Community von 17.00 bis 21.00 Uhr regelmäßige Offene-Editieren-Workshops an. Workshop für angehende Wikipedia-Autoren, die die ersten Schritte bei der Bearbeitung von Artikeln in Begleitung erfahrener Nutzer machen möchten, sowie langjährige Wikipedia-Nutzer und Administratoren, die sich über Feinheiten des Wikipedia-Inhalts und der Technik austauschen möchten.

15.12.: Bremenpedia vor Ort

„BremenpediA vor Ort“ versteht sich als Anlaufadresse in Bremen-Lesum für alle Fragen rund um das freie Online-Lexikon Wikipedia und die freie Medien-Datenbank Wikimedia Commons. Die Veranstaltungsreihe findet zwischen 15.00 und 17.00 Uhr im Heimathaus Lesum, dem Domizil des Heimat- und Verschönerungsvereins Bremen-Lesum e. V. (HVL) statt.

Advents-Spezial

Erotischer Politik-Adventskalender mit Wikipedia-Bildern

Dank Aufnahmen aus der Wikipedia bzw. Wikimedia Commons, konnte der Postillon einen Wandkalender mit erotischen Aufnahmen von Politikern aus der großen Koalition erstellen.

Mit Wikipedia in den Backstagebereich

Wie man mit Hilfe der Wikipedia auch noch für das ausveraufte Weihnachtskonzert Zutritt zum Backstage-Bereich erhält, erklärte heise.de.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at December 10, 2015 03:00 PM

Freies Wissen und Wissenschaft (Teil 08): Open Science Q&A – selbstorganisierte Handreichungen für offene Wissenschaft

Open Access, Citizen Science, Open Research Data – Die Öffnung der Wissenschaft schreitet voran. Immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich im Rahmen ihrer Arbeit mit freien Lizenzen und kollaborativen Arbeitsweisen. Sie machen ihre Forschungsergebnisse und -daten frei zugänglich, damit sie von möglichst vielen Menschen verwendet und nachgenutzt werden können oder beteiligen Bürgerinnen und Bürger direkt am Forschungsprozess. An dieser Stelle veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen Beiträge rund um das Thema Freies Wissen und Wissenschaft. Im achten Teil unserer Beitragsserie sprachen wir mit Christian Pietsch von der Universitätsbibliothek Bielefeld über das von ihm betreute Community-Projekt Open Science Q&A, welches versucht, Antworten auf die häufigsten Fragen zu offener Wissenschaft zu geben.


Offene Wissenschaft ist ein Ziel, auf das sich viele einigen können. Mit der praktischen Umsetzung hapert es allerdings oft noch. Oft sind es technische Kleinigkeiten, die unklar sind, manchmal aber auch Grundbegriffe. Und dann gibt es noch jede Menge Mythen und Irrtümer, die aufgeklärt werden müssen. Open Science Q&A ist eine Community aus Wissenschaftlern und anderen Interessierten (von SchülerIn bis ProfessorIn), die sich gefunden hat, um eine Wissenssammlung zu dieser Thematik in Form von Fragen und Antworten zusammenzutragen. Eine Zeit lang bemühten sie sich, beim StackExchange-Netzwerk unterzukommen, das inzwischen nicht mehr nur von ProgrammiererInnen zum Erfahrungsaustausch genutzt wird. Jetzt befindet sich die Frage-und-Antwort-Website Open Science Q&A bei der Universität Bielefeld. Wie kam es dazu, Christian Pietsch?

Bild: Libby Levi, CC BY-SA 2.0 via Flickr

Christian Pietsch: In der privaten Beta-Phase bei StackExchange war ich noch gar nicht beteiligt. Eines Tages sah ich einen Tweet, in dem Daniel Mietchen bedauerte, dass es keine öffentliche Beta-Phase geben würde und dass die private Beta-Site am kommenden Freitag gelöscht würde. Ich konnte nachfühlen, was das bedeutet, weil ich mich vor zwei Jahren eifrig an einer anderen privaten Betaphase (Digital Preservation) beteiligt hatte, die auch eingestampft wurde – einschließlich meiner Antworten. Daher wusste ich noch, dass die Fragen und Antworten in Form einer XML-Datei weiter existieren, die StackExchange nach Schließung einer Beta-Site zum Download anbietet. Diese müsste sich woanders importieren lassen, um die Frage-und-Antwort-Website wiederzubeleben. Ich bot meine Hilfe an, und kurz darauf brachte mich Daniel mit den Betreibern von PhysicsOverflow zusammen, die das schon mal gemacht hatten. Mit ihrer Hilfe und der freundlichen Erlaubnis meiner Vorgesetzten an der Universitätsbibliothek Bielefeld konnte ich nach wenigen Tagen den archivierten Inhalt als https://openscience.uni-bielefeld.de/ wieder benutzbar ins Netz bringen. Das war natürlich nur möglich, weil Gideon Greenspan in Israel eine freie und quelloffene Software namens Question2Answer (Q2A) programmiert hatte, mit der man schnell eine eigene Frage-und-Antwort-Website aufsetzen kann, und weil ein Professor im Ruhestand, der sich im Netz polarkernel nennt, ein Importskript für PhysicsOverflow geschrieben hatte, das ich unter seiner Anleitung nachnutzen durfte.

Sind dann auch alle, die sich an der Open-Science-Testphase auf StackExchange beteiligt hatten, zur neuen Website in Bielefeld mitgekommen?

Christian Pietsch: Leider nein. Manche wollten lieber einen neuen Versuch bei StackExchange starten oder etwas ganz anderes machen. Aber technisch gesehen, ja: Alle 338 dort angelegten Nutzerprofile waren im XML-Dump enthalten und wurden in Bielefeld importiert. Aber davon waren nur 22 Nutzer regelmäßig aktiv gewesen („avid users“). Das Problem war, dass wir die Nutzer nicht informieren konnten, da im XML-Dump keine E-Mail-Adressen enthalten waren. Wer sein altes Profil bei uns wieder benutzen möchte, kann auf der Website auf „reclaim your user account“ klicken; dann führen wir Mensch und Konto wieder zusammen. Wir würden uns freuen, wenn noch mehr von dieser Möglichkeit Gebrauch machen würden. Inzwischen hat Open Science Q&A 370 angemeldete Nutzer.

Wie aufwändig ist es, so eine Frage-und-Antwort-Website zu betreiben?

Christian Pietsch: Wenn man weiß, wie man einen Linux-Server aufsetzt und pflegt, ist der rein technische Aufwand minimal. Das mache ich nebenher. Finanzieller Aufwand entsteht in unserem Fall gar nicht, weil das inhaltlich verwandte DFG-Projekt CONQUAIRE, in dem ich mitarbeite, die Hardware bereitstellt und alle anderen ehrenamtlich arbeiten. Wir sind drei AdministratorInnen (Dilaton von PhysicsOverflow, Cord Wiljes vom Bielefelder Exzellenzcluster CITEC und ich) sowie vier weitere NutzerInnen aus den Weiten des Internets, die sich bereit erklärt haben, als ModeratorInnen mitzuwirken. Das ist mehr als genug Arbeitskraft bei der bisher gemächlichen Aktivität unserer Community.

Welche Fragen brennen den Forschenden besonders unter den Nägeln?

Christian Pietsch: Das kann ich tatsächlich objektiv beantworten, weil Fragen wie Antworten von den NutzerInnen Plus- und Minuspunkte bekommen können, und Q2A kann die Fragen nach Punkten sortieren:

  1. An der Spitze steht die Frage „How much does it cost to publish an academic article?“, auf die es z.Z. fünf Antworten gibt, die teilweise aufwendig illustriert sind. Eine neuere, erst nach dem Umzug beantwortete Frage zu Finanzen mag ich besonders: „What should I do if I cannot afford a journal Article Processing Charge?“ An ihr kann man gut sehen, wie eine Antwort die vorige ergänzt, und wie Kommentare zu Antworten hilfreich sein können. Zuerst gab es den Rat, den Verlag um einen Nachlass zu bitten. Dann gab ich den Rat, sich an die nächstgelegene Hochschulbibliothek zu wenden. Meine Antwort konnte ich nur mit Links zur DFG und zum Publikationsfonds der Universität Bielefeld unterfüttern, aber dann kommentierte Peter Suber meine Antwort mit einem Link auf eine Liste von OA journal funds auf der ganzen Welt. Problem gelöst, dachte ich. Es traf aber noch eine weitere Antwort ein, um die falsche Annahme auszuräumen, Open-Access-Publizieren sei immer mit Publikationsgebühren verbunden.
  2. „What criteria does a research project need to match to be called open science?“. Noch keine Antwort. Auch ein Blick in die rechte Spalte, wo „related questions“ aufgelistet werden, hilft momentan nur wenig, denn auch auf die verwandte Frage „What does „open“ mean in science?“ hat noch niemand eine Antwort gewagt.
  3. „How to protect scientific open research from being patented?“ hat zwei Antworten, in denen auf prior art und die Möglichkeit einer defensive publication hingewiesen wird. Letzeres wird in den Antworten zu einer verwandten Frage vertieft: „Is obtaining a patent consistent with open science?“
  4. „How to deal with sensitive individual data in open science?“ Die Antworten ermutigen den Fragesteller, Sekundärdaten und Methoden offenzulegen, wenn die Primärdaten selbst in anonymisierter Form nicht veröffentlicht werden dürfen.
  5. „How can one share data for open science?“ hat im Moment zehn Antworten und viele Kommentare.
  6. „An example of a researcher being ’scooped‘ as a result of working openly?“ setzt sich mit der Befürchtung auseinander, durch eine offene Arbeitsweise anderen die Gelegenheit zu geben, zuerst zu publizieren. In der am besten bewerteten Antwort wird argumentiert, dass eine offene Arbeitsweise die beste Versicherung gegen solche Vorkommnisse ist, weil man so nachweisen kann, wann man wie weit war. Lesenswert in diesem Zusammenhang sind auch die Antworten auf die Frage „How can I protect open research from being plagiarised?“. Zusammengefasst: Wer plagiiert schon Publikationen, die man mit jeder Suchmaschine finden kann?
  7. „How do I get a DOI for a dataset?“ ist eine der praktischen Fragen, auf die man hier schnell Antworten bekommt.
  8. „Why do tenured professors still publish in pay-walled venues?“ ist eine etwas polemische Frage, die vier sehr unterschiedliche Antworten provoziert hat, die zusammen genommen ein buntes Bild des aktuellen Wissenschaftsbetriebs liefern.
  9. „Why do many researchers choose not to publish code and data alongside their articles?“ hat acht verschiedene Antworten bekommen. Die vom Fragesteller als beste markierte Antwort ist in diesem Fall nicht diejenige mit den meisten Punkten, sondern eine, die eine empirische Studie von Victoria Stodden referenziert und knapp zusammenfasst.
  10. „Why aren’t Creative Commons licenses appropriate for data?“ bezieht sich auf eine Aussage in den Panton Principles aus dem Jahr 2010. Dass sie mit dem Erscheinen von Version 4 des Creative-Commons-Lizenzbaukastens noch berechtigt ist, hätte ich nicht gedacht, aber die beiden Antworten legen das nahe.

Wie finden Ratsuchende den Weg zu Ihrer Website?

Christian Pietsch: Die Suchmaschinen sind fleißig dabei, alle Inhalte zu erfassen. Frage-und-Antwort-Websites sind durch Websuchen sehr gut auffindbar, indem man einfach die ganze Frage ins Suchfeld eingibt – am besten auf englisch. Oder Teile der Antwort, soweit bekannt. Damit diese Website weiter vorn aufgelistet wird, braucht sie noch mehr Links von außen. Das wird mit der Zeit kommen. Die neue Website der AG Open Science der Open Knowledge Foundation Deutschland (OKFN) verweist schon auf uns.


Christian Pietsch studierte Allgemeine Sprachwissenschaft und Informatik in Leipzig, Künstliche Intelligenz in Edinburgh und Computerlinguistik in Saarbrücken, bevor er mit einem Diplom in der Tasche nach England zog, um an der Open University in einer Forschungsgruppe über Textgenerierung zu arbeiten. Nach einer Phase am Bielefelder Exzellenzcluster CITEC hat er seine wahre Berufung in der Abteilung Bibliothekstechnologie und Wissensmanagement (LibTec) der Universitätsbibliothek Bielefeld gefunden. In seiner Freizeit fördert er nicht nur offene Wissenschafskommunikation, sondern setzt sich z.B. mit Digitalcourage e.V. für Demokratie und Grundrechte ein, fährt bei jeder Gelegenheit Rad und sammelt billige alte Gitarren.


Mehr aus der Reihe „Freies Wissen und Wissenschaft

by Christopher Schwarzkopf at December 10, 2015 11:52 AM

December 03, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 47/2015

In der 47. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015 gibt es unter anderem einen kleinen Rückblick auf die 17. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland und die vergangene Veranstaltung der Reihe „Monsters of Law“. Die Wikimedia Foundation startete außerdem die Abstimmungsphase des „Community Wishlist Survey“ und Wikimedia Deutschland läd ein zu einem Community-Dialog zum Thema „Neue Ehrenamtliche“.

Foundation und Organisationen

Abstimmungsphase des „Community Wishlist Survey“ gestartet

Nachdem die Abstimmungsphase der diesjährigen Technische-Wünsche-Liste von Wikimedia Deutschland bereits vorbei ist und die Softwareentwickler sich an die Umsetzung machen können, geht das entsprechende Projekt der Wikimedia Foundation jetzt in die für die Community entscheidende Phase: Bis zum 14. Dezember kann über die Vorschläge abgestimmt werden. In der Liste finden sich auch einige Wünsche aus der deutschsprachigen Community und eine Reihe „alter Bekannter“. (Beitrag von Benutzer:Gnom aus dem Wikipedia:Kurier)

17. Mitgliederversammlung von WMDE in Berlin stattgefunden

Auf der 17. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland wurde unter anderem der Wirtschaftsplan für das Jahr 2016 beschlossen.

Vorbereitung eines Endowments bei der WMF

Im Jahresplan 2015-16 hatte die Wikimedia Foundation die Planungen für das seit Jahren diskutierte „Endowment“ (ungefähr vergleichbar mit einem Stiftungsfonds) konkretisiert. Bevor der offizielle Prozess dafür startet, hat Lisa Gruwell, Chief Advancement Officer, eine Zusammenfassung der Diskussionen dazu auf Meta veröffentlicht.

Monsters of Law klärte „10 populäre Irrtümer über Freie Software“ auf

Dr. Till Jaeger, Partner der Kanzlei JBB Rechtsanwälte, erläuterte am 19. November bei Wikimedia Deitschland anhand „10 populärer Irrtümer über Freie Software“ die Funktionsweise des Open-Source- Lizenzsystems. Ein Rückblick auf die Veranstaltung und das Video sind jetzt abrufbar.

  • blog.wikimedia.de/2015/12/01/monsters-of-law-klaert-10-populaere-irrtuemer-ueber-freie-software-auf/

Thema „Neue Ehrenamtliche“: Community-Dialog gestartet

Auf Wikipedia:Förderung findet bis zum 14. Dezember ein Community-Dialog zum Jahresziel „Neue Ehrenamtliche für die Wikimedia-Projekte gewinnen und halten“ statt. Die Ergebnisse dieser Ideensammlung fließen in die Maßnahmenplanung des Teams Ideenförderung ein. Dort freut man sich über rege Beteiligung!

Projekte und Initiativen

Europäischer Wettbewerb zu Wissenschaftsfotografie

Bis zum 30. November fand der Europäische Wettbewerb zu Wissenschaftsfotografie („European Science Photo Competition“) im Medienarchiv Wikimedia Commons statt.

Drohnenfotografie für die Wikipedia

Benutzer:Phantom3Pix, der Gewinner des Fotowettbewerbs „Wiki loves Monuments“, gibt interessante Tipps zur Drohnenfotografie für die Wikipedia.

OpenSym 2016, Berlin: Call for Papers läuft

Die OpenSym (International Symposium on Open Collaboration, formerly known as WikiSym) wird vom 17.-19. August 2016 in Berlin stattfinden. Zur Zeit und noch bis 25. März 2016 läuft der Call for Papers. Erbeten werden Einreichungen zu Themen wie FLOSS, Open Data, Open Education, Open Innovation, Wikis und Kollaboraton sowie zu Wikipedia und anderen Wikimedia-Projekten.

#OERde16 – Das OER-Festival 2016 ist angekündigt

Das OER-Festival 2016 wird vom 28. Februar bis 1. März 2016 in Berlin stattfinden. Das OER-Festival 2016 macht die Breite und Vielfalt von Open Educational Resources sichtbar. Es wird aus drei Komponenten bestehen: 1. einem Festival, 2. einem Award und 3. einem Jahrbuch.

EU Policy-Monatsbericht November veröffentlicht

Dimi Dimitrov, „Wikimedian in Brussels“, hat den Monatsbericht November der Wikimedia-EU-Lobbygruppe (FKAGEU) veröffentlicht.

Neues aus der OSM-Welt #279

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 279“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 17. bis 23. November.

Technik

Neues Tool gegen Vandalismus vorgestellt

Die Wikimedia Foundation hat ein neues Tool vorgestellt, mit dem Vandalismus besser erkannt werden kann.

Tech News issue #49

Die aktuelle Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Studien und Statistik

Wikimedia Research Newsletter erschienen

Der Wikimedia Research Newsletter für November 2015 ist veröffentlicht worden.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten sind über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Termine

3.10.: Wikipedia Sprechstunde Bibliothek Hamburg

Jeweils am 1. Donnerstag des Monats bietet die Hamburger Wikipedia-Community von 16.00-18.00 Uhr eine regelmäßige öffentliche Sprechstunde an.

3.12.: Mapping OER Get-Together

Mapping OER ist ein Projekt von Wikimedia Deutschland, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Am 3. und 4. Dezember findet im Rahmen des Projekts der Workshop „Lizenzierung und Rechtssicherheit“ statt. Im Anschluss an den ersten Workshoptag findet für alle Teilnehmenden ein Get-togther bei Wikimedia Deutschland statt.

5.12.: Barcam „Citizen Science – Gemeinsam Freies Wissen Schaffen“

Das Barcamp „Gemeinsam Freies Wissen schaffen“ soll am 4. und 5. Dezember (10.00-18.00 Uhr) in Berlin die Menschen zusammenbringen, die sich in verschiedenen Citizen Science-Projekten engagieren und ihnen eine Plattform bieten, um sich über ihre Erfahrungen auszutauschen, sich zu vernetzen und neue Projektideen zur Förderung Freien Wissens zu entwickeln. Das Barcamp ist Teil der Dialogforen Citizen Science, die in diesem Jahr im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes „Bürger schaffen Wissen (GEWISS)“ durchgeführt werden und findet in Kooperation mit Wikimedia Deutschland statt.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at December 03, 2015 06:36 PM

December 01, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Monsters of Law klärte „10 populäre Irrtümer über Freie Software“ auf

Foto: By Gerrard St monster mural, [CC BY-SA 2.0]

In der Reihe „Monsters of Law“ nimmt Wikimedia Deutschland e. V. rechtliche Fragen rund um Freies Wissen unter die Lupe, die sogar Fachleute oft nicht aus dem Stegreif beantworten können. Dr. Till Jaeger, Partner der Kanzlei JBB Rechtsanwälte, erläuterte am 19.11.2015 anhand „10 populärer Irrtümer über Freie Software“ die Funktionsweise des Open-Source- Lizenzsystems. Das Video der Veranstaltung ist jetzt abrufbar.


 

Dr. Till Jaeger bei „Monsters of Law“ Foto: Christopher Schwarzkopf (WMDE) [CC BY-SA 4.0 ]

Freie Software ist die technologische Basis für Freies Wissen und überdies auch ein besonders interessantes Wissensphänomen unserer Zeit. Die Andersartigkeit des Lizenzmodells hat jedoch auch zu einigen Vorannahmen geführt, die sich bei näherer Betrachtung als falsch oder nur bedingt zutreffend herausstellen. Dr. Till Jaeger ist als Mitbegründer des Instituts für Rechtsfragen der Freien und Open-Source-Software (ifrOSS) und Lehrbeauftragter an der Leibniz-Universität Hannover bestens geeignet, diese Mythen aufzuklären. 3 davon haben wir hier herausgegriffen, alle 10 sind im Video der Veranstaltung zu sehen.

Irrtum 1: Die Einhaltung der Lizenzpflichten wird auf der Basis des Urheberrechts durchgesetzt

Freie Software ist eben nicht frei vom Urheberrecht, sondern benutzt vielmehr das bestehende Urheberrecht, um die Einhaltung der Lizenz und die freie Verfügbarkeit rechtlich abzusichern: Ein Verstoß gegen die Lizenzbedingungen kommt einem Urheberrechtsverstoß gleich. Freie Software ist nicht – wie oft irrtümlich angenommen – Software, mit der alles gemacht werden kann und das Urheberrecht nicht zu beachten ist.

Irrtum 3: Freie Software ist nicht-kommerziell.

Häufig wird Freie und Open-Source-Software als eine Art letzter Bastion der “Kostenloskultur” im Internet verklärt. Dass dieses romantische Bild schief ist, zeigen verschiedene erfolgreiche Geschäftsmodelle, die auf Freier Software basieren. Solange die freie Verfügbarkeit und Nachnutzung der Software erhalten bleibt, spricht nichts dagegen, für Dienstleistungen um Freie Software herum Geld zu verlangen.

Irrtum 7: Wer Freie Software modifiziert, muss die Änderungen an das Projekt geben.

Bei rein privater Nutzung kann die Weitergabe von Änderungen an das Projekt nicht erzwungen werden. Erst wenn die Software auch vertrieben wird, kommen die Lizenzbedingungen zum Tragen, die auch eine Veröffentlichung der eigenen Änderungen beinhalten können.

Alle Irrtümer und ihre rechtlichen Hintergründe können in voller Länge hier angeschaut werden:

Wir freuen uns, auch im nächsten Jahr „monströse“ rechtliche Themen des Freien Wissens und seiner Rahmenbedingungen bei Monsters of Law zu untersuchen. Anregungen zu Themen, Kritik oder Wünsche sind dafür willkommen! Gern per Mail an: monsters@wikimedia.de

by Lilli Iliev at December 01, 2015 12:31 PM

November 30, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Drohnenfotografie für die Wikipedia

Gewinnerbild des Fotowettbewerbs “Wiki loves monuments” von Phantom3Pix, CC-by-sa 4.0

Phantom3Pix beschäftigt sich seit zwei Jahren mit Drohnenfotografie und gewann mit einer Luftbildaufnahme des Leuchtturms in Westerheversand den 1. Platz des diesjährigen Fotowettbewerbs „Wiki loves monuments“. Das Foto wurde außerdem auf Commons als Qualitätsbild ausgezeichnet. Nach dem Fotowettbewerb begann er mit seiner Drohne die Burgen am Mittelrhein für Commons und die Wikipedia abzulichten, denn Drohnenaufnahmen bieten eine völlig andere Perspektive, die der auf dem Boden stehende Besucher so nie zu sehen bekommt.

