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March 23, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 12/2017

In dieser Ausgabe der Wikimedia:Woche geht es unter anderem um die Vorstellung des Lizenzhinweisgenerators bei der Foundation, das Fellow-Programm, welches seinen Abschluss gefunden hat und um spannende neue Umsetzungen aus der Technischen Wunschliste.

Zur Wikimedia:Woche 12/2017 geht es hier.

 

by Jan Apel at March 23, 2017 03:04 PM

March 21, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Transparenz statt Ruhm und Ehre? Nachwuchswissenschaftler:innen zu Risiken und Chancen von Open Science

Am 10. März 2017 fand in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland die Abschlussveranstaltung der ersten Programmrunde des Fellow-Programms Freies Wissen statt. In diesem Gastbeitrag fasst Sarah-Mai Dang den Abend zusammen.

Open Science – von Open Access über Open Educational Resources, Open Data und Open Peer Review bis hin zu Citizen Science – soll die Verbreitung und Nachnutzung von sowie den Zugang zu Wissen erleichtern. Ziel von Open Science ist es, Forschung transparenter und nachhaltiger zu machen und somit die Qualität von wissenschaftlicher Arbeit zu verbessern. Wie Open Science im akademischen Alltag aussehen kann, haben Stipendiat:innen des von Wikimedia Deutschland in Kooperation mit dem Stifterverband 2016 gegründeten Fellow-Programms Freies Wissen am 10. März auf der Abschlussveranstaltung „Wissen offen gestalten – Open Science in der Praxis“ in Berlin diskutiert.

Open Science ist vielfältig

Open Science wird von Fach zu Fach unterschiedlich praktiziert, die Ansätze sind vielfältig. Dies verdeutlichte der einleitende Film, in dem alle zehn Stipendiat:innen ihre Forschungsprojekte in 90-Sekündern präsentierten. So geht es dem Neurobiologen Benjamin Paffhausen etwa um das Teilen von Wissen zwecks Herstellung wissenschaftlicher Geräte zur Beobachtung von Honigbienen. Der Rechtswissenschaftler Hanjo Hamann wiederum veröffentlicht im Dienste der deutschen Justizgeschichte Dokumente, aus denen hervorgeht, welche Richter:innen welche Fälle bearbeitet haben. Die Wissenschaftssoziologin Klara-Aylin Wenten befasst sich mit MakerSpaces, partizipativen Werkstätten. Und die Filmhistorikerin Adelheid Heftberger, Mitgründerin des Open Access-Journals Apparatus, versucht beispielsweise ihre Kolleg:innen von alternativen, offenen Publikationsformaten zu überzeugen.

Die „Botschafter:innen des Freien Wissens“ setzen sich sowohl theoretisch als auch praktisch mit Open Science auseinander. Mit welchen fachspezifischen Problemen die Nachwuchswissenschaftler:innen dabei konfrontiert werden, zeigte die anschließende Podiumsdiskussion. Moderiert von Christina Riesenweber, Open Access-Beauftragte der Freien Universität Berlin, erörterten die Fellows Marion Goller, Juristin, Ruben C. Arslan, Psychologe, und Mirjam Braßler, Erziehungswissenschaftlerin, die Chancen und Schwierigkeiten von Open Science.

Das Recht erschwert freies Wissen

Jurist:innen seien Teil des Problems, konstatierte Goller. Das Bewusstsein für Open Science sei unter ihren Kolleg:innen noch nicht weit verbreitet, da die Quellen, die Gesetzestexte, ohnehin zur freien Verfügung stünden. Außerdem arbeiteten nur wenige Jurist:innen als Wissenschaftler:innen. Darüber hinaus profitierten sie von „closed access“, wenn ihre Lehrbücher in Veranstaltungen vorausgesetzt würden.[1]

Auf dem Podium diskutierten: Christina Riesenweber, Ruben C. Arslan, Marion Goller und Mirjam Braßler (v.l.n.r.), Foto: René Zieger, Abschlussveranstaltung Fellow-Programm Freies Wissen 2016 74, CC BY-SA 4.0

Das derzeitige Recht erschwert nach Goller den Zugriff auf Wissen. Denn Vieles sei verboten. Sie bedauert, dass das US-amerikanische Prinzip des Fair Use in Deutschland nicht gilt und fordert eine harte Wissenschaftsschranke auf europäischer Ebene. Goller forscht zu Urheberrecht und freien Lizenzen und setzt sich für die Abschaffung von Patenten ein.

Wenn es um die Offenlegung von Daten und um die Nachnutzung von urheberrechtlich geschütztem Material geht, herrscht immer noch große Rechtsunsicherheit. Auch aus diesem Grund zögern Wissenschaftler:innen, ihre Forschungsergebnisse im Internet kostenfrei zugänglich zu machen. Zudem bedeutet Open Science einen erheblichen Mehraufwand, der noch nicht honoriert wird. Über diese Punkte waren sich die Podiumsgäste einig. Gar von Zeitverschwendung sei dann die Rede, berichtete Arslan.

Open Science ist riskant, aber effektiv

Open Science stellt nach wie vor nicht nur eine ungewöhnliche Praxis dar, sondern auch ein Risiko für die eigene Karriere. Erstens fehlt Wissenschaftler:innen die Zeit, die sie für die Aufbereitung von Forschungsergebnissen für die Allgemeinheit aufwenden, für weitere Publikationen. Zweitens haben Open Access-Veröffentlichungen noch nicht denselben Stellenwert wie auf herkömmliche Weise verfügbare Artikel in Fachzeitschriften oder Monographien, die gedruckt und bei traditionellen Verlagen erscheinen. Auch wenn es nach Riesenweber keine Korrelation zwischen Open Access und Qualität gibt, leiden frei zugängliche Publikationen unter dem „Impact Factor“, nach dem sich die Reputation einer Zeitschrift bemisst. Dazu kommen die hohen Gebühren, die Verlage von Autor:innen verlangen, um Publikationen open access zu stellen. Drittens machen sich Wissenschaftler:innen durch die Offenlegung von Experimenten und Forschungsprozessen angreifbar. So setze man etwa mit einer Präregistrierung, der öffentlichen Festsetzung von geplanten Studien, Ruhm und Ehre aufs Spiel, erklärte Arslan. Eine für ein stimmiges Erscheinungsbild sorgende Nachjustierung von Methoden, Daten und Forschungsfragen werde dadurch nämlich unmöglich. Obwohl diese Praxis zu einem Mangel an belastbaren Ergebnissen führt, ist sie wohl durchaus üblich. Arslan selbst sucht unter anderem über eine open source Fragebogensoftware der „Replizierbarkeitskrise“ in der Psychologie entgegenzuwirken. Er forscht zu romantischen Präferenzen und Beziehungsdynamiken.

Risiken muss jede Pionier:innengeneration eingehen. Doch letztendlich gilt es, einfach weiterzumachen, um andere von den Vorteilen offener Forschungspraktiken zu überzeugen und Open Science als Standard in der Wissenschaft zu etablieren. Dies war Konsens auf dem Podium. Dabei sei nicht nur an den Idealismus der Community zu appellieren, sondern durchaus auch an eigennützige Motive, findet Arslan. Denn mit Open Science verbänden sich auch viele persönliche Vorteile. So werde man durch transparenteres Arbeiten sowohl sichtbarer als auch glaubhafter. Und von Preprints profitierten alle.

Um einen Austausch auch über die eigene Disziplin hinaus zu ermöglichen, muss man nicht unbedingt den Weg über Publikationen gehen. Auch Plattformen, Blogs und Diskussionsforen fördern das kollaborative Arbeiten. Nicht nur in der Forschung, sondern ebenso in der Lehre. Davon ist auch Braßler überzeugt. Sie untersucht, inwiefern Open Educational Resources die persönliche Entwicklung von Studierenden beeinflussen und erstellt Handlungsempfehlungen, um Lehrmaterial transdisziplinär zugänglich zu machen. Meist lande es nämlich in der Schublade.

Fördermaßnahmen statt Open Burnout

Fazit der Podiumsdiskussion, die sich am Ende für Fragen und Kommentare aus dem Publikum öffnete, war, dass man an mehreren Punkten gleichzeitig ansetzen und einen grundsätzlichen Bewusstseinswandel nicht nur in der Wissenschaftskultur herbeiführen müsse. Dieser beginne bereits damit, sich von der Vorstellung von Wissen als Eigentum zu lösen. Sogenannte „shadow libraries“ wie SciHub könnten das Problem nicht lösen. Neben Verlagskonzernen ziehen profitorientierte Plattformen wie ResearchGate oder Academia.edu ihren Nutzen aus der mangelnden Offenheit. Politiker:innen müssten begreifen, dass Menschen nicht nur aus ökonomischen Gründen handeln und dass ein vereinfachter Wissensaustausch erheblich zur Innovationssteigerung beitrüge. Intransparenz, wie etwa in der Medizin, halte den Fortschritt auf. Deshalb bedürfe es mehr Anreize von politischer Seite für Wissenschaftler:innen, Open Science zu betreiben, zum Beispiel entsprechende Auswahlkriterien in Berufungsverfahren oder Fördermaßnahmen wie Deputatsreduktion. Schließlich wolle man kein Open Burnout.

Dieser Artikel ist zuerst erschienen auf www.oabooks.de. Mehr Bilder der Veranstaltung sind auf Wikimedia Commons zu finden.


1 Als die Universität Konstanz ihre Angehörigen zu Open Access qua Satzung verpflichten wollte, klagten Konstanzer Jurist:innen dagegen mit dem Hinweis auf das Grundrecht der Wissenschaftsfreiheit.

 

by Christopher Schwarzkopf at March 21, 2017 11:05 AM

March 16, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 11/2017

Am Erscheinungstag der Wikimedia:Woche 11/2017 feiert die deutschsprachige Wikipedia ihren 16. Geburtstag. Außerdem geht es in dieser Ausgabe unter anderem um den Stategie-Prozess für das Wikimedia-Movement und um eine Stellungnahme von Wikimedia Deutschland zu einem Gesetzesentwurf zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft.

Zur Wikimedia:Woche 11/2017 geht es hier.

by Nicolas Rueck at March 16, 2017 04:03 PM

16 Jahre Wikipedia. Alles Gute, Freies Wissen!

Heute, am 16.03.2017 feiert die deutschsprachige Wikipedia 16. Geburtstag. Inzwischen gibt es 2 Millionen Artikel auf deutsch, auf die rund 27.000 Mal pro Minute zugegriffen wird. Und all das nur, weil ehrenamtliche Autorinnen und Autoren Wikipedia bearbeiten und ihr Wissen teilen.

Seit mittlerweile 16 Jahren tragen tausende Menschen Wissen in der deutschsprachigen Wikipedia zusammen, um es der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Täglich können deshalb Millionen online von überall auf Freies Wissen aus der größten Enzyklopädie der Geschichte zugreifen. In mittlerweile über 2 Millionen Artikeln allein in der deutschsprachigen Wikipedia kann sich an Wikipedias 16. Geburtstag jede und jeder Einzelne neues Wissen aneignen oder das eigene Wissen teilen. Denn nur durch das ehrenamtliche Engagement der vielen Freiwilligen konnte Wikipedia zu einer freien Wissensquelle für alle werden. Vielen Dank dafür!

“Auch nach fünf Jahren, die ich schon bei Wikimedia Deutschland arbeite, bin ich jeden Tag aufs Neue begeistert, wie viel Herzblut die Wikipedia-Community in dieses weltweit größte Projekt des Freien Wissens steckt,” sagt Abraham Taherivand, geschäftsführender Vorstand von Wikimedia Deutschland. “Ich weiß aus vielen persönlichen Gesprächen, dass die Motivation mitzumachen ganz unterschiedlich sein kann – ob neue Informationen hinzuzufügen, etwas zu aktualisieren, oder sich bei der Verbesserung der der zugrunde liegenden MediaWiki Software zu beteiligen. Ich danke jeder und jedem Einzelnen die in den vergangenen 16 Jahren einen kleinen oder großen Teil beigetragen haben.”

Das Resultat dieser Freiwilligenarbeit – die deutschsprachige Wikipedia – wird heute rund 1,2 Milliarden Mal jeden Monat aufgerufen und ist als erste Anlaufstelle für Wissensinhalte nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Täglich kommt neues Wissen hinzu. Seit am 19. November 2016 der 2 Millionste Artikel über das Mineral “Michenerit” erstellt wurde, sind schon über 40.500 weitere Artikel neu angelegt worden. Dazu kommen die unzähligen Bearbeitungen wie Aktualisierungen, das Erweitern von Artikeln, Berichtigungen von kleinen und großen Fehlern oder das Hinzufügen von Medieninhalten.

by Jan Apel at March 16, 2017 08:00 AM

March 15, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Ein Bündnis für alle Fälle!

Gemeinsam freie Bildung voranbringen

Immer wieder hat Wikimedia Deutschland zu bestimmten Anlässen mit anderen Institutionen zusammengearbeitet, um Freies Wissen in der Gesellschaft voranzubringen. 2016 veröffentlichte die Koalition Freies Wissen (Bündnis Freie Bildung, Digitale Gesellschaft e.V., Freifunk, Free Software Foundation Europe, Open Knowledge Foundation und Wikimedia Deutschland)  gemeinsam Wahlprüfsteine zu den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin und konnte so öffentlichkeitswirksamer auftreten und die Ergebnisse auf Grund der verschiedenen Netzwerker breiter streuen. Im Rahmen des Meetups Ladies that FOSS kooperieren wir mit Mozilla, die hinter dem Open Source Browser Firefox stehen und können so mehrere Entwicklerinnen-Communities erreichen. Bei Coding da Vinci bündeln wir mit der Deutschen Digitalen Bibliothek, der Open Knowledge Foundation Deutschland und der Servicestelle Digitalisierung (Digis) Ressourcen, um das Projekt größer und damit auch sichtbarer durchführen zu können.  

Die Beispiele zeigen, dass Zusammenarbeit mit Partnerinnen (in Crime) innerhalb und außerhalb des Wikimedia Movements immer sinnvoll ist – gemeinsam die gesellschaftlichen Bedingungen für Freies Wissen zu verändern, entfaltet mehr Wirkung, als das als Einzelkämpferin zu tun. Dabei wenden wir einige der guten Praktiken und Learnings an, die von vielen Communities unter dem Sammelbegriff Collective Impact weltweit entwickelt werden.

 

Im Bereich Bildung gibt es seit 2014 das Bündnis Freie Bildung, ein Zusammenschluss von Akteurinnen, die sich für Offenheit (Openness) und freie Lizenzen in der Bildung einsetzen. Das Bündnis treibt die politische und gesellschaftliche Debatte um freie Bildung und freie Bildungsmaterialien (Open Educational Resources, OER)  in der Öffentlichkeit voran. Dazu erarbeiten die beteiligten Organisationen und Einzelpersonen gemeinsam Positionen, Stellungnahmen und Handlungsempfehlungen, mischen sich damit in das bildungspolitische Geschehen ein und adressieren Entscheidungsträgerinnen aus Politik, Bildung und Gesellschaft.

 

An einem kalten Samstagmorgen im Januar traf sich das Bündnis nun in Frankfurt am Main zum Jahres-Kick-Off-Treffen. Neben den sechs Teilnehmerinnen der verschiedenen Organisationen nahm Nikki Zeuner vom Team Zusammenarbeit und Entwicklung von Wikimedia Deutschland als Moderatorin teil. Für das Treffen in Frankfurt stand das Selbstverständnis des Bündnisses und die Ziele für 2017 auf der Tagesordnung.

 

Selbstverständnis

Unter dem Tagesordnungspunkt Selbstverständnis wurde vor allem die bisherige Trennung von einerseits Partnerinnen und andererseits Unterstützerinnen, sowie das Positionspapier von 2014, Vision und Mission Statement diskutiert.  Die oben genannte Trennung hatte sich über die vergangen Jahre als umständlich und verwirrend erwiesen und wurde am Ende des Tages aufgehoben. Alle bisherigen Unterstützerinnen sind ab sofort Partnerinnen des Bündnisses. Dabei wurde in der Diskussion deutlich, dass das Positionspapier sowie das Mission Statement vom Februar 2015 angepasst und überarbeitet werden müssen. Dies wird noch im Frühjahr 2017 passieren.

 

Ziele 2017

Im zweiten Teil des Tages ging es  um die Ziele für das Jahr 2017 und die damit verbundenen Schwerpunkte. Das Bündnis hat den Anspruch, in den bildungspolitischen Diskussionen die Fahne für freie Bildung, freie Bildungsmaterialien und Open Source  hoch zu halten. Im Wahlkampfjahr 2017 mit drei Landtagswahlen und einer Bundestagswahl ist es beispielsweise ein Ziel, Parteien auf ihre bildungspolitischen Positionen abzuklopfen und diese zu kommentieren: in Form von Stellungnahmen und Positionspapieren oder im Rahmen von Veranstaltungen. Dazu werden wir uns die Wahlprogramme der Parteien und die Koalitionsverträge der neuen Landesregierungen genau anschauen und bewerten und aktuelle bildungspolitische Ereignisse wie Gesetzesvorhaben in den Blick nehmen. Dazu gehört z. B. die aktuelle Förderrichtlinie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zu Open Educational Resources zu begleiten und Anforderungen an die kommende Förderrichtlinie zu liefern. Hier möchten wir mit den geförderten Projekte wie auch mit neuen Zielgruppen (außerhalb der OER-Bewegung) in den Austausch treten.

 

Salon Bündnis Freie Bildung

Für alle diese Themen freuen wir uns immer über Mitstreiterinnen, die sich als Einzelpersonen oder als Organisation einbringen möchten. Anlässlich der eQualification Tagung des BMBFs, zu der auch die neu geförderten OER-Projekte eingeladen waren, organisierte das Bündnis am 20. Februar 2017 eine Abendveranstaltung, um Interessierten  die Arbeit des Bündnisses vorzustellen und um miteinander ins Gespräch zu kommen. Die verschiedenen Perspektiven  der Teilnehmenden (wenig OER-Erfahrung vs. viel OER-Erfahrung, Wikipedianerinnen, Politikerinnen, Senatsverwaltung und Bildungsserver) sind immer wieder wertvoll, um über den eigenen Tellerrand zu blicken.

 

Zu Gast beim Podcast Feierabendbier Open Education

Am Sonntag Abend, 12.03.2017 war Valentin Münscher von Wikimedia als Vertreter des Bündnisses zu Gast beim Podcast Feierabendbier Open Education von Markus Deimann und Christian Friedrich. In entspannter Atmosphäre ging es neben der Auswahl der Getränke auch um OER, die Strategie der Kultusministerkonferenz (KMK) „Bildung in einer digitalen Welt“ und die Stellungnahme des Bündnisses dazu.

 

Das Bündnis Freie Bildung – ein Zusammenschluss, der überwiegend durch ehrenamtliches Engagement getragen wird – hat sich viel vorgenommen für 2017. Da ist immer Platz für weitere Mitstreiterinnen – ob Organisationen oder Einzelpersonen.

 

by Valentin Muenscher at March 15, 2017 02:13 PM

March 13, 2017

Iberty

Thinking about Dance Dance Wikilution (Ballettmontag)

I've been thinking for a longer timeframe now about a WikiDance project, bringing dances and dancing on Wikipedia.

It would give me the chance to combine two passions. (and I've seen some Wikip/media people who like dance as well).

And it should serve Wikipedia as well. Contentwise it is as far removed from military history as possible. The project should open up topics that are undercovered. Maybe it could even attract people we are missing in Wikipedia right now.

BUT 


Writing about dance is about as useless as trying to to describe music by building a house in the style of the music.

And even when describing dance by words would be possible is possible: text describing movement, any movement, is about the most boring text ever written. Just try to read the sports articles in Wikipedia: boooring!

Pictures are not really an improvement. Basically, dance is movement, which means video would be the best form to cover it.


Pirouette
Animated GIF? A solution. Image: Pirouettes performed by Daria L during Paquita grand pas de deux adagio.Author. Jim Lamberson. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International license.

Using video of course would turn the project from a small, dance-oriented project to a heavy, expensive, tech-dependent project where a lot of time and resources would be spent handling equipment. Not what I would really like to do.

As can be easily seen on Youtube, producing good dance video is difficult. One needs to see what really is happening. And prefereably it should look good as well.

You need accomplished dancers to get across what you need and accomplished filmers.

(Or you need somebody who already has the videos. Then one would spent the most of the time, doing not research and producing content, but lobbying - which is none of my passions.)

SO


I could go the boring way. Limit the project to writing. Which would bring fun to me, but not to readers.

I could sigh and resign and learn a lot about video.

I could just start, see what's happening and hope for the best.

I could inspire someone who does all the work.

So. I really would like to have/start a Wiki-Dance-project. But all the forms I can imagine would either bore myself to death or would involve spending a lot of time with equipmemt and lobbying - which means no time spent with dancing at all.

So I'm having problems to decide. Anybody any ideas?

 

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by dirk franke (noreply@blogger.com) at March 13, 2017 09:09 AM

March 09, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 10/2017

In der Wikimedia:Woche 10/2017 ist zu erfahren, welche fünf neuen Wikimedia User Groups anerkannt worden sind und was es mit dem Community-Projekt WikiWedding auf sich hat. Außerdem gibt es neue Aktivitäten um die geplante Urheberrechtsreform und eine Stipendiatin stellt ihr Projekt vor, dem sie im Rahmen des Fellow-Programms Freies Wissen nachgeht. Anläßlich des Frauentags haben wir zudem Berichte zum Thema rund um Wikipedia gesammelt.

Zur Wikimedia:Woche 10/2017 geht es hier.

by Nicolas Rueck at March 09, 2017 02:10 PM

March 06, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

NGOs und Umweltbildung in Madagaskar – ein Open Science Experiment

Veranstaltungshinweis:
„Wissenschaft offen gestalten – Open Science in der Praxis“
Am 10. März präsentieren die Stipendiatinnen und Stipendiaten des Fellow-Programms Freies Wissen in Berlin ihre Projekte und diskutieren über ihre Erfahrungen mit Open Science in der Praxis. Mehr Informationen zur Veranstaltung sind hier zu finden.

Das Fellow-Programm Freies Wissen wurde 2016 von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband initiiert, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre eigene Forschung und Lehre im Sinne von Open Science zu öffnen und damit für alle zugänglich und nachnutzbar zu machen. In diesem Gastbeitrag berichtet die Stipendiatin Lena Reibelt über ihr Forschungsprojekt, das sie im Rahmen des Fellow-Programms durchführt. 

Jetzt, gegen Ende des Fellow-Programmes ‚Freies Wissen‘ schaue ich auf ein spannendes halbes Jahr zurück und freue mich schon auf den Austausch mit den anderen Fellows und Mentoren während der nahenden Abschlussveranstaltung. Open Science war für mich zu Beginn noch ein großer Begriff mit unklarer Kontur, beladen mit den abstrakten Bereichen Open Data, Open Source, Open Peer Review, Open Access, Open Methodology, Open Educational Resources, und Citizen Science. Nach und nach gewann ich im Rahmen des Programmes einen Überblick über die konkrete Bedeutung der Bausteine von Open Science. Alle vereint das Ziel, wissenschaftliche Prozesse und Ergebnisse frei zugänglich, nachvollziehbar und nutzbar zu machen.

Aber wie funktioniert das konkret? Während der letzten 6 Monate durfte ich verschiedene Methoden ausprobieren, um Community-Feedback zu erhalten. Durch mein Promotionsthema, welches sich mit hemmenden und fördernden Faktoren der Umweltbildung auf Madagaskar auseinandersetzt, wurde ich mit der Realität vieler Nichtregierungsorganisationen auf Madagaskar konfrontiert, welche oft nicht ausreichend Material und Expertise vereinen, um Umweltbildung auf einem nachhaltigen und wirkungsvollen Niveau zu realisieren. Mein Projekt im Rahmen des Fellow-Programmes fokussierte sich daher auf Möglichkeiten eines verbesserten Austausches zwischen den aktiven NGOs in der Umweltbildung. Mein langfristiges Ziel ist es, durch mehr Openness eine Ausweitung und Professionalisierung der Umweltbildung auf Madagaskar zu unterstützen.

Um Handlungsoptionen offen zu sammeln, zu diskutieren, und zu bewerten, wurde zunächst ein Diskussionsforum eröffnet. Um zu verhindern, dass technische Probleme, Unkenntnis oder Gewohnheiten eine Teilnahme bestimmter Community-Mitglieder verhindern könnte, wurde das Forum parallel auf drei ‚Plattformen‘ angeboten: Etherpad, Google Docs, und Wikipedia. Die parallele Erfassung sollte – neben der Minderung der genannten potentiellen Hemmnisse – einen Methodenbeitrag zu Open Science liefern; auf welcher Plattform würde am meisten Feedback generiert, gäbe es Unterschiede in der Art der Beiträge, und aus welcher Community würden die Teilnehmenden stammen? Im gleichen Sinne wurde eine Liste mit Fachliteratur zu Inter- und Intra-Organisationskommunikation erstellt und auf den drei Plattformen zur Mitarbeit zugänglich gemacht.

Mein Mentor Gregor Hagedorn hatte mich schon darauf vorbereitet, dass die Resonanz vermutlich eher gering ausfallen würde; die gänzlich fehlende Beteiligung war jedoch für uns beide enttäuschend. Dennoch war das ‚Experiment‘ lehrreich; die drei Plattformen unterschieden sich zwar in Grundlagen, Editier- und Formatierungsmöglichkeiten, sowie in der Nachvollziehbarkeit von Änderungen anderer Nutzer, waren aber allesamt schnell erlernbar; meine Selbstwirksamkeits-erwartung bezüglich des Erlernens neuer ‚Programme‘ stieg dadurch rapide an. Während Etherpad die geringste Systemleistung verlangt (was insbesondere bei der Arbeit in einem Entwicklungsland relevant sein kann), erlaubt es zwar die farbliche Zuordnung neuer Nutzereinträge, zeigt jedoch gelöschte Textpassagen nicht mehr an, was ein Ausschlusskriterium für bestimmte Arten der Zusammenarbeit sein kann. Auch komplexere Darstellungsformen wie Tabellen sind hier nicht möglich, sondern müssen durch Listenformatierung umgangen werden. Google Docs hat formatierungs- und designtechnisch mehr zu bieten als Etherpad, Ist jedoch bei schlechter Internetverbindung oder alten Rechnern nicht empfehlenswert. Dafür sind Überarbeitungen bei Google Docs gut erkennbar, insbesondere die Kommentar- und Klären-Optionen sind hilfreich, wenn mehrere Teilnehmer mit unterschiedlichen Meinungen oder Ideen ein Dokument gemeinsam bearbeiten wollen. Auf Wikipedia nutzte ich mangels besseren Wissens meine Userseite zur Bereitstellung des Diskussionsforums und der Literaturliste, die jedoch bald darauf gelöscht wurden (Grund: ‚Missbrauch als Web Host‘); wie ich hieraus lernte, empfiehlt sich für Forschungsprojekte je nach Inhalt z.B. Wikiversity oder Meta Wiki. Der Aufbau und die Bearbeitungsoptionen folgen hier bei allen Schwesternprojekten dem gleichen Prinzip: jeder kann Artikel editieren, entweder als registrierter User, oder indem die IP öffentlich geteilt wird. Verschiedene Reiter bieten die Möglichkeit des Betrachtens (Read), des Editierens (Edit), sowie der Kontrolle (View history), die den Abgleich voriger Versionen ermöglicht. Für möglichen Diskussionsbedarf oder Ergänzungsvorschläge steht ebenfalls ein eigener Reiter zur Verfügung (Discuss). Mit der Formatierungsanleitung für Wikipedia et al. wird jedem ein einfacher Zugang ermöglicht.

Wie erwähnt, blieb eine Beteiligung am Diskussionsforum und der Literaturliste trotzdem aus, daran hinderte auch die Bewerbung der Initiative über Twitter und Email nichts. Mit der Annahme, dass die Einstiegshürde der Diskussionsplattform doch zu hoch angesetzt worden war, starteten wir einen weiteren Versuch: eine Umfrage, welche mit der kostenfreien Version von Survey Monkey erstellt wurde. Mittels 10 (überwiegend multiple-choice) Fragen wurde erhoben, wie Aktive der Umweltbildung die Notwendigkeit einschätzen, eine zentrale Sammlung von Bildungsmaterialien zu erstellen, wieviel Austausch die eigene Organisation bezüglich Umweltbildung praktiziert, und ob ein erweiterter Austausch wünschenswert wäre, wer solch ein Angebot voraussichtlich nutzen würde, etc. Die Umfrage wurde ebenfalls über Email und auf Twitter @BandroAlert beworben und war drei Wochen lang sowohl auf Englisch als auch auf Französisch online zugänglich; erfreulicherweise wurden 30 Umfragebögen ausgefüllt, wobei beide Sprachen etwa hälftig vertreten waren. Die Erhebung zeigte, dass viele NGOs tatsächlich keine Informationen und Einblicke bezüglich der Programminhalte ihrer Kollegen haben, und schon dies verhindert, dass Austausch von Material oder Erfahrungen überhaupt stattfinden kann. Um diese grundlegende Anfangshürde zu adressieren, wurde bei Wikiversity eine Seite zu Umweltbildungsaktivitäten in Madagaskar eingerichtet, wo sich bereits 11 NGOs mit Details zu Programminhalten, Zielgruppe, sowie Interventionsregion eintragen ließen! Dies ist eine erste Öffnung der NGOs, die erstmals öffentlichen Einblick in ihre gesammelten Programminhalte und Aktivitäten der Umweltbildung erlauben. Dieser erste Schritt macht Hoffnung, dass eine weitere Öffnung und ein verbesserter Austausch in der Zukunft erreicht werden können; ein dreiseitiger Entwurf für ein mögliches Folgeprojekt wurde bereits entwickelt.

Im Rahmen meines Projektes des Fellow-Programmes wurde deutlich, dass nicht nur die Wissenschaft(ler) Vorbehalte gegenüber Openness haben, sondern dass solche ebenso in der Praxis der Umweltbildner, NGOs, und Naturschützer auf Madagaskar existieren; Konkurrenz zwischen Organisationen und Individuen, und vermeintliche Wettbewerbsvorteile unterbinden manchen Austausch. Wahrscheinlich kann jeder diese Vorbehalte nachvollziehen; es benötigt Vertrauen, den ersten Schritt zu gehen, und sein Wissen zu teilen. Man gibt etwas, ohne zu wissen was man dafür bekommt, und macht sich möglicherweise angreifbar. Wer sich jedoch von Konkurrenzgedanken und Unsicherheit einschränken lässt, denkt zu kurz, und versäumt die Chancen kollektiven Vorankommens. Wir sollten uns nicht davon abhalten lassen, Informationen zu teilen, unser Wissen und unsere Erfahrungen zusammenzuführen, und so bestmögliche Ergebnisse zu erzielen – sei es zwischen Wissenschaftlern und Praktikern in der Umweltbildung auf Madagaskar um eine nachhaltige Entwicklung zu unterstützen, oder in anderen Kontexten; gemeinsam erreicht man mehr, und dies ist auch der Geist den ich in Open Science sehe und schätze.


Zur Autorin

Lena Reibelt beschäftigt sich im Rahmen ihrer Promotion an der Universität Hildesheim mit den hemmenden und fördernden Aspekten von Umweltbildung auf Madagaskar. Seit September 2016 ist sie Stipendiatin im Fellow-Programm Freies Wissen.

 

 

 

by Christopher Schwarzkopf at March 06, 2017 04:28 PM

Etwas fürs Auge (und fürs Ohr und für den Magen) im Wedding

Ein Beitrag von Maria Heuschkel basierend auf einem Gespräch mit dem Wikipedia-Autoren Benutzer:BotBln zum Projekt WikiWedding in Berlin und einer Wanderausstellung zum Thema Wedding.

„WikiWedding heißt eben nicht nur der Ortsteil Wedding, sondern der alte Umfang: einschließlich Gesundbrunnen.“

Es geht also um den ehemaligen Verwaltungsbezirk Wedding – das heißt, es geht nicht um den heutigen Ortsteil Berlin-Wedding, sondern um das Gebiet der heutigen Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen. Als eine der prägnantesten Erinnerungen des Abends habe ich als Gast bei der am 25. Januar 2017 stattgefundenen Vernissage des WikiWedding diese Information mit nach Hause genommen.

Die Freiwilligen um den WikiWeddding haben dabei in den Räumen des Nachbarschaftsladen der Initiative Buttmannstraße, in welchem der WikiWedding ein Zuhause gefunden hat, eine Einführung in den Wedding geboten, welche über allgemeine Informationsvorträge und Broschüren hinausgeht.

