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May 28, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 20/2015

Hier kommt die 20. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Community-Wahlen für das Board of Trustees der Wikimedia Foundation

Noch bis einschließlich Sonntag können die internationalen Wikimedia-Communitys drei Vertreter ins Board of Trustees der Wikimedia Foundation wählen. Von Dirk Franke und Alice Wiegand wurde dazu jeweils ein Blogbeitrag verfasst.

Jahresplan 2015-16 der Wikimedia Foundation

Der Entwurf des Jahresplans der Wikimedia Foundation für das kommende Geschäftsjahr 2015-16 wurde auf Meta veröffentlicht.

WMCR schließt Kooperationen mit dem National Heritage Institute und der Nationalbibliothek ab

Wikimedia Tschechien arbeitet ab sofort mit dem tschechischen National Heritage Institute und der Nationalbibliothek zusammen. Dabei geht es vor allem um den Austausch im Bereich Denkmalpflege und die Durchführung gemeinsamer Projekte.

WMDE in 3 Minuten – März 2015

Wikimedia Deutschland veröffentlichte den Monatsbericht für März mit einem Kurzvideo.

WMDE Jahresbericht 2014 auf englisch verfügbar

Der Jahresbericht von Wikimedia Deutschland für 2014 ist nun als pdf in englischer Sprache verfügbar.

WMUK stellt Projektmanager ein

Wikimedia UK sucht derzeit einen neuen Projektmanager. Die Stellenausschreibung läuft noch bis zum 1. Juni.

WMDE im Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses von Berlin

Am 18. Mai war Barbara Fischer von Wikimedia Deutschland als Anzuhörende im Ausschuss für Kulturelle Angelegenheiten im Abgeordnetenhaus von Berlin zu Gast.

Amical: Learning from other chapters

Die thematische Organisation Amical hat in einem Blogbeitrag die FDC-Anträge und Empfehlungen dazu ausgewertet und kurz zusammengefasst. Der Beitrag bietet einen sehr kompakten Überblick mit Anregungen und Lessons Learnt für die Wikimedia-Organisationen.

Feedback zur Wikimedia Conference

Stuart Prior (WMUK) berichtete von der Wikimedia Conference in Berlin.

Projekte und Initiativen

Autorin der usbekischsprachigen Wikipedia im Porträt

Kamarniso Vrandečić schreibt als Autorin für die usbekischsprachige Wikipedia. Shaila Nathu (WMF) stellt sie vor.

Wikimedia Frankreich stellt Wikipedia-Fotografen vor

Drei ehrenamtliche Wikipedia-Fotografen berichten im Blog von Wikimedia Frankreich über ihre Arbeit.

Endspurt für Wiki loves Earth

Der Fotowettbewerb rund um Nationalparks, Naturschutzgebiete, Geotope, Naturdenkmäler usw. „Wiki loves Earth“ läuft noch bis zum 31. Mai. Die meisten Uploads kommen bisher aus Deutschland, dicht gefolgt von Pakistan. Es fehlen noch wenige Upload um die Gesamtzahl des vorherigen Jahres zu toppen.

Artikel über Wikipedia-Autor Doug Taylor

Im Blog der Wikimedia Foundation wird der Gerätetaucher, Wikipedia-Autor und Wikimedia-Aktivist Doug Taylor vorgestellt.

Technik

Tech News issue #22

Die aktuelle Ausgabe der „Tech News“ berichtet über die letzten Ereignisse aus der Technik-Community.

Diskussion

Live-Diskussionsrunde zu OER: Graswurzelbewegung trifft Bildungspolitik

Im Rahmen der Live-Video-Reihe „Open Education als Kern der digitalen Bildung“ lud ununi.TV zur Diskussion. Zum Thema „OER: Graswurzelbewegung trifft Bildungspolitik“ diskutierten Elly Köpf (Wikimedia Deutschland) mit u. a. Saskia Esken (MdB) die anstehenden Projektvorhaben sowie Chancen und Grenzen offener Bildungsformate.

Presse und Websites

Jimmy Wales zu Gast bei Desert Island Discs

Jimmy Wales war zu Gast bei der wöchentlichen Kultursendung „Desert Island Discs“ der BBC. Das Gespräch ist als Podcast nachhörbar.

Sue Gardner erzählt über ihre neue Tätigkeit für Tor

Sue Gardner, ehemalige Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, spricht in ihrem Blog über ihre neue Tätigkeit für Tor, das Netzwerk zur Anonymisierung von Verbindungsdaten.

Wikipedia zur Bekämpfung von Sexismus

Auf der Gendergap-Mailingliste wurde ein Artikel über sexistische Werbung eines Unternehmens und deren Definition in der Wikipedia zur Diskussion gestellt.

Jährliche Internet-Trends von Kleiner Perkins Caufield Byers veröffentlicht

Termine

Monsters of Law – Thema Bildrechte

An diesem Donnerstag, 28. Mai, 18 Uhr, findet bei Wikimedia Deutschland die nächste Veranstaltung der Reihe “Monsters of Law” zu rechtlichen Fragen rund um Freies Wissens statt. Ansgar Koreng, Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Urheber- und Medienrecht, spricht zum Thema „Minenfeld Bildrechte: Was Sie zu Fotografie und Nachnutzung wissen müssen“. Danach steht er für Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Der Vortrag wird als Livestream gezeigt und ist danach als Video abrufbar. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Offenes Editieren in Berlin

In der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland findet am 28. Mai ab 19.00 Uhr wieder das monatliche Offene Editieren statt.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at May 28, 2015 01:34 PM

May 27, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

May 26, 2015

lyzzy

To vote is better than not to vote

It’s that time again: Every two years, the community (or the many communities) of the various Wikimedia projects select three members of the 10-member Board of Trustees of the Wikimedia Foundation. A privilege that is not used by too many Wikipedians and Wikimedians. In recent years there was a lot and sometimes quite justified criticism of the Foundation and the Board of Trustees. Of course you can carry on complaining and fancy youself as victim of evil forces, but you can also play a part in changing the composition and dynamics of the Board with the selection of suitable persons.

Why to vote is better than not to vote vote:

  1. More perspectives on the Board of Trustees for better decisions
    Diversity means most of all that in consideration of various options and their consequences as many perspectives as possible are to be considered. The Wikimedia Foundation and its Board of Trustees needs members from the community, because the community is what keeps our projects alive. The community is sensitive, vulnerable, self-confident and sometimes simultaneously jumpy and biased, but in the Board of Trustees by no means voiceless or without influence. Who is able to convey and express the community’s needs and suggestions — not for the sake of the respective individual interest but with the big picture in mind — has all possibilities to have this perspective included in decisions. This does not guarantee a majority, of course not, but it helps the entire Board and the Foundation office, to gain a better picture.
  2. The Community-election is no alibi event
    Really. We do not only need Trustees from the community, we want them. They are the specialists in the area which is essential for the Foundation. We want and need other specialists also, if we can not get them from the community. That’s part of the diversity we are looking for. But who, if not the community itself, is best placed to determine suitable candidates from its own ranks. This only works in the way it should if you vote.
  3. Every vote counts!
    In fact eminently. Yes – No – abstention, for each candidate. Dirk Franke explains in his blog post ‘How to vote for the Wikimedia Foundation board – be negative‘ what that implies.

What should a potential board member from the community bring along? It should be a little more than only to be a valuable author. Experience in working in governance bodies – also outside of the Wikiverse, opinionated but willing to compromise, more interested in solutions than on problems – that would be my favorite cast.

This year 20 candidates run for election. 20 people who have not only presented themselves, but also respond to more than 30 questions from the community. A lot of reading, but worth it. And it’s about something important for the community.

Voting is open until next Sunday. This way, please!

 

by Alice Wiegand at May 26, 2015 08:13 PM

Wählen ist besser als nicht wählen

Es ist wieder so weit: Alle zwei Jahre wählt die Community (beziehungsweise die vielen Communities) der unterschiedlichen Wikimedia-Projekte drei Mitglieder des 10-köpfigen Kuratoriums der Wikimedia Foundation. Ein Privileg, das von zu vielen Wikipedianern und Wikimedianern nicht genutzt wird. In den vergangenen Jahren gab es viel und zum Teil durchaus gerechtfertigte Kritik an der Foundation und am Kuratorium. Man kann natürlich weiter meckern und sich als Opfer böser Mächte gefallen, man kann aber auch selbst daran mitwirken, dass sich mit der Wahl geeigneter Personen die Zusammensetzung und Dynamik des Kuratoriums ändert.

Warum wählen besser ist als nicht wählen:

  1. Mehr Perspektiven im Kuratorium für bessere Entscheidungen
    Vielfalt im Kuratorium bedeutet vor allem, dass in der Abwägung unterschiedlicher Optionen und derer Konsequenzen möglichst viele Perspektiven berücksichtigt werden. Die Wikimedia Foundation und deren Kuratorium braucht Mitglieder aus der Community, denn die Community ist es, was unsere Projekte am Leben hält. Die Community ist sensibel, verwundbar, selbstbewusst und manchmal gleichzeitig schreckhaft und voreingenommen, aber im Kuratorium keineswegs stimmlos oder ohne Einfluss. Wer die Bedürfnisse und Vorschläge der Community transportieren und darstellen kann und dabei nicht das jeweilige Einzelinteresse sondern das große Ganze im Blick hat, der hat alle Möglichkeiten, dies in die Entscheidungen einfließen zu lassen. Das sichert keine Mehrheit, natürlich nicht, aber es hilft dem gesamten Kuratorium und der Geschäftsstelle der Foundation, sich ein besseres Bild zu verschaffen.
  2. Die Community-Wahl ist keine Alibi-Veranstaltung
    Echt. Wir brauchen nicht nur Kuratoriums-Mitglieder aus der Community, wir wollen sie auch. Denn sie sind die Spezialisten in dem Feld, das für die Foundation wesentlich ist. Wir wollen und brauchen auch andere Spezialisten, wenn wir sie nicht aus der Community bekommen können. Auch das zählt zur Vielfalt, die wir suchen. Aber wer, wenn nicht die Community selbst, ist am besten in der Lage, geeignete Kandidaten aus den eigenen Reihen festzulegen. Das funktioniert aber nur dann wirklich, wenn ihr auch wählt.
  3. Jede Stimme zählt!
    Und zwar ganz besonders.  Ja – Nein – Enthaltung, und das bei jedem Kandidaten. Was das bedeutet, erläutert Dirk Franke in seinem Blogpost “How to vote for the Wikimedia Foundation board – be negativ“.

Was ein potentielles Kuratoriumsmitglied aus der Community mitbringen sollte? Möglichst etwas mehr als ausschließlich eine wertvolle Autorin oder ein wertvoller Autor zu sein. Erfahrung in Gremien – gerne auch außerhalb der Wikiversums, meinungsstark aber kompromissfähig, mehr an Lösungen als an Problemen interessiert  – das wäre meine Wunschbesetzung.

In diesem Jahr stellen 20 Kandidaten zur Wahl. 20 Personen, die sich nicht nur selbst vorgestellt haben, sondern auch auf über 30 Fragen aus der Community antworten. Viel zu lesen, aber es lohnt sich. Und es geht um was Wichtiges für die Community.

Bis zum kommenden Sonntag kann noch gewählt werden. Bitte hier entlang!

 

 

by Alice Wiegand at May 26, 2015 07:14 PM

May 22, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

WMDE in 3 Minuten – März 2015

Liebe Freunde des Freien Wissens,

wir haben im Februar damit begonnen, das Format der WMDE-Monatsberichte umzugestalten. Es gibt weiterhin die ausführliche monatliche Berichterstattung über die Aktivitäten der Communites hier in diesem Blog. Zusätzlich probieren wir ein neues Kurzvideoformat. Einmal im Monat treffen sich die hauptamtlichen Mitarbeiter von Wikimedia Deutschland, um sich über die Projekte in den einzelnen Bereichen auszutauschen. Bei diesem Monatsmeeting werden die unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkte innerhalb des Kollegiums sehr lebendig erzählt und mit Präsentationen visualisiert. Wir nutzen dafür Bühne und Technik unseres Veranstaltungsraums Mosaik und zeichnen die Monatstreffen auf Video auf. Dieses Material bildet die Grundlage für das neue Format: Drei Themen des Monatsmeetings wurden kollaborativ ausgewählt und zu einem 3-Minuten-Video zusammengeschnitten. Im Bild zu sehen sind die Präsentationen und oben links auch die Kollegen, die gerade auf der Bühne über die Projekte sprechen. Dazu wurde eine extra Tonspur mit Sprechertext aufgenommen. Das Video soll vor allem neuen Mitgliedern die Arbeit des Vereins rund um die vielen Facetten des Freien Wissens näherbringen und eine Einladung sein, sich weiter zu informieren. Der Sprechertext ist  unterhalb des Videos aufgeführt und mit Links auf die entsprechenden Projektseiten hinterlegt.

Hier nun die Märzausgabe mit etwas lauterem Ton als im letzten Video

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EnthusiastiCon

Eine große Rolle für das Erstellen und Verbreiten Freien Wissens spielt das Programmieren freier Software. 2015 möchte sich Wikimedia Deutschland als Entwicklungszentrum in diesem Bereich mehr Sichtbarkeit verschaffen, um so noch mehr Menschen für die Arbeit in Wikimedia-Projekten wie Wikipedia oder Wikidata zu inspirieren. Vom 19. bis zum 21. Juni veranstalten wir dazu in unseren Räumen am Tempelhofer Ufer in Berlin die Konferenz EnthusiastiCON, die die Vielfalt der Welt des Programmierens widerspiegeln soll. Die Veranstaltung richtet sich an die Gemeinschaft der Code-Schreibenden und alle Menschen, die sich fürs Programmieren begeistern. Dabei werden die Teilnehmenden in 10-minütigen Vorträgen ihren Enthusiasmus für ihr jeweiliges Steckenpferd miteinander teilen. Ob es dabei um die Schönheit des Hardware-Schreibens oder darum geht, wie man Kindern am besten Programmieren beibringt, ist egal – Hauptsache ist, dass sich das Leuchten in den Augen der Vortragenden auf den Saal überträgt!

https://sourcecode.berlin/enthusiasticon

Das ABC des Freien Wissens

Seit 2014 buchstabiert Wikimedia Deutschland mit einer Veranstaltungsreihe unter dem Prinzip “Das ABC des Freien Wissens” Fragen zur vernetzen Gesellschaft durch. Der Fokus liegt darauf, neue Kontakte und Kooperationen mit an Freiem Wissen Interessierten herzustellen und ihnen zu zeigen, was Wikimedia Deutschland tut. Dazu greifen wir aktuelle gesellschaftliche Themen auf und laden relevante Gäste zur Podiums- und Publikums-Diskussion in lockerer Atmosphäre ein. Die letzten Veranstaltungen behandelten unter F wie Fail die Schönheit des Scheiterns, alternative Vergütung ehrenamtlicher und kreativer Arbeit unter G wie Grundeinkommen und mit H wie Harmonisierung ein einheitliches Urheberrecht für Europa. Die nächste Veranstaltung (I wie Inhalt) findet am 25. Juni statt und dreht sich um offene Kulturdaten. Mit dabei ist beispielsweise der Kulturstaatssekretär Tim Renner. Interessierte sind herzlich eingeladen, nach Berlin zu kommen oder sich per Livestream an der Veranstaltung zu beteiligen.

https://wikimedia.de/wiki/Wikimedia-Salon_-_Das_ABC_des_Freien_Wissens

Wiki Loves Monuments

„Wiki Loves Monuments“ ist ein von der Wikipedia durchgeführter internationaler Fotowettbewerb rund um Bau- und Kulturdenkmäler, der 2015 zum fünften Mal stattfindet. Vom 1. bis zum 30. September können ehrenamtliche Fotografen ihre Denkmal-Bilder unter einer freien Lizenz in das freie Medienarchiv Wikimedia Commons laden, wo sie z.B. in der Wikipedia weiterverwendet werden können. Eine Jury aus Experten und Freiwilligen kürt dann die Gewinner. Wikimedia Deutschland unterstützt die Freiwilligen bei der Organisation des Wettbewerbs und hilft, diesen durch neue Partnerschaften zu vergrößern und zu verbessern. Hier im Video zu sehen ist der Auftakt-Workshop mit Freiwilligen, Wikimedia-Mitarbeitenden und Vertretern des Hessischen Amts für Denkmalpflege, das sich in diesem Jahr mit einem Modellprojekt in Hessen an Wiki Loves Monuments einbringen möchte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wiki_Loves_Monuments_2015/Deutschland

by Tjane Hartenstein at May 22, 2015 04:00 PM

Live-Diskussionsrunde zu OER: Graswurzelbewegung trifft Bildungspolitik

Im Rahmen der Live-Video-Reihe “Open Education als Kern der digitalen Bildung” lud ununi.TV gestern zur Diskussion. Zum Thema “OER: Graswurzelbewegung trifft Bildungspolitik” diskutierten Elly Köpf (Wikimedia Deutschland) mit u. a. Saskia Esken (MdB) die anstehenden Projektvorhaben sowie Chancen und Grenzen offener Bildungsformate.

 

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Zum Hintergrund: Erstmals werden in Deutschland Bundesmittel für Open Educational Resources (OER) bereitgestellt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vergibt diese Mittel im Rahmen des Förderprogramms “Digitale Medien in der beruflichen Bildung”. Ziel ist es, die Potenziale von OER stärker zu nutzen. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka betont, dass gerade offene Bildungsmaterialien die Möglichkeit bieten, das innovative Potenzial der Digitalisierung für das Lehren und Lernen zu erschließen und die Qualität und Vielfalt in der Bildung zu erhöhen. Ein Meilenstein!

Zwei Projekte liefern nun konkrete Ansatzpunkte für eine Förderung von offenen Bildungsmaterialien: Wikimedia Deutschland führt das Projekt “Mapping OER – Bildungsmaterialien gemeinsam gestalten” durch. Gemeinsam mit Expertinnen, Experten und Interessierten soll ein Praxisrahmen für OER in Deutschland entwickelt werden. Dabei stehen zentrale Themen an, die bislang zu OER immer wieder offene Fragen aufwerfen: Qualitätssicherung, Qualifizierungsmodelle für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Geschäftsmodelle und die Frage nach Lizenzen und Rechtssicherheit.

Außerdem wurde beim Deutschen Bildungsserver (DBS) am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Die Studie soll die Voraussetzungen für den Aufbau einer digitalen OER-Infrastruktur im Internet untersuchen.

by Christina Rupprecht at May 22, 2015 01:18 PM

Einladung zum OpenGLAM-Workshop für Kulturinstitutionen am 18. Juni 2015

Am 18. Juni wird bei Wikimedia Deutschland ein ganztägiger Workshop angeboten, der sich gezielt an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kultur- und Gedächtnisinstitutionen richtet. Ziel ist, zu vermitteln, wie diese ihr digitalisiertes Kulturgut für eine möglichst offene Weiternutzung zur Verfügung stellen können. Organisiert wird der Workshop von der OpenGLAM-Gruppe, an der Wikimedia Deutschland beteiligt ist. Die deutschsprachige Arbeitsgruppe hat sich letzten Sommer gegründet (siehe Bericht) und ist Teil eines internationalen Netzwerks von Menschen und Organisationen, die sich gemeinsam für den freien Zugang und die freie Nutzung von digitalen Kulturgütern engagieren.


 

OpenGLAM-Workshop für Kulturinstitutionen

Wie wird digitalisiertes Kulturgut nachnutzbar? Workshop bei Coding da Vinci. Foto: Heiko Marquardt, [CC-BY 3.0]

18. Juni 2014
10:00 – 16:00 Uhr
Wikimedia Deutschland e. V.
Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin

 

In 4 Fachstationen werden konkrete Anwendungsfälle und praktische Hilfestellung geboten:
1. Lizenzmodelle
2. Technische Aspekte von Offenen Daten
3. Argumentationshilfen für das eigene Haus
4. Nachhaltigkeit offener Daten

Hier geht es zum Programm des Workshops
Lust, teilzunehmen? Anmeldung zum Workshop


Projekte wie Coding da Vinci zeigen, warum es sich für Kulturinstitutionen lohnt, ihre Kulturdaten dem Ideenreichtum der vernetzten Welt freizugeben und damit das Potenzial ihrer Schätze im digitalen Raum auszuschöpfen. Nach der technischen Digitalisierung stellt sich jedoch in vielen Häusern die Frage, wie sie die neu gewonnen Kulturdaten für eine möglichst offene Weiternutzung zu Verfügung stellen können.

Längst geht es nicht mehr allein um die reine Ansicht der Daten, sondern Bilder, Texte und Mediendateien können Eingang finden in Blogbeiträge Dritter, in Wikipedia-Artikel, in die Deutsche Digitale Bibliothek oder sie können zum Rohstoff für Apps für neue Zielgruppen werden. Urheberrechtliche Fragen treten durch die Veröffentlichung der Digitalisate im Netz sofort auf, bevor noch über die Nachnutzung entschieden wurde.
In den 4 Fachstationen werden konkrete Anwendungsfälle und praktische Hilfestellung angeboten. Daneben gibt der Workshop Gelegenheit, mit erfahrenen Urheberrechtsjuristinnen und -juristen ins Gespräch zu kommen und sich mit den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Häusern auszutauschen. Mehr zum Programm des Workshops, der Zusammensetzung der Arbeitsgruppe, aktuellen Terminen und Beteiligungsmöglichkeiten ist auf den Seiten des OpenGLAM-Wiki zu finden.

by Lilli Iliev at May 22, 2015 09:01 AM

May 21, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 19/2015

Hier kommt die 19. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Communitywahlen für das WMF Board of Trustees

Seit Sonntag sind die internationalen Communitys aufgerufen, drei Kandidierende ins Board of Trustees der Wikimedia Foundation zu wählen.

Ergebnisse der FDC-Wahlen stehen fest

Die fünf neuen Mitglieder im Funds Dissemination Committee sind Lorenzo Losa, Itzik Edri, Mike Peel, Michał Buczyński und Liam Wyatt.

WMF unterzeichnet Brief an Obama zur Unterstützung verschlüsselter Kommunikation

Die Wikimedia Foundation ist unter den Unterzeichnern eines offenen Briefes an US-Präsident Obama, in dem die Unterstützung verschlüsselter Kommunikation gefordert wird.

Wikimedia Conference: Fotos sind online!

Während der Program and Engagement Coordinator noch die umfassende Dokumentation der Veranstaltung aufbereitet, finden sich auf Commons schon sehr viele Fotos der Wikimedia Conference, zu der Wikimedia Deutschland am vergangenen Wochenende nach Berlin geladen hatte.

WMF-Rechtsabteilung erhält Auszeichnung

Die Rechtsabteilung der Wikimedia Foundation, unter der Leitung von Geoff Brigham, wurde als eins der besten „In-house Legal Departments“ ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!

WMF veröffentlicht Quartalsbericht Q3-2014/15

Der Quartalsbericht der Wikimedia Foundation wurde als pdf und im Meta-Wiki veröffentlicht.

Monatsbericht April der Wiki Education Foundation online

Im aktuellen Monatsbericht der Wiki Education Foundation sind die Highlights von April nachzulesen. (englisch)

Projekte und Initiativen

Wikipedia-Offline-Version für Kinder in Mali

Im Rahmen des MALebooks-Projekts wurden E-Reader an Schulen in Mali vergeben, die eine Offline-Version der französischsprachigen Wikipedia und über 4000 Bücher aus dem Bildungsbereich enthalten.

Bericht über erste WikiArabia-Konferenz

Samir Elsharbaty (WMF) berichtete über die erste WikiArabia-Konferenz, die im April in Tunesien statt fand.

Wikipedian in Residence berichtet über Zusammenarbeit mit dem National Institute for Occupational Safety and Health

Emily Temple-Wood war vier Monate lang als Wikipedian in Residence am National Institute for Occupational Safety and Health (NIOSH) tätig und berichtet darüber in einem Blogpost.

Neue Darstellung zur Benutzerentwicklung

Bei Infodisiac wurden neue Darstellungen bisheriger Benutzerentwicklungen aufbereitet.

Viele spannende Inhalte für Wikimedia Commons abzuholen

Im Rahmen von Kultur Hackathon Coding da Vinc sind 47 verschiedenen Datensets unter einer Freien Lizenz zugänglich und nachnutzbar gemacht worden. Allerdings sind einige der Datensets nur bis zum 5. Juli 2015 herunterladbar, da die GLAM Institutionen z. T. nicht genügend Serverkapazitäten haben, um die Daten langfristig zugänglich zu machen. Wer mag kann sich die Daten über der Website von Coding da Vinci anschauen. Es gibt Filme von der vorletzten Jahrhundertwende, Notenwalzen, Insekten, Schmetterling und Tausendfüßler, Fotos aus dem Zeiten Weltkrieg, Gemälde der Berliner Secession oder historische Karten von Hamburg. Viel Spaß beim Entdecken und stöbern. Wikimedia Deutschland unterstützt gerne in technischen Fragen, wenn jemand die Daten nachnutzen möchte.

Klexikon wächst

Der Artikel über die UNESCO ist der 600. Artikel des Klexikon, der Wikipedia für Kinder. Herzlichen Glückwunsch!

Technik

Wikipedia iOS-App kommt mit neuen Features

Eine neue Version der Wikipedia-App für iOS zeigt unter anderem eine Kurzbeschreibung des aufgerufenen Artikels, präsentiert diesen in neuem Design und bietet eine verbesserte Suche.

Kategorien in die Tiefe durchsuchen: Erste Testeinladung

Seit einiger Zeit arbeitet das Team Software-Entwicklung von Wikimedia Deutschland an der Möglichkeit, Kategorien bis in die Unterkategorien hinein zu durchsuchen („Catscan-Funktionalität“). In einer Testumgebung auf Tool Labs kann dies nun mit einem Mini-Set der deutschsprachigen Wikipedia ausprobiert werden.

Diskussion

Dirk Franke bloggt über partizipative Jahresplanung (Teil 2)

Im zweiten Teil der Blogreihe über den Präsidiumsvorschlag zur partizipativen Jahresplanung 2016, führt Dirk Franke Fragen, Anmerkungen und Kritikpunkte aus.

Presse und Websites

Tagesspiegel berichtet über Wikimedia Conference

„Immer online, aber heute auch face-to-face“ lautete die Schlagzeile des Tagesspiegel, der am 15. Mai über die Wikimedia Conference berichtete.

Fake-Wikipedia-Biografien für jeden

Über mein-wahres-ich.de können täuschend echt aussehende Wikipedia-Einträge zu Personen erstellt werden, die für eine Enzyklopädie eigentlich irrelevant wären. Der Wikipedia-Ball wurde allerdings nach einem Verweis auf die Markenrechte der Wikimedia Foundation entfernt.

Termine

Internationaler Hackathon in Gedenken an Mahmud Sabeen

Zum „Internationalen Hackathon in Gedenken an Mahmud Sabeen“, sind Frauen für Samstag, 23. Mai, 10 bis 19 Uhr eingeladen, um gemeinsam möglichst viele Wikipedia-Artikel rund ums Thema „Frauenrechte und Frauen in der Technik“ zu bearbeiten. Die pakistanische Menschenrechtlerin Mahmud Sabeen, welche den ersten Hackathon Pakistans organisierte, wurde am 24. April 2015 auf den Straßen von Karatschi erschossen. Ort: Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23/24, Berlin-Kreuzberg.

Monsters of Law – Thema Bildrechte

Nächsten Donnerstag, 28. Mai, 18 Uhr, findet bei Wikimedia Deutschland die nächste Veranstaltung der Reihe Monsters of Law – Veranstaltungsreihe zu rechtlichen Fragen rund um Freies Wissens statt. Ansgar Koreng, Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Urheber- und Medienrecht, spricht zum Thema „Minenfeld Bildrechte: Was Sie zu Fotografie und Nachnutzung wissen müssen“. Danach steht er für Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Der Vortrag wird als Livestream gezeigt und ist danach als Video abrufbar. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Barcamp Open City, Open Knowledge, Open Community

Wie sieht der Wissenstransfer in der Praxis aus? Wo liegen die Grenzen der freien Inhalte? Wer sammelt und verbreitet Informationen in der Stadt der Zukunft? Diese und mehr Fragen stehen im Zentrum des Barcamps „Open City, Open Knowledge, Open Community“, das am 29. und 30. Mai 2015 im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2015 – Zukunftsstadt in den Räumlichkeiten von Wikimedia Deutschland stattfindet. Über die konkreten Inhalte stimmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort selbst ab.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at May 21, 2015 11:52 AM

May 20, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Monsters of Law: „Minenfeld Bildrechte: Was Sie zu Fotografie und Nachnutzung wissen müssen.“

Nicht erschrecken! Rechtliche Fragen bei Monsters of Law. Foto: By Gerrard St monster mural, by Aviva West, [CC BY-SA 2.0]

Die Veranstaltungsreihe Monsters of Law wurde von Wikimedia Deutschland ins Leben gerufen, um sich juristischen Fragen rund um Freies Wissen und seinen Rahmenbedingungen anzunehmen.

Ansgar Koreng, Rechtsanwalt mit den Schwerpunkten Urheber- und Medienrecht, spricht am 28. Mai bei Wikimedia Deutschland über das Thema Bildrechte.


Monsters of Law:

„Minenfeld Bildrechte: Was Sie zu Fotografie und Nachnutzung wissen müssen.“

Referent: Ansgar Koreng, Rechtsanwalt mit den Schwerpunkten Urheber- und Medienrecht ,
Wann: Donnerstag, 28.05., 18 Uhr, (Einlass 17:30 Uhr)
Wo: Wikimedia Deutschland e.V., Tempelhofer Ufer 23-24, Berlin


Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, uns an diesem Tag ab 18 Uhr zu besuchen. Dem Format der Reihe entsprechend wird der Abend aus drei Teilen bestehen, einem Vortrag unseres Referenten, einer Frage- und Diskussionsrunde und einem informelleren Teil mit Getränken.

 

Das Themengebiet Bildrechte ist ein Dauerbrenner – für Hobbyfotografinnen und -fotografen ebenso wie für die Community des freien Medienarchivs Wikimedia Commons. Dabei geht es nicht alleine um

Bild: By Benutzer:syrcro, basiert auf File:DEU Tutorial – Hochladen von Bildern.svg vom Urheber Benutzer:San Jose in der svg-Variante von User:Odder.[Public domain], via Wikimedia Commons

urheberrechtliche Fragen. Auch Persönlichkeitsrechte, das Datenschutzrecht, das Eigentum, das Markenrecht und sogar das Strafrecht können hier eine Rolle spielen. Die Internationalität von Wikimedia Commons verkompliziert die Sache zusätzlich.

Was müssen Fotografinnen und Fotografen sowie und Nachnutzerinnen und Nachnutzer beachten, wenn sie Bilder auf Commons hochladen oder aus Commons nachnutzen wollen? Diesen Fragen wird Ansgar Koreng nachgehen. Er ist Rechtsanwalt in Berlin mit Schwerpunkt im Urheber- und Medienrecht und berät und vertritt unter anderem Wikimedia Deutschland e.V., die deutsche Sektion von Reporter ohne Grenzen und eine Vielzahl von Mitgliedern der Wikipedia-Community in verschiedenen rechtlichen Belangen. Last not least ist er außerdem selbst passionierter Hobbyfotograf.

Die Veranstaltung wird als Livestream auf der Webseite von Monsters of Law gezeigt und eine Aufzeichnung später verfügbar gemacht. Zur besseren Organisation freuen wir uns über eine Anmeldung.

 

 

by Christopher Schwarzkopf at May 20, 2015 03:32 PM

Iberty

How to vote for the Wikimedia Foundation board - be negative!

Dog and a ram
The Wikimedia Foundation is - said roughly - the organisation running the infrastructure behind Wikipedia. The Foundation is governed by a Board of Trustees comprised of volunteers. Out of the 10 board members 3 are elected by the community of the Wikimedia projects. This election is now.

There is an election page and several posts about who to vote. I will focus on "How to vote" or: how to maximize impact with your votes..

In general the system used is a form of approval voting. As such it is similar used to the voting system used by Wikimedia Deutschland for its board and as already written in this blog (and agreed upon by Wikipedia): there are two ways to maximize impact in such as system:

When you really want somebody to be on the board only vote for this person (or these people) = Bullet voting

When you really want somebody not to be on the board vote for everybody but this person. = Compromise voting.

But the WMF system does not offer two choices (yes or nay) but three (yes, neutral, nay) and even more interesting. The different votes are weighted differently. In the most likely outcomes the nay votes will have way more impact than the yes votes. Neutral votes are not counted in any way:

How are the winners determined, and what is the process once voting is completed?

Voters submit votes using a Support/Neutral/Oppose system. The votes will be tallied and the candidates will be ranked by percentage of support, defined as the number of votes cast in support of the candidate divided by the total number of votes cast for the candidate ("neutral" preferences are not counted, so this is the sum of support and oppose votes) - Support/Support+Oppose. The candidates with the highest percentage of support will be recommended to the Board of Trustees for appointment, which occurs once additional verification of requirements is completed.

Why nay votes count

To give you some examples with small numbers:

Person A who receives 9 support votes and one oppose vote has an approval rate of 90%.

Person B who receives 17 support votes and two oppose votes has an approval rate of 89%.

In this case person A would be the winner although in total numbers he has only half the support of person B. In this scenario the candidate needs 9 support votes to make up for one oppose vote.

This of course works for bigger numbers as well:

A  90- 10 gives an approval rate of 90%
B 900-101 gives an approval rate of 89,91%
A wins

A. 900 - 100 gives an approval rate of 90%
B: 908 - 101 gives an approval rate of 89,99%
A wins

The higher the approval rate for the top candidates is in general, the higher is the impact of a negative vote.

With an approval rate of 90% for the top canditaes voting nay has 9 times more impact than voting yes. Around 80% approval rate the impact of a nay is 4 times as big, around 70% approval rate the factor is below 3 and around 50% the factor is just one. Below 50%, the support votes become more influential than nays.