Im Gespräch mit Wikimedia Deutschland erzählt Phantom3Pix von seinem Hobby und gibt interessante Tipps und Hinweise, die bei Luftaufnahmen mit einer Drohne beachtet werden sollten. Entsprechende Fotoprojekte können über die vielfältigen Förderangebote von Wikimedia Deutschland unterstützt werden. Außerdem steht Wikipedianerinnen und Wikipedianern über den Technikpool-Verleih eine Fotodrohne von WMCH zur Verfügung.

 

WLM-Foto-Drohne über dem Augustinerkloster beim Auftakt zu Wiki Loves Monuments 2014, Bild: Dr. Bernd Gross, CC-by-sa 4.0

Wie bist du auf den Fotowettbewerb “Wiki loves monuments” aufmerksam geworden und was hat dich dazu motiviert daran teil zu nehmen und die Wikipedia mit deinen Bildern zu bereichern?
Da ist mir im Internet ein Werbebanner aufgefallen, ich denke es war eher Zufall. Ich kam gerade aus dem Urlaub an der Nordsee und hatte ein paar schöne Objekte fotografiert, die m.E. genau zu dem Thema „Wiki loves monuments“ passten.

 

Worin besteht der Mehrwert von Drohnenfotos gegenüber herkömmlichen Bildern für die Wikipedia?
Die Perspektive ist eine ganz andere. Üblicherweise zeigt ein Foto den Blickwinkel des Fotografen, der mit beiden Beinen auf der Erde steht, quasi wie der Besucher, der sich vor Ort das Objekt anschaut. Ein Drohnenfoto zeigt eine Perspektive, die der auf dem Boden stehende Besucher nie zu sehen bekommt.

 

Von Freiwilligen organisiert, gab es zur Bebilderung der Wikipedia bereits des Öfteren Fotoflüge mit Besatzung. Wo siehst du die Unterschiede zwischen der unbemannten Drohnenfotografie und Fotoflügen?
Ich denke, man kann mit einer Fotodrohne viel spontaner arbeiten. Eine Fotodrohne lässt sich, nicht zu viel Wind vorausgesetzt, in der Luft „parken“, so dass der Fotograf sich in aller Ruhe um die Ausrichtung der Kamera für das jeweilige Foto kümmern kann. Davon abgesehen sind die Kosten um einiges geringer.

 

Welche technischen Voraussetzungen sind mindestens erforderlich?
Die Drohne sollte GPS gesteuert sein, so dass sie die Position in der Luft ohne Gegensteuern beibehält. Die Kamera sollte über eine entsprechende Auflösung verfügen.

 

Welche rechtlichen Vorgaben bestehen und wie sind diese zu erfüllen?
Grundsätzlich benötigt jeder, der eine Fotodrohne außerhalb von Modellflugvereinsgeländen fliegen lassen möchte eine entsprechende Haftpflichversicherung. Diese ist z.B. bei der Mitgliedschaft im Deutschen Modellflieger Verband (DMFV) im Mitgliedsbeitrag enthalten. Ob eine Zusatzversicherung abgeschlossen werden muss entscheidet sich je nach Modell der Fotodrohne, insbesondere nach dessen Gewicht.

Wenn Fotos zu privaten Zwecken getätigt werden, benötigt man in Deutschland keine gesonderte Erlaubnis. Dennoch muss das Einverständnis des Grundstückseigentümers eingeholt werden auf dem die Drohne startet, bzw. landet. Selbstverständlich ist es auch nicht erlaubt seinen Nachbarn auszuspähen.

Werden Fotos gewerblich getätigt, muss eine Allgemeinerlaubnis für den Aufstieg unbemannter Luftfahrtsysteme eingeholt werden. Diese bekommt man z.B. in Rheinland-Pfalz beim Landesbetrieb Mobilität Abteilung Luftfahrt am Flughafen Hahn. Darüber hinaus muss mindestens 48 Stunden vor dem Aufstieg die örtliche Polizeidienststelle und das Ordnungsamt über den bevorstehenden Aufstieg der Drohne informiert werden. Nicht alle Bundesländer erkennen die Aufstiegsgenehmigung aus einem anderen Bundesland an, so dass z.B. in Rheinland-Pfalz nicht mit einer Genehmigung aus Hessen geflogen werden darf.

Eine Grauzone liegt m.E. in der Abgrenzung von privatem, bzw. gewerblichen Zweck. Zum Teil wird hier die Meinung vertreten der private Zweck dient lediglich dem privaten Fotoalbum, nicht aber Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken oder aber auch Wikipedia. Wenn ich also ganz sicher gehen will, benötige ich vor Veröffentlichung eines Fotos:

  1. Eine entsprechende Haftpflichtversicherung.
  2. Eine Aufstiegserlaubnis für das jeweilige Bundesland.
  3. Die Einwilligung des Grundstückseigentümers.
  4. Die Anmeldung bei Polizei und Ordnungsamt mindestens 48 Stunden vor dem Aufstieg.

Burg Pfalzgrafenstein, Drohnenaufnahme von Phantom3Pix, CC-by-sa 4.0

 

Fallen neben der Technikbeschaffung weitere Kosten an?
Die Haftpflichtversicherung inklusive Zusatzversicherung für ein Abfluggewicht bis 5kg kostet jährlich ca. 50 bis 60 Euro. Die jährlichen Kosten für die Aufstiegserlaubnis liegen bei 150 bis 200 Euro.

Die Kosten für die Aufstiegsgenehmigung beispielsweise habe ich mir von Wikimedia Deutschland erstatten lassen, indem ich um Unterstützung für ein Fotoprojekt, hier „Burgen am Mittelrhein“, gebeten habe.

 

Welche praktischen Tipps gibt es zu beachten?
Bevor man sich mit einer Fotodrohne an entsprechende Objekte wagt, sollte man erst auf der großen freien Wiese ein wenig üben und Erfahrungen mit der Steuerung seiner Drohne sammeln.

Wichtig ist, dass man zum Flugobjekt immer eine Sichtverbindung halten muss. Das kann zum Teil schwierig sein, da man sich auch um die Ausrichtung der Kamera kümmern muss und hierzu den Blick auch mal auf den Monitor an der Fernbedienung richten muss. Wer hier 100% korrekt arbeiten will, benötigt eine Begleitperson, die das Flugobjekt ununterbrochen im Auge behält und den Steuernden über mögliche Gefahren bzw. Veränderungen informiert.

 

Wo finde ich weitere Informationen und kompetente Ansprechpartner?
Beim Deutschen Modellfliegerverband. In diversen Foren der sozialen Netzwerke. Interessante Lehrvideos zu dem Thema gibt es auch z.B. von Arthur Konze bei YouTube.

Außerdem gibt es bereits eine Reihe von Schulen, die so etwas sehr professionell machen.

by Nicolas Rueck at November 30, 2015 09:57 AM

November 28, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Kurzer Rückblick auf die 17. Mitgliederversammlung

Christian Rickerts berichtet auf der 17. MV. Foto: Dr. Bernd Gross, CC-BY-SA 4.0 (via Wikmedia Commons)

Heute fand in Berlin die 17. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Im Mittelpunkt standen unter anderem der Beschluss des Jahresplans 2016, die Wahl der ehrenamtlichen Kassenprüfer sowie Reformen im Zuge des Governance Review.

Zu Beginn des Tages rekapitulierte der Vorsitzende des Präsidiums, Tim Moritz Hector, die vier Phasen der partizipativen Planung dieses Jahres. Sie begannen im Anschluss an die 16. Mitgliederversammlung mit öffentlichen Fragen zur Schwerpunktsetzung des Vereins, aus dem dann der Jahreskompass 2016 hervorging. Nach einer weiteren Vorschlagphase im Sommer (für Maßnahmen) wurde im Herbst der Entwurf des Wirtschaftsplans 2016 vorgelegt. Diesen Entwurf hat die Mitgliederversammlung nun in Berlin beschlossen.

Für das Präsidium berichtete Nikolas Becker über den Stand der Umsetzung des Governance Reviews, der im letzten Jahr gestartet wurde. Konkret mündeten Empfehlungen des Berichts in eine Reihe von Ordnungen, die von der Mitgliederversammlung genehmigt worden sind: darunter eine Verschärfung und Präzisierung der Regelungen zu Interessenkonflikten und eine Neuregelung der internen Arbeitsorganisation des Präsidiums. Auch eine Reform der Präsidiumswahl wurde per Satzungsänderung beschlossen. Künftig werden die Stellvertretenden für den Präsidiumsvorsitz aus dem Kreis der Beisitzer gewählt, Schatzmeister und Vorsitz jedoch direkt. Zusätzlich kann das Präsidium für die Dauer seiner Amtszeit bis zu zwei weitere wählbare Mitglieder in das Gremium kooptieren.

Die einzige Personenwahl der 17. MV war die Entscheidung über das 4-köpfige Gremium der ehrenamtlichen Kassenprüfer. Gewählt wurden:

  • Daniel Reisener,
  • Patrick Samaan,
  • Daniel Baur,
  • Roland Kern.

Die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen sind für eine Amtszeit von 2 Jahren gewählt, Daniel Reisener und Patrick Samaan. Daniel Baur und Roland Kern sind für 1 Jahr gewählt. An alle vier Gewählten: Herzlichen Glückwunsch!

Großer Dank für ihr Engagement als Kassenprüfer des vergangenen Jahres gilt Manuel Schneider und Stefan Levko, die beide nicht wieder kandidierten.

Das Protokoll der Versammlung mit allen Entscheidungen und Abstimmungsergebnisse wird so schnell wie möglich fertiggestellt und veröffentlicht.

by Michael Jahn at November 28, 2015 04:28 PM

November 26, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 46/2015

Wikimedia Deutschland erhielt vor einigen Tagen eine Klage der Stadt Mannheim, die Community bekam den Erasmuspreis verliehen und das FDC veröffentlichte seine Vergabeempfehlungen. Außerdem wurde eine Kampagne gestartet, um die Hinrichtung des Free-Software-Aktivisten Bassel Khartabil zu verhindern. Das und mehr ist in dieser 46. Ausgabe der Wikimedia:Woche 2015 zu finden.

Foundation und Organisationen

Stadt Mannheim verklagt WMF und WMDE

Die Stadt Mannheim klagt gegen die Wikimedia Foundation und Wikmedia Deutschland. Die Klage betrifft 17 Fotos gemeinfreier Gemälde aus dem Bestand der Reiss-Engelhorn Museen in Mannheim, die auf Wikimedia Commons hochgeladen worden sind.

FDC veröffentlicht Vergabeempfehlungen

Das ehrenamtliche Wikimedia-Spendenverteilungskommitee (Funds Dissemination Committee, FDC) hat seine Empfehlungen für die Mittelgabe für die Jahrespläne der Wikimedia-Organisationen veröffentlicht. Wikimedia Österreich hat seinen Antrag in beantragter Höhe (250.000 Euro) bestätigt bekommen, Wikimedia CH und Wikimedia Deutschland mit Abstrichen (rund 7 bzw. 20 Prozent weniger). Die Empfehlungen müssen vom Board of Trustees der Wikimedia Foundation bestätigt werden.

Deutsche Regisseurin verliert Klage gegen WMF

Das Amtsgericht München entschied in einer Klage der Regisseurin und Drehbuchautorin Evelyn Schels zugunsten der Wikimedia Foudation. Scheel wollte mit der Klage die Entfernung des Geburtsdatum in ihrem Wikipedia-Artikel erzielen.

Stewardtreffen bei der Wikimedia Foundation

DerHexer gab im Wikipedia-Kurier ein Rückblick auf das Stewardtreffen bei der Wikimedia Foundation.

WikiEdu veröffentlicht Monatsbericht Oktober

Die Wiki Education Foundation hat ihren Monatsbericht für Oktober veröffentlicht.

Projekte und Initiativen

Wikipedia-Community erhält Erasmuspreis

Die Community der Autorinnen und Autoren von Wikipedia hat den Erasmuspreis erhalten. Überreicht wurde der mit 150.000 Euro dotierte Preis von König Willem-Alexander im Amsterdamer Königspalast stellvertretend an drei Mitglieder der internationalen Wikipedia-Gemeinschaft.

Kampagne soll Hinrichtung von Bassel Khartabil verhindern

Der Open-Source-Softwareentwickler Bassel Khartabil soll vermutlich in Syrien hingerichtete werden. Eine Kampagne auf Meta mobilisiert für die Freiheit von Khartabil.

Petition gegen anonyme Bearbeitungsmöglichkeit in der Wikipedia gestartet

Auf change.org wurde eine Petition gestartet, die sich gegen eine anonyme Bearbeitungsmöglichkeit in der Wikipedia richtet.

Video zu Monsters of Law – Thema: Freie Software

Bei der letzten Ausgabe der WMDE-Veranstaltungsreihe „Monsters of Law“ zu rechtlichen Fragen rund um Freies Wissen sprach Dr. Till Jaeger, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, über „10 populäre Irrtümer über freie Software“. Das Video der Veranstaltung ist auf der Webseite von Wikimedia Deutschland verfügbar.

Neues aus der OSM-Welt #278

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 278“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 10. bis 16. November.

Zusehen wie Wikidata wächst

Im Blog Addshore werden zwei interessante Beispiele vorgestellt, aus denen sehr schön zu sehen ist wie die Dichte an Informationen in Wikidata stetig zunimmt.

Input zum Thema Mobbing und Belästigung gesucht

Die Wikimedia Foundation sammelt bis Mitte Dezember Erfahrungsberichte, Wünsche und Ideen zum Thema Belästigung und Mobbing in den Wikimedia-Projekten, um mit dem Ergebnis Lösungsansätze entwickeln zu können.

Internationaler Tag des Ehrenamtes

Am 5. Dezember findet wieder der internationale Tag des Ehrenamtes statt. Er dient der Förderung ehrenamtlichen Engagements, welches auch die Grundlage der freien Inhalte der Wikimedia-Projekte darstellt.

Technik

Tech News issue #48

Die aktuelle Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Diskussion

Diskussion über Telefonfundraising

Im Wikipedia-Kurier wird über den Testlauf eines Telefonfundraisings diskutiert.

Diskussion zu den FDC-Empfehlungen

Ebenfalls im Kurier werden die Empfehlungen des FDC diskutiert.

Die Bewertungen sind auch Anlass zur Diskussion auf der internationalen Wikimedia-Mailingliste wikimedia-l. Diskussionspunkt ist u.a. auch wie die Wikimedia Foundation in den FDC-Prozess einbezogen werden könnte.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten sind über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Spiegel und Heise berichtet über Urheberrechtsstreit

Der Spiegel und Heise berichteten über die Klage der Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen gegen Wikimedia Deutschland.

Wikidata als der neue Stein von Rosetta

Alex Hinojo beschreibt im Blog von CCCB wieso Wikidata als der moderne Stein von Rosetta bezeichnet werden könnte und wie wichtig die Sammlung und Kuratierung strukturierter Daten ist.

Artikel zu Wikipedia und Open Access im WMDE Blog

Im siebten Teil der Beitragsreihe „Freies Wissen und Wissenschaft“ schreiben schreiben Jake Orlowitz und Alex Stinson, die bei der Wikimedia Foundation das Projekt „The Wikipedia Library“ koordinieren, über die Bedeutung von Open Access für Wikipedia und die Arbeit der Wikipedia Library, die innerhalb der Wikimedia Community zum Teil kontrovers diskutiert wird.

Termine

26.11.: Offenes Editieren

Das Offene Editieren findet immer am letzten Donnerstag des Monats statt. Es ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer und Wikipedianerinnen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits Wikipedianer_innen mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.

27.-28.11.: Wikipedia in der Praxis – Geschichtsdidaktische Perspektiven

Die Pädagogische Hochschule FHNW veranstaltet in Basel eine Konferenz zum Thema „Wikipedia in der Praxis“. Anmeldeschluss endete allerdings leider bereits Ende Juni.

28.11.: 17. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland

Am Samstag, den 28.11., findet die halbjährliche Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland e.V. in Berlin statt. Wichtigster Tagesordnungspunkt ist der Beschluss des Jahres- und Wirtschaftsplans 2016 durch die Mitglieder.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at November 26, 2015 04:36 PM

Freies Wissen und Wissenschaft (Teil 07): Eine Enzyklopädie mit frei verfügbarem Wissen schreiben – in einer Welt der verschlossenen Inhalte

Open Access, Citizen Science, Open Research Data – Die Öffnung der Wissenschaft schreitet voran. Immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich im Rahmen ihrer Arbeit mit freien Lizenzen und kollaborativen Arbeitsweisen. Sie machen ihre Forschungsergebnisse und -daten frei zugänglich, damit sie von möglichst vielen Menschen verwendet und nachgenutzt werden können oder beteiligen Bürgerinnen und Bürger direkt am Forschungsprozess. An dieser Stelle veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen Beiträge rund um das Thema Freies Wissen und Wissenschaft. Im siebten Teil unserer Beitragsserie schreiben Jake Orlowitz und Alex Stinson, die bei der Wikimedia Foundation das Projekt „The Wikipedia Library“ koordinieren, über die Bedeutung von Open Access für Wikipedia und die Arbeit der Wikipedia Library, die innerhalb der Wikimedia Community zum Teil kontrovers diskutiert wird.


Mitte September 2015 gab Elsevier, einer der weltweit größten akademischen Fachverlage, seine neue Kooperation mit der Wikipedia Library bekannt, einem Programm, das Autoren Zugang zu verlässlichen wissenschaftlichen Quellen verschafft, um die Qualität der Wikipedia zu verbessern. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurden 45 ScienceDirect Zugangskonten an Wikipedia-Freiwillige vergeben, die nun beim Verfassen und Editieren der Enzyklopädie in der Fachliteratur dieser Datenbank recherchieren können. Die Ankündigung löste eine wichtige und konstruktive Diskussion zu Open Access und der Wikimedia-Bewegung aus.

Auf der Grundlage von 40 Partnerschaften mit Herausgebern erhalten Wikipedia-Autoren über das Programm Wikipedia Library freien Zugang zu Inhalten der unterschiedlichsten Fachgebiete. Dank dieser Partnerschaften können die Autoren ansonsten nutzungsbeschränkte Inhalte verwenden, um Wikipedia zu verbessern und das Wissen öffentlich verfügbar zu machen. Zu diesem Zweck geht Wikipedia Library häufig Partnerschaften mit Organisationen ein, die die Ziele und das Konzept der Open Access-Bewegung nicht vollständig teilen. Die Wikipedia-Autoren verlinken in der Folge teilweise zu nutzungsbeschränkten Inhalten. Warum geht die Wikipedia Library als Teil einer Bewegung für Freies Wissen so vor?

Erstens ist es auf kurze Sicht Aufgabe der Wikipedia Library, unsere Leser und Autoren so gut wie möglich zu unterstützen, und das bedeutet, ihnen heute die besten Forschungsergebnisse möglichst umfassend zugänglich zu machen. Die Zusammenarbeit mit den Herausgebern stellt einen Kompromiss dar: Die Autoren fassen konstenpflichtige Inhalte für unsere Leser zusammen und veröffentlichen so auf Wikipedia Informationen, die andernfalls vielleicht dort nie publiziert würden. Die Quellenverweise zu diesen Ressourcen steigern natürlich auch die Bekanntheit der Herausgeber. Die Wikipedia-Autoren sind jedoch in keiner Weise verpflichtet, sie zu verwenden – im Gegenteil, sie werden ermutigt, auch frei verfügbare Quellen zu nutzen.

Wir alle warten auf den Tag, an dem das gesamte Wissen der Welt wirklich frei ist. Bis dahin aber brauchen die freiwilligen Autoren der Wikipedia eine Basis hochwertiger Forschungsergebnisse, um für die hunderte Millionen Leser pro Monat Artikel zu schreiben und zu pflegen, auch wenn diese Forschungsarbeit manchmal hinter Paywalls liegt. Die Partner von Wikipedia Library haben für die Autoren rund 5.000 Zugangskonten bereit gestellt und so tausende Artikel mit ihren Inhalten bereichert. Der Zugang zu guten Quellen, ob Open Access oder nicht, ist unverzichtbar, um sicherzustellen, dass Wikipedia immer auf dem neusten Stand ist und die Informationen korrekt sind.

Immer wenn ein Autor die kostenpflichtige Quelle eines Partners zitiert, erwarten wir, dass er oder sie ausführliche Angaben zur Originalquelle beifügt, einschließlich Hinweisen zu etwaigen Zugangsbeschränkungen und Links zu den entsprechenden Inhalten auf der Website des Partners. Auf diese Weise können Leser die Version finden, die für sie am einfachsten zugänglich ist.

Leider sind in der heutigen Forschungslandschaft Zugangsbeschränkungen an der Tagesordnung. Das beste Forschungsmaterial ist oftmals in zahlungspflichtigen Online-Beständen oder teuren Print-Fachzeitschriften und Monographien verschlossen. Die Wikipedia-Autoren verwenden zugangsbeschränktes Material dann, wenn es die beste Quelle darstellt, um unsere Mission der Verbreitung von Wissen zu fördern. Der Wikipedianer Martin Poulter drückt es so aus: Wikipedia will frei verfügbare Zusammenfassungen zum gesamten verlässlichen Wissen bereitstellen, nicht nur zu Open Access-Inhalten.

Zweitens glauben wir, dass langfristig die Zusammenarbeit der Wikipedia Library mit den Herausgebern die Verlage insgesamt dazu anregen wird, mehr Open Access-Strategien zu erproben, um ihre Inhalte in die Welt zu tragen. Eine solche Öffnung erfolgt sicher nur stufenweise, aber durch die Quellenverweise auf Wikipedia wird sich die öffentliche Aufmerksamkeit auf die zahlungspflichtigen Quellen richten und dies wird Forderungen nach mehr öffentlichem Zugang nach sich ziehen.

Einige unserer Partner haben uns gebeten, auch an Spenden gebundene Zugangsmöglichkeiten zu fördern. Newspapers.com ermutigt Wikipedia-Autoren, die dortige Funktion „Clippings“ zu nutzen. Mit ihr können Abonnenten Artikel in frei verfügbare und zugängliche Websites umwandeln und damit auch Lesern ohne Account zugänglich machen. Ein weiterer Partner, Newspaperarchive.com, ist dem Beispiel gefolgt und hat ein ähnliches Tool entwickelt. Solche Veränderungen kommen durch den nicht unerheblichen Druck zustande, den Open Access Community und Wissenschaftler auf Herausgeber ausüben, damit sie den Zugang verbessern.

Unseren Beitrag zu dieser Entwicklung leisten wir, indem wir aktiv die Zusammenarbeit und Unterstützung der größten Befürworter von frei zugänglichem Wissen suchen: Hochschulen, Bibliotheken, Archive und das Netzwerk von Organisationen, die Bemühungen für Open Access unterstützen. Dank unserer Zusammenarbeit mit OCLC, SPARC, OA Button, CrossRef, Internet Archive und der Digital Public Library of America können wir die Verbreitung von Bibliotheksinhalten und frei verfügbaren Ressourcen weiter voranbringen. Mit unserem stetig wachsenden Netzwerks tragen wir dazu bei, diese wichtige Verlagerung hin zu Open Access-Ressourcen allgemein zu vermitteln.