Highlights des Weddings (im alten Umfang) kennenlernen

„Das war ein kultureller Rundumschlag.“ stellt Benutzer: BotBln fest, mit welchem wir uns zusammengesetzt haben, um seine Perspektive auf den WikiWedding und die Vernissage zu erhalten. Bei den Ausstellungsstücken handelt es sich um 25 Bilder auf Hartschaumplatten mit unterschiedlichen Motiven aus dem Wedding. Die Anwesenden konnten dabei an einem kleinen Ratespiel teilnehmen, welche Motive denn nun genau gezeigt wurden und somit die Highlights des Weddings (im alten Umfang) kennenlernen. Die Motive wurden von einer Jury aus einem Fundus von 200 Bildern, die auf Commons liegen und in irgendeiner Verbindung zum Wedding stehen, ausgewählt. Dabei handelt es sich um „Altes und Neues, Renoviertes und Zerstörtes, Technisches und Naturnahes, Innen und Außen, von Oben betrachtet und im Untergrund, Künstlerisches und Alltägliches“, und es ging keineswegs darum, „dass die Fotos mit der höchsten Qualität das Rennen machen. Ziel kann sein zu zeigen, wie vielfältig und bunt dieser Teil Berlins ist“ wie uns BotBln mitteilt.

Darüber hinaus wurden die Gäste „mit zwei Vorträgen“ unterhalten, „die verschiedener nicht hätten sein können. Zum einem mit der puren Darstellung der Geschichte des Bezirkes und zum anderen einfach mal darzustellen, was mit einem Artikel (in diesem Falle zum Wedding) in seiner Zeit passiert. Vom ersten Einstellen, zu einem immer größer werdenden Artikel – bis hin zur völligen Zerstörung und Sekunden danach zur Wiederherstellung.“

Neben der Bebilderung des Weddings, welche sich die Freiwilligen seit 2016 verschrieben haben, wurden die gut 50 Gäste mit einem bunten Rahmenprogramm aus innovativen musikalischen Klängen und hausgemachter Berliner Verpflegung inklusive Wurst mit Schrippe unterhalten. BotBln hat auch erst nach der Vernissage erfahren, dass die kostenfreie Verpflegung der Gäste auf Vernissagen nicht mehr üblich sei, aber mit den „verschiedenen finanziellen Spendern des Abends haben wir es geschafft, dass es für die Gäste frei war.“

Neue Freiwillige sind herzlich willkommen

WikiWedding, ein Projekt, welches seit Anfang 2016 von Wikimedia Deutschland gefördert wird, beschäftigt sich vor allem um die Beackerung des Themenbereichs Wedding in der Wikipedia und will interessierten Weddingern und Nicht-Weddingern die Wikipedia und/oder diesen Teil Berlins näher bringen. Konkret geht es auch darum, „Leute zu treffen, die konkret an bestimmten Artikeln arbeiten. Im günstigsten Fall für uns (eben weil das unser Ansinnen ist) über den Wedding Artikel zu machen – das ist aber kein Muss.“ Dies wird ebenfalls durch regelmäßige Sprechstunden in der Schillerbibliothek in der Müllerstraße oder der Lorberg/Schultze-Berndt-Bibliothek in der Seestraße sowie durch Offene Sonntage im Nachbarschaftsladen der Initiative Buttmannstraße 16 erreicht: „Dann haben wir die Chance konkret bei Fragen von Außenstehenden oder Neu-Wikipedianern zu helfen: wenn es ein Problem gibt in Artikeln oder wenn jemand die Arbeit zurückgesetzt hat; wenn sie irgendwelchen Ärger kriegen oder Frust.“

Der Nachbarschaftsladen der Initiative Buttmannstraße war Veranstaltungsort der Vernissage im Januar und somit Anfangspunkt der geplanten Wanderausstellung. Auch Vertreterinnen der GESOBAU und von Gangway e. V., als Sponsoren des Ladens, waren dabei und haben ihrer Begeisterung für das Projekt in Grußworten zum Ausdruck gebracht. Dabei ist der Nachbarschaftsladen laut BotBln nicht seit Anfang an das Zuhause des Projekts gewesen, doch jetzt „ist das doch ein guter Platz um Leute einzuladen. Wir haben eine Heimat, wo man in Ruhe vor sich hinarbeiten kann. Wir fühlen uns komplett alle wohl und ich arbeite hier einfach an meinen Pflanzenartikeln weiter.“

Die Ausstellung soll auf Reise gehen

Ich habe im Rahmen des Ratespieles des Vernissage ganze zwei Motive zuordnen können und habe somit als frischgebackene Neu-Weddingerin (im heutigen Ortsteil Gesundbrunnen und im ehemaligen Verwaltungsbezirk Wedding) eher versagt. Die Ausstellung verweilt noch im Nachbarschaftsladen, bis sie an den nächsten Ausstellungsort geschickt wird. „Es soll erst einmal eine Wanderausstellung sein, die zunächst im Laden gezeigt wird und dann auf Reise geht: zum Beispiel in Bibliotheken oder in die Geschäftsstelle. Vielleicht auch in eine andere Stadt, wenn es jemand haben will.“

Auch wenn die Organisation der Veranstaltung, sowie die Koordinierung der verschiedenen Aufgaben (auch noch über den Jahreswechsel, über welchem sich die meisten im „Winterschlaf“ befanden) viel Stress für die Ehrenamtlichen bedeutete – „am Ende lief alles gut. Auch in allen verschiedenen Rollen, die ich an dem Abend hatte: die Betreiber zufrieden zu stellen, für Wikipedia und für den Nachbarschaftsladen.“

Ausgewählte Ausstellungsstücke

by Nicolas Rueck at March 06, 2017 09:29 AM

March 02, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 9/2017

In der Wikimedia Woche 9/2017 sind unter anderem eine Projektvorstellung aus dem Fellow-Programm und das Protokoll der 1. Klausur des 5. Präsidiums von Wikimedia Deutschland zu finden. Außerdem erschien die erste Ausgabe des Wikimedia Education Newsletters im Jahr 2017 und es gibt viele Neuigkeiten aus dem Bereich Technik.

Zur Wikimedia:Woche 9/2017 geht es hier.

by Nicolas Rueck at March 02, 2017 01:17 PM

„Wikipedia spielt..“ im Lokal K

Ein lokaler Raum, zwei Tage und unendlich viele Spiele. Ein Beitrag von Achim Raschka und Chiara Weiß.

Nach einem etwas umständlichen Weg vom Hotel ins Lokal K, der beinahe mit Orientierungslosigkeit im beschaulichen Köln geendet hätte, konnten wir die Hackländerstraße doch rechtzeitig erreichen.

Organisator Achim und zwei weitere Teilnehmende hatten bereits um Punkt 11 Uhr die erste Spielerunde begonnen und bildeten das Empfangskomitee; nach und nach trudelten weitere Menschen ein und am Nachmittag war der Raum mit etwa 20 Leuten gut gefüllt.

Man fühlt sich direkt wohl im Lokal K. Die Sitzecke lädt zum Entspannen ein, es gibt eine Menge Bücher – mit einer besonders großen Auswahl an Käsefachliteratur –, und in der Küche bekommt man Kaffee, der, falls Achim ihn kocht, einen „drei Tage lang wach hält“ (so Micha, der Admin der Facebook-Gruppe „Brettspiele(n) in Köln“ und Mitorganisator der Kölner Spieletreffen).

Und schon befanden wir uns mitten zwischen neuen Leuten, Spielen, Regeln, Verständnisfragen, ratlosen und erklärenden Gesichtern, Gewinnen und Verlieren. Über beide Tage verteilt herrschte ein reges Kommen und Gehen, alle Neuankömmlinge wurden mit einem fröhlichen Hallo aus der Runde begrüßt und gesellten sich einfach dazu.

Mal spielten alle als große Gruppe, mal zu zweit; manche Spiele wurden gleich wieder weggelegt, andere hatten nach 20 Jahren im Regal ihr Comeback. Klassiker wie das Kneipenwürfelspiel Bluff oder das Hochhausspiel Manhattan kamen ebenso auf den Tisch wie Neuheiten der letzten Jahre.

Am zweiten Tag wurde parallel zum kooperativen Robinson Crusoe, dem Räuberspiel Colt Express und dem Spiel Bezzerwizzer (ein Spiel, dessen Titel Wikipedianern einfach zusagen muss) dann sogar der Prototyp eines in der Entwicklung befindlichen Spiels aufgebaut: Der Dungeon-Crawler Operation C von Meg Griffin entführt die Spieler in ein Biowaffentestzentrum, wo sie und ihre Figuren von genmanipulierten Spinnen und Dinosauriern attackiert werden.

Seit kurzem trifft sich jeden Dienstag sowie jeweils an einem Wochenende im Monat eine Gruppe Spielebegeisterter im Lokal K. Aber es geht nicht nur darum, gemeinsam Spiele auszuprobieren.

Das Projekt Portal:Spiele/Wikipedia spielt … verfolgt das Ziel, eine Verbindung zwischen der Online-Community von Facebook und Wikipedia und dem realem Zusammentreffen dieser zwei bislang noch wenig zusammengewachsenen Welten zu schaffen und mittelfristig aus dem Kreis der Spielenden potenziell interessierte Neu-Autor*innen zu gewinnen.

Geplant ist erstmal ein Heranführen von bislang nicht oder nur wenig mit Wikipedia konfrontierten Spieler*innen an die Wikipedia-Welt und vice versa. In der Wikipedia sollen Neuanlagen und Erweiterungen entstehen, Artikel sollen aktualisiert und die Bebilderung (soweit dies möglich ist) verbessert werden. Auch die Verlinkung zu Wikidata und externen Seiten ist Teil des Programms.

Neu angelegt wurden im Zuge des Projekts bisher bereits 27 Artikel zu Spielen, 11 zu Spieleautor*innen und ein Artikel zu einem Spielkartenverlag, weitere Artikel und Artikelerweiterungen sind in Planung. Auf Wikidata wurde zudem das Wikiproject Board Games gestartet, um die Datenbankeinträge zu pflegen und zu harmonisieren.
Neben den Treffen in Köln findet „Wikipedia spielt …“ auch in den lokalen Räumen in Hamburg und München statt, in Berlin ist es in Planung und wird wohl in den nächsten Wochen Fahrt aufnehmen.

by Nicolas Rueck at March 02, 2017 12:52 PM

March 01, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Reproduzierbare Webseiten für alle – Ein Projektbericht aus dem Fellow-Programm Freies Wissen

Veranstaltungshinweis:
„Wissenschaft offen gestalten – Open Science in der Praxis“
Am 10. März präsentieren die Stipendiatinnen und Stipendiaten des Fellow-Programms Freies Wissen in Berlin ihre Projekte und diskutieren über ihre Erfahrungen mit Open Science in der Praxis. Mehr Informationen zur Veranstaltung sind hier zu finden.

Das Fellow-Programm Freies Wissen wurde 2016 von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband initiiert, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre eigene Forschung und Lehre im Sinne von Open Science zu öffnen und damit für alle zugänglich und nachnutzbar zu machen. In diesem Gastbeitrag berichtet der Stipendiat Ruben C. Arslan über seine Forschung, die er im Rahmen des Fellow-Programms durchführt. 

In meiner wissenschaftlichen Arbeit bemühe ich mich, so offen wie möglich zu sein. Leider arbeite ich mit Daten, die ich nicht ausreichend de-identifizieren kann, um sie zu teilen (sprich komische Sextagebücher) und Daten, bei denen mir die Entscheidung schlicht nicht obliegt (sprich die Stammbäume aller Schweden seit 1950). Um diesen peinlichen Mangel an Offenheit zu kompensieren habe ich versucht, andere Methoden zu entwickeln, um meine Arbeit transparent zu machen. Nach ein paar Fehlschlägen (niemand wollte sich meinen Rstudio-Speedrun-Twitch-Kanal ansehen), habe ich einen Weg gefunden, der für mich bisher passabel funktioniert hat. Jetzt denke ich, es könnte sogar für Forscher interessant sein, die nichts zu kompensieren haben.

Und zwar habe ich versucht, nicht nur meinen statistischen Code zu teilen, sondern auch sicherzustellen, dass er leicht zugänglich ist, indem ich ihn in eine reproduzierbare Website verwandle.

Warum? Weil viele Probleme auftreten können, wenn man “nur” Daten und Code teilt:

Eine unvollständige Liste

  1. Unvollständige Anweisungen oder Code. Vielleicht hast du Geheimwissen wie „Zuerst muss ich das Arbeitsverzeichnis auf C:\DavemasterDave\Nature_paper\PNAS_paper\JPSP_paper\PAID_paper\Data setzen, die statistischen Pakete in der Reihenfolge laden, die uns von unseren Ältesten überbracht wurde, die Variablen umbenennen und zu Meehl beten. „
  2. Inkonsistente Paketversionen. Du hast dplyr v0.5.0 anstelle von v.0.4.9 verwendet, um die Analysen zu reproduzieren. Fataler Fehler. Es stellt sich heraus, dass distinct() neuerdings die Funktion „wirf alle meine Daten weg und warn mich nicht“ ist.
  3. Umständlichkeit. Zuerst lade den Code aus dem Supplementary herunter (dazu klick diesen Link im PDF an und suche auf der Journalwebsite nach dem Paper). Die  Daten kriegst du dann von Dryad. Dann leg sie in den gleichen Ordner und installier die folgenden Pakete (oh übrigens müssen diese Pakete kompliliert werden, aber keine Bange dafür brauchst du nur R, Rstudio, Rtools und OS X Xcode command line tools). Oh, und um das Codebuch zu bekommen, musst du nur Mount Doom erklimmen. Weck auf dem Weg bloß nicht meinen Doktorvater auf und du bist schon fast da.
  4. Schlechte Dokumentation des Codes. Was macht die Funktion transformData _???_profit? Was bedeuten die Variablen prc_stirn_b, fertile_fab? Ist RJS_6R die Variable, die invers kodiert ist oder hast du sie so genannt, nachdem du RJS_6 umgedreht hast? Und der Allzeit-Klassiker: Sind Frauen Sex == 2 oder Sex == 1 (oder doppelt so sex wie Männer, siehe auch hier)?
  5. Es fängt mit den aufbereiteten Daten an. Wenn ich an einem Projekt arbeite, verwende ich 80% meiner Zeit auf die Datenaufbereitung, Reinigung, Kontrolle. Doch wenn ich reproduzierbare Dateien herunterlade, beginnen sie oft mit einer Datei namens cleaned_final_2_Sunday23July_BCM.csv. Da fehlt was. Und es können Fehler in diesem versteckten Teil stecken. Tatsächlich ist es exakt 99% wahrscheinlicher, dass ich einen Fehler bei der Datenaufbereitung gemacht habe, als dass Paul Bürkner einen Fehler bei der Programmierung von brms gemacht hat. Weil unsere Daten und deren Aufbereitung immer komplexer werden, sollten wir unsere Pipelines für die Datenaufbereitung teilen.
  6. Zuletzt, das schlimmste: Verlust. Es zeigt sich, dass persönliche Universitäts-Seiten nicht besonders zuverlässige Orte sind, um Daten und Code zu speichern und auch nicht das Backup, das du auf dem USB-Stick hattest, den du deiner Kollegin geliehen hast, die .. Mist.

Reproduzierbare Webseiten lösen diese Probleme. Risiken und Nebenwirkungen beinhalten die quälende Ungewissheit darüber, ob du sie endlich freigeben sollst und ob noch Fehler gefunden werden (fun fact: niemand liest das Supplement. Ich habe ein Video von Rick Astley in jedem einzelnen meiner Supplements und bislang hat es niemand bemerkt).

Der Stack, den ich verwende, um meine reproduzierbaren Webseiten zu machen.

  1. R & RStudio RStudio ist eine integrierte Entwicklungsumgebung. Braucht man nicht unbedingt, aber RStudio entwickelt eine Menge der Pakete, die notwendig sind, um Reproduzierbarkeit mit R umzusetzen, also ist ihr Editor eine kluge Wahl.
  2. Packrat. Packrat schlichtet Paketversionenkonflikte. Leider ist es ein bisschen unreif, also würde ich zur Zeit empfehlen, es nur in der Endphase des Projektes zu aktivieren. Wenn du oft an vielen Projekten gleichzeitig arbeitest und weißt, welches Leid es verursacht, wenn ein Update in einem Projekt Bugs in einem anderen Projekt auslöst, könnte es sich lohnen die Mühe auf sich zu nehmen, packrat aktiviert zu lassen.
  3. Rmarkdown (knitr). Markdown ist eine leicht zu erlernende Markup-Sprache. Mit Rmarkdown kannst du deinen R-Code dokumentieren, und Graphen und Tabellen einfügen, wo sie hingehören. Es erzeugt jetzt auch Webseiten und Bibliographien mit wenig zusätzlicher Arbeit.
  4. Git & Github Git übernimmt die Versionskontrolle. Viele Wissenschaftler arbeiten alleine, also kann Git nach Overkill klingen, aber a) einmal open, wirst du nie wieder alleine arbeiten (man spiele die kitschige Musik) und b) die Features, die Github bietet (vor allem: Hosting für deine Website auf Github pages) könnten dich für die etwas steile Lernkurve entschädigen. RStudio bietet eine rustikale visuelle Schnittstelle für Git, ich persönlich bevorzuge SourceTree .
  5. Zenodo kann deine Website dauerhaft, kostenlos archivieren (und andere Daten auch). Wenn man die Webseite öffentlich macht, kriegt man eine zitierbare DOI , die zu der Website führen wird, auch falls Github und Zenodo eines Tages das Zeitliche segnen. Zenodo kann mit Github integriert werden, so dass Releases auf Github automatisch in Zenodo hochgeladen werden.

Damit dieser Stack gut zusammenarbeitet, muss man noch einige kleinere Probleme bewältigen. Und um ganz ehrlich zu sein: Man braucht immer noch R, RStudio und eine rudimentäre Kenntnis der Geographie von Mount Doom. Aber deine Leser brauchen nur einen Webbrowser, um deine Arbeit nachzuvollziehen (okay, Drucken ginge auch, aber einer meiner Co-Autoren hat einmal versucht, alle meine Mplus-Outputs zu drucken und dabei einen wesentlichen Teil von Honduras entwaldet).

Um es einfacher zu machen, habe ich ein Anfänger-RStudio-Projekt hochgeladen, das du bei Github forken kannst, um mit einer Konfiguration zu beginnen, die bislang gut für mich funktioniert hat. Ich habe versucht, einige der Risse im Stack zu übertünchen, und ich habe ein bisschen Struktur und Code hinzugefügt, die du dann anpassen kannst.

Mit diesen Projekten dokumentiere ich meinen gesamten Forschungsprozess mit Rmarkdown (z. B. Laden und Verarbeiten der Rohdaten, Reshaping in die richtige Form, Analysieren, Diagramme).

Aber statt die rohen Skripte zu teilen (die nur sinnvoll sind, wenn sie interaktiv mit den Daten laufen), mache ich eine Website, auf der die Leser den Code zusammen mit den resultierenden Graphen und anderen Outputs sehen.

Ich benutze die so erstellten Berichte, um meine eigenen Ergebnisse zu verstehen und mit meinen Co-Autoren umfangreiche Ergebnisse zu teilen. Manche Freunde schreiben sogar ihre kompletten Manuskripte mit Scholarly Markdown und Papaja, aber mir ist hier eigentlich wichtiger, nicht alle interessanten Details, die es nicht in das Manuskript schaffen, unter den Tisch fallen zu lassen.

Hier sind zwei Projekte, wo ich diesen Stack (oder eine frühere Version) verwendet habe:

  • https://rubenarslan.github.io/paternal_age_fitness/ – das Online-Supplement für dieses Manuskript. Das ist die größte Seite, die ich bisher gemacht habe (~ 90 Seiten, >7000 Graphen) und es war eine komplexe Nummer mit Modellen, die auf einem Cluster liefen, aber offline dokumentiert wurden.
  • Https://rubenarslan.github.io/generation_scotland_pedigree_gcta/ – das Online-Supplement für dieses Manuskript. Dieser Projekt war viel einfacher, einfach nur eine einzige Seite mit vielen Tabs. Im Manuskript konnten wir nur die Ergebnisse unserer Modellselektionsprozedur zeigen, aber online konnten wir zeigen, welchen Einfluss unsere Entscheidungen hatten und die Komponenten sich gegenseitig beeinflussen.

Dieser Stack sollte mit kleineren Änderungen auch mit Shiny Apps funktionieren.

Also, seid reproduzierbar und mehret euch: https://github.com/rubenarslan/repro_web_stack/

(Es gibt noch ein paar langweiligere Anweisungen auf der Github-Seite, aber es ist wirklich einfacher als all diese Software-Namen es klingen lassen).

PS: Wenn dir das nicht nerdy genug war, ist vielleicht Jon Zelners Blog-Post-Serie interessant. Er benutzt Make-Files, Docker und continuous integration wie ein richtiger, erwachsener Programmierer.

 

Dieser Artikel ist eine übersetzte Fassung eines Beitrags auf der Webseite von Ruben C. Arslan


Zum Autor

Ruben C. Arslan promoviert in der Biologischen Persönlichkeitspsychologie an der Georg-August-Universität Göttingen. Dort befasst er sich mit den evolutionären und genetischen Ursachen von individuellen Unterschieden in Persönlichkeit und Intelligenz und untersucht romantische Präferenzen und Beziehungsdynamiken. Er hofft, dass offene, transparente Wissenschaft die psychologische Forschung solider und replizierbarer machen wird. Um das voranzutreiben veröffentlicht er wissenschaftliche Open Source Software und beteiligt sich an internationalen und lokalen Initiativen zur Förderung von Open Science.

by Sarah Behrens at March 01, 2017 08:20 AM

February 28, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Ladies That FOSS — Welcoming 35 women coders into the FOSS movement and that was just the beginning

German summary: Ladies That FOSS war ein Hackathon gerichtet an Frauen, die Interesse an Freier und Open Source Software (FOSS) haben, aber noch nicht an konkreten Projekten beteiligt sind.

by Julia Schuetze

Ladies That FOSS was an open source hackathon by Wikimedia Deutschland e.V. in October 2016 continuing as a meetup starting from March 15th 2017.

In October 2016 Wikimedia Deutschland e.V. held its first hackathon aimed at women and nonbinary coders who are interested in Free and Open Source Software. The majority of them had one thing in common: they have never contributed to the FOSS world but were eager to find out what all the fuss in FOSS is about.

The event was a “good guideline into the FOSS world, I’m much less scared now to contribute,” one participant wrote in the feedback survey.

Women coders are still a rare sight in FOSS projects. We wanted to change that and provide a space which makes it easier to start which was offline first. The contribution to FOSS projects comes with some overhead, it’s not that easy to figure out where to find the relevant information at the start or understand how and where contributors communicate. Some newcomers to coding have simply just not come across free software projects or are predominantly users instead of contributors not knowing where to start. Whatever the reason, providing a personal introduction to the projects lowers some of those barriers, so Ladies That FOSS that we knew should be about personal interaction. We aimed our communication specifically at women who are not involved in FOSS yet and met with the mentors before to discuss the code of conduct and talk about what mentoring means and how it can be most successful for both the projects and the newcomers.

To make it easier for the participants, we asked about their experience level, interests and skills to be able to match them with projects they’d like to work with on the day and give projects the opportunity to prepare tasks and instructions for specific people. Projects which got on board were: Mozilla Firefox, RIOT, MediaWiki, Wikidata, Inventaire, coala, Nextcloud, LibreOffice and Sourcefabric.

About the event, participants said afterwards that they liked the atmosphere, the one-on-one matchup process, personal communication, the direct contact with the mentors, the diversity of projects and the concrete goal for the day and that work became visible.

Indeed participants could show patches approved, changes on the project websites which could be seen by millions.

 

The positive feedback encouraged us to continue with the format. Predominantly, the women wanted to take part in form of a meetup where also mentors are available, so we set up a cooperation with Mozilla which is supporting the meetup and invited projects involved in Ladies That FOSS. Additionally, the meetup will allow more time to exchange, chat and meet more like-minded people – something which was missing from the more goal-oriented hackathon. For now, participants can freely access and add ideas to an etherpad which provides information about the projects involved but also tasks and installations processes as well as people who are coming to the event. We encourage everyone interested in the meetup to join and add ideas.

The next meetup is on 15th of March 2017.

Want to know more or come to the next meetup?

Learn more about what’s happening at the meetup here: https://public.etherpad-mozilla.org/p/Ladies_that_FOSS_15MARCH

Podcast about Ladies That FOSS: https://sourcecode.berlin/2016/11/03/ladies-foss/

Blogpost about the event by femgeeks: https://femgeeks.de/ladies-that-foss/

Blogpost about the event by Greta, participant and now Ladies That FOSS volunteer https://gretadoci.wordpress.com/2017/01/26/ladies-that-foss/

Twitter: https://twitter.com/ladiesthatfoss

 

by Jens Ohlig at February 28, 2017 02:31 PM

February 23, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 8/2017

In der Wikimedia:Woche 8/2017 wird unter anderem auf diverse neue Stellen bei Wikimedia Deutschland sowie den nächsten Community-Workshop hingewiesen sowie Einblicke in die Community gewähren unter anderem Berichte zu Fotoaktionen im Sportbereich sowie der Berlinale; evaluiert wurden die von Wikimedia Deutschland erstellten Mitmach-Videos und auch ein internationaler Newsletter beschäftigt sich mit dem Thema. Besonderes Highlight ist die Ankündigung der Europäischen Raumfahrtorganisation (ESA), ihre Inhalte unter einer Freien Lizenz zu veröffentlichen.

Zur Wikimedia:Woche 8/2017 geht es hier.

by Martin Rulsch at February 23, 2017 04:45 PM

Gerichtsurteile als Menschenwerk: Zum Editionsprojekt „Die Namen der Justiz“

Das Fellow-Programm Freies Wissen wurde 2016 von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband initiiert, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre eigene Forschung und Lehre im Sinne von Open Science zu öffnen und damit für alle zugänglich und nachnutzbar zu machen. In diesem Gastbeitrag stellt der Stipendiat Hanjo Hamann sein Projekt vor, welches er im Rahmen des Fellow-Programms durchführt. 

Die „Objektivität“ des Rechts…

Veranstaltungshinweis: „Wissenschaft offen gestalten – Open Science in der Praxis“ 
Am 10. März 2017 präsentieren die Stipendiatinnen und Stipendiaten des Fellow-Programms Freies Wissen in Berlin ihre Projekte und diskutieren über ihre Erfahrungen mit Open Science in der Praxis. Mehr Informationen zur Veranstaltung sind hier zu finden.

Unter deutschen Juristen gilt es als unfein, Fachtexte in der ersten Person zu verfassen. Wer es versucht, bekommt schnell zu hören, er möge doch die „Egoismen“ tilgen. Denn „das Recht“ soll in größtmöglicher Objektivität ohne eigene Anteilnahme gesprochen und geschrieben werden. Das Persönliche tritt dagegen zurück, Entscheidungen treffen also „der“ Bundesgerichtshof und „das“ Bundesverfassungsgericht, nicht die darin versammelten Richter. Und was „der Bundesgerichtshof“ entscheidet, gilt im Zweifel auch noch weit über die Amtszeit der beteiligten Richter hinaus.

Zu welch dramatischen Verwerfungen das führen kann, zeigt nun der Tübinger Rechtshistoriker Jan Thiessen in einem neuen Buch mit dem unscheinbaren Titel „Der Ausschluss aus der GmbH“ [1]. Anders als das nüchterne Thema nahelegt – und diese Dissonanz ist sicher gewollt – geht es darin ausschließlich um das allzu Menschliche in der deutschen Justiz. Thiessen zeigt nämlich, wie eine scheinbar sachlich begründete Rechtsansicht, die heute allgemein anerkannt ist, alles andere als sachlich begann: Sie wurde von Richtern mit einem bestimmten sozialen Hintergrund 1942 entwickelt, um einen bestimmten (nämlich jüdischen) Unternehmer zu benachteiligen. Thiessen hat die Geschichte dieses Gerichtsprozesses und der daran beteiligten Personen gründlich recherchiert und plastisch dargestellt, wie ein ideologisch motiviertes Unrecht gerade dank seiner Ent-Menschlichung in das Rechtsdenken nachfolgender Juristengenerationen einsickern und seinen ideologischen Kontext weit überleben konnte. So wird aus dem scheinbar neutralen Urteil „des Reichsgerichts“ mit dem blassen Aktenzeichen „II 67/41“ und der nichtssagenden Fundstelle „RGZ 169, 330“ wieder eine packende und lehrreiche Geschichte über menschliche Schicksale, über die heftigen Konflikte „des Rechts“ in besonderen politischen Machtverhältnissen, und über den Einfluss und die Verantwortung einzelner Richterpersönlichkeiten.

und die Namen der Justiz

Andernorts sind solche Rechts-Geschichten viel üblicher. So etwa in der angloamerikanischen Rechtsprechung, deren Richter vor subjektiver Rhetorik noch nie zurückschreckten und ihre persönliche Meinung auch öffentlich kundtun, wenn sie der Kollegenmehrheit und damit „dem Gericht“ widerspricht. Dieser Stil der Rechtsfindung bedingt auch eine andere Auseinandersetzung mit Streitfällen: Der Prozess wird weniger als amtliches Verfahren geführt denn als streitiger Diskurs; Urteile werden nicht mit Aktenzeichen zitiert, sondern mit den Namen der Prozessbeteiligten; Forscher beschäftigen sich dementsprechend intensiv mit den Nebenwirkungen der richterlichen Parteizugehörigkeit, ihrer sozialen Herkunft und sonstigen Umstände auf juristische Sachdebatten [2]. Diese Forschung findet nicht mehr nur qualitativ, sondern zunehmend auch quantitativ mithilfe großer Datensätze im Internet (Big Data) statt.

Während qualitative Justizforschung auch in Deutschland Konjunktur hatte, als in den 1970ern die Rechtssoziologie „vor den Toren der Jurisprudenz“ stand [3], scheitert die quantitative Justizforschung in Deutschland noch immer daran, dass geeignete Datensätze fehlen. Die meisten Informationen finden sich bestenfalls gedruckt oder auf archivierten Mikrofilmen (oder eben gar nicht), sind aber kaum je im Internet abrufbar. Dazu gehörten bisher auch die Namen und Aufgaben der Richter, die im Lauf der Jahrzehnte an den höchsten deutschen Gerichten tätig waren. Denn die Zuständigkeits- und Besetzungslisten der Gerichte (sog. Geschäftsverteilungspläne) wurden nie digitalisiert. Fragt man bei den Gerichten direkt nach, ist der Verbleib dieser Dokumente aus früheren Jahren entweder nicht bekannt, oder kann „aus Kapazitätsgründen“ jedenfalls nicht mitgeteilt werden – und „eine nachträgliche Erfassung in elektronischer Form ist [erst recht] nicht beabsichtigt“.

Das ändert mein Projekt „Die Namen der Justiz – Offener Zugang zur Justizgeschichte“ im Rahmen des Fellow-Programms „Freies Wissen“; es soll sowohl den offenen Zugang zu Rechtsdokumenten (open access) als auch die empirische Unterfütterung juristischer Entscheidungen (Evidenzbasierte Jurisprudenz [4]) verbessern.

www.Richter-im-Internet.de

Die Webseite www.richter-im-internet.de entstand im Rahmen des Fellow-Programms Freies Wissen, Screenshot von Christopher Schwarzkopf, CC BY-SA 4.0

Konkret soll das Projekt auf einer frei zugänglichen Internetseite die Geschäftsverteilungspläne der sieben höchsten deutschen Gerichte jedermann so vollständig wie möglich zur Verfügung stellen. Diese sieben Gerichte sind das Bundesverfassungsgericht, die fünf obersten Gerichtshöfe des Bundes (Bundesgerichtshof, Bundesverwaltungsgericht, Bundesfinanzhof, Bundesarbeitsgericht und Bundessozialgericht) sowie das Bundespatentgericht, die alle zwischen 1950 und 1961 errichtet wurden und dementsprechend auf mehr als ein halbes Jahrhundert Rechtsprechungstätigkeit zurückblicken.