Given normal circumstances in such an election the approval rates for the top three candidates should be over 70 or 80%; so a negative given has three to four times than impact than a positive vote given.

For you as tatical voter this means: don't waste nay-votes. Don't vote neutral. 

What does that mean?

First, let's hope not everybody votes strategically - the likely outcome would be that all of the candidates will receive an approval rate of less than 50% which would really deligitimize the whole system. But probably this won't happen.

What will likely happen is another scenario: not the people who have the most support in the movement will win, but those who have the least opposition. This of course favours a different kind of candidates: people more keen on compromise, without strong opinions and more middle-of-the-road-types.

On the good side: the probably will make the board in general more efficient. Middle-of-the-road candidates need less time and attention of the other board members. For an international board comprised of 10 volunteers this is important. Coordinating 10 people in this setting is even strenous enough when all of the are great teamplayers.

On the good side: if gives a fighting chance to people from smaller projects. They may not be as well known internationally as those from the english Wikipedia but in this system it's not really the total number of people supporting one candidate that counts. Coming from a smaller project and having a big majority there supporting you could be more helpful.

But, seen from a community standpoint, it favours candidates who are less likely to stand for their points, who are less assertive and are less ready that may hurt or are not popular. Or, said differently: it favours candidates who just may get lost inside the board and never be seen again after their election.   


 




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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at May 20, 2015 07:07 AM

May 19, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

“Das Problem ist, dass wir legal arbeiten wollen.” Das ABC des Freien Wissens “H=Harmonisierung.”

Bei der Podiumsdiskussion “H=Harmonisierung. Welche Urheberrechtsreform bekommen wir aus Brüssel?” der Reihe Das ABC des Freien Wissens wurde über den aktuellen Verhandlungsprozess für ein neues Urheberrecht auf europäischer Ebene diskutiert.

Immer neue Paare bildeten sich als Projektionen an einer Wand des Veranstaltungsraumes bei Wikimedia Deutschland, der passenderweise “Mosaik” heißt. Meist nachdenklich erwiderten die jungen Europäerinnen und Europäer den Blick der Betrachter. Die Fotografien des Projektes “I´m not afraid of anything” von Edgar Zippel zeigen die Pläne, Wünsche und Ängste junger europäischer Menschen, ausgedrückt in Blicken und Antworten auf die Fragen: – Was willst Du machen? – Worauf freust Du Dich? – Wovor hast Du Angst? “Die EU-Urheberrechtsreform” wäre vielleicht eine passende Antwort auf alle drei Fragen gewesen, denn damit beschäftigten sich die Gäste Julia Reda, Joe McNamee, Elisabeth Kotthaus und Dimitar Dimitrov auf dem Podium.

Gemeinsam an einem Reform-Strang! Oder?

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Im Zentrum der Diskussion stand neben dem Ausgang des nun anlaufenden Drafting-Prozesses zur Urheberrechtsreform die Frage, wie der Aushandlungsprozess zwischen den politischen Institutionen, Nichtregierungsorganisationen und Zivilgesellschaft in der “Brussels Bubble” eigentlich funktioniert. Die Entscheidungen werden in Brüssel getroffen, diese Erkenntnis hat sich inzwischen gerade bei zivilgesellschaftlichen Organisationen für verschiedenste Themenbereiche durchgesetzt und führt nach und nach zu entsprechendem Handeln vor Ort. Einige Initiativen haben sich in den letzten Jahren in Brüssel in Stellung gebracht, um ihre Interessen gegenüber der Europäischen Kommission zu vertreten und politischen Entscheidern Wege zu einem zeitgemäßen Urheberrecht aufzuzeigen. Doch wie gut funktioniert diese Arbeit in der Praxis?

So viele Abgeordnete, so wenig Fürsprecher für ein freies Netz

Joe McNamee, Geschäftsführer der Organisation EDRi (European Digital Rights), beschrieb die konkrete Arbeitsweise des kleinen Teams in Brüssel und der Mitglieder in verschiedenen europäischen Ländern. Das Problem sei nicht der mangelnde Zugang zum politischen Prozess. Wer einen Termin ausmache, bekomme in der Regel auch sein Gespräch. “Aber seit der Finanzkrise ist das Lobbying in Brüssel anders. Unternehmen sagen einfach: Wir müssen das haben.” Da effektiv gegenzuhalten, sei angesichts der schieren Fülle und Vielfalt der Generaldirektionen, Mitgliedsländer und Abgeordneten, mit denen EDRi und andere Gruppen theoretisch intensiv sprechen müssten, “eine interessante Herausforderung”, wie McNamee freundlich umschrieb. Gefragt nach seiner Einschätzung zum Ausgang des aktuellen Verhandlungsprozesses antwortete er unumwunden: “Wenn ich in meinem Job nicht optimistisch wäre, müsste ich wohl vom Dach springen.”

Sein Counterpart in der Diskussion bildete gewissermaßen Elisabeth Kotthaus, Mitglied der Vertretung der Europäischen Kommission, die nach kurzfristiger Absage Günther Oettinger vertrat. Die Kommission habe die Aufgabe, als “ehrlicher Makler” möglichst alle an sie herangetragenen Interessen und Themengebiete zu vertreten oder zumindest zu verstehen. Kotthaus berichtete vom schwierigen Prozess innerhalb der Kommission, als Institution möglichst neutrale Positionen zu erarbeiten und Vorschläge zu machen, die einen Interessenausgleich herstellen und für die Mehrheit der Abgeordneten akzeptabel sind. Das Ziel ihrer Arbeit sei letztlich im besten Fall, dass am Ende alle gleichmaßen unzufrieden seien.

Im Auge des Lobbying-Orkans

Elisabeth Kotthaus, Dimitar Dimitrov und Julia Reda haben Spaß. Foto: Christopher Schwarzkopf, [CC BY-SA 3.0]

Julia Reda, derzeit die einzige Europaabgeordnete der Piratenpartei, hat sich durch ihren viel diskutierten Evaluationsbericht der InfoSoc-Richtlinie (“Copyright-Directive”) von 2001 innerhalb kurzer Zeit ins Zentrum der entscheidenden Debatten katapultiert – und damit auch ins Auge des Lobbying-Orkans. Lobbyismus sei fester Teil des demokratischen Systems und damit nicht per se problematisch, so Reda. Zutreffend sei jedoch, dass finanzstarke Firmen durch ihre größeren Ressourcen die Möglichkeit hätten, durch mehr Angestellte auch breiteren Einfluss auszuüben als Kleininitiativen mit drei hochmotivierten, aber im Zweifelsfall ehrenamtlich agierenden Mitarbeitenden. Für noch problematischer allerdings hält sie den Umstand, dass politische Debatten auf europäischer Ebene weniger sichtbar und damit weniger Gegenstand des öffentlichen Diskurses seien. Der Prozess des Austarierens von Interessen könne trotz allem funktionieren, gab sie sich optimistisch. Reda plädierte für eine radikale Vereinfachung des Urheberrechtes, das für Laien in der Alltagskommunikation des Internets verständlich und praktikabel sein müsse. Freilich sei nicht jede Harmonisierung per se gut, antwortete sie auf einen Publikumseinwurf mit Blick auf den gesetzgeberischen Status Quo. Während 2001 nur die Verwerterrechte europaweit vereinheitlicht worden seien, müsse man sich jetzt den Nutzerfreiheiten und deren konkrete Ausgestaltung von Schrankenbestimmungen zuwenden.

Bitte verklagt uns doch mal!

<iframe allowfullscreen="allowfullscreen" frameborder="0" height="250" src="https://www.youtube.com/embed/D50wHbw78UA" width="350"></iframe>

Dimitar Parvanov Dimitrov beschrieb die Arbeitsweise und die spezifischen Herausforderungen einer sich dezentral, länderübergreifend und größtenteils digital organisierenden Interessenvertretung wie der Free Knowledge Advocacy Group EU, die er als “Wikimedian in Brussels” repräsentiert. Um wirkliche Bewegung in die politischen Prozesse zu bringen, sei es nötig, zunächst wenige Themen zu definieren, die auf der politischen Agenda höher rücken sollen, und dann die grenzüberschreitende, europäische Relevanz dieses Themas nachzuweisen. Im Falle der inzwischen 17 Landesorganisationen unfassenden Wikimedia-Gruppe ist dies etwa die Panoramafreiheit. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Initiativen für ein moderneres Urheberrecht funktioniere gut, aber alle Gruppen hätten naturgemäß andere Foki bezüglich der Punkte, die konkret verändert werden sollten. Die Mühlen mahlen also langsam, aber immer stetiger.

“Wo liegt das Problem?” werde Dimitrov häufig in Brüssel gefragt, wenn er die Nöte etwa der Commons-Community schildere, die in jedem Land auf verschiedene Reglungen des Fotografierens und Publizierens achten müssen, und nicht selten unbewusst die Grenzen der Legalität überschreite. Das Problem sei, dass wir legal arbeiten möchten, erwidere er dann. Hilfreich wäre unter Umständen, einige Male prominent verklagt zu werden. Erst dadurch werde eine Regelungsproblem in der öffentlichen Wahrnehmung groß genug, um auf europäischer Ebene verhandelt zu werden.

“Wir sind doch hier beim ABC des Freien Wissens, es geht doch um viel, viel mehr!”, meldete sich ein Publikumsgast gegen Ende zu Wort. Nicht das Klein-Klein von Youtube-Nutzungsrechten und CD-Privatkopien sollte diskutiert werden, sondern wie Bildungs- und Kulturinhalte wirklich frei genutzt werden können. Dieses Schlusswort deuten den langen Weg an, der allen Reformwilligen noch bevorsteht. Eine konfuzianische Gelassenheit könnte dabei helfen.

Fotos der Veranstaltung auf Wikimedia Commons
Video der Veranstaltung
Video-Interviews der Gäste (werden noch ergänzt)

Das nächste ABC des Freien Wissens findet am Donnerstag, den 25. Juni, zum Thema “I=Inhalt. Wie partizipativ ist Open Culture?” statt. Zu Gast sind diesmal der Berliner Kulturstaatssekretär Tim Renner, Stadtforscherin Dr. Paula Marie Hildebrandt und Prof. Johannes Vogel, Direktor des Naturkundemuseums.

Kontakt: salon@wikimedia.de

 

by Lilli Iliev at May 19, 2015 09:52 AM

May 18, 2015

Iberty

Partizipative Jahresplanung bei WMDE (2/3)

Ŝaf'farbita

Wikimedia Deutschland hat sich - nicht ganz ohne stupsen - dazu entschlossen, partizipativ jahreszuplanen. Dafür gibt es seit geraumen Wochen einen Vorschlag des Präsidiums:

PP16

Diesen wollte ich mir mal näher anschauen und etwas dazu zu schreiben. Und da ich selbst größeren Mühen hatte, diesen Vorschlag durchzulesen und mir halbwegs eine Meinung dazu zu bilden, gehe ich mal davon aus, dass es anderen genauso geht, und habe mich für ein dreiteiliges Konzept entschieden.

(1) Eine Zusammenfassung des Vorschlags (Post vom 11. Mai)
(1a) Ein paar Rückfragen (Post vom 12. Mai; Fragen noch offen)
(2) Fragen/Anmerkungen/Kritikpunkte (dieser Post)
(3) Einen Ergänzungs/Alternativ/Umbauvorschlag (kommt die Tage).

Aber nun zum 2.ten Teil: Was sollen wir denn davon halten?

Um es kurz zu machen: kann ganz gut werden, kann auch schlecht werden. Vor allem ist noch sehr viel sehr unbestimmt.

Zur Form:


Ich habe ja die Randveranstaltungen der Wikimedia Conference genutzt, um mich noch mal etwas mit den entsprechenden Menschen zu unterhalten, was mein Verständnis des Prozesses deutlich befördert hat. Allerdings spricht es natürlich nicht für den Prozess, wenn es noch längerer Gespräche bedarf, um ihn zu verstehen. Wie schon gesagt: die Aufbereitung ist vorsichtig gesagt suboptimal und ganz hervorragend geeignet, Leute erst gar nicht zu beteiligen. Hoffen wir mal, dass es bei den weiteren Schritten besser wird.

Auch habe ich verstanden, warum ich bei dem Entwurf prinzipiell skeptisch positiv bin, viele andere mit denen ich sprach, aber kaum eine Hoffnung sehen: der Entwurf hat im Wesentlichen zwei Teile. Einen Plaintextteil und einen hervorgehobenen Teil in blauen Kästen. Der Plaintexttei ist deutlich optimistischer und zukunftsgewandter, während der blau hervorgehobene Teil vor allem ausführlich erklärt was alles nicht geht. Ich habe den Plaintext gelesen und den Rest nur überflogen, viele andere scheinen es andersrum gemacht zu haben. Good news: mir wurde glaubhaft versichert, dass die blauen Kästen ignoriert werden können und ausschließlich vergangenheitsbezogen sind.  

Dank Poupou ist die Originalversion jetzt ohne verwirrende blaue Kästen. Zu dokumentarischen Zwecken hier noch mal der Link auf die verkastelte Version.

Zeitplan:

Aber nun zum Entwurf:  der sieht im Wesentlichen vor: es wird eine - sehr weit ausgesreute und reichlich kurze - Inputphase für die diversen Communitys geben, aus denen das Präsidium einen Jahreskompass erstellt, aus dem dann wiederum die Geschäftsstelle einen operativen Jahresplan erstellt. Irgendwann irgendwann möglicherweise gibt es zwischendurch noch diverse Feedbackrunden.

Das ist schon wieder dicht gedrängt - ich weiß ja auch durchaus, warum im MV-Antrag stand, dass Ressourcen ab Januar dafür zur Verfügung stehen sollen - aber ist jetzt auch nicht mehr zu ändern und die nächste MV kommt auch.

Inhalte und offene Fragen:

Es ist noch alles sehr viel offen, und quasi alles hängt davon ab, wie die bisher vage skizzierten Schritte ausgestaltet werden. Das nun wiederum hängt stark von der verantwortlichen Person, aka Christian Rickerts, ab der ja auch erst seit 18 Tagen im Amt ist und sich noch einarbeiten muss.

Also:
* Wie ist die Frage nach Input aufgebaut? Wie weit wird sie tatsächlich gestreut? Kann man sich da sinnvoll beteiligen ohne fünf Jahre WMDE-Organisations-Geschichte nachholen zu müssen?
 * Was und wieviel Input kommt tatsächlich? (Wobei der kurze Zeitplan da meinen Optimismus etwas dämpft)
* Wie wird das Präsidium den (und am besten auch noch den aus der letzten Jahresplandiskussion) aufgreifen und was daraus machen?
* Wie konkret wird der Jahreskompass tatsächlich und inwieweit schafft er es, die Richtung präziser zu setzen als "muss irgendwas mit Freiem Wissen zu tun haben"?
* Wie sehen die Feedbackrunden dann aus? Welchen Grad der Verbindlichkeit haben die?
* Welche Möglichkeiten der Partizipation gibt es beim fertigen Jahresplan? Also: hat die MV überhaupt eine andere Möglichkeit als "Ja und Amen" zu sagen.

Fazit:

Womit dann dieser Teil weniger eine Einschätzung geworden ist, sondern eher ein - ich bin gespannt mit vielen offenen Fragen. On the plus side: das Präsidium will und es ist zumindest mal ein Anfang gemacht, auf dem man aufbauen kann. Wie sinnvoll oder nicht-sinnvoll dieser Anfang wird, ist noch sehr sehr offen. Das wichtigste an diesem Prozess wird wohl in den nächsten Wochen und Monaten passieren - was aber auch heißt: jetzt ist der Zeitpunkt um zu sagen, was man will, und nicht der, um darauf zu warten, was wohl passieren wird.
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at May 18, 2015 08:06 PM

Wikimedia Deutschland Blog

Using Wikidata to Improve the Medical Content on Wikipedia

German summary: Vor einigen Tagen wurde eine wissenschaftliche Veröffentlichung publiziert die sich damit beschäftigt wie Wikipediaartikel zu medizinischen Themen durch Wikidata verbessert werden können. Hier stellen sie die Veröffentlichung und ihre Ergebnisse vor.

 

This is a guest post by Alexander Pfundner, Tobias Schönberg, John Horn, Richard D. Boyce and Matthias Samwald. They have published a paper about how medical articles on Wikipedia can be improved using Wikidata.

An example of an infobox that shows drug-drug-interactions from Wikidata. Including this information could be of significant benefit to patients around the world.

The week before last a study was published in the Journal of Medical Internet Research that investigates how Wikidata can help to improve medical information on Wikipedia. The researchers from the Medical University of Vienna, the University of Washington and the University of Pittsburgh that carried out the study are active members of the Wikidata community.

The study focuses on how potential drug-drug interactions are represented on Wikipedia entries for pharmaceutical drugs. Exposure to these potential interactions can severely diminish the safety and effectiveness of therapies. Given the fact that many patients and professionals often rely on Wikipedia to read up on a medical subject, the quality, completeness and relevance of these interactions can significantly improve the situation of patients around the world.

In the course of the study, a set of high-priority potential drug-drug-interactions were added to Wikidata items of common pharmaceutical drugs (e.g. Ramelteon). The data was then compared to the existing information on the English Wikipedia, revealing that many critical interactions were not explicitly mentioned. It can be expected that the situation is probably worse for many other languages. Wikidata could play a major role in alleviating this situation: Not only does a single edit benefit all 288 languages of Wikipedia, but the tools for adding and checking data are much easier to handle. In addition, adding qualifiers (property-value pairs that further describe the statement, e.g. the severity of the interaction) and sources to each statement puts the data in context and makes cross-checking easier . In the study Wikidata was found to be capable to act as a repository for this data.

The next part of the study investigated how potential drug-drug interaction information in Wikipedia could be automatically written and maintained (i.e. in the form of infoboxes or within a paragraph). Working with the current API and modules, investigators found that the interface between Wikidata and Wikipedia is already quite capable, but that large datasets still require better mechanisms to intelligently filter and format the data. If the data is displayed in an infobox, further constraints come from the different conventions on how much information can be displayed in an infobox, and whether large datasets can be in tabs or collapsible cells.

Overall the study comes to the conclusion that, the current technical limitations aside, Wikidata is capable to improve the reliability and quality of medical information on all languages of Wikipedia.

The authors of the study would like to thank the Wikidata and Wikipedia community for all their help. And additionally the Austrian Science Fund and the United States National Library of Medicine for funding the study.

by Lydia Pintscher at May 18, 2015 01:35 PM

May 17, 2015

DaB.

Nimm nicht an AbstimmungenBoard-Wahlen teil

Heute starten bekanntlich die Wahlen zum Board der Wikimedia-Foundation. Oder um es ehrlicher zu sagen: Es starten die Wahlen um die 3 Alibi-Wahl-Posten zu besetzen. Die meisten Sitze im Board werden nämlich gar nicht gewählt, sondern das Board ernennt sie in unendlicher Weisheit einfach selbst.
Um eine Parallele zum Real-Life zu haben: Der Bundestag hat (gerundet) 600 Sitze, wovon 180 durch uns Bürger gewählt werden dürfen. Die meisten Sitze (300) würden die Abgeordneten selber ernennen.
Würdest du zu einer Bundestagswahl gehen, wo du nur 3/10 der Abgeordneten wählen dürftest? Vermutlich nicht. Daher solltest du auch nicht bei der WMF-Wahl mitmachen. Jede Stimme, jedes % an Wahlbeteiligung, dient dem ganzem Board später als Rechtfertigung warum sie das Sagen haben. Seid gute Demokraten und ignoriert Wahlen, wo ihr nichts verändern könnt.

by DaB. at May 17, 2015 12:32 PM

May 13, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 18/2015

Hier kommt die 18. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Wikimedia Deutschland veröffentlicht Fundraising-Bericht

Wikimedia Deutschland veröffentlichte einen Bericht über das Fundraising und dessen Entwicklung in den vergangenen Jahren.

WMDE stellt Monatsbericht auf Videoformat um

Wikimedia Deutschland veröffentlichte seinen Monatsbericht testweise erstmals in Form eines Videos.

FDC: Staff Assessments für 5 Förderanträge veröffentllicht

Die WMF-Angestellten, die das Funds Dissemination Committee bei der Bewertung der Förderanträge unterstützen, haben ihre Analyse für die fünf Anträge aus der aktuellen Runde veröffentlicht.

WMUK gibt Umstrukturierung und Update zur Geschäftsführersuche bekannt

WMUK reduziert seine Angestellenanzahl von 14 auf 9 und rechnet damit, im Juli einen neuen Geschäftsführer gefunden zu haben.

Communitywahlen für das WMF Board of Trustees ab 17. Mai

Ab 17. Mai ist die Community aufgerufen, drei Kandidierende ins Board of Trustees der Wikimedia Foundation zu wählen.

Wikimedia France veröffentlicht „Practical Guide for Local Groups“

Wikimedia France hat eine 22-seitige, hübsch designte Broschüre zum Thema lokale Gruppen herausgegeben. Feedback ist erwünscht!

Projekte und Initiativen

Wikidata erhält Auszeichnung

Wikidata gehört zu den 100 Preisträgern des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2015. Das Projekt wurde aus über 1000 Bewerbungen von einer unabhängigen und durch einen Fachbeirat unterstützten Expertenjury ausgewählt.

Paper veröffentlicht zur Verbesserung von medizinischen Inhalten in Wikipedia mittels Wikidata

Ein Paper wurde veröffentlicht, das sich mit dem Thema beschäftigt wie medizinische Artikel in Wikipedia mittels Wikidata verbessert werden können.

WLE-Blog berichtet über Aktuelles von laufendem Wettbewerb

Der diesjährige Fotowettbewerb Wiki loves Earth ist in vollem Gange. Für aktuelle Entwicklungen und Diskussionen wurde ein Blog gestartet.

Atanassova spricht über die #100wikidays challenge

Atanassova, eine Autorin der bulgarischsprachigen Wikipedia, erzählte von ihrer „#100wikidays challenge“, bei der die Aufgabe darin Bestand, einhundert Tage lang, jeden Tag einen Wikipedia-Artikel anzulegen.

Wikimedia Schweden startet Wikidata-Wettbewerb #tastydata

Vom 8. bis 27. Mai läuft der vermutlich erste Wikidata-Wettbewerb, mit dem eine Liste von etwa 300 Nahrungsmitteln zu bebildern und in möglichst viele Sprachen zu übersetzen. Organisiert wird der Wettbewerb von Wikimedia Schweden.

GLAM-Newsletter für April

Über die GLAM-Aktivitäten des vergangenen Monats berichtet der aktuelle GLAM-Newsletter.

Registrierung für Wikimania eröffnet

Bis zum 31. Mai kann man sich zum Early-Bird-Tarif für die Wikimania und Hackathon anmelden.

Sieger des 22. Schreibwettbewerbs stehen fest

Die Jury kürte die Sieger des 22. Schreibwettbewerbs der deutschsprachigen Wikipedia. Der Artikel „Sangam-Literatur“ ist Gesamtsieger, Publikumssieger ist der Artikel „Ludwig Boltzmann“.

Whitepaper zu OER in der Hochschule und in der Weiterbildung erschienen

Das “Whitepaper Open Educational Resources (OER) an Hochschulen in Deutschland – Bestandsaufnahme und Potenziale 2015” ist erschienen. Es gibt einen Einstieg und Überblick über die Grundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen für OER an Hochschulen und stellt die wichtigsten Akteure vor. „Das Whitepaper Open Educational Resources (OER) in Weiterbildung/Erwachsenenbildung – Bestandsaufnahme und Potenziale 2015“ liefert neben einer Bestandsaufnahme auch einen Blick auf künftige Entwicklungen und deren mögliche Einflüsse auf die OER-Debatte in Deutschland.

Technik

Semantic MediaWiki 2.2 erschienen

Am 9. Mai erschien das Semantic MediaWiki in der Version 2.2 mit neuen Funktionen.

Überarbeiteter Vorschlag für die Unterstützung von Wiktionary durch Wikidata veröffentlicht

Es wurde ein überarbeiteter Vorschlag veröffentlicht, wie die Unterstützung von Wiktionary durch Wikidata in Zukunft aussehen kann. Kommentare sind dort gern gesehen.

Zugriff auf beliebige Daten aus Wikidata in den ersten Projekten möglich

In einem Wikipedia-Artikel ist es im Moment nur möglich Daten aus Wikidata zu verwenden, die direkt mit dem Artikel verbunden sind. So können beispielsweise im Artikel über Berlin nur Daten aus dem Datenobjekt zu Berlin genutzt werden. Diese Beschränkung wurde in den ersten beiden Projekten (niederländischsprachige Wikipedia und französischsprachige Wikisource) aufgehoben. Weitere Projekte sollen folgen.

Reasonator für mobile Geräte weiterentwickelt

Das Tool Reasonator, zur leserfreundlicheren Darstellung von Wikidata-Items, wurde von Magnus Manske für die Nutzung mit mobilen Geräten weiterentwickelt.

Diskussion

Highlights von der re:publica

Michael Schulte stellte das Klexikon vor, ein freies Lexikon für Kinder.

Dirk Franke sprach über Wikimedia-Communitys und Community Empowerment.

In der Gameshow „Six degrees of Wikipedia“ gewannen diejenigen Kandidaten, die sich am schnellsten von einem vorgegebenen Artikel zu einem bestimmten anderen themenfremden Artikel durch die Wikipedia klicken konnten.

Simon Köhl präsentierte serlo.org, „eine Wikipedia für die Bildung“.

Dirk Franke und Rebecca Cotton klärten über „The Art of Trolling“ auf.

Jöran Muuß-Merholz hielt einen Vortrag zum Thema „Wie wir mit Begeisterung das totalüberwachte Bildungssystem einführten – eine Rückschau auf die Jahre 2015 bis 2025“.

Blogbeitrag über Vergleiche von Staaats- und Vereinswesen

Wikipedia-Benutzer und WMDE-Präsidiumsmitglied Gnom, bloggte auf seiner Benutzerseite über Vergleiche von Staats- und Vereinswesen.

Dirk Franke bloggt über partizipative Jahresplanung

Dirk Franke bloggt in drei Teilen über den Präsidiumsvorschlag zur partizipativen Jahresplanung 2016

„Wikimania and the differences between online and offline cultures“

Der Anthropologe Lionel Scheepmans schrieb im Blog der Wikimedia Foundation über die Wikimania und die Unterschiede zwischen Online- und Offline-Kulturen.

Presse und Websites

Wikipedia-Seiten von David Cameron und Nigel Farage manipuliert

Der Standard berichtete, wie am Wahltag in Großbritannien die Artikel verschiedener britischer Politiker in der englischsprachigen Wikipedia vandaliert wurden.

Vice führte Interview mit WMCH und Femwiss zur Frauenbeteiligung

Das Lifesstyle- und Jugendmagazin Vice veröffentlichte ein Interview mit Muriel Straub (WMCH) und Pegah (Femwiss) über die Beteiligung von Frauen in der Wikipedia.

BMBF gibt Pressemitteilung zu freien Lehr- und Lernmaterialien heraus

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veröffentlichte eine Pressemitteilung zu freien Lehr- und Lernmaterialien. Neben dem vom BMBF geförderten Projekt Mapping OER von WMDE wird auch eine Studie zum Aufbau einer digitalen Infrastruktur, die beim Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Auftrag gegeben wurde, angekündigt.

Termine

Corso Leopold und Streetlife-Festival

Am 15. und 16. Mai werden Wikipedianerinnen und Wikipedianer auf dem Corso Leopold und dem Streetlife-Festival wieder mit einem Infostand vertreten sein. Die Feste finden zweimal im Jahr, zeitgleich und nebeneinander statt. Münchner Wikipedianer sind seit Herbst 2013 daran beteiligt.

Monsters of Law

Am 28. Mai, 18 Uhr, findet bei Wikimedia Deutschland in Berlin die nächste Veranstaltung zu juristischen Fragen rund um Freies Wissen statt. Diesmal ist Ansgar Koreng zu Gast, Rechtsanwalt und Experte für Urheber- und Medienrecht. Näheres zum Inhalt folgt unter:

Treffen von OER-Initiativen

Am 31. Oktober 2015 findet ein Treffen von OER-Initiativen unter dem Motto „Die Kräfte bündeln – OER-Initiativen stärken“ in Schmerlenbach statt. Organisiert wird das Treffen von der Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e. V. und open-educational-resources.de – Transferstelle für OER. Weitere Informationen unter:


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at May 13, 2015 01:21 PM

May 12, 2015

Iberty

Partizipative Jahresplanung bei WMDE (1a/3)

Sardinian Sheep portrait

Wikimedia Deutschland hat sich - nicht ganz ohne stupsen - dazu entschlossen, partizipativ jahreszuplanen. Dafür gibt es seit geraumen Wochen einen Vorschlag des Präsidiums. Diesen wollte ich mir mal näher anschauen und etwas dazu zu schreiben. Und da ich selbst größeren Mühen hatte, diesen Vorschlag durchzulesen und mir halbwegs eine Meinung dazu zu bilden, gehe ich mal davon aus, dass es anderen genauso geht, und habe mich für ein dreiteiliges Konzept entschieden. 

(1) Eine Zusammenfassung des Vorschlags (Post von Gestern)
(1a) Ein paar Rückfragen (dieser Post)
(2) Fragen/Anmerkungen/Kritikpunkte (kommt die Tage)
(3) Einen Ergänzungs/Alternativ/Umbauvorschlag (kommt die Tage).

Aber nun zum 1a-sten Teil:

Beim näheren Nachdenken über den Post stellten sich mir doch viele Fragen. Ein paar davon habe ich gesammelt und mal an der korrekt vorgesehen Stelle im Wikimedia-Forum gestellt. Zu Dokumentationszwecken auch hier:

Beim Lesen des Textes sind mir dann doch ein paar Fragen gekommen, die vielleicht jemand beantworten kann:

Was ist denn der aktuelle Stand der Aufbereitung der Aktivitäten?

Es gibt ja nach bisherigem Verfahren zwei (ehemals drei) Möglichkeiten der Mitwirkung: Ehemals die Tour, die Online-Diskussionsphase nach Veröffentlichung des Plans und die MV. Im neuen
Entwurf finde ich von den drei Sachen nichts mehr: soll es Tour und/oder Diskussionsphase noch weiter geben? Und welche Rolle spielen sie?

Speziell zur letzten Diskussionsphase: die war ja recht intensiv, soweit ich nachvollziehen konnte, führte sie aber zu keinerlei Änderungen des Plans mehr. Für den Plan 2016: gibt es von der eine struturierte Auswertung und wird sie Auswirkungen auf den Plan 2016 geben?

Speziell zur MV: ist eine Möglichkeit vorgesehen, wie die MV tatsächlich aktiver werden kann als "ja" sagen oder das Risiko einzugehen, dass es gar keinen Plan gibt?

Zum Entwurf jetzt: was für eine Art des Inputs wird denn ungefähr erwartet? Eher so "wir sollten mehr Community fördern" oder eher so "die Wikicon sollte 2016 in Süddeutschland stattfinden, etwas zwischen 70.000 und 80.000 Euro kosten und einen externen Keynote-Speaker haben?"

Eh, wie konkret/unkonkret soll denn der Jahreskompass werden?

Speziell zum Thema: "Es entsteht der Impuls, die Budgets den Schwerpunkten zuzuordnen. Der Finanzteil wird damit als Grundlage für eine Interpretation der Schwerpunktsetzung gebraucht, die nur scheitern kann, weil sich die eigentliche Schwerpunktsetzung nicht herauslesen lässt." - ist irgendeine Mitwirkung im Bereich der Finanzen vorgesehen?

 
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at May 12, 2015 08:27 AM

May 11, 2015

Iberty

Partizipative Jahresplanung bei WMDE (1/3)



Alpine Stone Sheep

Wikimedia Deutschland hat sich - nicht ganz ohne stupsen - dazu entschlossen, partizipativ jahreszuplanen. Dafür gibt es seit geraumen Wochen einen Vorschlag des Präsidiums. Diesen wollte ich mir mal näher anschauen und etwas dazu zu schreiben. Und da ich selbst größeren Mühen hatte, diesen Vorschlag durchzulesen und mir halbwegs eine Meinung dazu zu bilden, gehe ich mal davon aus, dass es anderen genauso geht, und habe mich für ein dreiteiliges Konzept entschieden. 

(1) Eine Zusammenfassung des Vorschlags (dieser Post)
(2) Fragen/Anmerkungen/Kritikpunkte (kommt die Tage)
(3) Einen Ergänzungs/Alternativ/Umbauvorschlag (kommt die Tage).

Aber nun zum ersten Teil:

Es liegt ein Entwurf des Präsidiums zur partizipativen Planung vor, den es erstellt hat, „damit wir uns daran abarbeiten können.“ Soweit so gut, theoretisch erleichtert es die Diskussion ja, wenn sie nicht mit tabula rasa beginnt, sondern es irgendwas gibt. Aber, nun kommt das aber, nachdem ich beim ersten Versuch es zu lesen am Verständnis (und ok, mangelnder Zeit) gescheitert bin, habe ich jetzt das freie Wochenende genutzt und tatsächlich so mit jedes-Wort-einzeln-Ansehen und mir-Notizen-machen versucht das Ganze zu verstehen. Auch dabei habe ich jetzt vor allem viele virtuelle Fragezeichen über meinem Kopf.

Ich versuche mal das Dokument zusammenzufassen:

(0)    Vermutlich: ungefähr jetzt dokumentiert die GS alle Aktivitäten des Vereins und stellt diese Dokumentation hoffentlich zur Verfügung.