Auch in Zukunft werden wir dafür sorgen, dass Open Access-Projekte bekannter werden. Die Arbeit von Wikipedia Library unterstützt unsere gemeinsame Mission und versteht sich als Ergänzung unserer Vision von vollständig freiem Zugang, hinter der wir ebenso überzeugt stehen.

Das Wikipedia:Literaturstipendium, welches von Wikimedia Deutschland und Wikimedia Österreich vergeben wird, ist ähnlich konzipiert wie die Wikipedia Library: Hier werden finanzielle Mittel für die Anschaffung hochwertiger Literatur für AutorInnen bereit gestellt, damit diese damit die Artikelqualität der Wikipedia verbessern können. Darüber hinaus stellt das Programm auch Gruppenzugriffe auf elektronische Literaturdatenbanken bereit. Bild: Own work, „WMDE-LITSTIP“, CC BY-SA 3.0

Drittens suchen wir immer noch nach Wegen, um freies, offen verfügbares Wissen besser in die Welt zu tragen. Wikipedia ist als fortlaufendes Projekt angewiesen auf die Hilfe einer breit gefächerten Gemeinschaft aus Mitarbeitenden, die weitere Aktionen umsetzen. Wir haben Ideen, wie sich Open Access auf Wikipedia besser voranbringen ließe, aber zur Umsetzung brauchen wir eure Hilfe:

  • Wikipedia könnte den Autoren besser nahebringen, wie wichtig Open Access (OA) ist, um auf verlässliche und wissenschaftliche Quellen zuzugreifen und gleichzeitig bessere Strukturen für die Weitergabe von freiem Wissen für die Leser zu schaffen.
  • Die Wikipedia-Autoren brauchen mehr Unterstützung dabei, OA-Quellen zu finden und zu bestimmen, auf verfügbare OA-Quellen innerhalb gespendeter Ressourcen von Herausgebern aufmerksam zu machen, auf frühere Veröffentlichungen oder in offenen Archiven veröffentlichte Versionen von Forschungsarbeiten zu verlinken oder dabei, „siehe auch“-Links zu eng verbundenen OA-Arbeiten einzustellen.
  • Wissenschaftler könnten mehr Forschungsinitiativen gründen, die die Dynamik zwischen Wikipedia und von wissenschaftlichen Experten geprüfter Literatur messen, namentlich die Auswirkungen auf Autoren und Leser.
  • Entwickler könnten mit neuen Tools für die Wikipedia-Leserschaft experimentieren, mit denen sich für Wikipedia-Einträge zu brandneuen Themen die neusten OA-Forschungsergebnisse finden lassen. Auch Optionen zum Aufrufen von Volltext, wie die Open Access-Schaltfläche, sind denkbar und könnten sogar als Suchwerkzeug neben jedem Verwies auf Bezahlinhalte angezeigt werden.
  • Die Wikipedia Library könnte sich um freien Zugang zu zahlungspflichtigen Inhalten für den gesamten von Wikipedia kommenden Traffic kümmern, oder zumindest eine umfangreichere Vorschau oder Open Access-Auszüge für die von uns zitierten Versionen.
  • Sicher gibt es noch viel mehr Möglichkeiten, und wir möchten euch aufrufen, eure Ideen mit der Community zu teilen (per E-Mail oder über Wikipedia).

Im Oktober waren wir zusammen mit SPARC Gastgeber eines weltweiten virtuellen Edit-a-thons, um Open Access-Themen auf Wikipedia präsenter zu machen. Wir wünschen uns mehr Kooperation mit der Community, um gemeinsam diese Themen auszuloten.

Open Access-Inhalte auf Wikipedia liegen uns sehr am Herzen, denn Wikipedia ist ja selbst ein Projekt für freies, offen zugängliches Wissen. Damit Wikipedia dauerhaft Bestand hat, ist es wichtig, dass öffentliche Debatten zu Open Access stattfinden und die laufenden Entwicklungen beim Zugang zu Wissen genau verstanden werden. Heute geht es uns darum, eine Enzyklopädie zu schreiben, aber auch beim Thema Open Access, das immer wichtiger wird, stehen wir jetzt und in Zukunft an eurer Seite.

Weitere Beiträge zum Thema Open Access und Wikipedia:

Der Originaltext erschien am 16. September 2015 im internationalen Wikimedia-Blog


Jake Orlowitz ist seit 2008 in der englischsprachigen Wikipedia aktiv und arbeitet inzwischen für die Wikimedia Foundation, wo er das Projekt The Wikipedia Library leitet. Die Wikipedia Library ging aus einem Stipendium für individuelle Projekte (Individual Engagement Grant) hervor und ist darauf ausgerichtet, Inhaltliche Spenden der großen Wissenschaftsverlage wie JSTOR oder Oxford University Press einzuwerben, um damit die Artikelqualität in Wikipedia zu verbessern. Jake lebt in Santa Cruz, Kalifornien.

Alex Stinson schreibt seit acht Jahren in der englischsprachigen Wikipedia als User:Sadads. Derzeit unterstützt er als Projektmanager für die Wikipedia Library die Strategien der Wikimedia Communities für die effektive Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen und Bibliotheken, da er davon überzeugt ist, dass Wikipedia die Plattform ist, um wissenschaftliche Erkenntnisse mit der Welt zu teilen. Alex begann als Freiwilliger im Wikipedia Education Program und unterstützt zudem in die GLAM-Aktivitäten der Wikimedia Bewegung. Alex lebt in Brattleboro, Vermont.

 


Mehr aus der Reihe „Freies Wissen und Wissenschaft

by Christopher Schwarzkopf at November 26, 2015 08:52 AM

November 23, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Stadt Mannheim verklagt Wikimedia Foundation und Wikimedia Deutschland ‒ Gemeinfrei aber nicht gemeinsam?

Dies ist ein Beitrag im gemeinsamen Namen von Wikimedia Deutschland und Wikimedia Foundation. Ein entsprechendes Statement in englischer Sprache ist auch zu finden im Movement Blog.

 

Am 16. November ging bei Wikimedia Deutschland eine Klage der Stadt Mannheim gegen die Wikimedia Foundation und unseren Verein ein. Die Klage betrifft 17 Fotos gemeinfreier Gemälde aus dem Bestand der Reiss-Engelhorn Museen in Mannheim, die auf Wikimedia Commons hochgeladen worden sind. Die Wikimedia Foundation und wir prüfen derzeit die Klage.

Unsere Organisationen treten seit jeher dafür ein, öffentliche Werke frei und öffentlich zugänglich zu machen. Der Allgemeinheit verpflichtete Einrichtungen wie Museen und Archive verfolgen einen ähnlichen Zweck, und mit zahlreichen von ihnen haben wir in den letzten Jahren gemeinsam daran gearbeitet, gesammeltes Wissen frei zugänglich zu machen. Wir bedauern sehr, dass die Stadt Mannheim und die Reiss-Engelhorn Museen den öffentlichen Zugang zu Werken einschränken, indem sie die Verbreitung von Fotos dieser Gemälde so rigoros verhindern wollen.

Die 17 Werke, um die es konkret geht, sind in den Reiss-Engelhorn Museen in Mannheim untergebracht. Sämtliche davon wurden von Künstlern erschaffen, die bereits länger als 70 Jahre verstorben sind. Aus diesem Grund sind alle 17 Werke gemeinfrei, das heißt die urheberrechtliche Schutzfrist ist abgelaufen. Sie gehören der Allgemeinheit.

Die Voraussetzungen, unter denen beim Fotografieren gemeinfreier Werke neue Urheberrechte an der Fotografie entstehen können, sind umstritten. Die Stadt Mannheim behauptet, dass es sich bei den besagten Fotos der gemeinfreien Gemälde so verhalte, weil das Museum dafür eigens einen Fotografen bezahlt hat, der Zeit und Aufwand in die Aufnahmen investieren musste. Daraus folgert sie, dass Abbildungen dieser Arbeit nicht frei über Wikimedia Commons geteilt werden sollten.  

Wir, Wikimedia Deutschland und Wikimedia Foundation, halten die Position der Stadt und des Museums für falsch. Der Schutz von Urheberrechten sollte nicht zweckentfremdet werden, um damit die Verbreitung von Kunst wie jener, die die Reiss-Engelhorn Museen beherbergen, zu kontrollieren und einzuschränken. Es war und ist die Intention von Urheberrechten, einen Schutz für die Mühen kreativer Arbeit zu bieten. Deshalb gilt in Deutschland bereits eine Schutzfrist, die eine ganze Lebensspanne umfasst. Das aber ist nur eine von zwei Seiten, die untrennbar zur Intention von Schutzfristen gehören. Die zweite ist das Interesse am Gemeinwohl: Schutzfristen sind allein dadurch legitimiert, dass sie enden. Nach Ablauf der Frist sollen Werke neu verwendet und in die kulturelle Teilhabe aller zurückgeführt werden können. Auch das gehört zur Absicht des Urheberrechts. Was nicht dazu gehört, ist eine Fristverlängerung durch die Hintertür. Insbesondere dann nicht, wenn es sich wie bei den Fotos im Auftrag des Museums um originalgetreue 1:1-Abbildungen der Gemälde handelt. Eine handwerklich zeitintensive und aufwändige Arbeit bedingt noch lange keine Kreativität und urheberrechtliche Schöpfungshöhe. Es kann auch eine zeitintensive und aufwändige Arbeit sein, ein Modellauto aus einem Bausatz zu basteln. Und trotzdem entstehen bei dieser Art der originalgetreuen Reproduktion keine neuen Urheberrechte.

Welche Folgen drohen für ehrenamtliche Helfer von Wikipedia und dem freien Medienarchiv Wikimedia Commons – und für alle, die täglich diese Projekte nutzen? Sollte die Stadt Mannheim sich durchsetzen, müssten nicht nur Dateien gelöscht, sondern künftig jedwede Verwendung gemeinfreier Bilder in Wikipedia geprüft werden. Wikipedia würde erheblich weniger bunt. Die Öffentlichkeit würde von der Nutzung gemeinfreier Werke weitestgehend ausgeschlossen. Das ist nicht in unserem Interesse und kann auch nicht im Interesse der Stadt Mannheim und der Reiss-Engelhorn Museen sein:

In der ganzen Welt haben es sich Kulturinstitutionen wie das Amsterdamer Rijksmuseum oder die Dänische sowie die Britische Nationalgalerie zum Ziel gemacht, freien Online-Zugang zu ihren Gemälden herzustellen. Hier in Deutschland arbeiten wir seit Jahren zusammen mit Institutionen am gleichen Ziel. Wikimedia Deutschland und unsere Partner haben allein 2015 mehr als 30 deutsche Institutionen in Projekten wie Coding da Vinci bei der Freigabe und kreativen Verwendung ihrer digitalen Bestände begleitet. Erst am vergangenen Wochenende trafen sich in Vertreter deutscher Museen, Archive und Bibliotheken in Hamburg, um sich in der Konferenzreihe Zugang gestalten! über Zukunftsstrategien für das kulturelle Erbe auszutauschen. Gleichzeitig können wir in diesen Tagen lesen, dass in Hamburg das Museum für Kunst und Gewerbe ein Zeichen setzen will, indem es gemeinfreien Bestand auch frei zur Verfügung stellt. Auf der anderen Seite des Atlantik beschreibt die New York Times eine neue Bewegung für Online-Offenheit von Museen weltweit.  

Das sind großartige Perspektiven für kulturelle Teilhabe in Deutschland und weltweit. Millionen Menschen benutzen Wikipedia jeden Tag, um Dinge jenseits der Wände um sie herum zu entdecken, um Neues zu lernen. Wir sollten nicht darauf beharren, die Grenzen physischer Räume digital nachziehen zu wollen.

Christian Rickerts
Geschäftsführender Vorstand

 

by Christian Rickerts at November 23, 2015 05:04 PM

November 19, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 45/2015

In der aktuellen Wikimedia:Woche sind unter anderem die geförderten Projekte der deutschsprachigen Community aus dem vergangenen Monat zu finden. Außerdem ist Wikimedia Deutschland aktuell auf der Suche nach einem Projektmanager für (Online-)Kampagnen und Stellvertreter von Wikimédia France waren in Deutschland zu Besuch in den lokalen Räumen.

Foundation und Organisationen

Spendenkampagne gestartet

Derzeit läuft die aktuelle Spendenkampagne. Gespendet werden kann direkt an die Betreiberin, die Wikimedia Foundation, und an die als gemeinnützig anerkannten Vereine Wikimedia Deutschland, Wikimedia CH und Wikimedia Österreich.

WMFR auf Besuch in Deutschland

Sylvain Boissel und Pierre-Yves Beaudouin von Wikimédia Frankreich besuchten Ende Oktober das Lokal K in Köln, das Kontor in Hamburg und die WMDE-Geschäftsstelle in Berlin. Davon berichten sie in einem Beitrag im Blog von WMFR.

WMCZ begeht Kooperation mit Masaryk-Universität

Wikimedia Tschechien vereinbarte eine Kooperation mit der Masaryk-Universität, der zweitgrößten technischen Universität des Landes.

Beste Momente der Wikimedia-Bewegung aus den letzten 15 Jahren

Anlässlich des 15. Geburtstags von Wikipedia im Januar 2016 sammelt das Communications Team der Wikimedia Foundation derzeit die besten Momente und Dinge der Wikimedia-Bewegung aus den letzten 15 Jahren. Es sind vor allem auch Beiträge und Stimmen aus den nicht-englischsprachigen Projekten erwünscht.

WMDE sucht Projektmanager für (Online-)Kampagnen

In einer aktuellen Stellenausschreibung sucht Wikimedia Deutschland einen Projektmanager für (Online-)Kampagnen.

Projekte und Initiativen

Wege zur Belebung einer kleinen Wikimedia-Community

Chen Davidi-Almog berichtet im Wikimedia-Blog, wie es Wikimedia Israel gelang die kleine hebräische Wiktionary-Community zu beleben und auszubauen.

Geförderte Projekte aus den Communitys im Oktober 2015

die Übersicht mit geförderten Projekten aus den Communitys für den Monat Oktober ist nun im Blog von Wikimedia Deutschland zu finden.

Ukrainischsprachige Wikipedia erreicht neuen Meilenstein

Die ukrainischsprachige Wikipedia hat mit 600.000 Artikeln einen neuen Meilenstein erreicht.

Neues aus der OSM-Welt #277

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 277“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 3. Oktober bis 9. November.

Rückblick: Konferenz „Zugang gestalten! 2015“

Wikimedia Deutschland gab im Blog einen Rückblick auf die Konferenz „Zugang gestalten! 2015“ mit Vertretern aus dem GLAM-Bereich.

Technik

Sicherheitsproblem bei Mailinglisten aufgetreten

Zu den von der Wikimedia Foundation gehosteten Mailinglisten gab es einen unautorisierten Zugriff auf die Passwort-Datenbank. Alle Passwörter wurden daraufhin zurückgesetzt.

Tech News issue #47

Die aktuelle Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Neue Features aus dem Summer of Code vorgestellt

Die Wikimedia Foundation stellte Tools und Erweiterungen vor, die aus dem Google Summer of Code hervorgingen.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten sind über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Termine

20.-21.11.: 1. Wikisource-Konferenz

In Wien findet an diesem Wochenende die erste internationale Wikisource-Konferenz statt.

21.-22.11: Coding-da-Vinci-Workshop

In Frankfurt am Main findet ein Workshop zur Übertragung der für Coding da Vinci freigegebenen Daten auf Commons statt.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at November 19, 2015 03:10 PM

November 16, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im Oktober 2015

Die folgende Liste zeigt eine chronologische Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen, die von den Communitys organisiert wurden und mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im Oktober stattgefunden haben. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Beim Festivalsommer standen im Monat Oktober zwölf Veranstaltungen auf der Agenda. Der vollständige Festivalplan ist in der Wikipedia abgebildet.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Gruppen von Wikipedianern ist über Wikipedia:Lokales zu finden. Einige Communitys hinter den lokalen Räumen führen außerdem Blogs, über die eine Auswahl dort stattgefundener Veranstaltungen und Aktionen nachgelesen werden kann:

1.10.: Cochrane Pre-Colloqium

Die Cochrane Collaboration ist eine Stiftung, die weltweit ca. 31.000 ehrenamtliche Autoren koordiniert und unterstützt um evidenzbasierte Literaturübersichten zu aktuellen medizinischen Fragen zu schreiben und in der Cochrane Library zu veröffentlichen. Ihr Ziel ist es, Ärzten, Therapeuten und Patienten weltweit praktisch nutzbares, umfassendes, aktuelles Wissen zur Verfügung zu stellen. Dabei wurde auch die Wikipedia vorgestellt, um den  Konferenzteilnehmenden zu zeigen, wie sie an Artikeln mitarbeiten können und zu verdeutlichen, welche Rolle Wikipedia im Umfeld der Medizin-Publikationen spielt. (basierend auf einem Text von MBq, CC-by-sa 3.0, weiterlesen)

3.10.: 6. Stammtisch Unterfranken

Stammtisch Klingenberg (Hof des Stadtschlosses), Foto: Salino01, CC-by-sa 4.0

Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich sechs Wikipedia-Autoren und eine möglicherweise zukünftige Wikipedia-Autorin auf dem Winzerfestplatz in Klingenberg am Main. Nach einer kurzen Begrüßung ging es in den Hof des 1560 erbauten Stadtschlosses, wo die Gruppe vom Eigentümer und Herrn Scheer herzlich empfangen wurde. Das Stadtschloss ist normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zu besichtigen, doch für die Wikipedia gab es eine Ausnahme. Stolz führte der Besitzer die Teilnehmer durch den Hof und die Innenräume des Schlosses und beantwortete geduldig Fragen zur Geschichte und Gegenwart von Schloss und Familie. (Text: Salino01, CC-by-sa 3.0, weiterlesen)

10.10.: /GLAMonTour/Kultour: DTMB

Wikipedianerinnen und Wikipedianer besuchten das Deutsche Technikmuseum Berlin, um dort gemeinsam mit Freiwilligen des Arbeitskreises Nachrichtentechnik unter anderem Bilder von Museumsexponaten zu erstellen, Wikipedia-Artikel in diesem Bereich und verwandten Gebieten zu verbessern und neue Autorinnen und Autoren aus dem Kreise der Museumsfreiwilligen zu gewinnen. Fotos sind bereits auf Commons zu finden.

10.10.: Stammtisch Ost-Friesland

Am 10. Oktober 2015 traf sich der 15. Stammtisch des Wikiprojekts Ostfriesland in Jever. Anschließend konnten die Stammtisch-Teilnehmer an einer kurzen Führung durch das Bethaus der Baptisten teilnehmen. Dann ging es gemeinsam zum nahe gelegenen Gröschler-Haus, dem Zentrum für Jüdische Geschichte und Zeitgeschichte der Region Friesland/Wilhelmshaven. Volker Landig, einer der Mitinitiatoren der Einrichtung, hielt dort einen sehr informativen Vortrag zur Geschichte der Juden in Jever. Der Abend klang mit angeregten Gesprächen über die Wikipedia bei einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant Opatija aus. (basierend auf einem Text von WHVer, CC-by-sa 3.0, weiterlesen)

10.10.: Women, Wikipedia, Design Edit-a-thon Oktober

Women, Wikipedia, Design ist ein Edit-a-thon im Rahmen einer globale Kampagne, zur Steigerung der Sichtbarkeit von Frauen aus der Architektur und der Bauwelt in der Wikipedia. Aktuelle Studien zeigen, dass nur 9-13% der Einträge auf Wikipedia von Frauen gemacht werden – ein zu kleiner Anteil! Dieser Gender_Gap spiegelt sich auch in den Inhalten wieder. So ist der Anteil von Frauen in der Liste von Architekt_innen im Wikipedia verschwindend gering.

Um daran etwas zu ändern, wurden mehrere Workshops veranstaltet, wobei Frauen und Unterstützende mit und ohne Wikipedia-Erfahrung zusammengebracht wurden. (basierend auf einem Text von Wisible, CC-by-sa 3.0, weiterlesen)

12.-15.10.: Ova-Herero Fotoprojekt

Vom 12. bis 15. Oktober besuchte eine Delegation der Ova-Herero Berlin um offizielle Gespräche zu führen, Gebeine ihrer Vorfahren zu besichtigen und viele Veranstaltungen durchzuführen, die im Zusammenhang stehen mit dem Gedenken des Völkermordes an den Herero und Nama, der sich in diesem Oktober zum 111. Mal jährte. (basierend auf einem Text von Denis Barthel, CC-by-sa 3.0, weiterlesen) Wikimedia Deutschland sagte die Förderung zur Dokumentation dieses Ereignisses in Form einer Technikleihe zu.

14.-18.10.: Projekt auf Buchmesse Frankfurt/Main

Wikipedianer waren zusammen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Wikimedia Foundation und von Wikimedia Deutschland auf der Frankfurter Buchmesse zu Besuch, insbesondere um Kontakte mit Verlagen zu knüpfen und Gespräche zum Wikipedia-Literaturstipendium zu führen.

14.-20.10.: Fotoprojekt UEC-Bahn-Europameisterschaften 2015

Die Wikipedianerin und Commons-Fotografin Nicola war vom 13. bis 19. Oktober bei den UEC-Bahn-Europameisterschaften zugegen, um Fotos der teilnehmenden Sportler zu machen..

Die freien Aufnahmen sind auf Commons verfügbar.

16.-18.10.: Fotodokumentation niedersächsischer Großsteingräber

Bereits im August 2013 hatten die Wikipedia-Autoren Einsamer Schütze und Bin im Garten erstmals eine von Wikimedia Deutschland geförderte Fotodokumentation von Großsteingräbern im nordwestlichen Niedersachsen durchgeführt. Damals entstanden 299 Fotos von 30 Anlagen. Da die Liste der niedersächsischen Großsteingräber aber immer noch viele unbebilderte Einträge enthielt, wurden das Projekt im Oktober 2015 fortgesetzt und dabei Großsteingräber im Landkreis Cuxhaven und Umgebung fotografiert.

16.-18.10.: Jurysitzung Wiki Loves Monuments / WLM 2015

Die Jury während des Treffens in Fulda, Foto: CTHOE, CC-by-sa 4.0

Vom 1. bis 30. September 2015 fand der internationale Fotowettbewerb Wiki loves Monuments statt. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden zahlreiche Preise ausgelobt. Alle für Deutschland eingereichten Bilder wurden zunächst von einer ehrenamtlichen Vorjury bewertet. Basierend auf dieser Vorauswahl entschied dann eine ebenfalls ehrenamtlich tätige Jury über die Preisträger. Die zehn am besten bewerteten Fotografien ziehen außerdem ins internationale Finale ein. (basierend auf einem Text von Atamari: , CC-by-sa 3.0)

17.10.: Stammtisch Nordhessen

Zum 32. Mal traf sich der Wikipedia-Stammtisch Nordhessen, diesmal in Kassel, wobei sich die Gelegenheit bot, zusammen mit dem SPD Ortserein Südstadt, den Weinbergbunder zu besichtigen. (zum Stammtisch-Archiv)

Drohnenflüge Burgen des Mittelrheins

WLM-Gewinnerbild, Foto: Phantom3Pix, CC-by-sa 4.0

Den ersten Platz des Fotowettbewerbs Wiki loves Monuments machte in diesem Jahr eine mittels Fotodrohne aufgenommene Luftbildaufnahme des Leuchtturms in Westerheversand, die zudem auf Commons als Qualitätsbild ausgezeichnet wurde. Um in Zukunft gezielt Drohnenbilder der Burgen des Mittelrheins zu erstellen, übernimmt Wikimedia Deutschland die Kosten für die Aufstiegserlaubnis.