Diese Gerichte wurden kontaktiert, ebenso wie einige einschlägige Dienstleister und der Verlag, der die Geschäftsverteilungspläne bis 2012 im Druck veröffentlichte. Die bei diesen Stellen verfügbaren Dokumente wurden in mehreren Arbeitsrunden digitalisiert, dann nachbearbeitet, mit Metadaten versehen und im Internet auf dem eigens eingerichteten Informationsportal www.Richter-im-Internet.de zum Download bereitgestellt. Dort liegen nun die Geschäftsverteilungspläne für eines der Gerichte (BGH) zurück bis zur Gründung vor, für die meisten anderen immerhin gut fünfzig Jahrgänge. Das sind insgesamt über 300 pdf-Dokumente im Umfang von knapp 3.000 Seiten. Wo noch Dokumente fehlen, verweist die Website auf Gerichtsauskünfte und Druckveröffentlichungen, die weiterführende Informationen enthalten und im Zuge einer etwaigen Projektfortsetzung genutzt werden könnten.

Ausblick: Open Data für die Forschung

Für einen wichtigen Teil der Daten treibt das Projekt die Öffnung sogar noch weiter: In Abstimmung mit einem vierköpfigen Beirat aus Sprach-, Netzwerk-, Politik- und Geschichtswissenschaftler(inne)n werden ausgewählte Besetzungslisten (insb. alle des Bundesgerichtshofes in Zivilsachen) maschinenlesbar aufbereitet und mit weiteren Daten aus öffentlichen Quellen angereichert. So entsteht ein Datensatz aus bisher gut 5.200 Einträgen, die für jede(n) der bisher gut 600 BGH-Richter(innen) die Lebensdaten, Ein- und Austritts- sowie Beförderungstermine und die Senatszugehörigkeiten für jedes Jahr seit der Gründung des Gerichts 1950 auflistet. Zudem wird jede Person anhand ihrer Wikidata-Kennung identifiziert, wodurch es möglich sein wird, beliebige andere Datensätze, die in Wikidata hinterlegt oder verlinkt sind, automatisiert einzubinden.

So kann auch hierzulande empirische Forschung zur Justiz stattfinden, die das Big-Data-Potential des Internet nutzt, um wichtige Einsichten über das Zusammenspiel sozialer und politischer Systeme mit dem Recht zu gewinnen.


Zum Autor

Dr. Dr. Hanjo Hamann arbeitet am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern  (Bonn), unter anderem zu Rechtslinguistik, empirischer Rechtsforschung und Verhaltensökonomik. Seit September 2016 ist er Stipendiat im Fellow-Programm Freies Wissen.


[1] Thiessen, Jan: Der Ausschluss aus der GmbH als ‚praktische Durchführung einer verbrecherischen Irrlehre‘ – eine Rechtsfortbildungsgeschichte, Tübingen 2017.

[2] Bsp.: Segal, Jeffrey A. und Harold J. Spaeth: The Supreme Court and the Attitudinal Model Revisited, Cambridge 2002; Bailey, Michael A. und Forrest Maltzman: The Constrained Court: Law, Politics, and the Decisions Justices Make, Princeton 2011.

[3] Lautmann, Rüdiger: Soziologie vor den Toren der Jurisprudenz – Zur Kooperation der beiden Disziplinen, Stuttgart 1971; kurz darauf ders., Justiz – die stille Gewalt, Frankfurt/M. 1972, Neuausgabe 2011.

[4] Hamann, Hanjo: Evidenzbasierte Jurisprudenz. Methoden empirischer Forschung und ihr Erkenntniswert für das Recht am Beispiel des Gesellschaftsrechts, Tübingen 2014.

by Christopher Schwarzkopf at February 23, 2017 08:45 AM

February 21, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Mehr Weltraum für Wikipedia

Die Europäische Weltraumorganisation hat eine neue Open Access Policy angekündigt: künftig veröffentlicht die ESA ihre Inhalte unter Creative-Commons-Lizenzen. Das bedeutet, nicht nur Wikipedia, sondern wir alle haben bald mehr Zugang zu Freiem Wissen über das Weltall.

Schon bevor die Europäische Weltraumorganisation ESA 1975 gegründet wurde, verfolgten Millionen Menschen auf der ganzen Welt die erste bemannte Mondlandung live vor ihren Fernsehern. Das öffentliche Interesse an der Erforschung des Weltalls und der Raumfahrt ist auch heute noch ungebremst – die Informationskanäle aber nicht mehr dieselben wie noch vor 40 Jahren. Mit ihrer Open Access Strategie will die ESA die Raumforschung nun zugänglicher gestalten. Jeder Internetbenutzer und jede Internetbenutzerin, aber auch Wissenschaft und Wirtschaft, können künftig frei auf das Bild-, Video- und Datenmaterial der ESA zugreifen und es unter Einhaltung der Lizenzbestimmungen sogar für eigene Zwecke nutzen.

Die ESA ist dabei nicht die erste Weltraumorganisation, die ihre Inhalte unter freien Lizenzen zur Verfügung stellt. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt  (DLR) stellte auf Initiative von Wikimedia Deutschland bereits 2012 seine Lizenzierungspolitik um. Inhalte der NASA, wie zum Beispiel Satelliten- und Teleskopaufnahmen, sind automatisch gemeinfrei. Die ESA verpflichtet sich nun, eigene Inhalte unter einer Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 IGO zu veröffentlichen. Um Inhalte unter dieser Lizenz nachzunutzen zu können, muss lediglich ein vollständiger Lizenzhinweis angegeben werden. Unter anderem können neueste Erkenntnisse aus der Raumfahrt und begleitendes Bildmaterial damit einfacher in die Wikipedia übernommen und so einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden.

Schon seit 2004 engagieren sich Freiwillige aus Wikimedia-Projekten dafür, die ESA von einer freien Lizensierung ihrer Bildmaterialien zu überzeugen. 2014 hatte die Europäische Raumfahrtorganisation daraufhin bereits Bilder von der Rosetta-Mission unter Creative-Commons-Lizenzen zur Verfügung gestellt.

 

by Denis Schröder at February 21, 2017 09:08 AM

February 16, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 7/2017

In der Wikimedia:Woche 7/2017 sind viele spannende Termine zu finden, darunter eine Schatzsuche im Stuttgarter Stadtarchiv, eine Infoveranstaltung zur EU-Urheberrechtsreform und ein Edit-a-thon zur Open-Kultur. Außerdem können Gebühren für Behördenanfragen jetzt auch in Österreich übernommen werden und zur Lösung von Bearbeitungskonflikten wird ab sofort eine neue und bessere technische Funktion angeboten. Die deutschsprachige Wikipedia-Community diskutiert derzeit über die Nutzung von Bildern abmahnender Fotografen und startete hierzu ein Meinungsbild.

Zur Wikimedia:Woche 7/2017 geht es hier.

by Nicolas Rueck at February 16, 2017 02:37 PM

February 13, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Mach mit: Videos für den leichteren Einstieg bei Wikipedia

Wikipedia lesen ist für Viele ganz alltäglich. Dass aber alle auch mitschreiben und ihr Wissen einbringen können, ist oft nicht bekannt. Wichtig ist uns als Wikimedia Deutschland daher, schon zum Einstieg zu zeigen, dass Editieren in der Wikipedia Spaß macht. Durch Gespräche mit der Community sowie Erfahrungen aus dem Movement gehen wir davon aus, dass neue Autoren und Autorinnen mit dem Einsatz von Bewegtbild besser an die Hand genommen werden können. Im 4. Quartal 2016 haben wir daher drei verschiedene Videoformate produziert, die Neuautorinnen und -autoren auf verschiedenen Ebenen die Wikipedia näher bringen sollen.

 

Gemeinsam mit dem netzpolitischen Künstler Alexander Lehmann entstand dieses Attention-Desire-Action-Video (kurz ADA). Es ist ein humorvolles und niedrigschwelliges Video, das zeigt: „Cool! Bei der Wikipedia kann ich mitmachen!“. Es soll den Leserinnen und Leser der Wikipedia verdeutlichen, dass und wie sie sich aktiv beteiligen können. Für das Video wurde ein eigener Illustrationsstil entwickelt, der auch auf flankierenden Produkten eingesetzt werden kann. Das Video eignet sich gut, um außerhalb der Projekt- und Organisationswebseiten Aufmerksamkeit für Wikipedia und Wikimedia zu generieren.

 

 


 

Mit unserer Kooperationspartnerin Simpleshow Foundation wurden drei Erklärvideos produziert, die grundlegende Begriffe und Konzepte der Wikipedia anhand von häufig gehörten Nutzenden-Fragen erklären. Diese sind: „Welche Infos dürfen eigentlich in die Wikipedia?“, „Wird mein Text sofort veröffentlicht?“ und „Wie funktioniert die Arbeit in der Wikipedia?“. Auf Basis dieser Videos können sich Interessierte weiter in die Wiki-Welt einarbeiten.
 

 

In den Screencast Tutorials wird es praktischer: In diesen erklären aktive Autorinnen und Autoren den Neulingen, wie das Editieren in der Wikipedia genau funktioniert. Die Interessierten lernen ihre Benutzerseite sowie die Benutzeroberfläche der Wikipedia mit dem Visual Editor  kennen. Sie erfahren außerdem, wie sie über Artikel diskutieren, Artikel verbessern und Artikel schreiben sowie Bilder einbinden können. Alle Tutorinnen und Tutoren sind zusätzlich in einem kurzen Teaser zu sehen, in dem sie erzählen, warum sie bei Wikipedia dabei sind. Am 25. und 27. November (am Wochenende der Mitgliederversammlung) wurden die Tutorials in den Räumen von Wikimedia Deutschland am Tempelhofer Ufer in Berlin gedreht. Der erfahrene Kameramann Stefan Brainbauer konnte dabei viel von der Aufregung nehmen, so dass sowohl die Tutorinnen und Tutoren als auch das WMDE-Filmteam Spaß hatten.
 

 

Allen Videos wurde ein eigens kreiertes Intro und Outro voran- bzw. nachgestellt. Die elf Produktionen sind auf einer Machmit-Seite gesammelt. Zu Beginn des Jahres wurde das Dankeschön-Banner, das zum Ende der Spendenkampagne geschaltet wird, genutzt, um auf diese Seite aufmerksam zu machen. Die Aktion wird als Testlauf gesehen. Derzeit werden qualitative Interviews mit Testpersonen durchgeführt. Zusammen mit den quantitativen Messungen der Kampagne können wir dann abschließend sagen, ob das Format Bewegtbild in diesem Kontext hilfreich ist.

Die Videos werden derzeit sowohl innerhalb als auch außerhalb der Wikipedia eingebunden und geteilt. Wir freuen uns über jede Einbindung! Außerdem wird es englische Versionen bzw. englische Untertitelungen geben, so dass die Videos auch weltweit zur Verfügung stehen und von anderen Sprachversionen übersetzt und genutzt werden können.

Weitere Informationen zum Projekt der Neuautorengewinnung von Wikimedia Deutschland sowie die Auswertung der Testergebnisse findet ihr auf der Projektseite. Wir freuen uns auf dieser Seite ebenfalls über Feedback, Ideen und Anregungen!

by Elisabeth Mandl at February 13, 2017 02:42 PM

February 09, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 6/2017

In der Wikimedia:Woche 6/2017 geht es unter anderem um die Aberkennung des Chapter-Status von Wikimedia Hong Kong und die Beteiligung der Wikimedia Foundation an der Klage gegen die Einwanderungsverordnung des amerikanischen Präsidenten Trump. Außerdem werden aktuell Mitglieder sowohl für das Programmteam der Wikimania als auch für das Wahlkomittee der Foundation-Wahlen gesucht und die Tool-Labs-Teams der WMF zu dem Bereich Wikimedia Cloud Services zusammengeführt.

Zur Wikimedia:Woche 6/2017 geht es hier.

by Nicolas Rueck at February 09, 2017 03:24 PM

February 08, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

„Wissenschaft offen gestalten – Open Science in der Praxis“ – Podiumsdiskussion und Projektvorstellung am 10. März 2017

Wie funktioniert Open Science in der Praxis? Wir laden Sie ein, diese Frage mit uns im Rahmen einer Podiumsdiskussion zu diskutieren. Zu Gast sind Expertinnen und Experten sowie Nachwuchswissenschaftlerinnen und-wissenschaftler, die darüber sprechen, welche Erfahrungen sie mit offener wissenschaftlicher Praxis gemacht haben.

Die Idee von Open Science verspricht den gesamten wissenschaftlichen Prozess für möglichst viele Menschen zugänglich, nachvollziehbar und nutzbar zu machen – von der Datenerhebung bis zur Veröffentlichung der Ergebnisse. Doch wie werden Open Science Projekte konkret umgesetzt? Mit welchen Herausforderungen und Hürden werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konfrontiert, die ihre eigene wissenschaftliche Arbeit möglichst offen gestalten möchten?

Im Rahmen des Fellow-Programms Freies Wissen, das von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband im letzten Jahr ins Leben gerufen wurde, haben sich zehn Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen intensiv mit diesen Fragen auseinandergesetzt. Über einen Zeitraum von sechs Monaten haben sie in Forschungsprojekten Open Science in der Praxis betrieben und wurden dabei durch erfahrene Open Science-Expertinnen und -experten unterstützt, die ihnen als Mentorinnen und Mentoren beratend zur Seite standen. Zum Abschluss des ersten Programmjahres präsentieren die geförderten Fellows ihre Projektergebnisse und sprechen darüber, wie Open Science für sie in der Praxis funktioniert hat.

Auf dem Podium diskutieren:

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion besteht die Möglichkeit, sich bei Getränken und Snacks über die geförderten Projekte zu informieren und mit den Fellows und Mentorinnen und Mentoren ins Gespräch zu kommen.

  • Datum: 10. März 2017
  • Uhrzeit: 18:00 – 20:00 Uhr, anschließend informeller Ausklang
  • Veranstaltungsort: Wikimedia Deutschland e. V., Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin​
  • Hashtag: #FellowsFreiesWissen

Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung (per Mail an wissenschaft@wikimedia.de) wird gebeten.

Wir freuen uns auf einen interessanten Abend!

Das Fellow-Programm Freies Wissen wurde von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband 2016 ins Leben gerufen, um Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre eigene wissenschaftliche Arbeit offen zu gestalten. Das zentrale Anliegen des Programms ist es, die schrittweise Öffnung der Wissenschaft zu fördern und das Prinzip kollaborativer Wissensproduktion nach dem Vorbild der Wikipedia weiter in die Breite zu tragen. Im ersten Programmjahr wurden die Fellows betreut von V.-Prof. Dr. Ina Blümel (Technische Informationsbibliothek Hannover), Dr. Gregor Hagedorn (Museum für Naturkunde), Dr. Peter Kraker (Know-Center), Dr. Daniel Mietchen (National Institutes of Health) und Prof. Dr. Claudia Müller-Birn (Freie Universität Berlin).

by Christopher Schwarzkopf at February 08, 2017 08:34 AM

February 06, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

WikiWomen waren unterwegs in Berlin – wie war es?

Gastbeitrag von IvaBerlin

Bei monatlichen Treffen kommen seit 2013 erfahrene Wikipedianerinnen und interessierte Neu-Autorinnen in Berlin zusammen. Es werden sowohl offene Fragen zu Artikeln geklärt als auch gemeinsam editiert. Dabei fiel auf, dass es weiterhin viele Artikel in der Wikipedia gibt, die durch mehr weibliche Beteiligung entweder vom Blickwinkel her oder inhaltlich zu verbessern bzw. zu ergänzen wären.

Unabhängig davon wurde von den Frauen immer wieder festgestellt, dass es zu zahlreichen Berliner Frauenprojekten bislang keine eigenständigen Artikel in der Wikipedia gibt, obwohl sie immer wieder in Artikeln erwähnt werden. Als Beispiel sei Das Verborgene Museum genannt, welches seit 1986 Kunst von Frauen ausstellt. Auch der Ort namens „Treffpunkt und Kultur für Frauen Begine“ feierte 2016 sein 30-jähriges Jubiläum, fand jedoch bisher keine Artikel-Berücksichtigung. Daher wurde eine Lösung dafür gesucht und mit dieser Veranstaltungsreihe sollte daran etwas geändert werden.

WikiWomen unterwegs in Berlin bot im vergangenen Jahr Treffen an Frauen-Orten und -Treffpunkten sowie in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland an: Im jeweils ersten Monat eines Quartals wurde gemeinsam ein Besuch an einem solchen bisher unberücksichtigten Frauen-Projekt organisiert und beworben. In den darauf folgenden Monaten wurden diese Termine in der Praxis umgesetzt. Anschließend wurde der Artikel zu dem Frauen-Projekt in einem separaten Termin vervollständigt und in die Wikipedia verschoben.

Auf diese Weise stellten wir den ersten Artikel über „Das Verborgene Museum“ fertig. Daraus wurden dann letztlich 2 Artikel – einer über den Ort und einer über die Ausstellung. Außerdem entstanden in diesem Zusammenhang auch noch Artikel über einzelne Frauen wie z.B. der über Gisela Breitling und der über Alexandra Goy.

Im zweiten Quartal hatten wir Kontakt mit dem Frauenmuseum, wozu auch ein Artikel in Arbeit ist. Da dieses Projekt keinen festen „eigenen“ Ort hat, gelang es bisher nicht, den Artikel fertig zu stellen. Anschließend erfolgte der Besuch von Evas Arche – dem (einzigen) ökumenischen Frauenzentrum. Auch hier ist ebenso wie für die „Begine“ ein Artikel in Arbeit.

Während des Projektverlaufs stellte sich heraus, dass insgesamt deutlich mehr Zeit als ursprünglich gedacht gebraucht wird, um einen Artikel gemeinsam so weit zu bringen, dass alle Beteiligten zufrieden waren. Außerdem lässt sich bestätigen, was im Projekt „WikiWedding“ deutlich wurde: „Die […] Interessierten scheiterten an der „Kurz“einführung in Technik und erwartete Verhaltensweisen, die mittlerweile erstaunlich lange dauert.“

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Alle Beteiligten waren erstaunt, wie lange es dauert, eigenständige Artikel über Frauenprojekte in der Wikipedia zu schreiben. Daher muss und wird es auf jeden Fall als Fortsetzung auch weiterhin Einzel-Veranstaltungen in dieser Richtung geben. Und: es lohnt sich!

Termine und Veranstaltungen für 2017

  • jeden 1. Mittwoch im Monat: WomenEdit in Berlin

Mitarbeit in der Wikipedia

by Nicolas Rueck at February 06, 2017 12:35 PM

February 03, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Freiwillige, die für Wikimedia-Projekte entwickeln: Ein Interview mit Greta Doçi

Ein Beitrag von Sandra Muellrick. Dieser Artikel ist auch auf Englisch verfügbar.

Greta ist als Freiwillige erst seit ein paar Jahren im Wikimedia-Movement aktiv. Sie hält Vorträge über Wikidata und engagiert sich in der Open-Source-Entwicklung. In diesem Blogbeitrag möchten wir sie und die vielen Möglichkeiten vorstellen, sich im Wikimedia-Movement auszuprobieren, zu lernen und sich weiterzuentwickeln.

“Ich versuche alles online zu stellen, was ich weiß, zum Beispiel Arbeiten mit MediaWiki, Queries oder meine Edits in Wikipedia oder Wikidata.”

Seit drei Jahren arbeitet Greta als Editor so gut wie jeden Nachmittag in Wiki-Projekten. Sie arbeitet leidenschaftlich daran, von Albanien aus das Wissen der Welt in die Welt zu tragen. Seit über drei Jahren ist sie in der Wikipedia und seit anderthalb Jahren für Wikidata aktiv und war auch schon in der albanischen Usergroup im Vorstand. Die IT-Expertin für eine Regierungsorganisation veranstaltet Workshops zu Wikidata, organisiert den Fotowettbewerb “Wiki loves Monuments” in Albanien, unterrichtet Studierende, wie sie die Wikipedia nutzen können und lernt seit 3 Monaten wie sie selbst bei MediaWiki Code beitragen kann.

“Ich liebe sowas. Deshalb engagiere ich mich ehrenamtlich.”

Bereits in jungen Jahren hat sie angefangen, sich für soziale Zwecke ehrenamtlich zu engagieren. Für Greta ist es wichtig, Sinn in ihrem Handeln zu sehen, Aufgaben zu beenden und etwas nützliches für die Gesellschaft produziert zu haben. Sie liebt es, Dinge zu lernen, Wissen zu teilen und es anderen beizubringen. Gerade deswegen gefällt ihr das Wikimedia-Movement so sehr.

“Mein erster Artikel in der Wikipedia war über Computersicherheit. Das war mein Lieblingsthema im Studium. Das war mein erster Artikel und ich habe ihn vom Englischen ins Albanische übersetzt während der ersten Tage der albanischen Wikipedia.”

Den Einstieg in die Open-Source-Welt hat sie als Teilnehmerin in einen Wikipedia-Workshop in ihrem lokalen Hackerspace gefunden. Sie hat angefangen, Artikel zu übersetzen, Wissen über Albanien zu teilen und Wissen ins Albanische zu übersetzen.  Als Übersetzerin vom Albanischen ins Englische hat sie sich auch schon bei der FSFE, Nextcloud und OSM beteiligt oder in der Toolbar-Entwicklung bei Mozilla.

Dabei hat sich Wikipedia als Projekt am effizientesten erwiesen, da sich das Editieren von Artikeln oder Datensätzen leichter in ihren Arbeitsalltag integrieren lässt.

“Ich bin total verliebt in Wikidata. Ich arbeite mehr denn je.”

Besonders hat sie sich in das Wikidata-Projekt verliebt. Mit Wikidata begann sie, weil sie sich nach einem Wikimedia-Projekt umgeschaut hat, dass etwas technischer ist. Danach hat sie angefangen, Fakten zu Albanien hinzuzufügen und mit anderen Aktiven die Albanien-Einträge koordiniert. Am meisten hat sie jedoch damit Zeit verbracht, die Daten aus dem Wiki-Loves-Monument-Wettbewerb in Albanien in Wikidata zu bearbeiten. Doch nicht nur die Arbeit als Editor in Wikidata gefällt ihr — auch die Möglichkeit anderen Wikidata beizubringen. Gerade hat sie auf dem 33. Congress des Chaos Computer Clubs, dem 33C3, in einem überfüllten Workshop-Raum einen Wikidata-Workshop mit anderen Freiwilligen gegeben, um mehr Leute von Wikidata zu begeistern.

“Die Ideologie von Open Source: Lerne für dich selbst und dann können andere deinen Code nehmen.”

Beim “Ladies That FOSS”-Hackathon hat sie angefangen, am Quellcode von MediaWiki zu arbeiten. Dort war Matt Flaschen von der Wikimedia Foundation ihr Mentor. Die Zusammenarbeit mit ihm hat ihr sehr gut gefallen: “Er hat mich aufgefordert bei Problemen erstmal zu googlen oder in der MediaWiki-Dokumentation zu suchen, um meine eigene Lösung zu finden”, berichtet sie.  “Das war sehr hilfreich nicht nur für die Bearbeitung der kleinen Tasks, sondern auch um generelles Wissen zu MediaWiki aufzubauen. In Albanien gibt es keine Veranstaltungen, wie Ladies That FOSS, wo man einen Mentor bekommt, der mit einem den Code durchgeht. Es gibt bei Tech-MeetUps eine Präsentation und dann muss man selbst ausprobieren.”

Seit dem “Ladies That FOSS”-Hackathon trägt sie weiterhin Code bei, obwohl es schon manchmal schwierig herauszufinden, wie der eigene Code am besten reviewt werden kann, so dass man nicht so lang auf Feedback warten muss.

“Die Community gibt mir ein gutes Gefühl. Wikimedia gibt den richtigen Leuten Anerkennung für ihre Arbeit. Das motiviert mich als Freiwillige.”

Unterstützung aus dem Movement wünscht sich sich Greta vor allem vor Ort. Es gibt aus dem Movement viele finanzielle Möglichkeiten an internationalen Treffen teilzunehmen oder auf Hackathons Workshops zu Wikidata zu geben. Sie profitiert von den Stipendien-Programmen. Das ist wichtig, denn sonst könnte man sich das Reisen als Freiwillige gar nicht leisten. Doch vor Ort besteht die Wikimedia User Group aus acht aktiven Leuten, die ihre Open-Source-Aktivitäten gern ausbauen würden, jedoch zu wenig Ressourcen haben, um Hackathons oder MeetUps zu organisieren. “Die Community zieht ihre Motivation aus den Offline-Treffen”, sagt Greta.

Um mehr Entwickler für MediaWiki zu gewinnen, ist es für Greta wichtig, Leute wie sie vor Ort zu haben, die das Wissen mit anderen Freiwilligen teilen können und ihnen beibringen wie sie programmieren oder hauptamtliche Entwickler einladen, die tiefergehende Workshops in Albanien geben, um die Programmiercommunity dort zu engagen.Auf jeden Fall wünscht sie sich mehr Offline-Events, die den Freiwilligen helfen sich in Projekten zu engagieren.

by Jens Ohlig at February 03, 2017 12:37 PM

Being a Volunteer Developer for Wikimedia projects: An Interview with Greta Doçi

Interview by Sandra Muellrick. This blog post is also available in German.

As a volunteer, Greta has been active in the Wikimedia movement for only a few years. She gives talks about Wikidata and is involved with Open Source development. In this blog post we want to introduce both her and the many opportunities the Wikimedia movement offers to try out new things, learn, and improve.

“Everything I know I try to put online to share e.g work with MediaWiki, queries or editing in Wikipedia or Wikidata. ”

For three years now, Greta has been editing Wiki projects on almost every afternoon. She is enthusiastic about bringing Free Knowledge to the world out of her native country of Albania. She’s been an editor for Wikipedia for over three years, and for more than one and a half year she’s been active on Wikidata. She also served on the board of the Albanian user group. Apart from her day job as an IT expert at an Albanian state organization, she organizes Wikidata workshops as well as the Albanian edition of the “Wiki Loves Monuments” photo contest, teaches university students on how to use Wikipedia, and for 3 months now she’s been teaching herself how to contribute code to MediaWiki.

“I love these things. That’s why I’m volunteering.”

She started to volunteer for charity causes at a young age. It’s important for Greta to produce something meaningful, finish projects, and have an impact on society. She loves to learn things, share knowledge and teach others. This is why she feels right at home at the Wikimedia movement.

“My first article in Wikipedia was about computer security. It was my favourite topic during my studies. It was my first article that I translated from English to Albanian during the first days of the Albanian Wikipedia.”

She started her journey into the world of Open Source as a participant in a Wikipedia workshop at her local hackerspace. This is how she started sharing knowledge about Albania, and translating knowledge into Albanian. As a translator from English to Albanian, she has worked for FSFE projects, Nextcloud, OSM, or participated in the toolbar development for Mozilla. Wikipedia proved to be the most efficient project for her, as editing and updates on data can are easy to be integrated into her daily schedule.

“I’m so in love in Wikidata. I’m working more than I used to”

In particular, she fell in love with the Wikidata project. She started to work on Wikidata as she was looking for a more technical Wikimedia project. Then she started adding facts on Albania and began coordinating Albania-related items with other volunteers. The biggest She spent the biggest amount of time updating data from the Albanian Wiki Loves Monuments contest in Wikidata. But it’s not just the work as an editor that she likes — she’s also happy about the opportunity to teach others about Wikidata. She just came back from the 33rd Chaos Communication Congress (or 33C3) where she stood in front of a an audience in a packed room with other volunteers to enthusiastically teach more people about Wikidata.

“The ideology of open source is to learn for yourself and others can take my code.”

At the “Ladies That FOSS” hackathon she got her feet wet at the MediaWiki source code for the first time. Matt Flaschen of the Wikimedia Foundation was her mentor there. She liked the cooperation: “He asked me to google problems first and look through the MediaWiki documentation to find my own solution”, she says. “That helped me not only with the smaller tasks at hand, but also to get an general overview of MediaWiki. There are no events like “Ladies That FOSS” in Albania where you get a mentor who goes over the code with you. There may be a presentation at a tech meetup and then you have to try it all by yourself.”

Ever since “Ladies That FOSS” she’s been contributing code, even though she struggles with finding the right place to get her code reviewed so she doesn’t have to wait for feedback for a long time.

“The community gives me a good feeling. Wikimedia is giving credit to the right people for the work they do. That’s something that motivates me to volunteer.”

Greta would love to see more support for local communities. The movement provides volunteers with with many programs to sponsor travelling to international meetings or organize Wikidata workshops at hackathons. Grants and scholarships are very helpful for her. Without them, she couldn’t afford travelling as a volunteer. However, her local Wikimedia user group has only eight active members who would love to expand their Open Source activities, but lack the resources to organize meetups and hackathons. “Offline meetings are where the community gets their motivation from”, says Greta.

In order to get more developers for MediaWiki, she thinks it’s important to have more people like herself at local spaces who share their knowledge with other volunteers and teach them programming or invite staff developers for in-depth workshops in Albania to get the local programmers’ community engaged. In any case, she hopes for more offline events to get more volunteers involved with projects.

by Jens Ohlig at February 03, 2017 12:37 PM

February 02, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 5/2017

Abraham Taherivand wurde als Vorstand von Wikimedia Deutschland bestätigt. Neue Vorstände wurden auch bei Wikimedia Belgien und der WikiProject Medicine Foundation gewählt. Die Wikimedia Foundation erhielt 500.000 US-Dollar zur Verbesserung des Community-Befindens und sucht Koordinatoren für den Movement-Strategieprozess. Eine weitere Stelle (Engineering Manager) ist derzeit bei Wikimedia Deutschland ausgeschrieben.

Außerdem in der Wikimedia Woche 5/2017: Ein Bericht über die WikiIndaba in Ghana, ein Kommentar von Katherine Maher zu dem US-Einreise-Dekret und die neue internationale Version der Wikimedia-Commons-Broschüre.

Zur Wikimedia:Woche 5/2017 geht es hier.

by Nicolas Rueck at February 02, 2017 03:35 PM

January 30, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Abraham Taherivand als Vorstand von Wikimedia Deutschland bestätigt

Liebe Vereinsinteressierte,

es ist mir eine besondere Freude, euch heute mitteilen zu können, dass das Präsidium von Wikimedia Deutschland auf seiner Sitzung am vergangenen Wochenende Abraham Taherivand zum geschäftsführenden Vorstand des Vereins berufen hat. Das Präsidium freut sich sehr auf die Fortführung der engen Zusammenarbeit!

Abraham war bereits seit November Interimsvorstand des Vereins und hat die Geschäfte kommissarisch geleitet. Zuvor war der vorherige Vorstand Christian Rickerts zum Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe ernannt worden und hatte sein Amt daher niedergelegt.

Abraham hat nicht nur in seiner Zeit als Leiter der Software-Entwicklung, sondern auch in den vergangenen zwei Monaten als Interimsvorstand gezeigt, dass er mit seinen Erfahrungen, seinen Qualifikationen und ganz besonders mit seiner großen Leidenschaft für Freies Wissen die richtige Person zur richtigen Zeit ist. Das Präsidium hat großes Vertrauen in Abrahams Fähigkeiten und ist überzeugt, dass die Führung der Geschäftsstelle bei ihm in guten Händen liegt.

Als Präsidium möchten wir im kommenden Jahr gemeinsam mit Abraham, mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäftsstelle, Mitgliedern, Communitys und anderen Interessierten außerdem die Frage nach der Gestaltung der Vorstandsposition und Entscheidungsstrukturen im Verein weiter bearbeiten. Wir wollen die Veränderungen, die sich durch den Vorstandswechsel ergeben, genau beobachten und gemeinsam mit allen Beteiligten prüfen, ob die Struktur der Führung im Verein den Ansprüchen aller gerecht wird. Dazu wird das Präsidium in den nächsten Wochen und Monaten Kontakt zu den genannten Gruppen aufnehmen, die Ergebnisse zusammentragen und anschließend Handlungsempfehlungen ausarbeiten. Gemeinsam mit meinen Kollegen Kurt Jansson und Sebastian Moleski werde ich diesen Prozess im Vorstandsausschuss steuern und wir stehen euch bereits jetzt für Fragen und Anregungen per Mail an praesidium@wikimedia.de zur Verfügung.

Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit mit Abraham und möchte stellvertretend für das gesamte Präsidium Abraham auf seiner neuen Position herzlich willkommen heißen.