(1)    Von Mitte Mai bis Ende Juni können alle möglichen Menschen irgendwie Input geben. Das präziseste was ich in der Vorstellung fand war „Es ist daran gedacht, die Inputphase zu Beginn online durchzuführen. Bereits in den Wochen bis zum Start und auch im laufenden Prozess können in Absprache zwischen Vertreterinnen und Vertretern der „Kerncommunitys“ und der Geschäftsstelle aber weitere Formate entwickelt werden, um konzentriert Fragen zu entwickeln und Antworten zu geben, die auch Real-Life-Treffen oder andere Formate nicht ausschließen. Dies kann sich dann auch am Ausmaß der Rückmeldungen orientieren.“

(2)    Aus dem Input bastelt das Präsidium irgendwie auf einem Treffen mit externer Moderationen bis Mitte Juli einen Jahreskompass – was genau der enthält und wie spezifisch er sein wird, wird mir aus dem Papier noch nicht ganz klar.

(3)    Der Jahreskompass wird dann irgendwie mit den Mitgliedern gefeedbackt und ist Ende Juli endgültig.

(4)    Ab dem Jahreskompass verläuft alles eher wie bisher und am Ende gibt es etwas fertiges was die MV beschließen muss/darf/soll.

Vor allem sehe ich eine Menge Leerstellen bisher und noch nicht wirklich klares. Auf jeden Fall werden wir bald irgendwie von irgendwem gefragt werden was wir wollen. Allerdings scheint es nach dem bisherigen Verfahren doch so zu sein, dass die Mitwirkung recht unverbindlich ist und ihr Ergebnis niemand bindet, und dass die wirklich bindenden Teile des Jahresplans wie bisher auch geplant werden.

Längerfristig:
•    Zitat: "Perspektivisch streben wir außerdem an, auch die Möglichkeiten zur Partizipation an den Aktivitäten selbst zu stärken."
•    Zitat "Der gesamte Prozess soll zudem intensiv dokumentiert und im Anschluss ausgewertet werden. Wir planen, dass diese Auswertung auch transparent erfolgt, sodass gemeinsam noch Möglichkeiten gefunden werden können, die den Prozess unserer Jahresplanung weiter verbessern."
•    Verwirrend finde ichd as Zitat: "Es entsteht der Impuls, die Budgets den Schwerpunkten zuzuordnen. Der Finanzteil wird damit als Grundlage für eine Interpretation der Schwerpunktsetzung gebraucht, die nur scheitern kann, weil sich die eigentliche Schwerpunktsetzung nicht herauslesen lässt."

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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at May 11, 2015 04:15 PM

Wikimedia Deutschland Blog

Vom Banner zur Beziehung – der Fundraising Report 2014

Fundraising bei Wikimedia Deutschland und im gesamten Wikimedia Movement dient nicht allein monetären Zielen sondern auch der Aufklärung über unsere Mission. In Deutschland erreichen wir während der Spendenkampagne täglich mehrere Millionen Menschen und zeichnen damit für die erfolgreichste Online-Kampagne hierzulande verantwortlich. Mit Hilfe eines systematischen Fundraisings und umfassenden A/B-Testings konnten wir innerhalb von fünf Jahren die jährlichen Einnahmen im Rahmen der Spendenkampagne von 700.000 Euro auf 8.200.000 Euro steigern. Dieser Erfolg ist Resultat einer datengesteuerten Herangehensweise, die den Spender und sein Verhalten in den Mittelpunkt stellt. Über unsere Herangehensweise informiert unser Fundraising Report 2014, der soeben erschienen ist.
 

Einnahmenentwicklung der Kampagne seit 2010


 

Der vorliegende Fundraising-Bericht wertet die Erkenntnisse der jüngsten Kampagne aus und bezieht dabei die Entwicklung unserer Arbeit der letzten Jahre mit ein. Dank umfangreichem A/B-Testing und einer über die Jahre aufgebauten technischen Infrastruktur sammeln wir stetig und systematisch Daten und Erkenntnisse. Dies versetzt uns in die Lage, Spendenverhalten und Spendenwege zu analysieren und aufgrund der Testergebnisse die Kampagne zu gestalten und kontinuierlich zu verbessern. Wir haben fünf Erfolgsfaktoren für das Fundraising bei Wikimedia identifiziert, über die der Report detailiert Auskunft gibt.

Fünf Faktoren erfolgreicher Fundraising-Banner

1. Relevanz: Wer nicht assoziiert, handelt nicht. Unsere Ergebnisse zeigen, dass persönliche Ansprache in Bannern, Schlüsselbegriffe und insbesondere der Bezug auf tagesaktuelle Ereignisse die Ansprache relevanter und somit überzeugender für mögliche Spenderinnen und Spender macht.

2. Aufmerksamkeit ist grundsätzlich hart umkämpft. Die Spanne, um Lesende auf Botschaften aufmerksam zu machen, ist kurz. Der Fundraising-Bericht bereitet Erkenntnisse zum Zeitpunkt von Banner-Einblendungen auf und wertet Farb- sowie andere Designentscheidungen aus.

3. Kurze Wege: Die Navigation durch den Spendenprozess, vom Lesen eines Aufrufs bis zum Abschluss einer Spende, muss für die Zielgruppe vor allem eines sein: direkt. Je weniger Klicks, desto besser. Das ist keine neue Tatsache, und keine, die nur für Wikimedia spezifisch wäre – aber der Bericht zeichnet die konkrete Umsetzung in erfolgreichen Bannern nach.

4. Spendenhürden gilt es so niedrig wie möglich zu gestalten. Zwei Erkenntnisse aus der Arbeit der vergangenen Jahre sind besonders hervorzuheben: 1. Nennung von Spendensummen im Banner ist eine wirksame Orientierungshilfe. Je niedriger die Summe, desto mehr Menschen spenden. Der Gesamterfolg ist größer, wenn mehr Spender mit kleinen Summen spenden. 2. Anonym spenden zu können, ist vielen Spenderinnen und Spendern sehr wichtig.

5. Kampagenprofil schärfen: Spendenziele kommunizieren, Zwischenstände zeigen. Insbesondere das Jahr 2014 hat gezeigt, wie wirksam dramaturgische Momente in der Kommunikation unserer Kampagne eingesetzt werden können. Außerdem thematisiert der Bericht eine Überraschung: Der Effekt des so genannten Social Proof beschreibt, dass das Verhalten einer Gruppe andere Menschen dazu motiviert, ebenso wie die Gruppe zu handeln. Im Rahmen der Spendenkampagne von Wikimedia Deutschland haben wir sehr erfolgreich mit dem Gegenteil dieses Effekts arbeiten können.

 

Das erfolgreichste Banner in der Spendenkampagne 2014


 
Fundraising in fünf Punkten. Rückblickend betrachtet haben sie entscheidend zum Erfolg unserer Spendenkampagnen beigetragen. Vorausschauend betrachtet geht ihre Bedeutung für das internationale Movement jedoch weit über die finanzielle Ebene hinaus: Wir alle müssen Fundraising als Beginn einer Beziehung begreifen, die kontinuierlicher Pflege bedarf.

Fundraising ist mehr als Bannerkommunikation

Unser Ziel für die Zukunft ist, Spendende davon zu überzeugen, Freies Wissen und die Wikimedia-Bewegung langfristig zu unterstützen. Der Bericht gibt Einblick in die Strategie von Wikimedia Deutschland bei Pflege und Vertiefung der Beziehung zum Spendenden. Dafür sind drei Dinge nötig: regelmäßiger Kontakt, spezifische Ansprache und persönlicher Dialog; etwas, was über die bloße Kommunikation über Banner nicht möglich ist. Der Bericht zeigt, welches Potential darin besteht, Menschen an die Mission von Wikimedia dauerhaft zu binden.

Am Beispiel von Zuwendungsbescheinigungen verdeutlichen wir, wie wir davon profitieren, die Wünsche und Erwartungen der Spender ernst zu nehmen. Anhand postalischer und digitaler Mailings zeigen wir, wie zielgruppenspezifische Inhalte und Kommunikationsformen einen langfristigen Erfolg sichern. Nicht zu vernachlässigen ist zudem die grundlegende Bedeutung einer funktionierenden Serviceleistung. Während der letzten Spendenkampagne in Deutschland nahmen wir bspw. hunderte Anrufe entgegen und beantworteten weit über 5.000 E-Mails. Kontakt ist dabei kein Luxus, sondern die Basis künftiger Beziehungen.

Der Bericht schließt angesichts zukünftiger Herausforderungen mit einem Plädoyer, die Beziehung zum Spender zu intensivieren, seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen und die Fundraisingkommunikation weiter zu diversifizieren.
 

by Tobias Schumann at May 11, 2015 04:01 PM

May 08, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wir probieren aus: WMDE-Monatsvideo Februar 2015

Liebe Freunde des Freien Wissens,

wir haben im Februar damit begonnen, das Format der WMDE-Monatsberichte umzugestalten. Es gibt weiterhin die ausführliche monatliche Berichterstattung über die Aktivitäten der Communitys hier in diesem Blog. Zusätzlich wollen wir ein neues Kurzvideoformat testen.

Einmal im Monat treffen sich die hauptamtlich Mitarbeitenden von Wikimedia Deutschland, um sich über die Projekte in den einzelnen Bereichen auszutauschen. Bei diesem Monatsmeeting werden die unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkte innerhalb des Kollegiums sehr lebendig erzählt und mit Präsentationen visualisiert. Wir nutzen dafür Bühne und Technik unseres Veranstaltungsraums Mosaik und zeichnen die Monatstreffen auf Video auf. Da es immer viel zu erzählen gibt, kommen dabei oft anderthalb Stunden Videomaterial zusammen. Dieses Material bildet die Grundlage für das neue Testformat: Drei Themen des Monatstreffens wurden kollaborativ ausgewählt und zu einem 3-Minuten-Video zusammengeschnitten.

Im Bild zu sehen sind die Präsentationen und oben links auch diejenigen, die gerade auf der Bühne über die Projekte sprechen. Dazu wurde eine extra Tonspur mit Sprechertext aufgenommen (hier im ersten Versuch hört man meine eigene Stimme). Das Video soll vor allem neuen Mitgliedern die Arbeit des Vereins rund um die vielen Facetten des Freien Wissens näherbringen und eine Einladung sein, sich weiter zu informieren. Dazu ist der Sprechertext unterhalb des Videos aufgeführt und zusätzlich mit Links auf die entsprechenden Projektseiten hinterlegt.

Schnitt- und Tonqualität sind noch nicht perfekt – reichen aber hoffentlich aus, um einen ersten Eindruck zur Idee des Formats zu vermitteln. Was denkt ihr? Schafft so ein Videoformat bei neuen Mitgliedern Lust auf Freies Wissen? Was muss verändert/verbessert werden? Wir sind gespannt auf Fragen, Vorschläge und Feedback, gern auch per Mail.

Liebe Grüße,

Tjane

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Hallo und herzlich Willkommen zum WMDE Februar in drei Minuten.

Mit diesem neuen Videoformat wollen wir monatlich über eine kleine Auswahl an Aktivitäten rund um Freies Wissen informieren. Im Bild zu sehen sind dabei Ausschnitte der Monatsmeetings der Berliner Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland.

Wikimedia Deutschland unterstützt Freiwillige, die zum Beispiel in der Wikipedia zu Freiem Wissen beitragen. Dass es dabei aber nicht unbedingt immer um das Schreiben von Artikeln gehen muss, zeigt das Projekt “Festivalsommer”.

Beim Festivalsommer treffen sich Freiwillige, um zusammen auf Festivals und Konzerten zu fotografieren. Die entstandenen Bilder laden sie dann ins freie Medienarchiv Wikimedia Commons, wo sie von jedem weiter genutzt werden können. Durch den Festivalsommer haben schon viele Wikipedia-Artikel von Bands und Musikern tolle Bilder bekommen. Wikimedia Deutschland unterstützt dieses Projekt durch Equipment, zum Beispiel in Form von Kameras und Stativen. Im Februar fand der Auftaktworkshop für den Festivalsommer 2015 statt – es ist aber noch nicht zu spät hier mitzumachen.

Mehr Informationen rund um den Festivalsommer


Ein weiterer Bereich in dem sich Wikimedia Deutschland engagiert ist die Zusammenarbeit mit Kulturinstitutionen, wie zum Beispiel Museen und Archiven. Das Projekt hier im Video heißt Coding da Vinci und ist ein Programmierwettbewerb mit Kulturdaten, der 2014 erstmals von Wikimedia Deutschland und Partnern veranstaltet wurde. Dabei haben 16 Institutionen Datensätze unter einer freien Lizenz zur Verfügung gestellt. 150 Programmierer haben sich in Arbeitsgruppen zusammengefunden und dann in nur 10 Wochen aus diesen Kulturdaten neue Anwendungen, Apps und Spiele gebaut.

Das Projekt zeigt, was man aus Kulturdaten alles Tolles machen kann: Zum Beispiel ist aus dem Tierstimmenarchiv des Berliner Museums für Naturkunde und Informationen aus der Wikipedia der zzZwitscherwecker entstanden. Diese App hört nicht auf laut zu zwitschern,  bis der passende Singvogel zum Gezwitscher ausgewählt wurde. Am 25. und 26. April startete Coding da Vinci 2015. Anfang Juli werden dann die Ergebnisse präsentiert.

Mehr Informationen rund um Coding da Vinci


Im dritten Thema des Videos dreht sich alles um Wikidata. Die freie Datenbank strukturiert Informationen an einem zentralen Ort und zwar so, dass sie sowohl von Menschen, als auch von Maschinen gelesen und weiter genutzt werden können. Im Video zu sehen sind neue Anwendungen außerhalb der Wikimedia-Welt, die die Fakten aus Wikidata als Grundlage benutzen. Ein Beispiel ist “Inventaire” – ein Projekt für die Inventarisierung von Büchern. Ein weiteres ist “Ask Platypus” – eine Anwendung, die komplexe Fragen beantworten kann, zum Beispiel, wie der Vater von Michelle Obamas Mann heißt.

Innerhalb der Wikipedia können die Fakten aus Wikidata beispielsweise in den Infoboxen zum Einsatz kommen und somit das Leben der ehrenamtlichen Artikelschreiber erleichtern. Wenn die Einwohnerzahl einer Stadt nur in einem Ort – in Wikidata – eingetragen wird, kann sie automatisch in allen angeschlossenen der über 200 Sprachversionen von Wikipedia aktualisiert werden.

Mehr Informationen rund um Wikidata

 

by Tjane Hartenstein at May 08, 2015 11:17 AM

May 07, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 17/2015

Hier kommt die 17. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Community-Wahlen für das Funds Dissemination Committee laufen

Bis zum 10. Mai finden Wahlen für neue Mitglieder und die Ombudsperson des Funds Dissemination Committee statt. Dieses Komitee bewertet Förderanträge der größeren Wikimedia-Organisationen und spricht Empfehlungen über deren Förderungen an das Board of Trustees der Wikimedia Foundation aus. Es stehen zwei Kandidaten für die Ombudsperson und elf Personen für die fünf FDC-Positionen bereit. Die Wahlen für das Board of Trustees finden im Anschluss statt. Beteiligung ist erwünscht!

Infoübersicht zum 4. Präsidium überarbeitet

Die Seite des Präsidiums im Forum von Wikimedia Deutschland wurde grundlegend aktualisiert, nun sind dort auch Informationen zu den Ausschüssen, Arbeitsgruppen und Zielen des Gremiums zu finden.

Projekte und Initiativen

Wahlen zum Schiedsgericht in der deutschsprachigen Wikipedia

In der deutschsprachigen Wikipedia finden vom 8. bis zum 21. Mai 2015 die Wahlen für fünf neue Mitglieder des Schiedsgerichts statt.

Wie viele Frauen bearbeiten die Wikipedia?

Im Blog der Wikimedia Foundation wurde anlässlich der beendeten Inspire-Kampagne ein Bericht zu den aktuellen Untersuchungen zur Frauenbeteiligung in der Wikipedia veröffentlicht.

Fotos des Erdbebens in Nepal auf Commons

Der Wikipedia-Autor Krish Dulal läd Fotos der Erdbeben-Katastrophe in Nepal auf Commons. Im Blog der Wikimedia Foundation wurde er dazu interviewt.

Geförderte Projekte aus den Communitys im April

Eine ausgewählte Übersicht der im April von Wikimedia Deutschland geförderten Projekte aus den Communnitys ist im Vereinsblog veröffentlicht worden.

Musik aus dem Archive of Indian Music für Commons

Der indische Blogger Safincrazy berichtet von seinen Bemühungen gemeinfreie Musik aus dem Archive of Indian Music zu befreien und auf Wikimedia Commons bereit zu stellen.

Mexiko: Im Servicio Social die Wikipedia editieren

Der „Servicio Social“ ist ein sozialer Dienst, den Studenten in Mexiko im Laufe ihres Studiums leisten müssen. Das Programm „Wiki Learning“ ermöglicht es Studenten des Instituts für Technologische und Höhere Studien Monterrey im Rahmen des Servicio Social die Wikipedia zu bearbeiten.

Das „Open Wikipedia Ranking“ listet die wichtigsten Wikipedia-Seiten

Forscher der Universität Mailand haben eine Methode zum Ranking der wichtigsten Wikipedia-Artikel entwickelt.

Wikimedianer in Brüssel

Karl Sigfrid, European Union Policy Manager bei Wikimedia Sweden, berichtete über wikiversumsrelevante Themen im Europaparlament.

Statistik über Statistiken

Ein neuer Wikistats-Bericht gibt Auskunft über die meist abgerufenen Wikimedia-Statistiken.

Technik

Wiki-Dialog zum Konzept Technische Wünsche gestartet

Die Wiki-Alternative zu Tech on Tour: Interessierte, die rund um die Organisation technischer Unterstützung für die Communitys diskutieren wollen, sind herzlich zum Wiki-Dialog eingeladen. Der Dialog endet am 20. Mai.

Dynamische Listen mit Wikidata

Magnus Manske stellt den Listeria-Bot vor, der es ermöglicht dynamische Wikipedia-Listen aus Wikidata zu generieren.

Wikidata Visualization Challenge

Wikimedia Schweden, das Royal College of Science und die Open Knowledge Foundation Schweden organisieren die „Wikidata Visualization Challenge“, ein Wettbewerb zur Visualisierung von Daten aus Wikidata.

Diskussion

Diskussion zum Evaluationsansatz der WMF am Beispiel von Wiki Loves Monuments

Das Learning & Evaluation Team der WMF hat erste länderüberübergreifende Evaluations-Berichte zu typischen Wikimedia-Aktivitäten veröffentlicht. Am Beispiel von Wiki Loves Monuments gibt es auf der internationalen Mailingliste und auf Meta Diskussionen von WLM-Organisatoren darüber, ob der Evaluationsansatz der WMF der vielschichtigen Zielstellung des Wettbewerbs gerecht wird.

Termine

WMF Metrics Meeting

Am Donnerstag, 7. Mai findet um 20 Uhr das monatliche Metrics Meeting der Wikimedia Foundation statt. Interessierte können sich per Livestream und IRC dazu schalten, die Aufzeichnung wird im Anschluss auf Commons geladen.

Tech on Tour Stuttgart

Am Freitag, den 8. Mai um 17 Uhr findet in der Stadtbibliothek Stuttgart die letzte Veranstaltung im Rahmen von „Tech on Tour“ statt. Autoren, Fotografinnen, freiwillige Entwickler und alle anderen Aktiven aus den Wikimedia-Projekten sind herzlich zu der Diskussion rund um technische Wünsche und technische Unterstützung der Communitys eingeladen.

Das ABC des Freien Wissens: Welche Urheberrechtsreform bekommen wir aus Brüssel?

Am Freitag, den 8. Mai, 19 Uhr, findet das nächste „ABC des Freien Wissens“ statt. Diesmal geht es, passend zum re:publica-Thema „Finding Europe“, um den aktuellen Verhandlungsprozess für ein neues Urheberrecht auf europäischer Ebene.

Wikimedia Conference

vom 14. bis 17. Mai ist Wikimedia Deutschland wieder Gastgeberin der internationalen Wikimedia Conference. Bei der jährlichen Veranstaltung treffen sich Vertreterinnen und Vertreter der Wikimedia-Organisationen sowie der Wikimedia Foundation und weiterer Gremien wie dem Funds Dissemination Committee und dem Affiliations Committee, um über die Struktur, Zusammenarbeit und die Zukunft des Wikimedia-Universums zu beraten.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at May 07, 2015 12:54 PM

Wikimedia Conference 2015: Wikimedia-Organisationen zu Gast in Berlin

Vom 15. bis 17. Mai 2015 ist Wikimedia Deutschland erneut Gastgeberin der internationalen Wikimedia Conference. Bei dieser jährlichen Veranstaltung treffen sich Vertreterinnen und Vertreter der Wikimedia-Organisationen (Wikimedia Chapter, Thematische Organisationen, Nutzergruppen) sowie der Wikimedia Foundation und weiterer Gremien wie dem Funds Dissemination und dem Affiliations Committee, um über die Struktur, Zusammenarbeit und die Zukunft des Wikimedia-Universums zu beraten. Es ist das sechste Mal, dass wir die #wmcon ausrichten und wir erwarten etwa 160 Teilnehmende aus der ganzen Welt im Tagungszentrum des Tagesspiegel-Verlages in Berlin. Die Finanzierung der gesamten Konferenz sowie die Reisekoordination übernimmt auch in diesem Jahr wieder die Wikimedia Foundation.

Eine Konferenz mit Perspektive

Anfang des Jahres vereinbarten die Wikimedia Foundation und Wikimedia Deutschland, die Wikimedia Conference für die nächsten drei Jahre (2015 bis 2017) nach Berlin zu vergeben. Diese langfristige Perspektive bietet nun erstmalig die Chance, die Konferenz produktiver und nachhaltiger zu gestalten als in den Vorjahren. Bisher wurden stets zu viel Zeit und Energie in Diskussionen um den Austragungsort und Logistik investiert, statt sich den Zielen und Inhalten zu widmen. Das ändert sich nun.

Mit der Perspektive, dass die Konferenz drei Jahre an einem Ort stattfindet, können die Kosten für die Logistik gesenkt werden und langfristigere Verträge mit Dienstleistern geschlossen werden. Alle organisatorischen Aufgaben übernimmt das Event-Team von Wikimedia Deutschland, dem in Person von Daniela Gentner und Wenke Storn ein ganz herzlicher Dank gebührt.

Mit dem neuen „Program and Engagement Coordinator“ Cornelius Kibelka wollen wir die Konferenz auf ein höheres Niveau heben und der inhaltlichen Perspektive mehr Raum geben. Zu Cornelius’ Aufgaben gehört es, eng mit den Teilnehmenden und Sprechern zusammen zu arbeiten und diesen zu ermöglichen, sich besser auf die Konferenz und deren Inhalte vorzubereiten. Sie alle sollen mit dem Bewusstsein nach Berlin reisen, dass Themen der Konferenz auch weit über die Veranstaltung hinaus bearbeitet, weiter entwickelt und zu Entscheidungen geführt werden sollen. Die Dokumentation wird in diesem Jahr ebenfalls optimiert und auf die nachfolgenden Wirkungen und Aktivitäten ausgerichtet. Neben unterschiedlichen Wegen der stetigen und nachhaltigen Fortführung der Themenstränge wird es bei der Wikimania in Mexiko einen eigens dafür vorgesehenen Raum für die weitere gemeinsame Bearbeitung geben.

Die heißen Themen

Teilnehmende der letztjährigen Wikimedia Conference, ebenfalls im Tagesspiegel-Haus.
(Bild von Christopher Schwarzkopf/WMDE,
via Wikimedia Commons, CC-by-sa-3.0)

Ein ehrenamtliches, internationales Programmteam bestehend aus zehn Personen mit verschiedensten Hintergründen hat über Monate wichtige Themen identifiziert, dafür Sessions entworfen und Referentinnen und Referenten aus dem Teilnehmendenfeld engagiert. Cornelius unterstützt das Team nun seit Mitte April und hat letzte Woche den Entwurf des Konferenzprogramms veröffentlicht. Rund 30 Sessions zu den verschiedensten Themen stehen auf der Agenda.

Einer der Programmpunkte, die mit Spannung erwartet werden, ist zweifellos die Präsentation von Lila Tretikov, seit letztem Jahr Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation. Innerhalb von zwei Stunden wird sie den Wikimedia-Organisationen ihre Vision des Wikiversums vorstellen. Weitere Sessions sind der Auseinandersetzung mit ihrer Präsentation gewidmet.

Darüber hinaus werden mehrere Abteilungen der Wikimedia Foundation – die Förderabteilung (Community Resources Team), das Evaluationsteam (Learning & Evaluation Team) und das Kommunikationsteam – teilnehmen und u.a. zeigen, wie Organisationen Förderungen auswählen und beantragen und ihre Arbeit aus- und bewerten lernen. Das Board of Trustees der Wikimedia Foundation stellt sich in einer World-Café-Runde den Fragen der Konferenzteilnehmenden.

Chapter haben ebenfalls Programmpunkte eingebracht: So wird diskutiert und erarbeitet in welcher Form Qualität für die Arbeit der Wikimedia-Organisationen eine Rolle spielt oder wie Governance in den Gremien oder Freiwilligenförderung optimiert werden können. Vertreterinnen und Vertreter der beiden Wikimedia-Regionalnetzwerke (Iberocoop für die iberoamerikanischen und WMCEE für die ost- und mitteuropäischen Wikimedia-Organisationen) diskutieren, wie sich benachbarte Chapter und Gruppen gegenseitig unterstützen können.

Wikimedia Deutschland ist ebenso im Programm vertreten: Nicola Zeuner, WMDE-Expertin für Partnerschaften und Drittmittelakquise, stellt Möglichkeiten zur Diversifikation von Geldmitteln sowie das Konzept „Collective Impact“ vor. Abraham Taherivand, Leiter der Software-Entwicklung, erläutert die Vorteile einer dezentralen Software-Entwicklung für das Wikimedia Movement. Michael Jahn, Leiter der Kommunikation, erklärt Best Practices der Kommunikation (gemeinsam mit der Kommunikationsabteilung der WMF). Und Nicole Ebber gestaltet eine Session zu Chapters Dialogue, dem Hauptthema der letztjährigen Konferenz und beleuchtet den aktuellen Status und stellt die nach wie vor brennenden Fragen zur Debatte.

Tagesausklänge zum Weiterdiskutieren

Die Konferenz ist nur mit Anmeldung zugänglich, und die Teilnehmerzahl pro Organisation ist begrenzt. Trotzdem gibt es für die geneigte lokale Community die Möglichkeit, ein bisschen internationale Wikiversum-Luft zu schnuppern und Schlüsselfiguren (hier gibt es die Teilnehmendenliste) aus den Wikimedia-Organisationen und -Gremien kennen zu lernen:

Am Donnerstag, Freitag und Sonntag ab 18 Uhr gibt es in den Räumen von Wikimedia Deutschland einen gemütlichen Tagesausklang bei Snacks und Getränken. Dabei ist kein spezielles Programm vorgesehen; es geht vor allem darum, die wertvolle Zeit, in der so viele gleichgesinnte Menschen an einem Ort sind, auch außerhalb der regulären Konferenzzeiten für Gespräche, Pläne und internationale Verständigung zu nutzen.

Am Samstag ab 19 Uhr laden wir außerdem wikimedianisch Interessierte zu einer kleinen Party in der HomeBase Lounge in der Nähe des Potsdamer Platzes (Köthener Straße 44) ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich: Wer Lust hat, vorbei zu schauen, ist herzlich Willkommen.

Fragen zur Veranstaltung selber nimmt unser Event-Team unter wmcon@wikimedia.de entgegen, bei Fragen oder Ideen zur internationalen Vernetzung wende dich gerne direkt an mich unter nicole.ebber@wikimedia.de.

by Nicole Ebber at May 07, 2015 10:58 AM

May 06, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Lotto und Revolution – Ein Gastbeitrag von Ilja Braun

Ilja Braun. Foto: Lilli Iliev (WMDE) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Die letzte Veranstaltung der Reihe Das ABC des Freien Wissens verknüpfte die Diskussion um ein bedingungsloses Grundeinkommen mit der über das Urheberrecht im digitalen Zeitalter (siehe Bericht).
Zu Gast war u.a. Ilja Braun, Autor des Buches “Grundeinkommen statt Urheberrecht?”
In diesem Textbeitrag zur Veranstaltung befasst er sich kritisch mit dem im Salon thematisierten Konzept, Grundeinkommen per Crowdfunding zu generieren.

Ein Gastbeitrag von Ilja Braun

Mit seinem Crowdfunding-Projekt mein-grundeinkommen.de hat Michael Bohmeyer einen Coup gelandet. Selten hat das Thema Grundeinkommen in den letzten Jahren so viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Bohmeyer sammelt per Crowdfunding Geld ein, und immer wenn 12.000 Euro zusammengekommen sind, wird ein Grundeinkommen von 1.000 Euro monatlich für ein Jahr verlost.

Eine Art Grundeinkommens-Lotterie also. Bis April 2015 hat der Initiator auf diese Weise bereits elf Grundeinkommen finanziert. Mitmachen kann jeder, der in knappen Worten darlegt, was er im Falle eines Gewinns mit dem Geld machen möchte. „Vielleicht bekommen wir so ein Gefühl dafür, wie eine Grundeinkommens-Gesellschaft aussehen könnte“, sagt Bohmeyer in seinem Begrüßungsvideo. Und: „Ich glaube, dass ein Grundeinkommen […] in allen Menschen enorme Kreativität erwecken kann und dass die Gesellschaft damit auf allen Ebenen einen großen Schritt vorankommen kann. Aber wissen kann ich es natürlich nicht. Deswegen schaffen wir jetzt Tatsachen und probieren es einfach mal aus.“

Was Evgeny Morozov „solutionism“ nennt, nämlich das Anbieten von Antworten, ohne dass je die Frage richtig formuliert gewesen wäre, hat Odo Marquard früher in einen Aufsatztitel gefasst: „Frage nach der Frage, auf die die Hermeneutik die Antwort ist“. Um ihn zu variieren, soll hier die Frage nach der Frage gestellt werden, auf die das bedingungslose Grundeinkommen die Antwort ist. Einfacher: Welches Problem soll damit gelöst werden?

Um in medias res zu gehen: Die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen könnte die Antwort sein auf eine Krise der Kapitalismuskritik.

Knapp erläutert: Seit dem Zusammenbruch des Sozialismus erscheint der Kapitalismus alternativlos. Dadurch ist auch die Kapitalismuskritik in eine Krise geraten. Boltanski/Chiapello haben in ihrem Standardwerk zum „neuen Geist des Kapitalismus“ zwei Traditionen dieser Kritik auseinandergehalten: die „Sozialkritik“, die auf die mangelnde Verteilungsgerechtigkeit abzielte, und die „Künstlerkritik“, die den Mangel an Autonomie in der fordistischen Industriegesellschaft ins Visier nahm. Auf beide Vorwürfe hat der Kapitalismus jedoch reagiert. Die 70er Jahre waren die Zeit der sozialdemokratischen Umverteilung und der Demokratisierung des Wohlstands. In den 80er Jahren hat der Kapitalismus die Sehnsucht nach mehr Selbstbestimmung und Freiheit am Arbeitsplatz in sich aufgenommen. Zwar ging die soziale Absicherung zu Lasten von Freiheit und Selbstbestimmung wie die Deregulierung zu Lasten der sozialen Sicherheit. Doch es hat genügt, um der Kapitalismuskritik den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Die Salon-Gäste zum Thema Grundeinkommen vs. Urheberrecht. Foto: Lilli Iliev (WMDE) [CC BY-SA 4.0]

Die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen ist nun geeignet, beide Formen der Kapitalismuskritik wieder zusammenzuführen. Nur eine ausreichende und bedingungslose soziale Absicherung, so kann argumentiert werden, schafft die Voraussetzung für persönliche Freiheit und Autonomie. Wenn man das zweite wirklich will, braucht man das erste.

Natürlich schließt sich die Frage an, wie das bedingungslose Grundeinkommen finanziert werden soll. Nahezu alle Grundeinkommens-Modelle gehen von Steuerfinanzierung aus. Steuern sind ein Instrument der Reichtumsumverteilung, begründet mit sozialen und Gerechtigkeitserwägungen. Wer ein Grundeinkommen aus Steuern finanzieren will, verargumentiert also einen Anspruch der Gesellschaft auf diese Art von Umverteilung. Er stellt das Leistungsprinzip, zumindest bis zu einem gewissen Grad, in Frage. Er bezweifelt, dass das Verteilungsergebnis des Marktes ein gerechtes ist und fordert eine Korrektur über Steuern. Ein steuerfinanziertes bedingungsloses Grundeinkommen ist nur die denkbare radikalste Form jener Umverteilung, die Steuerpolitik im Kern immer vornimmt.

Damit zurück zu mein-grundeinkommen.de. Michael Bohmeyer geht offenbar von einem ganz anderen Ansatz aus. In seinen eigenen Worten: „Eigentlich wollte ich mich mit dem Geld ausruhen und tatsächlich mal faul sein. Aber stattdessen habe ich einen Schaffensdrang, der mich selbst überrascht. Ich fühle mich frei und sorglos, ich hab den Kopf voller Geschäftsideen, ich engagiere mich ehrenamtlich, kann ein besserer Vater sein und lebe zudem auch noch gesünder.“ Seine Frage nach der Frage, auf die das bedingungslose Grundeinkommen die Antwort sein soll, ließe sich eher so formulieren: Was würde passieren, wenn alle Menschen ein Grundeinkommen bekommen würden? Würden sie alle faul auf dem Sofa liegen? Oder wären sie kreativ, voller Schaffensdrang, engagiert und überhaupt in ihrem ganzen Dasein auf das Wohl der Gemeinschaft orientiert?