26.10.: Landesmuseum Württemberg, Stuttgart

Am 26. Oktober trafen sich im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart 16 Mitarbeiter des Hauses mit zwei Wikipedianern, die ihnen das Konzept von Wikipedia erklärt haben. Nach einem einstündigen How-To-Do-Vortrag wurden die Teilnehmer auf die Rechner losgelassen. Benutzer Akas Fehlerseite half, die zuvor erlernte Syntax auszuprobieren und die ersten Edits im Onlinelexikon erfolgreich zu meistern. (Text: Lantus)

29.10.: Stammtisch Bremen Oktober

Der 99. Wikipedia-Stammtisch in Bremen wurde auch in diesem Monat wieder von Wikimedia Deutschland mit der Community-Versicherung gefördert.

31.10.: Jurysitzung 23. Schreibwettbewerb

Im September fand der 23. Schreibwettbewerb der deutschsprachigen Wikipedia statt. Die Jury traf sich am 31. Oktober in Frankfurt am Main und kürte den Artikel über das Videospiel God of War des Autors HilberTraum zum Gewinnerartikel.

31.10.-1.11.: Redaktionstreffen Film und Fernsehen

Das Treffen der Redaktion Film und Fernsehen fand im Kontor Hamburg statt. Die Themen und Ergebnisse der zweitägigen Veranstaltung sind im Protokoll nachlesbar.

31.10.-1.11.: Reisekosten WikiDACH

Vom 30. Oktober bis zum 1. November 2015 fand im Schweriner Schloss auf Einladung des Landtags Mecklenburg-Vorpommern das BarCamp WikiDACH 2015 statt. Unter den 30 Teilnehmern aus Deutschland und Österreich waren langjährige Autoren und Neulinge, Autoren von Wikipedia und WikiVoyage sowie Fotografen von Wikimedia Commons. Immerhin 10 % der Teilnehmenden waren Frauen. Im Open Space sahen mehr als 45 Besucher die Ausstellung zu Wiki Loves Monuments 2015 in Deutschland, sprachen mit Teilnehmern, nahmen sich Broschüren mit oder sahen beim Edit-a-thon zu. Drei Mitglieder der nichtkommerziellen Zertifizierungsstelle CAcert erklärten und diskutierten in ihrem Stand Aspekte der Internetsicherheit. (Text: Sebastian Wallroth, CC-by-sa 3.0, weiterlesen)

Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende regelmäßige Community-Termine fanden auch im Mai wieder mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland statt:

by Nicolas Rueck at November 16, 2015 10:38 AM

November 13, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Konferenz „Zugang gestalten! 2015“ – Willen braucht man. Und mutige Zukunftsstrategien.

Logo Zugang GestaltenAm 5. und 6. November fand unter Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission e. V. Deutschlands größte Konferenz zum Thema Kultur- und Gedächtnisinstitutionen im Netz statt: “Zugang gestalten! Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe”, diesmal im Hamburger Altonaer Museum. Wikimedia Deutschland war im fünften Jahr als Partnerin der Konferenz dabei und gestaltete mit dem Programmblock “Zukunft der Partizipation” einen halben Konferenztag mit 4 parallelen Workshops und einer Podiumsdiskussion. Was sind die Strategien für den Zugang zum kulturellen Erbe in der Zukunft? Um diese Frage drehte sich die internationale Konferenz, bei der etwa 300 Gäste aus Kultur- und Gedächtnisinstitutionen zwei Tage lang in Vorträgen, Workshops, Podiums- und Publikumsdiskussionen zusammenkamen. Alle Vorträge und Workshops können dieses Jahr als Podcast nachgehört werden. Alle Fotos der Konferenz sind hier bei Wikimedia Commons zu finden.

Beeindruckendes Setting: Konferenzeröffnung im Galionsfigurensaal des Altonaer Museums. By Lilli Iliev [CC BY-SA 4.0]

Nachdem im vergangenen Jahr Bilanz gezogen wurde über bestehende Digitalisierungsprojekte und -strategien, wurde nun der Blick nach vorne gerichtet. Schwerpunkte des diesjährigen Programms waren u. a. die Fragen: Welche Rolle spielen Metadaten in einer vernetzten Welt? Wie werden in Zukunft Ausstellungen konzipiert? Wohin entwickeln sich die rechtlichen Rahmenbedingungen? Eines wurde im Laufe der Konferenz deutlich: Die Prognosen für digitale Öffnung und freien Zugang zu Kulturgut entwickelten sich in den letzten Jahren von wolkig zu heiter bis sonnig.

Spannend für Kulturinstitutionen: Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen der Wikimedia-Projekte

Das digitale Ehrenamt setzt sich als Idee und Schlüsselfunktion für Kulturinstitutionen im Netz zunehmend in den Einrichtungen durch. Darauf antwortend stellten Mitglieder des lokalen Wikipedia-Treffpunktes Kontor Hamburg im Format Wikiversum Weltcafé die Projekte Wikimedia Commons, Wikipedia und Wikidata vor. Das Interesse an Funktionsweise und Nutzungsmöglichkeiten der Wikimedia-Projekte war groß, etwa 60 Teilnehmende wechselten hier von Projekt zu Projekt und informierten sich über die Welt hinter den Kulissen von Wikipedia. Gerade die Anknüpfungsmöglichkeiten mit Wikidata werden für viele Institutionen immer interessanter, und die Wissensstände hierzu wachsen.

 In einem weiteren Workshop sondierten Vertreterinnen und Vertreter lokaler Institutionen, ob ein Ableger des Kultur-Hackathons „Coding da Vinci“ in Hamburg denkbar sei. Mitarbeitende präsentierten Datensätze aus ihren digitalisierten Beständen, die für eine hanseatisches Coding da Vinci in 2016 interessant wären. (Spoiler: Es sieht gut aus!!) Zahlreiche Institutionen sind inzwischen auf den Hackathon aufmerksam geworden und setzen in ihren Häusern durch, dass einzelne Datensätze extra für die Teilnahme frei lizenziert werden. Spielerisch gingen wir das im Kulturbereich oft noch gemiedene Thema der korrekten Lizenzierung von digitalisiertem Kulturgut an. Das Workshop-Format „CC Change your mind – Kennzeichnung freier Inhalte im digitalen Kulturerbe“, das Wikimedia Deutschland gemeinsam mit der Deutschen Digitalen Bibliothek entwickelt hat, hilft Mitarbeitenden aus Kulturinstitutionen dabei, mehr Sicherheit im Umgang mit Lizenzen zu gewinnen. Nach einer Einführung in die Thematik nahmen die ca. 40 Teilnehmenden in einem Rollenspiel eine Fürsprecher- oder Kritikerrolle gegenüber freien Lizenzen ein. Bei der Diskussion lernten sie so verschiedene Aspekte der korrekten Lizenzierung kennen.

 

 

Aufruf zur Unterzeichnung der „Hamburger Note“ zur Änderung gesetzlicher Rahmenbedingungen

Im Vorfeld der der diesjährigen Konferenz ist mit der „Hamburger Note zur Digitalisierung des kulturellen Erbes“ eine allgemeine Erklärung unterzeichnet worden, die auf die komplizierte Rechtesituation bei der digitalen Publikation urheberechtlich geschützter Werke hinweist und ein deutliches Plädoyer für die Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen beinhaltet. Dreizehn Vertreterinnen und Vertreter deutscher Kulturinstitutionen sowie Rechtsexpertinnen und -experten, die sich mit der Bewahrung von Kulturgut beschäftigen, haben sich zu dieser gemeinsamen Erklärung zusammengefunden, um den Diskurs in der Urheberrechtsdebatte voranzubringen. Auch auf der Konferenz spielte dieser Vorstoß eine wichtige Rolle. Konferenzleiter Dr. Paul Klimpel rief alle anwesenden Vertreterinnen und Vertreter ihrer Häuser direkt zur Unterzeichnung der Hamburger Note auf. Auch die abschließende Podiumsdiskussion, bei der Tim Moritz Hector als Vorsitzender des Präsidiums von Wikimedia Deutschland vertreten war, fokussierte die Frage des Urheberrechts. Er zeigte sich zuversichtlich, dass sich rechtliche Bedingungen über kurz über lang dem transnationalen Zeitalter anpassen müssten und plädierte für eine möglichst offene Zugänglichkeit zu kulturellen Beständen im Sinne des Freien Wissens.

Fazit: Der Wille zur freien Zugänglichkeit nimmt in Kultureinrichtungen zu

Als Fazit der Konferenz steht eine positive Einschätzung der Zukunft von allen Seiten. Wo vor einigen Jahren noch Skepsis und Vorbehalte  der Institutionen gegenüber ‚dem Internet‘, digitaler Öffnung oder gar freier Lizenzierung spürbar waren, blickte man jetzt in freundlich lächelnde Gesichter zum Thema des offenen Zugangs zu kulturellen Beständen. Der Wille zur Öffnung, das wurde deutlich, ist inzwischen zunehmend spürbar und konsensfähig, auch wenn es an allen Enden knirscht, gerade beim Thema Urheberrecht.
Viele Häuser arbeiten an einer digitalen Agenda, und zunehmend beziehen sie dabei auch eine Öffnung im Sinne des Freien Wissens mit ein. Die diesjährige Konferenz trug dazu bei, diese Entwicklung weiter voranzutreiben. Ein Paradigmenwechsel im Bereich von Kultur- und Gedächtnisinstitutionen trat gerade bei den partizipativen Konferenzformaten zum Vorschein, bei der sich alle Institutionsvertreter einbringen konnten: „Museen wandeln sich vom Wissenshüter zum Facilitator“ (Dr. Johannes Vogel, Generaldirektor des Naturkundemuseums Berlin). Dieser Herausforderung und dieser spannenden Aufgabe nehmen sich immer mehr Menschen in den Institutionen an. Wir möchten diesen Weg weiterhin gemeinsam mit ihnen und dem Wikiversum gestalten. Denn es bewegt sich doch.

 

by Lilli Iliev at November 13, 2015 02:46 PM

November 12, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 44/2015

In dieser Ausgabe der Wikimedia:Woche sind unter anderem Veranstaltungsberichte zweier Wikipedia-Community-Events zu finden: der Besuch im Deutschen Technikmuseum Berlin und die WikiDACH-Konferenz im Schweriner Schloss. Außerdem finden mit dem Commons- und Coding-da-Vinci-Workshop in Frankfurt am Main und der ersten Wikisource-Konferenz in Wien, in nächster Zeit gleich zwei interessante Veranstaltungen für Aktive in den entsprechenden Wikipedia-Schwesterprojekten statt.

Foundation und Organisationen

Tanya I. Garcia neue Director of Programs bei WikiEdu

Die Wiki Education Foundation stellte Tanya I. Garcia als neue Director of Programs vor.

Editieren Uni-Studenten in ihrer Freizeit?

Um diese Frage zu beantworten hat die Wiki Education Foundation ein Forschungsprojekt mit sechs verschiedenen Studentengruppen durchgeführt und einige interessante Schlußfolgerungen gezogen.

Projekte und Initiativen

Rückblick auf die WikiDACH 2015

Vom 30. Oktober bis 1. November fand im Schweriner Schloss das BarCamp WikiDACH 2015 statt. Im Report sind Sessions, Berichte und Fotos gesammelt.

Schmerlenbacher Appell: Freie und offene Lernmaterialien für Flüchtlinge

Beim Treffen der OER-Initiativen in Schmerlenbach am 1.November entstand ein Appell von 19 unterzeichnenden Institutionen an die öffentliche Hand. Bildungsangebote für Flüchtlinge, für die in nächster Zeit viel Geld investiert werden wird, sollen frei lizenziert werden.

Wikiprojekt zu Artikeln über Erasmuspreisträger und -trägerinnen

Am 25. November verleiht der niederländische König den Erasmuspreis an die Wikipedia-Community. Zu diesem Anlass wurde das Wikiprojekt Erasmuspreis initiiert, das dazu aufruft, Artikel zu Preisträgern zu schreiben oder auszubauen.

Wikipedia sucht den asiatischen Botschafter

Der November ist der „Asiatische Monat“ in der Wikipedia. Es handelt sich dabei um einen mehrsprachigen Online-Edit-a-thon, der darauf ausgerichtet ist, mehr Verständnis für die asiatischen Wikipedia Communitys zu schaffen. Er verfolgt das Ziel die Menge und Qualität der Artikel zu asiatischen Ländern und Regionen zu steigern. Wer die meisten Artikel in allen Sprachversionen der Wikipedia beiträgt, erhält eine Ehrung als Asiatischer Wikipedia-Botschafter.

Wikipedia-Literaturstipendium wächst

Ab sofort beteiligt sich der Rowohlt Verlag an dem Wikipedia-Literaturstipendium und ist damit der vierte Verlag, der Wikipedianerinnen und Wikipedianern für ihre Arbeit an der freien Enzyklopädie kostenfrei Literatur aus seinem Katalog zur Verfügung stellt.

Neues aus der OSM-Welt #276

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 276“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 27. Oktober bis 2. November.

Teaser der Wikimania-Dokumentation veröffentlicht

Ein neunminütiger Teaser macht Lust auf den ganzen Film: Wikimedia Mexico hat einen ersten Zusammenschnitt der Wikimania-Dokumentation veröffentlicht. Sehenswert!

Noch freie Plätze für 1. Wikisource-Konferenz

Vom 20. bis 22. November findet in Wien die erste Wikisource-Konferenz statt. Es sind noch freie Plätze vorhanden.

Wikipedianer waren im Deutschen Technikmuseum Berlin

Der ehrenamtliche Wikipedia-Autor Mellebga berichtete über die Wikipedianischer KulTour im Deutschen Technikmuseum Berlin.

Rezension über „Wikipedia und Geschichtswissenschaft“

Im Wikipedia-Kurier erschien der dritte und letzte Teil einer ausführlichen Rezension von Barnos zu dem kürzlich veröffentlichten Band „Wikipedia und Geschichtswissenschaft“.

Technik

Superprotect abgeschafft

Das kontroverse Gruppenrecht Superprotect wurde von den Wikimedia-Servern entfernt.

Tech News issue #46

Die aktuelle Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten sind über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

huffingtonpost.de über den Ruf der Wikipedia

Christiane Kostarellos erklärte auf huffingtonpost.de warum Wikipedia besser ist als sein Ruf.

Termine

13.11.: Workshop Offenes Editieren Stuttgart

Jeweils am 2. Freitag des Monats bietet die Stuttgarter Wikipedia-Community von 17.00 bis 21.00 Uhr regelmäßige Offene-Editieren-Workshops an.

19.11.: Monsters of Law – Thema: Freie Software

Die WMDE-Veranstaltungsreihe „Monsters of Law“ nimmt rechtliche Fragen rund um Freies Wissen unter die Lupe. Diesmal spricht Dr. Till Jaeger, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, über „10 populäre Irrtümer über freie Software“. Alle sind herzlich eingeladen, vor Ort oder per Livestream dabei zu sein. Das Video der Veranstaltung ist danach verfügbar. Unter dem Hashtag #wmdeMOL können Fragen gestellt werden.

21.-22.11.: Coding-da-Vinci-Workshop zum Upload von Datensätzen

In dem Workshop geht es darum, die zum Teil eigens für Coding da Vinci freigegebenen Daten, wo es sinnvoll ist, auf Commons zu integrieren, damit sie leichter für andere Wikimedia Projekte nachgenutzt werden können. Gleichzeitig ist der Workshop ein Angebot, den Umgang mit verschiedenen Upload-tools zu lernen. Im Fokus stehen dabei die auf der Datenseite angegebenen Tools.

  • https://commons.wikimedia.org/wiki/Commons:Coding_da_Vinci_2015/FFM-Workshop

Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at November 12, 2015 03:11 PM

November 11, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikipedianische KulTour im Deutschen Technikmuseum Berlin – Ein Bericht

Ein Gastbeitrag von Mellebga, ehrenamtlicher Wikipedia-Autor

Gastgeber der Wikipedianischen KulTour: Deutsches Technikmuseum. Foto: Bgabel auf wikivoyage [CC BY-SA 3.0]

Unter dem Titel Zweite Wikipedianische KulTour fand am 10. Oktober 2015 im Deutschen Technikmuseum Berlin ein Treffen zwischen einer Gruppe von ca. 10 Ehrenamtlichen des Arbeitskreises ‚Kommunikationstechnik‘ des Museums und 13 Wikipedianern und Wikipedianerinnen statt. Die Idee dieses Treffens war, Ehrenamtliche der Wikipedia und Ehrenamtliche der Kulturinstitution miteinander in Kontakt zu bringen. Wer könnte besser sein Wissen für Wikimedia-Projekte einbringen als diejenigen, die sich thematisch gut auskennen und bereits ehrenamtlich aktiv sind? Nach einer Führung durch Museumsmitarbeiter durch die aktuelle Ausstellung ‚Das Netz. Menschen, Kabel, Datenströme‘ wurden für die an der eventuellen Bearbeitung in/an Wikipedia-Beiträgen interessierten Ehrenamtlichen des Arbeitskreises, meist ehemalige Mitarbeiter der Deutschen Bundespost, in einem Vortrag durch den Wikipedianer Cirdan die Bearbeitungsmöglichkeiten der Wikipedia vorgestellt. Nach eingehenden Diskussionen zum Vortrag ging es an die beispielhafte Bearbeitung einzelner Beiträge, um die Inhalte des Vortrags zu vertiefen.

Hoher Besuch aus der Geschichte der Technik

War im Geiste dabei: Konrad Zuse. Upload: ArtMechanic, [CC BY SA 3.0]

Bei den anschließenden Bearbeitungen wurden nach dem Ausstellungsbesuch Wikipedia-Lemmata erweitert und zahlreiche Fotos in Wikimedia Commons eingestellt. Da auch Horst Zuse, der Sohn von Konrad Zuse, unter den Teilnehmern der Veranstaltung war, konnte er sich darüber freuen, dass ein auch ihm bisher unbekanntes Bildnis seines Vaters in der Berliner Bundesallee den Weg in das Lemma Konrad Zuse gefunden hat. Die bisher vom Museumsbesuch eingestellten Bilder sind inzwischen alle unter Wikimedia-Commons in der Kategorie Wikipedianische KulTour/Deutsches Technikmuseum verfügbar. Wer noch nicht weiß, was unter einem fahrbaren Brieftaubenschlag der Firma Julius Neubronner oder unter einer Pferdetreppe zu verstehen ist, kann sich nun in der Wikipedia darüber informieren.

Weitere Pläne für die Zusammenarbeit

Führung durch die Ausstellung „Das Netz“. By Lilli Iliev (WMDE) [CC BY-SA 4.0]

Die Ehrenamtlichen des Arbeitskreises ‚Kommunikationstechnik‘ haben inzwischen eine Verabredung getroffen, das bestehende Lemma Ortsnetz zu bearbeiten und zu aktualisieren und ein neues Lemma ‚Ortsnetz Berlin‘ anzulegen. Wir sind zuversichtlich, dass das Treffen die Mitglieder des Arbeitskreis zu weiteren gemeinsame Editierprojekte inspirieren konnte. Die Kontakte sind schon einmal geschlossen.

by Lilli Iliev at November 11, 2015 03:02 PM

Wikipedia ist Marke des Jahres 2015

Nach Auswertung von insgesamt 700.000 Online-Interviews deutscher Verbraucherinnen und Verbraucher zeichnete das britische Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov in Kooperation mit dem Handelsblatt wieder die Marken des Jahres 2015 aus. Auf Platz 1 in der Kategorie „Social Web & Websites“ setzte sich in diesem Jahr Wikipedia durch und liegt damit vor Google und WhatsApp.

Diagramm Marke des Jahres
Diagramm Marke des Jahres

Dank an die Wikipedianer/innen

Dies konnte nur durch das Engagement von Tausenden Ehrenamtlichen erreicht werden, die gemeinsam an der umfangreichsten Enzyklopädie der Geschichte arbeiten – der Wikipedia.

Wir gratulieren allen Wikipedianerinnen und Wikipedianern herzlich. Danke für euren unermüdlichen Einsatz für Freies Wissen!

by Nicolas Rueck at November 11, 2015 10:33 AM

November 06, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Transparenz geht auch mit Anonymität

Die Möglichkeit, anonym auf der Wikipedia agieren zu können, ist ein hoher Wert, der vielleicht auch zum beispiellosen Erfolg des Projekts beigetragen hat. Daher rufe ich dazu auf, die Petition

https://www.change.org/p/transparenz-auf-wikipedia-wikitransparenz

NICHT zu unterschreiben.

by KlausGraf at November 06, 2015 06:23 PM

November 05, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 43/2015

In der 43. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015 dürfen wir gleich zwei spannenden Projekten zu ihrem 3. Geburtstag gratulieren und auf eine Buchveröffentlichung zum Thema „Wikipedia und Geschichtswissenschaft“ hinweisen. Weitere Themen sind unter anderem ein neues Feature, mit dem ab sofort eine Tief- und Schnittmengensuche über Kategorien auf Wikipedia und Commons möglich ist, und der Community Wishlist Survey der Foundation für alle Wikimedia-Projekte.

Foundation und Organisationen

Community Wishlist Survey der Foundation für alle Wikimedia-Projekte

Das Community Tech Team der WMF führt im November eine große Umfrage durch zu den nächsten Features, die bearbeitet, oder Bugs die behoben werden sollen. Ab Montag, den 9. November können Vorschläge für jegliche Wikimedia Projekte hier gepostet werden:

WMFR veröffentlicht Tätigkeitsbericht

Wikimedia Frankreich veröffentlichte seinen Tätigkeitsbericht 2014/2015.

WMDE bietet auch für eine WikiCon 2016 Unterstützung an

Nach der WikiCon ist vor der WikiCon und den Wünschen aus der Wikipedia-Community entsprechend, möchte Wikimedia Deutschland die Organisation der WikiCon im Jahr 2016 gerne wieder unterstützen. Ebenso möchten sich auch WMAT und WMCH gerne erneut beteiligen. Gesucht wird zunächst ein Team, das die WikiCon 2016 gerne durchführen möchte.

Gnom berichtet über Antragswerkstatt und Präsidiumssitzung

Wikipedia-Benutzer und WMDE-Präsidiumsmitglied Gnom schrieb in seinem Blog über die Antragswerkstatt in Köln und Präsidiumssitzung in Hannover.

Community-Review zum APG-Proposal von WMDE beendet

Die 30-tägige öffentliche Review-Phase zum Antrag von Wikimedia Deutschland bezüglich der Jahresplanförderung durch die Wikimedia Foundation (Annual Plan Grant) ist beendet. Fragen von Community- und FDC-Mitgliedern und Angestellten der WMF sowie die entsprechenden Antworten von WMDE finden sich auf der Diskussionsseite des Antrags auf Meta.