Für das Präsidium
Tim Moritz Hector

by Tim Moritz Hector at January 30, 2017 03:55 PM

January 27, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Software product management as an internship: Learning about the real world at Wikimedia Deutschland

German summary: Glorian Yapinus aus Indonesien hat gerade sechs Monate Praktikum in der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland hinter sich. Hauptsächlich arbeitete er mit Lydia Pintscher zusammen, der Produktmanagerin von Wikidata. Seine Motivation war es, Produktmanagement mit praktischen Erfahrungen in einem realen Projekt zu lernen. Wir haben ihn zum Ende seines Praktikums zu seinen Erfahrungen befragt. Das Interview fand auf Englisch statt, der Sprache, die Glorian auch in der täglichen Arbeit bei Wikimedia Deutschland benutzte.

Glorian Yapinus just spent 6 months at Wikimedia Deutschland as an intern in the software development department. Working together with Lydia Pintscher, the product manager of Wikidata, he was driven by his wish to work on a real world project. This is his story.

Hi, Glorian. Tell us a bit about your background. Where are you from, what do you study?

Hi :)
I come from Indonesia, a beautiful island country located in Southeast Asia. I love building things. As time went by, I discovered that apart from loving to build things, I am also drawn to technology. This is the reason why I did my Bachelor study in Information Technology (IT). Back then, I wished that through this study, I could learn how to develop cool games and applications.

However, it turned out, I got hooked on a subject called software product management. Software product management is an area in IT which encompasses most aspects in software development ranging from researching user requirements to translating those requirements into new software.

Because I wanted to develop my knowledge and skills in software product management, I decided to come to Germany in order to pursue a Master degree in Software Engineering and Management at Heilbronn University. In this Master study, I learned about a different facet of IT which I did not learn during my Bachelor study, that is, how to manage software projects. Arguably, project management is an integral part of software product management and a must skill for software product managers.

At some point during the study, I realized I have to get my hands wet on software product management. In other words, I was looking for a practical experience in software product management, in order to complement what I have learned in the university. Afterwards, I found the product management intern vacancy in Wikimedia Deutschland. I tried to go for this opportunity and I got the internship. That was how I wound up here.

You worked in product management together with Lydia. How did that go?

I often had the opportunity to work on tasks alone, almost from the beginning. This trust into my abilities as an intern is remarkable and I’m grateful that Lydia gave me that chance.

Typically, Lydia gave me a task and after a week or two, she would evaluate my work with me and some people from UX or community communication. This evaluation session provided feedback which I could use to iterate on my work. After I revised my work based on the given feedback, I would arrange another evaluation session with Lydia to evaluate the revised work. This process continued until Lydia felt the task was done.

The tasks that I worked on during my time at Wikimedia Deutschland were centered around designing the workflow and user interface of new features. This included researching user requirements (e.g. conducting user interview), translating those requirements into feature workflow (i.e. how the feature works), and sketching a mockup of that feature.

I also got a taste of monitoring the development of a new feature until releasing it to the community. For instance, I helped Lydia to monitor the development of the Citoid Wikidata gadget by following up to the developer about the development progress of this feature. We decided to go with incremental development. This means we released the initial version of the Citoid gadget which only has some of its functionality to get community feedback, prior to developing the gadget with all of its functionalities.

I would say working directly with someone like Lydia is a rare opportunity. She has done a lot of remarkable things on Wikidata and open source community in general. So, it was very great to be able to learn from her.

One project that you followed from the start was the Squee feature. Can you explain what it was?

Squee is a notification feature which utilizes the data from Wikidata. It enables people to subscribe to a topic (i.e. an article in Wikipedia) and get a notification whenever there is an update on this topic.

For instance, you subscribe to your favorite band Wikipedia article. When the band releases a new album, Wikidata editors add this new album data to the band item in Wikidata. Afterwards, you will get a notification that says your favorite band released a new album. So, essentially, Squee sends notifications based on the change in Wikidata items.

Squee is still under development. I was in charge of researching user needs, developing the workflow (i.e. how does it actually work), and sketching mockups of this feature. Additionally, I specified potential stakeholders, target users, a launch plan, and benefits of this feature. All of these could be used for convincing people to develop Squee. We have prepared all the things needed to develop the feature, so that they can go straight to development.

What did you learn during the design of the Squee feature? How did the process go?

I think this was my first real world experience in designing a product. So, it was really exciting!

Initially, when I worked on this task, I went straight to sketching mockups alongside specifying how the feature works. However, when Lydia saw it, she asked me to go back to square one. She taught me that I have to start from the perspective of the user, trying to understand the needs of the user and why the user wants the feature before developing it. After that, I conducted user interview and iterated based on the insights I got from the interviews.

Looking back, this was an important lesson for me because at that time. I realized how important user empathy is for product managers.

What comes next for you?

Once this internship finished, I will switch my focus to work on my Master thesis. The thesis topic is about implementing machine learning for improving the quality of Wikidata items. I believe it is going to help resolving one major challenge in Wikidata, that is, data quality.

I will still come to Wikimedia Deutschland office from time to time to consult with Lydia and the team.

Do you think you’ll be in touch with Free Knowledge or Open Source in the future?

I am definitely considering to become a volunteer in the Wikimedia Movement. In particular, my thesis is related to Wikidata. So, there might be an opportunity to continue what I have done in my thesis as a volunteer.

Nonetheless, I just want to focus to finish my thesis now and see what will happen after this.

by Jens Ohlig at January 27, 2017 11:57 AM

January 26, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 4/2017

In der Wikimedia:Woche 4/2017 ist unter anderem ein Statement der Wikimedia Foundation zu bezahltem Schreiben zu finden. Mit drei Milliarden Edits wurde ein neuer Meilenstein bei den Wikimedia-Projekten erreicht und es gibt neue Wikipedia-Erklärvideos, die Zusammen mit der Simpleshow Foundation entstanden sind.

Zur Wikimedia:Woche 4/2017 geht es hier.

by Nicolas Rueck at January 26, 2017 04:21 PM

January 24, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Das Geschenk der Bibliothekare

Wie Bibliothekarinnen und Bibliothekare weltweit Wikipedia verbessern helfen

2952 Mal haben Bibliothekare und vor allem Bibliothekarinnen weltweit in den ersten 10 Tagen der internationalen Kampagne “#1Lib1Ref” fehlende Belege in Wikipedia-Artikeln ergänzt.

Gerade in den letzten Tagen ist viel die Rede von “alternativen Fakten” oder gar von die Bedrohung durch eine behauptete postfaktische Zeit. Man mag das für die zu vernachlässigende Hysterie des medialen Politzirkus halten, oder besorgt seinen alten Orwell aus dem Regal zurück auf den Nachttisch legen. Aber man kann auch sich umschauen und nachdenken, was man selbst tun kann, um in der Welt die Evidenz von der Kraft des Aufklärungsgedankens zu stärken. Die Förderung des freien Wissen ist das beste Antidot gegen alternative Fakten. Eben dies tun Bibliothekarinnen und Bibliothekare, wenn sie ihre Zeit dafür aufwenden Wikipedia Artikel zu verbessern. Und sie haben offensichtlich auch noch Spaß dabei.

Tag für Tag schauen weltweit Millionen Menschen in Wikipedia nach, um eine Wissenslücke zu füllen. Egal ob es um den Namen Barberini geht, der nach der Museumseröffnung in Potsdam gerade in allen Medien steht. Wikipedia hilft den Überblick bei den Abkürzungen TPP und TTIP zu behalten. Und nicht nur Twitter Trends visualisieren, womit viele Menschen sich gerade beschäftigen, sondern auch die Seitenaufrufstatistiken von Wikipedia-Artikeln. Gerade da so viele Menschen sich auf das verlassen, was sie in Wikipedia lesen, haben alle, die an Wikipedia mitwirken, eine enorm große Verantwortung. Die Gemeinschaft aller Wikipedia Freiwilligen ist sich einig, dass für das Schreiben von Wikipedia-Artikeln dieselben Regeln gelten wie in wissenschaftlichen Arbeiten: Die Aussagen müssen überprüfbar sein, indem man ihre Quellen nachweist. Zum Glück ist die Arbeit an Wikipedia-Artikeln Gemeinschaftsarbeit. Einer fängt an und andere schreiben weiter, ergänzen, fügen Bilder hinzu und eben auch Literaturbelege zu den Aussagen. So wird die Qualität besser und das Wissen überprüfbarer und damit zuverlässiger. Das nachstehende Video erklärt welche Quellen für Wikipedia besonders geeignet sind.

Erklärvideo zum Quellengebrauch in Wikipdia by Elisabeth Mandl, Denis Schröder, Theresa Sieder, Ilya Kompasov (Wikimedia Deutschland und Simpleshow Foundation) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Bibliothekare sind besonders geschult darin, zu recherchieren, mit welcher Quelle zu belegen wäre, zum Beispiel dass der Kinofilm “Der weiße Hai” 1975 ein Kassenschlager war. Daher laden wir mit der internationalen Aktion #1Lib1Ref (1 Librarian ads one Reference) Bibliothekare ein, mit ihrer Expertise Wikipedia zu verbessern, indem sie fehlende Literaturangaben ergänzen. Das Wikipediakontor Hamburg hat zusammen mit der Staatsbibliothek Hamburg schon einen Workshop gemacht und schließlich in drei Tweets gezeigt, wie einfach es ist, mit dem so genannten “Visual editor” fehlende Literaturangaben korrekt zu ergänzen. Überall auf der Welt finden derzeit solche Treffen statt, um Bibliothekare zum Mitmachen einzuladen. Vielleicht auch eine Idee für Ihre Bibliothek in Ihrer Umgebung. Wikimedia Deutschland begleitet die internationale Kampagne unter dem hashtag „1Lib1Ref“ auf Twitter. Jeden Tag der 25 tägigen Kampagne veröffentlichen wir mit dem Aufruf ein Bibliotheksfotos aus Wikimedia Commons. Offiziell endet die Kampagne am 03. Februar, aber bedarf besteht natürlich weiterhin. Auf der Projektseite findet man weitergehende Informationen und auch ein Werkzeug, das einem Wikipedia-Artikel zeigt, in dem Belege fehlen. Aber Vorsicht die Anwendung kann süchtig machen!

Weitere Informationen zum Einfügen von fehlenden Literaturangaben:

by Barbara Fischer at January 24, 2017 01:43 PM

Herzlich willkommen, Johanna Strodt!

Johanna Strodt; Bild: Jan Apel, CC BY-SA 4.0

Wir freuen uns sehr, dass Johanna Strodt seit Mitte Januar als Projektmanagerin für Community-Kommunikation unser Team im Bereich Software-Entwicklung an der Schnittstelle zwischen Ehrenamtlichen und der Softwareentwicklung verstärkt.

Sie wird den Autorinnen und Autoren im Projekt technische Wünsche in der deutschsprachigen Wikipedia als Ansprechperson zur Seite stehen und darüber hinaus zu größeren technischen Projekten der Wikimedia Foundation informieren.
Mit der Ankunft von Johanna wird Birgit Müller sich verstärkt um die internationale Kommunikation und Koordination rund um die technischen Wünsche kümmern und die Zusammenarbeit mit anderen Sprachcommunities, freiwilligen Entwicklerinnen und Entwicklern sowie Teams der Wikimedia Foundation weiter auf- und ausbauen.

Johanna bringt langjährige Erfahrung im Projektmanagement in der Softwareentwicklung und als “kommunikative Schnittstelle” mit. Nach ihrer Tätigkeit als Projektmanagerin für die Produktion digitaler Medien eines Bildungsverlags und dem Engagement in einer Kreativagentur hat sie nun zu Wikimedia gefunden, um sich für die Zusammenarbeit mit Nutzerinnen und Nutzern und der Zugänglichkeit der technischen Wünsche für alle Autorinnen und Autoren zu engagieren.

Johanna kann kommunizieren. Dabei kann sie nicht nur die Sprache von nicht technisch Affinen und von Programmierern und Programmiererinnen treffen, sondern auch snacken op Plattdüütsch. Und neben den Rezepten in Projektprozessen beherrscht sie leckere Backrezepte.

Willkommen, Johanna!

by Jens Ohlig at January 24, 2017 12:41 PM

January 19, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Bürgerschaftliches Engagement im digitalen Zeitalter und digitales bürgerschaftliches Engagement

Viel Spaß beim Lesen dieses Gastbeitrages von Rainer Sprengel vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement.

Digitales bürgerschaftliches Engagement ist bisher weder verstanden und hinreichend erforscht noch im Fokus der Engagementdiskussion. Dieser Beitrag will zeigen, worum es bei diesem Thema geht.

In der öffentlichen Diskussion wird bürgerschaftliches Engagement leicht auf Ehrenamt und Freiwilligentätigkeit verkürzt, was mit Blick auf digitales bürgerschaftliches Engagement schnell in die Irre führen kann. Tatsächlich ist mehr gemeint, denn bürgerschaftliches Engagement umfasst alle Formen privaten Engagements für das Gemeinwohl im öffentlichen Raum. Dieses Verständnis wurde vor 15 Jahren von der Enquete-Kommission „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements“ des XIV. Deutschen Bundestages etabliert. Dadurch erhielten die Debatten über bürgerschaftliches Engagement in Deutschland und die Entwicklung engagementfördernder Strukturen einen heftigen, nachhaltigen Impuls.

Die verbreitetsten Formen bürgerschaftlichen Engagements sind in Deutschland die Zeitspende (Ehrenamt, Freiwilligentätigkeit und ähnliche Formen) und die Geldspende, doch es gibt viele weitere Formen. Eine große Bedeutung kommt zum Beispiel der persönlichen Reputation zu, den in der Öffentlichkeit bekannte Personen für das Gemeinwohl einsetzen können. Eine weitere Form ist die Verfügbarmachung eigener persönlicher Netzwerke – diese können für den privaten Nutzen eingesetzt werden, dann geht es um das berühmte Vitamin-B in Karrieren oder ebenso auch für das Gemeinwohl, dann handelt es sich um bürgerschaftliches Engagement. Der skeptische Blick auf das bürgerschaftliche Engagement von Unternehmern und Unternehmen hat auch damit zu tun, dass hier beides gleichzeitig passieren kann. In der Wissensgesellschaft stellt bürgerschaftliches Engagement, das Informationen und Wissen erzeugt und mit allen ohne Bezahlung teilt, eine besondere, wichtige Form des bürgerschaftlichen Engagements dar. Wissensspende ist nicht hinreichend durch die damit verbundene Zeitspende erfasst.

Notwendigkeit und Nutzen einer Diskussion über digitales bürgerschaftliches Engagement

Bürgerschaftliches Engagement ist die Grundlage des Zusammenlebens und Funktionierens unserer modernen, demokratischen Gesellschaft – das bleibt eine der zentralen Erkenntnisse der genannten Enquete-Kommission. Im bürgerschaftlichen Engagement wird gelernt und weitergegeben, dass es mehr gibt als familiäre Verpflichtungen und Blutsbande, dass wir uns freiwillig gegenüber Dritten verpflichten, die uns komplett unbekannt bleiben, die uns vielleicht auch völlig unsympatisch sein können. Wer in der Freiwilligen Feuerwehr ist, handelt immer für Alle, wer ehrenamtlich Wanderwege anlegt, weiß nicht, wer darauf laufen wird und wer einen Wikipediaartikel schreibt, weiß nicht, wer diesen für welchen Zweck lesen wird. Das Engagement der Vielen ist die materielle und strukturelle Grundlage des Reichtums von uns Allen und der Stabilität unserer Gesellschaft, unserer Wirtschaft und unseres Staates.

Deshalb ist die Frage danach, ob digitales bürgerschaftliches Engagement etwas Neues ist, von weitreichender Bedeutung. Handelt es sich nur um eine Formatänderung, also um alten, bekannten Wein in neuen Schläuchen oder geht es um eine Veränderung der Strukturen von bürgerschaftlichem Engagement insgesamt mit weitreichenden gesellschaftlichen Folgen?

Alter Wein in neuen Schläuchen?

Ohne Zweifel lässt sich digitales bürgerschaftliches Engagement in einem gewissen Rahmen mit Begriffen beschreiben, mit denen nicht digitales bürgerschaftliches Engagement beschrieben wird, die Zeitspende etwa. Hiervon ausgehend kann dann nach Motiven gefragt werden. Doch schon gerät man schnell an Grenzen. So ist eine zentrale Einsicht aus der Engagementforschung, dass die Zusammenarbeit mit netten Menschen ein wesentlicher Treiber ist, wobei mit dieser Zusammenarbeit immer ein Miteinander in konkreten Arbeitsräumen, z.B. einer Sporthalle, einem Vereinslokal, einer Kirche usw. gemeint ist.

Noch deutlicher werden die Grenzen, wenn auf eine zentrale Kategorie in der Definition von bürgerschaftlichem Engagement geschaut wird, nämlich das Handeln im öffentlichen Raum. Idee und Realität von Öffentlichkeit und öffentlichem Raum haben sich durch unterschiedliche digitale Formate fundamental verändert.

Erstens gibt es eine Art von Verdopplung, sinnfällig greifbar dadurch, dass es alle Printmedien mittlerweile auch in Onlineform gibt, wobei diese Verdopplung eben gerade keine Kopie ist, sondern SPIEGEL-Online ganz anders funktioniert als SPIEGEL Print. Und der neu gewählte amerikanische Präsident zeigt, dass gar nicht mehr mit Presse- und Medienakteuren geredet werden braucht, um massenwirksam Botschaften in die Welt zu setzen, wenn man Kanäle wie Twitter zu nutzen weiß. Dieses Phänomen bedeutet für die meisten zivilgesellschaftlichen Akteure, in denen bürgerschaftliches Engagement stattfindet, eine massive Verschlechterung ihrer Situation, denn sie können sich dieser Verdopplung nicht entziehen. Für sie bedeutet das einen unmittelbar erhöhten Aufwand, der leicht in der Diskussion übersehen wird, wenn die neuen Handlungschancen zivilgesellschaftlicher Akteure via Internet, Smartphone u.ä. herausgestellt werden. Besondere Ereignisse wie der Arabische Frühling, Überschwemmungen, Bürgerkriege oder die Flüchtlingskrise geben zwar zivilgesellschaftlichen Akteuren neue, vielfältig genutzte Möglichkeiten, um Öffentlichkeit herzustellen oder sich zu organisieren. Im Alltag der meisten zivilgesellschaftlichen Organisationen müssen diese vor allem aber darauf hoffen, Digital Natives als begeisterte Ehrenamtliche oder zusätzliche Geldquellen finden – oder erhöhte Kosten und Aufwände anders rechenbar machen.

Zweitens umwölben und durchdringen digitale Formate den öffentlichen Raum der Städte, Straßen und Landschaften – die Orientierung in diesen Räumen hat sich durch entsprechende Apps alltagspraktisch gewandelt. Handlungsorientierte Apps ermöglichen die Erfassung von Problemen im öffentlichen Raum der Straßen und Landschaften von der Identifikation und Publikation inklusionsfeindlicher Bordsteine bis hin zur Sichtbarmachung von Gewalttaten und Bürgerkriegen, der Organisation von Fluchtwegen durch Europa oder der Selbstorganisation von Ehrenamtlichen, um Sandsäcke gegen überbordende Flüsse zu tragen. Hier ist ein breiter Aktivitätsraum für neue Engagementformen und Engagementnetzwerke entstanden.

Drittens stellen sich Gegensätze wie privat / öffentlich, öffentlich / anonym, menschlich / technisch oder städtisch / ländlich im digitalen Raum neu dar, mit Rückwirkungen auf den nicht digitalen öffentlichen Raum. Die weltweiten Kooperationsmöglichkeiten, das Teilen von Wissen und Neuigkeiten, die Demokratisierung der Berichterstattung über und Kommentierung der Welt, ob im kleinen oder im globalen Rahmen hat eine vor wenigen Jahrzehnten kaum absehbare Dimension erreicht. Zugleich war es aber auch für geistige Brandstifter nie so leicht wie heute anonym ihr Zeug durch die Welt zu schicken. Sie können dabei so tun, als ob sie identifizierbare Personen wären und ihre Meinung und falsche Behauptungen auch noch mit technischer Hilfe als Meinung vieler erscheinen lassen – bei jeder Demonstration auf einem Platz wird dagegen immer offensichtlich, ob es sich um 1, 10, 10000 oder 100000 Personen handelt. Der digitale Raum ist schließlich auch ein spezieller Raum der Gewalt vom Cybermobbing bis hin zum Cyberwar – und das ist für jedes bürgerschaftliches Engagement als zivilgesellschaftliches Engagement eine Herausforderung.

Bürgerschaftliches Engagement zwischen Schwächung und Neustrukturierung

Diese Hinweise ohne Anspruch auf Vollständigkeit lassen Perspektiven und Relevanz einer Thematisierung digitalen Engagements erkennen.

Erstens geht es um die Frage, wie digitales bürgerschaftliches Engagement das angedeutete Phänomen der Verdopplung kompensieren kann. Da bin ich angesichts von über 600.000 eingetragenen Vereinen skeptisch – über 600.000 gepflegte, technisch sichere, aktuelle Webseiten und / oder Social Media Auftritte? Dazu dann noch bei gut 100.000 weiteren Organisationen (Stiftungen, gemeinnützige GmbHs, gemeinnützige AGs) und eine unbekannte Anzahl nicht eingetragener Vereine. Das würde eine Selbstverständlichkeit im Umgang mit digitalen Aktivitäten voraussetzen, die in der Breite nicht vorhanden ist. Gibt es hierfür kooperative Lösungen, die von vornherein aus der Sicht des digitalen Raums gedacht werden?

Zweitens geht es um die Frage, wie neue Engagementformen und neue Aktivitätsthemen mit schon vorhandenen Strukturen vernetzt werden können. Sich über Smartphone via Facebook selbst zu organisieren, um einen Deich mit Sandsäcken abzudichten, ist schön und gut – doch am Deich sind dann schon hoffentlich ausgebildete Katastrophenschützer, zumeist selber Ehrenamtliche. Sie müssen ihrerseits wissen und gelernt haben, spontane Helfergruppen einzubinden.

Drittens aber, und hier sehe ich die zentrale Herausforderung, führen die Besonderheiten digitaler Räume zur Notwendigkeit, bürgerschaftliches Engagement neu zu denken. Mit dem Begriff der Öffentlichkeit bei der Definition bürgerschaftlichen Engagements schien vor 15 Jahren ein gutes Abgrenzungsmerkmal zu privatnützigem Engagement gefunden. Zugleich stellte es einen natürlichen Referenzraum der Kontrolle des Engagements dar, das sich in der Demokratie bei hellem Licht der Öffentlichkeit entfalten und zeigen kann. Beides ist in einer neustrukturierten Öffentlichkeit zumindest in ihrer aktuellen Form nicht mehr gegeben. Ein öffentlicher Raum, in dem anonymisierte Drohungen und Beleidigungen, massenhaft durch technische Werkzeuge vermehrbar, ungestraft über Engagierte kommen können, erfüllt keine Kontrollfunktion mehr im Sinne einer demokratischen Diskussion. Ein öffentlicher Raum, in dem die Grenze zwischen privat und öffentlich neu gezogen wird, verlangt auch von daher ein neues Nachdenken über Definitionsmerkmale, und daran hängend auch der Diskussion über Rahmenbedingungen des bürgerschaftlichen Engagements.

Zum Autor: Dr. Rainer Sprengel leitet den Bereich Information und Kommunikation des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE). Er befasst sich seit 1998 mit Engagementfragen, ist Autor einer Vielzahl an Studien und Beiträgen zu diesem Themenbereich und Mitherausgeber des Jahrbuchs für Engagementpolitik.

by Julian Fischer at January 19, 2017 07:20 PM

Wikimedia:Woche 3/2017

In der Wikimedia:Woche 3/2017 ist die Telefonnummer der Wikipedia und die neue Adresse von Wikimedia Österreich zu finden. Das Affiliation Committee hat drei neue Mitglieder und Wikimedia Deutschland war zu Gast im Unterausschuss „Bürgerschaftliches Engagement“ des Deutschen Bundestages. Außerdem in der vorliegenden Ausgabe: Zwei Stellenausschreibungen und die Terminabstimmung für den nächsten Community-Workshop zur Förderung von WMDE.

Zur Wikimedia:Woche 3/2017 geht es hier.

by Nicolas Rueck at January 19, 2017 02:53 PM

January 18, 2017

Iberty

Wikipedia-Yogafiguren

Ein erstes Brainstorming für WikiYoga. Wenn es den "Kranich bei Sonnenaufgang" gibt und die "Wackelnde Schildkröte", dann sollte es doch auch Wikipedia-Yogafiguren geben.

* Der leidende Selbstdarsteller
Bpose7
Die Relevanzhürde

* Das Meinungsbild

* Schlafende Hunde

* Kreuz und Stern

* Die Adminkandidatur

* Der Donauturm
Bpose23
Die Kurierdiskussion

* Vandale bei Schulbeginn

* Die Schraube am Hinterrad..

* Das Movement

* Das erschütterte Ego
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by dirk franke (noreply@blogger.com) at January 18, 2017 08:36 AM

January 12, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 2/2017

In der Wikimedia:Woche 2/2017 geht es unter anderem um die Neuregelung der Amtszeiten der Mitglieder des Board of Trustees und eine Studie zu indigenen Sprachen Lateinamerikas im Wikiversum. Außerdem wurden ein Erklärvideo des Netzkünstlers Alexander Lehmann veröffentlicht, das zur Mitarbeit an der Wikipedia anregen möchte und der voraussichtliche Ort der Wikimania 2018 bekannt gegeben.

Zur Wikimedia:Woche 2/2017 geht es hier.

by Nicolas Rueck at January 12, 2017 03:47 PM

Enriched publications und Wikidata: Ein Werkstattbericht

Logo Fellow-Programm, leomaria designbüro, CC BY-SA 4.0

Das Fellow-Programm Freies Wissen wurde 2016 von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband initiiert, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre eigene Forschung und Lehre im Sinne von Open Science zu öffnen und damit für alle zugänglich und nachnutzbar zu machen. In diesem Gastbeitrag berichtet die Stipendiatin Adelheid Heftberger über ihr Projekt im Rahmen des Fellow-Programms und ihre Erfahrungen mit Open Science.

Der Einstieg

Nun saß ich also da, inmitten von schlauen Menschen, die alle sehr viel Ahnung von Open Science hatten. “Da” war das Kick-Off-Meeting des neuen Fellow-Programms “Freies Wissen”, das von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband ins Leben gerufen worden war. Viel war die Rede von Wissenskommunikation wie Blogs, Twitter etc., von Forschungsdaten, von selbst geschriebenen Programmen. Man tauschte sich über Plattformen aus, von denen ich nur vage eine Ahnung hatte oder auf denen ich nur sehr vorsichtig bisher erste Schritte getan hatte. Kurz: Mir rauchte der Kopf. Am Ende verabschiedete ich mich hochmotiviert in der Gewissheit, dass es Zeit war, die Ärmel hochzukrempeln und die Idee von Open Science in meine Community zu tragen bzw. erst einmal zu recherchieren, was der Wissensstand war.

Ein Schritt zurück. Warum nahm ich an einem Kick-Off-Meeting im Wikimedia Deutschland Gebäude in Berlin teil? Meine Bewerbung für das Fellow-Programm entstammte meiner Arbeit am Open Access Journal Apparatus, das von Natascha Drubek 2015 gegründet worden war. Dabei konnte ich aus nächster Nähe erleben, wie komplex ein solcher Gründungsprozess ist und wie viele Partner es dazu braucht. Apparatus widmet sich der Film- und Medienwissenschaft, daher scheint es nicht weit hergeholt, bewegtes Bild in die Artikel einzubauen. Nicht besonders innovativ möchte man meinen, ist das Internet doch voll mit Videos auf den Webseiten. Ein Blick auf die Journal-Landschaft in diesem Bereich zeigt aber rasch, dass geisteswissenschaftliche Artikel immer noch sehr traditionell publiziert werden [1]. Ein typischer Artikel besteht aus Textteilen, zwischen die hin und wieder Bilder zur Illustration eingefügt sind. Umfangreiche Bibliographien und Filmographien sind typischerweise am Ende des Artikels angefügt und Links zu anderen Webseiten sind meist spärlich vorhanden. Sehr oft liegt der Artikel überhaupt nur als pdf zum Download bereit. Sexy ist das nicht gerade. Und auch nicht einfach zu erklären.

Die fehlende Kreativität oder technische Umsetzung derselben liegt nicht nur am fehlenden Willen der Herausgeber und Herausgeberinnen, sondern zu einem großen Teil an mangelhaften Infrastrukturen und nicht zuletzt an den fehlenden oder unklaren Rechten. Viele Open Access Journals verwenden das weit verbreitete Open Journals System (OJS) [2], in dem Videos im Grunde embedded werden können [3]. Dazu kommen Fragen der Archivierung der Inhalte: Wer würde sich um die Langzeitarchivierung kümmern, wenn kein einfaches PDF/A [4] an Bibliotheken abgeliefert werden konnte? Und: ging es in meinem Projekt denn nicht eigentlich um viel mehr als nur ein Video in meinen Test-Artikel einzubauen?

Statt Video im Artikel nun enhanced publications

Allein war ich mit meiner Idee nicht. Wie der langjährige Open Access Aktivist Jeroen Sondervan in seinem Blog schreibt: “It’s hot again!” [5] Jedoch bin ich immer noch auf der Suche nach guten Beispielen, wie eine enhanced publication denn aussehen könnte. Meine Mentorin Claudia Müller-Birn [6] versorgt mich zwar mit spannender Lektüre und macht mich mit interessanten Menschen bekannt, aber mir scheint, dass sich Texte zum Thema oft auf die technische Infrastruktur konzentrieren, aber wenig darüber sagen, wie so ein Artikel denn praktisch aussehen könnte. Dabei können digitale Publikationen auf eine 20-jährige Geschichte verweisen, wie Niels-Oliver Walkowski ausführt [7]. Aber erst seit 2001 ermöglichen die technischen Entwicklungen, vor allem das Semantic Web, wesentliche und notwendige Fortschritte in diesem Bereich. Ab 2007 kommt es dann zu einer regelrechten innovativen Explosion, in deren Zuge Konzepte wie das Open Laboratory Book, Semantic Publishing, Research Objects, Enhanced Publications, Nano-Publications und Multimodal Publications präsentiert werden [8]. Ich entschied mich schließlich einfachheitshalber für den Begriff enhanced publication und für folgende Arbeitsdefinition:

Enhanced publications are commonly intended as digital publications that consist of a mandatory narrative part (the description of the research conducted) plus related “parts”, such as datasets, other publications, images, tables, workflows, devices [9].

Anschließend machte mich daran, zu bestimmen, welche der erwähnten related “parts” mein Testartikel beinhalten könnte. Multimedial sollte der Artikel sein, klar. Außerdem sollten Forschungsdaten eingebunden werden und damit die Ergebnisse nachvollziehbar werden. Dazu wäre eine Datenvisualisierung schön, Tag Clouds verstehen sich von selbst und grafisch sollte das komplexe Geflecht auch noch darstellbar sein. Soweit, so gut. Stichpunktartige Umfragen unter meinen peers legten aber eher die Annahme nahe, dass die traditionelle Art der wissenschaftlichen Publikation in diesem Bereich durchaus auf ebenso traditionelle Arbeits- und Rezeptionsweisen gründet. Anstatt dass man mich euphorisch auffordert, doch rasch einen Prototypen zu entwickeln, der für Film- und Medienwissenschaften endlich den Mehrwert bringt, den man schmerzlich vermisst, blicke ich in fragende Gesichter. Was ich denn da noch einbauen wolle, außer vielleicht einem Link zum Film (auf YouTube) oder zum Wikipedia-Eintrag des Regisseurs? Und ob das dann nicht eher vom Lesen ablenken würde? Ich merke mir, dass ich später unbedingt einen button einbauen werde, der alle zusätzlichen Funktionen der enhanced publication optional wählbar macht. Solche Bedenken zeigen zweierlei: Dass es erstens wichtig ist, von den Ansprüchen der peers auszugehen und nichts auszuarbeiten, was dann nicht angenommen wird. Denn nicht alles, was möglich ist, ist für meine Zielgruppe auch sinnvoll. Wichtiger ist es, die Funktionen auf die Bedarfe abzustimmen und vor allem im Hinblick auf die im Artikel verfügbaren Quellen sorgfältig zu wählen. Und zweitens, dass man bei den Möglichkeiten der elektronischen Publikationen nicht nur Pionierarbeit im technischen Bereich sondern auch Überzeugungsarbeit leisten muss. Bei einer systematischen Auflistung möglicher Werkzeuge unterscheide ich dann zunächst zwischen solchen, die vor allem für die Herausgeber des Journals nützlich sein könnten (z.B. für bessere Durchsuchbarkeit, Metadaten-Ablieferung, Verwaltung der Bibliographien etc.). Den Mehrwert für die Leserschaft in Funktionen umzusetzen ist schon schwieriger. Ein wichtiger Nebenaspekt, zumindest für mein Projekt: Nachdem ich mich durch den State-of-the-Art Report zum Thema durchgearbeitet hatte [10], verstand ich außerdem, dass die Anreicherung nur ein Teil der Arbeit ist. Die komplexe und multimodale Struktur einer solchen Publikation erfordert ebenso komplexe Workflows für die Archivierung. Probleme wie diese schiebe ich vorerst einmal beiseite und konzentriere mich auf das, was in sechs Monaten (die Laufzeit des Fellow-Programms) machbar ist.