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Man könnte ihm eine zynische Antwort geben: Um diese Frage zu beantworten, bedarf es keines Experiments mehr. Es gibt heute schon genügend Leute, die ein bedingungsloses Grundeinkommen erhalten. Nämlich all jene, die nicht zu arbeiten brauchen, weil sie von ihren Kapitalerträgen leben. Sind diese Menschen alle kreativ und leisten zum Nutzen der Gemeinschaft freiwillige Beiträge? Oder schaffen sie eher ihren Reichtum in Steueroasen und treiben in den Großstädten die Mieten in die Höhe?

Aber auch ohne Polemik: Dass es diese happy few gibt, hat offenbar nicht zu einer gesellschaftlichen Veränderung geführt, wie vielleicht auch Bohmeyer sie wünschenswert findet. Eine willkürliche Minderheit von Individuen mit dem Privileg auszustatten, dass sie auf Kosten anderer nicht zu arbeiten brauchen, führt offenbar weder zu einer insgesamt größeren Freiheit für eine Mehrheit der Gesellschaft noch zu einer gerechteren Reichtumsverteilung. Im Gegenteil, es bestätigt vielmehr den status quo, dass manche Menschen frei sind und viel haben, während andere unfrei sind und wenig haben.

Der Ansatz, das mit dem Grundeinkommen einfach mal auszuprobieren, gerät hier an seine Grenzen. Man kann natürlich behaupten, es sei besser als nichts, wenigstens einen Anfang zu wagen. Doch kann man kaum die begrenzte Skalierbarkeit des Projekts eingestehen, ohne dabei seine gesellschaftliche Relevanz in Frage zu stellen. Denn dass es auf Basis freiwilliger Spenden nicht funktionieren wird, ein Grundeinkommen für alle zu finanzieren, steht von vornherein fest. Wenn dies aber nur mit Zwang gelingen kann, also mit einer verpflichteten und auferlegten Reichtumsumverteilung, stellt sich die Frage, wie man eine solche begründen und rechtfertigen will. Dazu macht Bohmeyers Projekt von vornherein keine Aussage.

Man mag da die Achseln zucken. Aber was ist dann der Gradmesser des Erfolgs von Bohmeyers Crowdfunding? Dass möglichst viele Leute freiwillig spenden? Oder geht es darum, am Ende vorweisen zu können, dass xy% der Grundeinkommens-Gewinner nicht nur faul auf dem Sofa liegen, sondern „entrepreneurial spirit“ entwickeln? An dieser Stelle bekommt mein-grundeinkommen.de einen nicht ganz unbedenklichen Spin. Mit dem Grundeinkommen, so soll man glauben, wird es ganz so schlimm, wie seine dümmsten Kritiker behaupten, dann doch nicht kommen. Höchstens eine Minderheit wird faul auf dem Sofa liegen. Die meisten aber werden trotzdem arbeiten oder in anderer Weise zum Nutzen der Gemeinschaft tätig sein, ganz freiwillig.

Das soll wohl beruhigend wirken. Aber was ist mit jenen, die zur Gemeinschaft nichts beitragen wollen, die ihr vielleicht sogar kritisch gegenüberstehen? Es ist auffällig, dass der Nutzen für die Gemeinschaft hier so stark hervorgehoben, in anderen Zusammenhängen sogar nachdrücklich eingefordert wird. Umso nachdrücklicher, könnte man behaupten, je weniger kollektive Substanz in der Gesellschaft tatsächlich noch anzutreffen ist. Freiheit ist aber immer die des Andersdenkenden, also die Freiheit, Nein zu sagen. Und die Gretchenfrage ist am Ende: Ist das Grundeinkommen, um das es hier geht, wirklich ein bedingungsloses, oder ist es nur für die zu haben, die nicht die Hand beißen, die sie füttert?

Es wird freilich nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Die realpolitische Wirkung, die von Michael Bohmeyers Projekt ausgeht, sollte man unabhängig von den grundsätzlichen Einwänden bewerten, die hier erhoben wurden. Vielleicht wäre die Bilanz sogar eine positive. Ganz aber wird sich der Verdacht nicht ausräumen lassen, dass Lotto und Revolution einfach nicht zusammenpassen.

Die nächste Veranstaltung von Das ABC des Freien Wissens findet am Freitag, den 8. Mai, 19 Uhr statt. Thema: “H=Harmonisierung. Welche Urheberrechtsreform bekommen wir aus Brüssel?”

Anmeldung unter salon@wikimedia.de

by Lilli Iliev at May 06, 2015 04:30 PM

May 04, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im April 2015

Die folgende Liste zeigt eine chronologische Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im April. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Festivalsommer, Foto: Markus Felix, CC-BY-SA 3.0

Bereits jetzt im Frühjahr beginnt langsam wieder die Festivalsommer-Saison. Die ersten Uploads aus dem April wurden auf dem Kakival und dem Impericon Festival aufgenommen. Der Festivalsommer ist ein Projekt von freiwilligen Wikipedianerinnen und Wikipedianern, um gezielt freie Bilder von Künstlern und Bands im Musikbereich zu schaffen. Hier der Festivalplan für das ganze Jahr.

Zwischen Berlin und Oder

Auch in diesem Jahr wird sich Marcus Cyron zwischen April und Oktober wieder auf den Weg machen und mit seiner Kamera durch die Landkreise zwischen Berlin und Oder ziehen, um gezielt Lücken bei der Bebilderung der Wikipedia zu schließen. Die Ergebnisse seiner letztjährigen Tour sind hier dokumentiert.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Grupen von Wikipedianern ist über Wikipedia:Lokales zu finden.

4.4. Stammtisch Bautzen

Blick vom Turm des Bieleboh, Foto: Conny, CC-BY-SA 4.0

Am 4. April trafen sich Wikipedianer auf dem Bieleboh, einem Berg im Lausitzer Bergland im östlichen Freistaat Sachsen. Wikimedia Deutschland übernahm die Kosten für die Turmbesteigung und versicherte die Veranstaltung. Einen Bericht gibt es hier zum nachlesen.

10.4. WikiCon Vor-Ort-Orga-Vortreffen

Termin und Ort für die kommende WikiCon stehen fest: Das jährliche Großevent der Community wird vom 18. bis 20 September in Dresden statt finden. Das erste Vor-Ort-Orga-Vortreffen fand nun am 10. April statt. Informationen rund um die WikiCon gibt es in der Wikipedia.

11.4. Lokaler Raum München – Workshop

Die Münchener Wikipedia-Community arbeitet derzeit am Aufbau eines lokalen Raumes für Aktivitäten rund um die Wikimedia Projekte und Freies Wissen. Am 11. April fand dazu ein Vortreffen zur Ausarbeitung von Ideen statt. Zum Protokoll geht es hier entlang.

11.4. Stammtisch Unterfranken

Wikipedianerinnen und Wikipedianer aus der Region Unterfranken, zog es für den 11. April nach Lohr am Main, wo sie das Isolatorenmuseum, das Lohrer Schloss und weitere Sehenswürdigkeiten erkundeten. Ein ausführlicher Bericht mit Bildern ist in der Wikipedia zu finden.

11.4. Tech on Tour in Dresden

Die WMDE-Software-Entwicklung war wieder mit ihrem kleinen Off-Roader zu Tech on Tour unterwegs und machte am 11. April in Dresden Station, um die Community über aktuelle Entwicklungen und den Stand der Dinge bei der Technischen-Wünsche-Liste zu informieren und sich Feedback einzuholen. Statt fand dies zusammen mit dem 98. Dresdner Stammtisch.

19.4. WikiCon-Nachtreffen

Das WikiCon-Nachtreffen fand am 19. April in Fulda statt, um die Erfahrungen der letzten Veranstaltung für das neue Orga-Team aufzubereiten, das den Event in diesem Jahr veranstalten wird.

22.4. Tech on Tour Hamburg

Am 22. April machte Tech on Tour dann Station im Kontor Hamburg. Die Ergebnisse wurden in einem Etherpad festgehalten.

24.4. Fotografie Grundkurs

Viele der ehrenamtlich Aktiven in den Wikimedia-Projekten, möchten gerne qualitativ hochwertige Beiträge leisten, kommen aber nicht aus den entsprechenden Fachbereichen. Die Ziele des Fotografie-Grundkurses waren daher die Vermittlung von Basiswissen zum Umgang mit Fotoausrüstungen und die richtige Einbindung und Bereitstellung der Bilder in den Wikimedia-Projekten.

24.4. Fotoprojekt Carambolage Europameisterschaften

Carambolage EM, Foto: LezFraniak, CC-BY-SA 3.0

Über mehrere Tage hinweg begleiteten LezFraniak und Carambol die Carambolage Europameisterschaften mit einer Fotokamera. Die Bilder stehen auf Wikimedia Commons zur Weiternutzung bereit.

24.4. Photoshop Lightroom Fortgeschrittene 2015

Dieser 2. Lightroom-Workshop richtete sich vor allem an Fotografen, die viele Bilder beitragen und entsprechend viel Zeit in der Aufbereitung der Fotos investieren, damit diese ihre Arbeit effektiver und schneller organisieren können. Die konkreten Themen des Workshops waren die Organisation und Aufbereitung von Bilderbergen, die professionelle Bildbearbeitung und Entwicklung von Fotos und der Erfahrungsaustausch untereinander. (zur Projektseite)

25.4. Coding da Vinci

Grafik von Hermann Struck

Am 25. April fand in Berlin der diesjährige Kulturhackathon Coding da Vinci statt. Im Vorfeld wurden in Zusammenarbeit mit den Institutionen verschiedene sehr interessante Datensets auf Commons übertragen. So zum Beispiel Zeichnungen des Malers Hermann Struck, die vom Jüdischen Museum bereit gestellt wurden, historische Schriften aus dem Verwaltungsinformationszentrums des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf und Scans antiker Stoffmuster der HTW Berlin. Außerdem wurden die bereits vor einiger Zeit zusammen mit der Community auf Commons übertragenen Siegelmarken aus dem Veikkos-Archiv als Datenset für Coding da Vinci präsentiert.

25.4. Fotografieren auf Truppenübungsplatz Oberlausitz

Am 25. April führte die Bundeswehr eine Wanderung auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz durch, wobei auch die Wüstung des früheren Dorfes Tränke begangen wurde, von der noch einige Reste stehen. Da es sich um ansonsten abgesperrtes Gebiet handelt, nutzte der Wikipedia-Autor René Mettke die Gelegenheit um Fotoaufnahmen anzufertigen, die unter freier Lizenz in den entsprechenden Wikipedia-Artikel einfließen werden.

30.4. Stammtisch Bremen

Der Stammtisch des WikProjekts Bremen fand am 30. April statt. Auf der Tagesordnung standen unter die Vorplanung des Stammtisches № 100 des WikiProjekts Bremen und der Sachstand bei BremenpediA & QRpedia.

Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende regelmäßige Community-Termine fanden auch im April wieder mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland statt:

01.04.: Women edit

02.04.: Wikipedia-Sprechstunde Hamburg

07.04.: Bremenpedia vor Ort

10.04.: Offenes Editieren Stuttgart

21.04.: Bremenpedia vor Ort

30.04.: Offenes Editieren Berlin

by Nicolas Rueck at May 04, 2015 01:08 PM

April 30, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Das ABC des Freien Wissens “H=Harmonisierung. Welche Urheberrechtsreform bekommen wir aus Brüssel?”

ABC-Logo. Markus Büsges, leomaria [CC BY-SA 3.0]

Am Freitag, den 8. Mai, 19 Uhr, findet das nächste “ABC des Freien Wissens” statt. Diesmal geht es, passend zum re:publica-Thema “Finding Europe”, um den aktuellen Verhandlungsprozess für ein neues Urheberrecht auf europäischer Ebene.

Immer mehr NGOs und Initiativen wie EDRi, die Free Knowledge Advocacy Group EU oder access versuchen, den politischen Akteuren in Brüssel Wege zu einem zeitgemäßen Urheberrecht aufzuzeigen. Ziel ist eine politische Regulierung, die echte Verbesserungen u.a. für Kultur- und Bildungsprojekte bringt.

Wie stehen aktuell die politischen Chancen, beim Urheberrecht eine echte Wende einzuleiten? Und was weiß Brüssel über die Herausforderungen von Open-Content-Plattformen wie Wikipedia?

Wir laden herzlich ein zum ABC des Freien Wissens:


H=Harmonisierung, Markus Büsges, leomaria [CC-BY-SA-4.0]

 “H=Harmonisierung. Welche Urheberrechtsreform bekommen wir aus Brüssel?”

Freitag, 08. Mai, 19 Uhr
Wikimedia Deutschland e.V.
Tempelhofer Ufer 23-24

Gäste:
Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft (angefragt)
Julia Reda, Europaabgeordnete der Piratenpartei
Dimitar Parvanov Dimitrov, Wikimedian in Brussels, Free Knowledge Advocacy Group EU
Joe McNamee, Geschäftsführer European Digital Rights

Moderation: Matthias Spielkamp, Journalist, iRights.info

Kunst: I’m not afraid of anything! Porträts junger Europäer – Fotografien von Edgar Zippel, siehe auch Flyer zur Ausstellungseröffnung

  • Der Eintritt ist frei. Um unsere Veranstaltungen noch besser zu machen, freuen wir uns über eine Anmeldung unter salon@wikimedia.de
  • Der Salon ist am Veranstaltungstag auf der Website als Livestream abzurufen.
  • Unter #wmdesalon kann mitdiskutiert werden.

by Lilli Iliev at April 30, 2015 02:39 PM

Wikimedia:Woche 16/2015

Hier kommt die 16. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

WMF-Boardwahlen: Heute letze Chance für Kandidaturen und Nominierungen

Im Mai finden Wahlen für das WMF Board of Trustees und das Funds Dissmeniation Committee statt. Bis heute Abend werden noch Kandidaturen und Nominierungen entgegen genommen.

WMF veröffentlicht Unterlagen der vierteljährlichen Review-Meetings Q1/2015

Zu den vierteljährlichen Review-Meetings der Wikimedia Foundation sind die Protokolle und Folien für das 1. Quartal 2015 veröffentlicht worden (englisch):

Community Engagement, Advancement (Fundraising and Fundraising Tech):

Mobile Web, Mobile Apps, Wikipedia Zero:

Parsoid, Services, MediaWiki Core, Tech Ops, Release Engineering, Multimedia, Labs, Engineering Community:

Editing (covering VisualEditor), Collaboration (covering Flow), Language Engineering:

Legal, Finance, Talent & Culture (HR), Communications:

Analytics, User Experience, Team Practices, Product Management

4. Telefonkonferenz des Präsidiums

Kurz vor der Mitgliederversammlung hat das Präsidium von Wikimedia Deutschland am 16. April seine 4. Telefonkonferenz abgehalten, das Protokoll kann ab sofort im Forum eingesehen werden. Die nächste Telefonkonferenz wird am Mittwoch, den 13. Mai stattfinden.

Präsidium fasst Umlaufbeschlüsse

Das Präsidium von Wikimedia Deutschland hat im April zwei Umlaufbeschlüsse gefasst: Im ersten Beschluss wurde der Jahresabschluss der Wikimedia Fördergesellschaft genehmigt. Mit dem zweiten Beschluss wurde die Einrichtung einer Suchkommission für die vakante Bereichsleitungsstelle Ideenförderung beschlossen.

Pavel Richter wird neuer Geschäftsführer der OKFN

Der ehemalige Vorstand von Wikimedia Deutschland Pavel Richter wird Geschäftsführer der Open Knowledge Foundation.

Projekte und Initiativen

WLE 2015 in den Startlöchern

Am 1. Mai beginnt der Fotowettbewerb Wiki Loves Earth (WLE) und wird bis zum 31. Mai 2015 laufen. WLE ist ein von freiwilligen Autoreninnen und Mitarbeitern der Wikipedia und Wikimedia organisierter Fotowettbewerb rund um Naturschutzgebiete, Geotope, Naturdenkmäler usw..

Wikimania: 104 Stipendien vergeben

104 Stipendien wurden für die Reise zur Wikimania in Mexiko City vergeben, 13 davon werden von Wikimedia Deutschland finanziert.

Besuch in Brüssel

Federico Leva von Wikimedia Italia berichtetet über einen Besuch im Europaparlament.

Coding da Vinci 2015 gestartet

Letztes Wochenende kamen knapp 200 Menschen zum Kick-off des Kultur-Hackathons Coding da Vinci in die Räume von Wikimedia Deutschland in Berlin. 33 Kulturinstitutionen stellten über doppelt so viele Kulturdatensätze wie im letzten Jahr unter freier Lizenz zur Verfügung. Nun werden daraus zehn Wochen lang Projekte, Apps, Spiele und Anwendungen entwickelt.

Studie zum Aufbau und Betrieb von OER-Infrastrukturen in der Bildung

In einem von April bis Oktober 2015 laufenden Drittmittelprojekt, werden das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen eine bildungsbereichsübergreifende Machbarkeitsstudie zum Aufbau und Betrieb von OER-Infrastrukturen in der Bildung durchführen. Speziell der Bedarf an technischen und organisatorischen Anforderungen sowie eine Kosteneinschätzung für OER-Repositorien sollen untersucht werden.

Rückblick: Open Education Global Conference 2015

Vom 22. bis 24. April fand in Banff, Alberta, Kanada die Open Education Global Conference 2015 unter dem Leitthema „Entrepreneurship and Innovation“ statt. Die jährliche Konferenz bietet der weltweit angesiedelten Open Education Community eine Plattform zum Austausch und zur Vernetzung.

Rückblick: OER-Konferenz 2015

Am 14. und 15. April fand in Cardiff, Wales, die jährliche Open Education Conference statt. Die OER15 wurde unter dem Motto „Mainstreaming Open Education“ ausgerichtet.

Presse und Websites

Interview mit Allan Warren

Die Wikimedia Foundation veröffentlichte ein Interview mit dem britischen Star-Fotografen Allan Warren, der seit 2010 seine Bilder auf Commons stellt.

Kölner OB-Kandidat stellte Löschantrag auf Artikel von Konkurrentin

Der OB-Kandidat Hendrick Rottmann stellte in der deutschsprachigen Wikipedia einen Löschantrag auf den Wikipedia-Artikel seiner Konkurrentin Henriette Reker, nachdem der Artikel über ihn gelöscht worden war.

Termine

Das ABC des Freien Wissens

Am Freitag, den 8. Mai, 19:00 Uhr, findet bei Wikimedia Deutschland in Berlin die 8. Ausgabe von „Das ABC des Freien Wissens“ statt. Unter dem Titel „H=Harmonisierung. Welche Urheberrechtsreform bekommen wir aus Brüssel?“ wird diskutiert, wie die politischen Chancen für eine echte Urheberrechtswende in Brüssel stehen.

Gäste: Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft (angefragt), Julia Reda, Europaabgeordnete der Piratenpartei, Dimitar Parvanov Dimitrov, Wikimedian in Brussels, Free Knowledge Advocacy Group EU, Joe McNamee, Geschäftsführer European Digital Rights. Moderation: Matthias Spielkamp, Journalist. Herzliche Einladung an alle!

Tech on Tour in Berlin und Stuttgart

Tech on Tour geht in die letzte Runde: Am Dienstag, den 5. Mai um 19 Uhr in Berlin und am Freitag, den 8. Mai um 17 Uhr in Stuttgart gibt es noch Gelegenheit, rund um technische Wünsche und technische Unterstützung von Community-Projekten ins Gespräch zu kommen. Zu den Diskussionen mit Birgit Müller sind Interessierte aus allen Wikimedia-Projekten herzlich eingeladen.

Podiumsdiskussion: Open Educational Resources in Hochschule und Weiterbildung

Am Vorabend der re:publica, am 4. Mai, 19 bis 21 Uhr, werden die Ergebnisse der zwei neuen OER White Paper zu Hochschule und Weiterbildung in einer Podiumsdiskussion präsentiert und diskutiert. Die Veranstaltung wird als Livestream abrufbar sein. Unter dem Hashtag #OERde kann auf Twitter mit diskutiert werden.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at April 30, 2015 01:39 PM

April 28, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

“Beschränkt euch nicht, denkt nach vorne!” – Coding da Vinci 2015 startet fulminant

Großer Andrang beim Kick-off zu Coding da Vinci 2015. Foto: Heiko Marquardt [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

Der Veranstaltungssaal bei Wikimedia Deutschland am Tempelhofer Ufer platzte mit knapp 200 Gästen buchstäblich aus allen Nähten. Die Begrüßung wurde in einen weiteren Raum übertragen, durch die Seitentüren reckten sich Köpfe, um das Grußwort von Kulturstaatssekretär Tim Renner zu hören und vielleicht sogar einen Blick zu erhaschen.

Die zweite Runde des Kultur-Hackathons Coding da Vinci, der 2014 von Wikimedia Deutschland, der Deutschen Digitalen Bibliothek, der Servicestelle Digitalisierung und der Open Knowledge Foundation Deutschland ins Leben gerufen wurde, lockte am vergangenen Wochenende nicht nur Programmiererinnen und Programmierer zu Wikimedia, die Ideen für offene Kulturdaten entwickeln möchten, sondern auch mehr als doppelt so viele Kulturinstitutionen, die ihre Datensätze unter freier Lizenz zur Verfügung stellen, als im letzten Jahr.

 

“Digital ist besser” – Auch für Kulturinstitutionen

Kulturstaatssekretär Tim Renner eröffnet Coding da Vinci. Foto: Heiko Marquardt [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

Tim Renner (u.a. Autor “Digital ist besser”) eröffnete den Kick-off mit Verweis auf die hitzige Debatte um die kommende Intendanz des Tate Gallery-Direktors Chris Dercon an der Berliner Volksbühne. Die Befürchtungen, dass eine Frischzellenkur (Renner kündigte eine digitale Bühne für Berlin an) die Theaterbastion zur Eventbude verflachen lassen könnte, verglich er implizit mit den Vorbehalten gegen die digitale Erschließung des Kulturguts, das in unzähligen Archiven und Depots vor sich hinschlummert.
Genauso, wie es Zeit für die Erneuerung des Theaters sei, brauche die gesamte Kulturlandschaft mehr Bewusstsein für die vernetzte Gesellschaft, in die sie zunehmend eingebettet ist. Die Potenziale des Digitalen müssten mitgedacht und mitgemacht werden, im Theater, in den Museen, Archiven und Bibliotheken. Wie gut, dass Coding da Vinci genau das befördern möchte.

 

 

Datenschätzen spielerisch neue Ideen einhauchen

Kulturinstitutionen aus ganz Deutschland stellen hier Datensätze unter freier Lizenz zur Verfügung, die von Codern, Geisteswissenschaftlerinnen, Historikern, anderen Kulturinstitutionen – potenziell allen – genutzt, weiterentwickelt, mit anderen Daten kombiniert werden können. So entstehen faszinierende Beispiele dafür, was auch für das eigene Haus möglich wäre, wenn das digitalisierte Kulturgut für neue Ideen geöffnet wird. Die Ergebnisse sprechen für sich. (Hier die Gewinner-Projekte aus dem letzten Jahr).
“Beschränkt euch nicht, denkt nach vorne!”, befeuerte Renner die Aufbruchstimmung zum Start des Programmierwettbewerbs. Und das sollte nun wirklich kein Problem sein. Wenige Stunden später waren bereits die ersten Projektideen auf dem Coding da Vinci-Hackdash, einem digitalen schwarzen Brett, eingetragen.

Schlange stehen für offene Kulturdaten – One Minute Madness

Bei der Daten-“One-Minute-Madness” stellte am Vormittag jede Kulturinstitution in einer Minute(!) ihre Datensätze vor – und hoffte dann auf das Interesse der Teilnehmenden, gemeinsam etwas aus den Daten zu entwickeln. Wie auf einer Speisekarte konnte man sich im Anschluss an diese Datenpitches aussuchen, welche Kulturdaten man besonders interessant findet und mehr wissen möchte. Sollen es die Stoffmuster der HTW sein, die Patente aus dem 19. Jahrhundert des Landesarchivs Baden-Württemberg, Maya-Handschriften der Slub Dresden oder doch die Plakatmotive des Grips-Theaters? In vertiefenden Workshops haben die Teilnehmenden dann Näheres zu den technischen Details und Schnittstellen der Datensätze von Experten aus den jeweiligen Institutionen erfahren. Ein Pfiff – nach 15 Minuten musste zur nächsten Station gewechselt werden. Daneben zeigte eine ganze Wand Plakate, auf denen man sich die  Datensätze in Galerieansicht anschauen und sich so schnell ein visuelles Bild der Datenschätze machen konnte.

 

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Wikidata bietet offene Datenbestände und viele Möglichkeiten

Am zweiten Tag gab es die Auswahl zwischen verschiedenen Workshops, die etwa Beratung für Fördermöglichkeiten von Projektideen anboten oder die API der Deutschen Digitalen Bibliothek erklärten. Das Wikidata-Team von Wikimedia Deutschland informierte über die Möglichkeiten, mittels API strukturierte Daten von Wikidata abzufragen. Diese Daten können dann mit bestehenden Kulturdatensätzen kombiniert werden – ein riesiges Potenzial für die Dimension der Anwendungen, die aus freien Kulturdaten entstehen können. Wer mehr über die Möglichkeiten des Datenzugriffs  erfahren will, kann sich auf dieser Seite informieren.

“Wir haben Bestände unter freie Lizenz gestellt, um bei Coding da Vinci mitmachen zu können.”

Das große Interesse und die anregende Stimmung, die sich wie im letzten Jahr sofort verbreitete, brachte beide Seiten, Kulturinstitutionen und Kreative, an den zwei Tagen wie von selbst zueinander, und darüber hinaus. “Um bei Coding da Vinci mitmachen zu können, haben wir unsere Bestände unter CC-BY-4.0 gestellt”, verriet ein wissenschaftlicher Mitarbeiter einer der Institutionen am Rande. Nun haben die Teilnehmenden 10 Wochen Zeit, an den schon angefangenen Projekten zu arbeiten oder neue zu entwickeln. Am 5. Juli werden die Ergebnisse im Jüdischen Museum präsentiert und von einer Jury in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet. Wir sind sehr gespannt, welche Apps, Spiele oder Anwendungen entstehen!

 

Webseite von Coding da Vinci – Der Kulturhackathon

Alle Fotos vom Kick Off Coding da Vinci 2015 auf Commons

Hackdash der Projektideen

by Lilli Iliev at April 28, 2015 11:24 AM

April 27, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wie lernen wir in der Stadt der Zukunft? Barcamp “Open City, Open Knowledge, Open Community” am 29. & 30. Mai 2015

Ende Mai findet im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2015 – Zukunftsstadt in Berlin das Barcamp „Open City, Open Knowledge, Open Community“ statt. Was letztendlich auf der Tagesordnung steht, bestimmen die Teilnehmenden selbst!

Gleiche Bildung für alle! In der digitalen Gesellschaft lassen sich stets neue Möglichkeiten, Ansätze und Formen für eine Annäherung an diesen Grundsatz finden. Wie aber werden der Wissenstransfer und der Zugang zu Bildung in der Stadt der Zukunft gestaltet sein? Welche Rolle spielen dabei die Sammlung und Verbreitung freier Inhalte? Und wo liegen die Gefahren und Grenzen?

Berlin = Open City?, Bild von Wissenschaft im Dialog

Diese und mehr Fragen stehen im Zentrum des Barcamps “Open City, Open Knowledge, Open Community“, das am 29. & 30.05.2015 in den Räumlichkeiten von Wikimedia Deutschland stattfindet. Das Barcamp ist Teil der Diskussionsreihe Wissenschaft kontrovers, und wird organisiert von Wissenschaft im Dialog in Kooperation mit Wikimedia Deutschland.

  • Datum und Uhrzeit: 29.05.2015 (13 – 18 Uhr) &  30.05.2015 (10 – 18 Uhr)
  • Veranstaltungsort: Wikimedia Deutschland,Tempelhofer Ufer 23-24,10963 Berlin

Die Teilnahme ist kostenfrei.

by Christopher Schwarzkopf at April 27, 2015 07:03 AM

April 23, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 15/2015

Hier kommt die 15. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Das Engineering-Team der WMF baut um

Lila Tretikov hat über die Wikimedia-l-Mailingliste eine größere Umstrukturierung des Engineering-Teams der Wikimedia Foundation bekannt gegeben.

Wikimedia User Groups

Bis zum 1. Mai bittet das Affiliations Committee um Kommentare zur Anerkennung und zu Vereinbarungen mit Wikimedia User Groups.

Wahlen der Wikimedia Foundation

Kandidaturen für den Mittelverteilungsausschuss FDC und für das Kuratorium der Wikimedia Foundation können veröffentlicht werden. Möglich sind eigene Kandidaturen sowie Nominierungen geeigneter Kandidaten und Kandidatinnen. Die Communities haben dann im Mai die Chance, durch Teilnahme an den Wahlen die Zukunft des Movements mitzugestalten.

Mitgliederversammlung von WMDE fand in Köln statt

Am vergangenen Samstag fand in Köln die 16. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Auf der Tagesordnung standen unter anderem verschiedene Berichte von Präsidium, Vorstand und Kassenprüfern.

Protokoll der 3. Präsidiumssitzung veröffentlicht

Im Vereinsforum von Wikimedia Deutschland wurde das Protokoll der 3. Präsidiumssitzung veröffentlicht. Hauptthemen der Sitzung waren die Beratung der Anträge an die 16. Mitgliederversammlung und eine Aussprache zum Governance Review.

WMDE-Imapct-Report in deutscher Sprache

Nach der englischen Version wurde der Impact-Report 2014 von Wikimedia Deutschland nun auch in deutscher Sprache veröffentlicht.

Projekte und Initiativen

Europeana setzt auf sehr enge Zusammenarbeit mit Wikidata

Freies Wissen und Wissenschaft

Im 1. Teil der Beitragsreihe „Freies Wissen und Wissenschaft“ schreibt Christopher Schwarzkopf über „Die Digitalisierung des Forschungsalltags“ und stellt den kürzlich von der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) veröffentlichten Bericht „Science 2.0 – Mapping European Perspectives“ vor.

Neue Google-Community zu OER

Seit März gibt es das „OER-TrainerNetz“ (#OERTN) von Hedwig Seipel – eine offene Gruppe für Trainer und Trainerinnen, Dozierende, Tutoren und Tutorinnen, Seminarleitende und andere Lehrende in der Weiterbildung. Interessierte können sich über OER austauschen, informieren und diskutieren oder aber an der Entwicklung, Erstellung und Verbreitung von OER in der Weiterbildung arbeiten.

Evaluation Reports zu WLM und anderen Fotoprojekten

Das Learning and Evaluation team befasst sich auf Meta mit den Evaluations Reports 2015 zu Wiki Loves Monuments und anderen Fotoprojekten und läd zur Diskussion über die weiteren Schritte ein.

Was ist eigentlich Mapping OER?

Alles rund um das neue Vorhaben von Wikimedia Deutschland mit dem Titel „Mapping OER – Bildungsmaterialien gemeinsam gestalten“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, erklärt nun ein Blogbeitrag.

Diskussion

Fachgespräch des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung

Am 21. April fand im Deutschen Bundestag ein öffentliches Fachgespräch des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung zum Thema „Digitale Bildung und Medienkompetenz“ statt.

Presse und Websites

Angebliche Sockenpuppe des Generalsekretärs der britischen Konservativen gesperrt

Der Guardian berichtete, dass während dem Wahlkampf im Vereinigten Königreich eine von dem Generalsekretär der britischen Konservativen, Grant Sapps authorisierte Sockenpuppe im Einsatz war, mit der Artikel in der englischsprachigen Wikipedia bearbeitet worden seien. Der Account wurde mittlerweile gesperrt. Shapps kündigte die Prüfung rechtlicher Schritte gegen den Bericht des Guardian an. Der Telegraph bezeichnet indes den Wikipedianer und WMUK-Angestellten Richard Symonds als “Liberal Democrat activist”. Es ist Wahlkampf in UK.

BVG ruft Schlaumeier auf, Wikipedia-Wissen weiterzugeben

In der aktuellen Kampagne #weilwirdichlieben der Verkehrsbetriebe der international bekannten Stadt Berlin ruft die BVG dazu auf, mit Wikipedia-Wissen über Namensgeberinnen und Namensgeber von U-Bahnstationen anzugeben. <3

Termine

Coding da Vinci: Erste Datensets auf Commons

Der Kultur-Hackathon Coding da Vinci findet am 25./26. April in Berlin statt. Einige neue Datensets sind bereits auf Commons zu finden. Darunter historische Stoffmuster der HTW Berlin, Zeichnungen des jüdischen Malers Hermann Struck und Schriften des Charlottenburger Pfarrers Johann Dressel aus dem 18. Jahrhundert.

Online-Kurs zu Open Educational Resources (COER)

Vom 11. Mai bis 21. Juni findet der nächste Online-Kurs zu Open Educational Resources (COER) statt: „Ziel des Kurses ist es, einen umfassenden Überblick über Theorie und Praxis von OER zu bieten und dies in Form der weiterhin bestehenden Seiten immer noch zu tun. Dies umfasst sowohl grundlegende Informationen zu OER und bestehenden Initiativen als auch praxisrelevante Informationen für Lehrende und Lernende, die OER nutzen oder produzieren wollen. Dabei wird durch viele konkrete Beispiele und Hinweise erfahrener Praktiker immer der Bezug zur Praxis gewährleistet.“


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt dort eingetragen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/N%C3%A4chste_Woche

Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at April 23, 2015 02:16 PM

Open Educational Resources für Deutschland voranbringen – Zum Projektstart von “Mapping OER – Bildungsmaterialien gemeinsam gestalten”.