Wikimedia Research Newsletter Oktober 2015

Über weitere interessante Themen aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Wikipedia, berichtet der Wikimedia Research Newsletter in seiner Oktoberausgabe 2015.

Projekte und Initiativen

Englischsprachige Wikipedia erreicht 5-Millionen-Artikel-Marke

Der Artikel über den ostaustralischen Strauch Persoonia terminalis ist der 5-millionste Artikel der englischsprachigen Wikipedia. Anläßlich dieses Meilensteins, erschien im Wikipedia-Kurier ein Artikel über Quantität und Qualität der Wikipedia.

Wikidata feiert dreijährigen Geburtstag

In der vergangenen Woche feierte die freie Datenbank Wikidata ihren dreijährigen Geburtstag. Außerdem erreichte die Datenbank mit 15 Millionen Datensätzen einen neuen Meilenstein.

3 Jahre Women edit

Die Wikimedia:Woche gratuliert dem Editorinnen-Netzwerk Women edit zu seinem 3-jährigen Bestehen!

„Wikipedia und Geschichtswissenschaften“ im De Gruyter Verlag erschienen

Im De Gruyter Verlag erschien das Buch „Wikipedia und Geschichtswissenschaften“. Herausgeber sind Thomas Wozniak, Jürgen Nemitz und Uwe Rohwedder. Es steht unter einer Creative Commons-Lizenz CC-by-sa und ist als Taschenbuch pdf erhältlich.

2. Rheinfränkischer Schreibwettbewerb

In der rheinfränkischen Wikipedia läuft der zweite Schreibwettbewerb. Thema in diesem Jahr: „Besondere Orte im rheinfränkischen Raum“. Noch bis zum 15. Dezember 2015 können Artikel nominiert werden.

Prepare the Data Workshop zum Upload von GLAM Data in Wikimedia Commons

Am 21. und 22. November findet in Frankfurt am Main in der Deutschen Nationalbibliothek in Kooperation mit der Deutschen Nationalbibliothek ein Workshop mit den Massenupload-Tools flickr 2Commons, Vicuña und dem GLAM Wiki Toolset statt. Ziel ist es 600.000 Daten aus dem Kulturhackathon Coding da Vinci in Wikimedia Commons zu transferieren. Es sind noch Plätze frei!

Rückblick auf Game Jam

Am 24. und 25. Oktober veranstaltete Wikimedia Deutschland in Partnerschaft mit dem Computerspielemuseum Berlin eine Game Jam zum Thema Freies Wissen: die „Free Knowledge Game Jam“. Jens Ohlig gab einen Rückblick auf die Veranstaltung.

Neues aus der OSM-Welt #275

Die aktuelle Zusammenfassung aus der Open-Streetmap-Welt „weekly 275“ berichtet über Neues aus dem Zeitraum vom 20. bis 26. Oktober.

Wikipedia auf Doteli macht Fortschritte

Doteli ist eine von etwa 800.000 und überwiegend in Nepal lebenden Menschen gesprochene Sprache. Die Wikipedia-Version auf Doteli befindet sich derzeit noch im Inkubator. Im Blog der Wikimedia Foundation wurde über die Fortschritte der neuen Sprachversion berichtet.

Neue Beiträge zu Mapping OER

Martin Ebner erläutert Massive-Open-Online-Kurse

Qualifizierungsmodelle: Lösungsansätze und Video aus Workshop

Technik

„Deepcat“ abgeschlossen: Tief- und Schnittmengensuche auf Wikipedia und Commons ab sofort möglich

Während neue Technischen Wünsche für 2016 im Rahmen einer Umfrage gesammelt wurden, ist ein Wunsch aus der „alten“ Top20 von 2013 – „CatScan-Funktionalität“ in die Software integrieren – umgesetzt und abgeschlossen worden. Mit dem neuen Schlüsselwort „Deepcat“ können im Suchfeld zum einen Abfragen bis tief in die Unterkategorien ausgeführt werden, zum anderen wird eine Schnittmengensuche ermöglicht (Suche nach Artikeln und Bildern, die in zwei verschiedenen Kategorien enthalten sind, zB. „Maler“ und „Kunstgeschichte“). Außer auf Wikipedia, funktioniert Deepcat auf Wikimedia Commons und in anderen Wikis.

Content Translation Tool schlägt Artikel zur Übersetzung vor

Das Content Translation Tool, mit dem die Übersetzung von Artikeln in andere Sprachen vereinfacht werden soll, schlägt neuerdings Artikel für weitere Übersetzungen vor. Momentan handelt es sich dabei um ausgezeichnete Artikel, die in der anderen Sprachversion noch nicht existieren.

Tech News issue #45

Die aktuelle Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten sind über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

NDR berichtet über WikiDACH

„Wikipedianer-Treff im Schweriner Schloss“ lautet die Schlagzeile, unter der der NDR über die Veranstaltung WikiDACH im Schweriner Schloss berichtete.

Nächste Schritt der EU-Urheberrechtsreform

Auf communia-association.org erschien ein Artikel über die nächsten Schritte der EU-Urheberrechtsreform.

Termine

5.11.: 100. Wikipedia-Stammtisch Bremen

Seit 2006 trifft sich das WikiProjekt Bremen. Am 5. November findet der 100. Stammtisch statt. Diesmal beginnend mit einem GLAM-Event im Staatsarchiv Bremen. Ab ca. 18.30 Uhr beginnt das Stammtischtreffen im Restaurant Friesenhof, Hinter dem Schütting 12/13, Bremen-Altstadt.

5.11.: Metrics-Meeting der Wikimedia Foundation

Am 5. November findet um 20.00 Uhr das monatliche Metrics & Activities-Meeting der Wikimedia Foundation statt. Eine Übertragung (Livestream) findet sich im Youtube-Kanal der Wikimedia Foundation, die Aufzeichnung kann später nachgeschaut werden.

5.&6.11.: Konferenz „Zugang gestalten! Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe“

Im mittlerweile fünften Jahr ist Wikimedia Deutschland als Partner der internationalen Konferenz zum Selbstverständnis von Kulturinstitutionen in der vernetzten Welt dabei. Dieses Jahr geht es um Zukunftskonzepte für die digitale Öffnung. Unter anderem werden Mitarbeitende von Kulturinstitutionen im Umgang mit Lizenzfragen geschult, im Workshop „CC Change your mind“.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at November 05, 2015 02:46 PM

Q167545: Wikidata celebrated its third birthday

 Wikidata celebrated its third birthday on October 29th. The project went online in 2012 and a lot has happened ever since.

Coincidentally, the birthday also happened along with the project being awarded a prize from Land der Ideen, so so a proper party for volunteers and everyone involved with the project was in order.

There was cake and silly birthday hats, but above all this was an occassion to look at the past, present, and future.

Denny Vrandečić and Eric Möller used a video message to talk about the genesis and development of Wikidata.

Community members Magnus Manske and Marteen Dammers talked about their work for Wikidata in GLAM and science. And Lydia Pintscher not only looked backed to a successful year behind us, but also gave us a peek into the future that lies ahead for the project.

In order to experience Wikidata there was a little exhibition of projects that use it: From Histropedia which visualizes timelines to Ask Platypus, a project that parses questions about the knowledge of the world according to Wikidata using natural language.

No birthday would be complete without presents. Especially the software developers had worked hard to improve parts of Wikidata for this special date. To give you just two examples:

  • https://www.wikidata.org/wiki/Special:Nearby shows nearby items in Wikidata and invites you to improve structured data knowledge in your neighborhood
  • A machine learning model called  ORES helps to identify vandalism with artificial intelligence and can be used as a tool for administrators

These are only two new features released for the birthday party. There is much, much more to come for the Wikidata project next year and we’ll talk about it in length in another post.

Wikidata has data in its name. However — this was more than obvious at the birthday party — it’s about more than just cold numbers. As in all collaborative projects, people are at the core of it all. Those behind or around Wikidata have love in their hearts for something that may at first sound as abstract as „structured data for Wikimedia projects and beyond“.

Upon exiting the party, guests could add themselves on a board and leave a tiny love letter to Wikidata . „I love Wikidata because… with machine-readable data, machines can do the heavy lifting for me“ one guest wrote. The last three years were all about building a foundation for machine-readable data. Let the heavy lifting begin in all the years to come. Q167545!

by Jens Ohlig at November 05, 2015 11:09 AM

Q167545: Wikidata feierte den dritten Geburtstag

Am 29. Oktober feierte Wikidata seinen dritten Geburtstag. 2012 wurde das Projekt online geschaltet, seitdem ist viel passiert.

Neben dem Geburtstag gab es auch die Preisverleihung vom Wettbewerb Land der Ideen an Wikidata, so dass es nahe lag, eine große Party für die Freiwilligen und anderen am Projekt Beteiligten zu veranstalten.

Es gab Kuchen und Geburtstagshüte, aber vor allem die Möglichkeit, in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu blicken.

In einem gemeinsamem Talk per Videonachricht aus den USA sprachen Denny Vrandečić und Eric Möller über die Entstehung und Entwicklung von Wikidata.

Die Community-Mitglieder Magnus Manske und Marteen Dammers erzählten etwas zu ihrer Arbeit an Wikidata für GLAM und Wissenschaft. Von Lydia Pintscher gab es außerdem neben einen Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr auch einen Ausblick auf die Zukunft.

Um Wikidata selbst erfahrbar zu machen, gab es eine kleine Ausstellung von Projekten, die Wikidata benutzen: Von Histropedia mit Zeitstrahl-Visualisierungen bis zu Ask Platypus, einem Projekt, das mit Wikidata Fragen zum Wissen der Welt in natürlicher Sprache versteht.

Zu einem Geburtstag gehören natürlich auch Geschenke. Bei Wikidata hatten sich insbesondere Entwicklerinnen und Entwickler ins Zeug gelegt, um Wikidata zu verbessern.  Um nur zwei Beispiel zu nennen:

  • Mit https://www.wikidata.org/wiki/Special:Nearby zeigt Wikidata Objekte in der näheren Umgebung an und lädt zum Ergänzen von strukturiertem Wissen in der Nachbarschaft ein
  • Mit einem Machine-Learning-Model namens ORES kann eine künstliche Intelligenz Vandalismus erkennen und Administratoren bei Bedarf Hilfe leisten.

Dies sind aber nur zwei von vielen kleinen Neuerungen, die extra für den Geburtstag veröffentlicht wurden. Weitere Umwälzungen im Projekt Wikidata stehen im nächsten Jahr bevor und sollen in einem weiteren Beitrag vorgestellt werden.

Wikidata trägt die Daten im Namen, aber es geht — das wurde auf der Geburtstagsparty deutlich — um weit mehr als kalte Daten. Menschen stehen wie bei allen kollaborativen Projekten im Mittelpunkt. Die Menschen hinter und Wikidata oder um das Projekt herum tragen Liebe im Herzen für etwas, was sich zunächst so abstrakt anhört wie „strukturierte Daten für Wikimedia-Projekte und darüber hinaus“.

Am Ausgang der Party konnten sich Besucherinnen und Besucher auf einer Tafel verewigen, indem sie eine kleine Liebeserklärung an Wikidata hinterließen. „I love Wikidata because… with machine-readable data, machines can do the heavy lifting for me“ schrieb ein Party-Gast dort. In den letzten drei Jahren hat Wikidata die Grundlagen für eine Menge maschinenlesbarer Daten gelegt. Wir sind gespannt auf das heavy lifting in den nächsten Jahren. Q167545!

by Jens Ohlig at November 05, 2015 10:46 AM

November 03, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

WMDE bietet auch für eine WikiCon 2016 Unterstützung an

Festsaal auf der WikiCon 2015 in Dresden Foto: Mr N, CC-BY-SA 4.0

Nach der WikiCon ist vor der WikiCon und den Wünschen aus der Wikipedia-Community entsprechend, möchte Wikimedia Deutschland die Organisation der WikiCon im Jahr 2016 gerne wieder unterstützen. Ebenso möchten sich auch WMAT und WMCH gerne erneut beteiligen.

Konzeptionell hatten sich in den vergangenen Punkten folgende Punkte bewährt:

  • Die WikiCon versteht sich als eine Veranstaltung aus der Community für die Community. Dabei bietet Wikimedia Deutschland organisatorische Unterstützung an.
  • Grundlegend für die Planung und Durchführung einer WikiCon ist ein lokales Freiwilligen-Team, das sich in der Region auskennt und örtliche Institutionen mit einbindet.
  • Die Veranstaltung findet im Herbst statt.

Konkret übernimmt Wikimedia Deutschland gerne die Logistik, beispielsweise bei der Suche nach einer Location, der Buchung der Hotels und bietet Unterstützung bei der Projektplanung an.

Damit genügend Zeit für eine gemeinsame Vorbereitung besteht, bedarf es zunächst Interessensbekundungen aus der Community, gerne bereits im November. Dazu ist noch kein ausgearbeitetes Konzept erforderlich, sondern zunächst der Wunsch und Wille, gemeinsam mit einer Gruppe die WikiCon 2016 zu organisieren und auszurichten.

Weitere Informationen dazu finden sich in der Wikipedia.

by Nicolas Rueck at November 03, 2015 02:05 PM

Free Knowledge Game Jam: Freies Wissen zum Spielen

Am 24. und 25. Oktober veranstaltete Wikimedia Deutschland in Partnerschaft mit dem Computerspielemuseum Berlin eine Game Jam zum Thema Freies Wissen: die Free Knowledge Game Jam. Eine Game Jam ist ein Hackathon, bei der Entwicklerinnen und Entwickler in kleinen Gruppen den Prototypen eines Spiels erstellen. Dafür haben sie 24 Stunden Zeit, um interaktive Spiel-Kunst zu Freien Wissen unter freier Lizenz entwickeln. Aufgerufen waren Artists, Coder und Designer von Computerspielen.

Das besondere an der Free Knowledge Game Jam war, dass jedes Spiel einen Aspekt von Freiem Wissen enthalten musste. Ob Artikel von Wikipedia, Daten von Wikidata, Bilder von Commons oder freie Daten von Coding Da Vinci zum Einsatz kamen oder ganz anders mit dem Begriff Freies Wissen umgegangen wurde, war den Teilnehmenden selbst überlassen.

Beginn im Archiv des Computerspielemuseums

Für einige begann die Game Jam schon am Freitagabend vor dem Marathon am Wochenende. Das Computerspielemuseum Berlin hatte exklusiv für die Besucherinnen und Besucher der Game Jam eine Führung angeboten, die normalerweise nicht auf dem Programm steht: Keller und Archiv des Computerspielemuseums konnten betreten werden und wurden erklärt. Dabei ging es auch um Probleme der täglichen Arbeit bei der Archivierung von Computerspielen von Bitfraß bis zu unklaren Rechten an teilweise verwaisten Werken.

In 24 Stunden zum eigenen Computerspiel

Zehn Gruppen fanden sich am folgenden Samstag und Sonntag ein, um in Rekordzeit ein Computerspiel zu programmieren – oder wenigstens die ersten Level oder einen Prototypen zu entwickeln. Aufgrund der Zeitumstellung gab es für besonders Hartgesottene, die auf Schlaf verzichteten, sogar noch eine Stunde mehr, um Pixel zu schubsen oder die Game-Mechanik zu erweitern.

Neben einer kurzen Vorstellung der Datensätze von Coding Da Vinci gab es auch eine Einführung in die APIs von Wikimedia-Projekten wie Wikidata, Wikipedia und Commons für alle. Dann wurde gebrainstormt und losgelegt. Insbesondere für Studierende, die das Game-Developer-Handwerk lernen und studieren, bietet eine Game Jam Raum zum Experimentieren und Testen der eigenen Fähigkeiten. Für andere stand im Mittelpunkt der Arbeit der Spaß am eigenen Spiel und die Möglichkeit, einmal etwas ganz Neues mit den Programmier- und Grafikkenntnissen anzufangen.

Thorsten S. Wiedemann, Thomas Lilge, Christian Rickerts, Prof. Dr. Gundolf S. Freyermuth (v.l.n.r)

Die Spiele wurden bewertet von einer hochkarätig besetzten Jury bestehend aus Thomas Lilge (Gründer des Gamelab Berlin, Projekt des Interdisziplinären Labors Bild Wissen Gestaltung, Exzellenzcluster der Humboldt Universität zu Berlin),  Prof. Dr. Gundolf S. Freyermuth (Direktor des Cologne Game Lab, Institut der Fakultät für Kulturwissenschaften an der TH Köln), Thorsten S. Wiedemann (Gründer von A MAZE, dem International Independent Videogames Festival in Berlin) und Christian Rickerts (Vorstand von Wikimedia Deutschland). 
Zwei Projekte bekamen bei der Preisverleihung eine besondere Erwähnung: Arcave, eine Minigame-Sammlung alter Brett- und Gesellschaftsspiele, illustriert mit Bildern aus Commons und Bulbatia, eine Politik-Simulation um freie Meinungsäußerung von zivilgesellschaftliches Engagement in einem fiktiven Land.

TexTiles

Die Preise auf den Plätzen 1 bis 3 verlieh die Jury an beeindruckend fortgeschrittene Spiel-Prototypen, die an diesem Wochenende entstanden.

TexTiles ist ein Kombinationsspiel, das an eine Mischung von Tetris, Reversi, Bejeweled und die Punktezählweise von Scrabble erinnert.  Hier kamen für die Spielsteine, die sowohl als Paper-Prototyp auf einem Go-Brett als auch digital zu Einsatz kamen, alte Stoffmuster zum Einsatz. Aus dem historischen Archiv der HTW Berlin wurden Daten bei Coding Da Vinci befreit und zur Nachnutzung fertigegeben, TexTiles bediente sich aus dieser wunderschönen Sammlung.  An TexTiles ging der dritte Platz.

Garden of Knowledge

Garden of Knowledge ist eine meditative Natursimulation, die die Grenzen des Begriffs Spiel austestet. In einem 3D-Garten können Wissensbäume gepflanzt werden, die aus Wikipedia-Artikeln bestehen. Entsprechend der Länge des Artikels wachsen aus den Begriffen majestätische Bäume oder kleine Sträucher. Verlinkungen und Verweise zu anderen Artikeln können zu Früchten werden und wiederum eingepflanzt werden. Das Team von Garden of Knowledge benutzte die API von MediaWiki zum Auslesen und Verarbeiten von Wikipedia-Artikeln und stellte diese anschließend in beeindruckender 3D-Grafik dar. Garden of Knowledge wurde mit dem zweiten Platz ausgezeichnet.

 

Pictures of a Reasonably Documented Year

Der erste Preis ging an Pictures of a Reasonably Documented Year. Auf einem alten Laptop-Desktop befinden sich von einem rätselhaften Vorbesitzer hinterlassene Ordner mit Notizen, Fotos und Filmen. Was genau passiert ist und welches schreckliche Ereignis zu der Sammelwut und Dokumentationsakribie des verschwundenen Laptop-Besitzers geführt hat, ergibt sich beim Durchforsten und Entdecken der Dateien Schritt für Schritt. Pictures of a Reasonably Documented Year ist eine interaktive Erzählung, die an Myst oder Her Story erinnert. Bei diesem Spielkunstwerk kamen Public-Domain-Filme von Archive.Org zum Einsatz.

 

 

 

 

Spiele und Freies Wissen

Die Free Knowledge Game Jam war ein Experiment, um zwei Welten zusammenzubringen, die sonst nicht große Berührungspunkte haben. Sowohl im Freien Wissen als auch in der Spiele-Entwicklung wird mit viel Enthusiasmus und Kreativität gearbeitet. Allerdings ist es selten, dass Wissen unter freien Lizenzen oder quelloffene Software in der Spieleindustrie eingesetzt werden – zu oft ist die Branche, die sich auch vom Umsatz her mittlerweile an kommerziellen Hollywood-Produktionen orientiert, auf die Abgeschlossenheit und absolute Vermarktbarkeit der eigenen Werke bedacht.  Als zeitgenössische Kunstform haben es Computerspiele allerdings verdient, auch Teil der Wissensallmende zu werden. Den Virus des Freien Wissens in die Köpfe einiger Entwicklerinnen und Entwickler von Computer- und Videospielen einzupflanzen war auch ein Ziel des Free Knowledge Game Jam 2015.

Das erste Level ist geschafft, jetzt müssen wir uns durchspielen.

by Jens Ohlig at November 03, 2015 01:43 PM

November 02, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

October 29, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 42/2015

Themen der aktuellen Wikimedia:Woche sind unter anderem die Möglichkeit zur Kandidatur als ehrenamtlicher Kassenprüfer bei Wikimedia Deutschland, die abgewiesene Klage der Wikimedia Foundation in erster Instanz gegen die NSA und die Suche von Wikimedia Schweden nach einer neuen Geschäftssführung. Außerdem läuft derzeit der 5. Schreibwettbewerb in der alemannischsprachigen Wikipedia.

Die Wikimedia:Woche gratuliert Wikidata ganz herzlich zu seinem dritten Geburtstag!

Foundation und Organisationen

Klage der Wikimedia Foundation gegen die NSA in erster Instanz gescheitert

Die Richter des US-Bezirksgericht Maryland haben die Klage der Wikimedia-Foundation und mehrerer Bürgerrechtsgruppen gegen die National Security Agency (NSA) abgewiesen. Es mangele am Nachweis der tatsächlichen Überwachung. Die Wikimedia Foundation erwägt nun, Berufung einzulegen.

Wikimedia Schweden sucht neue Geschäftsführung

Nachdem Jan Ainali angekündigt hatte, Wikimedia Schweden zum Jahreswechsel zu verlassen, sucht das Chapter mit Sitz in Stockholm nun eine neue Geschäftsführung. Kenntnisse der schwedischen Sprache sind nicht zwingende Voraussetzung, das Chapter ist auch für internationale Bewerbungen offen.

Wikimedia Deutschland sucht Kassenprüfer

Noch bis kommenden Freitag, 30. Oktober 2015, besteht die Möglichkeit, eine Kandidatur als Kassenprüfer/in des Vereins einzureichen! Alle notwendigen Informationen sowie eine Beschreibung der Aufgaben finden sich im Wikimedia-Blog.

Projekte und Initiativen

Anmeldephase für BotAcademy in Stockholm gestartet

Wikimedia Schweden veranstaltet am 28.-29. November 2015 einen „BotAcademy“-Workshop in Stockholm. Hierbei lernen Interessierte, wie sie Bots in den Wikimedia-Projekten einsetzen können. Veranstaltungssprache ist Englisch, Anmeldeschluss ist der 8. November.

5. alemannischer Schreibwettbewerb läuft

In der alemannischsprachigen Wikipedia läuft der fünfte Schreibwettbewerb. Thema in diesem Jahr: «Regionale Artikel ausbauen und verbessern». Noch bis zum 15. Dezember 2015 können Artikel nominiert werden.

Technik

Technische Neuigkeiten

Technische Neuigkeiten sowie News bei Wikipedia und Open Street Map wurden unter folgenden Links zusammengefasst:

Teestubenfunktion deaktiviert

Die Teestube, die Neulingen in der deutschsprachigen Wikipedia die Möglichkeit bietet eine Frage zu stellen, ist deaktiviert worden. In der nächsten Zeit sollen die aus dem Testlauf gewonnenen Erkenntnisse ausgewertet werden. Im Anschluß daran wird entschieden werden, ob die Teestube weitergeführt werden soll und falls ja, in welcher Form.