Aus dem Artikel in WikiData

Bekanntlich erhöht Open Access die Zugänglichkeit und dadurch auch die Sichtbarkeit einer wissenschaftlichen Publikation. Kommt das mühsam zusammengetragene Wissen eines Artikels, das oft auch Faktenwissen ist, nun aber tatsächlich einer breiteren Öffentlichkeit zugute? Ein Blick in Wikipedia zeigt, dass gerade in Nischenbereichen wie es die osteuropäische Film- und Medienwissenschaft zweifellos ist, mehr Information und aktuelle Forschungsergebnisse wünschenswert sind. Zudem publiziert Apparatus ausdrücklich in allen mittel- und osteuropäischen Sprachen, was zusätzlich einen Mehrwert bedeutet. Denn in “kleinen Sprachen” gibt es oft noch wenig wissenschaftliche Begriffsbildung. Statt über mögliche Formen der multimedialen Anreicherung meines Testartikels mit Informationen aus dem Web nachzudenken (Pull-Prinzip), sollte ich nicht besser zuerst versuchen, die Informationen aus dem Artikel in einen größeren Wissenspool, z.B. Wikidata einzuspeisen, damit mehr Menschen davon profitieren können (Push-Prinzip)? Wikidata ist die zentrale Datenbank, die hinter den Projekten der Wikimedia Foundation steht und die unter anderem sicherstellt, dass Fakten in allen Sprachversionen gleich sind, z.B. die Einwohnerzahl von Potsdam [11]. Sie ist frei, kollaborativ, vielsprachig und sammelt strukturierte Daten in einer sogenannten secondary database, d.h. dass Wikidata nicht nur Aussagen speichert, sondern auch die Quellen dazu und damit die Diversität des verfügbaren Wissens reflektiert. Interessiere ich mich beispielsweise für den russischen Regisseur Dziga Vertov, so suche ich den Namen zuerst in Wikidata und finde ihn unter diesem Label. Dem Label sind dann verschiedene Statements zugeordnet, die ich ausfüllen oder sogar neu anlegen kann, z.b. date of birth, date of death, sibling etc., aber auch Zuordnungen zu Wikicommons finde ich hier. Prinzipiell gilt: will ich einen neuen Eintrag in Wikidata anlegen [12] oder editieren, so kann ich das ohne vorherige Registrierung machen [13]. Für diese Verknüpfung mit Wikidata von Personennamen ist ein manueller, ein semi-automatischer oder sogar ein vollautomatischer Prozess möglich. Was möglich und sinnvoll ist, das wird sich in den kommenden Wochen noch zeigen, aber der Vorteil liegt auf der Hand. Die Verknüpfung von wissenschaftlichen Publikationen mit Wikidata trägt so unmittelbar dazu bei, dass Forschung dort ankommt, wo sie hinsoll: bei so vielen Menschen wie möglich.


Zur Autorin

Adelheid Heftberger ist wissenschaftliche Referentin am ZeM (Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften) in Potsdam. Wissenschaftliche Artikel bestehen bisher immer noch zum überwiegenden Teil aus reinem Text, in den manchmal Bilder eingesetzt werden; nur ganz selten sind Videos in der Präsentation von Texten im Web eingebettet. Ihr Ziel im Projekt ist es daher anhand des Open Access Journals Apparatus, eine Vision für zukünftige elektronische Publikationen zu entwerfen. Solche enhanced publications sollen einerseits mit frei verfügbaren Daten und Medien angereichert, und andererseits daraus Forschungsergebnisse in offene Wissenssammlungen übertragen werden.


 

[1]  In DOAJ gibt es ca. 30 Journals zu Film- und Medienwissenschaften, die ich stichpunktartig gesichtet habe. Darauf und auf weitere mir bekannte Open Access Journals stütze ich meine Aussagen.

[2]  “Open Journal Systems (OJS) is a journal management and publishing system that has been developed by the Public Knowledge Project through its federally funded efforts to expand and improve access to research”, wie es auf der Webseite heißt. Siehe: https://pkp.sfu.ca/ojs/.

[3]  Ganz leicht ist dies aber auch nicht, zumindest erfordert die Verwendung von OJS jemanden im Team, der über informatische Grundkenntnisse verfügt und sich durch plugins und Kommandozeilen kämpft.

[4]  PDF-A ist das genormte Format für die Abgabe von digitalen Textdokumenten für die Langzeitarchivierung: https://de.wikipedia.org/wiki/PDF/A

[5]   Eintrag vom 13. September 2016 mit dem Titel “Enriched publications advancing scholarly communication?” Siehe: https://oamediastudies.com/blog/

[6] Hier mehr zu Prof. Claudia Müller-Birn: http://www.mi.fu-berlin.de/inf/groups/ag-nbi/members/mueller-birn.html

[7]  Siehe: Walkowski, N.-O. (2016). Digital Publications Beyond Digital Communication. DARIAH-DE Working Papers, (17). Retrieved from Urn:nbn:de:gbv:7-dariah-2016-3-4. Empfehlenswert ist folgender stark theoretisierender Text, der eine Darstellung der Entwicklungen im digitalen Publizieren zum Anlaß nimmt, generelle Thesen zum digitalen Medienshift zu entwickeln: Walkowski, N.-O. (2013). Text, Denken und E-Science. Eine intermediale Annäherung an eine Konstellation. In Digital Humanities (pp. 37–54). Zürich; Berlin: Diaphanes.

[8] Walkowski (2016, S. 8), hier werden die unterschiedlichen Begriffe auch näher beschrieben. Zu semantic publication siehe auch hier: Siehe: Shotton D, Portwin K, Klyne G, Miles A (2009) Adventures in Semantic Publishing: Exemplar Semantic Enhancements of a Research Article. PLoS Comput Biol 5(4): e1000361. doi:10.1371/journal.pcbi.1000361.

[9]  Siehe: Bardi, A. & Manghi, P., (2014). “Enhanced Publications: Data Models and Information Systems”. LIBER Quarterly. 23(4), pp. 240–273. DOI: http://doi.org/10.18352/lq.8445

[10]  Der State-of-the-Art Report zu enhanced publications ist übrigens: Woutersen-Windhouwer S., Brandsma, R. (2009). “Enhanced Publications: State of the Art”. In: Vernooy-Gerritsen, M. (ed), Enhanced Publications. Linkin Publications and Research Data in Digital Repositories. SURF, Amsterdam University Press, 2009.

[11]  Hier mehr zu Wikidata: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikidata.

[12]  Auf dieser Seite ist das möglich: https://www.wikidata.org/wiki/Special:NewItem.

[13]  Siehe: https://www.wikidata.org/wiki/Wikidata:Introduction.

by Christopher Schwarzkopf at January 12, 2017 11:20 AM

January 11, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im Dezember 2016

Die folgende Liste zeigt eine Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen, die von den Communitys organisiert wurden und mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im vergangenen Monat stattgefunden haben. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Beim Festivalsommer standen im letzten Monat drei Veranstaltungen auf der Agenda. Der vollständige Festivalplan ist in der Wikipedia zu finden.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Wikipedia-Communitys ist über Wikipedia:Lokales abrufbar. Einige Gruppen hinter den lokalen Räumen führen außerdem Blogs, über die eine Auswahl der dort stattgefundenen Veranstaltungen und Aktionen nachgelesen werden kann:

2.12.: Fotoprojekt Folk Metal Bands

Auregann war in Berlin unterwegs, um Bilder von Folk-Metal-Bands aufzunehmen. Damit sind freie Fotos der Band Feuerschwanz auf Wikimedia Commons entstanden.

2.–4.12.: Wikidata-Workshop für OKLabs

Ein Wochenende im Verschwörhaus Ulm ermöglichte interessierten OKLab-Mitgliedern, sich mit Wikidata vertraut zu machen, gemeinsam rund um das Thema freie Daten und Wikidata zu hacken und somit Wikidata als Datenfundus für Freies Wissen zu nutzen. (basierend auf einem Text von Robbi5, CC-by-sa 3.0)

3.12.: KulTour Kölner Rathausplatz

© Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), Auftaktveranstaltung KulTour Prätorium-6854, CC BY-SA 4.0

Einige Stunden vor dem traditionellen Raymolaus-Treffen im Lokal K bekam eine Gruppe von Wikipedia-Aktiven im Prätorium von der Leitung des neuen LVR-Museums eine exklusive Führung durch das Museum.

3.12.: WikiLibrary Barcamp

In der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) fand das WikiLibrary Barcamp mit dem Titel „Bibliotheken im Netz – Digitale Allmende“ zum Thema Wikipedia und Bibliotheken statt, um die Begegnung zwischen Bibliothekarinnen und Bibliothekaren und Wikipedia-Aktiven zu fördern. Veranstaltet wurde das Barcamp von Wikimedia Deutschland, der SLUB Dresden und der Kampagne Netzwerk Bibliothek des Deutschen Bibliotheksverbands (dbv). (basierend auf einem Text von Sina Wohlgemuth (WMDE),  CC-by-sa 3.0)

3.-4.12.: JWPmeetup

Die Jungwikipedianer kamen im Dezember zu einem Treffen in Kassel zusammen, um sich mit dem Thema Neulingsgewinnung zu beschäftigen. Dabei wurde ein erstes Projekt in Angriff genommen, das insbesondere junge Menschen und Junggebliebene mit einer neuen Weboberfläche und passenden Hinweisen ansprechen soll. Erste Inhalte wurden erstellt, Designs diskutiert und Kommunikationsmöglichkeiten ausgelotet. Was sonst noch dort besprochen wurde, kann in dem Protokoll nachgelesen werden.

3.-4.12.: WikiVoyage-Workshop Wien

Der freie Reiseführer Wikivoyage feierte 10-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass traf sich die Community über zwei Tage hinweg in Wien, um sich über das Projekt auszutauschen. Wikimedia Deutschland unterstützte die Veranstaltung in Österreich mit der Erstattung von Reisekosten.

7.12.: Open2016

Wikimedia Deutschland ermöglichte zwei Wikipedianern die Teilnahme an der Open! 2016, der „Konferenz für digitale Innovation“ in Stuttgart.

8.12.: Fotoprojekt Abgeordnetenhaus

Zur Wahl des Regierenden Bürgermeisters von Berlin besuchte der Wikipedianer Sandro Halank die Plenarsitzung und schoss dort Fotos für Wikimedia Commons.

8.12.: WPFF BBC Editathon

Wikipedianerinnen und alle, die es werden wollen, trafen sich anlässlich der GLAM BBCs 100 Women zum 1. Filmfrauen Edit-a-thon im Ballhaus Rixdorf in Berlin, um gemeinsam in der Wikipedia und ihren Schwesterprojekten rund um Frauenfilmthemen, -biographien und -fachkompetenz mit Frauen in und aus Film und Fernsehen zu editieren.

9.12.: Matisse-Ausstellung Münster

Der Münsteraner Stammtisch traf sich im Kunstmuseum Pablo Picasso zu einer Sonderausstellung mit Werken des französischen Künstlers Henri Matisse, die seit seinem Tod in einem Pariser Banksafe lagerten. Gefördert wurde das Treffen mit der Kostenübernahme von Eintritt und Führung und der Community-Versicherung.

10.12.: 10 Jahre Wikivoyage

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des freien Reiseführers Wikivoyage kam nach dem österreichischen Treffen in Wien auch die deutsche Community in Berlin zusammen, um sich neben einem interessanten Programm über das Projekt auszutauschen. Die Nutzung von OpenStreetMap und Wikidata waren dabei Schwerpunktthemen.

10.12.: Weihnachtstreffen Kempten

Wikipedianerinnen und Wikipedianer kamen in Kempten zu einem Weihnachtstreffen zusammen. Wikimedia Deutschland versicherte die Veranstaltung und ließ den Aktiven über den Veranstalter eine kleine Weihnachtsüberraschung als zukommen.

14.12.: Volleyball-Champions-League-Spiel Dresdner SC – Eczacıbaşı İstanbul

Der Wikipedianer Sandro Halank besuchte als Fotograf das Volleyball-Champions-League-Spiel des Dresdner SC gegen Eczacıbaşı İstanbul. Die Bilder stehen auf Wikimedia Commons zur freien Weiternutzung bereit. Die dabei verwendete Kamera stammte aus dem Technikpool des Festivalsommers.

14.-16.12.: Landtagsprojekt Sachsen

Um insbesondere die Wikipedia mit Fotos aktueller Politiker bebildern zu können, ziehen Wikipedianerinnen und Wikipedianer seit Jahren mit professioneller Fotoausrüstung durch die Landesparlamente in Deutschland, um dort Porträtaufnahmen der Abgeordneten aller Parteien zu machen. Im Dezember 2016 gab es eine neue Station im Sächsischen Landtag. Wie alle Bilder der Wikipedia stehen auch diese Aufnahmen jeder und jedem zur freien Weiternutzung auch außerhalb der Enzyklopädie zur Verfügung.

27.-30.12.: Chaos Communication Congress

Wie in jedem Jahr gegen Ende Dezember, fand erneut der Chaos Communication Congress, das internationale Treffen der Hacker-Szene, statt. Wikimedia Deutschland ermöglichte Wikipedianerinnen und Wikipedianern die Teilnahme an dem Kongress mit der Übernahme von Reisekosten und des Ticketpreises.

Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende regelmäßige Community-Termine fanden auch im vergangenen Monat wieder mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland statt:

Weitere Aktivitäten

Zur Erweiterung des Bestands technischer Leihgeräte von Wikimedia Deutschland wurden Förderanträge zur Anschaffung einer 360-Grad-Kamera und eines motorisierten Panoramakopfs sowie einer Fotoausrüstung und einer Scanstation für die lokale Wikipedia-Community in München (WikiMUC) bewilligt.

Unter anderem um Bilder antiker Vasen auf Wikimedia Commons aufzuarbeiten und zur Erfassung der Objekte in Wikidata, erhielt Marcus Cyron ein Literaturstipendium für die insgesamt 110 Bände des Corpus Vasorum Antiquorum Deutschland.

Da die Inhalte dieses monatlichen Blogpost großteils über die Informationen zu dem quartalsweise erstellten Meta-Bericht abgebildet werden, wird das Format für Projekte ab 2017 nicht fortgeführt. Stattdessen sollen in diesem Jahr regelmäßig einzelne Community-Vorhaben und bemerkenswerte Freiwilligen-Aktivitäten etwas ausführlicher vorgestellt werden.

by Nicolas Rueck at January 11, 2017 09:30 AM

January 10, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

OpenCon in Washington, D.C.: Wikimedians sind als Open Advocates dabei!

Ein Bericht über die OpenCon 2016, eine internationale Konferenz zum Thema Open Access, Open Data und Open Education.

Der Raum gefüllt von Spannung, Neugierde und Freude. Eine Community von über 200 Bibliothekaren, Wissenschaftlern, Community-Organisatoren, Open-Begeisterten, Projektleitenden, darunter mindestens 10 Wikimedians, traf sich in der US-Hauptstadt zur seit 2014 jährlich stattfindenden OpenCon. Diese etwas andere Konferenz will vor allem Vernetzung- und Fortbildungsplattform sein für Berufseinsteigende aller Disziplinen, die an Projekten für Offene Daten, OER, Open Science arbeiten und generell im Sinne des Paradigmas von Freiheit, Gemeingut und Inklusivität etwas bewegen wollen. Die Berufseinsteigenden will die OpenCon dabei unterstützen, zu streitbaren Open Advocates zu werden, die erfolgreich Einfluss zugunsten Openness als Prinzip nehmen können.

Aus insgesamt 60 Ländern kamen die Teilnehmenden, die alle irgendetwas mit freiem Wissen machen und gemeinsam und voneinander lernend die Sache weiter voranbringen wollen. Denn manchmal, das wurde schnell klar aus Erzählungen, fühlt man sich im Kampf irgendwie allein gelassen. Ich – noch relativ neu in dem Spiel und voller Tatendrang, fand es wichtig, den Erfahrungen zu lauschen und schnell wurde klar, dass sich letztendlich niemand hier von Hindernissen stoppen ließ und die vielen Projekte und Initiativen gaben einem als Anfänger Sicherheit und Energie, dass da doch viel geht und wir gemeinsam Schritt für Schritt dem großen Ziel von Open Everything näher kommen können.

Foto: Slobodan Radicev, CC0 1.0 Universal

Die Stimmung war am ersten Tag spürbar angeschlagen, nur zwei Tage nach den US-Präsidentschaftswahlen und ihrem für Openness und Toleranz nicht gerade mutmachenden Ausgang. Doch schnell weckte die Begeisterung für die Projekte der anderen gegenseitig die Energie. Am meisten begeisterten mich die vielen kurzen aber prägnanten Projektpräsentationen, in denen die vielfältigsten Ideen und Wege vorgestellt wurden, wie und in welcher Form man freies Wissen nutzen und fördern kann. Herausheben will ich nur das Projekt Open Development Cambodia, bei dem es darum geht, Daten aus verschiedensten Quellen zu kombinieren und für die Bürger Kambodschas zugänglich zu machen, damit sie die Entwicklungstrends in ihrem Land nachvollziehen und kontrollieren und Misswirtschaft aufdecken können.

Es gab viel Zeit zum Austausch und gefühlt konnte man mit jedem zumindest einmal kurz reden. Denn vor allem bei den vielen Open-Data-Projekten  ist es bekanntlich wichtig, dass man sie so verwirklicht, dass die Daten miteinander verknüpft werden können und jeder daran denkt, dass sie so frei verfügbar sein sollten, dass auch andere Projekte damit neues Wissen schaffen und neue Lösungen finden können.

Interessenvertreter, die mehr Zugang brauchen

Viel wurde natürlich über die Nutzbarkeit und Zugänglichkeit des Freien Wissens geredet und nicht von ungefähr war die Wikimedia Foundation eine der Unterstützerorganisationen der OpenCon 2016. Nicht alle Communities haben gleich guten Zugang zu digitalen Ressourcen und einige Gruppen sind in Gremien und Debatten unterrepräsentiert. Hierzu wurden zum Beispiel Menschen genannt, die kleinere Sprachen sprechen oder die keinen guten Zugang zu digitalen Mitteln haben. Die Diskussionen darüber, wer diese Gruppen sind und wie wir sie besser erreichen könnten, gab uns Anlass unseren geplanten Workshop zu Interessenvertretern von freiem Wissen etwas abzuändern.

Gemeinsam mit dem Teilnehmenden überlegten wir, welche Zielgruppen von Open Projekten noch nicht gut genug erreicht werden und wie wir den Zugang erleichtern und sie dadurch in die Open Community einladen können. Es wurden vor allem Gruppen genannt, die besonders von freiem Wissen profitieren könnten, aber zum Teil noch gar nichts darüber wissen. Hier entstand eine Theorie des Lauffeuers mit Lücken. Freies Wissen verbreitet sich in manchen Kreise ganz von alleine, aber es gibt Gruppen, denen fehlt ganz schlicht der Anschlusspunkt und sie werden folglich nicht erreicht. Um sie einzubeziehen ist mehr Proaktivität gefragt, um auch vor allem die Hürden zu überwinden, die eine funktionierende Kommunikation zu diesen Gruppen blockieren. Das können zum Beispiel Sprachbarrieren sein. Eine unterrepräsentierte Gruppe ist entsprechend die der kleinen Sprach-Communities. Hier könnte Wikidata als Hilfsmittel zur sprachenübergreifenden Darstellung von Wissen viel helfen. Auch andere Projekten, außerhalb des Wikiversums können Wikidata nutzen, um ihr freies Wissen an diese Communities heranzubringen, was mich zum nächsten Punkt führt.

Foto: Slobodan Radicev, CC0 1.0 Universal

Advocacy Training: Hawaii und Amerikas Open Government Data Gesetz

Politiker brauchen immer wieder Fälle und konkrete Beispiele, um ihre Gesetze mit Geschichten und vor allem Nützlichkeit zu untermauern. Daran mangelt es noch, wurde uns bei einem Meeting mit den Mitarbeitenden des Senators Brian Schatz aus Hawaii mitgeteilt. Er ist maßgeblich mit für den Erfolg bei der Öffnung von US-Regierungsdaten verantwortlich und war einer der Politiker, mit deren Büros im Rahmen eines “Advocacy Day” vorab organisierte Treffen möglich waren. Dazu wurden die OpenCon-Teilnehmenden in Gruppen eingeteilt und es wurde erklärt, wie solche Gespräche ablaufen und wie sich Interessenvertretende darauf strukturiert vorbereiten sollten. Uns wurde zum Beispiel mit auf den Weg gegeben, dass wir einen Anknüpfungspunkt zur Arbeit von Senator Schatz finden sollten, um unsere Anliegen möglichst anschaulich vermitteln zu können. Das war nicht schwer. Wikidata könnte, wenn die Community das wollte, manche Daten, die durch das von Senator Schatz propagierte Open-Data-Gesetz freigegeben werden, in Hawaiianisch übersetzen helfen. Gerade auch zur visuellen Nutzung von Informationen ist das sehr gut geeignet. Wir werden uns als Follow-Up zum Termin bei Schatz jetzt proaktiv mit der Hawaiianischen Wikipedia-Community vernetzen und so versuchen, neue Verbindungen zwischen den Wikipedians und ihrem Senator in Washington herzustellen.

Die OpenCon hat mich definitiv zu einer besser vorbereiteten Open Advocate gemacht. Jetzt kann es von mir aus richtig losgehen!

Auch Lust bekommen auf einen internationalen Austausch zu Open Access, Open Data und Open Education? Dann nimm doch bei einem der vielen Community Calls teil oder halte die Augen offen für OpenCon 2017 und lokale OpenCon Satellite Events.

by Julia Schuetze at January 10, 2017 03:44 PM

January 06, 2017

Wikimedia Deutschland Blog

Der Fossilbericht und Open Science: Modellierung der Gefährdung von Amphibienarten

Logo Fellow-Programm, leomaria designbüro, CC BY-SA 4.0

Das Fellow-Programm Freies Wissen wurde 2016 von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband initiiert, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre eigene Forschung und Lehre im Sinne von Open Science zu öffnen und damit für alle zugänglich und nachnutzbar zu machen. In diesem Gastbeitrag stellt die Stipendiatin Melanie Tietje ihr Projekt vor, welches sie im Rahmen des Fellow-Programms durchführt. 

Ich bin Biologin am Museum für Naturkunde und beschäftige mich mit dem Aussterberisiko von Amphibien. In meiner Doktorarbeit erforsche ich, welche Faktoren über das Überleben oder Aussterben einer Art entscheiden. Dabei konzentriere ich mich auf Amphibien, da diese aktuell die am stärksten gefährdete Gruppe von Landwirbeltieren bilden [1] und deshalb von großem Interesse für den Naturschutz sind. Ich arbeite hierfür sowohl mit dem Fossilbericht ausgestorbener Arten als auch mit Daten von lebenden Arten. Das Verständnis der zum Aussterben führenden Mechanismen und dafür, welche Faktoren sich als nachteilig für das Überleben einer Art erweisen, sind von enormer Bedeutung für das Fällen von Entscheidungen im Naturschutz, wenn es um die Aufteilung von Ressourcen wie Arbeitszeit und finanziellen Mitteln geht.

In meinem Projekt im Fellow-Programm Freies Wissen erstelle ich ein auf dem Fossilbericht von Amphibien basierendes Modell, welches wichtige artspezifische Merkmale identifiziert, die das Aussterberisiko einer Art beeinflussen. Dieses Modell wird anschließend auf lebende Amphibienarten angewendet und das prognostizierte Aussterberisiko mit der Einschätzung der IUCN Roten Liste verglichen. Um  meine Arbeit einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, werde ich zwei Aspekte aus dem breiten Spektrum von Open Science in meine Arbeit integrieren: Reproduzierbarkeit und Community Feedback.

Modellierung

Die Nutzung des Fossilberichts von bereits ausgestorbenen Amphibienarten (aber natürlich auch anderer Gruppen) hat den Vorteil, dass wir tatsächlich wissen, wie lange eine Art mit bestimmten Merkmalen überlebt hat. Man berechnet einfach die Länge des Zeitraums zwischen dem ältesten und jüngsten Vorkommen im Fossilbericht. Je länger dieser Zeitraum ist, desto länger hat die Art überlebt und desto geringer war entsprechend ihr Aussterberisiko. Für lebende Arten benötigen wir dagegen eine andere Methode um ihre Gefährdung zu bestimmen, da ihre Lebensspanne noch nicht abgeschlossen ist – sie sind noch nicht ausgestorben. Diverse Merkmale haben sich bisher bei der Abschätzung der Gefährdung als nützlich erwiesen [2,3], z.B. morphologische Merkmale wie die Körpergröße oder das Ausmaß der geographischen Verbreitung einer Art. Bis die Art jedoch tatsächlich ausgestorben ist, besteht keine Sicherheit darüber, ob diese Einschätzungen auch richtig sind. Indem man den Fossilbericht von Arten mit ähnlichen Merkmalen betrachtet, lässt sich das Wissen über die Auswirkungen dieser Merkmale auch auf rezente Arten erweitern. Mein Modell verbindet daher die Lebensspanne bereits ausgestorbener Arten aus dem Fossilbericht mit einem Set unterschiedlicher artspezifischer Merkmale, um den Einfluss dieser Merkmale auf das Aussterberisiko zu ermitteln. Im nächsten Schritt wird das Modell auf die gleichen Merkmale lebender Arten angewendet, um ihren Grad der Gefährdung zu bestimmen.

Um ein passendes Modell für meine Daten zu finden, habe ich bisher mit unterschiedlichen Modelltypen experimentiert, darunter einfache generalisierte lineare Modelle, zero-inflated Modelle, und auch methodisch unterschiedliche Ansätze wie Random Forest, welches ein Modell aus dem Bereich maschinelles Lernen ist.

Open Science in der Praxis

In meiner Arbeit verwende ich viele Daten, und ein großer Teil dieser Daten stammt aus frei zugänglichen Quellen wie z.B. der Paleobiology Database, einer umfangreichen Datenbank zu Fossilien, die vor kurzem eine CC BY 4.0 Lizenz erhalten hat. Da viele meiner Daten bereits frei zugänglich sind, möchte ich dieses Konzept bei meiner Arbeit ebenfalls beibehalten. Dies beinhaltet  das Verwenden von frei verfügbarer Open Source Software zur Datenanalyse wie R, sowie anschließend die Veröffentlichung der Ergebnisse in einer frei zugänglichen (Open Access) Fachzeitschrift. Ein weiterer Aspekt aus Open Science, den ich in meinem Projekt realisieren möchte, ist das Community Feedback in einem frühen Stadium des Projekts, wovon ich mir neue Perspektiven und  Hilfe bei Entscheidungen zu technischen Fragen meiner Arbeit erhoffe.

Als erstes habe ich mich in meinem Projekt mit der Frage beschäftigt, welche Richtlinien Fachzeitschriften aus meinem Bereich zum Umgang mit Vordrucken (preprints) von Manuskripten haben. In meinem wissenschaftlichen Umfeld ist die Veröffentlichung von preprints noch sehr selten, daher war ich überrascht zu sehen, dass nahezu alle Verlage, deren Zeitschriften ich regelmäßig lese, preprints nicht nur erlauben sondern explizit befürworten und die Nutzung von preprint-Servern unterstützen.

Der nächste Schritt in meinem Projekt war die Frage, wie ich Community Feedback möglichst unkompliziert in meinen Arbeitsablauf einfließen lassen kann. Dazu war es zunächst nötig, einen Teil der Arbeit öffentlich zugängig zu machen. GitHub als eine der vermutlich bekanntesten Optionen für kollaboratives Arbeiten und Programmieren hat sich hierfür angeboten, und ich habe einen Teil meiner Arbeit zu dem Projekt (R-Skripte und einen Teil der Daten) in einem online repository zugänglich gemacht. Jede Veränderung an meinen R Skripten wird über die Git Versionskontrolle dokumentiert und die neueste Version kann online gelesen, kommentiert oder auch heruntergeladen werden, um die Analyse einmal selbst auszuprobieren. Während ich mich mit Git und GitHub vertraut gemacht habe, entdeckte ich ebenfalls GitHub Pages. GitHub Pages stellt Speicherplatz für eine Website bereit und ist dabei mit dem GitHub Konto des Nutzers verbunden, eine sehr praktische Möglichkeit, um eine Website zu einem Projekt zu erstellen. Die Einrichtung der Website ist hierbei sehr einfach und benötigt keinerlei fortgeschrittene HTML-Kenntnisse, da das Erstellen der Website mit RMarkdown Syntax möglich ist. Der Code für die Website wird in einem Git-Repositorium abgelegt und kann entsprechend kopiert und für den Eigengebrauch modifiziert werden, da das Repositorium frei zugängig ist.

In der nächsten Phase meines Projekts möchte ich einen ersten Entwurf der Ergebnisse als Manuskript auf einem preprint Server wie z.B. bioRxiv veröffentlichen, um von Feedback profitieren zu können, noch bevor das eigentlich Peer Review Verfahren stattfindet.

Ein Plädoyer für Open Science

Durch das Fellow-Programm habe ich bereits eine Menge Einsichten in das Spektrum von Open Science erhalten. Zu Beginn des Projekts fühlte ich mich zunächst ein wenig überwältigt von der Menge an Dingen, die sich theoretisch in den Arbeitsablauf integrieren ließen, um die eigene Forschung offener zu gestalten. Publish or perish ist die unangenehme Realität für die meisten Naturwissenschaftler, und der konstante Zeitdruck, den viele von uns erleben, kann leicht zu dem Gefühl führen, man könne nichts  Zusätzliches in den Arbeitsablauf integrieren. Der zunehmende Leistungsdruck ist ein anderer Faktor, der zu diesem Gefühl beitragen kann. Wir finden uns in einer Situation wieder, in der wir als Wissenschaftler in direkter Konkurrenz zueinander stehen, wenn es um spärlich vorhandene Fördergelder geht. Einige meiner Kolleginnen und Kollegen haben daher Bedenken geäußert, ihre Ideen oder auch Daten frei verfügbar zu machen, da jemand anderes diese Daten oder Ideen zuerst umsetzen und publizieren könnte. Diese Punkte können, neben dem zeitlichen Aufwand, Gründe sein, dem Thema Open Science skeptisch gegenüberzustehen und die bestehenden Möglichkeiten nicht zu nutzen.

Während es wahrscheinlich unmöglich ist, etwas Neues in den Arbeitsablauf zu integrieren ohne etwas Zeit darauf zu verwenden, sich mit der Technik vertraut zu machen, bleibt immer die Möglichkeit klein und wenig zeitaufwendig zu beginnen. Ein erster Schritt kann schon die Wahl der Zeitschriften sein, in denen man seine Arbeiten veröffentlichen möchte. Open Access Zeitschriften können von jedem gelesen werden und tragen damit deutlich zur Verfügbarkeit und damit Verbreitung der eigenen Forschung bei. Die Gewährleistung der Reproduzierbarkeit der Ergebnisse ist nicht nur gute wissenschaftliche Praxis, sondern trägt ebenfalls zur Verbreitung der eigenen Forschung bei und ermöglicht es anderen Wissenschaftlern, auf bestehendem Wissen aufzubauen. Eine Möglichkeit, einen ersten Schritt Richtung Open Science zu gehen, kann die Auswahl eines einzelnen Aspekts der eigenen Arbeit und der Versuch, diesen zu verbessern, sein. Die Vienna principles bieten einen breiten Überblick über die verschiedenen Gebiete wissenschaftlichen Arbeitens und können hier als erste Inspirationsquelle dienen.

Forschung frei verfügbar zu machen erhöht die Sichtbarkeit und den Einfluss der Arbeit, was wiederum zu neuen Kooperationen und Ideen führen kann. Die Nutzung von preprints kann zu einem frühzeitigen Feedback führen und so gegebenenfalls den Review Prozess beschleunigen.