Mit “Mapping OER – Bildungsmaterialien gemeinsam gestalten” startet Wikimedia Deutschland bis Februar 2016 ein Modellprojekt zur “Vermessung” von Open Educational Resources (OER) in Deutschland. Gefördert wird unser Vorhaben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderprogramms Digitale Medien in der beruflichen Bildung, dem im November von der Bundesregierung zusätzlich zwei Millionen Euro mit thematischem Bezug zu OER zugewiesen wurden. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten und Interessierten gehen wir zentrale Themen an, die bislang zu OER immer wieder offene Fragen aufwerfen: Qualitätssicherung, Qualifizierungsmodelle von MultiplikatorInnen, Geschäftsmodelle und die Frage nach Lizenzen und Rechtsicherheit. Dabei geht es nicht darum, Grenzen zu ziehen, sondern Räume zu öffnen, Stolpersteine und Herausforderungen zu identifizieren und Lösungswege aufzuzeigen – praxisnah und partizipativ.

Logo OER, by Markus Büsges (leomaria design) für Wikimedia Deutschland e. V., CC-BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons.

Wikimedia Deutschland engagiert sich seit 2013 systematisch für das Thema der freien Lehr- und Lernmaterialien, denn sie bedeuten neue Möglichkeiten für den freien Zugang zu Bildung. In den letzten Jahren hat es international erste Gehversuche mit OER gegeben, und auch in Deutschland widmeten sich einzelne Aktive oder Gruppen dem Thema. Was der entstehenden OER-Community in Deutschland jedoch lange Zeit fehlte, waren Möglichkeiten, sich persönlich auszutauschen und zu vernetzen. Mit diesem Ziel organisierte Wikimedia Deutschland 2013 in Berlin die erste deutsche OER-Konferenz unter der Schirmherrschaft der deutschen UNESCO-Kommission mit rund 300 Interessierten. Die Konferenz im Folgejahr erhielt das Motto “Die Zukunft freier Bildungsmaterialien”. Damit wurde der Aspekt der Vernetzung bewusst um kritische Bestandsaufnahmen ergänzt. Auf der OER-Konferenz 2014 diskutierten Lehrende aus Schule, Wissenschaft, Verlagsvertretende, Gewerkschaften sowie Netzaktivisten mit offenem Visier über Erfahrungen, Potentiale, Perspektiven und Stolpersteine für OER in Deutschland. Die Agenda umfasste Bildungspolitik, Geschäftsmodelle und Einblicke in die Erfahrungen anderer Länder – auch politische Entscheidungsträger nahmen teil.

Dialogorientiert und praxisnah

Das Projekt Mapping OER ermöglicht, den Weg zur Erkundung und Vermessung freier Lehr- und Lernmaterialien konsequent weiterzugehen. Grobe Orientierung im bildungspolitischen Deutschland ist mittlerweile gegeben, aber trotz erfolgreicher Konferenzen, vieler guter Initiativen und thematischer Plattformen ist das Thema für die Praxis noch nicht klar kartographiert. Die gemeinsame Bund-Länder Arbeitsgruppe zum Thema OER hat in ihrem Ergebnisbericht festgestellt, dass einige grundlegende Fragen zum Thema nach wie vor offen sind. Der Bericht der Arbeitsgruppe beleuchtet die positiven Wirkungsmöglichkeiten von OER, wie zum Beispiel individuellere Lernsettings oder eine aktivere Gestaltung des Unterrichts hinsichtlich der gemeinsamen Erstellung von Materialien. Zugleich wird aber auch auf praktische Herausforderungen wie rechtliche Unsicherheiten und Fragen der Qualitätssicherung hingewiesen.

Genau hier setzt Mapping OER an: Gestützt von einer dialogorientierten und partizipativen Herangehensweise werden sich Bildungsexpertinnen und Bildungsexperten und andere Anspruchsgruppen den aufgeworfenen Themen widmen und Lösungsansätze und Perspektiven erarbeiten.

In verschiedenen Settings werden dazu Dialoge zu den identifizierten Schwerpunktthemen eröffnet: Wie kann und muss die Qualitätssicherung für freie Bildungsmaterialien vorangetrieben werden? Wie müssen Qualifizierungsmodelle für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren gestaltet sein, damit sie den Bedürfnissen und Anforderungen der Zielgruppe gerecht werden? Welche Geschäftsmodelle sind für OER in Deutschland denkbar? Welche Aspekte müssen für OER beachtet werden, um Rechtssicherheit zu schaffen und welche Lizenzen eignen sich hierfür? Unter Einbeziehung dieser Fragen werden auch technische Voraussetzungen, Bildungsübergänge und bestehende Best Practices beleuchtet.

Auf zur Vermessung freier Lehr- und Lernmaterialien, Bild von Picography, CC0 via Pixabay

Das Vorgehen im Projekt Mapping OER ist in drei Phasen unterteilt: Die Analysephase zu Beginn des Projekts erfasst den Ist-Stand zu freien Lern- und Lehrmaterialien in Deutschland und identifiziert die relevanten Anspruchsgruppen für das Projekt. Um eine hohe und langfristige Akzeptanz in der OER-Gemeinschaft (wie bei potentiellen NutzerInnen, EntscheiderInnen aus Politik und Gesellschaft und auch in der Verwaltung) zu erreichen, ist es hier besonders wichtig, auch weniger offensichtliche Akteure zu identifizieren und zu erreichen.

In der darauf folgenden Dialogphase werden die Analyseergebnisse im Hinblick auf die identifizierten Schwerpunktthemen geöffnet und bearbeitet. In Gesprächsrunden, Interviews und Arbeitstreffen werden Fragen zu den Themen diskutiert und erste Lösungsansätze erarbeitet. Zentraler Anlaufpunkt für die Ergebnisse ist die Projektwebseite, die den gesamten Verlauf des Projekts sichtbar macht und damit OER-Interessierten ermöglicht, sich an der Diskussion – im Sinne des offenen Dialogs – zu beteiligen und die Ergebnisse weiter zu nutzen.

Die Ergebnisse der ersten zwei Phasen werden Anfang 2016 in der Synthesephase systematisch zusammengefügt. Einen größeren Rahmen für Diskussion und Präsentation der Resultate wird dazu eine abschließende Fachtagung bieten. Abschließend wird ein Praxisrahmen (Ende Februar 2016) erarbeitet. Dieser führt die Ergebnisse und Diskussionen zusammen, benennt Stolpersteine und Lösungsansätze und gibt konkrete Ansatzpunkte, um Perspektiven für OER in Deutschland aufzuzeigen.

Gemeinsam mit den Beteiligten möchte Wikimedia Deutschland mit diesem Projekt freie Lehr- und Lernmaterialien in Deutschland weiterbringen. Um langfristig ein Fundament für OER in der Bildung aufzubauen, möchten wir alle Interessierten herzlich einladen uns dabei zu begleiten. Fragen zum Projekt können gern per E-Mail an uns gerichtet werden.

by Valentin Muenscher at April 23, 2015 01:24 PM

April 20, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Freies Wissen und Wissenschaft (Teil 01): Science 2.0 – Die Digitalisierung des Forschungsalltags

Open Access, Citizen Science, Open Research Data – Die Öffnung der Wissenschaft schreitet voran. Immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich im Rahmen ihrer Arbeit mit freien Lizenzen und kollaborativen Arbeitsweisen. Sie machen ihre Forschungsergebnisse und -daten frei zugänglich, damit sie von möglichst vielen Menschen verwendet und nachgenutzt werden können oder beteiligen Bürgerinnen und Bürger direkt am Forschungsprozess. An dieser Stelle werden wir regelmäßig  Beiträge rund um das Thema Freies Wissen und Wissenschaft veröffentlichen.
Zum Auftakt dieser Reihe sprachen wir mit Prof. Dr. Klaus Tochtermann vom Leibniz-Forschungsverbund”Science 2.0″, in dem Wikimedia Deutschland Mitglied ist.

 


Science 2.0 – Mapping European Perspectives (auf das Bild klicken, um den Bericht herunterzuladen)

Kürzlich hat die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) den Bericht “Science 2.0 – Mapping European Perspectives” veröffentlicht. Darin werden 26 Positionspapiere wissenschaftlicher Organisationen untersucht, die die Europäische Kommission im Rahmen eines offenen Konsultationsprozesses zum Thema Science 2.0 in Europa veröffentlicht hat. Das Fazit des Berichts: Es gibt in der Europäischen Union kein einheitliches Verständnis des Begriffes  Science 2.0. Welche verschiedenen Sichtweisen gibt es? Und ist ein einheitliches Verständnis zwingend notwendig?

Prof. Tochtermann: Ganz gleich, welchen Begriff man verwendet, es geht immer um die Chancen und Risiken der Digitalisierung der Wissenschaft. In Abhängigkeit des Schwerpunktes, den eine Forschungsgruppe setzt, wird mal von Science 2.0 und mal von Open Science gesprochen; dies sind die beiden dominierenden Begriffe für dieses Thema. Die Gruppe, die den Begriff Science 2.0 verwendet, setzt einen inhaltlichen Schwerpunkt auf partizipatorische Aspekte, die durch die Digitalisierung der Wissenschaft möglich werden. Beispielsweise geht es darum, zu untersuchen, welche Rolle soziale Medien in der Wissenschaft spielen. Demgegenüber konzentrieren sich die Forschungsaktivitäten im Umfeld Open Science auf die Frage, welche Auswirkung die Öffnung von Wissenschaft und wissenschaftlichen Ergebnissen hat. Hier spielen also Themen wie Open Data und Open Access eine große Rolle.
Ich möchte noch kurz das Verhältnis zwischen Science 2.0 und Open Science darstellen: Science 2.0 muss nicht notwendiger Weise „open“ sein. So können sich z. B. Forschungsgruppen in einem sozialen Medium zu einer geschlossenen Gruppe zusammenschließen und erzielte Ergebnisse lizenziert veröffentlichen. Umgekehrt kann Science 2.0 Open Science unterstützen, etwa indem es Werkzeuge zur offenen Zusammenarbeit bereitstellt, wie etwa wissenschaftliche Wikis oder Blogs. Ich glaube also nicht, dass ein einheitliches Verständnis zwingend notwendig ist. Denn das Ziel ist klar, es geht um die Förderung der Digitalisierung der Wissenschaft, und dies mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen.

 

Welche thematischen Handlungsfelder sind für die Wissenschaft am wichtigsten und wo erhoffen Sie sich politisches Handeln?

Prof. Tochtermann: Hier möchte ich drei Handlungsfelder aufzeigen:

  1. Die ganze Science 2.0-Bewegung ist sehr stark „bottom-up“ getrieben. Das heißt, die Forschenden haben sich selbst organisiert und für sich selbst neue Wege der Zusammenarbeit erschlossen. Dieser Charakter muss unbedingt erhalten bleiben und darf nicht durch politische Maßnahmen unterlaufen werden.
  2. In unserem wissenschaftlichen Anerkennungssystem werden noch viel zu wenig alternative Bewertungskriterien eingesetzt. Ein guter Anfang wird etwa schon damit gemacht, dass Open Access-Strategien, etwa die des Landes Schleswig-Holstein, fordern, auch Open Access-Veröffentlichungen bei der Rekrutierung von wissenschaftlichem Personal zu berücksichtigen. Dies sollte noch ausgeweitet werden, sodass auch Engagement in sozialen Medien, natürlich immer mit Bezug zur eigenen Forschung, als Bewertungskriterium herangezogen wird.
  3. Nahezu alle bedeutenden Dienste im Social Web werden in den USA und zumeist von privatwirtschaftlichen Unternehmen betrieben. Dies führt unweigerlich zu Rechtsunsicherheiten, etwa wenn ein Projektantrag mit personenbezogenen Daten wie einem Lebenslauf eines Wissenschaftlers oder einer Wissenschaftlerin über einen solchen Dienst gemeinsam bearbeitet wird. Da die Server meist ebenfalls in den USA stehen, wird wegen der Weitergabe personenbezogener Daten an ein amerikanisches Unternehmen deutsches Datenschutzrecht verletzt. Wir müssen hier Rahmenbedingungen schaffen, die den Forschenden Rechtssicherheit garantieren. Unabhängig davon stellt sich die Frage, was passiert, wenn ein von Forschenden intensiv genutzter Dienst im sozialen Web aus wirtschaftlichen Gründen einfach abgestellt oder signifikant verändert wird.

 

Wikipedia und Wikidata sind zwei Projekte, durch die Freies Wissen gemeinsam erstellt wird. Wichtig für unser Verständnis von Freiem Wissen ist neben freiem Zugang auch die rechtliche Nachnutzbarkeit und Weiterverarbeitung von Inhalten. Inwiefern spielt dies für Science 2.0 zukünftig eine Rolle?

Prof. Tochtermann: Science 2.0 legt seinen Schwerpunkt auf neue Möglichkeiten zur Partizipation im Forschungsalltag. Dies wiederum kann dann besonders gut erreicht werden, wenn die eigenen Erkenntnisse zur Nachnutzung und/oder Weiterverarbeitung offen verfügbar gemacht werden. Insofern unterstützen wir mit unseren Aktivitäten diesen Ansatz ausdrücklich.


Bild von Sven Wied, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Prof. Dr. Klaus Tochtermann ist Professor am Institut für Informatik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sowie Direktor der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz Informationszentrum Wirtschaft (ZBW). Auf seine Initiative wurde im Jahr 2012 der Leibniz-Forschungsverbund “Science 2.0″ ins Leben gerufen, der die Auswirkungen der Digitalisierung und insbesondere des Social Web auf wissenschaftliche Forschungs- und Publikationsprozesse untersucht. Wikimedia Deutschland ist einer von 37 Partnern im Verbund.

 

 

 

by Christopher Schwarzkopf at April 20, 2015 07:12 AM

April 18, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Kurzer Rückblick auf die 16. Mitgliederversammlung von WMDE

Am heutigen Samstag fand die 16. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Die halbjährliche Veranstaltung wird abwechselnd in Berlin und einer anderen Stadt organisiert: Dieses Mal machten die Mitglieder Station im MediaPark Köln, wo im vergangenen Herbst bereits die WikiConvention 2014 gastierte.

Foto: Michael Jahn, CC-BY-SA 4.0

Auf der Tagesordnung standen unter anderem verschiedene Berichte von Präsidium, Vorstand und Kassenprüfern. Auch die Übergangskommission rekapitulierte ihre Arbeit an der erfolgreich abgeschlossenen Vorstandssuche: Christian Rickerts, der ab Mai die Aufgabe der Geschäftsführung übernehmen wird, kam ebenfalls nach Köln, um sich den Mitgliedern vorzustellen. Er wurde herzlich empfangen und beantwortete erste Fragen. Das Präsidium dankte in diesem Zusammenhang sowohl der Übergangskommission als auch Jan Engelmann, der in den vergangenen acht Monaten die Geschäfte als Interimvorstand verantwortet hat.

In Köln wurde auch gewählt. Für die AG Partizipation kandidierten vier Mitglieder, und alle vier wurden gewählt: Corinna Funke, Robin Krahl, Dirk Franke und Sebastian Moleski. (Für genaue Abstimmungsergebnisse sei hier auf das in Kürze erscheinende offizielle Protokoll der Mitgliederversammlung verwiesen.)

Herzlichen Glückwunsch an die Gewählten und für die ersten Schritte der AG Partizipation!

Weitere ausgewählte Punkte aus dem Versammlungsverlauf: Der im November 2014 vorläufig beschlossene Jahresplan 2015 wurde nun in Köln endgültig beschlossen, ebenso wurden die beiden zur Abstimmung gestellten Anträge auf Satzungsänderung angenommen. Letztere betreffen die Verlängerung der Amtszeit der ehrenamtlichen Kassenprüfer von einem auf zwei Jahre, außerdem eine Klarstellung zu Fernwahlen.

Details zu diesen Punkten und allen Anträgen werden wie oben erwähnt im offiziellen Protokoll nachlesbar sein.

by Michael Jahn at April 18, 2015 04:08 PM

April 16, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Warum Kaffeetrinken eine sinnvolle Arbeit sein kan

Eindrücke von der GLAM Konferenz in Den Haag vom 10. bis 12. April 2015

In a nutshell at the end.

Letztes Wochenende war ich für Wikimedia auf Reisen. Am Freitag und Samstag war ich eingeladen, im Rahmen der GLAM Wiki Con  an zwei Sessions teilzunehmen. Im internationalen Kontext fasst man die Zusammenarbeit im Netz mit Kultur- und Gedächtniseinrichtungen unter dem Akronym GLAM, für Galleries, Libraries, Archives & Museums, zusammen. Die GLAM Wiki Con war demnach eine internationale Konferenz in Den Haag zur Zusammenarbeit der Wikimedia-Bewegung mit Kultur- und Gedächtnisinstitutionen, ausgerichtet von Wikimedia Nederlands.

Aus der ganzen Welt kamen Menschen zusammen, die sich über ihre Erfahrungen in der GLAM-Arbeit austauschen wollten. Venus Lui aus Hong Kong, Liang Shang Kuan aus Taiwan, Whiteghost.ink aus Australia oder Jaime Amstee aus San Francisco hatten vermutlich den weitesten Anreiseweg. Aber auch aus Afrika, Indien und natürlich aus Europa waren sie gekommen, um sich in Workshops und Podiumsdiskussionen gegenseitig zu informieren und um zu lernen. Das Programm der drei Tage war entsprechend dicht und reichhaltig.

Alle sind sie da! Foto von Ziko van Dijk (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

 

Was nehme ich mit nach Hause?

In der ersten Session “Pitching” unter der Leitung von Jaime Anstee (WMF) und Beat Estermann (WM Schweiz) ging es um Tipps, wie Wikimedianer GLAM-Institutionen als Kooperationspartner auswählen sollten. Sehr anschaulich schilderten Whiteghost.ink (Wikipedianerin) und Mylee Joseph Mylee (Mitarbeiterin der State Library of New Southwales) ihre Erfahrungen in dreijähriger Zusammenarbeit miteinander. Gemeinsam erschließen die Bibliothek und die Freiwilligen der australischen Community das Zeitungsarchiv und unterrichten sich gegenseitig. Die einen zeigen, wie man Wikipedia-Artikel schreibt. Hier zeigte sich, dass Artikel zu Zeitungen besonders dankbar für Wikipedia-Neulinge sind, da man sich an einer einfachen Struktur orientieren kann. Die anderen, die Mitarbeitenden der Bibliothek, vermitteln inhaltliches Wissen zu den Zeitungen. Gleichzeitig werden über die Artikel die Zeitungsarchivinhalte auf Wikimedia Commons besser erschlossen.

Für die Erfahrungen aus Deutschland stellte ich als Kuratorin für Kulturpartnerschaften die Programmformate “GLAM on tour”, “Coding da Vinci” und “Zugang gestalten” vor. Die drei Formate verfolgen unterschiedliche Schwerpunkte. Orte der Begegnung schaffen: Bei GLAM on Tour steht die unmittelbare Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern der Kulturinstituionen und den Freiwilligen der Wikimedia-Bewegung im Zentrum. Der Ansatz ist attraktiv und fruchtbar. Für die Zusammenarbeit werben: Als Partnerveranstalter von “Zugang gestalten” kann Wikimedia Deutschland eine große Zahl von GLAM-Institutionen in Deutschland über die Konferenz erreichen und für die Idee des Freien Wissens und die Zusammenarbeit mit der Wikimedia-Bewegung werben, indem wir über gelungene Kooperationen berichten. Inhalte befreien: Über den Programmier-Wettbewerb Coding da Vinci motivieren wir gemeinsam mit unseren drei Partnern GLAM-Institutionen dafür, digitalisierte Sammlungsbestände unter einer Freien Lizenz für die Nachnutzung durch Entwickler bereit zu stellen. Die Entwicklerinnen und Coder programmieren im Rahmen des Wettbewerbs neue Anwendungen. Sie mischen die Kulturdaten untereinander, reichern sie mit weiteren Daten an und präsentieren sie in überraschenden Kontexten neu. So erleben die GLAM-Institutionen das Potenzial von Freien Lizenzen für “ihre” Inhalte ganz unmittelbar. In diesem Jahr beteiligen sich 28 Kultureinrichtungen mit über 40 Datensets am Wettbewerb; das sind doppelt so viele, wie im letzten Jahr. Um die Nachnutzung für Wikimedia-Projekte zu erleichtern, haben eine erste Auswahl der Datensätze auf Wikimedia Commons hochgeladen.

1,2,3 – Punkte Liste

Unabhängig von den konkreten Projekten wurde deutlich, dass der Schlüssel zum Erfolg an drei Punkten festgemacht werden kann:

  1. GLAM-Arbeit ist Beziehungsarbeit
  2. GLAM-Arbeit braucht Geduld
  3. GLAM-Arbeit funktioniert umso besser, je klarer für beide Seiten der gegenseitige Nutzen formuliert ist.

Auch die zweite Session am Samstag “GLAM and Wiki relationship therapy” wies in diese Richtung. Mit von der Partie waren vonseiten der Kulturinstitutionen Lizzy Jongma für das Rijksmuseum Amsterdam, Ewa Majdecka und Aleksandra Janus von der neuen polnischen Plattform Open Monument Project, auf der Seite der Wikimedianer Venus Lui (Hong Kong) sowie Liang-chih Shang Kuan (Taiwan), die jeweils über ihre z. T. wenig ermutigenden Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den GLAMs vor Ort berichteten, und schließlich ein große Anzahl von GLAM-Aktivisten der Wikimedia-Bewegung im Publikum. Vor allem Lizzy Jongma konnte schon auf eine längere Zeit der Zusammenarbeit zurückschauen. Sie, aber auch Majdecka und Janus, klagten über die Barrieren, die sich durch aus ihrer Sicht intransparente Vorgänge in der Wikimedia-Community ergäben, und die den GLAM-Einrichtungen das Integrieren von Wissen und Inhalten schwer machten. “Es ist frustrierend”, sagte Jongma, wenn ein Mitarbeiter des Hauses mit viel Mühe zu einem Objekt in der Wikipedia einen Artikel mit Belegen verfasst hat, und dieser von einem Wikipedianer mit der knappen Bemerkung gelöscht werde, die Belege seien Eigenbelege und zählten daher nicht. Fakt ist aber, dass eben nur dieser Wissenschaftler zu genau diesem Objekt forscht und daher Publikationen eben auch aus seiner Feder stammen.” Eine Erfahrung, die alle bestätigen konnten.

Daher sollte die obigen Punkte um einen weiteren wichtigen Punkt ergänzt werden:

  1. Wikimedia-Chapter und deren Mitarbeitende sind in der GLAM-Arbeit immer nur Vermittler. In der Wikimedia-Bewegung agieren Individuen. Das macht die Bewegung stark, kann aber auch frustrierend wirken. GLAM-Institutionen müssen lernen, sich selbst als einen Teil der Bewegung zu sehen und entsprechend zu agieren. Wir sollten sie dabei aktiv unterstützen.

Nach einer teilweise auch emotionalen Diskussion kam schließlich der vielleicht konzilianteste Vorschlag zur Verbesserung der Zusammenarbeit: “Öfter einfach mal gemeinsam einen Kaffee trinken.”

Öfter mal einen Kaffee zusammen trinken. Image name: cup of coffee. Photographer: Jon Sullivan. Public domain image

In a nut shell

What to consider when working with GLAMs as Wikimedians.

  1. GLAM-work is relation building.
  2. GLAM-work needs patience.
  3. GLAM work roles better if the benefit for both sides is well defined and shared.
  4. Wikimedia Chapters and their staff are intermedians. The Wikimedia-movement consists in individuals. It is its strength but may cause frustration. GLAMs should try to become active part of the movement. We should try to encourage them the best we can.
  5. Share more often a cup of coffee together.

Veranstaltungsfotos

Dokumention Session 1

Dokumentation Session 2

by Barbara Fischer at April 16, 2015 04:21 PM

Wikimedia:Woche 14/2015

Hier kommt die 14. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Erik Möller verlässt die WMF

Nach über sieben Jahren wird Erik Möller zum 30. April die Wikimedia Foundation verlassen.

WMDE-Jahresbericht 2014

unter folgendem Link steht ab sofort der Jahresbericht (aka Tätigkeitsbericht) von Wikimedia Deutschland für das Jahr 2014 bereit:

Vorschlag zur partizipativen Jahresplanung veröffentlicht

Jan Engelmann hat im Forum einen Vorschlag zur partizipativen Jahresplanung von Wikimedia Deutschland veröffentlicht. Dieser Vorschlag sieht vor, dass zum ersten Mal unter breiter Beteiligung wesentliche Grundsatzentscheidungen zu Fragen der Vereinsausrichtung herbeigeführt werden sollen. Der Text ist eng zwischen Vorstand und Präsidium abgestimmt und steht nun bis Mitte Mai allen Interessierten zur Kommentierung offen.

Ausführliche Dokumentation des 3. Förderworkshops veröffentlicht

Beim 3. Workshop zur Förderung von Wikimedia Deutschland ging es darum, den laufenden Prozess um die Weiterentwicklung der Förderung/Community-Unterstützung gemeinsam zu besprechen und und die Förderrichtlinien und diversen Unterstützungsmöglichkeiten zu gestalten. Die vollständige Dokumentation kann nun nachgelesen werden.

Projekte und Initiativen

Barbican lobhudelt die Wikimania 2014

Unter dem Titel „Wiki-Wonderful“ lobhudelt der Betreiber des Barbican (das Veranstaltungszentrum der Wikimania in London) die Wikimania 2014 als einer der größten Erfolge im letzten Jahr.

WikiCon 2015 findet in Dresden statt

Die diesjährige WikiCon findet vom 18. bis 20. September 2015 in Dresden statt. Derzeit werden Programmvorschläge gesammelt.

Dreitägiger Edit-a-thon in Mexiko

Am Institut für Technologische und Höhere Studien Monterrey, einer Privatuniversität in Mexiko, wurde ein großer dreitägiger Edit-a-thon durchgeführt.

Technik

Single User Login steht vor dem Abschluss

Die letzen Benutzer-Accounts werden derzeit umbenannt, sodass im Anschluss eine einheitliche Anmeldung für alle Wikimedia-Wikis möglich ist.

Presse und Websites

Lila Tretikov auf time.com

Portrait über Lila Tretikov, Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation.

Termine

Tech on Tour in Hamburg

Am Mittwoch, den 22. April um 19:00 findet die nächste Tech on Tour Veranstaltung im Kontor Hamburg statt. Wir wollen die Arbeitsweise der Software-Entwicklung von WMDE vorstellen, einen Blick in den Stand der Technischen Wünsche Liste werfen und diskutieren, wie technische Unterstützung für die Communitys organisiert werden kann. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierte – technische Kenntnisse sind keine Voraussetzung.

MV bei WMDE

Die Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland findet am 18. April in Köln statt.

Ideenwerkstatt bei WMAT

Wikimedia Österreich veranstaltet am 18. April eine Ideenwerkstatt in Wien.

Das ABC des Freien Wissens

Am Freitag, den 8. Mai, 19:00 Uhr, findet bei Wikimedia Deutschland in Berlin die 8. Ausgabe von „Das ABC des Freien Wissens“ statt. Unter dem Titel „H=Harmonisierung. Welche Urheberrechtsreform bekommen wir aus Brüssel?“ wird diskutiert, wie die politischen Chancen für eine echte Urheberrechtswende in Brüssel stehen.

Gäste: Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft (angefragt), Julia Reda, Europaabgeordnete der Piratenpartei, Dimitar Parvanov Dimitrov, Wikimedian in Brussels, Free Knowledge Advocacy Group EU, Joe McNamee, Geschäftsführer European Digital Rights. Moderation: Matthias Spielkamp, Journalist, iRights.info. Herzliche Einladung an alle!

Berliner Stiftungswoche

Im Rahmen der Berliner Stiftungswoche findet am 21. April die Veranstaltung „Manche Rechte vorbehalten – Stiftungen und Open Educational Resources“ statt, die Wikimedia Deutschland gemeinsam mit der Technologiestiftung Berlin und dem Bundesverband Deutscher Stiftungen durchführt.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt hier eingetragen werden. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at April 16, 2015 01:14 PM

April 14, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

“Manche Rechte vorbehalten – Stiftungen und Open Educational Resources” – Veranstaltung am 21.April 2014

Im Rahmen der Berliner Stiftungswoche findet am 21. April die Veranstaltung “Manche Rechte vorbehalten – Stiftungen und Open Educational Resources” statt, die Wikimedia Deutschland gemeinsam mit der Technologiestiftung Berlin und dem Bundesverband Deutscher Stiftungen durchführt.

Stiftungen produzieren oft bildende Materialien und verbreiten diese digital wie analog und über vielfältige Wege in ihrer Zielgruppe. Bei Open Educational Resources (kurz: OER) handelt es sich um Bildungsmaterialien, die frei lizenziert sind. Sie können daher frei genutzt, verändert und verbreitet werden. So wird aus der altbekannten Bezeichnung “Alle Rechte vorbehalten” ein “Manche Rechte vorbehalten”. Welche Auswirkungen, positive wie negative, eine freie Lizenzierung von Bildungsmaterialien für Stiftungen haben kann, diskutieren und erläutern unsere ExpertInnen.

Fragen an den Referenten und die Diskutanten können in diesem Etherpad gestellt werden. Wir leiten diese dann während der Veranstaltung weiter.

Ablauf:

  • 10.00 Uhr Ankunft und Kaffee
  • 10.30 Uhr Begrüßung durch die Gastgeber
  • 10.45 Uhr Vortrag von RA John Weitzmann von iRights.Law
  • 11.45 Uhr Pause
  • 12.00 Uhr Podiumsdiskussion: OER: Zeitgeist oder Zukunft von Stiftungen?
  • 13.15 Uhr Mittagssnack und Networking
  • 14.00 Uhr Ende der Veranstaltung

Die Veranstaltung ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten.

Die Veranstaltung wird hier live gestreamed.

Veranstaltungsort ist: Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin.

by Valentin Muenscher at April 14, 2015 01:34 PM

April 10, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im März 2015

Die folgende Liste führt eine chronologische Übersicht ausgewählter Aktivitäten aus der Ideenförderung im März. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Denkmallandschaft Meißen

Die Große Kreisstadt Meißen in unmittelbarer Nähe zur sächsischen Landeshauptstadt Dresden zeichnet sich – ähnlich wie Radebeul, Pirna oder Freiberg – durch eine reiche und vielfältige Denkmallandschaft aus. Bis Ende 2014 waren die Kulturdenkmale der Stadt Meißen und des gleichnamigen Landkreises infolge des Fehlens der Daten zu den offiziellen Kulturdenkmalen völlig unzureichend für die Wikipedia erschlossen. Mit mehreren individuellen Fototouren soll dies im Frühjahr 2015 signifikant geändert werden (weiterlesen). Bilder der Baudenkmale im Landkreis Meißen sind hier zu finden.

Vortrag an der Bautzener Akademie

Wikipedia-Akademie in Bautzen, Bild: Dr. Bernd Gross, CC-BY-SA 4.0

Zum Thema „Was ist eine Enzyklopädie und wie funktioniert Wikipedia?“, hielt der Wikipedianer Stefan Kühn am 2. März einen Vortrag an der Bautzener Akademie, um die Arbeitsweise der freiwilligen Mitarbeit und der einzelnen Projekte der Wikipedia zu erläutern. (weiter zum Kurzbericht)

Unser Song für Österreich

Unser Song Für Oesterreich, Bild: Markus Felix, CC-BY-SA 3.0

Der Festivalsommer-Fotograf Markus Felix war am 5. März beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2015, wobei Bilder von Proben und Live-Show entstanden. Die professionellen Aufnahmen sind auf Commons zu finden.

Insgesamt waren die Festivalsommer-Fotografen im März auf sieben Veranstaltungen zugegen. Die vollständige Liste ist in der Wikipedia zu finden.

Die Zukunft der Wissensspeicher

Der Wikipedianer Marcus Cyron folgte am 5./6. März einer Einladung der Gerda Henkel Stiftung zu einer Fachtagung mit dem Thema „Die Zukunft der Wissensspeicher“. Auch hierbei entstanden Fotos die über das freie Medienarchiv Commons abrufbar und weiternutzbar sind.

Ein Bericht von der Veranstaltung liegt hier vor.

Videoprojekt Zeitzeugengespräch zur Wiedervereinigung

Manuel Schneider hatte die Gelegenheit ein Zeitzeugengespräch zur deutschen Wiedervereinigung mit dem Kleinmachnower Bürgermeister Michael Grubert aufzunehmen.

Das Rohmaterial ist bereits auf dem Schnittserver hinterlegt.

Antragsgarage

Antragsgarage, Bild: Dirk Ingo Franke, CC-BY-SA 4.0

Zur kommenden Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland fand am 7. März in der Geschäftsstelle ein Antrags-Workshop statt. Vereinsmitglieder und andere Interessierte diskutierten und formulierten dort gemeinsam ihre Antragsideen.  Von dem Vortrag ist ein Video verfügbar. Persönliche Auswertungen wurden von Dirk Franke und Sebastian Wallroth veröffentlicht.

Tech on Tour Köln

Der Auftakt von Tech on Tour fand am 10. März im Lokal K in Köln statt. Die Ergebnisse sind im Protokoll zu finden. Insgesamt geplant sind etwa fünf Stationen in West-, Ost-, Nord- und Süddeutschland. Dahinter steht zum einen die Idee, den Stand der Dinge bei der Technischen-Wünsche-Liste vorzustellen und zum anderen über Verbesserungsmöglichkeiten und Bedarfe zu diskutieren.

62. Stammtisch Ruhrgebiet

Sri Kamadchi Ampal, Bild: Arnoldius, CC-BY-SA 3.0

Das erste Treffen des Wikipedia-Stammtischs Ruhrgebiet in diesem Jahr führte die Wikipedianerinnen und Wikipedianer aus der Region am 14. März nach Hamm in den Sri-Kamadchi-Ampal-Tempel.

Women Edit-a-thon Frauen gegen den Strom

15 Wikipedia-Autorinnen trafen sich am gleichen Tag in Berlin, um die freie Enzyklopädie gemeinsam zu bearbeiten. Leitthema war „Frauen gegen den Strom“. An dem Samstag-Nachmittag wurden etwa zehn Artikel zum Thema angelegt und bearbeitet. Weitere Informationen und die konkreten Ergebnisse gibt es auf der Projektseite.