Diskussion

Signpost-Editorial greift Atlantic-Artikel auf und positioniert sich gegen Diskriminierung

Die Signpost nimmt den Altantic-Artikel und die damit einhergehende Diskussion auf der Benutzerseite von Jimmy Wales zum Anlass, sich eindeutig gegen Diskrimierung gegen Frauen und für mehr Diversität in den Wikimedia-Projekten zu positionieren.

Wikipedia und Geschichtswissenschaft – Tagungsband zum Deutschen Historikertag 2014 erschienen

Im Oktober ist unter dem Titel „Wikipedia und Geschichtswissenschaft“ ein Tagungsband zum Deutschen Historikertag 2014 in Göttingen erschienen. Dort gab es erstmals eine eigene Sektion über Geschichtswissenschaft und Wikipedia. Im Sammelband wird die Wikipedia als von außen an die Geschichtswissenschaft herangetragene Herausforderung analysiert. Systematisch werden Probleme wie Rückschaufehler, Ingroup-Bias, Geschichtsfragmentierung, Tendenz zu Biografiengeschichte oder zu rhizomartiger Ausprägung untersucht, aber auch die möglichen Schnittstellen für eine Zusammenarbeit mit der Wikipedia-Community in der akademischen Forschung und Lehre aufgrund der bisherigen Erfahrungen zusammengefasst.

Freies Wissen und Wissenschaft Teil 6

Im sechsten Teil der Beitragsserie zum Thema „Open Access, Citizen Science, Open Research Data“ schreibt Lambert Heller, der sich im Open Science Lab der TIB Hannover mit kollaborativen Arbeitsweisen in der digitalen Wissenschaft beschäftigt, über die mögliche Rolle der Wikipedia als „Brücke“ zwischen verschiedenen existierenden Open Access-Repositorien.

Presse, Blogs und Websites

Eine ausführliche Übersicht zu Presseberichten sind über den Wikipedia-Pressespiegel zu finden.

Wikipedia wieder beliebteste Internet-Marke

Laut dem Marken-Ranking, dass das Marktforschungsunternehmen YouGov in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt erstellte, ist Wikipedia wie im Vorjahr wieder die beliebteste Marke in Deutschland in der Kategorie „Social Web & Websites“.

Nordkurier berichtet über WikiDACH

Der Nordkurier berichtete über WikiDACH im Schweriner Schloss.

Termine

29.10.: Offenes Editieren

Das Offene Editieren findet immer am letzten Donnerstag des Monats statt. Es ist eine unverbindliche Gelegenheit zum Austauschen von Tipps und Tricks. Willkommen sind einerseits erfahrene Wikipedianer_innen mit Spaß am Erklären im direkten Kontakt, real life und von Mensch zu Mensch, und andererseits Wikipedianer_innen mit ersten Erfahrungen und Fragen zu allen erdenklichen Aspekten der Wikipedia.

19.11.: Monsters of Law – Thema: Freie Software

Die WMDE-Veranstaltungsreihe „Monsters of Law“ nimmt rechtliche Fragen rund um Freies Wissen unter die Lupe. Diesmal spricht Dr. Till Jaeger, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, über „10 populäre Irrtümer über freie Software“. Alle sind herzlich eingeladen, vor Ort oder per Livestream dabei zu sein. Das Video der Veranstaltung ist danach verfügbar. Unter dem Hashtag #wmdeMOL können Fragen gestellt werden.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at October 29, 2015 02:56 PM

Monsters of Law: „10 populäre Irrtümer über freie Software.“

Nicht erschrecken! Rechtliche Fragen bei Monsters of Law. Foto: By Gerrard St monster mural, by Aviva West, [CC BY-SA 2.0]

Die Veranstaltungsreihe Monsters of Law wurde von Wikimedia Deutschland ins Leben gerufen, um sich juristischen Fragen rund um Freies Wissen und seinen Rahmenbedingungen anzunehmen.

Dr. Till Jaeger, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, spricht am 19. November bei Wikimedia Deutschland über das Lizenzmodell freier Software.


Monsters of Law:

„10 populäre Irrtümer über freie Software.“

Referent: Dr. Till Jaeger, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht
Wann: Donnerstag, 19.11., 18 Uhr, (Einlass 17:30 Uhr)
Wo: Wikimedia Deutschland e.V., Tempelhofer Ufer 23-24, Berlin


Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, uns an diesem Tag ab 18 Uhr zu besuchen. Dem Format der Reihe entsprechend wird der Abend aus drei Teilen bestehen, einem Vortrag unseres Referenten, einer Frage- und Diskussionsrunde und einem informelleren Teil mit Getränken.

Bild: By Trebol6 (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Freie Software ist nicht nur die technologische Basis für Freies Wissen, sondern auch ein besonders interessantes Wissensphänomen unserer Zeit. Sie nutzt im Gegensatz zu proprietärer Software das Urheberrecht, um eine umfassende Nutzung sicherzustellen, statt um Lizenzgebühren zu generieren. Damit wirft freie Software auch in gesellschaftlicher Hinsicht ein neues Licht auf die Geschichte von Internet und Software, auf das Eigentum an geistigen Gütern und das Potenzial vernetzter, kollaborativer Strukturen.

Die Andersartigkeit des Lizenzmodells freier Software hat jedoch auch zahlreiche Mythen erzeugt, die einer Überprüfung nicht immer standhalten. Dr. Till Jaeger, Partner der Kanzlei JBB Rechtsanwälte, Mitbegründer des Instituts für Rechtsfragen der Freien und Open-Source-Software (ifrOSS) und Lehrbeauftragter an der Leibniz-Universität Hannover, erläutert anhand populärer Irrtümer die Funktionsweise dieses Lizenzsystems.

Wir freuen uns auf eine interessante Diskussion!

  • Der Eintritt ist frei. Um unsere Veranstaltungen noch besser zu machen, freuen wir uns über eine Anmeldung.
  • Die Veranstaltung wird am 19. November an dieser Stelle als Livestream gezeigt und danach als Video verfügbar gemacht.
  • Unter #wmdeMOL kann mitdiskutiert werden.

by Lilli Iliev at October 29, 2015 02:06 PM

October 28, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wir suchen: Vier Kassenprüfer/innen

Wikimedia Deutschland e.V. sucht ab November 2015

 

Vier ehrenamtliche Kassenprüfer/innen

 

Wikimedia Deutschland ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für die Förderung Freien Wissens einsetzt. Wir unterstützen Projekte zur Erstellung, Förderung und Verbreitung freier Inhalte. Eines der bedeutendsten Projekte ist Wikipedia, die freie Online-Enzyklopädie. 2004 gegründet, hat der Verein einen großen Wachstumsprozess durchlaufen und umfasst heute über 24 000 Mitglieder und eine hauptamtliche Geschäftsstelle mit mehr als 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Für 2016 plant der Verein mit einem Jahresbudget von über sechs Millionen Euro und wirbt dafür in der Öffentlichkeit um Spenden.

Die Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland e.V. wählt ein ehrenamtliches Leitungs- und Kontrollgremium, das Präsidium, das den hauptamtlichen geschäftsführenden Vorstand in seiner Arbeit beaufsichtigt. Die korrekte Mittelverwendung des Vereins überprüfen zusätzlich zu einer externen Wirtschafsprüfung jährlich vier ehrenamtliche Kassenprüfer/innen. Auf Grundlage des Jahresabschlusses prüfen die Kassenprüfer/innen die Rechnungsbelege sowie deren ordnungsgemäße Verbuchung. Dabei haben sie insbesondere die satzungsgemäße und steuerlich korrekte Mittelverwendung festzustellen.

Für die 17. Mitgliederversammlung am 28. November 2015 in Berlin werden engagierte Vereinsmitglieder gesucht, die Verantwortung für diese verantwortungsvolle Aufgabe im Vereins übernehmen möchten und sich hierfür zur Wahl stellen.

Du hast Interesse? Dann hast du noch bis zum 30.10.2015 die Möglichkeit, dich als Kassenprüfer/in von Wikimedia Deutschland e.V. zu bewerben! Für eine Kandidatur musst Du lediglich dieses Formular ausfüllen und unterschrieben bis zum 30. Oktober an eine der darin angegebenen Adressen schicken. Um dich bei den Wählerinnen und Wählern bekannt zu machen, solltest Du zusätzlich noch eine kurze Selbstvorstellung verfassen und bis zum 06.11.2015 an mv@wikimedia.de senden. Nähere Informationen sind in den FAQ zur Wahl der Kassenprüfer/innen zu finden.

Wir freuen uns auf Kandidatinnen und Kandidaten!

by Tim Moritz Hector at October 28, 2015 12:08 PM

October 27, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Freies Wissen und Wissenschaft (Teil 06): „All of Open Access on a stick“, oder: Wie überwinden wir die Open-Silos?

Open Access, Citizen Science, Open Research Data – Die Öffnung der Wissenschaft schreitet voran. Immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich im Rahmen ihrer Arbeit mit freien Lizenzen und kollaborativen Arbeitsweisen. Sie machen ihre Forschungsergebnisse und -daten frei zugänglich, damit sie von möglichst vielen Menschen verwendet und nachgenutzt werden können oder beteiligen Bürgerinnen und Bürger direkt am Forschungsprozess. An dieser Stelle veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen Beiträge rund um das Thema Freies Wissen und Wissenschaft. Im sechsten Teil unserer Beitragsserie schreibt Lambert Hellerder sich im Open Science Lab der TIB Hannover mit kollaborativen Arbeitsweisen in der digitalen Wissenschaft beschäftigt, über die mögliche Rolle der Wikipedia als „Brücke“ zwischen verschiedenen existierenden Open Access-Repositorien.


Lambert Heller zu Gast bei der Veranstaltung J – Journals. Welche Form des wissenschaftlichen Publizierens setzt sich durch?, Bild von Lilli Iliev, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Forschungsergebnisse Open Access zu publizieren ist in den letzten Jahren immer selbstverständlicher geworden. Auf diese Weise ist quasi eine virtuelle Allmende entstanden – sichtbar vor allem durch einige sehr große fachliche Repositories wie PubMed Central (PMC) und arXiv. Verschiedene Player versuchen in der letzten Zeit immer wieder, die große verstreute Open Access-Almende auf einem Rechner zusammen zu bringen. Aus vielen Gründen wäre das nützlich – doch die bisherigen Ansätze haben einige Grenzen. Ich möchte in diesem Beitrag beschreiben, wie und warum sich in der Wikipedia gerade eine nachhaltige und partizipative Lösung dieser Herausforderung entwickeln könnte.

Der Begriff „Open Silo“ – ein Widerspruch in sich?

Der auf den ersten Blick widersprüchliche Begriff „Open Silo“ entstand im Frühjahr 2015 im Umfeld der Open Knowledge Open Education Working Group (vgl. auch diese ausführlichere Mailinglisten-Diskussion im Anschluß). Mir begegnete dieses Wort erstmals bei der OAI9-Konferenz in Genf, ebenfalls im Frühjahr 2015. Daniel Mietchen stellte dort die These auf, dass Wikipedia-Projekte wie Wikimedia Commons und Wikisource heute benötigt werden, um Brücken zwischen den „Open Silos“ zu bauen, die heute vielerorts entstehen. Ich nehme an, das stimmt. Und ich vermute, dass dies ein – bisher allzu leicht übersehener – Punkt ist, an dem die Öffnung des gesamten, aktuellen wissenschaftlichen Wissens als öffentliches Gut, langfristig von der Wikipedia profitieren kann und sollte.

Dabei beschäftigt mich – jedenfalls in diesem Blogposting – noch nicht einmal die Frage nach möglichen Brücken zwischen Open Access und offenen digitalen Ressourcen anderer Domänen, wie etwa Open Educational Resources oder Open Government Data. Ich will hier zunächst einmal tatsächlich nur von Brücken innerhalb von Open Access im engeren Sinne reden, also den frei zugänglichen Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung. Wer sich mit der Landschaft der Open Access-Repositories und -Aggregatoren auskennt, kann die nächsten beiden Abschnitte überspringen und weiterlesen bei „Von der virtuellen Open Access-Allmende zur vollständigen Open Access–Sammlung auf einem Rechner“.

Selbstverständlichkeiten der Post-Open Welt: Repositories mit vielen Millionen frei zugänglicher Fachpublikationen

Fragen wie die nach der Überwindung der Open-Silos stellen sich eigentlich erst, seit absehbar ist, dass Open Access bald zum durchgesetzten Normalfall werden könnte. In einigen Fächern ist dieser Normalfall bereits eingetreten, da können wir den Konjunktiv einfach weglassen. Open Access ist in diesen Disziplinen schon so selbstverständlich geworden ist, dass der Begriff selbst kaum noch auftaucht.

Der Begriff ist dann quasi in den Alltag der jeweiligen Forscher eingesickert. (Genau so wie wir tagtäglich mit elektrischen Geräten herumhantieren, ohne dabei viele Gedanken oder Worte über die Versorgung mit Elektrizität zu verlieren. Na gut, wenn das Handy-Akku leer ist, dann vielleicht mal.) Insbesondere Mediziner und Physiker arbeiten heute oft alltäglich mit großen Repositories wie PubMedCentral (PMC) und arXiv, ohne sich Sorgen um Openness zu machen. Das, womit sie täglich arbeiten, ist einfach sofort und jederzeit da. Meine Kollegin Esther Tobschall, Fachreferentin für Physik an der TIB Hannover, hat gerade erst dargelegt, inwiefern arXiv viele Funktionen erfüllt, die über das bloße Sammeln von Publikationen weit hinausgehen. Ich würde jederzeit eine Wette eingehen, dass in den nächsten Jahren neben arXiv und PMC auch in weiteren Fächern ähnlich umfassende fachliche Repositories entstehen werden.

„Fast alles“, in x verschiedenen Ausprägungen: Aggregieren und indexieren über fachliche Grenzen hinweg

Doch daneben ist in den letzten Jahren schon wieder etwas neues entstanden: Meta-Aggregatoren, die einen großen Teil der Inhalte solcher Repositories entweder vollständig spiegeln oder diese indexieren, um darauf aufbauend neuartige, oft wirklich nützliche Funktionen anzubieten. Daran ist nichts verwerflich, im Gegenteil. Genau hier wird eines der Versprechen eingelöst, die stets mit Open Access verbunden waren: Durch den Wegfall unnötiger Barrieren das Potential einer umfassenden digitalen Verfügbarkeit wissenschaftlicher Inhalte zu heben. Die Vielfalt solcher Meta-Sammlungen und Indexierer ist beeindruckend: Von reinen Suchdiensten wie BASE (ausschließlich freie Wissenschaftsquellen abdeckend, disziplinenübergreifend), Paperity (ähnlich, jedoch kommerziell), über Aggregatoren mit Peer-Review-Funktionen wie ScienceOpen, oder Sammlungen rund um personalisierte Profile wie ResearchGate und Academia.edu, bis hin zu wissenschaftlichen Sammlungen wie OpenAire oder CORE. Auch die Artikel-Datenbank des Directory of Open Access Journals (DOAJ), die bereits einen großen Teil der in DOAJ verzeichneten Fachzeitschriften abdeckt, ist eine solche Meta-Aggregation.

Daß diese vielfältigen Dienste überhaupt möglich sind hat vor allem damit zu tun, dass Open Access-Journals und –Repositories bestimmte rechtliche und technische Standards berücksichtigen. Dazu gehört die Verwendung OA-kompatibler Creative-Commons-Lizenzen, die Verfügbarkeit von Publikationen über standardisierte Schnittstellen wie OAI-PMH, Persistent Identifier wie DOI und ORCID, aber auch das Zurverfügungstellen großer Datenmengen als Bulk-Download – letzteres wird sowohl von den oben genannten fachlichen Repositories als auch von mehreren großen Open Access-Publishern sowie von Diensten wie CrossRef für die dort verzeichneten Metadaten angeboten.

Von der virtuellen Open Access-Allmende zur vollständigen Open Access–Sammlung auf einem Rechner – wer hat eine nachhaltige und partizipative Lösung dafür?

Open Access hat bis heute zu einer großen, ziemlich verstreuten Allmende geführt. Einen nenneswerten Teil dieser Allmende auf einem Rechner bringen, um damit nützliche Dinge zu tun, ist jedoch nicht trivial, trotz der hilfreichen oben genannten Standards. Diese Hürde, also statt einer nur virtuellen Allmende frei zugänglicher Forschungsergebnisse die tatsächliche Allmende in der Hand zu haben – diese Hürde meine ich, wenn ich in Bezug auf Open Access von Open Silos sprechen. Sie wirkt bisher wie ein Filter, denn betrachtet man die oben genannten Meta-Aggregatoren, so fällt auf, dass sie bisher ausschließlich von kommerziellen Unternehmen oder von Forschungseinrichtungen und Bibliotheken betrieben werden. Die dort gesammelten Daten stehen entweder nur für den Geschäftsweck des jeweiligen Unternehmens zur Verfügung, oder so lange, wie die staatliche Finanzierung der jeweiligen Einrichtung das zulässt – so oder so eine Begrenzung. In beiden Modellen, den kommerziellen wie den rein öffentlich finanzierten, ist es auch nicht vorgesehen, dass jedermann auf den aggregierten Daten arbeiten kann. Die Rollen sind hier vielmehr klar verteilt: Hier die angestellten Entwickler, die im Auftrag die Daten bearbeiten, indexieren, visualisieren, dort die „Endnutzer“, die – hoffentlich – von dem so bereit gestellten zusätzlichen Nutzen profitieren. In einem gewissen Rahmen gibt es natürlich Feedback-Schleifen, die – hoffentlich – dafür sorgen, dass die Entwickler agil auf Verhaltensmuster oder explizite Wünsche der Endnutzer reagieren, aber eines ist klar:

Diese Dienste stellen die Open Access-Allmende nicht uneigennnützig jedermann zur Verfügung, sondern sie sind jeweils eine mehr oder weniger spezielle, finanziell und oft zeitlich befristete Anwendung der Open Access-Allmende, mit klarer Rollenverteilung zwischen den Machern der jeweiligen Anwendung und deren Nutzern.

Ein nachhaltiges, partizipatives Modell, Forschungsergebnisse zu sammeln und alle dazu einladen, diese Ergebnisse nach allen nur erdenklichen Gesichtspunkten gemeinschaftlich zu erschließen, von der manuellen Korrektur von OCR-Fehlern bis hin zur Verknüpfung von Publikationen mit bibliothekarischen Normdaten oder der Klassifizierung nach fachlichen Taxonomien? In allen oben genannten Modellen Fehlanzeige.

Entrez Wikipedia

Das WikiProject Open Access sammelt OA-Forschungsergebnisse auf Wikisource und Wikimedia Commons, um sie für die Wikipedia leichter verfügbar zu machen

An dieser Stelle betreten wir die Wikipedia. Um gleich mögliche Unklarheiten zu vermeiden: Die Wikipedia war und ist nicht dazu da, originäre Forschungsergebnisse zu verbreiten. Sie ist eine freie Enzyklopädie, und um das zu werden ist sie als ein kollaboratives Projekt angetreten. Der Rest ist Geschichte. Einer der Gründe für die enorme Popularität der Wikipedia sind die radikal vereinfachten, einheitlichen Bedingungen für alles, was in der Wikipedia enthalten ist. Zentral sind das drei Bedingungen:

  • alles steht unter einer freien Lizenz,
  • alles ist web-zugänglicher Content, der zunächst und vor allem in HTML plus freien Multimedia-Formaten zur Verfügung gestellt wird, und
  • alles wird ggf. vom Hinweis auf seine ursprüngliche(n) Quelle(n) begleitet.

Und, ein wenig subtiler: Wikipedia gehört keinem Staat und keinem Unternehmen – dass das Projekt funktioniert verdankt sich nur einerseits einem stets zu erneuernden Konsens zwischen den zahlreichen Beteiligten, und andererseits freiwillig aufgebrachten Spenden, mit der insbesondere die notwendige Infrastruktur und deren Weiterentwicklung bezahlt wird.

Das vor knapp vier Jahren entstandene WikiProject Open Access ist nur eine von zahlreichen Initiativen von Freiwilligen im Umfeld der Wikipedia. Das Projekt sammelt, inzwischen teilweise automatisiert, Open Access-Forschungsergebnissen auf Wikisource und Wikimedia Commons. Diese Inhalte sollen dann für die Lexikonartikel der Wikipedia leichter verfügbar sein, insbesondere durch Verweise auf und Zitate aus den jeweiligen Forschungsergebnissen. An der TIB Hannover arbeiten wir derzeit an einem Drittmittelantrag für ein Projekt zur Erschließung von Artikeln und Abbildungen aus den Ingenieurwissenschaften, das dem Konzept von WikiProject Open Access folgt.

Von WikiProject Open Access soll einerseits die Qualität der Wikipedia-Artikel profitieren, und andererseits Open Access publizierte Forschung noch besser sichtbar werden – ein Zusammenhang, auf den insbesondere in der zurückliegenden Internationalen Open Access Woche 2015 intensiv hingewiesen worden ist. Die OA-Woche stand in diesem Jahr unter dem Motto „Open for Collaboration“, und wurde u.a. von einem Wikipedia Edit-a-thon begleitet.Doch ein glücklicher „Nebeneffekt“ des WikiProject Open Access könnte noch woanders liegen. Möglicherweise demonstriert das Projekt, wie die Wikipedia zur Antwort werden könnte auf die oben gestellte Frage nach einer nachhaltig und partizipativ betriebenen, umfassenden Open Access-Sammlung. Diese Aufgabe würde mit hoher Konsistenz zur übergreifenden Mission der Wikipedia passen:

„Stell dir eine Welt vor, in der jeder Mensch auf der Erde freien Zugang zum gesamten menschlichem Wissen hat. Das ist, was wir machen.“


Lambert Heller leitet seit 2013 das Open Science Lab der Technischen Informationsbibliothek (TIB) Hannover. Er beschäftigt sich mit neuen Arbeitsweisen in einer offener und kollaborativer werdenden digitalen Wissenschaft. Näheres unter http://biblionik.de


Mehr aus der Reihe „Freies Wissen und Wissenschaft

by Christopher Schwarzkopf at October 27, 2015 09:20 AM

October 26, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

October 22, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 41/2015

Berichte zur Wikimedia Foundation, Wiki Education Foundation und Wikimania 2015, die Gewinner von Wiki Loves Monuments Deutschland und Wiki Loves Earth International und die Einladungen zum dritten Wikidata-Geburtstag sind nur einige Highlights, die euch mit Grüßen aus San Francisco erreichen. Viel Freude beim Lesen!

Foundation und Organisationen

Quartalsbericht der Wikimedia Foundation Juli bis September 2015

Die Wikimedia Foundation hat ihren Quartalsbericht für die Monate Juli bis September 2015 veröffentlicht.

Monatsbericht der Wiki Education Foundation September 2015

Die Wiki Education Foundation berichtet in ihrem Blog über die Aktivitäten des Monats September.

Wikimedia CH sucht neue Geschäftsführung

Das Schweizer Wikimedia-Chapter sucht eine neue Leitung der Geschäftsführung des Vereins.