Wer Interesse daran hat, wie so eine Projektwebsite aussehen kann, oder auch wie meine Modellierungen ablaufen und was man von fossilen Amphibien lernen kann, kann meine Website hier finden.

 


Zur Autorin

Melanie Tietje ist Biologin mit einem Master in Organismischer Biologie und Evolution der Humboldt Universität zu Berlin und interessiert sich für Paläobiologie und Möglichkeiten der Anwendung auf aktuelle Fragestellungen. Sie promoviert seit 2014 am Museum für Naturkunde in der Arbeitsgruppe Herpetologie. In ihrer Dissertation beschäftigt sie sich mit dem Aussterberisiko von Amphibien und den verschiedenen Merkmalen, welche dieses beeinflussen. Hierfür verbindet sie Daten fossiler und rezenten Arten. In ihrem Projekt im Rahmen des Fellow-Programms modelliert sie Aussterberisiken rezenter Amphibien basierend auf Informationen aus dem Fossilbericht aus Open Access Datenbanken.


[1] Baillie, J. E. M., Griffiths, J., Turvey, S. T., Loh, J. & Collen, B. 2010 Evolution Lost: Status and trends of the world’s vertebrates. Zoological Society of London.

[2] Sodhi, N. S., Bickford, D., Diesmos, A. C., Lee, T. M., Koh, L. P., Brook, B. W., Sekercioglu, C. H. & Bradshaw, C. J. A. 2008 Measuring the meltdown: drivers of global amphibian extinction and decline. PLoS One 3, e1636. (doi:10.1371/journal.pone.0001636)

[3] Harnik, P. G. 2011 Direct and indirect effects of biological factors on extinction risk in fossil bivalves. Proc. Natl. Acad. Sci. U. S. A. 108, 13594–13599. (doi:10.1073/pnas.1100572108)

 

by Christopher Schwarzkopf at January 06, 2017 11:42 AM

January 05, 2017

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Wikimedia:Woche 1/2017

Die Wikimedia:Woche startet mit der Ausgabe 1/2017 in ihr siebtes Jahr. Mit dabei sind unter anderem die erfreuliche Nachricht, dass die OpenStreetMap-Wochennotiz entgegen der kürzlichen Ankündigung weitergeführt wird und einiges Neues rund um GLAM. Gereon K. veröffentlichte einen Bericht über seine Teilnahme an der Wikimedia Conferentie Nederland und zu der anhaltenden Diskussion über die Ereignisse im Wikipedia-Schiedsgericht gibt es ein Interview mit Jens Best und Sebastian Wallroth, das auf dem 33c3 aufgenommen wurde.

Zur Wikimedia:Woche 1/2017 geht es hier.

by Nicolas Rueck at January 05, 2017 01:04 PM

December 22, 2016

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Wikimedia:Woche 51/2016

Die Wikimedia:Woche 51/2016 ist die letzte Ausgabe dieses Jahres. Darin geht es unter anderem um ein neues Förderprogramm von Wikimedia Deutschland zur Gebührenerstattung von Anfragen nach Informationsfreiheitsgesetz. Außerdem wurden die Ergebnisse der diesjährigen internationalen Umfrage zu den technischen Wünschen der Communitys und eine Langversion des Wikipedia-to-the-Moon-Films veröffentlicht. Zudem verlinkt ist die letzte Ausgabe der vorerst leider eingestellten „Wochennotitz“ mit Aktuellem aus der OpenStreetMap-Welt.

Zur Wikimedia:Woche 51/2016 geht es hier.

by Nicolas Rueck at December 22, 2016 01:15 PM

Wikimedia Deutschland und Open Knowledge Foundation ermöglichen Zugang zu amtlichen Informationen ohne Gebühren

Bild: Stadtarchiv in Hall in Tirol von Eduard von Grützner (1846–1925), gemeinfrei

120 Euro für einen Datenbankabzug, 80 Euro für Kopien historischer Dokumente oder 250 Euro für eine Liste der Geschenke an die Staatssekretäre? Wer Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) an deutsche Behörden stellt, muss Auskünfte mitunter fürstlich bezahlen. Bis zu 500 Euro können Bundesbehörden nach der Gebührenordnung des IFG pro Anfrage berechnen, Landesbehörden teilweise noch mehr. Dem Gesetz nach sollen die Gebühren allerdings nicht abschreckend sein: Damit „der Informationszugang wirksam in Anspruch genommen werden“ kann, sollen zum Beispiel einfache Anfragen kostenfrei bleiben.

In der Praxis schrecken Gebühren aber trotzdem ab. Nicht nur, weil sie oft zu hoch angesetzt werden, sondern auch, weil kaum jemand Hunderte Euro für die Arbeit von Behörden bezahlen will oder kann, die ohnehin schon durch Steuergelder finanziert worden sind. 75 Prozent aller Anfragen, für die Gebühren angesetzt werden, werden zurückgezogen – vor allem Auskunftsersuchen bei Jobcentern oder Schulen.

Das ist in Europa einmalig: In keinem anderen Land werden regelmäßig Gebühren für Auskünfte verlangt. Vor allem Menschen ohne hohes Einkommen sind damit de facto vom Zugang zu staatlichen Informationen ausgeschlossen.

Das ändern wir jetzt! Über Wikimedia Deutschland kann man sich diese Gebühren nun in einem Pilotprogramm mit einem formlosen Antrag erstatten lassen, sofern die Informationen für die Wikipedia, Wikidata oder andere Wikimedia-Projekte relevant sind und anschließend dort eingepflegt werden. Dazu steht zunächst ein Budget in Höhe von 5.000 Euro bereit. Genaueres zum Ablauf steht hier. Durch die Veröffentlichung auf FragDenStaat, einem Portal der Open Knowledge Foundation, können Informationen, die der Öffentlichkeit gehören, auch gesammelt von der Öffentlichkeit gefunden werden. Auf diese Weise lassen sie sich auch für Wikipedia-Artikel nutzen, anders als wenn nur Einzelpersonen per Post informiert werden.

Wir setzen uns damit für einen gerechten Zugang zu Wissen ein, der niemanden diskriminiert. Das ist mit einer klaren Forderung verbunden: Der deutsche Staat muss Gebühren für Auskünfte auch auf dem Papier abschaffen. Das bisherige System ist ineffektiv, ungerecht und entspricht nicht den Anforderungen an eine moderne Verwaltung.
Gebühren, die zu hoch sind oder rechtswidrig erhoben werden, zum Beispiel Auslagen, werden nicht übernommen. Eine Richtlinie, wann Gebühren zu hoch sind, bietet diese Verordnung. Hier ist der einzige Weg, gegen die Gebührenentscheidung Widerspruch einzureichen. Der kostet gewöhnlich 30 Euro – und kann nach vorheriger Rücksprache auch von Wikimedia Deutschland finanziert werden.

by Nicolas Rueck at December 22, 2016 09:42 AM

December 15, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 50/2016

In der Wikimedia:Woche 50/2016 gibt es einen Aufruf für ehrenamtliche Mitglieder internationalen Wikimedia-Ombudskommission, Marcus Cyron berichtet über ein Jahr Zusammenarbeit von Wikipedianern mit einem Sonderforschungsbereich der Universität Heidelberg, und es gibt Links zu zwei neuen Folgen des Wikistammtisch-Podcasts von Sebastian Wallroth.

Zur Wikimedia:Woche 50/2016 geht es hier.

by Cornelius Kibelka at December 15, 2016 05:12 PM

Gemeinsamer Workshop zu Wikidata von Code for Germany und Wikimedia Deutschland in Ulm

Dieser Beitrag erscheint auch auf dem Blog von Code for Germany.

Wikidata, das ist die frei bearbeitbare Wissens-Datenbank, von Freiwilligen gepflegt und entwickelt bei Wikimedia Deutschland. Wikidata unterstützt unter anderem die Wikipedia, kann aber auch für zahlreiche andere Projekte und Anwendungen verwendet werden. Die Daten in Wikidata sind offen, und können von jedem und jeder eingefügt, verlinkt und geprüft, und gleichzeitig von allen benutzt werden. Das sind zum Beispiel Geburtsdaten, Informationen über die Höhe von Gebäuden, über Politikerinnen oder auch aus der Wissenschaft. Perfekt, um von den Open Knowledge Labs stärker in ihre Arbeit und Projekte mit eingebunden zu werden.

Deswegen haben sich Wikimedia und die OK Labs zusammengetan, um in einem Workshop Wikidata besser kennen zu lernen. Ausgerichtet wurde der Workshop von Wikimedia und alle Labs waren eingeladen. Mit 40 Teilnehmerinnen waren wir zu Gast im Verschwörhaus, dem jüngst gegründeten Treffpunkt für digitale Initiativen in der Stadt Ulm – initiiert von Stefan Kaufmann, der auch das OK Lab in Ulm gegründet hat.

Nach einer Einführung in die Query-Sprache von Wikidata – SPARQL – wurden gleich viele Fragen in Form von Querys verfasst. Hier sind unsere Lieblingsquerys:

Danach haben sich kleine Teams gebildet, die zu verschiedenen Themen über das Wochenende gehackt haben. Die Ergebnisse? Hier unten:

WikiDatenRaten

All Saarland Everything

  • Beantwortet die alte Frage: “Wie viel ist das eigentlich in Saarland?”
  • @lotterleben
  • Github

Abgeordnetendaten -> Wikidata

Github-Metadaten -> Wikidata

  • Aktualisiert die Release-Informationen und Webseiten von Projekten mit GitHub.
  • @konstin
  • Noch nicht auf GitHub

Wikiedits -> Matelight

  • Mach Pixel in bestimmte Farben wenn etwas auf Wiki geändert wird
  • @fionera
  • Github
  • Live-Demo:

Bahnhofsbilder-dings

  • Zieht Bahnstrecken aus Wikidata und zeigt dann die in Wikidata hinterlegten Bilder der Bahnhöfe an
  • @ubahnverleih
  • Github

Wie stark ist deine Stimme?

  • Zeigt den “Impact-Factor” für eine Erststimme in einem Wahlkreis in NRW, basierend auf Einwohnerzahl, Wahlbeteiligung & Ergebnis der letzten LtWahl
  • @paderta, @simonwoerpel
  • Github

Bevölkerungsstatements mit Preferred-Rang versehen

  • Das neueste (beste) Bevölkerungsstatement einer Stadt sollte durch Preferred-Rang hervorgehoben sein, war bei vielen deutschen Städten nicht der Fall, mit Pywikibot/PAWS gefixt
  • @WikidataFacts
  • Wikidata

Ganz wichtig und hilfreich: die Sketchnotes von @bleeptrack.

Alle Hightlights auf Twitter unter #okwiki. Und hier gibt es eine Doku für alle, die das Wochenende nochmal erleben möchten <3

by Jens Ohlig at December 15, 2016 11:53 AM

December 14, 2016

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Ein Jahr Zusammenarbeit mit dem Sonderforschungsbereich 933 an der Universität Heidelberg

Ein Beitrag von Marcus Cyron

Im Jahr 2016 wurde Wikipedia 15 Jahre als. Seit nun über 10 Jahren sucht die Wikipedia-Community den Kontakt mit akademischen Institutionen: mit Universitäten, Akademien und mit GLAM, also Galerien, Bibliotheken, Archiven und Museen. Mal funktioniert das besser, mal schlechter. Verschiedenste Modelle wurden probiert. Gemeinsame Tagungen, Fortbildungen, Schul- und Universitätsprojekte. Vielfach ist Interesse und großes Engagement von beiden Seiten vorhanden, denn nur so kann diese Zusammenarbeit funktionieren. Von einer überaus gut funktionierenden Kooperation möchte ich rückblickend auf das Jahr 2016 an dieser Stelle berichten.

Alles begann mit der WikiCon Mitte September 2015 in Dresden, wo ein junger Mitarbeiter des an der Universität Heidelberg angesiedelten Sonderforschungsbereichs (SFB) 933 „Materiale Textkulturen“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft Kontakte in die Wikipedia-Welt suchte. Gerade wurde der SFB für eine zweite Periode verlängert. Zum bewilligten Antrag gehörte auch, möglichst auf einer breiten Ebene die Arbeit und die Ergebnisse der Forschungen des SFB in die Öffentlichkeit zu bringen. Ein Weg sollte dabei Wikipedia sein. Dank Wikimedia Deutschlands Kuratorin für Kulturpartnerschaften konnte Christian Vater, der dafür zuständige Mitarbeiter des SFB, auch die inhaltlich passenden Personen kennen lernen.

Der SFB „Materiale Textkulturen“ beschäftigt sich mit den materiellen Wegen der Textübermittlung in Zeiten, bevor der Buchdruck erfunden wurde. 17 von 31 der sogenannten „Kleinen Fächer“ an der Universität Heidelberg sind Teil dieses SFB, der zudem derzeit einer von nur ganz wenigen geisteswissenschaftlichen SFBs in Deutschland ist. Darunter fallen die verschiedenen Altertumswissenschaften, die an kaum einer anderen deutschen Universität noch in einer solchen Breite gelehrt werden, aber auch Mediävistik und Orientwissenschaften. Inhaltlich bedeutet das etwa, dass zu antiken Fluchtäfelchen und Vaseninschriften ebenso geforscht wird wie zu Graffiti in Pompeji, Buchmalereien im Mittelalter, buddhistischen Inschriften in China oder den traditionellen indonesischen Schriftzeichen. Idealerweise werden die Ergebnisse dieser Forschungen in einer im Open Access zugänglichen Schriftenreihe publiziert, was auch Wikipedianern natürlich einen einfachen Zugang gestattet.

In Dresden konnte Christian also seine ersten Kontakte kennen lernen, und da ich sein Engagement schon in Dresden so erfrischend fand, war ich schnell in die Mittlerrolle zwischen SFB und Wikipedia gerutscht. Im November besuchte ich Heidelberg dann auch das erste Mal, und das gleich für drei Tage. In diesen drei Tagen nahm sich Christian meiner in toller Weise an. Ich wurde so vielen Mitarbeitern des SFB vorgestellt, dass ich bis heute brauche, um diese alle noch wirklich kennen zu lernen. Zuvorderst natürlich der Sprecher des Forschungsverbundes, der Mediävist Ludgar Lieb, aber auch die Kuratorin der Uruk-Warka-Sammlung Kristina Sauer, die Professorin für Papyrologie, Andrea Jördens, und den neuen Juniorprofessor für Klassische Archäologie, Nikolaus Dietrich, der uns auch durch das Antikenmuseum der Universität führte. Nicht vergessen darf man natürlich die Treffen mit Mitarbeitern der Öffentlichkeitsarbeit.

Dann kam die Findungsphase. „Etwas zusammen machen“. Das wollen viele. Gerade mit Wikipedia. Oft bedeutet das aber auch nur, man würde gerne die Masse der Freiwilligen für ein eigenes Vorhaben einsetzen. In anderen Fällen würden Institutionen gerne viel tun, haben aber nicht die Kapazitäten. Doch dieses Mal waren die Kapazitäten vorhanden und Ziele konnte man zusammen suchen und finden. Letztlich waren es meine Vorlieben, die am Ende zum Ziel der ersten Etappe wurden: Ich wollte etwas mit der Antikensammlung der Universität machen. Etwas mit den antiken Vasen, über die ich in Wikipedia schon seit mehr als 10 Jahren recht intensiv schrieb. Allerdings waren die Begegnungen mit der Heidelberger Sammlung noch nicht so groß, aber immerhin gab es schon einen Artikel zum „Heidelberger Maler“, der nach einem herausragenden Stück in Heidelberg benannt wurde, da der echte Name nicht überliefert ist.

Also Antike. Das traf sich auch gut für Heiko „DerMaxdorfer“ Fischer, der gerade mit seinem Studium der Altertumswissenschaften in Heidelberg begonnen hatte und seit dem ersten Treffen in Heidelberg zum festen Stamm der Organisatoren gehört. Bei einem weiteren Besuch in Heidelberg, bei dem es schon um detailliertere Planungen ging, lernten wir Hermann Pflug, den Kurator der Sammlung, und den Institutsfotografen Hubert Vögele kennen. Wie auch schon Nikolaus Dietrich waren sie sehr aufgeschlossen der Idee gegenüber, etwas mit Wikipedia zu tun und damit natürlich letztlich auch die Sichtbarkeit des Antikenmuseums zu erhöhen. Fotoerlaubnis wurde erteilt und je nach Möglichkeit auch die zur Verfügungstellung schon produzierter Aufnahmen. Gerade Hubert Vögele schien durchaus davon angetan, dass seine Bilder somit auch einen Zweck über den akademischen hinaus haben und als Vermächtnis dienen würden.

Foto: Martin Rulsch, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0, Antikenmuseum der Universität Heidelberg (Martin Rulsch) 2016-10-05 01, CC BY-SA 4.0

Und so kam es Anfang Oktober zu den beiden ersten Veranstaltungen in Heidelberg. Oftmals ist das der Punkt, nach dem dann alles einschläft. Diesmal sollte das aber nicht so sein. Die Verbindungen, die sich im letzten Jahr ergeben hatten, gehen ganz offensichtlich tiefer. Nicht nur wurde Christian Vater für sein herausragendes Engagement bei der WikiCon 2016 mit einer Wiki-Eule geehrt, was selbst an der Heidelberger Universität zur Kenntnis genommen wurde, nein schon einen Monat nach unserer GLAM-on-Tour-Station in Heidelberg war ich erneut auf Einladung des Instituts für Klassische Archäologie in Heidelberg. Zunächst zur Antrittsvorlesung von Nikolaus Dietrich, einen Tag später zum Festakt aus Anlass des 150-jährigen Jubiläum des Instituts. Offenbar sind die Verbindungen, die sich innerhalb eines Jahres heraus gebildet haben, recht freundschaftlich geworden.

Und es ist noch lange nicht das Ende. Für 2017 ist schon die Nachfolgeveranstaltung geplant, diesmal überlegen wir uns mit dem Mittelalter zu beschäftigen, natürlich mit einem geeigneten Partner an der Universität – und zwar der Universitätsbibliothek Heidelberg. Thema soll die Geschichte der Bibliotheca Palatina werden, und mit Martin Nissen ist auch bereits ein engagierter Bibliothekar mit dabei. Und auch danach haben wir schon weitere Ideen. Man wird also wohl noch Einiges hören, von Wikipedianern in Heidelberg.

by Nicolas Rueck at December 14, 2016 12:15 PM

December 12, 2016

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Wiki Loves Monuments 2016: Mehr als 39.000 Fotos von deutschen Bau- und Kulturdenkmalen bereichern die Wikimedia-Projekte

In diesem Gastbeitrag schaut Sandro Halank auf das erfolgreiche Wiki-loves-Monuments-Jahr zurück.

Es ist bereits zu einer besonderen Tradition geworden, dass ehrenamtliche Wikipedianerinnen und Wikipedianer im „Denkmalmonat“ September den Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments veranstalten.

Erstmals 2010 in den Niederlanden ausgetragen ist dieser einzigartige Wettbewerb – die Organisation und Juryaufgaben werden von Ehrenamtlichen wahrgenommen, und alle Interessierten können mitmachen – mittlerweile laut Guiness Buch der Rekorde der weltweit größte Fotowettbewerb. International haben 2016 rund 10.700 Fotografinnen und Fotografen mehr als 275.000 Bilder von Bau- und Kulturdenkmalen aus 42 Ländern hochgeladen und damit zur Bebilderung insbesondere der Wikipedia beigetragen. Allein in Deutschland haben sich 884 Ehrenamtliche mit mehr als 39.000 Bildern beteiligt und damit dafür gesorgt, dass Deutschland im internationalen Vergleich die meisten Wettbewerbsbilder aufweisen kann. 

Die Gewinner von Wiki loves Monuments 2016 bei der Preisverleihung am 25.11.2016.

Eine weitere Besonderheit des Wettbewerbs ist, dass von den hochgeladenen Bildern nicht nur die Wikimedia-Projekte profitieren, sondern auch die Allgemeinheit. Jedes einzelne Bild steht, wie alle in der Wikipedia verwendeten Bilder, unter einer freien Lizenz und kann von allen weiterverwendet werden: sei es für den privaten Blog, die Website der Gemeinde oder eine große Tageszeitung. Besonders einfach lassen sich Lizenzhinweise für die kostenfreie Verwendung der Bilder mit dem Lizenzhinweisgenerator erstellen.

Die hochgeladenen Bilder von deutschen Bau- und Kulturdenkmalen wurden in einem ersten Schritt von mehr als 100 Engagierten im Rahmen der Vorjury begutachtet und mehr als 300.000-mal bewertet. Der Vorjury oblag es für jedes Bild eine Bewertung von einem bis fünf Sternen zu vergeben. Die besten 1.041 Fotos – mit einer Bewertung mit mindestens 3,0 Sternen – wurden anschließend der Hauptjury, bestehend aus Ehrenamtlichen der Wikimedia-Projekte sowie externen Experten, vorgelegt. Diese bestimmte die Top 100 des Wettbewerbs und vergab zwei Sonderpreise für besondere 360°-Panoramabilder, sogenannte Kugelpanoramen. Die diesjährigen Siegerfotos sind in der Wikipedia zu finden.

Platz 1: Die Hamburger Speicherstadt (Dietmar Rabich, Hamburg, Speicherstadt, Wasserschloss -- 2016 -- 2944-50, CC BY-SA 4.0) Platz 2: Das Landgericht Berlin (Ansgar Koreng / CC BY 3.0 (DE), Landgericht Berlin, Littenstraße, Eingangshalle (2), 160906, ako, CC BY 3.0 DE) Platz 3: Die Weltzeituhr in Berlin (Diego Delso, Reloj Mundial, Berlín, Alemania, 2016-04-22, DD 46-48 HDR, CC BY-SA 4.0)

Die Fotografen der Top-10-Bilder und die Sonderpreisträger wurden zur Preisverleihung nach Berlin eingeladen. Diese fand am 25. November 2016 – dem Vorabend der Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland e. V. statt – und bildete den festlichen Höhepunkt des Wettbewerbs. Eindrücke von der Preisverleihung sind hier zu finden.

Das Organisationsteams bedankt sich ganz herzlich bei allen teilnehmenden Fotografinnen und Fotografen, Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Vorjury sowie den Engagierten der Jury für die Beteiligung am Wettbewerb. Nun gilt es, die Bilder in den Wikimedia-Projekten einzubinden, wobei jede und jeder mithelfen kann: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wiki_Loves_Monuments_2016/Deutschland/Mitmachen/Bilder_verwenden.

by Jan Apel at December 12, 2016 09:33 AM

December 09, 2016

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Geförderte Projekte aus den Communitys im November 2016

Die folgende Liste zeigt eine Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen, die von den Communitys organisiert wurden und mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im vergangenen Monat stattgefunden haben. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Beim Festivalsommer standen im letzten Monat sechs Veranstaltungen auf der Agenda. Der vollständige Festivalplan ist in der Wikipedia zu finden.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Wikipedia-Communitys ist über Wikipedia:Lokales abrufbar. Einige Gruppen hinter den lokalen Räumen führen außerdem Blogs, über die eine Auswahl der dort stattgefundenen Veranstaltungen und Aktionen nachgelesen werden kann:

1.11.: Workshop: Videodreh mit dem Smartphone

Am 1. November veranstaltete der Heimatverein Lesum in Kooperation mit BremenpediA einen Workshop von und mit Matthias Süßen. Im Vortrag genannte Links, Hinweise auf Apps und weitere Informationen sind im Blog von Matthias Süßen zu finden. (basierend auf einem Text von Quarz, CC-by-sa 3.0)

4.11.: Sonderausstellung Klassische Archäologie der Uni Heidelberg

Seit einem Jahr gibt es eine immer intensiver werdende Zusammenarbeit mit dem SFB 933 Materiale Textkulturen der DFG an der Universität Heidelberg und darin involvierte Institutionen. Nach der GLAM-on-Tour-Station Anfang Oktober in Heidelberg soll dieses Projekt weiter am Leben gehalten werden. So wurden von dem Seminar für Klassische Archäologie zu dessen 150jährigem Jubiläum Vertreter der Wikipedia eingeladen. Marcus Cyron besuchte die Veranstaltung als Wikipedia-Community-Mitglied. (basierend auf einem Text von Marcus Cyron, CC-by-sa 3.0)

4.11.: 4 Jahre Wikidata

Wikidata wurde am 30. Oktober vier Jahre alt, was Anlass für eine Geburtstagsfeier in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland war und die Möglichkeit bot, sich mit international aktiven Wikidata-Nutzern auszutauschen.

6.–8.11.: Messe Schriftgut

Wikipedia-Aktive vertraten die freie Enzyklopädie mit einem Stand auf der Messe schriftgut in Dresden, um die eigene Arbeit im Dialog zu beleuchten und in Gesprächen über die Erstellungsweisen der Texte zu berichten. (basierend auf einem Text von Conny, CC-by-sa 3.0)

12.11.: Denkmalmesse Leipzig

Auf der Denkmalmesse Leipzig konnten Vertreterinnnen und Vertreter der Wikimedia-Community aus verschiedenen Bundesländern die Ergebnisse ihrer Projektarbeit vorstellen und über ihre Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit den zuständigen Einrichtungen der Denkmalpflege berichten. (basierend auf einem Text von Dr. Bernd Gross, CC-by-sa 3.0)

Überraschend durften sie außerdem die Goldmedaille für die besondere Aktivierung des bürgerschaftlichen Engagements entgegennehmen. Die Medaille wird an Standbetreibende vergeben, die herausragende Leistungen in der Denkmalpflege in Europa erbracht haben.

11.11.: Vortrag WLM/WLE Bund Heimat und Umwelt in Deutschland

Ein Wikipedianer wurde vom Bund Heimat und Umwelt in Deutschland, Bundesverband für Kultur, Natur und Heimat im Rahmen einer Fachtagung zu einem Vortrag zu den Projekten Wiki Loves Monuments und Wiki Loves Earth eingeladen. Wikimedia Deutschland ermöglichte die Teilnahme mit der Übernahme der Reisekosten.

11.-13.11.: Fotoprojekt Bahnrad-Weltcup

Die Wikipedianerin Nicola besuchte den UCI Track World Cup in Apeldoorn, um Fotos der Radsportlerinnen und Radsportler für das freie Medienarchiv Wikimedia Commons zu machen. Die Aufnahmen sind hier verfügbar und werden bereits in verschiedenen Sprachversionen der Wikipedia weitergenutzt.

16.-18.11.: Fotoprojekt Naturmuseum

Ptolusque besuchte eine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe „Woher kommt der Mensch? – Ein neuer Blick auf Homo sapiens“ im Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main und brachte Fotos von Referenten mit, die nun in Wikipedia-Artikeln genutzt werden können.

17.11.: Teilnahme Landtagsprojekt Rheinland-Pfalz 2016

Als Fotograf und Artikelberater reiste ein Wikipedianer mit Unterstützung durch Wikimedia Deutschland zum Landtagsprojekt in Rheinland-Pfalz. Beim Landtagsprojekt entstandene freie Fotos der Abgeordneten sind auf Wikimedia Commons zu finden.

17.-18.11.: Konferenz Zugang Gestalten

Im Museum für Gegenwart im Hamburger Bahnhof in Berlin fand die 6. Internationale Konferenz Zugang Gestalten statt, an der sich auch ehrenamtlich aktive Wikipedia-Autorinnen und Autoren beteiligten.

19.11.: Wikimedia Conferentie Nederland

Mit der Erstattung von Reisekosten ermöglichte Wikimedia Deutschland einem aktiven Wikipedia-Autor die Teilnahme an der Wikimedia Conferentie Nederland, um dort zum internationalen Austausch beizutragen und die Planung neuer Projekte voranzubringen.

22.11.: Einführungskurs Ulm 2016 – 3

In Ulm fand zum dritten Mal ein Wikipedia-Einführungskurs statt. Dabei wird ein Einführungsvortrag zur Mitarbeit an der Wikipedia mit anschließender Diskussions- und Fragerunde angeboten. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere auch an Neulinge und angehende Autorinnen und Autoren, die die ersten Schritte bei der Bearbeitung von Artikeln in Begleitung erfahrener Nutzerinnen und Nutzer machen möchten.

24.11.: Stammtisch Bremen November

Der Bremer Stammtisch wurde auch in diesem Monat wieder durch Wikimedia Deutschland versichert.

25.11.: WLM-Siegerehrung

Siegerehrung der WLM-Gewinner. Foto: Thaler Tamas, CC-0

In feierlichem Rahmen wurden in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland die Gewinner des Fotowettbewerbs Wiki Loves Monuments aus Deutschland ausgezeichnet und den Preisträgern im Großformat als Wandbild übergeben.

Alle Gewinnerfotos sind auf dieser Seite zu finden und können frei nachgenutzt werden.

Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende regelmäßige Community-Termine fanden auch im vergangenen Monat wieder mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland statt:

Weitere Aktivitäten

Der Technikpool von Wikimedia Deutschland wurde dank Anregung von DCB um je zwei Weitwinkelobjektive für Canon- und Nikon-DSLRs erweitert und ein handliches und qualitativ hochwertiges Dreibeinstativ erweitert.

Um dem Autorenschwund in der Wikipedia entgegenzuwirken, wurden auf Initiative von Dr. Bernd Gross Poster zur Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland in Druck gegeben, mit dem Ziel potentielle Neu-Aktive zur Mitwirkung in der freien Enzyklopädie zu animieren.

by Nicolas Rueck at December 09, 2016 04:21 PM

December 08, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 49/2016

In der Wikimedia:Woche 49/2016 ist ein schöner Film zur Übergabe der Disc zu finden, auf der Wikipedia-Inhalte zum Mond geflogen werden. Außerdem gab es einen Vorstandswechsel bei Wikimedia Deutschland. Wer wissen möchte in welcher Region die nächste WikiCon stattfinden wird, sollte ebenfalls einen Blick in die vorliegende Ausgabe werfen.

Zur Wikimedia:Woche 49/2016 geht es hier.

by Nicolas Rueck at December 08, 2016 04:28 PM

Abraham Taherivand wird Interimsvorstand

Liebe Vereinsinteressierte,

Foto von Silke Ababneh, bearbeitet von Valerie Schandl (WMDE), CC-BY-SA 4.0

am vergangenen Samstag habe ich euch informiert, dass Christian Rickerts zum Staatssekretär ernannt wird, wenn sich der neue Berliner Senat wie geplant konstituiert. Dies ist nun geschehen: Seit heute ist Christian Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Energie und Betriebe und hat sein Vorstandsamt bei Wikimedia Deutschland niedergelegt.

So rasant die Entwicklungen seit der letzten Woche waren, so sehr freuen wir uns seitens des Präsidiums, dass wir schnell eine wirklich sehr gute Nachfolgelösung gefunden haben: Ich freue mich sehr, dass Abraham Taherivand sich bereit erklärt hat, das Vorstandsamt zunächst zu übernehmen! Er ist vom Präsidium zum Vorstand des Vereins bestellt worden und ab heute im Amt.

Abraham ist seit März 2012 bei Wikimedia Deutschland tätig. Er leitet mit dem Bereich Software-Entwicklung aktuell die personell und finanziell größte Organisationseinheit. In seinen bisherigen Rollen als Vertreter des Vorstandes, als Sprecher der Übergangskommission zur letzten Vorstandssuche und als ehemaliger Vorsitzender des Betriebsrates hat Abraham bewiesen, dass er jederzeit im Sinne der Gesamtorganisation handelt und entscheiden kann.

Die gefundene Lösung mit Abraham ermöglicht uns, mit der nötigen Ruhe und wohlüberlegt die nächsten Schritte anzugehen. Am 28./29. Januar wird sich das Präsidium zu seiner ersten Klausurtagung treffen und dort alle Fragen rund um die permanente Besetzung der Vorstandsposition besprechen. Anschließend werden wir euch zeitnah über die Ergebnisse und das weitere Vorgehen informieren. Abraham steht uns bis dahin und auch darüber hinaus als Vorstand zur Verfügung. Er hat die vollen Rechte und Pflichten des Vorstands und wird auch die Abteilung Software-Entwicklung bis auf weiteres leiten.

Christian, an dich noch einmal ein großes Danke für deine Arbeit bei uns. Herzlichen Glückwunsch und einen guten Start in der Politik. Abraham, ich freue mich auf die weitere, enge Zusammenarbeit mit dir!