Wikidata für Wikipedianer

Am 17. März veranstaltete das Lokal K einen Abend zum Thema
„Wikidata für Wikipedianer“ mit Benutzer:Raymond und Marius Hoch von der WMDE Softwareentwicklung. Im Vordergrund standen Erfahrungsaustausch und praktisches Ausprobieren und Anwenden von Wikidata.

10. Wikipedianischer Salon

„Wikipedia und die Sprache der Männer“ war am 19. März das Motto des zehnten Wikipedianischen Salons. Der Abend begann mit einer Lesung der Löschdiskussion zum Artikel ProQuote Regie, die für Erheiterung und ungläubiges Staunen im Publikum sorgte (weiterlesen).

WLM Kickoff Wiesbaden

WLM-Kick-off im Schloss Biebrich in Wiesbaden, Bild: Dr. Bernd Gross, CC-BY-SA 4.0

Der Kick-off zum diesjährigen Wiki loves Monuments Fotowettbewerb fand am 19./20. März in Wiesbaden statt, um ein stabiles und leistungsfähiges Orga-Team für WLM-DE-2015 zu bilden. Außerdem standen die Vermittlung konzeptioneller Grundlagen für ein professionelles Projektmanagement für die Durchführung des Fotowettbewerbs und die Erstellung von Denkmallisten auf der Basis der Erfahrungen der letzten vier Jahre auf der Tagesordnung, sowie die Erarbeitung eines WLM-Jahres-Rahmenplans. Ferner fanden Gespräche mit Vertretern des Landesamtes für Denkmalpflege statt. Alle Details können der Projektseite entnommen werden. Das Landesamt für Denkmalpflege Hessen gab eine Pressemitteilung zu dem Treffen heraus.

Fotoprojekt Literarischer März

Benutzerin:Kritzolina und Benutzer:Xopolino waren vom 20. bis 22. März auf dem Literarischen März in Darmstadt zu Besuch, um Bilder der anwesenden Dichter aufzunehmen und die Ergebnisse in die Wikipedia einzubinden. In einer Projektkategorie sind alle Fotos zu finden.

Stammtisch Thüringen

WLM-Fototour in Eisenach, Bild: Dr. Bernd Gross, CC-BY-SA 4.0

Am 21. März stand im Rahmen des Treffens der Wikipedianerinnen und Wikipedianer in Eisenach das Fotografieren von Denkmalen auf dem Programm. Dazu reiste Bernd Gross direkt aus Wiesbaden von der Wiki-loves-monuments-Auftaktveranstaltung an, um die Teilnehmenden aus Thüringen und Nordhessen über die Ergebnisse zu informieren und Interessierte in weitere Planungen einzubeziehen.

3. Workshop zur Weiterentwicklung der Förderung

Am 28./29. März fand im Kontor Hamburg der dritte Workshop zur Weiterentwicklung der Förderung statt. In Kurzform sind die Ergebnisse bereits hier zu finden. Ein ausführlicher Bericht folgt.

Edit-a-thon Lyrik Kabinett

Auf Initiative von Benutzerin:Kritzolina waren Wikipedianerinnen und Wikipedianer für den 18. März in die Bibliothek des Münchner Lyrik Kabinetts eingeladen, um dort Artikel zu allen Themenbereichen rund um Gedichte und Poesie zu bearbeiten. In der Bibliothek konnten gemeinfreie Literatur und Illustrationen gescannt werden.

Weitere regelmäßige Treffen

Des weiteren fanden in diesem Monat natürlich auch die regelmäßigen Wikipedia- und Editier-Treffen statt. Dazu gehören Women edit am 4. März in Berlin, die Wikipedia-Sprechstunde am 5. März in der Bibliothek Hamburg, das Offene Editieren am 13. März in Stuttgart und das Offene Editieren am 26. März in Berlin.

Commons-Tassen

Auf Initiative aus der Community, wird es in Kürze eine exklusive Auflage von Commons-Tassen geben.

by Nicolas Rueck at April 10, 2015 10:00 AM

April 09, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 13/2015

Hier kommt die 13. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Mitglieder für das Election Committee für die Boardwahlen gesucht

Für das Election Committee (Board of Trustees) werden freiwillige Mitglieder gesucht.

Neuer Transparenz-Bericht veröffentlicht

Die Wikimedia Foundation veröffentlichte ihren Transparenz-Bericht.

WikiArabia in Monastir

In Monsatir, Tunesien, fand vom 3. bis 5. April die WikiArabia, die erste Konferenz der arabischen Länder, statt.

Berichte der Wikimedia Foundation und von Wikimedia Deutschland

Wikimedia Deutschland hat den Impact Report 2014 (für das FDC) veröffentlicht.

Die Wikimedia Foundation hat einen ausführlichen Bericht “State of the Wikimedia Foundation 2014″ veröffentlicht.

DerHexer schrieb für den Wikipedia-Kurier eine persönliche Zusammenfassung des Technik-Teils des WMF-Berichts.

Projekte und Initiativen

Power user tools development team

Dan Garry (Associate Product Manager for Mobile Apps, Wikimedia Foundation) sucht Unterstützer für die Einrichtung eines Entwickler-Teams, das sich auf die Bedürfnisse aktiver Community-Mitglieder konzentriert.

Geförderte Projekte aus den Communitys im März

Der Monatsbericht über die von Wikimedia Deutschland geförderten Projekte aus den Communitys wird morgen im Blog veröffentlicht.

Technik

VIAF-Normdaten wechseln zu Wikidata

  • Die internationale Sammlung von Normdaten, VIAF, ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer Nationalbibliotheken und Bibliotheksverbünde, das durch das Online Computer Library Center (OCLC) betrieben wird, wird in Zukunft nicht mehr auf die englischsprachige Wikipedia verlinken, sondern macht einen großen Schritt in Richtung Interantionalisierung und benutzt Wikidata als Basis

Tech on Tour in Dresden

Wikidata-Tools

Magnus Manske stellte das Ökosystem der Wikidata-Tools vor.

Jubiläum: Vor drei Jahren begann die Software-Entwicklung an Wikidata

Vor drei Jahren wurden die ersten Zeilen Code für Wikidata geschrieben.

Status beim Upload Wizard

Mark Holmquist, Entwickler beim Multimedia-Team der WMF, hat einige Gedanken zum Status und zur Zukunft des Upload Wizards veröffentlicht.

“Share a fact” – neue Funktion der Wikipedia-App für Android

Die neue Version der Wikipedia-App für Android ist um die Funktion “share a fact” erweitert worden. Kurze Informationen aus der Wikipedia können nun geteilt werden, dabei wird die gewählte Information mit dem Hauptbild des jeweiligen Artikels hinterlegt. Aus der deutschsprachigen Community wurden urheberrechtliche Bedenken geäußert.

Übersetzungstool in 22 Sprachversionen

Das Übersetzungstool ist nun in 22 Sprachversionen der Wikipedia implementiert. Über weitere Zahlen und Fakten zu dem Werkzeug, berichtete die Foundation in ihrem Blog.

Presse und Websites

Video-Beitrag auf CBS News

Das Nachrichtenmagazin 60 Minutes des Fernseh-Senders CBS News berichtete in einem Video-Beitrag über das Wikiversum

Mike Godwin über Netzneutralität und Wikipedia Zero

Der ehemalige Justitiar der Wikimedia Foundation, Mike Godwin, hat einen langen Artikel über Netzneutralität veröffentlicht, in dem er auch auf Wikipedia Zero eingeht.

Termine

GLAM-Wiki-Konferenz in Den Haag

Das GLAM-Wikiversum trifft sich vom 10. bis 12. April in der Koninklijke Bibliotheek & National Archive of The Netherlands, Den Haag.

Die Keynote wird Paul Keller (Kennisland) halten.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt hier eingetragen werden. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at April 09, 2015 02:15 PM

April 02, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Soziale Hängematte oder kreatives Utopia? Das ABC des Freien Wissens “G=Grundeinkommen.”

Die Podiumsdiskussion verknüpfte die Diskussion über bedingungsloses Grundeinkommen mit der digitalen Krise des Urheberrechts.

Der Abend begann eindeutig ohne Abschiedstränen für das Urheberrecht, als das Publikum bei Bernadette la Hengst und ihrer Performance mitsang: “Copy me, copy me, copy me, I want to travel!” Das 2003 geschriebene Lied erzählt vom Glauben an das Heilsversprechen Digitalisierung. Vom Geist einer kommenden Ära des kollektiven geistigen Eigentums.
Dass heute Ernüchterung eingekehrt ist und über Regulierungsmaßnahmen angesichts offensichtlicher und schmerzlich ungerechter Urheber-Verwerter-Verhältnisse gesprochen werden muss, sagt die Künstlerin im Interview, ist inzwischen klar.

Was passiert mit uns, wenn die Knappheit wegfällt?

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Grundfragen von Urheberrecht und -unrecht, gerade hinsichtlich der Bezahlung kreativer Arbeit, bestimmten das Gespräch zwischen Olaf Zimmermann, Adrienne Goehler, Ilja Braun und Michael Bohmeyer.
Der Künstler als Prototyp einer deregulierten Arbeitswelt wurde zum Patienten erklärt. Die Frage: Welche Medizin kann helfen? Die radikalste Variante vertritt Michael Bohmeyer, der mit seinem Crowdfunding-Projekt mein-grundeinkommen.de Jahres-Grundeinkommen generiert und verlost. Inzwischen seien inzwischen sogar mehr Menschen auf der Plattform angemeldet, die Geld geben möchten, als Leute, die an der Verlosung des Grundeinkommens teilnehmen.

Ob die Gewinner tatsächlich in der berühmten sozialen Hängematte ausruhen oder, wie Bohmeyer annimmt, wieder mehr vertrauen in sich und ihre individuellen Begabungen gewinnen, bleibt vorerst fraglich. Grundlegend müsse sich das soziale Gefälle in der Gesellschaft radikal ändern, da es das größte Hemmnis für Innovationen und neue Entwicklungen darstelle. Das alte System der Verwaltung von vermeintlicher Knappheit sei mit der vernetzten Gesellschaft hinfällig, hoheitliche Machtverteilungsmittel überkommen. Was passiert mit uns, wenn die Knappheit einfach nicht mehr da ist, alle die gleichen Grundvoraussetzungen haben? Das ist für Bohmeyer die spannende Frage.

(Existenz-) Angst essen (Schöpfer-) Seele auf?

Vieviel Energie und Kraft gesellschaftlich in chronische Existenzangst fließt, und wieviel Wissen und schöpferische Tätigkeit dadurch verdrängt wird, machte Adrienne Goehler deutlich. Die einzig Möglichkeit, würdig arm zu sein, sei in Deutschland die Berufsangabe: Künstler. Sie hält eine soziale Grundsicherung für alle für nötig, weil sie als Basis für die Entfaltung eines neuen Miteinanders und neuer Dimensionen von Arbeit dienen könne. Bindet Zwang zur Arbeit tatsächlich alle kreativen Impulse der Gesellschaft? Goehler fordert seit Jahrzehnten zumindest eine Umverteilung von Arbeit und gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Allein schon, da mit einem Grundeinkommen zum ersten Mal wirklich gleiche Voraussetzungen für Frauen und Männer geschaffen würden.

<script async="" charset="utf-8" src="http://platform.twitter.com/widgets.js"></script>

Digitale Krise vs. gesellschaftliches Verteilungsdesaster

Eine digitale Krise des Urheberrechts sah Olaf Zimmermann nicht. Eher eine gesellschaftliche Krise des Urheberrechts, bei der die Digitalisierung eine Rolle unter vielen spiele. Leistungsbezogene, angemessene aber auch unterschiedliche Bezahlung sei wichtig und auch in kreativen Berufen nicht falsch, sagte Zimmermann. Er betonte die Unverbrüchlichkeit der Bindung vom Urheber zu seinem Werk, die das Urhebereigentumsrecht ausdrückt. Die derzeitige Ungleichverteilung von Gewinn an die Urheber sei zwar ein Problem. Wie es zu lösen sei, blieb ungewiss, für Zimmermann jedenfalls nicht durch radikale Umverteilungsmodelle, sondern allenfalls durch moderate Anpassungen. Grundlegend, so das Plädoyer, müsse auch darüber nachgedacht werden, ob und wie die konkrete Umsetzung möglich ist, statt nur Forderungskataloge zu entwerfen.

Selbst den Job bei der Sparkasse kriegt man nur noch mit “kreativer Problemlösungskompetenz”

 

<iframe allowfullscreen="allowfullscreen" frameborder="0" height="230" src="https://www.youtube.com/embed/27msek8c20s" width="350"></iframe>

Gerade im Rahmen der Urheberrechtsdebatte von 2012 wurden Rufe nach einer Stärkung des Urheberrechts in der Annahme laut, dass es Kreativen nun einmal ihr Einkommen garantiere. Ilja Braun wies darauf hin, dass dabei das eigentliche Problem ausgeblendet bleibe. Urheberinnen konnten und können eben in den seltensten Fällen wirklich vom Urheberrecht leben. Am Verteilungsproblem auf kulturellen Märkten sei das Urheberrecht zwar nicht ursächlich Schuld, so Braun, es ändere aber auch nichts an der Lage. Da dieser Zustand auch der kulturellen Vielfalt abträglich sei, müsse man über neue Umverteilungsmodelle wie Beitragsfinanzierung nach dem Vorbild des öffentlich rechtlichen Rundfunk oder eben das bedingungslose Grundeinkommen als radikalste Variante nachdenken.

Fotos der Veranstaltung auf Wikimedia Commons
Video der Veranstaltung
Kurz-Interviews der Gäste

Das nächste ABC des Freien Wissens findet am Freitag, den 08. Mai zum Thema “H=Harmonisierung. Bringt Lobbying 2.0 in Brüssel die Urheberrechtswende?” statt. Kontakt: salon@wikimedia.de

by Lilli Iliev at April 02, 2015 02:58 PM

Wikimedia:Woche 12/2015

Hier kommt die zwölfte Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Communitybefragung von WMAT

Wikimedia Österreich hat die österreichische Community nach Wünschen und Anliegen befragt.

WMDE-Impact Report 2014 veröffentlicht

Wikimedia Deutschland veröffentlichte den Impact Report zu den Aktivitäten 2014. Eine deutsche Version soll noch vor der Mitgliederversammlung vom 18. April vorliegen.

18. Mitgliederversammlung von WMDE

Die Anträge, Kandidaturen für die AG Partizipation und eine vorläufige Tagesordnung für die kommende 18. Mitgliederversammlung sind nun im Forum zu finden.

Projekte und Initiativen

3. Podcast-Ausgabe zugehOERt

Einige Partner und Unterstützer des Bündnis Freie Bildung diskutierten im Podcast der Transferstelle OER zum Bericht der Arbeitsgruppe Bund-Länder zu OER. In der Reihe zugehOERt diskutierten in der dritten Ausgabe Christian Heise (Open Knowledge Foundation), John Weitzmann (Creative Commons), Markus Deimann (Fernuniversität Hagen) und Jöran Muuß-Merholz (Transferstelle für OER) über die Handlungsempfehlungen.

Wikipedia-Bearbeitungen per Postversand

Die Signpost berichtete am 1. April über die neue Möglichkeit Wikipedia-Bearbeitungen per Post absenden zu können.

Technik

Wikidata office hour im IRC

Am 31. März fand im IRC eine Wikidata Office hour statt.

Freebase jetzt im Read-only-Modus

Die frei lizensierte Datenbank Freebase wurde am Dienstag in den Read-Only-Modus gesetzt. Die Daten sollen später zu Wikidata übertragen werden.

Technische Wünsche Liste

Für die Bearbeitung des Wunsches „Möglichkeit, eine Kategorie auf neue Artikel hin zu beobachten“ wurde ein Umsetzungsvorschlag auf Mediawiki.org zur Diskussion gestellt.

Diskussion

Umfrage zur Förderung ausgewertet

Zur Community-Umfrage zur Förderung von Wikipedia-Großprojekten durch Wikimedia Deutschland liegt nun eine Auswertung vor.

3. Workshop zur Weiterentwicklung der Förderung

Verschiedene Themen wurden auf dem 3. Workshop zur Weiterentwicklung der Förderung durch Wikimedia Deutschland diskutiert. Es entstanden mehrere Arbeitspakete.

Termine

Nächste Stationen von Tech on Tour

Die nächsten Tech on Tour Veranstaltungen finden am Samstag, den 11. April um 14 Uhr in Dresden (Saxonia-Bildungsinstitut) und am Mittwoch, den 22. April um 19 Uhr in Hamburg (Kontor Hamburg) statt.

Design Thinking Workshop für die pädagogische Arbeit

Das Unterstützer–Netzwerk aus dem Bündnis Freie Bildung Lernox lädt im Rahmen der Berliner Stiftungswoche am 25. April zum Design Thinking Workshop ein. Der Workshop ist kostenlos. Anmeldungen unter: info@stiftungbildung.com.

Stiftung und Open Educational Resources

Gemeinsam mit der Technologie Stiftung Berlin (TSB), im Rahmen der Stiftungswoche, läd Wikimedia Deutschland zu einer Veranstaltung zu „Stiftung und Open Educational Resources“ ein. Sie findet in den Räumen von Wikimedia Deutschland statt. Eine Anmeldung ist bis zum 19. April 2015 bei der TSB möglich.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt hier eingetragen werden. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Nicolas Rueck at April 02, 2015 02:27 PM

April 01, 2015

Iberty

Freiwillige gewinnen.. Beispiel Mexiko

Im Juli findet die Wikimania in Mexiko statt. Die Organisatoren haben - auch aus schierer Notwendigkeit heraus - den Anspruch, größere Teile der Veranstaltung mit Freiwilligen zu organisieren. Heute kam ein erstes Zwischenfazit der Veranstalter:

[..]this has attracted attention from people who have never heard about Wikimedia and people who wish to help our mission of freeing knowledge. For me, this has resulted in managing a lot of new faces and names, more than I anticipated. [...] the mailing list started to grow, slow but steadily. What began as a sheet of paper passed around is now a huge spreadsheet full with people who want to help Wikimania in one way or another.

Oder anders gesagt: Yeah!

Flock of shetland sheep

Der Post <script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script>ist zwar kurz, beschreibt aber gleich drei wesentliche Faktoren, die maßgeblich zu einem solchen Erfolg beitragen können:

Rausgehen, rausgehen, rausgehen und nicht warten bis irgendjemand mal von alleine kommt: We started our Wikimania Volunteer program in May 2014, when we invited friends and colleagues to Biblioteca Vasconcelos to talk about Wikimania and how we came to become its host for 2015. We created an informal mailing list for this group. Throughout 2014, we talked about Wikimania at every occasion we could: on editathons, in our weekly radio show, in our workshops... : 

Längerfristig denken und planen:  We started .. in May 2014

Den Freiwilligen die Möglichkeit geben, sich untereinander zu vernetzen: We created an informal mailing list for this group. Ist zwar eigentlich simpel, wird aber oft genug vernachlässigt. Im besten Fall motivieren die Leute sich dann gegenseitig und bringen auch gleich noch ihre eigenen Freunde und Bekannte mit.

Und, das steht nicht so im Post, das weiß ich tatsächlich eher daraus, weil die Mexikaner so unermüdlich für ihr Programm werben: verschiedene Rollen und Aufgaben verschiedener Reichweite mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad für Leute mit viel Enthusiasmus und Zeit und für Leute, die sich noch nicht so sicher sind und wenig Zeit haben, kreieren.

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Ich bin sehr gespannt.
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at April 01, 2015 07:33 AM

March 30, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Tech on Tour: Technikunterstützung für die Communities vor Ort

In diesem Jahr geht die Technik auf Touren. In Zusammenarbeit mit den Communities sollen in Workshops vor Ort Rahmenbedingungen entwickelt und diskutiert werden, wie Software-Entwicklung eingesetzt werden kann, um Bedürfnisse von Freiwilligen zu erfüllen.

Dabei geht es nicht nur um kleine Nicklichkeiten im Alltag mit der Wiki-Software, die im Englischen auch gerne als Paper cut bugs bezeichnet werden und oft schnell behoben sind. Es soll auch groß gedacht werden: Wo wollen wir (technisch) hin? Und wie können Bedürfnisse strukturiert aufgenommen und transparent abgearbeitet werden?

Technik, die begeistert auf dem Weg zu den Communities

Offene und erledigte Aufgaben: Technische Wünsche bei der Umsetzung in der Software-Entwicklung

 

Seit ein paar Wochen gibt es das Projekt Technische Wünsche als zentrale Informationsseite für die Konzeption eines Verfahrens zum Umgang mit technischen Wünschen und der technischen Unterstützung von Community-Projekten. Ende 2013 startete Benutzer:Raymond eine Umfrage zu technischen Wünschen, aus der eine Wunschliste entstand. Seit Anfang 2014 arbeitet die Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland an der Abarbeitung der Top-20-Liste. Fünf Wünsche davon konnten bereits umgesetzt werden, weitere sind zur Zeit in Arbeit.

Wichtig ist bei Tech on Tour, dass Technik für die Communities dort diskutiert wird, wo Fragen entstehen: Bei den Freiwilligen, die Artikel schreiben, Fotos beitragen oder auch Tools betreiben. Nicht zuletzt geht es auch darum, die Arbeit der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland zu erläutern und einen Überblick über den Aktuellen Stand der Dinge bei der Abarbeitung der Wünsche zu geben. Daneben wird diskutiert, wie technische Bedürfnisse der Communities besser in den Prozess der Software-Entwicklung eingebracht werden können.

Birgit Müller kümmert sich seit einiger Zeit um die Vernetzung von Technik und Communities bei Wikimedia Deutschland und zusammen mit Freiwilligen konnten die ersten Stationen der Tour bereits besucht werden. Am 10.3. startete Tech on Tour im Lokal K/Köln mit Raymond und Birgit und am 29.3. folgte sozusagen ein Tech-on-Tour-Spezial als Kurzformat im Rahmen des Workshops zur Weiterentwicklung der Förderung in Hamburg. Fest stehen als als Termine auch schon der 11.4. in Dresden mit Birgit und Thiemo von WMDE (im Anschluss daran “klassischer” Stammtisch) und der 22.4. mit einer Station im Kontor Hamburg. In Stuttgart hat die Organisation für eine Tech-on-Tour-Station im Süden Deutschlands bereits begonnen.

Für diejenigen, für die der Besuch einer Veranstaltung vor Ort gar nicht in Frage kommt, startet zusätzlich auch noch demnächst ein Wiki-Dialog zum Thema technische Unterstützung der Communities.

Im Jahr 2015 stellt Technik für die Communities einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt dar. Die Magical Mystery Tour von Birgit und anderen braucht noch mehr Feedback und hoffentlich den Erfolg des gleichnamigen Albums (und weniger die verwirrten Reaktionen zum Film) der Beatles.

Auf Wikipedia:Technische Wünsche findet sich stets der aktuelle Stand des Projekts.

by Jens Ohlig at March 30, 2015 01:41 PM

March 26, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 11/2015

Hier kommt die elfte Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

= Wikimedia:Woche 11/2015 =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:
* https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche und unter
* https://blog.wikimedia.de/tag/wikimediawoche/Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen
Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.
== Foundation und Organisationen ==
===Neues Mitglied im Board of Trustees: Guy Kawasaki===
Guy Kawasaki ist neues Mitglied im Board of Trustees der Wikimedia Foundation. Er folgt damit auf Bishakha Datta, deren Amtszeit Ende 2014 endete.
* http://blog.wikimedia.org/2015/03/24/guy-kawasaki-joins-wikimedia-board/

 

===Wikimedia vs. NSA: Protokolle vom Reddit-AMA und IRC Office Hour===
Das Protokoll der Office Hour im IRC zum Thema Wikimedia vs. NSA mit Lila Tretikov ist nun verfügbar:
* http://bots.wmflabs.org/~wm-bot/logs/%23wikimedia-office/20150323.txt

Außerdem gab es ein Ask me Anything auf Reddit, mit Lila und Jimmy zum gleichen Thema:
* https://www.reddit.com/r/IAmA/comments/2zpkxx/we_are_jameel_jaffer_of_the_aclu_wikipedia/

 

===Anträge für die WMDE-Mitgliederversammlung sind online===
* https://forum.wikimedia.de/wiki/Antragswerkstatt Im WMDE-Forum stehen inzwischen die vollständigen Anträge für die 16. Mitgliederversammlung von WMDE im April 2015 mitsamt Stellungnahmen von Vorstand und Präsidium.

 

== Projekte und Initiativen ==

===Förderworkshop in Hamburg===
Am Samstag den 28.03. und Sonntag dem 24.03.2015 findet in Kontor H in Hamburg der 3. Workshop zur Weiterentwicklung der Förderung statt
https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:F%C3%B6rderung/3._Workshop_zur_Weiterentwicklung_der_F%C3%B6rderung

===Bericht von der Antragsangarage===
Sebastian Wallroth veröffentlicht in seinem Blog einen Bericht zur Antragsgarage.
* http://real68er.com/2015/03/19/wikimedia-lenken-und-leiten-fragen-und-antworten-zur-antragsgarage/

===Nachbetrachtung zum Coding-da-Vinci-Kickstarter===
Barbara Fischer schreibt auf Startnext eine Nachbetrachtung zum gescheiterten Coding-da-Vinci-Kickstarter
* https://www.startnext.com/codingdavinci/blog/beitrag/?b=45299

===Commons: Bilder des Jahres 2014===
Auf Wikimedia Commons können die Bilder des Jahres 2014 bewundert werden.
* https://commons.wikimedia.org/wiki/Commons:Picture_of_the_Year/2014/Results

===Hashtags machen Musik===
Mit dem wunderbaren Tool “Listen to Wikipedia” kann man nicht nur Kĺänge von Wikipedia-Bearbeitungen in Echtzeit hören, sondern nun auch erfahren, wie bestimmte Hashtags klingen.
* http://blog.hatnote.com/post/112756032432/the-humble-hashtag-now-on-wikipedia
* http://listen.hatnote.com/

===Zwischenstand der Inspire-Kampagne===
Die bisher im Rahmen der WMF-Inspire-Kampagne eingereichten Ideen kann man hier einsehen. Laut ersten Berichten wird in den zugehörigen Diskussionen bisher auch die Friendly Space Policy größtenteils beachtet.
* https://meta.wikimedia.org/wiki/Grants:IdeaLab/Inspire/Ideas_by_theme
* https://meta.wikimedia.org/wiki/Grants:IdeaLab/Friendly_space

 

== Technik ==
===Bugfixes bei Wikidata und Diskussion über das neue Header-Design===
Eine neue Version der Wikidata-Software ist seit Dienstag „live“. Sie behebt etliche Fehler unter der Haube. Gleichzeitig nimmt das mit der Community diskutierte neue Design des Headers der Eingabemaske Gestalt an.
* https://lists.wikimedia.org/pipermail/wikidata-l/2015-March/005703.html

===Call for Papers zur EnthusiastiCon gestart===
Vom 19. bis zum 21. Juni veranstaltet Wikimedia Deutschland eine Konferenz für die Community der Programmiererinnen und Programmierer zum Thema Begeisterung für das Programmieren. Beiträge für 10-minütige Kurzvorträge können ab sofort eingereicht werden.
* http://blog.wikimedia.de/2015/03/20/enthusiasticon-eine-konferenz-ueber-die-begeisterung-fuer-das-programmieren/
== Diskussion ==
===Umfrage zur Fördergestaltung===
Noch bis zum 31. März läuft die von Martina Nolte gestartete Umfrage zur Förderung von (Groß-)Projekten durch Wikimedia Deutschland. Themen aus dem Zwischenstand der Umfrage werden auch auf dem Förderworkshop (s.o.) besprochen.
*https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Umfragen/F%C3%B6rderung_von_Wikipedia-Gro%C3%9Fprojekten== Presse und Websites ==
===Vor 20 Jahren ging das erste WikiWikiWeb online:===
* http://www.heise.de/newsticker/meldung/Vor-20-Jahren-Das-erste-Wiki-kommt-ins-Netz-2584113.html===Wikipedia Artikel sind von häufig von regionalen Interessen bestimmt===
Das Editieren in den verschieden Sprachversionen der Wikipedia ist häufig auch von dem kulturellen Umfeld bestimmt (in englischer Sprache)
*http://www.smithsonianmag.com/smart-news/wikipedia-editing-shows-different-countries-have-different-sets-interests-180954643/?no-ist

 

== Termine ==
===GlAM WIKI Konferenz===
Vom 10. bis 12. April findet in Den Haag (Niederlande) die Konferenz GLAM WIKI 2015 statt (GLAM steht für Galleries, Libraries, Archives, Museums, Wiki für Wikimedia). Interessierte aus Communities und Kulturinstitutionen sind herzlich willkommen, die Anmeldung ist noch geöffnet.
* https://nl.wikimedia.org/wiki/GLAM-WIKI_2015

===Nächste Sprechstunden im IRC===
Die nächsten Sprechstunden im IRC-Channel #wikimedia-office finden am Freitag, den 27.3.2015 um 16 Uhr MEZ (Visual Editor mit James Forrester) und am Dienstag, den 31.3.2015 um 18 Uhr MEZ (Wikidata mit Lydia Pintscher) statt.
* https://meta.wikimedia.org/wiki/IRC_office_hours#Upcoming_office_hours

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Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

* https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche und unter
* https://blog.wikimedia.de/tag/wikimediawoche/

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt [[Wikipedia:Wikimedia:Woche/Nächste Woche|hier]] eingetragen werden. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

by Merle Wittich at March 26, 2015 04:10 PM

March 25, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

March 21, 2015

Iberty

Mehr von der Antragsgarage

Wie ich hier schon mehrfach schrub, am 7. März fand die Wikimedia-Antragsgarage statt. Zu dieser gab es in der letzten Woche noch zwei Nachbetrachtungen.

Dank des großartigen Einsatzes der Ideenförderung gibt es das Livestream-Video mittlerweile nicht nur auf Youtube, sondern auch auf Commons - und glaubt mir, Videos für Commons aufzubereiten ist ungefähr so interessant und geht ähnlich schnell wie mit einer Zahnbürste ein Beet umzugraben. (Und wo ich gerde dabei bin, kann ich eh noch mal mein Kompliment für Essen, Orga und ähnliches bei der Antragsgarage loswerden.)


<iframe frameborder="0" height="288" src="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AAntragswerkstatt_Wikimedia_Deutschland%2C_2015-03-07.ogv?embedplayer=yes" width="512"></iframe>

Zum anderen hat Sebastian Wallroth in seinem Blog auch noch eine längere Nachbetrachtung geschrieben: Wikimedia Lenken und Leiten: Fragen und Antworten zur Antragsgarage. Da ich selber etwas brauchte, um die Struktur des Textes zu verstehen: es beginnt immer mit einem Zitat eines Anwesenden auf der Antragsgarage, dann kommt eine Frage (von Sebastian? Oder dem Leser? Aus der Diskussion auf der Garage?) und dann eine Antwort, die ungefähr dem entspricht, was die Garagendiskussion dann hergab. Enjoy lesen und auch hier nochmal Dank an Sebastian.<script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at March 21, 2015 08:00 PM

March 20, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

EnthusiastiCon: Eine Konferenz über die Begeisterung für das Programmieren

Vom 19. bis zum 21. Juni veranstaltet Wikimedia Deutschland im Rahmen von sourcecode.berlin eine Konferenz für die Community der Programmiererinnen und Programmierer mit dem Namen EnthusiastiCon. In einer Reihe von kleinen, 10-minütigen Vorträgen geht es um Begeisterung für das Schreiben von Software: Interessantes, Seltsames und Schönheit im Code und schlaue Lösungen für ungewöhnliche Probleme. Vorträge können eingereicht werden zu den unterschiedlichsten Themen wie zum Beispiel hardwarenahe Programmierung bei Embedded Devices, Web-Entwicklung oder Kindern beizubringen zu programmieren. Wichtig ist nur, dass es begeistert und diese Begeisterung in 10 Minuten auf das Publikum übertragen werden kann.

Die Einreichungsphase für die EnthusiastiCon beginnt ab sofort. Der Einreichungsprozess ist – in der Konferenzsprache Englisch – auf der Konferenzseite erläutert.

by Jens Ohlig at March 20, 2015 11:19 AM

March 19, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 10/2015

Hier kommt die zehnte Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Abschluss des Single-User-Logins angekündigt

Der Single-User-Login soll im kommenden Monat abgeschlossen werden.

Umfrageergebnis zur WMF-Fundraising-Kampagne

Die Signpost veröffentlichte einen ausführlichen Bericht zu den Ergebnissen einer Umfrage über die Fundraising-Kampagne der Wikimedia Foundation.

Daten zur Nutzung der Wikimedia-Projekte

Das Research and Data Team der Wikimedia Foundation veröffentlichte kürzlich einige freie Datenbestände zur Nutzung der Wikimedia-Projekte unter einer CC-0-Lizenz.

Neue Open Access Policy der WMF

Die Wikimedia Foundation hat eine neue Open Access Policy eingeführt.

WMDE-Karaoke-Künste international gewürdigt

Gayle Karen Young, Chief Talent and Culture Officer, verlässt die Wikimedia Foundation und hebt die Karaoke-Künste von Wikimedia Deutschland hervor.

Wikimedia Hackathon 2015 in Lyon

Wikimedia Frankreich läd alle Entwickler für den 23. bis 25 Mai zum Hackathon nach Lyon ein.

Antragsgarage von WMDE

Bei Wikimedia Deutschland traf sich am 7./8. März die erste Offline-Antragsgarage zur Vorbereitung der nächsten Mitgliederversammlung. Erste Resultate sind veröffentlicht:

Vorschlag zur modularen Jahresplanung

Als Folge der WMDE-Antragsgarage entstand ein Vorschlag zur modularen und partizipativeren Jahresplanung bei WMDE

Treffen der WMDE-Kassenprüfer

Am 14. März trafen sich erstmals die neu gewählten Kassenprüfer und der neu gewählter Schatzmeister von Wikimedia Deutschland zu einem gemeinsamen Arbeitstreffen.