Vier neue Wikimedia-Nutzergruppen

Das Affiliations Committee – zuständig für die Anerkennung von Wikimedia-Organisationen und -Gruppen – hat vier neue Nutzergruppen anerkannt: die Wikimedianer von Usbekistan, die Wikimedianer der Philippinen, die irakischen Wikimedianer und die Wikimedia-Digitalisierungs-Nutzergruppe (Wikimedia Digitization User Group). Willkommen!

Neue Mailingliste für Wikimedia-Organisationen

Das Affiliations Committee hat eine neue (geschlossene) Mailingliste für alle Wikimedia-Organisationen und Gruppen eingerichtet, die die bestehende „chapters-l“-Mailingliste ablösen soll. Jede Wikimedia-Organisation kann bis zu drei Abonnierende benennen.

Umfrageergebnisse zur Wikimania 2015 veröffentlicht

Das Learning & Evaluation-Team der WMF hat die Ergebnisse der Umfrage zur diesjährigen Wikimania veröffentlicht. Im zweiten Schritt sollen jetzt gemeinsam mit Konferenzbeteiligten Schlussfolgerungen für die Gestaltung zukünftiger Wikimanias erarbeitet werden.

Protokolle der 7. und 8. Telefonkonferenz des WMDE-Präsidiums online

Die Protokolle der 7. und 8. Telefonkonferenz des Präsidiums von Wikimedia Deutschland sind veröffentlicht und können im Vereinsforum (Anmeldung erforderlich) eingesehen werden. Auf den Telefonkonferenzen hat das Präsidium die finalen Versionen des Wirtschaftsplanentwurfs und einiger Anträge zur Umsetzung des Governance Review beschlossen:

Projekte und Initiativen

Wiki Loves Monuments 2015: Gewinner Deutschland

Die deutsche Jury des diesjährigen Baudenkmalfotowettbewerbes Wiki Loves Monuments hat basierend auf den umfassenden Vorarbeiten der Vorjury die besten zehn Bilder, die an die internationale Jury weitergegeben werden, veröffentlicht.

Wiki Loves Earth 2015: Gewinner International

Auch die internationalen Ergebnisse des Naturdenkmalwettbewerbes Wiki Loves Earth wurden veröffentlicht.

Abstimmung zur Panoramafreiheit in Frankreich

Wikimedia Frankreich hat Änderungsanträge zu einem Gesetz zu Digitalem eingereicht, die sich auf die Panoramafreiheit beziehen und bittet um Unterstützung.

OER: Blogbeiträge

Informationen zu einem Workshop im Rahmen von Mapping OER und zu einem Gastbeitrag zum Thema Benutzererfahrung wurden im OER-Blog veröffentlicht.

Technik

Wikispecies, Meta und MediaWiki jetzt bei Wikidata integriert

Der erste Schritt zur Integration der Schwesterprojekte Wikispecies, Meta und MediaWiki ist getan. Links zu ihren Seiten können jetzt bei Wikidata eingetragen werden. Im nächsten Schritt erhalten sie Zugang zu den eigentlichen Daten in Wikidata. Ein Datum dafür ist noch nicht festgelegt.

Technische Neuigkeiten

Auch in dieser Woche wurden allgemeine technische Neuigkeiten sowie Neuigkeiten bei Wikipedia und Open Street Map veröffentlicht.

Diskussion

Bericht zu Wiener Bildungsinstitutionen

Benutzer:Hubertl hat im Wikipedia-Kurier einen Bericht zu Bildungsaktivitäten in Wien veröffentlicht.

Presse, Blogs und Websites

Die Filmemacher Markus Fiedler und Frank-Michael Speer berichten über den von ihnen kürzlich produzierten Film „Die dunkle Seite der Wikipedia“.

Die Schweriner Volkszeitung berichtet über das anstehende Barcamp WikiDACH und interviewt dazu auch Wikipedia-Mitarbeiter.

„Die Ökonomie der Kartengestaltung“, 11. Oktober 2015 von chris eine Rezension „der kürzlich vorgestellten Wikimedia-Karte https://maps.wikimedia.org/, insbesondere deren Gestaltung bei niedrigen Zoomstufen, welche ein schönes Beispiel dafür ist, wie Kartengestaltung deneben gehen kann…“

Freies Wissen und Wissenschaft (Teil 05): Wikipedia als Instrument der Wissenschaftskommunikation. Interview mit Prof. Dr. Patrick Franke, Islamwissenschaftler an der Universität Bamberg, über sein Engagement in der Wikipedia

Termine

24./25. Oktober: Free Knowledge Game Jam

Wikimedia Deutschland veranstaltet in Partnerschaft mit dem Computerspielemuseum Berlin einen Game Jam zum Thema Freies Wissen. Am 24. und 25. Oktober möchte Wikimedia Deutschland mit allen, die sich mit Computer- und Videospielen beschäftigen, interaktive Spiel-Kunst zu Freien Wissen unter freier Lizenz entwickeln. Ein Game Jam ist ein Hackathon, bei dem 100 Entwicklerinnen und Entwickler in kleinen Gruppen einen Prototypen eines Spiels erstellen. Dafür haben sie 24 Stunden Zeit.

29. Oktober: Wikidata feiert Geburtstag

Wikidata feiert am 29. Oktober seinen dritten Geburtstag. Dazu gibt es unter anderem eine Feier in Berlin. Es wird um rege Anmeldung gebeten.

4./5. Dezember 2015: Gemeinsam Freies Wissen schaffen! – Barcamp zu Citizen Science (Berlin)

Gemeinsam mit dem Berliner Naturkundemuseum führt Wikimedia Deutschland Anfang Dezember in Berlin ein Barcamp durch, um verschiedene Citizen-Science-Communitys zu vernetzen und die Entwicklung neuer Projektideen zu Freiem Wissen zu fördern. Auch hier wird um rege Anmeldung gebeten.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Martin Rulsch at October 22, 2015 07:02 PM

October 21, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Freies Wissen und Wissenschaft (Teil 05): Wikipedia als Instrument der Wissenschaftskommunikation

Open Access, Citizen Science, Open Research Data – Die Öffnung der Wissenschaft schreitet voran. Immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich im Rahmen ihrer Arbeit mit freien Lizenzen und kollaborativen Arbeitsweisen. Sie machen ihre Forschungsergebnisse und -daten frei zugänglich, damit sie von möglichst vielen Menschen verwendet und nachgenutzt werden können oder beteiligen Bürgerinnen und Bürger direkt am Forschungsprozess. An dieser Stelle veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen Beiträge rund um das Thema Freies Wissen und Wissenschaft. Im fünften Teil unserer Reihe haben wir mit Prof. Dr. Patrick Franke, Islamwissenschaftler an der Universität Bamberg, über sein Engagement in der Wikipedia gesprochen.


Prof. Dr. Patrick Franke, Bild: [CC BY-SA 4.0]

Herr Prof. Dr. Franke, sie sind seit einigen Jahren in der deutschsprachigen Wikipedia aktiv. Was genau machen Sie dort schwerpunktmäßig?

Prof. Dr. Franke: Ich bin hauptsächlich im Themenbereich Islam aktiv und bemühe mich darum, durch eine stärkere wissenschaftliche Fundierung die Qualität der islambezogenen Informationen in der Wikipedia nachhaltig zu verbessern. Ziel ist der Aufbau eines neuen umfassenden und zuverlässigen Nachschlagewerks zum Islam, das in die deutschsprachige Wikipedia integriert ist, die technischen Möglichkeiten dieses Mediums nutzt und sowohl für ein allgemeines Publikum als auch für ein Fachpublikum interessant ist. Insgesamt umfasst das Projekt mehrere Teilbereiche: die Anlage von neuen Artikeln und den Ausbau von bereits bestehenden Artikeln im Islam-Bereich, die Ergänzung von islambezogenen Informationen in Artikeln zu allgemeineren Themen, die Ordnung des islambezogenen Wissens in der WP durch Pflege des Islam-Portals und des Kategoriensystems und die Beratung anderer WikipedianerInnen, die Beiträge zu islambezogenen Themen leisten. Das Projekt ist auf meiner Benutzerseite dokumentiert. Dort nenne ich in einem „Mission Statement“ auch die Gründe für mein Engagement in der WP.

Wie sind Sie dazu gekommen, Ihre wissenschaftlichen Fachkenntnisse in Wikipedia einzubringen?

Prof. Dr. Franke: Es hat bei mir angefangen, wie bei vielen anderen WikipedianerInnen auch. Ich sah einen Artikel zu einem Thema, mit dem ich mich gut auskenne, und hatte das Gefühl, dass dieser doch sehr ergänzungs- und verbesserungsbedürftig ist. Insbesondere ärgerte mich, dass die neuere Forschung zum Thema (einschließlich meiner eigenen Dissertation) gar nicht zur Kenntnis genommen wurde. Ich habe mich dann langsam an das Medium herangetastet, meine ersten Edits bei dem Artikel gemacht und erfreut registriert, dass meine Beiträge per Sichtung angenommen wurden. Ich habe den Artikel dann vollständig ausgebaut und im Umfeld noch ein paar andere Artikel angelegt. Das war mein erster Versuchsballon. Als ich dann im Frühjahr 2013 mein erstes Forschungsfreisemester antrat und zur gleichen Zeit aktive Sichterrechte erhielt, weitete ich meine Aktivität in der Wikipedia aus. Mir ging es darum, die Grenzen des Mediums auszutesten, zu schauen, wie weit ich gehen kann. Das Ganze war sehr experimentell angelegt. Ich wollte auch den „sozialen Raum“ Wikipedia erkunden. Da meine Erfahrungen während dieser Zeit durchweg positiv waren, habe ich nach dem Ende des Forschungssemesters meine Aktivität in der WP fortgesetzt.

Stellt Ihre Arbeit in Wikipedia für Sie eine wissenschaftliche Tätigkeit dar?

Prof. Dr. Franke: Ja, auf jeden Fall. Wenn ich neue Artikel anlege, dann erfüllen diese auch die wissenschaftlichen Standards von Fachenzyklopädien. Alle Aussagen werden anhand der Sekundärliteratur bzw. von Originalquellen belegt. In der Wikipedia kann ich sogar über das hinaus gehen, was die Fachenzyklopädien bieten, indem ich Links zu digitalisierten Texten in die Artikel einbaue, anhand derer sich die von mir gebotenen Informationen sofort überprüfen lassen. Wissenschaftlichkeit stellt ja sehr stark auf den Gedanken der intersubjektiven Nachvollziehbarkeit ab. Wenn etwas von dem, was ich in einem Artikel schreibe, von anderen nicht nachvollziehbar ist, bekomme ich das sehr schnell mit, etwa durch Kommentare auf der Diskussionsseite oder Veränderungen am Text. Wikipedia ist ein öffentlicher Raum. Demgegenüber erscheinen wissenschaftliche Medien, Fachenzyklopädien und Fachzeitschriften, manchmal wie abgeschottete Nischen. Der Kreis derjenigen, die dort eine Publikation zur Kenntnis nehmen und darauf reagieren können, ist manchmal nur sehr klein, Reaktionen kommen bisweilen erst Jahre später.  

Wikipedia-Arbeit kostet viel Zeit, und Zeit ist im wissenschaftlichen Betrieb bekanntlich ein knappes Gut.

Kennen Sie KollegInnen aus dem Wissenschaftsbereich, die ebenfalls als Wikipedia-AutorInnen aktiv sind oder gelten Sie mit ihrem ehrenamtlichen Engagement eher als “Exot”?

Prof. Dr. Franke: Mir sind nur wenige WissenschaftlerInnen bekannt, die unter ihrem Klarnamen zu Wikipedia beitragen bzw. beigetragen haben. Mein Kollege Martin Haase hier in Bamberg, Olaf Simons in Gotha, Dierk Lange in Bayreuth, Ernst Kausen an der TH Mittelhessen. Das sind die Namen, die mir einfallen. Der Grund, warum so wenige WissenschaftlerInnen in der WP aktiv sind, ist natürlich klar. Wikipedia-Arbeit kostet viel Zeit, und Zeit ist im wissenschaftlichen Betrieb bekanntlich ein knappes Gut. WissenschaftlerInnen, die sich noch in der Qualifikationsphase befinden und an ihrer Karriere stricken, können sich solchen „Luxus“, der für ihre Reputation nichts bringt, meist nicht leisten. Sie leben häufig in einer prekären Situation, weil ihre Stellen befristet sind. ProfessorInnen dagegen sind meist mit Lehr- und Leitungsaufgaben, Akquirierung von Drittmitteln und Gutachtertätigkeit schon sehr beschäftigt, so dass nur wenig Zeit für anderes übrigbliebt. Darüber hinaus gibt es das Problem der leistungsorientierten Vergütung und Mittelvergabe, für die Publikationen in wissenschaftlichen Fachorganen anrechenbar sind, Artikel in der Wikipedia jedoch nicht. Vor diesem Hintergrund falle ich mit meinem Engagement für Wikipedia schon ziemlich aus dem Rahmen.

Wie reagieren Ihre KollegInnen auf ihr ehrenamtliches Engagement in der Wikipedia? Haben Sie hier auch negative Erfahrungen gemacht?

Prof. Dr. Franke: Die Reaktionen sind überraschend positiv. Die meisten sehen ein, dass es sinnvoll ist, in dieses Medium zu investieren, weil alle davon profitieren. Das trifft insbesondere für die jüngeren KollegInnen zu, die die Wikipedia selbst viel nutzen und die dortigen Links zu Digitalisaten und externen Datenbanken sehr schätzen. Große Skepsis herrscht freilich hinsichtlich der Nachhaltigkeit dieser Investition. Was machst Du, wenn Deine Artikel von anderen verändert werden? Verschwindet das nicht alles in ein paar Jahren wieder? Das sind Fragen, die ich häufig höre. Mit der Veränderbarkeit meiner Artikel habe ich bisher wenig Probleme. Der Schutz vor Vandalimus funktioniert in der Wikipedia recht gut, und inhaltliche Veränderungen durch andere führen in den meisten Fällen am Ende eher zu einer Verbesserung als einer Verschlechterung des Artikels. Größere Sorgen bereitet mir schon die Frage der Langzeitarchivierung der von mir verfassten Texte. Um diese zur sichern, denke ich zur Zeit über Möglichkeiten der Zweitveröffentlichung in wissenschaftlichen Publikationsreihen nach. Derartige Zweitveröffentlichungen von Artikelsammlungen würden mir auch ermöglichen, Punkte für die Leistungsorientierte Mittelvergabe (LOM) zu sammeln. Leider bin ich durch die Anreizsysteme im universitären Bereich gezwungen, auf solche Dinge zu achten.

Wikipedia und Wikidata können sowohl den Informationsaustausch in der Wissenschaft selbst als auch den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Öffentlichkeit enorm verschnellern.

Inwiefern denken Sie, dass Wikipedia oder andere Wikimedia-Projekte wie Wikidata sinnvolle Instrumente der Wissenschaftskommunikation darstellen? Warum sollten mehr WissenschaftlerInnen dort aktiv sein?

Wikipedia und Wikidata können sowohl den Informationsaustausch in der Wissenschaft selbst als auch den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Öffentlichkeit enorm verschnellern. Sie tun das auch bereits. Auf einige Veröffentlichungen und Datenbanken bin ich erst dadurch aufmerksam geworden, dass sie dort erwähnt oder verlinkt waren. Und das geht auch meinen KollegInnen so. Es gibt aber immer noch viele Artikel in der Wikipedia, bei denen die wissenschaftliche Fundierung fehlt: die Forschungsliteratur zu dem fraglichen Thema wird nicht ausreichend zur Kenntnis genommen. Indem Wissenschaftler hier aktiv werden und den Forschungsstand darstellen, kann die Kluft zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit ein Stück weit geschlossen werden. Ich halte das auch für eine ethische Frage: da ich als Wissenschaftler über Steuern finanziert werde, sehe ich mich auch in einer Informationspflicht gegenüber der breiten Öffentlichkeit. Andererseits sollte man auch keine neuen Imperative aufbauen: nur diejenigen Wissenschaftler sollten sich in diesem Projekt engagieren, die sich dazu berufen fühlen. Es gibt ja auch WissenschaftlerInnen, die kein Interesse daran haben, ihr Wissen einem größeren Publikum in verständlicher Weise zu präsentieren, oder die dazu gar nicht imstande sind. Diese wären keine Bereicherung für das Projekt.

Ich empfinde es als etwas demotivierend, dass diejenigen, die an Wikipedia mitarbeiten, nicht „Beiträger“ genannt werden, wie sonst in wissenschaftlichen und außerwissenschaftlichen Zusammenhängen üblich, sondern „Benutzer“. Ich weiß natürlich, dass dieser Begriff aus der elektronischen Datenverarbeitung kommt, aber trotzdem empfinde ich ihn als abwertend und sehr unpassend für das, was ich und andere leisten.

Was könnte getan werden, um mehr Menschen aus dem Wissenschaftsbereich zu motivieren, sich ehrenamtlich als Wikipedia-Autorinnen zu betätigen und das Projekt dadurch mit ihrem Fachwissen zu bereichern?

Die Wikipedia Library gibt Wikipedia-BenutzerInnen freien Zugang zu (sonst kostenpflichtigen) Forschungsmaterialien, unter anderem zu den gesamten Inhalten von De Gruyter Online. Mehr erfahren…

Es gibt zwei Instrumente, mit denen man die Bereitschaft von WissenschaftlerInnen, an der Wikipedia mitzuwirken, wahrscheinlich relativ schnell erhöhen könnte. Das erste hat mit der Autorschaft zu tun. Wikipedia ist ja als Veröffentlichungsmedium für WissenschaftlerInnen nur deswegen so unattraktiv, weil die Namen der AutorInnen nicht unter den Artikeln stehen. Das Studieren der Versionsgeschichte ist mühsam, und Tools wie Wikihistory, die in kürzester Zeit eine Ermittlung der HauptautorInnen ermöglichen, sind den meisten Wissenschaftlern nicht bekannt. Eine stärkere Beteiligung von WissenschaftlerInnen würde man sicher nur über eine Stärkung des Prinzips der Autorschaft erreichen. Dafür wäre es völlig ausreichend, wenn standardmäßig unter jedem Artikel ein mit „Haupautoren“ beschrifteter Verweis auf Wikihistory angebracht würde, so wie das jetzt schon mit der Abrufstatistik der Fall ist. Es sollte außerdem gesichert sein, dass dieses Tool dauerhaft zur Verfügung steht. Das zweite Instrument ist die Wikipedia Library. Viele WissenschaftlerInnen leiden schon jetzt darunter, dass sie nur einen eingeschränkten Zugang zu elektronischen Fachmedien haben, entweder weil ihnen die institutionelle Anbindung fehlt oder sich ihre Universitäten die betreffenden Abonnements nicht mehr leisten können. Das Problem wird sich in Zukunft voraussichtlich noch weiter verschärfen. Wenn die Wikipedia Library in der Weise ausgebaut würde, dass sie verdienten WikipedianerInnen Zugang zu elektronischen Medien bietet, die ihnen sonst nicht mehr oder nur mit Verzögerung zur Verfügung stehen, wäre das gewiss ein zusätzlicher Anreiz zur Mitarbeit. Man muss sich allerdings auch im Klaren sein, dass solche extrinsischen Anreize so stark werden können, dass sie die intrinsischen Motive zur Mitarbeit an dem Projekt in den Hintergrund drängen. Und in diesem Fall wären sie dem Projekt abträglich. Schließlich möchte ich noch einen anderen Punkt ansprechen, der mit der Kultur der Wertschätzung in der Wikipedia zu tun hat. Ich empfinde es als etwas demotivierend, dass diejenigen, die an Wikipedia mitarbeiten, nicht „Beiträger“ genannt werden, wie sonst in wissenschaftlichen und außerwissenschaftlichen Zusammenhängen üblich, sondern „Benutzer“. Ich weiß natürlich, dass dieser Begriff aus der elektronischen Datenverarbeitung kommt, aber trotzdem empfinde ich ihn als abwertend und sehr unpassend für das, was ich und andere leisten. Als „Benutzer“ müssten doch eigentlich die Leser der Artikel bezeichnet werden, und nicht diejenigen, die diese Artikel häufig unter großem persönlichen Einsatz erstellen. Indem man den Begriff „Benutzer“ durch „Beiträger“ austauscht, könnte man diejenigen, die sich in dem Projekt engagieren, sprachlich aufwerten und würde damit vielleicht auch noch mehr WissenschaftlerInnen zur Mitarbeit in der Wikipedia motivieren.


 

Prof. Dr. Patrick Franke ist Inhaber des Lehrstuhls für Islamwissenschaft und Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Interreligiöse Studien an der Universität Bamberg.

 

 

 

 

 

 


Mehr aus der Reihe „Freies Wissen und Wissenschaft“

 

by Christopher Schwarzkopf at October 21, 2015 03:30 PM

October 19, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Gemeinsam Freies Wissen schaffen! – Barcamp zu Citizen Science am 04. & 05. Dezember 2015

Was haben WikipedianerInnen mit Menschen gemeinsam, die ehrenamtlich Stechmücken-Monitoring betreiben oder Galaxien klassifizieren? Sie alle engagieren sich in Projekten, die unter den Begriff der Citizen Science, also Bürgerwissenschaften gefasst werden können. Gemeinsam mit dem Berliner Naturkundemuseum führt Wikimedia Deutschland Anfang Dezember ein Barcamp durch, um verschiedene Citizen Science Communities zu vernetzen und die Entwicklung neuer Projektideen zu Freiem Wissen zu fördern.

Das Projekt „Bürger schaffen Wissen“ will die Citizen Science Aktivitäten in Deutschland sichtbar machen und verschiedene Communities miteinander vernetzen.

Das Barcamp “Gemeinsam Freies Wissen schaffen” soll am 04. und 05. Dezember 2015 in Berlin die Menschen zusammenbringen, die sich in verschiedenen Citizen Science-Projekten engagieren und ihnen eine Plattform bieten, um sich über ihre Erfahrungen auszutauschen, sich zu vernetzen und neue Projektideen zur Förderung Freien Wissens zu entwickeln (beispielsweise indem die Ergebnisse unter eine freie Lizenz gestellt und in die Wikimedia-Projekte integriert werden). Nach dem Barcamp-Grundprinzip bestimmen die Teilnehmenden selbst, was auf der Tagesordnung steht. Bei der Sessionplanung zu Beginn können Ideen für Sessions oder interessante Fragestellungen rund um die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern am wissenschaftlichen Forschungsprozess vorschlagen werden. Gemeinsam werden dann die spannendsten Vorschläge ausgewählt. Ob Experte, Insiderin oder Laie spielt dabei keine Rolle – wichtig ist allein die Lust am Diskutieren und am Mitmachen.

Details

Freitag, 04. Dezember 2015:
Forum Freies Wissen – Informelles Kennenlernen und Abendempfang
Zeit: 19:00 bis 21:00
Ort: Museum für Naturkunde, Invalidenstraße 43, 10115 Berlin (Großer Sauriersaal)

Samstag, 05. Dezember 2015:
Barcamp „Gemeinsam Freies Wissen schaffen“
Zeit: 10:00 bis 18:00
Ort: Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin

Anmeldung und mehr Informationen hier. Die Teilnahme ist kostenfrei. Auf Anfrage kann ein Zuschuss zu anfallenden Reisekosten gewährt werden (hierzu bitte eine E-mail an Lisa.Pettibone@mfn-berlin.de).