Für das Präsidium
Tim Moritz Hector
Präsidiumsvorsitzender

by Tim Moritz Hector at December 08, 2016 02:46 PM

Aus Ideen werden Projekte werden Ergebnisse werden Ideen

 

Rückblick auf das erste WikiLibrary Barcamp “Bibliotheken im Netz – Digitale Agenda!?” (#BINDA) in Dresden. Eine Gemeinschaftsaktion vom Deutschen Bibliotheksverband Netzwerk Bibliothek, der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek und Wikimedia Deutschland.

@lambo twittert auf dem ersten WikiLibrary Barcamp unter dem hashtag #BINDA (screenshot)

 

Draußen herrschte frostige Kälte – genau das richtige Wetter um über die vielen Weihnachtsmärkte Dresdens zu schlendern – doch über sechzig Bibliothekarinnen, Wikipedianerinnen, Bibliothekare und Wikipedianer kamen lieber in den großen Vortragssaal der SLUB, wie die Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek liebevoll genannt wird. Sie trafen sich, um gemeinsam zu überlegen, zu debattieren und einander zu begeistern künftig noch mehr miteinander zu tun.

Dreimal traten aus dem Kreis der Teilnehmenden Menschen auf die Bühne. Im so genannten Sechzig-Sekunden-Wahnsinn (One-Minute-Madness) warben sie um die Gunst für ihre Themen. Das Angebot war vielfältig: “Was brauchen Bibliotheken als Co-Workingspaces?” von @isarmatrose (Café Sankt Oberholz) oder “Was können wir mit digitalisierten historischen Tourenbücher für Radfahrer machen?” fragte Jens Bemme (SLUB). A.Wagner (Wikisourcejaner) stellte das Wikimedia-Projekt Wikisource vor. Felistoria (Wikipedianerin) und Tanja Erdmenger (Münchner Stadtbibliothek) machten spontan eine Session gemeinsam über digitale Teilhabe in Bibliotheken am Beispiel der Hamburger Wikipedia Sprechstunde.  Brücke (Wikipedianer) lud ein zum Wettbewerb “Wiki loves Books”. @kippelboy aus Barcelona und ich warben für die internationale Kampagne #1Lib1Ref – aka 1 Bibliothekar / 1 Literaturangabe – mit deren Hilfe Bibliothekarinnen und ihre männlichen Kollegen eingeladen sind, Wikipedia-Einträge mit fehlenden Belegen zu verbessern. Ich kann hier leider nicht alle Sessions listen, denn fast 20 Session fanden an diesem 3. Dezember statt. Alles wurde gemeinschaftlich dokumentiert. So kann man auf der Projektseite zu den einzelnen Sessions die digitalen Mitschriften (etherpads genannt) finden, nachlesen und ggf. noch ergänzen.

Der stellvertretende Generaldirektor persönlich, Dr. Achim Bonte,  öffnete für uns die Schatzkammer der SLUB, um der Begeisterung für die Einrichtung Bibliothek neue Nahrung zu geben. Futuristischer ging es im Makerspace – die Werkstatt mit den 3D-Druckern –  auf der anderen Straßenseite zu und vollends historisch wurde es in der dritten Führung zu 800 Jahren Kreuzchor, mit der uns die engagierten Mitarbeiter der SLUB das #BINDA-Barcamp verwöhnten. In der letzten Runde des Tages trug der kongeniale Moderator Stephan Bartholmei (Deutsche Digitale Bibliothek) die Ergebnisse zusammen. Hier nachzulesen.

Eine tolle Sache fanden alle. Denn am Ende ließen die Veranstalter abstimmen: Soll es im nächsten Jahr wieder ein WikiLibrary Barcamp geben? Der orangefarbene Saal der SLUB ergrünte durch die vielen hochgehaltenen Stimmkarten sichtlich. Das heißt: Ja, Wikimedia Deutschland, Netzwerk Bibliothek und SLUB denken in den kommenden Wochen nach wie wo wann und was – ein zweites WikiLibrary Barcamp soll sein.

Gern auch Deine Ideen für ein 2. WikiLibrary Barcamp unten in die Kommentare schreiben.

Fotodokumentation

by Barbara Fischer at December 08, 2016 10:26 AM

December 04, 2016

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Wo [‘krauts’] etwas Gutes meint: Wikipedia, Citizen Science und Digital Humanities.

 

Die Begrüßungsrede von Tim Moritz Hector (Vorsitzender des Präsidiums) anläßlich des ersten deutschen WikiLibrary Barcamps in Dresden am 3.12. 2016. Eine Gemeinschaftsveranstaltung von Netzwerk Bibliothek von Deutschen Bibliotheksverband, der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek Dresden und Wikimedia Deutschland.

 

Crowds sind keine Krauts

Vor hundert Jahren um diese Zeit war “krauts” ein böses Wort für feldgraue Soldaten. Engländer bezeichneten damit im Ersten Weltkrieg ihre deutschen Gegner. Sie machten sich lustig über den Kohlgeruch aus den deutschen Frontküchen, der angeblich den Gegnern anhafte. Heute denken wir bei “crowds” an etwas anderes. Gemeint sind Menschen, die sich meist ehrenamtlich im Netz engagieren. Völlig geruchslos im Übrigen.

Die SLUB war der Austragungsort für das erste WikiLibrary Barcamp Bibliotheken im Netz – Digitale Allmende!? Bild von Kay Körner CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons

Citizen Science, Digital Humanities, crowd sourcing, community. Die Anglizismen mögen einige stören. Sie sind aber ein Ausdruck für das Grenzen überschreitende Zusammenarbeiten vieler Menschen auf der ganzen Welt. Die globale Community von Geisteswissenschaftlern half den Bibliothekaren der Anna-Amalia Bibliothek in Weimar, Bücher, deren Einbände und Vorsatzblätter verbrannt waren, über Textfragmente zu identifizieren.* In Citizen Science Projekten tragen Menschen von allen Kontinenten Wetterdaten aus historischen Logbüchern für die Erforschung des Klimawandels zusammen** oder klassifizieren Sternformationen***. Und jüngst gelang den Digital Humanities, ein Fragment eines Theaterstückes über Thomas Morus des 17. Jahrhunderts einwandfrei Shakespeare zuzuordnen.**** All diesen Einzelereignissen sind zwei Dinge gemeinsam: Sie sind nur möglich, weil viele Menschen zusammenarbeiten und weil diese Zugriff auf dieselben digitalen Daten haben.

Nicht Einbahnstraße, sondern Dialog

Genau das geschieht in der Wikipedia. Menschen weltweit tragen gemeinsam Wissen in Form von enzyklopädischen Beiträgen zusammen. Es gibt aktuell 293 Sprachversionen, die jeden Monat von über einer halben Milliarde Lesern besucht werden. Vor zwei Wochen wurde in der deutschsprachigen Wikipedia der 2.000.000 Artikel gefeiert. Das schafft die “Crowd”. Das eine sind Freiwillige, die in ihrer Freizeit lieber Enzyklopädie-Artikel schreiben, Fehler korrigieren oder Bilder zu den Artikeln hochladen, als Kaninchen zu züchten oder Kohl in der Laubenkolonie anzubauen. Das andere sind die Freien Lizenzen, die es erlauben, dieses Wissen weiter zu verwenden. Zum Beispiel um in der Gemeinsamen Normdatei der Deutschen Nationalbibliothek Personen und Orte mit vertiefender Information aus Wikipedia zu verbinden. Man muss nur richtig referenzieren! Darin sind Bibliothekare Spezialisten. Uns von Wikimedia Deutschland geht es um die Förderung des Freien Wissens durch diese Nachnutzung. Nicht als Einbahnstraße, sondern als Dialog. Als Pate für das WikiLibrary Barcamp warb ich mit:

„Ich komme gern zum WikiLibrary Barcamp, weil in der Zusammenarbeit zwischen digitalen Wissensprojekten wie der Wikipedia und Bibliotheken ein großes Potenzial liegt, das wir noch besser ausschöpfen müssen, um unserem Anspruch – der Verbreitung des Wissens – gerecht zu werden.”

Was heißt das konkret? Wir können heute hier miteinander besprechen, das Wissen in den Bibliotheken mehr Menschen – den crowds – nachnutzbarer zu machen. Wer, wann, wo, was und wie können wir heute hier gemeinsam entwickeln. Erzählen Sie uns von Ihren Ideen. Wir Wikipedianer können uns vorstellen: Buchscans von gemeinfreien Werken in Wikisource OCR lesbar zu machen. Bibliotheken als Orte der Begegnung für digital arbeitende Freiwillige der Wikipedia Community noch stärker zu öffnen. Mit freiem digitalem Bild- und Textmaterial neue Anwendungen zu kreieren, wie beim Kulturhackathon Coding da Vinci. Oder schenken Sie Wikipedia zum 16. Geburtstag im Januar ein wenig von Ihrer Zeit. Machen Sie mit bei der internationalen Aktion #1Lib1Ref und ergänzen Sie eine fehlende Literaturangabe in einem Wikipedia-Artikel Ihrer Wahl.

Dank

Ich danke Ihnen allen für Ihren Willen, hier in Dresden einander zuzuhören und sich gegenseitig zu begeistern. Ich danke den Partnern: dem Netzwerk Bibliothek des Deutschen Bibliotheksverbandes namentlich Herrn Frank Scholze und Frau Maiken Hagemeister; der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, namentlich Herrn Dr. Achim Bonte und Frau Annemarie Grohmann für die gemeinsamen Anstrengungen das erste WikiLibrary Barcamp in Deutschland zu ermöglichen. Ich möchte mich auch bei meinen Ko-Paten Antje Theise von der Staatsbibliothek Hamburg, bei Lambert Heller von der Technischen Informationsbibliothek Hannover und bei Stephan Bartholmei von der Deutschen Digitalen Bibliothek für ihr Engagement bei der Bekanntmachung der Veranstaltung bedanken. Möge das WikiLibrary Barcamp ein zeitgemäßer Beleg für den guten Klang von “crowds” werden.

(4622 Z)

Fußnoten und weiterführende Information:

*  http://www.zeit.de/2013/01/Anna-Amalia-Bibliothek-Buecher

** https://www.oldweather.org/

*** http://www.citizensky.org/

**** https://en.wikipedia.org/wiki/Sir_Thomas_More_(play)

Projektseite: Wikilibrary Barcamp mit Dokumentation

by Barbara Fischer at December 04, 2016 05:47 PM

December 03, 2016

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Christian Rickerts als Staatssekretär

Liebe Leserinnen und Leser,

auf dem heutigen Berliner Landesparteitag von Bündnis 90/Die Grünen wurden der Koalitionsvertrag für den zukünftigen Berliner Senat beschlossen und die künftigen Regierungsmitglieder von Seiten der Grünen nominiert. Ein Teil dieser Beschlüsse betrifft unseren Verein, weshalb ich Euch umgehend informieren möchte.

Unser geschäftsführender Vorstand, Christian Rickerts, wurde von Ramona Pop, der nun designierten Wirtschaftssenatorin, gebeten, mit ihr als Staatssekretär in das neue Ministerium für Wirtschaft, Energie und Betriebe zu gehen. Sollte sich der nächste Senat nach der Wahl von Michael Müller zum Regierenden Bürgermeister am 8.12. wie geplant konstituieren, wird Christian ab dann die neue Verantwortung übernehmen.

Das Präsidium von Wikimedia Deutschland ist sich einig, dass dies eine großartige Chance ist, die Christian annehmen sollte, obwohl wir seinen Weggang natürlich bedauern würden. Wir verstehen dies auch als ein großes Kompliment nicht nur an seiner Arbeit, sondern auch an die Arbeit von Wikimedia Deutschland. Gleichzeitig bedeutet diese Entwicklung natürlich eine Reihe von Veränderungen. Gemeinsam mit Christian und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäftsstelle besprechen wir im Präsidium heute und in den kommenden Tagen die nächsten Schritte. Sobald es hierzu wichtige Neuigkeiten gibt, werden wir euch umgehend informieren.

by Tim Moritz Hector at December 03, 2016 02:04 PM

December 01, 2016

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Selbstlernende Computerprogramme und Evolution – Ein Projektbericht aus dem Fellow-Programm Freies Wissen

Logo Fellow-Programm, leomaria designbüro, CC BY-SA 4.0

Das Fellow-Programm Freies Wissen wurde 2016 von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband initiiert, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre eigene Forschung und Lehre im Sinne von Open Science zu öffnen und damit für alle zugänglich und nachnutzbar zu machen. In diesem Gastbeitrag stellt der Stipendiat Nicolas Schmelling sein Projekt vor, welches er im Rahmen des Fellow-Programms durchführt. 

Computer spielen in unserer heutigen Gesellschaft eine immer größere Rolle. Zum einen verwenden wir Computer täglich bewusst für die unterschiedlichsten Sachen – vom Wecker bis hin zum Wissenserwerb. Zum anderen steuern Computer auch immer mehr Prozesse ohne unser Mitwirken, wie zum Beispiel der Spamfilter, der ungewollte E-Mails aussortiert. Mit Blick auf die Zukunft wird uns bewusst, dass Computer viele unserer Tätigkeiten übernehmen werden. Eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Thema hat beispielsweise in der diesjährigen ARD-Themenwoche zum Thema „Zukunft der Arbeit“ stattgefunden.

Ein wichtiger Aspekt ist dabei das Vermögen von Computern, durch Informationen und Daten zu „lernen”. Anwendungen mit dieser Fähigkeit finden wir in unterschiedlichsten Bereichen, sei es eine Kaufempfehlung im Onlineshop oder der Einsatz von selbstfahrenden Autos auf den Straßen. In einer Zeit, in der Computer datengestützte Vorhersagen machen können, sollte es also auch möglich sein, auf diese Weise neues Wissen zu schaffen und wissenschaftliche Probleme zu lösen.

In meinem Projekt möchte ich daher mithilfe von kleinen autonomen Computerprogrammen Fragestellungen der Evolution beantworten. Im Detail werde ich mich mit der Evolution von Zeitmessern beschäftigen. Unter welchen Umweltbedingungen kann überhaupt eine „innere“ Uhr entstehen? Was für einen Sinn/Vorteil hat ein Zeitmesser für einen Organismus? Dies sind Beispiele für Fragen, denen mein Projekt auf den Grund geht.

Was genau sind eigentlich diese „digitalen Organismen“?

Ein Problem, welches die Erforschung von Evolution mit erschwert, ist die Zeit. Evolution ist normalerweise ein sehr langsamer Prozess. Glücklicherweise gibt es nur drei zentrale Bedingungen, die gegeben sein müssen, damit Evolution auftreten kann:

  • Replikation, also die Fähigkeit, sich zu vermehren und Nachwuchs zu produzieren.
  • Variation, also die Möglichkeit von Veränderungen über Zeit oder Unterschieden zwischen Individuen.
  • Konkurrenz, also der Kampf um Ressourcen und der Druck, besser zu sein als ein Gegenspieler.

All diese Bedingungen können von Computerprogrammen erfüllt werden. Darüber hinaus haben Computer weitere Vorteile – und zwar Geschwindigkeit und die Fähigkeit der Datenaufzeichnung. Diese Kombination erlaubt es, Prinzipien der Evolution in einem Bruchteil der Zeit mit einer Fülle von Daten zu erforschen. Im Zentrum des Projektes stehen daher kleine autonome Computerprogramme oder auch „digitale Organismen“. Wenn ich von digitalen Organismen spreche, dann beziehe ich mich auf Organismen implementiert in Avida, einer Plattform für Computer-basierte Evolutionsbiologie. Diese digitalen Organismen sind tatsächlich ein sehr abstraktes Konstrukt. Nähert man sich jedoch einem Computerprogramm etwas, stellt man fest, dass es auf ähnlichen Prinzipien aufgebaut ist wie etwa Bakterien. Sie verfügen, wie auch normale Organismen, über ein Genom, reproduzieren sich und interagieren mit ihrer Umwelt. Das Genom ist in Avida durch eine zirkuläre Aufreihung von „Instruktionen“ dargestellt. Instruktionen können dabei verschiedenste Funktionen codieren, wie zum Beispiel das Erkennen einer Ressource in der Umgebung oder das Kopieren der Erbinformation. Reproduktion geschieht im simpelsten Fall asexuell durch die Verdopplung der Erbinformation und der anschließenden Teilung in zwei getrennte Individuen. Damit ist auch schon die erste Bedingung für Evolution erfüllt. Während der Reproduktion kann es, wie auch in der Natur, zu Kopierfehlern oder dem Verlust bzw. Gewinn von Erbinformation kommen. Diese Mutationen sorgen für Variation zwischen den einzelnen digitalen Organismen und erfüllen die zweite Bedingung für Evolution.

Wie bereits erwähnt, können digitale Organismen in Avida mit ihrer Umwelt interagieren. Die Interaktion kann dabei die unterschiedlichsten Formen annehmen. In den meisten Fällen beschränkt sie sich jedoch nur auf die Aufnahme von Ressourcen aus der Umwelt. Ressourcen stellen in Avida eine Art Grundversorgung für digitale Organismen dar. Wie kommt nun jedoch die dritte Bedingung für Evolution, die Konkurrenz zwischen den Organismen, zustande? Im einfachsten Fall kämpfen die Organismen in Avida um Platz. Es gibt nur ein begrenztes Raumangebot, und sollte der bestehende Platz besetzt oder erschöpft sein, verdrängen neue Organismen die bereits bestehenden Organismen. Es ist also ein Wettrennen um Lebensraum. Die einzige Methode, um ein Überleben seiner Art zu gewährleisten, ist es, sich schneller und öfter zu vermehren als andere Arten. Das eröffnet die zweite Ebene der Konkurrenz zwischen Organismen – und zwar die um Computerzeit. Am Anfang hat jeder Organismus dieselbe Zeit, um Instruktionen auszuführen. Alle Organismen sind also gleich schnell und vermehren sich gleich oft. Der einzige Weg, um mehr Computerzeit als andere Organismen zu bekommen, ist es, logische Aufgaben zu lösen. Beispielsweise werden dem Organismus zwei Zahlen gezeigt, und er muss diese addieren. Bei einem korrekten Ergebnis erhält der Organismus einen Bonus. Je schwieriger dabei die Aufgaben, desto mehr Boni gibt es für den Organismus, was die dritte Ebene der Konkurrenz darstellt. Zusammenfassend lässt sich die Konkurrenz als Kampf um Lebensraum, Computerzeit, und Komplexität von Aufgaben beschreiben. Weitere Informationen und Anwendungsbeispiele können dem Artikel von Carl Zimmer oder der umfassenden Publikation von Charles Ofria und Claus Wilke entnommen werden.

Wenn deine innere Uhr mal wieder aus dem Gleichgewicht kommt

Jeder kennt das Phänomen, wenn die Uhr umgestellt wird und man auf einmal Probleme mit dem Aufstehen morgens früh hat. Oder aber, wenn man zurück aus dem Urlaub in einem fernen Land kommt und sich erst wieder an die eigene Zeitzone gewöhnen muss. Die Ursachen für dieses Phänomen ist die „innere“ Uhr, auch circadiane Uhr genannt. Die circadiane Uhr hilft dem Körper dabei, sich auf täglich wiederkehrende Erscheinungen einzustellen. Ein bekanntes Beispiel dafür ist der Tag-Nacht-Rhythmus. Die „innere“ Uhr ist also ein zentraler Bestandteil in der Organisation einer Zelle oder eines ganzen Organismus. Variationen davon sind in nahezu allen Lebensformen zu finden [10]; bei uns Menschen und anderen Säugetieren ebenso wie bei Pflanzen und einfachen Organismen, wie z.B. Cyanobakterien. Die Frage, die sich dabei stellt, ist die nach dem Grund für den Besitz einer solchen Uhr. Es konnte bereits an einem exemplarischen Beispiel gezeigt werden, dass eine circadiane Uhr einen Wettbewerbsvorteil für Organismen darstellt [11]. Dieser Vorteil wird jedoch nur unter oszillierenden Bedingungen sichtbar, wie einem Tag-Nacht-Rhythmus. Wie muss nur eine Welt ausgesehen haben, die eine derartige Regulation ermöglicht hat? Die Entstehung der ersten circadianen Uhr geht mehrere Milliarden Jahre zurück [10]. Die Unterschiede zwischen den bekannten Formen von circadianen Uhren sind jedoch so groß, dass man davon ausgeht, dass diese mehrfach im Laufe der Erdgeschichte entstanden sein müssen [10].In meinem Projekt möchte ich die Fragen nach der Entstehung (und Entwicklung) dieser „inneren Uhr“ beantworten. Ich möchte verstehen, wie sehr sich bestimmte Parameter, wie zum Beispiel die Tageslänge, auf die Entstehung einer Uhr auswirken. Braucht man eine Umwelt, die jeden Tag des Jahres ähnlich ist, wie beispielsweise am Äquator, oder kann eine Uhr auch auf einer der Halbkugeln entstehen, wo wir über das Jahr hinweg Unterschiede in der Tageslänge aufweisen? Sobald ich eine genauere Vorstellung über die Umweltbedingungen habe, die eine circadiane Uhr hervorbringen können, möchte ich untersuchen, wie sich der Besitz einer Uhr auf die Fitness des Organismus auswirkt, wenn er mit anderen Organismen in Konkurrenz steht. Wieviel besser ist eine circadiane Uhr im Vergleich zu einem Organismus ohne Uhr oder mit einer unterschiedlich eingestellten Uhr?

Offener Forschungsprozess für alle

Das Projekt ist dabei Teil des Fellow-Programmes „Freies Wissen“, das von Wikimedia und dem Stifterverband ins Leben gerufen wurde. Ziel des Fellow-Programmes ist es, junge Wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre Forschung zu öffnen und einen offenen Wissenschaftsprozess zu führen. Ich habe mich dazu entschlossen, mein Projekt, welches mit dem Beginn des Fellow-Programmes initiiert wurde, so offen wie nur möglich aufzubauen. Um jedem eine einfache Teilnahme am Projekt zu ermöglichen, wurde GitHub, eine Online Plattform für kollaborative Softwareprojekte, ausgewählt. Der ausschlaggebende Faktor für die Wahl von GitHub als Mittelpunkt des Projektes ist die Fähigkeit der Versionsverwaltung von Inhalten durch das Versionsverwaltungssystem Git. Darüber hinaus bietet GitHub weitere Anwendungsmöglichkeiten. Sowohl der Code, der Experimenten und Datenanalyse zugrunde liegt, die produzierten Daten als auch die Dokumentation von Hintergrundwissen und weiterem Informationsmaterial kann hier gesammelt und bearbeitet werden. Des Weiteren kann der beigefügte „Issue Tracker“ dafür genutzt werden, Probleme und Fragen offen zu diskutieren. Ich nutze momentan alle vorher genannten Möglichkeiten von GitHub und führe darüber hinaus noch ein offenes Laborbuch, in dem ich Fortschritte und Gedanke festhalte. Mir ist es aber auch wichtig, dass man nicht nur die Fortschritte des Projektes mitverfolgen, sondern auch aktiv teilnehmen kann. Deshalb habe ich mit Avida (für die Experimente) und der Programmiersprache Python (für die Datenauswertung) zwei freie Lösungen mit offenem Quellcode gefunden, die allen eine freie Teilnahme erlauben.

Nebenprojekte

Im Laufe des Projektes sind unter anderem zwei Nebenprojekte entstanden. Während ich mit meinem Projekt angefangen habe, kamen immer wieder Fragen auf, die sich mit dem korrekten Aufbau eines wissenschaftlichen Projekts auf GitHub beschäftigt haben. Welche Lizenz brauche ich, wenn ich überhaupt eine brauche? Was passiert mit meinen Daten und wo speichere ich diese am besten? Das hat dazu geführt, dass ein weiteres Projekt entstanden ist, das eine Anleitung für ähnliche Projekte auf GitHub werden soll. Des Weiteren benutze ich Python für meine Datenanalyse. Damit jedoch jeder die Möglichkeit hat, an meinem Projekt teilzuhaben, war es für mich wichtig eine Referenzsammlung zu erstellen, die jedem den Einstieg erleichtern würde. Beide Projekte sind ebenfalls auf GitHub zu finden und für beide, wie auch dem Hauptprojekt, ist Mithilfe immer gerne gesehen.

Links zu den Projekten


Zum Autor:
Nicolas Schmelling promoviert an der Heinrich Heine Universität in Düsseldorf im Institut für Synthetische Mikrobiologie, wo er sich mit der Diversität und Funktionalität der cirkadianen Uhr in Cyanobakterien befasst. Seit September 2016 ist er Stipendiat im Fellow-Programm Freies Wissen.

 

 

 


  1. Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD): ARD Themenwoche Zukunft der Arbeit, URL: http://www.ard.de/home/themenwoche/ARD_Themenwoche_2016_Zukunft_der_Arbeit/3234726/index.html (Stand: 10. November 2016).
  2. Seite Reproduktion. In: Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 8. November 2016 um 11:17 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Reproduktion (Abgerufen: 10. November 2016)
  3. Seite Phänotypische Variation. In: Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 7. Februar 2016 um 23:00 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Phänotypische_Variation (Abgerufen: 10. November 2016)
  4. Seite Konkurrenz (Ökologie). In: Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 20. Oktober 2016 um 20:50 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Konkurrenz_(Ökologie) (Abgerufen: 10. November 2016)
  5. Ofria, C. and Wilke, C. O. (2004): Avida: A software platform for research in computational evolutionary biology. Journal of Artificial Life, vol. 10, pp. 191–229, International Society of Artificial Life (ISAL)
  6. Randy Olson (2013): Christoph Adami – Introduction to the digital evolution platform Avida veröffentlicht am 11. November 2013 unter https://youtu.be/ouF8wKxXWFQ, zugegriffen am 11. November 2016.
  7. Seite Bakterien. In: Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 7. November 2016 um 00:49 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Bakterien (Abgerufen: 10. November 2016)
  8. Zimmer, Carl (2005): Testing Darwin. Discover Magazine. Resort Technology, 5. Februar 2005 online unter: http://discovermagazine.com/2005/feb/cover/#.URRxZOjZrbI, Zugriff: 10. November 2016
  9. Seite Circadiane Rhythmik. In: Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 30. August 2016 um 17:49 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Circadiane_Rhythmik (Abgerufen: 10. November 2016)
  10. Rosbash, M. (2009): The Implications of Multiple Circadian Clock Origins. PLoS Biol 7(3): e1000062. doi:10.1371/journal.pbio.1000062
  11. Woelfle, M.A., Yan, O.Y., Phanvijhitsiri, K., Johnson, C.H. (2004): The adaptive value of circadian clocks: An experimental assessment in cyanobacteria. Curr. Biol. 14, 1481-1486.
  12. Wikimedia und Stifterverband Fellow-Programmes „Freies Wissen“, URL: https://wikimedia.de/wiki/BildungWissenschaftKultur/Fellowprogramm (Stand: 21. November 2016).
  13. Seite GitHub. In: Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 9. Juni 2016 um 16:50 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/GitHub (Abgerufen: 10. November 2016)
  14. Seite Versionsverwaltung. In: Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 23. Oktober 2016 um 14:29 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Versionsverwaltung (Abgerufen: 10. November 2016)
  15. Seite Git. In: Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 17. November 2016 um 00:31 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Git (Abgerufen: 22. November 2016)
  16. Projekt-Repository „Evolution von circadianen Uhren„, URL:https://github.com/schmelling/clock_evo (Stand: 27. November 2016)
  17. Seite Avida . In: Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 30. März 2013 um 09:48 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Avida (Abgerufen: 27. November 2016)
  18. Seite Python (Programmiersprache). In: Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 20. Oktober 2016 um 15:14 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Python_(Programmiersprache) (Abgerufen: 10. November 2016)

by Christopher Schwarzkopf at December 01, 2016 03:50 PM

Wikimedia:Woche 47/2016

In der Wikimedia:Woche 48/2016 sind unter anderem ein Rückblick auf die 19. Mitgliederversammlung und das Protokoll der letzten Telefonkonferenz des 4. Präsidiums von Wikimedia Deutschland zu finden. Außerdem übergibt WMDE am 5. Dezember die Disc mit den Daten, die anschließend auf den Mond geflogen werden soll.

Zur Wikimedia:Woche 48/2016 geht es hier.

by Nicolas Rueck at December 01, 2016 03:46 PM

November 26, 2016

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Rückblick auf die 19. Mitgliederversammlung

Blick in den Saal der Kalkscheune, wo die19. Mitgliederversammlung stattfand. (Foto: Denis Schröder (WMDE), CC-BY-SA 4.0)

Laut Wikipedia ist die Kalkscheune in Berlin-Mitte die erste Maschinenfabrik der Stadt gewesen, als sie 1804 errichtet wurde. In ihrer ehemaligen Fertigungshalle waren am 26. November knapp 100 Mitglieder von Wikimedia Deutschland zu Gast, um die 19. Mitgliederversammlung des Vereins abzuhalten. Auf der Tagesordnung standen einerseits Rückblicke, andererseits wichtige Entscheidungen für 2017 und darüber hinaus: Neben der Abstimmung über den Wirtschaftsplan ging es auch um die Wahl des 5. Präsidiums für eine 2-jährige Amtszeit, um Wahlen für Kassenprüfende, Diskussionen um Fundraising, …und Wikidata und Wikipedia. Eine Zusammenfassung:

Rückblicke

Zu Beginn des Tages blickten das Präsidium und der geschäftsführende Vorstand für die Mitgliederversammlung zurück: Tim Moritz Hector resümierte als Vorsitzender des Präsidiums die zweijährige Amtszeit des Gremiums, Christian Rickerts fasste das Jahr 2016 zusammen:

Das 4. Präsidium hatte an diesem Tag seinen letzten „Einsatz“, am Ende seiner Amtszeit. Tim Moritz Hector berichtete aus und über die Jahre 2015 und 2016. Darunter fielen mit der Verpflichtung von Christian Rickerts der erfolgreiche Abschluss der Geschäftsführungssuche, die Umsetzung des Governance Reviews, die Verlängerung des Fundraising-Vertrags mit der Wikimedia Foundation, und auch Prozesse rund um die Jahresplanungen. Hierzu äußerte sich Hector zugleich zuversichtlich und kritisch. Der jährliche Rhythmus und Fokus der Planung würden die Organisation einerseits flexibel halten, andererseits brauchte dauerhafte Wirkung auch längerfristige Ziele.

An diesen Ausblick schloss Christian Rickerts als geschäftsführender Vorstand an. Er vermeldete neben dem schon erwähnten Fundraising-Vertrag noch eine weitere strategische Vereinbarung mit der Wikimedia Foundation: Die Stiftung sichert für mindestens die nächsten 3 Jahre die Basisfinanzierung des Großprojekts Wikidata, der freien Datenbank für die Wikimedia-Projekte und darüber hinaus. Aus inhaltlicher Sicht resümierte Rickerts die drei ersten Prioritäten des Jahres 2016: die Gewinnung neuer Freiwilliger, Software-Entwicklung und politische & rechtliche Arbeit. Das ambitionierte Ziele, viele Menschen für die Mitarbeit an Wikipedia zu begeistern, stellte und stellt eine große Herausforderung für den Verein dar. Auch wenn bspw. die Zahl der Benutzerkonten in der deutschsprachigen Wikipedia 2016 weiter ansteigt, ist bislang die Vereinsarbeit nicht ausschlaggebend dafür. Jeweils ein positives Zwischenfazit zog Rickerts für die Software-Entwicklung und politische & rechtliche Arbeit.

Ausblick: Jahresplan 2017 und Anträge

Die Eckpfeiler der Vereinsarbeit 2017. Kann man hier nicht lesen, musst du draufklicken, dann gibt es die Handlungsfelder und 5 Schwerpunkte in groß! (Grafik: Elisabeth Mandl (WMDE), CC-BY-SA 4.0)

Die drei Schwerpunkte, auf die der Vorstand zurückblickte, werden auch in den fünf programmatischen Schwerpunkten 2017 weitergeführt, die den Kern des Jahresplanentwurfs bilden. Außerdem liegt je ein Schwerpunkt auf der Unterstützung bestehender Freiwilligen-Communitys und auf der Befreiung von Inhalten.

Nach Rückfragen und Erklärungen zu den verschiedenen inhaltlichen und finanziellen Dimensionen des Entwurfs, wurde er schließlich zur Abstimmung gestellt. Mit großer Mehrheit ist der Jahresplan 2017 in der vorgelegten Form beschlossen worden.

Bevor der Tag am Nachmittag auf die Wahlen zusteuerte, galt es noch, eine Reihe allgemeiner Überarbeitungen der Satzung und Vereinsordnungen sowie allgemeine Anträge zu beschließen. Detaillierte Auskunft darüber wird das in Kürze folgende Protokoll liefern.