Projekte und Initiativen

Treffen der GLAM-Koordinatoren

Die internationalen „GLAM coordinators“ trafen sich am 7./8. März in Paris.

Die Wikimania-Programmjury bewertet

Die ersten Mitglieder der Wikimania-Programmjury bewerten die eingereichten Submissions.

Vortrag zum Thema „Museen & Wikipedia“

Auf Einladung des Landschaftsverbandes Rheinland und des Verbandes Rheinischer Museen e.V., hielt Raymond am 16. März 2015 in der Bundeskunsthalle einen Vortrag zum Thema „Museen & Wikipedia“.

Kickstarter für Coding da Vinci beendet

Der Kickstarter für Coding da Vinci brachte insgesamt 2.696 Euro. Damit wurde das Ziel von 10.000 Euro nicht erreicht.

Diskussion

Im Motherboard der Vice wird beschrieben, dass eigentlich alle Websites, die Gesundheitsinformationen zur Verfügung stellen, ihre Nutzer tracken und Daten an Dritte weiter geben. Einzige Ausnahme sei Wikipedia.

Termine

Antrags- und Kandidaturschluss für die WMDE-Mitgliederversammlung

Am 20. März ist Antrags- und Kandidaturschluss für die Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland.

Das ABC des Freien Wissens – G wie Grundeinkommen

Am 26. März wird diskutiert, ob Grundeinkommen eine sinnvolle Antwort auf die Zukunft ehrenamtlicher und kreativer Arbeit und die digitale Urheberrechtskrise ist. Zu Gast: Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Adrienne Goehler, Senatorin a.D., Ilja Braun, Autor „Grundeinkommen statt Urheberrecht?“ und Michael Bohmeyer, Gründer mein-grundeinkommen.de, Moderation: Valie Djordjevic, Journalistin. Alle sind herzliche eingeladen, ein Livestream ist unter wmde.org/abc-salon abrufbar.


Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Einträge für die kommende Ausgabe können bereits jetzt hier eingetragen werden. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

 

by Nicolas Rueck at March 19, 2015 02:52 PM

Das ABC des Freien Wissens “G=Grundeinkommen. Eine Antwort auf die digitale Krise des Urheberrechts?”

Das ABC des Freien Wissens (Logo). By Markus Büsges, leomaria [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Am Donnerstag, den 26. März, 19 Uhr, findet das nächste “ABC des Freien Wissens” statt. Diesmal wird die Diskussion um ein bedingungsloses Grundeinkommen mit der über das Urheberrecht im digitalen Zeitalter verknüpft.

Arbeit – Verwirrung. Arbeit – Hoffnung. Arbeit – Du faule Sau.

Was Musikerin Bernadette la Hengst in ihren Performances (siehe Beispiel) betreibt, kann als assoziatives Diskotieren rund ums Thema Grundeinkommen beschrieben werden. Statt nur theoretisch zu bleiben, sollen performative Ansätze die angestaubte Diskussion reanimieren, die gerade mit der Frage um das Urheberrecht im Digitalzeitalter neue Relevanz erfährt.
Am nächsten Donnerstag wird dies bei Wikimedia Deutschland in die Praxis umgesetzt – auf dem Podium und mit dem Publikum.

Wir laden herzlich ein zum ABC des Freien Wissens:


 

G=Grundeinkommen, Markus Büsges, leomaria [CC-BY-SA-4.0], via Wikimedia Commons

“G=Grundeinkommen. Eine Antwort auf die digitale Krise des Urheberrechts?”

Donnerstag, 29. Januar, 19 Uhr
Wikimedia Deutschland e.V.
Tempelhofer Ufer 23-24

Gäste:

Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates
Adrienne Goehler, Senatorin a.D., Kuratorin
Ilja Braun, Autor “Grundeinkommen statt Urheberrecht”
Michael Bohmeyer, Gründer mein-grundeinkommen.de

Moderation: Valie Djordjevic, Journalistin

Live: Bedingungsloses Grundeinsingen mit Bernadette la Hengst

 

Was bekommen Kreativschaffende zukünftig von einer Arbeitswelt zurück, die Gewinne mit ihren “Ideen” und “Innovationen” erwirtschaftet? Welche Perspektiven ergeben sich mit dem Szenario des bedingungslosen Grundeinkommens auf das digitale Ehrenamt, etwa die Arbeit in Wikipedia?

Die Debatte um das Urheberrecht im digitalen Raum mit der um das Grundeinkommen zu verknüpfen, kann interessante Impulse für die Zukunft geben. Die zentrale Frage dabei ist: Bietet das Grundeinkommen eine versöhnende Antwort auf den Konflikt zwischen analogem und digitalem Zeitalter, auch für Urheberinnen und Urheber?

Wir freuen uns auf einen interessanten Abend!

Der Eintritt ist frei. Zur besseren Organisation freuen wir uns über eine Anmeldung unter salon@wikimedia.de

Der Salon ist am Veranstaltungstag auf der Website als Livestream abzurufen. Unter #wmdesalon kann mitdiskutiert werden.

 

by Christopher Schwarzkopf at March 19, 2015 11:11 AM

March 18, 2015

Elya & Raymond

1-2-3: Museen & Wikipedia

1 Thema, 2 Vorträge, 3 Stunden: Auf Einladung des Landschaftsverbandes Rheinland und des Verbandes Rheinischer Museen e.V. durfte ich am 16. März 2015 in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn (kurz: Bundeskunsthalle) einen Vortrag zum Thema „Museen & Wikipedia“ halten. Aufhänger war die Outer Space-Schreibwerkstatt der Wikipedia 2014 in der Bundeskunsthalle. Gekommen war […]

by raymond at March 18, 2015 08:12 AM

March 16, 2015

Iberty

Wikimedia lenken und formen: die erste Antragsgarage von WMDE fand statt.


Da gründet man eine freie Online-Enzyklopädie, wartet einige Jahre - und was passiert: man muss sich mit dem deutschen Vereinsrecht, Satzungen und anderen eher unschönen Formalia rumschlagen. Vor dem Versuch, auf den eigenen Verein Einfluss auszuüben, hat die Welt eine ganze Menge formaler Hindernisse gelegt, und um diese kollaborativ zu überwinden, veranstaltete Wikimedia Deutschland - wie hier schon öfters angesprochen - am 7. März in Berlin die erste Face-to-Face-Antragsgarage statt. Im Vorfeld der Mitgliederversammlung im April in Köln sollten Interessierte zusammenkommen, um zu diskutieren, sich auf die MV vorzubereiten, gemeinsam über mögliche Anträge und die kommenden Themen zur MV zu sprechen.

Insgesamt war dies die erste Veranstaltung dieser Art und als solche noch recht experimentell: im Vorfeld stellten sich Fragen, wer überhaupt kommt, ob es überhaupt Anträge zum diskutieren gibt, ob Menschen aus Ideen kollaborativ Anträge entwickeln wollen etc. Die  zwölf bis vierzehn Anwesenden selbst hatten teilweise auch durchaus verschiedene Vorstellungen über genaues Ziel und Ablauf der Veranstaltung, waren aber alle offen und bereit, sich auf die Vorstellungen der jweils anderen einzulassen. Neben der durchaus konstruktiven inhaltlichen Arbeit - dazu etwas weiter unten mehr - war das fast durchgehend entspannte und von Wertschätzung getragene Diskussionsklima ein erfreulicher Punkt der ganzen Veranstaltung.


Antragsgarage eingang 07.03.2015 09-21-24

Der ganze Workshop gliederte sich in drei Teile: 1 On Stage - mit zwei längeren Vorträgen und dazugehöriger Diskussion, Teil 2: Arbeitsgruppen und Teil 3: Stammtisch in der Kneipe um die Ecke.

Teil 1: On Stage


Am Vormittag fanden zwei Vorträge statt: Alice Wiegand schilderte das kleine 1x1 des Antragschreibens. Es enthielt die Überlegungen zu Sinn und Zweck verschiedene Arten des Antrags und ihre Ziele und Anwendungen. Es ging um Überlegungen, wie man den Ansprechpartner des Antrags dann auch dazu bringt, den Antrag wirklich umzusetzen. Nicht zuletzt führte sie auch die zahlreiche Gründe dafür auf, warum es oft sinnvoll ist, einen Antrag nicht zu stellen.

Über das Schreiben von Anträgen

Nach Alice stellte dann Michael Jahn - Leiter Kommunikation bei Wikimedia Deutschland - den Jahresplan vor. Hierbei ging es weniger um die Inhalte des Plans als um dessen Konstruktion. Es ging um den Zusammenhang der einzelnen Teile und die Frage, inwieweit es für Vereinsmitglieder und andere möglich ist, einzelne Teile des Jahresplanentwurfs zu ändern oder anders zu priorisieren ohne gleich den ganzen Plan zum Einsturz zu bringen. Zweiteres ist schwierig. Diverse Leute sprachen von “Jenga mit verbundenen Augen”, da Änderungen in einem Teil des Planentwurfs immer auch Änderungen in anderen Teilen des Entwurfs nach sich ziehen, die aber aus den veröffentlichten Teilen des Plans her nicht nachvollziehbar sind. Für Außenstehende und Nur-Jahresplans-Entwurfs-Leser, die nicht über privilegierte Informationen verfügen, wird so jeder Versuch der Änderung zu einem gewissen Glücksspiel.

Die Aufzeichnung des Live-Streams (leider aus technischen Gründen ohne die ersten Minuten) ist auf Youtube, Mindestens der Alice-Wiegand-Teil soll nach Überwindung der technischen Hürden auch noch nach Commons, wo Alice dankenswerterweise bereits ihre Slides zur Verfügung gestellt hat.

Teil 2: Die Arbeitsgruppen


Nach der Themensammlung und einiger Diskussion fanden sich schließlich die Arbeitsgruppen “Jahresplan” und “Nicht-Jahresplan” zusammen; beide etwa gleichgroß. Die Arbeitsgruppe Jahresplan versuchte sich dem Jenga-Problem anzunehmen und zu überlegen wie ein Jahresplan aussehen könnte, bei dem die Mitgliederversammlung ihr formal vorhandenes Hoheitsrecht über den Plan auch faktisch ausüben kann. Die andere Arbeitsgruppe arbeitete an den Themen “Wie funktionieren Anträge mit Fernwahl jetzt tatsächlich?”, “Partizipation - was verstehen wir denn nun darunter?” und sie arbeitete an den Anträgen “Ende des FFW” und “Community in die Geschäftsstelle.”

Antragsgarage raum 07.03.2015 15-03-49

Partizipation an sich


Während die Diskussion zur Partizipation erwartungsgemäß nicht direkt zu konkreten Ergebnissen führte, war doch zumindest allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern klar, dass es noch sehr unterschiedliche Ideen dazu gibt, mit welchen Ziel wer wann partizipieren sollte oder müsste. Auf jeden Fall gibt es aber unterschiedliche Gruppen von Menschen da draußen, die verschiedene Formen der Mitarbeit und Einbindung benötigen. Mangelnde Einbeziehung im Vorfeld sorgt nicht nur bei Wikimedia für Stress und die Neigung zu sehr weitreichenden Beschlüssen im Nachhinein. Partizipation bedeutet auch eine Kulturänderung bei denjenigen ie diese praktisch durchführen (also vor allem der Geschäftsstelle). Es ist notwendig weg von Partizipation als getrennter Maßnahme oder einer von vielen Stufen hin zu kommen und diese zu gelebtem Alltag zu machen. Für eine ausführlichere Wiedergabe empfehle ich die Aufzeichnungen zur Diskussion-Partizipation im Forum.

Antragsgarage ag-tisch 07.03.2015 17-42-39

Anträge und Antragsarten


Die Beschäftigung mit der Möglichkeit, Anträge per Fernwahl abstimmen zu lassen, und die Entscheidung auf breitere Schultern zu stellen, stellte sich als recht desillusionierend heraus: das derzeitige durch die Satzung bestimmte Verfahren in Kombination mit dem JHJHJHJLKJKL deutschen Vereinsrecht, macht es erforderlich auf der ersten MV zu beschließen, dass es eine Fernwahl gibt, die dann auf der nächsten MV durchgeführt wird. Im Schnitt liegen so also ungefähr 7 Monate zwischen Antragsstellung und Abstimmung..

Die Diskussionen zu den beiden konkreten Anträgen kreisten vor allem um entstandene Missverständnisse aus dem Antragstext und führten mittlerweile auch zu Überarbeitungen der Anträge. Das Protokoll zur Diskussion um Anträge und Antragsarten findet sich im Forum.  Die beiden diskutierten Anträge sind mitterweile als direkte Folge der Diskussion umfassend überarbeitet, eine Darstellung der verschiedenen Arten des Antrags zur späteren Wiederverwendung ist gerade in Arbeit.

Modularer Jahresplan


Die Jahresplangruppe, bei der ich nicht anwesend war, setzte sich erwartungsgemäß mit dem Jahresplan auseinander und der Frage, wie dieser so aufbereitet werden kann, dass er von Außen verständlich und änderbar ist. Am Ende entstand so ein modulares Konzept, in dem der Plan nicht mehr ein schwer-durchschaubares Gesamtkustwerk ist, sondern es verschiedene Module gibt, die einzeln geplant werden und an denen sich Community- und Vereinsmitglieder iM Rahmen ihrer Zeit beteiligen können. Auch ist es so am Ende des Planungsprozesses möglich, die verschiedenen Module anders zu gewichten und mit anderen Ressourcen zu versehen, so dass diese Entscheidung über Gewichtung und Priorisierumg einzelner Ziele tatsächlich auf der MV liegt. Ein erster Entwurf für diesen Jahresplangestaltung befindet sich ebenfalls im Forum.


Teil 3: Folgen und Dokumentation

 

Da es nicht jedermenschs Sache ist, für so einen Workshop zur Besprechung möglicher Anträge für eine Mitgliederversammlung eines Vereins nach Berlin zu fahren, haben wir uns bemüht, möglichst viel davon auch Online zu stellen: es gab zeitweise einen Livestream, zeitweise ein Etherpad und den größten Teil der Zeit waren Teilnehmerinnen und Teilnehmer im IRC-Chat erreichbar.

Deshalb noch einmal in Kürze alle Links zu weiterführenden Materialien und Dokumentation des Workshops:

* Die Workshopseite: Im Wikimedia-Forum (Anmeldung erforderlich, Vereinsmitgliedschaft nicht)
* Die On-Stage-Teile sind auf Youtube
* Die Slides zu Alice Wiegands Vortrag 
* Das Diskussionsprotokoll der Arbeitsgruppe Nicht-Jahresplan
* Der Vorschlag zum modularen Jahresplan 
* Einige Fotos auf Commons (und wie immer sind Wikipedianerinnen und Wikipedianer fotoscheu)




<script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
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by dirkfranke (noreply@blogger.com) at March 16, 2015 04:27 PM

March 15, 2015

Iberty

Materials on paid editing in Wikipedia

Resources for the Paid-Editing-panel at SXSW, March 13, 2015, but surely useful for anybody who cares about this topic:

 Wikipedia:Statement on Wikipedia from participating communications firms/info <script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
</noscript>

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at March 15, 2015 01:08 PM

March 14, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

March 13, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Improving data quality on Wikidata – checking what we have

German summary: Ein Team von Studenten des Hasso Plattner Instituts in Potsdam arbeitet aktuell mit Wikimedia Deutschland an Werkzeugen um die Datenqualität auf Wikidata zu verbessern und zu sichern. In diesem Beitrag stellen sie ihre beiden Projekte vor: die Prüfung von Wikidatas Daten auf Konsistenz mit sich selbst sowie die Prüfung von Wikidatas Daten gegen andere Datenbanken.

 

 Hello, we are the Wikidata Quality Team. We are a team of students from Hasso Plattner Institute in Potsdam, Germany. For our bachelor project we are working together with the Wikidata development team to ensure high quality of the data on Wikidata.

Wikidata provides a lot of structured data open to everyone. Quite a lot. Actually, they are providing an enormous amount of data approaching the mark of 13.5 million items, each of which has numerous statements. The data got into the system by diligent people and by bots, and neither people nor bots are known for infallibility. Errors are made and somehow we have to find and correct them. Besides erroneous data, incomplete data is another problem. Imagine you are a resident of Berlin and want to improve the Wikidata item about the city. You go ahead and add its highest point (Müggelberge), its sister cities (Los Angeles, Madrid, Istanbul, Warsaw and 21 others) and its new head of government (Michael Müller). As you do it the correct way, you are using qualifiers and references. Good job, but did you think of adding Berlin as the sister city of 25 cities? Although the data you entered is correct, it is incomplete and you have—both unwilling and unknowingly—introduced an inconsistency. And that’s only, assuming you used the correct items and properties and did not make a typo while entering a statement. And thirdly, things change. Population numbers vary, organizations are dissolved and artists release new albums. Wikidata has the huge advantage that this change only has to be made in one place, but still: Someone has to do it and even more importantly, someone has to become aware of it.

Facing the problems mentioned above, two projects have emerged. People using Wikidata are adding identifiers of external databases like GND, MusicBrainz and many more. So why not make use of them? We are developing a tool that scans an item for those identifiers and then searches in the linked databases for data against which it compares the items statements. This does not only help us verify Wikidata’s content and find mismatches that could indicate errors, but also makes us aware of changes. MusicBrainz is a specialist for artists and composers, GND for data related to people, and these specialists’ data is likely to be up to date. Using their databases to cross-check, we hope to be able to have the latest data of all fields represented in Wikidata.

The second projects focuses on using constraints on properties. Here are some examples to illustrate what this means:

  • Items that have the property “date of death” should also have “date of birth“, and their respective values should not be more than 150 years apart
  • Properties like “sister city“ are symmetric, so items referenced by this statement should also have a statement “sister city“ linking back to the original item
  • Analogously, properties like “has part” and “part of” are inverse and should be used on both items in a lot of cases
  • Identifiers for IMDb, ISBN, GND, MusicBrainz etc. always follow a specific pattern that we can verify
  • And so on…

Checking these constraints and indicating issues when someone visits an items page, helps identify which statements should be treated with caution and encourages editors to fix errors. We are also planning to provide ways to fix issues (semi-)automatically (e.g. by adding the missing sister city when he is sure, that the city really has this sister city). We also want to check these constraints when someone wants to save a new entry. This hopefully prevents errors from getting into the system in the first place.

That’s about it – to keep up with the news visit our project page. We hope you are fond of our project and we appreciate your feedback! Contact information can also be found on the project page.

by Lydia Pintscher at March 13, 2015 03:25 PM

Die längste These der Welt. Das Leistungsschutzrecht badet lau in Düsseldorf

Düsseldorfer Landtag, Saal für Ausschüsse. Foto: Mbdortmund, Free Art License / via Wikimedia Commons

Vater Rhein, viel gepriesen und besungen, eignet sich nicht für Turbulenzen. Auch die Bewohner rechts und links seiner Auen gelten gemeinhin als äußerst freundliche und gesellige Menschen, denen stärker an obergärigen Getränken als an obertourigen Gesetzesfolgendebatten gelegen ist. Doch hier macht das Leistungsschutzrecht für Presseverleger (LSR) einen Strich durch die Rechnung. Denn es zwingt die Rheinländer zur Auseinandersetzung mit einer Sache, die irgendwo oben, im Sibirien Deutschlands (K. Adenauer), verbockt wurde. Aber schön der Reihe nach.

Mit dem LSR, das am 1. August 2013 in Kraft trat, wurde Presseverlagen das ausschließliche Recht eingeräumt, ihre Texte zu gewerblichen Zwecken im Internet zu veröffentlichen. Suchmaschinenbetreiber und Aggregatoren wurden damit lizenzpflichtig. Durch die in letzter Minute hineinverhandelte Einschränkung, dass weder „einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte“ davon betroffen seien, wurde der eigentliche Schutzgegenstand dennoch sehr unbestimmt belassen. Christoph Keese, Cheflobbyist des Springer-Konzerns, gab gegenüber dem Medienjournalisten Stefan Niggemeier jüngst seine Interpretation ab, dass auch Überschriften durchaus schutzfähig “im Sinne des Gesetzes” sein könnten. Die Konfusion könnte kaum größer sein.

Entkernt und einzigartig

Wikimedia Deutschland beschäftigt sich mit dem LSR seit seeeehr langer Zeit. Bei Veröffentlichung des ersten Referentenentwurfs im Jahr 2012 äußerten wir unsere Sorge vor möglichen Kollateralschäden für die Belegpraxis in Wikipedia. So sahen wir die  Problematik “betexteter” Weblinks, die trotz höchstinstanzlich garantierter Linkfreiheit plötzlich unter den Schutzumfang des LSR fallen könnten. Auch Schutzrechtsberühmungen bei Neukompositionen von Presse- und Wikipedia-Inhalten schienen uns ein sehr realistisches Szenario zu sein.

Als es in die chaotische Endphase des Gesetzgebungsprozesses ging, stellte mein Kollege Mathias Schindler hier im Blog die Gretchenfrage: “Sind Wikipedia und ihre Schwesterprojekte von diesem LSR direkt und unmittelbar betroffen? Nein, vermutlich nicht (…) Ob dennoch ein Verlag Anstoß an einer Handlung nimmt und versucht, sein Verbotsrecht durchzusetzen, weiß auch unsere Glaskugel nicht.” Gestützt auf die Befunde renommierter Fachwissenschaftler kritisierte er die Einführung “eines unsinnigen, entkernten, weltweit einzigartigen und rechtssystematisch problematischen Gesetzes”. Danach hätte man eigentlich zur Tagesordnung übergehen können.

Wie du mir, so ich dir

Was allerdings nach Inkrafttreten des Gesetzes geschah, kann man nur als Politsatire bezeichnen: So erhielt Google zunächst eine Gratislizenz von den größeren Verlagen (u.a. Burda und Springer), nachdem der Suchmaschinenriese unverhohlen mit deren Auslistung gedroht hatte. Die Verlage organisierten daraufhin die Wahrnehmung ihrer Ansprüche in der eigens zu diesem Zweck gegründeten VG Media. Diese veröffentlichte im Juni 2014 einen recht sportlichen Tarif (bis zu elf Prozent der Bruttoumsätze). Folgerichtig eskalierte die Situation. Google verweigerte weitere Verhandlungen, Webportale wie GMX, web.de und T-Online zeigen seitdem keine Suchresultate der in der VG Media vertretenen Verlage mehr an.

Über die Ansprüche der Wahrnehmungsberechtigten muss nun das Schiedsgericht des Deutschen Marken- und Patentamts entscheiden. Weitere Instanzen bis zum BGH sind wahrscheinlich. Zugleich strengten die Verlage bereits im letzten Jahr eine Überprüfung wegen des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung durch Google beim Bundeskartellamt an. Dieses sah jedoch keine Möglichkeit zur Verpflichtung des Unternehmens “zum entgeltlichen Erwerb von Leistungsschutzrechten” und wird nun umgekehrt untersuchen, ob die selektive Erteilung von Gratislizenzen womöglich wettbewerbswidrig war. Als wäre das alles nicht kompliziert genug, hat Google-Konkurrent Yahoo eine Verfassungsbeschwerde eingelegt.

Europa drängt, NRW bremst

Christoph Keese, Cheflobbyist von Springer, sieht die “Stunde der Judikative” gekommen. Er sitzt zusammen mit Valentina Kerst (Vorstandsmitglied bei D64), zwei Vertretern des Zeitungsverlegerverbands NRW und mir als Verteter von Wikimedia Deutschland in einem Sitzungssaal, der den Blick auf die nahe Rheinkniebrücke freigibt. Wir sind als Sachverständige geladen, um alte Kontroversen zu befeuern, die bereits die europäische Ebene erfasst haben. So ließ Günter Oettinger jüngst eine gewisse Sympathie für ein gesamteuropäische Lösung – eventuell ausgestaltet als Schrankenbestimmung – erkennen. Erwartungsgemäß wünscht sich auch Kesse “ein deutlich stärkeres und weitreichenderes Leistungsschutzrecht auf europäischer Ebene”. Merke: Etwas, das in Deutschland komplett baden ging, soll nun auch in anderen Ländern als Rettungsring für die darbenden Presseverlage dienen.

Im Ausschuss für Kultur und Medien des nordrhein-westfälischen Landtags wurde gestern ein Antrag der Piratenfraktion behandelt, der die sofortige Abschaffung des LSR fordert. Doch die Hoffnungen auf eine politische Initiative auf Länderebene wurden von verschiedenen Vertretern der anderen Fraktionen gebremst. Dadurch, dass im Koaltionsvertrag der schwarz-roten Bundesregierung ohnehin eine Evaluierung des LSR vereinbart ist, ergibt sich eine politische Atempause. Folgerichtig interessieren sich die meisten Abgeordneten mehr für die dargebotenen Kuchen als für die Feinheiten im Immaterialgüterrecht. Die Fragerunde läuft etwas gehetzt ab, Keese muss zum nächsten Termin. Dass er zuvor noch den auf Creative-Commons-Lizenzen gemünzten Satz “NC ist kaum nutzbar” im Plenum hinterlassen hatte, wird ihm von einigen Beteiligten hoch angerechnet.

In unserer vorab zugesandten Stellungnahme habe ich versucht, vor allem die möglichen Effekte neuer und undurchdachter Schutzrechte für Open-Content-Plattformen herauszustellen. Allen Sachverständigen wurden zu Beginn der Sitzungen drei Minuten zugebilligt, um ihre Punkte anzubringen. Daher habe ich mich auf fünf Thesen zum LSR beschränkt, zu denen es aus allen Fraktionen Nachfragen gab:

  1. Bücher und Zeitungen sind unverzichtbare Bestandteile für den Aufbau einer digitalen Wissensallmende. Gerade bürgerschaftliche, konzernunabhängige Informationsplattformen wie Wikipedia belegen ihre Einträge mit journalistischen Produkten als wesentlichen Sekundärquellen. Rückt diese Referenzierungsarbeit in rechtsunsichere Gefilde, wird die Abkehr vom Informationsangebot der Zeitungen noch zusätzlich beschleunigt.
  2. Das LSR ist nicht nur ein „Schuss in den Ofen“, sondern es wurde damit schlicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Schutzrechte im Bereich des geistigen Eigentums tendieren heute in wachsendem Umfang dazu, ihre eigene Idee zu pervertieren: Denn immer weniger geht es darum, Anreize für kulturelle Wertschöpfung zu bilden, sondern Verbote in vormals verbotslosen Zonen zu etablieren. Dies hat allerdings negative Konsequenzen für die Innovationsdynamik am Wirtschaftsstandort Deutschland.
  3. Das LSR ist systemfremd, weil es gerade nicht gegen die widerrechtliche Aneignung bzw. Piraterie urheberrechtlich geschützter Inhalte gerichtet ist. Zudem ist es ein handwerklich schlecht gemachtes Gesetz, das mit einer Fülle von unbestimmten  Rechtsbegriffen operiert. So ist z.B. bis heute nicht hinreichend deutlich, worin die “redaktionell-technische Festlegung” durch Verlage überhaupt besteht. Wenn damit die Bündelung von Inhalten gemeint ist, so betreiben Hyperlinks und Filtermechanismen das genaue Gegenteil: die Entbündelung. Die gesetzgeberische Einschränkung, dass “einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte” vom LSR nicht erfasst werden, hat die Interpretationsspielräume nicht beseitigt.
  4. Fraglich ist, ob das LSR durch seine Abgrenzungsschwierigkeiten zu urheberrechtlichen Eigentumsrechten nicht sogar Schutzrechtsberühmungen Vorschub leistet. Erhalten Presseverlage ein Ausschließlichkeitsrecht auch auf Neukompositionen, die sich maßgeblich gemeinfreier oder frei lizenzierter Inhalte bedienen? Gerade weil der Gesetzgeber sich um diese konkreten Szenarien herumgedrückt hat, ist absehbar, dass die wesentlichen Profiteure des LSR nicht in erster Linie die Presseverlage, sondern vor allem jene Abmahnkanzleien sein werden, die parteiübergreifend als eine der Hauptursachen für die Akzeptanzkrise des Urheberrechts gelten.
  5. Alle Versuche, Intermediäre im Internet über einen Kamm zu scheren, sind von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Ist Wikipedia nun ein manueller Aggregator von Informationen? Oder gar eine Suchmaschine? Oder eher ein “bei Würdigung der Gesamtumstände überwiegend verlagstypisches” Produkt, das die gedruckten Enzyklopädien schleichend ersetzt hat? Vermutlich stimmt alles irgendwie zum Teil. Aber diese definitorische Unsicherheit ist eben symptomatisch für eine medientechnologische Umbruchssituation, in der sich ständig neue Verkehrwege von Informationen herstellen. Es ist vor diesem Hintergrund geradezu fahrlässig, mit den Mitteln des Urheberrechts Festlegungen zu vollziehen, die der aktuellen Entwicklungsdynamik im Internet überhaupt nicht gerecht werden.

Im Gesamtergebnis ist das LSR in seiner vorliegenden Form abzulehnen, weil es eher neue Risiken eröffnet als das zugrundeliegende Strukturproblem – die Dominanz von Google auf dem deutschen Online-Werbemarkt – zu lösen vermag. Realpolitisch besteht jedoch wenig Aussicht auf Hoffnung, dass die Große Koalition ihren Fehler aus der vergangenen Legislaturperiode anerkennt und hier eine rasche Rücknahme des Gesetzes anstrebt. Den reformwilligen Landesregierungen ist daher zu empfehlen, die im schwarz-roten Koalitionsvertrag versprochene Evaluierung des LSR einzufordern, um daraus auch Rückschlüsse für regionale Medienmärkte zu ziehen. Dennoch wird es mit den Mitteln der Politik nicht möglich sein, die dringend anstehende gesellschaftliche Debatte über die Anforderungen und Refinanzierungswege von künftigem Qualitätsjournalismus gewissermaßen auszusitzen. Aus Verbraucherperspektive wären kluge Rahmensetzungen für den Erhalt eines vielfältigen Ökosystems für unterschiedliche Publikationsformen und -kanäle sicherlich erstrebenswert.

 

by Jan Engelmann at March 13, 2015 08:42 AM

March 12, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Wikimedia:Woche 9/2015

Hier kommt die neunte Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

Foundation und Organisationen

Klage gegen NSA

Die WMF kündigte am Dienstag eine Klage gegen das Justizministerium und die Geheimdienstbehörde NSA an, da deren Spionageprogramme verfassungswidrig seien.

Inspire-Kampagne zur Steigerung der Geschlechteridentität

Mit der Inspire-Kampagne sammelt die Wikimedia Foundation bis Ende März Ideen zur Steigerung der Geschlechtervielfalt in der Wikipedia. Bisher sind 115 Ideen eingegangen.

Neuer Vorstand bei WMDE

Das Präsidium von Wikimedia Deutschland berief Christian Rickerts zum Vorstand. Die Entscheidung hatte das Präsidium einstimmig beschlossen und folgte damit der ebenfalls einstimmigen Empfehlung der Übergangskommission. Christian wird seine Vorstandsaufgaben ab dem 1. Mai 2015 übernehmen.

1. Klausur des neuen Präsidiums

Das 4. Präsidium von Wikimedia Deutschland hielt am 7. Februar seine erste Klausur. Dabei wurden eine neue Ausschuss-Struktur und die ersten Ziele des Präsidiums beschlossen.

 Vorläufige Tagesordnung für MV veröffentlicht

Für die 16. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland am 18. März liegt nun ein Vorschlag für die Tagesordnung vor.

 Ergebnis des Governance Review

Am 24. Mai 2014 hatte die 14. Mitgliederversammlung beschlossen, WMDE einem unabhängigen “Governance Review” zu unterziehen, um die Strukturen, Regeln und Prozesse von Wikimedia Deutschland nach mehr als 10 Jahren Vereinsgeschichte auf den Prüfstand zu stellen. Der Bericht der externen Gutachter liegt nun vor und kann im Forum eingesehen werden.

Arbeitsgruppe Partizpation

Wikimedia Deutschland sucht vier Mitglieder für die Arbeitsgruppe Partizipation zur Verbesserung der Beteiligungsmöglichkeiten im Verein.

Geförderte Projekte aus den Communitys im Februar

Die Ideenförderung von Wikimedia Deutschland veröffentlichte die geförderten Projekte aus den Communitys im Februar 2015.

Projekte und Initiativen

Internationaler Edit-a-thon

Bei einem internationalen Edit-a-thon am 7. und 8.3. wurden 334 Wikipedia-Artikel über Künstlerinnen angelegt.

Geschlechteridentität in der Wikipedia

Amanda Menking veröffentlichte im Blog der Wikimedia Foundation einen Beitrag zur Geschlechteridentität.

Neuer Meilenstein auf Commons erreicht

Wikimedia Commons erreichte mit 25 Millionen Dateien einen neuen Meilenstein.

Technik

Tech on Tour gestartet

Am 10.3. startete “Tech on Tour” mit einer Veranstaltung im Lokal K. Weitere Städte folgen. Auf den Veranstaltungen werden der Stand der Dinge bei der Technischen Wünscheliste vorgestellt und Bedarf und Ideen rund um technische Unterstützung für Community-Projekte diskutiert.

Integration von Wikidata in Beobachtungsliste

Die Wikidata-Entwickler möchten die Integration von Wikidata in die lokale Beobachtungsliste verbessern und fragen dazu nach Wünschen, Ideen und Vorschlägen:

Termine

Wikimedia-Hackathon

Am 5.3. startete die Registrierungsphase für den Wikimedia-Hackathon in Lyon. Auch in diesem Jahr werden wieder Stipendien vergeben. Wikimedia Deutschland beteiligt sich ebenfalls an dem Stipendien-Fonds.