Das Barcamp ist Teil der Dialogforen Citizen Science, die in diesem Jahr im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes „Bürger schaffen Wissen (GEWISS)“ durchgeführt werden und findet in Kooperation mit Wikimedia Deutschland statt.

Was ist Citizen Science?

Von der ehrenamtlichen Arbeit in Wikipedia bis hin zum Erheben von Forschungsdaten mithilfe von Smartphone-Apps – Immer mehr Projekte ermöglichen es Bürgerinnen und Bürgern, sich aktiv an wissenschaftlicher Forschung zu beteiligen und ihre jeweilige Expertise einzubringen, um neues Wissen zu schaffen. Citizen Science eröffnet neue Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe am wissenschaftlichen Erkenntnisprozess. Das Prinzip ist dabei kein neues Phänomen. Projekte, bei denen Bürgerinnen und Bürger die Arbeit von WissenschaftlerInnen unterstützen, gab es schon vor mehr als 100 Jahren, beispielsweise zur Erfassung von Artenbeständen. Durch die heutigen digitalen Technologien erweitern sich jedoch die Möglichkeiten und Reichweite solcher Projekte immens.

Eine kurze Einführung in das Thema Citizen Science von Benutzer:Daniel_Mietchen ist im folgenden Video zu sehen:

 

by Christopher Schwarzkopf at October 19, 2015 01:06 PM

October 18, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Votez pour une liberté de panorama en France!

http://blog.wikimedia.fr/votez-pour-une-liberte-de-panorama-en-france-7883

Frankreich hat leider keine Panoramafreiheit, was unter anderem die Bebilderungsmöglichkeiten der französischen Wikipedia extrem einschränkt.

http://archiv.twoday.net/search?q=panoramafreiheit

The Louvre Pyramid (7308371254).jpg
The Louvre Pyramid (7308371254)“ von Lies Thru a Lens - The Louvre, Paris. Lizenziert unter CC BY 2.0 über Wikimedia Commons.

Steht auf Commons zur Löschung an und wird auf Flickr als Adult Content ohne Einbettungslink bezeichnet.

https://www.flickr.com/photos/44133834@N02/7308371254

by KlausGraf at October 18, 2015 03:35 PM

Ekelhafter Löschwahn

Durch Zufall stieß ich auf die Löschung (2013) von

Friedrich Carl von Savigny (1903–1944)

Löschdiskussion

Ein informativer Artikel zur NS-Geschichte wurde wahnhaften "Relevanzkriterien" geopfert, wie man sich im

Marjorie-Wiki

überzeugen kann.

by KlausGraf at October 18, 2015 01:32 PM

October 15, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Wiki loves monuments hat es nicht so mit der Aktualität

Man muss sich schon auf den ungepflegten Websites ein wenig umschauen, bis man auf Informationen zu den Resultaten von Wiki loves monuments 2015 stößt.

https://tools.wmflabs.org/wlm-stats/

"228909 files by 6629 uploaders from 33 countries"

Stift Altenburg Bibliothek 03.JPG
"Stift Altenburg Bibliothek 03" by Uoaei1 - Own work. Licensed under CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons.

San Juan de Busa, Oliván, Huesca, España, 2015-01-07, DD 13-20 PAN.JPG
"San Juan de Busa, Oliván, Huesca, España, 2015-01-07, DD 13-20 PAN" by Diego Delso. Licensed under CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons.

2014 Prowincja Armawir, Wagharszapat, Trzy chaczkary na dziedzińcu przed seminarium duchownym.JPG
"2014 Prowincja Armawir, Wagharszapat, Trzy chaczkary na dziedzińcu przed seminarium duchownym" by Photo: Hons084 / Wikimedia Commons. Licensed under CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons.

by KlausGraf at October 15, 2015 06:53 PM

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 40/2015

Mit der anstehenden Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland, Berichten unter anderem von Wikimedia Österreich und dem Program and Engagement Coordinator der Wikimedia Conference, einer Umfrage unter Autorinnen und Autoren der hebräischen Wikipedia, diversen Aktivitäten bei GLAM und OER, der nächsten Runde der Umfrage zu Technischen Wünschen in der Wikipedia und der deutschen Fassung des Leitfadens zur Nutzung freier Lizenzen haben sich auch in dieser Woche viele Dinge im Wikiversum getan. Der Blick auf die eine oder andere Aktivität lohnt sich daher in jedem Fall! Was wohl in der nächsten Woche so alles passieren wird?

Foundation und Organisationen

Wikimedia Foundation plant 15. Geburtstag von Wikipedia

Die Wikimedia Foundation hat auf einer Mailingliste ihre Planungen für die Feierlichkeiten zum 15. Geburtstag der Wikipedia veröffentlicht. Unter anderem wurden spezielle Logos dafür entwickelt.

Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland: Online- und Offline-Antragswerkstatt

In der Antragswerkstatt im Forum von Wikimedia Deutschland (einmalige, kostenfreie Anmeldung notwendig) wurden mehrere Anträge veröffentlicht, darunter Anträge des Präsidiums im Zuge des Governance Reviews. Alle Anträge können auch bei einem Workshop der AG Partizipation in Köln am 24.10.2015 diskutiert werden.

Personal: Neuer Bereichsleiter für Produktentwicklungen der Wikimedia Foundation

Auf der Wikimedia-Mailingliste berichtet die Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation von der Beförderung des ehemaligen Teamleiters Discovery zum Bereichsleiter für Produktentwicklungen (engl. Vicepresident of Product) der Wikimedia Foundation und den sich daraus ergebenden Umstrukturierungen.

Berichte: Wikiversum, Wikimedia Österreich, Wikimedia Conference, Fundraising

Die Wikimedia Foundation hat in ihrem Blog Höhepunkte der Aktivitäten in den Wikimedia-Projekten des Monats September veröffentlicht.

Wikimedia Österreich berichtet von den Aktivitäten des letzten Quartal in ihrem Blog.

Cornelius Kibelka und Nicole Ebber haben den Bericht über die ersten sechs Monate des Program and Engagement Coordinators der Wikimedia Conference veröffentlicht. Der Bericht beschreibt Wikimedia Deutschlands Weg, die Wikimedia Conference nachhaltiger und produktiver zu machen und regt zur Nachahmung an.

Schließlich wurde der Bericht des dritten Quartals 2015 (erstes Quartal des Wirtschaftsjahres der Wikimedia Foundation) veröffentlicht.

Projekte und Initiativen

Alemannische Wikipedia erreicht 20.000 Artikel

Mit dem Artikel über den rätoromanischen Schriftsteller Gion Deplazes erreichte die Alemannische Wikipedia den 20.000. Artikel.

Wikipedia auf der Frankfurter Buchmesse

Kurzfristig haben sich ehrenamtliche Mitarbeiter der Wikipedia, hauptamtliche Mitarbeitende der Wikipedia Library der Wikimedia Foundation und von Wikimedia Deutschland auf der Frankfurter Buchmesse zusammengefunden, um unter anderem für Literaturstipendien zu werben. Neben einem Stand gibt es dort auch einen Vortrag zur Wikipedia.

Umfrage unter den Autorinnen und Autoren der hebräischen Wikipedia

Wikimedia Israel hat erste Ergebnisse ihrer Umfrage unter Autorinnen und Autoren der hebräischen Wikipedia veröffentlicht.

Konferenzen: WikiConference USA, WikiDACH

Am vergangenen Wochenende fand in Washington, D.C. zum zweiten Mal die größte Community-Veranstaltung von Mitarbeitenden der Wikimedia und ihrer Projekte in den Vereinigten Staaten von Amerika (WikiConference USA) statt. Mehrere Stunden Videomaterial sind mittlerweile auf der Projektseite veröffentlicht.

Die Anmeldung für ein Barcamp zu den deutschsprachigen Wikimedia-Projekten im Schweriner Schloss vom 30.10. bis 1.11. wurde eröffnet. Die „WikiDACH“ richtet sich an Interessierte aus allen deutschsprachigen Ländern.

GLAM: Aktivitäten im September

Der Newsletter zu GLAM-Aktivitäten im September 2015 ist erschienen.

OER: Fachtagung, Workshop und Blogbeiträge

Wikimedia Deutschland veranstaltet am 22. Januar 2016 im Quadriga Forum Berlin-Mitte die Fachtagung im Projekt „Mapping OER – Bildungsmaterialien gemeinsam gestalten“. Auf der Fachtagung werden die Zwischenergebnisse des Projekts präsentiert. Die Anmeldung ist jetzt geöffnet, die Teilnahme ist kostenfrei.

„OERde16 – Das OER-Festival 2016“: Treffen, Wettbewerbe und Publikationen rund um Open Educational Resources im deutschsprachigen Raum. Vom 28. Februar bis zum 1. März in Berlin.

Außerdem erschienen zwei neue Beiträge im OER-Blog: Zum Thema „Qualitätssicherung“ wurden Lösungsansätze und Video aus dem Workshop veröffentlicht und zur Teilnahme an den Workshops zu den Themen „Geschäftsmodelle“ sowie „Lizenzierung und Rechtssicherheit“ wird aufgerufen. Außerdem hat Präsidiumsmitglied Lukas Mezger im Blog von Wikimedia Deutschland zum Verhältnis „OER und Wikipedia“ gebloggt.

Technik

Umfrage Technische Wünsche 2015, 2. Teil

In den letzten drei Wochen haben viele Community-Mitglieder ihre technischen Wünsche in der 2015er-Umfrage artikuliert. Nun geht es mit dem zweiten Teil weiter: Es soll herausgefunden werden, welcher Wunsch welche Priorität in den Projekten hat. Die interessierten Community-Mitglieder sind aufgerufen, sich die einzelnen Abschnitte der Abstimmung anzuschauen und ein Zeichen zu setzen, was als besonders wichtig erachtet wird. Jede und jeder kann für jeden Wunsch abstimmen, aber natürlich nur einmal pro Wunsch. Im Anschluss, also ab dem 27. Oktober, wird die Softwareabteilung von Wikimedia Deutschland eine Sichtung und erste Abschätzung zu den Realisierungsmöglichkeiten der Topwünsche vornehmen.

Weiterentwicklung des Wikidata-Games

In einem Blogbeitrag berichtet MediaWiki-Mitbegründer und Entwickler des Wikidata-Games Magnus Manske von einer neuen Variante dieses Werkzeuges, mit dem in spielerischer Weise Informationen auf Wikidata angepasst werden können.

Technische Neuigkeiten

Auch in dieser Woche wurden allgemeine technische Neuigkeiten sowie Neuigkeiten bei Wikipedia und Open Street Map veröffentlicht.

Presse, Blogs und Websites

Leitfaden zur Nutzung freier Lizenzen nun auch auf Deutsch verfügbar

Der im letzten Jahr auf Englisch veröffentlichte Leitfaden zur Nutzung freier Lizenzen ist nun auch auf Deutsch erschienen. In „Open Content – Ein Praxisleitfaden zur Nutzung von Creative-Commons-Lizenzen“ erläutert Rechtsanwalt Dr. Till Kreutzer, welche Möglichkeiten – aber auch welche Fragen – sich bei der Nutzung von freien Lizenzen ergeben. Der Leitfaden ist als PDF, als Plaintext und in gedruckter Version verfügbar.

Südwestrundfunk zur Alemannischen Wikipedia

Im Rahmen der „ARD-Themenwoche Heimat“ berichtete der Südwestrundfunk über die Alemannische Wikipedia

Der 11. Wikimedia-Salon zum Thema „K=Kollaboration“

Auch vom nunmehr elften Wikimedia-Salon der Reihe ABC des Freien Wissens sind Blogbeitrag und Video der Diskussion veröffentlicht.

Wikipedia zu Gast bei der ÖAW

Im Wikipedia-Kurier berichtet Benutzer:Lantus von seinem Besuch bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und seinem dortigen Vortrag zu Wikipedia.

Blogbeitrag von Benutzer:Gnom

Benutzer:Gnom berichtet von seinen letzten Aktivitäten als Präsidiumsmitglied von Wikimedia Deutschland und in den Wikimedia-Projekten.

Termine

16.–18.10.: Treffen der Jury von Wiki Loves Monuments Deutschland

Am kommenden Wochenende trifft sich die deutsche Jury des weltgrößten Fotowettbewerbes Wiki Loves Monuments, um die Siegerbilder aus diesem zu prämieren.

Weitere Veranstaltungen

Weitere Treffen, Stammtische und Workshops können wie üblich im Veranstaltungskalender gefunden werden.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: Wikipedia:Wikimedia:Woche/Nächste Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Martin Rulsch at October 15, 2015 05:06 PM

Zwischen Steinmännchen und Wikipedia – Der 11. Wikimedia-Salon zum Thema „K=Kollaboration“

Bei der 11. Veranstaltung aus der Reihe Das ABC des Freien Wissens, die am 08. Oktober in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland in Berlin stattfand, ging es um den Begriff der Kollaboration und darum, welche Art der Zusammenarbeit in der vernetzten Welt gebraucht wird, um Allgemeingüter zu schaffen. In der Diskussion zeigte sich, dass der Begriff der Kollaboration an sich umstritten ist, und verschieden interpretiert werden kann. Zu Gast: Der Migrationsforscher, Autor und Journalist Dr. Mark Terkessidis, die freie Wissenschaftlerin Dr. Phil. Friederike Habermann sowie Christoph Kappes, Berater und Netztheoretiker. Der Publizist und Soziologe Dr. Volker Grassmuck hat einen Video-Einspieler zur Diskussion produziert.

Der inzwischen elfte Wikimedia-Salon aus der Reihe „Das ABC des Freien Wissens“ stand dieses Mal unter dem Buchstaben K. Was lag da näher, als eines der Grundprinzipien der Wikimedia-Projekte zum Thema zu machen: Kollaboration. Dabei ging es um die Frage, welches Potenzial kollaborative Prozesse für die Wissensproduktion im Netz haben und wie diese ausgestaltet sein müssen, um die Entstehung von Allgemeingütern und Freiem Wissen zu begünstigen. Zunächst einmal stellte sich jedoch heraus, dass der Begriff der Kollaboration an sich durchaus unterschiedlich definiert und bewertet wird.

Beim elften Wikimedia-Salon diskutierten: Dr. Mark Tekessidis, Dr. Friederike Habermann & Christoph Kappes (v.l.n.r.), Bild von Christopher Schwarzkopf, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Kollaboration ≠ Kollaboration

Wie Mark Tekessidis in seinem einführenden Vortrag verdeutlichte, weist der Begriff der Kollaboration eine gewisse Ambivalenz auf. Während er nämlich in Kontinentaleuropa aufgrund seiner Assoziation mit den Menschen die zur Zeit des Nationalsozialismus mit den deutschen Besatzern zusammenarbeiteten, historisch bedingt eine pejorative Bedeutung aufweise, sei der englische Begriff collaboration, der in den letzten Jahren eine immer stärkere Verwendung auch hierzulande findet, eher neutral konnotiert und beziehe sich auf die Form der Zusammenarbeit verschiedener Akteure.

Diese Bedeutungskonkurrenz des Begriffes ließe sich jedoch auflösen, da beide Bedeutungen in unserer Gesellschaft gleichermaßen relevant seien. So seien wir mit systembedingten Defiziten, beispielsweise bürokratischen Hürden, konfrontiert, die uns unzufrieden machen, an denen wir jedoch nichts ändern könnten, sodass wir uns damit arrangieren. Dies mache uns gewissermaßen zu Kollaborateuren im negativen Sinne. Gleichzeitig könnte Kollaboration im positiven Sinne der Zusammenarbeit ein Gegenmittel zu dieser Unzufriedenheit sein und demokratiefördernd wirken. Denn: Überall dort, wo sich der Staat im Zuge des Neoliberalismus zurückgezogen habe, entstehe eine Lücke, die immer mehr Formen der Selbstorganisation entstehen lasse, in denen Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten zusammenarbeiten, beispielsweise wenn Eltern sich zusammenschließen, um marode Schulen selbstständig zu renovieren wenn die Kommunen diese Aufgabe nicht übernehmen können oder wollen.

Christoph Kappes gab zu bedenken, man könne zwar über Begrifflichkeiten streiten, dies helfe jedoch nur bedingt weiter. Wenn man die Wortbedeuutung des Begriffes der Kollaboration betrachte, besage dieser im Grunde genommen nur, dass gleichgeordnete Menschen ein gemeinsames Ziel verfolgen. Die zunehmende Komplexität unserer Gesellschaft und ihrer Prozesse sowie die Verschiebung von Hierarchie- zu Netzstrukturen lassen diese Form der Zusammenarbeit zunehmen und zwar nicht nur in der Open-Source-Bewegung und bei der Erstellung von Allgemeingütern, sondern auch im kommerziellen Bereich (der im Übrigen ohnehin häufig Tendenzen aus der Open-Bewegung kopiere).

Kollaboration sollte allerdings nicht automatisch mit Basisdemokratie gleichgesetzt werden, warf Tekessidis ein. Während nämlich Letztere zentral darauf beruhe, Entscheidungen im Konsens zu treffen, gehe es bei Kollaboration eher darum, ein Verfahren zu entwickeln, in dem möglichst viele Menschen ihre spezifischen Fähigkeiten und unterschiedlichen Wissensstände in einem Prozess einbringen. Am Ende kollaborativer Prozesse stehe immer ein Ergebnis, ob dieses auf allgemeinem Konsens beruhe sei dabei zweitrangig.

Kollaboration braucht ein gemeinsames Ziel. Und Regeln.

Was aber sind denn nun die zentralen Voraussetzungen für erfolgreiche Kollaboration? Wie kann diese funktionieren? Neben der intrinsischen Motivation brauche es als wichtigste Erfolgsvoraussetzung ein gemeinsames Ziel und eine grobe Idee aller Beteiligten, in welche Richtung sich das Ganze entwickeln sollte, betonte Christoph Kappes, erst dadurch werde soziale Interaktion ermöglicht. Die konkrete Ausgestaltung des Prozesses der Zusammenarbeit entwickele sich dabei erst im eigentlichen Tun. Auch Friederike Habermann unterstrich, dass sich die Gruppen in kollaborativen Prozessen fließend organisieren und miteinander in einen offenen Prozess treten, in der sie die Art der Zusammenarbeit miteinander ausgestalten.

Das Steinmännchen – Weniger komplex als Wikipedia aber ebenfalls ein Ergebnis kollaborativer Zusammenarbeit, Bild von Holger.Ellgaard, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Dies funktioniere allerdings nicht ohne eine Kultur der gegenseitigen Anerkennung und Respekts sowie soziale Regeln und eine dadurch zumindest minimale prozessuale Steuerung, hier waren sich die Diskutierenden einig. Der Grad der Regulierung kollaborativer Prozesse sei dabei immer abhängig von der Komplexität der jeweiligen Strukturen, in denen diese stattfinden. Kappes führte hier das Beispiel des Steinmännchens an, wo die sozialen Regeln sehr lose seien während ein komplexes kollaboratives Projekt wie Wikipedia mit einer Vielzahl von Beteiligten, ein sehr klares und umfassendes Regelwerk aufweist. Auch Terkessidis betonte, dass Kollaboration nicht auf dem Gedanken beruhe, Autorität und Regeln wegdefinieren zu wollen, sondern eher, diese möglichst kollaborativ zu begründen. Ebenso, fügte Friederike Habermann hinzu, sei es wichtig, andere nicht auszuschließen indem man das, was man selbst im Laufe des kollaborativen Prozesses erschafft, als Eigentum begreift.

Allerdings, auch hier herrschte Konsens bei den Gästen: Kollaboration kann auch nerven und die gemeinsame Arbeit erschweren, etwa wenn Trolle auftauchen, was kaum zu vermeiden sei, und es dadurch keinen konstruktiven Umgang mit Problemen und Diskussionen mehr gebe.


Die Veranstaltung in voller Länge kann hier angeschaut werden:

Diese Veranstaltung fand in Kooperation mit der Berliner Gazette-Konferenz UN|COMMONS statt.

 

by Christopher Schwarzkopf at October 15, 2015 12:20 PM

October 13, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Praxisleitfaden zur Nutzung freier Lizenzen jetzt auch auf Deutsch verfügbar

Design: Markus Büsges, leomaria designbüro, Germany, „Open Content – Ein Praxisleitfaden zur Nutzung von Creative-Commons-Lizenzen“, CC BY-SA 4.0

Wir freuen uns heute ankündigen zu können, dass der im vergangenen Jahr veröffentlichte Leitfaden mit dem englischen Originaltitel “Open Content – A Practical Guide to Using Creative Commons Licences” nun auch auf Deutsch erschienen ist. Unter dem Titel  “Open Content – Ein Praxisleitfaden zur Nutzung von Creative-Commons-Lizenzen” haben wir wieder gemeinsam mit der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen die von Dr. Till Kreutzer verfasste Publikation veröffentlicht.

Dieser Leitfaden ist weiterhin die erste Publikation, die auf die Creative Commons Lizenzversion 4.0 eingeht und auf verständliche und nutzerfreundliche Weise erläutert, wie einfach Creative-Commons-Lizenzen von Urheberinnen und Urhebern, Nachnutzerinnen und Nachnutzern angewandt werden können.

Inhaltlich widmet sich der Leitfaden ausführlich allen sechs Lizenzmodulen der Creative-Commons-Lizenzen und geht darauf ein, welche Möglichkeiten – aber auch welche Fragen – sich bei der Nutzung ergeben. Praktische Hinweise, z. B. zum Auffinden von frei lizenzierten Inhalten oder zur Anbringung des Lizenzhinweises, bietet das letzte Kapitel von “Open Content – Ein Praxisleitfaden zur Nutzung von Creative-Commons-Lizenzen”. Der Leitfaden ist somit ein guter Einstieg ins Thema, nicht nur für Urheberinnen und Urheber, sondern auch auch für Nachnutzerinnen und -nutzer. Er soll dazu ermutigen, urheberrechtlich geschützte Werke der Wissensallmende zur Verfügung zu stellen, die Kontrolle über deren Verbreitung absichtlich ein Stück weit abzugeben und frei lizenzierte Inhalte auf kreative Weise miteinander zu kombinieren. Genauere Informationen zum Inhalt des Leitfadens finden sich in unserem damaligen Blogpost.

Wie auch für die englische Version gilt, dass alle Interessierten gern bei uns ihr Exemplar per E-Mail anfordern können. Wir schicken dieses dann gern zu! Außerdem haben wir den gesamten Inhalt des Leitfadens auch als PDF und als Volltextversion auf Meta-Wiki veröffentlicht. So ist es ganz einfach, ihn zu verbreiten, zu adaptieren und zu nutzen.

Zusätzlich zu unserer neuen Version hat auch Wikimedia Indonesia eine Übersetzung des Leitfadens angefertigt. Wir freuen uns über diese Art der Verbreitung und möchten alle dazu ermutigen, dies auch zu tun!

by Katja Ullrich at October 13, 2015 01:00 PM