Wahlen

Mit dem Präsidium und den Kassenprüfenden standen zwei Wahlgänge auf der Tagesordnung. Für die Aufgabe der Kassenprüfung standen zwei Plätze zur Besetzung, bei fünf Kandidierenden. Die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnten Lena Stammler und Daniel Baur. Herzlichen Glückwunsch!

Bei der Wahl für das 5. Präsidium traten Tim Moritz Hector als Vorsitzender und Schatzmeister Sebastian Moleski erneut für ihre Ämter an. Gegenkandidaten gab es nicht und beide wurden mit großer Mehrheit wiedergewählt.

Das 5. Präsidium von Wikimedia Deutschland. Von links nach rechts: Kurt Jansson, Lukas Mezger, Tim Moritz Hector, Sebastian Moleski, Harald Krichel, Johanna Niesyto und Sabria David. (Foto: Denis Schröder (WMDE), CC-BY-SA 4.0)

Ein anderes Bild bot die Wahl für Beisitzende des Präsidiums, weil für fünf zu besetzende Plätze zehn Personen kandidierten. Die meisten Stimmen konnten die folgenden fünf Kandidierenden auf sich vereinigen. Gewählt wurden:

  • Sabria David
  • Kurt Jansson
  • Harald Krichel
  • Lukas Mezger
  • Johanna Niesyto

Herzlichen Glückwunsch an die Vertreterinnen und Vertreter des neu gewählten, 5. Präsidiums! Großer Dank sei an dieser Stelle aber insbesondere allen Kandidatinnen und Kandidaten ausgesprochen, die sich zur Wahl der Kassenprüfenden und für das Präsidium gestellt haben. Danke für Euer Engagement!

Mit der Neuwahl des Präsidiums scheiden als Beisitzende aus: Catrin Schoneville, Jürgen Friedrich und Nikolas Becker. Allen Dreien vielen Dank für ihren Einsatz für Freies Wissen in den vergangenen zwei Jahren!

Diskussionen

…gab es zu diversen Punkten, mit viel Engagement und am Ende auch mit Szenenapplaus für die Konstruktivität der Gespräche. Unter den Ergebnissen: eine Arbeitsgruppe Politik und Gesellschaft sowie ein Auftrag an Präsidium und Geschäftsstelle, einen Vorschlag für Rahmenbedingungen und Konzeption künftiger Bannerkampagnen bis zur nächsten Mitgliederversammlung zu entwerfen. Hier sei noch einmal auf das offizielle Protokoll der Versammlung verwiesen, das nun im Nachgang erstellt wird.

…und dann noch ganz viel „Wiki“

Eine der Einführungen für Teilnehmer der Versammlung, hier zur freien Datenbank Wikidata. Es gab auch Wikipedia-Einführungen für Neulinge. (Foto: Denis Schröder (WMDE), CC-BY-SA 4.0)

Mitgliederversammlungen werden auch von Fördermitgliedern besucht, die Wikimedia Deutschland näher kennenlernen wollen. Ganz besonders neugierig sind sie aber auch auf Wikipedia. Deshalb gab es auf dieser Versammlung eine Premiere: Zum ersten Mal gab es ein Parallelangebot, bei dem Ehren- und Hauptamtliche Einführungen für Wikipedia und Wikidata gaben. Vielen Dank auch an Euch, dafür, dass Ihr Eure Zeit und Euer Wissen gespendet habt!

Nach der „MV“ – wie die Mitgliederversammlungen gerne abgekürzt werden – ist vor der MV. Die 20. Versammlung wird im Frühjahr 2017 stattfinden. Wer dieses Mal nicht kommen konnte oder wollte: Es lohnt sich, schaut das nächste Mal vorbei!

by Michael Jahn at November 26, 2016 05:19 PM

November 25, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Software Craftsmanship at Wikimedia Deutschland: Rewriting the Wikimedia Deutschland fundraising application

German summary: Jeroen De Dauw, Software-Architekt bei Wikimedia Deutschland, hat in zwei Blogposts architektonischen Überlegungen hinter einer umfangreichen Refaktorisierung der Spendenplattform-Software und ihre praktischen Umsetzungen beschrieben.

The story behind the refactoring of Wikimedia Deutschland’s fundraising framework

It took a team of software developers at Wikimedia Deutschland (Jeroen de Dauw, Kai Nissen, and Gabriel Birke) eight months to refactor the fundraising framework for the annual donation campaign.

Jeroen, software architect in the software development department, wrote two in-depth blog posts about the architectural concept behind the rewrite and how they approached it technically, all based of the principles of Clean Code and Software Craftsmanship.

 

by Jens Ohlig at November 25, 2016 11:01 AM

November 24, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 47/2016

In der Wikimedia:Woche 47/2016 gibt es Informationen über zwei neue Wikimedia-User Groups, mehrere Ausschreibung der WMF und die FDC-Empfehlung zur Verteilung der Spendeneinnahmen. Außerdem bekam WMDE eine Goldmedaille für herausragende Leistungen in der Denkmalpflege verliehen und die deutschsprachige Wikipedia erhielt ihren zwei-millionsten Artikel.

Die Wikimedia:Woche wird über verschiedene Plattformen verschickt. Die vollständige Ausgabe wird weiterhin in der Wikipedia zu finden sein. Über den Blog von Wikimedia Deutschland und die Vereins- und Wikipedia-Mailingliste wird zukünftig nicht mehr der gesamte Inhalt, sondern die zusammenfassende Einleitung mit dem Verweis auf die vollständige Ausgabe zu finden sein.

Zur Wikimedia:Woche 47/2016 geht es hier.

by Nicolas Rueck at November 24, 2016 05:14 PM

Herzlich willkommen, Maria Heuschkel!

Maria Heuschkel; Bild: Jan Apel, CC BY-SA 4.0

Ich freue mich sehr, dass Maria seit dem 15. November 2016 das Team Ideenförderung als Projektassistenz verstärkt. Zu ihren Hauptaufgaben gehört die direkte Unterstützung von Ehrenamtlichen bei der erfolgreichen Umsetzung ihrer Vorhaben.

Sie stellt sich hier kurz mit eigenen Worten vor:

„Nach verschiedenen Stationen und Aufenthalten in Zwickau, Marburg, Beijing und Bangkok, einem Bachelorstudium mit dem umständlichen Namen Languages and Business Administration im chinesischsprachigen Kulturraum und einem Master der International Development Studies, habe ich es mir nun in Berlin gemütlich gemacht und freue mich darauf, die Community bestmöglich zu unterstützen. Die verschiedenen Wikimedia-Projekte leben vom Engagement und Enthusiasmus der Ehrenamtlichen und ich bin gespannt auf die künftige Zusammenarbeit. In freien Minuten beschäftige ich mich gern mit Yoga, Pilates (oder auch Yogilates) und mit inhaltlichen Themen wie Menschenrechten, Menschenhandel und Migration.“

Für Fragen und Anregungen steht Maria sehr gerne zur Verfügung: maria.heuschkel@wikimedia.de

Zur Wikipedia-Benutzerseite von Maria als WMDE-Mitarbeiterin: Benutzerin:Maria Heuschkel (WMDE)

by Julian Fischer at November 24, 2016 04:52 PM

November 23, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

„Wikipedia … das ist doch das, wo man draufklickt, oder?“

Ein Beitrag von Chiara Weiß und Bernd Gross

„Wikipedia … das ist doch das, wo man draufklickt, oder?“ … diese Frage war eine der ersten, die uns auf der 12. Leipziger „denkmal“, der europäischen Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung, gestellt wurden. Es war überraschend und natürlich sehr schön zu sehen, wie groß die Neugier bezüglich der Wikipedia und der Schwesterprojekte sowie WMDE war. Neben allgemeinen Fragen zum Thema Wikipedia, Benutzerkonten, Finanzierung und Bearbeitungen wurden einige neue Accounts angelegt, Bilder in Artikel eingefügt und viel über GLAM, WMDE und alle Schwesterprojekte erklärt und erzählt.

Dank dem großen Interesse mussten wir nach drei Tagen auf der Messe keine (!!) von den aus Berlin mitgebrachten Materialien wieder zurückschicken.

Ein weiterer Satz, der häufiger zu hören war, war: „Ihr seid toll, macht weiter so, das ist ein super Projekt!“ – was natürlich für uns alle ein Lob ist, das wir uns immer wieder vor Augen führen sollten!

In den Mittelpunkt an unserem Stand stellten wir unsere großen Fotowettbewerbe WLM und WLM. Zwölf Poster zeigten das breite Spektrum der Denkmalfotografie; fünf Kalenderposter wurden gerne von den Besuchern mitgenommen. An zwei Monitoren liefen Fotogalerien, ebenso konnten wir viele Fragen zur Wikipedia allgemein beantworten.

Mit Blick auf die Gewinnung von Neulingen luden wir zur Mitarbeit ein und stellten wiederholt fest, dass viele gar nicht wissen, dass und wie sie bei diesem großen Puzzle des Weltwissens mitmachen können. Unter Schülern hatte sich herumgesprochen, dass man bei uns bei einem Quiz sein Wissen über Wikimedia testen könne. Fast alle erreichten die nötige Punktzahl und erhielten für eine erfolgreiche Teilnahme einen Wikipedia-Beutel.

Ein besonderes Highlight an unserem Stand bildeten fünf PediaPress-Bücher mit ausgewählten Artikeln zur Denkmalpflege, zu Kulturdenkmalen und Denkmallisten von Dresden und Leipzig. Für eine Online-Enzyklopädie etwas geradezu Exotisches. Viele Besucher nahmen gerne so mal „ein Stück Wikipedia in die Hand“ und nicht wenige fragten, ob sie diese Bücher auch kaufen könnten.

Ein ganz besonderer Moment ereignete sich um 11.00 Uhr am Sonnabend. Der dritte und letzte Messetag hatte begonnen. Gemeinsam mit ajepbah, Puusterke und Tilman2007 hatten wir zuvor unser Auftreten auf dem Denkmal-Forum um 13.00 Uhr abgestimmt und in der Präsentation die letzten Fehler ausgemerzt. Derweil hatten dat doris, Oberlausitz Matthes und Don-kun, der den bereits abgereisten Ludwig, Silvio ersetzte, die fünf Papierkorb-Magazine mit eingerollten Kalenderpostern inkl. Aufrufen zu WLE und WLM 2017 nachgeladen.  Nach zwei lebendigen Messetagen war es eine angenehme Ruhe vor dem letzten Ansturm.

Da erschien plötzlich die Leiterin der denkmal-Messe, Frau Ingrid Heinick, und erklärte uns, dass unsere Präsentation von 13.00 auf 16.30 Uhr verschobenen werden müsse, also fast ans Ende der Messe. Freude löste dies zunächst nicht aus, zumal Puusterke und Tilman dann schon auf der Rückreise sein sollten. Doch die Erklärung folgte sofort, als vier Vertreter der Protokollabteilung der Leipziger Messe erschienen und uns sagten: „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen … eine von zehn Goldmedaillen für herausragende Leistungen in der Denkmalpflege in Europa. Kommen Sie um 12.55 Uhr pünktlich zur Preisverleihung und zum anschließenden Sektempfang.“ Unser Team jubelte.

Viele Kontakte wurden während dieser drei Tage geknüpft bzw. deutlich vertieft. Dies betrifft die Zusammenarbeit mit Institutionen der Denkmalbranche, mit Stiftungen, Verbänden sowie Ministerien. Und zahlreiche neue Projektideen befinden sich in der Reifephase und werden bald das neue Ideenportal von WMDE anreichern.

Natürlich präsentierten wir uns auch vor gut einem Dutzend Zuhörer am Ende der Messe, zusammen mit ajepbah und Boshomi. Nach fünfjähriger Team-Arbeit konnte Boshomi, als Vertreter unserer Wikipedianer-Kollegen aus Österreich, die Fertigstellung der dortigen Denkmallisten in der Wikipedia verkünden. Zu 95 % sind die 37 Tausend Denkmale listenmäßig erfasst, mit Geokoordinaten versehen und zum größten Teil bebildert. Im gleichen Zeitraum kommen wir in Deutschland auf rund 50 %, wobei es hierzulande aber rund 900 Tausend Kulturdenkmale gibt. Bei der Erstellung einer Online-Denkmaltopographie für Sachsen werden wir 2017 mit der Freischaltung der amtlichen Denkmallisten im Frühjahr ein großes Stück Arbeit vor uns haben. Diese Chance gilt es zu nutzen.

Der Geschäftsführer der Leipziger Messe, Markus Geisenberger, zog nochmals kurz vor Messeschluss seine Hallenrunde, nicht ohne uns nochmals zu beglückwünschen, seinem Wunsch auf unsere Teilnahme an der denkmal 2018 Ausdruck zu verleihen und uns auch zur kommenden Buchmesse im März 2017 willkommen zu heißen.

Siehe auch: Leipziger Denkmal-Gold für Wikimedia Deutschland

Weitere Fotos auf Commons

by Nicolas Rueck at November 23, 2016 04:10 PM

Rückblick des Präsidiums: Vision, Mission, Werte

Eine „Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens“ – was genau soll das sein? Nicht nur Menschen, die zum ersten Mal mit uns in Kontakt treten, stellen sich diese Frage. Kaum jemand greift dann zur Satzung, liest die Präambel und den § 2, in dem der Vereinszweck erläutert wird. Und sucht sich dann den Text zu unseren Werten heraus, liest zum besseren Verständnis noch den (eher durchwachsenen) Wikipedia-Artikel zu Freien Inhalten und sucht den letzten Wikimedia-Jahresbericht nach einer Passage zum Selbstverständnis des Vereins ab.

 

Das 4. Präsidium hat nun zum Abschluss seiner Amtszeit niedergeschrieben, wie es selbst die Vision, Mission und Werte des Vereins versteht – vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen aus den vergangenen zwei Jahren Präsidiumsarbeit. Grundlage für den Text sind die oben genannten Dokumente, die wir auf nicht mehr als einer Seite zusammenfassen wollten. Besonders wichtig war uns, dass der Text auch von Menschen verstanden wird, die noch nicht mit uns und unseren Themen zu tun hatten.

 

Wir freuen uns über Hinweise, wo der Text ergänzt, verbessert und verständlicher formuliert werden kann.

 

Unsere Vision

Unsere Vision ist eine Welt, in der jeder Mensch am Wissen der Menschheit teilhaben, es nutzen und mehren kann. Wir sind davon überzeugt, dass ein freier Zugang zu Wissen und Information die Gesellschaft mündiger macht. Wir sehen uns damit in der Tradition der Aufklärung und treten für das Menschenrecht auf Bildung ein.

 

Unsere Mission

Wir verstehen uns als Bildungsverein, der die Reichweite des Internets und die Kopierbarkeit digitaler Inhalte nutzt, um möglichst vielen Menschen sehr effizient Zugang zu Wissen und Bildung zu ermöglichen.
Wir engagieren uns darum für Online-Communitys, die Informationen sammeln und ordnen, dadurch Wissen schaffen und dieses Wissen anderen kostenlos zugänglich machen. Wir fördern die genutzten Online-Plattformen, entwickeln hierfür Software und unterstützen Aktive bei ihren Projekten.
Das gesammelte Wissen wird in Form Freier Inhalte veröffentlicht, daher nennen wir uns auch „Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens“. Das „frei“ bezieht sich auf das Recht, Inhalte kostenlos zu nutzen, zu verändern und weiterzuverbreiten. Wir sehen in Nutzern keine bloßen Konsumenten, sondern potentielle Wissen-Schaffende, die Freie Inhalte weiterentwickeln und auch neue kreieren. Spezielle Lizenzen garantieren und schützen diese Freiheiten dauerhaft, sodass der Bestand an Freien Inhalten stetig wächst.
Darüber hinaus wollen wir den Nutzen dieser Freiheiten im gesellschaftlichen Bewusstsein verankern. Wir werben bei politischen Entscheidungsträgern für bessere rechtliche Rahmenbedingungen zur Erstellung und Verbreitung Freier Inhalte. Gleichzeitig versuchen wir, andere Institutionen von den Vorteilen freier Lizenzierung zu überzeugen, damit sie eigene Inhalte für die Allgemeinheit freigeben.

 

Unsere Werte

Wir verstehen uns als Teil einer weltweiten Bewegung, mit der wir offen und partnerschaftlich zusammenarbeiten und uns austauschen. Insbesondere betrifft dies die Wikipedia-Community, aus deren Mitte Wikimedia Deutschland 2004 gegründet wurde, und die Communitys der anderen Wikimedia-Projekte. Unsere Aktivitäten sind transparent gestaltet und offen für Freiwillige. Strategische Entscheidungen treffen wir partizipativ. Diversität ist uns wichtig. Wir arbeiten wirkungsorientiert, um stetig zu lernen, wie unsere Arbeit uns unserer Vision am effektivsten näher bringt.

 

by Kurt Jansson at November 23, 2016 08:54 AM

November 21, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

2 Millionen Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia

Am 19. November 2016‎ um 17:14 Uhr legte die Wikipedianerin Ra′ike einen Eintrag über das Mineral „Michenerit“ an. Es wurde der zweimillionste Artikel der deutschsprachigen Wikipedia.

In nur 15 Jahren hat die Community der deutschsprachigen Wikipedia-Autorinnen und -Autoren eine unglaubliche Menge an Wissen zusammengetragen. Nur mit ihrem ehrenamtlichen Engagement konnte Wikipedia zu einer der beliebtesten Websites und zur größten Online-Enzyklopädie überhaupt werden. Alleine im vergangenen Oktober wurden in der deutschsprachigen Wikipedia Bearbeitungen von über 16.000 Menschen getätigt. (Quelle)

by Nicolas Rueck at November 21, 2016 11:38 AM

November 17, 2016

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 46/2016 – Jubiläumsausgabe

Die Wikimedia:Woche feiert ihre 250. Ausgabe! Deshalb gibt es in dieser Woche keine Neuigkeiten, sondern einen Rückblick auf 25 Highlights aus 250 Ausgaben, mit den kontroversesten Eklats, bizarrsten Meldungen, interessantesten Entwicklungen und einschneidendsten Ereignissen der vergangenen Jahre. Also lass dich überraschen! Außerdem bekommt die Wikimedia:Woche mit dieser Ausgabe erstmals ein Logo geschenkt.

Aktuelles aus dem Wikimedia-Universum gibt es wie gewohnt wieder in der nächsten Ausgabe 47/2016. Außerdem wird es mit der kommenden Ausgabe eine kleine Umstellung des Versands der Wikimedia:Woche geben (Näheres dazu folgt).

Übrigens: In der allerersten Ausgabe vom 29. September 2011 stand es noch in Großbuchstaben ganz oben: „DAS WICHTIGSTE: MITMACHEN!“. Und das gilt natürlich auch heute noch. Interessante Neuigkeiten für kommende Ausgaben können immer hier eingetragen werden. Ein großer Dank geht an alle, die an den bisherigen 250 Ausgaben mitgewirkt haben.

29.9.2011: WMF: Bildfilter

Die Diskussionen (vor allem in der deutschsprachigen Wikipedia) um den geplanten Image Filter <http://meta.wikimedia.org/wiki/Image_filter_referendum/Results/en> wurden von Sue Gardner (WMF) in ihrem Blog <http://suegardner.org/2011/09/28/on-editorial-judgment-and-empathy/> am 28.9. aufgegriffen. Es geht vor allem darum einen Aufruf weiter zu diskutieren, dabei aber sachlich zu bleiben und den Perspektivwechsel einzubeziehen, damit auch Positionen von Lesern/Nutzern berücksichtigt werden. Die Diskussion sollte sich nicht gegen die Foundation richten, so Sue Gardner. Ausserdem erläutert und differenziert sie die Begriffe Zensur (Censorship) vs. redaktionelle Beurteilung (editorial judgement)

aus der Ausgabe 1/2011

6.10.2011: Streik der italienischen Wikipedia-Autoren

Das italienische Parlament berät zurzeit über eine Gesetzänderung, die jeden Webseitenbetreiber verpflichten soll, innerhalb von 48 Stunden beanstandeten Inhalt zu entfernen und eine Gegendarstellung zu veröffentlichen, ohne dass geprüft wird, ob diese berechtigt ist. Als Protestaktion gegen diese Änderung begann die italienische Wikipedia am Abend des 4. Oktobers, alle Seiten der Sprachversion auf ein Protestschreiben umzuleiten und sie damit faktisch zu sperren. Mit der Aktion wurde gefordert, die fragliche Gesetzgebung zu unterlassen. Nach politischen Signalen, dass aufgrund des Protestes Änderungen am Gesetzesvorschlag vorgenommen werden, hat die italienische Community die Sperrung zu 14 Uhr am 06.10. aufgehoben.

Das Protestschreiben auf Italienisch, Englisch, Deutsch:

Die Wikimedia Foundation sowie Wikimedia Italien haben jeweils Stellung zu den Entwicklungen bezogen. Sie unterstützen die Aktion der italienischen Wikipedianer:

Weitere offizielle Stellungnahmen haben Wikimedia Serbien, Wikimedia Schweden und Wikimedia Russland abgegeben. Sie unterstützen die Aktion:

Die Wikimedia Foundation hat im Zuge der Diskussion um die Verhältnismäßigkeit des italienischen Streiks zu einer gemeinsamen Diskussion über die Vor- und Nachteile ähnlicher Aktionen in der Zukunft aufgerufen. Die Diskussion soll auf Meta geführt werden:

aus der Ausgabe 2/2011

5.4.2012: Wikidata ist gestartet

Wikimedia Deutschland hat die Entwicklung des ersten neuen Wikimedia-Projekts seit 2006 in dieser Woche gestartet. Ein eigenes Entwicklerteam soll mit Wikidata in den nächsten Monaten einen zentralen Speicherort für strukturierte Wikipedia-Daten schaffen. Es berichtete u.a. auch die Wikimedia Foundation in einem längeren Blogposting über das Projekt. Im Blog von Wikimedia Deutschland ist eine kurze Teamvorstellung veröffentlicht worden:

aus der Ausgabe 14/2012

5.7.2012: QR-Codes auf Friedhof

Auf dem Friedhof mit Namen Congressional Cemetery in Washington, D.C. sind auf Initiative von Wikipedia-Aktiven QR-Codes angebracht worden, die auf Wikipedia-Einträge von dort beerdigten Persönlichkeiten verweisen. Mehr Details zum Projekt gibt ein Kurzbericht im GLAM-Newsletter des Monats Mai. http://outreach.wikimedia.org/wiki/GLAM/Newsletter/June_2012/Contents/USA_report

aus der Ausgabe 27/2012

11.10.2012: WLM 2011 im Guinness-Buch der Rekorde

Wiki Loves Monuments 2011 wurde als größter Fotowettbewerb der Welt ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen:

aus der Ausgabe 41/2012

7.2.2013: Asteroid wurde nach Wikipedia benannt

Der Asteroid No. 274301 wurde nach Wikipedia benannt.

aus der Ausgabe 6/2013

11.4.2013: Französischer Geheimdienst lässt Artikel löschen

Der Vorsitzende von Wikimedia France, Remi Mathis, hat als Admin in der französischen Wikipedia den Artikel über eine geheime Militärbasis auf Verlangen des französischen Inlandsgeheimdienstes gelöscht, nachdem die Wikimedia Foundation eine Löschung per Office Action abgelehnt hatte. Der Artikel ist nach Diskussion unter den Admins wieder hergestellt worden. Der Vorgang ist bisher beispiellos.

aus der Ausgabe 15/2013

27.6.2013: Jimmy Wales und Edward Snowden

Jimmy Wales wird vorgeworfen, er habe versucht, den Wikipedia-Account des Whistleblowers Edward Snowden zu outen, was gegen das Recht der Wikipedianer auf Anonymität innerhalb des Projekts verstoßen würde. Wales bestreitet das.

aus der Ausgabe 26/2013

27.2.2014: Wikipedianer kommt bei Unruhen in der Ukraine ums Leben

Der zwanzigjährige Igor Kostenko, Wikipedianer und Freiwilliger von Wikimedia Ukraine, ist bei den Unruhen auf dem Kiewer Maidán ums Leben gekommen. Wikimedia Ukraine hat dazu einen Blogbeitrag veröffentlicht.

aus der Ausgabe 2/2014

24.4.2014: Mietvertrag für Kölner Communityspace unterschrieben

In Köln wurde der Mietvertrag für einen Kölner Community-Raum – der „Lokal K“ heißt – unterschrieben.

aus der Ausgabe 9/2014

30.4.2014: Abmahner mahnt ab und fliegt als Abschreiber auf

Jan Engelmann, Leiter Politik und Gesellschaft bei Wikimedia Deutschland schreibt im Kurier und WMDE-Blog über einen Abmahnfall mit ironischer Wendung. „Er endete mit dem juristischen Sieg für einen Wikipedianer, der seine Rechte als Urheber durch ein windiges Modell der Rechteberühmung verletzt sah. Der Fall zeigt einerseits, dass die lizenzwidrige Übernahme von Texte aus der Wikipedia keineswegs sanktionslos bleiben muss. Andererseits aber auch, dass durch das gelungene Zusammenspiel von Community, einer spezialisierten Medienkanzlei und WMDE die Interessen der Autorenschaft sowie der legitimen Nachnutzer von freien Inhalten sehr effektiv geschützt werden können.“

aus der Ausgabe 10/2014

14.8.2014: Ist Wikimedia gegen das Freie Internet?

Das von der Wikimedia Foundation propagierte Programm „Wikipedia:Zero“, das Menschen in Ländern des Globalen Südens kostenlosen Zugang zu Wikipedia ermöglichen soll, widerspricht nach Ansicht von Kritikern den Prinzipien des Freien Internets, insbesondere dem Prinzip der Netzneutralität. Raegan MacDonald erläutert die Kritik auf Netzpolitik.org.

aus der Ausgabe 23+24/2014

21.8.2014: MediaViewer und Superprotect

Die Diskussionen um die Auswirkungen des Meinungsbildes zum MediaViewer (Medienbetrachter), unter anderem die Einführung des „Superschutzes“ (Superprotect), halten weiter an. In zahlreichen weiteren Beiträgen innerhalb und außerhalb der Wikipedia wird weiterhin darauf eingegangen. Diskussionen innerhalb der Wikipedia (Auswahl):

Statements seitens der Wikimedia Foundation

Blogbeiträge (Auswahl)

aus der Ausgabe 25/2014

11.9.2014: Übersetzung des Artikels „Ebola“ in alle Amtssprachen Südafrikas

Der Übersetzungsdienstleister Rubric hat dem südafrikanischen Wikimedia-Chapter die Übersetzung des Artikels „Ebola“ in allen südafrikanischen Amtssprachen gespendet. Damit ist der Artikel ist jetzt auch unter anderem auf Xhosa, Zulu, Setswana, Sesotho, Siswati, Xitsonga, Tshivenda, Nord-Sotho und Ndebele verfügbar. Über Wikipedia:Zero sind die Inhalte kostenfrei verfügbar.

aus der Ausgabe 28/2014

23.10.2014: Wikipedia-Denkmal in Słubice eingeweiht

Am 22. Oktober wurde in der polnischen Kleinstadt Słubice ein Denkmal für die ehrenamtlichen Autorinnen und Autoren der Wikipedia eingeweiht (die Wikimedia:Woche berichtete mehrmals). Zahlreiche Medien schrieben über das Ereignis, es gibt inzwischen auch einen eigenen Wikipedia-Artikel für das Denkmal des armenischen Künstlers.

aus der Ausgabe 34/2014

18.12.2014: Freebase geht in Wikidata auf

Das zuletzt von Google betriebene Projekt „Freebase“ zur Sammlung strukturierten Daten mit 46,5 Millionen Einträgen wird in Wikidata aufgehen.

aus der Ausgabe 42/2014

30.4.2015: Kölner OB-Kandidat stellte Löschantrag auf Artikel von Konkurrentin

Der OB-Kandidat Hendrick Rottmann stellte in der deutschsprachigen Wikipedia einen Löschantrag auf den Wikipedia-Artikel seiner Konkurrentin Henriette Reker, nachdem der Artikel über ihn gelöscht worden war.

aus der Ausgabe 16/2015

2.7.2015: Initiative für den Erhalt der Panoramafreiheit

Die Banner in der Wikipedia waren nicht zu übersehen – die Panoramafreiheit und ihre Bedrohung sind Thema in vielen Medien. Nicht zuletzt, weil sich die deutschen Wikipedia-Aktiven in der größten Unterschriftenaktion bisher für die Erhaltung ausgesprochen haben! 4.235 Autorinnen und Autoren haben unterschrieben und zusätzlich 4.465 nicht angemeldete Nutzerinnen und Nutzer!

Wikimedia Deutschland hat diesen 57-seitigen Briefen postalisch an die deutschen EU-Parlamentarierinnen und EU-Parlamentarier geschickt. Begleitet durch einen vierseitigen Brief (unterschrieben von Christian Rickerts), der dem Anliegen der Autorenschaft volle Unterstützung gibt und auf die Auswirkungen hinweist, die durch die Annahme des Vorschlags entstehen würden.

Zusätzlich hat WMDE eine Pressemitteilung veröffentlicht, damit der Brief nicht nur in Brüssel Gehör findet.

Am 30.06. hat WMDE zu einem Pressegespräch eingeladen, um das Thema einordnen zu können und die Auswirkungen eines solchen Gesetzes auf EU-Ebene zu erklären. Die dpa hat dazu direkt nachmittags eine Meldung versendet. (Die Meldung der dpa ist nicht frei zugänglich. Daher hier ein Link zu dem fast vollständig übernommenen Text von Focus Online.)

aus der Ausgabe 25/2015

16.7.2015: Gestickte Wikipedia

Anlässlich des 800. Jahrestags der Magna Charta, wurde der entsprechende Wikipedia-Artikel unter Beteiligung mehrerer Prominenter als Stickerei nachgebildet. Ob es neben der gesprochenen und der gedruckten Wikipedia wohl bald auch die gestickte Wikipedia geben wird?

aus der Ausgabe 27/2015

27.8.2015: Haschisch-Artikel führt zu Wikipedia-Sperrung in Russland

Nach einer Gerichtsentscheidung in der russischen Stadt Astrachan, sollte ein russischsprachige Artikel über Haschisch gesperrt werden. Darüber berichteten unter anderem der Standard und Heise. Da sich die Community der russischsprachigen Wikipedia dem verweigerte, wurde kurzfristig die gesamte russischsprachige Wikipedia (für kurze Zeit) gesperrt.

Spiegel-Online und faz.net berichteten über die zeitweise Sperrung der gesammten Wikipedia in Russland.

aus der Ausgabe 33/2015

24.9.2015: Streit um Affenselfie geht in eine weitere Runde

In der Frage um das Urheberrecht eines Affenselfies, klagt die Tierschutzorganisation Peta im Namen des Tieres darauf, dass das Urheberrecht bei diesem liegen solle.

aus der Ausgabe 37/2015

26.11.2015: Stadt Mannheim verklagt WMF und WMDE

Die Stadt Mannheim klagt gegen die Wikimedia Foundation und Wikimedia Deutschland. Die Klage betrifft 17 Fotos gemeinfreier Gemälde aus dem Bestand der Reiss-Engelhorn Museen in Mannheim, die auf Wikimedia Commons hochgeladen worden sind.

aus der Ausgabe 46/2015

26.11.2015: Wikipedia-Community erhält Erasmuspreis

Die Community der Autorinnen und Autoren von Wikipedia hat den Erasmuspreis erhalten. Überreicht wurde der mit 150.000 Euro dotierte Preis von König Willem-Alexander im Amsterdamer Königspalast stellvertretend an drei Mitglieder der internationalen Wikipedia-Gemeinschaft.

aus der Ausgabe 46/2015

11.2.2016: Anne Franks Tagebücher wegen schwieriger Urheberrechtslage gelöscht

Vor über 70 Jahren wurde Anne Frank im Konzentrationslager Bergen-Belsen ermordet. Ihre Tagebücher sollten eigentlich mittlerweile gemeinfrei sein. Wegen einer problematischen Urheberrechtslage wurden die Tagebücher jetzt dennoch von den Wikimedia-Servern gelöscht.

aus der Ausgabe 6/2016

21.4.2016: Wikipedia to the Moon

Wir können Wikipedia zum Mond bringen! Zumindest eine Auswahl – was wie aus welchen Gründen ins All sollte, kann die weltweite Community entscheiden. Wie genau, ist in einem Blogbeitrag nachzulesen.

aus der Ausgabe 16/2016


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at November 17, 2016 12:29 PM