10. Wikipedianischer Salon

Der zehnte Wikipedianische Salon am 19.3. steht unter dem Motto Wikipedia und die Sprache der Männer.

Wikidata

Zwei Veranstaltungen rund um Wikidata stehen an: Im Lokal K in Köln wird es am 17.3. eine Einführung in Wikidata für Wikipedianer geben. In Berlin findet am 24.3. ein Wikidata Edit-a-thon statt.

Opening up science, crosing borders

Unter dem Motto “Opening up science, crossing borders” wird am 24.3. in Hamburg einen über Offene Wissenschaft diskutiert. Die Anmeldung für das Barcamp Science 2.0 ist jetzt offen.

ABC des Freien Wissens

Beim ABC des Freien Wissens wird am 26.3. das Thema “G=Grundeinkommen. Eine Antwort auf die digitale Krise des Urheberrechts?” behandeln.

Workshop zur Weiterentwicklung der Förderung

Wikimedia Deutschland lädt zur Teilnahme an dem kommenden 3. Workshop zur Weiterentwicklung der Förderung am 28./29.3. ein.

Ideenwerkstatt WMAT

Außerdem lädt Wikimedia Österreich für den 18.4. zur jährlichen Ideenwerkstatt ein.

Lydia Pintscher bei linux.com

Auf der Seite linux.com, von der Linux Foundation, wurde ein Artikel über Lydia Pintscher und ihre Arbeit bei KDE veröffentlicht.

Wikimedia Conference

Die internationale Wikimedia Conference 2015 findet vom 15.-17.5. in Berlin statt.

Im Vorfeld der Conference wird es auch wieder eine zweitägige Pre-Conference mit Vorträgen und Workshops zu Evaluation / Program Design geben.

Wiki loves monuments

Zum fünften Mal findet in diesem Jahr der internationale Fotowettbewerb „Wiki Loves Monuments“ (WLM) statt. Als Auftakt für den deutschen Teil dieses größten Fotowettbewerbs der Welt, wird am 19./20.3. in Wiesbaden eine Kick-off-Veranstaltung in Form eines Workshops stattfinden.


 

Das war die 9. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015, die nach einer einwöchigen Pause nach der letzten Ausgabe bis auf Weiteres durch das Team Ideenförderung fortgeführt wird.

Dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter soll Faszinierendes, Amüsierendes und Anregendes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahe bringen und zum Weiterlesen anregen.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Auch kannst du hier gerne jederzeit selbst Einträge verfassen. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

by Nicolas Rueck at March 12, 2015 03:38 PM

Monsters of Law Nr. 5: Wiki-Immunity – Bleibt die Wikipedia in Deutschland rechtlich geschützt?

Dies ist ein Gastbeitrag von Lukas Mezger (Benutzer:Gnom), Präsidiumsmitglied von Wikimedia Deutschland e. V.

Foto von Christopher Schwarzkopf, CC-BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Wikipedia beschreibt nicht nur archäologische Stätten, U-Bahnhöfe und Leuchttürme – die deutschsprachige Version enthält mittlerweile weit über eine halbe Million Biografien. Aber was kann ich eigentlich tun, wenn eine unzutreffende Behauptung in “meinem” Wikipedia-Eintrag steht? Was, wenn dieser vermeintlich durch Quellen belegte Fakt mein Ehrgefühl verletzt oder negative Konsequenzen für mein Berufs- oder Privatleben bedeutet? Und wie kann geprüft werden, was im öffentlichen Interesse in der Wikipedia stehen sollte und ab wann die Grenze zur Übertretung der Privatsphäre erreicht ist?

Wer kann für Falschbehauptungen in Wikipedia belangt werden?

Am 5. März sprach Jan Mönikes, Rechtsanwalt und Experte für Urheber-, Medien- und IT-Recht, über die heutige rechtliche Situation und mögliche Veränderungen der Haftung für die deutschsprachige Wikipedia. Mönikes befasst sich bereits seit Jahren mit Durchsetzbarkeit von äußerungsrechtlichen Urteilen “gegen Wikipedia”. Er erklärte, dass sich bei der Beantwortung der Frage, wer zur Rechenschaft gezogen werden kann, wenn in einem Eintrag getroffene Aussagen zum Gegenstand einer juristischer Prüfung werden, das Phänomen der “Wiki-Immunity” ergibt (hier die Vortragsfolien).

 Die Ausgangssituation ist schnell beschrieben: Ein anonymer, freiwilliger Wikipedia-Nutzer begeht – entgegen den Regeln der Autorengemeinschaft – eine Persönlichkeitsrechtsverletzung in einem Artikel. Das kann durch Falschbehauptungen oder aber auch durch wahre, aber dennoch rechtsverletzende, weil private Informationen geschehen. Gegen diesen Autor kann der Betroffene nicht vorgehen, wenn ihm seine Identität nicht bekannt ist. Auch der Verein Wikimedia Deutschland e.V. ist kein geeigneter Anspruchsgegner, weil er auf Wikipedia selbst keinen Einfluss hat und damit nicht als so genannter Störer in Frage kommt.

Jan Mönikes sprach über die heutige rechtliche Situation und mögliche Veränderungen der Haftung für die deutschsprachige Wikipedia, Foto von Christopher Schwarzkopf, CC-BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Der gute Wille unter der Sonne Kaliforniens

Der Betroffene muss rechtlich gegen die Betreiberin der Wikipedia, die Wikimedia Foundation mit Sitz in den USA vorgehen – dabei stellt sich als erste Frage, ob er dies in Deutschland oder in Kalifornien tun sollte. An beiden Orten gibt es zuständige Gerichte und auf den Fall anwendbares staatliches Recht.

Geht man von der näher liegenden Variante einer Klage in Deutschland aus, so müsste ein entsprechendes Urteil eines hiesigen Gerichts dann in den USA vollstreckt werden. Dazu müsste das deutsche Urteil von einem kalifornischen Gericht anerkannt werden. Dies scheitert aber daran, dass das amerikanische Recht ein umfassendes Providerprivileg kennt, nach dem der individuelle Nutzer und eben nicht der Website-Provider als Störer in Anspruch genommen werden muss. Im Ergebnis hängt die Erfüllung des vor dem deutschen Gericht rechtskräftig festgestellten Anspruchs also vom “guten Willen” der Wikimedia Foundation ab.

Von Vollstreckungsabkommen und Klarnamenspflicht

Die Alternative, eine Klage nach amerikanischem Recht vor einem Gericht in Kalifornien müsste daher im ersten Schritt auf Herausgabe der Nutzerdaten durch die Wikimedia Foundation lauten, aufgrund dieser man dann den Nutzer in Deutschland über seinen Internetanbieter ermitteln und verklagen könnte. Auch hier müsste ein deutsches Gericht das ausländische Urteil anerkennen. Das wird es jedoch nicht tun, denn das deutsche Presserecht gestattet in diesem Fall – anders als im Urheberrecht – die Herausgabe von Nutzerdaten nicht. Dem Betroffenen verbleibt wieder nur, auf den “guten Willen” der Autorengemeinschaft bei der Korrektur des Artikels zu hoffen.

In der Folge gewinnt der Betroffene also sowohl bei einer Klage in den USA als auch bei einer Klage in Deutschland, kann sie aber in beiden Fällen nicht vollstrecken – diese Situation nennt Jan Mönikes “Wiki-Immunity”. Ein solches Scheitern der Durchsetzung des Rechts ist freilich  rechtsstaatlich nicht hinnehmbar. Der Vortrag diskutierte daher verschiedenste Möglichkeiten zur Lösung des Problems: von Vollstreckungsabkommen über Netzsperren und eine Klarnamenspflicht im Internet bis hin zur Ausweitung der Störerhaftung nach dem Vorbild der Google-Spain-Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs.

Fazit und Ausblick

Abschließend betonte Jan Mönikes die Verantwortung der Wikipedia-Autorengemeinschaft zur Selbstregulierung und damit zum Schutz der Rechte der Betroffenen. So könne Wikipedia als Online-Enzyklopädie als vertrauenswürdige und rechtssichere Institution erhalten bleiben. Im Anschluss ergab sich insbesondere zur Frage der Vollstreckung in Deutschland eine interessante Diskussion.

Die Veranstaltung in voller Länge kann hier angeschaut werden:
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Die nächste Veranstaltung von Monsters of Law findet am Donnerstag, den 28. Mai statt.
Referent wird Dr. Ansgar Koreng sein.

Links:

by Lilli Iliev at March 12, 2015 08:13 AM

March 10, 2015

Archivalia (Benutzer:Historiograf)

Wikimedia Deutschland Blog

Geförderte Projekte aus den Communitys im Februar 2015

Die folgende Liste führt eine chronologische Übersicht ausgewählter Aktivitäten aus der Ideenförderung im Februar. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

04.02.: German Masters

German Masters, Foto: LezFraniak, CC-BY-SA 4.0

Commons-Fotografen waren auf dem diesjährigen Profi-Snookerturnier German Masters zugegen. Die Bilder sind nach Tagen geordnet auf Commons zu finden. Somit sind alle Turniere die seit 2011 im Berliner Tempodrom stattgefunden hatten, fotografisch auf Commons dokumentiert.

04.02.: Women Edit Februar

Neben dem monatlichen Treffen der Wikipedianerinnen, das in diesem Monat am 4. Februar in der Berliner Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland statt fand, konnten sich Teilnehmerinnen mit Organisatorinnen des Art+Feminism projects vernetzen, die für den 7. und 8. März einen Edit-a-thon in Berlin organisieren.

E-Litstip Italienische Charts

Für den Ausbau von Artikeln zu italienischer Musik wurde im Rahmen des Förderprogramms eLitstip ein Zugang zur Online-Datenbank von Musica e dischi an den Wikipedia-Benutzer XanonymusX vergeben.

05.02.: Wikipedia-Sprechstunde Bibliothek Hamburg

Jeweils am 1. Donnerstag im Monat stehen erfahrene Wikipedia-Autorinnen und -Autoren in der Bibliothek Hamburg für Fragen rund um Wikipedia zur Verfügung, geben Tipps und Hilfestellung für interessierte Neuautoren und vieles mehr. Die Veranstaltung ist öffentlich und richtet sich an alle Interessierten und die Besucher der Bücherhalle. (weitere Informationen)

06.02.: Digitalisierung Halbjahresband antiquarische Zeitschrift

Der gebundene Halbjahresband einer Zeitung von 1872 wurde von Bernd Schwabe in Hannover digitalisiert und wird demnächst auf Commons verfügbar sein.

06.02.: E-Litstip The Jazz Discography

Auch im Jahr 2015 steht die Online-Datenbank „The Jazz Discography“ wieder Wikipedianern für ihre Recherchen zur Artikelarbeit offen. Hierzu wurden der Zugang für die Autoren Freimut Bahlo und Claude J für das laufende Jahr erneuert. Für welche Artikel der Datenbankzugang bisher genutzt wurde ist in der Wikipedia dokumentiert.

08.02.: Stammtisch Bautzen

Fünf Wikipedianerinnen und Wikipedianer trafen sich am 8. Februar in der Lessingstadt Kamenz in der westlichen Oberlausitz. Teil des Programms war eine öffentliche Führung durch die Sonderausstellung „Burgunden und Vandalen“ im Elementarium – Museum der Westlausitz. Der vollständige Bericht ist hier zu lesen.

10.02.: Denkmallandschaft Bautzen

Am 10. Februar startete das von Bernd Gross initiierte Projekt „Denkmallandschaft Bautzen“, mit dem Ziel, die Denkmallisten der 25 Stadt- und Ortsteile von Bautzen anzulegen und mit einer geplanten individuellen zweitägigen Fototour einen Grundstock für die Bebilderung zu legen. Die Sächsische Zeitung berichtete über den „Denkmal-Sammler“ in einem Artikel vom 24. Februar. Ein weiterer Artikel erschien am 1. März in der Morgenpost am Sonntag mit der Schlagzeile „Er jagt Sachsens Denkmäler“.

13.02.: Offenes Editieren Stuttgart

Offenes Editieren in Stuttgart, Foto: RaBoe, CC-BY-SA 3.0 DE

Das zweite offene Editieren in Stuttgart fand hohen Zuspruch, so dass der Raum recht gut belegt war. In praxisorientierter Weise wurden Benutzerfragen zum Thema Wikidata beantwortet, verschiedene Edits an diversen Objekten durchgeführt und nützliche Tools vorgestellt. Der vollständige Bericht kann hier nachgelesen werden.

14.02.: Eröffnung Kontor Hamburg

Eröffnungsfeier Kontor Hamburg, Foto: Andreas Möllenkamp, CC-BY 3.0

Am 14. Februar fand die offizielle Eröffnungsfeier des neuen lokalen Community-Raums, dem Kontor Hamburg statt, bei dem neben Gästen aus Hamburg und den benachbarten Bundesländern auch Besucher aus Nordrhein-Westfalen und Berlin anwesend waren. Der vollständige Kurzbericht befindet sich hier.

14.2.: Stammtisch Braunschweig

Beim Stammtisch in Braunschweig war Georg Ruppelt, der Direktor der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, zu Gast. Themen des Abends waren unter anderem: Die Entdeckung des bis dato unbemerkt gebliebenen LiteraturgenresRentnerliteratur“, wobei die Frage letztlich nicht abschließend geklärt werden konnte, ob dies Literatur „für“ oder „von“ Rentner(n) sei. Des Weiteren wurde über Science-Fiction-Autoren wie Jules Verne oder den Braunschweiger Bruno S. Wiek diskutiert, der den Gästen unbekannt war. Hier geht’s zum ganzen Bericht.

19.02.: Fotoprojekt Rennrodelweltcup Altenberg

Aufnahmen beim Rodelweltcup Altenberg, Foto: Marcus Cyron, CC-BY 4.0

Vom 19. bis 22. Februar waren DerHexer und Marcus Cyron in Altenberg, um beim dortigen Rennrodel-Weltcup zu fotografieren. Ein ausführlicher Bericht des Fotoprojekts ist im Wikipedia-Kurier nachzulesen. Es entstanden ca. 5000 Aufnahmen. Alle Bilder stehen auf Commons zur Verfügung. In der Community wurde anschließend über eine „Best Practice bei der Photoauswahl und -aufbereitung“ diskutiert.

20.02.: Marjorie-Wiki/PrePedia Server-Umzug

Die Wiki-Projekte der PrePedia-Gemeinschaft (Marjorie-Wiki, Film-Wiki, polnische PrePedia, Heraldik-Wiki und andere) zogen im Februar auf einen neuen Server. Die Server-Kosten werden von Wikimedia Deutschland getragen.

20.02.: Stammtisch Münsterland

In Münster kam eine Runde lokaler Wikipedia-Autoren zum gemeinsamen Austausch in einem Café am Domplatz zusammen. Weitere Informationen sind auf der Veranstaltungsseite zu finden.

21.02.: Festivalsommer-Workshop

Im Lokal K trafen sich Fotografen des Festivalsommers zu einem Workshop, um sich über Themen rund um die Konzertfotografie auszutauschen, das Projekt im Jahr 2015 zu planen, und organisatorische Fragen zu besprechen. Laut des Programmplans des Wikipedia-Festivalsommers, verspricht auch das Festivaljahr 2015 wieder äußerst interessante freie Aufnahme von Musikern und Musikerinnen jeglicher Stilrichtungen.

24.02.: Fotoprojekt Messe Embedded World

Der Benutzer Ordercrazy war als Wikipedianer auf der Fachmesse Embedded World in Nürnberg akkreditiert, um wie auch im vergangenen Jahr Fotoaufnahmen für Wikimedia Commons bereitstellen zu können.

26.02.: Dreiband Billiard WM Viersen

LezFraniak und Carambol waren gegen Ende des Monats ebenfalls als Fotografen für die Wikipedia unterwegs. Auf der Dreiband-WM in Viersen konnte der bisher rare Bildbestand mit Spielern aus Asien und Südamerika und des Veranstaltungsortes. Die Veranstaltung bot außerdem die Möglichkeit zwecks Bildfreigaben mit dem Deutschen Billardverband (DBU) in Kontakt zu treten. Die Bilder werden auf dieser Seite zu finden sein. Mit den German Masters (siehe oben) wurden somit gleich zwei wichtige Billard-Veranstaltungen im Februar für die Bebilderung der Wikipedia und das freie Medienarchiv Commons besucht.

Dreiband Billiard WM Viersen, Foto: LezFraniak, CC-BY-SA 3.0

26.02.: Offenes Editieren Berlin Februar

Natürlich fand im Februar auch wieder das Offene Editieren in Berlin statt. Dazu treffen sich jeden letzten Donnerstag im Monat Wikipedianerinnen und Wikipedianer in der Berliner Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland zum gemeinsamen Bearbeiten der Wikipedia und einem generellen Austausch zu laufenden Projekten und aktuellen Diskussionen.

26.02.: Stammtisch Bremen

Ebenfalls zu den regelmäßig stattfindenden lokalen Community-Treffen gehört der Wikipedia-Stammtisch in Bremen, der von Wikimedia-Deutschland mit der Community-Versicherung unterstützt wird. Informationen zu der wiederkehrenden Veranstaltung finden sich auf der Projektseite.

27.02.: AdminCon

Über 40 der ehrenamtlich tätigen Administratorinnen und Administratoren der Wikipedia trafen sich zu einer Fachtagung in Oer-Erkenschwick. Das umfangreiche Programm beinhaltete Themen wie die nichtadministrative Konfliktbewältigung, den Adminalltag in den Wikipedien in Regional- und Minderheitensprachen und spezielle technische Fragen. Protokolle und weitere Informationen sind über die Projektseite zu finden. Über das Treffen berichtete die Recklinghäuser Zeitung am 2. März unter dem Titel „Fehler haben kaum eine Überlebenschance – Wikipedianer erzählen/Treffen in Oer-Erkenschwick“.

27.02.: Videoprojekt 1. Swiss Open Cultural Data

Filmaufnahmen entstanden im Februar auf dem 1. Swiss Open Cultural Data Hackathon. Der Hackathon wird von der Open Knowledge Foundation Schweiz und einigen anderen schweizer Open Data, FreeSoftware und Open Knowledge-Organisationen organisiert. Bei der verwendeten Kamera handelt es sich um eine professionelle Filmkamera, die freiwilligen Wikipedianerinnen und Wikipedianer zur kostenlosen Leihe aus dem Technikpool von Wikimedia Deutschland zur Verfügung steht.

28.02.: 3. Wiktionary-Treffen

3. Wiktionary-Treffen, Foto: Hubertl, CC-BY-SA 4.0

Aktive aus dem freien Wörterbuch Wiktionary trafen sich zum Ende des Monats in Wien zum 3. Wiktionary-Treffen. Das Programm erstreckte sich über zwei Tage. Behandelt wurden Themen wie Wikidata, das Einsprechen von Hörbeispielen oder allgemeine Fragen zur Arbeit an einem freien Wörterbuch. Weitere Informationen gibt es auf der Projekt- und Planungsseite.

28.02.: Geschichtsmarkt Dresden

Wikipedia auf dem Geschichtsmarkt Dresden, Foto: Conrad Nutschan, CC-BY-SA 4.0

Mittlerweile im vierten Jahr in Folge beteiligten sich Wikipedianer am Geschichtsmarkt in Dresden, diesmal zum Thema „Die Geschichte von Bildung und Wissenschaft in Dresden“. Der Wikipedianer Conny hielt außerdem einen Vortrag über das „Zitieren und Bearbeiten von Geschichtsthemen in Wikipedia“. Eine Übersicht der bisherigen Geschichtsmärkte mit Beteiligung durch Wikipedianer ist hier zu finden.

28.02.: Stammtisch Sauerland

Das 33. Sauerland-Treffen der Wikipedianerinnen und Wikipedianer führte die Aktiven diesmal unter anderem ins Heimatmuseum Niederense und zum Hof Münstermann in Obersee. Die Bilder und Artikel die während und nach dem Ausflug entstanden sind, sowie ein ausführlicher Bericht, sind hier zu finden.

by Nicolas Rueck at March 10, 2015 01:00 PM

March 06, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Vier Mitglieder zur Verbesserung der Beteiligungsmöglichkeiten im Verein gesucht!

Die Beteiligung von Mitgliedern am Vereinsleben ist einer der wichtigsten Grundsteine für die Arbeit von Wikimedia Deutschland. Wie können wir erreichen, dass sich noch mehr Mitglieder an den Entscheidungen des Vereins beteiligen und sich aktiv im Verein engagieren? Um Antworten auf diese Frage zu finden und die Beteiligungsmöglichkeiten im Verein gezielt zu verbessern, hat die letzte Mitgliederversammlung die Einrichtung einer permanenten Arbeitsgruppe beschlossen. So sollen Mitglieder des Vereins selbst daran mitwirken können, Vorschläge für neue und erfolgreiche Beteiligungsformen zu entwickeln.

Daher sucht Wikimedia Deutschland nun

Vier Mitglieder für die Arbeitsgruppe Partizipation

Als Mitglied dieser Arbeitsgruppe hast du folgende Aufgaben:

  1. Die Wahlordnung regelmäßig auf ihre Praktikabilität, ihre Akzeptanz und ihre Wirkung auf die Beteiligung der Mitglieder an Wahlen und Abstimmungen zu evaluieren.
  2. Maßnahmen zur Stärkung der Mitgliederbeteiligung zu erarbeiten, sie den Organen des Vereins zur Umsetzung vorzuschlagen und deren Umsetzung zu begleiten und zu evaluieren.
  3. Die Mitglieder regelmäßig nach weiteren Möglichkeiten zur Steigerung der Beteiligung an Entscheidungsprozessen zu befragen.
  4. Auf jedem weiteren Wege die Stärkung der Mitgliederbeteiligung zu unterstützen und zu fördern.

Die Wahl findet auf der 16. Mitgliederversammlung am 18. April 2015 für ein Jahr statt. Ein weiteres Mitglied der AG wird vom Präsidium ernannt.

Du hast Interesse an Fragestellungen der Partizipation und an der Verbesserung von Strukturen und Prozessen, in denen Mitglieder ihre Ideen, Vorstellungen, Wünsche und Kritik aktiv in die Arbeit unseres Vereins einbringen können? Dann freuen wir uns über deine Bewerbung bis zum 20. März an mv@wikimedia.de!

Kandidieren können alle aktiven Vereinsmitglieder. Aber: Falls du ein Fördermitglied bist, besteht die Möglichkeit, in eine aktive Mitgliedschaft zu wechseln. Falls du noch gar kein Vereinsmitglied bist, kannst du einen Antrag zur Aufnahme als aktives Mitglied stellen. Bitte nehme in beiden Fällen möglichst frühzeitig Kontakt zu mv@wikimedia.de auf.

Weitere Informationen findest du auch hier.

by Tim Moritz Hector at March 06, 2015 09:05 AM

Festivalsommer

70.000 tons in der Karibik und Eurovision Song Contest – Erste Highlights aus dem Festivalsommer 2015

Während ganz Deutschland vor der Mattscheibe sitzt und mitfiebert, wer in diesem Jahr zum Eurovision Song Contest nach Wien fahren darf, ist der Fotograf MarkusFelix vom Wikipedia:Festivalsommer bereits seit drei Tagen vor Ort in Hannover und hat die Bilder der Proben bereits hochgeladen – und ermöglicht es uns so, bereits Sekunden nach dem Sieg von Ann Sophie nicht nur den Text zu aktualisieren, sondern auch ein Foto von der Siegerperformance gleich hinzuzufügen. Und damit nicht genug – auch vom Clubkonzert in Hamburg, bei dem die Sängerin ihre Wildcard für die Livesendung ''Unser Song für Österreich'' gewann, liegen dank dem Fotografen Huhu Uet Bilder vor. Zwei Highlights des noch jungen Festivalsommers, der in diesem Jahr bereits sehr früh im Januar ordentlich Fahrt aufnahm

Ann Sophie mit ihrer Performance des Siegertitels bei Unser Song für Österreich
(Foto: Markus Felix, CC-by-sa 3.0, Information)


Das erste große Festivalhighlight des Jahres spielt allerdings in einer ganz anderen Gewichtsklasse: 70000 Tons of Metal hieß die Devise der Kreuzfahrt durch die Karibik (!!), auf der unser Fotograf Grywnn teilnahm. An Bord des Kreuzfahrtschiffes genoss er nicht nur ordentlich Power auf die Ohren, Pool und Bier, sondern durfte dank einer Akkreditierung durch das Festivalsommer-Team auch für die Wikipedia fotografieren und brachte uns so einen ganzen Sack sonnige Metalgrüße vom Kreuzfahrtschiff mit.

Soulfly bei ihrem Auftritt beim 70.000 Tons of Metal
(Foto: Grwynn, CC-by-sa 3.0, Information)

Das Schüler-Rockfestival in Wuppertal mag dagegen blass wirken - für die Teilnehmer war es jedoch das Highlight ihres Jahres und vielleicht der Beginn einer Karriere auf größeren Bühnen. Die Schülerbands wurden abgelichtet von Fotandi und standen so zum ersten Mal unserem leibhaftigen Wikipedia-Paparazzo gegenüber, legten sich jedoch nicht nur für ihn recht ordentlich ins Zeug. Doch damit nicht genug: Vor allem Huhu Uet hat das beginnende Jahr bereits sehr intensiv genutzt und Bilder vom Hamburger Skiffle Festival, den Hamburger Motorrad Tagen 2015 und dem Heathen Rock Festival incl. Warm-up-Party gemacht. In Österreich war derweil der Fotograf Tsui aktiv und beim Österreichischen Filmpreis anwesend und dank Sebaso haben wir auch einige Bilder vom Fest der Vielfalt vom Brandenburger Tor und von der Berlinale.

Die Kaliskalyptischen Fighter auf dem Schüler-Rockfestival in Wuppertal
(Foto: Fotandi, CC-by-sa 3.0, Information)

Nicht nur vor den Bühnen gab es allerdings bereits Aktivitäten – beim Festivalsommer-Workshop im Kölner Lokal K trafen sich Organisatoren und Fotografen des Festivalsommers und diskutierten über die weitere Entwicklung des Projekts, etwa die Öffnung gegenüber Einzelkonzerten und deren Aufwand, die technische Ausstattung und potenzielle Unterstützung durch Wikimedia Deutschland sowie Fragen der Akkreditierung, des Verhaltens im Fotograben und der Bildbearbeitung und des Uploads. Keine Frage war allerdings, ob wir weitermachen – die Teilnehmer sind weiterhin hochmotiviert und freuen sich auf die Festivalsaison.

by Achim Raschka (noreply@blogger.com) at March 06, 2015 07:18 AM

March 04, 2015

Iberty

Wikimedia lenken und formen: Antragswerkstatt am 7. März in Berlin

Die tragende Säule, die die Vereinsarbeit von Wikimedia Deutschland seit jeher ermöglicht, sind die tausenden Freiwilligen in den Wikimedia-Projekten und im Verein. Diese Freiwillgen sind der Verein: Ihr Engagement, ihre Ideen, Vorstellungen und Wünsche sollten die Vereinsarbeit formen und lenken.

Bisher allerdings hat sich nur ein kleiner Teil der Mitglieder aktiv an den Diskussionen um den Verein, an den Mitgliederversammlungen und inhaltlichen Debatten zum Verein geäußert. Einer der vornehmsten und wirkmächtigsten Wege, um sich an der Entwicklung des Vereins zu beteiligen, ist die direkte inhaltliche Beteiligung an einer Mitgliederversammlung - zum Beispiel durch das Stellen von Anträgen. Um dieses zu fördern, Mitglieder dabei zu unterstützen und die inhaltliche Debatte auf einer Mitgliederversammlung möglichst gewinnbringend für alle Beteiligten zu gestalten, versuchen wir etwas neues: ein Vorbereitungstreffen zur Mitgliederversammlung, die Antragswerkstatt. (Anmeldung erforderlich, Vereinsmitgliedschaft nicht) 

 Die Werkstatt findet statt: 
am 7. März 2015 
ab 9 Uhr in den Räumen von Wikimedia Deutschland 
Tempelhofer Ufer 23/24 
10963 Berlin 

Die Antragswerkstatt im Online-Forum von Wikimedia Deutschland wird bereits für die Diskussion von Anträgen von Präsidium, Vorstand und Mitgliedern genutzt. Dabei geht es bisher meist um die Diskussion eines weitgehend fertigen Antrags. Nur selten findet eine kollaborative Erstellung von Anträgen aus vagen Ideen statt. Auch bleibt es bis zur offiziellen Stellungnahme des Präsidiums - die bisher meist so spät erfolgte, dass keine Antragsänderung mehr möglich war - offen, inwieweit Präsidium und Geschäftsstelle eine Idee in der vorgebrachte Form überhaupt für umsetzbar halten.

Unter den Anträgen sind gefühlt viele, die eher formeller Natur sind. Satzungsänderungen scheinen mehr Attraktivität zu haben als die Beschäftigung mit Inhalten der Vereinstätigkeit oder -ausrichtung. Die Werkstatt soll Vereinsmitglieder und andere Interessierte dabei unterstützen, auch inhaltlich auf die Arbeit des Vereins Einfluss zu nehmen.

Der Beschluss des Jahresplans ist in der letzten Mitgliederversammlung erstmals vertagt worden. Hintergrund ist die Entscheidung des FDC (Funds Dissemination Committee), die beantragten Mittel um rund 1/3 zu kürzen, was im November den Anschein erweckte Anpassungen des Entwurfs nach  unten notwendig zu machen. Tatsächlich aber war der Fundraiser so erfolgreich, dass der neue Jahresplanentwurf gegenüber der November-Version sogar Anpassungen nach oben vorsieht. Die Änderungen werden durch den Vorstand vorbereitet und von der Mitgliederversammlung beschlossen. Dadurch bietet sich nun eine konkrete Gelegenheit für Mitglieder, Akzente zu setzen und die Ausrichtung der Vereinsaktivitäten mitzugestalten. Durch die kol­la­bo­ra­tive Erstellung können Chancen und Risiken eines Antrags aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden und der Antragsteller kann frühzeitig auf Hinweise und Kritik reagieren und seinen Antrag entsprechend umformulieren.

 Und Disclaimer: nein, auch wenn es manchmal so Aussehen mag: das ist nicht "meine" oder meine und lyzzys Veranstaltung. Tatsächlich ist es eine WMDE-Veranstatung, die sogar Teil eines Präsidiumsbeschlusses ist und vom Vorstand als Vereinsveranstaltung angesehen wird. Warum trotzdem ich das die ganze PR machen muss - who knows. <script src="http://fc.webmasterpro.de/counter.php?name=southgeist" type="text/javascript"></script><noscript>
</noscript>

by dirkfranke (noreply@blogger.com) at March 04, 2015 08:37 PM

March 02, 2015

Wikimedia Deutschland Blog

Christian Rickerts wird Vorstand von Wikimedia Deutschland

Rickerts, Christian 2014   140324_A01B0484.jpg

Christian Rickerts (Foto: Jan Voth, CC-BY-SA 4.0 International)

Liebe Vereinsinteressierte, es freut mich sehr, euch heute mitteilen zu können, dass die Suche nach einer neuen Geschäftsführung für Wikimedia Deutschland erfolgreich beendet ist. Das Präsidium beruft Christian Rickerts zum Vorstand. Diese Entscheidung hat das Präsidium einstimmig beschlossen und folgt damit der ebenfalls einstimmigen Empfehlung der Übergangskommission. Christian wird seine Vorstandsaufgaben ab dem 1. Mai 2015 übernehmen.

Wikimedia Deutschland ist durch ehren- wie hauptamtliche Arbeit geprägt, und Christian Rickerts kennt Freiwilligen-Engagement aus beiden Perspektiven bestens, unter anderem aus seiner Zeit als Mitgründer des Schüler Helfen Leben e. V., als dessen späterer Geschäftsführer und dann als geschäftsführender Vorstand der gleichnamigen Stiftung. Anschließend war er sowohl im wirtschaftlichen als auch gemeinnützigen Umfeld tätig, zuerst als Strategieberater bei Capgemini, dann als Geschäftsführer bei Reporter ohne Grenzen in Deutschland. Seit 2012 ist er Vice President für Corporate Communications bei der Bertelsmann Stiftung.

Christian hat uns insbesondere mit seinem Wissen um die Schnittstellen von Haupt- und Ehrenamt sowie seiner Motivation, mit wertegetriebenem Denken und methodischer Vielfalt davon überzeugt, dass wir Wikimedia Deutschlands Weg in die Zukunft gemeinsam gestalten wollen. Bis er sein Amt als Vorstand antritt, wird weiterhin Jan Engelmann übergangsweise die Geschäfte führen, wie er das im vergangenen halben Jahr erfolgreich getan hat. Dafür möchte ich Jan an dieser Stelle sehr herzlich danken.

Großer Dank geht auch an die Übergangskommission, die den Prozess der letzten Monate ebenso zielstrebig wie engagiert geplant, begleitet und zum Abschluss gebracht hat. Die Gruppe, die aus Mitgliedern des Präsidiums, des Vereins, Angestellten der Geschäftsstelle sowie Community-Vertretern bestand, konstituierte sich Ende Juni 2014. Ich denke, die Arbeit der Übergangskommission ist beispielhaft und eine wertvolle Erfahrung, die wir innerhalb der Wikimedia-Bewegung teilen sollten und werden.

Wenn Christian Rickerts im Mai seine Aufgaben als Vorstand übernimmt, wird die Frühjahrsmitgliederversammlung bereits stattgefunden haben. Es freut mich, dass er voraussichtlich trotzdem schon als Gast am 18. April nach Köln kommen kann.

Stellvertretend für das gesamte Präsidium möchte ich Christian Rickerts bei Wikimedia Deutschland und im internationalen Wikiversum herzlich willkommen heißen!

by Tim Moritz Hector at March 02, 2015 08:52 AM